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Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Völker hört die Choräle

| 40 Lesermeinungen

Zurück in die gute, alte Zeit, als alles noch seine Ordnung hatte: Fronleichnamsprozessionen in Bayern haben eine grosse Vergangenheit und Tradition - und ein Mobilisierungsproblem.

Er hätte längst wieder Nachts um 3 Uhr eine dieser typischen, freundlich-drängelnden Mails geschickt, was los ist und wo der nächste Text bleibt, und er hätte natürlich, wie immer, damit recht gehabt. Aber diesmal ist das Schreiben unendlich schwer. Ich finde übrigens, Minimum ist sein bestes Buch und deshalb:

Man könnte fast glauben, die Familie R. müsste ideale Partner für andere alteingesessene Familien der Stadt hervorbringen, zumal, wenn beide Clans ihre Position dem gleichen, einträglichen Handwerk verdanken. Aber wie es nun mal so ist, die einen gingen am Sonntag mit Freunden auf die Jagd und die anderen in die Kirche. Und weil man von den gleichen Lieferanten abhängig war, und ein halbes Reh in schlechten Zeiten Türen öffnet, die vor religiösen Ermahnungen wie „Du sollst nicht mir der Magd P. ein g’schlampertes Verhältnis haben“ verschlossen bleiben – weil nun also die Charaktere der Familien so unterschiedlich waren, konnte es nicht ausbleiben, dass die R.s unten am Fluss unter sich blieben, und wir oben bei der ehemaligen Universität.

Solche alten Geschichten jedoch erzählt man Kindern nicht, und das jüngste Mitglied der Familie R fand ich ganz von alleine wenig erbaulich, als wir das Pech hatten, eine Weile in der gleichen Klasse zu sein. Erzählte ich meiner Grossmutter von der sehr religiösen Streberin, erzählte sie mir dann doch all die Geschichten von den fragwürdigen, bigotten und klassenübergreifenden Liebschaften, die Sie, liebe Leser, nichts angehen, weil erstens wäre das nicht gut für den Ruf unserer angesehenen Stadt und zweitens gehört das hier auch nicht her, denn ich hatte natürlich gar nichts mit der jüngsten R. zu schaffen. Die R. jedenfalls war unter ständiger Kontrolle und wer auch nur das harmloseste Vergnügen mit ihr teilen wollte, musste erst den Test der Eltern bestehen. Bei mir hätten sie vermutlich sofort gewusst, woher ich komme und wie damals mein Opa nach zu viel Schnaps an Silvester mit dem Gewehr also ach so jedenfalls war ich damals nicht die Zielgruppe und jener linkische Junge, der sie dann wollte und mangels Alternativen auch bekam, musste wahrhaftig als Leumund den Priester seiner Gemeinde heranbringen. Immerhin hat er sie so vor klösterlichen Flausen bewahrt und für den Weiterbestand der R.s gesorgt.

Das ist jetzt ein Viertel Jahrhundert her und seit ein paar Monaten lese ich auf dem Twitteraccount ihrer ältesten Tochter mit, wie schlecht sie das Männerangebot von OkCupid an ihrem Studienort findet.

Aber natürlich lebt der Glaube weiter und ihre Familie geht mit, wenn der Fronleichnamszug durch die Altstadt führt. Er erweist auch meinem Haus Referenz, denn es spielt in der Geschichte der Gegenreformation eine historisch bedeutende Rolle, und Fronleichnam ist nun mal das Fest, das wie kein zweites den Unterschied zwischen Katholiken und Ketzern den Konfessionen herausstellt. Erfunden wurde es erst im hohen Mittelalter. Luther hasste es, während der Aufklärung wurde es energisch auch vom Staat bekämpft, aber inzwischen gehören diese Züge wieder zur Normalität, gerade in dieser Stadt, die für sich schon ein Symbol des einzig wahren Glaubens war. Hier hat man den Schweden widerstanden, dem Gustav Adolf das Pferd unter dem Hintern weggeschossen und ausgestopft, weshalb alle Schulkinder ins Stadtmuseum müssen, um dort anhand des Gauls zu lernen, was für Verteidiger des Glaubens wir damals gewesen sind, kein Lutheranerkind war vor Katholischmachung sicher – was? Kllngt nach Isis? Irak? Boko Haram, meinen Sie?

Aber nein. So, wie sich in den 25 Jahren zwischen der Elternvorstellung bei den R.s und den Klagen über die Partnerqualität beim Dating viel geändert hat, hat sich auch hier in der Stadt einiges getan. Allein schon der Klang, wenn sie die Strasse herunterziehen: Man hört es nur wegen der Lautsprecher. Sie brauchen Lautsprecher, um sich in der Stadt Gehör zu verschaffen, sie brauchen sie für die Kommunikation in ihrer Gruppe, und das klingt dann gar nicht mehr eindrucksvoll oder überzeugend, sondern wie ein Notbehelf. Volle Überzeugung klingt anders. Und es steht auch niemand an der Strasse und schliesst sich an, der Aufzug findet, wenn man so will, unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Früher war es üblich, lebende Bilder mitzuführen, und den Zug mit Vertretern aller Schichten und Zünfte zu begleiten. Es war einer dieser einigenden Anlässe, die wirklich alle Rechtgläubigen umfassten. Heute marschieren mit: Die Fahnenträger der Kolpinggemeinde, des Bauernbundes, die Reservisten und die katholische Burschenschaft. Und alte Leute. Viele alte Leute und Ministrantinnen, um die man auch hier nicht mehr herumkommt, weil der männliche Nachwuchs fehlt. Zwischen den Fahnen erheben sich die Lautsprecher in die Höhe, und den Teilnehmern wird angesagt, was man jetzt zu singen habe. In der Mitte ist immer noch die Monstranz mit der Hostie unter dem Baldachin, aber an den Rändern ist vieles weggebrochen.

Daheim am Tegernsee ist es übrigens noch anders. Das ist ein Dorf, und da geht man auch nicht so leger in Alltagskleidung hin. Dort kommen sie alle in Tracht, und weil das prächtig aussieht, vor den Bergen und vor dem See, alle in der besten Kleidung und herausgeputzt und mit vielen Blumen, ist es inzwischen eine Attraktion für jene Münchner, die am Abend den Stau auf der Autobahn verursachen werden. Aber hier in der Altstadt bleiben sie unter sich und singen ihre Lieder eher leise, so, als wollten sie gar nicht stören und wären froh, bald in der Kirche zu sein, wo sie wieder unter sich sind, mit Mauern aussenrum, und nicht in einer ausgestorbenen Stadt entlang der Mauern von ehemaligen Kirchengebäuden ziehen müssen, von denen eines heute ein Sterbekloster ist.

Zufälligerweise habe ich davor noch das Te Deum von Charpentier gehört, das, vorsichtig gesagt, ganz anders aufträgt und mit seinen Trommeln und Bläsern unmissverständlich den weltbeherrschenden Anspruch der Veranstaltung dokumentiert. So war dieser Umzug wohl gedacht, so würde er auch zu meinem Haus passen, auf dem eine die Schlange des Unglaubens zertretende Madonna im Strahlenkranz vom ideologischen und militärischen Sieg kündet. Und während dort unten zwischen den Hauswänden die Megaphone unschön klingen, wünscht man mir im Internet einen schönen Feiertag. Es tun dies die Konservativen in der CSU, die sich zusammengeschlossen haben, um die Partei wieder auf den richtigen Weg zu bringen, konservativer, christlicher, gläubiger. Ob sie wohl wissen, was ihre Enkelinnen im Internet so tun?

Weiter geht der Zug, biegt an der Ecke ab und wendet sich der Asamkirche zu, während hinten immer noch Nachzügler kommen: Kinder, die gespielt haben, alte, gebrechliche Frauen, die gestützt auf den Rollator ihre liebe Not mit dem Kopfsteinpflaster und der Hitze des Sommertags haben, und danach der Sanitäter, falls etwas passieren sollte, denn man weiss ja nie. Die R. habe ich auch gesehen, und der Mann war auch dabei. Sie sah damals nicht wirklich jung aus, sondern eher streng, und so ist es geblieben. Oder es wirkt nur so alterslos, denn sie ist hier eine der Jüngsten.

In Berlin, so hat man mir erzählt, gibt es spezielle Aufzüge für das ungeborene Leben, und da stehen dann freche Leute daneben und singen „Eure Kinder werden so wie wir“. Das kann schon sein, aber ich denke, die Erfahrung muss man ihnen selbst überlassen. Vermutlich wissen sie es, aber sie hängen nun mal an den Traditionen, und ich weiss nicht, warum ich der letzten alten Frau, die vor dem Sanitäter herschwankt, nicht mit dem gleichen Respekt wie jedem anderen begegnen soll. Wenn es einmal um die weisse Hochzeit gehen wird, werden all die Töchter für ein paar Tage wieder zum wahren Glauben zurückkehren, der hier so verzweifelt von den Verbleibenden hochgehalten wird, und die Unerbittlichkeit, mit der die Räder über das Pflaster klappern, heute und morgen früh dann wieder zur Messe, tut in unserer Gesellschaft keinem mehr weh. Ein jeder kann seiner Wege gehen, ob nun zur Prozession oder zum Festival, und kommen wird es, wie es kommt. Die einen werden marschieren und singen, und die anderen arbeiten am Feiertag, und am kommenden Sonntag wird in der Kirche, in der sie feiern, wieder ein säkulares Konzert gegeben: Dort treffen wir uns dann wieder alle und einigen uns auf den kleinsten, gemeinsamen Mozartnenner unserer traditionellen Werte, während die Tochter der R. weit weg Bestandteil einer langen Liste irgendeines Don Giovannis wird, den sie letztlich doch im Internet gefunden hat, denn vuol d’estate la magrotta.

HINWEIS:

Wie immer findet sich dieser Beitrag auch im Kommentarblog für leichteres Debattieren.

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40 Lesermeinungen

  1. Danke,
    Für den Hinweis auf Herrn Schirrmachers Buch Minimum.

    Das kannte ich nicht.
    Das was beklagt wird nennt man wohl ‚marktkonformen Verhalten‘.

    Erinnert an die Geschichte, die über irische Bauern erzählt wird:
    Nachdem diese für sich den Kartoffelanbau entdeckt hatten, waren sie für eine größere
    Kinderzahl empfänglich. Sie konnten sich bei der Ernte nützlich machen.

    Im Hier und Heute kann man erleben, das – erwachsene – Kinder aus stockkatholischen
    Elternhäusern aus der RKK austreten sind, aus Protest gegen das mit harter Hand durchgesetzte
    Fruchtbarkeitsideal auf den Philippinen.
    Das Ergebnis ist bekannt, reichlich ‚Frischfleisch‘ für die globalen Sklavenhändler.

    • Man weiss es halt vorher nicht, wie es endet, aber die RKK in Irland ist für mich ein Grund, dort nicht hinzufahren,

  2. Zitat
    Tradition ist eine Laterne, der Dumme hält sich an ihr fest, dem Klugen leuchtet sie den Weg.
    George Bernard Shaw

    • So einfah würde ich das nicht sagen, die Traditionen haben ja oftmals ihren guten grund – und in Zeiten ohne Sozialversicherung waren sie hilfreich für alle.

  3. Titel eingeben
    Oh, am Ende ist es ein sehr schöner und auch hübsch komponierter Toleranzchoral geworden. Alle Achtung!

    • Danke, gern geschehen (wenngleich manches nur Zufall ist, die Reaktionären der CSU sah ich erst, als der Beitrag schon fast fertig war).

  4. "Er erweist auch meinem Haus Referenz"
    korrekturen de/beliebte_fehler/Referenz shtml

  5. einige Jahre lang
    einige Jahre lang hab ich hier in der Vorstadt die kleinen Prozessionen, – alte Frauen, Kroaten, Südamerikaner, – vom Fenster aus beobachtet. Als Blütenblätter streuendes Mäderl war ich mal selbst in einer Prozession mitgegangen und heute hab ich mich zur Pestsäule am Graben gestellt, die Chargierten und die Musikanten betrachtet und unserm Kardinal zugehört. Manchmal hat die Kirche eben doch recht;

    • Aha
      Das ist eine Weisheit die mir zu denken gibt. Wo hat sie denn recht? Und welche Kirche ist gemeint? Doch sicherlich nicht die katholische, oder etwa doch? In ihren Dogmen unterscheidet sie sich doch kaum von dem Gedankengut des Koran. Der einzige Unterschied ist halt dass man die kirchliche Gewalt gegen andersdenkende schon vor langer Zeit aufgegeben hat.
      Ich glaube nicht dass man hier mit Einzelbeispielen kommen muss, aber allein die Tatsache dasss die kath. Kirche nach dem 2. WK Massenmoerdern die Flucht nach Suedamerika ermoeglicht hat, bringt mich zum k…
      War es nur deswegen dass man ueberwiegend Juden umgebracht hat oder Slawen bzw. Russen aus kommunistischen Laendern?

      Manchmal mag die Kirche recht haben, aber meisstens nicht.

    • Titel eingeben
      Niemand hat immer nur unrecht. Mein Bauchgefühl ist allerdings bei allen Massenveranstaltungen, bei denen Menschen Fahnen folgen, eher seltsam. Und früher führte speziell dieses Fest in gemischten Gemeinden Frankens immer wieder zu Auseinandersetzungen – und bitte, das ist gerade mal 100 Jahre her. Fuhr man etwa mit der Eisenbahn nach Fürth, wurde man teilweise dumm angeredet.

  6. manchmal hat die Kirche eben doch recht,
    Text eingeben

  7. manchmal hat die Kirche eben doch recht,
    etwa in ihrer Ablehnung der Sterbehilfe. Im letzten Jahr war ich mit einer Frau, die noch gar nicht sehr alt war und die trotz einer schweren Erkrankung ja eigentlich leben wollte, in Berührung geraten, die furchtbar rational und unter dem Beifall ebenso rationaler Ratgeber Kontakt zu einer Sterbehilfeorganisation gesucht hatte. Der Tod der andern ist die letzte Überprüfung unseres Anstands – besser kann ichs leider nicht sagen.

    • Es wird Sie nicht überraschen,
      dass ich da ganz anderer Meinung bin. Ich lasse mir von niemandem vorschreiben, wann und wie ich zu sterben habe. Und würde auch gesetzlich anderslautende Regelungen guten Gewissens ignorieren- niemand, absolut niemand hat irgendein irgendwoher ableitbares Recht, sich in die selbstgewählten Umstände meines Todes einzumischen.

    • Vorsicht
      …bei Lebensversicherungen ist geboten.

    • "Der Tod der andern ist die letzte Überprüfung unseres Anstands"
      Keine Ahnung, was Sie mit Ihren Auslassungen eigentlich sagen wollen.

    • ja, das sagt sich leicht solange man noch im Vollbesitz aller seiner Kräfte ist
      und unabhängig von Hilfe, Fürsorge und Verständnis.

  8. Danke, das Warten hat sehr gelohnt
    Sehr geehrter Don,

    danke auch für die passenden Worte (auch die verlinkten). Der Schirrmacher hat geleistet, was nur wenigen gelinkt: Ein Lebenswerk, und das nicht nur verlegt. Ein sehr feine Hommage!

    Bitte bleiben Sie uns erhalten. azur

    PS: neulich zu einer Erstkommunion in Berlin-Hermsdorf geladen worden (viele meiner RKK-Freunde sind feine, lebensnahe, herzliche und unaufdringliche Menschen – man trifft verschiedene). Musste doppelt abgehalten werden, denn die Gemeinde platzt aus allen Nähten. Hundert Sternsänger, seien gar kein Problem. 95 % Zuzug von Beamten ehemals Bonn.
    (In meiner Familie und in der Gegend, aus der ein Teil stammt, steht k. sein für falsch sein. Bin da aber gern bei Ihrem Bild von der Gebrechlichen in diesem schhönen Text.)

    • Titel eingeben
      Danke für das Lob, man wird sehen, wie sich die FAZ entwickeln möchte – die Stützen laufen ja schon über 5 Jahre und nichts ist für die Ewigkeit,

      Ich glaube, Berlin ist da eine sehr spezielle Sache, da sind Katholiken tatsächlich häufig ein Ersatz für das verschwundene Bürgertum, und die betonen das dann auch, einfach, weil sie der Heimat verbunden bleiben möchten. Ich habe mir für Berlin ja auch wieder ein kategorisches „Grüss Gott“ zugelegt, das ich in Bayern eher selten verwende.

      Generell denke ich, dass man in den Katholizismus hineingeboren sein sollte, um etwas mit ihm anfangen zu können. Er ist schon, angesichts der Gegenwart, eine etwas schwer vermittelbare Religion.

  9. Irgendwann
    wird auch diese Tradition vergehen. Auch wenn sich Ihr Artikel wie die die Darstellung des Lebens von Aliens liest, findet diese Art des Lebens wenigstens freidlich statt. Man hat halt die Gewalt des christlichen Glaubens vor einigen 100 Jahren abgeschafft, gegen den Willen einiger weniger gewalttaetiger Ueberzeuger.
    Ich bin fest davon ueberzeugt dass wenn es nach deren Willen geht, auch in christlichen Landen Selbstmordattentaeter ihre Spur hinterlassen wuerden um andersdenkende von ihrem, dem wahren Glauben, zu ueberzeugen. Und heute, gottseidank, lebt man heute in einer „freien“ Gesellschaft die so etwas nicht mehr im Ansatz erlaubt bzw. der Mensch einen Wohlstand erreicht hat der wohl die Werte des Lebens erkennen laesst. Uebrigens, ich habe mir sagen lassen, es gibt keine 72 Jungfrauen mehr fuer die fanatischen Islamisten die da vorzeitig in den Himmel als Maertyrer kommen. Warum? In der NYT war eine Anzeige, „Jungfrauen fuer Himmel gesucht“, herausgegeben vom Bund der Taliban. Scheinbar haben die keinen Nachwuchs mehr.
    Uebrigens, die Tochter der R. scheint ja voellig aus der Art geschlagen, oder?

    • Titel eingeben
      Die IRA und die Kroaten haben ja bis vor Kurzem gezeigt, was unter der katholischen Weltsicht alles möglich ist, gar keine Frage, Allerdings war Bayern in meiner Kindheit noch ein Land, in dem die Kirche wirklich viel zu melden hatte, und das ist inzwischen definitiv vorbei. Früher wäre der Seehofer als Ministerpräsident undenkbar gewesen, heute geht das. Wenn ich mir aber Polen anschaue, wird mir schon recht flau im Magen. Aber ich glaube nicht, dass man das bei uns wieder machen könnte. Die grosse Mehrheit ist agnostisch.

    • Wieso aus der Art geschlagen? Wer sich einmal mit Singlebörsen im WWW beachäftigt, bekommt noch ganz andere Dinge zu sehen. Die Bindungsangst und die Suche nach Optionen bahnen sich halt Wege, die wir Älteren uns kaum vorstellen können und nein, das ist nicht nur bei Elitepartner zu finden.

  10. Lautsprecher? - Soundsystem? - Live Musik?
    Gestern in D-dorf die Stones – Sympathie for the Devil, gimmy shelter, Brown Sugar, jumpin‘ Jack Flash laut, schön, selbstverständlich, normal, frei, aufbauend, jung, genial, alleinstellungsmerkmal Insel.

  11. OT
    Ein interessanter Artikel auf FAZ.Net
    „Prorussische Kommentare im Internet: Wo die Meinung gemacht wird.

    Einige Leser wundern sich warum die deutschen Mainstream-Medien-auch die FAZ- solche
    Kommentare durchlässt.
    Könnte es sein, dass die deutschen Medien sich in einer ähnlichen Situation wie Herr Maliki
    im Irak befinden?
    Sie wollen ihre Situation klar machen und fordern eine stärkere Luftunterstützung durch
    die USA in vollem Bewusstsein ihrer Abhängigkeit.
    Mal sehen ob und was die Think Tank liefern können.
    Choräle werden es kaum sein.

    • Meines Erachtens ist das ein teilweise überfordertes Kommentarmanagement, besonders dort, wo es schnell und billig gehen muss. Aber ich sehe auch nicht, was diese Sockenpuppen bringen sollen.

    • .
      Das passt schön zu der Ansicht des NATO-Generalsekretärs, dass die Kritik am Fracking von Russland gesteuert wird. Das Kommentariat fühlt sich daraufhin komplett verarscht, aber das ist natürlich auch russophil verseucht. Ich bin mal gespannt wohin dieser kleine Meinungsbürgerkrieg noch führt.

    • Die Leiden
      …der Erbengeneration.

      Wie leicht sich doch ein intellektuelles Erbe in die Substanzlosigkeit
      Überführen lässt.

  12. +++HINWEIS+++
    Die Kommentardarstellung wurde hier leider /vermutlich versehentlich) umgestellt auf ein unschönes Einklappsystem. Ich hoffe, das ändert sich bald wieder.

  13. Schreibt sich das
    Schreibt sich das nicht eventuell – jedenfalls in diesem Zusammenhang – ReVerenz ?

    Auch wenn’s der Bayer mit Vogel-F spricht?

    Where’s my coat…

  14. danke
    Gleich mal wieder Don Giovanni hören…

  15. Auch ich wohne in einer "dummen kleinen Stadt", in welcher allerdings die Bürgerwehr die Prozess
    noch immer mit Böllerschüssen begleitet. Sie wissen somit genau, an welcher der vielen Stationen der Zug sich gerade befindet. Ich vermute allein schon anhand des Altersdurchschnitts der Teilnehmer(innen), dass diese Veranstaltungen, übrigens den Stones Konzerten nicht ganz unähnlich, keine grosse Zukunft mehr beschieden sein wird. Einige der wenigen Nachfahren heiraten vielleicht noch kirchlich in weiss, andere leben in Scheidung oder heiraten erst gar nicht mehr. Die Bindung der Katholiken zur Kirche sollte nicht gleich gesetzt werden mit der Anzahl der Kirchenmitglieder. Viele sind zwar Mitglied der Kirche, können sich deren Moralvorstellungen jedoch keinesfalls akzeptieren.
    Die Kirche wird sich zukünftig dann wieder mehr den rein theologischen Fragen widmen, für die „Seelsorge“ fehlen ohnehin die Priester bzw. bald auch noch die Mitglieder.

  16. Auf zum letzten Gefecht
    .
    Kirch Proessionen, Pfingst Märsche, 1. Mai Demo.
    .
    Keiner geht mehr hin.

  17. Noch ein OT
    Aus aktuellem Anlass

    Die Geschichte Polens kann man auch anders lesen, als verordnet, wenn man sich das
    Verhalten der polnischen Eliten vor Augen führt:
    Immer sich dahin drehen, wo gerade der warme Wind weht, und sich dann empören im Ernstfall
    zwischen allen Stühlen zu sitzen.
    Natürlich kann auch Polen mit den Geburtenzahlen der letzten 30 Jahren seine alte Rolle
    als kath. Auswanderungsland
    nicht mehr ausfüllen.

    • .
      …es sei denn, die Ü30 Eliten fahren die heimische Wirtschaft total gegen die Wand, dann
      können sie den Schlüssel gleich hinterher werfen.
      Probleme mit den Deutschen bzw den Russen haben sie dann nicht mehr und können
      sich ganz auf ihre Opferrolle konzentrieren.

  18. Pingback: Der rote Neger auf dem Dach | Stützen der Gesellschaft

  19. Pingback: Der rote Neger auf dem Dach – FAZ | Neues Münchener Tagblatt

  20. Harley
    .
    In Hamburg war heute die Prozession mit vielen „Harleys“

  21. Pingback: Machen’S eine Sondersendung über Frau Haderthauer | Stützen der Gesellschaft

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