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10% zahlen 99% der Steuern

13.09.2013, 12:17 Uhr  ·  Unabhängige Debatten in Stadtpalästen beweisen es: Mehr Steuergerechtigkeit ist zuerst Reichengerechtigkeit. Denn nur die Vermögenden werden bei Gelegenheiten ausgepresst, die Ärmere nicht erdulden müssen.

Von

Des is koa Schwoazbau ned, des is vajoahd.
Da oid Einhauser selig

Letztes Wochenende war der Tag des offenen Denkmals, wobei, man kann auch sagen, es war der Tag der offenen Bankrotterklärung vor dem Steuersystem, das uns alles, wirklich alles nimmt. Denn bei diesem Feiertag der schützenswerten Bausubstanz führen auch stolze Neubesitzer alter Mauern durch die Räume, die noch nicht so ganz begriffen haben, was sie sich da angetan haben. Es ist nun einmal so, dass die besseren Immobilien der Altstädte in vermögenden Regionen längst weg sind, oder nie verkauft wurden, und dann bleibt den Neukäufern nur der verfallene Schrott, über den ich dank meiner Grossmutter auch genau weiss, welches Gschleaf sich darin mit Messer und fliegendem Geschirr bekämpfte. Ungeachtet der schlechten historischen Lage werden aber auch in ehemals schlimmen Ecken der Stadt horrende Preise aufgerufen und bezahlt – wenn es denn jemals fertig werden sollte.

Denn ein anderes Haus, das vor zwei Jahren offen stand, gehört einem Notar, der damals stolz tönte, der Umbau sei zwar extrem teuer, aber dafür würde er auch für den Rest seines Lebens keine Steuern mehr zahlen. Man macht so ein altes Haus ja nur teilweise aus Liebe und Zuneigung und weil die letzten sechs Generationen darin gelebt haben; die Neuberufenen werden da mehr durch die letzten verbliebenen Steuervorteile hinein geschubst. Altbausanierung ist einer der wenigen verbliebenen Bereiche, in denen der Staat tatsächlich noch Vorteile gewährt. Aber der besagte Notar hat sich etwas übernommen, im Haus waren mehr Probleme als gedacht, was ihm auch meine Grossmutter hätte sagen können, die kannte es noch aus ausgebrannte Ruine und war mit dem gefürchteten Herrn Einhauser befreundet, der damals die gesamte Installation mit verseuchten Rohren aus dem abgebrochenen Munitionswerk gemacht hat und mit Asbest versiegelte– so waren damals die schlechten Zeiten. Ich glaube ihm also gern, dass er für den Rest seines Daseins keine Steuern mehr zahlt – aber dieser Rest ist, wenn man ihn so ergraut und von Sorgen gedrückt vor seinem Millionengrab sieht, nicht wirklich lang. Nicht umsonst gilt es bei uns als “die Elbphilharmonie der Altstadt”.

In Bayern sagt man auch nicht umsonst: Wer zu viel Geld hat und ist dumm, kauft ein altes Haus und baut es um. Aber wie gesagt, es reizen die Steuervorteile, man kann mit Denkmal wirklich so einiges als Freiberufler oder Firma tun und schieben und obendrein auch Förderung bekommen, und am Ende haben wir schöne Altstädte mit einem sagenhaft hohen Mietniveau. Denken die Mieter. Und da kommen dann die Steuerungerechtigkeiten, denn so ein Mieter weiss ja gar nicht, wie gut er es hat. Er zahlt die Miete und damit hat es sich. Wir aber bekommen nicht einfach die Miete, sondern müssen sie versteuern! Das muss man sich mal vorstellen: Steuer auf Miete ist eine exklusive Reichensteuer, und sie ist angesichts des hohen Mieteranteils in Deutschland enorm. Nur im obersten Viertel dieser unserer Gemeinschaft wird wohltätig an die Armen vermietet, aber genau dieses Viertel wird dann zu einer Steuerkasse gebeten, die kein Mieter je sehen wird.

Und weil wir gerade dabei sind und man solche Gespräche in maroden Altbauten gut führen kann: Ja, sicher, manche beklagen sich, dass man echte Arbeit höher als pauschal abgegoltene Kapitalerträge versteuern muss. Aber: Betrachtet man die Kapitalertragssteuer einmal nach dem Steueraufkommen, so muss man sagen, dass sie nur von denen bezahlt wird, die das Kapital haben. Sonst keiner! Wir ganz allein zahlen auf Aktien und Wertpapiere und all die hübschen Dinge des grauen Kapitalmarkts diese Steuer. Wer sich dagegen ein schönes Leben und sich nicht Sorgen um absaufende Fonds mit Schiffen macht, ist davon befreit. Er zahlt keine Steuer. Es trifft nur uns Besitzende. Und zwar mit der vollen Härte.

Diese Härte des Finanzministers ist eisig wie der Tod, wenn es dann noch um Kapitalanlagen geht, die früher freundlicherweise steuerlich geltend gemacht werden konnten. Der Staat wollte damals, dass man die deutsche Filmindustrie, die deutschen Werften und feine Hotels im Osten fördert, dafür hat man Fonds aufgelegt und geworben, und auch so mancher Politiker hat das empfohlen. Heute dagegen schaut das Finanzamt genauer hin, sieht die Zweckentfremdung von Mitteln dieser Fonds und verlangt von den Investoren deshalb Steuernachzahlungen. Von solchen Steuern hört man nur bei uns am Tegernsee, aber nie in Marzahn, wo die Reste solcher Investitionen das Viertel qualitativ heben sollten. Ist das gerecht?

Apropos Tegernsee. Macht sich so ein normaler Mensch überhaupt eine Vorstellung, was es steuerlich bedeutet, einen zweiten oder dritten Wohnsitz in so einer Region zu unterhalten? Es ist nämlich gemeinerweise so, dass in solchen Gegenden für Zweitwohnsitze, man ahnt es, brutale Steuern erhoben werden. In Berlin bekommen die armen Schlucker Geld, damit sie sich dort melden, damit Berlin wächst und mehr Geld aus dem Bundesfinanzausgleich bekommt. Bei uns dagegen wird man steuerlich bestraft, wenn man mal ein Wochenende an etwas anderes als die Gier des Staates denken möchte. Das, liebe Leser, das sind die wahren Steuerungerechtigkeiten des Landes. Steuern, die es nur für die besten Kreise gibt. Das kann sich so ein Linkenpolitiker doch gar nicht vorstellen!

Was merkt so ein normaler Mensch, der in Zukunft das radeln zur Arbeit steuerlich absetzen kann, von der Steuer auf Benzin, die unsereins beim Pendeln zwischen den Wohnsitzen in den immer noch durstigen V8-Motoren verbrennt? Nichts.Was bekommt so ein normaler Mensch, der von dem lebt, was so ein echtes Rennpferd kostet, was bekommt seine Familie, die weniger als ein kleines Pologestüt verschlingt, von den drohenden Pferdesteuern mit? Nichts. Was merkt ein normaler Mensch von den Steuern auf Finanzgeschäfte der Banken, die vielleicht irgendwann im nächsten Jahrtausend kommen? Vielleicht nichts, vielleicht ein wenig, aber ich kenne genügend Leute, die das sehr wohl merken werden: Die Besitzer der Bankaktien nämlich, also wieder nur die Vermögenden, deren Rendite dann geschmälert wird. Und was erst mal sein wird, wenn man einen von Einhausers schwarzen Einbauten befreiten Stadtpalast dann an das einzige Kind vererben muss, wie es dem sich grämenden Notar droht – daran mag man bei uns gar nicht denken. Wer dagegen unter dem Freibetrag bleibt, hat nichts zu befürchten. Auch das trifft nur uns. Und jetzt frage ich Sie: Was kann unsereins dafür, dass unsere Häuser 55+x Zimmer haben? Das hat man früher so gebraucht! Wir können doch nicht einfach wegen der Erbschaftssteuer sagen, wir reissen jetzt das Gesindehaus ab.

Wir alle – und Sie, liebe Leser, doch sicher auch – sehen also die unfassbare Ungerechtigkeit von Steuern, die nur manche treffen und andere vollkommen in Ruhe lassen. Ein klarer Fall Benachteiligung, und ohne dass ich das jetzt auf Heller und Pfenning mit dem Gini-Goevizienden oder wie der heisst ausgerechnet hätte, bin ich mir sicher: Diese enormen, brutalen und wirklich enorm kostspieligen Steuern – die bezahlen nur 10% der Bevölkerung. Der Rest weiss gar nicht, wie schlimm es am Spitzensatz der Gesellschaft aussieht. Das wird, typisch für die Wegschaumentalität und Entsolidarisierung in diesem Land, einfach ignoriert. Dazu gibt es keine Talkshow. Dabei muss man klar sagen: Steuergerechtigkeit ist zuallererst Reichengerechtigkeit.

Wir haben das also besprochen und sind nun der Meinung, dass man da vermutlich nichts machen kann und der Staat uns auch weiterhin alles nehmen wird, aber egal ob das Wahlergebnis für uns passt oder nicht, angesichts dieser Ungerechtigkeit werden Sie sicher verstehen, dass wir leider nicht mehr in der Lage sind, bei all der drückenden Steuerlast, Ihnen, so Sie bei uns mieten, den Wohnraum ganz so billig zur Verfügung zu stellen. Das ist nicht ungerecht oder gar eine Mieterhöhung, wir nennen das wie alle anderen auch jetzt “gerechte Lastenverteilung in der Gesellschaft”.

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Lesermeinungen zu diesem Artikel (92)
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An meiner Erbschaft 50 Wohneinheiten fand ich auch die Schenkungssteuer meagafies

auch das Wetter nervt

"und schuld ist nur die ..."

Antworten (1) auf diese Lesermeinung

Asyl

...melden sie sich bitte wenn der Staat Ihnen "alles genommen hat" ; bis dahin halte ich ein Gesindezimmer für Sie frei und hoffe dass Sie uns dann weiterhin mit ihren unterhaltsamen Geschichten ergötzen. Eine Bitte habe ich noch: Teilen sie mir ihren Kopfumfang mit auf das ich schon mal eine Narrenkappe bei Seite leg.....

Antworten (2) auf diese Lesermeinung

12 atomfried 13.09.2013, 13:37 Uhr

O-Töne

Wahrscheinlich alles O-Töne aus dem Westviertel und vom Tegernsee. Wunderbar! Vielen Dank verehrter Don!

Antworten (4) auf diese Lesermeinung

37 Thorsten Haupts 13.09.2013, 13:41 Uhr

Nur dem, der hat, kann etws genommen werden.

Und da die Masse des haens schlicht vererbt ist, also nicht auf irgendeiner Art eigener Leistung beruht, hält sich mein Mitleid in ganz engen Grenzen.

Und das nur der Vollständigkeit halber - die Überschrift ist faktisch falsch. 2012 spülten Umsatzsteuer, Alkohol- und Tabaksteuer, Mineralölsteuer u.ä. mehr Geld in die Kassen, als alle direkten Steuern zusammen, inklusive Grunderwerbs- und Lohn-/Einkommenssteuer. Und die indirekten Steuern werden zu 95% von den Nichtreichen bezahlt, weil man auch als Reicher seinen Weinkonsum nicht bzw. nur sehr kurzfristig beliebig steigern kann.

Kurz - ich verstehe, dass der Blogeintrag aus der Perspektive vermögender Leute geschrieben wurde. Was nur heisst, dass auch die weder besser informiert noch intelligenter sind als der Bevölkerungsdurchschnitt. Nur weinerlicher.

Gruss,
Thorsten Haupts

Antworten (10) auf diese Lesermeinung

9 Bernd Mensching 13.09.2013, 13:46 Uhr

Wovon reden Sie da mit den Steuern??

Hier der Stand von 2012:

Lohnsteuer, Energiesteuer und Umsatzsteuer als größte Einzelsteuern hatten in 2012 zusammen einen Anteil über 55 Prozent am gesamten Steueraufkommen und diese Steuern zahlen alle, die wir arbeiten, Energie verbrauchen und konsumieren.

Selbst wenn die Wohlhabenden die gesamte Lohnsteuer zahlen würden, dann würden sie hier nur einen Anteil über 25 Prozent des gesamten Steueraufkommens tragen.

Soweit zu Zahlen...

Antworten (3) auf diese Lesermeinung

16 Andy Hunter 13.09.2013, 14:06 Uhr

Habe beim Lesen ein Krokodilstränchen abgewischt.

"Mo money, mo problems."

The Notorious B.I.G.

2 Michael Wolff 13.09.2013, 14:16 Uhr

****

Ach Sie armer Reicher,geben Sie`s doch den Besitzlosen in Marzahn, sollen die sich doch grämen
und Sie machen es sich in einer einfachen 2-Zimmerwohnung als Mieter bequem.

Antworten (2) auf diese Lesermeinung

Steuergerechtigkeit ist zuallererst Reichengerechtigkeit

ich muss gestehen das mich der Text hier sehr amüsiert. Natürlich bekommen Geringverdiener nichts davon mit, was es an "Reichensteuer" so alles gibt. Aber sich als "Reicher" dahinzustellen und zu sagen, dass Steuergerechtigkeit zuallererst Reichengerechtigkeit ist, grenzt schon an Wahrnehmungsstörung.
Wem sollte man den mehr Steuerlast auferlegen? Denen, die nichts haben, oder jenen, die genug haben? Oder sollte man dies wirklich pauschalisieren indem man sagt, dass JEDER -beispielsweise - 40% Steuern von seinem Einkommen/Einnahmen zahlt? Dann könnte man dies überall umsetzen. Falsch parken = 3% vom Nettoeinkommen und nicht 5€ pauschal. Das wäre soziale Gerechtigkeit. Vielleicht sollten die Löhner und Gehälter auch angepasst werden, nur hätten wir dann ja weniger "Reiche". Vielleicht wäre es auch überaus bedauerlich, wenn man nicht mehr 100.000€ für Luxusgüter ausgibt (z.B. ein exquisites Diamantdiadem) und die Luxusindustrie auf einmal ausstirbt.
Ich bin keiner von den Reichen, sondern gehöre zu den ca 59%, die Weniger als 1500€ Netto im Monat haben. Dennoch wäre bzw bin ich gewillt, mehr steuern zu zahlen, vorausgesetzt man bekommt auch etwas dafür.
Da ich gerade auf der Arbeit bin und den text parallel verfasse, entschuldige ich mich schon mal vorab für Ausreisser/Rechtschreibfehler.

Antworten (10) auf diese Lesermeinung

13 Gil Galad 13.09.2013, 14:39 Uhr

Höchst unsachlich...

Beispiel:Die Kapitalertragssteuer ist deshalb geringer, weil der ausgeschüttete Kapitalertrag ja bereits mit der Körperschaftssteuer auf Ebene des Unternehmens besteuert wurde.
Ebenso muss man bei der geringeren Konsumquote der höheren Einkommen beachten, dass auch angespartes nur eben zu einem späteren Zeitpunkt mit Umsatzsteuer belegt ist.

Hinzu kommt, dass man nicht alleine die Steuerleistung berücksichtigen muss, sondern den Nettoeffekt nach Geld- und Sachtransfers. Alleine durch die Geldtransfers wird für weite Bevölkerungsanteile überhaupt jede NettoSteuerlast eliminiert. Rechnet man auch Sachtransfers ein (Straßen, Schulen, Krankenhäuser) die ja auch weitgehend kostenfrei Leistungen anbieten, sich einkommensschwächere nie zum Marktwert leisten können, ergibt sich eine ganz gewaltige Umverteilungsleistung.
Nicht dass ich nicht glaube, dass es Verbesserungsmöglichkeiten gibt. Aber veröffentlichte Meinung und Fakten klaffen hier immens auseinander.

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5 Ulrich Stauf 13.09.2013, 15:02 Uhr

Man muss mal über den Reichtum an sich nachdenken ...

Ab einer gewissen Höhe, die wohl jeder für sich selbst festlegt, wenn er es überhaupt tut, ist Reichtum nicht erarbeitet, sondern auf Kosten anderer zusammengeschachert worden. Und genau spätestens ab dann ist Reichtum unanständig und unmoralisch. Bezogen auf den Immobilienbesitz in diesem Land kann es doch wohl nicht mit (ge)rechten Dingen zugehen, wenn der überwiegende Teil der Bevölkerung (zumindest in den Städten) in Mietwohnungen lebt und genau das auch noch bisher von jeder Bundesregierung gefördert wird. Was hier im Land stattfindet, ist doch zum Teil purer Wohnungsfeudalismus. Wer es nicht glaubt, arbeite sich einmal durch den Wust von Entscheidungen der einzelnen Zivilgerichte bis hin zu den Entscheidungen des BGH durch.
Wenn das in der Überschrift genannte Verhältnis von Steuerzahlern und Steueraufkommen so stimmt, hält sich mein Mitleid für diese 10% ziemlich in Grenzen, denn, sind die dadurch etwa verarmt und auf "Hartz4" usw. angewiesen?
Jetzt komme mir bloß keiner mit dem Neidvorwurf: ich schreibe diese Zeilen auf der eigenen Scholle!

Antworten (3) auf diese Lesermeinung

8 Denksportler 13.09.2013, 16:42 Uhr

10% zahlen 99% der Steuern? Das bedeutet...

10% zahlen 99% der Steuern?
Das bedeutet doch, dass dank der tatkräftiger Unterstützung unserer Regierung(en) inzwischen nur noch 10% so viel Geld haben, dass sie überhaupt noch Steuern zahlen können.
Richtig?

wasserski

Der Wert des Gini-Koeffizienten, der die Ungleichheit der Einkommen mißt, liegt für Deutschland bei 0,283, ein im internationalen Vergleich niedriger Wert. Quelle: "Jahrbuch der Gerechtigkeit". In Deutschland sind die Einkommen also relativ gleich verteilt, was auch mit der im internationalen Vergleich hohen Besteuerung zu tun hat.

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8 Martin Ripke 13.09.2013, 16:58 Uhr

Herrlich!

Lieber Don Alphonso,
der Beitrag ist schon köstlich, aber der Knaller sind die Leserbeiträge hier. Was so alles für bare Münze genommen wird. Herrlich!

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das schreit nach umverteilung, so dass am...

das schreit nach umverteilung, so dass am ende 100% 100% zahlen.

1 Der Tiger 13.09.2013, 17:39 Uhr

Modebeitrag

Sehr geehrter Don! Sie haben den Mehrwertsteuerbeitrag der Reichen vergessen. Hier sind zwei Beispiele:
(1) Kleidung: Letzte Woche wurden wir darüber informiert, dass die Durchschnittsdeutsche 250 – 300 Euro pro Jahr für Kleidung ausgibt. Für 300 Euro kann man sich in den Nobelläden bestenfalls im Ausverkauf ein kleines Kickchen kaufen und im morgigen Modemagazin der FAZ gibt es sicherlich nichts für den Preis. Für eine anständige Garderobe braucht man mindestens das Zehnfache. ESCADA und Boss wollen angemessen bezahlt sein.
(2) Weihnachtskitsch: So eine echte Blautanne (statt widerbenutzbaren Plastikbaum mit Elektrokerzen) für 100 Euro muss schließlich jedes Jahr mit dem aktuellsten Weihnachtsbaummodetinef behängt werden.

4 Sonja Domberga 13.09.2013, 17:43 Uhr

Man berechne dies mal für das viel aussagekräftigere 1% der Deutschen

Oder haben diese Multimilliardäre Wege gefunden, um der lästigen Steuer-Zahlerei zu entgehen?

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14 R. Petzold 13.09.2013, 17:49 Uhr

Durch Korrupte Politiker legalisiertes Raubrittertum!

Ich sehe nur wie der Lobbyismus arbeitet, die Schüler in der Schule von unseren besserwissenden Pisa Lehrern verdummt werden, und wir in den realen Sozialismus/Kommunismus gedrängt werden. Da Motto, "du hast was, du kannst was geben", du hast nix, "geh doch zu Sozialamt da kriegst du", wer arbeitet und etwas erschaffen will für sich oder Kinder wird schon abgestraft. Eigentlich verstößt unser Staat/unsere Gesetze gegen UN-Konventionen, Förderung der Zwangsarbeit! Egal was man arbeitet, man bekommt es weggenommen damit weiter gearbeitet werden muß! Bist du in Scheidung und verdienst das Geld, mußt du abgeben damit der andere seinen Lebensstandard halten kann, aber 1100Eu darfst du behalten! Hast du gespart für dein Alter, erst wirst du von der Versicherung abgezockt und dann als Rentner darfst du darauf Steuern zahlen und natürlich auch Krankenkasse. Hast du Geld auf der Bank; das wird peinlich genau von Bank und Staat überwacht und kontrolliert, das du deine Ersparnisse auch ja nicht für deinen Spaß ausgibst und dir etwas leistest.- Aber der Staat darf dein Geld ohne Reue in alle Richtungen durch den Kamin jagen, sinnlose Ämter, unsinniger Straßenbau/Planung, Verwaltung und allen möglichen sinnlosen Ämtern die nur geschaffen wurden um dein schwer verdientes Geld abzuzapfen, dabei zu entrechten und bevormunden, zu enteignen! Jeder spricht von Schwarzgeld und den Steuersündern, wer spricht von unseren kriminellen Politikern und Ämtern die unsere Steuern großzügig veruntreuen? Berlin als Stadt ist wohl unser größtes schwarzes Loch, wer verhaftet Wowereit und Konsorten? Wir reden von Eurorettung und Athen?, Athen ist in Berlin und anderen sich bereichernden Städten und Gemeinden, bei uns vor der Haustüre! Es geht bei unseren Gesetzen schon los. Es werden Gesetze verabschiedet die gegen das Grundgesetz verstoßen. Unser Wahlgesetz, nicht verfassungskonform, die Bundestagswahlen dürften gar nicht statt finden, da sie ungültig ist! Wir haben 5 große Parteien aber keine Wahl, unsere Demokratie ist am Abgrund da wir nur von Pisahanseln geführt werden, egal welche Partei. Warum läßt man die Bürger nicht wählen? wie?: Jede Partei kann bis zu 3 Wahlziele als Unterpunkte auf dem Wahlzettel, max. halbe Zeile, aufschreiben die separat angekreuzt werden können. Diese Punkte werden extra zusammen gezählt. Die Partei die gewinnt hat 100Tage Zeit diese Ziele umzusetzen, passiert das nicht . . ., sofortige Neuwahlen. Es kann nicht sein das vor der Wahl dinge versprochen werden von denen nach der Wahl keiner mehr was wissen will, was ist das für eine Lügendemokratie? - Ein Freund sagte mal zu mir: "bist du verrückt, dann könnten wir ja wählen!" ich hoffe es machen sich mal ein paar Leute Gedanken . . .

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4 Jacob Wilhelm 13.09.2013, 18:09 Uhr

Mein Gott, was geht es mir gut, nachdem ich dieses schöne Stück gelesen habe!

So schön kann man sich selten auskotzen und genüßlich lachen und sich auf die Schenkel schlagen und dem Zuhörer auf die Schulter.

Zauberhafte Satire aus Deppendorf!

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3 Sebastian Klein 13.09.2013, 18:32 Uhr

Mein aufrichtiges Beileid

Hiermit drücke ich mein tiefstes Bedauern all den armen oberen 10% der Gesellschaft aus. Vielleicht würde ein Glas 25 Jahre alter Laphroaig Cask Strength ihre Tränen trocknen, während sie auf ihrer Privatyacht dem Sonnenentgang entgegen gondeln?

Ein hartes Schicksal, da wird gerade sicherlich in vielen Hartz-IV-Gemeinschaften vor Erleichterung und zur Feier des Tages, dass man solch ein einfaches Leben hat, ein Glas Leitungswasser geteilt.

1 Jacob Wilhelm 13.09.2013, 18:37 Uhr

Die nächsten Folgen sollten die nicht bezifferbaren Gefahren des Kaviarkonsums analysieren.

Es kann doch nicht angehen, dass die Marzahner sich dem entziehen und neben Artischockenböden und Jacobsmuscheln sich an keiner der Umweltgefahren beteiligen!, - geschweige denn an den Kosten eines 12-Zylinder Ersteigens des Umbrail und Stelvio. Grauenhaft, welche Lasten da ganz kalt und allen Gemeinsinn widerstrebend den vom Champagnertrinken ermatteten 10 % aufgehalst sind. Dazu kommt dann noch: 100 % der Umsatzsteuer aus den Regionen Sylt und Tegernsee müssen von ihnen allein getragen werden.
Jaguar-, Maserati und S-Klassenlasten mit den horrenden Werkstattkosten noch nicht einbezogen.

Ein Schreckensbild, was die Marzahner uns da antun!

1 Jens Hunger 13.09.2013, 19:01 Uhr

ach...

ach, diese armen reichen, was haben sie doch für ein schweres los gezogen!

7 Wolfgang Hennig 13.09.2013, 19:30 Uhr

Das "Steuer-Dilemma" des "trivialen Reichtum" als Folge der Transparenz.

Hallo Herr Alphonso,
steuerfrei reich sein funktioniert nur mit der Kunst der Komplexität.
Wandeln Sie Ihren "trivialen Reichtum" in "komplexen Reichtum",
dann liegen Sie ganz vorne, im "Nicht-Jammern-Müssen-Paradies"...
Steuerlosland sozusagen.
Nur Millionär zu bleiben ist in der Zeit der Transparenz und Steuerpersonal
mit Abitur gefährlich. Umstellen auf Milliardär und Komplexität lernen, das ist
"angesagt".
Fast ein bischen "Hinterwäldlerisch" Ihr "Steuergejam...Beitrag"....:-)
Motivationszitat:
Alle Milliardäre haben einmal als ganz gewöhnliche Millionäre angefangen.
Jerry Lewis

Das "Steuer-Pressing" dient der Drehzahlerhöhung des "trivialen Millionärgeistes",
hin zum "komplexen Millionär" und damit zum "Milliardär", "Paradiesionär",
und zusätzlich der Beruhigung der "Einzelfall-Nicht-Millionäre"...man soll ja nicht verallgemeinern.
Ich befürchte, die guten alten Zeiten des "Trivial-Millionärs" sind vorbei.
Nach Generationen langem "Märchenschlaf" muß der Geist von 1 Generation
lnoch einmal gef(ö)ordert werden, aber dann Paradies....
oder "Million" weg....(Hunger)-leider.

Vor 30 Jahren habe ich schon "Ersthelferisch" einen Freund betreut.
Der hat nach seinem "Sportlehrerexamen" von seinen Eltern ein
Exclusiv-Sportstudio, natürlich mietfrei im Eigentum, aber aus Steuergründen
offiziell doch Miete bezahlt, der Vater war größter "Steuerberater der Stadt",
bekommen. Nach ca. 30 Wochenarbeitsstunden als "Sportstudio-Chef"
war er total ausgepowert und ich mußte ihn am Wochende, nach ca. 70 Std.
Montagetätigkeit als Ingenieur, wieder aufbauen, weil ich es so leicht hatte.
Der arme Steuerberater "Millionärssohn", mein Freund...
ich reicher Stundenmillionär:-)

Sollten Ihnen meine Aussagen zu klar gewesen sein, dann müssen Sie mich missverstanden haben.
Alan Greenspan

Mit freundlichem Gruß
W.D.H.

2 Helmut Weiß 13.09.2013, 23:43 Uhr

Der Schweiß der Marzahner ist das Salz auf dem Tisch der Tegernseer

In Mahrzahn-Hellersdorf (250.000 Einwohner) betrug im Frühjahr 2013 die Arbeitslosenquote 11,5 %, in Berlin 12,3%. Die meisten Einwohner Marzahns zahlten demnach Lohn- bzw. Einkommensteuer, lagen also nicht auf der faulen Haut. Der persönliche Steuersatz der Eigentümer denkmalgeschützter Immobilien tendiert dagegen für eine gewisse Zeit gegen Null. Büchner ist noch aktuell.

Mir kommen die Tränen... Grundsteuer wird umgelegt, Einkünfte versteuert

Hallo Don,
*
wie gut, dass immerhin die Grundsteuer auf Mieter umgelegt wird! Diese Mieter, deren ebenfalls alle Einkünfte besteuert werden. Man sagt sieben Monate wird für die Steuer gearbeitet. Verbrauchssteuern belasten Einkommensschwache überdies überproportional, bei wenigen Abschreibungsmöglichkeiten.
*
Darf ich sie daran erinnern, dass keiner etwas dafür kann, dass Sie soviel Ihr eigen nennen müssen? Und damit meine ich nicht nur soviele Zimmer (allein der Reinigungsaufwand!).
*
Wie heißt es so schön: Besitz besitzt einen. Aber dafür können die Besitzlosen nichts. Trennen Sie sich doch von dem, was sie belastet. Sie wissen ja, selbst in den Himmel gelangen sie so nicht... (oder eher ein Kamel).
*
Auf Wunsch nehme ich es ihnen nicht ab. Denn was das kostet (selbst bei den Mieteinnahmen!)!
*
Da sitze ich lieber in meiner Sorge und Not als schlecht verdienender Selbstständiger im Reichshauptslum (vulgo Dumpingcity - danke für das von Ihnen gelernte Wort, das mich sehr amüsiert), als Ihre Sorgen zu haben! Arm aber glücklich! Das glauben Sie doch aber bitte selbst nicht!
*
Bin gern bereit die Sorgen meiner vermögenden Freunde zu teilen, die ja ohne jeden Spott schlicht echte Sorgen sind. Aber ich muss mir keinen Spott antragen lassen. Dafür ist die Lage hier zu mau.

1 Tyler Durden Volland 14.09.2013, 02:20 Uhr

Köstlich....

Ich dachte ausser dem "Titanic" gibts nichts mehr, das einem zum Lachen bringt.

Nachdem die Tränen versiegt waren und ich die Schrift auf dem Monitor wieder entziffern konnte, hab ich sofort die Briefwahluntrelagen angefordert um noch vor dem Abgabetermin die FDP wählen zu können.

Ich gestehe, ich bin erschüttert.

"Die meisten damaligen Einwanderer waren nach...

"Die meisten damaligen Einwanderer waren nach Tegernsee gekommen und dort geblieben weil ihnen das Tegernseer Leben besser zusagte als ihr Leben daheim, weil sie lieber reiten als Autofahren wollten und sich lieber ihr eigenes Lagerfeuer herrichteten, statt die Zentralheizung anzudrehen. Wie ich wollten sie ihre Knochen in Teegernseer Erde legen". Tanja Blixen, "Out of Munich".

Der Text hat durchaus etwas Wahres (die Ironie ist größtenteils unangebracht)

Dass der Text ironisch gemeint ist, sollte eigentlich jedem klar sein, der ihn vollständig gelesen hat. Und dass dieser Text ironisch gemeint ist, das ist traurig! Denn einige Stellen treffen tatsächlich zu! Kapitalertragsbesteuerung ist grundsätzlich Doppelbesteuerung! Ein Gutverdiener muss sein Einkommen versteuern und wenn er das dann dem Markt zur Verfügung stellt (d.h. investiert) - was für eine Volkswirtschaft übrigens essentiell ist - wird er mit der Kapitalertragsteuer bestraft!
Aber für den linksgesinnten Bürger reicht das natürlich längst nicht aus. Schließlich möchte er alles gratis bekommen und am besten noch ein bedingungsloses Grundeinkommen (man möchte sich schließlich nicht ausbeuten lassen). Und mit solch niedrigen Strafen für die wenigen Tüchtigen lässt sich das Leben der faulen Linken nun mal nicht finanzieren!
Deutschland ist auf dem Weg in den Abgrund!

Antworten (3) auf diese Lesermeinung

alles wäre vielfalt karierisch-strebsam, oder die meisten sind evtl. am besten nur sie selbst

zum glück ist und bleibt es so: der griff nach der weltliteratur geht immer von einem finger aus.
.
und 99% drecksarbeit in diesem lande wird auch von höchstens 10% der bevölkerung gemacht, auch zum glück; da kann man sich auch zu dem zwecke auch denen auch zugesellen. man kann, muss auch da nicht abseits stehen.
.
wobei, deutschland braucht den hohn. damit alles noch schlimmer wird. schrieb auch bild.de vorgestern. "400 Menschen stehen für Termin bei neuem Augenarzt in Gera Schlange." http://tinyurl.com/n8vvqna - die besitzer großer zeitvermögen werden also auch immer mehr. dankenswert herausgefordert.
.
wobei eben bei uns in deutschland eben auch noch zu wenig fotografiert wird. in paris war man da längst weiter. hier steht dem allerdings noch die angst entgegen einfach sein ding zu machen. "ganz ohne rücksicht auf doofe, aber hochwertige westviertelkonventionen", die es a eben so auch nicht mehr lange geben wird. (oder höchstens noch bei und für die niederen chargen, "also die kai diekmanns und so"):
.
tagsüber fotgraf im "bauch von paris" - und des nachts an der richtigen adresse - so geht pendeln im großen stil, dankenswerter weise. und kann nicht kritisiert werden. François-Marie Banier und Liliane Bettencourt haben es ungerührt so vorgemacht.
.
denn b. ist auch hier paris längst weiter, ja, auch die deutwschen in paris sind es. und ide deutschen fernsehzuschauer, aus den nicht-westvierteln womöglich auch hier die meisten. will sagen: es war diese tolle, große, ausdauernde sendung über karl lagerfeld, gezeigt als veränderungsbeweis des großen neustarts des aufstrebenden fernsehsenders neuen formats - also von "VOX", eine sendung weölche sich ungefähr 4h (!) "monsieur karl" widmete.
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der auch klar sagte, "wer so dummem, altem pront von gestern wie harpers basar, faz und vogue noch anhinge - und der aktuellen zeit, die mit "instyle" daherkäme, weiter anhinge, noch anhängen wollte, über den ginnge, pfff... er hätte da überhaupt kein mitleid, halt eben die zeit hinweg, nun ja, was können man da machen, er jedenfalls nichts, und er könnte da und einmal auch überhaupt nichts machen, so wären die dummen menschen nun einmal, und die gäbe es leider eben auch überhaupt in allen stadtvierteln und ländern, er wäre jedenfalls konservativ und intelligent genug leicht mit der zeit zu gehen und seine zukunft immer voraus zu sehen, der nächsten kollektion entgegen, und andere, die gäbe es nun einmal, aber die stürben ja zum glück auch, nur die mode und er bleiben immer jung", und sprach's und drehte sich rum und rauschte davon. und was hat er auch schon zu befürchten?
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"mode als religion" - vom 7.9.13. prima infotainment. besser als "bunte illustrierte für baden-baden". http://tinyurl.com/n5z3y33 "ich liebe triviale geschichten, das leben ist ein schlachtfeld, man muss über leichen gehen, es geht immer weiter."
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"total normal also", gibts auch online, sogar kostenlos, es ist das jetzt. http://tinyurl.com/qfek7y5
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„Als meine Mutter schwanger war, hat sie eine Wahrsagerin getroffen, die gesagt hat: Sie sind schwanger, sie kriegen einen Jungen und der wird Zeitungszar."
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"... und vogue noch anhingen, weiter...

"... und vogue noch anhingen, weiter anhingen, noch anhängen wollten, unbelehrbar - und der aktuellen zeit, die mit "instyle" daherkäme, ablehnend gegenüberständen - über die ginge, pfff... "

Im Westen nix Neues

Zunächst mal was zum blog: Kommentieren geht hier problemlos. Schön wäre nun endlich mal ein einheitliches Schriftbild. Wundern kann ich mich über Ihre Marketingabteilung, sofern vorhanden, die ein Bewerben eines "schlechen Auftritts" duldet und hinnimmt.
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Was hier unterschlagen wird, rettet der Reiche auch das Handwerk wie etwa die zahlreichen Manufakturbetriebe: Schuhe, Uhren etc. Ohne diese ginge doch die stilvolle, feudale Welt zugrunde.

Lieber Don, aber muß denn wieder der Seitenhieb auf die schöne Elbe sein. Es gibt nun mal kein zweites Hamburg. Nicht "arm und sexy", sondern Klotzen und Weltstadt.

Grüße aus Andalusien

Antworten (3) auf diese Lesermeinung

0 Wolfgang Hennig 15.09.2013, 20:50 Uhr

Steuern...Steuer-Recht...Steuer-Gerechtigkeit...Schieflage.

Viel Lärm um nichts...Geld...Geldgesellschaft...Stabilität der Schieflage.

Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muss man vor allem ein Schaf sein.
Albert Einstein

Wer Geist hat, hat sicher auch das rechte Wort, aber wer Worte hat, hat darum noch nicht notwendig Geist.
Konfuzius

Es gibt Wichtigeres im Leben, als beständig dessen Geschwindigkeit zu erhöhen.
Mahatma Gandhi

Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.
Antoine de Saint-Exupery

Gehen dem Menschen Hühner und Hunde verloren, so weiß er, wo er sie suchen soll. Geht ihm sein Herz verloren, so weiß er nicht, wo er es suchen soll.
Mengzi

Der Inhalt der Zitate sagt uns, warum die Realität so ist wie sie ist.
Es fehlt an Selbsterkenntnis und Einsicht...Herzbasismangel...
der Geldbasis geopfert.
Unsere so gewonnene, "gebildete" Intelligenz, führt uns "unbeobachtet",
weiter und weiter, (ins) "Ad Absurdum"...schade,
aber wer Augen hat der sieht...arme Menschen...-HEIT?...HUMAN, human?

:-)

Antworten (1) auf diese Lesermeinung

Ing.agr.

Na, der braucht aber ein grosses Taschentuch

0 Ben Daniel 16.09.2013, 11:42 Uhr

Who is John Galt?

Diese 10% sind die wahren Schuldigen.
Das meine ich im vollen Ernst!
Warum füttern sie die Plünderer durch? Who is John Galt?

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0 Der Tiger 16.09.2013, 13:19 Uhr

@Gast vom 14.09.2013 um 16:38 Uhr

“99% drecksarbeit in diesem lande wird auch von höchstens 10% der bevölkerung gemacht”. Windelnwechseln, Toilette-Putzen, alte Menschen versorgen? Seit Frau v. Leyen den Bundeston angibt, soll ja alles viel besser sein. Vorher waren es nicht viel mehr als 50% der Bevölkerung, die 100% der familiären Drecksarbeit leisteten – in meiner deutschen Familie wenigstens.

0 E.R.Langen 16.09.2013, 15:38 Uhr

Hä?

Die Wahl gestern habe ich nicht verstanden. Sowas wählt doch niemand freiwillig?

...und die Steuerbehörde...?

Gehen Sie nun einen Schritt weiter- diskutieren Sie das Thema nicht nur hier, in diesem Blog, sondern teilen Sie ihre Meinung zu der Steuerbehörde und ihrer Arbeit auch gleich mit der Wissenschaft- wir, das Team der Wirtschaftspyschologie an der Universität Wien geben Ihnen nun die Chance, ihre Erfahrungen und Meinung anonym mit uns zu teilen.

Alles, was Sie dafür tun müssen ist, ein paar Minuten weiter im Internet zu bleiben, auf den folgenden Link zu klicken und die für sie zutreffenden Aussagen zu markieren:

http://ww3.unipark.de/uc/Uni_Wien/67e5/

Vielen Dank an dieser Stelle auch allen bisherigen Teilnehmern unserer Studie!

Stefanie Lietze

0 E.R.Binvonhier 17.09.2013, 14:23 Uhr

Alles in Alles

integrieren zu wollen kann auch im globalen Maßstab zur Sucht werden.

Da es sich nicht um Zukunft handelt, sondern um ein Ist. Ist-er, wird es nicht mehr.

Könnte man doch mal anfangen mit dem auseinander sortieren.

An der notwendigen akadem. Intelligenz sollte es nicht mangeln.

3 Robert dCZ 18.09.2013, 04:25 Uhr

Reichensteuer...

... ist leider ein globales Problem. Auch in Malaysien greift sich der Staat 20% aller Mieten gleich oben ab. Einzige zulaessige Verminderung sind die direkten Unterhaltskosten der Immobilie, nicht aber Reperaturen oder Instandhaltung, was als Investition eingestuft wird. Und die Grundsteuer steigt auch stetig, unabhaengig davon ob die Immobilie vermietet ist, oder nicht.

In den USA ist es in machen Lagen noch schlimmer, da man dort immer neune Gruende fuer kostenpflichtige Sicherheitsinspektionen erfindet. Anfang des Jahres durften wir $80 pro Wohnung zahlen, so dass die frisch geheuerten Inspektoren bestaetigten dass die Batterien in den gesetzlich vorgeschriebenen Rauchmeldern innerhalb der letzten 2 Jahren ausgetauscht worden und funktionsfaehig sind. Natuerlich war die wahre Belastung viel hoeher, da wir natuerlich auch noch die Kosten des Verwalters decken mussten, der sich mehrmals mit Inspektoren fuer unterschiedliche Immobilien treffen musste, und der zuvor auch noch ueberall die Batterien ausgetauscht hat da wir uns nicht darauf verlassen wollten, dass die Mieter es auch wirklich selbst getan hatten.

Ich bin auch der Meinung dass die Vielzahl und Hoehe der deutschen Steuern die gesammte Wirtschaft schaedigen und langfristig wohl zum Staatsbankrott fuehren werden, und dass es wahrscheinlich sinnlos ist zu versuchen die 90% dazu zu kriegen das auch einzusehen.

Was ich mich wundere ist wie lange es dauern wird bis Mieter auf die Idee kommen, dass der Staat direkt daran Schuld ist, dass Vermieter immer weniger in Immobilien investieren koennen?
Wir schicken unseren Mietern immer Kopien der jaehrlichen Kostenrechnungen die all die Steuern, Abgaben und Gebuehren enthalten. In den USA hat das vor einer Kommunalwahl dazu gefuehrt, dass die Grundsteuer auf zwei unserer Immobilien um fast die Haelfte gesunken ist...

Unabhaengig davon inwieweit es Ihnen mit Ihrem Artikel ernst ist, werter Don, das Problem existiert durchaus - und waechst immer weiter.

2 E.R.Binvonhier 18.09.2013, 14:00 Uhr

10% Zahlen 90% der Steuern

Wozu braucht man dann noch diese vollkommen überdimensionierte Finanzverwaltung.
Die 90% Restbevölkerung ist fein raus, sie wird nicht mehr gesteuert.

Spot an!
Nur die 10% sind wichtig und müssen beobachtet werden.
Überall!
Immer!

[…] gut ohne Belobigung leben und sich...

[…] gut ohne Belobigung leben und sich als Mensch definieren. Je mehr einer hat, desto besser ist er. Und der Neid treibt dann die Steuer ein. Ganz so grau ist der triste Alltag zum Glück nicht überall. Denn wer sich 18 mal die Haare […]

0 Erhard Thomas 11.10.2013, 09:02 Uhr

Asylant aus Boarischen Alpengipfel rettet sich über den Tegernsee.....

...bekommt eine uralte, aufgelassene Jesuiten-Gruft als Asyl zugeteilt vom allsorgenden Staat, lernt Hochdeutsch und langweilt sich unsäglich. Doch dann kommt der gelangweilte Asylant darauf, doch seine abenteuerliche Lebensgeschichten unter das Volk zu bringen. Und dieses, begierig im Freizeitpark Deutschland, nach Unterhaltung im Stile DSDS findet in diesem Schreiberling ein Idol, welches seine geheime Sorgen und Sehnsüchte gekonnt artikuliert. Also schreibt und schreibt der Asylant, renoviert seine Jesuiten-Klause und lebt wohlig und warm bis ans Ende seiner Tage.

ist eine Kunstfigur, die seinem Verfasser nicht vollkommen unähnlich ist.