Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Der Brandanschlag als Mittel der sozialen Kommunikation

| 110 Lesermeinungen

Was du in anderen entzünden willst, muss in dir selbst brennen
Der Algerier Augustinus, Theologe und Ketzerverfolger in Hippo

Also, das ist mir heute Nacht eingefallen: Es gibt ja so Dinge, die in meinen Kreisen nicht nur verboten sind, sondern so verboten, dass sie Kindern gegenüber gar nicht erwähnt werden. Das sind illegale Drogen, Glücksspiel und Prostitution. Niemand sagt zu uns, dass man nicht ins Spielcasino darf. Das tut man einfach nicht. Entsprechend verrucht fühlte man sich dann, wenn man in den 90er Jahren im Babalu tanzen war, einer ehemaligen Rotlichtbar, in der sich damals die Jeunesse Doree der norditalienischen Metropole München drängte. Als ich vor ein paar Jahren im Casino von Monte Carlo speiste, kam ich mir mächtig verdorben vor. Und meine Gemälderestauratorin hat ihr Atelier ebenfalls in einem früher äusserst verrufenen Haus der Stadt. Es ist ein prickelndes Gefühl, 270 Jahre alte Adlige in so einen früheren Animierbetrieb zu tragen, wo dann ihr Teint aufgefrischt wird.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Heute Nacht ist mir dann allerdings eingefallen, dass mir meine Eltern auch nie verboten haben, anderer Leute Eigentum mittels Brandmitteln zu entzünden. Eine eigens durchgeführte Recherche nun hat ergeben, dass sie mir dafür auch nie ein Placet erteilt hätten. Nachdem meine Erziehung vorbildlich war, darf ich daraus ableiten, dass ein derartiges Verhalten wirklich, absolut und ohne Ansehen der Umstände stets unhöflich ist, sich aus sich selbst verbietet und ganz ehrlich, wer ein gutes Buch hat, der kann doch auch lesen. Allerdings musste ich nun gestern vernehmen, dass Unholde im sächsischen Freital das Auto des Fraktionsvorsitzenden der Linken ihrer Gemeinde angezündet haben, was nicht nur etwas über ihre Bibliothek, sondern auch mutmasslich etwas über ihre Befindlichkeit angesichts der Zuwanderung ausdrückt: In Freital wird von sog. „besorgten Bürgern“ versucht, eine Unterkunft für Asylbewerber zu verhindern. Und wer anderer Meinung ist, wird unter Druck gesetzt. Nun eben wohl auch vermittels eines Brandanschlags gegen ein Auto.

Autos sind, so habe ich in letzter Zeit allerdings von Ignoranten ohne Erfahrung mit der Mille Miglia häufig gelesen, nichts wert. Da sollte man sich nicht so haben, sagte man etwa bei Twitter und Grünen angesichts von Bloccupy, obwohl damals auch Menschen – Polizisten nämlich – in Autos sassen. Man hörte so etwas auch bei den Flora-Krawallen und vor allem bei den vielen Brandanschlägen gegen Autos in Berlin. Linke Zeitgenossen finden die empörten Reaktionen auf solches Treiben angesichts des Rechtsextremismus völlig verfehlt – und es sind eben jene Zeitgenossen, denen das Wort „Rechtsterrorismus“ leicht von den Lippen geht, wenn ein Auto eines Linkenpolitikers in Freital brennt. Der ideologische Heizwert eines Autos ist also nie gleich, sondern rührt von der Einstellung des Halters her: Ist es das Autos eines B.Z.-Autors Schupelius, sieht man bei Indymedia gute Gründe für den Anschlag und brüstet sich, hat Schupelius doch Kritisches zur Migration geschrieben. In Freital dagegen ist es ganz anders. Umgekehrt sehen sich die dortigen Gewalttäter mutmasslich ebenfalls eher im Recht, und vielleicht schütteln sie sich wiederum vor Abscheu angesichts dessen, was man Schupelius angetan hat.

brandd

Ich wurde, wie gesagt, gut erzogen und zwar nicht so, dass ich, wie es das alte Herkommen empfiehlt, beiderlei Herrschaften darauf hinweise, wie weh es tut, wenn eine dicke Platzpatrone im Drilling einen traditionellen Hagel von grobem Salz und gehackten Sauborsten in primäre Körperteile von Sachbeschädigern treibt. Das machen wir hier schon lang nicht mehr und ich weiss davon auch leider nur aus Erzählungen meiner nicht immer so friedfertigen Familie. Daher möchte ich nun den Versuch unternehmen, die beiden Gruppen, die so gern Autos anzünden und sich beschweren, wenn es das falsche Gefährt ist, ein wenig Verständnis für einander zu lehren. Weil, es ist doch so: Der Nazi, nennen wir den um Brandbeschleuniger besorgten Bürger einmal traditionell, der Nazi also hasst Asylbewerber. Die nämlich nehmen ihm in seinen Augen den Job weg, verunstalten seine Heimat, verdrängen ihn aus seiner wenig erbaulich eingerichteten Wohnung, machen laute, fremdartige Musik, essen komische Dinge, haben teure Smartphones und sind eigentlich von der Obrigkeit nur hier angesiedelt worden, um sein Volk, das hier schon immer war und immer das Sagen hatte, zu demütigen und zu unterdrücken. Ein Volk, das nicht mehr aufzumucken wagt, aber er, der Nazi schreitet zur Tat und setzt ein flammendes Fanal. Denn diese Fremden wollen nicht nur von dem profitieren, was andere hier aufgebaut haben, sondern es auch zerstören.

Der andere, der rotlackierte Nazi, um einmal einen historisch gewachsenen Begriff zu verwenden, sitzt also in Berlin und lebte bislang ganz gut von Solikonzerten, den Überweisungen seiner Eltern, Bafög, irgendeiner umgeleiteten Förderung zum Kampf gegen Nazis und Aufträge seiner bei der ARD arbeitenden Freunden oder wie solche Leute eben leben. Die finden nun, dass es in ihrem Kiez zu einer massiven Migrationsbewegung kommt. Leute, die ihm und seinesgleichen die Räume für die finanzierende Aktionen nehmen, Leute, die Heimat der Alteingesessenen mit einer perversen Neigung zur Sauberkeit verunstalten, Leute, die sie aus ihren dank Mietstreik und Dauerprozess billigen Wohnungen verdrängen, Leute, deren Kinder sehr laut Violinkonzerte von Mozart hören, Leute mit nichtveganem Nichtvolxküchengeschmack, Leute mit teuren Smartphones, und sie kommen nur her, weil die Obrigkeit sie hier ansiedelt, um das Volk der Freiheit, das hier schon immer war und immer das Sagen hatte, zu demütigen und zu unterdrücken. Ein Volk, das nicht mal mehr am Ersten Mai eine anständige Randale gegen das Schweinesystem hinbekommt, aber er, der rotlackierte Nazi schreitet zur Tat und setzt ein flammendes Fanal. Denn diese Fremden wollen nicht nur von dem profitieren, was andere hier aufgebaut haben, sondern es auch zerstören.

brandb

Ich lese berufsbedingt oft im Internet Texte, denen ich mich nicht anschliessen kann, und wir reden leider auch viel zu wenig über Gemälderestaurierung und Petersburger Hängung, und zu oft, leider, über unerfreuliche Entwicklungen. Eigentlich müsste ich mich qua Herkunft von beiden besagten Gruppen ebenfalls verfolgt fühlen, aber privat habe ich keine Angst, denn sie sind vermutlich zu beschränkt, auch nur eine Fahrkarte an den Tegernsee zu lösen. Wäre ihre Intelligenz auch nur auf dem Niveau eines deutschen Schäferhundes oder einer Giftnatter auf dem Leuchtenden Pfad, würde ihnen auffallen, dass sie nicht nur Repräsentanten der anderen Weltsicht gleichermassen die Autos anzünden, sondern in der Begründung auch zeigen, dass ihre Interessen deckungsgleich sind: Sie finden, dass sie im Recht sind, sie fühlen sich aber durch Veränderungen bedroht, die möglicherweise die Welt ganz anders betrachten, und zünden deshalb etwas an. Beide empfinden sich als Opfer, das in Notwehr handeln muss und darf. Beide haben Verständnis dafür, dass es das Auto der anderen erwischt, und hätten gern ihren VW Golf II Diesel behalten. Und beide hören auf ihren Solikonzerten Musik, deren Text gebrüllt und gewaltverherrlichend ist, lehnen den Staat ab und stehen Drogen nicht ablehnend gegenüber. Ja, sie könnten sich sogar mit wenigen Worten Veränderung gegenseitig die Bekennerschreiben und Vorwürfe formulieren. Und weil das Anzünden von Autos nicht immer ganz ungefährlich ist, in der Nacht und häufig blau wie eine Strandhaubitze, könnten sie doch auch ihre eigenen Autos in Brand setzen und es dann der Gegenseite zuschreiben.

In der gewonnenen Zeit könnten sie auch mal wieder für Mutter einen Strauss Feldblumen pflücken, einen roten Johannisbeerkuchen oder braune Muffins backen und sich überlegen, ob ein paar hübsche Antiquitäten ihr Wohnumfeld nicht freundlicher gestalten. Oder einen Spielplatz aufräumen. Es gibt da jede Menge Synergien im politischen Kampf, da hat man viel Zeit für anderes, und nicht auszuschliessen ist, dass man sich nach dem vierten Bier und dem dritten Joint doch ganz prächtig versteht und zusammen die Titelmelodie der Biene Maja intoniert. Sehen wir den Tatsachen ins Auge, egal ob Demokrat oder Totalitärer, Benzin brennt immer gleich, und es ist ihm egal, welches Fahrzeug es verzehrt. Wenn man Adressen tauscht, kann man das vielleicht auch direkt unter Freunden machen und die Linkenpolitiker und den Schupelius in Ruhe lassen. Ich stimme vermutlich beiden Meinungen gar nicht zu, ich bin nämlich für die Zerschlagung Deutschlands, Bayern in den Grenzen von 979 bis zur Adria und für die offizielle Wiedereinführung der ohnehin schon vorhandenen Leibeigenschaft, nur halt mit friedlichen Mitteln ohne Brandanschläge. Dennoch würde ich gern andere Meinungen hören, weil sie mich interessieren, und jedes öffentlich geäusserte Argument besser als ein verbranntes Fahrzeug ist. Egal wer der Halter auch immer sein mag.

brandc

Abgesehen davon wird den Leuten mit den Kanistern ohnehin wenig anderes übrig bleiben, denn die Gentrifizierung in Berlin treibt die Autonomen so oder so vor die Stadt zu ihren Noch-Feinden, und da kann es nicht schaden, sich frühzeitig zu integrieren. Das klappt auch in Bayern recht gut: Die Münchner treiben bei uns am Tegernsee zwar die Preise für gebrauchte Lederhosen nach oben, aber auch, wenn wir über sie schimpfen, lassen wir sie kommen und zünden ihre Autos nicht an.

Denn mit denen fahren sie am Ende auch wieder weg.

35

110 Lesermeinungen

  1. Titel eingeben
    Lieber Don, beim Lesen Ihres Blogs muß ich beständig zu Superlativen greifen. Sie sind der Beste! So wunderbar bösartig. Wie das Wort halt schon sagt, böse und artig dabei.

  2. Der politische Kreis ...
    … Bringt mit sich, dass „ganz links“ und „ganz rechts“ schon wieder sehr nah beieinander stehen. Gut zu beobachten bei Horst Mahler oder eben auch in Neufünfland …
    Dummerweise tragen manche Chaoten diese „Proteste gegen Gentrifizierung“ mittlerweile auch ins friedliche Nordbayern. Man google in diesem Zusammenhang „Gostenhof“ und wundere sich. Vielleicht doch ein Fall für die Sauborsten?

    • Danke für den Hinweis – in Bayern ist das zum Glück ja noch selten. Nordbayern ist doch wirklich nicht teuer, oder?

  3. Dass man Brandstiftern keinen Sauposten mehr in die Weichteile jagt,
    bedaure ich ausserordentlich. Völlig egal, wer aus welchen ihm überzeugend scheinenden Gründen gerade zündelt. Das ist kein Zeichen von Fortschritt, sondern eines für fortgeschrittene Dekadenz.

    Den Gedanken an gegeneinander ausgetragene Zündelspiele in eigens dafür eingerichteten Safe Spaces für Nazis und Linksextremisten haben schon mehr Leute gehabt. Ich finde ihn charmant und wüsste auch nicht, warum das nicht umgesetzt werden kann. Wir könnten eine Zündelliga einrichten, mit schönen Rankingstabellen und Zeitlupen-Widerholungsschleifen für den besten Molliwurf zu jugendfreien Sendezeiten. So spannend wie Fussball wird das allemal?

    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • Man hat sich irgendwie daran gewöhnt, es zählt nicht mehr besonders, und mich regt das enorm auf, weil es de facto Terror ist und nichts anderes. Wer sowas macht, sollte wirklich harte konsequenzen zu spüren bekommen.

    • Sie haben die Antworten doch schon in Ihren Kommentaren:
      Die einen wollen nur spielen, meinen es doch nur gut oder sind gar nicht politisch motiviert. Die anderen sind Untermenschen. (Nicht) lustigerweise das exakt umgekehrte Argumentationsmuster, dass so mancher deutschen Polizeidienststelle und so manchem deutschen Politiker um die Ohren geschlagen wird, wenn es um Rechtsextremisten geht. Zu recht, ganz nebenbei, aber es zeigt doch nur, dass nur die politische Polarisierung darüber entscheidet, wen oder was man anzünden darf und wer das gerade nicht ganz so toll (aber eigentlich doch völlig okay) findet.

      Ich würde ja ganz einfach darauf bestehen, das Gewaltmonopol des Staates und den deutschen Rechtsstaat robust gegen jedermann durchzusetzen. Bevor ich mich daran erinnerte, dass man auch mit dieser Haltung schon ein analfixierter autoritärer Character ist, oder so ähnlich jedenfalls :-). Und wer will das schon sein?

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Erbärmlich.
      Sauposten in die Weichteile von Brandstiftern? Dann befürworten Sie Gewalt genauso wie diese und sind kein bisschen besser.

    • Verehrter Herr Franke, gegen Gewalttäter hilft leider erfahrungsgemäss im konkreten
      Fall nichts. Ausser Gewalt. Wenn Sie das anders einschätzen – wie wär´s mit einem Beweis? Sie halten Brandstifter mit was auch immer ausser Gewalt vom Brandstiften ab, ich spiele aus sicherer Entfernung Zeuge (und besorge mir vorher Popcorn).

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Werter ThorHa & Don
      Sie sollten ein wenig präziser formulieren…. Sie meinen ja sicher dasselbe, nämlich, dass Brandstiftung solcher Art in IHREM Umfeld nichts verloren habe und dort zermanschte Weichteile verdiene. Nun, so kann man denken… aber was mir dabei immer wieder fehlt wäre eine gleichzeitige Kritik an solchen Feuerchen, wenn sie statt des eigenen Autos irgendwelche Menschen, sogar Kinder betreffen, wie derzeit zB im Jemen zu besichtigen.
      Sehen Sie, die Drohnen des besten Landes dieses Erde sind mit Hellfire Raketen bestückt, deren Wirkung der von Napalm gleicht. Es ist unlöschbar. Da fliegt so ein Ding, obwohl es doch eigentlich nur ein Terroristen Smartphone treffen soll, mitten in eine Hochzeitsgesellschaft und verbrennt schon mal eine Hand voll Kinder, so als collateral damage…
      Das Gejammer über abgefackelte Porsches, das als einzige Wirkung wegen der Dümmlichkeit der Zündler ja nur höhere Versicherungsgebühren für alle sich nachsichzieht, kann man problemlos nachvollziehen… Weniger klar ist mir aber, warum das so ein entsetzliches Problem sein soll und mit unverzüglicher Kastration zu bestrafen sei, während perverseste Morde nicht ein einziges Mal Erwähnung finden… hier, in den Stützen der Gesellschaft… denn wer würde diese Bezeichnung wohl mehr verdienen als US Mordbuben?

    • Die Drohnen des besten Landes dieser Erde würden nicht eingesetzt,
      wenn diesem Land und allen anderen als „Ungläubigen“ definierten ihre Adressaten nicht den Krieg erklärt hätten. Offen. Mit sichtbaren praktischen Folgen.

      Und da die historisch erprobten Alternativen in Bodenkrieg, Luftkrieg oder Kapitulation bestehen, kann ich keine weniger schädliche Alternative erkennen. Im Falle von Protesten in Deutschland (ob gegen Zuwanderung oder gegen Gentrifizierung oder Globalisierung) gibt es eine Vielzahl von ebenso legalen wie legitimen Alternativen zur Brandstiftung. Unterchied klar?

      Gruss,
      Thorsten Haupts

  4. Bayerische Grenzen
    Bayern in den Grenzen von 979 ist prinzipiell O.K.. Allerdings würde ich ungern Würzburg und das umliegende Weinbaugebiet an die verbleibende BRD abgeben. Es wäre dann Ihre Aufgabe, werter Don, eine alte Urkunde beizubringen, dass dieses Gebiet schon immer Teil des bayerischen Stammesherzogtums war. Kann mit Ihrer Vorbildung doch nicht so schwer sein, bei diversen Schenkungen an die Mutter Kirche hat es doch auch immer gut funktioniert.

    • Mainfranken als katholisches Kernland kann ja überlegen, ob es zu den Ketzern in Frankfurt als Sklave will, oder uns nicht doh lieber Tribut leistet.

    • Sachsen
      Na schön, dann nehmen wir hier im Norden das Stammesherzogtum Sachsen, drehen die Zeit vor auf Heinrich den Löwen und schnappen uns Bayern noch dazu. :-)

    • Bitte nicht.
      Tut mir leid, aber ich würde mich lieber zusammen mit meiner fränkischen Heimat dem Rest der BRD anschließen, als in den Bayerischen Topf geworfen zu werden. Zumindest würde ich das tun, wenn ich eine Wahl hätte.
      Nichts gegen Sie, Don. Aber als Mainfranke in der Wahlheimat Nürnberg fühle ich mich ob der „Tribute“, die ich an München zu zahlen habe (und der im Gegenzug doch recht stiefmütterlichen Behandlung der fränkischen Regierungsbezirke durch die bayerische Landesregierung), doch mehr als Sklave respektive Leibeigener, denn als „freier Bayer“.

      Was jedoch den Artikel angeht: Er ist hervorragend geschrieben und trifft ins Schwarze. Chapeau!

  5. Uhh
    habe ich das richtig gesehen? Mit Pudelmütze in so einem Auto? Also das hat beinahe wieder Stil.

    Extremisten ähneln sich, egal ob religiös, politisch oder auf irgendeinem anderen Feld. Die Realität ist zu komplex um in einfache Formeln zu passen, also muss sie sehr selektiv wahrgenommen und interpretiert werden. Was mir nicht in den Kram passt ist allein deshalb falsch. Diskussion kaum möglich.

    Mit einem gewissen Anteil an solchen Leuten kann eine Gesellschaft ungehen, aber wenn eine kritische Menge überschritten ist, dann wird es Zeit auszuwandern und zu hoffen, dass man gastfreundlich empfangen wird.

    • Das Problem ist, dass sie sich nicht selbst miteinander beschäftigen und aufheben, sondern die anderen in Mitleidenschaft ziehen. Dem Flüchtling und dem Gentrifizierer werden gleichermassen die Fenster eingeworfen und die Flure angezündet, und das als irgendwie „normal“ und „gewünscht“ verkauft. Dazu kommen dann noch Medien mit mangelnder Distanz. Sehr unschön, das alles.

  6. Augustinus
    nun werde ich also auch noch von DON, mitten im lebenslustigen sommer mit IHM konfrontiert, es reicht doch, wenn Popper in neuseeland den europäischen weltkrieg mit skorbut und materiell mittelos beobachtend IHN fast verherrlicht und der sprachfabulierer vom überlinger see IHN wohl in einer nebligen februardepression seitenlang vergöttert.
    brannten zu zeiten Poppers niederschriften wohl auch ganz städte inklusive ihrer einwohner, so brennen am see derzeit noch zum glück nur die kerzen: in der barocken wallfahrtskirche in birnau.

    • Ich wollte nur die Tradition aufzeigen, in der die Brandstifter stehen. Als Nichtkatholik gefällt mir das.

  7. Darum das Schweigen der Lämmer oder mit dem Kopf durch die Mauer
    Wart ihr alle schön euren Repräsentanten wählen?
    Dann will ich daran erinnern, daß die Teilnahme an einer Wahl, ein System legitimiert, völlig gleichgültig welche Partei gewählt wird.

    Liegt es vielleicht an Leutchen, die Modelle von Wirklichkeit nicht unterscheiden können? Noch ein paar blutige Köpfe gefällig?

    Fragen wir einmal den Rainer? Nein, nicht den von hier, den hier:

    Warum schweigen die Lämmer? – Demokratie, Psychologie und Empörungsmanagement.
    Der Vortrag von Rainer Mausfeld
    https://www.youtube.com/watch?v=Rx5SZrOsb6M
    Die Diskussion zum Vortrag
    https://www.youtube.com/watch?v=KNt8HWY0Eto

  8. Als Bagdad und Kabul brannten hätte man sich so einen feurigen Artikel gewünscht.
    Aber die teuren rotlackierten Autos wollten weiter billiges Benzin tanken, und da kann man schon mal schweigsam werden …

  9. Exakt!
    „Ein … Verhalten „, sich uneingeladen dreist oder gar mit Gewalt in andere Länder und deren Sozialsysteme zu drängeln, ist „… wirklich, absolut und ohne Ansehen der Umstände stets unhöflich … [und] …verbietet sich von selbst!“ Und sich dann auch noch über mögliche Folgen zu beschweren, ist geradezu der Gipfel der Unverfrorenheit!

  10. Algerischer Kirchenvater?
    Lieber Don!

    Die Tatsache, daß die Stadt Hippo auf dem Gebiet des heutigen Algerien liegt, macht den aus ihr gebürtigen Kirchenvater Aurelius Augustinus noch nicht zum „Algerier“.

  11. Na...Ja
    wenn man die Berichterstattung verfolgt, was in der Welt so
    geschieht, ist es wie immer: quod licet iovi non licet bovi.

    Oder je übler das Bild auf der großen Bühne, desto gezügelter
    sollen sich die ‚Unterschichten‘ verhalten?
    Ein frommer Wunsch.

  12. Weitere Gemeinsamkeiten ...
    Schon öfter habe ich überlegt, ob die Nazis, der schwarze Block und die IS Krieger wohl den selben Schneider haben.
    Die völlige Humorlosigkeit wäre ein weiteres verbindendes Element.

  13. ...links ein paar Autos...rechts ein paar Tote...ist doch dasselbe
    Lieber Alfonso,

    immer wieder kommen die selben Vergleiche aus einer dümmlich konservativen Ecke, die sich gerne für weder rechts noch links hält. Sie kamen von der FDP, als ihnen jemand zuhörte, kommen zuhauf von CDU/CSU und ab und an von SPD. Es heißt da immer, rechte Gewalt = linke Gewalt, aber ich möchte gerne von Ihnen lieber Don wissen, wie es wohl wäre, wäre der NSU ein Kommunistischer Untergrund? Oder wie wäre es wenn die etwa 190 Todesopfer rechter Gewalt (offizielle Zahl, Dunkelziffer wohl höher) von links verursacht worden wären? Erinnern sie sich an die Verhaftung eines HiWis der Humboldt Universität, weil er möglicherweise in Verbindung mit einem Brandanschlag gegen zwei LKWs des Militärs gewesen sein soll (rückgeführt auf Schriften)?
    Linke „Terrorgruppen“ werden als solche identifiziert, bevor sie überhaupt einem Menschen schaden, rechte Gruppen müssen sich schon anzünden und bekennen, damit sie identifiziert werden.
    Nein Monsieur Alfonso, in ihnen steckt noch die Angst des Grand Terreurs, als man Adelige zum Schaffott führte. Gewalt nach unten, rechte Gewalt, ist ihnen sehr egal, Gewalt nach oben, linke Gewalt, ist da schon gefährlicher…das die absolute Zahl an Hinrichtungen während des Terreurs nicht größer war als davor, wissen sie sicherlich auch, oder? Aber ein Schwarzer, ein Araber, ein Thai, sind für sie doch so ähnlich wie ein Auto des Monsieur Schuppelius, also was soll es Sie kümmern: Pöbel ist Pöbel, oder?

    Grüße,
    El Presidente

    P.S. Der Großteil der in Berlin brennenden Autos hatte entgegen der weit verbreteten Annahme keine politischen Hintergründe – es war persönlich motivierter Vandalsimus…aber, Schwamm drüber…ciao

    • Da habe ich bessere Tipps
      Immer schön kleinreden und sich klammheimlich mescalerohaft freuen, dafür sorgen, dass Kriminalität gegen Deutsche statistisch nicht erfasst wird, den NSU-Prozess aufblasen zum Jahrhundertfall, und die tausenden Fälle linksgrün motivierter Gewaltkriminalität verharmlosen oder anpreisen als Widerstand, der qua Wächteramt geboten sei, zur Differenzierung mahnen und gleichzeitig auch Sozialtouristen und Glücksritter als „Flüchtlinge“ adeln, weil man das eine nicht gegen das andere ausspielen dürfe und man sei ja ein reiches Land, zudem sei links ja immer Gewalt gegen Sachen, das müsse man differenzieren, während der Hatespeech brandgefährlich sei und man schon morgen wieder Deportationen habe und die Leute würden an Mauern angeknallt und eingesperrt, Mist, das waren ja die falschen, aber Sie haben das Prinzip sicher verstanden und können es ausprobieren, so in etwa.

    • Der NSU ist tatsächlich ein Jahrhundertfall und eine unfassbare schande für Deutschland.

    • @El Presidente
      Sie missverstehen da was…

      Dieser Blog vertritt ganz offen und un-verschämt die Interessen des 1%
      D.A. tut niemals so, als wäre das anders. Dass er da öfter mit linken als rechten Gewalttätern zu tun hat ist normal, er lässt allerdings nioe Zweifel daran, dass beide inakzeptabel sind. Nur beio Staaten, da diese nun mal stets seine INteressen vertreten drückt er beio Gewalt, und zwar nicht nur gegen Sachen, gerne mal ein Auge zu. Da ihm weder in Ingolstadt noch in Rottach Egern von neoNazis Gefahr droht, er aber wegen viel Besitz anfällig für Verluste ist, steht der Feind für ihn nun mal zumeist links….

      Leider kann man hier keine Bilder hochladen, sonst würde ich eine Karikatur aus dem New Yorker, von vor ein paar Wochen hochladen. Man sieht die feinere Gesellschaft bei Cocktails plaudern, als eine der anwesenden Damen zu vorgerückter Stunde den Vorschlag macht: „Let us go out und burn some luxury cars and fuck with the brains of the police profilers…“

  14. Mainfranken vs Aschaffenburg
    Na wenn schon, dann wieder zu Mainz – dahinter fängt direkt Rheinhessen mit jeder Menge Wein(-Franken?) an.
    Zurück zum Ärgernis: Früher, im letzten Jahrtausend gab es ein Mittel zum freihalten von Wegen bez. Unkraut etc.. Damit wurde auch viel Schaden angerichtet. Aufgrund mangelnder Intelligenz haben sich die Akteure aber des öfteren selbst aus dem Verkehr gezogen – ganz im Sinne der „Darwin Awards“ – denn ein Schlag- und Reibungs-empfindliches Gemisch mag nicht mit einem Hammer in ein 1-zölliges Rohr verdichtet werden.
    Ergo sollte man den Zündlern nur ausreichend gefährliche Hilfsmittel zur Verfügung stellen oder die entsprechenden Informationen dorthin kommunizieren… Den Rest dürfte diese „Elite“ dann selbst erledigen und sich damit selbst erradizieren. Zugegebenermaßen als Maßnahme etwas härter als gehackte Sauborsten und grobes Salz. –> Grober Klotz = grober Keil!

    • Eine Strategie der anhaltenden Dummheit
      Seit hunderten von Jahren wird die Behauptung aufgestellt, daß Gewalt durch Gewalt endlich verschwinden würde. Trotzdem ist diese Gewalt immer noch da, die ist einfach nicht tot zu kriegen.

      Ist Ihnen schon einmal in den Sinn gekommen, daß das Konzept vielleicht auch einfach nicht funktioniert?

  15. hm
    Es ist ja richtig zu kritisieren, dass „der Heizwert eines Pkw nie gleich zu sein scheint. Aber im übrigen hinkt der Vergleich so sehr … die Brandanschläge in Berlin haben Methode, mit anderen Worten: Es sind zweifelsfrei „Anschläge“. Der „Brandanschlag“ auf den Pkw des Linken war aber wohl ein Polenböller. Das ist wohl eher nicht methodisch und daher um so fragwürdiger; ein derartig dummer Brandstifter macht mir noch mehr Angst als ein routinierter. Müsste man vielleicht doch mal das Ermittlungsergebnis … ich bin ja schon stille! Wie gut, jedenfalls dass wir Journalisten mit dem direkten Draht zur Wahrheit haben!

    • Titel eingeben
      Soweit ich mitbekommen habe, waren die Brandanschläge auf Autos in Berlin vor ein paar (zwei?) Jahren alle – wie schon weiter oben jemand klargestellt hatte – privater, unpolitischer Natur. Der Mann wurde damals gefasst und verurteilt; es war kein Linker und kein Rechter.

    • ...
      Na, wenn Sie DAS glauben, KDM …. fragen Sie doch einfach mal den türkischen Abgeordneten der SPD, dessen Berliner Büro auch schon von mehreren linken Anschlägen heimgesucht wurde. Aber klar – nur weils Linke gibt, sterben ja die „normalen“ Brandstifter auch nicht aus.

  16. Soziales Gefälle zwischen B und HH
    „Es ist erschreckend, wie gerne ich manche Zeitungen lese, obwohl ich sie eigentlich hasse. Apropos hassen: Ich halte brennende Autos für ein starkes Ausdrucksmittel, getraue ich mich aber nicht, eines anzuzünden, da ich viele Freunde habe, die eine Beschädigung ihres Autos für einen Angriff auf ihre Persönlichkeit halten würden.“
    (aus dem Lied „Bloß weil ich friere“ der Goldenen Zitronen aus Hamburg)

    Merke: Hamburger Linke haben Freunde mit Autos, Berliner Linke anscheinend nicht …

  17. Brandanschlag als Mittel sozialer Komunikation.
    Pares inter pares, Gleiche unter Gleichen, sie verstehen sich. Ob Linke oder Rechte, Christen oder Muslime spielt hierbei keine Rolle. Was ihnen gemeinsam ist ist die Gewaltbereitschaft, ihr primitiver Charakter. Die Integrationsprobleme der Migranten und der Widerstand gegen Migranten resumiert sich in der Qualitaet der Charaktere. Je primitiver der Charakter, desto primitiver die Mittel (Gewalt) und der „philosophische“ Hintergrund, der Kontext der zu errichtenden oder zu erhaltenden Pseudoibentitaet. Das sieht man beim IS. Man hat ihnen ihre primitive Pseudoidentitaet zerstoert und jetzt errichten sie sich eine Neue.

  18. Wie immer - alles kompliziert und zusammenhängend
    Ob es gute Erziehung (Was ist das eigentlich?) braucht für das gesicherte Wissen, dass ich niemandes Haus, Auto,… anzuzünden habe? Brennende-Autospunktde. Terror? Ich denke schon. Eine Karte der brennenden bzw. attackierten Asylantenheime ist mir bisher noch nicht begegnet. Mittlerweile ein erschreckende Zahl. Sicher aber ist, dass auch nur annähernd soviel brennende Synagogen zu erheblich anderen staatlichen Gegenmaßnahmen geführt hätten. Möchte ich annehmen und gleichzeitig befürchten.

    Und nicht zu vergessen jene Brandstifter, die völlig ohne Benzin (Braucht man fürs Autoanzünden übrigens gar nicht.) und Streichhölzer unterwegs sind und noch sehr viel größere Brände legen. Es lässt sich ja nun nicht leugnen, dass das Anzünden der als feindlich wahrgenommenen Häuser,… leider eine gewisse Tradition bei Menschen hat. Und die scheint uns gerade mal wieder einzuholen. Und hat mit „Autonomen“ oder „Gentrifizierungsnutznießern“ nichts zu tun.

  19. Idiotisch - nicht drauf eingehen...
    In Berlin gab es viele Wohnungen, wenige Mieter ==> Die Preise waren niedrig. Jetzt gibt es genau so viele Wohnungen, aber eben viel mehr Leute, die wohnen MÜSSEN ==> Treibt die Preise nach oben. Hinzu kommt, dass VERMIETER und WOHNUNGSEIGENTÜMER stets darauf bedacht sind, den Mietpreis durch halbherzig getätigte Renovierungen weiter zu steigern. Der Mieter muss es zahlen, denn er muss wohnen.

    Und die „logische“ Konsequenz daraus, dass der VERMIETER stetig seine Preise so weit nach oben schraubt wie er kann ist, dass man dem MIETER das Auto anzündet. Entschuldigung, aber das ist so idiotisch, dass man darauf garnicht eingehen sollte. Mich ärgern nicht die Leute, die Autos anzünden – denen kann man nicht helfen. Sie leben in einer selbstgerechten Welt, welche sich nur um sie selbst und ihre persönliche Misere dreht. Sie haben aufgehört bzw. nie damit angefangen, ihre Taten und Motive zu hinterfragen und sind eigentlich ständig auf der Suche nach Schuld, dem Schuldigen und noch mehr Ungerechtigkeit – denn Empörung fühlt sich kurze Zeit sehr gut an – zeigt es doch, wie weit man selbst als Individuum von solchem Handeln entfernt ist.
    Was mir aber gehörig gegen den Strich geht ist die mangelnde, mediale Distanz. In den Zeitschriften wird nie darüber diskutiert, ob es richtig ist, ein Asylbewerberheim anzuzünden – Gott sei Dank ist das so klar falsch, dass man es nicht mehr sagen muss. Aber wenn Autonome ihre Verwüstungszüge starten müssen sie nur sagen: „Ach, das war für die Flüchtlinge und für den Weltfrieden“ und just bekommen sie Verständnis entgegen gebracht. In Hamburg konnte man das schön sehen. Da gab es eine Demo für die Rote Flora und für die Flüchtlinge. Die Flüchtlinge selbst haben durch ihre Vertreter klar gemacht, dass sie NICHT Teil der Demo sein wollten. Die Demo wurde trotzdem in ihrem Namen abgehalten denn die Autonome Szene kann ja nicht Bullen mit Steinen beschmeißen und randalieren, wenn es dabei nur um ihre Belange geht – sie sich doch die Beschützer der Schwachen – auch wenn die Schwachen das nicht wollen. Dass die Schwachen und deren Anliegen in Wirklichkeit nur instrumentalisiert werden um dem eigenen Frust ein Ventil zu geben… egal.

    Wir lernen: Parke nie im Halteverbot, zünde keine Autos an, verprügel keine Polizisten, schmiere keine Hauswände voll und stehle nicht… Wenn Du es doch tust, tus wenigstens für den Weltfrieden oder für die Flüchtlinge – auch wenn beides keinen Vorteil daraus zieht.

  20. Der Wortrückschlag
    als Mittel der Verhinderung unerwünschter, lästiger, verantwortlicher Kommunikation?

  21. "Ich wolte nur" -
    fiel bei uns schon immer unter „Kinderzimmer“ – spätestens in der Pubertät abzulegen? Ggfls. durch Erziehung und sanfte Einwirkung von Erziehern und Erwachsenen?

  22. Law and Order
    Wunderbarer Artikel, vielen Dank!
    Ich habe mich schon bei früheren Gelegenheiten gefragt, wenn sich Polizisten z.B. zwischen linke Chaoten und rechte Hooligans stellen mussten, ob es nicht klüger gewesen wäre, die beiden Parteien den Kampf in Ruhe ausfechten zu lassen – unterstützt vom Freund und HELFER durch die Überlassung der Schlagstöcke? Es hätte keine verletzten Polizisten gegeben und beide Seiten hätten sich endlich mal näher kennenlernen können. Durch die danach reduzierte Zahl der Gewalttäter hätte auch die Gesellschaft insgesamt profitiert.

    • V-Männchen & V-Weibchen
      Wie wär’s mit Agent Provocateurs der verschiedenen Dienste?
      Vielleicht gäbe es dann erst recht sehr viel mehr verletzte Polizisten?
      Und weil keiner vom anderen sicher weiß, stehen gerade deshalb die Kollegen zwischen den beiden Lagen?

      ;-)

  23. Methodenvorschlag
    Eine Vorstufe der der eingegrenzten Heizkampagnen für das alter ego gab es doch schon in den Banlieues von Paris, wo ja in vielen Fällen die eigenen Autos angezündet wurden bzw. die der Mitbewohner. (Ob der vom Präsidenten damals als Regulierungsmechanismus vorgeschlagene Kärcher allerdings in D auch tatsächlich als Feuerwehrgerät zugelassen würde, muß noch geklärt werden.)
    Was aber noch fehlt, ist die beste Methode der Hinführung der präsumtiven Beteiligten an das vorgeschlagene Verfahren. Ohne Dope bzw Alk sind sie vielleicht doch nicht so leicht dafür zu begeistern – obwohl es ja auch besonders bei den „Linken“ einen harten Kern geben soll, der sich eher für die Randale an sich interessiert.
    Und auf der anderen Seite können sich vielleicht hier endlich einmal die V-Leute nützlich machen, die doch oft eher den Eindruck erweckten, sie trügen die entsprechenden Gruppierungen weitgehend alleine? Die könnte man dann in Uniformen stecken und schon wäre das passende Feindbild geboten.
    Ach ja – vergessen habe ich noch die „Fußballfans“, die gerne Stadien „beleuchten“ – dann wäre gleich in mehreren Bereichen wieder etwas mehr Ruhe.

  24. Ein Faktennachtrag, zwei Nachfragen
    Der Faktennachtrag:
    Die Zahl der Brandanschläge auf Autos in Berlin ist seit 2011 stark rückläufig. Von den Auto-Brandanschlägen des Jahres 2013 sieht die Berliner Polizei weniger als 10 Prozent als politisch motiviert an. (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Brandanschl%C3%A4ge_auf_Kraftfahrzeuge_in_Berlin).
    Aber ich gebe Ihnen, hochverehrter Don, hundertprozentig Recht: die – relativ wenigen, absolut aber immer noch erschreckend zahlreichen – politisch motivierten Auto-Brandstifter „aus Notwehr gegen die Gentrifizierung“ sind moralisch und intellektuell den Freitaler Tätern zum Verwechseln ähnlich. Neulich las ich übrigens, dass 70 Prozent der ostdeutschen Neonazis sich die DDR zurückwünschen.
    1. Nachfrage: Ist Ihnen bei der lustvollen Zelebrierung der Klischees eines eventuell verrutscht? Die vegane Ernährung dürfte bei den Reichen, die das Viertel gentrifizieren, doch viel verbreiteter sein als bei den Brandstiftern.
    2. Nachfrage: Was sind „primäre Körperteile“ und wie hat man sich das mit der Platzpatrone vorzustellen?

  25. Titel eingeben
    Guten Tag Herr Alphonso.
    Also Ihre Texte bereiten mir doch regelmäßig Kopfzerbrechen. Recht zynisch, und zum Schluss verzweifle ich stets an der Frage, ob das gesamte Geschriebene nun Satire ist oder tatsächlich ernst gemeint. Ich nehme dann meist an es ist eine – relativ perfide und trickreich inszenierte – Mischung aus ernsthafter Argumentation und Verhohnepiepelung des Lesers.

    Nun, zum Thema. Ich denke es ist grob fahrlässig, eine Überlegung in die von Ihnen angedeutete Richtung an der Stelle wo Sie dies tun, zu beenden. Weil die Symptome (brennende Autos) und die vermeintlichen Ursachen (drohende Verdrängung) auf den ersten Blick parallelen zu haben scheinen sind die Akte im Kontext des politischen Kampfes nicht automatisch gleich zu beurteilen. Bedenken Sie, dass der Faschist die unterpriviligertesten, ärmsten Menschen in dieser Gesellschaft als Feinde auserkoren hat. Menschen, die Aufgrund von Verfolgung/Verelendung keinen Ausweg sehen, als Zuflucht in diesem (an der im Ursprungsland herrschenden Ausbeutung/Verfolgung meist keineswegs unschuldigen) Land zu suchen. Der „Autonome“ hingegen protestiert auf diese (zugegebenermaßen wenig konstruktive Art und Weise) gegen die Verdrängung unterpriviligierter und von Ausbeutung betroffener Menschen. In dem er die Autos von Menschen, die tendenziell durch Ausübung von Macht und Ausbeutung der Menschen, die er nun zu verdrängen sucht, zu Reichtum gekommen sind, entzündet. Weiterhin sei angemerkt, dass es sich bei diesen Autos in der Regel um Autos der obersten Klasse handelt. Das heißt, der verdrängende Mensch nutzt seinen moralisch fragwürdigen Profit nicht etwa um der Gesellschaft in irgendeiner Form weiter zu helfen bzw. um etwas davon zurückzugeben, was die Gesellschaft ihm gab (die Möglichkeit Reichtum anzuhäufen). Im Gegenteil, er verwendet seinen Reichtum zur Darstellung von Dekadenz und Überfluss. Insofern ist eine Gleichsstellung dieser Phänomene in derart verkürzter Form meiner Meinung nach grob fahrlässig.

    Meine Darstellung ist naturgemäß hier auch stark abgekürzt und dadurch sicher nicht hundert prozent stichhaltig (und auch nicht ganz leicht verständlich wie ich soeben feststelle, aber mir fehlt gerade die Zeit es zu entwirren). Ich hoffe jedoch der Gedanke dahinter ist irgendwie ersichtlich. Er scheint mir die von Ihnen oben aufgeführten scheinbaren Parallelen jedoch wesentlich besser zu bewerten als Ihre Ausführungen.

    Allgemein habe ich das Gefühl das Sie hier zwischen den Zeilen verstärkt auf das Prinzip der Extremismustheorie zurückgreifen. Ich bitte Sie sich einmal mit dieser und vor allem der Kritik an selbiger (sie ist z.B. im wissenschaftlichen Kontext völlig unhaltbar) auseinander zu setzen. Unsere Gesellschaft ist komplexer als ein Hufeisen.

    Viele Grüße und einen angenehmen Tag noch.

  26. Mobilität
    Die Profiteure der Gentrifizierung wären in dieser Lesart der Ereignisse ja auch so etwas wie Flüchtlinge. Das finde ich sehr lustig, denn was manche für Flexibilität oder Mobilität halten, ist manchmal tatsächlich so etwas wie eine ständige Flucht auf der Suche nach besseren Möglichkeiten. Es gibt also in gewisser Weise wieder viel mehr Vertriebene in Deutschland als früher. Man sollte den BHE wieder gründen, da könnten sich Gentrifizierer und Flüchtlinge zum fruchtbaren Austausch treffen und gemeinsam für einen Lastenausgleich sorgen. Zahlen sollten die, die nicht mobil sind und auf ihren Immobilien sitzen.

    Ich glaube, ich habe eine neue Partei entdeckt.

  27. Titel eingeben
    Warum gelingt es eigentlich den ganzen *isten nicht, die eigenen Ansichten in einem ähnlichen Ton vorzubringen? Das macht das Lesen so viel angenehmer und man ist auch eher geneigt, zuzuhören. Und mit Bayern in den Grenzen von 979 läßt sich sicher leben …

  28. schreiben um des Schreibens willens
    Muss der Schreiberling um 16 Uhr einen Text abliefern? Schreiben zum Selbstzweck zur selbst Beweihräucherung. Die Macht des Wortes Missbrauchend, und sonst im Leben zu nix zu gebrauchen. Nachkriegs Deutschland Enkel sind wirklich schlimm dran. Und was sie gelernt haben ist, sich bald selber abzuschaffen, den Euro zu vergeigen, und als Singel da zu stehen. Natürlich gibt es eine kleine Minderheit von Journalisten, deren Texte Lösungen aufzeigen. Doch der oben abgelieferte Text ist auch nur ein Brandstifter, gleichzusetzen mit FreiTal ern.

    • Des einen Ärgernis ist nun mal des anderen Erkenntnis, und daran sollte man sich gewöhnen. Schreiberling ist unhöflich, gewöhnen Sie sich gefälligst einen anderen Ton an, wenn Sie hier mitreden wollen.

  29. Eine Kritik
    Hallo Don Alphonso!

    Ihr Blog ist grundsätzlich sehr gut. Guter Schreibstil, interessante Themen und sogar ein glaubwürdiges Spiegelbild der öffentlichen Meinung.

    Auch wenn Sie den Mut haben über heiße Eisen zu schreiben, was ich Ihnen sehr hoch anrechne, gibt es da ein paar Sachen die mich stören.
    Und es wird immer wieder so gemacht…
    1. Sie nehmen als DAS Böse die Nazis. Und erweitern die Linksextremen zu rotlackierten Nazis.
    Wie man es dreht und wendet, wir kommen bei Nazis raus.
    Das finde ich nicht gut. Ich halte das für ein Schutzschild um gerade noch mal etwas gegen links sagen zu dürfen. Mit dem Zusatz: „aber die Nazis sind so schlimm…“ Dann ist es plötzlich akzeptiert.
    Es schwächt aber die Aussage inhaltlich ab und entstellt sie bis zur Unkenntlichkeit. Was bleibt ist das Buzzword: Nazi. Was wieder die Konditionierten Verhaltensweisen entlockt.
    2. Rechts und Links hätten Schnittmengen.
    Ich finde die oft kolportierte Aussage, dass Links und Rechts in vielen Teilen gleich ist falsch. Und das würde dann einen Kampf gegen beides rechtfertigen und das wissen wir alle: am Ende ist es dann doch wieder nur der Krampf gegen Rechts. Was ja gleich Nazi ist. Und das rechtfertigt dann wieder jeden Scheiß.
    Genauso könnte man sagen, das der Liberalismus große Schnittmengen mit den Linken aufweist. Keine Grenzen, Personenfreizügigkeit etc., und wenn der Liberalismus große Ähnlichkeit mit den Linken hat, dann ist er ja auch plötzlich rechts. Was dann wieder Nazi ist.
    3. Feststellung des IST Zustandes
    Wir reden vereinfacht in Worten von Rechts und Links als politische Strömung und Richtung. Was das im einzelnen Bedeutet ist egal, da die Deutungshoheit bei den Medien liegt und ich daher nicht mehr über das Bestimmen kann, was ich selbst bin und wie ich es Definiert haben möchte. All-over sind wir eine linke Gesellschaft. Wenn daher von Mitte gesprochen wird, sehe ich nur zwei Personengruppen die das so Teilen: a) die Linken selbst, weil sie in der Bestrebung zur Mitte eine Stabilisierung ihrer eigenen Position sehen und b) der feige Deutsche der keine Eier hat. Denn Mitte ist toll. Da muss ich keine Position haben, mal so, mal so.

    Wenn ich eine Meinung zu einem Thema habe und die wird medial als rechts gebrandmarkt. Dann ist das so. Ob es da Schnittmengen zu anderen gibt interessiert mich nicht. Vertreten Linke die gleiche Meinung, werde ich NIE als Linker bezeichnet. Komisch irgendwie.

    Deutsche sollten endlich mal lernen zu sein. Und nicht sich selbst durch nicht-rechts zu definieren. Ich finde das armselig.

    Mich würde Ihre Meinung dazu interessieren, Herr Alphonso.

  30. Ziele der geistigen Brandstifter
    Was aber ist – im Angesicht der brennenden Autos – mit den geistigen Brandstiftern? Ist es da nicht so, dass die einen mehr gegen Systeme, die anderen aber gegen Menschen zu Felde ziehen? Jedenfalls hierzulande und jetzt, ganz konkret, in den vergangenen zwanzig Jahren? Ganz aktuell kommt die Zeitung Zeit jedenfalls nach ihren eigenen Recherchen zum Schluss, dass zwischen 1990 und 2014 mindestens 152 Menschen von rechtsradikalen Tätern in Deutschland ermordet wurden (und die Bundesregierung geht von immerhin noch von 75 Toten aus). Das sind für mich gruselige Zahlen und weit, weit weg von der (vergleichsweise!) Petitesse brennender Autos – und seien sie noch so britishracing-grün lackiert.

  31. Titel eingeben
    Ich will ja nicht beim Berlinbashing stören, im Gegenteil, aber Sie haben bei der Auflistung der Einkommensquellen auch noch „Bücher die keiner lesen will“, „Podiumsdiskussionen“, „Fördertöpfe des BMFSJ“, „Parteipöstchen“ und „Kungel“ vergessen.

    Und zur Ehrenrettung, die „Volksküche“, ohne X, aber mit viel Geschmack ist zumindest in München eine Empfehlung.

    Wann hat übrigens zuletzt jemand, ob rechts oder links oder irgendwo anders politisch unterwegs, offen zugegeben, nicht zu glauben man sei im Recht und sich durch Veränderungen bedroht zu fühlen? Passiert eher selten.

    Das Zündeln ist freilich eine andere Qualität. Als die Kaufhausanschläge stattfanden, ging der Staat kurz darauf in den „Overdrive“ Modus, von dem sich m.E. der Rechtsstaat bis heute nicht erholt hat. Wenn man schon damit leben muss, wäre es aber immerhin konsequent, dann auch die Hunde auf die Täter loszulassen, seien die nun rechts oder links oder sonstwo. Passiert aber anscheinend nicht.
    Und dass Deutschland zwischen der ehemaligen Zonengrenze und der Grenze zu Polen ein Nazi-Problem hat, ist auch keine ganz neue Information. Nur dass die einen die in der Insellage sitzen, wie Sie richtig beobachten, rot lackiert sind. Aber keinen Deut besser.

  32. Müssen Sie denn wirklich so viel und vor allem auch noch: so oft schreiben,
    sehr geehrter Don Alphonso,

    immer wieder der Tegernsee, die Silberkännchen, die Fahrräder, die betagten Autos und die Gemälde sonder Zahl in Petersburger Hängung!? Und bei einigen Ihrer Dauerkommentatoren beschleicht mich das Gefühl von vor über fünfzig Jahren, als wir Pennäler unsere eigenen Leserbriefdebatten willkürlich untereinander in Provinzzeitungen entfacht haben. Täglich grüßt Sie ganz herzlich das Murmeltier Phil aus Punxsutawney…

  33. Italiänisch?
    Solikonzert? Ich dachte immer, das hieße Solokonzert.

    • Das kommt von Solidarität, abgekürzt Soli: Ist so eine Art
      Präcrowdfundinggeldbeschaffungsveranstaltung für irgendeinen hoffentlich guten Zweck…

  34. Unterschiede.
    Also ich würde trotz allem unterscheiden, ob ein Auto im Zuge einer eskalierenden Demo zerstört wird, weil es halt im Kampfgebiet parkte, oder ob ganz gezielt der PKW des politischen Gegners identifiziert und zerstört wurde, um den Besitzer persönlich zu treffen (finanziell und durch Einschüchterung).
    .
    Ersteres ist natürlich auch eine Straftat.
    .
    Abgesehen davon scheinen ja bei den jüngsten rechten Brandanschlägen auch wieder die MEnschen selbst das Ziel zu sein und nicht nur deren Besitz. Da kann ich die buchhalterische Erinnerung daran, dass sich irgendwelche gemäßigteren Linksradikalen von den Aktionen der Militanteren in den letzten Jahren nicht immer so schnell und deutlich distanziert haben wie sie natürlich gemusst hätten, um sich jetzt glaubwürdig über rechte Sachbeschädigung empören zu dürfen, nicht wirklich goutieren.

  35. Pingback: Alles wird. Manchmal sogar gut. - Seite 115

  36. Wahre Hintergründe der Zuwanderung
    „… und sind eigentlich von der Obrigkeit nur hier angesiedelt worden, um sein Volk, das hier schon immer war und immer das Sagen hatte, zu demütigen und zu unterdrücken.“

    Sorry, Herr Alphonoso, aber was Sie hier in vermutlich in ironischer Absicht geschrieben haben, scheint mir den Kern der Sache doch deutlich zu treffen. Glaubt wirklich jemand, es geht bei der gegenwärtigen Massenzuwanderung darum, politisch Verfolgten und Kriegsflüchtlingen Zuflucht zu gewähren? Erstere sind eine höchst überschaubare Minderheit. Krieg und Bürgerkrieg indes hat es irgendwo auf der Welt immer gegeben; die Pforten des Ianus-Tempels waren kaum jemals geschlossen. Gleichwohl ist bis dato keiner auf die Idee gekommen, einfach die gesamte im jeweiligen Staat lebende Bevölkerung auszufliegen und woanders aufzunehmen.

    Und warum muss gerade Deutschland hier eine derartig prominente Rolle spielen, während die andere Staaten, wo man ebenfalls gut und sicher leben kann, auffällig zurückhalten? Großbritannien, Spanien, Polen, von Australien ganz zu schweigen. Die Briten sind bekanntlich gerade dabei, das Nadelöhr Ärmelkanaltunnel für Flüchtlinge hermetisch abzuriegeln, damit möglichst gar keiner mehr reinkommt. Von keinem dieser Staaten wird hierfür von der eigenen Bevölkerung oder gar dem Ausland irgendeine Erklärung oder gar Rechtfertigung verlangt. Niemand käme auf die Idee, deshalb Briten, Spanier oder Polen als „Nazis“ oder „Rassisten“ zu diffamieren. Das scheint eine sehr deutsche Spezialität zu sein.

    Schelten Sie mich einen „Verschwörungstheoretiker“ (bitte schön mit langem „ööö“ zu sprechen, dann bin ich quasi von vornherein gerichtet), aber meines Erachtens hat da irgendjemand massive Probleme mit dem Wiedererstarken Deutschlands nach der Wiedervereinigung und der Rolle eines informellen Hegemons, die ihm infolgedessen zuwächst. Dürfte ganz diametral den angloamerikanischen Vorstellungen der „balance of power“ widersprechen, die aus dortiger Sicht auf dem Kontinent zu herrschen habe. Um diese Asymmetrie schön zu nivellieren, quält man die wirtschaftlich so erfolgreichen „Krauts“ eben mit vielfältigen finanziellen Lasten, wie EU-Transfers, Rettungsschirmen und bald eben auch gigantischen Lasten für die „Flüchtlings“-Betreuung. Die deutsche Identität und Mentalität, inklusive der viel geschmähten, angeblich typisch deutschen „Sekundtärtugenden“ wie Fleiß und Leistungsbereitschaft, die maßgeblich zum Aufstieg und Wohlstand des Landes beigetragen haben, müssen natürlich bitteschön auch weg oder wenigstens verwässert werden. Auch hierzu werden die fremdländischen Kulturbereicherer aus dem Nahen Osten und Schwarzafrika schon ihren Teil beitragen.

    Dass das die Leute merken und sich Widerstand formiert, ist auch klar und war zu erwarten. Den hält man mit gewaltiger Medienpropaganda nieder, die jeden, der dagegen aufbegehrt, zum Nazi und Rassisten stempelt. Angesichts des so geschaffenen Klimas droht bei politisch inkorrekter Meinungsäußerung sogar der Arbeitsplatzverlust. Dass schlichte Gemüter Gewalttätigkeiten als einzigen Ausweg sehen, ist nicht zu entschuldigen, war aber ebenfalls zu erwarten.

    Dass sich meist mittellosen und bildungsfernen Zuwanderer in den deutschen Arbeitsmarkt integrieren und irgendwann die Sozialbeiträge für die alternden Deutschen zahlen werden, glauben ja wohl nur unverbesserliche Sozialromantiker. Vielmehr wird ein Großteil jahrzehntelanger Alimentierung bedürfen, die wiederum von der Urbevölkerung zu finanzieren sein wird. Und dass ethnische Minderheiten jenseits einer bestimmten kritischen Masse (insbesondere wenn sie auch noch wirtschaftlich abgehängt sind) sozialen Zündstoff bergen, kann man in South Chicago, East Washington und anderen US-amerikanischen No-Go-Areas betrachten. Angesichts der Herkunftsländer der in Deutschland eintreffenden Zuwanderer kommt noch die spezifische Gefährung durch Islamismus hinzu.

    Kurzum: Wohlstand und Sicherheit werden sinken. Und das wird auch nicht vor Leuten haltmachen, die Antiquitäten und teure Rotweine lieben.

  37. Warmsanierung
    gab es Anfang der 90er sehr häufig in Berlin, im Innenstadtbereich Ost. Organisiert, zweifelsfrei. Nach dem Motto „wem nützt es“ tippte man vielfach auf den Neu/Alteigentümer. Hat aber kaum jemanden so richtig empört – außer die Mieter mit ihren schönen Ostverträgen. Woran das wohl lag? Fehlte wohl die „richtige“ politische Konnotation, die einfach nicht genug Empörungspotential mobilisierte. Ich nehme an, die Drahtzieher waren mal gut erzogen worden.

  38. Titel eingeben
    Nazi ist hier eine Form und kein Inhalt: sich anmaszen einem unangenehme Menschen einzuschuechtern und auzumerzen. In einem Rechtsstaat ist Iustitia unbedingt blind, zumindesten sehr schwach sichtig.
    Den politischen Feind physisch zu vernichten haben sich Anhaenger saemtlicher weltanschaulicher Stroemungen erlaubt: le terreur bei den rationalen, Atheisten der Franz.Revolution – Sie kennen gewiss „les dieux ont soif“ d’Anatole France.
    Eine andere Art ist das Wegsperren: wie sieht es eigentlich mit der psychiatrischen Versorgung bei Ihnen aus? Bin immer noch der Meinung, dass die Berliner deem Rest der Republik einen Dienst erweisen, indem sie die gewissen Menschen nach ihrer Weise selig oder auch nicht werden lassen. Ist Netto auch sicher billiger als eine entspr. seekenaerztliche Versorgung.
    mit freundlichen Gruessen

  39. Titel eingeben
    Was ist eigentlich aus dem grünen englischen Auto des Don geworden?
    Hoffentlich nicht verschimmelt, wäre schade.

  40. Apropos München
    Wie soll man das mit der Ablehnung der Stolpersteine dort verstehen?
    .
    Ist das die seltsame Ansicht einer bestimmten Person oder ist diese für andere ein bequemer Vorwand, um die Trottoirs seniorengerecht stolperfrei zu halten?

    • Der Mann, der diese Stolpersteine macht, ist nach meiner Meinung etwas – eigen. Und manche empfinden das Rumlaufen auf jüfischen Namen geschmacklos, schliesslich will das Judentum Namen ehren und zusammen mit der Unterschrift, die teilweise NS-Jargon aufgreift, kann man da schon Vorbehalte haben.

      Ich bin da auch eher ablehnend.

    • Das ist interessant
      aber in den Kathedralen sind die Bischofsgräber zum Teil auch direkt unterm Fußboden, wo heute alles drüberläuft. Ebenso der Walk of Fame in Hollywood. Bezweifelt jemand, dass die Stars damit geehrt und nicht geächtet werden sollen?
      .
      Empfindlichkeiten sind sehr spezifisch, aber das Gedenken soll ja ökumenisch sein. Unterm Strich ist es eine mainstreamtaugliche Aktion von Gojim für Gojim, die das nicht zuletzt für sich selber brauchen, und auf der Basis muss man das wohl beurteilen.
      .
      Aus der Sicht des distanzierten, unzureichend informierten Beobachters bleibt der Eindruck: Sinnfälliges Vorhaben scheitert an Gezänk und Kritteleien von Leuten, denen vielleicht gar niemand jemals wird irgendetwas recht machen können.

    • Das mag sein, aber Juden sehen das nun mal anders Herumlatschen auf Schriften ist streng genommen ein Frevel und so ganz wohl ist da halt vielen nicht. Ich finde Platten an Häusern weitaus besser, wenn man schon so etwas tun will. Stolpersteine sind zudem inzwischen etwas, wie soll ich sagen… als Idee kompromittiert. Es geht halt immer auch ein wenig um die Leute, die sowas machen und da fehlte es bislang an der nötigen Sensibilität-

    • Vertrackt
      So für sich genommen leuchtet mir das ein.
      .
      Aber warum wurde das dann in Dutzenden von Städten gemacht, ohne dass man Kritik gehört hat, sondern immer nur Beifall?
      .
      Bei Gedenktafeln an den Häusern müssten vermutlich die Eigentümer gefragt werden (während Gehwege der Stadt gehören oder so) und daran würde es wohl oft scheitern. Ausser man ändert gleich die Rechtslage.

    • Mit Verlaub, verehrter Don,
      es stimmt nicht, dass „Juden das nun einmal anders sehen“. Von den bekannten und diskursprägenden Jüdinnen und Juden hat eine einzige, nämlich Frau Charlotte Knobloch die Stolpersteine mit diesen Argument abgelehnt. „Dieter Graumann, der aktuelle Zentralratspräsident Josef Schuster oder der ehemalige Präsident der Union progressiver Juden in Deutschland und aktuelle Vorsitzende der zweiten jüdischen Gemeinde Münchens Beth Shalom, Jan Mühlstein, haben sich für das Projekt ausgesprochen“ (Wikipedia, „Stolpersteine“). Aber ich kann es ohne weiteres verstehen, dass ihr Wort in München besonderes Gewicht hat. Meine Prognose: In 20 Jahren hat München Stolpersteine.

    • Mühlstein sagt immer zu allem Ja, zu dem Knobloch Nein sagt. Un es ist nicht nur Knobloch, viele andere sehen das eben auch so. Ich kenne die ebatte intensic seit über zehn Jahren und war da auch dabei und je älter ich werde, desto mehr Probleme habe ich mit der Idee.

  41. Titel eingeben
    Ach je. Die Kreise, die Erziehung und was man tut und was nicht. Ja nun.

    Man läßt seine guten Wägen von vorneherein bitteschön nicht auf dem Damm herumstehen, wo irgendein hergelaufener, gelangweilter Mob aus den schlechten Bezirken die brandschatzen kann. Zumal das eine Zumutung für die Nachbarschaft ist. Man besitzt selbstverständlich passende Garagen auf eigenem Grund, was denn sonst? Insofern verstehe ich ja das Problem nicht. Davon abgesehen ist es hier ja gottlob noch so, daß man ungewollte, zwangsweise Eingemeindungen der 1920er Jahre nach wie vor schlicht ignoriert und mit dieser geschmacklosen Stadt da hinter dem Bahnring wenig bis gar nichts zu tun hat. Und sowieso der zündelnde Pöbel viel zu faul ist, die lange Wegstrecke mit der Irrenschaukel aus den Hinterhöfen der Spreeniederung und des Barnim in die besseren Viertel auf der sonnigen Oberlandseite des Teltow und den sanften Hängen des Bäketals zu unternehmen.

    • Ist das so? Schade. Ich finde ganz einfach diese bei Twitter zur Schau getragene verächtliche Haltung gegenüber den Betroffenen vollkommen indiskutabel. Dieses „der wird es schon aushalten“. Wenn ich so etwas lese, bin ich fassungslos. aber es scheint ja irgendwie eine weit verbreitete Haltung zu sein.

    • Titel eingeben
      Don Alphonso,

      Meinten Sie mich in der Antwort unter meinem Beitrag? Ich bin irritiert. Wiewohl ich zwar irgendwann bei Twitter aufschlug habe ich doch seit Jahren kein Wort dort verlauten lassen.

      Falls es aber generell um eine bei Twitter ausgedrückte Haltung geht, kann ich dieselbe durchaus nachvollziehen. Daran ist im Übrigen gar nichts verächtliches, das ist inzwischen banale, wenn auch wenig erbauliche Realität. Man muß es sich heutzutage in bestimmten Gegenden dieser Stadt schlicht leisten können, einen für pyromanische Irre potentiell interessanten Wagen nachts auf dem Damm herumstehen zu lassen oder auch nur seinen weniger spannenden Wagen vor/hinter/neben einem solchen „interessanten“ Gefährt zu parken. Kann man das nicht, weil man keine Garage besitzt, oder weil man gar meint, sich ausgerechnet in Berlin z.B. die Vollkasko für einen Wagen (egal welcher Sorte, Anmutung und welchen Alters) mit Laternengarage sparen zu können, hat man schlimmstenfalls halt Pech gehabt, sehr einfach. Mein Mitleid hält sich da in engen Grenzen. Das deutlich zu sagen hat nichts mit „verächtlicher Haltung gegenüber Betroffenen“ zu tun.

      „Wennde stolperst, kiekt sich keener um,
      wennde hinknallst, iss der Beifall ehrlich.“
      (Marlene Dietrich über Berlin)

    • Nein, um Gottes willen, natürlich nicht, sondern die Leute, die wie die Verlinkten im Beirag da ganz locker Verständnis für Anschläge haben oder sie kleinreden.

    • Titel eingeben
      Aha, verstehe. Bitte um Nachsicht, das hatte ich dann durcheinandergeworfen.

  42. A great civilization is not conquered from without until it has destroyed itself from within.
    Don,

    es nennt sich Demokratie. D.h. die Mehrheit entscheidet, denn die Mehrheit hat immer Recht. Das mag für einen vermeintlich Adeligen auch im 21. Jhd. nicht immer zugänglich sein, es ist jedoch. Der Gang der Geschichte wird von diesen Menschen bestimmt, von all den Massen an Flüchtlingen und all den Massen an Radikalen gegenüber. Da steht man als gut situierter, gut erzogener Kopfmensch hilflos am Rand und kann schreiben so viel man will. Es bleibt dann nur, den Weg der Intelligenz konsequent zu folgen und zu erkennen dass dies so ist.

    • Von Mythen & Sagen
      Die Wahl ist ein aristokratisches Mittel, kein demokratisches.

      Das ist seit der Antike bekannt keiner will es wahrhaben. Sie funktioniert auch nicht.
      Siehe beispielsweise formale Einwände bei Condorcet und Arrows Paradoxon
      oder auch aktuell der Vortrag von Rainer Mausfeld: Warum schweigen die Lämmer.

  43. Hm, Benzin, Kanister? Seit die Vorderwagen überwiegend bloß noch
    aus Kunststoff bestehen, braucht man doch lediglich ein Würfelchen von „Erich Schumms Brennstoff in Tablettenform“…

  44. Die Immobilien in Nachbarländern interessieren zur Zeit sehr!
    Von wem dieses Zitat ist habe ich leider vergessen:
    „Mit einem gewissen Anteil an solchen Leuten kann eine Gesellschaft ungehen, aber wenn eine kritische Menge überschritten ist, dann wird es Zeit auszuwandern und zu hoffen, dass man gastfreundlich empfangen wird.“

  45. Reaktion
    Spätestens wenn der Benz oder BMW mit schlechter Klimaanlage* brennt, werden sich ganz plötzlich viele ins DACH einbürgern lassen, um da den Riegel zu schieben, damit vom Keller niemand mehr reinkommt. Denn der Gentrifikator des Kongolesen ist der Türke mit eigenem Laden.

    Die Hütte brennt also so oder so ab.

    * Frauen tragen im Passagierbereich meistens Textilien ums Haupt.

  46. Fragen...?
    Ich denke, dass bei aller Liebe zu dem Thema und dem guten, weil vereinfacht gegenüberstellenden Artikel von Don, die Intention der Straftäter berücksichtigt werden sollte und der/die/das Opfer.

    Wem geht es um was? Was soll damit erreicht werden? Wem oder was schadet die Tat?

    Für den mit klarem Verstand und – wie geschrieben – sozial integeren Menschen ist dieses zündelnde Verhalten naturgemäß nicht zugänglich, aber man sollte nicht so unüberheblich sein und davon ausgehen, dass es Individuen gibt, die nicht anders können.

    Es gibt dabei auf der einen Seite die Motivation, die in dem ein oder anderen Falle Erschwerend aber auch möglicherweise Erleichtern den Strafbestand beschreibt und auf der anderen Seite natürlich auch die Folgen, welche ebenso für die immaneten Konsequenzen zu berücksichtigen sind.

    Aber auf alle Fälle gibt es Grenzen der Möglichkeiten von Menschen sich auszudrücken und in der Akzeptanz dessen, muss man diese Motivation und die aus der Tat resultierenden Folgen als Richtmittel heranziehen.

    Wenn du das lieber Don bitte ausführen könntest, was den ein oder anderen zum Zündeln bringt und die Hintergründe differnzierter beleuchten kannst, dann – ja dann lese ich das auch ;-)

    Ist es ein Unterscheid welche Karre brennt? Gibt es wirklich Opfer außer der Versicherungspolice und wenn ja wer sind sie, wie fühlen sie sich nach der Tat? Welche Taten gingen voraus? Welche werden folgen? Was wissen wir im Allgemeinen – aus der Empirie – von den links oder rechts orientierten Straftätern? Gibt es konkrete Zahlen dazu? Welche Schlüsse kann man daraus ziehen? Wie geht es weiter? Wer oder was wird als nächstes brennen? Autos, Asylbewerberheime, Bankautomaten, Abgeordnetenbüros, Freizeittreffs oder Stadteilläden?

    Liebe Grüße,
    Tilo

    • Natürlich geht es da nicht um das Auto, sondern um Terror gge bestimmte Personen und deren Einschüchterung und Traumatisierung. „Wir wisen, wo Du bist, wir können jederzeit zuschlagen“ – und deshalb gehören solche Leut auch entsprechend behandelt und wer dafür Verständnis hat, ist in meinen Augen menschlich unerfreulich.

  47. Ein wenig arg parteiisch....
    Mag sein, dass viele in derselben Lage wie Sie, Don, das bereitwillig auch so sehen wollen.
    Die etwas arg banale Wahrheit ist aber nun mal, dass der Grund solche Vorgänge so zu sehen wie Sie das tun, keineswegs irgendeine Erziehung ist, sondern ihre von Ihnen selber ja oft genug bestätigte Zugehörigkeit zu dem 1% der Erben. Jene, die im Gesellschaftsgefüge so weit oben stehen, dass sie bei jeglichen tatsächlichen Änderungen nur zu verlieren haben.
    Wie sie richtig sagen hat das alles schon lange nichts mehr mit links oder rechts zu tun, sondern es ist eine generelle Opposition derer, die Soros die Klasse der Reichen nennt, gegen alles was gegen den Satus Quo gehen und zu Wohlstandsverlusten bei Wohlhabenden führen könnte. Wie man den Verlust eines ohnedies von der Versicherung zu ersetzenden Porsche mit der tagtäglichen Existenzform einer 330 Euro Rentnerin in Vergleich setzen kann, verstehe ich zwar nicht, aber lassen wir das mal…

    Wie Sie ja wissen kritisiere ich ihren Egoismus ja auch gar nicht, aber ich hab nun mal eine gewisse Anhänglichkeit an Tatsachen, auf Grund einer verfehlten Erziehung durch einen zwar Nicht-Nazi Vater, der aber doch grosser Fan des konsequenten Patriarchats war.

    Die Politik belügt die Menschen mit Hilfe der Medien, sei es bei der Entwicklung zur Total-Überwachung, sei es beim Thema Banken, sei es bei der Ukraine, Griechenland, Flüchtlinge oder etlichen anderen Themen. Dem einen Prozent gehen doiese Themen am Allerwertesten vornei, solange man sich darauf verlassen kann, dass die Schäubles der Welt im Amt bleiben werden und keine REichensteuer eingeführt wird.

    Das Blöde ist aber heutzutage, dass mehr und mehr Menschen an beiden Enden des politischen Spektrums dies merken, und, was für die Gesellschaft so unangenehm ist, sich mittlerweile durch dieses Merken politisch definieren.
    Sie haben also völlig Recht wenn sie die Rechten zumindest in dieser Beziehung gleichsetzen. Man nennt das „Weimar“.

    Wenn sich Bürger nicht mehr auf den Staat, nicht mal mehr auf den Rechtsstaat verlassen können, wer will da entscheiden wo Verbrechen aufhören, und wo das Widerstandsrecht angefangen? Recht hat in solchen Konflikten ausnahmslos immer der, der am Ende Macht hat…

    Die EIGENEN Interessen da als Masstab festzulegen hilft da nicht viel. Nur weil man was zu verlieren hat, vertritt man noch lange nicht den richtigen Standpunkt, sondern stets nur die eigenen Interessen.

    • Untn und ohm
      Tyler,
      das geht kürzer:

      Wer oben ist (die 1-10%) ist es entweder durch Erben oder weil er keinen Anstand hat.

      Wer unten ist und Anstand hat, bleibt weiterhin unten.

    • Moment, nur dem Verständnis halber: Sie meinen also, dass jeder erfolgreiche
      Freiberufler, jeder erfolgreiche Künstler, jeder erfolgreiche Unternehmer, jeder erfolgreiche Handwerksmeister – alleine deshalb – unanständig ist, weil er sich in die 1 bis 10% mit echtem eigenen Vermögen vorgearbeitet hat?

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • @ThorHa
      Ich habs nochmal durchgelesen, konnte aber das von ihnen monierte Wort „jeder“ nicht finden.

      Und ich wäre Ihnen verbunden wenn sie mir Namen und Adresse eines Handwerksmeister zukommen lassen könnten der sich durch seine tatsächliche, ehrliche Arbeit in diese Gesellschaftsklasse hochgearbeitet hat?

      Wie hoch schätzen Sie persönlich denn Anteil jener in dem gewissen 1% die sich zu solchem Vermögen „vorgearbeitet “ haben?

    • @ThorHa
      (Falls das doppelt kommt, sorry, mein browser spinnt ab und zu…)

      Drei Dinge, ThorHa….

      1.Ich hab meinen Beitrag noch mals durchgelesen, konnte aber das von Ihnen monierte Wort „jeder“ nicht finden…

      2. Wie hoch schätzen sie den Anteil derjenigen unter dem 1% die das Erreichen dieser Gesellschaftsklasse durch eigene ehrliche Arbeit geschafft haben?

      3.Nennen sie mir einen ehrlichen Handwerksmeister der es geschafft hat sich in diese Klasse hochzuarbeiten.

    • @tdv: ??? Sie waren doch gar nicht gemeint.
      Ihr Nachposter sprach von 1 bis 10% – genau das habe ich sichtbar aufgegriffen.

      Aber ja, für die 1% könnte ich Ihnen locker konkrete Beispiele zeigen. Die meisten Menschen überschätzen bei weitem die Anzahl der wirklich Reichen – die liegt bei 0,1% der Bevölkerung, nicht bei 1 und schon gar nicht bei 10%. Damit hatte ich bei Ihnen allerdings nicht gerechnet.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

  48. @TDV
    So ist es. Aber das Ärgerliche ist und bleibt, dass die Durchschnittsbürger bis weit in den Mittelstand hinein sich gegeneinander aufhetzen lassen. Immer und immer wieder. Der berühmte Kästnersche Kakao halt.

    Ich hielte ja für einen ersten Klärungs- und Erkenntnisversuch die Ansiedlung von 1-2000 Flüchtlingen vom Balkan, Syrien, Jemen,… in Starnberg oder ähnlich gut erzogen-gebildet-tolerant-humanistischen Gegenden des Landes für dringend geboten.

    Eine wirkliche journalistische, also an Aufklärung interessierte Untersuchung zu den Großfeuern dieser Welt wäre hilfreich. Ich wollte mal behaupten, dass von kleinen Gruppen an diesen hervorragend verdient wird. An jeder abgeschossenen Rakete, an jedem verschlissenen Stiefel. Man könnte beinah vermuten, dass diese „Gewinner“ ein sehr intensives Interesse an diesen Großfeuern haben. Wer könnte das nur sein?

    • Stimmt natürlich, aber.....
      Ich stimme Ihnen zwar zu, dass es interssant wäre zu beobachten so eine Flüchtlings Zeltstatt am Ufer des Tegernsees zu beobachten. Aber ich befürchte die real existierenden Machtverhältnisse in einer Post-Demokratie werden so etwas nie zu lassen.
      Das verhindert die von ihnen ja korrekt benannte und bemängelte „wirkliche journalistische, also an Aufklärung interessierte Untersuchung zu den Großfeuern dieser Welt“.

      Allerdings ist das Wort von der „Lügenpresse“ auch hier nicht allzu beliebt…

      Ich sehe den Kakao positiver als Sie, als etwas ganz seltenes, nämlich Gerechtigkeit.
      Der Volk, das Souverän, war es der sich von Kohl über Schröder, bis zu Merkel/Schaäubel/Gabriel solche „Führer“ frei gewählt hat. Vielleicht bin ich ja zu konservativ, dass ich als gerecht empfinde, wenn dijenigen die ei probelm verursachen, die dadurch anfallenden Kosten begleichen müssen?

  49. Das ist der Preis
    „Denn wir allein, die das Geheimnis bewahren, wir werden unglücklich sein. Es wird Tausende Millionen glücklicher Kinder geben und hunderttausend Dulder, die den Fluch der Erkenntnis von Gut und Böse auf sich genommen haben.“
    (Dostojewski, Die Gebrüder Karamasow)

  50. OT
    Jetzt läuft Juncker-Bashing.
    Erst wird bekannt gemacht, dass der Herr ein Alkohol-Problem hat.
    Nun zeigt ihn FAZ.Net mit Zigarette im Mund.
    Wann muss er zurücktreten?
    Wie stehn die Wetten?

  51. Infinitesimalrechnen oder einfach zählen? (12:01/00:41)
    Die NSU ist KEIN ‚unfassbarer Sonderfall‘, sondern selbst für Erstklässler abzählbar. Erst für Drohnenopfer müssten mind. Zweitklässler ran.

    ‚Der Zweck heiligt die Mittel‘ ist für Moralisten/Ideologen die Lizenz zum Töten und macht gegenseitiges Aufrechnen obsolet. ‚Unfassbar, einzigartig, besonders‘ zeigen das mathem. Dilemma. ALLE Abgründe haben einen Boden. Größere wie der ‚unfassbare & unvergleichliche‘ Holocaust sind sehr wohl erfasst – und abgerechnet. Hier rechtfertigt das sakrosankte Mittel den Zweck.

    Moral&Ablasshandel sind zwei Seiten einer Goldmünze. Prof. Moralisten wollen Geld. Dt. Asylgesetze sind für die Helferindustrie derzeit die Lizenz zum Gelddrucken, ein zweistelliger Milliardenbetrag. Die pol. Zündler sind Freizeitmoralisten, also echte Idealisten und deswegen von Vandalen nicht zu unterscheiden. Geld spielt hier keine Rolle. Im Vergleich zu den Erstgenannten überdies ausgesprochen billig im Unterhalt.

  52. TDV:
    Fein beobachtet. Ich stimme all Ihren Beobachtungen zu, weil sie auch die meinen sind:

    „Die Politik belügt die Menschen mit Hilfe der Medien, sei es bei der Entwicklung zur Total-Überwachung, sei es beim Thema Banken, sei es bei der Ukraine, Griechenland, Flüchtlinge oder etlichen anderen Themen. …
    Das Blöde ist aber heutzutage, dass mehr und mehr Menschen an beiden Enden des politischen Spektrums dies merken…“

    Zwar spät, aber ich hab’s auch gemerkt: „Ukraine-Berichterstattung“ war ausschlaggebend.

  53. Persönliche Schuld
    Lieber Don,

    sie haben offensichtlich das Konzept einer (moralischen „das tut man nicht“ bzw. juristischen „das ist eine Straftat“) individuellen Verantwortung und Schuld.

    Den (politschen und religiösen) Extremismus kennzeichnet meines Erachtens, dass dieses Konzept für die entsprechenden Personen nicht existiert. Das Individuum lädt dort keine Schuld auf sich weil es nicht autonom und mit persönlicher Verantwortung sondern als Bestandteil einer Religion, Rasse oder Klasse handelt.

    Jegliche Argumentation mit „das tut man nicht“ ist damit hinfällig,
    Da nicht der A dem B das Auto oder Haus anzündet, oder einen Stein an den Kopf schmeisst, sondern die Innländer gegen die Ausländer, die Unterdrückten gegen die Unterdrücker und die Gläubigen gegen die Ungläubigen kämpfen.

    Ebenso ist diesen Guppen gemein, dass sie eine Sanktionierung des jeweiligen Gegners auch nicht auf Basis von individueller Schuld sondern auf Basis seiner (mutmasslichen) Zugehörigkeit zum gegnerischen Lager
    fordern.

    Ich halte in diesem Zusammenhang den Kommentar von HansMeier555
    für exemplarisch.

    „Also ich würde trotz allem unterscheiden, ob ein Auto im Zuge einer eskalierenden Demo zerstört wird, weil es halt im Kampfgebiet parkte, oder ob ganz gezielt der PKW des politischen Gegners identifiziert und zerstört wurde, um den Besitzer persönlich zu treffen (finanziell und durch Einschüchterung).“

    * die Demo eskaliert vs. Teilnehmer der Demo begehen Straftaten
    * das Auto wird zerstört vs. Teilnehmer der Demonstration zerstören ein Auto
    * Kampfgebiet vs. Landfriendensbruch

    und dann wird noch ein PKW zerstört, aber wieder nicht der eines Individuums sondern der des politischen Gegeners.

    Alle diese Punkte sind Straftaten. Für jede diese Straftaten gibt es eine oder mehrere Personen die dafür belangt werden können,
    ganz altmodisch Straftäter genannt. Und denen könnte man dann auch sagen „das tut man nicht“. Aber solange man die Deindividualiseirung der
    Schuld zulässt sägen diese Leute an meinem Rechtsverständnis und ihrem Moralverständnis lieber Don.

  54. @ThorHa, 29. Juli 2015 um 06:53 Uhr
    (Ich mach mal hier unten weiter, ja?)

    Danke, ich lerne ja stets gerne dazu

    „Die Drohnen des besten Landes dieser Erde würden nicht eingesetzt, wenn diesem Land und allen anderen als „Ungläubigen“ definierten ihre Adressaten nicht den Krieg erklärt hätten.“

    Ich dachte immer recht kompetente Geschichtskenntnisse zu der Gegend zu haben, aber da scheine ich wohl falsch zu liegen.
    Es waren also keineswegs die Engländer, Franzosen oder gar die Türken, die in ihren Kolonialreichen den dort Ansässigen bei Widerstand „den Krieg erklärt“ haben, und nach dem 2. Weltkrieg dann „das beste Land der Erde“, sondern es waren die Jemeniten?
    So wie es ja auch die Afghanen, Iraqier, Libyer, Syrer, Kurden, oppositionelle Saudis und Bewohner etlicher anderer Länder waren, die mit dem Terror begonnen haben… und nicht die Verbrecherregime wie zB die der Familie Sauds, oder gar ddie Armee des besten Landes der Welt?
    Und die „Terrorsiten“ dort, die haben deshalb auch jedes Recht auf Widerstand verwirkt?

    Aufschlussreich auch dieser Satz von ihnen:
    „Im Falle von Protesten in Deutschland gibt es eine Vielzahl von ebenso legalen wie legitimen Alternativen zur Brandstiftung. Unterchied klar?“

    Sie würden also das Anzünden eines durch ehrliche Schwerst-Arbeit erworbenen Luxuswagens, und den Mord an Kindern im Jemen auf einer Stufe sehen?

    Wie gesagt, Danke, ich lerne gerne!

    Aber ich will Ihnen ein Beispiel geben wie es mit dem legalen Widerstand in diesem, ihrem „Rechtsstaat“ steht. Haben sie heut zB auch in der FAZ diesen Artikel gesehen?

    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/vorwurf-des-landesverrats-bundesanwaltschaft-ermittelt-gegen-netzpolitik-13727483.html

    Bei Heise.de hat man das besser zusammengefasst, als ich das könnte:
    „Kritiker monieren seit Langem, dass die Pressefreiheit und Whistleblower hierzulande nicht ausreichend geschützt sind. Normalerweise „sind Journalisten Zeugen, wenn wegen Leaks ermittelt wird“, twitterte der Berliner Richter Ulf Buermeyer zu dem aktuellen Vorgehen. Dass der Generalbundesanwalt bei Netzpolitik.org anders handle, könne man „nur politisch lesen“. Andere Beobachter rechnen mit einem großen PR-Gau für die Ermittlungsbehörde, die bislang keine hinreichenden Belege für Spionage der NSA gegen die Bundesregierung oder die Bevölkerung erkennen kann und daher in diesem Fall noch nicht neu konkret ermittelt.“

    Sie verstehen was da gemeint ist?

    Ich befürchte es werden harte Zeiten für Sie kommen, ThorH. Mehr und mehr Leute haben anscheinend die Schnauze voll, und wie sie in allen Medien lesen können, handelt sich dabei keineswegs um Pazifisten wie mich.

    Was glauben sie denn wie es in DE zugehen wird, wenn der GroKo Staat reagieren wird, sollte es mal einen „echten“ Zwischenfall geben?

    • Verehrter TDV, die Amerikaner waren weder im Jemen noch in Waziristan,
      jenem komischen Stammesgebiet in Pakistan, aus dem die Mehrzahl der Terroristen und ihrer Führer sich rekrutieren? Also fürchte ich, Ihre Historienmalerei dient mehr der Selbstvergewisserung als einem Argument.

      Zu der idiotischen Ermittlung wegen „Landesverrates“ kennen Sie ja meine Position. Wegen den mehr und mehr Leuten, die die Schnauze voll haben – schau´n wir mal? Deren revolutionäres Potential ist allerbestenfalls dort gross, wo das völlig gefahrlos ausgelebt werden kann. Sonst ist es zero.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

  55. Titel eingeben
    kdm

    „Die Politik belügt …“

    Ein unfaßbarer Vorgang, den es so bislang ganz sicher noch niemals gab! Ich bin ernsthaft bestürzt!

    Sehen Sie, heute war ich zu meinem allergrößten Unmut gezwungen, die Spree zu überqueren, ein Umstand, den ich normalerweise strikt vermeide, man will seinen Ruf bitte nicht unnütz aufs Spiel setzen. Jedenfalls sah ich dort aus dem Wagen heraus an einer Ampelanlage einen etwas zerzaust wirkenden älteren Herrn mit Aluhut. Ernsthaft. Er trug einen Aluhut. Wie aus dem Bilderbuch, oder besser noch, dem Satiremagazin. Perfekte Trichterform, mit Schnupsel obenauf, aus Alu. Es glänzte mich vom Kopfe des Herrn her an. Und nein, ich erfinde das nicht, ich habe auch keine Visionen und schon gar nicht nehme ich am hellichten Tage bewußtseinserheiternde Substanzen zu mir. Es war tragische Realität. Berlin, schlechte Viertel, Ostseite, wo sonst, 2015.

    Zurück zum Thema: Eine gewisse Verrücktheit ist das eine, sowas schlägt nicht weiter ins Gewicht. Ein zuweilen leicht anstrengender Hang zu einer gewissen Form pegidöser Wirrnis banalster Ausprägung das ganz, ganz andere.

  56. "Bayern in den Grenzen von 979 bis zur Adria " ....
    …fände ich auch ganz gut, solange man die Leute im Süden in Ruhe liese und sie weiterhin ital. oder slow. oder furlan sprechen liese und auch sonst nicht benachteiligte. Vermutlich wäre das dann eine klassische win-win Situation, falls der Norden Bayerns nicht aus historischen Gründen an die Preußen oder andere Völkerschaften abgetreten werden müsste wg. 979. Einführung von offizieller oder verdeckter Leibeigenschaft ist allerdings Blödsinn.

  57. Biedermänner können auch Linke sein
    Das wissen wir nicht erst nach dem Wüstenrot Werbespot. Wer mit dem Feuer spielt, das hab ich auch von Kindesbeinen an zu lernen gehabt, spielt mit dem Leben. „Wo man Bücher verbrennt, verbrennt man bald Menschen“, haben wir gelernt. Andererseits kennen wir auch die zahlreichen Polizeiberichte von der Brandstifterei klammer Häuslebesitzer, die meinen, mittels eines Brandes die Versicherung an den Instantsetzungskosten des Eigenheimes zu beteiligen. Putativ-Asylheimen sind ausgebrannt, wie viele Brandstiftereien sind inzwischen aufgeklärt, wie viele Brandstifter rechtskräftig verurteilt? Es verblüfft, es flackert und lodert, aber die Täter fassen sie nicht! Qui bono? Kann man in D. als Täter ungestraft Polizeiautos, Luxusvehikel und Häuser in Brand setzen? Alles am Ende nur ein Fall für die Versicherungen? Wie hoch sind die Risikoaufschläge für Streifenwagen und Asylheime?

  58. Titel eingeben
    @hans lutz oppermann ihre überlegungen sind correkt warum findet man die brandstifter nicht und führt sie der ordentlichen strafe zu?

  59. Petersburg
    Das kommt ja alles so überraschend und an unserer grün-lackierten Wohlfühlatmosphäre nagend daher, Ew. Liebden. Wir möchten doch nur, dass in diesen unseren deutschen Landen nie wieder Krieg und Faschismus ausgebreitet werden, und dass der Wirtschaft genügend gut ausgebildete und preiswerte Arbeitskräfte zur Verfügung stehen. „Oh lodernd Feuer …“ (Peter v. Ustinov als Nero), wo gehobelt wird usw.
    Es wird langsam zu eng auf diesem Planeten. Vielleicht muss er ja mal, wie in „Jupiter ascending“ angedroht, „abgeerntet“ werden.
    Alternativ, um auch weiterhin die schönen Dinge des Lebens, wie z. B. die „Petersburger Hängung“ von Gemälden, schnuckelige italienische Rennwägen und leichenblasse höhere Töchter geniessen zu können, die Berichte des Club of Rome zu lesen und umzusetzen.

  60. Titel eingeben
    „Wo man Bücher verbrennt, verbrennt man bald Menschen“, haben wir gelernt.

    Ach, noch auf dem Stand von vorgestern.
    Der Trödler um die Ecke war vor 3 Jahren schon weiter, er meinte, das habe er lange auch so gesehen, aber nachdem die Bücher aus Nachlässen immer mehr wurden und er sie auch für 50 Cent nirgendwo mehr loswurde, habe er sie zunächst schweren Herzens, dann aber schließlich mit dem Begreifen, daß es halt doch der Lauf der Welt ist, zur Müllverbrennung gegeben.

  61. Silberner Löffel
    Der Gastgeber kennt vermutlich dieses Werk.

    Zur Überbrückung der anstrengenden Prüfung der oftmals sinnlosen Leserbeiträge und deren anschließender zeitraubender Freischaltung empfehle ich das auf Seite 174 erste vorgestellte Rezept.

Kommentare sind deaktiviert.