Home
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER
Weitersagen Kommentieren (54)
 

Liebesgrüsse aus Washington und der Wanderdüne

29.08.2013, 08:42 Uhr  ·  Schön, aber leider nur erfunden: Das Christkind, das Schweizer Bankgeheimnis und die Privatsphäre sind nette Stammeslegenden der Westens. Wer in der Realität überleben will, sollte schleunigst lernen, mit dem Generalverdacht allmächtiger Strukturen umzugehen.

Von

Es führt kein and´rer Weg nach Küssnacht
Friedrich Schiller, Wilhelm Tell

Viel hört man ja nicht mehr über all jene, die mit Hilfe Schweizer Daten-CDs als Steuersünder überführt wurden. Man hört vielleicht noch von den mehr als schattigen Umständen des Falles Hoeness, und es ist den Schweizern wichtig, dass die Welt davon Notiz nimmt, wenn sie einen Datenverkäufer einsperrt. Aber die restlichen Fälle werden ohne öffentliches Aufsehen abgewickelt. Das hat auch seinen guten Grund, denn als Steuersünder zur Rechenschaft gezogen zu werden, ist insgesamt weitaus weniger unangenehm, als mit dem gleichen Vergehen auch noch öffentlich vor aller Augen belastet zu werden. Mein Eindruck ist, dass die alten Zeiten, da Ertappte mehr als gewieft und vom Pech verfolgt denn als schädlich erachtet wurden, sich dem Ende zuneigen. Und das liegt sicher auch an der ungleichen Verteilung der Vermögen in Deutschland und in der Welt, denn der Apotheker, der diesem Hobby in der Schweiz vor 50 Jahren frönte, ist schwer zu vergleichen mit dem Konglomerat aus angeblichen Luxemburger Stiftungen, fragwürdigen CIA-Ermittlungen, Cum Ex Geschäften und problematischen Vermögensquellen wie Waffen- und Politikgeschäfte, bei denen es mutmasslich um mehr als nur die paar hundert Euro geht, über die man als Bundespräsident in Richtung der Ermittlungen stolpert.

Kurz, was früher eine überschaubare Nebentätigkeit in der Schweiz war, die sogar vor 10 Jahren noch halboffensiv in deutschen Luxuszeitschriften beworben wurde, ist heute Teil eines paranoiden Systems, dem man allgemein gern entgehen möchte. Die Schweizer Banken ersuchen, geplagt vom amerikanischen Staat und vom hohen Frankenkurs, ihre Kunden, das Geld doch bitte abzuholen und in Euro umzutauschen, wo sie dann nach der Wahl von Eurokrise und über europäische Umwege noch einmal extra besteuert werden. Die Art der diskreten Verfolgung in Deutschland lockt Einsichtige mit gar nicht so schlechter Behandlung, und wenn wir demnächst auf die ein oder andere Art beim militärischen Eingriff vulgo Krieg in Syrien zu helfen, darf sich die Regierung nicht nur über Ablenkung beim NSA-Skandal freuen, sondern auch über gut gefüllte Kassen bei der Extrabelastung, die nun mal solche weltpolitischen Exkursionen der Mächtigen mit sich bringen. Und dann braucht man wieder neue Waffen und die müssen bezahlt werden und dafür gibt es Provisionen und dann eben in Singapur statt der nahen Schweiz.

Somit könnte man das Thema eigentlich als kulturgeschichtlich beendet betrachten. Es war halt wie so oft, ein Land hat eine Vorzugsbehandlung versprochen, die es gewährte, solange es gut gelaufen ist. Alle profitierten davon und die Heimatländer der Geldbringenden waren davon nicht sonderlich gestört. Dann haben es alle etwas übertrieben, die Summen wurden grösser und die zugrunde liegenden Geschäfte anrüchiger, es kamen Bankenkrisen und neue Ermittlungsmethoden dazu, die Freiräume wurden kleiner, und am Ende sind es die Banken selbst, die tun, was für sie selbst und weniger für die Kunden am Besten ist: Garantien gibt es nur, wenn man sich im Zweifelsfall davor drücken kann. Das ist das Funktionsprinzip des Euro und dass man sich in der Schweiz anpasst, geht um so leichter, als die Betroffenen, die als Verlierer des Systems jetzt Selbstanzeige machen oder irgendwie versuchen, ihr Geld zu retten, schlecht laut protestieren können.

Dass der Druck vergleichsweise hoch ist, habe ich selbst übrigens vor ein paar Wochen gemerkt. Generell hatte ich bei der Schweiz ja immer ein gutes Gefühl; vor ein paar Jahren etwa habe ich in St. Gallen eine ganz wundervolle Biedermeierkommode gefunden, die definitiv teurer aussah, als sie gewesen ist. Die habe ich dann, als ich einmal einen Kombi hatte, abgeholt. Vorne war ich und hinten dieses Monstrum von Kirschholz, das die Zöllner an der Grenze anschrie: Teuer! Wertvoll! Ich hatte nicht einmal die Rechnung dabei, um belegen zu können, dass der Preis unter dem Limit war, von dem ich gar nicht wusste, dass es existierte. Man hat mich einfach so durchgewunken. Im Jahr davor habe ich mal probiert, was passiert, wenn man bei Chiasso in die Schweiz einreist, und auf dem Beifahrersitz im offenen Cabrio einen Louis-Vuitton-Koffer liegen hat: Wo geht es hier zur nächsten UBS-Filiale, fragte ich den Zöllner, der mich schon durchgewunken hatte, und der antwortete, er spräche nur Italienisch oder Französisch. So war das früher. Das ist die Welt der Apotheker, die mit ihren Wanderdünen in die technicolorbunten Berge der 70er Jahre fahren.

Dieses Jahr war ich auf Besuch in St. Gallen, und vor mir wurde einer schwer durchsucht. Ob ich etwas zu verzollen hätte, fragte man mich, fern aller Durchwinkerei, und als ich sagte, ich hätte aus Italien ein Kilo Grana Padano 36 Mesi als Geschenk mitgebracht – man muss das verstehen, es gibt ja den Witz, man werde an der Schweizer Grenze brutalstmöglich eher wegen einem geschmuggelten Käse denn für eine Million hessisches Schwarzgeld verhaftet – musste ich tatsächlich rechts ran, damit man das überprüfen konnte. Und auf dem Rückweg wartete direkt hinter dem alten, aufgegebenen deutschen Zollhaus am Bodensee ein neuer, überhaupt nicht aufgegebener BMW in jener grünweissen Farbgebung, die schon früher nicht dem Wanderdünenapotheker gefallen hätte. Die Zeiten haben sich wirklich geändert. Eine ganze Welt stirbt aus, was, das muss man ja auch ehrlich sagen, eigentlich ein Segen für die Gesellschaft und in besonderer Weise für die deutschen Steuerberater ist.

Vielleicht also würde von jenen beschwingten Tagen zwischen Bodensee und Lugano wenig bleiben, was man jenseits der Rolex dereinst den Kindern geben könnte, da sich alle Sicherheiten als Trug erwiesen haben – gäbe es da nicht noch einen anderen Glauben, der mindestens so kaputt wie das Bankgeheimnis ist: Der Glaube, im freien Westen zu leben, der demokratisch und moralisch überlegen ist. Wie wir nun ja wissen, haben die Geheimdienste alles in ihrer angeeigneten Macht Stehende getan, um jede Kontrolle zu umgehen und sich zum faktischen Herrscher über Informationen aufzuschwingen. Mag sein, dass Vermögen heute nur noch arg beschnitten vererbt werden können, aber ein paar Lektionen aus der Wanderdüne können den Nachfahren immer noch helfen. Dass Informationen bislang nur im eigenen Kopf wirklich sicher sind. Dass es ein Fehler ist, den gleichen Weg zweimal zu befahren und Durchreise weniger auffällt. Anrufe macht man, wenn überhaupt nötig, am besten mit vorbezahlten, anonymen SIM-Karten und Telefonen aus dem befreundeten Ausland – wie man heute durch das Abschnorcheln der Metadaten weiss, war das keine schlechte Idee. Man bedenke, dass man keinem zu sehr vertrauen darf und etwas, das man nicht sagt, auch nicht weitergesagt werden kann. Dass man den Weg mit den geringsten Kontrollmöglichkeiten nehmen sollte. Der Generalverdacht, unter dem wir dank der Geheimdienstregimes in Amerika und England stehen, hat früher eine ganze Generation von Vermögenden auf ihren Reisen geprägt, weil sie damals schon unter Generalverdacht standen. Und das Wichtigste ist: So viel wie möglich persönlich machen. Unter vier Augen.

Und so bewegen sich heute die Mitarbeiter des Guardian fort, so würde ich persönlich auf Facebook verzichten, so kann man sich Datensticks mit vorinstalliertem TOR kaufen, denn generell wird es ohnehin schwer, etwas ohne Kontrolle zu tun. Überall an den Autobahnen bauen sie Überwachungskameras ein, Flugdaten werden gemeldet, und wenn man mit der Scheckkarte ein Bahnticket kauft, dann wissen so einige, was man wann plant. Autovermietung, Buchungen, Hotelreservierungen, Reiserouten, was immer früher nur mit Menschen vor Ort und viel Aufwand kontrollierbar war, und was den Staat eigentlich auch nichts angeht, das alles wird jetzt in Echtzeit verarbeitet und ins Netz gepustet. Es ist gar nicht mehr so leicht, weite Strecken zu reisen, ohne eine Vielzahl von digitalen Spuren zu hinterlassen, sei es, weil wir aufgenommen werden, sei es, weil wir selbst mit den Geräten und Verkehrsmitteln senden. Die Wanderdüne schluckte bar bezahltes Benzin, Kameras waren selten und die Aufzeichnung teuer, Peilsender im Auto gab es nicht.

Das hochentwickelte, weitgehend mechanische Zeitalter hatte schon auch seine Vorteile, allein, es kommt nicht mehr zurück, und Privatsphäre ist nichts mehr, was der Staat garantiert, egal was in der Verfassung steht. Verwerflich mag der Apotheker gehandelt haben, wenn er das Geld in die Schweiz brachte, aber nicht verwerflich ist es, von ihm zu lernen, dass man sich um seine Daten selbst kümmern sollte, und sie besser nicht anderen überlässt, die sich früher oder später doch anderen Mächtigen beugen. Google, Banken, Telekommunikationsuternehmen, sie alle rücken die Daten raus, wenn man es ihnen befiehlt oder bezahlt, und es liegt auch in der Natur der Sache, dass man das erst merkt, wenn es negative Konsequenzen hat.

Testweise – der Nutzwert dieses Blogs ist mir neben dem Apfelstrudel heilig! – werde ich deshalb in den nächsten Tagen datensparsam nach Meran reisen. Über Landstrasse und wenig befahrene Alpenpässe, auf einem nicht registrierten Rad, mit Bargeld und einer alten Tasche von Billingham auf dem Gepäckträger. Mit einer Kamera ohne GPS-Modul und Bildern, deren EXIF-Dateien gelöscht sind. Ich werde naturgemäss noch langsamer als die Wanderdüne sein, aber am Ende werde ich – und die Leserschaft – wissen, ob es heute noch möglich ist, als mittelalter Mann fern der Überwachung Grenzen und Pässe zu überwinden. Wer mich verfolgen will, wird mir schon in einem grossen, schwarzen Auto hinterherfahren müssen, langsam bergauf und sehr schnell bergab. Oder hier im Blog lesen, oder auf Twitter dem Hashtag #transalp13 folgen. Wir gehen Datenhinterziehen. Solange das noch möglich ist.

HINWEIS:

Es führt zwar kein anderer Weg nach Küssnacht, aber zum Kommentieren gibt es durchaus andere Wege, wie etwa das Kommentarblog, das momentan auch nicht unter einem üblen Spamaufkommen leidet.

 

  Weitersagen Kommentieren Empfehlen (10) Drucken
 

Richtlinien für Lesermeinungen

Die FAZ.NET-Redaktion bietet allen registrierten und eingeloggten Nutzern die Möglichkeit, sich mit den aktuellen Beiträgen auf FAZ.NET konstruktiv und kritisch auseinanderzusetzen und eigene Lesermeinungen zu veröffentlichen. Für jede Meinungsäußerung stehen 6000 Zeichen zur Verfügung. Voraussetzung für eine Veröffentlichung ist, dass die Verfasser und Verfasserinnen ihren wirklichen Namen nennen, d.h. in ihrer FAZ.NET-Registrierung den korrekten Vor- und Nachnamen eingetragen haben. Im Falle der Veröffentlichung der Lesermeinung weisen wir am Beitrag den Klarnamen des Lesers aus. Unter Pseudonym oder anonym verfasste Texte können nicht berücksichtigt werden.

Veröffentlicht werden nur Beiträge, die auf den jeweiligen Artikel und sein Thema seriös und sachbezogen eingehen. Links- und rechtsradikale, pornographische, rassistische, beleidigende, verleumderische sowie ruf- und geschäftsschädigende Inhalte können nicht berücksichtigt werden, ebenso wenig sachlich falsche oder in angemessener Zeit nicht nachprüfbare Behauptungen. Links sind in den Lesermeinungen von FAZ.NET nicht gestattet. Die Redaktion behält sich vor Lesermeinungen zu kürzen oder zu modifizieren. Jeder verfasste Beitrag wird von der Redaktion geprüft und schnellstmöglich veröffentlicht, sofern er diesen Richtlinien für Lesermeinungen nicht zuwiderläuft. Nutzern, die wiederholt versuchen, den Richtlinien nicht entsprechende Beiträge zu veröffentlichen, kann die Registrierung entzogen werden.

Für veröffentlichte Meinungsbeiträge gewähren Sie uns das unentgeltliche, zeitlich und örtlich unbegrenzte und nicht ausschließliche Recht, diese Aussagen ganz oder teilweise zu nutzen, zu vervielfältigen, zu modifizieren, anzupassen, zu veröffentlichen, zu übersetzen, zu bearbeiten, zu verbreiten, aufzuführen und darzustellen, Dritten einfache Nutzungsrechte an diesen Aussagen einzuräumen sowie die Aussagen in andere Werke und/oder Medien zu übernehmen.

Weitere Artikel

Datenschutzerklärung

Allgemeine Nutzungsbedingungen von FAZ.NET und seinen Teilbereichen

Wir möchten Sie ausdrücklich darauf hinweisen, dass der gesamte Auftritt von FAZ.NET von verschiedenen Suchmaschinen intensiv ausgewertet wird und die Inhalte dort auch gelistet werden. Das schließt die Lesermeinungen automatisch ein, so dass diese auch über FAZ.NET hinaus im Internet jederzeit recherchierbar sind.

Schließen

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden
Lesermeinungen zu diesem Artikel (54)
Sortieren nach
13 E.R.Langen 29.08.2013, 10:06 Uhr

Neue Tatbestände

Eine neue Welt der Tatbestände lädt ein, besichtigt zu werden. Informationsflüchtlinge werden von Friedensnobelpreisträgern verfolgt, Datenhinterzieher machen sich strafbar, weil sie für sich behalten wollen, was dem Staat gehört: ihre Privatheit.

Antworten (4) auf diese Lesermeinung

senza targa

Hier auf dem sonnigen Sardinien fuhr ich gestern laenger hinter einem alten Fiat Panda mit roemischer Nummer her, die hier am Auto bleibt. Um aber ein Auto zu kaufen oder zu verkaufen, muss man hier zum Notar, es reicht nicht die Kraftfahrzeugzulassungsstelle. Das erinnert mich an meine Grundsteuer und so lagsam frage ich mich, ob ich mir nicht endlich ein altes Wohnmobil mit roemischer Nummer anschaffen und mich sonstiger Grundsteuern entledigen sollte. Denn auch dort wird schon sehr lange wuetendst gesammelt, Daten und relativer Obulus. Da ist das nicht registrierte Rad auch nur eine anstrengende Flucht, wenn auch im Auge des Strampelnden eine schoene, erholsame. In diesem Sinne: Keinen Platten!

Antworten (1) auf diese Lesermeinung

0 chairborne 29.08.2013, 11:28 Uhr

Hm, wurde mein Kommentar drüben bei...

Hm, wurde mein Kommentar drüben bei wordpress trotz wp-Account als Spam markiert ? ('il tuo commento è in attesa di moderazione' oder so ähnlich) o.O

Antworten (2) auf diese Lesermeinung

Schon im alten Rom hat man ' geb dem Kaiser...

Schon im alten Rom hat man ' geb dem Kaiser was des Kaiser ist' nicht befolgt. Man verdummt sein geld auch lieber selbst, als das man es verdummen laest.

Wenn man hoert was in Facebook, twitter und wie das ganze Zeugs heist an 'privatem' veroeffentlicht wird, dann der erscheint das NSA und konsorten diesen Exhibitionisten einen gefallen tun koennte?

Antworten (1) auf diese Lesermeinung

Wehrter Don, wo ist sie geblieben die Zeit...

Wehrter Don,

wo ist sie geblieben die Zeit in der Schlapphüte noch Briefe öffneten " ohne" Spuren zu hinterlassen. Ausser das im Datum des Briefkopfes die Bargeldsumme stand welche dann dem Staat zu gute kam.
Wissen Sie mir fehlt der Reiz dieses Spieles.
Ich wünsche Ihnen eine angenehme Reise, auch wenn es mir leider nicht vergönnt ist Ihnen auf Twitter zu folgen.

Herzlichst P.

Antworten (3) auf diese Lesermeinung

0 Klaus Mueller 29.08.2013, 12:45 Uhr

... Meran

Bild 3: der Jaufenpass.
Auch ich bin in zwei Tagen dort.
Auch nur mit Bargeld. Für die Pension, für's Essen & Vernatsch-Trinken, für die Buskarten, für Trattmannsdorf & Meran...

Antworten (4) auf diese Lesermeinung

3 Thorsten Haupts 29.08.2013, 13:31 Uhr

Privatsphäre ist nichts mehr, was der Staat garantieren KANN, selbst wenn er möchte.

Das ist ein echter Kulturverlust. Der auch nicht gerade daurch gebremst wird, dass auch viele Millionen Deutsche jeden Alters sich gerne nackig machen - mit Kundenkarten, Paybackkarten, Facebookprofilen, intimen Tweets, Flickr-Bildersammlungen und Tumblr-Privatblogs, Lokalisierungs-Apps und "Bang with Friends", Google-Datenbrillen und Einkäufen im Netz mit Kreditkarte.

Selbst wenn der deutsche (!) Staat alles tun würde, um die Privatsphäre seiner Bürger zu garantieren, solange die ihre Daten hemmungslos und ohne nachzudenken Servern auf der ganzen Welt anvertrauen, kann er es definitiv nicht mehr.

Die eigentliche Frage ist, ob es in Deutschland überhaupt noch eine Mehrheit für einen strikten Schutz von Privatsphäre gibt. Mein ganz subjektiver Eindruck ist - nicht mehr in der Altersklasse unter 40-45.

Don, gute Fahrt, schöne Eindrücke und wenig Stürze. Und ich hoffe, die Stimmung in ihrem Zwillingsblog ist nun wieder besser :-).

Gruss,
Thorsten Haupts

Antworten (6) auf diese Lesermeinung

3 Carsten Berg 29.08.2013, 13:46 Uhr

Was machen wir da?

Es fühlt sich wie naive Faulheit an, wenn "Daten" wie magnetischer Staub in die Welt "gepustet" wird. Ich meine, es sind nicht die USA schuld, sondern die Islamisten, die auf subtilste Weise unsere Kultur zersetzen. Indem sie uns zum elektronischen Unsinn gleich noch die elektronische Verschlüsselung aufdrücken. Das neue System ist leicht unterlaufbar: Zurück zur Analogie ! Solange Leute noch wissen, wie eine Schreibmaschine zu bedienen ist und die gelbe Post. Die Islamisten haben sogar ein Zahlsystem, dass nicht mal analog ist. Ist das der wahre Fortschritt !?

1 E.R.Binvonhier 29.08.2013, 15:48 Uhr

Mir gefällt dieser

ganze globalisierte Datensalat nicht.
Alle Welt soll von solch einer fragilen,
hyperstörbaren Struktur abhängen, die nur leidlich ohne Menschen funktioniert..

Was hat Assad eigentlich gemeint, als er andeutete Syrien könnte auf einen Angriff mit etwas
reagieren, was die Welt noch nicht gesehen hat.

Alle Szenarien von denen ich bisher gelesen habe, waren alte Hüte.

Antworten (1) auf diese Lesermeinung

1 E.R.Binvonhier 29.08.2013, 21:32 Uhr

Eine schrecklicher Erfahrung

Muss das für die Anglo-Amerikaner sein.

Erstmals seit Jahrhunderten glaubt man die Geschichten, die sie erzählen nicht mehr.
Nicht mal in der eigenen Bevölkerung.
...und jetzt wollen die Chinesen auch noch den Mond erkunden - ob sie wohl die
Fußstapfen der Astronauten finden. Gibt dort kein Wetter, das sie verwischen könnte.
Kann man zwar auch durch Weltraumteleskope feststellen.
"Wenn wir den Auftrag dazu bekämen"'

0 Köstlich 29.08.2013, 21:34 Uhr

Im schönen Italien ....

.... muss jede Rechnung über EUR 1.000 mit einer Karte elektronisch bezahlt werden, sonst kommt die Guardia di Finanzia im schicken Alfa Romeo und der Kelle lässig im Stiefel rasant vorgefahren.
.
Na wenigstens die IMU schaffen sie wieder ab, auf dass wir deutschen Dussel ihre Staatsschuld begleichen mögen.

1 Der Tiger 29.08.2013, 21:57 Uhr

@Binvonhier in Manhattan?

Weil sich keiner traut es zu denken. Warum sollte Assad nicht eine paar kleine Atombombchen in der Tasche haben? Dem gemeinen Bürgern glaubhaft machen zu wollen, dass es eine Kunst sei, solche zu bauen, war über Jahrzehnte dumme politische Taktik. Jetzt stellt es sich für die Herren Obama und Damen Merkel heraus, dass mittlerweile nicht nur sie sondern auch jeder Hunz-und-Kunzstaat sich ein paar hat bauen lassen. Manhattan war der Codenamen für die Entwicklung der ersten Atombombe, wofür die Amerikaner nur wenige Jahre brauchten. Nach dem 9/11 Angriff wäre eine kleine Atombombe auf Manhattan naheliegend und noch nie dagewesen.

Antworten (2) auf diese Lesermeinung

0 Der Tiger 29.08.2013, 22:53 Uhr

Sleepness in Manhattan and Washington

Die andere Dummheit des Hern Obama war, ein Ultimatum zu stellen. Jetzt ist er gezwungen, sein Ultimatum einzuhalten, weil er sonst jeglichen Respekt der globalen Welt verliert. Befielt er aber auch nur einen kleinen Angriff aus Syrien, ist das eine Kriegerklärung. Dann darf er sich nicht wundern, wenn eine syrische Atombombe auf Manhattan landet.
.
Leider wird es dann zu spät sein, dass sich die Amerikaner an ihre Constitution erinnern, die verlangt, dass Kriegserklärungen vom Kongress verabschiedet werden müssen.

2 Der Tiger 29.08.2013, 23:19 Uhr

May God bless America by teaching them a lesson

In den letzten Tagen war ich in den Staaten und las mit großem Interesse die New York Times. Das mangelnde Einfühlungsvermögen der Herren und Damen dieses Blattes in die Fauligkeiten und Interessen andere Nationen hat mich erstaunt. Offensichtlich können sie sich nur in kleinster Weise vorstellen, dass auch kleine Nationen Hightech Ambitionen und Möglichkeiten haben. Im Interesse meiner Kinder kann ich nur hoffen, dass die New Yorker Zeitungsmacher aus dem Hackerangriff wenigsten ein bisschen was gelernt haben.

2 Der Tiger 30.08.2013, 00:26 Uhr

Obamas mangelnde Beweisführung

Darüber hinaus sollte man offen darzu sein, ob das Giftgas möglicherweise weder von Assads Truppen noch den Rebellen, sondern von dritter Hand kam, nämlich jemanden, der Amerika eine überbraten will. Auch ein gewolltes oder zufälliges Complott verschiedener Teilnehmer wäre möglich.
.
Wenn jemand tot im Wald gefunden wird und es ist bekannt, dass es in seiner Ehe Krach gab, genügt es schließlich auch nicht, nur des Kraches wegen den überlebenden Ehepartner des Mordes zu verurteilen. Allerdings zeichnet sich Herrn Obama nicht sonderlich durch rechtstaatliches Denken aus, denn auch seine Drohnenangriffe auf Bewohner befreundeter Staaten können von denen als Kriegserklärung interpretiert werden. Und ob das systematische Sammeln von Verbindungsdaten aller amerikanischen Bürger der amerikanischen Verfassung entspricht, wird der Subreme Court demnächst zu befinden haben.

4 U.Bruckbacher 30.08.2013, 06:51 Uhr

also gut, weil es wohl so langsam ja eh schon fast jeder weiss:

mein Name: U.Bruckbacher
mein Wohnort: Unterbruckbach
getauft: im unteren Bruckbach
Körpergrösse: 1,17m
Gewicht: 34,5kg
Alter: ca. 3700 Jahre
sexuelle Orientierung: hyper
Anzahl Kinder: 763
Anzahl Inkarnationen: 147
Migrationshintergrund: ja
Herkunft: Plejaden
Punkte in Flensburg: 6
Schufa-Eintrag: nein
Handicap beim Golf: 2 über par
Lieblingsessen: Ravioli
Lieblingsgetränk: Sidolin , WC-Ente
Lieblingsband: The Fucking Neptunes
Lieblingsverein: 1.FC Sirius

1 Robert dCZ 30.08.2013, 08:16 Uhr

falsche Einschaetzung?

Werter Don, ich stimme zwar zu, dass was frueher ein Kavaliersdelikt des gehobenen Mittelstandes war nunmehr als massenmord-aehnlichem Schwerverbrechen angeprangert wird, glaube aber weniger dass es etwas mit Hoehe der Betraege oder Quellen der Gelder zu tun hat.

In Wahrheit scheint der Grund mehr eine Mischung aus purem und boesswilligem Neid und einer unstillbaren Gier des Systemes nach immer mehr Geldern zum verschleudern zu sein.

Selbst voellig legale Systeme zur Verminderung von Steuerlasten werden ja mitlerweile in den Medien in Frage gestellt, und Politiker beginnen oeffentlich arueber zu reden solche Systeme ebenfalls illegal zu machen.

Und dann frage ich mich, warum jemand mit halben Verstand diesen Leuten noch mehr Geld geben wuerde. Bedenken wir doch einmal was sie mit den Milliarden machen die sie jedes Jahr aus der Wirtschaft zwangsentnehmen.

Ist es nicht die Pflicht eines jeden intelligenten Menschen diesen Leuten so wenig Geld zur Verfuegung zu stellen wie legal nur moeglich?

Antworten (1) auf diese Lesermeinung

2 Alle Achtung 30.08.2013, 13:47 Uhr

Die Briten

sind schnell.
Als erstes westl. Land kapieren sie, dass das politische 20.Jahrhdt. zu Ende ist.

2 E.R.Binvonhier 30.08.2013, 17:48 Uhr

Da hier

Die Kommentare immer munter die Plätze tauschen - nochmal:

ALLE ACHTUNG
Die Briten sind schnell.
Als erstes westliches Land kapieren sie,
dass die Politik des 20.Jahrhundert ausgedient hat.

0 E.R.Binvonhier 30.08.2013, 23:01 Uhr

Die Geschichte

des Schicksals des US-Botschafters in Libyen, gibt zu denken.

Erinnert mich an eine andere in Afrika.
Ein sehr erfolgreicher Großwildjäger wunderte sich, dass die Schar des einheimischen
Gefolges immer größer wurde....
Als ihn das Jagdglück verlies, brachten sie um.

sehr gut, ich will dem herren singen, dass es mir so gut geht

machs gleich richtig. life hasn't got a practice. gehe nicht über los. sondern direkt in die freiheit. das glück kostet nichts. ist liegt zu deinen füssen. dein umweg ist dein problem. schieb das leben nicht auf die lange bank. sondern gehe jetzt gleich auf den berg oder ins schwimmbad. es gibt auch öffentliche, oder seen. du musst keinen pool bauen. und nimm die bettler mit und die aussätzigen. angeber mit zu neuen schuhen kannst du dafür auch schon mal weglassen. meide die überholspur, denn rechts sind die netteren. oder auf den saumpfaden dieser welt.
.
man weiß es ja längst: die gebrüder heinrich & thomas mann in der guten alten kaiserzeit waren freier, als wir heute. und unbeobachteter auch. trotz des wilhelminischen adlers.
.
und wie der avantgarde schon lange bekannt war, hatte sich jesus schon seit einiger zeit in die freie schweiz zurückgezogen, darum wohl. http://www.freundesdienst.org/ (bild)
.
da heist es aktuell: "Bist Du Dir deiner Stellung bewusst? Wir danken dem HERRN für alle Gläubigen und Freunde in der Schweiz, die mittragen im Gebet, Geben und Mitarbeiten. Viele Menschen sind an den Materialismus gebunden und in Problemen gefangen. Am heutigen Schweizer Nationalfeiertag bitten wir für dieses Land um Rückbesinnung auf Gott und sein Wort. Wir beten um vermehrte Gottesfurcht auch bei der Obrigkeit, in der Politik und Wirtschaft." http://www.freundesdienst.org/wort-zum-tag/2013/08/bist-du-dir-deiner-stellung-bewusst.html
.
wer die welt des analogen ohne sorge wohl nie verließ http://www.youtube.com/watch?v=stULXt2u3QM
.
keine indoktrination, lediglich hinweis auf vielfalt. (auch zum anhören, wie auf rtl gesendet http://www.freundesdienst.org/radioprogramm/radioarchiv-rtl-radio/radiosendungen-2013-08.html - ein josef schmid aus der schweiz alleine bändigt schon mal alle auswärtigen hauptstädte - "solange wir in der gnade bleiben" - 30.8.13, 19.30)

0 E.R.Binvonhier 31.08.2013, 10:12 Uhr

Gespannt bin ich schon

wie dieser Medienkrieg ausgeht.

0 und 1 vs. Wirklichkeit.

0 E.R.Binqvonhier 31.08.2013, 12:21 Uhr

Unlängst

konnte man auf FAZ.Net einen Artikel lesen:
"Der Name von Big Brother lautet Sherlock Holmes"

Der Autor kann sich in den Sherlock Holmes Geschichten nicht gut auskennen.
Außer, das darin so etwas wie Deduktion vorkommt.
Der Name von Big Brother lautet Inspector Lestrade, der sich dank der IT den
Sherlock Holmes Methoden bedient.
Leider ist dem Autor unbekannt, dass selbst Dr. Watson, bei dem Versuch scheiterte sich
den Methoden seines Freundes zu bedienen.
Man sollte sich der im Artikel beschriebenen Möglichkeiten folglich nicht bedienen, wenn
man nicht Sherlock Holmes ist. ( dass ich Thomas Mann Sätze schreiben kann, macht mich nicht
zu Thomas Mann und die, dieses System verantworten - sind keine Einsteins)

@Binvonhier - Zeitstempel

Wenn man auf den Zeitstempel achtet, werden keine Plätze ausgetauscht. Aber manche Kommentare erscheinen real früher als andere.
.
Was die Briten betrifft, ‘nein’ zu sagen ist der Widerstand des kleinen Mannes (hat auch schon der Herr Schröder gemacht), aber keine Lösung an sich. Von einer konstruktiven Politik des 21. Jahrhundert sind wir noch weit entfernt.
.
In der Zwischenzeit kann man sich mit den Liebesgrüssen aus Washington befassen, die angeblich alle von einem Schneemann aufgedeckt wurden:
.
Das Budget des CIA nähert sich dem Unendlichen.
.
Alle meine g-mails werden vom CIA gelesen.
.
Da ich zu den Leuten gehöre, die kritische g-mails schreiben, hat der CIA einen Wurm in meinen Computer gesetzt.
.
Der CIA weiß, dass ich FDP wählen würde, wenn ich denn dürfte.
.
Mein Budget ist begrenzt und dem CIA bekannt, weil sie mir beim Internet-banking über die Schulter gucken.
.
Der CIA hat diesen Kommentar schon gelesen, bevor die FAZ ihn erhält und freuschalten kann… so what. I am working with that assumption already for over 10 years.

1 Der Tiger 31.08.2013, 13:17 Uhr

p.s.

Was ich noch vergaß, der CIA weiß nicht nur, dass ich, Dr. Lisbeth Heuse, obigen Text geschrieben habe, sondern auch alles Erdenkliche von mir - einschließlich meiner BH Größe.

3 waskostetdiewelt 31.08.2013, 13:57 Uhr

Menschenjagd, jetzt ökologisch korrekt

Danke für diesen hoffentlich als Fortsetzungsroman angelegten Titel.
Erinnert mich an:
http://blogs.faz.net/stuetzen/2009/03/02/menschenjagd-in-den-bergen-i-107/
Es sollen schon erste Vorboten der neuen rennpedelecberittenen Zollkavalleriebrigade gesichtet worden sein. Die sollen schon deshalb erstaunlich leise radeln, weil sie bei hohem Tempo nicht so deutlich keuchen müssen. Passen Sie also gut auf sich auf, schon allein wg dieser Fortsetzungsgeschichte.

0 E.R.Binvonhier 31.08.2013, 16:23 Uhr

Die US-Geheimdieste

Hacken Zehntausende Computer.
Toll!!!
Was die alles können.
Sie erinnern zunehmend an quengelnde Kinder, die Eltern solange nerven
bis sie endlich die Süßigkeiten, die an der Kasse ausliegen bekommen.

0 E.R.Binvonhier 01.09.2013, 00:05 Uhr

Überall

Wachsen die Rentnerberge, ob in den USA, Frankreich oder Türkei wie auch in Syrien .
Und dieses Problem wird jetzt mal mit Marschflugkörpern angegangen.
originell , das sollte Frau v.d.L. mal einer sagen.
Während die Deutschen, Holländer, Schweizer und wohl auch Singapur mit dem
Stopfen von Steuerschlupflöchern zurecht kommen, reicht das den Franzosen,US Amerikaner,
Türken und Australiern nicht.

Wenn, das Schule macht, ist der Globus bald Rentnerfreie Zone.

Außer In Sub-Sahara gibt es die jungen Beschäftigungslosen in absehbarer Zeit nicht mehr.
Wenn man liest, das die Warlords ihre Zuflucht bei Kindersoldaten suchen müssen, dann
Sollte man wenigstens in D wissen, woran das liegt.

Und immer noch verkauft man den Rückgang der Jugendarbeitslosigkeit als wirtschaftspolitische
Großtat.
Eines Tages wird man den Abbau des Rentnerberges damit begründen, dass man mit dem
Demographiefaktor dagegen angebrunst hat.
Sorry, aber man braucht nicht auf die USA zeigen, wenn man das Gefühl, man wird nach
Strich und Faden belogen.

Antworten (1) auf diese Lesermeinung

ist eine Kunstfigur, die seinem Verfasser nicht vollkommen unähnlich ist.