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Stützen der Gesellschaft

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Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Der Steuerflüchtling ist der beste Flüchtling

| 165 Lesermeinungen

Ja im Wald, da sind die Rohoiber
Halli, hallo, die Rohoiber.

Vom Tegernsee aus ist man schnell in Österreich. Selbst mit dem Fahrrad dauert es kaum eine Stunde, sei es, dass man über die alte Silberstraße zum Achenpass hinauf fährt, oder mit einem Bergrad über die Valepp den alten Schmugglerpfad nach Tirol nimmt. Ich mag diese Lage, denn sollte ich einmal etwas zu Freches über die Bewohner des Reichshauptslums schreiben, brauchen sie nicht nur lang, um hierher zu kommen, sofern sie sich die Fahrkarte überhaupt leisten können. Es bleibt mir auch genügend Zeit, mich aus dem Staube zu machen. Ich kenne hier jeden Steg, und wüsste schon, wie ich mich unbemerkt über einen kleinen Bergjordan zu den Nachbarn abseilen könnte.

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Dass ich nach dem zweiten Weltkrieg einmal wieder an einer echten, fest bewachten Grenze leben würde, hatte ich allerdings so schnell doch nicht erwartet. Aber man muss den Tatsachen ins Auge sehen, der Tegernsee liegt nicht mehr mitten in der EU, sondern eben nahe der Grenze zu Österreich, und es sind auch genügend Polizisten da, um bei 9 Grad und Nieselregen diese Grenze hier zu schließen. Das ist technisch nicht besonders schwer, denn es gibt nur wenige echte, befahrbare Übergänge zwischen den natürlichen Barrieren. Im Osten des Landes trennen Salzach und Inn bayerische Zivilisation und niederösterreichischen Vorbalkan, und von Salzburg bis Lindau legen sich recht hohe Bergmassive jedem unerlaubten Zuwanderer in den Weg. Wenn gestern nun Berliner Aktivisten empfahlen, sich als Bergwanderfluchthelfer zu betätigen, wünsche ich viel Glück und immer einen Rettungshelikopter in der Nähe. Man musste früher hier leben, um nur eine Flasche Schnaps oder ein Rennrad erfolgreich zu schmuggeln, und auch heute sind die Grenzen nicht geeignet, größere Gruppen zu schleusen.

Deshalb bauen die Österreicher im Moment auch vor. Auf der anderen Seite liegt der Achensee, ein Idylle sondersgleichen und ab sofort eine Sackgasse für jeden, der ohne gültige Papiere einreisen will. Dort könnten es nun die Flüchtlinge versuchen, die bei Salzburg nicht mehr durchgelassen werden: Wenn die Deutschen die Einreise verweigern, sind sie auf knapp 900 Meter Höhe in den Wolken, und jemand muss sich auf Tiroler Seite um sie kümmern. Das ist gegenüber von uns so, gegenüber von Garmisch, gegenüber von Bayerischzell und gegenüber von Lindau, also überall, wo es schön ist und sich gut leben lässt. Gegenüber sind bei den Österreichern auch feine Fleckerl Erde, und sie alle sahen bis gestern nicht nach den internationalen Zentren der Asylkrise aus, die sie heute geworden sind. Bis gestern dachte man in Tirol, vielleicht würden nur ein paar Verirrte der Brennerroute hier schnell nach Bayern reisen. Heute morgen haben die Tiroler dann gleich die Fernzüge kontrolliert und Flüchtlinge aus Italien festgehalten. Das machen sie ganz von selbst, seitdem die wissen, dass die deutsche Grenze zu und jeder Einreisende ihr Problem ist.

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Letzte Woche habe ich von hier aus, mit Blick auf die Berge, geschrieben, dass es bald hässliche Bilder geben wird, wenn wir konsequent sein müssen. Ich sah dann auch prompt Flüchtlinge, die aus dem System der Bayern und Münchner gefallen sind und auf der Strecke blieben. Bayern war gen Österreich offen und hinten haben letztes Wochenende die anderen Bundesländer die Tore geschlossen. Das war nicht nett. Jetzt ist es eben andersrum. Man hat die Tore zu Österreich geschlossen, und Österreich läuft jetzt als Ende der Balkansackgasse zu. Die Leute wollen zu uns, wir schaffen das, eine Obergrenze gibt es nicht, wir machen einen nationalen Kraftakt und überlassen das Scheitern den Bayern und Münchnern: Diese deutsche Haltung rächt sich jetzt, aber nicht für uns. Ich wohne schön an der Grenze und dahinter wird das kleine, bergige Österreich für seine Hilfe beim Transit überrollt. Gestern war hinter den Wolken der von Vermögenden gern bewohnte Achensee, heute ist dort Notstand. Die fünftausend Flüchtlinge, mit denen der Regierungschef Faymann bis zum Jahresende täglich rechnete, können nicht vor und nicht zurück, in der gesamtbalkanischen Massenkarambolage, die die deutsche Vollbremsung nach den Vollgaswochen und dem vollkommenen Selbstbild voller Fachkräftewünsche und Willkommensartikel auslöste.

Nur nach Österreich rein, das können die Geschundenen. Man muss nur einmal die Landkarte anschauen: So geschlossen Österreich gegen Bayern ist, so offen ist es gegenüber Ungarn und Teilen von Slownenien. Natürlich kann man eine Straße mal eben blockieren, aber nicht eine lange Grenze. Vor allem nicht, wenn Herr Faymann den Herrn Orban wegen der Behandlung der Flüchtlinge mit Hitler vergleicht – und Herr Orban das weltweit kritisierte Lager Röszke räumen lässt, auf dass Herr Faymann zeigen kann, wie er das beherrscht. 20.000 Flüchtlinge sind im Land schon unterwegs, viele tausende warten an den Grenzen, und Österreich schickt Gitter, Grenzkontrollen und die Armee, und kündigt Grenzüberwachung an. Es schimpft sich leicht auf Ungarn, wenn man selbst Flüchtlinge nur weiter reicht – nun steht dieses Land, deutlich kleiner als Bayern, mehreren zehntausend Flüchtlingen gegenüber. Auf Deutschland hochgerechnet wäre es so, als wollten 3-400.000 Menschen durch das Land ziehen, kämen nicht weiter und erinnerten sich nun daran, dass sie gar nicht müssen – sie könnten hier in diesem reizenden Land auch einen Asylantrag stellen. Und bleiben. Tu felix Austria asyle. Davor haben die Österreicher Angst. Sie sind nicht ganz von den Fachkräften für ihr schrumpfendes Volk überzeugt.

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Grau schweben draußen die Wolken über dem See, und die Luft riecht herbstlich nach dem Rauch der Kachelöfen, kalt ist es, und neben mir brennt eine Kerze. Drüben, auf der anderen Seite, wo Österreich gerade zwischen der geschlossenen deutschen Grenze und dem von den Deutschen provozierten Flüchtlingstreck unter der Räder gerät, ist man sich eher bewusst, dass man das vermutlich nicht schaffen wird. Und man wird sich dort drüben in Tirol vielleicht wundern, warum wir Deutschen nicht die Notbremse gezogen haben, als in der FAZ am Montag zu lesen war, dass nun nicht nur die Bedrohten der Notlage am Bahnhof von Ungarn einreisten, sondern auch die Flüchtlinge kommen, die bei den Ungarn schon in den Lagern waren. Sie werden sich wundern, warum es Kanzlerinnenselfies gab, Rüffel gegen Horst Seehofer und schöne Worte von der nicht existierenden Obergrenze, als mein Gemüsehändler schon eine halbe Busladung Menschen aus der Not heraus bei sich im Lager unterbrachte und bewirtete. Wobei, zum Wundern haben die Tiroler gerade keine Zeit, die Züge aus Italien kommen ja weiterhin und niemand will unschöne Szenen in Bregenz am Bodensee oder vor der Residenz in Innsbruck, in deren Cafe ich von ein paar Jahren – pardon, es fühlt sich an wie Jahrhunderte – mit einem amerikanischen Professor über Nation Building und transatlantische Verhältnisse eines Vereinigten Europa sprach. Jetzt ist das alles Krisenregion und irgendwo auf der Autobahn kommt eine Wanne mit Polizisten, die lange die Schönheit des Tegernseer Tales bewundern können.

Aber was bleibt ihnen schon übrig, es ist die Logik des Systems. Die Deutschen machen zu, die Ungarn machen zu, die Tschechen machen zu, Slowenien ist weit offen und nicht fern von Heiligenkreuz im Burgenland, wo die Österreicher auf freiem Feld ebenfalls zumachen wollen, aber nicht wirklich können. Es sieht nicht so aus, als hätten sie viel Zeit gehabt, und wären hinreichend informiert worden: Was das grosse Deutschland beschließt, ist dann eben der Fluch des kleinen Landes, und warum sollte das bei Österreich anders als bei Griechenland sein. Derweilen sonnt man sich bei uns im Gefühl, dass wir genug getan haben und der Welt zeigten, wie wir unsere Krise mit Herz und Kraft lösten. Am deutschen Wesen sollte die Welt genesen, und nur das zwangsgeschlossene Österreich hat momentan noch ein paar allergische Reaktionen. Mit der europäischen Quotenangriffen auf die Visegrad-Staaten wird das alles in Ordnung kommen, rufen wir ihm zu, und dann versenken wir auch Schlepperboote und machen grosse Lager, wo sie keiner von Berlin aus sieht. Sollte es dort doch wieder hässlich werden, wie früher in Lampedusa – was haben wir die Italiener beschimpft für dieses Lager – werden wir angesichts unserer grandiosen Leistung in diesem Sommer mit bestem Recht in der EU dafür sorgen, dass Italien seine Probleme selbst, aber nach unseren Wünschen ausbadet.

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Also, das heisst, falls jemand wirklich Wert darauf legt, die EU mit uns unter dem Eindruck der letzten Jahre fortzusetzen. Als Österreicher würde ich da eher ganz schnell Baba sagen wollen, und auch als Deutscher bin ich erstaunt, wie froh hier alle um Grenzkontrollen sind, obwohl sie, wollte man etwa ein Konto in der Schweiz oder eine steuerlich nicht angegebene Toskanavilla besuchen, schon eine leichte Belästigung darstellen. Aber der Mensch gewöhnt sich wohl an alles, an die ertrunkenen Kinder gestern und das Schweigen der Kanzlerin heute, wo man doch eigentlich gern wüsste, wer das jetzt schaffen soll mit Integration und Neubau, und vor allem: Warum man mit dem Geld für die Flüchtlinge nicht einfach den Spitzensteuersatz senkt oder die Erbschaftssteuer abschafft, wenn doch genug da ist.

Darüber müsste man nämlich dringend mal wieder reden. Das würde dann auch Steuerflüchtlinge anziehen, die, das weiss man vom Kleinwalsertal und verschwiegenen Häusern in Salzburg, nie ein Anlass sein werden, Grenzen zu schliessen. So etwas integriert man immer und jederzeit, und gegen diese Flüchtlinge hat auch kein Dunkeldeutscher etwas einzuwenden. Es geht bei der Integration immer um die richtige soziale Mischung, und das schaffen wir sicher, wenn wir die Mittel vor allem an die einzig richtigen Flüchtlinge mit den menschlichsten aller Anliegen und Anlagen verteilen.

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165 Lesermeinungen

  1. Refugees und so
    Flüchtlinge am Tegernsee? Hu! Ich war erst vor wenigen Tagen dort, und das klingt ja doch ein wenig nach Science-Fiction. „Sharknado 6 – Refugees in Bayrischzell“. Mit Hai-Angriff vom Schliersee aus und Rettungsaktionen vom Wendelstein.

    Aber im Ernst: Die Probleme werden nicht kleiner. Schon gar nicht, wenn die geschätzte Kanzlerin dieser Republik in völliger Selbstüberschätzung behauptet „Wir schaffen das“. Nein, schaffen wir nicht. Und blendet doch bitte dieses alberne, naive Jungvolk aus, daß seine Altkleider und ein paar Lebensmittel mit MHD in naher Zukunft zu Bahnhöfen trägt und sich dann selbst feiert.

    Besonders perfide finde ich die Rolle der Medien. Jede Redaktion, die ganz offiziell #refugeeswelcome als Hashtag verwendet, wird persönlich von mir angeschrieben und aus meiner Timeline gekickt. Ihr habt neutral zu sein!

  2. Nitschewo!
    Ist Merkel amtsmüde? Bereitet sie gerade ihren Abgang vor? Ihr dürfte doch bewusst sein, welche fatale Message Selfies mit Flüchtlingen in die Krisenregionen der Welt senden.

    Naja, man darf gespannt sein, was sie als UN-Generalsekretärin in Zukunft bewirken kann.

    • Was sie in Zukunft als Kleinhäuslerin von ihrer 12 Hektar-Hazienda in Paraguay bewirken kann?
      Laut WIKIPEDIA ist Hazienda ein Landgut in Lateinamerika. Die Größe einer Hazienda variiert regional stark, kann aber eine Fläche von mehreren tausend Hektar umfassen.
      Im Durchschnitt bewirtschaftet ein deutscher Betrieb 56 Hektar landwirtschaftlich genutzte Fläche. Die Betriebsgröße von 12 Hektar kann nur rentabel nur nebenberuflich von sogenannten Feierabendbauern bewirtschaftet werden.

    • Das ist halt das Problem mit den erzeugerpreisen und den Maschinen: Da kann keiner raus. Auch nicht mit Selbstvermarktung und Genossenschaft. Man wird infach vom Markt in gewisse Schemata gedrückt.

  3. Pingback: Bilder und Images

  4. Jerusalem
    Irgendwie hat das was von der Reise nach Jerusalem. Jeder will ins gelobte Land, aber jeder zieht dem anderen den Stuhl weg. Und die Reisenden drehen sich im Kreis. Wie man liest, bomben die Australier jetzt auch in Syrien. Die haben mehr Platz als die Österreicher. Ein Schiff wird kommen…

  5. Man schaue einmal 1500 Jahre zurück
    Inzwischen erinnern mich all die Flüchtlinge und Einwanderer an die Foederati der Spätantike im Römischen Reich. Das Hauptinteresse der Foederati war es, vom römischen Staat Anspruch auf regelmäßige Versorgung zu erwerben. Anfangs hatte diese die Form von Nahrungsmitteln, später auch von Geld, und die Foederati hatten sich vor Vertragsabschluss dem Kaiser zu unterwerfen. Sie waren aus römischer Sicht dabei vor allem deshalb so attraktiv, weil sie hohe Kampfkraft mit geringen Kosten verbanden.

    Heute ist es ähnlich. Der Flüchtling und Einwanderer soll sich dem Grundgesetz unterwerfen und idealerweise hohe Arbeitskraft mit geringen Kosten verbinden. Dann darf er bleiben. Man sollte sich dann aber mal fragen, wie das Ganze vor 1500 Jahren endete.

    Die Foederati spielten beim Untergang des Weströmischen Reiches eine wesentliche Rolle, als ihr germanischer Kommandant Odoaker 476 im Zuge einer Meuterei der Foederati den letzten weströmischen Kaiser Romulus Augustulus absetzte und selbst die Regierung übernahm. In Ostrom hingegen wurden die Foederati weitgehend unter Kontrolle gehalten. Welchen Weg wird Deutschland gehen?

    Und nach ein kleiner Exkurs. Gerade an dieser Stelle sollte natürlich nicht verschwiegen werden, dass es wahrscheinlich germanische Foederati aus Mitteldeutschland und Böhmen waren, die entscheidend zur Entstehung des Stammes der Baiern beitrugen!

  6. Große Verunsicherung
    In vielen persönlichen Gesprächen zeigt sich ein Unbehagen an den nicht mehr versiegenden Flüchtlingströmen und eine große Verunsicherung, wie diese in unseren Kulturkreis integriert werden sollen.

    Bitte keine salbungsvollen Reden mehr aus Berlin, sonst wird diese diffuse Stimmungslage ganz schnell kippen, mit radikalen Folgen für unser Gemeinwesen.

    Gefragt wäre jetzt knallhartes Krisenmanagement mit ehrlicher Ansage. Ist das etwa zuviel verlangt?

  7. Tirol, Oberösterreich und Wien
    Lieber Don!
    Danke für Deinen Blick gegen Süden. Aus Innsbruck wird mir von Krisensitzungen berichtet, während Radio Tirol (=ORF) vor Propaganda (alles ist in Ordnung) nur so trieft. Dabei wurde mir berichtet, dass alleine gestern Abend rd. 200 illegale Einwanderer aus den Zügen geholt wurden. Nur, in Innsbruck (und in Wien) weiß niemand wohin mit diesen Menschen!

    Im Osten, insbesondere Salzburg und Oberösterreich ist offensichtlich das komplette Chaos ausgebrochen. Die Autobahn staut von Pocking bis Ried i. I. und die „Volksseele“ ist am explodieren. Und damit meine ich den Mittelstand (Rechtsanwälte, Beamte, Richter, mittlere Angestellte). Ich glaube, wenn’s Faymand’l auf der Straße erwischt werden würde ….
    (meine Großmutter sprach immer vom „naß’n Fetz’n“)

    In 2 Wochen wählt Oberösterreich seinen Landtag. Aus Linz wird mir berichtet, dass die Volkspartei in Panik ist, da ihre eigenen Umfragen unvorstellbares für möglich halten …. Ja, von Wien will ich gar nicht mehr schreiben, wenn in einem Kernland der ÖVP bereits Bauern aktiv die FPÖ unterstützen. Die bezahlten Helfer am Westbahnhof werden wohl die Mittelschicht nicht (mehr) beeindrucken, wenn demnächst weitere Flüchtlinge im eigenen Garten stehen, so wie dies unlängst im Bezirk Ried im Innkreis passierte und die Polizei den Hauseigentümer frägt: „ja, woas soll m’a den tuen?!

    Dir nochmals Dank für deinen Blick auf meine Heimat. Dieser ist regelmäßig objektiver als der Innenblick.

  8. Du schreibst die Kommentare zu schnell. Mach mal langsam
    Warum bekomme ich das jetzt jedes Mal nach „Lesermeinung Abschicken“ angezeigt?

  9. Warum?
    Warum verhält sich die Regierung Merkel so wie sie es tut?
    .
    Was meinen die Foristen?

    • Dann sollen wenigstens Sie Antwort erhalten, HM 555!
      Das Kabinett Merkel (gebildet in einer großen Koalition, das sollte man nicht vergessen) macht exakt das, was der die Geschicke des Landes lenkende Teil der Bevölkerung will. Unbarmherzig und ohne dabei auch nur einen Yota ihrer eigene Kompetenz zur Verfügung zu stellen. Entweder, dieser Kurs ist geeignet, das Landeswohl zu wahren. Oder es wird auf diese Weise der Beweis erbracht, dass er ganz und gar ungeeignet ist – und dann ist der Weg (endlich auch personell) frei, ihn entscheidend zu korrigieren. Die einzige Komplikation, die ich dabei erkenne, ist die, derweile Dt außenpolitisches Image zu kontrollieren; das zu bewerkstelligen, ist wahrlich keine kleine Aufgabe. Aber das gelingt dem Kabinett doch recht gut, so weit ich das beurteilen kann: Zum ersten Mal seit 1945 haben wir einen guten Leumund, den uns nicht einmal unsere Feinde so einfach abspenstig machen können; lesen Sie, was Varoufakis in der Faz schreibt!

  10. Tirol
    Ich kenne nur diese Route nach Tirol:
    > Mittenwald-Scharnitz-Hinterautal.
    Die Isar im Hinterautal – zuerst in einer tiefen Klamm –
    und dann an ihrem Ursprung so winzig zu sehen,
    ist sehr berührend.
    An der Tirolergrenze Mittenwald/Scharnitz sind noch
    Reste der legendären Porta Claudia zu entdecken …
    aus dem 30jährigen Krieg (Religionsgemetzel)
    Hier lief auch die Handelsroute Venedig-Augsburg entlang.
    Zwischen friedlichen Kühen auf Waldwegen, am Grenzschild „Tirol“ vorbei zu radln ist wunderbar.
    Nicht vorstellbar, dass da ein Schlagbaum den Weg versperrte!
    https://de.wikipedia.org/wiki/Scharnitz
    ….
    noch eine kleine Gemeinheit (von Brechts Herrn K. geklaut)
    „Woran arbeiten Sie?“ wurde Frau M. gefragt.
    Frau M. antwortete:
    „Ich habe viel Mühe, ich bereite meinen nächsten Irrtum vor.“

  11. You want to know how I did it? This is how I did it: I never saved anything for the swim back
    Don,

    wir sind noch mitten im Gemetzel: Gerade haben wir unseren Heimatraum zurückgewonnen und dafür die Kanzlerin geopfert. Da wird noch einiges an Karrieren und Werten und Vermögen und Menschenleben zu Bruch gehen, bis wir da durch sind. Wer hier Vermögen besitzt, der wird jetzt nach Kanada flüchten. Bis die die Grenzen zumachen. Irgendwann sind wir alle Flüchtlinge, irgendwie und irgendwo. Dann wird alles gut.

  12. Angela auf Tauchstation
    Man hört garnichts mehr von der Königin der Flüchtlinge, deren Konterfei in den Lagern jenseits der europäischen Grenzen herumgereicht wird, wie früher die Heiligenbildchen aus Lourdes. Ist sie überwältigt? Organisiert sie endlich die Hilfe? Managt sie Europa? Oder wartet sie schlicht ab, aber worauf? Währenddessen lanciert der Vizekanzler, hat er übers Wochenende noch an Gewicht zugelegt?, die Millionenzahl. Passend dazu sah ich gestern in HEUTE eine typische junge blonde Münchnerin aus bestem Stall, wie sie mit einem riesigen Plüschbären lachend vor Vorfreude auf ein Flüchtlingskind wartet, um ihn diesem in die Hand zu drücken. Einen riesigen Plüschbären! Das sagt doch Vieles. Wir vibrieren vor Freude über die Flüchtlinge, und wer nicht, ist doof. Event, Event, ein Lichtlein brennt. Nun hat die Regierung Merkel es geschafft in vier Wochen Vollgas zu geben und hart zu bremsen, immer ohne die Mitte der Bevölkerung oder ihre europäischen Partner mitzunehmen. Stattdessen beschimpft man sie, am besten als Rechts. Die Jubelmedien wissen heute auch nicht so recht, wie sie diese Vollbremsung verargumentieren sollen, hatte Orban doch recht? Oder ist das alles nur wieder dem Seehofer zu danken und ist der nur rechts oder schon ganz rechts? Jedenfalls kann er verständlich argumentieren, heute in seiner Pressekonferenz. Das kann man von der Kanzlerin der Herzen ja nicht sagen, entweder sie schweigt oder sie merkelt so vor sich hin. Aber die Medien biegen das schon hin, mein Gott, man nimmt halt dann die zwei geraden Sätze aus dreißig Minuten. Inhaltlich ist doch alles klar sagt das Volk: Kriegsflüchtlinge sollen Asyl kriegen und der Rest soll wieder gehen. Gut die Unternehmer hätten gern noch die 40 % Abiturienten aus dem Rest. Und der Achensee muss rein bleiben.

  13. I have a Dream.......?
    so erwachte A.M eines Tages in Sorge um ihre fécondité.

    Ah! l’amour, l’amour !
C’est le plaisir d’un jour
    Pour la regret d’neuf mois.

    (Wobei das:“C’est le plaisir d’un jour“ ihrem euphorischem: „Wir schaffen das“ entsprach.)

    und aus den: „Pour la regret d’neuf mois.“ machen wir 50 Jahre fürs Volk.

    Damit sind ich alle Fragen zu Spitzensteuersatz und Erbschaftssteuer beantwortet.
    Für „Syrischen – Kindesunterhalt“ wird ein neuer Solidaritätszuschlag erhoben.

  14. Titel eingeben
    Ich habe den Eindruck, dass Frau Merkel das erste mal einen richtig großen Fehler gemacht hat. Der sie evtl. ihre Kanzlerschaft kosten kann.

  15. Irrtum
    Ihr unterschätzt nicht nur die grüne Grenze und dass zur Zeit jeder österreichische Polizist und Bundesheersoldat strengste Anweisung zur Fluchthilfe nach Deutschland hat. In wenigen Tagen wird als neues Argument kommen, die Flüchtlinge könnten sich in bestehende Communities eingliedern und damit die nahende Wohnungskatastrophe entschärfen. Für Deutschland geht alles weiter, nur langsamer und damit unsichtbarer. Nichts anderes ist das Ziel der Grenzkontrollen. Und vor allem: Ihr habt keinerlei politische Alternative. Selbst wenn sich gegen jeden gesellschaftlichen Selbstmord Menschen zusammenschließen wird, es dauert zu lange, bis dahin ist Deutschland wirtschaftlich am Ende.
    Ob Österreich davon kommt, ich weiß es nicht. Die Wahrheit ist, ich habe grauenhafte Angst.

  16. NIEDERbayern und OBERösterreich
    Die Salzach und der Inn trennen Bayern von OBERösterreich, nicht von NIEDERösterreich. Die FAZ ist doch ein Medium des gehobenen Bildungsbürgers, ja geht denn jetzt alles den Bach runter? Die Grenze zum Balkan befindet sich übrigens ganz klar in Wien, und zwar beginnt der Balkan am östlichen Rand der Lasallestrasse, das lässt sich ziemlich genau lokalisieren.

  17. Die Überschrift passt,
    wie die Faust aufs Auge. Die syrische Oberschicht ist schon längst in Deutschland und hat sich Häuser in Berlin, München, Hamburg, etc. gekauft. Es ist wie nach dem Mauerfall: Die DDR-Oberschicht (z.B. Schalk-…) bekommt eine Villa in Bayern, der gescheiterte DDR-Flüchtling Th. Müller sitzt nach dem Bautzner-Knast nach wie vor auf der Straße. Welche Lösung bietet „Grenze dichtmachen“? Auch die DDR hat es nicht geschafft, trotz Mauer und Stacheldraht, zu verhindern, dass Menschen ihr Recht auf ein besseres Leben in einem anderen Land in die eigene Hand nehmen wollten.

  18. Titel eingeben
    lieber DON, als radfahrer müssen sie doch wissen, dass der Iron Curtain Trail-Radweg am Neusiedler See nur angelegt wurde, um den neuen flüchtlingen von der Brücke von Andau aus den weg aus ungarn in die sacher-republik gut asphaltiert zu ebnen.
    so wie die 60.000 ostdeutschen am plattensee auf die lücke im zaun warteten, lagert nun eine X-fach grössere zahl von wohlstandssuchenden noch tief in ungarn oder im rollenden eisenbahnwaggon.

    das österreichsiche bundesheer, das so sagen es mir die leute in friedrichshafen, in etwa der schlagkraft der freiwilligen feuerwehr von lindau entspricht wird diese flachlandgrenze im schönen burgenland nicht schliessen können, eher die karawankenpässe, aber dann ist immer noch die grenze zur heute slowenisch verwalteten untersteiermark offen. hätte man österreich in den grenzen von 1914 belassen, hätten wir den ganzen schlamassel nicht. die doppelmonarchie war schon immer ein bollwerk und puffer.

    alle die kommen sind plötzlich Syrer und kommen aus dem umkämpften Aleppo, alle haben nur gute absichten, alle haben wie „der spiegel“ uns suggerieren will ein abitur, sprechen deutsch und wollen sofort arbeiten. alle sind integrationsfähig und -willig.

    herr Matthias Müller von Porsche stellt schon die ersten ein und stellt ein angebot in aussicht, dass bei amtlich nachgewiesenen aufnahme eines flüchtlings sich die lieferzeiten für den turbo 4S halbieren.

    überwiegend sehe ich auf den videos von der grenze junge männer, das wird zwar die hier mitschreibende DORIS freuen, nicht aber die länder, in denen sie als tüchtige arbeitskräfte, steuerzahler und staatsbürger fehlen werden.

    aber alles wird gut: die führungsspitze hat ja einen masterplan.

    der ist schon in der ukraine-krise perfekt aufgegangen die griechenland-krise gibt es ja auch nicht mehr.

    • Mir san vom k und k Infantrie-Regiment
      das österreichische bundesheer mag die kampfkraft der ffw lindau haben, nur dass die ffw lindau deutlich weniger generale aufzuweisen hat.

    • Sehr gut gesagt.

    • An den Herrn mit der Monatskarte...
      Falls Sie MICH damit gemeint haben sollten, die Herren sind mir ein bisschen ZU jung…

      Mit freundlichen Grüßen
      D. Oltramari

    • das bundesheer, ...
      die schlagkraft…

      Jubel! Küsse!

      W i r hätten noch einige (circa drei pro Mann) hochmoderne, nichtletale Gewehre um kleines Geld abzugeben, mit denen sich kräftig zuschlagen läßt.

      Interessiert?

    • Feinste deutsche Waffentechnik – die G-Keule.

  19. Die Überschrift passt,
    wie die Faust aufs Auge.

  20. Was hat er Ihnen denn verraten,
    der amerikanische Professor? Damals in Innsbruck?

  21. 40 000 Flüchtlinge - laut Caritas
    in Österreich unterwegs; das und der EU-Quoten-Nebel verstört nun doch: fast 18 000 Kommentare zur heutigen Situation im „Standard“

  22. Egoistisch oder moralisch argumentieren
    Man kann das Zuwanderungsthema egoistisch und moralisch betrachten.

    Egoistisch gesehen bin ich gegen die jetzige Zuwanderung: die Nachteile (höhere Steuern, steigende Einbrüche, zubetonierte Landschaften, schlechtere Schulen für die Enkel, etc.) überwiegen die Vorteile (billigere Putz- und Pflegekräfte, buntere Restaurants, etc.). Für Menschen unterhalb der Mittelklasse dürften die Nachteile noch stärker sein, wegen Konkurrenz am Arbeits- und Wohnmarkt.

    Aber betrachten wir die Sache moralisch, d.h. die Interessen aller Betroffenen werden gleich gewichtet. Und da zählen die Interessen eines Serben oder Äthiopiers genauso wie die meinen. Tja, und dann sieht es so aus, dass die Lebensverbesserungen der jetzigen Zuwanderer um soviel größer zu sind als die doch überschaubaren Verschlechterungen auf unserer Seite, dass ich meine: wir können und müssen noch viel mehr von unserem Wohlstand abgeben, über steigende Einwanderung und Unterstützung von Menschen in Bürgerkriegs- und Armutsregionen.

  23. Titel eingeben
    Don
    Das er sich nicht taeuscht. ich habe Leute aus anderen Gegenden der Welt in Sandalen durch den Schnee laufen sehen, in Hoehen so hoch sind Alpen selten – Oetzi war auch vor goretex.

    Der Huegel vor dem gelobten Land.

  24. Euphemismus 'Flüchtlinge'
    Wieso kommt niemand drauf, dass das Szenario dem klass. ‚Der Krieg ernährt den Krieg‘ des Wallenstein gleichsieht? Da überrennen Heerscharen von Muslimen unsere Grenzen, lagern in den Städten und fordern Quartier und Verpflegung. Verstärkung für die muslimische Parallelgesellschaft.

    Wer sich in den Moslemquartieren unserer Städte umsieht, findet keine Integration, sondern Ablehnung und Feindseligkeit. Das sind Exklaven des Kalifats, die von den dt. Städten ernährt werden müssen. Ob Kalif Erdogan oder Abu Bakr al-Baghdadi, wir sollen erobert werden.

    Das ist kein Tegernseer Bauerntheater.

    • Titel eingeben
      Sie machen mir Angst. Oder ist’s die Situation?

    • ...
      Sie machen mir Angst.

    • Titel eingeben
      „Du schreibst die Kommentare zu schnell. Mach mal langsam.“

      Und das seit Tagen. Ist das ’ne komische Form von Zensur?

    • Wir arbeiten dran, wirklich.

    • Fast fürcht' ich mich
      …, diesem Kommentar aus ganzem Herzen zuzustimmen. Allein meine Zuneigung fürs große Theater nötigt mir Beifall ab. Mohammed in der Loge neben mir nimmt den Applaus wohlwollend zur Kenntnis, indes er seiner elfengleichen neunjährigen Begleiterin und Gespielin mir der rechten Hand verträumt über die zarten Schenkelchen streichelt, während er mit dem Seidentuch in der linken unauffällig die Vorfreude aus dem Mundwinkel wischt. Aus ihrem Schleier lugt goldblondes Lockenhaar, sie heißt Christine, wird bewundernd gemunkelt. Aber bevor er sie in seiner Suite im Bayerischen Hof mit den Kronjuwelen zu spielen heißt, ist er noch zum Empfang des Intendanten geladen. Lästige Pflicht, aber so ist es halt, dieses Volk der Ungläubigen, sie wollen sich wenigstens kultiviert wähnen auf dem Weg zur Dekapitation.

    • Gedeckt von der Meinungsfreiheit, aber mein Blick ist dennoch missbilligend. es geht auch ohne solche Anspielungen.

    • Titel eingeben
      Selten genug wird erwähnt, wer da angebetet wird.
      Es gab mal zu nächtlicher Stunde eine Reportage in der ARD über elternlose kleine Mädchen in Afghanistan, mit denen hochrangige Talibanführer über Jahre ein gottgefälliges Leben geführt hatten.
      Zuvor wurden solche armen Mädchen sogar von den bösen Russen gezwungen, zur Schule zu gehen.
      Will sagen:
      Man sollte seinen mißbilligenden Blick auch auf Männer richten, die ihre Tochter Aische nennen.

    • Das ist hier aber nicht das Thema und ähnliche Geschichten gibt es genauso aus der christlichen Geschichte. Insofern finde ich das hier voll daneben.

    • Ich sehe, worauf Sie hinauswollen
      Don Alphonso: Natürlich haben viele von denjenigen, die nun kommen, lange friedlich in ihren Ländern gelebt. Und es ist nicht an uns, über deren dortige Sitten zu richten, denn das ging schon öfter schief. Mich plagt da auch wirklich null Ehrgeiz.

      Das Problem ist allerdings: Die Menschen kommen hier nach Kriegserfahrungen an und bringen diese Einstellung mit und wir ermutigen sie offiziell, hier nach ihren mitgebrachten Regeln zu leben. Das ist – im harmlosesten Fall – unehrlich: Denn hintenrum gelten noch andere Dinge … Wollen Sie nun dafür einstehen, dass diese Leute sich nicht „wehren“ gegen neue Zumutungen, denen sie die deutsche Gesellschaft aussetzt? Kürzung von Hartz4, wenn jemand den Job hinter der (Schweine-)fleischtheke nicht annimmt? Oder – und das wäre die noch schlimmere Variante – wollen Sie großzügige Ausnahmen (Parallelgesellschaften) schaffen?

      Es geht hier nicht um Rassismus; wäre schön, man könnte diese unheilstiftende Denkfigur mal beiseite lassen. Es geht darum, einen für einen Staat durchhaltbaren Konsens zu finden, der alle Bevölkerungsgruppen integriert – und sich die Bedingungen nicht (schon wieder) einseitig von den Aggressivsten diktieren zu lassen. Und es ist aggressiv, wenn ich Staat und Kirche durchaus nicht trennen möchte und mich mit anderen zusammen schließe, um Juden und Christen als Schweine zu verunglimpfen! Haben Sie eigentlich mal Aufnahmen von Palästinenser-Demos in Berlin gesehen? Jeder Deutsche wäre für die Parolen, die dort geschrieen wurden, verhaftet und verurteilt worden und ich verstehe auch, weshalb. Aber was das Ganze noch mit Religionsfreiheit zu tun haben soll (weshalb dort niemand an seinem Treiben gehindert wurde) – das verstehe ich nicht mehr: Da geht´s nach meinem Verständnis nämlich eher um Religionsausübung zu Lasten anderer, die dann Angst haben müssen, auf die Straße zu gehen. Ich dachte mal, wir hätten Gesetze gegen so etwas … Aber wie bereits gesagt … das sind alles Geschichten aus einem Land, das es wohl nie gegeben hat.

  25. Was sollen die Grenzkontrollen eigentlich bewirken?
    Wenn ich den österreichischen Verteidigungsminister im „ZIB 2“-Interview bei 3sat gerade richtig verstanden habe, lässt Österreich den dort eintreffenden Flüchtlingen weiterhin die Wahl, ob sie sich per Asylantrag registrieren lassen oder weiter zu ihrem Wunschziel Deutschland durchgereicht werden, nur etwas diskreter und langsamer als bisher. Und eintreffende Flüchtlinge an unserer Grenze werden ja wohl nicht zurückgewiesen, sondern nur zur Identifizierung und ggf. Registrierung festgesetzt. Also bis auf ein paar festgenommene Schleppererfüllungsgehilfen alles nur eine Mogelpackung zur „Volksberuhigung“?

  26. Ein Mensch wollt immer Recht behalten
    so kam’s vom Haar- zum Schädelspalten. (Eugen Roth)

    Der Preis ist hoch, wenn man unreflktiert alles nachplappert, um nur nicht auf der falschen Seite zu stehen. Und falsch, das ist ja heute schon eine unbequeme Wahrheit auszusprechen. Die sozialen Medien, ein Begriff der zunehmend lachhafter wird, sind wie ein Streichelgehege zum Ausleben des Herdentriebs.
    Ganz vorne dabei am heutigen Tage, der/das Hashtag #oktoberfestung. Die bösen Bayern bzw. Münchner wollen keine Refugees, weil das Oktoberfest bevorsteht. Klar, jedes Jahr um diese Zeit fegen wir auch die Bettler von den Straßen und zünden streunende Hunde an.

    Man solle doch das Fest absagen, und die Bierzelte den Flüchtlingen als Unterkunft zur Verfügung stellen. Großartiger Gedanke. München lässt eine riesige Einnahmequelle sausen, weil es eh zuviel Geld hat, Und wir haben Favelas auf der Theresienwiese, in weiß-blau und mit Zuckerwatte!

    Eben frage ich mich, wem die Festzelte eigentlich gehören. Der Stadt, den Brauereien? Und wer bezahlt die Arbeiter, die dort seit Juli alles aufbauen? Egal. Wenn dann noch die Stände mit den Stofftieren und ein paar rasante Fahrgeschäfte unentgeltlich mitmachen, gehts rund.

  27. Gast
    Bis zur Wiener Bürgermeisterwahl (11. Oktober) ist jeder österreichische Polizist und Bundesheersoldat zur Fluchthilfe nach Deutschland verpflichtet. Und die deutsche Bundesregierung weiß das auch. Bis dahin werden die Flüchtlinge aus den Medien verschwunden sein. Das wird Deutschland schaffen. Aber auch nur das. In drei bis fünf Jahren kommt dann der wirtschaftliche und gesellschaftliche Kollaps. Ob Österreich davonkommt, weiß niemand.

  28. Reise nach Jerusalem?
    hansgeier 333: meines Wissens ist bereits seit Abbot Rudd (oder Gillard?) als Premier abloeste, kein Boot mit Fluechtlingen mehr in Australiens NT gelandet. Weden alle zurueckgeschickt nach Indonesien oder Christmas Island.

    Auf diese Weise wird sich Europas Problem nicht loesen lassen, selbst wenn Abbot mittlerweile nun auch wieder Geschichte ist.

    P.S.: Der WP-Bug ist immer noch da.

  29. Alles unter Kontrolle...
    Irgendwie dachte ich am Anfang des Artikels, das wird sicher lustig, aber auch meine Schadenfreude kennt Grenzen.
    In der ZEIT lese ich dazu gerade „EU-Innenminister finden keinen Konsens“. Naja, keine wirkliche Überraschung… diese ost-europäischen Länder haben halt keine so guten Menschen, wie uns Deutsche und weigern sich das deutsche Spiel mitzuspielen.
    Das einzige über das ich noch lachen kann ist Merkel, wo wäre ich ohne diese brilliante Staatsfrau!

    Genau. Quoten für alle, die dann allerdings wohl spätestens Weihnachten alle europaweit erschöpft sind…. und danach?

    Na ja dann werden sich die Syrer, die Somalis und auch die Kosovaren wohl sagen, dass sie selber Schuld sind, warum haben sie lange gezögert? Und dann gehen sie wieder heim und sterben in ihren Bürger- oder Mafia-Kriegen. Warum wehren sie sich aber auch alle gegen amerikansiche und NATO Wohltaten. Wo wir doch nur ihr bestes wollen, denn deren Bestes ist nun mal, das muss man zugeben, das Öl.

    Was muss eigentlich passieren damit der grosse blöde deutsche Haufen endlich mal ein wenig aufwacht und sich frägt, was macht diese Ossie Dumpftusse da eigentlich?

    • Wenn sie auf die Einsicht der
      „Tussi“ spekulieren, sollten Sie vielleicht etwas respektvoller über sie reden. Sowas ist auch ein Wert an sich, das nur mal nebenbei.

    • Titel eingeben
      Sie meinen, Mörkel macht ihren Job nur aus dem Grund grad wie ein Geisterfahrer, weil sich grad nicht ausreichend viele Speichellecker an sie herangewanzen? (Im Grunde das, was man vom alttestamentarischen Gott kennt, launenhaft und weinerlich wie ein Schulbub wie ein Twitterer?) Hihihaha.

    • ach...Gast....
      In ihrer Welt vielleicht, in meiner nicht.

      Respekt ist etwas das man sich verdienen muss. Sich beim Urnenpöbel einschleimen zu können ist nichts was Respekt rechtfertigen würde.

      Verbrecherische US Kriege zu unterstützen ist auch nicht gerade etwas mit dem, man meine Respekt verdienen kann.

      Aber ich weiss natürlich, bei der Mehrheit der Deutschen reicht das. Bis zu dem Tag an dem irgendeine Form der Politik an den eigenen Geldbeutel zu gehen droht….

    • Inzwischen hört man doch schon von der ein oder anderen Sparbemühung, und das wird sicher auch in den Geldbeuteln ankommen.

    • @TDV
      Ich glaube, aufwachen tun gerade so einige. Schauen Sie nur mal da https://www.youtube.com/watch?v=ZQekL3C1wPw.

      Wer immer noch nicht verstanden hat, unter welchen Landsleuten er bereits lebt, und dass es nun tatsächlich nur noch anders – aber beim besten Willen nicht noch dümmer – werden kann, dem ist auch wirklich nicht zu helfen. Wer auf so primitiven Niveau wie die Kebekus-Fans feixt, sind jedenfalls nicht die Leute in Sachsen. Wem die Frau aus der Seele spricht, der hat vorher die Charlies ganz fetzig gefunden, jedenfalls, als sie einen Märtyrertod gestorben sind und niemandem mehr versehentlich in der Multikulti-Sonne standen! Das sind auch haargenau dieselben, die gestern auf Pegida und heute auf die pöhse, pöhse mit Weststimmen gewählte Kanzlerin und ihr Große-Koalitions-Kabinett schimpfen, weil sie die refugees anlockt (statt des BVerfG mit seiner Entscheidung gegen die Sachleistungen und der drei hoch attraktiven Mädchen mit den Herzchen-Plakaten in München, ist schon klar!). Dass es da aber um ein und dasselbe Problem geht und die Sachsen das bloß irgendwie ein bißchen früher begriffen haben, dass es Probleme geben kann (sie haben nur nicht ganz verstanden, WER das Problem ist – aber das korrigieren sie gerade)? Ich sags mal mit der populären Kebekus, weil ihr offensichtlich die richtigen Worte zur Verfügung stehen: „Raffst Du denn gar nicht ….“ und schließe, weil ich zu gut erzogen bin, um mich auf dieses Niveau herabzulassen, mit Dr. Wolfgang Schäuble: „Als Protestant muss ich sagen – Sie tun mir leid!“.

      Oh, und einen hab ich noch: Müssen wir uns nicht die ganze Zeit anhören, wie verlogen es doch war, dass unsere Großeltern (an meine habe ich nur die besten Erinnerungen!) die in einer schlimmen Diktatur gelebt haben (die grausame Angst vor der Gestapo hat in meiner Familie ziemlich zugeschlagen) am Ende gesagt haben: „Das waren nicht wir, das war Hitler!“ (Und jeder, der gegen diese Generation irgendwie nicht ganz so pauschal mitschunkeln will, ist ein Nazi!)

      Heute leben wir offiziell in einer Demokratie, alles ist toll. Aber auf einmal heißt es „Das ist Merkel“! Alles klar.

      Wirklich, die Kebekus hat´s drauf … Du bist so …

  30. Titel eingeben
    Nur so ein paar Gedanken am frühen Tag …

    Das ist alles viel größer, als wir derzeit begreifen können. Oder wollen.

    Mich würde mal interessieren, wieviele Alawiten aus dem levantinischen Küstenland unter den Flüchtlingen sind, also prozentual. Diese Leute sind ja keine Muslime, sie erscheinen allerdings äußerlich und in vielen ihrer religiösen Traditionen so, als wären sie welche, aus historisch-überlebensnotwendigen Gründen, und der Europäer an sich und der Deutsche im Besonderen ist da momentan eher zu hysterisch, zu ängstlich oder zu sehr mit sich, und mit Klatschen und Johlen oder Brandschatzen, beschäftigt, genauer hinzusehen, dann mal nachzudenken und erst danach seine Schlüsse zu ziehen. Ebenso würde mich interessieren, wieviele Christen da unter den Flüchtlingen sind, auch hier prozentual.

    Ich weiß natürlich, daß Assad Alawit ist und insofern sicherlich seine eigenen Leute an der levantinischen Küste schützen wird, soweit er kann, deshalb frage ich mich, wie viele Alawiten da trotz alledem jetzt auf der Flucht sind. Und ich weiß auch, daß eine sehr große Anzahl Christen längst das Land verlassen hat, aber nicht alle von denen konnten in die USA, Kanada oder das Commonwealth auswandern.

    Syrien bestand bis zum Beginn des „Bürgerkriegs“ 2011 zu 74% aus sunnitischen und zu 02% aus schiitischen Muslims, zu 02% aus Drusen (einer Abspaltung des schiitischen Islam), weiters zu 12% aus Alawiten und schließlich zu 10% aus Christen. Insofern dürfte Syrien die letzte derart multireligiöse Gesellschaft des Nahen Ostens gewesen sein. Die Levante eben, früher mal in den großen Küstenregionen berühmt für Toleranz und Laissez-faire, siehe den alten Libanon und den Mythos vom liberalen Beirut.

    So gerne ich mich ja hilfreich anerböte, so ich ein paar Jahrzehnte jünger wäre, ist es doch allein der Anzahl und des Anstands halber leider völlig unmöglich, also ohne sich gänzlich unmöglich zu machen, herauszufinden, wie viele der teils ja umwerfend gut ausehenden jungen Herren, die hierher geflohen, unbeschnitten sind und wie sich dieser klitzekleine Umstand und seine tieferen Hintergründe dann auf deren Bereitschaft auswirkte, mir eventuell vor einer Videokamera den Kopf abzuschneiden und dabei gutturale Anrufungen auszustoßen. Man verzeihe mir bitte hier meine kleine Schlüpfrigkeit, aber ich möchte nochmals sagen: Genauer hinsehen, dann nachdenken und erst danach seine Schlüsse ziehen.

    Was nun diese Frau in der Willy-Brandt-Straße 1 betrifft, erscheint die mir so langsam wie die Phytia, die deutlich zu lange über der Erdspalte im Adyton da auf diesem Dreibein gesessen hat. Von strunzdumm bis schwer gewieft ist bei der irgendwie alles drin, heute denkt man die ist zu blöd zum Müll raustragen und morgen könnte man sie wieder für *die* Inkarnation der ausgebufften Strategin schlechthin halten. Ich bin es fast leid, mir da den Versuch anzutun, eine Meinung zu finden, es ist ja auch fast unmöglich bei der erratischen Irrlichterei, die sie grad mal wieder veranstaltet. Oder dem, was sie will, daß es uns allen als erratische Irrlichterei erscheint. Vielleicht wiederum ist die aber einfach nur völlig banal und hat null Plan. Oder sie hat mit Wladimir längst die beste aller Herzland-Strategien ausgeknobelt und verarscht uns alle und die Amis, Briten und Franzosen am meisten, und das seit Jahren. Ich hätte dann ja demnächst gerne mal nen Termin zum Tee und ne klare Ansage von der Frau, immerhin lebe ich von Geburt an in diesem Land und habe Vorfahren, die schon jemand waren, als die Merowinger noch in Austrien herrschten, will meine Ruhe im Leben und habe absolut gar keine Laune mehr, im Drei-Tage-Abstand von einer absurd erscheinenden „Regierung“ da drüben in dieser schlechten Ecke an der Spree jeweils irgendwo zwischen Dunkeldeutschland- und Helldeutschland-Hysterie hin- und hergeworfen zu werden, bis mir die Puste ausgeht und mir schwindlig ist.

    Was die Österreicher betrifft, so empfinde ich in bösen Momenten das, was die gerade erleben, als späte Sühne für sie wissen schon wen. In guten Momenten … ähem … nein, ich habe grad gar keine guten Momente, die ich erinnern könnte. Wie war das doch? „Wenn Europa eine Festung ist, sitzt Österreich gerade im Burggraben und Deutschland im Abort darüber“. Selten so gelacht, dank an den Hausherrn! Ein bisserl heitere Bosheit gegenüber dem Vorbalkan hinter den Bergen darf sein, Ernst wirds noch früh genug für alle.

    Und zuletzt: Ja, man sollte Seehofer danken, egal was man sonst von ihm halten mag. Selbst wenn diese Grenzüberwachungsgeschichte jetzt nur Symbolpolitik oder dem Oktoberfest geschuldet sein sollte verschafft sie allen zumindest eine kurze Atempause und zumindest ein wenig Zeit, mal die Gehirne etwas durchzulüften und wieder zu sich zu kommen. Über die möglichen Folgen dieser Einführung des zeitweiligen Grenzregimes für Schengen und Europa denke ich dann in Ruhe nach, erst einmal warte ich wo der Lindwurm der Getriebenen jetzt hinkraucht, ob in die Alpen, Karawanken oder die Karpathen.

    Ganz zuletzt: Ich finde Weltgeschichte wirklich anstrengend, wenn die aus den Büchern rauskommt und einem wie blöd beim Tee im Salon um die guten Möbel rennt.

    • Ich mag diesen Blog hier, hier gibt immer was zu lachen, trotz sehr ernster Lage
      „“Wenn Europa eine Festung ist, sitzt Österreich gerade im Burggraben und Deutschland im Abort darüber“. Selten so gelacht, dank an den Hausherrn! „“ + „Durchlüften“ entspricht genau meiner Meinung.

      Wir Deutschland wirklich von Einzellern regiert?

      Bin seit 4Wochen mehr als entsetzt und ich habe als optimistischer Pessimist kein gutes Gefühl für die nächste Zeit.

      Ich muß sagen, gleichfalls selten so gelacht……………

      Gruß Skorpion

    • Es st halt eine Überraschungsparty. Optimisten forern mehr Lehrer un Pessimisten Stacheldraht.

  31. Domino-Effekt
    Guter Artikel vom Don. Früher gab es bei uns (mindestens seit der 1000 RM-Regel) an der grünen Grenze, im Hochgebirge, mit Gewehr und Fernglas bewaffnete Grenzposten in der Felswand. Schmuggler hatten es da nicht leicht.

    Schön wäre es, wenn er jetzt noch die andere Seite beleuchten könnte. Seit nämlich neben den Syrern auch viele Paßsyrer reingelassen wurden, setzen sich die Nordiraker in Bewegung. Neben Iranern kommen auch mehr und mehr Afghanen (die deutsche Botschaft warnt, es wurden 1 Mio. neue Pässe ausgegeben). Setzen sich die Afghanen in Bewegung, werden die Pakistani nicht lange auf sich warten lassen. Setzen sich die Pakistani in Bewegung, folgen die Bangladeshi – einige sind schon hier. Und Afrika ist sowieso ein einziger Malstrom von Menschenmassen. Das können ein paar Grenzposten nicht aufhalten, unter ständiger mißbilligender Beobachtung durch die Medien, Amnesty, ProAsyl etc., bei sich ständig verschlechternden hygienischen Verhältnissen vor dem Zaun und ständig steigendem moralischem Druck.

    Irgendwo habe ich ein Interview mit einem Flüchtling gelesen, der bisher nur deshalb nicht „Austria“ als Fluchtziel in Betracht gezogen hatte, weil er etwas über die schrecklichen österreichischen Flüchtlingslager auf Südseeinseln gehört hatte. Er hat „Austria“ mit „Australia“ verwechselt. Aber dieser Irrtum kann sich beim längeren Kampieren vor Ort schnell aufklären. Dann wird es mit dem Durchwinken nach Deutschland nicht mehr getan sein, die Leute werden ihr Dableiben einfordern.

    Angesichts dieser Entwicklung wäre es höchste Zeit, die Hauptverantwortlichen für dieses Desaster zu benennen. Das sind (1) das Kabinett Merkel, und (2) die deutschen Medien. Hier liegt auch die Erklärung, warum bisher noch niemand bei (2) den Rücktritt von (1) gefordert hat. Man befasst sich lieber mit Themen wie der Einrichtung einer „Facebook-Polizei“, um unliebsame Stimmen zum Schweigen zu bringen.

    • Wir könnten natürlich auch ein paar böse Gerüchte in die Welt setzen. aber die Österreicher haben Traiskirchen und das wirkt offensichtlich nach.

    • ?!
      Um Ihren Horizont mal anzureichern: Das BVerfG hat die Leistungsansprüche der Asylbewerber erhöht http://www.spiegel.de/politik/deutschland/bundesverfassungsgericht-spricht-asylbewerbern-mehr-geld-zu-a-845029.html

      Und wenn das aktuelle Kabinett jammert, es möchte die gern kürzen, dann steht es damit allein auf weiter Flur – oh, Pardon, dann steht es bereits mit einem Bein bei … bei … Pegida (soweit man das den Medien entnehmen darf; ich war nämlich noch nie dort, das schwöre ich).

      Das (versehentlich eine Pegida-Postition einzunehmen) könnte dem BVerfG selbstverständlich im Leben nicht passieren! Zum einen war dort noch nie ein Ostdeutscher und es wird dort auch nie ein Ostdeutscher Platz nehmen. Das wäre zwar völlig egal, wenn man hier dem Gleichheitsgrundsatz Rechnung tragen würde.

      Aber genau davon hat sich das BVerfG ja nun längst verabschiedet und „kümmert“ sich stattdessen liebevoll um einzelne Interessengruppen, die dann – mit dem passenden Etikett versehen – das hohe Gericht gerne auch wiederholt mit der intellektuell anspruchsvollen Frage beschäftigen dürfen, was sie beim staatlichen Unterrichten auf dem Kopfe tragen können (in den Kopf kann man ja niemandem schauen, nicht wahr)! Da heißt es nicht: „Die Beschwerde wird nicht zur Entscheidung angenommen“, oh nein – ohne Kopftuch auf dem Kopf ist doch kein Staat im Kopf zu machen!!

      Das müsste mal Mandy aus Leipzig versuchen, wenn sie durchsetzen möchte, ihre Banklehre trotz Tonsur antreten zu dürfen (nicht, dass Mandy etwa noch auf solche Gedanken käme, wir leben ja nicht mehr Anfang der 90er und überhaupt wurde Mandy im Unterschied zu Büley nicht dazu erzogen, Richter – mithin erwachsene und erfahrene Leute – allen Ernstes und durch mehrere Instanzen hindurch mit der Frage ihrer Haartracht zu beschäftigen). Aber selbst wenn dieser unwahrscheinliche Fall je eingetreten wäre, hätte das Hohe Haus in Windeseile kalkuliert (statt abgewogen), dass hinter Mandy dank der guten Erziehung ihrer wenigen Brüder eben zu wenig sozialer Sprengstoff steht, als das man sich die Mühe machen müsste, ihr etwa den Weg für individuellen Kopfschmuck freizumachen. Und wie es so ist mit den schlauen Kalkulationen … den Gruben, die man immer bloß den anderen gräbt … haben wir jetzt Pegida, gelle!

      Also, im Ergebnis: Entweder, sie möchten die Situation ändern. Dann sollten Sie die Schmähkritik am Kabinett gründlichst überdenken und sich dem Problem zuwenden. Oder sie wollen refugees und immer mehr refugees, hurra.

      Säße ich im Kabinett, ich würde sie ihnen geben, versprochen.

  32. was macht Mutti
    Was macht sie? Die Kabinettsklausur zur „Digitalen Agenda“ auf Schloss Messeberg ist abgesagt, statt dessen gibt es heute Nachmittag eine Sondersitzung des Bundeskabinetts, morgen die reguläre, es wird ein Gespräch mit den Ministerpräsidenten der Bundesländer geben, man wird versuchen alle realistischen Optionen im Konsens auf den Tisch zu legen. Die Frage was realistische Optionen sind stelle ich mir allerdings auch.
    Ich mach mal langsam (sagt mir die Seite ja gleich)

  33. fiat lux
    Die Wirtschaftslobby hat bestellt,
    Erika liefert,
    Springer lobt:

    http://www.welt.de/politik/deutschland/article146338342/Ein-simpler-Trick-der-Fluechtlinge-in-Arbeit-bringt.html

    Dämmerts langsam?

    • So einfach ist das nicht, novissimus!
      Schauen Sie sich lieber Friedrichshain-Kreuzberg an, wenn sie etwas über diejenigen erfahren wollen, die sich etwas von den refugees versprechen:

      Im Ostteil des Bezirk lebt kaum noch ein Ossi, im Westen erst recht nicht. Es hat sich eine Mischung zwischen reichen Zugezogenen, möchte-gern-dazugehörenden Mietern in teuren Eigentumswohnungen und Kriminellen entwickelt. Und dort – genau dort begann das deutsche Flüchtlingsdrama mit Unterstützung des Großteils der dort Wohnenden: Die Besetzung eines schönen alten Gebäudes, das noch für den Unterricht von angehenden Lehrern benutzt wurde und zu diesem Zweck in Eigeninitiative (ohne bezirkliche Unterstützung) von einem Ausbilder teilweise bewirtschaftet wurde. Die in diesem Bezirk Wohnenden fanden das toll, die gewählte BVV und das BZA fanden das folglich noch viel toller! Genauso wie sie alle den Görli ganz toll finden und das RAW-Gelände. Das gibt Ihnen einen Thrill, ein cooles Gefühl, so dicht neben der Gefahr … nur die Hinterhof-Moschee, die darf nicht sein, da klagt der Cem. Der ganze Bezirk bietet kein Zuhause mehr, niemandem: Es ist ein Bahnhof im „shabby-chic-look“, auf dem eine letzte Nostalgie-Sause gefeiert wird, bevor der letzte Zug und dann die Abrissbirne kommt. Diese Verantwortungslosigkeit geht selbstverständlich auf Kosten der Schwächsten: Ganztagsschulen mit Integrationskindern werden nicht gewartet, nicht geputzt und die Schulleiter müssen jedes Kontingent Toilettenpapier einzeln beantragen, weil es ja die refugee-induzierte Haushaltssperre gibt, nicht wahr!

      Aber die den Bezirk bevölkernden Leute kümmert das mehrheitlich einen Dreck. Vermutlich würden sie nicht einmal anders wählen! Das hat einen Grund: Sie sehen sich als „Gewinner“ und häufig sind sie das auch, jedenfalls in finanzieller Hinsicht. Ihnen ist die Überzeugung, jemand anders werde die Zeche schon zahlen (ob das nun der Mieter ist, oder der Zoni oder jetzt eben der refugee) so dermaßen in Fleisch und Blut übergegangen, dass sie darüber nicht mehr reflektieren – Hauptsache, es ist noch jemand anders da, also wird der dann schon irgendwie die Verantwortung übernehmen müssen. Folglich freut man sich über jeden Neuzugang wie ein kleines Kind: Oh, toll, da kommt ein neuer Dummer! Das klingt irre – aber sind diese irren Verhältnisse vielleicht noch rational zu erklären? Ich habe mich lange geweigert, so von meinen Mitmenschen zu denken – aber wer steht denn sonst auf Drogendealer, Messerstecher und Erpresser? Bloß jemand, der zu viele Guy Ritchie oder Ocean der x. Filme gesehen hat und so fett gepolstert ist, dass er den Unterschied zwischen Fiktion und Wirklichkeit tatsächlich nicht mehr wahrnimmt.

      Ich denke, dieser Bezirk steht stellvertretend für die Mehrheitsverhältnisse in der BRD und deshalb handelt das Kabinett, wie es eben handelt. Sogar die zur Schau gestellte Mißachtung des Rechts ist nichts anderes als das, was die Neu-Friedrichshain-Kreuzberger auch darstellen: Regeln? Gelten doch bloß für die anderen! Für die Dummen! Hier gibts stattdessen „autofrei“.

      Schaut auf diese Stadt, schaut auf diesen Bezirk … Erst, wenn dort die Vernunft wieder einzieht, können wir für den Rest hoffen. Das ist noch ein furchtbar weiter, steiniger Weg und zwar für uns alle.

    • Dieser Bezirk steht sicher nocht für den Westen, aber sehr viele, die die entsprechende Propaganda schreiben, leben dort und finden das gut – das sah man auch schon bei der Schulbesetzung. Und man will Deutschland seinen Stempel aufdrücken und dafür den Finanzausgleich bekommen.

      Ich weiss nicht, ob das dauerhaft gut geht. Gestern forderte einer von denen Umerziehungslager. Irgendwo endet halt die Toleranz.

    • naja, natürlich ist das übertrieben, dass
      der Bezirk „für den Westen“ steht; genauso wenig wie die fiesen Stasi-Opas für den Osten. Ich bin auch mitnichten ein Ostalgiker und weine den Verhältnissen dort bestimmt nicht nach. Im Gegenteil: Jeder neue Tag erinnert mich wieder an die passiv-agressive, gehässige Stimmung, die zum Schluss alles dort durchdrungen hatte.

      Friedrichshain-Kreuzberg steht dabei zweifellos für die derzeit beherrschende Stimmung in der Lobbykratie, zu der sich die BRD konsequent entwickelt hat.

      Ich hätte gerne zwischendurch mal in einem Land gelebt, in dem etwas vorwärts geht; nicht im Sinne von „digitaler Revolution“ sondern im Sinne von Gemeinschaft, in der ein Konsens ausgehandelt – und nicht nur einseitig immer weiter zu Lasten der jeweils am wenigsten aggressivsten Agierenden verschärft wird. Dieses Land sehe ich weder hinter, noch vor mir. Es existiert nicht.

    • Ja, gut analysiert
      Heute wieder die Göring-Eckhardt in der ARD, D werde ich verändern (im Tonfall des Nichtwidersprechendürfens), was nichts anderes heißt, als die Bevölkerung kalt planwirtschaftlich austauschen, weil die Zweitbesetzung den Job genausogut macht wie die Erstbesetzung. Ein 18jähriger analphabetischer Somali ist für die nix anderes als ein 50jähriger Don A., wenn der Don nicht mehr genug Milch gibt, wird er ersetzt. Es ist das kalte planwirtschaftliche Kalkül, was hinter dem Empatiegerede durchlächelt, wie ein Totenkopf und mir geht bei den Prantls und Göring Eckhardts immer so, dass ich an Animal Farm und die schlauen Schweine, die die Pferde kalt zu Leim verarbeiten liessen, um davon Alkolica zu kaufen.

  34. @Frau Jott
    Hach, ja….
    werte Frau Jott…..
    Was soll Mann ( insbesondere Mann ) den dazu sagen.
    Wohl wäre uns, wenn die, möglicherweise weise, ältere Dame den, so Sie wollte, etwas zu entscheiden oder „sagen“ hätte.

    Es ginge uns wohl allen bessser.

    Indess, das ausharren und beobachten des sich anbahnenden ( oder schon stattfindenden) historischen Ereignisses von der Zinnen der Burg hat wohl auch etwas fuer sich.

    Bleibt die Hoffnung es werde wohlfeil schriftlich niedergelegt auf das in einigen hundert Jahren man wird seine Lehren daraus ziehen können, den zum denken fehlt in der nunzeit ja wohl nun ebenselbige.

    Gehaben Sie sich wohl…

  35. Nun aber mal langsam, vorsichtig, ...
    Ich halte die Grenzschliessung zwischen Österreich und Deutschland für eine reine Öffentlichkeitsmaßnahme. Es gibt mehr als genug Wege über die Grenze und selbst wenn die Bundespolizei alles dicht machen würde: in Ungarn sind die Flüchlings trotz Zäunen und Polizei einfach weitermarschiert.

    Welche Art von Gewalt ist die Polizei gewillt, in so einem Falle anzuwenden?

    Einmal in Deutschland angekommen, gibt es keine legale Möglichkeit mehr, einen Asylsuchenden zurückzuschicken, das geht nur direkt an der Grenze. Man möge mir deshalb erklären, was Grenzkontrollen in Freilassing bringen sollen, wenn dann die ertappten Flüchtlinge eh nur ins nächste Aufnahmezentrum gebracht werden. Da wollten sie sowieso hin und da hätte man sich die Staus auch sparen können.

    Ich habe den Eindruck, dass sich die Bundesrepublik eine (wahrscheinlich sehr kurze) Atempause verschafft. Natürlich möchte man auch Druck auf andere Staaten der EU aufbauen.

    Ich hoffe, hinter den offiziellen Kulissen sind die Innenminister (und allen voran der Bundesinnenminister) sehr aktiv dabei, Lösungen zu etablieren. Die nächste Welle Flüchtlinge kommt bestimmt – wie lange soll das naive „also das konnten wir jetzt aber nicht vorhersehen“-Gerede denn noch gelten?

    Ansonsten – und auch und gerade weil es schwer fällt angesichts der Menge und der damit verbundenen Ungewissheit: wir dürfen nicht vergessen, dass die Flüchtlinge Menschen sind; das jeder einzelne einen idividuellen Grund dafür hat, sein Glück in Europa (bzw. der Bundesrepublik) zu suchen.

    Wir wissen doch, wie sehr jeder an seiner Heimatscholle klebt. Leichtfertig in ein fremdes Land wandert keiner aus, soviele Abenteurer und Glücksritter gibt es nicht. Es gibt natürlich Menschen, die aus rein wirtschaftlichen Gründen in Deutschland Asyl beantragen.

    „Wirtschaftliche Gründe“ heisst übersetzt wahrscheinlich nicht „weil es in der Bundesrepublik so tolle Sozialhilfe gibt“ sonder eher „weil ich zuhause davon ausgehe, dass ich von meiner Arbeitskraft nicht leben kann und mittelfristig hungern muss“. So interpretiere ich zumindest den „Scheinasylanten“ und „Wirtschaftsflüchtling“.

    Ich habe keine Lösungen anzubieten, das gestehe ich hier frei ein. Die Bundesrepublik (und auch Österreich) können, aber nur bis zu einer gewissen Grenze. Die Grenze ist eher sozialer als wirtschaftlicher Natur momentan, auch das kann sich ändern.

    Ob die Attraktivität der Bundesrepublik für Asylsuchende eher wirtschaftlich nutzt oder schadet, darüber gehen die Meinungen weit auseinander, ich weiss es jedenfalls nicht. Ob eine großzügige Asylpolitik mehr Flüchtlinge anlockt, ist ein stimmiges Argument; ob das so richtig ist und zutreffend oder ob der derzeitigen Strom der Lage in den Herkunftslängern, den Aufnahmelagern der Nachbarn, dem Winter (oder Sommer), … geschuldet ist, ich weiss es nicht.

    Ich als Bürger kann mich langsam und vorsichtig an die Problematik herantasten. die Entscheidungsträger in Bund und Ländern haben diesen Luxus nicht: sie müssen entscheiden, jetzt. Sonst werden Entscheidungen für sie getroffen.

    • „in Ungarn sind die Flüchlings trotz Zäunen und Polizei einfach weitermarschiert“

      Jetzt nicht mehr. Un auch an Grenzen kann man so kontrollieren, dass niemand so weit kommt, um Asyl zu beantragen, as hängt allein vom Willen ab. Unschöne Szenen gibt es dann natürlich, aber die gibt es auch bei der Abschiebung. Im endeffekt sorgt das allerdungs dafür, dass das asylrecht selbst seine Akzeptanz verliert. Und wir reden hier schon lange nicht mehr über Syrer, sondern mehrheitlich Leute aus Afganistan, Irak und Nordafrika, die sich als Syrer ausgeben.

  36. Libanon
    „Etwa anderthalb Millionen Flüchtlinge aus dem Kriegsgebiet kommen auf vier Millionen Einwohner.“ Lese ich heute in der FAZ über den Libanon. – Sehr hohe Flüchtlingszahlen in Jordanien und in der Türkei. Und hier wird teilweise gejammert, als ob der Weltuntergang bevorstünde. Wegen alles in allem doch überschaubarer Beeinträchtigung unserer Lebensqualität.

    • Der kleine Untershcied ist, dass wir hier einen enorm hohen Standard bieten und dieser Standard wiederum nicht kostenlos ist. Mit dem, was wir hier für Asyl ausgeben, könnte man woanders weitaus mehr machen.

    • Es gibt einen wiederholt beobachteten und beobachtbaren
      Zusammenhang zwischen dem Sozialstaatsniveau und der Akzeptanz der Einheimischen für Migration, die Regel dafür: Je weniger sozial, um so eher Einwanderung. Erklärt gut, warum sich z.B. Dänemark so vehement gegen Zuwanderung wehrt.

      Wer für Massenimmigration ist, für den gibt es einen ganz einfachen Rat: Er setze sich für Abschaffung des Sozialstaates ein. Beides – ein hohes Versorungs- und damit Anspruchsniveau UND Masseneinwanderung – sind nicht im Angebot.

      Und die Libanon- oder Jordanienvergleiche nerven nur noch. Da sitzen Millionen von Menschen in dürftig hergerichteten Zeltlagern und werden vom UNHCR versorgt. In Deutschland wäre noch nicht einmal mehr die Dauerunterbringung in eigens dafür gebauten und ausgestatteten Barackenlagern möglich – da liegt der Unterschied. Auf dem Niveau von Jordanien und ohne Integrations-, Bildungs- und Versorgungsanspruch könnten wir 10 Millionen Syrer problemlos unterbringen.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Titel eingeben
      @yogi Der Libanon, die Türkei und auch Jordanien haben viel Menschen aus benachbarten Staaten aufgenommen. Aus meiner Sicht spricht viel dafür, diese Menschen dort zu belassen.
      Ohne „Teilhabe“, hiesige Wohnkosten, Heizung können mit gleichviel Aufwand viel mehr Menschen versorgt werden.
      Dort leben die Menschen in sehr vertrauter Umgebung, im eigenen Kultur- und Sprachraum. Unter Religionsgenossen.
      Und sie können und wollen von dort zurück, wenn ihre Heimat bewohnbar werden sollte.
      Sie können dort eventuell arbeiten, da sie die dort üblichen Kenntnisse und Fähigkeiten haben.

      Es gibt auch dort „unten“ Probleme. Ich denke an den Schwarzen September in Jordanien. Palästinenser aus dem westlichen Teil des geteilten Mandatsgebietes Jordanien waren politisch sehr militant geworden.
      Wir können dort helfen. Es wird uns leichter fallen, als die Menschen hier aufzunehmen und dauerhaft ohne Berufchance zu alimentieren.

  37. Eine Zensur findet nicht statt
    Herr juz.min. Maas verkuendet Facebook hat ‚Hassmails‘ binnen 24 Stunden zu loeschen. Zensur in Privathand und nach unklaren Regeln. Was ist Hass? – keine Bundesliga mehr?

    Die SZ portraetiert einen Jugendlichen der ‚Hasser‘ auf facebook ihren Arbeitgebern meldet. Diese werden dann entlassen, wer will schon seine Existenz einem Schichtstorm aussetzen. Ermittlung, Anklage, Urteil und Vollstreckung in der viruellen Hand, mit Auswirkung in der realen Welt. Ich glaube dem Jungen das er ‚verantwortungsvoll‘ abwaegt – das haben die Blockwarte auch gesagt. Gibt es bald Schilder: kauf nicht beim…., mit einem bunten Waechter vor der Tuer oder geht das auch schon jetzt virtuell. Der vorzeigeheimbauende Schauspieler fordert Protestierenden eine nachdenkliche Nacht in der Zelle zu goennen – aeh. Sollte ich jetzt erwaehnen das ich Glatzen nicht mag, auch Pharisaer nicht (ausser diese kommen in einer Tasse).

    Es ist das ureigenste einer Demokratie, wenn man eine eigene Meinung haben darf – auch wenn diese dumm oder ‚falsch ’sein sollte.

    Lassen wir die Gedanken in das Jahr 2016 schweifen und die gepredigte Idylle kommt doch nicht – sollt ich mir mein Gehirn jetztschon wegoperieren lassen, moecht ich weiter in Lohn und Brot stehen.

    Die Angst der Regierung erscheint so gross vor der Verdummung durch DSDS und wie das alles heist, das sie ihren Untertanen nicht mehr alles zumitten moecht.

    Sollte es im Juzmin noch ein BGB in Papierform, dann sollten diese dort Blaettern. Da gibt es manchen Paragraphen den man anwenden kann in der unvirtuellen Art – Ermittlung, Anklage, Urteil. Alles von unterschiedlicher Hand, oeffentlich und einsehbar.

  38. Das Wohlstandsgefälle macht den Unterschied
    Wir haben uns alle zu sehr an die absurden Wirtschaftsverhältnisse gewöhnt, die eine eher winzige Schicht von Profiteuren und deren verschiedenen Yachtausstattern und Auktionshausbetreibern zu den Allergrössten verklären; eine Schicht, in die man mit Fussballtalent oder Sangeskünsten leicht aufsteigen kann.
    Ein Laserdrucker, der auch scannen und faxen kann für 149,00 € – wo in den Siebzigern eine Stereoanlage noch einen dreijährigen Käfer kostete.

    Spannend, wenn man mal eine Bilanz machen würde, wieviel Schnitzel Wiener Art (oder ein entsprechendes Tellergericht) man 1980 oder heute als Angehöriger verschiedener Berufsgruppen in den verschiedenen Ländern Europas und der Welt hätte bestellen können.

    Da würde der „soziale Fortschritt“ wahrscheinlich sehr relativ werden.

    Die grosse Mehrheit der Menschen will einfach nur ohne Angst leben – und wer da alles auf dem Weg nach Europa ist, hat wenig Lust, irgend ein(e) Held(in) zu werden für irgendeine famose Idee.

    Und wir sind halt ein bisschen Viele für die zu wenigen Schnitzel.

    So wie wir in Anbetracht der modernen Medizin die Grenzen der Finanzierbarkeit jeder modernen Therapie für jeden durchdenken müssen,
    wie wir bei der Entwicklung wirklich selbstfahrender Autos Unfallparameter entwickeln müssen, die kindliches Fehlverhalten und ein mögliches Aufopfern älterer Bürger berechnen können – werden wir in der modernen Wohlstandsverteilungsfrage nüchtern berechnen müssen, wie viel Reichtum mindestens und höchstens einem Menschen zugemessen werden kann, damit die Gesellschaft funktioniert.

    Ein Sozialismus 2.0, der in der Bandbreite dazwischen wettbewerbs- und persönlich profitorientiert nach marktwirtschaftlichen Gesetzen funktioniert.

    Oder wir müssen den Konflikt halt nach dem Gesetz des Stärkeren ausschiessen.
    Und ich glaube kaum, dass Europa da irgend einen Blumentopf abräumt.

    Wer hat bessere Vorschläge?

    • Wir könnten en Leuten Schuldgefühle mitgeben und jeden Abweichler als Nazi bezeichnen und erklären, dass Migranten gebildeter sind und die Rente zahlen weren.

      Aber wer wäre so dumm das zu glauben?

  39. masterplan
    nun habe ich mich kundig gemacht: der 5- punkte plan von Heino zur rettung des Musikantenstadls ist präziser und systematischer als der masterplan „flüchtlinge“ der deutschen führungsspitze.

    nun lese ich in einem presseorgan: ein ministerpräsident fordert von der führungsspitze einen plan B. das ist richtig so, denn: wenn es schon keinen plan A gibt, dann wenigstens einen B.

    plan C wäre, alles züge fahren von salzburg direkt durch zum HBF Berlin.

  40. >>könnte man woanders weitaus mehr machen
    Lieber Don, das sehe ich genauso.
    Alle Bedürftigen können wir in Deutschland und Europa nicht aufnehmen. Mal ein Gedankenexperiment: China macht eine neue Kulturrevolution…
    Es gibt eine Obergrenze, die will uns bloß keiner sagen.
    Für das Geld kriegt man vor Ort im Libanon viel mehr gestemmt.
    Die zweite Motivation soll ja sein: Meine Tochter zu unterstützen meine Rente zu erarbeiten. Und da bin ich sehr skeptisch ob das klappt. Noch ein Gedankenexperiment: Vor eine Million säkulare israelische Staatbürger in so einer kurzen Zeit einzugliedern hätte ich Respekt, hielt es aber mit einer funktionierenden Regierung machbar.

    • Das setzt immer noch voraus, dass sich die Leute eingliedern wollen. Aber so, wie sie an Merkel glauben wolle, werden sie dann auch an die Multikultifraktioon glauben. weil die minimale Anpassung bei maximelem Nutzen verspricht.

  41. Sommer
    Und die “ Wir können das “ – Fraktion schmilzt dahin wie eine gefallene Kugel Erdbeereis im Sommerwind

  42. Deutschland «Deponie für die Welt» ?
    Donald Trump nennt die USA als «Deponie für die Welt» (15.09.2015 – NZZ )
    Ja da hat jede Zivilisation so ihre Sorgen.

    Die wanderfreudigen Neubürger die jetzt vor den geschlossenen Grenzen stehen, werden sicher im www folgendes finden:

    “ Der Schmuggler-Passport

    Die Wegstrecken des Schmugglerpasses orientieren sich weitgehend an alten Schmugglerwegen und -pfaden im deutsch-österreichischen Grenzgebiet.
    Ein toller Wegbegleiter auf der Schmugglerroute ist der Schmugglerpass. Dieser informiert Sie detailliert über das Schmugglerwesen vergangener Zeiten an der bayerisch-österreichischen Grenze. Besonderheiten und Erwähnenswertes sind dort aufgelistet.
    Eine Gebietskarte zeigt den genauen Wegverlauf an.
    An bestimmten Stempelstellen erhalten Sie bei Vorweisen des Passes einen speziellen Schmugglerstempel. Der Besitzer des Passes erhält gegen Vorlage von mindestens 6 eingetragenen Stempeln ein Überaschungsgeschenk zur Erinnerung an diese Schmuggler-Wandertour im bayerisch-österreichischen Grenzgebiet.
    Gehzeit: Die Gehzeit bei einer Streckenlänge von rund 12 km beträgt mindestens 3,5 Stunden.

    Den Schmuggler-Passport gibt’s um € 5 bei folgenden Ausgabestellen:
    1) Haus am Strom in Jochenstein, Tel. (0049)08591/912890
    2) Schmugglerhof Familie Irgmeier, Linden, Tel. (0049)08593/8188
    3) Gasthaus Wundsam in Neustift, Tel.: +43 (7284) 8101
    4) Marktgemeindeamt Engelhartszell, Tel. (0043)07717/8055-16 “

    In Hinblick auf die bereits gezahlten Transportgebühren für Schlauchboot, Taxi und ICE sind 5.– € für den Schmugglerpassport geradezu lächerlich.

    Mit freundlichem Gruß
    B.Klingenberger

    • Titel eingeben
      Wow, er hat sogar einmal recht, denn dass es nicht gerade unsere Besten waren die dorthin gezogen sind, sieht man ja jeden Tag.
      Eleganter Claude-Levi Strauss: das einzige Imperium, das aus dem Zustand der Barbarei zur Dekadenz überging ohne die Phase der Kultur dazwischen. Das soll ihnen einmal einer nachmachen, damn frog!

      Ceterum censeo: Flüchtlinge in Amikasernen.

    • PS
      der Duz-Bug persisitiert…

  43. pseudokanonische Deklamationen einer Fluxusbox
    weichgegerbtes Schlangenlederportemonnaie=
    metaphorisch aufgeladene
    Fleisch-Albräume:
    mittendrin in
    Fluchtaktivitäten vor dunklen Gestalten
    und wieder ist das Auto weg
    und die Ausweispapiere
    gut getimte Geldfunde haufenweise
    die plötzlich wieder verloren gehen
    ruinöseses Domozil
    Flugkünste mit Abstürzen
    erotische Niederlagen
    in einer Gruppe von Feiglingen,
    Schlägern, Freunden, Bäumen und Schrott
    gefangen in redundanten Schleifen, Flashbacks

    wach auf, hier ist die Mickey Mouse!

  44. Eine Schande.
    Eines sollte man im Kopf klar behalten: Hier handelt es sich um das Versagen der Nationalstaaten, nicht der EU. Fast aller Mist der letzten Jahre ist darauf gewachsen, dass die Nationalstaaten glauben, Dinge besser regeln zu können als die EU. Hätte die EU die Kompetenzen, könnte man das Problem auch europaweit lösen. Aber nein, im Europarat möchte Mutti mit Cameron und Hollande die Dinge ohne EU-Parlament lösen. Kurzum, die Nationalstaaten können es nicht! Und deshalb braucht auch kein Mensch in der EU Deutschland als Hegemon; am wenigsten die Deutschen. Der Hegemon in der EU sollte das EU-Parlament sein. Da sollte die Macht für ganz Europa betreffende Fragen liegen. Stattdessen erfolgt bei uns in den Medien ein Schimpfen auf die EU, wenn es eigentlich Merkel und Co versemmeln.

    • Ich sehe schon auhgaben für die EU -aber nur für den netten Bereich, sobald es hart wird, bestimmen doch wieder diu nationalen Interessen. Ich wollte eh was dazu schreiben – die EU war nur so um das Jahr 2000 gut.

    • Sie verstehen von der EU
      ungefähr soviel wie eine Stulle Brot. Tut mir sehr leid. Aber wer seine Hoffnung auf das EU-Parlament setzt … Das nicht mit unserem zu vergleichen ist … und in dem unsere Stimme ca. 1/80 von anderen zählt …

    • Nun, das wäre immerhin der Weg, den man früher angedacht hat. aber die Realität hat sich nun anders entwickelt

    • nee, den Weg hat man nie ernsthaft angedacht
      Dafür fehlten von Anfang an die Strukturen, weil die ganze EU als Wirtschaftsunion mit dem (auch so formulierten!) Ziel, Deutschland zu hegen, konzipiert wurde. Das EU-Parlament ist – sehr grob, aber mit viel weniger Mitspracherechten – mit unserem Bundesrat zu vergleichen; nicht mit dem Bundestag. Und das Prinzip der Degressiven Proportionalität (dass also die Wählerstimmen der einzelnen EU-Bürger unterschiedlich und unsere ganz besonders gering gewichtet) ist eines der Grundprinzipien der EU und war das auch von Anfang an. Die Musik spielt im wesentlichen im Rat, in dem sich die jeweiligen Fachminister sammeln. Das hat mit mit Demokratie nicht mehr viel zu tun; das Demokratiedefizit wird auch nirgends geleugnet. Natürlich kann man jedes Schwert auch wenden – tun wir gerade, darüber beschweren sich ja einige – aber das macht die EU nicht weniger zu einem Kampfplatz.

  45. Da Hugenotten gerade modisch sind
    Wir geben den Syrern Kreditbürgschaften und lassen Sie auf sanierungsbedürftige Viertel wie Kreuzberg, Prenzlauer Berg, Neukölln los. Gern auch Leipzig Connewitz und Hamburger Schanzenviertel. Da bauen die sich und ihren Lieben eine Zukunft, sorgen für Wirtschaftswachstum, Arbeitsplätze und Steuereinnahmen.
    Und für einen raketenhaften Anstieg des durchschnittlichen Bildungsniveaus in diesen Vierteln.

    Win-win.

  46. Madame Merkel, Kaiserin von Europa
    @Prince Matecki – Ich war heute auf dem Prinsjesdag, wollte ich eigentlich nicht, weil das Wetter hier so schlecht ist. Aber dann bin ich doch gegangen. Am interessantesten ist nicht unser König mit Maxima in der Kutsche, sondern das zuschauende Volk aus allen Schichten. Mit einem Vertreter habe ich mich ausführlich über Flüchtlingspolitik unterhalten. Da kam Frau Merkel ganz schlecht weg. Was die Leute hier am meisten ärgert ist die Tatsache, dass ihnen Madame Merkel alles mögliche einbrockt, aber sie keine Möglichkeit haben, die Kaiserin von Europa abzuwählen.

  47. Neues Deutschland
    Wie Deutschland in einigen Jahren flächendeckend aussehen wird durfte ich vor ein paar Wochen in der Maxvorstadt in München erleben.

    Türkenstraße, Univiertel, steigende Mieten, teure Cafes. In einem dieser Cafes wartete ich auf eine Bekannte mit der ich verabredet war. Da sie sich verspätete, hatte ich die Gelegenheit, dem Paar am Nebentisch zu lauschen. Ein bisschen indiskret, mag sein, aber ich konnte nicht weghören. Sie, um die 20, dunkle Haare, dunkler Teint, also eher südlicher Typ. Er, ca. 25 vielleicht, dunkle Haare, asiatischer Typ, leicht nerdig gekleidet. Die beiden hatten offensichtlich ein Date und so begann ihr Gespräch auch mit einem zaghaften beschnüffeln. Sie hatte gerade eine Halbtagsstelle am Institut bekommen, muss noch ihren Bachelor an der TU fertig machen. Sie würde furchtbar gerne für eine Zeit ins Ausland, vielleicht im Master. Er hat seinen Master schon begonnen, bewirbt sich vielleicht für den Austauschplatz am MIT, aber auch die Partner-Uni in Stanford würde ihn interessieren. Kostet ja nichts, wenn man von der LMU aus da hingeht. Könnte man sich ja sonst nicht leisten. So weit so gut denke ich mir, ihr angeberischen Turbo-Studenten, machts nur so weiter und werdets halt Berater. Ist ja immerhin München. Doch dann wurde es interessant. Es wurde persönlich und es kam die Frage von ihm: Wo kommst du eigentlich her? Aus München? Die Antwort war erst ein selbstbewusstes: Nein nicht München, ich komm aus Freising. Auf Nachfrage wurde sie konkreter. Also ihre Mutter kam in den 1980er aus der Türkei nach München, weil sie arbeiten wollte. Ist dann nach Freising. Der Vater ist noch in der Türkei, aber den besucht sie nur selten. Und ja, München gefällt ihr schon, ist mehr los als in Freising. Dann war er dran: Er bezeichnet sich selbst als Ossi, also seine Eltern leben in Halle, da ist er auch aufgewachsen. Und dann zum studieren nach München gekommen. Und seine Eltern sind auch Ossis sozusagen, aber halt vietnamesische Ossis, also aus Nordvietnam, die sind in den 1980er in die DDR gegangen und dort, nach der Wende, ist er dann eben aufgewachsen. Als Deutscher, der jetzt in die USA geht an eine Ivy-League Uni und dann vielleicht eine Deutsch-Türkin heiratet, die dann als Doppelverdiener den Wohungsmarkt noch mehr unter Druck setzten.

    Solche Biografien sind Alltag, die werden gelebt. Jetzt gerade. Und in den Biografien dieser zwei Streber-Studenten sind alle Debatten der letzten Jahren drin: Die Gastarbeiter-Thematik in der BRD, die Wiedervereinigung, die Integrationsdebatten in der Berliner Republik, Bologna, der Islam gehört zu Deutschland, alles. Vieles wird sich verändern in nächster Zeit, vieles wird nicht mehr so sein wie es jetzt ist. Aber in 15, 20 Jahren sitzen dann zwei Deutsche im Cafe und erzählen wie ihre Eltern aus Alleppo und Kabul gekommen sind. Und auch die müssen dann schauen, wie sie die scheiss Wohnung im Glockenbach bezahlen können.

  48. 7 Milliarden Menschen auf Erden
    leben in dem Land, in dem sie geboren wurden.
    Da hat Herr Schäuble und andere viel zu tun, wenn er ihnen
    klar machen will, dass sie zu den Zukunftsverlierern gehören,
    sollten sie sich nicht bewegen.
    Lt der gleichen Schätzung der Vereinten ‚Nationen‘ gibt es 232 Mio.
    Migranten und ca. 60 Mio Flüchtlinge, davon über die Hälfte
    Binnenfluchtlinge.
    Da zu leben, wo man geboren wurde ist also der krasse Normalfall
    für die Weltbevölkerung.
    Wer sind nun die unbelehrbaren Außenseiter?

    • Ausgewanderte ex-Deutsche
      Ich zum Beispiel. Ich bin 1976 aus Deutschland nach Kanada ausgewandert, weil es für eine technisch interessierte Frau unmöglich war, in Deutschland eine Arbeitsstelle zu finden. Dornier – zum Beispiel – hat damals aus Prinzip keine Frauen eingestellt, außer als Sekretärinnen natürlich.

    • Mein vorschlag wäre ja, von Migranten zu verlangen, dass sie ihre töchter ebenfalls auf die Unis schicken. Möglicherweise würde das einige kulturelle Gräben a priori verfüllen.

  49. Hugenotten und so
    „Da müssen sie dann ur noch die Grünbewegten enteignen, aber das machen sie schon.“

    Die bringen ihre Kinder ganz von alleine in Sicherheit, wenn die Antifa ihre Gentrifizierungskrawalle eskaliert, und verkaufen an den meistbietenden Klinikgründer.
    Verdammt, ich bin genial. Wer hätte je Politik für so einfach gehalten?

  50. Mutti kriegt den Friedensnobelpreis
    Wetten?

    • Wer hat sie nur beraten?
      Nein, selbstverständlich nicht.

      Und ich glaube auch nicht, daß die Kanzlerin dieser Republik hier völlig allein entschieden hat. Als Kanzlerin dieser Republik tut man das nicht. Man hat Berater. Und die hört man an. Alles andere wäre mega-töricht. Nein, es wäre sogar dumm!

      Sollte ich hier falsch liegen wäre es an der Zeit, daß die Dame den Weg frei macht und zurücktritt.

    • Bei der gestrigen PK mit Faymann sah man doch recht eutlich, dass sie ziemlich stur ihre Ideen verfolgt – manche würden das als beratungsresistent bezeichnen. Genauso ist es mit dem Vorschlag von 40.000 Erstaufnahmeplätzen: Das ist der Bedarf von zwei bis drei Wochen. Und die Arbeit muss dann auch jemand machen. Sie wurschtelt sich halt weiter.

    • Titel eingeben
      Aber zuvor muß sie noch ein paar Hass-Demos über sich ergehen lassen:
      „Sie hat uns blühendes Asyl versprochen und jetzt leben wir noch nach Monaten in Zelten. Diese Mettbrötchen fressende Hündin.“

    • Nun, das ist freilich absehbar. Es gab ja schon derartige Proteste – etwa in Heidenau – und nach einem Jahr kommen noralerweise die „We want our papers“-Demonstrationen. Da gibt es schon längst Facebook-Orgagruppen, die sich auch die passenden Ziele heraussuchen und vorab befreundete Politiker informieren. Daran wird man sich gewöhnen müssen. In Italieh geht die Polizei recht schonungslos vor, ob das hier auch so sein wird, muss sich zeigen.

    • Ich kenne übrigens auch Fälle, wo es um das Essen ging, und da gab es durchaus Erfolge der Flüchtlinge. Änert aber nichts daran, dass sie raus aus den „Lagers“ wollen. Rein in die Wohnung und an die Arbeit.

  51. 2. internationale Schlepper- und Schleusertagung
    Hallo Don,

    dies ist kein eigentlicher Leserkommentar. Ich lese gerne und regelmäßig Ihren Blog und habe hier etwas aus dem Sumpf der bayerischen Landeshauptstadt, das unbedingt ans Licht der Öffentlichkeit gezerrt gehört. Würde sich vielleicht für einen eigenen Beitrag eignen. Leider kann ich mir gegenwärtig nicht vorstellen, welche Medien gesonnen wären (im Sinn von „Gesinnung“), das Thema aufzugreifen:

    Erst kürzlich tönte SPD-Chef Gabriel, nachdem Schlepper den Erstickungstod von 71 Menschen in einem Lkw verursacht hatten, man müsse alles dafür tun, „diese Typen zu erwischen und vor Gericht zu bringen und zu bestrafen und solchen Schleppern das Handwerk zu legen“. Innenminister de Maiziere kündigte einen „verstärkten Kampf gegen Schlepper“ an.

    In München dagegen werden Schlepper aus kommunalen, föderalen und EU-Mitteln – gefördert! Findet sich doch auf der Seite der Münchner Kammerspiele, neben anderem ‚Refugees Welcome‘-Theatergedöns, eine Einladung zur „2. internationalen Schlepper- und Schleusertagung“, 16.-17. Oktober:

    http://www.muenchner-kammerspiele.de/2-internationale-schlepper-schleusertagung-2015

    Website der Veranstaltung:

    iss2015.eu

    Zitat: „Die ISS 2015 präsentiert sich erneut als DIE relevante Fachtagung der weltweit agierenden Fluchthilfe-Unternehmen. Wichtigstes Tagungsziel 2015 ist die Image-Aufwertung sowie die damit einhergehende Neubewertung der Dienstleistungen Schleppen und Schleusen.“

    Höhepunkt der Veranstaltung: „Erstmalig: VERLEIHUNG DER GOLDENEN LISA an innovative Schlepper- und Schleuser-Unternehmungen.“

    Auf der o.g. Seite findet sich unter „Tagungsleitung“ (u.a. „Bayerischer Flüchtlingsrat“) und „Kooperations- und Medienpartner“ (z.B. „Petra Kelly-Stiftung“) auch explizit aufgelistet die „Förderer“ dieser Veranstaltung, u.a.:
    – Europäische Union
    – Goethe-Institut
    – Kulturreferat der Landeshauptstadt München
    – Rosa Luxemburg Stiftung
    – Pro Asyl („Der Einzelfall zählt.“)

    Falls das Ganze nicht ein künstlerisch-ironischer „Spaß“ sein soll, ist das ein handfester Skandal, finde ich.

    • Ja, so ist das eben mit der bayerischen Liberalitas. wir füttern auch Zündfunkler durch, selbst wenn sie nicht reden können.

  52. das Gegenteil einer Entschuldigung
    Artikel auf FAZ.net
    jetzt wird es ernst. Frau Merkel dreht voll auf, Gefangene werden
    keine gemacht.

    Warm anziehen!!!

    • Ich bin gespannt, was die CSU und die innerparteiliche Oppsoition m,achen. Die CSU müsste eigentlich Kreuth2.0 abziehen, um glaubwürdig zu bleiben.

    • Die haben keine Wahl
      Der Befehl lautet „auf die Knie“.

      Bleibt nur die innere Kündigung, eben der Dienst nach
      Vorschrift.

  53. grenzkontrollen
    Die grenzkontrollen scheinen mir einfach rechtzeitig zu schulbeginn und oktoberfest zu kommen. Man will die bevölkerung bei laune halten und vielleicht auch die ankommenden nicht gleich mit feiernden dirndlträgerinnen konfrontieren. Dabei wär so ein dionysoskult die richtige begrüßung und heilsame begegnung.

    • So wie ich as erlebt habe, war es wirklich knapp an der Katastrophe. noch so ein Tag, und es hätte Bilder wie aus Ungarn gegeben. Das wollte man wohl einfach nicht haben. Ausserdem steht die CDU massiv unter innerem Druck, und die wahre Stimmung in der Bevölkerung ist wohl doch etwas anders geworden.

    • Inbesondere die Stmmung der Verantwortlichen, ja.
      Merkel kann ja allen alles versprechen, umsetzen müssen das andere vor Ort. Und Kapazitäten, Wohnungen, Ausbildungs- und Schulplätze, Polizeipersonal etc. usw. lassen sich alle nicht befehlen. Ebensowenig die „Willkommenskultur“ für Masseneinwanderung.

      DAS ist, was selbst im Inneren Deutschlands Merkels Emotionsaufwallung so völlig verantwortungslos macht und machte. Den europäischen Flurschaden noch gar nicht eingerechnet, ebensowenig das fatale Signal an alle Armen zwischen Hindukusch und Südatlantik.

      Diese Form unorganiserter Verantwortungslosigkeit hätte ich noch gestern auf Bananenrepubliken beschränkt angenommen.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • @ Herrn Haupts
      Wenn Sie sich da mal nicht täuschen! Die Kanzlerin hat bislang strebsam alle Wünsche übererfüllt, wie das kleine Töpfchen mit dem süßen Brei. Die einzige Ausnahme in ihrer Kanzlerschaft war die Energiewende – da hat sie Brüderle geschickt, den BDI belügen. Das hat sie also auch im Repertoire und wer klug ist, hat das auch nicht vergessen und sieht jetzt klar, dass das und welchen Zweck das erfüllte; die Früchte sind nämlich fast schon reif. Wenn ich also ein MP wäre, dann würde ich nicht so laut jammern (und würde brav alles Geld weiter an die Kommunen reichen) aus Furcht, andere schließen sich meine Idee der Unmöglichkeit der Bewältigung der Krise an – und das war´s dann mal eben mit dem Föderalismus; winke, winke!

  54. von Tyler
    Gast sagt: 15. September 2015 um 07:50 Uhr

    Ach, Gast…. Was die Tussi macht interessiert mich genau so weit, wie ich schrieb: Ob es für einen Lacher gut ist…

    Einsicht? Merkel? Politik besteht für die stets nur aus derselben Frage: Ist die Mehrheit des grossen blöden Haufens für oder gegen etwas bei jedem speziellen Thema? Die Einstellung, die beim Urnenpöbel mehr Wählerstimmen einbringt, die nimmt sie noch jedes Mal.
    Wenn soviel Intelligenz bei Ihnen Respekt verdient, dann werd ich sie dabei ganz sicher nicht stören….

    Ein Wert an sich mag Respekt in der absurden Welt der braven Spiesser sein, meinen Respekt muss man sich erst mal verdienen.

    The Great Artiste sagt: 15. September 2015 um 11:40 Uhr

    Wie Sie wissen schätze ich Ihre Überlegungen normalerweise sehr hoch, aber diesmal haben Sie wohl aus reinster Frustration durch die lösungslose Lage eine unzulässige Abkürzung genommen:

    „Oder wir müssen den Konflikt halt nach dem Gesetz des Stärkeren ausschiessen.“

    Das ist genau das was die Amerikaner seit 62 Jahren (Mossadegh) machen. Erfolgreich sind sie trotz all ihrer nahezu ausnahmslos verlorenen Kriege zumindest insoweit, als es ihnen gelang (mit einer Ausnahme 9/11) Krieg von ihrem eigenen Land fernzuhalten. (Was ich für den grössten Fehler der Menschheit halte….)

    Die banale Wahrheit ist, dass das seit 1989 eigentlich nicht mehr nötige in-den-allerwertesten-der-USA-kriechen, der deutschen Regierungen deren peinlichst-mögliche Kanzler, die USA bei all ihren Kriegen unterstützt haben, beim Iraq halt ohne Boots on the Ground.
    Jetzt schwappen die Konsequenzen halt bis Deutschland.

    Ich begrüsse das, wie immer wenn ich auch nur einen Hauch von Gerechtigkeit mal auf dieser perversen Welt wahrnehmen darf.

    „Oder wir müssen den Konflikt halt nach dem Gesetz des Stärkeren ausschiessen.“

    Wer sollte das wollen, ausser den Schwachen?
    Haben Sie Ihren Nietzsche entsorgt?
    Warum sollte das die Russen in der Ukraine, die Chinesen in der Takla Makan und Tibet, und die Amis weltweit, interessieren?
    Um es nicht vergessen: Deutschland hat gerade in Griechenland dasselbe gemacht.
    Nicht mit Waffen, sondern nur mit der Drohung man könne problemlos dafür sorgen, dass am nächsten Werktag sämtliche Banken in GR geschlossen bleiben müssen.
    Soweit unser Respekt gegenüber demokratischen Entscheidungen anderen Völker.

    • Das haben wir aus der Geschichte gelernt: bie wueder Krieg. Strategische Unterjochung im Rahmen der EU ist billiger.

  55. @Gast and TGA
    Gast sagt: 15. September 2015 um 07:50 Uhr

    Ach, Gast…. Was die Tussi macht interessiert mich genau so weit, wie ich schrieb: Ob es für einen Lacher gut ist…

    Einsicht? Merkel? Politik besteht für die stets nur aus derselben Frage: Ist die Mehrheit des grossen blöden Haufens für oder gegen etwas bei jedem speziellen Thema? Die Einstellung, die beim Urnenpöbel mehr Wählerstimmen einbringt, die nimmt sie noch jedes Mal.
    Wenn soviel Intelligenz bei Ihnen Respekt verdient, dann werd ich sie dabei ganz sicher nicht stören….

    Ein Wert an sich mag Respekt in der absurden Welt der braven Spiesser sein, meinen Respekt muss man sich erst mal verdienen.

    The Great Artiste sagt: 15. September 2015 um 11:40 Uhr

    Wie Sie wissen schätze ich Ihre Überlegungen normalerweise sehr hoch, aber diesmal haben Sie wohl aus reinster Frustration durch die lösungslose Lage eine unzulässige Abkürzung genommen:

    „Oder wir müssen den Konflikt halt nach dem Gesetz des Stärkeren ausschiessen.“

    Das ist genau das was die Amerikaner seit 62 Jahren (Mossadegh) machen. Erfolgreich sind sie trotz all ihrer nahezu ausnahmslos verlorenen Kriege zumindest insoweit, als es ihnen gelang (mit einer Ausnahme 9/11) Krieg von ihrem eigenen Land fernzuhalten. (Was ich für den grössten Fehler der Menschheit halte….)

    Die banale Wahrheit ist, dass das seit 1989 eigentlich nicht mehr nötige in-den-allerwertesten-der-USA-kriechen, der deutschen Regierungen deren peinlichst-mögliche Kanzler, die USA bei all ihren Kriegen unterstützt haben, beim Iraq halt ohne Boots on the Ground.
    Jetzt schwappen die Konsequenzen halt bis Deutschland.

    Ich begrüsse das, wie immer wenn ich auch nur einen Hauch von Gerechtigkeit mal auf dieser perversen Welt wahrnehmen darf.

    „Oder wir müssen den Konflikt halt nach dem Gesetz des Stärkeren ausschiessen.“

    Wer sollte das wollen, ausser den Schwachen?
    Haben Sie Ihren Nietzsche entsorgt?
    Warum sollte das die Russen in der Ukraine, die Chinesen in der Takla Makan und Tibet, und die Amis weltweit, interessieren?
    Um es nicht vergessen: Deutschland hat gerade in Griechenland dasselbe gemacht.
    Nicht mit Waffen, sondern nur mit der Drohung man könne problemlos dafür sorgen, dass am nächsten Werktag sämtliche Banken in GR geschlossen bleiben müssen.
    Soweit unser Respekt gegenüber demokratischen Entscheidungen anderen Völker.

    • @ Tyler
      Bitte, bezeichnen Sie Frau Merkel nicht als „Tussi“.

      Damit werden Sie ihr nicht gerecht. Das dient nur der
      Verniedlichung und die ist nicht angebracht.

    • No, TDV.
      Respektlosigkeit für die demokratischen Entcheidungen anderer Völker war die griechische Spezialität, nicht die deutsche. Die Griechen konnten haben:
      a) einen GREXIT mit 100% Schuldenschnitt
      Das – und nur das – war alleine eine Entscheidung der Griechen

      b) eine Fortsetzung der europäischen Zuschüsse („Kredite“ ist ein falsches Label) zu europäischen Bedingungen mit partiellem Schuldenschnitt (Laufzeitverlängerungen)
      Das war das demokratisch legitimierte Angebot der europäischen Völker

      Die Griechen wollten aber
      c) eine Fortsetzung der europäischen Zuschüsse mit Schuldenschnitt und ohne europäische Bedingungen

      Das aber liegt NICHT alleine im Ermessen des griechischen Volkes. Soviel zum Respekt der Griechen vor demokratischen Entscheidungen anderer Völker.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • THor Ha, das stimmt so nicht.....
      Wie wir aus mehreren Beschreibungen der Verhandlungen (nicht nur von Varouvakis selber!) wissen, gab es keinerlei Verhandlungen, sondern lediglich von Schäuble vorgetragene Ultimaten.

      „Unterschreibe die Privatisierungen, oder Deine Banken bleiben am Montag zu!“

      Die Bayern Fans wurden übrigens gestern abend daran erinnert.

    • Doch, Tyler. Ich sprach von den gesamten monatelangen Verhandlungen, Sie
      jetzt nur von den letzten 5 Minuten vor Toresschluss.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

  56. Nostalgie
    Krieg bricht aus zwischen der Sowjetunion und China.
    Die Sowjetarmee rückt vor. Am ersten Tag werden 500.000 Chinesen gefangen genommen. Am zweiten Tag werden eine Million Chinesen gefangen genommen, am dritten zweieinhalb. Am vierten Tag ruft Mao bei Breschnew an und sagt: Ergebt Euch, oder wir machen so weiter!
    ****
    Breschnew wird morgens von seinem Kammerdiener geweckt: — Genosse Generalsekretär! Sie müssen aufstehen! Auf dem Roten Platz sitzen 10.000 Menschen und frühstücken!
    Breschnew schläfrig: Lass sie doch frühstücken! Das zeugt von Sowjetwohlstand.
    Nach einer Viertelstunde: Genosse Generalsekretär! Auf dem Roten Platz sitzen 50.000 Menschen und frühstücken. Breschnew (noch verkatert): Lass sie doch. Sowjetwohlstand!
    Nach einer halben Stunde: Genosse Generalsekretär: Es sind jetzt eine Million, die frühstücken!
    Breschnew: Na und, was ist daran schlimm?
    Na die frühstücken mit Stäbchen ….

  57. Königgrätz
    Die Rache für Königgrätz erfordert eine Antwort.

    • Bayern war da nicht an Preussens Seite.

    • Dumm gelaufen
      Wenn Bayern 66 an Preussens Seite gewesen wären.
      Hättense ja Böhmen oder die Erblande einsacken können, mindestens Ober und Niederösterreich.
      .
      Nächstes Jahr in Meran?

  58. Die Pythia aus Berlin
    Nicht dass ich die Dame voll erklären könnte, auch nicht nach dem Lesen zweier Biographien. Aber sie hat schon eine Agenda, die sie allerdings meisterhaft versteckt. Dons etwas flapsige Bemerkung, sie sei die Rache des Ostens und der SED, trifft es ziemlich genau. Mehrere Dinge ragen heraus aus ihrem Lebenslauf: Anpassungsfähigkeit (weil keine festgefügten Überzeugungen, da solche früher eher schädlich waren), Reformsozialistin (sie gehörte zu den Reformsozialisten um Schnur, de Maizière und Gysi, von der Teile über de Maizière dann in der Ost-CDU aufgingen, sowas ist natürlich nur in revolutionären Zeiten möglich), Pragmatismus (obwohl sie damit in der für sie falschen Partei gelandet war, passte sie sich an und wartete auf ihre Gelegenheit), Stille Machbesessenheit (sie ist die stille, intelligentere Frau, die aus dem Hintergrund die Fäden zieht, und vorne wo die Alphatiere stehen, eigentlich nichts zu suchen hat), Schüchternheit (die im Alter in Mütterlichkeit umschlägt, ein tolles Kapital, mit dem sich Wähler gewinnen lassen). Dominant sind der Pragmatismus und der Hang zum Sozialismus. Eine Art Marktsozialismus, der im Trend liegt, den sie gemeinsam mit der neuen SPD hat, weshalb sie sich mit denen auch so gut versteht. Die Grünen Marktsozialisten gehen auch für sie in Ordnung. Pure Pein war für sie wohl nur die Koalition mit der FDP. In dieser Art von (theoretisch völlig unfundiertem Marktsozialismus) trifft sie einfach pragmatische Entscheidungen, die ihrem Weltbild und Lebensgefühl entsprechen. In der CDU ist sie eigentlich völlig falsch am Platz, sie ist deren GORBATSCHOW, da sie ihnen (und den Friede Springers et al) aber den Profit nicht streitig macht, und Wahlsiege einfährt, darf sie bleiben. Mit einem Satz: Sie ist wie die Mehrheit der Deutschen: Ohne festen Kompass, anpassungsfähig und beliebig. Deshalb ist sie so erfolgreich.

  59. Kreuth02
    Werter Don, ihre Gedanken zu Kreuth02 teile ich mit Ihneen. Nachdem die Kanzlerin gestern, laut einiger Presseorgane unter der Überschrift: „Mehr als nur eine Ohrfeige für die CSU“, die berechtigte Kritik an ihrer „naiven und spontanen Einladung“ an die illigale Einwanderung beleidigt abgewiesen hat, wäre es an der Zeit, wenn Seehofer und die SCU aus diesem Politikzirkus „GROKO“ aussteigen würde. Die sozialistischen Einheitsparteien CDU/SPD haben dann noch eine komfortable Mehrheit und die „Oppositionkritik“ der CSU wäre glaubwürdig. Aber der CSU und ihrem Vorsitzenden fehlt der Schneid, frei nach dem bayrischen Spruch:
    „Kinna dad i scho, oba meng dua i ned.“

    Sie holen sich lieber ne „Watschn“ ab und Seehofer gibt eben den Watschenmann im „Berliner Politik-Zirkus“.
    In Ö1 gab´s es die Satiresendung „Der Watschenmann“, die mit dem „Lied des Valentin“ eingeleitet wurde. Die Eingangsstrophe hat sich UMM al Merkel sehr gut eingeprägt.

    „Jeden Ärger zu verdrängen kann nur zu Komplexen führn
    und drum ist es äußerst wichtig sich schnell abzureagiern.
    Es ist meistens nur die Frage, wie man dieses tuen kann:
    Na so gehts halt vor die Presse, watschents dort den Watschenmann!“

    Unsere BRD-Staatsratsvorsitzende hat sich vor 10 Tagen wohl an die Pressekonferenz von Günter Schabowski erinnert, der sich am 9.11.89 versprochen hatte und die damalige GRENZÖFFNUNG zeitlich direkt vorgezogen hat. UMM al Merkel macht momentan auf „Mutter Teresa“, um
    irgendwann auch Heilig gesprochen zu werden.

    Zum Schluss noch ein schönes Zitat von „Mutti Merkel“ für die kommenden Jahre: „Vielleicht wird sich der Wohlstand wandeln, aber so, dass wir es nicht als Verzicht erleben werden.“

    Pfia God ins Tegerseer-Tal.

    • ja da schau her!
      noch ein Freund des „Watschenmann“, der seinerzeit sonntags am vormittag bei Österreich 1 zu empfangen war. Später kam dann „Aufguss, bitte!“

  60. Titel eingeben
    Selbsterlebte Begegnung mit einem Schlepper: Zu Besuch bei Freunden in Lateinamerika, alle sind total aufgekratzt und tun sonderbar geheimnisvoll. Dann wird das Geheimnis gelüftet: der Onkel himself, berühmtester Coyote der Region, mit jahrzehntelanger Garantie bis San Francisco und LA, ist in der Stadt und kommt vorbei. Aufregung, rote Ohren, denn so einen hohen Besuch hat man nicht alle Tage.
    Dann erscheint er tatsächlich: ein zierlicher älterer Herr, vollendete Manieren, beeindruckende Allgemeinbildung, leise Stimme, soignierte Silberfrisur, feste Schuhe, einzig die schwere Lederjacke, Arbeitskittel für lange und kalte Nächte am Grenzzaun, passt nicht so richtig dazu. Die Hausherrin strahlt, die Töchter strahlen, die Nachbarn drängen herein, alle wollen den hohen Gast begrüssen. Er ist ein Ehrenmann. Seine Preise sind bekannt, seine Leistung ist heiss begehrt, jeder will auf seine Liste, jeder in der Stadt hat jemanden, den er entweder nach LA oder San Fran gebracht hat, seit ihrer erfolgreichen Ausreise Stützen der zurückgebliebenen Gesellschaft. Lärmend werden alte Anekdoten wieder ausgekramt, wie z.B. damals, als 23 Leute tagelang in einem Zimmer eingeschlossen waren, weil der Verbindungsmann vor Ort seinen Job nicht getan hat und wie dann die Befreiung organisiert wurde. Ja, heute geht es allen gut, die meisten haben die Familien nachgeholt.
    Irgendwann geht der Onkel wieder hinaus in die dunkle Nacht, der Neffe geht mit, sie müssen nämlich noch das Auto prüfen, der allradgetriebene Kleinbus tönt in letzter Zeit verdächtig, „por que quando se rompe la culeta“ wird es kompliziert: Ist nämlich eine Etappe verpfuscht passt auch der Rest nicht mehr und muss mühsam neu organisiert werden. Natürlich wird für so etwas kein Aufpreis gezahlt, der Tarif von 8000 ist fix und wird erst bezahlt wenn der glückliche Anruf aus Los Ancheles kommt: Geschafft, ich bin da.

    Klar mischt derzeit viel kriminelles Gesindel bei den Syrern mit, klar werden Boote mit Autopilot auf Todeskurs losgeschickt. Aber für Presse und Politik, die den Wahlpöbel derzeit mit dem Popanz „Schlepper“ einschäumen um von den Amerikanern und ihren Saudi- und IS-Zöglingen abzulenken, damit eine zutreffende Analyse verhindert wird und dringend nötige Lösungen ebenso, habe ich trotzdem nur allertiefste Verachtung übrig.

    • Leider nur allzu wahr.....
      Es ist mir völlig unbegreiflich was das für Leute sein müssen, die sich von den Medienbesitzern dazu erpressen lassen immer dieselben Lügen zu wiederholen
      Noch banaler gehts doch eigentlich nicht, als in ihr letzter Absatz beschrieben.

      Wie kann man sowas nicht sehen?

  61. Titel eingeben
    @ Don: Kam das an? Ich hatte wieder die Fehlermeldung.
    Danke und herzliche Grüsse

  62. So kanns gehen ...
    … und ich dachte, dass wir unsere „Sicherheit“ am Hindukusch erfolgreich verteidigt hätten.

  63. Ausschiessen war bittere sarkastische Ironie
    TDV, da haben Sie mich ein bisschen wörtlicher genommen, als ich es in sarkastischer Ironie gemeint habe – eine solche Lösung sehe ich de facto als völlig von der Geschichte überholt an; glücklicherweise.
    Selbst Amerika akzeptiert „tote Soldaten“ kaum mehr wie etwa noch im Vietnamkrieg – wenn man nur an das Gewicht der Gedanken von Bruce Springsteen als so sehr American Mainstream ansieht, dass Ronald Reagan „Born in the USA“ zur Wahlkampfhymne machen wollte, bis Springsteen sich dagegen verwahrte, und die Berater dem Text zwischen dem Refrain zuhörten.

    Soviel zu politischer Intelligenz und Allgemeinbildung.

    Militärisch ist Deutschland sowieso eine Lachnummer, mit Kita-Zelt an der Front etc.

    Das Entscheidendste ist doch heute sowieso die Finanzkraft – wieviel Schulden-Druck kann ich einem Staat machen, bis er den letzten Flughafen an Locust Enterprises verramscht.

    Das bisschen Terrorabwehr-Pflege erledigt man vom Designer-Sessel per Drohne…

    Aber ohne eine ernstzunehmende Lösung werden sich die Verhältnisse mittelfristig wahrscheinlich in ein separatistisches Hick-Hack verschiedener Rechtssozial-Populisten verschieben, mit einer ordentlichen Portion an Kriminalität und Korruption dazwischen.
    Und ein Erstarken religiöser Heilsversprechen.

    Ob da dann sowas wie die Ostukraine am Ende steht??

  64. Die Verzweiflung in Brüssel und Berlin muss ziemlich gross sein
    @Dieter Zorn, Joh.John, Besucher: Schön, mal wieder mehr fundiert argumentierende, nicht nur aus dem Bauch heraus geblubbte Beiträge zu lesen.
    So sehr ihre Gedanken fundiert sind, desto offensichtlicher wird es, wie sehr unsere politische und mediale Elite verzweifelt ist, zwischen den sich gegenseitig ausschliessenden Argumentations-Alternativen hin und her zu hüpfen.

    Teilen oder verteidigen wir unseren Wohlstand?

    Darauf läuft es hinaus, da beisst die Maus wahrscheinlich kein dickes Tauende ab.

    Ehrlichkeit ist ein erster Ansatz – so wie man die Probleme bislang marginalisieren konnte, geht es wohl nicht mehr.

    • Titel eingeben
      Ehrlichkeit…. naja.

    • Titel eingeben
      Ich glaube ja eher nicht daran, dazu hat man sich die ganze Geschichte viel zu lang schöngeredet, keine Steuererhöhungen, wir schaffen das, Willkommenskultur….

    • TGA und Ehrlichkeit....
      Ich wage das zu bezweifeln, dazu haben sich die Voraussetzungen zu sehr geändert. Vor langer, langer Zeit als es Leute wie Heigert, Nannen oder Augstein gab, hatten Medien (gabs das Wort damals eigentlich schon?) die Aufgabe Informationen zu verbreiten. In der Redaktion Meinungen zu diesen zu haben war selbstverständlich legitim, und die durften auf eigens dafür deutlich gekennzeichneten Seiten auch veröffentlich werden.
      Aber beides wurde streng getrennt.

      Heute gibt es statt Zeitungen lediglich noch auf bestimmte Zielgruppen zugeschnittene Konsum Produkte, die verkauft werden, um für die Ánteils-Eigner der Medien-Konzerne Profite zu erwirtschaften.
      Das ist ungefähr so, wie bei Merkel Politik machen geht. Immer als Wichtigstes darauf zu achten so wenig Angehörige der Zielgruppe (hier zahlende Leser, da Wähler) zu irritieren, Meinungen nur dann zu äussern, wenn es für eine eindeutig definierte Form der Wahrheit eine deutliche Mehrheit gibt, dann aber ganz laut und oft! ALso Päderasten, ISIS, Putin/Russland, Ukraine, usw. Und dabei niemals Meinung von der Information trennen.

      Man ist sich in diesen Konzernen bewusst, ein gewaltiges Machtinstrument zu besitzen, mit dem man die eigenen Interessen fördern kann und man tut es auch. Die Zeiten, in denen jemand von denen Skrupel hatte solche Macht zu missbrauchen oder nicht wusste was das Wort Ethik wohl bedeuten mag… die begannen in den Kohl Jahren sanft zu entschlafen.
      Meinungsmache und Manipulation sind heute die vornehmste und einzige Aufgabe des Journalisten Berufs. Seit dem Aufstieg des Internets gibt ein absurdes Überangebot an Leuten bei einer täglich schrumpfenden Stellenzahl, der bezahlten Art. Wer durch einen Boss erst auf die korrekte, gewünschte Art zu schreiben hingewiesen werden muss, der braucht sich gar nicht erst zu bewerben.
      Eine aktive Selektion findet da gar nicht mehr statt, weil nicht nötig

      Schauen sie mal heute direkt ins Feuilleton der FAZ.
      Da kommt als Allererstes, ganz oben, in voller Seiten Breite, ein Werbe Artikel für eine neue Frauen Zeitschrift…..

      Und nun erklären sie uns mal wie sie auf die Idee kommen, daran könnte es etwas geändert, umgedreht werden…. ?

  65. 1989 mit umgekehrtem Vorzeichen
    Man muss heutige „illegale Einwanderung“ von Arabern mit der damaligen „illegalen Ausreise“ von Ossis gleichsetzen, um die Dynamik zu begreifen.
    .
    Denn ganzen Sommer über: illegale Grenzübertritte.
    Regime: Durchhalteparolen (weinen keine Träne nach / wir schaffen das) (Mauer steht noch 100 Jahre / Lasst sie zu mir kommen). Zwischendurch: Nationalfeiertag Anfang Oktober.

    Wenn da s weiter geht, ist Merkel Ende Oktober Kanzlerin a.D. und im November wird an den EU-Außengrenzen ein Eiserner Vorhang errichtet und Truppen zu seinem Schutz abkommandiert.

    • Bitter, aber gar nicht so falsch gedacht
      HM 555 – irgendwie kommen wir alle hier, die wir ein bisschen gründlicher überlegen, zu einem sehr ähnlichen Ergebnis, selbst ThorHa kommt sein oft erfrischend querschiessender Optimismus ein bisschen abhanden.

      Ei, warum wagt es nur niemand von Politik und Leitmedien, das ganze Rezept von der Suppe, die wir uns eingebrockt haben, beim Namen zu nennen?

      Man kann halt schlecht immer nur Brust und Keule essen, und dann mit dem Gerippe auch noch so gute Geschäfte machen, dass es sich nicht mal lohnt, irgendwo sonst Hühner ausserhalb der Batterie grosszuziehen.

      Es genügt nicht, nur auf archaische Dummheit zu plädieren, wenn jemand was für ein Extremist auch immer wird, es könnte auch an der Verzweiflung und Perspektivlosigkeit vieler ausserwestlicher Lebensentwürfe liegen.

    • Nö, das möchte ich nicht.
      Frau Merkel soll schon Kanzlerin bleiben.

      Keiner macht das so schön wie sie, gerade jetzt.

      Zum ersten Mal, seit 10 Jahren bin ich fasziniert,
      Obergrenzen gibt es für Frau Merkel nicht, stellvertretend
      für alle Deutschen und dass sich die Refugees gefälligst
      auch angesprochen fühlen.
      Sie haben Erwartungshaltungenzu erfüllen ( wurden sie doch schon seit langem als Erlöser von allen Übeln angepriesen).

  66. Kanadische oder schwedische Lösung? Oder gar keine?
    Mal zwischendurch etwas Faktisches: Gunnar Heimsohn bringt es auf DIE ACHSE DER GUTEN auf den Punkt, wenn er unter dem Titel „Der kanadische oder schwedische Weg?“ über die Situation in Schweden schreibt: “48 Prozent der Immigranten im berufsfähigen Alter haben keine Arbeit. Selbst nach 15 Jahren in Schweden erreicht ihre Beschäftigungsquote nur 60 Prozent. Schweden hat bei der Arbeitsmarktteilnahme zwischen Einheimischen und Nichteinheimischen den größten Abstand in Europa. 42 Prozent der Langzeitarbeitslosen sind Immigranten. 58 Prozent der Sozialhilfeleistungen gehen an Immigranten. 45 Prozent der Kinder mit den schlechtesten Schulleistungen sind Immigranten. Sie verdienen im Durchschnitt 40 Prozent weniger als Einheimische. Seit den 1980er Jahren hat Schweden den höchsten Anstieg an Ungleichheit unter allen OECD-Staaten.“ Das wird unsere Zukunft sein, wenn Seehofer sich nicht gegen Merkel durchsetzt.

    • Klartext!
      Danke für den Hinweis auf diese Seite! Diese Zahlen machen einem absolut klar, vor was wir stehen. Heinsohn ist eine der klugen Stimmen, die auf seinem Feld gibt.

      Ohne realistische Hoffnungen für Millionen von Menschen, die nicht unsere „working poor or slightly better“ bezahlen müssen, haben wir in Europa mittelfristig Strassenschlachten zwischen radikalen Islamisten und einer militant gewordenen Pegida mit Überwasser, während der immigrierte Gegner mit Terroranschlägen seine Unterzahl asymetrisch kompensiert.

      Am Ende wird man dann den grossen Bruder so richtig lieb haben.

  67. Späßle ...
    … wird man doch noch machen dürfen?
    .
    Münchner!
    Obacht beim Leberkas – Essen!
    Der Söder … psst … hod gsogt:
    Jeda… dea auf da Wiesn ummananda schbeibt*
    Wird SOFORT gegen einen reinen Syrer ausgetauscht!

    * Für die Fremden aus Elea:
    „schbeibt“ auf deutsch: sich erbricht.

  68. @tga
    Ich wage das zu bezweifeln, dazu haben sich die Voraussetzungen zu sehr geändert. Vor langer, langer Zeit als es Leute wie Heigert, Nannen oder Augstein gab, hatten Medien (gabs das Wort damals eigentlich schon?) die Aufgabe Informationen zu verbreiten. In der Redaktion Meinungen zu diesen zu haben war selbstverständlich legitim, und die durften auf eigens dafür deutlich gekennzeichneten Seiten auch veröffentlich werden.
    Aber beides wurde streng getrennt.

    Heute gibt es statt Zeitungen lediglich noch auf bestimmte Zielgruppen zugeschnittene Konsum Produkte, die verkauft werden, um für die Ánteils-Eigner der Medien-Konzerne Profite zu erwirtschaften.
    Das ist ungefähr so, wie bei Merkel Politik machen geht. Immer als Wichtigstes darauf zu achten so wenig Angehörige der Zielgruppe (hier zahlende Leser, da Wähler) zu irritieren, Meinungen nur dann zu äussern, wenn es für eine eindeutig definierte Form der Wahrheit eine deutliche Mehrheit gibt, dann aber ganz laut und oft! ALso Päderasten, ISIS, Putin/Russland, Ukraine, usw. Und dabei niemals Meinung von der Information trennen.

    Man ist sich in diesen Konzernen bewusst, ein gewaltiges Machtinstrument zu besitzen, mit dem man die eigenen Interessen fördern kann und man tut es auch. Die Zeiten, in denen jemand von denen Skrupel hatte solche Macht zu missbrauchen oder nicht wusste was das Wort Ethik wohl bedeuten mag… die begannen in den Kohl Jahren sanft zu entschlafen.
    Meinungsmache und Manipulation sind heute die vornehmste und einzige Aufgabe des Journalisten Berufs. Seit dem Aufstieg des Internets gibt ein absurdes Überangebot an Leuten bei einer täglich schrumpfenden Stellenzahl, der bezahlten Art. Wer durch einen Boss erst auf die korrekte, gewünschte Art zu schreiben hingewiesen werden muss, der braucht sich gar nicht erst zu bewerben.
    Eine aktive Selektion findet da gar nicht mehr statt, weil nicht nötig

    Schauen sie mal heute direkt ins Feuilleton der FAZ.
    Da kommt als Allererstes, ganz oben, in voller Seiten Breite, ein Werbe Artikel für eine neue Frauen Zeitschrift…..

    Und nun erklären sie uns mal wie sie auf die Idee kommen, daran könnte es etwas geändert, umgedreht werde

    • Immerhin kann man das hier noch so sagen
      TDV, wenn ich die Hoffnung aufgebe, das Publizieren irgendetwas ändert – warum sollte ich mich dann nicht ausschliesslich dem Hasensammeln (Chapeau Claque) oder dem F§cken Fressen Fernsehen widmen?

      Wir (und andere) nerven ja immer noch konsequent. Aber ich fühle in letzter Zeit immer weniger den Drang, Ihnen überzeugt zu widersprechen.

      Das Normalfernsehen ist heute am ehesten in kommunikationswissenschaftlicher Hinsicht spannend: Was vermeidet man zu sagen? Und wie sehr ist die Sendezeit für Fussball ausgeweitet worden? Oder so spannende Shows wie „the Taste“ , die man beim vom Cardilogen empfohlenen Radeln im Fitnessstudio entgeistert geniessen muss?

      Schön, das hier auf dieser Seite durchaus überdurchschnittlich häufig interessantere und weniger doofe Lebensformen aufschlagen.

  69. ich kann es nicht mehr hören...
    dieses ständige naive Herumirrlichtern. Merkel ist dies, Merkel ist jenes, wer ist sie wirklich?…bla, bla, bla.

    Denken Sie doch bitte einmal richtig nach. Diese Frau aus dem Osten setzt sich wegen ihrer Rafinesse gegen die gewachsenen Netzwerke der alten BRD durch? Ich bitte Sie. Diese Frau hat gar nichts Eigenes, sie hat einfach mächtige Auftraggeber. Alternativen aus wegen mir alten Netzwerken hatten wahrscheinlich noch Restskrupel, sie hat gar keine.

    Reden Sie über die Motive der Auftraggeber, aber bitte, bitte nicht über Frau Merkel!

    Danke.

    • Stimme Ihnen zu Herr Bienert
      Die mächtigen Auftraggeber hatten auch ein gutes Händchen,
      das müssen Sie schon zugeben.
      Schließlich muss man die vorgebenen Ziele auch erreichen und das hat
      Frau Merkel mit Bravour „geschafft“. Das ist ihr Verdienst und ihr Können
      das weiss sie und könnte sie unberechenbar auch für ihre alten Auftraggeber
      machen.

    • Aber Eric......
      So einfach kann man es sich nicht machen… Merkel hin, Auftraggeber her…. sie vergessen den wichtigsten Bestandteil einer Demokratie: Den Souverän, das Volk.

      Ich gebe zu, ich hab ein ähnliches Problem, es ist mir unbegreiflich wie ein normaler Mensch sowas wie Kohl Schröder oder Merkel wählen kann, ein ganzes Volk? bzw die Mehrheit der Wähler? Völlig unvorstellbar… aber ich muss damit leben.

      Merkelsche Raffinesse? Sie ist einfach nur genau jenes dumpfe Mittelmass, mit dem sich der deutsche Spiesser identifizieren kann. Mehr ist da nicht, Sie hat das Flüchtlingsproblem nicht ignoriert, es hat sie einfach nur überfordert es zu verstehen. Und, oh horribile díctu! es hätte grundsätzliche Entscheidungen erfordert! Sehen sie doch nur was sie jetzt macht, Grenze auf… Grenze wieder zu… jetzt hat sie eine Kompetenzgruppe wohl mit deMaiziere und anderen Geistesgrössen dessen Qualität? Da kann man euch allen in DE nur gratulieren

      Eric, Sie wollen das Problem lösen? Ein anderes Volk finden? Eines das sowas wie Reagan oder Bush wählt? Oder sowas wie Hollande und Sarkozy? Oder eines das Thatcher, Blair und Cameron mag? Oder gar Berlusconi?

      Sie sehen, es ist überall dasselbe, das Problem ist die Demokratie und in einer solchen wird, wie oben gesagt, das dumpfe Mittelmass immer die Mehrheit bilden. Simple Logik sagt uns, dass es anders gar nicht sein kann. Und es gibt nun mal Leute die ein ganz, ganz grosses Interesse daran haben, dass sich daran nichts ändert….

      Lernen ist immer gut. Versuche sie es mal hier:

      https://de.wikipedia.org/wiki/Postdemokratie

    • ...und außerdem wird sie ja schon abgelöst
      durch Frau von der Leyen (siehe Header), die besser aussieht und mehr Bildungsfloskeln bemüht (ist sie eigentlich katholisch oder evangelisch?)

    • Titel eingeben
      …..dieses ständige naive Herumirrlichtern. Merkel ist dies, Merkel ist jenes, wer ist sie wirklich?…bla, bla, bla.
      Kohl hatte noch Restskrupel und wurde deshalb entsorgt. Merkel hat auftragsgemäß nur vordergründig Kohl gestürzt!°

  70. Titel eingeben
    Don, das Thema Schwarzgeld ist doch wohl erledigt.

  71. Richtige Analyse - leider falsche (oder nicht hinreichende) Schlussfolgerung
    Was die Pegida- und Fremdenfürchtlinge betrifft, so hat ein Professore auf der von mir nur leidlich geduldeten FAZ was richtig Richtiges analysiert und hingeschrieben.

    Leider aber nicht die richtige Schlussfolgerung getroffen (kann ja auch nicht, ist ja Professor …, und auch nur ein Mensch …). Er sagte am Schluss seines Artikels:

    „Wenn dann eine Figur kommt, die sagt, ich lasse mich nicht belügen, ich lasse mir den Mund nicht verbieten, und ich weiß, was ich weiß, dann ist eine Politik gefordert, die keine Angst vor den Ängsten der Leute hat.“

    Nein, lieber Professor, leider falsch,
    dann ist eine Politik gefordert, die diesen Leuten wieder festen Boden unter den Füßen gibt und nicht diesen glitschigen. Sagst es kurz vorher selber:

    […]
    „Der Industriemeister, der mit einem mittleren Schulabschluss bei Audi Karriere gemacht hat, gehört zu den Etablierten, die Solounternehmerin aus dem Coachinggewerbe zu den Prekären. Man muss auf der Hut sein, weil auf den sukzessiven Statuserwerb im Lebenslauf in der Regel kein Verlass mehr ist. Durch unvorhersehbare Lebensereignisse wie eine Trennung oder eine Überschuldung ist man mit einem Mal von der oberen in die untere Mitte abgerutscht.

    Die, die sich „nicht den Mund verbieten lassen“

    In diesem Gefühl, sich auf einem glitschigen Boden zu bewegen, können sich ganz schnell Koalitionen der Angst bilden,“ […]

  72. Titel eingeben
    Unsere Bundeswehr wurde doch seinerzeit am Hindukusch eingesetzt, um das Morgen- vom Abendland fernzuhalten. Nun ja, mit dieser Ausrüstung …
    Und nun haben wir den Salat.

    Der Einzige, der noch lacht, ist der Herr des Kremls.

  73. Titel eingeben
    Deutschland gehört zum Islam.

  74. Alesia
    Bei über 800 Tsd. Flüchtlingen – alleine in diesem Jahr (und davon sind die meisten Zahnärzte und Hochschulprofessoren – so die Interviews in den Medien) – fällt es mir schwer, eine der besonderen Situation angemessene Reaktion abzugeben.

    Wir werden allerdings nicht umhin kommen, jetzt sowohl Mitleid als auch Konsequenz zu zeigen.

  75. Titel eingeben
    Ja, da wird der Herr in seiner Tegerseer Bilderbuchwelt unruhig, wenn ihn Flüchtlinge beim Radeln stören oder gar die Äpfel aus dem Garten klauen.
    Wenn man sich ansieht, was sich andere Länder für politische Führer wählen, können wir hier noch ganz zufrieden sein. Wer sollte es denn sonst auch machen ?

    Jammern auf sehr hohem Niveau…ohne jegliche Solidarität…

    • Solidarität...
      …ist kein Selbstzweck. Man kann es vom Gegenüber einfordern. Das Gegenüber kann es genauso gut ablehnen. Das „Selbstbestimmungsrecht der Völker“ sollte man doch auch innerhalb Europas achten. Für das Selbstbestimmungsrecht des weiblichen Bauches treten seltsamerweise gerade diejenigen Links-Grünen ein, die mit Willkommens-Luftballons an den Bahnhöfen tausende Flüchtlinge und deren Kinder bejubeln. Das soll einer verstehen: de facto 100.000 selbstbestimmter Schwangerschaftsabbrüche per anno in D und stattdessen importiert man die gleiche Zahl Kinder aus fremden Kulturen…?

  76. Willkommen in der Realität.
    Sehr ergiebig und lesenswert sind ihre Zeilen zu lesen, Don.
    Auch die anderen Blogs zu diesem Thema.

    Zu der aktuellen Lage gibt es auch Parallelen in der Tierwelt, wobei unsere humane Welt natürlich dieser niemals gleichzusetzen ist…

    Der Wolf ist da, Hurra. Wer das Thema medial verfolgt hat, stellt fest, daß die Population ständig steigt.

    Wenn die Wölfe in D weiter zunehmen und das werden sie, wird nicht nur Bauer Piepenbrink wg. der vielen toten Schafe entsetzt sein. Dann kommen die Rufe nach Regulierung.

    Aber die getrichtert verordnete Meinung vermag jedes Problem zu kompensieren und das Aufwachen war immer nach dem Schlaf.

    Aber, und das ist auch gut so, wir haben das schon immer irgendwie geschafft…

  77. "Aber die getrichtert verordnete Meinung ...
    …vermag jedes Problem zu kompensieren und das Aufwachen war immer nach dem Schlaf.“ –> Sollte das in diesem Fall nicht heißen „…nach dem (toten) Schaf?“ ;-)

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