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Stützen der Gesellschaft

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Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Der Künstler als Trüffelschwein im Klassenkampf

| 53 Lesermeinungen

Jeder kennt sie aus den Medien: Die armen, von der Gentrifizierung gehetzten Künstler und Kreativen. Gemeinhin gelten sie als Opfer des Immobilienbooms, aber pragmatisch betrachtet führen sie zu den üppigen Gewinnen von Morgen.

Eine freie Gesellschaft benötigt moralische Bestimmungen, die sich letztendlich darauf zusammenfassen lassen, dass sie Leben erhalten: nicht die Erhaltung aller Leben, weil es notwendig sein kann, individuelles Leben zu opfern, um eine größere Zahl von anderen Leben zu erhalten.
Friedrich August von Hayek beim Rechtfertigen der Diktatur Pinochets

Eine gute Freundin ist Volkswirtschaftlerin und hat nur ein müdes Lächeln für die ideologisch determinierte „Forschung“ übrig, die früher ihr Fach ausgemacht hat. Früher hatte man eine Ideologie, egal ob man Marx oder Hayek hiess, ein Ideal, mal die Diktatur des Proletariats oder die des Herrn Pinochet, und dafür wirtschaftlich-theoretische Lösungen. Das konnte manchmal funktionieren, wenn man sich etwa frei verwaltete Fahrradkollektive anschaut, oder die totalliberalen Cum-Ex-Geschäfte deutscher Bankhäuser. Allerdings verdanken wir dieser Art der ideologischen Wirtschaftsvorstellung auch Hitlers Fünfjahresplan, Pol Pots Vernichtung der Städte in Kambodscha, Maos grossen Sprung nach vorn und so ziemlich jeden weiteren Politiker, der etwas von „Jobwunder dank tiefgreifender Reformen“ erzählt. Heute ist das zum Glück anders, Volkswirtschaftslehre ist nichts für auslaufende Schreiberlinge, sondern etwas für knallharte Mathegenies und ihre effizienzorientierten Modelle, die auch moderne Grossrechner bei der Daten- und Variablenverarbeitung zum Schmoren bringen. Das blosse, fakten- und zahlenlose Rumgemeine, dass sich irgendwas schon richtig entwickeln werde, wenn nur die Ideologie stimmt, ist zumindest in der Wissenschaft meistens vorbei.

Aber nicht in der Realität, in deren Spannungen sich unsereins wähnt. Ich war letzte Woche in München in einer hübschen Wohnung direkt an der Isar, so münchnerisch wie eine Derrickfolge, und lauschte ein wenig den Gesprächen. Grob gesagt ging es, wie so oft, um einen Bauernhof im Oberland, mit Koppel und Land und wie schwierig es ist, so etwas noch zu akzeptablen Preisen zu finden. Denn die Bauern im Oberland sind unverschämt. Statt ihre Höfe jenen zu geben, die etwas damit anfangen können, lassen sie lieber sechs Wohnungen in die Ställe einrichten und verkaufen das dann. Und weil es nicht so viele denkmalgeschüzte Bauernhöfe gibt, zumal jene, deren Erscheinungsbild imposant genug ist, ist das schwierig. Unmittelbar davor hatte ich auf Twitter noch den Hilfeschrei einer Kunststudentin aus Berlin gelesen, die ganz dringend ein Zimmer in einer WG sucht, am besten Mitte, 15m² und nicht mehr als 400 Euro warm.

Und dort nun haben wir alle, auch mit Blick auf die Isar, ein Bild der empirischen Volkswirtschaftslehre vor uns, ein Ideal, mit dem so gerne in der öffentlichen Darstellung gearbeitet wird: Die junge, künstlerisch veranlagte Studentin, die unter hohem Druck der Gentrifizierung in ein kleines, teures Kämmerlein gezwungen wird. Sofort denkt man an ihr mutmasslich ehemaliges Unterkommen in einer ausufernden Fabriketage mit Spreeblick, wo sie 3 mal 6 Meter grosse Installationen aus angeschwemmten Strandgut machte und fröhlich am Abend mit Freunden grillte. Dann aber kam ein böser Münchner Investor, ein Frankfurter Immobilienentwickler und dessen als Makler firmierender Sohn und dann wurde die Künstlerin vertrieben. Das ist immer so bei der Gentrifizierung: Wohnungskäufer oder Leute, die ihre Miete per Dauerauftrag ohne Verzögerung überweisen können, ziehen nämlich in die immer gleichen, von Künstlern und Studenten geprägten Regionen der Stadt und verdrängen die ehemaligen Bewohner.

Und vernichten damit – so unverschämt, wie die Preisvorstellungen der Bauern aus dem Oberland! – all jene gewachsenen, studentisch-künstlerischen Ansätze, die das Viertel doch eigentlich erst so attraktiv gemacht haben. Besonders, seitdem Opa Kawumpe mit seinem Leberschaden die Wohnung nicht mehr erhalten konnte und die Bäckerei, in der jetzt die Pop Up Galerie ist, schliessen musste, weil Studenten und Künstler zwar immer genug Geld für Mate und Wodka und Döner haben, aber ihre Schrippen lieber beim Schnellback holen, wo sie einen Cent billiger sind. In dieses, nur ab und zu von einem preislich dreisten Drogenlieferanten gestörte Idyll jungalternativer Gelassenheit mit seinen Vernissagen und Kellerlesungen brechen nun also Leute mit Geld ein, weil sie dieses Flair so schätzen und damit gleichzeitig jene verdrängen, die es erschaffen haben. Heisst es, immer wieder, in allen Gazetten, und man glaubt daran wie der Marxist an die Zwangskollektivierung. Zumal es gegen die Kunst geht! Kunst! Nicht um Opa Kawumpe, der seine 10 Flaschen Mollie vor der Glotze brauchte, sondern um Kunst von einem Künstler, der nur Tegernseer aus der Flasche trinkt. Das ist immer besonders gemein, Gentrifizierung gegen Kunststudenten. Die werden unsereins wie waidwunde Rehe vorgehalten. Wollen wir das wirklich?

Jedoch: Gentrifizierung gibt es überall. Auch in Regionen, wo es keine Künstler gibt. Denn bei diesem Spiel geht es überhaupt nicht darum, ob jemand wirklich im Cafe seine Videoinstallation schnibbelt, und Toleranz für Parties bis um 6 Uhr früh zwangsgelebt wird. Es geht einfach darum, dass der Künstler dort, wo er auftritt, ein Trüffelschwein für den wichtigsten Rohstoff des modernen Sozialprestiges ist: Künstler brauchen viel Platz, Platz mit guter Infrastruktur und alles bei niedrigen Preisen. Und weil die besten Lagen schon weg oder sehr teuer sind, stellt sich für andere die Frage: Wo bekommen sie möglichst viel Raum in möglichst guter Lage für die Summen, die sie aufbringen können: Idealerweise in den Ecken der Städte, die in den nächsten Jahren auch noch bessere Lage werden. Und sobald da eine Pop up Galerie um Aufmerksamkeit quietscht, ist das für Interessenten so ähnlich wie das Quieken des Trüffelschweins in Frankreich oder bei Arezzo. Dann ist der Wohnungstrüffel dabei, dem Wurzelgeflecht der Opa Kawumpes zu entwachsen und jetzt muss man nur noch das Schwein wegschubsen, um die Früchte zu geniessen. Ich war vor zwei Jahren auf einem Trüffelhof, da wurden Trüffel dick wie Mozzarella geschnitten, und gleich danach war ich auf Empfängen in Monte Carlo – nichts kam an den frischen Trüffel heran. Und so geht es auch Käufern mit Wohnungen in diesen Ecken. Denn die Wohnungen sind gross, noch günstig und es ist nicht so schlimm, wenn man nicht gleich den Innenarchitekten für den neuesten Glanz und Pomp dazu holt.

Solange hält man es eine Weile auch noch mit den restlichen Trüffelschweinen aus, und ihren lustigen Kunstprojekten in noch leerstehenden Bäckereien – das ist wie beim Trüffelbauern, der eine sitzt im Rustico und der andere im Stall. Man kann auch stolz auf sie verweisen, wenn das Viertel noch nicht so ganz schick und voll mit echten Museen ist – dafür ist dann hier mehr Leben. Irgendwann kommt dann schon ein veganer Bäcker, übernimmt den Laden und während aus dem Trüffelschwein im Winter dann der Culatello gemacht wird – eine besondere Schinkenspezialität mit Naturschimmel – geht der Künstler weiter in andere Regionen, wo er als Indikator für steigende Gewinne und Wertzuwachs etwas Sinnvolles für die Gesellschaft und die Aufwertung der urbanen Zentren tut. Mir ist durchaus bewusst, dass diese rationale Sicht der Dinge nicht nach dem Geschmacke derer ist, die sich finanziert von unkündbar sozialgerechten Projekten hingeben, aber Videokunst kann man auch in Dessau schnibbeln und der Street Style für das Modeblog ist da spannend, wo spannende Menschen sind. Und die sind nicht dort, wo gerade andere die Bedeutung von Kreditlaufzeiten und Grunderwerbssteuer erlernen und überlegen, wie sie das mit den Kinderzimmern machen.

Ausserdem habe ich gerade ein Interview mit Andrej Holm in der taz gelesen – wenn Künstler schon Trüffelschweinen entsprechen, dann gilt Andrej Holm den Entwicklern mit seinen Dauerklagen über Gentrifizierung als so etwas wie der sofort anschlagende und Beste aller Trüffelhunde. Kaum geht irgendwo die Miete steil nach oben, kommt Holm und warnt vor den grausamen Folgen für traumatisierte Menschen, wenn ihnen die Kneipe oder das Geschäft genommen wird, als wäre Berlin Damaskus und dergleichen würde mit einer 230mm-Haubitze erreicht. Holm antwortete sehr gelassen auf die Frage, ob ihn der Spruch „Kauft nicht bei Schwab’n beunruhige: „So etwas beunruhigt mich nicht. Warum sollte es?“

So ein Schelm! Das geht zwar gegen uns Aufwerter, aber es ist ein phantastischer Spruch. Bitte stets mit grosser Geste imaginieren: Don Alphonso, beunruhigt Sie nicht die soziale Schieflage? So etwas beunruhigt mich nicht. Warum sollte es? Don Alphonso, beunruhigt Sie es nicht, dass Mieter bis zu 40% ihres Einkommes für die Miete ausgeben? So etwas beunruhigt mich nicht. Warum sollte es? Don Alphonso, haben Sie keine Sorge, dass das Künstlerviertel seinen Charme verliert? So etwas beunruhigt mich nicht. Warum sollte es?

Super Spruch. Passt immer bei allen sozialen Problemen und klebt auch meistens nicht bräunlich. Abgesehen davon ist das studentische Künstlerdasein irgendwann vorbei, dann werden sie Community Manager oder Werbegraphiker oder bekommen einen Posten in einer Stiftung und stellen eines Tages fest, dass nun ein wenig Ruhe und Gelassenheit, so wie in jenem Spruch, wirklich nett wäre. Und wenn sie klug sind, lassen sie sich dann nichts von Maklern vormachen, sondern folgen dem Quieken der Pop Up Galerien und dem Gewinsel der Gentrifizierungsfeinde: Wo heute die Hipster von ihren Fixies und Farbbeutel fliegen, sind oft genug die guten Lagen der kommenden Jahre. Später schreiben die Neukäufer in ihren restaurierten Hütten beim Biowein zum Ausgleich über urban-soziale Gerechtigkeit (das nennt man dann ausgleichende Gerechtigkeit) und das ist auch fein so: Solange sie uns nicht den Markt für Bauernhöfe im Oberland ruinieren. Denn vielleicht will ich doch mal echte Trüffelhunde und nenne sie Buonconsiglio, Esperanza, Pancione und Buffone, und dann brauche auch ich zwei Hektar Wald.

HINWEIS:

Mit den Kommentaren kann man auch in das Kommentarblog spazieren.

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53 Lesermeinungen

  1. Dem Hayek haben wir die -...
    ..Pädophilenökonomie zu verdanken. Und rücksichtslosen Raubbau an der Natur.

  2. Ach,
    …wie kann man nur so gemein schreiben.

    • Schlechter Charakter, was sonst.

    • Titel eingeben
      Ähnlich gemein lässt sich auch über „Guerilla Gardening“ schreiben. Dort, wo dies in zuvor schlecht gelittenen Vierteln aufkommt, dort finden sich die Immobilientrüffel. Kurzum: Alternative Kunst und anarchistische Straßenbegrünung sind die Vorhut der Gentrifizierung.

      Was allerdings die Frage nicht vollständig beantwortet, wie viel der Staat für den Mieterschutz tun sollte (ich finde: viel!), wie Einnahmen aus Immobilienbesitz versteuert werden sollten (ich finde: höher!), und was sonst noch getan werden kann, damit Mieter vor zukünftigen Zumutungen bewahrt werden (z.B.: die oft sogar ausgesprochen schwachsinnige „energetische Sarnierung“ in ihren Möglichkeiten beschneiden).

      Wobei ich jetzt nicht weiß, was Andreij Holm zur energetischen Sarnierung sagt.

  3. Hase, Igel
    Die Rache der Künstler: Den Gentrifizierern zb. per bulligem Marktschreier überteuerte mittelmäßige Kunst andrehen, die ihnen sofort begeistert als „der letzte Schrei“ aus den Händen gerissen, und natürlich mit gutem Geld vergolten wird. Da bleibt dann zwar die Kunst auf der Strecke, aber immerhin nicht die Künstler, denn die haben sogar noch was zu lachen: „Da haben Sie aber ein schönes Spiegelei hängen – das war doch sicher sehr teuer!“

    http://www.monopol-magazin.de/blogs/der-kritiker-jerry-saltz-blog/2013316/Stefan-Simchowitz.html

    Dafür gehen sich dann die neuen Leute, die ja eigentlich auf der Suche nach dem „Rauhen“ und „Unkonventionellen“ waren, dort wo noch das „echte Leben“ urban tobt, nun gegenseitig mit ihrer Prahlerei und ihren Ansprüchen auf den Geist, und mit ihren verzogenen blasierten Kindern mit den altdeutschen Namen. Oder sie halten den neu zugezogenen Börsenguru von nebenan für „einen dieser Künstler“, weil der nachts immer laut Wagner hört, oder die Management-Tante, weil die nach getaner Arbeit immer auf dem Balkon im Wallegewand bei Sitarklängen entspannt. Am Ende bleibt ihnen so nur das stereotype Einerlei unter ihresgleichen, vor dem sie ja eigentlich gerade flüchten wollten. Nur etwas enger ist es nun geworden, und teurer, die Schalldämmung ist auch nicht gut, und einen Garten gibt es auch nicht, dafür aber viel Verkehr und nachts den Wagner. Viel Spaß noch in Schwabing, ich möchte da nicht begraben sein (denn auch das ist ja bestimmt nicht mehr so günstig, heutzutage).

    • Nicht zhu vergessen all die Fälscher, die letzthin so aufgeflogen sind. Ich kaufe nur Altbau und Rokokogemälde und ich weiss auch warum.

  4. Die Kunst des billigen(den) "in Kauf nehmens"!?
    Kunst=Art(engl.)…Weise= Melodie

    Die Art und Weise der Wert-Schätzung…Immobilien…Menschen…billig…billigend?!
    Die Art-Weise (Kunstmelodie) Mensch vs. Mensch…billig…billigend?!
    Die weise Art (melodische Kunst) der Wertschätzung…Immobilien…Mensch-achtend billig?!
    Die weise Art der Wertschätzung Mensch vs. Mensch…Co-achtend..human?!

    Die Arten und Weisen, weisen Arten von Mensch zu Mensch, mittels volkswirtschaftlicher, hochkomplexer „Gesellschafts-Mathematik“, von Computern generiert, … human,
    oder mittels einfacher, menschlicher Plausibilität?!

    Gruß,
    Plau Sibel…sorry, Paul Sibel..:=)

    P.S. Die Kunst des billigen, billigenden „in Kauf nehmens“ von Elend ist tierisch inhuman!

    …und die Moral von der Geschicht‘, nur weise Künste sind Human „Be(sei-n)-weise“!

  5. Oh, großer Don
    Ihr sprecht schlecht von den Künstlern, wenn ihr sie mit Studenten vergleicht.
    Der frühe Traum von Freiheit, den ihr meint, ist kaum Anlass für eine künsterlische Karriere, die immer ins Abseits führt, allerdings nicht zielgerichtet. Ich schätze, ihr wolltet „Lebenskünstler“ sagen.
    Doch nehm‘ ich Euch’s nicht übel: Es stimmt, dass Künstler eine eigene „Raumplanung“ haben, die schon mal von Mietkonflikten und Klassenbegegnungen begleitet wird. Aber die Gentrifizierung ist eine Polit-Chimäre. Als ob die künstlerische Identität an einem Viertel hinge, das einem chronisch abgebrannten Völkchen den common sense erhielte, solange noch kein Geld im Haus ist. Das ist Ghetto-Romantik. Von außen. Genauso könnte man vermuten, dass die Schwarzen wie die Küchenschaben besonders schmutzige Holzhütten schätzten.

    Die Metropole hat so manchen Mythos abgeworfen, hier ist einer davon: die Pluralität an Kulturen und Existenzen mischt sie zur höchsten Buntheit im den Einkaufspassagen, und entwirrt sie des Abends, da alle in ihre Quartiere zurückkehren. Damit ein jeder wisse, wer er sei…

    • Titel eingeben
      Nein, ich meine tatsächlich Künstler – so, wie sie in den Medien immer als Opfer der Gentrifizierung dargestellt werden. Das sollen die sein, die solche Gebiete erst bewohnbar machen (weil natürlich die Vorgängerbewohner nicht das sind, was sich so ein Journalis als genehm vorstellt), und dann müssen sie weichen und andere machen den Reibach. Das ist das Narrativ. Und ich versuche nur, die Geschichte vom anderen Ende her zu erzählen.

  6. So Ausblick verdirbt halt auch schon mal die Gedanken - oder
    man müsste besonders gefestigt sein.

    Und „ethnozentrierte Modelle“ vermutlich. Weiß, arm, aufstrebend, akademisch, unreflektiert käme am besten. Das Gegenteil davon hat kein Geld, oder keines, welches es sich wegnehmen ließe – und keine als sogn. Lebensleistung ausbeutbare Arbeitskraft dazu.

    Es muss aber immer weiter gehen. Und könnte ja so einfach sein: Statt auf solchen Balkons oder von solchen Wohnungen aus hocharistokratisch solche „Hof-Edel-Pläne vom Eigen-Ich“ zu machen, empföhle jeder Dorf-Pastor eine klitzekleine Novene, nur so ein paar Tage, die Richtungen des Strebens nach spirituell anderen Hirn- und Emotionsgegenden auszurichten.

    Denn wie hieße auf dem Dorfe noch mal die große Gebäudelitanei, von hoch oben und mit Überblick gesehen? „Herr, ich bin nicht würdig dass Du unter eingehst unter mein Dach…“ ?

    Und klare Sache: Wenn das so ist, muss man sich halt schnell, preiswert, erfolgreich u. evtl. auch ein kleines bißchen manipulativ und überlegen höherwertige Häuser unter höherwertigen Dächern kaufen, dann käme er, der Höhere Geist. (Gebet macht frei? Nein – mehr Besitz!)

    Woanders wird es inzwischen übrigens längst Mode, sich Alleinlagen zu kaufen – nur echt, wenn der alte Mannn als Grantler bis ca. 87 die letzten 15 Jahre nach dem Tod der Frau und dem Wegzug der Kinder nach Berlünchen da ganz alleine und bis zum Schluß gewohnt hätte. Und dann alles zu lassen, wie es war, „low housing but high end“ – an einem in den letzten 15 Jahren vom Brotmesser bis aufs Holz durchgeschnittenen Resopaltisch von 1968 könnte man veränderungsfrei auch noch ein paar Jahre länger einfach so sitzen – hätte der noch länger gelebt, wäre es ja dem Tische nicht anders ergangen. Auch so ginge konservativ, nicht?

    Und im Wald gleich hinterm Haus gäbe es Wildschweine. Und vielleicht sogar eigene Trüffeln, wer nicht essen muss, vom Brot allein.

    • Titel eingeben
      Ja, es hat alles seine zwei Seiten und über das Elend in guten Lagen wird – übrigens auch von mir – auch viel geschrieben. Aber diesmal halt nicht. Ich finde auch das, was man als Gentrifizierung bezeichnet, nicht durchwegs schlecht, denn ein hoher Eigentümeranteil ist immer auch ein Garant für festeren sozialen Zusammenhalt, einfach weil es anders nicht geht. Und ich finde auch die Mieten nicht so schlimm, weil sie tatsächlich auch Leute unter Druck setzen, an den Vermögensaufbau zu denken. Abgesehen davon ist Mieten auch heute noch spottbillig und es kann nicht jeder erwarten, dass er für Nichts eine Wohnung im besten Viertel bekommt,

      Dass ich von den diversen „altmodischerfrauennamen“-Höfen nichts halte, sollre eigentlich bekannt sein. Neureichenzeugs.

    • altmodischerfrauennamen
      Frechheit!

    • Siehe oben, Warnung vor schlechtem Charakter. Ausserdem würde ich meine Thochter auch eher Thodora Luise Gerlinde nennen, als Nele Jessica Jacqueline.

    • Und mioch gleich absolut halbaufrichtig bei allen Jessicas und Jacquelines entschuldigen; Nele nicht, das ist zu nordisch.

  7. hans
    „Mieten auch heute noch spottbillig“
    Da spottet jemand jeder Beschreibung. Als gäbe es kein „Morgen“

  8. Titel eingeben
    Don Alphonso, würde es sie beunruhigen, wenn man auf nicht selbst genutzten Wohnraum eine Sonderabgabe in Höhe von 200 Prozent der Miete zahlen müsste und würde es sie beunruhigen, wenn Grund und Boden verstaatlicht und dann nur noch verpachtet würden. Es könnte sein, dass sich ihr Lebensmodell dann doch etwas ändern müsste.

  9. Populismus
    Ist doch sowas von Bä…h

    “ Blöd ist halt nur, wenn die Publikumgsschlager versteckt werden.“

    Wenn die Medien ein Interesse an den Bedürfnissen der Leser hätten, gäbe es
    keine Medienkrise.

    Keine Eurokrise
    Keine Bankenkrise
    Keine Krise um die Ukraine

    • Nennt sich wohl schöpferische Zerstörung
      …wobei erstmal nur die Zerstörung sicher ist.

      Für das Schöpferische ist wer anders zuständig.
      Bis der gefunden ist, braucht es Geduld. Da vergehen locker mal
      ein paar Jahrhunderte.

  10. Titel eingeben
    ja das schoepferische ist schon da an sechs tagen dominiert das maennliche und am 7. tag das weivliche element sobald die schabbatkerzen gezuendet werden also alles kommt von innen der mitte heraus

    • Watt?
      Was genau hat die Genderdebatte jetzt in dieser Diskussion zu suchen?

  11. Volkswirtschaftslehre
    Grüß Gott!
    Ich bin selber Volkswirt und ich zitiere:
    Heute ist das zum Glück anders, Volkswirtschaftslehre ist nichts für auslaufende Schreiberlinge, sondern etwas für knallharte Mathegenies und ihre effizienzorientierten Modelle, die auch moderne Grossrechner bei der Daten- und Variablenverarbeitung zum Schmoren bringen. Das blosse, fakten- und zahlenlose Rumgemeine, dass sich irgendwas schon richtig entwickeln werde, wenn nur die Ideologie stimmt, ist zumindest in der Wissenschaft meistens vorbei.

    Und dazu noch ein Link:
    http://blogs.faz.net/fazit/2013/04/02/ruinieren-die-bildungsfernen-die-okonomische-wissenschaft-1361/

    VWL ist eigentlich eine Sozialwissenschaft, wenn man überhaupt von einer Wissenschaft sprechen kann. Die Mathematik sollte in der VWL ein Hilfsmittel sein, nicht Mittel zum Zweck. Mit Hilfe der Sprache kann man die Essenz eines Zusammenhanges deutlich machen, die formale Darstellung zeigt einen eindeutigen Zusammenhang.
    ABER: Jedes Modell in der VWL beruht auf Annahmen, getroffen von dem, der das Modell baut. Treffe ich eine Annahme, habe ich anscheinend vorher etwas beobachtet. Und viele Modelle werden mathematisch passend gemacht, wenn ich für zumindest einen Parameter eine Konstante setze.

    Im Nachhinein betrachte ich ein VWL-Studium in vielen Bereichen als halb-wissenschaftlich. Das mögen viele Volkswirte nicht hören wollen, aber ich habe bisher keinen Volkswirt getroffen, der mir nachweisbare Ergebnisse aus Modellen liefern konnte.

    Sprache ist ein wunderbares Mittel, um Sachverhalte zu erklären, Mathematik sollte ein Hilfsmittel sein.

    • Wie gesagt, was ich so höre, sitzen bei VWL inzwischen die Härtesten der Harten und wer da nicht ganz tief in Mathe drin ist, braucht gar nicht anfangen. Ich habe nur mal in die Bücher reichgeschaut und bin an der ersten Formel schon gescheitert. Aber ich mag es, wenn mir einer das erklärt.

    • Nur die Harten...
      …kommen in den Trüffelgarten!

      So ist es, gerade in München sind einige Herren Professoren dermaßen abgehoben…dass man sich fragen muss, was das noch mit VWL zu tun hat.
      Aber wenn man es geschafft hat, hat man ein befriedigendes Gefühl. Und wenn man nicht komplett durchgeknallt ist kann man in der VWL viel entdecken und eine Menge Spaß haben.

    • Sehr hilfreich
      Mathe Apps.
      Die Profs glauben zwar noch immer an das Mathe-Gen.

      Insider beobachten eine Begeisterung für Sudoku und schließen daraus, dass
      Es sich wohl eher um ein ‚Knobel-Gen‘ handeln muß.

  12. Lob des Suburbs
    Man muss sich aber auch mal anschauen, warum das Bürgertum denn einst überhaupt seine dichtbesiedelten maroden Innenstadt-Altbauten verließ, und lieber an den Stadtrand zog, mit viel Platz, mit Garten, Natur und Gleichgesinnten gleich nebenan, und Straßen, auf denen Kinder Ball spielen. Nicht alles war daran verkehrt! Wenn ich mir die „Rückkehrer“ so anschaue, und ihre Kinder, bin ich mir nicht so sicher, dass der „Townhouse“-Trend diesmal länger anhält- spätestens wenn die verachteten „Künstler“-Kinder gesund, frech und munter aus dem günstigen Haus mit Garten lachen, während der eigene Nachwuchs, von Asthma, Lärm und anderen urbanen Malaisen geplagt, beginnt den Klavierunterricht zu schwänzen und sich stattdessen mit Leuten herumtreibt, deren Eltern man nicht vorgestellt werden möchte… hat eben alles Vor- und Nachteile, und „in“ ist halt jeweils, wo der Künstler gerade ist – nicht wo er vor 10 Jahren mal war und heute gar nicht mehr hinwill, weil er es da heute genau so langweilig findet, wie er vor 15 Jahren das Suburb fand. Verkehrte Welt. Mit den steril sanierten Styropor-Altbauten ist es wohl wie mit den Bärten: Ihr Reiz kommt und geht, mal gelten sie als Nonplusultra, dann bald schon wieder auch nicht mehr so, und dann diese Preise… naja, die Investoren werden schon wissen was sie tun, und nicht jeder joggt gerne am Morgen über Wald und Felder, manche bevorzugen da nun mal ein urbaneres Setting – derzeit jedenfalls noch.

  13. Die Trüffel-Nahrungskette (in der Reihenfolge ihres Auftretens)
    1. Künstler
    2. Investor
    3. Bourgeois
    4. Feuilletonist (eine Tasse dampfenden grünen Tees neben dem Laptop…?)

    • Schön, aber bei mir war es anders:

      Von ca 1200 bis 1600: Stadtbürger
      1600 bis 1773: Marinanisches Collegium
      1773 bis 1805: Staat
      1805 bis 1846; Eine hiesige Familie
      1846 bis jetzt: Mia und sonsd koana.

      Weggentrifiziert haben wir also niemanden. Nur die Jesuiten hatten den Schaden.

    • Titel eingeben
      Das könnte man ja fast schon „autochthon“ nennen.

  14. Auf 10 vor 8
    Schreibt eine Dame namens ‚Didi Kirsten Tatlow‘.
    Da müssen sich die altmodischenfrauennamen und erst die lJessicas und Jacquelins
    verstecken.

  15. Künstler als Trüffelschweine
    So gesehen leben Künstler wie die Maden im Fett der Armen.
    Das finden die Armen im Geiste meist auch, weshalb sie auf Antiquitäten ausweichen und/oder diese meistbietend modernisieren.

    Warum Kunst in der Achtung sinkt?
    Weil jeder ein Künstler ist?
    Oder jeder, der sich selbst nicht achtet nur ein Künstler sein kann?

    Kunnst mir mal ne Billion geben?
    Geht sowas als Künstler?

    Dafür muß man schon Banker sein.

    Wozu eben keine Kunst gehört.

    • Also, mal ehrlich, so mies geht es dem jungen Kreativen in Deutschlan wirklich nicht, dafür sorgen schon üppigste Fördermassnahmen und so mancher dumme Bürgermeister, der meint, man muss sich als Mäzen geben. Jetzt geht es nur noch um die Frage, wo die wohnen.

    • "junge Kreative"
      Ah: ein Fachmann äußert sich zum Thema samt üppigsten Fördermaßnahmen.

    • "üppigste Fördermassnahmen"
      mi vengono ghia le lacrime.

    • Geförderte Kunst
      bleibt stets das makabre Spektakel um Gier und Geltung.

      Das wäre mal ein künstlerischre Diskussionsanstz um Kunst.

      Aber wer im Rokoko Faschingsgirlanden aufhängt will auch nicht ernstgenommen werden bei Kunstdiskursen.

    • Versuchen Sie mal mit einer deutschen Anspruchshaltung in Italien Kunst zu machen. Ich kenne zufällig ein paar junge Leute in der reichsten Region, durchaus gut vernetzt und sozial engagiert, die wollen Theater machen. Deren bei ausgewiesenen Erfolgen öffentliche Förderung besteht darin, dass man ihnen ein seit Jahrzehnten nicht mehr genutztes Theater zum Restaurieren gibt. Und wenn sie das selb st restauriert haben und das Erdbeben kommt, ist eben alles kaputt und es ist für nichts Geld da. Keine EU, kein Staat, keine Gemeinde. Also müssen sie ganz normal arbeiten, damit sie ein historisches Theater retten können, um damit einer Gemeinde wieder leben zu schenken. Ich habe dafür Hochachtung. Ich habe hochachtung für die Leute, die in Italien Restauratoren sind und Kunstgeschichte studieren, weil man es braucht und nicht, weil sie damit keinen Zweit- oder Drittjob brauchen.

      Das sind wirklich tolle, engagierte Leute, die sowohl mit der Maurerkelle als auch mit dem Vorhang umgehen können.

      Ich habe weder Zeit noch Anlass, unseren überpuderten Kulturbetrieb mit all seinen immer gleichen Netzwerken irgendwie zu bemitleiden. Null. Niente. Scusa.

    • Nur zu, tun Sie sich keinen Zwang an.

    • btw
      Ich durfte das große Glück als Künstler in I erfahren in einem Projekt über einen ha Grund und Boden zu Realisationszwecken zu verfügen samt 250 MA zu Realisationszwecken, also mal ganz still die Füsse halten, bevor hier die große deutsche Welle zur Künstlerförderung gefahren werden soll.

    • Huch, das gehört doch so gar nicht zusammen
      2,4 % vom Bund und 1,7 % der Länder fließen in die Kulturförderung – in die gesamte Kulturförderung! Also, Theaterkartensubvention, Erhalt von Rokokogemälden und was nicht alles.
      Da kommt wirklich nur ein Bruchteil bei denen mit den guten Einfällen an.
      Den Bildenden Künstlern in Deutschland geht’s ziemlich genau so wie die italienischen Kunstgeschichtlern.
      Die Zahlen, die ich dazu gelesen habe, variieren, aber zwischen 3 % bis 8 % aller Bildenden Künstler in Deutschland können tatsächlich von ihrer Arbeit leben.
      Alle anderen müssen auch „normal“ arbeiten, um sich ihre – na, je nach Einschätzung, kann man sagen, eigentliche Arbeit, überhaupt erst leisten zu können.

      Den Bildenen Künstlern geht es in Deutschland echt nicht rosig.

      Aber oder und ja, (je nach Adressat), die Kooptation im deutschen Kulturbetrieb kann einem schon die Haare zu Bergen stehen lassen.
      Da wünsche ich mir allerdings wirklich großzügiges Durchlüften.

      Klar könnte man nu hingehen und sagen, ach, der Markt soll es regeln. Das würde bedeuten, es gäbe noch mehr Balloonpudel zu sehen, sprich, die Hirsts und Koonss (wenn Sie mich fragen, das sind geniale Marketingexperten, aber lausige Künstler) hätten noch mehr zu lachen. Na, danke, aber, nein danke.

      Mitleid von dem an und für sich sehr geschätzten Autor? Och nö, wozu auch.
      Dem Autoren vorwerfen, er würde doch nur Girlanden-Rokoko mögen?
      Na je nun, das Blog hier ist, denke ich, nicht als Diskurs über Moderne Kunst gedacht. Wenn der Autor nu halt Moderne Kunst einfach nicht mag, dürfte daran nichts zu ändern sein.
      Aber gleich von Girlanden-Rokoko würde ich auch nicht reden, die Entwicklungen durch die Kunstgeschichte hinweg sind einfach die Wurzeln von dem, was man sich heute so anschaut.

      Gut, über die Künstler als Trüffelschweine habe ich wirklich noch gelacht, aber – hm – also – zumindest die Fakten sollte man halbwegs klar haben, und nicht munter alle miteinander in einen Topf werfen und irgendwas von üppigen Fördermaßnahmen schreiben, dank denen es den „Kreativen“ (und wer soll denn das alles sein? Der Modeblogger hat ziemlich wenig Berührungspunkte mit einer Bildenden Künstlerin…) so umwerfend gut geht?

      Keinen Respekt vor dem in den meisten Fällen bretthartem Brot?
      Meinetwegen.
      Aber keinen Respekt UND behaupten, das Brot sei in Wahrheit mindestens Torte vom Tegernsee?
      Pardon, aber das stimmt doch einfach nicht.

    • hans
      Haben die keinen Paten in Vegas? Können die nicht kiffen? (Guxxdu fear and loathing…) Haben die keine Muse, die sie für sich auszieht? Bei uns bringt doch erst der Skandal die publicity. Schiller rezitieren kann doch jeder.

    • Kunst als Zwang
      wie geschaffen für Profilneurotiker.

    • Nun, das ist wie mit den Schriftstellern: Es wollen eben viele unbedingt ihren Traum leben und dann müssen sie eben die Konsequenzen tragen. Es ist nun mal nicht mehr Markt da. Dafür gibt es neben Bund, Ländern und Gemeinden auch einiges an privater Kulturfördrung. Es ist nicht genug, um jeden zufrieden zu stellen. Aber versuchen Sie mal, diese Ansprüche einem Akkordarbeiter am Band zu erklären. Oder einem Heizungsfachmann.

    • Mehr Markt
      Da fangen Mßberständnisse btw zb auch an.
      Und daher ist man gut beraten als Künstler, sich nicht weiter um Kunstproletentum zu bekümmern zu müssen glauben.

    • Ja schon, aber welche Anspruchshaltung denn bloß?
      Ja na ja klar ist, denke ich, jedem Bildenden Künstler – oder Blogger, oder Schauspieler – klar, das es ziemlich unwahrscheinlich ist, damit den Lebensunterhalt zu verdienen.

      Vielleicht bin ich da auch einfach nur in ganz anderen Ecken unterwegs als der Autor, aber irgend welche verrückten Ansprüche sind mir aus den Ecken von Bildenden Künstlern nicht bekannt.
      (Wirklich, was ist hier gemeint? Zu der wohnungssuchenden twitternden Kunststudentin kann ich nichts sagen, da völlig unbekannt bei mir. Und für das, was Soziologen so schreiben, können Künstler doch nichts.)

      Das Einzige, was ich völlig legitim finde, ist die Forderung nach einem Ausstellungshonorar. Das ist vielleicht vergleichbar mit einem Blogger, der gut ist und deshalb von der FAZ angefragt wird. Oder einem Schauspieler, dem man nach einem erfolgreichen Casting doch auch nicht erklärt, er möge bitte noch für die eigenen Requisiten sorgen und hätte selbstverständlich für umsonst zu schauspielern.

      Dieser Typus Künstler, der hier stilisiert wird, ist mir in der Form – na, vielleicht nicht gänzlich unbekannt, aber doch wirklich sehr sehr in der Minderheit.

      (Das fängt doch schon beim Bio-Wein an – uäks.)

      Na, und als Sie den alternativen Medienpreis bekommen haben, werden Sie sich doch auch einfach ziemlich gefreut haben, richtig?
      Da stricke ich Ihnen doch jetzt auch keine Anspruchshaltung draus – im Gegenteil, auf so etwas kann man dann doch auch einfach mal stolz sein.
      Und den anderen – und damit auch den Bildenden Künstlern – ihre paar Stipendien ruhig gönnen. (Auch wenn man Moderne Kunst doof findet. Es gibt halt welche, die mögen das.)

      Einfach so geschenkt werden die einem ganz sicher nicht.

  16. "Die Kunst lebt, wovon lebt der Künstler?"
    Werter Don,
    der beschriebene Prozess der Gentrifizierung ist richtig und gut beobachtet. Aber es ist problematisch, andere als Trüffelschweine zu bezeichnen, um etwas später zu schreiben, wo es die besten Trüffel gibt.
    Ich könnte schreiben, dass es mal beim Bier- und Wurstkontor den besten Döner gab.
    Man kann versuchen, sich am Berlin-Bashing, Künstler-Bashing und Schwaben-Bashing herauszuhalten: Jammern gehört zum Kunst(Handwerk).
    Und Prenzlberg und Spreeufer sind seit 20 Jahren keine Geheimtipps mehr.
    Künstler und Blogger haben übrigens gemeinsam, dass es keine Tarifverträge gibt, sondern der Markt ganz unromatisch das Einkommen diktiert.
    Wenn JournalistInnen und BloggerInnen mit quitschebunten Kleinwagen um den Tegernsee (statt Sardinien) cruisen, hoffe ich, dass sie noch objektiv berichten. Ganz feine Nasen.

    • Trüffelschweine
      die Schweinetreiber wissen lediglich, dass man mit Trüffeln Geld verdienen kann.
      Mehr allerdings auch nicht.

    • Man sollte
      sich als Künstler allerdings davor hüten, sich Schweinetreiberdenken zueigen zu machen.
      Sowas geht auf die Kunst.
      qed

  17. Grunz !
    im Vergleich zur Förderung der Landwirtschaft ist die Kulturförderung lächerlich
    man könnte fast sagen, ein Schwein wird mehr subventioniert als ein Künstler
    als Dank dafür werden dann Boden und Grundwasser mit Gülle versaut
    bei einer modernen Skulptur aus Edelstahl kann man einfach wegschauen
    aber einwandfreies Wasser braucht jeder

    • Wäre man gemein, könnte man es auf die Frage reduzieren, welcher fetten Sa

      Nein das ist zu gemein.

  18. Pingback: Mit Mozart zum Wasserwerfer | Stützen der Gesellschaft

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