Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Der Privilegienliebhaber ohne festen Wohnsitz

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Warum sollen wir uns nicht rächen?
Shylock

Langsam treiben die Gondeln durch das brackige Wasser des kleinen Kanals. Auf dem goldarbenen Thron räkeln sich Japanerinnen in lasziven Posen, als wären sie die wiedergeborenen Kurtisanen der Lagunenstadt, und machen Bilder von sich. Nebenan steht eine recht bekannte Kirche mit byzantinisch anmutenden Kuppeln, aber sie achten nicht darauf. Sie achten auf ihre Haltung, auf den muskulösen Gondoliere und den romantischen Hintergrund des morbiden Verfalls. Sie sind so zivilisiert, dass sie nicht jenes V-Zeichen in die Kamera halten, das Novizen der asiatischen Reisekunst ausweist. Wenn sie am Markusplatz oder am Canal Grande die Gondel bestiegen haben, sind sie inzwischen schon länger unterwegs. Sie können sich das leisten. Später werden irgendwo in Tokio oder Singapur Mobiltelephone piepsen und die Besitzer eine kleine Ahnung der Wünsche fühlen lassen, die Casanova hier beim Anblick der Venezianerinnen empfand.

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Venedig, diese Sündenmeile des alten Rokoko-Europas, wo Damen aus aller Herren Ländern denselben alle Dienste anboten, ist sogar im grauen November noch eine sehr sinnliche Stadt. Leise gluckst das Wasser unter den Planken, überzogen mit glänzendem Klavierlack, eine Möwe frisst den Flügel einer verendeten Taube, die Mädchen auf dem goldenen Thron machen noch ein Bild, diesmal mit Lolitablick durch die Streberbrille, ein drahtiger Taschenverkaufer hastet mit Fälschungen vorbei, kurz, es ist sehr romantisch und lebensfroh, und selbst, wenn es das nicht ist, ist es immer noch besser als nördlich der Alpen. Dort steht ein Video auf Youtube und macht Menschen nicht glücklich wie erotische Grüße aus der Lagune, sondern wütend. Es singt da einer nämlich: Ich owne Polizei, denn ich zahl Höchststeuersatz.

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In diesem Video geht es um eine angemessene Beschreibung der Realität polizeilicher Schutzmassnahmen: Je besser die Wohnlage, desto besser auch die Sicherheit dank der Staatsorgane, die natürlich genau wissen, wem dieser Staat wiederum gehört. Ein simpler Blick in die Vermögensverteilung deutscher Wohnlagen zeigt, dass Stechereien mit zerschlagenen Bierflaschen für Regionen stehen, in denen das Land nicht den Bewohnern gehört. Da kann das schon mal vorkommen, aber bei uns… also bitte. Hin und wieder, wenn es in der Altstadt Randale gibt, rufe ich selbst die Polizei. Gemeinhin ist sie wirklich flott. Ich finde das gut. Die Polizei schützt das Umfeld meines Stadtpalastes. Andere jedoch beschweren sich, das Lied und der Text sei Klassismus und würde nur jene verhöhnen, die eben nicht Polizei ownen, Drogenhändler im Görli, sozial Abgehängte, Randgruppen. Und nie den Spitzensteuersatz zahlen. Gut, das tut dank Steuerberater auch bei uns niemand – wo kämen wir denn da hin – aber der Umstand, dass in Deutschland sich gerade niemand räkelt und viele sehr wütend wegen der Ungleichheit sind, wirft natürlich die Frage auf, ob man offen über die realen Verhältnisse sprechen sollte.

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Eigentlich – nein. Eigentlich sollte man wissen, wie es wirklich ist, und schweigen. Und mehr noch: Das, was offensichtlich ist, sollte man kleinreden. Etwa so einen Palazzo: Da bietet es sich an zu sagen „Also, ein grässliches Ding, das meine Vorfahren da gekauft haben. Das ist ja gar nichts mehr wert, und die Reparaturkosten, das ruiniert mich. Dieses Haus ist der Fluch meines Lebens. Ich würde es sofort verkaufen, aber…“ und dann folgt eine Begründung, die weder die famosen steuerlichen Gestaltungsmöglichkeiten mit Denkmal-AFA erwähnt, noch die Summen, die dank Mieten jeden Monat wie aus dem Nichts auf dem Konto erscheinen. Das ist international so, und ich habe keinen Zweifel, dass man von der Rialtobrücke bis zum Dogenpalast genau auf diese Art die Paläste nicht „owned“, sondern sich zum Opfer der Umstände stilisiert.

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Ich kann darüber nur lächeln, falle aber ins gleiche, ausgesprochen feige Schema. Sie werden vielleicht gemerkt haben, dass ich Japanerinnen nicht ohne Interesse betrachtete – Bewunderung der Schönheit kommt auch bei Thomas Mann vor, wodurch es kulturell legitimiert ist. Warum etwa winke ich nicht einen Gondoliere heran, sage ihm „Folgen Sie dieser Gondel und reservieren Sie schon mal ein paar Plätze in einem rotsamtenen Boudoir, wo man etwas Philosophie betreiben kann“? So lebte das alte, von mir geschätzte Europa, so entstand Casanovas Werk – aber natürlich mache ich das nicht und fahre später mit dem Wasserbus zurück, in dem Chinesinnen mit dem V-Zeichen noch einiges über angemessenes Räkeln lernen müssen. Es ist nicht der Geiz, es ist die Erziehung. Man versucht nicht mehr, etwas in dieser früher sehr gängigen, auffälligen Form zu erownen. Es bleibt vielleicht ein geheimer Wunsch, der Sie eigentlich gar nichts angeht.

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Der Wunsch, Herrn Böhmermann wegen seiner zur Schau gestellten Privilegien mit Polizistin auf dem Motorrad absetzen zu lassen, wird dagegen in Deutschland sehr offen formuliert, man ist ja noch warmgelaufen von Xavier Naidoo. Das ist nicht die Welt, in der man über das Vergnügen reden kann, zwischen Statuen von lichttragenden Mohren einen venezianischen Leuchter für daheim auszusuchen. Das Duckmäusertum ist ein anerzogener Reflex. Natürlich haben Gangsterrapper den nicht und zeigen das. Aber wehe, jemand tut das, der sein Vermögen anderen auf legalem und von der Polizei geschützten Weg abgenommen hat: Rechtes Gut gedeihet im Ansehen der Mehrheitsgesellschaft nicht. Wir leben das alles daheim im Kämmerchen aus, und lassen die Mehrheitsgesellschaft allenfalls ahnen, wie das Leben unter Stuck und Kronleuchtern so sein mag. Je weniger sie wissen, desto besser ist es. Wir lassen nicht wissen, wir lassen keine Tür offen, wir lassen allenfalls ahnen – und streiten, wenn wir dann wegen der Privilegien beschuldigt werden, alles ab. Während ich dies schreibe, fordert eine nach Berlin gezogene Tocher eines guten bayerischen Hauses Enteignungen für Flüchtlinge – nicht mal unter Beobachtung durch Dutzende von Rokokoportraits würde ich bei mir daheim über dieses Verlangen, andere in meinem Goldbrokatbett schlafen zu lassen, mokant lächeln.

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Eigentum verzichtet. Wobei. Die gleichen Leute, die der Meinung sind, man sollte mal seine Privilegien checken und still sein, wenn sie Flüchtlingen eine Wohnung und gesellschaftlichen Rang ertwittern, stehen am Ende auch vor diesen Säulen und machen ein Bild.

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Säulen sind in Italien nicht gerade selten, und speziell Venedig konnte auf dem Festland auf viele römische Spolien zugreifen. Die hier – vermutlich die meistphotographierten Säulen der Welt – stammen zwar wie die Flüchtlinge und der Nikolaus aus der Türkei. Sie wurden allerdings unter durchaus fragwürdigen Umständen hierher verbracht. 1204 war das, damals eroberte der vierte Kreuzzug mit Hilfe der Venezianer Konstantinopel, und weil die französischen Ritter ohnehin keine Verwendung für das Schöne hatten, reservierte sich Venedig die Kunstschätze. Das sorgte kurzfristig für eine Exkommunikation durch den Papst, aber langfristig für eine sehr eindrucksvolle Domfassade von San Marco – eines Evangelisten, dessen Reliquien die Venezianer übrigens auch in der Türkei gestohlen hatten: Sie ownen Säule, sie ownen San Marco, Venezianer zeichnen Scheck stets blanko. Nein, im Ernst, der geneigte Reisende sieht hier doch recht schön, dass man auch heute noch mit Privilegien international Bewunderung erreichen kann. Irgendwann will auch die Refugee-Aktivistin so ein modisches Kind, Traumhochzeiten sind wieder begehrt – vielleicht steht sie dann auch hier und erfreut sich an den goldschimmernden Mosaiken und geraubten Steinen, an denen natürlich Blut klebt. Die Verbrecherstadt Venedig besuchen ist gesellschaftlich immer noch legitimiert.

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Und erstaunlicherweise wollen hier alle den Canal Grande sehen, die Kirchen, die Paläste und die üppigen Museen. Niemand fährt nach Mestre zur Instandsetzung der Boote oder zu den Fischfabriken, obwohl man dort bestens soziale Unterschiede sehen und öffentlich beklagen könnte. Venedig hat einen neuen Bürgermeister und mit ihm eine migrationsfeindliche Sicherheitspolitik, die noch erheblich restriktiver vorgeht, als es das Video des Polizistensohns zeigt. Die Venezianer haben sich im Juni bei der Wahl denokratisch dazu entschieden, neben den Säulen auch wieder Polizei zu ownen, und sich von den Weltproblemen loszusagen. Das ist sicher nicht sonderlich menschenfreundlich. Man muss diesen Kurs der Abschottung nicht mögen, wenn der Bürgermeister selbst sagt, Venedig würde keinen einzigen Flüchtling aufnehmen. Aber den Reisenden ist das wohl so wenig bewusst wie die Brutalität des Säulenraubes, und so hat Venedig weiterhin den Ruf der Grandezza, die man gesehen haben muss. Selbst die Wissenden wie ich nehmen das in Kauf. Venedig gönnt sich das Privileg, sich aus einer europäischen Krise zu verabschieden, Venedig setzt sich ohne Rücksichten durch und wie man sieht: Es fällt kein Schwefel vom Himmel, das Meer tut sich nicht auf, um die Stadt zu verschlucken, es ist halt so. Die Touristen kommen weiterhin und kaufen Seidentücher und Lampen. Insgeheim sind sie vielleicht sogar froh, wenn sie hier die Pracht sehen können, ohne das Elend bedenken zu müssen. Das ist ein kleines Privileg.

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Sie sind privilegiert. Und deshalb finde ich, dass die Amateure der Privilegien vielleicht etwas mehr Mitgefühl für uns Profis haben sollten, und verstehen, warum wir lächeln, wenn in einem Video endlich die letzten Reste der alten Weltordnung so beschrieben werden, wie wir das gern haben.

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137 Lesermeinungen

  1. der ewige Klassenkampf halt...
    grad letzthin mußt ich mir lange Tiraden anhören, von nächtlicher Lärmbelästigung in der City, gegen die eine Bürgerinitiative begründet ward und von der Parteilichkeit der Polizei, die, so wird vermutet, gewiß gratis bewirtet wird von all den Wirten, die die lauten Massen aus der Vorstadt, aus der die Echauffierten, die es in die City geschafft haben, stammen, ins innerstädtische Amüsierviertel anziehen… daß aber um die Sozialbauten der Vorstadt im art deco die sugarmen patrouillieren und daß dies manche alte Frauen, Mütter der innerstädtischen Neobürger, die sich nur mehr vormittags, wenn sugarmen und ihre Kunden noch schlafen, raustrauen , ängstigt wird abgetan mit „man muß ja nix kaufen“…

  2. Integer
    Wer heute noch Venedig sieht wird es morgen schon unter Fluten suchen.
    In und an der Adria liegen umsäumt, unlängst ertrunkene Orte; Venedig muss da kein Privileg sein, den anderen nicht folgen zu wollen; es lebt verrucht und gibt sich den Mauerschwamm hin.
    Das Schönste an Venedig bleib, das es kulturelle Farbe hat, und nicht Schwarz im Leid sich nach den Touristen kostümiert; wie die, die diese Stadt so berauschen finden; wie teuer ist eine Gondelfahrt? Das letzte Mal als ich im Ruderboot saß, waren es 20 Pfennige mit selbstrudern drin den ganzen Tag; ach ja das war im Osten, lange her.

    War! Gut Privilegiert. Gondoliere ist nur ein Ruderer, mit einen Paddel, durch die Kanäle schlenkern.

    Nur Neid!

    Venedig ist mit den Kultur Euro nicht zu retten, irgendwann ist es ein Unterwasser –herzeige- Museum; Blickpunkt mit der Gestohlene Pracht vernachlässigter Kulturen. Aber nicht allein Venedig hat gestohlen; wenn alles Musen das zurückgeben was ein Eigentümer nur beansprucht…

    Kleider machen haften, wenn wir uns überboten könnten, andere Menschen?
    Sind wir nicht alle Fallobst, eigner Evolution? Was wird aus der Zukunft Sein?

    Ich klage nicht über die Lebensdauer eines Proteins.
    Nein! Nur das Privilegien kommen und es mir wegfrisst.

    Danke

  3. Titel eingeben
    Was will uns das sagen? Schweig stille? Na, das hätte ich auch gern – in Bezug auf andere, versteht sich! Angesichts von Schönheit muss man aber auch mal schweigen. Wer das gar nicht kann, der ist ein Barbar. Und barbarisch ist es leider auch, mit seinem ganzen Geld keine schönen Säulen zu errichten oder zu erhalten, sondern das Unschöne zu fördern, die Selfie-Unkultur.

    Hm.

    Und PS: Gleichheit ist kein Wert, sondern eine Utopie. Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Historiker von nebenan – ach nee, nicht „nebenan“, sondern in Venedig! Und jetzt bin ich auch noch neidisch, oh nee, ich wollte doch schweigen …

  4. Arthur Schopenhauer : Jede Nation spottet über die andere, und alle haben Recht
    Herr Böhmermann macht es ja gerade nicht. Aber nichtsdestotrotz halte man sich auf keinen Fall zurück. Sich über Ungebildete, Migranten und Gangsterrapper lustig zu machen hat viel an Menschlichkeit in sich. Sich ostentativ beschützend vor sie zu stellen, perpetuiert nur ihren Status als Nichthandelnde und wehrlose Objekte.

  5. ... dem alkoholgeschwängerten Gepolter des tschechischen Präsidenten Miloš Zeman ...
    s. http://www.faz.net/-i98-8b01p – „Wenn die EU-Fahnen entfernt werden“ – über EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker, seinem alkoholgeschwängerten Gepolter werden wir wohl unter FAZ.NET nie was lesen – wenn wir denn bald überhaupt noch die FAZ (Gleitmedien, Transmissionsriemen) lesen.
    Schade, eine Schande ist die Gleichschaltung aller Leitmedien („BILD und Glotze“). Mir ist’s nur noch zum K…

  6. Wetten, dass einigen osteuropäischen Neumitgliedern auch das nicht gefallen wird:
    http://www.faz.net/aktuell/politik/terrorangst-in-europa/fdp-chef-lindner-fordert-europaeische-armee-13951045.html

    Lindner hat auch nicht mehr alle Tassen im Schrank: Krieg führen als Gesamt-EU-Privileg, ähnlich wie Alkohol trinken: dem Präsidenten eines kleinen EU-Staates wird übel genommen, was beim Präsidenten der EU-Kommission nicht anders vorstellbar ist, Gewohnheitsrecht wohl. Vgl. http://www.faz.net/-i98-8b01p … An diesem Punkt treffen sich die Argumente der rechten Regierungen in Polen und Ungarn mit denen des linkspopulistischen slowakischen Ministerpräsidenten Robert Fico und dem alkoholgeschwängerten Gepolter des tschechischen Präsidenten Miloš Zeman. … So wörtlich im FAZ-Kommentar, das technisch nicht direkt kommentiert werden darf.

    • im westen nichts neues
      europäische armee, das gabs doch schon mal, hiess EVG und liess sich schon beim ersten mal nicht durchsetzen.

    • Ich glaube auch nicht, dass das nach en Erfajrungen mit dem Euro noch kommt.

  7. täter als opfer........
    oder für 1500 netto die rübe hinhalten im schichtdienst………..

    oder wie im noch grün-roten wunderland des herrn kretschmann:

    weisse alternde männer (vielleicht sogar noch ingenieure), damit von meinungsbildenden gruppen klassifiziert als die sackgasse der evolution , die es versäumt haben in den 68- und 69- prägende erfahrungen mit wasserwerfern zu machen, stellen sich auch nach dem 3. aufruf in den vollen strahl……….besser kann sich „late midlife crisis“ nicht manifestieren…………..und bestraft wird………………… der wasserwerfer……………wahrscheinlich hätte er seidentücher, konfetti oder stuttgarter hofbräu, alternativ schwabenbräu „werfen“ sollen.

    war aber wegen den gekürzten finanzmittel für die polizei nicht vorrätig, deshalb wasser…..nicht mal cannstatter mineralwasser, pfui !

    kam wohl aus dem nesenbach !

    • Immer die völlig Ahnungslosen
      Es sind immer dieselben die zwar keinerlei Ahnung davon haben was da überall möglicherweise tatsächlich mal los war, aber felsenfest von ihrer Meinung überzeugt sind. Denn alle in der eigenen Bekanntschaft sin d ja derselben Ansicht, geistige Inzucht rules, forever…

      Sich heutzutage in einen Wasserwerfer Strahl zu stellen ist sozusagen nichts als eine Intensiv-Wäsche.
      68 und 69 kam da ein Gemisch aus Wasser und Tränengas raus, in einem vollgesogenen Parka wirkte das ziemlich lange.

      Achja, auch damals ging es übrigens schon gegen Terroristen….

  8. Titel eingeben
    Foersterliesels sugarmen: was könnte all das wohl in verständlichem Deutsch heißen?

    • weiter zu helfen
      sugarmen => Hauptwort, steht für Zuckermännle (pl.), Zuckermännle im Schwäbischen auch im Singular. Hasch me?

  9. lieber Gast
    sugarmen sind dealer/streetrunner und art deco ist der Bebelhof
    https://de.wikipedia.org/wiki/Bebelhof_(Wien)
    deutscher geht’s leider nicht

  10. Privilegien?
    Vor ein paar Jahren habe ich mir mal darüber Gedanken gemacht, wie man denkt und handelt, wenn man Kanzlerin Deutschlands ist und deren Großvertreterin in der EU, aber nie einfach so mal in Venedig war und die morbiden Paläste gesehen hat; oder in Luxemburg, Belgien und Elsass über die riesigen Soldatenfriedhöfe gestapft ist, oder in Granada auf die Alhambra gestiegen ist, oder …. Man kann es Privilegien nennen, aber das Ergebnis solch fehlender Erfahrungen ist ziemlich deprimierend.

    • Privilegien
      bastelt sich jeder zurecht, wie er/sie halt kann.

      Nicht jedem Frau Heuse, ist die Fähigkeit europäische
      Kultur zu empfinden gegeben.
      Lerne gerade – war es bei SPON? – dass an der europäischen
      Folklore/Kultur so garnix europ. oder deutsch ist.
      Der besorgte Bürger muss nur noch kapieren, dass auch er
      nicht europ. oder deutsch ist.

      Alles Einbildung!

    • die erste reise
      nun ja L.H, wer seine erste reise mit dem angesparten geld nach USA macht und sich demonstrativ nicht mit der jüngeren deutschen oder europäischen geschichte von Sarajewo bis zum strand von Omaha oder gar dem kampf um Crailsheim auseinandersetzt……………….und dann auch noch die 68er nicht mitbekommen hat…und den terror der RAF………….der trifft todsicher allereinsamste politische fehlentscheidungen………….in ihren langfristwirkungen vergleichbar der vom 30.01.1933: absicht gut, resultat fatal !

    • Seelower Höhen
      Und waren Sie? In Warschau, Leningrad, den Seelower Höhen …?
      .
      Grüsse aus dem Taunus…

    • nicht ganz unbedarft
      Ich war in Warschau, nach Putins Leningrad zu fahren rät man mir ausdrücklich ab. Aber ich bin auch nicht deutsche Kanzlerin.

    • @HansMeier555
      danke für die nachfrage……….Seelower Höhen hat die führungsspitze gesehen, war sicher pflichtprogramm und ist ein schreckliches mahnmal, wie deutsche und russische befehlshaber das menschenmaterial zu eigenen ruhm und ehre verheizt haben.

      warschau und leningrad muss ich passen, aber gegenfrage: waren sie in Marzotto und Lidice ?

      grüsse hier vom see, es ist Turner zeit, die sonne braucht noch ein wenig durch den nebel………aber es ist ein genuss, die welt wie er – wenigstens für minuten – zu sehen.

    • @HansMeier555
      da ich im osten (warschau, leningrad) weisse flecken habe…………….

      ………..wurde ja auch nichts aus meiner kanzlerkandidatur !

    • Ja, das ist nachvollziehbar,
      dass man darüber nachdenkt. Ich konnte auch nicht fassen, als ich feststellte, dass ausweislich ihrer Selbstauskunft amerikaaffine Landsleute in ihrer Kindheit gar keine in und teilweise über die Alhambra geschriebenen Geschichten gelesen hatten, sondern vor Ort (von dem man in den „Gärten der Welt“ in Berlin wirklich nur ein bescheidenen, wenn auch olfaktorisch beeindruckenden Eindruck erhält) eben nur Maulaffen hätten feilhalten können: Washington Irving …?

      Oder wie man meinen kann, anderen Orts bestünde tatsächlich Mangel an Soldatenfriedhöfen und der Neigung zu Zwangsbesuchen auf solchen – oder man würde durch die Besichtigung vielleicht einen tieferen Eindruck vom Krieg gewinnen, als etwa durch die Lektüre eines Romans von Arnold Zweig, pfui Teufel.

      Und wie man sich über den morbiden Charme im eigenen Land mokieren und mit Hinweis auf energetisch nicht optimal gedämmte Räumlichkeiten (nicht, dass man eine Vorstellung von Energiebilanz oder Brandschutz hätte, wenn einen schon die Fassade nicht dauert!) um den Preis zu drücken – während man sich im Urlaub in Venedig in der Gondel knipsen lässt, statt durch die Gassen zu laufen und um die Ecke bei den genervten Einwohnern einen Espresso zu trinken, den man wohl tatsächlich nicht bezahlen kann.

      Das ist nicht nur deprimierend, sondern wirklich ganz schrecklich, wenn Sie mich fragen! Besonders, wenn man bedenkt, welches dieser Defizite wohl verhältnismäßig leicht aufzuholen war und zweifellos nach Kräften aufgeholt wurde – und welches persistierte.

    • Ostblockreisen
      Dabei fällt mir noch ein: 1968, ein paar Wochen nachdem der Frühling dort niedergeschlagen worden war, war ich in Prag. Es war eine lange im Voraus geplante Bildungsreise mit dem Bund Deutscher Pfadfinder. Wahrscheinlich wollten die tschechischen Regierungskreise Normalität zeigen und ließen uns kommen. Die Normalität da war sehr einducksvoll.

      1975 war ich mit dem Fahrrad in Ungarn. Damals habe ich in dem damals neutralen Land Österreich studiert. Für meine Verhältnisse war das eine sehr teure Reise, denn man musste für jeden Tag einen recht hohen Betrag zu einem recht niedrigen Umtauschkurs einwechseln. Aber sie war hochinteressant. Als Fahrradreisende war man auf Augenhöhe mit den dortigen Bewohnern und kam mit ihnen leicht ins Gespräch.

      Auf beiden Reisen traf ich auch Reisende aus der DDR, denen aber das Reden mit einer rothaarigen Westdeutschen offensichtlich streng verboten war.

      1976 lief ich zu Fuß um die Insel Hvar des Tito- Jugoslawien. Mehrere Inselbewohner fanden das interessant, denn die kannten deutsche Studenten nur als Badestrandreisende. Wir haben uns gut unterhalten.

      1970 bin ich durch Finnland getrampt und hätte von da einen Abstecher nach St. Petersburg machen können. Aber leider hatte ich damals nicht genug Geld dafür.

    • Ptersburg und Warschau sollte man genossen haben
      Vielen Dank für den schönen Text, sehr geehrte Don.

      Kann es den geschätzten Mitlesern nur sehr empfehlen: Petersburg ist hell, weit und wunderwunderschön (vergleiche es für mich immer mit Paris und S.F. hell, schön und ‚weiß‘ – kann es nicht lassen, es so zu nennen).

      Warschau ist ebenfalls auf jeden Fall eine Reise wert. Die dortige Pracht resultiert auch aus dem Umstand, dass Polen wie Venedig lange Zeit eine Adels-Republik war: https://de.wikipedia.org/wiki/Rzeczpospolita (eine durch und durch interessante Geschichte).

      Haben Sie gewusst, dass ein polnischer König für Operaufführungen Publikum von der Straße hat fangen lassen? Habe ich schon vor 30 Jahren in Wahrschau gehört und hier steht etwas dazu, Seite 84: „Um also das Selbstgefühl des Königs, eines Opernliebhabers zu heben, „luden die sächsischen Höflinge – wie Antoni Magier, ein Warschauer Chronist bereits aus der Stanisław August-Zeit schrieb – wenn sie Leute während der Aufführung sahen, die am Opernhaus vorbeieilten, diese intensiv ein, einzutreten [um] die Zahl der Zuschauer zu vermehren; vier königliche Knappen liefen durch die Straßen des Sächsischen Gartens und verkündeten, mit Hundepeitschen knallend, daß das Theater begonnen hat“22. Man kann vermuten, daß trotz allem nicht jeder Passant diese spezifische Einladung erhielt, und daß Personen niederen Standes weiterhin zum Zuschauerraum des Hoftheaters keinen Zugang hatten.“

      Uni Leipzig, [PDF] Die Oper in Warschau in der zweiten Hälfte des 18 …
      https://www.gko.uni-leipzig.de/fileadmin/user_upload/musikwissenschaft/pdf_allgemein/arbeitsgemeinschaft/heft3/0315-Zoraw.pdf (scheint eine etwas eigenartige Übersetzung)

      Die größte soll ja in München stehen? „Die Bühne umfasst 2500 m², das Theater besitzt damit die nach der Opéra Bastille in Paris und dem Teatr Wielki in Warschau weltweit drittgrößte Opernbühne.“
      https://de.wikipedia.org/wiki/Nationaltheater_M%C3%BCnchen

      Wünsche allen Beteiligten, dass Sie Petersburg, diese prachtvoll und herrliche Stadt, die in unserer Geschichte ein so wichtige Rolle spielte, zu sehen bekommen. Besonders schön soll es in den weißen Nächten sein. Die Eremitage gilt nicht umsonst als eine der bedeutensten und schönsten Galerien der Welt (so was würde ich niemals wegen Streitereien um Eigentümerschaften meiden – Kunstgenuss ist davon schlicht unabhängig). Und wenn sich nachts die Brücken für die großen Schiffe öffnen, geht einem das Herz auf.

      Dies hier ist ein ganz besonderes und zauberhaftes Kunswerk: https://de.wikipedia.org/wiki/Russian_Ark . Gedreht im Winterpalais, der u. a. ein so wichtiges Symbol im Klassenkampf wurde (der Teil der Besatzung spielt in dem Film einen denkbar knappen Moment und zeigt eine wunderbare Gewichtung der historischen Ereignisse – und doch würde ich es gern mögen, wenn ein deutscher Bundeskanzler ein Verneigung vor den Opfern der Belagerung leisten könnte).

      Viele freundliche Grüße – azur

      PS: Wie sagte mal jemand, als ich ihm zeigte, wo ich trainiere: Kampfkunst statt Klassenkampf – tief bis Du gesunken. Schon in diesem Moment war ich dankbar für die Anekdote, die das ergab.

    • Um diese Zeit
      war ich in zu Besuch in Osnabrück. Sozusagen dem St. Petersburg des Westens.

    • Schrecklich.

    • Korrektur
      Habe leider bezüglich Petersburg bzw. „Russian Ark“ über Besatzungszeit gesprochen. Dazu kam es ja dort eben nicht.

      Auch die Zeit der Revolution spielt in dem Film nur einen Moment. Hier eine Filmvorschau: https://www.youtube.com/watch?v=J–TDEHizVA . Genießen Sie es bitte.

      Notabene: Bei diesem Lied wird ganz gut beschrieben, welche Lust Bergtouren beleitet: https://www.youtube.com/watch?v=D2M8N7BT0vg

    • Ja, Frau Heuse,
      wir wissen das: „Die Welt ist ein Buch. Wer nie reist, sieht nur eine Seite davon.“ Aurelius Augustinus, der Erfinder der Erbsünde!

      Und niemand aus der ehemaligen DDR hat bislang je Venedig gesehen oder Granada oder Flandern, das ist jammerschade, alles klar! Ein unangenehmer Versuch, 25 Jahre nach der Wende aus so etwas noch Honig saugen und dem anderen derart billig den Platz zuweisen zu wollen. Aber was von antisemitischen Klischees erzählen …

      Selbst 1990 war derlei schon so herablassend wie unsachlich:

      Sehen und sehen sind zweierlei Dinge. Ich weiß nicht, was die Touristen sehen, wenn sie hier scharenweise durchlatschen. Etwas anderes als ich, soviel steht mal fest.

      Und dann mag es ja auf Leute wie diesen Augustinus zutreffen, dass ihre Welt nur aus Dingen besteht, die sie sehen können. Zum großen Glück für die Menschheit denken aber nicht alle so. Es hat bislang, so meine ich, auch noch niemand Pluto gesehen; aber irgendwie sind sie sich alle einig, dass er wohl da sein muss.

      Ebenso, wie man irgendwann mal einsehen muss, dass etwas NICHT da ist. Beispielsweise die Bereitschaft, eine demokratische Entscheidung (die notwendiger Weise mehrheitlich vom Westen ausgeht) anzuerkennen. Weil man eben stets und ständig einen Sündenbock sucht!

    • antisemitischen Klischees
      Sehr geehrter Gast!
      Es steht Ihnen natürlich frei, mir unterzuschieben, dass ich aus der mangelnden Reisefreiheit der werten Frau Kanzlerin zu deren Jugendzeit, Honig sauge. Ich hatte allerdings nur darüber reflektiert, wie eine derartige Jugend das Denken beeinflusst. Aber was ich doch etwas unangebracht finde, ist Ihr Verweis auf antisemitischen Klischees in meinem Text. Es ist mir natürlich bekannt, dass diverse Leute hinter meinem Rücken behaupten, ich sei judenfeindlich. Ich habe da ein sehr dickes Fell – aber für logisch halte ich Ihre Argumentation nicht.

    • Sehr geehrte Frau Heuse,
      genau das ist der Punkt: Sie hatten sich ja nur geängstigt, das die von Ihnen als solche empfundenen Defizite in der Jugend anderer für Sie für Folgen haben könnten! (Welche genau? Will man Ihnen an das Leben, weil man hier nicht genug Friedhöfe hatte, oder will man Ihnen an den Schopf, weil einem im Osten das Haar grün statt rot spross?) Wären Sie in der Lage, die Perspektive zu wechseln, könnten Sie vielleicht auch sehen, welche Folgen die im anderen Teil Deutschlands erzeugten Defizite bereits gezeitigt haben. Aber es scheint Ihnen vermutlich weniger als Defizit, sondern vielmehr als ganz normales Verhalten von späteren Kabinettsmitgliedern, sich den Titel oder gar überhaupt erstmal einen Abschluss erschummeln und damit die Arbeit des gesamten Kabinetts dauerhaft in den Geruch verantwortungsloser Gaunerei zu bringen. Die Folgen sehen wir ja jetzt!

      Und dass das Bedienen von herabsetzenden Klischees gegenüber einem zahlenmäßig unterlegenen und an verschiedenen Stellen unterrepräsentierten Bevölkerungsteil gelegentlich unangenehme Folgen für denselben kann, erscheint Ihnen nur dann plausibel, wenn es sich bei diesem Bevölkerungsteil speziell um Juden handelt. Sie folgen damit einer anderen Logik als ich, da ist tatsächlich keine Verständigung möglich, schade.

    • Das Problem einer Minderheit habe ich schon im Kindergarten gelernt
      Sehr geehrter Gast!
      Es war die werte Frau Kanzlerin, die ihren Verteidigungsminister verteidigt hat, bis es nicht mehr ging. Es war auch die werte Frau Kanzlerin, die Ihrer Freundin Schavan einen hochdotierten Diplomatenposten beim Vatikan verschafft hat – gegen alle Regeln des Diplomatischen Dienstes.
      Die roten Haare erwähne ich übrigens, weil man damit in meiner Jugend ausgelacht wurde. Grüne Augen habe ich außerdem, das war die übelste Kombination. Ich kenne aus eigener Erfahrung die Vorurteile Rothaarige = Nutten = Hexen = nichtvertrauenswürdig

    • Sehr geehrte Frau Heuse!
      Es war die Frau Schavan, die in ihrer Jugend geschummelt hat – und die Kanzlerin, die versuchte, Flurschaden vom Kabinett abzuwenden.

      Weiter war es der proporzige Herr von Guttenberg, der sogar mit Hilfe der Bundestagsressourcen geschummelt hat – und wiederum die Kanzlerin, die noch mehr Flurschaden vom Kabinett abzuwenden hatte.

      Und noch dazu waren es bloß ein paar Kindergartenkinder (war es ein Kindergarten, der Begriff ist nämlich belegt? Oder doch eine Kita?), die mal gemein zu Ihnen waren – und keine DDRler auf der Jagd nach einem urlaubsbedingt weniger wachsamen Klassenfeind.

  11. Titel eingeben
    Na, die Reliquien des Evangelisten haben die Venezianer in Alexandria gestohlen (angeblich). Dafür kommen die hübschen Rösser auf S. Marco auch aus Konstantinopel…

    • ...
      und jetzt müssen die Italiener/Europäer sich für ihren Blick für das Schöne
      entschuldigen, und sich anhören sie hätten keine eigene Kultur.

    • Es gibt nur noch eine Kultur: Die Willkommenskultur, die sich hinsetzt und zuhört, um zu lernen, was früher unrichtig war.

    • Naja...
      eine Willkommenskultur hatten die Europäer schon immer. Nicht nur für für
      hübsche Rösser aus Konstantinopel.
      Man hatte auch nix gegen Seide aus China, Salz und Pfeffer, orientalische Düfte….
      Dafür hat man sich wirklich abgerackert.
      Das auf Menschen aller Herren Länder auszudehnen….
      scheinbar will sich für soviel politische Schönheit niemand krumm legen.

    • In Finnland gibt es jetzt ein paar hundert euro BGE. Das wird ein lustiges Experiment.

    • ...
      das …hat mit politischer Schönheit nix zu tun.

      Das ist der übelste Furz der je einem neoliberalen A**** entwichen ist.

  12. Die jüngste Entscheidung des Bundessozialgerichtes ...
    … ist nur ein Grund mehr meinen festen Wohnsitz in DE aufgegeben zu haben.
    .
    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/sozialhilfe-als-weiterer-anreiz-zur-einwanderung-nach-deutschland-13949046.html
    .
    Zitat aus vorgenanntem Artikel:
    <<<Wer hier ein halbes Jahr durchhält, hat ausgesorgt. Ob er sich ernsthaft um einen Job bemüht oder es an seiner Arbeitskraft irgendeinen Bedarf gibt, spielt dann keine Rolle mehr.<<<
    .
    Im Euro-Süden werden die Banken oder andere "noch honorigere Geldgeber" sehr bald das "DE-6 Monats-All-Inclusive-Finanzierungs-Paket" ins Schaufenster hängen.
    .
    Zurückgezahlt wird mit der Stütze aus DE sowie aus "Einkommen aus kreativen Zuverdienstmöglichkeiten".

  13. Italien und DE, ein kleiner Unterschied....
    “Andere jedoch beschweren sich, das Lied und der Text sei Klassismus und würde nur jene verhöhnen, die eben nicht Polizei ownen, Drogenhändler im Görli, sozial Abgehängte, Randgruppen.”

    Ist das nicht ein wenig arg primitiv…. „Drogenhändler im Görli“?????
    Wie wärs wenn sie statt dessen als ERSTES mal ganz normale Bürger erwähnen, denen es in dieser Beziehung ja nicht besser geht?

    „Eigentlich sollte man wissen, wie es wirklich ist, und schweigen. Und mehr noch: Das, was offensichtlich ist, sollte man kleinreden.“

    Gerade Sie wissen ja, dass Italien in Wahrheit nicht satisfaktionsfähig ist und deshalb als Vergleich mit Merkel DE (noch) nicht taugt.
    Trotzdem haben sie Recht, Italien bringt natürlich genau diese Vorraussetzung, die ein Land mitbringen muss, wenn es für reiche Erben interessant sein soll.
    Ich verurteile das auch keineswegs, ich habe ja viele Jahre lang selber gesehen, dass dies anscheinend für alle Menschen als völlig normal zu gelten hat. Noch der letzte Depp fühlte sich grossartig in einer Kaschemme in Indien oder Afghanistan, weil er selber mal der Reichste im Raum war…

    „So lebte das alte, von mir geschätzte Europa…“

    „DAS“ alte Europa…. Mal sehen, denken wir das mal durch…. Der Rest der Welt sollte also den heutigen Erben der Welt dafür dankbar sein, dass es heute bereits nur mehr 1% gegen 99% sind, während es doch in der gute Alten Zeit noch 0,0000001% gegen 99.99999% waren?

    Das eigentliche Problem der nun mal so funktionierenden Welt hat Liesbeth Heute bemerkt. Sie schreibt: „…das Ergebnis solch fehlender Erfahrungen ist ziemlich deprimierend.“ und meint damit Merkels Bewusstsein. Dieses primitive, geschichtslose, von Tag zu Tag Durchwurschteln… anderes konnte man in der DDR anscheinend nicht aufwachsen. Aber muss so was unbedingt Kanzler (und Bundespräsident) sein?
    Wie teuer so was letztlich wird, sieht man ja langsam, und die Kritik an den Erben besteht denn ja auch in erster Linie daran, dass Erben keineswegs gegen Merkel sind, sondern sich NUR darum kümmern, dass die Kosten für Banken, Kriege und Flüchtlungen nicht von dem eigenen 1% getragen werden müssen.

    Hobbes hatte schon immer Recht

    • Der Drogenhändler im Görli wurde von einem Rapjournalisten bei seiner Kritik an Böhmermann extra herausgetellt.

    • nochmaliger Versuch
      „Muss sowas unbedingt Kanzler (und Bundespräsident) sein?“ Keine Ahnung, TDV, fragen Sie Ihre demokratisch wählenden Landsleute! Ich bin kein Fan des Proporzes; das überlasse ich gerne Dümmeren. Aber ich stelle natürlich fest, dass (ehemals) 17 Mio „Bürger“ gerade sechs Bundesminister stellten, während dreizehn Mio Vollbürger mindestens zwölf davon stellten. Vor längerer Zeit dazu befragt, wie es wohl kommt, meinte Dr. de Maiziére kraft seiner Überzeugung: „Na, man wird ja nicht wegen der Herkunft Minister (klar doch, reiner Zufall, dass Frau Özoguz keine Inuit – schreibt man das so?- ist), sondern wegen seiner … seiner … Fähigkeiten!

      Sehen Sie, wegen solcher politischer … klassifizieren wir das besser nicht weiter … mag ich den Herrn de Maiziére; das macht ihn irgendwie menschlich. Sonst müsste ich ihn nämlich mal fragen, über welche konkreten Fähigkeiten er eigentlich verfügt, die ihn in eine würdige Reihe mit Perlen wie der Frau Schavan, dem Herrn v. Guttenberg oder auch dem Herrn Fischer stellen.

    • :-) Natürlich hat Hobbes Recht.
      Oder sagen wir, er liegt jedenfalls näher am real existierenden Menschen, als viiiiiele bekannte Schwallköpfe nach ihm. Die beste aller möglichen Welten würde nur mit anderen Menschen funktionieren.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Wenns nur die Beste wäre.....
      „Die beste aller möglichen Welten würde nur mit anderen Menschen funktionieren. “

      Ich befürchte JEDE andere, möglicherweise sogar tatsächlich „bessere Welt“ würde nur mit anderen Menschen funktionieren.

      Wie man auch heute morgen wiedre auf Heise.de nachlesén wird es aber so weiter gehen wie biher. Da will ein künftiger Präsident derr UNited Stupids of America das Internet ganz abschalten, die Merkelregierung will wenigstens nur ein Internet, das nicht so schnell ist, und die befreiten Damen haben in einem Ad für einen Fön von IBM Sexismus entdeckt, und IBM hat sich natürlich beeilt, den Werbespot aus der Welt zu nehmen.

      Das sexistische Machwerk gibt es hier zu bestaunen

      https://www.youtube.com/watch?v=z4KQp2a97Xc&feature=youtu.be

  14. in saecula saeculorum
    und überhaupt sind das nur vergebliche Versuche, gegen die Ewigkeit Roms ankommen zu wollen.
    .
    Venedig: Von allen italienischen Städten die schönste, aber auch weil sie halt das Privileg hat, die jüngste zu sein.
    .
    Aber irgendwann kommen alle in das Alter wo…

  15. Wechsel der Weltordnungen
    Lieber Don,

    Ihr letzter Absatz klingt pessimistisch. So als würde die „alte Wertordnung“ bald untergehen. Ich sehe das nicht so! Nach der Übernahme der BRD durch die DDR und der erfolgreichen Erschaffung des real existierenden Sozialismus, kommt nun der finale Akt dieser „neuen Weltordnung“. Da verstehe ich auch gar nicht, warum die verbliebenen nicht-Sozialisten (aka Rechtspopulisten) so dagegen sind, dass Millionen von Flüchtlingen hier her kommen. Es ist doch ganz hervorragend, dass dieses Land nun endgültig gegen die Wand gefahren wird! Je schneller, desto besser! Der real existierende Sozialismus wird es nicht überleben. Die Demokratie vermutlich auch nicht. Kollateralschaden – sofern man der Meinung ist, dass die Demokratie überhaupt existiert(e).

    Was danach kommt, darüber kann man nur spekulieren. Aber etwas galt schon immer und wird auch immer gelten: Wer zahlt, sagt an! Kein Grund also, pessimistisch zu sein. Zumindest nicht für Sie, lieber Don!

    Daher muss es heißen: Grenzen auf! Alle herholen! Mehr Selfies der heiligen Mutter Merkel mit Flüchtlingen! Keine Obergrenze! Familiennachzug sofort! Sonderzüge, Reisebus-Trecks und Luftbrücken! Flüchtlinge in alle Turnhallen und Opernhäuser! Zwangseinweisungen in alle Wohnungen, gestaffelt nach qm/Bewohner! JEDER bekommt Asyl!

    Wir schaffen das! Wir schaffen das, den Sozialismus endgültig zu besiegen!

    Und danach können wir die Flüchtlinge ja wieder zurück schicken. Siegerjustiz geht immer. Wo ist das Problem?

    • Siegerjustiz?
      …wird die der Flüchtlinge sein.

      Solch ein Ereignis zu managen und seinen Einfluß
      geltend zu machen, läßt sich kein Global Player entgehen.
      Zu einem geeigneten Zeitpunkt ist man dann Herr
      des Verfahrens. Wie jetzt schon Erdogan.

      Mach kaputt, was Dich kaputt macht!

      Wundere mich über die Experten, die um ihre
      Forderungen durchzusetzen, immer das 21.Jahrhdt.
      zum Zeugen aufrufen :-))

  16. Privilegien heute
    „Man kann es Privilegien nennen, aber das Ergebnis solch fehlender Erfahrungen ist ziemlich deprimierend.“

    In der Tat ein generelles Problem vieler „Leistungsträger“ in unserem Lande. Und „seine Privilegien checken“ bei einer Reise in Indien, auch gut benannt, TDV.

    Ein beschwingter, zugleich widerborstiger Text, werter Don.

  17. Randale in Venedig?
    „Rechtes Gut gedeihet im Ansehen der Mehrheitsgesellschaft nicht. Wir leben das alles daheim im Kämmerchen aus, und lassen die Mehrheitsgesellschaft allenfalls ahnen, wie das Leben unter Stuck und Kronleuchtern so sein mag. Je weniger sie wissen, desto besser ist es. Wir lassen nicht wissen, wir lassen keine Tür offen, wir lassen allenfalls ahnen – und streiten, wenn wir dann wegen der Privilegien beschuldigt werden, alles ab.“

    Was denn. Das waren NICHT Sie, den einer dieser Kreuzfahrer neulich mittels hochauflösender Mega-Tüte quasi im Vorbeituckern und auf Augenhöhe von einem dieser schwimmenden Brutto-Registertonnen-Monster aus direkt in Ihren Palazzos hinein geknipst haben will ?
    http://bilder1.n-tv.de/img/incoming/origs16489856/0488254311-w778-h550/Bart28.jpg

    Nein? Na gut. Dann dient das Foto aber doch vielleicht als Anregung, wohin sich Mann auf zeitgeistiger Höhe sein überschüssiges Geschmeide ab sofort in aller Öffentlichkeit schmieren respektive kunstvoll einweben kann. „Duckmäusertum“ war gestern. Außerdem könnte dieser Mega-Trend für den Herrn von Welt nebenbei noch den Trend zu stetig steigenden Tresorkosten für den gemeinen Plebs aufhalten. Mein Tipp ist also keinesfalls uneigennützig.

    Geownte Polizisten dürften jedenfalls gerade in Venedig nicht wirklich gegen kreuzfahrende Paparazzis helfen.

    Apropos: Ich hoffe, der gestrigen Randale in Venedig sind keine kunstvollen Mauern und Säulen zum Opfer gefallen. Da der ARD-Pressebericht keine Gründe nannte: Worum ging es da eigentlich?

  18. Reichshauptstatdslum halboffiziell bestätigt.
    Der Artikel müsste dem Don gefallen – der bestätigt alles, was er so über den Reichshauptstadtslum im Laufe der Jahre geschrben hat:

    http://www.zeit.de/politik/deutschland/2015-12/berlin-stadtverwaltung-ueberforderung

    Ab jetzt mit dem Segen von Deutschlands einflussreichster Wochenzeitung :-). Für Leute mit Bekanntschaften zu Berliner Insidern nichts Neues – die sagen das, was der Don schreibt, seit den frühen neunzigern.

    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • Man muss doch nur mal schauen, wie viel Dreck da rumliegt, und keinen stört es. Damit fängt es an.

    • Das ist wie in Süditalien: Nicht die Ämter sind das Problem. Die Gesellschaft ist das Problem, aus dem die Ämter entstehen.

    • Titel eingeben
      … die Gesellschaft, die die Ämter vergibt, wollten Sie wohl sagen. Die Ämter können nämlich nichts dafür.

    • Ih habe auch üble Ämter in Berlin gesehen. Das passt schon zusammen.

    • Titel eingeben
      … und so schön mit Schuldigem (DDR) und Lösung: Neuberliner! Dann wär´s auch nicht mehr dreckig, gewiss doch.

      Ich wollte neulich zu meiner alten Uni und natürlich kann ich nicht mehr durchfahren, wie früher, sondern ich muss, weil das mit den S-Bahnen seit der DDR irgendwie nicht mehr so ganz funktioniert, durch die „sauberen“ Teile mit den vielen hippen Neuberlinern, von denen unheimlich viele schon seit mindestens drei Generationen auf ihrem Altstatus beharren (ich nehme ihnen das nicht krum, die haben gute Gründe) und die anderen von vornherein nur vorübergehende Neuberliner sind, bis sie nämlich wieder nach Hause ziehen. Ich fahre da also durch, ich verstehe kein Wort in egal welcher Sprache, ich weiche Undefinierbarem aus, ich senke den Blick, ich hoffe, dass ich bald dort wieder dort bin, wo ich mich trotz allem noch etwas heimisch fühle; wenigstens im Dunkeln, denn da sieht man nicht so viel. Gehe also hintenrum und für vielleicht zwei Minuten fühle ich mich im Treppenaufgang vor dem Winckelmann-Institut wieder wohl. Im Vorlesungssaal ist eine „Neuberliner“ Professorin und erzählt uns von neuen ethischen Herausforderungen und wie man sie in unserer neuen, aseptischen Welt meistert. Aber ich bin weder Neuberliner, noch aseptisch und ich säße auf dem Heimweg auch bestimmt lieber die zuverlässigen alten S-Bahnen mit den schönen Holzbänken und würde durchfahren und vielleicht dösen. Aber ich steige dreimal um, ich nehme auf diesen Polstern bestimmt nicht Platz und ich kann auch nicht dösen; denn ich bin ja nicht zu Hause.

      Und wenn Sie meinen, Ihr Zuhause bliebe verschont, dann haben Sie eben die Frau Prof. noch nicht gehört.

    • Ja, zu den Polstern hat Katrin Rönicke gerade etwas Gutes geschrieben.

      http://blogs.faz.net/berlinabc/2015/11/30/koerpersaefte-in-der-s-und-u-bahn-1395/

      Ich nin in meiner Zeit zweimal da mit gefahren. einmal war da ein vollkommen Betrunkener in Pankow und einmal eine Gruppe unangenehmer Jugendlicher, die Fenster zerkratzten. Dann doch lieber Auto.

    • Titel eingeben
      Jawollja, Don, aseptisch, und dann mit Kfz-Lift zum Fabrikloft. Gesprochen wie ein echter Neuberliner! Schon zurückgekehrt, selbstverständlich, aber der Haß im Herzen währet ewig. Der Frau Prof. Dr. werden auch Sie nicht entkommen. Und Venedig auch nicht. Obwohl ich es beiden wünschen würde.

    • Ach, wissen Sie, bei der Zeit schreibt gerade eine Frau – „arbeitet derzeit an einem Buch über Todessehnsucht. Sie lebt in Berlin.“ – und so sieht sie auch aus – über Monogamie und dass das nicht klappt und man sollte sich doch andere Modelle einfallen lassen. Ganz ehrlich, wenn Medien solche Ratschlägerinnen ranlassen, weiss ich, was die Uhr geschlagen hat. Allerdings lebe ich ja noch in einem wilden Land und bei uns geht es noch anders zu als im aseptischen Genderbiafra. und seinen finanziell fragwürdigen Autonomiebestrebungen.

    • Don, Verzeihung, aber Sie werden offenbar alt. Und vergesslich.
      Artikel gegen die traute Zweisamkeit und für sexuelle Libertinage waren seit den späten siebzigern nahezu Mainstream – von der ZEIT über den SPIEGEL hin zu „konkret“ und den diversen Stadtmagazinen.

      Das hat bisher nichts bewirkt und wird das wohl auch in Zukunft nicht. Es gehört einfach zu linksliberalen Traditionsbeständen. So wie die Schützenvereine in Bayern. Nach meiner persönlichen Beobachtung haben die lautstark Libertinären übrigens weder den meisten noch den besten Sex :-).

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Diesmal kommt es aber als braune Melange mit Laurie Penny und psychischen Berlinproblemen daher – also so sexy wie ein Bad im Eiterpool.

    • Titel eingeben
      „Diesmal kommt es aber als braune Melange mit Laurie Penny und psychischen Berlinproblemen daher – also so sexy wie ein Bad im Eiterpool.“

      So sexy, dass der Don drin badet – wer sonst läse sowas? Sagen kann man dazu auch nichts, genau wie zu K. R.:

      K.R: So richtig schön ist Berlin ja vor allem am Hinterausgang der S-Bahn, da, wo man in dritter Generation noch Deutsch mit Akzent spricht oder hipper Neuberliner ist.
      Berliner: Also Berlin – aber besser ohne Berliner?!
      K.R.: Du Rassist!
      D.A.: Alles dreckig, sündig, pfui.
      Berliner: Habt Ihr eigentlich kein eigenes Zuhause?
      K.R.: Das ist doch aber nicht hipp genug und hipp ist nunmal Menschenrecht.
      D.A.: Das kannste Dir doch nicht leisten, ist alles bio.
      Berliner: Aber ich will doch hier auch bloß meine Ruhe!
      K.R.: Träum weiter …
      D.A.: Wir wissen, wo Du wohnst!
      Berliner: Und kein Zuhause ist dann also besser?
      K.R.: Zuhause?
      D.A.: Verkaufen!
      Berliner: pffff ….

    • Der Berliner ist bald Geschichte und erweiterter Brandenburger, wenn die Gentrifizierung so weiter macht.

    • Titel eingeben
      „Der Berliner ist bald Geschichte …“
      https://www.youtube.com/watch?v=t6qQSll7InQ

  19. Sie wissen doch, Don, mit den "Sekundär"tugenden, die für - jede - gute Organisation
    oder Verwaltung notwendig und unverzichtbar sind, kann man auch Konzentrationslager betreiben. Case closed :-).

    Mein Mitleid mit den Berinern hält sich eh in ganz engen Grenzen – das ist deren Verwaltung und auch Berlin ist eine parlamentarische Demokratie.

    Gruss,
    Thorsten Haupts

  20. Gestern abend...
    …wurde im Cord Club (https://goo.gl/5onA3K) beitragsfrei für die schadmünchnerische Jeunesse Dorée auf höchstem Niveau musiziert und Alkoholika ausgeschenkt. Im Gegenzug sammelten die diakonia-Mitarbeiter gecheckte Privilegien in Gestalt tausender gefalteter Euro zugunsten von Flüchtlingen ein – „die Revolution der gebenden Hand“, ist man geneigt, Peter S. zu zitieren…

  21. Bin einigermaßen überrascht
    aus der Donschen Beschreibung des morbiden Charms (ist abgegriffen, der Begriff, ich weiß) der serinissima dann doch noch solch eine beachtliche Menge an Antworten heraus zu kitzeln. Die Spanne der darin (nicht von mir) entdeckten Sujets reicht von Weltenordnung im allgemeinen über Tibullus´Roma aeterna, die Rösser von San Marco bis zum verbindenden Element des Klassenkampfes, was natürlich den Bogen der Geschichte zu unserer Großvertreterin in der EU reichen. Dabei reicht mir die Gnade der „evenements et resultats“ von gestern im Westen, ganz besonders in den pipinschen Regionen beiderseits des Chemin des Dames um versonnen der Zukunft entgegen zu blicken. Mes félicitations.

    • Ich fasle halt gern vor mich hin, und irgendwann werden auch alle begriffen haben, dass ich nicht schreiben kann.

    • Titel eingeben
      Ich begreife schon mal, dass hier wer „fishing for compliments“ unterwegs ist. Ja, schöner Text und Danke, lieber Don.

    • Oh, gern geschehen, aber leider stimmt es: Ich habe das nie gelernt.

  22. "Theatermonachin" fördert Venedigs Immobilienboom
    Lieber Don Alphonso,

    beim Lesen Ihrer Betrachtungen zu Venedig stellen sich doch die unterschiedlichsten Gefühle ein.
    Diese Stadt, in der im 14.Jahrhundert der Tod in vielfältigster Weise zu Hause war, wie auch die Morbidität, die sich heute noch einstellt, wenn man innerlich nicht ganz so gefestigt und gar in einer Abendstimmung, an welchem Nebel über der Lagune liegt, die schmalen Brücken überquert und glaubt einer Phantasmagorie zu erliegen, auf dem Wege zu einem doch eigentlich Genuß und Lust versprechendem Date.

    Die von Ihnen angesprochene Zurückhaltung zu Äußerungen bezüglich eigener Privilegien scheint in den jetzigen Zeiten mehr den je geboten.

    In Bezug auf die am Rande von Ihnen angedeuteten tagesaktuellen Ereignisse, erscheint es mir persönlich, um der eigenen Seelenhygiene willen, wie der Wahrung der mir eigenen, gebotenen Contenance, zunehmend bedeutungsvoller eine direkte Bezugnahme zu vermeiden.

    Eine bildliche, wie verständliche Analogie wäre für mich, Bezug zu nehmen auf H.Hesse.

    Nur wenige Kilometer von hier, nahe bei Lugano auf einem Hügel mit dem Namen Collina d‘Oro liegt die kleine Ortschaft Montagnola, in welcher der Nobelpreisträger seine letzten Jahre verbrachte und auf dem dortigen Friedhof begraben liegt.
    Wie allgemein bekannt, wohnte H.Hesse hier nicht nur, weil er es so romantisch fand.

    „H.Hesse verließ 1912 das Deutschland des großspurigen Kaisers und „Theatermonarchen“ Wilhelm II. als „erster freiwilliger Emigrant“, ist auf der deutschen Webseite von H.Hesse zu lesen.

    Vielleicht erleben wir in diesen Tagen eine Wiederholung der Geschichte, indem wir das Wort „Kaiser“ gegen ein anderes austauschen und dieser Person vielleicht noch in generöser Weise eine widersinnige, emotionale Intelligenz zubilligen, mit der wohl auch der Kriegsbeitritt des Landes gerechtfertigt wird.

    Man muß sich ja nicht tagtäglich einer nicht mehr zu beschönigenden Gefahr aussetzen und in einem Klima der sich steigernden Angst und realen Bedrohung, die von eingeladenen und willkommen geheissenen Individuen ausgeht, aufhalten.

    Es muß ja nicht wie bei Hesse das Tessin sein. Venedig wäre vielleicht auch eine Alternative, womit wir wieder bei den Privilegien wären.

    Mit herzlichem Gruß
    ObjectBe ( http://objectbe.blogspot.ch )

    • Ich komme nächstes Jahr ins Tessin, versprochen. Und angesichts der Preissteigerung der Immobilien werde ich bald auch wieder ganz offen darüber schreiben, wie es ist, solche Meldungen mit Genugtuung zu lesen. FFür manche ist das schlimm, aber Venedig ist ja auch nicht an einem Tag versunken.

    • Hermann und Ninon
      nun, Hermann Hesse verlies das wohnliche gaienhofen sicher nicht allein eines großspurigen kaisers willen………wohl eher dürften ihn sehr private gründe über die grenze in den süden gelockt oder sogar gedrängt haben, es war wohl eher eine flucht aus gaienhofen und privaten problemen, die sich allerdings in bern konsequent fortsetzten und ihn dann zu mehreren neuen ufern im tessin – wohnsitzmässigen, finanziellen und erotischen – aufbrechen liesen.

      es wäre an der zeit, an der grabstätte in gentilino – diesem wundervollen ort der einkehr und bewunderung – die rolle seiner fast ewigen bewunderin und dann ehefrau Ninon mehr herauszustellen als durch einen fast zu übersehenden, kleinen schriftzug.

      für DON eine herrliche radtour von zentrum luganos aus über das Principe Leopoldo hinauf zum friedhof……. und dann weiter die Collina d´Oro entlang……das tessin liegt so nah, die luft kommt ja so oft über den berg an den see……….

    • Ja, das wäre schon ganz nett. Ich plane ja immer noch eine Reise entlang des Inns zum Lago di Como und das wäre dann der Rückweg bis zum Rheintal.

    • Ich bin sowieso sehr dafür dass die Immobilienpreise in Ballungszentren weiter steigen.
      Das Herzstück der deutschen Wirtschaft, die mittleren Unternehmen, sitzt auf dem platten Land. Und wenn sich rumspricht, dass „Gehalt Frankfurt minus Miete“ netto dem entspricht, was in Reutlingen netto übrig bleibt, verlangsamt sich die Flucht in die Ballungsräume von selbst. Wenn das sozialwissenschaftlich verbildete Pack von „Irgendwas mit Medien“ dabei auch auf der Strecke bleibt – kein Schaden nirgendwo.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Aber THorHa.... ts. ts, ts....
      Ein wenig weiter oben war ihnen noch klar, dass mn für tatsächliche Verbesserungen andere Menschen bräuchte… und nun auf einmal diese Hoffnung auf soviel Lernfähigkeit? Reutlingen?
      Was werden denn da die Kleinen sagen?

    • Lieber tdv, für Verbesserungen bzw. Nicht-Verschlechterungen der ganz eigenen
      Lebenssituation bräuchte man eben keine anderen Menschen – im Egoismus ist der Mensch grosso modo nicht so schlecht, weil u.a. auch genetisch darauf programmiert. Auch, wenn Ihnen nicht auf Anhieb einleuchtet, warum wer was tut, weil SIE das nicht täten :-).

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Werter THorHa...
      Bei allem Respekt, aber diesmal weigern sie sich einfach konsequent zu denken.
      Es ging aber um eine Aussage weiter oben von Ihnen, um die Verbesserung das Ganzen!

      Selbstverständlich kann jeder, der begreift, dass er, und nur er, ganz allein für sein Leben zuständig und verantwortlich ist, dieses verbessern kann. Wessen Kinder alt genug sind um ihm den Umzug von Berlin oder München nach Reutlingen nicht übel zu nehmen, der kann da in der Tat einen grossen Schritt Richting mehr Lebensqualität machen.
      Was Sie übersehen ist, für jeden der in der Lage ist auch nur zu verstehen, dass sich diese Lösung für ihn anbieten würde, gibt es ein Dutzend anderer in derselben Lage, die ihre Sauf- oder AfD/SPD-Kumpane als „Vernetzung“ bezeichnen, ohne die ihre Existenz unbedeutender wäre.
      Auch hier also, die Gesetze der Thermodynamik, Vermittelmässigung und Verdumpfung all überall.

  23. Privilegien Liebhaben in F.
    Werter Don,

    Wie Sie auf so überaus angenehme Weise geschickt uns immer wieder zeigen, ist das Private stets politisch. Nun kann das „Privilegien-Mögen“ aber durchaus quantitativ relevant werden. So wünschen die Franzosen durchaus, das Privileg zu behalten sich das Recht zu nehmen, als historisch starke Kulturnation noch einige weitere Jahrhunderte zu existieren, wie sehr eindeutig am 2. Adventssonntag zu sehen war. Ganz im Gegensatz zu einem anderen Kulturvolk, das sich gerade auf sehr kranke Art und Weise auf den Weg der unaufhaltsamen Selbstauslöschung begibt. Und dabei noch stets auf das Unverschämteste seine Nachbarn in West und Ost fortlaufend maßregelt. Vive la France.

    • Das bei uns ist nicht das Volk. Das ist eine Frau im falschen Beruf, einige feige Männer und Nedien, die versuchen, etwas herbeizuschreiben, das nicht ist. Und wo es doch ist – in den dicht bebauten Innenstädten mit 29 Prozent Grüne und Null Prozent Flüchtlinge – dreht das auch beim ersten Zelt.

      Ungeachtet dessen halte ich Le Pen für das absolute Gegenteil einer Alternative. Ganz grässliche Person.

    • feige männer
      werter DON, können da schon namen genannt werden ?

      und werden in tübingen oder heidelberg schon die ersten zelte auf den neckarwiesen aufgebaut ?

      ist der trainingsraum des rudervereins auch schon beschlagnahmt ?

  24. @ Lisbeth Heuse (7. Dezember 2015 um 20:46 Uhr)
    Ob der Gast „das Reden mit einer rothaarigen Westdeutschen offensichtlich streng verboten“ politisch nicht korrekt, um nicht zu sagen, „brandgefährlich“ fand?
    Vgl. http://blogs.faz.net/deus/2015/12/03/antisemitismus-als-moralstrategische-erstschlagswaffe-3008/
    – Den Sowjetunion-Aufenthalt der (damals noch nicht) Bundeskanzlerin „Angela Kasner im Jahr 1974 bei einem Jugendaustausch mit Physikstudenten in Moskau und Leningrad“ – so bei de.wikipedia.org/wiki/Angela_Merkel – haben wir dabei gar nicht berücksichtigt (nur so, als einen „billigen“ Hinweis auf die Sozialisation).
    – Und, dass die Familie freiwillig „rüberging“, das kapitalistische Privateigentum an Produktionsmittel usw. hier nicht ertragend, spielte sehr wohl auch eine Rolle.

  25. das hat uns alles dieser Luther eingebrockt
    wärn nur alle schön katholisch wie früher in Italien, könnten wir ganz ohne Sünde nicht nur den bösen Muselmann aus den heiligen Ölfeldern vertreiben, sondern von dort auch noch für jeden Gefallenen ein paar hübsche Kunstgegenstände mitgehen lassen, nach alter Väter Sitte.
    (Der IS macht die ja eh bloss kaputt)

    Der Plebs bliebe dann auf dem Feld der Ehre, die Kunst stellten wir uns auf die Strasse, und im Nullkommanichts würden sich sicherlich auch ein paar ansehnliche Japanerinnen daneben räkeln.

    Denen könnten wir dann weil keiner Bierflaschen nach uns wirft auch im Mondenschein gleich noch eine liebliche Weise singen.

    Aber nee… dafür sind selbst unsere Eliten zu unzivilisiert. Es ist ein Elend.

  26. Schreibe dies jetzt hier, weil für Twitter zu lang u. ich zu umständlich
    Most wanted Thema vom Experten wäre: warum gehen Antiquitätenhändler lieber in Konkurs als Preise anzuschreiben. Sehe in der völlig überlaufenen Innenstadt nur gähnend leere Läden mit wunderschönen kleinen Dingen, in die sich aber niemand hineinwagt, weil jegliche Vorstellung vom Preisniveau fehlt. In unserem Antiquitätenviertel rund um´s Dorotheum verschwinden laufend kleine Altwarengeschäfte und dies nicht immer durch Entmietung.
    Als Ergänzung zum zweiten Themenvorschlag.

    • Also, in Padua ist es so, dass es zwei Preisniveaus gibt – eines fpr Einheimische und eines für Touristen. Wa Touristen kaufen, ist wirklich nicht billig – venezianische Lüster gibt es in Neu auf gleichem Niveau. die eher normalen Dinge kaufen Italiener zu durchaus guten Preisen. IIn Wien habe ich um 2000 öfters mal gefragt und war recht schockiert.

      Das Ergebnis ist wohl einer meiner Lieblingshändler in Oberösterreich, der zwar in Wien noch einkauft, aber zwischem Passau, Salzburg und Linz seinen Bauernhof zum gleichen Preis wie einen Laden gemietet hat. Das lohnt sich wegen der deutschen Kundschaft eher, und er muss nicht ans Limit der Preise gehen, und er hat viel Platz.

    • traditionelle Antiquitätenkäufer kennen die Preise
      beim Händler, die für gute Kunden verhandelbar sind.
      Jüngere Leute und neue Kundenkreise kaufen im Internet.

  27. merke erst
    dass ich „abhängen“ als laissez faire, verbummeln verstanden habe und nicht als abstürzen …
    auch spannend

    • Nun, speziell in Wien ist das ja durchaus nachvollziehbar, da nimmt man das nicht so ernst. So verbiestert sind nur die Deutschen.

  28. OT
    In der Krise auf Sicht regieren hält man auf Faz.Net für richtig.

    Schade, dass der Autor reagieren mit regieren verwechselt.

    Wenn das Regierungskunst in einer Krise ist – wir haben nur Krisen –
    dann ist das so, als würde man bei Nebel auf der Autobahn einfach
    sich an das Rücklicht eines Vordermannes heften ohne dessen Ziel
    zu kennen.

    • Das ist halt, wie so oft, alternativlos. Oder warum reagieren wir gerade so wie as ansonsten verdammte Isreal nach einem Anschlag?

    • ????
      Mit Verlaub, bei aller Kritik am deutschen Volk, aber Merkel, vdLeyen oder Maiziere sind nicht „wir“….
      Über 75% sind gegen den Bundeswehreinsatz.

      DE gehört ganz sicher (noch) nicht auf dieselbe Stufe wie Israel.

  29. Titel eingeben
    Der Nikolaus hatte noch keinen türkischen Aufenthaltstitel, lebte aber trotzdem rechtmäßig an seiner Wirkungsstätte. Don Klitter wird es zur Kenntnis nehmen.

  30. @ Don Alphonso, 7. Dezember 2015 um 20:03 Uhr:
    Werter DA, Ich wünschte, Sie hätten Recht. Aber leider ergeben sich dem süßen Wunsch-Denken; gerade jetzt in der besinnlichen Vorweihnachtszeit aus meiner Sicht jedoch sehr verständlich.

    Leider haben wir jedoch praktizierende Soziopathin an der Staatsspitze, die sich willkürlichst ohne jede demokratische Legitimation über das Verfassungsrecht gestellt hat, viele – viele – feige „Männer“ (dazu rechne ich auch Seehofer, Söder, Willsch, Bosbach), komplett gleichgeschaltetes Fernsehen und Radio („Flüchtlinge gut für Dich, Bürger, und jetzt Schnauze, sonst Du Nazi“), und nahezu komplett gleichgeschaltete Printmedien (wo ist übrigens Stefan Aust abgeblieben?).

    Dazu die widerliche EKD, drei offen pro-Muslim agierende Parteien im Bundestag unter Führung der intellektuell und moralisch völlig verrotteten SPD (siehe jüngste Äußerungen des „Bundesjustizministers“ in einer Osnabrücker Zeitung) und somit eine absolute Mehrheit der „Deutschland-Verrecke Fraktion“ in diesem Bundestag, in dem vier Millionen (!) bürgerlich-konservative Stimmen (bin jetzt gerade mal gnädig mit der FDP) dank verfassungswidriger 5%-Hürde einfach so unter den Tisch fielen.

    Dazu die von de Maiziere angekündigte Absenkung (!) (in WON, 05.11.2015) der Bildungsstandards und Vorzugsbehandlung für die Migranten (Cash ohne Gegenleistung, freie Arztbehandlung, freies Bahnfahren, freier ÖPNV, Anerkennung obskurster Diplome aus den für ihre Exzellenz ja auch weltweit berühmten arabischen „Universitäten“, etc., etc.).

    Weiterhin das nicht enden wollende Geschrei nach Ausweitung der Vorzugsbehandlung aus dem „Jetzt-aber-schnell-weg-mit-Deutschland“-Lager. Das gesamte Staatswesen ist auf eine schiefe Ebene geraten; Rationalität und Besserung sind nicht in Sicht. Der Zustrom wird nicht gestoppt, jeden Tag kommen – je nach Quelle – weiterhin 3.000 bis 5.000 Illegale ins Land. Was ist das für ein Staatswesen, in dem die „Kanzlerin“ ungeahndet und ohne jede Konsequenzen sagen darf, man könne da nichts machen, die Staatsgrenze sei sowieso nicht zu sichern? Usw., usf. Also: „Drehen“ tut sich da leider gar nichts.

    Über Marine Le Pen lässt sich trefflichst streiten. Wie vor kurzem ein geschätzter Mitforist in Bezug auf die AfD hier schrieb, geht es doch erstmal nur um zeitlich begrenzte „Zweckehen“, um die illegale Einwanderung zu stoppen und die Landesgrenze zu sichern. In solch tristem Kontext ist es eben sehr wichtig, dass in Frankreich, dem zweiten Schlüsselland der EU neben D., der national-konservative Block zusammen (Sarkozy-Partei und der FN) die absolute Mehrheit zumindest beim Wahlvolk hat.

    • Selbst wenn man es täte: Man bekäme Beatrix on Storch und andere christliche Leute, die auch nur Scharia auf Europäisch wollen. Das ist nicht mehrheitsfähig, zum Glück.

    • ...
      Werte Laborrate, gegen den Selbsthass der Eliten ist in D kein Kraut ge-
      wachsen.
      Sie wollen den Untergang und sind empört wenn der gemeine Michel
      ihnen nicht folgen mag.

    • Gruselig
      Ja, so hätte ich das auch geschrieben, aber Sie sind mir ja zuvorgekommen. Das mag wohl daran liegen, dass wir rational denkende Naturwissenschaftler sind. Mittlerweile erkenne ich immer mehr, dass der Riss nicht zwischen rechts und links die Gesellschaft spaltet. Die Blöcke die ich sehe sind die rationalen Menschen und jene, die nach dem Emotionen entscheiden.

      Wir glauben an Logik und Empirie, lesen uns Fakten- und Hintergrundwissen an, wägen zwischen Ökologie und Ökonomie ab, etc. Die Gegenseite glaubt an Mythen , Märchen und Ängste. Sie stellt die Priesterschaft der Neuen Religion, welche auch nur eine Reinkarnation derer ist welche stonehenge erbauen ließ, Menschenopfer darbrachte, Ablassbriefe verkaufte, Hexen verbrannte und Sündern den Kopf abschlagen ließ (huch, machen sie ja immernoch). Heute geht es halt um das Waldsterben, die Ozonschicht, das CO2, Atom-nein-Danke, den Veganismus, das Patriachat bzw. Feminismus, Quoten, Gletscherschmelze, LGBT, Gender, Rape Culture, Trigger Warnings usw.

      Fakt ist, dass es eine neue Priesterschaft gibt, welche weiblich – also kollektivistisch, abergläubisch und emotional – denkt, etatistisch, faschistisch und totalitär geprägt ist. So wie zu allen Zeiten regieren sie durch das Schüren von Ängsten und durch äußerste Brutalität. Sie ist auch – per Definition – parasitär und läßt andere die Opfer erbringen aufgrund derer man es sich gut gehen lassen kann. Die Eliten müssen nicht zum Militär (und werden im V-Fall auch nicht eingezogen, siehe draft USA, etc.), nicht in öffentliche Schulen, nicht in schlechten Vierteln wohnen, nicht Leistung erbringen in Studium und Beruf, sondern haben einen steuergeldfinanzierten, klimatisierten Büroarbeitsplatz mit einem qualitativen soft-science Hintergrund mit allen sozialen Wohltaten die man sich vorstellen kann.

      Es könnte sein, dass die Freiheit nur eine kurzzeitige Erscheinung in der Menschheitsgeschichte war. Richtig durchgesetzt war sie ja nie, aber was in der Aufklärung und in der Industrialisierung vorangebracht wurde ist einzigartig auf der Welt.

      Es gibt einen großen zivilisatorischen Zyklus, bei dem die Zahl derer, die wirklich noch produktiv arbeiten immer kleiner wird. Entweder wandern sie aus, oder es ergreifen eben immer weniger Menschen solche Berufe, wobei die Staatsquote und die Abgabenlast fröhlich wuchert. Entweder es kommt ein Krieg, der uns wieder auf den Boden der Tatsachen zurückbringt, oder es geht uns wie etlichen Zivilisationen vor uns. Wir werden ersetzt durch eine andere Kultur. Ich glaube nicht mehr daran, dass wir von innen heraus das Ruder noch herumreißen können. Weniger Steuern, mehr bürgerliche Freiheit, Eigenverantwortlichkeit und ordentliche Industriepolitik ist in Europa nicht mehr zu machen. So ein Wahlprogramm wird nicht durchkommen. Und dann ist es auch ok wenn wir „untergehen“ oder uns „abschaffen“. Ist mir auch egal. Ich sorge dafür, dass meine Kinder das nötige Rüstzeug haben und mehrere Fremdsprachen beherrschen. Dann können sie frei entscheiden wohin sie (LEGAL!!!!) migrieren wollen.

      Sorry für diese vielleicht etwas wirr erscheinenden Ausführungen, aber ich hatte dieses Jahr etwas mehr Zeit als zuvor und so habe ich etliche Stunden mit Recherche und Studium dieser Phänomene zugebracht. Ich interessiere mich für Geschichte, Mythologie und Ökonomie. Dafür hatte ich bis jetzt wenig Zeit, aber es ist halt so ein Habby von mir. Wer wirklich glaubt es gäbe einen Unterschied zwischen dem Denken eines Grünen, eines Kreationisten, eines Islamisten und eines Baal-Kultisten, der hat den Schuß nicht gehört.

    • Selbsthass
      Werter Herr E.R.Binvonhier
      gegen den Selbsthass der Eliten ist in D kein Kraut ge-
      wachsen.
      Sie wollen den Untergang und sind empört wenn der gemeine Michel
      ihnen nicht folgen mag.

      Das blöde ist doch, das sie, mit welch Mitteln auch immer dritte mit reinziehen.
      Eine erzwungene Regression.

      (Ich verlasse mich un Absolut auf den TÜV, auf irgend etwas muss , oder darf wer sich doch verlassen, um sich nicht verlassen zu fühlen)

    • @ExExPat
      “Entweder es kommt ein Krieg, der uns wieder auf den Boden der Tatsachen zurückbringt, oder es geht uns wie etlichen Zivilisationen vor uns. Wir werden ersetzt durch eine andere Kultur.”

      Ich verstehe ihre Bedenken nicht… was soll denn daran so schlimm sein? Finden sie ein Volk das sich dafür entschieden hat sich von einer Merkel regieren zu lassen, von den Kohl und Schröder gar nicht erst anzufangen, dass ein solches Volk und seine „Kultur“ unbedingt vor dem Untergang bewahrt werden müsste?

      „Es gibt einen großen zivilisatorischen Zyklus, bei dem die Zahl derer, die wirklich noch produktiv arbeiten immer kleiner wird.”

      Ich halte es sogar für einen gewaltigen zivilisatorischen Fortschritt, wenn immer mehr Leute lieber arbeiten um zu leben, anstatt zu leben um zu arbeiten. Wenn der Preis dafür ist „durch eine andere Kultur“ ersetzt zu werden, meinen sie wirklich, das sei es nicht wert?
      Das Verschwinden der Angehörigen eines Volkes das “wirklich glaubt es gäbe KEINEN Unterschied zwischen dem Denken eines Grünen, eines Kreationisten, eines Islamisten und eines Baal-Kultisten“ wäre sogar ein Fortschritt.
      Dieses Verschwinden träfe nämlich Leute, die das was heute mit dem Etikett „Grün“ in DE rumlaufen darf ernsthaft für Grüne hält.
      Deren Aussterben wäre der erste grosse Fortschritt für das deutsche Volk seit 40 Jahren, leider wissen aber alle Denkenden, dass Evolution nun mal nicht in diese Richtung läuft, sondern auch nur den Gesetzen der Thermodynamik, hin zur Mittelmässigkeit folgt. Merkels Wahl war also alternativlos, dass sie Physikerin ist, ist also eine feine Ironie des Lebens.

      Nur weil sie meinen einen Schuss gehört zu haben, beweist noch lange nicht, dass da einer war…

    • TÜV
      wertes Pixel,
      sagen Sie das nicht so laut!

      Man wird Ihnen auch noch den TÜV madig machen wie den ADAC und VW.
      Überhaupt die Autobranche muss endlich, wenn nicht praktisch, so doch moralisch
      fertig gemacht werden.
      Alles ist recht, damit der Glaube es gäbe in D noch etwas Verlässliches, den
      Bach runter geht.
      Niemand darf sich sicher fühlen, damit kann man (sie) zwar innerhalb einer Parteiorganisation
      erfolgreich sein, aber mit 80 Mio. uneinsichtigen Menschen wird es schwierig.

      Noch schwieriger wird es, wenn man extra Migranten einläd, die genau diese Sicherheit
      und Verlässlichkeit suchen, die sie beim gemeinen Michel vermuten.

      ….und nun wird es spannend…….

    • Titel eingeben
      @ TDV

      Zunächst einmal wäre es mir egal wenn Leute nicht produktiv arbeiten. In einer freien Welt geht es mich nichts an wie andere Menschen wirtschaften oder mit ihrer Lebenszeit umgehen. Wir leben aber nicht in einer freien Welt. Sobald mir jemand in die Tasche greift hat er meine ungeteilte Aufmerksamkeit. Wenn ich für den Spaß bezahlen muss, dann nehme ich mir auch das Recht heraus zu urteilen und gewisse Forderungen zu stellen. Da das doof ist plädiere ich ja gerade für weniger Transferzahlungen und mehr Eigenverantwortung. Ich will gar niemandem Vorschriften machen. Ich will nur nicht für Dummheit und Faulheit anderer geradestehen müssen.

      Nun ja, ich habe versucht auszudrücken, dass ich mich mit dem Untergang der europäischen Kultur abgefunden habe. Dennoch finde ich es traurig dass damit das sprichwörtliche Kind mit dem Bade ausgegossen wird. Zivilisatorische Werte der Aufklärung und der europäischen Geistesgeschichte könnten praktische verloren gehen. Dabei existiert quasi der gesamte Wohlstand der Welt auf diesem Erfolgsrezept. Ausserdem ist ja nicht jeder Mensch gleich. Die irren Spinner sind ja nichtmal in der Mehrheit, glaube ich. Der Rest hat nur keine Lust etwas zu ändern und ist zu bequem dagegen anzugehen. Um diese Menschen, die nur ihre Ruhe haben wollen nach der Arbeit, tut es mir ehrlich gesagt schon etwas Leid. Deshalb finde ich es schon bedenklich wie die Statsmedien gerade gewisse Tatsachen vernebeln und manipulativ berichten. Auch die weitere Eingrenzung der Meinungsfreiheit (die es ja im deutschsprachigen Raum so nie wirklich gab) ist in diesem Kontext problematisch. Ich käme mir aber schon etwas wie der Führer im Bunker vor, würde ich sagen dass das Volk nun eben den Untergang verdient hätte.

    • @exexpat
      “Sobald mir jemand in die Tasche greift hat er meine ungeteilte Aufmerksamkeit.“

      Wie alle klein-geistigen Spiessbürger stört es sie keineswegs WENN man ihnen in die Tasche greift. Sie stört WER ihnen in die Tasche greift. Wenn damit Banken saniert, oder mörderische und unsinnige Kriege finanziert werden, dann stört sie daran gar nichts, aber wenn sie für die „Faulheit anderer geradestehen müssen“… das kann er halt gar nicht ab, der deutsche Spiesser. Da hat einer ein besseres Leben wie ich? Neid und Missgunst, Feigheit das eigene Leben selber zu verbessern…. weiter reichts nicht, aber dann den Untergang der Kultur und der Zivilisation bejammern und lauthals nach der Obrigkeit plärren! Denn Schuld sind immer andere, wer mit der Schuld gerade an der Reihe ist, das kann man von BILD bis FAZ tagtäglich der gleichgeschalteten Lügenpresse entnehmen. Der „soziale Hängematten-Baumelnde) ist da ein beliebter Renner.

      Sie beschreiben sich selber: „Der Rest hat nur keine Lust etwas zu ändern und ist zu bequem dagegen anzugehen. Um diese Menschen, die nur ihre Ruhe haben wollen nach der Arbeit, tut es mir ehrlich gesagt schon etwas Leid.”
      Aber genau diese Leute, oft genug völlig zu Recht als Urnenpöbel bezeichnet, sind es ja die die ganze Abwärts-Bewegung zB durch ihr Wahlverhalten erst möglich gemacht haben. Witzblattfiguren wie Kohl, Schröder oder Merkel wählen und dann wenn es zu spät ist, greinend mit dem Finger auf andere deuten.

  31. Zumutungen
    Etwas was ich nicht verstehe ist, wie es einem möglich ist,
    Venedig – nach dem Einsatz von abartigen Monsterschiffen-
    noch zu ertragen. Diese Kreuzfahrer sind eine Zumutung!
    .
    WIESO merken diese Touris denn nicht,
    dass Menschen in ihrer Masse, jeden schönen Ort
    – allein durch ihre Bedürfnisse – in eine Art Alptraum verwandeln? Auf der Jagd nach dem Klischee wird man
    für das reale Leben möglicherweise betriebsblind.
    Oder man hält „Remmidemmi“ für Leben.
    .
    Genießen in vollen Zügen? Grauenhaft.
    >Zurückbleiben! Mind the gap.

  32. Unsere Kanzlerin hat sich eben nicht "über das Verfassungsrecht gestellt"
    Ein bisschen mehr Informiertheit und Mindestkenntnisse beispielsweise über die Genfer Flüchtlingskonvention liessen auch AfD Jünger etwas seriöser aussehen: http://www.unhcr.de/mandat/genfer-fluechtlingskonvention.html

    Ich verstehe als bekennender Einwanderungsgegner schon, warum AfD und Konsorten es trotzdem so schwer haben – mit Ahnungslosen oder betrügern macht sie niemand gerne gemein.

    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • verfassungsrecht
      lieber T.H., das gehauptet ja P.T., einer der auserwählten paladine der führungsspitze ja auch, schon gebetsmühlenhaft und von der parteibasis vor sich her getrieben……..
      selbst wenn er recht hat, die entscheidungen sind fatal, wie jene am 30.01.1933……….auch verfassungskonform wahrscheinlich, aber fatal und für eine deutsche oder mitteleuropäische identität letal.

    • @Thorsten Haupts
      Es tut mir leid, aber Ihre Behauptung, Merkel habe sich nicht über das (Verfassungs-)Recht gestellt, ist wirklich nicht haltbar. Die Genfer Flüchtlingskonvention verpflichtet gar niemanden, Leute aus sicheren Gebieten einreisen zu lassen. Die vollkommene Grenzöffnung, die Merkel im August eigenmächtig verfügt hat, die seither zu Hunderttausenden Einwanderern geführt hat, die (auf Kosten des Steuerzahlers) versorgt werden wollen, und die im krassen Widerspruch zum Asylkompromiss von 1993 und den dabei beschlossenen Gesetzen (unter anderem § 18 Asylverfahrensgesetz) steht ebenso wie zur Dublin-III-Verordnung, ist keineswegs rechtskonform. Merkel hat das einschlägige Recht einfach außer Kraft gesetzt.

      Abgesehen davon wäre das jedenfalls eine Entscheidung gewesen, die auf Grund ihrer Tragweite der Bundestag hätte treffen müssen. Aber unter Merkel entscheidet der ja sowieso nichts mehr, egal ob er dazu einen Beschluss fasst oder nicht.

    • Der Meinung kann man ja auch sein, ich neige zumindest in die Richtung.
      Und trotzdem kann man argumentativ sauber bleiben. Ich habe einfach schon seit den achtzigern die Nase voll von Leuten, die sich wegen angeblichen Verstosses gegen Grundgesetz Artikel A auf das Widerstandsrecht nach Grundgesetz Artikel B berufen. Mimimi. Das ist Kleingeisterei in Reinkultur.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Legal, illegal, sch...egal, legitim ist das alles ganz bestimmt nicht
      heise.de/forum/heise-online/News-Kommentare/Hausdurchsuchung-Verdacht-auf-Abrechnungsbetrug-beim-Unabhaengigen-Datenschutzzentrum-in-Kiel/Diskreditierungsversuch/posting-24000535/show/
      – wobei die (legale?) salamischeibenhafte Einführung einer totalitären schwarz-rot-grün-roten (stramm islamisch kommt mit der Zeit dann hinzu) Herrschaft wieder zum Himmel schreit.
      Vgl.
      heise.de/-2812931 Merkel mahnt, es mit dem Datenschutz nicht zu übertreiben
      und
      heise.de/-2980126 Merkel auf dem IT-Gipfel: Datenschutz darf Big Data nicht verhindern
      ferner
      de.wikipedia.org/wiki/Al_Capone#Der_Steuer-Prozess

    • @Krampus: Befragen Sie dazu 5 Staats-und Völkerrechtler Ihrer Wahl.
      Wenn Sie recht haben, werden die Anzeigen und Verfassungsbeschwerden (einige laufen doch schon?) Erfolg haben, aber das halte ich für unwahrscheinlich. Aus dem Dublin-Abkommen konnte man rechtlich einwandfrei einseitig aussteigen und nach meiner schwachen Erinnerung schlägt Völkerrecht einfaches nationales Recht (wie die Asyslgesetzgebung) allemal. Das dürfte ausreichen, um allermindestens mit einem „in dubio pro reo“ davonzukommen, also ist die ganze Rechtsdebatte ziemlich sinnlos.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Worüber genau hat die Kanzlerin
      verfügt, lieber Krampus, wie hat sie das angestellt? Soweit ich mich erinnere, sind viele bunte Plakate gemalt worden und die Hand aufgehalten und großartige Reden wurden geschwungen und vertont und öffentliche Armutsgelübte abgelegt, schauen Sie mal beim Konstantin Wecker vorbei! Das muss dann wohl eine Eigendynamik angenommen haben. Sommermärchen, wir wissen ja nun, wie sowas zustande kommt!

    • Wieder @Thorsten Haupts
      Lieber Herr Haupts,

      Sie tun zwar gut daran, bei Pseudonymen im Netz vorsichtig zu sein. Aber glauben Sie mir einfach mal, dass ich mich damit tatsächlich ein bisschen auskenne und auch eine gewisse Ahnung von den Stellungnahmen habe, die es dazu so gibt und über die die Welt z.B. hier berichtet hat:

      http://www.welt.de/politik/deutschland/article148008903/Sicherheitsbeamte-warten-sehnsuechtig-auf-Merkels-Go.html

      Es gibt für das Vorgehen der Bundesregierung sicherlich keine völkerrechtliche Grundlage. Aus Dublin III kann man natürlich auch nicht einfach so aussteigen. Das ist immerhin Recht der EU mit Anwendungsvorrang. Das Witzige ist, dass die Bundesregierung sogar selber sagt, sie weise an den Grenzen nicht zurück, wie es an sich dem deutschen Recht entsprechen würde, weil Dublin III formal noch immer gelte und diese Möglichkeit dort nicht vorgesehen sei.

      Das Einzige, was man der Bundesregierung zugute halten kann, ist, dass andere angefangen haben, das (europäische) Recht zu brechen, nämlich Griechenland und Italien, für die ich, nebenbei bemerkt, durchaus Verständnis habe, dass sie nicht bereit waren, die Folgen der Politik Deutschlands und Schwedens zu tragen. Aber es ist wenig weitsichtig und auch rechtlich keineswegs haltbar, Rechtsbruch mit noch einem noch größeren Rechtsbruch zu beantworten, der zu weiterem Rechtsbruch anreizt. Inzwischen ist Österreich das bessere Griechenland.

      Dass die Rechtsdebatte ziemlich sinnlos ist, da stimme ich im Grunde aber schon zu. Das Recht interessiert Merkel sowieso nicht, und wirklich interessieren muss es sie bis auf Weiteres auch nicht. Das hat sie schon mehrmals demonstriert, z.B. bei der Euro-Rettung und auch der Energiewende (inzwischen zum Teil auch gerichtlich aufgearbeitet). Solange man die Macht hat, geht das gut. Aber es sind schon viele tief gefallen, und Stefan Mappus hätte sicher auch nie geglaubt, dass es ihm so ergehen könnte, wie es ihm nach 2011 ergangen ist.

    • Durfte sie?
      Als Jurist fiel mir zunächst nur die Richtlinienkompetenz ein. Sie kann alles mögliche, ist natürlich (der Staat bin – auch – ich) auch an Gesetze gebunden: Rechtsstaatsprinzip Art. 20 Abs. 3. (und das müssen Gesetze dieser Rechtsordnung sein – nichts Völkerrechtliches).

      Wenn sie Kraft ihres Amtes beschloss, hier Mengen herzulocken und herzuholen, dann hat sie das wohl über die Köpfe hinweg getan (und zwar sehr viele). Aber ihre Regierung und ihre Fraktion haben nicht vermocht, sie zu zügeln. Nur Seehofer hat es versucht (und vermutlich die in Mitleidenschaft gezognen europäischen Partner, die

      Ist es Hochverrat? Auf jeden Fall gibt es nur einen Mann, der das anklagen könnte: Den Generalbundesanwalt. Und keinen Weg, ihn dazu zu bewegen (ein Umstand, der schon auf Juristentagen offen kritisiert wurde).

      Wir haben in Deutschland nicht mehr das, was es in Österreich gibt: https://www.ris.bka.gv.at/Dokument.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Dokumentnummer=NOR12015143

      Hier gibt es nur: https://de.wikipedia.org/wiki/Pr%C3%A4sidentenanklage (aber nichts Vergleichbares für den BK)

      oder das konstruktive Misstrauensvotum.

      Das heißt nicht, dass man sagen könne, dass sie den „Bestand des Staates und seiner Einrichtungen“, bzw. die Ordnung und Sicherheit gefährden durfte. E

      Es missfällt auch, wie nicht nur mit dem Eigentum der Bürger (und der wird auch durch Grenzsicherung gewährleistet) gespielt wird, das ebenfalls gefährdet wird, sondern wie sie eigenmächtig an der Zusammensetzung der durch sie zu schützenden Bevölkerung herumodelt (wer hier dazu gehört und was zu entscheiden hat). Der Eid den sie als BK schwur, verpflichtet sie nicht wirklich bzw. ist weder bindend, noch ist da etwas einklagbar.

      Hindenburg hatte sich noch auf seinen Eid berufen, als er meinte, die Berufung A. H. wäre nicht damit vereinbar.

      Noch so ein „Brüller“: „SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück warf Angela Merkel im Zuge der Überwachungs- und Spionageaffäre im Juli 2013 vor ihren Amtseid verletzt zu haben. Zu ihrem Schwur, Schaden vom deutschen Volke abzuwenden, äußerte sich Steinbrück mit: „Also: Schaden vom Volke abzuwenden – das stelle ich mir anders vor.“

    • @Krampus
      Ihr Gejammere ist ein wenig lächerlich… Meinen sie wirklich, wenn Merkel DAMALS das Parlament um Zustimmung gebeten hätte, dann hätte ihr diese Versammlung von Kriechern und Schleimern diese verweigert???

      Wissen sie, wer Die Welt als Zeuige für die Richtigkeit seines Weltbildes zitiert, der hat bei normalen Menschen immer schlechte Karten…

    • an azur
      Wir beide könnten über die „Richtlinienkompetenz“ in dem Zusammenhang wohl nicht mal mehr kichern, auch wenn wir das nicht schon aus Prinzip unterließen.

      Die Bundespolizei hätte sich im Zweifel strafbar gemacht; aber das wissen Sie mindestens genauso gut wie ich. Will man dieses Schlamassel sortieren (und irgendwann tut man das sicher, weil jemand promovieren will), kommt dabei zweifellos sowas wie ein kollusives Zusammenwirken heraus und der effektive Herr Seehofer ist da bestimmt auch mittenmang.

      Ich guck da also lieber nicht zu scharf hin, das ist der blanke Selbstschutz und ich wüsste es am Ende ja vielleicht auch nicht besser? Wenn die Leute, die derzeit noch über Entscheidungsspielraum verfügen, diesen aber nicht kompetent zum Schutze Deutschlands verwenden, sondern ihre persönlichen Eitelkeiten bedienen, haben wir morgen ohnehin nichts mehr, worüber wir uns noch streiten könnten.

      Um die Wahrheit zu sagen, ist das ja schon heute so: Die spielerischen Zänkereien über den samt Sklaven zu verkaufenden Reichshauptstadtslum sind eben zeitgenössischer Ausdruck dessen, worauf man sich alles nicht mehr einigen kann – nämlich darüber, dass der andere notwendig auch irgendwo sein und bleiben können muss.

      Von meiner Seite des Tisches aus sehe ich mir gegenüber eine schillernde Seifenblase, die mir die täglich neue, seltsame Dinge aufgibt – wie z. B., für das Wetter die Verantwortung zu übernehmen, weil ich scheinbar nicht bio genug bin, sondern CO2 produziere – und die permanent zu platzen droht, bei welcher Gelegenheit ich mindestens sehr nass und ziemlich taub werden dürfte.

      Versuche ich, mich von der gegenüber liegenden Seite aus wahrzunehmen, dürfte ich von rechts wegen gar nicht erst vorhanden sein, weil ich den Platz für die Blase limitiere, denn wo ein Ding ist, da kann ja kein zweites sein – und wenn es auch nicht zur Miete wohnt, so vermietet es doch nicht gewinnbringend und wenn es auch weiß, wer Pitigrilli war, so kann es sich qua Herkunft ja doch bloß um einen Stasi und/oder Kiffer und/oder Eiterpoolliebhaber (to be continued) handeln.

      Einigkeit herrscht also höchstens darüber, dass der Tisch zwischen uns mittlerweile nicht mehr zu erkennen ist – und das ist nicht abendfüllend, und wie der Konkurrenzkampf zwischen hiesigen Interessen und dolce vita in bella italia ausgeht, ist auch von vornherein ausgemacht.

      Also dann!

    • @TDV
      „Ihr Gejammere ist ein wenig lächerlich… Meinen sie wirklich, wenn Merkel DAMALS das Parlament um Zustimmung gebeten hätte, dann hätte ihr diese Versammlung von Kriechern und Schleimern diese verweigert???“

      Ihre Wadenbeißerei in Ehren, aber lesen sollte mal schon können. Ich schrieb ja ausdrücklich: „Abgesehen davon wäre das jedenfalls eine Entscheidung gewesen, die auf Grund ihrer Tragweite der Bundestag hätte treffen müssen. Aber unter Merkel entscheidet der ja sowieso nichts mehr, egal ob er dazu einen Beschluss fasst oder nicht.“

      Auch worum es mir bei dem Welt-Link ging, haben Sie nicht verstanden. Aber ich weiß ja: Es gibt Menschen, auf die haben Welt-Links eine geradezu gespenstische Wirkung.

    • @Krampus
      „Ihre Wadenbeißerei in Ehren, aber lesen sollte mal schon können. Ich schrieb ja ausdrücklich: „Abgesehen davon wäre das jedenfalls eine Entscheidung gewesen, die auf Grund ihrer Tragweite der Bundestag hätte treffen müssen. Aber unter Merkel entscheidet der ja sowieso nichts mehr, egal ob er dazu einen Beschluss fasst oder nicht.““

      Das mit dem Lesen kann ich nur retour geben:

      Genau da hab ich einen Schritt weiter gedacht, denn jemand mit ihrem Welt-bild nicht sehen will. Es geht nicht darum, dass das Merkel nicht frägt. Dann müsste man die Dumpftusse nur absägen.. Das Problem ist vielmehr , dass alle Politiker, vor allem „unsere“ Parlamentatarier sowieso alles absegnen würden was man ihnen unter die Nase legt.

      Beipsiele? Wie immer nur die von heute, sonst wirds unendlich

      https://blog.campact.de/2015/12/experten-check-was-der-handelsgerichtshof-in-ttip-wirklich-bedeutet/

      Was bei den faulen Griechen noch völlig undenkbar war, ist bei der Ukraien aus NATO Gründen unverzichtbar:

      http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/finanzkrise-iwf-kehrtwende-hilft-ukraine-im-milliardenstreit-mit-russland-1.2774407

      Oder auf den NDS:

      „DieSPD in Regierungsverantwortung. Und da wundern sich die Genossen noch über ihre Umfragewerte oder den Frust von Menschen, die sozialdemokratisch denken. Der Vorsitzende des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, Ulrich Schneider, schreibt dazu auf Facebook treffend: „Am 10.11.2010 brachte die SPD-Bundestagsfraktion einen Antrag ein und kritisierte die Bundesregierung aus guten Gründen für das willkürliche Kleinrechnen der Regelsätze. Andrea Nahles selbst sprach davon, der Regelsatz werde künstlich heruntergerechnet. Auf den Tag genau fünf Jahre später am 10.11.2015 erklärt das Nahles-geführte Bundesministerium für Arbeit und Soziales auf die Anfrage der Die Linke-Vorsitzenden Katja Kipping, dass man die damals angewendete Methode der manipulativen Kleinrechnerei in wesentlichen Punkten unverändert fortführen werde. Schon wieder so eine SPD-Drehung um glatte 180 Grad. Ich bin richtig gefrustet, total sauer. Dieser erschreckende Koalitionsopportunismus. Selbst das Existenzminimum wird ihm geopfert…“

    • @TDV
      „Das mit dem Lesen kann ich nur retour geben:
      Genau da hab ich einen Schritt weiter gedacht, denn jemand mit ihrem Welt-bild nicht sehen will. Es geht nicht darum, dass das Merkel nicht frägt. Dann müsste man die Dumpftusse nur absägen.. Das Problem ist vielmehr , dass alle Politiker, vor allem „unsere“ Parlamentatarier sowieso alles absegnen würden was man ihnen unter die Nase legt.“

      Lieber TDV, Sie wissen über mein „Welt-bild“ mehr als ich. Das sind immer schlechte Ausgangsbedingungen.

      Aber noch einmal: Ich habe aus gutem Grund geschrieben, dass der Bundestag unter Merkel gar nichts mehr entscheidet, „egal ob er dazu einen Beschluss fasst oder nicht“. Damit wollte ich natürlich darauf hinaus, dass er mehr oder weniger alles absegnen würde, was diese grässliche Frau und die Phalanx ihrer willfährigen Helfer ihm vorlegt. Die Frage ist in der Regel nur noch, wie das, vor allem mithilfe der öffentlich-rechtlichen Medien, propagandistisch gerechtfertigt wird.

      Parlamentarier, die nicht mehr im Ansatz verstehen, welche Rolle ihnen eigentlich zukommt, sind sicher keine neue Entwicklung. Aber dieser Grad der Selbstentleibung des Parlaments ist neu und erst mit Merkel erreicht worden. Daher wäre es allemal erforderlich, sie in die Wüste zu schicken.

      Ansonsten müssen Sie damit leben, dass Menschen Ihr Weltbild nicht in jeder Hinsicht teilen. Allerdings verstehe ich Ihre Aufregung wirklich nicht. Im wesentlichen Punkt sind wir uns doch offenbar durchaus einig: Die Demokratie in Deutschland ist wegen derjenigen, die behaupten, hierzulande ihre besten Vertreter zu sein, im Moment ziemlich im Eimer.

  33. Dankeschön für die Antwort,
    wäre schön das Thema noch zu vertiefen. Nächste Woche wird ja alles wieder gut, Österreich übernimmt den Vorsitz und sagt mal ganz klar, also so geht des wirklich ned weita. Da wird die Türkei aber schaun.

  34. wunderbar - und so zutreffend
    wobei der wahrhaft gefaehrliche „klassenkampf“ stuende noch nirgens, waere noch nicht einmal so sehr erkannt?

    vom soldaten meinte man z.b. der wuerde gerne kamempfen sich im kampfe zu bewaehren gefallen – ja auch. viel mehr ist dessen hauptsache aber wohl die siegesparade – voll gueckhaft aufgebretzelt in paradeuniform mitten durch die ruinen der besiegten stadt. das ist sein ding und seine sache, schaut man aufs unterbewusstsein von sein und zeit.

    denn wie schrieb weiland einer unserer dichter schon? „ein 70-jaehriger friede hat dich erzogen mein sohn, du hast die kriege nie gekannt!“ ja, der alte piccolomini wars, seines zeichens generalleutnant.

    so viel vom oder zum heutigen unterbewussten, den buergerlichen ihre themen vorzugeben. denn die ruinen der aggression, also die der anderen westviertel und thiergaerten wuerden bei und von minderen voelkern haeufig grad genauso gerne genommen wie bei autoaggressiven die der eigenen westviertel. hautpsache die ostviertel blieben stehen.

    schon dank ausfall aller zukuentigen flaechenbombardements, weil wir im internetzeitalter leben, mit trojanernern toeten und macht ausueben, statt mit b52s.

    just for the record, es sind neue zeiten, evtl. teils auch fuer alte konfilkte?

  35. Zurück in den Staub du Schlange!
    ObjectBe sagt:
    7. Dezember 2015 um 16:28 Uhr
    „Theatermonachin“ fördert Venedigs Immobilienboom

    Liebe ObjectBe,

    das mit den Privilegien ist so eine Sache.

    Sicher lässt es sich im schönen Tessin trefflich leben. Indies gilt das so oder ähnlich ja für viele Orte auf der Welt. Mal mit mehr oder weniger Kulturgeschichte. Mal mit nicht ganz so schönen Landschaften. Aber dies liegt ja auch im Auge des Betrachters. Denn das Auge kann nur dann etwas finden wenn gesucht wird. Eine Entsprechung dessen wonach es der Seele dürstet. Dazu braucht es Phantasie und Lust – den Drang zu leben. Gar vielleicht einer Vision?

    Ich für meinen Teil lebe gerne im Vorgarten des Allgäu, wie ich es nenne. Ist es selbstsüchtig zu erwarten dass dies so bleiben soll. Das ich nicht einsehen will, wieso ich einem Wandervogel gleich, mich nach einer neuen Heimat umtun soll. Nur weil eine durchgeknallte Frau den apokalyptischen Reiter mimt.

    Vielleicht bin ich einfach zu sensibel. Sollte es besser mit buddhistischer Ruhe hinnehmen wie Deutschland und ganz Europa in Schutt und Asche gelegt wird. Wie mit kalter eiserner kalter Hand, Kultur und Sinn auf den kleinsten gemeinsamen Nenner niedergemetzelt wird. Sollte mich nicht daran stören wie halb Deutschland Lemmingen gleich dieser frau bis in den Abgrund hinab folgt.

    Doch ich tu es nicht – kann es nicht.

    Ich verzichte nicht darauf zu hoffen, dass sich bald jemand erbarmt und uns von dieser leblosen Hülle befreit. Sie von ihrem Kaiserthron herunterzerrt. Sie zurückwirft in den Staub.

    Mit den besten Wünschen
    Dr. Seltsam

    • @Dr. Seltsam
      Sehr geehrter Dr. Seltsam,

      vielen Dank für Ihre freundlichen Zeilen. Nach einigem Zögern habe ich mich doch entschlossen zu meinem Dank an Sie, noch einige Bemerkungen anzufügen, obwohl, wie ich oben geschrieben habe, es mir sinnvoll erscheint zu dieser unangenehmen Sache am besten keine großen Stellungnahmen mehr abzugeben.

      Es liegt mir fern das Tessin als das Paradies zu beschreiben. Manches Mal treiben einen glückliche Umstände irgendwo hin und dann lebt man halt eine Zeit an diesem Ort und versucht die Dinge positiv zu nehmen. Die Schattenseiten des Tessins zu beschreiben wäre auch beschwerlich. Angefangen von den Verkehrsverhältnissen, der politischen und wirtschaftlichen Lage, wie der zunehmenden Fremdenfeindlichkeit. Doch hiervon ist in den Zeitungen hier tagtäglich zu lesen und Schuld haben immer die Anderen.

      Ich freue mich unbekannter Weise für Sie, wenn Sie Ihre „Wurzeln“ im Allgäu gefunden haben. Vielleicht beneide und bewundere ich Sie auch ein wenig.

      Mir erscheint in Deutschland leben zu müssen fordert zunehmend eine persönliche Wehrhaftigkeit gegen die Politik und die diese symbolisierende Dame, deren Namen totzuschweigen am sinnvollsten ist. Diese Haltung sehe / vertrete ich nicht als Defätistin.

      Ich bin keine „Kämpferin“. Der Terror hat in Deutschland, in Europa schon Fakten geschaffen und man kann nicht mehr so tun als ob man so weiterleben kann, wie bisher. Bisher gewohnte Freiheiten werden noch mehr eingeschränkt werden.

      Wenn deutsche Bürger die weißen Neger des eingewanderten Islams werden wollen ist das sehr unangenehm. Dieser Staat kann jedoch nicht von mir erwarten, daß ich das mittragen, mitfinanzieren werde. Dafür liebe ich dieses Land und seine, mir bisher bekannte Kultur zu sehr.

      Seien Sie herzlich gegrüßt

      ObjectBe ( http://objectbe.blogspot.ch/ )

    • dr. strangelove an alter ego dr. seltsam
      der abgang wird kommen, dämme brechen plötzlich, aber gewaltig

      ………..in frankreich wird vom versagen der eliten gesprochen angesichts dieser erdrutsche………….aber war angesichts dieses weges in den bürokratie – sozialismus eines provinzadministrators, der mit einem italienischen motorroller des Piaggio – Konzerns zur geliebten fährt, je etwas anderes zu erwarten……..kein versagen, nein, aktives schleusen in den niedergang, sehenden auges………..

      offensichtlich muss das werk gegen die wand gefahren werden, dann denkt das volk um !

      da hilft nur Hegel, sosehr er mir als stuttgarter unsympathisch ist, die kraft schlägt ins gegenteil um………..sollte jede frau wissen, die dialektischen materialismus gelernt hat im zweitfach………oder war es gar das erstfach ??????????

  36. Was wollen Sie damit erreichen?
    Sehr geehrter Gast von 7.Dez 15:07 und heute 9:13
    Ich habe mir Ihre Kommentare noch einmal durch den Kopf gehen lassen. Ich schreibe unter meinem echten Namen. Sie hingegen verstecken sich hinter “Gast”, was nicht einmal ein Pseudonym ist, denn Gast ist hier jeder, der keine anderen Angaben macht. Damit sind sie unauffindbar und können nicht zur Rechenschaft gezogen werden. In Ihren Kommentaren unterstellen Sie mir Dinge, die mit dem was ich geschrieben habe, nichts zu tun haben. Dabei erwecken sie den Eindruck, mich und meine Vorurteile sehr gut zu kennen. Im Grunde ist das üble Nachrede. Ich habe schon im Kindergarten lernen müssen, damit umzugehen. Aber was wollen Sie damit erreichen?

    • Das mit dem „Gast“-Nick ist eine Software-Fehlfunktion, das dürfte einfach nicht gehen und prinzipiell fände ich es auch nett, wenn man einen Namen eingeben könnte.

    • Sie zeigen viel zu viel, nehme ich an, dass das "Ihren Gast" irritiert.
      Nichtprofessionelle (im Sinne von „nicht gegen Vergütung geschriebene“) Kommentare sollten lieber pseudonym bleiben, sonst gibt’s nur Ärger.

      Die neueste Selfie-Mode zeigte unser Staatsoberhaupt, wenn überhaupt, s.
      http://www.tagesschau.de/multimedia/video/video-139233.html

      Zugleich versucht Belgien, die gleiche abscheuliche Tracht zu verbieten,
      http://www.oe24.at/welt/Nikab-Traegerin-soll-hinter-Gitter/215258917
      – wäre Belgien osteuropäisch, hagelte es bereits geharnischte Proteste.

    • Freudsche Fehlleistung des deutschen Bundespräsidenten
      Das ist der absolute Witz zum Morgen-Cappuccino. Der deutsche Bundespräsident sagt: “Wir müssen uns bewusst sein, dass jede Mark, jeder Dollar….”. 14 Jahre nachdem wir Europäer den Euro haben. Ob der Mann mal was von freudschen Fehlleistungen gehört hat?

  37. vollverschleierte Damen
    in schwarz sind in der Vorstadt häufiger geworden; meist sind es Bosnierinnen. Vor ein paar Jahren noch gabs hier nur eine einzige alte Bosnierin, die mit einem geblümten Tücherl den Gesichtsschleier unter der Brille improvisierte. Das neue Schwarz ist ganz perfekt und wird von den türkischen Frauen mit Kopftuch, mit denen ich Kontakt habe, als „häßlich und arabisch“ abgelehnt. Zwei ebenfalls Kopftuch tragende Ägypterinnen meinten spöttisch „die mit dem Gesichtsschleier glauben sie seien so schön daß alle Männer auf der Straße in Verwirrung geraten“.
    Im Sommer wollte mein sehr freundlicher Hund, der Nonnenhabit kennt, im Stadtpark am Ring drei Grazien im Niquab begrüßen und ich rief ihn zurück, die Damen aber streichelten ihn, wir plauderten in Englisch und sie erzählten, daß sie zu Haus in Kattar einen Dalmatiner haben. Als ich ihnen ein Kompliment zu ihren hübschen Schuhen machte, kicherten sie und lüpften ein wenig die Umhänge, um mir sehr elegantes Buntes von Etro zu zeigen.

  38. zufrieden, Frau Heuse?
    Ich habe Ihnen gar nichts unterstellt. Das war nicht notwendig. Sie selber haben „fehlende Erfahrungen“ der Kanzlerin, eines Verfassungsorgans, behauptet, weil diese angeblich noch nie Venedig, Granada war oder diverse Soldatenfriedhöfe besucht hat; das können Sie oben entspannt nachlesen.

    Ich hingegen habe zum Thema „fehlende Erfahrungen“ korrekt darauf verwiesen, dass Deutschland in Person von Frau Schavan eine Bundesministerin für Wissenschaft und Forschung zugemutet wurde, welche die Hochschullandschaft lange und intensiv umgestaltet hat während sie dafür leider nicht einmal auf die Erfahrung zurückgreifen konnte, sich selber einen Hochschulabschluss erarbeitet zu haben.

    Ich habe daher zum von Ihnen angeschnittenen Thema „Schaden“ weiter angeregt, sich hier mit zielführenden Fragen zu befassen und zunächst einmal aufzuarbeiten, ob Deutschland (dessen Bildung und Forschung vormals international als vorbildlich angesehen wurde) durch diesen bundesdeutschen Repräsentanten nicht vielleicht bereits großer Schaden entstanden ist – nicht nur zu befürchten steht.

    Weiter haben Sie in den Raum gestellt, dass es DDR-Bürgern streng untersagt gewesen sei, sich mit Personen mit naturroten Haaren zu unterhalten. Wenn Sie tatsächlich meinen, dem läge nicht nur ein Vorurteil Ihrerseits zugrunde, sondern im Ernst behaupten wollen, ehemalige DDR-Bürger würden die Wahl ihres Gesprächspartners ausschließlich nach körperlichen Kriterien treffen, wäre es wohl in der Tat die Aufgabe eines Staatsanwaltes zu klären, wer hier ggf. wofür zur Rechenschaft gezogen gehört.

    • Zickig kommt mir das vor, was unter dem Namen Gisela Müller dasteht, einfach zickig ...
      … und die DDR wird auch dadurch nicht auferstehen aus den Ruinen. „Nichts wird mehr so sein, wie es einmal war“, denn der Koran löst sowohl die Marx-Engels-Gesamtaufgabe als auch die Mao-Bibel ab, „demnächst in diesem Kino“, und statt Che-Guevara betrachten spätere EU-Kommissare Daesch-Poster an der Wand ihrer Studierstube (womöglich in der vorschriftsmäßigen VeganerInnen-WG bei genormten EU-Kerzenlicht). Single-Haushalte sollen wieder als umweltbelastend gelten, las ich kürzlich anderswo.

    • Velen Dank für Ihre Antwort
      Auf diese Gerichtsverhandlung bin ich sehr gespannt.

  39. Lisbeth Heuse sagte am 9. Dezember 2015 um 08:36 Uhr
    „Freud´sche Fehlleistung des deutschen Bundespräsidenten“. Na, wenn das alles wäre was uns aus dem Mundes des Privilegienliebhabers, temporär wohnhaft in Château des bulles de Savon so, je nach Temperament, in Rage bringt oder in Fatalismus zusammensinken lässt. Dass ihm die Schulmädchen, für die er sich gemäß der Prantelhausener Zeitung so sehr interessiert hatte ein allah yisallimak (Gott beschütze dich) erboten hatten, hörte er gemäß obigem Jubelbericht schon nicht mehr. Das ist schade für den gläubigen Mann. Was ich an seiner jordanischen Rede besonders bemerkenswert halte ist, dass er sie überhaupt noch halten musste. Wie lange ist es nun her, dass die dortige Mangelsituation bekannt ist und, bis auf vollmundige Leistungsversprechungen offensichtlich vor Ort nichts passiert ist?
    Am Tage des Heiligen Nikolaus warf Frau Heuse ein, dass sie vermute dass unsere Richtlinienkompetenz noch nie „mal eben“ so in Venedig geweilt habe. Als Liebhaberin von nebligen Tagen, favorevole con aqua alta und Gummistiefeln im Florin-sage ich: beim besten Willen…Perlen vor die Schw…..(hab´da seit 1990 so meine Erfahrungen).“ Man muß immer trunken sein. Das ist alles, die einzige Lösung. Um nicht das furchtbare Joch der Zeit zu fühlen, das eure Schultern zerbricht … “ Diesen Goethe-Spruch an der Außenwand eines kleinen Weinlokals in meiner geliebten Heimatstadt am Neckar trage ich unauslöschlich in mir. Inzwischen hat in die frevelnde Hand eines paintre bâtiment die weise Rede zugedeckt. Nicht der Trunkenheit huldigend sondern im übertragenen Sinne ganz weg sein, unerlässlich in Venedig- und fast allen italienischen Städten. Na gut , ein Gläschen Franciacorta kann nie schaden. In diesem Sinne.

  40. Hartz IV, das wären zur Zeit 399 €/Monat
    machte bei 31 Tagen für den Monat 12,87 €/Tag – in sofern wären 22,- Euro am Tag, steuerfrei und schwarz als Hinzuverdienst, falls man ein Zimmer und eine Krankenversicherung bereits „so“ schon hätte gar nich so schlecht. Man sieht, Verhalten gehorcht vermutlich immer einer individuellen Logik und persönlich unter Umständen frei wählbaren Vorteilsnahme. Der Mär nach war nur Jesus frei davon.

    Und eine erbärmliche Argumentation und natürlich ein noch erbärmlicheres Leben. Jeden Tag viele Stunden lang so herumstehen zu müssen, das ist doch kein Leben.

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