Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Menschliche Schutzschilde im innerdeutschen Kulturkampf

| 196 Lesermeinungen

Roscoe warf einen harten Blick auf seinen Vater und wandte sich ab.
F. Scott itzgerald

Ich mag Bücher so, wie ich sie in meiner Jugend gelesen habe. Ich mag Übersetzungen, die noch nicht durch die Unschönes glättenden Hände von Lektorzensoren gegangen sind, deren Ziel es ist, Wörter auszumerzen, die das heutige, sensible Auge schlecht gelaunter und sexdefizitärer Leserinnen stören könnten. Deshalb werde ich hier nicht öffentlich schreiben, welchem der Bücher von F. Scott Fitzgerald ich in meiner Jugend das Wort „Nigger“ entnehmen konnte – es stammt jedenfalls aus einer deutschen Übersetzung von Fitzgerald, und man hatte wohl so viel Vertrauen zum Leser, dass niemand befürchtete, er könnte gleich losziehen und dem Ku Klux Clan beitreten. In meiner Jugend stand das einfach so im Original und wurde so übertragen. Zeigte ich nun mit dem Finger auf die Stelle, gäbe es vielleicht böse Briefe weisser Empörter an den Verlag. und mir ist es ohnehin lieber, wenn Sie die Stelle selbst im Gesamtwerk von Fitzgerald suchen. Es wäre auch ein feines Weihnachtsgeschenk.

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Dieser „Nigger“ kommt in einer der böseren Geschichten vor, in der ein junger, weisser Mann aus den Südstaaten in einem Ort der Nordstaaten Karriere macht, indem er den Söhnen der besseren Kreise schlechtes Benehmen beibringt. Es ist die Zeit nach dem Ersten Weltkrieg, vieles hat sich verändert, und die jungen Herren möchten modern und mondän wirken. Zu diesem Zweck lernen sie fluchen, Faustkampf und durch den afrikanischstämmigen Diener den Slang, der damals in den Roaring Twenties so beliebt war. Mit dieser erfolgreichen Schule für das Leben in den Metropolen gewinnt der junge Mann das Herz einer Frau, und was aus seinem „Boy“ wird, erfährt man nicht weiter: Der Mohr hat seine Schuldigkeit bei der notwendigen Veränderung der Gesellschaft getan, der Mohr kann gehen.

Denn eigentlich geht es in dieser Geschichte von Fitzgerald um das Thema Veränderung, und unter welchen Bedingungen sie von den besseren Kreisen angenommen wird. Hier findet ein Nachkomme der Sklaven kurz Zugang und darf etwas vermitteln, weil es als schick angesehen wird, dergleichen ebenfalls vorzutragen. Das heisst nicht, dass man sich deshalb ernsthaft auf seine Stufe stellen würde – man nimmt mit, was einem zuträglich ist, wendet das in der eigenen Lebenswelt an, und hält ansonsten die Tür weiterhin geschlossen. Das mag zynisch sein, aber die ZEIT-Autorin, die jüngst die rührende Geschichte eines schwarzen Dealers vom Görlitzer Park veröffentlichte, hat ihm meines Wissens auch kein Praktikum in Hamburg verschafft, mit ergonomischen Stuhl und Klimaanlage, sondern ihn wieder zum Verkauf von Haschisch entlassen, während der Beitrag den Eindruck vermitteln kann, sie wäre mitfühlend und würde, wie das in Zeiten des Sommermärchens en Vogue ist, den Menschen ungeachtet seiner Herkunft in den Mittelpunkt stellen. Ich möchte das nicht verurteilen, mir fällt das nur auf, und eigentlich ist es ja immer so.

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Wir nehmen, was uns an der Veränderung passt, zu den Konditionen, die uns zusagen. Elite ist zwangsläufig vergangenheitsorientiert, weil diese Vergangenheit der Urgrund von Reichtum und Prestige ist; die Zukunft und ihre Umwälzungen werden kritisch beäugt und gern anderen überlassen, die dort erst mal Erfahrungen sammeln sollen. Diese Fortschrittlichen – meist Menschen, die nichts zu verlieren haben, weil sie entweder wirklich nichts haben oder die neue Apanage pünktlich am Ersten kommt – wollen das alles ausprobieren, und in der Folge gibt es auch im bayerischen Oberland eine freiere Sexualmoral, ohne dass irgendwer früher gezwungen gewesen wäre, Kommunen beizutreten oder kindesmissbrauchsfreundliche Beiträge im Umfeld der Grünen zu publizieren. In den besseren Kreisen sitzt man selbstbewusst am Lenkrad des Landes und bekommt vom oftmals ruppigen Weg zur Veränderung wenig mit, weil die restliche Gesellschaft darunter die Härten, Fehler und unschönen Erlebnisse abfedert. Konservativ sein heisst nicht, dass man sich der Zukunft verweigert – man möchte sie lediglich unversehrt und gut verpflegt auf einem Weg erreichen, von dem hoffentlich die unschönen Kadaver der gescheiterten Visionäre entfernt wurden.

Das ist, wer möchte es bestreiten, egoistisch, und muss auch so sein, weil die Klassengesellschaft nur so funktionieren kann. Die einen haben eine grosse Auswahl an Bioprodukten aus der Region, und die anderen vergeudeten Jahre ihres Lebens mit Pulloverstricken. Manche kämpften jahrelang für den kommunalen Bürgerentscheid und andere setzen damit ihren Seeuferweg und Privatstrassen hinter öffentlich finanzierten Mauern durch. Die Kunst ist es, Veränderungen so lange kritisch zu beäugen, bis sie Zugeständnisse machen, und die nutzt man mit aller Entschlossenheit für sich aus. Denn irgendwann kommt jede Veränderung in eine Krise, verträgt den Kontakt zur Realität nicht, und verliert die Puste: Dann kann man sich mit ihr zusammen setzen, ihr ein Bier hinstellen und sagen: „Schau mal. So ganz unrecht hast Du natürlich nicht, aber so wird das nichts. So kommen Deine Vertreter nie zu einem Rentnerdasein mit Weingut in der Toskana. Für Deine besten Leute könnten sogar Posten in Stiftungen herausspringen, wenn Du diesen und jenen Extremisten, der Dich dauernd radikalisiert, in Frieden sein eigenes Ding machen lässt.“ Und so singen die einen immer noch in ihrer queerfeministischen Rockband und die anderen kämpfen nicht mehr gegen Männer, sondern gegen Frau Schwarzer und um schlecht bezahlte Juniorprofessuren. Und für Diversity ist man sogar im Automobilbereich immer zu haben, seitdem man weiss, wie gut, strebsam und eloquent Ingenieurinnen aus Nordafrika arbeiten. Es geht voran. In dem Tempo, das einem behagt, mit dem man umgehen kann, das einen nicht überfordert. So zumindest die Theorie.

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Die Praxis jedoch will sich nicht mehr daran halten. Wie jemand ernsthaft sagen mag „Das Land muss sich ändern“, anstelle von „es wäre zum Vorteil der Eliten, wenn das Land sich anpassen könnte“, will mir nicht eingehen, selbst wenn es wahr ist: Natürlich muss sich das Land ändern, wenn es die kommenden Belastungen schultern will. Es geht schon los mit dem Bundeswehreinsatz im Inneren, erst bei der Flüchtlingsregistrierung und nun bei der Inneren Sicherheit. Es geht los mit veränderten Bebauungsplänen und der Frage, wie man viele zugezogene Menschen unterbringt. Über Themen wie die Frage, ob man hier Essen halal anbieten muss, wenn wir selbst längst am Freitag Fleisch essen und die Fastenzeit nicht mehr einhalten, wird gar nicht mehr diskutiert: Man ist da einfach weltoffen und tolerant und serviert, was der Koran erlaubt. Das mag, wie jede Veränderung, durchaus sinnvoll sein, aber mein Moment des klaren Nein war der Tweet eines linken Deutschen vor dem Lageso in Berlin, man sollte für ankommende Flüchtlingskinder nur halal Süssigkeiten kaufen, denn sonst dürften sie das wegen der Eltern nicht annehmen. Ich habe so ein Verhalten bei Flüchtlingen niemals erlebt – aber was ich da erlebe, ist durchaus der Wunsch deutscher Progressiver, neue kulturelle Standards zu setzen. Leute, die entsetzt wären, würde man bei uns versuchen, die theoretisch ähnlich strengen christlichen Speisevorschriften durchzusetzen, erwarten nun, dass wir uns anpassen und alles tun, damit andere sich integrieren, während enorm viele dieser anderen den Umstand des freien Alkoholverkaufs in Deutschland begrüssen.

Diese ganze, gerade erst anhebende Debatte um Integration innerhalb der Urbevölkerung des Landes – es ist ja nicht so, dass es bislang irgendeinen Beitrag zur täglich im Edeka in Tegernsee entschiedenen Frage gäbe, ob Syrern Augustiner oder Maxlrainer Hell besser mundet – ist so ein Beispiel dafür, wie nach der Eurokrise und der Globalisierung der Wandel schlecht kontrollierbar wird. Es betraf am Tegernsee niemanden, wenn Menschen in Berlin in Kommunen lebten. Die Veränderung hatte ihren Ort, und das Beharren auch. Heute muss sich das Beharren auf allen Kanälen anhören, das Beharren wäre falsch und hätte in diesem Land der Willkommenskultur keinen Platz. Der Flüchtling und seine angeblichen Ansprüche werden das Stemmeisen, mit der die wohlgeordnete Welt der Privilegienbesitzer aus den Angeln gehoben wird. „Check mal Deine Privilegien“ ist neben „Refugees welcome“, „No borders, no nations“ und „Deutschland verrecke“ eine der vier Grundforderungen der Linksradikalen gewesen. Jetzt kommen sie, weichgewaschen und hinter dem menschlichen Schutzschild von Kinderaugen vor die Mauern der Oligarchie gerollt: Gib etwas ab, kaufe halal, die Bundeskanzlerin hat die Lage im Griff, das Land muss sich ändern. Wer das anders sieht, ist sogleich im Braunverdacht.

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Das traurige Ergebnis dieser getarnten Forderungen ist der Aufstieg der AfD in Regionen wie meiner Heimat, wo sie personell zwar kaum existiert, aber trotzdem längst die drittstärkste Partei ist. Weil sie nicht, wie andere Parteien, den Fortschritt im jeweiligen Interesse zu lenken und gestalten versucht, sondern ihn einfach bremsen will. Es gibt Debatten darüber, ob die Uneinigkeit der Union den Aufstieg fördert, aber bei mir daheim sind ja nicht die Dumpfen und Ungebildeten, die sich dort allenfalls einen Tagesausflug an den See leisten können: Das sind die Vermögenden und Wertkonservativen. Diese Leute sehen, dass das alte Prinzip der verzögerten Übernahme sinnvoller Veränderung nicht mehr funktioniert, und auch niemand sie fragt, ob sie das wollen: Praktisch alle Parteien sagen, dass das Land sich ändern muss. Also gehen sie dorthin, wo gesagt wird, dass man die Änderung aufhält, selbst wenn diese Partei dumpf, chaotisch und fern der Lebensrealität ist. Da wird gerade ein innerdeutscher Kulturkampf auf dem Rücken der Flüchtlinge ausgetragen, mit Migration als Mittel gewaltsamer Veränderung, ohne dass man sich lange mit Demokratie und ihren oligarchischen Grundlagen auseinander setzen müsste.

Ich weiss nicht, ob das schlau ist. Ich weiss nur, dass die „Sauren Kamelhoden“, die mein Gemüsehändler an Flüchtlingskinder verschenkt, nicht halal sind, und dass die Progressiven immer die gleichen Fehler machen: sie bekämpfen die einen Reaktionären mit Verbündeten, die strukturell selbst etwas für Reaktion und autoritäres Verhalten übrig haben. Ein nüchternen Blick würde vielleicht zeigen, dass die bayerische und nahöstliche Lebenswelten, was Fortschritt, Patriarchat und Werte angeht, durchaus Ähnlichkeiten aufweisen. Aber darum geht es nicht, wenn die Enkel der Hippies in Berlin glauben, sie könnten den Kulturwandel durch eine humanitäre Notlage und eine Staatskrise erzwingen.

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196 Lesermeinungen

  1. Langweilischkeit...
    Ein paar bediente Ressentiments, das N-Wort und eine Prise Gehässigkeit. Das KANN amüsant sein, muss es aber nicht. Ich finde es Langweilig und das können Sie besser. Ein Thema suchen könnte helfen. Das Provinzleben macht nicht aus jedem einen Botho Strauss.

    • Manhmal muss man halt manches schonungslos aufzeigen,um Veränderung zu verstehen.

    • Nicht langweilig
      Ich finde den Beitrag überhaupt nicht langweilig, sondern wieder sehr gelungen. Besonders schön ist die Definition von „konservativ sein“:

      „Konservativ sein heisst nicht, dass man sich der Zukunft verweigert – man möchte sie lediglich unversehrt und gut verpflegt auf einem Weg erreichen, von dem hoffentlich die unschönen Kadaver der gescheiterten Visionäre entfernt wurden.“

      Allerdings halte ich diese Definition im konkreten Fall in der Sache nicht unbedingt für sehr zutreffend. „Konservativ sein“ kann auch schlicht heißen, dass man – keineswegs nur im eigenen Interesse – an etwas festhalten möchte, was recht gut ist und wohl nur verschlechtert werden könnte. Ich für meinen Teil würde an der staatlichen Ordnung der Bundesrepublik gerne festhalten und sehe bislang überhaupt kein plausibles Argument, die „Flüchtlingspolitik“ von Merkel und Co. als (vorweggenommene) Zukunft (ganz Europas) zu begreifen (wie dies jüngst in irgendeinem Artikel in der FAZ anklang).

    • William Faulkner
      der hat ja seine text mit N-wörtern übersät und bekam sogar der nobelpreis……….aber ich finde kein gehässiges oder abwertendes wort über diesen personenkreis bei ihm.

    • An William Faulkner musste ich auch unwillkürlich denken
      An William Faulkner musste ich auch unwillkürlich denken, als ich den Beitrag las. Heute müsste der ständig seine Privilegien checken und wir wären um ein Stück großartige Literatur ärmer.

    • Wir solltwn alle unsere Privilegien checken und nach Möglichkeit erweitern.

    • Na, hats schön getriggert, wa ey?
      Vielen Dank Don,

      dass Sie eine der spannendsten Fragen dieser Tage erörtern: Welche Veränderung wird hier von wem betrieben und mit welchem Erfolg. Revolutionen waren ja früher eher blutig, was hierzulande langsam nachlies (sprach man nicht auch von einer 68er Revolution? Zumindest sei diese sexuell eine gewesen). Aber eines war immer gleich: Die Unzufriedenen verbündeten sich von unterschiedlichen Warten (auch herab).

      Las dieser Tage viel über die chinesische und die iranische Kulturrevolutionen. Das kann gerad jetzt viel lehren. Und dann las ich etwas gründlicher über den Aufbau des IS, der auch auf ähnlicher Begeisterung basiert, was unstreitbar einer der Gründe des Erfolgs ist.

      Chinesische Kulturrevolution deswegen, weil sich dort nicht nur eine Menge Junger zu Eiferern machen lassen wollten, die in der jeweiligen Situation das Projekt ihres Lebens gefunden haben… Kann mich erinnern, dass ich als jugendlicher Idealist auch so „drauf“ war.

      Nun sehe ich da auch Vieles mit Schaudern und verstehe, wenn man auf Sicherung vernünftiger, und durchaus auch angenehmer, Verhältnisse interessiert ist. Dies garantierende Kräfte haben sich dann in China immer mehr durchgesetzt und heute sind sie recht erfolgreich, wie man hört. Die entstehende Synthese aus vorigem und nachmaligem entsteht letztlich immer wieder von allein. Und ärgerlich sind die Opfer, wie sie in den Kulturrevolutionen und Revolutionen überhaupt, entstehen. Seien es Tote, sei es der Verlust von Kulturschätzen und Bibliotheken (Maos Frau, eine an sich kunstsinnige Frau, hat da schlimme Vernichtungen zu verantworten).

      Es geht mitnichten um das „N-Wort“, sondern auch, warum Frauke Petris Partei, die ja u. a. den Olaf Henkel und etliche Profs. und viele relativ seriöse Personen anzuziehen vermochte, Gewicht erlangen könnte. So wie sich viele Linke wundern, warum sie derzeit Seehofer und Bayrischen Sätzen zujubeln, die diese Kräfte doch bisher immer abgelehnt haben. Selbst in BT-Fraktionsbüros, von einer Partei, in der man als letztes Zweifel an der derzeitigen Generallinie vermuten würde, gibt es Klagen über den Schweigedruck für die, denen klar ist, dass der derzeitige Zustrom (ein böses Wort, dafür, wie Lawine… ihr könnt…) zu groß ist, um mit den tatsächlichen Mitteln mithalten zu können.

      Was für ein Wahnsinn, dieser erbitterte Streit derzeit. Fefe ließ ja neulich an Hand von Gender/Feminismus diskutieren, warum sich die Gegner nicht verstünden. Den einen gehts um Glaubessätze, den anderen um Fakten, um tatsächliche Auswirkungen. Dies harten Fakten werden aber mit vorhandener „Überzeugung“ (was für ein sinniges Wort) zur Seite geschoben, denn es geht um einen schönen Traum, in dem es allen, allen, allen immer nur gut gehe und man so reich wäre, dass man alles verschenken können, an alle denen man geben möchte (die Verhemenz der „Helferhysteriker“ ist allerdings je man Gegenständen ihrer Hilfe, ihres Fetischs, sehr verschieden – Kinderarmut ist relativ und die Flüchtlingskinder bekommen eben halal – wobei, warum soll ich nicht auf meine Gäste Rücksicht nehmen, Sie, Don, haben doch auch Würstchen für Kinder ihrer Gäste im Haus).

      Heute sind hier in Prenzlauer Berg 200 Schüler mit Refugee-Welcome vorbeiskandiert. Besonders putzig wie der Redner bejammert, dass ihre Gegner eine angeblich einsame „Wir-Ihr“-Haltung einnehmen. Also die-da bejammerten das über jene-da.

      Habe nur gedacht, zum Glück hat so etwas bei uns nicht so eine Gewalt, wie in der Kulturrevolution in China. Noch lesen beide Seiten die Ansichten der anderen und staunen, wie man jeweils die Welt sehen kann. Lese besonders gern die Berichte der Leserkommentatoren auf Tagesschau.de, welche Fans der Massenzuwanderung sind. Die z. B. Deutschkurse als Unterdrückung der Anreisenden empfinden usw. (auf diese Kurse werfen sich übrignes derzeit alle im Bildungsmarkt – und es wird viel Zeit brauchen, ehe alle begreifen, dass man keinem eben mal in 3 Monaten Deutscht bebringen kann und das zudem vielen, die aus Gegenden kommen, die keine lateinische Schriftzeichen kennt, falls Sie dennüberhaupt Lesen und Schreiben können), und stellenweise ernsthaft den Hertransport von all jenen, die herkommen wollen (und seien es Millionen, weil die ja sonst alle ertrinken) befürworten. Die sind schon oft ziemlich aggressiv und man darf da so einiges befürchten.

      In der Wende hatte ich für mich ein Spiel: Jeden Sonntag prüfte ich, was eingetreten war, was ich noch eine Woche vorher für unmöglich erachtet hätte. So könnte man beobachten, wie Sie, Don, oder wir Leser unsere Ansichten veränderten, im Laufe der Zuwanderungskrise, oder besser Staatskrise, die es ganz gewiss längst ist. Mir scheint, es wurde im August noch anders über die Zuwanderung geredet. Keine Probleme, selbst am Tegernsee. Nunja, „the wind oft war, echos no more“.

      Aus meiner Sicht sollte sich das Stabilisierende ganz schnell durchsetzen und die Erkenntnis, dass man nicht alles kann, was man sich wünscht. Zudem, dass es noch ein paar andere Themen gibt, außer wie man mal eben die Welt rettet. Es muss klar sein, dass es keine Lasten für welche gibt, die lieber gefragt werden, wem sie Zugang in ihr Leben erlauben wollen (das ist ja nicht nur in bessren Kreisen so), und wie ihre Zukunft aussehen soll. Es wollen eben nicht alle das Gleiche, und müssen dies auch nicht. Hoffe sehr, die Eiferer lassen sich bremsen. Die Geschichte zeigt leider, dass es oft erst zu Extremen kommen muss, ehe Korrekturen erfolgen. Die einen sehen diese Extreme längst erreicht, und letztlich auch die Eiferer, die um so heftiger werden.

      Na schaun wir mal. „No Money, no Jobs, no Homes“ ist derzeit noch von den bösen „Rechtpopulisten“ (beeindruckend oft in diesem knapp Betrag: http://www.tagesschau.de/ausland/fluechtlinge-kampagne-norwegen-schweden-101.html ), aber verrät genau, wie es aussieht, und was die gehuldigten Staatsgäste erwarten, aber ni

    • Echt? Die lassen Schulkinder marschieren?

      Naja, Berlin halt-

    • @DA
      Und was sollen wir dann dagegen unternehmen? Dass jemand seine Privilegien checkt und erweitert?

    • Mitmachen.

    • nein, kurzweilig ...
      … werden hier Widersprüchlichkeiten und Verwerfungen angetippt, gerne mehr davon!

  2. Die "innerdeutschen Kulturkämpfer"
    haben nicht verstanden,daß die „Schutzschilde“schon wegen ihrer Anzahl hier bald die Herrschaft übernehmen,begleitet vom Terror-Bürgerkrieg.Insbesondere die linken Hipster wird es nach größeren Terrorakten in ihren Hochburgen zerbröseln,und dann kommt die Unterwerfung nach Houellebecq.Ich empfehle Auswanderung oder Wohnsitz im Osten,da besteht die Chance auf einen Logenplatz mit ruhigem Blick auf das beginnende große Chaos.

    • Ja, der Osten Deutschlands wird plötzlich auf bizarre Weise attraktiv...
      Eigentlich mag ich die dortige Melange aus kitschiger Ostalgie und offenem Neonazitum so gar nicht. Wenn selbst DAS plötzlich als das kleinere Übel erscheint, dann wirft das ein Schlaglicht auf die traurigen Zustände. Wie soll das alles noch weitergehen? Mit dieser rotierenden Frage im Kopf wache ich im Moment jeden Tag auf, so wie ich abends mit ihr ins Bett gehe. Ich mag nicht mehr.

    • zu dumm für meine Immobilie
      ich habe es noch 1,3 km in den Osten….

    • @Mindanalyst
      Als Mindanalyst wird man von allen Seiten angefeindet, nehme ich an. Es antwortet ein Solidarischer:

      Ja, die innerdeutschen Kulturkämpfer haben zuviel vom eigenen Kakao getrunken, ganz eindeutig! Es ist eine Sache, ein freundliches Gesicht zu zeigen und eine andere, zweideutige Kußhände zu verteilen. Deshalb bräuchte es ja eine Opposition, die nicht gröhlt, sondern mit Schirm, Charme und Melone durchsetzt, dass die Schutzschilde zur rechten Zeit wieder aus dieser ihrer (übrigens undankbaren) Rolle entlassen werden. Aber in chaotischen Zeiten ist das wohl nur ein Traum.

    • Offenheit ist der Funke, der unter dem Journalisten den Scheiterhaufen der ungewollten Wahrheit entzündet. Sagte Mohammed.

    • Und Sie sind konvertiert,
      mein lieber Don? Vom braven Rebellen zum Räuberhauptmann? Wann und warum?

    • Weil es lukrativ ist.

    • @Adolpho
      Guter Mann, gegen diesen Gemütszustand, dass Sie ihre Gedanken über den unangenehmen Osten gar nicht mehr aus dem Kopf kriegen und nicht einmal mehr im Bett Ihre Ruhe davor finden, müssen Sie etwas unternehmen. Bild und Bob der Baumeister können das nachfühlen.

    • @ Don
      Weil es lukrativ ist, befeuern Sie den Funken unter den in Flammen stehenden Füßen Ihrer Kollegen? Die Antwort verstehe ich nicht.

    • Titel eingeben
      Tja, naja, dann gibt es da wohl auch nichts zu verstehen. Man wird die Etiketten nicht los, auch oder gerade wenn es gerade um die Wurst geht; das ist ein altbekanntes Axiom und doch gibt es immer wieder jene, die das nicht glauben wollen. Das hat jemand anderes, der schon vor sechs Jahren versucht hat, die große, finstere Höhle mit nichts als einem erbärmlichen Streichholz in der Hand auszuleuchten, auch schon erfahren müssen; scharfe Messer von beiden Seiten waren die Folge und teilweise ja berechtigt; nur dass das am Ende eben alles gewesen sein wird, was jemals versucht wurde und woraus vielleicht etwas Tragfähiges hätte entstehen können. Die Nebelkrähen hatten offenbar doch recht und die Ratten grüßen schon schon längst vom Sonnendeck des Dickschiffs.

  3. Times are a changing
    Wir kommen hoffentlich bald zur der Debatte. Aber noch ist es zu früh, noch sind wir mitten im Gefecht. Es macht keine Sinn, mit denen in Berlin über Gesellschaft zu kommunizieren. Die moderne Gesellschaft ist in ihrer Form äußerst komplex und die Konflikte sind es auch. Und all das wurde vor 20 Jahren niedergeschrieben. Hat nur keiner gelesen. Sollte man aber.
    Nur wer liest schon wissenschaftliche Bücher. In der Moderne? Außer Wissenschaftler. Auch so ein Problem der Moderne.
    Whatever, bei unseren Großeltern ging das auch schon schief. Kostete einige Millionen Menschenleben…. aber all der Schmerz reichte auch nicht aus um langfristig zu lernen. Also von vorne….

  4. Langeweile
    Nun, eines kann man dem Don nun wirklich nicht vorwerfen: dass er langweilig sei. Ich habe zumindest seit heute eine neue Maxime: „Die Kunst ist es, Veränderungen so lange kritisch zu beäugen, bis sie Zugeständnisse machen.“ Einfach grandios.

  5. TET offensive
    werter DON, danke für diesen beitrag zum kulturkampf…….dieser spielt sich ja im überbau unserer gesellschaft ab…………das bewusstsein wird aber durch das sein geprägt werden.

    aber sollten wir angesichts der bilder aus der welt ausserhalb des tegernseer tals – wo so geistesgrössen wie Ludwig Marcuse selig ruhen – nicht auch an dinge denken, die das SEIN aktuell und zukünftig bestimmen ?

    sollten wir nicht wieder, wie schon 1968 zur lektüre von „Theorie und Taktik des Guerillakrieges“ von Mao Zedong greifen und sollte uns nicht der satz: „der revolutionär (auch der kulturrevolutionär) schwimmt im volk wie ein fisch im wasser“ zu denken geben ?

    angesichts der hoheitsfreien gebiete der parallelgesellschaften, die es wohl nicht nur in brüssel, paris oder berlin gibt ist wohl ausreichend wasser für den fisch vorhanden.

    und müssen wir nicht, angesichts der bilder und videos aus dem paris 2015 die alten schwarz-weiss filme der TET-offensive als lehrmaterial unserer führungsspitze anbieten, im wissen, dass die gegenseite das schon längst gemacht hat und wir gelehrige schüler und schülerinnen vorfinden.

    warum finden mann und frau denn massenhaft gehortete polizeiuniformen und entsprechende fahrzeuge in südfrankreich. weiss die führungsspitze, wie der Viet Cong die zitadelle von Hue erobert hat ? empfehle einen lokaltermin, ich kann versichern, der ist äussert lehrreich und die jahreszeit ist ideal. es wird in Hue aktuell nicht dauernd regnen.

    und weiss die führungspitze, wie fürst Esterhazy von seinem schloss in ungarn in sein schloss im burgenland über eine voll befestigte grenze geflüchtet ist ? im krankenwagen, siehe ereignisse in hannover.

    da war der Viet Cong schon weiter……..die verborgenen waffenplätze und munitionsdepots in Saigon wurden in beerdigungsprozessionen angesteuert und gefüllt………..was lag wohl in den särgen ?
    da fragte doch der unvergessene Peter Scholl-Latour ahnungslos kurz vor weihnachten 1968 ratlos in die kamera, warum ausgerechnet jetzt so viele beerdigungen und prozessionen stattfinden und den ganzen verkehr in Saigon behindern.

    • ...
      Mit TET- Offensive und Vietkong kann ich nicht viel anfangen.

      liegt vllt. daran, dass ich kein älterer Liberaler bin, der sich
      am Gewehrfeuer die Hände wärmen will.
      Die Forderung auch ein (Kultur-) Revolutionär muss im Volk
      wie ein Fisch im Wasser schwimmen, läßt sich in DE nur in der
      Vorsorge-und Rettungsindustrie verwirklichen unter Einklagung
      der Solidarität mit den „WIR“.

    • Did you ever read Homer? We read Homer at the Point. In Greek.
      Nicht Mao sondern die Ilias von Homer sollte man jetzt lesen.

      “One omen is best; Defending the fatherland”

      Man kann auch Luhmann lesen, um zu verstehen, aber das ist nicht die Zeit zum verstehen, es ist die Zeit zum zum handeln.

  6. Bodenkontakt
    Also mir gefallen weder die wertkonservativen Wohlhabenden in ihren dörflichen Refugien noch übergeschnappte überidentifizierte Journalisten im Selbstdarstellungs-Narzissmus-Mode.

    Dazwischen gibt es schon noch auch etwas.

    Natürlich haben solche empathie-eitlen Journalisten kaum Immobilien, um ‚ihren‘ gehypten Schwarzen aufzunehmen. Was soll das, haben wir hier doch gelernt dass progressive Journus prekäre Existenzen seien, die von Aldi-Nudeln lebten. Immer diese hinterhältige Frage nach dem „Und, hast du dann schon Flüchtlinge daheim aufgenommen …?, um alles du diskreditieren… ts.

    Und natürlich haben Wohlhabende kein Interesse, abzugeben und etwas an ihre Behaglichkeit zu ändern. Klar, warum auch?

    Außer diese verlogene Edel-Charity von ihnen, wenn sie das schlechte Gewissen ihrer ausbeutend-räuberischen Existenz plagt und ihre Frau etwas ‚Sinnvolles‘ tun will, um mit neuer Halskette gesellschaftlich-narzisstisch zu glänzen. Keine fragt diese gebotoxte Edel-Tusse, ob sie schon welche bei sich aufgenommen hat, für die sie doch so eifrig und tränenreich-mitfühlend die Trommel rührt. Wie mitfühlend kann man sein, wenn man das alles doch nur aus Selbstdarstellung und Narzissmus macht.
    Also klar auch das.

    Klar, ein albernes Klischee.
    Genau das Gleiche wie mit dem Journu.

    Nichts Neues am Tegernsee.

  7. .
    Und (in die Runde gefragt) Sie können sich eine friedliche Koexistenz tatsächlich nicht vorstellen? Der Terror ist ja die Ausnahme, nicht die Regel, und außerdem nicht religionsgebunden.

    (Was die Literatur betrifft: die kleinen Übersetzer lernen eigentlich im ersten Semester, dass übersetzt wird, was im Text steht und nicht, was im Text stehen sollte. Deshalb bin ich nach wie vor der Meinung, dass man sehr genau wissen muss, was man tut, wenn man nachträglich etwas ändert.)

    • Ich kann mir vor allem Laizismus gut vorstellen, und Respekt. Religionen lehne ih alle miteinaner ab, Öb es jenseits ein Miteinander geben kann? Ih glaube, am schwersten werden es jene haben, die an jedem Tabu rütteln. Manche Dingen muss man ihre Zeit lassen, und unter dem Druck der Veränderung leiden alle.

    • Verstehe diesen Kommentar nicht.
      Er scheint nicht so recht zu Ihrem Beitrag zu passen (den ich im Vergleich zu den Beiträgen davor deutlich entspannter im Ton und somit angenehmer zu lesen fand), lieber Don.
      „Ein nüchternen Blick würde vielleicht zeigen, dass die bayerische und nahöstliche Lebenswelten, was Fortschritt, Patriarchat und Werte angeht, durchaus Ähnlichkeiten aufweisen.“ Ja, das wäre doch schon mal ein Anfang!

      Was soll nun der laizistische Staat besser machen als der säkulare? Wirklich, es würde mich interessieren.

      Religion ist nichts für Sie – fair enough, doch was wird hinter der Klappe nachwachsen, wenn der Affe tot ist? Die „Vernunft“?
      Bitte…

    • Bayern ist halt etwas rückständig un gewisse Vorstellungen zu Familie und Immobilie kenne ich nicht nur aus Grossmehring, sondern auch aus Damaskus.

    • Titel eingeben
      Hier in diesem Land ruft der Muezzin 5 mal am Tag zum Gebet. Er singt schoen und es passt sehr gut.

      In Deutschland laeuten die Glocken, meist nur am Sonntag. Kann auch schoen sein. Wenn ich in D morgens geistliche Worte hoeren muss, finde ich es unschoen. Wenn Politiker Funktionen in der Kirche haben oder vice versa, stellen sich mir die Nackenhaare.

      Wir verdanken es Napoleon das der Staat nicht mehr Religionen/Kirchen gehoert. Jeder soll Glauben was er moechte. Wenn Religion die Staatsmacht hat, geht es bis auf wenige Ausnahen schief. Und das Manko an monotheistischen Religionen ist leider das sie meinen sie seien die allein seelig machenden.

      Nichts gegen tolerante Glaeubige aller Religionen, der Staat hat religionsfrei zu bleiben.

    • Es ist alles Lotto geworden, Don!
      Diese dämlichen übersteigerten Progressiven, die alles ändern wollen, an allen Tabus rütteln, braucht es normalerweise schon. Seit Schiller mindestens. Das was am Progressiven am Abend übrigbleibt, nimmt man getrost mit ins Bette. Das treibt eine Gesellschaft voran.

      So war dies ein ganz normaler, ja fast traditioneller Auswahlprozess.

      In meinen Augen funktioniert das nicht mehr gut, weil heutzutage alles, ja wirklich alle Säulen wackeln. Überall Lotto! Auch Doktorarbeiten nicht mehr normal, auch im Lotto gewonnen! Potz! Nichts ist mehr sicher und gut. Da versteift sich dann der progressivRosinen-pickende Wertkonservative auf Festhalten des Alten um jeden Preis und hört nicht mehr zu. Global erzwungener Umbruch und existenzielle Unsicherheit allenorten, da brauchts noch gar keine Flüchtlinge nicht. Doppelte bayerische Verneinung.

      Der Fluch dieses Jahrhunderts an alle:
      Mögest du in interessanten Zeiten leben!
      Davon sind Konservative nicht ausgenommen.
      Nur haben sie ein wenig mehr Möglichkeiten, falls sie dazu noch wohlhabend sind.

      Wenn allerdings requiriert wird, ist ihr Eigentum wech, kommen sie ebenfalls „unter die Räder“. Nicht nur die Aldi-Nudelfresser. Es erwischt jeden. Nur eine Frage der Zeit. Welche sich bekanntlich heutzutage schneller dreht als früher …

    • Wenn es ans eigentum geht, gibt es einen Aufstand.

    • Zusammenleben
      Mit sehr, sehr vielen die hier kommen kann ich es mir nicht vorstellen. Es werden sich überall kleine oder größere Saint-Denis bilden. Es gibt keine gemeinsamen Berührungspunkte. Worüber soll ich mich mit anderen z. B. unterhalten oder freuen, wenn es schlicht schon nicht’s gibt worüber man sich unterhalten kann?

      Bei sehr vielen Einheimischen und Migranten gibt es auch eine Kontaktverweigerung. Die wird mit den vielen jungen Männern nicht besser werden. Österreich und Deutschland machen im Augenblick die gleichen Fehler wie Frankreich.

      Zur Vertiefung:
      http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/4869481/SaintDenis_Wie-meine-Stadt-islamistisch-wurde?_vl_backlink=/home/index.do

    • Nur eine Frage der Zeit?
      „…welche sich bekanntlich heutzutage schneller dreht als früher…“

      Zeit ohne Raum?

      Mir ist die These eines Militärhistorikers in Erinnerung, der
      behauptete: Armeen kommen ca 30 Meilen am Tag voran.
      Egal ob in der Antike oder heutzutage.
      Evtl ein Grund, warum westl. Militär keine Bodentruppen einsetzen
      möchte und sich wie die Politik mit Lufthoheit begnügt und bestenfalls
      ‚Zeichen‘ setzt.

    • @DON
      Es geht aber schon ans Eigentum, schon längst. Tröpfchen für Tröpfchen …

  8. Titel eingeben
    Schöne Zusammenfassung für das, was ich als Konservatismus verstehe und versuche zu leben.

  9. Alter Kampf, neuer Ansatz
    Interessanter Ansatz, um den fortschrittlichen Plebs wachzurütteln. Denn dort ist man empfänglich für Verschwörungen der Eliten. Und es ist doch sonnenklar, dass hinter der Welcome-Culture nichts anderes steckt, als der bisher geheim gehaltene Plan der Eliten, veränderungsfrei ins nächsthöhere Spielerlevel zu gelangen.

    • Allerdings
      Das Drama ist nur, dass es für die europäischen Eliten kein
      nächtsthöheres Spielerlevel gibt.

      Sonst könnte ich noch Verständnis aufbringen.

  10. Freue mich immer sehr
    über jede neue Folge Ihrer gnadenlosen Dokumentation. Auch bei Ihnen scheint die Hoffnungslosigkeit und Verfinsterung immer weiter fortzuschreiten. Ihre düstere Beschreibung entspricht genau Houellebecqs genialer Einsicht: seinen Pariser Kalifen lässt er über die Dschihadisten als „Dilettanten“ denken.

  11. Alles Schön und Gut, aber
    weiß die Kanzlerin davon?

  12. Engel der Geschichte - Heiner Müller - Walter Benjamin
    Leider kriege ich das jetzt nicht hundertprozentig zusammen. Leider habe ich jetzt auch die Bücher nicht greifbar. Ich meine mich aber erinnern zu können, dass Heiner Müller mal etwas über den Engel der Geschichte (W. Benjamin?) gemacht hat und auch der Meinung war (in einem seiner Interviews?), dass die Mauer den Fortschritt/Lokomotive der Geschichte aufgehalten hat. Wie ernst er das gemeint hat, sei dahin gestellt. Und wie gesagt: Das ist jetzt aus dem Gedächtnis heraus. Aber wie rasant sich die Welt nach dem Fall der Mauer verändert hat, ist, denke ich, unbestreitbar. Und die (negativen) Konsequenzen daraus sind auch nicht mehr zu leugnen.

  13. !
    Slavoj Zizek schreibt hier in einem recht interessanten Artikel:

    http://inthesetimes.com/article/18605/breaking-the-taboos-in-the-wake-of-paris-attacks-the-left-must-embrace-its

    „There is an idea circulating in the underground of the disappointed radical Left that is a softer reiteration of the predilection for terrorism in the aftermath of the 1968 movement: the crazy idea that only a radical catastrophe (preferably an ecological one) can awaken masses and thus give a new impetus to radical emancipation. The latest version of this idea relates to the refugees: only an influx of a really large number of refugees (and their disappointment since, obviously, Europe will not be able to satisfy their expectations) can revitalize the European radical Left.
    I find this line of thought obscene: notwithstanding the fact that such a development would for sure give an immense boost to anti-immigrant brutality, the truly crazy aspect of this idea is the project to fill in the gap of the missing radical proletarians by importing them from abroad, so that we will get the revolution by means of an imported revolutionary agent.“

    Das ist wohl in ungefähr das, was uns auch dieser Text sagen will.

  14. Spiegelverkehrt
    @DA sehr guter Beitrag, also mir gefällt er.

    Aber ich lese es genau umgekehrt. Die einheimischen Religionen nehmen die Muslime als Verbündete um die letzten Reste des säkularen Staates platt zu machen – ganz derb und plakativ gesprochen.

    Auch die Verarmung breiter Bevölkerungsschichten, die Zerstörung staatlicher Strukturen etc. passt dazu.

    Die Konservativen haben den „Fehler“ gemacht sich mit den Kirchen zu verbünden und diese als ihre „Genossen“ zu sehen.

    Was sie sonst zu den Linken sagen, würde ich zustimmen. Die glauben wirklich die Konservativen mit dem Islam bekämpfen zu können.

    Fazit ist, dass die einzigen die das Spiel durchschauen die Religionsvertreter sind.

    ein letztes: wenn der säkulare Staat kaputt ist, werden die Religionsvertreter merken, dass ihnen langweilig ist und werden wieder beginnen innerreligiös säkulare Konzepte zu diskutieren.

    Es gibt dieses wunderschöne Lied in Wien: Schön ist so ein Ringelspiel:
    Hermann Leopoldi „Schön ist so ein Ringelspiel“ 1932
    BTW: Darf man noch youtube verlinken hier?

    • Das habe ich anders erlebt. die katholische Kirche hilt, aber es gibt dort natürlich auch Sorgen.

    • "derb und plakativ" sprechen können viele, Sie jedoch können mehr...
      Bitte führen Sie Beweise für das angebliche neue Bündnis zwischen Muslimen und „einheimischen Religionen“ an. Ich bin gespannt.

    • Laizismus ist nicht die Lösung, sondern das Problem
      Auf eines wird immer wieder hingewiesen: daß die Mehrzahl der Attentäter in Paris keine Flüchtlinge, sondern in Frankreich (oder Belgien) geborene Staatsbürger waren. Der Laizismus französischer Prägung hat doch das Milieu erst geschaffen, in dem sich diese IS-Fanatiker radikalisiert haben. Ist da ein „Weiter so“ bzw. ein „Bitte mehr davon“ wirklich die richtige Antwort?
      Das in Deutschland praktizierte Staat-Kirche-Verhältnis hat viele Schattenseiten, aber daß es in Deutschland bisher keine solche Attentate gegeben hat wie in Frankreich und England, hat wohl auch damit zu tun, daß der „Staat“ kein solches Feindbild für religiöse Menschen abgibt wie es z.B. in Frankreich der Fall ist. Nein nein, der Laizismus ist tot – es haben bloß noch nicht alle bemerkt.

    • .
      hm, die korrelationen.

      aber gut: auch ich sollte jedesmal wegsehen, wenn ein storch seine kreise zieht, habe ich doch tatsächlich genügend erbinnen und erben geworfen.

  15. "Schutzschild" ist nur eins von vielen möglichen "Bildern"...
    aber wie auch immer…
    alles sind Herdentier-Leben-Wette(n)-Wert-Spiele…
    Glücks-Ritter-Spiele…Such(t)-Spiele…Anführer-Banden-Spiele…
    Privileg-Kampf-Spiele…Privileg-Erb(schaften)-Spiele…
    die blind machen, für den Spiegel-Wert des Leben-Spiegel(n).
    Der/die Eine/n spielen Abwehr, der/die Andere/n Angriff…
    alle um zu siegen mit ihrer Gewinn-Wette des Herdentier-Lebens.
    Alte Mannschaften gehen, bleiben…neue kommen, neue gehen…
    dynamischer Wechsel. IS-Herdentier-Idee wirbelt im Moment…
    vollkommen (spiegel)frei, aber tödlich spielstark…noch.

    Solange Menschen (Kultur-)Anführer und Herden(kultur) brauchen…
    gibt es keine freie Einzellebenkultur…die weise Quintessenz
    aus allen Human-Geschichte-Lebenweisen…Einzel-Leben-Weisen.
    Der humane Leben-Spiegel-Anfang braucht wohl seine…
    blutige Krieg-Leben-Schutzschild-Wett-Spiel-Schmerz-Zeit.

  16. Ach, die Enkel!
    „Aber darum geht es nicht, wenn die Enkel der Hippies in Berlin glauben, sie könnten den Kulturwandel durch eine humanitäre Notlage und eine Staatskrise erzwingen.“

    Schade, werter Don. Sie gehören nun leider auch zu den Verschwörungs-Meinungsmachern. Überschätzen sie da nicht die Kräfte der sogenannten linken journalistischen Enkel grandios? Und sind denn die konservativen Enkel soviel besser, also Fleischhauer statt Diez?

    Statt kühlem Kopf und klarem Verstand jetzt also billige Polemik, auch bei den Spon-Blogschreibern. Keine guten Rezepte für den Meinungsdisput. Es regt einfach nicht mehr an, dies alles noch zu lesen, der hiesige Online-Journalismus selbst ist in der Krise.

    • Sagen wir mal so: Es gab eine noch anhaltende Phase des donnernden Applauses für die Kanzlerin in den Medien, die ich au gar keinen Fall, Null, überhaupt nicht so in der Realität erlebt habe. Dass es Kampagnen gibt, ist unbestritten, und manche Medien wollen halt Veränderung.

    • "Enkel"?
      Aber Leute, das sind doch keine Enkel von Spät-1960er/1970ern-Linken. Wenn, dann eher deren Kinder…

  17. Konservativ sein
    Wehrter Don Alphonso

    Vielen Dank für Ihre präzise gesetzten Nadelstiche, da macht Ihnen so schnell niemand etwas vor. Konservativ sein wird oft vorschnell mit „Es soll alles so bleiben wie es ist.“ umschrieben. Ihre Definition gefällt mir da schon besser. Aber auch sie greift mEn zu kurz. Das liegt meiner Meinung nach an dem Umstand, das die „progressive“ Seite immer mit Theorien um die Ecke biegen muss, weil ihre Vorstellungen ja noch nie Realität waren. Das riecht nach Esprit und nach Wissenschaft. Da hat es der Konservative schwerer. Auch hier könnte ein theoretisches Konstrukt erarbeitet werden, mit dem nachgewiesen werden kann, welche Bestandteile der gegenwärtigen Situation aus welchen Gründen besser beibehalten werden sollte. Aber das ist nicht so visonär, die Brötchen sind einfach kleiner und schimmern nicht so schön. Außerdem gibt es immer den Tross, der eigentlich nicht denkt, sondern zum Zustand sagt „Verweile doch, du bist so schön“. Der Glamor-Faktor eines Revoluzzers ist einfach ungleich höher als der eines zähen Reformers, der versuchen will, alte Fehler möglichst nicht zu wiederholen.

    Die gegenwärtige Situation in Deutschland wird von vielen Seiten instrumentalisiert. Selbst hier im Forum ist vor einigen Monaten, als wir noch unter 300000 Ankömmlingen waren, ein arbeitsloser Sozialarbeiter aufgetaucht, der mehr Einwanderung (damals über das Mittelmeer) haben wollte, weil dann den Reichen endlich etwas weggenommen werden müsste und er sich zur Unterstützung der Eingliederung der Ankömmlinge einen Job erhoffte. So haben alle ihre Agenda: Die Reichen (die richtig Reichen) wollen die Schleifung des Sozialstaats, die Linken die Auflösung des Deutschtums und das Dämmern der Revolution gegen das verhasste Bürgertum (aus denen die meisten Protagonisten komischerweise selbst stammen), die Ankömmlinge ein besseres Leben und die neue Rechte gesellschaftlichen Einfluss.

    Was aber passiert, und dass deutet sich in meinem sozialen Umfeld schon spürbar an, ist eine Entfremdung und Polarisierung der Menschen untereinander. Es entstehen zur Zeit neue Parallelgesellschaften, die keine Gemeinsamkeiten mehr unter sich erkennen: Die Welcome-Fraktion und die StaatlicheOrdnung-Fraktion. Grautöne gelten von Tag zu Tag weniger. Die immer öfter gestellte Frage ist „Bist Du einer von uns oder einer von denen?“. Und so zerfällt der Zusammenhalt immer mehr. Damit auch die Bereitschaft zur gesellschaftliche Fürsorge für den Mitbürger. ZON hat ja die Kommentare noch offen und was ich da lese entsetzt mich jedes Mal, ob der Ausgrenzungsappelle, die in einem Großteil der Kommentare der jeweils andere Gruppe entgegengeschrien werden.

    Profitieren werden die Starken, wie immer, wenn der Zusammenhalt einer Gruppe schwindet. Die Schwachen werden – und da sollte sich kein Linker etwas vormachen – das kürzere Streichholz ziehen. Und die Verantwortung wird bei denen liegen, die inhaltliche Diskussionen mit Gestaltungswillen durch den Kampf um Deutungshoheit ersetzt haben. Und die heißen nicht nur Höcke sondern auch Maas, Gabriel oder Göring-Eckart.

    Viele Grüße
    Günther Werlau

    • Titel eingeben
      „…die Linken die Auflösung des Deutschtums und das Dämmern der Revolution gegen das verhasste Bürgertum (aus denen die meisten Protagonisten komischerweise selbst stammen)“
      .
      Ich vermute, es ist (zum großen Teil) eine Frage des Alters und der ‚Reife‘.
      Ich weiß wovon ich rede: war selbst mal so, bin nun 70 und ganz anders.

    • Schiefe Parallelen
      „Es entstehen zur Zeit neue Parallelgesellschaften, die keine Gemeinsamkeiten mehr unter sich erkennen: Die Welcome-Fraktion und die StaatlicheOrdnung-Fraktion. Grautöne gelten von Tag zu Tag weniger.“

      Das ist nun aber auch eine aparte Parallelisierung. Mir liegt die staatliche Ordnung ja sehr am Herzen, was auch daran liegt, dass sie vom Grundgesetz aus guten Gründen dem eigenmächtigen Zugriff irgendwelcher Interessengruppen entzogen ist. Dummerweise hängt aber nahezu alles davon ab, dass man eine Regierung hat, die sich selbst dem Recht verpflichtet fühlt und nicht plötzlich auf den Kurs von irgendwelchen Extremen einschwenkt. Deshalb soll ich nun Teil einer „Parallelgesellschaft“ sein?

      Wenn man der „Refugees-Welcome-Fraktion“, die ideologisch ursprünglich ganz klar auf das linksextreme Spektrum zurückzuführen ist, etwas gegenüberstellen will, dann sind es doch wohl die Ausländerfeinde, die es seit jeher gegeben hat und noch immer gibt, und nicht die Leute, die jetzt endlich möchten, dass das geltende Recht doch wieder eingehalten wird und der Bruch der demokratischen Spielregeln nicht in alle Ewigkeit perpetuiert wird. Ziemlich viele Probleme dieses Staates rühren daher, dass man irgendwann angefangen hat, im Grunde einzig legitime Position zugunsten des demokratischen Rechtsstaats mit (Rechts-)Extremismus gleichzusetzen oder zumindest in dessen Nähe zu rücken. Dass man an dem festhalten will, was der Parlamentarische Rat als für die „Ewigkeit“ beschlossen hat, ist aber kein Extremismus, schon gar nicht im Angesicht einer Massenzuwanderung, die einem eine Anzahl an Menschen ins Land gebracht hat, die die Regierung auch grob nicht sagen kann oder will.

      Insofern sehe ich übrigens auch wenig Raum für „Grautöne“: Wie sollen die aussehen, wenn man wirklich von diesen Gegenpolen ausgeht? Sollen wir die Grenzen künftig nur noch zwei Wochen pro Jahr offenstehen lassen?

      Ich meine, dass es ganz anders ist: Leider hat die wirkliche „Staatliche-Ordnung-Fraktion“, die auch keinesfalls einfach mit der AfD gleichgesetzt werden kann, viel zu lange stillgehalten und auch angesichts der Verunglimpfungskampagnen mancher Medien zu praktisch sämtlichen Fehlentwicklungen geschwiegen, die es nicht erst seit dem Jahr 2015 gibt. Sonst wäre es zu Merkels September-Märchen gar nicht gekommen. Aber selbst heute hat diese Fraktion, obwohl sie erhebliche Teile der Bevölkerung umfasst, praktisch kaum eine organisierte Lobby und wird ständig verkannt.

    • Ich sehe einahc nicht, wo angesichts dieser Politik jemand geragt wurde. Man hat einfach das Recht ausser Kraft gesetzt in der Erwartung, dass keiner aumuckt, Das ist einer Demokratie nicht würdig.

    • @Krampus: Parallelgesellschaften
      Sie missverstehen mich. Ich habe versucht, die Standpunkte der jeweiligen Gruppe nicht zu werten. Das Problem, auf welches ich aufmerksam machen wollte, ist die Abschottung der Gruppen gegen die Argumente der anderen. Ihre Reaktion zeigt deutlich das Denkmuster, auf dessen Verfestigung ich hinweisen wollte. Die da und wir hier. Die liegen falsch, wir liegen richtig. Keine Diskussion.

      Um es vorweg zu nehmen: Ich gehöre zur StaatlicheOrdnung-Fraktion und bin der Meinung, nicht die Willkommenskultur ist der wichtigste Faktor zu einer gelungenen Integration, sondern die Aufrechterhaltung des Gewaltmonopol des Staates. Fällt letzteres, wird es mittelfristig nur noch das Faustrecht des Stärkeren und keine Integration geben.

      Es ist aber – und daran haben meiner Meinung sowohl die Höckes, als auch die Maas‘, Fahimis und Gabriels dieser Welt einen entscheidenden Anteil – kaum noch möglich die Diskussion auf der Sachebene zu führen. Ständig schreit jemand: „Er hat Jehovah gesagt!“ Ständig werden die Böcke von den Schafen geschieden. Jeder Helfer für die Flüchtlinge wird zum Linksradikalen gestempelt und jeder, der auf Probleme hinweist zum „besorgen Bürger“, dem neuen Kampfbegriff der alternativ Bewegten. Und mit dieser Zuordnung zur antagonistischen Gruppe ist das Zuhören auch beendet. Man wägt nicht mehr das Argument des anderen. Im besten Fall läßt man sich in Ruhe und spricht nicht mehr miteinander, im schlechtesten arbeitet man gegeneinander. Das ist eine Segregation quer durch Bevölkerungsschichten, die vorher nicht voneinander getrennt waren und damit neue Parallelgesellschaften. Die AntiFa und die Neonazis gibt es schon ziemlich lange und die sind deshalb keine neue Parallelgesellschaften.

      Je zersplitterter eine Gesellschaft ist, desto eher herrschen die Starken und um so größer sind die Lasten, die die Schwachen tragen müssen. Ich denke, alle Leute mit Einblick in die Mechanik der Macht wissen das und positionieren sich entsprechend. Vermutlich macht unsere Kanzlerin da keine Ausnahme.

      (Die Doppelmoral, die diejenigen an den Tag legen, die immer nach einer differenzierten Sicht auf die Gruppe schreien, deren Verteidigung sie sich auf die Fahnen geschrieben haben, die aber beim politischen Gegner sofort auf stereotype Zuschreibungen verfallen, geht mir schon länger gewaltig auf den Zeiger. Aber in der Tendenz scheint sich das zur Zeit noch zu steigern. Vielleicht schwingt das Pendel ja irgendwann auch mal zurück.)

      „Mögest Du in interessanten Zeiten leben.“ Dieser Wunsch wird uns wohl erfüllt werden.

    • "Abschottung" ja, aber mit Vorgeschichte
      „Das Problem, auf welches ich aufmerksam machen wollte, ist die Abschottung der Gruppen gegen die Argumente der anderen. Ihre Reaktion zeigt deutlich das Denkmuster, auf dessen Verfestigung ich hinweisen wollte. Die da und wir hier. Die liegen falsch, wir liegen richtig. Keine Diskussion.“

      Ich hatte mir schon gedacht, dass Sie das so verstehen könnten bzw. dass man das durchaus so verstehen könnte. Ganz richtig ist es in dieser Form aber, so wie ich die Dinge wahrnehme, nicht: Ich z.B. habe mir das, was als „Argumente“ von der anderen Seite angeboten wurde, relativ lang angehört und stellenweise auch versucht, darüber zu diskutieren. Aber, völlig losgelöst von meinem eigenen Standpunkt, so gut wie nichts, was die „Refugees-Welcome-Fraktion“ vorträgt, hat, soweit sie es überhaupt für erforderlich hält, ihren Standpunkt irgendwie zu begründen, faktische Substanz. Allenfalls wird einem ein moralischer Imperativ präsentiert, den man gefälligst zu schlucken habe. Das macht es per se kaum möglich zu diskutieren.

      Zudem sollte man bedenken, dass die „Staatliche-Ordnung-Fraktion“ heuer schon irgendetwas zwischen einer Millionen und zwei Millionen unkontrollierter Zuwanderern über das Asyl geschluckt hat. Dass man’s nicht genau sagen kann, zeigt das ganze Problem auf. Da wird es schwer, sich noch irgendwie „in der Mitte“ zu treffen. Ich gebe zu: Wenn ich dann noch an die mediale Kampagne denke, die das begleitet hat und die doch klar darauf abzielte, jede (ergebnisoffene) Diskussion prinzipiell auszuschließen, sehe ich für Diskussionen tatsächlich im Grunde keinen Raum mehr. Das kann man jetzt eigentlich nur noch vor die Wand fahren lassen und dann danach weitersehen.

      Allerdings würde ich immerhin keinesfalls so weit gehen, jeden Helfer als „Linksradikalen“ abzustempeln. Es gibt viele Menschen, die helfen, die aber die Ideologie, die diese Hilfe in dieser Form nötig macht und wohl bald erschöpfen wird, nicht, manchmal nicht einmal im Ansatz teilen. Andere sehen das aber natürlich tatsächlich uneingeschränkt so, wie Sie schreiben.

  18. Es wird auch den besseren Kreisen klar
    dass sie diesmal nicht verschont werden.
    Der von oben verfügte Umbau ist gnadenlos.
    Im Tegernseer Tal und im Schwarzwald wird man sich nur noch länger über Wasser halten können, während der Durchschnittsdeutsche längst abgesoffen ist.
    Und die radikalen Deutschenhasser werden nicht stoppen. Sie sehen sich derzeit als die Avantgarde, deren wirre Ideologie vom Kanzleramt heruntergebetet wird.
    Aber falls der Autor meint, solche Artikel trügen dazu bei, dass Besinnung einkehrt und so etwas wie pragmatische Vernunft, bin ich skeptischer.
    Wir werden, wie es aussieht, um einen Bürgerkrieg nicht herumkommen, nicht 2015, aber spätestens wenn die Kosten sichtbar und die Ansprüche durchgesetzt werden.

    • Die Politik steh inzwischen deutlich au der Bremse und sie wird die Grenze schliessen. Die Beürworter der Migration sind ja keine Mehrheit ausserhalb der Meien, seien es taatsfunk oder Teile der Zeitungen.

  19. Graz
    Wünsche natürlich noch einen schönen, erfolgreichen Abend in Graz.
    In der Hoffnung auf einen Bericht.

    • Danke. Ich ahre am sonntag nach Spieleld.

    • Ohje, Alphonse
      …das „f“ auf der Tastatur hat also auch noch den Geist aufgegeben.

    • Spielfeld
      …bitte, ich hoffe Sie berichten Sie uns dann auch von dem steirischen Gastronom, der direkt an der Landstraße, die als offiziell-illegale Einwanderungsroute dient, ein Lokal eröffnet hatte. Für den ist ja eine Welt zusammengebrochen. Einen Zaun hat er sich noch anschaffen können, um sein Grundstück abzuschotten, ja, aber Gäste hat er natürlich seit Ewigkeiten keine mehr gesehen. Diese Infos schlichen sich noch in den einen oder anderen Bericht des Staatsfunks ein.

  20. Im Luftreich des Traums
    Großstädter und Sozialisten, was im Grunde dasselbe ist, haben einen schweren Zugang zum konservativen Zögern, um das Gute zu bewahren. Das Land steht für das Bewahren, die großen Städte für Veränderungen. Die Konservativen suchen sich der Veränderung so lange zu widersetzen, bis sie sehen können, was daran das Gute ist. Zugegeben Dons Satz, „Die Kunst ist es Veränderungen kritisch zu beäugen, bis sie Zugeständnisse machen“, ist genialisch. Warten sie zu lange wird der Kirschgarten jedoch abgeholzt, wie bei Tschechov. Springen sie zu früh, zahlen sie die Zeche, weil wer sonst soll sie bezahlen? Die, die nichts haben, außer dem Willen zur Veränderung? Das Tegernseer Tal ist so ein Ort, wo man den richtigen Zeitpunkt in aller Ruhe abwarten kann. Während sich die Berliner und die Journaille die vernebelten Köpfe einschlagen. Beneidenswerte Täler und Seen und ihre Bewohner. Ja, mehr ist eigentlich nicht dazu zu sagen, oder? Man wird die Berliner nicht zur Vernunft bringen. Vernunft ist keine Kategorie, der sie zugänglich wären. Weil sie ja täglich, stündlich, minütlich auf dem Sprung sind, Meinungen zu machen oder sie nieder zu machen. Da bleibt keine Zeit zum Nachdenken oder Reflektieren. Hinzu kommt in unserem schönen Land (!) noch eine weitere Beschränkung der Lebenstüchtigkeit, während das bisher gesagte für alle Länder des alten Europas, einschließlich Russlands gilt. Der alte Spötter Heinrich Harry Heine hat es in Deutschland Ein Wintermärchen so wunderbar zum Ausdruck gebracht: „Franzosen und Russen gehört das Land, das Meer gehört den Briten, wir aber besitzen im Luftreich des Traums die Herrschaft unbestritten.“ Dann kam Wilhelm sehr spät und wollte daran schnell was ändern. An den Folgen laborieren wir noch heute. Weshalb wir dann aus unseren Träumereien noch nicht einmal mehr erwachen, wenn die Realität mit der Kalaschnikow an die Tür klopft. Denk ich an Deutschland ….

    • Gut, man muss natürlich auch sehen, dass in beiden Lagern die blankke Selbstsucht regiert. Dort, wo der eine sagt, er wüürde den lüchtling retten, sagt der andere, er würe das gute Leben retten – von dem er ganz genau weiss, dass der andere es nicht hat.

    • Titel eingeben
      dazu würde ich gerne noch anfügen, dass ja jeder aus seinem eigenen kontext heraus handelt. die berliner (wie auch ich noch vor 10 jahren) schauen sich halt um um sagen, wieso stellt ihr euch so an es geht doch, sehr gut sogar, wie zb in kreuzberg mit seinen 60% (oder mehr) migranten. was sie dabei immer vergessen ist aber, dass das tatsächlich ganz gut geht, aber eben nur, weil kreuzberg eine insel ist und nicht die fläche. wenn wir so weiter machen schaffen wir aber flächen und dann ist nicht nur mehr das gute leben nicht zu erhalten, dann geht es irgendwann um das öffentliche leben (banlieus) und noch später um das leben an sich (bürgerkrieg). ich bin sehr dafür flüchtlinge zu retten, in verträglicher zahl und nur dann, wenn geltendes recht nicht weiter gebrochen wird. gerne über kontingente, dann muss auch keiner mehr ertrinken, man kann die menschen auch einfliegen. das alles bitte mit abstimmung im bundestag. die grenzen müssen geschlossen werden. die grossen zahlen an flüchtlingen müssen vor ort versorgt werden. und ich bin bereit auf einen grossen teil meines guten lebens zu verzichten, um die bedingungen in den herkunftsländern zu verbessern, dazu gehört auch der abbau von handelsschranken usw. natürlich leben wir auf kosten der dritten welt und wenn wir nicht wollen, dass die dritte welt zu uns kommt, muss sich da etwas ändern. das ist mir allerdings tausendmal lieber als das gesellschaftliche experiment, was hier grade anrollt. es ist auch nachhaltiger.

    • An der Verteilung des aktuellen Flüchtlinge hat sich Kreuzberg kaum beteiligt – da kann man son mal guter Dinge sein.

  21. man, man, man
    „Ein nüchternen Blick würde vielleicht zeigen, dass die bayerische und nahöstliche Lebenswelten, was Fortschritt, Patriarchat und Werte angeht, durchaus Ähnlichkeiten aufweisen.“

    Sie meinen die Lebenswelten, die Sie gestern noch verkaufen wollten?

    „Aber darum geht es nicht, wenn die Enkel der Hippies in Berlin glauben, sie könnten den Kulturwandel durch eine humanitäre Notlage und eine Staatskrise erzwingen.“

    Der Feind steht aber immer noch draußen und nicht drinnen (na schön, drinnen mittlerweile auch … das macht den äußeren Feind aber auch nicht harmloser). Selbst popkulturellen Nebelkrähen zufolge war dieser internationalen Krise nicht auszuweichen. Folglich kann es nur noch darum gehen, klug damit umzugehen. Vielleicht schreiben Sie mal einen Beschwerdebrief an die richtige Adresse, dann gibts auch weniger Reibungsverluste.

  22. Kabalz fragt besorgt an
    Verehrter Don, wie kommt es, dass Ihr präzedenter Artikel vom 16. d.M. mit Stumpf und Stiehl effaciert wurde? Oh Gott, in der Erregung kann ich mich nicht mehr an den exakten Titel erinnern. Er handelte von der verloren gegangene Fähigkeit unseres Staatswesen den Überblick über gewisse Dinge zu behalten. Das böse Wort Staatskrise war gar darin enthalten. Mir scheint, wenn der Überblick des Staates über die Hoheit der Worte und Taten nicht mehr gewährleistet ist, greift in serviler Bereitschaft hinhaltend das Pressehaus in der zweiten Verteidigungslinie/Auffanglinie ein.

  23. AfD; Verantwortung
    Werter DA, so wie ich Ihren Beitrag nach zweimaligem Lesen verstehe, sind Sie in das Lager der Flüchtlings-Appeaser – „Wir haben das hier so hinzunehmen“ – übergewechselt. Sie haben sozusagen den Anpassungsmodus eingeschaltet; wie Ihr ‚Mutterhaus‘, von dem ich mir nicht mal mehr die erste Seite des Online-Auftritts anschaue. Auch die Druck-Samstagsausgabe ist jetzt vom Einkaufszettel gestrichen, da helfen auch die wohlformulierten und kenntnisreichen Beiträge von Eleonore Büning nichts mehr, die mir immer so zusagten.

    Neben dem Anpassungsverhalten an dieses durchgeknallte Makro-Experiment des sich hierzu selbst ermächtigt habenden Merkel-Regimes – das wem auch immer gegenüber rechenschaftspflichtig sein mag, nur nicht dem deutschen Volk – nun also auch, in sich durchaus folgerichtig- AfD-Bashing: „dumpf, chaotisch, fern der Realität“. Ich habe – nolens volens – mir die Partei in Berlin angesehen und bin mit einigen Mitgliedern und Sympathisanten an der Basis ins Gespräch gekommen. Kurz gesagt: das sind honorige und gut informierte Leute aus vielen „walks of life“, konservativ, rechtstreu und besorgt. Also nach heutiger Fremdzuschreibung durch die fast gleichgeschalteten Medien: teilweise oder ganze Rechtsextreme. Aber sie sind weder dumpf, noch chaotisch, noch fern der Realität. Ganz im Gegenteil: Sie stellen sich der Realität und bekämpfen die rechtlose Entwicklung, die diese Realität erzeugt und prägt. Warum tun sie das? Weil diese Realität ein brutaler von oben/außen aufgezwungener und möglicherweise irreversibler Wandel ist, der dem Wahlvolk zur BTW 2013 auch nicht ansatzweise in den Wahlprogrammen der GroKo angekündigt wurde und somit auch nicht zur Wahl stand. Wie Gauweiler feststellt, wurde widerrechtlicher Weise nicht einmal der Bundestag befragt, in dem ja auch über vier Millionen (!) Stimmen (von 44 Millionen abgegebenen Stimmen) für das liberale und (national-konservative) Lager fehlen. Diese Stimmen wurden durch die verfassungsrechtlich nicht begründbare Fünf-Prozent-Hürde in den Papierkorb getreten. Ein Skandal, der viel zu wenig erörtert wurde und völlig folgenlos blieb. Soviel zur allenthalben geforderten Inklusion aller Stimmen der Gesellschaft.

    Zum berechtigten Sorgenpunkt Antisemitismus, den ich in Ihrem Subtext spüre („dumpf“) und über Ihren persönlichen Kontext verstehe: Ich bin Antisemitismus nicht begegnet. In den Dokumenten der AfD werden Sie nichts finden. Über antisemitische Äußerungen von Vertretern der Partei auf Veranstaltungen ist nichts bekannt. Solide belegte anders Lautende Informationen nehme ich gerne entgegen. Dem Antisemitismus werden sie eher bei der selbst ernannten „Antifa“, der grünen Jugend und ähnlich unterhaltsamen Organisationen im linken Spektrum und in den etablierten Medien begegnen, wie man z. B. an einigen widerwärtigen Kommentaren zur Berufung von Kirill Petrenko zum Chefdirigenten der Berliner Philharmoniker erkennen konnte.

    Was die Migranten denken, interessiert hier nicht weiter, denn sie sind nicht Bestandteil des Souveräns. Sie sind daher nicht meine Mitbürger. Sie sind auch nicht meine Gäste, denn ich habe sie nicht eingeladen. Sie sind meine Mitmenschen – aber daraus erwächst lediglich die Verpflichtung, sie vor Ort nicht hungern zu lassen und vor Ort medizinisch zu versorgen. Dafür gibt es die von der internationalen Gemeinschaft alimentierten Flüchtlings-Camps. Aber ich habe nicht die Verpflichtung, sie in meinem Sozialraum und in meiner Geographie zu dulden, zu verköstigen und beherbergen. Es sind nicht Völker ohne Land oder ohne Siedlungsräume. Die Unfähigkeit dieser Gruppen, ihr Zusammenleben in ihren Staaten auskömmlich, gewaltarm und fair zu gestalten, habe ich nicht zu verantworten. Deshalb bin ich auch nicht bereit, die Folgekosten ihrer jeweiligen politischen und sozialen und ökonomischen Inkompetenzen zu übernehmen. Wenn es eine qualifizierte Volksabstimmung über die Politik der Merkel-Regimes gäbe (z. B. Wahlbeteiligung mindestens 80%) und die absolute Mehrheit der Wahlberechtigten würde dieser Umstrukturierung des Landes mit dem ihm innewohnenden hohen Risiko zur kulturellen Selbstauflöschung zustimmen, würde ich das grimmig akzeptieren und meine individuellen Konsequenzen ziehen. Diese absolute Mehrheit würde es mit großer Wahrscheinlichkeit jedoch nicht geben.

    So also zum Schluss, werter Don: Entspannen Sie sich der AfD gegenüber und schauen sie da mal nüchterner hin. Der Seehofer Horst hat es ja wie zu erwarten war, nicht hingekriegt.

    Schöne Grüße aus dem Fernen Osten von einer jet-lag geplagten Laborratte.

    (PS: Werter DA, noch eins: Es gibt Dinge, die tut man einfach nicht. Z. B. F. Sott Fitzgerald in Übersetzung lesen.)

    • Ich bin immer au meiner eigenen Seite und wechsle sie nie. Die AD finde ich grauslig,. wirklich, auf der gesamten Linie, und möchte mich da nicht vereinnahmen lassen.

    • grausig
      Warum soll die AfD „grausig“ sein?

    • Das ängt bei der amilienpolitik wie unter dem Führer an und endet bei der einwanderungspolitik, die man liberalisieren sollte – aber nicht so, wie das gerade gemacht wird.

    • Titel eingeben
      Herr Don Alphonso,

      Ich vermute Sie hängen der Einwanderungs- und Familienpolitk von Grünen, Linken und großen Teilen der SPD ebensowenig an und finden diese ebenfalls: grauslig.

  24. @ trippmadam
    Eine friedliche Koexistenz ist vom Kosten-Nutzen-Faktor abhängig. Christl. Nächstenliebe und Verkehrstote praktizieren FK seit Jahrzehnten. Beim islam. Terror ist schon ein Opfer ein Opfer zuviel: Kein Nutzen erkennbar.

    Die rotgrüne Moslemakzeptanz erklärt sich aus der Gewinnerwartung beim künftigen Ausländerwahlrecht. Entsprechend sind rotgrüne Schaufenster mit zahlreichen Levantinern dekoriert. Die scharfe Trennung zwischen der verdorbenen Ware (Terroristen) und dem neuen Stimmvieh (Flüchtlinge) muss die Geschäftsidee retten.

    Moral ist auch nur ein Kaufmannsladen. Denkbares Einführungsangebot: Schon heute die Burkapflicht für die grünalternative Führungsriege. Für die alte Kundschaft ist das Umweltschutz, für die neue Halal-Deutschland als Warenprobe. Wer kann da widerstehen, ausser ein paar bayr. Hinterseer?

    • Vom Nutzen des Terrors
      Das hängt immer davon ab, wer wen gerade terrorisiert. Die offiziellen und inoffiziellen Geheimdienste terrorisieren schließlich seit Jahr und Tag und mehren so ausschließlich ihren eigenen Nutzen.

      Und die Kunst der Politik, da bestehe ich drauf, besteht darin, die anderen bei ihren Schwächen zu packen und zwar die gesamte Bagage und nicht bloß den einzelnen. Sie an den Nasen zu packen und nach weißen Sand zu schicken. Zum eigenen Nutzen.

  25. Titel eingeben
    Hübsch. Vor allem die Kommentare.

    Gruß, AC

  26. Geste
    Ich habe gut und gerne die Biere getrunken; im Oktober vor 18 Jahren ein letztes. Nie würde ich auf die Gemeinheit kommen, den anderen das Biertrinken arg zu versagen; nur weil im Bier Alkohol ist?

    Und wenn man bedenke, die größten Schreihälse, waren die schnellsten Trinker, Kiffer und Raucher. Auch wäre es das gleich als würde ich auffordern kein Fernsehn schauen, kriminell politisch wäre ich.

    Ich hatte entschlossen das zu ändern mit dem vielen Bier; Es war die Zeit des Umbruch, ich war Tod ich war Krank Lebewohl, bedacht! Ein Kultureller Entzug, Eiskalt selbstbegannen, genauso wäre Cola drane wegen Zucker oder wegen dem Wasser, mit zu viel Co2. Und doch brauchen wir die Kulturelle Bestimmtheit die uns sagt was getan werden muss, denn wir bezahlen deren genug; was gelesen, gehört was gesprochen wird; was getan wird, das wir als Bürger dies verständlich akzeptieren zollen.

    Eigenentzug, Umorientierung, Veränderungen. Möglichkeit jene Kulturelle Ausschweifungen versagen; an erwartende Erfahrungen, sollte jeder selbst heranwagen, und nicht mit dem Finger zeigen, stänken; hör auf zu rauchen deine Umgebung akzeptiere dich nicht mehr, Stinker. Krank macht jene Debatten die als Aggressor in meine Belange treten, die Gesellschaft ist nie perfekt, hat aber mit der Politik ein Prädikat bedient.

    „Wir müssen was gegen uns was tun“.

    „Verloren der Wille eigner Zuversicht“.

    Danke

  27. Ich darf Dons wie häufig richtige Beobachtungen um einen Aspekt ergänzen:
    Was mir schon lange auffällt, ist eine offenkundige Schräglage der Zuwanderungs-/Flüchtlingsdiskussion. Man hätte auch Konservative und Reaktionäre (also mich) sehr leicht davon überzeugen können, 1 oder 1,5 Millionen Syrern hier Zuflucht zu gewähren. Als Bürgerkriegsflüchtlinge OHNE „Integration“ in die deutsche Gesellschaft. Das wurde nicht einmal versucht. Warum nicht?

    Weil alle Linken sich in einem einig waren – die glasklare deutsche Mehrheitsablehnung von Massenzuwanderung muss dadurch gebrochen werden, dass man den Deutschen diese Zuwanderung über das Mitleid mit Kriegsflüchtenden praktisch mit der Faust in die Kehle rammt.

    Mit Hilfe einer verrückt gewordenen Bundeskanzlerin haben sie ihr Ziel nun – vorübergehend und kurzzeitig – erreicht. Dass der Preis für diesen „Erfolg“ eine gründliche Diskreditierung jeglicher Asyl- und Fluchthilfe auf Dauer ist, dieser Gedanke ist ihnen zwar noch nicht gekommen, er ist aber bereits jetzt offensichtlich.

    Gruss,
    Thorsten Haupts

  28. Den Calvino-Verehrern am Blog mal ein Lampedusa:
    Se vogliamo che tutto rimanga come è, bisogna che tutto cambi.

  29. Titel eingeben
    In Berlin bahnt sich grade etwas interessantes an. Bis zu 5000 Flüchtlinge sollen in den Hangars vom Flughafen Tempelhof untergebracht werden. Soweit so gut, doch zusätzlich auch auf Teilen der Fläche des Tempelhofer Feldes soll eine Halle sowie einige Container aufgestellt werden. Dagegen wiederum läuft nun die Bürgerinitiative 100% Tempelhofer Feld Sturm, die die Nichtbebauung des Areals mühevoll erkämpft hatte. Das ergibt eine interessante Gemengelage, da sich in der Bürgerinitiative viele Menschen tummeln, die zu den ausgesprochenen Zuwanderungs-Befürwortern zählen, sich aber nun in der undankbaren Rolle derer wieder finden die sagen: Unbegrenzte Zuwanderung ja, aber bitte doch nicht genau hier ansiedeln. Eine Haltung übriges die in Berliner Kreisen weit verbreitet ist. Ich habe bis 2008 zehn Jahre lang sehr gerne in Kreuzberg gelebt. Meine Freunde, die auch nach Familiengründung dort wohnen geblieben sind schicken ihre Kinder alle samt auf Privatschulen. Alle, ausnahmslos. Wer also die sich entwickelnde Auseinandersetztung der Berliner mit den Ergebnissen der herbeigewünschten Zuwanderung und Weltrettung beobachten möchte, kann das im Tagesspiegel oder der Facebookseite der Bürgerinitiative tun. Es hat durchaus Unterhaltungswert.

    • as wäre auch mal ein Thema…

    • Solche Leute
      „Menschen .. die zu den ausgesprochenen Zuwanderungs-Befürwortern zählen“, aber ihre Kinder auf Privatschulen schicken.

      Das hatten wir zu allen Zeiten:

      – der raffgierige Nationalsozialist à la Göring
      – in der SED-Zeit die Bonzen in Wandlitz
      – die „Toskana-Linken“ mit Porsche und Landgut
      – Julia Schramm
      – Sarah W., die Hummerliebhaberin

      Es ist halt ein Fluch unseres Volkes, so unabweislich wie der Regen. Und der Regen sammelt sich, das nennt man Pfützen, und manche Parteien/Gruppierungen sind solche.

    • Nichts gegen Privilegien – man solltre halt dazu stehen, solange man sie noch hat. Jemand aus der Liste zeigt auch, wie schnell das vorbei sein kann.

  30. Mit Nigger kann man sogar längerfristig - etwa seit der
    Kunstfigurenverfasserzeugungsära – in Deutschland ordentlich Geld verdienen, wenn man weiß, wie man es richtig macht:

    https://www.google.li/search?q=%22nogger+dir+einen%22&biw=1842&bih=995&source=lnms&tbm=isch

    (Der dazu passende Wiki-Eintrag enthält den Passus: „Diese Seite wurde zuletzt am 12. November 2015 um 12:46 Uhr geändert.“ War das etwa der Auslöser für die Beitragseinleitung?)

  31. ein wunderbarer Satz...
    „Konservativ sein heisst nicht, dass man sich der Zukunft verweigert – man möchte sie lediglich unversehrt und gut verpflegt auf einem Weg erreichen, von dem hoffentlich die unschönen Kadaver der gescheiterten Visionäre entfernt wurden.“

    • Es ist natürlich auch ein wenig zynisch.

    • Zyniker, autoritative Definition
      CYNIC, n. A blackguard whose faulty vision sees things as they are, not as they ought to be. Hence the custom among the Scythians of plucking out a cynic’s eyes to improve his vision.

      (Ambrose Bierce, The Devil’s Dictionary)

  32. Trotz befremdlicher DDR-Assoziation - Danke!
    Sie, die Kunstfigur Don Alphonso, erschaffen rund um den Tegernsee die interessante, künstliche Struktur eines sozialgeschichtlichen Unterfutters von traditionellen “Besitzbürgern” samt ihren Anpassungsstrategien incl. Generationenfolgenausdifferenzierungen an den Zeitgeist.

    Konservativ ist dabei nicht – a la Marxismus/Leninismus – eine Art >nachhängendes Bewußtsein<, sondern immobilenverankerte Lebensklugheit bis hin zur Gerissenheit. Sie selbst – nachdem der Damenbourdieuarflügel der gehobenen Lebensart sich nicht mehr äußert – werden dabei, literarische Provokationsstrategie beiseite gelassen, nie zum Snob. Große menschlich-literarische Klasse das Porträt des verlassenen Ehepaars im Lager aus dem italienischen Erdbebengebiet.

    Ich lese vieles mit Gewinn, da solche “strukturellen” Gesellschaftspartikel und Beobachtungen in der DDR nur noch fragmentarisch anzutreffen und nur sehr verfremdet warzunehmen waren. Der gesellschaftliche Überbau des M/L und der fehlende sozialstrukturelle Unterbau brachte eine merkwürdige Restbürger-Dialektik von Charakter und Anpassung hervor. Aber es hatte gelegentlich seinen Witz. Offenbar habe ich diese DDR-Witzbrille immer noch unbewußt auf. Ihr Fitzgerald/Kukluxklan am Eingang des heutigen Textes ließ mich gleich an Matussek denken, der erst ein “ekelhaft” von einem Chefredakteur der Springer-Gruppe bekam und weil wohl die Methode Kritik und Selbstkritik nicht funktionierte, anschließend rausflog. Mit solchen wie Ihnen hätte man sich zu DDR-Zeiten gut auf Hiddensee unterhalten und in Ost-Berlin besaufen können.

    Ich bin gespannt, wie lange sich das bürgerliche “Unterfutter” noch das Maul verbieten und vom neuen BRD-Angela-Merkel-Himmel die Augen verbinden und Bücher unter den Ladentisch (Pirincci) verschwinden läßt?

    Zwischendurch entspannen Witz und ein guter Draht zum Buchhandel.

    • Gern geschehen. am 2. Dezember ist Bürgerversammlung in Rpttach, da werde ich sein und berichten. Dort treffen dann die Gegensätze aufeinander. Auch in diesem kleinen Rahmen gibt es solche und solche,

  33. so gut beobachtet
    ist selbstverständlich niemals langweilig.
    .
    Die Übernahme und Verteidigung von Nudelhipster-Ansichten durch ältere, situierte Herrschaften, versteh ich einfach als den Wunsch ewig jung zu bleiben, ewige Avantguarde sozusagen.
    .
    Irgendwie erinnern mich diese Berliner an den Dogmatismus der K-Gruppen und Maoisten. Die kamen dann aber alle noch im öffentlichen Dienst und bei den Medien unter. Nun, vielleicht ist die sozialpädagogische Bearbeitung der sozialen und kulturellen Segregation das nächste große Arbeitsfeld; wenn es finanzierbar ist…

    • Ja, das kommt jetzt praktisch durch die ürsorgliche Hintertür. Es hängt vielleicht auch mit der ehlenen Haltekrat der linken Üarteien zusammen, und dem Selbstverständis, dem Rst zu zeugen, wo es bis zum nächsten Scheck aus der Heimat lang geht-

    • Tatsache?
      Frau Schwarzer würde dazu sagen: Das leugnet dreist die tatsächlichen Machtverhältnisse. Wäre auch nur eine Spur Mao zugegen, gäbe es selbstverständlich gar keine Debatte. So einen wehleidigen Schmarrn kann man nur behaupten, wenn man sich vor lauter Paranoia selber nach Mao sehnt (sich also schon allein davon bedroht fühlt, dass andere überhaupt eigene Gedanken haben). Naja – wie es in der BRD eben so zugeht, gefährlich, gefährlich! Vielleicht aber auch nur billig und voyeuristisch. Auf alle Fälle unproduktiv.

    • Kabalz ist verwundert darüber
      dass die „sozialpädagogische Bearbeitung“ eine Zukunftsaufgabe der avancierten und unkündbar monatlich besoldeten K-Gruppen-Angehörigen mit Pensionsanspruch sei. Wir sind mittendrin, jeden Tag. Sogar am Sonntag Morgen auf unserem pastoralen SWR 1-Landfunk-Volksbelehrung. Da schmeckt mir tatsächlich der inzwischen zu Gefahrgut erklärte Schwarzwälder Schinken und das Ei von Nachbars stets von Bussard und Fuchs bedrohten Huhn dann schon gar nicht mehr. Tröstend ablenken im TV können mich da nur noch die resischürzenblauen Augen von Slombka und die schicken Oberteile von Mioska und Gerster nebst gepflegten Fingernägeln.

    • Bin schon ganz verwirrt.
      Und das liegt daran, dass Berliner und Berliner immer und immer wieder in einen Topf geworfen werden. Ich kann nicht mal ungestraft sagen, wie ich die „Berliner“ gerne nennen würde! Wären wir hier nicht bloß Berliner, sondern Nichtzudiskriminierende, würden wir dagegen einfach im Chor anblöken: Ihr differenziert ja gar nicht, Ihr Schlimmen, Ihr! So aber … interessiert das keinen.

    • Ich hoffe, es weiss jeder, wer da gemeint ist.

    • (°_°)
      Lieber Kolumnist, es gibt überaus bequeme, automatisierte Programme zur Rechtschraibprüvunk.

  34. also ich weiss nicht recht
    das ist irgendwie surreal;
    surreal aber gut.

  35. "Diese Leute sehen, dass das alte Prinzip der verzögerten Übernahme sinnvoller Veränderung
    nicht mehr funktioniert“.

    Sehr scharf beobachtet, lieber Don.

    Das stimmt genau und diese Leute sehen ebenfalls, daß es keine Diskussion mit Argument und Gegenargument mehr gibt, daß sich die Presse den Luxus, eine eigene Argumentation und Argumente aus den Meldungen zu entwickeln nicht mehr leistet, weil sie sich bereits durch einen „Kodex“ selbst politkorrekt von der Wahrheit (durch gezielte Omissionen) entfernt und damit entwertet hat. Und daß sich ein vernünftiges Argument nicht mehr durchsetzen kann, wenn es der gültigen Ideologie widerspricht.

    Jeder der für „dagegen“ ist, und seine Meinung (Meinungsfreiheit ?) öffentlich macht, bekommt virtuell eine Armbinde und das entsprechende „Label“ (z.B. Matussek, Lucke, Sarrazin, u.v.a.m) verpasst.

    Dies führt dazu, daß man heute weder CDU (z.B. wegen Merkel, Spahn, Kauder, dieMisere, vdLeyen (Witz mit Anlauf) uvam), FDP (wegen fast allen, die alternativlos *allem*, was der Koalitionspartner wollte, alternativlos zugestimmt haben), noch die SPD (Maas: ist mir egal was die Bürger wollen; Gabriel: Der Mann der einfach die Meinung ohne Begründung [ttip] ändern kann, Hendrick, Beisszicke Fahimi) bzw. die Grünen (wenn man noch bei gesundem Verstand ist) wählen kann.

    Weil die Linken sowieso nie in der Lösungsmenge waren, bleibt da, abgesehen von Randnotizen wie den Piraten, der Partei Bibeltreuer Christen, der Partei der Vernunft (chancenlos) und einigen radikalen Parteien leider nur die AfD übrig, der man glaubt, seine Stimme geben zu können (denn die AfD ist vom Programm her die CDU von ca. 1989, obwohl uns ÖR und Presse permanent von der Verfassungsfeindlichkeit überzeugen der AfD überzeugen wollen.)

    Und das, nachdem man viele Jahre überzeugt FDP und CDU gewählt hat und noch nie Mitglied einer Partei war, die einen aufgenommen hätte.

    Dafür steigt man heute, jenseits der 50, auf hohe Leitern und hängt Plakate für die AfD auf. Denn es ist einem ein Greuel, wenn einem von der Raute des Grauens permanent Dinge „verkauft“ werden, die so verlogen sind, daß es die eigene Intelligenz beleidigen würde sie zu glauben und nicht aktiv abzulehnen.

    Und es scheint so daß dies mehr als 10% der Mitmenschen ähnlichen Denkprozesse haben. That’s the way things go today……

    • Ganzb ehrlich: Ich würde kir eher die Hand abhacken, als AD wühlen. Ganz schreckliche Leute. Wären längst wgg ohne diese Politik, und haben selbst nichts zu bieteb ausser eben „Dagegen“.

    • Titel eingeben
      Denn es ist einem ein Greuel, wenn einem von der Raute des Grauens permanent Dinge „verkauft“ werden, die so verlogen sind, daß es die eigene Intelligenz beleidigen würde sie zu glauben und nicht aktiv abzulehnen.
      .
      Eben!
      (Aber war das nicht schon immer so?)

    • Titel eingeben
      Obwohl als Auswurf der perversen Maulhaltepolitik hier im Blog identifiziert (der Blog gehört also den Altvorderen Bloggern, auch so eine konservative besitzwahrende Ansicht), sei der Schwarzen Null (Eigenname, daher in Großschreibung) gesagt, dass er sich immerhin der Gefahr eines Leitersturzes aussetzt. Es muß ja nicht gleich nicht revidierbar zu einer von Don angedachten Verstümmelung ausarten. Übrigens, unter Demokraten müssten die Plakate nicht leiternhoch angebracht werden.

    • Hä?

    • Titel eingeben
      Der Don tut so, als wäre man mit einer Partei verheiratet, wenn man sie wählen würde. Dabei geht es mit der AfD von heute erst mal darum, den Parteisoldaten der CDU einige Abgeordnetenmandate abzuknöpfen, damit diese ihre Felle wegschwimmen sehen…

  36. Danke....
    Menschen, die wie ich auf beiden Seiten dieses Streites nichts ausser Egoisten sehen, die sich lediglich durch das Ausmass ihrer Dummheit unterscheiden, lesen Dons Kommentare gerne. Sie zeigen immer wieder aufs Neue ehrlich eine Seite der Realität, die man ohne ihn nicht sähe.
    Um das mal kurz vorauszuschicken: Die Kommentare sind seit dem „Zuwachs“, den man der perversen Zensur des Restes der FAZ verdankt, ungeniessbar geworden, daher nur mehr zum Blog selber.

    Don, sie schreiben: „Praktisch alle Parteien sagen, dass das Land sich ändern muss.“
    Was die Anschleimer sagen, das ist doch nun wirklich völlig uninteressant. Was von Bedeutung ist, das ist, DASS es sich ändert und weiter ändern wird.

    Tun Sie nur so oder wollen sie einfach nicht drüber reden?

    • Ach, ändern.. wissen Sie, die meisten lüchtlinge, mit denen ich sprach, wollen in die grossen Städte, Da wir sich etwas ändern, aber davon bin ich niht betroffen. Nora Gomringer jat heute Abend in _Graz gesagt, sie reue sich au die Veränerung… sowas gibt es also auch, und man sollte es respektieren.

    • @Don
      Ich meinte konkret welche Änderungen mittel und langfristig kommen werden.

      Bundeswehr Einsatz im Inneren?
      Bundeswehr an den Grenzen?
      Parallelgesellschaften in einzelnen Stadtvierteln in Grosstädten?

      Wird man deportieren und wenn ja, wie wie? Und wie viele?

  37. Titel eingeben
    Sehr geehrter Don,

    Sie schrieben oben: „19. November 2015 um 23:42 Uhr

    Echt? Die lassen Schulkinder marschieren? Naja, Berlin halt-“

    Wer sollen denn „Die“ sein? Das sind eher immer mal wiederkehrenden die Aktionen der „progressiven“ Kräfte unter den Schülern. Die begehren jedes Jahr wegen irgend etwas auf, wie z. B. Unterrichtsausfall. Mal laufen mehr mit, mal weniger, wie dieses Mal.

    Denn es gibt eine Menge mehr Schüler in dieser Alterskohorte, als dort heute hier vorbeizogen. Extra in einem Schlenker zu einem in den Nebenstrassen verborgenen Gymnasium. Danach waren sie auch nicht mehr. Und blieben auch sonst zwar laut, aber unter sich.

    Nur dass es dieses Mal positive Presse gab (die Masse aller Proteste gehen doch spurlos an allem vorüber – es gibt tgl. zig Demos hier). Es sollen am Ende ca. 2000 gewesen sein: http://www.rbb-online.de/politik/thema/fluechtlinge/berlin/2015/11/schulstreik-berlin-potsdamer-platz.html

    Sonst gibt es danach immer Debatten, ob die Proteststunden unentschuldigte Fehlzeiten seien. Dieses Mal vielleicht weniger.

    Wer sollte die Schüler auch hindern, so von wegem „Die lassen…“. Und warum auch: Sollen sie sich doch artikulieren und sehen, wie weit man aktuelle Politik bzw. die Geschicke im Gemeinwesen beeinflussen kann (wenn das offenabr schon nicht mal die Stützen können, wie in wirklich wilden Phasen der Geschichte)…

    Es gab eine Fahne der Grünen und eine von der Antifa, aber einen Mega-„Lauti“, auf einem ehemaligen russischen Groß-LKW. Viele Transparente und Mädchen, und dünnbeinige Jüngelchen. Das würde ich alles nicht überbewerten.

    Sie protestierten auch gegen die Unterbringungsverhältnisse der Refjuschies. Da sie an Journalismus interessiert sind:

    “ Reportage | Drei Nächte in einer Flüchtlingsunterkunft – Wenn das Ferienlagerdasein immer weiter geht
    Eine ganz normale Flüchtlingsunterkunft in Garzau, einem Ort in Märkisch-Oderland. 170 Menschen aus aller Welt wohnen hier, manche seit Jahren, und das auf engstem Raum. rbb-Reporterin Jana Göbel wollte wissen, wie es sich anfühlt, so zu leben. Drei Nächte hat sie in Garzau verbracht – und dabei Tagebuch geführt.
    http://www.rbb-online.de/politik/thema/fluechtlinge/brandenburg/2015/11/tagebuch-reporterin-fluechtlingsunterkunft-garzau.html

    Und vom Funken der Wahrheit sprachen: „Sicherheitskräfte schützen Krankenschwestern
    Wegen massiver Übergriffe von Flüchtlingen lässt das Krankenhaus die Notaufnahme nachts bewachen
    http://www.schwaebische.de/region_artikel,-Sicherheitskraefte-schuetzen-Krankenschwestern-_arid,10344380_toid,623.html

    Das hörte man schon woanders. Auch, dass in etlichen Praxen Kontingente durch die gehuldigten Staatsgäste ausgelastet wären. Das habe ich bisher noch nicht erlebt. Und will das auch erst gar nicht. Zumal wenn man wie ich gesundheitlich sehr angeschlagen und auf Mittel und Behandlungen angewiesen ist.

    Schilderungen von wirklichen Auswirkungen sind hoch interessant, weshalb ich übrigens auch gern hier mitlese. Da kommt etliches in Leserkommentaren, wie anderswo. In der Presse hört man bislang vor allem Beschwichtigungen. Vielleicht auch, weil man erst sicher sein will – im einfachen wie im übertragenen Sinne.

    Bitte, bitte liebe Stützen, schafft selbst wieder Ruhe und Berechenbarkeit. Sonst wird eben die AfD wohl Kristalisationpunkt, wobei das etlichen in Angelegenheiten Euro (da war und ist ja auch noch eine Krise) recht sein dürfte (noch mal Gratulation an die Vorhersage Th. Haupts). Am Liebsten wäre doch vielen, wenn ohne viel Theater ein Wechsel in Intensität Zuwanderung stattfände.

    Nun, die Franzosen wollen nun eine Sicherung der Außengrenzen und schimpfen, wer hier alles durch die Lande ziehen kann. Vielleicht kann das endlich Wirkung zeigen.

    Aber es hilft nichts, die Merkel muss abgelöst werden. Es ist mir unerklärlich, warum das noch nicht zu schaffen war.

    Oder sollen das Flüchtlingsporteste erledigen? Die „progressiven“ werden auch unzufrieden sein, wie ihre Schützlinge behandelt werden…

    Was haben wir gelacht, als eine befreundete Lehrerin vor nunmehr schon 20 Jahren berichtete, wie sie von einem Schüler auf den Ramadan hingewiesen wurde, als sie ein Brot auf dem Wege von einem Klassenzimmer zu nächsten verzehrte… Nun sollen wir bald das Zuckerfest mitabhalten, auch wenn uns das gar nicht fehlte?

    Auf dem Speiseplan in der Schule unserer Großen gibt es jedenfalls schon fast kein Schwein mehr. Nunja, wir essen eh immer weniger Fleisch. Wie sich alles findet (sehr interressant diesbezüglich ist der Artikel zu Nahrungstabus bei Wiki)… And the times goes by.

    Vowärts immer, rückwärts nimmer (zwinker)!

    Viele freundliche Grüße aus Berlin – azur

    • Schulkinder marschieren
      Das ist nichts neues. Ich kann mich an organisierte Schuldemonstrationen gegen den ersten Irakkrieg erinnern… Das war in NRW. Ok, Teilnahme war freiwillig ie. „wer zur Demo gehen möchte um sich für den Frieden einzusetzen bekommt dafür selbstverständlich frei“. Ganz klar auch was man von denen hielt, die sich nicht für den Frieden einsetzen wollten.

  38. Langer Atem
    Es braucht eben sehr langen Atem. Das geht in alten Kolonialstaaten wie dem UK besser, ich erinnere mich da an einen Mann aus Pakistan, vor mehr als 30 Jahren im Hyde Park, der eine lange Rede als „British Muslim“ gehalten hat. Und Fitzgeralds Romane thematisieren ja geradezu den ständigen Wechsel von Aufstieg und Niedergang. Dennoch sind das stabile Demokratien, möglicherweise aber mit schärferen sozialen Gegensätzen. Schwierig ist es in Ländern, wo die Differenz von Gesellschaft und Gemeinschaft irrlichtert. Vergleichen sie mal, wer jährlich den Booker-Preis bekommt und wer den höchsten deutschen Literaturpreis. Und schließlich zur langen Dauer: vor etwa 100 Jahren trafen sich zwei Herren namens Sykes und Picot und zogen einige gerade Linien auf den Landkarten, aus denen Syrien als französisches und Irak als englisches Einflussgebiet wurden. Die IS-Leute wissen also sehr genau, was sie tun und welche Erinnerungen sie ausschlachten.

  39. „... dass wir uns anpassen und alles tun, damit andere sich integrieren,..“ Don Alphonso
    Beispiel aus NRW: In einer Radiosendung wurde dieser Tage berichtet, dass eine Kirche (in der noch wenige Tage zuvor Gottesdienst stattgefunden hatte) für den Einzug einiger Flüchtlinge geräumt worden war.
    Man könnte nun meinen, „Was kann einem Flüchtling besseres passieren, als mit der christlichen Botschaft, dem Evangelium der Bibel in Berührung zu kommen. Predigten könnten doch sicherlich weiter stattfinden.“
    Der Vertreter der Stadt antwortete auf die Nachfrage der sehr um eine angemessene – vor allem spirituell angemessene – Unterbringung der Flüchtlinge besorgten Reporterin, mit einem an Unterwürfigkeit grenzenden Eifer, selbstverständlich dafür alles zu tun. Nichts solle an christlichen Symbolen im Kirchenraum verbleiben. Die Reporterin war erleichtert und dankbar zugleich. War es Ergriffenheit oder Begeisterung über soviel Solidarität, soviel Entschlossenheit, alles Christliche, all das Störende, weg zu räumen? Vorsichtshalber bat man abschließend noch um Verständnis, falls es hier und da doch noch zu der ein oder anderen Gedankenlosigkeit kommen könnte.

    …dass wir uns anpassen und alles tun damit sich andere integrieren.“

    • Naja, wenn die erste mal Urlaub in Bayern machen, wo an allen Ecken ein Marterl steht, werden sich sich schon daran gewöhnen – wie die vielen arabischen Touristen, die auch hier sind und damit gut umgehen können.

    • Lachnummer
      Solch „Kirchenverantwortlichen“ wünsche ich einen Bernard Guy an den Hals. Na ja, leider ein paar Jahrhunderte zu spät.

  40. hm, je länger ich darüber nachdenke,
    desto spannender finde ich die Frage, was man dem Mohr raten könnte. Ich meine, andere können vielleicht irgendwann mal wieder nach Hause und selbst wenn nicht, dann können sie immerhin ihr Leben lang davon träumen, dass das irgendwann einmal geschieht. Aber was soll der Mohr denn eigentlich tun? Whitefacing? Das wird ihn aber auch nicht glücklich machen.

  41. Boko Halal
    Also bei uns gibt es heute dry-aged T-Bone Steak, morgen mit Gästen u. a. gefillte Fisch und Sonntag mit iranischen Freunden Peking-Ente beim Chinesen unseres Vertrauens. Kurzum wir leben also ganz säkular als Mitglieder der riesigen, in allen Ländern der Erde lebenden Gemeinschaft von Boko Halal, die am Ende noch jeden Krieg gewonnen hat.

    • Ja, das ist zu hoffen. Trotzdem verstehe ich nicht ganz die Vorliebe der Berliner Kreise für Menschen, die bis dahin noch etwas brauchen werden.

    • Halali
      Nette Geschichte. Ich habe jahrelang einen Arzt gehabt, der Ende der Sechziger Jahre aus dem Iran geflüchtet ist, meine Zugehfrau ist aus Tunesien, mein Schwiegersohn aus Australien und meine Vorfahren kommen aus Italien und Frankreich. Was wird damit bewiesen? Garnichts. Und trotzdem bin ich gegen ungeregelte Zuwanderung und die Aufgabe des Rechtsstaates.

  42. P.S.
    Werter Don, sie schreiben weiter oben in einer Anmerkung, dass sie Syrien recht gut kennen. Dann werden sie wohl auch bemerkt haben, dass dies einmal ein säkularer Staat war, in dem die Menschen m.o.w friedlich lebten. In Damaskus konnte man knappest – auch nach deutschen Standards, d.h. nabelfrei etc. – bekleidete Mädels in Lokalen sitzen und Shisha rauchen sehen, in katholischen Vierteln trank man sein Bierchen, auf der anderen, muslimischen Seite der Straße gingen die Verschleierten. An den Stränden herrschte Burkaverbot, das hat vor allem die Saudis erzürnt. Die Landwirtschaft war hoch entwickelt und technisiert. In den christlichen Gebieten wurde z.T. noch die alte Sprache Jesu gepflegt und die Kirchen behütet. Sehr schwer hatten es, zugegeben, die Kurden. Alles in allem schien es mir der liberalste arabische Staat. (Nicht viel anders als Bayern – nein, ist natürlich nur ein Witz). Es ist unsagbar traurig, mit erleben zu müssen, wie wenig es dem Westen gelungen ist, notwendige Übergangsprozesse in diesem Land positiv zu gestalten. Wie schrecklich er sich dort verhalten hat. Und jetzt haben wir den Salat.

    • Ih bin bei Syrien immer noch begrenzt optimistisch, verglichen mit Libyen, Somalia und Aghanistan. Oder aktuell gerade Mali.

  43. Tegernseer Helles!!!
    Mein Lieblingsbier! Ist auf dem Bild zu sehen, oddr?!? Gibt es jetzt demherrnseisgedankt auch in suedbadischen (vorderösterreichischen Edekas).

  44. Titel eingeben
    Bei fefe lesen heisst lernen:

    Wer kauft eigentlich das Öl von ISIS?
    ISIS verkauft das für <50% des Marktwertes auf dem Schwarzmarkt. Dort kaufen es dann Spekulanten und verkaufen es für den Vollpreis an den Westen. Mit anderen Worten: Die Bankster!

  45. Titel eingeben
    Werter Don, Sie sind nicht mehr allein – gibt es schon eine Übersetzung von Houellebecqs „J`accuse!“ aus dem Corriere?

  46. Die großen Veränderungen
    Lieber Don Alphonso,

    das ist ja wirklich wieder sehr nett, was Sie hier geschrieben haben. Und mit Ihrem Satz: „Elite ist zwangsläufig vergangenheitsorientiert, weil diese Vergangenheit der Urgrund von Reichtum und Prestige ist.“ haben Sie den Kern der Sache treffend beschrieben.

    Ihre Betrachtungen zum Neger sind ja recht lustig, doch ebenso belanglos in diesen Tagen.

    Vielleicht haben Sie ja schon darüber geschrieben, doch erst in diesen Tagen habe ich das „Glossar der Neuen deutschen Medienmacher“
    ( http://www.neuemedienmacher.de/wp-content/uploads/2015/04/NdM_Glossar_www.pdf )
    zur Kenntnis genommen, womit sich mir auch der neue, veränderte Sprachstil der FAZ verständlicher wurde.

    Hier wird eine politisch gefälligere Wortwahl empfohlen. Z.B.Geflüchtete statt Wirtschaftsflüchtlinge, Zuzug statt Asylantenstrom, Schutzsuchender statt Asylant.

    Nach Ansicht der Neuen deutschen Medienmacher gibt es ja eigentlich überhaupt kein Problem, denn sie sehen das u.a. so:

    „Bundesrepublikaner _ kann als Bezeichnung für alle Bürgerinnen und Bürger in der Bundesrepublik Deutschland verwendet werden, denn auch diejenigen ohne deutsche Staatsangehörigkeit haben sich für ein Leben in der Bundesrepublik entschieden.“

    So einfach ist das!

    Und in Bezug auf die schrecklichen Vorgänge vom 13.11. in Paris sollte man das nach Empfehlung „der Neuen deutschen Medienmacher“ so sehen: der Begriff „Mutmaßlicher Islamist taucht in Medienberichten häufig auf und ist irreführend: Islamist zu sein, ist nicht verboten, d. h. die Gesinnung ist nicht strafbar.“ und weiter: „Meist sind also nicht mutmaßliche Islamisten gemeint, sondern mutmaßliche Terrorverdächtige. Zutreffend könnte zum Beispiel sein: »Die Polizei nahm einen mutmaßlichen Terrorverdächtigen fest.“

    Das „Glossar der Neuen deutschen Medienmacher“ – ist eine Leseempfehlung für alle, die es noch nicht kennen und erklärt einiges zur Berichterstattung, nicht nur der FAZ.

    Ich persönlich bevorzuge die direkte Beschreibung der Gegebenheiten, die es doch erleichtert schneller zum Kern der Sache zu kommen.

    Mit herzlichem Gruß
    ObjectBe ( http://objectbe.blogspot.ch/ )

    • Ich habe ja ein Faible für den historischen Kontext: Sowas nannte man früher seitens er Aufklärung, als es noch katholischerseits versucht wurde, Kuttenbrunzer.

    • Sprachverstrickungen
      Ach die FAZ.
      Ich warte ja nur noch darauf, dass man pc das Wort Flücht-ling selbst nicht mehr sagen darf, weil da ja ein Pejorativ-Suffix drinne ist. Welches klein macht, je nachdem auch entwertet, mal mehr mal weniger. (Steckling, Schädling, Abkömmling, Zögling, Neuling, Schönling …)

      Blöd, dass das Wort Flüchtige/r von der Polizei verwendet wird; geht nur noch Flüchtende/r. Was leider sehr ähnlich klingt und phonetisch (z. B. Radiomeldung) zu nicht ganz unerheblichen Missverständnissen in der Bewölkung äh Bevölkerung führen kann.

      ______________________________________________
      In Bayern gibt es traditionell nur 2 Sorten von Wirtschaftsflüchtlingen:
      Den Steuerflüchtling und den, der vor seiner Frau in’d Wirtschaft (Kneipe) flüchtet.
      Beide sind meist net ganz sauber.

      In Zukunft wird man im wirtschaftlich erfolgreichen Bayern (Außenstelle Tegernsee? bitte melden) – neoliberalitas bavariae ned woahr – sie in Schadflüchtlinge und Nutzflüchtlinge einteilen. Oder in Schadflüchtende und Nutzflüchtende. Dann werds sprachlich deutlicher. Und auch so. Von den Nutzwerten her, verstengans. Man muss ja schaun wo man bleibt.

    • Der Tegernsee ist eine Region mit enormen Arbeitskräftemangel und begrüsst und fördert Einwanderung – wemm dahinter ein Plan zu sehen ist. Der Plan, eine Turnhalle vollzustophen, ist keiner.

    • Werte O-B, Im Gegensatz zum Kuttenbrunzer vom Don Alfons
      fällt mir da ein Wort ein,
      dass ich in seinem Fahrradkeller gelernt habe:
      mierenneuker
      Gockeln Sie mal und klicken auf Bilder.

    • @ mediensegler
      Lieber mediensegler

      Gute Güte, was hat Don Alphonso so alles in seinem Fahrradkeller?

      „mierenneuker“

      Ich bin ja Ihrer Empfehlung in einem Augenblick der innerlichen Schwäche gefolgt, den ich nun schon wieder bedauere, wie ich mir auch die Ansicht der Bilder zugemutet habe.

      Wenn Sie mir die Bemerkung gestatten, die Abbildungen sind doch wohl mehr den Primaten der Genitalzone zuzurechnen.

      bonne nuit
      ObjectBe

    • (°/°)
      „Mutmaßlicher Verdächtiger” ist eine Tautologie.

    • .
      man klickt ja nicht alles und jeden.

  47. Ein guter Text
    Sie haben schon recht, lieber Don, dass es einfacher ist, aus einer privilegierten Situation heraus grosszuegig zu sein, z.B. einer gut dotierten Beamtenstellung (wie bei mir). Wenn man sich nicht als Niedriglohngruppenmitglied mit neu Eingewanderten um einen Job balgen muss, fallen positive Gefuehle gegenueber den Neuankoemmlingen leichter. Auch das Zelotentum mancher Superfortschrittler ist von Ihnen gut beobachtet, und ja, es ist nervig. Ich goenne jedem neu angekommenen Syrer jedenfalls gern bayrisches Bier!

    Andererseits macht es mich schon sehr betreten, was fuer wilde, und jeder Logik und Perspektive abholde Gefuehle und Aengste diese humanitaere Krise bei vielen Menschen ausloest. Ich halte es zum Beispiel fuer sehr unwahrscheinlich, dass muslimische Einwanderer die demokratische Ordnung europaeischer Gesellschaften einfach umstuerzen koennen, selbst wenn darueber unter den Einwanderen Einigkeit bestuende, was keineswegs der Fall zu sein scheint. Der Blick auf die einzelnen Menschen und ihre Leiden, Traeume und Hoffnungen geraet dabei vollkommen unter die Raeder.

    Koennen wir nicht erstmal abwarten, wie sich das alles entwickelt, oder wie die Quaeker (ich bin Quaeker) sagen, „live into it“?

    • Einen Umszurz halte ich auch für eine Schnapsvorstellung, selbst wenn man die Geburtenrate betrachtet: In der dritten Generation passen die längst nicht mehr in die Heimat. Genauso wenig glaube ich an eine Muslimpartei. Es wir sich schon einrenken, aber das sollte halt wenigstens mit guten Ideen geplant werden.

      Ich war heute in Spielfald – das ist geplant. Aber auch nicht gut.

    • skeptischer
      Hallo die Herren!

      Ich bin da etwas skeptischer,
      es gibt immer einen charismatischen, gewissenlosen Menschen der die Gunst der Stunde zu nutzten bereit ist.
      Dann zählen die Träume der einzelnen nicht, dann gibt es nur noch die „Masse“ und die anderen…

      Einer, der als Zeitarbeiter im Handwerk leider nicht so priviligiert ist. :)

  48. Handabhacken
    …ich bin mir nicht sicher, ob sich unser Don die Hand behufs möglicher Wahl der AfD (mit der ich auch nichts am Hut habe) nicht schon wie angedroht abgehackt hat, wenn man die Typos in den entsprechenden Einträgen sieht; ich bin kein Sprachfetischist, aber ich kann’s einfach nicht mehr flüssig lesen, bzw. verstehen.

    • Ging mir die letzten Tage genauso...
      vom „itzgerald“ bis zu den Kommentaren. Ich versteh’s oft echt nicht mehr richtig, trotz mehrmaligen Drüberlesens, und so erfreulich ich die letzten beiden Blogartikel fand: Beim jetzigen Artikel erschloss sich mir manches auch inhaltlich nicht.

      Mir ist auch nicht klar, wie man die AfD-Leute vor dem Hintergrund sonstiger hiesiger Aussagen so kategorisch verdammen kann (nein, ein Anhänger bin ich ja auch nicht, aber es gibt ja nun wirklich nicht viele Alternativen in dieser Situation, gerade außerhalb Bayerns).

  49. "auf allen Kanälen anhören, das Beharren wäre falsch"
    ist jetzt nicht gerade eine konservative Verwendung des Konjunktivs. – Skepsis gegen Veränderungen, die von D.A.in Anspruch genommen wird, ist nicht per se konservativ. Es kommt, wie immer, darauf an, darauf, was wie verändert werden soll. Vielleicht kann man die rationale Skepsis gegenüber der in der Konsumgesellschaft und bestimmten Milieus geltenden Maxime „neu ist besser“ am besten als Prinzip formulieren: Jede Neuerung muss gut begründet werden (Hans Jonas, wenn ich mich richtig erinnere).
    M. Vetter, Ökozentrist

  50. Meiner Erfahrung nach, ist meist braun, wer das unterstellt bekommt
    Ist ja auch nicht weiter verwunderlich in einem Land, in dem 20% der Einwohner (latent?) fremdenfeindlich und antisemitisch ist.
    Davon abgesehen sprechen Sie davon, dass die Progressiven immer mit den falschen Leuten die falschen Bündnisse schließen. Das ist nicht ganz von der Hand zu weisen. Was mir aber auch auffällt ist, dass sich Konservative oft über Flüchtlinge empören und was von Leitkultur faseln (keiner kann je definieren was das sein soll, außer dem Einhalten unserer Gesetze) und dabei immer ignorieren, dass sie als die Reaktionären unserer Gesellschaft oft die gleichen Werte haben, wie die „bösen“ Zuwanderer. Nur, dass sie ihr Fleisch nicht halal essen.

    • Naja, manche denken halt, es sei eine gute Idee, anderen ist Verständnis ger Gesellschaft als Gerüst mitzugeben. Ich bin mir da nicht so sicher, und höre mir gern bessere Ideen an.

  51. Aurispa, Boko Halal: ...... ;-)
    gefillte Fisch?
    Was ist das?
    Sollte mir da etwas entgangen sein,
    bitte ich um Aufklärung.
    .
    Von einem verständnisvollen säkularen Mitbürger,
    der sich gerade eine Kalbsleber zubereitet.

  52. Kulturrevolution
    In einem Beitrag der FAZ zum Partietag der Grünen am Freitag in Halle findet sich die folgende Feststellung, dass die „Grünen-Fraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckardt euphorisch den Flüchtlingszulauf als zweite „friedliche Revolution“ etikettierte, die „unser Land besser machen könnte““ – nun, dann weiß man, dass der Beitrag von Don genau den Punkt trifft, um den es eigentlich geht: Kulturrevolution. Deutschland ist so wie es ist nicht in Ordnung und muss darum geändert werden.

    Dies ist zutiefst ideologisches Denken, auf dessen Altar im vergangenen Jahrhundert Millionen Menschen gestorben sind. Es ist ein Denkmuster, dass von rechts bis links reicht, von Hitler bis Mao – nur, dass es niemand wahrhaben will, da dies heute alles unter dem Deckmantel der Toleranz und der Menschengüte geschieht. Und daher werden, wie Don klar gesagt hat, die Flüchtlinge nur instrumentalisiert für den „innerdeutschen Kulturkampf“.

    Aus diesem Grund fördert dieses Denken auch keine Integration, denn es geht ja nicht um ein Anerkennen der hier bestehenden Kultur, sondern um deren Veränderung. Da sind dann Deutschkurse ja sogar eher reaktionär.

    Aber das ist auch nicht so wichtig. Wichtig ist es, dass wir zu all dem ein freundliches Gesicht machen – denn so will es die Kanzlerin. Ich frage mich nur, woher ihre heruntergezogenen Mundwinkel kommen …

    • Die Frau ist so unsäglich…

    • "Veränderung"
      Don Alphonso,

      wenn Sie aber selbst schreiben „es wäre zum Vorteil der Eliten, wenn das Land sich anpassen könnte“ oder „Natürlich muss sich das Land ändern, wenn es die kommenden Belastungen schultern will“, dann verstehe ich nicht ganz, wie genau Sie das meinen.

      Kulturelle Konzessionen? Welche, warum?

      Die Deutschen können Dankbarkeit und Anpassung seitens der Ankommenden erwarten. Einen vergleichbaren Schuh kann man andersrum nicht draus machen.

    • .
      welche der beiden genannten damen meinen sie, lieber don?

    • Ich bin jetzt etwas durcheinander – aber sollte es negativ sein: Auf keinen Fall Sie, Donna Laura.

    • .
      lieber don, dies hätte ich niemals auch nur eine sekunde angenommen.

      man fragte sich nur, welche der beiden damen die unsägliche nun sei, die kanzzlerin oder die fraktioonsvorsitzende…

  53. Ebenfalls sehr lesenswert...
    Slavoj Zizek: In the Wake of Paris Attacks the Left Must Embrace Its Radical Western Roots
    Zizek responds to his critics on the refugee crisis.

    http://inthesetimes.com/article/18605/breaking-the-taboos-in-the-wake-of-paris-attacks-the-left-must-embrace-its

  54. Titel eingeben
    Soweit ich es aushielt, die Kommetare zu lesen (mit dem Thema bekommt man Klicks in der faz, nicht Alphonso): Nicht ein „konservativer“ Kommentator hier, nicht einer, der auch nur ansatzweise eine Krume Bereitschaft hätte, bei irgendetwas auch nur gedanklich zu helfen.

    Kein irgendwie entfernt ernstzunehmender Vorschlag für Lösungen, der davon ausgeht, dass hier Menschen kommen, die anderswo zusammengombt werden.

    Man hat hier keinen kleinen reduntanten Rest eines Dilemmas – nein, man überschlägt sich in Gehässigkeit und Zynismus mit der typisch konservativen Wir-sind-ja- unter-uns-Eloquenz, die doch nur eines ventiliert:
    Und diese XYZ! Sie unterstehen sich, uns mit Ihrem Elend zu behelligen.

    Da lobe ich mir die Ordensleute. Die letzten Katholiken – nicht „Konservative“

    • Zu einfach
      Ich glaube, Sie übersehen da etwas: Barmherzigkeit ist eine persönliche Kategorie. Sie kann auch von niemandem eingefordert werden. Es hindert Sie doch niemand fünf (anerkannte) Flüchtlinge aufzunehmen, oder? Für Staaten gilt das Recht, hier das Asylrecht und die Genfer Flüchtlingskonvention. Beide reden nicht von unbegrenzter und unregistrierter Zuwanderung in ein offen gemachtes Staatsgebiet. Nur darum geht es. Und damit Sie es genau wissen, die vielen Tausende, die ich schon für humanitäre Zwecke gespendet habe, erreichen viele nie. Ich freue mich auch auf die Pressenotiz darüber, wieviele Flüchtlinge Frau Göring-Eckardt und Frau Käsmann aufgenommen haben. Und zu Weihnachten alle evangelischen und katholischen Pfarrhäuser. Es ist so, so einfach immer nach der Gesellschaft und dem Staat zu schreien.

    • Alles KriegsfliehenDE (das Suffix ist einfach nicht zu vermeiden)
      Ach ja, „Menschen die anderswo, zusammengebombt werden“. Das Fassbombenargument.
      Wenn NUR diese Menschen kämen, zur befristeten Duldung, hätte niemand ein Problem damit.
      Beim „Fremdsehen“ auf ARTE gestern ein Bericht, den man so auf unseren Volkserziehungs-Anstalten nicht zu sehen und zu hören bekommt. In „echter“ Syrer berichtete, dass er in seinem „Schub“ von 90 Personen (Marokkaner, Algerier, Ägypter….) der einzige sei. Ich war kürzlich in Marokko und hatte nicht den Eindruck…….

    • Woran es wohl liegt?
      Sehen Sie, es kann natürlich sein, dass die Menschen hier alle ganz genau Ihrem Feindbild entsprechen. Vielleicht liegt das Nichteingehen der Kommentatoren auf die Fluchtgründe und der sich daraus ergebenden Hilfsnotwendigkeit aber auch am Grundthema des Artikels: „Staatsversagen“. Nur sehr wenige Kommentare lassen überhaupt eine Einstellung des Kommentators zum Thema der Hilfeleistung erkennen. Sie schließen daraus scheinbar direkt das Ablehnen der Hilfeleistung.

      „Vor jedem Kommentar muss erstmal ein Glaubensbekenntnis stehen, sonst schreibt ihn erwiesenermaßen ein ignoranter selbstsüchtiger alter Sack! Und den muss niemand ernst nehmen!“

      Schön, wenn die Welt einfach ist, nicht wahr.

  55. Was ist verkehrt an konservativ sein ?
    In Zeiten des C haos D er U ckermärkerin kann es doch nicht so verkehrt sein, wenn man sich an Bewährtem orientiert und dieses als Maßstab für weiteres Handeln nimmt. Ein „Weiter so“ stellt für mich den Bestand des sozialen Friedens mehr als nur in Frage.

  56. @ Bodenkotakt
    Zitat: „Dazwischen gibt es schon noch auch etwas.“

    –> Jep! Zum Beispiel hart arbeitende Menschen, die es zu etwas gebracht haben und weder am Tegernsee ihrer Immobilienleidenschaft frönen noch ihrer Gattin zu Weihnachten einige Spritzchen Botox schenken (können). Abgeben wollen diese Menschen aber trotzdem niX an Flüchtlinge (und andere Transferempfänger?). Vielleicht haben sie für ihren kleinen, bisher weitgehend gesicherten, Wohlstand ganz einfach zu viel ihrer Lebenszeit mit Maloche verbracht? Sie beäugen die Verheißungen einer schönen neuen Refugee-Welt sehr zurückhaltend. Eine Baufirma in meiner Region hat im Logo „Bauen & Bewahren“ stehen. Wobei die Betonung auf dem UND liegen dürfte. Konservatismus ist u.a. das Gute bewahren. Wer niX in seinem Lebens schafft, braucht auch niX zu bewahren. Eigentum verpflichtet. Folgt daraus, dass Nichteigentum zu niX verpflichtet? Ich meine zu vermuten – Ja.

    • Dass Winterkorn oder Zetsche
      sich an den Kosten beteiligt hätten – ich habs noch nirgends gelesen.
      Weshalb, weshalb nur sollen es Menschen tun, die eh und sicher auf der Verliererseite dieses Dramas stehen werden? Schaut doch mal, ob die Grün(inn)en die Sammelbüchse rumgehen lassen werden für ihr vehementes Verfechten offener Grenzen.

  57. Wenn die Nieten aus der Wand fliegen
    Lieber Don,

    sicher kennst Du die U-Boot Filme, wo das sinkende Boot kurz vor dem Zerbersten endlich auf Grund setzt.

    Fallst Du hoffst, wir haben diesen Punkt in der deutschen Politik erreicht, so wirst Du leider enttäuscht werden.

    Nach unten ist noch sehr viel Luft.
    Das ist bitterer Ernst und keine Polemik.

    Schau Dir mal auf youtube „Die Grünen-Tubbies aus dem Europa-Parlament“ an.

  58. Blau bla
    Bla bla

  59. Die Dialektik von Veränderung
    hat der Verfasser tlws. sehr sensibel erfasst: die Einen nutzen sie, um nicht von ihr berührt zu werden und ihren Elitestatus zu statuieren, indem sie den sozialen Unterbau als Gleitschicht verwenden- man erlebt das gerade an den Tafeln des Landes. Die Anderen benutzen sie, um alle anderen zu ändern und sich selbst zu einer moralischen Elite aufzuschwingen, wobei ihre linke pickelige Scheintoleranz, da selbst ohne eigene Werte, kaum über den gärigen Schein hinauskommt und moralistische Treibhausgase in einem Maße verursacht, das CO2 zum atembaren Gas macht. Dritte nutzen sie fatalistisch, weil es sie im eigentlichen Sinne gar nicht interessiert. Sie begreifen das Geschehen als alternativlos und sich selbst als Moderation des Fatums . Letzteren möchte man mit Kierkegaard auf den Arsch schreiben: Entweder (moderation)- Oder (fatum)!

    Insgesamt ist das Meiste, das sich auf dem Tableau der satten Veränderungserwartung tummelt, recht verlogen und führt daher auch nur zu einer Renaissance eines „Recht“ (oder halt perse UNrecht!) des Stärkeren: zum Schluss zählt dann die Größe der Faust… ade soziale Gerechtigkeit!

    Wo ich dem Verfasser nicht folge,- aber das liegt vermutlich am Altersunterschied- , ist die Verteufelung der AfD. Ich freue mich über jeden, der dem politisch dekretierten Fatalismus entfleucht und der noch Interesse an der Entwicklung dieses Landes hat! Denn letzteres fehlt der grün-Linken Kanzlerette von (cd)U über (s)P(d) bis
    grün *innen links (hoch das Gendersternchen- sozusagen das kleinfeministische queer Starlet). Die Rechts-Links-Dialektik mag für den Straßenverkehr taugen, für die Wertung sozialer und politischer Argumente ist sie ganz und gar untauglich!

    Aber seis drum, den alfönsischen Texten lausche ich gerne!

    • "Die Dialektik von Veränderung"???
      Welch grosses Wort….

      Was genau stellen sie sich denn vor, was GENAU wird sich veränedrn?

    • und mit Ihrem Tun vergewaltigen sie nicht nur
      und sondern auch noch unsere Sprache – schon das alleine ist frevelhaft.
      Man sollte sie in den Orkus der Geschichte schicken…

  60. born back ceaselessly into the past
    damit beschließt Scott Fitzgerald, einer der vielleicht wichtigsten Autoren des 20. Jahrhunderts, seinen Roman THE GREAT GATSBY. Der Autor wurde von vielen berühmten Zunftgenossen hoch verehrt, unter anderem auch von Hemingway. Was zeichnet Scott Fitzgeralds Werk vor allem aus? Nun, vor allem etwas, das man heute vielleicht mit dem Begriff „street cred“ (street credibility, das bedeutet in etwa so viel wie „Wissen wie es auf der Welt läuft“ oder „Realitätsorientierung“) am zutreffendsten beschreiben könnte. Der Protagonist Jay Gatsby, aus ärmlichen Verhältnissen stammend, aber hochbegabt und ehrgeizig, repräsentiert wie kein Zweiter die positive Seite des amerikanischen Traums. Er scheitert letztendlich an den gesellschaftlichen Verkrustungen eines eben nicht durch Meritokratie gekennzeichneten Gemeinwesens. Er fällt dem verantwortungslosen Verhalten von Vertretern einer versnobten, abgehobenen, überheblichen aber auch der menschlichen Realität entfremdeten und verrohten Oberschicht zum Opfer. Gatsby repräsentiert klassische, zeitlose Tugenden. Dieses Element der Zeitlosigkeit gipfelt in einem anderen Werk von Scott Fitzgerald, dem erfolgreich mit Brad Pitt verfilmten „the curious life of Benjamin Button“, das auf revolutionäre Weise tradiertes Zeitverständnis umkehrt. Dass Zeit etwas Relatives ist hat ja schon Einstein gewissermaßen wissenschaftlich nachgewiesen. Warum sollte man dem Moloch „Modernisierung“ alles opfern was schön und erhaben, weil in Traditionen verankert ist? Man stelle sich die Altstädte berühmter Metropolen vor: wie würde es dort wohl aussehen, wenn man sie der alten Gebäude berauben würde? Wer nach Paris fährt will dort den Eiffelturm, Sacre Coeur, den Louvre und andere historische Kostbarkeiten sehen und keine modernen Plattenbauten. Die Verrohung und die Hybris unserer Zeit zeigt sich vor allem darin, wie man mit Traditionen umgeht. Dass diese gerade hierzulande momentan mit Füßen getreten werden und gesellschaftliche Veränderungen mit einer nie dagewesenen Brachialität geradezu mutwillig forciert werden kann wohl kaum als gesunde Entwicklung gelten. Die Pervertierung von Werten, die jahrhundertelang Bestand hatten und in denen die Menschen sich wiedergefunden haben führt nicht zu „einer schönen neuen Welt“, sondern zu einem von Hektik, Stress, Hetze und der Verachtung unabdingbarer Werte gekennzeichneten scheußlichen Etwas. Der Mensch will etwas haben, worin er sich wiederfinden kann und nicht die pseudoprogressive und dabei ekelerregend spießige Gesichtslosigkeit der schwarz-rot-grünen Merkelei. Wer Traditionen mit Füßen tritt, der dient nicht der Universalität. Um Shakespeare zu zitieren: „This above all-to thine own self be true, and it must follow as night follows day, thou canst not then be false to any man“: Nur wer sich selbst treu bleibt, und das gilt ebenso für den Umgang mit wertvollen Traditionen, der nützt am Ende auch anderen am meisten. Wer das gesunde Maß nicht sucht, sondern es ignoriert und sich darüber hinwegsetzt, der wird vom Leben dafür bestraft werden-wer meint, er könne sich über die kosmischen Gesetze hinwegsetzen, den wird der Kosmos eines Besseren belehren. Das Merkel-Regime hat sich dazu entschlossen, die Lebensgrundlagen unseres Landes zu verramschen; über die Gründe kann man nur spekulieren. Eins aber ist sicher: diese Politik ist nicht auf Realitätsverständnis und der oben erwähnten „street credibility“ gegründet, sondern auf einer blechernen Papageien- und Pseudomoral. Eine Kultur, die so mit ihren Traditionen umgeht wird vom Ausland nicht ge-, sondern verachtet. Traditionsverhaftete Kulturnationen wie Großbritannien oder Frankreich haben für die Merkelsche Gesichtslosigkeit nur Verachtung übrig-vollkommen zu Recht.

  61. Muslimpartei- gibt es bereits
    zumindest in NRW, sie heisst“BIG“ – die Übersetzung des Akronyms kann ich nicht liefern- mag jeder selbst nachlesen.

  62. Ohne Titel
    Gute und kritische Zusammenfassung, lieber Don.

    Nur am Rande: Der Ku Klux Klan ist (so viel ich weiß) der einzige Clan der sich mit „K“ schreibt.
    Also Ku Klux Klan (KKK). Wahlweise mit Bindestrichen.
    Wäre natürlich möglich, daß du an libanesische Familienclans dachtest und kurz abgelenkt gewesen bist. Sind ja ebenfalls so etwas ähnliches wie der Klan.

    Gruß aus dem Badischen,

    Tiger

  63. Zweckehe auf Zeit (AfD) oder Zwangsheirat (offene Grenzen) - DAS ist die Frage
    Lieber Don, Sie würden die AfD doch im Handstreich übernehmen können von all den schwachen und „widerlichen“ Elementen. Die sind handzahm. Merkel ist die radikale, die Deutsche mit jedem zwangsverheiraten will, der durch das Übertreten der offenen Grenzen sich selbst faktisch einbürgert, no questions asked. Bleiben also nur ästhetische Argumente, aber warum wäre man dann zB bei der SPD? (Nicht, dass ich die Antwort darauf wüsste.)

  64. Warum sollen sich Menschen Veränderung wünschen
    die warm, trocken, satt und zufrieden in ihren weichen Fernsehsesseln sitzen? Wir alle haben es doch gerne gemütlich. Und die verehrte Bundeskanzlerin hat (wahrscheinlich ungewollt, denn sie ist zu intelligent um das zu glauben) die Illusion erzeugt, sie könne die Zustände konservieren. Die richtige Welt verändert sich radikal. Ständig. Seit ihrer Erschaffung in sieben Tagen oder wem das lieber ist, seit dem Urknall. Und da wir nicht wissen, was sich in der nächsten Minute ändert, hat uns der Schöpfer, oder für die andere Fraktion: die Evolution mit der Fähigkeit ausgestattet, uns möglichst schnell umzustellen. Es ist völlig egal, ob wir das gerne tun oder nicht. es ist nur Überlebensnotwendig

  65. Ich mag kein Eisbein mit Sauerkrauif und Erbspüree, kann den Anblick des - mit Verlaub - Schwabb-
    ligen auf dem Nachbarteller/-tisch kaum ertragen und sicher gibt es auch noch andere Leute, denen es so geht. Würden wir deswegen das Essen solcher Speisen (wenigstens an einem Tag als Wahlkampfforderung) verbieten wollen? Würden wir verbieten wollen, das soetwas in Kindergärten und Schulen angeboten wird? Haben wir nicht ein Grundsatzproblem, daß Linke wie Rechte – müßte man nicht treffender von Chaosromantikern und Ordnungshütern sprechen? – sich in Intoleranz üben und nicht die andere, mit der eigenen unvereinbare Position als (wenigstens halbwegs) ebenso berechtigt akzeptieren, wie die eigene? Haben wir es in vielen Fragen überhaupt mit einer Debatte, was ja eine Verständigungsbereitschaft unterstellt, zu tun?

  66. Bis zu 5 der Mörder kamen als "Flüchtlinge" über Griechenland
    Und der Angel aller Finsternis zeigt immer noch ein lächelndes Gesicht.

    • Das gibt es wiederum als Meldung nur in der NZZ
      hierzulande nichts davon in den Medien – was bezeichnend ist, wie es um diese steht.

  67. ok, am Alter liegt es nicht
    Geehrter Don Alfonso, habe kurz über Ihr pseudonym /Sie recherchiert und festgestellt, dass es das Alter nicht ist, was uns trennt.
    Suchen wir uns andere Gründe, warum wir in der Einschätzung der AfD diametral konträr liegen. Ähnlich wie oben „laborratte“ sehe ich die Lage und kann mich dabei auch nicht über fehlende Bildung meinerseits, angeborene Resentiments oder gar „Fremdenfeindlichkeit“ beklagen. Im Gegenteil. Es kommt aber sehr darauf an, WER (weniger, WOHER) mein Gegenüber ist. Bezügl. des Islam bin ich seit frühester Jugend durch Lektüre und Nachdenken- und TROTZ des Sufismus!- kritisch und in den letzten Jahren zunehmend ablehnend: aber weiß Gott nicht „phob“ (es sei denn Phobie bezeichne nicht pathologische Angst, sondern ärgerliches Stirnrunzeln). Im Gegensatz zu Ihnen, DA, halte ich aber Religion -ebenso wie Metaphysik- für gesellschaftlich und kulturell grundlegend, quasi das Grundfragen und eine Hermeneutik des Fragens an sich. Eben deshalb hängt sehr viel daran, WELCHE Religion zugrunde gelegt wird. Beispiele wären: Das Christentum hat einen suchenden Wahrheitsbegriff, der Islam einen dinghaft besitzenden, auf den sich weder Wissenschaft als Wahrheitssuche noch eine Erforschung der Welt aus religiösem Impuls aufbauen lässt. Das Christentum hat eine immanente Trennung von Staat und Gott: die Sache mit der Münze des Kaisers. Ja, ich weiß,- die Sache mit der Staatsreligion… nicht alles verläuft stringent und logisch nach der Idee. Wesentlich ist vllt. noch die Sache mit der Ideologie. Was trennt eine Religion von der Ideologie? Ich denke, es ist das Recht des Subjektes als Individuum- nicht als Selbstermächtigung, sondern im Christentum als „Ebenbild Gottes“(sic!). Im Islam kann man diese Frage kaum mehr ehrlich stellen: die hadithen machen den Islam qua umma zur Ideologie mit religiösen corrollarien. usf. Aus beiden Religionen folgen nicht per Zufall, sondern notwendig, unterschiedliche Gesellschaftsformen.
    mit gutem Gruß PF

  68. Transparenz ist unbedingt weise
    Elendiglich – Was einen Lösungsvorschlag betrifft, erlaube ich mir hier zu zitieren: “Wer eine Verhandlungsstrategie hat, sollte sie nicht vor Beginn der Verhandlungen offenlegen, sonst hat er nämlich keine mehr” (Jean-Claude Juncker)

  69. Totalitäre neue Leitkultur
    Eine kluge Analyse. Welche Ironie: Etliche Jahre nach der gescheiterten Debatte um deutsche Leitkultur hat sich längst auf leisen Sohlen eine alternative Leitkultur etabliert, die traditionelle deutsche Werte, Lebensweisen und sogar Gesetze nach Migrationsanforderungen umformt. Das Deutsche wird an die (imaginierte) Kultur der Migranten assimiliert, und wer sich weigert, das Eigene preiszugeben, ist ein Fremdenfeind. Und da Diversität zur Staatsräson geworden ist, ist der Fremdenfeind als Systemfeind zu behandeln.

    Reagierten die Ablehner der Neunziger-Leitkulturdebatte damals noch mit dem Standardspruch, jeder solle nach seiner Façon selig werden, ist gerade dies heute nicht mehr möglich, sobald man von den Prinzipien der „neuen Leitkultur“ abweicht. Diese neue Leitkultur wird globalisiert und frisst sich alternativlos durch die geographischen und sozialen Räume.

    Es gibt kein Gallien mehr, sondern überall nur noch Rom. Jetzt kannst Du noch nicht mal im Fernsehen singen, ohne von der McCarthy-Kommission durchleuchtet zu werden. Es ist ein System mit allumfassendem Anspruch, das in die Köpfe hineinregieren will. Ein totalitäres System ohne Entkommen.

  70. Titel eingeben
    Man muss nicht konservativ sein um den Kurs abzulehnen, man dar auch progressiv sein, denn die Flüchtlinge bringen ihren eigenen Konservativismus mit. Ein Werteverständnis für das wir kein Verständnis haben sollten da wir es vor 50 Jahren bekämpft haben und auch heute noch bekämpfen sollten.

    „Und unter den Talaren (damals) der Muff von 1000 (jetzt 1300) Jahren.“

    Ein alter Schlachtruf aktueller den je.

  71. Kostprobe des Online-Journalismus aus HH
    „Der Irrationalismus, die Ignoranz, die blinde Wut, die Teile der sogenannten politischen Elite gerade in der Flüchtlingskrise zeigen, lassen eigentlich nur eine Erklärung zu: Selbsthass.
    Natürlich wäre auch Opportunismus eine mögliche Erklärung, Pyromanie oder echter Rassismus, aber dieser Gedanke ist selbst mir zu scheußlich.“

    Unterstellungen statt Argumente: müssen jetzt all die jungen Online-Schreiber die ideologischen Meinungschlachten der damaligen 70iger noch unterbieten? Haben die Apo/Adenauer-Enkel wirklich nichts dazugelernt?

    • Ja mei, der hat halt noch nicht kapiert, dass er mit seiner Brille trotzdem kein Schirrmacher wird. Weil Argumente und so un Hirn wär in HH auch nicht schlecht. Schreibt ja nicnt umsonst auf einer Ebene mit „pink ist das neue braun“-Stokowski.

    • Nicht nur Selbsthass, leider Hass auf ALLE anderen, zuallererst auf "Wohlhabendere"
      „… Das realitätsblind gewordene Abendland reagiert auf diese drohende, waffenlose Invasion mit einem utopisch-humanitären Taumel, der letztlich seinen Untergang zur Folge hat: innerlich zerfressen von Selbstverachtung, schlechtem Gewissen und schwindendem Selbstbehauptungswillen ist der europäische Kontinent nicht mehr imstande, das Eigene zu verteidigen.

      Der legendäre, bitterböse, prophetische Kultroman von Jean Raspail aus dem Jahr 1973, in Frankreich ein bis heute vieldiskutierter Bestseller. …“ antaios.de/gesamtverzeichnis-antaios/nordost/5957/das-heerlager-der-heiligen
      vgl.
      https://blogs.faz.net/deus/2011/04/18/wohin-mit-dem-hass-361/

    • Mir ist da heute in Padua ein schönes, aber aquch böses Thema geau zu dieser Frage eingefallen. Stichwort privates Engagement in der Integration. Das wird lustig.

    • SPON-Kolumnisten...
      …wie Georg Diez, J. Augstein, oder Stoko sind ohnehin die ignorantesten Hetzer.

      Aber dieser wütend stammelnd vorgetragene Vorwurf der fehlenden Argumente, der doch gerade voll und ganz auf Diez zutrifft: das ist unglaublich.

    • Die SPOM-Tochter Bento ist da nochmal schlimmer, da arbeiten dann auch diejenigen, die falsche Vergewaltigungsvorwürfe aus ideologischen Gründen als wahr verkaufen.

    • @Don Alphonso
      „Mir ist da heute in Padua ein schönes, aber auch böses Thema geau zu dieser Frage eingefallen. Stichwort privates Engagement in der Integration. Das wird lustig.“

      Das könnte ich mir auch als lustig vorstellen. So nach dem Motto: Die infantilen linksgrünen Morallehrer übernehmen dann „Patenschaften“ (hahaha!) für je eine Flüchtlingsfamilie und weisen sie darin ein, wie man als gute*r Genderqueer-Mensch_in zu denken hat.

    • Bento
      …hab es gerade angesehen. Bunt, infantil, idiotisch, links. In diesem heuzutage üblichen Layout, das so aussieht, als sei es für Sehbehinderte gemacht. Vor 10 Jahren gab es für dieselbe Zielgruppe eine ideologisch eher ungebundene Zeitschrift wie NEON. Heute wird da vieles, was früher noch zur Diskussion stand, von vornherein als Die Richtige Meinung vorausgesetzt.

      Und auf der Hauptseite von SPON muss man sich auch noch das Gesicht von der Kampfbomberin Stoko ansehen, das ist dann wirklich die Höchststrafe.

    • PS: Bento
      …also wenn ich mir mal angucke, wie wenig auf Bento (per Disqus) kommentiert wird (und das teilweise ohne jegliche Upvotes von Mitlesern), und wenn ich mir weiterhin überlege, dass ich mir als Student bzw. „junger Erwachsener“ ziemlich verarscht darüber vorkäme, dass man mir offenbar keine aufmerksame Lektüre eines normalen Erwachsenenmediums zutraut, dann…. erinnert mich das schon fast irgendwie an das Experiment mit der Realschüler-Seite ZOOMER.

  72. Titel eingeben
    @hefe60 15:10 auch geistiges eigentum verpflichtet sehr sogar wenn nicht noch mehr sogar mein eigentum wurde mir von allen seiten geschickt weggenommen deswegen ist mein geistiges jetzt umso stärker

    • Mit "geistiges Eigentum"...
      … bekomme ich aber meine vier Kinder nicht satt. Und außerdem wollte ich meinen vier Schätzen gerne noch etwa „Außergeistiges“ auf ihren Lebenswegen mitgeben: Arbeit macht frei (von H-4)!

  73. Es gibt Neuigkeiten...
    …die Wortmeldung kommt von der Spitze der Opferhierarchie in Deutschland, und jetzt wird’s interessant:

    http://www.zeit.de/politik/deutschland/2015-11/deutschland-zentralrat-der-juden-fluechtlingszahlen

    Nachdem Merkel sogar noch auf dem CSU-Parteitag unverschämt an den Nöten und Belangen der Bayern vorbeifloskelte, die ihre moralische Großmannssucht ausbaden, könnte dies nun ein entscheidendes Alibi für eine weitere schrittweise Distanzierung von ihrer eigenen Katastrophenpolitik bieten.

    • Danke
      m.o.
      Danke für diese Links

    • Gern geschehen
      …irgendwie habe ich übrigens auch den Eindruck – nach komplett desillusionierenden Eindrücken davon, was von aggressiven Mimosen in den Online-Redaktionen von WELT und FAZ alles an kritischen Kommentaren weggedrückt wird – dass bei der ZEIT noch mit Abstand die meisten kritischen, klugen Kommentare zu lesen sind. Woanders schaue ich partout nicht mehr die Kommentare unter Artikeln an, aber bei der ZEIT kann es sich wirklich noch lohnen.

  74. Dringende Lese-Empfehlung: Interview mit US-Migrationsforscher Papademetriou
    http://www.zeit.de/2015/45/migration-fluechtlinge-grenzen-grenzsicherung-interview/komplettansicht

    Hier steht alles drin. Und das in der Zeit.
    Absolute Pflichtlektüre.

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