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Wie mich Hugo Chavez vom Elefantenhocker geworfen hat

08.03.2013, 12:49 Uhr  ·  Ohne Bilder diesmal, denn der Anlass ist kein wirklich guter: Weltpolitik ohne Chavez, das wird ein wenig wie Don Camillo ohne Peppone sein.

Von

Wer einer Revolution dient, pflügt im Meer.
Simon Bolivar

Ende der 80er Jahre kannte ich Venezuela nur aus den Erzählungen eines Petrolmanagers, mit dessen Tochter ich mittelgut befreundet war. Wir tanzten zusammen, und da blieb es nicht aus, dass man sich auch bei den Eltern vorstellte. Ich war willkommen, und öfters zu Gast. Er war mit seiner Familie erst vor ein paar Jahren wieder nach Deutschland gezogen, aber sein Herz war jenseits des Atlantiks geblieben. Wir sassen also auf den abgeschnittenen und zu Hockern umgearbeiteten Elefantenfüssen, die er von seiner Betätigung in Nigeria als Andenken mitgebracht hatten, tranken Cola und hörten uns die Geschichten aus diesem Land an, in dem die Deutschen höchst geachtet waren, in dem der rätselhafte Orinoco zwischen Urwäldern plätscherte, und dessen Küsten so unendlich viel schöner waren als die Ufer des Baggersees, an den es ihn nun verschlagen hatte. An der Wand hingen Zebrafelle und Köpfe von Getier mit langen Hörnern. Seit diesen Tagen hat das Wort „Maracaibo“ in meinem Kopf einen mystischen Klang, und den Teufel werde ich tun und mir die Realität dieser Stadt anschauen, deren pittoreske Kolonialarchitektur ich mir formschön einbilde.

Die Tochter des Managers kam mit Deutschland schlecht zurecht, weil man das Land eigenhändig bedienen musste; sie war es gewohnt, bei Tisch aufzustehen und sich natürlich nicht um den Abwasch zu kümmern. In den Ländern, in denen sie aufgewachsen war, hatte sie zwar jeweils die deutschen Schulen besucht, aber daheim ging es eher noch zu wie in Deutsch Südwest-Afrika, mit Bediensteten und Angestellten für alle Arbeiten. Gärtner, Chauffeure, Sicherheitsleute, Haushälterinnen, Wäscherinnen, das ganze Leben war in Venezuela eine Abfolge von Dienstleistungen, die andere unternahmen. Das Leben war geregelt, man musste sich keine Gedanken um aufgeräumte Zimmer machen. Hier nun, an der Donau, war ihr Vater nur ein leitender Angestellter unter anderen, und mähte selbst den Rasen, der sich aber auch nur ein paar hundert Quadratmeter ausdehnte. In Venezuela hatten sie noch ein riesiges Anwesen mit Mauer bewohnt, und niemand wäre auf die Idee gekommen, selbst zu fahren.

Mein Interesse an Wirtschaft war damals nicht sonderlich ausgeprägt – und ist es, seien wir ehrlich, bis heute nicht, ich verstehe davon auch nicht mehr als von unsicheren Javascripten oder ottonischer Sphragistik – aber natürlich wundert man sich in so einer angenehmen Vorstadt am See schon, warum so ein Manager das ganze Leben in Reichtum aufgibt, und nach Deutschland zurück kehrt. Mein Vater erklärte mir, dass es mit dem fallenden Ölpreis zusammenhängt: Überangebot weltweit, weniger Förderung und Gewinne in Venezuela, weniger Bedarf an Mitarbeitern, also zieht man sie ab und bringt sie an Orten unter, wo man sie gerade brauchen kann, und östlich der Stadt, weit weg vom Westviertel, war nun mal die Petrolindustrie mit ihren Raffinerien. Der übliche Mechanismus des Kapitals. Und ich muss gestehen, ich nahm das einfach so als gegeben hin. Weder empfand ich allzuviel Mitleid mit dem Manager, dessen Elefantenfusshocker ich nicht wirklich stilistisch passend fand, noch stellte ich mir die Frage, was wohl nun mit all seinen Dienern und Helfern in Venezuela war. Und hätte ich damals gefragt, man hätte wohl kaum von den Hungerrevolten gesprochen, die damals Venezuela erschütterten. Nach dem Abitur ging ohnehin alles auseinander, und das letzte, was ich von ihm hörte, war der Umzug nach Hamburg in die Konzernzentrale und später, über eine Freundin, den erneuten Aufbruch auf die arabische Halbinsel.

Von Spanisch verstehe ich übrigens noch weniger als von Wirtschaft und unsicheren Javascripten, aber das hielt mich ganz am Anfang meiner Medienkarriere Ende der 90er Jahre nicht davon ab, zusammen mit einem Mexikaner zweisprachige deutsch-lateinamerikanische Nachrichten zu produzieren. Mein bayerisches Naturell, auf Vollgas getrieben und über Salsamusik, passte nicht ganz schlecht zum seinem Maschinengewehrstaccato, mit dem er die Nachrichten herunter r-r-r-r-rat-t-t-t-t-erte. Jedes Mal vor der Sendung sassen wir zusammen, übersetzten die aus dem damals revolutionären Internet zusammengetragenen Meldungen der Woche, und lasen sie über die Mikrophone auf Band, während der Techniker die Musik dazu mischte. Damals lernte ich über Venezuela zwei andere Worte: Exgolpista und Chavez, Hugo Chavez.

In meiner Unkenntnis der realen Lage und meiner Verehrung für Jean-Paul Gaultier fand ich es lustig, dass der Hersteller fragwürdiger Kleidung fragwürdiger deutscher Kleinmanager wie ein Exputschist in Venezuala heisst. Mein Companero dagegen klärte mich dann auf und erzählte, wie es am Orinoco wirklich aussieht; wenn man so will, ergänzte er das ein Jahrzehnt davor gewonnene Bild um die Sicht der Menschen, die beim Niedergang der Petrolindustrie nicht einfach nach Deutschland gehen können. Golpista ist in Lateinamerika kein sonderlich gut klingendes Wort, es hängt zu sehr an den rechtsextremen Freunden des Westens und Verteidigern unserer sogenannten Werte im amerikanischen Hinterhof; der Golpista lässt Menschen verschwinden und foltern, er bereichert sich schamlos und schüttelt Franz Josef Strauss die Hände. Chavez dagegen sei ein Exgolpista, ein ehemaliger Umstürzler in der Nachfolge von Simon Bilovar, der es zuerst mit Waffen und nach einer Haftstrafe mit legitimen Mitteln versucht habe, und nun vor einem demokratischen Wahlsieg stehe. Und so kam es dann, dass wir einmal die Nachrichten verlasen, ich so: Der Exputschist Chavez hat die Wahlen zur Präsidentschaft gewonnen, und mein Partner so: AyayayayayaaaaCHAVEZVITTORRRRRIAAAAHHHHH! Und der Rest der Welt in etwa so: In diesem komischen Land ist jetzt so ein komischer Dicker der Linken an der Macht – noch.

Und heute möchte ich sagen, dass mir Weltpolitik ohne Chavez ein wenig vorkommt, wie Don Camillo und Peppone ohne Peppone. Das heisst, politisch gesehen hat Chavez ja einen Nachfolger, der es vermutlich in seinem Sinne weiter machen wird, und lieber in Gesundheit und Schulen investiert, als in Ferrariwelten, Terrorschulen und Palmeninseln im Meer (via fefe). Aber Venezuela ist nur ein kleines, armes und ausgeplündertes Land, und damit hat sich Chavez als Nachrichtenlieferant ganz schön gemausert. So sehr, dass bei Wikileaks Dokumete zu finden waren, die erklärten, wie die USA unter Bush, der seine erste Wahl erheblich fragwürdiger als Chavez gewonnen hatte, auf die Europäer Einfluss nahmen, dass deren Medien im Sinne der USA berichteten. Ich kann das verstehen: Mit Chavez ging einfach die Epoche zu Ende, da man Cola trinkend auf Elefantenbeinhockern sass, und sich gedankenlos die Geschichten vom Personal in der Lateinamerika anhören konnte. Es ging mit Chavez die Epoche zu Ende, da man Kuba als Sonderfall abtun konnte. Da war plötzlich kein korrupter Selbstbereicherer im teuren Anzug mehr, dem man den Ministerpräsidenten zum Händeschütteln schicken konnte, nur noch so ein lustiger, manchmal auch lustig-böser Dicker, der den Hass der USA und einen Putsch überstand, sich gerne mit den normalen Leuten zeigte, und mit dem Verstaatlichen der Industrie ernst machte – aber dafür auch ordentliche Preise zahlte. Das kann man mögen, oder sich den Platz auf dem Elefantenhocker zurückwünschen. Ja, man kann sogar Chavez vorwerfen, dass es einen Zusammenhang zwischen seiner Politik gibt, und dem Wunsch nach Fracking in meinem Vaterland, um uns von Leuten wie Chavez etwas unabhängiger zu machen.

Ist das übrigens nicht reizend? Wir erlauben, Gift unter das Grundwasser zu pumpen, damit wir etwas autonomer werden. In Saudi Arabien sind Menschenrechte ein Fremdwort, da existieren autokratische Gottesstaaten in der arabischen Welt, die den Widerstand zusammenschiessen lassen, und die jene Schulen bezahlen, in denen der Terror gegen unsere Welt gepredigt wird – aber das sind unsere Freunde. Das Böse ist Chavez gewesen, um den mussten sich die Medien und die Frau Rice kümmern, weil so ein Scheich, der sich mit seinen Millionen eine Villa am Tegernsee kauft, nun mal besser in unser Wertesystem passt, als Chavez, der es anders versuchte. In meiner Beschränktheit kann ich sein Werk natürlich nicht endgültig beurteilen, aber generell denke ich, dass die Epoche des Erdkundeunterrichts auf dem Elefantenhocker vorbei ist. Und das finde ich gut und richtig.

Was also kann man über Chavez sagen? Er hat nicht, wie das bei den Freunden des Westens nicht unüblich war, Menschen, mit Draht gefesselt, vom Hubschrauber aus ins Meer werfen lassen. Er hat gewusst, wie man das System des Westens auf jede Palme vom Orinoco bis zu Hamburgs Benzinhändlertrusts bringt, und man hat das von seinem Land gesehen, was man gar nicht mitbekommt, wenn Männer in teuren Anzügen mit militärischen Ehren empfangen werden. Es gibt wohl kaum jemanden, der heute noch für Deutschland einen Platz an der Sonne fordern und dafür die Herero in Afrika abschlachten würde. Wir sehen die Colonia Dignidad nicht mehr als Aussenposten der deutschen Moral in Südamerika. Wir verabschieden uns gerade von der Epoche der Elefantenhocker. Und in zwanzig Jahren wird man vielleicht auch hierzulande begriffen haben, dass der Exgolpista mit dem lustigen Vornamen besser als die meisten anderen Herrscherfiguren des Kontinents war. Ob er gut war? Ich weiss es nicht, aber ich finde es gut, dass unser System gezwungen war, sich mit Alternativen und anderen Sichtweisen zu beschäftigen. Er war lustig. Das ist schon was.

Heute trinke ich übrigens nur noch Tee, und bin Vegetarier.

HINWEIS:

Auch heute morgen musste ich hier wieder echte Kommentare aus dem Spam ziehen – ich bedaure das sehr und hoffe, es wird bald wieder besser. Man kann  und darf und soll hier auch kommentieren, aber es gibt ein Kommentarblog ohne alle Beschränkungen, das sehr gut läuft und besser in der Administration ist.

 
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Lesermeinungen zu diesem Artikel (139)
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47 Lukas Wohner 08.03.2013, 16:49 Uhr

"In meiner Beschränktheit kann ich sein Werk natürlich nicht endgültig beurteilen..."

Man kann dem Kommentar in einigen Punkten sicher zustimmen: Niemand kann sich reinen Gewissens die Epoche des Elefantenhockers zurücksehnen, der Zustand Venezuelas vor Chavez war katastrophal und ein politischer Neuanfang pure Notwendigkeit.

Dennoch zeugt der Blogeintrag von Naivität und Unkenntnis des Verfassers bezüglich der wirklichen Lage der Dinge in Venezuela. Selbst wenn man blauäugig romantisierend anerkennt, dass Chavez einen anderen Weg gehen wollte als die Machthaber der Militärdiktaturen, dass er den USA die Stirn bot und seinem Land in einer ziemlich verfahrenen Lage eine bitter nötige Alternative in Aussicht stellte - und dafür auch legitimerweise vom Volk gewählt wurde - , kann man diesen Kommentar ansonsten inhaltlich so nicht stehen lassen.
Nur einige Beispiele: Wie Human Rights Watch und Amnesty International immer wieder berichten, sind Menschenrechte leider nicht nur in vielen Ländern der arabischen Welt, sondern auch in Venezuela ein Fremdwort. Stichworte Einschüchterung der Presse, Entzug von Senderlizenzen etc. An der Armut der Bevölkerung hat leider auch Chavez nur wenig geändert, stattdessen in seinen Diskursen ein Klima des (Klassen-)Hasses und der Zwietracht gesät. Was Kriminalität und die Zahl der täglich begangenen Morde angeht, so steht Venezuela z.B. Mexiko, wo Drogenkrieg herrscht, in nichts nach. Jeder, der nur irgendwie kann und nicht zur von Chavez eingelullten, mit Geschenken geköderten Unterschicht gehört, verlässt das Land.

Das ist die traurige Realität, die der Kommentator mit flapsigen Bemerkungen wie "Er war lustig." leider komplett übergeht. In zwanzig Jahren wird man leider nicht bemerken, dass der Exgolpista besser war als die anderen, sondern dass das Land auch Jahrzehnte nach seinem Tod an den Folgen seiner Politik des Hasses schwer zu schaffen hat. Der desaströsen Lage, in der sich Venezuela befindet, wird in diesem Kommentar mangels Kenntnis leider keine Rechnung getragen. Schade.

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Man bangt um Hugo's Nachfolger

Nicht nur Sie, werter Don Alhonso, wurden von Hugo vom Elephantenhocker geworfen. Sogar die schlauen Oelbarone der Petroszene sind vom Hocker und in Verwunderung wie es wohl weitergeht mit dem Nachfolger von Chavez.
Sie wussten schon lange von den Elephanten -- Petrosprech fuer grosse Oelfelder -- unter Lake Maracaibo, und in all den anderen Plaetzen wo man auf der Suche nach dem "Schwarzen Gold" ist.
Der unmittelbare Effekt der Venezuela Situation, in Nord Amerika, ist dass man neue Zweifel hat Pipelines in Canada und US zu bauen, im Falle dass in Zukunft mehr Oel aus V. zu den riesigen Raffinerien an der US Gulf Coast, kommt.
Nun fragt man ob die Keystone Pipeline die Oel von den Oilsands in Alberta nach Texas transportieren soll, Genehmigung bekommt um ueberhaupt gebaut zu werden. Die Oekonomics scheinen sich zu aendern, und man fragt ob die Projekte noetig sind.
Zur Zeit versucht man Alberta Oel und auch Oel aus der Bakken Region in North Dakota nach der Gulf Coast zu schicken wo man Raffinerien Kapazitaet hat.
Anderr Pipelines die Oil zur Westkueste von British Columbia liefern sollen, sind auch fraglich da Umweltgruppen und Aboriginale Gruppen die Plaene protestieren. Man hofft von der Westkueste eventuell China und Suedost Asien zu beliefern.
All diese Projekte werden jetz neu ueberprueft, da sich die politische Lage in V. eventuell bedeutend aendern koennte.
Zur Zeit ist Kanada der groesste Oelliferant in die US, groesser als Sauide Arabien. -- und liefert um die 30% des US Bedarfs.
Ich hoffe diese Bemerkungen sind nicht zu langweilig, aber geben etwas Kontext zu der Lage in V.
Nicht nur Sie, werter Don Alphonso, wurden vom Elephantenhocker geworfen, viele andere finden ihre Hocker, zumindestens sehr wackelig.
Pax vobiscum

Antworten (1) auf diese Lesermeinung

1 Jürgen Braun 08.03.2013, 20:09 Uhr

klasse - danke! er macht sich um deutschland und um seine generation verdient!

and nothing can beat the truth. plain truthn sometimes. (nelson mandela) (im gefängnis muss man dann aber doch zuallerst auf sein leben achen) (oder?)
.
warum wir u.a. für eine offenen dikussion wären, über die möglichkeit eines guantanamo 2.0 auf helgoland.
.
könnte sich dann parallel zur arbeit an den delinquenten auch ein kontigent deutscher freiwilliger für melden. neue rekorde im waterboarding aufstellen. steht gerade im echten guantanamo auf ca 170 pro monat.
.
willenstarke an die front! und dienstleistungsindustrie, wo sind eure privatwirtschaftlich organisierten vorbereitungs- u. übungscamps? ikk, bitte schnell die after-party reha-zusagen! und rtl, welches wird die beste sendezeit?
.
und @ zeitgeist - wie sich die männer ändern. so, wie sie älter werden. also männer und metalle. bei vielen scheint erst mit dem eintritt in den ruhestand eine art neue vernunft einzusetzen, ein evtl. interessanter aspekt.
.
http://www.arte.tv/de/die-ehemaligen-sechs-direktoren-des-schin-bet-im-portraet/7309314.html - töte zuerst! (noch c. 10 tage in voller öänge auf arte/tv - sehenswert!) (für psychologen, historiker und alte männer. und frauen brauchen sowas nicht.)
.
http://www.arte.tv/guide/de/045561-000/die-akte-alu

1 Jürgen Braun 08.03.2013, 20:10 Uhr

link vergessen

"Wie ein moralisches Gleichnis zeigen die Schilderungen der Schin-Bet-Offiziere, was passiert, wenn ein Volk oder eine Nation versucht, Gewalt mit Gewalt zu begegnen."
.
http://www.arte.tv/de/toete-zuerst-die-dokumentation/7309040,CmC=7309042.html

15 HansMeier555 08.03.2013, 20:30 Uhr

Doppelte Maßstäbe der Medien

Ja, der größere Teil der Bevölkerung ist wohl tatsächlich so naiv, dass er der sog. Berichterstattung der sog. Qualitätsmedien glaubt. Aber das ist zugleich der Teil, der eh nix zu sagen hat.
.
Der kleinere, einflußreichere Teil durchschaut die Lügen in ihrer ganzen Obszönität natürlich. Aber sie stören ihn nicht, im Gegenteil. Er ist seiner Zeitung dankbar, dass sie lügt, weil er sich mit der Weltordnung, die da verteidigt wird, identifiziert. Weil er sich von ihr Vorteile verspricht. Und das hält er für normal, schon weil es alle anderen auch so machen würden.
.
Es liegt also nicht an den Journalisten. Es liegt am Publikum. Für sich selber häten die klugen Köpfe vielleicht auch lieber zutreffende INformatoinen. Aber solange die Medien öffentlich sind, sollen sie im Zweifelsfall lieber Propaganda bringen.

Ach wie niedlich, über Gaultier schreiben und Ahmadinedschad aussen vor lassen

Wenn Schmock nicht ein schon von Antisemiten gebrauchter Ausdruck wäre, wenn Degeneration nicht auch schon von diesen Leuten missbraucht worden wäre, dann hätte ich diese Ausdrücke benützt, soweit zur lingua tertii imperii. Dass Chavez mit den vulgärsten Antisemiten gemeinsame Sache gemacht hatte, aber dies zur Schanzer Welt von Caffelatte und Cabrio irgendwie nicht passt, muss halt der fesche Gaultier und der böse Elefantenhocker frei dazu assoziiert werden. Der Raffinerieduft des Donautals tut seine Wirkung.

Antworten (6) auf diese Lesermeinung

Und gar der König als Elefantenjäger

Hier in Spanien sitzend fällt mir da nur der legendäre Spruch ein, den der Monarch vor 5 Jahren dem Hugo zurückschmetterte, als dieser den Expräsident Aznar als Faschisten bezeichnete:

http://www.youtube.com/watch?v=d9X8DYOA5DE
http://www.youtube.com/watch?v=NwswzwoA4pA

Immer wieder schön!

Und letztes Jahr dann erlitt der König bei der Elefantenjagd eine Verletzung......

24 Hugo Sanchez 08.03.2013, 21:24 Uhr

Berichterstattung

Mir fällt auf, dass in unseren Medien genau so berichtet wird, wie ein Kommentator es kritiklos übernimmt: es werden ein paar gute Seiten eingräumt, aber es wird überall auf eine angeblich desaströse Lage im Land verwiesen, was wiederum mit keinem Faktum belegt wird (wie ist denn die Lage in Spanien im Vergleich dazu?). Es ist immer bemerkenswert, wenn Phrasen auf diese Weise multipliziert werden, und es spricht eher für eine "Sprchregelung", mit der eine subjektive Ansicht aus Gründen eines wie auch immer gerichteten Interesses objektiviert werden soll.
Ich bin seit etwa paar Jahren regelmäßig in México unterwegs, freilich nicht als Geschäftsmann, sondern als Dirigent. Ich habe dadurch mit sehr vielen Menschen zu tun, die sehr intelligent sind und trotzdem, oder gerade deswegen, keine Dienerschaft besitzen. Es hat sich dadurch mein Blick auf Mittelamerika sehr verändert, besser: es ist überhaupt ein Blick entstanden, der vorher nur träumerisch durch die Literatur geprägt war und einen Urgroßonkel, der dorthin aus unglücklicher Liebe ausgewandert, eine der größten Kaffeefincas aufgebaut hat, die mittlerweile einer Kooperative von indianischen Kleinbauern gehört - von hier aus läßt sich kaum etwas über die Länder sagen, oder schreiben, was irgendeinen Anspruch auf Wahrheit besitzt. Deswegen ist der Blogeintrag auch an Wahrheit nicht zu übertreffen, dafür meinen innigsten Dank.
Die Menschen, die ich in México kenne, Musiker, Universitätslehrer, Taxifahrer etc., sind alle traurig über den Tod von Hugo Chavez, der doch einige Dinge für die Menschen seines Landes bewirkt hat, ihnen auch WÜRDE zurückgegeben hat (die z.B. in Spanien mehr und mehr zerbröselt), und deswegen trotzdem nicht für einen Engel auf Erden gehalten werden muss. Ach, und es gibt dort das "Sistema", wohl eine Privatinitiative, doch ohne politischen Rückhalt nicht denkbar, das Slumkindern eine klassische musikalische Ausbildung ermöglicht, und schon jetzt kommt ein Kontrabassist eines führenden deutschen Orchesters von dort, und wir werden noch erleben, dass der deutsche und europäische Nachwuchs aus den hiesigen Orchestern verschwindet. Das ist desaströs für uns.
Was wir lesen, beruht doch meist auf dem, was wir lesen sollen. Was die ein-, zu-, oder sonstwie gestandene Naivität des Blogbeitrags anbelangt, so sei man getröstet mit den von Egon Friedell zitierten Worten von Oscar Wilde, wonach es nicht nur die Aufgabe, sondern das unveräußerliche Recht jedes Geschichtsschreibers sei, das zu erzählen, was sich niemals ereignet hat.

In diesem Sinne hasta siempre und ein fröhliches, juancarlistisches "porque no te callas".

Antworten (3) auf diese Lesermeinung

12 René. P 08.03.2013, 21:53 Uhr

Danke........

......für ein Text der einem ein Lächlen, aber auch um eine Träne gebracht hat, einen Text der neutral und doch an die menschlichkeit erinert, der diese kleine dicke charismatisch Mann, mit dem lustigen Namen vorlebte

Danke

2 E.R.Binvonhier 08.03.2013, 22:15 Uhr

Der Beitrag

macht mich furchtsam.
Was passiert mit Deutschland und Europa, wenn wir unsere Golpista nicht mehr in eine Neue
oder 3. Welt exportieren können?

5 Jürgen Braun 08.03.2013, 22:31 Uhr

auch wir meinen, vor allem gelesen und gehört zu haben, was chavez alles nicht erreichte.

aber irgendeine art der darstellung, wie es hätte andererseits schlimmstenfalls sein können, eben so, wie es in mittel- u. südamerika jahrzehnte- bis jahrhundertelang war, "mit todesschwadronen und allem sonstigem zubehör" - das haben - vergleichsweise - sicherlich viele vermisst.
.
denn das wäre der masstab der allgemeinheit gewesen. meinen wir.
.
"was chavez alles nicht erreichte" nicht publikumswunsch, sondern beginnende legendenbildung. der geschichtsentfremdung.
.
dabei wissen es alle besser: "das gute ist stets das böse, das man lässt." damit fängts an. und erst dann kommen "die behauptet unvollständigen wunder", "wo doch aber wunder fürs volk versprochen waren". waren sie es?
.
bayern hatte 1871 preussen auch noch nie gebraucht - was hinderte das aber die preußen?
.
und wollt ihr den totalen plan? nein wir haben ihn schon! (leni riefenstahl, "der planfilm" - und für venezuela, so steht anzunehmen, gibt es auch schon pläne - nur werden die wohl erst an ihren ergebnissen erkennbar werden werden sollen.)
.
interessant fanden wir in dem zusammenhang am rande auch die tatsache, dass derartige fragen von vorgängen in nordamerika anscheinend glatt überstahlt werden ("was dagegen ist schon venezuela und seine paar leute, die hatten jetzt ja immerhin angeblich doch schon mal ein paaar schöne jahre?")
.
"Paul, der bei seinem Filibuster aus einem Aktenordner Notizen und Presseartikel vortrug und ansonsten extemporierte, fordert vom Präsidenten die Versicherung, dass eine Drohne niemals zur gezielten Tötung eines (terrorverdächtigen) Amerikaners auf amerikanischem Boden eingesetzt wird. Amerikaner dürften nicht „in einem Café in San Francisco oder in einem Restaurant in Houston oder daheim in Bowling Green in Kentucky getötet werden“, ohne dass sie zuvor angeklagt, vor Gericht gestellt und verurteilt worden seien. Bisher wurden drei amerikanische Staatsbürger bei Drohnenangriffen im Jemen getötet, zwei von ihnen irrtümlich. Obama hat bisher lediglich versichert, dass noch kein Amerikaner auf Heimatboden bei einem Drohnenangriff getötet worden sei und dass er vorerst auch nicht die Absicht habe, einen solchen Luftschlag zu befehlen." http://tinyurl.com/blkur3n
.
ok, die us-amerikaner haben das wort ihres präsidenten. vorläufig.
.
(was evtl. manche sofort zu der frage brächte, wenn der erste "agent provokateur" es bei uns soweit brächte, als deutscher auf deutschem boden von einer us-drohne abgeschossen zu werden. zur förderung der internationalen zusammenarbeit. durch noch mehr krisenkonferenzen. für die elite. gut also, dasa mr. obama die frage also für ausserhalb der usa ein- für allemal offen ließ.)
.
alles wird gut. und es lebe das gesteigerte bruttosozialprodukt. und sei es durch unnütze mehrarbeit.

0 D.Schneider 09.03.2013, 03:56 Uhr

Don Alphonso: Schauen doch mal in den New...

Don Alphonso:

Schauen doch mal in den New Yorker, vom 28.1. 2013 "Letter from Caracas" von Jon Lee Anderson. Ausfuehrlicher Bericht ueber Caracas in Endzeitstimmung.

0 E.R.Binvonhier 09.03.2013, 04:24 Uhr

Oder...

...dient alles, was wir seit 20 Jahren in Deutschland und Europa erleben, nur dazu
den Golpista ein heimisches warmes Nest zu bauen, in dem ' das ganze Leben wieder eine Abfolge
von Dienstleistungen ist, die anderen unternehmen.'
.
Da lässt sich gut die kindliche Unmündigkeit, die der Sozialstaat für seine Bürger bereithält,
beklagen.

5 Ismael Garcia 09.03.2013, 09:31 Uhr

Chavez war ein größer Betrüger!

Der Betrüger Chavez verschenkt das Erdöl von Venezuela an China, denn Venezuela verkauft das Erdöl auf einen festen Preis von etwa 25$ Barrel an China während die Preise für Barrel bis auf 100$ gestiegen sind! Damit verliert Venezuela 75$ für Barrel Sehr gut für China.

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hallo, dürfte ich erfahren weshalb man keine...

hallo, dürfte ich erfahren weshalb man keine benachrichtigungen mehr über neue beiträge auf die email zugeschickt bekommt? hängt das womöglich mit dem neuen layout zusammen? das finde ich nämlich sehr schade. herzlichst, laperla

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2 constanzemajo@web.de 09.03.2013, 10:08 Uhr

auf Pump Leben

Offensichtlich hat Chavez sich nicht von den Banken abhängig gemacht und seine Schulden immer bezahlt - im Gegensatz zu Madame Merkel und ihren Vorgängern. Vielleicht konnte er deshalb so frech der "Achse des Bösen" entgegentreten...

Hugo Chavez ist tot, Goldman Sachs trauert http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/03/05/venezuela-hugo-chavez-ist-tot/ …

Gibt es einen Beleg, einen Link, für den Halbsatz: " dass bei Wikileaks Dokumete zu finden waren, die erklärten, wie die USA unter Bush auf die Europäer Einfluss nahmen, dass deren Medien im Sinne der USA berichteten."? Ich hätte gern einen!

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4 Peter Keul 09.03.2013, 10:22 Uhr

Sozialismus ist romantisch

Für Menschen in bequemen Ländern, wo man satt, warm und trocken lebt. Die Geschichte zeigt uns aber, dass am langen Ende noch kein Sozialismus gut für die von ihm beglückten Menschen war. Letztlich führt er immer zu Unterdrückung, Terror gegen die eigene Bevölkerung und Unfrieden in der Gesellschaft. Auch Oben und Unten wird nicht beseitigt, es sind nur andere oben. Sehen wir in China. Aber da wirds besser. Weil die den Sozialismus stufenweise abschaffen. Gratuliere.

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6 Orinoco Flow 09.03.2013, 10:25 Uhr

Get Real

Es wird immer ein unerfüllter Traum der Menschheit bleiben, dass man politisch Gleichheit erzwingen kann. Man kann den wohlhabenden Mittelstand in die Knie zwingen wie es Chavez getan hat und man kann dann darüber jubilieren, dass es allen ein bisschen schlechter geht und eine immer kleinere Clique immer mehr Macht und Vermögen anhäuft, während es ein immer grösseres Lumpenproletariat gibt dessen Hoffnungslosigkeit man wiederum mit Machosprüchen in der eigenen Fernsehsendung zu weiteren Wahlerfolgen mobilisieren kann, aber eine Lösung irgendwelcher Probleme ist weder die Art der einmal versuchtenMachtergreifung, noch die Form der Machtausübung.

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3 Der Tiger 09.03.2013, 12:43 Uhr

@constanzemajo

Selbst wenn Sie einen Link zu irgendwelchen Wikileaks fänden und darin Dokumente, die das bezeugen, wissen Sie nicht ob die Dokumente nicht gezielt gefälscht sind. Meiner Meinung nach war die ganze Wikileak Affäre ein Unternehmen der amerikanischen Geheimdienste in der Hoffnung, dass irgendjemand leaking Vicki Ernst nimmt und denen Dokumente gibt, die der CIA gerne hätte…. Von deren Existenz er weiß, aber die er nicht finden kann.

Antworten (1) auf diese Lesermeinung

5 Der Tiger 09.03.2013, 13:35 Uhr

@Orinoco Flow

“Es wird immer ein unerfüllter Traum der Menschheit bleiben, dass man politisch Gleichheit erzwingen kann.” Die Menschheit träumt das nicht, sondern bestenfalls ein kleiner Teil derselben… allerdings nicht für sich selbst, sondern nur für die anderen. Die, die diesen Traum mit besonderer Vorliebe politisch zu verkaufen suchen, versuchen selbst immer mindestens ein kleinwenig mehr gleich zu sein.

0 E.R.Binvonhier 09.03.2013, 13:51 Uhr

Rechts und Links

Text eingeben

1 E.R.Binconhier 09.03.2013, 13:56 Uhr

Rechts und Links

Haben endgültig als Oberbegriff ausgedient, wenn man nicht einmal mehr unterscheiden kann,
WER sich gerade welcher Schreckensszenarien aus dem 20.Jhdt. bedient.

Antworten (4) auf diese Lesermeinung

3 Der Tiger 09.03.2013, 14:14 Uhr

@Binvonhier

Falls Sie mich meinen, ich habe nie behauptet links oder rechts zu sein. Mir liegen beide Szenarien nicht, weder in schwacher noch in starker Form. Natürlich ist es politisch völlig unkorrekt zuzugeben, dass ich einfach nur extrem Liberal bin – und nicht einmal ein raffgieriger Kapitalist.

0 E.R.Binvonhier 09.03.2013, 15:16 Uhr

@Der Tiger

Diesmal nicht.
Ich habe Ihnen auf Ihren Kommentar von12:43 geantwortet.
Ist wohl leider ' auf dem Dienstweg verloren gegangen.'
.
PS meiner Antwort an Orinoco Flow ging es nicht besser.
Langsam begreife ich die Schwierigkeiten.

Antworten (2) auf diese Lesermeinung

3 E.R.Binvonhier 09.03.2013, 15:25 Uhr

@,System

...und was soll " Du schreibst die Kommentare zu schnell."
Solche spitzen Bemerkungen verbitte ich mir.
Ich bin nie nicht zu schnell, das kann mir keiner nachsagen.

Antworten (1) auf diese Lesermeinung

1 E.R.Binvonhier 09.03.2013, 16:33 Uhr

Eigentlich,

Finde ich CIA und andere Schlapphüte ziemlich ausgelutscht.
Mehr würde ich gerne über die sog. Terrorforschungsinstitute, ihre Finanzierung, ihre Aufgaben,
ihre "Vernetzung" erfahren.
.
Die informelle Version.

3 Der Tiger 09.03.2013, 18:12 Uhr

@Binvonhier

Damit kann ich Ihnen leider nicht dienen. Terrorforschungsinstitute haben sich bei mir noch nicht als solche vorgestellt. Schlapphüte diverser Nationalitäten schon, so nach dem Motto: ‘I work for the CIA… and You?’ Wenn ich dann durchblicken lasse, dass ich selbständige Denkerin bin, gucken die immer etwas irritiert.
.
Terrorforschungsinstitute arbeiten aber wahrscheinlich auch nicht anders. Gib mir info, gebe ich Dir info. Bezahlt werden die von Steuergeldern, genauso wie die Schlapphüte. Von Zeit zu Zeit müssen sie einen Al Quida finden, den Obama mit einer Drohne abschießen lässt, damit die Kohle und der Mythos weiter fließt. Ob es sich dabei um einen echten Al Quida handelt oder nur um einen, den ein anderer Schlapphutverein erfunden hat, spielt dabei keine Rolle.

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8 Veil of ignorance 09.03.2013, 19:04 Uhr

Sozialistische Paradiese

Nach dem Ende des kalten Krieges waren Venezuela oder Kuba vielmehr Orte romantisierender Verklärung, als alternative Systeme. Immer wieder müssen sie als Projektionsfläche herhalten; sei es für Kritik am bestehenden System oder als Mahnung vor einem alternativen System. Als Nachgeborener kann man über so viel sinnlose Symbolpolitik nur den Kopf schütteln.

2 Der Tiger 09.03.2013, 20:37 Uhr

@Veil of ignorance

Romantisch ist das gar nicht. Nach dem Fall der Kommunisten musste was anderes her. Da gibt es sehr amüsante Versionen, zum Beispiel die Annahme, dass auf dem Prenzlauer Berg in Berlin ein moderneren Da Vinci säße, der die Welt bemalt und beschreibt – einfach so im Internet, für jedermann lesbar. Man stelle sich die Reaktion der Obamas vor: "Der beleidigt God’s own country! Der versteht zu viel! Der ist zu europäisch! Facit: Der Da Vinci muss weg!"
.
Da säßen dann die Obamas in Washington und überlegten, wie sie diesen fiesen da Vinci wegkriegen? Zuerst versuchten sie, ihn bei der zuständigen Polizei anzuschwärzen. Aber der fiese da Vinci ist zu smart. Er weiß sich zu wehren. Er versteht Internet!!!!!! Also greift man zur Hardware, ein kleines Drohnchen auf sein Häuschen am Prenzlauer Berg in Berlin. Tod ist er dann. Man benachrichtigt Mutti über das Drohnchen. Mutti tut sowieso nie etwas. In diesem Fall wird ihr nicht einmal de Maizière dazu raten. Ein amerikanisches Drohnchen auf ein Häuschen in Berlin ist eine Kriegserklärung… lasst uns vergessen und behaupten es war eine marode Gasleitung … oder eine NSU Mord oder ???.

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2 Hugo Sanchez 09.03.2013, 21:33 Uhr

Louvre

Ich weiß nicht, ob man hier einen link posten darf, aber ich versuche es hiermit:
http://www.fair.org/blog/2013/03/06/ap-chavez-wasted-his-money-on-healthcare-when-he-could-have-built-gigantic-skyscrapers/

0 E.R.Binvonhier 10.03.2013, 09:29 Uhr

Liebes System

Schau, dieses Blog ist keine Tagungsveranstaltung oder eine Vorstandssitzung, die es gilt zu protokollieren.
Dieses Blog will gelesen werden. Wer liest schon Protokolle?
.
Eben!

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Endlich

Kommt Bewegung in die deutsche Familienpolitik.
Das Kindergeld und die Kinderfreibeträge sollen wegfallen.
Wenn diese lästigen Kontrollen und Nachweise aus der Realität wegfallen, sind dem Erfolg der Familienpolitik keine Grenzen mehr gesetzt.
.
Dann gibt es auch wieder neue Babyboomer.
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Hach, und es dauert wieder 65 Jahre, Pardon dann 70 Jahre bis man genötigt ist, die Statistiken
zu glätten.
Feine Sache.

1 Günter Frey 10.03.2013, 11:26 Uhr

Wie mich Hugo Chavez vom Elefantenhocker geworfen hat

Nun er und seine Nachfolger werden es wie Kuba schaffen, dass ihr Volk so verarmt, dass es seine Frauen auf den Strich schicken muß. Schöne neue linke Welt!! Hoffentlich gewinnt der Nachfolger von Chavez die Wahlen, damit das Volk auch auslöffelt was ihm Chavez eingebrockt hat und der Mythos entzaubert wird,

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3 Joachim Tarasenko 10.03.2013, 11:48 Uhr

Rice and Rice

Menschen gefesselt aus Hubschraubern werfen war keine Spezialität nur von den Freunden der USA.Die Methode hat der CIA in Vietnam eingeführt. Die hatten sogar ihre American Airlines dort.
Lustig finde ich dass es wieder eine Rice gibt nach der Menschenfreundin Rice die im Oval Office ihre täglichen Knickstouren absolvierte. Ein wenig eleganter war sie aber schon als die verzerrte Visage der neuen Rice, die stakkatoartig ihre Märchengeschichten in der UNO zum Besten gibt. Und über deren Korruptionsaffairen eisern geschwiegen wird im Regime HQ des weissen Hauses

0 Peon Snigger 10.03.2013, 12:14 Uhr

Danke für den unterhaltsam-kritischen Text.

Da kommt wirklich die Frage auf, ob es Sinn mach sich über Bananenstaaten zu streiten.

Kapitalistische Bananenstaaten.
Sozialistische Bananenstaaten.
Kommunistische Bananenstaaten.

Der Feind der Bevölkerung ist doch immer die Banane.

Bzw. das was die "Bananenrepublik" - Achtung Regierungsform kann abweichen - so auszeichnet: [Raubmordkopiert von Wikipedia] "erhebliche Einflussnahme von (ausländischen) Unternehmen, Korruption, Verbrechen, mafiöse Tätigkeiten, Vetternwirtschaft, persönliche Bereicherung auf Staatskosten und zweifelhafte Wahlen."

5 Dr. Hans Juergen Gruener 10.03.2013, 12:56 Uhr

Das Problem ist, dass die "Elefantenfüßler" inzwischen nicht mehr fern ab in den Tropen hocken,.

...weil dort Hugo Chavez und seinen Nachahmer clever genug waren diese fortzujagen, sondern wieder bei uns sind und uns hier als ihr Personal und ihre Wasserträger bei Beibehaltung ihres faszinierenden Kolonialstils rekrutieren.

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„Da war plötzlich kein korrupter...

„Da war plötzlich kein korrupter Selbstbereicherer im teuren Anzug mehr“, sondern viele korrupte Selbstbereicherer in preiswerten Jogginganzügen.

10 Dirk Lehmann 10.03.2013, 13:41 Uhr

Bravo für diesen Artikel !

Sie sprechen mir aus dem Herzen !

Mir wird immer übel, wenn ich medienberichte über Kuba lese... Nicht wegen der dortigen Menschnrechtsverletzungen, die im Vergleich zu denen der USA peanuts sind - sondern weil die Leute, die heutzutage gegen Castro anschreiben, keinerlei blasseste Ahnung von dem Regime des üblen Diktators Batista haben, der zuvor Kuba als Kolonie der United Fruit Company und anrer US-Unternehmen führte.
Castro war nicht zufällig das Vorbild für Chavez: unter ihm wurden aus den Analphabeten Btistas gebildete Bürger, das Gesundheitssystem stand allen zur Verfügung und die quasi-Sklaverei war zu Ende.
Einzig die Geiselnahme der Bevölkerung seitens der USA mit ihrem fünfzigjährigen Handelsembargo lastet wie die PEST auf Kuba.

Ebenso wie Castro trachteten die USA auch dem demokratisch gewählten sozialisten Allende nach dem Leben. Ausgerechnet "Friedens"nobelpristräger Kissinger hat den Schlächter PINOCHET dort durch die CIA installieren lassen, auch dem hat der von Ihnen bereits mehrfach erwähnte bayrische Ex-Ministerpräsident gerne die Hand geschüttelt - wie er das mit fast jedem blutigen Diktator machte...

Chavez war ebensowenig perfekt wie es Castro ist oder Allende war - aber alle haben sie ihr Leben dem Streben nach einem lebenswerteren Land gewidmet, in welchem die Bürger nicht mehr von US Unternehmen direkt oder indirekt über ihnen hörige, blutige Diktaturen versklavt werden.

Und daher gehört Chavez trotz aller Peppone-Attitüden ein hoher Respekt, hat er doch in allerletzter Minute die von der hochkorrupten Vorgängerregierung vorbereitete "Privatisierung" der Venezuelanischen Bodenschätze verhindert und diese dem VOLK zugänglich gemacht.
Und dabei sogar mit den armen Menschen anderer Staaten geteilt.

Er ist trotz allem keine Lachnummer, er war ein Staatsmann und für viele Venezuelaner wird er ewig ein Held bleiben.

3 Otto Jastrow 10.03.2013, 13:53 Uhr

Prof. Dr.

Lieber Don Alphonso,
Ihre Kommentare habe ich immer gerne gelesen, und Ihre elitaere Attituede desjenigen, der am Tegernsee residiert, waehrend der Rest der Deutschen irgendwo vor sich hin vegetiert, hat mich im allgemeinen amuesiert. Nun haben Sie es aber doch uebertrieben, indem Sie Ihre Vorliebe fuer Diktatoren offenbart haben und das gemeine Volk in den Abgrund des Sozialismus verbannen wollen. Vollends vom Hocker gehauen hat mich allerdings Ihr letzter Satz: 'Heute trinke ich nur noch Tee, und bin Vegetarier.' Da fiel es mir ploetzlich wie Schuppen von den Augen, und ich sah Sie als das, was ich schon laengst haette erkennen muessen: Ein Riesenbaby, das am Tegernsee sitzt und den ganzen Tag Apfelkuchen mampft.

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0 Don Alphonso 10.03.2013, 14:09 Uhr

Testkommentar

Ich muss nur schnell was ausprobieren.

Ich muss nur schnell was ausprobieren.

Ich muss nur schnell was ausprobieren.Ich muss nur schnell was ausprobieren.

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Vielen Dank

Einer der besten Artikel, die ich seit Jahren zu dem Thema gelesen habe.
Ich lebe in Südamerika und bin mit dem "Elefantenhocker" im Gedanken hierher gekommen, habe aber gelernt, Hugo Chavez, verstehe aber jetzt die Europäer nicht mehr und kann mir nur an den Kopf fassen, was ich über 50 Jahre geglaubt habe.

Vom Zufall hergeführt

Ich bin hier eigentlich nur durch Zufall "reingeschneit" und habe den Artikel/Kommentar mit großem Interesse gelesen. Man kann Chavez und seine Politik mit all ihren guten und schlechten Seiten nicht verstehen, wenn man nicht weiß, woher er kommt. Ich erinnere ein Gespräch mit einem Ecuadorianer aus der Oberschicht, in dem der mir sein Unverständnis gegenüber einer Mutter ausdrückte, welche, ihr Kind in Ecuador zurücklassend, nach Spanien reiste, um dort zu arbeiten. Er fand, dass man in Ecuador mit einem Dollar pro Tag gut leben könne. Wenig später saß ich auf einem Flug nach Honduras neben einer Frau, die nach zwei Jahren Arbeit in Spanien nach Haus flog um ihr bei den Großeltern zurückgelassenes Kind zu besuchen, was sie mir mit Tränen in den Augen erzählte. Chavez ist ein Ergebnis dieses Gegensatzes und, so vermute ich, je nach dem, ob die eigenen Freunde in Lateinamerika in Hütten oder Villen wohnen (bzw. ob man dort überhaupt Freunde hat), fällt die Beurteilung seiner Person und Politik sehr unterschiedlich aus.

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1 Der Tiger 10.03.2013, 14:58 Uhr

Sehr verehrter Don!

Beim Ausprobieren kann ich Ihnen leider nicht helfen. Ich habe noch nie auf einem Elefantenhocker gesessen. Weswegen mich auch kein Hugo von einem solchen runterschmeißen konnte und ich diesen verstorbenen Herrn in Venezuela weniger idealistisch sehe.

1 Der Tiger 10.03.2013, 15:00 Uhr

@colorcraze

Woher wissen Sie das so genau? Waren Sie seinerzeit dort zu Besuch? Im Übrigen zieht das Argument, dass früher war alles noch schlimmer war, bei mir nicht.

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0 Dirk Lehmann 10.03.2013, 15:07 Uhr

Hmmmm... Beitrag verschwunden?

Ich hatte nicht nur eine Antwort zu einem Beitrag geschrieben, sondern auch einen eigenen Beitrag... Der ist aber nicht aufgetaucht... Obwohl zuvor geschrieben...

Sollte er zensiert worden sein, bitte ich um Bestätigung, damit ich in Zukunft diese Zeit einsparen kann.

Ehrlichen Dank für eine ehrliche Antwort

Reisebericht

Vielleicht hört es sich zynisch an, aber als ich Ende der 80er, Anfang der 90er oft in Venezuela und Argentinien war, so ist mir nichts aufgefallen, was meinen Argwohn hätte erregen können. Als ich am Strande von Maracaibo entlang fuhr, wurden dort leichtere Brände entzündet. Das war wohl ein etwas kleinerer Aufstand, nicht mehr oder weniger als die brennenden Autos in Berlin und Hamburg und in diesen Vierteln von Frankreich.
Und das ist jetzt Urlaubsbericht: In den ganzen Tagen und Wochen durch Caracas und andere Orte wie Merida, Puerto la Cruz, auf der Insel Margarita etc. etc. ziehend und mit dem Mietwagen fahrend, bin ich nicht einmal dumm angequatscht oder beschi.... worden. Gelegenheit gab es zuhauf, denn ich tauschte Bargeld oft im Dunkeln oder bei Taxifahrern, die jemanden kannten....Zwar spreche ich Spanisch, aber was heißt das schon, wenn sie dir ans Leder wollen. Einzige Vorsichtsmaßnahme war, keine Distinktionsmerkmale zu tragen, die ich ohnehin nicht hatte, sondern Jeans und T-shirt und keine Favela-Besuche.
Nie habe ich mich wohler gefühlt in einem Land voller Herzlichkeit der Menschen und dank meiner Spanischkenntnisse konnte ich mit der Annahme mancher Bediensteter in Hotels oder Leuten auf der Straße brechen, dass aus Europa nur der Geldadel oder hier: Elefantenhocker zu Besuch kommt. Oft hat man mich dafür verwundert, aber mit einem Lächeln angeschaut, bar dieser Wahrheiten, wie arm doch auch der reiche Deutsche sein kann. Und wie man sich strecken muß, um es nicht zu sein.
Damals schon warnten mich Leute, es sei so gefährlich dort. Kurze Zeit später überfiel man zuhauf Leute in Mallorca und Gran Canaria. Oder Berlin oder Bremen.
Das soll natürlich nicht schönreden oder gar bestätigen, was Strauss einst durch Chile reisend sagte: "Von Diktatur und Menschenrechtsverletzung hab ich nix gemerkt".
Letztendlich kann ich über Chavez`s Zeit nix sagen, da ich seither nicht mehr dort war. Nur, dass er den Spaniern und deren Unternehmen schön eingeheizt hat. Und was man von Aznar und Co. halten kann, nun ja.
Was dann Zapatero, Aznar Nachfolger 2004 – 2011 zu sagen animierte: Vor 500 Jahren haben wir Spanier uns viel von Südamerika geholt und genommen, jetzt ist Zeit, etwas zurückzugeben. Und gab vielen Einwanderen hier in Spanien schnell die Residencia.

Artikel

Einer der schwachsinigsten Arkitel die ich je gelesen habe.

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3 wolfram500 10.03.2013, 18:47 Uhr

Hugo Chavez

Wer von den hiesigen Kommentatoren war denn schon mal in Venezuela? Mein Rat: fahrt hin, seht und vor allem: hört Euch um, und dann werdet Ihr das alles nicht mehr lustig finden. Ein schönes Land, das von einem gnadenlosen Populisten ohne wirtschaftlichen Verstand niedergeritten worden ist. Allein die Benzin-Subventionen kosten jedes Jahr viele Milliarden, dafür geht die Öl-Produktion mangels Investitionen zurück und Konsumgüter werden immer knapper. Was nützt es den wirkllich Armen, dass sie ihr Auto für 50 Euro-Cent volltanken könnten (sie haben ja keins) - und wo blieb der Aufschrei der Umweltschützer angesichts der Unzahl spritfressender, dreckige Abgase ausstossender Auto-Monster? Wer weiss etwas über die Wohnraumbewirtschaftung, die die Kapitalisten treffen soll, deshalb Investitionen bestraft und zu zunehmender Verknappung führt? Was nützt kostenlose Gesundheitvorsorge und -Versorgung, wenn die Arztpraxen hoffnungslos überfüllt und überlaufen sind?
So deutlich wie in diesem Blog ist mir noch nie geworden, wieviele politisch und wirtschaftlich ignorante Idealisten sich in Deutschland zur geistigen Elite zählen. Immer wieder die gleichen Schablonen aus CIA, Kapital und anderen Schreckgespenstern.
Nochmal: Fahrt hin und seht selbst, und dann ordnet euer Weltbild neu!

0 Der Tiger 10.03.2013, 20:29 Uhr

@colorcraze

Dürfte ich Sie bitten, zu erläutern, was die systematischen Schwächen von Republiken sind?

1 colorcraze 10.03.2013, 22:01 Uhr

@Tiger

Sie brauchen einen verhältnismäßig großen "festen, unkorrumpierbaren Kern" um zu funktionieren.

0 Der Tiger 10.03.2013, 22:56 Uhr

@colorcraze

Das trifft auf jede menschliche Vereinigung zu – vom Fußballverein bis zur Europäischen Zentralbank. Wenn die treibenden Kräfte korrumpiert sind, funktioniert der Laden nicht. Die Frage wäre doch eher, wie kann eine republikanische Struktur korrupte Gruppen untere Kontrolle halten und was muss bei einer Verfassung beachtete werden, dass das funktioniert.

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4 E.R.Binvonhier 11.03.2013, 19:37 Uhr

Es hat was...

...sich vorzustellen bei den Stuetzen 1.0 geht es aktuell genau so zu
wie im benachbarten Kommentarblog.
.
Sorry, sollte nur eine Verbeugung vor den Stuetzen 2.0 sein.

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2 colorcraze 11.03.2013, 21:31 Uhr

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5 Der Tiger 11.03.2013, 23:09 Uhr

@colorcraze

Ich weiß nicht was Ihr Hintergrund ist, woher Sie kommen und was Sie motiviert. Ich habe die längste Zeit meines Berufslebens Lastenhefte und Verträge aufgestellt, verhandelt und abgeschlossen. Stundenlang, tagelanglang, wochenlang, monatelang, jahrelang…. Über die Verhandlungen auf EU-Ebene, die manchmal eine ganz Nacht durchgehen, kann ich nur grinsen. Geschieht Mutti nur recht! Soll sie auch mal ein bisschen unter Schlaflosigkeit leiden. Dabei habe ich gelernt, wie wichtig gute Verträge für das Gelingen des Zusammenlebens und des wirtschaftlichen Erfolgs sind. Dabei habe ich aber auch gelernt, wie viele Leute zu faul sind, sich Gedanken über die vertragliche Situation zu machen, weil ungeschriebene Verträge halt so schön offen sind und man einfach weiterwurschteln kann……bis der Laden zusammenbricht. Und dann waren natürlich immer die anderen und die schwierigen Umstände schuld.

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11 colorcraze 12.03.2013, 16:07 Uhr

test...

test

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0 Lemmy Caution 09.04.2013, 07:45 Uhr

Oh Don

Les das erst jetzt.
Bin seit 1997 öfters in Chile.
Bin 2011 an zwei Protestmärschen für Bildungsreform und allgemeinen Systemwechsel in Santiago mitmarschiert. Die chilenische Form des Neoliberalismus getragen von Concertación (mitte-links) und alianza (mitte-rechts) muss auf jeden Fall beendet werden. Ich halte Rafael Correa, Evo Morales und Lula da Silva für die besten Präsidenten in der Geschichte ihrer Republiken.
Nur werden in Lateinamerika seit 35 Jahren keine Menschen mehr von Flugzeugen ins Meer geworfen. Heute gibt es zwar Klassengesellschaften und die entsprechenden Mentalitäten, aber es gibt auch Demokratie, eine tiefgreifende Modernisierung der Gesellschaften und eine Menge Wirtschaftswachstum, das allerdings sehr ungerecht verteilt wird. Insbesondere sind die Wahlen in Venezuela nicht fairer als anderswo.
Lateinamerika ist im Weltmaßstab sicher nicht extrem "arm und ausgeplündert". Chile hat heute 18.400 $/Einwohner Kaufkraftparität BIP und ca. 70% der aktuellen Generation geht 12 Jahre zur Schule und macht einen abitur-ähnlichen Abschluss. Hinsichtlich des BIP steht es ähnlich wie Ungarn. Venezuela wies zwischen 1970 und 1996 ein höheres BIP/Einwohner auf als Chile. Also 2 Jahre vor dem Amtsantritt von Chávez, einem Zeitpunkt übrigens, an dem der WTI Ölpreis auf 12$ pro barel stand.

... und halte Chávez für einen tragischen Unfall.
Ich will hier gar nicht groß die Menschenrechte ausrufen und Chávez zum Diktator erklären. Der Mann stand einer von der Mehrheit der Venezolaner gewählten Regierung vor, obwohl in Amtszeit sicher Verletzungen der Menschenrechte stattfanden.
Bezüglich eines Grundverständnisses des Wesen dieser Regierung empfehle ich das kürzlich erschienene Buch Comandante von Rory Carroll, dem langjährigen Leiter des Lateinamerika Büros in Caracas einer für seine Imperialismus-Begeisterung bekannten Zeitung: Dem englischen Guardian.
Hier ein Teaser, ein Gespräch zwischen einem der Betreiber des besten Oppositions-Blog und dem Autor. http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=aYi0Sl5MSEg
Ich glaube das Buch lässt sich auch für nicht-freaks für Lateinamerikanische Politik mit Interesse lesen.
Das Ding mit dem "von den USA und Spanien unterstützten Putsch" war etwas völlig anderes.
Es war der Gegenstand von erschreckend manipulativen Filmen aus Europa und den USA, die mit journalistisch üblen Tricks einen bestimmten Eindruck beim Betrachter beförderten, aber viele Dinge ausliessen. Ich rede über "The Revolution will not be televised" (http://www.youtube.com/watch?v=T42DiqfuZT4) und Llaguno Bridge: Keys to a Massacre (http://vimeo.com/40149494).
Beide Filme widersprechen sich übrigens direkt im Hinblick auf die entscheidenden und komplexen Ereignisse in Puente Llaguno und Avenida Baralt.
Zu "The revolution will not be televised" gibt es eine Antwort oppositioneller venezolanischer Fernsehleute: http://www.youtube.com/watch?v=DtDl7SuHRkM , hier die Kurzzusammenfassung auf wikipedia: http://www.youtube.com/watch?v=DtDl7SuHRkM
und vor allem die sehr detaillierte Untersuchung von Brian A Nelson, The Silence and the Scorpion, zu dem es auch eine Webseite gibt, die aber eher Begleitmaterial liefert: http://www.brianandrewnelson.com/Silence_home.htm
All das ist eher für Leute mit einem übersteigerten Interesse an Lateinamerikanischer Politik.

Wirklich sinnvoller verbringt man seine Zeit mit der Lektüre des ganz oben angesprochenen Buchs von Rory Carroll, das eine Art Gesamtüberblick über den ziemlich alleinstehenden Regierungsstil von Präsident Hugo Rafael Chávez Frias mit vielen homestories mit Perspektiven höchst unterschiedlicher Venezolaner liefert.

Alle genannten Bücher sind auf amazon erhältlich, nur boykottiere ich die aktuell wegen deren Geschäftspraktiken.

ist eine Kunstfigur, die seinem Verfasser nicht vollkommen unähnlich ist.