Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Der Mauerfall in bester Lage

| 27 Lesermeinungen

Das schnöde Volk ist hier niemand, und trotzdem werden hier Mauern abgerissen: Auch unter Vermögenden hilft heute kein Schutzwall gegen die brutalen Folgen der Globalisierung mehr.

Serius aut citius sedem properamus in unam

Vor ein paar Tagen wurden einige Strassen in Schwabing gesperrt, denn bei Bauarbeiten entdeckte man im Boden eine Fliegerbombe aus dem zweiten Weltkrieg. Und während sich der Sprengmeister an die Entschärfung des Relikts aus dunkler Zeit machte, ächzte eine eher links orientierte, junge Dame, warum so etwas eigentlich immer im Münchner Norden gefunden wird, und nie in den südlichen Nobelvororten Allach oder Grünwald, die eigentlich keiner bräuchte. Das ist die modernere Variante des St-Florians-Prinzips mit dem Wunsch, die einstürzenden Mauern sollten doch bitteschön die wenigen Reichen treffen, und nicht die Armen. Die ganz Reichen wohnen natürlich am Tegernsee, die Reichsten dieser Reichen in einem kleinen Ortsteil von Gmund namens St. Quirin, und unter diesen Reichsten gibt es nochmal ein Dutzend Privilegierte, die ein Haus direkt am See mit eigenem Ufer haben, während sich der Rest dieser Glücklichen auf den kleinen, öffentlichen Stränden den Platz mit einfallenden Schadmünchnern teilen muss. So ist der Blick von einem Seegrundstück aus.

Dass diese Lage hübsch und begehrenswert ist, weiss man in Bayern seit rund 200 Jahren, als sich hier das Bayerische Königshaus mit dem aufgelassenen Klostern Tegernsee eine Sommerresidenz kaufte. Seitdem ist es schick, hier zu wohnen, und seitdem gibt es hier einen Immobilienboom. Zuerst kamen die Adligen, dann die reichen Bürger, dann Geistesgrössen wie Thomas Mann und bald darauf bekannte Vertreter des NS-Staates. 70 Meter von diesem Standort entfernt beginnt etwa das Areal der Privatresidenz von Max Amann, der seinerzeit einen Teil von „Mein Kampf“ abgetippt hatte, und als Chef des Pressewesens im Dritten Reich schnell zu grossem Reichtum gelangte. „Lago di Bonzo“ hiess der See damals im Münchner Volksmund, der jene Bomben abbekam, die manche lieber in besseren Lagen sehen möchten – aber Amanns Haus überstand mitsamt Märchenmalereien. Deckenfresken und Kegelbahn den Krieg ohne jeden Schaden, wie alle Häuser hier.

Wie auch immer, man sagt hier bei uns, dass es nur zwei Arten des Erwerbs von Eigentum in St. Quirin gibt: Erben oder einheiraten. Wer einmal hier angekommen ist, krallt sich bis zum letzten Moment an sein Eigentum und gibt es nicht mehr her. Es ist schwer zu sagen, was hier der Quadratmeter kostet, denn dazu müsste erst mal einer auf den freien Markt kommen. Und nirgendwo sollte er teurer als auf jenen Grundstücken sein, die nach Osten hin eine hohe Hecke oder Mauer zur Strasse besitzen, und nach Westen hin Zugang direkt zum See. Und der unbedarfte Betrachter mag sich, wenn er hier eine Weile im milden Licht des Novembers sass, fragen, was man eigentlich mehr braucht als diesen Blick, diesen See und diese silbrige Luft, um zufrieden zu sein.

Nun, die Antwort ist gerade etwas unromantisch – einen Bagger nämlich zum Abriss des Hauses, einen LKW zum Abtransport der Trümmer und einen Neubau an jener Stelle, wo sich in den Fünfziger Jahren jemand den ultimativen Luxus einer hübschen, mittelkleinen Villa auf einem grossen Grundstück leistete. Hoch ist die Hecke zur Strasse, und die kann bleiben, aber eher niedrig sind die Zimmer, und so müssen sie weg, mitsamt der grün gestreiften Tapete, dem Parkett und den dicken Holzbalken, die hier in den Dächern verbaut werden. Bleiben kann offensichtlich die Doppelgarage und die Auffahrt, dafür hat man auch heute noch Verwendung – wobei Platz für zwei Autos früher von eindrucksvollem Reichtum kündete und heutzutage, zumindest in dieser Preisklasse, doch eher bescheiden wirkt.

Man könnte natürlich diesem Vorgehen zugute halten, dass es hier im sog. Sommer des Jahres 2013 ein schweres Hochwasser gab, dem das gelang, was hier keine Bombe vollbrachte: Alle Häuser direkt am See in Mitleidenschaft zu ziehen. Kein Gebäude kam ungeschoren davon, und in den Wochen danach türmten sich hier, ungeachtet der guten und sauber gehaltenen Lage, die durchweichten Reste der Inneneinrichtungen in den Gärten. Manches konnte man retten, aber fest eingebaute Zirbelholzstuben, Parkett, Tapeten, Heizung – sie alle wurden Opfer der Fluten. So etwas hat man hier noch nicht erlebt. Das ist ein rational wirkender Grund, solche Mauern einzureissen. Natürlich sind diese Häuser am See mit allem Komfort und Luxus ausgestattet gewesen, der vor damals denkbar war, heisses und warmes Wasser, Telefonanschluss, TV-Gerät. Waschmaschine, Kühlschrank, vielleicht sogar ein zweites Bad, kurz, abgesehen vom Seeblick eigentlich mit allem, was man heute als Minimalanforderungen für ein menschenwürdiges Dasein in diesem Land definieren würde. Da haben sich die Ansprüche ein wenig verschoben, der Luxus der Adenauerepoche ist die Normalität der Merkelzeit und eine Abwrackprämie für Autos gibt es obendrauf.

Es passt nicht mehr zu den Vorstellungen, also wird es abgerissen. Das Schicksal ist, auf diesen kleinsten Nenner heruntergebrochen, hier am Tegernsee nicht recht viel anders als 1989 in Berlin, und während der Potsdamer Platz neue Hochhäuser fraglicher Geschmacksrichtung aus den Ruinen auferstanden sind, wird hier die Bauverordnung dafür sorgen, dass sich der Neubau harmonisch in die Landschaft und die traditionell gewachsene Architektur einfügt. Aussen konservativ, innen mit allem, was man heute so braucht. Das kleine Gmund am Tegernsee hat mehr Inneneinrichtungsgeschäfte, Polsterer, Lampenschirmmacher und Möbelschreiner als meine alles andere als arme und 40 mal so grosse Heimatstadt an der Donau. Das verursacht einen gewissen sozialen Druck, dazu kommt noch die Einsicht, dass im globalen Verhältnis – St. Moritz, Dubai, Miami – dieser Region inzwischen ein klein wenig die Grandezza fehlt, so wie der DDR beim Blick auf die BRD. Ind so fallen dann auch hier die alten Mauern, die man nicht mehr will. Die einen sind das Volk und die anderen sind es sicher nicht, aber Mauern überwinden sie alle, jeder auf seine Weise.

Man muss abwarten, wie sich das hier entwickelt. Die Zeitläufe und die steigenden Ansprüche haben dafür gesorgt, dass dieses Ufer mit seinen Spielzeugvillen inzwischen eher unprätentiös wirkt, selbst wenn das früher anders gesehen wurde. Aber dieser Eindruck ist hübsch und erinnert an die BRD, bevor sie von Trabistosskeilen überrollt, dem Osten zugeschlagen und zerstört wurde. Gelassenheit und Tradition scheinen dem Besuchenden hier viel wichtiger als banales Geld und Luxus. Dieses Ufer ist fast ein Freilichtmuseum des sich selbst genügenden, alten Westens, und jetzt wird ihm ein Exponat herausgebrochen. Ich als Westnostalgiker hoffe natürlich, dass es ein Einzelfall bleibt und die anderen auch weiter in Gelassenheit dafür Sorge tragen, dass der Eindruck des zurückhaltenden Wohlstandes hinter hohen Hecken erhalten bleibt. Das ist, wenn man so will, unser antiglobalistischer Schutzwall, der uns vor einem Schicksal bewahrt, wie es Monte Carlo und Lugano stets aufs Neue, mit jeder Luxusmode und jedem geschmacklosen Oligarchenschub aus irgendwelchen traditionslosen Ländern erleiden.

Unter goldenem Laub rollt der Schutttransporter gen Norden und fein wäre es, wenn aus dem Norden dafür kein Gasprom-Verantwortlicher käme. Diese Ecke ist etwas Besonderes, sie zeigt das Leben einer Oligarchie, die mit sich im Reinen und angekommen ist, mehr geht einfach nicht, und damit ist es gut. Es ist eine Oligarchie, mit der dieses Land lange Jahre eigentlich nicht schlecht gefahren ist, wenn man sie beispielsweise mit den Lebensidealen des Herrn Middelhoff vergleicht, oder all den Hasardeuren der Banken und internationalen Investments. Natürlich kann man sich immer noch wünschen, dass hier Bomben gefunden werden, aber meine Befürchtung ist, dass nichts Besseres nachkommt. Was immer hier eindringen wird, wird sich international messen, und für diesen Wettbewerb auch entsprechend unzufrieden und leistungswillig sein, und bereit, den eigenen Gewinn anderen abzuverlangen. Das sind die neuen Entscheider, und insofern ist die Frage, ob die Mauern hier bei uns stehen bleiben oder fallen und ersetzt werden, für das ganze Land in diesem Moment sehr viel wichtiger als die Erinnerung an 1989. Es plant kein Hitler mehr im Amann-Haus den Ostfeldzug, es tagt kein ZK mehr in Berlin. Die Schiedsgerichte der Zukunft, die Wirtschaft und die Vermögen sind hypernational, dem Wähler bleibt nur der Öttinger als Digitalkommissar, und was die neuen Oligarchen hinter ihren Hecken treiben, lässt sich nicht mehr so leicht einschätzen wie früher, als die Ziele mit dem Moselwein in der Zirbelholzstube mit Blick auf den See erreicht waren.

HIWEIS:

Kommentare erreichen mich auch im Kommentarblog.

0

27 Lesermeinungen

  1. Titel eingeben
    ceterum censeo totus Tegernsee delendam esse

  2. .
    welch ein bezaubernder artikel aus der feder des hochgeschätzten hausherrn… merci!
    .
    auch ein seit langem eingeführter beheimateter tycoon lebte nicht um längen komfortabler als ein ordentlicher haushalt, zumindest schieden nicht welten. nun mochten zwar die pretiosen etwas bedeutsamer sein und die beleuchtung raffinierter, die tapeten und stoffe ausgesuchter und das steak vom filet – man vergesse nicht, an das mobiliar zu denken. selbstverständlich in etwas anderer lage, mit ein wenig mehr personal, mit anderer sicht und in anderer nachbarschaft.
    nichts, das wirklich das gesellschaftliche gleichgewicht intensiv zu stören in der lage war, bekam man doch nun als normaler bürger sicherlich nicht sehr viel davon mit, und selbst der blick auf ein erleuchtetes fenster, das nicht von einer dichten hecke beschirmt wurde, offerierte doch meist nur eine – lampe. und nicht, wie sie wirklich gearbeitet war.
    .
    falls sich jetzt die umstände ändern und das volk, das einst in diesen überschaubaren, m.e. sehr bewältigbaren villen untergebracht war, nun in eine etagenwohnung gepresst werden sollte – freilich zum gleichen tarif, schliesslich ist ein solcher platz nicht beliebig vermehrbar, ausser nach oben hin mit lift –, so sähe man, dass die einen in einem haus an anderem ort im prinzipe besser lebten, aber weniger bezahlten; oder nun vielleicht das gleichsam pervers scheinende aus den so genannten luxusresorts dieser wunderschönen welt mit einer wirklich opulenten villa mit koiteich und eigenem cinema und spa eintrifft: dann offenbart dies nun den wahren unterschied der klassen doch recht deutlich.
    .
    gentrifikation findet wohl überall statt.
    .
    wer bliebe da noch gelassen…

  3. Von der Rückständigkeit...
    Tja, was soll man dazu sagen.
    Die Gegend scheint arm dran, da nicht bereichert.
    Ein Asylantenheim für ca 500 Insassen könnte diesen bedauernswerten Zustand abhelfen.

  4. Sehr einfach
    „warum die Bomben nie in Nobelvierteln gefunden werden. ..“

    Die Villen waren vermutlich wie ihre Hamburger Kollegen bei Lloyd’s
    in London versichert.
    Es hat schon Vorteile auch das Kriegsgeschehen durch die
    ökonomische Brille zu betrachten.

    • Hoffentlich
      haben die IS Gotteskrieger nicht vergessen den Versicherungsschutz
      für die von ihnen eroberten Raffinerien,
      aufrecht zu halten.

    • Warum Bomben nie in Nobelvierteln gefunden werden -- weil die Zielgruppe die Industriearbeiter waren
      WIKI:Die britische Strategie des „moral bombing“ war, die Moral der Bevölkerung zu brechen und das Vertrauen der Bevölkerung in die eigene Regierung bzw. in einen Endsieg zu schwächen. Dieses sollte durch gezielte Angriffe auf die Zivilbevölkerung, insbesondere die „Industriearbeiterschaft“, erfolgen .Auch sollte erreicht werden, dass die Bevölkerung durch Verlust ihrer materiellen Lebensgrundlagen so existenzbedrohend beeinträchtigt wird, dass sie von ihrer beruflichen Tätigkeit so weit wie möglich abgehalten wird. Man glaubte, dass Menschen, die in einer Bombennacht ihre Wohnungen verloren haben, in den nächsten Tagen nicht zur Arbeit (z. B. in einer Rüstungsfabrik) gehen würden.

    • Wirklich ' moral bombing'?
      Da wären die Entscheider doch bessere Ziele gewesen. :)

      Wen versucht man in der jetzigen Auseinandersetzung
      Mit Russland zu treffen?

      Natürlich ist es denkbar, dass vor 70 Jahren die Bevölkerung
      noch eine ernst zunehmende Größe war.

    • ...
      …und keine marktkonformen Konsumenten.

      Ändert sich das Angebot – werden die Konsumenten
      angepasst.
      Dann stimmt die Nachfrage wieder.

  5. Allach
    „und nie in den südlichen Nobelvororten Allach oder Grünwald“

    Allach(-Untermenzing) ist ein Stadtbezirk im Nordwesten Münchens, war dereinst das, was man ein Arbeiterviertel heißt und hat mit Pullach, werter Don, auch nur die letzten fünf Buchstaben gemeinsam.
    Aber sonst passt´s schon!

    • Danke für den Hinweis, ich bin schon etwas länger aus München weg und habe zu schnell geschreben.

  6. Die Globalisierung
    zwingt die Vermögenden immerhin dazu ihre ausgedienten Mauern
    auf eigene Kosten abzureißen.
    Bei den geltenden Umweltstandarts auch ein teures Vergnügen.

  7. Es handelte sich ansonsten in der Tat eher nur um "Frankfurter Pfanne" nicht um echten, deutschen
    „Solnhofer Schiefer“, handgebrochen.

    Und unter goldenem Laub rollt der Schutttransporter gen Norden bis nach Berlin, sich dort von ortsansäßigen Gentrifizierungsanhänger auf Wertgegenstände und noch Verwertbares der alten Westrepublik wie echte Bilderahmen durchsuchen zu lassen.

    Wobei „Das kleine Gmund am Tegernsee hat mehr Inneneinrichtungsgeschäfte, Polsterer, Lampenschirmmacher und Möbelschreiner als meine alles andere als arme und 40 mal so grosse Heimatstadt an der Donau“ eben auch daraufhindeuten könnte, das da an diesem ominösen bayrischen See gar keine Vermögenden wohnen täten, sondern doch nur solche, die ihre Grundstücke lediglich aus anderen Gründen nicht verlassen könnten oder dürften, wie das halt auch schon mal so üblich sein könnte in reinen Handwerkergegenden, die alle Tage in die Ferne pendeln müssen fürs Brot. Und ums Benzin.

    Man muss abwarten, wie sich das hier entwickelt? Ja, so ist das halt heute. Es wird entwartet und abgewickelt. Weil die Männergeneration von Dons Väter tot ist, die noch was hier aufbaute. Früher warteten die alten Damen eben nur in Neuenburg/CH oder in Baden-Baden auf Besuch, heute schon fast überall.

    Und kochendes Wasser, er hat auch noch das kochende Wasser vergessen, das gab es hin- u. wieder auch: Noch ein wenig Thee?

    („Buchstabenpedant“ teils vermutlich eher, aber auch das könnte so einer gedanklich-öffentlich erfolgreich bis in die feinste Ziselierung treiben? Wobei der „Schopenhauer-Esaay“ brilliante Intelligenz funkelt: „Der Westen war Wille und Erinnerung“.)

  8. Vermögende?
    „the richest 85 people in the world have the same wealth as the poorest half of the world’s population.“
    (The Independent).
    Oder, wie Fefe den Artikel zusammenfasst: “ Seit der Finanzkrise hat sich die Anzahl der Milliardäre verdoppelt.“

  9. Räusper …
    „Koiteich, eigenes Cinema und SPA“ – das käme aber vor allem auf dmax so vor, und zwar in der Serie „Househunters“ – und das meiste davon wären leider Zwangsversteigerungen in erhöhter Lage, also erhöhter Preislage vor allem?

    • .
      was ist dmax?

    • Quälen Sie doch einfach mal die Suchmaschine Ihres Vertrauens ein wenig:
      Zum Beispiel „DMAX ist ein privater Fernsehsender, der vornehmlich auf männliche Zuschauer ausgerichtete Reportagen, Dokumentationen, Real-Life-Programme und …“ aus: Wikipedia. Links sind ja in FAZ-Kommentaren verpönt.

  10. OT
    Langsam gehen mir die Ü70 auf die Nerven.

    Nicht am deutschen Wesen soll die Welt genesen.
    Nein, ihre eigene Biografie und allein ihr Wissen taugt
    als Zukunftsbeglückung der ‚Menschheit‘.

    Soviel Nachhaltigkeitswahn war nie.

  11. Das Haus hat ein Ostgote mit
    Namen Hansmeier für 5,55 Mio gekauft, von einem Architekten namens F. Ilou neu konzipieren lassen und als Retraite für seine Herzdame donna laura vorgesehen.

  12. Wiedervereinignungsthese
    Hallo Leute,
    Hallo Don,
    kann mir mal einer diese Wiedervereinigungsthese des Don erklären? Also der Osten zerstörte den Westen, um es grob
    zu fassen. Oder ist das ganz simpel?
    (Ich will jetzt kein Ossie-Wessie-blabla vom Zaun brechen.)

    • Kein Ossi-Wessi Blabla
      FAKT!

    • oder
      ist Ihnen noch nie aufgefallen, dass Frau Merkel wie Honecker spricht.
      Anstatt um Arbeiter und Bauern geht es jetzt um ‚Menschen‘.
      Das nenn ich die Entpersönlichung auf die Spitze getrieben.

      Kohl wandte sich in seinen Ansprachen noch an die ‚Bürger draußen im Lande‘.

    • Erinnern Sie sich noch an die Trabant-plus-ein-wenig-Wartburg-plus-noch-weniger-Skoda-
      plus-noch-weniger-Polonez-motorisierten Divisionen, die binnen kürzester Zeit bis zum Rhein vorstießen, schneller als ein deaktivierter Leopard den ersten Abgashuster loslassen konnte, eine Leistung, die man nicht einmal der ruhmreichen Sowjetarmee zugetraut hätte? Tja und dann haben die hier besser als jede Fünfte Kolonne alles unterwandert mit dem bekannten Ergebnis der jüngsten Bundestagswahl: Eigentlich hätte da sofort eine Volksfrontregierung gebildet werden können/sollen/müssen. Wir sind eben mittlerweile alle DDR-Bürger geworden…

      (Selbst die FAZ wurde damals gleichgeschaltet: Da gab’s doch den einen Dienstag einen überaus positiv ausgefallenen Autotest für den Trabi.)

  13. Ich will nicht DDR-isiert (Euro-sozialisiert) werden ...
    … liebe Frauke, da haben sie einen wund gelegenen Punkt erwischt, den unser Don immer wieder mal offen herausarbeitet.
    .
    Wir gleiten weiter in den EURO-Sozialismus ab und die Rechnung sollen die dummen Deutschen zahlen, denn sonst ist in Euro-Land ja keiner mehr so doof ist „fürs Alter“ oder sonstwie zu sparen.

  14. Noch ein Mauerfall
    Dunja Hayali auf Ich.Heute.10 vor 8. versteht es meisterhaft
    die Arroganz des europäischen – jetzt westlichen- Kolonialismus
    zu parodieren.
    Diese Spiegelung gefällt den Wenigsten.

  15. Pingback: Wie sich die Deutsche Bank vor Negativzinsen retten kann | Stützen der Gesellschaft

Kommentare sind deaktiviert.