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Stützen der Gesellschaft

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Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Elitäre Eizellen einfrieren mit dem neuesten iPad

| 26 Lesermeinungen

Das perfekte Kind zum perfekten Zeitpunkt: Nur morsche Eliten können sich über Social Freezing aufregen - die junge Generation hat längst begriffen, dass im Stickstoff neue Herren reifen.

Eisgekühlter Bommerlundahh, Bommerlunda eisgekühült

Flüssiger Stickstoff, den man zum Einfrieren von Eizellen benötigt, ist mit 196 Grad unter Null sehr kalt. Dafür geben amerikanische Firmen wie Facebook und Apple fünfstellige Beträge aus, wenn es denn eine Mitarbeiterin so haben will. Um das in Relation zu setzen: Als die Agentur R** *** in München im frühen Winter vor einem Dutzend Jahren kein Geld mehr hatte, um Strom und Heizung zu bezahlen, lag die Temperatur am Morgen in ihren Räumlichkeiten bei knapp über Null und stieg dann im Laufe des Tages, gewärmt von panischen Menschen, deutlich an. Denn der Mensch sondert, sofern er halbwegs normal genährt ist und die Kreditkarte noch etwas ausspuckt, eine Wärmeleistung von bis zu 100 Watt ab. Wenn aber eine Person nichts mehr essen kann, etwa, weil sie als Chefin einer Redaktion eines Startups vorsteht, dessen Gründer es gerade vor die Wand fahren, und einer dieser Entrepreneure schiebt ihr nach einer Besprechung über ihre Ängste eine Packung Psychopharmaka rüber und sagt, die soll sie nehmen, dann wird das schon – dann sind wir nicht nur in der New Economy angelangt, sondern am absoluten, menschlichen Tiefpunkt. Dagegen ist flüssiger Stickstoff flauschig.

Das ist, wie gesagt, inzwischen über eine Dekade her, spielte mitten in diesem schönen Land, keiner hat sich aufgeregt, und das meiste hat sich wieder eingerenkt – der Pillenrüberschieber zum Beispiel gibt heute den bodenständigen Unternehmer und Erben, und zeigt politische Ambitionen, allerdings nicht im Bereich Drogenpolitik. Aus Chefredakteurinnen von Startups wurden Kirchenverlagsangestellte, und die ehemaligen Mitarbeiter dieser eiskalten Agentur hatten sogar noch Glück, dass es sie recht früh erwischte. Denn der Internetprovider, über den ich diesen Text schicke, ist voll mit diesen alten Bekannten, die nun die Vorzüge des behördennahen Wirtschaftens erkannt haben. Heute neigt man dazu, das alles lustig zu finden. Auch wenn man genau weiss, wie wenig erfreulich es war, wenn eine Jungmanagerin einen Mietvertrag für standesgemässe 90m² für zwei Jahre unterschrieb und vier Wochen später eine mittellose Arbeitslose mit abgebrochenem Studium wurde.

Das sind die eher unerquicklichen Szenarien der neuen Arbeitswelt, und dagegen sind grosszügig übernommene Kosten für Familienplanung und bewusst gesteuerte Karriere in einem langfristig denkenden Konzern keine schlechte Sache. Apple und Facebook bieten das als weiteres Incentive an, als Vorteil, als Belohnung. Vertriebler bei Firmen der Samwer-Brüder können da auch heute noch ganz andere Geschichten erzählen, wenn sie nicht die gewünschten Leistungen bringen. Die Argumentation für das Einfrieren lautet offiziell nicht. „Quäl Dich und komm ja nicht auf die Idee ein Kind in die Welt zu setzen, das unsere Arbeit und Planung behindert.“ Das kommt ganz freundlich daher: „Schau, Honey, in 10 Jahren kannst Du Dir ein Haus leisten und hast vorher auch noch genug Zeit, den richtigen Mr. Right zu finden – und wir sorgen dann dafür, dass es für Dein bestes Familienglück die beste Eizellen gibt. Du willst alles – Du kriegst alles.“

Es geht da also nicht um eine Benachteiligung, die Frauen in ein bestimmtes, von der Firma gewünschtes Verhalten zwingt. Dieser Druck ist ohnehin schon da, und er hat phantastische Mittel, sich in einem Lebensstil ohne Trennung zwischen Arbeit und Privatleben durchzusetzen. Die Entwicklung tragfähiger Beziehungen braucht gemeinhin Zeit, die leitende Mitarbeiter nicht haben, und eine gute Auswahl an Partnern, die mehr als nur ihre Karriere im Kopf haben. Vor dem Hintergrund der unsicheren Wirtschaftslage entscheiden sich Frauen und Familien ganz von allein gegen Kinder. Das Angebot der Firmen ist vor diesem Hintergrund ein sehr amerikanisches Privileg – an den Rahmenbedingungen kann und will man nichts machen, also geht man die Folgen an und argumentiert mit der persönlichen Freiheit. Für die Eindämmung des Islamischen Staates hat man Bomben, für die Bankenkrise die Druckerpresse und für die Fortpflanzung der Managerin den Stickstoff. Das Einfrieren ist auch nur eine Art des Pursuit of Happyness. Und den Nachwuchs holen sich solche Firmen ohnehin nicht aus mit ihnen traditionell verbundenen Regionen, sondern überall, wo man flexibel wie flüssiger Stickstoff ist.

Der Zufall wollte es, dass Apple einen Tag nach dem Aufschrei über Social Freezing in deutschen Medien neue Elektronikprodukte vorstellte. Und es war ganz wunderbar zu beobachten, wie schizophren diese unsere Gesellschaft mitsamt ihren Sprachrohren da trennen kann. Das neue Tablet ist nur noch 6,1 Millimeter dünn, das ist doch phantastisch. Und es gibt bald Apple Pay, dann wird globales Zahlen einfacher, für einen kleinen Profit, von dem ein kleiner Teil in Stickstoff geht. Und für alle, die international unterwegs sind und dauernd zwischen den Mobilfunkanbietern wechseln müssen, um Dokumente im Hotel herunterzuladen und Präsentationen zu bearbeiten, gibt es eine eingebaute SIM-Karte für den schnellen Wechsel zwischen den Providern. Und es kommt ein 27-Zoll Bildschirm mit einer Auflösung wie die Realität. Das ist ja phantastisch, wer braucht da noch Liebe, Freundschaft, Partnerschaft, zumal die neueste App auch sofort ausprobiert werden muss? Genau das ist die Welt, in der man auch optimale Eizellen für den optimalen Zeitpunkt einfriert, der irgendwann sein wird, aber jetzt sicher nicht ist – und das iPAd mini hat einen neuen Bildschirm.

Keine der ansonsten so wortgewalttätigen Feministinnen hat, soweit ich das erleben konnte, jetzt ihre entsprechenden Produkte dieser Firma aus Protest entsorgt. Beim nächsten Barcamp Frau wird wieder überall der angebissene Apfel auftauchen, ein Symbol, das andere eher mit der Darstellung des Sündenfalls im Paradies verbinden. Wer wirklich nicht ohne das neueste iPhone leben kann, weil ständig überprüft werden mus, was bei Facebook gerade passiert, sollte sich über die logischen Konsequenzen nicht wundern: Die Entstehung eines Menschen, der genau das tut, was ihm gerade passt, und sie nicht an alte Strukturen bindet. Das fängt mit dem Mobiltelefon an, weitet sich über Streamingportale aus und endet, logisch weiter gedacht, im Stickstoffbad. Gleich nebenan ist übrigens Google, die mit 23andme ein Startup zur DNA-Analyse haben, was bei der Partnerwahl oh pardon eisgekühlten Eizellenbefruchtungswahl ebenfalls beste Resultate verspricht. Darauf einen eisgekühlten Bommerlunder, let’s schwapp it hin under.

Ahhhhhhh.

Ja, also, da entsteht also eine neue Elite für ein neues Zeitalter, solange die Beteiligten nur brav verhüten, oder am besten gar keinen Sex haben und sich ihre Phantasien auf dem 27-Zoll-Display erfüllen lassen. Dagegen kann man unsere reichlich unachtsamen bayerischen Zwangswunschheiraten unter lokalen Oligarchen fast schon als Verbrechen an der nachfolgenden Generation betrachten, wer kann da schon sagen, ob da nicht irgendwann ein halber Ochs in der Vorfahrenlinie gewesen ist, sowas kreuzt sich nach der Kirchweih schnell mal ein. Aus dem Stickstoffbad wird und dann die neue Aristokratie geschaffen, aber ohne Nebenwirkungen wie Habsburgerlippe und Erbkrankheit. Und sie kommt genau so zur Welt, dass die Eltern 20 Jahre danach das beste Studium zahlen können, das man für Geld kaufen kann. Soziale Durchlässigkeit ist erwünscht? Hier bitte, das Silicon Valley zeigt dem faulen, verlotterten Grossbürgertum in Deutschland, das sich an Häuser und alte Photoalben klammert und keine Studiengebühren will, wie man sie nach drei Generationen genetisch zum Reinigungspersonal degradiert.

Solange zumindest der Stickstoff schön kalt bleibt und die Internetfirma nicht die Überweisung vergisst. Sowas soll ja ab und zu mal vorkommen, Facebook zum Beispiel sieht ein wenig wie Geocities und Altavista aus, und auch Apple hatte schon mal schlechte Zeiten. Oh und wie ist das eigentlich, wenn eine Managerin die Firma wechselt? Oder vielleicht später auch gar nicht so viel verdient und sogar auf dem absteigenden Ast ist, weil man in 20 Jahren das überaltete Middle Management der Internetkonzerne durch künstliche Intelligenz und junge Absolventen ersetzt hat?

Fragen über Fragen. Vielleicht hat Apple ja noch ein 27,9-Zoll-Display und Facebook kauft Twitter, dann kümmern sich die Betroffenen wieder um die wirklich wichtigen Dinge des Tages und wie am schönen Tegernsee haben morgen Kirchweih. Der eine schaut zu tief ins Glas und der andere steckt zu tief im Stickstoff, und wie es letztlich ausgeht, das können sie im Silicon Valley mit Modellen berechnen und in Bayern sagt man, das nix gwies is.

Schon gar nicht die Sache mit den Ochsen und ob das nicht doch ab und zu für den Genpool. zumindest im Vergleich zum lichscheien Nerd, seine Vorteile hat.

HINWEIS:

Vorteile hat auch das reibungslose Kommentieren im Kommentarblog.

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26 Lesermeinungen

  1. pixelzahl beim Flirten, o. warum ist alles so verschwommen?
    ..Es ist dem nicht so. Wieder zuhause nach längerem Radfahren in Schweiz und Italien sprach mich besonders der letzte Teil Dons Ausführungen auf erschreckende Weise an. Isolation mit apples Designwelt; im Internetzeitalter nebeneinander herknipsend. Einer der wenigen die ipad mässig unterwegs waren, war ich. Ipad gut telecom sch…;
    Die Bayern im Frühstücksraum waren mit Abstand die kommunikativsten, dannach die drei hessischen Pärchen und dann und und..keiner hatte irgendwas mit!
    Schlimm in den loungeähnl. Räumen das wortlose neben einander w-lanen. Noch nichtmal die paar spielenden Kinder bringen lockerung. Ein Sport und Kultururlaub als sozialer(sozialisations) Bankrott; Schweigegelübte o.so..
    Wenn ich Wandern war, hatte ich nicht mal ein Notrufhandy mit; Spass gab es überall dort, wo man ihn nicht vermutete; beim halblegalen Eindringen in die Luxusrestauration im Skiecowboystil(verdammt, was ist das?) oder am Gletscher bei den, mit schwerstem Cameragerät bestückten Touristen aus Canada, Australien, China, Japan und o. Südkorea. Sich auf Welt o. Europareise befindend und ´grad ´mal mit dem Lift hochgefahren..
    Setz´ dich zu uns und erzähl…!
    ..wir sollten ´mal(nicht nur) unsere Kommunikation überdenken!

  2. Kleiner Tipp:
    Kleiner Tipp:

    Immer, wenn ich mir nicht sicher bin, ob ich eine Sache halbwegs vernünftig halbwegs objektiv einschätze (bei manchen Sachen gehen einem aus sehr unobjektiven Gründen emotionalst der Super-Gaul durch …), mache ich für mich das Gegenexempel auf:

    Wie würde ich mich persönlich fühlen, wenn mir meine Firma als Mann die Vasektomie anbieten würde, kostenlos zu übernehmen? Damit ich – uneingeschränkt von Heirat, Beziehungsstress, Blagen und Verpflichtungen zuhause – mich vollumfänglichst als Superfirmensoldat der Firma widmen könnte.

    Und wie wäre dann die gesellschaftliche Debatte?

    Würde man dann ausschließlich auf DIE Männer herumhacken, “warum sie das mitmachen würden?”

    Oder würde man heftigst auf ihnen herumhacken, warum sie – verblendet, dumm und unfähig, wie sie seien – immer noch die Produkte dieser üblen Firma verwendeten, statt sie sofort wegzuschmeißen?

    Oder würde man nicht eher in der Mediendebatte sich hauptsächlich die jeweilige Firma vorknöpfen und ihr drohen, schleunigst ihr verfi … Headquarter in Kartons zu packen und das Land zu verlassen?

    Tippe deutlich in einer solchen Mediendebatte auf Letzteres.

    Es ist Mode geworden, auf Frauen herumzuhacken.

    Meinjanur.

    An euch alle: So als Liberale mit der genussvollen Libertin-Seele, oder so als Konservativer mit dem romantischen Weltbild des Frauen beschützenden a really gentle man. Oder wer ihr da draußen auch immer seid und was ihr vertretet.

  3. Ein belegtes Brot mit Schinken (Schinken!)
    Ein belegte Brot mit Ei (Ei!)
    Das sind zwei belegte Brote (eins mit Schinken, eins mit Ei)
    Und dazu…

  4. Der Artikel ist bisschen too crazy für mich, aber geil gemacht
    Chapeau

  5. Böser Text
    und sicher den Nagel auf den Kopf getroffen.

  6. Titel eingeben
    Zeugung nach der Menopause, hört sich zunächst gut an , ist es aber nicht. Sagen wir , eine 56 jährige Frau liesse sich ihre 30 Jahre jüngeren Eizellen reimplantieren ( weil vor 30 Jahren entnommen und eingefroren) .Sie müsste , um das Risiko für eine Kindesschädigung zu minimieren, einen deutlich jüngeren Mann finden ( Das Risiko, Erbschäden (z. B. Trisomie 21) zu erzeugen) steigt bei Männern ab 40 Jahre rapide)
    Andere Frage: Welcher Mann mit Geschmack würde freiwillig eine 56-Jährige, also alte Frau
    begatten ? Vielleicht noch gegen Geldzahlung ?

  7. .Versuch über die Realität
    ..es sind doch immer die gleichen Spiele, ob Mann oder Frau-Machtgeschichten.
    Und warum, ach Gott… die Firma , das Geschäft, das Kapital,..was denn noch?
    Es gibt auch im Privaten, Freizeit o. was weiss ich- Bereich Grenzsituationen, wo ebensolche(was eigentlich wirklich für welche?) Dinge passieren.
    Warum versteckt o. baut das Argument nur auf die Firma?
    Mann hackt auf Frauen ´rum, dann die Neger und Jugoslawen fanden die Türken eher unedel. Ich zitier´ hier nicht aus der Unterwelt, sondern einfach aus der Dienstleistungsscene.
    Gewinnen tut in Mailand der, der das schnellste Auto hat, aber wenn Du das sein solltest , kommt morgen ein schnellerer(..stammt nicht von mir, war ein schwarzer Fussballer).
    Wie schrieb die Zeit kürzlich einen bessergestellten Radfahrer betr…meinend,:.Was für ein AAAa..
    ..warum hacken bloss alle auf…ogottoggttgogtt!?!
    ..in einem Aufsatz in einer eher ernstzunehmenden Zeitung las ich letztlich, die Bevölkerungsentwicklung betreffend:.. es wird nicht für alle reichen. Das jetzt, da wir einen sehr hohen Wohlstand haben.
    Dies so formuliert, als ob kurz und mittelfristige politische Entscheidungen der Prognose vorausliefen.
    Es hat mich auf eine unangenehme Weise nachdenklich gemacht.
    ..nachdem ich das jetzt so untergenudelt habe, merke ich, oh ich hab´ja gar keine Zahlen verwendet,..ohgottottott ,keine Zahlen ,keine Rechnung, das geht nicht, da geht ja gar nix,
    ohne Zahlen keine Kirchweih und so weih..ter und so …
    Fortsetzung ..irgendwas mit Frau von Leyen,..“ach, wie ist die süss“..
    ..neinein nein es ist nicht wirklich,..aus Asterix

  8. Elitäre Eizellen?
    Da haben sich diese Firmen aber etwas vorgenommen.

    Sie sind doch eher für hektische Modellwechsel –
    eine Innovation jagt die andere – ebenso die
    Geschäftsziele, bekannt.

    Wo soll da die Planungssicherheit herkommen?
    Während 7 Milliarden Menschen frei würfeln.

    • Obwohl
      Die Technik eröffnet ganz neue Möglichkeiten zur Reklamation,
      wenn das ‚Produkt‘ nicht den Vorstellungen entspricht oder
      Mängel aufweist.

    • ...
      Der Hinweis:
      Eltern haften für ihre Kinder!

      hat ausgedient.

    • So? Nach dem Motto:
      Nach dem Motto gewisser Hype- und Helikopter-Erfolgseltern:
      „Wir wissen zwar nicht, was wir wollten, aber das ist es nicht.“
      ? So?
      ; -)

      Nach dem Zeitalter der Wegwerf-Artikel und der reklamierbaren Beliebigkeits-Wegwerf-Konzepte das Zeitalter der Reklamation des Super-Kindes:
      Du bist nicht das richtige Superkind. Du kannst zu wenig, du nervst, du bist ein Versager. Zurück in den Mutterleib! Zurück in die Eihülle, in den Gefrierkasten, du Bratze!!Einself!!

      Gar kein Science Fiction mehr, sondern greifbar nah.

      Gruß
      Der Kater

    • Naja,
      Wie die Anbieter des techn. Verfahrens ihre Rückrufaktionen
      gestalten, darüber haben sie wohl noch nicht nachgedacht.

      Da besteht sicher noch viel juristischer Beratungsbedarf.

  9. Naja ...
    Die Apple Firma ist hier einmal mehr inkonsequent: Warum kauft man den Mitarbeitern -ggf. auch den männlichen- nicht einfach fertige Embryonen ab, um diese dann einzufrieren, zu klonen u.s.w. ? ‚Computerinder‘ aus dem Reagenzglas, wäre das etwa nichts ? Möglicherweise könnten hierzu auch ausgewählte Kunden herangezogen werden – denn wer aus dem geschätzten Kundenkreis liest sich in ‚iTunes‘ schon das Kleingedruckte durch ? Haben die Brüder den ‚iKindergarten‘ -gefolgt vom iEDV-Aufbaukurs- nicht schon längst erfunden ?

    P.S.: Selber benutze ich das Zeug nicht, doch hatte ich tatsächlich mal die Aktien – leider viel zu früh verscherbelt, denn wer hätte das mit dem iTelefon schon ahnen können ? Auch technisch hätte ich einige Anregungen für die vom richtigen Weg abgekommene Apple Firma, um die es hier aber offenkundig nicht geht.

  10. alles hat seinen Preis
    Genau den hier beschriebenen Eindruck hab ich schon seit Aufkommen der D-Netzte und SMS, mit deren Hilfe sich die Frauen die Männer auf Distanz halten. Always connected – bezahlbar durch die flatteratte auch für Drückerkolonnenmitarbeiter – mit den social networks, ist die konsequente Fortführung nun eben smartphone und die Appel-Uhr, auf die demnächst nun auch noch alle schauen – aber nicht wegen des verpassten Zuges, der auch immer weniger pünktlich kommt, wenn er denn kommt. Und um das alles rund zu machen, schreibt die große Suchmaschine einen Wettbewerb aus, um den effizientesten Wechselrichter für das smart home zu prämieren. Hier will man dann noch an die sensitiven Daten – bspw. ob ich gerade meinen Toaster einschalte, meine Klimaanlage oder den TV mit welchem Kanal -, wenn man nicht online via smartphone ist. Allerdings sind Wechselrichter zumeist mit dem Internet verbunden zwecks update, monitoring der Solaranlage etc……und somit schließt sich dann der Kreis. Smart meter ist auch gerade auf dem Vormarsch, angestrengt durch die Versorger, und befeuert durch technik- und kontrollfreaks auf der Suche nach neuen Geschäftsfeldern, die die Steuerung mit dem, natürlich, tablet visualisieren.
    Vergiss also nie, deinen Internetprovider zu bezahlen! Am besten mit apple pay.

  11. OT: Hat aber auch mit Eiern zu tun ....
    …. beim Anblick des Bildausschnittes vom Eierkarton frage ich mich wo denn in unserm schönen Land all die Freilandhühner rumlaufen.
    .
    Ich habe bisher nur zwei Hühnercontainer sichten können, um die die Hühner frei herumliefen … das reicht m.E. aber nicht für die Massen an Freilandeiern, die zu einem netten Gutmenschenaufpreis angeboten werden.
    .
    Kann mir jemand sagen, in welchem Bundesland die Hinkel in Massen frei rumrennen?

  12. Das Kind, das aus der Kälte kam ...
    …. netter Gedanke dem Kind -mit ganz viel Mutterliebe- dann irgendwann einmal zu eröffnen, dass es etwa 10 Jahre bei -196 vor sich hinschlummerte.

  13. Gehe mal davon aus,...
    … dass jeder Atomunfall – wie in Tschernobyl, Fukushima, sowie die kleinen registrierten oder nicht registrierten Unfälle – unser Strahlenniveau kontinuierlich erhöhen. Und wir passen uns evolutionär an, was in einigen Berichten aus den verseuchten Landstrichen auch berichtet wird.
    Mir stellt sich die Frage: etwaig eingefrorene Eizellen, die u. U. 20 und mehr Jahre gelagert werden, sind gegen schädliche Strahlungen abgeschirmt. Könnten solche Zellen nach dem Auftauen und Einpflanzen nicht einen „Verstrahlungsschock“ erleiden und schwere Schäden im Embryo verursachen, da sie sich in der Lagerzeit nicht evolutionär im Organismus der Frau „anpassen“ konnten? Wenn meine Bedenken sich bewahrheiten sollten, könnten die sich entwickelnden Nachkommen zwar Schäden aufweisen, aber ihre elitären Eltern hätten sicher genug Kohle, um sich entsprechend zu kümmern.

  14. Klonen!
    Warum nicht gleich klonen.

    Am besten sich selbst. Würde doch besser zu
    einer egozentrischen, der westlichen Gesellschaft
    passen.
    Das optimieren der Geschäftsabläufe durch Einfrieren
    von Eiern und Samen ist den ostasiatischen Kulturen
    näher.

  15. ...
    “ Aus Chefredakteurinnen wurden Kirchenangestellte…“

    DA sind Sie da ganz sicher?

    Habe gerade eine Internet-Postille angeklickt.
    Die Fingerkuppe hat sich blauschwarz verfärbt.

    • ...
      Langsam kommen mir Zweifel, ob die schrille Despotie
      der Zivilgesellschaft nur ein Medienkonstrukt ist.

    • Welche?

    • Welche ?
      DA, wollen Sie Namen wissen ?

      Gestehe, merk ich mir nicht.
      Lohnt nicht,
      wenn man es mit einem Phänomen zu tun hat.

      Oder hat es etwas gebracht Saddam zu Hängen
      oder Bin Laden zu jagen?

  16. Sorry,
    … ich bin nicht soviel im Internet unterwegs und nur
    mangelhaft vorbereitet auf soviel Aggressivität, da kann
    es schon passieren, dass ich mich auch physisch bedroht fühle.

  17. Wahrscheinlich läuft es am Ende doch wieder einmal mehr darauf hinaus, dass irgendwelche Kerle
    am Ende meinten, sie wären ja eben doch die Größten – und nur die Feministinnen blieben auf ewig doof.

    Denn jeder kluge Kerl sähe ja gleich worauf das hinausliefe – nur die sogenanten Feministiunnen eben zu ihrem Glück leider nicht: Am Ende müsste die Feministin, reine Sachzwänge, rein Sachzwänge, leider doch so biographisch lange arbeiten – und wäre also Arbeitskraft inzwischen zum Glück leider so erfolgreich geworden, dass sie mit ihrer Erfahrung (gemeint: dem Macho ein Nutzen zu sein) unabkömmlich wäre. Und ihre pers. biographische Uhr für die Sache leider abgelaufen.

    Und dann könnte man ja die (mit seinem Sperma befruchte, sicher) Eizelle ja auch einer jungen, süßen, geeigneten Leihmutter von ende 20 genauso gut einpflanzen.

    Und mit der würde er dann, weils halt alles so gut passen würde, in später, aber wilder Zweitbeziehung gleich noch ein paar echte Kids hinterher zeugen. Weil die das nämlich so wollte. Also viel lieber mit ihm so wollte, als alles andere. Wie sie auch so überaus überzeugend auszudrücken verstünde.

    Und ihr bleibt das Büro. Und von fünfundvierzig bis fünfundsechszig ständig dünner werdendes Haar.

    Papa, wennn ich groß bin, werde ich auch Macho.

  18. sehr schoen geschrieben
    und wie recht er hat! danke!!

  19. Eierfummelei
    Eierfummelei

    Oh, mein Gott, Sir, ist das alles wirklich schon so weit?
    Nach der Spermaverdünnung und Portionierung erwies sich die Eierstreuung in der Tierzucht als epochealer züchterischer Fortschritt. Ich bin überzeugt, dort gehört das, nicht nur aus ethischen Gründen, auch hin.
    ‚‚Es will einfach nicht klappen!‘‘ kommentierte Mutti den unerfüllten Kinderwunsch ihrer Kollegin.
    Nun griffen Ärzte in das Geschehen ein.
    ‚‚Es ist so weit, ‘‘ strahlte die Kollegin. ‚‚Wir nehmen Urlaub und fahren für eine Woche nach Polen.‘‘
    Die Fachleute erkannten dort die richtige Unterstützung und bestimmten den passenden Zeitpunkt.
    Nach vier Wochen nahm ein Strahlen auf dem Gesicht der Kollegin immer deutlicheren Glanz an. Bald stand fest:
    ‚‚Es hat geklappt!‘‘
    Was wurde nun die Zukunft im Kinderglück ausgeschmückt, Erwartungen gehegt und Pläne für noch ungeborenes Leben geschmiedet. Frauenglück.
    Die Geburt verlief unkompliziert, aber bald zeigte sich, das Baby würde sich als geistig behindertes Kind entwickeln.
    Aus welchen Gründen auch immer wehrte sich der Frauenkörper mit aller Vehemenz dagegen, schwanger zu werden. Mit ärztlichem Können und bester Absicht wurde er überlistet. Das war vor 50 Jahren.
    Beherrscht man heute nicht auch schon die Prospektion des Embryos?

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