Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Vatertag, nüchtern betrachtet

| 23 Lesermeinungen

Man sollte besser "Nochvatertag" sagen: Im Zeitalter von Scheidung und Patchworkfamilien reichen schon nichtige Anlässe aus, um die moderne Beziehungskultur in Zweifel zu ziehen.

Oh Mensch tritt ein, die Sorgen lass, schon rollt der Wirt ein neues Fass
Inschrift im Hof des Roten Adler in Kaltern.

Stellen wir uns – zum Glück nur theoretisch – vor, ich wäre heute verheiratet und hätte mein Leben zudem mit Kindern und Karriere zugebracht, wobei Letztere zur Finanzierung der Ersteren herhalten müste. Und nun würde ich Frau und teuren, verzogenen Bratzen Lebewohl sagen – Zweiteren, sofern ich sie überhaupt telefonisch erreiche – und ein paar Tage nach Südtirol fahren, mit einem Freund, um in diesem fortgeschrittenen Alter Pässe und Berge zu erklimmen, wie jenen Penegal und den Mendelpass, die sich wolkenbekrönt vor meinem Hotelzimmer in Kaltern erheben. Hinter mir steht ein sündhaft teures Rennrad, dessen phantastisches Leichtgewicht gar nicht zur körpereigenen und mit einem Leiberl mit absurden Weltmeisterstreifen versehenen Erdenschwere passt, die mich beim Weg nach oben zurückhalten wollen wird.

Es ist leicht vorhersehbar, was man und besonders die Freundinnen der zurückgelassenen Gattin sagen würde: Dass sie sich nichts denken soll, immerhin ist es nur ein Rad, das ich besteige, und nicht die Sekretärin ober die Praktikantin. Dass ich sicher wiederkomme und nicht mit ihrer Yogalehrerin durchbrenne. Dass ich meinen Körper noch natürlich und günstig in Form bringe und sie doch froh sein kann, dass somit genug Geld da ist, damit sie in 10 Jahren, wie das heute üblich wird, aus der angeblich ananasartigen Furchenlandschaft ihres Gesichts wieder einen vorzeigbaren Pfirsich-Melba machen lassen kann, der übercremt und sahnesüss dem Publikum gefallen kann, wenn sich noch jemand mit Photoshop an das Promobild setzt, und der Frisör sich so reinhängt, wie ich das am Penegal tun werde. Kurz, man würde sie beruhigen und meinen, das sei nur eine ganz milde Form der Lebenszweifel, die einen verheirateten Mann in der Lebensmitte zu überkommen belieben.

Denn natürlich kennt jede die grauenvollen Geschichten, die in diesem Alter Männer sonst ihren Frauen antun. Obskure Freizeitaktivitäten auf familienkassenruinierenden Geräten sind da noch das kleinste Übel. Oft genug finden die Männer, dass sie nun genug für die Arterhaltung getan haben, und brennen mit einer Jüngeren durch. Manchmal gründen sie noch einmal Firmen, die nicht laufen, oder wechseln den Beruf und immer, wirklich immer, sind das egomane Handlungen, mit denen sie ihre eigene Person in den Mittelpunkt stellen. Kläglich ist ihr Bild in den Medien anzuschauen, und dieses Schreckgespenst wird gern gezeigt, um Frauen beizubringen, was sie denn sonst noch so alles tun sollten, um den Kerl auf Linie zu bringen.

Bei Frauen ist das natürlich anders. Frauen wollen natürlich keine überteuerten Rennräder und keine jüngeren Lover – Tucholsky sagte einmal sehr weise über sich, er bekäme jede, die er wollte, weil er nur die wollte, die er bekäme, und das nehmen sie sich zu Herzen und nehmen lieber gar nichts, wie ich das ja auch mache. Dafür geht das Engagement dann gern in einen Aktivismus, der wenig kostet und viele Möglichkeiten bringt, sich selbst als gut und richtig darzustellen. Ja Schatz, müsste ich dann sagen und Du hast ja Recht Schatz. Grinsen müsste ich trotzdem in der Einfahrt meines Hotels, wo geschrieben steht „Alter Wein und junge Weiber sind die besten Zeitvertreiber“. Mehr vielleicht als ich es jetzt tue, wo ich doch gar keinen Alkohol trinke und nur zum Radeln hier bin – Südtirol ist zwar das Land, in dem man sich immer dazusetzen und lustige Lieder singen kann, aber es gibt natürlich Grenzen, und im Kern sind die Leute hier recht sittenstreng. Man kann sich mit ihnen die Zeit vertreiben, aber nicht die ehelichen Defizite.

Aber das braucht es auch gar nicht. Denn die wahre Gefahren sind, soweit ich das von den in meinem Alter sehr üblichen Scheidungen mitbekomme, gar nicht die g’schlamperten Verhältnisse oder die Seitensprünge. Oder was sonst immer gern imaginiert wird von jenen Damen, die sich Feministinnen nennen und das eigentümliche Bild des Mannes als immer bereiten Wüstlings im Sinne der victorianischen Epoche haben, ganz so, als lebten wir noch in einem Gesellschaftsroman und nicht in einer überkorrekten Sowohl-Alsauch-Kolumne, die von einer ZEIT-Lektorin abgesegnet wurde. Es könnte, so mag es mir scheinen, eher etwas das Trennende werden, was ich hier am Berg wirklich finde: Die Ruhe. Die Begrenzung auf ein ganz einfaches Leben frei von all den Belastungen, die ein komplexes Konstrukt aus Familie, Karriere, Planung und Vorsorge mit sich bringt. Jeder weiss, dass eine andere Frau auch wieder neue Probleme nach sich ziehen kann, aber so ein Urlaub mit geringen Mitteln und einfachen Zielen wie Ankommen, Essen, Schauen und Weiterfahren könnte mehr das sein, was jene wirklich brauchen, die insgeheim einfach die Schnauze voll haben und gern im Strahl kotzen würden, wenn die nächste Freundin der Gattin ein noch besseres Familienleitbild postuliert.

Natürlich wäre der Wüstling, der Don Giovanni, mit einer anderen, einer Zerlina, insgesamt betrachtet eine schönere Erklärung, wenn es dann auseinander geht. Denn dass jemand versucht, sich zu optimieren, ist allgemein als natürlicher Trieb anerkannt bei Mann und Frau, es passt wieder ganz gut in diese Epoche des Wachstums. Und dann ist da auch noch das beruhigende Gefühl, dass die Gründe woanders zu suchen sind, dass andere mehr geboten haben, hinterhältiger waren, was auch immer – die Gründe jedenfalls werden so externalisiert, wie das heute auch bei Bankenzusammenbrüchen, Softwarefehlern, den Erfolgen der AfD-Honks in Bayern und dem Versagen der Piraten üblich ist. Die Berufung auf externe Gründe ist systemkonform und macht es leichter, nicht bei sich selbst zu suchen, denn wenn da wirklich gar kein alter Wein und kein junges Weib wäre, dann müssten die Gründe in der Beziehung selbst liegen. Wenn schon so etwas Banales wie eine Fahrt den Berg hinauf so eine Entscheidung auslöst, so eine Nichtigkeit, ist es schlimm, sehr schlimm.

Dabei ist es nicht „Nichts“. Es ist sehr viel, gerade in unserer Zeit der konsequenten Überforderung. So ein Pass ist ein einziges, begrenztes Ziel, er ist zumeist machbar, und man sieht an den Strassenpfosten, an den Serpentinen und den Schildern, dass man es langsam erreicht. Man kann auch mal absteigen und warten. Wo ist der Spass darin, sich so zu schinden, fragen mich vor allem Frauen und die Antwort ist, dass es hart ist, heiss und einen an körperliche Grenzen bringt. Aber jeder Pass, das habe ich gelernt, ist irgendwann vorbei und oben ist immer eine Bank und eine Hütte, durch deren Fenster die Schlutzkrapfen gereicht werden, und danach bin ich zufrieden. Wenn ich aber höre, wie die Beziehungen der Moderne im Moment so laufen, dann werde ich den Eindruck nicht los, dass sich nach jeder Steigung der Beziehung gleich eine neue Rampe aufbaut. Und letztlich verlieren sie den Glauben, jemals oben anzukommen und einfach nur dasitzen zu können. Mir geht das am Pass auch immer so, jeden Meter möchte ich umdrehen, aber ich weiss: Er wird sein Ende haben. Und deshalb gebe ich nicht auf. Aber wir leben nun mal auch in einer Realität, in der Frauen bei Twitter fragen, ob sie einen Terrassenbelag von 1936 entfernen lassen sollen, weil ihn die Nazis gelegt haben – wahrscheinlioch würden sie auch die Sprenung des Doms von Siena fordern. Da ist sie dann, die nächste irre Rampe in der Lebensoptimierung: Schatz, der Terrassenboden, das kann so nicht bleiben, habe wir gerade mal 25000 rumliegen?

Am dritten Tag hat es geregnet, und wir sind an den Gardasee gefahren, hinein in die Sonne, ins Licht. Erst am Abend kam der Regen über den See hoch nach Torbole, und auf einer Bank am Ufer sass ein altes Paar und hat einfach zugeschaut, lange und bewegungslos, wie der Wolkenschleier Malcesine, Limone und Tempesta einhüllte. Auch das ist, wie so eine Passauffahrt, nichts von Bedeutung. Es passiert nichts, es ist keine Sensation und es gibt keinen verwertbaren Gewinn, und doch ist dieses Nichts in meinem Augen sehr viel mehr als all die kaputten, kranken Beziehungen meines Umfelds. Eine Freundin hat die letzten Tage mal gesagt, ihre Hoffnung wäre, der Feminismus würde nicht eine höhere Quote an Frauen in die Wirtschaft an wichtige Positionen bringen, sondern vor allem Frauen, die die Wirtschaft menschlicher machen. Ich würde das gerne glauben, aber meine Erfahrung ist eine andere, und wenn ich Recht habe und die Nazisteinbeklagerinnen und runderneuerten Melbas Recht bekommen, wird das Bild am See der Alten, Zufriedenen, Zerfurchten und Gemeinsamen allenfalls die Hoffnung bleiben, und die Entfremdung mitsamt ihrem hohen Preis die Normalität.

HINWEIS:

Ich stehe zur problematischen Software hier und verweise deshalb auf das Kommentarblog für das Kommentieren!

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23 Lesermeinungen

  1. Verwirrend!
    Ich muss ehrlich sagen – von einer nüchternen Vatertagsbetrachtung ist dieser Bloginhalt soweit entfernt , wie die Erde vom Pferdekopfnebel.
    Sie hätten sich eines anderen Themas widmen sollen

    • pascha50
      Charlotte, Sie sind ja mutig!
      Stellen den Sick einfach auf den Kopf und beweisen, dass der todesmutige Genitiv auch den Dativ killen kann…

    • Titel eingeben
      Ach, bei mir geht es immer durcheinander und es sind Brüche drin. Aber das ist weder neu noch ungewöhnlich.

  2. Hmm, Räusper ... jeder wäre doch für sein Umfeld in Grenzen selbst verantwortlich, warum hätte
    also kein anderes? Blieben evtl. die üblichen Antworten: Weil es keines gäbe – oder weil wir heute, evtl. mit Teilen unseres Unterbewussten zumindest, kein anderes wollte … ?

    Oder noch anders: An manchen Frauen oder am weiblichen der Teil der Seelen wäre auch schon mal viel „blingbling“, wäre vieles Kleid, Schmuck, Haartracht, Aussehen, Schönheit, Handschuhe, Haltung, Geschmack, Parfum, Absatz, Unvollendetes – und zwar um zu bekommen, mehr zu sein, zu werden, Hohlraum anzufüllen auch, sich fremdem, stärkeren Sinne ggfls. anzuschmiegen. Männer aber,

    Beschützer der Frauen,
    Spender von Gnade,
    Förderer des Lebens,
    Freude der Kinder,
    Tau der Wiesen,
    Atem der Wälder,
    Vervielfältiger des Rechts,
    Verteidiger der Wahrheit,
    geduldig bei den Armen,
    Hände der Tat,
    Schweiß der Arbeit,
    Erlöser der Unterdrückten,
    Wort der Geschichten,

    wären anders?

    Ein attraktiver Text, jawohl – und so wahr. Aber Enkelkinder bei den beidem bei sich selbst angekommenen am See, die gäbe es überall auch noch. Nur eben nur noch überall woanders, nur nicht mehr hier. Und das wäre schon fast alles.

  3. Oder noch besser Christi Himmelfahrt
    Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.

  4. Frauenquote ist Sexismus und Rassismus gegen Männer, Ausländer, Migranten, Nichtdeutsche und straf
    so wie kriminell. Ich las neulich im Internet das die Frauenquote nicht nur Sexismus gegenüber Männern ist sondern auch noch Rassismus gegenüber anderen Nationen und Völkern ist. Das zeigt sich am besten wenn es darum geht eine Frau und einen Mann einzustellen und jetzt das Beispiel: Eine deutsche Frau und ein Rumäne bewerben sich auf eine Stelle, jetzt wird die Frau eingestellt wegen der Frauenquote und der Rumäne wird damit ganz eindeutig benachteiligt und diskriminiert. Hier kommen gleich zwei Aspekte zusammen Sexismus und Rassismus gegen den Rumänen. Was heißt das? Was schließen wir folgerichtig daraus? Richtig es entweder die Frauenquote wird wieder abgeschafft ODER es müssen noch viele unzählige weitere Quoten für Chefetagen, Führungspositionen, Aufsichtsräte und Vorstände folgen: Männerquote Rumänenquote Tschechenquote Polenquote Ägypterquote Franzosenquote Griechenquote und und und

    ENTWEDER FÜR ALLES UND JEDEN EINE QUOTE ODER GAR KEINE QUOTE FÜR NIEMANDEN!

  5. Titel eingeben
    Ich glaube nicht, dass die zumeist in Universitäten herangezüchteten Verlautbarungsformen eines modernen, mitunter auch extremistischen Feminismus auch nur das allergeringste mit meinen Beziehungen zu tun habe, die ich führe. Es mag sein, dass es in Beziehungen in der Regel so manche Rampe und Durststrecke zu überstehen gilt.

    Das bedeutet aber längst noch nicht, dass eine Beziehung bzw. enge Verbindung nur aus solchen Rampen und Durststrecken aufgebaut wäre, oder aus ständiger Überforderung. Falls doch, taugt sie nichts. Eine gewisse Freude aneinander, miteinander oder am gemeinsamen Tun sollte schon vorhanden sein, und zudem ausreichend Freiräume für den Partner.

    Ich würde sagen, das Schwierigste ist das losfahren. Und sich von der Vorstellung frei machen, „dass es sowieso nichts wird“. Mit ein wenig Training und Durchhaltewillen, mit Freude an der Sache an sich wird es dann schon werden. Meistens. Falls nicht, war es jedenfalls eine schöne Vorbereitung für den nächsten Versuch.

    Insofern unterscheidet sich engagierte Radtouren vielleicht doch nicht so sehr von Beziehungen…

  6. Die Frauen würden es schätzen, wenn die Männer sich nicht als Seismographen ihrer vermeintlichen
    Bedürfnisse und Gefühle verstünden – jedenfalls nicht permanent…

  7. Sinnbild
    Diese zwei älteren Menschen am Gardasee als Sinnbild: Mit Smartphones würden die digitalen Naiven dort längst nicht mehr sitzen (WetterApp), sondern beim Joggen auf Twittermeldungen von Pleti und Kreti schauen und sich messtechnisch ständig auswerten.

    Doch die beiden auf der Bank sind ganz bei Sinnen und Teil(haber) des unmittelbaren Geschehens. Tolles Bild und guter reflektierender Text, werter Don.

  8. Die Hoffnung, dass Frauen die Wirtschaft menschlicher machen
    Diese Hoffnung können heutzutage wirklich nur noch Menschen haben, die noch an den Weihnachtsmann glauben.
    Im übrigen: „Nazisteinbeklagerinnen“ – eine geniale Wortschöpfung ! Lol

  9. Paul Verlaine
    sagte einmal „je voudrais – si ma vie était encore à faire – qu‘ une femme très calme habitât avec moi“.

    Die Vermüllung unserer Welt durch Umtriebigkeit schreitet fort.

  10. Hoffentlich
    Gehen wir nicht einer Zukunft entgegen die an das Elbhochwasser erinnert.

    Die Flüsse wurden doch auch optimiert in enge Flussbette gezwängt, zubetoniert
    und bis an den Rand bebaut, bis die Katastrophe da war.

    Bisher haben wir nur Krisen…

  11. Terrassenbelag
    „… in der Frauen bei Twitter fragen, ob sie einen Terrassenbelag von 1936 entfernen lassen sollen, weil ihn die Nazis gelegt haben …“

    Wie kommen Sie an solche Tweets?

    Die zunehmende moralische Überfeinerung wird uns noch viel Freude bereiten.

    • Es gibt hier leider auch so ein Neofemimimiblog, und eine der Autorinnen jammert über „Nazisteine“. Der Abgrund ist ganz nah.

  12. Paulus sagte
    Paulus sagte, wenn Du unverheiratet bist, bleibe unverheiratet. Das hat er natürlich so verstanden, dass man unverheiratet besser dem Reich Gottes dienen könne und besser das Wort Gottes verbreiten. Wenn das Unverheiratet sein allerdings nur dem eigenen Wohlleben, dem eigenen Sich zu Scharren von Gütern oder dem eigenen Erhalt von Gütern dient, ist es von Übel. Auf alle Fälle bedeutet es ein um sich selbst Kreisen…Ich frage mich, wie sich das im Kern anfühlt… Wahrscheinlich so wie Sie schreiben. Schon ab und zu mal eine leise Sehnsucht verspürt nach der Herzenswärme die ein kleines Kind in Ihnen auslösen kann, das auf Ihren Schoss will, ihr Kind? Und nach dem schönen Dreiklang, das die Mutter aulöst, die lächelt, während Sie das Kind auf Ihrem Schoss halten?
    Die kalte Härte der Einsamkeit,,,, sie führt entweder zu Gott oder in den Wahnsinn. Nietzsche wenn er heute leben würde, er würde Rad fahren, die Pässe hoch.

    • Ich fürchte, ich sass einfach nur auf der Terrasse oben auf dem Mendelpass und sah so viele zufriedene Männer wie selten, und so kam mir die Idee. Wärme? Ich bin eine Kunstfigur. Ich habe nicht mal einen Unterleib und mein Herz ist ein finsteres Loch.

    • Titel eingeben
      Ich will die Weisheiten bzw. lebensfernen Rigiditäten des Sauluspaulus in seinem hochmütigen Konvertitenstolz nicht schlechter machen, als sie sind, aber genauso gut könnte ich mich auch nach den Vorstellungen einer Laura Dornheim (weiblicher Name aus Gründen der Gendergerechtigkeit) richten, die von sich selber glaubt, sie sei ein Eichhörnchen.

      (und weil sie die PIR für weitgehend unbrauchbar, unreformierbar und überhaupt unnötig hält, kandidiert sie neuerdings für den Vorstand – wer spotten wollte, könnte an dieser Stelle von „weiblicher Logik“ sprechen…)

  13. Ach ja, du elendes Weibe..
    .. wie du uns feinfühlige, entrückte und sinnbehaftete Männer aus der Freiheit in die Sklaverei führst.
    Gesellschaftlichkeit und Optimierung von Oberflächlichkeiten als Lebenssinn Tag ein, Tag aus. Der Blick auf das simple, große Ganze verschwimmt voller unterdrückten Wehmutes. Waren wir nicht unsterblich einst.. und nun doch so klein!

    • Ach, so würde ich das gar nicht sehen. Es ist halt, wie es ist: Viele Herausforderungen bringen minimalen Lustgewinn bei maximalem Aufwand, und das hat nun mal Unzufriedengheiten zur Folge. Am Ende steht dann eben eine abnormal hohe Scheidungsrate, und die ist wirklich nicht gut. Also kann man sich doch mal über die Ursachen unterhalten und dass es vielleicht nicht immer die Sekretärin ist, selbst wenn das von Extremistinnen pauschal gern behauptet wird.

  14. eine Frage
    Was mich mal interessiert: wieso müssen Hobby-Rennradfahrer wie Sie, der doch sonst so auf gepflegten Stil steht undsich den auch leisten kann (nicht nur materiell), diese häßlichen „Leiberl“ tragen, sobald sie das geliebte teure Rad besteigen (und nach dem Absteigen sich sogar darin fotografieren lassen)? Sind es wirklich die paar Sekunden, die man nach einigen km schneller ist als wenn man „normale“ Kleidung trüge? Und wieso überhaupt will man so schnell sein?
    Disclosure: Bin Flaneur zu Fuß und meine, ich sehe mehr von der Welt wenn ich nicht immer auf die Straße vor und unter mir schauen muss.

  15. Titel eingeben
    Lieber Don, was für ein schöner Text. Ich hätte fast heulen können. So vieles kommt mir bekannt vor. Und radfahren tu ich selber. Aber so formulieren wie Sie, das ist eine andere Liga. Weiter so!

  16. Vatertag, nüchtern betrachtet, als Vorschlag für alle Tag's.
    Man soll schweigen oder Dinge sagen, die noch besser sind als das Schweigen.
    Pythagoras von Samos

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