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Stützen der Gesellschaft

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Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Bella Italia in Bewegung

| 65 Lesermeinungen

Schönheit allein reicht nicht, und es darf auch laut, vulgär und patiniert sein: Erst die Bewegung macht Menschen, alte Automobile und ein ganzes Land so verführerisch, dass man auch über die gröbsten Fehler und Zweifel hinwegsieht.

 Senti Italiano vo’darti moglie
Rossini, Die Italienerin in Algier

Sag mal,, sagte die meine Italienpassion nicht teilende I., als sie meine Bilder aus Italien gesehen hatte. Die Italienerin an sich, sagte sie etwas abschätzig, ist jetzt aber nicht wirklich rasend schön. Ich sah noch keine Isabella Rosselini auf Deinen Bildern, die sind manchmal schon etwas vulgär oder billig angezogen, die Mädchen sind schlampig wie in Berlin und die Schuhe der Damen sind wirklich peinlich mit diesen Absätzen. Und dann ist bei den Bildern aus dem Cafe in Mantua immer diese entsetzlihe deutsche Billigparfümerie im Bild, wie in Zwickau: Ich dachte, dass die Italienerin mehr auf sich achtet.

In solchen Momenten kann man gleichzeitig als Freund und Italienliebhaber eigentlich keine richtige Antwort geben. Verteidigt man ritterlich die Italienerin als solche, fragt sich die gepflegte, bessere Tochter, warum sie so viel Mühe auf ihr Aussehen verwendet, wenn der Bekannte auch Turnschuhmädchen und überdrehte Alte mit Dalmatinerpunkthigheels in seinem Blog herzeigt, und das auch noch toll findet. Da könnte sie es ja auch gleich bleiben lassen. Auf der anderen Seite mache ich so etwas tatsächlich nur in Italien; in Deutschland habe ich überhaupt keine Lust auf die Darstellung von Menschen in Alltagssituationen. Und natürlich hat die I. recht: Nach den formalen Kriterien, denen auch viele Italienerinnen ebenso krampfhaft wie sinnlos nachzueifern versuchen, weil die normale Italienerin halt kein Supermodell ist und auch nie werden wird, sieht Schönheit so wie in den Magazinen oder wie die Telegattas in Berlusconis Schmierensendern aus. Aber möchte man das so sagen?

 

Statt dessen sage ich dann, dass man nicht nach den Bildern gehen kann und darf. Bilder frieren Augenblicke fest, Bilder sind erstarrte Posen, Bildern fehlt die zeitliche Tiefe, sie erzählen die Geschichte eines Moments, und wenn der schön sein soll, dann muss man sich in Pose stellen und auf sich achten. Was aber die Italienerin schön macht, zumindest in meinen Augen, ist nicht nur der Moment, sondern die Bewegung. Sobald das Bild nicht mehr statisch ist, sobald die Italienerin ihren Gang, ihre Gestik, ihre Mimik einsetzen kann, wird alles anders. Das Bild wird ihr, wie auch die manchmal sehr bissige die I., nicht gerecht, das gibt die Möglichkeit, nach Fehlern zu suchen, und man wird da, wie immer in Italien, schnell fündig. Aber in Bewegung! Im Verfallen von der einen Pose in die nächste, da hat man gar keine Zeit mehr, genau hinzuschauen. Aber ich finde das dann schön.

 

Und so ist es auch mit der Mille Miglia (Teil 1 mit dem Start hier, Teil 2 mit den äh dynamischen Bewegungen hier). Es gibt gute, sehr gute Gründe, warum man die Natur nicht mit ungefilterten Abgasen belasten sollte. Es gibt gute Gründe, sein Geld in etwas anderes zu investieren, als ein paar tausend Euro an einem Wochenende für eine Rundfahrt zu verprassen. Es gibt gute Gründe, warum man diese öltriefenden Kisten nicht mit Vollgas durch den Stadtverkehr preschen und rote Ampeln ignorieren lassen sollte. Und wenn man ehrlich ist, und sich ein wenig vor der wahren Grösse des mittelalterlichen Siena klein gefühlt hat, vor der Geschichte und Kultur, dann sind das nur ein paar alte, stinkende Droschken ohne Motor und, auf lange Sicht, auch ohne historische Relevanz. Auf 1600 Kilometer rauscht die Mille Miglia an Kulturdenkmälern, Naturschönheiten, Museen und Palästen vorbei, nichts wird besichtigt, nie bleibt man stehen, immer ist man in Bewegung: Zum Glück ist es Überland nicht so hektisch, und in Siena muss man im Zeichen der Schnecke durch die Gassen kriechen, bis man auf dem Campo ist.

 

In der Toskana ist die Mille Miglia am schönsten, weil sie nicht rast, sondern wie eine Italinerin in Bewegung ist. Das Licht in Siena am Mittag ist fast surreal, und die Antwort auf die Frage, warum man das macht, findet man auch im Zweifel stets hier. Natürlich habe ich auch Zweifel, denn diese Ausfahrt erscheint mir, wenn sie in den Städten ankommt, wie ein Requiem auf die Mobilität, um sie herum die Leichen der modernen Autoindustrie in Grau, Silber und Schwarz, und dann kracht ein bunter, lauter, obszöner Blitz hindurch, der Dies Irae, die Erinnerung an die Zeiten, als Autofahren noch lebensgefährliche Freiheit war, und nicht die Suche nach einem Parkplatz und die Auswahl eines Navigationsgerätes. Die Mille Miglia hat damit nichts zu tun; sie ist so zeitgemäss wie die Contraden in Siena, das Pferderennen auf dem Campo, ein analoges Objektiv oder was auch sonst immer die Angriffe der alles gleich und gleich schön machenden Ordnung des globalen Kapitalismus zu überleben in der Lage ist. Oft überlebt nicht das Gute, sondern auch das Schlechte oder, wie die Mille Miglia, das Ambivalente.

 

Sie ist eine Erinnerung, die man vermutlich in den Menschen ausmeisseln muss, um all die Geräte zu verkaufen, mit denen sich die Moderne in Italien und Europa in eine ungewisse Zukunft schleppt. Es sind Relikte aus einer Zeit, da man sich keine Fragen um die Zukunft der Mobilität stellte, weil man ohnehin nicht wusste, ob man das Rennen überlebt. Aber wenn das Rennen dann zur Landpartie wird, durch Siena am Mittag oder über die abgelegenen Landstrassen, dann ist das alles sehr bei sich und in Bewegung schön. Mehr nicht, aber das ist ja auch ganz angenehm.

(Den Anfang dieses Beitrags habe ich vor einem Jahr geschrieben, unmittelbar nach der Heimreise eines zweimonatigen Aufenthaltes, als Abschluss für die Serie „Bella Italia“, die damals in der FAZ abgedruckt wurde. Ich war so etwa zur Hälfte damit fertig, als ich Mails von meinen Freunden aus Italien bekam, dass es dort gekracht hat: Das grosse Erdbeben von 2012. Ein Beitrag über italienische Bewegungen in Zeiten des Terremoto ist vielleicht nicht die beste Sache, also blieb der Beitrag unfertig. Statt dessen warf ich meine Koffer ins Auto, fuhr zurück und schrieb, was ich sah, hörte und fühlte; seitdem bin ich etwas vorsichtig mit Formulierungen wie „die Erde bebt“ oder „erschüttert die Wände“. In den nächsten Tagen erscheint in der gedruckten FAZ ein grösserer Beitrag über den aktuellen Stand der Dinge, der eher nur so mittelerfreulich ist. Italien steckt tief in der Krise, für 58 dringende Notfälle gefährdeter Bauten hat die Region Mantua – immerhin eine reiche Region mit dem Status eines Weltkulturerbes – nur lumpige 4 Millionen Euro zur Verfügung. Man hat wenigstens die Hoffnung, dass das grosse Beben nun vorbei ist, und deshalb habe ich jetzt, ein Jahr später, den halbfertigen Beitrag umgearbeitet und hier eingebaut, damit die Geschichte weitergeht.)

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65 Lesermeinungen

  1. Titel eingeben
    Die Information über einen Blogbeitrag kommt wieder per Mail. Es geht aufwärts!

  2. Oh
    ist das schön dort. Bei der Landschaft können die paar alten Töfftöffs nicht viel anrichten. Dieser Fernblick!

    • Ja, das ist die Gegend von Siena: Man weiss gar nicht, wo man zuerst hinschauen soll.

  3. off topic(ture)
    Frau Merkel hat Herrn De Maizière ihr vollstes Vertrauen ausgesprochen. Armer Kerl, nun muss er fort. Allerdings – gutbezahlt. Weinen wir also nur leise… (und ein wenig auch um die verbrannnten Steuermillionen).
    .
    Ansonsten: bitte mehr von der MM! Das ist bravourös!

    • Meine MM Wette wäre.......
      Ich glaube, dass MM Rennen läuft anders aus. M1 kann man höchstens vorwerfen, dass er ein paar Monate gezögert hat, bevor er den Falken zu Boden zwang. Er ist es nicht, der die Steuermillionen ausgegeben hat. Das waren seine Vorgänger, die das Projekt unterschrieben haben. Aber natürlich sähe es die SPD gerne, wenn sie M1 das Problem unterschieben könnten, dass sie seinerzeit in die Wege geleitet haben.
      .
      M2 ist schlechter dran. Sie ist schon seit 7.5 Jahren für die Richtlinien der deutschen Politik verantwortlich. Dazu gehört auch der Falke – wozu er auch immer hat dienen sollen. M2 kann nicht mehr behaupten, denn Falken nur von Herrn Schröder übernommen zu haben. Dazu hat sie ihn zu lange wachsen lassen.
      .
      Da M1 – im Gegensatz zu Schnucki – sich getraut hat, den Falken abzuschießen, wäre ihm auch zuzutrauen, dass er die MM gewinnt. Ich jedenfalls würde auf ihn wetten – und zwar einen ansehnlichen Betrag.

    • Ossies unter sich....
      Ich will mal Herrn Lieb von den NDS zitieren, der hat es schön auf den Punkt gebracht, den sie in der FAZ garantiert niemals lesen werden:

      Franz Josef Jung musste Amt als Verteidigungsminister aufgeben, weil er über einen Luftangriff in Kunduz mit 142 zivilen Toten, das Parlament verspätet und unvollständig unterrichtet hat. Vermutlich hatte er noch nicht einmal bessere Kenntnisse. Zu Guttenberg musste gehen, weil er bei seiner Doktorarbeit abgeschrieben hat. Auch Bildungsministerin Schavan musste wegen eines Plagiats in ihrer Dissertation zurücktreten. Und selbst der Bundespräsident musste abtreten, weil er nicht den nötigen Abstand zu „Freunden“ aus der Wirtschaft gewahrt hatte. Aber de Maiziere, der noch bis vor wenigen Tagen an dem Drohnen-Projekt festhielt, mit dessen politischen „Absturz“ nun eine halbe Milliarde Steuergelder versenkt wurde, darf nun erst einmal ein paar Wochen schweigen. Es zeigt sich einmal mehr, dass man politisch noch so schwerwiegende Fehler machen kann, darüber regt sich die Politik und die veröffentlichte Meinung weniger auf, als über – daran gemessen – harmloses persönliches Fehlverhalten.
      Was muss man eigentlich noch politisch falsch machen, um die politische Verantwortung zu übernehmen und seinen Hut zu nehmen?
      De Maiziere agiert wie ein „lautloser Panzer“: Er ist nicht nur ein glühender Verfechter des Einsatzes von Drohnen und hat nach Spiegel-Meldungen in Afghanistan auch schon mit US-Drohnen töten lassen. Der in seinem Verantwortungsbereich liegende Militärische Abschirmdienst führte den NSU-Untersuchungsausschuss an der Nase herum. Er verteidigt Rüstungsexporte nach Saudi Arabien verteidigt und will Rüstungsexportgenehmigungen aus „hochpolitischen Erwägungen“ weiter geheim halten. Er will Bundeswehreinsätze in Pakistan, Jemen, Somalia oder Sudan nicht ausschließen. Er hat vollends mit der grundgesetzlichen Bindung der Bundeswehr als „Verteidigungsarmee“ gebrochen und den Einsatz der Bundeswehr im Ausland als Instrument der Außenpolitik erklärt. Er ließ mit dubioser Begründung Patriot-Raketen an der syrisch-türkischen Grenze stationieren. Seine Bundeswehrreform gerät immer mehr zum Desaster.
      Doch der Verteidigungsminister bleibt (bisher noch) Merkels Liebling. Mal sehen, wie lange noch.

    • Thomas de Maizière ist "Wessi"
      TDV: Vielleicht sollten Sie Ihre ungehörige Überschrift ändern. Der “Ossi” heißt übrigens Lothar de M.

    • Kein Verwandter?
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  4. Über die Beweglichkeit der Italiener
    Sehr geehrter Don!
    Ihrer charmanten Beschreibung der Italienerin, möchte ich meine Bewunderung für die Italiener hinzufügen. Sie können mit dem größten Chaos umgehen, weil sie immer in Bewegung bleiben. Wir Deutschen machen einen Plan und dann bleiben wir bei dem Plan – egal was passiert oder wie unnütz der Plan wird. Bestenfalls haben wir Mutti, die einfach den Minus-Plan macht, das heißt, wie vorher, aber umgekehrt. Die Italiener, die ich bewundern gelernt habe, kamen ständig mit neuen Ideen. Im Gegensatz zu einem deutschen Manager haben sie sich überhaupt nicht geniert, am Montag etwas ganz anderes vorzuschlagen als das, was sie am Freitag für richtig hielten. Am Wochenende ist ihnen halt was eingefallen. Man denkt, man hat sie von etwas überzeugt, setzt sich bequem zur Ruhe – und wupps, kommen sie mit einem neuen Vorschlag. Und weil man faul war und sich nicht darauf gewappnet hat, ist man ihnen ausgeliefert.

    • Beweglichkeit der Italiener
      Ich bin mal nur gespannt wie das augenblickliche Chaos ausgeht. Da wir mit Don Camillo und Peppone mittlerweile ” verheiratet ” sind , könnte die Bewunderung dem Entsetzen weichen .

    • Teils, teils....
      Ich gestehe, meine Erfahrungen mit Italienerinnen hatten andere Konsequenzen. Wenn man nur lange genug um sie herum ist, so sieht man welche Machttrips dort schlummern.
      Dons Abneigung gegen die Ehe könnte da ihre Bestätigung finden?
      So unangenehm allein sein im Alter sein mag, besser als mit ein wenig Pech mit solcher Megäre zu enden ist allmal.
      Gott sei Dank, sagte der Atheist, sind nicht alle Frauen so….. ;-)

    • Titel eingeben
      Soll ich etwas längeres über die Italiener und was da gerade los ist schreiben? Ich glaube, man sieht das in Deutschland kaum, aber in Mantua (reicher Norden) haben im Norden der Stadt die grosse Kartonagenfabrik und der Autozulieferer geschlossen, und im Süden sind viele mittlere Betriebe mangels Arbeit zu. Da bilden sich gerade Ansätze von Elendsbereichen rund um die Stadt. In der Stadt merkt man das nur, weil von den 4 Zeitungskiosken 2 verschwunden sind. Aber was sol man tun? Wenn die deutschen Autos durch Lohndumping insgesamt besser sind, gehen halt die Zulieferer pleite, und wenn man nichts mehr exportiert, braucht man keine Kartonagen mehr.

    • Beweglichkeit
      Sag ich doch!
      Aber wenn ich mich recht erinnere soll der italienische Staat – so die FAZ – an Liegenschaften , Beteiligungen und Unternehmen ein Staatsvermögen von 750 Milliarden vorhalten. Wäre es nicht an der Zeit einen Teil des Tafelsilber zu verkaufen ?

    • Ja !
      Sie kennen doch Italien schon recht lange, und kennen doch sicher was gleich geblieben ist und was sich geändert hat…

      3sat hatte for ein paar Monaten eine (wie mir schien) ausgezeichnete drei-teilige Serie zur Mafia, die sehr vieles, zB die krasse Trennung zwischen Nord und Süd, verständlich und glaubhaft erklärte…

    • Die Sache mit den Familien hat sich auch radikal geändert, eine Folge der Überalterung der Gesellschaft dort, der niedrigen Einstiegsgehälter (wenn überhaupt) und der späten Heiraten. Diese italienische Familie aus den 50er oder 70er Jahren funktionierte, weil man da mit 18-25 eine Familie gegründet hatte, und dann entsprechend viele arbeitstaugliche Leute da waren, damit so ein Clan in sich alles mögliche machen kann. Heute sterben in Italien die Restaurants, weil die Familien nicht mehr zu 10, 20 am Sonntag zum Essen gehen: Weil es halt nur nch 4 oder 5 sind oder sie ganz daheim bleiben. man merkt das daran, wie wenig inzwischen Tische zusammengeschoben werden.

    • Titel eingeben
      Ohne junge Menschen ist es halt nirgendwo mehr wirklich lustig. Es käme darauf an, die Wirtschaft so zu gestalten, daß sie wieder mehr Zuversicht haben können und sich eine Familie “anschaffen” können.

  5. Von der Eroberung von Italienern
    Ich weiß zwar nicht wie man bewegliche Italienerinnen erobert, aber ich weiß, wie man mit den Männern aus diesem Land umgeht: Man überlegt sich selbst jeden Tag eine neue Idee. Damit ist man seinen italienischen Bossen immer schon einen Schritt voraus.

  6. Tolle Bilder
    Tolle stimmungsvolle Bilder (mein Favorit: das allerletzte Bild). Aber gibt es wirklich keine Katzen mehr in Italien ???

    • Titel eingeben
      Vorgestern Nacht wollte ich eine ablichten, aber sie war zu launisch. Ich habe aber Jaguare und kann sie gern nachtragen. Danke für das Lob!

    • Italien,Autos und Katzen
      Endlich wieder Don auf e-mail Hurra! Seit langer Zeit. Es muss sich eben alles ändern damit es so bleibt. Die Bilder : Eine Augenweite, der Text sowieso aber richtig ist die Kritik:Wo sind die Katzen. Eine ist man den Lesern auf jeden Fall schuldig, sonst könnte man ja vermuten der Don hat sich zu seinen und unseren Ungunsten verändert

    • Titel eingeben
      Das ntsprechende Plugin wurde drei Monate einfach nicht gemacht: Ich mäöchte hier überhaupt nicht “Hurra! sagen.

  7. Titel eingeben
    Die größte Enttäuschung über die Italienerinnen erlebte ich in der U-Bahn von Rom. Als nämlich eine wunderschöne Dame zu mir aufblickte… mir dann Ihren Sitzplatz anbot. Zum ersten mal fühlte ich mich alt.

  8. Titel eingeben
    @H-Kennzeichen-Fahrer: Keine Katzen mehr in Italien ?
    .
    Nun, ich kann sagen, dass ich vorgestern in einem Bordmagazin der Air Dolomiti (oder wars doch das der Lufthansa?) ein Bild von P Cruz in rotem Kleid bei Nacht umschlichen von etwa ein Dutzend schwarzen Katzen gesehen habe.
    .
    Die C ist sonst nicht mein Typ, aber das Bild hatte was.

  9. hans
    “Das Licht in Siena am Mittag ist fast surreal”
    Und das von einem, der angeblich keinen Alk anrührt.
    Wohl zu lange am Auspuff des Vordermanns geschnüffelt.
    Da erhält das Wort Bollerwagen eine völlig neue Bedeutung.
    Wie sangen früher die bösen Buben von der Grundschule: Caterina Valente hat nen … wie ne Ente … und erst der Po von der Lollo…

  10. Darf in Italien Olivenöl bald auch nur noch von einem EU-Beamten am Tisch ausgeschenkt werden?
    Noch sind wir nicht so weit.
    .
    Der gerade präsentierte Unsinn aus der Bürokratenhauptstadt wird nur die grossen Olivenölvermarkter freuen.
    .
    Wie immer: Lukrative Lobbyarbeit als Verbraucherschutz getarnt.

  11. Titel eingeben
    Am Samstag saß ich in meinem Lieblings Café und beobachtete die Menschen und erfreute mich an den Gesten, der Mimik, der Bewegung.
    Und wenn ich wieder in Deutschland bin, freue ich mich immer über Ihre Bilder, die genauso dies so schön einfangen. Dann tauchen vorbmeinem geistigen Auge auch wieder die bewegten Bilder auf und ich freue mich schon auf den nächsten Italienaufenthalt.
    Danke für die Bilder und auch Texte aus Italien.

  12. Schönheit allein...
    …doch wie sieht es denn mit den kulinarischen Offenbarungen aus, die nun gerade diese Region Italiens in so angenehmer Weise verführerisch macht. Dies kommt bei all dem Benzin, Lärm und Blech etwas zu kurz, geschätzter Don. Ich denke hier an ein Bistecca Florentina mit einem schönen Brunello – passend zu den Springenden Pferden?! Und all die Pasta und Olivenöl, handgedengelten Käse…Ach, bella italia.

    Tolle Bilder.

    Zweifeln kann nur, der für das Schöne nicht taugt.

  13. Titel eingeben
    Den südlichen Nachbarn fehlt leider auch immer das “nos sunt”. Der Gemeinsinn ist dort noch genauso rudimentär ausgeprägt wie zur Zeit des letzten magister militum namens Odoaker. Kopf in den Sand und es wird schon. Italiker können: nette Plünnen, Schuhe und Autos herstellen. Regieren – impossibile. Da ist mir “Mutti” dann doch lieber. Sic.

  14. Titel eingeben
    Das Licht in Siena am Mittag ist fast surreal….

    eine noch surrealere vorstellung bei dem wetter in frankfurt. heute. merci für die reminiszenz-aufwachen. das licht in siena schien damals wirklich so unwirklich.

    • Titel eingeben
      pardon, sollte heißen: das reminiszenz-aufwachen. nun, doch noch nicht so wach, anscheinend ;)

    • hans
      Noch einer, der Licht gesehen hat. Der Salon verkommt allmählich zur Drogenhöhle.

  15. Schöne Bilder,
    schöne Bewegungen, schöne Prosa! Endlich fließt es wieder. Auguri!
    E.R. Langen: Sie brauchen dringend Urlaub!

    • Titel eingeben
      Nun, bei mir hakt es immer noch und ich werde mit diesem System nicht warm. Dass hier diese Bilder sind, liegt aucg daran, dass ich das System überlistet habe, denn so, wie es ist, ist das gar nicht vorgesehen.

    • Überlisten, das gefällt mir!
      Überlisten, das gefällt mir!
      So wie es ist, auch.

    • Das wird...
      …in diesem Jahr nichts. Leider. Warum meinen Sie?

    • Dipl. Ing. Phantast.
      Die Blogsoftware? Ja, daß an der tiefgreifend was geändert wird, erwarte ich auch eher in 14-24 Monaten. Kleinkram wie Reihenfolge verändern (das irritiert so schön) geht natürlich schneller.

    • Es gibt keine Softwareprobleme, so wie es eigentlich auch keine Autounfälle gibt. Da sitzt nämlich auch immer irgendwo ein Fahrer, Konstrukteur oder Mechaniker, der es verursacht hat. Das Auto kann nie etwas dafür. Und so ist es auch bei dieser Softwarwe. Super Basis mit WordPress, und dann hat man damit herumgespielt, und das Ergebnis ist unbrauchbar.

    • Kaiserin von China
      Falls mal wieder 500 EUR zusammengekratzt werden können, könnte man ja die Umwandlung von “Titel” in “Überschrift” in Auftrag geben.

    • Wenn ich das freischalten soll, sehe ich die Überschrift gar nicht. Natürlich, weil die eine hauseigene Zutat ist. Und den Rest muss man als Tribut ans Amerikanische verstehen, da heisst das nämlich Title, weil sie zu faul sind, Headline zu schreiben.

      Ändern? Glaube ich nicht. Das ist ja so gewollt. Und hinter meinem Rücken gemacht worden. Virnerum hiesss es, wir kriegen WordPress, hintenrum ist es so, wie es ist.

    • Präsidentin der Repassiervereinigung e.V.
      Ah, jetzt verstehe ich, warum Sie eigentlich nie eine eigene Überschrift schreiben.

      Aber wenn das also der selbstgestrickte Teil ist, dann geht Ändern doch sowieso?!?!
      Auf das Selbstgestrickte wird man doch wohl mal die Suchfunktion nach “Titel eingeben” loslassen und das durch “Überschrift eingeben” ersetzen können.

    • Das haben Leute so entschieden und wenn es nach mir ginge, würde man den ganzen Müll wegschmeissen und es komplett neu ohne den ganzen Klimbim machen. Das basiert auf der Vorstellung, dass es nicht reichtm wenn FAZ.net die Medienwelt belustigt, sondern auch no0ch Blogs in das gleiche System gepfercht werden müssen. Das sind dann halt die Gründe, warum die eine grosse Tageszeitung SZ im Internet prima läuft und die andere halt nur so eher mittelgut.

  16. Titel eingeben
    Aus gegebenem Anlass: Wenn ich einen Kommentar lösche (was ich gerade nach einiger Daueranfieserei getan habe), dann ist er lediglich weg. Wenn ich das aber mache, indem ich ihn zu Spam erkläre. landet alles in Zukunft im Spam, von dieser Person. Ich würde es also nicht zu weit treiben, sonst schreibt man ausschliesslich für die Mülltonne, ohne dass ich es auch nur sehe.

    • hans
      Alles logger, ganz leschähr,
      Sonst rudscht der blogger gleich vom hogger
      Un nix is mehr als wies ma wär

    • Ich höre mir gern auch Kritik an, aber wenn dabei dann pauschal auf die Leser des Blogs eingeschlagen wird, sehe ich das mehr als Trollerei, von der ich dieses Blog frei halten möchte.

    • Pardon, das war nicht so gemeint mit dem Urlaub
      Pardon, das war nicht so gemeint mit dem Urlaub. Das war rein nett gemeint, quasi aus Sorge, weil der liebe Kommentator E.R. Langen gedanklich so an der deutschen Innenpolitik klebt – und das mitten in einem Bella Italia-Blog! Wo schöne äußere, da doch auch schöne innere, will sagen schöne seelische und schöne Gedankenbewegung. Oder? That’s was wir wollen und that’s exactly was Deutschland dringend braucht! Schönheit! Bewegung! In den Köpfen und auch sonst! Also: Der Blog ist unser Urlaub! Meiner immer. Vielleicht könnte man sich darauf einigen und die politischen Kommentare rauslassen?

    • Ach so...
      …deshalb. Ja, da täten drei Wochen Toscana gut. Dieser Blog ist für mich kein Urlaub, aber die dauernde Erinnerung daran. Das ist schon etwas.

    • Titel eingeben
      Ih schreibe bald wieder aus Deutschland mit 500 Meter Schnefallgrenze, wenn’s beliebt.

    • Tausend
      Tausend. It does.

  17. Der Gemeinsinn des Italieners endet an der Familiengrenze
    Lieber Frundsberg, der Gemeinsinn der Italiener ist sehr ausgeprägt, so lange es in der Familie bleibt. Deshalb genügt ja auch ein einziger Beamter in Italien, um eine Sippe von 12 so irgendwie durchs Leben zu schaukeln.
    .
    Wichtig ist, dass ein Familienmitglied ein regelmässiges Einkommen hat und der Beamte / die Beamtin steht dort im Ansehen ganz weit oben. Was die tun ist egal, Hauptsache die Uniform ist fesch und das Geld pünktlich am Konto.
    .
    Der Rest der Familie kann sich dann ganz entspannt den allfälligen Nebentätigkeiten hingeben. Mutti geht auf den Markt. Omi betreut die Kinder, Opa sitzt im Cafe oder am Glücksspielautomaten. Das Töchterchen zupft Wimpern oder Kapern. Der Sohnemann schraubt an Papas Auto oder seiner Vespa. Der Schwager baut kräftig mit am Haus, wenn mal Geld übrig ist.
    .
    Und keiner hat das Gefühl arbeits- oder nutzlos zu sein … zumindest unten im Süden.

    • Stimmt nicht
      Meine eigenen Erfahrungen in bella italia sind, dass die Kerle dort zu produktiver Arbeit nicht fähig sind, es sei denn, sie haben dafür ihren höchstperönlichen Sklaven. Man musste sich nur zu Zollverschluss- Zeiten mal die “Arbeit” in einem italienischen Zollhof ansehen, zum Beispiel in Busto Arsizio. Ich habe auch mal auf einer Einfallstraße nach Mailand erlebt, wie Pkw- Fahrer über die Beine von Verletzten fahren wollten, nur um weiter zu kommen. Und die Polizei nahm schon in den 80ern gern 20000 Lira für irgendwelche Verfehlungen ohne Quittung, mit Quittung 60000. Freiqwillig betrete ich dieses Land nicht mehr.

    • Ich habe da über weite Strecken ganz andere Erfahrungen gemacht, aber ich komme ab und zu auch in Firmen hinein und da läuft es auch nicht anders als bei uns – nur erheblich schlechter bezahlt. Amtsstuben sind sicher nochmal ein Sonderfall, aber da ändert sich, ausgehend von Parma und Florenz, auch einiges.

    • Titel eingeben
      “Kapern-Zupfen”, das versuche ich mir gerade vorzustellen. Treffende Beschreibung des italienischen Systems, lieber Köstlich. Hätten es die Oberen in der ehemaligen römischen Provinz Raetia mal dabei belassen, was das Eibinden von Familienmitgliedern auf Staatskosten betrifft …

    • Titel eingeben
      Da war die Replik plötzlich weg. Wie lautet noch einmal die URL des Ausweich-Blogs ?

  18. Einfach schön.
    Mille grazie, Don.

  19. Titel eingeben
    Sehr geehrter Don Alphonso;
    ich würde mich freuen von Ihnen erfahren zu können um welchen Fahrzeugtyp es sich bei Bild Nr. 10 im zweiten Block handelt?

    und falls Sie noch keine zeit hatten nach einen WordPress Bild Galerie- plugin zu suchen: das flipping book arbeitet prima.

    httpx://wordpress.org/plugins/page-flip-image-gallery/

    Besten Dank für die tollen Bilder,
    WoDie

    • Titel eingeben
      Danke für den Tip!

      Es handelt sich dabei um einen Riley Sprite von 1937. Den gab es auch als 4-Türer und mit einigen Spezialkarosserien, die dann einen stärkeren Motor hatten. Das sind relativ kleine und leichte Fahrzeuge, die damals ähnlich wie die Alfas ein gutes Leistungsgewicht hatten und versuchten, mit Stromlinie schnell zu sein. In England waren sie äusserst erfolgreiche Sportwägen in dieser Epoche.

    • Besten dank für ihre
      schnelle – und ausführliche Antwort Don Alphonso,
      Und schnell war er, der Riley Sprite – jedenfalls ganz am Anfang der 70ziger Jahre des letzten Jahrhunderts – er hörte auf den Namen “Celia” – nur der Name des Herstellers – der war mir entfallen.
      Sehr wohl ist mir aber das flaue Gefühl im Magen im Gedächtnis – auf der “Richtigen” Seite im Wagen sitzend – aber kein Lenkrad in der Hand zu halten.
      Es waren schöne Zeiten damals.

  20. Schöne Bilder! Schöne Frauen?
    Kompliment und ein Dankeschön für die Aufnahmen.
    Was die Damen betrifft, so sehe ich hier nur extrem leger gekeidete Touristinnen (gilt auch fast durchgängig für die Herren) – und wohl eher nicht italienischer Herkunft. Da siegt das Praktische. Und so sieht es auch aus. Die wenigen schönen Frauen, die sitzen in den Autos, was aber vermutlich andere Gründe hat.

  21. Titel eingeben
    Bei den gegenwärtigen Wetterkapriolen in teutschen Landen kann ich die Leidenschaft Euer Liebden für Bella Italia zum Teil nachverfolgen. Ein italienisches Auto würde diese Widrigkeiten hierzulande ja noch mitmachen (ich liebe Alfa & Co. !) – aber auch eine ‘Bella Donna’ ?

  22. Wie sagt man doch: "Vergangenheit kann nur in der Gegenwart leben"
    Wer Historie liebt und den linken Niederrhein durch die historische Brille sieht, der sieht 2000 Jahre altes römisches Erbe bis nach Xanten, auf dessen Werften damals Nordsee-gängige Boote gebaut wurden. Ich bin also nicht fixiert auf Bismarck, der gesagt haben soll, “die Italiener hätten einen Krieg noch nie auf derselben Seite beendet, auf der sie ihn begonnen hatten.” Die Christianisierung des Niederrheins kam übrigens von Irland und nicht aus Rom.

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