Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Heimat von Suhl über Heidenau bis Bayern

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Ich bin die Stimme der Partei. Bringen Sie das Geld mit, dann dürfen Sie auch mitreden.
Franz Josef Strauss

Strauss war also korrupt, meldet der Spiegel.

Aber es war keinesfalls so schlimm, wie man gedacht hat, ist der Konsens in Bayern. Wer die Zeit noch miterlebt hat, wundert sich fast, wie bescheiden die Beträge sind, um die es da geht. Aber vielleicht kommt ja auch noch mehr. So, wie es sich momentan darstellt, war Strauss geradezu bescheiden. Eine halbe Million. Ah geh. Das ist ja nicht mal ein viertel Mobutu.

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Es gab Schlimmeres. Zu Straussens Zeiten hat man meine Heimat noch grossflächig abgerissen, zubetoniert und atomrunderneuert. Man hat den Rhein-Main-Donau-Kanal gegraben und die WAA in Wackersdorf geplant, und die damals sozialdemokratische Mehrheit im Rat meiner dummen, kleinen Heimatstadt an der Donau hat alles getan, damit sie zum Standort der Raffinerien wurde. Stinkende Fackeln am Himmel hat man begrüsst wie die Egerländer Musikanten, man hat Grossbäckereien gefördert und dafür gesorgt, dass sich die kleinen Drogerien nicht halten konnten. Wer ein altes Haus hatte und es wegreissen wollte und die richtigen Leute kannte, konnte es tun. Die sogenannte Flurbereinigung hat aus einer über Jahrhunderte gewachsenen Kulturlandschaft eine Industriebrache gemacht. Hecken, Obstbäume, Ziegenweiden, Feuchtgebiete – man hat es radikal weggeschoben. Widerstand gab es kaum, und als er dann langsam aufkam, hat er viele, viel zu viele Schlachten verloren. Schlachten für die Heimat gegen ihre CSU-wählenden Bewohner.

Einer dieser erbitterten Bürgerkriege meiner Heimat spielte sich um die sogenannten Jurahäuser ab, einer Besonderheit der Region rund ums Altmühltal. Es sind aus Juraquadern gebaute und mit Juraschindeln gedeckte Steinhäuser, niedrig, dick, breit in die Landschaft gedrückt, und die ersten Opfer all der Bemühungen, die Dörfer angeblich mit Glasfronten, Jodlerstilbalkonen und Mosaikverkleidungen schöner zu machen. Die Mehrheit der Jurahäuser ist verschwunden, aber die, die überlebt haben, sind heute wieder heiß begehrt. Und es ist ihr Stil, in den heute wieder gebaut wird. Die Leute wählen immer noch CSU, aber alle sagen, dass so einer wie der Strauss heute nicht mehr möglich wäre. Und dass man die Jurahäuser unbedingt erhalten muss.

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Dass sich die Zeiten auf dem Land, wo der Bischof immer noch das Sagen hat und nur eine einzige Haltung verbindlich ist, langsam doch ändern, merkt man an den ganz kleinen Geschichten. Es gibt phantastische Jurahäuser, aber auch ganz miserabel erhaltene und gebaute Scheunen. Um eine dieser Scheunen in der Mitte eines Orts gab es jahrzehntelangen, erbitterten Streit: Die einen wollten sie unbedingt endlich abreissen, damit die Gemeinde etwas Neues bauen könnte. Und die anderen wollten sie behalten. Letztlich haben sich die Scheunenbefürworter mit dem Argument durchgesetzt, dass man dem Ort damit ein Zentrum geben könnte. Und dann haben sie die Scheune restauriert. Zusammen, Kritiker und Befürworter, weil anders geht es auf dem Dorf nicht. Niemand würde heute mehr die Scheune abreissen, sie ist Teil und Zentrum der Heimat der Menschen. Dazwischen lagen dreissig Jahre Kampf um das Bewusstsein für Heimat.

Das sind dann auch genau die Gemeinden, in denen die Unterbringung für Asylbewerber gut klappte. An den Vorgaben der Landratsämter ist nicht zu rütteln, und wenn man sauber wirtschaftet, erstattet der Freistaat den Kommunen die Ausgaben – und trägt selbst die weiteren entstehenden Kosten. Man muss sich das vorstellen wie das Zusammenrucken im Biergarten. Die Gemeinden bereiten sich vor, die Helferkreise werden vorab schon von den Kirchen organisiert, man sammelt vorher Spenden, spricht mit den Tafeln, schaut sich etwas bei anderen Gemeinden ab, und für die Arbeiten nutzt man die Freiwillige Feuerwehr. Wenn der Bürgermeister, die Landfrauen, die Vorsitzenden von Schützenverein, Sportverein und Freiwilliger Feuerwehr und der Pfarrer das befürworten, dann ist noch lange nicht jeder glücklich oder begeistert, aber dann macht man das halt. Und sei es eventuell nur, damit niemand auf dem Dorfplatz auf Pappe schlafen muss. Natürlich überlegen die Kommunen, wie man es erledigen kann, dass sie mit der Situation am besten leben können. Asyl auf dem Dorf ist viel näher, viel präsenter als eine Zeltstadt im Euroindustriepark in München oder auf einem ehemaligen Militärgelände vor Berlin. Ich kenne keinen Fall, in dem es am Anfang nicht Vorbehalte gegeben hätte. Immer war es zu Beginn fragil und ungewohnt. Aber der Trick zu sagen „Wir wollen eine Heimat – die wollen auch eine Heimat“ hat bei uns bislang bemerkenswert gut funktioniert. Man muss den Menschen mit Argumenten kommen, die sie verstehen und achten. So wie die alte Scheune im Dorf. Es gibt da auf Dauer keine Erfolgsgarantie, aber es funktioniert und im Nachbardorf geht es ja auch. Das sind die kleinen, alltäglichen Erfahrungen der Heimat, mit denen man umgehen kann. Das war Asyl bis letzte Woche. Und damit ist diese Heimat eine Ausnahmeerscheinung in einem ansonsten die Türen zuschlagenden Europa.

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Das geht gerade alles vor die Hunde. Weniger, weil die Zahlen der Flüchtlinge dramatisch steigen – man hat bei uns sogar in Rottach den Entschluss gefasst, eine grosse Traglufthalle zu errichten, weil es halt anders nicht geht. Es geht vor die Hunde wegen der Randale in Suhl, weil das hier ein freies Land ist und es einfach nicht sein kann, dass hier jemand gelyncht wird, weil er ein Buch beschädigt – und Politik und Medien das auch noch entschuldigen, weil es „Opfer“ sind. Keine Kommune kommt mit SEK-Einsätzen wegen religiös motivierter Gewalttaten klar, das darf es einfach nicht geben. Das geht auch vor die Hunde, weil es zu Beginn klare Vorstellungen gab, was da auf die Gemeinden zukommt – ein überschaubares Problem. Und die Gemeinden begreifen erst jetzt langsam, dass sie über Jahre zuständig sein werden. Dass sie Bauland abgeben müssen, Wohnungen herrichten, Boden versiegeln, die eigenen Leute zurückstellen, eventuell sogar enteignen müssen, und dass es letztlich jeder Bürger bezahlen muss, wissen sie auch. Die Politik hüllt sich in Schweigen, und von der linken Seite kommen Parolen wie „No borders, no nations“, „Kein Mensch ist illegal“. „wir bleiben alle“ und „Refugees welcome“. Das steht aber nicht im Grundgesetz. Das hat vorher keiner gesagt. Und wer das so nicht sehen will und sich monatelang mit Anforderungen des Brandschutzes und Küchencontainerbeschaffung herumgeschlagen hat, wer Fussböden in Turnhallen verlegte und Fahrpläne auf Aramäisch übersetzen liess – der lässt sich zum Dank nicht gern als Nazi. Mittelmeermörder oder rückschrittlicher Volldepp bezeichnen. Weite Teile der Medienöffentlichkeit sagen, dass man mit den Veränderungen leben muss, und auf das Heimatgefühl wird keine Rücksicht genommen. Die linke Mehrheitsmeinung im Netz denkt ohnehin, dass diese Heimat nur Popanz ist. Sie haben nie Steine für eine Scheune geschleppt, und vor dem LaGeSo in Berlin sind sie erst angerückt, als es zu spät war. Und dann spucken sie der Heimat ins Gesicht.

Es gibt einen direkten Weg vom Lynchmob in Suhl über einen Beitrag in der Zeit, die Sachsen sollten doch ihren eigenen Staat machen, bis zum Versuch der letzten Nacht, genau das mit einem rechtsradikalen Mob in Heidenau zu tun. Die Nazis vor Ort können sich darauf berufen, dass sie in einem führenden Presseorgan dazu aufgerufen wurden, ihren eigenen Staat, ihre eigene Heimat zu machen. Sie können sagen, dass sie auch nichts anderes als England, Spanien, Ungarn und Mazedonien tun. Sie arbeiten mit der Angst vor Suhl, mit den Beschwichtigungen der untätigen Politik und ohne Rücksicht auf die Meinung der Zeit. Und ich kenne meine – zum Glück seit Strauss deutlich besser gewordene – Heimat sehr gut: Solche Abspaltungsappelle an das hiesige Heimatgefühl sollte man nicht zu laut vortragen. Die Entscheidung zwischen Bewahrung der Heimat und einer Ideologie der Aufgabe von Grenzen, Land und Volk ist hier seit jeher gefallen, egal ob danach Nazivorwürfe kommen. Die Menschen wollen ihre Heimat, sie sind mit ihr und an ihr gewachsen, und sie wollen ein deutsches Recht, das ihnen ihre Freiheiten garantiert und ihnen ihr Leben selbstbestimmt in Eigenverantwortung lässt. Auf dieser Basis kann man reden.

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Das war die Basis, auf der es bislang funktionierte. So kann man Scheunen retten und syrische Familien in die Pfarrerswohnung einquartieren. Diese Basis wurde, nachdem das Schengensystem ohnehin schon in Trümmern liegt und die grosse Flüchtlingswelle kommt, in den letzten Tagen von zwei Seiten in der Heimat ebenfalls aufgekündigt. Vom Lynchmob in Suhl und seinen Verstehern wie Ramelow und Teilen der Medien, und vom Mob in Weidenau. Das ist der Konflikt, das ist die Konfrontation, und darin muss man sich mit der Aussicht auf 400.000 weitere Flüchtlinge in diesem Jahr als Heimat zurechtfinden, und einen Weg finden, der mehrheitlich getragen werden kann. „No borders no nations“ ist das totale Gegenteil.

Wer so etwas will… In Somalia. Libyen, Irak und Syrien kann man sich anschauen, wie das in der praktischen Umsetzung funktioniert. Und wir sollten froh sein, dass es gestern Nacht in Weidenau und davor in Suhl einen starken Staat gab, der sich mit der Polizei durchgesetzt hat. Hätte die Blockade in Weidenau Erfolg gehabt, hätten wir das nächste Woche im ganzen Osten. Es gibt der Linken in diesem Land, den Ideologen im Netz und den besorgten Aktivisten in den Medien vielleicht, hoffentlich etwas Zeit, sich zu überlegen, ob es klug ist, diese Debatte ohne Rücksicht auf Heimat zu führen. Ich habe schwerste Bedenken. Dieser Konflikt wird nicht in den Städten oder vor dem LaGeSo entschieden, sondern in den Dörfern, wo die Kommunen überfordert sind, egal wieviel Geld man ihnen bietet, die Polizei den Schleuserkriminellen nicht hinterher kommt, und die Leute nicht undemokratisch übergangen, vom linken Mob aus Berlin beleidigt und vor vollendete Tatsachen gestellt werden möchten.

Diese Würde garantiert ihnen übrigens auch das in der Asylfrage so oft bemühte Grundgesetz.

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145 Lesermeinungen

  1. Haben Intelligenzplebejer zur Zeit die Stimmungsmacht ?
    Wenn man gut durch geöffnete Türen kommen will, muß man die Tatsache achten, daß sie einen festen Rahmen haben: dieser Grundsatz, nach dem der alte Professor immer gelebt hatte, ist einfach eine Forderung des Wirklichkeitssinns. Wenn es aber Wirklichkeitssinn gibt, und niemand wird bezweifeln, daß er seine Daseinsberechtigung hat, dann muß es auch etwas geben, das man Möglichkeitssinn nennen kann.
    Wer ihn besitzt, sagt beispielsweise nicht: Hier ist dies oder das geschehen, wird geschehen, muß geschehen; sondern er erfindet: Hier könnte, sollte oder müßte geschehn; und wenn man ihm von irgend etwas erklärt, daß es so sei, wie es sei, dann denkt er: Nun, es könnte wahrscheinlich auch anders sein. So ließe sich der Möglichkeitssinn geradezu als die Fähigkeit definieren, alles, was ebensogut sein könnte, zu denken und das, was ist, nicht wichtiger zu nehmen als das, was nicht ist. Man sieht, daß die Folgen solcher schöpferischen Anlage bemerkenswert sein können, und bedauerlicherweise lassen sie nicht selten das, was die Menschen bewundern, falsch erscheinen und das, was sie verbieten, als erlaubt oder wohl auch beides als gleichgültig. Solche Möglichkeitsmenschen leben, wie man sagt, in einem feineren Gespinst, in einem Gespinst von Dunst, Einbildung, Träumerei und Konjunktiven; Kindern, die diesen Hang haben, treibt man ihn nachdrücklich aus und nennt solche Menschen vor ihnen Phantasten, Träumer, Schwächlinge und Besserwisser oder Krittler.
    Diese Gedanken von Musil muß ich voranstellen, um die folgenden Sätze verständlich erscheinen zu lassen.
    „Online Hetze“, „Nennt sie endlich Terroristen“ schreibt Sasha Lobo; „Es wäre nichts dagegen einzuwenden, wenn all die Kritiker in ihren Wohnungen ein wenig kritisierten und dabei den Kopf gegen die Wand schlügen, aber müssen sie es laut tun?“ schreibt Sibylle Berg zu diesem Thema.
    Die persönliche Überzeugung Herrn Lobo und Frau Berg unterstellend, will ich jenen die „edle“ Absicht ihrer Gedanken und ihrer Fangemeinde die frenetische Zustimmung keineswegs absprechen.
    Deren Leserschaft, die Besserbürger, in ihrer Mehrheit, jedoch, erscheint mir keineswegs zu differenzierter Begegnung mit jenen in der Lage, noch Willens, die es bisher noch wagten ihre Gedanken zu dem oben beschriebenen Möglichkeitssinn öffentlich zu äußern.
    Wer heute noch den Mut besitzt, in differenzierenden,sachlichen Gedanken, öffentlich, anderer Meinung zu sein als Sasha Lobo, Sibylle Berg, Christoph Meyer u.a. wird, nach deren plakativen Statements, heute schnell zum Terroristen abgestempelt, der lieber seinen Kopf gegen die Wand schlagen soll, was in Analogie dem entspricht, wenn NSA und deren Bruderorganisatoren, die Benutzer eines TOR-Browser pauschal als Extremisten bezeichnen.
    Wer sich eine gewisse Restlebensfreude bewahren möchte wird es in einem gesunden Selbsterhaltungstrieb vermeiden sich öffentlich als Denker eines Möglichkeitssinns freiwillig an den Pranger zu stellen und sich von Sasha Lobo Fans, zunächst noch, verbal steinigen zu lassen.
    Der Möglichkeitssinnende begibt sich, der Vernunft gehorchend, in die Schweigespirale, was wohl auch das vordergründige, wenn auch unausgesprochene Ziel von Herrn Lobo und Kollegen ist.
    Die kurzfristige Zusprache ist Herrn Lobo und Frau Berg sicher. Wenn jedoch der Rubicon der Möglichkeiten überrannt wurde, bleibt abzuwarten wie weit diese auch die persönliche Verantwortung für ihre manipulierenden Artikel tragen werden, womit sie auch all die besonnen und durchaus zur differenzierten Betrachtung befähigten Kritiker dieser Sache vorsätzlich mundtot und gemeuchelt haben.
    Ein Zurück wird es dann jedoch nicht mehr geben und alle leistungsfähigen Europäer werden mit ihrer Lebensleistung für die Folgen der monetären Nächstenliebe und die tiefgreifenden negativen Entwicklungen im gesellschaftlichem Zusammenleben in der Wirtschaft und vor Allem im Bereich unserer Kultur aufkommen müssen.
    Mit freundlichem Gruß
    B.Klingenberger

    • Naja, das ist haöt SPOM und Lobo muss bald auch der Buchmesse erklären, warum sein Verlag nicht läuft – da freut man sich um ablenkung. Frau Berg hat ein Gewichtsproblem und das ist ja auch nicht immer ganz begrenzbar.

      Teuer wird die Gaudi sicher schon, aber ich bin mir recht sicher, dass es bald eine grundlegende Änderung an den Grenzen geben wird, nachdem noch so ein Versuch in der EU gescheitert sein wird.

    • Früher hat man nicht alleine "möglichkeitsgesonnen" sondern gemeinsam: Man nannte das Disussion.
      Heute jedoch ist eine Diskussion über diese Themen nicht mehr möglich, wenn man eine andere Meinung vertritt als die, die die *richtige* Meinung haben (ohne sie vertreten zu können): Dann bekommt man eine Ganzkörperlackierung in einem erdfarbenen Farbton und eine Bezeichnung die auf „zi“ endet. Das ist das Ende jeglicher Diskussion, und ich denke, das unterscheidet sich wenig von dem Mangel an Diskussion, vor dem man in unseligen Zeiten litt. Die 80er, in denen man auch über kontroverse Themen diskutieren konnte, sofern man sachliche Argumente dafür hatte (auch wenn sie anderen Diskutanten nicht gefielen) scheinen vorbei. Vielleicht ein Virus den wir uns ’89 eingefangen haben; vielleicht stammt er auch noch von unserer letzten davorliegenden Krankheitsphase (anno 33) weil er nicht vollständig bekämpft wurde…..
      Dazu gehört auch die Beobachtung, daß früher angesehene und massgebliche Pressorgane die öffentliche Diskussion über kontroverse Themen durch Leserkommentare ausschalten. Sehr befremdlich!
      Auf jeden Fall macht die Diskussion darüber unter diesen Bedingungen keine Spass und man sort sich, was da noch so kommen wird, in dieser Hinsicht…..

    • Oh mei
      Hätte man das nicht einfacher formulieren können? Wenn ich Musil lesen möchte, lese ich Musil und nicht Klingenberger. Für wen war das jetzt geschrieben und warum muss ich mir so mühsam aus der Drechselei den Inhalt suchen, soweit überhaupt erkennbar? Und wenn man ihn dann gefunden hat, stellt er sich trotz allen Geschwurbels als die einfache, traurige Angst vor dem Fremden und um den Wohlstand heraus, den man ungestört von der Welt geniessen wollte. Statt dessen steht diese plötzlich im Wohnzimmer und will auch eine Heimat, denn ihre ist mit Hilfe auch unserer Industrie und Politik gerade kaputt gegangen. Viel Worte um so einfach Tatsachen.

    • Danke, B.Klingenberger, es íst schön jemand beim Denken zuzuschauen...
      Also… mal nach der Theorie der Reihe nach die Praxis…

      Dass der FJS nach unseren (übrigens auch für ihn geltenden) Gesetzen ein Verbrecher war, das weiss jeder und da er Politiker war, auch keine Sensation. Das Ungeheuerliche, der eigentliche Skandal ist ja, dass es Jahrzehnte dauert bis so einer Figur mal ehrlich dargestellt wird. Das ist bei seinem peinlich inkompetenten Zwilling Kohl nicht anders.
      Man kann sagen, dass unter der FJS Herrschaft, der Spruch passt, dass damals so viele Brosamen von den Tischen der Reichen herabfielen, dass es jedem, auch mir, möglich war im nächsten Jahr ein besseres Leben als in Vorherigen zu haben.
      Aber in Wahrheit hat das natürlich nichts mit den gnädigen strauss’schen Brosamen zu tun, sondern mit der Eigentümlichkeit einer sozialen Marktwirtschaft, die auf einen Markt traf der eine nur nach einem verlorenen Weltkrieg mögliche nahezu grenzenlose Aufnahmefähigkeit für Produkte aller Art besass. Sowas geht ein paar Jahrzehnte gut, dann kommt Sättigung. Die Not ist weg, dafür Neid und Habgier gekommen, man wählt Schröder. Mit dem kommen seine Zwillinge im Geiste, die Münterferings der Welt daher und erlassen Gesetze die die schwindenden Profite „der Herren“ dadurch aufpäppeln wollen, indem sie zum Zwecke der Lohnkosten Senkung Zeit-Arbeitsverträge ermöglichen und sich sogleich nach der Verjagung aus dem Amt an die Spitze einer derartigen Firma setzen, um nun nur mehr auschliesslich und direkt von der Arbeit anderer Leute zu leben.

      Dann wieder das beliebte Linken Bashing: „Die Politik hüllt sich in Schweigen, und von der linken Seite kommen Parolen wie „No borders, no nations…“ „

      Das kommt nicht von Linken, das kommt von Gut-Menschen, aber das Wort darf man in der Faz, deren Stamm Klientel das ja ist, nicht benutzen.
      Da findet Don Alphonso eine „linke Mehrheitsmeinung im Netz…“ Typischstes dümmlichtes Gut-Menschen-Denken ist das, und hat mit links nichts zu tun!
      „Links“… welch praktischer Begriff, ein Totschlag Argument nennt man so was heutzutage. Da braucht keiner mehr selbst zu denken, das passt immer, beantwortet jegliche mögliche Frage. Schere im Kopf.
      Stattdessen keine Erwähnung im BLog, dass sich die Merkels der Welt deshalb in Schweigen hüllen, weil es sonst, egal was man sagt, Wählerstimmen kosten würde?

      Genauso wie beim Abhören, wo man alles weiss, aber es verschweigen will, wie bei Griechenland, wo man weiss wie teuer die Bankenrettung diesmal den Steuerzahler kommt, aber dies erst nach Merkels Rücktritt publizieren will, und auch der lächerlichen Inkompetenz mit der man eine tatsächliche Diskussion zum Flüchtlingsproblem verhindert.

      Dann wird es leider ein klein wenig absurd…
      „No borders no nations“…. Wer so etwas will… In Somalia. Libyen, Irak und Syrien kann man sich anschauen, wie das in der praktischen Umsetzung funktioniert.“
      Das ist eine bösartige Verdrehung. Die Zustände in diesen Ländern, Afghanisten und dem Iraq haben Sie vergessen, sind einzig und allein der verbrecherischen Aussenpolitik der USA zu verdanken.

      Solche Sprach-Tricks sind eigentlich eines Don Alphonso unwürdig und ich bin überrascht.
      Die US Politik wurde von der Deutschen jahrzehntelang unterstützt und diese tragen daher Mit-Verantwortung für die Zustände!

      Also noch mal:

      Es gibt klare Definitionen für Flüchtlinge, und solchen muss man helfen, da die deutsche Wirtschaftspolitik die Zustände mitverursacht hat.
      Dazu gehört als zweites Standbein eine sorgfältig durchdachte Einwanderungspolitik. DAS wäre linke Politik. Kann jeder bei Wagenknecht nachlesen.
      Eigenartigerweise fehlt beides in ihrem Blog diesmal, drohen die Dinge in Ingolstadt aus dem Ruder zu laufen?

      Ich bin KEIN Linke-Fan, aber Sach-Denken, finde ich eigentlich nur bei denen. Die anderen fünf Einheitsparteien denken nur über eines nach, den eigenen Machterhalt
      DAS ist das Grundproblem. Und, dass dies bei Wahlen stets prächtig fintioniert.

  2. linke und grüne heimatlose
    schauen wir uns an, wo in BaWü, rot-grün noch regiert die meisten flüchtlinge hingeschickt und aufgenommen werden: in den regierungsbezirk und die stadt karlsruhe.

    der hochschulstadt, der mann oder frau viele positives nachsagen können (wahlspruch FIDELITAS, auf deutsch wohl treue, zuverlässigkeit) oder ganz aktuell: „viel davor und viel dahinter“. kurz eine stadt ohne utopie-flausen in der bevölkerung und bei den wechselnden regierenden, es dominiert der fleissige badische pragmatismus. kurzum: eine stadt, die meine sympathien hat, die politessen schliesse ich explizit aus, die sind……!!

    wo hinken die aufnahmezahlen hinterher: richtig, sie erraten es !!!!

    die grün-linken geisteshochburgen TÜBINGEN und FREIBURG, besetzt mit grün – hochkarätigen bürgermeistern PALMER und SALOMON, da geht nicht viel, ja sogar garnichts. warum nur ???

    könnte Oberbürgermeister und ruderkamerad PALMER nicht mal mit seiner VESPA abends den neckarkai oder die perfekten hanglagen abfahren um unbeleuchtetem wohnraum in grösserer dimension zu entdecken. für freiburg gilt das gleiche, da werden die völkerwanderer sicher (wenn es je passiert !) in das unwirtliche industriegebiet in der ebene eingesiedelt. auch freiburg könnte doch hanglagen oder studentenwohnheime freimachen, dort wo die grünen stimmenquoten bekommen wie bei wahlen in nordkorea.

    ich gehe ja garnicht soweit, dass wir die von augstein und heidegger legendär erwanderte hütte in todtnauberg umnutzen sollen. die ist wegen fehlender wegweiser ja sowieso kaum zu finden, vor allem nicht für zugereiste.

    nun hat die grüne-rote landesregierung ja gleich nach amtsantritt die regierungspräsidien Freiburg und Tübingen mit gefolgsleuten gleich mal gleichgeschaltet…………..also warum nur geht da nichts ?
    von sigmaringen will ich hier vorläufig schweigen.

  3. Welcher linker Mob?
    Lieber Herr,
    von welchem linken Mob aus Berlin fabulieren Sie immerzu?
    Der Gast

    • Zum Beipsiel von den Genossen, die heute abend „Sachsenkeule“ in Heindenau angekündigt haben. Die Radikalen, die vor dem LaGeSo eine Revolte anzettelten. Die Jungs, die die U-Bahn-Kabel anzündeten, damit die Menschen Zeit haben, über die Flüchtlinge nachzudenken. Die Unterstützer der Dealer im Görli. Den Delius, der gestern die Entlassung von Rossman-Mitarbeoerinnen forderte. Soll ich weiter machen?

    • Titel eingeben
      Werter Gast, vielleicht ist jener linke Mob gemeint, der die ca. 200 Asylbewerberheime überfallen und angezündet hat? Oder jener, der als Bande 10 Morde auf dem Gewissen (Welches Gewissen eigentlich?) hat, deren Aufklärung, so sieht es jedenfalls aus, von staatlichen Stellen regelrecht verhindert wird? Oder jene Mörder und Totschläger, die seit 1990 so um die 100-150 Menschen mit einem Migrationshintergrund zu Tode gebracht haben? Oder sind es jene Täter, die die Abgeordneten-Büros der Partei Die Linke überfallen und demoliert haben? Oder jene, die (unter erheblichem Beifall im Netz) sogar zum Mord an der Bundestagsvizepräsidentin aufgerufen haben? Oder doch jene, die an gar nicht so wenig Orten national befreite Zonen ausgerufen haben?
      Aber vielleicht sitzt dieser linke Mob ja schon in Kanzleramt und Ministerien? Oder doch im Berliner Senat?

      Lobo und Berg scheinen ja regelrecht gefährlich zu sein. Wieviele Leser haben die eigentlich? Zusammen!

    • soll ich Ihnen mal die schönsten „Schlagt sie tot“-Einlassungen der linken klientel aus Indymedia und Twitter von gestern zusammenstellen?

    • Titel eingeben
      Gemeint ist die SAntifa, der Sturmtruppen von SED, Grünen,Gewerkschaften und der S(E)PD.

    • Die Mobs jeglicher Art...
      Sehr geehrter Don Alphonso, nein, brauchen Sie nicht zusammenzustellen. Deren Sprüche kenne ich bzw. kann sie mir mühelos, selbst im Berliner Friedrichshain lebend, vorstellen. (Indymedia und Twitter tue ich mir nicht an.) Nur, vielleicht sind wir ja doch ähnlicher Ansicht, wenn wir zwischen dummen, saudummen und zu Gewalt aufrufenden Sprüchen und den realen, sogar in den Statistiken von BKA, Verfassungs- und Staatsschutz auftauchenden Taten unterscheiden. Und diese Statistiken sprechen eine recht deutliche Sprache. Die machen diese dummen Sprüche natürlich nicht angenehmer. Die Frage wäre vielleicht, aber ich bin mir auch nicht sicher, ob diese Frage noch sinnvoll ist, woher solch Ausmaß an Hass, Wut und Dummheit kommt. Die reale oder auch „nur“ so empfundene Benachteiligung und Chancenlosigkeit in diesem Land kann es eigentlich nicht sein. Was dann?

      Vielleicht, aber das wage ich kaum zu denken, geschweige denn zu hoffen, wird D, werden wir durch diese Flüchtlings- und Asylbewegung lernen. Persönlich und als Gesellschaft. In jedem Fall wird es ein sehr schmerzhafter Prozess werden. Die von so vielen geforderten Mauern werden, so sie errichtet werden, daran nichts ändern. (Wenn man bedenkt, dass viele der aktuellen Entwicklungen mit dem so blind gefeierten Fall der Deutschen Mauer begann…)

      Natürlich kann man diese Entwicklung unter gemeindepolitischen Aspekten betrachten, aber eine Draufsicht unter geopolitischen ist mit Sicherheit ebenfalls sehr berechtigt.
      Mit freundlichen Grüßen

  4. Die Entwicklung des flachen Landes in Bayern durch die Staatsregierung
    Also in Bayern hat man doch von München aus fast jeden Blödsinn gemacht: Rhein Main Donau Kanal inclusive bis vor ein paar Jahren die Pläne bei Straubing weiter zu bauen. Flurbereinigung gibt es immer noch auch wenn mit Dorferneuerung garniert. Gebietsreform Anfang der 70er, immer noch ungeliebt und ungelungen. S.a. das Revival der alten Autonummerschilder Kennzeichen wie BUL, NAB…
    Vielleicht hatte auch Alfons Goppel nur zulange den MP Posten besetzt, Strauss hätte wahrscheinlich weniger Fehler gemacht und die CSU hätte ihn vor 1978 ans Ruder lassen sollen. BTW von der Nichtentwicklung der oberen Pfalz außer Regensburg will ich gar nicht reden.
    O.k. Denkmalschutz hat man ganz gut in Bayern.

    • Ich bin sicher der Letzte, der zufrieen wäre, zumal das ja auch oft genug gegen die CSU erkä,pft werden musste, aber mein Eindruck ist, dass es seit dem Bürgereintscheid viel besser und seit den Freien Wählern auch unideologischer läuft. Das ist nicht der CSU zu verdanken, aber sie hat schon auch gelernt.

    • bayrische industriepolitik
      nun, selbst im spiegel muss zugegeben werden, dass es erstens eine bayrische industriepolitik gab und zweitens, dass sie erfolgreich war…….wo andere längst den schwanz einzogen, hat bayern auf moderne industrien gesetzt, die mit verlaub nicht vom himmel gefallen sind oder aus norddeutschland sich in den süden verirrt haben.

      in NRW, nur als beispiel, hat der strukturwandel, behindert durch massive subventionen der Gesamt-BRD von altindustrien einfach zulange gedauert. und war glücklos UND grottenschlecht konzipiert und umgesetzt. da wurden einfach wählerstimmen durch den erhalt toter arbeitsplätze erkauft.

      aber warum zum teufel nochmal zieht es die norddeutschen immer noch nach bayern ? masochismus ? zwang ? gestörter orientierungsinn wie bei pottwalen ?

      oder warum ziehen die gleich in die schweiz ?

      die deiche sind doch inzwischen hoch genug.

      das alles gilt natürlich für BaWü umsomehr !

    • Die Norddeutschen...
      @ Django: Die Norddeutschen, die nach Bayern oder in die Schweiz ziehen, dürften das mehrheitlich der Arbeit wegen machen, nicht wegen der Sprache oder weil die Luft in den Bergen besser wäre als in den Küstenregionen.

  5. Chapeau!
    Ich ziehe den Hut vor Ihnen, mein lieber Don!
    Beäugte ich Ihre Beiträge, sowohl hier bei der FAZ als auch auf Ihrem Blog, zu Beginn noch äußerst skeptisch, begeistern Sie mich nun ein ums andere Mal auf’s Neue. Unaufgeregte Beobachtungen, neutrale Schlussfolgerungen wie die Ihren finden – und das ist wohl der bisher tragischste Nebeneffekt dieser neuen Völkerwanderung – in den Medien nicht mehr statt. Den Vogel schießen, wie Sie ebenfalls schon festgestellt haben, wöchentlich die „Kolumnisten“ von SPON ab. In diesem Sinne, bleiben Sie sich (und uns) treu!
    Grüße aus dem nahen Bad Aibling

    • Danke, gern geschehen. Ich muss sagen, das thema ist ja auch eines zum Lernen und Beobachten, gerade in dieser Region. Es gibt einfach keine simplen Antworten.

  6. Dieter Wieland - Topographie
    Empfehlung an den Autor (und heimatliebende Leser (aus Bayern)):

    Da es im Text um die Genese des modernen Bayerns geht und auch Jurahäuser im Altmühltal erwähnt werden, empfehle ich hier mal Dieter Wielands „Topographie“ in der BR-Mediathek:

    http://www.br.de/fernsehen/bayerisches-fernsehen/sendungen/unter-unserem-himmel/dieter-wieland-topographie-100.html

    Alle Dokus von den 1970er bis 2000er in voller Länge.

    • Ja, die sollte man gesehen haben. Wieland ist einer der ganz grossen, in der letzten und aktuellen ausgabe der Zeitschrift MUH ist auch ein grosses Interview.

    • Noch ein Vorschlag....
      Einfach mal den Scheibenwischer zum Thema bayrischer Politik jener Zeit nochmal anschaun… sehr lehrreich.

      Für die Jüngeren: Da gab es eine Riesensauerei mit ábsurden Korruptionsverhältnissen, die Deter Hildebrand in seiner Sendung publik machte.
      Und der bayrische Staatsfunk sich aus der Deutschand-weiten Ausstrahlung der ARD ausschaltete.
      Glotzer in Bayern durften solche Wahrheiten damals nicht sehen. Sowas war damals noch möglich, Internet gabs noch nicht.
      Die Sendung gibts hier:

      https://www.youtube.com/watch?v=MosvwkOelcs

      Das hilft neben all diesen Lobpreisungen die tatsächliche Realität nicht so ganz aus dem Blick zu verlieren… gell?

    • Topographie
      Danke für den Hinweis auf die D. Wieland-Filme.

    • Titel eingeben
      DAS ist Qualität! Danke für den Link, ich habe früher versucht, mir die Folgen auf ominösen Wegen zusammenzuklauben.

  7. Titel eingeben
    „No borders, no nations“, „Kein Mensch ist illegal“. „wir bleiben alle“ und „Refugees welcome“.

    Man beachte das (vermeintlich schicke) Amerikanisch. Wie zur Zeit die Reklame von C & A in Deutschland: „today’s look is back to school“

  8. meine Lieblingssendung von Wieland
    die über StadtamHof, Donauinseln etc.
    Ja so schön könnte Bayern sein ohne die Landwirtschaft wie sie von BayWa etc. propagiert, ohne Rhein-Main-donau-kanal und ohne Flurbereinigung und auch ohne das fränkische Seenland,dem letzten der großen Projekt der bayerischen infrastrukturmaßnahmen

  9. Lernen der CSU
    würde dem schon zustimmen; insbesondere auch dass Seehofer den „Wahnsinn“ des Donauausbaus abdrehen lies.
    Welchen Schaden eine Donauverlegung bringt sieht man in Wien – obwohl dort viele noch stolz sind auf die Donausinsel und auch die Verlagerung der Donau im 19.Jh. Das ist immer noch erstaunlich…

    Ich bin aber immer noch der Meinung, dass in Bayern die Regierungszeit Alfons Goppel relativ zu gut gesehen wird. Die Gebietsreform war m.E. ein Unfug und in der guten Zeit der 60er hätte man mehr erreichen können. Da hatte Strauss ab 78 viel schlechtere Rahmenbedingungen..

  10. Wieland
    @Altbayer
    in derMediathek fehlen doch einige Beiträge Wielands oder.z.B. der hier über Regensburg

    https://www.youtube.com/watch?v=oxqlYP48imE

    aber auch der über Rügen fehlt…usw

    Seltsam, dass die Mediathek nicht vollständig ist

  11. Bayernland bist bald abgebrannt ?
    Ja das schöne Bayernland

    – Heimatland – 

    Auch, wenn der Katholizismus in Verruf geraten ist, aber in meiner Kindheit gab er Stabilität. Berge, Seen, nette Menschen, Ruhe……….

    …… die Ruhe scheint sich dem Ende zu neigen; selbst unter den bisher einigen Bayern scheinen kontroverse, wie großteils unsinnige Meinungen das bisher einig Volk zu spalten.

    Selbst in meinen Kreisen kann man das spüren.

    Wollen wir einmal noch nicht darüber sprechen, daß gerade in diesen Tagen, in der schönen bayerischen Tegernseer Heimat von Don Alphonso ein, nein das Unwort mit dem „N“ am Wortanfang darf man ja nicht mehr öffentlich aussprechen (bei Jim Knopf dürfen sie es noch schwarz auf weiß lesen), ….ein Senegalese tatsächlich einen Polizisten gebissen hat, quasi als Antipasto.

    Nein, und eigentlich wäre das ja ein Thema für Frau Despina, welche wohl indisponiert im Untergrund verschollen ist. Ich denke da an den Münchner Chefermittler Bernhard Feiner, der vor kurzem die Vermutung öffentlich aussprach, daß „Flüchtlinge in die Prostitution eingeschleust werden.“ Und so wurde auch bekannt, daß B.Feiners´ Leute einen Ring von Menschenhändlern sprengten, die in einem Asylheim Frauen an Freier verkauften“. Das Taschengeld der bedauernswerten Asylsuchenden dürfte so schnell aufgebraucht sein.

    Wenn ich ein wenig Zeit habe lese ich ja gerne, und wie es der Zufall so wollte, hatte ich gerade Dostojewskis „Schuld und Sühne“ in der Hand. So ein Buch von dem Gerhard Polt schon sagt, daß es ab Seite 200 interessant werden würde. Das spielt, rein wintermäßig, ja auch in so einer wildromantischen Gegend wie Bayern.

    Und Dostojewski schreibt von Sonja, schon fast eine Heilige, tiefgläubig, wie sie nun mal ist. Armut zwingt sie sich zu verkaufen, wobei es nicht nur um ihre eigene Not geht, nein, sie kümmert sich auch noch um das Überleben der Familie und der kleinen Geschwister. Sie opfert sich und bleibt auf diese Weise rein.

    So wird es sein, wenn ich lese: „… privat wie die Ausflüge junger Asylbewerberinnen, die stark geschminkt und auffällig gekleidet abends vor dem Tor der Münchner Erstaufnahme oder nahe der Unterkunft am Fliegerhorst Fürstenfeldbruck in Autos steigen.“(SPIEGEL)

    Sie opfern sich wie Sonja für Ihre Familien, Geschwisterlein und Schleuser. Die Frauen aus „Kenia, Eritrea oder Nigeria (die) bereits vor der Flucht von den Schleusern mit  V O D OO  ritualisiert werden. Sie glauben, dass sie sterben oder ihre Familie zu Hause zugrunde geht, wenn sie nicht gehorchen.“ (SPIEGEL)

    Lassen wir das Bildungsnivau der V O D OO  ritualisierten Damen, hier das Wort Kollegin aussprechen käme mir hier wirklich nicht in den Sinn, die die Zukunft unseres Bayernlandes in Bälde als eingebürgerte NeuBayern mitbestimmen werden, mal außen vor, aber was, liebe Frau Despina, halten Sie denn davon?

    Ich frage mich ja schon, wer hier die bayerischen Kunden sind?

    Ja, das ist alles nicht mehr so erfreulich in Bayern. Doch der Wiesseer Polizeichef sagte vorgestern: “ Noch ist der Aufwand überschaubar.“ Damit meinte er auch den Vorfall im Rottacher Nachtclub.

    Na ja, ich weiß ja nicht so genau wieviel Geld so ein über´s Mittelmeer geruderter Asylsuchender hat; aber so ein Nachtclub, das kann ich Ihnen wirklich sagen, der ist nicht gerade billig.

    Sollten wir uns doch ein wenig vor der Zukunft fürchten? Ach, werter Don Alphonso, nehmen Sie mir meine Befürchtungen, bitte.

    Mit einem bayerischen Bußerl zum Abschied verbleibe ich als
    ObjectBe

  12. Heidenau, nicht Weidenau
    Lieber Don,
    bitte korrigieren Sie doch den sächsischen Ortsnamen, welcher im Artikel zweimal falsch auftaucht. Die ansonsten zu befürchtende (und allzu oft: berechtigte) Beschwerde, die „westdeutsche“ Presse urteile über den Osten – mit Sachsen als pars pro toto -, ohne diese Gegenden zu kennen, sollten sie nicht unnötig provozieren.
    Ein Ihnen ansonsten sehr gewogener Hallenser

    • Möglicherweise
      Möglicherweise war der Verschreiber Absicht.

      Also kein Vertipper.
      Denn das H und das W liegen auf der Tastatur nicht zwingend nebeneinander.

      Absicht wäre klug.
      Das W verhindert (hoffentlich korrigiert Krake Gu das nicht in seinen „Meinten-Sie …?“-Vorschlägen), dass Schreihälse aufschlagen, nichts zur Debatte beitragen außer Hetze und als Zeitdiebe mühselig gelöscht werden müssen.

  13. Parallelen
    Erstmal vielen Dank für die neutrale Betrachtung eines realen Problems. Bei aller Hilfsbereitschaft können Menschen, denen eine Völkerwanderung (teils berechtigte) Angst macht, nicht automatisch in die „Naziecke“ gestellt werden. Ich lebe in einer Stadt mit Erstaufnahmelager, ich sehe die realen Probleme jeden Tag.

    Aber eigentlich wollte ich darauf hinweisen, dass es genau die gleiche Propaganda ist, die den seit einem Jahr andauernden „GamerGate“-Konflikt befeuert. Wer die Konsumentenrevolte gegen unethischen unterstützt wird von den Medien ebenfalls als wahlweise Nazi, Frauenfeind, ISIS oder Terrorist bezeichnet. Deutsche Medien schreiben bei englischsprachigen ab und übernehmen deren einseitige Berichterstattung, obwohl es ihre Quellen sind, die bei #GG in der Kritik stehen. Über die positiven Bemühungen (und Erfolge) berichtet niemand. Die Konferenz SPJAirplay fand hierzulande nur auf SWR3 statt. Mit Links zu den gleichen Quellen, die #GamerGate als Hassgruppe brandmarken.

    An diesem Konflikt lässt sich unter dem Mikroskop beobachten, wie die Taktiken „Shaming“ und „Blacklisting“ den politischen Diskurs vergiften, indem abweichende Meinungen und ihre Proponenten einfach über Medienmacht geächtet werden.

    Wenn wir diesen Umgang mit vom mediengemachten Mainstream abweichenden Meinungen weiter einreißen lassen, wird es in naher Zukunft wieder Publikationsverbote aus politischen Gründen geben.

    • "gegen unethischen Journalismus"
      muss es im ersten Abschnitt natürlich heißen

    • Sie vergessen da etwas....
      Alle diese „Probleme“ kommen halt nun mal ans Tageslicht, wenn sich eine ehrliche Demokratie breitmacht.

      Dann zeigen sich Dummheit, Vorurteile und Lernunfähigkeit im Sonntagsstaat…

      „Wir sind die Mehrheit, also haben wir Recht“

      Ist doch schön, wenn man dann auch gleich Politiker und politische Parteien vorfindet, die solche Demokratie zu nutzen wissen.
      Unangenehm wird es erst wenn diese Mehrheit begreifen sollte, dass sie die anfallenden Rechnungen solcher „Politik“ selber bezahlen muss.
      Wie es aussieht wenn es hart auf hart kommt, können sie an Griechenland hervorragend studieren. Reiche und Banken haben ihre Schäfchen schon längst in Sicherheit gebracht, die anderen…

      …tja, blod gelaufen, gell?

    • Othering und Ängste
      Stichwort „othering“, leider auf allen Seiten vorhanden und schrecklich destruktiv.

      Ich denke, die große Herausforderung besteht darin, sich den Ängsten der Menschen anzunehmen, ohne die tumben Erklärungsmuster zu bedienen.

      Ja, viele Menschen haben Angst vor den Fremden / dem Fremden / dem, was sie nicht kennen – das ist einfach menschlich.

      Es ist schon schwer genug, diese Ängste zu äußern, zu sagen „ich habe Angst vor …“. Angst ist Schwäche und es ist immer einfacher, das über etablierte Erzählmuster (man hängt das eigene an die große Geschichte dran) oder gar Hass und Gewalt (dann ist man für sich wiede stark statt schwach) zu transportieren.

      Wir müssen dahin kommen, dass es OK ist, diese Ängste zu äußern, anders kommen wir nicht weiter. Man kann den Leuten die Angst nicht mit Gewalt austreiben.

  14. Ich möchte keine Armutseinwanderung nach Deutschland
    Und es ist sehr schade, dass nur rechtsradikale Parteien diese politische Überzeugung vertreten, denn da es keine Volksabstimmungen gibt und alle großen Parteien hier die selbe Überzeugung propagieren, bleibt nur die Wahl von NPD und Co.
    Da dies vorraussichtlich aber auch keine Änderung des politischen Verhaltens erzeugen wird (weil nicht genügend Wähler wechseln, um der CDU Angst zu machen) bleibt nur die Konsequenz auszuwandern.
    Glücklicherweise habe ich – im Gegensatz zu Ihnen lieber Don – keine Immobilien, die mich an Deutschland fesseln, denn die Armutseinwanderung von ca. 1 Million Menschen pro Jahr wird Deutschland stärker verändern, als sich das hier die meisten vorstellen können.
    Wohin es führt kann man sich in französischen Vorstädten ansehen – die quellen ja ebenfalls über vor Facharbeitern, Zahnärzten und anderen Hochqualifizierten.

    • Bedenkenswert....
      Nein, das mit dem Denken ist da wohl doch keine so gute Idee, denn….

      Verraten sie uns doch mal, warum jene Million an Problemen Schuld ist, die nur deshalb existieren weil die normalen Bürger, von denen Sie ganz offentsichtlich einer sind, sowas wie Sarkozy dort und Merkel hier wählen?

    • armutseinwanderung, soso.
      wenn in düsseldorf auf der kö die tiefverscheierten frauen die boutiquen und juweliere bevölkern, hat da niemand etwas dagegen. wenn in düsselldorfer kliniken die ordinarien ihre privatpatienten in den emiraten suchen, ist das in ordnung. gibt ja sonst nicht mehr viel in nrw, was für vermögende auslandskeise interessant wäre.
      .
      die holländer kaufen sich gern in der landwirtschaft ein, vorausschauend, wenn man daran denkt, dass der meeresspiegel steigen wird.
      .
      es sind auch schon etliche russen da, nein, keine volksdeutschen, russen eben. russen mit reichlich geld, um sich zu kaufen, was sie wollen. nicht nur bling bei wempe, sondern wohnungen, grundstücke, betriebe.
      die holländer kaufen sich gern in der landwirtschaft ein, vorausschauend, wenn man daran denkt, dass der meeresspiegel steigen wird.
      .
      da werden sich die pegida-doitschen, putin-versteher und russenfreunde noch wundern, wenn sie merken, dass sie denen im weg stehen. aber bislang sind sie noch zu brauchen, nützliche idioten eben.

  15. Zu Mantu in Banden ... Ganz Deutschland, ach, in Schmach und Schmerz!
    Ich (von Beruf Rechtsanwalt) habe vor rd. 1 1/2 Jahren selbst Aslybewerber als Verfahrenshelfer (zwangsweise und unentgeltlich) im Verfahren geholfen. Ich war darüber nicht besonders begeistert, habe dies jedoch, wie es sich gehört, zügig und ordentlich erledigt. Zwischenzeitlich habe und hatte ich immer mehr mit (straffälligen) Flüchtlingen zu tuen, und, Hand auf’s Herz, ich wünsche mir keinen einzigen mehr in meiner Nähe. Gerne weiße ich mittlerweile in Innsbruck den Bahnsteig zum Zug nach München bzw. Rosenheim. Ich kann auch das ganze „Willkommensgerede“ meiner nördlichen Nachbarn nicht verstehen. Willkommen ist mir ein Gast, der wieder geht! Bis gestern war ich in Mailand und Mantua. Was ich dort noch kommen sah… wir wird ehrlich Angst und Bang! Ich will eben mitreden wie sich meine Heimat verändert und diese Veränderung, die da völlig unkontrolliert auf mich zukommt, die will ich nicht. Ich habe keine Angst vor den Menschen, ich fürchte mich vor den Vorstellungen und Gedanken die mitkommen! Wie soll ich mit Menschen zusammenleben können, die jede unverschleierte Frau als Prostituierte ansehen, meine schwulen Freunde auspeitschen oder köpfen wollen, die Christen verfolgen und wegen eines „Papierfetzen“ lynchen? Wir – gerade in Tirol und Bayern – haben Jahrhunderte gebraucht uns von diesen Vorstellungen zu befreien. Wollen wir wieder diese Zeiten? Diese Wahrheiten wollen Tugendwächter und Sozialromantiker (in Tirol „Lugntschippl“ genannt) – davon, so meine Beobachtung über den Inn, gibt es in Deutschland offensichtlich noch viel mehr als in Österreich – nicht hören. Es wird leider so kommen, wie es kommen muss und dann: … ganz Deutschland, ach in Schmach und Schmerz!

    PS: Für „Zuagroaste“: Der Titel ist ein Auszug aus der Tiroler Landeshymne, dem Andreas-Hofer-Lied. Im Dialekt gibt es auch noch andere Ausdrücke die oftmals einen Zustand treffend bezeichnen, zB „G’sindl“.

    • This.
      „Ich will eben mitreden wie sich meine Heimat verändert und diese Veränderung, die da völlig unkontrolliert auf mich zukommt, die will ich nicht.“

      This. Nach Auffassung einiger twitteria Schreihansl ist man damit übrigens paranoider, massenmordender Judenhasser, aka Nazi.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Titel eingeben
      Früher hieß es: „Ein gescheites Wort und man ist Kommunist“.
      Ein Kommentar wie der Ihre (‚Pfarrer Hirn‘) in bestimmten Zeitungen abgedruckt (sagen wir mal: die taz) … man kann sich die Reaktion ausmalen…
      …und möchte heute sagen: „Ein gescheites Wort und man ist Nazi“

    • Ja, mir wurde chon mehrfach bestätigt, dass ich jetzt meine braune Seele zeige – als Befürworter von Fluchtkorridoren, einwanderungsgesetz und Asylrecht.

  16. Drei Sätze. Nicht von mir, aber trotzdem treffend:
    Wir haben niemanden gerufen.
    Wer kommt, hat sich unseren Bräuchen und Gestzen entsprechend zu verhalten
    Wer das nicht will, muss weiterziehen.

    • aha
      nein, wir haben nicht gerufen… wir helfen aber gern… oder wir halten den Mund, ok?

    • Danke....
      Wir schätzen ihre Ehrlichkeit.

      Aber bei genauerer Betrachtung bleiben wir dabei:
      Wer meint die Realität in drei Sätzen zusammenfassen zu können…
      …der tut das nur weil er halt ab dem vierten Satz überfordert ist.

    • Bei dieser rosa-roten Romantik der "Bräuchtümer" wird mir ganz anders
      Anscheinend muss man jetzt so tun, als habe es zu einem (übrigens nie genauer festgelegtem) Zeitpunkt in unseren Gemeinden einen „Brauchtum“ gegeben, den alle Mitglieder gut fanden und gerne daran teilgenommen haben. Nur wann soll das gewesen sein? Was soll zu einem solchen „Brauchtum“ dazugehört haben? Die Religion etwa? Wohl kaum! Denn wie unterschiedlich wurde schon immer damit umgegangen – es gab die bibelfesten, devot dem Pfaffer folgenden, aber auch die Opportunisten, die sich nicht an „ihre“ Religion hielten, sondern sie als ein Werkzeug unter vielen zur Verbesserung ihrer finanziellen Lage genutzt haben. Eine solche romantisch verklärte Sicht ist fast schon peinlich (erinnert ein wenig an Woodstock). Schon immer gab es hier Progressive, Konservative und Sozialisten, Religiöse und Agnostiker, Schöngeister und Karrieremenschen – und damit auch immer schon Menschen, die von „unseren Bräuchen“ so weit entfernt wie möglich sein wollten, wie eben auch solche, die an solchen „Bräuchen“ aktiv und gerne teilgenommen haben. Nach Ihrer Aussage hätten all jene, die im „Brauchtum“ (was auch immer das sein soll) keinen Wert gesehen hätten, das Land verlassen sollen, doch Sie machen sich keine Vorstellung davon, wie entvölkert unser Land gewesen wäre und auf wie viele Errungenschaften wir hätten verzichten müssen.

      Sie mögen sagen: „Aber auf dem Dorffest…“ Nur schauen Sie einmal genauer hin. Das einzige, worüber die meisten auf diesen Festen sich einig sein können, ist doch allzu oft die Qualität des Weins oder das tolle Wetter.

      Abgesehen von diesem „Brauchtum“-Gerede können wir uns bestimmt auf Werte unserer Gesellschaft einigen – Freiheit, Verantwortung und Selbstverwirklichung etwa, oder ein soziales Gefüge, das in Not geratenen Menschen wieder auf die Beine hilft. Nur was das im einzelnen bedeuten soll sehen nur selten zwei Menschen genau gleich.

    • @Felix
      Nun sein sie mal nicht so zimperlich und lassen sie die Nazi Keule im Schrank!
      Sie sehen doch wie tief schockiert hier so mancher ist, der als Nazi tituliert wird, nur weil er für die Werte der anständigen Deutschen einsteht!

      Sie sehen doch wie hier enige vor selbstgerechtigkeit Triefende ganz entrüstet darüber sind, dass in der FAZ Kommentierende es wagen die braune Mief Grenze woanders zu sehen, als die FAZ politische Korrektheit es tut.

      Man sollte den Kern des Porblems darüber aber nicht verkennen.

      Der Urnenpöbel wählt inkompetente Regierungen, weil ihn ausser dem INhalt des Portemonnaie NICHTS wirklich interssiert.

      Es wäre Aufgabe der Regierung dafür zu sorgen dass TATSÄCHLICHE Asylsuchende und Flüchtlinge hier helfend aufgenommen werden und dass man eine sinnvolles Immigrationsregelung einführt die längst überfällig und dringendst nötig ist, denn die Alterspyramide lügt nicht.

      Leider zeigt die Realität, dass davon NICHTS kommen wird. Die mehr Denkenden sehen ohnedies, dass die eigentlichen Probleme ganz andere sind.
      It’s the conomy, stupid! wusste sogar schon ein Bill Clinton.
      Eine Million „Flüchtlinge“ machen den Braten dann auch nicht mehr fett. Ich bin sicher bei den braun angehauchten Herrschaften, die ja eigentlich gar nicht braun sein wollen, das kann man ihnen ruhig glauben, ist es wenn mal an das Eingenmachte geht, nicht mehr so weit bis zum Ruf nach „Arbeitslager“.
      Aussergewöhnliche Unstände erfordern nun mal leider, leider aussergewöhnliche Massnahmen.

  17. Titel eingeben
    Sehr guter Artikel- naja und die Nachtreter vom Spiegel können halt nicht anders. Wenn sie eines ihrer Zielobjekte nicht zu 100% vernichten konnten, was sowohl auf FJS als in jüngerer Zeit z.B. auf den Limburger Bischof TvE zutrifft, wird bis zum Sankt-Nimmerleinstag nachgekartet und versucht Empörung und Aggression zu generieren. Daß sie selbst nicht mal den geringsten Ansprüchen, die sie auch lange posthum an andere stellen, gerecht werden und wurden, stört da nicht.

    • Wie wahr, wie wahr !
      Nie gab es einen ehrlicheren Menschen als FJS und ein besseren Christen als TvE.

      Nun ja, wer einen Don Giovanni von ganzem Hern liebt, der mag auch solche…

  18. R.kurzhaar@Web.de
    @ B.Klingenberger sagt:
    22. August 2015 um 12:38 Uhr

    „Haben Intelligenzplebejer zur Zeit die Stimmungsmacht ?“

    Könnte sein. Gestärkt durch den Moslem-Gott und deren Kinder, kann man schon mal sein Ding raushängen lassen.

    • ".....zur Zeit...."?
      Diese deutsche Geschichtsperiode begann mit der Kanzlerwahl im März 1983 und wurde seitdem von Jahr zu Jahr konsequenter.

      Kaum überraschend dabei ist die parallele Entwicklung des Internets, nichts hat Dummheit mehr gefördert und deren Macht verbreitert wie das http://www…. (Bevor jetzt das Gekeife losgeht, dies ist nicht das Einzige was das Net tut, aber das Schlimmste und leider auch in Zukunft nicht zu verhindern)

  19. So gehts auch nicht
    Was in Heidenau passiert ist, ist schlimm und stellt unser Selbstverständis für Recht und Ordung in Frage. Die Forderung von Herrn Maas nach harter Anwendung unserer Gesetze ist zu unterstützen.
    Leider, leider werden die Ängste der angestammten Bevölkerung nicht ernst genommen, ja ignoriert. Aus den etablierten Volksparteien gibt es keine die als Ansprechpartner fungieren könnte. Somit ist es zwangsläufig so, dass die radikal operierende Parteien Gehör und Zulauf finden.
    Verstärkt wird diese durch die Vorkommnisse in den Flüchtlingsunterkünften und der Umgebung. Insbesondere, da dieses teils gewalttätige (Suhl) und ebenfalls nicht gesetzeskonforme Verhalten durch Wegsehen und Verharmlosung der verantwortlichen Stellen zu weiterem Unmut in der unmittelbar betroffenen Bevölkerung führt un weitere Ängste schürt. Die Politik könnte und müsste hier ebenfalls eine klare Ansage machen und erklären, wie mit nicht angepassten und nicht anpassungswilligen Asylbewerbern umzugehen gedenken. Fehlanzeige. Offenbar ist es opportuner die eigene Bevölkerung in die rechte Ecke zustellen und große Reden als Gutmensch zu halten.
    Ich freue mich auf politische Signale, die eine differenzierte Betrachtung der Vorkommnisse erkennen lassen, Ursache und Wirkung in der richtigen Reihenfolge beachten.
    Das Problem sind nicht die Flüchtlinge selbst. Das Problem ist, dass die Verantwortlichen es nicht schaffen, die Gebeutelten über die Verhaltensweisen in Ihrem Gastland aufzuklären und die Bräuche und Lebensweise der Gastgeber zu respektieren.
    Ich weiß, dass das geht. Es gibt positive Beispiele in meinem Umfeld.

  20. Wieso eigentlich?
    „Und die Gemeinden begreifen erst jetzt langsam, dass sie über Jahre zuständig sein werden. Dass sie Bauland abgeben müssen, Wohnungen herrichten, Boden versiegeln, die eigenen Leute zurückstellen, eventuell sogar enteignen müssen, und dass es letztlich jeder Bürger bezahlen muss, wissen sie auch“.

    Wieso eigentlich derart viel „Müssen“ und „Zwang“? Über kurz oder lange wird sich die spezifisch deutsche Kombination aus Grundrecht auf Asyl, Sozialstaat, offenen Grenzen und massivem Versagen von zentralen Institutionen des Staates (speziell Gerichte und Verwaltung beim Thema Asyl) ohnehin nicht halten lassen. Das Grundgesetz und das in nachgerade obszöner Hybris gleich mit „Ewigkeitsgarantie“ versehene Grundrecht auf Asyl sind für die heutigen Zustände in dieser Form nicht geschaffen. Auch ohne dieses Grundrecht wäre Deutschland immer noch eine Demokratie. Eine jährliche feste Quote nach Vorbild der USA würde für einen drastisch reduzierten Personenkreis an Flüchtlingen (vielleicht 0,1 % der Wohnbevölkerung pro Jahr – in den USA ist der Wert nochmals deutlich niedriger) und die Gesellschaft als ganze sicher deutlich bessere Ergebnisse bringen. Die aktuellen Zustände in Deutschland sind de facto ein Brandbeschleuniger für massiven Rechtspopulismus, gegen den die AfD nur Kindergarten gewesen wäre.

  21. Ja, schön, dass die Nachdenklichen noch gibt.
    Die nicht vom blinden Idealismus getriebenen, der wie jeder -ismus in der Unterdrückung erst missliebiger Meinungen, dann missliebiger Menschen endet. Schön, dass Menschen gibt, die nicht Parolen auf Facebook unreflektiert gut finden, ohne sich über die Folgen der Parolen Gedanken zu machen. menschen, die einfach mal ihr Hirn benutzen. Und schön lieber Don, dass man das sogar in den durchaus zu Recht gescholtenen „Mainstreammedien“ wie der FAZ lesen kann. Neben viel geistigem Sperrmüll und Gerümpel ( nicht weger der Meinung, sondern wegen der fehlenden Tiefe).

  22. Falsche Flüchtlinge, falsche Unterkünfte und geliebte Heimat
    Sir, ein guter Artikel, der angesichts des Flüchtlingsdrucks einen weiteren Anstieg der Zahlen, aber kein Ende des Dramas voraussagt.
    Richtigerweise werden die gewalttätigen Proteste und Widerstände angesprochen, aber in Ihrem stark ostlastigen Pamphlet reicht die dumpfe Linkenaversion zur Erklärung der Zustände nicht aus. Linke sind Internationalisten und haben in schlimmen Zeiten ihre Heimat verteidigt und oft genug ihr Leben dabei verloren.
    Heimat – diese Kategorie hat in der Diskussion eine große Bedeutung, und ihr werden hochgeschätzte Grundwerte beigeordnet. Auch die Flüchtlinge verlassen eine Heimat, die mit den von Ihnen charakterisierten Grundwerten ausgestaltet ist. Was wird aus dieser Heimat? Entsteht dort ein zivilisatorisches Vakuum, wenn die Flüchtlinge zu Millionen emigrieren, sich aber verbrecherische Banden, ganze Armeen an den schutzlos Zurückgebliebenen vergehen, Kulturgüter vernichten, die bestimmenden Elemente von Heimat usurpieren, und das im Namen einer Religion, die hier eher als eine Giftspritze daher kommt?
    Aus eigenem Erleben kann ich versichern, dass es in Schwarzafrika, dem maghribischen Raum, Kleinasien und bis hin nach Vietnam schon vor den Frühlingsrevolutionen und kleinasiatischen Kriegen einen starken Tropismus in Richtung Europa gab. Das hatte nur selektiv Erfolg. Sehe ich mir heute das Erscheinungsbild und die körperliche Verfassung der Migranten an, machen sie eben nicht den Eindruck verelendeter Menschen, die dem Hunger, der Not und Lebensgefahr entronnen sind. Vor allem beeindruckt mich die Unzahl kräftiger junger Männer im waffenfähigen Alter. Hat die eigentlich schon mal jemand gefragt, wer ihre Heimat zurückerobern soll, den Schutz ihrer zurückgebliebenen Bevölkerung übernimmt? Würde man dieses Problem massiv einheitlich in der EU angehen, geht die Flüchtlingszahl automatisch zurück.
    Die Frauen und Kinder und sonstige wirklich hilfebedürftige Menschen der Flüchtlinge könnte man am Tegernsee unterbringen und dafür auch Bauland und Grundstücke requirieren. Ich unterstelle, dass in den Tegernseehütten ohnehin viel ungenutzter Wohnraum den Migranten neues Heimatgefühl vermitteln will.
    Aber wichsen wir den Linken noch eins aus: Bauen wir viele schöne Asylantenheime in den blühenden Landschaften des Herrn Kohl in Ostdeutschland. Da muss doch nun wirklich neues Heimatgefühl aufkommen!

    Mit fielen Grüßen,

    Bernard del Monaco

  23. Was Linke wollen
    Extreme Linke habe ich in meiner Zeit bei der Piratenpartei kennen gelernt. Sie wollen eingentlich nur Eines: den Untergang des deutschen Bürgertums und auch dieses moralisch Fertigmachen.

    Darum ist alles recht, was dem Bürgertum gefährlich ist. Einwanderung von klugen Asiaten oder studierten EU-Bürgern interessiert Linke nicht, aber Muslims und Afrikaner, am besten junge Kerle, das ist die Klientel, die die Bürger in deren Häusern festnagelt. Wer heute die Grenzpolizei in Mazedonien überrennt, der stürmt auch deutsche Siedlungen, wenn es ihm in der kargen Sammelunterkunft zu erbärmlich wird.

    Linke werden davon nicht profitieren, weil sie verachtet werden von diesen Menschen, aber sie können immerhin das Bürgertum straucheln und eventuell fallen sehen.

    • Ja, das ist auch so in etwa mein endruck: Man will das elend, um damit Druck machen zu können. schaut her, das richtet euer Kapitalismus an. Da sind die Antideutschen ganz gross drin. Denen widme ich meinen letzten Beitrag.

    • Man liest es mit Staunen....
      Don Alphonso… Genauer bitte…

      Meinen Sie ernsthaft der Kapitalismus richte kein Elend an und erst Recht verschuldet er keine Kriege?
      Oder meinen Sie damit, ehrlich wie Sie a sonst auch meist sind, solange der Kapitalismus das Elend nur weit genug weg anrichtet, ist er akzeptabel, da er ja zB in Europa Wohlstand geschaffen hat.

      Was hat die Flüchtlingsströme denn ausgelöst, wenn nicht Aussenpolitik der USA und deren europäischen Vasallen?
      Ich finde es herrlich ironisch, dass die Flüchtlings Massen, ganz ohne es zu wissen, genau dorthin wollen wo manihr Elend verursacht hat.
      Das kennt man den USA und Mexiko….

  24. Mag die Abneigung gegen "die" Linken noch so groß sein,
    1. sind die meisten derjenigen, welche sich als Linksbürgerliche für Flüchtlinge engagieren: Ja, genau: letztlich Bürgerliche mit Sinn für Anstand und einer immerhin vorhanden sozialen Ader. Im Schnitt nicht ganz die üblen Menschen, die Don in ihnen sehen möchte.

    2. zu „Sie haben nie Steine für eine Scheune geschleppt, und vor dem LaGeSo in Berlin…“

    Don, ich denke, das ist als Gegensatz gezeichnet ein klassicher Denk- und Beobachtungsfehler. Die Leute, die Steine für eine Scheune schleppen, und wiederum diejenigen, die vor dem LaGeSo gegen die übelsten Widrigkeiten kämpfen, die sind im Kern ziemlich ähnlich.

    Was, nebenbei angemerkt, eine ziemlich schallende Ohrfeige für die Linksbizarren und deren Weltbild ist.

    • Ich kenne ja nun das Heimatbild von denen recht gut, wenn sie sich über das flache Land lustig machen. die wollen das hier nicht. Fein. Dann reden wir halt ohne sie über sie.

  25. Heimat
    Das Bemerkenswerte ist ja die Ungleichzeitigkeit. Heimat wurde erst in den letzten Jahren wieder ein Topos und sogar die Vertriebenen wurde „entdeckt“, die Trümmerfrauen und die im Krieg vergewaltigten Frauen, nachdem man ihnen die Würde Jahrzehnte vorenthalten hatte.

    Und nun ist es so auf einmal so wie heute in meiner Grosstadt: Belebte Einkaufspassage, Optischer Eindruck: zu 40% Kopftuchtanten nebst Familie, viele schwarz-vollverschleiert, ständig auf arabisch in Handies quakend. In meinem üblichen Innenstadtkaffee saßen bestimmt zu 95% nur arabische Familien beim Kuchen. Woher die kommen, weiß ich nicht, einige mit dicken Tüten, einige ohne, was die hier wollen, weiß ich nicht, aber sie gehören nicht zu meiner Heimat, da kann der Spiegel, wie heute, 100x was anderes schreiben. Und Gäste benehmen sich anders.

  26. Sehr wahre Worte
    Ganz richtig – wir leben hier in Bayern und weiten Teilen Deutschland ein bemerkenswert gutes Leben. Es wäre schön, wenn wir dies nicht leichtfertig aufgeben würden. Es ist sicher richtig und notwendig, Flüchtlingen zu helfen. Es ist aber sicherlich falsch, wenn krasses Fehlverhalten von Flüchtlingen toleriert wird, und völlig inakzeptabel, wenn dafür noch Verständnis geäußert wird, wie z.B. von Herrn Ramelow. Seltsam, dass ein Linker so viel Verständnis für religiösen Fanatismus hat. Wenn sich Ähnliches in Syrien, Pakistan etc. ereignet, reagieren Politiker und Presse in der Regel anders.

    • Ja, über die neue Toleranz der Atheisten kann man sich wirklich nur wundern.

    • "Toleranz der Atheisten" ?
      Das hat nichts mit Toleranz zu tun. Lässt Ihr Gedächtnis Sie im Stich?

      Ich habe mir hier vor wohl einigen Jahren bösesten Protest eingehandelt, von der offiziellen FAZ wurde ich sogar ganz verbannt, als ich den Ehren-Mord eines Mädchens durch ihre muslimische Familie kommentierte.
      Ich habe die Deportation ALLER Sippen gefordert, die ihre Religion über das Grundgesetz stellen. Und zwar bevor sich sowas hier einnistet! Ich habe nicht das Geringste gegen Muslime die die Bedeutung des Grundgesetzes für die Gesellschaft hat, in der siue leben wollen. Da gab es keine Spur von Toleranz!
      Was habe ich da für ein Gezeter der politisch korrekten Spiesser erhalten…. und nicht nur ich! Nicht die Atheisten, die politisch korrekten Dummköpfe haben damals auf Toleranz betanden und eine Beschränkung der Meinungsferiheit gefordert.
      Auch SIE SELBER Haben zensiert!

      Und daran hat sich nicht geändert, oder haben Sie aus der Berlin, wo man das parlamentarisch angehen müsste, auch nur ein Wort dazu gehört?

      Sie wundern sich also über die Toleranz der Atheisten? Ich weiss noch genau, dass es damals bei Sarrazin ganz anders aus Ihrem Blog tönte!

  27. abgelehnt aber nicht abgeschoben...
    – bemerkenswert die Lesart: wer sich mit anderen vor einer Flüchtlings- bzw. Asylunterkunft zusammenfindet gehört einem fremdenfeindlichen oder gar pöbelnden rechten Mob an…
    – wenn sich Asylanten aus religiösen Motiven mit Messern bekämpfen, anschliessend auf die anrückende Polizei losgehen und einige der Beamten ernsthaft verletzen, dann wird das als lediglich Streitigkeiten gemeldet, deren Ursache natürlich die Unterbringungsprobleme sind…
    – Bitte? Wie lange lassen wir uns eigentlich diese unterschiedliche Gewichtung und versuchte Manipulation unserer Medien noch gefallen?
    – Nur so am Rande, lt. ARD-Artikel „abgelehnt aber nicht abgeschoben“ vermeldet das BAMF zum 1. Quartal, dass von 9720 abgelehnten Asylanten (etwa aus dem Kosovo) nur 304(!) wirklich zurückgeschickt wurden und dass im Jahre 2014 von 41.044 abgelehnten Asylbewerbern sich im Februar 2015 noch mehr als 2 Drittel nachweislich in DEU befanden. Jene die untergetaucht waren, nicht mitgerechnet. Bleibt anzumerken, dass diese Abgelehnten nach wie vor ihr Taschengeld erhalten und ihnen natürlich immer noch die Rückführungsprämie zusteht…
    – Was zum Teufel sind unsere Gesetze wert, die nicht angewendet werden ? Was das Gelaber unserer Politiker und Gutmenschen ?
    Nur allzu logisch, dass die Ankömmlinge sich über DEU lustigmachen, gilt es doch als zahnloser Papiertiger…
    – Kein Wunder wenn der inzwischen vollkommen unwichtige eigene Bürger seine Meinung überprüft und nach politischen Alternativen sucht. Die etablierten Parteien und auch die Medien haben ihn und seine Befindlichkeiten jedenfalls schon lange nicht mehr auf ihrer Liste, geschweige denn als Priorität. Man nehme nur die lächerlichen Talkshows zum Thema: dort kommen nur verlesene Prominente, Politiker, Stars und Sternchen, die sich kaum zu artikulieren wissen, als die wahren Vertreter der Stimmung im Volke zu Wort. Einfach unerträglich, diese Journaille…

  28. nicht korrekt
    da steht immer Weidenau…? Ich hoffe, dass sonst alles stimmt, oder so… bei solch einem wichtigen, ernsten Thema, da wünsche ich mehr Sorgfalt! und ja, ich schäme mich für die Stadt Heidenau, in der ich aufgewachsen bin…

  29. Großsachsen
    Der Presse nach zu urteilen, hat Sachsen bald wieder die geographische Ausdehnung der Dynastie im Mittelalter erreicht. Beeindruckend. (Man schaue mal auf eine Karte mit der Verteilung asylantenfeindlicher Vorfälle in Deutschland. Es läuft gerade eine um.)

    Nun rufen die postmodernen Heimatlosen in Zeit und SZ die Sachsen dazu auf, doch ihren eigenen nicht bundesrepublikanischen Staat aufzubauen, wenn einer kleinen Minderheit der Sachsen das postmoderne Westdeutschland nicht passe.

    Mancher hat Angst, in ‪#‎Heidenau‬ werde der Aufruf gerade in die Tat umgesetzt. Aber so stark sind weder die NPD noch die Separatismusexperten beim russischen Geheimdienst. Noch nicht.

    Tatsächlich liest im Osten so gut wie niemand postmoderne westdeutsche Zeitungen wie die Zeit oder die SZ.
    Man liest die jeweilige Heimatzeitung.

    Und dann ist man total verdattert, weil man am Donnerstag abend vom ab Samstag eingerichteten Asylantenheim erfährt und Samstag schon Presse und NPD aufmarschieren, ehe man überhaupt weiß, was da eigentlich los ist und wo man was erfährt.

    Und auf einmal ist man Nazi.
    Einfach so. Hat man vorher nicht gewusst. Man geht als Rosengärtner und Rentner ins Bett, und wenn man aufwacht, erfährt man aus dem Frühstücksradio, daß man Nazi ist. Oha!

    Man hätte ja gern nachgedacht und nachgefragt und vielleicht sich eingemischt, damit das klappen kann mit den vielen Fremden, die kein Deutsch können. Aber man wurde nicht gefragt.

    Man wurde in die Mannschaft der Nazis eingeteilt, und wenn das die Westzeitung schreibt und das Fernsehprogramm das auch sagt, und falls man widerspricht wird man niedergebrüllt und beleidigt und mit Gewalt bedroht, dann lohnt sich das nicht.

    Also kann man auch Nazi sein, wenn es eben alle so wollen, denn was bleibt denn sonst übrig?

    Und vielleicht, falls es die NPD doch schafft, das Asylheim zu vertreiben, dann ist man auch die Journalisten los und die drogensüchtigen Antifazottel mit ihren Beleidigungen und den vielen Diebstählen. Und die NPD auch. Die suchen dann ja auch ihre Ziele woanders.

    Und dann hat man endlich wieder Ruhe.

    • Ja, so ist das halt, wenn eine neue Generation den Journalismus online gestaltet und Figuren ranlässt, die hauptsächlich für ihre Berliner Freunde in den veganen Restaurants schreiben. die SZ hat die Kommentare zugemacht und die Zeit löscht und löscht -so kann man das auch machen. es wird halt der realität nicht geracht, aber was ist schon Realität?

  30. Was ich mich seit ein paar Tagen frage
    Was sagt man einem syrischen Buchhändler, der gerade erfahren hat, daß der Chefarchäologe von Palmyra ermordet wurde.
    Manchmal steht man einfach in der Landschaft rum.

    • Danke, das musste mal gesagt werden !
      Der Chefarchäologe…. schrecklich !

      In Syrien sind 100.000 ums Leben gekommen, weil sowohl die Saudis als auch die USA die dafür nötigen Waffen dorthin geliefert haben und unsere „Freunde“ und NATO Verbündete Türken bombadieren die Zivilbevölkerung. Naja, wo gehobelt wird…. gell?

      Aber beim Chefarchäologen da hört die Toleranz auf?

      Beiträge wie den ihren liest man fassungslos, egal wieviel man gewöhnt ist!

  31. Titel eingeben
    Don, Sie zählen zu den spärlich gesäten letzten Hoffnungen. Ich möchte Sie auf zwei Stellen bei Luhman hinweisen:
    „Der Endzustand des habermasschen Universums wäre eigentlich Geschwätz.“ (Luhmann, Theorie der Gesellschaft, S. 104)
    Und:
    „Diese Theorie, die ich hier nur andeute, um den Unterschied zum Konsensdrift deutlich zu machen, hat einen deutlichen evolutionären Trend und kommt zu einem Resultat, in dem die moderne Gesellschaft als etwas beschrieben wird, das aus lauter Unwahrscheinlichkeiten zusammengebastelt (SIC!) ist, wobei man auf die ungemütliche Idee kommt, wie lange das gut geht, wenn alle Leute eigentlich lieber nein sagen würden, aber auf irgendwelche institutionelle Weisen auf ein Ja gebracht werden? Hat das Bestand?“ (derslb, aaO., 105)
    Ich denke, dieser letzte Zweifel, den Luhmann formuliert, sagt alles.

  32. Seltsamer Blickwinkel
    „Das geht gerade alles vor die Hunde. Weniger, weil die Zahlen der Flüchtlinge dramatisch steigen (…) Es geht vor die Hunde wegen der Randale in Suhl, weil das hier ein freies Land ist und es einfach nicht sein kann, dass hier jemand gelyncht wird, weil er ein Buch beschädigt – und Politik und Medien das auch noch entschuldigen, weil es „Opfer“ sind.“
    .
    Ein seltsamer Satz. Hat Ramelow wirklich den Versuch entschuldigt, jemanden zu lynchen? Sollte man ihm wirklich andere Absichten unterstellen als die, eine weitere Eskalation zu verhindern? Es ist doch klar, dass ein Amtsträger in so einer Situation sich auf Messers Schneide befindet und jede Äußerung eine Gratwanderung darstellt. Hat Ramelow nicht genauso viel Fairness verdient wie bayerische CSU-Landräte?
    .
    Und wieso sollte „das alles“ wegen der Randale „vor die Hunde gehen“? Bürgerkriegsflüchtlinge kommen nun einmal aus Bürgerkriegsregionen — und wenn die Menschen dort alle Engel wären, dann gäbe es ja gar keine Bürgerkriege auf der Welt.
    .
    „Keine Kommune kommt mit SEK-Einsätzen wegen religiös motivierter Gewalttaten klar, das darf es einfach nicht geben.“
    .
    Was für ein Satz! Darf es nicht geben! Aber es gibt nun mal ganz viel Böses auf der Welt. Sonst gäbe es ja auch keine Fluchtbewegungen. Wenn es „so etwas [in Bayern] einfach nciht geben darf“, dann darf man eben keine Bürgerkriegsflüchtlinge ins Land lassen.
    Und natürlich muss die Polizei kommen, wenn es Randale gibt.
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    „Die Politik hüllt sich in Schweigen…“
    .
    Ganz recht. Aber warum eigentlich? Warum stellt man sie dann nicht einfach mal zur Rede? Wenn man die FAZ ist? Warum analysiert man nicht dieses Schweigen? Ich fände das viel ergiebiger als die Auseinandersetzung mit von linker Seite kommenden
    .
    „… Parolen wie „No borders, no nations“, „Kein Mensch ist illegal“. „wir bleiben alle“ und „Refugees welcome“. Das steht aber nicht im Grundgesetz. …“
    .
    Aha. Und was im Grundgesetz steht, darf auch nicht als politische Parole verwendet werden? Was für Slogans soll die Linke denn sonst verbreiten? Dass die Flüchtlinge zum großen Teil fanatische Moslems, Parasiten oder Kriminelle sind und schnellstmöglich abgeschoben werden müssen? Oder zumindest bei minimalem Kostenaufwand zuverlässig isoliert gehalten werden?
    Was sind das für komische Erwartungen?
    .
    „… Und wer das so nicht sehen will und sich monatelang mit Anforderungen des Brandschutzes und Küchencontainerbeschaffung herumgeschlagen hat, wer Fussböden in Turnhallen verlegte und Fahrpläne auf Aramäisch übersetzen liess – der lässt sich zum Dank nicht gern als Nazi beschimpfen“.
    .
    Zumindest aus den oben zitierten Parolen lässt sich so ein Nazi-Vorwurf ja auch nicht heraushören.
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    Bayerische Befindlichkeiten und das Recht auf Heimat in Ehren, und die Leistungen der lokalen Verwaltungen und engagierten Bürger sowieso — aber dieses ganze Flüchtlings-Aufnahmedrama sollte vielleicht doch erst einmal aus größerer politischer Perspektive betrachtet werden. Wenn die bayerische Verwaltung mit all dem viel besser klarkommt als die in Berlin, oder Ba-Wü, dann verdient das ja Lob, aber das würde ich trotzdem nicht überbewerten. Auch in Berlin landen die am Ende nicht wirklich unter der Brücke sondern in irgendeiner beheizbaren Unterkunft.
    .
    So im Zusammenhang mit dem Asylkompromiss von 1993, bei gleichzeitiger Ausdehnung der EU und der neuen deutschen Außenpolitik und so fort. Und nach unserem demokratischen Selbstverständnis, das hier auf die Probe gestellt wird.
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    Was sollten die Politiker eigentlich tun, wenn sie irgendwas zu entscheiden hätten?

    • Diese Forderungen ziehen sich wie ein Mantra durch die politische Debatte und ich möchte nur gern darauf hinweisen, dass es nichts anderes als Slogans sind. Und dass man mit solchen Leuten erst reden kann, wenn sie auf die Ebene der Argumente kommen.

      Ramelow hat diese Leute in einer Art entschuldigt, die ich in diesem Land nicht haben möchte. Sonst könnte sich auch jeder Katholik, dem die Schafe avonlaufen, hinstellen und mich lynchen, weil ich über den Papst lache. Entweder wir sind ein säkularer Staat. Dann gibt es da keinerlei Nachsicht. Oder es gibt einen Bonus, weil jemand – angeblich – ein Opfer ist, aber das ist dann ein Land, das ichz nicht will.

    • Lobbyismus, seine Rolle in der Demokratie
      Es erwartet ja auch keiner von Ihnen, dass Sie mit diesen Aktivisten reden.
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      Zu Ramelow: Ich hab den Fall nicht genau verfolgt. Aber das ein Ministerpräsident solche Vorfälle häufiger in seinem Land haben (oder die Flüchtlinge zu Wiederholung ermutigen) will, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.
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      Muss man wirklich so tun, als wolle irgendjemand die Lynchjustiz legalieren oder hintenrum die Scharia einführen?
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      Was die ominösen Aktivisten mit ihren Parolen betrifft, so möchte ich nahelegen das mal von der folgenden Seite her zu betrachten: Das sind eben Lobbyisten und legen darum ein typisches Lobbyisten-Verhalten an den Tag. Sie sind parteiisch. Sie orientieren sich nicht am Allgemeinwohl, sondern am Partikularinteresse ihrer Klientel. Genau wie alle Anwälte, WErbefuzzis, Pressesprecher und Verbandschefs das ja immer tun.
      .
      Ist das okay?
      Also ich selber habe durchaus ein Problem damit. Ich glaube nicht daran, dass das Allgemeinwohl etwas ist, das als Kompromiss von Partikularinteressen entsteht, und ich sehe es als ein Manko unserer parlamentarischen Verfassung an, dass im Parlament keine sinnvolle Debatte über das Allgemeinwohl stattfinden kann, weil die Abgeordneten ja alle einer Lobby mit deren Partikularinteressen verpflichtet sind.
      .
      Die Apologeten unserer Nichtdemokratie pflegen stets einzuwenden, dass ja nicht nur die Atom- und Rüstungsindustrie, sondern auch die „Bürgergruppen“ eine „Lobby“ hätten, wie z.B. Greenpeace oder den Tierschutzverein oder Amnesty International. Und dann würde sich das ja alles wieder ausgleichen.
      .
      Also, ich halte das für Bullshit. Aber bitte schön: Wer dieses Politikmodell beibehalten will, der darf dann auch solchen einseitigen Aktivistengruppen nicht die Existenzberechtigung absprechen, egal wie borniert und einseitig sie ihre Forderungen formulieren. Der müsste ihnen auch moralisch das Recht zubilligen, genau so aufzutreten, weil es nun mal ihr Job ist, andere Kräfte „auszubalancieren“. So wie man einem Rechtsanwalt auch nicht zum Vorwurf machen darf, dass er immerzu Verbrechern hilft (damit womöglich das Verbrechen fördert). Das ist eben sein Job, bitte schön, und für die Aufrechterhaltung der Ordnung haben Gerichte und Obrigkeit zu sorgen.
      .
      Und so müsste man dann die Aktivisten einschätzen: Es ist deren Job, deren Bestimmung, unerfüllbare Forderungen aufzustellen. Die Abschiebung der abgelehnten Antragsteller hingegen ist der Job der Polizei. Dafür kriegt die Geld, Orden, Beamtenstatus.
      .
      So macht jeder seinen Job und das sind dann halt die Checks and Balances der funktionierenden Demokratie!

  33. funktionierendes Gemeinwesen - Heimat
    Seitdem ich mich aus familiaeren oder beruflichen Gruenden Gelegenheit hatte, sehr verschiedene Gemeinwesen in Europa, Afrika, Lateinamerika, China und Nordafrika kennenzulernen, hat sich mein Blick auf meine „Heimat“ veraendert. Als ich das Dorf vor ueber 40 Jahren zum Studium endgueltig verliess, habe ich nicht fuer moeglich gehalten, dass es sich als Gemeinschaft so regenerieren wuerde wie geschehen, und dass die Leute meiner und der naechsten Generationen die Musik-, Gesang-, Sport-, Feuerwehr- und andere Vereine und Nachbarschaften wiederbeleben wuerden, obwohl sie als Agrarproduzenten, Unternehmer, Ingenieure, IT-Techniker, Bank- und Bueroangestellte etc. eine ganz andere Erfahrungswelt haben als unsere Eltern, dass sie mit Eigenleistungen dafuer gesorgt haben, dass es noch eine Schule im 1000 Seelen-Dorf gibt, aber auch einen Kindergarten, eine Sporthalle etc., und immer wieder gemeinsame Benefiz-Veranstaltungen gibt, abgesehen von den Spendenaktionen der Kirche. Die katholische Kirche im Dorf spielt immer noch eine zentrale Rolle, wenn es darum geht, angenehme und unangenehme Dinge im Leben zu bewaeltigen wie z.B. von den Toten Abschied zu nehmen.
    Man mag dies als „Heimat‘ bezeichnen oder als „funktionierendes Gemeinwesen“, oder hohes „Sozialkapital“. Jedenfalls ist es begleitet von wirtschaftlicher und sozialer Entwicklung, die ich auch gern gesehen haette in den Orten, wo ich taetig war oder wo ich Familie habe.
    Dies ist uebrigens in Norddeutschland, um dem auch von Ihnen, Don Alphonso, gern bemuehten Stereotyp etwas entgegenzusetzen.
    Dieses Dorf ist auch keine Sonderfall, sondern eher nur ein Beipiel von vielen aus der ganzen Gegend. Nicht dass dies alles perfekt laeuft. Die Gegend ist auch bekannt fuer Massentierhaltung, Maiskulturen, Saison- und Leiharbeiter und schlimme Begleiterscheinungen, aber auch fuer Persoenlichkeiten, die dagegen kaempfen.
    In diese Gegend sind nach dem Krieg viele Fluechtlinge aus dem Osten gezogen, die aber bis Ende der 1950er wieder zum grossen Teil weiter in die Kleinstaedte oder Industriegebiete gewandert waren, wo es Arbeit gab. In den Kleinstaedten in dieser Gegend haben sich dann auch Gastarbeiter niedergelassen, und es gibt selbst dort tuerkische Fussballvereine. Diese Gegend hat auch eine grosse Zahl Russlanddeutsche aufgenommen. Mir scheint, dass dies alles, siehe oben, noch relativ gut verkraftet ist. Auch das lief und laeuft nicht alles perfekt, aber es funktioniert.

    Ich stelle mir jetzt vor, wie so ein Ort oder eine Kleinstadt dort mit einem starken neuen Fluechtlingsandrang fertig werden wird, der ethnisch und religioes noch einmal heterogener ist. Das kann so gehen, wie Sie schreiben, indem das funktionierende Gemeinwesen damit befasst wird. Die Einheimischen werden sich vermutlich auch verbitten, dass Leute von aussen Unruhe stiften.

    Es wird aber nicht funktionieren, wenn der Landrat und die Gemeindedirektoren damit allein gelassen werden, auch wenn sie Mittel bekommen und von Amts wegen Buergerversammlungen und Anhoerungen veranstalten, ohne auch die manchmal informellen Dorfgemeinschaften zu engagieren.

    Mit diesen Beobachtungen kann ich, glaube ich, Ihre Bedenken im Grundsatz nachvollziehen. Man muss auf die Menschen und Gemeinschaften und auch Regeln bauen, auf denen das Ganze ruht. Toericht ist, sich ueber sie noch zu mokieren.
    Was Suhl betrifft, sollte es ein Warnzeichen sein, dass man nicht folgenschwere Fehler dadurch wiederholen soll, dass man erwartbare Konflikte durch Separation und Schaffung von eigenen Welten der Fluechtlingsgruppen zu vermeiden sucht. Das hat schon, um es ganz krass zu sagen, zu den Taliban gefuehrt, die aus den Koranschulen in den Fluechtlingslagern hervorgegangen sind.
    Kompromisslosigkeit ist gefragt in Heidenau und Freital und anderswo, auch wenn es aufwaendig ist und eine Staerkung der Polizei erfordert. Wenn man sich vor Augen fuehrt, wie selbstverstaendlich unsere Oeffentlichkeit es sieht, dass beispielsweise die Jordanier die Anwesenheit von Millionen von Fluechtlingen hinnehmen, und welche Entruestung es hervorruft, wenn Arbeitsmigranten in Suedafrika angegriffen werden, kann es nicht sein, dass man die Schuerer dieser Aktionen nicht zur Verantwortung zieht.

    So gut ich verstanden habe, haben Bloggerkollegen Lobo und Berg im wesentlichen das verlangt, und ich kann daher Ihre Seitenhiebe nicht nachvollziehen. (Warum finde ich die heute morgen nicht? Habe ich die nur getraeumt, oder haben Sie die herausgenommen?)

    An Ihren Texten kann man manchmal sehen, wie Sie noch um eine Meinung ringen. Ich finde das wichtig und problemgerecht, so vorzugehen, und nicht immer schon aus einer fixierten Position heraus alles zu beurteilen, bei der man sich mit einem Lager einig fuehlt. Sie werden sich, was Lager betrifft, oft zwischen den Stuehlen wiederfinden.

    • Ich habe nichts herausredigiert, halte aber meine Ablehnung solcher Antifaopportunisten aufrecht. Weil sie keine Ahnung haben und es sich viel zu leicht machen. Ich kann es mir nicht leicht machen, ich schaue mir die Realität an, und schreibe nicht was für die filterbubble zwischen zwei Arbeitgebervorträgen runter. diese Leute machen es sich zu leicht.

      Die Strukturen der kleinen Orte – das lernt man wohl erst ab einem gewissen alter zu schätzen, oder auch erst zu erkennen. Es ist nicht mehr so dumpf und gehässig wie früher, da hat sich durchaus etwas getan, und deshalb bietet es immer noch Halt. Genug? Ich weiss es nicht. Mein Gefühl sagt Nein, weil alles zu schnell kommt und die langfristigen Folgen unterschätzt werden. Mein kopf sagt mir aber, wer wenn icht wir?

  34. Politisch Verfolgte geniesen Asyl,
    kein Problem, wenn jedoch kein abgelehnter Bewerber abgeschoben wird (FAZ heute), versagt der Staat, der wir sind. Also versagen wir, weil wir Versager wählen, weil wir nicht genug Druck aufbauen, weil wir die Straße den „Rechten“ überlassen. Eine Million Flüchtlinge pro Jahr? Wie soll das gehen?
    100.000 Vertriebene und Kriegsflüchtlinge, sollten wir schaffen.
    Beginnt endlich nicht berechtigte Asylbewerber sofort abzuschieben, dann erhöht sich die Zahl der Asylbefürworter schlagartig.
    Warum lassen wir zu, dass keine Abschiebungen erfolgen? Immer noch geht die Angst um, für berechtigte Forderungen an den rechten Rand geschrieben oder geredet zu werden. Bilden sie sich darüber eine Meinung!
    So erklärt sich auch die schweigende Richtlinienkompetenz in Berlin, sie wartet ab und wartet ab und wartet ab……:)
    Übrigens, 800.000 Menschen abzuschieben wird ca. 800 Mio € kosten, schön dass wir einem Haushaltsüberschuss entgegensehen, da ist er doch wirklich gut investiert. Die restlichen 1-2 Mrd. setzen wir dann für die Integration asylberechtigter Personen ein und bieten ihnen eine echte Willkommenskultur.

    • Es ist völlig absurd, wenn man sieht, wie die Haushalte der Länr aussehen, aus denen die Leute kommen. Man kann die zehn Milliarden genauso nutzen, in Subsaharaafrika jeden staatshaushalt um 20 Prozent wachsen zu lassen. so wie es jetzt ist, profitieren die Flüchtlige und der Rest schaut halt, dass er nachkommt.

  35. à la manière chinoise
    Vergessen Sie es, die Leute werden kommen und es ist Alles darunter: Heilige, Hoellenbraten und was dazwischen liegt. Es wird hier zu Lande auch Manches Aendern. Zum Guten, ohne den Tuerken wuerde sich wohl bis heute niemand an Auberginen trauen, wie zum Schlechten.
    Was man nicht verhindern kann, muss man lenken.
    Aber hier zu Lande muss der Rahmen stehen, wir darauf dem Beharren, was unsere Ordnung ausmacht, vom Gewaltmonopol des Staates bis zur Teilnahme der Maedchen am Schwimmunterricht, mit aller Sturheit, die der Verteidigung der eigenen Weltanschauung gebuehrt.
    Und Wiedeereinfuehrung einer Hoechstanzahl von Auslaendern in einem jeglichen Wohngebiet.
    Es werden immer ein paar Kriminelle und Irre bleiben, aber dass diese vnicht die anderen beherrschen.
    wenn Aïcha mit den Landdrauen Kuchen backt und Mehmet bei der FFW mit Alois und Kilian Schlaeuche schleppt koennte es was werden.

    • Das kriegen Sie aber nie durch die Parlamente. Da müssten die Grünen sich erst mal auflösen.

  36. Ob alles passt,
    was Don zusammensetzt, möchte ich bezweifeln. Ich denke, keine Volkswirtschaft ist darauf eingerichtet, innerhalb weniger Wochen eine Zuwanderung von x-tausend Menschen bewältigen zu können. Und man kann gut beobachten, dass manche Teile dieser Volkswirtschaft organisatorisch besser begabt sind als andere, wie dieser Zuzug bewältigt werden kann. Ich selbst wundere mich über die unhistorischen Kommentare. Vor einigen hundert Jahren sind Tausend – darunter auch einige Vorfahren von mir – nach Amerika ausgewandert und haben die dortigen Einheimischen nicht lange um Genehmigung gefragt, ob sie bleiben dürfen. Ich hoffe jedoch, dass es trotz aller organisatorischer Mängel, die zu erkennen sind, es gelingen wird, die Zuwanderung friedlich zu organisieren. Die Kritiker an der Zuwanderung sollten sich ein Beispiel am FC Bayern München nehmen. Dem Verein gelingt es, einen Spielkader, der zu fast 90% aus Zuwanderern besteht, wirtschaftlich erfolgreich zu gestalten.

    • Der kleine Unterschied ist, dass die Kosten erst wieder erwitschaftet werden müssen. wir können das natürlich zahlen, aber das sind dann eben Verluste für den Staat. Oder man fängt eben sofort an, für sich selbst zu sorgen, weil man sonst krepirt – das sind die USA. Da verdient der Staat natürlich. Insofern kann man das nicht ganz vergleichen.

  37. Paradoxer Spätkolonialismus
    Paradoxerweise ist die linke Haltung genaugenommen eine spätkolonialistische Attitüde – daß der „Westen“ für alle Probleme dieser grotesk überbevölkerten Welt verantwortlich sei, und daß er alle diese Probleme auch lösen könne. Das ist ganz klar ein Anachronismus in einer Welt, in der sich zivilisatorische und religiöse Loyalitäten mehr und mehr nach althergebrachtem Stammesdenken ausrichten. Einfach mal wieder Huntingtons „Clash of civilizations“ lesen. Die (westliche!) Idee von der Universalität der Menschenrechte, der Pazifismus Westeuropas nach dem zweiten Weltkrieg, das sind mittlerweile gescheiterte Utopien, die von großen Teilen der Welt nicht geteilt werden. Und die scheren sich keinen Deut um unseren pathetischen Universalitätsanspruch. Die Welt brennt an allen Ecken, wir werden sie nicht mehr löschen können. Aber wir könnten eine Art Limes errichten, der uns noch 200 Jahre Leben nach unseren eigenen Vorstellungen ermöglicht, bevor dann die Barbarenhorden endgültig über uns hereinbrechen.

    • Ja, ich sehe auch, dass unsere liberalen vorstellungen anderswo nicht wirklich verstanden werden. das muss man wissen, um Pogrome in Südafrika gegen Menschen aus Simbabwe zu verstehen.

  38. Vaterlandslose Gesellen, die Xte Klappe
    Erstaunlich, wie schnell eine linksveröffentlichte Gesellschaft in staatl. Gesinnungsterror umkippen kann: Fakten dürfen nicht gesammelt werden, die gegen das radikal rote Weltbild sprechen. Der Krimininalstatistik & Sozialhilfestatistik ist es verboten, Fakten nach nation. Herkunft zu sammeln und aufzuschlüsseln. Vorgestern Albaner, gestern dt. Pass, heute dt. Krimineller.

    So verwischt Politik jeden Bezug zur Wirklichkeit. Gefühlt – Fakten s.o. – 99% der ‚Asylsuchenden‘ sind Einbrecher ins dt. Sozialsystem. Diebe, denen der Bestohlene das Stemmeisen stellt: Ausgabe linke Tür „Opfer“!

    Man solls nicht glauben, aber ein internationalisiertes Deutschland haben die Sozis seit Marx nicht mehr aus den roten Schädeln bekommen. Die Fremdenflut ist ihre nächste Chance, ‚Polens Westgrenze nach Frankreich zu verschieben‘ (Slogan des roten Rollkommandos, das eine Sarrazinlesung in Berlin stürmte). Ein entdeutschtes UN-Treuhandgebiet platzte Ende der 40er. Alle linken Hoffnungen ruhen jetzt auf ’no borders no nations‘.

  39. Der Ton
    Wenn sie sich hier eine vorurteilslose, gelassene Diskussion wünschen, Don, und zugleich einzelne Kollegen bei Spiegel, Zeit und SZ (per Twitter) heftig angehen: dann passt das einfach nicht zusammen und wird einen argumentativen Schlagabtausch nicht befördern.

    Der Ton macht noch immer die Musik, auch beim Bloggen.

    • Mir geht diese Willkommenskulturpropaganda einfach wahnsinnig auf die Nerven. In noch jeem einzelnen Lager war ich der einzige, der da je von der überregionalen Presse kam, sogar wenn darüber geschrieben wurde, sassen die Herrschaften in ihrem Büro. Die haben zum grössten Teil nicht den Hauch einer Ahnung, was da draussen wirklich los ist und lügen sich ihre Welt zurecht, dass einem schlecht werden könnte. Mehr als bei Bellevue Monaco mitwippen schaffen die nicht. dieses ganze Gequatsche, dass es doch nur ein Prozent ist und dass die Facharbeiter kommen – ich mein, ich kenne ein Lager mit 40 Menschen aus Afrika, die sprechen nach einem Jahr allenfalls gebrochen Englisch, Fortschritt laut Helfern Null, und es ist erkennbar, dass es enorm schwierig wird, die zu integrieren. Seit Monaten schaue ich mir dann an, was Medien daraus machen. Es nervt. Man muss den Leuten schon sagen, dass das alles hart und teuer wird

    • Möchte Sambossa zustimmen
      Was man als Kunstfigur-Privatblogger oder als Feuilletonsatiriker sich durchaus erlauben kann, das geht im seriösen Genre eben nicht.
      .
      Wo man sich ernsthaft an politischen Debatten beteiligen will, da muss die Etikette eingehalten werden, ausdrücklich auch gegenüber Personen, die man privat für ihre Haltung verachtet. Aber man kann sie nicht öffentlich angehen oder beschämen oder beleidigen. Das geht nicht. Nicht weil man ihnen damit Unrecht täte, sondern weil dann keine Debatte mehr stattfinden kann.
      .
      Man muss Leuten immerzu höflich begegnen, die man insgeheim für ausgemachte Schurken hält, die eigentlich in den Knast gehören.
      .
      Das einzusehen ist Teil der Professionalität, unter Diplomaten, Juristen , Managern und vermutlich auch Journalisten. Vor dem Hintergrund wirken Privatfehden gegen Leute wie Niggemann oder Lobo einfach nur skurril.

    • Ich sehe das anders und werde es auch genau so weiter betreiben. Mich widert das Geschäft mit dem lautesten und fordernsten Beitrag zum thema massiv an und Leute, die es sich so einfach machen, muss man auch mal ansprechen.

    • "Schutzkultur"
      Der SZ-Prantl propagiert ja schon das Wort „Schutzkultur“ , so nach dem Motto, die 40 Afrikaner werden halt dauerhaft hier in einer Sozialleistungs-und Betreuungs-Bubble von den Zumutungen einer (bislang noch) effizienten Industriegesellschaft geschützt

      Es ist ja schon auffällig, dass das auch weitgehend das Lebensmodell der „Welcome“-Fraktion ist. Und der Hass auf das Bürgertum, der schon bemerkt wurde, dürfte auch darin begründet sein, dass man sich das nicht eingestehen will.

    • 13 Uhr 09, heute
      Und Hinweis auf angebliche Gewichtsprobleme von Frau Berg — das lässt sich mit noch so viel Wohlwollen nicht rechtfertigen. Das ist Twitter-Niveau. So was kann auf einem Privatblog (Rebellmarkt) durchgehen, aber nicht im seriösen Politikteil.

    • Molière, der Menschenfeind
      Mich widern so viele und so vieles an, man wollte grad Einsiedler oder Anarchist werden oder sich gleich erschiessen.
      .
      Mich widert auch die FAZ an. Was tun?

    • @H.M.
      Ja, HM das haben Sie weiter oben schön und richtig beschrieben. So sieht sie aus, die real existierende Demokratie, so wird sie auch bleiben, denn anders kann sie nun mal nicht sein.
      Sie ist und bleibt das kleinstmögliche Übel und man mag sich gar nicht vorstellen, was der Urnenpöbel in einem anderen System diesmal alles anstellen würde.
      Trotzdem gehe ich davon aus, dass etliche der Millionen Nicht-Wähler sich genau deswegen weigern sich an so was noch jemals wieder die Finger schmutzig zu machen.

      Don Alphonso hat es so ausgedrückt:
      Historiker erwarteten nichts mehr von der Menschheit.
      … und da hat er schliesslich Recht

      Hier, weiter unten, kontemplieren Sie ein Anarchisten Dasein?
      Wenn Sie den Begriff richtig verstanden haben, warum nicht? Ein Anarchist akzeptiert keine Regeln oder Gesetze von „oben“ die er nicht für richig hält, und wird es gleichzeitig niemals jemandem anderen zumuten nach seinen Regeln zu leben. Es ist klar und sauber. A-sozial.

      Sich selber erschiessen? Warum sich selber? So schwer ist es doch gar nicht eine Liste von Leuten zu erstellen, deren plötzliches Ableben das Gegenteil von Trauer auslösen würde. Natürlich würde dann nichts besser, oder welch infantile Träume mancher auch träumen mag.
      Aber besser als sich selber zu erschiessen ist es allemal, es gibt wenig Gründe etwas zu feiern…

      Die FAZ widert jeden nicht völlig verblödeten Menschen an, und der Rest, Spiegel, SZ, sind noch schlimmer. Man nimmt es zur Kenntnis und wendet sich anderem zu…. sich über sowas zu ärgern ist kein Ruhmesblatt.
      (Im Feulilleton, in der Rubrik „Kunst“ ist man seit etlichen Tagen mit einem einzigen Beitrag konfrontiert, der die Schönheit des Leidens Christi lobt… gabs je was Perverseres?
      Hätte ein Schirrmacher sowas zugelassen?)

      Wie Sie dann trotzdem auf die Idee kommen, man müsse im Umgang mit den ganzen Lügnern, Heuchlern und Manipulierern die Umgangsformen wahren, das würde mich schon interessieren.
      Genau diese Kompromisslerei und Anschleimerei an den Spiessbürger ist doch Widerliche an der FAZ.
      Die Entwicklung, die jetzt zu Millionen „Asyl“suchenden geführt hat, und die noch sehr viel weiter wachsen wird, die ist seit vielen Jahren abzusehen gewesen.
      Lesen Sie irgendwo Vorwürfe an die Merkels der Republik, dass es deren Aufgabe gewesen wäre da rechtzeitig Gesetze und Regelungen zu verabschieden? Die LÖsungen wären recht einfach gewesen, hätten allerdings ein paar Wählerstimmen gekostet.
      Und gegenpüber solchen Leuten soll man zur Etiquette verpflichtet sein? Sie bringen mich zu Lachen…

  40. Grenzzaun
    Wo wollt Ihr sie denn dann lassen. Draussen vor dem neuen Grenzzaun?
    Das kanns doch auchnicht sein, oder?

    • Das hängt von der Konzeption der Zuwanderung ab. Asyl ist nun mal nur das Mittel für Verfolgte.

  41. Bayern und der Rest der Republik
    Die von Don Alphonso beschriebenen Unterschiede zwischen Bayern und dem Norden der Republik werden gleichzeitig in dieser Woche auch in der ZEIT eindrucksvoll bestätigt.
    In dem Artikel „Jedes Grossprojekt beginnt mit einer Lüge“ berichtet ab Seite 22 in der ZEIT 45/2015 ein Architekt am Beispiel des betrügerischen Bankrottes der Fa Imtech am Berliner Grossflughafen warum ein solches Desaster zB in Bayern nicht passieren könnte….
    Ich verschicke den Artikel gerne per e-mail…

    • Das ist das Stoiber-erbe, der hat radikal alles bekämpft, was teuer und ineffektiv war. Man kann wenig gutes über ihn sagen, aber er hat intern brutal aufgeräumt. Man darf nicht übersehen, dass es beim Flughafen München auch Verfahren wegen Absprachen gab,

    • Das stimmt natürlich
      … aber dies waren Einzelne Fälle. Der Zeit Artikel bescheribt das Prinzip nach dem ALLES so läuft und warum es so läuft.
      Einfach zu verstehen und sehr lehrreich, wie so Genehmigungsverfahren und Auftragsverteilung streng nach den „Regeln“ ablaufen.

  42. Titel eingeben
    Werter Don Alphonso,

    ein sehr schöner Beitrag, dem ich nur zustimmen kann.

    Bayern geht es gut. Der Freistaat baut Schulden ab, die Kommunen ebenso und diesen werden etwa 90% ihrer „flüchtlingsbedingten Ausgaben“ erstattet,- Sie haben es angesprochen.
    Im rot-grünen NRW schaut es dagegen völlig anders aus: Land und (viele) Gemeinden sind stark verschuldet, nur zwischen 20 und 30% der anfallenden Kosten werden tatsächlich ersetzt.
    Da den „finanzschwachen“ Kommunen bereits jetzt das Wasser bis zum Halse steht, sind weitere geldliche Schläge ins Kontor nicht folgenlos zu verkraften, denn neue Kredite dürften nicht mehr aufgenommen werden.
    Es müssen, wenn auch nolens volens, Hallenbäder, Turnhallen, Spielplätze geschlossen oder an sich notwendige Ersatzbeschaffungen für die freiwillige Feuerwehr auf unbestimmte Zeit verschoben werden. Kommunale Steuern steigen.
    Der Bürger spürt und sieht, dass das Geld fehlt und die Gegenleistung für seine Steuern immer geringer wird. Regt sich Protest, sind diejenigen Parteien, die für diese Misere verantwortlich sind, mit Diffamierungen schnell bei der Hand. Im Grunde haben sie jedoch versagt, weil sie die Gemeinden schmählich im Stich lassen. Die ständige rot-grüne Kritik an Bayern ist daher äußerst wohlfeil,- ist man doch selbst völlig unfähig/ unsolidarisch, produziert nur heiße Luft und ruft fortwährend lautstark nach Bundesmitteln.

    In NRW wird momentan sehr viel über Duisburg-Marxloh in den Zeitungen berichtet,- die Kanzlerin kommt bald dorthin.
    Der Stadtteil gilt als „no-go-area“, die Polizei versucht, sich mittels Einsatzhundertschaften wieder Respekt zu verschaffen. Bürger schrieben einen offenen Brandbrief: Kriminalität, Ruhestörung und Müll, die Situation sei unerträglich. Ist die Integration hier gescheitert? Nicht zwingend. Marxloh ist seit langem „bunt“ und die Menschen lebten friedlich miteinander,- vor allem als noch die Stahlwerke in Betrieb waren. Dann zogen indes libanesische und bulgarische Clans zu und irgendwann kippte es. Um die Buntheit war es geschehen, aus bunt wurde einfarbig. Religion statt Pluralität. Ein Phänomen, über das mancher Multi-Kulti-Fan und Apostel des „laissez-faire“ einmal nachdenken könnte. Diejenigen, die sich nun zu Wort melden, die die Vermüllung der Straßen durch „Zigeuner“ anprangern, die Verrohung des Umgangstons, der Respektlosigkeit, sind überwiegend Anwohner mit türkischen Wurzeln. Menschen, die ihre Lebensleistung erbracht haben und sich nun um ihren friedlichen Lebensabend gebracht sehen.
    Die Politik wirkt ratlos, denn die üblichen, schablonenhaften Narrative passen hier nicht. Damit lässt die Problematik sich nicht totschweigen.

    Einwanderung kann und darf keine Einbahnstraße sein. Dieses Land kann Fremden vieles bieten, es muss aber zugleich unmissverständlich einfordern, dass unsere Freiheiten nicht verhandelbar sind. Wer nicht bereit ist, die Freiheit des anderen auszuhalten, der kann auch nicht willkommen sein. Das sind Binsenweisheiten und doch mutet es nicht selten an, als wären es allenfalls Empfehlungen.

    Als die katholische Kirche von dem Pädophilie-Skandal erschüttert wurde, gab es zugleich viele bissige Satiren und Kommentare. Manche zu recht, manche zu unrecht. Die Gläubigen hielten all dies aus, weil sie wussten, dass sie nicht völlig unbegründet waren.
    Als Frankreich über die „Mariage Homo“ debattierte, brachte „Charlie Hebdo“ auf dem Frontcover eine Zeichnung, die die Überschrift trug: „Monsignore Vingt-Trois (EB von Paris) a trois papas“. Dargestellt war die Heilige Dreifaltigkeit beim Geschlechtsverkehr. Blasphemisch?

    Wie dem auch sei, der Papst setzt keine Gardisten in March und Kardinal Müller spricht keine Todesurteile aus.

    Die katholische Sexualmoral ist streng. Nicht jeder Katholik hält sich daran. Nicht wenige sind „rheinisch-katholisch“,- man nimmt es nicht ganz so genau. Die Nachbarn, die sich scheiden lassen, die Jugendlichen, die vor der Ehe „sich erkennen“, werden nicht gelyncht, nicht einmal exkommuniziert.

    Das Christentum, aber auch das Judentum, haben die Aufklärung durchleiden, sich verändern müssen. Der westeuropäische Mensch ist frei, er hat sich emanzipiert, ist ein Individuum geworden. All dies wurde teuer erkauft und darf auf keinen Fall wieder preisgegeben werden,- nicht um ein Iota.

    Auch der Islam ist nicht über jeden Zweifel erhaben. In Syrien, im Irak, in Afghanistan, in Nigeria wüten Islamisten fürchterlich. Auch er muss sich harter Kritik stellen. Wer Schuld auf sich lädt, muss dies ertragen können (wie die Kirche auch).

    Heute soll jemand gelyncht werden, weil angeblich ein Koran geschändet wurde (Kann man dem Afghanen, der wegen der Taliban aus seiner Heimat fliehen/ alles aufgeben musste, seinen Zorn eigentlich verdenken?), morgen trifft es vielleicht ein offen homosexuelles Pärchen oder einen Juden mit Kippa.

    Ob Heidenau oder Suhl, beide Namen könnten für die Notwendigkeit einer Leitkultur/ eines Wertekanons stehen, die nicht verhandelbar und wehrhaft ist. Wehrhaft bedeutet, sie/ ihn konsequent gegen jedermann durchzusetzen,- gleich ob „rechter Deutscher“ oder „krimineller Flüchtling“. Toleranz kann nicht heißen, dass wir uns anpassen, Entwicklungen zurückdrehen, unsere Werte relativieren und die Willkommenskultur am Ende für eine Rolle rückwärts steht.

    Täten wir dies, wir würden zugleich all diejenigen bitter enttäuschen, die nach Deutschland fliehen in dem Glauben, dort in einem freien, säkularen Land leben zu können. Insofern legt unsere Geschichte uns die Verpflichtung auf, unseren Idealen treu zu bleiben und nicht die „dark ages“, im Lichte des Relativismusses, als plötzlich gar nicht mehr so dunkel anzusehen.

    „Anything goes/ Nichts muss, alles kann“ funktioniert bei Werten wohl noch viel weniger denn in anderen Situationen…

    • Ich würde auch nicht sagen, dass „die“ Integratuon gescheitert ist . es gibt nur manche Entwicklugen, die man nicht angehen möchte, teilweise aus ideologischen Gründen. Ich denke, es braucht einen gewissen Druck und eine gewisse Belohnung, dann klappt das auch. Bayern hat es da natürlich einfach, NRW kenne ich nicht gut, aber was man hört, ist schlimm. Ich bin seit längerem der Meinung, dass der Rechtsstaat manchmal zu wenige Mittel hat und ausweisungen durchaus wirken könnten, weil das halt wirklich weh tut.

      Mit Geld kann man die Probleme nicht lösen.

    • @MIchel Cremer
      „Der Bürger spürt und sieht, dass das Geld fehlt und die Gegenleistung für seine Steuern immer geringer wird.”

      Ich will es kurz machen.

      Wenn sich der Bürger Regierungen wählt, die die Banken Rettungen als alternativlos bezeichnen weil diese systemrelevant seien, dann soll er gefälligst auch ohne Hallenbäder und renovierte Schulen leben.
      Solange er Medien unterstützt, die ihm erfolgreich weismachen, dass die neuen Milliarden Zahlungen aus Steuergeldern dieser Woche nach Griechenland gehen anstatt DIREKT zu den Banken, solange verdient er auch verar*** zu werden.

      Die Dinge sind aber viel einfacher als sie sie wortreich zu rationalisieren versuchen.

  43. Felix Bavaria
    Ja, auch fernab des glücklichen Bayern wird immer mehr deutlich, dass Horst Seehofer einer der wenigen Politiker ist, der den Bürgern zuhört, Gedanken aufgreift und Irrtümer eingesteht.

    Seltene Fähigkeiten, die im Berliner Politikbetrieb meist nicht zu finden sind.

    • Er kriegt halt den Druck der Gemeinden und irgendwann gibt es einen Aufstand der Bürgermeister. Das kann ihm nicht egal sein, weil die CSU ihre Macht aus den Dörfern holt.

    • politik und zuhören
      der Horst, der kanns, er hat wohl vieles erkannt, was den unbodenständigen in berlin völlig abhanden gekommen ist. obwohl beim pabstbesuch die revolution ausblieb: mit der freundin zum pabst und mit der frau ins bett, das wäre doch mal eine meldung wert gewesen, auch in der bunten oder in bild und hätte neue wählerpotentiale erschlossen.

      sein blockieren der energiewende zurück zu technologien, die in europa vor 1000 jahren ihren durchbruch hatten ist vorbildlich, warum sollen bayrische/fränkische dörfer und echt blühende landschaften in ober- und mittelfranken mit hochspannungsleitungen und spargelmasten profitgeiler privatfirmen des grosskapitals verschandelt werden ?

      dann legt doch alle neuen süd-leitungen samt der resultierenden strahlung durchs rot-grüne BaWü, mittendurch durch freiburg, heidelberg, tübingen und sigmaringen, schlagt breite schneisen und macht aus den botanischen gärten in TÜ doch lieber windparks, auch das gesamte bodenseeufer in konstanz könnte bespargelt werden, da ist immer wind und aus dem insel-hotel wird eine HGÜ-kupplung zur weiterleitung der stromüberschüsse an die schweizer, die das dann an die italiener verkaufen.

      gelingt die energiewende und lassen wir eine million weitgehend lernunfähige und lernunwillige ins land, dann haben wir ihn doch noch realsiert: den Morgenthau – Plan, spät aber gründlich.

  44. Downwards is the only way forwards.
    Dass ich das mal sagen würde….:
    Danke Don.

    Aber als Historiker sollte klar sein, dass der Zug abgefahren ist. Die 880 tsd+ wird keiner mehr einfangen. Das ist eine Struktur, die wird die Republik verändern. Was Frankreich und Italien vorgemacht haben, dass wird in Deutschland mit deutscher Gründlichkeit nachgeholt: Wir wechseln nach 50 Jahren Links zurück auf die rechte Seite. Das hier ist der Anfang der nächsten 50 Jahre… hoffentlich nicht wieder von 1000 Jahren.

    • Ich bglaube, wir können das verkraften, weil der Zuwachs sich aufteilen wird – die Leistungs- und Integrationsbereiten werden ihr Glück suchen und die anderen gehen dorthin, wo es möglich ist – also nach Berlin und in ähnliche Städte im Westen. Es wird also lediglich die Trennung Deutschlands verschärfen – wenn es sich auf dem Niveau einpendelt. Noch zwei so Jahre allerdings und ich sehe schwarz. einfach, weil die Räume nicht da sind. sollen wir sie unter Bäumen schlafen lassen? Wer soll sie integrieren?

    • @Don
      Sie schreiben völlig richtig:

      „Noch zwei so Jahre allerdings und ich sehe schwarz.“

      Was sehen Sie denn so, was das verhindern könnte?

      Die Merkel Gabriel Regierung ???

      Den Wähler, der jemand anderes bestellt?

      An wen hätten sie denn da gedacht?

  45. Öffnet die Schlösser für unsere Brüder und Schwestern !
    Erinnern Sie sich noch an die Griechenlandkrise? Nein, nein nicht die ganze Geschichte, denken Sie gerade einmal an die letzte Episode, die liegt nur ein paar Tage zurück.

    Was hat man da alles mobilisiert, und wer für die ganzen Minister, Ministerialbeamten, und deren Anhang den Fahrdienst machen durfte, ist reich geworden, um diese nahezu täglich von ihren Büros nach Brüssel und wieder nach Hause zu bringen.

    Eine Krisensitzung jagte die andere, Nachtsitzungen, Dauersitzungen und, wenn das auch nicht reichte, holte man die Chefs, allen voran unsere Kanzlerin mit sorgenvollem Gesicht und stets mit einer Geste, die Ihre Hände zeigten, so als ob ihr vordergründigstes Anliegen sei, ihren Untertanen zu zeigen, daß – noch – kein Blut an diesen klebe. (Ich kann mich des Verdachtes nicht erwehren, daß sie die Geschichte irgendwo gelesen und chic fand es zu übernehmen.)

    Ja, und nun wird hier ja viel von der Völkerwanderung über´s Wasser oder über die Balkanroute geschrieben, die gleich den kirchlichen Prozessionen über die bayerischen Flure ziehen, deren Ziel jedoch mehr die aquirierten Turnhallen und Bürgersäle sind, statt die Kirchen.

    Und, was Bayern betrifft ist da ja noch eine Menge Luft nach oben. Da haben wir Bayern einfach was zu bieten, wenn ich an all die Königsschlösser denke mit ihren großen Räumen. Auf Herrenchiemsee, z.B. ist ja ein großer Teil noch nicht ausgebaut in dem gut noch eine Feldküche beherbergt werden könnte. Im Nymphenburger Park steht Schloß Blutenburg eigentlich leer und in München auf der Theresienwiese stehen gerade wieder genug Zelte als Aufnahme Lager mit angeschlossenem Unterhaltungspark; für Verpflegung sorgen die Wiesenwirte.

    Man könnte den Eindruck gewinnen, daß sich nicht nur bei Don Alphonso, sondern bei vielen Menschen in unserer Heimat ein gewisses Unbehagen einstellt, was sie als Bürger selbst nicht verursacht haben und nun einfach über sie kommt wie eine abgetretene Lawine.

    Es herrscht verordnete Ruhe und Nächstenliebe im Land und die nicht Angepaßten, vielleicht etwas Nachdenklichen, werden als Rechte und Nazis vorläufig – verbal – an die Wand gestellt.

    Krisensitzungen, Nachtsitzungen, Dauersitzungen unserer, um unser Wohl, besorgten Politiker ?

    Ich habe noch nichts davon bemerkt.

    Das Geld für Griechenland ist weg und im Hintergrund wird eifrig daran gearbeitet, wie dies für das Dummchen von Volk schön gerechnet werden kann. Das ist gelebte Demokratie!

    Die von Deutschland ausgelobte Völkerwanderung wird die Kosten für Griechenland in wenigen Jahren als Peanuts erscheinen lassen.

    Da steht er nun der deutsche Jahrmarktschreier: „Kommen sie näher, kommen sie ran, hier werden sie aufgenommen, besser als nebenan!“

    Euer Woifi aus Bayern

  46. Titel eingeben
    Ich muss manchmal an die Aussage eines Israelis arabischer Abstammung denken, mit dem ich während meines Erasmus-Jahres in Perugia einige Monate zusammengewohnt habe.

    Als Araber fühlte er sich als israelischer Bürger zweiter Klasse. Er durfte nicht zur Armee, er durfte solange nicht die Universität besuchen, bis seine Altersgenossen ihren Wehrdienst beendet haben. Er ging deswegen nach Italien, um dort Medizin zu studieren. Sein älterer Bruder, erzählte er mir, sei Polizist. Aufsteigen könne er im Polizeidienst indes nicht, weil die höheren Stellen den Israelis („erster Klasse“) vorbehalten seien.

    Wahib fühlte sich als Araber und stand als Moslem dem Judentum reserviert gegenüber. Soweit vielleicht das Übliche, nichts Besonderes.

    Wenn man jedoch auf die israelische Armee zu sprechen kam, dann blitzen plötzlich seine Augen und er schwärmte in kindlich anmutender Art und Weise, diese sei die beste und modernste Streitmacht der Welt, die alle anderen Armeen in kürzester Zeit vernichten könnte.

    Warum ich über diese Aussage oftmals nachdenke?

    Für mich offenbart sie weniger einen Widerspruch im Denken, denn vielmehr das tiefe Bedürfnis, der Stärkere zu sein oder zumindest ihm zuzugehören. Plötzlich ist man Israeli, der mächtiger ist als die arabischen Brüder, steht auf der Seite des potentiellen Siegers. Alle Benachteiligungen werden vergessen, es zählt nur noch dieses. Man mag das machohaft, Ausdruck eines Minderwertigkeitsgefühles oder wie auch immer nennen, aber ich denke, es ist wichtig, nicht zu übersehen, dass in manchen Gesellschaften Nachsicht, Gutmütigkeit als Schwäche angesehen wird und Schwachheit ist verpönt, fordert heraus, die Grenzen des eigenen Verhaltens weiter vorzuschieben.

    Aufgrund dieser Erfahrung, das muss ich zugeben, sehe ich das Vorgehen der IDF in einem anderen Licht. Härte und Konsequenz ist zuweilen vielleicht doch die einzige Sprache, die gewisse Menschen verstehen. Man mag das bedauern, ändern kann man es jedoch nicht,- zumindest nicht kurzfristig.

    Möglicherweise ist das archaisch, in aufgeklärten Gesellschaften längst überwinden, ausgerottet ist es nicht.

    Was bedeutet dies für uns? Vielleicht, dass es not tut, klare Linien aufzuzeigen und, sofern diese überschritten werden, ihr Übertreten auch spürbar zu sanktionieren. Der Staat muss sich Respekt verschaffen, auch wenn dieses Gebaren manchen Politikern tief zuwider sein mag.

    Einst war der Staat auf dem rechten Auge blind, diesen fatalen Fehler darf man nicht unter anderen Vorzeichen wiederholen.

    Das Geschriebene kann man übrigens auf Suhl und Heidenau beziehen…

    Beide Orte lassen möglicherweise auch die Frage nach den Perspektiven aufkommen. Menschen aufzunehmen, ist das eine, das andere, ihnen Möglichkeiten zu geben, sich in diese Gesellschaft zu integrieren. Das heißt, dass sie eine Arbeit finden müssen, die sie gut ernährt,- keine prekären Beschäftigungsverhältnisse.
    Bei den „Gastarbeitern“ war dies der Fall, von Problemen hörte man hier nie.
    Wird die Zahl der Zuwandernden jedoch zu groß, dürfte dies sehr schwierig werden. Und, auch in Deutschland gelten 13 Millionen Menschen als arm. Wer arm ist, dem nützen all die Freiheiten, die er hier hat, wenig. Vielleicht zählen auch viele derjenigen, die in Heidenau „demonstrieren“, zu diesen „Verlieren“, „Abgehängten“. Perspektivlosigkeit schlägt irgendwann in Gewalt um,- bei allen Menschen.
    Georg Büchner schrieb in seinem Hessischen Landboten: Friede den Hütten, Krieg den Palästen. In Heidenau hat ihn wohl niemand gelesen, denn der Zorn trifft die Falschen.
    Eventuell irre ich mich, aber wer diese „nur“ als „Rechtsradikale“ abtut, der gelangt nicht bis an die Wurzel des Problems.
    Die Ehe für alle kann der Gesetzgeber schaffen, anständige Arbeit für alle nicht und hier wird es spannend, aber auch brenzlig.
    Wenn die „Deklassierten“ sich gegenseitig Konkurrenz machen, auf dem Wohnungsmarkt, bei der Jobsuche, dann wird es irgendwann ungemütlich.
    Zu fordern, alle sollen kommen, blendet dies wohl bewusst. Schon Seneca riet weise: Was immer du tust, handle klug und bedenke das Ende!
    Und alles ist endlich…

    • Ein Komiker....
      Also, wenns die Israelis mit den Arabern machen, dann dient es der guten Sache.
      Aber wenn die Ossi Nazis es machen, dann bricht die deutsche Kultur zusammen?

      Lesen Sie Ihre Beiträge eigentlich auch mal selber und denken das durch, was sie so absondern?

  47. Titel eingeben
    Die Auslaenderquote -re Don Alphonso 14:35- ist in Strassburg gefallen.
    Kenne das Problem aus aehnlicher Perspektive wie der Kollege der vor Mantua in Banden lag. Die Ségrégation, wo ein Mensch leben kann, ohne auch nur mit der hiesigen Verwaltung und Gesellschaft in Beruehrung zu kommen, wo Auslaender sich von den Schleppern und Schiebern vor der Moschee in St Denis und nicht von den amtlichen Stellen in Verwaltungssachen beraten lassen, wo Haendler nicht mal wissen, was Buchhaltungspflichten sind, diese Ségrégation ist Frankteichs Problem. Und dass kaum jemand an République, droits de l‘ homme und das freie
    e, verantwortliche Individuum glaubt.
    Wie gesagt, die Flutwelle kommt, ob uns das gefaellt oder nicht. Aber bei der Auen und Uferfestaltung Sind wir gefragt.

    • Was mich immer wieder beim Lesen wundert....
      Da wird so oft von Schlepperbanden und verbrecherischen Schleusern geschwafelt. Die Politik schickt das Militär und in den Blogs entrüsten sich die Gerechten dieser Erde…

      Die Schleuserbander und Schlepper die vor 75 Jahren den Juden dabei halfen unmenschlichen Zuständen zu entfliehen, die waren Helden, oder ?

    • Titel eingeben
      Wi viel Geld haben die denn genommen?

    • Ahnungslos?
      Nur weil ihr Weltbild ihnen sagt, dass das lauter gute Menschen waren, muss es noch lange nicht so gewesen sein.
      Sie können in Feinigers Memoiren nachlesen, wie teuer das tatsächlich war und dass die meisten, denen das Geld eines Thomas Mann fehlte, gezwungen waren bei Nacht und Nebel die Pyrinäen zu überqueren um irgendwie nach Lissabon zu gelangen wo die Überfahrt nach AMerika erschwinglicher war…

      Gehen sie doch einfach zum SPON Forum, da gibts jede Menge Ahnungslose, die aauch alle ihre Meinungen als Wahrheiten verkaufen, hier ist das ein wenig anders.

    • Lachhaft
      Wer unter den Nazis einen Juden rettete, riskierte Kopf und Kragen, das tun die kriminellen Schlepper nicht, ihr Profit liegt ungefähr auf der Höhe des Drogenhandels.

      Ahnungslos sind vor allem die, die glauben, Menschen, die andere auf überladenen Booten auf hoher See alleine lassen, seien etwas anderes als Verbrecher.

  48. Linke und Rechte - Symbiotisch in der Ablehnung von Assimilation
    Der Witz und traurige Realität, ebenso wie rechtsextreme Gewalt, ist die nicht enden wollende Sentimentalität des linken Mainstreams gegenüber den Flüchtlingen. Man gefällt sich darin den, angeblich, Verfolgten Hilfestellung zu leisten. Dass die große Mehrheit von ihnen hierher kommt, um sich aus eigener Kraft eine bessere ökonomische Zukunft aufzubauen, wird negiert. Immigration nach Deutschland ist heute aber eben gerade da eine Erfolgsgeschichte, wo sich der Staat nicht eingemischt hat. Assimilation ist dort die natürliche Folge.

    Den erfolgreichen kulturellen Übergang, den so viele Einwanderer nach Deutschland geschafft haben und schaffen, gefällt weder dem Fremdenfeind noch dem multikulturellen Linken. Beide sind in dem Glauben vereint, dass Assimilation prinzipiell falsch und praktisch unmöglich ist. Der Erstere möchte keinerlei Fremde in seiner Lebenswelt. Der Letztere möchte die Fremdheit der Fremden erhalten und provoziert auf diese Weise die Fremdenfeindlichkeit, die er ach so sehr bedauert.

    Die Linke in Deutschland glaubt, dass alle Kulturen gleichwertig sind. Natürlich mit Ausnahme der eigenen, die rassistisch, fremdenfeindlich und imperialistisch ist. Eine merkwürdige Denkweise, die allein schon dadurch widerlegt wird, dass Massenmigration nur in eine Richtung stattfindet. Und zwar in den ach so verdorbenen westlichen, freiheitlichen Kapitalismus.

    Die einzige Alternative zur Assimilation ist Desintegration. Auch im ländlichen Raum mit dann rein muslimischen Dörfern. Ein Zustand wie ich ihn täglich in Indien erlebe. Nur die oftmals räumliche Trennung erlaubt nämlich das Zusammenleben unterschiedlichster, nicht assimilierter Kulturen im multiethnischen Indien. Warum sollte dies in Deutschland langfristig grundlegend anders sein? Auf allein ökonomische Befriedung bis in alle Ewigkeit sollte man sich in dieser Hinsicht nicht verlassen.

  49. Was für eine Integration?
    Die Westviertel verwandeln sich am besten in Gated Communities, der Bürger geht mit dem Colt Streife, das Bargeld wird abgeschafft, die Grossbanken sind dank NSA auch digital-vorsorgsichere Tresore und das über ganz Europa als freie Einheitsfläche, möglichst staatenlos. Man muss auch wegschauen können. Europa lernt halt einfach nur noch. Auch das Recht kommt schliesslich von der Arbeitsstelle. Da ist es zu Haus. Ebenso wie die persönliche Zukunft.

    • Shakespeare...
      „Die Dinge so zu betrachten, hiesse die Dinge zu genau zu betrachten.“

      Der Bürger wählt Merkel, also will er es wohl genau so, oder?

  50. Wie die Bayern es machen, sie machen es falsch.
    Wenn man in Prenzelberg Autos anzündet, dann ist das gegen die Gentrifizierung. Also per se gut. Wenn man in Bayern ein Bauchgrimmen wegen immer mehr und vor allem vollkommen unorganisierten Ausländern hat (und das hat der preußenfressende Bayer ja eh immer, zumindest in den kruden Klischees der Spiegel -Redaktion), dann ist das chauvinistisch bis faschistoid. Und der Sachse? Der hat mal garnichts zu melden, weil: der ist ja selbst mal Flüchtling gewesen. Und außerdem hat Sachsen die wenigsten Flüchtlinge aufzunehmen. Bis vor kurzem jedenfalls.

  51. Heiden-Aue
    Ich frage mich die ganze Zeit, ob der Name Programm ist, sollte für unsere zukünftigen Mitbürger kompliziert werden, wenn sie dem Deutschen mächtig sind und bewusst werden …. und wir schicken sie nach Heidenau zum Akklimatisieren – unter Strauß wäre das niemals passiert, der hätte für die Herkunftsländer Kredite geregelt – tempi passati.

  52. "No borders, no nations", und andere Parolen
    Mich befremdet immer wieder, welch heftige Reaktionen so altlinke Parolen inzwischen auslösen.
    .
    Das wollte die Arbeiterbewegung doch schon vor 1914, bevor sie dann doch für die Kriegskredite stimmte.
    .
    Inzwischen ist es aber doch so, dass Schäuble, Kohl und die EU sich ebenfalls irgendwie zu diesem Slogan bekennen, doer nicht? Auch die neoliberale Ideologie hat für Grenzen und Nationen ja keine positive Verwendung, so weit mir bekannt.
    .
    Wenn Schäuble kürzlich sagte, D-land sei nach 45 „nie wirklich souverän gewesen“, dann meinte er das weniger als Auskunft denn als Zielvorstellung: Wir wollen unsere (nationale) Souveränität ja loswerden, wir wollen uns ja in einer gesamteuropäischen Nichtregieerungsautorität auflösen …
    .
    Da sendet die Politik eben extrem widersprüchliche Botschaften, und genau da müsste die Kritik eigentlich ansetzen.
    .
    Nicht bei der Auseinandersetzung mit der ausserparlamentarischen Linken, die zur Zeit offenbar aus dem Untergrund heraus so was wie eine Parallelregierung ausübt. :-)

    • Ein bisschen viel Ideologie um noch als wahr durchgelassen zu werden!
      Schäuble meinte ganz konkrete Verträge, die den USA nicht nur ein Mitsprache Recht sondern, auch ein Veto Recht einräumen.

      In Japan hat ex-Premier Tanaka die Existenz eines solchen Geheimvertrages in diesem Jahr wortwörtlich bestätigt.
      Die Idee, angesichts der deutschen Politik könne das in DE nach 1945 anders gelaufen sein, ist lächerlich.

  53. Was die Grüne Elite hierzu bereits 1991 angemerkt hat
    Hier mal zwei Zitate aus Der Zeit von 1991 der Edelgrünen Kohn Bendit und Schmidt. Ob das die Mehrheit der Deutschen auch so sieht?

    „Nicht minder unverantwortlich wäre es, die multikulturelle Gesellschaft als einen modernen Garten Eden harmonischer Vielfalt zu verklären und – in einem Akt seitenverkehrter Fremdenfeindlichkeit – das ungeliebte Deutsche mit dem Fremden vertreiben zu wollen. Die Entrüstung über den Fremdenhaß, die als Gegenmittel eine Politik der schrankenlos offenen Grenzen empfiehlt, hat etwas Scheinheiliges und Gefährliches. Denn wenn die Geschichte irgend etwas lehrt, dann dies: Keiner Gesellschaft war je der zivile Umgang mit dem Fremden angeboren. Vieles spricht dafür, daß die Reserve ihm gegenüber zu den anthropologischen Konstanten der Gattung gehört; und die Moderne hat mit ihrer steigenden Mobilität dieses Problem allgegenwärtiger gemacht als zuvor. Wer dies leugnet, arbeitet der Angst vor dem Fremden und den aggressiven Potentialen, die in ihr schlummern, nicht entgegen.““Das heißt aber gerade nicht, daß die multikulturelle Gesellschaft harmonisch wäre. In ihr ist vielmehr – erst recht dann, wenn sich wirklich fremde Kulturkreise begegnen – der Konflikt auf Dauer gestellt. Die multikulturelle Gesellschaft ist hart, schnell, grausam und wenig solidarisch, sie ist von beträchtlichen sozialen Ungleichgewichten geprägt und kennt Wanderungsgewinner ebenso wie Modernisierungsverlierer; sie hat die Tendenz, in eine Vielfalt von Gruppen und Gemeinschaften auseinanderzustreben und ihren Zusammenhalt sowie die Verbindlichkeit ihrer Werte einzubüßen.“

  54. Gabriels Populismus: "Das ist Pack, das sich hier herumtreibt"
    Oder sperrt sie weg die „mauvais sujets“

    Es wird kein Bürger dieses Landes in Frage stellen, daß Glaubwürdigkeit und korrektes Handeln nicht die Stärke dieser Regierung ist.
    Stichwort: Datenschutz, Zusammenarbeit mit NSA……
    Diese Regierung will nun schnell die ihr passenden Gesetzchen zusammenbasteln, um Leute wegzusperren, den moralischen Auswurf der bürgerlichen Gesellschaft.
    Von Gesprächen um berechtigte Bedenken, Ängste auszuräumen redet Herr Gabriel schon gar nicht mehr. Wozu auch….wer glaubt die Macht zu haben….

    Ich glaube ja schon, daß es Politiker gibt, die sich heute wieder ein Hospiz zu Charenton wünschen. Eine Anstalt wohin man alle Individuen , die sich durch ihr Verhalten in der Gesellschaft unmöglich gemacht haben, dorthin brachte, auch ohne, daß sie geisteskrank waren.
    Charenton wäre eine Chance, die neuen Gesetzchen halten vor dem BVG doch wieder nicht stand.
    Vielleicht ist Gabriel doch ein kleiner Bonapartes?

    Gruß aus der Anstalt

    • Hat Gabriel jemals den richtigen Ton getroffen?

    • Geht´s Ihnen sonst danke?
      Wer in irgendeiner Weise irgendwen in der Bundesrepublik Deutschland physisch angreift oder bedroht, ohne in Notwehr zu handeln, ist genau das, was Gabriel sagte: Mob, Gesindel, Gesocks. Und wer sich dazu gesellt, hat sich ebenso ausserhalb des deutschen Gesetzes gestellt, wie die, deren feindliche Übernahme er sich einbildet.

      Es gibt jede Menge gute Gründe, gegen Massenzuwanderung zu sein. Aber bitte im Rahmen der deutschen Grundordnung – Demonstrationen, Petitionen, Parteiengründung, was auch immer. Brandstifter sind immer und in jedem Volk Mob, that´s just it.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Charenton wohl kaum....
      Wie wir seit Peter Weiss wissen, war das Leben in Charenton um 1790 das Schlimmste nicht.
      Wie man hingegen hierzulande mit unliebsamen Subjekten umgeht, das wird wohl auch diesmal wieder sehr viel Ähnlichkeit mit dem haben, was man schon in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts hierzulande um der deutschen Kultur willen tat. Die KZs und Arbeitslager waren schon lange voll, bevor die ersten eingeliefert wurden nur weil sie Juden waren… Voll, mit wem wohl?

      Und ThorHa, glauben sie ernsthaft diese Ossi Nazis würden nicht behaupten sie täten dies in Notwehr?
      Bzw, Sie seien derjenige der als massgebliche Instanz entscheidet, wann Notwehr angebracht ist, und wann nicht?
      Wo liegt die Grenze? Sogar Don schreibt hier, dass das nicht noch zwei Jahre ohne tiefgreifende Folgen so weiter gehen kann…

      Verraten Sie uns welche Änderung, vom wem, ausgehen wird, die das verhindert?

    • @tdv: Sie wissen ja, was uns unterscheidet :-).
      Ich halte Regeln für nützlich und notwendig und bestehe darauf, dass sie auch dann eingehalten werden, wenn jemand glaubt, er dürfe sie aus Empörung über (beliebiges einsetzen) brechen. Sie sind notwendig, weil der Mensch so ist, wie er ist.

      Ich bin ziemlich sicher, dass ich damit nicht so alleine bin, wie es manchmal aussieht. Deswegen bin ich zuversichtlich, dass wir das in Deutschland so halbwegs menschenwürdig regeln werden, wenn die Politik sich ätzend dazu aufrafft, ein echtes Problem als solches zu erkennen. Sicher nicht schön, natürlich sehr spät, mit jeder Menge unschönen Begleiterscheinungen und weder besonders sauber noch irgendwie wirklich schlüssig. Durchwursteln halt. Aber KZs oder Arbeitslager oder Vergleichbares – nein, die wird´s nicht geben.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • @THorHa
      Ich würde nie bestreiten, dass sie im Prinzip Recht haben, aber sie haben die Angwohnheit gerne zu übersehen, was nicht in ihre Theorie vom guten Staat passt.

      Wo und wann haben sie denn“darauf bestanden“, dass die Regeln von Masstricht eingehalten werden? Dass im Falle der faulen, an GR gegeben Kredite die Verluste nicht sozialisiert werden, während Porfite stets privatisiert werden?

      Don Alphonso hat weiter oben ganz ehrlich daran erinnert, was wohl ablaufen wird, wenn das noch zwei Jahre so weiter geht… Nein, mit „Durchwursteln halt“ wirds kaum abgehen….
      „Aber KZs oder Arbeitslager oder Vergleichbares – nein, die wird´s nicht geben.“ NIE ?????
      Nicht unter den Merkels der republik, aber Sie sehen doch die beginnende Radikalisierung selber, oder? NIE????

  55. Der Grill und der Regierungspräsident (CDU),
    diese Stützen sind weggebrochen. Ob das irgendwie relevant ist, wird sich zeigen.
    Der moslemische Grill hat in der Grundschule meiner Kinder den deutschen Grill entfernt. Empörung hat dies durchaus ausgelöst, und die deutschen Stützen machten sich daher vom Acker.
    Die Stütze Regierungspräsident hat die Deutschen als sklerotisch und verfettet erklärt, denen das Elend der Flüchtlinge zuzumuten sei.
    Eine Stütze ist dies wohl kaum noch, denn die anderen Stützen dürften nach dieser niederträchtigen Beschimpfung ihre Funktion einstellen.
    Ohne Stützen sind die Deutschen erledigt, sozusagen mit Absicht.
    Weiter so, werden weite Teile der Politik predigen.

  56. Gabriel erklärt das Rentensystem in Heidenau
    Er hat heute/gestern eine Aussage getätigt gegenüber einer alten Mitbürgerin, die man so lesen könnte als befürworte er ein Umlageverfahren…. so als hätte es Riester, Hartz IV etc. und all die Anstrengungen für eine Kapitaldeckung des Rentensystems nie gegeben. Von Sterbetafeln in der gesetzlichen RV, die die Armen bei deren Lebenserwartung nochmals beschneiden ganz zu schweigen

  57. tu felix austria - Christian Konrad
    http://derstandard.at/2000021206412/Christian-Konrad-soll-Fluechtlingskoordinator-werden

    Wenn ich jetzt ganz böse wäre, würde ich sagen nach seinem Zoff mit dem Kardinal und dem Verlust des Postens des Vorsitzenden des Fördervereins Stefansdom eine Buße

  58. Christian Konrad
    BTW. Das ist eine gute Lösung. Konrad ist immer noch das politische Schwergewicht in Aut.
    Vielleicht sollte Kanzlerin Merkel z.B. Henning Schulte-Nölle nominieren z.B.

  59. Mit fremden Federn geschmückt
    „Die Neigung, sich für fremde Nationalitäten und Nationalbestrebungen zu begeistern, auch dann, wenn dieselben nur auf Kosten des eignen Vaterlandes verwirklicht werden können, ist eine politische Krankheitsform, deren geographische Verbreitung leider auf Deutschland beschränkt ist.“
    ―Otto von Bismarck

    „Wir können nicht mehr Ausländer verdauen, das gibt Mord und Totschlag.“
    ―Helmut Schmidt

    „Wir sind kein Einwanderungsland. Wir können es nach unserer Größe und wir können es wegen unserer dichten Besiedlung nicht sein. Deshalb geht es darum, ohne Eingriffe in die Rechte des einzelnen und der Familie, ohne Verletzung der Grundsätze der Toleranz zu einer Verminderung der Ausländerzahlen zu kommen“
    ―Hans-Dietrich Genscher

    „Jedes Jahr verlassen mehr als 120.000 Fachkräfte unser Land. Warum läßt sich nicht genau sagen“
    – Medienbericht

    „Knapp 70% der Flüchtlinge geben als Ziel Deutschland an“
    – Tagesthemen

    Ohne jegliche rechte oder linke Hintergedanken, die Frage die sich aufdrängt ist nicht: wieviele Flüchtlinge kann Deutschland verkraften ?
    sondern eher: wie schnell kann man aus den Flüchtlingen zahlungskräftige Steuerzahler machen ?
    Wer die Antwort kennt und umsetzt hat auch die Fremdenfeindlichkeit mit einem Schlag aus Deutschland vertrieben.

  60. Unerträgliche Bigotterie der Politik
    Die Flüchtlingsströme sind der (einkalkulierte) Preis für eine kriegerische Wirtschaftspolitik, die sich um Menschenleben einen Scheiss kümmert. Warum wohl hört man von keinem Verantwortlichen ein Wort zu den Ursachen dieser Völkerwanderungen, die eine Folge eben dieser Politik ist?

    Sehr lesenswert dazu:

    Afrikas Flüchtlinge, Afrikas Probleme und unsere Verantwortung
    http://www.nachdenkseiten.de/?p=27289#more-27289

    Flüchtlinge: Stoppt endlich den Wahnsinn der globalen Wirtschafts-Kriege!
    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/08/24/fluechtlinge-stoppt-endlich-den-wahnsinn-der-globalen-wirtschafts-kriege/

  61. Unerträglich
    ist etwas ganz anderes.
    .
    Da kommen Menschen in unser Land. Die brauchen Hilfe. Und schon ist da Ende der Fahnenstange. Verschiedene Gemeinden und Landkreise sind nicht in der Lage, diese Menschen mit Trinken, Essen, einer Unterkunft zu versorgen.
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    Ja aber hallo!
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    Haben wir denn keinen Katastrophenschutz mehr? Man stelle sich einmal vor, es gäbe hier dergleichen – da würde die Hilflosigkeit doch nur noch von der Grossmäuligkeit übertroffen. Der Grossmäuligkeit gewisser Hanswurste und Politikerdarsteller, die, gegenüber der Lage völlig hilflos, weil da andere zuständig sind, sich jetzt in grosse Worte flüchten. Wenigstens das können sie noch.
    .
    Da sammelt sich ein Mob auf der Strasse und macht sich daran, ein Flüchtlingsheim und die es bewachenden Polizisten anzugreifen. Die Polizei mehr oder weniger hilflos.
    .
    Wer sein Praktikum in Staatsbürgerkunde, so wie der Hausherr dieses Blogs in Wackersdorf, oder wie der Verfasser, in Frankfurt und Mannheim gemacht hat, dem bleibt nur Unverständnis. Wer erlebt hat, wie Bereitschaftspolizei ganz fix mit dem Schlagstock und dem Wasserwerfer Versammungen auflöst, und dabei die eine oder andere Platzwunde an der Kopfschwarte verteilt, für den gibt es angesichts der Vorgänge im Schreitaat Faxen nichts zu verstehen. Der unsägliche Ministerpräsident Tillich ist wohl nicht in der Lage, mehr zu tun als Gelder zu vereinnahmen und zuu passender und unpassender Gelegenheit sanft säuselnd daherzuplauschen, ein Faelant eben, der sch für einen Staatsmann hält. Davon gibt es noch andere. Und wie in den Ländern, so in den Kreisen und wie in den Kreisen, so in den Kommunen. Unvermögen auf allen Ebenen. Dies kann alles Zufall sein, es kann aber auch gewollt sein, dass die Personalauswahl so geschieht, dass fachliche Kompetenz durch bedinungslose Gefolgschaft ersetzt wird.
    .
    Dazu passt dann auch, dass deutsche Katastrophenhelfer weltweit eingesetzt werden, um für die Medien schöne Bilder zu produzieren. Dazu passt dann auch, dass deutsche Ärzte weltweit Caritas üben, während im eigenen Lande Asylbewerber unversorgt bleiben.

    • Ich erlebe hier täglich die Arbeit der Polizei mit den Flüchtlingen und man kann da wirklich nichts Böses sagen. Tut auch keiner, auch nicht die Asyllobby.

  62. Es ist doch auffällig, das die Polizei, ehrenamtliche Helfer und natürlich die Bevölkerung von den Politikern vollkommen im Regen stehen gelassen werden. Wir haben mittlerweile eine unkontrollierte Zuwanderung, ausbaden dürfen es die oben genannten- und auch die Flüchtlinge, die meistens in überfüllten Massenunterkünften verwahrt werden, nichts zu tun haben (dürfen) und wo es deswegen auch oft genug „knallt“. Wer und wie sollen all diese Menschen hier integriert werden? Warum gibt man ihnen nicht ehrenamlich etwas zu tun, das würde die Integration doch sicherlich fördern? Und ist Integration teilweise überhaupt möglich, wie u.a. die Vorfälle in Suhl zeigen, wo ein aufgebrachter Mob wegen „Koranschändung“ einen Afghanen beinahe gelyncht und etliche Einsatzkräfte verletzt hat. Von dem Horror für die Anwohner gar nicht zu reden. Warum macht man diesen Leuten nicht deutlich klar, das wir in einem säkularen Staat leben, das hier andere Regeln gelten, die es zu akzeptieren gilt und die auch verteidigt werden, sonst ist ein Zusammenleben nicht möglich.
    Das es bei den jetzt aktuell genannten Zahlen von 800 000 Flüchtlingen nicht bleiben wird, müsste allen klar sein. Es wird zu massiven Konflikten kommen, wenn nicht sogar zu Bürgerkrieg führen, wenn die Politik nicht endlich Verantwortung für dieses Land und seine Bewohner übernimmt, anstatt sich in Sonntagsreden und moralischen Appellen zu ergehen und so die eigene Tatenlosigkeit kaschiert und stattdessen lieber reihenweise Maulkörbe verteilt. Ich fürchte,aufgrund dieser manifestierten Verantwortungslosigkeit wird Deutschland dann wirklich dunkel werden- wenn diese sträflicheTatenlosigkeit nicht endlich massiv von der Bevölkerung infrage gestellt wird.

    Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Bayern funkt SOS:

    http://www.gdp.de/gdp/gdpbay.nsf/id/DE_Offener-Brief-eines-Polizeibeamten-zur-Fluechtlingssituation-in-Bayern

    Der religiös motivierte Gewaltausbruch in der Landeserstaufnahmestelle in Suhl

    http://www.insuedthueringen.de/regional/thueringen/thuefwthuedeu/17-Verletzte-bei-Krawallen-am-Fluechtlingsheim;art83467,4286341

    Ein erschütternder Bericht aus dem überfüllten Erstaufnahmelager in Traiskirchen in Österreich, das Zustände aufzeigt, die auch in Deutschland an der Tagesordnung sind. Auch hier wird sehr deutlich, das die Politik die Menschen einfach mit der Situation allein lässt:

    http://derueberflieger.blogspot.co.at/2015/08/das-fluchtlingslager-traiskirchen.html

    Jürgen Todenhöfer: “Haut ab Kriegspolitiker!” – Ein Brief im Zorn

    https://propagandaschau.wordpress.com/2015/08/25/juergen-todenhoefer-haut-ab-kriegspolitiker-ein-brief-im-zorn/

  63. es würde mich sehr freuen,
    wenn ich mit dem von mir weiter oben Gesagten Unrecht bin.

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