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Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Das haben wir damals geschafft

| 180 Lesermeinungen

Wir verstehen und es wird alles vorbereitet sein, damit in dieser Richtung die Masseninstinkte gelenkt werden.
Edvard Benes

Lebte ich in einem Flüchtlingslager, und würde ich lesen, dass eine Regierung plant, für mich un meinesgleichen Zwangsvermietungen durchzuführen, und würde ich außerdem wissen, dass es so eine Wohnungszwangswirtschaft schon einmal gab, und dieses Volk in jener Zeit zwölf Millionen Menschen erfolgreich eingegliedert haben will, unter widrigsten Bedingungen, dann würde ich auch auch kommen. Das ist eine einmalige Gelegenheit. Eventuell gerade rechtzeitig zum Tag des offenen Denkmals, also morgen, und weil es dafür jetzt vielleicht schon etwas zu spät ist, möchte ich hier eine kleine Führung geben, und eine Geschichte erzählen von jenen Zeiten, deren Methoden wieder in Mode kommen und deren Erfolge herhalten müssen, um dem Volk die Vorteile des aktuellen Staatsversagens – so sue me, Merkel – nahezubringen. Ich weiß leider nicht, wie es anders ausdrücken soll, wenn München heute Nacht Notzelte aufstellen muss, weil die Weiterleitung versagt. Aber im Orient hält man sich in solchen Momenten mit dem Geschichtenerzählen bei Laune, und das möchte ich auch tun.

Wenn man heute das barocke Collegium betritt, in dem ich wohne, sieht man wenig vom Elend und von der Not vergangener Tage. Man sieht Juramarmorböden und hölzerne Treppenläufe, die für die Ewigkeit gemacht scheinen, es hängen dort Kronleuchter, die ich aus Berlin mitbrachte und alte Stiche, die einem bei der Sammlertätigkeit eben so zufallen. Man kennt das, man geht auf den Antikmarkt, um ein Rokokogemälde zu kaufen und nimmt dann für die Hausgemeinschaft auch einen Blick über Rom mit. Wirkliches Elend sieht man nur auf zwei Stichen mit Szenen aus dem Umland von Paris, die nur mit viel gutem Willen als Capriccio und nicht als Sozialstudien durchgehen.

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Das darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass es früher, in der guten, alten Zeit, so etwas wie eine vertikale Klassengesellschaft gab. Unten wohnte man im Piano Nobile behaglich und unter dem Dach starb man reihenweise an sehr unschönen Lungenkrankheiten. Zu Beginn des letzten Jahrhunderts verschieden drei Töchter einer armen Familie unter dem Dach innerhalb von wenigen Monaten an Schwindsucht. Das war auch für diese Zeiten schlimm, aber nicht sonderlich ungewöhnlich. Heute hängen dort, wo man die Leichen hinunter trug, einige schöne Biedermeierspiegel und ein venezianischer Stich mit einem Maskenfest von Pietro Longhi. Es geht eben nicht anders. „Nie stehenbleiben“ ist meine Devise, obwohl ich Historiker bin. Zähne zusammenbeißen und weiter gehen. Man sollte als Historiker entweder so abgebrüht sein, dass man bedenkenlos den burlesken Longhi in einem Seminargebäude aufhängt, in dem einige der übelsten Theoretiker und Praktiker der christlichen Religionskriege wirkten, oder sich belügen können. Dann wird Geschichte rückblickend so schön und erträglich, wie sie nie war. Mein Haus ist, das darf ich sagen, eines der finstersten der ohnehin nicht besonders hellen bayerischen Geschichte.

Eine dieser nicht so schönen Geschichten sind die Vertriebenen. Die Vertriebenen sollen momentan als Beispiel dafür herhalten, dass wir es nach dem Krieg geschafft haben, zwölf Millionen aus dem Osten zu integrieren. Wir schaffen das. Wir in Bayern ganz besonders, weil wir vor allem die Unmengen Flüchtlinge aufnahmen, die aus Tschechien kamen. Die Sudetenösterreicher. Zu Bayern haben sie nie gehört, das Sudetenland war habsburgisch, und zu Deutschen wurden sie erst unter Hitler, und dann dauerhaft nach der Vertreibung. Die CSU hat sich ihrer damals mit wenig politischem Erfolg angenommen, aber inzwischen gelten die Sudetendeutschen als gut integriert, arbeitsam und durch genetische Vermischung bald auch aufgefressen. Wir haben jede dritte Generation, wo wir zur Arterhaltung sonst normalerweise einen Stier einkreuzen, einfach Sudeten genommen, die gehen genauso. Entschuldigung, das war nicht ganz ernst gemeint, aber es ist schon so: Die sind feines, züchtiges Heiratsmaterial, die Vertriebenen.

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Die Annäherung war dennoch schwierig. Es gab viel Misstrauen, die Sudeten wurden gleich nach dem Krieg zwischen Bayern und Österreichern recht ungnädig weitergeschoben, und bei den alten Flüchtlingen ist es oft wie bei anderen alten Leuten: Sie hatten diesen Tiefpunkt im Leben, von da an wurde es besser, und die alten Geschichten hat man verdrängt. Man hatte gar nicht die Zeit dazu, es gab genug zu tun, und wenn Vertriebene heute in Großkarolinenfeld und ähnlichen Siedlungen davon erzählen, mit Blick auf die Berge vor ihren schmucken Häusern, dann klingt das alles gar nicht mehr so hart. Niemand wollte damals zur sonstigen Not in den ausgebombten Städten auch noch Flüchtlinge, und dass man sie aufgenommen hat, lag alleine an den Zuweisungen durch die Wohnungszwangswirtschaft. Deutschland hat das Elend seiner Nachkriegsjahre inzwischen geistig entsorgt, und was diese Wohnungszwangswirtschaft wirklich bedeutet, wissen nur noch die Wenigsten. Daher kommen vermutlich auch die fröhlichen Vergleiche mit den syrischen Flüchtlingen, die jetzt kommen und auch alle einen Anspruch auf eine Wohnung haben, wenn wir sie anerkennen. Ich habe keine Ahnung, wie das gehen kann, denn wir bauen mitten im Boom deutlich weniger Wohnraum, als wir für die Flüchtlinge bräuchten.

Ich weiß nicht, wie das technisch, baurechtlich, in Sachen Infrastruktur und Baugrund, mit allen sozialen Nebenwirkungen und wirtschaftlich möglich sein soll – daher kommen wohl auch inzwischen angeblich dementierte Meldungen, man wollte jetzt ein Gesetz zur Zwangsvermietung prüfen. Damals war das anders, das Gesetz gab es auch schon bei den Nazis und in der Weimarer Republik, und nun wurde es eben noch schärfer durchgesetzt. Bei uns – mein Grossvater war damals ein hohes Tier in der Stadtverwaltung und zuständig unter anderem für Brennmittelverteilung und Displaced Persons – bedeutete das, dass ein Flüchtling trotz bester Beziehungen zum Amt im dritten Stock schlief, in einem Wandrücksprung unter der Treppe, die zum Speicher führt. Auf dem Gang, mit einem Vorhang vor der Nische, die jetzt ein Regal für Schuhe der Mieter ist.

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Und zwar nicht nur für eine Woche, sondern für fünf Jahre.

Ohne Heizung, ohne Wasser, ohne Bad, ohne Küche, ohne Schrank, fünf Jahre in dieser ihm zugewiesenen Ecke. Sie wirkt zu klein? Man kann die Beine abwinkeln und draussen lassen. Alternative? Die Strasse.

So, unter diesem enormen Druck, funktioniert natürlich auch Integration. Wer im ersten Winter nach dem Krieg hier nicht erfrieren wollte, musste sich so gut stellen, dass er bei anderen in der Küche schlafen konnte. Meine Wochenmarktbäckerin hat mir gerade noch erzählt, dass ihr Schwiegervater fünf Jahre auf einem Bauernhof im Stall schlafen musste und nur das Essen für seine Arbeit bekam. So gesehen ist diese Stelle unter der Treppe gar nicht so schlecht. Wer sich nicht abrackerte, verhungerte damals. Hier hat also ein junger Mensch, der gerade dem Flakhelfertum entkam, fünf Jahre seines Lebens verloren. Es ist, wie gesagt, noch nich die schlimmste Geschichte des Hauses, von dem aus sich religiöser Fanatismus über den halben Kontinent verbreitete. Aber sie ist schon recht übel, weil es noch nicht so lange her ist, und die Überwindung dieses Zustands eigentlich eine Erfolgsgeschichte dieses Landes ist. Aber eben auch eine, bei der man nie vergessen darf, wie gross für die Menschen damals das Leid war. Die Wohnungszwangswirtschaft ist hauptverantwortlich für die jahrzehntelange Ablehnung der Flüchtlinge, weil sie einem aufgezwungen wurden, und für das Misstrauen der Flüchtlinge, dass die Einheimischen sie für Menschen zweiter Klasse hielten. Heute hat sich das eingerenkt, die Geschichten sind verschwiegen, die erste Generation oft schon tot und all die Baracken und Notlager sind weggeräumt. Wir haben auch hübsche Bilder aufgehängt.

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Aber vergessen haben wir nicht und als ich heute auf dem Wochenmarkt – wie alle – von den Plänen der Regierung sprach, da kamen sie wieder, die alten Geschichten, die totgefroreren alten Leuten der ersten Winter, der Hunger, die Läuse, das Elend, die Lungenkrankheiten, der Schwarzmarkt, die Bestechungsversuche, die teilweise ruinierten Wohnungen, der Gestank, die Enge. Man redet nicht darüber. Man hat es nicht mehr erlebt, man weiss es nur von den Alten, aber der Gedanke, dass so etwas wieder kommen könnte, ist für die Besitzenden und jene, die sich danach den Besitz aufgebaut haben, nicht leicht erträglich. Es rührt an ein paar mit Heimatfilmen un mit Eierlikören betäubten Traumata, und ich denke, wenn es irgendetwas gibt, das in diesem Land die Erkenntnis reifen lassen wird, dass wir es sicher nicht schaffen: Dann sind es die Methoden aus der Epoche, da dieses Land es selbst verschuldet auch nicht selbst geschafft hat.

„Es ist doch nur vorübergehend“ dachte man damals auch. Es ist am Ende so gewesen, dass das Provisorium sehr lange Bestand hatte – so wie bei den Turnhallen und bei den Ausnahmesituationen am Bahnhof München. Es hat fraglos dazu geführt, dass sich zwölf Millionen Zwangseinquartierte angepasst und integriert haben, Bausparer abschlossen und ihre Reihenhäuser als Erlösung von einem Stigma empfanden. Es ist möglich. Wir haben das zwangsweise geschafft. Und jeder, der fünf Jahre seines Lebens bei mir in diesem Loch haust, hat dann auch die moralische Berechtigung, Wohnungszwangswirtschaft zu fordern und die Geschichte der Vertriebenen – abzüglich der Gräuel im Sudetenland – als Argument für die Beherrschbarkeit der aktuellen Krise zu verwenden.

Wer das nicht schafft, in diesem Loch auf einem ungeheizten Gang, sollte vielleicht vor der Geschichte ein wenig nachdenken. Und Schlüsse für eine ehrliche Debatte der Gegenwart ohne Geschichtsklitterung ziehen.

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180 Lesermeinungen

  1. Wenn der Gedanke bei den Urhebern
    Der Zwangseinweisungsgedanken nicht so abwegig wäre – sie kommen alle aus der „Refugees willkommen“ Fraktion, dann müsste man böserweise annehmen, dass der Gedanke entwickelt wurde, damit Deutschland seine Grenzen schneller schliesst.

    So muss es sich um absolut grenzenlose Dummheit handeln. Nur das erklärt, warum man einen Gedanken öffentlich ernsthaft erwägt, der die absolut schnellste vorstellbare Möglichkeit darstellt, Deutschland in Ungarn zu verwandeln. Wer die Deutschen, streiche, wer Menschen kennt, weiss das.

    Als Zuwanderungsskeptiker werde ich gerade heute jeden Tag gelassener. Zuwanderung in Idee und Praxis wird gerade aus Mitleid, Dummheit, Ignoranz, Überschwang und Unfähigkeit voll vor die Wand gefahren, dafür meinen ausdrücklichen Dank an Prantlhausen und Merkelheim.

    Gruss,
    Thorsten Haupts

  2. Titel eingeben
    Offene Grenzen und Sozialstaat gehen nicht zusammen. Und wenn man sich gegen den Sozialstaat entscheiden wollte, müsste man vorher noch das allgemeine Wahlrecht abschaffen.

    Aber irgendwie fühlt es sich gerade so an, als würde sich alles jetzt sehr schnell verändern.
    Wer die Zeitungsüberschriften von vor vier Wochen durchgeht, sieht noch ein anderes, lethargisches Deutschland.
    Jetzt sind beide Seiten dabei, Gefechtsbereitschaft herzustellen.

    • Ja, eierlegende Wollmilchsäue gibt es nur im Märchen
      Ganz richtig – jedes Land hat ein natürliches Interesse daran, seine Errungenschaften (wie bspw. den Sozialstaat) nach außen hin abzusichern. Eine Eigenschaft, die jedes System zwangsläufig aufbauen muss, um seinen Bestand zu garantieren.

      Interessant dabei ist m.E. ein letztlich moralischer Einwand. Das, was der „Westen“ und somit auch Deutschland sich über die Jahrhunderte aufgebaut haben, wurde am anderen Ende immer den „schwächeren“ Kulturen abgerungen, mit mehr oder weniger Gewalt. Es ist beileibe nicht alles aus eigener Kraft quasi aus dem Nichts entstanden.

      Deutschland wiederum verdankt seinen Wohlstand nach 1945 ebenso wenig weder alleinig dem Erfindungsreichtum seiner Bewohner noch den Bodenschätzen oder sonstiger Ressourcen. Massive Wiederaufbauhilfen waren es am Ende, die den gewaltigen Sprung nach vorne doch erheblich begünstigt haben.

      Wo aber ist für unsere heutige Zeit, in der wir alle Nutznießer der Vergangenheit sind, die Grenze zu ziehen zwischen einer offenen Haltung, die etwas von dem zurückgibt, was einst errungen bzw. geschenkt wurde, und den schlichten Anforderungen nach Bewahrung des „Eigenen“…

    • die wurzeln des wirtschaftswunders
      kommenatator, grundlage des bundesdeutschen wirtschaftawunders war nicht der marshal-plan, der bekanntlich so üppig war, dass tausende von den vom himmel fallenden geldsäcken erschlagen wurden.
      .
      es waren im inneren billige löhne, wie beschrieben gab es arbeitssuchende genug btw, es waren auch die ansprüche geringer, 65 qm für die vierköpfige familie waren bis in die späten sechziger der standard. in berlin-west hatte 1868 jede dritte wohnung kein bad.
      .
      im äusseren waren es die amerikaner, die beschlossen, in korea krieg zu führen, die waffen dafür im eigenen lande zu produzieren und die konsumgüter von ausserhalb zu beziehen.
      .
      eine unterbewertete d-mark besorgte dann den rest.

  3. Mitgefühl für Frau Merkel
    Werter Don, umso mehr sollten Sie Verständnis für Frau Merkel aufbringen, die die Zeit bis 1989 eingesperrt in der Zone verbracht hat, wo die Folgen des verlorenen Krieges umso schwerer zu ertragen waren. Ich jedenfalls hätte persönlich mit massiven Hassgefühlen auf uns Westdeutsche zu kämpfen, hätte ich meine Jugend hinter der Mauer mit Typen wie Honecker verbringen müssen. Erschwerend kommt hinzu, dass die Eltern unserer Frau Bundeskanzlerin diese als Kind erst dorthin verschleppt haben. Mich beschleicht ganz langsam das Gefühl, dass die merkelsche Politik die Rache an uns ist. Erst die Ersparnisse durch Eurorettung vernichtet und jetzt eben den Lebens- und Wohnraum für Asylanten konfisziert. Mal sehen, was noch so kommt. Die Ostdeutschen haben immerhin viel länger in der Mangelwirtschaft ausharren müssen, die sind uns darin überlegen.

    • Immer das Wesentliche nicht vergessen
      Sie haben nicht erwähnt, dass die Deutschen sich diese Regierung FREIWILLIG und mehr oder weniger demokratischen Wahlen selber gegeben haben.

      Es gibt also keinen Grund warum sie jetzt nicht auch damit leben sollten und die anfallenden Rechnungen bezahlen.

      Vorhin sah ich den münchner Bürgermeister im ZDF gestehen, dass man wohjl die Flüchtlinge vo Samstag noch unterbringen können wird, aber selbst dem SPD Mann ist mittlerfwiel aufgefallen dass soveile auch morgen wieder kommen werden und übermorgen.

      Ziemlich am Anfang dieses Blog steht der Satz der das alles ganz wunderbar ehrlich zusammenfasst:

      „….um dem Volk die Vorteile des aktuellen Staatsversagens – so sue me, Merkel – nahezubringen. Ich weiß leider nicht, wie es anders ausdrücken soll, wenn München heute Nacht Notzelte aufstellen muss, weil die Weiterleitung versagt.“

      Die demokratische Mehrhéit hat als Lösung aber eine Mehrheit anzubieten.

      Man will „Gut-Mensch“ zum Unwort des Jahres wählen.
      Nun…. dann macht mal schön

      TDV
      (Wenn ich statt Gast meinen Namen eingebe, dann verschluckt WordPress mittlerweile IMMER alles)

    • Ich frage nach, vielleicht kann man das schnell lösen.

      Ja, natürlich tut Merkel nichts. Das ist doch genau ihre Art. Bei der commerzbank ging es knapp ans Systemversagen. Das ist typisch und nur wenn es zu schlimm wird, simuliert sie Kompetenz. Ich habe sie nicht gewählt und der historische Rückblick wird sie als die Rache des Ostens und der SED am Westen identifizieren.

    • Rache am Westen?!
      Ich würde mal sagen, der Westen nimmt sich immer noch zu wichtig, mein lieber Don. Das ist zwar verständlich, dass man meint, der ganze Osten müsse nun sehr traurig sein, weil man ihn seit einem dreiviertel Jahr seine tiefe Verachtung mitteilt. Aber nach fest kommt lose – und ich nehme an, der Osten lässt gerade los (auch bei Pegida mischen ja inzwischen die Westler mit, diese Tatjana!) Auch die Kanzlerin plant keine Rache, im Gegenteil: Sie gibt dem Westen, exakt das, was er unbedingt haben wollte! Dafür habt Ihr sie doch gewählt? Wer malt denn die Refugee-Schildchen mit den Herzchen? Nicht die Kanzlerin, sondern Münchener schicken ihre Töchter zum Bahnhof. Wer sorgt sich denn um die Demographie und den Fachkräftemangel? Nicht die Kanzlerin, soviel steht mal fest. Und wer hat wegen Pegida permanent „Nazi“ geschrieen – na, dieselben, die jetzt von „nationaler Aufgabe“ reden. Schaut Euch um … ist doch schon keiner mehr da! In Hamburg gingen 10.000 Menschen auf 37 Personen los, weil letztere „Patrioten“ sein wollten. Die armen Irren … die sind doch keine Patrioten, das sind Don Quichottes – denn mit den 10.000 (die gleichsam den Westen repräsentieren) ist ja ersichtlich kein gemeinsamer Staat zu machen; die lehnen ja alles Gemeinsame als „Nazi“ ab.

      Nein, ich würde sagen – der Westen hat so lange gegen die Nation gewettert, bis ihm die Kanzlerin den Wunsch letztlich erfüllt hat. Deutschland – das war einmal und kommt nicht wieder. In Wirklichkeit gibt es die BRD und ihre Bürger und die sind nicht einmal am Statuserhalt interessiert; vielleicht verstehen sie nicht, dass es mindestens der BRD für ihren eigenen Status braucht – oder sie haben sich aufgegeben.

      Der Osten muss und wird umdenken und schauen, mit wem von den Neuankömmlingen er klar kommt – und mit wem eben nicht. Vielleicht erleben wir da noch Überraschungen – mit den Russen und mit den Vietnamesen geht´s doch auch! Das alles geht nur deshalb, weil sich alle klar positioniert haben – und das ist wiederum das Verdienst von Frau Dr. Merkel, ihrem Kabinett und dem Bundespräsidenten : Sie ermöglichen uns allen, eine echte Übersicht zu gewinnen – damit wir uns frei entscheiden können und dabei nicht getäuscht werden. Das ist eine wahrhaft historische, eine patriotische Tat, die die Kanzlerin da vollbringt. Der letzte Dienst.

    • Titel eingeben
      Ein sehr interessanter Aspekt, den ich so noch nicht erwogen habe. Aus tiefenpsychologischer Sicht allerdings sehr gut nachvollziehbar und durchaus ernst zu nehmen.Wer weiss schon, was sich hinter der Stirn und im Seelenleben dieser Frau wirklich abspielt ? Darüber hinaus dürfte der
      Ansatz, privaten Wohnraum zu vergesellschaften durchaus mit realsozialistischem Gedankengut kompatibel sein. Immerhin ist die Frau Bundeskanzlerin ja in einem deratigen System sozialisiert worden und hat selbiges allein durch ihre FDJ-Aktivitäten mit getragen.

    • Titel eingeben
      Vielen Dank für Ihren Beitrag. Sie sprechen mir aus der Seele.

    • Dr.
      Soll ich mich jetzt noch dafür entschuldigen, dass ich in Westdeutschland (Jahrgang 47) aufgewachsen bin?

    • Titel eingeben
      Die Merkel ist die Tochter eines west(nord)deutschen Popen mit allen Möglichkeiten Ost und West zu bereisen! Also nix mit Zonentussi. Sie ist quasi die „Fledermaus“ der äsopschen Fabel.

  4. ...also wirklich...
    „Wir haben jede dritte Generation, wo wir zur Arterhaltung sonst normalerweise einen Stier einkreuzen, einfach Sudeten genommen, die gehen genauso.“

    Der war gut, ich muss jetzt noch japsen!

    Dank an Sie und mittlerweile auch die FAZ als einzige mediale Stimme der Vernunft bzw. Skepsis. Kann es sein, dass die aktuelle Entwicklung die implizite Rache des ‚real Life‘ an unserer eventverwöhnten Kindergeburtagsgesellschaft darstellt? Und trifft sie auf eine Bundeskanzlerin, die ihre eigene Kinderlosigkeit nunmehr in eine seltsame Sentimentalität treibt?

    • Seltsame Sentimentalität?
      Ich habe eher die Befürchtung der medizinischen Indikation. Das ist nicht böse gemeint, kann jeden treffen. Diese Selfies, der hektische Tourismus Marxloh, Bruckberg, Syrien, Lager hier, Lager dort und allerlei andere Lokationen; honigmilde Worte allerorten und die große Lust am eigenen Bild – ist ihrer das noch würdig? Eine mir nahestehende weibliche Person fing auch so an, man schob es zunächst auf die Menopause, sie konnte aber später operiert werden.

    • Misogyn ...
      … war das Ding mit der Menopause ja überhaupt nicht. Noinnoinnoin.
      Da hilfts auch nicht, wenn man sich hekate nennt.

      Merkels schnelle taktische/populistische Adhoc-Entscheidungen auf Hormonstörungen zurückzuführen, verrät nur eins, wie wenig man von ihr weiß. Und verät mehr über den ders sagt, als über sie. Bei ihrer Entscheidung nach den Geschehnissen von Fukushima, endgültig von der Atomkraft Abschied zu nehmen, hat keiner über Hormonstörungen räsoniert oder geklagt.

      Ich weiß ja nicht, wie ich reagieren würde auf so eine Hormonstörungs- oder Krankheitsunterstellung, wäre ich Frau und wäre ich gleichzeitg kinderlos und 61. Wie ich reagieren würde, wenn ein Flegel oder eine Flegelin mir mit der Hormon-Unterstellung „versteckter Kinderwunsch“ und „Sentimentalität“ käme. Ist jemals dem Herrn Dr. Schäuble unterstellt worden, seine Entscheidungen kämen psychisch/adrenalin-ell davon, dass er einen versteckten Laufwunsch hätte und dass er nur alters-sentimental sei, weil er am EURO festhalte.

      Mal ehrlich also, das war misogyn, nicht wahr.

    • @Gästin
      Ich glaube, bei Ihnen ist Mitgefühl und weibliche Solidarität besser ausgeprägt als das Textverständnis.

  5. Die Rechnung, bitte!
    Jetzt hatte ich länger keine Zeit, zu lesen und zu schreiben – aber der Ductus der letzten Beiträge unseres Gastgebers quetscht doch ein bisschen Senf aus mir heraus, um ihn dazuzugeben…
    Die Scheinheiligkeit unserer Politiker, dieser zwangsteddybärenverschenkend klebrige Optimismus ruft doch verschärften Brechreiz hervor. Ich denke, in gewisser Weise bekommen wir heute allmählich die Rechnung präsentiert für eine Weltwirtschaft, in der nur eine kleine Finanzoligarchie die richtig fetten Gewinne einfährt, und der Rest der Welt immer mehr die Grundlagen zur ehrlichen Arbeit verliert. Immer billiger wird outgesourcet, dass selbst in China bestimmte Arbeiten zu teuer werden.

    Wer nach Afrika Hühnergerippe, Elektroschrott und stinkende Gebrauchtturnschuhe exportiert, darf sich über den Kollaps der lokalen Wirtschaften nicht wundern. Die alte Leier mit den Fischfabrikschiffen und der Piraterie möchte ich nur erwähnen.

    Unser ganzes Leben besteht aus Widersprüchen, wir können halb Afrika weder im Mittelmeer ersäufen, noch ihnen allen Mechatronikerpositionen bei Audi oder BMW zuschanzen. Und diese Widersprüche sehen noch relativ komfortabel aus, wenn man nun dass Muffensausen hat, was aus der tollen Investition mit der im Internet tageweise vermarkteten Wohnung in Berlin wird, die offiziell „leer“ steht.

    Als der Chef seinen Opel Kapitän und sein tägliches Fleisch auf dem Teller genoss, und der Arbeiter sich dann über sein erstes Badezimmer freuen konnte, war der Abstand nur halb so krass wie heute: die einen leben in einem unvorstellbaren Luxus, die anderen haben nicht mal ein Zelt, jede Menge verlorenene Verwandte und ein Smartphone, dass ihnen immerhin jeden Morgen zeigt, WIE beschissen es ihnen wirklich geht.

    Die Ungleichheit ist nicht das Problem, das Problem ist die quantitative Riesigkeit der Ungleichheit, die einfach alle demoralisiert: wer sich an den Luxus gewöhnt hat, möchte seine Ferienwohnung in St. Tropez auch nicht gerne von einer albanischen &+% Familie verwüstet haben, um jetzt bloss nicht politisch unkorrekt zu werden – mit dem Extra, dass eine Zwangseinweisung von Flüchtlingen in luxuriöse Ferienwohnungen als Nebenwirkung die regionale Tourismuswirtschaft dahinraffen würde, wenn der zahlreiche gelangweilte Nachwuchs der Neubürger Kreativität bei lukrativen Zeitvertreibsmöglichkeiten walten lassen würde.

    Und wenn das nicht geht – warum sollte man Privatwohnungen in der Stadt beschlagnahmen dürfen? Was wäre die Rechtgrundlage? Wenn Ferienwohnungen tabu wären?

    Widersprüche, Fragen, Perspektivlosigekeiten, und 80% der Griechenland-Milliarden gehen sowieso ins Finanzkasino.

    Sicher wären -wie bei den Vertriebenen- viele Talente der Flüchtlingen gewinnbringend nutzbar, WENN es die betreffende Arbeit heute noch gäbe.

    Dass da soviele in den betreffenden Ländern sich für die klare Gebrauchsanweisung eines festen Glaubens entscheiden, um die Desillusionierung über der Sozialismus zu verkraften und an den Widersprüchen des modernen Kapitalismus nicht irre zu werden, kommt mir relativ naheliegend vor, um so mehr, je weiter die Talentbegabung entfernt ist vom Profil des Informatikingenieurs, des Gentechnikers oder des Einspritzanlagenspezialisten.

    Und die verzweifeln dann im online-Supermarkt der Beziehungsangebote und sonstigen Lebensoptionen und werden depressiv frühverrentet.

  6. Titel eingeben
    Ich erinnere mich noch gut, nach dem 2. Weltkrieg wurden bei meiner Grossmutter in Regensburg zwei erwachsene deutsche Personen aus dem Osten zwangseinquartiert. Das bedeutete in diesem Siedlungshaus, dass wir Enkel aus dem zerstörten München, später Augsburg unsere Großeltern nicht mehr besuchen konnten, es war schlichtweg kein Platz mehr da. Ein Bad, eine Küche. Ich war ein Kind, man hat sich arrangiert, war aber nicht amused. Ich hoffe sehr daß unsere Politiker schnellstens erkennen was sie uns antun mit ihrer Aufnahmebereitschaft.

  7. Geschichte Ihres Domizils
    Sehr geehrter Don Alphonso,
    Eine Frage an Sie als Historiker:
    Was hat es denn mit der Geschichte Ihres Hauses auf sich?
    Mit freundlichen Grüßen
    Doris Oltramari

    • Das uss ich mal genauer aufschreiben – es war eines der grossen Zentren der Ecclesia Militans während der Gegenreformation.

  8. wen soll das interessieren
    Die Bundeskanzlerin, oft beschimpft und belächelt (im Westen) natürlich nicht, darauf brauchen Sie gar nicht erst bauen. Und die ganzen Bewohner der alten BRD, die Fähnchen schwenken und die refugees welcome heißen und sich an Pegida abarbeiten – na, die doch wohl erst recht nicht. Sein Sie dankbar, wenn die nicht beschließen, dass sie Ihre Wohnung aufgrund Ihrer Einstellung mit jemandem teilen müssen. Die Wohnung – nicht Ihr Schuhregal.

  9. Es könnte aber auch so aussehen...
    In D leben hunderttausende verwitwete RentnerInnen allein in relativ großen Wohnungen oder Häusern. Wenn da eine Familie hineingesetzt wird – die dann vielleicht noch unerwarteten Zuwachs durch diverse Cousins bekommt – dürfte sich die Wohngemeinschaft doch deutlich anders organisieren, als es nach ’45 üblich war.

    Mir ist auch nicht klar, warum die Lagerinsassen warten sollten, bis sie irgendwo eingewiesen werden. Wenn es demnächst kalt in D wird, wird der Leidensdruck mglw. zu Selbsteinweisungen führen. Ob die Polizei die Wohnungen dann wieder räumen wird? Aus Sicht des Staates wäre diese Situation vielleicht gar kein Problem, sondern eher eine Lösung…

  10. Herr Haupts
    Ich darf doch bitten, die Bk ist nicht dumm und Fehler macht sie
    sowieso nicht.
    Einem Kommentar der Welt konnte man entnehmen, dass diesen Ereignissen jahrelange Planspiele vorausgegangen sind.
    Die Reaktionen der BK sind im Plan.

    Entsprechend dem Eingangszitat zu diesem Beitrag.

  11. Willkommen!
    Wie selten man doch heutzutage die Möglichkeit zur Kommentierung erhält! Nun gut, ich will nur kurz daran erinnern, dass in den Einzugsgebieten der Großstädte, wo heute die 70er Jahre „Neue Heimat“-Bauten in Klötzchenbauweise Hühnerkäfige für Menschen bieten, einst sogenannte „Baracken“ standen, für die Vertriebenen und Kriegsflüchtlinge, die es irgendwie nicht geschafft haben, am Wirtschaftswunder der 50er und 60er Jahre ihren Anteil zu finden. Derartiges wird im Schatten dieser Hochhäuser jetzt schon bald entstehen. Die Bauordnungsvorschriften werden außer Kraft gesetzt, damit man die notleidenden Immobilienhaie nicht mit armem Völkerwanderungspack (=Ironie!) belästigen muss. Es ist doch viel schöner, wenn in den zunehmend verlasseneren Innenstädten Immobilienwerbeschilder jahrelang den Leerstand der Geschäftsimmobilie verkünden, als wenn man derartigen Leerstand mit zuwandernder Bevölkerung nützen würde. Besser, man bringt die armen Syrer dahin, wo sie hingehören, an den Stadtrand, wo auch schon die ganzen anderen Systemverlierer ihr nicht ganz so schönes Zuhause gefunden haben. Besser als im Zelt im Winter im Englischen Garten, das will doch nun wirklich niemand.

  12. Titel eingeben
    Von der Societas Iesu hat sich nicht nur Fanatismus ausgebreitet. Oder, habe ich die Geschichte Eueres Palazzo falsch verstanden, Ew. Liebden ?
    Ich denke da an die sogenannte ‚Jesuitenreduktion‘.

    Man schliesse nie von einem faulen Apfel auf die Verdorbenheit seines Baumes.

    • Der berüchtigte Herr Tily ist darin unter anderem gestorben. Es gab aucher auch noch anre finstere Gestalten.

  13. Wie unangenehm
    Heute Abend wird die Flüchtlingswelle vielleicht nicht in das ehedem Jesuitische Kolleg Euerer Liebden hinein schwappen.

    Obwohl dort vermutlich genügend Platz wäre, n’est pas?

  14. Der Hauptunterschied zu damals
    wird noch nicht einmal hier, geschweige denn in “ den Medien“ thematisiert. Seinerzeit kamen Europäer, mit gewissen “ Sekundärtugenden“ ausgestattet, vielleicht mit “ Selbstdisziplin“ und “ Fleiß“ recht gut umschrieben.Dazu kommt die Primärtugend Intelligenz, weil angeboren. Die jetzt kommen, haben diese Tugenden nicht, denn sonst hätten sie ja in ihren Herkunftsländern eine Leistungs-und Industriegesellschaft aufgebaut. Die jetzt kommen, bleiben nicht 5 Jahre in der zugewiesenen Ecke im Treppenhaus, um sich dann ein eigenes Haus zu bauen. Die jetzt kommen, können schon wegen ihres “ afrikanischen IQ“ um die 85 den Zusammenhang zwischen den schönen Dingen der Industriegesellschaft und oben genannten Tugenden zur Schaffung selbiger nicht nachvollziehen. Sie sind magischem Denken verhaftet und das läßt sich auch durch Bildung( Integrationskurse) nicht ändern, eben weil der IQ im wesentlichen angeboren ist. Die Magiker werden versuchen, sich mittels krimineller Akte ihren Anteil an den schönen Dingen dieser Gesellschaft zu holen. Und da bis 2020 vielleicht 5 Millionen dieser Leute kommen, bis 2030 vielleicht sogar 20 Millionen, ist diese Gesellschaft dann kaputt. Interessanterweise verstehen das die Leute mit den höheren IQs nicht. Oder wollen es nicht verstehen, ist doch Verdrängung zwecks Gutmenschtum wohl das höchste Glück des Nachkriegsdeutschen.

  15. Okay, reden wir über Politik
    Was soll die Politik jetzt machen?
    .
    Den Ungarn deutsche Technik zur Verfügung stellen, damit sie ihren Zaun endlich dicht kriegen?
    .
    In Tunesien oder Algerien (Bilfinger & Berger) eine Containerstadt aufbauen für Millionen und alle Flüchtlinge dort abladen?
    .
    Bitte nur ernstgemeinte Vorschläge

    • HM555
      …bemühen Sie aich bitte nicht.
      Im Kanzleramt liegen die Blaupausen in den Schubladen.

    • Glauben Sie?
      DAs kommt von das: Immer glauben, dass die da oben ihren Job schon machen werden.
      .
      Nö!
      .
      Die haben. keine. Blaupause.
      .
      Sondern machen jetzt mal blau. Und Pause.

    • Titel eingeben
      Hans Meier, es gibt eine umfassende Sofortlösung: Den Amerikaner aus seinen Kasernen rausschmeissen und die Flüchtlinge dort einquartieren.
      Vorteile:
      Kosten bei fast Null
      Frieden in Syrien

    • Titel eingeben
      US-Kasernen räumen, Flüchtlinge einquartieren

  16. sudentendeutsche
    nun müssen wir wohl mal einen punkt machen:

    die heimatvertriebenen aus dem sudetenland – sofern sie die todesmärsche der neuen machthaber in der tschechoslowakei und ethnischen säuberungen in ungarn und tito-jugoslawien überlebten – kamen in die bonner republik genauso wie die hundertausende von adenauer aus stalins todeslager geretteten und wurden integriert.

    aber: die republik war durch die kriegs- und bombardementverluste unterbevölkert, die neuen waren integrationswillig, der arbeitsmarkt leer an arbeitskräften, das wirtschaftswunder kam, die bauordnungen schrieben noch nicht wie nun in BaWü kostspielige dachbegrünung und fahrradständer vor, wohnraum war schnell da, da neubau und ausbau unkompliziert, die hinzukommenden grenzten sich nicht durch kopftücher und seltsame rituale ab, und die die kamen stellten keine ansprüche, waren einfach froh, dem terror der tschechen oder stalins-schergen entkommen zu sein.

    laut frau nahles (20 semester studium) sind 10 % der ankömmlinge direkt auf dem arbeitsmarkt einsetzbar. aber wo ? decken sie die lücke der 2500 fehlenden busfahrer ab ? die fehlenden landärzte ? das fehlende pflegepersonal in altenheimen ?

    und was machen die restlichen 90 % ?

    die ganzen einwanderungsbefürworter kommen aus regionen, die kaum etwas leisten, dort wo die schwarzen seit jahrzehnten gute politik machen und gewählt werden, das sendet man die flüchtlinge hin: beispiel aufnahmestelle ellwangen, total überlastet, tut was es kann, typische CDU-hochburg und Grünen-tiefland.

    nur damit kein Grünen-wähler mit dem flüchtlingsalltag konfrontiert wird. selbst wenn ich mich wiederhole: tübingen, freiburg, konstanz, in den Grünen-hochburgen fehlanzeige. grosses lamento, aber keine leistung.

    und dann noch herr Matthias Müller von Porsche, der leitwolf der industriellen welcome-fraktion: nach dem krieg bauten firmen wohnheime und siedlungen für die neuen aus dem osten und stellen sie ein gegen gute bezahlung. wo ist die Porsche-initiative ?

    das Porsche-zentrallager in sachsenheim bietet 113.000 quadratmeter platz, die verkehranbindung ist excellent.

    und die regierungsspitze: nennt fünf punkte auf einem spickzettel einen masterplan.

    der Horst der kanns und sagts: das syrische problem kann mann oder frau wohl NUR in oder mit syrien lösen. nicht in ellwangen oder sachsenheim.

    vielleicht hätte er doch mit keiner zum pabst und keiner ins bett gehen sollen.

    vielleicht sollten wir zu syrien Tödenhöfer befragen.

  17. Freude schöner Götterfunken
    Jedem Flüchtling eine Gratis-CD in die Hand drücken, mit dem Schlußchor aus der Neunten (Kurt Masur, Gewandhaus).

  18. Na wenn das mal gut geht
    Habe mir gerade eine alte Sendung von Sloterdijks „Philosophischem Quartett“ von 2006 auf Youtube angeschaut. Gunnar Heinsohn erläutert darin, daß man die Zahl der überzähligen jungen Männer des überbevölkerten Südens, die die Migration zu uns konkret ins Auge fassen, gerne mit 300 Millionen ansetzen darf. Dagegen sind die 10.000 Neuankömmlinge heute in München ein Klacks. Merkel hat die Schleusen geöffnet; nun wird sie die Geister, die sie rief, nicht mehr los.

    Falls das Gerücht stimmt, dann hat Merkel bereits ein 12 ha-Grundstück in Paraguay gekauft, für „die Zeit danach“. Wenn es hier also so richtig krachen wird (und das wird es), wird sie schon längst dort auf ihrer Hazienda sitzen. Wer weiß, im Wohnzimmer ist dann vielleicht Fachwerk-Deutschland als niedliche Modellbahn wieder aufgebaut, wo sie sich schmunzelnd und mit irrem Kichern daran erfreuen wird, wie der Flüchtlings-Railjet im Kreis herumsaust…

    • Harr Harr
      Bereits jetzt schon ist das gesamte Kabinett durch Doubles ersetzt.

      M. sitzt in ihrem Bonker an einem geheimen Ort. Beim Spielen mit der Modelleisenbahn hört man im Hintergrund ein leises „Willkommen. Willkommen. Willkommen … “
      Wie in Bölls „Nicht nur zur Weihnachtszeit“.

    • Politiksimulation ist das Wort der Stunde. München hat Krise und Mamma Merkel hat auszeit.

      Wenn Seehofer es ernst meinen würde, wäre jetzt Zeit für Kreuth2.0.

    • Titel eingeben
      …ausgerechnet paraguay.
      .
      es gibt da die geschchte vom schwäbischen schultes, der für seinen ruhestand vorsorgen wollte. er hatte sich das so gedaccht, dass er in seinem ruhestand wieder die landwirtschaft treiben wollte, diesmal aber richtig und nicht auf ein popligen paar hektar, wei sein vater und sein grossvater.
      in paraguay wurde ihm gesagt, sei landwirtschaftliche fläche billig und das vieh auch. entsprechend wurden, über einen vermittler, ein paar tausend hektar land und stücker hundert kühe gekauft, war alles agenhaft billig, verglichen mit den preisen im ländle.
      .
      der schultes wurde dann pensionert und reiste nach paraguay auf seine ländereien. die sahen eher satubig aus, der verwalter zeigte ihm ein paar in patraguyanischerr sonne bleichenden gerippe, und meinte, die kühe seien bald nach ankunft verreckt, es gäbe auf den ganzen tausenden hektar keinen tropfen wasser.

  19. München Ausnahmezustand - Hier Normalität
    1000 bis 2000 Landflüchtige kommen jeden Tag nach Mumbai. Bis jetzt hat es in diesem Monsun in Maharashtra wenig geregnet. Es werden also eher noch mehr werden. Das ist hier Normalität. Gerade haben sich 200 Meter von meinem Haus wieder einige Familien neben der Hauptstraße eingerichtet. Irgendwann verschwinden sie, manchmal werden sie von der Polizei der irgendwelchen Schlägertrupps vertrieben. Die Realität der indischen Art von Entwicklung. Niemand regt sich auf. Die ethnisch-religiös-ökonomische Ghettoisierung ist Voraussetzung für ein einigermaßen friedliches Zusammenleben. Ist ähnliches die Zukunft Deutschlands?

  20. Realistisch bleiben
    Wer sollte denn Zwangseinweisungen in bewohnte Gebäude durchführen? Die ausgedünnte, völlig überforderte Polizei? Eine Bundeswehr, deren Mannschaften heutzutage größtenteils aus Ost- und sog. „Russlanddeutschen“ besteht (mit entsprechender Tendenz in eine politische Richtung)? Maximal wird man versuchen, Privatleuten mittels sehr viel Kohle einen Anreiz zur Flüchtlingsaufnahme zu geben. Das ändert aber nichts daran, dass die BRD in ihrer jetzigen Form bis spätestens zum Jahreswechsel an die Wand gefahren ist.

    • Leerstand etc.
      Realistischere Einschätzungen gibt es nebenan beim Rainer Honk: Wenn überhaupt geht es natürlich um Einweisung in leerstehende Wohnungen, von denen es in D-land ja viele gibt.
      Ohne Bombenkrieg und Massenflucht sind die Geschichten von den Treppenabsätzen halt auch übertrieben.

    • Das Problem beim Jerstand ist aber, dass er meistens den Ansprüchen an die Sicherheit nicht genügt. Man kann das machen und zuschauen, wie eine Zigarette dann 20 Leute das Leben kostet.

      Alles eine Frage der Prioritäten.

    • Titel eingeben
      und was tun wir nun dagegen? mails an alle in Frage kommenden Politiker? Große Demonstrationen (wer organisiert die?)?
      Man fühlt sich so hilflos, aber man kann dem Treiben der Berliner Riege doch nicht völlig tatenlos zusehen.

    • Keine Sorge, as wird schon noch so schlimm, dasss etwas passiert.

  21. 1956
    Und dann gab es auch noch die Ungarnflüchtlinge, 1956.

  22. Piefke goes Kepler 452b
    ein Fremder auf diesem Planet war ich schon immer

    dann wurde ich ein Fremder in diesem Land

    wenn ich jetzt auch noch ein Fremder in diesem Haus werde

    dann könnt ihr mich alle mal …

  23. Die Geschichte mit dem Flüchtling im Winkel unter der Treppe
    hat jetzt aber nichts mit der Schmerzfreiheit seiner Vermieter zu tun, oder doch?

    Da hätte sich in so einem großen Haus wohl auch ein größeres Eckchen finden lassen, um den einen Flüchtling unterzubringen, den man trotz bester Beziehungen zum Amt aufgedrückt bekam. Aber man wollte halt nicht. Und man will auch jetzt nicht.

    • In dem Haus lebten damals auf drei m² jeweils ein Mensch. Die einweisung fand nach Begehung statt. Da kam ein Beamter und hat die Räume eingeteilt. Wenn irgendwo eine Ecke war, wurde das eben ein Schlafplatz. Am Tag drauf war dann einer da und blieb. In jedem Raum eine Familie, die einzelpersonen auf dem Gang.

  24. Zwangseinweisung
    und Wohnungsnot, das sah so aus: viele, viele Kellerwohnungen, durch Funderplatten, Schränke und Vorhänge geteilte Räume, labyrinthische Gänge, hochfrequentierte Sanitärräumlichkeiten, Gedränge und Konflikte am Herd, Flüstern und Rücksichtnahme, Rücksichtnahme, Rücksichtnahme….Villen, die in jedem Raum eine ganze Familie bargen, Baracken, viele Baracken, improvisiert winterfest gemachte Gartenhäuser, Kinder die in Kommodenschubladen ihr Bett haben, Klöster in denen die Klausur aufgehoben ist und alle Zellen mit Flüchtlingen belegt sind — all das jahrelang (die Kinder siedelten aus der Schublade auf dreiteilige alte Roßhaarmatratzen, zuerst auf zwei Teile und dann auf drei, die tagsüber gestapelt und verräumt wurden)….kommunaler Wohnbau und Wohnungsvergabe nach Parteibuch….Häuschen die neben Friedhöfen (dort ist Baugrund billiger) in Eigenregie errichtet werden…. Milchausgabe in der Schule (das Häferl baumelt am Ranzen)….obligate TBC-Tests für die Kinder….

    • Ja. Man erinnert sich nicht gern dran und viele wissen gar nicht mehr, was das war. Deshalb bin ich auch so erstaunt über diese lockeren Vergleiche mit der aktuellen situation. Und wie wenige die Menschen offensichtllich denken wollen.

  25. Titel eingeben
    Das mit dem Stier kann ich zumindest als Versuch bezeugen. Während einer Famulatur in Deggendorf hatte ich eine Patientin…
    Ansonsten hat mich damals aber auch ein Spruch in einer bayerischen Bauernküche berührt: Fünf sind geladen, Zehn sind gekommen, schütte Wasser in die Suppe, heiß alle willkommen.

    Ich denke, Europa (hier Deutschland, das sich viele Jahre auf den EU-Verträgen ausgeruht hat) sollte akut viele Syrer aufnehmen und integrieren, gleichzeitig die EU-Grenzen sichern und den Schleppern das Geschäft vermiesen, indem wir uns mehr um die Flüchtlingslager in der Türkei und im Libanon kümmern und die Elendstrecks abstellen. Wenn die Bundeswehr dann noch mit der russischen Armee die Tschetschenen und Ruhrpott-Taliban der IS in Rakka massakrieren und sichere Zufluchtstätten in Westsyrien schaffen könnte, wäre sicher auch noch Platz für die Familie von Assad in London. Vielleicht kann er wieder als Augenarzt praktizieren, in Davos gibt es ja schon einen anderen. Dann wird auch in München bestimmt alles wieder gut. Eine Frage: Reisen Saudis eigentlich gerade vermehrt aus München ab?

    • Die Sauis sind alle noch da.

      Mit dem Nachdenken muss man vorsichtig sein, sonst redet man wie Seehofer un wird von Verräterparteileuten als Orban beschimpft.. Klar ist, das man eine grössere Lösung braucht, aber dazu müsste erst mal Merkel un ihre sonnenscheinpolitik weg.

      Und ganz ehrlich, wenn ich die Wahl zwischen einem gesunden Stier und einem dreckigen Berliner Genderhipster hätte, dann wüsste ich auch nicht…

  26. Mea culpa, ich Migrant
    Ja, als Kind von einem Ostpreußen und einer Schlesierin
    kann ich mich vage erinnern, wie das war,
    mit dieser Zwangseinweisung.
    Da gab es die Omma Kündchen,
    von meinen Eltern wurde die so genannt.
    Vage. Wirklich vage erinnere ich mich.
    Die wohnten sehr schnell woanders.
    Ich kann mich aber sehr gut erinnern
    an den Bau unseres Hauses.
    Der Keller wurde mit der Schubkarre
    und einem Spaten ausgehoben.
    Über Wochen.
    Später gab es das Richtfest.
    Auch daran kann ich mich erinnern.
    Das waren wichtige Momente im Leben meiner Eltern.
    .
    Diese Kommentare hier spiegeln meine Gedanken.
    Ich sehe auch den Unterschied zu dem Damals.
    Da war kein Anspruchsdenken.
    Sondern „Packen wir es an“ Denken.
    Wohlgemerkt unter den Flüchtlingen.
    Dieses Gefühl, man bekommt hier nichts geschenkt.
    Das erzählte mir meine Mutter.
    .
    Ganz wichtig:
    Die konnten Deutsch damals, diese Flüchtlinge.
    Und die waren christlich erzogen.
    Gleiche Werte, gleiche Sprache.
    Und auch ganz wichtig:
    Es waren nicht hauptsächlich Männer.
    Die meisten waren zu diesem Zeitpunkt
    tot oder woanders.
    .
    Heute macht man uns
    diese arabischen Facharbeiter schmackhaft.
    Man erzählt uns, die könnte man brauchen.
    .
    Viele von denen, die da jubeln
    haben keine Kinder.
    Leider.
    .
    Aber genau das ist ja in den Augen vieler
    das Problem: Zuwenig Kinder.
    .
    Ich glaube nicht,
    dass Tausendundeinenacht
    da die Lösung ist.

    • Titel eingeben
      Ich glaube nicht, dass die syrischen Flüchtlinge gerade sehr viel Muße für Anspruchsdenken haben. Wenn sich sogar Mütter mit Säuglingen auf eine so lange und gefährliche Reise begeben, dann tun sie das nicht ohne Grund.

      Nein, das wird nicht lustig oder auch nur einfach. Aber stellen wir uns doch bitte nicht sturer als wir sind.

  27. Leerlauf-Politik
    Ja dieses Grundgefühl, dass man einfach nur CDU wählen muss, damit alles rund läuft, könnte jetzt einen Knacks kriegen.
    .
    Wie aber soll Europa die Einwanderung eigentlicht begrenzen? Zäune bauen und Schiffe versenken?
    .
    Darüber soll der brave Bürger ruhig auch mal selber nachdenken.

    • BBanken, Atompolitik, NSA, Ukraine, es gibt doch genug Beispiele, wo die CUU mit der Haltung daneben geraten ist.

    • Danabengeraten und trotzdem absolute Mehrheit
      Grade weil die Regierung keiner Krise Herr wird, bleibt die CDU immer obenauf: Weil man in dieser gefählrichen Situation die ruhige Hand des bewährten Personals bevorzugt.
      .
      Das mit der Alternativlosigkeit bewahrheitet sich da am Ende.
      .
      Das ERgebnis jahrzehntelanger SElbstentmündigung.

  28. Den Vergleich vergleichen
    Damals konnte die Kluft der Lebensbedingungen der Flüchtlinge und der Einheimischen nicht so stark sein wie heute. Es ist etwas anderes, wenn man unter einer Plane schlafen muss, wenn die Häuse daneben zerbombt sind oder mit funktionierender Zentralheizung.
    Die Frage lautet, gibt es einen Genzwert, wie groß die Differenz zwischen Lebensstandard der Flüchtlinge und den Einheimischen werden darf? Wenn es solch einen Genzwert gibt, wird man darunter bleiben?

    Die andere Frage ist, was sind die Fluchtgründe. In Sicherheit zu kommen oder ein besseres Leben? So wie es aussieht ist Deutschland ein Sehnsuchtsland. Damals ist man nach Deutschland geflüchtet, weil es kein anderes Ziel in Frage kam. Die Hoffnungen und Sehnsüchte dürften damals andere gewesen sein als heute. Besteht die Gefahr, dass wesentlich mehr Frustration entstehen kann? Wie entlädt sich diese?

    Und, und. Bei genauerem Hinsehen lassen sich viele unterschiedliche Faktoren erkennen. Kann man die vernachlässigen oder nicht?

    Das erfolgreiche Nationbuilding nach 45 war einer der Günde, dass man nach Afghanistan gegangen ist. So richtig hat es nicht funktioniert. Im Irak war das Ergebnis noch schlimmer.

    Die Lehre, weil es einmal gut gegangen ist, muss es nicht immer gut gehen.

    • Was etwas untergegangen ist: die Flüchtlinge in Heienau haben schon gegen das Lager dort demonstriert. Ich glaube, man kann ahnen, wohn das führt. Es ist nict nur ein Problem der unterbringung, sondern auch eines der enormen Klassenunterschiede.

  29. Vom Größenwahn zum Notstand
    Danke Ihnen sehr Don, für diese dezente Betrachtung in nachdenklicher Klugheit.
    Nach Krieg und Vertreibung hatte man das nahezu nackte Leben gerettet. Sprachlos die Erinnerung später ausblendend. Traumakonfrontation wie Schuldbewusstsein kaum zu ertragen, die „Unfähigkeit zu trauern“.
    Bürgerschaftliche Emotionen tragen aktionistische Politik, Besonnenheit gilt als Befangenheit.
    Statt des denkbaren „Aufstandes der Unterschicht“(Ilse Koelbl) nun ein Sozialexperiment wesentlich höherer Brisanz. Bisher sozialindustriell nützlich Versorgte erfahren energische Konkurrenz, geräumig bürgerlicher Lebensstandard wird prekär, Sicherheit und Freiheit ohne Gewähr.
    Schlecht regiertes ehemaliges Mandatsgebiet braucht Befriedung, nicht einfach Befreiung in den Bürgerkrieg. Sonst bleiben von staatsbürgerlichen Ressourcen nur Krieger und Fanatiker.
    Der deutsche Exzess wurde von einer internationalen Koalition beendet, Westintegration und geförderter Wiederaufbau eines freiheitlich- demokratischen Staates dienten letztlich der Grenzsicherung.
    Wer die vom Ölreichtum finanzierte Degeneration in vormodernen religiösen Fanatismus im Mittleren Osten auch noch infrastrukturell gestärkt hat, bekommt jetzt eine letzte Warnung.
    Mit einer Fluchtwelle von Menschen, denen klügere Diplomatie und verantwortungsbewusste Interventionen ein aufgeklärtes Leben daheim ermöglicht hätten.

  30. Einziges Thema: Die Blödheit der anderen?
    Egal welches Thema: Das Problem liegt immer in der Blödheit der anderen begründet.
    .
    Selber macht man sich nicht mal die Mühe, die Zuständigen zu identifizieren (deren Blödheit dann relevant wäre).
    .
    Ein Land, wo Debatten so und immer nur so geführt werden, hat nix besseres Verdient als Merkel und eine Million Syrer jährlich.
    .
    Also: Wie soll eine Asyl- und Einwanderungspolitik eigentlich ausehen?
    Soll sie im deutschen oder im europäischen Rahmen organisiert werden?
    Wie soll die Fernhaltung der Nichterwünschten sichergestellt werden?
    .
    Alles so Fragen, die man mal konstruktiv und positiv angehen könnte. Statt immer nur zu sagen, was alles nicht in Frage kommt und welche Vorstellungen gefährlich naiv wären.

    • HM555
      Es ist doch völlig klar, dass das Problem auf die Europäische Ebene gehört und wie es gelöst werden müsste, wenn man es denn lösen wollte. Aber wer es nicht lösen will, weil andere ggf. mehr drunter leiden als man selber (ich sag nur Vertragsverletzungsverfahren!) der führt eben Scheindebatten. Ganz sicher verfolgt die Kanzlerin ein Ziel, genauso sicher wird sie sich nicht verrechnet haben – und nun dürfen wir uns fragen, ob sie trotz der Pöbeleien, mit denen sie oft und gerne überzogen wird, wohl in unserem wohlverstandenen Interesse handelt. Ich denke ja, weil ich sie für sehr diszipliniert halte. Im übrigen denke ich nicht, dass Schäuble mitmachen würde, kennte er den Plan nicht bzw. würde er argwöhnen, er könnte die Zerstörung seiner Heimat beinhalten. Und Schäuble möchte niemand zum Feind (sage ich als Ossi, traumatisiert vom Einigungsvertrag …)

  31. Damals und heute
    M.E. dürfte damals auch eine Rolle gespielt haben, dass die
    Einheimischen und die Flüchtlinge im Vorkriegsdeutschland
    einen vergleichbaren Lebensstandard hatten.

    Wenn man die Situation vergleichen will, dann nur mit denn
    syrischen Flüchtlingen in der Türkei, Jordanien etc.

    • Man war wohl auch einfach froh, überlebt zu haben. die Leute hatten keine chance, gross zu überlegen, dazu war der Druck zu gross. Wir geben den Flüchtlingen diese Gelegenheit und das wird folgen haben.

  32. Bevor man zum Zwang greift:
    Man erhebe von jedem, der unter der Parole „refugees welcome“ demonstriert oder twittert, die Adresse und weise ihm anschließend jeweils seinen persönlichen Flüchtling zwecks Verpflegung und Beherbergung zu; bei Nazivergleichen gibt’s die doppelte Zuteilung.

    • Das wäre sicher ein gangbarer Weg, allein die Rechtsgrundlage…

      Zwei Familien übrigens für „Wir schaffen das“ und pro tausend Euro Bruttolohn.

    • Im alten Rom
      formulierten die Juristen bereits den Satz „Volenti non fit iniuria“ (frei übersetzt: Wer seinen Willen bekommt, dem geschieht kein Unrecht).

      Wer ungebremste Zuwanderung befürwortet – nun denn.

  33. Hoffnungslos
    Umfrage, ZDF Politbarometer, 11.09.2015:
    – Einreiseerlaubnis für Flüchtlinge war richtig: 66%.
    – Deutschland kann die vielen Flüchtlinge verkraften: 62%.
    – Sonntagsfrage: unverändert CDU 42% SPD 24%, Grüne 10%.
    ARD-Deutschlandtrend, Infratest Dimap, 09/2015:
    – D soll genauso viele oder mehr Flüchtlinge aufnehmen: 59%.
    – Politikerzufriedenheit Angela Merkel 63%.
    Mein Eindruck: Der politiko-mediale Komplex in Berlin hat so lange gelogen, bis nicht nur ein guter Teil der Bevölkerung, sondern auch er selbst seine Lügen irgendwann geglaubt und danach gehandelt hat. Das war sein Fehler.

    Seehofer am Freitagabend, Interview im Vorbeigehen zur Krisensitzung: Die Mediengeier warten nur auf ein Stichwort von ihm, „Neger“ zum Beispiel, doch er hat sich im Griff. Aber er ist blaß, vollkommen ratlos. Hier fühle ich Ehrlichkeit, es erschreckt mich. Das soll die gegenwärtige Führung des Landes sein? Was macht ihn so blaß, was wissen sie da hinter den verschlossenen Türen, was wir nicht wissen?
    https://www.facebook.com/Anonymous.Kollektiv/videos/968080066571787/

    Es wird vielleicht doch Krieg geben. Nicht Bürgerkrieg (denn ich sehe die Ankömmlinge nicht als „Bürger“), sondern ein Kampf zwischen relativ wenigen alteingesessenen, weißhäutigen, silberhaarigen Besitzenden, und jungen, zahlenmäßig überlegenen, wütenden Habenichtsen. Die einen sind untereinander bitter zerstritten in „Dunkle“ und „Helle“, die anderen teilen einen religiös-ideologischen Überbau und haben nichts zu verlieren. Ich möchte mir das Ergebnis nicht ausmalen.

    • Ich glaube diese Umfragen nicht. Ich glaube sie einfach nicht.

    • Die Stimmung kippt
      Ich habe den gestrigen Spiegel gelesen. Verglichen zum Spiegel vor 14 Tagen ist Pessimismus im Spiegel ausgebrochen.
      Aber wenn die ersten Flüchtlinge erfroren sind und das sich verbreitet, dann ändert sich vielleicht vieles, denn dann wird die EU oder D realistisch gesehen.
      Vielleicht liegt in dem momentanen Strom sogar die Wurzel zu seinem Ende, wenn sichtbar wird, wir sind auch nur Menschen mit begrenzten Mitteln.

    • Beim SPOM liest man kommentare, bei der Zeit zensiert man sie und bei der SZ lässt man sie erst gar nicht zu. Das hat auch etwas amit zu tun.

    • Die Umfragen sind das eine...
      …wie die wirkliche Stimmung aussieht, eine andere (Hypothese aus Beobachtungen im Bekannten- und Kollegenkreis: anders, deutlich anders). Hier beobachten wir vermutlich schon die Auswirkungen der Art und Weise, wie derzeit „Berichterstattung“ in Funk und Fernsehen einschließlich vieler gedruckter Medien abläuft. Das ist vielfach nicht mehr von Propaganda zu unterscheiden.

      Die Veranstalter der Umfrage werden mit solchen Inhalten gedanklich in Verbindung gebracht – die Demoskopen, die sie durchführen, treten ja öfters im Auftrag bestimmter Medienorgane hervor. Deshalb wird als Antwort nicht gesagt, was wirklich gedacht (bzw. gewählt) wird, sondern das, wovon der oder die Befragte glaubt, der Interviewer möchte es gerne hören.

      Das alles ist im Grunde genommen alter Schnee und auch schon vielfach zu beobachten gewesen.

      Es gibt Möglichkeiten, diesen Effekt zu unterbinden. Allerdings ist das aufwendig und – etwa bei telefonischen Umfragen – oft gar nicht realisierbar. Bei den „Exit-Polls“ an Wahltagen wird z. B. abgefragt „Was haben Sie gewählt“ statt „Was würden sie wählen“ (schon das bewirkt einen großen Unterschied). Die Antwort wird auch nicht dem Interviewer direkt gegeben, sondern es wird der Wahlakt nachgebildet, indem ein Stimmzettel verdeckt gekennzeichnet und dann in eine Wahlurne geworfen wird – welche Antwort von wem stammt, ist damit nicht mehr zuordenbar. Das führt dann zu den oft erstaunlich genauen Prognosen nach Schließung der Wahllokale.

    • Wenn die Umfragen nicht ziemlich belastbar wären
      hätte Merkel nicht so gehandelt, wie sie nun mal gehandelt hat. So eine Entscheidung kriegt man von der Frau nur dann, wenn sie sich ihrer Mehrheit sehr sicher ist.

      Überraschend find ich das auch, aber vielleicht auch wieder nicht. Immobilienbesitzer sind in Deutschland immer noch eine Minderheit, alteingesessene Eigentümer von Häusern in guten Lagen sind noch weniger.

      Von den anderen gehört ziemlich vielen Unvermietbares in zweiter Reihe, oder sie haben ihr Eigentum erst kürzlich und viel zu teuer gekauft. Wo ich wohne, platzen gerade die ersten Immobilienentwicklungen. Da ist man über zusätzliche Nachfrage nicht böse.

    • Die Umfragen sind korrekt, man beachte aber, wie die Fragen gestellt waren
      Die erste Frage war, ob es richtig WAR, die Einreise aus Ungarn zu erlauben. Wenn die Frage gelautet hätte, ob es noch richtig ist, wäre die Antwort vermutlich anders ausgefallen. Außerdem lässt die Frage ja – wie bei solchen Umfragen üblich – keine Möglichkeiten zur Differenzierung der Antwort zu. Also beispielsweise: Die grundsätzliche Einreise war richtig, aber die Art und Weise nicht.

      Aufschlussreicher war aber die zweite Frage, die im gleichen Diagramm gezeigt wurde. Die Frage war, ob die Menschen glauben, dass mehr Flüchlinge kommen. Die wurde zu 82 Prozent mit ja beantwortet. Diese Antwort kann aber ein völlig unterschiedliches Meinungsspektrum beinhalten. Entscheidender wäre die Frage gewesen, ob man das gut findet. Diese Frage ist aber nicht gestellt worden.

      Bei der Sonntagsfrage halte ich die Ergebnisse ebenfalls für korrekt. Anders als in anderen europäischen Ländern existieren keine wirklich alternativen Parteien in Deutschland. Hier wäre allerdings aufschlussreich gewesen, wie viele Personen geantwortet haben, dass sie keine der Parteien wählen. Ich vermute, da wären wir bei mindestens 40 % der Befragten.

      Das Seehofer-Video finde ich auch bedrückend.

    • Umfragen
      Ich denke, die Umfragen stimmen schon so. Vielleicht hat die AfD 8% statt 4% o.ä., weil viele Befragte sich nicht trauen, ihre Meinung zu sagen (Schweigespirale). Ansonsten schätze ich die Abweichung von der tatsächlichen Stimmung auf höchstens 10%.

      Wenn ich von meinem persönlichen Umfeld ausgehe (Akademiker, Süddeutschland), würde ich die Zahlen sogar noch höher schätzen. Eher so 80-90%, die nichts auf dem Schirm haben, was noch auf uns zukommen könnte, und alles super finden. Und die wenigen, die das bisher anders sehen, sind keine Akademiker.

  34. Those were the great old days,you know... And we was like the Roman Empire...
    Don,

    was mich wirklich erschreckt: Selbst die Münchner Immobilienmafia ist nicht in der Lage den Flüchtlingssturm abzuwenden. Tausende neue Flüchtlinge jeden Tag werden den Quardratmeterpreis in München nachhaltig beschädigen. Aber nix. Die mächtigste Lobby Deutschland: Nix.
    Das ist das Ende, befürchte ich.

    • Naja, gegen Preissteigerungen haben nur die Mieter was, der Vermieter kann sich freuen. Denn es zwingt natürlich auch die Schlechterverdienenden, weiter oben zu konkurrieren.

      Aber das sind auch so Sachen, die die Menschen erst langfristig begreifen müssen. Natürlich drückt das Menschen in die Obdachlosigkeit. Mei. Es ist gewollt.

  35. was soll man von deutschen Idealisten
    halten, für die alles nur eine Frage des Geldes ist????

  36. Die Zuvielgesellschaft
    Die momentane Berichterstattung über die #refugeecrisis kann man auch als Bankrotterklärung des deutschen Journalismus sehen. Bei den Zahlen, die man aus Griechenland hört und wie immer noch viele Journalisten die Situation schön twittern wollen, ist mir ein Rätsel.

    Bzgl. Notfallplänen bei Szenarien wie Grippe- und Noroepidemien habe ich bisher auch noch nichts gelesen. Unterbringungen in pinselsanierten Schrottimmoblien und Plattenbauten wären angesichts der jahreszeitenbedingten Witterungsverhältnisse wohl doch keine so schlechte Wahl.

    Die kommenden Verdrängungsprozesse am Bodensatz der Gesellschaft werden auch einige unschöne Szene liefern. Da dürfte der gebrechliche, armutsbedrohte, kartoffeldeutsche Rentner beim Flaschensammeln gegenüber dem geduldeten Wirtschaftsflüchtling aus Pakistan demnächst das Nachsehen haben.

    Den folgenden Abiturjahrgängen 2016+ kann man jetzt schon mal viel Spaß bei der Wohnungssuche wünschen.

    • Nationaler Kraftakt halt. Journalisten sind an die vorgaben ihrer Häuser gebunden, die Zensoren passen da schon gut auf, dass keine falschen Fragen gestellt werden. Am ende wird das Problem ohnehin vor allem in Berlin und im Norden enden. Bayern nimmt die Qualifizierten und der Rest den Rest.

    • Titel eingeben
      Irgendwie hat man den Eindruck, die Griechen lassen die Situation vor Ort mit Absicht eskalieren, um den Teutonen eins auszuwischen.
      Wieso fangen die nicht wieder mit Pushbacks an? Das würde jedenfalls ein deutliches Signal in die Zeltstädte in der Türkei senden.

  37. Titel eingeben
    Offene Grenzen und Sozialstaat gehen nicht zusammen. Und wenn man sich gegen den Sozialstaat entscheiden wollte, müsste man vorher noch das allgemeine Wahlrecht abschaffen.

    Aber irgendwie fühlt es sich gerade so an, als würde sich alles jetzt sehr schnell verändern.
    Wer die Zeitungsüberschriften von vor vier Wochen durchgeht, sieht noch ein anderes, lethargisches Deutschland.
    Jetzt sind beide Seiten dabei, Gefechtsbereitschaft herzustellen.

    • Ja, es wird ziemlich deutlich, wer für was steht, wobei man sagen muss, dass die aktuelle Krise durh den Bruch des Grundgesetzes ausgelöst wurde. Es geht diesmal also zuerst einmal um die wiederherstellung der Verfassung.

    • Bruch des Grundgesetzes
      Das Grundgesetz ist ja nicht nur einfach irgendwie gebrochen worden, sondern viele Grundrechte sind von quasi allen gesellschaftlich derzeit relevanten Gruppen fast widerstandlos abgeschafft worden. Das wird sich meiner Meinung nach nie mehr reparieren lassen.

      Wenn wir Deutschen die Kurve doch noch kriegen sollten (woran ich noch nicht glaube) und wir hier nicht in fünf Jahren eine Islamische Republik haben sollten, dann werden wir einen totalen Zusammenbruch der herrschenden Ordnung bekommen wie nach dem 1. und 2. Weltkrieg.

      Und was dann kommt, hängt davon ab, welche Gruppierung sich am Ende durchsetzen wird. Nach dem 1. Weltkrieg hat sich die Republik von Scheidemann durchgesetzt gegen die von Liebknecht und gegen alle anderen Strömungen, die Monarchie ist einfach saftlos zu Staub zerfallen.

      Vielleicht bekämen wir die dritte Republik oder das dritte Kaiserreich. Aber sicher nicht eine Wiederauflage der BRD.

    • Bruch des Grundgesetzes?
      Was meinen Sie damit genau, in diesem Zusammenhang?

    • Wir haben doch aber gar keine
      Verfassung lieber Don (wiewohl ich ein Freund des GG bin). Und das ist mehr als eine reine Formalie.

      Die Frage stellt sich, ob wir wenigstens ein gemeinsames Staatsvolk haben (nicht nur der BP hegt da Zweifel!), ein gemeinsames Staatsgebiet (hust!) – und ob wir mit 2+4 wirklich unsere Staatsgewalt zurückbekommen haben? Können Sie nicht mal wen fragen gehen?

    • Re: Bruch des Grundgesetzes
      So, mal das GG aus dem Gedächtnis:

      Art. 1.3: Die Exekutive ist nicht (mehr) an Recht und Gesetz gebunden und macht, was sie will. Rechtfertigung ist „Moral“ statt Recht (z.B. Eurorettung, Asyl, ließe sich beliebig fortsetzen). Damit allein ist Deutschland schon kein Rechtsstaat mehr sondern ein „Moralstaat“, was auch nur ein anderes Wort für eine Form der Tyrannis ist.

      Post- und Fernmeldegeheimnis: Gibt es schlicht nicht. Hat es seit dem Krieg vermutlich nie gegeben. Alles und jeder wird anlaßlos überwacht.

      Unverletzlichkeit der Wohnung: Teilweise abgeschafft, siehe Postgeheimnis. Durchsuchungen (Staatstrojaner) jederzeit möglich.

      Meinungsfreiheit: Jeder hat das Recht, seine Meinung zu sagen. Und wer von dem Recht Gebrauch macht, muß mit der Vernichtung seiner bürgerlichen Existenz rechnen (Entlassung, Ächtung etc.). Diese Art der Meinungsfreiheit gabs in der DDR und in den meisten anderen Diktaturen auch. Ergebnis ist, nur noch Leute, die finanziell unabhängig sind und psychisch stark genug sind, mediale Vernichtungskampagnen zu überleben, können sich eine freie Meinung leisten. Das wären reiche Erben wie der Don, emeritierte Wirtschaftsprofessoren (Eurorettung), Schriftsteller, die von ihren Büchern leben können, Selbständige mit hohem Einkommen (Gauweiler) und Leute, die in ihrer letzten Amtsperiode und damit quasi unkündbar sind (Prof. Sinn). Für alle anderen (d.h. 95% der Bevölkerung) gibt es schlicht keine Meinungsfreiheit. Weitere Stichworte: Maas und Facebook, widerrechtliche Entlassung von Bundesbankdirektoren wegen Veröffentlichung „nicht hilfreicher“ Bücher (paßt auch unter Art. 1.3).

      Gleichberechtigung: Ist abgeschafft, es geht nur noch um GleichSTELLUNG, die zentrale Forderung des Kommunismus, die im Gegensatz zur Freiheit steht. Posten sollen nicht nach Qualifikation vergeben werden, sondern nach Geschlecht, sexueller Ausrichtung, Hautfarbe o.ä. Gleichberechtigung bedeutet aber „gleiche Rechte vor dem Gesetz bzw. vor Gericht“, Gleichstellung bedeutet „ich kriege das, was der andere hat, dann sind wir gleich“.

      Das sind aus dem Gedächtnis 6 von 19 Grundrechten, die nicht mehr das Papier wert sind, auf dem sie gedruckt werden.

      PS: Ich bekomme bei JEDEM Posting die Meldung „Du schreibst die Kommentare zu schnell. Mach mal langsam.“ Selbst, wenn der Don es nachher freigeschaltet hat. Falls da 20 Kopien angekommen sein sollten, möchte ich mich beim Autor dieses Blogs für die Unannehmlichkeiten entschuldigen!

  38. Wunschdenken
    Der „Rest“ wird schon deshalb nicht im „Norden“ enden, weil z.B. Brandenburg dieses Jahr nur 30.000 Flüchtlinge aufnehmen muß, die sich in den Weiten des großen Flächenstaates verlieren. Mein Landkreis benötigt allerdings diese Zuwanderung, weil hier nahezu Vollbeschäftigung herrscht und viele Lehrstellen offen sind. Der Ausländeranteil beträgt in Brandenburg nur 2,4 %, dank der freundlichen Berichterstattung der Qualitätspresse. Einwohner mit Migrationshintergrund und deutschem Paß sind vor allem bienenfleißige und ehrgeizige Vietnamesen, polnische Handwerker, die sich zur Zeit hauptsächlich in der Uckermark ansiedeln und 1990 zurückgebliebene Russen, die ebenfalls überwiegend integriert sind.

    Heute legt Harald Schumann im „Tagesspiegel“ eine Besprechung des Buches „Steueroase Deutschland“ vor, von Markus Meinzer, erschienen bei Beck in München, der zu entnehmen ist, daß vor allem in Bayern für alle Wohlhabenden griechische Verhältnisse gelten. Es gibt also dort noch große finanzielle Reserven zur Lösung der Flüchtlingskrise. Schumann endet mit dem Satz: „Vielleicht sollte Meinzer ein paar Exemplare nach Athen schicken. Viele Griechen verstehen Deutsch sehr gut.“

    Was ich sagen wollte: Mein Mitleid mit München hält sich in Grenzen.

  39. Bitte vergessen sie nicht die Kirchen
    Kirchen vermitteln BETEN sei hilfreich für die Wahl des
    guten Weges bzw. hinterher für das Aushalten einer
    olala > falschen Wahl.
    > Unterwerfung!

    Ich war in der Ausstellung GEHORSAM (im Jüd.Museum Berlin)
    Die grandios sinnlich kitschigen Bilder/Installationen (greenaway) helfen nicht über die Ratlosigkeit hinweg,
    wie es möglich sein konnte, sein kann,
    dass 3 Religionen sich auf Abrahams Gehorsam beziehen;
    einen Mann, der bereit war – sein und ja auch der Mutter Kind – den Buben JAKOB zu opfern.
    Das Kind wird statt eines Schafes MISSBRAUCHT.
    .
    Das KIND ist bis heute Opfer der Eltern unter deren Ziel.
    Die Werbung benutzt Kinder / Kinderbilder für ihre Zwecke.
    Ein stilles hochgehaltenes KIND öffnet Türen + Herzen.
    Ein plärrendes – das seinen eigenen Willen entdeckt –
    wird geschimpft und gar ausgestoßen. > Straßenkinder.
    .
    Zum Problem wird das Internet, wenn Massen sich so leicht
    manipulieren lassen und das ! ist brandgefährlich.
    Der DON hat sich da in etwas reingeschmissen,
    was Canetti einst in Masse und Macht beschrieb.

  40. Europa muss die Welt durchfüttern
    Und Deutschland steht mit seinem schlechten Gewissen, die übrigen Länder mit seiner Industrie abgezockt zu haben, ganz vorne.
    Die Düsternis, die sich aus den meisten Kommentaren lesen lässt, klingt bitter, und auch ich weiss sie nicht recht abzuschütteln:
    Was los ist, wenn sich Flüchtlinge unter mehreren Fahnen sammeln und Rechte für IHRE Kultur fordern, und mit Anschlägen, Raubüberfällen, Erpressungen und Entführungen ihre extragrossen Stücke vom Wohlstandskuchen zu erkämpfen versuchen, möchte ich mir nicht ausmalen.
    Das einzige Rezept, was die Welt nach dem II. Weltkrieg wieder stabilisierte, waren Bescheidenheit, Fleiss und der Glaube an eine richtige Ideologie. ( auch wenn man da auf beiden Seiten oft grottenfalsch danebenlag, siehe Mossadegh). Und die Perspektive, das ein besseres Leben vor einem liegen könnte.

    Heute konkurrieren viel zu viel viel zu sehr arme Menschen um eine Nische zum Überleben, und sehen gleichzeitig eine recht breite Menge, denen es recht gut geht, und eine winzige Menge, die in einem Luxus sonders gleichen leben – die aber das role model für ein gelungenes Leben in den Medien abgeben, so dass man mit kleinen selbst gebackenen Brötchen unmöglich zufrieden sein kann.

    Das ist eine explosive Gesellschaftsstruktur, die umso gefährlicher wird, wenn man sie nicht mehr mit Fussball und Superstar-Castings wegblödeln kann.
    Wenn man begreift, dass dieser jetzt auch hier zu ahnende Ausnahmezustand für Millionen von Menschen seit Jahren der Alltag ist, muss man sich über fremdartige Lösungsansätze nicht wundern.

    Bescheidenheit, Fleiss, Glaube. Und Kampfgeist. Und keine Angst vor dem Tod. Ein ungutes Erfolgsrezept.

    Wenn man den Atlanktik dazwischen hat, werden in so einer Konstellation auch exorbitante Schuldenberge wieder niedlicher.

  41. Ich finde ja die versammelte Stimmung diese Blogs ein wenig seltsam ...
    Der Weltuntergang steht nicht bevor, die Völkerwanderung auch nicht. Die kurzfristigen Probleme, entstanden durch eine überhastete Mitleidsentscheidung, sind mittelfristig lösbar, auch wenn man dafür genau die Leute braucht, die bei dem Wort Migranten nicht gleich einen Orgasmus bekommen.

    Europa im allgemeinen und Deutschland im besonderen erntet die Früchte von drei Jahren Versäumnissen in der syrischen Flüchtlingskrise, angefangen bei der Finanzierung des UNHCR und nicht beendet mit der Wischi-Waschi Haltung im Bürgerkrieg selbst und zu den Bürgerkriegsparteien. Aber das ist eine irgendwann vorübergehende Krise.

    Ansonsten bin ich so sicher wie das Amen in der Kirche, dass man spätestens 2016 alles tun wird, was notwendig erscheint, um unerwünschte Massenzuwanderung zu verhindern, egal, wie eklig das im einzelnen auch aussehen mag. Von dann betrachtet wird die derzeitige Gemüts- und Flüchtlingskrise nur auswehen wie das, was sie ist – ein Katalysator für den Ersatz von Politiksimulatuon durch Politik. Wenn nebenbei noch Merkelheim demontiert wird, ist das auch kein Schaden, Merkel kann weder wirklich führen noch wirklich organisieren und das wird jetzt offensichtlich.

    Der Weltuntergang sieht anders aus.

    Gruss,
    Thorsten Haupts

  42. Den Roman zu den Vorkommnissen
    der Zeit gibt es schon seit 1973, jetzt -Zufall?- in neuer und umfassender deutscher Ausgabe http://antaios.de/gesamtverzeichnis-antaios/nordost/5957/das-heerlager-der-heiligen
    Ich hätte nie gedacht, daß das mal Wirklichkeit wird. Wird es aber, denn wir haben ein deutsches Gorbatschow-Äquivalent an der Staatsspitze.

  43. er schon wieder
    der nette Herr Gabriel sieht Deutschland an seiner Belastungsgrenze.

    Das hätte ihm fast jeder vorhersagen können, nur dass es so schnell
    geht, hätte ich auch nicht gedacht.

    Nachdem es mit der europäischen Solidarität wohl hapert, sollen jetzt
    Amerika und Russland helfen.
    Dabei hat Obama doch zugesagt, dass er auch Syrer nimmt,nach einer
    strengen Kontrolle.
    Putin ist da weniger anspruchsvoll. Er sieht die Chance Leute aus dem
    syrischen Mittelstand anzuwerben, die als Bürger ein friedliches Leben
    führen wollen.

  44. Wie so oft, Vergleiche hinken
    Wer die Flüchtlingsströme zwischen 1945 – 1950 mit denen von Heute vergleicht müsste so ehrlich sein und gleichzeitig betonen, dass die Flüchtlinge von Damals einen Vorteil hatten, gegenüber denen von Heute, sie sprachen die gleiche Sprache und kamen aus dem selben Kulturkreis.

    Bei Maybritt Illner konnten wir letzten Donnerstag live erleben, was wir von den Sprachkenntnisse der Neubürger erwarten dürfen, nach 12 Monaten Sprachkurs! 12 Millionen zu inkludieren, die die gleiche Sprache sprechen ist nicht dasselbe, wie 1 Million, die eine andere Sprache sprechen –

    Wir können das alles abkürzen und Englisch zur zweiten Amtssprache in Deutschland erheben und wir sind unseren Gästen einen riesigen Schritt entgegen gekommen und wir lernen ab der 2 Klasse arabisch –

    Hilft auch den Flüchtlingen und erweitert unsere Kompetenzen, macht uns besonders attraktiv für die arabische Halbinsel.

    Aber was sage ich da, es gibt ja noch nicht Mal eine Englisch sprachige Ausgabe der FAZ. Vielleicht entdeckt die FAZ ja die arabische Sprache und in einem Monat gibt es, für die Flüchtlinge die FAZ in arabisch.

    Irgendjemand muss ja anfangen – aber bitte vergesst mich nicht zu loben, für diesen Beitrag, wenn nicht andere schon den Auftrag erteilt haben.

    Ich gehe Radfahren durchs Amtsveen, an der niederländisch-deutschen Grenze. Gruß.

  45. Details
    zum “ Heerlager der Heiligen“ gab es auch schon in der FAZ http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/rezensionen/belletristik/das-schlechte-gewissen-koennen-wir-kaufen-1294555-p2.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2
    Massenandrang gepaart mit dem Schuld-und Gutmenschkomplex als Ursache der nicht mehr vorhandenen Wehrbereitschaft zerstören eine Gesellschaft in wenigen Wochen. Wie übrigens auch den Kommunismus, der der Westpropaganda in die Menschenrechtsfalle gegangen war, dieser Gedankenvirus, einmal im obersten Führer plaziert, erledigte alles. Bei uns ist der Souverän das Volk, und der Reeducation-Gedankenvirus hat in den Jahren nach der Wende das ganze Volk ergriffen. Immer gut sein, keine Diskriminierung- noch 2015 könnte dieser Staats sich aufgelöst haben.

  46. Thorsten Haupt gründet Partei, Don Alphonso gibt eine neue FAZ heraus, Sonntagskater
    Ein langes morgendliches Gespräch kreiste um “Flüchtlingsfragen”, die Don Alphonso an der Wohnungsfrage nach 1945 beschrieb. Ich machte mich etwas unbeliebt als ich das “wir schaffen das” gegen den Strich des Mythos der Vertreibungs-Integration, Marshallplan, Währungsreform…und Wirtschaftswunder bürstete und zu bedenken gab, dass möglicherweise der Koreakrieg und die Wiedererweckung und Integration der deutschen Potentiale für die Vormächte wesentlicher waren. Aber, lassen wir das. Möge die These vom geschätzten Thorsten Haupt vorläufig gelten: Wir schaffen das, im Zweifel gegen Angela Merkel. Schaut man sich allerdings die Weissagungen und Hochrechnungen des Bundespräsidenten an, 1945 ff ging es uns viel schlechter, jetzt geht es uns viel besser, also bringen wir auch viel mehr locker unter, wirkt der Haupt`sche Blog-Leser-Optimismus angekränkelt. “Pisa”, dass Deutschland nach wie vor schafft, ist auch keine Erfolgsgeschichte. Herr Lucke und seine Mandatsträger, die einem nur noch wie rückwärtsgewandte Spesenritter aus dem politischen Scheinleben vorkommen… Was solls. Brüder und Schwestern Westzonis, die nicht wußten, wo sie leben. Na, vielleicht übernimmt Don Alphonso die FAZ und T. Haupt gründet eine Partei. MfG aus dem Sonntagskater Baldur Jahn

  47. Macht es noch Sinn zu reden ?
    Ja, ich kenne sie noch in der Erinnerung, die halbrunden Wellblechbaracken am Ortsausgang unserer kleinen Stadt am Main, in welchen die Flüchtlinge aus den Ostgebieten untergebracht waren.
    Ich erinnere mich an die Frau, die Tag für Tag, aus einer dieser Baracken kommend, mit einem kleinen Leiterwagen durch die kleine wohlhabende Rotweinstadt zog und in den blechernen Mülltonnen nach Verwertbarem suchte.
    Ich erinnere mich auch noch an die vielen anderen, die aus diesen Baracken kamen.
    Ich erinnere mich gerne an meinen Schulfreund, Sohn einer Flüchtlingsfamilie aus Schlesien.
    Ich erinnere mich, wie in wenigen Jahren neben diesen Wellblechhalbtonnen Baustellen entstanden und im Rahmen des sozialen Wohnungsbaus Wohnblocks für die Flüchtlinge erstellt wurden.
    Als Kinder haben wir unser Taschengeld aufbessern können, da wir bereitwillig den Bauarbeitern dieser Baustellen ihre Brotzeit besorgten.

    Und ich erinnere mich an die Geschichten der damaligen Flüchtlinge, die sie uns erzählten, wenn ich mich, zum Entsetzen meiner Eltern bei diesen Baracken „rumdrückte“.

    Wir Kinder konnten sie verstehen, die Flüchtlinge, wenn auch nicht immer den Inhalt ihrer Geschichten, doch ihre Sprache, die gleichen kulturellen Werte halfen beim Verstehen.

    Und jedenfalls in der großen Mehrheit gab es gemeinsame Ziele; den Wiederaufbau des damals niederliegenden Deutschlands und das sich Üben, in der von den Alliierten verordneten Demokratie, die für die Generation meiner Eltern, wie der Flüchtlinge – „Neuland“ war.

    All das ist als Vergleich mit der gegenwärtigen Situation unbrauchbar !

    Es hat heute keinen Sinn an Worte von P. Gauweiler zu erinnern, der 1992 sagte:

    „„Wie viele Kulturen vertragen unsere Städte?“ und der darauf gezogenen Folgerung:

    „So lautet die Moral der Geschichte vom Turmbau zu Babel: Menschlicher Größenwahn wird mit dem Verlust der kulturellen Identität bestraft.“

    Es hätte noch weniger Sinn an Franz Josef Strauß zu erinnern als dieser 1985 behauptete:

    „Es strömen die Tamilen zu Tausenden herein, und wenn sich die Situation in Neukaledonien zuspitzt, dann werden wir bald die Kanaken im Land haben.“

    Die Diskussionen zu diesem unglückseligen Thema verlieren zunehmend ihren Sinn.

    Wir, denen noch die Möglichkeit zugestanden bekommen, in diesem Blog unsere Meinung niederschreiben zu können, werden in zunehmender Resignation zur Kenntnis nehmen, daß wir in dieser Sache kein gestalterisches, demokratisches Mitspracherecht haben.

    Während hier eine wahrhaftig notwenige Diskussion auf kleinster Ebene stattfindet, schafft eine alternde Frau Fakten!

    Gerade deshalb ist die Möglichkeit in diesem Blog seine Meinung zu äußern nicht zu unterschätzen.

    Die Tatsache seine Meinung, seine Ängste, Bedenken und Frustration mitzuteilen ist der letzte Rest eines staatlich und redaktionellen Zugeständnisses, einer Art Psychohygiene für das das Volk.

    So erinnert die Funktion dieses Blogs ein klein wenig an die zahlreichen kleinen Theater in Paris, zu Zeiten der Revolution, in denen man kleine Aufführungen darbot, in welchen man sich über König und Adel lustig machte, das Volk über diese herzhaft lachte und man auf diese Weise seinen Haß auf die Obrigkeit, seine Wut und Aggression gegen eine fehlerhafte Staatsform freien Lauf lassen konnte.

    Ja, mir erscheint die Diskussion zu diesem Thema hat ihren Sinn verloren.

    Rétif, verglich einmal das Volk mit einem Hunde, der den Stock beißt an Stelle der Hand, die ihn gebraucht.

    Sind wir, die hier in Ernsthaftigkeit und persönlicher Überzeugung unsere Gedanken äußern, nicht zu so einem Hund von Frau Merkel geworden?

    Mit freundlichem Gruß
    B.Klingenberger

  48. Überzeugend ?
    Die „europäische Solidarität“ … mit Saudi-Arabien und Kuweit ?
    Man kann ja mal versuchen, einem Slowaken, Letten oder Polen zu erklären, er müsse jetzt Masseneinwanderungen aus Eritrea, Pakistan, Irak in das Land holen, weil GB und USA wenig, die reichen arabischen Staaten aber überhaupt keine Lust hätten.

    Das sei „Solidarität“, ja sogar christliche Nächstenliebe.

  49. Zwangseinweisung
    Da wird einem ständig an den Kopf geworfen, „Eigentum verpflichtet“. Den Umkehrschluss bedenkt man nur selten: „Nichteigentum verpflichtet zu niX“. Diese Erkenntnis hat man ja meist erst nach dem Auszug eines Mieters / Flüchtlings. Auch das war vor rund 60 Jahren anders.

  50. Ohne Teddybär und Gefühlsduselei
    „Merkel als Rache des Ostens und der SED“, das ist ein eingängiger Gedanke, an der Oberfläche des Problems. Merkel ist vielmehr die perfekte Entsprechung zum heutigen Mainstream-Deutschen: Ohne Tradition, ohne Kinder, aus zerrissenem Elternhaus, entwurzelt, konditioniert und nicht bereit Verantwortung zu übernehmen, weder für sich noch gar für die Gesellschaft. Dafür leicht emotionalisierbar, gut zu lenken, weil ohne historische Bildung und politisches Interesse. Einfach der Massenmensch, wie von Ortega Y Gasset, Gustave Le Bon und anderen bereits zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts beschrieben, in der typisch Deutschen Prägung, Fortsetzung der Politik der Kleinbürger, diesmal nicht als Herrenmenschen sondern als Gutmenschen. Deshalb ist sie für so viele wählbar. Sie ist wie sie. – Dass die Politik der unbegrenzten Zuwanderung ein offener Rechtsbruch der Kanzlerin ist, wird in einigen Foren thematisiert. Wahrscheinlich würde das BuVerfG ihn unter dem Stichwort Notlage heilen. Wo Recht ständig gedehnt wird, oder Übertreten, kann man es nicht mehr einklagen. So eben in der marktkonformen Demokratie, die immer zu einer Oligarchie mutiert, wie Aristoteles ja auch schon vor zweitausend Jahren wusste. – Dass die Zwischenrufe des Herrn Seehofer nicht ernst gemeint sind, sondern nur zur Beruhigung des rechten Randes der CDU/CSU Wähler dienen, sollte auch klar sein. – Umfragen dienen in Massendemokratien, genauso wie der Experte und die Massenmedien, zur Steuerung der Massen durch amtliche Propaganda. Deshalb ist das kritische Bewusstsein unserer ex DDR-Bürger demgegenüber auch viel ausgeprägter. Gerade wenn man die YGassets und Le Bons wieder liest, fragt man sich, warum kaum einer erkennen will, in welchem System wir eigentlich leben? – Für die Flüchtlingsproblematik heißt das alles: Ein Aufstand der satten Bedenkenträger ist nicht in Sicht, wir werden riesige Probleme bekommen, welche die Medien wegschminken. Die Generation der jetzt Dreißigjährigen hat endlich eine Aufgabe gefunden, die sie wird lösen müssen. Ohne Teddybär und Gefühlsduselei, sondern in harter Auseinandersetzung.

  51. Gablonz -- Neugablonz
    Nach dem Krieg waren Vertriebene bzw. Umsiedler nicht gerne gesehen. Meine Familie ist zweimal vertrieben worden: einmal von Maria-Theresia 1775, dann von Friedrich dem Großen in seiner großen Güte aufgenommen und bei Stettin angesiedelt worden, dann 1945 vom Russen zum zweiten Mal vertrieben. Ich, Jahrgang 1950, kenne Städte mit Straßennamen aus Ostpreußen, Pommern, Schlesien und dem Sudetenland in den unterschiedlichen Städten in denen ich wohnte. Jetzt geht der Herr Seehofer gerne auf Treffen der Vertriebenen, sie sind ja sein „neues Stimmvieh“.
    Habe im Studium einen Kurden aus Syrien als Mitbewohner gehabt, sprach ein wunderbares deutsch – gelernt im Goethe-Institut in Aleppo/z. Zt. geschlossen. Habe im Fernsehen junge Syrer erlebt die englisch sprachen, kurz vor Oxford-Englisch. Wir können vieles schaffen Herr Seehofer, krempeln Sie einmal die Ärmel hoch oder muss ich Ihnen dies zeigen. Never mind ! Gruß an den Tegernsee von mir und an Herzog Max, werter Don Alphonso.

  52. Alle so schlau
    ja wirklich, alle sind so schlau. Nur Merkel nicht und Gabriel schon gleich gar nicht. Aber „führen“ sollen letztere endlich, herrgottsakra! Hätte ich beinah vergessen: alle wahren zudem eine gewisse ironische Distanz, was es leichter macht, die Meinung zu wechseln, sobald tunlich … Hat denn irgendjemand der schlauen Damen und Herren DIE zündende Idee?? Gesehen/gelesen hab‘ ich nichts. Trotz eifrigem Bemühen… Mache sich doch niemand etwas vor: wir werden einen Preis zahlen müssen für, was wir selbst angerichtet haben. Wir werden zusätzlich einen Preis zahlen müssen, für das, was die USA angerichtet haben und noch anrichten. Und dieser Preis wird nicht gering sein!

  53. Titel eingeben
    @schrotsaege: Dabei stehen in MeckPomm, in Brandenburg, in Sachsen-Anhalt, in Nord- und Norost-Hessen viele Häuser leer, unvermietbar, kaum verkaufbar, die man mit Hilfe der Ressourcens des nächsten Baumarkts auch wieder herrichten könnte. Wenn ich gleichzeitig in der Zeitung lese, dass der qm-Preis (!) beim Wohncontainer 2700 EUR (!) beträgt, und gleichzeitig der Markt für eben diese Wohncontainer leergefegt sei (was auch den Preis erklären mag), dann drängt sich schon die Überlegung auf, ob das Geld richtig investiert ist.
    Brandschutz hin oder her, in anderen Altbauten mit weniger Brandschutzmaßnahmen wohnen heute auch Menschen. Man muss ja nicht in jedes Fachwerkhaus 100 Leute stopfen, wo das dann ein Thema wird. Und nicht jedes Dorf in der Röhn wird durch den Zuzug von Flüchtlingen automatisch zu einem Wuppertal mit Scharia-Wächtern. Letztlich liegt es ja an uns, wie sehr wir Dinge akzeptieren, vorübergehend dulden oder nicht akzeptieren. Bei Rauchern und Hundekot und Kaugummipapier entwickeln ja manche eine ganz erhebliche Energie.
    cetero censeo: macht aus ihrem Leben ein Spießerparadies, macht sie zu Spießern, lasst sie was zu verlieren haben. Und sie werden ganz freiwillig Borg werden.

  54. Russische Medien
    Putzig, sich über gleichgeschaltete russische Medien aufzuregen.

  55. Erinnerung
    Wenn ichs recht sehe – ich kann mich irren – kommen die lautesten und unangenehmsten Kommentare gegen Flüchtlinge aus den Bundes-Ländern, die früher Ostzone waren. Von dort nahm die Bundesrepublik zwischen 1949 und 1990 mehr als 3,8 Millionen Menschen auf. Das waren Deutsche? Ja. Und sie waren Flüchtlinge in Not, in wirtschaftlicher Misere, manche lediglich mit dem Wunsch nach Jeans und Cola. Das wird heut nicht viel anders sein. Sie kommen aus Not und mit dem Wunsch nach einem besseren Leben. Unser Grundgesetz kennt keine Asylobergrenze, keine religiösen oder kulturellen Ausnahmen und die Einzelheiten regeln Gesetze. Natürlich im Rahmen und nach der Maßgabe des Grungesetzes. Daran führen kein Wunsch und keine Idee vorbei. Gottseidank. (Ich weiß, nun bietet sich der Vorwurf an, dass die bestehenden Gesetze nicht ausreichend angewendet würden. Zu langsam…vielleicht. Nicht ausreichend…falsch und unbelegt.)

  56. Ganz offensichtlich "Schaffen wir das"
    *nicht* sondern es schafft uns. Eine gnadenlose Blamage für unsere Politiker, vor allem die „Schutzpatronin aller mittellosen und Beladenen“, Frau Merkel, die alle Grundprinzipien der Vorsicht und Verantwortung über Bord werfend, Millionen von Syrern in unser Land eingeladen hat – auf Kosten der dort Steuer Zahlenden. Die Stimmung im Land, die auch diese Zeitung immer beschwört (oder beschwören muss), deckt sich *nicht* mit meinen Gesprächen in ganz Deutschland (offensichtlich lebe ich und meine Gesprächspartner in einem anderen Deutschland). Nur daß es nicht falsch rüberkommt: *echten* Flüchtlingen ist Asyl zu gewähren, im Rahmen der Möglichkeiten. Das will ich auch in Anspruch nehmen können, falls ich mich (dann politisch verfolgt) hier schnell vom Acker machen muss…..

  57. Und was ist mit den Kirchen?
    Neben den Aktivisten und dem Prantl gibt es ja noch ein Gruppe, die Flüchtlinge unbekümmert willkommen heißt: Die etablierten Kirchen.
    .
    Müsste man denen jetzt nicht auch mal kräftig publizistisch vors Schienbein treten, damit sie endlich mal wieder von ihrer verantwortungslosen Jesustour runterkommen? Bevor die Nächstenliebe Amok läuft?

    • Motivation der etablierten Kirchen
      ist mir ein Rätsel.
      Vielleicht haben sie den Anspruch tatsächlich im materiellen Sinne
      die Welt zur retten.
      Oder hoffen sie, dass diese Krise ihnen wieder die Gläubigen und nicht so
      Gläubigen in die Kirche treibt.
      Wie Margot Käsmann meint: Über besorgte Bürger könne sie nur Lächeln,
      wenn sie Angst vor vollen Moscheen hätten, könnten sie doch in die Kirche
      gehen.
      Tja, eine echte Marie Antoinette der evangelischen Kirche: wenn die
      Menschen kein Brot haben, sollen sie doch Kuchen essen.

  58. Wir bräuchten einen Herkules und bekommen den Sysiphus!
    Bereits bisher konnten wir die Mehrzahl der vielen hunderttausende legalen Zuwanderer der letzten Jahrzehnte nur schlecht bis gar nicht integrieren. Wie soll das bei der großen Zahl der neuen Bereicherer denn gelingen? Bereits bisher konnten oder wollten wir abgelehnte Asylsuchende nicht zurückschicken. Bei den zu erwartenden neuen Zahlen werden wir das schon logistisch nicht schaffen. „Pro Asyl“ verlangt, allen Flüchtlingen schnellstens normale Wohnungen zur Verfügung zu stellen. Wie soll das gehen, wenn schon jetzt deutsche Normalverdiener in den Großstädten vergeblich nach bezahlbarem Wohnraum suchen? Bin mal gespannt, welche Auswirkungen das auf die „Willkommenskultur“ haben wird!

  59. Nächstes Jahr in Berlin
    2016 wird man die Masseneinwanderung zu stoppen, da sind wir uns heute ganz sicher.
    .
    Ja ABER: Ich wäre mir auch 2014 ziemlich sicher gewesen, dass diese Regierung es nie so weit kommen lassen würde wie es jetzt kam.

  60. Was für ein Ansinnen:
    Putin soll also nach den ukrainischen Flüchtlingen nun also auch noch D und die EU entlasten und syrische aufnehmen. Sich für Sanktionen und noch manch anderes also regelrecht bedanken?

    Die reine Panik. Nichts anderes.

    Vielleicht lernen ja Starnberg und München (und andere) dank der Flüchtlinge noch was dazu.

  61. Lustig. Na, eher nicht.
    Du schreibst die Kommentare zu schnell. Mach mal langsam.

  62. Die Regierung wankt
    keine Panik – sie faellt nicht, sie stolpert 2 weitere Jahre und wird dann wiedergewaehlt.

    Schland fuehrt Grenzkontrollen ein, die FAZ etc…. erklaert mir auch heute abend das Gegenteil von heute morgen.

    Das man nicht jeden Tag ein Kleinstadt aufnehmen kann, war schon letzte Woche klar. Das Mutti uns Leute aus irgendwelchen Laendern als syrische Familien verkauft hat.. Das dies nicht ganz korrekt war, kam auf manchen Bildern durch.

    Syrischen Familien oder Kinder egal woher, hilft man – auch wenn es mir nicht ganz passt. Aber der kleine Mann im Hinterkopf sagt mir das es so sei. Jugendliche/Junge Erwachsene aus irgendwoher sind Tage durch die Grenzen gestroemt und keiner merkt es??? oder will es nicht wissen? Dann macht man ueber nacht (besser ueber Abend die Grenzen dicht, wegen Ueberfuellung??)

    Ungarn wird nazisiert weil es sich an Dublin II haelt, Sicherung der EU Aussengrenze, Registrierung bla,bla. Mutti hebelt Dublin aus und migriert zur Heiligen – zumindest fuer eine Woche. Dann hebelt sie Dublin wieder ein und Schengen aus???

    Wer nicht in INDULA wohnt (fuer die jungen: In diesem unseren Lande) konnte eine Woche erklaeren das D und der Retter der Welt nicht stimmen kann und alles etwas Hype ist – jetzt erklar ich das Gegenteil. Im muss mir von Oesttereichern am Ende dieser Welt erklaeren lassen, das das Bundesheer in ein paar Stunden Zeltstaedte aufbaut. Sind die Zelte der Bundeswehr in demselben Zustand wie G36, Panzer, Hubschrauber,….

    Die Misere: ‚Schland soll wieder zum Normalzustand zurueckkehren‘. Das wird Jahre dauern, oder gehen jetzt alle wieder heim????

    Der ex-Finanzer von GR schreibt was ueber moralisches Land – zu frueh geschrieben. Aber der naechste Akt im GR Drama in 2 Wochen wird von denselben traurigen Schauspielern gespielt, deren Kompetenz heut abend klar zu sehen ist.

    Mit Schlandpass wird man zur Lachnummer – ob ich mir einen syrischen kauf – oder zumindest eine neutrale Schutzhuelle?

  63. Ostdeutschland
    ist Untergegangen und Syrien sowie die afrikanischen Staaten eben nicht.
    Und es ist überwiegend ein Youth Bulge der daher kommt.
    Den gab es in Europa auch mal, und deshalb wird in Amerika englisch, spanisch und portugiesisch gesprochen.
    Ein arabisches Grundgesetz wurde bereits gefordert von einem Religionsvertreter, dazu 200 Moscheen von den Saudies.
    Wir sollten das schaffen einstellen.

  64. tja, wo nix ist wird leichter geteilt
    ich kam auf einem Sofa zur Welt. Dm Sofa einer älteren Dame, die selber nicht viel hatte, aber meine Mama in ihr Haus ließ, eine Hochschwangere die nichts und niemanden hatte. Die herbeigerufene Hebamme kam zu spät, Kinder werden schließlich immer geboren, auch bei armen Leuten, und wenn dann noch die „Besatzerkinder“ dazu kamen… Na ja. So konnte die gute Frau halt nur verkünden daß es ein Bub ist, und augenscheinlich pumperlg’sund.

    Bei der älteren Dame fanden übrigens viele Leute Unterschlupf, wer keinen Platz fand bekam zumindest was zu essen und konnte sich wärmen. Eine gute Frau war das, gottesfürchtig, heimatliebend und zeitlebens glühende Verehrerin von FJS. Gewein hat sie, als der Herr Ministerpräsident starb, und alt und gebeugt wie sie war, ist sie noch bei seinem Trauerzug mitmarschiert.

  65. Mal wieder Langeweile lieber Don?
    Nachdem wir erfahren haben wo bei ihnen überall Gemälde und Kronenleuchter herum hängen, welche ihnen zufällig zugelaufen sind, durften wir auch ihrem persönlichen Kaleidoskop durch die Nachkriegsgeschichte folgen, gespiekt mit all dem von ihnen gehörten, mal von hier mal von da, einiges stammt sogar aus Geschichtsbüchern, aber die Geschmacklosigkeiten über Vertriebene können sie mit Sicherheit da nicht gelesen haben. Auch ihre Kenntnisse über diese Menschen und deren Geschichte scheint bei ihnen Nachholbedarf zu haben. Diese ihre Unkenntnis mag man ja als Angehöriger der jungen Generation noch gnädig abtun, dass aber ihre Sozialkompetenz zur heutigen Gesellschaft dermaßen daneben liegt lässt mich vermuten dass sei nicht in diesem Lande leben: „Das darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass es früher, in der guten, alten Zeit, so etwas wie eine vertikale Klassengesellschaft gab.“ Ups? Weil mir genauso langweilig ist wie ihnen habe ich mal geantwortet. Schönen Gruss noch.

  66. Paradies
    Wir,eine achtkoepfige Familie, lebten 1950 in einem Keller, ein
    Raum, eine Gluehbirne, holten Wasser vom anderen Grundstueck, viele Ratten.
    Alles zerbomt, ein einziger Truemmerhaufen.

    Mit 13 musste ich arbeiten gehen „aufbauen“.
    Da gab es kein Refugium und kein Paradies, in das wir fluechten konnten, nur die Fremdenlegion fuer jene,die ausser schiessen nichts mehr konnten.Uns anderen blieb nur strenge Disziplin, und das harte arbeiten, 10 und mehr Stunden am Tag, sechs Tage die Woche. Auch Kínder und Jugendliche.

    All die jungen Maenner, die herkommen: wo sind deren Familien, Frauen, Kinder? Haben die gesagt: geh mal los,wir lassen uns weiter Bomben auf den Kopf werfen, such du mal fuer uns was nettes?
    Und warum versuchen die im Balkan nicht ihre Kraft dafuer einzusetzen, ihr eigenes Land aufzubauen?
    Aber wie sagte das die braesige Merkel: „Wir schaffen das schon“.
    WIR?
    Merkel und ich?
    Dreister gehts nicht.
    Na ja, jetzt kriegen wir halt eine Aerzteschwemme, Architekten Zuhauf,
    und lauter Ingenieure und sonstige Wissenschaftler,wie uns eine linke
    Presse tuechtig einblaeut.
    Was ist mit dem Palais Schaumburg? Hat doch viele Zimmer und Gauck, dessen Helldeutschland so strahlt, zeigt endlich echte Solidaritaet. und laesst sie alle bei sich wohnen.
    Es reagiert nur der Bauch: willkommen.
    Das war bei dem Mauerfall auch. Willkommen, in Berlin,Kaffeee wurde
    verteilt an die armen Fluechtlinge. Spaeter wurden sie beschimpft:
    hau doch wieder ab.
    So wird es auch heute kommen. Im ueberschwange des sich selber
    berauschenden Besoffensein ueber sein eigenes spontanes Gutmenschenverhalten..
    Wie fuehlen sich denn all die Moslems,die seit 3 Generationen in
    Deutschland leben und angepasst sind und doch kollektiv als Moerder
    (Koran Koran Koran! Kopftuchmaedchen) verurteilt wurden, dass jetzt
    die gleichen Korananhaenger mit Kuesschen und Umarmung begruesst werden?
    Ich als hier lebender Tuerke (oder Arab) (wenn ich es denn waere) kaeme mir
    verarscht vor.
    Das ist Deutschland.

  67. Dr,
    Al usual, super, lg s

  68. Es rächt sich halt
    Das das Thema Vertreibung immer ein Igitt-Thema war. Einmal im Jahr irgendwelche seltsamen Parolen von einem Vertreibenentag, komische Funktionäre.

    Dass die (Pseudo-) Flüchtlinge mit den Vertriebenen gleichgesetzt werden, ist eine besonders heimtückische Form des Ressentiments gegen die Vertriebenen.

    Denn die GrünInnen sind ja nur die durchgedrehten Kinder der wirklich wohlhabenden westdeutschen, die seinerzeit ja keineswegs alles verloren haben Und nur für eine Übergangszeit mit einem ungebetenen Gast leben mussten (dem man auch in besenkammern stopfen konnte).

  69. Doktor
    Wieso antworte ich zu schnell? Hab doch einen Titel. Wieso gibts keinen dezenten gefällt-mir-knopf? kann man das nicht einfach mal so sagen hier?

  70. Geförderte Destabilisierung?
    Wie ich jetzt im Urlaub erfahren habe, lässt Russland im hohen Norden täglich mehrere hundert (!) sog. Flüchtlinge bei Kirkenes über die russisch-norwegische Grenze. Frage: Ist dies ein russischer Beitrag zur Destabilisierung Europas bzw. konkret Deutschlands? Denn auch diese Flüchtlinge, die ja ganz Russland durchqueren mussten (geht dort sicher nicht mit Autobahnbesetzungen etc.!), wollen fast durchweg nach Deutschland und zu einem geringen Teil nach Schweden.

    • Warum sollte Russland Menschen an der Ausreise hindern, gegen die polizeilich nichts vorliegt? Ist doch Völkergefängnis mehr.
      .
      Fragen Sie lieber, warum die NOrweger diese Menschen hineinlassen, wenn sie die erforderlichen Einreisedokumente nicht haben.

    • Der Weg
      Mit dem Flieger nach Moskau, per Bahn nach Murmansk und von dort mit einem ueberteuerten Fahrad nach Norwegen radeln. Die Grenze darf nur mit Fahrzeugen und dazu zaehlt ein Fahrrad ueberquert werden. So stehts in Zeitungen des Mittleren Ostens.

      Grenzformalitaeten sind unklar, denke synchrone Kaffeepause auf beiden Seiten.

    • Grenzübertritt aus Russland nach Norge ohne Papiere
      Gemütlich während der Kaffeepause, wo die Zöllner grade weggucken? Mit einem Fahrrad? Also Pardon, das glaube ich nicht. So viele Liebhaber kommunistischer Profanbau-Innenarchitektur wird es im Nahen Osten nicht geben.

  71. Zwangsvermietung
    Wenn ich das schon höre wie die Immobilienhaie die Wohnungen leerstehen lassen, jetzt schon vorsorglich jammern um ihr ‚Eigentum‘ zu retten.

    Reden sie mal mit Ex-Garzweiler Bürgern, die wären froh gewesen nur ein paar zwangseingewiesene Mieter zugewiesen zu bekommen.

    Wenn der Staat die Wohnungen braucht, dann kriegt er sie, sei es für Flüchtlinge oder die dämliche Kohle die niemand wirklich braucht.

  72. Deutschland ist ein Rechtsstaat - kein alternativloser Moralstaat
    Sie übersehen zwei Punkte.

    1. die 12 Mio Eingegliederten mußten nicht eingegliedert werden, denn sie waren bereits Deutsche, Christen und genauso Hungernde und Dürstende wie die Deutschen in den Ländern, die nicht von der Vertreibung durch Stalinismus und Kommunismus betroffen waren. Dieses mit den heutigen Flüchtlingen (meistens orientalische Angehörige des Islams, mit einer im Mittelalter stehen gebliebenen Kulturvorstellung, zB der Ungleichheit von Mann und Frau) zu vergleichen, leistet nur dem Schlachtruf „Lügenpresse“ Vorschub.

    2. Zwischen damals und heute ist am 28.06.1968 ein Absatz 4 zum Art 20 Grundgesetz (GG) ein­gefügt worden.

    Art 20 Abs. 4 Grundgesetz lautet:
    „Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.“

    Also: entweder respektiert dieser Staat mit dieser Regierung die Privatautonomie und das Eigen­tum der Bürger oder der deutsche Bürger hat das RECHT zum WIDERSTAND!
    Hier endet endgültig jede Alternativlo­sigkeit der Sozialisten und Kommunisten – egal ob schwarz, grün oder rot und auch jedes Geschwätz von Zwangseinweisungen und Zwangsenteig­nungen.

    Denn was gegenwärtig geschieht ist das gewaltsame Eindringen von Ausländern in diesen Staat un­ter Verletzung vielerlei Rechte. Am offensichtlichsten ist der gewaltsame Grenzübertritt nach Deutschland ohne daß die von Deutschland gesetzlich vorgeschriebenen und damit notwendigen Dokumente, wie zB VISA, von den Ausländern vorgelegt werden. Dabei ist der moralische Umstand für den Grenzübertritt nicht entscheidend, denn noch sind wir ein Rechtsstaat und kein Moralstaat. Andernfalls würde Art. 20 Abs. 4 GG greifen. Auch ein weiblicher Bundeskanzler muß sich an die Gesetze und seinen Eid halten, ansonsten begeht er/sie Amtsmißbrauch.

    Übrigens ist doch eines erstaunlich: bisher hat man dem deutschen Bürger und dem deutschen Volk immer mit Hinweis auf einen Koalitionsvertrag zB jede steuerliche Entlastung verweigert. Aber über eine kommunistische Umgestaltung dieser Gesellschaft durch Rechtsbruch und einen Rassis­mus gegen das eigen, deutsche Volk steht aber schon gar nichts im Koalitionsvertrag.

    • Es gibt kein Widerstandsrecht
      Bevor Sie zur Waffe greifen, müssen Sie den Rechtsweg beschreiten, auf dem geprüft werden muß, ob „andere Abhilfe nicht möglich ist“. Erwarten Sie etwa von einem rechtbrechenden Staat, daß nach jahrelanger Verhandlung ein Notstand festgestellt wird und Sie ein Widerstandsrecht haben? Revolutionäre lösen keinen Fahrschein.

      Es kann aber in einem Staat, der von der überwiegenden Mehrheit eines Staatsvolkes getragen wird, die Feststellung, es sei ein Unrechtsstaat, nicht ins Belieben einzelnen Bürger gestellt werden. Legen Sie also Art. 20 nicht auf die Goldwaage, fast alle Grundrechte sind wesentlich eingeschränkt.

  73. Deutschland ist ein Rechtsstaat und kein von Masseninstinkten gelenkter Moralstaat
    Sie übersehen zwei Punkte.

    1. die nach WK II 12 Mio Eingegliederten mußten nicht eingegliedert werden, denn sie waren bereits Deutsche, Christen und genauso Hungernde und Dürstende wie die Deutschen in den Ländern, die nicht von der Vertreibung durch Stalinismus und Kommunismus betroffen waren. Dieses mit den heutigen Flüchtlingen (meistens wohlgenährte, orientalische Angehörige des Islams, mit einer im Mittelalter stehen gebliebenen Kulturvorstellung, zB der Ungleichheit von Mann und Frau) zu vergleichen, leistet nur dem Schlachtruf „Lügenpresse“ Vorschub.

    2. Zwischen damals und heute ist am 28.06.1968 ein Absatz 4 zum Art 20 Grundgesetz (GG) ein­gefügt worden.

    Art 20 Abs. 4 Grundgesetz lautet:
    „Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.“

    Also: entweder respektiert dieser Staat mit dieser Regierung die Privatautonomie, das Eigen­tum und Recht der deutschen Bürger oder der deutsche Bürger hat das RECHT zum WIDERSTAND!
    Hier endet endgültig jede Alternativlo­sigkeit der Sozialisten und Kommunisten – egal ob schwarz, grün oder rot und auch jedes Geschwätz von Zwangseinweisungen und Zwangsenteig­nungen.

    Denn was gegenwärtig geschieht ist das gewaltsame Eindringen von Ausländern in diesen Staat un­ter Verletzung vielerlei Rechte. Am offensichtlichsten ist der gewaltsame Grenzübertritt nach Deutschland ohne daß die von Deutschland gesetzlich vorgeschriebenen und damit notwendigen Dokumente, wie zB VISA, von den Ausländern vorgelegt werden. Dabei ist der moralische Umstand für den Grenzübertritt nicht entscheidend, denn noch sind wir ein Rechtsstaat und kein Moralstaat der von Masseninstinkten gelenkt wird.

    Andernfalls würde Art. 20 Abs. 4 GG greifen. Auch ein weiblicher Bundeskanzler muß sich an die Gesetze und seinen Eid halten, ansonsten begeht sie Amtsmißbrauch.

    Übrigens ist doch eines erstaunlich: bisher hat man dem deutschen Bürger und dem deutschen Volk immer mit Hinweis auf einen Koalitionsvertrag zB jede steuerliche Entlastung verweigert. Aber über eine kommunistische Umgestaltung dieser Gesellschaft durch Rechtsbruch und einen Rassis­mus gegen das eigen, deutsche Volk geprägten Politik steht aber schon gar nichts im Koalitionsvertrag.

    Wem es bis heute nicht klar ist, sei gesagt: wir haben kein Ausländerproblem, sondern eine Staatskrise zwischen einer ständig Gesetze brechenden, verfassungswidrig und ihr Amt mißbrauchenden Regierung und dem deutschen Volk.

  74. Wovor ich Angst habe.
    In nicht allzu ferner Zeit werde ich als Pflegefall im Heim liegen. Meine Frau ist ein wenig besser dran als ich, aber auch weit davon entfernt, den Alltag mit Schwung und resolut zu berwerkstelligen. Was wird passieren, wenn ein „Neuer“ meint, meine Frau stünde ihm im Weg? Was wird passieren, wenn meine Frau mit dem Einkauf auf dem Heimweg ist? Mit wieviel „Resten“ wird sie heimkommen? Noch viel mehr Schiss habe ich bei dem Gedanken der „Wohnraumbewirtschaftung“ Natürlich ist ein Einfamilienhaus, wie schon der Name sagt, zu gross für eine Einzelperson. Es liegt nahe, den Vorschlag zu machen, das Haus zu verkaufen, und sich eine kleine Wohnung zu nehmen. Kann man das im Alter? Wohl kaum. Also wird man mehr oder weniger „gebeten“, sich eines armen „Neuen“ anzunehmen. Glauben Sie denn, ein „Neuer“ wird das Klo putzen, wenn doch die „Alte“ ohnehin schon krumm ist? Was wird passieren, wenn der „Neue“ aus einem „Kulturkreis“ kommt, un dem die Frau ohnehin nur minderwertig ist? Wer wird die Menschenrechte meiner Frau verteidigen? Oder die Würde? Ich sage es Ihnen: NIEMAND! Und wenn die Alte die Treppe herunterfällt- Schicksal. Wird eben das Haus komplett frei für die „Neuen“ Ja, ich habe massiv Angst vor der Zukunft. Das Schlimme ist: Mir machen Nazis weniger Sorge als das, was jetzt bei uns ankommt. Vielleicht werden es die Glatzen sein, die dann meine Frau auf dem Heimweg vom Einkauf schützen. Danke, Frau Merkel.

  75. Der Sinn für das Mach- und Leistbare
    Ein Volk war immer auch eine Schicksalsgemeinschaft. Gemeinsam führte man diesen Krieg, gemeinsam musste man die Konsequenzen tragen. Trotz aller Verschiedenheit, vieles einte: die Sprache, die Kultur, die Geschichte, die Staatsbürgerschaft, das erlittene Schicksal. Trotz alledem mag dies nicht immer einfach gewesen sein, aber wirklich fremd war man sich nicht. Ich halte daher die damalige Situation mit der jetzigen für nicht vergleichbar.
    Ferner sollte man bedenken, über welche Menschen man spricht. Ein syrischer Akademiker ist sicherlich einfacher als „Untermieter“ in eine deutsche Akademikerfamilie zu integrieren als ein Analphabet, der äußerst „rustikale“ Sitten an den Tag legt. Nur, man kann schlecht der Oberschicht die Oberschicht und der Unterschicht die Unterschicht zuweisen.
    Ein junger syrischer Flüchtling, den ich neulich kennen lernte, war sehr sympathisch, ihm hätte ich durchaus Obdach in unserer WG bieten können, bis er auf Israel und die Juden zu sprechen kam. Angesichts unserer Familiengeschichte wäre dies dann doch eine Zumutung gewesen. Hier zeigen sich vielleicht noch einmal sehr deutlich die Unterschiede zu den Vertriebenen: die Kultur, die Religion ist eine ganz andere und wer das völlig ausblendet, der ist entweder naiv, ignorant oder völlig taktlos.
    Es täte möglicherweise gut, derartige Diskussionen nicht im luftleeren Raum zu führen, sondern die Dinge vom Kopf auf die Füße zu stellen.
    Man kann über den Begriff der Leitkultur lange diskutieren. Sein Inhalt sollte dagegen unstrittig sein. Unsere jetzige Gesellschaft und unsere Werte haben wir uns teuer und blutig erkaufen müssen, Rückschritte oder falsche Rücksichtnahmen wären fatal.
    Pharmakologen sagen, dass die Dosis entscheide, ob Arznei oder Gift. Ich fürchte, dass eine zu große Menge, nicht mehr als Arznei, als wohltuende Bereicherung, sondern als Gift, nämlich als Parallelgesellschaft, wirken könnte, die uns vor Probleme stellt, um die wir bisher die Franzosen oder die Niederländer niemals beneidet haben.
    Das Miteinander, der Austausch kann daher schnell zu einem Nebeneinander verkommen, man grenzt sich ab.
    Endlich wären auch die Kosten nicht völlig außer Acht zu lassen. So reich ist Deutschland nicht, immerhin gelten 13 Millionen Menschen als arm, 90% der Lohn- und Einkommenssteuer werden von 50% der Erwerbstätigen erbracht. Irgendwann steigen auch wieder die Zinsen und die Ölpreise, die Gelder an Griechenland werden fällig. Viel Geld für die Integration, für Sozialarbeiter ist keine Garantie für irgendetwas. Trotz zusätzlicher Millionen ist das „Problemgebiet Banlieu“ in Frankreich nicht zu einer blühenden Landschaft geworden und in Deutschland gelten gut 1/3 der Absolventen der Hauptschulen/ Sekundarschulen als nicht ausbildungsfähig,- weder intellektuell noch sozial. Obgleich hier ebenfalls viel Geld/ Personal investiert wird. Duisburg-Marxloh wird Geld allein ebenso wenig helfen.
    Mentalitäten ändern sich langsam, weiß der Historiker. Ohne gute Arbeit indes keine Integration, keine Teilnahme am Konsum, an den Wunderdingen der westlichen Zivilisation. Und dann? Frust, Gewalt, Kriminalität, Radikalisierung?
    Was geschieht mit unseren „Problemfällen“? Über Nacht haben diese sich nicht in Luft aufgelöst. Die Deutschen, die günstige Wohnungen suchen: Studenten, Auszubildende, Referendare, junge Familien, einkommensschwache Menschen?
    Als die Schweizer gegen die Masseneinwanderung stimmten, dann nicht, weil sie gegen eine weltoffene Schweiz gewesen wären, sondern weil der Zuzug Wohnungen knapp werden ließ und die Mieten stiegen spürbar. Also ein ganz banales egoistisches Interesse, aber verständlich, sofern man keine Millionen verdient.
    Weiß die Politik, welcher soziale Sprengstoff hier versteckt sein könnte?
    Asylant und Flüchtling genießen eigentlich nur Schutz auf Zeit. Fallen die Schutzgründe fort, kehrt in der Heimat wieder Ruhe ein, müssten sie wieder ausreisen. Das sagt das Gesetz. Das Asylrecht ist kein Einwanderungsrecht. Aber was zählt das Recht in diesen Tagen noch, wenn Politiker sich damit brüsten, alle Verträge gebrochen zu haben und andere fordern, das Vergaberecht auszusetzen, also das Recht, welches Korruption, Vetternwirtschaft und Mauscheleien verhindern soll?
    Erschreckend, wie leichtfertig manche Politiker fordern, sich über Recht und Gesetz hinwegzusetzen. Die Not kennt kein Gebot, der Rechtsstaat allerdings sehr wohl!
    Was all das die Buntheit sein soll, die manche sich so sehnlich erträumen, dann wird mir dieses Land sehr fremd…

  76. Hier antwortet keiner zu schnell
    Lieber Don,
    Ihre Erklärungsversuche dazu sind inkompetent,
    genauso inkompetent wie die Leistung desjenigen,
    der diese Meldung verantwortet.
    Diese Meldung kommt immer.
    Nicht unter bestimmten Umständen.
    Das ist Ihr Blog.
    Lassen Sie es endlich reparieren.
    Machen Sie Druck.

  77. Untätigkeit? Wohl eher gezielte Aktion!
    Merkel tut nicht nichts, sie tut sehr viel! Nur leider nicht, ihrem Amtseid entsprechend, zum Wohle des Deutschen Volkes, sondern genau das Gegenteil!
    Ich weiss nicht, welche Interessen hier eine Rolle spielen, es sind zu viele Interessengruppen. Vielleicht hat sie einfach die Nase voll von den Sozen und fährt den Karren deshalb absichtlich gegen die Wand, um dann bei der nächsten Wahl eine Koalition mit der AfD anszustreben?
    Vielleicht steckt sie auch bis zum Hals im A. von Herrn O. und führt einfach dessen (oder wer auch immer hinter dem das Sagen hat) Anweisungen aus. Vielleicht wird jetzt, nach 70 von 99 Jahren Besetzung und Umerziehung, der nächsten Gang einlegt, um die Zerstörung des Deutschen Volkes noch rechtzeitig abschließen zu können.
    Vielleicht sind es auch Globalisten, internationale Profitgeier, und Geotrategen, wie der lupenreine Faschist Thomas „kill them“ Barnett, die hier irgendwie das Ruder in der Hand halten, oder Herr Erdogan hat seine Finger im Spiel, um Europa mal zu zeigen, wo der osmanische Hammer hängt. Ich weiss es nicht. Ich weiss nur eines: wenn wir so weitermachen, dann ist es sehr, sehr schnell vorbei mit uns. Dann wird Germanistan zum failed state. Es muss schnellstens Widerstand geben. Wenn die Deutschen weiter ihrer Abschaffung Beifall klatschen, dann verdienen Sie ihre Ausrottung allerding auch einfach.
    In den nächsten 30 Jahren wird hier die Hölle los sein. Das kann sich heute noch keiner ausmalen. Ein ganz persönliches 9/11 für Deutschland könnte bis 2017 noch die Stimmung soweit kippen lassen, dass der Souverän dem ganzen ein Ende bereitet. Und das ist alles andere als unrealistisch. Ansonsten heisst es: das wars. Schluss und vorbei. Deutschland und Europa wurde der Verblödung der Deutschen geopfert. Ich bin dann lange hier weg. Immer mehr Leistungsträger sehen das ähnlich. Warum seine Kohle einem korrupten, verkommenen System in den Hals werfen, das einem feindlich gesinnt ist? Australien soll schön sein.

  78. Der Tag danach
    Ich vermisse heute die Instruktion der Zeitungslandschaft was ich zu denken habe. Sind die Redakteure bei der abrupten Wende vom Sessel gefallen?

    Wird stillschweigend erwartet das die von der hl. Angela eingeladenen von GR, MAZ, H etc. versorgt werden (koennen)? Dem UNHCR geht das Geld aus um die vor Ort gebliebenen zu ‚fuettern‘ – kein Thema?

    Die FAZ ventiliert das die ‚Fluechtlinge‘ schon laenger ein Problem waren, aber die Blaetter leicht mit GR-Krise zu fuellen waren. Folgen die Redaktionen immer facebook und twitter Volumen?

    Der Bundespfarrer doziert regelmaessig staaaatstragend ueber ewige Verdamniss, Schuld und Verantwortung. Und jetzt, da die von seinem Co gelockten im Irgendwo gestrandet sind?

    Im Ausland (zumindest ausserhalb Europas) sitzt gegenueber Deutschen immer (noch) das Vorurteil, das diese ehrlich, zuverlaessig und vertrauenswuerdig sind. Nicht mehr lange. Auch eine Art der Exportfoerderung dieser Regierung.

    In Moldavien (wo ist das denn schon wieder) demonstriert seit Tagen die Bevoelkerung und fordert den Ruecktritt der Regierung weil Geld in dunkle Kanaele verschwunden ist. Besser nicht berichten, das Stimmvieh koennt auf dumme Gedanken kommen?

    Schland das grosse ‚?‘!

  79. @ TGA & @ Don
    (Es muss doch wirklich irgendwo irgendeine Möglichkeit diesen WordPress Schwachsinn abzustellen. Ich benutz diesmal den IE, den ich aber erstens nicht benutzen mag und von dem man mir sagt, dass er nach dem 5.Kommentardann genau dasselbe pop-up bringt….)

    @ The Great Artiste sagt: Die Rechnung, bitte!
    12. September 2015 um 18:55 Uhr

    Guten Morgen mal wieder, TGA.

    Wenn man wirklich optimistisch sein will, dann kann man das ausufernde deutsche Gut-Menschentum sogar als eine Art in-sich-gehen-Reaktion auf die von Ihnen beschriebene perverse europäische „Entwicklungshilfe“ der vergangenen Jahrzehnte sehen.
    Schön wärs ja, aber wie so oft nur Wunschdenken. Es war natürlich nichts weiter als das üblich kurzsichtige, selbstgerechte Phrasendreschen der Masse, die sich für rot-grün-schwarz=Merkel hält. Und so kommt mal wieder eine Wende, diesmal die der Kohl Erbin.

    Denn, wie ich gerade lese hat Mutti ja entschieden die Grenzen dicht zu machen um dem Problem Einhalt zu gebieten? So wie ich die „lasst-sie-alle-rein-Fraktion“ kenne wird die ihr Fähnlein nun ganz schnell nach Wind dem hängen, und die Medien werden dies dann Deutschland-Fahnen schwenkend als den Sieg der praktischen Vernunft verkaufen.
    Als sekundär Problem dürfte sich schnell herausstellen, dass bereits etliche hunderttausend Andere (völlig zu Recht) auf der Flucht sind und nur weil „wir“ es uns anders überlegt haben, kaum wieder in ihre Heimatdörfer zurückkehren werden.
    Volkes Stimme ist ja bedeutend solange sie lautstark verkündet, was für die Obrigkeit der Merkel Fans in den Redaktionsstuben akzeptabel klingt, also kann man jetzt wohl eine gewaltige Dezimierung der pro Asyl Artikel erwarten?

    Ihr dezenter Hinweis auf die ja nicht verschwundene Alternative für die Opfer der US/Israel/NATO Politik, nämlich sich „in den betreffenden Ländern für die klare Gebrauchsanweisung eines festen Glaubens zu entscheiden“, wird künftig ganz genauso ignoriert werden, wie die Merkelsche Führungsriege der Republik bisher die Flüchtlinge ignoriert hat.
    Es dürfte sich also mal wieder nur eine vorläufige Rechnung handeln, denn statt die Länder dort endlich ihre religiöse Reformation allein auskämpfen zu lassen, werden die Erlöser aus der christlichen Welt den Leuten auch diesmal wieder ihre heilbringenden Lösungen aufzwingen wollen.

    Alles ganz grosses Kino !

    @ Don Alphonso sagt: 13. September 2015 um 11:38 Uhr
    „Beim SPOM liest man kommentare, bei der Zeit zensiert man sie und bei der SZ lässt man sie erst gar nicht zu. Das hat auch etwas amit zu tun.“

    Das kann ich nicht bestätigen.
    SPON Kommentare sind nahezu ausnahmslos auf einem Niveau das nur Grauen erweckt. Widerspruch ist da zwecklos, wird kurzfristig zensiert, und mittelfristig wird man gesperrt. Wenn ich korrekt mitgezählt habe, war ich, als ich meine Versuche dort vor etlichen Jahren einstellte, unter sechs verschiedenen Namen gesperrt. Nicht viel weniger sind es bei der FAZ oder der SZ…
    Überraschenderweise wird bei der ZEIT relativ wenig zensiert…. (Solange man Joffe nicht widerspricht )
    Ich lehne es ja bekanntlich ab, meine Meinungen gemäss der Zensurmasstäbe unserer freien Medien zu formulieren und hab daher einiges an Erfahrung.

    Dieser Blog ist landesweit als einziger mittlerweile berüchtigt für seine Meinungsfreiheit.
    So wie sie es weiter unten schreibt ist es tatsächlich: „Journalisten sind an die vorgaben ihrer Häuser gebunden, die Zensoren passen da schon gut auf, dass keine falschen Fragen gestellt werden.”

    Was ich nicht verstehen kann, ist warum sich eine solche Einsicht, die ja das EINZIGE grundsätzliche Problem ist, nicht durchsetzt.

    Immerhin scheint mancherorts politische Panik auszubrechen:
    ZDF zum neuen Labour-Chef: „Er gilt nicht nur Konservativen als linker Spinner“

    http://www.nachdenkseiten.de/?p=27532#more-27532

    • So was hatte ich schon vermutet...
      TDV, Ihre Erfahrungen schein mir sehr plausibel.
      Die Bereitschaft, wirklich quer und auch mal gegen den Strom zu denken, dürfte besonders dann problematisch werden, wenn man den Autor nicht banal in einen der etablierten Gedankenmülleimer entsorgen kann, die ich hier nicht aufzählen möchte, aber gerade streitet man sich beim Faith Buch über die logistischen Möglichkeiten, um „ungute“ Meinungen ausradieren zu können. Vieles von dem Rechts-Schrott spricht doch für sich selbst, aber scheinbar hat man langsam Angst, dass es mehr und mehr mainstream-fähig werden könnte?

      Wenn wir die Entscheidung über unsere Zukunft nicht Gott, Hallobutton und den besten Drohnen überlassen wollen, müssen wir unsere Situation nüchtern durchrechnen, was wir uns eher leisten können: Die Festung Europa so abschreckend zu machen, dass jeder lieber auf die Chance setzt, zuhause vielleicht nicht zwingend zu sterben. Oder Wirtschaftsperspektiven für Millionen von Menschen zu entwickeln, damit deren neue Hoffnung allen Extremismus langsam austrocknet – man sollte die positiven Aspekte des Iran-Abkommens nicht ganz vergessen.

      Auf Wegwerfsocken und jedes Jahr ein neuer Äppärät kann man sicher gut verzichten – aber unsere Sonnenkönige auf ihren jedes Jahr längeren Yachten werden es nicht lieben.

    • Gibt es eigentlich eine Migrationswelle, die den Reichen geschadet hätte?

    • Was heisst schaden?
      Wenn eine brasilianische Hubschrauber-Party-Gesellschaft, häufigen Entführungen im oberen Mittelstand wie in Kolumbien, oder der endlose Dreck in Indien KEIN Schaden sind, wohl kaum, wenn man es nur in Millionen, Yachtlänge und Ferrarizahl pro Kopf misst.

      Lebensqualität heisst auch, im Biergarten im Anzug einem Punk zuzuprosten, ohne sich als Klassenfeinde anspucken zu müssen.

    • Oder sich Vorhaltungen machen lassen zu müssen, man sollte mal seine Privilegien checken.

  80. Und Gabriel fragt nun bei Putin um Hilfe an!
    Beginnende Panik, denke ich mal.

  81. Aha,
    Don hat ein Machtwort gesprochen? Während wir gestern den ganzen Tag mit dem unsinnigen Hinweis vertröstet wurden „Machen sie langsam, Sie schreiben Ihre Kommentare zu schnell“, geht’s heute wieder. Nun, die „Zensurbehörde“ der FAZ ist wenigstens witzig. Letzte Woche lautete der Spruch noch „Ups, Ihr Beitrag wurde bereits einmal gepostet“. Was bezweckt man damit gerade am Sonntag? Dass die Debatte still steht gerade an einem Tag, an dem sich viele gern beteiligen würden? Klar, Mutti sitzt auf dem Deckel und darunter brodelt es derart, dass es fast knallt. Deshalb musste gestern auch der bleiche Innenminister vor die Kameras, natürlich ohne Fragen zu zulassen, und Druck aus dem Kessel lassen. Alles sehr demokratisch. Sorry, ich vergaß, es passiert alles nur zu unserem Besten und um die bösen Russlandtrolle und die Nazis klein zu halten …

  82. Zwangseinweisungen
    Würden vielleicht doch zu sozialer und sonstiger Bildung beitragen.

  83. Schäuble
    ist sicher das, was man einen alten politischen Hasen nennt.

    Im FAZ Interview verlangt er von den DEutschen, dass sie sich gesellschaftlich
    flexibel an die technologischen Veränderungen anpassen.
    Mal abgesehen davon, dass wohl keine Gesellschaft mit dem
    Hochfrequenzhandel der Finanzmärkte aufnehmen kann, selbst
    wenn sie es wollte, soll es -aus westlicher Sicht- rückständige
    Gesellschaften geben, die trotzdem kein Problem mit Neuland haben.
    Aber so großzügig sind, uns ihre Bevölkerungsüberproduktion zu überlassen. So wie wir ihnen gerne unsere techn.Produktüberproduktion
    überlassen.

  84. Die Quittung
    Die Flüchtlingswelle ist die Quittung für eine jahrzehntelang verfehlte Politik. Wir haben zu lange weggeschaut. Alle, nicht nur die Deutschen. Was interessiert uns Afrika? Wir haben doch glänzende Öl- und Waffengeschäfte gemacht, mit Schergen, die wir besser wegen Menschenrechtsverletzungen angeklagt hätten. Aber das ist nicht so profitabel. Dafür zahlen wir jetzt die Rechnung auf andere Weise.
    Wir sind es selber Schuld. Wir haben zu lange geduldet, zu lange verdrängt, uns selbst belogen, sind zu viele Kompromisse eingegangen. Die Politik ist darin noch viel besser als der brave Bürger.
    Wir nennen uns ein zivilisiertes Land. Aber wenn man in dieser Zivilisation nur darüber nachdenkt wir man Leute, die alles verloren haben, die ihr Leben riskiert haben um zu überleben, die ihre Familien, Kinder verloren haben, die nichts, aber auch nichts mehr haben, schnellstmöglich wieder los wird, dann kann mir diese Zivilisation gestohlen bleiben.

    • top: Viele Staaten wollten gar keine Einmischung, Syrien gehörte quasi zum Ostblock, Afrika hat sich selbst Probleme bereitet. Wir lassen ja auch nicht Burkina Faso für die commerzbank zahlen.

  85. Es ist ein schrecklicher Gedanke:
    Vielleicht würde so eine angemessene Zwangseinweisung den einen oder anderen Erkenntnisprozess befördern? Sicher Eingriff ins heilige Eigentum usw., aber vielleicht muss es eben mal doch sein. So ein wenig Diktatur. Die Diktatur des Geldes wird ja auch allenthalben hingenommen und von den Profiteuren gefeiert.
    Schräger Gedanke, ich weiß. Aber mit den alten kommen wir offensichtlich nicht mehr weiter.

  86. Natürlich schaffen wir das
    Die Unter- und Mittelschichten wird es dabei treffen. Den Don weniger.

    • Natürlich nicht.

    • Ja, ja der Don....
      Aber wir sollten alle zugeben, er hat sich damals ganz offen dafür bedankt, dass bei der letzten Bundestagswahl die 99% für seine Interessen gestimmt haben… und nicht für die eigenen….

      Danke für den Übertrag aus dem Rebell…

  87. Sticks and stones
    „dreckiger Berliner Genderhipster“ – tut das nötig?
    Oder braucht es doch Nerventee am Tegernsee?

  88. Ich sehe nicht, dass das eine Völkerwanderung ist,
    das ist eine Männerwanderung.
    .
    Ich bin ja eher fürs gendermainstreamen. Warum nur schweigen jetzt alle, die das angeht? Keine fordert ein Durchgendern der Flüchtlingsströme. Dabei gehört sich, dass die zur Hälfte weiblich zu sein haben. Mindestens. Warum sollen (fast) nur Männer aus den Kriegsgebieten gerettet werden?

    • Ich weiß nicht
      worüber sie sich beschweren, werte Arabella.

      Die frühen Frauenrechtlerinnen konnten sich nicht genug
      über ‚Frauen und Kinder zuerst‘ lustig machen und fanden das
      diskriminierend.

      Die Schleusser lassen sich davon nicht beindrucken.
      Sie sorgen dafür, dass bei jeder -sorry-Fuhre Frauen und Kinder
      zu sehen sind.

  89. Ich empfehle: "Angst essen Seele auf", von Rainer Werner Fassbinder
    Die Vergleiche, die hier angestellt werden, hinken doch. Daß es nicht einfach wird, sei dabei unbestritten. Aber zu Panikattacken besteht nun wirklich kein Anlaß. Zwar wird es zu Problemen kommen, es wird auch teuer werden, aber wir sind es den Menschen schuldig, so vielen wie möglich von ihnen zu helfen. Auch die Gründe wurden hier schon genannt.

    Aktuell stehen die Züge und Grenzkontrollen werden wieder eingeführt. Die Abschottung hat bereits begonnen. Die Willkommensfeiern ebben ab.

    Nur 60.000 Flüchtlinge reichten aus, die deutsche Verwaltung vor unlösbare Probleme zu stellen. Nur 160.000 Flüchtlinge reichen aus, um Europa infragezustellen. Ein Armutszeugnis.

    Wer aber nun glaubt, damit sei das Problem gelöst oder auch nur geringer geworden, der täuscht sich sehr. Denn es sind noch reichlich Flüchtlinge auf dem Weg und die werden sich kaum von Grenzkontrollen oder Zäunen aufhalten lassen. Das Jammern sollte man sich also für Zeiten sparen, in denen die Flüchtlingszahl in Deutschland die Millionengrenze überschreitet.

    Warum nun ein Einwanderungsgesetz in die Schlagzeilen kommt, erschließt sich mir auch nicht, hat es doch mit der aktuellen Problematik nichts zu tun. Auch die Kritik an Frau Dr. Angela Merkel, Mutti, erschließt sich mir nicht. Sie hat in alternativloser Weise humanitär gehandelt. Und, die humanitäre Frage ist aktuell wie eh und je. Es hat sich doch nicht das Geringste geändert.

    Was sich allerdings ändern muß, ist der Umgang mit allen Migranten. Die Zeit der Samthandschuhe muß beendet werden, die Integration muß sich mehr an der Realität unserer Gesellschaft und unserer Kultur orientieren. MultiKulti ist gescheitert, ein Scheitern unserer Gesellschaft insgesamt steht auf dem Spiel. Noch mehr Parallelgesellschaften wären tödlich.

    Realistisch, nüchtern und sachlich betrachtet gibt es aber nur zwei Möglichkeiten. Entweder wir lassen die Menschen verrecken, oder wir helfen ihnen. Ich bin für die Hilfe, auch wenn es uns alle etwas kosten wird. Das Leben wird es uns jedenfalls nicht kosten.

  90. Verantwortungslose Gesinnungspolitik
    Als überzeugter Europäer und Befürworter einer multikultureller Gesellschaft bin ich fassungslos über die verantwortungslose Gesinnungspolitik, die edle aber schlichte Gemüter in Berlin betreiben.

    Gewissenlos hat Deutschland im 20. Jahrhundert Europa in Schutt und Asche gelegt. Mit reinem Gewissen werden jetzt in einer verantwortungslosen Art und Weise 70 Jahre Europäischer Integration zerstört.
    Das Asylrecht zeugt von einem hohen moralischen Standard. 60 Millionen Kriegsflüchtlinge haben ein Individualrecht auf Asyl, nach Auffassung von SPD und Die Grünen sogar über eine Milliarde Menschen, die nach UNO-Angaben in absoluter Armut leben.
    Bei diesen Zahlen erkennt jeder, dass ein Individualrecht auf Asyl schlicht dem Sollen-Können-Prinzip widerspricht (oder wie ein alter römischer Rechtsspruch besagt: ultra posse nemo obligatur), weil die Umsetzung nicht machbar ist. Eingang fand dies im BGB: „Der Anspruch auf Leistung ist ausgeschlossen, soweit diese für den Schuldner oder für jedermann unmöglich ist“ (BGB § 275, 1). Es gibt also Obergrenzen der Leistungsfähigkeit, obwohl die Bundeskanzlerin für das Asylrecht diese ausschließt.

    P.S. Gianis Varoufakis hat in der FAZ, leider ist die Kommentarfunktion ausgeschaltet, Kant als reinen Gesinnungsethiker hingestellt.
    Mailen Sie, Don Alphonso, im mal einen Literaturhinweis:
    Kant, Immanuel, 1956 [1781 und 1787]: Kritik der reinen Vernunft. Nach der ersten und zweiten Original – Ausgabe neu herausgegeben von Raymund Schmidt. Hamburg: Felix Meiner.
    Das Sollen-Können-Prinzip findet er auf Seite 730 [A 807/B 835].

    Auszug aus: http://www.lauer.biz/verantwortungslose-gesinnungspolitik.htm

    • Sorry, Herr Lauer, aber das ist doch trivial, oder?
      Unsere Bundeskanzlerin reagierte auf die Situation in Ungarn in der einzig möglichen Art und Weise. Sie hat damit aber keineswegs alle Flüchtlinge der Welt nach Deutschland eingeladen. Das haben andere daraus gemacht. Was damit bezweckt wurde, liegt doch auf der Hand.

      Selbstverständlich sind die Möglichkeiten Deutschlands und auch Europas irgendwann erschöpft, Flüchtlinge aufzunehmen. Irgendwann! Dieser Zeitpunkt ist aber doch längst noch nicht in Sicht.

      Was sich aber ganz deutlich abzeichnet, ist das Versagen der Politik, diese Situation zu bewältigen. Die Rechten freut das und der Rechtsruck ist deutlich zu spüren. Der Nationalismus bricht sich wieder Bahn, Europa ist auf dem Weg zurück in längst überwunden geglaubte Zeiten. Und das wegen ein paar Flüchtlingen, deren Fluchtursachen wir selbst mit zu verantworten haben. Wir wurden unserer Verantwortung nicht gerecht und werden es wieder nicht, so wie es aussieht.

      Und wenn Sie Kant zitieren, dann hätte der ganz sicher bei den Ursachen angesetzt, die diese Völkerwanderung ausgelöst haben. Denn da mangelte es schon deutlich an Vernunft.

    • Es ist wie so oft: Eine entscheidung, die am Samstag richtig ist, ist am Sonntag schon zweifelhaft und am Dienstag grundfalsch. Aber genau dann ist Merkel aufs Gast gestiegen, statt auf die Bremse.

    • Trivialitäten
      Herr Meier, konnte mir nicht vorstellen, dass eine Bundeskanzlerin, die für ihren Realismus bekannt ist, so eine Trivialität nicht berücksichtigt.

      Deutschland bietet mit reinem Gewissen das Beste Asylrecht. Da es dies aber nicht in die Praxis umsetzen kann, hat sich Deutschland innerhalb der Europäischen Union so abgeschottet (Stichwort Dublin-Abkommen), dass Flüchtlinge Anträge auf legalem Wege nicht mehr stellen können.
      Politisch Verfolgte können nur auf deutschem Boden Anträge stellen, allerdings legal nicht nach Deutschland einreisen, Schlepper entschieden zuerst, wer Anträge stellen darf.

      Die Folgen insbesondere für die Betroffenen Flüchtlinge, aber auch für den Staat und die Gesellschaft in Deutschland sind verheerend. Es kommen kaum arme oder bedürftige Flüchtlinge, sondern nur die Leistungsfähigsten können sich Tausende von Dollar leisten, damit sie die Schlepperbanden bezahlen. Es werden alle Ersparnisse aufgelöst, man riskiert sein Leben und wandert über mehrere Grenzen illegal nach Deutschland ein. Hier werden diejenigen, die überlebt und die Strapazen mit viel Glück überstanden haben, mit Applaus empfangen. In Container und Hallen warten dann die Menschen auf die Entscheidung, ob sie bleiben können. Nach mehreren Monaten erfuhren letztes Jahr 70 %, dass sie nicht bleiben können. Eine Integration ist damit für diese Menschen nicht mehr möglich, weil diese Menschen in die Illegalität abrutschen, nach Hause können sie nicht mehr, abgeschoben werden die wenigsten. Eine kafkaeskere und perversere Politik ist kaum noch vorstellbar.

      Sie haben recht, sowohl die Rechtsradikalen, aber auch die Linksradikalen, erst recht die religiösen Fanatiker freuen sich, dass Europa und Deutschland auch zu failed states werden!!

    • Als man dieses Asylrecht schrieb, hatte man die Brechts und Manns vor Augen. Wenn man das heutige Ergebnis geahnt hätte, hätte man das nicht getan.

    • Grenzen des Möglichen
      @ Don
      Ich freue mich, dass nicht nur große Schriftsteller Asyl beantragen können.
      Allerdings muss eine kontinuierliche und machbare Asyl- und Einwanderungspolitik existieren und kein kafkaeskes und perverses System der Scheinheiligkeit.

      @ Herrn Meier
      Deutschland hat die Grenzen des Möglichen innerhalb einer Woche kennengelernt.

      Wenn die Regierung den Fluggesellschaften erlaubt Flüchtlinge nach Deutschland zu fliegen, dann würden die Menschen aus den Fängen der Schlepper entzogen und könnten ohne das eigene Leben in Gefahr zu bringen, nach Deutschland kommen und das auch noch kostengünstiger, ca. 500 € kostet ein Flug aus der Türkei oder dem Libanon. Die Flüchtlinge könnten sogar in Deutschland besser verteilt werden, es gibt genug Flughäfen, es müsste nicht alles über München laufen.

      Warum macht die Regierung das nicht? Vermute, weil es Grenzen des Machbaren gibt. Den Preis für die Scheinheiligkeit, das nicht zuzugeben, zahlen die Flüchtlingen und wir alle: 70 Jahre Europäischer Integration werden aufs Spiel gesetzt.
      Einfach dieser hohe Einsatz ist verantwortungslos!!

  91. Ernsthaft
    Ist zu den Bedingungen des Jahre 2015 Völkerwanderung noch
    möglich?
    In vergangenen Zeiten dürften die Bedingungen um einiges besser
    gewesen sein. Soviel Nations & Borders gab es da nicht und nur ein
    Bruchteil der heutigen Bevölkerung.
    Wie haben es die Ungarn überhaupt geschaft in ihren offenen Grenzen
    zu überleben?
    Haben die Vogelscheuchen an den grünen Grenzen aufgestellt?

  92. Leider gibt es keine Entscheidungen ohne Nebenwirkungen, Don.
    Richtig ist zwar sicherlich, daß Dr. Angela Merkel nicht gerade zu den Menschen gehört, deren Kompetenz darin liegt, richtungsweisende Entscheidungen zu treffen, ohne dazu gezwungen zu sein, aber wenn es sein muß, handelt sie. Und das ist ja nun wirklich mehr, als man von anderen europäischen Politikern und Regierungen momentan behaupten kann. Und wenn wir ehrlich sind, so wäre jede Entscheidung zu jeder Zeit auf entsprechende Kritik gestoßen. Nicht, daß ich die Bundeskanzlerin in Schutz nehmen will, nichts läge mir ferner, aber die Fairneß gebietet es, sie diesbezüglich auch nicht zu verurteilen. Denn ihr blieb in meinen Augen in dieser Situation nicht wirklich eine Wahl.

    Menschen, die niemand haben will, denen niemand helfen will, das gab es immer schon. Wer wüßte das nicht besser als wir. Und, haben wir diese Haltung etwa nicht verurteilt? Warum sollten wir nun denselben Fehler machen? Wieviel ist uns ein Menschenleben wert? Jetzt können wir diese Frage beantworten, die mich immer an die Frage des Protagonisten in Schindlers Liste erinnert, angesichts seines Parteiabzeichens.

    Haben wir die Grenze des Möglichen wirklich schon erreicht, können wir uns in Selbstgefälligkeit zurücklehnen? Die Bundeskanzlerin hat Gas gegeben, richtig. Und ich sage dazu: Besser spät als nie.

  93. @ Herr Lauer
    Alles das, was Sie schreiben, ist ja nicht ganz falsch. Auch ich habe an mehreren Stellen auf diese und andere Probleme hingewiesen. Und ja, Scheinheiligkeit und Cleverness beim Dublin-Abkommen, auch das ist richtig. Ob es nur die finanziell Bessergestellten sind, die nach Europa flüchten, bezweifele ich jedoch. Und ja, irgendwann ist das Boot selbstverständlich voll, doch hat auch nie jemand etwas anderes behauptet, nicht einmal Merkel. Was mich aber mittlerweile besonders stört, ist, daß für die Flüchtlinge mehr unternommen wird, als das beispielsweise für den Rand der eigenen Bevölkerung geschieht.

    Dennoch, die Flüchtlinge kommen, egal wie die Grenzen oder Gesetze aussehen. Die logistischen Probleme werden sich legen, andere werden folgen.Und am Ende stellt sich nur die Frage, wollen wir, solange wir es können, helfen oder wegsehen? Und noch können wir ja helfen, oder sehen Sie das anders?

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