Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Humanes Sterben, Einlagern und Kassieren

| 29 Lesermeinungen

Als reichte es nicht, dass wir den Weg allen Fleisches gehen: Jetzt wollen uns Versicherungskonzerne wegen der Pflege auch noch ans Erbe. Ein klarer Fall für profitable Notwehr gegen Erbschleicherei.

Das Leben ist erfreulich. Der Tod ist friedlich. Problematisch ist nur der Übergang.
Isaac Asimov.

So richtig kerngesund schaut der Chef der Gothaer Versicherung auf dem Titel der Zeitung nicht aus. Eher etwas leidend und nicht mehr ganz jung, und er hat einen stressigen Job. Wie schnell kann es bei leitenden Managern gehen, zu viel Aufregung, Ärger und Stress, dann ein Infarkt, und da ist es bislang gut, wenn die solidarische Krankenkasse für die Kosten aufkommt. Allerdings hat der Chef der Gothaer gerade eine Idee, die in diesem Fall deutlich negativ vermögenswirksam wäre, will er doch, dass zukünftige Erben die Pflegekosten des letzten Lebensjahres selbst tragen müssen. Mit dem Vorschlag nämlich kam er auf das Titelblatt. Angesichts der Reichtumsverteilung in diesem bisher durchaus geliebten Lande wäre das bei Pflegefällen neben all dem menschlichen Elend auch noch eine zusätzliche Steuer für Vermögende durch einen staatlich unterstützten Erbschleicher.

Denn dadurch – und die diversen weiteren Massnahmen für Schwerstkranke und die immer steigenden Kosten – kommt mittelfristig schnell ein mittlerer, fünfstelliger Betrag heraus, und je schlimmer das Gebrechen, desto übler nachher auch noch die Rechnung. Ganz offensichtlich wird hier die Solidargemeinschaft aufgekündigt, wie das auch sonst bei Pflege und Hartz IV nicht unüblich ist: Denn dort wird nur dem voll gegeben, der nichts hat; wer dagegen besitzt, muss erst mal teilweise sein Vermögen abbauen, um den Staat zu entlasten. Eigentlich sind Versicherungen ja dazu da, dass die Lasten und Unwägbarkeiten des Schicksals auf alle Schultern verteilt werden – jetzt jedoch scheint es so, als würde man in einer Art russischen Pflegeroulette die Besitzenden sich selbst überlassen.

Nun komme ich aus einer Familie, deren alte Mitglieder stets das Verlangen hatten, wenigstens noch einen 1. Tag des Monats und in dessen Folge noch einen vollen Monat Rente zu erleben, und die auf diese Art und Weise steinalt werden. Gerüchteweise wartete man in einem Fall sogar mal zwei Tage, bis man den Arzt rief, aber das ist nur eine Legende und interessanter finde ich ja die Frage, wie wohl die kommenden Erben des Gothaer-Chefs einmal rechnen werden. Es könnte ja auch sein, dass man angesichts drastisch steigender Pflegekosten die Älteren dazu bewegt, in die Schweiz zu fahren, wo es zwar kein richtiges Steuergeheimnis mehr gibt, aber lebensverkürzende Pillen. Früher war das eine ethische Frage, aber so bekommt sie durchaus eine ökonomische Komponente. Gar nicht auszurechnen, was es bedeutete, wenn die Ärzte hier noch eine Herz-OP und da noch eine Reha verschrieben, und dann käme der Tod… wegen 50.000 Euro haben sich schon ganze Clans über das Erben zerstritten, da ist die Frage des passenden Todeszeitpunkts und seine kostenmindernde Herbeiführung eine lässliche, wenngleich nicht ganz schöne Sünde. Schuld daran jedoch wäre der Chef der Gothaer und seine erbschleicherische Vorstellung vom Bezahlen des toten Fleisches.

Regelmässige Leser dieses Blogs wissen natürlich, dass wir es von Staat und Organisationen gar nicht anders kennen, und nicht umsonst lauteten zwei Prämissen meines gewitzten, mal jagenden und mal wildern zufälligerweise Hirsche anfahrenden Grossvaters:

1. Die nehmen uns alles. Und daraus leitet sich ab
2. Man muss den Staat bescheissen, wo man nur kann.

Der erste Punkt droht gerade einzutreten. und ich habe keinen Zweifel, dass dessen Zielrichtung gegen die vermögenden Kreise einer materiell und geistig armen Mehrheit gefallen könnte, die dann vermutlich im zweiten Schritt ebenfalls zur Kasse gebeten wird, zwecks Gerechtigkeit, aber das ahnen sie noch nicht. Der zweite Punkt kam mir in den Sinn, als ich die Schlagzeile sah, denn da war ich gerade auf dem Weg zum Francesco und hatte mit Freuden gesehen, dass sie Trüffelravioli hatten, und das heisst, dass eine besonders gute, vegetarische Auwahl möglich gewesen ist.

Vegetarisch → Kein Tier wird geschlachtet → Kein Fleisch muss zwischengelagert werden → freie Kapazitäten in Kühlhäusern. Der Trend zum fleischlosen Leben hat nun einmal zur Folge, dass Metzgereien sterben, Menschen bewusster leben und Infrastruktur für den überzogenen Verzehr tierischer Produkte nicht mehr benötigt wird. Lagerkapazitäten jedenfalls sind günstig zu bekommen und wie wir von den Gammelfleischskandalen wissen, fragt da auch keiner vor Ort besonders nach, was man da einlagert.

Und da habe ich eine Geschäftsidee, die zwar ethisch ein wenig fragwürdig, ja vielleicht sogar etwas pietätlos ist, aber strafrechtlich auch nicht schlimmer als Cum Ex Geschäfte ist und zudem juristisches Neuland betritt, wo, solange es keiner merkt, kein Kläger und kein Richter sein wird. Sie erinnern sich ja, dass in meiner Familie angeblich eine Leiche zwei Tage aufbewahrt wurde, um an die Rente für den nächsten Monat zu gelangen… das konnte man früher eventuell im Winter mal machen, wenn der Arzt ein Auge zudrückte. Aber wenn die Neuregelung mit dem staatlich legitimierten Raub der Erbschaft kommt, dann bietet es sich an, das im grossen Stil aufzuziehen. Im Prinzip ist die Sache ganz einfach: Vor dem Tod nimmt man den Angehörigen nach Hause. Ist es dann so weit, ruft man nicht den Arzt, sondern die Humanes Sterben, Einlagern und Kassieren HSEK Ltd. mit Sitz auf einer Kanalinsel. Wir mieten irgendwo im Osten Deutschlands zu günstigen Konditionen ein Kühlhaus an, bestücken es mit ortsüblichen, staatlich geförderten Arbeitnehmern – vom früheren Grand Hotel Heiligendamm lernen heisst siegen lernen, und im Prinzip bieten wir auch so eine Art Hotel für ruhige Gäste – und lagern dort die Verblichenen für ein Jahr schockgefrostet ein. Danach werden sie aufgetaut und ganz frisch in Begleitung eines Arztes, der einen ebenso frischen Totenschein ausstellt, zur Bestattung angeliefert.

In diesem Jahr fallen natürlich weiter Rentenansprüche an, und zugleich Null Pflegekosten – das heisst, das Erbe kommt ungeschmälert an. Es gibt hierzulande gut 8 Millionen zumeist ältere Reiche, die davon betroffen sein könnten, die meisten haben gute Renten, mehr als die Hälfte wird am Lebensende pflegebedürftig… sagen wir mal, in den nächsten 20 Jahren betrifft es konservativ geschätzt 4 Millionen Menschen mal (50.0000 Erbschaftsersparnis + 30.000 Pension/Rente) = 320 Milliarden Euro. Selbst wenn nur eine Million bei meiner Geschäftsidee mitmacht, bleiben immer noch 80 Milliarden Mehreinnahmen für die unterdrückten Vermögenden. Und wenn wir für unsere Dienstleistung 10% der Profite nehmen, bleiben über 20 Jahre 8 Milliarden Einnahmen für die kleine, steuerlich fit gemachte Ltd. auf der Kanalinsel übrig. Gestorben wird bekanntlich immer, und wie Politiker selbst über Sonderabgaben denken, sah man bei der Zweitwohnungssteuer. Auch die können profitieren! Wir werden die Übergabe des Angehörigen so gestalten, dass es immer eine gute Ausrede gibt, man habe da etwas übersehen oder nicht verstanden. Was kostet wohl so ein Kühlhaus mit Jahreskapazität für 50.000 Leichen? Ein Körper nimmt verpackt und aufgehängt 0,3m³ Raum ein, mal 50.000 ist das ein bescheidener Bedarf von 15.000m³. Peanuts!

Es war äusserst nett mit Ihnen, hier bei der FAZ, es hat mir sehr viel Spass gemacht, ich bedanke mich sehr für die Aufmerksamkeit. Ein paar rechtliche Fragen und verschachtelte GmbHs (etwa „Ost-Gothaer Einlagerungs uG“, „Eine Allianz fürs Sterben Ltd.“) werde ich noch klären und gründen müssen, aber wenn demnächst bei Startnext eine unscheinbare HSEK Ltd. um Ihre Hilfe beim Kauf eines Kühlhauses in Mecklenburg-Vorpommern bittet, dann wissen Sie: Es lohnt sich. Und ich gehe einer anderen Beschäftigung zu Ihren Gunsten nach. Vielleicht wollen Sie ja ein paar Aktien bei Versicherungskonzernen jetzt loswerden und in die Zukunft der Pflege investieren, die an der Kostenschraube dreht und den Gewinnhahn eifrig sprudeln lässt. Denn die Gothaer möchte den Staat dazu bringen, ihre Gewinne steigen zu lassen, und ich helfe Ihnen, das gleiche zu tun. Ich sehe da kein Unrecht, und ich werde dafür auch nur 100% Biostrom verwenden. Alles für die Umwelt, und die Erhaltung Ihres Clanvermögens.

HINWEIS:

Und natürlich auch alles für die Kommentatoren im Kommentarblog.

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29 Lesermeinungen

  1. Versicherungen, Versicherungsmathematik, Profite und Schamlosigkeit
    Super Geschäftsidee, in unserer schönen neuen Welt eventuell machbar. Ansonsten mein Beitrag dazu: Man sieht deutlich, dass Versicherungen sich immer mehr von ihren Aufgaben entfernen, vor allem die staatlichen „Versicherungen“ sind gar keine mehr, sie sind nur noch Umverteilungsmaschinen. Mit Versicherungsmathematik und der mathematisch berechneten Eintrittswahrsheinlichkeit eines Ereignisses hat das alles nichts mehr zu tun. Seit Jahren steigt zum Beispiel meine KFZ-Versicherung! Warum? Weil anscheinend jedes Jahr die Typklassen geändert werden usw.
    Ich habe exakt drei Versicherungen: Hausrat, Haftpflicht, KFZ. Der gesamte Rest dient in der Regel nur dazu, die Herren der Gothaer, Allianz usw reicher zu machen. Eine gute Idee: Aktien der Münchner Rück sowie Allianz kaufen und über Dividenden profitieren. Und ansonsten auch mal Risiken eingehen und sich fragen, wie groß die Wahrscheinlichkeit einer Berufsunfähigkeit wirklich ist?!?
    Die Schamlosigkeit, mit der man uns ans Vermögen will, ist inzwischen beispielhaft. Das gesamte System ist verrottet, siehe EZB-Politik…

    Ich wünsche allen ein schönes Pfingstwochenende!!

    • Titel eingeben
      Naja, der Pflegeversicherung entgeht man ja bekanntlich nicht, aber da steigen auch die Kosten. Das Perverse ist, dass zwischen manchen Stufen zwar die Kosten steigen, aber nicht zwingend die Leistungen. Wirklich gute Heime fangen bei 3500 im Monat an, am Tegernsee zahlt man aber auch schnell das Doppelte Und das Kalkül der Versicherungen ist klar: Holen wir es uns bei denen, die es haben. So wird dann aus einer demenzerkrankung für die Verischerung doch noch ein Geschäft.

    • Als Angestellter...
      …kann man sich ja auch nicht wehren, denn diese Versicherungen sind ja quasi eine Quellensteuer. Demenzerkrankungen soll es angeblich auch nicht geben, eine Erfindung der Pharmaindustrie. Der Weg zurück aus diesen Systemen geht wohl nur über Großfamilien, aber niemand hat den Mut, sich wenn überhaupt mehr als ein zwei Kinder zuzumuten. Wir müssen dem Staat, der Industrie und sonstigen Ganoven einfach absagen und unser Leben leben, nicht nur als Verbraucher(!) konsumieren.
      Ein guter Freund sagt das seit 10-15 Jahren: Es wird dort geholt, wo was zu holen ist. Wer heute lebt und prasst, der macht evtl alles richtig…..

    • Am Ende wird das in eine debatte münden, wie lange man Leben eigentlich erhalten will und zu welchem Preis. Machbar ist viel, bezahlbar nicht. Das wird noch bitter…

    • Hoffentlich wird das eine Debatte,
      Text eingeben

    • eine zuviel.
      Auch „Hausrat“ ist schon zuviel.
      Ich hab‘ neben der Krankenversicherung nur „Haftpflicht“ und die war ich mal gesetzlich gezwungen, abzuschließen. Ich nahm die billigste.

  2. Titel eingeben
    einfach nur gut – so köstlich gelacht – danke

  3. Genial!
    Sehr gute Idee. Gibt es schon Visitenkarten?

  4. Aufkündigung der Solidarität für Vermögende? Schon mal was von Beitragsbemessungsgrenze
    gehört, vielleicht? Solange extra für Einkommensstarke und Vermögende die Solidarität bei allem oberhalb von 48.000 Euro/Jahr komplett eingestellt wird, hält sich mein Mitleid in wirklich ganz engen Grenzen. Von der meist genutzten Möglichkeit, die gesetzliche Krankenversicherung als Solidargemeinschaft vollständig zu verlassen, gar nicht zu reden.

    Wer die Solidar- und Sozialgemeinschaft vollständig von Familien- oder gar persönlicher Vermögenshaftung befreien will, der muss saftige Steuererhöhungen wollen und politisch durchsetzen. Das aber dürfte insbesondere in Dons Kreisen die Haltung nur noch stärker befördern, den Staat zu bescheissen, wo man kann. Klar machen das die meisten (yep!), aber nur bei den oberen 1% deutscher Einkommensbezieher und Vermögensbesitzer fühlt man sich dabei auch noch uneingeschränkt im Recht.

    Gruss,
    Thorsten Haupts, selbst Besserverdiener

    • Wer wie der DON Italien liebt, der kann den Folgetext nur bejahen
      Wer den Staat nicht betrügt, bestiehlt seine Kinder. Darum ist der beste Rat, seine Kinder gut zu erziehen und das heißt sich um sie zu kümmern, und ihnen rechtzeitig alles zu überschreiben. Auch das kann selbstverständlich schief gehen, aber im Leben gibt es nun mal keine Garantien

    • Sie sind doch sehr vielschichtig, Herr Haupts Es gibt genug Umverteilung
      Ich bin privat versichert und habe Mutter und Schwiegervater als freiwillig in der gesetzlichen Versicherte zum Vergleich. Daher bin ich parteiisch und rufe nach einer Wiederherstellung des Gedankens „versicherung“

      Heute wird jeder gleich versorgt, zu sehr unterschiedlichen Kosten. Versicherung sollte das unkalkulierbare Risiko auf viele Schulden verteilen. Versicherung muß nicht Solidarität im Sinn Umverteilung bedeuten. Die Umverteilung wird im Steuersystem hinreichend ausgeübt.
      Die Beiträge des Angestellten mit „Krankensteuer“ auch auf geldwerten Vorteil wie Dienstwagen treibt die Abgaben des 4.000 Euroverdieners auf über 60% jedes zusätzlich verdienten Euros.
      Der „freiwillig gesetzlich Versicherte“ zahlt auch auf Mieteinnahmen oder Zinsen Krankenversicherungsbeiträge.

      Was ich mir wünsche, ist eine Wahlmöglichkeit, welche Risiken ich versichern will.
      Was ich mir auch wünsche ist die Entnahme der Abtreibung und der künstlichen Befruchtung aus dem Leistungskatalog.

  5. Generation Rente:
    Reif für die Pflege, nachdem Staat und Versicherungen fertig mit einem sind.
    Danach apatitlich.

    L’inverno
    „Nel mezzo del cammin di nostra vita
    mi ritrovai per una selva oscura
    ché la diritta via era smarrita.

    Ahi quanto a dir qual era µe cosa dura
    esta selva selvaggia e aspra e forte
    che nel pensier rinova la paura!“…

    Schwester Stephanie als Beatrice?
    Weshalb eigtl nicht?

  6. Wenn der Herr der Versicherung sich mit seiner Idee durchsetzt ....
    …. werden die Weihnachtsfeiertage in mancher Familie sicher heimlich in die erste Januarwoche geschoben. Anmerkung: Nach meiner Beobachtung verabschieden sich viele gerne um die Weihnachtsfeiertage auf ewig.

    PS: Werter Don, sehr schön schwarzhumoriger Text.

  7. Die Gothaer
    Ist doch eine private Versicherung.
    Es nervt, wenn dauernd gesetzliche Versicherte und private in einem Topf geschmissen werden
    und umgekehrt Finanzierungsmodelle der Privatwirtschaft auf z.B. die umlagefinanzierte Rente.

    Überall nur noch Kraut&Rüben.
    Wo sind die, denen sowas nützt ?

  8. Zitat: 2 Wahrheiten können sich nicht widersprechen.
    Ein reicher Mann ist oft nur ein armer Mann mit sehr viel Geld.
    Aristoteles Onassis

    Was der liebe Gott vom Gelde hält, kann man an den Leuten sehen, denen er es gibt.
    Peter Bamm

    …allerdings weiß ich nicht, ob auch nur eins der oberen beiden Zitate wahr ist.
    Ich bin einer der wenigen Reichen, der arm an Geld ist, versicherungsbedingt.

  9. Biostrom?
    Geehrter Don, sind Sie in Ostwestfalen zuhause bei diesen Geschäftsmodellen?

    Ich weiß jetzt nicht genau, wie hoch der Brennwert eines (gefrorenen und aufgetauten) Kadavers ist, anzuraten wäre allerdings ein BHKW, da wind- und sonnenunabhängig, um hier Strom für Zwischenlagerung im Kühlhaus kostengünstig und langfristig sicherzustellen. Für entsprechende Befeuerung ist ja gemäß demograhischer Entwickelung……………..Das BHKW stellte auch die nötige Wärme zur Verfügung für das nötige regelmäßige Reinigen der Kühlräume mit Heißwasserkärcher.

  10. Da war wohl einer nicht ganz bei Troste oder sontswie teilabwesend oder wollte sich nun eindlich
    ganz aus der angeblich guten Gesellschaft katapultieren, zu der er aber eh noch nie wirklich gehört hätte?

    So Erzählungen und Erwägungen ließe man evtl. privat noch einer Feurzangenbowle von Pennälern im geschützen Kreis elterlicher Unterkünfte durchgehen – aber Erwachsene öffentlich und heute und in der FAZ?

    A propos, wie wäre es, wenn schon, denn schon, gleich mit „im Osten der Ukraine“? Da wäre alles bestimmt noch viel billiger – und gute und geschmackvolle Business-Ideen werden da demnächst doch sicherlich Konjunktur suchen, sobald erst einmal wieder etwas mehr aufgeräumt wäre?

    Er könnte sich ein Pappplakat machen lassen, darauf stünde „unter Niveau von S.P.A.N.“ – aber natürlich nur in kyrillisch. Bißchen Diskretion müsste immer noch sein. Die neuen Bretter, die unsere ganze Welt bedeuten.

  11. Titel eingeben
    Die Pflegeversicherung für viele ist nichts weiter als ein Versicherung zur Erhaltung ihrer Fähigkeit etwas zu vererben und finanziert wird diese Versicherung durch eine Steuer auf Arbeit. Da ist es nur sinnvoll und vor allem gerecht, die Profiteure dieses Systems, nämlich die Erben auch zur Finanzierung dieser Versicherung heranzuziehen.

  12. Kranken - und Pflegekosten
    Krankheitskosten werden im Gegensatz zu Pflegekosten von Ihrer Krankenversicherung übernommen. Hierfür zuständig ist die gesetzliche Krankenversicherung, oder die von Ihnen wahrscheinlich, aufgrund nicht vorhandener Familie und Kindern, bevorzugte private Krankenversicherung. Für die Pflege existiert in Deutschland jedoch eine eigens eingeführte Pflegeversicherung, die die Kosten der Pflege eingeteilt in Pflegestufen übernimmt. Der monatliche Betrag ist somit gedeckelt und was darüber hinausgeht, muss ohnehin privat dazugezahlt werden.
    Gerade die Krankenkosten des letzten Lebensjahres dürften die Pflegekosten somit bei vielen Menschen deutlich übersteigen. In einer Gesellschaft mit auf der Spitze stehender Alterspyramide, in der die Menschen zunehmend älter werden und länger auf die Versorgung durch die Versicherungen angewiesen sind, ein kaum zu lösendes Problem.
    Bezüglich des von Ihnen ersonnenen Geschäftsmodells würde ich mir noch überlegen, ob nicht auch der Einbezug „regenerativer Energien“ für das Kühlhaus im Zusammenhang mit einmaligen Zuschüssen der KFW – Bank eines in Frage kommenden Programms zur zusätzlichen Einsparung von Energie durch Dämmung von Aussenbauteilen die Bilanz noch etwas weiter aufhübschen könnte. Der einmalige Zuschuss wäre aufgrund der ohnehin niedrigen Zinsen momentan vorzuziehen, auch vor dem Hintergrund, dass das Geschäftsmodell nicht mehr sehr lange laufen dürfte.

  13. Wieso
    glauben die Mittelschichtler eigentlich, dass sie und ihre Nachkommen Anspruch auf
    eine ‚auskömmliche‘ Vergütung ihrer Erwerbsleistung als auch auf eine gute Verzinsung
    ihres angesammelten Sparvermögens haben.

    Welche Form der Wirtschaft kann das leisten?

    Dafür sind es doch viel zu viele.
    In den früheren Volkswirtschaften war auch die Mittelschicht überschaubar.

  14. @Vroni
    Wenn Sie an den herrschenden Strukturen wirklich etwas ändern wollen,
    Finden Sie einen Weg die 1000 People, welche die Demoskopen für ihre
    Dienste benötigen, zum schweigen zu bringen.
    Dann dreht der Regierungs- und Medienzirkus leer.

    • Natürlich
      kann man sich selbst eines Kommentars enthalten, wenn aus den medialen Schützengräben
      scharf auf die Leser geschossen wird.
      z.B. Julia Encke heute auf Faznet.

    • 1000 People
      Die 1000 People werden nicht mal gebraucht für die Dienste/ „Analysen“.

  15. OT
    „Der Wolf liest Gratian und Verne“

    D.A. Ich entnehme Ihrem Beitrag, dass Herr Schirrmacher in seinem Anliegen
    ein einsamer Mensch gewesen sein muß – ohne Konterpart auf Augenhöhe –
    den ‚Karren‘ allein ziehen mußte, wenn er etwas erreichen wollte.

    In einer Gesellschaft, die sich in der ‚Dienstleistung‘ eingerichtet hat, eine
    fatale Kombination.

  16. Pingback: Völker hört die Choräle | Stützen der Gesellschaft

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