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Materielle Männer in Meran

06.09.2013, 19:28 Uhr  ·  Keine schnöde Zweckheirat, aber auch kein dauerhafter Idealismus: Im sonnigen Meran schmelzen moralische Vorsätze und Überzeugungen fast so schnell weg, wie die Preise für Villen in Bestlage steigen.

Von

Es gibt nur einen Weg, das herauszufinden.
Dumme letzte Radfahrerworte

Angeblich markiert die Pestsäule im Tiroler Ort Ampass die Stelle, bis zu der im 16. Jahrhundert die Pest auf dem Weg von Hall nach Matrei vorgedrungen ist.

Ich gehe davon aus, dass die Pest den – auf bayerisch gesagt hundsvareggdn – Anstieg im Ort gesehen und dann entschieden hat, dass sich die Mühe für die paar Tiroler Bauern dahinter nicht lohnt. Jedenfalls ist es mir auch so gegangen, als ich dann dieses Asphaltband hochgekrochen bin, auf dem man in die Gegenrichtung auch eine mordsgefährliche Skipiste anlegen könnte. Damit keine Langeweile aufkommt, hat man mir und der Pest auch noch die Rampen nach Lans und Aldans in den Weg geräumt, und weil das alles noch nicht reicht, kommen dann auch noch die Ellbögenstrecke und fiese Steigungen au der alten Brennerstrasse. Hin und wieder halte ich an, schaue liebevoll Abfahrtszeiten von Bussen nach Matrei an und sage mir, die Pest hatte recht, diesen Weg zu meiden. Gut, dass ich am Abend davor schon mein Mütchen an Ikeakunden gekühlt hatte.

Entsprechend abgekämpft, aber dennoch aufgrund all des kamelartigen Trinkens nicht schlanker, erreiche ich dann in meiner Lycrapelle Sterzing. Weil wir auf den letzten 10 Kilometern von Gossensass auch noch mal links, mal rechts am Stau der urlaubenden Ruheständlern in grossen Wägen vorbei Gedanken über die Gerechtigkeit des Rentensystems nachhängen konnten, war es ein körperlich und geistig alles fordernder Tag. Ich möchte mir in meiner pestilenzartigen Erscheinung dann eher nicht begegnen. Deshalb entschuldigte ich mich gleich im ersten Satz an der Rezeption, man möchte mir bitte meine derangierte Erscheinung nachsehen. Und innerlich dankte ich meiner weisen Voraussicht, dass ich gleich mit einem Kaschmirpulli, einem seriösen Hemd und leichten, zweifarbigen Wildlederschuhen aus Verona wieder so aussehen würde, wie ich normalerweise wirke: Nicht gerade wie jemand, der in seiner üppig bemessenen Freizeit Lycra mit aufgedruckten Hamburgern und Pizzaschnitten tragen würde.

Die Rezeptionistin war ein lustiger Vogel und so zwitscherten wir dann eine Weile herum, als ich geduscht und frisch gekleidet wieder wie ein Mensch aussah, und nicht wie etwas, für dessen Abwesenheit man Pestsäulen errichten und Wallfahrten veranstalten würde. Ich gab bereitwillig Auskunft über unseren weiteren Weg und schwor mir innerlich, dass ich am nächsten Tag ein nicht ganz so anstössiges Trikot, am besten schwarz und schlank machend, tragen würde, ich zeigte mich beeindruckt von den traumhaften Kurven des Jaufenpasses und lobte die überwältigende Schönheit des Ziels meiner Reise: Meran. Das Mädchen dagegen fand den wolkenfernen Bergübergang gar nicht anragend, sondern, wie vermutlich viele, die hier leben, als grobes und gefährliches Hindernis von Meran auf dem Weg nach Sterzing, und überhaupt wäre ihr Sterzing lieber, auch wenn sie selbst eigentlich in Meran lebte.

Haben Sie vielleicht eine noch unverheiratete Schwester oder Cousine in meinem Alter, nach Möglichkeit mit Villenbesitz oder zu erwartendem Erbe in Obermais, Schenna, Algund oder an den Promenaden von Meran, fragte ich nicht, sondern erklärte, was mich an Meran so fasziniert. Aber ich gebe offen zu, dass mein Betragen immer von äusserstem Zuvorkommen ist, wenn ich jemanden aus Meran kennenlerne. Weil ich ja nicht heiraten will, aber wie es nun mal so ist: Würde hinter mir der Vater der Braut mit einem Gewehr stehen, würde ich nicht Nein sagen, sondern mich vorher umtun, ob die Knarre wirklich geladen ist, und mich erst dann in mein Schicksal fügen. Auf der anderen Seite ist es nun mal so, dass ich zwar ohnehin der höflichste Mensch von der Welt bin, aber es wäre gelogen, würde ich nicht zugeben, dass auf mich der zu erwartende Besitz einer dreistöckigen Zuckerbäckerliegenschaft in Meran ansprechender als, sagen wir mal, ein prekäres Mietverhältnis in Berlin-Hellersdorf oder Pöselsdorf am dreckigen Wasserweg Hamburgs wirken würde.

Solche Eingeständnisse fallen übrigens angesichts des erwartenden Erschöpfungstodes am Jaufenpass sehr viel einfacher, und auf den Rampen zwischen Tornate 2 und 3 hatte ich auch viel Zeit zur Gewissenserforschung, wie weit diese innere, materialistische Haltung gegenüber Menschen gerechtfertigt ist. Schön wäre es, wenn ich sagen könnte: Nur bei gleicher charakterlicher Eignung werden Villenerbinnen in Meran bevorzugt. Weniger schön ist es unter moralischen Gesichtspunkten, dass ich vermutlich so einiges an sonstigen Nachteilen schlucken würde, wenn sich da 400 Quadratmeter Jugendstil in einem parkartigen Gelände auf der Habenseite entlang der Sonnenhänge über dem Eisacktal ausbreiteten. Als Ausrede könnte herhalten, dass ich nach dem Jaufenpass ohnehin so kaputt bin, dass etwas anderes als ein umsorgter Kuraufenthalt in Meran auch gar nicht möglich wäre. Zumindest bis ich dann, besser als erwartet, oben auf 2094 Meter bin. Ab diesem Punkt gibt es keine Ausreden mehr, nur noch Wahrheiten.

Liebe zur Bausubstanz färbt auf Menschen ab und umgekehrt.Es müsste noch nicht mal eine schlechte Beziehung werden. Vermutlich ist es einfach so, dass ein angenehmes Umfeld mit Palmen und 14 Grad plus im Januar hilft, andere Probleme zu übersehen. Aus langjähriger Erfahrung im Freundeskreis weiss ich, dass Beziehungen oft in der kalten Jahreszeit zerbrechen, beginnend an Weihnachten bis zum frusterfüllten, eiskalten Februar, wenn man zu viel aufeinander sitzt und sich der Beziehungsprobleme voll bewusst wird. Draussen ist nichts, was man sich anschauen möchte und drinnen ist vieles, was einem drastisch vor Augen geführt wird. Das ist in Meran eindeutig anders, man kann immer noch auf die Winterpromenade gehen und über Leute lästern, oder auf botanischen Wegen spazieren oder den parkartigen Garten besorgen. Natürlich wird es auch in Meran sein wie überall, wer Probleme sehen will, wird sie auch finden, aber im sonnigen Turmzimmer über dem Tal ist Ablenkung nun mal leichter, als in der ratenbezahlten Wohnlandschaft, wenn gerade kein Fussballspiel läuft und der Pizzadienst schon da war.

Umgekehrt verstehe ich natürlich auch das Mädchen: Der Altersdurchschnitt in Meran ist hoch, das Geschäft mit den Seniorenheimen läuft blendend, und es gibt einfach ein Alter, in dem all die friedliche Harmonie von Geld und Sonne etwas zu viel werden kann. Aber da wächst man auch wieder heraus, der Sportchirurg, der einen wie den kurz hinter dem Jaufenpass verunglückten Motorradfahrer zusammenflickt, wird einem fremd und neue Freunde findet man in Fettabsaugern und Faltenstraffern, so man nicht den Weg meines drastisch schrumpfenden Fleisches über Pässe gehen will. Es ist gut, die Welt zu sehen, bevor man sich dann – bei manchen not-, bei anderen überflussgedrungen – für einen, zwei oder drei Lebensmittelpunkte entscheidet. Dass man dabei auf Sicherheit setzt, nicht von den Seitenwinden des Lebens auf die Gegenfahrbahn gedrückt werden möchte, und wie beim Radfahren einen verlässlichen Partner gut brauchen kann, ist da nur natürlich. Auch wenn es vielleicht auf manchen wirkt, als würde man mehr nach Zweck und Vermögen gehen.Wenigstens, mag man sich trösten, ist so eine k.u.k. Villa kulturgeschichtlich sehr viel ansprechender als ein Acker, eine Kuhherde, Johanna die Wahnsinnige als 7-fache Vorfahrin oder was sonst immer in der menschlichen Geschichte für die Partnerwahl als wesentlich galt.

Es täte keinem weh und nimmt keinem Berliner seinen ohnehin unbezahlbaren Wohnraum weg. Ich ziehe den Bauch ein und lasse die Muskeln rund tretend schwellen, als ich von Schenna kommend nach Meran hineinjage. Es geht bergab, ich bin schnell, es sieht schnittiger aus, als es ist, und winsle später am Abend mannhaft fast gar nicht, als ich einen Blick auf die Preise für Villen werfe. Die sind mindestens so hoch, wie ich meine eigene Ungebundenheit bewerten würde.

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Ich kann nur raten, für das Kommentieren das Kommentarblog zu nutzen – hier gibt es enorme Probleme mit Spam und anderer Art, es ist wirklich nicht leicht, als Admin die Schafe von den Böcken zu trennen. Sollte es hier Probleme geben, entschuldige ich mich schon jetzt dafür.

 
 

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Lesermeinungen zu diesem Artikel (32)
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7 Der Tiger 06.09.2013, 20:50 Uhr

Von einer Fahrradtour über die Alpen träumend

Sehr geehrter Don!
Darf ich zugeben, dass ich Sie sehr beneide? Über die Alpen mit dem Fahrrad zu fahren, ist einer meiner Träume. Stattdessen schlage ich mich mit Realitäten herum. Letzte Woche wollte ich nach einigen Wochen auf dem amerikanischen Kontinent zurückfliegen, aber kam im ersten Anlauf nicht weiter als Grönland. Zuerst war ich wohl der einzige Passagier, der den langweiligen Flightmonitor eingeschaltet hatte, und auf einmal merkte, dass wir statt Richtung Schiphol zurück nach New York flogen. Eine Ansage gab es erstmal nicht. Ich guckte herum. Alle, denen ich auf den Bildschirm gucken konnte, hatten entweder einen Krimi im Blick oder sahen schwarz und schliefen. Ich dachte, es handelt sich um einen S/W Fehler. Es war mitten in der Nacht. Nach dem Sonnenstand konnte ich mich also nicht orientieren. Nach einer halben Stunde wurde ich dann doch neugierig und schupste meinen Mann aus dem Schlaf. Ob er mal seinen Flightmonitor anstellen könnte. Auch auf seinem flogen wir zurück. Ich beschloss ganz unschuldig auf die Toilette zu gehen, um zu sehen, ob die anderen Passagiere etwas gemerkt hatten. Mittlerweile hatte es wohl mindestens die Hälfte der Passagiere bemerkt. Alle guckten starr auf ihren Monitor. Nach weiteren 5 Minuten kam endlich der Kapitän an die Sprechanlage und sagte viel von Security und das wir zurückfliegen, weil wire in kleines Problem mit einer der beiden Motoren habe, weswegen er entschieden habe, nicht über den Atlantik zu fliegen.
.
Kann ja sein, aber sehr professionell war dieses Vorgehen nicht. Sie gab den Ängstlichen das Gefühl, dass Terroristen den Laden übernommen hatten. Vor allem, wenn sie – wie ich – bemerkt hatten, dass beim Einsteigen ins Flugzeug nicht systematisch nach der Identität gefragt wurde. Ich wurde von einem Beamten an der Flugzeugtür nach meinem Pass gefragt, mein Mann nicht, und die Passagier um mich herum mussten sich auch nicht ausweisen. Bei so wenig Security beim Einsteigen, kann man davon ausgehen, dass auch anderenorts Security nur eine Fassade ist.
.
In Schiphol müssen alle, gleichzeitig mit ihrer Bordkarte, ihren Pass zeigen und mir fällt immer wieder auf, wie genau sich das Personal das Lichtbild betrachtet und mit dem Gesicht des Fluggastes vergleicht.
.
Wenn ich doch statt dieses Ausflugs auf den amerikanischen Kontinent mit dem fiets nach Meran geradelt wäre........

4 Cikolaus Nusanus 07.09.2013, 04:38 Uhr

Die Etsch, die Passer

Lieber Don,
"...in einem parkartigen Gelände auf der Habenseite entlang der Sonnenhänge über dem Eisacktal ausbreiteten.???" Wir haben in Meran die wilde Passer, die hier in die schöne Etsch mündet; das Tal heißt übrigens Burggrafenamt (von Naturns/ Saltaus bis Terlan /Bozen) Die eigentlichen Sonnenterrassen sind die des Küchelbergs, oder auch die von Obermais!
Gruß

2 U.Bruckbacher 07.09.2013, 07:36 Uhr

Liebe vergeht - Hektar bleibt

wenn der Toni mit der Vroni einen Kuddelkuddelmuddel macht
gibt der Toni seiner Vroni einen Busselbusselbussel das es kracht
ja da schaut dann der Ochs und die scheckige Kuh
uns sie schauen sich an und sie blinzeln sich zu
und der Himmel ist blau und das Lüfterl ist lind
denn a Betriebserweiterung is koa Sünd`

dt. Schlager von Peter Alexander
(ein Wort verändert)

Antworten (1) auf diese Lesermeinung

6 Ellen Wild 07.09.2013, 08:08 Uhr

Tja, die Villenpreise in Guten Wohnlagen sind überall exorbitant hoch

und die "Jungfrauen" nicht mehr ganz so blöd und heiratswütig, denn sie können meistens gut rechnen und das Ererbte selber gut anlegen. Da braucht's heute keinen "Papa" mit Gewehr mehr zum Einfangen adliger Nichtstuer.

Antworten (3) auf diese Lesermeinung

klar "river eisack" -...

klar "river eisack" - http://www.youtube.com/watch?v=EH34IU5L1I8 - "greetings from germany"
.
denn liebe zur bausubstanz färbt auf menschen ab - und umgekehrt, sagen die verputzer und maurer - und tragen auch entsprechend professionelle fußbekleidung.
.
und rwf würde daraus, also aus so sätzen, wie bekannt glatt eine filmszene machen, evtl. von männer- u. frauenliebe in dunklen hausecken oder am hellen tage. oder mitten vor der wand. hauptsache die wand hat flecken, also auch.
.
wobei diejenigen, die den weg vom jaufen nach meran mit dem rad kennen, wissen, dass der so ganz glatt nur im jugendlichen übermut des soeben gehabten hochs zu bewältigen ist. sonst hats da noch ein paar ganz eklig-dämliche kleine rampen dazwischen, und engen verkehr, der die radler auch schon mal gerne mißachtet oder in kurven oder beim einscheren schneidet.
.

schreib er doch mal was genialeres,...

schreib er doch mal was genialeres, wenigstens ausnahmsweise. so in etwa:
.
"ich bin die NATION! - keiner sonst hat SOLCHE füsse! - sie bestimmt meinen schritt und weg, nichts sonst kann man mir anpassen!"
.
... es war aber josephine die es ihm sagte, wutentbrannt: "ich bin deine nation, vergiß' die doofe welt, keine sonst hat solche füsse" - und da können dann selbst imperatoren und staatsmehrfach-latifundoren nur schuldvoll zu boden blickend zugeben, "ja mein liebes, du hast ganz recht, wie konnte ich das nur vergessen?"

5 Marlon Deger 07.09.2013, 17:32 Uhr

Was will ich da ?

Eine Woche vielleicht Luft Tanken und ein bisschen walking . Und dann ? Mäusemelken . Nee behaltet euer langweiliges Nest Meran Tehran . Ich bleib im Ruhrpott ! Da sind die Menschen noch geradlinig und bodenständig ! Gute Anbindungen nach Holland , Belgien , Hamburg und New York

Antworten (2) auf diese Lesermeinung

Peinlich

...wenn ich den Gepäckträger so sehe. Wie soll da eine 400qm Villa gehen? Und lieber in Blankenese am Strande als bei diesen von Ihnen beschreibenen in Meran. Radfahren geht da, aber verstehen, lieber Don, würde man sie dort eher nicht.

0 E.R.Binvonhier 07.09.2013, 20:29 Uhr

Materielle Männer?

Bis jetzt ist es mir nicht gelungen, mir darunter etwas vorstellen.

Erst beim Blättern in Modezeitschriften kam mir der Verdacht, dass es etwas mit der
dort gezeigten Mode zu tun haben könnte.

Nach WkII Flüchtlings-Schick.

naja, "sie" hat halt keine besseren....

naja, "sie" hat halt keine besseren.

0 Anthon Nord W. 07.09.2013, 23:00 Uhr

Gravitation

Hatte Einstein recht ? Oder er vielleicht nur ein preusischer Beamter ?
Und warum es sich lohnt bei diesem Thema auf Dauer und Gleichzeitigkeit sich zu besinnen, wie das mit den Bahnen und ihren Kurven, so genannte Bahnkurven ( Trajektorie ) sich verhält, dem kann sich angenähert werden, wenn es wieder heißt..."ob Du wirklich richtig stehst,..." !

Das Mädchen hat recht,

denn der Bergübergang nach Sterzing, oder von Sterzin nach Meran, kann für den Rennradler ein grobes Hindernis sein. Herr Don hat Glück gehabt, wir im Frühjahr nicht. Der Brenner ging noch, dann war es aus, Regen und Schnee, das Hindernis war bedrohlich, und der nächste Zug nach Meran war die Rettung.
Die Rezeptionistin war aus Köln, und Meraner Mädchen habe ich nicht gesehen, was wohl auch daran lag, daß es bis zur Weiterreise ununterbrochen regnete.
Dank Don muß ich in Meran nochmal schauen.

Antworten (4) auf diese Lesermeinung

0 E.R.Binvonhier 08.09.2013, 13:55 Uhr

OT

Ulrich Beck - auch so ein deutscher Großdenker, der sich nicht vorstellen kann, dass
die Welt ihn im Abseits stehen lässt.

0 E.R.Binvonhier 09.09.2013, 14:59 Uhr

Warum jetzt diese Aufregung über die USA

Es geht doch nur um Struktur veränderte Maßnahmen in Syrien, Afrika, usw.

Bisher haben doch Deutsche mit am lautesten danach gerufen.
Und jeder so gut er konnte, sich die Hände darin gewaschen.

Und jetzt wo es zur Sache geht, will man in D und Europa kneifen?
Nur weil man evtl. selbst weg gefegt wird?

War das nicht von Anfang an klar?

Oder nur die Gebrauchtwagen Anzeigen gelesen?
Weiter so!

Wehrter Don, ist ist mir immer eine Freude...

Wehrter Don,

ist ist mir immer eine Freude Ihre Beiträge zu lesen.
Doch ich glaube Sie sollten sich Ihre Träume und Ungebundenheit erhalten.
Denn so manche Villen sind nichts weiter als " alte, leere " Häuser. Wenn die Kinder ersteinmal nicht mehr da sind, kann so manch staubiger Weg ein lohnendes Ziel sein.

Herzlichst P.

0 Andreas Ulbrich 09.09.2013, 18:37 Uhr

Ausflugstip

Sehr geehrter Don!
Habe das Glück oft nach Südtirol zu "müssen". Der Arbeit wegen. Da ich Ihren Blog mit Gewinn lese, glaube ich Ihren Geschmack zu etwas zu kennen.
Deshalb dieser Rat:
Auf dem Ritten steht ein Jugendstilhotel mit einer sehr feinen Küche. Die Töchter des Hauses sind zwar so weit ich weiss vergeben, aber das Ambiente und die Küche lohnen den vergleichsweise moderaten Anstieg. Bitte nur nicht schummeln. Die Seilbahn hält zwar direkt vor dem Hotel, aber das wäre unsportlich.
Herzlich
Andreas Ulbrich

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0 E.R.Bnvonhier 09.09.2013, 19:28 Uhr

Außerdem

Wird Frau Merkel ungerecht behandelt.
Sie ist auf dem Gipfel nur an der 'gläsernen Decke' gescheitert.
Nicht, weil sie es nicht kann.
So, das muss auch mal gesagt werden!

Antworten (1) auf diese Lesermeinung

0 E.R.Binvonhier 11.09.2013, 13:30 Uhr

Wenn man mal hochrechnet

Was in den westlichen Medien und der IT auch hier im Blog, so abgeht, da wird
einem Angst und Bange in einer Welt vollgepumpt mit A +B +C-Waffen.

Antworten (1) auf diese Lesermeinung

[…] Diese ganze Debatte um den...

[…] Diese ganze Debatte um den Mindestlohn ist wirklich schwierig. Nehmen wir ein nahe auf einem Sofa der Bielefelder Werkstätten liegendes Beispiel: Mich. Ich habe einmal ausgerechnet, was eigentlich mein Mindestlohn sein müsste, wäre ich der beklagenswerten Situation, mein Dasein von dem vollumfänglich zu bezahlen, was ich bei der FAZ verdiene: Mein fraglos menschenwürdiges – und für diese Tätigkeit am Tegernsee unabdingbares – Dasein wäre auch ohne Barockgemälde ganz sicher so teuer, dass seine volle Finanzierung andernorts zu bösen Einschnitten führen müsste, denn meine Kosten wären erheblich; allein die Pralinen für das Catsitting… Und weil das nicht geht und andere dann wirklich davon leben müssen, reicht ihnen diese Unterfinanzierung im Schreibhandwerk eben wirklich nur soweit, dass sie oft nur einen Wohnsitz haben. Und der ist dann auch nicht am Tegernsee oder in Meran. […]

ist eine Kunstfigur, die seinem Verfasser nicht vollkommen unähnlich ist.