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Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Winseln für die Weltrevolution

| 57 Lesermeinungen

Säubern wie im Kommunismus: Wenn Progressiven die Freunde wegen Familie, Beruf und Lebensqualität abhanden kommen, verstehen sie keinen Spass. Und auch nichts vom echten Leben.

Roter Wedding, grüsst Euch, Genossen, haltet die Fäuste bereit
Ernst Busch

Weil es bequemer ist, Dummchen!

Das kann man natürlich nicht sagen, denn „Dummchen“ ist einerseits für manche sexistisch und andererseits für andere „ableistisch“, sprich, es macht sich über kognitive Defizite lustig. Aber dennoch ist es immer die richtige Antwort, wenn man mit der Frage konfrontiert wird, wieso man nichts tut, was wichtig wäre, um die Welt zu einem besseren Ort zu machen: In runtergekommenen Städten mit Fördermitteln die Kunst befreundeter Kunststudenten zeigen, zum Beispiel, oder mehr für die Teilhabe anderer zu tun, oder nicht so konservativ zu sein und mehr im Leben zu wagen, in der Beziehung oder im Beruf. Sowas liest man immer wieder mal, stets auf’s Neue fühlen sich Progressive berufen, solche Forderungen zu stellen, als wäre es die spanische Inquisition. Ich persönlich finde das etwas unhöflich, schliesslich verlange ich von denen nicht, dass sie sich an meinen Tisch am Tegernsee setzen und den Umgang mit der bislang unbekannten Gabel erlernen, und nur ganz selten, dass sie endlich einer ordentlichen Beschäftigung nachgehen und nicht mehr ihre Ideologie künstlerisch-interventionistisch vermitteln sollen.

Nehmen wir nur mal das Dauerthema „Mütter“ und „Väter“. Da wird ja allenthalben beklagt, dass, sobald die Kinder kommen, junge Familien wieder in klassische Modelle der Rolleneinteilung zurückfallen: Sie kümmert sich um die Erziehung und er baut das Nest mittels einer gut bezahlten Arbeit. Das stimmt natürlich: Das echte Erwerbsleben hat nur wenig mit Protestmatetrinken am Oranienplatz zu tun, und mit dem Schreiben von Besinnungsaufsätzen über die strukturelle Benachteiligung in unserer Gesellschaft. Familienleben, das habe ich testweise selbst erleben dürfen, erdet, nimmt einen in Anspruch und öffnet die Augen für andere Notwendigkeiten, die einem ausgewiesenen Hallodri wie mir sonst gar nicht in den Sinn kommen. Zum Beispiel ist ein stets gut gefülltes Konto für die meisten Väter, die ich kenne, schlagartig von höchster Wichtigkeit, weshalb Deadlines eingehalten werden, und Abrechnungen mit einem Mal nichts mehr sind, was man jahrelang vor sich her schiebt. So eine Kontokarte, die der Automat schluckt, wird mit einem unzufriedenen Balg nämlich keine lustige Anekdote, sondern ein enormes Drama. Mit einem vollen Konto, Dummchen, ist das Leben einfach bequemer.

Und natürlich mag es manchen ein Verlust erscheinen, wenn sie sich nicht mehr dem Sieg über das Patriarchat oder der Überwindung von Privateigentum widmen können. Denn dieser Konflikt war angenehm. Niemand erwartet ernsthaft, dass der Sieg morgen gewonnen wird – und so sind all die lustigen Projekte, Aktionen und Gruppierungen nicht dazu verdammt, in Erfolgskriterien zu denken. Es ist ein weiter Weg zur Weltrevolution, da kann man schon mal einen Nachmittag im Görli was zum Rauchen kaufen. Oder man vier Wochen Pilze in der Spüle züchten. Und nebenbei die Internationale Solidarität mit ausländischer Kulinarik vom Drehspiess fördern, und über Polyamorie reden. Wer aber für die Familiengründung Unterstützung von den Eltern will – gemeinhin in Form einer eigenen Immobilie ohne Risiko der Entmietung –muss anständig kochen, aufräumen und die Sache mit den diversen Geschlechtspartnern in den Griff bekommen. Einem Dummchen mag das nicht bequem erscheinen, aber es ist eindeutig bequemer als der Besuch vom Gerichtsvollzieher. Und wie man in so einem Fall vor Frau und Kind dasteht. Das treibt die Väter.

Übrigens, es ist auch nicht gerade unbequem, in einem offenen Mercedes zu sitzen, mit den Freundinnen zu telefonieren und zu warten, bis das Kind aus der Schule kommt. 23 Liter auf 100 Kilometer sind innerstädtisch zwar nicht wirklich das, was man als „nachhaltig“ bezeichnen kann, aber einen besseren Katalysator gibt es nicht und keine von denen, die das unter meinem Haus, gegenüber der Schule tun, ist bislang über diese Ungerechtigkeit in Tränen zerflossen. Technisch gesehen ist es hier auch nicht möglich, ein Kind auf einem alten, grünen Klapprad über das Kopfsteinpflaster zu radeln, so wie das vielleicht noch ganz lustig war, als in Berlin noch halbwegs studiert wurde. Bedenken mag es geben, aber sie sind mit dem Gedanken „Hauptsache das Kind hat es gut und eine entspannte, glückliche Mutter“ leicht zu beseitigen. Kind bedingt arbeitenden Mann bedingt Karriere bedingt Konto bedingt eine freiberufliche Alibinebentätigkeit der Mutter und so kann man sich auch 3,5 Liter Hubraum steuerlich leisten.

Gut, vielleicht ist es auch nur der Kombi, den der Mann als Werksangehöriger hier bekommt. Und vielleicht ist es auch nicht immer bequem, sondern einfach nur bequemer als die Alternativen. Eine Bekannte zum Beispiel hat hier vor ein paar Jahren sehr unvorsichtigerweise einmal gesagt, dass ihre Tochter, sollte sie das Abitur nicht schaffen, dann halt auf die Realschule geht. Das würde sie heute sicher nicht wiederholen, das war leichtsinnig, denn natürlich schnappte jeder erst nach Luft und dann setzten auch Liberale und Freunde des sozialen Ausgleichs alles daran, diese lässige Haltung zu ändern. Man kann es sich mit 20 in Berlin nicht leisten, das Refugeecamp und dessen Hygiene zu kritisieren, und mit 35 kann man es nicht hinnehmen, wenn die Kita nicht täglich 5 Liter Desinfektionsmittel verbraucht. Dafür sorgt – die armen Flüchtlinge! die armen Kinder! – schon das Umfeld. Bequemerweise passt man sich halt an.

Das betrifft auch die Ernährung. Ich kann Ihnen hier viel über meine privaten Standards erzählen, und wer mich besucht, bekommt nur vegetarisches Essen. Ich koche nicht mit Fleisch und ich kaufe keinen Industriemüll. Ausser Negerküsse Schokoküsse, wenn Kinder das wollen. Und Salami aus Bioproduktion von einem Hof, den ich kenne, und vorgepackte Samali, wenn das Kind quengelt, weil die ihm besser schmeckt. Will sagen: Natürlich ist es möglich, meine rigide und von Aufklärung geprägte Haltung durchzusetzen, aber um einen hohen Preis. Es ist schon bei Erwachsenen nicht immer ganz einfach, mit Kindern wird es noch schwieriger. Regenwälder, Bio, Fair Trade, das ist alles wichtig. Aber die Vermittlung ist auch ein Langzeitprojekt, erkläre ich dann immer gerne radikalen Veganern, wenn ich erklären muss, wieso ich für Gäste südtiroler Speck im Kühlschrank habe. Es ist einfach angenehmer, wenn man nicht Extremist ist.

Verfassungsschützer kennen solche Verschiebungen auch von der schwindenden autonomen Szene, aus der sich alte Kämpfer zurückziehen – sofern sie noch leben. Wenn die aus ihrer Jugend von ihren Streichen erzählen, klingt das natürlich lustig, weisst Du noch, damals im Kessel und der Sammelstelle. Ich weiss aus eigenem Erlebnis, dass weder Tränengas noch Einkesselung im Bayern der 80er und 90er Jahre lustig waren, der „Spass“ der Anekdoten ist bei den meisten eher Verarbeitung eines Traumas. Es gibt welche, die wirklich diese Extreme wollen und dauerhaft leben – die gehen daran kaputt. Die sind kein schöner Anblick, die führen einem vor die Augen, wo man endet, wenn man solche Ideologien, Interventionen, antibürgerlichen Lebensmodelle wirklich durchzieht. Das geht, solange man nur für sich allein verantwortlich ist und seine Bedürfnisse innerhalb einer bestimmten Gruppe befriedigt. Das geht bis ins hohe Alter, wenn nur der richtige Extremismus mit den richtigen Mitteln zusammenkommt – meine eindeutig antisoziale Peergroup am Tegernsee ist so ein Beispiel einer völlig abgehobenen und den Gemeinschaftssinn ablehnenden Ideologie, die nichts mit der Realität dieses Landes zu tun hat.

Aber in einer Welt, in der man sich von Projekt zu Projekt, von Abrechnung zur nächsten Billigmiete durchlavieren muss, mit hohem Risiko und ohne Planungshorizont jenseits des nächsten Einkaufs beim Supermarkt, zahlt der Aktivist und nicht die Gesellschaft den Preis. In den letzten Tagen war viel vom Lager der Flüchtlinge auf dem Oranienplatz in Berlin die Rede, das die meisten der Besetzer gegen den Widerstand linker „Unterstützer“ jetzt räumten: Diese Flüchtlinge haben nach anderthalb Jahren im Lager, eineinhalb Jahren Lebenszeit als Propagandavehikel der Antifa verstanden, dass es so für sie individuell nicht weiter geht. Die Linken hätten sie gern dort behalten, wegen der Flüchtlingspolitik, wegen der Ausbeutung der Dritten Welt und anderen Anliegen, die vielleicht gar nicht so falsch sind – aber die meisten Flüchtlinge wollten diesen Protest nicht mehr leben.

Die anderthalb Jahre davor hat die Antifa gefordert, wir sollten alle diese Flüchtlinge anschauen und von ihnen lernen, wie es auf der Welt zugeht. Jetzt steht die Antifa alleine da, weigert sich, die neue Lektion der Flüchtlinge zu verstehen und spricht von Verrat. Wie all die Progressiven, denen die Umfelder abhanden kommen. Sie hätten gern dieses angenehme, selbst bestätigende Umfeld wieder zurück, weil dann alles wieder stimmt und der Feminismus, der Veganismus, die Polyamorie, die Interventionen, die linke Politik und die Randale am 1. Mai weiter gehen können. Und keine Sekunde wird es ihnen so scheinen, als würden sie mit ihren Ideologien auch nur ein extra flauschiges Umfeld für Dummchen fordern, das sie nicht zwingt, einmal die Augen zu öffnen und zu überlegen, warum diese Ideologien für die meisten irgendwann unattraktiv und unbequem werden.

HINWEIS:

Falls es Ihnen nicht zu unbequem ist – es gibt zu diesem Beitrag auch einen Eintrag im Kommentarblog.

 

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57 Lesermeinungen

  1. Revolution als Versicherungsrisiko
    also das Risiko, das ein Versicherungsunternehmen mit einem mit ihm geschlossenen Versicherungsvertrag eingeht = 0.
    Siehe Versicherungsbetrug.

  2. Titel eingeben
    Ich glaube, dass die radikallinken Attitüde der Kompromisslosigkeit in den meisten Fällen schon nach wenigen Jahren entweder zu einem reinen Livestyle-Radikalismus zerbröselt, oder zu etwas noch Ärgeren, das auf Dauer genauso wenig den Anforderungen des Lebens gewachsen ist.
    .
    Im Familienfall kann bei den einschlägigen Fällen nicht selten beobachtet werden, entweder, eine ziemlich reibungslose Verbürgerlichung, oder – das wäre der unerfreuliche Fall, wie sich die Attitüde vermeintlich progressiver, tatsächlich radikaler Kompromisslosigkeit dann auf andere Weise entlädt. Und sei es, dass dem Nachwuchs noch vor dem vierten Lebensjahr mindestens zwei zusätzliche Fremdsprachen eingebläut wird, zumeist in Verbindung mit einem Fetischverhältnis zur Ernährung des Nachwuchses.
    .
    Irgendwo muss sie ja bleiben, die Kompromisslogigkeit.

  3. Weit davon entfernt, ...
    … für Steinschmeißer als auch für SUV-Frauen mich einsetzen zu wollen, muss ich mich dennoch gerade fragen, was den Schreiber der obigen Zeilen veranlasst, eine derart konservative Sichtweise einzunehmen.

    Welche es als völlig normal voraussetzt, dass, wenn ein Kind kommt, in den Beziehungen der innerprivate Backlash einsetzt, ja einsetzen müsse: ER schafft ran, schmeißt wieder wie eh und je mit den Stinkesocken um sich und räumt nicht auf, wozu hat er Personal, das er mal geheiratet hat – wenn er überhaupt zuhause ist – und SIE tratscht mit den Freundinnen, stiehlt dem Herrgott den Tag mit ihren Ansprüchen und feilt sich die Nägel. Aha. Voll normaaal.

    Ein Hohn auf alle Alleinerziehenden.

    Aber bitte weiter mit den deutlich wenigeren SUV-Frauen aus Taunus und Tegernsee mit ihren witzischen Hausfrauenpanzern. Es ist viel lustiger, hach.

    Verstehe bloß nicht, warum man sich nicht nur einmal, sondern permanent an diesen Leuten, diesen nichtsnutzigen Erscheinungen ABARBEITET, während sonst einiges im Argen ist, das endlich geändert werden müsste: die Belastung von Alleinerziehenden, der Druck im Job, gierige Vermieter.

    Sorry. Man sollte stattdessen der Goßen Koalition eins grob aufs Dach hauen, die gerade selbstzufrieden vor sich hin schnarcht und die paar Progressiven in Berlin besser milde dem Schicksal überlassen, das so oder so beruhigenderweise allen irgendwann blüht, die auf den (eigenen) Ästen der Erfolglosigkeit herumsägen: irgendwann in der Spree treiben. Wahlweise Donau, Rhein oder Isar.

    Oder anders gefragt: Was zum Deibel ist Polyamorie? Eine neue Hibiskus-Sorte?>°<
    (Aus der Reihe: 'Wir weigern uns vorsorglich, neue Fremdwörter zu lernen, die kein Mensch braucht.' Der Kopf ist schon voll und Quatsch mit Soße braung mer net^^.)

    • I did it for zhe Lulz!

      Nein im Ernst, mir geht einiges von dem Gewese gerade sehr auf die Nerven, und um nicht direkt über das verlogene Spektakel am Oranienplatz schreiben zu müssen, habe ich den Umweg gewählt. Ausserdem ist das noch lange nicht konservativ.

    • Ausserdem ist das verlogene Spektakel auf dem Oranienplatz noch lange nicht fortschrittlich:
      Dass der Pöbel nicht nur bisweilen reaktionär ist und sein will und sich darauf auch noch etwas einbildet auf seinen Tugendterror, das sollte man auch nicht unterschlagen.
      Fortschritt meint eigentlich Emanzipation: bislang hats bei den Träumertruppen leider zu wenig mehr gereicht als zu einem erzreaktionären Weltbild.
      Und was die Meisten vergessen bei Emanzipation: nicht wovon, sondern wozu.
      Wozu?
      Sich seines eigenen Verstandes zu bedienen.

      Dummheit bleibt ein klassenunabhängiges Phänomen: das haben unsere Klassenkämpfer von Oben nicht nur vergessen.

    • weit entfernt von der Realität?
      Moritz, Ihre Theorie vom Backlash funktioniert auch nur im Zusammenhang mit der Unterstellung, dass der Mann dann jegliche Hausarbeit verweigert usw. Meiner Erfahrung nach tickt die heute in der Familiengründung befindliche Generation durchaus nicht so. Auch dies gehört aber auch zur Arbeitsteilung. Die Übernahme der Erziehung durch die Mütter liegt häufig daran, dass Frauen häufiger eine Ausbildung haben, in der sie weniger verdienen (Kunstgeschichte o.ä.) oder (z.B. als Richterinnen, Lehrerinnen o.Ä.) leichter in den Beruf zurück können als der in der freien Wirtschaft tätige Mann.

      Auch die Alleinerziehenden sollten sie nicht pauschal bejammern: da gibt es – neben denen, die noch vom Ex versorgt werden – nicht nur die vom Schicksal gebeutelten, sondern auch diejenigen, bei denen die Versäumnisse bei der Partnerwahl/Erhat der Beziehung oder Verhütung selbstverschuldet sind. Eigenes Scheitern sozialisieren können nicht nur Bänker.

      Und wenn die Progressiven nicht mal einer selbstzufriedenen großen Koalition Dampf machen können, haben sie keine bessere Behandlung verdient.

    • Konservativ vs. reaktionär
      Ach, lieber Don, lassen Sie doch diese Camouflage! Natürlich sind Sie konservativ: sie versuchen, althergebrachte Werte zu bewahren.
      Beispiele? Na ja, Sie verstecken Ihren südtiroler Speck nicht (allzu gut), Sie lästern über unerzogene Jungliteratinnen in der Bundeshauptstadt, Ihnen rutscht das Wort Negerküsse in die Tastatur (Freud’sche Fehlleistung?), Sie finden Kopfsteinpflaster „vielleicht noch ganz lustig“ und trauern den Zeiten nach, in denen man „noch halbwegs studiert“ habe …

      Und das ist – im besten Sinne ! – konservativ.

      Nicht zu verwechseln mit „reaktionär“!

      Mit einem Satz: Ihre Ansichten ähneln denen eines gewissen Martenstein, nur sind Sie nicht so kurz angebunden.

      Einfach widerlich!

      Unaufgeregte Grüße

    • 4Chan am Tegernsee?
      Sollte Don Alphonso am Ende 4Channer sein?

      Übrigens übertreiben Sie es mit der antisozialen Stimmung am Tegernsee etwas. Na klar gibt es dort verkommene Subjekte, aber auch nicht mehr als anderswo. Die Beträge sind halt höher.

    • Eigentlich
      Eigentlich sollte der letzte Satz „Einfach widerlich“ gekennzeichnet werden als (in sjpitzen Klammern) IRONIE ON bzw. IRONIE OFF.
      Leider hat irgendjemand (Software?) diese Klarstellung eliminiert…

    • Titel eingeben
      Also, wenn die Ansichten von Don A. einem „Martenstein ähneln“, dann ist vermutlich auch jeder Kieselstein zugleich ein Opal, und alle Leute, die rechts von den ekelhaftesten Linksextremisten stehen, die sind politisch identisch, gell? Pardon, etwas Wille zum Differenzieren sollte man doch erwarten dürfen? Und sollten Sie sich bei Leuten wie Julia U. Schramm weltanschaulich so dermaßen nahe fühlen, dass dahinter alle Differenz zum Rest verschwindet (mein Beileid dafür, falls dem so sein sollte), dann warten Sie doch einfach ab, bis Frau Schramm (die zur Zeit eine Vulgär-Linksradikale imitiiert und Marx liest, ohne ihn zu kapieren) ihr nächstes Buch schreibt:
      .
      „Von den Freuden der Mutterschaft – und warum ich jetzt endlich konservativ bin“

    • Die haben aber in letzter Zeit auch jede Menge abbekommen.

    • Ich muss zugeben, ich lese Martenstein nicht. Ich habe nur was gegen die Versuche von Extremisten, ihre Normen durchzudrücken. Etwa, dass Männer, wenn sie nicht jeden feministischen Irrsinn mitmachen, Nazis sind. Oder das die Verwendung des Wortes Negerkuss rassistisch ist. Das sind dann immer die Korrektesten der Korrekten und wer sich auf deren Spiel einlässt, hat schon verloren. Aber Auslachen geht natürlich immer.

    • Neger Neger Neger (oder ist die momentaner Regel: bunte Person, PoC besser?)
      Wenn man also bewusst das Wort Negerküsse schreibt, um solch Zensoren (wie Sie? und Stefanowitsch u.ä.) aufzuregen, ist man „widerlich“? (oder war das ironisch gemeint? So ganz klar können Sie sich nicht entscheiden).
      Über die geistige Beengtheit (damals staatlicher) Zensoren hat sich schon Mark „Nigger“ Twain amüsiert. Und danach noch so einige mehr (Robert Gernhardt, Robert Hughes fallen mir ein).

    • Bei uns heisst das so und ich werde sicher auch nicht anfangen, die bleichen Amerikaner mit Zuckerguss jetzt als Zuckergussfladen zu bezeichnen, nur weil man denken könnte, das würde auf fette US-Bürger unter Ausschluss der unterrückten Lateinamerikaner anspielen. Sollen sie doch ihren Verganschmarrn genderneutral taufen.

    • Kann es sein, dass das Blogsystem gerade ein bisschen spinnt?
      Nur soviel geschätzter Don Alduck,
      pauschal bejammert wird hier von mir gar nix. Ich halte es jedoch für bedenklich, wenn man hergeht, deren angeblich aktive Selbstverschuldung und das Sozialisieren deren Scheiterns so vollmundig und selbstgerecht als wohlfeilen Zusammenhang in den Raum zu stellen. Beziehungen können schiefgehen, das ist alles. In über der Hälfte der Beziehungen und Ehen ist das einfach so.

      Genauo gut könnte man hergehen und behaupte, Kranke seien wohl selbst schuld an ihrer Krankheit, da diese zu wenig auf ihren Körper geachtet und sie sollten daher die Kosten ihrer Gesundung bitteschön nicht sozialisieren. Beten Sie, dass Sie keinen Krebs oder hartnäckigen Fußpilz oder anderen unangenehmen Kram kriegen, denn es gibt tatsächlich nicht zu knapp Leute, die glauben, an Krebs und vielen anderen Krankheiten sei man selbst schuld, da blablah man zu negative Denkmuster habe, nicht „das richtige Leben“ führe. Diesen bösartigen Eso-schmus halte ich bereits für ordentlich prä-faschistoid und für ein Ärgernis. Nur dass man wir uns hier beide verstehen.

  4. Das ist nicht nett
    Da wollen progressive Antifa-Leute mal tatkräftig etwas gegen den demograf. Wandel
    unternehmen, und keiner spielt mit.

    Soll uns gehen wie der Ukraine?
    Sollen die wenigen Jungen aufeinander schießen ?
    Oder auf Oma und Opa, Onkel und Tante?

    • Der bürgerliche Krämergeiz
      …hat auch Nachteile. Statt sich eine an die örtl. Verhältnisse angepasste
      Söldnertruppe heranzuziehen hofft man, dass die kapitalistische Variante –
      Blackwater – billiger ist.

      Und das jetzt, wo Alle ganz wild auf Bürgerkrieg sind.
      Und sei es nur, damit die Journalisten nicht vor Langeweile
      in der Nase bohren müssen.

    • Sorry, D.A.
      …aber nicht jedem ist es gegeben amüsant und wie aus dem
      richtigen Leben gegriffen, über Feinstaubbelästigungen zu schreiben.

      Man sollte, ja, man sollte der Natur wirklich mal ihre Grenzen
      aufzeigen, wenn sie – die Natur – dann immer noch nicht artig ist,
      ihr den Rücken kehren.

    • Es sind schon noch welche da, aber sie machen sich halt Nachwuchssorgen. Und auch in den Netzbereichen, die ich so kenne, machen sich Auflösungserscheinungen bemerkbar.

    • Trist...
      Da wundert man sich nicht mehr, dass Profilierungswillige -irgendwas mit Medien-
      nicht in der Lage sind ein totes Pferd, ein totes Pferd sein zu lassen.

      Andererseits muss man dafür dankbar sein, dass diese Überforderung gegeben
      ist.
      Nicht auszudenken, was uns blühen würde, wären sie bei ihren erkennbaren
      Zielen, auch noch gut.

    • Mehr tote Pferde für alle Extremisten und mehr Neger_Innen/küsse für moi!

    • Antifa?
      Das Wort löst bei mir nur noch Brechreiz aus, nachdem diese Kriminellen auf einer Demo gegen ein Asylantenheim kürzlich einen Rentner halbtot getreten haben. Habermas hatte schon recht mit seinem „Linksfaschismus“

      Hochvehrehrter Don,
      wollen Sie diesen tollen Blog nicht als Buch publizieren?

      Hochachtungsvoll,
      Ichinen

  5. Klassenkampf ist murks
    Ich möchte auch einmal ein Spießer werden, tönt der Nachwuchs eines Wagenburgaktivisten wenn ich groß werde. Aus diesem Artikel klingt sehr viel Realitätssinn. Das Leben ist ein großes
    Konzert. Jeder spielt darin ein Musikinstrument. Leider hatte ich keine Gelegenheit ein zu mir pa-
    ssendes Musikinstrument zu finden. Ein bedeutender Mann hat mal gesagt: “ Ich kann nur kurze
    Sätze „.
    Ich finde es ist eine sehr kluge Feststellung, denn etwas auf den Punkt also kurz und bündig zu sagen sollte zur angenehmen Pflicht werden. Wie der werte Leser sehen kann , ist es nicht ganz
    einfach. So wurde der Klassenkampf von oben geprobt, die eigene elitäre Seele gestreichelt die natürlich vom Teufel verführt wurde. Das Alte Europa ist nicht Mutter der Zivilisation sondern die
    Achse des Bösen , Wir sind das neue Europa aber auch nur ein winzig kleiner Fliegendreck. Was Jeden nur eine Metapher bedeutet. Tradition ist die Routine, die Wiederholung die Mutter der Weisheit ist. Aufzucht ist das Fortschreiben der Ewigkeit da wir nur sterbliche Einzelwesen sind.
    Darwin hat das Gesetz des Stärkeren beschrieben ohne das es gar kein Leben geben würde.
    Europa ist eine Evolution und keine Revolution. Es muss sich gegen seine Fressfeinde behaupten
    um zu bestehen. q e ist das Leben ist der Alltag.
    Wer in diesem Artikel ein Manifest erwartet wird enttäuscht werden. Wer darin überhaupt etwas erwartet wird höchste Demut für das alltägliche Leben empfinden dürfen. Vielen Dank das muß
    nur einmal gesagt werden.

  6. @DON ALPHONSO: Alexander das Dummchen!
    Da zog doch einst dieser absolut bescheuerte Alexander aus Mazedonien – völlig unbequem reisend, medizinisch unterversorgt, sich von Nahrungsquelle zu Nahrungsquelle von der Hand in den Mund durchschlagend, immer von gewalttätigen Gegnern gestellt und Gefahr laufend, von diesen eingekesselt zu werden und um schließlich irgendwo in der Fremde an Fleckfieber zu krepieren – quer durch die antike Welt, um seiner Weltverbesserungs-(sorry: Welteroberungs)-Ideologie nachzugehen. Komisch nur, dass die Geschichtsbücher bis heute von diesem merkwürdigen Alexander berichten und nicht von den bequemen Pantoffelhelden, die lieber zu Hause blieben und deren einzige Sorge darin bestand, die Vorzeigemama und das quengelige Plag zufriedenzustellen und darin, was die Nachbarn so denken könnten …

  7. Sie sind doch - wie man mittlerweile mehrmals sehen konnte - mit sehr soliden, alten Haushaltsgegen-
    ständen ausgestattet: Haben Sie eigentlich (dieser Gedanke durchhuscht mich beim Blick ins DB-Cabrio) auch noch einen emaillierten Vollmetallnachttopf?

  8. Danke...
    Danke für die Negerküsse.

  9. die Goethe-Hölderlin-Revolution der KREATIVEN geht bald bequem-genial über die Bühne
    Wer über die Akteuere der wohl notwendigen Weltrevolution-ins-Reich-der-Freiheit schreibt, der sollte schon auf dem neuesten Stand sein, d.h. über den anstehenden Ordnungsübergang des Industriekultur unter die Ordnung des KREATIVEN Evolutionspfades etwas mitbekommen haben.

    Der Erkenntnis- und bisherige stillschweigende Implementierungs-Stand ist leicht zu erreichen. Man muß nur unter dem Namen des Verfassers und mit KREATIV-Lohn suchen/ googlen, und fähig sein, den ökologischen Umfinanzierung- und Umsteuerung-Ansatz evolutionsprozess-kybernetisch, d.h wissenschaftlich, zu Ende denken wollen. Und schon sieht man klar. Das hat Angela Merkel übrigens schon im Jahr 2005 getan.

    Die alles umfassenden Parolen dieser Weltrevolution-der-KREATIVEN lauten übrigens:

    „Gegen Gott und Goethe kann man keine Weltrevolution machen wollen. Aber mit!“

    „KREATIV-Lohn und Zinspromille sind Volkeswille“.

    Wenn deutschlandweit bekannt wird, was erkannt ist, dann werden die Finanzmärkte reagieren. Die Spekulation der Trader auf die wirksame Wahrheit des Erkenntnisstandes der KREATIVEN wird dann irreversible Geschichtsfakten schaffen.

    Viel Erfolg und Spaß beim Zuende-Denken.

  10. wie man sehen kann - sehr solide, alten Haushaltsgegenstände!
    Verehrte gnädige Frau Frauke Amgelin, mich durchhuscht beim Blick auf Ihren Kommentar ein lähmendes Gefühl sozialer Isolation,, ein „pot de chambre“ aus emaillierten Vollmetall!
    Der kultivierte Bonvivant sch…. nicht ins Blech, sondern in ein Nachtgeschirr aus der Porzellanmanufaktur welches mit kostbarsten Dekoren und delikaten Details ausgestattet ist.

  11. Warum so geizig ?
    der Leser hat das Recht auf ihre gesamte Weisheit
    schliesslich haben Sie die Weisheit ja mit Gabeln gefressen
    schön, Sie haben ein paar der üblichen Figuren aus ihrer Vorhölle aufmarschieren lassen
    Raucher, Potente, Berliner, Döneresser, Mieter
    aber was ist z.B. mit dem Opelfahrer ?
    muss er unerwähnt zusehen, wie die SUV-Fahrerin ihr Fett weg kriegt ?
    haben Tätowierte keinen Anspruch darauf, mal wieder durch den Dreck gezogen zu werden ?
    ihre Aufgabe ist es doch, sämtlichem Pöbel die Maske vom Gesicht zu reissen
    übrigens, mir ist es egal, ob einer bei der Antifa oder bei den Gebirgsschützen ist
    so lang er keinem schadet soll er denken und machen was er will
    ganz toll wird es, wenn er dann auch mal eigene Ideen, Visionen und auch Utopien hat
    auf sowas wartet man bei ihnen ja vergebens
    andere runter zu putzen ist halt noch bequemer als dumm zu sein
    fast möchte man ihnen wünschen, dass Sie mal so alt werden, wie Sie schreiben
    vielleicht stossen Sie dann ja noch auf den Unterschied von Ideal und Ideologie
    aber wo soll sie dann nur hin, diese neue Erkenntnis
    wenn alle Schubladen im Kopf schon belegt sind

    • immer ran!
      „andere runter zu putzen ist halt noch bequemer als dumm zu sein“
      .
      …und weshalb versuchen Sie’s nicht auch einmal?

  12. hans
    Gut, dass unser suedländischer Fleischverkäufer unseres Vetrauens seinen Schweinespeck luftdicht verpackt und den Zehner nur mit Gummihandschuh anfasst. Luigi hat wohl ein ernsthaftes Hygieneproblem. Oder seine Kundschaft. Oder beide. Wohl bekomm´s!

    • Warum - was glauben Sie wohl? - schmeckt sein Angebot so unvergleichlich gut? Weil er kurz vorm Ver-
      kauf noch mal eben in die Windeln gegriffen hat. WinDeln, nicht WinSeln, für Revolutionäre – darum sollte es doch eigentlich ursprünglich gehen – leider liegen die beiden Buchstaben auf der Tastatur zum Verwechseln nahe beieinander und wir alle wissen ja, wie aussichtslos hier mit den s gekämpft wird.

  13. hans
    full metal jerry

  14. bundesrepublikanische Revolutionärenkarriere
    Mit dem Kinderkriegen ist die Revolutionszeit beileibe nicht zu Ende. Denn die süßen Kleinen werden älter und irgendwann erwachsen, und dann haben die mittlerweile Grauhaarigen wieder Zeit zum revolutionieren. Die Stuttgart 21 Gegner waren sicher die, die 1969 gegen die württembergische Rahmengesetzgebung auf die Straße gingen (der dazugehörige Streik hat mich beinahe ein Semester in Tübingen gekostet).
    .
    Aber wo sind die Revolutionäre der 1968 Jahre in Berlin gelandet? Beim Ber sich nicht. Jedenfalls nicht als Demonstranten sondern als Entscheidungsträger. =⇒ bundesrepublikanische Revolutionärenkarriere.

  15. Klassenkampf von oben
    „Der Klassenkampf von oben“ ist jetzt leider nur noch ein Theaterstück zu Belustigung und Unterhaltung gehobener Kreise. Und da die Guten und die Bösen in ihren Rollen mittlerweile benannt und bekannt sind, stellt sich im Parkett gepflegte Langeweile ein. Vielleicht sollten sie wieder einmal verreisen und sich von neuen Abenteuern inspirieren lassen, werter Don.

    Ach ja: beim Lesen ihrer Überschrift kam mir unwillkürlich Döpfners Offener Brief an Eric Schmidt in den Sinn: Bitte, Bitte, schränkt doch euer Imperium etwas ein! Wirtschaftsführer unter sich – da spielen ein paar Autonome schon längst keine Rolle mehr.

  16. Sehr geehrter Herr Bernhardt, mein Blick fiel leider nur auf elektrophoretisch beschichtetes Dünn-
    blech. Ach, hätte der geschätzte Daguerreotypist doch nur eine fein ziseliert ausgestaltete Kalesche abgelichtet, ich stimmte Ihnen uneingeschränkt zu. Jedoch: Porzellan über Blech auszuleeren – welch ein Stilbruch!

  17. Des Medienzars ergoogelte Peinlichkeit
    @Sambossa – Über diesen offenen Brief des Herrn Döpfner habe ich mich auch sehr amüsiert. Erst schickt er seine Leute nach Kalifornien zur Google Lehre:

    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/bild-chefredakteur-diekmann-unter-kalifornischen-forschern-11776101.html

    http://www.sueddeutsche.de/medien/kai-diekmann-wieder-bei-bild-der-austauschschueler-ist-zurueck-1.1686635

    wo sie aber anscheint nichts von Bedeutung gelernt haben, sich aber vom deutschen Wirtschaftminister küssen ließen:

    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/roesler-besucht-diekmann-komm-in-meine-arme-12192682.html

    Jedenfalls hat Herr Diekmann nichts in Silicon Valley gelernt, von dem so Normalmenschen wie ich gehört haben. Dann schreibt sein Boss diesen Brief und ich dachte, dem schreibe mal ‘ne nette Antwort. Aber der Springer Konzern gibt des Medienzars E-Mail Adresse nicht frei – was nicht an Google liegt. Natürlich kann man die offizielle springersche Kontaktadresse benutzen. Aber da weiß man von vorneherein, dass die E-Mail nicht am Computer (der Sekretärin) des Bosses landet.
    .
    Hat der Medienzar etwas Angst vor einer harmlosen Tigermail? Finde ich im Gesamteindruck peinlich für die Springerleute.

    • Spesen
      @Der Tiger
      Danke für die Link-Infos, da stellt sich in der Tat die Frage: außer Spesen nichts gewesen?
      Und jetzt warten wir auf das alles sehende Auge der Datenbrille mit dem Livestream der Revolution von Unten.

    • Aber Sie werden bei/mit Ihren Verbindungen doch wohl die Ruf(=Fax)nummer seiner PA erfahren haben:
      Dann schreiben Sie ihm einfach ein Rechenknechtfax (von Ihrem Computer aus schicken Sie Ihr Schriftstück als pdf-Datei z. B. über cospace dot de), das kommt dort im Büro dann in Papierform an.

    • Manche kriegen einen handgeschrieben Brief
      Natürlich gibt es andere Möglichkeiten, zum Beispiel ganz altmodisch ein Brief – ganz authentisch per Hand geschrieben. Das mache ich, wenn ich nicht will, dass die NSA Schnüffler mitlesen – oder nicht wissen sollen, wem ich was weitergebe. Aber wenn es sich nur um einen Medienzar handelt, bin ich dazu viel zu faul.

    • Es ist ja kein handgeschriebener Brief - es ist nichts anderes als eine E-Mail, nur eben auf eine
      für eine E-Mail ungewöhnliche Art versandt und empfangen.

  18. Spießer
    .
    .
    „Spießer aller Länder – vereinigt euch !“
    .
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  19. Sehr schön gesagt, aber das ist nicht Ernst Busch, sondern von Erich Weinert
    Sehr geehrter Don,

    wie sagte mir heute eine Veganerin – sie kenne welche, die von Prinzipientreue kalt würden.

    In einem muss ich sie leider korrigieren: Ernst Busch war nicht nur ein wunderbarer Schauspieler, sondern auch Sänger, aber der Text ist von Erich Weinert (die Musike des Liedes ist vom großen Hanns Eisler): Hören und lesen: http://www.releaselyrics.com/dbff/ernst-busch-roter-wedding/ – das ist Zeitgeschichte!

    Bei Zapp hat gerade eine alte Dame des Journalismus geklagt, über wörtlich Mainstreammedien: Bei der Berichterstattung über den Konflikt zwischen der Ukraine und Russland gebe es
    „entlarvende Automatismen“, erklärt die Dozentin für Journalistik, Gabriele Krone-Schmalz.
    http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/zapp/media/zapp7411.html

    Die mahnt auch Genauigkeit an.

    Haben Sie ein angenehmes Ostern! Viele freundliche Grüße –
    azur

    • die allzu wenigen Gegenmeinungen
      Das ist dann die fünfte, nach Eppler, Scholl-Latour, Ingo Schulze und Rolf Hochhuth.
      Hab ich einen vergessen?

    • ' entlarvende Automatismen'
      Sind das Problem der USA.

      man verfügt nur über einen einzigen ‚Masterplan‘ den man immer und überall zum Einsatz bringt.

      Immer dasselbe Spiel! Als Zuschauer wendet man sich gelangweilt ab.

      Aber für den, der sich entschließt das Spiel mitzuspielen ist jeder Zug vorhersehbar.
      Er kann ganz entspannt – wie es Putin demonstriert – sein Blatt spielen.

    • Da haben Sie ganz recht
      Es sind wirklich verschwindend Wenige. Und Frau Krone-Schmalz, der ich das ja an sich hoch anrechne, lügt ja auch noch, wenn Sie es einfach auf das Überarbeitetsein der Journalisten schiebt. Sie kann und muss wissen, dass bekannt ist:

      a) Kein Wort von Think tanks, transatlantischen Gesellschaften, regierungsfinanzierten Forschungsgemeinschaften, Verlagskartellen, Berteslmännchen usw. Sie schiebt es auf die Faulheit der sehr beschäfftigten Journalisten, aber das ist nur die halbe Wahrheit. Wie hatten es hier schon oft, wie viele Journalisten einen Partner beim Geheimdienst haben. Und das in der Ukraine ist ganz klar eine Operation, wie man sofort sehen konnte, wenn man nur wollte. Wichtig ist, und das sagt ja auch die kluge alte Frau, dass man nicht vergisst, das Widerspruch unbedingt gesund ist und das es nicht darum gehen kann, einer Seite hinter her zu rennen. Wir haben unsere eigenen Köpfe und auch unsere eigenen Angelegenheiten hier, hier in Deutschland.

      Weiter ausgeführt und genauer:
      ZDF: Geheimdienst-Experte Erich Schmidt-Eenboom: Ausspäh-Ausmaß war bekannt
      bzw. in: http://www.amazon.de/Undercover-Der-BND-deutschen-Journalisten/dp/3462027158

      Das war auch schon früher nicht viel besser und – und das ist viel wichtiger – betrifft ja nicht nur das Thema Ukraine, sondern gilt generell. Immerhin spricht sie die EU-Problematik ja selbst an. Alles Offizielle ist im Großen und Ganzen immer nur super, zeigen die Medien. Hofberichterstattung eben. Man braucht auch in der Politik seine ‚Partner‘, die einem exklusive Information gegen Bereichterstattung geben.

      B) Edit: und sie spricht, neben vielen Klugem und Richtigem, nur nebulös von eine Bachelorarbeit, die irgend was erforscht haben soll und, dass da noch mehr geforscht werdne müssen.

      Aber sie muss das hier schon oft Besprochene kennen: http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Konsensfabrik._Noam_Chomsky_und_die_Medien

      Das zu unterschlagen, nehme ich ihr ein wenig übel. Noam Chomsky als peinlich zu verschweigen, ist schwach und genau einer Gründe für dieses Mediendesaster.

      Wie heißt es dazu so schön: Friede sei mit Dir, usw. (ein richtiger ‚Tantenklan‘: suche google Bilder nach „Merkel Friede Springe Liz Mohn“…

      Und dann sind da noch die neuen Montagsdemos, von welchen, denen es schon reicht. Die man schnell als antisemitsche Spinner hinstellt.

      Na man schauen, wie es im moderenen Biedermeier weitergeht.

    • Cem Ö.: Das darf man Deutschen nicht erlauben
      Vergass ich leider im Vortext, ist aber zu interessant: „Der Grünen-Vorsitzende Cem Özdemir warnte vor einem falschen Blick auf die Ukraine-Krise und ihre Auswirkungen. „Dass die Bürgerinnen und Bürger Deutschland künftig stärker zwischen dem Westen und Russland sehen wollen, ist sicher Realität, aber nichts, was dazu führen darf, dass wir diesem Wunsch nachgeben“, sagt er der „Welt“.
      http://www.welt.de/politik/deutschland/article126592916/Deutsche-Distanz-zu-den-USA-beunruhigt-die-Politik.html
      Denn der gehört zu denen, die es besser zu wissen meinen. Also was für uns gut ist.

  20. Ohrenschmaus! (statt Gewinsel)
    Die Virtuosität von Jan Dimas Zelenkas Gesamtwerk,
    das sich von den verbreiteten Stilen des 18. Jahrhunderts
    beträchtlich entfernt, wird zunehmend gewürdigt./ wiki
    .
    Requiem pour Auguste II (1:48:57)
    http://www.youtube.com/watch?v=ANpy0luQebs

    dazu gugln: König August der II

  21. "Steady did the Trick" - oder "100KM/h" - oder Könnte es ansonsten nicht auch noch sein,
    dass hier nicht etwa „oben“ wäre, sondern doch mehr so eher „hinten“? nur wären die organe für die masstäbe abhanden gekommen – resp. die sinne fänden sich überwiegend anders entfaltet? also doch mehr nach vorne auf kuchen, durchaus nett, aber nicht allseits in die welt? und je weiter „hinten“ man wäre, ohne es zu wisssen, desto mehr „vorne“ gäbe es? und all das bräuchte sinn und schutz durch int. dienste, eben sogar unwissentlich?

    am beispiel für anderes: mr. marc gemmel ist verheiratet, hat drei kinder, von herkunft englischsprachig, arbeit in madrid, hat also dort karriere gemacht, dadurch, so seine online-selbstauskunft, das er ein besonders schwieriges und herausfordernden it-project dort erfolgreich drehte.

    und er ist jung und erfolgreich und er kennt seine welt und er weiß was spass macht und bewegt sich natürlich frei und ungezwungen – im netz und in der welt, durch kontinente und fremde staaten (aber ein fremder staat, was wäre das heute schon noch für die westviertel?).

    „Profile Mark Gemmell, Director, IT Service Excellence Manager“ – und er schreibt öffentlich (wie sonst?) im teslamotorsclubforum von seinem trip zu fünft mit dem flieger nach tilburg seinen tesla s abholen

    „just to let you all know we arrived in Madrid a few hours ago with about 50kms of charge left. The climbs were steep but so were the drops, and keeping the speed low and steady did the trick. As I said on the blog post, 1750kms in a weekend, 4 countries, 5 people, 6 charge stops. So, who’s turn is it next to do a European road trip?“

    und so lebensfreude gefällt. ein auto für über 120t neu kaufen, zu fünft von madrid nach eindhoven oder sonst in die nähe von tilburg fliegen, dort einen tag als gast von tesla verbringen – und dann eine wunderbar anstregend-entspannte stromtankstellen schnitzeljagd nach madrid veranstalten – reinster „eu-stress“ (*g*). auf den rückweg also statt höchstens einer übernachtung sich deren 3-4 gegönnt, für 5 leute – und immer auf der jagd nach dem nächsten ikea – weil ikea zur zeit „für die umwelt“ den pkw-strom noch kostenlos (!) zur verfügung stellt. oder franz billig-großsupermärkte fürs volk, gg.

    und wie arm und eng wirkte das hier alles evtl. vergleichsweise. sollten die deutschen westviertel der welt das internet schenken müssen – es müsste wahrscheinlich auch noch in hundert jahren ein mann mit einer leuchtfarbeben warnflagge vorweggehen: nur nicht zu schnell!

    hier gäbe es mehr, auch welche international üblichen adapter man braucht. http://driveandream.wordpress.com/ („How to Charge your Tesla Model S at Home“, scroll – „3-phase 32A (32A @ 230V x 3 = 22kW) – right now gives 100kms per hour (limited to 26A by the car software) but in the future we should get 130kms per hour“)

    http://www.driveandream.com/ – Tube: „Tesla, the best car in the world, probably“ – http://tinyurl.com/nxxwy28
    .

  22. Und
    die Gabel ist sowieso krumm, die kratzt im Hals. Wir sind eben anpruchsvoll.

  23. Darf ich mal ein OT???
    Für die USA erweist sich die Ukraine-Krise als ultimativen ‚Griff in’s Klo‘.

    Warum ruft man in Washington nach Sanktionen?
    Weiß man, dass man militärisch wie schon in Afghanistan, Irak, Libyen, Syrien nicht weit
    kommt?
    Weil man sich mehr mit Computerspielerei und Wunschdenken beschäftigt, als mal
    ‚Auf dem Platz‘ nachzuschauen?

    Nun sollen es Sanktionen richten.

    Wobei man schon fragen kann, was dem sonst so moderaten Herrn Steinmeier über
    Nacht den Angstschweiß ins Gesicht getrieben hat, dass er sich so ungewöhnlich öffentlich
    dagegen ausspricht, und sich damit gegen Frau vdL stellt und dadurch gegen die Kanzlerin?

    Da muss er sehr gute Gründe haben.

  24. Winseln für die Weltrevolution
    …einmal anders.
    Wollten deutsche Promipolitikerinnen nicht Russland in die Isolation treiben.

    Was macht Russland?
    Es ruft seine eigene Isolation aus (FAZ.net).

    Und schon steht man wieder nackt da.

  25. Leben in der linken Filterbubble
    kann so schön sein…solange von der bösen, bekämpften Gesellschaft da draußen nur genug Staatsknete in eben jene Blase fließt.

    Deswegen: Hartz4 verdoppeln! Sanktionen abschaffen („Zwangsarbeit“, Nazis und so) oder gleich ein bedingungsloses Grundeinkommen einführen. Aber mindesten 1.500 Euro pro Kopf und Monat.

    Wozu arbeiten? Bei uns kommt das Geld aus dem Automaten.

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