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Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Die moralisch saubere Ausrottung der Kiffer

| 154 Lesermeinungen

Take me down to the paradise city
where the grass is green and the girls are pretty
Guns n Roses

Es der 4. November. Es ist warm, 22 Grad, und hier oben auf 720 Meter behindert kein Dunst und kein Smog die Strahlen der Sonne auf dem Weg zur Hautkrebsverursachung. Sogar die hier als Kurgäste verweilenden Araber sind leicht angezogen, und zwei alte Damen entledigen sich der Kleidung, tapsen die paar Schritte zur Badeleiter, und gehen schwimmen. Es ist der 4. November und reiche Damen der Ü-70-Klasse baden im Tegernsee.

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Ich betrachte diese Szene, in Lycra gekleidet und ein Colnago halten, nach einem erfolgreichen Angriff auf die Wallbergstrasse, einer asphaltierten Gemeinheit mit mehr als zehn Prozent Steigung. Alles um mich herum strotzt vor Gesundheit, es surren die Speichen, im Cafe gibt es vegane Kürbissuppe für knapp sieben Euro, und die hier untergebrachten Flüchtlinge erkennt man daran, dass sie rauchen. Sie kommen aus anderen Kulturkreisen, wo jene, vor denen sie fliehen, Menschen als Schutzschilde benutzen oder Frauen steinigen. Da sei ihnen das Rauchen vergönnt. Gestern war ich in einem anderen Cafe am See: Dort muss man draussen jetzt explizit nach einem Aschenbecher fragen und bekommt ihn wirklich nur widerwillig. Jemand hat das versucht und musste dann einsehen, dass er jetzt besser darauf verzichtet.

Wer also nicht als Flüchtling gelten oder negativ auffallen will, verzichtet besser auf die Raucherei. Wer die Achtung seiner Mitmenschen ergattern möchte, steigt auch im November noch in den Tegernsee. Gleichermassen bekommt er Kinder und bekämpft bei denen natürlich auch das Rauchen. Vorgestern war ich übrigens im Biergarten. Dort wird zwar noch Bier getrunken, aber kaum geraucht. Mir als Bayern, der das von früher auch anders kennt, fällt durchaus auf, dass hier mit Bedacht getrunken wird. Die hiesige Brauerei verdient ihr Geld nicht durch Alkoholiker, sondern durch Kenner und Verankerung in einer reinen, gesunden Region mit Heilklima. „Craft Beer“ muss hier keiner machen, das Handwerkliche und Nahrhafte, das Gute und Besondere war schon immer Markenzeichen des Hauses. Sehr viele Anwesende, besonders jene Scharen, die mit dem Rad die 40 Kilometer von München hergefahren sind, halten sich dann auch an die vegetarischen Gerichte. Niemand in meiner Nähe raucht.

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Kurz, wir bestätigen eindrucksvoll die Ergebnisse des jüngst erschienen deutschen Raucher-Atlas, und gäbe es einen Alkoholiker-Atlas, sähe es nicht anders aus: Diese Region im Süden mit dem höchsten Anteil an Millionären – aber was ist schon eine Million in Zeiten wie diesen? – raucht nicht und trinkt gern, aber begrenzt, und dann auch nur Qualität, während die Hartz-IV-Metropole Berlin die meisten Raucher zu verkraften hat. Die Eier sind hier alle bio, auf jeder Speisekarte wird die heimische Produktion herausgestellt, es gibt immer vegetarische Alternativen, und einige Luxushotels bieten natürlich auch üppige vegane Menüs an. Was immer der Gesundheit dient, man bekommt es. Beim Essen und Trinken sind hier alle grün-alternativ, und man sollte auch nicht vergessen, dass es die Ökologen waren, die hier in Bayern das strenge Rauchverbot durchgesetzt haben. Es gibt so etwas wie eine Querfront zwischen ultrakonservativen Anstands- und Naturerhaltern und grünen Moralaposteln, die inzwischen auch ein kritisches Auge auf amerikanische Erfrischungsgetränke werfen. Cola ist auf dem Rückzug und hat auf den Speisekarten ganz viele unschöne Hinweise, was da alles an Stoffen drin ist. Johannisbeerschorle mit Früchten aus der deutschen Region ziemt sich dagegen sehr wohl. Sogar banale Fruchtsafthersteller malen Sprüche wie „aus Omas Garten“ auf die Kartons.

Hanf kann man natürlich hier in Deutschland regional anbauen. Man muss ihn nicht importieren und dann von Menschen mit wunderbarer Natur im Görlitzer Park kaufen. Es gäbe durchaus auch eine Option für deutschen Biohanf aus kontrolliertem Anbau, und ungespritzt wäre er auch. In Mexiko wird Cannabis gerade frei gegeben. In den USA ist es schon eine Weile so. Und gerade scheiterten die Kreuzberger Grünen mit dem Versuch, eine Drogenverkaufsstelle einrichten zu lassen, mit dem Argument, den von ihnen fördernd geduldeten Drogensumpf in Görli und an den U-Bahnen damit bekämpfen zu können – ganz so, als wären Wähler derartiger Politik lediglich harmlose, sozialverträgliche Kiffer und bezögen psychotische Anfälle keinesfalls vom Tablettenkonsum oder Koksen, und das Wort Einstiegsdroge hören die besonders progressiven Grünen nicht so gern. Lieber teilen sie mir mit, dass das Adrenalin, das bei der Abfahrt vom Wallberg in meinen Adern kocht, auch so eine Art natürliche Droge sei und man sie deshalb doch bitte in Ruhe ihre Joints rauchen lassen sollte.

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Noch keiner konnte mir erklären, warum sie, wenn mein Adrenalin schon kostenlos und legal auf Pässen erhältlich ist, nicht das tun, was jeder normale Mensch tut: Ein Rennrad kaufen, vermögend sein und an den Tegernsee zu den feinen Bergstrassen ziehen. Da ist sie doch, die klare, gesunde und legale Alternative zum Cannabis, und den gestählten Körper, gute Luft und Sonnenschein gibt es gratis dazu. Vermutlich gibt es auch einen ordentlichen Schub der Körpersäfte, wenn man im November im See badet. Das alles ist bei uns akzeptiert und wird auch gelobt – niemand muss sich deshalb eine Tüte drehen. Und da sehe ich auch das eigentliche Problem der Kiffer: Würde man die Droge freigeben, würden die Kiffer öffentlich damit auftreten, und dafür sorgen, dass hier bei uns mehr geraucht wird. Wir rotten hier nicht den normalen Raucher mit brutaler Diskriminierung aus, wir reden nicht Sondertarifen für Glimmstengelfreunde bei der Krankenkasse das Wort, nur damit die nächsten hier wieder das Heilklima verpesten. Es mag schon sein, dass irgendwann die Freigabe kommt – aber das wird dann auch der Tag sein, an dem die neuen Verbote in Gaststätten und im öffentlichen Raum kommen.

Denn etwas nicht verbieten bedeutet noch lange nicht, dass man es sozial akzeptieren muss. Man kann auch eine Flasche Strohrum kaufen und sie am See austrinken. Das ist legal, wird aber dennoch nicht gewünscht und hätte für das Sozialprestige des Säufers sicher unangenehme Folgen. Ohnehin sind viele Dinge nur legal, weil nicht jeder alle Möglichkeiten missbraucht – würde sich etwa jeder Unerfahrene mit einem MTB die Wanderwege hinab stürzen, gäbe es in kürzester Zeit eine Debatte um die Aufstellung von Verbotsschildern, die solche Störer auf die Radwege am See verbannen würde. Jemandem etwas eventuell erlauben ist das eine – Passivhaschen oder gar Kindern anderer Leute so etwas anbieten jedoch käme hier ganz schlecht an. Und mit der von den Grünen geprägten Bio- und Gesundheitsdiktatur ist auch ein Kraut gegen die von den Grünen geprägte Haschischtoleranz gewachsen. „Recht auf Rausch“ hiess es früher von Seiten der Kiffer, als in Bayern noch richtig gesoffen wurde. Das zieht hier schon etwas länger nicht mehr. Hier gilt „Pflicht für Bio, regionale Zutaten, körperliche Fitness und reine Luft“. Die Menschen und die Vorbehalte ändern sich, Und Kiffer haben mit ihren Tüten hier das Pech, dass ihr Laster an jenes angelegt ist, das gerade gnadenlos weggesäubert wird.

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Es mag also sein, dass die Zukunft die Gesetze liberalisieren wird, aber die gesamtgesellschaftliche Entwicklung geht einen anderen Weg. Denn niemand kann einem verbieten, andere wegen ihrer Konsumgewohnheiten zu diskriminieren, fertig zu machen und dem Mob vorzuwerfen. Niemand hat diese Kultur der moralisch sauberen Hexenjagd so sehr perfektioniert, wie Pressure Groups des politischen Umfelds der Grünen und Linken: Beim Strom, bei Radiowettbewerben zum meisten Holz vor der Hüttn, bei Spielzeug, bei der Farbe von Mädchenprodukten, beim Essen, beim Angebot und Erwerb sexueller Dienstleistungen, bei der Umschreibung wunderbarer Menschen, bei der Herkunft des Tropenholzes und beim Energieausweis der Häuser, und jetzt auch noch bei VW und dem Abgasskandal. Es ist erkennbar, dass in diesem Verdammungskreislauf der nicht nachhaltige und ungesunde, mehrheitlich männliche und cisheteronormative, phallussymbolische und sexuell enthemmte Kiffer mit seinen Abgasen das nächste natürliche Opfer nach der Ausrottung des Playboy-Bunnies sein wird. Für einen Abstinenzler wie mich ist das natürlich sehr angenehm, denn ich weiss als Naturbursch nicht nur, wo die Häschen laufen. Ich kann auch gut mit einem Geschwisterkrieg ehemaliger Verbündeter leben, die sich gegenseitig an die Gurgel gehen. In Berlin bitte. Am Tegernsee wissen wir selbst, wie wir solche Leute ganz einfach mit hohen Immobilienpreisen verhindern.

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154 Lesermeinungen

  1. Hübsch böse
    Verehrter Don,
    gut geschildert, und wie gut dass ich dass abschließende leckere Bild vom leckeren Essen erst nach meiner Mittagspause in der hiesigen Kantine sah, also geschützt vor hungrigen Anfechtungen.
    In der Tat, der gestrigen Printausgabe konnte man ja nachlesen, dass die Trennung zwischen den gebildeten, wohlhabenden Fitten, Ranken und Schlanken, und der misera plebs Hartzschen Gedenkens mit Übergewicht, Suchtverhalten und junk food verläuft.
    Auf viele weitere Adrenalin spendende Abfahrten und angenehm gehässige blog-Einträge.

  2. Kiffererkennungstraining
    Letzten Samstag bin ich mit meinen Freunden von der niederländischen Polizei kreuz- und quer durch Amsterdam geradelt. Das war sehr interessant, denn die haben einen eigenen, nicht touristischen Blickwinkel. Amsterdam aus der Sicht eines Polizisten ist reales Training in Kiffererkennung.

  3. Bergpredigt
    Hoffe Sie behalten recht, weiter bei Bedarf am Tegernsee im Windschatten der Geschichte fahren zu dürfen. Die untergründigen Gemeinsamkeiten von „Müslifaschisten“ und Frömmlern (gibt es ja zuhauf schon in Personalunion) werden uns aber wahrscheinlich ebenso wie die der Islamisten und Christen bald weitere Freiheiten nehmen. Wobei ich Freiheit hier im Sinne von Rosa Luxemburg verstehe. Es sei denn, dass sich die Freigeister, die normalerweise keine Gemeinden bilden, sondern in ihren Gärten nur Gäste und Freunde begrüßen, sich ebenfalls zum Kulturkampf organisieren.
    Also dann: Für eine Welt ohne Monotheisten, Frühaufsteher und Rechtshänder.

  4. Und die Moral von der Moralgeschicht'...
    Besessenheit wandelt auch Not wendendes in Not bringendes.
    Human graduiertee Leben-Wandern birgt das „Wunder(n)“
    eines humanen Leben-Wandel…
    Zitat Auszug-Desiderata:
    Strebe behutsam danach glücklich = gesund, zu werden, zu sein
    und zu bleiben.

    Deshalb ist Gott ein glücklicher Wanderer, über den sich jeder
    in/vor Besessenheit Rasende wundert und nicht begreift das
    Wandergeschwindigkeit Wunder bewirkt, die der vom Rasen
    Besessene, auch rasender Wandel, nicht wahr nehmen kann.
    Geschwindigkeit ist keine Hexerei, aber wird sie höher
    als Not wendendes Wahr-Nehmung-Gehen, wandelt sie wahrnehmungsfähige Lebengeschwindigkeit in Not bringenden
    Leben-Geschwindigkeitsrausch…verhext sie quasi zur wahrnehmungslosen Leben-Fortschritt-Besessenheit…
    und trübt so den klaren Blick, den die Wandergeschwindigkeit birgt.
    Dann werden vermeintliche(r) Fortschritt(e) zum fortschreiten
    vom Glück, von der Gesundheit…bekifft vom Fortschritt,
    vom Rausch der Geschwindigkeit…s. Ihr Beitrag…s. Weltgeschehen.
    Mit überhöhter Leben-Geschwindigkeit die Sicherheit der Kriege
    erhalten. Es lohnt sich über (Leben-Geschwindigkeit-)Sicherheit und
    Leben in Geborgenheit…W(a)(u)ndergeschwindigkeitleben und ihre Folgen nachzudenken…Sicherheit im Krieg…Geborgenheit im Friede.

  5. nun ja...
    Ach, warum bitte soll denn nicht jeder so leben, wie er es für richtig hält? Wer kein Fleisch essen will, aus welchen Gründen auch immer – warum denn nicht? Hätte die ganze Welt einen Fleischkonsum wie die USA, dann gute Nacht.
    Und wer als aufgeklärter (!) Mensch Drogen konsumieren möchte – bitte, soll er es doch tun. Das befreit die Gesellschaft nicht vor Verhaltens- und Verhältnisprävention, beides in Deutschland relativ „neue“ Begrifflichkeiten.
    Warum hier jetzt derart zwischen Cannabis und Tabak differenzieren? Na gut, Tabak ist gefährlicher als Hanf, das wissen wir. Und hinter Tabak steckt eine mächtige Lobby.

    Ach, die armen, armen Raucher und diese schlimme „Diskriminierung“ aber auch… manche haben noch immer nicht begriffen, dass es eigentlich nur darum geht, Unbeteiligte zu schützen. Ist noch gar nicht so lange her, da wurde man doof angemacht, wenn man im Wirtshaus mal ein Fenster gekippt hat, um nicht zu ersticken. So viel zur „Toleranz“ der „armen, diskriminierten“ Raucher.
    Nein, es waren eben nicht einfach nur „die Ökos“, die in Bayern hinsichtlich Rauchverbot im öffentlichen Raum zur internationalen Normalität geführt haben, sondern es war ein breites Bündnis aus ÖDP, Grünen, vielen CSU-Mitgliedern, SPD, Ärzteverbänden, Sportverbänden und 61% der Wähler. Heute sind knapp 70% dafür, nein sowas aber auch… In NRW sieht es ganz ähnlich aus.

    Und wenn man Dritte mit seinem Verhalten schädigt (und dabei ist es gänzlich irrelevant, ob im Rauch nun noch Rückstände von Tabak oder von Cannabis enthalten sind), sollte man dies unterlassen. Darum geht es. Und die meisten haben das inzwischen ganz gut begriffen.
    In Bayern mehr als in Berlin. Ich kenne beide Länder ganz gut. Und auch Kalifornien kenne ich gut. Was Drogenpolitik und public health angeht, spielt es drei bis vier Klassen über Berlin, das können Sie mir glauben.

    • Unbeteiligte zu schützen
      „nur darum geht, Unbeteiligte zu schützen.“

      Das wäre eine feine Sache.

      Ich will fortan nur noch unbeteiligt sein. Der Schutz aller ist mir
      gewiss.

    • Man nennt es auch Opfer-Abo. Alte weisse Männer sind dafür aber nicht prädestiniert.

    • wieder nix
      D.A.,Sie haben recht. Die Unbeteiligten sind die Mehrheit wo man auch hinkommt.
      Die Minderheit der Schutzwilligen ist zu sehr mit sich selbst beschäftigt,
      da empfiehlt es sich auf sich selbst aufzupassen. Dachte das ändert
      sich mal, wo doch alle Alles ändern wollen.

    • vielleicht sollte man sich einfach einen wunderbaren Vorfahren zulegen, irgendeinen Lampenträger oder sowas.

    • wunderbare Vorfahren
      die hab ich sogut wie jeder andere Europäer. Wir sind doch
      seit alters her eine Migranten Population, da müsste doch mit dem
      Deifi zugehn, wenn sich da kein Lampenträger finden läßt.

  6. Sancta Simplicitas
    Vom meßbaren, lieber Don, scheinen Sie mehr zu verstehen als vom unmeßbaren und leider verwechseln sie auch noch beides! Ts, ts, ts…

  7. Herdentier statt Individuum
    Über all diese Mätzchen könnte man lachen, wenn es vermutlich nicht um etwas anderes ginge. Um die Gemengelage von Gesundheitspolitik und Gesundheitsindustrie, und um ein Subjekt (und Staat), welches von diesem Gemengelage manipuliert wird. Um Wohlfühlpillen verkaufen zu können, muss man das Wohlfühlwollen erst auf den Markt gebracht haben. Wohlfühlen statt Genießen, versteht sich. Das Subjekt wird immer mehr auf sein ökonomisches Bestimmt-sein reduziert. Und der Staat auf das, was er im Kern schon von Beginn an gewesen ist – Sachwalter des Kapitals.

    Ich genieße gern mal eine gute Zigarre – als eigentlich Nichtraucher – und/oder ein gutes Glas Wein, ohne mir sicher sein zu können, dass ich mich danach noch wohlfühle. Ich riskiere also hin und wieder meine Gesundheit und mein Wohlempfinden zugunsten einer Empfindung, die mir wichtiger ist: der Genuss. Schließlich habe ich gelernt, dass Wohlfühlen ein komplexes Empfinden ist, und dass es auch ganz gut funktioniert ohne die Segnungen von Gesundheitsindustrie und völlig im Gegensatz zur offiziellen Gesundheitspolitik. So greife ich nur noch selten zu irgendeiner Pille. Schon gar nicht zu irgendwelchen Wellnesspräparaten.

    Um zu wissen, was einem gut tut, erfordert mehr als nur zu wissen, was gut und was schlecht ist. Ein eigenes Körpergefühl ist unumgänglich. Aber auch das Wissen ob der Begrenztheit jeder Erfahrung, auch der des Genießens. Wer keine Prioritäten setzt, wird auf die eine oder andere Weise immer süchtig, verliert also die Kontrolle über sich und seine Wünsche.

    Und ich denke, dass es darum geht: Wir sollen die Fähigkeit verlernen, uns selber Grenzen zu setzen, angepasst an die eigenen Wünsche und Bedingungen. Wir sollen demnach darauf konditioniert werden, auf andere zu hören, auf deren Wünsche und deren Bedingungen. Wir sollen unser Schicksal niemals losgelöst von dem der Konsumgüter- bzw. Wellnessindustrie denken. Im Vorfeld eines neuen „Subjekts“, welches aber dann gar keines mehr sein wird, geht es um die Optimierung des gegebenen. Wir lernen gerade uns der Maschine anzunähern, die uns morgen ersetzen wird. Und eine Maschine raucht nicht, trinkt nicht…

    Und obwohl die Rentenkassen darunter zusammenbrechen, sollen wir uns um ein langes Leben bemühen, ein gesundes natürlich. Doch die Entscheidung darüber, wie dieses lange und gesunde Leben aussehen soll, die sollen andere treffen. Und wer da jetzt glaubt, es ginge da um unser Wohl, oder auch darum Kosten zu sparen, oder gar um Ressourcen zu schonen, der dürfte irren. Es geht um unser Geld und um unsere Ressourcen, bzw. um die Ressourcen schlechthin. Geld, das der eine hat, der andere nicht. Eine Art natürliche Auslese. So wie in der Natur, wo aber längst das Kapital bestimmt, welche Ressource vorerst nicht geplündert wird.

    Die, die das Geld haben, bekommen ein synthetisch reines Leben, die, die es nicht haben, werden ein kostengünstiges vorzeitiges Ableben erfahren. Nicht nur bei letzteren ist da „Genießen“ nicht wirklich bei vorgesehen. Denn genießen kann nur das Individuum. Und genau das, soweit es nicht identisch ist, mit dem idealen Marktsubjekt, steht auf der Agenda der Abwicklung. Vielleicht ist es das, was wir lernen sollen: erkennen und akzeptieren, zu welcher Kategorie wir gehören. Ja, auch die „Klasse“, Kategorie in Marxens Kritik der Politischen Ökonomie, erlebt jetzt ein Come Back als reale Kategorie, als Ersatz für die Klasse. Bedingungsloses Fremdvertrauen, statt Selbstvertrauen. Autoritärer Korporatismus, statt solidarischer Kollektivismus, Herdentier, statt Individuum. Darum geht’s.

  8. Pingback: Herdentier statt Individuum

  9. OPIUM FÜRS VOLK
    sagte schon ein sehr begabter ökonom…..aber das mit dem kiffen ist doch so folgerichtig und zwangsläufig………..wie soll jemand ob GRÜN oder heute noch LINKS seine kognitiven dissonanzen dauerhaft ertragen können, wenn nicht bekifft ! bei Freud wären es eben die verdrängungsmechanismen, die bekifft und benebelt erfolgreicher arbeiten können………von abspaltungen wollen wir ja garnicht reden, dann müssten wir ja manche als gespaltene persönlichkeiten einstufen…………..oder evtl. doch ?

    auch ich verdränge ja lieber, dass mein mittagscappu heute in einem hotel mit südsonniger terasse am see stattfand, in dem mein hoch verehrter deutschenfreund Churchill 1910 zu seiner hochzeitsreise nächtigte……….

    der C. sagte ja wohl auch: wer immer von der gefahr des rauches in den zeitungen liest, hört auf……………..zu lesen !

  10. Graham Nash
    mit Nash ist nicht der spieltheoretische nobelpreisträger gemeint den Frank Schirrmacher so im visier hatte………….nein G.N. war bei den Hollies auf der unwirtlichen insel und wechselte zu CSNY (das N für Nash) und auf die frage nach warum nach California:

    beautiful girls,
    warm and sunny weather,
    the best grass,
    and a crazy music scene

    noch fragen ?

    und bei guns and roses folgt auf „paradise city“ jahreszeitmässig bald der „november rain“………das sind wechselbäder !

  11. Lieber Don, sich Abstinenzler zu nennen
    und bei jeder sich bietenden Gelegenheit die wunderbarsten Torten zu schlemmen, mühsam erstrampelt immerhin, hat doch auch etwas Lasterhaftes, passt das zusammen?

    Beim Lesen habe ich mir vor Schreck erst einmal eine Zigarette angezündet, ich fröne der Qualmerei, immer mal mit Unterbrechungen, seit über 50 Jahren und denke, Räucherware hält sich besser. Was Bekannte mir mit „jugendlichem Aussehen“ bestätigen. Allein die Preise könnten mich in meinem Alter davon noch abbringen.

    Allerdings fehlt mir jegliche Erfahrung mit anderen Drogen, einen guten Wein ausgenommen, frage mich allerdings, ob ich nicht doch einmal das Kiffen ausprobieren sollte. Allein, um mitreden zu können und nicht ganz dumm zu sterben.

    Denn trotz der Bio- und Gesundheitsdiktatur ist eines sicher, wir alle gehen den Weg allen Irdischens, wir beißen irgendwann ins Gras. Die Immobilienpreise dafür steigen zwar auch ständig, dem auszweichen hilft dann die Nord- oder Ostsee.

  12. " RaucherSchweine im Lausanne Palace "
    Lieber Don Alphonso,

    Ich sitze ich hier in der Habana Bar im Lausanne Palace. Wir haben eine nette Runde und ein anregendes Thema zur wirtschaftlichen Entwicklung. Der Raum ist erfüllt vom Geruch des braunen Leders der Sessel und vom Aroma der erlesenen Zigarren die hier, nicht nur von den Herren, geraucht werden.

    Wenn ich Ihre Gedanken so lese schaudert mich regelrecht hier, so quasi, in Mitten des Abschaums der Gesellschaft meine Zeit verbringen zu müssen. Bisher habe ich mich hier ja ganz wohl gefühlt.

    Ihre Worte klingen ja sehr moralisch und sendungsbewußt, nahezu mit inquisitorischem Eifer in welchem dem Leser vollkommen klar wird was Gut und Böse ist?

    Der erlesene Kreis derer, die hier mit mir bei einer Zigarre sitzen ( ich habe gerade etwas hierzu etwas ausführlicher geschrieben (http://objectbe.blogspot.ch) fühlen sich ja wenig berührt von ihren Worten, die ich gerade hier vorgelesen habe.

    Die Stigmatisierung der Raucher ist ja nichts Neues und hat Geschichte. Walter Wippersberg beschrieb schon, daß „persischen Schah, der im 17. Jahrhundert Rau- chern Lippen und Nasen abschneiden und einem russischen Zaren, der Tabakverkäufer kastrieren liess“. So als anschauliche, gesellschaftliche Erziehungsmaßnahme.

    Wenn man Gefallen an moralischer Stigmatisierung hat, man hat ja sonst nicht zu tun, können wir ja von den besonders moralischen Freunden auf der anderen Seite des Atlantiks lernen.

    Wie wäre es mit den Fetten ? Die verschönern das Landschaftsbild am Tegernsee auch nicht gerade und die Kosten im Gesundheitswesen für diese Personengruppe ist enorm. Oder krallen wir uns übermorgen die, die keinen Sport betreiben. Und Übermorgen ?

    Der österreichische Philosoph Robert Pfaller schreibt, «dass die Rauchverbotsdebatte nur der erste Schritt einer voranschreitenden Biopolitik ist, die das gesellschaftliche Solidaritätsprinzip ausser Kraft setzen und Krankheit in Zukunft als etwas Selbstver- schuldetes und mithin selbst zu Bezahlendes begriffen wissen will»

    Mit dem bewährten Kampfmittel der Moral drischt man in diesen Tagen ja schon auf all jene ein, die es noch wagen öffentlich etwas gegen die illegale Einwanderung zu sagen.

    Wir fanden in unserer kleinen Runde hier, Ihre Gedanken außerordentlich amüsant und Monsieur Gustave, meinte nur lächelnd, daß in ganz Deutschland ja auch seit Wochen Politik nur noch mit Moral begründet wird, was allgemeine Heiterkeit hervorrief.

    Ja, jetzt sind wir wieder zu unserem bisherigen Thema zurückgekehrt, bitte entschuldigen Sie, Don Alphonso, bis zum nächsten Mal.

    Seien Sie herzlich gegrüßt

    ObjectBe

    • dann geniessen
      sie weiter das frühlingshafte wetter und die lavaux-weinberge, das letztere innerlich wie äusserlich………….

    • Werte ObjectBe
      Es fällt immer auf, wenn jemand über Dinge redet, die er versteht.
      Helmut Käutner

      Ein Komplement-Zitat, Kompliment für Sie, als Dinge-Versteherin,
      als SubjectBe auch ObjectBe zu sein, als SubjectBe geborene? dazu
      berufen? und als Komplemente Ihres Selbst, mit Scheiter-Not-wendender und zugleich kaum zu überwindender Intelligenz-Grundniveauausbildung, Spiegel in höchsten Elitär-Versteher-Kreisen der Moral-Prediger-Welt, in Person ObjektBE Beruf zu begegnen….
      als Mensch gewordene Schwarze Witwe sozusagen, ohne Verdammungsgedanken…
      bin Ihrem Hinweis gefolgt.

      Komplement-Zitat, na ja, ich bezeichne es mal als komplementär, von diesem Zitat:

      Durch nichts bezeichnen die Menschen mehr ihren Charakter als durch das, was sie lächerlich finden.
      Johann Wolfgang von Goethe

      soll heißen, SubjektBe und ObjektBe, Komplemente zu verstehen, ist
      wohl nicht gleichwertig mit der „Be“G“Reifung“ von SubjektBe und ObjektBE, um somit als HumanBe komplementäre Dualitätenperson,
      eine Ratiomoralperson zu werden.
      MOR“A“L“…“A“MOR…“L“iebe…
      Vielleicht ist ObjektBe fiktive Kunstfigur einer Schwarzen Witwe Autorin, oder gar Autor, alles ist möglich:=)

      LG
      W.H.

    • @W. Hennig - "Der Zweifler"
      Werter W. Hennig,

      da haben Sie sich ja viele Gedanken gemacht.
      ……..“als SubjectBe auch ObjectBe zu sein, als SubjectBe geborene?“ schreiben Sie.
      Wählen Sie aus, ganz wie Sie möchten.

      Doch Ihr Gedanken an eine „schwarze Witwe“ der geht vollkommen ins Leere.

      Was Ihren Zweifel aus der Ferne betrifft, welcher ja verständlich ist in diesen Zeiten, („Vielleicht ist ObjektBe fiktive Kunstfigur einer Schwarzen Witwe Autorin, oder gar Autor, alles ist möglich“) kann ich Ihnen sagen: Alles real, alles authentisch, keine Kunstfigur. Wären Ihre Zweifel nun beseitigt, sollte es meine Aufgabe sein Ihnen diese zu nehmen? Ich glaube nicht. Und, mögen Sie dies bitte, weder verletzend noch abwertend zu verstehen, was hätte ich davon?

      Ich empfehle Ihnen: Bertold Brecht: 
“Der Zweifler“

      Seien Sie herzlich gegrüßt

      ObjectBe

    • @ djangohatnemonatskarte mit den Freuden der Witwe Ponsardin
      Lieber Herr djangohatnemonatskarte,

      vielen Dank für Ihre poetischen Wünsche. Wir trinken gerade einen Veuve Clicquot und genießen.

      Mit herzlichem Gruß

      ObjectBe

    • @ ObjectBe
      Ich entnehme Ihrer Antwort daß Sie meinen Kommentar nicht
      wirklich verstanden haben, schade.

      Der Zweifel ob reale „Geschichten“ oder „fiktiv“ ist und war gar nicht mein Hauptanliegen in meinem Antwortkommentar…und ich erwartete
      darauf keine Antwort.
      Zweifel ob Subjekt oder Objekt erst recht nicht, der Mensch ist immer beides, sowohl als auch. Hier liegt das Nichtverstehen bei Ihnen.
      Und als Folge wohl auch für den Rest meines Textes.
      Ihre Antwort als Psychologin verwundert mich ehrlich gesagt.
      Betrachten Sie mich, den Zweifler in Ihren Augen, als befriedigt.

      LG
      W.H.

    • Danke
      Wahrer Moral ist die Moral egal.

    • Rücksicht lohnt sich nun mal nicht.

  13. Steriles Verhalten...
    …in steriler Landschaft.

  14. blue pill
    Werter DA, hat Sie das Bedürfnis nach Einnahme der blue pill überkommen? Nun ja, wissen wir ja alle, ignorance is bliss, zumindest zeitweise, aber, nun ja, die Verhältnisse im deutschen Weicheier-Staat (courtesy of Richard Sulik – this guy did a great job) bzw. genauer noch an dessen groß-koalitionär ohne Volksabstimmung abgeschafften Grenzen, die sind halt nicht so, werter Don. Oder suhlen Sie sich zwecks Regeneration ein wenig im warmen Sud der Matrix, um sich hoffentlich wieder zu alten Höhen (Zensurbeitrag in DEM/Vermieterartikel) aufzuschwingen?

  15. Ach was! "Schlag gegen Tegernseer Drogenring"
    …mutmaßlicher Hintermann im Raum München …

    … neben Marihuana auch größere Mengen an Ecstasy-Pillen, LSD, Kokain und Crystal Meth …

    Ach was! II:
    Die Immobilenpreise in Berlin sind ebenfalls ganz schön hoch geworden:
    http://immobilien-kompass.capital.de/berlin

    Die Dinge sind nicht so, wie sie scheinen:
    Nur weil im Bio-Obatztn-Biergarten bei der sauberen Zenzi am See (deutlich falsche Kneipe für so etwas) keiner so recht öffentlich seine Tüte auspacken wird – auch nicht nach Freigabe, bedeutet das nicht, dass Wohlhabende privat weniger Drogen zu sich nehmen würden als Berliner Prekariaristen.

    Im Gegenteil: Rausch und künstlich erzeugte Turbo-Egogefühle muss man sich kräftig leisten können.

    Eben dann zuhause unter sich im Edelambiente oder zünftig im Zirbenholz-Schlafzimmer. A bissi wos geht oiwei. Für den Papa Koks, damit er in seinem Optimier-Umfeld weiter als Helikopter-Manager Marke Turbo Gnadenlos Schnellsprech funktioniert, für die Mama den Klassiker Alkohol plus Tabletten, damit sie den agitierten Kerl zuhause aushält, der ihr die tolle Immobilie bezahlt. Die Jugendlichen auf Parties: Alles was sie erwischen können zum Ausprobieren. Da unterscheidet sich Tegernsee-Jugend wohl kaum vom Rest der Republik.

    Aber a schöne Kulisse für das versteckte Elend ist der Tegernsee schon, das ja.

  16. Ähem,
    Tüten werden gebaut, nicht gedreht. ;-)

    Ansonsten hat das Rauchverbot noch etliche urige Kneipen gekostet, den anderen Umsatzverluste beschert und die Kosten der Kranken- und Rentenversicherungen wird es auch noch dauerhaft erhöhen. Mal ganz davon abgesehen, daß niemand in Raucherkneipen gezwungen wurde, sind Toleranz und Freiheit mal wieder auf der Strecke geblieben. Aber darum ist es am Tegernsee ja noch nie besonders bestellt gewesen, gell?

    Da halte ich es in diesem Punkt doch lieber mit unserem Lotsen, was durchaus auch am Alter oder am schwachen Willen liegen mag, an Beratungsresistenz und an Einsicht. Daher auch immer die Frage, was an Bio denn Bio ist, außer der preistreibenden Bezeichnung. Wer wirklich Bio will, der muß schließlich eigenen Ackerbau und eigene Viehzucht betreiben. Oder glaubt wirklich jemand, daß es soviel Bio-Fabrik-Lebensmittel gibt? Auch die Pestilenz der veganen Produkte wurde oft genug angeprangert, so daß sich meinereiner nach dem letzten Gesundheitscheck nur noch wundert, über soviel manipulativ erzielbare Gläubigkeit. Für meinen Teil bleibt es beim Genuß, der hat mir in mehr als einem halben Jahrhundert jedenfalls noch nicht geschadet, nicht einmal der Tabak.

    Und im Gegensatz zu all den militanten Besserwissern übe ich gegenüber meinen Mitmenschen doch wesentlich mehr Toleranz, als unsere freiheitlich-demokratische Rechtsordnung mir das erlauben will. Habe die Ehre.

  17. Titel eingeben
    Das ist ja alles gut und schön, aber wen interessiert es was am Tegernsee gerne gesehen ist bzw. inwieweit hat der Tegernsee irgendeine gesamtgesellschaftliche Relevanz?

    btw ist ist das Münchner Umland, insb. auch Starnberg nicht umsonst ein Eldorado für Groß- und Kleindealer jedweder Provinienz (insb. tschechischer) d.h. was da in der Öffentlichkeit am See stattfindet – ja mei, wie der Batzi zu sagen pflegt.

  18. Cum ferrum ignique
    Brennende Scheiterhaufen machen ebenfalls Dreck, womit eine Rückführung an den Tegernsee das evtl. bessere Mittel der Wahl wäre. Solche Hexenjagden sind auch nicht immer moralisch einwandfrei. Der Freistaat Bayern hat das Raucherproblem schon vor Jahren wirklich sehr elegant gelöst.

    In mediokren Drecklöchern wie der ‚Rauchshauptstadt‘ sind es tatsächlich in erster Linie Tabak- und Kraftstoffverbrenner, Trinker – und erst dann die -sich ja selbst glücklicherweise kaum noch fortbewegenden- Kiffer, die das Gesamtbild empfindlich eintrüben.

  19. Zweifel
    Geehrter Don,

    an machen Stellen beschleicht mich der Zweifel:

    „In Mexiko wird Cannabis gerade frei gegeben. In den USA ist es schon eine Weile so.“

    Das letztere widerspricht allem, was man im Netz dazu finden kann. Freigegeben in dem Sinne, dass Cannabis zum Genuss und nicht nur mit medizinischer Indikation erworben werden kann, ist Cannabis in nur ein paar US-Bundesstaaten, nämlich Colorado und Washington State. Manchmal werden auch noch New York, Alaska und Washington D.C. genannt. In etwa der Hälfte der Staaten ist Cannabis für medizinische Zwecke freigegeben und in der anderen knappen Hälfte ist es nach wie vor strikt verboten. Die Cannabis-Freigabe scheint ein großes Thema des nächsten Präsidentschaftswahlkampf zu werden, was auch dagegen spricht, dass die Sache schon durch sei.

    Der verlinkte Artikel stützt ihre These nicht. Er erwägt vielmehr, einen Zusammenhang zwischen Mortalität und dem Konsum OPIOID-haltiger Arzneimittel herzustellen.

    „… wir bestätigen eindrucksvoll die Ergebnisse des erschienen deutschen Raucher-Atlas, und gäbe es einen Alkoholiker-Atlas, sähe es nicht anders aus.“

    Nun ja. Nach dieser Statistik

    http://de.statista.com/statistik/daten/studie/163265/umfrage/ungesunder-alkoholkonsum-im-bundeslaendervergleich/

    hat Bayern von allen 16 Bundesländern den zweithöchsten Bevölkerungsanteil, der in gesundheitlich bedenklicher Weise Alkohol konsumiert. Ich gebe aber zu: Die Statistik ist fünf Jahre alt und es fällt nicht schwer, Statistiken mit gegenläufiger Tendenz zu finden.

    „Und Kiffer haben mit ihren Tüten hier das Pech, dass ihr Laster an jenes angelegt ist, das gerade gnadenlos weggesäubert wird.“

    Wollten Sie wirklich „angelegt“ schreiben oder „angelehnt“? In diesem Zusammenhang fällt mir ein Cartoon aus dem New Yorker ein: Ein Mann sitzt auf einer Bank im Central Park. Ein anderer setzt sich zu ihm und entzündet eine Zigarette. Der Belästigte schimpft mit ihm ob seiner Rücksichtlosigkeit, mit der dieser die Luft verpestet. Der Raucher entgegnet: „Aber das ist eine Marihuana-Zigarette.“ Der Schimpfer (erschrocken): „Oh Entschuldigung, das wusste ich nicht.“

    • Titel eingeben
      Vielen Dank fuer diesen Kommentar, genau darauf wollte ich den Don auch gerade ansprechen. Ihre Information ist voellig korrekt, in den meisten Staaten ist der Cannabiskonsum noch immer illegal, wobei es eine starke Bewegung zur Liberalisierung im gesamten US-Bundesgebiet gibt, die meiner Einschaetzung nach auch bald erfolgreich sein koennte. Ausserdem ist es auch so, dass viele lokale Polizeien den Cannabiskonsum voellig ignorieren und damit eine de facto-Legalisierung schon hergestellt haben. Hier in Philadelphia beispielsweise riecht man das Zeug sehr haeufig und Polizisten des PPD scheinen sich nicht dafuer zu interessieren.

      Das implizierte Einstiegsdroge / fruehere Sterblichkeit-Argument ist ganz starker Tobak. Das Problem ist ganz offensichtlich ein Soziales, und ohne die CDC-Daten selbst ausgewertet zu haben, wuerde ich wetten, dass die Nutzerstatistik fuer Cannabis und die fruehe Sterblichkeit von Weissen nicht signifikant korreliert sind. Problem dabei: Wenn hier jemand wegen Cannabis verhaftet wird und damit in die erste Statistik eingeht, dann gehoert er hoechstwahrscheinlich den niederen Klassen an (bzw. ist schwarz), wohingegen der kiffende reiche prep boy eher nicht mit Repressalien zu rechenen hat (Ich nehme an, das ist am Tegernsee auch nicht so anders).

    • Sicher müsste man anhand der Sozialprestiges schauen, wer da schneller stirbt, und zu welcher ethnischen Gruppe er gehört. Die Tegernseer fallen mit ihrer hohen Lebenserwartung und dem Bundesrekor beim Hautkrebs auch völlig aus der Statistik.

    • Lebenserwartung
      Es ist ja weitgehend bekannt, dass die durchschnittliche Lebenserwartung in den USA seit Jahrzehnten deutlich hinter der in europaeischen Laendern, auch und besonders solchen wie Portugal oder Griechenland mit deutlich geringerem BSP, hinterherhinkt. Das wird in erster Linie den amerikanischen Ernaehrungsgewohnheiten und dem ungleichen (oekonomischen) Zugang zu guter medizinischer Versorgung zugeschrieben.

      Bislang war es offenbar so, dass diese Negativeffekte von den allgemeinen Verbesserungen der Medizin und dem allgemeinen Anwachsen des Wohlstandes ueberkompensiert wurden – das scheint jetzt teilweise nicht mehr so zu sein. Eine bessere Analyse koennte uns sicher GUX liefern. @GUX: Lesen Sie noch mit?

  20. Kiffen für die Euro-Rettung, wenn schon nicht für den Weltfrieden
    Eine Geldquelle mehr für den Finanzminischter. Der Zeitraum bis zur Legalisierung dürfte daher überschaubar sein.

    • Die Frage wäre, ob die Einnahmen die Folgekosten deckt. Ausserdem gibt es ja schon eiee steuerfreie Vertriebsstruktur.

  21. was denn nun?
    Die eine mögliche Lesart:
    Zum Gaudi einer treuen Fangemeinde im Forum seines Blogs fordert Don Alphonso, eine Witzfigur im Deutschen Leitmedium FAZ die Einrichtung von Narcotin Befreiten Zonen für die Stützen der Gesellschaft am Tegernsee und die „moralisch saubere Ausrottung der Kiffer.“
    Natürlich nur ironisch! – doch plötzlich bricht über den sonst nur vom Applaus verwöhnten Wortführer der Frankfurter Reaktion in Bayern ein Shitstorn seiner Anhänger herein, die die feine Ironie nicht verstanden haben und sich angegriffen fühlen.
    Die Andere: Ich habe den Ernst der Ausführungen des Werten Don nicht verstanden, vielleicht ?
    Don verzeiht mir, ich weiß nicht was ich glauben soll!

    Edit Don Alphonso: Dieser „Icke“ ist nicht der Stammkommentator Icke und so eine Fake-Identität GEHT GAR NICHT

    • Paron, welcher Shitstorm? Manche sehen es halt anders und das darf auch sein. Dass ich von Drogen keine Ahnung habe, muss mich ja am Schreiben nicht hindern.

  22. Man muss Hanf ja nicht rauchen.
    Kekse sind z.B. auch gut. Und sozial mindestens genauso akzeptiert wie die Valium, welche sich die beiden alten Damen dann abends einpfeifen um gut schlafen zu können.

  23. Das liebe Bier
    Werter Don,
    Wenn der Begriff „Craft Beer“ fuer Sie Sinnbild seltsamen Berliner Hipstertums ist, dann kann ich Ihre Abneigung verstehen, aber im Grunde handelt es sich doch um die Rueckkehr zu regional variantenreichen Bieren – also im Grunde ein urbayerische Bewegung! Nun haben Sie, obschon Antialkoholiker, durchaus recht mit der Beurteilung des Tergernseer Bieres. Das Helle ist eines der besten ueberregional erhaeltlichen Vertreter seiner Gattung, wohingegen das Pilsener vielleicht etwas mehr Hopfen vertragen koennte.

    Allzuweit muessten Sie aber nicht fahren, naemlich nach Schoenram (ganz nah bei den gerade ueberlaufenen Grenzuebergaengen Freilassing und Laufen), um eine kleine doerfliche Traditionsbrauerei zu finden, die ohne ihre Identitaet aufzugeben eben auch Biere braut, die etwas anders sind als die uebliche Pils – Weissbier – Helles (ersetze letzteres regional durch: Koelsch, Alt, Schwarzbier…) Trilogie. Dass bestimmte Varianten dabei global inspiriert sind („Bavarian Pale Ale“!) spricht nun wirklich nicht gegen die Arbeit der Braumeister.

    Eines meiner Lieblingsbiere in den Staaten ist das Great Lakes Dortmunder Gold, ein Bier vom Typ Dortmunder Export, wie man es in Dortmund selbst kaum so gut findet. Eine nicht geringe Zahl amerikanischer Braumeister hat ihr Handwerk uebrigens in Weihenstephan gelernt. Insofern kann man den Rueckgriff auf alte (zunehmend verloren zu gehen dohende) deutsche und englische Brautraditionen in amerikanischer Interpretation vielleicht sogar mit dem Ueberleben abendlaendischer Schriften in Arabiens Zentren der Gelehrsamkeit waehrend des Mittelalters verleichen.

    • Lieber T-I.M., ich habe das schon so verstanden – die Sache ist halt, dass man dafür bei uns kein neues „Braning“ braucht, und auch keinen moischen Anglizismus.

  24. Great stuff, man !
    Was wird wohl der Radfahrer auf dem Foto geraucht oder eingenommen haben, um sich in so einer Radlerhose unter Menschen trauen zu können ?

    Also legal kann es nicht sein ….

    • Elend der vielen Wohnsitze und des schnellen Packens: Tatsächlich war nur noch eine Hose und ein Trikot am Tegernsee, der Rest ist woanders, Besser als nackt ist es dennoch.

  25. Keine Hanfplantagenvillen am Tegernsee?
    Ob der Tegernsee wirklich so drogenfrei ist, wage ich anzuzweifeln. Bei uns gibt es in den bürgerlichsten Ecken Hanfzüchtereien. Eine war bei mir um die Ecke. Eines Morgens als ich meine PapierFaz holen ging, stand ein großer Lastwagen davor und Leute von der Polizei schleppten dutzende Hanfwachsschalen mit passenden Wärmelampen aus dem Haus. Drum herum gafften äußerst erstaunt die Nachbarn.
    .
    Ein noch besseres Versteck war ein Haus 500 m von Wilhelm Alexander entfernt. Als die Polizei kam, waren da gerade fünf Angestellte damit beschäftigt, den Hanf zu verarbeiten. Die kleine Seitenstraße vor der Hanfplantagenvilla führt direkt zum Haus des Königs. Da fahren ständig verdeckte und offensichtliche Polizeiautos vorbei. Die Hanfplantagenvilla hatte gewissermaßen Personenschutz – bis sie aufflog

    • Nein, es gibt wohl schon Drogen, nur halt auch die entsprechenden Gegenkräfte und die sind bestimmend. Bayern ist bei er Sache nun mal strenger und kennt wenig Mitleid mit Abweichlern.

  26. @ ObjectBe
    Chapeau und weiter so

  27. glückliches Bayern!
    und übrigens, da sind sie noch, die bunnies
    http://spitalfieldslife.com/2015/10/16/out-with-the-bunny-girls-again/

  28. Planschende Damen als allegorische Sinnbilder der Abstinenz
    Diesen Bogen herzustellen gefällt wohl nur Ew. Liebden.

    Wobei sich Krampfadern unter dem Einfluss von Cannabis vermutlich – zumindest in der eigenen Wahrnehmung – rasch auflösen sollten.

  29. Bingo, Volltreffer, war zu erwarten, dass Herr Don mit genau dem Thema käme, auch draußen
    in der Welt lag ein Gesprächsexzerpt seid gut drei oder vier Wochen zum Thema bereit.

    Soviel in Kürze: Auch dies Thema hätte das ggfls. noch mit Genrationenkonflikt zu tun, wäre evtl. nicht nur geographisch und höhenlagenmässig ein Geschiedenes. Und man täte sich bis zu einem gewissen Grade schwer darüber zu reden, den am Berichtsgegenstand an sich nebst Reiseumfeld war nichts falsch, vielmehr alles sauber, ordentlich, gut gefügt, in liebenden Handarbeit Stück für Stück, Gegenstand für Gegenstand im Laufe der Jahre und Jahrzehnte gelungen an die nur ganz eigenen, eben sehr speziellen Lebens- und (Selbst)genußbedürfnisse angepasst worden – soviel wil vorher unbedingt angefügt sein!

    Und das ging so, erstens wurden wir angesprochen, dass man, wenn man es doch geschafft hätte „hier unten zu sein“ – vor allem auch gemeint: „und von da oben weg“ (also aus Deutschland weg, aus Deutschlands Niederungen weg, denn es handelte sich um Gespräch an südlicher Küste, vielfach am Wege von und nach Marokko, von Marokkoreisenden schon immer und seid Jahrzehnten genutzte Route an der wir zufällig lagerten) – „dann sollte man, als einer, der es geschafft hätte, doch besser öffentlich davon schweigen, nicht diejenigen, die „oben noch müssten“ vor der Zeit verrückt machen, (aka vor der Rente z.b.; oder bis andere „es“ bereits vor der Rente auch von alleine endlich gewahr würden, was es für tolle Möglichkeiten des Dabeiseins und Nicht -Dabeiseins und des Abwesendseins es gäbe) verrückt machen, in Kenntnis setzen und was weiter“,

    und zweitens, ein Kleines später, nachdem wir zum in der Fremde uns so unvermutet und plötzlich angetragenen zukünftig gemeinsam zu erfüllenden Schweigegelübde noch nicht so sehr das ganz vollständig zustimmende Gesicht wohl machten, noch über „Meinungsfreiheit, Vorteil und orale Hemmung als Dreicksgeschichte in wechselnder Besetzung in Tragödie, Schauspiel und Drama“ sekundenweise etwas länger überrascht in uns nachschannen, hörten wir dankenswerterweise „das Lob der Marokkofahrt auch heute noch immer“, „lohnt immer noch“.

    Wobei auch das angebrachte, plaudernde Nachfragen keine weiteren, konkreten Ortsangaben zu Tage förderten – jeder, der für sich und Begleiterin für lange Zeiträume im Jahr, und jedes Jahr wie gesagt wieder, sein Vorzugs- u. Lieblingsplätzchen „irgendwo in einer wunderbaren Bucht südlich von Agadir“ gefunden hätte – „am besten die Morgenfähre von Algeciras nehmen und auf einen Rutsch bis südlich Agadir durchfahren, am besten gar nicht anhalten, man kennt das ja mit den Jahrzehnten alles schon und will sich von den Menschen dort ja auch nichts mehr aufdrängen lassen müssen“ – Bericht vom Zeitgeist und gehabten Zeitgeist, nichts weiter, alles ist gut – gäbe das natürlich nicht gerne preis (während jeder immerhin und immer noch wüsste, wo die Oberbayrischen Seen lägen? Ja.) – und ein kleines später in unsere Richtung mit leicht fragend-manipulierendem Augabenaufschlag und kleinem Lauern in der Miene, ob wir noch so jung und (Kiffer-Eskapisten-) unerfahren, daher so naiv wären, drauf reinzufallen, wie offensichtlich früher viele schon – der Kiffer ist so, kann so sein? – zumal nach Jahrzehten der Gewöhnung – also die Anssage: „Ihr müsst aber jetzt erst einmal noch ein bißchen für uns die Rente verdienen!“ (Ehre wem Ehre gebührt, ja, zumal denen, die so deutlich jünger auszusehen, wie dessen damaliger Gesprächspartner wohl.) Denn vorher hatte er netterweise erzählt, dass er vom Jahrgange 1950 wäre – und anscheinend offensichtlich erwartet, dass auch wir mit so tiefen Zahlen überhaupt nichts anzufangen im Stande wären. (Mancher Kiffer wäre in der Tat etwas blöd?)

    Um sodann drittens zu sagen, selbstverständlich würden so alte und hocherfahrene Leute wie er und seine Frau das bereis seid mindestens über 20 Jahren schon so halten. Und so vollkommen glaubhaft aus.

    Und klar blieben uns momentweise Spucke & Luft weg ob soviel (Kiffer-?) Dummheit wohl eben auch. Denn, so folgerten wir butterweich, dann müssten wir – und alle anderen ja auch, es zumindest insgeheim den Jahrgängen 1970 und älter BEREITS HEUTE AB SOFORT nahelegen, es auch genauso zu halten – „Marokko und weg“. Zumindest so oft wie ungesehen und unauffällig möglich. Stilles Pfeifchen am Strand nun einmal besser als stille Spuren im Sand; aber nur keine unnütze Bewegung nach Anbruch des Kalumet.

    Wie gesagt, kann man machen, kann alles sein – aber wenn, dann doch bitte gleiches Recht für alle, oder nicht?

    Aber genau so scheint das heute zu sein: Die Altrepublik- und Flachlandjahrgänge 1950 +/_ fahren bereits seid über 20 Jahren jede prima und höchstvergnügt mit dem Eigenmobil für lange Wochen an einsame Südmarokkostrände – und gefühlt ganz sicher sehr sozialexklusiv, psst – „und die Jahrgänge 1970 und älter, usw., die müssen jetzt aber erst noch ein bißchen für uns die Rente und Pension verdienen“ – selten so gelacht.

    … und alles lediglich Feststellung, kein Vorwurf. Berichte von der gesellschaftlichen Inversionswetterlage – Don Alphonso fing an.

    • Offen gesagt halte ich die Kifferromantik für ein Relikt der Vergangenheit. Ich habe mich mal mit dem Lieblingsphotographer der Rolling Stones unterhalten, der da viel Wefahrung hat – der sagt, dass sich die Wirkung wohl ziemlich verändert hat und er as heute nicht mehr ertragen würde. Dazu käme auh das Risiko, heute wegen Vwergewaltigung im Knast zu landen, wenn man es andeeen gibt und die dann knutschen wollen. Er fand das nicht mehr empfehlenswert. Es kommt halt aus einer ganz anderen Epoche und wird so mitgeschleppt.

    • @Don Alphonso
      Sie meinen, der THC-Gehalt ist viel höher als früher? Eine Klage in dieser Richtung hörte ich auch mal von Hans Söllner.

      Das mit dem Risiko von Vergewaltigungs-Falschbeschuldigungen (wie auch die Ausweitung von Begriffen sexueller Belästigung) ist übrigens ein trauriges Thema. Dagegen sind Fragen der Legalisierung weicher Drogen Pipifatz.

  30. Eine Frage der Werbung
    Oh mein Gott, jemand koennte 0,000001 gr passiv konsumieren. Was ist denn mit den Reichen, die mit Ihrem 3 Liter Diesel-Motor lebensgefaehrliche Abgase en masse produzieren? Da koennen die wandern und Oeko essen, wie sie wollen und gefaehrden trotzdem die Gesundheit Aller. Ausserdem gibt es in Amerika den Trend zur Oel-Produktion (verdauen statt rauchen). Des Weiteren bedeutet die legale Abgabe nicht, dass jedem auf der Strasse ins Gesicht geraucht wird. Es ist die Frage von kompetenten Gesetzgebern.

  31. Und auch der Staat
    stellt längst keine Autorität mehr dar, sondern nur noch eine Macht.

    • afür haben wir hier aber die öffentliche Meinung und den gesunden Menschenverstand, und beides wir normativ eingesetzt.

  32. Genuss in Maßen für alle Hasen!
    …ich komme soeben aus einem Radurlaub, mehrere Alpen und Mittelmehrregionen berührend und habe die vielen Sorten Wein genossen, das Selbstgebraute, die Fischsuppe zum Preis zweier t-bone steaks-
    Habe Biokuchen und vegetarische Spagettis in Schweizer Herbergen konsumiert zum nicht billigen Weissen. Kastanientorte in Südtirol.
    Trüffelsosse in Florenz.
    –steal your face, write up your name– gone is gone…..(-auch aus californien, weiss aber nicht, ob´s zum Thema passt)..fiel mir eben so ein…♯♬☀

  33. Ein vergiftetes Paradies
    Da lobe ich mir meine südwestdeutsche Bäderstadt, wo „Leben und leben lassen“ – noch – möglich ist. Wenn nur die Immobilienpreise und ein starker russischer Bevölkerungsanteil mir selbst die Chance geben, mich zwischen Gesundheitswahn und sehenden Auges vergnüglich erworbenen Krankheiten zu entscheiden, werde ich meine gezählten Tage dort lieber verbringen, als im Paradies der Oberlehrer.

    • Es ist so: In einem relativ breiten Bereich kann man tatsächlich tun, was man will. Aber irgendwann schlägt es um. Allerdings kennt auch jeder die Abgrenzungen, denn man spricht davon wie vom Wetter.

  34. "Er fand das nicht mehr empfehlenswert. Es kommt halt aus
    einer ganz anderen Epoche und wird so mitgeschleppt.“

    Dem kann man nur zustimmen, erstrebenswert ist das alles nicht. Die Frage nach dem „gleichen Recht für alle – und wie es damit wäre in diesem Falle“ war selbstverständlich rein rhetorisch gemeint gewesen, den Unterschied zu markieren.

    „Um sodann drittens zu sagen, selbstverständlich würden so alte und hocherfahrene Leute wie er und seine Frau das bereis seid mindestens über 20 Jahren schon so halten. Und sah vollkommen glaubhaft aus.“

    Zuviele solche und ähnliche Tippfehler übersehen, leider.

    • Möglicherweise – ich kann es nicht beurteilen – wird man auch irgendwann zu alt dafür, wenn man nicht beizeiten das Zeitliche segnet.Von Brian Jones und seinen Neigungen hatte er keinen guten Eindruck.

  35. Immerhin kommt dem MTBler in der Reha(b)
    eine anständige Fitness zugute, während der Kiffer seine psychotischen Anfälle ganz alleine mit sich ausmachen muss und auch noch sicher ist, sie könnten ja nicht vom Kiffen kommen. Als alter WGerianer hingegen lebe ich in der (vermutlich einzigartigen und wissenschaftlich widerlegten) Überzeugung, dass vom Kiffen Zustände kommen können, die einer schweren Psychose zumindest verdammt ähnlich sind. Die gehen zwar wieder weg, wenn der Stoff alle ist, aber da die geistige Gesundheit zwischen Reality Soap, Politik, Studium, Arbeit und hysterischen Kids sowieso leichthin leidet, muss man schon froh sein, wenn es einen nicht ganz ohne zutun erwischt. Unter diesem Aspekt begrüße ich seit jeher den Gedanken an ein paar ruhige Monate in der Klinik, leider haben sie sich noch nicht ergeben. Aber jeder Hügel, jeder Berg und natürlich jeder Rechtsabbieger könnte die ersehnte Ruhepause bringen!

  36. Stimmt!
    („Niemand hat diese Kultur der moralisch sauberen Hexenjagd so sehr perfektioniert, wie Pressure Groups des politischen Umfelds der Grünen und Linken“). In den 70ern, ich erinnere mich wehmütig, wurden abweichende Meinungen zwar schon als solche gebrandmarkt, aber: man diskutierte immerhin „mit Argumenten“ darüber, oder tat zumindest so! Heute wird man, wenn man auch nur versucht, abweichende Meinungen vorzutragen, regelmäßig niedergeschrieen. Kürzlich in einem sog. „Philosophischen Seminar“ wurde mir, nachdem das Niederschreien möglicherweise als ineffizient erkannt worden war, grundsätzlich das Wort mit Hinweis auf die „AGBs“ (der Seminarleiter sei Hausherr und bestimme, ob jemand was sagen dürfe oder nicht) entzogen. Man sollte sich darüber nicht aufregen. Es ist halt bloß die inzwischen ausufernde „Demokratische Intoleranz“ – ganz nach dem Motto: „Und willst du nicht mein Bruder sein, so schlag ich dir den Schädel ein“. Da hilft nur: „Abreisen“.

    • Hauptächlich geht es denen darum, anderen die bürgerliche Existenz zu zerstären, das ist irgendwie so ein Fetisch bei denen.

  37. werter don alphonso!
    sehr guter artikel (mal wieder), aber insbesondere die äußerungen ihrer leser verraten bildungsbürgertum at its best! seien sie glücklich, solch qualifizierte kommentare zu verursachen. das ist nicht jedem blogger vergönnt! we will survive the strangest leaders of our country. stay on your road!
    yours sincerely don martyn

  38. Es war - noch immer - zu keiner Zeit leichter, Ge- und Verbote einfach zu ignorieren,
    sogar dort, wo sie gesetzlich, also mit dem Gewaltmonopol des Staates ausgestattet sind. Zumindest dann, wenn man den niederen Schichten angehört, der Adel hat den Verstoss gegen Gesetze als sein natürliches Vorrecht betrachtet.

    Trotzdem tun (viele?) Leute auch gegen ihre Überzeugung das, was andere von ihnen erwarten. Vielleicht sind menschliche Gesellschaften gar nicht anders als Gemeinschaft aufrechtzuerhalten, die meisten von uns definieren sich über ihre Gewohnheiten.

    Gruss,
    Thorsten Haupts

  39. Was wäre denn so vor 30, 40 Jahren nicht geduldet worden
    Sehr geehrter Don,

    man hat den Eindruck, es ginge nur noch darum möglichst „clean“ zu leben – zumindest anderen gegenüber, und nicht die saubere Bilder zu stlören (wo einer die perfekren Bilder der Gesundheitsmagazine und Bildwerbunge stört). Nicht zu viele und von den Folgenkosten her teure Alkoholsopfer, nicht zu viele von den Folgekosten teure, aber vor allem unvernünftige und auch noch riechende Raucher… Das ist hübsch, das ist schön. So hat man es derzeit gern.

    Erinnere mich, wie Sie von den Trinkgewohnheiten voriger Generationen schrieben. Die haben sich geändert, wie die „No-Gos“ von damals. Wer mit wem in Hotel einchecken darf usw.

    Wer weiß also, wie es in 10 Jahren sein wird? Vielleicht wird dann öffentlich, dass sich unter immer mehr Senioren die Wohltat des Canabis herum gesprochen hat. Die sollten t. w. reichlich die Wehwechen wegzaubern, in dem sie konsumieren (geht auch auch ohne Tabak – siehe Vaporisator. Die Menge der Läden, in denen es das Equipment rund ums Haschen gibt – das Wort ist unmodern geworden – ist ja reichlich, und das spricht für einen großen Abnehmerkreis. Zudem: Kiffer sind friedlich, auch das wird sicher gern gesehn) – achja, also die Senioren, die lesen auch das:

    http://www.apotheken-umschau.de/Medikamente/Cannabis-als-Arznei-Stoff-fuer-Herz-und-Hirn-328951.html

    Und vielleicht auch das: http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/marihuana-fuer-senioren-amerikaner-wirbt-fuer-medizinischen-nutzen-a-879532.html

    http://www.rp-online.de/leben/gesundheit/news/marihuana-droge-oder-wunder-medikament-aid-1.3975221

    Und der Szene ist das auch bekannt:
    http://www.alternative-drogenpolitik.de/wp-content/Die-Bedeutung-von-Cannabis-als-Medizin-f%C3%BCr-Senioren.pdf

    Funny: http://hanfjournal.de/hajo-website/artikel/2011/01januar/s03_0111_kommentar.php

    Und Hanföl soll ja so toll sein, für die Atemwege und die Adern…

    Wer also sagt Ihnen, ob die guten alten Tegernseer nicht gern darauf abfahren? Nun ist es mit dem Canabis aber so, dass sich sehr viele Leute nach Genuss von anderen Menschen fernhalten. Vor allem hektischen Radfahrern, eiskalt badenden Späthochleistern usw. Da zieht man sich zurück – und stört nicht .

    Aber wer weiß, was gestern war, und was heut ist, der kann nicht wissen, ob die Omas nicht bald auf eine Steg die Shisha nehmen. Aber wie dann nach Hause?
    http://de.toonpool.com/user/463/files/kifferoma_112425.jpg

    Noch sind viele an Alkoholgenuss gewöhnt, aber der Anteil derer, die Hanf in ihren Alltag integriert haben, also auch bei Freunden kennt und akzeptiert, ist nicht gering. Wer weiß, wie normal das wird. Und steuerlich interessant ist es doch, denn auch wenn sich auf rbb.de anonym 2 Dealer darüber stritten, ob der illegale Vertrieb eh nie zu unterbieten wäre: Viele würden dann das Schmuddlige meiden und legal und sauber kaufen. Da kann der Staat die Hand aufhalten.

    Wie hat es die Gesellschaften in NL oder nun auch Portugal verändert, dass man dort frei erwerben konnte? Soweit man das aus allen Regionen weiß, die frei gaben, nahm der Anteil der dem Canabis gewogenen nicht zu (so lt. Phoenyx-Reportage). Die haben es nur leichter.

    Es gibt viele, die es nicht mögen, ebenso wie es welche gibt, die nicht gern trinken, Fleisch essen oder TV sehen. D. h., es werden eh nie alle für sich wollen. Ist es einfacher es abzulehnen, weil es ja schon immer so war, das mit der „Einstiegsdroge“..?

    Leute die Schmerzen ertragen müssen jedenfalls, schätzen die Abschirmung, die anders ist, als Opiate, soweit man das hört.

    Manchmal fragt man sich, wer da so an entsetztesten über Hanf redet? Sind es welche, in derem beruflichen Umfeld nur Alkoholgenuss akzeptabel ist? Und da die Entscheider rund um die Uhr arbeiten… Aber wer weiß, was dann Zuhause passiert… Nur akzeptabel ist es vor allem nicht, für eine Freigabe zu reden. Wie würde man denn da dastehn?

    (Ist ein schöner Gedanke für Hersteller anderer Rauschmittel, wie alkohlbasierte?)

    Was heute ist, kann morgen anders sein.

    Wer heute noch noch sein Heil in der Aktivität sucht, der kann das vielleicht morgen nicht mehr lassen: http://www.welt.de/gesundheit/article117611520/Wenn-zu-viel-Sport-suechtig-macht.html

    http://www.focus.de/fotos/laufen-laufen-laufen-wer-sportsuechtig-ist-kann-nicht-anders-als-staendig-zu-trainieren_id_3515502.html

    Finde es erträglich, wenn mir die Leute aus der Tangophase tolles berichten. Aber die sind nicht so „drauf“ wie die, die irgendwann in die Leistungssportecke gehen: Lauter Marathonläufer. Die sagen immer son Zeug wie: Dich kriegen wir auch noch so weit (vermutlich hebt mich das nicht an, weil ich mal Leistungssportler war und vor allem aber: Weil die allesamt total verspannt und moralisauer sind).

    Seneca: “ Mächtige und Erfolgreiche wie Augustus, Cicero und Livius Drusus wollten, wenn es ohne Gefahr möglich wäre, ihre Stellung mit der Muße vertauschen. Äußerlich scheinen sie glücklich, jedoch bedrohen sie immer Zufall und Gefahren. Sie klagen über ihr Leben; dies ändert weder sie noch andere, immer bleiben sie bei ihren Leidenschaften. Die dem Alkohol, Speisen und der Wollust Ergebenen verprassen die fliehende Zeit. Das gilt auch für die mit Geschäften Beladenen.“

    Viele freundliche Grüße aus dem schönen Berlin

    azur

    PS: Kommt da nun noch was, oder hatte der Horst Erfolg, und den man nur noch nicht sieht? Lt. N24-Flüchtlingsticker sieht die UN auch durch den Winter einen starken Flüchtlingsstrom. Und im Frühjahr wird es ja nicht weniger werden… (und dahinter steckt die Tabak-Lobby, jawoll bittschön!)

  40. Ein bißchen zu kurz gedacht
    Der Artikel ist in seiner Gesamtaussage stark tendenziös und beleuchtet die Drogenproblematik aus einer – wenn auch geschätzten – Einzelperspektive. Zunächst mal zu der sprachlichen Koppelung: Grüne, Gesundheitsfanatiker, Haschischkonsumenten und die daraus scheinbar resultierenden Widersprüche. Diese Koppelung kann man auch bei beliebigen anderen Parteien finden, natürlich mit anderen Begrifflichkeiten, hier ein paar Beispiele: CDU, Christlich, Konservativ, Willkommenskultur. Oder: SPD, Sozial, brutalste Reform der Sozialsysteme seit Staatsgründung. Dies ließe sich beliebig fortführen, gerade die heutigen Volksparteien, oder die es gerne wären, haben diese sich diametral widersprechenden Forderungen in ihren Grundsatzprogrammen, Wahlprogrammen und in der von ihnen ausgeführten Realpolitik. Da sind die Grünen mit einem auch nicht einheitlichen Weltbild in guter Parteiengesellschaft. Aber es geht mir um etwas ganz anderes: Der Cannabis-Konsum ist ein neuzeitliches Phänomen, das über unsere friedliche, saubere Kulturnation kam und als ein Indikator für eine marode Gesellschaft verstanden werden kann, so verstehe ich kurz gefasst den Artikel. Gerade in der heutigen Zeit, in der Gesundheit ein erstrebenswerter Wert ist, der gewiss etwas Disziplin von seinen Anhängern voraussetzt, scheint Cannabis-Konsum unzeitgemäß und überholt, da der Rauch eindeutig noch schädlicher als Tabakrauch ist. Dazu ließe sich anmerken, dass man Haschisch auch in Tee und Keksen zu sich nehmen kann, was allerdings nur sehr wenige Konsumenten favorisieren. Das Problem ist, und das wurde intuitiv in dem Artikel sehr gut erkannt, dass mit dem Einzug der „Droge“ ins preußisch-saubere Berlin die Sauberkeit und Ordnung etwas gelitten hat. Nun gibt es zwei Möglichkeiten auf Drogenkonsum zu reagieren, entweder durch Liberalisierung oder Prohibition. Wir befinden uns in Bezug auf Rauschdrogen zur Zeit noch auf dem Wege der Prohibition. Es ist alles verboten, außer Alkohol, Zigaretten, Medikamente in vielfältigster Form, Stechapfel, Fliegenpilz, Engelstrompete und die Tollkirsche. Diese Aufzählung ist unvollständig. Verboten sind z.B. das im Artikel angesprochene Cannabis, aber auch Amphetamine, LSD, Kokain, Heroin, Crack u.s.w. Das Cannabis durchaus gefährlich sein kann, beweisen einige Studien, wie es auch Studien gibt, welche die Gefährlichkeit von Cannabis deutlich unterhalb der des schweren Zellgiftes Alkohol ansiedeln. Sogar Industriezucker soll eine achtmal so hohe Abhängigkeit hervorrufen wie Kokain. Soviel zu Studien und ihrem Wahrheitsgehalt, man muss halt gucken, wer die Studie bezahlt hat, um den Inhalt einigermaßen bewerten zu können. In diesen prohibitiven Zeiten kauft der Konsument einer „weichen“ Droge – Cannabis – bei einem Händler (eng.:“Dealer“) auf der Straße oder sonstwo, und erhält eine unkontrollierte Ware, in die alles mögliche hineingemischt sein kann, so auch harte Drogen, die körperlich Abhängig machen. Was von Drogen körperlich abhängige Menschen alles Kriminelles anstellen, um an Geld für ihre Drogen zu kommen, ist vermutlich allen Lesern bewusst, ich erspare Ihnen Details. So vernünftig es also ist, die Finger von allen Drogen zu lassen, so schwierig ist dies aber für einige Cannabis-Konsumenten, die den „weichen Rausch“ suchen und ihn für sich als positiv wahrgenommen haben, so wie der Biertrinker sein Bierchen und der Raucher den Tabak als entspannendes Stimulans. Der Haschisch-Konsument muss aber von der Polizei verfolgt werden, er begeht mit dem Kauf von Haschisch eine Straftat. Dies bindet leider Polizeikräfte in einem unerträglichen Übermaß, sodass inzwischen sogar die Polizei für eine Aufhebung der Prohibition plädiert, nicht weil man den Cannabiskonsum für gesellschaftlich förderwürdig hält, sondern weil es einfach zu viele Polizeikräfte bindet, die an anderer Stelle nötiger gebraucht würden. Zudem ist durch die Prohibition der Cannabis-Händler meist auch ein Händler harter Drogen, die zu körperlicher Abhängigkeit führen. Würde es gelingen, Cannabis zu legalisieren, kann der Staat die Abgabe von Cannabis kontrollieren, zudem würden Millionen von Konsumenten, die jetzt noch als Kriminelle gelten, dann unbeschwert ihrem Rausch nachkommen, dem sie auch im Verbotsstatus nachkommen. Die Kriminalisierung von unbescholtenen Bürgern ist das Problem und die damit verbundene Koppelung mit den Verkäufern harter Drogen. Eine Freigabe von Cannabis würde dem harten Drogenmarkt zunächst mal einen sicher nicht unerheblichen Schlag versetzen, harte Drogen (Heroin) würden dann wesentlich billiger. Man muss sich vor Augen halten, das ein Gramm Heroin in der Herstellung ca. 6 bis 12 Cent kostet, auf der Straße in prohibitiven westlichen Gesellschaften 70,- Euro. Sie merken schon, die Gewinnspanne ist überraschend hoch, besser als bei den meisten Aktien. Die 70,- Euro zahlen wir alle, mit aufgebrochenen Autos, Einbrüchen, Überfällen und allem, was sonst noch irgendwie Geld bringt. Es gilt, diesen Milliardären in Übersee (und vielleicht auch bei uns), die ganze steuerfreie Inselparadiese finanzieren und die dortigen Banken mit tausenden von Konten in Milliardenhöhe füttern, das Handwerk zu legen. Die Drogenkartelle sind inzwischen auch mit Waffen- und Menschenhandel befasst, und vermutlich auch mit dem „schleusen“ von Menschen. Würde man alle Drogen freigeben, auch die harten Drogen, (man könnte harte Drogen dann im Apothekenverkauf ab 21 Jahren nur gegen Ausweis und in kleinster Menge einkaufen) würden diese Kartelle empfindlich getroffen und der internationale illegale Waffenhandel würde Haupteinnahmequelle werden. Es würde vermutlich zunächst einige tausend Drogentote mehr hierzulande geben, aber irgendwann verstehen dann die meisten – ähnlich wie heutzutage bei Zigaretten – das man besser Abstand zu harten Drogen hält. Und die dann fröhlichen Haschischraucher oder -Esser werden gar nicht mehr auffallen, zumindest weniger

    • Bitte

      mehr

      Absätze.

    • war on drugs
      Folge den Spuren des Geldes, und es offenbart sich, wer profitiert. cui bono.
      Wem die Freigabe von Cannabis nutzen und wem sie schaden wird, ist absehbar. Der Kampf gegen die organisierte Drogenkriminalität wird eben zynischer- und kalkulierterweise auf dem Rücken und der Gesundheit der Konsumenten ausgetragen. Das ist vermutlich die kostengünstigste Lösung.
      Den Drogenkartellen brechen die Gewinne ein, und die immensen Kosten für Drogenfahndung, Justiz und Haftanstalten gehen zurück. win-win.
      Die harte Tour des Kampfs gegen die Drogen – Beschlagnahme/Vernichtung von Zufallsfunden, Einziehung der Gewinne – ist, da nur Tropfen auf heißem Stein – ineffektiv und zum Scheitern verurteilt: Solche Minimalverluste sind nämlich im Straßenpreis natürlich schon mit eingepreist.
      Freilich bedingt die Aufgabe der Illegalität, dass alles aus dem Schatten ans Licht kommt und jedermann dann sehen kann, wie verbreitet das Drogenelend in seiner kleinen heilen Welt in Wirklichkeit ist. reality bites.
      Das ist unschön. Aber auch heilsam. Abschreckung wirkt nämlich durchaus, und Abschreckung am leibhaftigen Objekt der Anschauung noch viel stärker als Werbeverbote oder Warnhinweise auf Verpackungen… Die striktesten Anti-Alkoholiker sind z.B. enge Angehörige von Alkoholikern, nicht anders ist es mit denen, die die Folgen von Tabakabusus aus nächster Nähe miterleben müssen usw.
      Die Menschen mittels Verboten und Vergünstigungen (Versicherungsprämien u.ä.) in die gewünschte Richtung zu schubsen kommt bei bereits eingetretener Sucht zu spät und bei Gefährdeten ist das auch nicht hinreichend effektiv.
      Verhaltenssteuerung über Strafe/Belohnung ist zudem Fremdbestimmung. Viel besser und erfolgreicher wäre, die Menschen zu bewusster Selbststeuerung und Selbstbestimmung zu ermächtigen – indem man ihnen zeigt, wie wichtig das eigene Nachdenken über gutes und gelingendes Leben und schlechtes und scheiterndes Leben ist, und wie man gut leben kann: was damit anfängt, darüber nachzudenken, wer man ist, wer man sein will und wohin man kommen möchte und wohin nicht.

  41. Kompression
    Schöner Beitrag, nur passen die Kompressionsstrümpfe überhaupt nicht zum Colnago. Sowas tragen Triathleten-Ü40 ohne Bezug zum Radsport.

  42. der text ist gut
    der autor ist gut. ich unterstütze ihn. hiermit. für immer. rauchen!

  43. ..die Toteninsel
    ohne nachzuschauen; Arnold Böcklin war´s..
    …nun, nach der Verbesserung ein unvorhergesehener Versuch den Bogen zu spannen, erneut,.zu den Stones, den Drogen und …
    Wahrscheinlich ist es ein Teil unserer Geschichte und Kultur uns nicht nur an Vollwertkost und Laufen unter blauem Himmel zu erfreuen.
    Menschen die nur dem anhängen wirken schnell weltfremd.
    Das Schattenreich ist unter uns und will etwas abhaben vom Alltag,
    in welcher Form auch immer.
    …sympathy for the….
    oder?.

  44. kompression
    ..find ich auch!

  45. d.a
    du bist so schlau.
    auf alles eine antwort.

    lanweilig

  46. Oberflächlich betrachtet ...
    Prolog –

    Es war von 1631 bis Anfang 1800 möglich die Steuern in Amerika mit Hanf zu zahlen. Wer sich im Bundesstaat Virginia in den Jahren 1763 bis 1769 weigerte Hanf anzupflanzen ging ins Gefängnis.

    Im Jahre 1937 patentierte die Chemiefirma Dupont den Herstellungsprozess zur Gewinnung von Kunststoff (Lycra) aus Erdöl. Die Industrialisierung des Hanf hätte das gesamte Geschäft von Dupont ruiniert.

    Eine Diffamierungskampagne wurde durch die Boulevardjournalisten entfacht. Hearst Zeitungen brachten einen Artikel nach dem anderen welcher Marihuana verteufelte.

    Marihuana ist übrigens ein Kunstwort. Quellen zufolge stammt sie aus der Feder eines Dupont Lobbyisten der regen Umgang mit einer mexikanischen Straßenhure (Maria aus Tijuana) pflegte.

    Im September 1937 wurde Hanf verboten.

    Textus –

    Eine Studie unter der Leitung des Spanish National Research Council (CSIC) hat, basierend auf einer mehrmonatigen Expedition (2010/2011) und Probenentnahmen an über 300 Orten der Weltmeere berechnet, dass 88 % der weltweiten Meeresoberflächen mit Mikroplastik verschmutzt sind.

    Der Meeres-Plastikmüll besteht aus ausgedienten Plastiktüten, Wasserflaschen, Einwegrasierern, CD-Hüllen usw.. Die Kunststoffe werden durch Gezeiten und die Wirkung der Wellen teilweise in immer kleinere Stücke zerteilt die von Meerestieren mit Plankton verwechselt und aufgenommen werden.

    Laut deutschem Umweltbundesamt befanden sich 2013 100 bis 150 Millionen Tonnen Abfälle in den Meeren, 60 % davon aus Plastik.

    Epilog –

    Ist es ein Zufall das heute immer noch in deutschen Geschichtsbüchern steht der Autobahnbau hätte zu der Kriegsvorbereitung A. Hitlers gehört – was hinlänglich bekannt barer Unsinn ist. Ich glaube nein. Denn nichts ist dauerhafter als eine breit angelegte Propaganda.

    Lügen werden zur Wahrheit – moralisch sauber.

    Wie John Lennon sagte: “Unsere Gesellschaft wird von Verrückten geführt, für verrückte Ziele. Ich glaube wir werden von Wahnsinnigen gelenkt, zu einem wahnsinnigen Ende.“

    • Maria Juana oder Maria aus Tijuana?
      „Marihuana ist übrigens ein Kunstwort. Quellen zufolge stammt sie aus der Feder eines Dupont Lobbyisten der regen Umgang mit einer mexikanischen Straßenhure (Maria aus Tijuana) pflegte.“

      Das ist ja mal eine originelle Ableitung. Ich hoffe nur, dass sich Ihre Quellen nicht irren. Eine kurze Internetsuche ergab da bei mir keine Treffer. Einige etymolgische Lexika und Autoren, die z.T. längliche Artikel über das Wort verfassten verweisen auf Maria Juana und Mutationsketten, die das Wort durchlaufen haben soll, bis es diese volkstümliche Bedeutung annahmen. DuPont Lobbyisten und andere Personen aus dem Reich des Großen Satans, die sich in Tijuana herumtrieben kamen darin aber nicht vor.

  47. hmmm...
    Lasst doch die rauchen, welche rauchen wollen… es wird nur Kriminalität verhindern, sonst nichts… ;-)
    Die Exetutive wird bereits anderweitig verplant, als sich mit solchen Kinkerlitzchen auseinander zusetzen…

  48. Gut, dass Juist nicht in Bayern liegt.
    Da gibt es noch Restaurants,
    da muss man nicht vor die Tür zum Rauchen.
    Die haben getrennte Räume für Raucher und Nichtraucher.
    Raten Sie mal, welche Räume immer voll sind.
    Und obwohl ich nicht mehr rauche,
    lasse ich mir immer einen Tisch im volleren Raum reservieren.
    .
    Und THC kann man auch anders zu sich nehmen.
    Der Spiegel von 1970 empfiehlt da ein spezielles Kochbuch,
    auch für Vegetarier geeignet.
    .
    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-45122570.html
    .
    Und Menschen in Lycra schaue ich mir nur dann gerne an,
    wenn sie
    a) weiblich
    b) chinesisch
    und c) Schlangenmenschen sind.

    • Ich hätte nie gedacht, dass das Rauchverbot in Bayern funktioniert, aber inzwischen steht die grosse Mehrheit voll dahinter.

    • Titel eingeben
      Fairerweise muss man sagen – auch wegen der Intoleranz der Raucher. In einem Restaurant zu rauchen, während andere essen, ist grob unhöflich, war aber Standard.

      Ich bin selber Raucher. Und denke, das ganze wäre weit glimpflicher abgegangen, wenn die Raucher rechtzeitig ein bisschen mehr Zurückhaltung an den Tag gelegt hätten. Aber solange man glaubt, in der Mehrheit zu sein …

      Gruss,
      Thorsten Haupts

  49. Connected
    Was’n das?
    Alkohol und Nikotin legal
    Valium usw natürlich auch
    Rohypnol Nr.4 las ich mal
    Was soll das?
    Geht es hier in erster Linie um die Volksgesundheit, oder um Steuereinnahmen und Profit?

  50. Na, mich überzeugt das eher nicht. Unterscheide Legalisierung und öffentlichen Raum.
    Mir kann’s wurscht sein, ich habe nur als Teenager THC konsumiert.

    Aber was Sie komplett übersehen, lieber Don – und deswegen läuft der gerne gelesene Beitrag letztlich ins Leere – ist die Möglichkeit der Legalisierung einer Substanz bei gleichzeitigem Verbot ihres Genusses im öffentlichen Raum.

    Das ist exakt die Regelung, die z.B. in den meisten US-Staaten für Alkohol besteht. Ich fand das noch in meinen Zwanzigern lächerlich und spießig, aber irgendwann im Laufe meines weiteren Älterwerdens habe ich festgestellt, dass ich so eine Regelung jetzt total gut und angebracht finde:

    Ständig herumrollende, umfallende, teilweise noch befüllte Bierpullen in Berliner S-Bahnen; immer wieder Bierflaschenscherben auf dem Gehweg; Prolls, die mit Bierpulle in der Hand um die Häuser ziehen – es ist eine wahre Plage, vergleichbar mit der deutschen Hundescheißeplage (nach meiner Erinnerung besonders schlimm in Berlin in den späten 1990ern).

    Übrigens ist Sex ja auch schön und wichtig, aber im öffentlichen Raum nicht erlaubt.

    Wie das Saufen sollte Kiffen auf jeden Fall legal sein, aber man könnte es aus der Öffentlichkeit verbannen. Hasch-Backwaren (von Ihnen hier ebenfalls übersehen) wären öffentlich legal konsumierbar.

    Das lege ich jetzt mal so fest, als imaginierter Souverän dieses Landes.

    (Übrigens müssen Sie auch dies unterscheiden: Colorado und Kalifornien alleine sind nicht die USA schlechthin!)

    • Das Verbot in der Öffentlichkeit wäre teilweise eine Lösung für die Allgemeinheit, aber vermutlich nicht für die Biobewegten. Ich kenne die ja und da reicht schon eine Wurst im Kühlschrank oder ein falsch gehaltenes Huhn, damit der Terror losgeht.

      Auf der anderen Seite wird Kiffen in Mietwohnungen sicher auch untersagt – ich würde das sofort tun. Und dann wird es eben eng.

    • @Don Alphonso
      Weiß nicht, ob ich Ihre Positionen in diesem Zusammenhang überhaupt richtig verstehe.

      Sie würden Kiffen in Mietwohnungen sofort verbieten? Woanders hier steht, Alkohol würden Sie auch verbieten, wenn’s nach Ihnen ginge?

      Also ich weiß nicht, wie Sie das meinen. Sie werden doch nicht ernsthaft ein Prohibitionist sein?

      Hier eine kurze Übersicht zu ein paar Sachfragen, die wir berührt haben. So sehe ich es:

      (1) Alkohol ist zurecht legal.

      (2) Wenn Alkohol legal ist, gibt es keine guten Argumente dagegen, THC erst recht legal sein zu lassen. (Die olle Kamelle.)

      (3) Alkoholgenuss in der Öffentlichkeit könnte hierzulande restriktiver gehandhabt werden. (Wg. Rowdytum, Verscherbung, Versiffung.)

      (4) Was die Belästigung von Nichtrauchern durch Tabakrauch betrifft, finde ich die restriktive Entwicklung der letzten Jahrzehnte richtig. Für mich hat das nichts mit der Diktatur der politisch Korrekten zu tun, die ich so hasse. Es ist ein ideologiefreies Gebot der Rücksichtnahme.

      (5) Kiffen in einer Mietwohnung sollte genauso zulässig oder unzulässig sein wie Rauchen in einer Mietwohnung.

      Schönen Tag noch, und passen Sie bei der Bergabfahrt auf!

    • oeffentlicher Raum
      Das kann man so sehen, aber den „oeffentlichen Raum“ haette ich gerne sehr eng definiert. So haben meine amerikanischen Kollegen es fuer einen schlechten Scherz gehalten, als ich auf einer laengeren Autofahrt heimwaerts von einer ermuedenden Konferenz vorschlug, fuer alle ausser den Fahrer Bier zu kaufen. Interessanterweise ist hier das Auto auch „oeffentlicher Raum“ (nicht jedoch bei den sog. stand your ground Gesetzen) – und sowas nennt sich „land of the free“!

      Und ja, wenn sollte man nur den Konsum limitieren, aber nicht die pure Praesenz dieser Genussmittel (z.B. diese daemlichen braunen Papiertaschen um Weinflaschen… albern!).

      Fuer bestimmte Veranstaltungen (Strassenkarneval, Grossveranstaltungen, Weihnachtsmarkt) muesste es auch regelmaessige Ausnahmen geben, sonst ist das ganze von Anfang an zum Scheitern verurteilt.

    • @TIM: USA, öffentlicher Raum
      Da werden Sie wohl Recht haben, ja. (Sie beziehen sich, wie ich annehme, auf meinen ersten Kommentar. Unsere Kommentare vom Freitagnachmittag überschnitten sich freischaltungsmäßig.)

      Übrigens kannte ich die braunen Papiertüten immer vor allem vom Bierkonsum her; ich erhielt sie immer dafür, um ein Dosenbier gleich trinken zu können, wenn ich auf die Straße hinaustrat. So, wie ich es gelernt habe, erlaubt das der Polizei, über den Alkoholkonsum hinwegzusehen, ohne ihre Pflicht zu verletzen und den Buchstaben des Gesetzes zu verletzen: strenggenommen wissen sie ja nicht, was in der Tüte ist.

      Betreffend Weine, die man kauft, ohne sie im öffentlichen Raum zu konsumieren, kannte ich die Brauntüten-Konvention nicht. Aber ich habe in den USA auch nie Wein getrunken.

      Ich habe einmal in Manhattan eine Penthouse gekauft (das Magazin, sorry – habe nicht im Penthouse gewohnt). Da bekam ich eine ganz dunkle, blickdichte Tüte.

    • Titel eingeben
      „Auf der anderen Seite wird Kiffen in Mietwohnungen sicher auch untersagt – ich würde das sofort tun. Und dann wird es eben eng.“

      Sind sie sicher, dass sie damit vor Gericht durchkommen würden?
      Ich weiss ja nicht wieviele Wohnungen sie besitzen und wieviele Leut in diesen wohnen. Aber die Chancen, dass darunter Leute sind die kiffe aber von denen sie das nicht für möglich halten, stehen gar nicht so schlecht…
      Man wird immer wieder angenehm überrascht, was für Leute einem auf einmal was zum Rauche anbieten…
      Glauben sie es mir, sie haben wie alle Nicht-Kiffer wirklich keine Ahnung von…

  51. Alkohol
    Es ist einfach lächerlich irgendwas verbieten zu wollen, was allein aus einem pflanzlichen Samen entspringt.
    Bei Heroin und Kokain liegen die Dinge ja nun insofern anders, als dies Sachen ja zuerst von der pharmazeutischen Industrie entwickelt wurden, Amphetamine auch.

    • Vorsicht! Gift!
      Nikotin von dem Pflänzchen Tabak zählt zu den wirksamsten und gefährlichsten pflanzlichen Giften. Areca catechi, und … und … und. Zählen Sie die Bakterien zur Pflanzenwelt, wird es noch unübersichtlicher. Auch Alkohol ist eines der stärksten natürlichen Gifte und wäre dann ein pflanzliches Produkt.
      Von der pharmazeutischen Industrie entwickelt oder entdeckt und erforscht? Amphetamine sind eine ganz andere Geschichte.
      Aber wie gesagt: Die Dosis macht das Gift! (Theophrastus Bombastus von Hohenheim).
      Möglicherweise ist bei diesem breitgefächerten Interesse und den Lebensauffassungen das Thema auch nicht annähernd erschöpfend zu behandeln.

      Mit fielen Grüssen,

      Bernard del Monaco

  52. Die Dosis macht das Gift!
    Bei der vielseitigen Betrachtung der Problematik wäre die Akzeptanz des gesicherten Wissens wünschenswert. Es kann fatal werden , wenn dann Schlussfolgerungen ausblieben.
    Wo fangen denn Drogenkonsum und ihr Missbrauch tatsächlich an?

    In den bolivianischen Anden bin ich auf einer Bergtour auf 5500 m Höhe schwer an der Höhenkrankheit erkrankt. Kokablätter und die landesübliche Kokapaste mit Kalk haben mir damals das Leben gerettet. Die frischen Blätter werden säckeweise auf dem Basar angeboten und von der einheimischen Bevölkerung nahezu ständig gekaut. Es ist ihr probates Mittel gegen Hunger, Durst und Krankheiten, und das wahrscheinlich schon seit Jahrhunderten.

    Marokko, wie den ganzen Raum nördlich der Sahara, besuchen die Touristen nicht wegen des Pfefferminztees, sondern wegen des uneingeschränkten Zugangs zu Canabis. Leider übersehen sie die kleinen röhrenartigen Pfeifchen, die von den Einheimischen zum wohldosierten Genuss benutzt werden. Zugedröhnt liegen dann die europäischen Genießer auf ihren Kissen und starren mit glasigen Augen und verblödetem Gesichtsausdruck in den Weltraum.

    Für das Tabakrauchen in Zentralasien, in den Wüstengebieten der Gobi bis hin nach China waren Tabakspfeifen mit einem kleinen Pfeifenkopf im Gebrauch, der überhaupt nur drei bis fünf Züge ermöglichten.
    Drogenzubereitungen aus einheimischem Pflanzenmaterial werden in Indien bei jedem Straßenhändler angeboten und reichlich konsumiert. Auch hier dienen sie zur Erhaltung der Leistungsfähigkeit, gegen den Hunger und Durst und zur Linderung gesundheitlicher Probleme.
    Die wenigen Beispiele sollen etwas über die Verbreitung und die Gründe des Gebrauchs von Drogen aussagen. Missbrauch wird stets von sozialen Problemen hervorgerufen.

    Mit fielen Grüßen,

    Bernard del Monaco

    • Und um den Missbrauch geht es ja eigentlich – weniger mir, sondern den Korrekten. Ich glaube einfach nicht, dass die Körneraktivisten zuschauen, wenn ihre Kids schulisch abfallen oder ein Semester länger brauchen.

  53. wer usurpiert mein pseudo
    Icke,5.11. 17:35, ist ein Troll, er benutzt mein langjaehriges Pseudo fuer einen ziemlich unhoeflichen Eintrag.
    Icke, Fast seit Anfang des blogs dabei, wenn auch mit langen Pausen, ist hiermit offiziell entruestet, und ausserdem, seit der berufliche Pfad mir (tja icke, meene, mir, dekliniert man), eine gewisse Erfahrung in Haftpruefung, Psychiatrieeinweisung Strafanpassung gebracht hat, strickt fuer Hanf-/Cannabisverbote.
    Zum Grinsen: neulich der Haftrichter zum etwas teigigen, derms Vergehens gegen das Betaeubungsmittelgesetzes wohl zu recht beschuldigten: Treiben Sie Sport? – Nein. – So sehen Sie auch aus, entspannt genauso, wie ein Joint und ist auch noch legal.

  54. Möglicherweise
    wäre es ja viel einfacher, die Einnahme aller Nahrungs- und Genussmittel zu verbieten. Fast alle Probleme wären dann endgelöst.

    • Intravenös würde auch gehen. Aber auf der anderen Seite muss man sagen, dass die FAZ-Kantine den Ideal schon recht nahe kommt.

  55. Alles Lüge
    Schnapswebung im TV, aber Hauptsache Kiffer kriminalisiert! Lügner und Lobbyismus-Akzeptierer…

  56. harmlos gefährlich
    Ich fürchte, man muss alt genug sein zum Kiffen. Konsum von THC haltigen Mitteln (egal ob Keks, Tüte oder in der Limo) führt vor Abschluss der funktionalen Ausreifung des Gehirns zu einem (zwar epidemiologisch zahlenmäßig insgesamt geringen, aber deutlichen) erhöhten Risiko psychotischer und möglicherweise auch depressiver Erkrankungen. Für den psychotischen Formenkreis ist das seit 2002 in vielen Studien gut belegt, allein für wissenschaftliche Artikel seit 2012 brachte ein klick von mir bei Google Scholar gerade 15800 wiss. Fundstellen.
    Abgeschlossen ist das neurophysiologisch im Durchschnitt mit 25 Jahren, bei deutlichen individuellen Schwankungen.
    Jüngere sollte man also eher nicht kiffen lassen. Ein Restrisiko bleibt, wie immer – no risk no fun – auch bei Älteren.
    Der unangenehme Aspekt ist dass solche psychotischen Erkrankungen wahrscheinlich tendenziell schlechter behandelbar sind als nicht drogeninduzierte endogene.
    Und selbstverständlich entstehen Abbrand-Reststoffe auch beim Rauchen der Tüte, das Risiko für Herz- und Kreislauferkrankungen inklusive Schlaganfall sowie für das Bronchialcarcinom wird dadurch ebenso gemehrt wie von der banalen Zigarette.
    Langlebige Raucher a la Helmut Schmidt sprechen nicht dagegen, da es sich um statistische epidemiologische Zusammenhänge handelt, so wie es den einzelnen Lotto- Gewinner mit Jackpot gibt, so gibt es auch den Raucher ohne Infarkt und Bronchialtumor oder Lungenemphysem oder chronisch obstruktive Bronchitis.
    Dagegen ist ein geringer regelmäßiger Alkoholkonsum ohne Leberschädigung in vielen epidemiologischen Studien mit einer geringen Untersterblichkeit korreliert, wobei das post nicht propter bedeuten muss, es kann ja auch beides von einer dritten Variablen abhängig sein, etwa dass milde Alkohol-Trinker mit genügend Selbstdisziplin auch sonst ein eher gesundes Leben führen.

    • Auslöser für diesen Beitrag war übrigens eine mich immer wieder angehende Kifferin, bei der man die psychotische Störung und ihre Schübe gut erkennen kann. Dann geht sie auf alles los, egal wie es für sie ausgeht. Schon schräg.

    • Wie die Statistik, so die Erfahrung
      Gut gebrüllt.
      Meine, gewiss anekdotische Erfahrung ist, dass Kiffer im Gegensatz zu Alkoholikern, nicht in der Lage sind, die Folgen ihres Verhaltens ins Auge zu fassen (ein Alkoholiker trinkt heimlich, weil er weiss, dass er eigentlich nicht sollte und dass der Suff unangenehme Folgen hat, der Kiffer auf Bewährung dreht sich das Tütchen vor Augen der Streife und hält den Beamten dann auch noch einen Vortrag über den Segen des THC. Und hier geht es um Leute, die nicht akut berauscht sind. Als Anwalt ist man dann versucht, seinen Mandanten vor dem Haftrichter zur Sau zu machen).
      Ausserdem kann man bestimmte Alkoholika des Geschmacks halber schätzen, wobei dann in der Regel das zweite Glas weniger gut schmeckt als das erste. Bei Rausch- und Betäubungsmitteln fehlt dieser Aspekt.

      übrigens Danke Don für die Trollkontrolle.

    • Aber - gibts etwa keine schönen Mädchen am Tegernsee,
      lieber D. A., dass Ihnen sowas als Ersatz-Muse für einen Text herhalten muss? Das sieht ja weder aus wie ein Gemälde, noch schmeckt es nach Himbeertorte.

    • @auchegal, P.M.
      Tja, AUCH EGAL, das zeigt eigentlich überzeugend, dass Abstinenz zu so mancher Verirrung führt.
      Bekifft würde ihm so was garantiert nicht passieren… aber das will der gute Don lieber nicht wissen… ;-)

      P. Matecki, das Problem ist halt leider, dass sich unter den Hanf Gegnern nur in Ausnahmsfällen unabhängige Selber-Denker befinden, wie sie anscheinend einer sind.
      Ich bin daher gerne bereit ein paar entscheidende unter den Tisch gefallene Details auf die durch ihre Methode verursachte Fragestellung bei der Informationssuche zu schieben?
      Ja, es scheint auch mir in der Tat unverzeihlich Kindern und (sehr) Jugendlichen zumindest mal unbegrenzte Kifferei zu ermöglichen. Aber dabei die Schuld auf die Droge zu schieben ist ungefähr wie den Eisberg anzuklagen, der die Titanic sinken liess. Also vermisse ich in ihrem ja an sich guten Beitrag einen Vorschlag wie sie mit den betreffenden Eltern umzugehen denken? Wenn sie da nicht anfangen wollen, also bei den Ursachen, dann ist Unterhaltung sinnlos und auf BILD-Niveau.
      Wie LSD, so bringt auch Dope nur das aus einem Menschen heraus, was bereits drin veranlagt ist. Und zwar von der Depression bis zur psychotischen Störung.
      Alkohol wäre da allerdings ein sehr viel besseres Beispiel, denn die Kifferei führt NIEMALS zur Gewalttätigkeit, der Alkohol hingegen regelmässig. Von den Verkehrstoten ganz zu schwiegen.
      Eine psychotische Erkrankung wird in der Tat durch Missbrauch ausgelöst… wie allerdings auch die Einnahme von drei 30er Diazepam (statt der empfohlenen 2mg) unangenehme Folgen hat. Welche Schuld daran die Drogen Diazepam oder THC haben sollen, müssen sie mir schon erst noch erklären!

      Ein wenig entlarvend ist ihr eigentlich ja guter Beitrag beim Thema „geringer regelmäßiger Alkoholkonsum“. Das haben sie, wie wir alle, mal irgendwo gelesen und weil es in ihr Weltbild passt, gleich behalten, anstatt später noch einmal, aber gründlicher zu recherchieren. Aber zugegeben, wer von uns tut sowas nicht…
      Nachfolgende Forschungen würden ihnen nämlich zeigen, dass dies nicht stimmt, sondern Alkohol prinzipiell und immer schadet. Natürlich werden ein oder zwei Glas Rotwein ihrer Leber nicht den Garaus machen, aber zB bei hohem Blutdruck schlimme Folgen haben.
      Und genauso ist es beim Kiffen auch….

      Die einfache Antwort auf alle Drogen Fragen wäre, ALLEN genügend korrekte Informationen frei zur Verfügung zu stellen, um sich ein tatsächliches Bild über die zur Verfügung stehenden Drogen zu machen.
      Leider leben wir in einer Welt in der sich „unsere“ Politiker Gedanken darüber machen, um wieviel man die Tabaksteuer anheben kann ohne, dass die steuerlichen Einbussen zu gross werden, und wir leben in einer Welt in der THC eben nicht wie Sie das tun sachlich angegangen wird.

      Alle Kommentare von Nicht-Kiffern zu Marijuana haben immer übrigens schon immer etwas zugleich Lächerliches und Erheiterndes…

    • @TDV
      Irgendein empathischer (oder ganz besonders cooler) Mensch hat hier die luzide Faz-Hasstirade von Maxim Biller auf den Osten eingestellt (die ich bis dahin gar nicht kannte), die ein kaum mißzuverstehender Ausdruck des westliche Gieren nach vermarktbaren Etiketten (links/rechts, alter Opel/neuer Oldtimer, Kiffer/Abstinenzler) darstellt (das Original vom Habermas habe ich mir, wo ich schon dabei war, mich abzuhärten, auch gleich zu Gemüte geführt. Au Backe – ich habe nachträglich auch kein Mitleid mehr mit uns „Verdorbenen“, echt.) Und was lese ich bei Biller von der Kanzlerin, die ich selber wähle? Dass die „Zonenkinder“ recht daran taten (und tun?) den Mund zu halten; alles andere führt nur zum Chaos. – Ich hätte ihr so gerne widersprochen, weil das Leisetreten so unangenehm duckmäuserisch daher kommt und – soweit ich erkennen kann – bisher auch bloß dazu führte, dass andere immer weiter voran machten. Aber mir selber fällt ja noch nicht mal etwas ein, wie man wenigstens der Etikettiersucht Herr werden könnte, da muss man sich bescheiden. Was man nicht tun kann, das muss man eben lassen, bevor man in Platons Höhle noch gemeuchelt wird. Sie haben also gewonnen, sämtliches geerbte Porzellan ist zerschlagen, vielleicht wird es ihnen ja irgendwann wenigstens irgendwann langweilig und sie suchen sich ein neues Hobby, wie wär´s? Und was macht die Kanzlerin eigentlich noch da vorne und wieso hält sie sich nicht mal an ihren eigenen Ratschlag? Aber sie wird sich daran erinnern, da bin ich sicher. Und ich mich auch.

  57. Das BtmG ist das Problem
    Ideologische Menschen in der Politik zusammen mit wirtschaftlichen Interessenten haben unsere Drogengesetzte in den 1930er Jahren entwickelt, das ist ein Problem, für uns Freidenker/innen und überall sitzen noch diese monotheistischen Fundamentalisten. Es hat etwas mit der Grundeinstellung dieser Menschen zu tun, ein Monotheist glaubt an einen Gott und das dieser Strafen verteilt wenn man sich sündhaft Verhält also Sintflut, Heuschreckenplagen, Hungersnot usw.
    Diese Strafen schickt er allen Ungläubigen und Frevlern, also Menschen die sich Sündhaft verhalten.
    Aus dieser Angst heraus unterdrücken, bekriegen und erziehen monotheitische Menschen andere ungläubige Menschen seit Jahrhunderten. Diese Monotheisten sind so durch Erziehung und Gruppenzwang so konditioniert worden, dass Sie Angst vor etwas unbekanntem , unsichtbaren bekommen haben. Dies Angst wurde durch Psychoterror und körperliche Gewalt, zu einer Massenpsychose. die sich je nach monotheistischer Glaubensrichtung und urkulturellem Hintergrund in unterschiedlichen Moral und Gesellschaftsformen ausgeprägt hat. Diese „moralischen Werte“ werden durch Gesetzte und Gewalt geschützt, damit der Gott nicht erzürnt wird. Diese Angst hat eine Gewalt unter den Gläubigen geschaffen die der Zweck heiligt, denn diese Menschen möchten ja nur Übles von Ihren Lieben und der Familie abhalten. So wird aus einem Glauben eine Doktrin die sich dann in einer Staatsform wieder spiegelt. Deshalb bezeichne ich unser BTMG als faschistisches Gesetz um andersdenkende und anderslebende Menschen zu unterdrücken. Und das alles mit dem Vorwand man will sie vor Üblem und dem Bösen schützen. Das Üble und Böse wurde zu dem Zweck in eine bestimmte Form gepresst um bestimmte Strömungen im Volke zu unterbinden. Merkt man ganz deutlich an der Hanflegalisierung. Gewisse monotheistisch geprägte Interessensgruppen haben Angst davor Macht und Einfluss zu verlieren und somit auch den Kampf gegen das Böse. Schamanen, Hexen, Hexer und Kräuterfrauen wurden über Jahrhunderte hinweg gejagt und verbrannt, weil diese durch den Gebrauch von Zauberpflanzen heilen, abtreiben und halluzinogene Räusche erzeugen konnten. Gerade diese halluzinogenen Räusche waren es warum die Monotheisten diese Substanzen und die Wissensträger vernichten musste, diese „Wanderer zwischen den Welten“ konnten eine Kriegsgott Jahwe oder Jehova bekämpfen und dem Probanden der von diesem Dämon befallen war wieder geistigen und körperlichen Frieden schenken, also die Angst nehmen. Aber ein Mensch ohne Angst ist frei und lässt sich ungern wegen Machtstreben und Geld, zu Umweltzerstörung anstiften. Erst wenn die Angst in ihm erzeugt wird, wird er zum Psychopath der dann, mit anderen Menschen in einer Massenpsychose gefangen, den Planeten für Geld, Macht und Alkohol zerstört. Deshalb nenne ich die Unterdrückung von Heilkräutern Faschismus und das BTMG als das Mittel den Substanzismus weiter zu führen. Patienten die sich dieser Kräuter bedienen und damit Wissen und Erfahrungen sammeln sind eine Gefahr für die Pharmaindustrie. Überlegt mal wer an einem Verbot verdient! Alkoholkranke geldgeile Machtmenschen, die den Hals nicht voll genug bekommen!! Ich weiß jetzt werden wieder ganz viele aufschreien um mich als böse, verrückt oder was weiß ich zu bezeichne und warum weil Sie nicht verstehen wollen (oder können), dass Jehova/Allah/ Jahwe ein Kriegsgott ist. Es gibt nix böses, außer einem psychopathischen Mensch und der kann nix dafür, das sollten wir uns immer bewusst machen, denn wir könne etwas dagegen machen. Also habt keine Angst, alles wird früher oder später gut, denn kein falscher Gott hat eine Chance gegen die Wahrheit der Natur. LGLouis Quelle http://www.socialnet.de/rezensionen/4835.php

    • Auch

      hier

      mehr

      Absätze

      helfen.

    • Lange nicht mehr so einen Unsinn gelesen...
      … mit oder ohne Absätze.

    • bullshit ohne Analyse und ohne Struktur
      Zitat: „ein Monotheist glaubt an einen Gott und das(s) dieser Strafen verteilt wenn man sich sündhaft Verhält“
      als das sind Freizügigkeits-Sint(i)flut, Asylantenplage, Hungers- und Wohnungsnot – ROFL –
      Womit das große „C“ im Parteinamen anschaulich wird.

      Nehmen wir einfach mal so als These den Ausgangspunkt ein, der Mensch sei eine Überlebensmaschine, die für bestimmte überschaubare Zusammenhänge optimiert sei.

      Betrachten wir dann all die bitter beklagten Verwerfungen menschlichen und gesellschaftlichen Verhaltens. Ist der Monotheismus dann immer noch die Ursache? Oder ist er nicht vielmehr eine von vielen Folgen?

      Nun, erkennen Sie jenseits Ihrer verschwurbelten, selbstgezimmerten Ideologie „die Wahrheit der Natur“?

  58. Man muss den Hanf nicht rauchen
    Ich empfehle dem Autor edle Nougatpralinen, Buttertoffees oder Eiscremes mit Cannabis. Eventuell auch ein stylischer Verdampfer/Vaporizer, optisch passend zum Smartphone natürlich. Damit kann das ungesunde Rauchen vermieden werden, ohne den Kiffer auszurotten…

  59. Stichprobe
    … Dann geht sie auf alles los, egal wie es für sie ausgeht. Schon schräg …

    Set und Setting. Der Mensch ist keine standartisierte Maschine.
    Klingt eher nach Legal heighs …

  60. Harmlos gefährlich?
    @Prince Matecki – Ich gehöre zu den milden Alkoholikern und genieße den täglichen Rotwein. Den habe ich mir angewohnt, als ich mal ein paar Jahre totalen Stress hatte. Damals kam ich zu dem Schluss, dass ich diesen Stress nur überlebe, wenn ich jeden Tag etwas sehe oder erlebe, was mich freut und von was ich sagen kann, der Tag hat sich doch noch gelohnt. An vielen fiesen Tagen war das nicht mehr als abends 1 ½ Gläser Rotwein und zwei Tütchen Gummibären, und mittags ein Steak in der Kantine (wo ich sehr isoliert war, weil kaum einer mit mir am Tisch sitzen wollte). Das tägliche Steak und Gummibärchen habe ich nach der Stressperiode sofort wieder aufgegeben. Die 1 ½ Gläser Rotwein schmecken mir immer noch, vor allem wenn ich vorher 75 km geradelt bin.
    .
    Natürlich ist mir bekannt, dass Ärzte davon ausgehen, dass Patienten immer nur die Hälfte ihres Alkoholkonsums angeben. Darüber diskutiere ich immer, wenn mich ein Arzt danach fragt. Dann frage ich zurück: „Welche Antwort wollen sie? Die stereotype Lüge, dann gebe ich 3/4 Glas an? Oder die Wahrheit, dann gebe ich 1 ½ Glas an?’

  61. Macht doch was ihr wollt.
    Was hat Kiffen eigentlich mit links und rechts zu tun?
    Geht es nicht viel eher um liberale und autoritäre Standpunkte?

  62. Die Sehnsucht nach überschaubaren Problemen
    Der ganze „Gesundheitswahn“, diese Selbstoptimierung sind meiner Meinung nach, ein Antwortsversuch auf das diffuse Gefühl des Verlust jeder Einflussmöglichkeit auf die wirklich wichtigen Fragen.

    Man hat generell das Gefühl, eh nichts machen zu können:

    Die Armen fressen und saufen und kiffen.

    Die Reichen dressieren ihren Nachwuchs, einen Triathlon laufen zu können, und nebenher in acht Monaten eine Doktorarbeit über neueste Technologien der Mirkroprozessor-Produktion zu verfasssen. Zur Entspannung spielt man das Violinkonzert Nr.1 Op.26 von Max Bruch…

    Meine Elterngeneration, im Umfeld des oberen Managements einer grossen deutschen Chemiefirma, war es gewöhnt, an einem Abend mit Freunden zu sechst drei, vier Flaschen Wein (eher mehr..) niederzumachen, und danach noch sorglos nach Hause zu fahren, ohne an plattgebügelte Kinderwagen oder Jahre des Fussgängertums, MPUs, und astronomische Versicherungstarife zu denken.

    In Afghanistan feierten die Hippies Sex and Drugs and Doors Parties.

    In Goa beschwerte man sich, wenn die lokale Männlichkeit sich mit ihren besten Freunden in der Körpermitte amüsierte, weil Badehosen und Bikinis für moralbefreite TouristInnen absolut uncool waren.

    Ich glaube auch, dass die massive Renaissance des Moralischen, des Religiösen, des Nationalen, des Ideologischen Ausdruck sind der Sehnsucht nach Erlösung von den irren paradoxen Vorgaben unserer komplexen Wirklichkeit.

    Ich erinnere mich, wie mein Vater, Maschinenbauingenieur, die Motorhaube seines 1972er Mercedes öffnete, und seufzte: Da kann ich ja gar nichts mehr selber machen!

    Dabei war das noch ein überschaubarer Doppelnockenwellen-Motor mit einem zugegeben komplizierten Vergaser – während man heute sowieso nur noch Plastik-Abdeckungen erblickt, ein Markenlogo und grad noch mal Ölmesstab und Scheibenwaschwasser-Einfülldeckel.

    Der Verlust aller Wirkmächtigkeit, der Verlust der Gewissheit, etwas zu lernen, und dann damit einigermassen ok leben zu können, und darauf stolz sein zu können, treibt sonderbare Scheinblüten:

    Es ist banal, mit einem 38t Sattelzug rückwärts in die Tiefgarage eines Shopping-Centers hinein rangieren zu können, aber toll, wenn man so blöd ist, zu versuchen, mit Känguruh-Schuhen über ein fahrendes Auto zu springen.

    Höher. Weiter. Schneller. Ich hoffe, dass es uns allen nicht so geht, dass wir einen unserer Tricks versemmeln.
    Quantitative Easing. Registrierungszentren. Den nächsten überkochenden Bügerkrieg. Und ans Weltklima zu denken, ist absolutes Nischenprodukt geworden.

    Ich glaube, ich sollte mir jetzt auch eine Tüte bauen, wenn ich nicht wüsste, dass das Zeug wirklich psychotische Zustände auslösen kann, wenn man einen schnelleren Gehirnstoffwechsel hat als eine wohltemperierte sibirische Landschidlkröte.

    • Hello TGA
      Nun ja, das Zeug hat halt heute eine grössere Portion THC….
      Was mich bei diesem Problem immer wieder erstaunt ist:

      Wer zwingt sie eigentlich dazu in einen Joint oder in den Teig für die Plätzchen genau dieselbe Menge dope zu tun, wie sie das 1965 getan haben?

      Seit wohl 20 Jahren suche eine Antwort auf diese Frage, Sie sind meine letzte Hoffnung… bitte, bitte!

  63. Titel eingeben
    Warum erinnern mich hier manche Beiträge nur so sehr an die Wiedertäufer?

  64. Jäh zurück ins Jetzt
    (Lieber Blogherr, ich frage mich ja seit dem 1. November, wie Seehofer bei den Bayern damit durchkommen konnte, dass sein Ultimatum folgenlos verstrich und er nichts als ein merkelianisch geprägtes Positionspapier bekam. Nun aber meldete FAZ.net gerade „Bürgerkriegsflüchtlinge aus Syrien sollen ab sofort nur noch subsidiären Schutz bekommen, erfuhr die F.A.Z.“.)

  65. Titel eingeben
    Man kann ja nur hoffen, daß alle diese elendig gesundheitswahnsinnigen Menschen mit ihren Verboten und ihrer erhabenen Moral über die enormen nötigen Mittel verfügen, die es braucht, dank ewiger Gesundheit entspannt entweder zu hundertjährigen Griesgramen oder dauerlustigen operierten Grinsegesichtern zu werden, vom Hauspersonal bis zur Pflegedienstleistung. Man möchte nur ungern daran denken, daß nach einem Leben vorbildlichster Selbstkasteiung in stets gesündester, gesellschaftskonformer Haltung das Standard-Pflegeheim dräut und die hehre Lebensführung sich zum Alptraum zwar weitgehend gesunden, aber dennoch gebrechlichen, langlebigen, entnervenden Wartens auf den Tod auf 10 m² mit 20€ Taschengeld in der Woche und angelerntem, unterbezahltem, unfreundlichem Pflegepersonal aus der „Unterschicht“ entpuppt.

    Da rauche ich lieber schön weiter und trinke in Maßen, und hoffe auf eine gute Cannabisquelle, so mich je der Krebs niederwerfen sollte. Immerhin hat man da dann die Aussicht, daß die Leidenszeit im Verhältnis zwar vielleicht bitter, aber relativ kurz ist im Vergleich zum langsamen Siechtum des Alters, und wer will in diesem Land und bei dem, was sich da an Zukunft abzeichnet, auch alt werden? Ich sehe es im Umfeld, für die allerwenigsten ist es anhand der ganz normalen Alterserscheinungen wirklich noch erträglich oder gar angenehm, über 80 Jahre alt zu sein.

    Von alledem abgesehen geht nichts über einen guten Joint ab und an, inkl. schwerem Laberflash, einer veritablen Freßattacke und epochalem Sex. Beim dritten Mal, so mit 17 allerspätestens, weiß man dann auch, daß man da niemals drüber nachdenkt oder etwa redet im Nachhinein, das ruiniert nur die nette Illusion. Was die Cannabis-Psychotiker anbelangt, die meidet man frühzeitig. Meist haltlose Leute ohne Maß im Konsum, leider. Früher oder später werfen solche tragischen Menschen sich ohnehin potentiell vom höchsten Balkon oder landen in der Psychiatrie, und das möchte wirklich niemand als Erfahrung im Freundes- oder Bekanntenkreis haben, ich weiß, wovon ich spreche.

    • Ach geh....
      Haben sie jemals einen Nicht-Kiffer getroffen der ihnen sowa glaubt?

    • Jederzeit, vererhrter tdv, jederzeit :-)
      Mir bringt das Zeug nix und ich habe es auch als Jugendlicher sorgfältig gemieden, bin also Nicht-Kiffer. Abe warum soll ich einem Haschkonsumenten seine schönen Momente streitig machen wollen?

      Gruss,
      Thorsten Haupts

  66. (Nachtrag – immer noch OT, pardon)
    (Altenbockum ist fast aus dem Häuschen in der FAZ-Tweetleiste rechts. Nun ja. Was ich mich nur frage: Wenn das für die Syrer gilt, dann muss es doch für alle anderen Gruppen erst recht gelten? Keine Herkunft führt doch sicherer und direkter zur Flüchtlingsanerkennung als die aus Syrien.)

  67. The age of innocence
    Newland Archer (Anwalt) muss der schönen Gräfin Olenska erklären, dass Sie sich zwar legal scheiden lassen kann, dass sie das aber ihr gesamtes Sozialprestige kosten wird, tja. Am Ende leider ist er dann leider feige emotional verhungert. – Aber das ist wohl auszuhalten, wenn das Essen schmeckt und die Kinder Klavier spielen und die Sonne auf den Tegernsee scheint. Bestimmt ist es das!

  68. Und Fahrradhelme?
    Demnächst in Integral-Version um das Kinn zu schützen?
    Besser geht es immer, allein: Wer sollte das wollen?

  69. Absätze
    Eventuell haben sich die Vielschreiber das bei den normalen FAZ-Kommentaren abgewöhnt: dort kann man Zeilenumbrüche, Leerzeilen und wassonstnoch einbauen – es kommt immer als ungegliederter Fließtext raus….
    Lesbarer ist es aber tatsächlich mit Absätzen…

  70. Die Dosis...
    Ich habe eine Zeit in Frankreich gewohnt und war damals oft dienstlich in Südspanien in einem deutsch-französisch-spanischen Institut. Landesüblich gab es dort selbstverständlich zum Mittagessen Rotwein und selbstverständlich wurde der auch getrunken. Von den Franzosen und Spaniern ein Gläschen oder allerhöchstens zwei – nur wenn deutsche Besucher kamen, mußte der Vorrat aufgestockt werden. Rotwein zum Mittag, da heißt es zuschlagen!
    (Eine Gruppe mochte keinen Wein und brachte im Gepäck immer ein Fäßchen Bier mit.)
    Andererseits habe ich das auch in bayrischen Kantinen zum ersten Mal erlebt, daß es selbstverständlich Bier gibt, in den großen sogar aus der Zapfanlage. Aber auch hier konnte ich nie sehen, daß das „überstrapaziert“ wurde. Der allgemeine Usus scheint also in beiden Fällen zu funktionieren.

  71. Hatte gerade ein Bild gesehen, da kratzt jemand die grüne Farbe von einer 100 Dollar Note ...
    … um sich das krümelige Ergebnis dann angeblich mittels Lorbeerblatt in die Nase zu pfeiffen.
    .
    Das kannte ich so noch nicht.
    .
    Macht die grüne Farbe high oder ists der Umstand, dass die 100er gerne als Werkzeug fürs illegale Schnupfen verwendet werden, so dass mittels obiger Technik Reste verwertet werden?
    .
    Ich könnts mir nicht vorstellen, mir den Dreck von abertausend Fingern auf die Schleimhäute zu zimmern, will das aber auch keinem verbieten.

  72. Widersprüche
    Vielen Dank für den Artikel. Er beleuchtet die Widersprüchlichkeit der Grünen so schön. Da ist auf der eine Seite die Haschischtoleranz – die Hippies lassen grüßen – und auf der anderen Seite diese ständigen Verbote und Gebote, was man darf und was man nicht darf, immer ausgerichtet an höheren Zielen: die Natur, das Gemeinwohl, die Rettung der Welt …Nichts gegen Bio – dies esse ich auch, aber weil es häufig einfach besser schmeckt. Ob es gesünder ist, kann ich gar nicht sagen.

    Die Grünen als Partei sind nun mal eine Verbotspartei ohnegleichen. Daher können sie sich auch nicht als Nachfolgerin der FDP etablieren, da es fundamentale Unterschiede im Freiheitsverständnis gibt.

    Aus der soziologisch Perspektive betrachtet ist es zudem interessant, dass die grünen Wähler sogar wohlhabender als die von der FDP sind. Gutmensch sein muss man sich eben leisten können.

  73. OT
    „Flüchtlinge überfordern die Computer des Staates.“
    titelt FAZ.NET.
    Wen es nur das wäre, könnte man sich beruhigt auf die
    andere Seite drehen.
    Die Flüchtlinge sind so etwas wie ein Stresstest unter
    realen Bedingungen für die BRD.
    Nicht wie bei den Banken
    ein modellierter Stresstest, und daher viel aussagefähiger.
    Bin neugierig, was vom Staat seinen Verwaltungen und auch
    den Konzernen, den Verbänden in einem Jahr noch übrig ist.

  74. Werte ObjectBe
    Werte Be,

    Nach zwei schwer beschäftigten Wochen, mit Abholung, Operation und Eingewöhnung eines wunderbaren Hundes, mal wieder Muße um auf einen Artikel und die Antworten einzugehen.
    Lausanne… eine meine Lieblingsstädte… wenn ich mit meinen Freunden auch lieber die Bar im Palace, in einer Stadt gleich eine Nummer weiter westlich am Seeufer entlang, vorziehe. Alt gewordene, buddhistische Hippies haben auch liebgewordene Laster. So viele meiner Lieblings Künstler haben im Palace gelebt, die Fotos an der Wand… und im Sommer gabs ein paar hundert Meter weiter, regelmässig Santana und auch Zappa zu hören. Axl und Slash waren allerdings niemals in jener tatsächlichen Paradies City… Nach den Konzerten gings abends wieder rauf nach Gstaad zu den beiden Krishnamurtis.
    Gott segne das Internet, das mir wenigstens noch eine kleine Möglichkeit der Teilhabe am wahren Leben bietet, hier am After der Welt….

    Das Thema, man möge mir meine Gesetzlosigkeit vergeben, beschäftigt mich seit, oh Schreck las nach … knapp 60 Jahren? Und seit 50 Jahren auch die Frage nach dem Sinn einer Legalisierung.
    Und immer wieder musste ich feststellen, das es gerade dabei meist um enorme Missverständnisse geht. Man kann einem Abstinenzler wie Don Alphonso seine Unwissenheit verzeihen, es ist ja nicht sein Problem.
    Trotz der lächerlichen Gesetzeslage war es auch im berlin-fernen München niemals ein Problem an diese schreckliche Droge zu kommen, die ja Millionen in den Wahnsinn und hunderttausend in den Tod getrieben haben muss, wenn man den Umgang des Staates mit den Delinquenten als Masstab nimmt.
    Auch ich stand mal in der Pacelli Strasse vor einem Richter und hatte grosse Problem mir das Lachen zu verkneifen als ein prototypischer CSU-Spiesser-Staatsanwalt sein Einheits Plädoyer zum 6377ten Male runterleierte. Seine Ehren gestattete mir am Ende die Möglichkeit zur Frage und so ich richtete ich diese an den Anklagevertreter, von dem man mir versichert hatte, er vertrete die Interessen des „Staates“.
    Ich fragte ihn, ob er jemals selber diese Droge probiert habe, ob er eigentlich wisse, wovon er da spricht, und was er da bestraft.
    Diese typisch bayrische dumpf ignorante Visage mit halboffenem Maule seh ich noch heute vor mir, und meine unverholene Freude über diesen Anblick war mir auch die extra drei Tage in St Adelheim wert, die ich zu den sieben Tagen für den Besitz von zwei komma noch was Gramm Marijuana erhalten hatte.
    Sieben oder zehn Tage Knast kann ich im Übrigen nur empfehlen. Problemlos zu überstehen, ohne Schaden zu nehmen und man sieht und lernt so viel Neues, zu dem man sonst nie Zugang hätte…

    Aber ich schweife ab, geschätzte Be… leider dabei nicht neben ihnen sitzend…

    Zurück zu Don Alphonsos Legalisierungsgedanken.
    Werter Don. Zeit meines Lebens hatte ich trotz ihrer Illegalität niemals ein Problem an solche Drogen binnen kürzester Zeit zu gelangen. Und auch in meinem Bekanntenkreis, gibt es unter denen die kiffen keinen der da ein Problem hätte.
    Lassen sie uns also mal überlegen, was würde sich durch Legalisierung ändern?

    Es würde sicher nicht billiger, sonder teurer werden.
    Und statt an den entfernt bekannten Klein-Dealer würde der Profit bei Kauf der Philip Morris Gold Spezial oder der Marlboro Grün Naturrein an mir verhasste Konzerne gehen, die weiss der Teufel welche Zusatz Chemikalien mit hinein gemischt haben. Und wie lange würde es wohl dauern bis Monsanto seine „RoundUP Spezial“ mit garantiert 3%ig stärkerer Türnung auf den Markt bringt.
    Dass es zur Zeit noch einigen Aufwand benötigt um an Gras zu gelangen, das trägt sicher dazu bei, dass eben noch nicht alle 12jährigen morgens als erstes zum Joint greifen. Wenn es mal legalisiert wird braucht man nur noch genügend Geld. Über-18-jährige die gegen ein Entgelt zum Einkaufen für Minderjährige gehen werden, wird es nie einen Mangel geben.

    Und um es mal grundsätzlich anzusprechen:
    Durch Alkohol sind Millionen zu Tode gekommen, durch Marijuana nicht ein einziger.

    Und glauben sie es einem Fachmann, ein Kiffer wird sich an eine Stelle am Ufer des Ammersees setzen und die wunderbare Aussicht geniessen, sich an solch göttlicher Schönheit erfreuen, statt seine Seele dem Anblick 70iger Schwimmanzug Damen auszusetzen. Ich weiss das aus persönlicher Erfahrung…

    Es ist dies etwas das ihnen entgeht… wer weiss, vielleicht komm ich ja mal vorbei und lade sie auf einen Zug ein… Damit sie ihren wunderschönen Tegrensee zum ersten Mal richtig sehen.

    Nein, nein, Don, bleiben sie bei ihren Themen…

  75. Titel eingeben
    Zwischen Adrenalin und THC ist in der Wirkung nun ja noch ein Unterschied, gell? Und sogar einer, der sich vielleicht mit „Gegenteil“ beschreiben liesse.
    Ich weiß es nicht aus eigener Erfahrung, aber Adrenalin ginge eher so in die Richtung Kokain, welches man in der „Szene“ immer dann nehmen müsste, wenn man zuviel vom THC geraucht und eigentlich noch was vor hatte. Der Vergleich hinkt also was.

    Und übrigens tut man ja auch einiges in Berlin, um die prekäre Menge auch ja vor Ort zu halten. Man scheint es hier mit der Mietpreisbremse ernst zu meinen!

    • Mir wurde es halt so erklärt.

    • "Mir wurde es halt so erklärt....."
      Von einem Kollegen aus der Zunft der Abstinenzler? Solches Verständnis der Sache entspricht den 50er Jahren. Es gibt da einen wunderbaren Film den das FBI mal in jener Zeit gedreht hat:

      „Reefer Madness“

      Sollten sie sich mal anschauen…

      https://www.youtube.com/watch?v=esfKfTBGadg

      Darf ich mal ehrlich sein, auch wenns unhöflich wird?

      Mit solchen Meinungen machen sie sich unglaubwürdig. Niemand muss rauchen, niemand muss wissen was THC tatsächlich macht und was es ist.
      Aber man sollte sich der eigenen Realität und der eigenen Ignoraz bewusst sein, und sich der Meinung enthalten. Man muss nicht alles wissen und man kann nicht alles wissen. Aber man kann sich des Unterschiedes bewusst sein.
      Was sie bei diesem Thema machen ist dasselbe, was Merkel mit Flüchtlingen macht. Sie WEISS etwas, und basta….

    • Titel eingeben
      Sie haben Recht, chris. Total entgegengesetzter Effekt. Bei Koks dreht man auf, ob man will oder nicht und das kann recht nervig sein; an Schlaf ist nicht zu denken. Beim Rauchen würziger Kräuter wird man „gemütlich“, müde und manchmal – in geselliger Runde – auch albern.
      .
      Was anderes: tvd beschwert sich an anderer Stelle, dass er hier 4 x „zensiert“ wurde; kann ich nicht glauben.

  76. Titel eingeben
    „tdv“ latürnich.

  77. Dosis Wirkung
    @TDV 8.11.
    Tja,
    leider ist es nicht so einfach. Sowohl THC als auch LSD u.a. bringen eben nicht nur raus was ohnehin schon vorangelegt war. Und es ist auch nicht nur Ergebnis einer guten oder schlechten Erziehung. Die Genetik spielt wohl auch eine Rolle, aber leider ist es eben so dass es bei bestimmten Personen möglich ist Schübe entsprechender psychischer Erkrankungen zu triggern, es gibt eine gute Metaanalyse von rund 120 Veröffentlichungen aus 12 Jahren ab etwa 1999, die ist nach Cochrane Kriterien statistisch signifikant.
    (Bei 3,4 THC…)
    Bei Alkohol ist es in der Tat schwierig mit den epidemiologischen Daten, man muss bei Vergleichen darauf achten ob mit Nicht-Trinkern (nie Alkohol im Leben getrunken, als Vergleichsgruppe in westlichen Gesellschaften eine kleine Kohorte) oder jetzt nicht Trinkern (aufgehört) verglichen wurde, im zweiten Fall sind in der Vergleichsgruppe immer Personen vorhanden, bei denen es handfeste medizinische Gründe für die Abstinenz gibt und da ist (Stichwort observer bias) vorprogrammiert dass die leichten Trinker besser im Vergleich abschneiden (weil in der Gruppe bestimmte Risiko-Faktoren dann geringer vertreten sind).
    Bei den chemischen Stoffen ist es wirklich so, dass man mit geeigneter Dosis und Dauer bei fast jedem psychotische Symptome auslösen kann, so sind bestimmte Regimes ab den 1960ern verfahren um unliebsame Kritiker zu psychiatrisieren, den Ärzten die die Indikation zur Aufnahme in geschlossene Abteilungen stellten kann man nicht einmal einen Vorwurf machen. Die sogenannten „produktiv psychotischen“ Symptome lagen ja real vor…..

  78. High sein
    Wer das Potential des Marijuana Highs besser verstehen möchte: http://www.klett-cotta.de/buch/Tropen-Sachbuch/HIGH/35796

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