Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Möchten Sie einen Schäuble aus Marmor im Wohnzimmer?

| 89 Lesermeinungen

Richtet nicht, auf dass ihr nicht gerichtet werdet.
Das Testament nach Matthäus

Möchten Sie so eine Statue? Die Frage muss gestellt werden. Die Politik der Bundesregierung bekommt hierzulande Zustimmungsraten, die trotz oder gerade wegen einer ostblöckisch anmutenden Fragestellung enorm gut sind. Das Land ist weitgehend mit dem, was Schäuble der griechischen Regierung an Zwangsmassnahmen aufgedrückt hat, zufrieden, und ich entnehme Zeitungen, dass man ihn für den listenreichsten Menschen seit Odysseus halten sollte, selbst wenn ich glaube, dass die lange Nacht von Brüssel für Europas langfristig so klug wie die Niederschlagung des Prager Frühlings durch Breschnew und den Ostblock ist. Also, ich will ganz sicher keinen denkenden Schäuble in Marmor in meiner Wohnung, der über den Verbleib eines Schwarzgelds sinniert, aber Sie vielleicht? Ich frage das, weil mein Schreibtisch nämlich ganz unabhängig von der Krise so aussieht.

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Dort stehen vier Gemälde, und sie stehen da nicht zufällig. Ganz links ist ein sehr dreist und selbstbewusst dreinschauender, geharnischter Holländer aus der Zeit der Erhebung gegen die Spanier, der mich daran erinnert, dass die Rechte des Bürgertums nicht einfach nur da sind, sondern stets aufs Neue gegen den missbrauchten Staat und seine Schergen erkämpft werden müssen. Ganz rechts ist eine junge, lächelnde Biedermeierdame aus Bad Tölz, die ich immer anschaue, wenn die die Texte redigiere, denn ihr möchte ich kein Unrecht tun. Zum Beispiel stand vorher hier diesem Text drinnen, dass Schäuble auf Zustimmungswerte kommt, die im Rest des von uns in Leibeigenschaft gehaltenen Europas allenfalls Freibier und die sofortige Einführung des Morgenthau-Plans in Deutschland erhalten. Das habe ich gelöscht, denn die hübsche Tölzerin hat viel zu feine Hände für die Feldarbeit und würde das nur ungern hören, und ausserdem kann sie nichts dafür. Was im Übrigen ja auch ein Leitmotiv der Deutschen ist, wenn es dann schief gegangen ist.

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In der Mitte jedoch sind zwei eindeutig griechische Motive. Einmal eine recht freizügige, pornographische Darstellung des angehenden Geschlechtsverkehrs zwischen Hera und Zeus. Das Original hat Annibale Carracci in Rom für die Galeria Farnese gemalt. Das hier ist eine barocke Kopie, und man hat sie ganz klein gemalt, weil man solche Szenen kaum aufhängen konnte, wenn man kein römischer Kardinal war, der anderen für solche Freizügigkeiten den Inquisitor an den Hals hetzte. Dieses Bild sagt mir, dass jedes Mittel recht ist, die Leser rumzukriegen und jedes Schamgefühl, wie eben auch unter Zeus in Griechenland, falsch empfunden wäre. Für normalen Porno, Sex und Ausschweifungen waren in der europäischen Kunstgeschichte nun mal die Griechen mit ihrer üppigen Sagenwelt zuständig, nachdem die christlichen Leitbilder meist keinen Sex hatten und brutal umgebracht wurden. Griechen sind für den geschichtsbewussten Bildungsbürger der klassische Zugang zu den Lebensfreuden, und so erklärt sich auch das Bild. Es ist der gängige Mythos, der allen geistreichen Menschen bekannt ist, und der sich langfristig durchgesetzt hat – ausser auf gewissen Plakaten in Kreuzberg, Iran und Afghanistan.

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Daneben ist eine junge Dame mit Fez und Mandoline, die sich an Marmor lehnt und den Betrachter anschmachtet. Selbst wenn man die Ruine des Tempels oben rechts übersehen würde, so ist doch klar, dass wir hier ein typisches Motiv des Philhellenismus oder auch der Graecophilie sehen: Das Gemälde stammt aus dem Biedermeier metternichscher Prägung, als der Freiheitskampf der Griechen vielen Bürgern bei uns als Symbol für den Anspruch auf Selbstbestimmung galt. Man hatte ja sonst nichts, ausser Spitzeln und Pressezensur, und deshalb ist auch diese junge, sicher von Liebe und Freiheit singende Griechin für mich weiterhin ein bildungsbürgerliches Ideal. Ich bin zwar nicht mehr so hübsch, aber so freundlich, so schön meine ich aus Tradition singen zu wollen.

Ich habe bewusst die junge Griechin hier auf dem Schreibtisch, und nicht den grossen Türken aus Istanbul. Oder Hermann Josef Abs, Metternich, Bismarck, Hindenburg oder was es sonst noch so als deutsch-österreichische Ideale vergangener Zeiten gibt. Ich darf hier übrigens noch anmerken, dass die beiden griechischen Motive, auf den Fläche bezogen, die teuersten Stücke in der ganzen Wohnung sind, ganze Wagenladungen an Brüning-Büsten hätte man dafür bekommen: Götterporno und Philhellenismus sind immer noch Garanten für freudig abgeräumte Konten. Die Konkurrenz derer, die sich so eine Tradition in die Wohnung hängen wollen, ist ansonsten nur noch bei Rokokoportraits junger, hübscher Damen ähnlich gross. Hässliche, verkniffene Pfaffen, Theologenmütter, Winterlandschaften, Bankenvorstände, Staatsbeamte und röhrende Hirsche dagegen sind günstig zu bekommen, und da sind wir wieder bei der Eingangsfrage, ob nicht vielleicht doch jemand die neue Tradition Europas, die neue Heldengestalt haben will – eben einen Schäuble in Marmor?

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Ich frage das, weil ich allenthalben Texte lese, die den Deutschen ihren Philhellenismus streitig machen wollen. Man sollte sich doch, so meinen Autoren etwa der Springerpresse, die sich wie Karikaturen der feinen Germanenportraits aus „Asterix und die Goten“ benehmen, Schluss machen mit den überkommenen Vorstellungen und die Griechen so nüchtern betrachten wie ein Bilanzbuchhalter nach 27 Jahren Dienst in der Abrechnungsstelle C/7a. So, wie der Grieche endlich arbeiten soll, soll der Bildungsbürger ihm endlich jede Tradition absprechen und froh sein, in Deutschland zu leben, wo man – leider zwangsweise wegen Weltkrieg und Wehrmachtsbordellen – auch ohne Zeusmythen und Freiheitskampf die Gegenwart und ihre Herausforderungen beherrscht. Ausserdem werden Feministinnen zustimmen, die Sagenwelt und die griechische Antike sind die reinste Rape Culture. Griechenland, wird mir zu verstehen gegeben, ist nicht untrennbar mit der Geschichte verbunden. Also auf zu neuen Ufern, her mit einer Wirtschaftsregierung, mehr Integration, dann sind wir für die Herausforderung der Zukunft besser gerüstet. Und Porno kommt heute ohnehin vor allem aus den USA.

Diese Haltung berührt mich seltsam. Nicht, weil sie ganz falsch wäre – tatsächlich ist Kultur viel zu komplex, um sie an „den Griechen“ festzumachen, die ihre heute hoch geschätzte Vasenkunst als arme Schlucker im Töpferviertel Kerameikos im Akkord mit Göttersexszenen erpinselten. Die Haltung berührt mich seltsam, weil wir das in Europa auch schon mal erlebt haben, dieses Versprechen einer besseren Zukunft durch Abschied von bildungsbürgerlichen Idealen und Traditionen: Im Ostblock nämlich. Ich habe zufälligerweise im Nebenfach Klassische Archäologie studiert und kenne die Vorworte, die sich Wissenschaftler im Osten damals abringen mussten: Da wurde mit dem historischen Materialismus argumentiert und weinerlich begründet, warum man sich hier mit dieser Sklavenhaltergesellschaft nach Marx auseinander setzt. Nicht wegen dem Porno. Sondern nur, um zu erkennen, wie gut es doch heute unter dem Sozialismus ist. Ich fand solche geknechteten, unterjochten Wissenschaftler immer ganz schlimm, aber so waren eben die Vorgaben der Partei: Die Ideologie erklärte, wie man die Geschichte einzuordnen, zu kritisieren und zu verdammen hatte. Wäre ja noch schöner, wenn es da eine Alternative zum bestehenden System gäbe.

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Das Abhacken, Verachten und Verhöhnen von Traditionslinien, und mögen sie noch so fragwürdig sein, das Umdeuten der Geschichte, die Vernichtung der Herkunft, ist ein Leitmotiv totalitärer Strukturen. Der Islamische Staat zerstört nicht zufällig jene Museen, auf die die eroberten Landstriche stolz waren. Bei uns benutzt man abgewandelte Beispiele der griechischen Kultur, um sie zu verhöhnen. Es ist schon erstaunlich, wie viel Arbeit, Eifer, Boshaftigkeit und Wut gerade auch bei uns in das Abarbeiten an der Geschichte geht, und an jenen, denen man die Rolle der Kulturträger nicht zugestehen möchte. Das Grosse und das Menschliche, es darf keinesfalls stören, das muss alles ganz klein und unbedeutend werden vor der wahren historischen Mission, die man im untrennbaren Europa durchführen will.

Deshalb frage ich, ob man nicht vielleicht eine Schäublestatuenproduktion aufmachen will, am besten mit Gussmarmor und Hohlformen. Unter Bismarck war das ein profitables Geschäft bis zum Ende des Ersten Weltkriegs, und es könnte sich unideologisch langfristig lohnen, denn auch vom Einmarsch in Prag bis zum Fall des Ostblocks gab es dort keinen Mangel bei der Nachfrage nach Leninstatuen. Und nachdem unsere Sache, wie ich lese, so viel besser ist und der böse Herr Krugman einfach nur einen Hass auf den guten Herrn Schäuble hat, wird der Westblock auch ohne Blick auf die Geschichte alles besser, noch richtiger und alternativloser machen. Also, schauen Sie sich ruhig einmal um, ob Sie nicht auch Platz für so eine Statue haben, die Ihre richtige Einstellung dokumentiert. In Zeiten der Vorratsdatenspeicherung gibt es dann sicher auch ein Luxusmodell mit der formschön eingebauter Überwachungsinfrastruktur. Nicht dass wir sie bräuchten., wo wir doch alles richtig machen – aber es ist gut, sie zu haben. Fragen Sie dann nicht. Kaufen Sie einfach.

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89 Lesermeinungen

  1. Titel eingeben
    Den Herrn Schäuble mag ich aus anderen Gründen nicht im Zimmer haben. Doch sehe ich keinen Grund für dauerhafte Alimentierung eines speziellen Volkes.

    Warum soll der Lebensstandard auf athos oder peloponnes, in attika oder in korinth auf unsere Kosten höher bleiben, als der Lebensstandard in Slowenien oder Makedonien (fyrom) gleich nördlich davon.

    • Alimentierung eines Gewissen Volkes?
      Das meinen Sie nicht wirklich ernst oder? Sind wir im Jahr 1933 oder schreiben wir das Jahr 2015? Fakt ist doch, dass Deutschland von der gewollten Krise, bisher am meisten profitiert hat und profitiert. Es kann doch nicht sein, dass ein Land wegen einseitiger Verträge profitiert, und andere Länder dafür wieder sterben? Aber merke wer sein ganzes Wissen aus den Boulevard Medien und ÖRR in Deutschland bezieht, könnte am Ende genau so schlau sein, als wer man von Anfang an Analphabet geblieben. Wenn wieder Propaganda in Deutschland für die eine „Wahrheit“ sind wir bald wieder auf dem Niveau von 1933?

      Ach ja Deutschland hatte ja den Krieg verloren, was ja noch heute viele bedauern, die Ideologie von damals aber in Teilen noch nieweg. Das es Deutschland nur der Großzügigkeit der internationalen Gläubiger bei der Londoner Schuldenkonferenz 1953 zu verdanken hat, wieder wirtschaftlich auf die Beine zu kommen, haben die meisten Deutschen schon längst wieder vergessen.

      Ach ja, dass Deutschland noch nie seine Schulden komplett zurück gezahlt hat, ist wohl vielen Deutschen auch entgangen?

  2. der boden der tatsachen
    ist manchmal, im falle von griechenland nicht nur hart, sondern sehr hart. für manche zu hart !
    die einzigen, die diesen tatsachen in die augen sehen sind wohl frau lagarde und herr schäuble, wie im drama köpfen wir die überbringer schlechter nachrichten und leider nicht die verursacher. der rest ist EU-tagträumerei oder merkel-banalismus.
    frau merkel wird, da sie keine hat, die folgen des permanenten füllens eines fasses ohne boden an ihren kindern und enkeln nicht zu spüren bekommen.
    es ist ein verdienst der FAZ heute mannheimer ökonomen (welche denn sonst ausser denen in kiel noch ?) zu wort kommen zu lassen, welche die zukünftigen lasten quantifizieren und einordnen. frau merkel stellt sich gegen die gutgemeinten ratschläge, auch weil ihr ökonomische zusammenhänge völlig fremd sind (siehe äusserungen zum mindestlohn) und ihr manchmal die fachkenntnis fehlt (nobelpreis für mathematik).
    so bleibt die rolle schäubles als die des bösen krokodils im kasperltheater. ihm, schäuble, konnte mann die manipulation von statistiken nicht nachweisen, wohl aber dem geistreichen dampfplauderer krugman. der und auch stieglitz und der junge galbraith argumentieren weiterhin ohne empirische basis aus dem lehrbuch des auch kinderlosen j.m.k., dem gedanken an die nächste generation auch sehr fremd waren, er spekulierte lieber kurzfristig, mit erfolg.

    • Gut – und was bringt Schäuble dann Grichenland, und warum ist es dann für Spriger und Focus nötig, anderen die Kultur herabzuwürdigen? Wer Recht hat, sollte doch auch andere Lösungen kennen.

    • @djangohatnemonatskarte: Die "empirische Basis des j.m.k." ["In the long run ...
      … we are all dead“] ähnelt der von Frau Merkel: „Nach mir die Sintflut!“

    • dr schäuble, greichenfreund
      was schäuble greichenland bringt, weiss ich nicht, vielleicht ein tannenzäpfle?
      .
      (wie man es auch in berlin schätzt – in baden trinkt man rothaus pils, da kosten 0,5 l so viel wie ein tannenzäpfle 0,33 l und drin ist das gleiche)
      .
      frau springer und noch mehr der herr senator burda, da möchte ich ein bayer sein, um dazu passendes zu sagen (der bayer ist sehr bilderreich in seiner audrucksweise. malefizkrampn elendige; krampfhenn, berlinische; zeitunghex, verlogene; ehrensenator, ehrenvergessener; blattlversilberer, verlogener; böhm, falscher; all dies und das noch permutiert könnte einem bayern zu den geannten personen schon einmal einfallen) andererseits, ist das nicht auch nur die fabrikation von schäuble-plastiken und merkelbüsten mit anderen mitteln? inwieweit werden da diejenigen geschoben, die meinen, sie würden schieben?
      .
      —-
      mit respekt, ganz unbedingt formulierungspreiverdächtig:
      „ganze Wagenladungen an Brüning-Büsten“

  3. Bartrik
    Der Bartrik-Linke geht besser so:
    http://www.comedix.de/lexikon/db/bartrik.php

  4. Ich möchte von einer Statuen-Bestellung dankend Abstand nehmen
    Ich glaube ja, dass im Moment die Dinge ein wenig verzerrt wahrgenommen werden. Das ist wohl so ein Effekt der sozialen Medien, die unsichtbar mit einer mir nicht wirklich erklärlichen Dynamik Wellen der Hysterie schlagen, die sonst nur auf dem Zeppelinfeld oder im Sportpalast zu sehen und zu hören waren, und das ganz ohne die propagandistischen Genies Adolf H., Josef G. und Leni R.. Es machte sich und macht sich wieder beängstigende Blindheit breit.
    Man mag die Maßnahmen in der Cause GR für falsch halten, das tue ich auch. Das Geld ist futsch, die Banken hätten’s nie erhalten dürfen, die Schulden müssen geschnitten werden, zahlen wir’s halt und feiern das mit dem Genuß mediterraner Köstlichkeiten. Freilich ließe sich ohne dauerhafte Transfers der Lebensstandard der Griechen nicht halten, da verstehe ich den Dachdecker schon, der nicht bis siebzig auf regennassen deutschen Dächern plackern will, damit sein Kollege am sonnigen Peleponnes mit fünfundfünfzig in Rente kann.
    Gleichwohl: Die Propaganda der „Volksparteien“ – Brechzitat: der Grieche nervt – löst auch bei mir Übelkeit aus. Und dennoch: Es waren nur 3 EUR-Länder, die weniger strenge Maßnahmen wollten und einige, die gar noch viel strenger zulangen wollten. Da hat die Physikerin vielleicht sogar moderiert. Aber angesichts der Geschichte ist und bleibt der Deutsche der Böse, obwohl noch kein Schuss gefallen und kein Panzer auf die Akropolis gerollt ist. Und das bringt mich zu einem kleinen Lösungsbeitrag: Bekanntlich mangelt es der Bundeswehr sehr an wehrtauglichen Kettenfahrzeugen und ähnlichem Gerät, während „der Grieche“ viel zu viel davon hat. Und weil das ja fast alles auch deutscher Provenienz ist, sollten wir es zum Verkaufspreis zurücknehmen, freilich unter der Voraussetzung, das die Zahlungen auch in GR bleiben und nicht an ausländische Banken überwiesen werden. Das wäre dann eine win-win-Situation: „Der Grieche“ hat cash und Deutschland wird endlich seinen Verpflichtungen gegenüber der Nato gerecht. Nur die schwarze Null springt über Klinge, sei’s drum.

    • Ich beziehe mich aber nur auf das, was ich so in den Medien lesen und sehen darf. Natürlich ist die Thematik nicht leicht zu bebildern, aber wer dazu chronisch Kulturgüter in Trümmern zeigt, sollte sich einen Job als Müllfahrer suchen, da stört das keinen-

  5. Lechts und rinks
    Der streitbare Holländer steht links, oder?

  6. Sonst nicht meine Art, aber: erbitte hier sinnstiftende Korrektur:
    “ … sondern stets aufs Neue gegen den missbrauchten Staat und seine Schergen erkämpft werden müssen …“

    Streiche „missbrauchten“.
    Setze „missbrauchenden“.

    Oder es war Absicht, eine Joyce’sche Ambiguity da reinzuhauen…
    Mer waas es ned (das war frankfurterisch).

    • Der Staat ist ja an sich nicht schlecht, er wird aber missbraucht – uso war das gemeint

  7. Über ein Denkmal im Wohnzimmer ...
    … denke man bitte nicht bereits bei noch lebenden Personen nach.

    Erstens Mal nimmt das staubige Ding wichtigen Platz weg.

    Das vorauseilende Ehren als Gipsfigur-Denkmal hat ja schon bei Mubarack Obama nicht geklappt, der vor Beginn jeglicher Aktivitäten ante-hum (gibts des als Begriff …) bereits den Friedensnobelpreis bekam. Für nieex; denn er war – Taube zwar schon – keine Friedenstaube, eher eine taube Nuss.

    Was die unangemehm un-überraschende Zustimmung zu Schräuble betrifft:

    Habe german Nachfahren um die 30, welche kein Problem damit haben, zu sagen, der oder die sollen doch bitte den Arsch hochheben und nicht dauernd andere für ihr Unglück verantwortlich machen. sprich: recht flotte, leicht selbstgerechte junge Menschen, die es irgendwie verdrängt haben, warum sie da stehen, wo sie gerade stehen: nicht nur allein wegen ihrer eigene Leistung, sondern auch – etiamque – weil sie von ihren Altvorderen gefördert wurden. Und nicht nur ausschließlich drangsaliert.

    So wie der Schreiber dieser Zeilen es erfahren musste.

    Nein, bin wirklich kein Mimimi, sehe nur die Zusammenhänge: zwischen hartem Bestrafen und Drangsalieren (heutzutage nennt man es seit Schröder euphemistisch Fordern, haha) … und konstruktivem Aufbauen.

    Ich muss dazu sagen, ich bin immer noch unsicher, wie ich die griechische Regierung(en) und die Mentalität dort einschätzen soll. Die Idee „Schwarzes Loch“ kommt mir dabei ständig, unwillkürlich, was soll ich machen. Sie werden vermutlich auch die Dritte Rettungsrunde absorbieren und das Geld wird – ohne jedes wirkliche konstruktives Hilfsprogramm – spurlos verschwinden …, sagt mir meine Intuition. Es herrschen dort Clans, kleptokratische Strukturen. Viel wird von der hart diktierten „Rettungsrunde“ jetzt nicht am griechischen Volk und vor allem an den jungen Leuten dort, die Arbeit suchen, hängen bleiben. Vernichte ihre Herkunft (obwohl es lange her ist mit Aristoteles u. a.), dann vernichtest du auch ihre Zukunft.

  8. Titel eingeben
    Mangels Wirtschaftswissenschaftkenntnis:
    Ich schau mir an, welche Personen und Medien gegen Griechenland und für Schäuble sind — und ich weiß wo ich steh‘.

    • klug.

    • Nicht klug. Wenn der Teufel sagt, zwei und zwei sei vier, könnte er Recht haben, auch wenn er der Teufel ist.

    • Nein, besser keine Büste....
      Gute Idee: „Ich schau mir an, welche Personen und Medien gegen Griechenland und für Schäuble sind “

      Man kann aber auch den Perfektionisten geben und Fakten sammeln und in der richtigen Reihenfolge zusammenstellen. Das sähe dann ungefähr so aus:

      Die EU-Kommission gewährt Griechenland einen kurzfristigen Kredit. Mit diesem Kredit zahlt Griechenland einen Kredit an die EZB zurück. Damit muss der europäische Steuerzahler erstmals der EZB einen Bailout gewähren. Mario Draghi bedankte sich höflich.
      Die Eurogruppe und die EU-Finanzminister haben sich auf eine Brückenfinanzierung für Griechenland bis Mitte August über den Rettungsschirm EFSM geeinigt. Eine Sprecherin der EU-Kommission nannte die Summe von sieben Milliarden Euro.
      Griechenland braucht dieses Geld vor allem für die Rückzahlung eines Kredits an die EZB: Die EZB hatte unter Draghis Vorgänger, dem Franzosen Jean-Claude Trichet, griechische Staatsanleihen gekauft. Diese Bonds müssen nun bezahlt werden. Sie sind in Höhe von 3,5 Milliarden Euro am 20. Juli fällig und werden nun pünktlich bezahlt – vom europäische Steuerzahler.
      Die Euro-Retter können sich auch schmücken, niemals die Unwahrheit gesagt zu haben: Noch im Februar hatte Jeroen Dijsselbloem gesagt: „Wir machen keine Brücken-Finanzierung.“ Und dazu kann er weiter stehen: Denn nun macht nicht die Euro-Gruppe den Bailout für die EZB, sondern die ganze EU.
      Mario Draghi bedankte sich auf der EZB-Pressekonferenz höflich für dieses Entgegenkommen der Steuerzahler der EU: Die EZB wäre ohne die Rochade in die Bredouille gekommen und hat vermutlich deshalb den Druck auf Griechenland so hoch gehalten. Draghi sagte, er danke der EU-Kommission für die gute Kooperation.
      Mit dem Bailout wird die EU-Kommission offizieller Gläubiger Griechenlands. Die EU-Staaten gehen damit ins Risiko für den Euro. Die Briten haben den Braten gerochen und verlangten handfeste Garantien. Welche Garantien den Briten exakt gewährt wurden, ist unbekannt.

      Wenn ich polemisch werden wollte würde ich noch anfügen: Der Präsident des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung, Clemens Fuest, als Mitglied des wissenschaftlichen Beirats beim Bundesfinanzministerium einer der engsten Vertrauten von Wolfgang Schäuble, schlägt eine mögliche Lösung vor. Wenn man von einem Gesamtvolumen der Hilfen von 84 Milliarden Euro ausgehe und annehme, dass etwa ein Viertel auf Deutschland entfalle, bedeute das eine Belastung von 22 Milliarden Euro über drei Jahre. «Das könnte beispielsweise durch die Erhöhung des Solidaritätszuschlags von 5,5 auf 8 Prozent für drei Jahre finanziert werden“

      Ich warte noch eine Weile mit der Büste. Sollte dank Schäubles hervorragender Arbeit die CDU auch aufs SPD Stimmen% Niveau sinken, dann wäre das natürlich neu abzuschätzen, denn dann hätte sich der Mann um Deutschland verdient gemacht.

    • Die Partei, die Partei...
      …hat immer recht. Bei den Anderen gibt es das aber auch: „Right or wrong – my country“. Meine Empfehlung, bitte nicht übel nehmen, gell: selbst denken. Und an K. Marx orientieren, denn er hat sich erst jahrelang mit der Ökonomie auseinander gesetzt, bevor er etwas Kluges darüber schrieb. Tempi passati.

  9. Faktencheck
    link 1 zu einer Flassbeck-Vorlesung an der FU-Berlin am 01.07.2015:
    https://www.youtube.com/watch?v=guVuUZZFPpQ&feature=youtu.be

    link2 zu einer PlusMinus-Infoseite der ARD:
    http://www.daserste.de/information/wirtschaft-boerse/plusminus/sendung/wahrheit-mythos-griechenland-100.html

    Dazu mein comment:
    Runde 80Mrd, Gesamtrisiko Deutschlands gegenüber einem Totalausfall Griechenlands, stehen also bereits erhaltenen 160 Mrd. Euro gegenüber.
    Schäuble hat seine schwarze Null der Griechenlandkrise zu verdanken.
    Geld ausgegeben hat Deutschland wegen der Krise? Null!
    Aber wir erhalten Zinsen aus einem 10Mrd. Kredit den Deutschland für 2% aufgenommen und für 5% an Griechenland weiter gereicht hat.
    Sind dei 300Mio/a plus die EZB Gewinne plus die Zinsersparniss immer noch nicht genug?

    Wann wird Hr. Schäuble den hals endlich voll bekommen und ein Minimum an Vernunft an den Tag legen?

    Wenn Schland 160 Mio gespart hat mit 2 Bill. Statschuld und die Euroländer 12 Bill. Schuldeen haben bedeutet das eine Ersparniss von Faktor 6.
    Das ist eine runde Billion Zinsersparniss.
    Opfern wir Griechenland auf dem Altar des Egoismus?
    Ist Griechenland das Bauernopfer eines gigantischen Zinsersparniss-/Konjunkturpaketes der Eurostaaten?

    Selbst wenn ich von der Hälfte ausgehe, wie die Anstalt in ihrer Sendung über Griechenland angegeben hat, dann liegt der Verdacht nahe, daß griechische Bürger persönliches Leid ertragen, damit das europäische Großkapital noch fetter werden kann.
    Und ja, da ist Schland wieder ganz vorne dabei.

    Aber vielleicht geht es uns ja gerade deshalb so gut? Weil wir „Freund“, „Verbündete“ und „Partner“ so lässig über die Klinge springen lasen?

    Ist doch mal einen Gedanken wert?

    comment zur Kernunion:
    Uns geht es gut:

    Deutschland hat Auslandsvermögen in Höhe von Nominal etwa 2Bill.€ und Real noch etwa 1,3Bill., Die Bundesbank spricht von Bewertungsunterschieden, ich spreche von Verlusten.
    Die Differenz von 700Mrd.€ ergibt sich aus den aufkomulierten Aussenhandelsüberschussen vs. ausgewiesenen NIIP (Vermögenswerten im Ausland).

    Schland hat ein Kapitalüberschuss von z.Zt. grob 220Mrd./a, das entspricht dem, was wir dem Ausland „leihen“ damit die unsere Waren weiter kaufen.
    Der Anteil der Eurozone sinkt dabei kontinuiertlich, liegt aber immer noch über 1/3.

    Kleiner link zu unserem Wirtschaftsgebahren:
    https://www.youtube.com/watch?v=guVuUZZFPpQ&feature=youtu.be

    Zusammenfassend: Das Geld wird nicht zurück kommen. Denn Länder die selbst nicht die Mittel haben diese Waren zu kaufen, werden im Krisenfall kaum in der Lage sein den Staus zu erhalten, Plus einer Tilgung der Schulden.

    Was passiert bei einem Auseinanderbrechen der Eurounion:
    Deutschland wertet massiv auf. Das ist ansich nicht das Problem, Deutschland hat durch Aufwertungen nie wirklich Verlust gemacht. Die Verarbeituns in Deutschland ist so stark, daß die günstigeren Importe plus sie Veredlung der Rohstoffe und Zwischenprodukte, die Differenz immer weitgehend aufgehoben hat.
    Deutschland verliert aber rund 40% seiner Märkte direkt. Die ehemaligen Euro-Staaten müssten ihre Aussenhandelsdefiziete instant ausgleichen.
    Deutschlands Exportindustrie würde zusammen brechen. Die Fahrzeughersteller können 20% Aufwertung nicht verkraften. Die Firmen wie Airbus oder Siemens wären instant pleite. Die machen nicht zu, das Siechtum kann sich Jahrzehnte hinziehen (wie ja jetzt auch schon), aber die Firmen wären vom Geschäftsmodell her fertig.

    Die prekäre Arbeit in Deutschland würde zusammen brechen. Wir hätten nicht 9 Mio. Leistungsbezieher sondern 15 Mio. und die Bezüge dieser Menschen wären auch noch höher als heute.
    Die Zinslasten der öffentlichen Hand würde auf das Maß steigen vor der Eurozone, das bedeutet sie würden sich verdoppeln.
    Der Energieexport würde einbrechen. Die Kunden hätten das Geld nicht mehr.
    Die Grenzanlagen müssten reaktiviert und personell besetzt werden.
    Die Flughäfen müßten dem US-Standart angepaßt werden, denn dei Bedrohung wäre adäquat.

    Zusamnegfaßt würde Schland seine Exportmärtkte und seine Auslandsvermögen verlieren. Die Arbeitslosigkeit würde explodieren. Die Refinanzierung würde extrem viel teurer. Die weltweite Reputaion wäre im Eimer.

    Und Deutschland wäre das Land, welches nach deem EU Zusammenbruch am besten dastände.
    Europa wäre für Jahrzehnte verbrennte Erde.

    Ja laßt den Schäuble mal den „Stecker“ ziehen. Dann können so MM informierte Meinungskrüppel die nie eine Chance hatten sich ein Bild zu machen wieder mal sagen:
    Das wußte ich aber nicht. Ey Schäubi steck den Stecker wieder rein ….

    link 3 zu http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/59161
    Da kann man das Ganze mal etwas im größeren Rahmen eingeordnet finden.

    Sie scheinen mir alle etwas einseitig informiert zu sein? Sie sollte Qualitätsmedien suchen, die ein vollständiges Bild liefern ….

    • Toll !
      Versuchen sie einfach mal den Inhalt meiner Antwort auf den Beitrag direkt über ihrem zu verstehen….

    • Titel eingeben
      Könnten Sie die folgende, mir völlig unverständliche Passage erläutern?
      „Wenn Schland 160 Mio gespart hat mit 2 Bill. Statschuld und die Euroländer 12 Bill. Schuldeen haben bedeutet das eine Ersparniss von Faktor 6.
      Das ist eine runde Billion Zinsersparniss.“ – Ich verstehe da weder die „Ersparnis von Faktor 6“ noch die „Billion Zinsersparnisse“, noch den vermutlich imtendierten logischen Schluss.

      Was notorisch verdeckt wird von der offiziellen Euro-Vergötzung ist doch die Bilanzwahrheit für alle Beteiligten – Staaten wie soziale Klassen. An Zahlen werden immer nur die genannt, die den eigenen Standpunkt stützen, die anderen blendet man aus. Die Wahl ist nicht zwischen dem absolut Guten und dem absolut Bösen, sondern zwischen zwei Übeln. Und da sähe ich doch gern öffentlich dargelegt, was auf wen zukäme. Zum Beispiel mit wieviel Jahren Arbeitslosigkeit im Bereich von 20–40 % der europäische Süden noch rechnen muss, damit die Politik derweil weiter verzückt um das Goldene Kalb Euro tanzen kann. Wann mit den ersten Aufständen der Unzufriedenen zu rechnen ist. Wie lange die Blauäugigen wohl noch dem das Bett bereiten wollen, was sie mit hehren Worten stets bekämpfen. Ich glaube nämlich inzwischen, wenn bei der nächsten Wahl Mme Le Pen an die Macht käme und dadurch der Abbau des Eurosystems begönne, wäre das inzwischen noch ein vergleichsweise harmloses Ende für eine sich immer mehr vergiftende Situation.

      Sie scheinen nur das eine Übel zu sehen und stellen es als absoluten Schrecken dar. Angst ist aber das letzte, was in der Gefahr hilft. Ich möchte gerne rechnen und erst danach moralisch urteilen, alles andere ist ein Spiel mit der emotionalen Voreingenommenheit, mit der man den Kälbern die eigene Entscheidung stiehlt. Also genau das, was die Politik seit Jahren treibt. Eigentlich der Kern des Problems: Ideologisierung und Entmündigung durch die Traumtänzer.

    • Buch
      schreiben Sie doch gleich ein Buch ….

  10. Wer arbeitet sich an der Geschichte
    …mit viel Eifer, Boshaftigkeit und Wut ab?

    Das können doch nur Bildungsbürger sein.

    Dass die heutigen Griechen nichts mehr mit den
    antiken Griechen zu tun haben, glaube ich nicht.
    Auf FAZ.Net war ein Bild eines älteren, demonstrierenden
    Griechen abgebildet, der sah schon aus als könnte er Blitze schleudern.

    Als Büste in Marmor – da hat Herr Schäuble keine Chance.

  11. Hellas und Wedding
    Was dem deutschen Länderfinanzausgleich sein Berlin, das ist der Eurogruppe sein Griechenland.

  12. Ich finde die Idee amüsant, aber Herr Schäuble sicher nicht
    Ich bin Herrn Schäuble mal im Bundesverfassungsgericht begegnet. Wir haben uns kurz ganz nah gegenüber gestanden, soweit man das sagen kann, denn er saß natürlich im Rollstuhl. Er hat mich so böse angeguckt, dass ich sicher bin, er würde nicht wollen, dass ich eine Marmorbrüste von ihm auf meinen Schreibtisch stelle. Ich hingegen habe bei dem Gedanken daran reichlich amüsiert gelächelt.

    • Also,
      ich bin Herrn Schäuble auch schon begegnet, da saß er noch nicht
      im Rollstuhl. Er hat mich nicht böse angeguckt, fiel wohl unter nicht
      mal ignorieren.
      Da hat Herr Tsipras mehr Pech:-)

  13. Ein Ästhet erklärt uns die Welt! ...
    …im Rundumschlag, der alles trifft und alles verteufelt.
    Bereits im “Putsch“ fiel mir auf, dass das Wesentliche von der Montan-Union bis zu Jubel-Tsipras nicht die Kontinuität der postwarealen Politik des modernen deutschen Kapitalismus erkannt und dargestellt wurde.l
    Den fielgehassten Ostblock-Kommusisten vielen aber die Ziele und Methoden des Kaptals auf. Das wesentliche Kriterium war eben die Kontinuität. Nicht Waffengewalt, sondern zukunftsträchtige industrielle Entwicklung und pseudomoderne Wortwahl führten zu dem Dominanzstreben des deutschen Unternehmertums in der Euro-Zone.
    Fielleicht ist der deutsche Kapitalismus/Imjperialismus am Ziel oder dem Ziel sehr nahe. Es sind aber nicht mehr die Zeiten von Bismark, sondern die von Schäuble und Merkel.
    Bismark in Bronze, Konny in Bronze, Willy … Und Merkel und Schäuble? Jedenfalls nicht in läppischem weißen Gussmarmor.
    Sir, wussten Sie, dass es auch rosa, grünen und bläulichen Marmor gibt?

    Mit fielen Grüßen!

    Bernard del Monaco

  14. Ilias 2.0
    als es EU-Subventionen pro Olivenbaum gab hat sich kein Grieche beschwert

    dabei hätten sie die Geschichte vom Trojanischen Pferd ja kennen müssen

    die ist schliesslich auch griechische Kultur

    tja, liebe Griechen, am besten ihr macht jetzt ein Fass auf

    und zieht rein wie Diogenes, der Grösste aller Griechen

    und wenn dann Schäuble wieder mal zu euch rollert

    dann sagt ihr ihm einfach:

    Fahr mir aus der Sonne !

  15. Marmor ist doch überwiegend bloß Calciumcarbonat, ziemlich
    empfindlich auch gegen das, was die deutsche Essigindustrie in hiesigen Gefilden als „Wein“ verkauft, also alles in allem ziemlich billig und damit schlecht in dieses Weblog passend.

    Da haben die Stützen doch Besseres verdient, zumal mit Carbonat + Essig: Kleopatra und ihre Perlen passen doch viel besser.

    PS: „junge, lächelnde Biedermeierdame aus Bad Tölz, die ich immer anschaue, wenn die die Texte redigiere,“ – vielleicht doch besser bloß die Texte anschauen…

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      Immerhin ist Marmor noch beständiger gegen sauren Wein als es ein Heldenbild gegen das wäre, was der Teutsche Schäferhund so von sich gibt, wenn man ihm wochenlang seinen Saufnapf füllt und ihn währenddessen nie aus dem Hause lässt. Das ergibt dann bestenfalls Pappmaché, das ewige Recycling-Material. Man kann es immer wieder aufweichen und neue Heldenmasken draus modeln für jedes Spiel, in dem man eine persona für was auch immer geben will. Anscheinend also ein polyvalent politisches Material.

  16. Ja ich möchte einen Schäuble aus Mamor !
    Als ich klein war, in den 50zigern des vergangenen Jahrhunderts, sind meine Großeltern gestorben und wie das so ist, mußte deren Haus leergeräumt werden. Meterweise, in Leder gebunden, Mayers Lexikon und andere wichtige Literatur, die sich in Bibliothek und auf dem Dachboden angesammelt hatte. Das wäre heute ein Vermögen wert, doch mein Vater, dem ich bei der Ausräumaktion helfen sollte, verbrannte alles hinter dem Haus.

    Für mich ein großer Abenteuerspielplatz, obwohl es diesen ja erst ein paar Jahrzehnte später, pädagogisch legitimiert, gab.

    Unter anderem fand ich auf dem Dachboden, in Decken eingehüllt, eine Büste von einem Menschen, dem die Deutschen mit eigenwilliger Armbewegung ihre Ehrerbietung und Achtung, in ihrem Kadavergehorsam zollten, wie das Deutsche eben so tun.

    Als ich begann die Decken von dieser Büste zu entfernen, brüllte mein Vater einige Meter von mir entfernt los, ich sollte „das“ sofort wieder zudecken. Erschrocken legte ich die schwere Büste zur Seite und den Rest des Tages wurde darüber nicht mehr gesprochen und mir wurde auferlegt auch mit meinen Freunden nicht darüber zu sprechen.

    Am sehr späten Abend kam mein Vater in mein Zimmer und meinte, ob wir noch einen Spaziergang machen, was als solches schon sonderbar war. Wir gingen zum Haus meiner Großeltern und holten dort, die in Decken verhüllte Büste dieses Herrn aus der anderen Zeit und gingen zur Brücke, die den Fluß überspannte, an welchem wir wohnten.

    Dort gab mir mein Vater die Büste und sagte mir ganz leise: „Die Sau hat uns alle verarscht! – schmeiß sie runter!“

    Man das war toll !

    Ich hab das Ding über´s Brückengeländer gewuchtet und es machte im Dunkeln einen riesigen Platsch!

    Und dann kam Stille.

    Wir gingen leise nach Hause. Mein Vater sprach sehr wenig von dieser heldenhaften Zeit der Deutschen zwischen 1933 und 1945.

    Aber es war eine angewandte Deutsche Politiklehrstunde für mich !

    Der Brückensturz war einsame Spitze !

    Ja, ich möchte einen Schäuble aus Marmor in meinem Wohnzimmer ( wo kann man in bekommen ?) und hoffentlich werde ich alt genug, einmal mit meinem Enkel, in einer dunklen Nacht auf dieselbe Brücke zu gehen, wie damals mit meinem Vater und…. na ja , den Rest können sie sich denken.

    Mit freundlichem Gruß

    B.Klingenberger

    PS: Eine, wenn auch etwas kleinere, Büste von Aristoteles, aus dem Haus meiner Großeltern hat mir mein Vater geschenkt und die begleitet mich auch heute noch.

    • Aristoteles?
      Sorgen sie dafür, dass ihre Frau niemals ein Buch von dem in die Hand nimmt. Da steht zB: „Dass Frauen minderwertig sind, kann man schon daran erkennen, dass sie vier Zähen weniger haben als Männer.“

      Ein wahrhaft grosser Denker, als Vorbild geeignet, verschwendet seine wertvolle Zeit nicht damit Fakten erst mühsam zu checken.

      Wie sagte der CDU-Vize und Aristoteles Fan Strobl?
      „Der Grieche hat jetzt lang genug genervt.“

      Ein grosses Vorbild der Deutschen, in der Tat. „Wozu Fakten und Informationen, wenn ich doch schon einen Meinung habe?“

    • Rollstuhlfahrer ins Wasser zu werfen ist doch wohl kein sonderlich
      nachahmenswertes Vorhaben.

      ( https://en.wikipedia.org/wiki/Leon_Klinghoffer )

    • Wirklich ?
      Hängt das nichts sehr davon ab, wer drin sitzt?

  17. schäuble bashing
    es hat scheinbar methode, den bösen deutschen im rollstuhl zu sehen oder wie stanley kubrick ihn in den rollstuhl zu setzen………….war die figur des dr. strangelove schon merkwürdig und fragwürdig genug und weit von der realität entfernt, so mochte mann dies, weil der film und der darsteller genial waren noch verzeihen, kultur-und geschmacklos, ja primitiv sind dagegen die karikaturen eines teils der griechischen medien, von denen sich der tsipras funktionärsapparat nie distanzieren konnte.
    aber ich warte auf die karikatur aus GR mit der sprechblase „mein füherer, ich kann wieder gehen“. spätestens wenn der grexit realität wird, und das wird er.
    ich verstehenun auch nicht, warum einzelne nun schäuble als focales hassobjekt auf die bühne heben wollen. ist es die angst vor den fakten, eine grandiose verdrängung dessen was hier – ja ich nehme das wort in den mund – an mutwilliger konkursverschleppung inzeniert wird. herr draghi heute in seiner pressekonferenz baut schon mal vor und erwähnt mindestens 10 mal, alles sei innerhalb seines mandats, schiebt aber den schwarzen peter im nebensatz dann immer der politik zu. sehr clever.

  18. Excellente Ostblock- und IS-Vergleiche
    Ein richtiger Aha-Effekt beim Lesen. Wahrscheinlich ist’s bei Geschichte ähnlich wie bei der Unternehmensstrategie: man schaut meist nicht weit genug in die Vergangenheit bzw. Zukunft, bevor man eine Meinung bildet.

  19. Schäubele in Marmor
    Aber bitte mit erhobenem Oberlehrerzeigefinger, damit ich die Schwarze Null auch erkenne, außerdem sollte er vorab beim

  20. Schäuble aus Marmor
    Aber nur wenn er vorher beim Zahnarzt war und wenn die Schwarze Null (Schäuble)
    den Oberlehrerzeigefinger hebt.

  21. Ja, nehme ich gerne. Die Schäubles sind, was eine Gesellschaft braucht.
    Und wovon es in den betreuten Kindergärten westlicher Demokratien allgemein zu wenig gibt.

    Gruss,
    Thorsten Haupts

  22. Soli
    „Zum Beispiel stand vorher hier diesem Text drinnen, dass Schäuble auf Zustimmungswerte kommt, die im Rest des von uns in Leibeigenschaft gehaltenen Europas allenfalls Freibier und die sofortige Einführung des Morgenthau-Plans in Deutschland erhalten.“

    Ach, der Morgenthau Plan, dessen Bedeutung nie weit über die Nazi-Propaganda hinausreichte, die ihn für seine Durchhalteparolen nutzte. Ob der im Rest Europas überhaupt noch bekannt ist?

    Schade, dass Ihnen zu Griechenland auch nicht mehr einfällt als ein Frauenportrait und die griechische Antike. Sie sind sonst so feinfühlig und gut informiert, wenn es um Italien geht. Bei Griechenland kommen dagegen nur bildungsbürgerliche Allgemeinplätze.

    So wie es aussieht zerbricht die EU jetzt am Euro und es gibt Leute, die sie am liebsten ohne den Euro restaurieren und in die Vergangenheit der 1990er Jahre zurückversetzen würden. Nur wäre sie auch dann tot, d.h. kein Projekt mehr und nicht entwicklungsfähig. Die Europäer wissen schließlich, was sie voneinander zu halten haben, dass der Süden politisch und ökonomisch in Richtung 3-te Welt abdriftet, der Osten in der Spannung mit Russland verbleibt und der Norden mit seiner protestantischen Arbeitsethik noch so halbwegs mit den USA und China mithalten kann. Diesem ist letztlich auch am besten mit dem Euro gedient, da die Unternehmen sich nicht ständig gegen Währungsschwankungen absichern müssen, wenn sie in Europa Handel treiben wollen. Wozu sonst bräuchte man eine Einheitswährung? Sicherlich nicht für den Tourismus oder die konsumorientierte griechische Mittelschicht.

    Man kann all diese Differenzen mit Geld zukleistern, das wie eine Lüge an den Verhältnissen klebt, mit der Erhöhung des Soli, wie Clemens Füst dies gerade vorgeschlagen hat, der die vollendete Transferunion im Kopf schon vollzogen hat, aber selbst die benötigt irgendeine Perspektive, „blühende Landschaften“, wenn schon nicht sofort, dann eben eine Generation später. Man kann warten, solange die Dinge sich nur in die gewünschte Richtung entwickeln, statt in die entgegengesetzte.

  23. Krugmann
    Krugmann ist nicht böse, man hat nur den Eindruck, dass seine finanzpolitischen Vorschläge zwar Deutschland schwächen, sonst aber nicht viel bringen. Wenn der deutsche Staat Schulden für Investitionen aufnimmt, wen würde das eigentlich stimulieren? Siemens vielleicht, Alstom und Airbus, BMW mit seinen Elektroautos in der Pipeline … , die üblichen Verdächtigen, alles Unternehmen, die ohnehin schwarze Zahlen schreiben und Produkte entwickeln, die überall auf der Welt Abnehmer finden. Wird das Geld hingegen nicht für Investitionen sondern „Kaufkraft“ also Konsum geliehen, dann geht es nach China, in eine wirklich produktive Volkswirtschaft. Von dort aus findet es dann seinen Weg zurück zu den bereits genannten STOXX 50 Unternehmen. Da hat man noch Glück, dass die existieren, denn sonst wären selbst chinesische Waren zu teuer für uns.

    • Titel eingeben
      Danke dreamtimer. Nüchternheit ist nur grad nicht gefragt. Nimmt man Schäubles über die Presse vermittelten Worte der letzten Wochen zusammen, dann scheint er der Auffassung zu sein, dass Griechenland mit einem Schuldenschnitt plus Euroaustritt am besten gedient sei. Dem schliesse ich mich an und das nicht erst seit heute.

      Wenn es anders läuft, ja mei. Politik ist nicht rational, genausowenig wie der Mensch selber. Europa hat jetzt eine jahrzehntelange Tradition im letztlich erfolgreichen Durchwursteln und so wird es auch jetzt wieder laufen. Vielleicht sind die Politiker, die eine auf den ersten Blick funktionsuntüchtige Lösung auf den Weg brachten, da sogar langfristig betrachtet klüger als ich.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Bitte bei der wahrheit bleiben....
      Krugmann hat unmissverständlich die Wahrheit ausgesprochen, dass die Arbeitsmarktpolitik Merkels, mit ihren Niedriglöhnen in DE, für steigende massive Arbeitslosigkeit in Rest Europa und all ihren fürchterlichen Konsequenzen verantwortlich ist. Was jeder der ein wneig objektib bleiben will, sofort kapiert, wenn er die Mechanismen die sowas auslöst nicht vorsätzlich ignoriert!

      Natürlich kann man das so machen wie Merkel das tut, aber dann braucht man sich nicht zu wunderen wenn dann Nazi Gemotze anfängt!
      Ja, im Ausland muss man sich als Deutscher schämen….

  24. Gib mir ein Rätsel auf...
    … ich werde sagen, da mußt du jemand anderes fragen.

    Obwohl ökonomisch nicht ganz ungebildet bin ich aus dem sachlichen Teil der Griechenlanddebatte schon vor längerem ausgestiegen (wenn es denn einen sachlichen Teil gibt). Wenn ich mein Bauchgefühl zu dem Fall befrage bin ich der Meinung mehr Pragmatismus und weniger Emotion / Prinzipienreiterei täte beiden Seiten gut. Und das nicht erst seit letzter Woche. Man muss den Tatsachen ins Auge sehen, tief durchatmen und dann müssen alle da durch und jeder muss Kompromisse machen. Nur will das seit Monaten niemand zugeben.

    Was mich an der Debatte wirklich beunruhigt ist, dass es ein unangenehm grelles Licht auf die Art und Weise wirft, wie die politischen Mechanismen in Europa und laufen. Vor einiger Zeit hat meine Landesregierung mich gefragt, ob ich in Stuttgart einen Tiefbahnhof finanzieren will von dem man noch nicht so genau weiss, wie Kosten und Nutzen sein warden. Okay, unternehmerische Entscheidung, Unsicherheit gehört zum Leben. Bei Griechenland fragt keiner. Warum nicht?

    Wenn ich mit Schweizer Freunden rede stelle ich fest, dass man sich in der Eidgenossenschaft recht darüber wundert, dass wir in Deutschland glauben in einer Demokratie zu leben. Alle vier Jahre machen wir unser Kreuzchen irgendwo zwischen Pest und Cholera und lassen das ganze dann wieder vier Jahre laufen. In einem Land, das den Staat eher als Dienstleister am Bürger begreift blickt man da recht fassungslos drein. Das Haus Hessen verkauft sein Schloss Tarasp im Engadin, habe ich neulich gelesen. Ein lokaler Künstler will das Ding kaufen, aber die öffentliche Hand müsste ein paar Franken zugeben. Kein Problem, dann gibt es eine Beschlussvorlage und der mündige Bürger darf abstimmen ob er einem Künstler beim Erwerb eines Schlosses unter die Arme greifen will.

    Bei uns entscheiden vielleicht zehn Personen über Miliardenpakete und der Rest trägt es dann eben.

    Die Freiheit der Kunst und die Rechte der Bürger müssen immer wieder aufs neue erkämpft warden, da haben Sie sehr recht lieber Don. Viel zu schnell wird das geopfert, weil man schnell und bequem alternativloses durchsetzen will.

    Ach ja, und Büsten haben bei mir ohnehin nichts verloren. Schon gar nicht von Personen, die seit weniger als tausend Jahren tot sind. Dann doch lieber Ihre hübsche Tölzerin.

  25. Olet
    Das Problem ist das Geld. Das sage ich, der für den Götzen Effizienz knechtende, ökonomisch in Drill-Camps ausgebildete Europäer. Ich soll immer Europa hören, die Rede ist aber immer nur vor Tranfers, BIP-Quoten und Zinslast. Ist ja alles richtig, was der Schäuble sagt, aber das ist nicht das Ziel, sondern nur das Mittel. Friedensprojekt, kulturelles Erbe: Aber ja. Und wo ist meine europäische Armee? Europäisches Abitur? Wir haben irrsinnige europäische Fonds, die unbegreifliche Geldmassen für düt un dat transferieren, statt die Jungen und die Alten Menschen herumzuschicken, den anderen zu erkennen. Eine Standarte der irreversibel vereinigten europäischen Armeen stünde als Friedenstaube in meinem Wohnzimmer, der Euro nicht. Schafft ihn ab. Olet.

    • So ists Recht
      Erzählen sie uns doch bitte die Geschichte, wie sie beim letzten Mal eine Gehaltserhöhung abgelehnt haben, weil sie sich nicht die Finger mit olet schmutzig machen wollten….
      Könnte es sein, dass sie ein Heuchler sind? Der, wie es (nicht nur) die Deutschen ja so gern tun, mit zweierlei Mass misst?

  26. "Deutschland ist immer staerker gewesen - auch noch im Elend" - Hermann Hesse
    aus Montagnola resigniert und erbost an den „Reichsdeutschen“ Suhrkamp, 19.9.46, „Bildung setzt etwas zu Bildendes voraus“.

    „Sehr beeindruckend! Hesse als Pazifist hat mein Herz beruerht, grandiose Hilfe in einer finsteren Zeit“, Eintrag im Gaestebuch der Casa Camuzzi von heute. Und er haette sicher genauso gut auch „Parzenfuerst“ schreiben koennen.

    „Gegensaetze richtig erkennen, als Pole einer Einheit“ – dito Hesse.

  27. Mitte Juli - und die oberitalienischen Seen wirken irgendwie auch traurig und leer -
    – die Boote abgedeckt, Hotels und Straende leer, keine Staus auf Uferpromanden, das Wasser still und warm – und die Menschen alle so angespannt? Also die Einheimischen, welche noch da, auch schon, weil sie nicht wegkònnten und wollten.

    Aber die deutschen Urlauber scheints diesen Sommer wohl mehr mit dem Flieger wegzuziehen, hin zu eurofernen, waehrungsneutralen, angenehmer final-uebekaufkraeftigen Destinationen?

    Tuerkei, Sinai, DomRep, Bali, Kanada, Dubai, Florida – und was sonst noch waere? Aber bitte nicht Italien oder einen anderen Eurojammer – bitte nicht dieses Jahr, gerade wir Deutschen haben uns nun endlich einmal zur Abwechslung ein wenig Glueck verdient, nach alle den uns aufgebuerdeten Anstrengungen und Ueberbuerdungen mit fremdem Elend in den letzten Monaten und Jahren – und moechten nicht auch noch Ablehung zu hohen Preisen im kostbaren Urlaub? Und wenn es zum letzten Male waere, oder wie ein letztes Mal.

    „The snow-capped crystalline peeks“ – Klingsors letzter Sommer (gemeint, vom Luganer See nach Norden und Nordosten schauend) – in der englischen Uebersetzung bald noch besser als das deutsche Original? Von den Vorteilen intelligenter Teamarbeit.

  28. Titel eingeben
    Also Schuldenschnitt, frisches Geld hin und wenn sich der stolze gedemütigte Grieche doch nicht entschließen kann ein Kataster oder eine funktionierende Finanzverwaltung aufzubauen in fünf Jahren die gleiche Prozedur.
    Passen Sie auf, werter Don, dass nicht Ihre Mieter in einer Abstimmung beschließen zwar bei ihnen zu wohnen, aber umsonst und Sie dafür noch zu verachten.
    Seien Sie dann demütig ob der Verantwortung die Ihre Vorfahren auf Sie geladen haben mit all dem Besitz.

    • Wenn Fakten stören
      Der Deutsche Michel: Ja, die Griechen haben ja kein Kataster. Die sollen gefälligst endlich mal ein Kataster einrichten.
      Fakten: http://www.immobilien.gr/ktimatologio
      Der deutsche Michel: Ach was, ein Katasteramt? Ja, ist es denn die Möglichkeit? Das ist doch bestimmt ein Fake! Die Webseite haben die doch nur schnell eingerichtet, um den deutschen Steuerzahler zu linken!
      Fakten: Am 2. Dezember 1836 verabschiedete Otto von Bayern, König von Griechenland, die Regelung „über das Grundbuch“ und befahl, jeglicher Grundbesitz von Privatpersonen, Kommunen, philanthropischen Einrichtungen, Kirche, Klöster und Vereinigungen einzutragen.

  29. Hellas, Reich der Träume, Mythen und antiken Kulturstätten
    Ihr Text findet diesmal meine nahezu ungeteilte Zustimmung, vor allem der in der letzten Zeit viel zu wenig gegebene Hinweis, dass es sich bei den Griechen doch um die Ursprungsnation europäischer Kultur handelt. Da war man im Deutschland des 19. Jahrhunderts schon einmal wesentlich weiter. Selbstverständlich lernte jeder Gymnasiast Griechisch, noch vor dem Lateinischen, Französischen und dem Englischen, sofern man dieses überhaupt benötigte. Aber: O tempora, o mores! Heute ist kaum noch jemandem bekannt, dass nirgendwo auf der Welt die Griechenlandbegeisterung im 19. Jahrhundert so groß war, wie in unserem schönen Heimatland. Nirgendwo wurden so viele altgriechischsprachige Klassiker in die heutige Sprache übersetzt wie im Deutschen. Wer sich also über das Alte Griechenland kundig machen möchte, hat nirgendwo – außer in Griechenland – so gute Chancen wie in Deutschland. Aber der Wissenschaftsbetrieb mit seinen Exzellenzclustern hofiert heute andere, betriebswirtschaftliche, volkswirtschaftliche und andere naturwissenschaftliche Zweige. Einige Übereifrige fordern sogar schon die Abschaffung des Kunst- und Musikunterrichtes. Ihr Artikel verteidigt tapfer die letzten Ressourcen des einstigen Bildungsbürgertums, das einst die griechischen Götterwelten so gut rezitieren konnte wie man heute im Umgang mit den „neuen Medien“ bewandert ist. Was den Menschen letztendlich weiter führen wird, wird sich mMn noch zeigen. Die Idee einer Schäuble-Büste mutet im ersten Moment etwas seltsam an, würde ein Händler an der Tür mit solch einer in der Hand bei mir um Einlass bitten, wäre ich wohl gnadenlos. Das bezieht sich aber nur auf die Anwesenheit einer solchen in meinem Wohnbereich. Als öffentliche Kunst fände ich die Idee aber interessant, vor allem die sich daraus ergebenden kontroversen Diskussionen. Man könnte noch zu Lebzeiten eine 70m hohe Gedächtnis-Büste aus Granit fertigen, mit Graffiti-abweisendem Lacküberzug, und diese vielleicht in den Hof des wiederaufgebauten Berliner Stadtschlosses postieren. Dies wäre mal ein zu setzendes Zeichen, dass die etwas labberig wirkende Willy Brandt Skulptur im Berliner SPD-Haus deutlich konterkarieren würde. Sozialdemokraten würden zu denken anfangen, Linke würden demonstrieren, die FDP könnte mit einer Plakataktion mit dem Genscherkonterfei auf allen Berliner Litfaßsäulen antworten, Grüne würden staunen und einen Arbeitskreis gründen. Auch könnte man in kleineren und größeren Städten Tempel errichten, in denen edles Räucherwerk zu Ehren von Wolfgang Schäuble vor dessen Abbildungen…, aber nein, lieber Don, soviel Liebe zu Griechenland muss dann auch nicht sein! Der Apotheose des Wolfgang Schäuble möchte ich mich dann so doch nicht anschließen.

  30. wandel
    In den USA erreiche YouTube mehr 18-49jährige als der stärkste Sender im US-Kabel-TV

  31. Das stimmt:
    „Das Abhacken, Verachten und Verhöhnen von Traditionslinien, und mögen sie noch so fragwürdig sein, das Umdeuten der Geschichte, die Vernichtung der Herkunft, ist ein Leitmotiv totalitärer Strukturen. “

    Das könnte man als Bewerbungsrede für einen Burschenschafts-Convent verwenden.

    Denn das müsste sich ja wohl in erster Linie gegen Leute richten, für die es speziell deutsche Geschichte/Kultur ausser einer paar immer wieder heruntergebetenen Jahren nicht mehr geben darf, also die Bomber-Harris-do-it-again- und Auflösen-in-Eurobba-und-durch-möglichst-vielfältige-bereicherende-Zuwanderung-Fraktionen, die Meine-Tante-ist-jetzt-mein-Onkelx-und-das-ist-gut-so-Trullas und die Bayern-sind-rückständig-weil-sie-Trachten-tragen-Hanseln, kurzum die Berliner Rülps-und-Netz-Melange…

    • Man kann vieles irgendwo verwenden. Aber ist ist nunmal so, dass man dieses Treiben nicht dort findet, wo man pfleglich miteinander umgeht, und darauf wollte ich hinaus.

    • Werter Don
      …damit haben sie natürlich Recht, aber….

      Wie so oft vergessen sie zu erwähnen, dass sich dort „wo man pfleglich miteinander umgeht“ kein Leute befinden, die ihren materiellen Wohlstand, der solche Umgangsformen ja erst ermöglicht, nicht tagtäglich erarbeiten.
      Dieser Zusammenhang zwischen dem Besitz von Ererbten und dem pfleglichem miteinander Umgehen, dessen ehrliches Zur-Schau-Stellen, ihr Mangel an Heuchelei diesbezüglich, ist eine der wesentlichen Qualitäten dieses Blogs.

  32. Pingback: Hinweise des Tages II | NachDenkSeiten – Die kritische Website

  33. Macht man das jetzt so
    Herr Schäuble und Herr Tsipras ähneln sich sehr:

    beide werben für ein Abkommen von dem sie sich
    gleichzeitig öffentlich distanzieren.

  34. Scherge
    Lieber Don Alphonso, ich lese seit Jahren Ihre Beiträge mit grosser Freude und mit Gewinn.
    Typisch, dass ich Ihnen das nie mitteilte, aber jetzt, wo ich was zu meckern habe, mich aufraffe.
    Bitte gucken Sie doch „Scherge“ mal im Grimm nach.
    Meist wird es ja im Zusammenhang mit Nazis verwandt und das ist viel viel schlimmer als bei Ihnen, weil es die Nazis in eine Vergangenheit – Mittelalter oder frühe Neuzeit – abschiebt und so die Nachkommen entlastet.
    Ich denke, wir sollten das Wort nicht mehr benutzen.
    Freundliche Grüße
    Ihre
    Christiane Hoss

    • SWcherge ist ein enorm altes Wort und auch heute zumindest bei uns völlig gebräuchlich, ich sehe da keinen Nazizusammenhang.

  35. da hat sich der Don von den Gutmenschen inspirieren lassen?
    Vielleicht sollte man die Frage, ob Dr. Schäuble nun marmorwürdig ist, von der Geschichte beantworten lassen? Ich hab meine Probleme, das Ganze noch nachzuvollziehen. Sie offenbar nicht; ich wünschte mir sehr, ich könnte so sicher urteilen, ich würde viel besser schlafen derzeit! Dass Griechenland mehr ist als seine wirtschaftliche und strategische Lage, ist gewiss auch dem Finanzminister klar, wobei er nicht den Eindruck macht, als würde ihn diese Einsicht nun nennenswert plagen. Womöglich plagt ihn ja eher die Erkenntnis, dass Deutschland – wie es sich derzeit darstellt – immer noch mehr wert ist?

  36. "Möchten Sie einen Schäuble aus Marmor im Wohnzimmer?"
    Her damit – wo gibt’s den? Na ja, vielleicht nicht gerade für’s Wohnzimmer…

  37. Titel eingeben
    Ihr Beitrag ist überhaupt nicht komisch, sondern zum Weinen wahr! Schäuble passt nicht als Büste, denn Bosheit ist niemals schön.

    • "Böse" ist ein grosses Wort....
      Also böse würde ich da nicht verwenden. Der Herr scheint mir ein typischer, unter Verfolgungswahn leidender Psychopath zu sein. Er passt in diese psychologische Katergorie ziemlich genau, wobei man ihm den Verfolgungswahn nachsehen sollte, er hat ja guten Grund dazu.

      Dass so jemand allerdings tatsächlich Minister Funktion haben kann, sagt natürlich viel Bedenklliches über dieses Land…

      Aber wo man einen Kohl, eeinen Schröder oder gar eine Merkel freiwillig wählt, wundert einen nicht allzu vieles.

      Aber „böse“….?

  38. Lieber listenreich als sexy
    Ja! ich will viel lieber einen liebenswürdig-schlitzohrig lächelnden Schäuble, als sexy-Varoufakis.

  39. Neues vom Gelde...
    Neues aus Griechenland:

    http://corporateeurope.org/sites/default/files/esm_report_to_greece_0.pdf

    “The Hellenic Republic [Greece] holds a diverse collection of assets, many of which have been scheduled for sale as part of its commitments under the Memorandum of Understanding (MoU) between the European Commission, the International Monetary Fund, the European Central Bank [the three members of ’The Troika’], and the Hellenic Republic. The sale of state-owned assets is a one-off opportunity to raise capital for the Hellenic Republic“

    Es gibt einen neuen Vertrag dazu:

    http://www.esm.europa.eu/pdf/ESM Treaty consolidated 13-03-2014.pdf

    Drei der Paragraphen darin:

    Article 34. Professional secrecy. The Members or former Members of the Board of Governors and of the Board of Directors and any other persons who work or have worked for or in connection with the ESM shall not disclose information that is subject to professional secrecy. They shall be required, even after their duties have ceased, not to disclose information of the kind covered by the obligation of professional secrecy.
    Article 35. Immunities of persons. 1. In the interest of the ESM, the Chairperson of the Board of Governors, Governors, alternate Governors, Directors, alternate Directors, as well as the Managing Director and other staff members shall be immune from legal proceedings with respect to acts performed by them in their official capacity and shall enjoy inviolability in respect of their official papers and documents. …
    Article 36. Exemption from taxation. 1. Within the scope of its official activities, the ESM, its assets, income, property and its operations and transactions authorised by this Treaty shall be exempt from all direct taxes. …

    Ist das nicht süss?

  40. Vielleicht sollte man lieber eine Tsipras oder Varoufakis Büste (wahlweise ...
    …als Idee für die Hersteller in Kerameikos vorne Tsipras hinten Varoufakis) auf den Flügel stellen, falls dieser (der Flügel) bei uns nicht bald gepfändet wird oder Herr Schäuble für Besitzer eines solchen Instruments eine Sondersteuer erhebt zwecks Finanzierung des bekannten Fasses ohne Boden und man den Flügel dann besser nach Athen zum Schmuck der Penthouse Wohnung eines der griechischen Oligarchen-Offsprings irgendwo an attraktiver Stelle in London/Knightsbridge oder Chelsea verramscht und die Tsipras/Varoufakis Büste ersatzweise auf einen Betonrest, der beim Zusammenbruch einer Autobahnbrücke bei uns wohlfeil zu haben sein wird, stellen. Wir hätten dann ein tägliches memento vor Augen, wie man vorzugehen hat um an Geld zu kommen, und was dem passiert, der blöd genug ist, sich dieses Geld abnehmen zu lassen bzw. Politiker an die Macht zu lassen, die solchen Dummfug mitmachen. Als Titel dieses environments schlage ich „Agenda 2015“ vor. Wenn man sich daran satt gesehen hat, könnte man das Kunstobjekt dem Bundestag zwecks Aufstellung an markanter Stelle (z.B. Eingangsbereich, wo jeder vorbei muss oder direkt unter dem Bundesadler) anbieten.

  41. Wenn der Euro scheitert
    scheitert Europa.

    Nicht doch!

    Wenn der Euro scheitert, sind die europäischen Eliten gescheitert.
    Europa scheitert sowenig wie seine Bürger und die von ihnen gewählten
    Politiker.

  42. brand gestern in athen
    nach neuesten gerüchten soll der mittelbadener W.S. den brand in athen gelegt haben, eigenhändig. deshalb sollen nun auch aus den kommenden und wieder versickernden milliarden die militärausgaben in GR weiter erhöht werden und tripras bei putin um eine militärische intervention ersucht haben.

  43. Dr. Schäuble
    den Euro zu lieben.

  44. Kein Schäuble aus Marmor bitte
    lieber ein Schräuble aus Bundesbankgold (massiv).

  45. Testament
    Haben Sie noch mehr Informationen über das Testament nach Matthäus?

  46. Es fehlt halt nur der Rauschebart
    Ich bin heute – angeregt von diesem Blog-Beitrag – in meine Lieblingsläden X-ter Hand gewandert und habe nach Kunst gesucht. Bisher hatte ich noch gar nicht bemerkt, wie viel Damengemälde a la Don da angeboten werden. Die sind halt nicht mein Thema. Ich hätte gerne eine Büste für meinen Garten. Bei Cahn in St. Moritz sah ich vor einigen Jahren eine antike Kopie eines echten Sokrates. Leider war sie ein bisschen teuer für mein Gartenbudget. Aber seitdem träume ich von einem Sokrates für meinen Garten. Wenn sich Herr Schäuble einen großen Bart stehen lassen würde, wäre das vielleicht ein zeitgemäßer Kompromiss.

  47. es ist doch aso
    De Griechn, de nemma uns ois.

  48. Euro-Europa
    Wenn die Euromitgliedschaft für Polen, Tschechien und Ungarn kein Ziel mehr ist, beschreibt es die Sinnfreiheit der Rettungsstrukturhysterie.
    Der Euro hat seine Zukunft bereits hinter sich.
    Die EZB Geldpolitik ist die einer Failed-Institution.
    Eurowirtschaftspolitik bleibt eine Illusion.

  49. @ Thorsten Haupts sagt: 17. Juli 2015 um 08:02 Uhr
    „Die Schäubles sind, was eine Gesellschaft braucht.“

    Dann erklären sie uns doch mal, wo dieser grosse Held der betreuten Demokratien war, als man den faulen Krediten jede Menge weitere Milliarden hinterherschmiss ?????

    Ich kann mich da an keinen Protest oder gar ein Veto erinnern.

    Das Problem sind NICHT die Griechen. Es wäre von Anfang an die Aufgabe der Schäubles gewesen diesen Euro in seiner jetzigen Form zu verhindern, wie es damals viele von rechts bis links forderten.
    Als nächsten wäre es Aufgabe Schäubles gewesen die getürkten Zahlen der Griechen im Aufnahmeantrag zu durchschauen, wie es viele taten.

    Unter seiner Aufsicht als Finanzminister wurden mittels unfassbarer Mauschelei zwischen Bundesregierung und den Gross-Banken BEWUSST weitere faule Kredite an Griechenlend vergeben. Zum Teil an die geradezu verbrecherische Bedingung geknüpft, von der Hälfte der Kredites zwei U-boote in DE zu kaufen!

    Und jetzt benutzt dieser Herr 7.1 Milliarden Steuergelder um der EZB aus der Patsche zu helfen, die genau gewusst hat, dass GR die fälligen Zinsen in dieser Höhe nicht bezahlen können wird?

  50. Dr.
    Wenn ich Schäuble denke , fällt mir Shylock ein. Eine Shylock-Büste? Auch nicht schlecht. Aber hässlich. Oder einfach eine grosse Null aus dann eben schwarzem Marmor? Aber dafür wäre der kostbare Stein zu schade, und das Motiv zu dürftig, die Hohlheit Seiner Hohlheit wäre freilich jedoch klar ersichtlich. Nur: Der Grund für allen künstlerischen Aufwand hinsichtlich Shylock Schäuble hat sich bereits erübrigt. Schäubles “ Deuropa “ ist in dem Moment schon gescheitert, als es beginnen sollte, nämlich am 12.Juli 2015.

  51. Für Leute wie Sie hat Clemens Fuest
    vorgeschlagen, den Soli für drei Jahre von 5% auf 8% anzuheben. Dann könnten Sie genau ausrechnen, wie hoch Ihr Beitrag allein zu dem geplanten neuen Rettungspaket sein wird.(Anteil D: 22 Mrd.) Ich selber würde diese Erhöhung gerne akzeptieren, wenn damit alle Probleme Griechenlands gelöst würden, aber das glaubt ja wohl keiner.
    Dieses Vorbild vor Augen, müsste man natürlich dann für Frankreich und Italien ebenfalls Steuerzuschläge erheben, vielleicht 30 % Soli zusätzlich? Bisher will man offenbar den Kindern und Enkeln die Folgen überlassen.
    Spätestens da wird klar, worauf sich Deutschland mit dem Euro eingelassen hat.
    Der Shitstorm im Internet und die Ablehnung Berlins auf den Fuest-Vorschlag zeigen es deutlich: die meisten glauben, sie seien von den finanziellen Folgen der Rettungsprogramme gar nicht betroffen, und eine grosse Zahl von Bürgern glaubt anscheinend, man könne den Griechen und anderen die Schulden doch einfach erlassen und das verlorene Geld neu drucken. Wenn es eines Beweises dafür bedürfte, dass Deutschland ein Land der ökonomischen Analphabeten ist, dann haben Sie ihn hier. Was mich immer wieder wundert: anscheinend weil die Abneigung gegen Merkel und Schäuble und ihre Partei so tief ist, würden nicht nur die Linken sich mit Lust ins eigenen Knie schiessen, wenn sie ihnen damit eins auswischen könnten. Das geht aber logischerweise nicht.

  52. Is this the new normal?
    Kommentare werden hier jetzt nach drei Tagen eingestellt?

  53. Wer zahlt am Ende?
    @W.Soelter: Sie stellen die klare Frage: Im Moment kann einem das ganze Milliardendrucken noch wurscht sein, man hat Arbeit, und bei Lidl gibts auch Delikatessen.
    Wird das so bleiben? Amüsant, wie ich in meiner Perspektive mal wieder zwischen ThoHa und Tyler stehe. Auch ich hoffe, auf eine meinen Erleuchtungsgrad übersteigende höhere Klugheit unserer Politiker – was sie tun,ist so surreal abgefahren, dass man NUR noch darauf hoffen kann – und ich kann Ihren Kommentar, Tyler (19.7.,00.20) aus vollem Herzen nachvollziehen. Die öffentliche Meinung hat ein Gedächtnis wie ein Schweineschwänzchen, einmal rum und weg.

    Am Herumgeeiere konnte man ablesen, dass es wirklich brenzlig ist. Aber was kommt als nächstes?

    Möglicherweise sind bestimmte finanzstarke Kreise gar nicht so sehr unglücklich, wenn uns der Euro um die Ohren fliegt und marodierende Banden verzweifelter Araber und Afrikaner unser Sozialsystem überrennen.
    Wenn die Welt endlich in die zwei denkbaren kapitalistischen Systeme der Welt klar aufgeteilt ist, die nervenden Europäer zurecht gestutzt sind, und keine Gedanken wie Loretta Napoleoni oder Michael Lüders mehr in die heile Disney-Google-DeutscheBank-Welt hinauspupsen.

    Auch wenn man allmählich vorsichtig sein muss, seine Reisefreiheit nicht zu gefährden, kann einem bei dem ganzen ziemlich übel werden.

    Finanzwirtschaft ist zur Alchemie verrottet und in der Flüchtlingsfrage brauchen wir bessere Antworten, als dass Teddybären-Schenken gut und Heime-Anzünden böse ist.
    Ohne eine Lösung in den Herkunftsländern oder ohne eine Perspektive für die Heerscharen an jungen, durchsetzungstarken „richtigen“ Männern steht die nächste Katastrophe schon auf dem Bettvorleger, in dem der deutsche Michel schnarcht.

    • Sie haben mal wieder Recht....
      So wie sich die einschlägig bekannten Kreise bei der Umstellung von DM auf Euro dumm und dämlich verdient haben, so wird sich die FInanzwelt auch bei einem Zusammenbruch des Euro und einer Umstellung auf einzel-Währungen wieder dumm und dämlich verdienen… „Unsere“ Politiker machen es möglich. Und der Souverän, das Volk macht als Wähler solche Politiker möglich.

      Es hat alles seine Ordnung, und wer den Schaden verrusacht, der muss die Rechnung bezahlen.

      Ich selber besitze mein Geld seit beinigen Jahrenin diveresen Währungen, Swiss Fr vorne dran, Euro sind keine darunter.

      Im vorletzten(?) Spiegel war ein schönes Interview mit Lafo. Aber ein Normalo weiss ja aus allen Medien von Bild bis FAZ was das für einer ist…

      Hey… mir ist es gleich, früher hat mich so viel Dummheit in den Wahnsinn getrieben, heute sitze ich am fernen Strand und amüsier mich beim Lesen.
      Halt… eines hat sich geändert. FRüher hab ich immer protestiert, NEIN, ich bin kein Amerikaner, ich bin Deutscher !

      Heute verschweige ich das lieber, the times they are a-changing

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