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Bekenntnisse eines Benachteiligers

15.01.2013, 11:30 Uhr  ·  Kein perfekter Auftritt: Die Jugend schätzt Tattoos, Bärte, Piercings und schöne Mietwohnungen in Toplagen - ein Teufelskreis der Gegensätze, den die besitzende Klasse allein zur eigenen Zufriedenheit löst.

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Schwoaze Libbn greane Hoaar, do konnst jo Ongst kriagn wiakli woah.
STS, I wui wida hoam

Wie jede schlimme Geschichte von Diskriminierung und Ausgrenzung beginnt auch diese hier vollkommen harmlos, an den Gestaden des Tegernsees, mit die Knirschen schmaler Reifen auf dem feinen Kies des Uferwegs. Es ist Sommer, es wird heiß, und weil tout München im Anmarsch ist, besetze ich schon früh am Morgen eine kleine, schattige Bucht mit ein paar Handtüchern, und hege sie mit meinem Rad ein. Dann kommt die I. und berichtet, dass sich die S. ein wenig verspäten wird. So lange gehen wir schwimmen, und als wir zurück kommen, schreitet die S. den Uferweg entlang. Die Luft ist heiß, aber das Wasser des Gebirgssees ist kühl, und so lassen wir die S. allein ein wenig schwimmen gehen. Da geht sie also behutsam ins Wasser, mein Blick ruht wohlgesonnen auf ihr und da sehe ich etwas auf ihrem Rücken. Und leichtsinnig, wie man eben so ist, wenn die Sonne scheint und die I. im Korb nach ihrer Sonnenbrille sucht, frage ich sie: Sag mal, ist das da auf der S. ein Tattoo?

Bild zu: Bekenntnisse eines Benachteiligers

Woraufhin die I. mir unmissverständlich bedeutet, dass eine vertiefende Debatte in Anwesenheit der S. nicht nur indiskret, sondern auch höchst unschicklich sei. Ja, das sei so etwas und nachdem die S. sowieso die Haare kurz trägt, wäre das Abschneiden nach dem letzten Liebesdebakel nicht in Frage gekommen und deshalb hat ihre generelle Unzufriedenheit mit dem Dasein ein anderes Ventil gesucht und gefunden. Die Eltern der S. fanden es auch ganz schrecklich. Zumal sie ja keine 13 mehr ist. Und so wirklich überzeugt davon ist sie auch nicht mehr. Und dass meine Haltung zu Tattoo mit dem Wort Geschmier gut ausgedrückt ist, und ich Menschen mit Piercinglöchern als Emmentaler bezeichne, weiss auch jeder, obwohl ich durch meine anderthalb Jahre in Berlin abgehärtet sein sollte, weil da alle so rumlaufen. Und deshalb, wenn ich weiterhin einen schönen Sommertag verleben will: Mund halten. Und nachdenken, ob meine generell ablehnende Haltung wirklich angebracht ist, wenn ich an der S. sehe, dass so etwas auch in den besten Familien passieren kann.

Ja, kann es. Draussen plätscherte die S. auf dem Wasser und am Ufer versuchte sich der Tropfen der Toleranz am Höhlen des heissen Steines meines Vorurteils, und so hielt ich also den Mund, und schob alles auf das Scheusal von Exfreund der S,. der in der langen Reihe anderer moralisch fragwürdiger Exfreunde von besonders niederträchtiger Gestalt, inwendig nahezu so scheusslich wie diese verkommenen Zausel mit Vollbart, die sich Hipster nennen, gewesen ist. Wir sprachen über ganz andere Dinge, ich sah die S. nicht von hinten und bin generell der Meinung, dass bessere Töchter auch nicht an den Uferbäumen des Tegernsees wachsen, weshalb man mit dem ohnehin bedrohten Bestand freundlich, nachsichtig und tolerant sein sollte, wenn es sich lohnt.

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Das war meine Haltung im Sommer, am Strand, am Tegernsee, aber jetzt ist es Winter, es ist kalt, die S. hat schon wieder einen neuen Freund, und durch einen komischen Zufall bin ich gerade dabei, mich um zwei kleine Wohnungen in Münchens besten Innenstadtlagen zu kümmern. Dort, wo jeder gerne sein möchte, einmal bei den Museen in der Maxvorstadt und einmal zwischen Staatsoper und Gärtnerplatztheater. So sagt man es als junger Mensch seit jeher kulturbeflissen den Eltern, die nicht wissen, was die Feierbanane ist, und in welchen Cafes man das Studium in Schwabing bis zum Abbruch vorbeiziehen lassen kann. Überall zieht es die jungen Menschen in diese Lagen, und über die Entfernung von 500 Kilometer bemühen sich auch in Berlin drei junge Menschen, dortselbst kleine, teure Wohnungen in bester Lage zu erhalten. Was sich nicht ganz einfach darstellt; man kann nämlich ihren öffentlichen Profilen entnehmen, dass sie mehr Geld für Gekrakel und Emmentalerreifung denn für den Barbier ausgeben. Jüngst klagte eine, sie werde das nächste Mal ein Opfer bringen und das „Metall aus dem Gesicht nehmen”, um wenigstens mal zur Besichtigung eingeladen zu werden.

Das ist nett gemeint und, wenn ich das so als Vermieter sagen darf, vollkommen sinnlos. Ja, natürlich sagt das Grundgesetz, dass niemand wegen seines Aussehens diskriminiert werden darf, aber das Grundgesetz hat leicht reden, weil es, wenn erst mal davor alle gleich waren, keinerlei Wohnraum mehr vermieten muss. In den guten Wohnlagen in Deutschland werden 4 von 5 Immobilien über Makler vermittelt, und angesichts des Wohnungsmangels sucht sich der die besten Kandidaten heraus: Dass er dem Eigentümer dann ausgerechnet körpermodifizerte Ausnahmeerscheinungen vorstellt, kann man getrost ausschliessen. Selbst wenn die Eigentümer tolerant wären, würde kein Makler das einfach so voraussetzen. Diese Äusserlichkeiten sind immer auch ein Ausdruck der Ablehnung einer anderen Lebensauffassung, sie sind nun mal mehr RTLII denn das Publikum, das sich den Fernseher nur für Arte hält und nur beim Drüberklicken einen Eindruck von Leben, Kommunikation und Inneneinrichtung der Menschen mit absichtlicher Veränderung erhält. So eine Wohnung ist mindestens eine Viertel Million wert, und keine Bühne für die Neuaufführung von Unterschichtenproblemen. Vermietung ist eine Sache des Vertrauens.

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Und das ensteht nun mal leichter, wenn die Chemie stimmt. Nach meiner Erfahrung heiratet und lebt man nicht nur innerhalb der Klasse, man vermietet auch entsprechend, wenn es möglich ist. Man kennt das von früher: „Arzt sucht für seine Tochter”, „Notar sucht für seinen Sohn”, stand in den Qualitätsblättern, wenn schon das eigene Netzwerk nicht eine Möglichkeit liefern wollte. Aber dieses Klassengeschäft wiederum verlangt mehr als die Miete: Es fordert auch die Unterordnung unter seine Normen. Wer da herausfällt und die Normen so offensichtlich nicht erfüllen will, muss eben in den Randlagen nehmen, was noch übrig ist. Oder, auch das ist denkbar, den höchsten Preis zahlen. Spöttisch darf ich hier anmerken, dass es somit ausgerechnet die besonders Unkonventionellen sind, die zum Erhalt des Systems der Konventionellen überproportional beitragen, sei es nun durch höhere Kosten oder die Selbstverbringung in Viertel, die nicht so hübsch sind. Dort sitzen sie dann und beklagen sich vermutlich über die Sterilität und Gentrifizierung ehemals lebendiger Innenstädte, während ein Tränchen den Eisenring im Mund rostig werden lässt und

Pardon, das ware jetzt beinahe nicht nett geworden. Auch nicht nett ist es, bei der Vorstellung genau zu schauen, ob sich nicht verräterische Reste irgendwo zeigen. Und absolut nicht nett wäre es, eine Studie zu machen und zu ergründen, welche Benachteiligungen denn so einer Person wegen ein paar Äusserlichkeiten entstehen, wenn sie die Folgen der Vermutungen und Ahnungen der Besitzenden hinnehmen müssen: Wenn diese Person noch nicht mal mit ihrem Gesicht zufrieden ist und es mit Eisen vernietet, vielleicht wird sie morgen auch Löcher im Putz der Wohnung haben wollen? Wird sie die Nachbarn wie eben jenes Monster anfahren, das auf ihren Schultern zu sehen ist, oder mit dem Dolch bedrohen, den man auf dem Arm erkennt? Und der Bärtige da, kann er denn aufräumen, wenn er sich nicht rasieren kann? An der Stelle könnte man übrigens Bilder bärtiger Menschen bei Twitter verlinken, die schlimmste Befürchtungen gradraus bestätigen. Aber das wäre nicht nett. Und so sitzen sie dann eben mit einer Bierflasche herum und warten verärgert über die Ungerechtigkeit der Welt auf die S-Bahn, die sie in ihre Randlagen verbringt.

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(Mal wieder typisch für mich: Der einzige soziale Wohnungsbau, dessen ich auf die Schnelle in meiner Bilderdatenbank finden kann, steht in Monte Carlo)

Amüsanterweise entsteht dadurch dann eine Übereinstimmung im Gegensatz: Die Frustrierten in Berlin tauschen sich natürlich auch öffentlich über jene aus, deren Kunden sie nicht werden, und halten sie für intolerant, verknöchert, reaktionär, auf Äusserlichkeiten fixiert und natürlich auch Ausbeuter. Es sind die Momente, da sie, um die billige Wohnung im Zentrum gebracht, auf Ideen wie 100% Erbschaftssteuer ohne Ausnahme zu kommen, ohne zu bedenken, dass weder aus der Enteignung in der DDR noch der Spitzensteuersätze in der BRD jemals all die grosszügigen, billigen Wohnungen für Nichtsverdiener in bester Nähe zu Cafes und Discos entstanden, sondern eher genau das, was sie nicht möchten: Blocks in Gropiusstadt und Marzahn. Ein unauflösbares Dilemma, mag es scheinen, aber wenigstens kann man abschliessend festhalten: Vermutlich haben sie bei der Sicht auf Vermieter, die ein Leben ohne Arbeit am Ufer des Tegernsees verbringen, nicht ganz unrecht. Jenseits von Dreitagebart, Ohrlöchern für den Biedermeierschmuck der Urururgrossmutter und Drachen, die bitte auf Kimonos bleiben, ist es nicht ganz einfach mit uns. Ob wir mit unseren Vorurteilen auch recht haben? Wir werden es nie erfahren. So gerecht ist das eben in dieser Welt, niemand geht ohne Gewinn: Die einen haben die Bestätigung ihrer Vorurteile. Und die anderen nur finstere Ahnungen und ordentliche Mieter.

 

 

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Lesermeinungen zu diesem Artikel (225)
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tja; Sie haben wohl recht....

tja; Sie haben wohl recht.

Don, Don, da isser wieder, der...

Don, Don, da isser wieder, der Schmock, der Dandy bavaroise :-) Was ihn aber wirklich immer wieder rettet, sind die charmanten Geschichten über die Mie(t)zkatz. . Aber halt, es gibt ein paar systemisch gesehen helle Momente: "... dass es somit ausgerechnet die besonders Unkonventionellen sind, die zum Erhalt des Systems der Konventionellen überproportional beitragen, sei es nun durch höhere Kosten oder die Selbstverbringung in Viertel, die nicht so hübsch sind." . Bin versucht, ein Nickkonzert zu veranstalten. Bis mir so Sachen wie Greenwich Village einfallen. Da sind es doch die wahrhaft Unkonventionellen, die statt sich zurückziehen zu müssen, weil sie der reiche Pöbel nicht will, angefangen haben, ein Viertel durch ihre Anwesenheit erst hübsch und interessant zu machen. . So lange, bis die Nichthübschen, die Konventionellen, die langweiligen Langweiler, die iPhone-Wirtschaftssklaven (ja, die mit den 'modischen Tattoos') nachziehen. Dann ziehen die echten Unkonventionellen wieder weiter. Fabrikhallen zu bewohnen vermeidend. Das ist mittlerweile sehr konventionell, machten die Langweiler nach und nannten es Loft. Bevor sie Landlust entdeckten und jetzt Bauernhöfe aufkaufen. . Zum 'Unkonventionellen' der Tattoos: . Tätowierte oder gepiercte Menschen möchte ich nicht einmal durch die Bank als unkonventionell betrachten. Sie kommen mir höchst konventionell vor, auch oft als wenig kreativ. . So mit einem Sub-Mainstream mitzuschwimmen, das ist nicht eigenständig. Wer welche kennt, merkt, wie angepasst sie eigentlich sind. Man ist ja fast wieder eigenständiger, wenn man Budapester trägt, Lodenmantel oder artig geflochtene Zöpfchen. :-) Ja ist klar, der reichen älteren Dame wird Letzteres immer besser gefallen. Die weiß halt seit dem Krieg wenig über die Eigenheiten nachfolgender Alterskohorten, die nicht die ihre sind. . . Max Goldt soll einmal gesagt haben (memoriert, war es in der Radiotrinkerin?...), dass die wirklich Kreativen, Unkonventionellen aufgrund ihrer starken mentalen Andersartigkeit so sehr zu tun haben, im Leben der Normalos zurecht zu kommen, sich eben gerade bemühen, NICHT aufzufallen. Sie gehen so weit, spießige Pullunder zu tragen, damits ihre Ruhe haben :-)

Diskriminierung hat eben auch...

Diskriminierung hat eben auch positive Seiten! PS: Schöne Schuhe.

0 diktionaftis 15.01.2013, 12:14 Uhr

… Aber Steinbäcker,...

… Aber Steinbäcker, Timischl und Schiffkowitz zitieren. Des håmmer fei gern! . http://www.sts-page.com/fotos/foto.aspx?gid=382&fid=4265

0 Booooster 15.01.2013, 12:15 Uhr

Vielen Dank für den Beitrag....

Vielen Dank für den Beitrag. Der zentrale Punkt ist wohl tatsächlich, dass das ganze Metall und die ganze Farbe Protest ist. Und da möchte man lieber nicht der sein, gegen den protestiert wird. Und das ist halt wichtiger als eine wie auch immer nachzuweisende Vorurteilsfreiheit.

"Wenn ich groß bin, will ich...

"Wenn ich groß bin, will ich auch Spießer werden." Wobei ich schon rein sprachlich finde, dass der Begriff "Spießer" viel besser zu den Leuten mit Eisenring oder Blech im Gesicht passt. Sie möchten auf keinen Fall normal sein und s i c h aus der Masse h e r a u s s t e c h e n und gerade das wirkt manchmal so besonders s p i e s s i g. Leider verbirgt sich Langeweile heute unter den buntesten und wildesten Verkleidungen, vielleicht sogar gerade da. Allerdings bin ich eigentlich immer recht neugierig auch auf Menschen mit Blech im Gesicht. Dummerweise finden die m i c h meist irgendwie unpassend. Irgendeiner von diesen friedensbewegten Obercoolen sagte mir mal, nach dem ich mich in seiner WG vorgestellt hatte: "Ne, du passt hier nicht so rein." Und eine junge Dame aus Berlin sagte mal nach einer Veranstaltung über mich: "Eigentlich ist er ja ganz nett, aber er kleidet sich wie ein Opa." Ich möchte eigentlich gerne mit meiner Toleranz glänzen. Aber das wird einem heutzutage auch von der Blechseite her schwer gemacht. Allerdings ist der von mir zu vermietende Wohnraum auch bescheiden.

0 prince Matecki 15.01.2013, 12:37 Uhr

In der Tat, Kleider und...

In der Tat, Kleider und glattrasiert machen Leute (nein, nicht wo Sie schon wieder denken, zuviel shades of grey gelesen, Sie da?) Und also begab es sich dass ich vor Auslaufen der Zinsbindung wegen einer Neuverhandlung der Konditionen für die Hypothek meine Hausbank aufsuchen musste. Ich hatte länglich um einen für meine knappe Zeit daheim geeigneten Termin nachgesucht, das war schon etwas frustrierend gewesen. So beschloss ich, ein wenig Rache durch Edelmut zu nehmen. Am Morgen warf ich mich in das feinste englische Maßhemd, den Nadelstreifen Dreiteiler in Dunkelblau, die Budapester, darüber den Mantel eines Designers, fast 20 Jahre alt, aber da ich mich fit gehalten habe als Maßarbeit immer noch gut passend. Auf dem Kopf der Borsalino. So aufgebrezelt im Kampfanzug des Kapitalismus betrat ich 5 Minuten vor dem Termin die Großfiliale der Bank, für die Vertrauen der Anfang von allem war, und wurde an der Theke nach einer Weile begrüßt. Da die Bearbeiterin noch beschäftigt sei, bat man mich zu warten, allerdings so erkennbar SdG wie ich auftrat kam ich vor das Zimmer des unterschriftlich Vertretungsbefugten in einen Ledersessel, es wurde nach Kaffee gefragt und Kekse auf das Tischchen gestellt. Der Regionalleiter, eben jener mit der wertvollen Unterschriftsbefugnis, verließ nach ein oder zwei Minuten sein Kontor, sah mich, drehte auf dem Absatz zu mir, entschudligte sich, für was auch immer, und weniger als eine Minute später saß ich der charmanten Frau R. gegenüber und erhielt die besten Hpothekenzinsen meines bisherigen Lebens. Was ein wenig Verkleidung und entsprechendes Auftreten doch bewirken kann. Oder auch mundus vult decipi. Was aber die anderen mangels Latein nicht mehr so wirklich verwerten können.

Sehr geehrter Don, ein...

Sehr geehrter Don, ein wunderbarer Beitrag, der mir sehr zu Herzen gegangen ist, denn ich habe nie, nie MitarbeiterInnen mit sichtbaren Piercing oder Vollbart eingestellt, weil mich meine Agentur-Kunden sicherlich gefragt hätten, ob ich noch alle Tassen im Schrank habe. Vielleicht ist das im Werbeagenturbereich heute anders... Fazit: Wer Kunden überzeugen, gewinnen und deren Geld ausgeben will, muss seriös auftreten und auf Augenhöhe mit seinen Kunden kommunizieren. Und da passen einfach Pircings und Tatoos nicht dazu.

Die Schuhe sind ein echter...

Die Schuhe sind ein echter Hit!! Ansonsten wie so oft wahre Worte, und ich kann mit dieser Diskriminierung gut leben. Heutzutage wird auf jede kleinste Befindlichkeit Rücksicht genommen, gut, dass man sich als Vermieter noch entscheiden kann, wer weiß, wie lange noch in unserer "Demokratie".

0 donalphonso 15.01.2013, 12:56 Uhr

tiberiat, natürlich hab ich...

tiberiat, natürlich hab ich leider recht. Die Welt ist arm, der Mensch ist schlecht. (Peachum in der 3groschenoper) . Vroni, natürlich würde man sich mit einem toleranten Beitrag mehr Freunde machen, aber wer braucht die schon? Mein Mitgefühl mit den kreativen Aufwertern ist nicht besonders gross; das Glockenbachviertel haben sie ja selbst von den Boazn gesäubert, in die sie jetzt gern flüchten würden.

0 donalphonso 15.01.2013, 12:58 Uhr

Älpler, wo ein Verlierer ist,...

Älpler, wo ein Verlierer ist, ist auch ein Gewinner (ich hätte damals in Monaco fragen sollen, die haben mir wirklichbgut gefallen. Aber wenn ich das nächste Mal bei meinem Schuster bin...) . diktionaftis, als Steinbrucht taugt sogar der Balkan.

1 Thorsten Haupts 15.01.2013, 12:59 Uhr

Don, auch ich bin gerne...

Don, auch ich bin gerne Spiesser :-). Und kann Ihre Abneigung gegen Menschen gut nachvollziehen, die ihren Körper mit Piercings und Tattoos zum "Gesamtkunstwerk" machen. ... Was meine mangels echter Begegnungen nur auf Beobachtungen basierende Erfahrung mir sagt, ist, dass es durchaus einen Zusammenhang zwischen der Grösse des Hohlraums im Kopf und diesem spezifischen äusseren Erscheinungsild gibt. Zufällig kenne ich einige junge Erwachsene, die ihren Eltern im nachhinein zutiefst dankbar dafür sind, derartigen Unsinn drakonisch unterbunden zu haben, als sie noch Jugendliche waren. ... Im übigen sind Vorurteile zutiefst menschlich. So menschlich, dass ich automatisch auf Heuchelei schliesse, wenn ich jemandem begegne, der ernsthaft keine zu haben behauptet. Weil die einzige Alternative in Dummheit besteht und ich den Vorwurf für schlimmer halte. ... Gruss, Thorsten Haupts

1 donalphonso 15.01.2013, 13:03 Uhr

Booooster, gern geschehen. Man...

Booooster, gern geschehen. Man versucht ja als Vermieter, ein gutes Klima herzustellen, und wenn die Äusserlichkeiten schon ein schroffes Nein sind, dann ist das alles von Anfang an vergebens. . Jordanus, ich neige dazu zu sagen, dass alles nebeneinander eistieren darf. Ich gehe nicht in deren Fetischgeschäfte und die tragen ihr Geklimper nicht am See spazieren. Ich mein, wenn ich gerade mit dem Bergradl aus dem Schlamm komme und die Konditorei betrete, entschuldige ich mich erst mal für mein Aussehen, damit allen klar ist, es ist kein Affront. So bekommt man das auch notfalls über die Grenzen der Klassen. Aber wer unbedingt anders sein möchte, muss sich halt auch überlegen, wie er mit den Folgen klarkommt.

1 donalphonso 15.01.2013, 13:07 Uhr

Noch ein Nachtrag von der...

Noch ein Nachtrag von der Berliner Wohnungssuchfront, weil's so schön ist: "Scheiß auf Handtaschen, ich stopf Handy+Umverpackung, Riesenbrieftasche und Quittung in meinen Parka und es ist sogar noch Platz für Bier "

0 Der Tiger 15.01.2013, 13:09 Uhr

Sehr verehrter Don! Köstlich....

Sehr verehrter Don! Köstlich. Bei diesen Körperbemalungen frage ich mich immer, ob sich die Inhaber überlegen, wie das im Alter aussieht. . Die längste Zeit habe ich mit dem Gedanken gespielt, mir, wenn ich mal alt bin, eine Tatoo zuzulegen: einen Vogel auf dem Handrücken, der mit seinen Flügel schlägt, wenn ich den Daumen ausstrecke.

0 byrresheim 15.01.2013, 13:13 Uhr

So isses ... die Toleranz - zu...

So isses ... die Toleranz - zu der man als Linksliberalenkind erzogen wurde, verliert man rasend schnell, wenn der Mieter ...

0 donalphonso 15.01.2013, 13:19 Uhr

Bei dem Geschäft sind wir...

Bei dem Geschäft sind wir seit 170 Jahren intolerant. . Thorsten Haupts, ich denke, man kann darüber schon mal reden, das ist ehrlicher als das verdruckste "Aber nein es stört mich gar nicht aber der andere Mieter war schneller."

Stimmt Don, noch mehr falsche...

Stimmt Don, noch mehr falsche Freunde braucht man in der Tat nicht. ["Eure falsche Freunde" war ein geflügeltes Wort im Editorial eines Pseudo-Minga-Ausgehblättchens, dessen Namen ich hier niemals nicht erwähnen will.] . Boazn, Beizn, die: In unserer Straß' am Rande des Angeber-Viertels gibt es noch eine. Raucher und Arbeitertypen des alten Glockenbachs drin. Alle Nichtarbeiter-Typen, die da wohnen und nicht vor 14 Uhr aus dem Bett kommen, holen hier ihre DHL-Bücherlieferungen ab (der im Kern verrottete und bösartige DHL liefert immer exakt um 13:59). Die Wirtin ist so nett und so frei, sie anzunehmen. Friedliche Koexistenz.

0 donalphonso 15.01.2013, 13:23 Uhr

Rotwild, das Hübsche ist...

Rotwild, das Hübsche ist doch: Rücksichten fordern besonders gern die ein, die nicht gerade ein Vorbild des rücksichtsvollen Verhaltens sind. Ich soll Piercings verstehen und Gegröle in der Nacht und den Dreck am Morgen, weil Jugend und Party und Selbstverwirklichung. Dann selbstverwirkliche ich mich halt durch meine Mieter und das Wissen, dass die anderen lange in der S-Bahn sitzen. . RoRo, ich will das nicht als Aufruf zur uniformierten Gesellschaft verstanden wissen; es geht einfach darum, andere nicht zu brüskieren. Wenn ich das aber machen möchte - der beitrag tut es ja auch - muss ich mir der Konsequenzen bewusst sein. In diesem Leben werde ich keine gepiercte Stalkerin mehr haben.

Ich kann Tätowierte...

Ich kann Tätowierte eigentlich nicht leiden. Sie sind so angepasst.

0 donalphonso 15.01.2013, 13:28 Uhr

prince Matecki, so hohe...

prince Matecki, so hohe Ansprüche würde ich gar nicht stellen, denn es gibt auch überqualifizierte Mieter (aber das wäre ein eigener Beitrag). Beide seiten müssen den Eindruck haben, dass man gut miteinander auskommt. Schliesslich ist das ja ein pakt auf Jahre.

0 mea_culpa 15.01.2013, 13:35 Uhr

Und dann der oft beobachtbare...

Und dann der oft beobachtbare Zusammenhang zwischen bemaltem und durchlöchertem Körper auf der einen Seite sowie Ebbe in der Riesenbrieftasche auf der anderen. Den ersten Teil kann man auch durch 3 mm rostverhinderndes Makeup oder Plastefingernägel ersetzen. Was wäre der Menschheit geholfen, würde weniger Geld und Zeit für solch ästhetische Würgreize investiert. Aber gut. Die Welt ist voll von Menschen. Da man nicht alle kennen muss, kann man sich auf die genehmen beschränken.

Überqualifizierte Mieter,...

Überqualifizierte Mieter, der: Der, der nicht nur sich selbst optimiert, sondern auch die Bude - anspruchsmäßig. Nie passt alles, so wie es ist, die Forderungen hören nicht auf fürs teure Geld. Er ist eine Gedulds-Säge. Jetzt will er einen Hightech-Aufzug in sein Altbau-Penthouse, 5. Stock - dann eine Photovoltaikanlage aufs Dach und will sich auch noch finanziell daran beteiligen, Gnade. Am liebsten würde er auch seinen schluffigen Vermieter optimieren. So etwa?

0 donna laura 15.01.2013, 13:44 Uhr

lieber prince Matecki, (ich...

lieber prince Matecki, (ich vermute, was sie meinen: nun weiss ich ja nicht, was man heutzutage bei der wohnungssuche alles herzeigen muss, insofern ist dies vielleicht doch kein schlechter rat von ihnen), verkleidet bin ich fast immer; manchmal ist es schlimm, denn ich habe gar keine normalen sachen in der ankleide, also hüftjeans, t-shirts, turnschuhe, leggings, sweatshirts, ringelpullover und solcherlei pretiosen des fernöstlichen maokapitalismus. . zuweilen verspüre ich den drang oder notwendigkeit gar, mich downsizen zu müssen, und so stehe ich dann verzweifelt vor der kiste mit den ausrangierten kaschmirpullovern von gary, seinen zerschlissenen cargo-hosen, den unmodischen seidentüchern und manch verhasstem poloshirt usw, also alles, was man für keller umräumen, streichen und gartenarbeit verwenden kann. dann geht doch zumeist wieder zurück in die ankleide und so muss ich eben die bescheidenste perlenkette zum seidenkleidchen nehmen.

0 Der Tiger 15.01.2013, 13:48 Uhr

@Prinz Matecki – Kleider...

@Prinz Matecki – Kleider machen Leute, das hat der Schweizer Keller auch gewusst. Aber man muss nicht unbedingt aufbrezeln, in gewissen Situationen ist unterbrezeln angebracht. Ich bin mal zu einem schwierigen Meeting mit einem Schweizer Personalchef im Dirndl gegangen. Der wusste, dass ich mit allen Wassern gewaschen war und hatte sich gut vorbereitet. Aber gegen meinen naiven Augenaufschlag in deutscher Folklore (war eigentlich Wiener) kam er nicht an. Das Meeting lief zu meiner Zufriedenheit und dauerte nur 5 Minuten.

0 donna laura 15.01.2013, 13:50 Uhr

im übrigen kenne ich...

im übrigen kenne ich jemanden, der nicht nur gut frisiert, sondern im berufsalltag zudem sehr korrekt gekleidet ist; so kommt er sogar im hochsommer mit langärmeligem hemd mit manschetten zur anspruchsvollen erwerbsarbeit. man sieht nichts.

Der Bayer trägt seine...

Der Bayer trägt seine Stammeszeichen gefälligst auf dem Gewand: http://images.derberater.de/files/imagecache/456xXXX_berater/berater/slides/Bayerische%20Lederhose.jpg

0 Anna Koluth 15.01.2013, 14:09 Uhr

"... mein Blick ruht...

"... mein Blick ruht wohlgesonnen auf ihr ..." nein: wohlgesinnt. Es gibt übrigens kaum etwas Nobleres als korrektes Deutsch. Da scheidet sich die Klasse von der Plebs (nicht: dem).

0 donalphonso 15.01.2013, 14:15 Uhr

Ich dachte, das wäre eine...

Ich dachte, das wäre eine gewisse Grossherziigkeit, aber vielleicht sind die ja alle biestig geworden.

Sehr geehrter Don, Ihr Urteil...

Sehr geehrter Don, Ihr Urteil über Bärte betrübt mich als langjährigen Bartträger doch sehr. Auch wenn mein Bart eher nach Mario Adorf als nach Hipster aussieht. Sind denn nicht einmal zünftige Trachtlerbärte akzeptabel oder muß es immer ein "Gscheada" sein?

0 HansMeier555 15.01.2013, 14:33 Uhr

John Travolta war in "Pulp...

John Travolta war in "Pulp fiction" übrigens derselben Meinung.

Die Stadt Zug (CH) war...

Die Stadt Zug (CH) war Endstation für Juden sowie Deutschen. Die Juden mussten in die USA vor den Nazis fliehen und später, am Ende des Krieges, kamen sie in die Deutschschweiz. Deutschen mussten vor den Russen fliehen - in einem Fall - so habe ich gehört - mit Hab und Gut in einer Schubkarre schieben, durch Suddeutschland bis (auch) in die Deutschschweiz.

0 Shoe Shine Coach · Frankfurt 15.01.2013, 14:42 Uhr

In der Tat: schöne Spectator-...

In der Tat: schöne Spectator- leider sieht man(n) sie selten. Und wenn dann doch, tragen sie Männer, zu denen sie nicht wirklich passen. Aber ganz gleich ob passend oder nicht - gepflegt müssen sie (oder Sie?) sein. (Spectators sind allerdings nicht soo leicht zu pflegen...) Die Kunst der Schuhpflege, eine ebenso selten beherrschte wie praktizierte und möglicherweise im Aussterben begriffene Kunst. Dabei geht der Blick doch immer noch .. Augen, Hände ... Schuhe. Und es ist völlig gleichgültig, ob es ein Gummisohlenschuh oder ein handgerfertigter Wholecut aus Cordovan ist; für den Träger gelte immer noch der Satz, der den Fendi-Schwestern zugeschrieben wird: "Ein Mann kann nachlässig gekleidet daher kommen - an den Schuhen erkennt man, wie's gemeint ist." Und so Manches läuft auf ungeklärte Weise leichter, wie schon @prince Matecki weiter oben anmerkte.

0 prince Matecki 15.01.2013, 14:47 Uhr

Ach, inzwischen stehe ich...

Ach, inzwischen stehe ich dazu, außer bei etwaiger Hausarbeit und beim Kochen sonst fast immer latent "overdressed" zu sein, auf dem als "rustikal" angekündigten Herrenabend eines Beirates mit hochmögenden Professores und Inspekteur war ich dann einer von nur drei mit Krawatte und der mit dem Kavalierstuch, aber einer der Emeriti (der wohl irgend was mit overdressed im Hintergrund gehört hatte) kam auf mich zu und meinte: "Sehr elegant sieht es schon aus", ich nahm es zum Nennwert.

0 Jeeves (Berliner) 15.01.2013, 15:04 Uhr

"...weil da alle so...

"...weil da alle so rumlaufen." Üüüsch? üsch doch nüsch! Und meine liebe Gattin auch nicht: weder Emmentaler noch Geschmiere. Hümmelhülf!

0 HansMeier555 15.01.2013, 15:12 Uhr

wohlgefällig...

wohlgefällig

Werter Don, wieso Vorurteil?...

Werter Don, wieso Vorurteil? Ich halte Ihre Haltung für absolut legitim! Wenn mir etwas nicht gefällt und ich es nicht in meiner Umgebung oder Wohnung haben möchte dann suche ich selbstverständlich nach dem was mir zusagt! Das ist kein Vorurteil, höchstens Selbstschutz! Gruß FS

0 Shbatsleh 15.01.2013, 15:27 Uhr

Nachruf zur Infrastruktur Es...

Nachruf zur Infrastruktur Es gab einen Alten im Städtchen, er ass lieber Torte als Mädchen. Die Torten auf Dauer, sie wurden stock sauer und rollten hinüber als Rädchen.

Die Geschichte erzaehlten Sie...

Die Geschichte erzaehlten Sie bereits, lieber princeMatecki, seither schwebt die Frage in mir, warum hat der Mann sich nicht in seine todschicke Marineoffiziers-Kluft geworfen? Allein schon die goldenen Ringe an den Armeln-und alles, wenn ich mich recht erinnere-massgeschneidert. Da schmilzt doch jede Entscheiderin dahin (was man so von Frauen hoert).

DA: Genau so ist es. Die, die...

DA: Genau so ist es. Die, die am lautesten nach Solidarität und Rücksicht schreien, sind diejenigen, die nicht danach Leben. Ich habe schon oft mit einem sehr guten Freund darüber gesprochen, in den letzten Jahren habe ich einige Diskussionen darüber geführt. Bringt alles nichts, Benehmen und Anstand ist seltener geworden! Und es läuft auf die bereits erprobte und bewährte Tour: Dem Rücksichtsvollen und Großzügigen wirft man einfach mit frecher Schnauze Intoleranz und Engstirnigkeit zu. Dreistigkeit siegt oft. Aber man kann sich seine Freunde ja aussuchen, genau wie seine Mieter. Ich wünsche Ihnen gute und verantwortungsvolle Mieter!

0 The Great Artiste 15.01.2013, 15:59 Uhr

Da muss ich doch mal eine...

Da muss ich doch mal eine Nadel für die Tätowierten bereitlegen, den brechen sollte man sie ja besser nicht. . Ich würde Ihnen vollen Herzens zustimmen, lieber Don, - kenne aber ein paar gute Bekannte, vor denen ich wahrscheinlich nachts um eins in Frankfurt vorsorglich die Strassenseite wechseln würde ( wenn ich sie nicht kennen würde) - die aber wirklich nette, zuverlässige, kluge Leute sind, die sich dieses Styling eben so ausgesucht haben, wie man sich eigentlich auch keinen Audi Q7 in diesem Leben und den verfügbaren Parkplätzen darin freiwillig kaufen könnte. . Man muss dann vielleicht ein zwei Sätze mehr reden, sich mehr Seriositätsnachweise oder Referenzen zeigen lassen, aber dann kann das sehr wohl gut gehen. . Die Vögel, die mir geschäftlich das meiste Kopfzerbrechen beschert haben, sahen alle eher wie Musterschwiegersöhne aus. . Mehr Sorgen macht es mir, wenn dann in zehn, zwanzig Jahren die ganzen bunten Krebschen unter der Haut zu krabbeln anfangen, weil da weiss der Geier was für kostengünstiger und extrafarbiger Dreck den Leuten in ihr Biosystem eingespritzt wurde. . Piercings halte ich da schon für bedenklicher - sind doch irgendeine merkwürdige Form von Selbstablehnung. Fast jeder Mensch dürfte doch mit einer gesunden Antipathie zu Spritzennadeln gesegnet sein - und da zahlen manche für horrende Folterpraktiken gutes Geld und laufen noch Gefahr, sich scheusslichste Entzündungen einzufangen. . Mir rollt sich alles auf, wenn ich an Zungenpiercings, durchstochene Lippen (sowohl als auch..), Brustwarzen oder andere very private parts denke. . Aber wie in so mancher Diskussionsrunde muss man immer wieder konstatieren, dass es dem Menschen oft ziemlich gut vernebelt ist, was ihn selber glücklich machen würde, wenn er nur dem hinterherdackelt, was seine peer group als vollfett geil, cool und echt p=rno bejubelt. . Wenn ich Ihren Beitrag, donna laura, lese: Es ist schon ein wenig interressant, dass sich keine Neo-Mods finden, die ein übertrieben konventionell-elegantes Outfit (Schlips und Faltenrock-Fetischisten) als Protestoutfit für sich entdecken. . Vielleicht, weil man das bei H&M nie kriegen würde, ohne dass es ganz Schreissse aussehen würde...

die berliner mischpoke macht...

die berliner mischpoke macht es einem leider nicht leicht, dass ganze als haltlose vorurteile zu entlarven. so kann ich nur als gutes beispiel voran gehen, körperbemalt, aber ohne metall. wobei ich auch nur in einer angenehmen lage leipzigs wohne. was dann zum glück so gar nicht vergleichbar ist.

0 perfekt!57 15.01.2013, 16:10 Uhr

er hat uns aber etwas...

er hat uns aber etwas vorenthalten. man sieht ja das insekt unter dem absatz gar nicht. wenigsten etwas hätte es aber schon noch seitlich rausschauen müssen. oder nicht? also schon wieder so eine unverzeihliche nachlässigkeit an ihm. ob man ihm die noch einmal wird durchgehen lassen können? also er-sich? (*g*) (wir bitten um nachsicht, falls wir schreiben, was wir sehen. obwohl es so dunkel ist.)

0 perfekt!57 15.01.2013, 16:20 Uhr

wie gesagt, unser don ist...

wie gesagt, unser don ist unser aller vorbild. schon seit 170 jahren. denn in intelligenten familien geht nie einer in einen staatsdienst, wichtigtuerische hungerleider mit pensonsanspruch. und kenntnis von pseudogeheimnissen einer amtsstube oder mehr. denn staaten können verschwinden. und taten das früher auch schon mal. bei uns früher jedenfalls. und mit ihnen auch all die schönen pensionsansprüche. daher nur handwerk (gegen bar) und immobilien. so steht man dauerhaft drüber und vollkommen sicher. und kann gut zusehen, wie andere sich abstrampeln, und trotzdem der armut und dem untergang entgegentreiben: so macht's das bürgertum, so sind wir auch!(?) nur schweigen müsste man auch noch können. so wie die vorfahren und die altforderen. und beim nächsten mal sitzen wir alle im selben boot.

0 Der Tiger 15.01.2013, 16:27 Uhr

@Prinz Matecki – Zum Thema...

@Prinz Matecki – Zum Thema Over oder Underdressed fällt mir etwas Lustiges ein. Ich dachte immer, dass ein deutscher Kanzler nicht sehr viel verdienen kann. Schon Schröder hat irgendwo mal gesagt, dass er im Hinterzimmer im Kanzleramt schläft, weil er sich keine Zweitwohnung in Berlin leistet. Ich bin immer overdressed, außer auf dem Fahrrad, in der Küche und bei Gartenarbeit. In Klamotten wie Mutti würde ich nie rumlaufen, und so grobe Klunkerketten aus der Hippiezeit würde ich auch nicht umhängen. Also dachte ich, dass Mutti nicht viel verdient. Wie erstaunt war ich als durch Steinbrücks Kavallerie gegen das niedrige Gehalt des Bundeskanzler herauskam, wie viel Mutti monatlich für ihre Garderobe zur Verfügung hat…. Wau, was würde ich mir dafür Schickes leisten!!!!!!!

Werter Don, vermutlich kaemen...

Werter Don, vermutlich kaemen die Metalltraeger auch ohne "Jacuzzi" in der Wohnung aus und Szenen im Konzertverein duerften Sie mit denen auch nicht erleben. Rein subjektiv kann ich aber Ihre Abneigung durchaus teilen. . Was die "coolen" Schuhe anbelangt: Hier (US Ostkueste) tragen fast nur Schwarze solche Kreationen zum Anzug - Sonntags auch in "nicht so schicken" (und hier heisst das wirklich was, nicht wie in Muenchen) Gegenden der Stadt. In Bayern ist mir sowas noch kaum begegnet, aber sollte ich Sie jemals dort an Ihren Schuhen erkennen, werde ich mir erlauben, Sie auch ohne dass wir uns vorgestellt worden waeren darauf anzusprechen. (Wenn Sie erlauben.)

0 antagonist 15.01.2013, 16:52 Uhr

Wenn ick det höare krich...

Wenn ick det höare krich icke>mit die Knirschen schmaler Reifen

Kurze Frage zwischendurch:...

Kurze Frage zwischendurch: Sind die Tigerkommentare hier eigentlich mittlerweile fest eingebaut? Gehoeren die quasi zum Blogpost initial dazu? Also symbiotisch quasi - oder aber: ist ein Tiger OHNE Don A. ueberlebensfaehig?

0 E.R.Langen 15.01.2013, 16:56 Uhr

"In den guten Wohnlagen in...

"In den guten Wohnlagen in Deutschland werden 4 von 5 Immobilien über Makler vermittelt, und angesichts des Wohnungsmangels sucht sich der die besten Kandidaten heraus" . Sicher nicht. Jedenfalls nicht die besten für den Vermieter. (Denn das wären die, die bleiben. Für den Maler also Schrecken und Not bedeuten.)

0 E.R.Langen 15.01.2013, 17:12 Uhr

Den Makler. Den Maler...

Den Makler. Den Maler vielleicht auch.

0 E.R.Langen 15.01.2013, 17:17 Uhr

Pumar, 17:53: Sie befinden...

Pumar, 17:53: Sie befinden sich in einem Zirkus. Tiger hats, Elefanten, Jongleure und vorallem Clowns die Menge. Ein prächtiges Programm.

Tjaaa, diese...

Tjaaa, diese Unterschichtensitten verbreiten sich sogar gegen die Gravitation. Unbewusst haben Sie, lieber Don, an diesen "Berlin-Thriller" hier gedacht - und tun es immer noch bei dem A...geweih. http://de.wikipedia.org/wiki/Tattoo_(Film) Dabei artikulieren diese Filmbilder ihre Berlinophobie sehr gut. Und die Tätowierten und body-Modifizierten erwischt es ziemlich systematisch. Wie wollen Sie denn ohne eigene Kinder die höheren Töchter umerziehen? Wahrscheinlich müssen die einfach selbst ihre Erfahrung machen mit dem dragon-tattoo - die mit dem Makler können sie ja dank Paps umgehen. Wie so viele unnötige Dinge schaffen auch Tätowierungen Arbeitsplätze. Erst werden sie eingeschrieben, dann wieder entfernt. Ich persönlich finde die Frage nach dem "überqualifizierten Mieter" auch viel interessanter als so eine harmlose Jugendsünde.

Nachtrag zu 16:28, also ich...

Nachtrag zu 16:28, also ich haette die Uniform angezogen. Die BW hat nur zwei Waffengattungen die halbwegs gut gekleidet sind; Marine zuerst, danach die Luftwaffe, dann der graue Rest.

0 Berliner Vorstadt 15.01.2013, 17:37 Uhr

"Endlich sagts mal einer!" T....

"Endlich sagts mal einer!" T. Vermes

0 Berliner Vorstadt 15.01.2013, 17:39 Uhr

Hier in Potsdam kämpft man...

Hier in Potsdam kämpft man sogar um den Erhalt von sowas hier: http://www.youtube.com/watch?v=bYVmv31lDo4 wegen der steigenden Mieten und Immo-Preise.

0 Foersterliesel 15.01.2013, 17:49 Uhr

Mismatching rächt sich beim...

Mismatching rächt sich beim Heiraten und beim Wohnen, mismatching ruiniert Nerven, Ruf, Geldbörse, Wände und Parkettböden.

0 antagonist 15.01.2013, 18:12 Uhr

Pumar@: Das weltweite...

Pumar@: Das weltweite Artenschutzprogramm (s. Link) lässt vermuten, dass es Tiger nur noch als ausgestopfte Exemplare gibt. Der letzte Tiger, den Sie meinen hier in diesem Blog, hat sich in dieses Residuum beim Herrn DA geflüchtet um weiteren Nachstellungen von verrückten, tätowierten gepiercten Frauenzimmern zu entgehen. Das grassierende Tigermuster auf Bekleidungsstücken, Decken und sonstigen zivilisatorischen Schnickschnack zeigt wo wir in bedauerlicher Weise angekommen sind. Charity please. http://www.wwf.de/themen-projekte/bedrohte-tier-und-pflanzenarten/handel-und-nutzung/traffic/

0 perfekt57 15.01.2013, 18:20 Uhr

@hansmeier555 - tatoos sind...

@hansmeier555 - tatoos sind womöglich auch ein ausdruck eines wunsches nach eintritt in einen persönlichen kampf gegen die eigene ignoranz. also dem eigenen körper gegegenüber. (schon mangels mann.) . also von denen nachteilen eines aufgeklärten königtums auch. denn aufgeklärte brauchen argumente. welch' ein nachteil! dabei hülfe gegen ignoranz auch die peitsche. in maszen und lediglich wohl verwand natürlich. . "Azoulay zeigte sich überzeugt, dass mit der Union für das Mittelmeer die „Grundprinzipien der Gleichheit im Sinne einer Gleichbehandlung“ Einzug halten werden. Zudem wies er mit Nachdruck darauf hin, dass keinesfalls ein Kampf der Kulturen unser Zeitalter bestimme, sondern vielmehr ein „Kampf der Ignoranz“, dem mit einem verstärkten Dialog zwischen den Kulturen zu begegnen sei." http://www.marokko.com/index.php?option=com_content&view=article&id=232:andre-azoulay-in-hamburg&catid=89:newsletter&Itemid=199

0 Justus S. 15.01.2013, 18:23 Uhr

Bravo!...

Bravo!

Wieder einmal ein sprachlicher...

Wieder einmal ein sprachlicher Leckerbissen, der allerdings nach einigem Nachdenken zu Ergänzungen bzw. weiterführenden Fragen reizt. In der Frage dauerhafter Körpermodfikationen bin ich mit dem Autor ja einer Meinung, es stellt sich nur die Frage, wo ziehen wir die Trennlinie? So weit ich weiß, werden auch mit Nadeln Farbpigmente zu kosmetischen Zwecken unter die Haut transportiert - ist das ebenso verwerflich? Oder: Ob es noch ein Trend ist, weiß ich nicht, aber es wurde (und wird) doch ein starkes Nervengift zur Verhinderung von häßlichen Falten direkt subkutan im Gesichtsbereich injeziert - ist das verwerflich? Oder sind das alles äußere Attributierungen einer Zugehörigkeit zu einer Gruppe? Dann können wir ja weitergehen... plakativ zur Schau gestellter Reichtum - vielleicht ein X6 im Stadtverkehr (oder ein Q7 oder, oder, oder was-weiß-denn-ich-wie-die-Kisten-heißen) -ist das verwerflich? "Wir alle spielen Theater", so lautet der Titel der deutschen Übersetzung eines Buches des amerikanischen Soziologen Erving Goffman und ich wage zu behaupten, daß die Mittel um in diesem Theater aufzufallen immer drastischer werden; man muss eben im Spiel bleiben. Möglicherweise sind die ursprünglich beschriebenen Phänomene eben nur Symptome und nicht die Ursachen der Interaktionen in diesem Schauspiel. Vielleicht sehe ich das zu kritisch, aber für mich sind dauerhafte Körpermodifikationen nur eine Extremform von einem "Auffallen-und-Besonderssein" in der heutigen Gesellschaft. Peinliche Facebook-Inszenierungen oder Aufenthalte im Dschungel unter medialer Aufsicht sind m.E. nur mildere Vorstufen - insofern geht vielleicht eine isolierte Betrachtung dieser Individualitätskrücken am Kern des Problems vorbei. Abschließend noch ein herzliches Dankeschön von einem weitgehend wortlos staunenden Provinzkollegen für das wundervolle Blog. [P.S. Die Schuhe mögen ja top-modisch sein, ich würde mich mit den Dingern nicht auf die Straße trauen.]

0 antagonist 15.01.2013, 18:43 Uhr

Schönheit des...

Schönheit des Kapitalismus. http://www.youtube.com/watch?v=4W16uTP1HG0

0 Greenbowlerhat 15.01.2013, 18:47 Uhr

Wenn da hinter den Worten...

Wenn da hinter den Worten nicht noch eine zweite Bedeutungsebene ist, die mir entgeht, haben Sie mir aus der Seele gesprochen. Und was den Anlass der Körperbemalung der S angeht: man mag sich gar nicht ausdenken, was die B. in H. grad so alles mit sich machen lässt. Nur eins verstehe ich nicht: was hat Ihnen die Friedensbrücke getan?

@antagonist: ... und ich hatte...

@antagonist: ... und ich hatte faelschlicherweise Tigers immer etwas weiter oben in der Nahrungskette verortet, aber als letzter seiner Art, na ja - da darf man auch mal in fremden Pelzen ... aeh ... paras... aeh ... sitzen.

Ich habe mich bei diesem...

Ich habe mich bei diesem Beitrag köstlich amüsiert. Ich betone das deshalb besonders, weil die Meßlatte in diesem Fall sehr hoch lag, nämlich bei Fontanes 12. Kapitel von "Vor dem Sturm", die köstliche Schilderung des Pastors Seidentopf enthaltend. Zudem warf der Beitrag etliche Fundstücke für die Alphonismen-Sammlung ab, also alles bestens. Andererseits habe ich ein Problem damit, andere Leute nur nach ihrem Äußeren zu beurteilen. Freilich, Schimmelbefall und Blechgesichter sind eklig. Aber es hat schon in früheren Zeiten modische Betriebsunfälle gegeben. Man denke nur an die altgriechische Bettlakenmode, mittelalterliche Schnabelschuhe inkl. mi-parti oder Rokoko-Perücken mit Untermietern. Zu Ende gedacht würde es heißen: an Margarete Maultasch vermiete ich nicht? Immerhin könnte man von den Hipstern ein wenig Empathie verlangen. Oder sind die wirklich der Meinung, ihre Selbstverstümmelung würde anderen auch noch Achtung einflößen? Das nun wirklich nicht. Insofern muß ich Don Alphonso recht geben: die Symptome lassen auf tieferliegende unerfreuliche Ursachen schließen.

nette Schuhe, leider völlig...

nette Schuhe, leider völlig stilloser Hosensaum. Sichtbar statt blind. Das beißt sich.

0 Bruckbacher 15.01.2013, 19:03 Uhr

Ich wollte mal in der Sauna...

Ich wollte mal in der Sauna mit einer ansonsten äusserst attraktiven Dame ins Gespräch kommen und hab sie gefragt,was denn die eintätowierten chinesischen Schriftzeichen auf ihren Waden bedeuten. Es hat sich dann aber herausgestellt,dass es Krampfadern waren...

Andre Länder, andre Sitten....

Andre Länder, andre Sitten. In der Schweiz, in der es weniger kapitallose Unterschicht gibt als in Deutschland, sieht man sehr viele Tattoos, an allerhand Leuten, ohne die Deutungshoheit eines teutonischen Bildungsbürgertums mit halbwegs ordentlichem Kleiderschrank auf ihnen lasten zu haben. In Deutschland müssen die Privilegierten sich halt über die Abschätzung zu den da unten definieren, weil sie im Kontext von wirklich wohlhabenden Leuten in punkto Geld und Geschmack nicht mithalten können und das auch wissen. Und oft eine Staatspension beziehen (für 40 Jahre opinionated Beamtenschaft). Vergleiche dagegen eine italienische Hochzeitsgesellschaft, einen französischen Kunden, Leute im schweizer Biergarten, einen englischen Stadtclub. Vermieten ist Geschäftssache, in die Pfanne hauen fürs unterprivilegiertsein

0 perfekt57 15.01.2013, 19:05 Uhr

evtl. nach etwas zum...

evtl. nach etwas zum nachsehen. bernd c. sucher hier über "blogger's lokalkolorit" (falls man so sagen wollte.) http://www.youtube.com/watch?v=t2-7WJ7AyQw http://www.youtube.com/watch?v=QBXKWRlJ5n8 (... aber das "münchner publikum" ...(!)) (sucher stimmt d.a. zu, z.b. bzgl. berlin, "und überhaupt", *g*) ("lustvoll und performativ erziehen" - "womöglich beides") . noch besser und interessanter aber fanden wir (schon immer und lange) suchers persönliche - und sehr ganzheitliche - auseinandersetzung mit rilke - ein text (von sucher, veröffentlicht unter dem bekannten stichwort "suchers leidenschaften") von dem wir meinen, er gehörte hier unbedingt erwähnt, gelesen und erwogen, unterhielte er doch offen sichtlich viele unterirdische - oder zumindet komminizierende - röhren zum d.-a-blog. wie gesagt, eine meinung, nicht mehr, nicht weniger. . (ebay oder amazon oder wanders ... http://www.amazon.de/Suchers-Leidenschaften-Rainer-Maria-Einf%C3%BChrung/dp/3866105193 ) . und man weiß: spätestens im nachgang wird die welt oft sehr bürgerlich http://books.google.de/books?id=K0MOUQCpim8C&pg=PT32&lpg=PT32&dq=rilke+juvenilia&source=bl&ots=UM8MpLBnjy&sig=CIR7MoCDUlKQ3tz9FTv1dgXYjoY&hl=de&sa=X&ei=Waf1ULHkOcqNtAbx4YFo&ved=0CFkQ6AEwBg - ganz bißchen hochscrollen, dann sähe man auch die überschrift - "bohemian melodies"

... fürs...

... fürs Unterprivilegiertsein eine andere. (so sollte es komplett heissen)

0 perfekt57 15.01.2013, 19:31 Uhr

am rande, so also wäre der...

am rande, so also wäre der "rebellmarkt-bergfazblog" womöglich evtl. unterschwellig anteilig etwas auch? . "Gewagte Landschaft, wie sie Seherinnen in Kugeln schauen. Jenes Innen in das das Draußensein der Sterne jagt. [Dort tagt der Tod, der draußen nächtig scheint. Und dort sind alle, welche waren, mit allen Künftigen vereint und Scharen scharen sich um Scharen wie es der Engel meint.]" . "schwindende - du kennst du türme nicht!" vs. "stürz ihn, dass er den gegenhimmel kennt" . http://rainer-maria-rilke.de/100190siebengedichte.html

Ein Dandy? Wohl eher nicht- zu...

Ein Dandy? Wohl eher nicht- zu inkonsequent... Cool ist das nicht, schon wieder nicht.

Tätowierungen sind sicher...

Tätowierungen sind sicher nichts Schönes. Aber auch den abgebildeten Schuhen fehlt es an Dezenz. Sei doch jeder da prätentiös, wo er sich hingehörig fühlt! Und wie man da, wo man hingehört, vernünftige Vermieter findet, das muss jeder selbst wissen. (...Entschuldigung, bin heute müde und grantig ...)

0 E.R.Binvonhier 15.01.2013, 20:11 Uhr

...ich werde meinen Körper...

...ich werde meinen Körper schwarz b. e. p. i. n. s. e. l. n. . und fahre nach den Fidschi- Fidschi Inseln... . Jawoll!!!

Don, mal rein der Neugierde...

Don, mal rein der Neugierde halber: Wo genau haben Sie eigentlich damals in Berlin gewohnt?

0 perfekt57 15.01.2013, 20:21 Uhr

""Gustav Regler trug stets...

""Gustav Regler trug stets eine gefurchte Stirn, sah ungemein beschäftigt aus, gab sich selbstbewußt und roch geradezu nach abschreckender Tüchtigkeit. Er war grotesk beflissen, und wenn man das Wort 'Sekretär' als Zustand auffaßt, dann hatte man den ganzen Gustav Regler. Es läßt sich denken, dass er so etwas wie ein kommunistischer Musterschüler war." ... . Es dauerte aber noch bis 1942, bis er im mexikanischen Exil seinen Austritt aus der KPD öffentlich machte - und sofort mit dem hasserfüllten Stigma des Renegaten belegt wurde. . Reglers Weg wird von seinem Biografen Ralph Schock als eine "idealtypische Karriere" beschrieben, . "in der nahezu alle kollektivmächtigen Ideen des Jahrhunderts zusammenfanden: Katholizismus und Jugendbewegung, wilhelminischer Patriotismus und Desillusionierung, großbürgerliche Sekurität und kommunistisches Engagement, Kampf für das republikanische Spanien und Exil in Mexiko, die Faszination durch archaische Mythen und esoterische Spekulationen - wahrlich, kaum eine wesentliche Denk- oder Glaubensform wird ausgelassen."" auch als podcast rechts. http://www.dradio.de/dlf/sendungen/kalenderblatt/1973309/ . hochbeweglich eben. aber man hat so was schon so oft gehört. es waren soviele schon so. ununterrichtet von herkunft her halt auch.

0 HansMeier555 15.01.2013, 20:42 Uhr

Emmentaler?...

Emmentaler? Appenzeller! . http://img.fotocommunity.com/images/Schweiz-Liechtenstein/Kt-Appenzell/Viehschau-2010-Accessoires-2-a22615457.jpg

0 gheluveld 15.01.2013, 20:43 Uhr

Was die Schuhe und das Reden...

Was die Schuhe und das Reden über Vermögen betrifft: Mehr Weniger wagen

0 elbsegler 15.01.2013, 20:56 Uhr

Es ist einfach nur furchtbar....

Es ist einfach nur furchtbar. Aber der deutsche Bilderfreund ist ja gesetzlich krankenversichert. Wenn dann in einigen Jahren die optische Selbstvernichtung nicht mehr gefällt und der Träger psychisch darunter leidet wird die liebe Kasse das Entfernen zahlen. Aber eines noch, lieber Don: Berlin ist im Gegensatz zu München eine Großstadt. Es gibt auch dort Gegenden, in denen man als Großbürger gut leben kann. Herr Außenminister und Taxifahrer a.D. kommt jedenfalls in Dahlem gut zurecht.

0 mediensegler 15.01.2013, 21:15 Uhr

The Great Artiste 15. Januar...

The Great Artiste 15. Januar 2013, 16:59 Und was ist mit der Das hörte sich doch so sauber an? Mit den Musterschwiegersöhnen haben Sie natürlich recht.

0 The Great Artiste 15.01.2013, 21:24 Uhr

@cassiel: "wir spielen alle...

@cassiel: "wir spielen alle Theater". Dem stimme ich voll zu - ich glaube, die wenigsten wissen genau WER sie wirklich sind und inszenieren ihre Aussenwirkung mehr oder weniger bewusst - allein, damit einem möglichst niemand auf dem zarten Seelchen herumtrampelt. Anwesende nicht prinzipiell ausgenommen... . In einem alten 91er Fiesta bekomme ich viel mehr jämmerliche Blicke als in einen "coolen" Camaro von 1979, auch wenn sich beide ähnlich wertlos auf der Flucht vor dem Shredder befinden. Wenn ich tätowieren und tackern freiwillig ausgehalten habe, muss ich schon ein ziemlich zäher Keks sein. . Da ist eine Menge Rückgriff auf archaisches Imponiergehabe dabei - die kleine Kragenechse mit ihrem Reptilhirnchen lässt grüssen. . Selbsterkenntnis ist oft mit einem grossen Eimer lange toter Kröten verbunden, den man gegen den Protest unseres absolut hippen, selbstverliebten, von nichts zu erschütternden eitlen Schweinehund herunterwürgen muss. Nein, Alkohol, Kartoffelchips, YouP$rn, Gummibärchen, laute Auspuffrohre, Lederjacken, Steaks - interssiert mich alles nicht - ich sterbe für Hafermilch, Butterblümchen, Hollandräder, Miezekätzchen und Deleuze-Guattarizitate. . Irgendwann wirds besser, wenn der Eimer leerer und die Kröten kleiner und frischer werden. Man wird schlagfertiger und weniger schnell beleidigt. . Aber es bleibt dabei, eine Menge Unfug passiert nur, weil wir mit einem bombastischen Häuschen darüberwegtäuschen möchten, doch nur eine eher kleine Schnecke zu sein.

0 The Great Artiste 15.01.2013, 21:30 Uhr

@mediensegler: Irgendwann...

@mediensegler: Irgendwann hatte es sich eingebürgert, bestimmte Worte nicht auszuschreiben, weil sie möglicherweise in Suchmaschinenfiltern hängen bleiben und einem merkwürdige Werbung auf den Bildschirm zaubern. Schaden tuts nichts, und wenn es hilft ? Es weiss doch eh jeder, was gemeint ist.

Wer so ein Schuhwerk sein...

Wer so ein Schuhwerk sein Eigen nennt, darf sich nicht über Arschgeweih- und Metallträger auslassen. Noch nicht mal rahmengenäht, nur getrimmt und mit Textileinlage. Oh weia. Das trägt das Prekariat sonntags in Boston, ißt Truthahn und trinkt ein Cola mit viel Eis.

0 HansMeier555 15.01.2013, 21:48 Uhr

Die mit den Ohrringen das...

Die mit den Ohrringen das Parkett zerkchratzen

0 Tyler Durden Volland 15.01.2013, 21:57 Uhr

Ich sehe bei dem Thema nicht...

Ich sehe bei dem Thema nicht nur die Genieteten und Tätowierten. Bei denen ist natürlich nicht das Metallteil das Problem, sondern die Persönlichkeit, die meint sich so etwas antun zu müssen. Ich sehe hier mehr den Grundkonflikt zwischen Mietern und Vermietern, in dem so etwas nur ein Symptom ist. Vor 50 Jahre waren es lange Haare, heute sind es Piercings… Natürlich ist es nicht schwer eine solche Entscheidung eines Vermieters nachzuvollziehen. Als Hausbesitzer und Vermieter muss man langfristig denken und Wertverlust ist natürlich ein Thema. Das ändert allerdings nichts daran, dass dem Privatbesitz, zumal dem Ererbten, selbst für Unbeteiligte, die kein Interesse am Wohlwollen eines Hausbesitzers nötig haben, ein gewisses Odium anhaftet. Das soll nicht heissen, dass ich jemals eine gerechte Welt erwarte, aber der Unterschied zwischen Mieter und Vermieter gehört schon den Widersprüchen (würde perfekt57 wohl sagen) die letztlich immer inakzeptabel bleiben werden und deshalb immer auch Teil einer Welt sind in der erfreulicherweise ab und zu Revolutionen stattfinden. Solches Einkommen durch blossen Besitz, ohne Leistung, ist bei gleichzeitigen Zuständen wie wir sie haben (also zB jede Menge Kinder, denen sogar das Geld für das Schulmittagessen fehlt) nur durch Macht und Gewalt aufrechtzuerhalten. Natürlich braucht man auch ein verdummtes Volk um solche Ungleichheit aufrechterhalten zu können, aber das hat man ja, wie meistens, auch zur Zeit. Selbstverständlich habe ich Verständnis für den Wunsch von Hausbesitzern nach Beibehaltung dieses Status Quo, aber eben auch dafür, dass andere einen nicht weniger gewalttätigen Wunsch nach einer Abschaffung solcher Privilegien haben. Und so habe ich mich auch über Vronis mich genau treffendes Max Goldt Zitat gefreut. Ich finde wie üblich beide Seiten gleich unappetitlich. In der Süddeutschen habe ich gerade eine Meldung gelesen die zum Wohnen und zum Blog Thema „der besseren Gesellschaft oder dem, was heute davon übrig ist“ passt: http://www.sueddeutsche.de/muenchen/toedlicher-nachbarschaftsstreit-der-feind-von-nebenan-1.1573907 Aber ich nehme mal an, Berg gehört schon allein wegen seiner Nähe zu München in eine andere Kategorie wie Rottach Egern?

0 HansMeier555 15.01.2013, 22:11 Uhr

@nico . Makler-Gosse...

@nico . Makler-Gosse

Tolles Photo von den tollen...

Tolles Photo von den tollen Schuhen. Die sind beachtlich. Zwei-Farbige Brogues...das ist sehr stylish. Ich hatte einst solche weiss-braune Golfing Schuhe, aber hatte bis jetzt nicht den Mut solche Schuhtypen im taeglichen Leben zu tragen. Beim letzten Mal wenn ich das machte, fragten Freunde wo denn das Tanz Studio waere?. Die dachten man traegt so was nur wenn man zum Tanz Unterricht geht, oder eine Mademoisele beim Sonntag Nachmittag Tee und Tanz beeindrucken moechte. Man sagte mir dass solche Schuhe sogar des Taenzers Footwork verbessern. Ob das stimmt? Ich hab nichts davon gemerkt. Sogar im Country Club bekam ich fragende Blicke, obwohl die dort sowieso ganz merkwuerdige Kleidung tragen -- Gelbe Knickerbocker Hosen, auch Plus Fours genannt, lustige Huetchen und grelle Farben damit man sich nicht auf dem Golf Fairway verliert -- so dass der Caddy dann weiss were die verschiedenen Kampffarben traegt und wo man den Glfer wieder findet. Alles sehr wichtig ... nur die Schuhe schienen monochromatisch: meistens Weiss oder Braun. Kaum ein Taenzer unter den Spielern -- ansonsten eine konservative Gruppe. Nun ja, die Schuhe im Bild gefallen mir sehr. Ob Walmart aehnliches hat? Fuer Normalfussgaenger und Taenzer?. Herzlichst

0 grimaldeli 15.01.2013, 22:45 Uhr

@ Filou 15. Januar 2013,...

@ Filou 15. Januar 2013, 18:33 einspruch: es heisst nicht umsonst "die herren von der luftwaffe" und "die jungens von der marine"! kommt natuerlich immer auch noch drauf an, welcher luxuskoerper drin steckt. aber mit den grauen haben sie recht! . @nico 15. Januar 2013, 22:44 das mag in boston so sein. fuer mich ist es typisch italienisch. so laufen bei uns die horden am weekend rum und dazu die wattierten, glaenzenden kuhststoffjacken, in denen sie ausehen, wie fette michelin-maennchen. italienische mode ist nicht nur zegna und brioni!

0 grimaldeli 15.01.2013, 22:47 Uhr

@ Filou 15. Januar 2013,...

@ Filou 15. Januar 2013, 18:33 einspruch: es heisst nicht umsonst "die herren von der luftwaffe" und "die jungens von der marine"! kommt natuerlich immer auch noch drauf an, welcher luxuskoerper drin steckt. aber mit den grauen haben sie recht! . @nico 15. Januar 2013, 22:44 das mag in boston so sein. fuer mich ist es typisch italienisch. so laufen bei uns die horden am weekend rum und dazu die wattierten, glaenzenden kunststoffjacken, in denen sie ausehen, wie fette michelin-maennchen. italienische mode ist nicht nur zegna und brioni!

Zynissimo, aber...

Zynissimo, aber realitätsnah. Wenn da nicht die Ironie "dieser Schuhe" (3. Bild von oben) einen gedanklichen Widerhaken träfe. Das Bauchgefühl unkt nachdenklich unbestimmt: Der Träger benötigt keinen Kredit, will auch keinen, verleiht eher gegen "angemessenes Entgelt", der Rückzahlung gewiß, dank genuiner "Rechtsmittel". Aus dem Nebel vergessen geglaubter Pflichtliteratur der Schulzeit dräut ein Trugbild diesen Schuhen gemessener Gedanken: Den in die Gegenwart versetzten Herrn Grünlich putzte solches Schuhwerk gar ungemein. Dem wurde seiner Artigkeiten halber, zur Wohnung gleich die mitgiftbehaftete Tochter (aus gehegtem Bestand) und eine feine Fallierung finanziert.

0 waskostetdiewelt 15.01.2013, 23:40 Uhr

Auch der Ungepiercte kann...

Auch der Ungepiercte kann einer Wohnung, gesteigerten Renovierungsbedarf zeugend, mit seinem Wohnungspiercing gar dübelig mitspielen. Spätestens dann, wenn der mietrechtlich beanspruchte Amtsrichter die sozialadäquate Wohnungsgestaltung weitherzig auszulegen geneigt ist, darf man bescheidene Renditehoffnungen gerne fahren lassen. Es kann sich lohnen, im Einzelfall das "ehrliche Metall" auf Wertigkeit zu prüfen. Ein mietrechtlich konfliktbewusster, beruflich rechtskundiger Edelnomade könnte durchaus erheblich größere Beunruhigungswellen schlagen.

0 mediensegler 15.01.2013, 23:56 Uhr

The Great Artiste 15. Januar...

The Great Artiste 15. Januar 2013, 22:30 Das o meinte ich nicht, die o, die war sehr elegant, und deren Metall sah man nicht.

Sie hegen Vorurteile...

Sie hegen Vorurteile gegenüber ornamentierten Mitmenschen, schämen sich aber nicht, Schuhe mit abstoßendem Broguing zu tragen. Das ist ein performativer Widerspruch. Oder, um mit Loos zu sprechen: Auch Sie sind bloß ein bislang verhinderter Verbrecher.

0 donalphonso 16.01.2013, 01:30 Uhr

Ach Loos, das Billyregal der...

Ach Loos, das Billyregal der Stilkritik...

0 donalphonso 16.01.2013, 01:31 Uhr

Auf die Idee, dass der...

Auf die Idee, dass der gelöcherte und gekrakelte Schuh eine Ironie sein könnte, ist hier noch keiner der Em-pör-ten gekommen?

Ironie? Vielleicht fuer R. M.,...

Ironie? Vielleicht fuer R. M., zu Don Alphonso passen die Treter.

0 nicolai v. n. 16.01.2013, 02:27 Uhr

vorab: mit der dame, deren...

vorab: mit der dame, deren unglueck bei der wohnungssuche hier von menschen goutiert wird, die es nicht betrifft, bin ich bekannt. selbst trage ich keine tattoos und/oder piercings und wuerde dies auch nie tun. sich an der diskriminierung anderer zu ergoetzen, die nichts getan haben, als eine differente vorliebe fuer die ausschmueckung des eigenen koerpers zu haben, ist weder humanistisch noch christlich. bei lichte betrachtet, ist das aus der position eines immobilien-privatiers heraus doch nichts, als das preussische buckeln nach oben und treten nach unten. lieber don, warum verhalten sie sich denn so? sehnen sie sich vielleicht insgeheim doch nach preussen zurueck? und sei es auch nur, um es den nudel-michas und doener-christians als vermieter torten-alfons noch mal so richtig zeigen? weshalb weiden sie sich am unglueck einer jungen frau, die ihnen doch niemals etwas getan hat? sie fuehlen sich doch nicht etwa angegriffen, weil sich jemand anders kleidet? und sie muessen sich ueber die ablehnung und sorgen, die diese person erfaehrt, doch nicht aufwerten. souveraen ist anders.

0 Geriatrus 16.01.2013, 02:31 Uhr

Mit einem artifiziellen Hüft-...

Mit einem artifiziellen Hüft- und zwei ebensolchen Kniegelenken bin ich in meiner Peer Group König. Die Heimleitung sah nach wohlfälligem Blick auf meinen Kontoauszug über das Body Tuning großzügig hinweg und vermietete trotzdem an mich. . Allen Metallträgern rufe ich zu: Nur Mut!

0 Bruckbacher 16.01.2013, 05:36 Uhr

So einen mit Tuntenschlappen...

So einen mit Tuntenschlappen und hellbeiger Stoffhose lass ich bei mir nicht rein. Das sind doch alles Mafiosi,Banker oder Versicherungsfritzen..

0 HansMeier555 16.01.2013, 05:48 Uhr

@Don . Nein. Wo es darum geht,...

@Don . Nein. Wo es darum geht, sozialen Status zu behaupten, verstehen wir Deutsche noch weniger Ironie als sonst -- und würden sie uns selber nie erlauben. . Darüber macht man keine Witze. . Nur bei der "Bildung" ist es noch schlimmer.

0 HansMeier555 16.01.2013, 06:03 Uhr

Mal ganz Offt-Topic: Bei Lesen...

Mal ganz Offt-Topic: Bei Lesen der Kommentare zu Mali wunderte ich mich erst einmal sehr über den kritischen Ton. So pazifistisch kenne ich die FAZ-Leserschaft sonst nicht. Normalerweise gibt es immer ein Lager von Bellizisten, diesmal scheint es zu fehlen. Zuerst habe ich mich gefreut, und dachte, die Welt wird klüger. Aber dann ist mir gekommen, das es bestimmt an was anderem liegt: An der traditionellen Animosität der Deutschen gegenüber den Ambitionen der Franzosen. Wenn es die USA wären, die da intervenieren, wäre es was ganz anderes.

0 whatcrisis 16.01.2013, 06:37 Uhr

Tragisches Ende eines...

Tragisches Ende eines Nachbarschaftsstreits am Starnberger See: "Damit der Grenzstreifen in der Einfahrt, in der sich ein Pkw-Stellplatz befindet, auch ganz genau verläuft, hatte er als Provisorium zunächst ein Seil gespannt. Daran entlang positionierte er anschließend Pflanzenkübel. Damit die auch an Ort und Stelle bleiben, bohrte er Löcher in den Boden der Kübel und schraubte sie fest." Weniger Infrastruktur wagen. In Berlin wäre das so nicht passiert. Es bedarf mitunter nur wenig, und schon wird aus dem an sich harmlosen Bedürfnis nach Distinktion und Selbstvergewisserung eine blutige unschöne Tragikomödie. Am Anfang war das Wort. Oder ein Gedanke. Eine Idee. Was folgt, ist die Umsetzung. Das Unschöne wird Realität. Aus der Verachtung und der Ungleichheit kann der Totschlag folgen, logisch ist das einfach nur konsequente Fortführung, und nicht selten ist es nur der dünnen Firnis von Zivilisation und Recht zu verdanken, dass sich Mieter und Vermieter oder auch benachbarte Grundeigentümer nicht umbringen. Wer auf sich achtet, wehre also den Anfängen dort wo sie sind: bei sich, im Innersten, den eigenen Vorlieben wie Abneigungen, den wie Parkett und Rasen gepflegten Vorurteilen, der Art, wie man über seine Mitmenschen denkt und redet und natürlich auch der Art, wie man mit ihnen umgeht. Gute Stilberater vergessen nie darauf immer wieder hinzuweisen, wie wichtig nicht nur eine gute körperliche Haltung und ein gepflegtes Äußeres, sondern ebenso eine gute geistige Haltung und ein gepflegtes Inneres sind: denn nur wenn beide Seiten stimmig sind, ergibt sich ein überzeugender, weil in sich stimmiger Gesamteindruck. Wobei es eigentlich deprimierend ist, dass es Menschen gibt, die insoweit erst durch Beratung lernen bzw. überhaupt einer Beratung bedürfen.

0 Sterngucker 16.01.2013, 06:59 Uhr

Eine wahrhaft gelungene Dog -...

Eine wahrhaft gelungene Dog - and Pony - Show zum Jahresanfang. Zirkusdompteur DonCalli lässt Mann und Maus und Kind und Kegel durch seine Manege springen. Was mich nur mal interessieren würde. Gepiercte Mietinteressentin nein, Silicongetittete ja? .

möchte wissen: zu welcher...

möchte wissen: zu welcher Gelegenheit trägt 'Mann' des 21. Jahrhunderts solches Schuhwerk?

"Prince of Wales check" und...

"Prince of Wales check" und "Brogue" auf einem Schuh? Geschmacklos.

0 prince Matecki 16.01.2013, 08:49 Uhr

@ Filou 15. Januar 2013,...

@ Filou 15. Januar 2013, 18:33 Ach ja, leider ist in Küstenstädten die Marine - Uniform nicht immer wohlgelitten, ob das mit dem assoziierten Lebenswandel jüngerer Kameraden in früheren Zeiten zusammenhängt? Insofern (und weil ich ja im Urlaub daheim war) entschied ich mich für den edlen Zwirn in zivil. Als allerdings das Ordnungsamt vor etlichen Jahren einmal Zweifel an meiner WBK (Eingeweihte wissen was das ist) äußerte, da erschien ich zum Termin in der guten Uniform mit Bandschnalle(n) dran und trat auch sehr zackig auf. Da der Bearbeiter und die Amtsleiterin beide DDR sozialisiert waren half es erkennbar.

0 Thorsten Haupts 16.01.2013, 08:57 Uhr

OT ff Mali: Es ist natürlich...

OT ff Mali: Es ist natürlich das Zeichen echter Klugheit, Bevölkerungen ihren anfänglich lokalen Irren auszuliefern, das hat sich schon in China, Deutschland, Russland oder Kambodscha als Prinzip bewährt.

0 Marco_Settembrini_di_Novetre 16.01.2013, 09:20 Uhr

@Vroni (15. Januar, 13 Uhr...

@Vroni (15. Januar, 13 Uhr 13): Max Goldt hat diesen Gedankengang in mehreren Variationen unters Volk gebracht, ich kann mich da an eine Stelle in "Quitten für die Menschen zwischen Emden und Zittau" erinnern. Wikiquote hat etwas ähnliches aus "Ich und mein Staubsauger" parat: ""Natürlich kann nur einer, der der Masse angehört, den Drang empfinden, sich von der Masse abzuheben. Wer sowieso nicht der Masse angehört, braucht keinen bunten Plunder und wirre Frisuren. Wer nicht der Masse angehört, wird sich hüten, sich irgendwie auffällig zu gebärden, um von der Masse nicht völlig in den Abgrund getrieben zu werden." . So schauts nämlich aus. Und was irgendwelche Gesichtsklempnereien oder Subkutan-Tusche angeht: wer's braucht... Ich kann mich aber beim besten Willen nicht an ein konkretes Beispiel erinnern, angesichts dessen ich gedacht hätte, boah, dieser Metall-Zierat oder jenes Hautbildchen wertet diese Person in meinen Augen aber ganz erheblich auf. Man nimmt's mehr so hin nach dem Motto, jeder Jeck ist anders. Vor über 20 Jahren kam meine damalige Lebensgefährtin mit einem Steckerchen im linken Nasenflügel von einem London-Kurzurlaub zurück - und war von meiner nicht so euphorischen Reaktion etwas enttäuscht. Ihren Eltern gegenüber hätte ich es allerdings nie zugegeben, dass ich diese Zier auch eher verzichtbar fand. Wie auch immer, jenes Löchlein in der Nase ist meines Wissens längst zugewachsen und stand einer Verbeamtung wohl auch nicht im Wege...

0 HansMeier555 16.01.2013, 10:01 Uhr

@ThorHa Ja, aber warum findet...

@ThorHa Ja, aber warum findet BHL dann dort so wenig Unterstützung?

0 grimaldeli 16.01.2013, 10:03 Uhr

@ prince Matecki 16. Januar...

@ prince Matecki 16. Januar 2013, 09:49 warum haben sie den zustaendigen sachbearbeiter wegen unabkoemmlichkeit nicht zu einem plausch in ihr buero gebeten. das mit der wbk waere nebensache geworden und der mensch waere sicher unter der tuerklinke von dannen geschlichen.

Die Quellenangabe des...

Die Quellenangabe des Eingangszitats ist nicht ganz korrekt. Das Lied von Steinbäcker-Timischl-Schiffkowitz heißt "Fürstenfeld". Just my two cents.

0 Der Tiger 16.01.2013, 10:44 Uhr

@Pumar – In erster Linie...

@Pumar – In erster Linie geht mein Dank, dass ich nicht nur noch lebe, sondern auch eine Krankenkasse habe und mir niemand mein Geld weggemopst hat, an die Niederländer. Bisher passen die sehr erfolgreich auf ihren Tiger auf.

0 HansMeier555 16.01.2013, 10:54 Uhr

Hosenbein und Schuh assoziiere...

Hosenbein und Schuh assoziiere ich mit der Maklerkaste. . So ein Typ aus der Zigarettenwerbung, der Schulden macht um sich einen Porsche leasen zu können und den Eigentümern der Wohnungen, deren Vermietung ihm obliegt, genau die Intoleranz unterstellt, die diese zwar haben aber sich niemals zu ihr bekennen würden. . Kurz gesagt, sein Job ist es, die asozialen Instinkte seiner Auftraggeber gegen deren bessere Regungen zu verteidigen, beharrlich und diskret.

0 astroklaus 16.01.2013, 11:19 Uhr

Totalverweigerung seitens der...

Totalverweigerung seitens der Vermieter ist dann aber auch wieder empörend: "Gericht erlaubt Vernichtung von Wohnraum" titelte der Münchner Boulevard gestern. Hintergrund war wohl, daß eine Innenstadtwohnung zu ortsüblichen Mieten (12,50 pro m2) nicht vermietbar war, da sie derart von Clubs etc umzingelt ist, daß nächtliche Ruhe völlig illusorisch wäre. Die Vermieterin wollte daraufhin eine Genehmigung bekommen, die Wohnung als Büro- oder Geschäftsraum zu vermieten - was dann hierzulande nicht nur einen Gang vor Gericht sondern auch noch öffentliche Empörung nach sich ziehen kann. Vielleicht hätte sie besser daran getan, sich Mieter zu suchen, die tagsüber schlafen - aber ob die die 12,50 hätten zahlen wollen?

0 antagonist 16.01.2013, 11:27 Uhr

Zutage tritt nicht ein...

Zutage tritt nicht ein stilistisches Unvermögen. Nein, es ist reiner Utilitarismus. Die Tätowierung (s. avantgardistische frühere Präsi-Gattin) als solche, ebenso dieser ornamentierte Schuh sind eine Rückbesinnung auf die archaischen Distinktionsmerkmale von tribalistischen (Geheim-)Bünden. Dass der Herr von Welt einen ordentlichen Hosenaufschlg trägt, wollen wir hier für diesmal nicht in die Grundsatzdebatte werfen. Ein lohnendes Objekt für die ethnologische Feldforschung ist die gegenwärtige Zivilisation per se, samt den immer wieder hervorquellenden revivals in der Psyche des modernen Nomadentums. So auch der Bau von Großflughäfen und den damit verbundenen ungeheuerlichen Verkehrsbewegungen in den Lüften, die nur als eine Art giganischer, potenzierter Cargokult betrachtet werden können (zur Arterhaltung übrigens völlig unbrauchbar). Politische Aufsichtsräte dienen in diesen Gebilden als eine Kaste von virtuellen Priestern (supreme classification). Diese beherrschen die besondere sowie hohe Kunst der Nihilation von Sach- und Geldwerten, die über ein raffiniertes lückenloses Netz-System (systemischer Struktur) des Ablasshandels sowie der sanktionierten Kontribution von den Gläubigen völlig anonym und geräuschlos erhoben werden. Die Gläubigen lassen dies procedere völlig klaglos über sich ergehen, da sie ja gleichzeitig Mittäter und Statisten in diesem Ethno-Circus sind. Jegliches Häretikertum in Sicht auf diesen Ritus und seinen Prämissen wird medial sofort der Lächerlichkeit preisgegeben, es braucht dafür noch nicht einmal mehr inszenierter Schauprozesse mit anschliessender Termination des Abweichlers. Somit sehen wir eine in sich komplett geschlossene sozio-transzendente Konstruktion vor uns, die nur von den Entropiegesetzen oder einer Katastrophe im Bestand ernsthaft bedroht werden könnte.

@grimaldeli, so macht man das...

@grimaldeli, so macht man das aber nicht, sich den Sachbearbeiter ins Kantor bestellen. Das ist herablassend. Haltung zeigen, den Gegner im seinem eigenen Revier besuchen und ein bisschen mit den Folterinstrumenten klimpern. . Kommen lassen ist ein wenig beleidigend, hingehen aber ist einschuechternd.

0 Thorsten Haupts 16.01.2013, 11:37 Uhr

Bequemlichkeitspazifismus plus...

Bequemlichkeitspazifismus plus Horizont von 12 bis Mittag plus Afrika.

0 E.R.Binvonhier 16.01.2013, 12:00 Uhr

'Warum haben sie den...

'Warum haben sie den zustaendigen sachbearbeiter wegen unabkömmlichkeit nicht in ihr Büro gebeten.' Das ist die Gauck-Methode. Für einen Bürger in Uniform schickt sich das nicht.

0 colorcraze 16.01.2013, 12:07 Uhr

Ach, naja. Die Aufmachung der...

Ach, naja. Die Aufmachung der Leute als einziges Kriterium heranzuziehen, wäre sehr dumm; nur ist es halt ein augenfälliges und insofern eins, über das man viel schwätzen kann. Daß Vermieter gern „an ihre eigene Klasse“, also an die Leute, die sie in ihrem Habitus kennen (oder hinter der Oberfläche zu erkennen meinen), vermieten, halte ich für eine belastbarere These. Und wenn die Vermieter am Ende ihres Lateins angekommen sind, schlägt die von E.R.Langen geschilderte Maklerfalle zu – dann bekommt man halt was reingesetzt. Eine Bekannte erzählte vor Jahren, sie sei froh, daß ihr Mann beim Makler „Informatiker“ angeben könne, da sie selbst als „Lehrerin“ praktisch nichts bekomme, da Lehrer als „schwierige Mieter“ gelten. Ich nehme an, daß die Tätowierten in den mittelmäßigen und schlechteren Vierteln keine Schwierigkeiten haben, etwas zu finden. Davon abgesehen ist dieser Wahn inzwischen wohl etwas am Abklingen, ich sehe kaum noch Tattoostudios, und wenn, dann werben sie vor allem mit Tattooentfernung. Mag sein, daß wir bald die vom Great Artiste avisierten Neo-Mods sehen werden. „Ich will Spießer werden“ in der Werbung war ja dazu schonmal so eine kleine Vorlage.

0 donalphonso 16.01.2013, 12:38 Uhr

Es ist eher so, dass man in...

Es ist eher so, dass man in meinem fall bei einer Besichtigung 30, 40, 50 Leute da hat. Von denen wären sicher die Hälfte gute Mieter. Rein äusserlich habe ich durchaus eine gewisse Spannbreite, ich laufe da ja auch nicht wie zur Hochzeit herum. Aber es muss irgendwie mit der Sympathie hinhauen. ich muss den Eindruck haben, dass ich mit der Person kann. Und bevor ich mich mit der Negation bürgerlicher Wertvorstellungen auseinandersetze, schaue ich mir erst mal die Leute an, die zu passen scheinen.

0 colorcraze 16.01.2013, 12:38 Uhr

@prince Matecki: Sie schildern...

@prince Matecki: Sie schildern den sozusagen „klassischen“ Fall „bester Zivilanzug für die Bank“ – daß Banken solche optische Anpassung belohnen, habe ich mehrfach vernommen. Man könnte geradezu von einem „Bankbesuchsgewand“ sprechen, das man als Bankkunde für mehr als bloß Geldautomatenbenutzung braucht. Ihre Einschränkung „Marine-Uniform wirkt einschüchternd bei DDR-Sozialisation“ geht mit meinen Beobachtungen konform... @Filou 12:29: da mögen Sie recht haben. @antagonist: es sind mMn aber nur die Oberflächen von, die ausgeborgt wurden zur Verwertung.

0 donna laura 16.01.2013, 12:42 Uhr

oje, oje, wenn ich mir...

oje, oje, wenn ich mir vorstellte, wie ich schlecht mich fühlen würde, wenn auf meinen valentinos - die mit den goldenen nieten und den mörderabsatzen - oder burberrys - schwarzer lack - dergestalt herumgehackt würde. zeigt doch her eure füsse, zeigt her eure schuh'. . immerhin, liebe runde, ist der don mutig, er braucht sich nicht zu verstecken und er kann aus eigenem fundus ein paar thesen mit einem augenzwinkern untermauern; vor urzeiten gab es doch mal eine gästefahrradhose, in der er sich mangels anderer bekleidung dem grünen salon offerieren musste. die war auch nicht von schlechten eltern und liess ihn erlköniggleich torten- und verkehrsfreundlich zugleich erstrahlen. mittlerweile dürfte sie aber deutlich zu gross sein. . und ausserdem dürfte die thematische problematik behaust sein in gewissen spielarten eines mainstreams, die wurzeln in bestimmten geistes- und damit lebenshaltungen, die wechselseitig nicht behagen. . was dem einen sein italienischer schuh - und das dolce vita, die cabrios und die flatternden seidentücher -, ist der anderen der englische nasenstecker - und die londoner musikszene, vivienne westwood und das t-shirt mit dem union jack. das ist ja fast so schlimm wie der ewige kampf zwischen puma und adidas.

0 colorcraze 16.01.2013, 12:46 Uhr

@astroklaus: die...

@astroklaus: die Hauptgeschäftsstraße von Maastricht ist unten 12 h + voller Gewühl und Lärm, und in den oberen Stockwerken herrscht gähnender Leerstand. Wenn der Lärm erst abends anfängt, kann da tagsüber jemand "normales" tätig sein, das hat die Vermieterin doch richtig erkannt. Das "über dem eigenen Laden wohnen" ist nunmal kaum noch gängig, jeder will etwas Rückzugsraum haben, und nicht 24/7 eine Funktion ausfüllen.

@ DA 12.38h Wollen Sie bitte...

@ DA 12.38h Wollen Sie bitte den ideale Mieter resp. die ideale Mieterin beschreiben?

"...ich sehe kaum noch...

"...ich sehe kaum noch Tattoostudios, .." Dafür schießen die "Nail Studios" wie Pilze aus dem Boden. ...und die sind voll! Sogar hier im beschaulich-bürgerlichen Teil von Südberlin.

0 donna laura 16.01.2013, 12:55 Uhr

liebe colorcraze, das die zahl...

liebe colorcraze, das die zahl geringer zu werden scheint, liegt am hartnäckigen kern, der nicht einmal im zustand völliger geistiger umnachtung daraufkäme, sich von einem dämon mit einer langen nadel quälen zu lassen - das kommt nach ansicht mancher experten noch früh genug. . auf der anderen seite gibt es ganz normale junge mädchen, die nach stundenlangen, exaktesten malereien vor dem spiegel über autolacke unter der haut (sternchen, schnappi oder englische textchen) und danach über ein wenig silikon hier und etwas absaugen dort grübeln. besser macht es sie gewiss nicht - in einigen fällen ist sowieso hopfen und malz verloren, da können sie lange tätowieren und schnippeln -, aber ein wenig ärmer, genau wie die elende herumtipperei auf dem eifon. aber der führerschein zählt heutzutage ja nicht mehr so.

0 donalphonso 16.01.2013, 12:55 Uhr

Das wäre eigentlich ein...

Das wäre eigentlich ein eigenr Beitrag... Nichtinderwohnungsraucher (das ist nämlich wirklich ätzend für Vermieter) Stabilebeziehunghaber (von mir aus auch hallodri/esse, aber Hauptsache keine fliegenden Töpfe) Sozialintelligent (für das Klima im haus) Nicht gierig (ich hole bewusst nicht das Letzte heraus, und es wäre schön, wenn die Mieter das genauso sehen, und das geht fast immer sehr gut. Jeder weiss, was er am anderen hat) Gute Manieren. Das kostet nichts und macht allen das Leben leichter.

0 Dreamtimer 16.01.2013, 13:07 Uhr

"Rückbesinnung auf die...

"Rückbesinnung auf die archaischen Distinktionsmerkmale von tribalistischen (Geheim-)Bünden" . Was ist ein tribalistischer Geheimbund? Die Druiden bei Asterix oder die Zauberer bei Tolkien? Klingt zumindest nach einem interessanten Ausdruck anti-bürgerlicher Wertvorstellungen. . Die Wohnungsbesichtung als Ort der Begegnung mit Druiden: "wenn Sie aus dem Fenster blicken, sehen Sie die Hainbuchen, auf denen Misteln wachsen. Vor dem Haus ist ein kleines Kräutergärtlein, gut geeignet zum pflanzen von Alraunen ...". Zufrieden streichen die Magier ihre langen Bärte, nicken langsam und sagen nichts.

Der perfekte Mieter: ein...

Der perfekte Mieter: ein angenehmer Mensch, bei dem man es sein lassen kann, sämtliche Eventualitäten per Vertrag abzudecken/zu versichern. Für den "common sense" wirklich "common" ist

0 Der Tiger 16.01.2013, 13:20 Uhr

@colorcraze – Die...

@colorcraze – Die unbewohnten Maastrichter Wohnräume haben nicht mit dem Getümmel auf der Straße zu tun, sondern mit der niederländischen Hypothekenpolitik, die die Preise für Wohneigentum in sagenhafte Höhen getrieben hat. Bis Ende des Jahres 2012 (Prinz Matecki, bitte beachten Sie mein gutes Deutsch!) konnte man Hypotheken mit unendlich langer Laufzeit leihen und außerdem die Zinsen von der Steuer absetzten. Dann kam die Finanzkrise. Und jetzt haben diverse spekulative Immobilienbesitzer Hypotheken unter Wasser, was in den Niederlanden auch konkret für viele Häuser gilt, in diesem Fall aber bedeutet, dass die Hypotheken den Hauswert übersteigen. Besitzer dieser Immobilien können nicht ohne weiters den Verkaufspreis runtersetzen, weil sie dann beim Verkauf den Banken Geld schulden, für die sie keine Rücklagen haben. Deswegen bewegt sich der Wohnungsmark nur wenig und es stehen viele Immobilien – vor allem im oberen Preissegment - leer.

@Don: Aesthetisch stimme ich...

@Don: Aesthetisch stimme ich Ihnen voellig zu. . Nicht aber was die pauschale Charakterbeurteilung angeht, denn auch da gibt es solche und solche. Natuerlich, tattoos machen weder dumm noch klug (wobei- es gibt da so eine Theorie, dass chronische Entzuendungen Demenz mitbewirken, und tattoos fuehren oftmals zu chronische erhoehten Entzuendungswerten, also....). . Seit "Bowling for Columbine" bin ich mir zumindest einer drastischen Ausnahme bewusst. Hier ist der Clip. Die Musik des Herren allerdings mag ich immer noch nicht... . http://www.youtube.com/watch?v=cYApo2d8o_A

Der Tiger, das hat nichts mit...

Der Tiger, das hat nichts mit den Hypotheken zu tun, sondern mit der Weisheit der Stadtplaner, die aus jeder Innnenstadt ein totale Kneipenzone fuer Idioten mit falsch verstandenem Freiheitsbegriff machen wollten. Es gibt kaum noch bewohnbare Innenstaedt hollaendischen Zuschnitts, weil jeder bescheuerte Buergermeister glaubt, die huebschen Fassaden der Strassen und Plaetze dem Sauftourismus uebergeben zu muessen. . Dazu gesellt sich an Sommerwochenenden (und zwar an jedem) eine sogenannte Eventkultur, die in der Regel aus Konzerten sechstklassiger Rockbands besteht-und was sonst noch an lautstarkem Schrott sich so anbietet. . Wenn wir hier (in meinem Kaff) nicht so energisch eingeschritten haetten, waeren die Verhaeltnisse genauso unertraeglich. Gottlob ist man hier noch erzkonservativ-und katholisch.

0 colorcraze 16.01.2013, 14:13 Uhr

@DA (13:38): so 1, 2...

@DA (13:38): so 1, 2 Schulklassen überblicken müssen stell ich mir nicht so einfach vor. (13:55) Das dürften die "eigentlicheren" Kriterien sein. Wobei die eigentliche Kunst, neben dem "geschäftlichen Nicht-Danebenlangen" und "Vermieter nicht quälen", denn doch wohl die Verträglichkeit der Mieter untereinander im Haus ist, oder? Wie gehen Sie da vor? Versuchen Sie Altersklassen zu mischen oder alle auf gleichem Stand zu halten?

0 colorcraze 16.01.2013, 14:35 Uhr

@Jeeves: hat sich bei uns...

@Jeeves: hat sich bei uns nicht so durchsetzen können, ein paar sind mit Ausweitung auf Kosmetik (eher die „unauffällige“ Form, mit „Permanent Make Up“ und „French Nails“) geblieben, aber im Vergleich zu vor 10 Jahren haben wir weniger Kosmetikstudios. Und es ist der absolut niedrigste Stand an Drogerien in dieser Gegend seit ich sie je gesehen habe (also ca. 25 Jahre) zu verzeichnen. Vor ein paar Jahren hatten wir eine Art Physiotherapeuteninvasion, davon gibt es inzwischen reichlich. Möglicherweise sind hier in der Gegend vor allem die Rentner wohlhabend. @Tiger: interessanter Hintergrund. D.h., notwendige Veränderungen sind gewissermaßen „eingefroren“. @donna laura: wobei ich finde, daß es in den 80ern leichter war, zu den Nicht-Körperverhunzern zu gehören, denn da konnte man mit seltsamen Kleidern und Haarfarben genügend Aufsehen erregen oder Gruppenzugehörigkeit behaupten, so man denn wollte. In den 90ern wurde es weitaus brachialer mit der Ausweitung von „Schönheits“-OPs und Tattoos.

0 Der Tiger 16.01.2013, 15:05 Uhr

Sehr geehrter Filou! Ich weiß...

Sehr geehrter Filou! Ich weiß ja nicht in welchen niederländischen Städten Sie sich so herumtreiben, aber über dieses Thema war neulich ein doppelseitiger Artikel in der NRC. Eine der wenigen Gegenden, in denen die Preise für Wohnimmobilien stagnieren oder sogar nach oben gehen, waren solche in zentralen bürgerlichen Innenstadtlagen, wo es auch reichlich Kneipen gibt – zum Beispiel in Den Haag und zwar genau in den Vierteln, in denen man am Morgen nach dem Koninginnedag mit Steltzer herumlaufen muss, wenn man nicht im Bierflaschenmüll seine Nobelschuhe zerkratzen will. . In dem Dorf, in dem ich wohne, werden auch am Koninginnedag die Bürgersteige um 20:00 Uhr hochgeklappt. Laut NRC gibt es hier die meisten Häuser, die (zum Teil sehr tief) unter Wasser stehen.

0 perfekt57 16.01.2013, 15:11 Uhr

wohlwollend. und wer war denn...

wohlwollend. und wer war denn die nette, attraktive junge dame auf dem oberen foto? die kam doch im text sicher garnicht nicht vor, oder? und auch für "bucht" wirkt das gezeigt gestade vielleicht doch etwas zu - wie soll man sagen - linear? . und auch die nötige aufklärung bzl. der überschrift vermissten wir (alleine?) womöglich bislang immer noch? denn "benachteiliger" kam doch keiner vor, nicht wahr? also wir fanden eher nur solche, die nicht in frage kamen, also überhaupt nicht, oder solche, die in den vorgestellten kategorien freundlich bis sehr gut vorstellbar wären - und denen eine wohlwollendes entgegenkommen sicher, bzw. meist immer sein würde. . "benachteiliger" - also so im direkt bourgoisen wortsinne wie bekannt, die gibt es, ja. haben evtl. auch hin und wieder berechtigung. aber entspräche das des gastgebers charakter? (eher würde er machen lassen, und auch das noch nicht einmal, wenn es nicht wirklich sein müssen. denn solche, an denen es zu exemplieren, die fänden früher oder später andere, damit wollte er, don a., soweit ersichtlich, seine seele für den moment eher doch klug nicht unnützlich belasten. wobei er könnte, keine frage. aber auch das regelten die märkt, andere märkte eher, immerhin. und weiter weg, vermutlich. und auch dies zu seinem vorteil einmal mehr, ja. so lasen wir es, immerhin.)

0 escalera_de_caracol 16.01.2013, 15:18 Uhr

Bankbesuchsgewand -...

Bankbesuchsgewand - Arbeitsamtsbesuchsgewand: Meine amerikanische Freundin zog sich immer overdressed an, wenn sie ihre Arbeitserlaubnis verlängern lassen musste. Als ich sie fragte warum, meinte sie: na ja, das Beste ist doch, wenn ich so aussehe, als ob ich es nicht nötig hätte zu arbeiten! "Versehentlich" haben wir jetzt auch eine gepiercte Mieterin und sind überrascht, dass es sich um ein ganz braves Mäuschen handelt. Versehentlich deshalb, weil es zwei Studentenmädels sind die zusammen wohnen. Kennengelernt hatten wir zuerst nur die "ungepiercte" und deren bodenständige Eltern, die einen ehrlichen und seriösen Eindruck machten mit einem sofortigen Bürgschaftsangebot. Die beiden neuen passen gut ins Haus, drücken die Altersstruktur und achten auf die alten Holzböden. Kurzum, wir haben eine - entgegen meiner Voreingenommenheit -gute Erfahrung gemacht. Im übrigen habe ich sehr schöne, zweifarbige Golfschuhe, die bei winterlicher Straßenglätte besser funktionieren, wie alles andere, was wir bisher ausprobiert haben.

0 antagonist 16.01.2013, 17:24 Uhr

Zu den Confessions: Man hätte...

Zu den Confessions: Man hätte schon längstens einen Bundesbenachteiligtenbeauftragten einführen sollen. Dieses Amt sollte beim BMI angesiedelt werden. Noch besser beim Bupräsi., wegen des Gauck´schen Freiheitsbegriffes und dessen Ausdeutung sowie der verfassungsgebotenen Neutralität. Konform mit der Einrichtung eines Bundesbenachteiliger-Registers. Dieses Amt wäre vernetzt mit allen Länder-, Kreis- und Gemeinderegistern (Meldebehörde) sowie in Abgleichung mit allen Ebenen der demokratisch legitimierten EU. Damit wäre endlich in der Republik wie auch im Blog Ruhe im Karton. So könnte man sich endlich in Ruhe anderen, lohnenderen, wichtigeren Themen für Polemiken und Kommentare zuwenden. Hosianna.

0 Der Tiger 16.01.2013, 18:15 Uhr

Was Vorurteil betrifft, ich...

Was Vorurteil betrifft, ich hatte einmal übergangsweise eine Nanny, die war von der Ausbildung her Sozialarbeiterin, hatte in Jugendauffanghäusern in Schottland gearbeitet und wartete auf eine unbegrenzte Einwanderungserlaubnis. Sie kam zum Interview in so etwas wie einem Pyjama, und einer Mütze unter der sie ihre lila gefärbten Haare versteckte. Wir sprachen miteinander für 15 Minuten, ich hatte Mühe, ihr schottisch zu verstehen, aber irgendetwas hat mich an ihr fasziniert und ich bot ihr spontan die Stelle an. Mach ich sonst nie. Als sie zum Einzug kam, gab ich ihr die Autoschlüssel für ihren “Dienstwagen”, damit sie ihr Gepäck von ihrer vorherigen Arbeitsstelle abholen konnte. Dann wartete ich, sie kam nicht für eine Stunde, noch eine Stunde. “Deine Schuld, was bist Du für ein Esel! Dass die unzuverlässig ist, war doch so offensichtlich!” hab ich mir gesagt. Kurz vor Mitternacht erschien sie sichtlich aufgelöst. Sie war noch nie in Vancouver Auto gefahren, hatte nicht unsere Telefonnummer dabei und hat unser Haus nicht mehr gefunden. Aber sie war die beste Nanny, die wir hatten, leider nur übergangsweise, denn sie war für unsere wohlerzogenen Westviertelkinder zu überqualifiziert und wollte „more challenge“ sobald sie eine unbegrenzte Aufenthalterlaubnis hatte (das hatte sie allerdings gleich am Anfang im Vorstellungsgespräch auch schon gesagt).

Im Uebrigen: Vermietern, die...

Im Uebrigen: Vermietern, die nur an Nichtraucher vermieten, moechte ich nicht vorgestellt werden. . @Tiger, ich muss jetzt kochen. Melde mich spaeter. Sie koennen NRC lesen?

Golfschuhe ginge ja noch, aber...

Golfschuhe ginge ja noch, aber muß es denn dieses Maricon-Pantalon sein. Wer zieht denn das auf dem Golfplatz an? Sieht so aus wie Michael zur Jackson Five Zeit. Oder Jack Nichelson in Chinatown. . Also, wenn man mal das Haus mieterfrei haben wil, dann können etwaige Interessenten ja gar nicht schlimm genug aussehen. Im übrigen sollte man nie im selbstbewohnten Haus vermieten. Geht doch gar nicht.

0 donalphonso 16.01.2013, 20:36 Uhr

Eine der erwähnten Personen...

Eine der erwähnten Personen mit gefühlt mehr Eisen im Gesicht als ich Silber im Schrank habe hat inzwischen übrigens eine Wohnung gefunden.

0 donalphonso 16.01.2013, 20:36 Uhr

(Oder was man in Kreuzberg als...

(Oder was man in Kreuzberg als Wohnung bezeichnet)

0 donalphonso 16.01.2013, 20:42 Uhr

...

Bundesbenachteiligtenbeauftragten? Da kann es nur einen geben. Christian Wulff. Geschlagen, verlacht, verjagt, in einer Mietwohnung. . In Hannover.

Ich habe zum aller ersten Mal...

Ich habe zum aller ersten Mal einen Blog komplett abgespeichert. -Diesen-

0 bertholdIV 16.01.2013, 21:57 Uhr

@Don Alphonso 16. Januar 2013,...

@Don Alphonso 16. Januar 2013, 02:30 Ach Loos, das Billyregal der Stilkritik... nicht schlecht und vielelicht sogar wahr. die loos-bücher sind schon pflichtausstattuung in den gängigen lokalen im 6., 7.... in wien http://phil.info/ am michaelerplatz sitzt die raika drin, damit ist das haus für die breite öffentlichkeit entsorgt

0 Christian 16.01.2013, 23:02 Uhr

Es ist nun mal ganz menschlich...

Es ist nun mal ganz menschlich irgendwo dazugehören zu wollen. Tätowierungen und Piercings, sind auch nur Symbole für eine Art Zugehörigkeit. Eine zeitlang Symbol für Unzugehörigkeit zur Masse - heute das Gegenteil. Damit nicht mehr exclusiv sondern ganz entsetzlich angepasst - und o Schreck! Nicht mehr zu ändern! So geht´s dahin. Ich erinnere mich dabei an den Refrain eines Titels der längst vergessenen Band Reggae Play, der lautete "Ich bin ganz anders. Ich will ganz anders sein. Erst wenn all die Anderen anders sind, will ich nicht mehr so seyn..."

0 donna laura 16.01.2013, 23:27 Uhr

lieber Christian, nun kann ich...

lieber Christian, nun kann ich nicht wissen, aus welchem erfahrungshorizont heraus sie sprechen - denn unter umständen teilen sie ja das traurige schicksal, eine b. ein wenig näher zu kennen -, doch das verbindende zwischen tätowierungen ist nicht ganz einfach zu erkennen, nicht einmal für die tätowierten an sich. diejenigen mit den grossen körperbemalungen dürften kleine tribal tattoos oder schnappis als unzureichend und ausweis für schwächlichkeiten betrachten. . erst im sommer hatte ich das sehr zweifelhafte glück, auf dem bauch einer dicken eine sonne um den skurril geformten und sehr beweglichen bauchnabel erblicken zu müssen. . ein freund der famille bestätigt nur zu gerne, dass nicht alle schrägen vögel tätowiert seien, dass aber alle gefängnisinsassen tätowiert seien. sine ausnahme.

0 Tyler Durden Volland 16.01.2013, 23:50 Uhr

Nachtrag zu „@HansMeier555 ...

Nachtrag zu „@HansMeier555 16. Januar 2013, 11:01 und @ThorHa Ja, aber warum findet BHL dann dort so wenig Unterstützung?“ Könnte es was damit zu tun, dass die Beglückungen des Restes der Welt, mit Demokratie und Freiheit, durch unsere amerikanischen Freunde, oder auch unsere eigenen im ehemaligen Jugoslawien, nicht gerade grossartige Werbung für solche Unternehmungen gebracht haben, sondern nur ein paar hunderttausend Tote?

0 Dreamtimer 17.01.2013, 01:02 Uhr

"@Don: Aesthetisch stimme ich...

"@Don: Aesthetisch stimme ich Ihnen voellig zu." . Bei so einem Thema muss man immer auf das Schlechteste in sich aufpassen, denn es neigt dazu sich unkontrollierbar auszubreiten und auch die Teile von sich zu infizieren, die man für unbedenklich hielt. Bis gestern war man noch "bürgerlich" und nun ist man plötzlich Westviertel-Nazi, der ästhetisch homogene Mieter/Kunden durchsetzen will? Huch! . Zum Glück ist alles nur halb so schlimm. Schließlich haben wir eine Marktwirtschaft, der es v.a. ums Geld geht. In ihr verschwinden alle Differenzen bis auf diese eine, die einen auch dann überleben lässt, wenn man beim Casting-Auftritt für "Besser Wohnen" bei einem Vermieter durchfällt, der besondere Ansprüche hat. Sie ist es, die für größtmögliche Durchmischung sorgt, es sei denn Politiker kreuzen dazwischen und versuchen ihre Ideale zu verwirklichen, aber das ist dann schon ein anderes gesellschaftliches Subsystem. . Sucht der eine Vermieter Leute, die "zu ihm passen", auch wenn er gar nicht in eine WG mit ihnen ziehen will, besitzt ein anderer, ein Großkapitalist, hunderte von Wohnungen. Der eine ist in seiner Mentalität Handwerker oder Artisan, der an sich selbst, seinem persönlichen Ausdruck, seinen Vorurteilen oder was auch immer interessiert ist, der andere ist Ingenieur, der nach praktischen und v.a. skalierbaren Lösungen sucht. Was in umständlicher Einzelanfertigung hergestellt werden muss, das interessiert ihn gar nicht, wobei er es durchaus als Herausforderung betrachtet die Serie individuell erscheinen zu lassen, während sie dennoch effizient d.h. weitgehend maschinell produziert werden kann. Er forscht dann am atmungsaktiven Gummistiefel, der für gutes Geld verkauft werden kann. Der andere, der einfache und billige, möge danach oder besser noch, kurz davor, vom Markt verschwinden. . Nicht jeder Kleinkapitalist kann auch zu einem Großindustriellen werden und umgekehrt kann jemand, der wie ein Ingenieur/Großindustrieller denkt, nichts mit dem Klein-Klein der Befindlichkeiten von Shop-Besitzern anfangen, die sich selbst verwirklichen wollen. Geschäft bleibt Geschäft.

Tyler, mag sein, aber dass das...

Tyler, mag sein, aber dass das ausgerechnet von einem Deutschen in Japan kommt - spontan die zwei einzigen Nationen, die mir einfallen, bei denen das irgend wann einmal funktioniert hat . Jugoslawien war natuerlich Murks im Sinne der Begruendung (Und rein machtpolitisch haette man das vermutlich auch besser hinkriegen koennen). Haette Herr Fischer aber statt dem daemlichen Auschwitzgefasel dafuer geworben, endlich das eines souveraenen Staates unwuerdige Verbot eines Angriffskrieges aus dem GG zu streichen, waeren die Gruenen wohl in der Versenkung verschwunden. (@HansMeier: Das heisst nicht, dass Sie Ihren Bellizisten hiermit gefunden haetten; nur dieses ewige Herumdruchsen, um nicht allzu offensichtlich gegen StGb 80 zu verstossen widert mich an.) . Die Franzosen waren einfach zu langsam. Die haetten ca. sechs Wochen vor der US-Praesidentschaftswahl eingreifen sollen, dann waeren die Amerikaner vielleicht mit dabei gewesen (vermutlich nur aus der Luft, aber das dann ordentlich).

0 Dreamtimer 17.01.2013, 05:00 Uhr

"Es ist nun mal ganz...

"Es ist nun mal ganz menschlich irgendwo dazugehören zu wollen. Tätowierungen und Piercings, sind auch nur Symbole für eine Art Zugehörigkeit." . Interessant, was Hobby-Soziologen so alles zum Thema zu sagen haben. Für Don drücken Tattoos anti-bürgerliche Affekte aus, andere meinen in ihnen die Rückkehr geheimer Stammeszeichen auszumachen. Es ist die Theorie im Umlauf, es handele sich um besonders aggressive Markierungen individueller Differenz und nun sind sie doch nur allzumenschlicher Ausdruck der Suche nach Liebe und Geborgenheit in der Gruppe. . Kennt denn unter den Versammelten, mit Ausnahme des Artiste und mir, keiner jemanden persönlich, der Tattoos trägt? Ich meine keine Ganzkörpertätowierten http://www.youtube.com/watch?v=9mIBKifOOQQ sondern Leute, die sich eine Blume, eine Katze, Sterne oder ein Schnabeltier haben stechen lassen. Im Grunde glaube ich allein TorHa, dass er wirklich niemanden kennt.

0 HansMeier555 17.01.2013, 05:39 Uhr

Kreuzberg ist für Singles...

Kreuzberg ist für Singles bestimmt kein schlechter Stadtbezirk. Und zentrumsnah. Keine Stunde in der S-Bahn. Für junge Leute ohne Vermögen ist Berlin weitaus angenehmer als München.

0 Yog Sothoth, Esq. 17.01.2013, 08:36 Uhr

@Dreamtimer: Ich kenne einige...

@Dreamtimer: Ich kenne einige tätowierte. Allesamt kleinbürgerliche Normalos, denen selbst der Don wohl eine Wohnung vermieten würde. War nicht selbst Kaiserin Sisi tätowiert? Aber die hatte ja auch ein großes Haus und musste nicht zur Miete wohnen :)

Piercings und Tattoos als...

Piercings und Tattoos als Ausdruck einer antibürgerlichen Haltung - da hat der Autor sich natürlich ein sehr bequemes Diskriminierungsmerkmal ausgesucht. Der Mieter trägt dafür selbst die Verantwortung und es ist bei der Leserschaft dieses Blogs konsensfähig. Da darf man sich mit gutem Gewissen zur Benachteiligung bekennen. Aber Hand aufs Herz: Sieht es denn anders aus, wenn es um Menschen geht, die nicht wirklich etwas dafür können, dass sie als unattraktive Mieter gelten? Weil sie alt, krank, behindert, alleinerziehend oder dergleichen sind? Vermutlich kommen Sie in dem Fall auch zum Ergebnis, dass diese Leute nicht zu Ihnen passen. Das gibt aber natürlich nicht so eine schöne Geschichte her.

0 Thorsten Haupts 17.01.2013, 09:09 Uhr

"Im Grunde glaube ich allein...

"Im Grunde glaube ich allein TorHa, dass er wirklich niemanden kennt." ... Auf dem Level einzelner Tattoos kenne selbstverständlich auch ich Leute persönlich. Das aber schiesst - denke ich - an Intention und Schwerpunkt von Dons Blogeintrag vorbei. ... Gruss, Thorsten Haupts

0 Thorsten Haupts 17.01.2013, 09:13 Uhr

@Tyler: "Beglückungen des...

@Tyler: "Beglückungen des Restes der Welt, mit Demokratie und Freiheit, durch unsere amerikanischen Freunde, oder auch unsere eigenen im ehemaligen Jugoslawien, nicht gerade grossartige Werbung für solche Unternehmungen gebracht haben, sondern nur ein paar hunderttausend Tote?" ... Erzählen Sie das doch bitte den bosnischen Überlebenden der mehrjährigen Belagerung in Sarajewo oder den Armenischstämmigen im Kosovo. Die Massenermordeten von Srebrenica kann man ja nicht mehr fragen. ... Auch ein berechtigter Einwand sollte nicht blind auf alle Fälle gleichermassen übertragen werden. ... Gruss, Thorsten Haupts

0 E.R.Binvonhier 17.01.2013, 09:30 Uhr

@ dreamtimer, ich kenne einen,...

@ dreamtimer, ich kenne einen, der trägt Feuerwehrautos auf seinen Söckchen. Er ist vier Jahre alt. . Zählt das auch?

@ Dreamtimer: Mit aesthetisch...

@ Dreamtimer: Mit aesthetisch meine ich allein den Anblick, nicht eine soziologische Bewertung. Auf einem fitten 20 jaehrigen Koerper sieht so mache Taetowierung gut aus, aber meist reduziert sich die Fitness in den naechsten dekaden, mit meist unschoenem Erfolg. . dass jemand in meinem Freundeskreis taetowiert waere glaube ich nicht. Die meisten von uns aus oben genanntem Grund. . Oh halt, einer hat's doch getan- in voller midlife crisis. Gefolgt von Scheidung, Heirat, Scheidung, Heirat und ich glaube- Scheidung. Etwas Psychopathologie (manisch depressiv) kam da wohl auch noch dazu...

0 antagonist 17.01.2013, 10:08 Uhr

dreamtimer@:Hi, hi, ha, ha...

dreamtimer@:Hi, hi, ha, ha Liebe und Tätowierung. Darauf kann nur die Erwiderung mit der Sottisse die "Rumbalotte" folgen. ## Einen besonderen Gag hatten sich die Nazis mit ihrer SS einfallen lassen. Alle Angehörigen dieser "Spezial"-Truppe hatten unter der linken Achselhöhle ihre persönliche Blutgruppennummer eintätowiert. Daraufhin mussten die alliierten Vernehmungsoffiziere 1945 eine signifikante Erhöhung von leichten Verletzungen an dieser Körperpartie bei den gefangenen SS-Angehörigen registrieren.

0 Anwaltsgattin 17.01.2013, 11:06 Uhr

Werter Don, Mich wuerde...

Werter Don, Mich wuerde eigentlich vielmehr ihr Beinkleid am und im heimischen Tegernsee interessieren. so in der Art der von ihnen beobachteten(!) jungen Dame? Sicherlich haben sie auch einen flauschigen Bademantel im Fahrradkoerbchen liegen...

Der moderne Mensch, der sich...

Der moderne Mensch, der sich tätowiert, ist ein Verbrecher oder ein Degenerierter. Es gibt Gefängnisse, in denen 80 % der Insassen Tätowierungen aufweisen. Die Tätowierten, die nicht in Haft sind, sind latente Verbrecher oder degenerierte Aristokraten... Loos 1908 Klar positioniert, wie ich meine.

0 veil of ignorance 17.01.2013, 11:54 Uhr

Benachteiliger benachteiligen:...

Benachteiliger benachteiligen: In Holland werden Benachteiliger in Containersiedlungen am Stadtrand deportiert. Dort werden sie rund um die Uhr von der Polizei überwacht und ,,betreut." Funfact: Ursprünglich wollte Geert Wilders Ausländer in solche Camps stecken, dann haben die Linken die Idee aufgegriffen und wollen nun Ausländerfeinde dorthin verfrachten. Aber nicht, dass jetzt jemand auf die Idee kommt, den Don zwangsweise nach Kreuzberg umzusiedeln.

Wie diskriminieren die...

Wie diskriminieren die verehrten Stützen eigentlich einen der Ihren, wenn sich dessen Fehlverhalten nun wirklich nicht mehr vertuschen lässt und es nicht nur den Ruf seines Arbeitgebers sondern auch seinen Berufsstand international beschädigt? Nachdem hier kürzlich ein Chefarzt brüllend und türenkallend in der Privatstation einfiel wurde ich gefragt, wie es in Deutschland möglich sei, das diese Funzel, dieses fachliche und gesellschaftliche Nichts, eine Person, die man anderswo nicht einmal zur Kenntnis nehmen würde, sich hierzulande halten könne.

0 antagonist 17.01.2013, 13:02 Uhr

anwaltsgattin@: Man munkelt ...

anwaltsgattin@: Man munkelt Insiderkreisenzufolge in der Gemeinde Tegernsee zufolge, dass er, der Don Fonsi, isabellenfarbene lange Unterbeinkleider tragen soll, zwegn der Kälte und so, In milderem Klima, wie Printemps, Sommer und Frühherbst ebensolch gefärbte Boxershorts. Gern immer ihr Diener, Empfehlung an den werten Gatten.

0 bertholdIV 17.01.2013, 13:05 Uhr

@filou ich wollte nur danke...

@filou ich wollte nur danke sagen für ihren rat mit dem brechtbuch mit der schallplatte (an den ich mich angehängt habe). ich habe es für mich gekauft und ein zweites mal und dann einem freund (gymnasiallehrer für deutsch und rkk in der oberen pfalz) zum geburtstag; und das war das erste mal, dass er über ein geschenk hoch erfreut war - und mit alfred dorfer zu sprechen: danke, ganz lieb. dieser blog ist eine quelle des wissens

0 Der Tiger 17.01.2013, 13:22 Uhr

@veil of ignorance – Der...

@veil of ignorance – Der Vollständigkeitshalber hätten Sie erwähnen sollen, dass mehr als eine Mille bei dieser Übung irgendwohin versickert ist: http://www.nrc.nl/nieuws/2013/01/15/schandaal-in-eindhoven-rond-een-woonwagenkamp/ . Jeder hat halt seinen BER.

0 antagonist 17.01.2013, 13:24 Uhr

DA@: Staatsaffairen waren...

DA@: Staatsaffairen waren schon früheren Zeiten in Hannover gang und gäbe, nur nicht ganz so trivial wie die letzthinige. Barocker Stil umflatterte immerhin das damalige Geschehen. http://de.wikipedia.org/wiki/Philipp_Christoph_von_K%C3%B6nigsmarck

0 astroklaus 17.01.2013, 13:28 Uhr

Was einem alles so passieren...

Was einem alles so passieren kann mit einer Tätowierung (außer dem Entzündungsrisiko und schlechten Farben): steht in Roald Dahls "Haut" (im Original "Skin", auf Deutsch in der Geschichtensammlung "...und noch ein Küßchen") Die Hauptfigur brauchte am Schluß keine Miete mehr zu zahlen - ging alles auf den Hotelier, der ihn eingeladen hatte....

0 Anwaltsgattin 17.01.2013, 13:59 Uhr

Antagonist@ Aha, dann geht die...

Antagonist@ Aha, dann geht die gern demonstrierte Italophilie unseres praeceptors doch nicht soweit, wohl auch diversen vorlieben fuer diverses Backwerk geschuldet, die knappen beinkleider mit zugegebenen hohen Elastikanteil zu waehlen, deren Einsatz von Triest bis Taormina zu beobachten ist... Nicht immer zum Vorteil.

@bertholdIV, bedanken Sie sich...

@bertholdIV, bedanken Sie sich bitte bei Savall, er war der Tippgeber. Ich war nur der Ausloeser.

Oberhalb der Dichter-und...

Oberhalb der Dichter-und Denkerstadt Weimar, auf dem Ettersberg, den auch Goethe gerne bewanderte, gab es (oder gibt es noch) die Sammlung 'Karl-Koch' mit Lampenschirmen in hoechst kuenstlerischer Ausfuehrung.

0 Der Tiger 17.01.2013, 15:09 Uhr

@Antagonist – Nicht nur...

@Antagonist – Nicht nur Hannover verteidigt einen alten Ruf, Berlin anscheint auch, wie man am Schweizer Keller sieht: . http://www.nzz.ch/meinung/debatte/weltlaeufig-und-provinziell--die-leute-von-berlin-1.17943737

0 bertholdIV 17.01.2013, 15:42 Uhr

@savall entschuldigung, ich...

@savall entschuldigung, ich hätte meiner erinnerung nicht trauen bzw. meiner faulheit nicht nachgeben und genau nachlesen sollen. vielen dank für die buchempfehlung.

0 antagonist 17.01.2013, 15:48 Uhr

Anwaltsgattin@: Sie sollten,...

Anwaltsgattin@: Sie sollten, bittschön, gnädiger sein. Die Hauptsache ist doch, unter rein maskulinen Gesichtspunkten gesehen, dass es nicht um die Wampn herum spannt. Also immer locker bleiben. Ausserdem seien Sie doch froh, dass Mann heutzutage keine Sockenhalter mehr tragen muß, haben Sie schon einmal solch ein Musterexemplar auf alten Photos nur mit Hemd und ebendiesen bekleidet gesehen? Na also! Ganz der Ihre.

0 bertholdIV 17.01.2013, 15:50 Uhr

@derTiger danke für den link...

@derTiger danke für den link in der nzz, ich bin ich damit auf dies gestoßen: http://www.nzz.ch/meinung/debatte/die-debatte-um-den-hirntod-2.48258 wie sagt gerschom scholem in mi-berlin l-irushalayim: "wahrheit wird aus dem land sprießen" und sei das land das web

0 antagonist 17.01.2013, 16:43 Uhr

Preisfrage: Wieviel Hirntote...

Preisfrage: Wieviel Hirntote mögen am Desaster des Berliner Groß-Fluchhafens passiv Mitverursacher gewesen sein? bIV@ Sie werden doch zugeben müssen, dass Wahrheit eine schmackige knetbare Masse ist. Allein wieviel wissenschaftliche Wahrheiten sind an der Klippe der Falsifikation nicht schon zerschellt.

0 antagonist 17.01.2013, 16:57 Uhr

Det outfit isset, watt Furore...

Det outfit isset, watt Furore mecht. Siehe bei Paul Keller "Kleider machen Leute" >Die Geschichte handelt von dem Schneidergesellen Wenzel Strapinski, der sich trotz Armut gut kleidet. Er gelangt in eine fremde Stadt und wird dort wegen seines Äußeren für einen polnischen Grafen gehalten. Nachdem er aus Schüchternheit versäumt hat, die Verwechslung aufzuklären, versucht er zu fliehen. Doch da betritt eine junge Dame, Tochter eines angesehenen Bürgers, den Schauplatz. Die beiden verlieben sich ineinander, worauf der Schneider die ihm aufgedrängte Grafenrolle weiterspielt. Ein verschmähter Nebenbuhler sorgt dafür, dass der vermeintliche Hochstapler entlarvt wird. Auf der Verlobungsfeier kommt es zum Skandal. Strapinski flieht, seine Braut aber findet ihn, rettet ihn vor dem Erfrieren und stellt ihn zur Rede. Als sie sich davon überzeugt hat, dass seine Liebe echt ist, bekennt sie sich zu ihm und setzt die Heirat durch. Der Schneider gründet mit ihrem Vermögen ein Atelier und bringt es zu Wohlstand und Ansehen, womit das Sprichwort „Kleider machen Leute“ sich bewährt.< Altbewährte Seldwyler Weisheit: Bürger zu Bürgerin. Geld zu Geld. Cashmere zu Cashmere.

0 Anwaltsgattin 17.01.2013, 17:22 Uhr

antagonist@ So lassen sie uns...

antagonist@ So lassen sie uns doch einen Bogen spannen von pfirsichfarbenen Beinkleidern, nicht mehr getragenen Sockenhaltern zu hannoeverschen Kapriolen, wie Wir haben wieder ein Schloss!!! Und sogar einen Flughafen!!! Da bin ich doch sowas von locker!

0 Der Tiger 17.01.2013, 17:34 Uhr

@antagonist - Soweit ich mich...

@antagonist - Soweit ich mich an meine Nonnenschulerziehung erinnern kann, heißt der Autor von “Kleider machen Leute “ nicht Paul Keller sondern Gottfried Keller.

0 Der Tiger 17.01.2013, 17:57 Uhr

@antagonist – Ich hätte da...

@antagonist – Ich hätte da noch so eine Schneidergeschichte: Das europäische Märchen von des Kaisers neuen Kleidern: . "Diesem Kaiser erzählt der ganze Hofstaat, dass seine Schneider ihm einen wunderbaren Anzug gemacht haben, der so wunderbar ist, dass nur gescheite Leute ihn sehen können. Irgendjemand hatte die Idee, und für die Schneider war es eine sehr billige Lösung - nämlich die Kleider und Kleideranprobe nur vorzuspielen. Schließlich zog der Kaiser diese eingebildeten Kleider sogar zu einem Staatsumzug an. Alle Bürger standen am Straßenrand und sahen natürlich, dass der Kaiser gar keine Kleider anhatte. Aber keiner wollte es zugeben, um sich nicht zu blamieren, denn jeder fürchtete, vielleicht nur zu dumm zu sein, um die wunderbaren Kleider zu sehen.... . Nur ein paar kleine Kinder, die über allen Bürgern in einem hohen, dicken Baum saßen und der Parade zuguckten, kannten diese Hemmungen noch nicht. Sie lachten frech und schrien ganz laut: 'Der ist ja nackt, der hat ja nichts an!’...... . Das Märchen von Andersen ist die Geschichte von Europa. Die EU und ESA sind gewissermaßen rechtlich nackt. Die Leute, die dort arbeiten, haben dass durchaus immer gewusst. Aber sie denken wie die Schneider im Märchen: eingebildete Rechte lassen sich leichter einhalten als richtige. Die Politiker - selbst die ganz oben - sind das Volk. Sie wissen nicht recht was im EU-Palast vorgeht und verlassen sich darauf, was ihnen alle sagen, nämlich wie wunderschön die Klamotten der Europäischen Organisationen sind (wenn auch etwas teuer und kompliziert). . Und während der Europaaufzug so durch die Jahre lief, haben auf einmal ein paar freche Typen gerufen: 'Europa ist ganz nackt’. ' . Und jetzt ist es allen sehr peinlich und sie rennen hinter den frechen Typen her, um sie verhauen und damit zum Schweigen zu bringen. Deswegen, wie die Kinder im Märchen, ist es in einer solchen Situation immer gut, wenn man sicher hoch im Baum sitzt, und sich das aufgeregte Herumgerenne und Gerede von weitem und ganz von oben anguckt." (copyright© Der Tiger 2006)

0 bertholdIV 17.01.2013, 18:28 Uhr

@antagonist ich kenne mich mit...

@antagonist ich kenne mich mit wahrheitsbegriffen nicht so aus. wissenschaft und wahrheit? falsifikation? ich denke da immer an den österreichischen physiker, der mitglied in einem kartellverband ist und immer so schöne geschichten über qm und philosophie erzählt und den dalai lama in sein labor einlud usw., usw. mir kommt in letzter zeit immer mehr die frage, ob es prinzipiell richtig ist, was uns norbert brox immer erzählte, dass die alte kirche soteriologisch getrieben war mit den folgen für das g-tt-sbildes... aber bei der analogie zur gehirntoddiskussion, beim strafrecht usw... müsste man ein bisschen viel umstellen oder auch nicht

0 Bruckbacher 17.01.2013, 18:31 Uhr

Gerade fällt mir zum Artikel...

Gerade fällt mir zum Artikel das Wort "reinhäutig" ein. . Wie ich da nur drauf komme...??

Keine Ursache, bertholdIV....

Keine Ursache, bertholdIV. Ohne Filous Frage seinerzeit wäre ich ja nicht darauf gekommen, es zu erwähnen. Mir gefällt es allerdings, wenn es gefallen hat. Das erschütternde ist ja, daß man heutzutage auf Empfehlungen angewiesen ist, da der Buchhandel nicht mehr willens oder in der Lage ist, seinen Aufgaben nachzukommen. Es sei denn, man hat so einen engagierten Buchhändler zur Hand wie jenen, den uns Don Alphonso letztens vorstellte. Ich suchte mir gerade jubiläumshalber den "Fouché" von Stefan Zweig aus dem Regal. Nach lächerlichen sieben Jahren ist die Broschur schon dem Verfall anheimgegeben. Also schaute ich bei ZVAB nach einem ordentlichen Exemplar: Erstausgabe von 1929 für eine Handvoll Euro mehr, als die derzeitige Taschenbuchausgabe kostet. Irgendwie deprimierend. . In jenes Museum auf dem Ettersberg hat man mich in früher Jugend auch verfrachtet, Filou. Ein Erlebnis, das man kein zweites Mal haben möchte. Trotzdem sind Tätowierungen scheußlich. Naja, bei Queequeg vielleicht nicht, aber das ist ein anderes Feld.

0 HansMeier555 17.01.2013, 18:47 Uhr

Und die Queen wird uns...

Und die Queen wird uns überleben . Alle

0 antagonist 17.01.2013, 19:26 Uhr

Tiger@: Sie haben völlig...

Tiger@: Sie haben völlig recht mit ihrem Einwand. Paul Keller war ein Schriftstelller aus meinem Geburtsort Breslau. Wahrscheinlich irgendeine vertrackte frühkindliche Prägung, dass ich ihn im Namen mit Gottfried Kelller verwechselte. Es ist eine hohe Kunst sich öffentlich zu blamieren, Besten Dank auch.

Als Fuehrer der Ahnungslosen...

Als Fuehrer der Ahnungslosen durch die juengere Deutsche Geschichte, Savall, tat ich mir das dreimal an: das erstemal mit einem israelischen Studienfreund, dessen Vater 1938 dort im Judenblock (links vom Haupttor) in 'Schutzhaft' sass, das zweite Mal mit Madame, deren Vater in Jena als Zwangsarbeiter dem Reich zum Sieg verhelfen musste, der dritte Besuch war dann mit einem Haufen hoellaendischer Akademiker. Die Route verlief von 'Dora-B' bis Weimar. Nebenbei noch eine Fuehrung fuer hoellaendische Architekten durch das Halle der Gruenderjahre -eine Perle an Stadtplanung) und Lieblichkeit-(die Stadt ist reizend, aber die proletarische Bevoelkerung-naja), weil diesen Damen und Herren derartige Stadtansichten waehrend des Studiums nicht vermittelt werden. . Obs genuetzt hat? Ich glaube nicht.

0 bertholdIV 17.01.2013, 21:55 Uhr

@savall vielleicht waren die...

@savall vielleicht waren die buchhändler früher bei mir jetzt so in den 70ern und frühen 80ern auch nur in meiner Erinnerung besser. Ja es war nicht dieser hugendubel-thalia-weltbild komplex, aber im rückblick relativiert sich das. aber ich spreche jetzt auch nur für nordostbayern, wo ich aufwuchs. worum es mit wirklich leid tut, sind die guten naturwisschenschaftlichen bücher aus dem osten zu meiner studienzeit in den 80ern.. die bücher aus dem oldenburgverlag z.b. waren ja eher disneys lustige taschenbücher im vergleich dazu

0 colorcraze 17.01.2013, 22:03 Uhr

@HM555 19:47: Nein! Die Natur...

@HM555 19:47: Nein! Die Natur läßt sich nicht spotten. @Bruckbacher 19:31: wie Sie drauf kommen, weiß ich nicht, aber was das Wort bei mir auslöste: 1. ich dachte an das Gesicht der 20jährigen Kneipenbedienung, und wie frisch und glatt sie aussieht 2. ich dachte an das Gesicht einer Bekannten etwa meines Alters, mit 2 Fibromen, und schließlich 3. an mein eigenes mit den vielen Leberflecken. Das haben Sie nun davon!

0 tylerdurdenvolland 18.01.2013, 03:00 Uhr

@T.I.M. 17. Januar 2013,...

@T.I.M. 17. Januar 2013, 03:33 „Tyler, mag sein, aber dass das ausgerechnet von einem Deutschen in Japan kommt - spontan die zwei einzigen Nationen, die mir einfallen, bei denen das irgend wann einmal funktioniert hat.“ Grundsätzlich: Selbst wenn es in Japan und DE geklappt hätte, dann wären das zwei Länder und sie verschweigen ganz einfach in wie vielen anderen Ländern es zu menschlichen Katastrophen geführt hat. Gehen sie diese Liste einfach mal durch und denken sie über diese Länder nach: http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Auslandsinterventionen_der_Vereinigten_Staaten Und die Korrektur: Es hat in DE geklappt, weil die Deutschen so waren, dass es klappen konnte. In Japan hat es NICHT geklappt, weil es mit Japanern gar nicht klappen konnte. Das Japan Bild des Restes der Welt hat nichts mit dem real existierenden Japan zu tun. Japan ist nach wie vor ein Feudalstaat mit einer Bevölkerung obrigkeitsstaatlich gläubiger Schafe. Um die Verhältnisse zu übertragen brauchen sie sich nur auszumalen, man hätte in DE 1945 Hitler, Göring und Göring erschossen, und der Rest der NSDAP hätte genauso weiter regiert. Herrn Abes Vater hätte man als Deutschen in Nürnberg zum Tode verurteilt, hier hat man ihn stattdessen 1956 zum Premier gewählt. Die Familie seines Vorgängers bei der LDP, Aso, hat ihr Vermögen durch die Sklavenarbeit der Kriegsgefangenen gemacht! Ausserdem ist Japan kein souveräner Staat sondern praktisch nach wie vor ein Kolonie der USA wenn es drauf ankommt. Als Ms Clinton die Entfernung Hatoyamas aus dem Amte forderte, weil der die Interessen der Bürger Okinawas statt diejenigen der USA vertrat, war der Herr ein paar Tage später nicht mehr Premier.

0 HansMeier555 18.01.2013, 06:22 Uhr

Dieser Kunsthistoriker...

Dieser Kunsthistoriker Burckhardt hat angeblich die Theorie erfunden, dass die Menschen erst seit der Renaissance eine Individualität hätten oder so. . Als ob sie je weniger davon hätten haben können als heute.

Wenn es nicht so ein...

Wenn es nicht so ein gräßlicher Zynismus wäre, Filou, dann müßte man den Ariern sogar dankbar sein, daß sie uns gezwungen haben, hinfort Frauenplan und Ettersberg zusammenzudenken. Germany: Jekyll and Hyde. . Was mir fehlt, bertholdIV, und wohl auch nicht wiederkommen wird, daß sind die alten verwinkelten Buchhandlungen mit den vollgestopften Regalen, wo man gern auch mal ein 10 oder 20 Jahre altes Buch findet und vor allem ganz überraschende Entdeckungen macht. Bücher, von denen man gar nicht wußte, daß sie existieren. Heute ist selbst in den besten Buchhandlungen alles aufgeräumt, kein Buch älter als zwei Jahre und alles gänzlich vorhersehbar. Gottseidank gibt es noch ein paar brauchbare Antiquariate.

Bekenntnis: Ich dachte crazy...

Bekenntnis: Ich dachte crazy SEAL hätte "Brandings" in seinem schönen Gesicht. . http://www.youtube.com/watch?v=MANKljb1p-Q . Es ist eine Hautkrankheit! (soviel zu unbewusstem Rassismus)

Bekenntnisse: Ob sich nun der...

Bekenntnisse: Ob sich nun der Herr hinter der Kunstfigur Don Alphonso endlich traut zuzugeben, dass er es nur unter Zuhilfenahme von unzähligen Schokoladen-Butter-Marzipan-Sahne-Caramel-Nuss-Marmeladentörtchen schafft, mit seinen Drahteseln die fiesen Berge rund um den Tegernsee zu erklimmen, während die dürre, ungedopte Meute hinter ihm herhechelt? Demnächst bei Maybritt Illner oder so.

0 specialmarke 18.01.2013, 09:28 Uhr

...und wo bleiben hier...

...und wo bleiben hier eigentlich die Doping-Bekenntnisse des Radfahrers D. A.? ("Sieg durch Bienenstich" oder so)

0 donalphonso 18.01.2013, 10:21 Uhr

Ich habe schon überlegt, ob...

Ich habe schon überlegt, ob ich zum vierjährigen Jubiläum einen Beitrag über das Berufsbild des Pro-Bloggers machen soll: Durch Torte zum Sieg!

0 donalphonso 18.01.2013, 10:23 Uhr

coming up from the fridge:...

coming up from the fridge: Flockensahne!

0 colorcraze 18.01.2013, 10:41 Uhr

@DA 11:21: nur zu. Schreiben...

@DA 11:21: nur zu. Schreiben Sie über die Unentbehrlichkeit richtiger Bäckerware zur Hirnbewegung. (Bei Unterzuckerung friert es ein) @Savall: ja, in den vollgestopften, etwas unordentlichen Bücherläden konnte man richtige Entdeckungen machen. Was habe ich das derartige Lädchen am Bahnhof Zoo geliebt. Sogar ein Holzstuhl war da, auf dem man sich festsetzen konnte, war da und ein mit stets veränderlichen Bergen behäufter Tisch. Kiepert war auch schön, obwohl sehr groß und aufgeräumt; dort konnte man eher nach Verlagen gucken (bei mir war es, dem Budget angemessen, Reclam). Aber bei den Hugendubels & Co. komme ich mir immer vor wie bei Bertelsmann, alles corporate streamlined und husch, husch im Schnelldurchgang lesen und weg damit. Verbrauchsbücher, nicht solche, an denen man hängt.

0 hansgeier333 18.01.2013, 12:03 Uhr

Bei den Cholesterinwerten ist...

Bei den Cholesterinwerten ist die Eigenblutspende kontraindiziert. Evtl. Schleimbeutel statt Blutbeutel? Apo statt Epo?

0 donalphonso 18.01.2013, 12:32 Uhr

Der Magen ist bei uns durch...

Der Magen ist bei uns durch die Einmischung von Schweinegenen gehärtet und durch Generationen der Schimmelbeiseitewischer so robust wie Gusseisen.

0 bertholdIV 18.01.2013, 13:10 Uhr

@Savall 18. Januar 2013,...

@Savall 18. Januar 2013, 08:23 wenn ich bei den antiquaren in wien nur nicht so oft in der auslage sehen würde, dass nachfolger etc. gesucht werden. aber vielleicht sind die antiquariate in wien nur thematisch zu eng (so habsburger disney world..). wenn die ganzen 60 bis 70 jährigen aus der brd des musikaltourismus überdrüssig, die spanier merken, dass sie nicht mehr im habsburgerreich sind und die italiener auch gelangweilt davon sind zum 10ten mal den geschlagenen "feind" zu besichtigen, könnte vielleicht hier was neues entstehen... vielleicht ist zvab wirklich die lösung für die antiquariate, aber als leser muss man halt die bücher schon kenenn oder leute im blog fragen, die sich auskennen

0 HansMeier555 18.01.2013, 13:55 Uhr

Gibt es denn irgendwo ein...

Gibt es denn irgendwo ein lesenswertes Literaturblog?

Keine Sorge, bertholdIV, ich...

Keine Sorge, bertholdIV, ich gebe nach meinem bescheidenen Vermögen hier gern Hinweise, da können Sie ganz unbesorgt sein. Ich muß mich da eher bremsen. Zur Frage des Online-Antiquariats hat das „Börsenblatt“ vor einigen Wochen einen interessanten Artikel zum Thema (wieder-)veröffentlicht. Der Autor äußert bedenkenswerte Argumente. Die Wirklichkeit dürfte mittlerweile etwas diffiziler sein. Ich glaube, daß dem Antiquariat vor allem die Käufer ausgehen, weil quantitativ nicht genug nachwächst. Wie die Perspektiven sind weiß ich auch nicht. Ich denke, daß der Markt vor allem von dem Schund und Überfluß ab ca. 1960 bereinigt wird und dann die wenigen exklusiven Sachen ein langes weiteres Leben führen werden. In etlichen Jahren wird es nicht cool sein, ein Smartphone zu haben, sondern einen Pressendruck (hoffe ich). Hier der Link: http://www.boersenblatt.net/555997/template/bb_tpl_antiquariat/

0 perfekt57 18.01.2013, 14:13 Uhr

hier, am rande zwei evtl....

hier, am rande zwei evtl. mögliche kommentare zu "gumperts wachheit": . once a upon a time miracles where happing to the world, do we still remember? ttp://www.youtube.com/watch?v=DrOcRtQUj48 (freiheit war möglich) . (wobei, wir glauben eher nicht an rausch, womöglich wissend nicht, "das alles auch wieder bloß schon eine zuschreibung". evtl. läge auch eine wahrheit oder ein möglicher untersuchungsgegenstand darin, festzustellen, wie sich die betrachtenden sorgen siebzigjähriger als funktion der zeit geändert hätten?) . und man scrolle doch nur mal hier die schlagzeilen: was wissen wir von den anderen, also voneinander? http://www.vosgesmatin.fr/ . nur mal so, kein versuch einer überdiosis, "lediglich als hinweis auf regionale vielfalt gemeint": http://www.lameuse.be/595507/article/regions/liege/2012-11-19/liege-une-maison-detruite-par-le-feu-en-outremeuse http://www.estrepublicain.fr/meuse/2012/02/03/maison-detruite-par-le-feu-a-resson http://www.estrepublicain.fr/faits-divers/2013/01/14/levoncourt-maison-detruite-par-le-feu?image=57DA7413-4F85-4E30-A8FF-D436DB8CF083 http://www.laprovince.be/612096/article/regions/mons/actualite/2012-12-06/ghlin-une-maison-detruite-par-le-feu http://www.lamontagne.fr/auvergne/actualite/departement/cantal/2012/12/10/une-maison-detruite-par-le-feu-a-saint-jacques-des-blats-1368292.html http://www.lapresse.ca/actualites/201212/03/01-4599958-la-maison-dun-lobbyiste-detruite-par-un-incendie.php http://www.estrepublicain.fr/haute-saone/2013/01/18/feu-de-cheminee-les-occupants-reloges http://www.estrepublicain.fr/territoire-de-belfort/2013/01/18/un-pavillon-detruit-par-le-feu http://www.estrepublicain.fr/doubs/2013/01/16/un-garage-detruit-par-le-feu http://www.estrepublicain.fr/actualite/2013/01/15/incendie-d-un-garage-de-poids-lourds-a-pontarlier http://www.estrepublicain.fr/meuse/2013/01/15/feu-de-cables-electriques-rue-saint-sauveur-a-verdun http://www.estrepublicain.fr/faits-divers/2013/01/15/feu-de-cheminee-a-trondes http://www.estrepublicain.fr/meurthe-et-moselle/2013/01/14/feu-de-chariots http://www.estrepublicain.fr/doubs/2013/01/14/feu-de-poele-a-bois . "und die sollen alle den euro retten und die welt - und uns (deutsche, sic) verstehen? ("und zwar gut verstehen, bitteschön, weil wir die mitte, und so toll und so einzigartig wären?") . teilweise haben andere in der nacht häufig tatsächlich ganz andere sorgen - und zwar ohne kritik an irgendwelchen bloggern - als "den rausch der wachheit". manche laufen nämlich schon (wieder) um ihr leben. . nachbemerkung in einer freien welt, ganz sachlich-nachrichtlich gemeint: cattenom wird demnächst 40 oder mehr jahre alt. viele sagen "pannenreaktor". wir können das nicht beurteilen. wollen das auch nicht. uns drängte sich aber in letzter zeit hin- u. wieder der eindruck auf, dass auch viele andere elektroinstallationen aus der zeit der damaligen philosopie noch herstammen. . bis hin zu den nachtspeicheröfen, elektro-durchlauferhitzern, niederdruckwarmwasserbereitern, wärmestrahlern, usw. in den häuschen vieler auch womöglich älterer mitmenschen. diese hardware damals genauso neu und auf der höhe der zeit und wie top-down im consens empfohlen. (der preiswerten altomkraft sei dank wird in frankreich ja bereits seit jahrzehnten sehr viel mit strom geheizt, und vollkommen co2-frei, keine frage. und heizöl-lkw mussten immer auch viel weniger fahren, als anderswo. und auch keine kritik unsererseits: aber die zeit verginge. auch da evtl. . . und klar ist es gut, dass uns die faz systematisch von den wahren problemen europas verschont: das sind schließlich andere, und zum glück gilt die no-bail-out klausel. also, was geht es uns an, jenseits von ein bißchen emphatie? (die leute wollen doch das alles garnicht wissen, viele ältere faz-printabonnenten würden doch womöglich sonst auch noch kündigen. und wer will kann ja le monde lesen. oder franz. online-ausgaben)

0 perfekt57 18.01.2013, 14:15 Uhr

@10:21 meint: durch...

@10:21 meint: durch glückshormone, stossstimulant genommen?

Don, zur Zeit liegt ein Kerl,...

Don, zur Zeit liegt ein Kerl, Magen wie Gusseisen (isst alles und viel) und störrische Konstitution wie die Maulesel der Gebirgsjäger, seinen Körper als gefälligst zu funktionierende Maschine begreifend, im Bette. Dahingestreckt von winzigen, windigen Schnupfenviren. Mein Mann.

"Ja, natürlich sagt das...

"Ja, natürlich sagt das Grundgesetz, dass niemand wegen seines Aussehens diskriminiert werden darf". Sagt es natürlich nicht, zumindest nicht im Sinne von Mode und Lifestyle, auf die sich der Text dann aber bezieht. Der ist wie immer so amüsant wie elegant geschrieben. Aber eigentlich sind das weniger "Bekenntnisse eines Benachteiligers" als eine nette Gelegenheit für ein bisserl Beschimpfung der "Benachteiligten"; sie sind ja selbst schuld, die Bemalten und Durchlöcherten. Die Bekenntnisfrage wäre: Welche womöglich wirklich benachteiligten Gruppen sortiert der Vermieter aus besseren Kreisen aus?

Leider weiß ich auch keinen...

Leider weiß ich auch keinen richtig guten Literaturblog, HansMeier555, und wäre auch dankbar für jeden Hinweis. Was man in der Regel antrifft ist so aus dem Genre "Schon Shades 3 gelesen?!?!?" Nicht ganz übel, obwohl ich nicht jede Meinung teilen würde, sind Marius Fränzel: http://bonaventura.musagetes.de/ und Christian Köllerer http://www.koellerer.net/

DA 10.21h It's your blog's...

DA 10.21h It's your blog's 4th anniversary? Happy DA-nniversary to you! Happy DA-nniversary to you!! Let's give him an online party - any ideas?

Morgen wird es wohl soweit...

Morgen wird es wohl soweit sein, Fionn. http://faz-community.faz.net/blogs/stuetzen/archive/2009/01/19/dar-252-ber-spricht-man-nicht.aspx

0 HansMeier555 18.01.2013, 18:44 Uhr

Mit 4 im besten...

Mit 4 im besten Kindergartenalter.

@fionn Gute Idee, ich meine...

@fionn Gute Idee, ich meine das mit der on-line anniversary party. Ich wuerde es begruessen wenn unser Blogmeister mit voller Lycra Ausruestung eine Ehrenrunde mit seinem Pinarello Velo (oder was es so ist) um den schoenen Tegernsee machen wuerde -- natuerlich nur bei gutem Wetter. Und dazu die ueblichen Cycling Shoes auswechseln wuerde fuer die tollen Two-Tone Tango Juengling Brogues die er uns oben zeigte. Natuerlich waer es besonders passend, sollte er uns mit einem einen High Definition Digital Image davon begeistern -- zur Erinnerung bis zum Fuenften Anniversary -- mit der Caption "Blog Meister Don Alphonso in Repose, circa anno 2013". Nur ne Idee. Ansonsten Happy Anniversary ...und "Happy Trails -- mit und ohne Velo."

0 colorcraze 18.01.2013, 19:10 Uhr

@perfekt: (grübel) wenn die...

@perfekt: (grübel) wenn die Feuersozietät sich vor allem mit Wasserschäden herumschlägt, wie ich höre, heißt das dann im Umkehrschluß, daß die abgebrannten Elsässer, von denen Sie schreiben, bei den Wasserwerken versichert sind?

0 perfekt57 18.01.2013, 19:52 Uhr

@ hm555 . und das internet,...

@ hm555 . und das internet, wäre es nicht der "literatur-blog" - so in etwa zumindest - und "ganz einfach nach art des cafeteria-systems"? . On a cold and gray Chicago mornin' A poor little baby child is born And his hunger burns . es gibt schließlich neuerdings überall so viel beachtenswerte neue literatur. der "IM BRD" lieferte doch. ggfls. aus aller welt. . oder sollte man "IM Groß Bundus-Repeblik" sagen? der noch mehr stoff zum abschalten und wegschauen lieferte? es hat sich ja auch kaum etwas verändert in der welt in den, sagen wir, letzten 50 jahren, nicht wahr? . und mozart, der blöde und abhängige, dumme säufer, war evtl. auch schon blogger, not-blogger: http://www.youtube.com/watch?v=u2HeV28IQNk - not tut not. schon als material unverzichtbar. und für wiederaufbau-orgien. oder auch gut, dauerklage zu üben. . gestern.

0 perfekt57 18.01.2013, 20:21 Uhr

@hm555 und es ist demnächst...

@hm555 und es ist demnächst vermutlich doch wieder die "stapovoprü", die den richtlinien die politik vorgibt. (die "staatspolizeiliche vorprüfung" selbstverständlich) . und wir werden doch nicht den umweltfrieden auf die kippe stellen? . und diesen jungen mann vom jg. 1987 fanden wir bemerkenswert. http://www.dailymotion.com/video/xm8k1n_guillaume-bats-elle-est-pas-belle-la-vie_fun#.UPms2PLNmSo - und "La Grèce loue ses policiers". http://www.youtube.com/watch?v=WGQ347lSGRw ("macht den re-feudalisierten den modernen hofnarren, ohne das diese es wüssten", würde man böser- u. unrichtigerweise zum glück nicht sagen können.) . aber wann ist ghetto endlich wieder überall? also im ganzen flachland. unterhalb aller paläste?

0 bertholdIV 18.01.2013, 20:55 Uhr

der geburtstag ist ja jetzt...

der geburtstag ist ja jetzt schon (wurde abend und..) und versicherungsmathematisch... herzlichen glückwunsch dem don und seinem werk was darf man wünschen: - die gunst des herrn frank s., dass sie erhalten bleibt - gesundheit (auch den kommentatoren) - unfallfreies fahren und genug zeit die räder zu warten - das wiederauffinden der verlorenen kommentare: http://faz-community.faz.net/blogs/stuetzen/archive/2011/03/22/fluchtgedanken-praktischer-natur-wiederhergestellt.aspx habe gerade in den ersten beiträgen einen spaziergang unternommen: "früher war mehr lametta" aber jetzt ist es auch nicht schlecht - danke "And may your song always be sung"

0 grimaldeli 18.01.2013, 21:53 Uhr

@Filou 16. Januar 2013,...

@Filou 16. Januar 2013, 12:29 das seh ich anders. vieleicht ein ueberbleibsel aus der zeit meines grossvaters: wenn der landrat was wollte, musste er hoch zu ihm auf den burgberg kommen. ich hab immer noch das bild von diesem dicken menschen mit dem roten kopf vor augen. und mein leben ist einfach zu kurz, um es mit der erziehung von beamten zu vergeuden.

0 hansgeier333 19.01.2013, 00:54 Uhr

perfekt 57 um 20:52, und von...

perfekt 57 um 20:52, und von den schmalen Tantiemen hat er dann Graceland bezahlt. Die Fettsau war so glaubwürdig wie ein SPDitter auf Vortragstour bei Banken. Immerhin hat er sich in ein Karnevalskostüm gezwängt, um jeden Anspruch auf Ernsthaftigkeit von vornherein auszuschliessen. Dem ostwestfälischen Kavalleristen würde zumindest eine Narrenkappe auch gut zu Gesichte stehen. Geck oder Jeck, geek oder freak, man erkennt sie schon von weitem. Würden Sie so einem eine Wohnung vermieten?

0 Der Tiger 19.01.2013, 08:40 Uhr

Dem Meister Don, seinen...

Dem Meister Don, seinen Kommentatoren und den Hausbesitzern wünsche ich einen herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag dieses unterhaltsamen e-salons!

Oh, der Jubiläumsbeitrag...

Oh, der Jubiläumsbeitrag läßt noch auf sich warten. Die Redaktion hat schon geliefert und bringt heute ein Fahrradbild auf der Titelseite. (Etwas zerknautscht und aus Frankfurt stammend.)

@ EgonOne 18.53h DA mit...

@ EgonOne 18.53h DA mit voller Lycra Ausruestung? And front, back and side views? Zum 4.Geburtstag dieses Blogs: I have been a fan Since this blog began To DA online: Have a good time!

0 antagonist 19.01.2013, 11:27 Uhr

À la recherche du temps...

À la recherche du temps perdu: Wie schnuckelig hätten Sie´s denn gern, Frau Nachbarin? Richtig bloggish? Die rauhe Wirklichkeit ist gezeichnet von brachialer Brutalität: Und willst Du nicht mein Bruder sein, so schieb ich dir nen Titel rein. ## Das Toleranzedikt von Köln: Jede Jeck is annners jeck. ## Das große Projekt der Aufklärung: Die Willensfreiheit. (Nib de Bach sacht me dodefier: Gschisse! Sis alls Schiggsal!)

0 antagonist 19.01.2013, 11:51 Uhr

HM555@: Beim Zeitgenossen von...

HM555@: Beim Zeitgenossen von J. Burckhardt, nämlich J.J.Bachofen (ebenfalls Mitglied des Basler Teigs) ist von Individualität in keiner Zeile die Rede: >In seinem 1861 erschienenen Hauptwerk "Das Mutterrecht" vertritt Bachofen die These, dass die moderne Gesellschaft sich in drei Stufen entwickelt hätte. Danach gab es in der ursprünglichen Form der Gesellschaft, dem „Hetärismus“ keinerlei Gesetze oder Heirat, sie gründete völlig in der natürlichen Produktivität der Frauen. Darauf folgte eine vom Mutterrecht bestimmte Gesellschaftsform, die Bachofen in Anlehnung an altgriechische Texte Gynaikokratie nannte, und die heute als Matriarchat bezeichnet wird. In dieser Gesellschaftsform war nach Bachofen die Mutter das Oberhaupt der Familie, da die Abstammung über die Mutter ermittelt wurde (Matrilinearität), demzufolge sei die Mutter als lebensspendende Göttin verehrt worden. Das Matriarchat sei dann durch die Männer entmachtet worden, die an seiner Stelle das Patriarchat etablierten. Den Grund dafür sieht Bachofen u. a. im medizinischen Fortschritt, der erstmals die Bestimmung der Vaterschaft ermöglicht hätte.

0 perfekt57 19.01.2013, 13:05 Uhr

@ 0:54 - natürlich...

@ 0:54 - natürlich nicht! . und den don-alphonso-blog unernst sehen? (es gibt nur eine gute sache - und die bin ich selbst!) (was wäre: der maximale zeitgeist - fast ganz von allen personen verlassen) . und nicht erst seid gestern? (wem helmut kohl zu jung war und unerfahren schien, der nahm sich berthold beitz stattdessen) (von der andauernden lebendigkeit glücklich-unsichtlicher vorbilder auch) (und don a. sollte einen süd-ausschuß gründen? http://de.wikipedia.org/wiki/Ost-Ausschuss_der_Deutschen_Wirtschaft )

@grimaldeli, meine Erfahrungen...

@grimaldeli, meine Erfahrungen mit Beamten sind ganz anders-und keineswegs negativ. . Bei Beamten mit DDR-Hintergrund, die ihre staatlich gestuetzte autoritaere Haltung nicht ablegen wollen/koennen, koennte ein beherztes Auftreten nach dem Motto: 'Die Zeit ist abgelaufen, dass die Erlaubnis zum Pinkeln zum gnadenreichen Hoheitsakt aufgeplustert wird', recht wirksam ist. Die Leute hatten in der Fruehzeit der Neuordnung ziemliche Orientierungsschwierigkeiten, besonders die ehemalige VoPo, die hinsichtlich ihrer Analitaet noch weit vor den Westberliner Bullen rangierte.

0 Tjalf Boris Prößdorf 20.01.2013, 13:59 Uhr

...

http://www.newyorker.com/online/blogs/photobooth/2013/01/slide-show-a-secret-history-of-women-and-tattoo.html#slide_ss_0=7 Als ich das sah, mußte ich an den verehrten Autor denken und wollte es, als Illustration seiner Schilderung des bürgerlichen Milieus, ihm keinesfalls vorenthalten.

ist eine Kunstfigur, die seinem Verfasser nicht vollkommen unähnlich ist.