Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Unsere Vollbeschäftigung, Berlins Altersarmut

| 156 Lesermeinungen

Wenn du ein Huhn trittst, schlägst und ihm die Federn ausreisst – und dann ein paar Körner hinlegst – wird es dir folgen.
Josef Stalin

Also, wenn ich das mal so sagen darf: Für ein Stück Baklava würde ich jede Pegida sofort in die Tonne treten, Gut, das würde ich so oder so tun, aber wenn wir schon darüber reden, muss ich zugeben: Manchmal habe ich eine perverse Lust auf Baklava. Nicht immer natürlich, aber manchmal. Aber wenn Sie nun vielleicht denken, dass ich in meiner Position und Stellung ein leicht seltsamer Eindruck im türkischen Schnellimbiss eine Strasse weiter bin – nun, was glauben Sie, wie doof man erst ausschaut, wenn man brüllend mit Zigtausend anderen schlecht gekleideten Leuten in Dresden seinen begrenzten Horizont vertritt, statt sich Kulturdenkmäler anzuschauen. Ich habe jedenfalls kein Problem, dort im Schnellimbiss zu erscheinen, denn schnell ist er eigentlich gar nicht. Börek machen sie am Morgen selbst, und das ist echte Kunst, und ich würde das auch gern können. Jedenfalls, letzte Woche hatte ich Lust auf Baklava und als ich da drin stand, parkte vor dem Fenster ein weisser Lieferwagen. Sie kennen das, diese kleinen Schnelltransporter, auf denen normalerweise „Speed Logistics: We sell submissive slaves to your value chain“ steht oder so etwas in der Art. Das liest man nie, es ist halt Werbung – aber hier nicht.

einbild

Das heisst, Werbung ist es schon, aber nicht das Übliche. Es ist nicht Werbung für die Dienstleistung, sondern für Leute, damit sie sich dort melden und arbeiten. Normalerweise ist es eher andersrum, die Arbeitssuchenden müssen zum Amt oder auf Jobportalen suchen, sich bewerben, werden ausgesiebt und auf einen, der die Stelle bekommt, bleiben zehn auf der Strasse. Und hier nun haben wir also ein Unternehmen, das sagt: Werbung wäre ja fein, aber wichtiger wären uns Mitarbeiter.

Solche Schilder gehören bei uns zum Strassenbild. An der Autobahn etwa ist ein riesiges Plakat, das Vorbeifahrende zu shanghaien sucht, sich doch bitte beim grössten der hiesigen Weltmarktführer zu bewerben. Tatsächlich ist der so gross und zahlt so gut, dass alle anderen Firmen massive Personalprobleme haben. Bei uns herrscht seit ein paar Jahren Vollbeschäftigung, die sich nur mit Zuzug von Ausländern aus Spanien, Tunesien, Italien, China und sogar Sachsen bekämpfen lässt, und demonstrieren tun wir gegen die Letzteren trotzdem nicht. Selbst ein florierendes Haustechnikunternehmen ist da vielleicht nicht der attraktivste Arbeitgeber, und so greift es zu Mitteln, die aus Sicht weniger glücklicher Regionen eher ungewöhnlich sind. Die Vollbeschäftigung hier hat den angenehmen Nebeneffekt, dass man Arbeitslosigkeit jenseits von fünfzig Jahren ebenfalls kaum kennt: Diese Stadt an der Donau mag, dafür verbürge ich mich., geistig klein und dumm sein, sofern man Pegida nicht als Vergleich nimmt, aber in der Aussenansicht ist sie gross, erfolgreich und schwimmt im Geld. Für die Jahresgratifikation eines mittleren Angestellten könnten Sie sich hier drei Nannenschüler als Hausdiener halten. Wie viel ist das eigentlich in unterprivilegierten Pegida-Sachsen?

Na egal jedenfalls wo war ich – ach so. Dieses Bild erzählt eine Geschichte des Reichtums und des einfachen Zugangs zu Arbeit, Lohn und Brot aus dem Biobackofen mit heimischem Buchenholz.

Es erzählt aber auch noch eine andere Geschichte: Die der Auslagerung von Aufgaben und Aussonderung von Menschen. Früher nämlich waren die eigenen Fabrikgebäude der besondere Stolz der Unternehmen. Und natürlich übernahmen sie die Wartung selbst. Damit wurden meist ältere, verdiente Mitarbeiter beauftragt, die in der Produktion nicht mehr mithalten konnten, aber die Firma sehr gut und lange kannten. Das war nicht die reine Menschenfreundlichkeit, das Ziel war die Steigerung der Produktivität. Aber immerhin wussten die Mitarbeiter, dass sie in diesem patriarchalischen System einen Platz hatten und den auch behalten würden, wenn sie älter oder krank wurden. Solche Einstellungen mögen der Grund gewesen sein, warum die deutsche Socialdemokratie wurde, wie sie ist. Aber Mitarbeitern liegt nun mal die Beschäftigungssicherheit bis ins hohe Alter näher als die Weltrevolution, so wie dem Siggy Pop die Aussicht auf einen Vorstandsposten näher als das Programm seiner Partei liegen mag.

Das war früher so – heute betrachten Firmen ihre Gebäude oft genug als austauschbare Hülle im globalen Wachstum. Anlagen und Räume werden nach Bedarf gemietet, mitsamt den gewünschten Dienstleistungen. Solche Firmen vollen keine langfristige Verpflichtung, keine Tradition am Ort, sie wollen Förderung, staatliche Infrastruktur, hohe Profite, geringe Kosten und die Möglichkeit, ruckzuck das Geschäft zu verlagern. Für das komplexe Gebäude braucht man spezialisierte Dienstleister, und die stellen bei uns ein.

Und was mit denen ist, die woanders in höherem Alter mit Abfindung auf die Strasse vor dem anonymen Gewerbegebiet gesetzt werden, ist eine andere Sache.  Das fällt nicht auf, und die Gewerbeimmobilienbetreuung ist ein Zukunftsmarkt. Dienstleister für die Fitness der Firmen im globalen Markt. Wird man immer brauchen. Im Gegensatz zu denen, die nicht mehr in das Anforderungsprofil passen. Bei uns fahren solche Lieferwägen durch die Stadt, es werden mehr und mehr, und woanders glauben mehr und mehr junge Leute erst gar nicht mehr an Rente und Altersversorgung, wenn sie zu geringerem Gehalt die Sessel jener einnehmen, die aussortiert wurden, und studieren vielleicht noch Gendertröterei in der Hoffnung, dann als Profibeleidigte staatlich finanziert wie Pegida wegen Benachteiligung zu jammern. So ist das. Woanders.

Aber das Baklava hier ist richtig gut, wirklich, um wieder auf ein schöneres Thema zu kommen.

Möglicherweise wird es hier in Zukunft solche kürzeren Beiträge auch öfters geben, und Ihre Meinung würde mich natürlich auch interessieren.

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156 Lesermeinungen

  1. placet
    Ja, solche Kurzbeiträge können Sie gerne öfters zwischen die längeren Beiträge einstreuen!
    Ein Foto zusätzlich vom Baklava wäre noch fein gewesen.
    (#foodpr0n)

    • Das überlebt die Belichtungszeit der Kamera nicht, das BaklaVa.

    • Titel eingeben
      Darf ich Werbung machen? In der größeren, aber genauso dummen Stadt an der Isar gibt es im Anfang der Landwehrstraße (Richtung Sonnenstraße) eine türkische Bäckerei. Große Auswahl, ordentlicher Warenumschlag und damit stets recht frische Ware. Traue mich allerdings selten, dort vorbeizugehen, weil, ja weil, es schmeckt halt wirklich gut.

    • Immer nur her damit. Gern auch Adresse.

  2. himmelschor
    ja gerade den westminsterchor gehört und dann noch baklava, dieses süße klebrige bauchschmeichelnde gebäck damit müßte doch auch die pegida ruhig werden

    so wie man kleine kinder mit einem bonbon oder anderer süßigkeit auch beruhigen kann

    man sollte es auf einen versuch ankommen lassen chöre aus allen ecken dresdens ertönen und es gibt große tablets mit frischer baklava

    da kämen sie doch bestimmt ins gespräch miteinander und es wäre ein kleiner brückenschlag getan so vergraulen sie auch noch die touristen dann gibts ja wieder weniger arbeit und noch mehr ängste und unzufriedenheit

    hier ist das kommentarfeld zusammengeschrumpft haben sie dafür eine lösung?

  3. Ja, aber...
    …wir bilden halt keine Leute mehr aus die diese Jobs übernehmen könnten. Also keine gescheiten. Mit BSc/MSc ist das studieren den Ingenieurs doch eher schwör geworden und dem Schlossereibetrieb meines Onkels zufolge sind die meisten Lehrlingsbewerbungen nicht in der Lage einen Dreisatz zu lösen. Was wohl zeigt, dass die Misere bereits in der Schule beginnt.

    Kurze Denkanstöße am Morgen finde ich allerdings eine schöne Idee.

    • Titel eingeben
      und nichtmal ich kann meinen Namen richtig schreiben…

    • Die Misere beginnt bereits im Elternhaus, in dem keine Mutter mehr
      zum SOFORTIGEN Kümmern um Kinderfragen/probleme/wünsche vorhanden ist.

    • Haha, naja, die lieben Kleinen. Sonnenkönig Ludwig VIV hat seine Jugend im Schlossgraben verbracht und es hat ihm nicht geschadet.

    • Einstellen wollen die Firmen immer nur theoretisch
      Tatsächlich sind die meisten Firmen nicht auf der Suche nach Mitarbeitern, sondern nach Universalgenies, die für unter Mindestlohn arbeiten. So scheint es zumindest, muss man doch beständig von angeblichem Fachkräftemangel lesen, während im Bekanntenkreis die Fachkräfte arbeitslos sind – tausend Bewerbungen später will die immer noch keiner haben. Und am Dreisatz hapert es da bestimmt nicht.

    • Hier ist der Arbeitsmarkt einfach leergefegt, das heisst, es sind einfach kaum Lute zum Vermitteln mehr da. Und das schlägt natürlich auch auf die Lohnkosten durch. aber man kann dennoch gut als Unternehmer verdienen und deshalb siedelt sich das alles hier an.

    • Zum Leben
      Für die jungen Menschen ist es deutlich ratsamer zu lernen, wie sie ihren Verstand gebrauchen, denn die Vernunft der Mathematik.

      http://www.tabvlarasa.de/42/Riessinger.php

    • Titel eingeben
      Das Ingenieurstudium an sich ist, nicht zuletzt „dank“ Bachelor und Master, einfacher geworden. Ich betreue in der Industrie BS- und MS-Abschlussarbeiten. Es grenzt zum Teil ans Lächerliche was da als Abschlussarbeit durch geht. Politisch ist das so gewollt, jeder soll irgendwie zu einem Stück Papier kommen.

      Warum die Papiermühle trotzdem nicht richtig funktioniert liegt daran, dass bereits die Eingangsqualifikationen der Damen und Herren Studenten nicht ausreichen. Hinzu kommt, dass grob geschätzt 90% kein Interesse an ihrem Studienfach haben und es nur gewählt haben, weil Absolventen angeblich dringend gebraucht werden. So quälen sie sich lust- und tallentlos durchs Studium, und jammern über die Härte des Lebens.

      Wir weichen mittlerweile gerne auf ausländische Studenten aus. Deren Ausbildung und Können ist nicht besser. Sie sind nur motivierter und härter im Nehmen.

    • Das höre ich öfters am Tegernsee: Dass die Firmen dort Italiener und Spanier holen, weil die einerseits enorm schnell berit sind, die sprache zu lernen, und sich auch voll einbringen. allerdings ist das natürlich auch Cherrypicking uin Zeiten der Krise.

  4. von einer Fahrradtour über die Alpen träumend
    Ich finde die Kombination von Essbaren und Politik immer schön, sei es über kurzer oder längerer Strecke. Während ich dies las habe ich mir halbbewußt eine Baklava zu meinem Moregentee auf der Zunge zrergehen lassen. Vielen Dank!
    .
    Und da dies wahrscheinlich mein letzter Kommentar dieses Jahr sein wird (denn ich werde mich morgen auf die Socken nach den Staaten machen) wünsche ich Ihnen, werter Don, Ihren Kollegen und allen Kommentatoren ein Gesegnetes Weihnachten und alles Gute zum Neuen Jahr!

  5. Aus Gossenschlund die Wahrheit spricht?
    Unter der Schwelle
    Siedet die Hölle.
    .
    Du weisst, dass die Zwerge viel zu tief gegraben haben unter den Minen von Kasadun.
    .
    Aber wo genau finde ich den Beleg für dieses Stalinzitat? Bei Trotzki?

    • Ich habe das von der NZZ – und ich denke, der kann man trauen.

    • Die NZZ ist doch auch nix anderes als die Edelversion von Pegida
      Was nicht so schlimm wäre, wenn sie wenigstens ihr Niveau gehalten hätte. Früher mit Genuss gelesen (und auch bezahlt), aber jetzt ist das derselbe Klickmist wie überall. Nix gegen Blocher, aber ein bissel geistiger Anspruch darf auch dabei sein.

    • Da geht es gerade hoch her, bei der NZZ. aber noch ist da nicht aller Tage Abend.

    • Ohne eigenen Geist / Gleicht die Nation dem Huhn, / Das nie zu einem Höhenflug imstand ist.
      „Diese Geschichte basiert auf den Artikel von dem sowjetischen Shriftsteller Tschingis Aitmatow, die am 6. Mai 1988 in der Zeitung Sovetskaya Kirgiziya erschienen ist.“ http://hayrettinguelecyuez.webs.com/stalinism.htm

  6. Türkisches Baklava, aserbaidschanisches Pakhlava und Pegida
    Die türkische Küche ist ohne Zweifel hervorragend. Gegenüber dem türkischen Baklava bevorzuge ich allerdings das aserbaidschanische Pakhlava. Sollte es einen Leser jemals nach Baku verschlagen, empfehle ich die folgende Konditorei.

    http://vivadessert.az/

    Die Köstlichkeiten des Orients ändern leider nichts an der singulären Nichtkompatibilität des Islam mit westlichen Werten. Es gibt unbetreitbare und schwer zu lösende Konflikte zwischen dem Islam und der westlichen Moderne. Wenn man zum Beispiel als einen wesentlichen Bestandteil der Moderne die Gleichheit vor dem Gesetz betrachtet. Ein anderer Konflikt sind die drakonischen Strafen, die der Islam vorsieht. Nehmen wir an, die Muslime würden die Steinigung bei Ehebruch nicht länger befürworten. Dann wären die Vorschriften ihrer Religion keine ewigen Wahrheiten mehr, und die gesamten Grundlagen des Islam müssten hinterfragt werden. Würden die Muslime die Steinigung bei Ehebruch weiterhin als eine gnädige Strafe, ausgeführt durch die Rechtschaffenen, betrachten, wären sie nichts anderes als Primitive, ungeeignet für ein Leben in der modernen Welt. Ein ähnliches Problem tut sich bei der Apostasie auf. Der Islam ist nicht die einzige Religion, an die man solche Fragen stellen muss. Aber er ist die einzige Religion, die sich bisher weigert, gemeinschaftlich mit solchen Fragen umzugehen. Was immer die historischen Verdienste des Islam waren. Heute fehlen ihm die grundlegenden Mittel, mit der modernen Welt in konstruktiver Weise umzugehen. Deshalb und wegen der zahlreichen extremen Auswüchse des Islam, die wie die Kreuzzüge Teil des historischen Christentums waren unbestreitbar Teil des heutigen Islam sind, ist besondere Wachsamkeit gegenüber dieser Religion eine logische Konsequenz. Angst vor dem Islam mag unlogisch sein, aber nicht unverständlich. Scheinheilig wird sie dann, wenn man die eigene mangelhafte Generativität verdrängt.

    • Naja, also, das judentum, um hier aus dem Nähkästchen zu plaudern, verbietet auch unendlich vieles und droht schlimmste Strafen an – aber es hat sich eben angepasst. Und wieso sollen die Strömungen des Islam das nicht auch können?

      Es kommt demnächst ein Gastbeitrag einer Muslima, da können wir das ales mal durchsprechen.

    • Bisher!
      Ich habe ja die Hoffnung auch nicht aufgegeben.

    • Es kan sich alles ändern – es ist ja nicht so, dass europa immer ein Hort der Toleranz war.

    • Klar kann sich alles ändern, das erkläre ich den Islamisierungsphobikern
      anhand der Historie Europas auch immer wieder. Es ist nur ziemlich schwierig, auf zwei Gegenfragen zu antworten: 1) „Wird das weitgehend friedlich abgehen?“ und 2) „Warum sollen ausgerechnet WIR das mitmachen, die Auseinandersetzung hatten wir in Europa doch hinter uns?“

      Und selbst wenn man in der antwor auf 2) ganz nüchtern darauf verweist, dass die Leutchen nun einmal heute bei uns sind, fällt die Antwort auf 2.1) „Warum holen wir immer noch mehr von denen hierher?“ dann doch ziemlich schwer.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Ja, das ist due auch nicht immer einfache Frage. aber Zuwanderung ist nun mal alles mögliche und nicht nur islamisch. Namentlich aus Afrika kommen auch jede Menge Christen.

    • Aus Afrika
      Kommen auch Christen. Die Boko Haram an den Füßen.

      Das ist mir zu einfach. Die Christen repräsentieren und transportieren genauso die Gesellschaftsmodelle ihrer Herkunftsländer wie Muslime.
      Das wechselt man nicht so leicht wie die Schuhe.
      Meine Befürchtung ist, die Christen glauben sie kommen in eine
      christlich geprägte Gesellschaft. Die Muslime meinen sie kommen in
      Eine ‚Freie Gesellschaft‘ in der alles erlaubt ist, was sie in ihren Herkunftsländernländern nicht dürften, auch eben fanatische Vorstellungen
      ausleben.

  7. Lecker!
    Von Pegida zu Siggy Pop – knapp und treffend, ihr Kurzkommentar kommt gut, werter Don.
    Und bei Baklava denk ich an schöne Stunden in Istanbul: „Baklava ist ein Gebäck aus Blätter- bzw. Filoteig, gefüllt mit gehackten Walnüssen, Mandeln oder Pistazien“ (wikipedia).

    • Als ich zum ersten Mal flüchtig von Pegida und Muslim hörte, dachte ich wirklich „ist das eine türkische Süssspeise, die ich nicht kenne?“ Danke.

  8. Niemand soll sagen
    Sie wären anspruchslos werter D.A.
    Demonstrieren und dann auch noch ’schlecht in Tüüch‘.

    Wollen sie wirklich darauf warten bis die Damen in Kostüm,
    Perlenkette und Handtasche mit den Herren in Anzug und Krawatte
    demonstrieren.

    Soweit würde ich es nicht gerne kommen lassen.

    • Nein, natürlich nicht. ich finde es nur absurd, in einer Stadt mit dem grünen Gewölbe und dieser Kunstgeschichte jetzt zu sagen „Ne Ausländer wollen wir nicht“. Ich sage das auch, weil die Stadt, über die ich hier schreibe, einen der höchsten Ausländer- und Muslimanteil Deutschlands hat. Und hier gibt es keine derartigen Probleme. Man hat sich gut miteinander arrangiert.

    • Bei Vollbeschäftigung
      wenn alle hoffen können zu den Gewinnern zu gehören, ist miteinander
      auskommen weniger ein Problem.

      Wenn Politik und Wirtschaft ein gedeihliches Zusammenleben wollten,
      sollten Sie auch für die Grundlagen dafür schaffen.

      Nicht nur fordern, drohen und beschimpfen.

    • Vielleicht lernen sie das ja gerade? siggyPop will ja mit denen reden. Da passt er auch hin.

    • Wenn sich erstmal der Eindruck verfestigt
      das Verhalten der Tochter des koreanischen Airline-Chef ist das
      angestrebte Leitbild, sehe ich schwarz.

    • Balls of steel Award.

      Im ernst, es ist doch so. Der Unterschied ist nur, dass es normalerweise hübsch getrennt und sauber abläuft.

    • Sie predigen Klassismus
      Wo gerade unsere Leitbildnerinnen, sich das für alle wünschen –
      nunja, zunächst erst mal für sich selbst- versteht sich.

    • Da hatte ich doch was.....? Ach ja...
      E.R.Binvonhier 17. Dezember 2014 um 09:59 Uhr

      „Wollen sie wirklich darauf warten bis die Damen in Kostüm,
      Perlenkette und Handtasche mit den Herren in Anzug und Krawattedemonstrieren.“

      http://i.imgur.com/XR1JAAv.png

  9. Zurück zu den Kernthemen
    Bester Don,
    Kurze knackige Beiträge gefallen mir gut. Die Analyse der Veränderungen in unserer Welt auch.
    (Nach wie vor wären weitere Kommentar-Ebenen von Vorteil, aber das ist eine andere Geschichte)
    Am Wochenende kam ein sehr nettes Gespräch mit Ingo Schulze und Norbert Blüm. Hier: http://www.deutschlandfunk.de/themenwoche-ware-welt-die-selbstaufgabe-des-westens.1184.de.html?dram:article_id=302544
    Über die Selbstaufgabe des Westens. Hier bei den Stützen ist ja die Annexion des Westen durch den Osten gelegentlich Thema.
    Blüm und Schulze haben eine weitere Erklärung für die Verrohung der Sitten: Solange der Osten noch rot war, musste der Westen zeigen, dass Kapitalismus besser ist als Kommunismus. Jetzt, ihn die Morgenröte im Osten lässt es sich alternativlos zurück nach Manchester marschieren.

    Ein wie, ich finde sehr treffender Punkt.

    Zum Thema Gendertröten: Ich habe beim hiesigen Kultusminister einmal Angefragt, ob und ggf. wann der Sexualkunde-Unterricht auf „Vielfalt“ umgestellt werden soll. Bisher keine Antwort. Womöglich sind auch bei uns die Tröten schon in den Hinterzimmern am Werk. Damit zum zweiten Feedback: Ich finde das Trötenthema eigentlich totgeritten. Zugleich befürchte ich: Das muss man weiter öffentlich machen! Also weiter feste druff.

    • Naja, bei der taz wird gerade von der weissen Pricilegienfrau Margarete Sokowski gerade weiter geritten. diesmal gegen eine ehemalige, sehr gute FAZ-Autorin, die es gewagt hat, die Gendertröten zu kritisieren. aber egal.

      Ich denke, der Kapitalismus in Deutschland war sehr weichgespült, das sah in anderen ländern schon früher sehr viel brutaler aus und das hat sich eben angeglichen. Und dass man im osten generell nicht zufrieden ist, gehört da auch mit dazu – beworben wurde nämlich etwas ganz anderes. allerdings sehe ich auch keine andere Lösung, man kann die alte Werbelüge nicht wahr machen. ausser natürlich in ein paar bevorzugten Regionen in Bayern und Baden-württemberg.

    • weichgespülter Kapitalismus
      Stimmt: das war alles ganz flauschig. Und offen gesprochen: Ich glaube, das ist auch ein Grund, warum es Deutschland (West) so gut ging.

      Ich komme immer wieder zurück auf das Bonmot des Leiters eines Gusswerks: Deutschlands wichtigste Export-Güter sind: Die Gewerkschaften und die Grünen. Wenn die ChineBangladeschNamesen aufhören mit Sklavenarbeit und direkter Gift-in-Gewässer-Einleitung, dann haben wir hier Wettbewerbsvorteile, die lassen sich in Platin kaum aufwiegen.

    • Das ist fein beobachtet und vor allem natürlich unter dem Mantel der Menschlichkeit verkauft. Zumal in derartigen Riesenländern solchen Anforderungen nie auch nur im Entferntesten voll entsprochen werden kann

    • Margarete aus Berlin
      Habe es jetzt mal nachgelesen… taz und den Auslöser. Das was diese Margarete da verzapft ist ja wirklich abstoßend.
      In meiner kleinen, beschränkten Gedankenwelt festigt sich immer mehr die Überzeugung, dass da einfach geistige Hungerleiderinnen am Werke sind. Für ernsthafte Arbeit im Steinbruch der Geisteswissenschaften reicht es nicht. Dann wenigstens laut auf die Pauke kloppen. Unappetitlich.
      Zumba-Jesus. TsTs.

    • Aber Booster....
      Seien Sie doch nicht so pingelig. So ist das nun mal in der heutigen Demokratie.
      War früher mal nur die Grösse der plärrenden Masse eines Argumentes wichtig, so kommt heute noch die Verstärker Kraft des Internets dazu.

      Und mit dem „Feste weiter druff!“ erreicht man nur das Gegenteil.
      Wenn solche Damen im trauten Kreise die ungerechtigkeit der patriarchalen Welt beklagen und so ein Text trifft aus dem Net dazu…. glauben Sie wirlkich dass da der Inhalt und die Argumentation de-konstruiert wird, oder lediglich lautes Gejaule ertönt?
      „Hach, wie bedeutend muss ich sein, so viel Feinde zu haben!“ jauchzt der Chor der geistigen Inzucht e.V.

    • Manchester
      „Solange der Osten noch rot war, musste der Westen zeigen, dass Kapitalismus besser ist als Kommunismus.“

      Eine direktere Beschreibung dieses Phänomens, die mir mal sehr gefallen hat, lautet: seit es den Kommunismus nicht mehr gibt, wollen die Reichen auch keine Steuern mehr bezahlen.

  10. Lieber Don Alphonso,
    hätte Ihnen mehr zugetraut.

  11. Hat uns der Alte Bock hat uns ein Körnchen Weisheit hingelegt?
    Also den Pegida-Demonstranten geht es nicht um die Islamisierung, sondern um die Wut darüber, dass der polit-mediale Komplex sie immerzu ignoriert.
    .
    Wo kann dieses Gefühl eigentlich herkommen? Wo wird doch inzwischen sogar den EU-Präsidenten direkt wählen dürfen! Und wo doch Q-Medien wie dei FAZ immer so nachdrücklich die Interessen der malochenden Normalverdiener verteidigen.
    .
    Vollkommen unverständlich. Sehe da vor allem ein Versagen der sächsischen CDU, die es zwar geschafft hat, 25 Jahre ununterbrochen zu regieren, aber nicht, die Vorteile der besten aller möglichen Demokratiemodelle nach unten weiterzuvermitteln. Aber die hatte ja auch nicht den Alten Bock als PRessefuzzi.

    • Wir sind eben alle nur Hühner. aber es gibt nun mal weit verbreitete Unzufriedenheit mit der trägheit des Systems, das spielt sicher auch eine Rolle.

    • Es gibt eine weitverbreitete Unzufriedenheit darüber, welche extremistische
      Position in der Öffentlichkeit gerade als extremistisch gebrandmarkt wird. „Multi-Kulti-Gesellschaften“ und „Grenzen auf für alle“ ist nicht weniger extremistisch als die exakte Gegenposition, mit der einen macht man grad Punkte im akademischen Bürgertum, die andere gilt als Position kotzender Jogginganzugträger. Das ist nur ein Beispiel von ziemlich vielen, wo sich Politik und Presse darüber verständigt haben, was man noch öffentlich sagen kann und wie man es sagen muss.

      Und das funktioniert eben nicht mehr, weil dieser Eliten-Bevormundungsanspruch zwar schon immer mit Demokratie wie mit Meinungsfreiheit nur begrenzt kompatibel war, aber in Indernetzeiten das de facto Veröffentlichungsoligopol der Medien verschwunden ist.

      Ich sage seit zu vielen Jahren vorher, dass wir die tea party in einer deutschen Variante irgendwann bekommen werden. Wenn ich mich nicht täusche, entsteht sie gerade tatsächlich.

      Und sie entsteht, weil die Politik im Verein mit Medien in den verschiedensten Bereichen Sorgen der Menschen (die häufig irrational sind) einfach abbügelt, anstatt wenigstens den Versuch zu machen, die Sorgen ernstzunehmen. Gefühlter Heimatverlust, visuelle Überfremdung oder gefühlte Islamisierung sind zum einen wenig rational, aber wirkungsmächtig. Und zum anderen ja auch nicht vollkommen frei erfunden – es gibt schon einen handfesten Grund aka Todesangst, warum dieselben Praktiken konservativer Moslems seltenst öffentlich verhohnepiepelt werden, die bei der katholischen Kirche seit Jahrzehnten beliebtes Komikerziel waren und sind.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Da sin nun mal wieder zwei extreme pole und dass gerade dresden die Pegida hat, könnte eventuell auch an den dortigen provokanten aufmärschen gewisser Linksextremisten liegen, die forern, das alles wegzubomben. Das macht nicht gerade tolerant.

    • Titel eingeben
      Herr Haupts, ich habe meine Zweifel, ob ein Ernstnehmen wirklich hilft. Das Problem ist doch, daß die Welt komplex ist – und die meisten Menschen möchten einfache Antworten. Wir sind gegen den Kapitalismus? Schön, aber eine sichere Rente wollen wir auch – obwohl viele Rentenfonds ihre Renditen genau durch diesen Kapitalismus erwirtschaften. Unser Essen soll gesund, Gentechnik- und Chemiefrei sein – aber gleichzeitig natürlich billig und zu jeder Zeit vorhanden. Wir wollen keine Leistungsbeschränkungen bei Sozialleistungen (wie z.B. Krankenkassen), aber die Kosten sollen nicht steigen.

      Es ist schwierig und erfordert sehr viel Zeit, sich über solche Dinge zu informieren und sich Gedanken zu machen – und die meisten machen das nicht. Wenn man sich die gegenwärtigen Theorien von PEGIDA und anderen ansieht, so finden sich einfache logische Fehler meistens schon ohne großes Nachdenken – denn meistens sind deren Anhänger nicht in der Lage, die weiteren Folgen ihrer Ansichten zu überdenken.

      Die Tea-Party leidet doch unter genau den gleichen Illusionen – es ist ein mimimi ohne sich für größere Zusammenhänge zu interessieren.

      Wahrscheinlich haben Sie aber recht – das wird wohl die Zukunft sein …

    • HM & ThorHa
      So schnell landet man mal wieder auf der konservativen Seite einer Argumentation… man hats nicht leicht als Anarchist.

      Ich bin mir da ganz sicher, dass Sie beide mit der Argumentation Recht haben. Man muss sich nur kurz überlegen wie es möglich ist, dass solche Bewegungen so anschwellen können. Ich hatte hier schon mehrmals darauf hingewiesen, dass es so kommen würde.

      Politik und Medien sind mal wieder vereint und zwar schon seit einiger Zeit bei diesem Thema. Weiter als bis zum Allgemeinplatz politischer Korrektheit „Ausländerfeindlichkeit ist ein „no-no“ reicht es leider bei beiden nicht.
      Dabei ging es niemals generell um Ausländerfeindlichkeit. Ich habe in der FAZ mehrmals zu kommentieren versuchen, dass nahezu alle 6 Millionen Muslime ebenso gute Staatsbürger seien, wie der Rest der 81 Millionen. Aber es gibt da nun mal eine lächerliche Minderheit, die nicht gewillt ist den europäischen Vorrang einer Verfassung gegenüber einer „religiösen Schwarte“ anzuerkennen und auf der Scharia besteht. Gegen diese, möglicherweise ein paar Hundert unter jenen 6 Millionen Muslimen vorzugehen hätte die ganze Bewegung im Keim erstickt!
      Aber die Politik war nicht dazu bereit dieses Thema anzugehen und die FAZ verweigerte mehrmals mit dem vorgeschobenen Grund der politischen Unkorrektheit kritische Kommentare meiner Art zu publizieren. Wenn man nur auf diesem minimalst möglichen Sektor gegen solche Fundamentalisten vorgegangen wäre, gäbe es heute keine Pegida!
      Die FAZ sperrt einen wenn man wagt nachzufragen, und eine stets etwas dümmliche Foristin wirft einem vor, das sei keine Zensur! Mittlerweile ist man bei der FAZ ja schon so weit, zu ganzen Themenbereichen keine Kommentare mehr zuzulassen. Israel war es schon immer von freier Meinungsäusserung ausgenommen, Kritik an Israel ist IMMER identisch mit Anti-Semitismus. Dann kamen Ukraine/Russland und Putin dazu, als die Foristen sich weigerten den gleichgeschalteten Meinungsschrott widerspruchslos zu wiederholen. Nun ist es Pegida…

      Die Unzufriedenheit der Muslime ist nicht vom Himmel gefallen, sondern hat handfeste Ursachen in der US Aussenpolitik. Aber deswegen auch in DE einen auf heiligen Krieg auzu machen geht deshalb noch lange nicht, wenn solche Leute sich im eigenen Land verteidigen, finden sie hingegen mein Verständnis.

      Von einer Merkel oder einem Gabriel zu verlangen ein eindeutiges „Bis hierhin und nicht weiter“ zu erwarten wäre absurd. Es könnte Wähler vergraulen!
      Und so addiert sich der Einer zum Anderen und man hat Pegida. Und nicht einer bemüht sich etwas zu verstehen. Wohin man schaut, nichts als Propaganda für die Doofen, ausschliesslich „Nazis“, Neonazis“, „Rechtsradikale“ und „Populismus“ sind das. Wenn Mutti das so sieht, dann muss es die Wahrheit sein…..

      Nun, da kann ich nur viel Spass mit der Zukunft wünschen.

    • Es könnte Wähler vergraulen?
      Das ist wohl das Einzigste was Gabriel und Merkel nicht interessiert
      wie die Entwicklung der Wahlbeteiligung zeigt.

      …und wenn doch, gibt es Wähler auf deren Stimmen man Wert legt
      und auf andere eben nicht.

      Ich sehe es als vorauseilenden Gehorsam um ausländische Investoren
      nicht zu vergraulen.

      Eine Investoren gerechte Gesellschaft.
      Leider ist damit zu rechnen, dass die Investoren auch ihren Geschmack
      ändern.
      Womit gerade Frau Merkel nicht zurechtkommen wird.

    • Wir leben halt nicht in einer Demokratie
      Wir leben nun mal in keiner Demokratie, sondern so einer Art Misch-Verfassung, wo eine (sich durch Kooptation ergänzende) herrschende Vierparteien-Korporation regiert, die sich mit jedem Jahrehnt fester konsolidiert und entsprechend immer arroganter auftritt.
      .
      Je mehr beim Volk die Hoffnung schwindet, von dieser Kaste wahrgenommen zu werden, umso agressiver tritt es auf, umso „dümmer“ werden seine Parolen. Genau diese Agressivität wiederum bestätigt die Kaste in ihrem Elite-Bewußtsein, dass Vernunft und Aufklärung nur bei ihr vorhanden wären und sie von Gott dazu bestimmt ist, den Pöbel schön unter Kontrolle zu halten.
      .
      So ist das Volk in allen Debatten längst ein abwesendes Drittes. Wer zu Wort kommt, gehört selber defenitionsgemäß nicht dazu und umgekehrt.
      .
      Der Ausweg, auf den sich alles hinbewegt, wäre natürlich der Feudalismus. Allerdings müsste das ja grade in Dresden so sichtbare ästhetische Erbe dann irgendwie nutzbar gemacht werden. (Antirassistische Erziehung im Grünen Gewölbe). Vielleicht gibt es da ja Bertelsmann- und andere Stiftungen, die dafür gewonnen werden könnten.

    • Ein Zweitzwinger ausserhalb für Pegida vielleicht?

    • Barock ist die Zukunft
      Aber man muss ihn auch leben.
      August der Starke herrschte über ein multikonfessionelles Vielvölkerreich und hatte auch Humor und hat auch die Wirtschaft gefördert.
      Luxuskleinodien und Oratorien und Schäferspiele — kann wirklich nicht verstehen, warum da keiner was draus macht. So ähnlich wie Bayern mit seinem Ludwig-2, nur halt nicht so dreist gefaked (okay, wiederaufgebaut, aber das ist nicht dasselbe).
      Mit Böhmen und auch, nun ja, Polen-Litauen und Weißrussland gäbe es auch schöne Gemeinschaftsprojekte, die für global citizen attraktiv sein könnten. Die in Dresden angeblich nur existierenden 250 Moslems sollten doch mühelos in der Rokokokomoschee unterzubrignen und als
      Alla-Turca-Chor zu korporieren sein, für die Oper, das Musical, die Betriebsfeier, das Warschauer Konzert oder den nächsten Kanzlerbesuch.
      .
      Integration braucht Phantasie.

    • Wir leben schon in einer Demokratie, es mangelt halt nur an Demokraten.
      Besonders an engagierten – PEGIDA ist letztlich nichts anderes als laufende Politikverweigerung. Und ganz besonders an intelligenten – die Sorte Menschen hat meistens etwas besseres zu tun, als sich mit den Dummen herumzuschlagen.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Da haben Sie Recht, ThorHa
      „Wir leben schon in einer Demokratie, es mangelt halt nur an Demokraten.“

      Vielleicht irre ich mich ja, aber ich glaube wir beide vermuten dieses Problem an verschiedenen Orten?

      In den politischen Parteien und Regierungen und den Readktionen der Medien, zB bei der FAZ, fehlen in der Tat Demokraten.

      Wenn die Leute dann halt permanent sehen müssen, dass, ganz egal um was es geht, sie permanent verar****** werden, dann wenden sie sich natürlich ab.
      Die Wahlbeteiligung spricht ja Bände und wenn dann so ein Zirkus wie Pegida auftaucht, geht man halt dorthin.

      Sich über diese Leute zu beschweren, anstatt auf die Usachen und Verursacher zu zeigen zeugt auch nicht gerade davon Demokrat zu sein.

      Es gibt nun mal Konflikte zwischen Deutschen und in diesem Falle einer absurd kleinen Minderheit von Muslimen. Dass das dermassen eskaliert ist einzig und allein Schuld der Bundesregierung, die mit typisch merkelscher Politik alles aussitzt, um nur ja keinen Wähler zu verprellen.

      Ist das die Form der Demokratie die Ihnen gefällt?

  12. Achtung
    Ich war nie bei den Demos und finde sie, gelinde gesagt, seltsam. Aber ich kenne einige Leute, die hin und wieder dort sind. Die sind auch seltsam, aber ich mag sie und sie sind nicht so dumm und beschränkt, wie man nach Ihrem Artikel meinen könnte.
    Nochmal – mir ist diese Bewegung höchst unbehaglich. Aber die Art, wie der Autor sich humorvoll überheblich von den dumpfen Sachsen (von denen ich einer bin) distanziert, ist auch unbehaglich.
    Vielleicht ist das ja Absicht? Unbehagen ist immerhin eins der besten Gefühle, die man heute so haben kann. Und ähnlich wie eine seltsame Bürgerbewegung bringt es die Leute dazu, miteinander zu reden. Im besten Fall mit Gebäck, obwohl ich eher der gefüllter-Bienenstich-Typ bin. Und in gegenseitiger Achtung.
    Von daher – bitte mehr unbehagliche Beiträge.

    • Nun, es geht da ja nicht um „die“ Sachsen. sondern speziell um die Pegida-Sachsen.

      Ich privat fühle mich auf Demos auch meistens unwohl – bei der Letzten gegen Überwachung war da vor mir so ein Parolenschreier auf dem offenen Feld, wo es niemand gehört hat. So etwas ist mir auch enorm peinlich. Besonders, wenn sie erwarten, dass ich den Refrain mitbrülle. Ja wo sind wir denn? Ich bin einfach kein Massenmensch. Daher die Ablehnung. aber das trifft nicht nur Pegida.

  13. Don, wenn Sie wirklich die Rückkehr der Garantie-Lebenszeitarbeitsplätze wollen,
    schliessen Sie sich bitte hm555s Forderung nach Wiedereinführung des Feudalismus an. Mit haus- und hofgebundener Dienerschaft im Generationenvertrag. Anders wird das nicht zu realisieren sein. Und selbst in den besten feudalistischen Verhältnissen gab es immer ein Heer von Wanderarbeitern.

    Frisches Baklava ist nicht nur sehr süss, sondern eigentlich Ersatz für eine vollständige Mahlzeit :-).

    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • Der werte HansMeier hat natürlich recht, das wäre eine option und man muss ja auch sehen. dass der Feudalismus länger als die Demokratie im Osten funktioniert hat.

      Tatsächlich aber denke ich, dass man eben vollbeschäftigung an Ort A hat und an Ort B nicht. das eine ist gut und das andere ist schlecht und so ist es nun mal. Das ist dann eben Klassengesellschaft. Die leute wählen CDU und CSU und ich finde, dass die PDS recht hat, aber die Benachteiligten sehen das anders. also, was soll ich tun?

    • Titel eingeben
      Gut sind griechische Vogelnest-Baklava mit Honig, libanesische Butter- und Fadenteig-Baklava, syrische Baumstamm-Baklava. Die türkischen hab ich bisher immer nur als sehr mittelmäßig bis „naja“ (die Sparvariante mit grüngefärbten Kokosstreuseln) erlebt.
      Aber zur Weihnachtszeit ist das nichts, da gibt es Weihnachtsplätzchen und Lebkuchen, die man sich nicht entgehen lassen will.
      Baklava sind dann im Sommer wieder dran.

      In diesem Sinne, frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr.

    • Hier ist es Pistazien und Honig, und ganz anders als das billige Zeug. Und manchmal, beim Schreiben, brauche ich einfach eine ZZuckerbombe.

      Alles Gute. Ich werde allerdings durchschreiben.

    • Versuchen Sie einfach weiterzudenken
      Sie denken viel zu sehr innerhalb des geschaffenen Regelwerkes. Es kann in einer Tunnelsicht keine andere Entwicklung beginnen.

      Frei nach Einstein
      Die Probleme können nicht mit derselben Denkweise gelöst werden, mit der sie geschaffen wurden.

      @Don
      Mit Kybernetik beschäftigen, Schirrmacher weiterdenken

    • Schirrmacher war nicht von dieser Welt und so leicht ist das ohne ihn leider nicht. Das war einzigartig und nicht wiederholbar.

  14. Bei "Weltmarktführer "...
    …muss ich immer lachen.

  15. adoraBelle
    na sind sie halt kurz zu aorta rübergesprungen – ja bei den lehrlingen
    sollen die chefs mal ein auge zudrücken geduld mitbringen und das sind eben die defizite die sich auf das blose knöpfchendrücken herauskristallisieren

    ich habe das auch bei meinen kindern gesehen aber man muß es nur einmal klar und schlicht erklärt bekommen dass immer erst auf eine einheit runtergerechnet werden muß um dann auf die mengen zurückzukehren (das ist doch bei der weihnachtsbäckerei auch nicht anders zeigen sie das mal schnell einem azubi da ist einfach kopfbeweglichkeit gefragt) aber wenn das grundgerüst wieder einmal stimmt kann aus so einem azubi dann doch noch ein guter lehrling werden

    und was ich in den schulen mehr fördern würde ist chor und instrumentalunterricht in jeder klasse es hat auch mit mathe zu tun und einem selbstbewußtsein der sänger und musiker

    aber heute wird zu wenig auf handwerkliches und zuviel auf computer wert gelegt das läßt die menschen verrohren

    fragen sie mal bei diesen pedigamenschen nach was sie sonst noch so machen außer im internet sich zusammentun

    • Ich weiss gar nicht, ob bildung da wirklich etwas ausrichten kann – wenn es von Lehrern kommt, wird es ja doch meist abgelehnt. Lange Zeit hiess es, dass es einen Weg nach oben gibt, wenn man sich nur astrengt – der ist aber zu und so weicht der Druck in andere Richtungen aus, nicht gegen das System Arbeit, sondern gegen das System zusammenleben. Hat sicher auch was mit der Fragmentierung der Gesellschaft und der nachlassenden Bindekraft der Moral zu tun.

    • Wiedergabemodus: Nürnberger Trichter
      Es ist da ein großer Unterschied zwischen Daten, Informationen und Wissen.
      Bildung ist mittlerweile auf der Ebene Wiedergabe von Daten angekommen. Das kann jeder befehlsausführende Prozessor besser.

      Menschen glauben allen Ernstes, daß es ein digitales Ich gäbe, siehe Spackeria. Gerade bei Letzeren wird alles auf Daten reduziert und der Glaube hält sich hartnäckig, daß dies etwas mit Offenheit zu tun hätte.

      Ein Datum ist nur ein rudimentäres Abbild von Information. Aus reinen Daten Wissen abzuleiten ist unmöglich. Erst wenn Menschen so tun als ob sie selbst computerisierte Spacken seien, treten korrelierte Effekte auf.

      Das Problem ist nicht moralisch, es ist eine Frage des Mangels an Einfühlungsvermögen. Die regelbehaftete Vernunft zerstört den einfühlsamen Verstand.

      Eine Folge des kybernetischen Steuerungsanspruches. Mechanistisches Herrschaftsbild.

  16. War da was?
    Empört: „Na Ihnen hat man wohl steuerfrei ein Familienunternehmen in den Kopf ge….erbt?“

  17. Siggy Pop und der Vorstandsposten
    Früher wollte er ja mal die Weltrevolution. Ich kann es bezeugen. Ich war dabei :-)

    http://ernstwilhelm.wordpress.com/2009/10/01/mit-sigmar-im-falkencamp-oder-der-fuhrer-der-verlierer/

  18. Titel? Prof. Dr. (muss das sein, wir sind hier doch privat)
    Ich empfehle Don Alfonso („Don“ und „ph“ gibt’s in keiner romanischen Sprache der Welt) eine Balaklava. So schön, wie er ist …

  19. Kurz und gut...
    Sich mal auf einen kleinen Aspekt, denn auf das grosse Ganze zu beschränken, ist sicher sinnvoll, vor allem im üblichen Vorweihnachstsneujahrstress mit all seinen Bedenkungspflichten ( die trotzdem einmal im Jahr nicht schlecht sind, um seine eigene Geschichte in Gestalt selten kontaktierter ehemaliger Freunde nicht zu verlieren).

    Der gute rheinische Kapitalismus – machmal scheint er einem irgendwie selbsterklärend, dass Eigentum auch verpflichtet. Vielleicht war er noch einleuchtender, als ein früherer Tod des Patriarchen eine übliche Erscheinung war. Heute trauert man auch noch mit 90 eher seinen verlorenenen Skifahrkünsten nach.

    Wir sind vergänglich, darum sollten wir wirklich etwas Vernünftiges mit unserer Zeit anfangen, auch gerne etwas durch die Zeit Erhaltenswertes hinterlassen ( und nicht nur einen gewaltig aufgeblähten Staatsapparat mit Tonnen an Privilegien) – aber das grösste Prestige geht oft von sehr merkwürdigen Errungenschaften aus.

    Ist ein Bild mehr als 100 Mio wert? Eine Yacht für 250 Mio? Ein Ferrari 10 Mio – ein Rolls Royce Cabrio der gleichen Epoche 250.000 ?

    Die Entscheidung des Verfassungsgerichts zeigt auch mal wieder, das überhaupt nicht geklärt ist, wer wem in unserer Gesellschaft die Macht zuspricht.

    Aus meiner Position kann ich es nur begrüssen, ähnlich wie unser Gastgeber, dass ich zu einer Schicht gehöre, die nicht unmittelbar im Rattenrennen stand und sich eine gewisse geistige Freiheit erhalten konnte, ohne sich mit gelblicher Gesichtsfarbe die Nase vor dem Schaufenster eines GOLF GTI plattdrücken zu müssen.

    Was wäre, wenn der Gewerkschaftsbund, die Denkmalpflege, das Rote Kreuz, die Caritas oder der Tierschutzverein zu den Beglückten der wirklich grossen Vermögen würden? Es würden bestimmt bald wohldotierte Vorstände mit Büropalast und S-Klasse entstehen, mit jeder Menge verwaltender Unterabteilungen und Anlagen in dubiosen Firmen und den dazugehörigen Provisionen.

    So tickt der Mensch. Querdenken, eigene Position, Offenheit und Einfühlungsvermögen, dass man nicht der einzige ist, der legitime Interessen hat, das sind wünschenswerte soziale Qualitäten, die Sie, werter Don Alphonso, seit langem anstossen, und wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg auch im täglichen Kampf um Klicks und Standpunkte.

    Allen Mitdiskutanten wünsche ich schöne Feiertage und ein glückliches Neues jahr!
    Und jetzt muss ich Photos fürs Weihnachtsalbum von Mama aussuchen, Karten schreiben, und Geschenke einwickeln…

    • Ja, dieses Verwaltungsgetriebe ist natürlich nochmal ein spezielles Problem, das die Gesellschaft mit sich herumschleppt, und da wollen auch entsprechend viele hin. Ich möchte da nur auf den Fall der Treberhilfe in Berlin verweisen, oder Ähnliches, das hehre Ziele zu verfolgen vorgibt. Der kulturbereich mit all den Stipendien wäre da auch ein Beispiel.

      Dieses Gefühl, das nicht nötig zu haben, ist ein enorm gutes.

  20. Dieses Gefühl gäbe es auch in der besten aller heute möglichen Gesellschaften
    eben nicht für alle. Irgendwer muss ja das herstellen, warten und betreiben, was die Besitzer dieses schönen Gefühls nutzen und verzehren.

    Eine gesellschaft aus lauter don alphonsos wäre nicht überlebensfähig.

    Gruss,
    Thorsten Haupts

  21. Kadayif!
    So heißt jenes türkische Gebäck, das ein wenig wie ein Vogelnest
    aus gesponnenem Weizen aussieht.
    Es läßt sich knusprig-zart auf der Zunge zerdrücken.
    In diesem „Nest“ liegen Pistazien oder Walnüsse.
    Es ist nicht ganz so süß wie Baklava,
    hat aber kaum weniger Kalorien.
    .
    Achtung!
    Es kann passieren, dass nach dem Verzehr von 3 Stück Kadayif
    und dem rauchen einer Shisha-Pfeife sich der Himmel voller Sterne
    über einem zu drehen anfängt …
    und man glaubt nach Bethlehem zu müssen.
    .
    Stay!
    In Bethlehem wird wieder mal die Hölle los sein.

  22. weg nach oben
    ich weiß nicht ob alle den weg nach oben wollen sie wollen vielleicht nur aus ihrer unzufriedenheit heraus

    aber das hängt ja mit der seelenlage zusammen wenn ich mit mir total im einklang bin dann kann ich den niedrigsten job machen

    und wenn ich einen großen konzern leite dann wäre es mein bestreben zufriedene mitarbeiter zu haben denn mit zufriedenen mitarbeitern kann ich jede hürde umschiffen und so wie sie das beschreiben funktioniert das in ihrer heimatstadt ja bereits

    also schrauben dort menschen aller nationen die schräubchen mit zufriedenheit und das breitet sich doch auf die gesamte stadt aus wovon doch wieder andere selbständige auch profitieren also ein gelungenes ineinandergreifen von zahnrädchen

  23. Vielleicht sind wir am Anfang einer "Hühnermutation"...
    die auch die „Hahnenkampfarenen“…in denen Hähne mit Rasierklingen
    kämpfen…auflöst…“mutationsreifegeschwindigkeitabhängig“?…
    von (Hahnen-)Kampfmensch-Epoche in humanere Epochen; die der
    Bezeichnung Human gerecht werden?

    • also, was ich so in der Fabrik erlebt habe, war saubere Arbeit, gute Bezahlung und ein gutes internes Klime bei hoher Verantwortung. Ganz anders als im Journalismus. Und ganz sicher kein Krieg.

  24. Was ist wertvolle Arbeit?
    ThorHa, guter Einwand: Nur was ist „herstellen, warten, und betreiben“ in einer Gesellschaft, die sich selbst nicht reflektiert, in der die Regierung in sonniger Selbstgerechtigkeit, die Guten zu sein, nur noch die Güterproduktion organisiert?

    Wäre dabei ein Vibrator ein genauso schützenwertes Produkt wie das Schnappi-das-Krokodil-Lied oder eine Faust-Aufführung? Oder ein Bild von Jonathan Meese?

    Eine Gesellschaft aus betriebsblinden, ärmelaufkrempelnden bruttosozialproduktschaffenden Ameisen, wäre lebensfähig, ja, aber eben eine Art Ameisenhaufen. ( Im Zug der Ideologie der kollektiven Menschenrechte – eine saubere Toilette ist wertvoller als Meinungsfreiheit- wird diese Position ja durchaus vertreten).

    Ich glaube, die Oscar Wildes und Don Alphonsos und andere haben auch ihren Wert für eine lebenswerte Gesellschaft, umso mehr wenn Ihr Ehrgeiz sich auf das Schaffen anschlussfähiger Gedanken für grössere Bevölkerungskreise richtet.
    Klar, ich könnte auch eine Apologie für Fettecken, tote Hasen und in monochromes Schwarz gespritze Monumentalleinwände als unerlässlich für unsere Kultur schreiben, aber dann könnte man das gleiche tun für den Schnappi-Song.

    Was ist wertvoll? Wer verdient sein Geld, seine Macht?

    Dass wir diese Diskussion führen können, das zählt zu den grössten Errungenschaften unserer Verfassung.

    Tja, und ob da Plebiszite etwas besser machen würden, würde ich zumindest für einige Fragen klar verneinen.
    Aber die politische Kultur der Schweiz vermeidet einiges an Entfremdung zwischen Herrschenden und Beherrschten – allerdings käme bei einer europäischen Helvetisierung wohl schnell ein ziemlich schwieriger Rückfall in kleinräumige Verwaltungseinheiten zustande, was an sich nicht schlecht ist, aber problematisch, wenn es aus einem Rückbau entsteht.

    Strukturen wie die EU schützen recht effektiv die Schwächsten, nützen gewaltig den Stärksten und hinterlassen der schmaler werdenden Mittelschicht das grummelnde Bauchgefühl, alles bezahlen zu müssen.

    Darüber nachzudenken, wird DIE politische Herausforderung der nächsten Jahre sein, die wir nur mit wirtschaftlicher und emotionaler Intelligenz konfliktarm meistern werden können.

    Und da bin ich unserem Gastgeber dankbarer als Beschwichtigungsreden unserer Mutti, dass er ein Forum bietet, in dem von Ihnen bis zu Tyler jede Spielart von persönlicher Meinung willkommen ist, eben, solange sie anschlussfähig ist und nicht nur merkwürdiges Gebrabbel darstellt.

    Und das auszuwählen, ist eine wertvolle Arbeit unseres Gastgebers – zu entscheiden, wann ein Beitrag vom Kopf oder vom anderen Ende diktiert wurde.
    Die „Stützen der Gesellschaft“ stützen wirklich die Gesellschaft, die mir zu bewohnen sympatisch ist.

  25. in Zukunft solche kürzeren Beiträge ??
    Sehr geehrter Herr Meyer,

    mit kürzen Beiträgen wie diesen geht das nicht.

    So stirbt Don Alfonso.

    Vielleicht können Sie ja mit der Redaktion der FAZ reden und diese zahlt Ihnen ein wenig mehr und Sie behalten Ihren bisherigen Stil bitte bei.

    Ich kann ja gut verstehen der Wohnsitz in Südbayern kostet einfach.

    Mit freundlichem Gruß aus dem Tessin
    B.Klingenberger

  26. Stalin-Zitat
    Ob Stalin dies exakt so von sich gegeben hat, sein dahingestellt. Hier ist die interessante Hintergrund-Geschichte dazu: http://hayrettinguelecyuez.webs.com/stalinism.htm

  27. ....
    Zuwanderung hin oder her – (Süd-)Deutschland ist halt doch schon ziemlich dicht besiedelt und jeder Millimeter Land wird irgendwie produktiv genutzt…. auch die Berge sind schon gut in Wellness-Regenerations-Einheiten umgewandelt …. so ein bisschen weniger Bevölkerung in Deutschland generell wäre ja eigentlich gar nicht verkehrt, anstatt so krampfhaft die 80 Mio. halten zu wollen…. dann funktioniert das mit der Ökogeschichte auch noch viel besser (Regenerative Energien / Weniger Massentierhaltung/ Höhere Lebensqualität / mehr Freiräume usw.).
    Als Großgrundbesitzer mit Immobilien in schönen zentralen Lagen wäre ich dagegen an einem stetigen Zuzug interessiert und für den Unternehmer ist so ein Heer an Arbeitskräften ja eigentlich auch viel netter….

    • Ich nicht, weil das zu schnelle wachstum auch wieder probleme mit sich bringt. es hätte ruhig etwas langsamer sein dürfen und die ziele für Bayern halte ich auch für falsch. aber wie sich bei der dritten startbahn in münchen gezeigt hat, denken die Menschen inzwischen auch hier um.

  28. Schön wärs ja
    wenn das wirklich so wäre. Aber da fragt man sich wieso müssen ca. 4,4 Milliionen Hartz 4 Empfänger noch alimentiert werden; ganz abgesehen von den nicht gemeldeten Arbeitssuchenden… Eigentlich sollten diejenigen, wie es ursprünglich vorgesehen ist gefordert werden wirklich eine Arbeit anzunehmen! Ungelrente gibt es mehr als genug dafür!

  29. Maischberger 20.7.2012
    Willy Brandt wird zitiert 1973: …wir müssen für Anwerbestopp sorgen, …zuerst muss man an unsere Landsleute denken!
    Helmut Schmidt 2004: … es war ei Fehler, dass wir zu Beginn der 60er Jahre Gastarbeiter aus fremden Kulturen ins Land holten (Hamburger Abendblatt)
    und weiterhin 2004: .. dass wir uns übernommen haben mit der Zuwanderung von Menschen aus völlig anderen kulturellen Welten. 7 millionen Ausländer in Deutschland sind eine fehlerhafte Entwicklung;
    die Zuwanderung (…) aus dem Osten Anatoliens oder aus Schwarzafrike löst das demografische Problem nicht, sondern schafft nur ein zusätzliches dickes Problem! (Focus).
    2008: ..wer die Zahlen der Moslems erhöhen in deutschland erhöhen will, nimmt eine zunehmende Gefährdung unseres innersn Friedens in Kauf. (Buch: „Außer dienst“)
    alles zu erfahren in der kurzen Sendung;4,5 Minuten youtube) auf die Frage ob H.S hier etwas heute zurücknehmen würde, sagte er:…keine Silbe!
    Ich erinnere mich auch noch an die Aussage von H.S: das größte Problem vor dem WIR stehen ist die Bevölkerungsexplosion – dem kann ich nur zustimmen, falls wir nicht nach dem Schneeballsystem leben wollen

    • Deutsch
      Wie fühlt sich „deutsch sein“ denn an?

      Thomas Malthus lag bereits vor gut 200 Jahren falsch. Zumal der Konkurrenzgedanke erst zum Schwachsinn der Starke würde überleben geführt hat. Der gemeine Darwinist ist mit Denken allerdings völlig überfordert. Daher reicht ihm der Glaube völlig aus, der in in die Lage versetzt, bereits die einzig wahre Wahrheit zu kennen.

      Was hat denn jemals überlebt?

    • Wer hat den jeweils überlebt?
      Der Schwache natürlich.
      Es gibt nicht viel, von dem der Starke mehr abhängig ist.

  30. arbeitskräftemangel?
    Sehr geehrter Don Alphonso
    Ihre historisch angehauchten Glossen aus der Oberschicht laden mich immer wieder zum Genuss gedruckter oder besser gesagt gepixelter Wortansammlungen ein.
    An dieser Stelle möchte ich Ihnen aus dem Reichshauptstadtslum entgegenrufen: einige dutzend Personalagenturen, die wie wild Stellenanzeigen schalten machen noch keine Vollbeschäftigung.
    Auch hier wird wie wild gesucht und nicht gefunden. Ich hatte mal das Vergnügen im Maschinenraum für Software für Recruiter und Personalvermittler herumzuwerkeln und dabei auch mit eben diesen Gestalten reden zu müssen. Lieber spaziere ich da nachts mit einer teuer aussehenden Uhr durch das noch nicht gentrifizierte Kreuzberg oder Neukölln, als mich nochmal freiwillig mit in diesem Personenkreis Verkehrenden zu unterhalten. Don Alphonso, Ihre Vorfahren würden angesichts des in dieser Branche verbreiteten Hang zum betrügerischen Verhalten vor Neid erblassen.

    Die in den vergangen zwanzig Jahren durch die Digitalisierung weiter vorrangetriebene Vermessung der Arbeitswelt und eine Politik, die trotz gegenteiliger harter Zahlen in das Hohelied des Erfolges einstimmen möchten – das sind die beiden weiteren Komponenten für das Hirngespinst der Vollbeschäftigung.

    • Guten abend,

      tatächlich ist doe Softwarebranche eine der Lügner, Rosstauscher und ahnungslosen, die viel Geld verlangen und natürlich wundert man sich, wieso man die nicht mit der rosspeitsche durchwoigln deaf. aber o ist es halt,. allein, bei mir dahein ist die Old econimy und viel Misstrauen gegen zu viel Digital – und deshalb geht es hier auch so gut. Denn im Maschinenbau kann man nicht so leicht betrügen. die Leute, die zu uns kommen, wollen in der Regel auch was leisten, und so fügt sich das alles halt ganz gut und sicher besser als bei Projekten in Westsibirien.

    • Werter Donalphonso,
      Projekte im Reichshauptstadtslum sind nichts, um auf die Dauer reich zu werden, gesellschaftliches Ansehen zu gewinnen, oder seinen moralischen Kompass einzunorden. Wenn man aber aus den Niederungen der Gesellschaft kommend in jungen Jahren für eine begrenzte Zeit einen über viele Branchen reichenden Erfahrungsschatz aufbaut, kann dass unter Umständen renditeträchtiger sein, als in das Hamsterrad süddeutscher Großunternehmen einzusteigen, dass wie eine Karriereleiter aussieht.

      Dass es auf Führungsebene noch sehr analog zu geht ist kein alleiniges Erfolgsgeheimnis der Süddeutschen Maschinenbauer. Wenn man nach einigen Jahren auf Wanderschaft die Ausläufer der Führungsebenen erklimmt und Ihren Mundgeruch im Nacken verspürt, ist Misstrauen der hilfreichste Begleiter. Ein Smartphone taugt weder die besten Spezialitäten von ausserhalb der heimischen Gefilde zu verzehren, noch hilft es im Anschluss an ein feines Mahl per Handschlag die Details einer Zusammenarbeit zu festigen. Die Digitalisierung ist fürs Proletariat: Nicht die oberen zehntausend sollen sich mit digitalem oder analogem Schrott umgeben, sondern die Millionen, die es sich eigentlich nicht leisten können.

      Deutscher Maschinenbau, dass ist eine Fassade aus Stabilität, dass sind zur Schau getragene solide Werte und doch geht es genauso fein zu wie in anderen Branchen. Dieses zur Schau stellen von der guten Seite und das gegenseitige Abzocken auf der anderen Seite soll halt jeder so handhaben wie er es will, es ist elementarer Teil wirtschaftlichen Handelns. Aber eben dort, wo Menschen übers Ohr gehauen werden, die sich aus gutem Grund dagegen entschieden haben, Teil diesen wirtschaftlichen Handelns zu werden und Ihr Leben als Angestellte zu fristen, kommen mir die fettuccini al tartufo wieder hoch: Also beim Thema Lebensmittelindustrie und bei den Methoden von Recruitern.

      Entschuldigen Sie meine langatmigen Ausführungen, aber seitdem sich immer mehr Italiener bei mir in Sibirien breit gemacht haben, funktioniert der Import von Spezialitäten aus italienischen Gefilden noch besser als in München, da die Großhändler mit den Italienern hier bessere Geschäfte sehen und dafür die grantligen Münchner gerne links liegen lassen. Und weil Italiener besser als alle andere Qualität von einheimischen Produkten einschätzen können, kommt hier auch nicht nur der Müll an, der sonst über die Alpen entsorgt wird, sondern teilweise richtig gute Qualitäten. Und gutes Essen ist nicht nur Inspiration, der Wein kann einen auch dazu verleiten, vollständig den Faden zu verlieren.

      Zurück zum deutschen Maschinenbau. Sicher, als Zulieferer für Einzelteile haben Sie wenig Möglichkeiten, nach exakten Spezifikationen das Produkt hinsichtlich einer kostengünstigeren Fertigung zu optimieren. (betrügen ist so ein grauenvolles Wort). Früher(?) konnte man das Mehl für das Brot mit gewissen Dingen strecken, aber ein Zahnrad hat nunmal konkrete Eigenschaften, die sich leichter überprüfen lassen als der Kuhmilchgehalt eines Käses. Um finanziell zu überleben bleiben Ihnen wenige Möglichkeiten, die einfachste finden Sie beim Personal.
      Als Integrator oder Hersteller komplexer Maschinen haben Sie schon die gesamte Klaviatur an Möglichkeiten der anderen Branchen, Ihrem Kunden mit tausendundeinem Märchen dass Geld aus der Tasche zu ziehen. Dazu gehört übrigens auch die richtige Steuerungssoftware aus Sibirien um sicherzugehen, dass der Kunde die teure Service und Wartung auch wirklich benötigt. Auch bei den Großunternehmen ist die holde Melodey vom Mangel an Arbeitskräften ein Gassenhauer.

      Beide Gruppen von Unternehmen benötigen eine gefühlte Verknappung der Ware Arbeitskraft, ohne dass es zu einer spürbaren durchschnittlichen Verteuerung kommt. Dies lässt sich einfach realisieren: man teilt eine Gruppe von Angestellten auf: ein zehntel wird gehuldigt, der Rest wird geduldet. Den Gehuldigten werden Eigenschaften zugeschrieben, dass Sie Umsatz und Rendite fliessen lassen könnten. Reiter durchqueren das Land mit der frohen Kunde, dass die Gehuldigten sich auf Weihrauch und Myrre betten könnten, sobald Sie in den Dienst Ihrer Majestät eintreten würden. Fachliche Qualifikation, abseits eines vernünftigen Abschlusses, ist irrelevant. Herkunft ist wichtiger, denn das Gold sollte möglichst in der Nähe der Stützen der Gesellschaft bleiben und nicht etwas im Reichshauptstadtslum fürs Rumhuren mit Soziologinnen oder ähnlich ungelerntem Geschmeiss versanden.

      In den Niederungen der Gesellschaft hört man die Trompeten der Reiter, glaubt an die Verheissung von Bildung und gesellschaftlichem Aufstieg. So werden junge Leute in südlichen Ballungsräumen verheizt. Sie pendeln nicht nur zwischen Nord und Süd sondern zwischen relativ gut bezahlten Kurzzeitengagements und Arbeitslosigkeit (die statistisch nicht an der kleinen dummen Stadt an der Donau, sondern am Wohnsitz der Eltern registriert wird): durch die Nichtarbeit weichgekocht sind Sie von den Arbeitgebern besser zu genießen. Am Ende steht eine beruflichen Biographie, die zwar viel Wissen um die Produkte des ehemaligen Arbeitgebers, aber wenig prickelndem im Lebenslauf für einen neuen Arbeitgeber enthält. Sowohl am Ende des Monats als auch am Ende der Karriere stehen oftmals weniger auf dem Konto als bei den daheimgebliebenen und somit bleibt sicher, dass Unten kein Vermögen aufgebaut wird. Viele begreifen das Spiel, einige wenige schaffen den Aufstieg in die oberen zehn Prozent und noch weniger bleiben dort, und alle versuchen so lange wie möglich im Hamsterrad, dass sich Karriereleiter schimpft, drin zu bleiben. Ja nicht aufmuckende Arbeitnehmer. Das ist ein Fundament, auf dem der Reichtum des deutschen Maschinenbaus steht.

      PS: ich freue mich schon wieder auf die Berichte Ihrer nächste Italienreise, ihre Kenntniss- und Pointenreichen Reisebereichte sind immer lesenswert.

    • Sie dürfen Tanzen mit wem Sie wollen...
      Ja, das haben Sie schön auseinanderklamüsert. Auch der Schluss ist natürlich korrekt:

      „Alle versuchen so lange wie möglich im Hamsterrad, dass sich Karriereleiter schimpft, drin zu bleiben. Ja nicht aufmuckende Arbeitnehmer. Das ist ein Fundament, auf dem der Reichtum des deutschen Maschinenbaus steht.“

      Was mir da fehlt ist eine Aussage, was denn von solchen Zuständen zu halten ist….
      Etwas weiter oben schreiben Sie wie ihnen „die fettuccini al tartufo wieder hoch“ kommen, wenn Sie sehen:
      Wer „sich aus gutem Grund dagegen entschieden haben, Teil diesen wirtschaftlichen Handelns zu werden“ sollte sich nicht darüber beklagen, dass diese Welt ausserhalb dieses unakzeptablen Systems ebenfalls nicht sonderlich entgegenkommend ist… Nur, jammern tun nur Dummköpfe.

      Und was das Fundament angeht „auf dem der Reichtum des deutschen Maschinenbaus steht“, so steht es auch den Leuten die jenes Fundament bilden frei, sich davon zu lösen.
      Konservative werden Ihnen da zu Recht entgegnen, es gäbe da so etwas wie Eigenverantwortung.
      Dummheit ist kein Argument in der real existierenden Welt.

  31. Mindestens 100 Jahre zu spät geboren..,
    Unser Don. Auch mich packt manchmal die Sehnsucht nach der guten alten Zeit, in der ja alles besser war. An die Gründerzeit, wo die Arbeitnehmer noch ehrfürchtig waren. Und freudig ein Leben lang für weniger als heutzutage ALG II beim gleichen Patriarchen schufteten. Ach ja, diese Arbeitsplätze waren sicher. Ich war ja nur Kleingewerbetreibender in der Neuzeit. Was hätte ich um so abhängige Arbeitnehmer gegeben! Die hatten noch Respekt und waren dankbar. Das war doch wirklich schön, wenn man zu den Vorfahren des Don gehört hat. Da konnte man sich noch heimelig fühlen. Wenn man nicht gerade der falschen Kaste angehörte, wie allerdings die meisten. So konnte auch das Erbe des Don entstehen, was wir ihm herzlich gönnen.

    • Mein, gerade richtig, ich nehme die vorteile der Gegenwart mit und gestalte mein Leben nach meinem Plaisier. Das ist der Trick,

  32. weg nach oben
    Don sie schrieben heute so schön >lange zeit hieß es, daß es einen weg nach oben gibt, wenn man sich nur anstrengt…

    mir ist zu dresden gerade die lösung gekommen die können das gar nicht ausschlagen und ihre ängste sind dann wie weggespült und das geht so:

    ab jetzt gibt es nicht nur dresdner stollen sondern ab jetzt werden vanillekipferl kokoskipferl pistazienkipferl nußkipferl nougatkipferl safrankipferl und dattelkipferl gefertigt mit dem originalaufdruck und grüßen von engelshimmelsbäckerei (liegt der faz vor) und die werden direkt in alle arabischen und als erstes nach saudiarabien geliefert (wenns sein muß flieg ich selber dorthin)

    dann ist das besser als mozarkugel mit mozartaufdruck denn mein aufdruck ist neutral und beruhigt die arabischen seelen womit auch der IS sofort stillgelegt würde werden

    und dann kann man sich einigen wie der rest wieder aufgebaut wird mit entsprechenden ämtern und verwaltungen auszustatten ist

    und am tempelberg wird ruhe einkehren denn ich habe sie mit meiner kipferlinvasion besänftigt dann ist es allen religionen erlaubt dort oben das gebetshaus anzusehen und auch ein dankesgebet gen himmel zu schicken

    und die folgeaufträge kommen dann sowieso automatisch so jetzt habe ich alle aorten gründlich durchspült

  33. Baklava
    Ich mag dies in Zuckerwasser eingelegte Zeugs nicht essen.
    (Bin ich jetzt Rassist?)

  34. Vollbeschäftigung?
    Wenn die Fima mit den 4 Ringen so dringend Fachkräfte sucht dann sollte sie doch die Neueinstellungen nach dem alten IGM-Tarif entlohnen. Das sollte dann genug Schmerzensgeld sein um in die Donausümpfe zu ziehen. Stattdessen wird nur über eine ausgelgerte Personalagentur eingestellt. Zu Konditionen über wir Fachkräfte noch lachen. Aber auch das kann sich ändern, denn unsere Staats und Parteichefin hat ja über die Blue Card das Akademikerjahresgehalt auf 30k taxiert.

    • Wer woanders bessere Konditionen findet, kann da auch gern hingehen. Es gibt langschaftlich reizvollere Ecken, keine Frage. Trotzdem habe ich nicht den eindruck, dass die Menschen sich hier vom Kapitalimus ausgebeutet fühlen. Zumindest als Journalist ist man oft sprachlos, was man dort so verdient.

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      Ich sehe nicht selten Verdienstabrechnungen von Bandarbeitern dort, und egal ob sie Huber oder Öztürk heißen, die Beträge sind beeindruckend!

      Hinzu kommt auch noch, daß viele der in der Fabrik Arbeitenden nicht in Blocks wohnen und viel Miete zahlen, sondern aus dem Umland kommend häufig Eigenheime auf eigenem zuvor schon vorhandenem Grund bauen.

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      Das Problem sind auch nicht die festangestellten Audi Arbeiter alten Musters.

      Das Problem ist, dass es heute immer weniger Arbeitsplätze dieser Art gibt. Und statt dessen ein paar Millionen die so schlecht bezahlt sind, dass man vom Einkommen eines Vollzeitjobs eben nicht mehr eine Familie ernähren kann.
      Und ich gehe davon aus, dass das (frühere) Geschäftsmodell von Audi auch künftig nie wieder auf weitere Millionen Arbeitnehmer ausgedehnt wird?

      Das läuft nun mal NUR so, wie P.Fusch beschrieben hat. Hat man natürlich rot/grün zu verdanken.

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      Ganz grob über den Daumen. Der angelernte Montierer am Band bekommt (was er verdient, ist eine andere Frage) als gelernter Bäcker oder gelernter Anwalt zirka 50 T€. Mal die Schichtzuschläge gesondert betrachtet, die steuerfrei sind, des Beispiels wegen virtuell hochgerechnet auf eine Tagestätigkeit, kommt man bei 15 T€ raus. Plus Weihnachtsgeld und Erfolgsanteil etwa 80 T€.
      Ich spreche über die kalte Progression.

  35. kipferlinvasion
    nein ich habe das nochmals überdacht das wird so gehandhabt ein produktionsstrang ist in dresden oder umgebung mit drei sorten beauftragt

    ein weiterer strang ist in ihrer stadt (sie nannten doch biobäckereien) mit auch drei variationen und last but not least kommt lübeck mit einer marzipanvariante und statt safran eine sesamvariante dazu

    (und von der luft sieht das dann aus wie ein dreieck also das dritte „auge“ für die bodenstationen sind natürlich noch regionale besonderheiten mitintegriert in diesen kipferln oder mondvariationen

    d.h. wir kämen auf 8verschiedene kipferlformen und geschmacksrichtungen die dann vor dem export als eine einheit wieder zusammengefaßt werden müssen

    und verkauft werden sie als himmelsgeschenk passend zum bild

  36. Plumper Werbetrick
    Stellenanzeigen auf Lieferwagen sollen Expansion und Blüte des Unternehmens vortäuschen. Tatsächlich steht der Firma das Wasser bis zum Halse. Rundet mein Bild von Bayern ab.

    Baklava und Diabetes: Jeden Tag ein Stück, und abfaulende Beine oder Blindheit sind für 10% der Bevölkerung die Folge.

    • sowas kann man ohne Belege natürlich immer sagen, aber das ändert nichts daran, dass hier Arbeitskräfte kaum mehr zu finden sind.

  37. Rheinischer Stalinismus? Online-Flyer Nr. 55 vom 02.08.2006
    Zitat: … Bei einem Festessen unter freiem Himmel wurde Stalin von einem ausländischen Gast gefragt, wie er das Volk regiere. Stalin sagte nichts, sondern fing ein vorbei gehendes Huhn ein. Er riss ihm lebend, wie es war, sämtliche Federn aus und fragte seinen Gast, was das Huhn wohl tun würde, wenn er es gleich wieder los ließe. „Weglaufen, natürlich!“ antwortete der Gast fest überzeugt. Also setzte Stalin das Huhn ab und siehe da, es schmiegte sich ganz eng an Stalins Stiefelschaft. Stalins Erklärung: „In der Sonne ist es ihm zu heiß und im Schatten zu kalt.“ Daraufhin nahm er ein paar Körner vom Tisch und warf sie zu Boden. Begierig begann das Huhn die Körner aufzupicken. Stalin antwortete nun auf die eingangs gestellte Frage: „So muss man das Volk regieren.“

    Natürlich ist es nur eine Anekdote, aber die Methode hat jahrzehntelang funktioniert, und sie funktioniert bei uns heute immer noch. Und wenn man sich anschaut, was die so genannten Arbeitgeber machen, dann wissen wir, bei wem sie gelernt haben. Man kündigt den Wegzug oder die Vernichtung von tausenden Arbeitsplätzen an, rupft also das Huhn. Daraufhin machen Gewerkschaften, MitarbeiterInnen und die Stadt […] unzählige Anbiederungsversuche, schmiegen sich also an den Stiefelschaft. Schließlich lässt man sich seitens der Firmen dazu herab, nur 90 Prozent der Stellen zu streichen oder nur 50 Prozent zu verlagern oder großzügig abzufinden. Und die Hühner, pardon, die Gewerkschaften, die Stadt und auch die Angestellten und Arbeiter picken begierig diese hingeworfenen Körner auf. … http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=10002 (Zitat-Ende)

    Der Vergleich, vielmehr die Gleichsetzung gefällt mir überhaupt nicht; diese unendliche akademische Wehleidigkeit, Weinerlichkeit und das ausgeprägte Selbstmitleid. „Adjektiv: larmoyant (rührselig, sentimental, weinerlich)“ – laut Wikipedia (die wiederum nicht „zitierwürdig“ ist).

    • Ich mahe mir die Meinungen der Zitierten nicht zueigen, es sind halt einfach passende Einlassungen – und, wie man in Italien sagt: Wenn es schon nicht wahr ist, so ist es doch gut erfunden.

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      Nokia???
      Die vertraten damals ein viel gefeiertes Managementkonzept
      das alle für wahr und unausweichlich hielten. Alternativlos. Gemacht, um die Bedeutungslosigkeit der Politik vorzuführen.

    • Ja, Nokia war geil. Nachhaltige Zukunft, was kann da schon schief gehen.

    • und wo Nokia gelandet ist
      Weiß man mittlerweile auch.
      Mit dem Kopf an der Wand.

    • Menschen passen sich an,
      um zu überleben. Wäre das flächendeckend anders, gäbe es uns alle nicht. Weshalb mir zu verbalen Mutbekundungen von deutschen Couchpotatoes meist nur einfällt: Maulhelden.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

  38. biobäckereien
    könnten sie mir da schon mal einige firmen in ihrer umgebung nennen (wer hat doch gleich die brezel mit den drei sonnen erfunden? also ein brot wo drei sonnen durchscheinen können) und wenn es dies gibt dann eben auch die mondversion oder kipferlversion

  39. Jobs im Süden
    Selber schuld, wenn er im Süden solche Jobangebote bekommt.
    .
    Man trägt ja auch keine schwarze Fliege zum Frack…
    .
    http://www.spiegel.de/politik/ausland/barack-obama-und-michelle-obama-berichten-ueber-rassismus-erlebnisse-a-1009170.html

  40. Ich soll langsamer schreiben
    Mit der Anmerkung: „Du schreibst zu schnell, mach mal langsam“ ist mein Beitrag wohl endgültig verschwunden. Was ist das für eine flapsige Art? Seit wann duzen wir uns auch noch?

  41. OT
    Kuba Embargo wird gelockert.

    Die US-Wirtschaft freut sich, dass sie einen Markt von 11.2 Mio.
    Menschen hinzugewinnen kann, nachdem man einen Markt von fast
    200 Mio. kaputtgemacht hat ( Russland + Ukraine ).

    Es wird eng auf dem Globus für die global Player.

    • Wir haben doch sicher noch ein paar SED-Altlasten, die beste Beziehungen haben….

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      Wir haben doch sicher noch ein paar SED-Altlasten, die beste Beziehungen haben….
      Mit staatsSicherheit!

      Im Ernst. Auf Kuba leben die gewohnheitskriminellen Zonenrentner so locker dahin wie dereinst Schickelgrubers Beste in Uruguay und Argentinien.

    • Ich dachte da an hohe Kader – vielleicht will KKrenz als Lobbyist anheuern?

  42. olivenöl
    sie mit ihrer baklava gestern haben jetzt die kipferlinvasion angezettelt
    und jetzt sprießen in meinem kopf die ideen ich kann sie nicht mehr stoppen

    die umsetzung und ausführung wird mindestens so alt werden wie das kürzlich in israel gefundene olivenöl das ist 8.000jahre alt also beste voraussetzung für langlebigkeit

  43. Sorgen von PEGIDA-Sympathisanten
    Der FAZ-Artikel zu den PEGIDA-Ängsten vor den Asylantenströmen verniedlicht die dramatische Situation, indem nur auf die aktuellen Zuwanderungszahlen verwiesen wird, aber nicht auf die Massen von abgelehnten jedoch geduldeten und nicht abgeschobenen Menschen in Deutschland.
    In Afrika warten X-mal soviel analphabetische, berufslose Verwandte und Freunde derselben Asylbewerber nur auf ein Signal ihrer vorausgeschickten Angehörigen aus Deutschland, um sich auch auf den Weg zu machen. Aus den derzeitigen Zuwanderungen wird dann eine unaufhaltsame Hungerleider-Lawine in das Gelobte Land Deutschland. Und den Gutmenschen bei uns, die jetzt immer noch in ihrer chronischen Kurzsichtigkeit die Türen bis zum Anschlag aufreißen und die Arme ausbreiten, werden dann vor dieser Katastrophe die Augen aufgehen – aber zu spät. Dann ist Deutschland das Kontinentale Sozialamt mit einem Kultur-Mischmasch, ausufernden Soziallasten und unbeherrschbaren Unruheherden einer neu-entstandenen Subgesellschaft in den Ballungszentren unserer Städte. Armes Deutschland !

    • Niemand wird die Probleme rund um den Görle bestreiten, aber grosse modo ist das Asylrecht hier kein Freibrief und von einer Überfremdung sind wir weit, weit weg. Würde ich sagen.

    • 86.000 plus 33.000 = ca. 120.000 Geduldete in Deutschland.
      Das ist nicht wirklich ein Problem und sollte auch nicht zu einem hochstilisiert werden.

      http://www.proasyl.de/de/themen/basics/basiswissen/nach-der-entscheidung/leben-mit-duldung/

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Nein, DIE sind nicht das Problem
      Wer es bei den tatsächlich existierenden Schwierigkeiten bei der „Reise“ trotzdem schafft nach DE zu kommen, hat es verdient zu bleiben.
      Ich kannte und kenne in München immer noch einige Afrikaner die über Jahre hinweg illegal lebten.
      Ich habe niemals jemanden getroffen, der ausser wegen seiner eigenen Voruteile ein Problem mit denen gehabt hätte.

  44. No Go Area
    Sachsen ist für mich schon lange No Go Area. Aber nicht als Flüchtling, sondern als sehr gut verdienender Gernreisender. Schon vor vielen Jahren fühlte ich mich in jenem ‚Frei’staat einfach von viel zu vielen kleinkarierten Geistern umgeben und sah zu viele Nazisymbole und dreist auftretende Glatzen. Man kann sehr einfach auf Dresden, Meißen & Co verzichten, so lange so viele freiere, tolerantere, buntere Städte locken. Die brieflichen und e-mehligen Avancen sächsischer Luxusressorts jedenfalls wandern bei mir immer ungelesen in den Mülleimer.

    • Daa Problem ist, dass einen der Osten ganz schön in Frage stellen kann – und das ist vielleicht manchmal gar nicht so falsch.

  45. Medien-Hype
    Und übrigens: Meiner Meinung nach ist diese P-Bewegung nichts anderes als ein Medienhype. Denn die Medien schweigen eben nicht bedenkliche Themen tot – so wie es ja viele Rechtsaußenhirne meinen – sondern sie greifen flächendeckend noch den dümmsten Bockmist auf und machen ihn so erst salonfähig. Wenn die CSU mit ‚Wer betrügt der fliegt‘ daher kommt, dann sind Sendeplätze, Kommentare, Interviews reihenweise garantiert, genau wie jetzt, da man dieses dumme P-Akronym noch zum tausendsten Male dem Dümmsten vorbuchstabieren und übersetzen muss. Kein Wunder, dass immer mehr Menschen, nur weil sie sich nun hip und irgendeiner Mehrheit zugehörig fühlen dürfen, bei irgendetwas mitmarschieren. Das Ganze nennt man Self fulfilling prophecy.

    • @Ephemeridenzeit
      wenn Sie Ihrer Sache so sicher sind, warum dann die Aufregung?
      Die Medien jagen morgen eine andere „Sau“ durchs Dorf.

  46. kleinkarierte geister
    also ephemeridenzeit 14:40 ich würde mal sagen sie sind ein bisschen kleingeistig wenn sie all die schönen bauten hier nicht sehen und große bauten brauchen eben viele kleine geister glauben sie die erhalten sich von alleine?

    ich bin aus kapfenberg backe kipferl alles in meinem kopf entstanden und ich habe nichts abgekupfert so sieht kleingeistigkeit vom feinsten aus nix für unguat

  47. schirrmacher
    @don 6:21

    hr. schirrmacher war hellsichtig würde ich sagen, er war schon von dieser welt aber ich kenne solche menschen die so getrieben sind und es doch nicht fassen können (ich habe gerade sein buch ego – das spiel des lebens ausgeborgt und bin doch über so einiges erstaunt bei ihm)

    vergessen sie nicht dass er sich im jüdischen leben nicht so ausgekannt hat (ich habe erst vor kurzen den direktor des jüd.museums berlin im radio gehört und war erstaunt für sein langes studium in religion und israelaufenthalt und hebräischkenntnisse wo doch so manche kluft noch ist)

    er hat viel angestoßen und hinterfragt das ist gut so denn viele bekommen das gar nicht mit was in unserer welt so um sich geht

  48. Titel eingeben
    die bilder im nebenblog sind wunderschön ja dafür lohnt sich der aufstieg immer aber mit schnee ist auch noch nicht so viel los bei ihnen, oder?

  49. Titel eingeben
    http://www.schekker.de/content/heimat-%E2%80%93-ein-deutscher-traum

    Ich lebe seit 28 Jahren in Spanien. Meine Mitmenschen kommen aus Südamerika, England, Norwegen, Deutschland, USA, den Niederlanden, viele aus Marokko, dem Senegal, viele Russen, Polen, Letten, Chinesen an jeder Ecke mit ihren Shops und und.. In manchen Dörfern gibt es mehr Ausländer als Spanier.Europäische Ausländer, die einen offiziellen Wohnsitz haben, sitzen in vielen Bürgermeisterämtern und treffen wichtige Entscheidungen.
    Deutsche Urlauber bringen jede Saison den Satz aus ihrer Heimat mit: Bei uns macht man das aber sooooo…….
    Ihnen, Don Alphonso, danke ich für ihre Arbeit und wünsche allen Anwesenden
    Feliz Navidad

  50. Titel eingeben
    ja ich möchte mich auch für die interessanten beiträge von ihnen recht herzlich bedanken und wünsche auch allen die sich hier im blog treffen
    fröhliche weihnachten und ein gutes neues jahr 2015

  51. nicht 8 varianten sondern 9
    also noch ein nachtrag es soll doch safran und sesam dabeisein somit kämen wir derer auf insgesamt 9 verschiedenen kipferln habe die passende rechnung dazu gefunden :

    bei einem monopolisten mit quadratischer kosten- und linearer nachfragefunktion ergeben sich folgende zusammenhänge zwischen stückzahl x, erlös e, und gewinn g:
    x 6 8 10 12
    g 162 152 98 0
    e 300 320 300 240

    berechnen sie:
    a) den max. erlös mit zugehörigem preis und gewinn
    b) den max. gewinn mit zugehörigem preis und erlös
    c) die grenzen, zwischen denen mit gewinn gearbeitet wird.

    das zum weihnachtsrätsel gibt doch schon eines mit 5 fragen

    liegt ihnen die lasagne noch immer so schwer im magen? ein schnäpsle oder guter obstbrand hülfe

  52. Titel eingeben
    Also das hier ist für mich die Verachtung von Menschen. Mir ist schleierhaft, wieso das gestaltet wird. Ich dachte, Verachtung von Menschen sei geächtet und fände keinen Platz, den sie frei ausgestalten darf. Stattdessen wird hier lang und breit, ausgiebig, genüsslich die Verachtung ausgestellt. Einem Wehrlosen in die Fresse zu zimmern ist verwahrlost. Ich kann dazu keinen Beifall geben.

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