Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Ein Debakel – die Uraufführung von „La Sigmar Ladrone“

| 74 Lesermeinungen

Unsere SPD befindet sich in einem katastrophalen Zustand
Sigmar Gabriel im Jahr 2009

Es ist alles andere als ein Zufall, dass das existierende Opernrepertoire voll von gewitzten, charmanten und beliebten Dienern und ähnlichen Vertretern der Unterschicht ist. Das bekannteste Beispiel dafür ist die kleine Oper „La Serva Padrona“ von Giovanni Battista Pergolesi, die eigentlich nur ein Pausenfüller der heute nicht mehr gespielten Opera Seria „Il prigionier superbo“ gedacht war. 1733 war die Dienerin als Herrin noch eine Art Unterschichtenklamauk, in dem eine zynische Magd ihren alten Herrn mit allerlei Tricks in die Ehe treibt – heute gilt das Stück als Symbol für den Aufstieg des Bürgertums, selbst wenn dasselbe heute dem Reinigungspersonal genauso fern wie vor dreihundert Jahren ist. Aber egal, das Bürgertum begehrte damals gegen die Ständeordnung auf und die Komponisten lieferten die passenden Figuren.

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So hat Don Giovanni seinen Leporello, Don Alfonso in Cosi fan tutte seine Despina, der Barbier von Sevilla sogar die Hauptrolle in den gleichnamigen Opern, und im Publikum sassen die Aufklärer wie Rousseau oder Diderot und fanden es ganz fantastisch, wenn ein Figaro sagte, er werde seinem Herrn zum Tanze aufspielen. Wagner und Verdi hatten es dagegen nicht so mit rebellischen Nebenfiguren, und so kommt es, dass auch weiterhin Mozart, Rossini, Pergolesi und in letzter Zeit auch neu entdeckte Frühwerke von Händel das Bild des geschickten Aufsteigers in den besseren Kreisen prägen: Witzig, ideologiefrei, mit hoher Intelligenz und Verständnis für die Ansprüche aller Schichten ausgerüstet, und eine oftmalige Dickleibigkeit mit Charme und Liebenswürdigkeit überspielend. Schaut her, sagen alle diese Opern, der Diener ist zwar kein makelloses Geschöpf, aber die Umstände machen ihn so, und er hat, wenn man ihn lässt, aufgrund seiner Erfahrungen durchaus die Fähigkeit, sich zum Guten und Richtigen zu entwickeln, während der Adel in seinen starren Rollen verharrt.

Um so erstaunlicher finde ich es, dass das aktuell multimedial zur Aufführung kommende Stück „La Sigmar Ladrone“ zu deutsch „Der Gabriel als Parteichef“ so gar nicht in diese inzwischen ehrwürdige Stilrichtung passen will. Selbstreferenziell macht sich darin der aus Goslar stammende Capo einer Laienspielertruppe namens Societa Porcheria Damnata, kurz SPD, zum Thema und führt vor, wie man eben diese Truppe mit schlecht intonierten Arien nicht gut aussehen lässt, während im Hintergrund alles in die Brüche geht, die Kulissen fallen und dahinter morsche Bretter zum Vorschein kommen, und das Publikum als Teil der Vorführung zu den Ausgängen drängt. Noch nie mochte der Gabriel allein ein Opernhaus füllen, seit er als Diener eines Don Gerhardo damit beauftragt wurde, Lustspiele für das niedrige – sic – Sachsen zu verwalten, wo man ihn bald mit Schimpf und Schande verjagte. Nachdem aber alle anderen Impressarios der Gruppe beim Publikum keine Gnade fanden, ist er nun oben angekommen. Zu den bekannteren Nummern dieses Knöde Tenors der letzten Zeit gehörte die Arie „Ich bin nur als Privatmann hier / und füttere das braune Tier / mit sanftem Wort und mit Nicken / meine Partei, die kann sich – fügen“ mit dem Dresdner Ensemble Postmodern der Pegida, während seine eigene Truppe offensichtlich Probleme hatte, dem schnellen Ein-Achtel-Takt zu folgen.

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Ebenso erstaunlich war das Duett mit Primadonna Angela mit dem Text „Wir stehen hier und weichen / dem Zwang zur Maut gar nie / nur über unserer Parteien Leichen / heben wir die Hand für sie“, das sein Ende in einem fulminanten Terzett mit mit einem anderen Laiensänger namens Ministro Dobrindt fand: „wir fügen uns dem Zwange / und machen freudig mit / und halten hin die Wange / in die der Horsti tritt“. Auch hier gelang es der Compania des Gabriel nicht, das brillierende Plaudite zu treffen, und der Kritiker kann nicht umhin sich zu wundern, warum sie letztlich doch mürrisch einstimmten. Das stupendiert um so mehr beim Auftritt des grossen Räuberchores von der anderen Seite des Atlantiks, der die Mitglieder und Freunde der Societa Porcheria Damnata ausplündert, mit Hilfe von Schiedsgerichten entrechtet und mit Chlorhühner oral vergewaltigt. Es ist eine wahrhaft schockierende Szene, die in einer Opera Buffo ihresgleichen sucht und überhaupt nicht dazu angetan ist, Sympathien für die Hauptperson dieses Stückes zu entwickeln. In der Gesprächkreisarie lässt Gabriel Verständnis für das Treiben erkennen „In Knechtschaft habe ich ein Volk geführt / mit Bebels Werken gar geheizt / ich weiss genau, was mir gebührt / Schröders Profit mich reizt“.

Zum dramatischen Höhepunkt jedoch geriet eine Szene, die wirklich mehr an „Iwan den Schrecklichen“ denn an „Figaros Hochzeit“ erinnerte. Gabriels Ziehsohn Maas hatte sich monatelang als Wahrer der Bürgerrechte und Freund des Volkes gegeben und sich selbstkritisch geweigert, es ohne Grund auszuforschen und zu bespitzeln: „Wir haben die Verfassung / geschändet und gebeugt / dann vor Gericht verloren / und deshalb sehr bereut.“ Offensichtlich gefiel Gabriel der daraufhin aufkommende Applaus – zum ersten Mal überhaupt – nicht, so dass er Maas in der Verräterarie anging: „Dann nenne anders unsre Spitzel / Grundrechte gelten dem Sozen nicht / ich hau Dich wie ein Schnitzel / fügst Du Dich nicht, du Wicht“. Worauf Maas antwortete „Mein Rückgrat ist gebrochen / wie es mein Gott befahl / noch stets ist die Partei gekrochen / schleimig wie Aal“ – und tatsächlich einen neuen Titel für das mehrfach abgesetzt Spitzeldrama erfand. Nunmehr dürfen die Büttel des Opernhauses also alle Taschen im Foyer nach Lust und Laune überprüfen und festhalten, wer mit wem kritische Gedanken äussert – natürlich nur für den Fall schwerster Verbrechen wie Anzünden des Theaters, Abschreiben von Notenheften oder das heimtückische Verüben von Witzen über Gesangsgruppen, die nach Jahrzehnten des Verlierens immer noch nicht in der Lage sind, die alte, korrupte Garde durch Sänger zu ersetzen, die wieder mehr Leute in die Opernhäuser ziehen könnten.

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Es stellt sich die Frage, was der Regisseurs mit diesem „Apocalypse Now“ unter den sozialen Dienstbotenstücken bezweckt, und wann hier eigentlich einmal die gesellschaftliche Notwendigkeit des Aufstiegs speziell dieser Unterschichten an die Spitze nachvollziehbar begründet wird. Was immer man hört, ist nicht die pfiffige Klugheit des Figaro, sondern nur das herumscheuchende Tsit Tsit von Pergolesis Dienerin, die bei genauerer Betrachtung alle schlechten Eigenschaften der Gosse mit der Hybris des Adels verbindet. Der Protagonist ist nicht mehr ideologiefrei, sondern prinzipienlos, er ist nicht wendig und gewitzt, sondern kriecherisch und unehrlich, und sein Ziel ist nicht die Freiheit, sondern eine alternativlose Despotie über seine Schaupieltruppe. Er ist durch und durch ein Verräter. Während Figaro noch von sich behaupten kann „Man ruft, man seufzt nach mir, will mich bald dort, bald hier!“ kann sich der Rezensent angesichts ähnlicher Sozialschauspiele in Spanien, Italien und Griechenland des Eindrucks nicht erwehren, dass den Gabriel zwar wirklich alle bald wünschen werden – aber nur zum Teufel.

In einem Opernbetrieb, der alle vier Jahre kurzfristig nicht von Firmenspenden und der Kulturmafia, sondern allein von der Gunst des Publikums bestimmt wird, sind das keine besonders guten Voraussetzungen für weitere Akte in diesem Schauspiel. Gabriel kann bis dahin nicht von der Bühne vertrieben werden, und wird fraglos weiter den Kindern im Publikum erklären, warum es besser ist, Lehrer in Goslar als solche dort zu belassen. Warum aber ein Publikum, das Chöre wie „Brüder, zur Sonne, zur Freiheit“ gewohnt ist, nun Lobgesänge auf staatliche Repression, Abbau von Bürgerrechten und Unterjochung nach den Wünschen der Wirtschaft anhören soll, ist dem Rezensenten nicht ganz klar.

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Es sei denn, er hätte ich bei der Übertragung getäuscht und das ist gar keine Oper, sondern Realpolitik. Aber da würde mam so einen Typen doch nie so weit kommen lassen, eine Volkspartei vor den Wand zu fahren.

Glaube ich zumindest.

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74 Lesermeinungen

  1. "... Partei, die kann sich – fügen" Fügen? Da fällt mir doch was ein:
    FDP – F Double Penetration.

    So, und nun wieder zurück zu

    http://blogs.faz.net/stuetzen/2015/04/14/soziale-porno-anomalien-der-reichen-5160/

    denn da war doch noch was, da war doch noch was, da war doch noch was, grübel, richtig: Porno und Imari(Porzellan)

    BIBLE BLACK!!!

  2. bravo bravo
    da capo da capo

  3. Wagner passt auch
    Werte Herr Alphonso,
    besten Dank für das schöne Bild. Als altem Wagnerianer fällt mir aber eher ein anderes ein: Siggy als Mime, der das Geschmeide zum Knechten der Nibelungen schafft, das ihm von Angela Alberich (im Besitz des Ringes der Volksgunst) abgeknöpft wird und die ihn dann auch noch für seine Mühen verprügelt. Wir warten jetzt nur noch auf einen Wotan, der wiederum Frau Alberich Ring und Tarnhelm abnimmt.

  4. happy hippo..............
    in DONs bericht kommt fast alles vor, was die inkompetenz von lehrern und lehrerinnen, die minister werden dürfen und sich kinderträume erfüllen anrichten kann………….die liste wird sich verlängern.
    nur eines fehlt: gabriel, schon als gründungsarchitekt der sog. energiewende…………..besser kann mann nicht veranschaulichen, wie der bürger für abstruse überteuerte politikervisionen abgezockt wird und der BDI weiter durchsetzt, dass die aufträge zwar bei der industrie landen, die EEG umlagen aber fast nur noch vom bürger eingetrieben werden.
    die paarung von inkompetenz und bürgerfeindlichkeit erreicht hier ihren höhepunkt………..mann kann nur hoffen, das happy nicht wie gas-gerd endet.

  5. Bester Text seit langem
    Mehr wollte ich nicht sagen, bester Text seit langem.

  6. In diesen heiligen Hallen
    Opern wie die Wirklichkeit: vor einigen Wochen war ich in der Zauberflöte in Amsterdam, was eine fantastische Aufführung war. Die Argumentation der Königin der Nacht hat mich sehr an eine bekannte Politikerin erinnert. Da sie im Rollstuhl kam, dachte ich auch noch an ihren politischen Mitspieler. Bekannterweise verliert sie das Zauberflötenspiel gegen einen alten Junker. Offensichtlich fällt den Niederländern zum Thema angewandte Musik auch einiges ein.

  7. Titel eingeben
    Einfach Köstlich! Zur weiteren Erbauung empfehle ich etwas geistige Musik. Wie wäre es mit dieser Bachkantate: „Ärg‘re dich, oh Seele, nicht“ (BWV 186)
    Ärg’re dich o Seele, nicht,
    Dass das allerhöchste Licht,
    Gottes Glantz und Ebenbild,
    Sich in Knechts-Gestalt verhüllt.
    Ärgre dich, o Seele, nicht!

  8. Großes Kompliment!
    Grüße vm Ortasee.

  9. elaboratio bravissima
    … grandezza.

  10. ...hier kann geholfen werden
    Lieber Aristius Fuscus,

    ihr Wunsch ist lange erfüllt!

    Ich rate zu „Siggy and Bess oder der Swing des Nibelungen“ von Helmut Qualtinger und Carl Merz, aus dem Kabarettprogramm „An der lauen Donau“.

    An der lauen Donau. Szenen und Spiele. Merz, Carl / Qualtinger, Helmut
    Verlag Albert Langen Georg Müller, 1965

    Auszugsweise auch auf Qualtinger-CDs bei Preiser Records, soweit mein Gedächtnis mich nicht trügt.

  11. Es war wie das warten aufs Christkind
    Don Alfonso ist wieder da…

    Endlich wieder einmal ein Artikel im alten, vertrauten Stil voller Esprit !

    Ein großes DANKE

    (muß man sich eigentlich für Selbstverständliches bedanken ? )

  12. Titel eingeben
    In welchem Konzern werden diese Gestalten wohl nach ihrer Abwahl unterkriechen?
    (will diese §$%& denn wirkllich jemand?)

  13. Ganz klassisch
    Hervorragend! Davon inspiriert möchte man den Sigmar doch glatt mit Mozart serenieren. KV 231 böte sich an, denke ich.

  14. Schön ist die Vorstellung,
    dass Rousseau und Diderot der Oper „Die Hochzeit des Figaro“ wohlgefällig lauschten. Doch die beiden saßen nicht im, sondern allenfalls über oder unter dem Publikum, waren sie doch bei der Uraufführung am 1. Mai (sic!) 1786 schon seit zwei (Diderot) bzw. acht (Rousseau) Jahren tot.

  15. Wie desillusionierend!
    Da war man nun in dem Glauben, dass diese Bühne den Gesetzen der Marktwirtschaft folgt, durch Angebot, Nachfrage und Produktqualität seinen Wert ermittelt, und nun entpuppt sich das Ganze als schnödes subventioniertes Staatstheater, bei dem Intendant, Dramaturg und Regisseur, wie gehabt, unabhängig von ihren Leistungen an ihren Sesseln kleben.

  16. Weshalb warten, stürzen wir sie endlich von der Bühne !
    Nach der glanzvollen Inszenierung von Don Alphonso wäre als nächstes eine Aufführung des „Guillaume Tell“ von Gioachino Rossini angesagt.

    Der von Tell verübte Tyrannenmord könnte nicht nur in der Schweiz als «Exemple pour les nations» bewertet werden.

    Im Augenblick ist in Deutschland nur ganz leise Nabuccos Gefangenenchor zu vernehmen:

    „Flieg, Gedanke, getragen von Sehnsucht,
    lass‘ dich nieder in jenen Gefilden,
    wo in Freiheit wir glücklich einst lebten,
    wo die Heimat uns’rer Seele ist.
    …..
    Was die Seher uns einst weissagten,
    wer zerschlug uns die tröstliche Kunde?
    Die Erinn’rung allein gibt uns Stärke
    zu erdulden, was uns hier bedroht.“

    mit freundlichem Gruß

    B.Klingenberger

  17. ...
    „Wenn aber ein Publikum, das Chöre wie ‚Brüder, zur Sonne, zur
    Freiheit‘ gewohnt ist, nun Lobgesänge auf staatl. Repression,
    Abbau…….nach Wünschen der Wirtschaft anhören soll.“

    Nun, seien Sie doch nicht so unvernünftig: Man zwingt sie dazu.

    Selbstverständlich.
    das weiß doch jeder.

    die Wirtschaft wird auch gzwungen…die Freiheit der Märkte will es so

    Aaaach und erst die Globalisierung!
    Der geht das alles am Allerwertesten vorbei.

  18. Übrigens
    Auf FAZ.net meinen die Deutschen sie hätten Geldsorgen.

    GELD-Sorgen.

    Dabei bietet die Regierung ihnen tagein-tagaus eine höchstwertige
    moralisch und ethische Politik, die ihregleichen sucht.

    Undankbares Volk.

    • Also ich kann nicht klagen.

      Aber die Inszenierung ist wirklich schlecht, vom linken bis zum rechten Bühnenrand.

  19. Die schönste SPD-Kloppe seit Jahren
    Die Truppe sollte Ihnen dankbar dafür sein. Besser verissen als gar nicht erwähnt.

    • Die Truppe fasst das als Majestätsbeleidigung auf und blockiert in der Garderobe die Verbreitung. Und die FES-Gendertröten werden sagen, sie hätten es ja schon immer gesagt.

    • Danke für Ihre Antwort, Don Alponso
      Wobei ich „FES-Gendertröten“ googeln musste, denn bei FES dachte ich zuerst an „Frankfurter Entsorgungs- und Service Gmbh“ und nicht an „Friedrich Ebert Stiftung“.

      Womit ich Ihnen auch meinen Standort verraten habe. Mein Nachname führt in die Irre.

    • Bitte noch das "h" in "Don Alponso" einfügen
      und wenn Sie schon dabei sind, auch gleich das fehlende „r“ von „verissen“ im Kommentar zuvor.

      Sorry, so eine Sponti-Vergangenheit wirkt nach. Und lässt einen früher posten als es der Rechtschreibung gut tut.

  20. ...
    „Man würde den Typen doch nie soweit kommen lassen, eine
    Volkspartei vor die Wand zu fahren.“

    warum nicht?

    das ist eben eine der Auswirkungen des Fachkräftemangel.

  21. Von Trögen und Shweinen
    Olè, olè!, geehrter Don. El ladron = der Dieb, porqueria = die Schweinerei. Im Buch Houellebecq` „Unterwerfung“ findet sich ganz nebenbei eine bemerkenswerter Erkenntnis seiner Romanfigur: ….Hätten das, was die Sozen eingeführt haben, die Konservativen gemacht, hätte es Aufstände geggeben.

  22. Opera
    eine Opera mit Buffo Buffo.
    Zur aktuellen Lage der Espede kann ich nur anmerken daß der Pöbel die neoliberalen Reformen als ‚linke Wohltat‘ der SPD ansieht. So dürfte sich der Aufsieg dieser Partei in den nächsten Jahren etwas verzögern.
    Siggi Popp und die Nahles sind leider nicht das Dreamteam nach dem sich die Massen verzehren.

    • Nein, sicher nicht. Und Maas hat nach der Nummer den Ruf eines Umfallers weg. Wer unter 70 wählt die noch?

    • beide, happy hippo und frau nahles
      haben nie an einem berufsleben teilgenommen, wie es 95% der bevölkerung eben tun, wertschöpfend, anstrengend und mit keiner üppigen aufwandspauschale und unangemessen hohem salär.
      nur so kann die politik des „am bürger vorbei“ und des immer mehr absaugens von kaufkraft durch steuern, umlagen, gebühren erklärt werden und so ist die SPD verdient auf dem weg zur splitterpartei.
      das kann nicht schnell genug passieren !
      die partei „die linke“ ist wenigsten noch gegen den afghanistan-krieg und herr riexinger spricht ein so gepflegtes schwäbisch.

  23. ...mal sehen, was kommt!
    Ich schätze den Maas so ein, dass er keine überraschende Menge Straßenkericht frisst, ohne an anderer Stelle Kompensation zu verlangen. Mit anderen Worten, da wird es noch knirschen und knarzen – ich halte Maas noch nicht für gebrochen.

    (ich, der unverbesserliche Optimist)

    Ein sehr harter Schlag für alle Menschen, die sich für Freiheit und einen diese garantierenden Staat interessieren, sind die jüngsten Vorgänge beim alten Walross SPD dennoch – und das nicht zu knapp. Erstaunlich nur, dass die Innenpolitiker der CDU, unser aller Merkel und andere bei diesem Spiel so unbeschädigt da stehen.

    Als ob diese nicht die treibenden Kräfte hinter dieser Entwicklung seien. Hatte ich schon angemerkt, dass ich Merkel als EXTREM feige und debattenscheu bis hin zur Demokratieverachtung einschätze?

    Wie auch immer. Es wird der Tag kommen, und diesen Politikern, die die Freiheit verachten, wird die Rechnung präsentiert. Ebenso der sogenannten Sicherheitsindustrie und einem Riesentross „unsichtbarer“ Lobbyisten in Berlin und Brüssel, welche diese hässlichen Entwicklung hin zum Totalüberwachungsstaat voran treiben.

    Und die Rechnung wird nicht gering ausfallen. Auch nicht für Gabriel.

    • Darf ich ein wenig Wasser in Ihren Revolutionserwartungswein giessen?
      Der alte Fritz hat in Dons Privatblog völlig richtig angemerkt, dass 10 von 9 Leuten die VDS am Allerwertesten vorbeigeht. Und lustigerweise hat diese Haltung einen rationalen Kern – irgendwann lernen auch Liberal wieder, dass die erste Erwartung von Menschen an ihren Staat die Gewährleistung von innerer und äusserer Sicherheit ist. Vor allem anderen! Und das sogar zu Recht, das Gewaltmonopol des Staates lässt sich nur so rechtfertigen. Der Versuch, den Leuten zu erzählen, die VDS trüge dazu (gar) nichts bei, ist kontraintuitiv und daher zum Scheitern verurteilt.

      Was die Bundes-Beruhigungspille Merkel angeht, teile ich Ihre Einschätzung eher nicht. Sie hat vielleicht nur ganz nüchtern bemerkt, dass öffentliche Meinung = öffentliche Müllhalde und es sich daher nicht lohnt, da noch eine Schippe draufzulegen. Aber unabhängig von Ihrer oder meiner Einschätzung ist die erste Währung eines jeden Politikers in einer Demokratie der Wahlerfolg, die Wählerzustimmung. An der gemessen macht sie fast alles richtig :-).

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Schoen gesagt...
      Alleine, ich fuerchte, es sind die Massen, die die Freiheit verachten, und die Politiker liefern genau wonach gefragt wird. So wie der Don lieber Theaterkritiker spielt als sich zum Regisseur oder gar Sturm- und Drang-Dichter aufzuschwingen.

      Wie heisst eigentlich der „leading man“ im Theater? Primodon?

    • Hab's schon nachgesehen:
      primo uomo

    • Titel eingeben
      Die SPD wollte ja unter Clement und Schröder die bessere FDP sein. Nicht alles anders machen als von Hans-Olaf Henkel gewünscht, aber manches schlechter.
      .
      Schon immer haben die Leute grade im Staat auch die größte Bedrohung für ihre eigene Sicherheit erkannt. Noch vor 10 Jahren haben alle Wahrheitsmedien zum Großangriff auf das Staatsmonster geblasen, die Amis wollten es in der Badewanne erdrosseln oder so. Das war unter Schröder, Baring, Christiansen, wissense noch?
      .
      Dann erinnern Sie sich auch noch daran, dass wir von Totalüberwachung damals quasi noch gar nix wussten und uns eben darum extrem bedroht fühlten.

  24. Warum die Innenpolitiker der Union nichts abbekommen, ist auch ganz einfach:
    Niemand erwartet etwas anderes von ihnen. Aufregung wird immer und nur dann erzeugt, wenn die Vorerwartungshaltung an das Verhalten von Menschen nicht bedient wird. Das gilt nicht nur in der Politik.

    Gruss,
    Thorsten Haupts

  25. .. God give them wisdom that have it; and those that are fools, let them use their talents.”
    Schrecklich, gar fürchterlich. Der alte Don ist wieder da. Und lockt die gelangweilten Unternehmerwitwen wieder in den Kommentarbereich.
    Gruselig, der Don als Alleinunterhalter fürs Kaffeekränzchen derer, die sich teurer als die Despina verkauft haben.
    Whatever, zum Thema:
    Der Gerhard hat die SPD liquidiert indem er sie entkernte, d.h. er sie zur Mitte führte und dafür den „Arbeiter“ über Bord ins hartz4 warf. (so wie sich die FDP Jahre später inhaltlich vom Mittelstand verabschiedete). Seitdem ist die SPD eine Zombie-Partei ohne Seele, auf der Suche nach Sinn. Und so irrlichtert der Sigmar durch Berlin, ohne inneren Kompass. Eine Tragödie, das Ganze.

    • good morning @Goodnight
      Werter Goodnight, ich sehe Arbeiter nicht in Hartz4.

      Facharbeiter und Angestellte sehe ich als stolze Stütze der Gewerkschaften und als Kernzielgruppe der SPD wie der CDU.

      Die Facharbeiter sind es, die verheiratet mit Kind spätestens mit dem Weihnachtsgeld in den Spitzensteuersatz rauschen. Warum? Wofür? Um das Füllhorn an Maßnahmen und Förderungen zu finanzieren. Wer bezieht denn Hartz4? Der +-normal leistungsfähige Arbeiter auch ohne Berufsabschluß? Ich glaube nicht.
      Weshalb kostet die Krankenkasse 15,5%?
      Die SPD hat die Arbeiter und Angestellten verlassen. Da stimme ich Ihnen zu.
      Aber den Nichtleistern, denen ist sie treu. Umverteilen von den starken Schultern des Facharbeiters hin zum irgend Bedürftigen.
      Der Facharbeiter kauft sich nur noch bei Audi ein Reihenhaus. Der Bedürftige bekommt „gesellschaftliche Teilhabe finanziert“ mit Wohngeld, Heizung, Kindergeld…

    • One day you will be a king. At least try to act like one.
      @melursus

      Die „Soziale“ Partei Deutschland war der Garant, dass all die Normal- bzw. Underperformer im Notfall vom Staat aufgefangen werden (Z.B. so wie diese hübsche blonde SPD-Frau in der Regierung jetzt die nicht so Leistungsfähigen (Frauen und so) an die Leistungsträgerpositionen heranführen möchte). Dieses Versprechen der SPD wurde mit der Einführung von HIV endgültig aufgelöst: Die Verlierer wurden nicht mehr aufgefangen sondern in den Mülleimer durchgereicht. Sie werden nicht mehr zurück in die Gesellschaft geführt sondern in einer Parallelgesellschaft geparkt.
      D.h. seit HIV herrscht der nackte Kapitalismus für den Arbeitnehmer bei gleichzeitig maximalen Sozialismus für den Staat (max. Spitzensteuersatz ab 50tsd. pa), d.h. die Gewinner dieser Entwicklung waren der Staat und die Dons.
      Gerhards Schüler, der Sigmar, läuft trotzdem immer noch in Richtung Mitte …wo nichts mehr ist: Keine Resonanz für VDS, TTIP, etc.
      Heute gibt es nur noch AFD und Pegida auf der Verlierer (Arbeitnehmer) Seite und CDU und Grüne auf der Gewinner (Rentner und Beamte) Seite.

  26. Frau Dr. Merkel
    muss ich hier ausdrücklich in Schutz nehmen. Ihre Taktik ist das perfektionierte System Kohl. Nach außen hin lieb, nett und unverbindlich, lässt man innen die neoliberalen Sauereien andere machen. Und wenn einer scheitert, siehe Röttgen, ist er schneller weg vom Fenster als er Schuhe zubekommt. Die Leute lieben deswegen Mutti, weil sie uns auch regelmäßig sagt, dass es uns gut geht (wie hier Herr Haupts). Und die Spezialdemokraten haben dem System nichts entgegenzusetzen. Sie haben es wahrscheinlich nicht verstanden. Man sollte bei Gelegenheit die Spitzen dieser Partei auf Dunning-Kruger untersuchen.

    • Dunning-Kruger
      oioioi
      tut es der eilfertige Tolpatsch nicht auch?

      Gibt es diese Figur in
      italienischen Opern?

      In der Krimiserie Commissario Brunetti gibt es einen
      Sergente Alvise, der passt.

  27. Zwei Tipppphäler im letzten Abschnitt
    Zunächst: danke für diesen schönen Text.
    Ich hoffe das hilft:

    „Es sei denn, er hätte ++++S++++ich bei der Übertragung getäuscht und das ist gar keine Oper, sondern Realpolitik. Aber da würde ma+++++m+++++n++++++ so einen Typen doch nie so weit kommen lassen, eine Volkspartei vor den Wand zu fahren.

  28. Fotos aus dem Erdbebengebiet?
    Jedenfalls ist Siggy Popp trotz allem eine halbe Nummer größer als die ollen Tröten.
    Danke!

  29. Böse Welt
    Ja, ein bisschen mehr „Game of Thrones“, bitte.
    Deutsche Politik wäre dann richtig medienwirksam sexy.

  30. Ganz großes Kino vom Don ... äh ... Oper ...
    … eher Operette, bezogen auf die Protagonisten.
    .
    Nee, Laienschauspiel.
    .
    Schulaufführung?
    .
    Kindergarten?
    Kasperletheater!
    .
    Nee, weil da viele, viele sind, die immer weniger bereit sind,
    da noch wohlwollend zuzuschauen.
    .
    „So und jetzt ratet mal, wer uns verraten hat. Kommt ihr NIE drauf!“
    Sagt der Fefe.
    Und der muss es ja wissen.
    .
    Was mich dabei wirklich interessiert?
    Politik, Oper gut erzählt.
    .
    Wo bleibt Filou?
    .
    Habe nur eine Erklärung:
    Der ist auf dem grünen Kunstrasen seines Dachgartens ausgerutscht
    und in die eigens ausgelegten Mausefallen gestolpert.
    War wohl Alkohol im Spiel.
    ;-)

  31. Wagner
    bei allem Verstaendnis fuer ihren Hang zu Italien. Noerdlich der Alpen wagnert es – Goetterdaemmerung.

    Leicht kann man sich Ursula vorstellen wie sie die Ballade der Senta schmettert:
    oho ohe, G3 war doch das bes’re G’wehr.

    der fliegende Nieder(sachsen)laender auf immer und ewig in seinem Gasballon ueber die Lande irrt.

    Wer denkt schon daran in Detmold auf der Piazza einen Expresso zu schluerfen.

  32. Bravo
    Den Parlamentarismus in seinem Lauf…

  33. Der Sigmar
    hat das gleiche Problem wie die Linke in ganz Europa: Der Existenzberechtigungsnachweis kann nicht mehr erbracht werden. Der Sozialismus und die Handlungsanweisungen des hl. Karl Marx aus Trier sind grandios gescheitert. Die angeschlossenen Vereine existieren nur noch aus Nostalgie. Was soll der arme Kerl denn machen. Keiner aus diesem Club hat einen Plan, geschweige denn ein Konzept. Und dass in ganz Europa und darüber hinaus. Die chinesischen Brüder im Geiste sind sogar zum Turbokapitalismus desertiert. Und haben seitdem Erfolg. Das ganze ist ein irrlichterndes Gewurschtel. Um die SPD ist es nicht weiter schade. ES kann auch nicht trösten, das der deutsche Hort des Kapitalismus, die CSU in Person des irrlichternden Horsti, genau das gleiche Problem hat. Wir haben eine veritable Krise der Demokratie, die mit diesem Personal nicht zu retten ist. Putin hat diese Schwäche erkannt und nutzt sie

    • Die Chinesen sind erfolgreich
      weil sie als Einzigste Planwirtschaft können.

      Ob Kaiserliche, Kommunistische oder Turbokapitalistische.
      Man muss nur jeweils die Vorzeichen ändern.

    • Und keine Rücksichten nehmen – aber dafür ist Gabriel auch Spezialist.

    • ...
      Man muss sich schon wundern wie erfurchtsvoll die Wachstumsziele,
      die das chin.Politbüro verkündet, in der anglo-amerik. Finanzwelt nach-
      gebetet werden.

    • Titel eingeben
      Was hat denn nun der Putin wieder….?!?!
      (bitte nicht hier auch noch alles auf den Kleinen schieben)

    • Keine Sorge
      das bekommt ‚dem Kleinen‘ gut.

      wie man hört führt er im TIME Magazin die Liste der
      100 einflussreichsten Menschen an.

      Weit abgeschlagen A.Merkel.

    • Werter Binvonhier, die Chinesen koennen Planwirtschaft,
      Wohl eher nicht.

      Sonst wuerde das Ganze in China besser laufen.

      Wissen Sie wieviel Fehlallokation von Produktionsmitteln hier stattfindet?

      Auf Zentralebene (Peking) mag das zutreffen, aber in den Provinzen und Regionalkoerperschaften sieht das ganz anders aus – da herrscht planerisches Chaos und Wettbewerb gegeneinander zum Schaden des Ganzen. Das ist aber durch die Gratifizierung der Provinz-Capos so ausgerichtet. Es wird halt, wie in den USA alles dem schnellen Geld geopfert.

      Das einzig hoffnungsvolle ist, das da eben Profis an der Regierung sind, die das Handwerk beherrschen und eben keine verkorksten Lehrer oder Bildungsversager wie bei unserem politischen Personal.

      Dass ein autokratischer Staat durchaus zum Wohle seiner Buerger funktionieren kann, hat Singapur bewiesen. Es braucht nur eben eine charakterlich saubere und intelligente Elite mit Durchsetzungskraft.

      In diesem Sinne steht China zur Zeit nicht so schlecht da. Wenn die es schaffen, die Korruption weiter einzudaemmen und die Parteikader auf Linie zu bringen, dann werden die in der kommende Krise „the last man standing“ sein (zumindest von den grossen 10 Laendern).

      Ach ja Bvh., Sie sind leider nicht „Letzteste“, der „Einzigste“ schreibt, wenn es der „Einzige“ auch tun wuerde.

    • sorry
      neige von jeher zur Übertreibung :-(

  34. Strafsteuer
    Und das neue Stück: Ausstieg aus der Kohle. Damit bringt er auch noch den hörigen Pöbel gegen sich auf. Mal sehen, was die NRW-Mutti dazu sagt.

  35. Der Sigmar
    hat das gleiche Problem wie die internationale Linke: der Existenzberechtigungsnachweis kann nicht mehr nachgewiesen werden. Der Sozialismus ist in allen Spielarten grandios gescheitert. Die Rezepturen des hl. Karl aus Trier ebenso. Sogar die chinesischen Brüder im Geiste sind ohne jede Scham zum Turbokapitalismus desertiert. In den ganzen S&K-Vereinen ist niemand mehr, der einen Plan oder gar ein Konzept hätte. Der arme Sigmar schon gar nicht. Der musste den Job nehmen, weil ihn niemand sonst machen wollte. Das Gewurschtel geht weiter. Um die SPD ist es nicht weiter schade. Es tröstet nicht, dass es dem Hort des deutschen Konservativismus mit dem irrlichternden Horstie auch nicht besser geht. Wir haben eine veritable Krise der Demokratie, die mit dem vorhandenen Personal nicht zu überwinden ist. Putin hat das gemerkt und nutzt das.

  36. Die Ärmchenheberdemokratie ist eben keine
    So könnte man festhalten: Unter den derzeit gültigen Spielregeln ist das Verhalten von Gabriels SPD erklärbar, erwartbar, vielleicht sogar optimal.
    .
    Aber daraus lassen sich gegensätzliche Schlußfolgerungen ziehen:
    .
    1) Alles läuft optimal und alternativlos. Wenn die Aufführung nicht gut ist, dann eben doch die beste aller möglichen. Weil diese Menschheit es erstens nicht besser kann und zweitens nicht besser verdient hat.
    .
    2) Die derzeit gültigen Spielregeln bedürfen der Revision.


    Meine Position dazu kennen Sie: Die alte Erzählung, dass der Wähler durch Ausübung seines Stimmrechts die Politiker dazu zwingen könnte, das Richtige zu tun, ist einfach falsch.
    Der magische Glaube an die wundersame Macht von Wahlen spielt etwa die Rolle wie früher die Prozession zu den Reliqienschreinen wundertätiger Heiliger. …

  37. Der Sigmar
    hat das gleiche Problem wie die gesamte internationale Linke: der Existenz-Nachweis kann nicht mehr erbracht werden. Der Sozialismus ist in allen seinen Spielarten grandios gescheitert und ist auch armen Leuten kaum noch vermittelbar. Ebenso geht es den Rezepturen des hl. Karl aus Trier. Sogar die Chinesen sind ohne Verzug und Scham zum Turbokapitalismus desertiert. Der arme Sigmar musste den SCh…Job nehmen, weil es sonst niemand machen wollte. Niemand dort hat einen Plan, geschweige denn ein Konzept. Um die SPD ist es nicht weiter schade. Also geht das Gewurschtel weiter, die Posten werden ja auch gut entlohnt, sogar bei Mißerfolg. Es tröstet nicht, das der Hort der deutschen Konservativen, in Person des irrlichternden Horstie, exakt das gleiche Problem hat. Wir haben eine veritable Krise bder Demokratie. Die ist mit dem vorhandenen Personal nicht zu überwinden. Putin hat das gemerkt und nutzt das!

  38. Die Antwort
    Es ist ein Ersatz. Il Clemente vom Rhein hatte seine Stimme verloren.

  39. Nix „Brüder, zur Sonne, zur Freiheit“
    „Völker, hört die Signale! Auf zum letzten Gefecht! Die Internationale
    erkämpft das Menschenrecht.“

    So sang früher der Sigmar im Blauhemd und mit vorgestreckter Faust. Im Falkenheim Asse (heute Freizeit- und Bildungszentrum Freundschaft in Denkte) und auf vielen anderen Veranstaltungen. Zu meiner heutigen, eigenen Verwunderung muss ich gestehen, dass ich einige Male dabei war.

    https://ernstwilhelm.wordpress.com/2009/10/01/mit-sigmar-im-falkencamp-oder-der-fuhrer-der-verlierer/

    Andererseits kann ich es aber nicht unterstützen, sich allgemein über die Niedersachsen lustig zu machen. Schliesslich hatten wir immer ein gutes Verhältnis nach Bayern:

    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-46175483.html

  40. Heisse Luft
    Ich muss die Anwesenden leider beruhigen. Da ist weder eine ‚Dämmerung‘ noch eine ‚Untergangsstimmung‘ in der GroKo zu ‚verorten‘.

    Angelina J. hat sich die O. entfernen lassen und in China fällt bisweilen ein Sack Reis um. Und auch da läuft die Wirtschaft nur prognostiv. Wie in allen Wirtschaftsgemeinschaften, by the way.

    Geräuschlosigkeit kann manchmal auch ein Zeichen von Effizienz sein.

  41. @ Herr Keul
    Vermutlich sind Sie nicht sehr sachkundig. Denn wie „Sozialismus“ auszusehen hätte, dafür haben wir bis heute keine Kriterien. In der DDR und weiter östlich gab es Zentralverwaltungswirtschaften. Organisiert nach den Prinzipien der Deutschen Post und der Reichsbahn, denn die hatte Wladimir Iljitsch Uljanow genau studiert. Das „Kapital“ von Karl Marx heißt im Untertitel „Kritik der Politischen Ökonomie“, also Kritik der Art und Weise, wie Bourgeoisie die Herstellung der materiellen Produktion organisiert. Den Zirkulationsprozess (Band 2) und den Gesamtprozess (Band 3). Aber nirgends ist der „Sozialismus“ erklärt. Warum nicht? – Das wusste er selber nicht. Es steht auch nirgends etwas in seinen Werken. Ich müsste das gelesen haben, denn ich besitze MEW vollständig. In der Geschichte der kapitalistischen Produktionsweise gab es schon immer Eruptionen, die dann personalisiert wurden: Stalin gegen Hitler, wobei Hitler wenigstens die Unterstützung des US-Bankensystems hatte. Halliburton konnte leider im Irak nicht so auftreten, wie es nach Saddam geplant war und in der Ukraine kommt Monsanto auch nicht so recht zum Zug. Wie man bei Marx nachlesen kann: „Das Kapital rast.“ Es benötigt bessere Explotationsverhältnisse, und wenn die nicht kommen, tickt Soros aus. Oder Buffett. Ist eh wurscht. Glücklicherweise gibt es in dem System jemanden, der eine ordentliche Ausbildung vom KGB erhalten hat. Der kann unsere bastards wenigstens richtig einschätzen.

    • "Wir sind alle US-Amerikaner mit deutschem Pass",
      … hieß es vom „Big T“ noch vor seinem Untersuchungshaft. (Schlimm muss es gewesen sein, das ganze Berufsleben unter US-amerikanischem Joch verbracht zu haben, und dann, vermutlich der Rente wegen, weiter hier auszuharren. Da loben wir uns Gerhard Schröder und Gérard Depardieu, wünschen beiden widerstandskämpferisch alles Gute.)

  42. da geht was
    In Spanien sind die Linkspopulisten Podemos mittlerweile in Umfragen gleich auf mit den Sozis (PSOE) und Konservativen (PP) und den neuen Ciudadanos. Man hat die Korruptionsskandale nicht nur der PP alter Tage offenbar satt. Im November sind Wahlen. Und man schaut nach Griechenland. Auch die PSOE Spaniens hat jede Menge Skandale, denn die hat in Andalusien ca. 1 Mrd.€ aus Europäischen Förderfonds nicht für die Fortbildung der Arbeitslosen ausgegeben, sondern ihre eigenen Taschen und deren Handlanger wie Gewerkschaften, Komplizen etc. damit gefüllt.
    Wenn die Fußballvereine dort nur endlich mal ihre Steuern zahlen müßten, was sie nicht können, wäre das ein schöner Brandbeschleuniger, dann geht was. Denn ohne die Volksdroge, die über allem steht…..will ich mir nicht vorstellen.

  43. Titel eingeben
    Mal etwas ganz anderes.
    Was ist eigentlich mit Nils Minkmar?
    Feuilletonchef, dann Europa-Korrespondent(?) oder habe ich da einiges übersehen?

  44. Da brauch man keine Sachkunde
    Hinschauen -hören genügte. Die „DDR“ und die weiter östlichen haben zumindest immer das Label Sozialismus verwendet. Hat nie funktioniert. Nichts versorgt die Menschen besser als der Markt. (wenn Politiker nicht daran rumfummeln) Ein ganzes politisches Leben musste ich mir von „guten“ Linken anhören, das wäre ja kein „richtiger“ Sozialismus gewesen, jetzt auch von Ihnen, Herr Braun. Den konnte gar keiner richtig machen, der Fehler liegt im System dieser Mißgeburt. Man kann Sozialismus nicht mit Menschen machen, nur gegen Sie. Und von ME gibt es ja noch das Manifest, das hat mir genügt.

  45. Zornige junge Männer sollte man nie unterschätzen
    @Folkher Braun – So weg ist dieser Röttgen nicht. Ich gebe ihm erheblich mehr Chancen als Siggi. Auf Röttgens Einzug in die heiligen Hallen würde ich sogar einen guten Champagner wetten – auf Siggis nicht.

  46. Lieber Tiger,
    das mit den zornigen jungen Männern ist eine Frage
    der Perspektive.

  47. Lustige Analogie
    Die parlamentarische Demokratie als Bühne? Das hab ich doch schonmal wo gesehen, allerdings in ganz anderem Zusammenhang. Ist mein Lieblingswahlplakat, und meiner Meinung nach könnte man da heute genauso plakatieren, da sich seit 1919 kaum was geändert hat, und eigendlich alles wichtige draufsteht.

    https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/0/0e/KAP-Plakat_%281919%29.JPG

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