Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Europa verschwand schon vor zehn Jahren

| 108 Lesermeinungen

A slave is one who waits for someone to come and free him.
Ezra Pound

Frau Merkel, das entnehmen wir wie in einer Bananenrepublik vor allem der ausländischen Presse, macht gerade hektische Telefonate auf dem Balkan, um die dortigen Länder dazu zu bringen, die von ihr gerufenen Asylbewerber abzubremsen. Das sind schon interessante Zeiten, wenn in der Heimat tapfer die argumentative Siegfriedlinie vom Facharbeiter durch regierungstreue Medien gehalten wird. Und hintenrum wird darüber verhandelt, wie man denselben in kroatischen Maisfeldern und slowenischen Obstgärten zwischenlagern kann, um ihn dann langfristig auf felsigem, sonnenverglühtem Grund in Süditalien, sogenannten Hot Spots, endzulagern. Die Deutschen haben im Atomentsorgungschaos das Nuklearabfalllager Asse geschafft. Sie haben daraus gelernt und sind nun guter Dinge, die Folgen ihrer planlosen Asylpolitik am Rande des Mittelmeeres zu belassen. Italien war bislang alles andere als deutschenfeindlich, aber ich höre von Bekannten dort, dass diese Pläne nicht wirklich den Wünschen entsprechen. Jeder in Europa, so scheint es, hat ganz andere Vorstellungen von dem, was Europa leisten und können soll. Einen gemeinsamen Nenner gibt es nicht, und langsam bemerkt der ein oder andere, Europa könnte gar scheitern.

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Die Wahrheit ist, dass Europa bereits seit zehn Jahren tot ist, und ich kann es auch zeigen. Wie alle Menschen habe auch ich ein finsteres Geheimnis: Meinen durchaus grossen und zweistöckigen Speicher, den Zimmerleute vor über 400 Jahren auf ein Collegium der Gesellschaft Jesu setzten. Da passen viele Rennräder hinein, und meine ganze Leidenschaft gilt der italienischen Bella Macchina, dem nervösen Stahlrenner mit klangvollem Namen: Colnago, De Rosa, Learco Guerra, Basso, Cinelli, Moser, Grandis, Nicoletti, Chesini, Simmonato und Daccordi. Besonders Daccordi, davon habe ich – ich glaube, mindestens sieben. Das Rohr, das im Bild oben aus der Finsternis des Speichers hervor schimmert, gehört zu einem sehr hübschen Special aus meiner Jugendzeit, und wie man sieht, ist die Aufschrift in den italienischen Nationalfarben gehalten. Das war früher in Italien immer so, denn das Rennrad ist das Symbol der nationalen Sportlerehre, und es war komplett italienisch. Die Rohre von Columbus, die Muffen von Cinelli, Lenker und Vorbau von Tecno Tubi Torino TTT, die Komponenten von Campagnolo, Galli oder Ofmega, Zahnkranz von Marchisio, Reifen von Vittoria, Sattel von Selle San Marco – kein Teil, das nicht in Italien poliert, gelötet, gestanzt und lackiert wurde Und überall waren die Farben dieses stolzen Volkes und dieser selbstbewussten Nation.

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Bis Mitte der Neunziger Jahre verkaufte sich dieser rollende, dreifarbige Nationalismus phantastisch in die ganzen Welt. Man kaufte nicht nur ein Rad, man kaufte italienische Rassigkeit, italienische Eleganz, italienisches Design und einen kleinen Anspruch darauf, eine italienische Seele zu haben. Man kaufte, kurz gesagt, nationalistisch. Man kaufte ein Ideal eines Landes, das es so vielleicht gar nicht gab, und als Restaurator solcher Räder kann ich Ihnen auch ganz derbe Geschichten über die unterirdische Verarbeitungsqualität mancher Marken erzählen: Allein, das störte keinen und wenn ich mir die Preise für klassische Italiener anschaue, ist man wohl auch heute noch bereit, technisches Versagen für eine gesunde Portion Italianita zu akzeptieren. Damit man darauf nicht vergisst und die miserablen Italoaufkleber nicht wie alle anderen in scheusslicher Weise nach einem Jahr abblättern, gab es sogar kleine Flaggen aus Metall, die man auflöten konnte, damit auf immer der Rahmen vom Ruhm des schönsten Landes der Welt kündet. Bis in die EU, bis zum Fall der Grenzen und zum Umzug ins gemeinsame europäische Haus. Da erfasste die Italiener nämlich durchaus so etwas wie eine Euphorie.

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Das ist ein Faggin Piemonte. Faggin ist ein traditionsreicher Radhersteller aus Padua, gegründet gleich nach dem Krieg und lange Zeit eine begehrte Luxusmarke. Dieses Exemplar stammt aus dem Jahr 2002 und drückt die volle Zuversicht Italiens aus, international zu bestehen: Die Rohre kommen zwar nicht mehr aus Italien, sondern von Easton aus Amerika und die Gruppe von Shimano aus Japan, die Laufräder stammen von Mavic aus Frankreich und die Reifen von Michelin. Aber das macht nichts, denn Lenker und Vorbau sind weiterhin von Cinelli, der Sattel ist von Selle Italia und der Rahmen stammt, Ehrensache, immer noch aus Padua und leuchtet in Faggingelb in die Zukunft. Eine Zukunft des internationalen Austauschs, eine Zukunft ohne Grenzen, eine Zukunft ohne peinlichen Nationalismus und archaischen Rückgriff auf Nationen. Bald kommt der Euro, bald wird alles gut, und weil Faggin sich gut gerüstet sieht, und weil man in Europa angekommen ist, prangt da keine italienische Flagge mehr, sondern das Symbol des vereinigten Kontinents.

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Das ist ein Paradigmenwechsel. Eine Firma, voll von Erinnerung an die grossen Zeiten es italienischen Nationalsports, gibt die italienische Flagge auf und hisst statt dessen das neue Sternenbanner. Andere machen das genauso, TTT etwa schweisst Vorbauten, die die blaue Flagge mit dem Sternenkranz zeigen, Italmanubri baut Lenker, die Super Europa heissen: Es gibt eine Phase, rund um das Jahr 2000, da denken italienische Hersteller, dass Europa besser als ihre Italianita ankommt. Ein Europa der gemeinsamen Währung und der gemeinsamen Wirtschaftspolitik. Ein Europa, das Arbeitsplätze ins billigere Ausland verlagert und sich öffnet für billige Schuhe aus China und in Bangladesch genähte Hemden, die dann in kurzer Zeit die Basis der italienischen Wirtschaft massiv schädigen: Die kleinen Nähereien und Schuhfabriken Italiens können da nicht mithalten. Statt dessen wird der chinesische Dreck importiert, hier in Kroatien vielleicht noch einmal umverpackt und mit einem Bapperl versehen, auf dem steht: Made in Europe.

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In diesem gemeinsamen Europa rennen die Deutschen zu den Massenherstellern, die italienisches Design nach einer Saison kopieren, und im Gegenzug eröffnen sie riesige Supermärkte in Italien, die die kleinen Geschäfte der Innenstädte unter Druck setzen. In diesem Europa befehlen die Deutschen, dass die Italiener nicht Berlusconi zu wählen haben, und dass sie die Schwarzen, die die Mafia nach Süditalien bringt, nicht mehr als Pflücker für die Bioorangen einsetzen dürfen, die der Deutsche trotzdem gern für unter 2 Euro das Kilo kauft. Wenn die Mafia dann ihr Geschäftsmodell ändert und Flüchtlinge per Bezahlung bringt, und die Italiener sie auf Lampedusa internieren, schreien die Deutschen in diesem europäischen Haus wegen der Menschenrechte. Lässt Italien die Schwarzen gehen und gehen sie ins wunderbare Deutschland, schreien die Deutschen, das sei ein italienisches Problem. Wie die Wirtschaft, die angebliche Faulheit, die Mafia im Süden, die maroden Banken, die Lega Nord oder auch die Diebe, die deutsche Touristen berauben: Alles italienische Probleme. Sogar Problembär Bruno stammt aus Italien. Die Deutschen sind phantastisch darin, dem Italiener wieder seine Fahne in die Hand zu drücken und ihm zu bescheinigen, dass er so gar nicht in ihre Vorstellung des straff und effektiv geführten Kontinents passt.

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Das hier ist ein Daccordi von 2007, ein Jubiläumsmodell zum 70. Geburtstag der Marke. Da steht dann wieder das drauf, was auch bei den Daccordis der 70er Jahre auf Italienisch zu lesen ist: Handmade in Italy. Immerhin steht es noch da, denn viele anderen Marken wurde seitdem in diesem europäischen Haus das Genick gebrochen: ITM und TTT sind heute Markennamen asiatischer Produzenten, viele andere Firmen haben die Produktion ganz oder teilweise nach Asien oder Osteuropa ausgelagert. Dafür erfreut sich die italienische Tricolore wieder grösster Beliebtheit, so wie eigentlich schon immer, mit Ausnahme einer kurzen Epoche, die mit der Finanzkrise und mit einem Schwall weiterer Vorwürfe aus Deutschland zu Ende ging. Immerhin war man in Italien so klug zu erkennen, dass man mit diesem Europa wohl eher nichts mehr verkaufen würde, und deshalb feiern sie heute wieder ihre Nation. Und verkaufen damit auch nicht schlecht, wie hier ein aktuelles und bizarr teures Pinarello mit Fahne.

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Europa wurde damals wertlos. Es hatte kein positives Image, also verschwand es aus der Industrie. Faggin wirbt heute, wie viele andere Marken, auch mit den drei Farben und dem Spruch „Emotione. Dall Italia“. Für die Gefühle und die Vermarktung der Überlebenden des grossen, europäischen Strukturwandels mit seinen deutschen Gewinnern und vielen Verlierern ist wieder das jeweilige Land zuständig.

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Und wenn die Krisen so weiter gehen, bekommen Cinque Stelle von Beppe Grillo und Lega Nord von Matteo Salvini auch noch die rund zehn Prozent der Wählerstimmen für eine Mehrheit, die über den Austritt aus der EU abstimmen möchte. Es gab, das sehe ich an den Rädern, eine Zeit, in er es andere Möglichkeiten gab. Heute streiten wir darüber, wer welche Flüchtlinge verbindlich in seine Nation einzusperren hat, kontrollieren Grenzen und hoffen, dass alle mit ihren eigenen Fahnen irgendwie vom Kontinent der gemeinsamen Fahne entlastet werden. Der neue Nationalismus in Europa ist längst da. Die einen verkaufen damit Räder und die anderen werden damit ihre Flüchtlinge nicht los.

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108 Lesermeinungen

  1. Vertriebene Italiener,
    also von Afrikanern vertriebene Italiener, könnten doch in Deutschland Asyl beantragen. Noch gibt es hier bei uns ja sogar Taschengeld. Italien wäre dann frei für die über den Balkan zu uns Strebenden. Das Klima ist mediterran, was den Menschen aus Syrien auch viel vertrauter ist.

  2. Es ist doch schon gleichgültig ob sie von Italien kommen oder aus dem Balkan
    „So viele EINWANDERER wie nie zuvor strömen nach Deutschland“

    Das schrieb, der Master of Arts in Politik, Herr Altenbockum am 26.8. in der FAZ !

    Das real beschreibende Wort „EINWANDERER“ mag in einer Sunde der Entspannung mit A.Merkel und dem Klang von Johann Strauss II – „Seid umschlungen, Millionen“ über diese gekommen und unbedacht, wie voreilig, über die Lippen geschlüpft sein.

    Vor einigen Tagen erinnerte ich mich wieder, wie wir in der Schule Goethes Zauberlehrling auswendig lernen mußten und an den, an der Tafel stehenden, Aufbau des Gedichtes:
    1. Überheblichkeit und Wichtigtuerei
    2. Umsetzung des Vorhabens
3. Machtrausch
4. Angst und Verzweiflung
    5. Hilfloses Schimpfen
6. Verzweiflungstat
7. Hilferuf
8. Rettung durch den Zaubermeister

    In Bezug auf Merkels Einwanderungspolitik scheint sich dieses Willkommensdeutschland gegenwärtig irgendwo zwischen Punkt 3 und 5 zu befinden und ich befürchte, daß in diesem Falle Punkt 8 nicht eintreten wird.

    Es hakt da gerade an der Stelle des Gedichts, wo wir lesen: „Die ich rief, die Geister, Werd’ ich nun nicht los.“

    Die Merkelsche Äußerung: „Wenn wir jetzt anfangen, uns noch entschuldigen zu müssen dafür, dass wir in Notsituationen ein freundliches Gesicht zeigen, DANN IST DAS NICHT MEIN LAND“ deutet sehr auf Punkt 4 oder 5.

    Ein nicht unerheblicher Teil der deutschen Bevölkerung wäre sicher nicht betrübt, wenn Merkels Erkenntnis: „…dann ist das nicht mein Land“ zu einer begrüßenswerten, wie logischen Konsequenz führen würde.

    Es muß ja nicht soweit kommen und es schiene übertrieben an einen anderen zu erinnern, der einmal sagte:““Wenn wir untergehen sollten, dann wird mit uns das ganze deutsche Volk untergehen….“

    Doch sollten wir uns nicht sorgen, der irreversibel Schaden für die Kulturnation Deutschland den die Pastorentochter hinterläßt, wird ihre Psyche wenig belasten.
    Sie wird auf dem Sofa sitzend weiterhin die krassen Comedys „Erkan und Stefan“ anhören und wartet schon ungeduldig auf die neue Serie der Comedyhelden von Ali und Mustafa, die bald im öffentlich rechtlichen „DAS ERSTE-Al Jazeera“ ausgestrahlt wird.

    Doch solange allabendlich aus dem Kanzleramt noch Johann Straussens – „Seid umschlungen, Millionen“ dröhnt, tröstet sich der gemeine Volksdeutsche mit dem anderen J. Strauss und den lieblichen Worten: „Glücklich ist, wer vergisst,
    was doch nicht zu ändern ist.“ aus der „Fledermaus“
    und schaltet im Bildungsfernsehen seinen Tatort wieder an

    Mit freundlichem Gruß
    B.Klingenberger

  3. ich hatte diesen Text geschickt
    Sehr geehrter Herr Meyer,
    ich hatte nachfolgenden Text gerade erstmalig abgeschickt, erhielt jedoch die Mitteilung:
    „Doppelter Kommentar wurde entdeckt. Es sieht stark dannach aus, daß du das schon einmal gesagt hast“

    Ich habe den Absendbutton nur einmal gedrückt ?

    Können Sie mir hier weiterhelfen ?

    • Das ist immer noch der Bug und ich hoffe, wir kriegen ihn gefixt. Der Kommentar ist aber da.

    • Der Kommentar ist aber da!
      Ja, aber wo ist er denn?
      Diesen Spaß erlebe ich auf einigen anderen Blogs fortwährend, wenn meine Meinung hart gegen einen anderen oder den Autor prallt. Vermutlich ist Ihr Kommentar in einem Vorcontainer zwischengelagert, bis ein Superredakteur den Daumen hebt oder senkt.
      Im Fall des Herrn Peter Hank ist das nicht links, nicht rechts und schon gleich gar nicht liberal. Es ist einfach …

      Mit fielen Grüßen.

      Bernard del Monaco

    • Refreshen Sie bitte mal, ich jedenfals sehe ihn, in zweoi Teilen.

    • Wegdrücken aus Feigheit?
      Dieses Ausbremsen mit dem “doppelten Kommentar“ geht unvermindert weiter. Ich erlebe das, seit ich den Blogbeiträgen des Herrn Hank wahrscheinlich geharnischt begegne.
      Aber ich habe den Eindruck, dass überhaupt zunehmend Kommentatoren und Autoren bewusst auf die Meinungen ihrer Leser verzichten. Das ist das gute Recht der Zeitungsmacher. Doch wozu suchen sie die Aufmerksamkeit ihrer Leser, wenn sie ein feed back nicht wünschen?
      Mit fielen Grüßen.

      Bernard del Monaco

    • Es ist ein bug, ich habe ihn mehrfach gemelet und es nrvt ich genauso. Manche haben ihn, andere nicht. Ich erlebe es nicht, aber ich weiss, dass es so ist. Ich hoffe auf eine baldige Lösung.

    • Titel eingeben
      Das ist so köstlich, das kann man unbesorgt zweimal lesen.

  4. Betrachtungen einer Freifrau Teil1
    Lieber Don Alphonso,
    es ist ja alles so schrecklich was Sie in den vergangenen Wochen hier unentwegt schreiben. Nur noch über diese Leute, die da kommen und den vielen Hunderttausenden die noch unterwegs sind.

    Wie war es doch schön als Sie von Silberkannen und schön gemalten Frauen, mit erregt bebendem Busen schrieben, von Ihren abenteuerlichen Wursteinkäufen in Südtirol und nun noch die jüngste Geschichte der italienischen Fahrradherstellung.
    Und nun diese Menschen, die in einer Pastorentochtermetamorphose sich von Asylanten zu Flüchtlingen, zu Zuwanderern, zu Deutschen wandeln.

    Das ist ja nicht so mein métier, da mich die Natur mehr dem Guten und Schönen hingezogen sein läßt.

    Vor einigen Tagen hatte ich Gelegenheit, nach einigen spielerischen Stunden mit einem sehr großzügigem und kultivierten Herrn, in Cannes noch bei einem Kinobesuch den Film: „Man in Black“ anzuschauen.
    Das ist ja eigentlich nicht so meine Richtung von Film, die ich hin und wieder gerne einmal sehe. Ich bevorzuge da eher einen Johnny Depp in der Rolle des John Wilmot in „The Libertine“. Na man kann es sich ja nicht immer so aussuchen.

    Ja, und als es da richtig knallte, krachte und der Alienschleim an dem teuren Anzug von Will Smith, alias Agent J herunterglibberte, sagte mein fürsorglicher Begleiter zu mir: „C’est bien Allemande“, was ich zunächst überhaupt nicht verstanden habe.

    Später, an der Hotelbar, erklärte er mir, das sei jetzt so wie mit all den arabischen Freunden von A.Merkel. Denn im Film konnten all die gruseligen Aliens, aus den schrecklichsten Gegenden der Galaxis Asyl auf der Erde beantragen und Zuflucht vor noch Schrecklicherem finden. Die Men in Black erteilen Aufenthaltserlaubnis und kümmern sich vor allem darum, dass sich die Außerirdischen auf der Erde nicht allzu sehr danebenbenehmen. Illegal eingewanderte Aliens werden abgeschoben oder eliminiert. Wie mein Bekannter sagte: „ordentlich bürokratisch wie es früher einmal ein Herr Eichmann gewesen soll“, eben „C’est bien Allemande“.
    Und da dachte ich ja schon an die Kronenzeitung, die im Flieger lag und die häßlichen Zeilen trug: „Laut einer Meldung von RTL gab die deutsche Polizei in Freilassing Warnschüsse ab, als einige Flüchtlinge auf einen Lkw springen wollten, um die Grenzsperre zu umgehen. Die Polizei von Oberbayern dementierte allerdings: „Nach unseren Informationen gab und gibt es keine Schüsse an der Grenze.“ Das klingt dann doch ein wenig so als wenn einer sagte:“niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten.“, was mir einmal meine Eltern erzählten, als ich noch unschuldig war.

    Wie ich schon sagte, es ist nicht so mein métier.

    Nun mußte ich ja wieder zurück, hier in den Norden. Die Fahrt vom Salzburger Airport nach München ist ja schon etwas unheimlich geworden. Überall Polizei, das Anstehen und die Kontrolle an der Grenze. Der Fahrer sagte mir, daß es früher so an der Grenze zur DDR gewesen sei, aber besser mit dem Auto als mit dem Zug gefahren, so als allein reisende Frau in den stinkenden Abteilen.

    Fortsetzung folgt

  5. Betrachtungen einer Freifrau Teil 2
    Inzwischen hat das Oktoberfest auch schon begonnen. Ich habe mir ja ein neues Dirndl machen lassen mit einem besonders tiefen De­kolle­té. Die Schneiderin erzählte mir, ich müsse mir keine Sorgen machen belästigt zu werden, denn ein bayerischer Minister hätte versprochen es würde eine Oktoberfestung !
    Ich finde das ganz praktisch, wenn man sich noch so auf einen bayerischen Minister verlassen kann.

    Meine Freundin hat mir auch ein Buch gekauft, denn sie meinte ich müsse jetzt viel Neues lernen, so als Frau. „Sex und die Zitadelle“ heißt es von Shereen el Feki. So etwas wie, die arabische Lust in allen Details.

    Der Titel klang ja noch vielversprechend, doch es ist mehr eine Dokumentation, das Bemühen neolithischer Erotikbeschreibungen aus arabisch, islamischer Sicht:

    „Wer heiratet, hat die Hälfte dieses Glaubens erfüllt; für die zweite Hälfte fürchte er Gott“

    Na gut, das hätte ja noch nichts mit mir zu tun und im Gegensatz zu den westlichen Nachrichtendiensten respektiere ich die Privatsphäre fremder Leute.

    Nach der Autorin stehen die Männer von dort ständig unter Druck potent zu sein, da Impotenz nach ihrer Scharia ein Scheidungsgrund sei. Und deshalb sei Viagra so etwas wie eine zweite Währung für die ganzen Männer, die Merkel jetzt noch hinter Stacheldraht in Ungarn zurückhalten läßt.

    Eines muß man den anrückenden Viagrafanatikern ja lassen, in Bezug auf ihre Ehevorstellung hatelen sie es, wie ich in diesem Buch lesen konnte, mit der flexiblen Vertragstreue.

    Die úrfi-Ehe ist eine informelle Verbindung, die dazu dient, den Status von Geliebten zu legitimieren.

    Die misyar-Ehe ist eine Ehe, die von Reisenden oder Zeitarbeitern geschlossen wird.

    Und dann gibt es noch die Sommerehe für Töchter unter 16 Jahren, die tausende von Eltern mit reichen Ausländern vermitteln, um sich ihren Unterhalt zu finanzieren.

    El Feki beschreibt in ihrem Buch sehr eindrücklich die prägende Kraft des Islams, die Kultur, die Tradition und über die gesellschaftlichen Machtverhältnisse, die zwangsweise hierdurch entstehen.

    Gute Güte, was wird Frau Despina wohl zu alledem sagen ?

    Ich denke ich werde nach der Oktoberfestung meine Wohnung hier verkaufen. Mit meinen drei Bade- und Schlafzimmern könnte das ja bei der augenblicklichen Wohnungsnot unter den andersgebildeten Neudeutschen eine Hilfe sein. Geld haben sie ja!

    In meinem Beruf ist man ja flexibel.

    Mit der von A.Merkel neu verordneten deutschen Kultur ist es ein wenig so wie mit der Mode.
    Ein geistreicher Schriftsteller sagte mir einmal, daß ein sehr großer Unterschied in erotischer Beziehung zwischen dem Anblick der nackten Beine eines drallen Bauernmädchens oder den nackten Beinen einer jungen Weltdame bestehe. In Deutschland werden jetzt Burka verhüllte Beine angesagt sein.

    Es wird Winter in Deutschland und die Côte d’Azur ist auch schön.

    ObjectBe

  6. und wer ist wieder an allem Schuld?
    In diesem Haus rennen die Deutschen (na, wenigstens marschieren sie nicht!), schreien die Deutschen, befehlen die Deutschen, die Deutschen, die Deutschen …
    die Deutschen waren und sind und bleiben das Problem. Basta!

    Soweit also die dezent vendetta-angehauchte italienische Sichtweise, unverdrossen und ganz außerordentlich europäisch, wie ich finde!

    Und nun aus verpöhnter Perspektive: Die Italiener bewohnen das Haus, das Deutschland als Preis für die Wiedervereinigung niemals wieder verlassen darf, bereits seit 1958.

    Das finde ich famos, dass die sich so gar nicht vergruseln lassen! Denn, ehrlich gesagt – mir wär furchtbar bange, so in einem Haus mit der eingesperrten Mrs. Rochester, die mir nachts heimlich die Etiketten mopst, und mir irgendwelche entfernte Verwandtschaft auf den Hals hetzt, bloß um mich in den Wahnsinn zu treiben, der sie schon lange befallen hat!

    Nicht, dass die nachher noch mal die Lampe umwirft …

  7. It's a free country. Or at least it will be.
    Don,

    die Nation ist lange vor Europa gestorben. Vor 70 Jahren.
    Aber der Ansatz ist richtig. Das einfache Volk wird zur Nation rennen, die Politiker nach Europa, und die Geld- und Job-Elite….ach, denen ist das eine wie das andere völlig egal. Die gehen nach Kanada, Hongkong oder wo sonst gerade Frieden, Wohlstand und Liebe herrscht.
    Deshalb sind Sie auch der Einzige Ihrer Klasse, der jetzt seine Meinung sagt.

  8. Identität
    Damit sich ein Mensch mit einer Gruppe identifizieren kann darf diese denke ich nicht zu unübersichtlich sein. Je grösser und heterogener die Gruppe ist, desto länger dauert es mE. bis sich eine Identität herausbilden kann. Auch ist das identifizieren mit einer Gruppe denke ich immer ein Abgrenzugsprozess (gegenüber anderen Gruppen).

    Eine europäische Identität hätte vermutlich in einem Europa der 12 noch grade so nach vielen Jahrzehnten funktionieren können. Hier hat man aber politisch dem Zusammenwachsen und expandieren eines Wirtschaftsraums Vorrang gegeben vor dem Zusammenwachsen und expandieren eines „Identitäts“ Raums.

    Offensichtlich sind die meisten Menschen bei der Suche nach ihrer Identität nicht allein auf ihren ökonomischen Status reduziert.

    Das gibt mir wiederum Hoffnung, auch wenn ich es ein bischen bedauere, dass das zarte Pflänzchen der Identität als Europäer vor einiger Zeit (ich denke es fing schon vor ca fünfundzwanzig Jahren an) verdorrt ist.

    Was mir ebenfalls Hoffnung macht, ist dass der Mensch als soziales Wesen offensichtlich unfähig ist sich dem reinen Individualismus hinzugeben und damit nur sich selbst zum finden einer Identität benötigt
    (und sich damit von allen anderen abgrenzt).

    Zum gegenwärtigen Zeitpunkt scheint es mir in der Tat eine der harmloseren Alternativen zu sein, seine Identität aus einer Gruppe die zufällig den gleichen Pass besitzt abzuleiten.

  9. Blick von außen
    Radioaktive Brennstäbe und Flüchtlinge – ein schönes Gleichnis, Don. Von beiden gibt es viele, man weiß nicht wohin damit, das Sankt-Floriansprinzip ist Handlungsmaxime, und es wird auf jeden Fall teuer.

    Manchmal eröffnet der Blick von außen auch dem „Insassen“ neue Perspektiven. Hier z.B. eine japanische Fernsehsendung, die neben Nashornkäfern und Kaiserskorpionen auch das kuriose Verhalten der Deutschen vorstellt:

    https://www.youtube.com/watch?v=_o96NLqgelI

    • Titel eingeben
      Also, werter Herr A. Hunter, das von ihnen rezipierte Bewegtbild behandelt mitnichten ein Buch des im rechten Bildrand sitzenden Herren. Es behandelt auch mit keinem Wort Deutschland oder Selbstmord. Mein japanisch ist etwas verrostet, aber duitsego/no , hon oder jisatsu kommen im gesprochenen Text einfach nicht vor.

      Nichts gegen derart intellektuelles Selbststellertum, aber so ist es einfach ziemlich peinlich.

    • Satire
      Mist, jetzt hat’s doch einer gemerkt! ;-)

    • Kann passieren.

    • Titel
      Danke. Der Link ist sehr gut.

  10. Trekking Lite
    Interessante Beobachtung….. Auf dem Rahmen meines neuen Fahrrades, Trekking Lite von Santos, das heißt niederländischer Machart, dass ich letzten Mittwoch abgeholt habe, steht der Name meines Vaters (Otto Heuse) und daneben eine kleine europäische Flagge in Erinnerung an die vielen Diskussionen, die ich mit dem alten Herrn hatte, bis er vor 8 Wochen im Alter von 98 Jahren starb.

  11. Nur ein kurzer Dank, nicht direkt zum Thema.
    Ich möchte Ihnen nur einmal sagen, dass ich Ihre Texte außerordentlich gern lese. Ohne bei Twitter angemeldet zu sein, verfolge ich auch dort Ihre sowie Herrn Lübberdings Beiträge und bin einfach froh, dass es Menschen wie Sie gibt. Denn ich selbst habe aufgrund der aktuellen Vorgänge völlig resigniert und habe nicht mehr die Energie, mich gegen den Medienmainstream zu äußern. Manchmal denke ich, ich sollte wie die meisten meiner Bekannten, mich einfach gar nicht mehr mit politischen Themen beschäftigen. Die Überforderungs- und Planlosigkeitsstimmung in diesem Land setzt sich fest in jeder Pore, in jedem Winkel. Behalten Sie Ihre robuste Vitalität! Es werden Zeiten kommen, da werden wir Sie noch brauchen.

    • Das ist mir nahe gegangen!
      Ich bitte Sie einfach nur: Bleiben Sie hellwach!

      Mit fielen Grüßen.

      Bernard del Monaco

    • Titel eingeben
      wenn Sie sich in Kommentaren gegen den Mainstream äußern und womöglich noch rotgrün anprangern, können Sie gewiss sein, dass von Ihnen nichts veröffentlicht wird. Und ja, man möchte sich die Bettdecke über den Kopf ziehen und hoffen, dass das alles nur ein böser Traum ist. Mehltau überzieht das Land, keiner muckt mehr auf und laut gegen diesen Wahnsinn protestieren mag auch keiner. So weit ist es mit uns schon wieder gekommen.

  12. Titel eingeben
    Diese Woche lief auf BBC eine Doku mit dem Titel „Could A Robot Do My Job?“ https://www.youtube.com/watch?v=HbGeaJn9FgU
    Dank Robotik, 3D-Druck, AI und Computerisierung werden in Europa bis 2030 White-collar-Arbeitsplätze im zweistelligen millionenbereich verschwinden.
    Was für Berufe sollen dann bildungslose Migranten in Deutschland ausüben, wenn hierzulande geborene Migrantenkinder mit Realschulabschluß schon in eine Prekariatskarriere schlittern?
    Leicht integrierbare Balkaneinwanderer werden permanent angeprangert, aber niemand stört sich an den illegalen Wirtschaftseinwanderern auf dem Maghreb und Westafrika. Je dunkler der Teint und weiter die Reise, desto höher die Duldungsquote? Jeder U18 Arabboy darf bleiben – selbst wenn sie bandenmäßig an Bahnhöfen verzweifelte Kriegsflüchtlinge abzocken?

    2005 sprach Merkel im Interview mit Schirrmacher und Aust noch darüber, dass Deutschland von der Substanz lebt. Fünf Jahre später erklärte sie den „Ansatz für Multikulti“ für gescheitert. Ja sogar für absolut gescheitert. Dank ihrer ostdeutschen Digital Illiteracy dürfen wir jetzt auch noch dem Untergang der dysfunktionalen europäischen Zweckgemeinde beiwohnen. Bei ihrem Gig als UN-Generalsekretärin wird sie hoffentlich ein besseres Beraterteam um sich haben.

    • Weihnachtsbaumspitzenengels Zukunft
      Meine Vermutung war eher, Merkel strebe den Friedensnobelpreis an, nachdem sie Dland aufgegeben hat; UN-Generalin wird sie als Deutsche nie werden. Das norddeutsch protestantisch pionierhaft moraltalibanöse Rautenverhalten macht sie weltpolitisch unbrauchbar.
      Wie kann es für sie weitergehen? In der EU ist sie erledigt. Für eine zynische Postpolitik mit viel Honorar a la Schröder oder Blair ist sie nicht zu haben. Sie könnte Marktgot Käßmann folgen: Ein paar Glas Wein zuviel trinken, eine Verkehrskontrolle aufsuchen, dann raus aus dem Geschäft – und nach einer Pause in Ruhe eine Talkshowkarriere beginnen.
      (Don A.: Dank, dass es hier noch offene Türen und schöne Bilder gibt.)

    • 2030
      verschwinden Arbeitsplätze im Millionenbereich?
      Aber da haben die Deutschen doch alles richtig gemacht, als
      sie ihre Reproduktionsrate drosselten.

    • es sind die geburtenstarken Jahrgänge
      die für die sich ändernte Welt keine Antwort finden.

      Frau Merkel wäre als Teil dieser Generation, als UN Generalsekretärin
      eine noch größere Fehlbesetzung, als derzeit als BK.

  13. Vor zehn Jahren?
    Wir sind doch Zeitzeugen, dass sich diese Vorgänge bei jedem neuen Beitrittsland abspielen. So funktioniert die kapitalistische Wirtschaft. Haben Sie das nicht gewusst?
    Als die Spielregeln für die EU aufgestellt wurden, hat Italien nicht demutsvoll im Hinterzimmer gesessen.

    Mit fielen Grüßen.

    Bernard del Monaco

  14. Titel eingeben
    Alles falsch: Heiner Geissler ist schuld!
    Denn: ohne seine strunzdoofe bauernschlaue Provokation mit „Verfassungsbruch“ Minuten vor der Abstimmung am 1.10.82 kein unbeherrschtes gereiztes Fauchen der elbischen Kanzler- und Gebissdiva, daraufhin kein entschlossener Kollektivverrat derda ZeugsPartei, keine neoliberale Wende die heute 50% aller unter 35-Jährigen weniger als 1500 brutto gönnt, kein Kohl und kein Gerdgas, kein Kohlmädchen, keine Desintegration von kollektiver und individueller Identität unter den destruktiven sozialen Zentrifugalkräften des reimportierten hegemonialen Steinzeitkapitalismus`, in welchen jetzt die syrischen und anderen Opfer desselben stracks hineinlaufen.
    Gegenwetten akzeptiert.

    • Titel eingeben
      „Heiner Geissler war schuld, dass, wie die ZEIT titelte, der „Total unfähig“, aber am Ziel“ Kanzler wurde. Das ist der Oberbau, ja!

      Aber der Reihe nach, Jahre später: 9. November 1989, sie war in der Sauna, wie immer am Donnerstag und als sie heraus kam fragte sie „Wo wollt ihr denn alle hin?“
      Nachdenklich geworden schwante ihr, dass es nun Zeit wäre die politische Seite zu wechseln. Als Pfarrerstochter schien ihr der Eppelmann/Schnur´sche „Demokratische Aufbruch“ als geeignet.
      Von der Flugblatt-Texterin avancierte sie dort zur Pressesprecherin. Nachdem vor den Volkskammerwahlen herauskam, dass der Schnur ein Stasi-Spitzel war und immerhin 0,9% der Stimmen errungen hatte entschloss sich der „DA“ eine mes“allianz“ mit der Ost-Blockflöten CDU einzugehen, der ein gewisser Lothar de Maizière vorsaß. Dieser LdM hielt die besagte Dame für „unbelastet“ und bot ihr das Amt der der Vize-PR-Dame an. Als nächstes folgte die Vereinigung der Blockflöte-CDU mit dem Original West. Es gibt Leute die behaupten, dass die Protagonistin den 3. Oktober 1990 nicht im Kreise ihrer neuen politischen Heimat, sondern in der Berliner Philharmonie verbracht hätte. Mit der Wiedervereinigung war sie nun ihren Physiker-Job los. Ihre Kontakte zu Günther Krause (später straffällig geworden) aus dem Kabinett de Maizière verschafften ihr einen Platz als dritte Kandidatin im WK Stralsund-Rügen-Grimmen. Ergebnis 1. Wahlgang: Kandidat Zemke 45,9%, A. Merkel 31,5%=> weiter im Telegrafenstil=> zweiter Wahlgang, Zemke hatte sich einen hinter die Binde gegossen und den 2. Wahlgang verpennt, Angie ist durch-nicht-saufen Bundestagskandidatin, so nahm das Schicksal durch ostdeutsche Trinkgewohnheiten seinen Lauf…..den Rest bis heute kennen wir. Übrigens, der Heiner war´s sicher nicht. War das nicht eher der fledermausohrige mit dem Grafen und seiner Verrätertruppe?

  15. Free wheeling
    Schoene Bemerkungen fuer Velopiloten, Meister Don Alphonso, ueber die Italianischen Velos. Bis ein Unfall es noetig machte fuhr ich — an guten Tagen bei gutem Wetter — ein Pinarello. Und das war ein Genuss. An schlechten Tagen bei boesem Wetter, auf steinigem Gelaende musste ein Mountainbike her. Dazwischen — als City Bike ein Hybrid halb Mountain Bike und dem Pinarello Renner . Dies war ein Japanisches Rad mit Shimano Gear. War bestens als Touring Rad. War stabil, solide, without shake, rattle and roll, on highspeed descends. Ein solides Bike — obwohl nicht in der Ferrari, Lamborghini Kategorie. Ich wuensche allen Velopiloten:“Happy Trails“…. and may the wind be at your back at all times, and may the road descend to speed your voyage. Gute Fahrt.

  16. Free wheeling
    Zweiter Versuch. frueherer Kommentar wurde irgendwohin verbannt.
    Habe mit Freude ihre Bemerkungen ueber die Italienischen Velos gelesen, werter Don. Ehe ein Unfall mein Radeln beendete, fuhr ich ein schoenes Pinarello an sonnigen Tagen, und ein Mountainbike fuer Fahrten auf schlechtem Terrain. Dazu noch ein Japanisches Citybike mit Shimano Gear. Dies war ein Hybrid zwischen Roadbike und Mountain Bike. War auch sehr solide, ohne „shake rattle and roll“ by Highspeed Descends. War nicht in der Ferrari oder Laborghini Klasse, aber ein solider Renner. Fuer alle Velopiloten wuenche ich „Happy Trails“ … and may the wind be at your back at all times, and may the road descend to speed your ride. Gute Fahrt.

  17. Titel eingeben
    Jegliche etwaig noch verbliebene Illusion über Europa verschwand für mich an dem Tag der T€uro-Einführung, als mir auf der Bank für 20DM ein extrem schäbig wirkender Plastikbeutel mit neuem Geld aufgenötigt wurde, dessen Wert in Zahlen etwa die Hälfte der 20DM ausmachte. Derweil man dann recht rasch bei jedem Einkauf die für jeden Deppen offensichtliche Teuerung feststellte, wurde einem von den Medien ohne Unterlaß vorgebetet, daß man diesbezüglich an schwerer Einbildung und romantisch-blöder Vergangenheitsverklärung leide und es selbstverständlich weder Teuerung im € geschweige irgend einen Wertverfall zur DM gebe.

    Völkerkerker, sag ich nur. Völkerkerker aus Größenwahn, Machtgier, Geldgeilheit und Hyperbürokratie. Jetzt auch mit traumatisiertem Nahen Osten als potentiell explosiver Beimischung par ordre du mufti.

    • Ich mache bei uns in der Familie seit 1999 die Einkäufe ...
      … und es gab keinen Teuro, die Preise im Supermarkt waren vor und nach der Euroumstellung umgerechnet exakt dieselben. Das einzige, was sich verteuert haben mag, in der Zeit, waren Kneipen/Eisdielen/Restaurants, aber die nutzten die Euroumstellung nur für eine 10 Jahre aufgeschobene Preisanpassung.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Hm, ich habe hier Farbflaschen von 2002 und die sind in DM deutlich billiger als die gleichen Flaschen heute in Euro.

    • Don, es ging um die Zeit der Umstellung (2001), nicht um die 14 Jahre
      Inflation danach :-). Bei 2% im Jahr übrigens bereits satte 32% seit 2001.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Titel eingeben
      Die Preise im Supermarkt waren nach Euroumstellung exakt dieselben? Ja wo denn? Ich bin wöchentlich in die Metro zum Einkaufen gefahren, weil dort alles und nichts zu haben war. Der samstägliche Einkauf lag dann immer so bei rund 250 DM. Dann fuhr ich fröhlich im Januar 2002 zur Metro, immer schön mit Einkaufszettel, also nix vom Wegesrand mal so eben in die Karre geworfen und siehe da, mein Einkauf kostete 250 Euro, was nach meiner Rechnung dann 500 DM waren. Blumenstände an der Straße wechselten nur das Währungsschild, die Tulpen kosteten dann eben statt DM 6,90 halt Euro 6,90. Und das alles ist keine Teuerung gewesen? Ich rechne noch heute die Preise um und ärgere mich.

      Übrigens habe ich die Leute nicht verstanden, die nächtens vor den Banken Schlange standen, um das Euro-Starterkit zu erwerben. Ich habe mit meinem Mann kopfschüttelnd vorm TV gesessen und gesagt, jetzt schau dir mal diese Irren an…

    • Nee, Herr Haupts ...
      … Sie sind definitiv kein Heimwerker.
      Der Don hat recht.
      Alles was mit Bauen, Selbermachen
      und Baumaterial im weitesten Sinne zu tun hat,
      ist extrem teuer geworden.
      .
      Alles was ein Kabel hat, nicht.
      Frei nach Praktiker.

    • Nö, Mediensegler, ich habe die berühmten zwei linken Hände (mangels Übung)
      Aber die Preise für Joghurt, Brot, Kartoffeln, Fleisch etc. pp, für alle die hatte ich einen supermarktüblichen Preis im Kopf. Und bin für mindestens ein Jahr alle paar Wochen methodisch der Frage nachgegangen, ob sich die Prodkte nach Euroumstellung verteuert haben. Antwort: Nein.

      Nach dieser persönlichen Erfahrung wie nach den üblichen Warenkörben ist der Teuro ein Mythos. Das schliesst Preissteigerungen in einigen Segmenten nicht aus, ebensowenig wie Preissenkungen bei anderen (Computer, Fernseher, im weitesten Sinne Elektronik).

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • das ist nicht mehr polemisch, sondern demagogisch,
      lieber Herr Haupts, die Preise für Lebensmittel (für die der dt. HH nur ca. 12% des Monatseinkommens ausgibt) als Indiz für eine nicht-vorhandene Preissteigerung nach dem Euro zu verkaufen. Die Miete ist in Ihrem Warenkorb offensichtlich nicht vorhanden; genauso wenig wie die Mobilitätskosten (nicht zum Shoppen nach Mailand, sondern zur Arbeit). Also ganz soo blöde sind die Leute dann doch nicht, wissen Sie, auch wenn Sie danach trachten, sie mit modernen Klischees (ich als Mann gehe einkaufen, huch!) abzulenken. Das zum ersten; zum zweiten: Die Reallöhne und Gehälter sind seit dem Euro gesunken, gleichfalls (und zwar ganz dramatisch!) das Medianvermögen der deutschen Haushalte und damit verpufft die Aussagekraft der Inflationsberechnung ohnehin. Wenn man den (deutschen) Menschen Dank weiterer Auswirkungen der Währungsunion ohnehin das ganze Geld wegnimmt, braucht sie die Inflation ja wohl auch nicht mehr kümmern. Aber fragen Sie mal in Griechenland, da haben die Median-Vermögen seit dem Euro kräftig zugelegt (war wohl Ziel des Ganzen), da hat man vielleicht noch Kapazitäten frei, sich um die Nullzinspolitik zu sorgen? Würde einiges erklären!

  18. Sich Faschismus gönnen
    Solange nicht die padanische Flagge sondern die Tricolore auf italienischen Designerfahrrädern zu sehen ist, wird wohl niemand beunruhigt sein.

    Ansonsten konnte man jüngst bei den stolzen Griechen erkennen, wohin nationalistische Aufwallungen führen, nämlich direkt unter die Kuratel der Eurogruppe.

    Ich habe den Eindruck, Deutschland beginnt immer mehr die Rolle in Europa zu spielen, die die USA für den Westen einnimmt. Sie preschen vor, stressen damit die anderen, machen jetzt in der Asylpolitik sogar Alleingänge. Es gibt großes Gemaule, aber auch keine wirklichen Gegenargumente oder Vorschläge, stattdessen gibt es Lob von Obama und Yanis Varoufakis. Planlos mögen sie sein, aber Pläne haben die anderen auch keine. Wenn man den Vergleich ein wenig fortspinnt, dann werden die Deutschen bald mit Koaltitionen der Willigen agieren, während die EU benutzt wird, um sie wieder einzuhegen, was sie sich natürlich auch gefallen lassen. Der Grund, warum man die Politik der USA beschimpft und ihr dann immer wieder folgt hat nicht nur damit zu tun, dass die USA reich, mächtig und gut bewaffnet ist, sondern auch damit, dass sie Momentum besitzt und nicht auf die Vergangenheit ausgerichtet ist. Die Deutschen haben keine Frontier-Mythologie, sie werden von ihrer eigenen Vergangenheit abgestoßen. Es ist eine Art geschichtlicher Selbstekel der sie an- und in die Zukunft treibt. Die Ironie all dieser Vergleiche von Schäuble oder Merkel mit Hitler und Deutschland mit dem 4-ten Reich liegt darin, dass das ihre Bewegung nur noch beschleunigt. Würden die Deutschen sich das reaktionär sein einfach durchgehen lassen, sich ein bischen Faschismus gönnen, dann hätten wir kein „Refugees Welcome“.

  19. historische und hysterische irrtümer
    Europa ging mit der geburt des euros schon unter………keine hat das so analytisch scharf (und das als politikerin) durchschaut und ausgesprochen wie Sarah Wagenknecht…………..getroffen hat es am schlimmsten sicher auch Italien, den seitdem lahmt und lähmt die wirtschaft…………die alten rekonvaleszensmechanismen in Italien greifen einfach nicht mehr. das ist schade, sehr schade !

    der geistige vater der pastorentochter, H.Kohl hat in seiner grandiosen wirtschaftlichen inkompentenz und der seiner damaligen berater dieser sog. gemeinschaftswährung im gefühlsüberschwang und streben nach historischer unsterblichkeit zugestimmt.

    die tochter nun vollendet das werk und belastet deutschland mit den grössten finanziellen aderlassen seit dem versailler vertrag um diese gemeinschaftsfiktion und die bolschewiken und eine bazar-ökonomie in athen zu retten. ein teurer eintrag für das volk ins buch der geschichte.

    was soll mann von kinderlosen frauen in der politik erwarten, die über 50 sind und das ende der eigenen fertilität als final im bewusstsein erfahren ?

    das selbstmitleid, schuldbewusstsein gegen sich selbst und auto-aggression führen zu unkontrollierbaren gefühlsduselentscheidungen, da wo sonst der hätschelhund ins spiel kommt brechen die mutter-gefühle und der vernachlässigte fürsorgetrieb angesichts der „mutti merkel“ rufe durch und schaffen ego-kompensation zu lasten einer ganzen nachfolgenden generation. das grenzt schon an hysterie

    da ist der Horst zu loben: seine mid-life-krise behob er beim pabst und in einem anderen bett.

  20. Das Ende des europäischen Wohlfahrtsstaates
    … sozialdemokratischer und bürgerlicher Prägung, kündigt sich bereits länger als zehn Jahre, seit Ende der Siebziger an, wird jedoch von der politischen Klasse Europas geflissentlich ignoriert. Es mangelt einfach an Wachstumsdynamik, um all die sozialen Wohltaten, die demokratische Politiker ihren Wählern nun mal so versprechen, zu halten. Als Ausweg gewählt wurde das Modell des Schuldenstaates, in dem diese Wohltaten über Anleihen (statt Steuern) bei den Wohlhabenden finanziert wurden. Gegen ordentliche Zinsen. Auch der Euro konnte kein Wachstum zurückbringen, weil er einerseits die realwirtschaftlichen Disparitäten zwischen den Mitgliedsländern verschärfte, andererseits genau diese mit billigem Geld, sprich Schulden für die Südländer zukleisterte. Kein Wunder, dass Deutschland nominell Profiteur des Euro ist, wollten doch alle vor allem deutsche Waren mit ihrem Schuldengeld kaufen. Europa findet nur eine Antwort darauf: Die noch solvente Mittelschicht der Nordländer muss die Zeche über finanzielle Repression, nämlich Nullzinsen, versteckte Inflation und schrumpfende Renten, bezahlen. Die Schulden der Staaten steigen während dieser „Rettungsaktionen“ munter weiter, es wird nur Zeit gekauft, die es den Wohlfahrtsstaaten erlaubt die Fassade aufrecht zu erhalten. Die Kriege rund um Europa, die es im Schatten der amerikanischen Außenpolitik willig mitmachte, ohne eine eigene und gemeinsame Linie zu finden, schwemmen nun Flüchtlinge in Massen an die Aussengrenzen der EU und zeigen ein weiteres Mal, dass Europa kein Konzept und keine Führung hat, die den Namen verdient. Was Angela Merkel, die stärkste Frau Europas hier an „Führung“ abliefert, ist besorgniserregend. Zeigt es doch klar und deutlich, dass auch hier keine Führung ist, sondern nur Schönredner, Vertuscher, Wahlgewinner. Ein starker Kontinent Europa kann jedoch nicht entstehen, weil die Völker es wollen, sondern nur durch Persönlichkeiten, die in der Lage sind es umzusetzen. Hieran mangelt es ganz besonders. Nun kann man sagen, große Würfe und Konzepte werden nur aus der Not geboren, dazwischen regiert der Kleingeist und bezahlt kulturell und ökonomisch nur mit Kleingeld. Schauen sie sich den Zustand unserer Literaten und unserer Dramatiker an. Sie sind das Symbol unserer Zeit. Es wird noch Jahrzehnte dauern bis Europa aus den Trümmern der gegenwärtigen Politik neu entsteht. Wenn es die Chance dazu überhaupt noch hat. Es wird auch durch die Flüchtlinge ein anderes Europa sein als vorher, mit noch mehr kulturellen, sozialen und ökonomischen Problemen. Wenn es eine böse Fee gäbe, sie hätte den Europäern keine schlimmere Wahl lassen können. Ach die Medien, sie sind wie zu allen Zeiten nur das Sprachrohr der Eliten, der Mächtigen und der Sekundenzeiger der Geschichte. Keine Rettung kommt von daher. Und übrigens, italienische Rennräder zählten schon immer zu den besten, das stimmt.

    • erschließt sich mir nicht
      wieso Europa durch die Flüchtlinge ein anderer Kontinent
      werden sollte.
      wie zu lesen war, ist der Großteil nur mit riesigen Kostenaufwand
      für einfache Tätigkeiten ins Arbeitsleben zu integrieren.
      Die Akademiker und Wissenschaftler und Gutbetuchte sind doch
      längst da.
      Nach meiner Beobachtung verachten diese ihre wenig gebildeten
      Landsleute aufs Äußerste.

  21. Rennradkultur
    Der Text ist instruktiv. Es lässt sich auch an anderen Produkten ablesen, dass die Märkte längst nicht so integriert sind.

    Frau Merkel macht den klassischen Fehler, anderen aus der Position einer angeblichen moralischen Überlegenheit zu kommen, wenn die anderen genau wissen, was dahinter steht. Das führt notwendig dazu, dass sie aufläuft, und wir die „Bereicherung“ abbekommen. Selbst wenn man sich auf irgendetwas verständigt, wird das nicht umgesetzt werden, so lange die Moralapostelrolle nicht geräumt wird. Merkel sollte auch daher zurücktreten, damit ein Neustart möglich wird.

  22. Erkenntnis durch Erfahrung
    Ich finde das gut, und zwar zweifach. Als Ökonom und als Eigner eines ALAN mit Campa-Vollausstattung. Das einige Europa konnte ökonomisch gar nicht anders, als den Italienern (und Franzosen, Spaniern, Griechen, Iren) zum Nachteil gereichen. Der Euro war nur der Fangschuss. Ich sage als Ex-Italiener meinen in der Kreditwirtschaft beschäftigten Ex-Landsleuten: Ihr wolltet die totale Waffengleichheit, jetzt habt ihr sie. Nicht nur ich habe euch gewarnt, sondern auch schlaue Menschen. Die Italiener haben schon immer gern VW gekauft, besser noch una Mercedes. Da konnte Fiat sich mit dem Claim „cose di casa tua“ auf den Kopf stellen. Daher sage ich: selbst schuld. Kauf keinen VW, dann musste dir von Angelona auch nichts sagen lassen. Leider waren wir in der gegenseitigen Verständigung schon mal weiter, vor dem Euro. Aber den Snatchback erlebe ich noch. Ich bin im Wortsinn nationalkonservativ, denn ich fahre nach Dänemark, um röd pölser zu essen, und zwar mit durchgestrichenem o. Warum sollte sich irgendeiner von Brüssel die Farbe seines Würstchens vorschreiben lassen? Und wenn die Italiener, wie schon immer, Operetten-Charaktere und furbacchioni als Regierung wählen, dann sollen sie das tun, wie Thomas Meyer in dieser Zeitung ja sehr überzeugend darlegt.

    Denn die Glut der besonderen italienisch-deutschen Beziehung (und der deutsch-dänischen und aller anderen) gibt es noch. Richtige Deutsche werden unvernünftig, wenn sie Campa Deltas begehren (bremsen schlecht, sind schwer und absurd teuer, aber zum niederknieen schön) und in meiner alten Heimat gibt es seit vielen Jahren schon Abfallkörbe am Gehweg und sie werden benutzt. (Und Don, bitte nicht übel nehmen: Diese Fusilli-Gabel des Pina wird nie ein Klassiker, glauben Sie mir).

  23. Da ich nicht zum Sklaven der alternativlosen Eurokraten werden wollte ...
    … habe ich mich angesichts des Eurochaos bereits letztes Jahr in die wunderschöne Schweiz verabschiedet.
    .
    Dort habe ich zwar kein Stimmrecht, aber das gute Gefühl, dass die Eidgenossen stets das Erarbeiten über das Verteilen stellen.
    .
    Ihr „schafft“ per Dekret nun neben dem Euro- jetzt bitte auch noch das Flüchtlingschaos.
    .
    Mutti sagt „hire“ ein grosser Strategieberater organisiert das „fire“. Geht doch …

  24. Mords geistreich
    Hatte einen mords geistreichen Kommentar (zumindest hielt ich ihn für einen solchen) abgesendet – und wech isser. Perdu, gone, faded away.
    Ich dengelte lange an ihm herum, dann wurde mir von diesem unerotischen Bot auf den Kopf zugesagt, ich sei zu schnell. Was immer das heißen mag in heutigen Zeiten von Sex, Bot und Cholera.

    Am End hat halt mein neuer Virenscanner das Ablaichen jeglicher FAZ-Kekse unterbunden, oder sie gleich gefressen. Das wirds gewesen sein.

    Egal – so macht es keinen Spaß mehr. Blogging is dead.

    • Ist mir auch passiert, u.a. einmal...
      …da hatte ich mich gefragt, warum unsere Qualitätsmedien den Einwandererstrom immer mit Filmen/Fotos junger Frauen aus Nahost dekorieren, obwohl der Zustrom zu vier Fünfteln aus jungen Männern besteht. Umgekehrt wärs bösi-Sexismus gewesen, aber so herum scheint der Gender-Gap im Einwanderer-Zeigen eher eine beschwichtigende Funktion zu haben. Wie dem auch sei, solche Perlen den Schweinchenschlaukommentariates gehen hier verloren. Das lässt mich auch immer seltener vorbeischauen.

    • Es gibt kein Interesse an unangenehmen Fragen. die jungen Männer werden erst im Blaumann wieder auftauchen, wenn es um Integration urch Arbeit geht. Mir wäre es, wenn ich 20 Jahre alt wäre, angst und bange. einfach wegen der Kosten und der Löhne und der Konkurrenz.

  25. Der Nationalismus in Europa war nie weg.
    Ihn aber mit der Wirtschaft, insbesondere der Finanzwirtschaft, zu verknüpfen, halte ich für falsch. Denn die haben sich schon lange vom nationalistischen oder, wem das besser gefällt, vom patriotischen Ballast befreit, schon lange bevor Europa überhaupt ein Thema war. Man denke nur mal an den ersten Weltkrieg und die Rüstungsindustrie.

    Ihn mit der Politik zu verknüpfen, macht dagegen Sinn, denn dort geht es um Macht, auf die zu verzichten, Politiker nicht wirklich bereit sind. Immer waren es nur halbe Sachen, wie beim Euro, die die Politik diesbezüglich geleistet hat. Das Europaparlament ist schmückendes Beiwerk ohne tieferen Sinn. Und ja, die Flüchtlinge wollte weder Europa noch Deutschland, die Abkommen sind scheinheilig, Deutschland hat sich da einen Vorteil verschafft. Doch das ist Geschichte, die Flüchtlinge stellen Europa auf den Prüfstand, sind der europäische Lackmustest.

    Bleiben die Menschen, die Europäer. Sicher bin ich mir da zwar nicht, läßt man aber die Ewiggestrigen und einige Neumitglieder der EU außer Acht, denke ich, daß die Europäer den Nationalismus mehr oder weniger bereits überwunden haben, einzig von ihren Regierungen und regierungstreuen Medien noch eingebremst werden.

    Ja, die Reste des Nationalismus erleben gerade eine neue Blüte in Europa. Sollte er sich durchsetzen, wird das das wirtschaftliche Ende für Europa bedeuten. Ob die Italiener dann noch Fahrräder bauen oder nicht, spielt dann wohl keine Rolle mehr.

    • Mensch ,OttoIII
      So einiges möchte ich dick unterstreichen.
      Wie interpretierst Du Patriotismus in dieser Sichtweise?

      Mit fielen Grüßen.

      Bernard del Monaco

    • Patriotismus ist die euphemistische Version des Nationalismus, beides ist Idiotismus.
      Zumindest, Bernard del Monaco, wenn es das wohlige Gefühl bei sportlichen Wettkämpfen übersteigt. Es ist halt so, daß ich dem Nationalstaat überhaupt nichts abgewinnen kann, im Gegenteil, ich halte ihn für eines der größten Übel überhaupt. Und das hat wirklich nichts mit der Geschichte Deutschlands zu tun.

      Nationalstaaten entstanden willkürlich und immer durch Gewalt. Daraus kann einfach nichts Positives entstehen, denn der Nationalstaat ist permanente Gewalt, ansonsten könnte er nicht existieren.

      Warum Menschen sich national oder patriotisch fühlen, entzieht sich meinem Verständnis, hatten und haben sie doch keinerlei Einfluß darauf, welcher Nation sie qua Geburt angehören. Schnell entwickelt sich durch solche Gefühle auch ein zumindest latenter Rassismus. Der Stolz steht dem Humanismus im Wege. Nur, worauf will der einzelne Mensch denn stolz sein, außer auf seine eigene Leistung? Und selbst dann wäre eine stille Selbstzufriedenheit wohl eher angemessen. Aber in einer Gesellschaft, in der der einzelne Mensch quasi bedeutungslos geworden ist, ausgenommen die geringe Zahl wirklicher Eliten, neigt der Mensch nunmal dazu, sich über die Leistungen Dritter zu definieren, mit denen er in Wahrheit aber nichts gemein hat. Der Neoliberalismus hat dieses „Denken“ noch weiter pervertiert und auf materiellen Reichtum reduziert. Mich wundert es immer wieder, daß die Menschen das nicht endlich verstehen, daß die Menschheit nicht endlich zu der Erkenntnis gelangt, daß es ihr ohne Nationalstaaten deutlich besser ginge.

      Na ja, ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben, daß die Menschheit sich irgendwann als solche versteht, auch wenn es momentan wieder zurück in die Steinzeit zu gehen scheint.

    • Ich ziehe den Nationalismus dem in weiten Teilen der Welt immer noch
      vorherrschenden Clan- und Stammesdenken bei weitem vor, immerhin umfasst die Gemeinschaft wenigstens schon einmal sehr heterogene Gruppen. Die Alternative „Weltbürgerschaft“ ist noch nicht im Angebot, solange sämtliche Sicherungssysteme – vom Rechtsstaat über den Sozialstaat bis hin zur inneren und äusseren Sicherheit – nationalstaatlich organisiert sind.

      Sie können natürlich alleine vorpreschen, allerdings ist das ebenso sinnlos wie – wirklich konsequent durchgezogen – lebensgefährlich.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

  26. Das ist alles deutscher Formal-Kram
    Weiß nicht, ob das eine Polemik in der SZ sein soll, aber wenns stimmt, ist das schon bedenklich:

    „Etliche Flüchtlinge aus dem Senegal haben sich bereits Autos besorgt, wie eine ehrenamtliche Helferin aus Oberbayern erzählt: Man kann damit auch ganz wunderbar ohne Führerschein und Zulassung herumfahren. Das ist alles deutscher Formal-Kram.“

    http://www.sueddeutsche.de/bayern/abgehaengt-von-fluechtlingen-der-duerre-kerl-auf-dem-alten-damenfahrrad-1.2654142

    Als Radsportler wird es in Deutschland immer gefährlicher. Erst die alternde Gesellschaft und jetzt noch zigtausende Migranten, die eher eine krude Ansicht bzgl. Regeln haben.

    • Der europäische Strassenverkehr ist sehr reglementiert und das schlägt sich dann auch in einer relativ hohen Unfallzahl nieder. Das ist tatsächlich so. Autos werden nochmal ein anderes Problem sein, aber so weit ist es wohl noch nicht.

  27. Titel eingeben
    ‚Europa verschwand schon vor zehn Jahren‘

    Ich weiss Du faehrst gerne Auto und Fahrrad; bloss ich bin gestern quer druebergeflogen und es war alles noch da.

  28. Nur weil Sie, Don, zu viel Geld, Zeit u. Fahrräder haben...
    bedeutet das nicht, dass es so etwas wie eine Alternative zu der europäischen Union gäbe. Wäre das der Fall, hätte die griechische Bevölkerung sich vehementer für einen „Austritt“ ausgerufen. Die Wahrheit ist, dass die EU eine riesengroße Sau ist, an der die ganzen Ferkel (die Mitgliedsstaaten) an den Zitzen saugen. Das größte Merkel…äh Ferkel…also der größte Nutznießer… ist natürlich Deutschland. Das mit der fehlenden Alternative – ich vermeide bewusst das Wort „alternativlos“ – wurde mir persönlich z.B. klar, als Serbien nacheinander – nach vielen Jahren – tatsächlich neben Milosevic auch Karadzic und tatsächlich auch Mladic auslieferte. Wo soll es auch sonst seine Chance sehen? Als Enklave von Russland umringt von EU ?

    Ohne die EU hätte die D-Mark hoffnungslos aufgewertet und die deutsche Industrie zerstört. Dass alle Länder, allen voran die Türkei, Flüchtlinge durchfahren lassen, in dem sicheren Glauben, dass alle Asylanten nach schland wollen ist nur natürlich und selbstverständlich. Jeder Asylant ist eine finanzielle, soziale, und politische Belastung. Allein die Obergrenze von einmalig 1 Mio Menschen (denn „mehr“ wird Deutschland NICHT aufnehmen) in 2015 ist ein Testlauf, der zeigen soll, inwieweit die ansässige Bevölkerung rechtsradikal wählt und inwieweit man es dem ArbeitskräfteAngebot im dt. Arbeitsmarkt zumuten kann wieder 20 Jahre auf Lohnerhöhungen (Mindestlohn 2015 nach 25 jahren reallohnsenkung) zu verzichten.

    Anstatt über solche Hintergründe zu schreiben, die bereits das intellektuelle Prekariat auf youtube in Massen erfolgreich veröffentlicht, erzählen Sie uns hier irgendwas über Ihre Fahrradsammlung und kokettieren damit, dass Sie ein dunkles Wohlhabenden-Filthy Rich-Geheimnis hätten.

    Was machen Sie denn, wenn demnächst Asylanten, allein deswegen Ihren Speicher aufsuchen, um ebendiese Fahrradsammlung zu stehlen?

    Wen interessiert denn Ihre Fahrradsammlung?

    Ich kaufe mir demnächst ein Lugano 8 Plus von KTM. Das ist in etwa so das Gegenteil von den Rädern, die Sie so gern besitzen.

    Ihnen geht es zu gut. Sie verlieren den Fokus und den Touch zur Realität. Besonders in wirtschaftlichen Fragen. Ein Land, dass in der Eurozone ist, ist z.B. auch gegen Währungsspekulationen geschützt.

    Tun Sie wenigstens so, als wenn Sie einer geregelten Arbeit nachgingen, die Sie auch mal ein wenig stresst. Ich weiß, dass Sie ein wohlhabendes… wie auch immer… Sei es Ihnen gegönnt. Ahnung und Talent haben Sie. Aber… in Gottes Namen… bitte bemühen Sie sich etwas mehr. Sie lassen nach.

    p.s. was die Flüchtlings-/Asylkrise angeht… wird entweder Schengen abgeschafft -was die anderen Länder schwer bereuen werden- oder aber sie werden die Kröten mit den verpflichtenden Quoten schlucken. Deutschland liegt im hohen Norden und umringt von allen anderen. Bevor schland Asyl gewähren „muss“ mit einhergehenden f., soz. u. politischen Belastungen… „müssen“ es alle anderen.

    Auf jeden Fall müssen Lösungen für immer drängendere Probleme her. Die Zeit der Politik der Komfortzone ist abgelaufen.

    • Ja, es ist doch fein, dass ich hier schreiben kann, was ich will un nicht das, was andere fordern. Wenn sie amit ein Problem haben, steht es Ihnen frei, selbst ein Blog zu eröffnen oder Medien den entsprechenden Beitrag anzubieten.

    • Bella Italia
      Endlich muss ich mal einem Turbanisten recht geben. Juckt doch keine Sau, was ein Itakker auf seine Guzzi pappt. Hatte auchmal ein italienisches Rennrad. Es ist – naturalmente – verrostet. Schwamm drüber. Kein Wort über das aktuelle Rostrennen in Meckpomm, aber große Ankündigung der Eroica. So ein Docle Vitaler!

    • Ach, Don.....
      Jetzt können sie mal sehen was der Popularitätssprung an Kundschaft einbringt.

      All die Deppen, die bei den fefes und den Lobo der Netzwelt ihre dumpfe Mittelmässigkeit gelobt finden, die finden bei den Kasperles der Netz-Welt eban auch einen Link auf den sie sich stürzen.
      Die Adjektive mit denen der Namen Don Alphonso im Zusammenhang steht, die wecken in den Primitivlingen die Angst, da könnte es etwas geben, das ihre auf geistige Inzucht begrenzte INtelligenz übersteigt und sie kommen checken. Versuchen sie bei fefe mal einen Gedanken anzubringen der seine alberne Einseitigkeit übersteigen würde. Ein paar Links hat er, die man zur Kenntnis nehmen sollte, aber sonst?
      Merkelsches Niveau…..

      Wenn diese Leute dann sehen, dass es bei den Stützen nicht um Kurz-Sätze wie Twitter, also deren eigentlichem Niveau, geht, dann reagieren sie pissed off, denn zum Mitdenken haben sie weder Zeit noch die Fähigkeit…
      Und die anderen die bleiben (verständlicherweise) weg, und dann noch der Ärger mit der Software….

      Wsas hier gerade abläuft nennt man wohl Dialektik?

      ;-)

    • @Önder
      Der Satz sagt eigentlich alles…

      „Tun Sie wenigstens so, als wenn Sie einer geregelten Arbeit nachgingen, die Sie auch mal ein wenig stresst. “

      Ich will mal so ehrlich sein, wie sie von sich selber glauben sie seien es, obwohl sie ja in Wahrheitb nicht als neidzerfressen und dumm sind.

      Nur Dummköpfe verschwenden die recht kurz bemessene Zeit ihres Lebens damit einer geregelkten und „stressigen“ Arbeit. Das sie dies statt dessen für eine Art Heldentum halten ist sagt alles über sie aus, was es zu wissen.
      Lassen sie mich raten…. Leute wie sie, die haben etwas, das normale Menschen einen „Scheiss-Job“ nennen und kaufen sich dann mit dem Geld ein iPhone. Wenn es für das Neueste nicht reicht, halt ein Gebrauchtes, die Hauptsache es macht bei den Anderen Eindruck

      „Schein statt Sein“, sie haben bei ihgrem Leben in DE, sonst wäre ihr Deutsch nicht so gut, das Wesen des obersten Wertes der deutschen K
      Mittelmässigkeit perfekt aufgenommen.
      Wären sie Deutscher, würden sie Merkel, bzw GroKo wählen

  29. OT
    sorry, ich kommentiere nicht bei den rebellen, deshalb geb ich
    meinen senf hier zum besten:
    eine itha berichtet, dass zwei ärmliche Jungen, die zwei Beutel
    Brotschnitten in einem Supermarkt geklaut haben mit großem
    Polizeitrara abgeführt werden.
    Beschwert sich über die zynischen Kommentare und bedauert
    gleich zu Beginn der Erzählung, dass sie keinen Fotoapparat dabei
    hatte.
    Mich hat die Erzählung berührt und mich gefragt was hättest Du gemacht.
    Fotografiert, berichtet, das GG bemüht, oder versucht die 2 Packen Brot zu
    bezahlen, dann hätten sie es wenigstens essen können.

    Ja, ich glaube ich wäre so dumm gewesen.

    • So etwas ist immer schweiring, und gerade die sog. Kleinkriminalität kommt halt bei den Leuten an. Seit dem Mord von Meiling merkt man auch, wie reserviert die Leute sind, und wie wenig toleranz da gerade noch bleibt. Es ist ein schwieriges Thema, weil die Klauerei genau den Gerüchten in die Häne spielt. Die Polizei muss bei Minerjährigen nun mal kommen, anders geht das nicht.

  30. Titel eingeben
    @ B.d.M. 20.9/21:53: Hank sortiert aus. Sein wenig sachkundiges Linke-Verprügeln verträgt halt keine Gegenmeinung (nehme ich mal an). Ist halt J.v.Altenbockum-Niveau.

    • Man kann sich bei der Linken einfach die schrägsten Exemplare raussuchen. aber es ist tatsächlich ein Problem, dass sich bei der Linken die wirklich bescheuerten Figuren so nach vorne spielen.

  31. Sollte man hören....
    Das wohl derzeit wichtigste Interview, mit Willy Wimmer, Helmuth Kohls ehemaligem Staatssekretär im Verteidigungs Ministerium

    https://www.youtube.com/watch?v=7vFV1uK0JwA

  32. Vakuum
    Im Gegensatz zur EU wissen die Flüchtlinge sehr GENAU was sie wollen. Nämlich zu „Mama Merkel“
    .
    Zu den universellen Menschenrechten, die auch die Basis der EU darstellen, gehört die Gleichberechtigung von
    Frau UND Mann.
    .
    Wenn nun ein Muslim zu „Mama Merkel (Frau!) flüchtet,
    deren Frauen aber überwiegend in diesen Ländern bleiben,
    WAS heißt das für ihn – und für uns?
    Die Frau hat im Islam eine andere Rolle.
    Sie soll sich dem Mann unterwerfen, dafür unterwirft er sich Gott. Merkel hat sich also nach d e r e n Logik unterworfen.
    .
    Es besteht ein Riesen-Vakuum zwischen deren Prämissen
    die vor ~ 1800 Jahren von Mohammed geprägt wurden
    und unserem – dem vor ~ 300 Jahren entstandenen
    Kant’schen Denken, das uns zur Aufklärung verhalf.
    .
    In diesem Vakuum stecken die Flüchtlinge UND wir.

    • Ja, das ist so eine der ungeklärten Fragen. Allerdings sind die meisten sehr jung und vermutlich noch gar nicht verheiratet. Entweder sie bleiben Sibgles, oder sie behelfen sich anders, sei es urch Heiraten daheim oder die vielen, die sie willkommen heissen. Flüchtlinge kennen ja auch okcupid.

  33. Rennrad
    Ich habe ein 15 Jahre altes Milanetti-Rennrad, das mir damals
    als ein Juwel erschien. Nun weiß ich, dass es eigentlich nix taugt.
    Ich liebe es aber trotzdem und nun hält es mein Sohn in Ehren.
    Ich habe einen LINK dazu gefunden,
    worin man auch noch niedliche Schreibfehler bewundern kann!
    http://www.rennrad-news.de/forum/threads/milanetti.62857/

    • Sehr hübsch – allerdings ist es sicher schon dreissig Jahre alt. auf dem Schaltwerk ist eine zweistellige Zahl eingeschlagen, die das Jahr darstellt.

  34. Das trifft es!
    Danke, kluger Don.

  35. Dacccordi -> Cinelli -> Simoncini
    1989 – 1996 Daccordi („50 anni“), Columbus SLX
    1996 – 2012 Cinelli Supercorsa, Columbus SLX (Campagnolo Record)
    2012 – … Simoncini ‚corsa strada‘ Columbus SL (mehr oder weniger mit der Record Gruppe von 1996)

    -> Campagnolo Record = unkaputtbar. Daher kann ich das mit der ‚unterirdischen Verarbeitungsqualität‘ überhaupt nicht nachvollziehen. 2012 waren anstandslos Ersatzteile für das Schaltwerk von 1996 zu beziehen.

    Gruß aus München

    PS: Ducati 900SS 1995 – ….

    • Ich meinte die Rahmen, gewisse Felgenherstller wie F.I.R. bei manchen Modellen, und die öfters mal reissenden Recordkurbeln der 70er Jahre sowie die dauerhaft nicht sehr haltsamen Carbonkurbeln der ersten Generation. Auch über manche Laufradserien hört man wenig Erbauliches, etwa die wohl etwas unterdimensionierten Neutronnaben.

      Und gewisse Auswüchse der Achziger bei Camapa haben sich zurecht nicht durchgesetzt. Erste Synchroschaltung zum Beispiel. Ich fahre das alles trotzdem gern, aber man muss es schon lieben.

  36. pinarello und moser sprint
    Ich bin stolzer Besitzer oben genannter Stahlesel, selbstverständlich
    gelötetes,gemufftes Columbus- Rohr, Campa-Ausstattung, etc.
    Nun meine Frage: da mittlerweile zu alt (imaginieren Sie de Sica,
    wie er Lollo nachstellt), trage ich den Gedanken, eins von beiden
    Frau Merkel für ihre Verdienste um Europa zu vermachen.
    In D ist die Dame besonders für Ihre Asylantenpolitik berühmt
    und berüchtigt. Bei Gefahr (Aufruhr,Unruhen, Rebellionen)
    könnte sie flugs mit dem Rad entweichen,etwa in Italia Asyl beantragen.
    Was meinen Sie?

    • Ich würde Südtirol empfehlen, das ist immer noch sozial so wie Deutschland vor 40 Jahren und vom Reichtum her so, wie es Deutschland in 40 Jahren nicht sein wird.

  37. "Radfahrer" (ohne Räder)
    Als schüchterner Europäer anstatt als Wessie wie der Rest der Gemeinde hier erhebe ich meinen Finger zur Wortmeldung. Gefühlsduseln ist ja ganz schön und tut der Seele gut, nur, wenn zu viel des Guten dann kommt da ein gewisser Reiz. Gut tiefeinatmen hilft dann schnell solang die Luft rein ist. Wenn man festsitzt seit Jahren dann bekommt einem die Bewegung gut. Also runter von der alten Tretmühle und „on your bike“ wie wir in England sagen. Dann wiederum sind Inselbewohner nicht viel anders als Halbinselbewohner, also Jene mit der Spaghetti Diät und den schönen Fahrrädern.
    Nostalgie haben auch Andere und manche haben da einen gewissen Nachholbedarf. Da denke ich dann eher an jene europäischen Mitbürger die hinter einem Vorhang doch eher zu lange gelebt haben und sich schwertun diese lange Pause zu überwinden. Also wir Wessies haben es uns gemütlich gemacht auf unsere Art. Denken wir einfach an Venedig und diese überdimensionalen deutschen Schiffe dort, dann müssen wir doch einsehen,dass wir übertrieben haben.

    • Es ist offensichtlich eine Wohlstandsblase, in der wir sind, keine Frage. die Frage ist, wollen wir helfen oder mit ein paar Privilegierten teilen oder einfach weiter reich sein?

  38. Titel eingeben
    „Und hintenrum wird darüber verhandelt, wie man denselben in kroatischen Maisfeldern und slowenischen Obstgärten zwischenlagern kann, um ihn dann langfristig auf felsigem, sonnenverglühtem Grund in Süditalien, sogenannten Hot Spots, endzulagern.“

    Genial beschrieben, genial geschrieben …. Danke – Wirklichkeit findet im Blog immer sprachlich statt – und wird zum Genuss, mit dem Blick auf die die italienische Rennradkultur – Wie nennen eigentlich die Italiener liebevoll das, was die Holländer „racefiets“ nennen?

    Man möchte noch mehr wissen und einen Blick hinein werfen ins Rad-Lager all dieser „Million Bicycle of DonAlphonso“ und einen Besuchstermin verabreden –

  39. mal offtopic
    was mich ja noch sehr irritiert:

    in den ganzen nachbar*blogs* stehen null kommentare. (obwohl allein ich diesen comictypen oder das mobile-internet gesurge kritisch begleitet habe).
    sind sie, werter don, der einzige der, der sich um seine leser kümmert?
    oder branden nebenan nur negative wellen an – von den autoren dieser *blogs* dankend verschluckt?

    • Schwer zu sagen. Irgendwie ist das hier halt kommunikativer, weil ich aufreizender schreibe und nicht so korrekt bin. Ausserdem sind meine Themen sehr gängig. Und es sind nette Leute da.

    • ..., weil ich aufreizender schreibe und nicht so korrekt bin. ...
      Mit anderen Worten: Don Alphonso ist „umstritten“, oft auch „nicht unumstritten“, wie heutzutage nur ein ungarischer Regierungschef bezeichnet zu werden pflegt.
      images.scribblelive.com/2015/9/23/9adb987f-5519-40e9-bb31-e35a3b767dc8_500.png
      – sowas ist unumstritten in der veröffentlichten Meinung, s.: faz.net/-i98-87hfx

    • verhasst würde auch passen.

  40. Schön war einmal
    Viel schlimmer ist der Niedergang des italienischen Designs. Ich hatte mal ein Francesco Moser Rennrad mit Campagnolo Record Komponenten. Dunkles Pink mit Dunkelblau. Klingt scheußlich, die Farbtöne wandelten auch an der Grenze zum Kitsch, überschritten diese aber gerade nicht. Dazu stimmten die Proportionen, leichter oversize Stahlrahmen. Ich glaube der Niedergang kam, als die Ahead Steuersätze mit den wuchtigen Vorbauten auftauchten. Den haben die Italiener einfach auf ihre filigranen Rohrkonstruktionen aufgesetzt, scheußlich.

    • Für das Löten mit Muffen und Silber braucht man einen Meister, Schweissen mit Alu kann ein Roboter auch, oder jemand nach einer Woche einarbeitung. Und dann sich die Unterschiede nicht mehr so gross, ass man zehn mal so viel für einen Italiener bezahlen wollte.

  41. Mensch, Otto IV!
    Bravo! Vielen Dank!
    Ich hatte schon Angst, mit meinen Gedanken am Kamin allein zu sein.
    Eigentlich habe ich mir erstmals Gedanken zu diesem Problem gemacht, als ich auf einem Tauchausflug im fernen Vietnam von einer jungen Russin gefragt wurde, ob ich Patriot sei. Die Frage ergab sich aus einer Debatte zu dem Präsidenten des Landes.

    Mit fielen Grüßen,

    Bernard del Monaco

  42. Avanti Dilettanti ...
    Ich habe an meinem mehr oder weniger antiken ‚Super Record Special‘ Pinarello bereits damals zeitgemäße, allerdings JAPANISCHE Aerohebel und entsprechende Pedale eines anderen Japaners montiert, und wer bitte, so frage ich, will sich denn als Hobbyist heute noch mit Schlauchreifenkit herumquälen ?
    #
    Mir ist allerdings an einem Rennrad (Villiger aus CH) mal ein Ausfallende gebrochen, und sogar in Brüssel ist mir selbiges schon passiert (mit einem KTM aus AT). Der entscheidende Unterschied war: In D hat der örtliche Hufschmied unverzüglich ein neues eingelötet, während in BE der Rahmen entsorgt werden musste, was natürlich an fehlender ‚Willkommenskultur‘ gelegen haben mag. Unter den neuen Fachkräften, sofern diese natürlich hierzulande den erforderlichen ‚levantinischen Nachweis‘ führen können, sollten dringend auch Hufschmiede sein.
    #
    Ob jedoch der Vergleich mit den ‚Bici‘ ins Schwarze trifft, dessen bin ich mir nicht ganz sicher. Die EU, bzw. die ‚Kommission‘, war eigentlich schon immer ein eher konzernübergreifender Staatenverbund, der sich jetzt allerdings sehr wohl ins Knie schießt, oder sich von Madame schießen lässt. Nun, vielleicht stimmt er so gesehen ja doch, der Vergleich. Mir scheint leider auch, dass ‚Volkswagen als Prinzip‘ weiter verbreitet ist, als man sich das gemeinhin eingestehen will, aber Prinzipien im engeren Sinne haben sie offenbar ja auch keine mehr.
    #
    http://derstandard.at/2000022628674/Oesterreich-blieb-UN-Essenshilfe-fuer-heuer-schuldig – ‚Von den 306 Millionen Euro, die bis Jahresende für die Lebensmittelhilfe [für Syriens Norden und die Flüchtlingslager in den Nachbarländern] noch gebraucht würden, fehlen laut aktuellem Stand rund 81 Prozent.‘ Von denen, die hier ankommen, ist jedoch kaum einer ein ‚Flüchtling‘. Es handelt sich vielmehr um Asylsuchende bzw. Migranten. Man rechne die 248m Euro übungsweise mal in hiesige Turnhallen, Käsebrote oder Diesel KFZ um. Für die von griechischen Reedern organisierte Überfahrt von Lesbos an der türkischen Küste nach Athen sind übrigens lächerliche 45 steuerbefreite Euro pro Passagier fällig.

  43. Für italienische Rennradfahrer...
    …mögen Länder ohne Grenzen durchaus reizvoll sein. Ich vergleiche dies mit Häusern, denen die Eingangstüre fehlt. Der hungrige Wanderer weiß solche „Tugenden“ zu schätzen. Ein frisch gemachtes Bett lädt zum verweilenden Nickerchen ein. Der Inhalt von Kühlschrank und Vorratskammer sind ein Jahr später gaaanz sicher genauso gut bestückt (!?). „Denk ich an Deutschl… ääähhh… meine fehlende Haustüre in der Nacht, / Dann bin ich um den Schlaf gebracht“. In diesem Sinne schlafen Sie ruhig, lieber Don :-)

  44. @ TDV
    Ich wollte es kaum glauben; gestern in Frontal 21 ein Beitrag mit Willy Wimmer über die Atomraketenstationierung in D. Teufelszeug im ÖRR?

    Ich hätte mich nicht mal getraut, Ihren youtube-Link hier zu posten. ;0)

  45. Allüberall
    …wird propagiert, dass sich die Gesellschaften in Deutschland und
    Europa ändern müssen und wir keine Wohlstandsinseln mehr sein
    können.
    Das wird eine herbe Enttäuschung für die Migranten werden.

    Genau diese alten Verhältnisse haben sie doch angelockt und nur
    von denen wollen sie partizipieren.

  46. haben die Migranten
    wirklich im Kopf, dass sie nur die nützlichen Idioten für die Gesellschaftsveränderer jeglicher Couleur sein sollen.

  47. Fertig machen zum Ärgern
    Das Wimmer-Interview ist wirklich hörenswert, wer immer noch Illusionen über „unser“ Wertesystem pflegt.

    Sich mit Russland vertragen und dessen Rohstoffe mit deutscher Technologie (und moderaten Umweltauflagen in dem „kleinen“ Land) verbinden, ich glaube, da musste man schon dafür sorgen, dass da nicht zu viel Friede und Freude zuviel Eierkuchen produziert. Eventuell wäre da wirklich eine europäisch-asiatische Grossmacht entstanden – so sehr ich mich immer gegen Verschwörungstheorien verwahrt habe, so langsam halte ich alles mögliche für möglich.

    Vielleicht hat man ein paar Politikern den Euro ( und das Chaos-Konzept der EU) gerade deswegen ins Ohr gesetzt, damit uns die ganze Schreisse um die selbigen fliegt, und der Dollar mit China zusammen als Mass aller Dinge unangetastet bleibt. Jetzt fragt man sich natürlich, ob China oder USA das Armdrücken gewinnt, oder ob die beiden als autoritäre Regierungsformen 2.0 sich stillschweigend auf eine einvernehmliche Verteilung der Pfründe geeinigt haben.

    Die zu erwartende Zerstörung der deutschen Industrie-Grundlagen und der naive Überlauf an wenig qualifizierten, kulturfremdem Neubürgern ( ich errinnere, an das, was Gunnar Heinsohn über Schweden gesagt hat), werden den Boden einer europäischen Nivellierung auf tiefen Niveau legen. Das Auto der Zukunft ist ein hippes Elektro-Ei von Apple.

    Es ist doch wunderbar, in Deutschland/Europa von solch hochkarätigen Experten regiert zu werden, und ein Selfie mit einem 2m grossen Plüsch-Elch in der Fussgängerzone von Tuttlingen machen zu dürfen.

    • Es ist einfach, aber man will halt nicht.....
      @TGA

      Wie sieht denn die Realität aus….?

      Es gibt da zwei Möglichkeiten. Mit unseren Nachbarn im Osten zusammenzuarbeiten, wozu man die „Bedrohung“ Deutschlands durch Putins Russland realistisch einschätzen muss.
      Putin selber hat grössere Sorgen als sich an die US Verbrecher anschleimende deutsche Regierungen. Wollen die Deutschen wirklich, dass sich das ändert? Man scheint ja einen Krieg zu wollen! Angesichts der wohl nicht mehr so ganz unter Kontrolle zu halteneden Wirtschafts, und Welt-Schulden Krise, scheint ein Krieg langsam zu einer mal wieder Probleme lösenden Möglichkeit zu werden?

      Was ist an dem Satz so schwer zu verstehen: DE ist das Schlactfeld der Auseinandersetzung der USA mit Russland, weil die USA unter allen Umständen verhindern müssen, dass in Europa Frieden herrscht, weil sonst die eigene Welt-Vormachtstellung gefährdet ist. (ich sehe dasselbe natürlich auch in der identischen Konstellation in Asien, wo Japan die DE Rolle spielt, und China das Problem der USA ist.)

      Oder… man schafft eine europäische Verteidigungs Union und trennt sich von den USA, anstatt denen in ihre perversen regelmässigen Kriege zu folgen, wo auch immer auf dieser Welt US FInanz Interessen gefährdet sind.
      Also OHNE mit atomar oder nicht atomar bewaffneten Bundeswehr Flugzeuge in den baltischen Staaten Luftmanöver auf amerikanische Anordnung hin die Russen und Putin zu provozieren!

      „Die Nato hat erstmals Eurofighter in voller Kriegsbewaffnung in das Baltikum entsandt. Luftwaffeninspekteur Karl Müllner sagt, man wolle nicht eskalieren. Mit dem Einsatz wolle die Nato beweisen, dass sie mit Russland auf Augenhöhe agiere. Außerdem sei dies ein Zeichen der Motivation für die Soldaten. “
      Wagenknecht nennt das ganz richtig: “„Das sind brandgefährliche Kriegsspiele“

      Wir hatten die Banken Geschichte, wir hatten die Abhör Geschichte, jetzt haben wir gerade die Flüchtlings Geschichte…

      Was muss eigentlich passieren damit in DE endlich mal begriffen wird von WAS man da regiert wird?
      Ist das mittlerweile ein ganze Land voller geistig Behinderter geworden, die nicht mal in der Lage sind, sich ein Interview mit einem Helmut Kohl(!) Mann auf frontal21 anzuhören?

  48. Anmerkungen zu Anmerkungen
    „Don Alphonso sagt:
    22. September 2015 um 10:39 Uhr

    Es gibt kein Interesse an unangenehmen Fragen. die jungen Männer werden erst im Blaumann wieder auftauchen, wenn es um Integration urch Arbeit geht. Mir wäre es, wenn ich 20 Jahre alt wäre, angst und bange. einfach wegen der Kosten und der Löhne und der Konkurrenz.“ – Wie war das noch gleich mit der „Generation Praktikum“? Das ist die Generation der heute Mitte-/End-30er.

    „E.R.Binvonhier sagt:
    23. September 2015 um 11:42 Uhr

    Allüberall
    …wird propagiert, dass sich die Gesellschaften in Deutschland und
    Europa ändern müssen und wir keine Wohlstandsinseln mehr sein
    können.
    Das wird eine herbe Enttäuschung für die Migranten werden.

    Genau diese alten Verhältnisse haben sie doch angelockt und nur
    von denen wollen sie partizipieren.“ – Man lese nur die beiden Kommentare von Jörg Thomann („Das Ende der kleinen, heilen Welt“) und Heike Göbel („Flüchtlinge für die Rente?“) auf FAZ.net. Während Thomann uns es auf nette, pädagogisch wertvolle Art verklickern will, ist Heike Göbel wie gewohnt einfach nur direkt. Besonders deutlich wird sie, wenn sie schreibt: „Es ist zur fixen Idee von Schwarz-Rot geworden, dass Arbeit allein nicht genügt, sondern dass es „gute Arbeit“ sein muss. Die Standards legt die Politik fest, in immer irrwitzigeren Höhen. Wann, wenn nicht jetzt, sollte dieser Wahn ein Ende haben?“ Für Heike Göbel genügt Arbeit allein, egal welche. Wohin mag ihre Logik nur führen, führt man sie weiter? Wo enden wir, folgen wir ihrer Logik bis in ihre letzte Konsequenz? – Ich finde, man sollte man den Arbeitsbegriff diskutieren, gerade in einer Arbeitswelt, in der die Technik immer stärker den Menschen verdrängt.
    Aber Arbeit macht bekanntlich frei, nicht wahr, Frau Göbel?

    Aber wann starb Europa? Wahrscheinlich schon mit dem Fall der Mauer und dem Beitritt der DDR zum Geltungsbereich des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland. Das war einfach ganz platt gesagt ein Sieg der Leute, die aufgrund ihres Alters und/oder ihrer verwandtschaftlichen Verhältnisse ein Deutschland in Grenzen im Kopf hatten, wie sie irgendwann vor 1949 existiert haben. Man hat es dann zwar als einen Schritt hin zur europäischen Einigung verkauft. Aber warum war dann für diese europäische Einigung die Zerschlagung Jugoslawiens nötig? Und wies das Ende der CSFR nicht auch in eine andere Richtung? Oder handelte es sich dabei um Variationen des Altbekannten: Wenn es der andere macht, ist es böse; wenn wir es machen, ist es richtig? Sprich: EU-Modell = gut, alle anderen Modelle = nicht gut/böse.
    Die Osteuropäer sind nicht wegen der Idee eines einheitlichen Europas oder irgendwelcher schönen Werte der EU beigetreten. Denen ging es wie der Bevölkerung der DDR ums Geld/um den Wohlstand. Was anderes hat die nie interessiert. Und wenn die EU nicht mehr liefern kann, werden sich die Osteuropäer anderweitig orientieren. Die Menschen in der DDR können das nicht mehr. Sie haben ihre Eigenstaatlichkeit 1990 aufgegeben. Dafür stellen sie jetzt die Bundeskanzlerin und den Bundespräsidenten. Das ist ein Trost. Diesen Trost haben die Menschen im Westen nicht. Eigentlich ist der Westen der Verlierer der Einheit (sei es auf nationaler oder europäischer Ebene. Da hilft auch nicht das Gerede davon, dass der Westen finanziell profitiert hat. Wohin sind die Gewinne gegangen? An wen?

    • Schlüssig argumentiert
      @J.Cremer: Sie haben viel von der Tragik unserer heutigen Situation eingefangen.
      In den 50er Jahren hatte der Soziologe Gregory Bateson die „Double Bind“ Theorie von unmöglich aufzulösenden kommunikativen Paradoxien entwickelt, die einerseits für grosse Teile unseres Humors sorgen, aber in existentiellen Situationen möglicherweise Schizophrenie verursachen, weil man an der Quadratur des Kreises irre wird.

      Und da stecken wir. Wir wollen nett und hilfsbereit sein, aber auch unseren Porsche nicht für ein paar afrikanische Kinder, die einen mit grossen Augen und einer leeren Reissschale bettelnd ansehen, verkaufen.

      Wohlstand teilen oder verteidigen – im Kern wird es wohl darauf hinauslaufen – wie die Politik eine „nette Verteidigung“ verbal orchestriert, damit nicht ganz Europa rechtsradikal wird.

      Spannende Zeiten.

      Und wenn die Elite von VW gerade unseren Fachkräftemangel behebt, gehen wir doch goldenen Zeiten entgegen – Lichtmaschinen-Mechatroniker kann man am 3-Rad-Pedelec mit Regenschutz doch gut gebrauchen.

    • Wirklich?
      Es liegt mir fern zu behaupten es gäbe genug Geld für alle, aber es gibt nun mal die Geschichte von dem Einen Prozent der Menschen und den restlichen 99%…. Beispiel? Da verursacht also ein Herr des 1% einen Milliarden Schaden und trotzdem:

      Bloomberg berichtet, dass der zurückgetretene VW-Chef Martin Winterkorn mit einer VW-Rente in der Höhe von mindestens 28,6 Millionen Euro rechnen kann. Dies sei der Wert der Firmen-Pension per Ende 2014. Entscheidend für die Auszahlung ist die Frage, ob Winterkorn im Einvernehmen mit dem Unternehmen ausscheidet oder wegen schuldhaften Verhaltens gefeuert wird. Der Aufsichtsrat hatte Winterkorn für seinen Schritt „Respekt“, ihm für seine wertvolle Arbeit für das Unternehmen gedankt und festgestellt, dass Winterkorn von dem Manipulations-Skandal nichts gewusst habe. Möglicherweise erhält Winterkorn auch noch eine zweijährige Abfindung.

      Natürlich ist es gelogen, ass er nichts davon gewusst hat, aber selbst wenn, dann wäre es seien Inkompetenz die die ungeheuren Verluste ermöglicht hat.

    • Geld kann man aber drucken, Wohnungen und Versorgung nicht.

  49. na ja:
    sehr geehrter Don, Fahrräder, zum Niederknieen finde ich auch, zum — Niederknieen,
    solange sie auf dem Speicher stehen oder an der Wand hängen;
    nur fahren tu ich solche mit wenig Gewicht und funktinierenden Bremsen, ohne E-…. und son Kram, Name derer ist dann egal.
    Ich finde auch Designs von italienischen und französichen Autos toll, und von Oltimern;
    nur fahren tu ich eines der langweiligsten, konformistischten Autos der Welt, einen Golf (Benziner :-) );
    der soll ja anspringen morgens, auch wenn es nass und kalt ist und die 25 km bis zur Arbeit durchhalten;
    ansonsten: d’accord

  50. Nachtrag zum Thema Flüchtlinge....
    Wie richtig wir mit unserer Einschätzung der „Flüchtlingsfrage“ hier generell liegen, kann man am besten an „Die Anstalt“ vom Dienstag erkennen.
    Ich war gespannt ob man eine Möglichkeit finden würde, mit dem Thema in dem Rahmen umzugehen. Und es klappte ganz hervorragend, weil man sich darauf beschränkte auf die unfassbare Lage hinzuweisen in der die Merkel das Land gebracht hat, und dass es von dort im Augenblick nur mehr lächerliche Auswege gibt.
    Und genau das haben die in der Sendung geschafft, grossartig!

    Die GANZE Sendung gibts hier:

    https://www.youtube.com/watch?v=8-mgQVcMLOg

    etliche andere Fassung sind gekürzt….

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