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Stützen der Gesellschaft

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Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Neues aus der Mimosenforschung: Der Klassismus

| 29 Lesermeinungen

Klassenhass und Neid waren gestern, heute fühlt man sich statt dessen diskriminiert und vom Anderen beleidigt.

Du bist mit ihm im Theater gewesen, ich hab Dir nur Fix und Foxi vorgelesen
Die Ärzte, Zu spät

Ich bin den Piraten, jener deutschen Internetpartei des permanenten Twitterstreits, recht dankbar, dass sich dort ein Johannes Ponader nicht nur im Vorstand hält, sondern es auch schafft, gute Leute zu vergraulen. Das macht mir die innere Begründung leicht, diese Partei auf gar keinen Fall zu wählen und damit vielleicht auch noch so einer Figur zu Amt, Würden und Einfluss auf die Politik zu verhelfen. Ich kann das glatt und sauber begründen: Solche Leute bitte nicht, zum Besten für das Land. Ohne Ponader jedoch würde ich diese Partei auch nicht wählen, allerdings aus einem nicht gerade altruistischen Grund: Sie suchen nämlich jetzt einen Antidiskriminierungsbeauftragten. Der soll gegen Antisemitismus, Sexismus, Homo- und Xenophobie und jede andere Form von Benachteiligung vorgehen. Mit dabei ist auch der Klassismus, also die Diskriminierung aufgrund von Klassenzugehörigkeit.

Das ist in etwa so, als würde man einem Hammer vorwerfen, dass man mit ihm Nägel in die Wand schlagen kann. Keine andere Art des Fehlverhaltens in der langen Piratenliste für schlechtes Benehmen ist gerechtfertigt, aber Klassen wären keine Klassen, wenn sie sich nicht erkennbar voneinander abgrenzen würden. Und das geht nun mal nicht dadurch, dass man alle anderen auch begeistert begrüsst und ihre Mateflaschen und Dönerpapiere auf dem Tisch sehen möchte. Ohne unterschiedliche Auffassungen, Verhaltensweisen, Normen und Besitz gibt es keine Klassen. Es gibt keinen Grund anzunehmen, dass ein Mann wegen seines Geschlecht bessere Texte als eine Frau schreibt, aber jede Menge Gründe, warum bei uns eine legitime Geschichte so wie gerade eben bei einem guten Freund lautet: Naja, 1952 hat der Opa halt diese Aktien gekauft, das war damals viel Geld, ein Monatslohn eines normalen Arbeiters, aber das war der Opa ja nicht, jedenfalls, damals hat er seiner Frau noch keinen Zweitwagen gekauft, der kam erst ein Jahr später, als sie auch den Führerschein hatte, sondern Aktien und die haben wir jetzt im Altpapier wieder gefunden. Mei, das kann man schon mal vergessen, beim Erben kommt ja so viel zusammen.

Mein Freud musste diese Geschichte mit einem Koffer voller Papiere der alten deutschen Wirtschaft am Bankschalter erzählen, namentlich einer Angestellten, die auch mit 65, wenn sie ganz sparsam ist, nie so viel wie dieses Altpapier besitzen wird, und auch, wenn mein Freund sich mehr Mühe gegeben hätte, wäre eine Erklärung notwendig gewesen. Auf den Papieren steht ein Datum, über 60 Jahre sind sie alt, und ein Betrag, der damals schon enorm hoch war. Die Herkunft hat etwas mit alten Schachtlen mit Bildern und Briefen zu tun, aber zum Glück wirft man dort nichts weg. Wie man es dreht und wendet, bei uns ist es eine Anekdote. Bei den anderen ist es vielleicht ein Augenblick der Erkenntnis, dass keine Karriere je so etwas vermögen wird, das dem dicken Trottel da am Schalter, der ohnehin schon alles hat, jetzt auch noch zugefallen ist. Nicht durch Arbeit oder Leistung, sondern weil er ein paar alte Photos vom Uropa mit seinem privaten Doppeldecker suchte.

Es ist überhaupt nicht abwertend gemeint. Aber es kann als benachteiligend aufgefasst werden, und da sind wir beim zweiten fragwürdigen Aspekt beim Versuch, die Existenz von unterschiedlichen Klassen per se in eine Reihe mit nicht akzeptablen Verhaltensweisen zu stellen. Denn die moderne Betroffenheits- und Mimosenforschung geht unter dem Eindruck des Genderismus aus den skandinavischen Staaten davon aus, dass Diskriminierung nicht das ist, was der Täter als solche empfindet, sondern das, was bem Opfer so aufgefasst wird. Und nicht das Opfer muss erklären, warum es hier gequält wird; der Täter muss erkennen, was er falsch gemacht hat. Tut er das nicht, schallt ihm entgegen, dass wir in einer sehr schlechten Welt leben, in der Misshandlungen so normal sind, dass es den Tätern gar nicht mehr auffällt. Mit so einer Sicht der Dinge fällt es dann natürlich leicht, ein angenehmes Grundeinkommen ohne Arbeit zu fordern, Institute zur Erforschung von sozialer Ungleichheit, Förderprogramme, billige Mieten und Sanierungsverbote, und jede Menge Gleichstellungsstellen für jede Art von Ungleichheit. Am besten sollte man dem Reichtumsbericht der Regierung noch eine Postskriptionsliste anhängen, in der dann stünde: Besonders mies hat sich auch 2012 der Tegernseer Sozialstörblogger Don Alphonso benommen.

Weil es vermutlich wirklich so ist. Natürlich könnte ich mir mehr Mühe geben und mich ganz klein machen und Tag für Tag erzählen, dass es auch bei uns viel Trübsal und Leiden gibt – wissen Sie überhaupt, wie traurig eine Katze schaut, wenn ihr ehemals riesiger Garten eine unbegehbare Schneehölle ist, das kann sich so eine im warmen Block wohnende Katze gar nicht vorstellen – aber beim Klassismus ist das sinnlos, denn schon lange vor Erfindung des Worts war das Urteil klar: Die einen haben. Und die anderen haben nicht. Man kann hier nicht, wie bei der Xenophobie, sagen, dass alle Menschen gleich sind, oder wie beim Hass auf Menschen mit neuen sexuellen Orientierungen, dass es doch egal ist, wer mit wem schläft. Bei den Piraten äussert sich der Kampf gegen Klassismus in der Ablehnung einer „Geldelite“ und „Zeitelite“, sie sammeln für ärmere sozial benachteiligte Mitglieder, damit die auch auf die Parteitage und dort ihnen genehme Mitglieder wählen können. Sie haben nicht ganz unrecht: es gibt diese Eliten, und es ist eine phantastische Sache, dazu zu gehören.

Das kann man als totalen Klassismus auffassen und verurteilen, allein deshalb, weil natürlich kein anderer Zugang hat. Trotzdem sehe ich für den neuen Zweig der Mimosenforschung ein kleines Problem: Es ist nicht sonderlich angenehm, sich des Vorwurfs zu befleissigen. Jemanden als Rassisten und Sexisten zu bezeichnen, ist nicht nur leicht, es zeigt auch, dass der Empörte ein Menschenfreund ist, wenn er einen deshalb vom Erdboden tilgen möchte. Jeder kann den Vorwurf erheben, er sagt nur das Beste über seinen Schöpfer aus, und lässt ansonsten keine Schlüsse zu. Aber beim Klassismus muss man in die Details gehen, etwa so: Du denkst, Deine Barockportraits wären besser als meine Wandtattoos. Du glaubst, Du könntest auf mich herabschauen, weil ich keinen venezianischen, sondern nur einen russischen Kronleuchter habe (russischer Kronleuchter nannte man in meiner Berliner Zeit eine nackte Glühbirne an der Decke). Du zahlst jeden Samstag so viel auf dem Wochenmarkt, dass ich mir davon jeden Tag 5 Döner mit Cola kaufen könnte.

Mit dem Klassismusvorwurf dreht man nicht nur dem Anderen das Messer der Moral in den Eingeweiden der Überheblichkeit herum, man stochert damit auch in den eigenen Unzulänglichkeiten der Existenz. Und weil der andere natürlich auch etwas Besseres zu tun hat, als einem jeden Tag zu sagen, wie peinlich er Wandtattoos findet, in seiner eigenen Klasse lieber über Caravaggio redet und gar nicht versteht, wie er anderen damit weh tut, muss man ihm das auch sagen, die eigene Klasse verteidigen und herausstellen. Feministinnen antworten auf Sexismus  mit pauschalen Vorwürfen gegen heterosexuelle, weisse Männer, eine Antirassistin möchte einen Polizeipräsidenten anzünden, das alles kann man sagen und es wirkt noch irgendwie aufmüpfig, radikal und moralisch bedeutsam. Aber wenn mir entgegenschallt, das alles wäre eine Frechheit und jemand wie der besagte Herr Ponader könnte auch von 1000 Euro im Monat in Berlin gut leben: Da klappt irgendetwas nicht mit der moralischen Überhöhung, da kommt kein Prestige, da stimmt das Branding nicht, das ist auch nicht lässig oder radikal, da wird sich die Mimosenforschung noch etwas anstrengen müssen, und wir können ja schauen, ob sie den Klassismusbekämpfer sexier getalten kann, bevor die Mietpreissteigerung in Berlin aus diesen 1000 Euro den Weg in die Obdachlosigkeit freimacht.

Ups. Das war jetzt, glaub ich, übler Klassismus. Darf ich Ihnen noch ein Törtchen anbieten?

HINWEIS

Sie können hier natürlich gern auch kommentieren, aber wer im gewohnten – oder gar verbesserten Layout Salongespräche führen möchte, findet hier diesen Beitrag  in einer dafür geeigneten Form.

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29 Lesermeinungen

  1. Titel eingeben
    Don going underground at wordpress.com.
    .
    Wird ein WordPress Kommentar, dann auch hier gezeigt et vice versa?

  2. Titel eingeben
    pagina non trovata

  3. Vielen Danke für das leckere Törtchen!
    Klassismus – dazu ist mir gestern etwas eingefallen. Während hier der Blog zusammenbrach, habe ich mir ein neues Fahrrad gekauft. RIH, keiner wird die Marke kennen. Damit fuhr ich einkaufen. In der Fressgasse unseres Dorfes standen aneinandergereiht Cayennes und andere SÜVs neben 911 und anderen Jaguars. Im Fahrradständer nur mehr oder weniger verrostete Batavias und Gazellen. Da hab ich mir mein neues schickes Hollandfahrrad angeguckt, in den BMW Farben schwarz, blau, silbern und mich gefragt: wo gehörst DU eigentlich hin?

  4. dr
    verzückungsspitze

  5. Filou, kommen Sie rüber, da ist es kuschelig, da gibt es Grappa und es darf geraucht werden.
    http://stuetzendergesellschaft.wordpress.com/2013/02/23/kommentarersatzblog/#comments

  6. Nichts Neues aus Tegernsee
    aber ein Aspekt ist durchaus interessant :
    Wo ist die kleine goldene Kugel des rechten Törtchens ?

  7. diese Richtlinien für Lesermeinungen...
    …empfinde ich als eine vorauseilende Unhöflichkeit.
    (milde ausgedrückt!)
    scusi, c`è un blog qui vicino?
    Si!
    Allora, andiamo!

  8. EgonOne
    A propos Klassenhass, Neid und Diskriminierung — Ein hoch-betagter Savant erklaerte mir letzt die Sache ganz kurz:
    “I don’t discriminate”, sagte er “I hate them all, equally.”
    Ob da was drinnen ist?.
    Pax vobsicum

  9. das kleine goldene kügelchen?
    … hat der frosch mitgenommen.
    .
    dort, im weissen schloss, kullert es jetzt herum, zur freude der anwesenden; die adresse hat mediensegler kundgetan.
    .
    cher Filou, wenn sie mitkommen möchten…
    .
    (zudem zeigt allein schon das kügelchen die distinktion unter den törtchen an.)

  10. Titel eingeben
    Es ist durchaus lohnend, sich mit dem Klassismus ernsthaft auseinanderzusetzen. Als Einstieg in die Problematik empfehle ich zwei Bücher:
    Owen Jones: Prolls. Die Dämonisierung der Arbeiterklasse, VAT-Verlag 2012
    Richard Wilkinson/Kate Picket: Gleichheit ist Glück. Warum gerechte Gesellschaften für alle besser sind, Haffmans 2013 (4. Auflage)

  11. Das Schönste am Klassismus
    … ist eigentlich, dass er fast immer, wenn man wirklich genau hinschaut, Einbildung ist. Nimmt man ihn als Haltung ernst ist er praktisch nicht durchzuhalten. Bisher habe ich noch niemals ein Gegenbeispiel zu dieser These finden können. Mit der Einschränkung, dass es nicht so leicht ist den dafür nötigen Blick hinter die Kulissen zu erhalten.

  12. Klassismus
    Ich bin da ganz simpel. Klassismus ist weniger die Existenz von Klassen, denn die gravierende Diskriminierung oder Schlechterstellung von ärmeren Bevölkerungsschichten bzw. der Angehörigen ebendieser. Wenn man sich über die in der Tat ärgerlichen Ikea-Möbel-Geschmack der unteren Bevölkerungsschichten lustig macht, zumal es nach wie vor tatsächlich wunderbare solide Holzmöbel gebraucht für kleines Geld gibt, das mag vielleicht grad so an Klassismus grenzen. Wenn man sich jedoch über jemanden lustig macht, weil dieser verschlissene oder ärmliche Kleidung trägt, diesen vielleicht noch anspuckt, dann ist die Grenze überschritten. Etwas subtiler ist es, wenn für Sachbearbeiterpositiönchen diejenigen bevorzugt werden, welche oberschichtentypische Attitüden und Habituspflege vorweisen können. Oder wenn der gut verdienende Managermittelstand (und höhere Managerwelten) vor allem dafür sorgen, und sei es via geschickter Heiratspolitik, dass im Prinzip nur die eigenen Filiusse und höheren Töchter entsprechende Stellungen erreichen können, dann ist das auch Klassizismus.
    .
    Nur gibt es jetzt ein Problem, ein sehr ernstes sogar: Nur die extremste Minderheit von Piraten ist in der Lage, so weit zu denken. Sind die Köpfe, oder wahlweise auch nur die Programmatiken einer Partei weitgehend hohl, dann spielt jugendliche Frische bzw. das, was dafür gehalten wird, leider nicht die geringste Rolle.
    .
    Mit Piraten über tatsächliche politische Probleme sprechen, oder mehr noch darüber, wie Angelegenheiten der Allgemeinheit zu besten Wohl aller geregelt werden könnten, das ist nicht nur im Rahmen von “flüssiger Demokratie” komplett gratis, sondern völlig umsonst.
    .
    Politische Unerfahrenheit mag ja von Zeit zu Zeit sich auch als Vorteil deuten lassen, aber die fast vollständige Abwesenheit politischer Inhalte, nun, genau das macht eine Partei irrelevant.
    .
    Insofern sind nicht nur die Piraten irrelevant, sondern auch, wenn einige Übereifrige unter den Piraten den Begriff Klassizismus entdeckt haben. Sie überfordern damit nicht nur sich selbst, sondern zugleich ihre ganze Partei. Und so dämlich zu meinen, man könne tatsächlichen Klassizismus mit Hilfe eines Antidiskriminierungsbeauftragten auf die Pelle rücken, das wiederum ist typisch für eine Partei wie die Piraten.
    .
    Wo der Kopf leer ist, gedeihen keine klugen Gedanken.

  13. Titel eingeben
    “Die Opposition hat Schuppen, Mundgeruch und wäscht sich nicht.” Oops, das war jetzt wohl auch ein bello esempio üblen Klassismus. Und nein, es war nicht Benito Mussolini über seine erste, später stets verleugnete Ehefrau Ida, auch war es nicht arlecchino Grillo, und auch keine italienische Femen-Aktivistin. Wer wars? Corettamente, il furioso Silvio B. Darauf einen morgendlichen macchiato und ein paar panettini. Die Rache des kleinen Mannes, eine divina commedia, ein Klass-iker, nicht nur etwas für Fans großer Oper (großes Kino fällt dieses Jahr leider aus, dafür wurde viel gesungen bei der Oscar-Gala): so macht man das. Und tout le monde applaudiert. Da capo? Naturalmente. Lascia fare.

  14. Klassismus oder schlechtes Gewissen?
    In meiner Erfahrung geht es Menschen die sich ueber die Klassengesellschaft beschweren oftmals sebst eigentlich recht gut. Und um sich selbst gegenueber zu rechtfertigen, dass sie mehr haben als andere, mosern sie eben ueber die die noch mehr haben als sie.

    • Titel eingeben
      Robert de la Cueva Ziegler, Sie haben die Ursache für die deutsche Neigung zum Sozialneid erfasst: Progressiver Wohlstand in ALLEN Klassen. Erst wenn die Deutschen aufhören würden zu jammern, dass es anderen besser geht, müsste man sich wirklich Sorgen um den Wohlstand Deutschlands (und um die unteren Klassen) machen.
      Ich danken Ihnen für diese Erkenntnis.

  15. Betr.: Ihre Klassenzugehörigkeit
    aufgrund Ihres permanenten Tortenkonsums tippe ich bei Ihrer Klassenzugehörigkeit auf
    .
    Super-Schwergewicht

    • Titel eingeben
      Solange ich noch Berge besteigen kann, ist das alles nicht so schlimm, und so eine Torte hat man nach 500 Höhenmetern weggebrannt.

  16. Zwischen den Stühlen
    … sitze ich jetzt was Kommentare angeht, in diesem Blog spielt sich nicht mehr viel ab, in der Alternative des Don kann ich keine Absetzen! Dort bemängelt mein IE dass die “kompatibilitätsansicht” erforderlich sei und läd alle paar Minuten neu, und weder über die Kommentarzeile unten noch über das italiensche “Schreiben” rechts kann ich einen Kommentar abschicken wenn ich ihn geschrieben habe.
    Überdies, auf meinem Rechner ist das starke Einrücken der Zwischenantworten om wordpress blogstyle dort auch nicht angenehm, die dritte Zwischenantwort wird mit 10 Zeichen am rechten Bildschirmrand als Säule gesetzt, was für längere Wörter sehr unleidliches Lesen ergibt.
    Und hier dampft wohl manchmal eher der underground.
    Hoffentlich wird es bald besser, wie war das mit der Hoffnung ?

  17. @Prince Matecki
    Es freut mich, dass die Kritik am Kommentarblog von jemand Anderen kommt als mir. Ich war des Herumprobierens einfach müde geworden. Das allerdings liegt vielleicht auch nur daran, dass ich eine miese Erkältung habe, was meinen Humor und mein Konzentrationsvermögen stark beeinflusst.

  18. Na also!
    Das sieht doch jetzt schon alles viel besser aus. Nur schade, dass der letzte Kommentar ganz unten steht und man hier oben kommentieren muss. Bis ich wieder nach oben gescrollt habe, habe ich dann meist wieder vergessen, was ich unten sagen wollte. Aber dafür kann man schon jetzt wieder alles schön und bequem lesen.

  19. @B4 - RKK-expert
    Sehr geehrter B4! Sollten Sie Zeit haben, hier einmal vorbeizuschauen, hätte ich eine Frage die RKK betreffend, die mich seit Tagen umtreibt: Bleibt ein pensionierter Papst unfehlbar?

  20. Es muß gesagt werden, solange es noch geht
    Den drohenden Steuerberater und das strafende Finanzamt im Nacken, man muß Prioritäten setzen: Bevor auch dieses Blog kaputtgemacht wird, ist es mir, der ich mich kaum noch an Internetdiskussionen beteilige, ein Bedürfnis, vor dem Verfasser und seinen Getreuen (in willkürlicher Folge: dem Tiger, donna laura, Savall, TGA, HansMeier555, Filou, prince Matecki, Tyler Durden Volland, Thorsten Haupts, fionn – Kotau vor allen Unerwähnten) den Hut zu ziehen.

    Ich war ein Printmedienjunkie; meine Kinder lernten mit FAZ, Spiegel und Zeit lesen. Niemals hätte ich in ihnen nach Bestätigung meiner Meinung gesucht (diese in fünf Worten: Es ist alles viel schlimmer), nicht einmal die furchtbare Heuchelei hinsichtlich Leistungsschutzrecht hätte mich verprellt. Die “Zeit” kam mir als erste abhanden, als ich lernte. daß ausgerechnet sie kein Vorzugsabo für Wehrpflichtige hat. Beim Spiegel fand ich gleich zwei Gründe: die entsetzliche Boulevardisierung und die jämmerliche Zensur bei SPON. Die FAZ war die letzte: Wie deren unfähige Buchhaltung mit alten Kunden umgeht, ist eine Geschichte für sich. Und siehe da: Es geht auch ohne deutsche Presse.

    Mit der FAZ verbindet mich als stillen Genießer noch dieses Blog, mein Favorit gleich nach Fefe, und ich wünsche Glück bei den Bemühungen, es in alter Freiheit fortzuführen.

    Ich verneige mich vor der Moderationskunst des manchmal etwas schnöseligen Dons, dem es ganz ohne lachhafte “Richtlinien” gelingt, ohne merkliche Eingriffe auszukommen, und allen Diskutanten, die bei aller Verschiedenheit der Persönlichkeiten und der Ansichten wohltuend zivilisiert miteinander umgehen – welch Unterschied zu anderen Seiten im Netz! Selbstverständlich stimme ich mit niemandem mehr als nur in Teilen überein, aber für mich, den totalen Gesellschaftsmuffel, wäre es der Gipfel des sozialen Glücks, alle diese Damen und Herren einmal zu einem großen Fest versammeln zu können und zu dürfen. In schā’a llāh.

    • A gathering of the clans?
      Gute Idee — werter wirhaetteneswissenmuessen — ich meine das mit einem grossen Fest fuer die Blogger.
      Nur so en passant:
      Koennte man Sponsoren fuer so ein “Gipfel Treff” finden?
      After all es handelt sich doch um die Stuetzen der Gesellschaft. Eine wichtige Sache?
      Pax vobiscum

  21. Titel eingeben
    Lieber Don,
    bleibt es jetzt wirklich bei dieser grauenvollen Ausrolltechnik auf dem neuen Klickstrich im Kommentarbereich? Das wäre wirklich schade, schliesslich muss hier ja nicht wie sonstwoanders beipflichtendes Erbrochenes neoliberaler Lemminge camoufliert werden.

  22. Infinitesimale Mimosenhaftigkeit
    Ich mag es nicht glauben, daß gleich zwei meiner verhältnismäßig braven Anmerkungen nicht freigeschaltet wurden. Würde gerne wissen was an den kurz dargestellten Sachverhalten einer Freischaltung unzugänglich war.

    • Oh, das ist unschön: Hier kam definitiv nichts an, ich habe alles freigeschaltet, was da war. Ich fürchte, das liegt also nicht an mir. Wenn ich etwas nicht freischalte, dann schreibe ich eigntlich fast immer, warum das so ist. Ich bedaure das wirklich sehr, aber wenn, dann ist e ein technisches Problem. Darf ich wissen, wann die Kommentare kamen?

    • Infinitesimale Mimosenhaftigkeit
      Mit der Bitte um Entschuldigung für die späte Rückmeldung:
      Die nicht freigeschalteten Texte habe ich zw. 20.2.- 24.2. eingegeben.
      Diese bezogen sich auf zweitverwertete Elaborate, die den akademischen Werdegang eines prominenten Überfliegers krönten.
      Davor scheiterte vergleichbarer Vortrag schon bei deus ex machina.
      Nach Freischaltung werde ich auch vorerwähnte Quelle noch einmal angeben.
      Im Vertrauen, von potentiellen verlagseigenen Mimosen nicht ausgebremst zu werden.

  23. Pingback: Gast

  24. Eine erfolgreiche Diskriminierungsklage ist doch etwas schwieriger...
    … als was unser Gastgeber hier als erfolgreiche Diskriminierung beschreibt: Es braucht im allgemeinen eine Vergleichsperson (einen Mann fuer eine Beschwerde einer Frau, einen Hetero fuer einen Schwulen, eine weisse Person fuer eine schwarze Person etc.), und ein Beschwerdefuehrer muss nachweisen, dass (a) die Vergleichsperson besser behandelt wurde als er/sie und (b) dass der Unterschied in Geschlecht/Rasse/sexuelle Orientierung der *Grund* fuer die Andersbehandlung ist. Beim Equality Tribunal in Dublin fallen 8 von 10 Beschwerden im Bereich Beschaeftigung, und 9 von 10 im Bereich Gueter und Dienstleistungen, aus Mangel an Beweisen. Die Zahlen fuer Deutschland kenne ich nicht, aber sie werden eher noch schlechter sein, da ich deutsche Gerichte als skeptischer gegenueber dem AGG wahrnehme.

    “Classism” im englischen Sprachraum bezeichnet das unwuerdige Verhalten, einer armen Person die eigene Besserstellung vulgaer unter die Nase zu reiben, also genau dass, was jedem echten Westviertel-Spross auf Biegen und Brechen aberzogen wird.

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