Stützen der Gesellschaft

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Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Die totale Toleranz: Frankie goes to Scheiterhaufen

| 65 Lesermeinungen

Man trägt heute wieder moralische Totschläger; Wer vor 30 Jahrem von Reaktionären wegen seiner Sexualität verfolgt wurde, muss sich heute vor der Inquisition der neuen Toleranten fürchten.

Welcome to the Pleasure Dome

Es ist jetzt über 30 Jahre her – oh Gott, 30 Jahre schon, ich werde alt –, dass „Relax“ von Frankie goes to Hollywood herausgekommen ist. Ein Klassiker der Popgeschichte, den jeder kennt, obwohl das nicht jedem passte. Bei uns in der Schule etwa durfte man sich mit der Single oder gar dem Album nicht erwischen lassen, denn schnell hatte es sich unter den Lehrern herumgesprochen, was Holly Johnson darin sang: Dass man es saugen sollte und nicht nachlassen, wenn man kommen wollte. Dazu gab es noch ein Video, das in einer Schwulenbar spielte, mit Lederkerlen und einer Drag Queen aufwartete, und in einer ziemlichen Orgie endete. Und weil wir in Bayern waren und unser Ministerpräsident aus eigener Erfahrung ein Lied davon singen konnte, wie solche Geschichten mitunter ausgehen, war das an unserer hochanständigen Schule natürlich verboten. Die Kindlein könnten ja, oh Gott, gar nicht auszudenken…

Für das Video auf das Bild klicken

Kurz, die Platte war bei uns heiss begehrt und ich sammelte von allen eine Kassette ein, dann kam Oli mit seinem Roller und seinem Doppeltapedeck, und wir schlossen es mit dem Tapedeck meiner Eltern zusammen. So fertigten wir vier Kopien auf einmal, für die ich mich heute, nach Ende der Verjährungsfrist etwas schäme. Denn „Welcome to the Pleasuredome“ ist die Platte, die man aus diesem Jahrzehnt besitzen muss, neben „One Second“ von Yello, „The non comprendo“ von Les Rita Mitsouko, „Licensed to ill“ von den Beastie Boys, die gelbe Maxi „Route 66“ von Depeche Mode und „Ab 18“ von den Ärzten. Aber keine war so verboten wie Relax, das uns zum ersten Mal einen Eindruck davon gab, dass Ausgehen vielleicht ein wenig aufregender als Discofox im Why Not sein könnte. Wenn wir hier über den Mauerfall reden – das war bei uns die Beschaffung dieser Platte, das war volljährig werden und nach München fahren und ein anderes Leben zu beginnen, ohne Angst, die erste Freundin nach dem Studium heiraten zu müssen und ohne Furcht, dass es am nächsten Tag Stadtgespräch sein würde, wenn man auf den Boxen des Pakcafes ungewöhnliche Dinge öffentlich getan hat.

Trotzdem bin ich übrigens bekennender Heterosexueller. Relax hat mich nicht essentiell verändert, es hat mir nur einen Schubs gegeben, und auch keiner, dem ich die Platte überspielte, wurde deshalb in seiner sexuellen Entwicklung gestört. Meine schwulen Freunde aus München sind heute natürlich alle froh, dass die kranke Zeit unter Strauss vorbei ist, als ein gewisser Gauweiler angesichts von AIDS mit aberwitzigen Ideen an die Öffentlichkeit trat. Aber ein wenig traurig, wehmütig, melancholisch wird man schon, wenn man das langsame Intro von Relax hört und darauf wartet, dass der Beat unerbittlich losstampft – denn das war unser Marsch in die Freiheit, da waren wir noch anders, da konnte man noch schocken. Man wollte es uns verbieten, aber wir haben uns nicht abhalten lassen, wir haben die Epoche Strauss zu Staub zertanzt und die Lehrer, die damals zum Historikerstreit rechte Sager lieferten, sind tot – und ich schreibe bei ihrer FAZ. Relax von Frankie goes to Hollywood ist ein Klassiker der Musikgeschichte, es gibt darüber Seminare und Dissertationen. Das Video ist aus heutiger Sicht läppisch, eine Schwulenparty, total normal. Sollte jemand etwas anderes zu denken wagen, werden sogar im tiefsten Baden-Württemberg die LichtträgerInnen der Genderforschung und Toleranz dafür sorgen, dass die Kinder das, was der Onkel Holly Johnson von hinten mit dem Onkel Paul Rutherford macht, für eine der vielen intersektionellen Normalitäten der sexuellen Entwicklung halten. Wie auch die Drag Queen, auf der dabei Paul Rutherford liegt. Es hat sich alles geändert, zum Glück. Die Abweichung von früher ist eine Option, mehr nicht. Nicht diskriminieren, lernen die Kinder, diskriminieren ist böse und gegen den Lehrplan, so wie bei uns Homosexualität in der Schule nichts zu suchen hatte. Immer schön tolerant sein, Kinder. Intoleranz und Ausgrenzung ist ganz böse.

Das gilt für sexuelle Orientierungen, aber auch für alle anderen Minderheiten und Formen der Ungleichheit. Und dann schauen wir das Video noch einmal mit modern-toleranten Augen an, und dem geschärften Sensorium von gut drei Jahrzehnten Forschung über Gender, Herrschaftsstrukturen und Benachteiligung. Das Video fängt mit einer einer Szene ausserhalb des Schwulenclubs an. Dort wartet Paul Rutherford und – raucht. Und es gibt keine Einblendung, dass Rauchen die Gesundheit gefährdet. Das ist nicht gesund. Sollte man Kindern solche Idole geben? Dann kommt Holly Johnson. In einer von einem Chinesen gezogenen Rikscha. Überhaupt keine Frage, hier wird eine kolonial-rassistische Attitüde propagiert, und auch überhaupt nicht hinterfragt. Rutherford hilft Johnson au der Rikscha, der Läufer wird klassistisch-unterdrückend gar nicht mehr beachtet. Er ist wird reduziert auf eine exotische Kulisse für die Hauptfiguren, die hier auch nicht ihre Privilegien checken, oder in einen konstruktiv-egalitären Dialog über ihr kritisches Weisstum, noch dazu als privilegierte Männer, einsteigen. Da sieht man mal, wo das hinführt, als damals an den Schulen keine Toleranz geübt wird. Die weiblich transqueerx männlich definierten jungen Menschen von heute könnten ja, wenn sie das sehen, oh Gott, gar nicht auszudenken…

Zum Glück gibt es gleich in der Bar eine Szene, in der die politisch.korrekt queere und in eine Machtposition versetzte Drag Queen eine männlich definierte Person in das auf den Boden gestreute Stroh wirft und mit einer provokativen Intervention patriarchal-totalitäre Herrschaftsstrukturen ins Gegenteil verkehrt. Hoffentlich ist auch das Stroh bio. Damit also setzen Frankie goes to Hollywood ein klares Zeichen gegen den Mainstream der Rape Culture und führen den cisheteronormativen Betrachtern vor, dass hier keine überkommenen Machtverhältnisse reproduziert werden. Die weiblich definierte Person wird klar als dominant dargestellt. 34 Sekunden sind jetzt vorbei, und nun sollten sich die Männer endlich mal freiwillig zusammen setzen, Fair Trade Tee trinken, die Bemühungen feministischer Blogs loben und darüber reden, wie man das Patriarchat abschafft und eine Frauenquote einführt, aber bitte nur mit Frauen, die keinen autosexistischen Wonderbra tragen und natürlich ihre Privilegien checken und ihr Weisssein krit – was machen die da?

Einer hält Holly Johnson eine Banane vor das Gesicht und leckt daran. Und zwar ohne dass Johnson darum gebeten hätte. Er führt zwar aus, dass man saugen sollte, wenn man kommen wollte, aber das ist allgemein gehalten und was im Video ist, ist das ein eindeutiger sexueller Übergriff, zu dem Johnson nicht Ja gesagt hat. Also eine versuchte Vergewaltigung. Man muss das ganz klar sagen; wer so etwas an einer amerikanischen Uni macht, fliegt. Und wer so etwas an einer schwäbischen Schule macht, wird auch keinen Spass haben. Wie kann man das auf Youtube zeigen? Aber es kommt noch schlimmer – auf der Empore wird der Chef des Clubs hereingetragen, und er wird von einem äusserst dicken und unsympathisch wirkenden Mann verkörpert. Der junge und adrette Johnson ist eindeutig ein Fall von Lookism, am antagonistischen Dicken wird Fat Shaming und Ageism vorgeführt, und dass er Anweisungen gibt, wer unten in einen Käfig oder eine eiserne Jungfrau gesteckt werden soll, ist obendrein übelster Klassismus, von dem sich auch niemand distanziert, oder wenigstens mal die Privilegien checkt. Ein dicker, alter, weisser Mann als nicht kritisch durchleuchtetes Rollenbild. Eine seiner Begleiterinnen ist geknebelt und gefesselt, eine andere fächelt ihm auch noch Luft zu – kein Wunder, dass die Medien heute voll sind mit Martensteins Neffen, die sich über Feministinnen lustig machen. Die haben das gesehen und reproduzieren das bis heute.

Danach wird Johnson auf die Bühne verbracht und

macht etwas mit einem Tiger.

Wo bleibt hier der Artenschutz? Und dann gibt es auch noch § 184a StGB, der die Verbreitung tierpornographischer Schriften unter Strafe stellt. Das sollte man hier gleich mal prüfen. Denn es kann nicht sein, dass man zum Schwulen tolerant ist, und der macht dann so etwas. Der muss dann bitte genauso tolerant sein. Wurde wenigstens versucht, den Tiger vegan zu ernähren? Nach Rassismus, Kolonialismus, Sexismus, Übergriffen, Fat Shaming, Klassismus. Männerbündelei, Frauenbenachteiligung, Fehlen einer Quote und Patriarchat nun auch noch nicht artgerechte Tierhaltung. Wieso, muss der in jeder Hinsicht berufstolerante Mensch hier fragen, ist dieses Video überhaupt noch im Internet und warum wird Youtube nicht verboten? Sieht denn keiner, dass hier unter dem Vorwand der Infragestellung angeblicher cisheteronormativer „Werte“ alle anderen Arten der Unterdrückung reproduziert und auch noch gefeiert werden? Noch dazu von sexuell attraktiven Männern, von denen einer einen Anzug als Symbol seines dominanten Rollenverhaltens trägt. Der Höhepunkt: Johnson nimmt dann seine penisförmige Krawatte ab, schlingt sie um Rutherford und bringt in damit in die Position zum Geschlechtsakt. Das ist nicht einfach nur homosexuell, da werden übelste klassistische Machorollenbilder tradiert. So fahren wir alle zur Hölle.

Und dann singt er auch noch „Hit me with those laser beams“. Gewaltphantasien und Stromverschwendung. Schnell, da muss eine EU-Richtlinie her. Wenigstens Energiesparlaserbeams und Krawatten ohne Naturseide.

Liebe Kinder in Schwaben, ihr dauert mich. Auf der einen Seite sind da klerikale Figuren wie meine alten Lehrer, die nicht wollen, dass ihr den Onkel Holly und den Onkel Paul in einem dreissig Jahre alten Video seht – dabei ist das ein echt witziges Video, und manchmal geht es später wirklich so wild zu. So toll kann das Leben sein. Und auf der anderen Seite sind die total Toleranten, die das im Rahmen des Gender Mainstreaming exakt so lang vermitteln wollen, wie es ihnen in den ideologischen Kram passt, und wenn nicht, rufen sie nach dem Staatsanwalt. Glaubt ihr nicht? Guckt mal, das sind Tweets der Gegner der Klerikalen, von Anhängerinnen der Gruppe, die sich für die Einführung der neuen Gendererziehung einsetzt, darunter auch die Frau, die die Petition dafür gestartet hat. Denen hat ein Beitrag hier nicht gefallen, jetzt wollen sie eine Staatsanwältin.

Ihre Toleranz geht vor die Freiheit der anderen. Was die erst machen, wenn der Onkel Holly dem Chinesen kein Trinkgeld gibt und beim Remake keine Frauenquote eingeführt wird, weil das andere Geschlecht nicht unsichtbar sein darf – das wissen wohl nur die total Toleranten und Ausgleichenden selbst. So, wie sie uns unter Strauss zu seinem Freiheitsbegriff erziehen wollten, werden die Toleranten euch zu ihrem totalen Toleranzbegriff erziehen. Damit ihr auch ja keinen benachteiligt und immer schön eure Privilegien checkt. Dann wird das alles eine supi tolerante und aware und klassenneutrale Gesellschaft, und alle sind froh und glücklich und tanzen um das lustige Feuer, auf dem mit de Sades Philosophie im Boudoir und Diderots geschwätzigen Schatzkästchen das letzte Pleasuredome-Album zu einem schwarzen Klumpen verschmort.

Ups pardon, schwarz ist ja auch rassistisch, das heisst natürlich KlumpIn of Colour.

HINWEIS:

Man kann auch im Kommentarblog relaxen.

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65 Lesermeinungen

  1. "LichtträgerInnen der Genderforschung"
    Das grosse Binnen-I ist sexistisch, weil es eine heteronormativen Vorstellung von Geschlechterbinärität
    suggeriert und Transgender ausschliesst. Richtig und feministisch korrekt ist „Lichtträger_innen“, wobei der Unterstrich für Transmenschen steht.

    • Titel eingeben
      Edit: Ich werde üblicherweise als cis-männlich gelesen und eigentlich gehen diese Frauenprobleme an mir vorbei, aber seit ich vor einiger Zeit mal auf Mädchenmannschaft geklickt habe, fasziniert mich dieser Gendersprech-Jargon.

    • Gendersprechjargon
      Ja, das ist wie „Verrücktes aus aller Welt“ auf den hinteren Seiten der Zeitungen und Gazetten, in den Fifties.
      .
      Ach, übrigens, weil „Les Rita Mitsouko“ oben erwähnt wird und es hier prima passt: die Sängerin war eine bekannte Pornodarstellerin.

    • Ich neige das ja mehr als Gesamtkunstwerk zu sehen. Ausserdem haben sich doe Begriffe bei Porno ja verschoben. Ausser bei Alice Schwarzer.

    • Das grundsätzliche Übel des Binnenunterstrichs
      Der Unterstrich perpetuiert und stabilisiert die Bedeutsamkeit der Kategorie „Geschlecht“ für eine Person. Die Person rückt nur als solche ins Zentrum, wenn die Genderzuschreibung durch ein markierendes Morphem oder Graphem unterbleibt: „Lichtträgerx“.

    • dabei ist es so einfach
      Maskulinum, Femininum und Neutrum. Letzteres wird nicht Neu-trum ausgesprochen, sondern Ne-utrum. Der Lateiner weiß: das heißt soviel wie ‹keins von beiden›. Damit ist doch jeder Fall abgedeckt.
      .
      Oder fordern die irgendwann ein Transneutrum à la ‹von allem etwas›?

  2. Und bitte...
    alle mit Quotenregelung in DAX-Vorständen versehen.

  3. Titel eingeben
    Don, Sie alter Popper! Bester Beitrag seit langem, ich habe mich koestlichst amuesiert („Hoffentlich ist auch das Stroh bio!“ – Grandios!). Das ist der Ton, in dem man ueber (aufgrund latenter Ironiebefreitheit wohl eher selten: mit) diese Gruppierungen, die Ihnen in letzter Zeit schwer zu denken geben, reden kann.

  4. Absolut grossartige Realsatire!
    Mir wären andere Themen trotzdem lieber. Erstens tun mir die Mädels langsam wirklich leid – so jung, so unfähig und soviel Haue von alten Krokodilen wie Ihnen, Martenstein, Fleischhauer, Schwarzer). Zweitens gibt es echt wichtigeres als deren Twitter-Filterblase von ein paar hundert und deren Real Life Gefolgschaft von maximal ein paar tausend Leuten in Deutschland. Drittens werden die so enden wie die K-Gruppen der siebziger, in Sektiererei und Selbstzerfleischung. Und viertens stellen sie keine wie auch immer geartete Gefahr für Meinungsfreiheit oder Rechtsstaat dar, dazu sind sie unter anderem viel zu blöd (unfähig, Mehrheiten oder auch nur schlagkräftige Minderheiten zusammenzubekommen)

    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • Vorsicht...
      … das ist nur scheinbar (rein rechnerisch) richtig. „Minderheiten“ sind über andere Mechanismen in einer ständigen Machtposition – oder werden ständig in dieselbe erhoben, indem sie als Minderheiten mit automatisch verbundener Benachteiligung und den Steigerungen solcher Zuschreibungen in eine wilde Szenerie verstrickt werden, die zu einer ideologischen Erhöhung führt, die widerum in dieser virtuellen Welt „Macht“ bedeutet“.

      Sowas ist letztlich auch „missbrauch“ … schutzbefohlener.

    • Naja, so
      optimistisch würde ich die neuen Freunde des Lichts insgesamt nicht marginalisieren wollen, auch wenn die Twitterfuzzis – als selbsternannte Avantgarde herumirrend, vor Allem an Krach interessiert, bar jeder realen Kognition, daher dissonanzbefreit – sich als kleinere Untersuchungsstichprobe zur Illustration der persönlichkeitspsychologischen Folgen von digital un/reality darstellen lassen. Sie wollen doch nur Brot und Liebe.
      Nee, das Problem ist, dass für eine viel größere Gruppe einen bestimmten Bereich von Vorstellungen als ethische Ressource definiert haben, aus der man politisches Geld drucken kann. Die Einen teilen zu, die Anderen empfangen.
      Von einer Bedrohung des Pluralismus will ich (noch) nicht sprechen, aber der durchschnittliche Grad des gelebten Heuchlertums ist schon richtig unglaublich.

  5. Hab ich erst kürzlich bei Michel Houellebecq gelesen...
    Kennzeichen unserer Zeit seien u.a. die ‚Prozessierwut‘ und die ‚Intoleranz der Toleranten‘.
    In diesem Sinne: Bleiben Sie dran, geschätzter Don.

  6. Was
    Musikvideos mit schwulen Orgien angeht, bevorzuge ich persönlich Freddie Mercurys Living on my own im (alten) Paradiso und frage mich, als jemand, der diese Zeit nicht mitbekommen hat:
    Waren diese (im Video) so gutgelaunten, lebensfrohen (gay im wahrsten Sinne des Wortes) Menschen in realiter auch solche Heulsusen, Betroffenheitsheuler und Miesmacher wie es die Subjekte im Artikel sind? Oder hatten die wichtigere Probleme (auch jenseits von Strauss/Gauweiler)?

    • Man darf hier übrigens auch „Pissnelken“ sagen-

    • In & Out
      Nein, die hatten auch damals schon andere Probleme. Man muss nicht gleich von HIV sprechen, aber gewisse Dinge sind nun einmal nicht für den Gebrauch in beide Richtungen gemacht. Wahrscheinlich hat ein großer Teil der homosexuellen Männer ab 40 einen künstlichen Darmausgang. Kaum „gay“ oder „cool“. Damit stehen nach den klerikalen und danach den gender-Ideologen schon die nächsten bereit, gegen die man mit FGTH einen auf Rebell machen kann: diejenigen, die auf die physiologischen Grenzen der Nachahmung von Heterosexualität hinweisen. Daher hat der „Mann aller Frauen und die Frau aller Männer“ Iulius C. konsequent eine Top-Position eingenommen und als Bottom-Partner Sklaven und andere Untergebene verwendet.

  7. Köstlich
    In Köln oder Umgegend werden jetzt den Medien zufolge ca. 50.000 Ampeln in genderkonformes Styling gewandelt: Häsinnen mit Schürzchen dürfen jetzt gehen – hoffe ich.
    Glücklicherweise bin ich Besitzer dieses Doppelalbums. Der Thorens und die Endstufen laufen schon warm. Einfach nur hörenT Videos waren in den 80ern der Anfang allen Übels. In Frankfurt ging das durch die Amis los, alle glotzen nur zu den Bildschirmen. Heute sind es die smartphones.
    „Was die erst machen, wenn der Onkel Holly dem Chinesen kein Trinkgeld gibt und…“ You made my day.
    Um was gings noch mal?

  8. Danke
    made my day
    Danke, Don

  9. Mein Gott (oder: meine Göttin), tut es gut
    das zu lesen. Danke dafür, den Standpunkt der aristotelischen Mitte zu vertreten, der mir schon längst verloren schien, obschon er meist eine fast blind schöpfbare Weisheit birgt.

  10. danke
    einfach danke

  11. Köstlich!!
    Schön zugespitzt, sehr delikat.

  12. Satisfaction
    Ein sehr vergnüglicher Beitrag!!!! Zu meiner Zeit war es noch harmloser mit I can’t get no … satisfaction.

  13. "Pissnelken" ist preussisch
    echte Bayern können sprachlich mehr in die Tiefe gehen
    und sie pflegen eine einfache, klare und direkte Kommunikation
    was zur Übermittlung eines Anliegens äusserst zweckmässig ist
    leider sind sie manchmal ziemlich intolerant
    in diesem Fall gegen den Huber, den Batzner und den Gschwendter
    aber sie können auch witzige Musikvideos machen

    http://www.youtube.com/watch?v=AYmzAY50vgI

    PLAY IT LOUD !!!

  14. malleus maleficarum
    Werft ihn den Löwen zum Fraß vor.

  15. ..manchmal reicht ein Name; anata wa to iimasu ka?
    ..doch, das alte Paradiso sagt mir was,.undertones..und dieser clown..und das Theatercafe;
    und als Sahnehäubchen den Mercury vom Genfersee; aus Stein, am Platz, den er geliebt hat;
    ….irgendwie nicht so mein Ding;
    ..wenn man jüngeren davon erzählt, ich meine schwärmerisch, halten die einen für daneben.
    Ich habe mal versucht es in japanisch und als haiku ähnliche Kurzform darzustellen; das geht, klingt edel und kein Schwein weint;
    ….

  16. Ob es immer um die Toleranz geht?
    Eher will man den anderen seine Vorstellungen aufzwingen. Der heutige Gender-Forscher ist der Erkonservative von gestern.

  17. Frankie goes to Scheiterhaufen
    Nach 30 Jahren habe ich nun einmal das gesehen, wovon alle damals geredet haben.

    So war das damals in einer Leder Bar, nur das keiner vergewaltigt wurde, sondern alles einvernehmlich. Absolut völig normal.
    warum wurde so darüber geredet ?

    sin usne

  18. Ah herrlich Holly Johnson ...
    … wird endlich gewürdigt. Danke Don auch für das Herausarbeiten des vermeintlich politisch Unkorrekten.
    .
    Dieses wunderbar frivole Wall Street couple samt illustrem Pharma-Freundeskreis haben möglicherweise auch stets laut gesungen: Baby, Baby I´m on a winning streak … stoke it up…
    .
    Damals waren auch Erasure noch unterwegs, mit „…the truth is harder than the pain inside“ … schraddel schraddel schraddel … das müsste eigentlich der neue interne Leitsatz der EZB werden!

  19. The show must go on
    Naja, der Don vergleicht und verknüpft mal wieder – hochgelobt zwar, aber nicht gänzlich zu des Katers Hochzufriedenheit – Äpfel mit Birnen.

    Die damaligen Äpfel der von den Bands bewusst extrem provokativ-unkorrekt bis zur Stachelhalsbandkrause angelegten Videos und Lyrics – gezielt für die treue Fangemeinde der pubertierenden Hormonsüchtlinge produziert. Wie Kunst generell: Hauptsache Provokation, den Bürger nerven, Blut, Sex-Performances, Sado, Maso and all these things. Dann wurde und wird es begeistert gekauft. Mit Jonathan Meese, einen der letzten „Heiligen“ auf diesem Schiff der Narren. Kommerz im Grunde.

    versus

    Die Birnen der übergeschnappten Ultrakorrekten, die bis ins Molekulare hinein alles Gesellschaftliche festdefinieren wollen und gar nicht mehr merken, wie sie sich widersprechen.

    Der Kater sieht da wenig Verknüpfung.

    Das eine ist gängiger Musik- und Kunst-Kommerz, welcher lediglich vorgibt, gegen den Spießer zu sein, damit es gekauft wird.

    Das andere ist dogmatische Verblendung, die sich argumentativ sauber verfranst hat.

    Locker und undogmatisch tolerant ist keines der beiden.

    Gruß
    Der Kater

  20. Seid wann stilisieren sich eigentlich Westviertelgeborene als Teil eines -
    und auch noch erfolgreich gewonnen – Sozialkampfs der Generationenattribute? abstoßend, sehr hässlich und abstoßend. OK, jeder haette mal so Phasen gehabt in der Jugend – aber bitte doch nur recht kurz, nicht wirklich ernsthaft – und auch innerlich immer schon vollkommen unblutig geblieben?

    Ein Lob der CSU direkt – deren natürlich gradgewachsener Nachwuchs hatte so was alles Gott sei Dank so doch noch nie nötig gehabt, dankbar besteht das Volk drauf, offensichtlich und im Gegenteil.

    Zu-kurz-Gekommene, die dann endlich irgendwann auch ein Mal durften – und endlich auch nur zu den Klaengen einer ganz eigenen Generationenmusik – und gegen aeusseres-anderes Minderwertigkeitskomplexe hatten, das wäre was? Minderwertigkeitskomplexe, kaum kompensiert?

    Wie gut, das unsere schon immer lieber mit und bei Ann-Sophie Mutter an und über Rosenholz und Geigenbaumusik stritten und philosophierten. Und einen schoenen Tisch deckten fuer nach der Musik. Und alle wilden Rikschafahrer – man hat keine innere Affinität, wie auch – unerhört, ungehört, unbemerkt und ungesehn draussen bleiben mussten.

    Aber hoechstwahrscheinlich schreiben echte Westviertel heute schon längst auch überhaupt nicht mehr für die FAZ, wollten da schon lange nicht mehr gelandet sein – sondern sich besser weiter abgehoben befinden, also sich in sicherer Entfernung wissen – und undurchdringlich weiter oben.

    Randgruppenquerelen, tsss, was ginge uns das an? Die, so was, kennte am Ende doch nur, wer eben irgendwo halt doch was davon weg haette, aber wir doch nicht?

    Wir aber sind immer grosszuegig, haben es leicht, es zu sein, und wünschen daher auch weiter viel Erfolg – beim Auseinandersetzen weit unten, und horizontal, das eine gegen das andere.

    Und über haupt, diese ganzen Pop-Musiker als Identität – was nuetzt uns Mick Jagger als Vorbild und weil er sich für sein Geld alles kaufen kann, wenn es in der ganzen Stadt bald schon keine einzige tüchtige, gut studierte unabhängige und unbestechliche Kinderärztin mehr gibt, die Herzblut und ganzes Wollen an ihre Ausbildung, Fähigkeiten und ihre Praxis hing – aber während 12 Semestern Regelstudienzeit zwischen zwanzig und sechsundzwanzig mit Sicherheit in keinem Konzert war – keine Zeit UND zu langweilig so was.

  21. Ein bisschen Ironie
    schadet nie. In diesem Fall kann es nicht genug davon sein.

    Der beste Beitrag gegen Tugendterror, Moralismus und selbstverschuldete Unmündigkeit, den ich bisher gelesen habe (sorry, Immanuel Kant, aber d a s s konntest Du ja nicht ahnen).

    Ich bin stolz auf „My Generation“!

  22. Sorry, Immanuel Kant
    „das“ natürlich nur mit einem „s“.

  23. Assoziationen wecken..;nicht so mein Stil...
    ..auch auf die Gefahr hin, dass sich in meinem Kommentar ein kleiner sachlicher(nicht wirklich wichtig), Fehler eingeschlichen hat;…wo isser verbl….?????..blub..blub…oyoide dekimasen

  24. 'Gelandet'
    das Verb verriete es doch so gesehen ganz genau, ‚Eigengewaechse‘, die musste man sich halt selber ziehen, heranziehen, grossziehen, vom eigene Humus behutsam groeeser hegen, nichts Schnelles hatte das nicht, auch der DGB hielts dankbar so, mit seinen ‚von Klein auf in der Wolle gefärbten‘?

    Aber unverhofft in ganz eigner Schoenheit und mit praechtigem Gefieder ‚Gelandete‘, was wäre von denen nur zu halten, wovon unterschieden, wofür staenden die? Fuers ebensolche Wiederwegfliegen, ’sobald die Wegstrecke des Adlerhorstes und seiner Umgebung mit einem Male wieder holpriger wuerde‘?

    Man sollte ein Bühnenstück in Erwägung ziehen, Arbeitstitel ‚Die FAZ – unter Gelandeten‘.

  25. Wunderbar
    Habe den Beitrag gerade meiner Sitznachbarin im ICE gegeben. Sie beschwerte sich, weil ich (Mann) ihr anbot, ihren Koffer ins Fach zu heben…you made my Day!

    • re: Wunderbar
      Würden Frauen nicht immer sofort annehmen, dass mann etwas von ihnen will, wäre das (Zusammen-) Leben wahrlich einfacher.

    • Würden Frauen nicht immer sofort etwas von mir wollen
      wäre das Leben wahrlich einfacher.

  26. Was würde nur Genesis Breyer P-Orridge dazu sagen?
    Pardon?

  27. wievieler Beiträge dieser Art es wohl noch bedarf
    bis die hoilenden Twitteria-FemSpacken endlich merken, dass sie keine Opfer sondern Täter*_Innen-&Out_Innen sind?
    https://twitter.com/Autofocus/status/532836669033283584

    Danke für den sehr erhellende Beitrag

  28. Überidentifikation und Provokation
    Da wir hier schon so nett zusammen sitzen und über Musik und Provokation plauschen:

    als großer Freund von Laibach empfehle ich Folgendes: https://www.youtube.com/watch?v=5nfStPqa5WQ

    Triggerwarnung: nackte Brüste, Berge, Wandern, martialische Musik, Reiterhosen

  29. Stelle gerade fest
    Der Kampfbegriff ‚ Homo‘ Phobie bereitet mir einige
    Schwierigkeiten.

  30. Gähn
    Wenn Kritiker Ihren Senf abgeben, ist es immer etwas peinlich zu lesen, was die eigene Jugend doch so unvergesslich gemacht hat. Wenn ich dann aber auch noch lese, welche Platten man aus den 80ern unbedingt haben sollte/muss, schalte ich auf Durchzug.
    Musik ist das wohl subjektiv am meisten vom eigenen Geschmack abhängige Medium, was man keinem nahe bringen kann, ohne dass Er es selber gehört hat.
    Deswegen sollte man sich auch keine Kritiken zu Musik durchlesen, ausser zur Selbstbeweihräucherung und Selbstbestätigung.
    Mir kommt bei fast allen Kritiken ein Gefühl des Fremdschämens hoch und es wird mir zu peinlich.

  31. Wer ist Schuld?
    An dem beklagenswerten Zustand der Welt im Jetzt und jeder bekannten Vergangenheit.

    Wär es nicht einfacher bei der Erbsünde und Eva/Adam anzufangen?

    Nägel mit Köpfen und so…oder so ähnlich.

  32. Vielleicht
    Ist es an der Zeit das Christentum abzuschaffen.

    Zumindest in Deutschland.

    Da macht die ‚Willkommenskultur‘ auch Sinn.

  33. Siehe hierzu auch Horvaths "ewiger Spießer"
    Ödön von Horvath hat einmal eine sehr intelligente und tiefgründige Definition des Spießers gegeben, den er sinngemäß beschreibt als einen skrupellosen Egoisten, der sich (aus Karrieremotiven) immer feige anpasst, und jede gute Idee dadurch zunichte macht, dass er sie sich einverleibt. Harald Schmidt hat es einmal so formuliert: Humanismus ist der Trick gegen den Karriereknick. Dies trifft eins zu eins zu auf die Vielzahl der politisch korrekten Spießer in unserer Gesellschaft, die uns mit ihrem krankhaft überzogenen Moralgetue das Leben mehr und mehr zur Hölle machen. Wer nicht glaubt, dass das ein Problem sei, der sehe sich einmal die Auftragsbücher der Psychotherapeuten hierzulande an (mittelständische Unternehmer würden von so etwas träumen). Unter anderem bedingt durch das Heer der Gemobbten, die psychologischen Beistand suchen, weil sie in ihrem privaten und beruflichen Leben enorm benachteiligt werden nur weil sie sich der von der selbsternannten moralischen Mehrheit aufoktroyierten Pseudomoral verweigern. Paradoxerweise entsprechen die Moralapostel selbst von ihrem Psychogramm her in keinster Weise den moralischen Standards, die zu vertreten sie vorgeben. Einer der heute seine Mitmenschen auszugrenzen versucht (oft um selbst daraus einen Nutzen zu ziehen, sei es auch nur um sich zu profilieren), indem er sie beispielsweise als homophob diffamiert, wäre, da er ja ein ewig angepasster Spießer ist, vor etwa 40 Jahren (bezogen auf die gesamte Menschheitsgeschichte kein sehr langer Zeitraum) selbst eben genau das gewesen, nämlich homophob, angepasst an eine Gesetzeslage, die Homosexualität damals noch unter Strafe stellte. Unnötig zu sagen, dass er zur Zeit des Nationalsozialismus auch angepasst gewesen und in vorderster Reihe mitmarschiert wäre. Diese Zeitgenossen entsprechen von ihrem Psychogramm her einem kleinbürgerlichen Faschisten und ihr politisch korrektes Stalingrad zerrüttet unsere Gesellschaft mehr und mehr. Wie Aasgeier überwachen sie jeden Schritt ihrer Mitmenschen, um irgendeinen Lapsus zu entdecken, immer in der Hoffnung daraus selbst Kapital zu schlagen. Gelernt habe sie diese Strategien möglicherweise von jenem Teil der Presse, dem es weniger um seriöse Berichterstattung als um Sensationsmache geht vermutlich mit dem Ziel der Auflagen- und Quotensteigerung (dabei möchte ich unterstreichen: ich habe höchste Achtung vor der Freiheit der seriösen Presse, zu der ich auch die FAZ zähle). Als Folge dieser permanenten Überwachung wenden viele an sich moralisch integre Normalbürger einen beträchtlichen Teil ihrer Lebensenergie für das verkrampfte Bemühen auf, sich unter gar keinen Umständen angreifbar zu machen. Dabei übersehen viele, dass der Umstand ob eine Äußerung verfänglich ist oft nicht in der Äußerung selbst liegt sondern in der Böswilligkeit dessen, der findig und trickreich genug ist, etwas Verfängliches hineinzuinterpretieren. Wenn jemand auf die Allerweltsfrage „welches Auto fahren sie?“ antwortet „einen VW“ so kann man ihn in die Defensive drängen indem man entgegnet „Wussten Sie dass die VW-Werke zur Zeit der Nazis gebaut wurden und der VW Käfer von Hitler stammt?“ Wenn jemand antwortet „Fiat“ oder „Ferrari“, so kann man entgegnen „Wussten Sie, dass auch die Mafia und/oder Mussolini möglicherweise Fiat oder Ferrari fuhr oder fährt, etc. Es gibt, bis in höchste gesellschaftliche und politische Kreise, kaum jemand, der sich von diesem aberwitzigen ad infinitum nicht beeinflussen lässt. Der ehemalige Bundespräsident Köhler ist, nachdem er eine als verfänglich vermutete Äußerung machte (die rein sachlich gesehen so abwegig nicht war) sofort auf verlorenen Posten gegangen und noch bevor Gegenwind von dem oben beschriebenen Teil der Schmutzpresse kam, von seinem Amt zurückgetreten. Statt Stamina und Charakterstärke zu beweisen und seine Äußerung mit intelligenter Argumentation zu unterfüttern hat er den Kopf in den Sand gesteckt und den Schwanz eingezogen. Dieses unverantwortliche Verhalten von Seiten des höchsten politischen Repräsentanten hat nicht nur unserer Jugend ein schlechtes Beispiel gegeben, sondern uns einen teuren, weil vollkommen unnötigen Amtswechsel, und einen noch schwächeren Nachfolger (Wulff) beschwert und erheblich zur gesellschaftlichen Unkultur beigetragen. Um den roten Faden nicht zu verlieren: es war die Rede von Moralpharisäern. Warum fallen mir in diesem Zusammenhang immer die Grünen ein, die im extrem bürgerlich geprägten Baden-Württemberg von heute auf morgen enormen Stimmenzuwachs hatten? Warum fällt mir die ARD ein, die uns mit ihrem spießig-zutäppischen „Toleranz“-Plakat (das gottlob zurecht auf viel Gegenwind stieß) nervte? Wenn man wirklich etwas für die Menschheit tun möchte, dann genügt es nicht Moral zu heucheln und Moralphrasen zu papageien. Echte Moral ist eine Sache der Herzensbildung und muss in der Persönlichkeit verankert sein. Aus der pädagogischen Psychologie weiß man, dass eine geringe Verarbeitungstiefe (Oberflächlichkeit) dem nachhaltigen Wissenserwerb entgegensteht. Was für kognitive Inhalte gilt, gilt analog so auch für die Moral. Wer die Welt besser machen will muss beim Individuum ansetzen. Es reicht nicht aus, sich hinter einer Institution zu verschanzen, die sich, wie die Grünen, selbst einen Heiligenschein aufsetzt, in der Hoffnung, dadurch moralisch unangreifbar zu ein, zumal dann nicht, wenn viele diese angenommene Unangreifbarkeit dazu nutzen unbeschwert egoistische Karriereziele zu verfolgen. Es sollte um die Sache gehen, und nicht, wie beispielsweise bei den Grünen (und anderen etablierten Parteien), um persönliche Profilierung. Eine vorgeblich ökologisch orientierte Partei sollte sich zentral auch um ökologische Fragestellungen bemühen statt um fragwürdige Marginalen wie die sogenannte Inklusion, wo selbst bei genauester Betrachtung kein Zusammenhang zu Ökologie erkennbar ist, im Gegenteil.
    Zusammenfassend kann man sagen

    • Nach diesem langen (aber noch gut lesbaren) Text ....
      …. hätte ich nun auch gerne die Zusammenfassung gelesen.
      .
      Werter Harry, kommt da noch etwas ?

  34. Quatsch!!!.. gähn....()
    ..Kritiken können , besonders in der Literatur sehr wohl helfen.
    So sehr ich das mit dem Fremdschämen auch verstehe, wenn ich mich an das alte Rocklexikon, Auszüge aus dem Rollingstone o . dem Jazzbuch von J.E: B. erinnere, dort wurde eigentlich nichts anderes gemacht als hergeleitet und kommentiert.
    Musik anhand ihrer Elemente, auch der Harmonielehre erklärt, Gruppen o. Bandstrukturen beschrieben; Zyklen dargestellt, vergleichend über längere Perioden. (Analytisch und auch phänomenol. deskriptiv).
    Sowas ist nicht dumm!
    Peinlich wird es , wenn zur Bildhaftmachung Klischees verwendet werden oder abgedroschene Scene vereinfachungen…nach dem Muster: Wenn man das hört, etc. bla bla..
    …..Man sollte solche Platten besitzen(Musik), unwichtig aus welcher Zeit, die etwas mit einem selbst zu tun hat(haben).
    Vielleicht vereinfacht es auch das Gespräch, wenn ich den anderen wissen lasse, was ich von im erfahren will, hinsichtlich einer mir noch unbekannten Musik…

  35. Eigentlich uralt
    Erzwungene Toleranz. Ist eigentlich uralt.

    Ich erinnere mich an meine etwas länger zurückliegende Schulzeit, als Schweinchen-Dick-Zeichentricks (!) mit Einblendungen zu Gewaltfreiheit verunziert wurden.

    Also. Im Westen wenig Neues.

  36. Musikvideos
    Gestern saß ich in einer Filiale einer Kaffeehaus-Kette auf dem Campus einer koreanischen Universität. (Es gibt in Korea Millionen Filialen von irgendwelchen Kaffeehaus-Ketten. Richtige Cafés sind hier leider Mangelware.) Wie es es sich für solch eine Einrichtung gehört, wurden die Gäste ununterbrochen von Musik beschallt/bedudelt. Ich habe der Musik keine Aufmerksamkeit geschenkt, bis ich auf einmal den Refrain eines K-Pop-Liedes hörte. Es enthielt das allseits bekannte Four-letter-word. Es überraschte mich, da K-Pop-Videos zwar ohne Ende erotisch aufgeladen sind (z.B. „Touch Me“ von Ivy“), aber sich meines Wissens bisher keines so ungeniert dieses Wortes bediente. Ich suchte und wurde fündig. Die Sängerin heißt Gain (Ga In) und arbeitete für das Lied mit einem Sänger namens Bumkey zusammen. Wer mag, kann das Video mal googlen. Ich wüsste zu gerne, was der Gender-Mainstream daraus macht. Überhaupt wären die Musikvideos aus Korea eine Goldgrube für die Gender-Forschung. Frankie Goes To Hollywood erscheint mir dagegen zahm.

  37. Die Musikauswahl geht nur haarscharf an meiner Intoleranz vorbei.
    In leichter Abwandlung könnte man weiter sprechen von ‚jungen Internetknechten – Zur Toleranz gezwungen‘. Sie lassen sich manipulieren, sollen Teil ’sozialer Netzwerke‘ sein, und sie bezahlen sogar noch für Dinge, die ihnen für teures Geld als ‚Freiheit‘ verkauft werden.

    Wer da nicht mitspielt, kann nicht toleriert werden – oder besser: Es wird ihm ‚Intoleranz‘ vorgeworfen, er macht sich jedenfalls verdächtig: ‚Denn wer nicht tanzen will zum Schluss, weiß noch nicht, dass er tanzen muss!‘ – Sollte man also vor diesem Hintergrund sein ‚Brickphone‘ wirklich eintauschen ?

  38. Titel eingeben
    Die meisten Radikalfeministinnen, mit ihrem verblüffend umfassenden Welterklärungs – und Ordnungsansatz, sind den aktuell demonstrierenden, rechtsgerichteten Hooligans gar nicht so unähnlich. Doch, doch! Nur halt, dass sie keinen schlechten Gebrauch von Kraft und Aggression machen und dies propagieren, sondern schlechten Gebrauch von Bildung und Verstand. Ich denke zwar, dass sich die US-Diskussionen rund ums „Weißtum“ durchaus mit einem gewissen Gewinn betrachten und durchdenken lassen, trotz einer hierzulande komplett anders gerichteten gesellschaftlichen Problemstruktur. Nur aber ist der traditionelle Brauch der linksradikalen linken Szene, sinnvolle Diskussionsbeiträge in lebensferne und unfreundlich unfreiheiltliche politische Übergeschnapptheiten zu steigern, macht aus manchen guten Gedanken am Ende ein zumindest Übelkeit erregendes Gift, in dem die Lust üppig angereichert ist, anderen Menschen Vorschriften zu machen zu wollen. Womit sie sich wieder mit den erwähnten Hooligans treffen, die wirklich kaum etwas lieber wären in ihrem eher sehr belanglosen Leben als eben die Bestimmer.

  39. Nur mit Migrationshintergrund
    Ich bin fest entschlossen mich nur noch von jungen
    freien Autorinnen mit Migrationshintergrund belehren
    zu lassen.

    Ohne ist ein absolutes ‚No-Go‘.

  40. Toleranzplakat der ARD
    Selten so ein aufschlussreiches Plakat gesehen.

    Die Bereicherung sollen Schwarzafrikaner (jung, männlich) sein
    Unter freundlicher Inklusion des Weißen ( jung, männlich, behindert).

    Dann zwei junge Männer, die sich liebevoll zugetan sind und die Aussage
    Kinder sind die Zukunft.

    Dass die Toleranten noch wissen was sie wollen,
    kann man getrost bezweifeln.

    • Im Gedächtnis bleibt
      Vier junge Männer und ein schreiendes Kind.

    • Geht es um die Gründerin der Missy und ihr rumtrampeln auf der ARD?

      Das kommt davon wenn man statt der die Schwarzer einlädt.

      Wie Churchill sagte, man hat si entweder zu Füssen oder an der Gurgel.


    • Missy musste ich erst googeln.

      Es bleibt bei meinem Eindruck, dass die Aktivisten leider
      keine Zukunftsvorstellung haben und nur Mehr vom Gleichen
      wollen – fordern.
      Im Gegensatz zu allen außereuropäischen Akteuren.

    • Danke für den Hinweis auf Missy
      jetzt ist mir mein Problem klar geworden.

      Ich wusste nicht wie sehr man als Medienschaffende
      der Ist-Welt verhaftet ist und wohl sein muss.
      Über den Tag hinausdenken darf man nicht.

      Dagegen sind Konzerne mit ihren 3-Monatsberichten
      richtig lahme Enten.

  41. Hier wäre meine Toleranz fast am Ende angelangt....
    …. unendlich langweiliges Geschwafel vom Künstler selbst, der mit seinen m.E. meist totalitär hässlich wirkenden Bildern einen Markt geschaffen hat …

    http://blogs.faz.net/central/2014/11/16/vor-diesen-bildern-stand-ich-und-sie-fuhren-mich-ein-neo-rauch-entdeckt-el-greco-387/

    … den wohl nur noch mein wirklich guter Makler – Freund (ja so tolerant bin ich wirklich!) versteht, der diese (ich sag jetz mal „komische“) Kunst („Leipziger Allerlei für richtig dicke Kröten“ nennt man die Kunstrichtung glaube ich) seit Jahrzehnten sammelt.

    Ich schau mir zwischenzeitlich lieber den El Greco an, bin aber durchaus gespannt, was der Herr Rauch nach dieser Inspiration durch El Greco noch so zusammenpinseln und für gutes Geld hoffentlich dann auch endlich mal an meinen Maklerfreund als Großformat verkaufen wird. Dann muss der hoffentlich nicht mehr rummakeln und ich nicht mehr an seinem Kunstgeschmack (sein Kunstverständnis ist bestimmt größer als meins) herummäkeln … und somit wäre dann doch allen gedient.

  42. Pingback: Warum essen sie keine Pralinen, wenn ihnen Köttbullar zu teuer ist | Stützen der Gesellschaft

  43. Titel eingeben
    https://demofueralle.files.wordpress.com/2014/10/faz-2014-10-23-aufklc3a4rung-oder-anleitung-zum-sex.jpg Bei den Bildern war mein erster Gedanke: „Zeitung aus der Sichtweite meiner Kinder bringen!“, danach fragte ich mich: „Was für eine perverse Sau gab die Bilder frei?“

  44. Rosa
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    „Freiheit ist immer Freiheit der Andersdenkenden“
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  45. Pingback: Bookmarks vom 03.11.14 bis 21.11.14 - Irgendwas ist ja immer - Reloaded

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