Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Vandalisierende Pubertierende und ihre Schandtaten

| 104 Lesermeinungen

Mala malus mala mala.

Niemand weiss, ob die tausendjährige Linde von Gasse wirklich tausend Jahre alt ist. Hoch über dem Tegernsee blickt dieser Titan hinab ins Tal, auf das Kommen und Gehen der Menschen, auf Lust und Liebe, Trauer und Schmerz, und wer daran vorbei kommt, wünscht sich vielleicht, im Alter auch so robust und wuchtig in der Landschaft zu stehen, statt krank und schief über das Erdenrund zu kriechen, In seinem Schatten wurde aufgeatmet und geküsst, Hochzeitsphotographen nutzen ihn für ihre Bilder, und so erfüllt es mich mit Schmerz berichten zu müssen, dass dieses Wahrzeichen nunmehr von minderjährigen Schmierfinken geschändet wurde. Ein Opfer missratener Kreaturen ist die Linde geworden, und das, obwohl man hier doch gar nicht so wie in Berlin erzieht.

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Wir sind anders. Niemand hängt hier sein ganzes Dasein in den Nachwuchs hinein, denn wenn der zu anspruchsvoll wird, hätte man ja auch Platz und Geld für Personal. Niemand muss hier bei der Abrichtung der Blagen auf besondere Vorsprünge in der Schule achten – die kommen hier eh alle in das Gymnasium im Schloss Tegernsee und dortselbst das Abitur, und niemand muss nach einer guten Schule suchen. Wir sind da ansonsten ganz ohne Vorurteile: Ob die Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt später die Hauptschule abgebrochen hat, oder eine Professur für Gender Studies in Berlin aufweisen kann, ist vollkommen egal, das ist zumindest nach unserer Vorstellung beides gleich weltenfern vom Prestige, das die blosse Existenz und Ausbildung am See mit sich bringt. Insofern muss man die Blagen hier nicht zum Vorschulenglisch bringen – wenn sie nerven, macht man die Tür auf und schickt sie auf Wiesen, in die Berge oder auf das Segelboot. Zum Aggressionsabbau gibt es hier nach Altväter Sitte das Hackl und die Holzscheite, und in allen anderen Belangen gilt das Motto “A Guada hoids aus und um an Schlechdn is ned schod“. Lebensnahes Lernen ist hier typisch und der beste Skikurs, den man haben kann, ist der Schubs oben auf dem Berg – runter kommen sie alle.

So sorglos wurden wir erzogen und so sorglos rutschten wir auch in Beziehungen – die Gefahr, an einen Vollkornconaisseur mit gecheckten Privilegien oder eine arme, gleichwohl bildungsprestigesüchtige Feministin zu geraten, war bei uns im landwirtschaftlich geprägten Bayern, dessen Himmel voll Schweinshaxen und Tagwerk hängt, gleich Null. Die einen nahmen Pille und Kondom, und die anderen trugen die Konsequenzen mannhaft. Ab einem gewissen Besitzniveau laufen Kinder halt einfach so mit, da muss niemand sein Cabrio verkaufen, und was den anderen ihr Oxford, ist den Gscheidn der alte Freund vom Papa. Recht viel weiter nach oben geht eh nicht, und so lebt in allen die Hoffnung, dass auch die Pubertät freundschaftlich und lässig überlebbar ist. Oder wenigstens nicht so schlimm wie dort, wo sich Kinder von überambitionierten Eltern distanzieren und lösen müssen. Hat sich eigentlich schon mal jemand Gedanken gemacht, wie das in den leistungsfetischistischen Aufsteigerhaushalten mit veganer Küche, genderneutralem Spielzeug und Aktionsgruppen zum Erhalt der letzten Kulturfreiräume in Baulücken aussehen wird?

sprab

Niemand hat das gemacht. Also, jetzt ausser uns natürlich, weil, wenn man hier junge Eltern auf den Neureuth trifft, oder in Seeglas, mit dreckigen, durchgeschwitzten und dreimal auf die Goschn gefallenen Kindern, da macht man schon manchmal so seine Witze über das Gegenmodell. Darüber, dass die Töchter der anderen heimlich mit Barbies spielen und später einmal der Mutter ihre Scheckkarten benutzen, um sich statt der nachhaltigen Biofetzen oder entwürdigend bunten Häkelsachen Prada und Alexander Wang zu beschaffen. Gar nicht auszudenken, wenn sie sich erst einmal vom Pfad der geschlechtsneutralen Tugend davonstehlen und sich in devote Hausmädchenrollen träumen, und nur Männer akzeptieren, die ihnen ein angenehmes Leben ohne Arbeit versprechen – nicht so wie ihre hyperaktive Mutter, an deren Seite sie am Samstag nach einer üblen Schulwoche noch vegane Snacks backen musste, weil die Projektgruppe zum Boykott von rosa Spielzeug vorbei kam. Das findet man bei uns lustig, hier werden die Mädchen nämlich samt und sonders im Dirndl eingeschult. Gern auch rosa.

Und ob die Söhne auch so Laddirl wie die konsensualen Väter werden wollen – auch das wagen wir hier zu bezweifeln. Schliesslich bieten Pegida und Salafismus Gegenmodelle, die in den Augen eines Heranwachsenden nicht zwangsweise unattraktiver als die ständige Debatte über die absolute Gleichbehandlung von Tochter und Sohn sein muss. Wir kennen diese Freude an der Subversion, nie war Wackserdorf lustiger als an den Tagen, da einer von uns vom Vater die dicke Cheflimousine ohne sein Wissen borgte – eine S-Klasse hielt damals kein Polizist auf. Vielleicht gehen all die Potsdamer Kinder dann mit dem Hybrid-SUV zu den jeweils angesagten Querfront-Veranstaltungen. Und während Papa noch brav Leserbriefe zu Diversität und Toleranz gegenüber Zuwanderern verfasst, lernt das Kind deren Praxis, sei es nun im Rapgesang oder bei Chemtraildebatten mit Ken FM. Oder sie ziehen gleich nach Bayern und studieren Maschinenbau mit dem Berufswunsch Antipersonenminenkonstrukteur. Eltern glauben immer, es sei schwer, gegen so liebreizende, tolerante und für alle Fragen der Weltpolitik verantwortungsvoll offene Zeitgenossen zu rebellieren, aber da haben sie die Rechnung ohne die zu fördernde Kreativität der Zukunft des Landes gemacht. Mit Fingerfarben fängt das an und bei der Spraydose endet das, sagen wir dann und lachten – bis vorletzte Woche dann auch bei uns das Undenkbare geschah und die Linde von Gasse geschändet wurde:

spac

Sicher, die Übeltäter haben nicht die Linde direkt beschädigt – hier wirkt der Umstand nach, dass Sprayer im liberalen Bayernland ungefähr so schonend wie Bruno der Bär geschützt werden. Aber so geht es los, Farbe auf Stein und Stein an Baum, und dann fangen sie an, gegen unser lockeres Lebensmodell zu rebellieren. Nicht mehr “Kinder, wenn es halt passiert“ und “Erziehung ist das, was man macht, wenn sie sich selbst kaputt gespielt haben“, sondern wirklich viele süsse Kinderchen. Süss. Keine Hallodris und keine Driedschal, sondern süsse Kinderchen. Am Ende gar ernsthafte Familienplanung. Wo kommt man denn dahin. Als nächstes fordern die vielleicht einen Bausparer? Sorgsame Erziehung nach modernen Methoden und Helikoptereltern, die immer da sind? Rundumbetreuung? Und das alles am Naturheiligtum des Tegernsees – so geht es los mit der Rebellion. Wahrscheinlich sind sie längst auf der Suche nach finanziell angemessenen Partnern, um solche Ideale durchzusetzen, stellen Erziehungsfragen ganz in den Mittelpunkt ihrer Vorstellungswelt und finden es nicht ausreichend, wenn am Ende des Tages die meisten relevanten Knochen heil und die Flecke von den Kuhfladen auswaschbar sind.

Ja, es ist nur ein Stein an der Linde. Aber so fängt das an – bei aller Toleranz, so geht das nicht. In den tiefen des Internets suchen sie vielleicht Worte wie “Elternteilzeit“, “Papa bleibt daheim“, “Autoversicherung SLK VW-Bus“ oder gar “Abschaffung Ehegattensplittings“. Und verdrehen peinlich berührt die Augen, wenn man ihnen Negerküsse anbietet. Ich mein, mich betrifft das nicht, ich bin kinderfrei und alt und hatte in diesem Leben meinen Spass – aber das ist der erste Stein, der hier auf unser komfortables Glashaus der Liberalität geworfen wird. Vielleicht sollte man denen ganz schnell den Mund mit Soja und Leinsamenschleim auswaschen und sie auf ein interkulturelles Trainingscamp schicken, damit sie wissen, wie das wirklich ist, und um somit das Allerschlimmste zu verhindern. Wir alle wollen schliesslich stolz und aufrecht wie die Linde von Gasse sein, und nicht gramgebeugt und heimlich Enkeln von lieben Freunden später in einem keimfreien Akademikerhaushalt eine fetttriefende Schweinshaxe zustecken müssen.

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104 Lesermeinungen

  1. Also auf geht's, frisch ans Werk gemäß den Broken-Window-
    Erfahrungen: Nehmen Sie SCHLEUNIGST den Stein in Ihre Obhut, säubern ihn porentief und überziehen Sie ihn mit Nanooberflächenlack – und legen ihn woanders ab. Dito verfahren Sie mit allen weiteren Fundstücken solcher Art. Gründlich putzen sind Sie ja eh von Tafelsilber und Kronleuchtern gewohnt…

  2. Fängt es so an? Ehegattensplitting und Elternteilzeit à la mode
    Dereinst in fernen Zeiten mögen die Sozialhistoriker die gesammelten Werke von Don Alphonso studieren, dem unnachahmlichen Chronisten der bayerischen Dekadenz. Wer noch ein normales Elternhaus hatte, mit Vater, Mutter und einem kompletten Satz von vier fürsorglichen Großeltern, der darf seinem Schöpfer wahrhaft dankbar sein.

  3. Titel eingeben
    Wie wahr. Kein Negerkuss, kein Zigeunerschnitzel, Chinesisch im Kindergarten und immer Charlie sein. Dann aber werden den Kindern Loop(?)-Bändchen-Baukästen im Samsoniteformat gekauft, damit der Hyperaktivismus ohne böses iPad für fünf Minuten eingedämmt wird und man in Ruhe darüber reden kann, wie Flüchtlinge politisch korrekt in Harvestehude angesiedelt werden können. Bis dahin hat man es nämlich noch nicht geschafft, weil Papi Elternzeit nehmen musste.

  4. Also bin ich nicht der einzige!
    Aus gegebenem Anlass morgen möchte ich auf einen Vorschlag des FAZ-Wirtschaftskolumnisten Thomas Mayer hinweisen, der vorschlägt, die unvermeidlichen Erleichterungen zur griechischen Austeritätspolitik in einer Parallewährung griechischer Schuldtitel auszuzahlen.

    Genau das war es auch, was ich meinte mit einer Währungsreform ohne Krieg- neben dem Euro eine paralleles (nationales?) Zahlungsmittel auszugeben, in das alles, was wirklich Wert besitzt, umgerechnet werden könnte, wenn der Euro seinen letzten rückwärtigen Atemzug hat fahren lassen.
    Reale Firmen, Immobilien, Aktien, Handwerkerstunden, Oldtimerfahrräder, Silberkannen, etc. Ganz still und leise und undramatisch. Parallelwährungen, deren Deckung und zugehöriger Bankensektor im Geist von Bretton Woods noch mal neu anfangen könnte, natürlich bearbeitet von unabhängigen VWL-Finanzfachleuten für heutige Verhältnisse.
    Ach wie traurig, wenn dann die ganzen Zocker und CDS-Verkäufer auf einmal genauso dumm dastehen würden wie die Leute, die sie über den Tisch gezogen haben.

    Wenn man dann wieder an eine leidlich gerechte, und trotzdem nicht geleichmacherische Welt glauben könnte, würde so manche Verdrängungsparanoia auch verschwinden.

    • TGA, ich biete meine Wette aus dem JL Blog auch hier an, mit erweiterter Zeitleiste:
      Wir werden am 1.1.2018 weiterhin mit Euro zahlen und dieser wird dann plus/minus 15% seinen heutigen Wert haben. Ich nehme Einsätze bis zu 1:5. Schönen Gruss an dieser Stelle an Tyler :-).

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • minus 15% sind eine ganz schöne Entwertung innerhalb von nur drei Jahren. Noch kein Crash, aber im Prinzip ist das ein europaweiter Vermögensschnitt. Das sollte man bei solchen Worten bedenken.

    • Fast übersehen...
      ThorHa, wenn es organisatorisch nicht so kompliziert wäre, würde ich dagegenhalten, auf dem Niveau, eine gute Flasche Wein gegen eine andere.

      Dass irgendeine Euro-Form am 1.1.18 in Deutschland noch Zahlungsmittel ist, halte ich auch für wahrscheinlich – ob sie gemessen an der Kaufkraft, am Dollar oder am Schweizer Franken allerdings immer noch plus/minus 15% liegt, halte ich für zweifelhaft.

      Ob eventuell der Weg von „Zweitwährungen“ für soziale Kosten und lokale mittelständige Realwirtschaft beschritten wird – vielleicht kein falscher Weg, die Armutspolarisierung zu vermeiden; wenn sie -ähnlich wie jede andere Papierwährung- einigermassen sauber gedeckt wären, könnte es eine kreative Lösung der Umschuldung sein, die „Zockerbanken“ abzuwickeln, und das gesellschaftliche Leben neu nach der Realwirtschaft zu kalibrieren, und kleinräumiger als diese „Globalisierung“, die nicht NUR Vorteile gebracht hat.

      Zumindest diese Idee mal durchzuspielen, könnte unsere Finanzaristokratie dazu erziehen, das Wohl der Gesellschaft etwas mehr ins Auge zu nehmen, als ihre Boni – die sowieso weniger Glück und Lust bedeuten, als Machtgefühl und Suchtbefriedigung.

    • .
      das sagt sich alles auch leichter, als das es getan ist.

      immerhin doch eine schwankungsbreite von dreissig prozent…

  5. Titel eingeben
    @Great Artiste – nein, Sie sind nicht der Einzige. Ich frage mich seid Tagen, was Herrn Draghi umtreibt. Möchte der Herrscher der EZB als Retter Europas in die Geschichte eingehen oder arbeitet er am Zusammenbruch des heiligen europäischen Reiches Brüssler Nation?

  6. Titel eingeben
    hat sie dieser stein innerlich schwer getroffen? wohl nicht denn jeder trägt immer das päckchen dem er gewachsen ist

    hoffen wir einfach den geist und die gelassenheit dieser linde in uns zu tragen das wäre auch schon was stattliches

    habe gerade heute das bild des bemalten steines meiner tochter in der hand gehabt die hatte so einen grabstein für den verstorbenen hund eines freundes bemalt

  7. Titel eingeben
    Also nein….. wo leben wir denn?

    Oder genauer, was haben wir denn für Zeiten?

    Wir leben in Zeiten in denen jeder glaubt, nein, WEISS, dass er heutzutage in Merkelland das Recht hat den ersten Stein zu werfen (oder zu legen). Früher sassen wir alle im selben Boot, allerdings die einen in einer A/C Kabine und die anderen ruderten… heute sitzen alle im selben Glashaus. Wenn man Teil der Mehrheit ist, und diese das strittige Thema als politisch korrekt abgesegnet hat, dann nichts wie munter die Welt mit positivem Denken verschönert. Auch eine Linde kann und DARF man verbessern, sofern man Gut-Mensch ist..
    Früher war es mal umgekehrt, heute is the message the medium.
    Was kann der Zeitgeist dafür wenn ein griesgrämiger alter Don ihm nicht folgen will und seine Rokoko Aesthetik nicht durch positive Wahrheiten gestört haben will!
    Demokratie ist in, zumindest solange die 99% nur all das fordern, was dem 1% nützt, wer am lautesten oder am längsten schreit (oder Steine bemalt) der hat Recht.
    Da müssen in Öl gemalte Brüstchen oder gar simple Bäume schon mal zurückstehen.

    Wussten Sie, dass es in Japan keine Graffiti gibt? Nicht mal in öffentlichen Toiletten?

    @TGA
    Was an ihren Ängsten soll denn paranoid sein?
    Wer Euro statt Dollar und Schweizer Franken hat, ist selber Schuld, oder?

  8. Die Erben von FJS
    Der Landkreis Tegernsee scheint wirklich ein zweites Auenland zu sein.

    Was bedeutet da schon ein mit Farbe bemalter Stein?

    Unerreichbar für das „Geschleif“ drumherum. Eigentlich eine kleine Schweiz.

    Keine islamische Terrorgefahr. Kein HalbmondMordor.

    (wie lange noch …………?)

    Ihr Bilbo Beutlin (CSU)

  9. Ein Stein an der Linde - so geht das nicht?
    Ein Stein an der Linde – so geht das nicht?

    Aber Sir, genau so geht es!
    Warum kannst Du Dich nicht darüber freuen? Es ist die neckische Liebesmitteilung romantisch veranlagter junger Leute. Oder hast Du selbst die Inschrift angebracht, um mit einem neuen Stein des Anstoßes einen aufreizenden Artikel zu platzieren? Ich sehe Dich bei einem Kognak genüsslich die Lesermeinungen studieren…
    Natürlich kann so alles anfangen. Genau das bringt ja die kleine Grafik zum Ausdruck. Aber was eigentlich schlussfolgerst Du und bleibt im Raum stehen? Dein Resümee zur Situation der Kindererziehung und ihren Folgen gab es in zeitkonkreten Formen in jeder Generation und löste zu Zeiten Wilhelm des Zweiten bei ähnlichen Publizisten die Sehnsucht nach dem ‚‚reinigenden Stahlgewitter‘‘ aus.
    Bitte, schreibe uns einen neuen interessanten Artikel: Ich habe auf Deinen Stein ein dreckiges schwarzes Hakenkreuz geschmiert!

    Bernard del Monaco

  10. Vom Tegernseer in den Taunus
    Mensch jetzt weiß ich auch was mich zu einer bestimmten Freundin hier, die sich aus dem Tegernseer Tal kommend, mit Abitur von jenem Schlossgymnasium ausgestattet, Wacker im hiesigen Umfeld der ehrgeizigen Taunusakademiker/Innen schlägt und man sich lästernd amüsieren kann, während unsere Töchter im rosa Dirndl spielen. Schön der Satz, den sie immer von ihrem Vater und seinen lässigen Erziehungsmethoden erzählt. Aufgewachsen als kleinste von fünf Geschwistern, oben auf dem Hang über dem schönen See und Schloss, rief einmal eine Freundin bei ihren Eltern an, um nach ihr zu fragen. Der Vater daraufhin. “ Ach die Xy, tja jaaa die hab ich schon seit Tagen nicht gesehen.“

  11. Money isn't everything ... when you've got it.
    Don,

    bitte erlauben Sie mir anzumerken, dass die von Ihnen in der letzten Zeit gehäuft gestreute Forderung an die Mittelschicht, sich doch endlich wieder wie Mittelschicht zu verhalten, nicht wirklich einen Resonanzraum erreichen wird. Denn während Sie in den letzten Jahren unbekümmert durch die Landschaft radelten und sich über NSA und VDS empörten, wurden Sie beobachtet. Von uns, dem wahren Feind im Staate. Wir haben gesehen und gelernt, dass es sinnlos ist, die Kinder in die Mathematik-förderkurse zu stecken, wenn man nicht gleichzeitig den wirklich relevanten Habitus der Oberschicht sozialisiert. Und so werden die Kleinen jetzt neben Ballet, Klavier, Englisch, Mandarin und Java auch in Tischmanieren, Smalltalk und Weinexpertise geschult, natürlich schon vor der Einschulung. Nun gut, bei all dem Stress geht ein bisschen verloren, was Euch vornehmlich prägt: Die Leichtigkeit des Seins. Aber die werden wir unseren kleinen Rackern auch noch einprüg.. äh beibringen.
    Whatever, wenn die dann endlich mit 24 doppelt promoviert in den Verteilungskampf geworfen werden, yep, dann wird sich entscheiden ob Ihre dekadente Brut unseren Waffe… äh Kindern gewachsen ist.

    Wir sind trainiert und bereit für den Verteilungskampf. Fahrt Ihr ruhig weiter Fahrrad, hackt Holz und sammelt Bilder…

    (und wenn es diesmal so wieder nicht klappt, dann haben wir ja noch den Elite-Partner-kopplungs-Markt, wo wir Euch jagen können. So oder so Euer Leben ist nicht auf Anstrengung ausgerichtet, aber wir werden es anstrengend gestalten. Und dann werden Ihr unweigerlich resignieren und uns geben was wir wollen: All der Besitz, all der Reichtum)

    • Titel eingeben
      Euer Leben ist nicht auf Anstrengung ausgerichtet, aber wir werden es anstrengend gestalten. Und dann werden Ihr unweigerlich resignieren
      Unsereins mag nicht auf Anstrengung ausgerichtet sein, aber auf vom-Leib-Halten derer durchaus. Und wenn da welche anstrengend tun, wird man ihnen früher oder später das Handwerk legen, ganz drastisch. Auch wenn das vorübergehende Anstrengung kostet.

  12. Titel eingeben
    dieser stein ist von jedem satelitten aus zu sehen

    und jetzt gehts ja nur darum welches system darf die datensicherungsdiscette auf den mond oder mars schießen? falls hier doch mal was schief geht dort oben kann man dann die lösung nachlesen (wer bekommts jetzt die amis oder die russen?)

    jeder von den beiden großmächten hat gedacht ganz clever zu sein und der erste zu sein etwas darüber zu wissen

  13. Ist ja rührend, gibt es so was noch?
    eine Gegend, wo die grüne bzw. postgrüne Ideologie noch nicht zugeschlagen hat und noch Reste von Normalität erhalten sind? Ich dachte immer, die hinterwäldlerischsten Gegenden sind die, die ehemals JU waren und gerade jetzt alle voll auf grün und postgrünen Schmonzes abfahren. In der Stadt ist man da schon wieder weiter, da gilt es gerade als schick, als AfD-Anhänger zu schocken und den Protestler zu machen weil das das einzige Ventil des Unangepassten ist, nachdem alle Hinterwäldler sich nach und nach dem grünen Mainstream angeschlossen haben. Man freut sich ja diebisch, da nicht zuzugehören und schon wieder einen Schritt weiter zu sein, und am Ende eines Erkenntnisprozesses angelangt zu sein, wo es unbändig Spaß macht, dem grünen Establishment ans Bein zu treten, eben weil man sich voller Wehmut noch daran erinnert, wie alles war, bevor die grüne Spießermeute anfing alles mit Bigotterie und verlogener Pseudoaufgeklärtheit zu überziehen. Und jetzt erfährt man, dass es am Tegernsee sogar noch so sein soll wie in der Zeit, bevor Öko- und Feminazis sich der öffentlichen Meinung bemächtigten und alles mit ihrem Gleichschaltungsterror überzogen haben. Muss ja klasse sein da!

  14. Das Rattenrennen könnte eine Regelanpassung vertragen
    Wenn im Motorsport die Motorleistung die Leistungsfähigkeit der Reifen und Fahrwerke und Fahrerfähigkeiten überstieg, und die letzteren immer häufiger allein im Jenseits landeten, oder in den Zuschauerrängen in Gesellschaft starben, passte man die Fahrzeuge den Realitäten an – man denke nur an die Gruppe B im Rallyezirkus, als Mitte der Achtziger formeleinsschnelle Autos über Feldwege zwischen Schaulustigen hindurch rasten.

    Alles, was an Abwiegelung auf der einen, und an dumpfbackiger Opposition auf der anderen zu unserer aktuellen wirtschaftspolitischen und weltpolitischen Lage so verbraten wird, entspricht doch einer für ganz normal gehaltenen permanenten Katastrophe, wenn man an zu Hunderten im Mittelmeer ersaufende Flüchtlinge, in Athener Mülltonnen wühlende Architekten und das Mad Max Szenario in Syrien und Irak denkt.

    Warum gibt es keine UN-Taskforce, die nach einem Konsens über den Grad kollektiver vs. individueller Menschenrechte aus dem Saustall im Mittleren Osten einen prosperierenden Kühlschrank-, Auto- und Bauwirtschaftsmarkt macht? Siehe 1945 in Europa.

    Wenn unsere Finanzwirtschaft sich daran gewöhnt hat, dass es normal ist, mit Dragstermotoren in Bobbycars durch Kindergärten zu brettern, dann muss sie reformiert werden.

    Und so wie die Fragen des britischen Gesundheitssystems -ab 70 keine neue Gratisniere- irgendwo in der Natur der Sache liegen – warum sollte sonst „humanistisch“ gedacht ein 85jähriger keine Herztransplantation mehr bekommen – müsste im Rahmen einer Neurordnung unserer Finanzen und Schulden darüber nachgedacht werden, welche Art von Gesellschaft wir haben wollen.

    Das kann nicht von einem Komittee über Nacht beschlossen werden, sondern müsste einer Diskussion folgen, die ehrlich über eine gewisse Zeit geführt werden müsste. Wollen wir eine neidlose chinesisch anmutende Elektrotrabbi fahrende Einheitsgesellschaft – oder wollen wir nur die obersten Exzesse der Einkommensverteilung begrenzen, aber die Anreize zu Leistung und Reflexion über Lebensziele, unsere Pluralität und mögliche Vielfalt der Lebensentwürfe bestimmt nicht abschaffen ?

    Das war immer die Stärke des sozial verantwortlichen, produktionsorientierten Kapitalismus vor der Herrschaft der Finanzaristokratie, die vernebelt hat, dass der globale Markt in erster Linie eine neue Form von Sklaverei und Unterdrückung durch Kaufkraftunterschiede geschaffen hat; siehe die den Somaliern weggefangenen Fische.

    Entweder wir führen die Diskussion leidlich offen, eingedenk unserer eigenen Interessen und blinden Flecke, oder wir stecken weiter das Köpfchen unter Muttis Schürze, damit wir den grossen Knall nicht so laut hören.

    • If I hadn't been very rich, I might have been a really great man.
      @the great artiste

      Sorry, aber sie scheinen nicht zu verstehen: Der Deutsche an sich ist immer mit den nahe liegenden Problemen beschäftigt, d.h. das, was er verändern will, weil es ihm direkten Nutzen bringt. Und darunter fällt nicht die Welt-Finanz-Wirtschafts-Ebola-IS-Urkaine-Krise. Welchen Vorteil würde es mir bringen, wenn ich mich und meine Zeit und Energie für Ebola einbringe? Oder Syrien? Oder die Schuldenberge in Griechenland?

      Was mich wirklich bewegt, dass sind die 200something qm vom DON, seine 6000 € Fahrräder und sein Cabrio…ach ne, das Cabrio ist nix. (und diese Bilder, die er Kunst nennt, die kann er auch behalten). Es geht um den Verteilungskampf im Lande, von Nachbar zu Nachbar, Mittelschicht gegen Unten und dann alle zusammen nach Oben. Die wichtigste Frage des Winters war überall: trägst Du noch Woolrich oder schon Canada Goose?

      Politik ist Ablenkung für die Nicht-Gewinner, während die anderen Kinder Steuerklärung, Immobilienrecht und Power Point lernen.

  15. ganz ohne
    Danke. Ein wohltuender Artikel.

  16. Ein Text voller Rätsel
    Werden sie für diesen unsortierten Wortfluss bezahlt? Wenn ja, wie schafft man es für so etwas Geld zu bekommen?

    Soll es ein Loblied auf ein sorg- und gedankenloses Wohlstandslandleben sein? Da bin ich wohl in der falschen Gegend aufgewachsen.

    • Es wird halt genau so von vielen durchaus geschätzt, gerade weil es so scheinbar unreflektiert erzählt wird.

      aber ja, sicher. Ich finde das gut und habe deshalb keinerlei Bedenken oder Skrupel.

  17. Wo gehen all die Kinder nach dem Tegernseeabitur hin?
    Als reichgeborener aus dem Rheinland kenn ich diese „Idyle“.
    Zum Glück wurde ich damit nicht während meiner gesamten Zeit als heranwachsender erschlagen, ein Tegernseeschlossgymnasium war hier nicht, man musste auf das gleiche Gymnasium gehen wie der gemeine Pöbel aus der Bildungsmittelschicht. Und nebenan war gleich eine Hauptschule, wo man die Lebenswirklichkeiten der bildungsfernen Unterschicht miterleben konnte.

    Doch wohin gehen die Wohlgebohrenen wie ich, die nicht mit den harten Realitäten der unteren Schichten konfrontiert wurden, nach ihrem Abitur?
    Während ich die Paria meiner Familie bilde und mich entschieden habe in DUISBURG ein Studium über die Nanotechnologie zu beginnen, sitzen diese in den Privathochschulen dieser Welt und bekommen leider nichts mehr mit.
    Und am Ende muss man dann beim „Geschäftsessen“ sitzen, bei denen Kinder, Frau und Haus von beiden Seiten präsentiert werden um mitzubekommen, die die „Beruf Sohn“ Menschen völlig hilflos und ohne eigenes Denken neben ihren Vorbildern und Eltern sitzen und mich schockiert ansehen, wenn ich es wage mich an dem Tischgespräch zu beteiligen.
    Und noch schockierender wird es, wenn diese Menschen im exclusiven Golfclub, wo sie seit 14 Jahren spielen und jetzt mit 23 Handycap 7 haben, auf diese Mittelschichtler stoßen, die nur dank ihres Sparens sich die Clubmitgliedschaft leisten können und dann sich 18 Loch ihre Probleme anhören müssen. Oder gar den Platzwart sehen…

    Ein weniger Verrohung wird da vielleicht der Tegernseeelite gut tun, schließlich wird man immer wieder mit der Welt des Pöbels oder noch schlimmer des Bildungsbürgertums konfrontiert. Sie sind überall!

    • Nach meiner Beobachtung sorgt die Landschaft schon dafür, dass es hier etwas legerer zugeht. Es ist jetzt nicht so ganz die Gegend für Prada und Golf, dafür ist es deutlich zu bergig, die vorherrschende Mode ist an der Umgebung angepasst. ausserdem kommt dazu, dass der Landkreis Miesbach vollbeschäftigung und vergleichsweise hohe Löhne hat, und so ist es auch in der grösseren Umgebung. Das dämpft das alles sehr ab. Es ist natürlich mit dem Ruhrgebiet überhaupt nicht zu vergleichen -allerdings neigen ja gewisse Potsdamer und Grunewalder auch dazu, sich entsprechend abzuschotten

    • Titel eingeben
      „Landschaft…leger“
      Weiß nicht. Würde das anders sehen. Eben die Landschaft, die Herausforderungen bietet (auf einen 2000m-Berg kommt man mit Raucherlunge schlecht), sorgt dafür, daß die Ansprüche nicht unrealistisch herumkreisen und dann in unrealistische Gefilde aufsteigen.

  18. Titel eingeben
    @goodnight ich habe mir gerade den nebenblog angesehen und ich muß sagen die chancen jetzt grundlegend etwas zu verbessern stehen so günstig wie lange nicht

    ich mache mir sehr wohl darüber gedanken weil das was sie erwähnen sehr wohl alles aber auch alles zusammenhängt und vorhin habe ich im mdrfigaro oder wars br in den nachrichten gehört dass chomeini an die jugend appelliert sie sollen doch zuerst den koran richtig lesen und nicht immer gleich losbrüllen und das ist auch schon einmal ein guter ansatz und mit saudi arabien läßt sich was machen

    eine einbindung damit ruhe ringsrum einkehrt denn nur darauf ist es aus damit alles wieder aufgebaut werden kann und schon kommt die wirtschaft in schwung aber erst muß das in die köpfe rein denn es betrifft ja auch europa und langsam haben sie dort unten gemerkt dass ich auch ein sehr harter und zäher brocken sein kann aber ich lasse mich auf verbesserungsvorschläge zugunsten der leidenden ein die kennen all die hintergründe ja nicht die ich habe laaaaange bevor ich auch nur einen brief geschrieben habe aber das ist psychologie
    auf mehreren gebieten

    • Every time you can do some good, the nice people come in and mess you up.
      @sternschnuppe

      Vor langer Zeit, da war ich jung und hübsch und voller Liebe für die Revolution. Da drängte es mich unweigerlich in der Irrungen der Kommunalpolitik. Zunächst zu den wahren Revoluzzern, den Grünen. Doch diese, so erinnere ich mich, wollten immer nur über die Liebe zu Planzen und Menschen unter 16 Jahren sprechen, nie über Revolution.
      Da folgte ich den Sozis, die waren Arbeiter, da war die Flasche Altbier (D-Dorf) schon offen bevor die Sitzung eröffnet, da wurde Klartext über die Bonzen und das Kapital und die Welt gesprochen..ca. 15 Minuten lang..und dann entschieden, dass man die Revolution in der Kneipe um die Ecke weiter planen könne.
      Ich bin dann nicht zur Kneipe sondern zur jungen Union marschiert. Da saßen dann 14 jährige Aktenkofferträger, die 5 Stunden darüber verhandelten, wie sie die möglichen Ämter nach der Verhinderungen aller Revolutionen verteilen könnten.

      Was will ich damit sagen? Na, dass selbst von denen, die in die Politik gegangen sind, sich keiner für Politik interessiert.

      Yep, die Chancen jetzt grundlegend etwas zu verbessern stehen so günstig wie lange nicht…. aber nur wenn man darunter versteht, sich unendlich zu verschulden und die Party vor dem Endgame mitzunehmen.

    • Ja, Parteipolitik ist ziemlich bitter und es wundert mich nicht, dass es Pegida und andere mehr als Pressure Groups versuchen. Und zwar ohne Hemmungen, weil sie in Politik und Medien ohnehin nur fremde Konglomerate mit Eigeninteressen sehen.

    • goodnight...
      Warum nehmen sie ihren Namen nicht einfach mal öfter wörtlich…

      Beim lesen weiter oben dacht ich mir noch, wow! wieder ein Computer Nerd, der überrascht aufblickt und feststellt, dass es ja bereits direkt neben seinem Bildschirm noch eine ganz andere Welt gibt, schaun mer mal was die anderen so da drüber schreiben? Dass ihnen Ironie fremd ist… geschenkt… diese Sorte ist die Mehrheit in Merkelland.
      Aber das „Doch diese, so erinnere ich mich, wollten immer nur über die Liebe zu Planzen und Menschen unter 16 Jahren sprechen, nie über Revolution“, das ist echt lustig.
      Vielleicht sollten sie das Erinnern, das Reflektiern und vor allem das Werten anderen überlassen und, wie gesagt, ihren Namen wörtlicher nehmen?

  19. Gott mir Dir...
    …Du Land der Bayern!

  20. Tegernsee versus nördliches Harzvorland
    Lieber Don, ich kann mir nicht helfen, aber die bäuerliche Gesellschaft in Ostfalen, meiner Heimat, ist offensichtlich der des Tegernsees ähnlicher, als Sie jemals zu vermuten gewagt hätten. Over-parenting ist selten anzutreffen und der Wert der potentiellen Ehefrau (= Hektarbraut) misst sich bevorzugt am Umfang des in die Ehe einzubringenden Ackerlandes. Auf den Heiratsmarkt in Ingeleben hatte ich ja bereits an dieser Stelle hingewiesen. Kein Wunder also, dass in diesem schönen Teil Deutschlands Franz Josef Strauss und andere CSU-Granden einst ihre Jägerprüfung bestanden haben:

    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-46175483.html

    Wie sieht es eigentlich am Tegernsee mit dem deutschen Weidwerk aus? Zu langweilig für einen Beitrag? Ich verbleibe mit einem Weidmannsheil aus Indien, wo leider für Privatpersonen nur die illegale Jagd möglich ist.

  21. SUVs für Helikopterprinzen
    @Prince Matecki – Auf diesen Artikel erlaube ich mir, Sie hinzuweisen:
    http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/naher-osten/ruestungsindustrie-keine-deutschen-waffen-fuer-saudi-arabien-13389106.html

    “Keine deutschen Waffen für Saudi-Arabien
    Die Bundesregierung hat einem Bericht zufolge alle Waffenexporte an die Saudis gestoppt. Die Region sei derzeit zu instabil, entschied der Bundessicherheitsrat.”

    Die Waffenausfuhr waren offensichtlich gar keine Waffen im militärischen Sinn, sondern gehobene Statussymbole. Anscheinend kutschieren die 1000 Prinzen der Saudis in Leoparden herum, weil die Mittelschicht da schon alle anderen deutschen SUV Marken fährt. Aber mit dem neuen König fürchten die Spielverderber des Deutschen Bundestags, dass diese SUVs eines Tages wieder ihrem ursprünglichen Zweck dienen. Warum?

    Als ich seinerzeit ihren Kommentar las
    http://blogs.faz.net/stuetzen/2015/01/12/satiriker-abendlaendischer-tradition-wegsperren-4865/
    13. Januar 2015 um 08:30 Uhr

    habe ich mir überlegt: was meint Prince Matecki mit reden über SUVs? Jetzt verstehe ich.

  22. Die Gene?
    Vielleicht bricht nach ein paar Generationen
    die genetischen Ausstattung der früheren
    Wild- und Holzfrevler wieder durch.
    *;*
    Wenn so ein Bubi heimlich das RITALIN absetzt,
    ihn öfter geile Lamborghinis auf seinem Radl weghupen,
    er schon wieder nicht zum FC Bayern darf …
    Wenn er dann mal so richtig sauer wird –
    ist eine Spielkonsole auch keine Lösung.

  23. Stillstand
    Es ist unreflektierter Stillstand ein den extremistisch angehaucht. Während also der eine nur „15. Jahrhundert“ kann, kann der andere nur „so stelle ich mir das 21. Jahrhundert vor“. Mit Geld hat das ganze Geschwurbel nichts zu tun, auch wenn das hier immer wieder erwähnt wird. Sondern eher mit dem Wunsch vieler sich gegenüber dem anderen abzuschotten, eine Gruppe zu definieren, zu bilden, dazu zu gehören und gleichzeitig einen Strich zu ziehen („Mia san mia“).

    Dabei muss man natürlich über den anderen herabziehen. Ein wortgewandter Schalker könnte ebenso über die Anhänger des BVB herziehen – es wäre inhaltlich identisch. Und die Debatte über Vegan versus Fleisch…meine Güte!

    Aber einen Aspekt finde ich nett (und ich wünschte er wäre zwischen dem ganzen anderen Punkten so zerfasert worden), dass nämlich tatsächlich unsere Kinder immer etwas finden, wie sie uns alt aussehen lassen können.

    • Wenn man erwartungslos an die Sache herangeht, ist das nicht weiter schlimm, aber ich meine, genug andere meinen, dass sie eine Belohnung verdienen, von den Kindern und der Umwelt – und dass sie die nicht kriegen, darum geht es in dem Text.

  24. Lindensteins Schrift
    Am Tegernsee steht eine Linde,
    und auf dem Stein steht „Zu dem Kinde“,
    so steht es auf dem Stein zu Gasse,
    „wünsch ich mir noch ne ganze Masse.“

  25. in aller kürze
    et sie est vita, non est ita

  26. .
    was meiner wenigkeit doch allerdings ein wenig seltsam anmutet, sind die diskussionen im nachgang – denn diese sachlage bestand nun bereits seit einiger zeit – zur entscheidung der ezb, die, gleichwohl in stückelungen, dennoch in toto, so es keine revidierungen geben sollte (der zweifel stirbt zuletzt, jedoch arm in arm mit dem unglauben) eine stolze gesamtsumme angekündigt hat:

    so lautet gemeinhin der tenor, dass man sich erhofft (sic), dass es die wirtschaft sei, die mit der dicken finanzspritze aufgepäppelt werden sollte.

    vor einigen wochen erlaubte man sich die empfehlung einer kleinen, recht erfolgreichen fibel eines finanzprofessors der uni zürich, marc chesney, der darin recht erstaunliche zahlen veröffentlicht – die besagen nämlich, dass bestenfalls um die achtzig prozent ins casino kommen.
    dies beides zusammengenommen sieht nicht ganz so kongruent aus.

    dabei müsste man nicht auf die hoffnung allein bauen; man hätte dies doch eher schwächliche hoffen zum manifesten wissen werden lassen können, denn man hätte nun auch wege finden können, dass diese geldzuflüsse tatsächlich in die wirtschaft ex finanzwirtschaft gelenkt werden, wenn denn die absicht bestanden hätte; denn trotz allem traut man gewissen lenkerinnen und lenkern doch ein wenig phantasie zu.

    jedoch, pardon, man vergass: diese reicht – hust – immerhin dazu aus, die alten zehn prozent wieder aufzuwärmen. die alten zehn prozent?
    nun, die abgabe, die private leisten könnten, um sich zu „beteiligen“. dies ganz so, als ob nicht bereits die nächsten generationen- ach vergessen sie’s. zyperns krise vor zwei jahren hat man ja auch dem vergessen übereignet.

    lieber Goodnight/10.29 u, ihren waffeln dürfte der don durchaus gewachsen sein.

    allerdings steht es doch sehr zu befürchten, dass der don weder gezücht hat noch brüten lässt. obwohl, wie sagte der geschätzte gastgeber so trefflich:
    „Das sind gerade so die Zeiten, da bin ich mir nicht so sicher.“

    • Nein, bedaure, ich bin immer noch kinderfrei und wäre das anders, hätte ich auch andere Dinge zu tun. Wenn ich aber lese, wie da manche leiden

      http://www.journelle.de/4547/schneewittchen-in-der-grube/

      denke ich doch, dass ich ganz gut gefahren bin. Die Autorin kommt aus der gleichen Ecke wie ich und hat vor einer Dekade dann eine andere Entscheidung getroffen, und der Rest steht im Beitrag.

  27. kinder
    ja eine schöne inschrift auf dem stein, seid fruchtbar und mehret euch möchte ich noch hinzufügen.
    gelte mit drei kindern, mit denen meiner lebensgefährtin sind es sechs (6) in manchen kreisen als asozial und psychoanalytiker freudscher prägung attestieren mir da schnell ein problem (obwohl wieviel kinder hatte den sigmund ? aber sigmund hat ja selber auch nie eine anaylse bei sich machen lassen !)
    aber geht der schuss von DON nicht vorbei, knapp vorbei ist auch daneben: das gegenmodell zum steinwunsch sind doch die kinderlosen, früh nach e-klasse-cabrio, malediven-urlaub, loft-apartment und gnadenloser karriere strebenden doppelverdiener, die sich in die hängematte des ehegattensplittings und der beitragsbemessungsbegrenzten rentenkasse legen, z.b. sie als professorin, er als junger vorstand………die anderen, kindererziehenden und zahlenden bleiben da zurück, ausser der typus der familie: zeugen, gebären, stillen………dann kinderkrippe……….überrollt uns und die leidtragenden kinder noch mehr.
    aber: ein lehrreicher beitrag von DON

    • Da liesse sich viel sagen....
      … aber warum, also nur eines.

      Sehen Sie der gute Siegmund brauchte nicht zu allem eine Analyse von aussen um sich selber ein wenig zu verstehen. Sechs Kinder wegzurationalisieren ist allerdings ein wenig schwerer, da haben sie natürlich ein grösseres Problem als er, aber den Schlüssel gefunden:
      Aber als Django haben Sie die wahren Werte gepachtet, also kann man in ihren Kreisen Freud mit einem Witzchen abtun…

    • Ich denke, jede Ausrichtung hat so ihre Macken und Extremisten, und die Singles in ihren kleinen, überteuerten luxusbuden werden hier auch nicht durchwegs geschont. Was ich persönlich bedrohlich finde, ist si euin seltsames Gefühl des Zwangs zur Familie und von da aus den Zwang zum exakt richtigen Verhalten. Da wird nämlich – ich will hier keine feministischen FAZ-Blogbeiträge verlinken – mit Erwartungshaltungem. selbststilisierten Vorbildfunktionen und Lebensentwürfen gearbeitet, von denen man besser nicht abweicht. Darüber gerät leicht in Vergessenheit, dass solche Modelle in einem anderen Kontext gar nicht sonderlich sinnvoll sind. Es sind einfach ganz andere Lebenswelten, wenn Frau Mama ihr Muttertum für eine Art Verdienst an der Menschheit betrachtet haben will, oder aber, wie ich es hier durcghaus oft sehe, die Kinder irgendwie mitlaufen. Ich wil da auch keinem was einreden, aber so eine gewisse selbstbestimmte distanz ist nicht schlecht.

    • .
      sicherlich lässt sich der gedanke auf einen punkt bringen – den man immer wieder auf andere gebiete ebenso applizieren kann:
      es ist der konformitätsdruck.

      fast könnte es scheinen, als ob der zwang zur gleichförmigkeit ein wenig zugenommen habe, paradoxerweise unter dem vorzeichen, im allgemeinen eben als person etwas ganz besonderes zu sein und mithin ansprüche und verdienste wegen was auch immer zu haben, und dies macht nicht nur dümmlich, sondern auch empfindlich, vor allem, wenn nicht wirklich etwas bezauberndes dahintersteckt, sondern eine, pardon, bruchbude von persönlichkeit.
      allerdings hebt sich die besonderheit der person beispielsweise darin auf, ein ganz individuelles profil bei den social media zu betreiben, genauso wie die hunderttausend, ach was, millionen anderer auch – womit sich in der schieren masse eben genau diese kommerzialierte individualtät, mit seitenblick darauf, was und wie es die anderen so machen, aufhebt.

      insofern könnte man das auch gelassen interpretieren, denn die petits pois bourgeois gab es schon immer (diese wiederum haben ihren vorteil, den beschrieb, glaube ich, greenbowlerhat im grünen salon: gibt ihnen ein haus, einen vorgarten und einen jägerzaun, und sie haben etwas zu verlieren – und sie stabilisieren dabei: insofern eine doch recht begrüssenswerte funktion, auch wenn das wieder einen tylchenbeschleuniger ergibt):
      ansonsten einfach nicht beachten. auch wenn sie noch so brüllen.

      à-propos, lieber don, nicht jeder benötigt wirklich einen schreihals.

  28. AUS, AUS, AUS
    …das Spiel ist aus!

    „Klarer Sieg für das LInksbündnis „Syriza“

    Äh…waren das Wahlen in Griechenland oder in Syrien?

  29. Vandalisierende Jugendliche.......
    Alphonsooo, was soll das Geschiß….Ich dachte schon, diese verzogenen;
    verautomobilisierten; verweichlichten; total verluxurierten etc.,
    Jungen, hätten die alte Linde angezündet!

    • Das machen sie sicher auch noch irgendwann mal. Wehret den Anfängen, kauft mehr Mäntel aus Sprayerpelz.

  30. Titel eingeben
    @goodnight ich bin für diese sitzungen nicht geschaffen aber ich gebe meine erfahrung und auswertung meines datenmaterials gerne an eine person weiter, die in der politik einfluß hat bzw. einfluß nehmen kann

    und da ich ja auch einige zeit im ausland war habe ich nochmal einen geschärfteren blick speziell in dieser region und da donalphonso ja auch für jüdische zeitungen schreibt oder geschrieben hat so wäre das der beste spezialist dafür um alles unter einen hut zu bringen

    und was das verschulden betrifft so weiß ich dass das so eingefädelt wurde aber da muß ich einfach eine privatinsolvenz anmelden weil wenn ich das alles erzähle dann werden viele sehr bleich ums mündchen

    @dennis ja die kinder mögen uns vielleicht alt aussehen lassen aber da bin ich ganz ruhig warte noch 20 jahre und dann werden wir sehen
    man kann eben mit 20 noch nichts wissen und was sie glauben zu wissen das wirft sie später wieder unweigerlich zurück und dann trennt sich der weizen vom spreu

  31. "F&ck you with your Atom Bomb!"
    Politik sei Ablenkung für Nicht-Gewinner- Da könnte man dann wirklich Good Night sagen … mein Titel soll aber wirklich keine Beleidigung von Niemand sein, sondern nur ein Zitat eines Ausdrucks der Frustration, der einen überkommt, wenn man so einiges der doch etwas dünnen, resignierten Kommentare angesichts einer dermassen spannenden politischen Grosswetterlage liest.

    Sie, Good night, habe auf alle Fälle noch einen ziemlich amüsant lesbaren Stil.
    Ein bisschen, fürchte ich, ist (durch die langen Halbwertzeiten beim Freischalten??) das Stammpublikum durch die Ritzen verloren gegangen.

    Daher nur eine Frage: Was macht einen Gewinner zum Gewinner?

    Sind es wirklich nur heile Finanzen? Ich kenne verschiedene Aggregatzustände des Wohnen und der relativen Wohlhabenheit – und wenn man seine Ziele den Möglichkeiten anpasst, kann man recht schnell eine gewisse Zufriedenheit erreichen.
    Glück dagegen ist zu 95% eine Frage der Fähigkeit, in menschlichen Beziehungen nicht alles in Hierarchien und Nutzen und Machtspiele einzuordnen, und das Geschenk zu begreifen, was einem an anderer, verschieden denkender Mensch mit seiner Sympathie macht.

    • @ TGA
      „Ein bisschen, fürchte ich, ist (durch die langen Halbwertzeiten beim Freischalten??) das Stammpublikum durch die Ritzen verloren gegangen.“

      Zählen sie einfach mit… wieviele Kommentare hatte so ein Stützen Beitrag früher mal? Wieviele hat er seit der Umstellung auf „Masse“ durch die FAZ? Können sie sich eine wirkliche Diskussion jetzt noch vorstellen?

      Honi soit…

    • Mein lieber Rossdorn, ich bin auch nur ein Mensch und speziell Ihre „Serviementalität“ geht mir wirklich auf die Nerven. Ich weiss nicht, wieviel Gewinsel über angeblich nicht freigeschaltete Kommentare ich von Ihnen hier schon lesen musste, auch wenn hinten alles freigeschaltet war: Wenn Sie ein besseres System kennen, machen Sie sich selbst eines. Ich komme dann auch mal vorbei und nöle Sie an.

    • „Sind es wirklich nur heile Finanzen? Ich kenne verschiedene Aggregatzustände des Wohnen und der relativen Wohlhabenheit – und wenn man seine Ziele den Möglichkeiten anpasst, kann man recht schnell eine gewisse Zufriedenheit erreichen.“

      Nein, sicher nicht. as erstaunliche ist ja, dass mit dem zunehmenden Vermögen der Menschen gleichzeitig andere Probleme auftauchen, und ob man jemals wieder so sorglos wie das Kind im Sandkasten ist, weiss ich auch nicht. Speziell Reichtum kommt angesichts der langen Lebenserwartung eigentlich immer erst sehr spät, jedenfalls in der zweiten Lebenshälfte, und da hat man schon einen Geschmack des Todes auf der Zunge. Die vielleicht beste Zeit war früher das Studium, aber das ist jetzt auch vorbei, selbst wenn die Eltern vermögend sind.

      Das ist schon bitter, aber ich denke mir, man muss nehmen., was man kriegen kann.

    • Gewinner
      Werter Great Artiste, mit dieser Erkenntnis sind Sie erfreulicherweise weiter als die meisten, siehe auch die (wenig überraschenden) Antworten auf meine bzw. Max Frischs Frage im DeM-Blog.

    • .
      das nicht ganz so schöne – bei selbstverständlich allem schönen wie der hoffentlich auch bei einem selbst verlängerten lebenserwartung – bei späterem übereignen, ist, lieber don, doch die verinnerlichte verpflichtungshaltung in einem selbst, die damit einhergeht, und das wissen, dass die eigenen eltern und grosseltern im eigenen alter bereits einen warmen regen verwalteten.
      das ganze dürfte ein wenig entmündigend wirken, um es etwas überzeichnet darzustellen;
      aber auch andere arbeiten für einen vorstand.
      immerhin haben die altvorderen auch durchaus gerne noch ein wörtchen oder zwei mitzureden, und sie sind zuweilen recht freigiebig. ganz besonders steuern sie zuweilen zum nicht vorhandenen würstchen den manchmal nicht ganz so gewünschten senf bei.

    • Deshalb wäre ich ja für ein Steuerrecht, das zum frühzeitigen Überschreiben animiert und gleichzeitig kinder vom Prassen abhält. mit sondersteuer auf nicht werthaltigen Konsum wie teure Urlaube ohne kulturellen Anspruch, Viertautos und Gucci. es gibt etwas, das ungeschmälert übergeben werden sollte, zusammen mit Verantwortung, und den Rest sollen sie selbst verdienen.

      Vielleicht sollte ich das mal aufschreiben.

    • .
      dies jedoch müsste jedoch dergestalt verlockend bis einfach zwingend sein, dass dies ein angebot sei, das man partout nicht ausschlagen könnte.

      wer überlässt gerne schon den zumeist recht unterschätzten kindern noch mehr als über die schenkungsfreigrenzen hinaus. wo blieben die zügel der macht – zumindest diese frage stellte sich wohl eine freundin, die gemeinsam mit ihren geschwistern unter einer recht herrschsüchtigen und schwierigen frau mama ihr dasein fristet, und welche gerne vom tierschutzverein fabuliert, wenn nicht umgehendst jemand behilflich ist – und sich beschwert, dass diese nicht abkömmlich seien, der erwerbsarbeit wegen, die man reduzieren könnte, wenn man schon über gewisse mittel verfügte.

    • Man könnte ja noch staatsknete oben drauf packen, also sagen wir mal, zehn Prozent zinsen pro Jahr. Besser zu uns als zu den Bankstern.

    • .
      und wer, ausser den dereinst glücklich betroffenen, hätte davon etwas? sprich, wieso sollte jemand zu einem solchen tun geneigt sein?

      nicht, dass der schuss noch nach hinten los geht, denn man kennt doch seine egalwer.

    • Einfache, kurze Antwort
      „Wenn Sie ein besseres System kennen…“

      Das Word Press System war besser.

      Und der längere Zwischenraum ermöglichte tiefere Diskussionen.
      Ihre Beiträge sind nach wie vor äuserst lesenswert, aber die andere Hälfte des Reizes dieses Blogs war nun mal der Austausch unter Foristen mit ganz verschiedenen Standpunkten. Und der fehlt nun.

  32. Neurotischer Text
    „viele süsse Kinderchen“ – so ein harmloses Statement, und löst so einen Text in einem Medium von immerhin einiger Bedeutung aus. Da fühlt jemand sich bedrängt. Entlarvend der Textanfang: dem Gekritzel auf einem Stein wäre es nicht möglich gewesen, dem werten Publikum diese Zumutung eines harmlos-verliebten niedergeschriebenen Pärchen-Gekuders plausibel zu machen. Nein, eine 1000 jährige Linde muss herhalten, die noch nicht mal verletzt wurde! Im Vertrauen darauf , was Waldromantik und Grossbäume im dunklen Tann seit den Zeiten der gefällten Dona-Eiche in der germanischen Seele für ein Schwermut-Momentum auslösen kann. Very tricky, so kann man seine Leser zu Komplizen bei der sanften Verhöhnung von Lebensentwürfen machen, die man selbst nicht präferiert. Allerdings klappt dieser Trick mit dem Baum nur in Deutschland.

    • Dieser Text ist eigentlich ironisch gemeint und macht sich ausnahmslos über jede From der erwartungshaltung lustig – sollte der letzte Teil wirklich ernst angekommen sein, so bitte ich da um Nachsicht, das war so nicht intendiert.

    • Timeo danaos
      et Dona-Eichen ferentes.

    • Es ist ja nur eine Linde – die eichen stehen unten im Sumpf.

      Vielleicht sollte ich mal wieder was über die CSU schreiben.

    • .
      um himmels willen, was sind denn donna-eichen?

      doch nicht etwa etwas ungezogenes?

    • Die Spezialistin für Sex kommt gleich und kann das vielleicht erklären.

    • Donar-Eiche
      Sorry, ich habe mich verschrieben und meinte die Donar-Eiche, die der heilige Bonifatius bekanntlich zwengs Bekehrung irgendwelcher Nordhessen fällen lies, ummara 760 herum muss das gewesen sein.

    • Ja, und dafür hat man ihm dann den Kopf gespalten. was ist das in „beschmierte Steine ablegen“ umgerechnet?

    • Mit Verlaub,
      die immer wieder behauptete Aggressivität der alten Missionszeiten geht auf Fiktionen des 19. Jh. zurück, als der dt. Nationalismus versuchte, die Ultramontanen zu entehren (sind Katholiken, also auf Rom statt Berlin hördend, also keine echten Deutschen). Anders : den Germanen waren die Donar-, Dona- oder Donna-Eichen von Herzen gleichgültig. (Baumheiligtümer sind, vereinfachend gesagt, wie die „germanische Fastnacht“ eine Erfindung der 30er Jahre des 20. Jh.) Und der Hl. Bonifaz wurde von einer friesischen Räuberbande überfallen, seiner gut verkaufbaren Bücher wegen. Die Raubfriesen hatten mit Donar oder anderer Germanenduselei so viel im Sinn wie Abdullah mit der Meinungsfreiheit.

    • Da muss man differenzieren – das „Sachsenschlachten“ ist tatsächlich eine Übertreibung, und der Übergang zwischen den Religionen verlief sehr langsam. allerdings hatte auch die Kirche ein grosses Interesse daran, ihr vorgehen auszuschlachten, und die Geschichte der Donareiche steht schon in der Vita.

      http://de.wikipedia.org/wiki/Willibald_von_Mainz

      Realistisch muss man es so sehen, dass sich die Bekehrung zuerst an die Herrschenden wandte, die in den damaligen GEsellschaften das Sagen hatten. Das ging oft nicht gut aus, wenn in den Familien Streit herrschte, siehe Sankt Emmeram in Regensburg. Dazu kommt, dass sich die Missionierung stark an der fränkischen Eroberung orientierte, und die ging auch oft nicht glimpflich ab – noch nicht einmal, wenn auch unter den Gegnern Christen waren. Heute würde man die Rolle der Missionare durchaus kritisch betrachten wollen, aber das ist ein enorm weites Feld.

  33. Titel eingeben
    Ja mei liaba Don Alphonso,

    Grod guad wars. So sogats i fast a.
    Aba Leit gibst; des gibts fast net.
    Da kunn’t ma nur sogn: Sauba sog i.
    Habe d’Ehre und Servus.

  34. Soo toll war das Studium, denke ich, nicht
    Wenn man sich das erste Mal aus der elterlich-heimatlichen Umklammerung löst, um in einer „richtigen“ Stadt das eigene Leben zu beginnen, schleppt man – auch wenn jeder sicher ein bisschen anders sein mag – die ganzen anerzogenen Neurosen fröhlich quietschend mit in seine erste eigene Wohnung.
    Es gibt fast nichts blöderes als den bräsigen Rotwein-Sofa-Spruch „ich würde alles noch einmal ganz genauso machen.“ Weil es meist heisst, dass man jeden eigenen Lernerfolg negiert, und sich genauso selbstgerecht wie die Generationen vor einem zum geborenen Genie erklärt.

    Erkennen zu können, wann einem wirklich wertvolle Menschen über den Weg laufen, und dann das Gespräch (oder Zusammenleben) nicht abreissen lassen, ist meines Erachtens nach das wichtigste Element, sich nicht an seinen äusseren Erfolgen/Misserfolgen zu messen.
    Und da wird dann das Niveau der Wohlhabenheit relativ – wenn man ein bisschen Phantasie aufbringt, lässt sich eine leidlich angenehme Lebensweise meistens realisieren.

    Ich gebe allerdings gerne zu, dass für viele, wenn familiäre und finanzielle und berufliche Zwänge zusammen kommen, die Jagd nach Ersatzbefriedigungen irgendwann das einzige Ventil wird, sich in Augenblicken und ein klein wenig wie „der König der Welt“ aus dem Titanic-Film zu fühlen. Ob es die x-te Affäre via Dating-Portal ist oder die ganz seltene Wiking-AutoVariante mit dem silbernen Boden und dem vergessenen „Made in Western Germany“ Schriftzug.

    Man bleibt länger jung, wenn man bereit ist, seine Positionen zu modifizieren, nach den Karten, die einem das Leben in die Hand spielt, auch, wenn man mit 50 weiss, dass die erste Halbzeit höchstwahrscheinlich gelaufen ist, ohne dass das gleich nach Tod riecht.

    Das meines Erachtens traurige ist, wie das ganze öffentliche Klima darauf zielt, eine Kultur kommerziell verwertbarer Fast-Erlebnisse zu promoten, und gerade die Quellen kostenloser nachhaltiger Glücks- und Wohlfühlerlebnisse nicht zu befördern – weil die Konsumenten dann irgendwann zu denken anfangen, statt zu kaufen.

    Auch wenn ich damit oft nerve, dass Sexualität im öffentlichen Diskurs fast nur noch als bedrohliche, schmutzige und verletzende Kraft „alter weisser Männer“ vorkommt, denke ich, ist mehr als nur Zufall, um die Frauen auf ihre Kinder, und die Männer auf ihre Karriere zu fokussieren.

    Oder auf ihre Hunde oder Oldtimer.

    • Da darf ich freudig verkünden, dass wir gleich einen Beitrag dagegen setzen – Despina ist dran.

      Ich denke, niemand würde immer alles genau so machen, das ist halt nur so ein Sager. aber natürlich neigt der Mensch dazu, einmal eingeschliffenes Verhalten als richtig zu rechtfertigen, weil es einen vor der Reflektion schützt. Die Frage ist natürlich, ob man mit anderen Ansätzen glücklicher wäre – und da habe ich meine argen Zweifel.

    • Titel eingeben
      Nun, es heißt ja, dass sich jeder stets auf die für einen selbst in diesem Moment optimale Art und Weise verhält, oder Entscheidungen trifft. Was objektiv nicht „optimal“ ist, kann es subjektiv durchaus sein – nehmen Sie den Negerkuss, der, verschlungen, kurzfristig befriedigung gibt, man aber gleichzeitig weiss, dass man die Kalorien später bereut. Jeder trifft ständig solche Abwägungsentscheidungen. Von daher halte ich die Aussage schon für richtig, man würde wieder so handeln. Wenn halt 100% aller Umstände gleich wären. Freilich sind sie das nur sehr, sehr selten.

      Eine andere Sache ist es, ob man lernt, die Motive für ein bestimmtes Verhalten oder eine Entscheidung zu hinterfragen, zu reflektieren. Vor allem wenn diese sich als objektiv nachteilig herausgestellt haben. Kein Negerkuss, keine Zigarette, kein Alkohol. Aus Gründen. Oder gerade doch den Negerkuss, die Zigarette, den Drink. Ebenfalls aus Gründen.

    • @TGA
      Sollte ich mich irren, korrigieren Sie mich bitte… Aber ich glaube, da begehen Sie einen Denkfehler. JEDER würde ALLES wieder ganz genauso machen.

      Denn sowohl die Situation, als auch Konditionierung und Wissen wären ja dieselben. Und somit auch die Entscheidung in der betreffenden Situation.
      In späteren Jahren zu verstehen warum man damals eine bestimmte Entscheidung getroffen hat, mag zu Selbst-Erkenntnis führen, auch wenn diese leider zu spät kommt.
      Sich wertend mit der vermeintlichen Falschheit solcher Entscheidungen zu beschäftigen verhindert hingegen Selbst-Erkenntnis. Warum man das trotzdem gerne, automatisch und zu oft macht, kann man schon bei Freud und Adler nachlesen….

      Ich nehme also an Sie vermischen das ja alles mit dem Wunschtraum, man möge nochmal zurückkönnen, aber mit dem Wissen und der Erfahrung die man heute hat?
      Ein gewisser Gautama Buddha hat daraus übrigens die Idee der Re-Inkarnation abgeleitet. Man wird so oft wiedergeboren, bis man es „richtig“ macht….. ;-)

    • Titel eingeben
      Völlig richtige Beobachtung, Tyler – wer möchte schon mit 20 und mit der ganzen Dummheit eines Zwanzigjährigen wiedergeboren werden? Das Bedauern von Entscheidungen ist noch mal eine ganz andere Nummer, vermutlich die einfachste Methode, sich selbst das Leben zu vermiesen.

      Denn letztlich gibt es aus 1000 Alternativen immer nur eine, die man wählen kann. Kein Wunder, dass es durchaus eine tiefsitzende menschliche Sehnsucht danach gibt, von all den Entscheidungen endlich befreit zu werden und sie anderen anzuvertrauen. Hat auch noch den Vorteil, dass man nicht sich selbst in Vorwürfe miteinbeziehen muss, wenn Entscheidungen irreführen.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Titel eingeben
      „JEDER würde ALLES wieder ganz genauso machen.“
      Nein, natürlich nicht, warum sollte man? (Speziell unter der Prämisse, man habe X Inkarnationen frei)
      Wenn man je im Leben bewußt an einer Verzweigung stand (sicher, vielen passiert das wohl nicht bewußt, aber bei mir war das der Fall), wird man schon bei Wiederholung die andere Abzweigung nehmen, wenn man nicht superduperglücklich mit dem Ergebnis ist (wie meistens).

    • Also ganz ehrlich, nochmal will ich das alles nicht mitmachen und dass gerade ich den nächsten Zyklus als Amöbe erleben würde, ist auch klar.

  35. kleine Geschenke und Freundschaft
    Je nun, natürlich verstehen superreiche Orientale gegentlich unter SUV etwas anderes als den Volvo den Mutti nimmt um die Kids aus der Kant-Schule in Steglitz zurück in den Grunewald zu bringen.
    Andererseits, wer mit Machthabern in solchen Ländern Geschäfte machen will, der muss die Spielregeln kennen. Sich im Brustton der Überzeugung hin zu stellen und sagen „Nach deinen Regeln spielen wir nicht“ ist weder auf dem Spielplatz noch im Leben immer die effektivste Strategie. Auch Diplomatie ist ein Geschäft auf Gegenseitigkeit.
    Nun manchmal sind die Leitungen länger, bei USA / Kuba hat es Jahrzehnte gedauert, mal sehen wie langsam es bei Iran, TTIP und anderen Dingen geht.
    Dagegen sind Kinderlein doch eher schnell darin, zu wachsen, zu pubertieren und trotz kleiner oder großer Probleme in der nächsten Generation zu übernehmen.

  36. Titel eingeben
    ach wissen sie man brauchte das kinde jetzt ja nur als messiach aber in den 60igern ging das noch mit dem kind jetzt weiß man nicht so recht wer spricht da was? an wen kann man sich halten was kann man wahr halten?

    jetzt hat sich das kind überholt und jetzt muß man die lösung anders hinbasteln aber deswegen kann da jetzt wirklich was in politik weitergehen auch wenn ich da nicht so in vorderster front mitmache

    und was meine kinder angeht da habe ich einen gesunden abstand weikß ich doch wie seelen entstehen und geschädigt werden aber nciht erst seit meinen kindern auch die meinige generation und die meiner eltern noch im blick bzw. die kinder vom partner und eltern noch im blick

  37. Titel eingeben
    ach jetzt habe ich vorhin einen kommentar abgeschickt aber irgendwie klemmte es d.h. was lernen wir daraus ? sie müssen mehrere zeitungen lesen um zu wissen was in den köpfen vorgeht und dann wissen sie wer welche spionagetechniken anwendet

  38. OT
    Es ist faszinierend mitzuverfolgen wie sich „Autoren der Lügenpresse“
    Arm in Arm mit ihren Lesern darüber wundern, dass die Welt wieder
    einmal,nicht
    am deutschen Wesen genesen will.
    Nicht in Europa und vermutlich auch nicht im Rest der Welt.

    Diese Trotzköpfchen in den Ländern, die da draußen rumliegen,
    aber auch.
    Was soll das?

    • Ich mache morgen was dazu aus italienischer Sicht. aber ich finde diesen deutschen Zentrismus auch völlig unangebracht. Auch das ist ein Grund, warum die EU nicht funktioniert.

  39. Spalten und splitten
    „Ja, und dafür hat man ihm dann den Kopf gespalten. was ist das in “beschmierte Steine ablegen” umgerechnet?“

    Nun, Don Alphonso, die Antwort haben Sie ja schon selbst gegeben in dem Beitrag: die Abschaffung des Ehegattensplittings wäre eine angemessene Ahndung für solcherlei Entweihung, denke ich.

    • Da werden sich aber manche lieber den Schädel spalten lassen, nehme ich an.

    • Titel eingeben
      Wenn das BVerfG seine eigene Entscheidung nicht revidiert, würde man dafür wohl das Grundgesetz ändern müsse.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

  40. Titel eingeben
    deutscher zentrismus finde ich auch total daneben es muß immer ein zusammenarbeiten auf internationaler ebene sein ansonsten stößt das ja nur sauer bei vielen auf was auch verständlich ist

    aber jeder oder jedes land kann doch sein bestes einbringen und dann sieht man wie man es gut unter einen hut bringt damit vielen geholfen wird

  41. Das hat doch mal wieder ganz gut geklappt!
    Bei mehr Diskussion macht es wirklich mehr Spass, aber ich bin mir bewusst, Don, dass das eine ganze Menge Arbeit ist.

    „Wiedergeburt“, bis man es richtig macht, gegen „ewige Wiederkehr des Gleichen“?

    Unter den gleichen Prämissen damals hätte man sicher die gleichen Schlüsse gezogen, aber da, denke ich, ist es gerade das Zulernen ( sonst wäre doch auch alle Psychotherapie völlig sinnlos?) was einen unter sehr ähnlichen Prämissen in sehr ähnlichen Szenarios nicht zwanghaft gleich handeln lässt.
    Derjenige, der erkennt, dass der Partner/die Partnerin jetzt etwas ganz besonders Kostbares ist, handelt anders als der Lebensabschnittspartner-Konsument.

    Das man dann manchmal denkt, Mann, war ich blöd – sehe ich weniger als Wunsch, es besser zu wiederholen – sondern so ähnlich wie die deutsche Vergangenheit, etwas dermassen Furchtbares sich nie wiederholen zu lassen.

    Ohne das Wissen, was der NS-Staat bedeutet, haben Gedanken des Establishments („bis er quietscht“) ihre bittere, unausweichliche Tragik – aber der Punkt auf den ich hinaus will, ist die Fähigkeit, eigenen Mist auch als Mist zu sehen.

    So meinte ich es, wenn ich bei dem Spruch „Ich würde alles noch einmal genauso machen“ an einen selbstgerechten Alpha-Bock beliebiger politischer Couleur auf dem Sofa dachte.

    Auf dem Sterbebett – um es direkt zu sagen – würde ich es aus diesem Umstand als versöhnlichen Abschiedsgedanken sehen, da auch der Mist letztlich die Prämisse war, die genau die guten Entscheidungen auch hervor gebracht hatte.

    Wahrscheinlich hat die Bewertung dieses Gedankens viel mit der Perspektive zu tun, aus der man schaut.

    • Ja und nein
      „Derjenige, der erkennt, dass der Partner/die Partnerin jetzt etwas ganz besonders Kostbares ist, handelt anders als der Lebensabschnittspartner-Konsument.“

      Das ist natürlich wahr, da hatte ich Ihnen ja schon mal zuhgestimmt. Nur leider muss man eben erst mal diese Erfahrung machen, dass der Andere jetzt etwas ganz besonders Kostbares ist, und nicht nur ein weiterer Lebensabschnittspartner. Wie Sie ja sagen „die Bewertung hat viel mit der Perspektive zu tun, aus der man schaut.“
      Man kann so etwas nicht „wollen“, sowas muss man „sein“. Ein Unterscheid der in den östlicher als der Islam liegenden Religionen eine ganz grosse Rolle spielt.

      Sie gestatten eine Nebenbemerkung, die ich mir nach einem Leben in vieln Ländern und Kulturen nicht verkneifen kann: Ihre Sicht des NS Staates ist an-konditioniert.
      (Für die Doofen: dies heisst NICHT, dass mir irgendwas an diesen unmenschlichen Verbrechern nicht zutiefst zuwider ist. Der Satz betrifft einzig und allein das Zustandekommen von TGAs Meinung zum Thema. Und Don wird völlig richtigerweise einen Dreck tun und über so ein Thema hier diskutieren…)

  42. Sympathisch
    Irgendwie wirken Sie, Herr Alphonso, ganz sympathisch.

  43. Titel eingeben
    @Don[Meta] Also daß es keine Liste „die letzten 30 Kommentare“ gibt, ist ätzend. Und daß die Beiträge nicht in der richtigen Reihenfolge sind (-1 statt +1) ist schlichtweg Geschluder. Darüberhinaus sollten die letzten ca. 7 Beiträge als Liste angezeigt werden und nicht die, die viele PIs haben.

  44. Da auf der anderer Seite das Kommentieren nicht geht....
    Wunderbar, die Fotos aus Mantua und die Texte dazu…

    Ich befürchte nur die meisten Deutschen haben von Mutti beigebracht bekommen, dass dies alles nun mal alternativlos ist.
    Was die Dame verschweigt ist, dass die Rechnungen für DE halt nur etwas später eintreffen werden.

    Wie hoch schätzen Sie denn die Chancen auf einen Militärputsch in Griechenland ein (mit EU Billigung selbstverständlich) ?

  45. Titel eingeben
    @the great artiste ihr letzter absatz v..25.1. um 22:17 ist nett

    und mäntel aus sprayerpelz muß ich mir merken aber jetzt seien sie nicht alle so pessimistisch bald wird es sich lichten und dann gibts neue einsichten und erkenntnisse und wohl auch besserungen in all den misslichen zuständen

    war auch kurz drüben im nebenblog da hängen ja auch nur sorgen und kummerfalten rum

    nicht so bei den runzelfalten

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