Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Sittliche Vervollkommnung für die mietenden Massen

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Das ist keine brutal gefertigte Gänseleberpastete. Das ist eine Trüffelunterlage.

„Guten Tag“ sagte die K.

„Grüss Gott“, sagte der unscheinbare Mann im Trachtenmantel, lüpfte angedeutet des Hut, lavierte sich zwischen der K., den Briefkästen und mir hindurch, und verschwand durch die kleine Dienstbotentür in den Hof, wo es zum Hinterhaus geht.

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„Das ist der Herr von P.,“ erklärte die K., nachdem die etwas schäbige Dienstbotentür ins Schloss gefallen war, „aber er will nicht, dass man um ihn viel des Aufhebens macht.“ Der Herr von P. nämlich habe zwar in seiner Familie auch viel Niedergang gesehen, und besitze kein Palais mehr und kein Schloss auf dem Lande, wie noch seine Vorfahren, aber seine Urgrossmutter wäre geschäftstüchtig gewesen und hätte das Geld in drei Häser gesteckt. Fünf Stockwerke hoch, jetzt mit den ausgebauten Dachstühlen sogar sieben, und dort, wo früher das grossbürgerliche München vom Hochufer aus auf die Isar schaute, mieten jetzt Praxen, Kanzleien und Vertretungen jene Liegenschaften, die eine gute Adresse, Nähe zum Landtag und den in keinem Neubau möglichen Geruch von altem Vermögen erhalten möchten.

Drei Häuser in Flussnähe also besitzt Herr von P., dieser unscheinbare Mann im Trachtenmantel, und er wohnt mit seiner Familie im grosszügig ausgebauten Hinterhaus. Ansonsten weiss man aber so gut wie nichts über ihn, denn wer hier wohnen, arbeiten und mieten möchte, muss sich an Makler wenden. Die Hausabrechnungen macht eine Firma, den Schnee räumt eine Firma, es gibt am schwarzen Brett die Nummer eines Schlüsseldienstes, einer Klempnerei und anderer nützlicher Helfer. Was es nicht gibt, ist Herr von P., Denn er lebt zwar offensichtlich gern von den Einnahmen, die er hier erzielt, aber er will keinen Kontakt zu seinen Mietern. Und die Mieten sind nun mal so hoch, dass all die Bediensteten, die die Abwicklung übernehmen, finanziell nicht sonderlich ins Gewicht fallen. Die Putzfrauen, Makler und Hausmeister finden sich letztlich mit Aufschlag in den Rechnungen wieder, die hier für Steuervermeider, Investoren, Privatversicherte und Kunstkäufer ausgestellt werden. So hat ein jeder seine Ruhe und sein Auskommen.

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Und so wie Herr von P. wären auch andere Vermieter gern. Nicht jedem sind jene Kiemen am Hals angeboren, die Miethaie auszeichnet, nicht jeder hat den nötigen Biss und die Fähigkeit, die richtige Kundenbeute zu erhaschen. Früher war das anders, da stapelten sich die Klassen vertikal, im Erdgeschoss war das Geschäft, im ersten Stock wohnten die schönen und besitzenden Leute, im zweiten Stock vielleicht noch Herrschaften und darüber, zusammengepfercht und stets etwas tuberkulös, die rechtlosen Mietsleid, die, so berichtet es zumindest meine Familiengeschichte, früher bei schlechtem Benehmen einfach vor die Tür gesetzt wurden. Da hatte man noch miteinander zu tun, da sass man aufeinander, und es gab auch keine Makler – da musste jeder selbst schauen, wo er blieb. Herrschaften konnten damals bis zu fünf Sprachen, nämlich Französisch, wenn es um das Böfflamot ging, Englisch, Hochdeutsch, Bayerisch und Schleifmühlerisch. So konnte man Gäste empfangen und sich auch allen Arten von Mietern verständlich machen. Hosd me?

Aber nach dem zweiten Weltkrieg änderte sich das Siedlungsverhalten der Menschen, und so entstanden die besseren Westviertel und die schlechteren Blockviertel. Man kannte sich gar nicht mehr, man sprach nicht die gleiche Sprache und wenn doch, verstand man sich nicht – wie es halt so ist, wenn am Ersten eines Monats bei den einen genug Geld oder wenigstens Dispo auf dem Konto sein muss, um die Miete zu bezahlen, und bei den anderen am Zweiten Geld da ist, für das scheinbar niemand einer Erwerbsarbeit nachgehen muss. Das ist natürlich nicht wirklich so, aber die Kinder wachsen mit diesem Gefühl auf, und verstehen nicht, was die anderen empfinden. Gleichzeitig aber wird den besseren Kindern nur jene gehobene Sprache antrainiert, die in Baracken und später Blocks nicht gelehrt wurde – von wem auch. Wer das konnte, zog in einen besseren Stadtteil, machte Karriere und investierte durchaus in Mietwohnungen, deren Verwaltung und Vergabe er dann aber anderen überliess. Bei uns ist das übrigens anders, ich habe wirklich Miethaiblut in den Adern, mir macht das Spass – und so gut wie niemand versteht das. Warum sollte man das tun, es gibt doch Makler. Sicher, der Makler ist verhasst, weil er relativ viel Geld von Bedürftigen bekommt, ohne dafür viel zu arbeiten, Dass er aber auch die Kneifzange sein kann, mit der man schichtübergreifend Geschäfte machen kann, hat sich noch nicht vollends herumgesprochen. Und er ist in dieser Funktion eigentlich wichtiger denn je.

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Denn leider gilt in dieser Gesellschaft der Wucher zwar als Leitbild – der Ruch, ein Wucherer zu sein, ist dagegen nicht erstrebenswert. Wir sind schliesslich die Guten und das erkennt man daran, dass man nichts Schlechtes tut. Einen Makler einschalten ist gesellschaftlich akzeptabel. Unter vielen Bedürftigen einen Mieter selektieren und den dann maximal ausquetschen dagegen gilt als unfein. Das ist ein wenig wie mit der Gänseleberpastete oder Sushi: Man darf sie gern servieren. Nur die Brutalität, die damit einher geht, das Morden und Quälen, die sollte man besser nicht erwähnen. Man hätte gern das Filet, ohne es selbst auslösen zu müssen, oder gar ein Tier umzubringen – so zart und fein sind wir im Westviertel geworden, und der Makler gehört da nun mal dazu wie das Bolzenschussgerät und der Tiertransporter auf der Autobahn, während man selbst zum Feinschmeckerempfang in die Altstadt radelt. Und sollte man den Mieter doch einmal treffen und etwaige böse Geschichten über ein paar Hunderter extra hören, die im Heizungskeller als Vermittlungsgebühr verlangt wurden, gibt man sich eben empört und stellt klar, dass man davon natürlich keine Ahnung hatte und das beim nächsten Mal ganz anders regeln würde.

Muss aber nun der Vermieter den Makler bezahlen, obwohl man so nett und klassenübergreifend ist, ist das natürlich nicht fair und auch nicht gerecht, ja es kann sogar zu einer gewissen Verbitterung führen. Niemand in der Wissenschaft kann ausschliessen, dass dem netten Herrn von P. nicht vielleicht doch wieder Kiemen wachsen, oder seine Kinder das ururgrossmütterliche Raubfischgen in sich kultivieren, wenn sie wieder selbst vermieten müssen. Es könnte gut sein, dass Teile des Westviertels sich nunmehr im Kontakt mit niederen Schichten bei denselben etwas abschauen, dazulernen und an den Herausforderungen wachsen. Und zwar nach unten. Kurz, ich würde es nicht ausschliessen wollen, dass der Druck zur Privatvermietung auch anderes privatisiert, wie etwa Blutfehden, knallharte Überwachung der Hausordnung und Sanktionen. Bislang ist der Vermieter ja weit weg, jetzt rückt er näher und je besser er einen kennt, desto grösser das Misstrauen. So ein Makler nimmt einen Mieter leidenschaftslos aus, das ist Geschäft. Aber ein Vermieter war früher gefürchtet und nichts kann garantieren, dass sich im Überlebenskampf mit gegnerischen Klassen und ihrem Ikeastarterset nicht die Tugenden der Vorväter Bahn brechen. Und dann werden sie natürlich alle dem alten, sich schüchtern vorbei drückenden von P. ebenso nachtrauern, wie den verständnisvollen und nachsichtigen Honoratioren in den Westviertel. „Du weasd me scho no kenna leana“ ist im Bayerischen nicht umsonst eine schlimme Drohung.

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Deshalb bin ich der festen Überzeugung, dass es dem tendenziell eher links knieenden Mieter gut zu Gesicht steht, die Kluft zwischen den Klassen in angenehmer Weise zu überbrücken. Etwa, indem er sich an einen Vermittler wendet, der es dann übernimmt, ihn der besitzenden Klasse zuzuführen. Man trifft sich dann, unterhält sich ungezwungen ein wenig und nimmt zur Kenntnis, dass der andere gerade auf der Suche nach einer Wohnung ist, um hier nicht nur seine Karriere, sondern auch seine sittliche Vervollkommnung nach den Idealen der Besseren Kreise zu fördern. Wer könnte da abseits stehen, wer könnte sich solchen Wünschen verschliessen, zumal, wenn er zufälligerweise jenem Vermittler vor ein paar Tagen erzählt hätte, dass er eine Wohnung anzubieten hat? Wäre das vielleicht nicht eine glückliche Fügung des Schicksals, dass man sich hier bei Bio-Foie-Gras trifft und sich alles so elegant zu ergänzen weiss? Niemand will doch wissen, dass der Suchende dem Vermittler gegenüber eine Bürgschaft anbot und seine Schufa-Auskunft – wirklich niemand, beim besten Willen niemand will das wissen, das regelt man doch privat, unter Freunden, bitte, nur keine Umstände, verfügen Sie ganz nach ihrem Belieben…

So könnte ich mir das gut und angenehm vorstellen. Denn nicht nur bekommt der Vermieter das gute, menschenfreundliche Gefühl, den Mieter grosszügig geholfen zu haben, auch der Mietende darf sich willkommen und akzeptiert fühlen, und das für den Gegenwert einiger Monatsmieten an Gratifikation für einen wirklich verständnisvollen Kontaktmann. Das hat mit Umgehung der neuen Gesetze so viel zu tun wie ein Schweizer Konto mit Steuervermeidung, da möchte man bitte keine Unterstellung hören, es ist einfach sozial angemessen, wahrt die Form und erhält das gute Zusammenleben unterschiedlicher Klassen. Ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass die CDU und ihre Kanzlerin solche Ausnahmen, zumal sie wirklich zufällig, nachvollziehbar und sozialverträglich sind, als Nachbesserung ins Gesetz einzubringen bereit sind, auf dass es wieder mehr ein Vermietergesetz werden möchte. Denken sie doch einfach an den armen Herrn von P. auf dem Weg ins Hinterhaus, durch den Dienstboteneingang,

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  1. Haifisch
    Sehr schön, mal wieder was zum schmunzeln und nachdenken, und vielleicht ist Herr von P irgendwie mit Peachum verwandt, denn so ganz konnte ich die Assoziation zur Moritat von Meckie Messer nicht verdrängen…
    „Denn der Haifisch, der hat Zähne..“
    usw
    Vor allem aber die dritte Strophe, die Brecht 1930 ergänzte:
    „Denn die einen sind im Dunkeln
    Und die andern sind im Licht.
    Und man siehet die im Lichte
    Die im Dunkeln sieht man nicht“
    Was ja nun gut zu den stillen Geschäften der höheren Stände und zum zurückhaltenden Herrn von P passt.

    • Ich mag ja die ganz Unscheinbaren und Undurchsichtigen, die auf die Frage nach dem Vermögen „Mir langts“ sagen. Und tatsächlich hat der Immobilienboom in München sehr viele Leute sehr reicht gemacht. Ich kannte mal die witwe eines Schreinereibesitzers, der in den 0er Jahren das Haus mit der Werkstätte in Haidhausen gekauft hat – das war als Schreinerei nie erfolgreich, aber dann zog eine Agentur ein und der Reichtum begann.

  2. jawohl herr Maas........
    ja, auch unsere regierenden, z.b. der vermieter, bundesjustizminister Heiko Maas, werden wege schon kennen, praktizieren oder noch erfinden, um das drohende sanft zu umgehen……….aber eines ist doch auch klar: die märkte werden das regeln und somit liegt der schwarze peter dann doch wieder zurecht bei jenen, die investitionen in preiswerten wohnraum mit immer mehr bürokratie, auflagen oder grunderwerbssteuern verhindern

    • also die Nummer fand ich ja extrem peinlich – wenn es rechtlich ok ist, ist es eben so. Wer das anders sieht, sollte besser nicht als schlechtes Vorbild für andere Vermieter gelten. Da kann ja jeder kommen.

  3. Titel eingeben
    Bei aller berechtigten Empörung über die Makler, die ich teile, sei doch eine in manchen Fällen nützliche Funktion nicht vergessen: Der Makler vermag jene, die sich in diesen Dingen schlicht nicht selber zu helfen wissen, vom Mühsal der Vermietung zu entlasten.

    Nehmen wir zum Beispiel die Tante R – sich den Mitte 70 nähernd, seit 6 Jahren verwitwet, sich nie um finanzielle Dinge gekümmert habend, 2 Kinder in anderen Städten lebend. Das Immobilieneigentum besteht aus mehreren zusammengekauften kleinen Wohnungen, Studentenbuden, Nachkriegsbauten, Lage in der Nähe der FH in einer mittelgroßen Stadt. Eigentlich keine schlechte Sache, aber ein so-la-la und eben nicht Münchener Mietwohnungsmarkt, häufiger Mieterwechsel, immer wieder Renovierungen, Ärger mit Kaution, Schnellcheckern.

    Es kommt nicht auf jeden EUR an, und auch ihr besonderes Talent, immer wieder unkluge Finanzentscheidungen zu treffen, die vor allem aus Nichtstun bestehen, änderte daran bis jetzt noch nichts. Sie ist mit den Immobilien und generell mit Gelddingen überfordert. Die Kinder auch und diese sind letztlich auch zu weit weg, um realistisch mitmischen zu können. Da geht es nicht ohne Makler, wobei der hier immer wieder Beauftragte über ein trickreiches Konstrukt faktisch auch die ganze Immobilienverwaltung macht. Auch wenn ich die manchmal alle wachrütteln möchte, die finden das gut und zwar vor allem, weil sie sich nicht mit den Dingen auseinandersetzen müssen.

    Auch in einer zunehmend alternden und erbenden Gesellschaft sicher nicht die Regel, aber vermutlich auch nicht die totale Ausnahme.

    Ich verkenne jedoch nicht, dass die weitaus meisten der Zunft den Hai im Wappen tragen. Been there, done that – abgeneppter als beim maklerunterstützten Umzug nach München fühlte ich mich noch nicht mal auf dem Oktoberfest.

    • Was ich in der Hinsicht kenne, sind grobe Fehleinschätzungen des Preisniveaus. Und da kommt das Prlem zum Tragen, dass man bei zu billiger Vermietung mitunter Leute bekommt, die das dann auch gnadenlos ausnutzen.

      Aber ich habe da keine Probleme, ich mache das wirklich gern und habe meist auch sehr gute Verhältnisse zu Mietern.

    • Titel eingeben
      Aber darin dürfte das Geheimnis des Erfolgs liegen: es gerne machen, präsent sein. Ob Sie es gut machen oder gar optimal, mag ich nicht beurteilen. Aber allein, dass die Meiter das Gefühl haben, da ist einer, der schaut hin und kümmert sich, hilft viel und verhindert zugleich einiges.
      Ich glaube ja, dass man, abseits der Anbietermärkte im Süden die im Vergleich zum Rest der Republik doch arg verzerrte Bedingungen bieten, nicht immer mit dem Mieter am besten fährt, der bereit ist, am allermeisten zu zahlen. Der Billigheimer im Hochpreisgebiet, der dann anfängt zu zocken, ist das eine, der waskostetdiewelt-Bezahler der längst über seine Verhältnisse lebt und dies teils weiß, teils nicht realisieren will, ist eine andere. Bekannte in Köln hatten das mal. Sehr ordentlich, vielleicht zu sehr, vermietet und es ging nur ca. 1 1/2 Jahre glatt. Danach sporadische Zahlungsausfälle und nach und nach das ganze Programm. Selbst bei lastenfreien Liegenschaften für den, der sich mit der Immobilie nur nebenbei befasst, ein ständiger Quell von Ärger. Ist alles dann noch finanziert, wird es schnell auch gefährlich.

      Makler treiben das Preisniveau allerdings im eigenen Interesse hoch. Prozentuale Provision, und wenn der Vermieter zufrieden war und nicht merkt, welchen Deppenmieter man anschleppte, vielleicht sogar Folgegeschäft.

    • Zuerst – im Norden würde ich nicht verieten wollen, und schon gar nicht in Berlin. Dort ist die Wahrscheinlichkeit, ein Problem zu bekommen, enorm hoch, man muss nur mal schauen, was für Bilder da teilweise im Netz sind. Letzthin klaute eine feministische Autorin ein Bild, um Wohlleben zu demonstrieren – man ahnt, wie das bei ihr daheim ausschauen muss.

      Verschwender sind mit bislang noch nicht untergekommen – dass es Engpässe gehen kann, sehe ich schon, aber so richtig krasse Fälle – nein. Dazu kommt, dass oft genug Mieter auch Nachmieter anbringen, und das läuft dann eben über Vertrauen.

    • Auf das Kennen der Immobilie kommt es an
      Meiner Meinung nach – aus Sicht des Mieters – optimal wäre wenn der zu kontaktierende der Vermieter selbst ist. Es sei denn, er kennt die Immobilie, die er vermarktet, nicht. Oder eben irgendjemand, der sich mit der Immobilie (optimal samt Umgebung und Nebensächlichkeiten) auskennt. Es kann von mir aus auch ein ehrlicher und solider Makler/Immobilienverwalter sein. Hauptsache der Kunde ist zufriedenstellend bedient. Wäre es nicht angebracht, Miete als einen Service wie andere auch (ich meine weniger mit Emotionen beladen) zu betrachten? Mit angemessener Wahrnehmung der Interessen beider Seiten.

  4. Titel eingeben
    ja mit meiner wohnung hier das ist ja nocheinmal ein ganz anderes hochkomplexes thema

    hätte ich nie gedacht aber es beinhaltet stoff für einen ganzen roman diese wohnung beinhaltet schon die ganze großwetterlage an politik die man sich grad nur denken kann da ist ja der dritte mann noch gar nichts dagegen

    jo hosd mi

  5. Einst glaubte ich, als ich noch unschuldig war und das war ich einst grad so wie Du!
    Sehr geehrter Prince Matecki!
    .
    Ich finde Dons Beitrag auch sehr anregend. Aber stelle mir die Frage, Meckie Messer ist naheliegend, aber wo ist die Polli von:
    .
    “Einst glaubte ich, als ich noch unschuldig war
    (Und das war ich einst, grad sowie Du)
    Vielleicht kommt auch zu mir einmal einer,
    Und dann muss ich wissen, was ich tu.”

  6. auch Vermieter können vom Makler erheblich genervt (und noch mehr) werden
    wie mir eine Bekannte berichtete, die, da selbst nicht mehr in München lebend, dort über eine Maklerin vermieten wollte: Umbau (Kunstmarmor u.ä. Unnotwendiges/Unsinniges) wurde verlangt, Professionisten, die Provision an diese Maklerin zahlen sollten, wurden entriert, etc…etc…

    • Ja, das sind natürlich auch so die Vorkommnisse – es gab da mal den Fall, dass eine Maklerin eines Bekannten erst mal umfangreiche renovierungen verlangte, weil man es sonst nicht vermieten könnte und dann nichts tat und dann einen Bekannten anschleppte, der es günstiger nehmen würde. Aber das ist ja auh der Grund, warum ich das selbst mache.

  7. There are three ways to make a living in this business: be first, be smarter, or cheat.
    Nun ja, der blinde Fleck.
    Dieses ganze pubertäre Gedöns bezüglich der Machtverhältnisse bewegt sich in einem kleinem, eher unfeinen Zwischenraum des Möglichen. Letztlich ist jedoch ein grundliegendes beidseitiges Abhängigkeitsverhältnis Mutter aller Eigentümer/Mieter-Bindungen. So lebt der Münchener Erbe einzig und allein von der Solvenz großer Konzerne die ihren dynamischen Mitarbeitern die Gehälter zahlen, die monatliche Kalt-Mietbeträge im vierstelligen Euro-Bereich ermöglichen. Denn unterhalb dieser Mittelschicht wartet das „Du weasd me scho no kenna leana“ der nackten Unterschicht, d.h. der gemeine Mietnomade und die internationale 10köpfige Hartz4-Familie.
    Folglich sollte der Erbe ein wirtschaftliches Interesse daran haben, die Existenz der schon rein demographisch nachlassenden Mittelschicht nicht durch kurzfristige Gier zu gefährden. D.h. wenn ein besserer Steuerzahler schon vor Bezug einer Miet-Wohnung einen fast fünstelligen Betrag zahlen/hinterlegen/verbrennen muss (Kaution + Makler), dann wird auch sein Jahresbonus diese nicht immer auffangen können.

    Whatever, was rede ich da, die Gier ist die Mutter des Kapitalismus, folglich wird sie sich auch in München durch die Gassen fressen bis am Ende alle wieder ein glückliches Dorf voller Großfamilien sein werden. Die Gewinner werden dann schon lange ihre Franken zählen, drüben, hinter den Bergen.

    • Man darf nicht übersehen, dass in München auch sehr gut verdient wird. Nicht überall, nicht von allen, aber gerade die begehrten Regionen waren schon immer teuer, und der Preisanstieg in B- und C-Lagen fällt bislang noch sehr mässig aus. Generell finde ich das auch gar nicht so schlecht, wenn manche, die es fnanzieren können, ins Wohneigentum gebracht werden – die Flexibilisierung ist ja auch nicht immer vorteilhaft. Was natürlich unschön ist, ist die Verdrängung der Studenten aus dem Univiertel, aber das liegt auch an der Stadt mit ihrer Museumsmeile.

      Mein Eindruck ist ja, dass die Unterschicht sich in gewisser Weise selbst reguliert und, wenn sie jung ist, aufgrund der Kosten lieber Berlin aufsiedelt. Insgesamt hält sich auch mein Mitleid etwas in Grenzen, wenn ich sehe, wie i9n München von Mietern Geschäfte mit AirBnB gemacht werden – sobald sie selbst die Möglichkeit haben, langen sie auch richtig hin.

  8. grau ist alle Theorie
    jetzt bin ich gespannt, ob Sie das freischalten. Es passt auch prima zum Thema. Sie und ihre Leser könnten mal schauen, wie es im richtigen Leben zwischen Mieter und Vermieter zugehen kann. Es geht zwar um Gewerbegelände, aber da steht eben meine Wohnung drauf. Bitte schauen sie mal meine website an:

    http://www.Löffingen-macht-platt.de

    Da geht es darum, wie mit List und Lug und Trug ein kleines Würstchen platt gemacht werden soll und was es versucht dagegen zu unternehmen. Es sind Behörden- und Gerichtsschreiben verlinkt und viele Fotos zu sehen. Ist doch auch mal für Sie und ihre Leser interresant, wie ein Ex-Kommentator so in echt ist und was er seit 2 Jahren an der Backe hat. Am Freitag ist die 3. Gerichtsverhandlung, und sobald es ein Urteil gibt,werde ich es mit den Verhandlungsprotokollen dort einstellen.

    Ich könnte jetzt ein bisschen Unterstützung gebrauchen. Ich habe da auch ein Gästebuch. Die Dorfdeppen hier könnten jetzt mal ihren Schikanierer kostenlos und annonym in die Pfanne hauen, aber selbst dazu sind sie zu faul und zu feige.
    Die Stadt Löffingen hat zwar ein Inserat von mir im Mitteilungsblatt verhindert, aber ich glaube, es haben mittlerweile alle gelesen. Ich sehe es ja an den Zugriffzahlen. Aber sie hocken mit einer Tüte Popcorn vorm PC und warten, wie die Sache ausgeht.
    Jetzt wäre es nicht schlecht, wenn THOR`s HAmmer auch mal auf den Löffinger Stadtbaumeister nieder saust und der Meier Hans mal richtig ablästert. Alle anderen sind natürlich auch herzlich eingeladen. Vielleicht trauen die Löffinger sich dann was. Vielleicht weiss auch ein Leser einen neuen Platz für mich, denn in dieser Stadt werde ich unabhängig vom Ausgang der Räumungsklage auf keinen Fall bleiben.

    speziell an Don Alphonso:
    auf die Idee zu dem ganzen bin ich nicht zuletzt wegen ihrer performance hier gekommen. Deshalb ihnen trotz allem vielen Dank

    • Es ist schon längst freigeschaltet, ich bitte um Nachsicht, wenn die den zweiten, gleichlautenden Kommentar nicht mehr freischalte.

    • Werter Bruckbacher....
      … nichts wäre leichter als ihr Problem zu verstehen, wenn es da nicht auch die andere Seite gäbe.
      Und wie es der Zufall so will, steht diese genau über ihrem Beitrag, haben sie nicht gesehen? Lassen sie mich zitieren:
      „Insgesamt hält sich auch mein Mitleid etwas in Grenzen, wenn ich sehe, wie in München von Mietern Geschäfte mit AirBnB gemacht werden – sobald sie selbst die Möglichkeit haben, langen sie auch richtig hin.“

      In der Welt des Jahres 2015 sind nun mal maximale Profitmacherei und Abzocke längst dort angekommen wohin sie seit den Kohl Jahren stetig unterwegs waren: zum höchsten Wert der Werte aufzustieigen.
      Klagen darüber kommen ausschliesslich von denen, die von ihren Eltern eben leider keine Immobilien in der Widenmaierstrasse geerbt haben.
      Das den Investoren, den Immobilien Haien, deren Rechtsanwälten oder Banken vorzuwerfen ist Unsinn und schlecht für den Blutdruck.

      Meine älteste, tief eingepägte Kindheits Erinnerung stammt aus den 50er Jahren, mein Vatre nahm mich mit in eine Kabarett in Frankfurt und es fielen die unvergesslichen Sätze: „Die Bürger sind fast alle fürs Privat Eigentum, weil sie hoffen später mal selber zu bekommen.“

      Sie sehen, das Problem gabs schon immer….

    • werter Ross Dorn ...
      ..ich stelle mir grad vor, wie Sie nachts auf der Strasse von ein paar Typen verprügelt und ausgeraubt werden und ein vorbeilaufender Passant zu ihnen sagt:

      ja, das Problem gabs schon immer ….

    • Danke für den Lacher....
      Ich will ihre kindische Phantasie ja nicht kritisieren, aber ihren Mangel an Realitätssinn.

      Ist ihnen nie der Gedanke gekommen, das Problem könnte vielleicht nicht ihr Wohnort sein, sondern in ihrem Kopf?

      Ich wohne übrigens in der mit grossem Abstand sichersten Grosstadt der Welt. Aber ich war stets in der Lage auch in DE jegliche „gefährliche“ Situation zu vermeiden.
      Dann war ich mir irgendwann zu Schade dafür, mich dem Stress der tagtäglichen aggressiven Energie auf den Strassen DEs auszusetzen.

  9. lukrative Untervermietung durch den Mieter
    – in moderner Form als Hotel-Alternative und in herkömmlicher Weise als Vermieten einzelner Räume einer billigen Wohnung mit altem Mietvertrag gibt’s hier auch…

    • Das gilt als so eine Art notwehr. Ich persönlich finde es nicht schlimm, wenn es bei Abwesenheit zu gleichen Bedingungen passiert, aber darum geht es schon lange nicht mehr.

  10. Ein Scheingesetz mit einer Scheinlösung für ein Scheinproblem, weil
    man gegen die wirklichen beiden Ursachen der Maklerflut insbesondere in bestimmten Ballungsräumen effektiv sehr wenig tun kann: Missverhältnis zwischen Angebot und Nachfrage (aka Wohnraummangel) in begehrten Lagen und zunehmend anonymere Verhältnisse zwischen Vermieter und Mieter, man kennt sich nicht mehr, auch nicht indirekt.

    Ärgerlich daran ist, dass Politik unbedingt wieder einmal demonstrieren musste, wie man ein Problem vollmundig nicht löst, was nur den PEGisten et al. in die Hände spielt. Anstatt begründet nichts zu tun.

    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • Was mich bei der Geschichte etwas stört, ist der Eindruck, dass man in einem freien Markt etwas gegen eine Seite tun muss, zugunsten einer anderen, die Teil des wählerpotenzials ist. In Berlin wohnen die meisten Menschen zur Miete und als es billig war, vor zehn Jahren, wurde man ausgelacht, wenn man Kauf empfahl – wozu, Miete ist doch so billig. Ich sehe nicht, warum man für solche Opportunisten ein Gesetz machen sollte.

    • Titel eingeben
      „Anonym“, soweit sind wir noch nicht. Ich würde den Begriff „distanziert“ bevorzugen. Mir scheint es auch Ausdruck eines generellen Rückzugs der Menschen voneinander zu sein – wer gelernt hat, als Individuum immer im Mittelpunkt zu stehen, den stören andere Gestirne und deren Gravitation doch sehr.

      Persönlich finde ich einen großen gewerblichen Vermieter nicht unbedingt schlecht – Eigenbedarf gibt es dort nicht, Probleme im Haus werden meist schnell und von Profis gelöst, man kümmert sich um Straßenreinigung, Rauchmelder, all dies. Klar bezahlt man es mit, und klar holen sie an Geld das, was rechtlich geht, raus. Aber mei, was ist dies gegen all den Ärger, den man sonst hätte, und woanders ist es, vor allem mittlerweile, nicht günstiger. Meine persönlichen positiven Erfahrungen mögen allerdings damit zu tun haben, dass das ein Familien/Inhabergeführter Vermiter war, kein fondsgesteuerter Zombie.

      „Tun“ könnte der Staat – in München die Stadt – übrigens schon eine Menge. Stichwort Baurecht. Das irre Verbot, Häuser etwas höher zu bauen ist eines davon. 11-stöckige Häuser zuzulassen würden München nicht zur Bronz machen, bringen aber auf gleicher Grundfläche 2 x soviele Menschen unter. Und die Bauweise der Gründerzeithäuser könnte man aufnehmen – sehen Sie nach Dresden Neustadt, Schwabing/Maxvorstadt, Teile des Frankfurter Nordends, von Sachsenhausen oder von Bockenheim. Enge geschlossene Bauweise.

      Stattdessen lauter Pseudostadtvillen, lauter faux ahem Pariser Balkone, lauter bodentiefe Fenster die spätestens vier Wochen nach Einzug mit Folie abgeklebt sind. Ja dann wohnt halt einer im Hinterhaus, ja dann hat halt einer Fenster nur auf einer Seite, ja dann gibt es halt nur normale Fenster, ja dann ist der Balkon halt keine 10qm groß. Aber man könnte sehr viel mehr Wohnraum schaffen. Und langfristig wäre es vielleicht auch klüger, würde jedes neue Haus mindestens 25% barrierefreie Wohnungen haben. Für die vielen Alten, die manchmal zu zweit, oft allein leben.

      Wohlgemerkt würde das alles ohne größere Einbuße im persönlichen Wohnraumanspruch gehen. Neulich irgendwo gelesen, dass in Paris, London usw. deutlich mehr Menschen pro qm leben als in München – sieht man Pariser Wohnungen, weiß man wieso.

      Kaufen würde ich trotzdem nicht, das ist aber mehr eine persönliche Sache. Aber auch nicht ganz unvernünftig, wie mir scheint: sah neulich das schriftliche Herangewanze eines „Proll“ Edelmaklers an einen mir lose bekannten Münchener Hauseigentümer. Man warb damit, 2014 viele Objekte zu Preisen deutlich über dem 40fachen der Jahreskaltmiete vermittelt zu haben, vulgo: man hatte genug Dumme, Geldwäscher oder Spieler gefunden.

    • Don, das geht nach hinten los, für sowas haben die Leut ein Gespür.
      Deswegen verstehe ich es ja auch nicht. Politiker müssten schon lange begriffen haben, dass vordergründiger (und nutzloser) Aktivismus auch ihnen selbst schadet.

      Greenbowlerhat, die Münchner Traufhöhe war ein Volksentscheid?

      Gruss,
      Thorsten Haupts

  11. Vermieter können nett sein...
    … sind es aber meistens nicht.

    In meinem Leben hatte ich 5 gemietete Wohnungen:
    Nummer 1: Maklervermittlung. Vermieter zog aus Altersgründen aus, stellte Fragen wie bei der Gewissensprüfung bei der Wehrdienstverweigerung. Drei Monate später kündigt er wegen Eigenbedarf. Makler schaltet sich ein, handelt akzeptable Lösung für alle aus und bietet – ohne weitere Kosten – Ersatzwohnung.

    2. Maklervermittlung. Vermieter verlangte nach Abschluß Dienste wie Vermieterwohnung putzen und konnte im Treppenhaus die Hände nicht bei sich halten. Kündigung (meinerseits) nach Ohrfeige und Strafanzeige, die der Vermieter sich beide unredlich verdient hatte.

    3. Zeitungsanzeige. Vermieterin erzählt von ihrem sozialen Engagement, zB einen alten Mitarbeiter als Hausmeister anzustellen. Insgesamt 4 Punkte. Diese Kosten trüge sie allein. Die Lüge hielt bis zur ersten Nebenkostenabrechnung.

    4. Zeitungsanzeige. Vermieterin erklärt während Einzug Eigenbedarf wegen Scheidung. Unter Tränen. Gütliche Einigung und Ersatzwohnung durch Familienbande der Vermieterin.

    5. Nachfolge von 4. Vermieter verlangt plötzlich seltsame Kosten, sendet ohne Absprache Handwerker, die, einmal weggeschickt, nie wieder auftauchen. Steht permanent vor der Tür und möchte Kaffee. Läßt Schlösser austauschen und gibt zwar die Schlüssel heraus, behält aber widerrechtlich einen zurück.

    • Fazit vergessen und hier nachgereicht:
      Ein anständiger Makler ist als neutrale Instanz auch nach Abschluß des Vertrages sein Geld wert. Wenn und nur wenn er als unbeteiligter Dritter auftritt.

    • @niemand besonderes
      Köstliche Verar***schung, danke!

      Ein Makler als unbeteiligter Dritter… Herrlich!

  12. Miethäuser sind Beim am Klotz !
    Text eingeben

  13. Schön und Gut
    Leider wurden die lieben Mietnomaden vergessen. Diese sollte es auch in Bayern und selbst in München geben.

    • Noch was Lustiges.....
      Sie vertauschen da Ursache und Wirkung…
      Mietnomaden sind Resultat der bestehenden Verhältnisse, nicht deren Ursache.

      Keine Frage, es gibt Abschaum…
      Aber, mancher der sein Leben lang mit gesetzlich ermöglichter Skrupellosigkeit konfrontiert wird, der passt sich an.

    • Da könnte ich von einer entfernten Verwandten aber auch einen heftigen Fall berichten. Ich möchte einfach nicht das „arm-gut reich-böse“-Narrativ befüllt wissen.

    • Da haben sie selbstverständlich recht....
      Ich habe aber auf etwas ganz anderes hingewiesen, oder?

      Sie haben ja mal beschrieben wie persönlich sie sich ihre Mieter aussuchen… Sie werden deshalb auch niemals solch ein Problem gehabt haben oder?

  14. Miethäuser sind Klotz am Bein.
    Wer halbwegs bei Trost ist, wird zusehen, dass er seine Miethäuser los wird angesichts von Mietpreisbremse bei ungebremst steigenden Kosten, explosionsartig vermehrenden Vorschriften und deren – natürlich – kostenpflichtigen Kontrollen, immer bürokratischeren Bankenanforderungen und einer die Mieter umhegenden Rechtsprechung.
    Der Herr v.P. hats da komfortabel, wenn er die Buden geerbt hat. Die Masse der Hausbesitzet schlägt sich mit Banken, Mietern und Behörden rum und ist eigentlich nur Hausmeister, der angemeckert wird und Geldwechsler, der die Mieten, wenn sie denn mal kommen, gleich wieder an Banken und Versorger weiterreicht. Ein Drittel der Vermieter haben zum Stress auch noch Verluste. Deshalb: Miethäuser – Nein Danke !

  15. Ab sofort geht die Hausfrau direkt zum Bauer, um die Dienstleistungskette zu umgehen!
    Der Autofahrer schwimmt in den arabischen Golf, um im Schlauchboot sein Rohöl einzukaufen, das er dann in der Waschküche raffiniert! Alle Stoffe werden wieder im Dorf aus Schafswolle vom Schäfer gewoben; die Kleider schneidert der lokale Schneider!
    Ich verstehe beim besten Willen nicht die Aufregung von Menschen, die keine Ahnung haben was gute, ehrliche Makler (meistens als selbstständige Unternehmer) leisten. Die ganze Diskussion ist leider wieder eine typisch deutsche Neiddiskussion von Menschen, die Angst haben, sich selbstständig zu machen, um mit eigenem Risiko die kleine Chance zu suchen, höhere Einkommen zu generieren oder mit Pauken und Trompeten in den Konkurs zu rennen. Eine neutrale Presse sollte sich einmal die Arbeit machen und untersuchen wie hoch das Durchschnittsgehalt eines Maklers im Regelfall ist und wie viele Prozent die Selbstständigkeit überleben! Die Überlebensquote liegt weit unter 50%! Angestellte Makler beziehen einen monatlichen Vorschuss von 1.000- 2500 Euro brutto. Dieses Geld müssen sie durch Provisionen verdienen; andernfalls hat das Maklerunternehmen das Recht der Rückforderung. Verdiente Provisionen werden dann in monatlichen Raten als Gehalt ausgezahlt!

  16. Feldversuch: Erbe ein Mietshaus, und du entdeckst ganz neue Seiten an dir!!:-)
    Mein Vetter J. ist (oder besser: schien) ein Gutmensch wie er im Buche steht: In der persönlichen Begegnung lieb und nett,randvoll mit Altruismus, ein durch und durch politischer Mensch — aktiv in KBW, DKP,Die Linke. Ist nie im Leben einer produktiven Tätigkeit nachgegangen und hat daher um so mehr Verständnis für die unterdrückten Massen der Lohnsklaven, Hartzler und natürlich für die ausgebeuteten Mieter.
    Dann erbte er ein Mietshaus, und er ließ die soziale Maske fallen, nachdem er es irgendwie geschafft hatte, seine Geschwister aus dem erbe zu drängen. Zuerst entleerte er das Haus, indem er seine greise Mutter in ein Pflegeheim abschob (bisher hatten die Mieteinnahmen ihre Pflegekosten gut gedeckt), dann vergraulte er die verbleibenden Mieter, wie es kein Miethai besser gekonnt hätte. Dann verkaufte er das nun mieterfreie Haus für einen Millionenbetrag …. and he lived happily ever after.

    • Klingt natürlich lustig, ist wohl auch wahr....
      Nur…. erstens hat niemand hat behauptet die Linken und die Mieter seine die besseren Menschen.

      Und was sie zweitens nicht mal gemerkt haben ist allerdings, dass sie da versehentlich genau das Problem beschrieben haben, das tatsächlich existiert: Die bestehenden Verhältnisse machen Schweine noch aus Leuten die eigentlich guten Willens gut.

      Don berichtet, dass er sich seine Mieter lieber selber aussucht. Eine ebenso simple wie für beide Seiten befriedigende Lösung die das Maklerproblem von ganz alleine lösen würde. Aber dass Eigentum ja eoine gewisse Vernatwortung mit sich bringt, das will in der heutigen Abzocker Gesellschaft ja kaum einer mehr wissen, sobald er Teil davon ist.

      War ihnen nich gar nicht aufgefallen, gell?

  17. Miete - eine Erfindung des kapitalistisch-rassistischen Komplexes
    Eigentlich gehörten sie ja an den nächsten Laternenpfahl, diese Vermietermischpoke, denn sie beuten die Massen nur aus. Kapital kostet ja nichts, warum sollten sie also an der bereits von Bonzen ausgebeuteten Arbeiterklasse auch noch durch die Miete verdienen?? Und überhaupt, wo ist die Toleranz, die BK Merkel einfordert, gegenüber den Besitzentrechteten? Ich fordere eine Bundestagsinitiative unter Führung von Lafontaine, Ströbele, Merkel und Oppermann zur Abschaffung der Miete! Denn sie ist und bleibt eine Erfindung des kapitalistisch-rassistischen Komplexes. Und die Häuser, in denen wir wohnen wollen – die bezahlen doch die Griechen mit links!

  18. Selbstbeschreibung
    „Don Alphonso ist eine Kunstfigur, die seinem Verfasser nicht vollkommen unähnlich ist.“

    Lieber Don Alphonso,

    das gehört gar nicht hierher, aber es stört mich schon so lange, also jedes Mal, wenn ich Ihren Blog besuche, daher fasse ich mir jetzt einfach ein Herz und bitte darum, das „seinem“ in „ihrem“ zu ändern, da doch die Figur gemeint ist. Mir scheint, dieses Phänomen greift immer mehr um sich und vielleicht ist ja genau hier die Quelle dazu.

    Herzlichen Dank! Und darauf eine Trüffelunterlage.

    • Danke, ich werde mich darum kümmern.

    • nein nein
      Werte Arabeske, der Don gibt Ihnen recht – doch es ist grammatikalisch richtig, wie es bis heute wahr. Die Figur ist ihrem Verfasser nicht ganz unähnlich. Die Kunstfigur ist das Subjekt des Satzes.

    • @Michael Radloff
      Lieber Michael Radloff, das ist ja meine Rede. Ihrem Verfasser. Die Kunstfigur ist das Subjekt, somit muss es ja genauso heißen, wie ich vorgeschlagen habe.

      „Don Alphonso ist eine Kunstfigur, die ihrem Verfasser nicht vollkommen unähnlich ist.“

      In meinem Text oben hatte ich zitiert was dort derzeit steht, vielleicht habe ich Sie damit verwirrt, das täte mir leid.

  19. Titel eingeben
    @greenbowlerhat 10:33 ja man muß ja nicht gleich ein 11stöckiges haus bauen in münchen wenn man meinte das verschandele das stadtbild

    aber wie wäre es wenn pro haus eine frischluftetage eingezogen wird die als allgemeiner treffpunkt für alle hausbewohner dient und so dem sozialen gefüge dient und oben drüber noch 2-3 etagen aufstockt das gäbe viele zusätzliche wohnungen

    aber in ffm ist man darüber der meinung das wäre viel zu teuer aber mein gegenargument wäre die platzsparende stadterweiterung mit einem sozialcharakter von besonderer bedeutung dieses neue konzept ist von mir entwickelt und erforscht und bringt nur vorteile für alle und in münchen kommen auch keine tsunamis oder tornados vorbei also wäre es rein theoretisch machbar

    • Titel eingeben
      2-3 Etagen aufstocken? Ich bin kein Statiker, mathematisch unbeholfen, aber, nuja, ob das wirklich geht?

      Von Frischluftetagen halte ich nichts, das wird irgendwann so belebt wie heute die Gemeinschaftssauna und Gemeinschaftspool in den Luxushochhäusern der 60er und 70er.

      Viel halte ich dagegen von einer Art der Bebauung wie in den Gründerzeitjahren: enge, geschlossene Bebauung, mit Hinterhäusern. Meinetwegen nicht mit 11 Etagen, aber 7, 8 dürften es sein. 3m hohe Decken, keine frz. Balkonfenster, keine riesigen Balkone, keine Stadtvillabauweise. Möglichst barrierefrei. Steile Däche, Dachwohnungen statt Speicher. 3-4 Zimmer, und Grundrisse die für WGs geeignet sind. Meinetwegen auch mit historisierenden Fassaden. Mit Straßenblöcken, die einen Tiefgarage haben. Ab und an Gewerbeflächen für Ärzte, Supermärkte, Siewissenschon.

      Und damit die leer werdenden Industrieflächen in den Städten bebauen. Und nicht mit diesen elenden Stadtvillen, in die wegen bodentiefer Fenster jeder reinschauen kann und deren Fassaden nach 10, 12 Jahren schon total heruntergekommen aussehen.

    • Das hat man in München wegen der Wohnungsnot durchaus angedacht. Ich finde das zwar auch nicht so prickelnd, aber generell ist das bei vielen Altbauten möglich, wenn das Aufstocken nicht zu schwer wird. Bei einer Immobilie aus den sechziger Jahren, bei der ich dabei bin, wird das momentan angedacht. Und schräg gegenüber hat man das bereits gemacht und oben dann Terassen und Luxuswohnungen gebaut. Naja, wie immer halt, sozial reden und asozial handeln.

  20. Warum
    …sich immer darüber beschweren, dass sich Politiker a la Mietpreibremse
    und Eingriff in den Maklermarkt, Wähler kaufen.
    Als echte Polithändler die sie sind- verkaufen sie auch wieder.

    Alles fließt.

    • Der politische Profit ist ihnen halt wichtiger als der Prifit derer, die sie eher nicht wählen. Aber es wird natürlich hübch sozial verbrämt.

  21. Mieter und Vermieter waren zu meiner Zeit noch Menschen,
    keine Kommunisten oder Kapitalisten,
    wie hier impliziert wird.
    Ich kenne mittlerweile beide Seiten
    und beide haben Licht und Schatten.
    Das Gefühl dabei ist wichtig.
    Als Geselle, Student und letztlich aufstrebender Mittelständler
    mietete ich, und hatte keine schlechten Erfahrungen gemacht,
    aber auch keine großen Ansprüche und Illusionen.
    .
    Aus einem Elternhaus kommend,
    das wirklich das Eigenheim vom Mund absparte,
    wollte ich eigentlich nie ins Hamsterrad,
    aber das Treppenhausputzen belehrte mich als Student,
    in einem Mehrfamilienhaus mit Kampfputzhyänen,
    dass Eigenes zumindest dieses Problem löst.
    Dreck ist und bleibt Dreck,
    aber man entscheidet selbst,
    wann man ihn wegmacht.
    .
    Freiheit.
    .
    Mit Geld kann man gewisse Freiheiten kaufen.
    Das war mein Ansporn für mein zukünftiges Leben.
    .
    Und ich kaufte,
    ohne das nötige Geld zu haben.
    Das gab es bei der Bank,
    und (kleine Hilfe) bei Verwandten, die mir vertrauten.
    .
    Die ersten Jahre waren, na ja, schwierig,
    Urlaub war nicht drin.
    Angst hatte ich komischerweise nie bei dieser Nummer.
    Und ich weiß heute, dass man ein Eigenheim dreimal bezahlt.
    Für die Tilgung, die Zinsen und die Instandhaltung.
    Trotzdem singe ich heute den Song von Edith Piaf.
    .
    Bin mittlerweile selbst Vermieter.
    Und in NRW ist das nicht so einfach wie in München.
    .
    München kenne ich jetzt durch meinen Sohn
    von der anderen Seite.
    Der fängt da gerade erst an.
    Und Haifisch ist untertrieben.
    Piranha trifft es eher.
    Gestern sagte ich zu meinem Sohn:
    „Willkommen im Hamsterrad“
    und
    „Bleib nicht zu lange drin“

    • Sicher, die ganze entwicklung hat dazu beigetragen, dass das Geschäft sehr anonym geworden ist – aber das wollen umgekehrrt auch viele Mieter genau so haben. so paternalistisch, wie das Geschäft früher war, wird es nie wieder.

  22. OFF TOPIC
    Manche sind ja an Japan interesiert…
    Der auch für Konservative ideologisch unverdächtige „The Economist“ hat ein ausgezeichnetes Buch über das Land besprochen. Sehr informativ und zutreffend:

    http://www.economist.com/news/books-and-arts/21638094-despite-shifts-past-century-and-half-japan-still-trapped-its-past

  23. Mein Mitgefühl für die bedrückten Besitzenden
    Auch die, welche von sich mit Sicherheit wissen, dass sie nicht das Volk sind, tragen solch schwere Sorgen. Wer wollte nicht mit ihnen fühlen, den von Besitz Bedrückten? http://nobydick.de

  24. Titel eingeben
    @donalphonso dieses paternalistische system wird wieder einzug halten es müssen sich dafür nur genügend ambitionierte menschen finden

    • Nicht möglich.
      Dafür bräuchte man die Grossfamilien- und Sippenstrukturen, die lokale Verwurzeltheit und lokale Vertrautheit, die solchen Paternalismus ermöglicht wie gefördert haben. Das alles hat sich weitgehend aufgelöst.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Hier bei uns ist das immer noch weitgehend die Normalität – aber vielleicht kommt es noch.

  25. Eine Ergänzung
    mit der Entscheidung zum säumigen Mieter auf 140 m² wird nochmal deutlich daß Vermieten Risiken birgt. Wieviele Monatsmieten fehlen, bis ein Nichtzahler draußen ist. Was kostet die Einlagerung des Gerümpels, wenn Mieter verschwunden sind.
    Entweder 30 Objekte vermieten oder Bleibenlassen. Zwei, drei Mietobjekte, und noch auf Kredit, das ist für Spieler.

    • Ja, sicher, aber Kreditfinanzierung würde ich ohnehin klar ablehnen. DAs ist dann Spekulation und da muss man eben mit hohen Risiken leben – speziell, wenn die Steigerungsraten nicht mehr so toll sind.

  26. Titel eingeben
    @greenbowlerhat 4.2. 17:25 nein in die sauna oder pool will nicht jeder

    aber in der frischluftetage ikann wirklich jeder kommen sei es nur um einen rundumblick zu genießen in frischer luft oder ein paar blümchen zu hegen und pflegen oder ein paar tomaten usw. zu kultivieren

    oder eben auf einigen heimtrainern dort morgens oder spätabends noch an der luft seinen ertüchtigungen nachzugehen und ich kann mir vorstellen dass dort oben eine art hausmeister sitzt der ein auge auf alles wirft

    dann kann auch eine kranke person dort erholung finden und alle bewohner können sich kennenlernen grad wenn es multikulti im haus zugeht so will ich das verstanden wissen
    und mein verstorbener lebensgefährte der an krebs erkrankt war der wäre selig gewesen in seinen letzten monaten sich den wind um die nase blasen zu lassen und das jederzeit ohne viel aufwand einfach mit dem lift hoch (gerade aus diesem hintergrund ist mir diese idee gekommen es ist nicht ein hirngespinst es ist aus dem realen leben entwickelt und gedacht worden)

    und dafür findet sich immer auch ein hausmeister mit seele zu so einem objekt

    und oben drüber kommen ganz normale wohnungen nicht wieder extra teuer für ein paar die sich das leisten können es ist einfach eine stadtvergrößerung ohne zusätzlichem platzverbrauch

  27. Titel eingeben
    @donalphonso ja hier dieser kommentar ist freigeschaltet und bei despina hatte ich auch nur ein paar kurze zeilen geschrieben die verloren gegangen sind weils grad zur wäsche paßte schrieb ich was über schwarze strümpfe aber ist nicht schlimm habs ja verstanden

    und über den hinweis man könne das gegen mich verwenden glauben sie mir da würde auch ein mossad noch große augen machen aber ich bin very humble hab mit meinem rücken genug probleme und im moment kein geld oder versicherung

    sehen sie auch für ältere oder kranke menschen wäre so eine frischluftetage mit den geräten sehr vernünftig und angebracht und wenn man 2-3 etagen aufstockt das ist ja von der statik kein problem es kommt ja nichts schwereres drauf oder ist alles so konzipiert dass es eben keine weiteren etagen mehr aushält? ich bin kein architekt aber man sollte das in erwägung ziehen

  28. Die Häuser des Herrn
    liegen an der Widenmayerstraße.

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