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Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Ein gelber Drache, silberne Teekannen und ein abgerissenes Bein

| 153 Lesermeinungen

Alles muss man dir erklären, weil du wirklich gar nichts weißt.
Die Ärzte

Andere werden hier zu Aktivisten. Ich halte nur drauf.

Die Absperrgitter am Münchner Hauptbahnhof haben nur eine Funktion: Die Wege offen zu halten. Niemand müsste sie respektieren, Menschen umarmen und unterhalten sich darüber hinweg, Kinder werden auch schon mal drüber gereicht, und es ist so viel los, dass es kaum auffallen würde, wenn sich hier jemand abseilt.

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Es tut aber keiner. Freunde stehen auf der anderen Seite, man begrüßt sich, man küsst sich, man redet und verabschiedet sich wieder. Hinten kommt man öfters wieder zusammen, wenn die Freunde und Verwandten selbst genug Platz haben, die Flüchtlinge aufzunehmen. An diesen Privatunterkünften gibt es ein grosses Interesse, denn auch Flüchtlinge wissen sehr wohl, was sie in Deutschland erwartet: Ein ausgesprochen reicher Südwesten und ein wenig erbaulicher Osten, Jubel in München und Obdachlosigkeit in Berlin. Einen Bekannten, einen Freund hier in Bayern zu haben, ist das grosse Los. Eines der grossen Lose steht am Sonntag neben mir, Mitte 20, Studentin, wie aus der Vogue entsprungen, mit einer nicht zur Fendi-Handtasche passender Tüte Chips für eine Schar gerade ankommender junger Männer, die nicht die geringste Lust haben, in Damaskus fürs syrische Vaterland zu sterben. Sie holt sie nachher zusammen mit ihrer Familie raus, verteilt sie, und ich habe keinen Zweifel, dass die Sache gut laufen wird. Ich lächle sie an, finde ihre Brille sehr schick und mache derweilen noch ein Photo von dem Mann mit dem abgesprengten Unterschenkel im Rollstuhl, dessen Beinstumpf aus der Hose ragt, den vielleicht keiner vor den Minen an der Grenze warnte und den hier niemand erwartet, und fahre danach heim an den Tegernsee. Dort, mit Blick auf umwölkte Berge, sortiere ich die Bilder.

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Ich schenke noch einen Tee aus der Silberkanne ein, als ich die fragenden Augen der jungen Mutter bearbeite. Draussen ist es kalt, aber die Heizung läuft und die Nacht ist stürmisch. Ich mag es, wenn der See so wildromantisch ist und nur ein kleiner Fleck beleuchtet ist, während sich die Wohnung mit ihrem Parkett, Stuck, den Kronleuchtern und Perserteppichen in der Dunkelheit verliert. Da sitze ich also und finde dieses Bild, genau an der Grenze zwischen der Hölle auf Erden und dem Beginn eines Lebens. So muss es aussehen und so sah es auch aus. Ich war dabei. Ich war Zeuge.

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Ich habe dieser jungen Familie nicht angeboten, bei mir zu wohnen. Das war nicht nötig, denn der Mann, der sie abgeholt hat, hatte genug Platz. Ich habe auch der syrischen Studentin nicht angeboten, ein paar weitere Jungs bei mir unterzubringen, wenn noch welche kommen. Den Mann mit dem fehlenden Unterschenkel habe ich photographiert und seine Begleiter nicht aufgefordert, zu mir zu kommen. Sie werden irgendwo ankommen, wo jeder vier Quadratmeter, eine frische Matratze und ein Feldbett hat. Es macht gerade den Anschein, als würden die Nächsten diese Annehmlichkeiten nicht mehr erhalten, denn man sammelt auch gebrauchte Schlafsäcke und Isomatten.

Es ist nicht so, dass ich das nicht weiss, wenn ich feuchte Mütteraugen bearbeite, und ich weiss es auch, wenn ich abdrücke. Ich war in den Lagern. Ich weiss, was die Menschen dort erwartet. Es ist das, was angesichts der Stimmung in der Bevölkerung, des politischen Willens, des Raumangebots und des Bildes der Migration möglich ist. Die Italiener haben die Grenze gerade dicht gemacht, deshalb sind in München die Augen der syrischen Mütter. Würden hier Tausende von Eritreern und Somaliern ankommen, wäre es möglicherweise anders.

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Mich geht nur das an, was Thema ist. Nigerianer, die im Moment von Polizisten drüben in Tirol, 40 Kilometer südlich von hier, nach Italien zurückgebracht werden, sind hier nicht das Thema. Mein Thema ist München, 40 Kilometer im Norden, und dass die Heizung geht, dass ich bei Francesco noch eine Pizza bekam und niemand am Bahnhof einen Kratzer in den Roadster gemacht hat. So ist das als Reporter. Man ist hautnah dabei, wenn es sein muss, aber meistens wartet man, dass etwas passiert. Krieg, Erdbeben, Ausschreitungen, Flüchtlinge: Das alles ist für den Reporter schnell wieder vorbei. Ich habe vor zwei Jahren in der einzigen funktionierenden Bar in Concordia sulla Secchia einen Tee getrunken, mit Blick auf eine ansonsten vollkommen unbewohnbare Stadt. Manche glauben vielleicht nicht, dass es geht, vor einem Trümmerfeld zu sitzen und einen Tee zu geniessen. Man müste doch etwas tun. Oder wenigstens deprimiert sein. Sie haben keine Ahnung. Die Wahrheit ist: Anders geht es nicht.

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Das ist ein italienisches Ehepaar in einem Lager bei Reggio Emilia. Ich habe tausende Bilder aus der Erdbebenregion, manchmal war mein Finger auf dem Auslöser, als in der Zona Rossa mal wieder die Erde wankte. Ich bin aus zerfallenen Kirchen gerannt und habe gesehen, wie Bulldozer Lebensträume wegräumten, die weinenden Bewohner daneben – aber dieses Bild des Ehepaars ist in meinem Kopf geblieben. Es gibt dazu eine Geschichte, die damals auch keiner hören wollte, eine Geschichte über Armut in Italien, die nichts mit dem Erdbeben zu tun hat: Die Lage vieler italienischen Rentner ist schon vor dem Erdbeben nicht gut gewesen. Als das Terremoto kam, steckte Italien schon in der Wirtschaftskrise, und wir, die Deutschen, Sie, ich, unsere Regierung, haben eine brutale Sparpolitik erzwungen, die am unteren Ende besonders schlimm war. So schlimm, dass die Menschen aus dem System gefallen sind. So schlimm, dass sich die armen Rentner des Landes überlegen mussten, ob sie nun etwas zum Essen kaufen oder vielleicht doch Versicherungen weiter bezahlen.

Und dann kam eben das Erdbeben, und hat das Haus unbewohnbar gemacht. Reserven gibt es keine. Versicherung auch nicht. Kinder hatten sie nicht. Und so blieben sie im Lager, aus dem die anderen Italiener schnell verschwanden, weil ihre Familien zusammenrückten und sie holten. Das sind die letzten Italiener in einem Lager voll mit obdachlosen Pakistanis, die auch niemanden hatten. Sie sind weit über achtzig und der Mann ist behindert. Es ist heiß. Sie haben alles verloren. Ihr Leben ist vorbei. Sie sehen das Bild, ich sah die Menschen. Das ist der Unterschied. Sie können weiterscrollen und wie ein Politiker des grünen Mitleids nebenher fragen, was man da machen muss. Die Frage ist moralisch einwandfrei.

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Die Antwort ist: Nichts. Das Lager wurde von meinen Freunden betrieben. Sie haben getan, was man halt so tun kann: Prioritäten gesetzt. Und das bedeutet eben, dass eine alte Frau nach all dem Elend ihren behinderten Mann selbst schieben muss und niemand schnell loszieht, um einen Hut zu kaufen. Es gibt keine Hüte in diesem Ort, das Zentrum ist komplett gesperrt, alles ist einsturzgefährdet. Es gibt nur Zelte auf einem heissen Fussballplatz.

Man macht das Bild, fährt heim in das weitgehend verschonte Mantua, sortiert die Bilder in der eigenen Wohnung, und hat eine unfassbar grosse Lebenslust. Die Lebenslust, die Entwicklungshelfer im Kongo in den Bars der Botschaften ausleben, die die Reporter an den Pools von Tel Aviv empfinden, wenn sie raus aus dem Gaza sind. Man macht solche Aufgaben nicht, wenn man das nicht will, man tut nur das, was man kann, und wenn es vorbei ist, ist es vorbei. Manche haben kein Haus mehr und kein Bein, man selbst hat alles noch. So einfach. Für manche mögen die Szenen am Bahnhof emotional erschütternd sein. Dabei fängt dort für fast alle ein neueres, besseres Dasein an, auf den vier Quadratmetern in einer geräumten Halle in alten Kleidern des reichen Westens, während ich Platz für ein Dutzend Menschen hätte, den Platz selbst bewohne, Tee trinke und Bilder bearbeite, während mich von den Wänden Rokokoprinzessinnen von der Leinwand anschauen. Das ist so in uns drinnen, und in solchen Momenten tritt es offen zu Tage. Das kann hässlich sein, wenn es so nüchtern beschrieben wird, wie es sich anfühlt – aber auch ganz hübsch.

Da, schauen Sie, am nächsten Tag am Bahnhof – das meine ich.

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Dieses Mädchen. Das kommt aus der Hölle. Aus dem Bürgerkrieg, aus dem Lager, aus dem Schlauchboot, über all die Grenzen und durch ein unfreundliches Ungarn. Und dann ist in Österreich ein Aufnahmelager und Spielzeug, und sie denkt nicht über das Trauma nach, über die abgerissenen Beine, über all die Toten und Verbrechen, über die Flucht, den Hunger und Durst, die Hitze und diejenigen, die zurückgelassen und vergessen sind, wie das Ehepaar in Italien.

Sie denkt nur daran, dass sie eine grosse Tüte braucht, um den gelben Drachen und die Teddybären mitzunehmen. Genau so kann man Tee in Concordia trinken und als Flüchtling bei der Kleiderausgabe am Bahnhof nach Schuhen von Nike und Adidas greifen, und weniger schöne Marken liegen lassen. Daher kommt der Geburtenboom in Oberitalien. Es geht weiter, es ist das, was die Menschen die Flucht oder Jahre in Baracken überstehen lässt, und kein Haus wird wieder neu und kein Fuss wächst wieder an, wenn man den gelben Drachen liegen lässt oder den Tee nicht trinkt. Kein Syrer bekommt eine Wohnung, wenn man am Bahnhof Süssigkeiten verschenkt. Der Jubel am Bahnhof macht natürlich mehr Spass, als ein altes Ehepaar in der sengenden Hitze einer unbewohnbaren Stadt stehen zu lassen, oder der Alkoholikerin etwas zu geben, die sich am Aufgang zum Starnberger Flügelbahnhof eine Flasche gönnt, weil sie sich am Kasten einer Boulevardzeitung festhalten kann, von der das grosse Herz der Münchner gefeiert wird. Es macht so lange Spass, bis sie auch Prioritäten werden setzen müssen. Das wird kommen, es wird bitter, und die Bilder werden hässlich sein.

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Deutlich hässlicher als die grossen Ideale von Frau Göring-Eckardt, die zu den Besserverdienern in diesem Land gehört, die im Bundestag und in ihrer grünen Partei für Harz IV geworben hat, und jetzt wegen der Syrer an die Großzügigkeit der Deutschen appelliert. Und vielleicht hofft, dass eine Welle der Solidarität und der privaten Unterkünfte ihrer Partei eine Weile die Verblendung belässt, wir könnten alle locker aufnehmen. Egal ob jemand denkt, Frau Göring-Eckardt wäre mit ihrer Vita die richtige Person für diese moralische Anspruchshaltung, egal ob ich das mache oder nicht: Wir müssen Prioritäten setzen, und wir werden dabei hässliche Entscheidungen treffen. Aber wenigstens bekommen die abgelegten gelbe Drachen viel Liebe, Tee ist genug da, und wir behalten dabei unsere Unterschenkel. Das ist mehr wert als die wohlfeile politische Moral, die man uns jetzt noch freundlich in der Euphorie anbietet, bevor dann die Wohnungszwangswirtschaft kommt, im kalten, deutschen Winter.

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153 Lesermeinungen

  1. Das unfreundliche Ungarn verschwand immerhin nicht von der Landkarte ...
    Das Ende der Unabhängigkeit Ungarns kam um die Mitte des 16. Jahrhunderts mit den osmanischen Eroberungen. Am 29. August 1526 besiegte Sultan Süleyman I. bei Mohács (dort befindet sich seit 1976 eine Gedenkstätte) König Ludwig II. von Böhmen und Ungarn, der auf der Flucht ertrank. Der größte Teil Ungarns geriet unter türkische Herrschaft, wobei die noch nicht eroberten Teile entweder in Kontinuität des ungarischen Königtums als Königliches Ungarn unter habsburgische Herrschaft kamen (darunter der Westen Oberungarns) oder von Ungarn getrennt und als Fürstentum Siebenbürgen unter osmanische Oberhoheit gestellt wurden.

    Nach 145 Jahren türkischer Besetzung Ungarns fiel Buda im Jahre 1686, und Ungarn wurde von den Habsburgern zurückerobert. Die Ungarn missbilligten aber die harte Herrschaft der Habsburger, so dass es von 1703 bis 1711 zum Kuruzenaufstand unter Fürst Franz II. Rákóczi kam, einem Adeligen aus Siebenbürgen. Da die Spannungen zwischen dem ungarischen Adel und dem Wiener Hof nicht beseitigt werden konnten, entluden sie sich (nach scheinbar einvernehmlichen Verhandlungen und Zugeständnissen des Kaisers gegenüber den Ungarn) in der Revolution von 1848/49, die mit Hilfe Russlands (mit Berufung auf die „Heilige Allianz“) blutig niedergeschlagen wurde, was das Klima in der Monarchie dauerhaft verschlechterte.

    Nach anhaltenden Unruhen im Land wurde Ungarn durch den österreichisch-ungarischen Ausgleich von 1867 gleichberechtigter Teil der Doppelmonarchie Österreich-Ungarn. Franz Joseph I. nannte sich nun gleichrangig Apostolischer König von Ungarn (er ließ sich nun in Buda krönen) und Kaiser von Österreich (bis dahin war der ungarische Königstitel dem Kaisertitel untergeordnet). …

  2. Vom deutschen Idealismus
    Die Hilfsbereitschaft in München der wohlhabenden Leute und der netten Leute und eine vernünftige Einwanderungspolitik der Regierung sind ja keine Gegensätze. Beides zu tun wäre richtig. Flüchtlinge, die hier angekommen sind, müssen und können in einem reichen Land anständig behandelt werden. Das tun die Deutschen gerade und das ist richtig und nett anzusehen und es hilft. Dennoch befreit es die Regierung nicht davon eine vernünftige Politik zu machen, die Probleme langfristig und für alle erträglich regelt. Letzteres findet nicht statt. Im Grunde wird die Hilfsbereitschaft der Leute ausgenutzt von einem politischen System, das nicht mehr in der Lage ist, langfristig vernünftige Lösungen zu produzieren. Den Schlamassel werden wir eben auch erst mittelfristig spüren, weil die Politik auf der Welle der privaten Hilfsbereitschaft schwimmend, sich die Probleme klein redet. Bei uns soll alles anders sein als in Frankreich und Schweden. Hier entstehen keine Gettos junger Einwanderer ohne ökonomische Perspektive. Daimler sucht Fachkräfte am Bahnhof. Hier leben keine Einwanderer, die die Sprache nicht verstehen, auf Jahre in Containerdörfern. Nein, sie werden alle integriert, irgendwie. Und wenn der nächste Konjunkturabschwung kommt, oder auch nur der in den südeuropäischen Ländern bereits vorhandene dramatische Abschwung zu uns rüberschwappt, dann versorgen wir die Millionen Flüchtlinge gleich mit, mit den arbeitslosen Deutschen. Auf keinen Fall leiden unsere 7,5 Millionen Unterbeschäftigten darunter. Und unsere lieben Helfer vom Bahnhof murren auch nicht, wenn man ihnen ein Containerdorf direkt in ihr Wohngebiet setzt, weil die Millionen Flüchtlinge, die Gabriel verspricht, anders nicht unterzubringen sind. Deutscher Idealismus pur statt Realismus. Aber nicht die Leute sind die Schuldigen, sie wollen nur nett und freundlich sein, die Schuld liegt bei den Politikern. Von Journalisten und ihren Bildern reden wir jetzt mal nicht, das ist das kleinere Problem. Journalisten sollten auch versuchen einfach einen guten Job zu machen, so wie zum Beispiel Mathias Icken, stv. Chefredakteur des Hamburger Abendblatt, in seinem abgewogenen Kommentar in der Samstagsausgabe, statt auf die Tränendrüse zu drücken, oder die Politiker in Schutz zu nehmen, wenn sie ihren Job nicht machen.

    • Gabriel ist deutlich neben der Spur, wenn Sie mich fragen. Eine halbe Million ist fraglos finanzierbar, wenn man andernorts massiv streicht, viel baut und alle bereit sind, mit schlechten Zeiten zu leben. Ansonsten ist das eim Anlass, diesen Mann endlich aus der Politik zu entfernen.

    • @Don Alphonso
      Der Mann sagt so etwas nicht weil ihm langweilig ist. 500.00 ist die Zahl an Zuwanderern, die von der Wirtschaft, also der Zielgruppe dieser Zeitung(!), gefordert wird. Und wenn Sie jetzt fordern das der Wirtschaftsminister sich aus der Politik zurückziehen solle, dann können Sie auch einen Großteil ihrer Leserschaft zum Teufel wünschen.

  3. Den Teddy retten
    „Sie denkt nur daran, dass sie eine grosse Tüte braucht, um den gelben Drachen und die Teddybären mitzunehmen.“

    Gut vermutet.

    Vermutlich, weil Kinder wegen ihrer Nochnichtfähigkeit, die Komplexität existenziell schwieriger Situationen zu erfassen, oft recht einfach gestrickt reagieren.

    (Meine Wenigkeit hat sich als 8jähriges Kind überlegt, dass es, falls das Elternhaus abbrennt, unbedingt als erstes seinen verwaschenen Teddy retten muss. Sonst nichts. Er war existenziell wichtig. Diese Überlegungen waren für ein Kind damals gar nicht aus der Luft gegriffen, amerikanische Starfighter donnerten regelmäßig knapp mit ihrem Bürzel über den Kamin des Elternhauses im Bundesgebiet der Nachkriegszeit, verursachten regelmäßig kindliche Albträume.)

    Diese Einschichtigkeit erlaubt ihnen, überhaupt zu überleben. Daher stecken sie – meist; meist, nicht immer – gut weg.

    Nicht gut weggesteckt hat damals ein kleiner Kosovo-Albaner, 4 Jahre, der nicht mehr sprach, nachdem er mit seinen Eltern den Kriegsgräueln entkommen war. Er soll Ermordungen gesehen haben. Andere Kinder stellen das Wachsen ein.

    Es wird also noch was kommen nach den Süßigkeiten am Gatter. Ich denke, München kann das. Man hat sich damals in München auch des kleinen Albaners angenommen, der in eine Therapie für kleine Kinder kam. Er redet jetzt wieder. Nur manchmal konnte man danach einen traurigen Blick sehen, wenn er sich nicht beobachtet fühlte.

    Der „nur egoistisch draufhaltende“ Don kommt mir auch einschichtig vor.
    Vermutlich erlaubt auch ihm das, mit allem klarzukommen.

    • Das Terremoto hat eine Fläche von 200 mal 200 Kilometer betroffen, die Zona Rossa war rund ein Viertel. Es gab da keine Ecke, wo man nicht sofort etwas hätte tun können und müssen. es waren keine Mittel da und nach einer Woche war das Thema in deutschland durch. Das ist jetzt drei Jahre her und viele leben immer noch im Container in dysfunktionalen Gemeinden. Jeder macht halt, was er kann. Ich kann draufhalten, as mache ich, und ich mache das ziemlich gut. Es ist mein Job. Krisen eeln Menschen nicht, sie reduzieren sie auf das Notwendige, Machbare und Mögliche. Man nimmt, was man kriegen kann. Wie ein Kind.

      Wer damit nicht klar kommt, macht das auf Dauer nicht.

    • Einschichtig
      man blendet aus und verdrängt. Das ist nicht immer schlecht. Ärzten wird gerne vorgeworfen, sie seien kaltschnäuzig. Dabei sollte sich jeder einen solchen Vorwurf gut überlegen. Ich persönlich möchte zum Beispiel nur ungern von einem Chirurgen operiert werden, der womöglich mittendrin anfängt zu zittern und zu greinen, weil er vor ein paar Wochen einen Patienten bei einer ähnlichen OP verloren hat.
      Man tut was man kann. Oder man tut seinen Job. Oder man tut, was einem das Gewissen erleichtert. Je nach Situation.

    • Absolut
      Ja freilich darf ein Journalist im Job nicht seine persönlichen Gefühle reinbringen.

      Ich hatte mal mit einem angehenden zu tun, der die Prüfung an der Henri Nannen Schule extremst vergeigte: Er machte in der schriftlichen Prüfung aus einer verlangten Meldung (strenges journalistisches Format ohne Gedöns, das keinerlei Eigenzutaten zulässt, also weder Kommentar noch Leitartikel noch Glosse ist), einen hochemotionalen Kampagnenaufruf. Wie kann man nur, kopfschüttel.

      Da Höchste: Er verstand nicht, warum er durchfiel. Obwohl studiert gewest (Germanistik) und obwohl er in Padua jahrelang Unterricht gab. Ich – obwohl aus einer gänzlich anderen Branche kommend, bodenständiger – erklärte ihm das gutmütig noch zweimal. Einmal streng sachlich begründend und einmal „tränentrocknend“ einfühlsam. Beides ohne Erfolg. Ich wurde zum Dank für das freundschaftliche Debriefing sogar aus seinem engeren Kreis gekickt. Seitdem erklär ich nicht mehr, das ist vollkommen für die Katz‘.

      Seitdem denke ich auch, es hat nichts mit Nicht-Gebildetheit oder Dummheit zu tun, wenn welche Wesentliches in ihrem Beruf nicht begreifen. Sondern mit ihrer eigenen emotionalen Bedürftigkeit. Z.B wer zum Helfersyndrom neigt und schnell zu persönlich betroffen ist, sollte weder Chirurg noch Journalist werden. Er oder sie wird bei jeder Operation herzergreifend weinen, zittern, bei jedem Foto verwackeln, das Hasenpanier ergreifen.

      Die eigene Tochter sollte jedoch auch ein noch so kühler, rationaler Chirurg nicht opererieren. Kann mir nicht vorstellen, dass er in krisenhaften Momenten genauso kühl und überlegt bleibt wie bei fremden Patienten unterm grünen Tuch.

      Ach ja, und angeblich neigen die meisten Chirurgen der Legende nach zum Saufen, Ärzte zu Drogen, Journalisten zum Whisky ;-) (Hemingway-Syndrom). Irgendwann kommt es trotzdem durch und man braucht etwas von außen, um weiter verdrängen zu können. Filmisches Beispiel: M.A.S.H.

    • Ich neige zum Antialkoholismus und danke für den klugen Kommentar.

    • Dem einen ...
      … sein Alkoholismus. Dem anderen sein Praliné-und Torten-Missbrauch. ;-)

      Preview: Im Alter wird man leider dünnhäutiger statt kühler und gesetzter.
      Ein Witz, nein eigentlich keiner.

      Kann man sich in wilden jungen Jahren (20-30) nicht vorstellen, ist aber so. Es bleibt nur noch der Buddhismus, der soll einen weg vom Zickzack auf die ruhigere Spur bringen. Leider ist das dem Universum wurscht. Das auch noch.

  4. Ah... ich sehe, Don...
    Sie haben meinen bei TW natürlich eher scherzhaft geäusserten Gedanken einer Zwangseinweisung von Flüchtlingen in ‚Zweitwohnungen‘ oder in die aus steuerlichen Gründen bei Bauherren früher sehr beliebte Einliegerwohnung, in der heute zumeist das private Fitness-zentrum untergebracht ist oder Unterbringung für zu Besuch kommende Freunde, aufgegriffen.

    Ich hatte 1968 mit gegen die Notstandsgesetze demonstriert und denke mir halt, angesichts der zu erwartenden Flüchtlingswellen und der Unmöglichkeit, eine solche kaum vorstellbare Mase von ‚obdachlosen‘ Menschen mit Wohnraum zu versorgen, steht uns eine Situation bevor, wo dieses gesetzliche Instrument schon bald herausgeholt werden muss.

    Natürlich ist dieses Eisen so heiß, wie keines in der Geschichte der BRD. Und ich möchte den/die Politiker(in) sehen, der/die es als erste(r) rausholt. Und ich kann mir danach auch den Aufschrei ‚draußen‘, in der Bevölkerung wie medial, schon in etwa vorstellen, der dann folgt.

    Wobei, das hatten wir alles schon mal, als 1945 die Flüchtlingswelle aus dem Osten anrollte. Ich hatte die ersten 2 Lebensjahre, Anfang der 50er, auch mit meinen Eltern und zusammen mit einer 4-köpfigen Familie in einer 3-Zimmer-Wohnung in Frankfurt leben müssen, weil der Wohungsneubau mit diesen Massen von Menschen einfach nicht nachkam. Und ich habs überlebt.

    .

    • Der Moment, in dem es zur Zwangseinweisung von Einwanderern kommt,
      ist dann auch der Moment, in dem Deutschland die Grenzen schliessen wird.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Wir machen das wieder wie früher, wir zahlen Griechen, bulgaren und Italiener dafür.

    • Es ist ganz einfach: Man bräuchte jetzt rund 400.000 Wohnungen in der Nähe der grossen Städte. JETZT. Es gibt sie nicht und man kann sie auch nicht im nächsten Jahr bauen, weil es keine Kapazitäten gibt.

      also, man hat bis zu eine Million Menschen in Notunterkünften, keine Wohnungen und keine Ressourcen und Land, um das schnell zu bauen. Also muss eine andere Lösung her. Und wenn die Willigen nicht ausreichen, nehmen sie eben Gewalt.

    • Nein, Don, nehmen sie nicht. Jedem, aber auch wirklich jedem ernsthaften Politiker
      Deutschlands ist klar, was Zwangseinweisungen für gesellschaftliche Folgen haben werden. Weit eher werden die Notunterkünfte zu Dauerunterkünften – mit ebenso vorhersehbaren Folgen, aber gesellschaftspolitisch sind die in einer Demokratie leichter zu ertragen.

      Das Thema wird niemand aus den Führungsriegen von Grünen, FDP, SPD oder Union jemals mit der Feuerzange anfassen.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Um so mehr ein Grund, sie medial zu jagen.

    • @ Thorsten Haupts: Das mag ja gedanklich klar sein - aber ob das reicht,...
      …um die Finger davon zu lassen, ist eine andere Frage. Und da bin ich mir bei manchen Exponenten der Grünen nicht so sicher und würde im Zweifel eher à la Manfred Krug sagen: „Die machen das!“ Bietet es doch eine erstklassige Gelegenheit, die Bevölkerung zu bevormunden und umzuerziehen.

      Ich gebe Ihnen Recht; auf mittlere bis lange Sicht dürften Aktionen wie Zwangseinweisungen politisch unweigerlich ins Abseits führen – aber dann ist der Flurschaden schon angerichtet.

      Beispiel Baden-Württemberg: Über die Beschlagnahme von privaten Wohnungen, wenn sich nicht anderweitig genügend Quartiere auftun, hat der Tübinger OB ja bereits vor einigen Wochen laut nachgedacht. Natürlich – es ging um leerstehendem Wohnraum. Von da an bis zur Einweisung von Flüchtlingen in nicht ganz so leerstehende Wohnräume ist der Schritt dann aber nicht mehr gar so weit, zumal wenn treuherzige Appelle wie die von Frau G.-E. zu nichts führen.

      Im Moment kommt das noch nicht recht zum Vorschein, weil im Frühjahr die Landtagswahl ansteht. Und weil viele der Akteure hier noch guter Erinnerung haben, was bei wesentlich geringerem Asylbewerberandrang und ganz ohne Zwangsmaßnahmen bei den Wahlen 1992 geschehen ist; hier geht’s neben dem Symbol des ersten grünen Ministerpräsidenten eben auch um allerhand Posten und Dienstwagen, und die Wiederwahl ist nicht so unrealistisch. Vor diesem Hintergrund dürfte auch die heute veröffentlichte Mitteilung des Staatsministeriums zu sehen sein, dass BaWü zunächst keine Flüchtlinge mehr aufnimmt.

      Ob das dann freilich über den nächsten März hinausreicht, ist nicht ausgemacht. Kretschmann mag ja ein biederer und noch halbwegs vernünftiger Mann sein; er ist aber auch innerparteilich durchsetzungsschwach und in der zweiten Reihe tummeln sich genug Traumtänzer, denen allerhand zuzutrauen ist.

  5. Titel eingeben
    Soziastaat und offene Grenzen geht nicht zusammen. Und wenn man den Sozialstaat abbauen, rückbauen oder auf Asylforderer beschränken wollte, müsste man vorher die freien Wahlen abschaffen.

    „Mögest du in interessanten Zeiten leben“ soll ja eine alte chinesische Verwünschung sein.

  6. Titel eingeben
    Den Eindruck, dass am Ende jene Deutschen, die auf soziale Leistungen des Staates angewiesen sind und in soweit mit den Flüchtlinken konkurieren, die gekniffenen sein werden, habe ich auch.

    Aber vielleicht ist das ja auch gewollt. HARTZ IV war ja der erste Schritt zur Zerschlagung dieses Systems.

    • Das ist jetzt schon so, die Flüchtlinge sind für den Zuwachs bei den Tafeln verantwortllich und die kommen jetzt schon nicht mehr hinterher.

  7. Schöne Bilder, aber die eigentliche Arbeit beginnt jetzt erst ...
    Wer hier ist: unterbringen, ausbilden, kulturell akklimatisieren. Wer noch kommt: sortieren in erwünscht und unerwünscht, Wege finden, die Unerwünschten fernzuhalten.

    Das wird jahrelange, harte und häufig unerfreuliche Arbeit. Auf die wir völlig unzulänglich vorbereitet sind. Ironischerweise umso unzulänglicher, je grösser der angebliche Wunsch der jeweils Zuständigen nach noch mehr Einwanderern ist.

    Und da die Bilder heute schnell um die ganze Welt gehen und Illusionen wecken – ist eigentlich irgendwer sich bewusst und darauf vorbereitet, dass wir 2016 dann über Zuwanderer (Flüchtlinge und Wirtschaftsmigranten) in der Grössenordnung von 1,5 Millionen oder mehr reden? Jährlich, dauerhaft, unabhängig von Bürgerkrieg und Krieg?

    In zwei Jahren wird sich zeigen, wie nachhaltig, durchdacht und organisiert das bisher einmalige Experiment war, mal so eben viele hunderttausend kulturfremde Einwanderer aus humanitärer Mitleidsaufwallung aufzunehmen, Familiennachzüge noch nicht eingerechnet. Meine Vohersage, basierend auf den jüngsten Entwicklungen bei uns und europaweit, lautet, dass das furchtbar schiefgehen wird, in jeder denkbaren Richtung.

    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • Nun, zumindest wird man so schnell als Journalist mit Fachkenntnissen nicht arbeitslos… und die Polizei bekommt auch mehr Stellen.

  8. Titel eingeben
    Danke für den Hinweis auf Katrin Göring-Eckardt, ihre Aktivitäten in der Kirche und ihre Befürwortung von HartzIV. Ich werde das in den nächsten Tagen zum Anlass nehmen, aus der Kirche auszutreten.

    • Gern geschehen.

    • Nu, wegen einer historischen/hysterischen Einzelperson ...
      … aus der Kirche auszutreten…, kamma machen.
      Muss man aber nicht.

      Es geht schlauer.
      Gottes gesamtes Bodenpersonal ist doch das Problem!
      Ich schließe weitere Religionen bewusst mit ein … . Jetzt erst recht.

      Ich pack das ganze Religionsgewese seit längerer Zeit genau aus dem Grund der Übergriffe und der unmenschlich grausamen Kriege überhaupt nicht mehr. Allerdings schlagen sie sich vermutlich die Köpfe noch mehr gegenseitig ein, hätten sie alle keine Religion, welche auch immer.

      Irgendwas ist ja immer, warum der Mitmensch nicht in Ruhe gelassen wird. Und komme mir keiner damit, dass die christliche Religion, zumindest das Neue Testament – friedlich sei. „Ich bin nicht gekommen, Frieden zu senden, sondern das Schwert.“ (Matthäus 10.34)

    • @Gast
      Es lohnt sich genauer hinzuschauen und präziser zu sein. Es handelt sich bei sowas immer nur ausschliesslich um eine der drei montheistischen Religion.

      Alle drei sorgen dafür, dass ihre Fans von der begrenzten Intelligenz Brigade, nur aus Angst funktionieren können.
      Es ist wohl auch kein Zufall, dass alle drei aus genau derselben Ecke der Welt atmmen. Von halluzinierenden Leuten die in Zelten, inmitten von Bergen von Sand ihr Leben verbringen mussten, und trotzdem unfassbarerweise nach wie vor als diejenigen erachtet werden, die die menschenliche Existenz am besten einordnen konnten und uns die Regeln des Lebens vorschreiben dürfen…

    • Wüste
      Alle 3 sind aus der Wüste, jau. Jetzt wo Sie’s sagen.
      Die Wüste als grenzenlose und reizarme Hyper-Ödnis soll etwas Erleuchtendes an sich haben.

      off-Flüchtling
      Zweimal war ich derartigen Ödnissen. Hatte beidemale leider null Erleuchtung (weswegen ich aber hin bin). Einmal hat in gleich eine ganze Rotte Geier über mich gekreist; -> Angst, plötzlich eintretende Agoraphobie, Panikattacke. Das andere Mal hab ich einer hübschen biblischen Felswüste fröhlich herumgebildhauert -> Überheblichkeit. Dachte in wenigen Stunden schon, ich wär ein kleiner Moore.

      Die Wüste macht schon was aus einem. Nur was.

    • Drei monotheistische Religionen
      Tyler,
      das Leibeigenensystem der tibetischen Lamas (bevor die Chinesen kamen) war auch religioes begruendet und unschoen. Das Kastenwesen der Hindus hat vielen Menschen das Leben zur Hoelle gemacht, und von Scientologen will ich sicher auch nicht regiert werden. Wieviele Opfer die Inka oder die alten Aegypter ihren Goettern gebracht haben, weiss man auch nicht so genau.

      Der japanische religioese Mischmasch taugt wohl tatsaechlich nicht zu theokratischen Bestrebungen, aber dass insbesondere Islam und Christentum zu weltdominierenden Bewegungen wurden, mag sehr leicht historischer Zufall sein. Das Judentum ist insofern anders, als es zwar den eigenen Anhaengern strenge Regeln aufzwingt, aber nicht missioniert.

  9. Hmm … interessant
    … aber was will uns dieses copy & paste aus Wikipedia sagen?

    (Und warum schreibe ich angeblich meine Kommentare zu schnell?
    – Und werde aufgefordert: „Mach mal langsam.“
    … Da kommt man sich ja vor wie in einem schwedischen Möbelhaus …)

  10. Titel eingeben
    Ich hab mich auch gefragt, ob die Münchner auch in vier Wochen noch jubeln, wenn täglich zwei Tausend Flüchtlinge kommen… Wer weiß.

    Ich bin vor über 20 Jahren nach Deutschland gekommen. Meine Eltern und Geschwistern gehören zu den Aussiedlern aus Russland. Heutzutage lebe ich im wunderschönen Bayern, habe 2 Kinder, ein Haus und zahle den Spitzensteuersatz. Ich lebe gern und gut in Deutschland.

    Aber ich sehe auch, wie verbittert und desillusioniert manche sind. Einige, weil es ihnen wirtschaftlich schlecht geht. Die vielleicht nicht die Zeit, nicht das Durchhaltevermögen  oder schlicht nicht die Möglichkeit hatten, ihre Abschlüsse anerkennen zu lassen. Die zu alt waren, hier einen neuen Beruf zu lernen. Einige, die sich mit der Sprache schwertun. Anderen fehlt der Anschluss, sie sind einsam. Die Menschen bewegen sich nur noch unter ihresgleichen, schimpfen über Deutschland und fühlen sich als Opfer von was auch immer.

    Ich persönlich traf nie auf Anfeindungen in diesem Land, es gab Vorsicht und Reserviertheit und es gab oft Neugierde. Ich denke, die meisten tun sich schwer, einen konkreten Menschen grundlos zu beleidigen, zu benachteiligen.

    Viele von denen, die gegen die Flüchtlingsmassen sind, würden der syrischen Mutter sicher mit dem Kinderwagen an der Treppe helfen, oder dem kleinen Jungen zurücklächeln. Das wissen und nutzen auch die Medien, wenn sie so oft persönliche Schicksale porträtieren.

    Die „besorgten Bürger“ (was ja mittlerweile in manchen Blogs als Schimpfwort benutzt wird) sind tatsächlich besorgt. Ich kann es ihnen nicht verdenken. Man weiß nicht, wer da kommt, was die im Sinn haben, wie sie sich verhalten werden… Und es kommen so viele. Diese Sorge einfach als Rückständigkeit oder Rechtsradikalismus abzutun ist unklug. Das Thema ist nicht schwarz / weiß. Man darf widersprüchliche Gefühle und Meinungen dazu haben, man darf seine Familie und Freunde und sein geordnetes Leben an erste Stelle setzen und es beschützen wollen.

    Man muss den Deutschen die Möglichkeit geben, die Neuankömmlinge zu integrieren. Das machen die schon, ich weiß es. Und wenn das nur funktioniert, indem die Flüchtlingszahlen geringer werden, dann muss man sich eben auch darüber Gedanken machen.

    • Es gibt ja Erfahrungen mit den Kontingentflüchtlingen der jüdischen Gemeinden – das ist so etwas wie das best case Szenario. Vater Professor für Physik landet als Lagerarbeiter in Schwaben und kann da noch 7 Jahre arbeiten, Mutter bleibt arbeitslos, Tochter beisst sich durch, studiert, sohn auch, alles wird prima. Aber bei der Generation 40plus sehe ich schwere Zeiten. Da sind einfach die anforderungen zu hoch und bis der Rückstand aufgeholt wird, ist es vermutlich oft schon zu spät.

      Aber – die Syrer sin wie die Bosnier und Kroaten gespalten sollte da unten Frieden kommen.werden m.E. die meisten auch wieder gehen. An und für sich ist Syrien ein schönes Land mit vielen Vorteilen, die unsereins nicht einleuchten, aber ihnen schon.

  11. Die Deutschen haben den Verstand verloren.
    So der Kommentar eines britischen Politologen zur deutschen Flüchtlingseuphorie.

    Das ist auch mein Eindruck.

    • Es ist nicht alles unbedigt rational, das ist richtig. Es fehlt der Blick für das Ganze. aber besser so als Pegida.

    • g a n z l a n g s a m
      So lange der Don noch meint, Pegida wäre unser ärgstes Problem, so lange geht alles weiter seinen gewohnten Gang! Ich bin schon vor Monaten tief erschrocken darüber, was alles an innerdeutschen Ressentiments zu Tage trat. Nun haben sich die Menschen wohl endgültig immunisiert. Dabei käme es in dieser Situation wirklich – wie die Kanzlerin sagt – auf ein deutsches Miteinander an und nicht auf ein Gegeneinander. Aber das kann man eben nicht erzwingen, und wenn noch dreimal soviel Asylbewerber kommen!

    • Den Verweis auf PEGIDA
      halte ich für die schlechteste aller Ausreden, werter DA.

      Wenn die einen durchdrehen, müssen die anderen nicht noch
      eins draufsetzen.

  12. Kriegsversehrte und Wohlstandsverwahrloste
    Wenn man sich die Aufnahmen von den Bahnhöfen der Republik ansieht, fragt man sich, wer dringender Hilfe braucht: die Flüchtlinge, die teilweise völlig verständnislos auf die Beifallklatscher starren oder die Klatscher, für die das ganze so eine Art Happening zu sein scheint. Irre auch die Aufnahmen der vielen jungen Frauen, die über Gitter hinweg kleinen Kindern Süßigkeiten reichen. Hat was von Kuschelzoo. Ich vermute mal, dass, wenn erst einmal der Alltag der vielen misslungenen Integrationsbemühungen eingetreten ist, nicht mehr viel von der Partystimmung übrig sein wird.

    • as ist gut möglich und bei allem Verständnis für die euphorie: Es geht um die langfristige Entwicklung. Und wer das alles bezahlt. Ich wette ja, dass die Erbschaftssteuer bald erhöht wird.

  13. gelegentliches telefonieren sollte gehen/Missbrauch
    ..ich fahre demnächst vermutlich wieder nach Italien, ich weiss noch nicht genau wohin -depends on the weather>Rad.
    Erstmalig beschleicht mich die Tage davor ein unsicheres Gefühl.
    Wir haben uns während der Arbeit einmal überlegt, dorthin fahren, wo die Menschen arm sind bzw. jeden Euro brauchen, der eine nach Griechenland, der andere in den ital. Süden.
    Aber beim letzten mal ging es böse ab, über. Todesfall in befreundeter Familie, Regenzeit im Gilento und Umbrien. Das Jahr danach in Südtirol und Engadin war wie ein Besuch bei reichen Freunden. Fast so, wie ein anständiger Mensch sich Urlaub vorstellt .
    Flüchtlingsproblem ist seit Catania und später eine Woche mit schwarzafrikanischen Strandhändlern im Zimmer, greifbar.
    Von Afrika nach Palermo sind es 150 km circa, die Karte kostet 15 Euro.
    Die junge Bettlerin auf der Strasse in ( )800km nördl….ist nicht nur charmant, spricht nahezu akzentfreies Englisch und währe mit etwas Geschick sehr schnell
    untergebracht; wir sprechen über karitative Arbeit und die Möglichkeiten-nein, nicht putzen!
    Aber ich habe eine lange Saison hinter mir, 4 Mon mit wenig Freizeit, weiss gar nicht mehr wie sich mein Rennrad anfühlt und bin verunsichert.
    …..

    • Trotzdem fahren.

      a Problem in italien wird langsam greifbar, der Knackpunkt war Catania, und ich will gar nicht wissen, wie sie das geschafft haben, das Problem diesmal an die Italiener auszulagern – aber irgendwer muss da einen guten Draht gehabt haben, jedenfalls kommen jetzt kaum mehr Afrikaner nach deutschland. Dafür sind die Bahnhöfe im Norden voll, gestern gab es in vicenza Ausschreitungen, und natürlich wehren sich die Gemeinden im Norden, Flüchtlinge aufzunehmen. Das verlagert das Problem in den öffentlichen Raum.

  14. Alles wird gut
    Don,

    es ist das Privileg der Journaille heute etwas zu schreiben, und morgen was anderes. Wer erinnert sich schon an die Zeitung von gestern.

    Es erscheint mir wie ’89 als tagelanger Jubel an den Grenzen herrscht, die keine mehr waren. In der Zeitung war zu lessen das nach 3 Jahren bluehende Landschaften spriesen und alles ein Klacks ist – der Blick auf die Staedte und Firmen weckten Zweifel – aber wenn’s in der Zeitung steht…

    Dort hat die Integration funktioniert. Wie weiland von Schnitzler, der dem Volk das muehsame denken abnahm, kann man jetzt lesen welche Meinung die Richtige ist. In diesem Blatt werden Emigranten, Einwanderer (ich weis nicht wie das jetzt heist) vorgestellt, die der Zahnpastareklame entsprungen scheinen. Ein anderes Blatt erklaert mir das afghanische Rapper und Filmfreunde kulturell wichtig sind. (Duerfen die Uebersetzter der BW auch ueber Ungarn einreisen, oder waren die nativ genug zu glauben das in D Regeln fuer Einwanderung (korrekt?) bestehen?).

    Erschrocken lese ich das Frau Roth meint das ‚man nicht alle Einwanderer sofort verwerten kann‘. Ich hoffe doch das dies ein Hack des Packes ist und ein getuerktes (korrektes Wort?) Video auf den Fernseher spielte. So wie der Finger von dem Finanzminister, von dem man nur verstanden hat, das er alle Finger an jeder Hand hat.

    Aber die heilige Angela, die erste seeliggesprochene des Islam, wird es schon richten.

    Ausser, es kommen in jedes Lager GenderbeauftragteInnen und das Familienoberhaupt entscheidet sich wieder abzureisen.

    • In der FAZ steht heute kein vergleichbarer Patriotismus und die Zweifel sind erkennbar. Allerdings ist mir klar, dass bei SZ und Zeit später einmal Verwunderung angebracht sein wird. allerdings wird mein vorschlag, solche Irrläufer zum Abklingen in die Uranbergwerke zu schicken, nicht von vielen geteilt.

    • Titel eingeben
      SZ, SPIEGEL….da stimme ich zu, Don. Aber die ZEIT ist liberaler als die FAZ. Erstere lässt zumindest erhellende Kommentare zu. Die FAZ ist eine große Enttäuschung in diesen Tagen.

  15. Du schreibst die Kommentare zu schnell. Mach mal langsam.
    Don,

    ich versteh das man Softwarefehler nicht schnell beheben kann – wenn ueberhaupt. Aber koennte der Praktikant die Fehlermeldung umschreiben in ‚Sie‘ oder ‚Sehr geehrte LeserIn,…

  16. Aut-Ung-Fersehserie
    https://de.wikipedia.org/wiki/Arpad,_der_Zigeuner
    Ich weiss Zigeuner geht heute nicht mehr.
    Aber hat mich als Kind voll beeindruckt und ein unglaublich schlechtes Österreichbild eingepflanzt, wahrscheinlich verstärkt durch das kollektive gedächtnis derOberpfalz über die habsburgerische Rekatholisierung und deren Auswüchse

    • Ganz ehrlich, als Ausländer war ich längere Zeit in wien und das was wnig erbaulich.

    • Tschechien und Österreich
      Ja, meine Heimat unterscheidet sich sehr von Deutschland. Manchmal blicke deshalb auch neidvoll gegen Norden. Doch zuletzt – auch ich war, aufgrund eines Termines in München – packt mich das Entsetzen. Nicht wegen der nach meinem Dafürhalten schlicht naiven Menschen am Hauptbahnhof, sondern wegen dem Auftreten und der Äußerungen der deutschen Regierung. Ich lebte als „Rakousan“ (tschechische Bezeichnung für Österreicher) einige Zeit in Prag. Ich selbst erlebte wie sensibel dort auf alle Äußerungen aus dem deutschen Sprachraum registriert und gewertet werden. Ich erlebte, wie gut gemeinte Wortmeldungen aus Österreich zur tschechischen Atompolitik in Tschechien wahrgenommen werden; nämlich als Bevormundung aus Wien! Einen schlimmeren Vorwurf gibt es vor dem Hintergrund der gemeinsamen Geschichte beider Länder nicht.

      Frau Merkl (und der österr. Faymand’l) haben dies wohl alles bei Ihrer Asylpolitik der offenen Grenze übersehen. Es gibt Länder in Europa, die dem deutschen Asyl-Unwesen nicht folgen wollen. Dies sehen darin, dass sich Deutschland zum obersten Moralapostel aufspielt, eine (historisch) verständliche und nachvollziehbare Bevormundung. Hier das gute, liebe, verständnisvolle Deutschland und Österreich und auf der anderen Seite die bösen, verblendeten, in Fall des Falles zu zwingenden Tschechen und Ungarn. Dabei ist diesen Ländern (aber auch vielen Österreichern und Bayern) schlicht bewusst, dass sie die Rechnung für das „Gutmenschengehabe“ anderer bezahlen sollen.

  17. wg. "Maier2 sagt"
    Bitte KEIN Binnen-I. Wir sind hier doch nicht in der Kinderbeilage der taz.

    • Die TAZ
      IST die Kinderbeilage.

    • Pardon
      Pardon,

      ich bin selten in D und habe nur eingeschraenkten Zugang zu deutschen Medien.

      Ich lese da nur was man alles nicht mehr sagen darf. Und wenn ich mal in D bin, werde ich oft korrigiert, wenn ich Worte die ‚pfui‘ sind benutzte.

  18. Erholung ist angesagt.
    Don, die FAZ bildet noch ganz gut das Spektrum der Bedenkenträger und der Jubler ab, das ist richtig. Trotzdem musste wohl von Altenbockum die Kommentierung seiner Bedenken-Kolumne schließen. Warum wohl? Weil die Zustimmung dazu übergroß war? Das hat sicher einigen in der Redaktion auch nicht gepasst. Guck Dir mal den Fragebogen des Hamburger Abendblatts von heute unter Abendblatt. de an, vor allem die Antworten. Gut manche Fragen sind unterirdisch. Hat keiner dem Praktikanten gesagt, wie man einen Fragebogen macht? Aber die Antworten sind trotzdem eindeutig. Und sie werden den Jublern in der Redaktion nicht gefallen. Allerdings ist der Fragebogen so angelegt, dass man daran herumschrauben kann. Also doch nicht der Praktikant, sondern Methode? Schlimm ist, dass man heute noch nicht einmal mehr die Börsenentwicklung kommentieren kann. Ich wollte etwas von Future-gesteuertem Hochzocken in Japan und auf dem falschen Fuß erwischten Shortern schreiben, aber das geht auch nicht mehr. Wenn über die DPA Erholung angesagt ist, hat jeder Kommentar zu unterbleiben. Was schließen wir daraus? Ich weiß es, Du auch, aber können wir es noch schreiben?

    • Ich kann schreiben, was ich will, und werde es auch machen. Das Problem der Darstellung sehe ich natürlich auch, aber es steht auch jedem Leser frei zu sagen, was er bevorzugt. Oder selbst zu bloggen.

  19. aus dem Maschinenraum des Regierens
    Ich habe ja schon in vorherigen Kommentaren für Gelassenheit plädiert. Was man wissen muss ist wie regiert wird.
    Nein, nicht nach Prinzipien. Die haben zwar alle, die spielen im Alltag des schmutzigen Geschäfts aber eine sehr geringe Rolle.
    Politiker reagieren auf Probleme.
    Wie mir ein uralter erfahrener Senator bei meiner Austausch-Offizier Zeit in den USA damals sagte: „Ít´s the squeeking wheel that gets oiled first“. Das impliziert das Bild vom Planwagen auf dem langen Weg westwärts.
    Aber so funktioniert es, wenn das Problem groß genug ist (und nur dann!) wird es wahrgenommen. Fleißige und meist durchaus sachkundige Beamte werden beauftragt, einen Lösungsansatz zu entwerfen. Dieser Ansatz wird in Koalitionsrunden, beim Finanzminister (der ja das Geld geben muss) und im Kanzleramt erörtert.
    Im Zweifel auch mit den Ländern, wir sind halt ein schrecklich föderalistisches Land.
    Dann kommt das do ut des des Kompromisses. Der wird vorwiegend in Deutschland gern mit dem epitheton ornans „faul“ verziert. Aber der Kompromiss ist das Kernelement einer Demokratie, wenn man nicht Rechtspositivismus und Durchgriff der Mehrheit auf die Minderheit haben will. Und unserem Grundgesetz ist nach den früheren Erfahrungen die Konsensdemokratie mit weitgehendem Kompromiss tief eingegraben.
    Wenn der Kompromiss zum Lösungsansatz gefunden ist, wird der regierungstechnisch eingetütet, aber das brauch Zeit. Daher gibt es oft die Erstmaßnahme, sodann die Zwischenlösung. Einige Zwischenlösungen sind erstaunlich langlebig. Und dann wird – wenn nötig mit Gesetzgebungsverfahren – die (vorläufig endgültige) Lösung auf den Weg geschickt, wenn Koalition, Bundesrat und Medien wie Lobby das erlauben. Natürlich versuchen alle dabei mit zu gestalten, deswegen sind Gesetzentwürfe am Ende bei der 3. Lesung manchmal so schwer verständlich.
    Aber es funktioniert, nicht besonders gut, aber auf eine Weise wie noch keine Regierungsform in Berlin oder sonst in deutschen Landen in den letzten 180 Jahren funktioniert hat.
    Und mit diesen betulichen, schwerfälligen Methoden werden wir es auch diesmal schaffen, nicht mit der optimalen Lösung sofort, vielleicht auch mit Nachsteuerung durch Änderungs- und Anpassungsgesetze, aber es wird funktionieren.
    Und übrigens ist die Frage welche Koalition in welchem Farbenspiel am Ruder ist, weniger wichtig als angenommen, den die Spielregeln bestimmen das Spiel mehr als die Spieler.

    • Ich frage mich ernsthaft, wie der faule Kompromiss aussehen soll, wenn die Flüchtlinge die Baukapazität eines Jahres beanspruchen – und zwar dann, wenn man ihnen nur 20m² gibt und billigst baut, und sonst nichts gebaut werden kann. Ich sehe einfach nict, wer das alles machen soll. Sprachunterricht für eine Million Menschen? Arbeit? Staatskunde? Integration? Die Gemeinden und Landkreise wurden bei der Geschichte brutal hereingelegt und in Berlin war es den Leuten egal, egak, egal, bis sich die übergewichtigen Leute hinstellen und schöne worte verkünden. Da ist das eigentliche Versagen.

    • Ich, verehrter Matecki, sehe das prinzipiell durchaus ähnlich, wie Sie
      Und bin schon davon überzeugt, dass man langfristig eine Lösung finden wird. Kurzfristig (< 2-3 Jahre) allerdings greifen Dons Bedenken – siehe dort. Und die Kumulation der auflaufenden Probleme in dieser Zwischenzeit werden danach dazu führen, dass sich die Problemursache schlicht über dann geschlossene Grenzen weitgehend auflöst.

      Nur wird bis dahin eine Petry-AfD im Bundestag sitzen und zuerst die Union vor sich hertreiben.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

  20. Uranbergwerke sind übertrieben
    Uranbergwerke sind übertrieben, das würde reichen, wenn der örtliche Parteivorstand der Grünen die Sanitäranlagen in der Notunterkunft putzt. Evtl. auch noch die Mülltrennung nachholen, das wäre für die dann wirklich schockierend.

  21. @andreas und Frau Eckhardt
    @andreas treten’s bitte nicht aus. Sagen’s doch offener Brief/FB der Frau Eckhardt sie solle Ihre Ämter in der evangelischen Kirche aufgeben. Wird kurzfristig nichts helfen aber langfristig.

    Ich habe der Frau Ines Pohl als Gesellschafter auch gesagt, dass ich sie als Chefredakteurin in der Taz nicht will, vor langer Zeit. hat nicht gleich geholfen aber irgendwann….nach einem beigeordneten Chefredakteur…ist Sie jetzt bei der DW in Washington.

    Zu Hartz IV: Ich bin schon der Meinung, dass jemand der so etwas befürwortet in einer Kirche kein Amt ausüben soll und das kann auch kein Einsatz für Flüchtlinge heilen.

    • Gäbe es keine Politik, täte es mich schon interessieren, wo die Studienabbrecherin mit FDJ-Vergangenheit aus dem Osten gelandet wäre, aber solche Fragen treiben natürlich eine Grüne nicht um. Hauptsache andere müssen zahlen.

    • abbrecher und abbrecherinnen
      aber DON, nichts gegen studienabbrecherinnen, Frau Nahles hat leider nicht abgebrochen und 20 semester lang einen studienplatz blockiert. das ist für die bildungsökonomische allokation nicht förderlich.

      sehen wir es doch so: die lebensfeindlichen Grünen brechen lieber auch woanders ab und haben das problem und die chance des kinderkriegens nun endlich an die flüchtlinge outgesourct. ich verstehe nicht, warum die Heilige Katholische Kirche mitglieder duldet, ja erschreckenderweise fördert, die tagtäglich das leben mit füssen treten wollen.

    • Da habe ich noch einen Link aus Grünadhistan: Berliner Bezirk nimmt zu wenige Flüchtlige auf, droht mit Zwangsmassnahmen und gezahlt wird oft auch nicht:

      http://www.tagesspiegel.de/berlin/unterbringung-von-fluechtlingen-in-berlin-hostels-bleiben-auf-kosten-fuer-fluechtlinge-sitzen/12294310.html

  22. so grün so grün
    die nachrichten und bilder sind verwirrend und noch nicht reif für endgültige kommentare. Aber folgende zwischenrufe:

    während die schwarzen in bayern und in münchen die arbeit machen denkt der grüne kretschmann laut über die aufnahmfähigkeit von bawü nach, einem land, das von der wirtschaftskraft her etwa der gesamten schweiz entspricht. grosszügig und selbtlos wird verkündet, man nehme gerne 900 flüchtlinge auf. nicht in Freiburg, nicht in Tübingen und nicht in Konstanz. die angst vor der wahl in bawü geht bei ihm um. deshalb die flüchtlinge lieber in den osten, in stralsund steht eine ganze mega-werfthalle leer.
    gesagt und schon kommt herr müller, CEO von porsche und überholt auf dem grünstreifen mit überhöhter geschwindkeit und will gar nicht unterscheiden zwischen kriegs- und wirtschaftsflüchling und alle hierbleiben können wie wohl auch. das sind sehr differenzierte aussagen.

    klar, in sein wohngetto und das denen der anderen porsche-mitarbeiter wird sich auf jahrzehnte hinaus kein flüchtling verirren. schon garnicht auf den millionärshügel in bietigheim oder in das restaurant schiller. und was im ÖPNV los sein wird, das interessiert ihn ja erst recht nicht, den kennt er nur aus dem fernsehen. vielleicht sieht aber er alle neuankömmlinge schon in der sich aufbauenden unterqualifizierten industriellen reservearmee.

    so wären sicher neben der moralisch über allem stehenden frau Katrin Göring-Eckardt auch diese zwei aus dem ländle zu nennen für sehr verwirrende statements.

    nun kann man aber noch eines sagen: die ungarn, polen oder auch tschechen, es fehlen mir noch neuigkeiten von den ex-jugoslawen, die bleiben ihrer tradition einfach treu. auf den bilder sieht man die wiederbelebung der todesmärsche nach ende des 2. weltkriegs, in der neuzeit neu erfunden von stalin und hitler, fortgesetzt vor allem im todesmarsch von Aussig, aber auch in slowenien durfte sich Tito der angestrebten vernichtung lästiger flüchtinge und objekten der ethnischen säuberung durch marschieren sicher sein.
    die länder des NEUEN EUROPA (sagte D.Rumsfeld) bewahren einfach handwerkliche tradition und bewährte todesichere techniken bei. deshalb haben wir sie auch als neuankömmlinge in der EU so prächtig alimentiert.

    wer dazu mehr lesen will, lese da buch von Peter Glotz, dem letzten intellektuellen in der SPD, bevor Gas Gerd ihn wegen dieses buches mit verachtung strafte, zur säuberungsaktion ansetze und das intellektuelle niveau der SPD auf das seine, das von Gabriel oder von Frau Fahimi grossflächig nivellierte.

    leider kann ja Peter Glotz dies alles nicht mehr live mitverfolgen und lebhaft kommentieren, kurz nachdem ein journalist im cafe E mich mit ihm verwechselte verstarb er ja.

  23. Wohin
    Sprachunterricht, Staatskunde.

    Die Probleme fangen ja schon beim Existeziellen an.
    Wo.sollen.die. Leute.hin?

    In Niedersachsen sind schon die ehemaligen britischen Kasernen voll.
    Selbst wenn man alle Amerikaner sofort heimschickt und die Bundeswehr auflöste und alle leeren Plattenbauten auffüllte. Es wird nicht reichen. Es werden Zeltstädte und Barackenlager über lange Zeit bestehen bleiben. Und wie dann Integration halbwegs klappen soll?

  24. Schöner Text, der nachdenklich macht.
    Ein schöner Text, finde ich, zumal er sich geschickt zwischen alle Stühle setzt – und damit hoffentlich vielen helfen wird, etwas nachdenklicher zu werden. Bei mir hat das funktioniert.

    Nein, es gibt keine einfachen Antworten.

    Auch das „Grenze zu – und die Flüchtlinge nach Aleppo schicken!“ (ein Einzelgänger aus der CSU schlug das ernstlich vor) wird nicht weiter helfen. Weder den Flüchtlingen, noch uns. Neben der Wohnungs- und Winterproblematik, vor dem die Flüchtlinge, die Behörden und Helfer stehen, gibt es eine auf Dauer kaum geringere Arbeitsproblematik:

    Wie schaffen wir es, dass die bald schon Millionen betragenden Flüchtlinge (oder jedenfalls ein großer Teil) am deutschen Erwerbsleben partzipieren? Zum Wohl aller: Da müssen neue Wege gegangen werden. Wer den Mut dazu nicht hat, wer die Dinge einfach laufen lässt, der landet genau damit in einer ziemlich finsteren Sackgasse, aus der sich kaum noch Wege heraus finden lassen. Noch kann sich Merkel als mitfühlende Kanzlerin inszenieren, deren „präsidialer Stil“ weitgehend allgemeine Zustimmung erfährt, während SPD und Grüne für die jeweils eigenen Zielgruppen eine zweifelsfrei gute Figur machen, wie auch die jubelnden Unterstützer auf den Bahnhöfen dieser Republik für AntiFa und andere radikalere linke Gruppierungen.

    Der Katzenjammer wird noch kommen, so zuverlässig wie der Phantomschmerz beim Syrer mit dem abgetrennten Unterschenkel, der Moment nämlich, wo wir feststellen müssen, dass uns die Antworten fehlen, wo wir festellen müssen, dass wir zu wenig Mut hatten und wertvolle Zeit unwiderbringlich vertan haben.

    Diesen Winter werden wir noch mit dem Gefühl beenden, es halbwegs anständig geschafft zu haben. Doch, schon wenige Winter später werden wir erkennen, dass wir nicht viel geschafft haben, dass wir zu früh satt und zufrieden waren, weil wir das Notdürftigste hinbekommen haben – aber das Wichtigere dabei aus den Augen verloren haben. Das wird kein schönes Erwachen werden. Nicht für Merkel und ihre Unterstützer, nicht für die CSU, nicht für Bayern, nicht für Berlin, nicht für die SPD, für die Grünen, ganz sicher nicht für die AntiFa und noch weniger für die Flüchtlinge.

    Es werden noch viele kalte und verzweifelte Winter kommen, ein jeder kälter und härter als der Winter zuvor. An den Jubel wird sich dann niemand mehr erinnern können.

    • Ich warte ja schon auf die Prügel, der stinkfaule Bürochef vom grünen Pädoproblem hat es sicher auch schon gelesen und schreibt bald was Böses bei Twitter.

  25. Sprachlos
    Das wichtigste ist, nicht sprachlos zu werden. Die Herausforderungen sind gewaltig, und kann mir auch nicht vorstellen wie man all die Menschen bis zum Winter vernünftig unterbringen will. Das helle Deutschland sonnt sich, helfen ist ja auch ein schönes Gefühl. Ich bin gespalten, einerseits Mitleid, anderseits ist es klar, dass es einfach nicht funktionieren kann. Es werden sich Ghettos bilden, Kriminalität wird steigen, Obdachlosigkeit, ….

    Gelungener Beitrag, schöne Bilder

  26. Nachdenklich
    Ich kann mich des Verdachts nicht erwehren, daß unter den Münchner „Jubelsyrern“ verdächtig viele aus der bildungsbürgerlichen Silberhaar-Fraktion sind. Könnte der unbewußte Antrieb für das wenig verständliche Winkelemente-Schwenken gar das schlechte Gewissen einer urbanen, kinderlosen linken Elite sein? Eltern mit Nachwuchs haben tendentiell sicher größere Schwierigkeiten, sich die Zukunkft ihres Nachwuchses mit einer Überzahl muslimischer Klassenkameraden vorzustellen, die qua Elternhaus völlig andere Wertesysteme mitbringen.

    Und es stimmt ja – um den Status Quo zu halten, müsste Deutschland um die 500 000 Neusiedler pro Jahr aufnehmen. Merkel hat sich vielleicht gedacht, Chinesen und Inder kann ich keine mehr bekommen, da sind mir syrische Araber noch lieber als Schwarzafrikaner. Angesichts der auch nach Generationen ungelösten Rassenkonflikte in Amerika, und z.B. Videos aus Spanien über Straßenschlachten senegalesischer Einwanderer (hier in der Presse totgeschwiegen), ist das vielleicht sogar die – nach Merkel-Maßstäben – „klügere“ bzw. „alternativlosere“ von zwei schlechten Möglichkeiten.

    Was über Merkels Horizont vielleicht hinaus ging, ist die Rückkopplung hinein in den gesamten „youth bulge“ von Marokko bis Bangladesch, die eine solche liberale Aufnahmepolitik im Zeitalter der Smartphones hervorruft. Für die dort überzähligen Söhne ist die Auswanderung nach Deutschland nun weit attraktiver als die Teilnahme am örtlichen Bürgerkrieg oder Genozid (vgl. Gunnar Heinsohn). Die Enttäuschung nach Ankunft wird dann groß sein und sich Luft verschaffen müssen.

    • Es sind unheimlich viele Mütter da. Das ist sehr auffällig. Sehr viele junge Mütter.

    • "Die Enttäuschung nach Ankunft wird dann groß sein und sich Luft verschaffen müssen."
      Das ist das eigentliche Problem. Die Medien zeigen gern niedliche Flüchtlingsmädchen. Doch die Mehrheit der Einwanderer sind junge Männer. Deren Enttäuschungen – vielfältiger Art übrigens – werden sich Luft verschaffen. Leidtragende werden dann die Schwachen im Lande sein. (Und sich nicht beklagen dürfen, denn das wäre rassistisch.)

  27. Zur multikulti Entfremdungs-eignungsthematik
    7:00-9:00
    aufgeschäumte Schafsmilch mit Maggisirup und Fischstäbchen
    Nutella auf Rotwurstscheibe
    10:00-14:00
    Sülze und Kirschkonfitüresandwich
    Apfelstrudel mit scharfer Senfsahne
    15:00-17:00
    Biercola (handwarm)
    Teekaffee au lait geschüttelt
    Champuskakao mit Korkaroma
    18:00-22:00
    Haferflocken in Wassermajonaise
    Schokopudding auf pürierte Leberpastete
    Croissant gefüllt mit erstarrtem Radiescheneintopf
    mit Ketchup und Birnenlikör gewürzte Hühnerbrühe
    Heringcrème brûlée
    23:00-2:00
    geriebene Kartoffel auf Spaghetti al dente
    Steckrübenfrites mit Tomatenmark (Tube/Dose) & Erdnußbutter
    Peperonieclair auf Pappkartonage mit Gurkenchips

    Mister Smith aus Matrix:
    ich hab‘ es so satt!

  28. Spiegel der Gesellschaft
    Ich war zufällig letzten Samstag im Frankfurter Hauptbahnhof, als eine Welle von Hilfsbereitschaft ganze Berge von Lebensmitteln und abgetragenen Klamotten hervorbrachte. Ich habe mich an die Seite gestellt und mir das ein wenig angeschaut.

    Es waren eigentlich ausschließlich junge Menschen, die dort tatkräftig anpackten. Immer mal wieder griffen sie zu ihren Smartphones. Dann wurden weitere Lebensmittel herbeigeschafft und in Tüten verpackt.

    Wir reden hier von Menschen, den es gut geht. Nicht ZU gut, aber es geht ihnen gut. Und wenn der Kühlschrank leer ist oder das teure Rennrad geklaut wurde, dann hilft Mutti aus. Oder die Oma.

    Helfen ist für junge Leute, denen es nie wirklich schlecht ging, etwas Selbstverständliches. Zumindest, wenn diese Aktion sich zeitlich und räumlich begrenzt realisieren lässt. Vergessen wir nicht: es war kurz vor Ferienende in Hessen. Vermutlich war ihnen ein wenig fad. Und abgesehen davon haben alle ihre Freunde bei twitter und Facebook die Parole ausgegeben: „Refugees welcome.“ Wer möchte da beiseite stehen? Wer da nicht mitmacht, ist doch ein „Nazi“!

    Es ist schlicht ein Gruppenzwang, der hier eingesetzt hat.

    Neben mir stand zeitweise ein alter Mann mit einem langen Bart, einem Fahrrad und einer Mütze auf dem Kopf. Ich weiß es nicht, aber ich vermute, daß es ein Obdachloser war. Er sah so aus. Er schaute sehr lange auf die ganzen eifrigen Menschen, die Hunderte oder gar Tausende von Lebensmittelpaketen schnürten. Was mag er wohl dabei empfunden haben?

    Das ist unsere Gesellschaft: Mal schnell, schnell einem neuen Hype folgen. Bitte die Selfies nicht vergessen! Und nächste Woche ist dann wieder irgendwas anderes, wo wir uns engagieren können. Die Deutschen werden immer kindischer. Zumindest die jungen.

  29. Womit wohin
    Ach Don, TdM hat sogar schon die Grundgesetzänderung bemüht, um den Kommunen direkt das Geld (korrekt: die Haushaltsmittel) durchschieben zu können, um mehr Lehrer, Betreuung, Behelfsunterkunft usw. erreichen zu können.
    Für das Bauen wird man sich an bewährte Mittel erinnern wie die Sonder-AfA, die auch im Osten bis 1998 der Bauwirtschaft zu ungeahntem Aufschwung verhalf, und gebaut wird dann mit viel Kredit und dem Steuersparmodell des Zahnarztes von nebenan.
    Noch einmal der Verweis auf die Zeit nach dem 2.WK: „Notunterkünfte“ gab es in meiner Heimatstadt bis Mitte der 1960 Jahre, erst dann konnten fast alle vernünftig untergebracht werden, einige der Notunterkünfte wurden abgerissen, andere zu manierlichen Sozialwohnungen umgebaut.
    Und auch die Schule in der ich in einem Neubaustadtteil eingeschult wurde war eine Notschule mit Holzbaracken, erst nach zwei Jahren war die geplante und gebaute große fertig, in der ich dann noch weitere 2 Jahre war bevor ich aufs Gymnasium kam.
    Fertigbau aus vorproduzierten Holzelementen geht übrigens gut, hat im Winter trotzdem beachtliche Wärmedämmung und lässt sich gut industriell skalieren.
    Nur die selbsternannten Gurus moderner Architektur rümpfen die Nasen.

    • Der Quadratmeter im sozialen wohnungsbau kostet momentan rund 2000 Euro peo m². Entweder man gibt die Standards auf – dann muss das aber mittelfristig abgerissen werden. Dann kommt man auf 70 Prozent der Kosten. Ohne Strassen, ohne Grünflächen etc. pp. Mal 20 Quadratmeter pro Person mal eine Million. Das übersteigt das Bauvolumen einer restlos ausgebuchten Bauwirtschaft.

      Wo ist der Baugrund? Bei uns zum Beispiel gibt es keinen. sollen wir in die Landschaftsschutzgebiete?

    • Titel eingeben
      Aus der Praxis für die Praxis (wie mein alter Bw-Fahrlehrer gerne sagte):
      Sonder-Afa betraf zum größten Teil bereits existierende, sanierungsreife Immobilien. Neubauten konnten „Lücken“ füllen, die der nicht aureichende Wohnungsbau der DDR übrig gelassen hatte.

      Ich habe Mitte Juli mit 250.000 notwendigen Wohnungen (bei 800.000 Einwanderern) gerechnet. Das ist ein Neubauvolumen von rd. 25 Mrd. Euro bzw. würde eine Verfünfachung des Geschoßwohnungsbaus von 2014 bedeuten.

      Dazu sollte man auch nicht vergessen, daß Vermieter/Investoren sich nicht von irgendwelchen Schalmeien-Klängen beeinflussen lassen. Jeder hätte gerne die syrische Mikrobiologin als Mieterin. Vermieter, die als Klientel arabische Männer oder Roma aus Albanien bevorzugen, kenne ich allerdings nicht. Da hilft auch keine Mietgarantie des Staates.

      Dazu muß man anfügen, daß die Roma-Bombe aus Rumänien und Bulgarien noch gar nicht geplatzt ist; bisher hat man sie aus den Arbeitslosenstatistiken und dem HartzIV herausgehalten. Das wird nicht endlos gehen und dann rollt der nächste Bedarf von, meiner Schätzung nach, zusätzlichen 50.000 Wohnungen.

  30. Willkommenskultur
    Da sieht man das Ergebnis jahrzehntelanger Propaganda zu Multikulti. Im richtigen Stadtteil ist in der Oberstufe des Gymnasiums keiner mit einem harten multikulti Hintergrund mehr vorhanden. Man hört aber immer nur wie toll das ist und die, die man kennt sind gut integriert. In manchen Städten weiß man als Mädchen, wohin man besser nicht mehr geht, gesteht sich aber nicht ein, dass das in erster Linie auf die Herkunft der befürchteten Belästiger zurückgeht. Da kann man nun die Flagge der Gutmenschen auf billige Wiese hochhalten, ohne sich Gedanken über die langfristigen Probleme machen zu müssen. Ich fürchte da ist sehr viel Naivität, wenn nicht sogar Verdrängung im Spiel.
    Ich habe jetzt mal einer Kollegin vorgerechnet, dass sich die „Neuen“ nicht auf 80 Millionen verteilen, sondern auf ca. 15 -20 Jahrgänge zu ca. 700.000 , dann noch ein Männeranteil von 80%. Sie hat dann mal am Abend nachgedacht und war heute deutlich zweifelnder. Ich weiß aber nicht ob Gestalten wie KGE oder CR diese Rechnungen geistig zulassen.

  31. Die Grüne Claudia Roth sprach Gestern von der "Verwertbarkeit der Menschen",
    als es in einer dieser unterhaltsamen Polit-Talk-Shows, Betonung auf Show, um unterschiedliche Fluchtgründe ging. Herr Bosbach sprang ihr denn auch gleich zur Seite, meinte, das habe Frau Roth wohl so nicht gemeint. Hat sie nicht?

    Heute Morgen sprach Gysi im Bundestag, wünschte sich Assad zurück. Ob er das wohl auch nicht so gemeint hat?

    Mutti dagegen lebt auch weiter in ihrer kleinen heilen Welt. Ob sie das wirklich glaubt?

    Nun sollen Länder, die keine Flüchtlinge wollen, zahlen oder weniger Mittel der EU erhalten. Länder, die finanziell sowieso auf dem letzten Loch pfeifen. Auch nicht so gemeint?

    Der Rand unserer Gesellschaft gerät nun völlig aus dem Blickfeld, was der wohl dazu meint?

    Europa fliegt uns um die Ohren, wenn das so weiter geht, das meine ich.

    Immerhin, ganz langsam und vorsichtig nähern sich Teile der Politik der Realität an, erkennen Fehler und Versäumnisse, nennen Ursachen. Nur mit den Lösungen will man sich noch nicht so recht befassen, da bleibt alles beim Alten. Zu groß scheint der Schock, die neoliberale Politik nun am eigenen Leibe zu spüren. Am eigenen Leibe? Nein, soweit ist es noch nicht – noch nicht.

    Tja, was wird nun aus den Flüchtlingen, wenn die absurden Feierlichkeiten beendet sein werden, was nicht mehr lange auf sich warten lassen wird? Welche weiteren Parallelgesellschaften werden sich bilden? Welche Chancen haben sie, ohne Sprachkenntnisse und anerkannte Ausbildungen? Wie werden sie sich auf Lohndumping und Preisentwicklung auswirken? Gibt es da überhaupt ein Problem, oder sehen die Auguren einfach nur zu schwarz?

    Wir wollen helfen, hoffentlich können wir es auch.

    • Die EU ist tot, es sagt nur keiner. Viktor Orban ist die Zukuft, Merkel ist das Auslaufsmoell. Die Nationen und Nationalisten kommen wieder, und man hat sie ja auch gezüchtet.

  32. Titel eingeben
    Danke für diesen offenen und ehrlichen Beitrag, werter Don. Migration ist problematisch und war es schon immer. Einfache Antworten gibt es nicht. Sie ist aber auch eine Chance. Und mir sind die gegenwärtigen Reaktionen in Deutschland allemal lieber als das Schließen von Grenzen wie es beispielsweise die Saudis oder UAE praktizieren. Das ist nämlich auch eher ein Reflex als ein langfristiges Konzept.

    Sicher mögen da auf beiden Seiten überzogene Erwartungen existieren und für manch einen hat es bestimmt eher Event-Charakter wenn er am Münchner Bahnhof Gummibärchen verteilt. Und auch Angela Merkel mag ihr feines Gespür für die Stimmungslage ihrer Wähler einen Stups in die eine Richtung gegeben haben.

    Trotzdem glaube ich, dass in Deutschland das richtige passiert und den meisten Verantwortlichen dürfte klar sein, dass die Aufnahme von Flüchtlingen eine Entscheidung ist, die über Jahre hinweg Konsequenzen hat und zu euphorischen Aussagen über blühende Landschaften wird sich Angela Merkel sicher nicht hinreißen lassen. Ein positiver Effekt aus der ganzen Sache könnte sein, dass sich Deutschland mit der freundlichen Aufnahme der Flüchtlinge im Nahen und Mittleren Osten eine moralische Glaubwürdigkeit erwirbt, die einmal für eine Vermittlerrolle entscheidend sein könnte. Denn die Stabilisierung dieser Region ist für uns hier von großem Interesse. Das Atomabkommen mit dem Iran ist vermutlich ein erster großer Schritt gewesen, aber der Weg ist noch weit.

    • Es gab die letzten Tage in Bayern ein paar brutale Vergewaltigungen durch „dunkelhäutige“ Leute, meist in der Nacht, die wohl gezielt gelauert haben, und etliche brutal ausgetreagene Konflikte, die völlig untergehen. Das wird schell kippen, sobald es kalt wird und nichts wird das aufhalten. Ich kann jetzt schon schreiben, was ich dann schreibem werde, weil es einfach so kommen muss, und dann ändert sich as auch. Ich sehe das halt jetzt schon, weil ich seit monaten dran bin. Die Forderungen speziell aus den Subsaharastaaten sind zusammen mit dem vollkommenen Unverständnis unserer Gesellschaft ein enormes Problem, und wenn man ehrlich mit der Polizei redet, dann sind auch afghanen ein ganz schweres Thema. Was nicht überraschen kann bei Ländern mit einer zigfachen Mordrate wie in Deutschland.

      Syrer sind eine klar andere Geschichte, die kommen aus und wollen in ein funktionierendes Sozialsystem mit Werten, die jetzt nicht so ganz fremdartig sind. Wenn man sich darauf konzentrieren würde, würde ich sagen:OK, kann man versuchen. Aber „No Borders no Nations“ führt in die Katastrophe.

  33. Es fühlt sich gut an, gut zu sein
    Ein nicht ganz unwesentlicher Beweggrund für aktivistische Betätigung dürfte durch folgendes frommes Sprüchlein umrissen werden: „Wenn Spenden man zum Bahnhof bringt, die Seele in den Himmel springt!“

  34. Danke für die Zeile mit dem Bürochef.
    mal sehen was er twittert

    @prince Matecki
    ich glaube nicht, dass man das so technisch abhandeln kann wie Sie es sagen. So eine Kompromissrepublik ist die BRD bei weitem nicht, wenn überhaupt.

    Ein Beispiel, auch wenn ich da profitiere: Die Förderungsleistungen für die Landwirte inklusive der Gesetzgebung zu Solaranlagen Biogas und jetzt wieder zum Milchpreis sind für einen einfachen nicht privilegierten Arbeiter m.E. eine Verhöhnung

    Von der Mehrfach-Benachteiligung der armen leute durch niedrigere Lebenserwartung bei gleichzeitig versicherungsmathematisch übertriebener Rentenkürzung (es bräuchte einkommensabhängige Sterbetafeln…) usw. usw.

    Aber was wichtigeres: Was sagen’s denn zu?

    https://w2.vatican.va/content/francesco/de/motu_proprio/documents/papa-francesco-motu-proprio_20130711_organi-giudiziari.html

  35. @princemate
    Die Botschaft höre ich wohl, allein mir fehlt der Glaube.

    Ich kenne die Holzhütte aus der Irpinia nach dem Beben von 1980.

    Aber wir müssen kurzfristig über 1 Mio Menschen unterbringen, mehr als München Einwohner hat.
    Allein die Flächen, die Häuser aufzustellen. Das gibt riesige Lager. Dazu Infrakstruktur, Gebäude zur Religionsausübung, Schulen, Polikliniken, Polizeistationen, Parteibüros etc.
    Dann werden schnell Bürgerinitiativen kommen, wenn z.B. die Theresienwiese oder das Tempelhofer Feld zugebaut werden sollen.

  36. "Wenn der Wind der Veränderung bläst,bauen die einen Mauern, die anderen Windmühlen (Windrädern
    Text eingeben

  37. gettos, gedankliche und reale
    es fällt mir auf, dass sich vor allem jene so positiv und undifferenziert zu „refugees welcome“ bekennenden im alltag nicht mit den resultierenden problemen beschäftigen müssen. die liste ist sehr unvollständig.

    Frau Merkel, geht 2019 in rente und lebt dann in meck-pomm oder in südtirol. mit ihrem regierungsmobil und dem begleitschutz fahre ich auch gerne durch die no-go-areas in ost-und westdeutschland.

    Herr Matthias Müller, CEO Porsche lebt in der eigenwelt des VW-konzerns und ich frage mich, wann er zum letzten mal abends mit einer S-bahn von stuttgart nach leonberg fuhr ? oder damals in ingolstadt mit dem letzten zug ankam ? und warum hat man die zwischen budapest und niklasdorf gestrandeten nicht mit einer armada von porsche-cayenne medienwirksam abgeholt und in zell am see untergebracht ?

    Pabst Franszikus, trotz aller bisherigen verdienste, sein erster blick geht morgens in die grünen und gepflegen gärten des vatikans, einem staat, der bisher keine flüchtlinge aufgenommen hat, wohl aber eine eigene fussballnationamannschaft hat.

    alle Grünen, incl. Herrn Kretschmann, sitzen alle auf satten pensionen oder auf staatlichen transferleistungen und die wählerhochburgen werden bei der flüchtlingsallokation geschont.

    die Saudis gefallen mir am meisten, bauen mit EADS eine supergrenzsicherung gegen flüchtlinge, wollen aber in deutschland gerne 200 moscheen finanzieren.
    standortvorschlag für den ersten bau: zwischen reichstag und kanzleramt, da ist noch platz. es gibt dazu sicher eu-fördergelder, wie für den protzbau in duisburg.

    Tätschel-Junker: wieviele flüchtlinge hat den der staat luxemburg schon aufgenommen ?

  38. Schland im Wandel
    Die Unterbringung kann kein Problem sein. Der schwedische Ministerpraesident hat erklaert, es sei wie wenn in einem Raum mit 500 Menschen noch einer Platz sucht – ganz einfach. Junker hat auch heute erklaert das es < 1% der EU Bevoelkerung ist. Immer gut wenn Mathematiker und Physiker an der Regierung sind.

    Luxemburg als eines der reichsten EU Laender will deshalb eine grosse Anzahl von Fluechtlingen aufnehmen – dies ist eine Falschmeldung.

    Deutschland wird sich aendern. In den USof gibt es auch chinesische, italienische oder deutsche Stadtteile. Es gibt dann hier neben den bestehenden tuerkischen noch afrikansche (ich kann das noch nicht unterteilen), syrische, afghanische etc. Viertel. Leute die im letzten Jahr kamen, sprechen (noch) nicht richtig die Landessprache. Das es mit den aktuellen Massen geschafft werden kann ist eher illusorisch. Da muss jede Sprachgemeinde unter sich bleiben.

    Ehe ich beschimpft werde, in Kreuzberg waren die Tuerken die 'Leistungstraeger', da die 'indigene' Bevoelkerung eine andere Lebensplanung hatte. Ist aber auch ein paar Generationen her.

    Auf Al Jazeera sehen die syrischen Familien in den gezeigten Bildern untypisch aus. Ueberwiegend jung, maennlich, einige recht dunkel fuer Syrer. Kameraschwenks koennen nicht immer den Begleittext optimal abbilden – ich kann das verstehen.

    Die islamische Gemeinde wird sich auch umstellen muessen. Die vorallem tuerkische Auslegung des heiligen Buches entspricht nicht der arabischen Interpretation. Ohne von Feinheiten wie Sunni, Schia, Alaviten, Salafisten,.. zu reden.

    Schul-, Berufsausbildung aus dem Ausland muss leichter anerkannt werden um schnell Arbeitsmoeglichkeiten zu schaffen – Pech wer hier fuer das Zeugnis geschuftet hat. Ich diskriminiere nicht z.B. die syrische Ausbildung, aber Abschluesse koennen schon in D kaum verglichen werden. Ich bin seit Jahren oft der einzige Nichtmuslim beim arbeiten. Viele arbeiten excellent, nur afghanische Elektriker arbeiten nicht ganz exakt nach VDE Norm. Der Strom findet seinen Weg, manchmal gib's Abwege, aber bei der Bauabnahme darf man halt nicht so piefig sein.

    Bauvorschriften muessen vereinfacht werden. Wer jetzt sein Haus nach den teuren Vorschriften mit Barrierefreiheit, Fahrradstaender baut – ca va.

    Bauplaetze sind kein Problem, halt im Osten oder Nordosten. Die Fabriken werden auf Grund des Facharbeiterangebots kurze Zeit darauf gebaut werden.

    Schulen muessen sich aender, Lehrplaene angepasst werden an 'Erstklaessler' in der Pupertaet….

    Wenn die Mehrheit nach einer ueberschlafenen Nacht das so moechte – dann sei es so. Eigenheit einer Demokratie ist, das die eigene Meinung nicht 'gewinnt'.

    Die nach Roth 'unverwertbaren' koennen sich mit den aktuell 'unverwertbaren' am Kiosk beim Bier ueber kulturelle Bereicherung austauschen.

    • Sprache
      Was die Sprache betrifft: es ist, wenn keine natürliche Sprachbegabung vorhanden ist, illusorisch, Deutsch in einem Jahr lernen zu wollen, um so mehr, wenn man nie zuvor mit einer indoeuropäischen (früher: indogermanischen) Sprache in Berührung gekommen ist. Die Sprachkurse für Einwanderer müssten um einiges intensiver sein, aber das ist nicht zu schaffen, weder für die Schüler, die nebenher noch überleben müssen, noch für die Schulen, denen das Geld fehlt. Deshalb kann man da nicht zu viel erwarten, insbesondere nicht von den älteren Einwanderern.

    • Das fürchte ich auch, allerings konnte noch jeder Syrer, mit dem ich sprach englisch – und die Jungen sogar ziemlich gut. Deutschland ist natürlich nochal anders. Die Frage ist aber: Wer soll das machen?

    • Titel eingeben
      Schul- berufsausbildun anerkennen … das ist doch boß eine politische Sprachregelung, um zu erklären, warum die angeblich so gebildeten Afrikaner/Araber keine oder nur Hilfs-Arbeit finden.

      Die „Anerkennung“ interessiert in der Wirtschaft kaum … spätestens nach zehn Tagen weiß die Firma, daß der „Ingenieur aus Tunesien“ seinen Abschluß aus der Tombola hat.

      „Abschlüsse“ sind wichtig, wo sie Zugang zu staatlichen Fleischtöpfen und Genehmigungen sichern. Und im Gegensatz zur Propagandatrompete wird sich die staatliche Verwaltung hüten, Psychologen, Handwerksmeister-Diplome aus Burundi, Lehrbefugnis für Universitäten oder Lehrerdiplome „anzuerkennen“, weil sie dann selbst die Zeche zahlen muß.

  39. Ihr sagt Flüchtlinge,
    ich denke, so viele Moslems. Und dann erinnere ich mich daran, wie mir der Dolch vors Gesicht gehalten wurde. Deutsche Hure, ich stech dich ab. Wie ich vom Fahrrad geholt wurde, Christenhure. Wie ich… Und ich erinnere mich an meine Geschichtsbücher, das Massaker von Medina 627 nach Christus, die 40000 Ermordeten von Estakhr 653, die 63000 Toten in Palermo 795, die ungeheuere Zahl der Feldzüge im Namen des Islam. Den Völkermord an den Armeniern. Und heute, die Ermordung und Vertreibung und Versklavung der letzten Nichtmuslime aus Syrien und dem Irak. Und ich denke, wohin könnten meine Kinder fliehen?

  40. "Wenn der Wind der Veränderung bläst, bauen die einen Mauern, die anderen Windmühlen.
    Dieses chinesische Sprichwort kommt mir in den Sinn, wenn ich die aktuelle Migrations-Politikdebatte in Deutschland und der EU verfolge.

    Werter Don, Danke für Ihren Artikel und die Gegenüberstellung des Armutselends mit dem Erdbeben in der Reggio Emilia. Was ist eigentlich aus den „extracomunitans“, den nichteuropäischen, zumeist illegalen Hilfsarbeitern nach dem Erdbeben dort geworden, die ja in den exportorientierten Unternehmen der Reggio Emilia ihre billige Arbeitskraft zu Verfügung stellten? Der wirtschaftliche Schaden betrugt nach dem Beben an die 13 Mrd. Euro. und viele Arbeitsplätze sind bestimmt für immer verlorengegangen. Die „Schakals“, wie man Plünderer in Italien ja bezeichnet haben bestimmt auch einen enormen Schaden dort angerichtet. Aber die „Schakals“ sind ja schon lange in der Politik angekommen.

    Da liefern unsere Rüstungsfirmen mit Hilfe unserer Politiker Waffen in die Türkei, Saudi-Arabien, Quatar und die Golfstaaten, damit die fürstlichen Potentaten dieser Diktaturen diese schnell an die IS weiterreichen, um einen laizistischen syrischen Staat mit Hilfe westlichen Boykotts auszuhungern und ausbluten zulassen. Aus dem einst wirtschaftlich, aufstrebenden Syrien, mit einer gut ausgebildeten, jungen Bildungsschicht können jetzt unsere „Schakale“ aus der Wirtschaft ihr preiswertes Facharbeiterpersonal rekrutieren und ihre Lohnkosten weiter drücken und den PROFIT steigern. Dafür nimmt man dann das überwiegend, moslemische Armutsproletariat als illigale Einwanderer als Abfallprodukt in Kauf. Darum kann sich die deutsche Sozialindustrie kümmern und sorgt dort wenigsten für noch mehr steuerfinanzierte Billigarbeitsplätze. Die Tugendterroristen der Genderparteien PREDIGEN dann mit Hilfe ihrer staatlichen Medien und der selbstzensierten Presse ihre Willkommensbotschaften, wo eigentlich AUFKLÄRUNG angesagt ist.
    Aber so können sie alle von ihrer VERANTWORTUNGSLOSIGKEIT ablenken, denn unser HARTZIV-Proletariat ist mit der neuen RELIGION
    FUSSBALL genug beschäftigt.

    Ich habe heute die EU-Debatte im Internet verfolgt und komme, wie Sie und Herr Broder, zu der Einsicht: „Die EU löst keine Probleme, sie ist das Problem!“ Nach der „Flüchtingsdebatte im EU-Parlament“ und den Wortphrasen unserer Politiker im Nachrichtenradio habe ich einen schönen Satz von Franz-Josef Strauss zur „Problembewältigung“ unser Politiker gefunden. FJS sagte mal im schönen bairischen Dialekt:

    „Sitzung ogsetzt, highetzt,/ abghetzt, ausanandergsetzt,/ Tagesordnung festgsetzt, wieder abgsetzt,/ Kommissionen eigsetzt,/ Kommissionen bsetzt, umbsetzt, gschwätzt,/ nix gsagt, vertagt, z’letzt neu/ ogsetzt, vui san zsammakumma,/ nix is rauskumma, Sitzung umma.“

    Pfüa Gott werter Don.

  41. Bigott/Heuchlerisch
    Anfang der 1990er Jahre startete ein gewisser Volker Rühe, der seinerzeit CDU-Generalsekretär war, eine Kampagne gegen Asylbewerber. Die Kampagne war so erfolgreich, dass an derem Ende nicht nur ein mit Hilfe der SPD verändertes Grundgesetz stand. Auf dem Weg dahin konnte man auch tagtäglich brennende Asylbewerberheime in der Tagesschau sehen. Die FAZ war seinerzeit wie die NOZ für die Grungesetzänderung. Ich war seinerzeit dagegen (bin es immer noch).
    2015 nun ist das damals von der CDU und denen der CDU nahestenden Medien im Umlauf gebrachte Wort „Wirtschaftsflüchtling“ ein Unwort geworden und selbst die FAZ nimmt in Gestalt von Herrn Bollmann eine Lobpreisung der „Wirtschaftsflüchtlinge“ vor. Von den Empfängen an den Bahnhöfen ganz zu schweigen. So ändern sich die Zeiten zum POSITIVEN. … Könnte man meinen. Aber irgendwie ist es auch bigott, ja, heuchlerisch. Nicht allein, weil man von Seiten westlicher Regierungen (fast) alles getan hat, um z.B. ein stabiles Land wie Syrien zu destabilisieren. Man brauch gar nicht so weit zu schauen. Wie ist es denn mit der Solidarität im eigenen Land? Aber ja, alle Hartzer sind faule Säcke und Schmarotzer, nicht wahr? Und – anderes Beispiel – alle alten weißen Männer sind nichts anderes als senile Wutbürger. Damit hat man gleich zwei Gruppen von Menschen ausgeschlossen (aus der Solidargemeinschaft und/oder aus dem Diskurs). Es ließen sich beliebig weitere Beispiele finden. Insofern ist es erstaunlich, dass es mit der Flüchtlingssolidarität auf einmal so reibungslos klappt. Aber vielleicht ist es auch den Medien geschuldet? Oder vielleicht ist es auch dem Umstand geschuldet, dass die Züge in München ankamen und nicht in einer der MEGA-pleiten Städte in anderen Regionen Deutschlands (z.B. in NRW). Ich weiß es nicht.

    Anderer Gedanke: Wäre man zynisch oder sarkastisch, könnte man sagen, dass es in deutschen Landen schon einmal eine ostdeutsch geführte Regierung gab, die die Grenzen mal einfach so für alle öffnete. Dem Staat war anschließend nur noch eine kurze Lebensdauer vergönnt. Nun scheint es sich zu wiederholen. Aber vielleicht ist es ja nur ein Versuch der Mächtigen in diesem Land, herauszubekommen, wie weit der Staat sich noch weiter zurückziehen kann, sprich: seine Aufgaben an private Initiativen zu übertragen. Es wäre ja durchaus vorstellbar, dass die große Anzahl der Flüchtlinge als Argument genommen wird, um (weitere) Abstriche im Sozialbereich vorzunehmen oder um bestimmte Mindeststandards in vielen Bereichen (z.B. Mindestlohn) zu senken oder ganz zu kippen.

  42. Aussprache
    obwohl, zu schnell kommentiert oder gerade weil, sollte man den cilento weiterhin mit c schreiben, sonst erreicht man das Tal der Engel nie.

  43. Titel eingeben
    Ich kann Ihnen da nur zustimmen D.A., insbesondere Ihrem Hinweis auf den übergewichtigen Herrn aus B., der gerne jedes Jahr 500.000 neue Mitbürger hier aufnehmen möchte. Oder Frau G.-E., die dazu aufruft, Flüchtlinge privat aufzunehmen….
    Das eine ist die finanzielle Belastung dieses Landes. Steuererhöhungen sind da sicher absehbar. Viel beunruhigender ist aber, dass da Menschen ins Land kommen, die unsere Wertvorstellungen nicht teilen. Die Sprache kann man ja vielleicht noch lernen. Aber wie sieht es z.B. mit der Achtung und Gleichberechtigung von Frauen aus? Wir hatten ja bisher schon genügend Leute hier, die zwar gerne „Respekt“ einfordern, selbst aber nichts dergleichen zeigen.
    Was mich auch stört ist, dass die Flüchtlinge „fordern“. Sie wollen nur nach Deutschland, sie brechen irgendwo aus und blockieren Autobahnen, wenn man sie davon abhalten will, dieses Ziel zu erreichen. Lt. Hr. Juncker soll D jetzt 30 – 40.000 weitere Flüchtlinge aufnehmen. Was passiert, wenn die auf die anderen Länder entfallenden Flüchtlinge (so sie denn überhaupt aufgenommen werden) dort nicht bleiben wollen? ….

  44. Don: „No Borders no Nations“ führt in die Katastrophe.
    Das mag wohl so sein, aber das ist eben eine Folge dessen, daß es überhaupt Grenzen und Nationalstaaten gibt. Dieses hat immer schon für Katastrophen gesorgt und diese Katastrophen werden erst enden, wenn die letzte Grenze geöffnet und der letzte Nationalstaat Geschichte ist.

    Es sind noch Millionen Flüchtlinge auf dem Weg nach Europa, keine Grenze, kein Zaun und auch kein „Rechtsstaat“ kann sie aufhalten. Diese Menschen haben Dinge gesehen und erlebt, dagegen muten die europäischen Abschreckungsversuche geradezu lächerlich an.

    Aber lächerlich ist ein gutes Stichwort. Europa macht sich doch gerade extrem lächerlich. Die einen wollen keine Muslime, die anderen überhaupt keine Flüchtlinge und viele auch keinerlei gemeinsame europäische Lösung des Flüchtlingsproblems. Und, woran liegt das? Nun, an Grenzen und Nationalstaaten.

    Schon der Euro und die Bankenrettung haben gezeigt, daß es nicht weit her ist mit der Europäischen Union, die Flüchtlingsproblematik ist scheinbar schon zuviel, der Tropfen, der das Faß Europa zum Überlaufen bringen könnte. Andererseits, abseits der „Eliten“, zeigen die Europäer durchaus, daß es auch anders geht. Viele haben sich engagiert, lange bevor die Politik überhaupt reagierte. Die Bürger sind durchaus besser als ihr Ruf. Aber das kann nur ein kurzfristiger Zustand sein, nun sind die gefragt, die sich selbst als die „Eliten“ Europas betrachten. Aber die werden es wohl mal wieder versauen.

    P.S. Ich hätte da noch einen Vorschlag zur solidarischen Finanzierung. Wie wäre es, die Besserverdienenden würden freiwillig auf alle staatlichen Zuwendungen wie Kindergeld, Elterngeld usw. verzichten, die ihnen in meinen Augen sowieso nicht zustehen? Wie wäre es mit einem Steuerrecht, welches alle Einkommen mit demselben prozentualen Steuersatz belastet, ohne Ausnahmen? Da könnten die Reichen den Armen mal in Praxis beweisen, daß sie sich „Elite“ nennen dürfen. Nun ja, ich träume eben auch mal gerne.

  45. Wichtig
    Ich musste heute leider schon zwei grob beleidigende Kommentare löschen. Auch wenn sie gebildet tun, habe ich keine Gemeinsamkeiten mit Hitler und ich bin auch nicht kriminell. Aber ich werde echt langsam ranzlig, wenn das so weiter geht. Also bitte, Zurückhaltung. Danke.

    • Andere Blogger der FAZ.NET machen es sich da einfacher.
      Die folgen dem schlechten Beispiel der FAZ, übertreffen diese sogar noch, indem sie die Kommentarfunktion eingeschaltet lassen, die Kommentare aber nicht veröffentlichen. Ist wohl zu anstrengend und zu entmutigend, mit der eigenen Meinung bei den Lesern nicht auf das gewünschte Echo zu stoßen.

      Ich weiß ja nicht, was viele Medien damit zu erreichen meinen, die Nutzer auszusperren. Hätten sie doch gerade jetzt die Chance, ihrem demokratischen Anspruch zu genügen. Damit zu rechnen, das Thema aussitzen zu können, zeugt jedenfalls nicht von Medienkompetenz. Hier wird ein wichtiges Ventil für engagierte Bürger geschlossen, das sollte nicht so sein.

      Daß es immer Kommentare geben wird, die es an Stil vermissen lassen, deren Löschung auch kaum als Zensur bezeichnet werden kann, liegt wohl in der „Natur“ der Sache. Mein Dank gilt daher nicht nur Don Alphonso, sondern allen Medien, die es sich nicht so einfach machen, die Engagement beweisen. Selten war es so wichtig wie heute.

  46. Eine kleine private Meinungsumfrage
    in meinem Umfeld in NRW
    (Freunde, Bekannte, Lieferanten, Kunden, Kollegen)
    die üblichen Verdächtigen halt,
    von der Bäckereifachverkäuferin zum Steuerberater,
    vom Rechtsanwalt zum K.F.Z.-Meister,
    vom Metzger zum IT-Spezialisten,
    von der Reinigungsfachkraft zum Psychologen …
    e.t.c. … e.t.c…. ergab auf die eine Frage:
    „Wenn Sie in München wohnen würden,
    und zufälligerweise am Hauptbahnhof wären,
    während da die Flüchtlinge ankämen,
    würden Sie jubeln?“
    .
    Die Antwort war:
    „NEIN“
    Immer.
    Die Begründungen dazu waren unterschiedlich.
    Aber zu 100% NEIN.
    .
    Jetzt stellen sich mir mehrere Fragen:
    Was ist falsch in meinem Umfeld?
    Lebe ich in einer „Pack Blase“ und habe das nicht gemerkt?
    Was sind das für Leute, die da jubeln?
    Und warum kenne ich keinen Einzigen persönlich?
    .
    ?
    .
    Da gab es mal den Ausdruck Jubelperser.
    Ist lange her.
    Auffällig ist,
    da sind viele der „Irgendwas mit Medien“ Fraktion.
    Und KINDERLOSE Begüterte
    und natürlich Politiker.
    .
    Die können alle jubeln.
    Ich hätte meinem mittlerweile erwachsenen Kind
    am Anfang seiner „Ich fange jetzt an“ Karriere
    einen anderen Beginn gewünscht.

  47. Du schreibst die Kommentare zu schnell. Mach mal langsam.
    Du schreibst die Kommentare zu schnell. Mach mal langsam.
    Du schreibst die Kommentare zu schnell. Mach mal langsam.
    Du schreibst die Kommentare zu schnell. Mach mal langsam.
    Du schreibst die Kommentare zu schnell. Mach mal langsam.
    Du schreibst die Kommentare zu schnell. Mach mal langsam.
    Der IT-Programmierer,
    der das verzapft hat,
    bitte 1000 mal
    handschriftlich.
    Mit Lederhandschuhen
    und Fußfessel.
    Ohne Wasser und Brot.

  48. baden-württemberg
    gerade geht im netz die meldung umher, bawü, das rot-grüne musterland hätte die flüchtlingsaufnahme gestoppt. stimmt das denn ?
    wenn das die schwarzen in bayern gemacht hätten, hätten wir faschismusvorwürfe gegen Horst.

    und dann: die von allen grünen und liberalen und sozialisten so bewunderten dänen, die schotten sich wohl völllig ab. auch hier die frage, was wäre denn los, wenn das die schwarzen in bayern inszeniert hätten.

    ja, der horst den kanns eben:
    leider, um seinen parteifreund Goppel wieder einmal heranzuziehen:

    „mit beiden zum pabst und keiner ins bett“…………..das wäre doch das beste gewesen. das hätte selbst in altötting noch wählerstimmen gebracht.

    ja, ich kann kommentaren hier nur zustimmen, die schreiben: „europa ist tot“. leert diese bürokratenbunker, mitsamt der leerstehenden eu-parlamente und gebt oettinger einen job in der flüchtlingsverwaltung. in bawü bietet sich das doch an, er weiss ja wie das ist, wenn mann von der schillerhöhe nach brüssel fliehen muss.

  49. Wenn man zahlen kann ...
    Text eingeben

  50. Wenn man zahlen kann ...
    lieber Don,
    ist München eine sehr herzliche Stadt.
    Erinnert mich an Schilderungen von Freunden,
    die eine Reise quer durch Amerika machten.
    Als Individualtouristen.
    Die waren alle sehr freundlich,
    sagten sie.
    Eingefroren freundlich.
    Oder fremdbestimmt freundlich.
    Danke für diesen Artikel.
    Ich hatte schon Wahnvorstellungen.
    Schizophrenie und Anderes
    ging mir durch den Kopf.

  51. Gesellschaften mit Denkverboten sind wirtschaftliche Nullen!
    Mich erschreckt es, dass Sie und Ihre Meinung von einigen Forumsteilnehmern mit dem tausendjährigen Reich in Verbindung gebracht werden. Wo soll das wieder enden? Momentan habe ich das Gefühl in einer MEINUNGSDIKTATUR!

    Wenn ich die vergangenen Tage medienmäßig Revue passieren lasse,
    so findet von den herrschenden Moralaposteln im Staatsfernsehen und
    der selbstzensierenden Presse eine Diskriminierung Andersdenkender statt. Leider macht auch die FAZ bei diesem Denkverbot in Ihren Foren mit. Eine Debatte MIT dem besorgten BÜRGER findet leider nicht statt,
    da unsere politische und schreibende „Elite“ keinen Plan haben und total überfordert sind. Das ist eine gefährliche Entwicklung und erinnert mich an die DDR und totalitäre Regime. Na ja, in der DDR02. sind wir ja schon fast wieder angekommen.

    Bleiben Sie Ihrer pointierten und unabhängigen Meinung und DENKE treu, frei nach dem Satz des polnischen Satirikers Stanislaw Lec: „Gegen wen ich DENKE? Gegen diejenigen, die es mir verbieten,“

    • Die Debatten unter den fraglichen Beiträgen wurden zu krass und ich kann schon verstehen, dass man das eine Weile nicht braucht. Hier ist das anders, aber ich debattiere ja auch. Meinungsdiktatur sehe ich nicht, aber klar einige Trends, wobei ich da sicher nicht mitwirke. Weil ich viellicht auch etwas mehr Erfahrung mit dem Thema habe, auch aus anderen Ländern, und einschätzen kann, dass das alles nicht ganz so locker wird.

  52. Kurzsichtige globale Mutti
    @Prince Matecki – Ich kenne den Maschinenraum des Regierens nicht. Aber als Frau Merkel vor ein paar Wochen anfing, sich als Mutti aller Flüchtlinge zu zelebrieren, habe ich mich gefragt, ob diese Frau jemals über ihren Tellerrand weg denkt. Es mag wahlstrategisch eine tolle Sache sein, sich als globale Mutti zu stilisieren. Aber hat sie nicht bedacht, dass diese Botschaft der globalen Mutti früher oder später auch im letzten afrikanischen und vorderasiatischen Dorf ankommen wird und die Leute sich auf die Socken machen werden, um ins gelobte Land von Mutti zu kommen? Deutschland – aber auch ganz Europe – wird nie einhalten können, was die gute globale Mutti mit ihrer Schau versprochen hat.

  53. Titel eingeben
    ich habe in meinem Umfeld auch noch nicht eine einzige positive Stellungnahme gehört, es reicht von Skepsis und Verunsicherung bis zu Wut. Ich weiß auch nicht, ob ich durch Zufall in ein Nazinest geraten bin, oder ob Politiker und Medien spinnen und fernab der Realität daherreden.

    • internationals Meinungsbild
      Ich komme gerade von einem internationalen Treffen in der Firma, Kollegen aus AT, UK, FR, IT, PL, RU und NL waren da. Jeder war der Meinung, dass Deutschland als Land gerade Selbstmord begeht. Gerade die polnischen Kollegen haben sich da sehr dezidiert geäußert.

  54. Pressetext von heute
    Das Thema Kosten, Sozialstaat etc wurde schon in diversen Beitraegen mehr oder weniger konkret angesprochen.

    Ein weiterer Aspekt –

    DRK: Flüchtlingszuzug setzt Gesundheitssystem unter Handlungsdruck

    Mi, 09.09.15 12:49

    BERLIN (dpa-AFX)

    Der ungebrochene Zuzug von Flüchtlingen setzt das Gesundheitssystem in Deutschland nach Ansicht des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) unter massiven Handlungsdruck. Für Flüchtlinge seien zur Zeit bei Fachärzten für Nervenheilkunde oder Herzerkrankungen kaum Termine zu bekommen, hieß es am Mittwoch in einer auf einem Kongress verlesenen Rede von DRK-Präsident Rudolf Seiters in Berlin…
    Eine gute Gesundheitsversorgung könne ein Schlüssel für eine funktionierende Integration sein. Wer rasche Hilfe bekomme, wenn er krank ist, gewinne Vertrauen…
    Einrichtungen, die traumatisierte Flüchtlinge behandeln, sollten notfalls eine vereinfachte Zulassung für die gesetzliche Krankenversicherung bekommen. Auch solle die elektronische Gesundheitskarte endlich bundesweit eingeführt werden.

    Soll mal einer sagen, die GKV sei nicht sicher

  55. Burgfrieden
    Sehr geehrter Don,

    ich schätze Ihr offenes Herangehen an das Thema.

    Und die Klugheit der erlauchten Runde. Daher die Frage: Wann gab es schon einmal die Situation, dass die Regierung von der Opposition getragen wird? Das ist irritierend, und stützt das Irrationale.

    Aber es ist auch Folge des Mädchenclubgebarens Angela-Friedel-Liz. Heute war irgendwann zu lesen, Deutschland stünde derzeit unter Ägide der Kuchenblechfraktion. Woher das wohl kommt? Achso, aus allen Medien zugleich, die sich nur darin überbieten sich überbieten zu wollen. Aber nicht mit Informationen, Ideen und unterschiedlichen Meinungen zu konkurieren und eine kluge Debatte im Lande der Dichter und Denker zu führen. Alles Einheitsbrei: Der schöne, schöne Traum vom dolle, dolle Liebhaben.

    Und keiner sieht mehr, dass es sich bei der Regierung um dieselbe Bagage handelt, die noch vorgestern im NSA-Skandal die eigene Bevölkerung veraten und verkauft, und das eigene Rechtsverständnis mit Füßen getreten hat. Das sind die Freunde von niemandem. Die sind nur auf der Suche nach Zeitgewinn, und wohl auch Ablenkung, denn mit z. B. dem Euro soll es ja auch nicht besonders gut laufen.

    Von wegen der deutschen Beamtenstaat wird es schon richten. Da haben Sie, verehrter Prince, die Dimension von Muttis Ruf, den ersten Folgen, dieser Zäsur bis ins Mark, leider verkannt. Aber auch Sie scheinen der Magie von „Yes-wir-packen-das“ erlegen zu sein. Nur: Hier wurden schlicht nicht gründlich nachgedacht, ehe raus posaunt wurde. Und das Echo ist gewaltiger, als das, was jetztzeitige deutsche Beamte je erlebt haben.

    Oder hat es doch eher mit außenpolitischen Geschäften zu tun? Dafür gibt es eine Reihe von Anzeichen, und das war ja, neben Interessen aus der Wirtschaft (nicht mal die sind mehr halbwegs weitsichtig), auch bei den: https://de.wikipedia.org/wiki/Anwerbeabkommen_zwischen_der_Bundesrepublik_Deutschland_und_der_T%C3%BCrkei der Fall.

    In unseren Medien darf immer noch verblubbert werden, dass Gastarbeiter am Wiederaufbau beteiligt gewesen werden, vorbei an allen Fakten, wie, dass die Masse von diesen doch erst 20 Jahre nach dem Kriege kamen und auch dann, gemessen an der Gesamtbevölkerung, nicht so viele waren, dass sie einen wesentlichen Anteil daran gehabt haben könnten. Hauptsache erfolgreiches Bevölkerung- und Meinungs-Management.

    Zuletzt noch von Frank Schirrmacher in der FAZ gebracht: „Was Redaktionen beschlossen haben, vergelten und büßen Nationen.“ – Karl Kraus. Daran muss ich dieser Tage oft denken. Diese unheilvolle Redundanz von Medien- und Politikfürsten, die sich gegenseitig wiederholen. Und am Ende auch noch dem so erzeugten Bild glauben, ja sogar erliegen!

    Was reitet die Entscheider zu so fatalen Schritten, wie hinaus zu posaunen: Kommt, und ihr dürft alle bleiben. Wir machen eine Party, und alle dürfen kommen (dieses Gefühl ist es sicher auch bei vielen Jubelern – obschon doch jede gute Erziehung lehrt, dass man sich Freunde nicht erkaufen kann).

    Es ist menschenunwürdig (über eine kurzen Zeitraum hinweg gesehen), mit 1.499 anderen Menschen in z. B. einem Hangar von Berlin-Tempelhof zu hausen. Die auf dem mdr gezeigten Fotos aus der Flüchtlingsunterkunft in Heidenau machen klar: Das werden die nicht lange ertragen können. Und das haben ein Beamtenstaat und eine wilde Bundesregierung zu verantworten, und nicht die Kommunalpolitiker.

    Noch ein netter O-Ton zur Zeit: „Auf die Frage, ob es denn nicht durchaus -bei den vielen Leerstaenden- fuer die doerflichen Hausbesitzer guenstig waere, wenn da jemand eingewiesen wuerde, ernte ich grosse Augen und -echter, bitter-ernster O-Ton, den folgenden Satz (von einer hausbesitzenden, ansonsten ganz zurueckhaltenden Dame):

    „Wenn die mal drin sind, kriegen wir die nie wieder los. Bevor das geschieht, gibt es hier eine Buergerwehr. Das ist alles schon fest verabredet. Hier gibt es fast nur Jaeger.“

    Sehr interessant in diesem Zusammenhang: https://de.wikipedia.org/iki/Deutsche_Vaterlandspartei#Das_Kriegsende_und_die_Aufl.C3.B6sung_der_Parte

    Vor kurzem musst nicht bei Deutschen irgend etwas von indigen oder Geburts- oder Bio-Deutscher geschrieben werden. Da vollzieht sich seit Jahren, und nun sprunghaft, ein Wechsel, und es kann nicht einmal thematisiert werden, so wie was die Bevölkerung über den NSA-Verrat oder den Afghanistanfeldzug denkt.

    Piep, piep, piep, wir haben uns alle lieb – das war wohl weit prägender, als angenommen.

    Warte nur ein Weilchen – und wehe, wehe, wehe, wenn ich nach dem Ende sehe (soviel nationale Eigenheit seien noch zitiert).

    Es ist auch niemand gefragt worden, ob man es nicht lieber wie die Japaner halten möchte, die auch derzeit weniger werden, aber nicht postulieren lassen wollen, dass sie ohne Massenzuwanderung Schwierigkeiten haben würden. Die angebliche Notwendigkeit mit Zuwachs aus dem Ausland das Überleben des deutschen Volkes absichern zu müssen, ist ebenfalls etwas, das nicht hinterfragt wird.

    Dabei ist eines klar: In etlichen Jahren sind die hiesigen Ureinwohner vielfach in der Minderheit (in Berlin ist, und das las man nur im Koaltionsvertrag der Stadt, heut schon mehr als jedes 2. Kind eines mit Migrationshintergrund), und sie bekommen das nicht einmal reflektiert, geschweige denn besprochen.

    Wie rief ein Demonstrant der Merkel zu? Für alles habt ihr Geld, nur für die eigenen Leute nicht (gucken Journalisten eigentlich Videoschnippsel bei YT, die es zu allem Möglichen gibt?)!

    Das alles lässt nichts Gutes ahnen, und man kann sich nur gegenseitig das Beste wünschen, und möglichst geringe Schäden (und Opferzahlen?).

    Dass die gegenwärtige Debatte so vergiftet und vermint ist, macht es nicht besser. Denunziantentum und Vernichtungsrethorik, von welchem die nicht merken, dass sie genau das tun, was sie dem Gegner vorwerfen: Dass andere zu Unwerten und Ausmerzbaren degradiert werden. Das kann praktisch nicht dem Bürgerfrieden dienen.

    Danke

    • Das Problem sind die mit Berlin veretzten Nahwuchsschreiber in den Onlineredaktionen, die teilweise Hand in Hand mit den Aktivisten arbeiten. Besonders bei der Zeit, der süddeutschen Zeitung, beim Spiegel und beim Tagesspiegel. Die reissen sich dann speziell um diese Themen, Soziales, Feminismus, Diversity. Netz etc. Ich sehe aber, dass zumindest die Zeit gerade auf die Bremse tritt und wenn das alles vorbei ist, wäre es vielleicht mal angebracht, in einigen Redaktionen Leute auch wieder zu entlassen, bevor wir noch mehr Fälle wie die Hetzjagd auf Ronja von Rönne erleben. Leider hat er SPON eine der übelsten Figuren dieses Spektrums zur Kolumniton gemacht, und da muss man halt gegenhalten. Das ist meine persönliche Meinung, aber wenn man einen Vergewaltiger aus Afghanistan zu jemandem macht, der im nördlichen Lankreis Erding wohnt, dann ist e wirklich an der Zeit, die Süddeutsche Zeitung mal auf das Thema „Ehrlichkeit“ hinzuweisen. Dass vieles im Moment nicht beachtet wird, kann ich irgendwie nachvollziehen – aber das Bild ist schon wirklich schief und das Geraderücken wird schmerzhaft.

  56. Ruhig bleiben und Tee trinken!
    Sir, wir lesen hier die Einlassung zur Selbstverteidigung für unterlassene Hilfeleistung.
    Wenn jeder arbeitende Mensch nur seine Angelegenheit besorgt, wird halt nur die eine Priorität gesetzt.
    Die erbärmlichen Bilder von dem hilflosen Ehepaar in Italien und den Flüchtlingen in Ungarn sind nicht bei zurückgebliebenen Bergvölkern im Himalaya entstanden, und diese Länder zeichnen sich durch eine tiefe katholische Gläubigkeit aus.
    Die Aneinanderreihung Ihrer eierfarbenen Wohlstandsattribute als Hinweise auf Ihre gut bestallten Verhältnisse wirken sonst als nette Späße. In diesem Artikel sind sie einfach nur makaber.
    Und so warten die Tegernseeblarren auch weiterhin auf ihre Spielgefährten Ali und Mohammed.

    Mit fielen Grüßen,

    Bernard del Monaco

    • Es ist natürlich sehr viel einfacher, Gel zu fordern und Engagement wie die Grünen und sich dann toll zu fühlen. Mir ist das bekannt. Die Realität ist anders. Sie können nette Lügen haben oder eine Beschreibung dessen, was ist. Wenn Ihnen Zweiteres nicht passt, sind sie hier falsch. Ganze Parteien und viele Medien bedienen Sie momentan mit netten Geschichten und behelligen sie nicht mit dem tatsächlichen Treiben der Autoren. Ich wüsste jedenfalls nicht, dass Friedeman Karig, Hannah Beitzer, Nora Bossong und wie sie alle heissen, die entsprechenden Idealisten, ihre Wohnräume mit Feldbetten gefüllt hätten.

  57. Titel eingeben
    In diesem Blatt wird heute vermeldet das es Irritationen bei der Einschulung der Erstklaessler gibt. Der Lehrer kann die Muetter nicht begruessen, die Lehrerin dem Vater nicht die Hand reichen.

    Ich versteh das Problem nicht, das es ist eben Multikulti und damit PC – basta.

    Deutsch zu lernen ist ohne Zweifel nicht einfach. Es wird der Anschein erweckt die meisten Neubuerger sprechen englisch – dann wird eben englisch die Umgangssprache und fuer den Kontakt zu Behoerden beauftragt man einen Eingeborenen. In anderen Laendern funktioniert das auch. Muss sich die indigene Bevoelkerung etwas umstellen, aber dafuer sind die Renten sicher und die Wirtschaft brummt.

    Willkommenskultur und Multikulti hat halt Nebenwirkungen.

    Wie funktioniert die Demokratie in D? Abgeordnete begruenden ihr Salaer damit, das sie viel Zeit in den Wahlkreisen verbringen um den Kontakt zu den Waehlern zu pflegen. Sind die hier geausserten Meinung nur von Trollen und einer vernachlaessigbaren Minderheit?

  58. diverses
    @BertholdIV Nach meiner Einschätzung versucht unser Hl Vater dort wo er nicht vor dogmatische Mauern läuft im Vorfeld der Bischofssynode durch pastoral gut begründbare Änderungen in Verfahren / im Kirchenrecht Pflöcke einzuschlagen, und wer immer ihn dabei berät macht das ganz geschickt. Da kann noch einiges kommen, und ich finde das gut so, ganz nach Augustinus, man muss den Sünder lieben, nicht die Sünde.
    Don, ich sehe das doch alles, was glauben Sie wie schwierig es war die Kasernenteile für Flüchtlinge bereitzustellen die wir bis jetzt gestellt haben (und es werden noch mehr werden).
    Aber, wer in der Geschichte der BRD blättert, alles schon mal da gewesen, es gab Kommunen mit „Wohnraumzwangsbewirtschaftung“ bis in die 1960er, und ja, wir werden dort wo Arbeitsplätze sind, also im Süden / Südwesten, auch schauen müssen welche Flächen verfügbar sind, vielleicht auch durch Verkleinerung von Landschaftsschutzgebieten. Ich sage ja nicht dass ich das alles toll finde, aber wenn man denn will wird es gehen.
    Und sicher wird das Ergebnis ein anderes Deutschland sein, auch eine andere Bundeswehr (ich war gestern auf einer Besprechung bei der es um die Konsequenzen der gewollten Diversity – Politik geht).
    Das ist aber doch schon bei uns angekommen, der Offizier der in jungen Jahren mein Untergebener in Mainz war hat Migrationshintergrund, ist Muslim, aber kein Ultra, ist mit einer Katholikin verheiratet und hat zwei Kinder, mit Frau und Kindern geht er Weihnachten (und an anderen Hochfesten) in die Kirche, macht aber keine Kreuzzeichen….
    (Wir sprachen am Rande der Konferenz)
    Und ja, es ist nicht alles gut, ob seines Phänotyps – erst recht seit er Bart trägt – wird er an deutschen Flughäfen bei der Sicherheitskontrolle auch in Uniform gern bis auf die Socken gefilzt, aber er nimmt das sportlich.
    Etwa 12 % der Soldaten der Bw haben einen Migrationshintergrund, auf unserer Homepage Bundeswehr aktuell ist ein Video mit einem jungen Soldaten auf einem unserer Schiffe, der bei der Flüchtlingsrettung dabei ist als Bootsbesatzung, die die Flüchtlinge aus deren Schlaubooten holt. Er ist selbst vor 16 Jahren mit seinen Eltern aus dem Nordirak nach D geflüchtet. Das sind Realitäten.
    Die menschlichen Eindrücke bei der Rettung (einschließlich Bergung von Toten, aber auch Geburt eines Kindes) haben ihn erkennbar gezeichnet – aber er tut das als Diener der Bundesrepublik Deutschland (und vielleicht um ein wenig „zurück zu geben“)
    Ich muss wieder im Maschinenraum schrauben…

    • Titel eingeben
      Stimme voll zu. Ihr ehemaliger Untergebener, vermutlich in D aufgewachsen und mit Glueck nicht in einem ’sozialen Brennpunkt‘ – integriert.

      Ich glaube nicht ob dies auch bei den aktuellen Stroemen funktioniert, die mehr oder weniger erwachsen in einer anderen Kultur landen, der Sprache nicht maechtig, unterschiedliches Bildungsniveau, Unterbringung….

      Die Zeit berichtet heute ueber Skandinavien, dort will man zumindest in Norwegen den Zuzug auf 10.000 begrenzen um die ‚Neuen‘ integrieren zu koennen und nicht Gast im eigenen Land zu sein.

      Ich weis, fuer Begrenzung ist es zu spaet, wenn die heilige Angela und der hl. Gabriel rufen ‚ihr Kinderlein kommet‘. Nun sind sie da oder auf dem Weg und das wird zu Schaeden auf allen Seiten fuehren.

      Sie wissen selbst, wie schwierig es ist aus einer Horde jugendlicher ‚Buerger in Uniform‘ zu machen – und sie haben Befehlsgewalt und koennen Stubenarrest erteilen oder zusaetzliche Wachstunden am Wochenende austeilen.

    • Danke, prince Matecki
      bis 1950 wurden in der BRD und der DDR etwa 12 Millionen (danke, Wikipedia) Heimatvertriebene aufgenommen und integriert. Das ging damals, es wird nicht immer leicht gewesen sein, aber damals ging das.

  59. Titel eingeben
    Ich plane diese Jahr nach D zu reisen. Brauche ich noch einen Pass? Werde ich von jubelnden Massen begruesst als der verlorene Sohn (eher Opa)?

    Oder werd ich wieder erklaren muessen weshalb ich Stempel im Pass habe von Laendern, deren Bewohner jetzt das Abendland retten werden?

    Bei dem Fachkraeftemangel der landauf, landab herrscht gehoert man >40 zu den unverwertbaren und entsorgt sich selbst als Abfall auf einer Deponie in Landern deren Bewohner da auch nicht sein wollen.

  60. @Prince Matecki
    @Prince Matecki – Ich kenne den Maschinenraum des Regierens nicht. Aber als Frau Merkel vor ein paar Wochen anfing, sich als Mutti aller Flüchtlinge zu zelebrieren, habe ich mich gefragt, ob diese Frau jemals über ihren Tellerrand weg denkt. Es mag wahlstrategisch eine tolle Sache sein, sich als globale Mutti zu stilisieren. Aber hat sie nicht bedacht, dass diese Botschaft der globalen Mutti früher oder später auch im letzten afrikanischen und vorderasiatischen Dorf ankommen wird und die Leute sich auf die Socken machen werden, um ins gelobte Land von Mutti zu kommen? Deutschland – aber auch ganz Europe – wird nie einhalten können, was die gute globale Mutti mit ihrer Schau versprochen hat.

  61. Titel eingeben
    Mein Schwager (28) aus Kolumbien hat kürzlich sein Examen als Arzt gemacht, nun steht eine Spezialisierung an, er möchte Radiologe werden. Natürlich würde er das gerne in D machen, und ich habe mich mal nach den Möglichkeiten erkundigt. Geht natürlich, aber er muss über Deutschkenntnisse Niveau B2 verfügen, sprich: fleißend Deutsch sprechen. Nun ist das In Kolumbien nicht so einfach zu lernen, es gibt ein Goethe-Institut in der Hauptstadt Bogotá, aber er wohnt 500km entfernt.

    Ich habe schon überlegt, ob ich ihn ncht einfach einlade, und er stellt dann einen Asylantrag, dann bieten sich ganz andere Möglichkeiten.

  62. Gestern kam mir da so ein Gedanke ...
    Sollten wir den Nazis und Kriminellen nicht dankbar sein für das, was sie tun?

    – Was sonst hätte so viele Bürger derart für die Flüchtlinge mobilisieren können?
    – Was sonst hätte die Politik derart zum Handeln zwingen können?
    – Was sonst hätte den Gedanken an Menschlichkeit und Solidarität derart auf die Tagesordnung bringen können?
    – Was sonst hätte die Frage nach dem Sinn Europas mehr beflügeln können?
    – Was sonst hätte die Nationalstaaten mehr infragestellen können?
    – Was sonst …

    Wäre das wirklich alles so gekommen, ohne Nazis und Kriminelle, ohne hemmungslos aufbrechenden Nationalismus? Ich denke nicht. Vermutlich hätte Europa sich mehr und mehr abgeschottet, die Grenzen dicht gemacht und die Menschen ihrem Schicksal überlassen. Ja, ich fürchte, auch wenn es mir nicht wirklich gefällt, wir müssen dem rechten Rand der Gesellschaft dankbar sein für das, was er in Bewegung gebracht hat.

    Ob sich daraus allerdings langfristig positive gesellschaftliche Entwicklungen ergeben, muß nun abgewartet werden. Welche Konsequenzen werden unsere „Eliten“ aus dieser Situation ziehen? Sind sie wirklich lernfähig, oder werden sie wie gewohnt versuchen, auf möglichst subtile Art und Weise zur Tagesordnung zurückzukehren? Ist das überhaupt noch möglich? Ich hoffe nicht.

    • Mensch, Otto!
      Nazismus, Faschismus, Rechtsradikale – das ist das Schlimmste und Verurteilenswerteste, was die moderne Menschheit hervorgebracht hat!
      Es muss in jeder Spielart und Erscheinungsform verurteilt werden. Bei dem Grundanliegen dieser Brut können auch keine anderen Ansätze abgesetzt werden.

      Mit fielen Grüßen,

      Bernard del Monaco

  63. ...und überhaupt...
    @Don:

    Warum stehen junge Mütter am Hbf und jubeln?

    Vielleicht weil sie Zeit haben, ihre Kinder zu guten Menschen erziehen wollen, in der gesellschaftlichen Wahrnehmung marginalisiert sind und endlich auch mal ins Fernsehen wollen?

    Am Tegernsee gibt es keinen Baugrund?

    Im Osten wäre ja genug Platz – andererseits…

    Warum soll ein Studienabbrecherin mit FDJ-Vergangenheit nicht zum Zirkus gehen? Die Fächer müssen besetzt werden und es haben ja schon andere Studienabbrecher gezeigt, dass man dort große Karriere machen kann. Und sind die Studienabschließer wirklich besser – wenn man mal an KGEs Amtskollegen denkt?

    Was mich an der ganzen Debatte extrem nervt, ist die Frechheit, mit der sich jetzt die tatsächlichen Gründe in den Scheinwerfer schieben. Ich habe mich immer gefragt, weshalb sich Medien und Politik so einig sind (wenn schon BILD über „Willkommenskultur“ schreibt…). „Follow the money…“, habe ich gedacht und mich dabei einen Zyniker gescholten. Und jetzt wird glasklar: Die Syrer sollen erst die ‚Gastarbeiter‘ machen und dann unseren Sozialstaat retten. Das hat bei den Türken auch schon nicht geklappt, aber egal: Hauptsache die Industrie hat willige Arbeitskräfte.

    @prince Matecki: Ihren Geschichtspositivismus in allen Ehren, aber mit der Haltung „Et hätt noch emmer joot jejange“ geht es genau so lange gut, wie es gut geht. Danach nicht mehr.

    • Follow the money ...
      … dachte ich mir auch.

      Diese herzlichen Einladungsgesten gab es noch nie in dieser Weise in der BRD – wenn es sie gibt, muss etwas faul sein. Unsere schwarzen Politiker waren noch nie ohne Grund gutmenschig.

      Auch dass sie plötzlich die Ausbildungen alle anerkennen wollen. Sehr seltsam.

      (Ich kenne einen Ägypter, hier eingeheiratet, oberes Niltal zuhause gewesen, dort im Dorf angesehener Jung-Lehrer und Kaptain eines Nilsegelschiffes für die Touristen. Der müsste doch jetzt das volle Kotzen kriegen, was er alles verloren hat – denn sein Lehramtstudium haben sie damals trotz mehrfacher Anstrengungen von Seiten von ihm, des Eingeheirateten, stur nicht anerkannt. Er musste zu Siemens an Band, um seine deutsche Familie durchzubringen. So wie ich ihn von damals noch kenne, ist er aber gutmütig und lächelt nur.

  64. Korrigierter Link: Die spannende Geschichte der Deutschen Vaterlandspartei
    Sehr geerhter Don,

    danke für die Antwort, der ich ohne weitere zustimme. Ja, das bedauerlicherweise sogar muss (was sagen soll, ich hätte es gern anders).

    Leider sah ich erst jetzt, dass der o. g. Link nicht funktioniert.

    Nur die Geschichte ist so dermaßen spannend, dass man sie noch einmal empfehlen muss: https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Vaterlandspartei#Das_Kriegsende_und_die_Aufl.C3.B6sung_der_Partei

    Der Artikel lohnt aber ausdrücklich in Gänze. Wer waren deren wichtigste Vertreter, welche Rolle spielte diese Partei, was betrieb sie, wie scheiterte sie usw.

    Sehr lehrreich.

    Hoffe, dass dieser Hinweis diesem und jenem etwas geben kann. Das hat eine Menge mit dem gegenwärtigen Zustand zu tun, denn auch dem damaligen Scheitern, ging etwas dem Heutigen ähnliches voraus.

    Es ist im Grunde genommen die maßgebliche Partei der Elite bzw. der Entscheider gewesen.

    (Ebenfalls: https://de.wikipedia.org/wiki/Alldeutscher_Verband )

    Etwas, was auch leider zu wenig zur Sprache kommt: Viele der gegenwärtig Besorgten hätten allzugern unrecht.

  65. Titel eingeben
    Ich befürchte, daß durch den derzeit stattfindenden und zukünftig zu erwartenden Zustrom von Hunderttausenden von Muslimen die Frauen hierzulande alles wieder verlieren werden, was sie sich in den letzten hundert Jahren an Gleichberechtigung erkämpft hatten.

    80% der Zuwanderer sind Muslime, und zwar junge alleinstehende Männer. Beleidigungen und sexuelle Anmache von Mädchen und Frauen in öffentlichen Verkehrsmitteln durch junge Zuwanderer kommen in den größeren Städten schon so häufig vor, daß gar nicht mehr darüber berichtet wird. Es gibt auch immer mehr Fälle von brutalen Vergewaltigungen durch Zuwanderer. Es ist leider zu erwarten, daß sich all das proportional zur wachsenden Zahl der Ankömmlinge verschlimmern wird.

    In den Ländern, wo die Täter herkommen, gibt es sehr strenge Strafen für solche Übergriffe. Aber in Deutschland wird ein Beleidiger oder Antatscher erst gar nicht verfolgt, weil die Polizei völlig überlastet ist. Ein Zuwanderer, der eine Frau vergewaltigt hat, kommt zwar in den Knast, aber er hat dort für die nächsten paar Jahre mehr Komfort, als in vielen der Flüchtlingsunterkünfte – ohne daß er dafür einen Finger rühren muß. Wenn das kein Anreiz ist für Männer, die sowieso alle nicht verschleierten Frauen für Huren halten.

    Offenbar gibt es aber in Deutschland eine schweigende Mehrheit an Männern, die das nicht stört. Vielleicht würden die es gerne sehen, daß die deutschen Frauen soviel Angst bekommen, daß sie sich „freiwillig“ wieder auf die „drei K“ (Kinder, Küche, Kirche) beschränken. Oder sie sind so erbärmliche Feiglinge, daß sie aus lauter Angst davor, „Nazi“ genannt zu werden, nicht handeln.

    Es müßte halt mal eine/r unserer Politiker/innen, die sonst so gerne große Reden schwingen, aufstehen und sagen: „Bei uns in Deutschland hat eine Frau dieselben Rechte wie ein Mann. Sie kann sich anziehen, wie es unseren(!) Sitten entspricht, gehen wann und wohin sie will, und jeden Beruf ausüben, den sie möchte, ohne einen Mann um Erlaubnis zu fragen. Niemand darf sie ungestraft beleidigen oder gar ihr etwas tun. Jeder Zuwanderer, der unsere Frauen angreift, fliegt sofort und ohne Gnade raus aus Deutschland, und kommt nie wieder herein.“

    (Und das dann natürlich auch wahr machen, nicht nur reden. Die Gesetze gibt es, sie müssen nur angewandt werden.)

    Darauf warte ich bisher vergeblich.

    • Sind häufig keine Muslime
      Kann nur dazu sagen, was die syrischen Flüchtlinge angeht, da ist ein großer Prozentsatz Alewiten.

      Das sind keine Muslime. Alewiten halte Frauen auch nicht in KKK-Käfighaltung samt Gespenster-Burka, sondern sind zum Großteil recht westlich aufgeschlossen.

      Dass recht viele junge syrische Männer kommen, ist ebenfalls einfach zu erklären: Assad fährt zur Zeit wieder große Zwangsrekrutierung für seine Armee durch, aber stell-dir-vor-niemand-will-da-wirklich-mehr-mitmachen. Zudem ist eine Flucht beschwerlich, die Männer gehen eben voran und wollen ihre Familie nachholen. So einfach.

      Alles gar nicht so schwer, wenn man sich mal vom Herumgeraune aus den Seidenkissen erhebt und das Gehirn durchlüftet.

      Angst vor Vergewaltigung muss eine Frau bei den syrischen Flüchtlingen nicht haben. Bei den anderen filze ich mal lieber zuerst die Polizeistatistiken, bevor ich was sage. Vom ersten Eindruck her – falls Vergewaltigungen von Fremden (meist sind es ja durchaus in der deutschen Familie bekannte) – führen Osteuropäer, slawischer Einschlag die Hitliste. Kann mich aber auch irren.

      Was ich nicht möchte, ist hier zugewanderten Muslimen per se Vergewaltigungsvorhaben zu unterstellen. Daher wird auch die Regierung kaum eine solche von Ihnen gewünschte General-Ansage machen. Denn die diskriminiert alle Migranten auf das unterstellte niedrige Niveau. Wäre nicht nur ein diplomatischer Fauxpas.

    • Gast007: Also manchmal frage ich mich doch wirklich ...
      Na, was wohl?

      Aber da noch keiner unserer Politiker aufgestanden ist, bleibt ja immer noch etwas Hoffnung, daß alles doch noch gut wird. Noch ist das Niveau nicht so tief gesunken.

  66. CIC und 60er
    @prince matecki
    Ich bin sehr skeptisch, desto älter ich werde mit den Reformanstrengungen in der RKK. Am 2. Vaticanum ist SC gelungen, danach wird es dünn.
    Ich erinnere mich den großen Norbert Brox gehört zu gaben und ich würde das nicht machen was da jetzt im Vatikan passiert. Aber sei es wie es sei

    Ansonsten stimmen alle Ihre Argumente im Vergleich mit den 60ern. Bis auf ein entscheidendes. Diese BRD ist in weiten Bevölkerungskreise erbärmlich arm. Ich verstehe nicht warum, das nicht zur Kenntnis genommen wird.

    Betrachten Sie den Dacia Indikator

  67. Titel eingeben
    Der Tiger hat die Problematik geschildert.

  68. es geht zurueck
    Frau Nahles ‚der syrische Arzt ist nicht der Normalfall‘ – ist er in D auch nicht. Nicht einmal jeder 10te bringt die Voraussetzung fuer den Arbeitsmarkt – so schlimm ist’s in D nicht, wenn man auch Menschen nehmen wuerde die nicht in’s jung, dynamisch Schema passen. Analphabeten gibt’s dank Privatfernsehen auch, aber deren Gesabbel kann man verstehen.

    Vor 2 Wochen kamen nur Facharbeiter ueber die Grenze. Beginnt das Rueckwaertsrudern? FAZ hat keine Zahnpastareklameasimilierten mehr, die Zeit bringt keine Fortsetzung der Kulturbereicherer? Ploetzlich steigen die Arbeitslosenraten, die Belastung der Sozialsysteme??

    Oeffentlich werden Dinge angesprochen die vor 2 Wochen nur Nazis gefragt haben? Soll das ‚Pack‘ darauf vorbereitet werden das sie wie immer die Suppe der Eliten ausloeffeln darf?

    Nun denn, Arschbacken zusammen, es sind Menschen gekommen und man muss den schlimmsten Mist der Eliten verhindern. Beide, die die schon da waren und die die gekommen sind!

    Ich gehe davon aus das die Bundesregierung es den freiwilligen Helfern, Polizisten, etc…. ueberlaest den Neubuergern die Wahrheit zu erklaeren. Oder den neuen „Nachbarn und Kollegen“ die nicht lesen oder schreiben koennen, eine andere Sprache sprechen und deren Frauen ich nicht guten Morgen sagen darf oder etwas erklaeren und helfen.

    Frau Nahles ‚der faehige Politiker ist eine Ausnahme‘ – wird se nie sagen

  69. in der Sache und in den Gründen
    Der Philister mag in der Sache Recht haben aber nie in den Gründen….
    .
    Ich fürchte, man missversteht meine Gründe. Erstens nehme ich dieses Grundgesetz ernst, schließlich ist der Bruder meiner Mutter noch im Mai 1945 wegen seines Denkens an Recht und Freiheit (am Attentat war er nicht beteiligt) hingerichtet worden. Zweitens sehe ich kaum praktikable Alternativen:
    – Die Grenzen komplett dicht machen und 95 % zurück schicken werden wir nicht können, die Abschiebequote bei den derzeit nicht anerkannten ist schon seit Jahren gering, ja ein Teil geht freiwillig zurück nach der Nicht- Anerkennung, aber davon kommt ein Teil nach Monaten auch wieder nach Deutschland.
    – Die Methode eskalatorischer Anwendung unmittelbaren Zwangs ist in D aus der Mode gekommen und bei sehr großen Personenzahlen auch nicht praktikabel, zum Maschinengewehr mag man selbst andernorts nicht greifen, da brechen dann die Flüchtlinge aus den Lagern aus und machen sich auf die Socken nach D
    – Die nach Schengen konventionierte Richtlinie zur Erstaufnahme im ersten Staat in dem die Flüchtlinge EU Boden betreten ist erkennbar auch nicht mehr praktikabel und durchhaltbar, wer das bezweifelt möge nach Griechenland auf die Inseln gehen und selbst sehen.
    Wenn das alles so ist, welche Alternativen haben wir die wir sowohl praktisch durchziehen als auch in Karlsruhe durchhalten können?
    Und intervenieren in Syrien und Libyen, in Afrika und sonst wo wollen wir auch nicht (abgesehen davon dass da große Kraftanstrengungen nötig wären, zu denen wir vielleicht auch nicht mehr fähig wären).
    Und damit komme ich zurück zu den Vorschlägen, die im Maschinenraum aus den knappen Vorgaben der Regierenden ausgearbeitet werden können.
    Wenn Bürger und Bürgerin die Maßnahmen der Regierung nicht gefallen, möge man eine andere wählen, im Gegensatz zu Damaskus geht das hierzulande.
    Nur wäre auch bei einer anderen Regierung der Handlungsspielraum rechtlich wie tatsächlich begrenzt.
    Deswegen verstehe ich das Unbehagen gut, werkele aber doch weiter an dem was die Bundeskanzlerin als Inhaberin der Richtlinienkompetenz der Bundesregierung anschiebt.

    • Ich sehe, dass wir das Problem an die Transitstaaten auslagern. Wir protestieren gegen die Zäune aber leben ganz gut mit den sinkenden Zahlen und der moralischen empörung, und Merkels Lebensziel ist ohnehin in Südtirol.

    • Aber, aber - und sie verkennen es immer noch
      Sehr geerhter Prince,

      Philister, soso. So wie die Innenminister, die sich nun geschlossen auflehnen mussten?

      http://www.spiegel.de/politik/deutschland/innenminister-warnen-vor-noch-mehr-fluechtlingen-a-1052575.html

      Das zieht ebensowenig, wie der emotionale Verweis auf Opfer ihrer Familie, denen ich gern gedenke. Wie hoffentlich sie den unseren: Auch in meiner Familie gab es viel, viel Leid und Elend wegens dieses Ereignisses. Soll das nun einen Wettstreit ergeben?

      Im Übrigen verkennen Sie sogar den ursprünglichen Gedanken:

      „Nach dem Aufstand des 17. Juni
      Ließ der Sekretär des Schriftstellerverbands
      In der Stalinallee Flugblätter verteilen
      Auf denen zu lesen war, daß das Volk
      Das Vertrauen der Regierung verscherzt habe
      Und es nur durch verdoppelte Arbeit
      Zurückerobern könne. Wäre es da
      Nicht doch einfacher, die Regierung
      Löste das Volk auf und
      Wählte ein anderes?“

      Das ist ein berühmtes Gedicht Brechts, aus dem der Gedanke stammt, dass sich eine unzufriedene Regierung doch eine anderes Volk wählen soll. Vermutlich hätte niejemand angenommen, wie nahe er den absurden Verhältnissen kommt.

      Dass Sie uns hier erst mitteilen wöllten, dass es im Maschinenraum immer noch so schön gemütlich schnurrt, und dann soetwas bringen:

      „Wenn Bürger und Bürgerin die Maßnahmen der Regierung nicht gefallen, möge man eine andere wählen, im Gegensatz zu Damaskus geht das hierzulande.“! Und zuvor, Philister, haha, sehr launig.

      Der heutige Tag lehrt, dass man nicht alles verbergen und verbiegen kann. Und Respekt für und Freude über Bayern (die zu verstehen zu können, auch eindeutig des verehrten Dons Verdienst ist).

      Lieber Prince, ich bin sehr dafür, dass alles spurt und das GG am Leben gehalten wird. Da muss man dann aber Seehofer recht haben: Der Art. 16 sieht anderes vor, als allen ungeprüft Tür und Tor zu öffnen, und Anwerbesignale in Richtung Ausland zu senden.

      Wie Ihnen schon viele hier mitteilten, werden die notwendigen Einrichtungen nicht in der Eile zu schaffen sein, wie der Zustrom eilt. Das war doch leider das sprichwörtliche Pfeiffen im Walde, oder?

      Auf Tagesschau.de hat wurde berichtet, dass dauerhaft 70 % der Zuwanderer zu allimentieren sein würde.

      „http://www.tagesschau.de/inland/fluechtlinge-integration-101.html

      „Zwei Drittel haben keinen Berufsabschluss

      Ohne gute Deutschkenntnisse gehen die Aussichten, eine Ausbildung oder Arbeit zu finden, aber gegen Null. Dabei sind nach Ansicht von Integrationsforschern gute Bildung und Arbeit der Schlüssel zu einer gelingenden Integration. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hat in einer Stichprobe herausgefunden, dass langfristig nur 55 Prozent der Flüchtlinge und Asylbewerber, die in Deutschland bleiben, erwerbstätig sind. Bei den vor kurzem Eingereisten liegt die Quote nach IAB-Schätzungen deutlich darunter, bei etwa 30 Prozent.“

      Und auch die CDU-Frau und Berlines Ausländerbeauftragte weiß, was die Stunde geschlagen hat: http://www.rbb-online.de/politik/thema/fluechtlinge/berlin/2015/09/fluechtlinge-veraendern-das-land.html

      Auch sie sieht, was vermittelbar, bzw. überhaupt machbar ist, und was nicht (und wieder schöne an das Brecht-Zitat zum 17. Juno denken, nicht wahr?).

      Sehen bitte auch Sie es ein: Die oberste Dienstherrin hat schwer gepatzt. Das muss schnellstens wieder unter Kontrolle kommen. Und wenn nicht, dass nützt uns unser ganzer schöner Regierungsapparat nichts. Das ist dann für die Katz.

      Bitte tun Sie nicht noch einmal so, als sei das eine ganz alltägliche Situation, wo Beamte sich hinsetzen und für uns die Probleme lösen. Bisher eilt der Beamtenschaft dieser Ruf nichtgerade voraus.

      Und @Don: Was sagen Sie hierzu? http://www.faz.net/aktuell/politik/fluechtlingskrise/bund-und-laendern-pruefen-angeblich-zwangsvermietung-an-fluechtlinge-13798684.html

      Natürlich muss jetzt wieder diese „Nazi“-Erika herhalten (für so eine kleine tendenziöse Fiesheit reicht es dann noch immer, gegen die, gegen die man konditioniert wurde), anstatt man dankbar ist, dass für das, was sie geleistet hat. Wann immer ich Vertriebene treffe, ist man Frau Steinbach tief dankbar, und ich ebenso. Aber das nur am Rande.

      Frau Merkel durch ein konstruktives Misstrauensvotum ersetzt werden, will man die Kontrolle behalten.

      Danke sehr, und viel Erfolg im Maschinenraum der Macht. Ich selbst begebe mich wieder auf das Sonnendeck, denn eigentlich müsste man jetzt zu den teuren kleinen Cafes udn Restaurants am Brandenburger Tor, UdL, zwischen Regierungsviertel und Friedrichstr. usw. gehen, und sich das Desaster mit eigenen Augen ansehen (soetwas bekommt man vielleicht nur einmal im Leben zu sehen).

      Hektisch hin und her rollende Wagenkollonen usw. Das ganze Programm.

      Das wird hier alles einschlagen haben, wie ein Bombe. Vermutlich ist überall helle Panik und Wut zu finden.

      Die Systempressefürsten sind natürlich in der Nähe, so wie die Hauptstadtbüros der großen Sender und Zeitungen (zdf und ARD).

      Es gibt Druck für die, die keine Sonntagsausgabe haben, denn diese müssen nun schnell machen, denn bald ist Andruck.

      Die Gegenwehr wird fieberhaft laufen, und daher schwere Fehler beinhalten.

      Vielleicht rufen die Linken morgen zu einem Soli-Marsch für die BuReg und die Merkel auf?

      Es ist spannend, und ich möchte gern mit einem herzlichen Dank an die Courage und Weltfreundlichkeit der Bayern schließen.

      Herzliche Grüße aus Berlin – azur

  70. Ich erwarte mehr!
    Ich erwarte mehr!

    Sir, Ihre Themenauswahl, hohe Authentizität und Detailverliebtheit bescheren Ihnen eine große Leserschaft. Aber sie hängen auch die Messlatte für Ihr Werk anspruchsvoll hoch.
    Nein, der abgetrennte Unterschenkel wächst nicht wieder an, und mit oder ohne Ihre Freizeitgestaltung werden die durch Menschen begangenen Menschheitsverbrechen weder reduziert noch ungeschehen gemacht. Das ist so.
    Journalisten recherchieren ein Ereignis und machen es publik. Das Ereignis wird damit nicht ungeschehen gemacht, aber es sensibilisiert die Öffentlichkeit, um in der Zukunft Derartiges vielleicht zu verhindern. Worin sonst will der Beitrag des Journalismus zur Weiterentwicklung einer immer komplizierter werdenden humanistischen Welt bestehen?
    Ich erwarte von Ihnen, dass Sie aus Ihrer Arbeit mehr herausholen, als mit einem lakonischen ‚‚Das ist so!‘‘ Ihre Recherche platt zu machen. Es sollen nicht noch mehr Körperteile per Granate amputiert werden.
    Unlängst verstarb ein höchst umstrittener Journalist, der in Asien und im arabischen Raum im aktiven Kampf schoss und mordete und alle Möglichkeiten des Journalismus nutzte, um sich in Szene zu setzen. Bis in die letzten Tage seines Lebens bekannte er sich zu seiner Kriegsliebe in aller Öffentlichkeit vor laufender Kamera. Wie die Gegenwart zeigt, hat er leider in seiner scharfsinnigen Analyse der islamischen Welt Recht behalten.
    Abwarten – Tee aus dem silbernen Kännchen nachgießen – noch eine Scheibe der schönsten Arien in die Leier schieben – auf der Straße der gülden plätschernden Wellen , die der Mond auf dem Tegernsee zeichnet, die Gedanken wandern lassen – Flüchtlingsvölkerwanderung.
    Auch meine Gedanken wandern, von der Supermoschee in Casablanca, deren Minarette die Verbindung zu dem Irgendetwas da oben herstellen. Sie kommen für kurze Momente in der Gaukelei eines Pseudoparadieses in Maschad zur Ruhe und erfreuen sich an dem marmorgewordenen Koran in Islamabad. Und überall die unglaubliche Menschenmenge an jungen Leuten, denen, arbeits- und beschäftigungslos, der Koran kein Bastelbuch für ein sinnerfülltes Leben sein kann. Das war vor über zehn Jahren.
    Die Kriege sind der Auslöser, nicht die Ursache der heutigen Völkerwanderung. Nein, sie macht mich nicht besorgt. S i e m a c h t m i r A n g s t!

    Mit fielen Grüßen,

    Bernard del Monaco

  71. Wenn Optimismus auf Pessismus trifft
    Schöner Text. Mir fehlt dieser Optimismus zur Zeit. Ich sehe Xanten vor mir, die großzügige hochentwickelte römische Siedlung am Rhein um die Zeitenwende mit einer für diese Zeit beispiellosen Wasser- und Abwasserversorgung, und die nachfolgende mittelalterliche kleine dreckige, geistig wie räumlich eng an einen Dom gelehnte Siedlung. Wir werden verlieren, wir werden abgeben müssen, damit der Süden sich entwickeln kann. Und ganz ehrlich, davor habe ich Angst.

    • Entwickeln - wie mans nimmt
      Das kann auf einen riesigen Gaza-Streifen zusteuern, wo sich wehrhafte Clans noch am besten behaupten.
      Und: „Sogar der Gebrauch der Schrift kann wieder verlorengehen“ heißt es sinngemäß bei Arno Schmidt.

  72. follow the money
    Mir unverständlich wieso die deutsche Wirtschaft und ihre Forschungsinstitute glauben,
    dass Ihr Ansehen als Exportnation steigt, wenn alle Welt über die deutsche Politik den Kopf schüttelt.

    Statt Fortschritt durch Technik, Fortschritt durch irrationales politisches Verhalten?

    Nochmal!
    Was hat die deutsche Wirtschaft davon, wenn die deutsche Politik dazu führt, das Alle die
    Grenzen dicht machen? Viele Facharbeiter und Akademiker braucht sie dann nicht mehr.

  73. @ Bernard del Monaco: "Mensch, Otto!"
    Zunächst, ich hoffe doch, daß mein Beitrag deutlich genug gemacht hat, daß ich jede Art der Menschenverachtung ablehne. Kurz gesagt, bezeichne ich das Verhalten der Kriminellen als Eigentor im Sinne der von ihnen verfolgten Interessen. Sie haben glücklicherweise das genaue Gegenteil dessen erreicht, was sie bezweckten.

    Aber, selbst Nazis sind Menschen. Ihre Geisteshaltung ist nicht angeboren. Ihre „Elite“ verfolgt Machtinteressen, die sie durch Manipulation entsprechend anfälliger Menschen zu erreichen suchen. Und anfällig sind da eben besonders die Menschen am Rande unserer Gesellschaft. Eine Gesellschaft, die sich um diese Menschen wirklich kümmern würde, hätte wohl kaum ein Problem mit Nazis und anderen Extremisten. Da der Neoliberalismus den Wert des Menschen aber nur nach seinem Nutzwert für Dritte beurteilt, darf man sich nicht wundern, wenn dadurch ausgegrenzte Menschen sich eine neue geistige Heimat suchen, von der sie vordergründig akzeptiert werden, in Wahrheit aber ebenso instrumentalisiert werden, wie das generell geschieht.

    Jeder Mensch braucht Anerkennung und Selbstbestätigung, ein Selbstwertgefühl. Ihm die alleinige Verantwortung für seine Lebensumstände zuzuweisen und auch noch dafür zu bestrafen statt zu helfen, ist keine Lösung, zerstört die Würde des Menschen. Die einen reagieren darauf mit Frustration und Selbstaufgabe, die anderen mit Trotz, Wut und Haß. Das wiederum treibt letztere dann in die Hände der Nazis, des IS usw. Das sind die sogenannten Mitläufer, die sich wieder akzeptiert und wahrgenommen fühlen, die wie selbstverständlich einer Gruppendynamik folgen.

    Wir, die Gesellschaft, tragen die Verantwortung für solche Entwicklungen. Und es ist kontraproduktiv, diesen Menschen nun auch noch die Schuld für das zuzuweisen, was wir aus ihnen gemacht haben. Das hilft weder ihnen noch uns.

    Selbstverständlich können kriminelle Entgleisungen nicht akzeptiert werden, müssen verfolgt und möglichst unterbunden werden. Aber die Wurzel des Übels sollte auch nicht vergessen werden – und die liegt nunmal bei uns allen. Niemand wird als Nazi oder Extremist geboren, das sollten wir nicht vergessen.

    Besonders gefährlich wird das alles dann, wenn sich kulturelle Parallelgesellschaften in einer Gesellschaft bilden. Das hat die in meinen Augen in großen Teilen gescheiterte Integration doch längst bewiesen. Das Scheitern der Integration ist teilweise auch darauf zurückzuführen, daß viele Migranten nie wirklich von der Gesellschaft akzeptiert wurden. So entstanden dann Parallelgesellschaften. Wie die Deutschen jüdischen Glaubens es waren, sind diese Parallelgesellschaften willkommene Angriffsziele für andere Gruppen der Gesellschaft wie die Nazis. Die Ursache der Auseinandersetzungen ist aber in beiden Fällen dieselbe. Man fühlt sich, zu recht, von der Mehrheitsgesellschaft abgelehnt und im Stich gelassen, benachteiligt und ungerecht behandelt. Und es steht zu befürchten, daß sich an dieser Situation auch nichts mehr ändern wird. Vielmehr wird sich diese Situation durch die aktuell ins Land strömenden Flüchtlinge noch verschärfen. Denn die „Willkommenskultur“ bestärkt den ablehnenden Teil der Bevölkerung von Tag zu Tag mehr darin, seiner Ablehnung Luft zu verschaffen, da er sich mehr und mehr vergessen, verlassen und benachteiligt sieht. Fünf Euro mehr pro Monat für Hartz-IV-Empfänger werden da schnell mal als Verhöhnung begriffen, insbesondere angesichts der Sanktionen und Zwänge. Und das Schlimme daran ist, diese Menschen haben nicht ganz unrecht, auch wenn sich die Reaktionen an die falschen Adressaten richten, was in einer parlamentarischen Scheindemokratie aber auch kein Wunder ist, angesichts der Gummizelle in der wir leben.

    Nun ja, das Thema ist sehr komplex. Noch ist es mehr oder weniger ein Eigentor, welches die Extremisten da geschossen haben. Ob es dabei bleibt angesichts der steigenden Flüchtlingszahlen und der damit verbundenen Probleme, bleibt abzuwarten. Es wird wohl darauf ankommen, wie die Politik reagiert, wann und ob sie die Ränder unserer Gesellschaft endlich teilhaben läßt – über existenzielle Betrachtungen hinaus. Eine Abkehr von der menschenverachtenden Agenda-Politik wäre ein erster Schritt, ein Ende neoliberaler Politik wäre zwingend erforderlich. Jetzt!

    P. S. Nicht daß jetzt der Verdacht aufkommt, ich versuchte etwas zu relativieren. Das liegt mir fern. Ich versuche nur Zusammenhänge aufzuzeigen. Ich habe Null Verständnis für Nazis, aber für Menschen.

  74. Ein vordringliches Problem
    scheint mir nicht, wer stoppt die Flüchtlingsströme, sondern wer stoppt Angela Merkel….

    • Titel eingeben
      Niemand

      – die Bahn befoerdert Helfer und Geholfenen kostenlos
      – die Polizei bezahlt Faehrtickets nach Schweden
      – die Wirtschaft waechst
      – die freien Stellen koennen endlich besetzt werden
      – alle sind stolz auf Schland
      – die Mehrheit stimmt ihrer Politik zu und moechte begruest die Entscheidungen (ausser vielleicht ein paar Sachsen)

      so steht es in allen Zeitungen. Wer es anders sieht muss zum Optiker.

    • Bundeskanzlerin Merkel, werter Herr Binvonhier,
      macht auf eine einfache Tatsache aufmerksam:
      Das Asylrecht kennt keine Obergrenze.
      .
      Vor einem Jahr
      hätte ich die Hälfte
      der heutigen Meldungen
      für Satire gehalten.
      .
      Aber Seehofer sucht den Stöpsel.
      Fragt sich nur für was.

  75. Hauptsache gutgemeint
    Berliner Bibliotheken vergeben nun kostenlose Leserausweise an die Flüchtlinge, weil die sowas benötigen. Die Bibliotheken geben das mittels Presseerklärung (15:45-Uhr-Kultur-Nachrichten im „Kulturradio“) bekannt, damit die kulturradiohörenden Syrier etc. endlich kostenlos Berliner Bibliotheken besuchen können.

  76. Flüchtlingsdebatte
    Don, ich habe das Thema mal im Bekanntenkreis angesprochen und bin erschüttert: Da ist kaum ein Durchkommen, entweder wird totale, unbegründete Abneigung auf Berliner ex-Genforscher-Niveau gegenüber den Flüchtlingen geäußert, oder aber naiv-infantiles Moralgeplapper a la „nehmen wir doch alle auf, das ist doch kein Problem, wir sind ja reich, blabla“ aufgefahren. Problembewusstsein ja, aber die Einschätzung des Machbaren rangiert eben nur zwischen den Extremen, die beide vollkommen unrealistisch sind, wie, Grenzen zu, dann kommt keiner rein, oder, wie gesagt, alle einfach aufnehmen, das wird schon so einfach gehen.

  77. Pingback: De venta en venta 7 | Geschichten und Meer

  78. Zwischen den Zeilen...
    „Unsere Gesetze gelten in unserem Land.“ so zitiert Spiegel Online Fr. Göring-Eckardt aus der Bundestagsdebatte vergangene Woche. Ein Satz, der mir zwischen den Zeilen viel mehr Angst macht, denn wer hätte jemals gedacht, einen solch „Autobahn“-verdächtigen Terminus jemals aus dem Munde einer Grünen-Politikerin zu hören? Scheinbar ahnt auch gute Katrin, was für schwieriges Klientel wir uns hier einhandeln, abgesehen davon, dass es sich überhaupt nicht mit dem Gender- und Queer-Klientel der Grünen verträgt. Man darf auf die Reaktionen unserer arabischen Neubürger gespannt sein, wenn sich der Gaudiwurm des CSD durch Berlin, Hamburg oder Köln wälzt. Da werden einigen Bahnhofstänzern und -applaudierern noch die Augen übergehen.

  79. Mensch, Otto II!
    Eine ausgezeichnete Antwort. Danke!

    Viele Grüße,

    Bernard del Monaco

  80. Ein passender Songtext
    Ytitty beschreibt die Situation einer Facebook veröffentlichten Party. Ich seh die Analogie so deutlich: Teil gestrichen, damit nicht zuviel kopy

    eine beste Freundin feiert heute runden Geburtstag, dass heißt ich organisier ihr die Party des Jahrhunderts. Feiern mit paar Freunden, doch ich weiß was ihr gefällt, darum habe ich das Event ab 12 Uhr öffentlich gestellt. Gefällt mir und auch ihr, das weiß sie nur noch nicht, _________________________ sind Pflicht. Spotify-Playlist gehackt, den Wackelpudding gepimpt. Ohhhh, schon fast 12, dass heißt der Showdown beginnt.

    _________________________________________________________________________________________________________________

    Komm schon einer noch – Einer noch. Einer noch. Einer noch. Einer noch. Zu viel.

    Ohh Gott ist das krank, wir haben alle wohl zuviel getankt.
    Langeweile sieht anders aus, packt an, wir zerlegen das Haus.
    Und das ist Beerpong auf dem Flügel, das Gartenhaus wird verschürzt. ___ reihert in den Kübel, seine Mutter wird verführt.
    Was ist den hier los – eyy
    Alle machen Parteyy

    Hat irgendwie Ähnlichkeit mit Angela Tugendffurie Merkel?

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