Stützen der Gesellschaft

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Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Mindestlohn für die FDP

| 85 Lesermeinungen

Kein Schicksal war je schlimmer als das Elend der freigestellten Liberalen. Dabei könnten Sie dem Souverän mit einem praktischen Selbstversuch jenseits des Mindestlohns beweisen, dass sie auch in weniger üppigen Zeiten fest zu ihren Idealen der freien Märkte stehen.

Mann der Arbeit aufgewacht, und erkenne Deine Macht.

Diese ganze Debatte um den Mindestlohn ist wirklich schwierig. Nehmen wir ein nahe auf einem Sofa der Bielefelder Werkstätten liegendes Beispiel: Mich. Ich habe einmal ausgerechnet, was eigentlich mein Mindestlohn sein müsste, wäre ich der beklagenswerten Situation, mein Dasein von dem vollumfänglich zu bezahlen, was ich bei der FAZ verdiene: Mein fraglos menschenwürdiges – und für diese Tätigkeit am Tegernsee unabdingbares – Dasein wäre auch ohne Barockgemälde ganz sicher so teuer, dass seine volle Finanzierung andernorts zu bösen Einschnitten führen müsste, denn meine Kosten wären erheblich; allein die Pralinen für das Catsitting… Und weil das nicht geht und andere dann wirklich davon leben müssen, reicht ihnen diese Unterfinanzierung im Schreibhandwerk eben wirklich nur soweit, dass sie oft nur einen Wohnsitz haben. Und der ist dann auch nicht am Tegernsee oder in Meran.

Über die Frage, ob man überhaupt schreiben kann, wenn die Füsse nicht wahlweise auf 150 Jahre altem Sumpfeichenparkett oder Seidenteppichen aus Persien stehen, will ich erst gar nicht nachdenken, das ist keine schöne Vorstellung. Jedenfalls, ich brauche gar keinen Mindestlohn und keine Pressetermine, um dieses Dasein zu leben, und was sonst ist, geht mich nichts an. Ich kann mich aber nur manchmal wundern über Journalisten – und die wohnen absolut sicher nicht am Tegernsee, solche Einschnitte in unser Sozialsystem wären mir aufgefallen! – die sich bescheiden müssen und dennoch bewusst Ökonomen zu Wort kommen lassen, die sich gegen einen Mindestlohn äussern. Ich verstehe, dass diese Unsachlichkeitsverständigen ihre groben Schätzungshäute nach dem Ende der FDP als politisch relevante Kraft anderweitig zum Markt tragen müssen, aber warum man das verbreitet, wenn man aufgrund der Medienkrise selbst sozial gefährdet ist, verstehe ich nicht.

Ich verstehe übrigens auch die Ökonomen nicht. Letzthin habe ich mal mangels anderer Lektüre in einem Regionalzug von München an den Tegernsee einen Blick in ein vergessenes Focus Money geworfen und was soll ich sagen: Ich glaube, die Ökonomen beziehen daher ihr Fachwissen, weil da auch nichts anderes drin steht, als solche Leute behaupten. Senkt man die Steuern, wird alles gut im Sinne eines Publikums, das man im Hotel Überfahrt in Rottach trifft, erleichtert man Investitionen und baut man Bürokratie ab, können sich die Märkte frei entfalten und der Wohlstand steigt. Wenn er, möchte ich anfügen, nicht gerade durch eine Bankenkrise ruiniert wird, oder durch Kartelle unterlaufen wird, oder Oligarchien fördert, oder Ergebnis von staatlichen Förderzuschüssen oder Steuerbetrügereien ist, oder so wie die New Economy endet oder ganze Schichten von Menschen produziert, die nie aus ihrem traurigen Dasein entkommen werden, wie man das ja auch vom Journalismus und seinem verbilligten Essen in Kantinen kennt, wo das Essen mit dem Schöpflöf

Ich höre schon auf. Es ist ja nicht so, dass ich nicht auch schon mit Ökonomen an etwas besseren Buffets stand, die von der Bayerischen Staatsregierung bezahlt wurden, und ich denke mir einfach, wer dort so begierig zulangt, der schreibt seine Thesen eventuell auch bei Focus Money ab. Also jedenfalls nichts genaues weiss man nicht und wenn diese Ökonomen jetzt Modelle zur Bestätigung von Focus Money konstruieren und dann zum Schluss kommen, dass hohe Mindestlöhne irgendwie gar nicht gut sind, im Gegensatz zum Verbleib von Menschen in Zwangskantinen ohne Zweitwohnsitz und auch nur die Chance, jemals genug Räume zu haben, um 40 verschiedene Service unterzubringen, dann sage ich auf meinem Sofa: Das ist Theorie. Mit solchen Theorien hat sich die FDP aus dem Bundestag geworfen und Focus Money geht es auch nicht mehr so gut. Diese Theorie ist gefährlich! Was wir brauchen, ist eine praktische Überprüfung der Frage: Wie gut ist es ohne Mindestlohn? Dazu müsste man mal eine Untersuchung machen, gross, umfassend und am besten mit Leuten, die nicht schon an das mögliche Elend gewöhnt sind, sondern unvoreingenommen an die Sache rangehen. Leute, die bislang nichts Falsches in einer Welt ohne allgemein gültigen Mindestlohn sehen. Wer könnte besser als sie dann erkennen, wie das wirklich ist?

Nun lesen wir ja in letzter Zeit desöfteren vom schlimmen Schicksal all der FDP-Mandats-, Amts- und Kofferträger, die nunmehr ohne Arbeit sind und dass es sich hier um die Grössenordnung eines mittelständischen Unternehmens – ohne Gewinn-, aber eventuell mit Bereicherungs- und Teppichtransportabsicht – gehandelt hat. Auf der einen Seite also die Theorie, die geprüft werden soll, auf der anderen ein paar hundert Menschen, die unvoreingenommen und unbeeinflusst von linksradikaler Propaganda das Leben ohne Regulierung befürworten, und momentan schwer vermittelbar sind, weil ich sie garantiert hier keine Gastbeiträge schreiben lasse und Hauspersonal haben wir auch schon und überhaupt, so ein schamlos mövenpickender Politikbetriebler ist halt niemand, den man hier zum Bedienen der Touristen abstellen kann, weil beste Manieren braucht man da schon.

Also, so gesehen sind sie für normale Berufe wahrscheinlich genauso unfähig und unqualifiziert wie ich (wobei ich Radreparatur, Klempnerei, Stukkateur, Silberputzer und Bergführer ausnehmen möchte, irgendwas Anständiges muss man können) und alle anderen sozialen Härtefälle. Handheben im Bundestag ist keine Erfahrung beim Dachdecken, bei der Lagerverwaltung, bei der Reinigung von weissen Westen, und so dürften sich unsere Probanden nahtlos in die Heerscharen all jener Mindergeeigneten einfügen, die dieses Schicksal nun wirklich mit ihnen teilen, mit allen individuellen Nach- und gesamtgesellschaftlichen Vorteilen. Sagen wir mal, ein Jahr sollten befreundete Unternehmen diese Angehörigen des mittelständischen FDP-Betriebs aufnehmen und falls komplett Unvermittelbare dabei sind: Bald kommt der Winter, dann wird es kalt, und weil dort sicher keiner spätrömische Dekadenz mag, werden sie mit Freuden und Schneeschaufel für den reibungslosen Lauf der Berliner Verkehrsbetriebe sorgen. Jeder wird gebraucht, jeder der arbeiten will findet auch seinen Platz, nur den flächendeckenden und wirklich auskömmlichen Mindestlohn, den finden sie nicht aber das wollten sie ja auch nicht.

Nun weiss ich natürlich, dass so ein geringes Einkommen schwerlich ausreicht, wenn man zwei Wohnungen mieten muss, und mögen sie auch nur im Slum Berlin und anderen unglücklichen Regionen des Landes sein. Dann muss man sich eben anpassen, aber mit so einer Beschäftigung bekommt man sicher auch einen Blick für das Wesentliche und lernt, sich eigenverantwortlich zu entscheiden. Verkochte Nudeln gibt es dann eben nicht mehr vom Lobbyisten, man kann die Zubereitung aber von Berliner Hipstern lernen. Auch Thilo Sarrazin hat früher gute Ratschläge gehabt, wie man aus wenig viel machen kann. Das könnte auch nötig sein, denn ganz ehrlich: Ich kann mir nicht vorstellen, dass so ein Freimarktfreund in dieser Lage dann versuchen wird, sein Gehalt mit verrufenen staatlichen Leistungen aufzustocken. Auch Schwarzarbeit ist nicht erlaubt. Im Gegenteil, ich bin mir absolut sicher, dass das einzige Bestreben sein wird, die Richtigkeit der Politik der letzten Jahre zu beweisen, was ja auch nötig sein wird, falls man noch einmal von einem Souverän gewählt werden möchte, der lieber Darmgripp dem real gelebten Mövenpick-Liberalismus ein wenig kritisch gegenüber steht.

Ein Jahr ist gar nicht so lang, das ist gerade mal von Rodelsaison zu Rodelsaison und am Ende können sie dann berichten, wie das so ist, wenn man ohne Mindestlohn dazu beiträgt, dass Regulierungswut den Lauf der freien Märkte nicht hemmt. Ich bin mir sicher, dass diese Leute mir jetzt begeistert zustimmen und die Idee ihrer eigenen machen werden, denn sie ist schnell umsetzbar, kostet den Staat nichts, setzt auf Eigenverantwortung und Leistung und wenn es einer von denen in einem Pflegeberuf tatsächlich schafft, sich beim Bettenausräumen im Kreise der ausgebeuteten Osteuropäerinnen Gleichheit mit Deutschen wie mir zu erarbeiten, dann findet das meine vollste Anerkennung. Vielleicht sehen wir ja 600 mal blühende Landschaften, saubere Gehwege, funktionierende Schienen, gute Frisuren und perfekt ausgelieferte Pakete bei Subunternehmen. Und jede Menge dankbare, glückliche Menschen, die uns bewiesen haben, wie schön das Leben ohne Mindestlohn und verbindliche Flächentarife ist.

Nicht jedem ist es natürlich erlaubt, Korinth oder den Yachtclub Tegernsee anzulaufen, aber wenn es den Betreffenden nach diesem Jahr nicht geringfügiger, aber gering entlohnter Tätigkeit wirklich besser geht, oder wenigstens nicht signifikant schlechter, und die Lebenserwartung nicht allzu viel gesunken ist, und auch der Griff zu Alkohol und Zigarette nicht vermehrt auftritt, kann man auch weiterhin respektieren, dass Ökonomen das aufsagen, was Focus Money vorschreibt. Ich bin da gar nicht so. Eigentlich ist es mir sogar egal, aber ich bin nun mal ein Mann der Praxis und deshalb: Probiert es aus! Hört auf, vor den Redaktionen zu antichambrieren und zu jammern, dass Ihr kein Geld mehr habt. Leistung wird sich auch für Euch lohnen, für Eure Chefs und natürlich auch für uns, die wir dann wissen, wie das so ist, wenn freie Märkte freie Liberale formen, wie es ihnen allen gemeinsam gefällt. Nur schäbige Zyniker – pfui über sie! – würden sagen, dass die FDP dann den Mindestlohn bekommen hat, den sie verdient hat.

HINWEIS:

Für Kommentare gibt es als Mindestlohn ein reibungslos funktionierendes Kommentarblog, wo es wie geschmiert läuft.

 


85 Lesermeinungen

  1. Andere Sorgen
    Um die Fast Drei prozent mach ich mir keine Sorgen. Die werden wie jener von und zu beim abschreiben erwischte irgendein Institut finden, wie auch jener Gruene der mit den Bonusmeilen und Krediten gespeilt hat. Man nennts ’spezl‘ oder networking heutzutage. Als vortragender scheint man von 8 Dukaten / Std auch weit weg zu sein.

    Ich mach mir sorgen um diejenigen die fuer n Appel undn Ei arbeiten gehen und sich nicht oekonomisch denkend in die sozhae (soziale Haengematte) legen.

    Aber schoen das sich jemand sorgen um die, wie hiesen sie doch gleich, macht.

  2. Querdenker sagt:
    ich bin auch dafür das arbeitslose FDP-ler nun mit H4, oder mit dem Mindestlohn auskommen müssen. da gibt es statt 500.-€ Diätenerhöhung dann 8.-€ mehr im Monat.

  3. Im Komzert
    „Wascht und rasiert euch“, dann klappts auch, hallt es aus dem anderen Lager!

    Chapeau!, geehrter Don, treffender gehts nimmer.

  4. Nicht fuer Sie
    Lieber Don,

    fuer Leute wie die Kunstfigur Don Alphonso, also so jemanden, den man in meiner, vom seit den 70er Jahren bestehenden „Strukturwandel“ gebeutelten Heimat Edelsozis nennt, braucht man keine Partei, die fuer soetwas ähnliches wie Marktwirtschaft eintritt.

    Das gilt insbesondere, wenn man durch und durch aus einem prosperierenden Land kommt, aus der heilen Welt im Süden Deutschlands, wo man sich allerhand Life Style-Faxen leisten kann.

    Wenn man aber zu denen gehört, die eigenverantwortlich etwas auf die Beine stellen und nicht nur danach rufen, dass andere ihnen doch bitte Wohltaten angedeihen lassen mögen, wenn man also zu jenen Leuten gehört, freut man sich, wenn es eine Partei gibt, die nicht immer nur nach neuen Gesetzen und Steuern ruft.

    Auch eine solche Stimme sollte in einem Land wie Deutschland hin und wieder zu vernehmen sein, oder nicht?

    Im Übrigen ist es oft erhellender, Menschen, die sich intensiv mit einem Thema befasst haben zu eben diesem Thema zu Wort kommen zu lassen, als irgendeinen Hansel, der sich beim Lesen der Zeit Notizen gemacht hat. Insofern: Lieber Ökonomen als ressortfremde Journalisten.

    PS: Sie können jetzt alle gerne wieder mit Mövenpick etc ankommen. Sicher, das war große Scheiße, wie auch manch anderes in der letzten Legislaturperiode. Aber es geht mir hier um einen wichtigen Teil des politischen Sprektrums, der in Zeiten der Merkel CDU wohl kaum noch Gewicht hat und in einem freiheitlichen Land unbedingt stattfinden sollte.

    • Wer ruft nach Wohltaten ?
      Wer, bitteschön, tut „nur danach rufen, dass andere ihnen doch bitte Wohltaten angedeihen lassen mögen“?
      Arbeitslose? Frischdiplomierte in Teilzeit? Kita-Suchende, die arbeiten wollen? Oder wer?

      Ich kann Ihnen ein paar von der Sorte nennen: Leute vom Schlage Hundt, z.B. Hersteller von Großkarossen, EEG-Ausweichler, Villenbesitzer auf Sylt (vgl. letzten Don-Blog) etc.
      Für diese Jammerlappen war die hier in Rede stehende Partei (wie hieß sie nochmal?) immer zu haben, aber nicht mehr für die Werte, die Mischnick + Hamm-Brücher vertreten haben.

      Nebenbei: wieder mal ein schön treffender Beitrag vom Don! Danke!!

    • Wer ruft nach Wohltaten?
      Wer, bitteschön, tut „nur danach rufen, dass andere ihnen doch bitte Wohltaten angedeihen lassen mögen“?
      Arbeitslose? Frischdiplomierte in Teilzeit? Kita-Suchende, die arbeiten wollen? Oder wer?

      Ich kann Ihnen ein paar Rufer nennen: Leute vom Schlage Hundt, z.B. Hersteller von Großkarossen, EEG-Ausweichler, Villenbesitzer auf Sylt (vgl. letzten Don-Blog), priv. Krankenversicherer etc.

      Für diese Jammerlappen war die hier in Rede stehende Partei (wie hieß sie nochmal?) immer zu haben, aber nicht mehr für die Werte, die u.a. Mischnick + Hamm-Brücher vertreten haben (wenn wir von L-S. absehen, die dem Supergrundrecht-Friedrich löblich Widerstand leistet).

      Nebenbei: wieder mal ein schön treffender Beitrag vom Don! Danke!!

    • hin und wieder?
      …immerhin hat, sorry hatte sie fünf Ministerposten hinter sich. Ziemlich viel für eine „Stimme“.

    • Hi, hi....
      „Edelsozis“…

      Naja, von einem FDP Fan politische Intelligenz zu erwarten wäre auch zuviel…….

    • Hilfe, da findet einer Marktwirtschaft gut..
      Ist doch alles halb so wild.

      @a.f.t. bickel nach Wohltaten rufen die Sozialdemokraten mit schwarzem, roten oder grünen Parteibuch zu Genüge.

      @nico Es geht um die neue Legislaturperiode

      @Was hat das mit „politischer Intelligenz“ zu tun? Bzw. wie ist die Definition von politischer Intelligenz?

  5. Niemand von der FDP...
    …wird nun dem Staat auf der Tasche liegen wollen. Das sind alles ganz anständige Menschen, die sich selbst nun genau das abverlangen, was sie stets von anderen forderten.

    • Schon nur anders als Sie denken,
      hier war doch schon der Artikel des Beamtenbundes, der sich darüber beschwert, dass jetzt viele Führungspositionen, von kurz vor der Wahl beförderten FDP-Rückkehrern, blockiert werden.
      Es gibt also schon Staatsgeld, der ein oder andere wird auch vernünftig dafür arbeiten.

    • Der Beamtenbund!
      “ was erlauben?“
      Das grenzt an Revolution.
      Sollen da wirklich die Parlamentarier aufgemischt werden?

      Dass hätte sich die FDP nie nicht erlaubt.

  6. (Kein) Platz in der politischen Herberge
    Meinen Sie, sehr verehrter Don, ich sollte Herrn Rössler für ein paar Wochen in mein Haus einladen? Dann kann er mir dabei zugucken, wie ich Spagetti al dente koche und mir dabei helfen, kostenlose FAZ Kommentare zu schreiben. Unser Gästezimmer wird von Kennern sehr geschätzt, insbesondere, weil der – von meiner Tochter dort abgestellte Biedermeiersekretär – bürgerliche Ruhe verströmt.

  7. Strafmildernde Umstände für die FDP?
    Kleine, nicht unwesentliche Vorgeschichte: Die Grundsteinlegung für die ach so freien Märkte: Agenda 2010, Liberalisierung der Finanzmärkte, Hartz4 etc. allerdings haben Gazprom-Gerd, sein Freund Peter und Nachhaltige Grüne den Freien Lobbyisten vorweggenommen. Erst auf dieser Basis des modernen Sklaventums von 1€-Jobbern und Verschleierung von Bankaktivitäten auf subprime-Märkten ließ es sich ganz ohne Mindestlohn-Druck frei denken und Lobbyismus fortführen. „Insofern sind wir zumindest nicht der Urheberschaft schuldig, vielmehr sind wir den ungezügelten Märkten nicht mehr Herr geworden“, meint der Anwalt der Beschuldigten.
    .
    Der Nächste, bitte: Eine spontane Kanzlerin hat dann auch noch den Grünen das Energiewendethema nach Fukushima geklaut. Sie lecken sich nun auch die Wunden.
    Anstatt sich offensiv dem Thema EEG zu widmen, das auch von dessen Nutznießern längst als dringend reformbedürftig angesehen wird – weil es keine zweckgerechte Steuerungsfunktion hat und sich geradezu kontraproduktiv auswirkt -, quatschen Grüne Ahnungslose stets von 100% Strom aus erneuerbarer Energie. Wie das allerdings gehen soll, wissen sie (noch) nicht. Erstmal Kurs halten. Auch sie sollten mal durch den Scheuersack gehen, wie es jetzt die anderen tun. Gab es da nicht mal den Begriff Rotationsprinzip?
    Flaschensammeln mit Trittin. Auf gehts!

    Beste Grüße

  8. [Editiert]
    Bitte, sowas nicht gerade heute und orgen, ich habe im Moment wirklich genug andere Sachen am Hals. Danke. Don.

  9. Bescheidene Nachfrage:
    Wann war die Lobbyisten-Truppe FDP jemals für freie Märkte? Nie. Eben. Deshalb ist es total unfair, von denen zu verlangen, sich ausgerechnet den Unbilden dieses freien Marktres auszusetzen :-).

    Der verlängerte Arm der Ärzte-, Apotheker- und Rechtsanwalts-Innungen war immer ein vehementer Verfechter der Handwerks-Gebietsmomopole des Mittelalters. Liberal geht anders, dafür muss man schon in die USA blicken (Ron Paul).

    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • endlich mal ein vernünftiger Beitrag
      der sich nicht nur in Beschimpfungen ergeht, sondern vernünftige Argumente liefert.
      Bin völlig d’accord, das Problem ist nur: Von wem kommen jetzt mal lieberale Argumente im Bundestag?

    • Liberale Argumente?
      Was ist das?

  10. Das ist
    Alles nicht nett gedacht.
    Da bringt eine Partei so viele junge, hoffnungsvolle Mandatsträger ins Parlament wie nie zuvor, bereit für die große Karriere, und nun dieser Spott.

  11. noch mal nachgetreten
    der hass auf liberalismus kennt in Deutschland mit tegernsee neuerlich kein ende. Aber erst im nachtreten zeigt sich die wahre vollendung.

    Man sollte übrigens schon wissen, dass „Mindestlohn“ eine uralte Forderung des „Neoliberalen“ Hayek ist.

    • "....der hass auf liberalismus...."?
      Der Blog ist über die FDP… von Liberalismus hat kein Mensch geredet.

    • Titel eingeben
      Was ist eigentlich so moralisch schlimm an jemandem, der Marktwirtschaft ganz OK findet? Siehe mein Beitrag…

  12. Es erwischt immer die Falschen. Alte Bauernregel.
    Verstehe den Ansatz nicht:
    Für die jetzt abgewählten FDP-Politprofis ist doch gut gesorgt.
    Je nachdem wie lange sie in Bundestag oder Landtag waren.

    Ehemalige FDP-Büroangestellte müssen sich schon ein wenig mehr Sorgen machen. Von denen weiß man auch nicht sicher, ob sie je wirklich so rattenscharfe Freier-Markt-Apologeten wie ihre FDP-Arbeitgeber waren.

    Das ist es: Es erwischt immer die Falschen.

    Mehr… auf:
    http://stuetzendergesellschaft.wordpress.com/2013/09/30/mindestlohn-fur-die-fdp/comment-page-1/#comment-14182

  13. Nun ja,
    wer den Schaden hat, spottet jeder Beschreibung, oder „was Du nicht willst, das man Dir tu, daß füg‘ auch keinem anderen zu“.
    Es ist halt nicht jeder ein Freiherr und kann sich auf die Latifundien seiner Vorfahren zurückziehen oder darf die „Brücke über den Atlantik“ nutzen. Die Welt ist halt ungerecht.

  14. Wohin sind wir geraten - In's Land der Sozialdemokraten!
    Ach ja, gebt den Leuten den Mindestlohn, gebt den Frauen die Quote, schafft die private Krankenversicherung ab, garantiert eine Mindestrente, schafft die Schulzensuren ab und bringt noch so viel mehr Wohltaten unter das Volk. Und macht all die Schwachen auch noch zu Abhängigen. Wer die Mühe und die Schwierigkeit aus dem Leben der Menschen entfernt, beraubt diese vieler Möglichkeiten auf ihr Leben zurückzuschauen und zu sagen: “Ich habe etwas bewegt und erreicht.”

    • Werter Ernst Wilhelm
      Sorry, aber Ihr Kommentar bereitet mir einige Schwierigkeiten.
      Entweder mangelt es an Logik oder Kenntnis der Verhältnisse.

      „Und macht all die Schwachen auch noch zu Abhängigen.“ ???

    • Grübel, grübel....
      „…Land der Sozialdemokraten!
      Ach ja, gebt den Leuten den Mindestlohn, gebt den Frauen die Quote, schafft die private Krankenversicherung ab, garantiert eine Mindestrente, schafft die Schulzensuren ab und bringt noch so viel mehr Wohltaten unter das Volk. “

      Ich geb gerne zu, ich wohne sehr weit weg, aber wenn mein Alzheimer jetzt nicht ganz das Kommando übernommen hat, dann gabs von den (sogenannten) Sozialdemokraten keine einzige der von ihnen angeführten Wohltaten, sondern eine gewisse Agenda 2010 ?

    • Titel eingeben
      Ja, das ist aber auch einige Jahre her. Jetzt kommt linke Politik (linker als zu Schröder-Zeiten) von allen Parteien im Bundestag

  15. Nachdem der werte Don es im anderen Blog den Piraten gegeben hatte...
    … ist es nichts als recht und billig dass nun auch die anderen Verlierer der Wahlen mit dem finalen Vorschlaghammer ins Jenseits befördert werden.

    Aber bei aller Hochachtung für die gewandte Feder dieses Schreibers sei mir doch die Frage erlaubt, ob es so nicht doch zu billig ist??

    Ich habe bisher noch nicht viel Gescheites darüber gelesen, warum die zu Zeiten Genschers erfolgreiche Partei in so kurzer Zeit in die Bedeutungslosigkeit gesunken ist. An den Gedanken und Zielen kann es imho nicht liegen. Ich sehe die Ursache eher in der Persönlichkeitsstruktur der obersten Riege.

    Erst wenn dereinst der Blogschreiber seine eigene Partei am Tegernsee gründet werden wir ja sehen ob er es dann besser macht…

  16. Fachlich unfähig
    Das ist sprachlich ein sehr gelungener Artikel, der wunderbar auf der FDP herumhackt, doch bei dem fachlichen Anspruch des Themas vollends versagt. Es zeugt nicht von großer Kenntnis, sich als Laie eines Themas hinzustellen und zu sagen: „Was die anderen (Experten) sagen ist alles Quatsch.“ Und dann redet man von ganz was anderem ohne fachliche Argumentation.

    Das Thema Mindestlohn ist sehr einfach erklärt am Beispiel Friseur. Wir alle wissen: Die verdienen zu wenig. Aber, das ist das Problem: Es gibt Leute, die sind geizig (fast jeder guckt aufs Geld) und das kann keiner abstreiten. Die gehen nur dann zum Friseur, wenn es billig ist. Wird es teurer, gehen sie nicht oder seltener. Einige machen es vielleicht schwarz oder selbst. Was auch immer. Jedenfalls, und das ist unweigerlich der Fall, wären alle Friseure teurer (Mindestlohn), würden weniger Leute insgesamt zum Friseur gehen. Und damit gehen unweigerlich Arbeitsplätze verloren, weil wenn weniger Leute sich die Haare schneiden, brauch man auch nicht mehr so viele Friseure. Das mag eine Weile dauern, man entlässt ja nicht sofort sein Personal, wenn es statt 100% nur 90% ausgelastet ist, aber langfristig wird weniger Leistung „Haarschneiden“ erbracht, weil weniger zum Friseur gehen, weil es teurer ist. Was die Politik aber eigentlich will: Es sollen mehr Haare geschnitten werden, am besten geht jeder zum Friseur, keiner macht es privat. Genau davon lebt die Wirtschaft und das ist unser Wohlstand, dass die Experten, hier Friseure, das machen, was sie am besten können so wie die Handwerker usw.. Wenn jeder im Garten sein Gemüse anbaut, davon werden wir als Gesellschaft nicht reich, aber wenn ein Großbauer das für alle macht, dann kann jeder von uns etwas für den Großbauern machen, z.B. Haare schneiden.

    Übrigens genügt es überhaupt nicht, wenn die meisten sagen, sie würden auch mehr bezahlen, sondern ALLE müssten sagen, sie würden auch bei höheren Preise genauso oft zum Friseur gehen. Wenn nur 1% der Leute nicht mehr zum Friseur gehen, wäre 1% der Friseure (theoretisch) überflüssig. Gerade in Branchen, wo es Arbeitslosigkeit gibt, ist der Mindestlohn das falsche Mittel, da es hier Arbeitspotential auf dem Markt gibt, das nicht abgerufen wird. Die Arbeitsplatzsituation verschlechert sich also zwangsläufig für die Betroffenen. Letztlich schadet man durch solche Maßnahmen den Arbeitssuchenden. Das richtige Mittel wäre, dass weniger Leute Friseur werden oder mehr Leute öfters sich die Haare schneiden lassen. Da müsste man nun als Staat eingreifen um die Arbeitsbedingungen und Löhne zu verbessern.

    • Das wäre die rein wirtschaftliche Betrachtung.
      @ Nils Gageik
      Das wäre die kühle, rein (volks-)wirtschaftliche Lehre von Angebot und Nachfrage.
      Was ist aber mit Menschlichkeit, Metzger aus Polen nicht für 2,50 rödeln zu lassen, sondern sie fair zu bezahlen?

      -/-
      Und noch:

      Was ist aber, wenn man jetzt hergeht und fragt:
      Was sollen die Leute alternativ werden, wenn sie denn nicht der millionste Friseur werden sollen?

      Mediengestalter? Pfleger? Bäcker? Security? Pförtner? EH-Verkäufer?
      Guter Witz.

      Sehen Sie, ebenfalls überlaufene, schlecht bezahlte Berufe.
      Ich sehe sie fast überall.

      Ihre schöne Betrachtung hat einen weiteren kleinen Haken:
      (Binnen-)Nachfrage ist nicht beliebig nach oben skalierbar:
      Privathaushalte, ebenso Hotels, werden nicht mehr Brötchen kaufen, als sie essen können.
      Man wird nicht jeden Tag zum Friseur gehen, hätte man auch das Geld, aber nicht die Zeit dazu.

      Geben Sie nicht nur der sogannten freien Marktwirtschaft, sondern der Menschlichkeit eine Chance. Ein Unternehmer kann, bis er 80 ist, sich – bei genügend Eigenkapital – sich frei umorientieren, neue Produktionsketten aufbauen, neue Innovationen ersinnen, neue Märkte schaffen. Ein einzelner kleiner Verkäufer oder Metzger kann das nicht: ein Leben lang umsatteln, drei, vier neue tolle Berufe aber dennoch nichts, womit man ihn mit 45+ noch nimmt … Soll der mit Dreifuffzich herumfretten? Ist das Ihre Meinung?

    • Sie dürfen dann halt keine Friseure mehr einwandern lassen...
      Der von interessierter Seite durch Zuwanderung provozierte Druck auf den Arbeitsmarkt ist es doch, der die Löhne auf ein Niveau drückt, auf dem man nicht mehr angemessen davon leben kann.

    • Genau
      So ist es @Besserwisser!

      Und warum wird Druck durch Zuwanderung gemacht (von wegen haben wir hier Facharbeiter- oder gar Ingenieurmangel…)?
      Damit man übermäßigen Konkurrenzdruck schaffen kann.

      Übermäßiger Konkurrenzdruck lässt die Löhne schön unten dümpeln, denn keiner traut sich, angemessenen Lohn zu verlangen, weil er sonst weg ist vom Fenster.

      Derweil schwätzt man hochtrabend von den natürlichen Gottgegebenheiten eines Marktes, der sich ehrlicherweise selbst regle. Ganz ohne Subventionen, hach, die den Einzelnen faul, abhängig und schwach hielten…

      Nur, dass man den Markt künstlich unten hielt, weil man Zulauf erzwang, davon schwätzet man nix.

      Diese Real-Satire, diese Beleidigung der Intelligenz der normalen Leute, die das längst kapiert haben. Aber gegen diese gelogenen Frechheiten, die salbadernd genauso ständig in führenden Zeitungen stehen, nicht ebenso tagtäglich angehen können, weil sie zur Arbeit müssen – und nicht nächtelang die Kommnentarspalten zuschreiben können. Was es bräuchte, damit der Dummfug gekauften Journalismus‘ in angeblich honorigen Blättern als das gebrandmarkt werden kann als das was er ist: scheinheiliger Lobbyismus für Klassenkampf von oben.

    • Schön gedacht, Herr Nils,
      aber in Wirklichkeit verhält es sich etwas anders.
      .
      Es gibt Branchen, bei denen es üblich ist, ein sog. Trinkgeld zu geben. Im Falle der Friseurhandwerks weiß der Betreiber, dass das so etwa fünf Prozent vom Umsatz ausmacht, er selber hat ja auch einmal anderer Leute Kopfbehaarung verschönt. Entsprechend kann er seinerseits den Lohn niedriger ansetzen.
      Besonders ekelhaft die Friseurkette Klier, die stolz damit wirbt, für den Mindestlohn zu sein, und das auch tatsächlich so zu handhaben. So etwas kann man machen, wenn man Laufkundschaft bedient, und deshalb keinen Wert darauf legen muss, was Beschäftigte und Kundschaft von einem denken.

  17. @U.Bruchbacher
    Ich finde es ausgesprochen unakzeptabel, über die sexuelle Orientierung eines Menschen einen derartigen Witz zu machen. Westerwelle und seine Partei haben bitter verloren. Aber es sind immer noch Menschen und nicht Freiwild für Witze unter die Gürtellinie.
    .
    Trotzdem finde ich es gut, dass Don Ihren Kommentar freigeschaltet hat. Sonst würde ich kaum glauben, dass jemand so einen unpassenden Witz im Rahmen eines sehr bürgerlichen Blogs machen kann.

    • @¹Der Tiger
      immerhin haben Sie bemerkt,dass es sich um einen Witz handelt
      Witze über Wohnort und Haut(farbe) scheinen Sie nicht zu stören
      aber Berliner und Tätowierte sind halt auch keine Menschen
      genausowenig wie die,die ihren Job wegen einem Käsebrötchen oder Leergutbon verloren haben
      mittlerweile hat Don meinen Kommentar ja gelöscht
      so wie er es immer macht,wenn ich (aus meiner Sicht) mal was gutes schreibe
      ich finde,in diesem in der Tat sehr bürgerlichen Blog muss ab und zu mal ein Fenster aufgemacht und durchgelüftet werden
      diese undankbare Aufgabe übernehme ich aber sehr gerne
      übrigens ist lachen sehr gesund
      deshalb ist ein Witz auch immer und überall angebracht

    • Der Kommentar ist wegen meiner aktuellen Überlastung durchgerutscht und normalerweise hätte ich ihn nicht freigeschaltet. Man kann ja über vieles reden, aber das war dann doch so, daasss ich sage: ÜÜber sowas will ich hier nicht reden.

    • ok
      ich werde mich in Zukunft mit sowas zurückhalten
      aber darüber,dass der Guido bitter verloren hat werde ich mich ewig freuen
      er war der unaktzeptabelste und schlechteste Aussenminister aller Zeiten
      normalerweise hätte man ihn nicht freischalten dürfen
      aber er muss halt irgendwie so durchgerutscht sein..

  18. liberal
    Herr Haupts, wenn man die Ansichten amerikanischer „libertarians“ (Paul d.J. und d. Ae.) mit denen von „liberals“ (Obama, H. Clinton) mischt (und gegebenenfalls bis zur einigermassen gegebenen Vertraeglichkeit verwaessert), dann bekommt man unter Umstaenden eine wahrhaft liberale Bewegung. Nimmt man aber jeweils die falschen Eigenschaften, dann bekommt man den Idealtypen des konservativst-denkbaren CSU’lers.

    Don, eine gewisse Haeme fuer die ehemaligen FDP-Abgeordneten ist sicherlich nicht voellig unverdient, aber der fast uneingeschraenkte Konsenz unter den Kommentatoren, insbesondere auch im Parallelblog, ueberrascht mich schon. Man kann der FDP ja einige Versaeumnisse und ganz gewiss starken Lobbyismus vorwerfen (allerdings so ziemlich allen anderen Parteien auch), aber ich kann mich nicht erinnern, Forderungen zu einer Rueckkehr zum Manchesterkapitalismus gehoert zu haben. Dass selbst eine moderate Form der Sozialdemokratie, wie sie von der FDP am ehesten vertreten wurde, bereits als rein asozial dargestellt wird, ist doch absurd.

    Man muss ja nicht zu den gleichen Schluessen kommen, aber was den Liberalismus im Urspruenglichen Sinne ausmachte, war nicht zuletzt die Diskussion anhand von Argumenten, nicht Gefuehlen. Dass das im ewig-romantischen Deutschland (die FDP ausdruecklich mit eingeschlossen) nicht gut funktionieren wuerde, haette man sich eigentlich denken koennen. Aufgeben moechte ich die Hoffnung dennoch nicht.

    • Die Häme bezog sich ausschliesslich aufs Personal. Eine wirklich liberale Partei
      Kann Deutschland nach wie vor gut gebrauchen. Die Frage ist, ob es eine will. Wir waren im Kern immer eine korporatistische Gesellschaft, konstant nach 1945 bis heute.

      Nur sollten die Vertreter einer liberalen Ordnung besser sein, als Rösler und Brüderle. Wenn man die nur mit Lambsdorff und Hamm-Brücher vergleicht, werden die Qalitäts-Unterschiede offensichtlich.

      Und Sie müssen den Don verstehen :-). Aus seiner Perspektive kommen die nächsten Mitglieder der Stützen aus dem Kreis der „Ferenghis“, während seine Vorfahren ihren Wohlstand natürlich nur harter, produktiver Arbeit verdanken. Besitzstandswahrungs- und Sozialstatusdünkel.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • wohl wahr
      Wohl wahr – aber die Konservativen waren auch mal konservativer und die Sozialisten sozialistischer. Damals…

  19. Harte Zeiten
    Jaja, das ist schon schlimm in einer Republik ohne Mindestlöhne…
    Muß v.a. schrecklich gewesen sein, als noch Vollbeschäftigung herrschte. Die Leute sind sicher massenhaft verhungert, so ganz ohne Mindestlöhne. Aber das ist schon lange her & die Hungerkatastrophe vermutlich von allen vergessen.

    Weiß ja nicht, wie das von so einem hochgelegenen Wohnort aussieht, aber mir erscheint die Lage in Deutschland alles andere als prekär, selbst für’s Prekariat. Da wird doch auf sehr hohem Niveau gejammert.

    & übrigens, wie schon von TH bemerkt, die FDP war nie wirklich für freie Märkte. Es gibt kleinere Gruppen in der FDP, die in die Richtung tendieren, aber die Partei als solche hat immer das existierende System mitgetragen. & der real existierende Kapitalismus in D ist alles andere als frei.

  20. Kein Mitleid bitte
    Die nun beschäftigungslos gewordenen FDP-Sherpas sollte man nicht bedauern. Na schön, einige sind schockiert, manche haben angeblich auch geweint. Aber immerhin kümmert sich die Arbeitsagentur um diese Leute – welch ein Luxus, extra eine Kompagnie Mitarbeiter dieser Arbeitslosenverwaltung für ultrakapitalistische Vertreter unserer Ego-Gesellschaft. Ich würde sagen: Wozu, lasst sie Spontanbewerbungen schreiben, der Markt reguliert und regelt alles, jeder ist seines Glückes Schmied.

  21. Gibt es eigentlich schon einen Blog "Freie Demokratische Produktivkapitalanschlussverwendung"?
    darin zusammengestellt:
    .
    Summe (Gehalt + Versicherungen + Pensionen + Spesen + Nebenverdienste vor der Abwahl) –> und Summe danach
    .
    für jeden der 600 Krieger des Laissez-faire!
    .
    Gerne auch anonym, ich will ja schliesslich liberale Werte hochhalten.

  22. Tja,
    nur was ist mit den paar Milliarden die die FDP von ihrer Schwesterpartei in der DDR geerbt hat?

    Danach sind sie auch erstmal von der Bildfläche verschwunden. Klar, alle Hände an Deck wurden zum Geldschaufeln gebraucht …

    Danach kurzer, vorsätzlicher Gastauftritt und jetzt kann man die Früchte seiner Arbeit ernten … z.B. indem man herzlich über solche Artikel lacht …

  23. Titel eingeben
    Vorweg: Wie bei jedem Ihrer Artikel würde es genügen den letzten Absatz unterhalb des letzten Bildes zu lesen um zu verstehen, von was dieser Artikel handelt.

    Das Problem, welches hier angesprochen wird (faire Bezahlung + auskömmliches Einkommen) ist ein historisch vieldiskutiertes. Leider muss man es ökonomisch als auch gesamtgesellschaftlich betrachten.
    Letztlich geht es um folgende Frage: Wird der Wert der Arbeit an sich bezahlt, unabhängig von der Nachfrage (e.g. ein Arbeiter benötigt für die Produktion eines Teils X 2Std. – dann liegt der Preis dieses Gutes bei 2 Std. Mindestlohn (8Euro), den Kosten sowie der Marge des Arbeitgebers). Dieser Preis ist dann unabhängig von der Stückzahl und der Nachfrage nach dem Produkt. Das ist relativ simpel erklärt die Theorie von Marx.

    Die andere (marktorientierte) richtet sich nach Angebot und Nachfrage. Dem Käufer ist der Wert, der in dieser Arbeit steckt (sagen wir mal vornehm ausgedrückt) völlig egal. Ebenso dem Arbeitgeber. Der Preis der Ware (und damit auch indirekt die der Arbeit)richtet sich nach der Nachfrage, die der Markt hergibt.

    – was ich schon immer mal los werden wollte: Und hier hatte Marx unrecht, denn wenn der Profit des Kapitalisten ausschließlich aus der Ausbeutung des Arbeitnehmers entsteht, dann darf wohl die Frage erlaubt sein, wie ein Unternehmen in einem 100% durch Maschinen/ Robotern betriebenen Produktionsprozess Gewinn (Profit) erwirtschaften kann? – Die Frage konnten leider nicht mal die linksradikalen Populisten beantworten.

    Auf was ich noch aufmerksam machen wollte und hier könnten Sie als Betreiber dieses Blogs wirklich mal, sozusagen als Speerspitze, der Mindestlohnfordernden vorangehen und gleichzeitig einen Beitrag zu psychischen Erkrankungen (Schizophrenie) leisten:
    Eine empirische Erhebung vor Friseurläden, vor Billigpizzaläden, vor Supermärkten: Fragen Sie doch bitte die Menschen die gleich konsumieren, was Ihnen die Arbeit des Landwirtes für ein Stück Fleisch oder eine Karton (wie ekelhaft) Milch denn wert ist, oder die Arbeit eines Friseurs Und dann bitte einfach noch die Gegenfrage beim Verlassen des Geschäftes: Sind Sie für oder gegen einen Mindestlohn (ich wette die meisten von Ihnen lassen sich schon seit 5 Jahren die Haare für 5 Euro schneiden, kaufen den Liter Milch für 80 Cent, das Kilo Fleisch für 1,29Euro oder Sie gehen wieder beim Discountbäcker Aufbackbrötchen einkaufen – so kann man wenigstens noch das Handwerk unterstützen – Ironie aus) – der FlachbildTV für 800 Euro darfs dann aber schon sein……

    • Ich habe keinen Fernseher und kaufe mein Essen fast ausschliesslich auf dem Wochenmarkt.

    • Titel eingeben
      Das war auch nicht auf Sie gemünzt.

      Ich wollte damit lediglich zum Ausdruck bringen, dass zunächst eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung in das Bewusstsein JEDES Konsumenten gerückt werden muss. Jeder Griff im Supermarkt, jede Wahl des Einkaufsortes oder einer Marke ist in der Statistik ein Ausdruck ob der Konsument mit den Verhältnissen (Preisen, Arbeitssituation und Gehalt der Angestellten) einverstanden ist.

      Letztlich bleibt mir nur zur sagen:
      Ich lehne das System der Marktwirtschaft nicht ab, möchte aber an die Konsumenten appellieren:

      Die Gier des Kapitalisten nach Umsatz und damit auch nach Profit ist gleichzeitig seine größte Schwäche. Dafür braucht es weder Mindestlöhne noch andere Forderungen, sondern einen bewussteren und verantwortungsvolleren Umgang mit dem Konsum. Ich bin davon überzeugt, dass sich Arbeitssituation und Gehalt von Angestellten auch über die richtige Wahl des Produktes und Herstellers steuern lassen. Solange dafür das Bewusstsein fehlt und auch bei den Konsumenten die GIER nach dem günstigsten Angebot vorherrscht wird sich daran leider nichts ändern.

      Ich kaufe auch keine Aufbackbrötchen, sondern dort, wo man in der Nacht noch Zeit und Arbeit investieren muss, um am nächsten Tag FRISCHE Sachen zu liefern. Das ist auch eine Form von ANERKENNUNG!

    • Titel eingeben
      Die empirische Antwort von mir:
      (1)Ich zahle bei Alex in Leiden 40 Euro für meinen Haarschnitt (einschließlich Haare waschen). Darüber hinaus gebe ich ihm noch 5 Euro extra für den Cappuccino mit Choco, den er dazu serviert. Letzteres braucht man nicht, aber ich halte mich an die Weisheit: ‘There is no free lunch”. Dafür erzählt mir Alex den neusten niederländischen Klatsch, denn auch der Leiter der PvdA (der niederländischen SPD) lässt seine wenigen Haare bei ihm kürzen.
      (2)Pizza mache ich selbst. Das ist nicht sehr teuer. Aber sogar meine Katze kriegt Fleisch vom Metzger, 100 Gramm für 1.25 Euro.
      (3)Wir haben einen Flattbildschirm von Philipps. Den hab ich vor drei Jahren meinem Mann zu Weihnachten geschenkt. Er hat einiges mehr als 800 Euro gekostet.
      (4) Da wir kaum Mich trinken, hab ich nicht im Kopf was unser gelegentliches ¼ Literpäckchen kostet.
      .
      Jetzt werde ich mich auf mein Rad schwingen, nach Den Haag radeln und in meiner Lieblingsbäckerei ein Brot für 4.15 Euro kaufen.

    • Sorry, aber wenn ich das schon lese
      „marktorientiert“
      „Angebot und Nachfrage“
      Lesen sie keine Zeitung?

      Es gilt die Angebotstheorie.
      Es herrscht ein Konsens über das Angebot und das wird in den „Markt“ gedrückt.
      In der Wirtschaft, in der Finanzindustrie, in Politik und Wissenschaft.
      Nur wenn man auf vehemente Ablehnung stößt, hält man kurz inne.
      Mit der Betonung auf „kurz“ .

    • Seehr witzig...
      Dass sie keineswegs am Thema selber interessiert sind, sondern lediglich ihre zu wenig durchdachte Ideologie breitmachen wollen, kann man schon daran sehen:

      „Und hier hatte Marx unrecht, denn wenn der Profit des Kapitalisten ausschließlich aus der Ausbeutung des Arbeitnehmers entsteht, dann darf wohl die Frage erlaubt sein, wie ein Unternehmen in einem 100% durch Maschinen/ Robotern betriebenen Produktionsprozess Gewinn (Profit) erwirtschaften kann? – Die Frage konnten leider nicht mal die linksradikalen Populisten beantworten.“

      Nicht nur jeder Marxist, sogar ich kann ihnen das gern erklären. Jener Unternehmer bekam die Maschinen/ Robotern geschenkt? Sie wurden nicht von auf dem Arbeitsmarkt beschäftigten geschaffen? Und der Mehrwert der durch diese verrichtete Arbeit ermöglicht wird, der steht ganz allein dem Finanzinvestor zu, der den Kauf der Maschinen ermöglicht hat?
      Das Problem ist eine reine Frage der Besteuerung, wie man mit solchen Leuten umgeht um den Rest der Gesellschaft, in der als Konsequenz solcher Investition Mangel an Arbeit herrscht, finanziert. Falls es ihnen noch nicht aufgefallen, die Zerstörung von Arbeitsplätzen, wodurch auch immer, zieht Kosten für die gesamte Gesellschaft nach nicht. Aber Leute wie sie sind ja immer für die Privatisierung der Profite und Sozialisierung der Unkosten…. Was, wie mittlerweile auch der Letzte weiss, einziger Programmpunkt der (hoffentlich endgültig) verblichenen FDP war.
      (Und es ist natürlich eine Frage der Kompetenz korrupter Politiker, die Mangels eigener Ideen einfach Business anziehen, mit dem Angebot niedriger Steuern, zb Zypern, Luxemburg, und anderer Verbrecher Staaten. Da auch solche Regierungen in den meisten Fällen demokratisch gewählt worden sind, hat allerdings jedes Volk die Regierung, und damit auch die „Mindestlöhne“, die es verdient.
      Damit wir uns da nicht missverstehen… ich stehe nicht links!)

      Im Klartext ist das Musterbeispiel von ihnen beschriebenen Mehrwert-Abzock Beispiels „apple“. Nicht nur schafft man keine Arbeitsplätze, zB in Europa, sonder man bezahlt nicht mal Steuern für die hier eingesackten Profite.
      Apple&Co verkaufen in Drittweltländern zu Drittweltlöhnen produzierte Konsumgüter überteuert in Erstweltländern zu Erstweltländerpreisen, benutzt also den hiesigen Markt, mit seiner von den Steuergeldern der Bürger finanzierten Infrastruktur, ohne dafür angemessene Steuern zu zahlen.
      Und zwar einzig und allein weil Merkel&FDP/SPD/Grünen Regierungen es solchen Verbrechern erlauben einfach eine Briefkastenfirma auf den Virgin Islands zu eröffnen!

      Etwas arg unverschämt finde ich aber diesen Satz:

      „Das Problem, welches hier angesprochen wird (faire Bezahlung + auskömmliches Einkommen) ist ein historisch vieldiskutiertes. Leider muss man es ökonomisch als auch gesamtgesellschaftlich betrachten.“

      Nein, man muss es nicht so betrachten. Man schaut sich die Lebensumstände der Betroffenen an und ohne wenn und aber sieht man die Abzockerei der 1%, die durch korrupte verbercherische Regierungen ermöglicht wird, deren Aufgabe es wäre die Interressen des GANZEN Volkes zu vertreten
      (Wie bereits erwähnt liegt es natürlich in der Verantwortung jenes GANZEN Volkes sich eine Regierung zu wählen, die dies auch tut.)

    • so, so
      Au weia, da machen Sie aber ein Faß auf. Mein Bartender meinte eben noch, er tue sich momentan schwer, welches neue Telefone sorry smartphone er zu kaufen gedenke, für das er wohl soviel ausgeben will wie andere für einen rahmengebnähten Schuh. Einen. Der Apfel, also Ihr Hochpreisprodukt, das zu großen Teilen in Indien untertage gefertigt wird…………Lassen wir das.
      Ihre Brötchen, die sie lobenswerterweise dem Vernehmen nach in einer vermutlich Traditionsbäckerei kaufen, sind schon lange nicht mehr die von Asseln und Mäusekot angereicherten Grundprodukte, sondern zu 95% aus Polen, wo Leute wie Kamps etc. die Rohlinge fertigen lassen und europaweit distribuiren – zum Backen und Aufbacken. Der durch Mehlwälzen schweißgebadete Bäcker ist schon lange ein Auslaufmodell und durch Backstraßen ersetzt. Anerkennung lasse ich denen nur zuteil werden, wenn sie mir nicht ein mit Mayonaise versautes Brötchen andrehen: der Kunde verlangt es so! -, weil ich vergaß, Butter zu bestellen.
      Im übrigen ist laut Gorden Gekko Gier gesund und heilsam für den Kapitalsmus. Sie hat etwas reinigendes.:-)
      Was sie in Absatz 2 um Ausdruck bringen woll(t)en, würde ich einer alleinerziehenden Mutter mit Aufstockung nahelegen, die sicher den Abgang der FDP sehr bedauert. Die hat Zeit. Jetzt.

    • Ich kann mich nur noch wundern!
      wie theoretisch einige hier klingen.
      Ich kann euch aus eigener Erfahrung sagen das sich die Wahl ob ich zum Bäcker meines Vertrauens oder zum billigeren Discounter gehe entscheidend davon abhängt ob ich einen
      einigermaßen gut bezahlten Job habe oder bei mieser Bezahlung für eine Leih-Firma arbeiten muss.
      GEIZ IST NICHT GEIL!!!!!
      Aber wenn mein Arbeitgeber mich schlecht bezahlt habe ich nicht mehr die Wahl!
      Dann kann auch ich nicht großzügig oder verantwortungsvoll entscheiden!
      Zur Zeit geht es mir finanziell wieder besser also gehe ich auch wieder zum Bäcker, Metzger,
      usw.
      Ich glaube einige hier begreifen den Zusammenhang noch nicht einmal.
      Vielleicht kommt ihr ja selbst mal in kritische Situation, der Eine oder andere unter all den Hobby-Ökonomen hier wird dann möglicherweise eine gewaltige Überraschung erleben.

      Wer die Wahlmöglichkeit hat sollte in der Tat darüber nachdenken ob er diese Geiz ist Geil
      Gesellschaft unterstützen will.

  24. Herzlich gelacht....
    , dann einen Caffee und Espresso getrunken – und: NEIN, kein jetzt arbeit – suchender FDPler bekommt einen Mindestlohn. NEIN, nein und halt: GENAU – DIE wollten den ja auch gar nicht.
    Lieber Autor – passt.
    Ansonsten – wir sehen uns sicher mal – beim Italiener um die Ecke – am See – oder in Meran.
    Gott zum Gruße.

  25. Titel eingeben
    bzgl. der „weise-kommission“ wurde aber alles richtig gemacht. da wurde dem allgm. begehren nach einer untergrenze für eine anständige mindestpension bzw. karrierefortsetzung zum glück richtigerweise entsprochen. resp. teile der empfehlungen schlicht anständigerweise nicht umgesetzt. (im vergleich zum ganzen ging es auch nicht um viel aufwand. halt bloß um 1500 offizierspensionen. da gabs anderswo mehr elend.)
    .
    „Das Verteidigungsministerium – offizieller Hauptsitz derzeit noch Bonn – soll komplett nach Berlin verlagert werden. Geplant ist zudem, die Ministerialbürokratie von derzeit mehr als 3.000 Posten auf weniger als 1.500 zu verkleinern.“ (wiki)
    .
    jedenfalls hat man davon bis heute hinsichtlich umsetzung noch nicht viel gehört. evtl. wurde alles vom dienstherrn, also frau merkel, relativ bald kassiert. aus gründen sozialer klugheit. manche offiziere waren allerdings zwar auch als mögliche unterstützer der liberalen bekannt, aber eben nocht für die freigabe des berufs des hardhöhenoffiziers an jedermann, oder eine anschließende marknahe verwendung (arbeitsamt). und wurde richtigerweise trozudem gerettet. allerdings ist frau merkel ja auch nicht der wähler.

  26. Amerika
    Du hast es besser.
    Können wir das nicht nachmachen.
    Einfach den öffentlichen Dienst auf die wichtigsten Angelegenheiten
    runterfahren – ersatzlos.
    Nur wohin dann mit dem ganzen Steuergeld.
    Warum für die eigene Bespitzelung und die eigene Bevormundung
    auch noch zahlen.

  27. Ich als Realschüler verstehe den Witz nicht.
    Don Alphonso ist hier irgendwie der Unter-„Reiche“ im alteuropäisch/deutschem Sinne – so wie Wolfgang Joop oder Robert Geiss…. aber auch irgendwie „links“ – wie wirklich Reiche, wie Steve Jobs oder George Soros.

    Mag ich nicht, wenn, man Links tun will, muß man schon richtig reich sein.

    Also mit Kampftauchern um die 100 Meter Yacht, die einem auch wirklich gehört und nicht nur geleast ist.

    Und eigenem Fußballclub und Palast in Vendig.

    Sonst ist das nur S&K.

  28. Das mit
    Für die eigene Bespitzelung und Bevormundung auch noch zu zahlen,
    nehme ich zurück.
    Mir ist die Idee gekommen…es könnte ja sein…wäre nicht ganz von der Hand zu weisen,
    Dass unsere Regierung etwas besser informiert, warum dies unabdingbar ist.
    Selbst, die von nichts irgendetwas wissende Frau Merkel.
    Auch Herr Friedrich, die EU-Kommission , die EZB, die FED, Obama einen Informationsvorsprung
    haben könnten.
    Während sie die Öffentlichkeit sich am Terrorismus abarbeiten lassen.
    Unangenehm…

  29. Aber
    An meiner Ablehnung von Steuererhöhungen halte ich fest.

    Einer schrumpfenden und alternden Bevölkerung immer neuer Steuer- und Abgabenlasten
    aufzudrücken ist wirklich total daneben.
    Gut hat auch G.W.Bush bei seinem 1.Amtsantritt, bezogen auf die US-Bevölkerung, so
    gesehen.
    Eine Mediensekunde lang konnte man diese Feststellung auch in der FAZ lesen.
    Obwohl ersichtlich, dass er sich sowas nicht aus den Fingern gesogen hatte. Genützt hat es nichts.
    Auf geht’s!
    USA wir folgen dir.

  30. @Binvonhier
    Natürlich zahlt man für die eigene Bespitzelung. Umsonst arbeiten die Schlapphüte nicht, und die notwendige Hard- und Software gibt es nicht umsonst.
    .
    Dass diejenigen, die an den Quellen sitzen, einen Informationsvorsprung haben, ist sicherlich ein unangenehmer, aber doch auch ein sehr naheliegender Gedanke. Das geschieht nun schon seit Jahren. Was mich beschäftigt ist die Frage, warum es eines Snowden bedurfte, die weltweite Schnüffelei an die Öffentlichkeit zu bringen? Wobei man sich dann den unangenehmen Gedanken machen kann, wer steht hinter Snowden? Wer hat Snowdon beauftragt? Warum gerade im Sommer 2013? Aber diese unangenehmen Fragen will niemand stellen.

    • @ Der Tiger
      Einer der gehässigsten Gedanken, den ich mir erlaube ist, den NSA Oberen
      ihr eigenes Snowden Erlebnis zu gönnen.
      Sie erfahren durch ihre Tätigkeit Dinge, die sie garnicht wissen wollten.

    • Fehlinformierte Schlapphüte
      Wenn man davon ausgeht, dass die NSA Schnüffler von Google ihre Informationen bekommen, dann gibt Google denen nicht unbedingt einen korrekten Eindruck weiter. Meistens kriege ich Autoreklame, wenn ich FAZ.NET aufrufe. Im Anbetracht dessen, dass ich in meiner Küche einen Ferrarikalender hängen habe, kann man mich tatsächlich als Autofan einstufen. Aber heute kommt ich als Topbanner:
      .
      “Arbeitgeber Bundeswehr. Beruf trifft Berufung”
      .
      Mit 64 Jahren könnte ich höchstens noch Verteidigungsministerin werden. Jetzt amüsiere ich mich über einer Tasse Kaffee darüber, dass die NSA Leute durch die Google Leute den Eindruck gekriegt haben, ich hätte Interesse an Militär.

    • @ Der Tiger
      Ich dachte nicht an fehlinformierte Schlapphüte, sondern an zu genau Informierte, die
      das Selbst-und Weltbild in ähnlicher Weise beschädigen wie das Snowden passiert ist.
      Wobei die NSA Oberen wohl von robusterer Statur sind.
      Für mich hängt das eng mit Ihrer Frage zusammen, wer hatte an seinen Unterlagen
      ein Interesse und warum jetzt.
      Kann man nur vermuten.

    • Tiger, Sie sind ein Opfer der Schnittmenge.
      Werter Tiger,
      Sie haben Recht: Es ist so, dass Autofanschaft nicht unbedingt gleich zwingend Panzer- und Militärfanschaft ist.

      Das Geheimnis heißt Schnittmenge. Es gibt mutmaßlich eine nicht unerheblich große Schnittmenge dieser unterschiedlichen Personenkreise. Die erwischt man damit mit einem Streich. Der große gemeinsame Nenner ist vermutlich Technophilie. Ein weiterer kann sein: die Vorannahme, dass männlicher Rezipient (Ferrarri= männlich).

      Und daher kriegen SIE eben auch diese Werbung. Ein bisschen Streu-Schwund ist immer. ; – ) Auch bei Targeting und Tracking.

      Wie schnell ist man als individuelle Person in einem grundfalschen Raster drin. Gefällt mir ebenso wie Ihnen gar nicht. Es würde mir noch mehr missfallen, wenn die das richtiger machten und feiner/korrekter ein-nordeten. Dann missfiele mir das außerordentlich bis zum endgültigen Unbehagen.

    • Werter Moritz
      Warum missfällt Ihnen, wenn Sie feiner/korrekter eingenordet werden?

      Beklagen sie nicht zu viele sie würden unter Wert gehandelt, die eigenen
      Fähigkeiten nicht gewürdigt und darüber wie ungerecht das sei.
      Nun kommt ein Dienstleistungsangebot, dass dies zu leisten verspricht,
      Und wieder geht die Maulerei los.

  31. OT
    Freihandelsabkommen zwischen der USA und der EU.

    Was sagen eigentlich die Anhänger des Freihandels zu dessen Segnungen, wenn
    der Einäugige mit dem Blinden…?

  32. 160 000 Arbeitsplätze
    Soll das bringen.
    Für wen?
    Die Migranten aus Subsahara?
    Gleichzeitig fordern die deutschen Wirtschaftsprofessoren eine Zuwanderung
    Von mindestens 500 000 – jährlich!!!

    Nach meinem Eindruck:
    Wenn hier mal jemand seine Hausaufgaben machen sollte, dann sie.

  33. Schlimm
    in Afrika leben 1 Milliarde Menschen, denen der Kontinent keine Zukunft bieten kann.

    Gleichwohl verlangt der Bevölkerungsfond der VN, dass sie sich auf 2 Milliarden
    vermehren sollen.

    • 1950
      lebten in Afrika ca. 250 Millionen Menschen.
      Was man sich auch an Hilfen und Wohltaten
      ausdenken kann, es ist nur ein Tropfen auf einen heißen Stein, solange es nicht
      gelingt die Lebenserwartung drastisch zu steigern, damit etwas kollektive Lebenserfahrung
      eine Chance bekommt.

  34. „Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu Sorgen“
    Ganz ehrlich, der Grund das die FDP überhaupt in Landtagen und im Bundestag vertreten war, lag einzig und alleine daran, dass bei Landtagswahlen in der Regel nicht mehr als 60 % der Wähler wählen gehen, und bei den letzten Bundestagswahlen nicht viel mehr als 70 % wählen gegangen sind? Wo wären die Parteien, insbesondere die FDP, wenn 80 bzw. über 90 % wählen gegangen wären? Die FDP hat nur deshalb das Glück, weil so wenige wählen gehen. So wie auch die vielen anderen kleinen Parteien auch, wie der AfD zum Beispiel.

  35. Werter Tyler,
    Der aktuell im Programm gezeigte Katastrophenfilm, der unsere Aufmerksamkeit
    fesseln soll, ist keiner.
    Wir erleben nur das Platzen, der fest ins eigene Geschäftsmodell eingeplanten
    Katastrophen.

  36. Mitgefühl
    Für die vor Lampedusa gekenterten Flüchtlinge würde mir leichter fallen,
    wenn die Selbstinszenierung des Politik-Medialen-Komplexes nicht so mit Händen
    zu greifen wäre.

  37. Hoffen wir
    Dass die Afrikanerinnen weiter die Erwartungen erfüllen können, und als zuverlässige
    Hochleistungsgebärmaschinen die Weltbevölkerung vor dem Aussterben bewahren.

  38. Mein Mitleid mit den Liberallalas
    hält sich in sehr engen Grenzen.
    .
    Ein gewisser Scharping oder so versucht sich nach seinem politischen Tod schon seit Jahren als Lobbyist, der hat sicher noch einige Tricks für liberale Altlasten auf Lager.

    Erinnert sich noch jemand an einen gewissen Giebel, Liberallala a.D.? Der wollte zu Beginn seiner politischen Karriere die Bundesagentur für Arbeit abschaffen. Der kannte damals den Laden von innen, ich gönne ihm von Herzen, dass er diesmal vom jobcenter gefordert und gefördert wird. Kann er nur von lernen.

    Kleiner Tipp für unverschuldet in Not geratenes Liberalpersonal:
    Es gibt da eben jetzt eine aufstrebende Partei, die eben aus dem Stand mehr Stimmen eingesammelt hat, als euer Altverein, Konkurrenz belebt das Geschäft. Die haben jetzt reichlich Staatsknete aus der Wahlkampfkostenerstattung und brauchen dringend erfahrenes Personal, Gesinnung nicht erforderlich.

  39. Bis vor kurzem
    Habe ich geglaubt wir befänden uns auf dem Weg in die Wissens-und
    Informationsgesellschaft.
    Neuerdings läßt sich nicht mehr verleugnen, dass die ‚Prediger Gesellschaft ‚ das Ziel
    ist.

  40. @Helmut Weiß bzg. Ihrem Kommentar im Nachbarblog
    Was die WordPress nicht freischalten wollte:
    Über: “hier stehe ich und kann nicht anders” ….. “Was würden Sie sagen, wenn Merkel die Eurozone hochgehen lässt und sich tapfer damit rechtfertigte?” musste ich lachen. Es ist doch wohl ein gewaltiger Unterschied zwischen der Kanzlerin Europas und dem spätmittelalterlichen Mönch. Wenn Mutti vor den Europa Rat tritt hat sie Macht. Sie hat diese Macht gewollt und verteidigt sie mit allen Mitteln. Von einer eigenen politischen Idee habe ich bei Frau Merkel noch nie etwas gemerkt. Der kleine Mönch aus Wittenberg hatte absolut keine Macht, nur eine persönliche Überzeugung und wurde vor den Reichstag zitiert, um unter Druck seine Überzeugung zu widerrufen.

  41. Vielleicht
    Kann man das mit der Bevölkerungsexplosion in Afrika auch positiv sehen.

    Die Postmoderne und diejenigen, die so besorgt sind evtl.einen CO2 Abdruck
    auf der Welt zu hinterlassen, haben ein Problem, an dem es sich abarbeiten können.
    Das der schieren Masse.

  42. Fehleinschaetzung des Ausbildungsanteiles
    Werter Don, vielleicht sollte man die ganze Mindestlohnsache denen ueberlassen, die Leute anstellen, ausbilden, weiterfoerdern, und so einen Grossteil der Wirtschaftslast tragen?
    Schliesslich haben weder Journalisten noch Wirtschaftswissenschaftler viel Erfahrung mit eigenen Risiko-und-Gewinnrechnungen.
    Es ist aber leider auch eine der selbstgestellten Lebensaufgaben von Akademikern und Journalisten, uns von der produzierenden Klasse vorzuschreiben wie wir unsere Unternehmen zu fuehren haben, was dann immer wieder mal zu Kriesen – und Notlagen – fuehrt, die dann gewoehnlich auch unsereinem in die Schuhe geschoben werden.

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