Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

PKK, Ukraine, von der Leyen und das Kalifat restlos ausschalten

| 53 Lesermeinungen

Es ist die Nuklearoption, aber sie wirkt garantiert gegen den Irrsinn: Wenn alle brutalen Narren einen Platz im TV-Programm bekommen, sollte das TV-Gerät keinen Platz mehr in der Wohnung haben.

Good Company

Araber, Afrikaner und Südamerikaner, Afghanen und Russen, Sunniten und Schiiten und alle möglichen Stämme: Sie mussten sich früher mit dem Morden beeilen. Denn es gab weder Internet noch Dauerfernsehen, es gab in Deutschland (West) drei Programme und darin für die Bildungsbürger einmal in der Woche das Auslandsjournal. Da hatten die Irren der Welt dann eine Dreiviertel Stunde Zeit, die Ziele und Interessen ihrer absurden Konflikte vorzustellen, sofern es nicht auch um Hungersnöte, Putschisten und Kulturarbeit auf Madagaskar ging. Und weil es immer eine Woche bis zum nächsten Journal dauerte, wurden die Ereignisse auch ordentlich zusammen gefasst. Man hatte einen Überblick, in etwa so, wie man im Neuburger Schloss einen Überblick über die Donaulandschaft hat.

Hübsch ist es hier, man sollte das Renaissanceschloss und seine vorzüglichen Sammlungen unbedingt besuchen, und zwar idealerweise dann, wenn hier auch Konzerte gegeben werden; im Oktober etwa die diversen Barockkonzerte. Man sieht dabei die Inneneinrichtung der Rokokobibliothek und in der Hofkirche ganz erstaunliche Reliquien, und keinen einzigen Lastwagenkonvoi des Herrn Putin, der sich zusammen mit Armeetransportern und aufgeregten Journalisten seinen Weg in eine umkämpfte Ukraine bahnt, über der – es ist inzwischen so still geworden – noch vor kurzem eine Passagiermaschine abgeschossen und deren Insassen ermordet wurden. Wurde es still, weil es jemand so wollte, weil die Ergebnisse der Untersuchung Probleme mit sich bringen, oder weil so viel anderes geschah – nun, man weiss es nicht.

Hier geschieht ein gemsichtes Programm mit Vivaldi, Rossini, Tschaikowsky und Friedrich II, der besser bei der Komposition von Traversflötenkonzerten hätte bleiben sollen, aufgeführt vom Kammerorchester Köln. Der Rittersaal entstand in der Renaissance und zeigt reichlich unkeusche Malereien, draussen jedoch ist eine spiegelnde Metallwand, und achtsam kontrolliert darin die zweite Geige den Sitz des bodenlangen, schwarzen Kleides, schwarz wie die Farbe des islamischen Kalifates, aber dafür kann das Kleid nichts, und es steht ihr gut. Es ist eine sehr hübsche zweite Geige. So eine zweite Geige gäbe es im Kalifat nicht. Und ich dürfte mein Auge auch nicht mit Wohlgefallen und Sorglosigkeit darauf ruhen lassen, wenn dieses Kalifat an die Donau käme, ganz gleich, ob mit geschmacklosen Pickups oder durch das TV-Gerät, das im Moment irritierend voll damit ist.

Manche wundern sich ja, wie ich ohne TV-Gerät auskomme. Ich gehöre zur steigenden Zahl derer, die so etwas nicht besitzen und auch nicht haben möchten, und nach fast 30 Jahren ohne Glotze stehe ich nun hier und sehe, wie die zweite Geige erst an ihren Haaren und dann an den Saite zupft, und möchte, während Vivaldi erklingt, eher zurückfragen: Wie kommt man damit aus? Es ist Sommer. Ich sitze in einem Renaissancesaal, werde mitgerissen von Kontrapunkt und Solo, die Hitze der Lagune flimmert in den Tönen und wie viele Tonnen Bomben die Israelis auf Gaza abgeworfen haben, und wie tief die Tunnel der Palästinenser sind, und was die Amerikaner dazu sagen – das möchte ich jetzt nicht wissen. Aber man will es mir sagen. Denn wo immer man sich gerade umbringt, und zwar am besten so schaurig mit so vielen Unschuldigen wie möglich, kommt man in die Medien.

Und Sendeplatz ist genug da. Nicht zwingend im Unterschichten-TV, in dem manche sich über die künstlich erschaffenen Probleme seltsamer Zeitgenossen erfreuen, aber in den Programmen, die sich ernsthaft mit der Weltlage auseinander setzen. Dass die Kammermusik von Rossini, die er im Alter von 16 Jahren schuf, schon das spätere Genie der kraftvollen Stretta aus der „Italienerin in Algier“ ahnen lässt, ist keine Nachricht, aber schön. Eine Nachricht sind Bombenflugzeuge über Tripolis, deren Herkunft keiner kennt, und die komplizierten Kriege der diversen Milizen. Eine Lösung weiss ich auch nicht, aber eine Strategie im Umgang damit hätte ich: Ausschalten, die Kiste. Und nicht mehr einschalten.

Mich würde interessieren, wie man so eine Traversflöte richtig hält, und warum Bassisten so oft die Figur ihrer Instrumente annehmen. Ich würde mir durchaus eine Reportage anschauen, die derartige Ensembles bei ihren Reisen zwischen Schlössern und Theatern begleitet, oder auch über den Umstand, dass in den letzten 30 Jahren das Schuhwerk in den Konzerthäusern der Republik so viel besser wurde, während einen das TV-Gerät nur noch laut und wenig überlegt anpöbelt – das war früher anders. Es ist ja nicht vorbei, wenn der eine Araber den anderen umgebracht und der eine Osteuropäer dem anderen ein Stück Land genommen hat. Das war es nie: Danach – hier wird als Zugabe „Tempesta di Mare“ gegeben – geht es mit dem Elend an den Empfangsgeräten munter weiter, denn diesmal, so entnehme ich dann später der Presse, wird beim Tatort im Gefängnis gemordet.

Möglicherweise kennt die Leserschaft aus dem Internet dieses Zeichen: o_O . Das steht für „Nicht Ihr Ernst“. Oder auch „Das ist jenseits meiner Vorstellungswelt“. Mir ist zwar vollkommen bewusst, dass in unserer Massengesellschaft all die Rittersäle dieser Nation nicht ausreichen würden, um auch nur die Zuschauer von Tele5 aufzunehmen. Und mir ist ebenso verständlich, dass die Freude an klassischer Musik im Beisammensein mit konzentrierten Hörern nicht das Gaudium der Mehrheit ist. Im Gegensatz zum Stream von PrOn ist es auch nicht umsonst, und allein die Vorbereitung dauert mit Umziehen, Anfahrt und Warten (in einem sehr schönen Schlosshof mit Grotte) anderthalb Stunden. Aber diese Welt da draussen ist gerade ziemlich hässlich, die Ordnung nach dem Kalten Krieg geht den Bach runter, und dazu bringt die Glotze: Erst ernsthafte Tote auf diversen Kontinenten und dann Tote als Unterhaltung, zusammen mit schwierigen sozialen Umfeldern. Deshalb o_O. Warum haben andere so eine Kiste?

Zwei Stunden dauert das Konzert mit Pause, draussen geht die Sonne über den Hügeln des Jura unter, und dann brandet der letzte Applaus gegen die Holztäfelung des Raumes. Holztäfelungen erschaffen in diesen vergleichsweise kleinen Räumen eine ganz besondere, intime Akustik, einen intensiven Hall und ein sehr delikates Vibrieren – allein, das würde man mit voller Konzentration nicht drei Stunden durchhalten. Jedes Konzert hat einen Auftakt, eine Steigerung und zum Schluss ein dankbares Publikum, zumal in diesen Provinzstädten, die im Sommer kulturell ausgetrocknet sind. Und danach ist eben Schluss. Das ist wie früher beim Fernsehen, da waren die Sendungen auch irgendwann vorbei. Es gab einen Sendeschluss. Das TV-Gerät sagte seinen Nutzern: Das war’s. Mehr gibt es nicht. Geht ins Bett, lest ein Buch, kocht endlich (das wäre meine Version), und dann kam das Testbild. Und am nächsten Morgen die Zeitung. Mit dem grossen Lokalteil: „Verzückt bejubelte das Publikum im Rittersaal der Residenz…“

Heute geht das rund um die Uhr weiter, und man darf gar nicht daran denken, wie ein Remake von Casablanca mit ausufernden Gewaltszenen ergänzt oder Frühstück bei Tiffany pornös verschärft werden würde – schliesslich muss die Fiktion mit der Medienrealität mithalten, Rick müsste eine Hundertschaft SS niederballern und Holly Golightly hätte Affären mit einem Dutzend Gangstarappern. Und die Realität muss dann wieder nachziehen, sonst wird das langweilig, und wirkt nicht mehr. Ich bin, wie gesagt, vor gut 30 Jahren ausgestiegen, und wenn mir heute jemand sagen will, dass ich mir dieses oder jenes jetzt sofort anschauen muss – dann ist mein Mobiltelefon nicht nur ausgeschaltet, sondern weiterhin daheim, und wenn ich dort ankomme und die Manschettenknöpfe in die Silberschale lege, schalte ich es auch nicht mehr ein.

Mir ist das alles zu viel, ich bin aus diesem System herausgefallen und merke, dass ich mit dem Bruch von Konventionen nicht allein bin. Andere machen das auch, nicht nur beim TV: Die Bundesrepublik etwa will in Form der Verteidigungsministerin Tabus brechen und Waffen in Bürgerkriegsregionen liefern – und erwähnt irgendwie nicht, dass man spätestens seit der Bronzezeit, also gut 4000 Jahren, bei der Einführung von Waffen auch immer Leute gebraucht hat, die anderen das mit dem Morden beibringen. Und dass Waffen nicht immer die besten Konfliktlösungsmittel sind, vorsichtig gesagt, könnte man sich auch im Neuburger Schloss anschauen: Das war ein Kulminationspunkt der Reformation, da gibt es einiges an Information zu unseren eigenen Religionskriegen, die fast so christlich wie das C im Namen der CDU gewesen sind.

Ich bin Klassikfreund und Kulturhistoriker. Ich möchte keine Kiste haben, in der eine kurz denkende und überforderte Frau behauptet, ein Haufen Waffen für Unfähige könnte Probleme lösen, und eine andere sagt, dass sie zwar einem kriegerischen Volk diese Waffen geben will, aber natürlich nicht dem Teil, der PKK heisst, was man vor Ort sicher sehr gut kontrollieren kann. Als ich noch Zugriff auf das Auslandsjournal hatte, sah man auch solche einmischungsfreudigen Mangelweisen, Breschnew in Afghanistan, Gaddafi im Tschad, Kubaner in Afrika und Chinesen in Tibet, und alle waren sie ganz weit weg. Das war das Schöne daran. Heute sitzen die Einmischer in Berlin, aber ich habe wenigstens kein TV-Gerät mehr, und dafür ein Abo beim Konzertverein.

HINWEIS:

Ausserdem habe ich auch bis zum Relaunch der FAZ-Blogs ein Kommentarblog.

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53 Lesermeinungen

  1. Die Einmischer saßen auch schon damals - zu Kubafrikas Zeiten - auch in Berlin:
    Text eingeben

  2. Die Einmischer saßen auch schon damals - zu Kubafrikas Zeiten - auch in Berlin:
    Honeckers Afrikaabenteuer schon vergessen?

  3. Immer die selbe alte Leier
    wie wäre es, angesichts des nicht nur im TV, sondern auch in real stattfinden Mordens im Nahen Osten einmal mit einer kleinen, selbstkritischen Auseinandersetzung mit dem Hochjubeln des arabischen Frühlings durch den Autor?

  4. Tja so ist das am Tegernsee
    Da ist man scheinbar nicht erreichbar für die Konflikte in der Welt. Problem ist, die kommen immer näher. Die Vorboten sind schon auf unseren Straßen. Noch nicht am Tegernsse, aber wenn wir weiterhin den Kopf in den Strand stecken, können sie es auch dahin schaffen. Es ist wie in der Ehe – sorry, Alfons kann da nicht mitreden – es gibt Kontroversen, denen kann man nicht lange aus dem Weg gehen. Wer war das nochmal? Der geschrieben hat: „Stell Dir vor es ist Krieg, und keiner geht hin. Dann kommt der Krieg zu Dir“. Zitat Ende. Dann müssen wir ganz schnell die Querpfeifen wegpacken und ein par Suren auswendig lernen

    • Endlich mal jemand, der das Brecht-Zitat VOLLSTAENDIG wiedergibt!!
      Vielen herzlichen Dank!! Bravo !

    • "Stell dir vor es wird zitiert...
      …und zwar falsch. “ (Oscar Wilde (oder doch KTvuzG?)ach, egal)

      http://www.zeit.de/2002/06/200206_stimmts_brecht_xml

    • Das kann schon alles so sein ..., nur
      … nur verhindert das akribische Köpfchen in die Mail-Flut und in die hysterischen Nachrichten stecken und dieses sich Totinformieren
      keinen. einzigen. Krieg.

      Tja.
      Muss auch der eifrige volldrehende Betroffenheitsleser einfach mal kapieren.

      Da Nachrichten immer mehr auf hyperaktives Infotainment aufgebaut sind (einige Artikel der FAZ-Online, allen voran zu 100% DER SPIEGEL Online, Fokus, und derlei Kameraden mehr), lohnt es sich für den Apple- und Android-/Tablet-Fuzzie kaum, mehr als nur die Schlagzeilen zu lesen.

      Dummerweise sind diese Klickbait-Schlagzeilen (möglichst viele Klicks wegen der Werbegelder, die im Tausenderpreis schon lange den ultimativen Billig-Sinkflug angetreten sind) – und manche PR-Aktionen gewisser Verteidi-Minis (ab v.u.z. Guttenberg ging es los, diesem PR-Schleimer und -Blender) dermaßen aktionistisch und reißerisch, dass man sagen kann: Jede Zeile ein Schlag. In die Magengrube. Dafür nicht. Das braucht kein Mensch, das macht je nach Wesensart ängstlich, aggressiv-paranoid oder gar kraftlos. Von der Leyen scheint dazu noch von Guttenberg gelernt zu haben, auf der schrägen PR-Schalmei zu spielen und serviert uns fast täglich fröhlich lächelnd „Nachrichten“ aus der Hölle und ihre aktionistischen PKK-Vorhaben.

      Das alles und der ganze PR-Käse aus den Ministerien, das ist sowieso nicht die Art Informiertheit, die den angeblich geforderten mündigen Bürger ausmacht. In Ruhe eine gute wöchentliche Aufbereitung lesen, reicht allemal. Am Tegernsee, am Strand und anderswo. Reiner Selbstschutz gegen Kraftlosigkeit. Ich bin sicher, die am Tegernsee – um beim Bild Tegernsee als Enklave von Ruhe, Sicherheit und Reichtum zu bleiben – sind durchaus gut informiert. Der Don, obwohl er schon jahrelang TV-Abstinenz betreibt und eben nicht auf SPIEGEL und Konsorten herumklickt , ist trotz seiner zur Schau gestellten klugen Ignoranz gegen Dummes & Überflüssiges erstaunlich gut informiert.

      Gegen den aktuellen Binnen-Dummfughätte auch kluges Informieren nicht geholfen, sondern nur, nicht mehr die Merkel-Regierung zu wählen. Doch das Volk wollte es so und sei mit Merkel voll zufrieden. Nur aktuell Merkel nicht mehr mit dem Volk. Es wähle Lösungen, die ihm nicht nutzten, sondern eher schadeten. Na sowas, meint sie sich damit?

      Gegen brutalen Dummfug von außen, sei es dieses ewige Gezerre und Raketengewerfe am Gaza-Streifen hin und gegen Israel her, sei es diese Islamistische Kalifatenfront´-Mörderbande, kann der Bürger aktuell leider gar nichts machen. Ob er jetzt akribisch alle Nachrichten liest oder gar keine. Außer vielleicht hysterisch überdrehenden „Nachrichtenmagazinen“ und „TV-Talks“ und -Sendungen den Saft durch aktives bewusstes Fernbleiben abzudrehen. Außer vielleicht kein Auto mehr fahren. Mit jedem Liter Benzin, das aus dem Rohöl der arabischen Halbinsel stammt, unterstützt der ansonsten vorbildlich nachrichtengestärkte Autofahrer als Betroffenheits-Heuchler fröhlich solche Mörderhorden, die von Emiraten, Saudis und diversen eignene Öl-Feldern finanziert werden.

      Wünsche allen Autofahrern einen guten Mittag!

      Gruß
      Der Kater

    • Also, mündige Bürger
      das scheint mir eine aussterbende Spezies zu sein. Und eigentlich, hat nur diese verschwindende Minderheit die Volksherrschaft verdient. An den großen Rest ist die Demokratie verschwendet. Ich habe inzwischen große Zweifel an dieser Staatsform, mir fällt nur nichts besseres ein. Unter diesen Voraussetzungen sind wir mit Merkel noch gut bedient, wir könnten auch so was wie Putin haben. In dieser Situation zögerlich zu handeln, scheint mir ein Zeichen der Vernunft. Und die Medien? Auch die hier in Rede stehenden Nachrichten sind nichts als eine wertvolle Ware. Inklusive betroffen schauender Tagesschausprecher. Die werden fürstlich entlohnt, es handelt sich also um nichts als ein Geschäft.

    • Titel eingeben
      zu früh gejubelt: das zitat ist nicht von brecht bzw. wurde diesem untergeschoben, gibt also noch genug lese-programm vor den suren…

  5. Nicht erst seit der Bronzezeit,
    sondern seit der Homo sapiens Werkzeuge benutzt, wurden diese auch als Waffen eingesetzt (=Paleolithikum: Steinbeil); der in Ihrer Naehe gefundene „Oetzi“ war ja auch Opfer eines gewaltsamen Verbrechens. Ueberhaupt: seit es organisches Leben gibt, herrscht Daseinskampf. Das hat uebrigens schon vor Darwin die japanische Philosophin Tadano Makuzu in ihren Hitori kangae (Gedanken in der Einsamkeit) Anfang des 19. Jahrhunderts schriftlich niedergelegt. – Ich habe auch kein TV, aber Wegschauen per se nuetzt nichts – doch sollte man ein paar schoene Stunden durchaus geniessen duerfen, ehe man wieder auf das weitergehende Unglueck in der Welt sehen muss.

  6. Man sollte
    Wenn man schon da ist unbedingt die ev. Hofkirche besuchen, eine der ersten Prot. Kirchen und nicht weit davon entfernt die kath. Kirche, aus der man einen Rubens nach München entführt hat. Die IS hätte beide gesprengt und vielleicht geschieht das ja noch?

    Auch die Barockgalerie ist nett und die Kirche in Bergen.

  7. Mir geht der Gedanke nicht aus den Kopf, ...
    … dass es auch damit zu tun hat, dass die Narren, Waffenfreunde und Abschlachter wissen, dass minütlich über sie berichtet wird.

    So kann man auch die Welt kleinkriegen: indem man an den Nerven des Bürgers herumsäbelt.

    Und weil minütlich über sie in immer hektischerer und hysterischer Art berichtet wird, denken sie sich immer mehr neue Brutal-„Nachrichten“ aus. Pause nie und nirgendwo.
    („Denn in 5 Minuten kann sich die Welt verändern.“ Claim Nachrichtenradio BR)

    Nicht alles geschieht nach diesem Muster, doch immer häufiger.
    Da hilft wirklich nur noch abschalten, damit man als Medienkonsument nicht vollkommen gaga wird.

    Das meiste kann man eh nicht ändern.
    Für das Wenige, das man ändern kann, dafür hat endlich wieder mehr Kraft.
    Mit Kopf in den Tegernsee-Sand stecken hat das aber wirklich gar nichts zu tun. Eher mit innerlichem Haushalten und Schonen der eigenen Nerven.

    Gruß
    Der Kater
    Rächer der Entnervten

  8. Geplante Obsoleszenz
    Was (angeblich) bei allen möglichen Konsumgütern „funktioniert“, sollte doch auch mit Waffen gehen, oder?

    • Beim Starfighter* ...
      …ging ja der Kalauer:
      Wie kommt man günstig an einen Starfighter?
      Grundstück kaufen und abwarten.

      *Absturzserie der F-104

    • Die von der Leyen macht das wenigstens im Ausland, und heute haben wir ja eine eigene Rüxtungsindustrie und müssen nicht mehr bei den Amerikanern um Unterstützung diverser Art nachfragen.

    • Titel eingeben
      Nun den,

      mit der eigenen Ruestungsindustrie ist ja nicht weit her.

      Die A400 muest erst mal fliegen, das se runterfallen kann. Der Eurofighter fighted nur bei schoenem Wetter, das G36 kommt nach paar Schuss ins schwitzen und ballert um die Ecke.

      Wenn Uschi weiter auf der Welt spielen moechte, muessen die Museen ihre Ju 52 aus der Halle schieben.

      Unterstuetzt die Bundesregierung die Ukraine damit sie mit Wolga-Dnepr die Jungs vom Freiheitsverteidigen am Hindukusch abholen kann?

  9. Yep ! ... den Fernseher auf den Müll !!
    und die FAZ gleich hinterher ……
    sind doch beide eh nur noch Sprachrohre von ap und Reuters
    und ap und Reuters sind Sprachrohre von Goldman Sucks ……..

  10. Rent-a-Drohn
    @Don – Stimmt nicht ganz. Bei Drohnen, dem modernen Abwehrmittel, entschloss sich Ursula, lieber bei den Israelis nachzufragen, Methode: Rent-a-Drohn

    • Ansonsten gäbe es ja da noch das erprobte System „Legion Condor“.

    • Dr
      Warum nicht ganz entspannt seinem Eskapismus frönen? Was scherts mich wenn der Muselman sich im nahen Osten den Turban einschlägt (Goethe hat das feiner ausgedrückt). Nur könnte es sein, dass irgenwann keine hübschen Violinistinnen ihre netten Beine dem Betrachter weisen. Dann haben wir Kreuzweh und der Vollbart ist struppig vom vielen Beten gen Osten. Aber was solls, in den Siebzigern haben wir auch viel geredet und politisch geeifert. Was hat´s genützt? Frau vdL gilt als Muster der emanzipierten modernen Frau. Also wieder Goethe: Selig wer sich vor der Welt ohne Hass verschliesst, einen Freund am Bussen hält… (An den Mond)

  11. Die Irren dieser Zeit
    Wer waren denn die Irrsten aller Zeiten?

    Die zu kurz denkende überforderte Frau will die wieder Panzer Richtung Osten rollen lassen! Ich glaube die kann ost und west nicht mal auf der Lankarte anzeigen, genauso wenig wie sie einen Parlamentspräsidenten von einem Ministerpräsidenten unterscheiden kann.

    Wie gut, das wir Frauen wie diese bald noch viel öfter in Führungspositionen haben werden. Denn wir haben ja eine Frauenquote.

    • Die Irren dieser Zeit 2
      Dieses frauenfeindliche Macho-Gefasel ist zum Übergeben. Mein Gott, was hatten wir dämliche Verteidigungsminister, Schorsch Leber, Jung, Guttenberg. Keiner von diesen „Männern“ ist jemals so angepinkelt worden. Diese Frau hat eine „Mission Imposible“. Keiner von uns Clubsessel-Zwischenrufern könnte das besser erledigen. Einen Königsweg kennt niemand. Möglicherweise haben wir keine wirkliche Option, und jede Entscheidung ist mit Risiken verbunden. Allerdings auch die Entscheidung, nichts zu tun. Unter diesen Verhältnissen sucht VDL nach Lösungen. Mehr geht nicht und das ist aller Ehren wert.

    • Doch, oh doch, Guttenberg hat hier jede Menge abbekommen und sein Nachfolger auch.

    • ja von und zu aber doch erst, als er schon erledigt war.
      Und de Maiziere? Der hat ein wenig Kritik aushalten müssen wegen der Einkäufe. Aber kein Mensch hat ihm vorgeworfen, dass er ein Mann ist

    • Nein, schon Monate davor, als der Hype um diese Person losging. Ich will mich damit nicht rühmen, aber ich beurteile Politiker nicht nach der Gefälligkeitspresse, und der Mann war eine einzige Peinlichkeit. Schon vorher.

    • Dann war der Don möglicherweise ein Vorher-Seher
      Aber mir geht es nur darum, ob die Stilmittel bei den Angriffen auf VDL halbwegs seriös sind. Der Rückschluss von Ihrer Weiblichkeit auf die Qualität ihrer Entscheidungen ist eine jämmerliche Argumentation, wohlgemerkt, nicht von Ihnen verehrter Don, aber in diesem Wortwechsel. Mit solchen Begründungen durfte im vorigen Jahrtausend Marie Curie in Polen nicht studieren. In Saudi Arabien immer noch nicht. Ich vermute mal, dass Sie sich nicht auf diese Ebene begeben wollen.

    • P.S.
      Irre ich mich in meiner Wahrnehmung, dass Sie prinzipiell Politiker der bürgerlichen Parteien als limitiert kategorisiert haben? Bezüglich sehr vieler dieser Figuren kann ich diese Einschätzung teilen. Allerdings erkenne ich auf der Linken Seite kaum qualifiziertere Leute. Was mich dazu bringt. der ganzen politische Qulique einen eklatanten Mangel an vernünftigem Personal zuzuschreiben. Aber wir sollten nicht meckern. Wir beide haben nicht kandidiert.

    • Titel eingeben
      @Keul: Wenn Sie so danach fragen: Gutti war schon für sich peinlich genug, aber im Team mit Porno-Steffi einfach schlimm.
      De Maiziere ist, so muss ich konstatieren, noch nicht mal ein guter Verwaltungsdirektor, weil er es nicht geschafft hat, seinen Laden in den Griff zu bekommen. Das hat ihn offensichtlich nicht disqualifiziert, jetzt immer noch sein Unwesen zu treben, das IT Sicherheitsgesetz zeigt wie sehr er sich (wieder) vor den Karren spannen lässt.
      Und v.d.L. agiert scheinbar autorität aber eigentlich doch planlos. Wie überhaupt die ganze BundesReg sich in meinen Augen grad lächerlich macht. Siehe auch unseren Außenminister. Die wollen in der Weltpolitik mitspielen und merken vor lauter Eifer nicht, dass alle, aber wirklich alle, sie nach Strich und Faden verarschen. Und das ist etwas was man sowohl den USA als auch Russland lassen muss, auch wenn man mit den Themen und Methoden nicht einverstanden sein mag: das Spiel beherrschen sie recht gut. Während Deutschland, naja.

  12. Unterschichtenfernsehen ist super
    Ja, am besten hält man sich natürlich aus allem raus und lässt die IS-Verbrecher ungestört morden.
    Und das Gemeckere über Fernsehen ist einfach nur elitär und anti-demokratisch.

  13. Wegmarken
    Es gibt Entscheidungen, an die man sich das ganze Leben als großes Glück erinnert.
    Eine davon ist, sich für immer vom Fernsehen zu verabschieden.

  14. Ich möchte eigentlich auch keine Kiste haben, in der ein kurz denkender und überforderter Mann
    behauptet, ohne Waffen eine Mörderbande stoppen zu können, die bereits ein Kalifat als Rückzugs- und Vorbereitungsraum für alle islamistischen Terroristen dieser Erde geschaffen hat. Und nun?

    Beide Kisten kann man abschalten, in beiden Kisten muss man weder lesen noch zuhören. Die Kiste selbst ist nicht das Problem.

    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • ziemlich exakt so, die kiste wäre nicht das
      problem, somdern ein evtl. falscher umgang mit ihr. „ganz oder garnicht“ kann eine mögliche form des umgangs sein, aber auch reife, erwachsen zwischentöne, „selektiv-informeller umgang“ könnte die wahl sein, mitleidend, mitfühlen möglich machend, ohne davon überwältigt, also bzgl. eines möglichen eigenen handeln zum besseren sich blockiert zu finden. ungefähr … . (wobei z.b. in familie häufig zu sehen, das männlein und weiblein andere, je eigene kompromisse wählen wollen und würden, frauen z.b. wüssten auch häufig genau „so“ bescheid, bräuchten die bilder nicht, eher nicht.)

  15. Ja und Nein
    Fernseher abschaffen und dann ist die Welt in Ordnung? Ja, das wäre eine gute Idee. Nur sie funktioniert nicht, denn der Wahnsinn und die Wahnsinnigen sind ja mitten unter uns. Als es noch den sog. Eisernen Vorhang und den Kalten Krieg gab, da konnten manche Verrückte nicht nach (West-)Deutschland kommen. Heute ist das anders: Offene Grenzen überall, aber auch geschlossene Grenzen, die ohne größere Probleme überwindbar sind – Verkehrsmittel für jeden und jederzeit benutzbar – Gutmenschen-Ideologen in Deutschland, die auch arabische Kopfabschneider und afrikanische Drogendealer mit offenen Armen aufnehmen – in Auflösung befindliche oder bereits aufgelöste Staatsstrukturen im Nahen Osten und in Afrika. Die Probleme der Welt sind mitten unter uns. Da gibt es keine Weltproblem-freien Zonen mehr. Trotzdem: Fernseher abschaffen oder nur noch sehr spärlich und gezielt anstellen – uneingeschränktes Ja. Dafür mal wieder ein gutes Buch lesen, ins Theater oder ins Programmkino gehen, mit Freunden und Bekannten persönlich plaudern – einfach mal wieder Mensch sein. Aber den realen Verrückten dieser Welt kann man nirgendwo mehr entkommen, auch wenn man die virtuelle Welt abschaltet.

  16. Wow..
    …was für ein Artikel! Hab ich mir direkt ausgedruckt. Ich weiß nicht, wann ich das das letzte Mal gemacht habe. Gerne mehr!

  17. Theater, Theater - der Vorhang geht auf
    Und das Höchste des aufgeregten Alltagsjournalismus ist heute, dass all die Nachrichtensprecher und Moderatoren und Korrespondenten immer von ‚Bildern‘ sprechen, die ’sie erreichen würden‘, gerne auch ‚dramatischen Bildern‘ oder für die Intelligenten: ‚dramatische Szenen‘. Für unsere vierte Macht im Staat scheint alles nur noch Theater. Vorhang auf! und frisches Blut auf der Bühne szenisch angerührt. Drama, baby, drama! Dass es da um echte Menschen geht, die gerade verreckt sind, dass die Frau dort an der Straßenecke hockend ein echtes totes Baby in den Armen hält, dass die weinenden Familien gerade wirklich ihr Hab und Gut verloren haben – all das schert unsere Journalisten immer weniger. Sie erreichen in ihren Hochglanzstudios und in ihrem Quotentrubel nur noch Bilder. Und wer weiß?? Vielleicht ist ja auch alles nur inszeniert, um uns blödes Zuschauervieh auf Trab zu halten…

  18. Schönes Stück Schrift!
    Hat mich sehr erfreut, diesen Text zu lesen.

    Gerade vor kurzem erst hatte ich mit einem Vater eine Unterhaltung, in der wir uns fragten, warum man sich manchmal so verzagt fühlt.
    Uns selbst geht es ja nicht schlecht, abgesehen von ein paar kleinen Alltagsproblemchen ist alles in Ordnung. Zumindest in unserem Leben – und im Leben der meisten Bürger der BRD, wage ich mal zu behaupten (verglichen mit z.B. den Problemen eines Christen im Kalifat). Man hat also eigentlich keinen Grund, sich schlecht zu fühlen, oder die Schlechtigkeit seiner unmittelbaren Lebenswelt zu beweinen.

    Und doch hat man häufig das Gefühl, überall sei alles nur noch voller Katastrophen und morgen schon könne entweder Putin oder das Kalifat vor der Haustür stehen.

    Auch wir kamen zu dem Schluss: Früher war einfach irgendwann mal Schluss. Die Katastrophen waren fast die gleichen – z.B. Afghanistan war schon immer da (seit ich Nachrichten schaue, ich bin 37), Probleme in Afrika, im nahen Osten gab es auch schon immer, Völkermorde ebenso (nicht, dass ich das alles kleinreden will, aber ist es nicht so?)… Aber es gab sie abends zu den Nachrichten, oder eben zum Auslandsjournal…

    Heute ist tatsächlich das TV voller Katastrophen, Nachrichtensender berichten 24 Stunden non-stop in TV und Radio (falls man mal im Auto sitzt und „auf dem Laufenden“ bleiben will), in Internet/am Rechner zeigt sich das gleiche Bild.

    Nun denn, man muss lernen, nur noch dann hinzuschauen, wenn man es auch ertragen kann, und nur, so oft man es ertragen kann. Heute muss man sich nicht nur von Süßigkeiten, Alkohol und sonstigen Sünden fern halten, sondern auch von den Katastrophen-Nachrichten, die einem auf allen Medienkanälen entgegen geschleudert werden.

    Oder vielleicht wieder umsteigen auf die gedruckte Tageszeitung? Dann könnte man die Katastrophen der Welt wieder einfacher wegstecken…

    Danke für diesen Artikel, der ein weit verbreitetes, vielleicht unterschätztes Problem, nämlich das Ohnmachts-Gefühl und damit das Gefühl der Überforderung vieler Bürger, aufgreift.

    • Überfordert kann man sich eigentlich nur fühlen, wenn einem NICHT irgendwann beigebracht wurde,
      dass die eigene Macht die eigene Verantwortung begrenzt und man eben mitnichten alle, viele oder auch nur einige Probleme auf der Welt lösen kann (und deshalb auch nicht lösen muss).

      Normalerweise kommt diese Erkenntnis irgendwann im Laufe des Erwachsenwerdens (das sich heute bis locker 30 hinziehen kann). Danach hört man den Schwätzern einfach nicht mehr zu, die postulieren „X könnte morgen verschwinden, wenn alle Y machen“. Und die Nachrichtengeräte schaltet man besser ab, es sei denn, es ist ein interessantes Spiel oder Buch drauf :-).

      Das Ohnmachtsgefühl ist das Pendant zum Omnipotenzgefühl. Woher letzteres heutzutage kommt, würde ich wirklich gerne wissen.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

  19. Den Ereignissen nach Möglichkeit ins Auge schauen
    Auch wenn Sie keine „Kiste“ haben und alle auf Ihre Empfehlung sie nicht nur ausschalten, ja sie verkaufen würden :Jene Frau sagt trotzdem ungemütliche Dinge, trotzdem werden Menschen gemordet.
    Ihre wunderschöne Schilderung erinnert an die feine Gesellschaft vor hundert Jahren, die von in verschiedenen Autoren beschriebent wird: Wegschauen und sich den angenehmen Seiten des Lebens hingeben. Doch das hat den fürchterlichen Krieg auch nicht verhindern können, wie jeder weiß.
    Wenn die und die anderen, die mit den Konventionen brechen, zunehmend durch radikale Ereignisse ob der eigenen gehegten Weltanschauung ins Wanken geraten, mag der Rat nicht ohne Logik und Selbstschutz sein: Stecker ziehen!

  20. "Bad Company -
    till the day i die“, selten so gelacht.

    wobei auch die möglichkeiten der kunst, vor allem zum guten zu wirken überall, in den letzten jahren weidlich genutzt wurden – von den wunderbarsten menschen. und „oh freunde, nicht diese töne!“ so weiß es inzwischen wohl jeder internationale kulturraum auch. aber was hat es uns genutzt?

    und da don a.’s beispiel anscheinend so erstklassig passt, „quasi baustein zu baustein“, sehe man evtl. hier: „constant on the road“ – wenn man so wollte das „contra-äquivalent zur heimischen hängung“. beide, beides aber angefeuert von derselben zeit.

    der mann also seid 2012 unterwegs, und warum weiß es hier keiner? http://vimeo.com/52071977 – vollkommen sehenswert BY CONTRAST, soviel emphathie – für nichts? und er ist jude – wie er extra ausführt, mit einem seitenlob auf die zentrale rolle der familie im leben aller menschen bzgl. der möglichen wechselfälle der leben – und wunderbar bescheiden und natürlich – und hat doch die weltweit ungefähr größte sammlung islamischer kunst zusammengebracht – und versucht auch mit der sein bestes, die globale community vom wert des mitmenschen und vom wert der vielfalt in toleranz – anstelle von kultureller hegemonie – zu überzeugen.

    „Since 1970 Professor Khalili has assembled, under the auspices of the Khalili Family Trust, eight of the world’s finest and most comprehensive art collections: The Arts of the Islamic World (700-2000), Hajj and the arts of pilgrimage (700-2000), Aramaic and Bactrian documents (400 BC – AD 700), Japanese Art of the Meiji Period (1868-1912),Japanese Kimono (1700-2000), Swedish Textiles (1700-1900), Spanish Damascened Metalwork (1850-1900) and Enamels of the World (1700-2000). Together, the eight collections comprise some 25,000 works. Each of the eight collections is on its own merit the largest and most comprehensive in the world. His Islamic art collection extends to 20,000 items and is the largest of its kind held privately in the world.“

    http://en.wikipedia.org/wiki/Nasser_Khalili (evtl. die Fotos rechts im link auch) http://en.wikipedia.org/wiki/Irina_Bokova http://tinyurl.com/q5pay7w

    „Irina Bokova is the daughter of the communist-era politician Georgi Bokov, editor-in-chief of Rabotnichesko Delo, the official newspaper and organ of the Bulgarian Communist Party. Bokova is a graduate of the Moscow State Institute of International Relations.“

    am rande: das elend dieser welt heute rührte also vermutlich vor allem auch mit vom elend weiter teile der us-mittelschichten – speziell auch teile der sogenannten „babybommer“ – her? die sich von überall her und wie auch immer für die zukunft mit versorgen müssten, fast nach dem motto „not kennt kein gebot, und was nütze mir der kulturelle reichtum anderer, solange ich in so vieler hinsicht selber immer noch hungrig und unbefriedigt, „lebenstechnisch nicht ausreichend abgesättigt“ mich befände? sich also gegen gewisse teile eines, aus europäischer sicht, überausbeuterischen, sie selbst relativ macht- u. hilflos sehenden us-binnenmarktes unterschiedlicher sozialer schichten?

    und ja mahler, dieser wunderbare neurotiker: „ich bin aus dem System gefallen“ https://www.youtube.com/watch?v=11mfvRIKgUA – ja sicher, wien 1905, man weiß.

    und „brandet in“, das holz wäre von kultur genauso leergesogen gewesen, dankbar hätte auch es aufgenommen, mehr noch, auch mit allen auge gesehen, mit jeder pore gefühlt ?
    .

  21. TV braucht kein Mensch
    Ok, ich gebe es zu, ab und zu schaue ich auch arte und Phänix sowie diverse Spartenkanäle, habe mich lange geweigert die Zwangsgebühren zu zahlen und alles verzögert usw.
    Aber einen TV braucht man eigentlich nicht. Wenn ich sehe wieviele Stunden der Durchschnitt in Deutschland täglich vor der Glotze hockt, dann kann ich nur meine Schlüsse daraus ziehen:

    Die meisten leben in verdreckten Wohnungen, kochen nicht und sind faul und träge…denn wenn ich abends heim komme, dann habe ich noch einiges zu tun oder ich lese usw. und für TV habe ich keine Zeit, denn Schlafen ist mir wichtig.

    Allgemeine Frage: Was war das für ein Ausrutscher im letzten Blog-Eintrag? Selten so was Schlechtes von Ihnen gelesen, lieber Don!

    Herzliche Grüße!

  22. Realitätsflucht ist zwar schön, ob sie aber vernünftig ist ?
    Don Alphonso liebt die kulturellen Schöpfungen die durch das Interesse und Engagement der europäischen Aristokratie ermöglicht wurden. Er weiß aber als Kulturhistoriker auch, daß am Beginn der europäischen Aristokratie mittelalterliche Reiterkrieger standen, also Leute, denen ich vor allem in ihrer durchaus häufigen Ausprägung als Raubritter keineswegs gern in einem Hohlweg oder in einer Berliner Seitengasse begegnet wäre.

  23. Rotherham
    Obwohl Stadträte, Kommunalbeamte und Polizisten mehrfach ( Über ca 10Jahre) darüber informiert wurden, dass örtliche Banden, ( mehrheitlich muslimische Pakistani ) Mädchen ( 1400, weisse nichtmuslimische, englische) schlagen, vergewaltigen und als Handelware verkaufen, blieben sie tatenlos.
    Ein Grund dafür, heisst es in dem Bericht, sei die Sorge gewesen, als rassistisch zu gelten.
    Nach 2 Tagen bequemt sich auch diese Zeitung, über den Skandal zu berichten.
    In einer Linie, seit man vor vielen Jahren diesen Redakteur von der Taz engagierte und hochbeförderte, der- mir unvergessen, die Frage stellte, ob unsere Rechtsordnung über einen Frankfurt/ Afrikaner richten dürfe, der sein minderjähriges, importiertes Dienstmädchen zu vergewaltigen pflegte, da solcher Brauch Usus in seinem Herkunftsland sei.
    Aber Leute fertigmachen, die sich über Masseneinwanderung und den Zerfall unseres Landes Sorgen machen, oh ja, da ist man hier schnell dabei.
    Hach wie kultiviert wir doch wieder sind.

  24. Titel eingeben
    Lebte ich in einem wirklich demokratischen Land, wo ich über Abstimmungen etwas mit entscheiden dürfte, so hätte ich vermutlich einen Fernseher und ganz sicher ein Zeitungsabonnement. Nachdem ich aber vor kurzem pflichtschuldig die mir damals als kleinstes Übel erscheinende Partei gewählt habe und in den nächsten Jahren lediglich deren Aktionen ungefragt mit umfänglichen Steuerzahlungen mitfinanzieren darf, nabele ich mich seit einiger Zeit frohgemut von allen Nachrichten ab.

  25. "PKK, Ukraine, von der Leyen und das Kalifat restlos ausschalten"
    Was nutzt es schon, per Ausschalten auszublenden, wenn diese ganze ueble Gemengenlage uns taeglich auch in den Leitmedien mit einer – doch recht plumpen – Impertinenz praesentiert wird, die nichts Gutes verheisst.
    Foristenmeinungen werden nun seit einigen Wochen zu bestimmten Themen nicht mehr zugelassen und wann das Kunstgebilde Internet schliesslich unfrei sein wird, ist nur eine Frage der Zeit.
    Mit anderen Worten: Das Stimmvieh – ausgenutzt und immerwaehrend argwoehnisch von oben beobachtet – ist abgeschaltet, abgelegt, heftigts verdrahtet eigentlich und zum Teil schon umgepolt.
    Denen uns vorgelegten Geschicht“quellen“ und „Fakten“ ist nicht mehr zu trauen, und die Alpha-Redakteure haben den Freibrief, das Volk stuendlich zu berieseln und vorzubereiten, waehrend Petitionen immer groessere Heiterkeit in Berlin, London, NY und Bruessel hervorrufen duerften…man ist der festen Meinung, auf Zeit spielen zu koennen.
    Erinnert man sich noch an die von Schirrmacher auf Twitter erwaehnte Petition, die vor Monaten innerhalb von Tagen von 2000(?) Schriftstellern mitunterzeichnet wurde?

    Frank Schirrmacher:
    „Wer frisst wen in der digitalen Gesellschaft? Der darwinistische Wettlauf zwischen Mensch und Computer:
    Die Informationsexplosion wird unser Gedächtnis, unsere Aufmerksamkeit und unsere geistigen Fähigkeiten verändern, unser Gehirn physisch verändern, vergleichbar nur den Muskel- und Körperveränderungen der Menschen im Zeitalter der industriellen Revolution. Kein Mensch kann sich diesem Wandel entziehen. Aber das sind nur Vorbereitungen auf einen ungleich größeren Wandel.“

    Es ist erkennbar, dass innerhalb von fuenzig Jahren die „Masse“ zwar kritischer geworden ist, der Mut aber geringer, die Manipulationen immer dreister werden und „Verteidigungs- und „Schutzmassnahmen“ immer weiter wuchern.
    Es ist doch merkwuerdig, dass das muslimische Debakel erst durch westliche Eingriffe verursacht wurde, aber nun entsetzliche Summen aufgebracht werden muessen, um dasselbe zu bekaempfen.
    In der Tat hat es hier der Westen nun mit einem von ihm selbst geschaffenen und unheimlichen Feind zu tun: kompromissloser Einsatz bis hin zur Selbsttoetung durch Sprengung wird auch nicht durch eventuell geplante Nuklearschlaege oder anderer Kampfmittel aus der Welt geschaffen werden koennen.

    PS:
    Ein US-Reporter zum vorbeifahrenden Rotschild vor dem Treffpunkt einer angesagten Bilderbergkonferenz: „Our answer to 1984 is 1776.“
    Mit TV-Kaufboykott, Abonnement-Kuendigungen, Petitionen und anderen Spielereien wie Wahlen wird es leider nicht getan sein.
    DIE „Demokratie“, die uns und andern immer wieder nahegelegt werden soll, ist eine Diktatur und Gestalten wie VDL, Gauck, etc. sowie die Leitmedien ihre unseligen und gutbezahlten Gehilfen.
    Eine entschlossene Gruppe unabhaengiger Journalisten vom Schlage eines Greenbergs, Hersh´s oder eines Scholl-Latour wird scheinbar nicht mehr zugelassen…
    So sieht´s aus.

    Nocheinmal Frank Schirrmacher: „Aber das sind nur Vorbereitungen auf einen ungleich größeren Wandel.“ An welche vergangenen geschichtlichen Grossereignisse er dabei gedacht haben koennte, ist mir unbekannt.

  26. Egozentrik
    Der Artikel wirkt geradezu abstoßend auf mich. Es erhebt sich die Frage, wie man ohne “Glotze “ überhaupt zu solch einem Detailwissen über das Geschehen im TV gelangen kann.
    Deine Meinungen und Einschätzungen als Ästhet und Kunstliebhaber wirken egoistisch und in-sich-gekehrt. Deine Komponisten, Künstler und Architekten waren es nicht.
    Freundliche Grüße
    Bernard del Monaco

  27. Titel eingeben
    a) no browns after six
    b) das Abschalten des Fernsehers kann das Eindringen von Problemen der restlichen großen weiten Welt in die eigene kleine Idylle nicht verhindern

  28. No offense, but.......
    Werter Don,

    ohne Ihnen nahe oder näher treten zu wollen: Nachrichten, so sie denn solche sind und nicht Kommentare (die Erkennbarkeit leidet hier zunehmend, insbesondere in Printmedien), leisten einen gewissen Beitrag zu diesem demokratischen Grundrauschen, das wir als ‚Meinungsbildung‘ im Rahmen der Partizipation einfach nötig haben. Sicher gilt der sch(m)erzhafte Spruch: Würden Wahlen etwas ändern, so wären sie untersagt. Nur hoffe ich, mit einem gelegentlichen Blick in den Weltspiegel oder die Hauptnachrichten einen Hauch von dem zu erkennen, was sich so ausserhalb meiner der noch teilweise noch Landesbank gehörenden Wände abspielt. Knapp: Ich bilde mir ein, News zu b r a u c h e n …….
    Und eine Anmerkung zum insulären Appeasement: In meiner schulischen Sozialisation hatte ich deutsche geschichtliche Verantwortung nicht als ‚Konflikte? Bitte ohne mich.‘ verstanden – sondern unsere postdreiunddreissigbisfünfundvierzigfriedensdividendende Gesellschaft eher als Feuermelder.
    Andere als Weltpolizei zu verspotten und sich selbst bei Völkermord in selbstgerechten Ostermärschen und Appellen zu erschöpfen erscheint mir ….. missverstandenes Erbe.

    Aber: IMHO, auch eine schöne Internet-Abkürzung……. :-)

  29. Mutig, mutig
    Schon wirklich mutig, sich gegen den Mainstream und auch gegen die vorherrschende Meinung der FAZ zu stellen. Aber ich finde es wirklich angenehm, jemanden zu lesen, der sich nicht einfach durch Informationen berieseln lässt, sondern diese auch kritisch hinterfragt. Ich wünschte mir mehr davon. Denn dann hätte es unsere Bundesregierung nicht mehr so leicht! Die sind in ihren Antworten genauso trottelig (oder arrogant) wie die Amerikaner. Ein kleiner Klick im Internet, und schon kann man sie der Lüge überführen! Dümmer geht es nicht (oder ist der normale Bundesbürger inzwischen so dumm?).

  30. Zitat: "...aber ich habe wenigstens kein TV-Gerät mehr, und dafür ein Abo beim Konzertverein."
    … und ein (Zwangs)Abo bei der GEZ.

    Mit oder ohne – (Fernsehgerät)!

    Alleine dies zeigt, wessen Geistes Kind wir in der BRD inzwischen geworden sind. Bei so viel „freiwilligem Zwang“ allerorten mag ich gar nicht mehr von Demokratie sprechen. Oder wie war das mit der selbst auferlegten Pressezensur der FAZ und der Kommentarfunktion bezüglich UA-Themen? Nun ja, ist ja alles russisch unterwandert. Man(n) – waren das noch Zeiten, als auch gedruckt wurde, was gedacht wurde. Geistesfreiheit ade. Verstehe voll und ganz werter Don, dass sie sich in die kuschelige Holztäfelungsromantik klassischer Konzerte verkrümeln. PS: Mein Fernsehkonsum ist erst seit 18 Jahren eingestellt.

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