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Fehler, die uns Gemälde, Teekannen und Zypern kosten

19.03.2013, 22:17 Uhr  ·  Gestern Zypern, morgen vielleicht schon Spanien, und die Adressen der Deutschen, bei denen etwas zu holen wäre, kenne ich nur zu gut: Aktive Vermögensplanung heisst heute Schäuble vermeiden und das Leben geniessen.

Von

Bring out your silver tankard, likewise you kissing spear
We’ll come no more a-wassailing until another year

Manche nennen es eine Vermögenssteuer, die Sparern auf Zypern abgenommen werden sollte. Andere heben den Umstand hervor, dass sie dafür Anteile der maroden Banken bekämen, was eher einer Art Zwangsanleihe entspricht. Die Verantwortlichen in Brüssel und Berlin sprechen von gerechtem Lastenausgleich, Betroffenen selbst natürlich von Raub und Betrug und die Parteien in Zypern davon, dass sie so einem Gesetz nicht zustimmen. Ein Währungsschnitt ist es nicht, die Währung bleibt ja, aber ein Vermögensschnitt durchaus. Was es aber ganz sicher ist: Ein unfassbares Debakel. Denn egal wie es ausgeht: Das Vertrauen in die EU und die vielen Zusagen, das Geld sei sicher, dürfte massiv gelitten haben. Man sieht ja in Zypern, wie schnell das geht: Am Freitag noch freundliche Worte, und am Sonntag ist das Geld weg, und die Banken bleiben geschlossen. Und sobald sie wieder öffnen… nun ja, wir werden es erleben. Vielleicht argentinische Zustände, weniger Geld und gleichzeitig limitierte Abhebungen? So sieht es also aus, wenn die Eurokrise – stand es nicht so in der Zeitung? – vorbei ist.

So ein Staatsniedergang hat natürlich wie immer gravierende Folgen, auch bei mir. Mit Dubai überschwemmten die Silberkannen meine Geschirrschränke, mit Zypern habe ich meine Wände gefüllt: Es ist nämlich so, dass der internationale Kunstmarkt immer einen Moment aussetzt., wenn mal wieder ein Staat am Rande des Abgrunds ist. Als der Staat Dubai die Schulden seiner exzessiven Bauwirtschaft nicht mehr tragen konnte, habe ich eine weitere Silberkanne gebraucht und es halt so gemacht, wie ich es immer mache: Für die drei interessanten Kannen ein unverschämtes Niedrigangebot abgegeben, in der Hoffnung, eventuell mit viel Glück eine zu bekommen. Dann ging ich Radfahren, vier Stunden die Welt vergessend, und derweil liefen die Nachrichtendrähte heiß: Dubai am Rande des Abgrunds! Milliarden weg! Banken implodieren! Wir weden alle sterben! Wer in solchen Momenten gerade im Netz ist, denkt vermutlich nicht mehr an die Abgabe für Gebote auf Silberkannen jenseits des Materialwertes. Als ich dann wieder daheim war, besass ich drei Kannen und ein Problem so wie das in Dubai: Kein Platz mehr. Und ich kann doch keine Palmeninsel nur für die Silberkannen bauen.

Diesen Sonntag war es genauso; da hatte jemand eine halbnackte, französische Schäferin aus der Zeit um 1750 angeboten. Rein rational betrachtet könnte man jetzt sagen: Diese Brüste sind formschön und prall seit 260 Jahren, und sie werden es auch noch sein, wenn sich zeigt, dass das Depot nicht formschön und der Anlageberater anderweitig prall ist – und kaufen. Gerade in einer Woche, in der überdeutlich gezeigt wird, was Geld ist: Ein auf Papier gedrucktes oder als Datensatz gespeichertes politisches Versprechen. Eine Zusage, an die jeder glaubt, solange alle daran glauben, und wenn das nicht mehr so ist, sind halt die Banken zu und auf dem Kontoauszug steht eine erheblich kleinere Zahl. Wer aber denkt, dass diese junge Dame mit den schönen Brüsten nun um so mehr Verehrer anzog, die lieber hier ihr Geld angelegt sehen möchten, denn in politische Versprechen, der sah sich getäuscht. Irgendwas ist in den Menschen drin, die sogar in solchen offensichtlichen Momenten des Verrats denken: Oh mein Gott, sie streichen mir mein Geld zusammen – ich darf jetzt nichts mehr verschwenden, sondern muss sparen; idealerweise also das Geld auf dem Konto lassen. Nun ja, und jetzt sitze ich hier und frage mich: Kann ich neben meine züchtige, junge Biedermeierdame auch noch so eine halbnackte Schäferin hängen? Oder brauche ich als Ausgleich daneben noch eine Nackte und steht eine zum Verkauf, wenn Italiens Banken stürzen?

Ansonsten aber kann ich mich – und mit mir alle Standesgenossen – zurücklehnen und sagen: Wir hatten recht. Seit jeher und etlichen Währungsreformen ist man bei uns der Auffassung, dass einem der Staat in periodischen Abständen mal viel und mal alles nimmt, und das Dasein zwischen Finanzamt und Krise immer nur die Frage stellt, wieviel heute schon weggenommen wird, damit morgen noch etwas zum Ausplündern bleibt. Unvergessen die Erbschaftssteuer: Eingeführt 1913 mit dem Ziel, die Aufstellung neuer Truppen zu finanzieren, blieb uns das Übel nicht nur in Freidenszeiten erhalten, sondern wurde auch noch stetig verschärft, bis nur noch der Oma ihr Haus steuerfrei blieb – was auch schon wieder gelogen ist, wenn man bedenkt, was Omas Villa in St. Quirin heute kostet. Aber wir haben es ja schon immer gewusst, und was Zypern heute droht, ist nichts als die blanke, knappe Wahrheit hinter Versprechen wie Solidaritätszuschlag und dafür dann blühende Landschaften. De nemma uns ois.

Nun kann man natürlich viel lamentieren und auch auf gewisse Entwicklumgen hinweisen, wie etwa das wirtschaftliche Ungleichgewicht in Europa, das auch in Zukunft für Spannungen im Gefüge und marode Banken sorgen wird. Und, wenn die Krise auch weiterhin so vorbei ist, wie es angeblich der Fall ist, kann man auch fragen, wie Europa und die europäische Währung das durchhalten sollen. Die einzig praktikable Antwort: Zypern halt. Irgendwie muss man Leistung und Probleme von Volkswirtschaften wieder ausgleichen, und die Verarmung oder Entreicherung weiter Teile Europas würde das Gleichgewicht schon wieder herstellen – zumal dann sicher auch die deutsche Wirtschaft ein wenig gebremst werden würde. Aber das sind letztlich nur Nullsummenspiele für den einheitlichen Euroraum, bei dem man sich generell fragen müsste, ob man wirklich noch haben möchte. Der Herr Grillo in Italien lässt grüssen. Zumal, wenn Euro auch immer 10% weniger Euro bedeuten kann, je nach Laune von Politikern und Sachverständigen, die man gar nicht gewählt hat.

Und hier kann ich nur aus meiner beschränkten Sicht sagen, dass fraglos das Umdenken kommt. Auf den Reflex „jetzt um Gottes Willen nur nichts ausgeben“ folgt nämlich schnell die Überlegung, wie lange der Parmesan noch halten mag, auf wie viele Jahre der Wein reicht, und wie viele Semmelknödel und Nudeln im Gefrierfach sind, und wenn sich dort genug findet, setzt automatisch wieder die Flucht in Sachwerte ein. Mit dem Ergebnis, dass Gold immer noch teuer ist, auch wenn sich die Aktien wieder dem Rekordniveau annähern. Oder mit steigenden Immobilienpreisen ausgerechnet in London, wo die Krise weiter ihr Unwesen treibt: Dortselbst kann man heute auch keine günstigen Silberkannen mehr ersteigern. Die Zeitspanne der Gelegenheiten ist kurz, und dann flüchtet alles, als ob die Ankunft von Herrn Schäuble in Brüssel die Zombieapokalypse wäre, in alles, was auch nur halbwegs wie eine Alternative aussieht.

Und das muss gar nicht mal schlecht sein. Ich denke da nicht nur an den unangenehmen Makler, den ich vor zwei Monaten unaufgefordert an der Leitung mit dem Versprechen hatte, mir viel, viel Geld für meine Absurd kleine Münchner Wohnung zu verschaffen, und der sich jetzt vermutlich ärgert, nicht noch höhere Versprechungen abgegeben zu haben – ab sofort muss man eigentlich das europäische Bankenschnittrisiko nämlich in die Immobilien einrechnen. Ich denke da vor allem an ein Ende dieser wirklich elenden und lustfeindlichen Geldanhäufungsdoktrin, das diesem Land und seiner Oberschicht etwas mehr Gelassenheit verleihen könnte. Denn irgendwoher werden Staat und Banken es auch in Zukunft nehmen. Und zu diesem Zweck hat man jetzt schon mal ausprobiert, wie es ist, einem ganzen Volk die Zielscheibe auf den Rücken zu pinseln. So einen Berliner Geringverdiener kann man praktisch nicht mehr ausnehmen, nur ins Elend stürzen, aber das hat hohe Folgekosten. Aber wenn Schäuble klug ist und dorthin geht, wo das Geld ist, sollte man das Geld vielleicht nicht dort lassen. Weil für uns niemand demonstrierend auf die Strasse gehen und Ministerien blockieren wird, und wir sind definitiv zu wenige und vielfach auch zu alt und obendrein, ich mein, wer zum Teufel fährt in dieser Jahreszeit schon nach Berlin?

Es wird keinen Haircut auf schönes Parkett geben, oder auf Teppiche, oder Kronleuchter, oder mehr Bücher oder bessere Plätze in der Oper. Richtig ärgerlich ist ein Zusammenstreichen des Vermögens nur, wenn alles auf der Bank, und nichts daheim ist. Es werden sicher auch mal wieder bessere Zeiten für Sparen und Anlegen kommen, aber momentan sieht mir das wie vorbeugende Beihilfe zur Zwangsmithaftung aus. Die nehmen uns alles, was sie kriegen können. Aber die Bilder lassen sie hängen, und von Silber verstehen sie nichts.

HINWEIS:

Wie immer gibt es angesichts der bestehenden Probleme bei der Administration und der Darstellung der Debatte auch ein spezielles Blog für die Kommentare, in dem Freizuschalten und Debattieren mir erheblich mehr Freude bereitet.

 

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Lesermeinungen zu diesem Artikel (50)
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Die Zukunft braucht Fakes -- Nackte und Andere.

Bitte erlauben Sie mir eine Bemerkung, werter Don Alphonso ueber diese schwierige Frage der Damenwahl -- fuer Gemaelde -- die sie offensichtlich sehr bewegt.
Sie fragen ob man eine halb-nackte Schaeferin (im Portrait) neben ihre zuechtige junge Biedermeierdame haengen darf?
Ich sage Ja und finde die Idee Bestens.
Dazu fragen sie ob auch eine Nackte aus Bella Italia (Banking Sector} passend waere?. So um die in die Mitte zu setzten, wo moeglich um eine Damen Troika zu machen?
Nochmals wuerde ich ein volles "Ja" abliefern, werter Don Alphonso.
Aber so eine portraitierte Schoenheit koennte wohl auch aus anderen Laendern kommen, wie Spanien, Portugal, Ireland, Zypern. Ueberall wo marode Geldhaeuser ihre Gemaelde versilbern wollen. Opportunity knocks !
Bilder solcher Beauties sind immer beliebt, so lange die Beauties nackt sind, erklaert ein selbstgeschulter Kenner solcher Sachen. Er will anonym blieben, aber er kennt sich aus -- mit Bildern und Schoenheiten, sagt er mir.
Ich moechte zugleich auch erwaehnen dass es einen erfolgreichen Markt gibt wo man Fake Gemaelde handelt. Ich weiss sowas ist in manchen Kreisen nicht das Richtige, aber der Vorteil ist dass die Preise besser sind, und dass man dann sein begehrters Masterpiece in Auftrag geben kann.
Fuer Puristen ist sowas kaum akzeptabel. Aber fuer weniger Betuchte ist das die beste Chance ein goettliches Werk im eigenem Heim zu bewundern, ohne erst Haus und Hof zu verkloppen um in dem Original zu investieren.
Mit den Fakes ist es ausserdem bedeutend einfacher die Provenance zu etablieren, denn man kennt den Kuenstler der es malte.... und weiss wo der wohnt, im Falle dass man eine Reparatur braucht -- nach einer wilden Party wenn ein Kunstliebhaber mit dem Meisterwerk kollidierte. Kann vorkommen.
Auch fuer Fakes: ars longa,vita brevis

Antworten (2) auf diese Lesermeinung

genau; investieren in Torten, ein neues Dach...

genau; investieren in Torten, ein neues Dach (schwer zu entführen), und bei 0,7% Zinsen (Postbank) kann man das Geld genauso gut unters Kopfkissen legen, ....

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5 Bruckbacher 20.03.2013, 06:50 Uhr

Selbst ist der Mann

bleibt dir echter Sex verwehrt
häng einer Nackten Bildnis an die Wand
setz dich davor, und was du hast begehrt
mach es einfach selber mit der Hand
.
ist eines Tags dein Geld mal weg
male einen Berg aus Euro-Schein
das Bild dann an die Wand an einen freien Fleck
und du wirst stets ein Reicher sein ..

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0 E.R.Binvonhier 20.03.2013, 11:05 Uhr

Ja

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0 E.R.Binvonhier 20.03.2013, 11:22 Uhr

Jammern...

...auf hohem Niveau das ist nichts für mich.
.
Da ist mir kein Niveau zu hoch.
.
So sehr steckt mir die Armuts-und Elendserinnerung
nicht in den Knochen.

Ich empfehle den Deutschen,

schon mal die Bedeutung des Wortes "corralito" nachzuschlagen. Es ist Spanisch argentinischer Prägung, es schlug dort wie eine Bombe ein. Man könnte es demnächst in Europa (auch Deutschland) gut gebrauchen, da wäre es gut, wenn man allgemein wüsste, wovon die Rede ist. Es mekert und jammert sich sich damit sachkundiger. Ein Lehnwort, welches keiner versteht, ist verschwendet. Aber eine Sachverhalt, den man nicht zu benennen vermag, verschwindet nicht einfach dadurch, dass man es verschweigt.

By the way

Ein Freund schreibt mir gerade, dass der Präsident der zypriotischen Zentralbank und zyprisches Mitglied des EZB-Direktoriums Panicos heisst. Si non è vero, è bien trovato.
Wie der Name wohl ausgesprochen wird? PAnicos? PaNIcos? PaniCOS?

Antworten (1) auf diese Lesermeinung

Wehrter Don, wie immer trefft Ihr recht gut...

Wehrter Don,

wie immer trefft Ihr recht gut ins Schwarze.
Doch irgendwo fehlt mir Eure Gelassenheit und die Lust am Leben.
Vielleicht solltet Ihr doch noch etwas Zeit im Süden verbringen und
dem Frühling entgegen kommen.

Herzlichst P.

7 Henry Ponsonby CBE 20.03.2013, 15:01 Uhr

Keep calm and carry on drinking cups of tea

Dear Don, in these troubled times there is only one solution: Keep calm and have a cup of tea (or, still better, several cups of tea) preferably poured from one of your lovely teapots! Talking of which: If one feels inclined to acquire even more pots or other items, one should turn to auctions in London.18th century silver has never been less expensive ( not cheap though) than nowadays. Don't ask why, presumably because the younger generation simply does not want to clean the stuff.
The EURO business is a disaster and - in the end- will cost the Germans dearly. Isn't there an alternative? According to The Telegraph there seems to be a new German political party that wants to exit the EURO. As a British citizen all I can say is this: It might have been better not to change from a strong DM to the EURO in the first place. The Pound may bee weak, but at least we are not entirely dependent on those twits in Brussels!

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0 koschmidt1 20.03.2013, 17:04 Uhr

warum nimmt die EU die hochgelobten...

warum nimmt die EU die hochgelobten künftigen gaserträge zyperns nicht als sicherheit?

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1 Kaliniktos I. 20.03.2013, 18:32 Uhr

Tulips to lose

Die Konzentration auf Sachwerte kennt man sogar auf Zypern, dort u.a. in Form von Luxusyachten und leider ziemlich protzigen Säulenhallen. Die Hälfte der Zyprioten besitzt ein Geldvermögen von etwas über 30K Euro, doch bewegt man sich damit quasi auf hiesigem Niveau. Da sind sieben Prozent Selbstbeteiligung etwa 2000 Euro. Oder, in Sachwerten ausgedrückt, evtl. eine gemalte halbnackte Schäferin oder wahlweise für zwei Jahre ein ein aktualisiertes 'Smartfon' -nennt man das so? Allerdings: Zypern hat ja auch noch 'richtig' antiken Kram. Teilweise wird hier der Eindruck erweckt, als müsse man Familienangehörige als Schäferinnen an sibirische Erdgasbarone verkaufen. Heute Schlagzeile: "Schale vom Flohmarkt bringt mehr als zwei Millionen Dollar" - Was man mit zwei Millionen Dollar anfangen soll ? ...Ist doch klar wie Kloßbrühe, mehr Schalen kaufen ! Nur Tulpen interessieren heute erstaunlicherweise niemanden mehr.

Btw: Dear Henry ECB, keep in mind that the 'Empire' and the Pirates of the Mediterranean have roots in common. Moreover, wonder what kind of teapots they are using not in Brussels but particularly in Frankfurt, and then consider the remarkable effects of silver nanoparticles (BfR rät von Nanosilber in Lebensmitteln und Produkten des täglichen Bedarfs ab).

die Ethnie, die Indigos u. die Silberkannen

Der Schäferin ihren Platz!!! Den Völkern der Welt ihre Luft und Raum, dem Ausbluten der Perfiden Einhalt gebieten!!!

Mehr ist doch nicht passiert.

todo sagrado

Geehrter Don, Luis de Guindos sagte deshalb heute Morgen: Los depositos son sagrados. Kennen wir von Merkel: Die Spareinlagen sind sicher. Doch sind sie das? Man kennt es vom Fußball, wenn der Erfolg ausbleibt. Zunächst ist der Trainer sicher.....
Momentan, bei Frühlingshaftem Wetter bei 22Grad, ach ja, alles auf den Rädern aus fernen Ländern, geehrter Don, will man so gar nicht an la crisis denken. Alles rüstet sich für die semana santa, die den ersten Geldregen bringen soll. Doch von den Spaniern eher nicht. Fragt man Geschäftsbesitzer, so sind die wirklich perspektivlos. Wie soll auch ein Land aus Tourismus und Landwirtschaft, mit 26% Arbeitsl. aus fast einer Billion Schulden kommen? Wie geht das?
Allerdings ist man auch hier och der fatalen Meinung, Spanien befände sich in einer Krise. Ich meine eher, es ist die Rückführung in alte Zustände und Zeiten vor dem Euro.
Erstaunlich finde ich immer noch Aussagen von deutschen Wirtschaftsverständigen, auf die Frage, ob so etwas - eine Zwangsabgabe - auch in D passieren könne. Nein, heißt es, D steht doch ganz anders da und ist nicht mit Zypern zu vergleichen. So so, da bin ich mal gespannt, was langfristig die Exporte machen, wenn man kein bail-out betreiben würde. Und wenn die Zinsen mal für die Refinanzierung von 2Billionen Schulden steigen. Und wenn man endlich Mindestlöhne von 10€ hätte.
Don, dann müssen Sie Platz schaffen für neue Silberkannen.
.
Morgen wird erstmal n neues Rennrad gekauft.

... , die man gar nicht gewählt hat.

was hat das eigentlich noch mit Demokratie zu tun ? mfG.T.

Antworten (3) auf diese Lesermeinung

mein Gott, Walter usw.

das Paralleluniversum mag mich aber nur sehr eingeschränkt .

1 Karl Bass 21.03.2013, 01:06 Uhr

Krise ist, wenn ich in meinem Lieblingsblog Verärgerung entdecke...

Chapeau, Don.
Sie beschreiben gewohnt eloquent, was in der näheren Zukunft passieren wird. Wir, die Rücklagen in Höhe der kapitalisierten Pensionen eines Haushaltes aus zwei Lehrern (knapp 2 Mio€) oder mehr gebildet haben, werden eine Enteignung zu erwarten haben. Die zweit- und drittreichsten Bevölkerungsgruppen Deutschlands (Beamte und Pensionäre) selbstverständlich nicht, da dies auch Politiker treffen würde.

Für die Contenance ist Verachtung gesünder als Ärger. Es ist sehr unhöflich, aber ein Heidenspaß, auf Empfängen a. Politikern, b. jedem Bankangestellten und c. Anlageberatern die Begrüßung zu verweigern. Sollte man nicht mehr eingeladen werden, ist das kein Problem, weil professionelle Musiker und ähnliche Berufsgruppen ohnehin die unterhaltsameren Parties veranstalten.

Bargeld in Vergnügen zu verwandeln ist ein gutes Konzept. Bargeld wird das Erste sein, was enteignet werden wird. Wie schade, daß das ebenfalls nicht zur Stärkung des "Wachstums" beitragen wird. Anständige Autos haben ein H Kennzeichen, handgefertigte Schuhe gibt es ab 100€ in UK zu kaufen, hochwertige Verstärker bei ebay für 10% des Neupreises. 10000€ für einen phantastischen Kontrabass aus Tschechien sind billig, wenn das Geld ohnehin weg ist.

Leider kann man von Silberkannen und Kontrabässen nicht leben. Eine Anlagestrategie außerhalb der €Zone wird damit notwendig. Einstweilen bekommt man noch einen UK Paß, nachdem man dort ein Jahr gelebt hat. Meine persönliche Planung erfordert leider, daß Mr. Cameron noch ein Jahr wartet, bevor ein Referendum über den Verbleib in der EU das zu erwartende Ergebnis erzeugt. Einstweilen werde wir noch mit einer "Deutschlands ewiger Schuld" Fraktion leben müssen (die weit über dem von Kung-Tse angenommenem Alter für qualifizierte Entscheidungen meint, solche treffen zu können).

Viel Vergnügen mit den Bildern an der Wand, Don.

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mehr informationen

mich würde interessieren, von wann, wo und von wem die Silberkannen stammen.

das gab es auch in Deutschland

nachdem Preußen im Jahre 1806 den Krieg gegen Frankreich verloren hatte, mussten sie einen hohen Betrag in Silber an die Franzosen bezahlen. Dies geschah nicht durch eine Abgabe auf Spareinlagen - wie es in Zypern der Fall ist - nein - ein jeder der Geld besessen (=Silber), musste ca. 1/3 dieses Geldes abgeben. Egal ob alte Silberlöffel, Silberkannen, Becher, Kerzenständer aus Silber oder Münzen - alles wurde gewogen und 1/3 wurde als Steuer eingetrieben - das versteuerte Silber bekam eine Steuermarke [FW] = Friedrich Wilhelm III. Noch heute findet man auf Auktionen diese Steuermarke, die daran erinnert, dass in schlechten Zeiten oft das Tafelsilber dran glauben musste.

6 henning strothjohann 21.03.2013, 09:22 Uhr

werter Don Alphonso

viel zu spät habe ich deine Kolummne endeckt, und das obwohl ich schon seit 13 Jahren regelmäßig die FAZ und FAS lese.
Du sprichst mir diesmal voll aus dem Herzen und bestätigst mich in meiner Strategie seit Euroeinführung. Wichtig ist allemal 1. Schulden tilgen 2. reich ist, wer nichts braucht 3. das Leben ist zu kurz um 4/5 der Zeit zu malochen.

Da gehe ich doch lieber jetzt Schlitten fahren.

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6 D. Sebastian 21.03.2013, 09:23 Uhr

Von Teekannen in Krisenzeiten lernen

Von den einst rund 230 Silberschmieden in und um Wien sind nach dem Zusammenbruch der Monarchie ganze drei geblieben. Wissen, Fertigkeiten, Arbeitsplätze, Wohlstand und Glück gingen damit für immer verloren. Einer dieser drei Silberschmieden, die überlebten, war Arthur Krupp, eine Nebenlinie des einst größten europäischen Industrieunternehmens. Seine Erzeugnisse werden noch dann Menschen erfreuen, wenn das Ruhrunternehmen längst dahingeschmolzen ist.

Hochwertige Handarbeit in kleinen Manufakturen könnte so manche Probleme in Europa lösen. Die Globalisierung in Verbindung mit dem Euro wird ansonsten dafür sorgen, daß es in vielen europäischen Ländern bald kaum noch Arbeit und Perspektiven geben wird.

Die Politik ist aber nicht geneigt, eine solche Entwicklung zu fördern. Denn dadurch verliert sie Einfluß auf die Menschen und Steuergelder. Wir sind alle aufgerufen, dieses System schnellstmöglich zu beenden. Es dient nur wenigen und macht achtzig Prozent der Menschen unglücklich. Die Profiteure werden sich aber mit Händen und Füßen wehren und ihre Propaganda intensivieren.

0 PeterWolf 21.03.2013, 22:17 Uhr

Zypern

Warum Gesellschaften retten, die meinen, Geld mit Geld produzieren zu können?
Man lernt durch volle Deckel. (Kölsche Weisheit)
Auch wenn's primär nicht um den Erwerb alter Meister ging.

1 Köstlich 21.03.2013, 22:27 Uhr

Sollen wir uns am Zypern - Rettungsfonds beteiligen ?

Da steckt doch so viel Luft drin, wie Gas vor der Küste zusammengeträumt wird.
.
Zypern will sein Geschäftsmodell nicht aufgeben, das können sie gerne haben - mit eigener Währung. Auch sollten keine weiteren Rettungsmilliarden aus Brüssel versenkt werden ohne Anrechte auf die Gasträume vor der Küste zu fordern.
.
In einer Pleiteverhandlung gilt es Sicherheiten zu fordern, sonst lacht einem der Gegenspieler ins Gesicht und ruft lustig "all in"!

0 Umverteiler 22.03.2013, 11:33 Uhr

a propos 'Panicos'

Der entsprechende Spruch heisst : if you panic, panic first !
Inzwischen ist es definitiv zu spät für die Zyprioten, zu "paniken". Mancher Geldsystemkenner würde ja behaupten, während der "verlängerten" zypriotischen Bankferien hätte man europaweit die Notenpressen auf Hochdruck laufen lassen können, um dann in Baumwollsäcken genug buntes Frischgedrucktes für das "Ferienende" durch die Bank-Hintertür herbeizuschaffen. Normalerweise hätten dann die Systemgläubigen die Scheine wieder irgendwo in Europa bei einer Bank abgeliefert, das Buntbedruckte wäre wieder im Baumwollsack eingesammelt und durch die Bank-Hintertür wieder an die EZB-"Schein-Deponien" zurückgeliefert worden.

Aber diesmal hat man sich ja das vermeintlich russische Schwarzgeld ausgesucht, und Asmussen und die anderen nicht gewählten Bank-Diktatoren wollen anderer Leute Eigentum nur gegen Stempel und Unterschrift rausrücken. So was nennt sich "Kapitalverkehrskontrollen" und soll den gefürchteten Bankrun aufhalten, solange der Bürger noch über Scheingeld verfügen darf und nicht nur über Bits und Bytes auf einem Bank-Computer.

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mhm

ich hatte so schöne Sachen für Donna Laura , Folkher Braun und Fiilou , Colorcraze nicht
zu vergessen, denen ich auf dieser Seite allen danke, Ihr seid so lieb .
Aber in der Parallel-Welt tritt man mir meist nur in den Allerwertesten .
Einfach nur eine dumme Meinung abzugeben wäre mir ja lieber ,mfG.T.

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hallo Don

manchmal klappi es ia . muß was technisches sein.
OT: nach über 20 Jahren in Amerika ist mein Englisch immer noch verbesserungsfähig ,
aber dass ich die beiden englischen Zeilen am Anfang Ihres Textes überhaupt nicht
verstehe , erfüllt mich schon mit gewisser Sorge.
Wären Sie so freundlich die noch einmal auf Deutsch zu wiederholen ?
vielen Dank, T.

1 Köstlich 24.03.2013, 14:01 Uhr

Wem ist bekannt was zur Vorbereitung des Di-Day gerade getan wird ?

1 Woche hatten sie nun Zeit, um Vorbereitungen zu treffen und ich bin mir sicher, da herrschte hektische Betriebsamkeit. Wie ich gelesen habe, sind die Zweigniederlassungen der Z-Banken in GR bereits von GR Instituten geschluckt worden, um eine Ansteckung zu vermeiden. Das ist bei aller Irrwitzigkeit doch vernünftig.
.
Ein guter Journalist würde bei den Vorbereitungen für Di-Day anpacken. Stattdessen stehen Sie immer nur dröge vor der Kamera und berichten, dass in den Verhandlungen nix voran geht.

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ist eine Kunstfigur, die seinem Verfasser nicht vollkommen unähnlich ist.