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Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Die Zukunft will keinen Pool

| 16 Lesermeinungen

Eine Villa wegreissen, vier Doppelhäuser hinstellen: Für den Profit werden beste Lagen ausverkauft und nachverdichtet, und anstelle eines kühlenden Pools erhalten die Kleinimmobilienkäufer Klimazertifikate.

We’re going on a holiday now
Gonna take a villa, a small chalet
Costa del Magnifico
Yo, cost of living is so low
Dire Straits, Twisting by the pool, 1982

Das Schwimmbecken der H., stets durch das weit geöffnete Tor gut sichtbar, war damals eine Art soziale Einrichtung. Es gab zwar ein weiteres bei der Frau P gleich nebenan – aber das war nur fünf Meter lang, lag im Keller, und ausserdem kam eines Tages die Flut jener Donau, an der unsere kleine, dumme Stadt liegt, und das Grundwasser drückte aus dem sumpfigen Boden empor und sprengte die schönen, blauen Kacheln von den Wänden. So ist das Schicksal: Die K. ein paar Häuser weiter hatten lieber in einen Atombunker investiert, für einen Krieg, der nie kam, und bei der sorglosen Frau P. kam dafür die Flut. Danach hat sie den Pool nicht mehr in Betrieb genommen.

Die H. jedenfalls hatten einen ganz normalen, nur im Sommer nutzbaren Pool. Die H.s hätten natürlich auch die 500 Meter zum nächsten Weiher gehen können, oder die anderthalb Kilometer zu jenem Eichenwaldsee, in dessen Nähe man hier zu wohnen hatte, wenn man nicht nur hausen oder vegetieren wollte. Aber der See genügte ihnen nicht, und auch das Schicksal des ersten Poolbesitzers der Stadt, der tragisch endete, hat sie nicht abhalten können: Das Grundstück war einfach zu gross. Da musste ein üppiger Pool hinein. Und so hatten einige Auserwählte aus der näheren, keinesfalls aber ferneren Umgebung ein Badevergnügen südlicher Art, denn auch die Villa der H. hätte durchaus in Florida oder an der Cote d’Azur stehen können. Manche planen ihre Häuser nach den vorhandenen Möglichkeiten, die H.s planten ihre Villa nach dem Pool.

Das Eis kam nicht vom Holzstecken, sondern aus grossen 3-Liter-Dosen und war in bunten Farben marmoriert. Es gab Sirup mit Sprudel und eine monströse Hollywoodschaukel an jeder Stelle, wo man heute einen Strandkorb von Manufaktum erwarten würde. Es gab einen Gärtner für das immergrüne Gras und eine Tochter des Hauses, die vollkommen unprätentiös war, weil sie hinter der vier Meter hohen Hecke wenig von der Welt jenseits des Viertels wusste. Aber eines Tages wurde ihr Vater ins Ausland versetzt, sie ging mit, und die Villa wurde verkauft. Den neuen Besitzern waren, so erfuhr man, die Betriebskosten für den Pool zu hoch, und auch sie wurden älter und zogen letztlich aus. Deshalb sehen Haus und Pool jetzt so aus:

Man hat ja durchaus versucht, es zu verkaufen. Ein Makler aus München hat sich der Sache angenommen und am Ende nur einen Preis gefordert, für den man in Schwabing noch nicht einmal ein Penthouse und in Berlin keine Favela in Mitte mehr bekommt. In den Augen der potenziellen Käufer war die Villa aber nicht Teil der grossen Geschichte des Aufstiegs dieser Stadt. Sondern fast 400 Quadratmeter umbaute Fläche, von denen 150 allein schon für die unbewohnbare Halle und das Treppenhaus verschwendet wurden. Ausserdem, so haben wir im Zuge des Verkaufs erfahren, ist es heute überhaupt nicht mehr so, dass man die Minimalgrösse eines Hauses nach dem Schlüssel

Anzahl der Personen x (60 m² Wohnraum + 20 m² Abstellfläche + Balkon) = menschenwürdiges Dasein

berechnet. Das sehen manche zwar noch immer so, und wir leben evolutionär im Jahr 2014 und eigentlich gilt dieser Schlüssel nur noch für Zweitwohnsitze – aber auf der anderen Seite haben wir einen Immobilienboom. Auf der anderen Seite der Stadt, an der Autobahn, nimmt man für Neubauten (ohne Pool, mit Aldi, ohne Dreifachgarage aber mit Klimazertifikat) gerne 5000 Euro für den Quadratmeter. So gesehen ist ein niedriger siebenstelliger Betrag für die beste Lage schon ein Schnäppchen, aber Käufer schreckten wohl auch vor dem Sanierungsbedarf zurück. Schliesslich war das Haus schon über 40 Jahre alt und musste, wollte man modernste Ansprüche verwirklichen, umgebaut und saniert werden.

Was deshalb letztlich geblieben ist, ist die hohe Hecke – von der erwartet man, dass sie auch nach dem Geschmack der zukünftigen Bewohner ist. Sie entspricht dem modernen Wunsch nach Abschottung, Ruhe und Sicherheit in bewegten Zeiten, da niemand mehr das breite Tor den ganzen Tag lang offen stehen lassen würde, damit Eltern hier ihre Kinder abladen. Der Rest wurde vom Käufer, einem lokalen Bauträger, abgerissen. Statt dessen entsteht hier ein „Individualwohnensemble“, das geflissentlich ignoriert, wie schlecht „Individual“ – für den Einzelnen gemacht – mit „Ensemble“ – slumartige Vergesellschaftung ohne echte Privatheit – zusammen passt. Das nennt man heute „vier elegante Doppelhausvillen“, sofern man es über die Lippen bekommt, denn bitt’schön – hat man jemals eine Villa gesehen, die die Hälfte eines Doppelhauses ist? Jeder hier weiss, was eine Villa ist. Nichts gegen Doppelhäuser, sie machen ökologisch Sinn und sind ein probates Mittel gegen Platzverschwendung. Doppelhäuser sind prima! Aber eine Villa war bisher nochmal etwas anderes.

Aber alldieweil und sintemalen – das hier ist die beste Lage. Da kann man den Zuziehenden schlecht in der Werbung erzählen, dass man von ihnen eine Million für eine Doppelhausvillenhälfte will, jene Million, für die sie früher beinahe eine echte Villa bekommen hätten, mit riesigem Garten und Pool und Halle anstelle von Kleingärten und exklusiv-modischer Ausstattung in Räumen, die perfekt geschnitten sein müssen, weil es anders in diesen Hundehüt Villen nicht geht. Das ist das Elend der Gentrifizierung, von dem all die schreihälsigen Pseudogerechten, die in Berlin billlige Mieten und kostenfreie Tempelhöfe und bayerischen Finanzausgleich fordern, nie klagend berichten: Diese Gentrifizierung kostet uns nicht ein paar Blocks, sondern die gebauten Unikate der besseren Kreise. Sie kostet uns den schöneren Teil der Geschichte des Landes, das ehemalige Vorbild einer Epoche, als es noch kein Ed Hardy gab, und sich keine Mutter getrollt fühlte, wenn man dem Kind einen Negerkuss gab. Man reisst diese Villen heute ab und ersetzt sie, wie man in den den 50er Jahren die Villenviertel des Jugendstils entfernt und durch jenes soziale Wohnen ersetzt hat, das heute – zumindest bei uns – höflich und publikationstauglich sozialer Brennpunkt heisst. Man bewirbt das Objekt mit dem Titel „Altes Westviertel“, aber wer so etwas kauft, weiss nicht, was es wirklich bedeutet.

Es war ein gebauter Raum der Sorglosigkeit und der Zukunftsbejahung. Man mag sich heute wundern, aber man beheizte hier im Frühling die unfertigen Häuser, so dass andere, die hier ebenfalls ihre Vorstellung vom Lebensglück errichteten, es bei der Besichtigung im noch fenster- und türenlosen Gebäude warm hatten – so billig war damals das Heizöl. Es ging aufwärts. Die Kinder sollten noch grössere Pools haben, und in ordentlichen Familien gut aufgehoben sein. Mehr war mehr und weniger war für die anderen. Die anderen bekommen jetzt ihre Gleichmacherei auf dem lügenversilberten Tablett der Werbung, für den hohen Eintrittspreis in diese Gegend, für die kleine Selbsttäuschung, dass die DHH eine Villa sei, und sie jetzt auch angekommen sind. Vielleicht schauen sie auch ein wenig herab auf jene alten Anlagen, die in der Nachbarschaft in grossen, verwachsenen Gärten noch die Stellung gegen die Gegenwart halten, und einer ist sogar so freundlich, jetzt jenes sinnlose, rustikale Türmchen zu restaurieren, das für mich in meiner Jugend immer das Idealbeispiel der Bausünde war – heute bin ich älter. Heute kenne ich eine Zukunft, die ganz anders ist als alles, das man sich vorstellen kann. Und sie ist so schön wie eine „Doppelhausvilla“.

And we can still get information
Reading all about inflation
And you’re never gonna be out of reach
There’s a call-box on the beach

heisst es in „Twisting by the Pool“. Die Zukunft hat dort inzwischen angerufen, ihren Weg durch die Glasfaserkabel gemacht, und wie damals die grosse Donauflut auch hier alle Kacheln von den Wänden gesprengt. Die nächsten Kinder werden eine komplette Überwachungsanlage haben, und man wird sie überall sehr menschlich, egalitär und sozial gleichmachend darum bitten, sich zu engagieren, während im Hintergrund die Bagger weiterziehen und den nächsten alten Bauherrntraum für die neue Kosten-Nutzenrechnung wegschieben. Denn an Geld ist in Zeiten des digitalen Druckens nie ein Mangel, und es sucht sich seine zerstörerischen Wege durch Banken, Kredite und Profite bis zu uns.

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16 Lesermeinungen

  1. Nicht zu vergessen ....
    … der Abriss der Zwick Villa. Eine Schande, war das Gebäude doch ein in Beton gegossenes Bollwerk gegen den Kommunismus. Ein Symbol für den wirtschaftlichen Aufschwung und des freiheitlichen Kapitalismus in Form der sozialen Marktwirtschaft. Und wozu ? Um einem Wohnblock von „besser verdienenden“ zu weichen. Sozusagen sozialer Wohnungsbau für das was sich heute für die Mittelschicht hält. http://www.focus.de/immobilien/kaufen/abriss-der-flick-villa-in-muenchen-panzerglas-und-bunker-das-war-muenchens-schillernste-luxus-villa_id_3823818.html

    • Es ist halt eine Art der Vergangenheit, die man im MOment gar nicht mehr schätzt. Es fehlt der moderne Komfort und Gewinne macht man anders. hätte man die Flick-Villa als Monument der Nachkriegszeit stehen lassen sollen, als Antipoden zum Kanzlerbungalow? In 20 Jahren wird man weinen.

  2. Ffm
    Wie Frankfurt, Anfang der Siebziger, als sie all die schönen Villen…

  3. Wasser trifft Haut
    ein Bonze findet `s nicht mehr cool
    wenn er planschen kann in einem Pool
    in Zukunft reicht dem wackren Manne
    das kühle Nass in seiner Badewanne
    doch dereinst stellt er sich wie jede kleine Lusche
    zur Erfrischung unter eine Dusche..

  4. Sehr richtig!
    Selbst in unserer ehemals beschaulichen (inzwischen mit knapp über 10 T Einwohnern nicht mehr ganz so beschaulichen) Gemeinde in Bd.W. bauen Investoren ihre Anlagen.
    Bsp.1.: Ortsrandlage, ehemalige Autowerkstatt, 24 Doppelhaushälften
    –> wenn man nach der nachbarschaftlichen Bebauung geht (2 – 3 Häuser je längsgezogenem Grundstück) würden max. 8 Häuse rein gehen, bei enger Bebauung in 2 Reihen 10 – 12 Häuser
    Bsp.2: Ortsrandlage, ehem. Gärtnerei, 18 Reihenhäuser
    –> der erste Bauträger ging nach der Erschließung in Konkurs, das alte Gärtnerehepaar erhielt keinen Cent und blieb auf sämtlichen Kosten sitzen, damals waren 12 Häuser dort eingeplant, jetzt sind es 17 Stück! Wenn ich privat dort gebaut hätte, wären es höchsten 2 -3.
    Bsp.3: Bahnhofstrße in unserem Ort – früher: vorne Haus, dann Hof, dann Scheune, dann Garten
    jetzt: Haus mit 5 Eigentumswohnungen, Hof, entw. 3 – 4 Reihenhäuser oder je nach Lage nochmals Haus mit 5 – 8 Eigentumswohnungen. Wo früher 10 leute lebten, sind es jetzt plötzlich 40, die sich untereinander nicht kennen, die die Nachbarn anschnauzen, wenn im Garten auch mal der Kompost riecht und tausend andere Probleme!
    Nichts gegen Gewinn, aber Bauträger ohne Vernunft sind in meinen Augen Dreckskapitalisten!!

    • Die Probleme kommen erst, wenn diese Schnellimmobilien 25 Jahre alt werden – man denke da an die Bauherrnmodelle im Osten. Dann kommen böse Folgekosten, und man kann wegen der Besitzerstruktur nichts abreissen.

    • Titel eingeben
      Das Interessante daran ist doch eigentlich, daß in Bayern wie BaWü offenbar stellenweise heftig urbanisiert wird. Denn was ist diese enge Bebauung anderes als Verdichtung ehemals aufgelockerter Randlagen. So eine Villa steht ja typischerweise am Ortsrand; und offensichtlich verschieben sich die Ortsränder. Manche „fließen auch zu“ – hier bei mir in nächster Nähe zu besichtigen, wo die Villa Oppenheim noch steht, weil sie zu der Zeit, als die ganzen dichten Stadtgebäude drumrum gebaut wurden (Jahrhundertwende) an die Stadt verkauft wurde. Die ganzen Türmchenvillen, die es in Schöneberg mal gegeben haben soll (es gibt nur noch Bilder davon), wurden längst durch Stadthäuser ersetzt – die Türmchenvillen standen also auch nur wenige Jahrzehnte.

    • Titel eingeben
      Eine Eigentümergemeinschaft rauskaufen, um abzureißen und neu zu bauen, ist vermutlich ein 2-Generationen-Projekt…

  5. Dip,-Ing.
    Leider ein wahres, trauriges Beispiel. Schuld sind:
    a) der Profitwahn der Makler und Bauträger. Sie ruinieren intakte Wohnumfelder für Ihren Profit – wohlweislich wohnen sie aber weitweg von den Grundstücken die sie ruinieren.
    b) die Städte und Gemeinden, die bedenkenlos den Ensambleschutz ignorieren; auffallend gerne Bauträgern Zugeständnisse machen – die ein privater Bauherr nicht bekommen würde; Geschoßflächenzahlen etc immer höhertreiben und somit erst das Zubetonieren von Grundstücken für Bauträger erst ermöglichen.

    Es wäre dringend erforderlich, die Geschossflächenzahlen so anzusetzen, dass die alten Grundstücke für Bauträger und ihre Zupflasterung ncht mehr attaktv sind. Dann würden auch die Preis sinken und solche Grundstücke/Häser sind für Familien mit Kindern wieder bezahlbar – ncht nur für die Ziegruppe der Tortenstückhäuser mit diuble Income – no kids.

  6. ein pool ist immer viel zu klein und stink nach Clor
    Toplos ist ein Haus am Meer. 15 Minuten zum Strand ist perfekt. Noch meer toplos: zwei Häuser nahe an zwei verschiedenen Meeren.

  7. Was würde wohl Tarzan dazu sagen?
    Zum modernen „Enger Wohnen“, Villen die in keinen Baum passen, weil(bald?) keine
    Bäume mehr da sind, Pools, dreckige Löcher aus Beton mit ungenießbarem Wasser.
    Apropos „Beton“, als Lanz Wetten Das übernahm habe ich schriftlich die
    Wette eingereicht, daß der Mensch es nicht schafft die Erde komplett zu betonieren
    bevor er sich selber eliminiert hat. Noch keine Antwort erhalten von Lanz.
    Die 1a, die exclusiv Lagen, die werden gerade zerstört, aber Tarzan is watching you
    und wenn es ihm stinkt, dann au weia „moderner Mensch Krieger“ im
    Villenpooloutfit, Welt-Betonlook. Vielleicht kommt so eine Art „Natur-Mafia-Gang“,
    denn die Mafiosi wissen wo Beton hingehört, wenn nichts mehr auftauchen soll von,
    mit „Modernes Leben“, „Wohlstandsleben“ zubetonierten 1a-LaGe-Hirnen :=)

  8. "Konzentration des Kapitals" halt -
    und inzwischen konzentrierte es sich halt so sehr, dass dumme kleine städte westviertel direkt an ort und stelle eben nicht mehr so brauchen, resp. diese sich dort zu recht so nicht mehr halten könnten oder sollten.

    und diese dann (noch) stärkere konzentration des kapitas fände dann noch schönere, bessere, geschmackvollere, aufwändigere häuser mit noch deutlich längeren pools – und allem anderen, was die zeit inzwischen noch „mehr-mässig“ dran gehängt hätte – einfach eben noch etwas weiter weg.

    wäre ja auch viel zu teuer, wenn in zukunft noch jede kleine dumme stadt an jedem dummen kleinen fluss sich ganz eigene westviertel leisten können sollte oder müsste.

    nein, internet, also reichweitenverlängerung und möglichkeitenausweitung, plus internat. kapitalmärkte unter denselben bedingungen – machten ganz einfach, das so ca. 10 kleine städte mit 2-300 westvierteleinzelstücken im werte von x – 3-400 ensembles – hochstandort beliebig, aber hoch – von 4-5x zu weichen hätten. und man sähe ganz wunderbar:

    aus 3000x würden so ca. 1600x – und es blieben für die kapitalmärkte noch mind. freie 1400x übrig – und darum verliefe diese vorgang auch von alleine, „angewandte finanzthermodynamik – von den kleinen zusammenballungen zu den großen verläufts immer von alleine, würde dabei nur genügend freigesetzt“. (aber anders herum wär’s schwierig, das ginge eben nicht „von alleine“, da wäre ein gesetzgeber gefragt; der hier aber nicht das dings)

    und klar vergrößerten solcherart frei ablaufende prozesse der konzentration bislang noch immer die favelafläche. wenn die mittelschicht an ort und stelle ausharrend mit der zeit „von selber“ runterfiele – oder sich, strebsam-uneinsichtig – für die westviertelteilhabe a la „blindmachtum“ wie „villendoppelhaushälfte“ hochstrebend selber arm machte: selbstverständlich landeten lebensarbeitsleistung – und aus ihr abgeleiteter finanzertrag – in beiden fällen bei den großen kapitalsammelstellen:

    nur die bekannt übersichtlich-beweglichen westviertel fänden immer ihren relativen vorteil, da sie den prozess, den sie nicht verhindern könnten, dafür aber klug lenkend begleiten würden, sich auch schon mal ein courtagelein von anderer leut’s aufstiegsbemühungen abgeschnitten hätten, so das endlich doch alles immer schön beim alten bliebe.

    nur wohnen täte man selbst längst weiter weg – und eher doch noch mehr oben.

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