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Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Wir schaffen das soziale Abhängen

| 165 Lesermeinungen

There is no such thing as society.
Margaret Thatcher

Dieser Beitrag wird sehr unerquickliche und wenig sensible Aussagen über Menschen enthalten, die das nicht verdient haben. Um wenigstens ein klein wenig Gerechtigkeit walten zu lassen, möchte ich hier sagen, dass ich auf meiner Reise nach Italien Venedig zwar bezaubernd fand, aber wirklich tief beeindruckt haben mich drei Gebäude in Padua: Die Scrovegni-Kapelle mit den Fresken von Giotto, die Eremitanikirche mit den Fresken von Andrea Mantegna, dem ich eigentlich einen eigenen Beitrag widmen müsste – und der Salon des Palazzo della Ragione, in dem in Padua Recht und Gerechtigkeit gesprochen wurde. Vor 700 Jahren also sagte man hier: Lasst uns das oberste Stockwerk unserer Loggia zu einem einzigen Raum machen, 82 Meter lang und 27 Meter breit, und anschliessend bauen wir einen Schiffsrumpf der gleichen Grösse, den wir umgedreht als Dach darüber setzen. Das war jene Epoche, die wir als „Mittelalter“ bezeichnen, und ich habe ja schon einiges an moderner Architektur gesehen – aber dieser Salon ist auch unserer ärmlichen, kleinen und sozial bewegten Epoche weit voraus.

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Wenn ich nicht gerecht bin, dann wenigstens ehrlich: Ich habe hysterisch gekichert, als ich eintrat. Ich werde von nun an keine Immobilienanzeigen mehr lesen dürfen, denn so dort ein „grosszügiges Loft“ angeboten wird, werde ich an diesen Salon denken und mir das Leben aus dem Leib lachen. Das hier ist ein grosszügiges Loft. Alles andere sind Industrierestlöcher für arme Leute, die sich vielleicht mal Reprokunstabzüge leisten können, aber nicht die Giotto-Schule für ein paar Jahre, um die Mauern von oben bis unten auszumalen. Giottos Fresken sind ein Jahrhundert später einem Brand zum Opfer gefallen, die neue Ausmalung ist nicht mehr ganz so bedeutend – aber das hier ist echter Wille zur Grandezza, zur Repräsentation, zur Darstellung der eigenen Potenz, und nicht übergrosse Wohnküche mit Modenamen „Loft“.

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Kurz, das Glump ist zweimal teuer, pflegte meine Grossmutter zu sagen, und angesichts des Salons muss man ihr fraglos recht geben. Aber auch sonst haben sich die Preise inzwischen verdoppelt: In meiner fernen Heimatstadt etwa. Seitdem ich für die FAZ schreibe, gab es da eine sensationelle Preisentwicklung bei Wohnbauten, die diese Stadt auf Platz 7 der teuersten deutschen Städte gebracht hat. Deshalb ist sie gerade in den Medien, und deshalb geniesse ich Italien in vollen Zügen: Ich tue nichts, und trotzdem wird das Parkett unter meinem Sofa Tag für Tag teurer. Das – und das Wissen, dass historisch-repräsentative Bausubstanz in bester Altstadtlage nicht reproduzierbar ist – ist die solide Grundlage für ein gutes Gefühl. Getan habe ich dafür wenig, das gebe ich zu, aber so ist es nun mal: Die einen freuen sich über solche Berichte zur Preisentwicklung, und andere ergreift das nackte Entsetzen.

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Fast alle Medien schreiben nämlich darüber, als sei das eine Naturkatastrophe. Meine Grossmutter sagte übrigens auch, dass selten ein Schaden ist, wo kein Nutzen dabei ist, und so ist es auch hier: Den Eigentümer freut es. Aber Journalisten sind nur in Ausnahmefällen die Hausmeister hinter barocken Mauern. Meist sind sie jung, flexibel, überall einsetzbar und binden sich nicht an feste Orte. Statt dessen mieten sie erst mal. Das kann für sie unangenehm teuer werden, oder für andere angenehm lukrativ. Beim Verfassen solcher Berichte erkennen sie zweifellos, dass die Preisentwicklung ihrer Einkommensentwicklung in Windeseile entläuft. Und dass die Mieten ebenfalls steigen werden, ist nicht weniger zwangsläufig als eine zu Tal donnernde Lawine. Der Wunsch nach Vergrösserung, gar nach einem eigenen Haus wird angesichts der expoldierenen Kosten nur schwer aus eigener Kraft umsetzbar sein: Deshalb ist es für sie eine Katastrophe.

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Mitleid… naja, das ist so eine Sache. Ich tue mir damit schwer. Mieter sind in der Kronkolonie von Frau Merkel eine Gruppe, der die Politik jeden Wunsch von den Augen abliest, und nicht wie in Italien die sozial Abgehängten, die jene Volksvertreter nicht bezahlen. Die günstige Situation der deutschen Mieter war ein historischer Sonderweg und gehörte zum deutschen Sozialstaat. „Eigentum verpflichtet“ steht im Grundgesetz, in Italien denkt man dagegen „Kein Eigentum vernichtet“. Deutschland hatte zum sozialen Wohnen viele weitere staatliche Wohltaten, die nur wenige andere Staaten kennen. Wer in Deutschland krank war, wurde gesund gepflegt, aber in Italien ist der Arzt teuer, und die Medikamente sind dafür billig. In Deutschland gab es Arbeitslosengeld und in Italien Hunger. In Deutschland gibt es Rente und in Italien 200-Euro-Scheine unter dem Teppich. In Deutschland kann man mieten, weil der Staat alle Risiken auffängt. In Italien lässt einen der Staat krepieren, Entmietungen sind hier gnadenlos: Daher kaufen die Italiener nach Möglichkeit Immobilien, sind weniger flexibel, haben zwangsweise mehr Vermögen, sind aber auch sozial wenig mobil, achten bei der Wahl der Geschlechtspartner auf das Vermögen, und haben eine ganze Pornogattung mit Sex unter Reichen geschaffen. Deutsche machen tausend Auslandspraktika, stören sich nicht an Sex in Mietwohnungen, schauen amerikanische Serien, sind heute hier und morgen da und übermorgen völlig überrascht, wenn sie mit ihren drei nie benutzten Töpfen am neuen Ort keine bezahlbare Wohnung mehr finden, und fragen bei Facebook nach kleinen Zimmern.

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Nach einem Winter in einer kalte WG stellen sie mit Bronchitis auf einen Arzttermin wartend fest, dass sich nicht nur die Preise und der Aufwand für das Wohnen italienischen Verhältnissen annähern, sondern auch der Sozialstaat. Pflege, Zusatzrente und Zahnersatz werden berechnet, und Kuraufenthalte werden reduziert. Gegenüber dem Rentensystem herrscht das Letzte, was in diesem Land noch gesund ist: Das Misstrauen. Dass die Regierung versucht, die Mieten niedrig zu halten, ist nicht menschenfreundlich. Sie versucht nur, den Sozialabbau dort zu verhindern, wo sie selbst für die Folgen nicht aufkommen muss. Aber auch die Wohnungen, die entnervte Vermieter veräussern, ändern nichts an der generellen Entwicklung: Gegen den Rückzug des Staates hilft nur der Aufbau einer eigenen, sicheren Heimat. Und das treibt die Preise in die Höhe.

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Für die schwierige Suche nach Wohnfreuden garantiert übrigens Frau Merkel persönlich. Mit dem immer noch ungebremsten Zuzug von Migranten, von denen viele Flüchtlinge, aber sehr viel mehr kaum abschiebbar sind, werden dringend neue Wohnungen benötigt. Das Bauhauptgewerbe könnte für diesen Zweck völlig ausgebucht werden, ohne in der Lage zu sein, mit der Zuwanderung Schritt zu halten. Das sind enorme Kosten, die auf den Staat zukommen. Dafür muss er Bauland ausweisen, und weil weder Land noch Maschinen vom Himmel fallen und Planungsverfahren zudem lang dauern, wird auf der anderen Seite der Neubau normaler Wohnungen deutlich zurückgehen müssen. Das wird man erst spüren, wenn die aktuellen Bauvorhaben abgeschlossen sind, das staatliche Bauprogramm beginnt und Ressourcen in Beschlag nimmt: „Wenn Ihr es merkt, ist es zu spät“ ist nun mal ein Grundprinzip der Durchsetzung alternativloser Politik. Und es stimmt: Man kann nicht erwarten, dass über eine Million Menschen dauerhaft in Turnhallen wohnen.

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Dann werden Käufer vor allem auf Bestandsimmobilien zurückgreifen müssen. Die sind teuer, aber der neue Mietmarkt wird mitunter so aussehen, dass man die Eingeborenen für die Integration als eine Art Moderatorenstab in die neu gebauten Wohnreaktormaschinen einführen möchte, auf dass die Prozesse zwischen Syrern, Afghanen und Menschen aus Subsaharastaaten nicht überkritisch werden. Ich stimme hier mit Soziologen in warmen Univeritätsbüros vollkommen überein: Das ist, von oben betrachtet, sehr sinnvoll und zu begrüssen, wenn andere dazu eingeladen werden, die Wohntheorien von Le Corbusier erneut und im nationalen Rahmen zu überprüfen. Wenn ich aber sehe, wie sich jetzt schon rotgrün bewegte Neuköllner aufregen, nur weil auf ihrem Spielplatz Tempelhofer Feld Refugeewillkommen gelebt werden soll, wage ich die Vorhersage, dass der Trend zum Kaufghetto mit Security stark sein wird. Durchgentrifizierte Eigentumsviertel sind auch für das junge, linksliberale Bürgertum die Garantie dafür, dass globale Entwicklungen woanders mit freundlichem Gesicht zwangsweise Wohnungen gestellt bekommen und bleiben. Möglicherweise zieht es die Kaufwilligen sogar in der Provinz, in der die Preissteigerung moderat ausfällt, und die die Flüchtlinge meiden.

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Kleinere Städte wie etwa Padua. Es ist wirklich hübsch hier, und gar nicht so teuer. Man muss nehmen, was man kriegen kann, oder man bleibt in den grossen Städten und hofft, dass die Preisentwicklung nicht so schlimm wird. Dass man nicht zerrieben wird zwischen jenen, die kaufen und sich abschotten, und den Verbleibenden, mit denen man um die niedrigste Miete konkurrieren muss. Der Staat wird einem dabei kaum helfen. Die Zeiten, da jeder Wünsche vorbringen und Forderungen stellen konnten, sind in der Epoche der Alternativlosigkeit vorbei. Die Politik spricht von Opfern, die für die grosse Aufgabe zu leisten sind. Sie nimmt Opfer in jeder Form, und wer wenig Steuern opfert, bringt vielleicht ein auf 9m² reduziertes Dasein in der Wohnzelle dar. Die Autoren, die Facharbeiterzuzug bejubelten, reden jetzt von neuem Bauen mit reduzierten Ansprüchen: Das wird sicher kein Palazzo sein. Man sollte diese Texthelden an der Integrationsfront diesmal ernst nehmen. Bei den Facharbeitern lagen sie falsch, aber bei den Opfern liegen sie richtig.

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Dafür hatte man dafür aber vorher auch viele Freiheiten. Die Freiheit, einen jungen Man für verrückt zu erklären, weil er ein Jobangebot in Berlin ausschlug und lieber nach Hause zurück ging, um sich um das alte, grosse Haus zu kümmern. Wie kann man sich nur so anketten, sagten sie sich in ihren damals noch spottbilligen Mietwohnungen, wo sie sich stets neu erfinden können, bis zu dem Tag, da sie von den Umständen neu erfunden werden. Ich dagegen würde als Mieter in Berlin nicht alt werden wollen, schon gar nicht im Winter, wenn über Padua auch die Sonne scheint und ich ohne längeres Sinnieren überhaupt nicht verstehe, was an den Preissteigerungen in Deutschland schlecht sein soll. Es gibt bei jeder Revolution wenige Gewinner und viele Verlierer. Das hat man den Leuten an den Gesamtschulen in NRW doch hoffentlich erklärt.

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165 Lesermeinungen

  1. Treffer versenkt!
    mehr gibts zum Artikel wohl kaum zu sagen.

  2. Titel eingeben
    was für eine blöde, belanglose scheiße.

    • dann lesen sie doch mal Marcel Proust
      oder lieber gleich Rosamunde Pilcher !

    • Teilen Sie uns bitte wenigstens Ihre derzeitige IP-Nummer mit ...
      … damit wir Mitleser auch Ihre Meinung irgendwie einordnen können, zumindest geographisch. Bezüglich Ihrer eigenen Lesermeinung haben Sie selbstverständlich recht, vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Rekursion#Formen_der_Rekursion

    • Titel eingeben
      …. sagt einer der im Artikel angesprochenen Verlierer.

    • Titel eingeben
      SAntifa??

    • Das ist wie mit dem Spiegel
      Wer mit Scheiße im Hirn Texte liest, wird nichts als Scheiße herauslesen.

    • Erst muss es richtig weh tun.
      Der Don legt hier perfide, aber zu recht, den Finger in die Wunde. Welche Schmerzen dies bei den Willkommenswinkern auslöst, zeigt ihr eloquenter Beitrag. Das macht fast noch mehr Spass als der Text selbst.

    • Komischerweise ist dieser Gedankengang in Italien vollkommen normal, nur hierzulane lügt man sich das noch schön.

    • Das sage ich auch immer, aber es gefällt nun mal den Leuten.

    • Titel eingeben
      An Gast, offenbar haben Sie von nichts eine Ahnung.

    • Den Beitrag kann man ignorieren, das Problem weniger....
      Wenn schnell man Spon überfliegt bemerkt man Lobos neueste Absonderung… und wie immer wird beim Thema Troll das Wesentliche verschwiegen.

      „Der Diskurs im Netz ist kaputt – und damit zu einem verheerenden Modell auch für den politischen Diskurs der Gegenwart geworden. Die Verhaltensweisen der Trolle werden politisch hoffähig, von Donald Trump bis Frauke Petry.
      Eine Kolumne von Sascha Lobo”

      Ein Artikel und seine zwei Eingangssätze, die das Problem deutlich machen:

      Ein „Troll“ ist, von den echten Deppen mal abgesehen, immer ausnahmslos der, der eine andere Meinung hat als man selber und die eigene Gefolgschaft.
      Der zweite Teil des Problem ist, dass oberflächliche, von so was wie Spiegel bezahlte Schwätzer die Meinungshoheit besitzen, einzig und allein deswegen, weil sie ganz demokratisch nun mal Mehrheit repräsentieren.
      Wer also ernsthaft hofft, das Internet könnte wenigstens irgendwann mal in Zukunft mehr positive Konsequenzen haben, der sieht an so etwas wie die traurige Wahrheit aussieht.
      Die Totalüberwachung wird der Datensammlung über alle Bürger dienen, und die nach und nach umfassender werdende Zensur, plus, stärkere Gesetze, werden der Meinungsfreiheit auch noch die letzten Möglichkeiten abgewöhnen.

      Dons Reaktion sowas also keineswegs zu zensieren ist die einzig angemessene, denn sie versagt dem Betroffenen den Opfer Status des Zensierten. Leider wissen ja die meisten hier, dass er mit sowas zwar gegen den Strom schwimmt, aber keine Chance haben wird….

    • Titel eingeben
      Als Troll mit Verlaub Komma verkaufe meistbietend irgendeine Meinung.
      Trump ist cool, das bringt Kohle für die Haarspray Industrie.
      Die Welle trollt, das Haar liegt.

    • @Troll
      Ich bin da ganz bei Ihnen, ich wollte auch keineswegs kritisieren wie mancher seiner Lebensunterhalt verdient. Immerhin könnte er auch Politiker oder Journalist werden (kleiner Scherz… wie bei Oberst Sanftleben)

      Mir geht es lediglich darum, dass die Minderheit die in der Lage ist Zusammenhänge zu verstehen, sich darüber klar wird, was es mit Trollen auf sich hat, wer und warum das kritisiert wird.

      In diesem Lande qualifitziert sich ja jeder bereits dann zu einem guten Menschen, wenn er andere als Troll bezeichnet, nur weil irgendwer eine Meinung von sich gegeben hat, die in BILD, oder auch FAZ, als Trollerei bezeichnet wird.

    • PS @Troll
      Auch was Trump angeht haben sie völlig Recht.

      Trotz des umfangreichen Panoptikums an Idioten die sich in den USA, übrigens regelmässig, um die Präsidentschaft bewerben, muss man natürlich zugeben, dass Trump den normalen Amerikaner perfekt repräsentiert. So wie Merkel zB den typischen Deutschen.

      Wir leben zur Zeit in der Blüte-Periode der Demokratie.
      Und in deren Zentrum steht nun mal nicht die Aufgabe, für zB den Kanzler Job jemanden zu wählen, der auch dazu fähig ist.
      Das wäre letztlich völlig undemokratisch, da er keinesfalls das Volk repräsentieren würde.

  3. köstlich
    Scharfsinniger Text, schöne Bilder. You made my day.

  4. Detroit
    Ingolstadt und Wolfsburg werden bald wie Detroit aussehen. Das soziale Abhängen ist schon längst im Gange.

    • Ja, das spricht sich langsam herum,
      und die ersten Ratten, so höre ich aus Audihausen, verlassen das Schiff. Siemensburg mag länger bewohnt bleiben :-)

    • Immer wieder
      …bin ich bestürzt, wenn ich solche Sachen von Leuten lese, die
      sich in der Welt ‚ auskennen‘ wie die Autoren von: hier kommen
      die dringend benötigten Facharbeiter.
      Das kleine Deutschland im kleinen dichtbesiedelten Europa hat
      kein Detroit.
      Die Zeiten in denen man im alten Europa nach Bedarf neue, riesige
      Städte aus dem Boden stampfen konnte, liegen Jahrhunderte zurück.

      Werte schrotsaege, nehmen Sie es mir bitte nicht übel, wenn ich
      es leid bin mir von diesen Sichauskennern, die Zukunft erklären zu
      lassen.
      Jeder deutsche All- inclusive-Tourist scheint präziser informiert.

    • Lieber Binvonhier,
      seit Jahrhunderten? Keine Städte? Ich will ihnen nicht unwohl, lieber Kollege, aber fast neige ich dazu, Ihnen reine Reise durchs Ruhrgebiet zu empfehlen. Ok, das wäre nicht nett, aber Ihr Kommentar ist es auch nicht – und falsch dazu…

    • Die beiden genannten, vielleicht die zweite-ok,
      die andere Audistadt (NSU) aber nie. Dort ist der Wein zuhause. Es sei denn das für outre-Rhin gezeichnete Houellebecq-Szenario schwappt herüber. Dann wäre schnell finito mit Wein-aber auch mit Audi.

    • @Karin
      Ich befürchte…. nochmal aus der BILD für Abiturienten zitierend:

      „…es werden in allen grösseren Städten Parallel-Gesellschaften entstehen:

      „Ansätze zu einer institutionalisierte Paralleljustiz davon seien [in Berlin] jedoch in salafistischen Kreisen zu erkennen.“

      Und: „Im vergangenen Jahr waren Islamisten als selbsternannte Sittenwächter durch die Straßen Wuppertals patrouilliert. Sie trugen Westen mit dem Aufdruck „Shariah Police“.”

      Ihnen wurde gestern von einem Wuppertaler Richter bestätigt, dass sie dazu berechtigt seien….

    • die deutsche einheit
      ist dann vollzogen, wenn es dem westen so geht wie dem osten.

  5. Endlich, endlich!
    Daß ich das noch erleben darf: Der Don bekennt sich zu Maggie Thatcher pur und zitiert meinen liebsten Spruch.
    Danke dafür und schönen Gruß K

  6. die ökonomische rationale logik
    ………….da der staat mit miesmacherei und verteufelung von vermietern – die ja alle investoren sind – das angebot verknappt und durch unsinnige bauvorschriften die kosten treibt…………..sich also ein knapperes und mit höheren kostenschwellen ausgestattestes angebot einem durch die merkel-lawine ausgelöstem deutlich grösserem angebot gegenübersieht……….das wiederum den gleichgewichtspreis in die höhe treibt……………

    das lernte ich schon im preistheorie – seminar von prof. könig in mannheim, das ich dann aber mit äussern des grössten bedauerns vorzeitig verlassen musste, um den ruderdreiländerkampf in amsterdam noch zu erreichen………

    das diese basislogik einer ökonomie ein bundesjustizminister nicht versteht ist zwar schade, aber – wenn mann oder frau ihn in den medien kennenlernen – nicht mehr verwunderlich.

    der bundeswirtschaftsminister ist lehrer und mitglied der SPD – er bestätigt das leider gängige vorurteil, sozis könnten nicht rechnen.

    bei der führungsspitze bleibt uns beim thema „ökonomischer sachverstand“ der spruch zum mindeslohn haften: „wie kann eine massnahme wirken, wenn sie noch nicht einmal als gesetz verabschiedet wurde“.

    nun, wirtschaftssubjekte denken in erwartungen, weil ja nicht blöd, und erwartungen steuern ökonomische entscheidungen, mit zeitlichem vorlauf………das ist der unterschied zum durchwursteln ins chaos am spreebogen.

    aber wird nicht auch deutlich, wo die ähnlichkeiten zwischen frau merkel und herrn schabowski liegen ? war beides nur ein versprecher ? eine folge von unkontrollierten hormonschüben ? war alkohol im spiel oder grass ? der drang ins geschichtsbuch ? wurden beide erpresst ?

    mann kann aber mit falschen erwartungen, getrieben wohl vom ego und von gier als beispiel auch die Deutsche Bank ruinieren…………das haben ja herr J.A. aus dem oberen St. Galler Rheintal und sein freund C.B. aus der Oberrheinischen Tiefebene uns wie im bilderbuch zeigen wollen.

  7. Titel eingeben
    „Don Alphonso @faz_donalphonso

    Wir werden das schaffen, weil wir es schaffen müssen.“

    DU „schaffst“ doch überhaupt nichts, Berufserbe.

    • Wollen Sie, dass ich Ihnen aich noch den Job nehme?

    • INVIDIA
      ein fresko von Giotto in padua, entstanden um 1305……….werter DON, gibts davon ein foto, in bunt ??????

      zum glück gibt es hier viele berufserben, die vor allem geist geerbt haben………auch geld, dann fehlt ja nur noch gott !

    • Nein, in der Kapelle herrscht absolutes Knipsverbot, und es waren auch sehr wenige Leute drin.

    • "Berufserbe" - na und?
      Ich weiß nicht, was die Leute immer gegen „Berufserben“ haben. Solange oder gerade, wenn sie das nutzen, um mit uns zu plaudern, haben sie doch schon eine wichtige soziale Bedeutung. – Immer diese Vergötzung der Erwerbsarbeit… Hochkultur kommt aus dem Überfluss, auch aus dem Ererbten wie der Artikel doch mal wieder schön illustrierte.

  8. Titel eingeben
    Unerquicklich, wo bitte ist der Text unerquicklich – ich suche und finde nichts.

    Was ich finde, ist die Erkenntnis, wir brauchen definitiv mehr vergleichendes Kulturwissen –

    Nee, das mit den Mieten und dem Eigentum, das haben sie uns nicht erzählt – schön wenn die Planken teurer werden, auf denen man seine Schlafstätte errichtet – und auch nicht, dass es mehr Verlierer als Gewinner einer Revolution gibt.

    Revolution ist wohl dem Wesen nach ein anderes Wort für Krieg, oder vice versa – der Krieg ist selten keine Revolution.

    Mich haben die, auf den Kopf gestellten, Schiffsrümpfe immer schon fasziniert, man hört förmlich, wie die Gischt des Geistes sich aufschäumt und wie das Geistige an den Blanken geteilt wird. Auf den Kopf stellen ist hilfreich, wenn man Probleme lösen will!

    Übrigens – Es war des Geistes Wille zur Grandezza und nicht der Wille des schnöden Mammon oder der autokratischen Macht. – Ich, für meinen Teil meine das zu spüren, wenn man diese „Lofts“ betritt!

    • Wunderschön
      die Worte: „wie die Gischt des Geistes sich aufschäumt und wie das Geistige an den Blanken geteilt wird..“ ähm,, müsste es nicht Planken heißen, ist aber wurscht. Sind Sie Künstler oder gar Architekt, Herr Hans Lutz Oppermann?

      Man berauscht sich hier an Vergangenem, ist aber nicht in der Lage, Gegenwärtiges in annähernder Qualität zu schaffen. Siehe Gasteig, Großhadern in München oder vergleichbare Objekte in anderen Städten. Maximale Haltbarkeit 40 Jahre. Aber dann: „Es war des Geistes Wille zur Grandezza und nicht der Wille des schnöden Mammon oder der autokratischen Macht.“

      So ein Geschwafel.

    • @Wunderschön....
      Aber, aber…

      Denken sie doch mal an die Arbeitsplätze, die jene italienischen Bauherren da geschaffen haben…. all die armen Sklaven, deren Leben man dadurch endlich einen Sinn gab!

      Sie sehen das zu negativ…

  9. Ein herrlicher Bericht!
    Sehr geehrter Don!
    Über diesen Beitrag habe ich mich noch mehr amüsiert als über die Ihrigen zuvor. Er ist so herrlich politisch inkorrekt. Wenn Sie mir Ihre volle Adresse geben, schicke ich Ihnen zum Dank ein paar selbstgebackene Weihnachtsplätzchen.
    Ich habe vor, demnächst – das heißt, wenn ich endlich mal richtig Zeit habe – nach Italien zu radeln. Dann werde ich Ihren Vorschlägen folgen und auch den Salon des Palazzo della Ragione in Padua besuchen.
    Mit herzlichen Grüssen
    L.H.

    • Folpetti
      Am Platz vor dem Palazzo gibt es einen Stand für die Delikatesse der Stadt: Folpetti = mit Sardellen gefüllter Pulpo, sehr empfehlenswert.

    • Danke für den Hinweis – ich war am Markttag dort, as war viel Gewusel.

  10. Titel eingeben
    Vielen Dank für den – wieder einmal – guten Text!
    Aber ‚mal etwas ganz anderes:
    „D.A. ist eine Kunstfigur die seinem Verfasser…..“
    Müsste es nicht „ihrem Verfasser“ heißen?

    • Bitte, bitte
      Lassen Sie uns einen kleinen Rest Oberdeutsches. Lange vor dem Hochdeutschen entstanden literarische Weltwerke.

    • Sie sind der Erste,
      der die Angabe in dieser Form moniert. Jahrelang stand da „ihrem“.

  11. Don´t worry
    Max Zuckerberg wird´s schon richten!

    • Zuckerberg?
      Das Thema hat sich mal einer genauer angesehen und erfreuliche Dinge herausgefunden.

      http://www.nachdenkseiten.de/?p=29361#more-29361

      Auszug gefällig?

      „Er hat vielmehr zusammen mit seiner Frau eine Absichtserklärung abgegeben, zu Lebzeiten 99% seiner Facebook-Aktien aus dem Privatvermögen in ein Firmenvermögen zu transferieren. Alles schön langsam und peu à peu. In den nächsten Jahren will er beispielsweise Aktien im Wert von maximal einer Milliarde Dollar umschichten. Die neue Vermögensverwaltung der Chan-Zuckerbergs trägt den Namen Chan Zuckerberg Initiative LLC – wobei das Kürzel LLC für Limited Liability Company steht, dem US-Pendant der deutschen GmbH. Gemeinnützig ist daran erst einmal nichts. Und bis Zuckerbergs Lebzeiten beendet sind, wird er natürlich weiterhin bestimmender Großaktionär von Facebook bleiben. Dabei ist es unerheblich, ob er die Aktien direkt oder indirekt über die LLC hält, die er natürlich ebenfalls voll kontrolliert.

      Vorteile hat diese Rochade vor allem aus steuerrechtlicher Sicht und in Sachen Steuervermeidung kennt Zuckerberg sich ja vortrefflich aus. Wenn er Teile seines Aktienpaketes in eine LLC verschiebt – und nicht „verschenkt“ –, kommt er als Privatperson nämlich um die Kapitalertragssteuer herum. Ein Schelm, wer böses dabei denkt. Und wie kommen die Medien dann auf die Idee, es handele sich hierbei um eine „Spende“, eine „Stiftung“ oder gar ein „Geschenk an die Allgemeinheit“? Nun, dass hat wohl vor allem etwas mit dem Zuckerbergschen Geschwurbel zu tun. So schreibt er in seinem als offenen Brief an seine Tochter konzipierten Beitrag, die Chan Zuckerberg Initiative habe sich zum Ziel gesetzt, „das menschliche Potential zu erweitern und Gleichheit zu verbreiten“. Das klingt nach einer Mischung aus Scientology und dem üblichen Silicon-Valley-Geschwafel und ist so wundervoll schwammig. Wahrscheinlich will Zuckerberg sogar „Gutes tun“. Aber er ist ja auch felsenfest davon überzeugt, dass Facebook etwas „Gutes“ ist und er als Konzernchef schon heute „Gutes tut“. Also kann der heilige Mark ja alles beim Alten belassen.“

      Danke, Jens Berger

    • Eben.
      Aber um das zu wissen, brauche ich bestimmt nicht bei Herrn Berger nachzulesen.
      *gähn*

    • @muscat
      … und damit sprechen sie für wieviele Prozent der Deutschen?

      (Ich weiss natürlich, dass sie das ironisch meinten, nur…. können sie eine Zeitung angeben, in der das so wie bei Berger steht?)

  12. bitte bitte bitte
    Fresken von Andrea Mantegna:schreiben Sie hierzu!

  13. was ich sch.... finde
    sind anonyme (sic!), belanglose und blöde Kommentare

  14. Sehr schön!
    Lieber Don,

    abgesehen vom Inhalt Ihres heutigen Eintrags, der unbedingte Zustimmung verdient, haben Sie auch wieder neue Höhen der Formulierungskunst erklommen: „…das Letzte, was in diesem Land noch gesund ist: Das Misstrauen“ – herrlich!

    Ich fürchte allerdings, dass man das mit dem Verhältnis zwischen Gewinnern und Verlierern an den Gesamtschulen in NRW und anderswo gar nicht oder ganz anders erklärt hat. Da ist man doch schon froh, wenn die Schüler ihren Namen schreiben und den H4-Antrag ausfüllen können.

    So sehr ich ansonsten das (Grund-)Eigentum und Ihre Einstellung dazu schätze, so sehr fürchte ich aber, dass angesichts der deutlich erkennbaren Entwicklung in nicht allzu ferner Zukunft die Zwangsbelegung von Wohnungen als alternativlos gelten wird. Noch wird dies nur für leerstehende Wohnungen und gegen Geldentschädigung (übrigens auch von CDU-Politikern!) diskutiert, aber vielleicht kommt man bald auf die Idee, den eigenen Wohnbedarf von Eigentümern auf ein flüchtlingskompatibles Maß herabzustutzen und Ihnen den einen oder anderen syrischen Untermieter aufzudrängen. Ein anderes Folterinstrument liegt auch im Keller der Politik bereit: Die Zwangsabgabe in Form der Zwangshypothek. Hatten wir nach 1948 ja schon einmal. Da gab es auch viele Flüchtlinge. (Dass die der deutschen Sprache mächtig und in deren Kultur sozialisiert waren, ist ein unwichtiges Detail am Rande.)

    Ich kann daher nur hoffen, dass Ihre Freude über die Wertsteigerung Ihrer Immobilie nicht ein jähes Ende findet. Der Politik der gegenwärtigen wie auch der wahrscheinlichen nächsten Bundesregierung ist leider alles zuzutrauen…

  15. Spitz, Tonne und überall...
    Wirklich eine schöne und frühe Form des Spitztonnendaches, wobei auffällt, daß die horizontalen Zuganker sehr schlank sind und die Kräfte über die Seitenwände quasi aufgelöst abgeführt werden. Der Bau wurde wohl aufgestockt, verändert und 3 Räume in einen Raum zusammengefasst. Auf eine Verkleidung nach Außen hat man jedoch nicht verzichtet, die Konstruktion ist nicht ablesbar. Es erinnert an David Gilly und seine Hallenkonstruktionen im frühen Klassizismus, die Reithalle am Alexanderplatz.

    Zeitgeistig soll übrigens der deutsche Beitrag bei der Architektur-Biennale 2016 in Venedig ‚Making Heimat‘ titeln. Es wird alles ideologisch auf Linie gebracht, um die Geisterfahrerrolle D’s auch richtig korrekt abzubilden. Wir sehen bisher Reisezugwagen im ‚Urban Gardening‘, damit niemand auf die Idee kommt, das Überörtliche würde in Bindung und Verwurzelung münden. Gott bewahre oder so..!

  16. Nur aus rein wissenschaftlichem Interesse nachgefragt:
    Was ist denn das für eine italienische Pornogattung mit Sex unter Reichen?

    • In Italien gibt es regalweise Upper-Class-Poru mit Sex in gehobener Atmosphäre. Ich wollte da schon lange mal was dazu machen. Da kommen der Wunsch nach Porno und nach schönen Häudern zusammen. Fir Protagonosten tragen meistens Abendkleidung.

    • Titel eingeben
      Sie wollen uns wohl mit Macht deprimieren! Denn Sie sind in den allerbesten Jahren mit den allerbesten Chancen, fit wie ein Turnschuh, frei von Sorgen (und zwar nicht bloß aus Dummheit, sondern auch noch imstande, Ihre Privilegien zu checken) und dann auch noch in Venedig – Sie haben folglich, verdammt noch mal, die Pflicht, mindestens fünf mal so glücklich zu sein wie der Rest und uns mit der zartesten Andeutung einer romantischen Liebesgeschichte den Kopf zu verdrehen. Stattdessen setzt es den de Sade noch obendrauf, ohne Mitleid.

    • Was erwarten Sie? Dass ich zur Erfüllung des Klischees mich jetzt nochmal anhziehe, Drogen besorge un Callgirl rufe? Ich fürchte, das wird bei mir nichts.

    • wer wie was?
      „Fir Protagonosten tragen meistens Abendkleidung.“ Ich habe das als Ankündigung dechiffriert, demnächst lesen zu dürfen, wie Don Alphonso schick gewandet und in schönem Ambiente – Pornos gestaltet. Natürlich würde ich dann nach den ersten zwei Zeilen nicht weiter lesen, denn der de Sade steht ja im Bücherschrank und mehr Erläuterung braucht tatsächlich keiner, der nicht selber drauf steht (fürs Protokoll: Nein, man steht nicht automatisch drauf, nur weil man aus Berlin stammt).

      Andererseits würde ich weiterlesen, wenn die Aussicht bestünde, dass jemand schick gewandet und im schönen Ambiente auch glücklich ist! Vielleicht war es sogar das Anliegen der Künstler, die das „Ambiente“ gestaltet haben, das Glück der Menschen zu befördern; ich verstehe nicht so viel von Kunst, aber ich ziehe das einfach mal in Erwägung. Und ich ziehe weiter in Erwägung, dass das Lesen darüber in mir eventuell ein Gefühl der Mitfreude auslösen könnte; was immer Sie von dieser menschlichen Schwäche halten mögen, lieber Don.

    • ich kann ja mal was darüber schreiben -es ist einfach eine Verschiebung gewisser Konventionen in einen anderen Kontext. In Italien florieren Zeitungen mit Promid und Einrichtungsjäuser, und das schlägt dann eben auch durch. Deutsche Pornos werden eher Ikea und Gepiercte zum Thema haben.

    • - - -
      „ich kann ja mal was darüber schreiben -es ist einfach eine Verschiebung gewisser Konventionen in einen anderen Kontext. (…) “

      Und wieder was, das sich natürlich gleicht und dann eben doch keine gemeinsame Ebene hat. Die Schwierigkeit scheint wohl darin zu bestehen, sich gemeinsam am Selben zu freuen statt einsam um das Gleiche zu konkurrieren. Na, sagen wir: die Unmöglichkeit, geboren aus gesundem Misstrauen und natürlichem Widerwillen. So geht´s eben zu in der Welt!

      GnM

      PS: Ich war ernstlich erschüttert, in Australien einen Ikea vorzufinden. Das kam in meinem Klischee nicht vor. Dann aber in meiner dortigen Wohnung, natürlich. Könnte Ihnen nicht passieren; weiß ich ja.

    • .
      „ich kann ja mal was darüber schreiben“

      die freuden der recherche!

      [hüstel.]

    • Beim Barte des Propheten
      Wenn das mal keine Lektion zur Tugend des Schweigens ist:
      „In einer Welt, da jeder das Wort an einen richten kann, ohne die immer noch vorhandenen Standesgrenzen zu beachten (…)“ D.A.

      Vor allem zu diesem sujet:
      „Den Vorgang, moralischen Instanzen nur noch seine Verachtung zu zeigen, nennt man Aufklärung, und deshalb finde ich es einfach angemessen, wenn man einem Günstling dieser Entwicklung und nicht den modernen, nicht normschönen Wiedergänger_Innen verkniffener Lustfeindlichkeit lauscht.“ D.A.

      Backpfeifen dieser Qualität&Güte zu ignorieren, empfiehlt sich wohl eher nicht. Folglich empfehle lieber ich mich, eilens, gleich nachdem ich mich artig für den Hinweis auf die gemeinsame Ebene der Antike bedankt habe; das ist wirklich und wahrhaftig nicht zu leugnen und von unantastbarer, tröstlicher Schönheit.

      Ihr_E GnM

    • Aber bitte, das war doch noch freunlich. Und es ist wirklich so, dass man momentan von allen möglichen Leuten einfach so angemacht wird, die nicht verstehen, wie man ein Gespräch beginnt. Das sollte uns schon zu denken geben.

    • Tja,
      „Und es ist wirklich so, dass man momentan von allen möglichen Leuten einfach so angemacht wird, die nicht verstehen, wie man ein Gespräch beginnt. Das sollte uns schon zu denken geben.“

      was soll ich da sagen? Im übrigen stamme ich weder aus der Blogger- noch aus der Gewinnersphäre und kenne mich also weder mit den usancen Ihres Standes, noch mit denen Ihrer Klasse aus. Dem ist weder ab- noch drüber hinwegzuhelfen, denn heute gibt´s keine gültigen Benimmregeln mehr; das ist der „society“ geschuldet, ob sie nun existiert oder nicht.

  17. Schönheit vs. Willkommenssozialismus
    Lieber Don Alphonso,

    jeder, der Sie auf Ihren Reisen begleiten darf ist zu beneiden. Von Ihnen an diese wundervollen Orte geführt zu werden und die kleinen und großen Geheimnisse der Geschichte und Architektur erklärt zu bekommen, muß ein wundervolles Geschenk sein.

    Ihre Zeilen erinnerten mich an meinen Besuch in dieser schönen Stadt, der nun doch schon etwa 10 Jahre zurück liegen dürfte.

    Alleine, ohne einen Gentleman an meiner Seite, hatte ich mich total verfahren und kam an einem mauergleichen Gebilde bei der Via Anelli im im Stadtteil Stanga zum Stehen.

    Heute soll es dort ja wieder anders aussehen, weshalb Sie wohl auch nicht davon geschrieben haben.

    Ein freundlicher, älterer Herr erklärte mir damals diese pragmatische Lösung zur Erhaltung des bürgerlichen Friedens der Stadt, die bedauerlicherweise der vorherrschenden Moral wieder zum Opfer fiel.

    Solch naheliegenden Lösungen sind unter dem Druck der Funktionswäsche tragenden Masse mit ihrer eigenen Moral heute nicht mehr anzudenken, wodurch, wie Sie richtig schreiben, Kaufghettos mit Security entstehen, bzw. schon vorhanden sind, wie z.B. an der Côte d’Azur, was sich in diesen Zeiten ja zunehmend mehr als sinnvolle Einrichtung darstellt, um seinen Lebensstil wahren zu können. Ich liebe diese Inseln des Friedens und den freundlichen Wachmann am Eingang……

    Wenn Sie von einem „reduziertes Dasein in der Wohnzelle“ sprechen, so ist dies ja in den meisten Fällen eine freiwillige Entscheidung, sein Leben so fristen zu wollen.

    Ich lebe ja in einem über hundert Jahre alten Haus mit all den zierenden Eigenheiten die Menschen, die damals etwas großzügiger bauen konnten, mit in die Architektur einfließen ließen und in den Sommermonaten stehen die Menschen vor dem Haus und bewundern die Architektur wie das, von der Straße aus zu sehende Fresko im Garten.

    Sie schauen, zücken ihre Handycameras, doch die notwendigen Modernisierungen und anschließenden aufwändigen Instandhaltungen wären sie nicht bereit zu bezahlen. Und so höre ich hin und wieder Bemerkungen, die dem deutschen Willkommenssozialismus zu aller Ehre gereichen würden, wie : Es sei doch verwerflich, daß in diesem Haus nur eine Person leben würde, wo doch bei der Wohnungsnot im Tessin gut drei Familien darin untergebracht werden könnten.

    Sie kehren am Abend von ihrem Tagesausflug wieder in ihre, ihnen vertrauten Wohnungen zurück und werden in sich an ihre neuen IslamNachbarn auch gewöhnen und sich ihnen anpassen.

    Seien Sie herzlich gegrüßt
    ObjectBe ( http://objectbe.blogspot.ch )

  18. Danke
    für diesen schönen Beitrag.
    Grüße vom Ortasee

  19. Impulsiv
    bin ich bereit Ihnen zuzustimmen, werter D.A.

    Nur das mit dem sozialen Abhängen wird erstmal
    nicht wie erwünscht klappen, dass berührt die Interessen der Finanzindustrie.
    Die kann sich ein solches abhängen nicht auch noch in D erlauben.
    Preissteigerungen ja-Inflation wäre der Retter- wenn die Masse es
    sich leisten kann.
    Viele Verlierer nützen keinem.
    Da können sich die deutschen Eliten noch so mühen.

    • Eine gewisse frustrierte Unterschicht stört och das Kapital nicht mehr.

    • Wie wahr... Don!
      Meine früheste Erinnerung ans Kabarettstammt aus meinem ersten Besuch dort anfang der 60er. Hab ich nie vergessen:

      „Fast alle Menschen sind fürs Privat-Eigentum, weil sie hoffen, dass sie später mal selber welches bekommen.“

      Hat sich nichts dran geändert….

    • Privateigentum ist prima. Mieter haben halt oft andere Prioritäten.

    • Eine Frage der Prioritäten....
      Eine echt neo-liberale Regierung könnte doch mal ein Gesetz verabschieden das klarstellt, dass die Bezahlung der Miete noch lange nicht das Recht einschliesst, ein gemietetes Objekt auch zu bewohnen?

  20. Traurig, aber leider wahr...
    Die dezidierte Analyse des bundesdeutschen Wohnungsmarktes wurde detailliert und richtig ausgeführt. Ein interessantes Faktum in der „Nicht-Berichterstattung“ und (vielleicht unbewussten) Realitätsverleugnung unserer Medien ist das vollständige Staatsversagen in bezug auf bezahlbaren Wohnraum für das nicht einkommensstarke untere Drittel der Bevölkerung. Da mag man als Hausbesitzer frohlocken, wer aber selbst schon mal eine bezahlbare Wohnung in einer deutschen Großstadt gesucht hat, und damit mehrere Jahre verbracht hat, kann von der Analyse nicht begeistert sein, zumal sich aus den Fakten wahrlich keine gelungene Synthese für die Zukunft extrahieren lässt.

    Es suchen also in Kürze 1.000.000 „Füchtlinge“ Wohnraum, wir selbst haben noch ca. 100.000 Obdachlose beizutragen, die vermutlich auch alle nicht gerne draußen oder in Massenunterkünften schlafen. Daraus folgt, dass man eigentlich mindestens ein, zwei leere Großstädte bräuchte, damit die dringendste Not gelindert wäre, die „normalen“ Familien mit Doppeleinkommen und zwei Kindern, die auch keine angemessene Wohnung finden, habe ich noch nicht eingerechnet, oder die Einpersonenhaushalte, die nach dem Studium noch Jahrzehnte in ihrer Studentenbude hausen, weil es einfach keinen anderen bezahlbaren Wohnraum gibt.

    Früher machte man gerne über Leute Witze, deren Hauptberuf „Vermieter“ war, heute wäre man gerne einer… .

    Schlimm ist auch der zunehmend leerstehende Wohnraum, der aufgrund von partiell sicher berechtigten Vermieterängsten nicht auf dem Wohnungsmarkt angeboten wird. Wer als Vermieter 20 nette Mieter hatte, die brav und sauber waren, die Miete immer pünktlich gezahlt haben, wird sich dennoch in erster Linie an das schwarze Schaf erinnern, das die Miete eben nicht oder nur teilweise zahlte und für den das „Party-machen“ als ein täglicher Akt des normalen Lebens verstanden wurde. Wenn man dann auf Renovierungs-, Anwalts- oder Gerichtskosten sitzenbleibt, sinkt natürlich das Vertrauen zu Mietern in spe. Ich billige das nicht, kann es aber nachvollziehen.

    Wo sollen sie also herkommen, die neuen Wohnungen? Selber bauen – das kann sich nicht jeder erlauben. Die Immobilienfirmen verkaufen Wohnungen lieber, damit es mit dem neuen SUV, Porsche oder den geplanten Investitionen schneller geht, und Mutter Staat will alles schaffen, versagt zur Zeit aber auf ganzer Linie.

    Wollen wir uns wirklich an wilde Horden, die bettelnd und raubend über Stadt und Land ziehen gewöhnen, oder sollten wir nicht doch lieber über unser Sozialstaatsgefüge nachdenken und um des lieben inneren Friedens Willen versuchen, preiswerten Wohnraum zu schaffen? Ich glaube, Letzteres ist für unser aller Gemeinwohl erstrebenswerter. Daher plädiere ich auch weiterhin für den Grenzzaun, damit wir das „Flüchtlings-„problem beim jetzigen status quo schon mal einfrieren. Auch wenn so ein Zaun in der Landschaft nicht schön ist, er wird den inneren Frieden in Deutschland und Europa sichern helfen.

    PS.: Übrigens mal wieder sehr gelungene Fotos und schöne Reisetipps in dem Artikel. ich würde mich über eine ausführliche, schriftliche kunsthistorische Würdigung einzelner Gebäude in Padua und anderswo übrigens mehr freuen, als über die Verkündung zukünftigen Schicksals, dem man sowieso nicht entrinnen kann.

    • Da kommt noch was, ich möchte uber die Eremitanikirche schreiben.

      Das mit der Konkurrenz wird ganz bitter, zumal, wenn man das wirklich ernst meint mit der Integration. Da müssten wirklich die Verständigen hinziehen. Statt dessen bleiben die in Kreuzberg, und in den Neubauten wird es nicjt gerade nett zugehen. Das ist vollkommen offensichtlih, wie auch das Problem der schlechten Lage ohne Teilhabe, aber es spricht keiner drüber.

    • Es gibt schon noch genügend Wohnraum zur Zeit -
      wobei – der befindet sich halt da, wo ganz und gar keiner hin will. Irgendwo im Odenwald, hinter Eisenach, oben auf dem platten Land – wo sonst halt nichts ist, nicht einmal www – oder wenn, dann halt nur ganz ganz l a a a n g s a m e s. Da will keiner hin, da wird keiner was, da gibt es nichts zu verdienen.
      Das merken selbst die zu uns kommenden aus sonst wo her blitzschnell – und steigen bei angebotener Unterkunft in der Pampa nicht mal aus dem Bus, der sie dann auch anstandslos wieder mit nimmt in für sie genehmere Gefilde.
      Berlin als Fanal. Deshalb auch das Chaos da, das, so sage ich, schnell noch an Umfang zunehmen wird.
      Ja – und wenn ich das oben lese wird mir klar, dass wir schon lange verloren sind – nicht erst seit BER, S 21 oder der Philharmonie in HH. Das nicht den Menschen nützende hässliche Bauen seit 45 betrifft uns all überall im Kleinen – bis ins letzte Dorf, wie Dieter Wieland in seinen Dokumentarfilmen beschreibt (Unser Dorf soll hässlich werden). Den Wahnsinn unserer unwirtlichen Städte und deren Auswirkung auf den Menschen hat Mitscherlich schon erklärt – allein, es kommt nicht an.

      Und wie mir das Herz aufgeht wenn ich an einen Ort komme, wo das Zusammenspiel von von Architektur und Landschaft, wo angemessen geplant wurde und über den eigenen Tellerrand an entfernte Nachkommen gedacht wurde…

      Danke für die Impression aus Padua!

    • Titel eingeben
      @kassandra: Sie haben völlig recht – es gibt jede Menge leerstehenden Wohnraum, teilweise stark renovierungsbedürftig, aber es gibt ihn. Und nicht nur alleinstehende Ruinen auf dem Feld, sondern durchaus auch in kleinen und mittelgroßen Städten. In Ost und West – sehen Sie ins Ruhrgebiet, Gelsenkirchen, Duisburg, da kosten 3 Zimmerwohnungen manchmal kaum mehr als in München 2 Einzelgaragen.

      Und solange die leer stehen, hab ich da nur sehr wenig Mitleid und wenig Verständnis für das Gejammer über fehlenden Wohnraum – klar ist da die Infrastruktur manchmal nicht so toll, aber da bedingt die Abwesenheit von Bewohnern auch das Fehlen von Angeboten. Klar sind da nicht so viele Jobs, aber wenn man eh keinen hat? Meine These ist, dass da der Schmerz schlicht noch nicht groß genug ist und das Anspruchsdenken noch zu ausgeprägt. Wenn die Umgebung unerträglich teuer ist, dann muss man halt dort hin, wo die Umgebung nicht zu teuer ist, und dann erst mal weitersehen.
      Grad in Deutschland – ein Land, welches trotz aller Probleme auch in den ländlichen Regionen immer noch eine prima Infrastruktur hat, und zwar weitgehend flächendeckend. Übrigens kommt man auch mit wenig Internet aus, wenn man will, und Ärzte und Arbeitgeber siedeln sich dort an, wo sie Kunden und Arbeitnehmer in großer Zahl vermuten. Viele vermeintliche Probleme sind daher selbsterschaffend.

    • Die Frage ist, wer dort Integration etc. machen soll. wohnung ist ja nur ein Aspekt.

    • Titel eingeben
      @DA:die Frage der Wohnung ist natürlich keine hinreichende, aber sie ist notwendige Bedingung der Integration: wer im Zeltlager lebt oder vielmehr friert, isoliert und abhängig, ohne sinnvolle Tätigkeit, der wird ziemlich sicher nicht integriert. Wer als Flüchtling in einer Wohnung lebt, sei sie auch klein und schäbig und außerhalb der großen Städte gelegen, der hat zumindest eine Chance dazu.

      Was auch für das im Artikel angesprochene Prekariat der Nicht-Flüchtlinge gilt: es darf diesen Leuten zugeraten werden, eine nüchterne Bestandsaufnahme bei sich zu machen. Meist werden sie dann feststellen, dass sie sich iPhone und MacBook und Wohnung in Berlin eigentlich nicht mehr leisten können, sondern ein gebrauchtes Netbook, ein altes Nokia und eine Wohnung im Hinterland von Coburg (die Gegend ist übrigens sehr schön!) den eigenen finanziellen Verhältnissen angemessener wäre. Wenn aber Selbstwahrnehmung und tatsächliche Lage extrem weit auseinanderklaffen…

      Die unschöne Wahrheit ist: Deutschland im Jahr 2015 hat, mit oder ohne Flüchtlinge, ein Proletariat das so groß ist wie nie, und welches weniger Aussicht auf den Aufstieg in sozialer oder finanzieller Hinsicht hat als noch die Eltern und Großelterngeneration. Bei dem der Weg über die Bildung, der Hebel mit dem man einst andere Hindernisse (Geld, Stand) umschiffen konnte, heute nicht mehr wirkt, u.a. deshalb, weil die Ansprüche gesenkt wurden. Ob so gewollt oder nicht, Bologna hat daher >auch< die folge, dass Klassengrenzen weniger durchlässig sind.
      Den persönlichen Status Quo zur Kenntnis genommen, sollten die Betroffenen für sich die Konsequenzen ziehen, anstelle sich in der zugigen Einraumwohnung in Berlin-Irgendwo für Mittelklasse zu halten, weil man ein Appleprodukt nutzt. Auch wenn ich sonst wirklich nichts von den Thesen von Ayn Rand halte, aber in einem kann ich ihr zustimmen: wer sich in seiner prekären Lage vor allem um sich selbst kümmert und – im Rahmen der Gesetze natürlich – zusieht, dass es einem selber gut geht, der wird mittelfristig auch etwas Gutes für die Gesellschaft bewirken.
      Aber bei Twitter rumjammern und politische Extrempositionen vertreten, das hilft nicht.

    • Na ja - die Schweden haben es ja versucht mit
      1:1 Betreuung – und das ist ja dann letztendlich egal, wo die statt findet.
      So wie es aussieht, sind die damit aber auch gescheitert. In der Kindheit gelernte und verfestigte Verhaltensmuster sind nun mal nichts mir nichts dir nichts mit einem Grenzübertritt zu verändern.
      Ein Heer von Therapeuten kann mich bestätigen…

    • es ist alles da, nur nicht beisammen
      es gibt genügend leerstehenden wohnraum in neufünfland. ernsthaft. in den städten und auf dem land.
      .
      der steht deshalb leer, weil die leute nach der arbeit gezogen sind. es hat der bürgermeister von gera oder der von chemnitz – noch mehr der aus templin in der uckermark – zwar leerstehende wohnungen in massen, aber kein interesse an zuzüglern, denen leistungen nach sgb zustehen.
      .
      der protest gegen pegida und deren ableger kommt daher aus dieser ecke eher etwas verhalten

    • Umzug wird vom Amt bezahlt?
      Glaub ich eher nicht! Vielleicht dann, wenn ein neuer Job am neuen Ort winken würde.
      Die einen wären zwar froh, einmal H4 weniger auszahlen zu müssen – aber die, wo er dann neu ist, müssten ihn alimentieren und haben dementsprechend kein Interesse am Zuzug.
      Vernünftig wäre es wohl – aber wo sind in diesen Zeiten Verstand und Vernunft?

  21. Hallo Don,
    Sie haben mal wieder den Nagel auf den Kopf getroffen. Tolle Fotos auch, vielen Dank! By the way – was ist das denn für ein interessantes Detail auf dem letzten Bild?

    • Das ist das Primärgenital des Hengstes, der im Salon steht.

    • Danke, Don
      was GENAU es ist, war mir schon klar – ich besitze selbst einen Hengst (ein Pferd, um Missverständnisse auszuschließen) – aber mir war nicht klar, um welches Baudetail es sich handelt.

    • Nun, der Hengst steht da eben in Holz drinnen, als Schenkung.

  22. Hier im Blog fühl' ich mich daheim!
    Habe es mir in diesen gruseligen Zeiten gerade bei einer Tasse Kaffee und einem Stück Kuchen gemütlich gemacht und Ihren Blog gelesen. Köstlich! Bin ja mal gespannt, ob das Ihr Ex-Kollege, Herr Diez, liest. Der führt ja gerade seinen persönlichen Feldzug gegen die FAZ (die, die sich in Fraktur schreiben).

    • Ja, der Diez, der war mal bei der SoFAZ. Mei. eine Brille macht noch keinen guten Autor. Keine Ahnung, wie er seinen Wechsel verkraftet hat.

  23. There is no such thing as society.
    Eine korrekte Zustandsbeschreibung.

    Vielleicht erinnert sich jemand – die Gleichbehandlungsmode hatte in GB viel eher Fuß gefasst als hier. Sich gleichende Menschen (und in ihren Grundbedürfnissen gleichen sich vermutlich wirklich alle Menschen mehr als den meisten lieb sein dürfte) sind aber zunächst einmal potentielle Konkurrenten um vorhandenen Ressourcen – und GB war diesbezüglich schon viel eher an dem Punkt angelangt, an der in Dt nun mit aller Macht nicht mehr zu leugnen ist.

    Nur Menschen, die über möglicherweise Gleiches hinaus auch noch etwas gemeinsam haben, bilden eine Gemeinschaft, die im übrigen ja auch keine „society“ wäre, sondern eine „community“ (z. B. mit dem gemeinsamen, sprich: verbindenden Anliegen, einen Staat zu bilden), oder notfalls wenigstens eine „alliance“ gegen einen gemeinsamen Feind.

    Die Verwendung der Vokabel „society“ als gesellschaftliche Zustandbeschreibung hingegen – ist eine Leerformel.

    • Sie ist durch die Münder der Poliiker sehr unappetitlich. Klassengesellschaft dagegen klingt immer noch schön.

  24. Das Thatcher-Motto kam DA nur in den Sinn
    weil es so schön provokativ ist. Eigentlich passt es nicht. Sein Blogpost ist mehr ein „Wehe! Wehe! wenn ihr eine Gesellschaft dekomponiert!“ Daraus folgt logischerweise, dass es eine Gesellschaft sehr wohl geben kann. Auch bei der neoliberalen Thatcher war das Motto keine Tatsachenbeschreibung, sondern eine Handlungsanweisung.

    • Es kam mir in den Sinn, weil die Politik die Fesellschaft ruiniert.

    • Hallo DA ("weil die Politik die Gesellschaft ruiniert")
      das meinte ich, hab mich wohl zu verdreht ausgedrückt; es sollte eine Antwort sein auf die Kommentatoren, die Thatchers Motto überm Sofa hängen haben.

  25. Titel eingeben
    Wenn ich mir die Entwicklung so ansehe wird Deutschland oben älter, die Generation Babyboomer gehen alsbald in Rente, und bei den Jungen haben wir eine Armutszuwanderung. Nichts, was für eine langfristig anhaltende Steigerung der Immobilienpreise spricht. Berlin ist eine Ausnahme, die Stadt musste Jahre des Rückstands nachholen. Ich bleibe Mieter, und habe rückblickend über bald 20 Jahre keinen schlechten Schnitt gemacht. Ich wohne nicht in den teuersten Vierteln, aber Wohnungen dort zu kaufen könnte und wollte ich mir ebenfalls nicht leisten.

  26. Also ich muss doch sehr bitten...
    Der Winter in Berlin ist gar nicht so schlecht, auch nicht fuer (altwerdende) Mieter. Es gibt hier nicht nur einfache Lagen und aufstockende Twitteraktivist*innen.

    Zum Artikel: ja, sehr zutreffend.

  27. Zu spät
    Wenn man in einem Bericht über Resteuropas Jugend lernt, dass ein Chirurg in Rumänien 450 € mtl. abräumt und IT-Fachkräfte mit 1500 wohl auf Fettlebe machen können, eine Lehrererin in Litauen 300 € kassiert – ohne dass berichtet wurde, was ein Schnitzel, eine halbe Bier und eine ordentliche 3 Zimmer Wohnung kosten, kann man sich locker vorstellen, was globalisierte Finanzmärkte in anderen Nicht-EU-Regionen angerichtet haben werden, an die Horrorlöhne in Bangladesh muss man kaum erinnern.

    Da kann man sich als vermeintlicher Gewinner zwar noch eine Weile in sein Sofa zurücklegen, aber irgendwann geht es schief.

    Wenn man zu den glücklichen Tausenden gehört, die über wirklich vegane Torten, richtig drehende Joghurts oder Preise für überholte Zylinderköpfe für Derby-Bentleys echte Kopfschmerzen bekommen können, hätte man – nach dem Katalog der humanistischen Tugenden – lange, lange über andere Wirtschaftsformen nachdenken sollen; ich fürchte, jetzt heisst es nur noch „Rette sich wer kann“ vor dem Tsunami der irgendwann nicht mehr friedlich verzweifelten Millionen.

    Das, was als „religiöser Terror“ gefürchtet wird, ist im Moment nur das lauteste Geschrei nach irgendeiner sozialen Gerechtigkeit, auch wenn sie hunderte von Jahren alt ist, und vor allem eine klare Handlungsanweisung.

    Wo man nichts darf, kriegt man auch keine Frustrationsneurosen.

    Islam als solcher war seit Ewigkeiten genauso friedlich oder verbissen wie das Christentum, bis er ein Sammelbecken gegen eine Lebensform wurde, die oben geschilderte Gehaltsunterschiede für „normal“ hält: ist halt Scheisse, wenn man Professor in Bukarest geworden ist und nicht in München Yale Paris oder Cambridge.

    In einer wie auch immer simplen Weltordnung stünde jeder auf einmal wieder auf seinem richtigen Platz. Ob völkisch, national oder religiös legitimiert.

    Für eine Neo-68er Bewegung pro soziale Gerechtigkeit, sexuelle Freizügigkeit und individuelle Selbstverwirklichungsfreiheit sind Komplexität der Situation und existentieller Druck einfach zu hoch geworden: Viel zu viele Heuhaufen und viel zu wenig Zeit über die richtige entscheidende Wahl nachzudenken.

    Über das Internet hat sich dazu eine Halbbildung in Kreisen verbreitet, die sich früher mit einem Kasten Bier, einer Woche Malle jährlich und einem Trabbi oder Käfer im Paradies gewähnt hätten. Heute sind sie alle nur unglücklich, nicht so viel Knete wie die Geissens zu haben, die ja genauso sind wie sie.

    Mir stossen meine ausgedachten Lösungsansätze allmählich auch eher sauer auf, als ferrarikomunistische Erbauungsliteratur mit Bodenseesicht aus der richtigen Richtung, aber ich bin auch kein gewissenskranker Masochist, meinen Fingerhut Komfort in den Ozean des Elends hineinzukippen.

    Und ich denke, ich werde hier nur noch gelegentlich öffentlich seufzen.

    • Ja, es ist alles sehr bitter – aber ich habe imme gesagt, dass die Linken durchaus wählbar sind. Die, die mich bereichern, haben andere gegen meinen Wunsch gewählt. Was soll ch tun? Sie wollen es so.

    • @Don
      Ich weiss, dass Sie so denken und wundere mich manchmal über Beifalls Geräusche aus Ecken denen nichts ferner liegt als solch politische Einsicht.

      Mal sehen ob ich was über ihren Blog gegen TGAs Miesepetrigkeit zustande bringe…
      Ich gestehe, ich bin Altertums Banause und so fehlt mit zB jegliche Bewunderung für die Pyramiden, da ich alles mit dem Leben zig-tausender Sklaven bezahlte nicht für eine kulturelle Errungenschaft halten mag. Und da geht es mir mit solchen Lofts nicht anders, wenn ich an das damalige Leben der 99% denke. Ausserdem kann ich nicht davon lassen ganz automatisch beim Anblick solcher Bilder daran zu denken, was für eine Art von „Recht“ in solchen Sälen gesprochen worden ist. Oder, was für Figuren in den folgenden Jahrhunderten in jenen Gegenden über Leben und Tod auch ausserhalb solcher Gerichtssäle entscheiden „durften“.

      Da „ergreift mich das nackte Entsetzen“ wesentlich intensiver, als bei den Mietpreisen in Ingolstadt, die sich jene ein Dach für sich Suchenden, ja mit ihrem Wahlverhalten nun mal selber eingebrockt haben.
      Allerdings halte ich es schon für eine Naturkatastrophe, denn angesichts der Natur der bayrischen Landbevölkerung drängt sich das Wort ja direkt auf und für viele Betroffene ist es nun mal eine Katastrophe, wenn auch zumeist selbstverschuldet. Auch Menschen, sogar bayrische wie ich auch selber, sind Teil der Natur.

      Weniger nett finde ich allerdings einen solchen Satz: „Mieter sind in der Kronkolonie von Frau Merkel eine Gruppe, der die Politik jeden Wunsch von den Augen abliest…“ das ist mit Verlaub: dumm. Deutschland gehört seit langem zu den wenigen Ländern in denen Bürger über ein Drittel ihres Einkommens für Miete ausgeben MÜSSEN, weil in der „Kronkolonie von Frau Merkel“ die ERBEN aus leider allzu durchsichtigen Gründen unbehelligt bleiben!

      Ja, „Deutschland hatte zum sozialen Wohnen viele weitere staatliche Wohltaten, die nur wenige andere Staaten kennen.”
      Nur das Wesentliche ist hier das Wort „hatte“!

      Ihre Unterscheidungen von DE und IT mögen zutreffen, aber im Gegensatz zum Asyl oder gar einem schnellen Internetzugang, ist es in der Tat ein Grundrecht ein Dach über dem Kopf bezahlen zu können. Egel ob die Blöden nun diese Schweinereien Regierungen selber gewählt haben, oder nicht.
      Gleichmacherei ist nicht Aufgabe von Regierungen, keine Frage. Aber zum Wohle aller zu regieren ist es sehr wohl!
      Das Ermöglichen von Profiten, selbst bei Leistungslosen wie Don Alphonso ist kein Verbrechen gegen die Menschlichkeit: Aber gleichzeitig in einem reichen Land wie DE nicht auch die unterste Schicht der Bürger auf einen Mindeststandard zu heben, der nicht von den Don Alphonsos definiert werden darf, das schon! Es liegt in der Macht der Bürger sich solche Regierung zu wählen, wenn sie es nicht tun, dankt ihnen Dón Alphonso nach dem Wahltag, wir haben es gesehen.

      „…der neue Mietmarkt wird mitunter so aussehen, dass man die Eingeborenen für die Integration als eine Art Moderatorenstab in die neu gebauten Wohnreaktormaschinen einführen möchte, auf dass die Prozesse zwischen Syrern, Afghanen und Menschen aus Subsaharastaaten nicht überkritisch werden.”

      Nein, das wird so nicht erfreulich und harmlos ablaufen, es werden in allen grösseren Städten Parallel-Gesellschaften entstehen:

      „Ansätze zu einer institutionalisierte Paralleljustiz davon seien [in Berlin] jedoch in salafistischen Kreisen zu erkennen.“

      Und „Im vergangenen Jahr waren Islamisten als selbsternannte Sittenwächter durch die Straßen Wuppertals patrouilliert. Sie trugen Westen mit dem Aufdruck „Shariah Police“.”

      Ihnen wurde gestern von einem Wuppertaler Richter bestätigt, dass sie dazu berechtigt seien….

      „Es gibt bei jeder Revolution wenige Gewinner und viele Verlierer.“ Damit haben sie nun ganz bestimmt Recht, Revolutionen dienen auch weniger der Geréchtigkeit des Grossen und Ganzen, als vielmehr den Revoltierenden eine gewisse Zeit emotionaler Befriedigung zu verschaffen. Die Reaktion hat Geduld, weil sie weiss, am Ende hat sie noch jedes Mal gewonnen.
      (Was keineswegs gegen Revolutionen spricht!)

      Was ihre Beschreibung der derzeitigen deutschen Lage angeht so ist sie realistisch. Wenn ein dummes Volk und eine dummer Regierung zusammenarbeiten kommen solche Ergebnisse halt zu stande… Ich finds ganz interessant endlich mal was zu beobachten, ohne sofort zu wissen, wie es ausgeht

  28. So schauts aus!
    Dem kann ich nur zustimmen. Ich selber, schleimiger Empörkömmling aus der Arbeiterklasse, war gerade auf Wohnungssuche. Eigentum ist erst mal nicht zu finanzieren. Kommt vielleicht später. Nun arbeite ich in der Industrie, und in der Tat, viele der Standorte sind auf dem Land oder in Kleinstädten angesiedelt. Das macht es mir leicht, da ich eine Neubauwohnung im Vorort einer kleineren Stadt ergattern konnte. Großstadtleben ist da nicht zu haben, dafür bleibt genug vom Gehalt für ordentlichen Vermögensaufbau. Ich mache mir keine Illusionen darüber zu welcher Schicht ich gehöre, aber meine Kinder und Enkel sollen es einmal besser haben. Ausserdem bin ich einen minimalistischen Lebenswandel gewohnt. Ich erfreue mich an der Natur und an den schönen, kleinen Nebensachen. Sollen sie in Berlin und Frankfurt doch 60% vom Nettogehalt für Mieten ausgeben. Ich kenne noch genug Leute aus meinem Abiturjahrgang die, obwohl sie nicht zur Oberschicht gehören, nutzlose Orchideenfächer studiert haben. Jetzt sind sie exakt die Gruppe die Don beschreibt. Es muss natürlich immer hippe Großstadt sein. Clubs und nightlife sind wichtiger als alles andere. Dann werben sie fürs bedingungslose Grundeinkommen und man sieht die Krähenfüße so langsam durchkommen. Dann kommt Wut auf, weil man ab 30 als Frau erstmals nicht mehr alles von älteren Männern spendiert bekommt. Die betuchten Herrschaften haben jetzt neue 20-jährige Freundinnen die sie hofieren. Das eigene Ego lässt es aber immer noch nicht zu, dass man begreift was hier die ganzen Jahre über abgelaufen ist. „Wo sind all die guten Männer hin?“ Die Antwort: Weit weg von Euch!

    Den Männern geht es übrigens nicht groß anders, nur ist der Effekt bei Frauen stärker ausgeprägt, weil die hübschen Exemplare nun eben doch in jungen Jahren noch Zugriff auf das Vermögen älterer Männer haben. Der Sturz wird dann umso heftiger. Ein Mann wird nur merken, dass er Gehaltsmäßig bei falscher Studienfachwahl irgendwann nicht mehr weiter kommt. Das ist dann auch frustrierend, aber bei Frauen kann man wirklich einen furiosen Wutanfall erleben, wenn sie sehen wie sie Mitte 30 dann dastehen ohne sugar daddy bei prekärer Beschäftigung.

    • Ach... so schlimm ist es nicht...
      Ich habe aus den von mir so gewünschten, nutzlosen Studienfächern eben auch die Einsicht gezogen, dass Quantität des Konsumierens keineswegs bei der Lebensqualität entscheidet. Wenn der Neid auf den Nachbar mal wegfällt und man für das was man tatsächlich will genug verdient worden ist, dann lösen solche mitteleuropäischen Entwicklungen keine Negativen Gefühle aus.
      Ich habe in etlichen Kulturen gelebt und mir die für mein jetziges Alter passende herausgesucht. Ich besitze zum ersten Male einen Hund und nehme Klavierstunden. Man kann sich also entscheiden ob man das Leben schön finden und es geniessen will, oder ob man voller Selbstgerechtigkeit in der Opferrolle schwelgen will…

      Es gibt nun mal keinen wirklich zwingenden Grund in einer Gesellschaft zu leben, wie sie sie beschreiben.

      Das unabänderlich Wahre in ihrem Beitrag ist also die Feststellung, dass Frauen, wie so oft, auch beim Älterwerden die Arschkarte gezogen haben

  29. Gewissen
    Lieber Don,
    ich dachte, sie wollten über Giotto und Mantegna schreiben und musste dann feststellen, dass sie wieder mal an der sozialen Frage hängen geblieben sind – was mich vermuten lässt, dass sie doch eine Art von schlechtem Gewissen haben dürften. Also im Grunde ein verkappter Linker, der selbst nicht glauben kann oder will, dass ihm Wohlstand in den Schoß gefallen ist und nun in wüstem Schreiben sich selbst davon überzeugen will, dass er so ist, wie er im Grunde gar nicht ist. Ein Tip zur Entspannung in dieser verzwickten Lage: fahren sie nach Siena und versenken sie sich dort im Palazzo Pubblico in die Fresken vom guten und vom bösen Regiment.

    • Bei Lorenzetti stellen sich soziale Fragen eigentlich zum ersten Mal richtig in der bildenden Kunst.

  30. P.S.
    Ein echter Koservativer ist nämlich der Graf Leinsdorf aus Musils „Mann ohne Eigenschaften“, der vom Balkon seines Palais auf die Völkerschaften unterschiedlichster Herkunft hinab blickt und sich an ihnen, den Untertanen, erfreut. Er würde nie diese Vielfalt beklagen. Frau Thatcher war hingegen eine, zugegeben sehr begabte, Kleinbürgerin. Und ihr von ihnen zitierter rabiater Satz hätte dem Leinsdorf wohl eine Sorgenfalte auf die Stirn gezeichnet. Tja, so ist das.

    • bei licht besehen
      sah es in kakanien nicht gar so idyllsch aus. dieser konservativismus, dessen wahlspruch „ordnung ist geronnenes chaos, drum gar net erst dran rühren!“ war, hatte starke gegner: vor allem die tschechen wollten weg von habsburg*). aber auch deutschnationale wollten heim ins deutsche reich*). später dann bekamen beide ihren sehnsuchtswunsch erfüllt.
      .
      sehr anschaulich zum nationalitätenstreit in der k. k bzw. k. u. k. monarchie: Brigitte Hamann, hitlers wien. wie überhaupt frau Hamann sehr zu empfehlen ist. für die mehr literarichen feinspitze bringen Jörg Mauthe und Fritz von Herzmanovsky-Orlando manches erfreuliche zum tieferen verständnis österreichs.

  31. Geld wie Sand am Meer - oder das Ende vom Lied?
    ( Prolog …)

    Valdeluz, Spanien (Baubeginn 2004)

    Ciudad Valdeluz steht für die Großmachtträume der Politelite Europas und der weltweiten Imobilienblase des Derivathandelswahn ebenso wie für geplatzte Geldwäsche-Träume mancher Schwarzgeldbesitzer.

    Der Ort ist eine leere Trabantenstadt nordöstlich vor Madrid geplant für 30.000 Bewohner nebst 18 Loch Golfplatz. Geschätzte 2000 bis 3000 Menschen leben heute dort.

    … ( Textus )

    Wie Sand am Meer …

    Sand ist der begehrte und kostengünstige Hauptbestandteil von Beton. Da der Sand aus Flussbetten und Kiesgruben langsam zur Neige geht, hat die Bauwirtschaft nun den Meeresboden ins Visier genommen – mit verheerenden ökologischen Folgen. Rund um den Globus hat die Nachfrage nach dem Rohstoff bereits zum Verschwinden ganzer Strände und Inseln geführt.

    Die Gier nach Sand ist ungebrochen. Spanien hält den zweifelhaften Rekord als größter Sandkonsument Europas. Es herrscht Wohnungsmangel, obwohl dreißig Prozent der Wohnungen leer stehen. Ganze Flughäfen wurden gebaut, die nie genutzt wurden und nun zur Ruine zerfallen.

    In China, dessen Bauwirtschaft rund ein Viertel des weltweit abgebauten Sandes beansprucht, gibt es fünfundsechzig Millionen unbewohnte Wohnungen. In Mumbai sind fünfzig Prozent aller Bauobjekte verwaist und auch in Dubai wird munter gebaut, obwohl allein schon der Burj Khalifa, zu 90 % Prozent leer steht.

    Die meisten Objekte werden von Spekulanten zurückgehalten um den Preis in die Höhe zu treiben. Und überall steckt … Sand.

    … ( Epilog )

    Schon gibt es eine globale Sandmafia so lukrativ ist das Geschäft – und gefährlich. Allein in Indien gab nach Aussagen von Insidern 2014 hunderte von Auftragsmorden in diesem Zusammenhang.

    Weltweit befinden sich 75 bis 90 Prozent der Strände auf dem Rückzug und der Trend wird sich noch beschleunigen. Mitschuld tragen die Staudämme in aller Welt die den Sand zurückhalten. Bisher wurden seit 1890 mehr als 45 000 Dämme weltweit gebaut – 60% der großen Flüsse weltweit werden bereits gezähmt. Und es wird weiter gebaut …

  32. I create nothing. I own.
    Na ja, bis 2010 war da ja nix mit Mietsteigerungen und so.
    Genießen Sie den kurzen moment in time, in der Sie sich wirklich reich fühlen können. Schreien Sie es heraus, tanzen Sie durch die Straßen, lassen Sie mal wirklich die Sau raus.
    Um die Ecke warten schon der nächste ..ismus. Diesmal von Rechts.
    Dann wird wieder verstaatlicht. Auch Paläste in Autostädten.

    • Ich hoffe ja, dass sich die Ismen mit sich selbst beschäftigen und gedenke ansonsten nicht, es ihnen leicht zu machen.

    • It's all about bucks, kid. The rest is conversation.
      Ich hoffe doch, dass Sie sich nicht der Illusion hingeben, dass die rechten Parvenüs in naher Zukunft sich des heroischen Einsatzes des Don für die Verteidigung der Grenzen der Nation erinnern oder gar Dankbarkeit zeigen werden.
      Der wahre Feind der Benachteiligten in der Moderne ist immer, und immer wieder, das Kapital.

  33. "Knäckebrot statt Kaviar"
    „Ich dagegen würde als Mieter in Berlin nicht alt werden wollen, schon gar nicht im Winter, wenn über Padua auch die Sonne scheint und ich ohne längeres Sinnieren überhaupt nicht verstehe, was an den Preissteigerungen in Deutschland schlecht sein soll. Es gibt bei jeder Revolution wenige Gewinner und viele Verlierer.“

    „Revolution?“ In Berlin?

    Weil ein Teil der Presse gestern einen weithin unbekannten Ex-Philatelisten mit Oxford-Expertise präsentierte als Überbringer der „frohen“ Kunde von notwendigen „Notstandsgesetzen“? Die würden zwar taugen, um nachfolgend „geleakte“ Gerüchte umzusetzen.

    http://www.bz-berlin.de/berlin/kolumne/plante-mueller-das-eindringen-in-privatwohnungen

    http://www.fdp-berlin.de/berliner-senat-bereitet-offen-verfassungsbruch-vor-generalsekretaer-der-fdp-attackiert-absichten-des

    Aber als „Revolution“ – ob ein solcher „Durchgriff“ auf Berlin beschränkt bleiben würde, lassen wir mal dahingestellt – dürfte selbst das kaum Geschichtsbuch-tauglich sein.

    Dann vielleicht doch eher der weitgehend von der EU-„society“ beschwiegene 4. September 2013? Obwohl ich den 4fachen Bilderberger Carl Bildt auch nicht gerade als „Revolutionär“ bezeichnen würde. Aber dafür war der damalige SZ-Bericht „Knäckebrot statt Kaviar“ in seiner Doppeldeutigkeit schon überaus weitsichtig gewählt. Dieser Bericht seinerzeit enthielt zwar schon allerlei Bemerkens- und Behaltenswertes, blieb in wesentlichen Teilen aber dennoch unvollständig. Den zweiten Teil des geschichtsträchtigen 4. September 2013 aber findet man schließlich im Spiegel, wo es hieß „Als erstes europäisches Land hat Schweden angekündigt, alle syrischen Flüchtlinge aufzunehmen – und zwar unbefristet. Der schwedische Migrationsminister ruft andere Länder auf, diesem Beispiel zu folgen.“
    http://www.spiegel.de/politik/ausland/schweden-will-allen-syrischen-fluechtlingen-asyl-gewaehren-a-920257.html

    Und dann war da noch die Geschichte um Monika Donner und einiges mehr. Berlin? Extrem überschätzt aus meiner Sicht. Am Ende der facettenreichen Geschichte jedenfalls wird es – so fürchte ich – in Europa keinerlei Gewinner geben. Insofern mag Padua schön sein. Die Fotos sind es. Für mich aber nicht weit genug weg.

    • Naja, die Schweden haben das inzwischen wieder kassiert, was gar niht so dumm ist.

    • Alter Schwede ...
      „Don Alphonso sagt:
      9. Dezember 2015 um 20:17 Uhr

      Naja, die Schweden haben das inzwischen wieder kassiert, was gar niht so dumm ist.“

      Was genau haben sie denn kassiert?
      „Ich würde nie sagen: Jetzt ist es genug“, sagt Bürgermeisterin Godner. „Wir müssen nur dringend das Gesetz und die Verteilung ändern.“
      http://www.welt.de/politik/ausland/article149798112/Das-Musterland-Schweden-steht-vor-dem-Asyl-Bankrott.html

      Von vorübergehenden Grenzkontrollen für 10 Tage war da neulich die Rede. Lt. Kauder funktionieren Nationale Grenzsicherungsmaßnahmen aber nicht. Obwohl ein ehemaliger Bundespolizist in seinen eigenen Reihen aus Erfahrung da deutlich anderer Meinung ist. Aber wie dem auch sei. Wenn u.a. mangels Deutscher Obergrenze letztlich alles nichts nützt, dann steht eben aktuellen Planspielen zufolge demnächst bei Zweidrittel-Mehrheit auch gegen den Willen dieses oder jenen „souveränen Nationalstaates“ (tm Lissabon-Vertrag) eine Frontex-Truppe mit „robustem Mandat“ auf der Matte.

      Ob der avisierte Akt tatsächlich vollzogen und gar mit der „Frau des Jahres“ an der Spitze später einmal als „Feindliche Übernahme“ in die Geschichtsbücher eingegangen sein wird, muß allerdings schon als nur mögliche Möglichkeit unter unbedingter Wahrung politischer Korrektheit hier und heute heftigst bestritten werden.

    • Eindringen Privatwohnung; Privatsphäre
      Wer so alles Gründe findet, in die Privatsphäre eindringen zu wollen, ist schon mehr als Bezeichnend.
      Das betrifft ja nicht nur die Aktuelle Situation bezüglich Wohnungsmangel.

      Komisch.
      Irgendwie dachte Ich ja immer, beim Aushebeln des Grundgesetzes, wäre die Schublade Rechts zuständig, aber so kann man sich irren.
      Das zieht durch alle Parteien im Lampenladen.
      Was sagt eigentlich z.b. Snowden, bezüglich „Verletzung der Privatsphäre?“.
      Wird hier mit zweierlei Maß gemessen?
      Ach so.
      Na dann ist ja gut.

  34. Hömma ,
    die Arena auf Schalke ist 150 x 90m und das Dach lässt sich auf- und zuschieben … jetzt kommst du …..

  35. Traiskirchen bundesweit
    Ihren emphatischen Reisebericht lesend, die schönen und originellen Aufnahmen durchsehend, denke ich, dass ist alles schon eingepreist.

    In den Städten ist ein so immenses Kapital an Kunst und Lebensqualität zu vermarkten, die Oligarchen-Regierungen haben das längst als nie versiegende Schröpfquelle budgetiert. Bei Steuern, Pensionsreformen, Privatisierung Gesundheitssystem, Niedrigzinspolitik usf. ist irgendwann Feierabend. Selbst der gehobenste Mittelstand bringt in den nächsten Jahren durch Langlebigkeit und Versorgung arbeitsloser Kinder und Enkel seine Reserven durch.

    Sicher wird der Wohnungsmarkt eine noch brutalere Preissteigerung als ohnehin schon erfahren, aus meiner Sicht allerdings durch Ausverkauf an die internationale Superreichtumsklientel für das Scheinleben im europäischen Disneyland. Die Städte werden sich im hohen Ausmaß über touristische Einnahmen und Kommunalgebühren finanzieren und über das letzte Drittel sehr gut verdienender Vollzeitarbeitender, die sich bei Rund-um-die-Uhr-Verfügbarkeit keine langen Anfahrtszeiten erlauben können.

    Die Flüchtlinge, an deren Integration natürlich niemand glaubt, und bald auch die Alten der ersten und zweiten Migrantengeneration werden am Land in standardgesenkten Bauten – also wie Sie in einem Ihrer letzten Reportagen „ehrlich“ und durchaus „gerecht“ schrieben Baracken – untergebracht. Warum das Kapital der Städte durch Elendsquartiere verspielen. Neue Arbeitsplätze werden nicht vom Himmel fallen und das kostbare urbane Bauland reicht schon heute nicht. Wenn die Alternative Obdachlosigkeit in der City heißt, gibt es auch kein Weglaufen. Apathie, Drogen und Alkohol, ethnische Prügeleien, Hitze und Kälte werden große Aufstände verhindern.

    Für die einheimischen Ausgesonderten, die Geringverdiener, Alleinerziehenden, Alten und Kranken ohne Familie (und freilich auch den Ihnen so lieb verhassten Kollegen) wird es Abstufungen im Wohnungskampf am Land geben. Die Metropolen aber, so meine ich, werden bis an den Rand gnadenlos luxussaniert.

    München, die es als einzige deutsche Stadt im Musikbetrieb mit Wien aufnehmen kann und die das auch weiß und pflegt, baut nicht umsonst seinen neuen Konzertsaal auf dem Knödelfabriksgelände. Eine unter der freundlichen Fassade so brutale und gierige Stadt weiß sehr wohl was sie tut.

    • do re mi fa so la si do
      Stimmt. München ist hinter der Fassade brutal und gierig.

      Die Idee mit Pfanni finde ich ebenfalls famos:
      Mögen die Sangesbarden dereinst auf dem Pfanniknödel-Gelände hübsch fein knödeln und mögen die feinen Konzertgäste dann nach dem erhebenden Concerto draußen auf diejenigen stoßen, die in abgehängter Gegend „Platte“ machen.

    • Leider nicht mehr vollständig
      Leider haben sie sich in München mit dem Konzertsaal ein wenig zu lange Zeit gelassen. Vor nicht viel mehr als einem Jahr hätte es in unmittelbarer Nachbarschaft noch eine ehemalige Nudelfabrik gegeben. Das wäre doch dann als Ergänzung sehr schön gewesen, dort z.B. ein Theater hinzubauen, wo man alle Arten von Autoren durch den Wolf hätte drehen können! Jetzt ist das Gelände aber schon anderweitig verplant…

  36. Reiselied
    E.R.Binvonhier sagt:
    9. Dezember 2015 um 19:32 Uhr
    Sand
    der Sand ist also nicht weg, es hat ihn nur ein anderer (Staudämme).
    Danke, für die hübsche Geschichte.

    Sehr geehrter Herr E.R.Binvonhier,
    Gern geschehen.

    Das virtuelle Geld der Sandbankbauer ebenso. Es haben eben andere.
    ALLES scheint auf Sand gebaut.

    Hier das Reiselied zur Geschichte:
    https://www.youtube.com/watch?v=tGOXVdUY87M

    mfg
    Dr. Seltsam

  37. Du schreibst zu schnell,
    mach mal langsam …

    Ähm.
    Das war doch schon mal. Und ist wieder da, potzblitz.
    Werd jetzt fast nostalgisch, schnief.

  38. Es wundert nicht wirklich, ...
    ….dass dieses an Intriganz, Doppelzüngigkeit und Mordlust triefende „Game of Thrones“

    heutzutage eine der beliebtesten Serien geworden ist …
    wenn man diese doppelzüngige Publikums-Beschimpfung eines Erben liest.

    Eins nur noch. Auch wenn es klingt, als ob allein Merkel euch alles das eingebrockt hat von

    Anfang an mit dem Rückzug des Staates und der Unbill der Perspektivlosigkeit und der

    Immobilienpreise samt Flüchtlingen, die alles angeblich verschärfen, euch Doofen, die ihr

    die Merkeline gewählt habt…:

    Es war und bleibt Gerhard Schröder, der euch rasiert hat.

    Merkel hat nur die Ernte eingefahren und euch dereinst in naher Zukunft Lahmen,

    Schlurfenden, Tattrigen aus Gründen der angeblichen Bevölkerungsverjüngung und der

    fehlenden Sozialzahlern die knackig jungen Welcome-Flüchtlinge beschoren.

    Was für eine Bescherung. Heiliger Bimbam!

    Zu Zeiten Helmut Schmidts hätte man einem solchen Kanzler, der die rechten Saubrüder

    und Doppelzüngler damit derart groß werden lässt, sauber die Vertrauensfrage gestellt und

    ihn gestürzt. Heute lässt man eine solche Kanzlerin weiterwurschteln und sogar noch

    zusammen mit dem anderen PR-lüsternen Flintenweib in einen Krieg ziehen, der weder

    Nachvollziehbarkeit (außer „Schulterschluss“, den gab es damals beim Sarajewo-Attentat

    auch…), Plan noch Perspektive hat.

    Was hat das Volk geraucht seitdem. Irgendwelche Hobby-Rauchsoziologen anwesend?

    NB:
    Don, diese hübschen, gut durchdekorierten historischen „Lofts“ müssen auch in Italien recht

    schauderhafte Zugluft gehabt haben. (O-Ton Oma: „Des is ja neet zum Derheizn!!“.) Nix fürs

    Logieren und nix für ungut.

  39. Titel eingeben
    Ich lasse mich mal zu einer Prognose hinreißen. Folgende Gewerbe werden die nächsten Jahre boomen:
    – Bau, insbesondere Wohnhochhäuser (man könnte Plattenbau dazu sagen…) und Gated Communities
    – Bewachung
    – Sicherheitstechnik
    – Privatschulen
    Die Leute suchen schon jetzt Möglichkeiten und werden immer stärker versuchen, sich über ihr Einkommen von der neuen, deutlich aggressiveren, migrantischen Unterschicht abzuschotten. Zur Integration verweise ich nur auf Rotherham, das wird nichts werden.

    Ich wohne im Stadtzentrum und frage mich gelegentlich, ob hier auch noch Ureinwohner leben. Das tun sie allerdings nur, bis sie ca. 30 sind, dann leben sie lieber 10-15 Minuten mit dem Auto oder der S-Bahn entfernt. Ist einfach ein angenehmeres Publikum…

    Ich habe nur ein zentrales Problem, ich bin jung und habe noch kein Geld, um zu investieren. Wer es hat, kann jetzt viel Geld verdienen. Das ist der Teil der Wahrheit, den der Artikel auslässt. Krisen und Revolutionen mischen die Karten neu, wer verliert und wer gewinnt ist nicht von Beginn an festgelegt.
    Viele geschätzte Gesprächspartner sagen eine Amerikanisierung bzw. Russifizierung des deutschen Alltags voraus. Jedem ist klar, dass das Pflaster hier sehr bald deutlich härter wird. Es bleiben zwei Möglichkeiten, auswandern oder sehen, wie sich damit Geld verdienen lässt.

    Abschließend noch eine allgemeine Anmerkung. Das Grundproblem unserer Zeit ist die zu hohe (und immer schneller ansteigende) Komplexität. Die fängt gerade an, uns um die Ohren zu fliegen und Freunde, das wird nicht besser werden

    • Besonders Security ist superlukrativ. Es gibt Fälle in Berlin, da weren Kis zum Mindestloh von er Strasse gehölt uns als Fachkräfte abgereht. Dazu noch ein Stui als Sozialarbeiter. Das ist wie Gelddrucken.

    • .
      @whoever, als kleine Ergänzung zu Ihrer Aufzählung der Boom-branchen:

      die Satzungsversammlung der Anwaltschaft hat gerade den neuen Fachanwalt für Migrationsrecht beschlossen:
      http://www.brak.de/fuer-journalisten/pressemitteilungen-archiv/2015/presseerklaerung-18-2015/

    • Net davongaloppieren mit de junge Pferde
      Sind diese bockwunderen Wirtschaftsveränderungen, die da so mutig geweissagt werden, nicht ein bisschen ähm übertrieben?

      Es sind zur Zeit grade mal 1 Million Neu-Migranten da.
      Das sind grade mal 0,12 Prozent der deutschen Bevölkerung.

      Selbst wenn jedes Jahr einen weitere halbe Million dazukommt (das ist realistisch: der Strom der Syrer ebbt bereits etwas ab, dafür kommen Afghanen, und eine so hohe Einwohnerzahl hat Afghanistan nu auch nicht, es dürfte demnächst leer sein …).

      Also selbst wenn jedes Jahr eine weiter halbe Million dazukommt (die bleibt und nicht abgeschoben wird), dann sind das in 4 Jahren weitere 2 Millionen.

      Sagen wir also gutmütig 3 Millionen. In vier Hahren
      Sind ungefähr 3,6 Prozent der Bevölkerung.
      (Zum Vergleich: So viele Türken ahben wir ungefähr in D)

      Zum Vergleich
      Empfänger von Hartz 4.

      Da sind es 7,6 (!! iportant!) Prozent der Bevölkerung (Stand 2015).

      In Berlin natürlich mehr:
      http://de.statista.com/statistik/daten/studie/4275/umfrage/anteil-der-hartz-iv-empfaenger-an-der-deutschen-bevoelkerung/

      Also worüber reden wir? Für wen und wieviele Leute nochmal sehen wir extra mords Hochhäuser hochgestemmt und strotzende Securities sich Champagner-Sorbets leistend? Neue lukrative Geschäftszweige sich auftuend?
      Für jetzt grade mal 0,12 Prozent, in vier Jahren 3 Prozent!
      Tja.

      Also übertreibt mal nicht mit der Milchmädchen-Rechnerei und haltet den Immobilien-Ball flacher.

    • Titel eingeben
      Ich fange langsam echt an zu überlegen, ob ich nicht auch mein Stück von diesem Kuchen stibitzen sollte. Es scheint so einfach zu sein, da Frau Merkel offensichtlich bereit ist, den Staatshaushalt ihrer eigenen Karriere unterzuordnen. Wir schaffen das, koste es (den Steuerzahler) was es wolle.
      Eigentlich sollte man nach dem beschriebenen Muster (jeden, der bei Unterzeichnung ansprechbar und vertragsmündig ist als „Fachkraft“ vermieten) anfangen und mit dem erwirtschafteten Gewinn Bauprojekte finanzieren.
      Noch besser wäre nur, Flüchtlinge als Security-Personal zu verwenden, Sie wissen schon, der Sprachkenntnisse wegen. Dann könnte man noch einen auf Willkommenskultur machen und Fördermittel für Integration abgreifen. Zynismus ist einfach was Wunderbares.

      Das einzige Problem mit der Securitybranche ist, das in diesem Becken schon einige ziemlich böse Haifische schwimmen.

    • @rindviecherl
      Mein Taschenrechner ist da etwas anderer Meinung: 1 Million Neue auf 80 Millionen Alte macht bei ihm 1,25 Prozent, also 10 mal mehr…

  40. die Dinge mal anders sehen
    Super Artikel. Witzig, spritzig und dazu noch relevant. Und: ich miete, und somit tut das auch ein wenig weh … Aber es ist Zeit, die Dinge mal anders zu sehen ;-)

  41. Guter Artikel, aber
    Ein sehr guter und treffender Artikel, aber er vernachlässigt ein wenig die Bedeutung des Euro und der niedrigen Zinsen für die fortschreitende soziale Spaltung. Die Immobilienpreise wären auch ohne die Flüchtlingskrise stark gestiegen und hätten auch ohne sie zu einer sozialen Segregation geführt. Der Zuzug derart vieler ungebildeter Flüchtlinge und EU “Arbeits-“Migranten verstärkt das ganze natürlich erheblich und wird dazu führen, dass es mehr und mehr Viertel gibt, die slumartigen Charakter aufweisen und in denen die Bewohner von der Polizei nicht mehr wirklich geschützt werden. Man kann das bereits heute in bestimmten Stadtteilen Duisburgs, Essens, Gelsenkirchens und Dortmunds sehen.

  42. Don Alphonso, Sie haben es geschafft.
    Hofnarr bei einer großen Zeitung sein zu dürfen, ist eine der seltensten Gelegenheiten, für seine Ansichten nicht bestraft, sondern belohnt zu werden.
    Ihr Artikel ist wie Boxen von Henry Maske, stichelnd und nicht brachial.
    Wobei Sie aufgrund des Leberhakens – der letzte Satz – im Gegensatz zu Maske mit einem KO-Sieg aus dem Ring klettern.

    • Danke für das Lob, die AZ hat sich ja inzwischen gut an ich gewöhnt und etwas Spass muss auch mal sein.

  43. Die Verelendung der Massen
    Durch überhöhte Mieten und die Konkurrenz der Flüchtlinge zu den ach so Armen in D kann ich hier im Rheinland nicht so richtig wahrnehmen. Muss wohl ein Problem der Region um den Tegernsee sein. Hier bei uns leben auch die „Armen“ in geheizten Wohnungen, satt, warm und trocken, und ja, es ist nicht schön, in Notunterkünften zu Leben, aber wenn ich auf der Flucht bin, ist das besser als im Freien zu übernachten. Schon Jesus wurde im Stall geboren. Es hat ihn nicht daran gehindert, eine Weltreligion zu gründen. Und Merkel hat recht. Wir werden das schaffen. Schon weil es keine Alternative ldazu gibt. Der Weltuntergang ist noch eine Weile hin

  44. TDV sagte am 10.Dez. zu @Karin
    Frage an BILD für Abiturienten=Alsterhausen?
    Ja, das mit den Richtern nenne ich hier offen UNTERWERFUNG

    Gleichwohl, wir sollten (pah, was soll´s in unserem Alter) so lange es geht die Besen-und Straußwirtschaften im Württembergischen und Badischen genießen. Da kommen die nicht rein, mit ihren Westen. Zu viel Schweinernes. Kommen Sie mal vorbei. Köstlich!

    • ja in den BESEN gehen wir
      ja, schweinisches gibt es dort und sauren fasswein…….wir sollten es geniessen solange es geht…………..

      „über baden lacht die sonne,
      über württemberg die ganze welt“

      darauf einen trollinger mit spätburgunder ! ja, köstlich !

    • Guten Morgen, Karin,
      Damit das klar wird: BILD für Abiturienten ist (heutzutage) natürlich der Spiegel. Volker Pispers hat das gerade mal wieder klargestellt. (Sehr unterhaltsam, auch beim Kochen oder Besen schwingen:)

      https://www.youtube.com/watch?v=NjsHKi8Cuj0

      Was das Schweinerne angeht, so ist es mir zu mühsam jedesmal aufs neu recherchieren zu müssen, ob die Sau von einer Sau in einer Massentierhaltung mit Anti-Biotika zwangsgrossgezogen worden ist.
      Ihr Einwand „pah, was soll´s in unserem Alter“ ist sachlich natürlich korrekt. Aber mein aufgeblasenes Ego verbietet mir unter ein selbst festgesetztes Minimum an Aesthetik zu gehen.
      Und Massentierhaltung ist neben Kinder Sklaverei so ziemlich das Unfassbarste auf meiner Skala….

      Ich bin so eine Art Amateur Vegetarier. Wenn sie mal mitangesehen haben wie dreckig es den Alten und Armen in Japan geht, während man die Kobe-Kühe mit nahrhaftem Bier ernährt und sie täglich Ganzkörper massiert… danach konnte ich dann keinen Grund mehr erkennen, warum man sowas nicht zur Strafe fressen sollte. ;-)

  45. Titel eingeben
    Danke! Aber ich hatte nach der Entschuldigung am Anfang eigentlich eine saftige Polemik und keine trockene Tatsachenauflistung erwartet.

  46. Streng dich an!
    „Das kann für sie unangenehm teuer werden, oder für andere angenehm lukrativ.“

    Immer diese überflüssigen Kommas. Auch Rechtschreibfehler zuhauf. Überhaupt, wie wär’s, wenn Sie etwas mehr Sorgfalt an den Tag legten?

  47. Mitleid… naja, das ist so eine Sache. Ich tue mir damit schwer.
    ick mir och!..hopla, warum diese Eile, Don. Das Thema wird morgen auch noch eines sein. Sagte die Eiserne Lady nicht auch: I want my money back? passt schoo mit der Klassengesellschaft. In Bremen denkt man an Schiffe und Holzhäuser in Schnellbauweise. Ersteres halte ich für praktikabel aus zweierlei Gründen. Es gibt genügend Schiffe mit veralteter Technik, die in Häfen dümpeln und so einer neuen Nutzung zugeführt werden können. Man hat da Erfahrung wie in Ihrer Lieblingsstadt an der schönen Elbe. Zweitens, herrscht in den Herkunftsländern wieder Frieden, kann es sodann heißen: Leinen los, Herr Kapitän. win-win für alle. Holzhäuser halte ich für weniger schlau aus Brandschutzgründen.

    Ja, ja, die Geister, die man rief. Welcome To The Pleasuredome, rief einst der Sänger von Frankie Goes To Hollywood

    Sonnige Grüße

  48. Gestern lief eine Reportage über spielzeugproduzierende Studenten ....
    …. und Wanderarbeiter in China. Da konnte man sehen, dass 2 Quadratmeter scheinbar ausreichen, um schlafen zu können. An „leben“, ist dort wohl nicht zu denken, denn die sollen ja für uns „arbeiten“.
    .
    Alles outgesourct, auch die letzten Skrupel.

  49. Hoppla sagt KaBalz
    „I tedeschi , le piu brutti di tutti“ (bin nicht ganz sicher). So kam es uns auf dem Weg vom der Fontana di Trevi zum letzten Bus zur Piazza Ungheria an Staz. Termini aus einer nocturnen Ecke entgegen. Den Schatten und den Stimmen nach drei ältere Herren. Dabei hätten sie nicht beurteilen können ob Claudia Schiffer mit Mathieu Carrière des Weges daher kam. Aus den wenigen gewechselten Worten in Neckarfränkisch hatten sie wohl etwas Deutsch extrahiert. Wie diese Aussage zustande kam ließ uns rätseln. Aktuell stand zu dieser Zeit kein Kriegsverbrecherprozess heran noch konnte der noch nicht vorhandene Euro für Ärger sorgen, von der den Völkern gegenüber verpflichteten DDR 2.0 war noch keine Rede, an den Tankstellen wurde, wenn überhaupt, das Restgeld in Bonbons erstattet. Die wenig freundliche risposta meines Gatten (‚vaff……‘) ließ die Herren etwas ratlos zurück.
    Warum ich das schreibe? Na wenn ich mir die leicht despektierlichen Beschreibungen des werten Don über das Sozialverhalten unserer zuverlässigsten Verbündeten über den Zeitstrahl hier so anschaue, wozu nach unserer Sozialisation auch die Steuerehrlichkeit zählt, so habe ich meine Zweifel dass er weiterhin den Informationsstrang dieses Landes anzapfen kann. Es gibt hier im Blog sicher Menschen, die dem Don erklären könnten (falls er es nicht selbst wüsste) wie leicht es möglich ist ihn algorithmisch zu demaskieren. Und das wäre schade. Zumindest ein Italiener im F.A.Z.-Forum liest mit.
    Tutto accanto oder btw, wie schlugen wir uns auf die Schenkel als wir vor Jahren von der Dienstreise der Guardia Finanza in das Ghetto der Armgerechneten, Cortina d´Ampezzo hörten. Wer hätte da nicht an die Luxus-Marcellerien Roms gedacht in denen Produkte im Verkaufswert eines Lamborghinis von der Decke baumeln die leider nur den Gewinn eines dieser neuen Topolinos einzubringen vermögen. En somma max. 25000€ per anno?

  50. „Kanzlerin der freien Welt“
    @Peter Keul – Frau Merkel wird es sicherlich schaffen. Insbesondere nachdem sie wegen ihrer „Menschlichkeit, Güte und Toleranz“ vom „Time“-Magazin zur wichtigsten Person 2015 erklärt wurde. Der Titel „Kanzlerin der freien Welt“ von der US Presse ist mindestens so weitsichtig gedacht wie seinerzeit der Nobelpreis für Obama von den Europäern.

    • Bleiben Sie geschmeidig, Frau Heuse,
      diese „Auszeichnung“ des „Time-Magazin“ ist nichts als ein Tritt ans Knie von Obama. Für den Abgestraften belanglos, das sụmma cum laude für die Gehrte in ihrem Herrschaftsbereich inzwischen mehrheitlich eher Anlass für Hohn & Spott. Mehr Last als Lust, fatal wenn sie „es nicht schafft.“ Für die Geschichtsbücher wird´s alleweil nicht reichen.
      Trotzdem, jetzt geht´s dagegen (gegen die Jahresabschlussrede). Ich bekomme langsam Zweifel dass ich meinen Wetteinsatz retten kann.

    • Die Champagner Wette
      Was meine Wette betrifft, betrachte ich die deutsche Szene mit großem Vergnügen. Wie Sie sich vielleicht noch erinnern können (ich habe es in diesem Blog schon einmal erwähnt) schloss ich im vergangenen April folgende Wette mit meinem Neffen: ‘Ich wette, dass Griechenland zu Weihnachten noch in EURO/EU ist, aber Frau Merkel nicht mehr Bundeskanzler’. Er hat dagegen gesetzt. Wer gewinnt, muss eine Flasche guten Champagner bezahlen, den wir zusammen trinken werden. Den ersten Teil meiner Wette habe ich schon gewonnen. Aus heutiger Sicht würde ich noch eine Flasche draufsetzen, dass ich den zweiten Teil auch noch gewinnen werde. Das ist echt spannend!

    • 2. auf der TIME Liste der "bedeutenden Personen des Jahres 2015" ist der Kalif der IS
      und 3. Donald Trump, der ihr (Merkel) nach der Verkündung des 1. Platzes bestätigt hat, „für den RUIN Deutschlands“ zu sorgen.
      Ich finde, sie führt diesen contest der dieshährigen Bedeutendsten (was ja erstmal ohne jegliche Bewertung ist) zu Recht an.
      Zumal auch A.H. bereits 1938 das Time-Cover aus dem gleichen Grund zierte.
      Und was übersetzt aus der Laudatio heißt, dass sie uns hilft, „eine alte, quälende nationale Identität aufzugeben“ wird die Zeit zeigen.

      Übrigens:
      Einer ihrer geladenen des deutschen nicht mächtigen saß gerade im Restaurant an meinem Tisch beim Mittagessen und hat die Zeche geprellt.
      Was soll ich nur davon halten…

  51. Themenwunschkonzert an den Don...
    ich würde mir mal was von Ihnen zum Thema „Lust und Last der italienischen famiglia“, also Vor- und Nachteile wünschen.

  52. Titel eingeben
    Ich lasse mich einmal zu einem anderen Namen hinreißen, damit nicht immer die gleichen erscheinen.

  53. das vermächtnis: der aktuellen politikergeneration
    heute in der zeitung aus frankfurt: ein beitrag von Boris Pofalla mit dem titel „dann haut doch ab“.

    selten hat jemand so scharf herausgearbeitet, was die aktuelle politikergeneration um merkel, schröder, hollande, sarkozy oder gar juncker und schulz für die JUGEND EUROPAS geleistet hat:

    vorschriften für weihnachtskerzen…………..sonst ist da das NICHTS !!

    • ts, ts, ts.....
      Immer wieder dasselbe. Warum verschwiegen sie, dass ALLE diese tollen Politiker von den Bürgern (und zwar ohne Zwang!) gewählt worden sind?

      Ich empfinde diese Verdrehung der Tatsachen, das ausdrückliche Verleugnen des eigentlichen Problems immer widerlicher!

      Was soll diese Verlogenheit, diese Heuchelei?

      Diese von ihnen angeführten Leute sind keinewegs das Problem, sie sind nur ein Symptom!

    • KaBalz fragt besorgt djangohatnemonatskarte
      Könnte dieser Artikel beim Jung-Romancier von der Heideblume im Rahmen des avisierten Bevölkerungsaustausch in Auftrag gegeben worden sein?
      Kurzrezension:
      „Boris Pofalla legt mit LOW den wohl unaufgeregtesten Roman der Saison vor – gerade deshalb trifft er den Ton seiner Generation
      Den Sinn ihres Lebens begreifen Moritz und der junge Ich-Erzähler darin, sich der Welt zu entziehen: Der Gesellschaft, dem Alltag, jeder normativen Kraft. Denn erhaben ist nur, was man weder beherrschen noch benutzen kann. Ihr Tor zur Erhabenheit sind Drogen, Kreativität und der Mantel der Nacht…….
      Spannender als der Gastbeitrag sind allemal die, hurra, freigeschalteten Kommentare für ein durchaus glitschiges Thema.

    • LOW oder doch lieber HIGH
      @karin B.: dieser roman entzieht sich einer deutung durch mich, ich wahrscheinlich dafür zu alt…….

      kann aber was den stil angeht nur der NZZ zustimmen: wenn der autor ab und zu mal literarisch wie bei einem fön von LOW auf HIGH geschaltet hätte, wäre das ergebnis besser geworden.

      und an TDV die frage: was ist denn nun das EIGENTLICHE problem ?

      sehe ich das nicht und wo ist denn die heuchelei ?

      darauf einen Heuchelberger Trollinger !

    • Zumeist waren ja nur etwas mehr als die Hälfte der
      Bürger an der Urne – der andere Teil hat nicht gewählt, was aus welchen Gründen auch immer nicht wirklich erforscht wird. Und denen, die dann dran sind an den Töpfen der Macht, ist ja auch egal. Schönwetterpolitiker(inn)en für Sommermärchen halt. Und für die, die eh eher in der Sahne schwimmen als für den Rest.

    • Wahlbeteiligung?
      Wenn Wahlen etwas ändern könnten, dann wären sie verboten…

  54. Zur Ehrenrettung der Besenwirtschaft (württ.: Bäsen)
    sei gesagt, verehrter djangohatnemonatskarte welchen Ort er denn vorschlüge um so richtig und unter den Richtigen gegen Scharia-Westen aufstoßen zu können? Der saure Wein, den es in der Tat hie und da noch zu finden gibt kann da nur förderlich wirken. Leider wird mehr und mehr von der standfesten Weintasse auf die statisch nicht mehr so ganz bestimmten hochstieligen Gläser umgestellt, was bei hitzigen Diskussionen zu schmerzhaften Verlusten führen kann. Mit der Umstellung ist leider auch eine qualitative und preisliche Augmentation verbunden was dem sparsamen Schwaben (ich verzichte hier auf die Anhängung der gendergerechten Form die in „Bäsen“ zu weiteren hitzigen Äußerungen führen kann). Sah ich doch kürzlich in der Preisliste eines „Bäsens“ einen Preis pro Viertele der uns fortan diese Lokalität meiden lässt, seien die „saure Nierle mid Brodkardoffle“ auch noch so köstlich.
    Zum „sauren Wein“ entnehme ich beim schwäbischen Nationalseelenforscher Thaddäus Troll (schrieb schon vor der Internetzeit): Anzeige in den „Stuttgarter Nachrichten“ vom 11. September 1965 „…welcher schwäbische Wengerter liefert heute noch bei guter Abnahme „Schwäbischen Württember Wein“, der nicht für den breiten Publikumsgeschmack gerichtet, sondern nach althergebrachter, solider Weise ausgebaut ist, notfalls verfeinert, aber nach Gehalt, Eigencharakter und einen „Schwanz“ hat, wie früher üblich, so wie ihn die alten schwäbischen Viertelesschlotzer lieben? Probe und Preisangabe erbeten an Gasthof Röhm, 74 Tübingen, Karstraße 191“
    Mit Ihrem angehängten, etwas abgeschmackten Spruch der geneigt ist die Stämme zu spalten punkten Sie bei uns nicht. Wir sind ein gemischtes Paar von beiden und der Württemberger kennt das Badnerlied besser als das Lied der Deutschen. So, jetzt wär des au g´schwätzt, wie Freitag sagt.

    • @k.balzuweit
      der BÄSE kann von hessge bis schwaikheim oder darüber hinaus gehen….wobei schwaikheim wohl eine besonderheit sein soll, wenn wir dem direktmandatsträger des kanzlerwahlvereins glauben wollen: drei bäse solle es geben, aber keinen weinberg. wenn das nur richtig gepfiffen ist lieber pfeiffer !

      und mein spruch soll ja gerade von so „schändlichen“ mischehen bewahren oder haben sie die badner abstimmung 1970 nicht miterleben müssen wie ich im fremden badnerland und allerbösester diskriminierung, ja dem ausschluss aus dem öffentlichen leben, ja der brandmarkung auf offener strasse ?
      aber bei einem guten meersburger oder markgräfler werden solche dinge ja zu dem was sie sind: echten petitessen ! prost !

  55. Nicht dass jemand glaubt
    ich hätte keine Friseuse aber das TDV-Statement vom frühen Morgen des Internationalen Tag der Berge, Tag der UNICEF sowie Arthur, David, Tassilo muss ich trotz erheblicher Beanspruchung durch häusliche Dinge beantworten. Verehrter TDV, die Besenwirtschaft unseres allergrößten Vertrauens verfügt über eigene Bio-Metzgerei nebst eigenem Weinbau. An Wutzen, so verspricht man hoch und heilig, kämen nur Schwäbisch-Hällische ins abattoir. Die sollen mit Äpfeln und Hollundersekt aufgezogen werden sagte der Rezzo. Der Glauben daran ist allerdings ins wanken geraten nachdem uns die unbedarfte polnische Servierkraft auf die Frage ob die Gänsekeule vom 500 m entfernten Freilauf-Gänsehof kämen antwortete: „kome von Hungari“.
    Btw, ich/wir bleiben bei der Aussage betreffs des Alters-nicht nur wegen den drohenden Scharia-Westen sondern auch angesichts der Antibiotika.
    Das mit den Kobe-Rindviechern fand ich schon immer strange. Ich kenne das Bier dort nicht, aber wenn ich an das Zeug denke was uns unser Sohn ab und zu aus Japan mitbringt und dieses auf das Kobe-Bier übertrage ist diese Verwendung evtl. angemessen. Und die Rentner dort scheinen ja auch keinen massiven Anspruch darauf zu erheben. Was die Massage betrifft, so hätten die Rentner gewiss die Muse das gegenseitig zu praktizieren. Wie man hört, soll das bis ins hohe Alter Freude bereiten.

    • Danke für die Nachhilfe
      Obwohl die eine Hälfte meiner Familie in Freiburg wohnt, hab ich den Ausdruck Besenwirtschaft noch nie gehört. Wie gut, dass es Wikipedia gibt…
      Danke für das „kome von Hungari“, auch wenn ich mir ja bereits sicher bin, dass alles andere immer und überall zurückstehen muss, wenn es an der höchsten aller Werte, den Profit, geht, so liest man doch gerne neue Bestätigungen.

      Ihre Einschätzung japanischen Bieres ist nicht nur korrekt, sie kann auch als Beispiel für generelle japanische Qualität herhalten. Die Aesthetik ist zwar (ab einer gewissen, absurden Preisklasse) tatsächlich beeindruckend, das Kulinarische selber leider sehr viel weniger. Reis wird in einem klebrigen Klumpen serviert und verglichen mit DE kostet er im Laden ungefähr das 5fache.
      Bio oder Organic existiert in Japan im Grunde überhaupt nicht, und es gibt auch keinerlei Verbraucherschutz, da es keine Politische Partei gibt die das ein Thema hält. Dsa mit den Einheitsparteien kennt man ja mittlerweile in DE auch, aber hier war das noch nie anders.
      Ihre Überlegungen zu Antibiotika könnten auch hier zutreffen, nur gibt es hier halt niemanden der es wagen würde das mal zu recherchieren. Dessen Karriere wäre ebenso schnell zu Ende, wie die eines deutschen Journalisten, der es zB wagt in Spiegel, Prantlhausener u.a. ein Interview mit Wagenknecht veröffentlichen zu wollen, in dem unvoreingenommene Fragen gestellt werden.
      Qualität ist in Japan immer nur (und ganz automatisch) dann, wenn es ein japanisches Produkt ist.
      Hier gibt’s auch viel „kome von China (bzw. Korea)“ und ab und zu passt einer nicht auf und wird dabei erwischt, dass er solche Nahrungsmittel in neue Verpackungen gesteckt hat, die die Aufschrift Made in Japan tragen.
      Und den Preis eines japanischen Produkts…

      Noch ein Wort zu den von ihnen erwähnten Rentnern… Viele Japaner vertragen wegen eines gewissen Enzymmangel keinen Alkohol und trinken, falls reich: Sake, falls ärmer: Shoju.
      Mancher Sake ist in der Tat ausgezeichnet, während Shoju doch zumeist schlimmes Zeug ist, das man in DE Fusel zu nennen pflegt.
      Wieviele Rentner sich gegenseitig massieren, kann ich nicht belegen, aber ich weiss, dass von den maximal 16-jährigen Schulmädchen in Japan, ein Drittel in einer Umfrage bestätigt hat, schon mal gegen Bares „massiert“ zu haben.

  56. Wunderschöner Dachstuhl
    Ja, das ist so eine Eigenart, auch in der kanarischischen Architektur bzw. spanischem Kolonialstil, dem (technischen) Sparrendach noch eine eingeklemmte Mittelpfette mitzugeben.
    Und kommt natürlich aus dem Schiffbau (= Kiel).
    Ich empfehle zudem den Besuch des „Dattein“ diesbezüglich.
    (Schwimmdach). (Nicht in NRW!)

    Beim Krieg finanziell auch so: Wenige Gewinner, viele Verlierer. :-(
    Sollte man abschaffen.

  57. Nachtrag: Wiesbaden
    Werter Don,

    das fand ich gerade in einer hiesigen Tageszeitung:
    http://www.wiesbadener-kurier.de/politik/fluechtlinge/zahlt-wiesbaden-ueberteuerte-miete-fuer-fluechtlingsunterbringung-fdp-stadtverordneter-kritisiert-gelddruckmaschine_16455092.htm

    Das kann ich aber nicht verifizieren, das wäre eine Aufgabe für die FAZ.

  58. Titel eingeben
    @lisbeth heuse 14:27 damals mußte erst mal alles eingestuft und kontrolliert werden jetzt sieht es anders aus jetzt werden die kräfte alle gebündelt

    noch ein vorschlag was canadas premier da vormacht könnten wir auch ähnlich nachmachen er läßt die flüchtlinge in amman vorregistrieren und dann ausfliegen also alle die sich richtung deutschland auf machen werden in den staaten die sie durchqueren mit technik von hier ausgestattet und dort schon registriert dann ist viel von unseren bürgern abgenommen bleibt noch genug arbeit für uns mit den flüchtlingen und so haben die anderen staaten auch eine arbeit die sie schultern können nicht nur zum durchfahren laufen oder bootsüberfahrten einen schönen 3. advent oder die 6.chanukkakerze also schabbat schalom

  59. OT
    Nach Betrachten der Bilder vom Klimagipfel in Paris, habe ich
    den Eindruck eines gigantischen,kapitalistischen Woodstock.

    Bin gespannt, wann die ersten Studien erscheinen, die sich
    mit dem Problem beschäftigen, welche Umweltverschmutzung
    der Planet Erde dem Sonnensystem zufügt und wieviel zuviel
    Ressourcen der Planet verbraucht.
    Globale Konferenzen zur Rettung des Sonnensystems sollten
    zwangsläufig stattfinden.

  60. wunderbarer Beitrag
    Seitdem ich den Blog entdeckt habe schaue ich immer wieder gerne vorbei. Es ist ermutigend zu sehen dass doch noch nicht jeder Schreberling auf der politisch korrekten Mainstreamlinie ist. Und man reibt sich fast schon die Augen bei dem Erlebnis einen Text zu lesen bei dem man den Eindruck hat der Author hat auch mal nachgedacht bevor er angefangen hat zu schreiben. Vielen Dank dafuer!

  61. Der italienische Saustall
    Würden wir in Italien leben – und dort nicht nur belle ragazze und andern Kunstschätzchen hinterher laufen, so hätten wir noch sehr viel mehr Aufreger.

    Dieser Blog würde übrigens in Italien weitaus gereizter und aggressiver laufen. Und, vermutlich nicht nur mit verbalen Andeutungen begleitet werden.

    Dass dies in unserem komplett überbevölkerten und klimatisch nicht gerade erheiternden Land zukünftig ähnlich kommen wird, bereitet auch mir die nicht geringste Sorge.

    Deshalb ist es wichtig – bei aller Skepsis – jetzt erst einmal Gelassenheit zu bewahren.

    Dass es für 1 Mio. Flüchtlinge auf die Schnelle weder Immobilie noch guten Job geben wird, ist Fakt. Das weltbekannte freundliche deutsche Mikro-Klima wird ein Übriges dazu beitragen.

    Die Flüchtlinge werden uns leider nur teilweise ändern.

    In vielerlei Hinsicht werden sie widerlichste Züge unserer Kultur reaktivieren.

  62. Das letzte Bild des Autors ...
    … hat wohl Niemand gesehen ;-)

  63. Possessivpronomen
    Das Possessivpronomen (geht es immer um Besitztum?) gleicht sich normalerweise in Genus und Numerus dem Satzteil an, auf das es sich bezieht. In unserem Fall also Don Alphonso oder Kunstfigur. Maskulin und Singular erfordert also „seinem“; „ihrem“ ist von der Form Plural oder Feminin im Singular. Natürlich könnte man auch argumentieren, das Don Alphonso als Kunstfigur ein Pluralis majestatis folgt. Aber auch ein Pluralis Auctoris wäre diskutiertbar, da weitere Gastautoren im Blog schreiben (allerdings in Abgrenzung zur Kunstfigur), oder ein Pluralis Modestiae, weil unser Gastgeber bei allem geistigen Reichtum in der Regel um höfliche Bescheidenheit zumindest bemüht ist. Dann war auch „ihrem“ zutreffend. Übrigens: Toller Saal, habe ich zum ersten Mal durch Ihre Photos gesehen. Danke.

  64. Anatomie 101
    Sie haben ein gutes Auge fuer tierische Anatomie, werter Don Alphonso, wie das letzte Bild in ihrem Essay zeigt. Schoener Close-up der Genitalien, komplett with Gonads. Beachtlich … und amuesant.
    Ciao

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