Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Der schönste Biergarten und das obszönste Wort der Welt

| 52 Lesermeinungen

It is a proposed global initiative for population reduction which will, in a few decades, lead to a worldwide male population of roughly one to ten percent.
Die arme Bloggerin und Feministin Femitheist Divine über Männer

Habt ihr etwas von denen gemerkt?, frage ich die Bedienung unten im Strandbad, als sie das dick käsebestreute Gemüsepflanzerl bringt. Naaah, sagt die Bedienung, nix, goa nix. Alle sind hier, wie sie immer hier sind, und ich bin ja auch hier. Nichts also hat man davon gemerkt, dass über dem Nordufer des Sees ein Biergarten aufgemacht hat, der seinesgleichen sucht. Vornehm, gediegen, modern und von einem bundesweit bekannten Gastronomen eingerichtet. Ein Biergarten der Superlative. Ein Biergarten, dessen Neu- und Wiedereröffnung bundesweites Thema in den Medien war, mit Presserummel und Pre-Opening für die Prominenz. Mit Erzeugergemeinschaft für die regionale Küche. Herrlich muss es doch sein, da oben zu sitzen, auf den See zu schauen und lokale Spezialitäten zu verspeisen. Aber nix merkt die Bedienung hier unten am Strandbad.

kalta

Nix ist auch die Antwort beim wie immer rappelüberfüllten Francesco, auf italienisch „NOOOnonononoNoooh, niente“. Nichts ist die Antwort beim Konditor, beim Bräustüberl, und oben ist Ostin, wo man zwar nicht so eine schöne Aussicht hat, aber preislich gehoben durchaus mit dem Biergarten des Münchner Gastronomen mithalten kann. Wobei, er ist ja kein Fremdling, denn einerseits soll dieses München gerade mal 40 Kilometer entfernt sein, und zum anderen hat er auch hier ein Haus. Zumindest in Teilzeit ist er also auch einer von uns und hat ebenfalls darunter gelitten, als der alte Biergarten geschlossen wurde, weil der Käufer an dieser Stelle, kurz vor Beginn der Finanzkrise, ein Luxushotel für Ausländer und Teilzeitmigranten errichten wollte. Was nach einem Aufstand der Talbürger und einer höchstrichterlichen Entscheidung verhindert wurde. So ist das eben in Bayern: Was dem Berliner sein liebgewordener Drogensumpf des Görli ist, wo er aktive Integration und Deutschkurse durch Verhandlungen über Haschischpreise mit Migranten betreibt, ist in Bayern halt der Biergarten. Solche Biotope der Lebensart lässt man sich nicht einfach nehmen.

Das Luxusressort also durfte nicht gebaut werden, und ohne andere Ideen bröckelte das Gut über dem See langsam vor sich hin. Dörnröschenschlaf nannten es die Medien und eine Schande für das Tal die Bürger. Die Familie des Besitzers bekam andere Sorgen, und für den normal spätsterblichen Millionär gibt es ja auch noch andere schöne Biergärten, in die man sich setzen kann. Oder man bringt sein Sach selbst mit und setzt sich an den See: Nur wenn man am verlassenen Gut und der schönsten Aussicht vorbei fuhr, gab es da diesen leichten Stich. Ein Juwel könnte es sein, dieses Gut mit dem traumhaften Blick, hinter den Gittern und dem Schild, auf dem „Geschlossen“ steht.

kaltb

Das hat auch der Münchner Gastronom so empfunden, mit der Idee einer Wiedereröffnung bei den Besitzern vorgesprochen und den Zuschlag bekommen. Das Konzept mit Restaurant oben und Biergarten unten klang gut, und man hat sich wirklich, wirklich Mühe gegeben. Alles wurde renoviert, umgebaut, verschönert und modernisiert, und die Preise sind so, dass man sich das am Tegernsee, wo die Millionärsquote so hoch wie die Hartz-IV-Quote in Berlin ist, auch leisten kann. Alle Millionäre wollten diesen Biergarten wieder haben. Jetzt ist er da und die Millionäre sitzen weiterhin beim Francecso, lassen den Bentley vor dem Strandbad stehen, bevölkern unter dem Gut den Yachtclub und nehmen den Hugo aus der Dose und loben die Pommes, die sie mit ihren Kindern verzehren und die, wie der Apfelstrudel, wirklich gut sind, wenn sie aus dem Bistrowagen gereicht werden: Eigentlich darf ich hier gar nicht erzählen, wie die Millionäre leben, das passt gar nicht zu den landläufigen Vorstellungen. Die sitzen dann einfach auf Klappstühlen und schauen.

Droben im Biergarten kann man sich nur wundern, wo denn die Gäste bleiben. Ein jeder weiss doch, dass er offen ist, und deshalb habe ich ein paar der hier landläufigen Millionäre gefragt: Warum geht ihr da nicht hin? Die Antwort war mir eigentlich schon vorher klar, weil es mir genauso ging: Das ist nichts für unsereins, sagten sie, das ist mehr was für

und dann sagten sie es, das schmutzige Wort, das garstige, das obszöne

Münchner.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Ich war natürlich auch dort und habe mir das angeschaut, und es stimmt. Die ganze Anlage ist so, wie sich ein zackiger, nassforsch oktoberfestfreudiger Münchner mit norddeutschem Migrationshintergrund und Meike-Catherine auf dem Beifahrersitz vermutlich einen Biergarten in einer reichen Region vorstellt. Mit einem gepflasterten, kostenpflichtigen Parkplatz, mit einem von aussen schlecht einsehbaren Restaurant, mit sicher nett gemeinten Dekostücken des Landlebens, die alt wirken sollen, mit einem funkelnden Lichtermeer über dem See. Alles ist hochwertig und gediegen und der ideale Rahmen für eine Modenschau der Kleidermanufaktur Habsburg. Man käme sich darunter mit seiner alten, speckigen Hirschlederhose vom Wimmer in Lienz ein wenig unpassend vor, wie so ein lebendiges Dekostück. Es sieht nicht so aus, als dürfte man da die handgestrickten Socken in der Hitze herunterrollen. Was soll man auch von Millionären erwarten, für die auch nur die Sonne scheint. Wenn sie auf einer Holzbank vor ihrer Bierflasche sitzen, und darunter das Wasser an ihr Bootshaus gluckst, zu dem noch ein Anwesen im Tal gehört. Das ist die Reihenfolge hier. Sonne → Bank → Bier → Seewasser → Bootshaus → Villa → Tal. Hinter dem Tal ist die Welt zu Ende, und das Gerücht hält sich hartknäckig, dass hinter Rosenheim die Mangfall, die sich aus dem Tegernsee ergiesst, über den Rand der flachen Erde rund um das Tal ins Weltall stürzt.

Das Auftreten des Münchners da oben im neuen Biergarten nun könnte beweisen, dass diese talmenschenzentrische Weltsicht nicht ganz richtig ist und da draussen auch noch andere Reiche und Millionäre existieren. Befürchtet hat man das schon länger, denn die Süddeutsche Zeitung behauptet von sich, in München gedruckt und nicht vom türkischen Händler mit seinem Moped erstellt zu werden – den nämlich kennt hier jeder, aber diese Leute da im Impressum, was sollen die sein? Man weiss auch von der globalen Flüchtlingskrise, und dass bei den Nobelhotels Leute absteigen, deren Nummernschilder man nicht zuordnen kann und die da offensichtlich wohnen müssen, weil sie sich hier nichts leisten können. Die Welt da draussen ist, sollte sie wirklich existieren, kompliziert und obendrein geschleckt und gestylt und da oben dürfte wohl auch nicht das Hemd aus der Hose hängen. Was sind das überhaupt für Leute, die da hinfahren müssen und nicht einfach laufen können? Sicher sehr Fremde.

kaltd

Dereinst, wenn Faschisten, Stalinisten und/oder Feministen die Weltrevolution gemacht haben, wird man uns fraglos ohne Unterschiede mit den Münchnern erst vor das Tribunal und dann an die Kirchhofsmauer stellen, hinter der sich bei uns übrigens ein Barockkleinod erhebt, und das wird ein Trost sein, weil bis dahin hunderte von Generationen von Faschisten, Stalinisten und/oder Feministen in Berlin aus dieser Welt gehen mussten, ohne noch einmal so ein hübsches Kircherl zu sehen. Wir werden dann ohne akzeptable, sondern allenfalls vegane und lactosefreie Henkersmahlzeit einen hohen Preis zahlen, mit unserem Leben und dem Umstand, dass man uns mit den Reichen aus München verwechselt, die Habsburg kaufen und uns auf den Waldfesten mit dem Versuch des Tanzens auf dem Tisch belästigen. Totalitäre, die aus Berlin die Welt sehen, beziehen sich allein auf den Reichtum, gar so, als ob das in einer Welt, in der jeder relativ wohlhabend ist, irgendetwas bedeuten würde. Zwischen St. Quirin und Tegernsee fährt doch ein jeder langsam, egal ob Bentley, Ferrari oder abgeschabter SLK. Darum geht es nicht.

Es geht darum, dass da oben in unserem alten Biergarten jetzt Leute sitzen, die so tun, als sei die Welt hinter dem Tal nicht vorbei, die auf ihre Mobiltelephone schauen und von einer ganz anderen Welt künden, in der sie morgen wieder im Büro und nicht am See sind. Denen hat man das so gebaut. Aber wir wissen, dass unten die Pommes auch schmecken und die Sonne uns auch noch scheint, wenn die längst wieder die Nachteile der Klimaanlagen erleben, weil es in München 9 Grad heisser als am kühlen, schattigen See ist. Beides prägt für das Leben. Millionen sind nur gespeicherte Zahlen auf dem Konto. Heute morgen waren zwei Fesselballone über der Alm vor meinem Fenster, hoch oben in blauer Bergsommerluft, und ganz leise weckten mich die Kuhglocken. Das ist etwas ganz anderes als der Weckdienst, der einen Münchner zum Flughafen scheucht. Den Unterschied merken die da oben im Biergarten, und es wäre mir auch ganz recht, wenn sich das bis zum Beginn der Weltrevolution herumsprechen würde. Für die Aktivistin ist es egal, ob sie von einem Vermieter eines Investors aus München oder vom Tegernsee gequält wird. Aber für uns sind die Unterschiede wirklich wichtig.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

9

52 Lesermeinungen

  1. Wie üblich...
    Der Don… Wie üblich trägt er seinen Haß gegen Berliner, Feministinnen, Münchner, Norddeutsche usw. in die Welt hinaus. Wie üblich voller Ressentiments und Verallgemeinerungen. Wie üblich schlechter, menschenverachtender Journalismus.

    • ja er, der DON
      verachtet demnach alles, ja wie der hass und die verachtung, dieser nihilismus aus jeder zeile, was sage ich, aus jedem buchstaben quillt, wie klebriger ranziger stinkender alles verachtender bergader blauschimmelkäse nach drei tagen an der bayrischen sonne.
      wie kann mann nur gegen feministinnen sein……….die krone der schöpfung unseres herrgotts.
      soll er, der DON doch nach drüben gehen, woauchimmer das ist. hauptsache weg von hier, wir brauchen hier keine meinungsvielfalt.
      einfalt genügt !

    • Ja, schrecklich. Ich finde das auch unerträglich. RAUS MIT DEM SCHUFT… oh wait.

    • ach, pit
      der pit, der pit, der merkts halt nit.
      pitter, ach pitter, das ist bitter

    • Dass ich dies alte Zitat vom W. Jens heute nochmal...:
      „Ein gescheites Wort, schon ist man …“ (Kommunist. Macho. Rechter. Linker. Hassprediger. Putinversteher. Weißer alter Hetero. Kapitalist. Nihilist. Journalist, etc. etc. etc….)

    • Ja, die Kritik ist ehrlich, da ist was dran...
      Guter Kommentar, Pit. Ist doch was Schönes, wenn man mal wieder die Möglichkeit hat dem neuen deutschen Nationalsport für alle zu-kurz-Gekommennen frönen kann… dem Neid.
      Ist was Nettes, gell? Teil der Mehrheit zu sein?

  2. Biergarten, ein Ort der Glückseeligkeit............
    Der erste vernünftige Biergarten kam für mich früher immer kurz hinter Ansbach, wenn ich von meinen Eltern kam. Wir zogen uns nach einer Klausur während meines Jura-Studiums in Augsburg dorthin unter Kastanien weilend zurück. Ein Ort der Glückseeligkeit war für mich in den 70-zigern aber auch das Bräustübl, wenn ich dann noch gefragt wurde – an einem der beiden Tische der Einheimischen – von welchem Hof ich denn kommen würde, war für mich die Welt in Ordnung (Herzog Max fuhr zu dieser Zeit mit seinem Mercedes: MB-HM 600 zwischen Tegernsee und Wildbad Kreuth einher). Ein anderer wunderbarer Ort auch wenn er kein Biergarten war, „Siebenhütten“ hinter Wildbad Kreuth – eine Milch aus einem Prorzellan-Becher genießend. Mich dürstet, wonach ?

  3. das Eingangszitat
    über die globale Bevölkerungsreduktion find ich
    sehr daneben.
    Bevökerungsreduktion verlangt nach einer Reduzierung des weiblichen
    Angebots.
    Ansonsten warum fallen die
    Feministen nicht über Afrika her.
    Auf der Nordhalbkugel existieren ihre Probleme nicht.

  4. Titel eingeben
    Meike-catherine gehört auf den Fahrersitz. Mal wieder auf chantalism schauen

  5. Idyllischer Reichtum
    Diese nette, von Herzen kommende dezent wohlhabende Heimatverbundenheit habe Sie wieder nett beschrieben – Sie haben da ein Biotop, das sich noch ein bisserl gegen das „globale München“ sperrt.

    Auch wenn ich nach meiner Kenntnis der örtlichen Gegebenheiten als Fremder ansatzweise geneigt wäre, die Adjektive „putzig“ und ein „bisschen langweilig“ nicht völlig aus dem Assoziationsfeld zu verbannen, kann ich sehr sehr gut verstehen, was dort die Einwohner fasziniert.

    Es ist eine Gegend, die nicht schrill reich ist, sondern diese wohlhabende Verankerung in einer Region lebt – so wie Ihr Plädoyer für lang genutzte Loden aus dem Einzelhandel ein Beispiel ist, dass sicher sympathich ist.

    Um nicht vor die Hunde zu gehen, muss man manchmal einiges ausblenden – wenn ich dauernd wüsste, wieviele arme Teufel würdig weiterleben könnten, wenn ich nur eines meiner vier Autos verkaufen würde und das spenden, könnte ich nur unglücklich werden, würde unmittelbar denken müssen, warum nicht alle vier, das Haus – und eine kleine Wohnung kaufen und einen Carsharing-Vertrag abschliesssen.

    Bei allem berechtigsten Weltverbesserungsehrgeiz – die Verbundenheit mit seinen lange gepflegten Lebensumständen ist eine menschliche Grundkonstante – so zynisch es klingen mag- auch als deutlich Wohlhabender ist man ein Gewohnheitstier, oder heimatloser Heckenbrunzer mit nichts als schlechtem Gewissen.
    Daher z.B. dieser Veganhype. Dabei hat man doch längst herausgefunden, wie der Grashalm leidet, wenn die Kuh ihr malmendes Gebiss in ihn versenkt, oder der Salatkopf versteinert, wenn man ihn von seiner Wurzel enthauptet.

    Aber so wie der Überaktionismus auf der Seite der Systemgegner ausufert, schiesst der Ehrgeiz der Systemgewinner genauso über in der neoliberal globalen Lobbykratie – und wahrscheinlich sind wir beide als Kollegen in der Erwerbssituation ähnlich gepolt, den Menschen bewusst zu machen, welche gute Entscheidungen man selbst treffen kann und muss, um eine bessere, aber noch lange nicht idealistisch verklärte perfekte Welt zu ermöglichen.

    Und so wie die Medien wohl ihre Aufgabe haben, „Konsens zu moderieren“ – der letzte Beitrag endete mit dieser Frage – sehe ich es als den Charme dieses Blogs an, dem Dissens eine diplomatische Bühne zu bieten.

    Es ist nicht verlangt, keine abweichende Meinung zu haben, sondern nur, die eigene nicht für die einzig mögliche intelligente Meinung zu halten.
    Dass das sprachlich manchmal giftig auseinanderklaffen kann, ist nicht wünschenswert, aber manchmal unvermeidlich, wenn das Herz dran hängt.
    Das Hirn sagt aber dann zum Glück sehr oft, dass man Dinge auch anders sehen und entscheiden kann.
    Selbstgerechtigkeit ist manchmal geistige Überlebensstrategie.

    • das "globale München"
      Am Tegernsee gehen die Uhren zum Glück immer noch etwas anders. Es hat sich zwar manches in den letzten Jahren seit den 90-zigern etwas verändert. Bin aber froh das die Bauern gewisse Flächen nicht zur Bebauung zur Verfügung gestellt haben. So hat sich auch vor Jahren eine Käserei zwischen Rottach und Kreuth neu angesiedelt. Auch wenn ich in Abwinkl nicht mehr „zu Hause“ bin, bekomme ich über „Familienverwandschaft“ vor Ort genug mit, so das ich die Formulierungen eines `Don Alphonso´ nachvollziehen kann. Habe die Ehre.

    • Titel eingeben
      Ich bin heute auf dem Weg zur Mangfall und dann Richtung Gmund durch Ottferfing durch. Da muss ein Trachtenfest gewesen sein, jedenfalls marschierten dort mehrere tausend Menschen, mit Blaskapellen, am Straßenrand die die Leute meist ebenfalls in Tracht oder trachenähnlichem, durch den Ort, der Marsch endete dann in einem Bierzellt, dessen Maße auch auf dem Oktoberfest nicht als zu groß empfunden worden wären – und die anderen Maße waren besser eingeschenkt.
      Zuerst war ich unruhig, ca. 1h war die Straße blockiert, auch zum Queren. Aber dann dachte ich mir, Mensch, das Wetter, ein Bier, die Musik, die Trachten, das passt hier alles so perfekt zusammen, ist wie gezeichnet und doch real, und alle sind ruhig, freundlich, freuen sich.
      Die Versuchung war groß, es nicht bei einem Bier zu lassen, und noch einen Schweinsbraten dazu zu bestellen (Schweinsbraten ist hier m.E. DER Lackmustest. Wenn der nicht gut ist, kann man die Veranstaltung auch gleich ganz verlassen. Passiert hier aber nur selten – meist in komische-Leute-Lokalen).

  6. wenn Herr Obama
    in Afrika auf die Rechte von
    Homosexuellen hinweist, ist das schon mal ein Schritt in die richtige Richtung.

    • So ist es....
      Es ist ja das Tolle am Friedens Nobelpreis Träger, dass er, wo auch immer er hinkommt, immer das eigentlich wesentliche Problem der Region anspricht. Man muss schon selber Schwarzer sein um die entscheidende Fehlentwicklung eines ganzen Kontinents erkennen zu können. Kenya wird es Obama danken….

    • Herzerfrischender Zynismus, TDV, nur leider zu wahr.
      Auf einem Kontinent und in einem Land, in dem die Mehrheit der Menschen keinen Zugang zu grundlegenden Überlebensbedingngen hat (Bildung, sauberes Wasser, Krankenversorgung, Jobs etc.), die zweifellos vorhandenen Probleme von Homosexuellen herauszustellen, spricht für eine Fensterrede an die eigenen Medien. Und für sonst nichts.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • @TDV & ThorHa
      werte Herren,
      wollen Sie mich eigentlich mißverstehen?

      Selbstverständlich ist mehrheitlich praktizierte Homosexualität,
      der zivilste Weg die afr.Bevölkerungsvermehrung zu stoppen.
      danach kann man über sauberes Wasser etc. sprechen und auch sinnvolles
      erreichen.
      die afr.Migranten finden alles was Sie bemängeln hier vor.Nur sind sie
      mehrheitlich jung und männlich – da haben sie auch keine Wahl.

    • Aber ERB
      ThorHa und ich mögen am entgegengesetzten Ende politischer Einstellungen stehen (obwohl wir beide eigentlichWert-Konservative sind, die halt verschiedene Werte für wertvoll halten), aber erkenen Verar……. wenn wir sie sehen. Es ging also nicht um ihre Forderung nach sexueller Selbstbestimmung, über die gibts unter intelligenten Mensch nichts zu diskutieren.
      Es ging unseren sarkastischen Beitragen lediglich darum klarzustellen, dass die Verfolgung Homosexueller nicht gerade zu den entscheidenden Problemen Afrikas gehört und, dass es viel über einen US Präsidenten sagt, wenn er es angesichts der afrikanischen Realität trotzdem vorzieht sowas anzusprechen.
      Mir (ThorHa vielleicht weniger) geht es nebenbei auch noch um mein Hobby, dem Medien-Bashing. Wenn sie in der vielgepriesenen FAZ mal nach „Obama“ suchen werden sie sowas finden: „Diese erstaunliche Grazie “ in fetten Lettern.
      Wenn man sich diese Grazie zusammen mit all den Kriegen denkt die der gute Mann angezettelt hat, dann fällt mir aus der Geschichte sogleich ein Nero ein….

  7. Jamei.
    In Pizzerien wird auch Kokain an die Endkonsumenten verkauft.
    http://www.merkur.de/bayern/ndrangheta-fasst-oberbayern-meta-697683.html
    .
    Soschaugtsaus:
    Wär‘ der Herr Stoiber einst nach Berlin …
    so hätte er gewiss den Haider pflichtgemäß verachtet …
    dann könnte Erwin Huber bayerischer Ministerpräsident
    geworden sein.
    Unter diesen Umständen wäre Söder wieder heim zu seinen (barbarischen) Franken.
    Der nette Georg Fahrenschon hätte was anderes als ein
    Sparkassendirektor werden dürfen.
    Und Herr Dobrindt, der sich in Weilheim auskennt,
    hätte verhindern können,
    dass die Ndrangheta in Bayern aktiv geworden wäre!

  8. .
    „Eigentlich darf ich hier gar nicht erzählen, wie die Millionäre leben, das passt gar nicht zu den landläufigen Vorstellungen.“

    solche einen moment gibt es nun allerdings auch in umgekehrter richtung immer wieder mal im gespräch mit normalen leuten, welche schlichtweg kaum freie zeiteinteilung geniessen, wobei man selbst natürlich auch verpflichtungen unterworfen ist, die jedoch eine ganz andere dynamik aufweisen, nicht weniger drangsalierend, da hartnäckig, weil man doch eigentlich freizeit hätte und sich also kümmern könnte, also danach keine mehr hat, was nun niemanden ausser einem selbst wirklich interessiert.

    an der frage, was man beruflich macht und an der reaktion auf die antwort, verbunden mit der frage, ob man davon leben kann, im gleichzeitigen wissen, dass die frage nun wirklich beim genaueren blick auf den gesprächspartner selbsterklärend scheint, spürt man doch die verwunderung, und ein wenig schwingt da mit, dass es doch leistung sein sollte, die sich da lohnen müsse.
    da behaupte mal jemand, indoctrination fruchte nichts. meritokraten sind nun tatsächlich nicht satisfaktionsfähig, allerdings sei hier doch angefügt, dass man durchaus angelegenheiten regelt, die andere mit festerem zeitkorsett nicht tun und im traum nicht daran dächten, obwohl sie davon profitieren wie die rindviecher von der luft.
    .

    „abgeschabter SLK“

    von der barchetta war lange nichts mehr zu sehen.
    ein neuer wagen für den gastgeber?

    • Es fehlt ein verflixtes, kleines, aber kaum zu beschaffendes Teil. Solnage halt der abgeschabte SLK. Wich ich den TÜV – aber lassen wir das. Es tut weh.

  9. Sorry!
    München ist nicht „global“, sondern Lodenfrey&Dallmayr. Wo bitte gibts da Favelas und schwule Bürgermeister, die sich auch outen trauen?

    Berlin ist global, will heißen, hier gibts das Vollsortiment linker & rechter A*** div. Geschlechtsausrichtungen nebst prov. Camps auf Straßen und Plätzen, die grünstädtisch gefördert werden. Von einer Vollversorgung mit vietn. Zigarettenschmugglern vor JEDEM Discounter weiß ich in München auch nix. Gerade bringen Roma das global defizitäre Straßenbild im Osten der Stadt auf rotgrünen Vordermann Da kann ein Münchner nur staunen.

    • schwule bürgermeister
      gibts, wo sonst in schwäbisch gmünd mitten im rot-grünen musterlände (mit frühsexualerziehung schon in der krabbelgruppe) und geoutet und geachtet…………..und dazu ist er auch noch ein schwarzer, ich meine politisch natürlich

  10. Hmm:
    Fesselballone?

  11. Fesselballone?
    Eher Heißluftballone, Fesselballone sind an den Boden gefesselt.

  12. Titel eingeben
    Wie heißt das Teil? Ich könnte dann suchen.

  13. Tiergarten
    Bizarres Völkchen, unsere Südstaatler, wie die Texaner in den USA. Dank dem Himmel, ein Hanseat zu sein – und eine rote Hose im Schrank zu haben, für den Fall der Fälle. Eine und im Schrank.

  14. Bittschön,
    Spezl, es gibt noch a paar echte Münchner und ich tät mich schon dagegen verwahren, daß jeder Preiß, der in München wohnt, als „Münchner“ bezeichnet wird. Das’d as nur woaßt.

  15. man stelle sich einen wald vor
    mit 40 ausgewachsenen männlichen bären pro quadratkilometer zur besten paarungszeit im jahr

  16. Ein Gedicht.. eigentlich so überfüßig wie der Artikel.. aber schön...
    Im Biergarten

    Na also! Frühling! Es ist Mai.
    Der Ober bringt kein Bier herbei.
    Er kratzt sich nur am Oberschenkel
    und hält den leeren Krug am Henkel.
    Dann ist‘s soweit. Der Stoff rollt an.
    Ein jeder säuft, so gut er kann.
    Bald fällt man rückwärts vom Gestühle.
    Wie denn? Na: endlich Maigefühle!
    Worauf man, während alles feiert,
    ganz stille in die Büsche reihert.

    von W.J.Reus

  17. Leiden denn die Kastanien am Tegernsee nicht von der makedonischen Motte?
    Auf dem Bild sehen die Kastanienblaetter noch so unbefallen wie in den 1990er Jahren aus, keine braune „Spots“ die den Mottenverfall indizieren. Wenn dem so wirklich ist, waere das doch alleine ein Grund, sich dort fernab der (biologischen) Sorgen der westlichen Welt des Lebens zu erfreuen!! – Im „Muenchener Biergarten“ wird wohl sicher auch das Prinzip verletzt, dass sich Gaeste die Brotzeit trotz kostenpflichtigen Parkplatzes selber mitbringen koennen? – „Gemuesepflanzerl“ gibts, koestlich, und sicher mit Tee, Mineralwasser oder hoechstens 0,0 % Bier! – Schade, dass die Barchetta kaputt ist!!

  18. obszoenitaeten
    Also fuer den Francesco ist das obszoenste Wort; “ CAZZO!“

  19. quod erat definandum
    Sie nennen es Richtungsstabilisatoren am Kopf

    ich nenne es Scheuklappen …

  20. Titel eingeben
    Wie man neulich lesen konnte, haben Herr und Frau K. die Preise ja um etwa ein Viertel gesenkt, weil es den wenigen Gästen dann doch gar zu teuer war, und zwar trotz der allgemein bekannten recht hohen Preise im Münchener Stadtgebiet, wo ein Steckerlfisch gerne mal 22,25 EUR kostet. Ich würde mich auch nicht wundern, wenn das Mitbringen von Essen dort nicht erlaubt ist, denn ein Biergarten, der von seiner Zielgruppe nur per Automobil erreichbar ist, kann sich nicht allein auf die Einnahmen aus dem Getränkeverkauf verlassen. Wenn dann auch gleich fürs Parken kassiert wird, mei, da fühlt man geradezu die fremde Hand, die sich im eigenen Geldbeutel großzügigst bedienen möchte.

    Ohnehin haben die Ehel. K. in letzer Zeit kein glückliches Händchen, auch die Schrannenhalle war ja ein Flop.

    Und das Preisleistungsverhältnis stimmt bei denen einfach nicht, ich bin da ein paar mal sehr enttäuscht worden. Nach meiner Wahrnehmung „performt“ der Wettbewerber D. hingegen in aller Regel. Die Senf-Hausmarke kann man da übrigens sehr empfehlen, und für den ganz ordentlichen Kaffee (ja den gibt es da auch noch) zahlt man weniger als beim Kaffepapst V am Isartorplatz.

  21. Biergarten
    Biergarten und Etepetete passen eben nicht zusammen.

  22. Auch ein Biergarten folgt dem Gang der Dinge
    Steckt dahinter nicht die urmenschliche Abneigung gegen Neues? Nach einiger Zeit (wenn er überlebt), wird auf einmal eine Gruppe Junge dahingehen, dann wird das Lokal auf einmal schick, dann setzt es Patina an und schließlich werden die Jungen älter und allmählich gehört der Biergarten einfach dazu.

  23. Wie wahr!
    Ich lese so gerne Ihre Beiträge Don Alphonso, immer sehr gut geschrieben und auf den Punkt gebracht!
    Grad heut war ich mal wieder am schönsten See der Welt wie ich finde, und es begann schon im überfüllten Zug mit mehreren in Tracht gekleideten Damen, die aufs Waldfest nach Kreuth wollten, weniger wegen dem Fest selbst sondern eher wegen dem Bier und der Aussicht, einen Herrn abzubekommen der vorgegeben hat, am Tegernsee zu wohnen und in Wirklichkeit in ebersberg wohnt, was die Dame wohl spätestens dann rausfindet, wenn beide mit der Bahn zurück müssen und nicht wie erhofft im fancy Auto ;)
    Dafür hat mich dann der wunderschöne Blick in Point, die Überfahrt und die Zeit im Bräustüberl entschädigt. Auch wenn hier immer mehr Touristen sind und es viele bessere und auch schöner gelegene Biergärten gibt, bleibt es für mich doch einer meiner liebsten Orte am Tegernsee!! Man kann einfach sitzen, sein Bier trinken, dem Geschehen zugucken und zufrieden sein. Schade um den alten Biergarten in Kaltenbrunn, hoffentlich wird’s nicht so wie das undosa in Starnberg … Daher fand ich Ihnen Beitrag heut besonders gut! Freue mich bereits auf den nächsten Artikel! Beste Grüße aus München, es sind wirklich nicht alle so arg daneben hier! und die Gschaftlhuber sind doch auch eh nur neidisch weil die nicht am See leben können und am Abend wieder zurück müssen! Sollens mit ihrem meist geleasten Porsche rumfahren und Fotos machen und denken Sie sinds… Der wahre Reichtum liegt bekanntlich in anderen Dingen.

  24. Weshalb soll ich das alles lesen??
    Text eingeben

  25. Ach.... mein Heimatland....
    Da schiessen mir die Tränen in die Augen, wenn ich die käsebestreuten Gemüsepflanzerl sehe, hier in einem Land in dem man nicht mal weiss was Käse ist. Nicht mal Quark zum Käsekuchen Backen gibt es hier, aber wenigstens sind die Bakterien in der Luft auch hier kostenlos, die man benötigt um das landesweit einzige Sauerteig Brot essen zu können.
    Aber was nimmt man nicht alles in Kauf um nicht jemandem begegnen zu müssen, die sich Meike Catherine nennt….
    Und die Süddeutsche hat tatsächlich noch immer ein Impressum? Man will sich wohl die Möglichkeit offen halten irgendwann doch wieder einen echten Journalisten einzustellen.

    „Die Welt da draussen ist, sollte sie wirklich existieren, kompliziert…“ ist allerdings ein typisch sowohl ein Rottach-Egernischer, als auch ein japanischer Gedanke. Auch beim Grössenwahn sind die Ähnlichkeiten nicht zu übersehen.

    • Kaesekuchen
      Quark scheint tatsaechlich eine fast ausschliesslich deutsche Spezialitaet zu sein, Tyler, aber mit „cream cheese“ (Philadelphia und aehnliches) kann man sich ganz gut aushelfen. Das fluffige des Quarkes geht zwar verloren, aber die festere Konsistenz des amerikanischen Cheese Cakes mag ich auch ganz gerne (viele bevorzugen sie sogar).

  26. barchetta
    Hallo D. A., eventuell kann Andreas helfen. http://www.centro-barchetta.de
    Ich wünsche viel Glück für das kleine silberne Auto!

  27. Disney
    Mich amüsiert es prächtig zu sehen, wie das Bayerische Disney um sein Urheberrecht kämpft: Eskapismus aus Tradition. (Nun schauen Sie doch nur hinauf in die Himmelreiche der Kirchen und vergessen Sie für einen Moment Ihre irdische Not.)

  28. Danke für die...
    …Warnung.

  29. Ein Faktum
    Hochverehrter Don, vielen Dank, dass Sie mir praktisch nebenbei einen Sachverhalt bestätigten, der hier manche Kommentatoren noch gar nicht aufgefallen ist: Die Tegernseer verwenden das böse Wort „Münchner“ für die in München Wohnenden mit norddeutschem Migrationshintergrund, vulgo Saupreißn. Echte Münchner kennen sie vermutlich gar nicht, denn diese kämen nie auf die Idee, an den Tegernsee zu fahren – und gleich gar nicht wegen eines Biergartens, wo doch jeder weiß, dass der schönste Biergarten in München liegt, nämlich in … (erst hier würde unter den echten Münchnern eine Binnendifferenzierung einsetzen). Ich kenne eine Münchnerin, die ohne jede Ironie verkündete, östlich von München sei für sie eine andere Welt. Und wenn Sie, hochverehrter Don, ganz ehrlich sind, dann werden Sie mir auch bestätigen: Die Vorbehalte gegen Berlin und die Berliner, die Sie hier so schön zelebrieren, sind in der Weltsicht der Tegernseer Urbevölkerung ein Nichts im Vergleich zu den Vorbehalten gegen die zugereisten Münchner. In einer bayerischen Dorfwirtschaft (allerdings nicht am Tegernsee) hatte ich einmal das Vergnügen, einem Stammtischbruder zu lauschen, der mehrmals mit den Brustton einer Enzyklika statuierte: „Der Berliner is kei Preiß.“ Das wiederum dürfte manchen Berliner verwundern.

  30. Ich will ja nicht meckern
    Aber dieser bayerische Lokalpatriotismus geht mir irgendwie auf den Sack. So wie hier der Tegernsee als soziales Milieu beschrieben wird, möchte ich da nicht tot überm Zaun hängen, wie man hier in Norddeutschland sagt.

    • Das ist mir schon bewusst. Ich will ja auch nicht versöhnen, sondern Unterschiede herausarbeiten.

  31. Der Biergarten ist nicht mehr das was er mal war...
    Biergärten werden in weiten Teilen Deutschlands leider immer mehr „etepetete“…. Das passt einfach nicht!

    Ein Biergarten sollte Bodenständig wie http://www.compudoc24.de sein.

    • Das finde ich auch bedauerlich – ein Trend, dne man schon von der Armenspeise Zwetschgendatschi kennt. Aber in den Dörfern gibt es noch genug Geheimtips, über die ich hier nicht schreibe.

  32. Es wr einmal ...!
    Schoener Kommentar werter Don Alphonso. Most entertaining. Nur bleibt der Gedanke, dass das ganze Millionair Ding heute gar nicht mehr so toll ist. Wie man be uns sagt: „What’s Million?“ Frueher wars viel, heute der Preis einer grossen Garage in der Metropole. Vielleicht kosten die weniger im Biergarten Paradies Muenchen? Aber irgendiwe bleibt der Eindruck eine Million heute ist nicht mehr das was sie einmal war. Bring more cash, a Million won’t do the job.
    Pax vobiscum

  33. Sie haben Humor
    „dass man sich das am Tegernsee, wo die Millionärsquote so hoch wie die Hartz-IV-Quote in Berlin ist, auch leisten kann.“
    Ich bin ein Hartz-IV-Empfänger und lebe in Neukölln. Als ich am vergangenen Sonntag einen anderen Hartz-IV Empfänger in der Rigaer Straße in Friedrichshain besuchte, da haben wir uns über Ihre Formulierung amüsiert.
    Es entspricht übrigens auch unserer Erfahrung, dass Generäle und Millionäre nicht so spießig sind, wie sich viele, die danach streben, Millionäre zu werden, „die da oben“ vorstellen.

  34. Titel eingeben
    Der Don gibt sich als degernseer und schimpft auf die mingerer.

    dabei ist er nicht mal ein mingerer, sondern blos a Audistoderer.

Kommentare sind deaktiviert.