Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Nuklearoptionen im Weihnachtskrieg

| 100 Lesermeinungen

Es ist Weihnachten. Und deshalb ist es Zeit, Danke zu sagen.

Danke.

Denn natürlich helfen mir viele Menschen bei meiner Arbeit im Garten der herrschenden Klasse. Es sind Twitternutzer und Facebookkommentatoren, definitiv Nichtkollegen anderer Medien und sonstige moralische Überflieger, Literaten und strukturelle Analphabeten, Aktivisten und soziale Selbstbereicherer, die mir täglich mit Forderungen und Hass auf Bessergestellte zeigen, wie es um den Klassenkampf bestellt ist, der in unserer Gesellschaft tobt. Es ist das Geschützfeuer der gegnerischen Seite, das ihre Stellungen verrät, die ich wiederum mit Spott und Amüsement bedecke. Wie es sich gehört, komme ich jetzt trotz „Danke“ nicht in Frieden, aber mit einem Geschenk. Heute ist schließlich „Boxing Day“, da hat man in England Stiefelknechten und Lakaien auch etwas zukommen lassen. Ich möchte daher ihre Arbeit würdigen, indem ich erkläre, wie all die Beiträge entstehen, die Familienstreit, Unwohlsein und bockiges Verweigern zur Weihnachtszeit zum Thema haben. Manche Zeitungen haben derer gleich drei oder vier im Angebot, und da fragt man sich natürlich, wie so etwas zu einer an sich schönen Zeit passieren kann.

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Denn schön ist es wirklich. Wer in diesen Tagen nach Hause, in die tannengesäumte Provinz kommt, den erwartet der Frühling. Störche beschließen, hier zu bleiben, das Sonnenlicht funkelt golden auf sattem Grün, und der Himmel erstrahlt blau. Niemand muss frieren, und für die Mittelschicht, der die Schreibkräfte, die gemeinen Schreibratzen auf Twitter und die Was-mit-dem-iPhone-Peergroups in den grösseren Städten entspringen – für diese Mittelschicht war das Jahr gar nicht schlecht. Es herrscht vielerorts Vollbeschäftigung. Mit den Immobilienpreisen steigt das Vermögen der Hausbesitzer. Es werden wieder mehr Kinder geboren. Deutschland in der Provinz, wo die Mittelständler im Geld ersticken, geht es recht gut. Wirklich. Und dazu noch dieses Prachtwetter draussen und der knisternde Kamin drinnen.

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Streit gibt es allenfalls um die Frage, ob nun die Christbaumkugeln von der Tante Betty oder von der Frau Gertrud verwendet werden sollen. In kluger Voraussicht haben die Mütter sich über vegane Kost schlau gemacht, damit das Problemkind – das, für dessen Miete man noch bürgt, das kein geregeltes Einkommen hat und sehr viele tolle Medien durch Praktika kennt – keinen Anlass zum Maulen hat. Es soll über sein eigenes Essen nicht maulen, und nicht über das Essen der anderen, das ausschliesslich aus heimischen Biozutaten besteht und für das – im Gegensatz zu Soja – auch kein Urwald gerodet wurde. Man lernt dazu, und lernt sich verteidigen: Das Essen ist stets ein willkommener Anlass für Konflikte, die immer dann ausbrechen, wenn das Kind gesehen hat, dass Schulfreunde inzwischen ihr eigenes Haus bauen.

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Es trennen sie eigentlich nur ein paar Jahre und Selbstfindungen und Neuorientierungen; die einen machten was mit Automation und die anderen sind nach einigen Umwegen nun in der Lage, auch bei grösseren Medien für kleineres Geld zu schreiben. Die einen haben Schulden bei der Bank und die anderen beim Vermieter. Die einen sind jetzt hier und können nicht mehr weg, und wenn sie den anderen anbieten, doch einmal vorbei zu kommen und sich das Haus anzuschauen, dann kennen sie eben nicht die Freiheit, morgen nach L.A. oder Hamburg zu ziehen, um spannende neue Projekte zu machen, für die man schon fleissig, wenngleich unbezahlt, aktivistisch im Netz schreibt. So ein Haus mag vielleicht als Vermögen absolut sein, aber damit hängen die Erbauer eben auch lebenslang aufeinander und haben keine Chance auf heisse Abenteuer, die die Jouralistin vom Durchblättern bei Tinder zu kennen glaubt, wenn sie mit Pizzakartons und Milben als Bettgenossen gut versorgt die Nacht verträumt.

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Da nimmt es doch niemanden Wunder, wenn auf kleinste Streitereien sehr genau geachtet wir. Da kann sich noch eine Spaltung entwickeln, vermutlich sind das nur Risse in einer dem Untergang geweihten, bürgerlichen Fassade, das kann doch gar nicht gut enden, wenn man drei, vier Jahre voraus denkt. Metropolitane Millenials kennen das, ein dummer Satz und zack, ist das ehemalige Idol entfolgt und verachtet. Jetzt mögen die anderen noch Händchen halten und sich frohgemut über den Kinderwagen beugen. Aber bald sind die Kinder grösser, sie werden psychische Probleme entwickeln und zum Sprengsatz für jedes Fest. Wer wüsste das besser als die Millenials, haben sie doch als Teenager mit ihren Gewichtsproblemen jahrelang zuverlässig jede Feier zum Scheitern gebracht. Weihnachten 2007, als endlich mal ein Freund vorzuweisen war, der sich auch vorstellen wollte, und kurz vorher abgesägt wurde – dieses Weihnachten mit der unvorsichtigen Frage von Tante Betty, ob das so eine kluge Entscheidung war – ging ohnehin in die Annalen der Familie ein. Familien streiten nun mal an Weihnachten. Das war schon immer so und wird den anderen ganz genau so passieren – denken sich Medienmacher und ignorieren nachher bei der Christmette den Anschlag an der Kirche, der eine reichlich effiziente Ehevorbereitung anbietet.

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Ignoriert wird auch das Taferl mit den Gefallenen, auf dem auch Grossonkel Hans steht. Das ist nämlich so eine Sache, daheim in der grossen Stadt in den bewussten Zirkeln: Dass der Hans nämlich nicht gerade beim Widerstand war. Früher wurden an Weihnachten noch so etwas schwierige Geschichten über diese schlechte Zeit erzählt, die in den Metropolen besser keiner wissen sollte. Schließlich war der Vater vom Hans auch noch leitender Reichsbahnangestellter und wohl auch in Polen. So genau hat man da nie gefragt und das ist ja auch der Grund, warum man hier nicht sein will und sein kann: Neu ist das Leben in den Hochhausschluchten, international der Umgang, Englisch die Lieblingssprache und frei von Heimat die Küche. Nichts erinnert dort an die alte Zeit, alles ist aufregend, wenngleich es nicht ganz so aufregend wie der Pfändungsbescheid wegen der Miete sein sollte – das war kein guter Gedanke. Alles zu friedlich, zu satt und zu bequem hier. Es ist Zeit für die Nuklearoption des weihnachtlichen Erstschlags, Zeit, über den eigenen halben Nachmittag am Lageso bei den Flüchtlingen zu reden und denen hier mal zu sagen, in was für einem faschistischen Vermieterdrecksforderungsland sie eigentlich leben. Wie sehr ihnen die Empathie fehlt, wie verlogen sie in ihrem beschränkten Wohlstandsidyll sind.

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Die Familie hört sich das alles an und sagt dann – nicht das Erhoffte. Kein „Ich bin ja kein Nazi, aber…“. Die Tante Friede sagt etwas ganz anderes, dass man das so pauschal nicht sagen kann, denn im nahen Rockolding, einem Dorf mit 800 Einwohnern, sollten 150 Flüchtlinge untergebracht werden. Das ist schon deutlich mehr als in Berlin. Also gab es eine Bürgerversammlung, auf der die CSU-Bürgermeister für Verständnis geworben haben, und die Caritas die Dorfbewohner bat, freiwillige Mitarbeiter zu stellen. Dann haben die Helfer sich in der Vorweihnachtszeit engagiert, um das Lager zum Laufen zu bekommen. Fast hätten sie es geschafft, aber als am 22. Dezember die Flüchtlinge kamen, die es zu beherbergen galt, waren sie bei aller Leistungsbereitschaft noch nicht ganz fertig. Jedenfalls hat dann eine grössere Gruppe sofort mit der Randale begonnen, mit Hungerstreik gedroht und verlangt, nach München gebracht zu werden, weil sie dort arbeiten und studieren wollten. Dabei wurden Betten zerlegt und Matratzen geworfen, und den Helfern das Essen vor die Füsse gekippt. Das sei schon etwas schockierend für Leute, die eine Tombola für Flüchtlinge organisierten und in ihrer Freizeit die Unterkünfte gebaut hätten, für die Mitarbeiter mit all den geleisteten Überstunden, zwei Tage vor Weihnachten. Ja, so ist das hier, gar nicht so leicht mit der Empathie.

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Zum moralischen Kriegführen braucht es immer zwei, den bösartigen Angreifer und das nichts ahnende Opfer – aber wenn es so gut vorbereitet ist und seine Aussagen auch noch mit der Tagespresse belegen kann, macht das moralische 5.45-Uhr-Zurückschiessen keinen Spass. Auch Konsumterror fällt dieses Jahr als Konfliktanreiz aus, ist der Besuch doch mit der Hoffnung der Rückstandsübernahme verknüpft. So verwundbar, so dumm, so geistlos ist diese Heimat, an allem gäbe es etwas auszusetzen. Allein, sie weigert sich standhaft, auf den Streit einzugehen und schweigt auch zur Frisur, die die P. daheim in Neukölln mit einem Topf, einer Haushaltsschere und modischem Blau kreiert hat. Die Hoffnung, dass das Kind hier neu anfängt und vielleicht doch einen netten Partner findet, ist längst erloschen. Es ist erwachsen, zumindest laut Altersangabe im Pass, die Mietschulden werden ohne Bemerkungen über Bausparverträge beglichen, es bekommt Geschenke und drei Hunnis für die Fahrkarte, obwohl es eine Mitfahrgelegenheit gibt. Es ist friedlich, und für die, die bleiben, ist es schön.

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Aber gleich geht es zurück in die grosse Stadt, wo die drei Scheine für das verlorene Aschenputtel von demselben in eine rauschende Silvesterorgie umgewandelt werden, für all die anderen Nazienkel aus der Provinz, die in der grossen Stadt erzählen, wie bäh und doof und zurückgeblieben das daheim gewesen ist. Und wie sie die Nazis und Spiesser in die Schranken gewiesen haben. Die haben Geld, aber sie haben Moral. Daraus kann man lernen. Vielleicht will die Zeitung für diejenigen, die in der Provinz bleiben, noch einen weiteren, spitz formulierten und gerechtfertigt bösen Beitrag veröffentlichen: „So überleben Sie Silvester im Kreise der Familie“, „Die zehn besten Argumente gegen ihren Nazionkel“, „Scheidung nach dem Neujahrskrach: Das müssen sie dem Familienrichter unbedingt sagen“. Damit dieses Land endlich erkennt, wie trist seine Existenz wirklich ist. Denn es kann und darf nicht sein, dass da welche im Warmen sitzen, lieber Einrichtungszeitschriften lesen, den Garten bepflanzen und ab und zu auch lächeln, wenn in der FAZ steht, dass manche Verlierer und Abrutschende ganz allein dafür verantwortlich sind, in einem Land, das wirklich gut und freundlich sein kann, wenn man es nur ein wenig so sein lässt.

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Danke. Danke den Lesern und Kommentatoren dieses Blogs für das Vergnügen, für sie schreiben zu dürfen.

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100 Lesermeinungen

  1. Titel eingeben
    Wir sind Ihnen, lieber Don, auch sehr dankbar für alles

  2. Ja aber,
    ist mir vorgestern mit einer Leipziger Bekannten (84) passiert. Sie weiß, dass ich alte SPD-Wählerin bin, momentan geht das nicht zwengs dem Personal und überhaupt. Die Bekannte meinte, ich könne ja den Flüchtlingen helfen, sie selbst sei ja zu alt.

    Nun ist es so, dass ich zwar jede Menge Empathie, aber grundsätzlich wenig Mitgefühl habe, auch nicht mit mir. Warum sollte ich also Menschen helfen, bei denen ich mich weigere, sie als Flüchtlinge wahrzunehmen.
    Auch das hat zum Zwist mit der alten Bekannten beigetragen, aber als dann wieder von ihr kam, sie würde die Kanzlerin so bewundern… hat’s mir echt gereicht, der Streit war fast perfekt, also noch fröhliche Weihnachten usw. und aufgelegt.

    Wir sind anscheinend noch immer ein geteiltes Land, die einen bewundern eine Frau, die Gesetze bricht, die andere EU-Länder zum freundlichen Gesicht verdonnern will… und der Rest schüttelt verwundert und teils auch verzweifelt den Kopf.

    Was bleibt mir da, als Ihnen, lieber Don, für Ihre Blogs zu danken und allen fröhliche Weihnachten und für 2016 alles erdenkbar Gute zu wünschen.

    • Weihnachtskrieg
      Zelebriert wird von Fr. Simon die Lust am Frust. Nichts ist schöner, als mit Inbrunst zu leiden. Typisch deutsch ist unsere mit Wonne betriebene Erinnerungskultur. Womit wir mal wieder die Miesmacher-Besten sind. Der Begriff Erinnerungskultur ist in anderen Ländern (Frankreich, England) nahezu unbekannt. Selbst in den USA werden Irak und Vietnam weitgehend verdrängt. Wer es nicht tut, gilt als Nestbeschmutzer. Und hier lachen im täglichen Gebrauch die Flüchtlinge mehr als wir. Vor lauter Angst, dass wir wieder einmal Schuldige sein könnten, vergeht uns der größte Teil der normalen und unschuldigen Lebensfreude. Ihr Text ist ein Beweis dafür, wie wenig es braucht, um trotz Wohlstand zutiefst unglücklich zu sein. Hierfür ist die Psychologencouch der beste Platz.

    • Hoffnung aber sticht die
      Verzweiflung ob einer rechtsbrechenden „Elite“ der man Kompetenz, und sei es auch nur solche für Richtlinien, nicht unterstellen mag. Denn es wird der Tag der Wahlen kommen, und der Tag da eine ungeeinte Union an der Zwietracht zerbricht, die schon in diesem Lande zwischen einem Gutteil der arbeitenden Bevölkerung und den römischen Statthaltern wächst und, ja, gedeiht.
      Nur Mut, Frau Simon, in der Geschichte sind Emporkömmlinge eine bloße Fußnote; gemacht wird sie vom Volk und geschrieben auch von oberländischen Chronisten. Mag auch der letzte Kanzler ruh’n so gibt es Hoffnung doch solang‘ das Wort nicht ganz entschlafen.
      Geht es vorbei? Gewiß –
      des Morgen Sonne wird auch wieder lachen.
      Nicht fragen soll man – wählen ist Gebot der Stunde.
      Optimistische Grüße
      M. A. Titz

    • Leo, Leo....
      Also ob sie da Recht haben…?

      Bei Ihnen hat die Psychologen Couch ja nicht geholfen… Sie wollen gern dumm bleiben, aber sich dabei wohlfühlen. Dafür gibts Pharma

  3. Danke Don Alphn
    Text eingeben

  4. Danke Don Alphonso ...
    für dieses schöne und unterhaltsame Stück Internet, das Sie hier pflegen.

    Die Irgendwasmitmedienlinksalternative-Szene ist m. E. auch deshalb so angespannt, weil sie merken, wie sie in jeder Hinsicht abgehängt werden.

    Kinder sind im Trend, Elternzeit allerorten, hohe Gehälter im finanziell-industriellen Komplex, keiner mag die Lügenpresse mehr, es wird kalt und einsam für die bürgertumfeindlichen Schreiberlinge.

  5. Titel eingeben
    Wir, glaube ich formulieren zu dürfen, lesen gerne weiter, mehr und immer noch mehr.

    Danke fürs mitnehmen

  6. Danke
    fürs Schreiben.

  7. ja, diese Land könnte wirklich gut und freundlich sein..............
    ABER: auf schritt und tritt, selbst im schlaf muss ich mich schuldig fühlen!

    schuldig, weil ich die niedrigen öl- und benzinpreise geniesse und die ausfahrten mit dem V8 und der V2 (das ist bitte nicht politisch gemeint) intensiviere, vor allem bei dem herrschen wetter

    schuldig, weil ich immer in dumme gesichter sehe, wenn ich anzweifle, dass gerade diese einwander meine rente sichern sollen, schliesslich habe ich doch meine bevölkerungspolitischen aufgaben sehr gut qualtitativ und quantitativ bewältigt

    schuldig, wenn ich die energiewende als rolle rückwärts und die windkraft als eine technologie des 11. jahrhunderts bezeichne

    schuldig, weil ich die gendergerechte sprache nicht beherrsche und dem ersten verweis der hochschule so gelassen entgegensehe

    schuldig, weil ich den mannheimer X.N. für politisch harmloser halte als den von frau M. so verehrten judenhasser R.W.

    schuldig, weil ich behaupte, dass der kanzlerwahlverein sich seine wiederwahl mit den finanziellen belastungen meiner kinder und enkel erkauft, aber frau M. oder herr P.T. sind ja kinderlos und nicht betroffen

    schuldg, weil ich 1972 anlässlich des deutschen meisterschaftsrudern in der sportschule duisburg – wedau einen teelöffel als erinnerung geklaut habe, der – das ist das tragische – leider beim umzug hier an den vergötterten see verlorenging.

    aber weihnachten ist ja das fest der stille und der einkehr und so nehme ich das mit der ostseebarbie reuevoll zurück, ist ja auch empirisch nicht mehr haltbar, barbies können ja laut aussagen von US-gynäkologen gar keine kinder bekommen.

    so steht dem guten und dem freundlichem im land doch gar nichts mehr entgegen………nur mit dem S-bahn-fahren nach 19 uhr hapert es noch ein bisschen und der zöllner wird weiter mein auto mit der taschenlampe nach frischen schweissnähten absuchen.

    mit dem gesicht des deutschen protestantismus und den heruntergezogenen mundwinkeln lerne ich zu leben. das ist die rache der DDR an der BRD, genauso lebe ich mit Trittins Rache am volk, an der ich jeden samstag am pfandflaschenautomat anstehe.

    frohe weihnachten, love, peace and happiness !!!!

    • Genug mit dem 'Guilt Trip"
      Ja, jetzt fuehle ich mich auch schuldig — wie sie so passend erklaerten. Zugleich straeube ich mich dagegen: Genug mit dem „Guilt Trip“. Pardon me for living. Enough ist enough. Naechstes Jahr ist es fuer mich damit vorbei. Ein neues Leben, mit einem Neuen Blatt — die carta rasa — geht los. To hell with the nay sayers. Life is beautiful, interesting, at times dangerous — but what the hell. I rather have that than that eternal „Schuld“ Gerede. Am I my brother’s keeper? Must I atone for the sins of my forebears? Enough.
      Auch von mir herzlichen Dank an Don Alphonso. Keep those wonderful Observations coming. We need help now and then, und Don delivers. Many thanks and all the best to everyone for the coming year. In Hollywood parlance: Keep those letters and cards coming — they are much appreciated.
      Bitte entschuldigen sie den Lapsus ins Denglishe, aber manchmal ist es mir gelaeufiger. Pax vobiscum.

    • Wie unsäglich primitiv....
      „I rather have that than that eternal „Schuld“ Gerede. Am I my brother’s keeper? Must I atone for the sins of my forebears? “

      Must you send your army in their countries to kill the people, because you want to defend your freedom at the Hindukusch???

      Sie machen sich lächerlich..-..

    • Weissmann & TDV
      Ich frage mich, wie man diesen Text so bitterernst nehmen kann? Das würde nicht mal Onkel Loriot schaffen …. nistende Störche … im Dezember!! Entweder, der liebe Don hat sich einen Platz an der Sonne gesichert (zum Stichwortgeber – mutabor – taugen Störche aber nicht) oder aber unser „Naturbursch“ kann einen Schwan oder einen Graureiher tatsächlich nicht von einem Storch unterscheiden. Alkohol und PMS kann man als Entschuldigungen jedenfalls ausschließen und die Dealer sind auch alle woanders unterwegs und freuen sich auf die funkelnagelneuen Hunnis aus dem Heimaturlaub.

  8. Hochdramatisches Idyll!
    Solange sich Menschen am vollen Mittagstisch darüber ärgern, dass die bösen anderen nicht die in sie gesetzten Erwartungen erfüllen, scheint mir alles bester Ordnung! Wen das zu sehr drückt, dem darf man vielleicht die Weihnachtsgeschichte in der Hoffnung erzählen, dass er oder sie sich aufmache aus dem „beschränkten Wohlstandsidyll“ und zu jenen schaut, die ganz authentisch im Stall ihre Kinder versorgen müssen. Mir scheint, eine der christlichen Empfindungen sei der Versuch, nicht selbstgerecht zu werden, das gelingt natürlich nie. Im Übrigen ist die Parallelität von Universen in Deutschland schon erstaunlich. Mich erinnert die ökonomische Seite an die prosperierenden 80er. Wo gibt es das noch? Selbst Agrarökonom Jeroen Dijsselbloem muss alles tun, um seinen Job zu erhalten. Ihre Familie ist nicht zufälligerweise in den Bau der Elbharmonie verwickelt?

  9. Frohe Weihnachten
    Komme gerade von der Vesper aus dem Speyrer Dom. Wünsche Ihnen und allen Mitkommentatoren gesegnete Weihnachten.

    Der Bugaboo aud dem Bild. Man sollte beim gehen über Land vorne auf die größeren Räder wechseln.

  10. Danke auch...
    … für die regelmäßige Versorgung mit denkwürdigen Traktaten … makes my day pretty often …

    Gruß, A.C.

  11. Vielen dank and Sie!
    Lieber Don,

    nein, wir (die geneigten Leser) haben Ihnen zu danken, für die sicherlich schärfste Satire, die man zur Zeit in Deutschen Medien lesen kann!

    Alles Gute zum Neuen Jahr,
    Der Onkel aus Amerika!

  12. Frohe Weihnachten
    Interessanter Link zu den Vorgängen in Rockolding. Ehrlich gesagt widerspricht das aber Ihrer häufig getätigten Aussage „Die Syrer sind nicht das Problem“. Zumindest einige ja anscheinend doch, denn ich finde die in dem Artikel beschriebene Anspruchshaltung schlichtweg unverschämt.
    Zu der Schilderung des Weihnachtsessens kann ich nicht viel schreiben…für mich ein ganz fremdes Milieu.
    Na ja, vielen Dank für ihr Blog und Frohe (Rest-)Weihnachten!

    • Vielleicht sind die Syrer nur den westl.Gesellschaften
      am wesensähnlichsten.
      Es gibt die Dunkelsyrer und die Hellsyrer. Letztere bestehen
      natürlich auf den Extrawürsten, die ihnen die Helldeutschen
      versprochen haben.

    • Man könnte ihnen zustimmen...
      Nur… die Leute kommen aus einem Bürgerkrieg und wollen in eine Welt in der eine „Wir schaffen das!“ blökende Merkel vom Time Magzin zum Mann/Frau des Jahres gewählt wird.

      Was haben sie denn erwartet?

    • @TDV
      Ehrlich gesagt finde ich Ihre hier fortwährend zur Schau gestellte „Außer mir sind alle blöd, nur ich habe den Durchblick“-Attitüde ermüdend und nicht sonderlich interessant. Ich lese hier ja nur ab und zu, und das eher oberflächlich, aber ich hab schon begriffen: An den Problemen der islamischen Welt ist für Sie der Westen (also sprich das Erzböse, die USA) schuld, und Merkel haben „wir“ Deutsche (alles kleinkarierte, kurzsichtige Spießer) selbst gewählt, also dürfen wir auch nicht meckern. Ganz falsch ist das natürlich alles nicht, aber irgendwie auch ein bißchen zu kurz gedacht.

  13. es weihnachtet sehr ;-)
    DANKE für das amüsante Stück, wenngleich auch ein wenig traurig.

  14. KaBalz greft djangohatnemonatskarte auf,
    der sich so schuldig fühlt für manches Unbill die sich über das teilweise im Sonnenschatten liegende Land gelegt hat. So schön wie er hätte ich es nicht auszudrücken vermocht.
    Na, zumindest der gerade statt findenden gesalbten Rede aus dem mit Dachstander versehenen Schloß im brandenburgischen Sand bin ich elegant ausgewichen um mein Schuldgefühl, dass ich in Teilen, bis auf keinen gestohlenen Löffel, durchaus mit django teile nicht noch zu vergrößern.
    Irgendwie mitschuldig fühle ich mich zudem für Dons neuen Arbeitstitel hier. Ich mache mir jetzt doch schwere Vorwürfe wegen des mit TDV im vorausgehenden Blog geführten Diskurses in dem es, verwerflichst zu dieser gstaden Zeit, um technische Detais von Nuklearwaffen ging.

    Der sich ebenfalls Vorwürfe machenden Renate Simon zum Troste: Ignorante Rindviecher/Innen gibt es auch nach zehnjährigem erodierendem Wirken am Staatswesen der Richtlinienkompetenz immer noch. Denken Sie an die drei eisschlotzenden Damen am Mainufer in Miltenberg zur Zeit ihrer letzten Reise auf Dummenfang.

    Dem Don am Jahresende ein Dank dafür, dass er den aus dem F.A.Z.-Qualitätsforum Verbannten eine Entlastungsmembrane bietet. Und allen MitmotzerInnen hier wünsche ich ein gesegnetes Jahr 2016. Wir schaffen das auch noch!

  15. Es freut mich...
    …doch meist sehr von Ihnen und auch den Mitkommentatoren zu lesen. Dann fühlt man sich nicht ganz so einsam in diesem Land der Willkommenskultur, in dem im nächsten Jahr nochmal doppelt so viele Migranten erwartet werden. Davon geht zumindest das LRA Bad Tölz /Wolfratshausen aus, und Behörden überschätzen solche Zahlen ja eher selten. Ob dabei wohl die liebe Verwandtschaft der sogenannten Neubürger schon mitgerechnet wurde?
    Die Turnhalle an der Schule meiner Tochter wird wohl noch die nächsten Jahre belegt bleiben, die Renovierung kann dann ab 2019 beginnen. Bis dahin ist dann sind dann auch die anderen Turnhallen im Landkreis belegt. Vielleicht werde ich es bis dahin geschafft haben, meinen Mann zu überreden, unsere vier Kinder lieber in einem anderen Land aufwachsen zu lassen, in dem Demokratie und Rechtsstaat nicht allmählich einem real existierendem Sozialismus weicht und der Justizminister auf dem linken Auge blind ist und auf dem rechten das Internet zensiert.
    Noch frohe Festtage Ihnen allen!

    • Von welchem Geld soll denn dann noch
      irgend etwas renoviert werden? Bis 2019 sind wir um Aber-Milliarden erleichtert, so dass sich alle Integrationsillusionisten noch verwundert die Augen reiben werden, wenn weitere Büchereien, Stadttheater, Opern und Schwimmbäder geschlossen werden.
      Rechnen will und kann doch keiner bei Stadt, Land oder gar beim Staat (außer vielleicht in Tübingen) – munter wird Geld ausgegeben, das außer virtuell gar nicht mehr vorhanden ist. Das Rechnen mit all den unbekannten Variablen wird erst gar nicht versucht – man suhlt sich in Emotionen und gibt sich verstimmt, wenn Realitäten abgefragt werden.
      Aber es ist ja nicht nur das Geld…

      Danke Don – fürs genauere Hinschauen, den weiten „Über“-blick und die treffsicheren Formulierungen. Ich hab Deinen Blog erst vor kurzem entdeckt und finde wenigstens hier noch so ein bisschen Heimat, was mich mich nicht ganz so entwurzelt fühlen lässt.

    • Flucht
      ist ein möglicher Versuch. Nur wohin? Wo gibt es demokratischere und ökonomisch bessere und noch sicherere Verhältnisse auf der Welt. Bitte um nähere Angaben, damit ich gemeinsam mit Ihrer Familie dort hinziehen kann.

    • KaBalz sagt zur Verzweifelten
      „…die Renovierung kann dann ab 2019 beginnen.“ Also ich für meinen Teil versuche bereits im März des neuen Jahres in meinem Bundesland mit der Renovierung zu beginnen. Dabei werde ich nicht auf solche Gartenzwerge wie den mit dem Steiff-Knopf im Ohr-Wolf Beschenkten vertrauen, auf den absolut jener abgegriffene Spruch mit den Langen Schatten zutreffen mag. Sie und Ihre Familie in Bayern, das immerhin die Größe besitzt einem Schalk-Golodkowsky Asyl zu gewähren, sehe ich ohnehin bei der „Renovierung“ besser im Rennen aufgestellt als die willkommenheißende und Shoppingsünden mit angehängtem Preisschild sortierende Restrepublik. Hauptbahnhofs-Empfangspersonal zum Zwecke eines Selfies mit „der eigenen Heimat Überdrüssigen“ einmal ausgenommen bei der Zumessung von Standortvorteilen.

      Tun Sie nichts Unbedachtes, schlagen Sie sich das Auswandern aus dem Kopf, machen Sie es ohne wirkliche Not den Neuankömmlingen nicht gleich. In welches Land, außer dem Ihren und meinem kommt man nach einem längeren Auslandsaufenthalt zurück und kann sich angesichts der Wälder im Herbstlaub entlang der Autobahn kaum der Tränen erwehren?
      Ihrem Ehemann empfehle ich, anstelle des ausfallenden Sportunterrichts, die Kinder vermittels des schrägverzogenen pointillistischen Time-Titelbildes, das geeignet ist die seltsame Ehrung der Geehrten stehenden Fußes wieder zu relativieren, in die Welt der Kunst zu entführen. Und denken Sie daran, wir haben auch Adenauer, die anderen Ulbricht und Honecker überstanden.

  16. Verlorene
    Verloren in einem Wust nicht hinterfragter Ideologien sind es leider selbige Kinder und ihre Vordenker, die in den Migrantenmassen die große Chance sehen, dieses, von ihnen so gehaßte Deutschland, endlich und wenn es sein muß gewaltsam, in etwas zu verwandeln vom dem sie selbst nicht wissen, was es eigentlich sein soll.

    Irgendwie korrekt Gender, korrekt ernährt, korrekt bewußt, korrekt bunt und natürlich schuldfrei und ohne jede Äußerung die ein sensibles Wesen verletzen könnte, finanziert von einer unsichtbaren, am liebsten verleugneten Klasse Besitzender.
    Das Schuld ein universeller Prozess ist, dem sich niemand entziehen kann, da sei Gott vor (oder grade eben nicht der).

    Wer keine Vergangenheit hat, oder will, hat meist auch keine Zukunft, er führt sich nicht auf die positiven (und negativen) Taten seiner Vorfahren zurück, das Leben scheint ihm keine Kontinuität zu sein, er selbst nicht zu ihrer Fortführung in nächste Generationen verpflichtet. Seine Heimat ist nirgendwo, sie hat keine guten und schlechten Eigenschaften, sie ist ein beliebig austauschbares gedankliches Etwas.

    Die Auslage beim Türkischen Gemüsehändler zu lieben und überall einen Görlitzer Park zu haben, ist noch kein tragfähiges Gesellschaftsmodell, nach meiner Erfahrung ist hier die logische Reihe aber meist zu Ende. Überlassen wir dieser, so furchtbar lautstarken, Minderheit nicht die Hoheit über unsere und unserer Kinder Zukunft.

  17. bitterböse...
    zum ende eines solchen jahres. meinen dank auch an sie, guter don.
    bleiben sie uns gewogen und schreiben sie weiter.
    ohne sie wäre alles noch viel, viel schrecklicher.
    ausser des frühlingswetters, das ist wunderbar.

    was wir uns wohl ende 2016 zu sagen haben werden?
    meine bescheidene wunschliste; merkel zurückgetreten,
    soros das zeitliche gesegnet, schengen on hold,
    rückkehr zur anwendung des gg, die sanktionen gegen russland
    aufgehoben, frieden und neuwahlen in syrien und der ukraine,
    ttip vom tisch.

    also, auf das neue jahr.

    • Jahre...
      Welch Koinzidenz: Ihre Wünsche, Hannah, treffen sich mit meinen.
      .
      An den Don meinen Dank. Bitte weiter so.
      (angefangen hab ich in seinem Blog zu lesen, weil er über die Qualität seiner Lederkoffer so gut schreiben konnte. Welch‘ weiter Weg)

  18. Danke!
    Ich bedanke mich bei Don A. und allen Kommentatoren für das Vergnügen die an diesem Ort veröffentlichten Werke lesen zu dürfen. Und noch Wünsche für einen guten Rutsch obendrauf!

  19. Dank an den Hausherrn
    für die angenehme Zeit hier im Blog.

  20. Argumente gegen bilder
    Lieber don, danke für deine köstliche Prosa sie macht die mediale Wirklichkeit etwas ausgewogener. Ich schlage vor die Satire einmal sein zulassen und nachzufragen wovor die Politik Angst hat? Bilder beherrschen den Diskurs und Zahlen werden einfach als langweilig weggewischt. Wo bleibt Verantwortung oder gesetzestreue, wenn Meinungsmacher Fakten und Zahlen offensichtlich ignorieren? Wir haben eigentlich die Aufklärung hinter uns und trotzdem tun wir so als wären Kausalitäten in der migrationsfrage aufgehoben. Sind die Entscheidungsträger in Mitteleuropa Gefangene ihrer erlebnisblase oder nur grenzenlos naiv ? Oder haben wir es mit einem kriminellen risikospiel ähnlich den Auslösern der Finanzkrise zu tun, wobei Vorallem unter bzw Mittelschicht die Zeche zahlen werden. Es ist sicher unterhaltsam die Episoden dieser neuesten Methode zur destabilisierung zu beleuchten, doch viel interessante wäre es doch Cui Bono wer profitiert warum davon?

    • Ja - wer profitiert - und was ist das Ziel dessen,
      was da über uns gestülpt wird. Wer sind eigentlich die Berater der Madame in Berlin mit Namen? Sind es die, die auch in sonstige DAX-Unternehmen das zu unterste nach oben kehren und sich nicht darum scheren, was längste Zeit gut funktioniert hat? Die Vernünftige, die maßvoll agierten, in den Ruhestand drängen um mit denen, die förderhin um ihren Job bangen, da sie nur mit Zeitverträgen gesegnet sind, sämtliche gut durchdachten Strukturen in kürzester Zeit an die Wand fahren?

    • Ach, Gast.....
      Sie haben Recht, nur… was erwarten sie denn?

      Die Gegenwart ist die Zeit in der das Businessmodell von VW, ADAC, FIFA oder der 25% Rendite der Deutsche Bank, irgendwann in den künftigen Geschichtsbüchern als DAS NORMALE gekennzeichnet sein wird. Business ohne Korruption ist heute nicht mehr möglich.

      Normale Bürger sind verständlicherweise überfordert diese Realität offen und ehrlich zu akzeptieren. Man ignoriert also die Krankheit und sorgt sich um die Symptome… den eigenen Besitz, den eigenen Wohlstand. Man redet sich gegenseitig ein, es die eigene Leistung gewesen, die das geschaffen hat und konsumiert ausschliesslich Medien die das bestätigen und von demselben Spiel leben.
      Wer anfängt nachzudenken, der merkt bald, dass wir erst am Anfang einer leider unaufhaltsamen Entwicklung stehen…
      Ich bin dankbar dafür, in solch interessanten Zeiten zu leben.

    • Titel eingeben
      Lieber TDV – danke für Ihre Frage.

      Was ich mir wünsche, weil es ja Weihnachten ist, und weil in Märchen das Wünschen noch geholfen hat, wäre, dass Politiker, Kleriker, Unternehmer und andere Leitende Verantwortung übernehmen für das was sie tun – und für das, was sie unterlassen – und Politik für Menschen und nicht für Märkte und Börsen machen.

      Gerade in der jetzigen Situation fällt mir auf, dass wir für die von uns gewählten allesamt „Nichtse“ sind, egal denen, die bestimmen und nicht nur in ihren Weihnachtreden und -predigten salbadern, dass wir für unsere Nächsten da zu sein hätten.

      Welch hohe Diskrepanz zu ihrem eigenen Tun!

      Diesen Menschen sind wir alle, auch die Immigranten, so egal wie das Schwarze unter ihren Fingernägeln.
      Wenn ich sehe, wie viele mit ihrem Schicksal und Leid alleine gelassene es hier gab, bevor die Welle einsetzte. Und die auch jetzt von all den Hilfsmilliarden an Steuergeldern nichts sehen werden.
      Und auch die, die kommen: die nicht gebraucht werden, und das werden sehr viele sein, finden sich noch in Jahren in irgend welchen Baracken wieder, vergessen, depressiv und hoffnungslos ausgeliefert, weil Politik die „angedeuteten“ oder „so verstandenen“ Versprechen (etwas anderes ist Merkels und anderer Politiker Blubbern ja nicht) niemals halten wird. Aber 998 von 1000 CDU Parteitagsgänger irren nicht!

      Ich frage mich, ob wir alle schon mit Blödheit geschlagen sind? Die Propagandamaschinerie einschließlich der Medien ist diesmal genial – und zwischen den Maßgeblichen fein abgestimmt.
      Kein Protest, kein Gegenargument, ohne sich des Verdachts aussetzen zu müssen, rechts und/oder Nazi zu sein.

      Erinnern möchte ich an Jose Saramago und „Hoffnung im Alentjo“ – die Geschichte von Latifundien, Herrschaft, dem Klerus, der wie immer beim Unterdrücken und klein halten hilft gegenüber denen, die immer unfrei und klein bleiben sollen.

      Hier ist es doch so, dass auch von der gut bezahlten Führungskraft zum Bittsteller in Hartz der Schritt nur ein sehr kleiner ist.
      Ein bisschen krank, ein bisschen alt, ein bisschen zu viel Einwand, eine falsche Entscheidung, ein kleiner Fehler, eine Fusion oder einen Emporkömmling als Kollegen, der rasch in seinem auf 2 Jahre begrenzten Arbeitsvertrag Erfolge auf Teufel komm raus vorweisen muss, um nicht selbst die Markierung nach unten zu unterschreiten.

      Angst statt Freiheit, Meinungsfreiheit ohne soziale Ächtung nur hinter vorgehaltener Hand? Rückgratlosigkeit auf allen Ebenen, aber auch Dummheit.

      Und jetzt frage ich:
      Wer profitiert, wenn Millionen Menschen fremder Sprache und voraufklärerischer Kultur, teilweise ungebildet hierher kommen?
      Wer kann Interesse an solchem Chaos haben, wie es uns bevor steht?
      Wer kann glauben, ungeschoren aus dieser Krise hervorgehen zu können?
      Wer glaubt, sich davor wie schützen zu können?

      Ich bin neugierig, wie die Inkompetenzkompenzierungskompetenten weiter mit dem allen umgehen.

      Und Sie bewundere ich ob Ihrer Dankbarkeit in der jetzigen Situation – mir macht das alles noch sehr viel Angst.

    • Macht doch Sinn...
      Angies sogenannte Strategie macht doch durchaus Sinn. Man sollte sich wohl zunächst einmal von dem Träumsche verabschieden, dass es Berufspolitikern grundsätzlich zunächst einmal um so etwas wie „das Land“, „die Gesellschaft“ oder (Vorsicht, ganz schlimm), das Volk oder pc „die Bevölkerung“ geht. Zunächst einmal wird es darum gehen, den Job möglichst lange machen zu können, also Machterhalt. Macht Angies Agieren vor diesem Hintergrund Sinn?
      Hmm, also kurzfristig-mittelfristig (1-ggf 2 Wahlperioden) gibt’s durch ihre Willkommensgesten doch u.a. die folgenden Vorteile:
      -die mit meist moralisch-alternativ-korrekter Schlagseite versierten (online) Redakteure finden das alles zunächst ganz toll und schreiben Angie in den Himmel (auf die CDU färbts ggf auch etwas ab), denn Multi-Kulti is super und weltoffen auch und alle anderen halt reaktionäre Dumpfbacken (wahlweise: Nazis), dies einfach nich begreifen wollen.
      -die Jungs und Mädels, die früher schon immer „Refugee Welcome“ und „No borders, no Nations“ unter der schwarzen Skimütze gegrölt haben und jetzt endlich die Altbau-Wohnung ergattert haben und sogar inzwischen Wählen gehen finden Angie auch nicht mehr so doof; ggf kann die „eigene“ Partei (GAL natürlich), wat sonst, ja doch irgendwann mal mit Angie und ihren Claqueuren koalieren?
      -die Jungs und Mädels mit Doppelpass hatten die CDU unter Roland Koch und Konsorten ja noch eher als Nazipartei angesehen, welche die Jungs in den 3er BMWs tendenziell diskriminieren und ablehnen. aber nun? Warum nicht? „Merkel is cool, wähl ich nächst Mal. Die is für Ausländer!“ ;-)
      -Die Herren der Industrie- und Wirtschaftsverbände finden Angies Handeln auch ganz toll, denn einerseits kann man sich so (den Verband, das eigene Unternehmen) als total weltoffen darstellen und das Ganze auf die Website stellen (ggf kriegt man dann ja doch noch den ein oder anderen zweitklassigen Ingenieur rum der is nicht direkt in die USA schafft…?). Außerdem, auch das oft gesagt, sind ja unter 10000 ggf doch 10 oder 20 wirkliche Hochgegabte, warum sollte das unter den Schutzsuchenden jungen Männern soviel anders sein als in jeder anderen menschlichen Grundgesamtheit. Und wenn man die „hiren“ kann: Why not? Und alles auch noch zum Nulltarif, Kost und Logis sowie Sprachkurse übernimmt „der Staat“… ;-) die 10000-10 werden halt sozialisert, siehe 70er Jahre nach der Wirtschaftskrise und die sog. Gastarbeiter.

      Laaangfristig, ja gut, da wirds teuer, aber Angie is da längst weg, ggf die demografische Situation dann weiter so verschoben dass die dankbaren Refugees samt nachgeholter oder hier gegründeter Großfamilie auch Angies Partei wählen, die Doppelstaatler ja vielleicht auch noch, und die bis dahin weiter zusammengeschrumpften hasserfüllten weißen Männer (ggf auch die Frauen), die halt meistens ganz gut qualifiziert sind, daher mehr verdienen und den Spaß überproportional bezahlt haben und weiterzahlen sollen, ja gut, die wählen halt dann gar nich mehr, oder halten alternativlos die Stange…

      Läuft, würde ich sagen.

      Alles Gute

    • @Gast
      Es ist erfreulich in der Forenwüste in der konservativ nahezu stets (NICHT IMMER!) mit „blind“ gleichzusetzen ist, auch mal eine realistische Einschätzung lesen zu dürfen.
      Es gibt da den alten Grundsatz, den etliche der Anwesenden hier sehr beherzigen, dass man für sein eigenes Schicksal selber verantwortlich sei.

      Ich zB fand es Zeit meines Lebens stets angenehmer Deutschland aus der Ferne zu betrachten, ohne dabei die Illusion zu haben, anderswo sei es entschidend besser.

      Es ist in der Tat seit etliche Jahren so, dass die Medien die anwachsende Dummheit der Mssen konsequent ausnutzen. Die in der Branche arbeitenden haben ignoriert, dass sie selber Teil jener Masse sind und nur dann mal kurz aus dem geistigen Tiefschlaf erwachen, wenn man selber vor den HartzIV Scherben oder Ähnlichem steht.

      „Rückgratlosigkeit auf allen Ebenen, aber auch Dummheit.“

      Nun… einfach einen Strich unter die Hoffnung auf Besserung ziehen, und überlegen und entscheiden, was genau will ich eigentlich in meinem Leben. Woanders gibt es schönere PLätze, besseres Klima, nettere Klima. Und ob ich ein Konzert mit Anne-Sophie Mutter und Ricardo Muti in München Grünwald, oder an einem Strand von Thailand geniesse, das macht dank des Internets keinen Unterschied.

      „Wer kann glauben, ungeschoren aus dieser Krise hervorgehen zu können?“

      Auch die Angst vor der Zukunft macht uns dumm.
      Ein weiser alter Inder hat mir vor vielen Jahren erklärt, man müsse im Her und Jetzt leben. Der Mann hatte Recht. Natürlich sind wir alle zu dumm dazu, das immer und überall zu tun. Aber wenn man sich daran erinnert es zu tun, wenn man mal die Wahl hat….

  21. Genesemodell nach Don Alphonso?
    Lieber Don Alphonso,

    danke für Ihre lieben Zeilen.

    Man sagt sich gern ein „Danke“ am Ende des Jahres. Es ist auch die Zeit der „Jahresrückblicke“.

    Das sich zu Ende neigende Jahr war in seiner letzten Hälfte doch sehr geprägt von einer „Wunsch- und Gebetsmagie“ derer, die gerne als Politiker gesehen werden möchten.
    Oder, weil auch gerade wieder Weihnachten, ja ebenso die Zeit des Christkindes ist, und damit für die Kleinen eine Zeit, die Phase des magischen Denkens.

    Magie – nach dtv- Lexikon – „der Inbegriff eines Typus von menschlichen Handlungen, die auf gleichnishafte Weise ein gewünschtes Ziel zu erreichen suchen.“ – ergriff in der zweiten Jahreshälfte nicht, wie gewöhnlich nur die lieben Kleinen, sondern suchte im Besonderen pastorale Töchter und das von ihr abhängige Gefolge heim.

    In der Psychoanalytischen Theorie nach Ellwanger heißt es hierzu:

    „Die Periode der magischen Gedanken und Worte wird erreicht, wenn sich beim Kind die Sprache und das sprachliche Denken entwickelt haben. In dieser Zeit bleiben neben dem wachsenden Wirklichkeitssinn Spuren des früheren Allmachtsglaubens zurück ..“

    Soviel zu den legendären Worten: „Wir schaffen das“ und „Der Herrgott hat uns diese Aufgabe jetzt auf den Tisch gelegt“.

    Sie, lieber Don Alphonso, haben sich bei manchem Ihrer Themen der letzten sechs Monate sehr „ins Zeug gelegt“ uns, Ihren Lesern, in Ihrer liebenswürdigen Weise und gekonnt verpackt, die Realität aufzuzeigen.

    Wie zu befürchten ist, werden auch die kommenden Monate erfüllt sein von magischem Denken, dessen Verkündigungen in den Weihnachts- und Neujahrsansprachen wieder an das Volk gerichtet werden, als Folge eines religiösen Illettrismus eigenwilliger Personen.

    So freue ich mich schon jetzt auf all Ihre voll von Esprit getragenen Gedanken, im betreuenden Sinne des magischen Denkens der großes Führerin, im neuen Jahr und, sofern Sie einverstanden sein mögen, bleiben wir uns gegenseitig treu im Sinne der Aufklärung.

    Seien Sie herzlich gegrüßt
    ObjectBe (objectbe.blogspot.ch)

    • Sehr schön formuliert....
      Vielleicht sollten wir alle Wetten abschliessen, wie lange das mit dem magischen Denken noch funktionieren wird? Wunschdenken war ja noch nie besonders langlebig…

      Herrlich der Ausdruck vom „wachsenden Wirklichkeitssinn“… was es nicht alles geben soll auf dieser Welt.

  22. Danke!
    Lieber Don,

    Haben Sie vielen Dank fuer die wunderbaren Texte die mich dieses Jahr wieder erheitert und erbaut haben. Heute war es mir fast so als schrieben Sie ueber eine Bekannte von mir.

    Deweiteren ist mein Vorsatz fuer das naechste Jahr wieder etwas kaempferischer zu werden und offensiver meine Meinung und Interessen zu vertreten.

    Zu ObjectBe: Das ist ja famos! Ueber den Begriff des magischen Denkens bin ich diesen Monat erst gestolpert. Diese kindlich-naive Denkweise macht sich immer weiter breit. Sie durchzieht alle Lebensbereiche. Ich befuerchte, das wird erst mal noch schlimmer bevor es besser wird.

    Frohe Weihnacht und einen guten Beschluss!

    • Bitte, gern geschehen, aber man kann das alles hier ja auch geniessen und mehr Silberkannen soll es auch geben,

  23. Danke.
    Wie meine Vorredner darf ich mich einreihen in die Bewunderer dieser in der Presse sonst nicht mehr vorzufindenden Berichterstattung eines „unpartial spectator“ . Im Prinzip setzt der D.A. die Tradition eines Adam Smith fort, dessen Werke über „moral sentiments“ und „wealth of nations“ wesentlich darin bestanden, die wirklich zu erkennenden Zustände zu beschreiben. Wie D.A. das anhand der Flüchtlingsströme tat, bevor es der FAZ überhaupt verstand. Inzwischen schwenken die „Edelfedern“ der FAZ wohl auf die Analysen des D.A. ein. Dem Kommentariat möchte ich das Kompliment durchreichen. Ich habe hier viele Dinge gelernt, die mir vorher recht fremd waren. Zum Beispiel das albern-naive-Brüll-und-Zeter-Szenario in der Reichshauptstadt. Trotzdem: SdG sind ein Qualitätsmerkmal der FAZ.

    • Danke. Mir ist das Thema halt wegen der Vorerfahrung in Italien in die Hände gefallen

      Zündeln Clandestini in des Nachbarn Villa
      wird aus Donnie schnell der Schreibtischkilla.

  24. Auf ein Neujahr...
    Es gibt zu wenige die Worte finden um den Zustand festzustellen das wir uns, mit Recht überworfen haben. Aber gut das wir alle nicht so sind wie die Politik uns gerne sieht; Dumm und im Ergebnis faul.

    Wir werden die Politik sehen wenn sie kein Ereignis mehr sind; der schlafende Bürger, Mut, erwacht. Ich denke es können Jahre über Breitseiten hinweggehen; wir brauchen keine Ansicht, gibt nicht, sie braucht uns Politik; jene denkt ihr hält wer aus, doch gibt sie sich die Laus… übellaunige vieler Völker.

    Bei Zukunft werden wir das „Gemeinsam“ nach verödeten Jahren, angeschnallt ehrlich wiederfinden.

    Bück ich mich so geh ich der Zukunft nahe.
    So sehe ich mich angesichts, gegenwärtig.
    Wenn ich rückständig, vergangen erkenne.
    Am Ende wissen wir Neuanfang geht schon.

    Danke, Gute Texte

    • Ach, es ist absehbar, dass die Welt weiter zerbricht. Grosse Städte bekommen die Probleme, die Provinz schottet sich ab. Ich weiss schon, warum ich nicht nach FFM gehe.

  25. Keine Frage: Danke!
    Auch ich bedanke mich bei Ihnen für ihre Blogs, die offensichtlich ja mehr Leute als nur mich zum Nachdenken anregen, und uns beim Sortieren des eigenen Denkens unterstützen. Eine Oase inmitten der geistigen Wüste der heutigen Medienlandschaft.

    Ich versteh es ja… jaar-ein, jaar-aus, die Vorteile des ererbten Vermögens zu preisen und die Freude darüber auszudrücken, dass die anderen zu doof sind sich eine Regierung zu wählen die an diesem existierenden Status Quo zu Gunsten der Privilegierte etwas ändert… da ist es nicht so leicht die Begeisterung stets auf Neue in unterhaltsamer Form auszudrücken.

    Kaum ist die Angst vergangen, die Linke könnte zB doch nicht bei nur 10% verharren, sondern die SPD in die verdiente Auflösung und sich selber zur nötigen Mehrheit treiben um Gesetze zu ändern… schon kommen Millionen aus aller Welt, und man muss diejenigen preisen die sich entschlossen wie ein Seehofer (welch ein Witz!) dem Untergang entgegen stellen! Obwohl man ja sonst nichts mit denen zu tun haben will. Was ist denn aus „dem Macher“ geworden den man jetzt bräuchte und herbeibeten wollte? Die Wahrheit ist doch: Merkel „schafft das“.
    Aber wenigstens kann man den Pegidern dankbar sein, dass sie als „Nazis“ die braune Ecke füllen, während man selber, wenns um Geld und Besitz geht, genauso rechts-radikal wie jene sein darf, ohne Verdacht zu erregen. Und dabei in der veröffentlichten Meinung als konersative Staatsbürger durchgeht, die lediglich für die wahren Werte eintreten.
    All das, zumindest solange Zustände und Entwicklungen nicht zur ganz realen Gefahr für die eigenen Privilegien ausarten….
    Dann müsste man Farbe bekennen. Unangenehm, aber dann leider, leider selbstverständlich „alternativlos“… ?

    Da gibt’s Kurzweiliges zu lesen. Ein Junggeselle beschreibt die nicht zu überbietenden Vorteile des Ehelebens:
    „So ein Haus mag vielleicht als Vermögen absolut sein, aber damit hängen die Erbauer eben auch lebenslang aufeinander und haben keine Chance auf heisse Abenteuer, die die Jouralistin vom Durchblättern bei Tinder zu kennen glaubt, wenn sie mit Pizzakartons und Milben als Bettgenossen gut versorgt die Nacht verträumt.”
    Ja, traurig aber wahr, man muss wählen, schliesslich gibt es ausser diesen beiden Lebensstilen keine andere Möglichkeit….?
    Das Aufeinanderhängen ist das wahre Leben, verglichen damit ist die „Freiheit, morgen nach L.A. oder Hamburg zu ziehen“ nur ein langweiliger Witz.
    Findet ein Autor, der ganz genau weiss, dass „die Erbauer“ also jene, die widerwillig, wegen der Kinder und wegen des Hauses „lebenslang aufeinander“ hängen die zwar dümmliche, aber eben nun mal auch zwingend notwendige Vorraussetzung und Grundlage der eigenen Privilegien sind.
    Was wir hier lesen ist also so eine Art Wunschliste an den Weihnachtsmann, mit einem: „Bitte, bitte lieber Weihnachtsmann, sorg dafür, dass auch im nächsten Jahr die Doofen doof genug bleiben und wie immer ganz demokratisch gegen ihre eigenen Interessen wählen, dass sie weiterhin Facebook und Twitter für die eigentliche Welt halten, und ihr frustrierendes Leben ans Arbeiten verschwenden, damit durch ihre Steuern der Wohlstand der besseren Kreise niemals gefährdet sein möge. Amen.“

    Ist es nicht langsam an der Zeit, den Spott auf die Gut-Menschen-Helferlein einzustellen und sich stattdessen um die Ursache zu kümmern? Also, um eine gewisse Regierung in Berlin?
    Wie war das doch lautstark hier in Blog und Kommentaren mit dem Ausrufen des starken Mannes als Nachfolger der Merkel?
    Ich lese seit Wochen nichts mehr dergleichen. Die Stützen der Gesellschaft sitzen auf ihren Hintern, man lässt die Helferlein machen und sorgt sich um den Tag, an dem man beginnen müsste, nun doch tatsächlich die eigenen Schäfchen ganz ernsthaft ins Trockene zu bringen?

    Die Kritik an der „P., die daheim in Neukölln mit einem Topf und einer Haushaltsschere ihre Frisur in modischem Blau kreiert hat” ist natürlich berechtigt…
    Nur was solche Sätze verschweigen ist, dass diese P im Gegensatz zu „unserer“ Generation keinen Grund mehr hat irgendwann und irgendwo eine bessere Zukunft zu vermuten. So was soll ja öfters zur Renitenz führen.
    Und wenn dann eine Million anderer aus Syrien, oder woher auch immer kommt, mit der man eben gerade diese Aussichtslosigkeit gemeinsam hat (es sei denn man ist von Beruf Sohn/Tochter), dann sieht man das Ganze halt mit anderen Augen als „das nichts ahnende Opfer“ der „moralischen Kriegführung“ beim Weihnachtsschmaus.
    Ja, es ist eine idiotische Religion, sogar verglichen mit dem Christentum, und ja, es sind zumeist Mitglieder von Völkern, die nicht in der Lage sind sich zum eigenen Wohle selber zu regieren.
    Aber so zu tun als sei nichts davon unsere Schuld, als es das alles auch ohne US/Israel/NATO Politik, plus Kolonialherrschaft denkbar, das ist auf widerliche Weise verlogen und heuchlerisch und hat mit „unschuldiger Ahnungslosigkeit“ nichts zu tun!

    • Nun, es ist letztlich nur ein kleines Blog und war in Italienurlaub – ausserdem ist die Krie eigentlich noch nicht mal mein Thema.

      Ich kenne beide Welten, die der Schreiberlinge und die der gut Versorgten. Ich kann zwischen ihnen leicht und ohne Risiko wandern. Für andere ist das toxisch, aber sie verstehen es erst, wenn es zu spät ist.

    • werter tdv
      was um Himmels Willen haben die (Us/Israel/Nato Politik plus
      Kolonialherrschaft) Ihnen angetan, dass Sie so im Schuldsumpf
      waten müssen.
      Meinereiner fühlt sich dafür sowenig verantwortlich wie sich
      offenbar kein Syrer oder Afgane, Somalier für die Zustände in
      ihren Herkunftsländern verantwortlich fühlt.

      Gleiches Recht für Alle!!!

    • Titel eingeben
      Aber Binvonwoauchimmer….

      Sie sollten doch mittlerweile wissen, dass ich mit Schuldgefühlen nicht das Geringste am Hut habe.

      Ich fühle mich in diesem Zusammenhang ein wenig als Gegengewicht zur Lügenpresse, die dem Urnenpöbel permanent (und leider erfolgreich) einredet die Russen und Putin und überhaupt alle ausser der NATO seien böse und der Friedensnobelpreisträger sei kein Massenmörder, sondern eine Art Weihnachtsmann.

      Ich habe mittlerweile kein Archiv mehr, das Internet hat mir diese Arbeit abgenomen und so kenne ich ausser grundsätzlichen Fakten z.B.

      https://en.wikipedia.org/wiki/Timeline_of_United_States_military_operations

      nur noch zB die bei uns in letzter Zeit veröffentlichten Meldungen:

      http://www.tagesspiegel.de/medien/machtmensch-putin-hat-das-zdf-teile-einer-doku-ueber-wladimir-putin-frei-erfunden/12752566.html

      Es ist wahr, ich lebe praktisch am anderen Ende der Welt, trotzdem fühle ich mich nun mal auch als Deutscher und Europäer. Das lässt sich wohl nicht ablegen. Ich kenne viele Kulturen habe in vielen jahrelang gelebt, sehe die Unterscheide, weiss wo man Mitteleuropa einordnen darf, und bin als Romantiker entsetzt, wie tief die Deutrschen gesunken sind, wenn sie als Regierung nichts Besseres als in den letzten 30 Jahren finden. Es ist einfach nur peinlich…

      Die Kombination Us/Israel/Nato Politik plus
      Kolonialherrschaft ist wohl nach Dschingis Khan, Hitler und Stalin das Übelste, was auf dieser Erde je abgelaufen ist.
      Muss ich hinzufügen, dass eine solche Aussage andere Teile der Welt wie Russland oder Chile et.al. keineswegs in ein positives Licht bringen soll?
      Haben sie sich mal klar gemacht, wie viele Morde die USA und ihre weltweiten Schergen im Kampf gegen den, von niemanden ausser ihnen selber geschaffenen, Terror auf dem Gewissen haben?

      Nein, natürlich fühle ich mich daran nicht mitschuldig, aber es ist mir wie gesagt peinlich, dass ein Land wie Deutschland mittlerweile so verblödet ist, dass es Soldaten ins Ausland schickt um Teil an den Verbrechen andere zu haben. Sowas widert mich an.
      DESWEGEN schreibe ich, was ich schreibe. Nicht in der Illusion, dass dies was ändert, sondern damit manch Denkender sieht, dass auch andere die Dinge so sehen wie er.

      Die Kriege im Nahen und Mittleren Osten sind zum grossen Teil vom den Westmächten verursacht, und die derzeitigen Flüchtlingsströme sogar ausschliesslich durch „unsere“ Wirtschafts und Militär Politik.

      Mir geht es bei diesem Thema den eindeutigen Zusammenhang, zwischen deutschem Wahlverhalten, deutscher Aussen- und Militär-Politik, und den Flüchtlingsmassen aufzuzeigen. Denken muss dabei natürlich jeder selber und natürlich weiss ich, dass das alles die 90% der Blöden niemals wissen wollen werden.
      Aber ein paar, die es vermuten, und von der massiven Macht der Lügenpresse daran gehindert werden es auch zu WISSEN, werden erfreut zur Kenntnis nehmen, dass es auch andere gibt, die dieselben Schlüsse ziehen.
      Mein e-mail Posteingang ist dafür mein Zeuge.

      Sie sind übrigens der erste, der meint meine Motivation stamme aus einem Schuldgefühl, bisher gab es nur protestierende Beleidigungen von jenen die mich für einen Deutschland Hasser halten, was natürlich genauso falsch ist. Was wohl für die Qualöität der Foristen bei den Stützen spricht.
      Angesichts des vergleichsweise ungeheuren Reichtums und der Bildungsmöglichkeiten die Deutschland besitzt, finde ich Verachtung der deustchen Realität das mir einzig Mögliche. Nicht Hass oder Schuldgefühle, aaber auch eine Portion Schadenfreude über das was in Zukunft in DE ablaufen wird, gebe ich gerne zu.
      Philosophen sind meistens böse Menschen, sonst verdienen sie diesen Namen nicht…. und sind Theologen…

  26. früher war`s anders als diesmal ...
    früher war erst Weihnachten und dann sind die Könige aus dem Morgenland gekommen …
    diesmal waren sie schon vorher da
    früher waren es nur 3 , diesmal sind es eine Million …
    und ich habe den Eindruck, dass sie gar nicht weise sondern strunzdumm sind
    früher brachten sie Weihrauch und Myhre, diesmal bringen sie Crack und Crysthal Meth …
    nur die Ochsen und Esel stehn wieder daneben und schauen zu
    das war schon immer so und wird auch immer so bleiben …

  27. Titel eingeben
    Ich muss derzeit oft an Frank Schirrmacher denken.
    Welch bittere Ironie, dass dieser Mann der Zukunft,
    vor seiner Zeit , von der Bühne geholt wurde.

    – Wie hätte er wohl auf Merkels tumben Überfall
    auf das vermeintliche „Methusalem-Komplott“
    Deutschlands reagiert?
    – Wie darauf, dass Bürokraten und Ganoven nun unser Land,
    in einem noch zu benennenden Komplott, lahmlegen wollen?
    – Wie auf die Raffinesse, das Mitgefühl von Bürgern zur
    Kosteneinsparung benutzen zu wollen, weil Steuergelder
    anderweitig verbraten wurden/werden?
    .
    Die protestantische Ethik ist auf den Hund gekommen!
    Die Fackel der Aufklärung muss weitertragen werden.
    Danke dass Sie das tun!

  28. ALS DAS WÜNSCHEN NOCH GEHOLFEN HAT
    Peter Handke, dieser in politische mainstream-ungnade gefallene brillierende märchenerzähler (mann oder frau lese Morawische Nacht)……………….. der suchte und fand diesen buchtitel und setzte ihn im suhrkamp-verlag durch:

    weil er sich an seine kindheit erinnert fühlte….“das kommt vom märchenerzählen am abend“

    und ist ja nicht weit entfernt von den hinweisen von ObBe zum magischen denken und allmachtsglauben……………ABER:

    denken wir incl. ExExpat hier nicht allesamt noch zu verniedlichend oder gar zu kindlich verharmlosend ?

    könnte es nicht doch schon viel schrecklicher sein………….“….eine überzeugung an der der patient/die patientin trotz der unvereinbarkeit mit der objektiv nachprüfbaren realität unbeirrt festhält“

    vor allem wenn die erwählten paladine diese realität durch erzeugte scheinrealität schon im vorfeld ersetzen !

    • Sie dürfen ruhig eine Stufe weiterdenken...
      “….eine überzeugung an der der patient/die patientin trotz der unvereinbarkeit mit der objektiv nachprüfbaren realität unbeirrt festhält“

      Die Frage ist nämlich: Welche permanentn Schäden werden dem Patienten bleiben, sollte er die Krankheit überstehen?

  29. literarische Ebene, wenn auch keine Lieselotte
    Bei aller forcierten Oberflächlichkeit; die Leserschaft lässt sich keineswegs täuschen, wie ich bemerke, verbringt Weihnachten lieber mit den Dramen anderer und reagiert wie aus dem Lehrbuch: https://www.youtube.com/watch?v=-1pMMIe4hb4.

  30. Früher war mehr Lametta!
    Werter Don, noch immer schaue ich hier gerne vorbei und überfliege den oft vielstimmigen und auch dissonaten Chor der Schreiberlinge.

    Und doch vermisse ich zunehmend die angeregten Plaudereien und freien Improvisationen über ihre vorgegebenen Themen. Vielleicht fehlt ihnen jetzt der letzte Kick, für Frank Schirrmacher (als ersten Leser in der Nacht) zu schreiben.

    Die Zeiten werden härter und hier nimmt das Wehklagen zu. Gerade deshalb erscheint es mir wichtig, nicht in Angststarre zu verharren, sondern auch neues Terrain – jenseits von Genderitis und Hipster-Nudeleien – lustvoll auszukundschaften.

    In diesem Sinne: Auf ein Neues!

  31. Alles Gute!
    Sehr geehrter Don Alphonso,

    auch ich möchte mich bei Ihnen bedanken für Ihre sehr guten Beiträge, die ich immer wieder mit Freude lese.

    Auch dieses Mal haben Sie genau den richtigen Punkt getroffen.
    Ich gebe es gerne zu: ich genieße die Festtage, ohne schlechtes Gewissen, ohne Groll auf „unsere Gesellschaft“.
    Was sind schon ein paar familiäre Differenzen gegen die Tatsache, dass wir hier in Frieden Weihnachten feiern dürfen!

    In diesem Sinne wünsche ich auch Ihnen ein frohes Fest, und kommen Sie gut ins neue Jahr!

    Freundliche Grüße,

    die kleine Waldhexe

  32. post festum
    Zweiter Weihnachtsfeiertag – und ich sitze auf der Terrasse, blicke übers Land, blinzele in die Sonne und esse ein Eis. Schokolebkuchen würden eh schmelzen. Weihnachten mal etwas anders, wie das ganze zuende gehende Jahr anders war.
    Herbergssuchende 2.0 sind auch ohne Volkszählung, der sich unsere Regierenden anders als vor 2000 Jahren vehement verweigern, zuhauf ins Land geströmt, und sind dann doch auch umfänglich untergekommen. Vor 2000 Jahren sind ja alle irgendwie wieder heimgegangen post festum, heute macht das vermutlich nur die behauste liebe Verwandtschaft, der wir freudig zum Abschied winken. Die Masse der modernen Herbergssuchenden wird wohl auf die eine oder andere Weise hierbleiben wollen.
    Viel Wehklagens war darob zu vernehmen hier, über die Torheit der Regierenden, über die Integrationsunwilligkeit auf beiden Seiten, über die Schönredner und die Schwarzmaler. Und das vor wechselnden Kulissen, man denke nur an die diversen Plafonds wie Griechenland, die Ukraine, abstürzende Flugzeuge, um sich schiessende Terroristen und was sich sonst so bald in den Jahresrückblicken als Schaum auf der historischen Suppe zusammenfinden wird.
    Die Sache wäre so einfach. Wer Asyl sucht und braucht, muss bei uns willkommen sein, ohne wenn und aber. Das ist Kern unserer Verfassung und unsere abendländische Christenpflicht. Die Verwaltung hat das in den Griff zu kriegen. Dafür ist sie da. Punkt. Wer sich nicht in unseren Kulturkreis integrieren will oder kriminell wird, fliegt raus. Punkt. Da tun wir uns noch schwer mit der Umsetzung, aber das ist das einzig konsensfähige Prinzip. Nochmals Punkt.

    Den geneigten Beiträgerinnen und Beiträgern als auch dem Herrn dieses Blogs sind trotz der mental gefühlten Krise materielle Nöte glücklicherweise abhold, und dafür sollten wir alle dankbar sein. Es ist nicht mehr so ganz schmerzlich, den V8 im Stand eine Weile wummern zu lassen, auch ich habe meine Freude daran, wobei mein Lieblingsgefährt eher altmodisch heisser hechelnd und kreischend zu nennen ist, und ich dankbar bin, immer noch einigermassen behände hinein und wieder heraus zu kommen. Trotz des erleichternden Seufzen beim Blick auf den Range. Dass das so bleiben möge im kommenden Jahr, dass wir weiterhin versuchen mögen, hier intellektuell eine bella figura zu machen, uns am Leid der Welt gedanklich abzuarbeiten und unseren Wohlstand zu wahren und zu mehren, unseren Frieden weiterhin behalten zu können und immer wieder Zeit für diesen amüsanten Blog zu finden, das wünsche ich Ihnen allen und Don Alphonso. Dank an alle hier in dieser Bruder- und Schwesternschaft für einige wirklich lesenswerte und anregende Beiträge und Ansichten! Auf ein Neues in 2016!

  33. Ich fände es hinreichend albern, meine eigene Abneigung gegen Familienfeste
    und Weihnachten jedem anderen ungefragt und als Modell unter die Nase zu reiben. Aber das liegt natürlich daran, dass ich die Welt der Familienfeste und der Heimatverbundenheit zumindest kenne. Und achte.

    Das Beunruhigende an den vom Don zu Recht aufgespiessten „Journalisten“ ist deren zunehmende Unfähigkeit, überhaupt noch wahrzunehmen, wie wenig ihre spezifische Milieuumgebung noch mit der Realität zu tun hat, in der eine Mehrheit der Bevölkerung lebt. Auch eines der Elemente, aus denen sich die „Lügenpresse“ speist.

    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • Die Realität ist doch banal…
      Jeden Tag können wir lesen, dass hier so viele, und dort so viele Journalisten freigestellt werden. Was bleibt den Leuten übrig als vorauseilender Gehorsam, was die die Ideologie ihrer Schreiberei angeht.
      Wen man als Chefredakteur erst noch ansprechen muss, um auf ihn den gewünschten Kurs zu bringen, der hat heute in Redaktionen nichts mehr verloren.
      Wenn ich morgens die einschlägigen ehemaligen Qualitäts Medien überfliege, wundere ich mich täglich aufs Neue, dass es anscheinend tatsächlich noch Leute gibt, die für so was Geld ausgeben…???
      In Print Spiegel und ZEIT finde ich Woche für Woche zwei oder maximal drei Artikel die des Lesens Wert sind, gerade die richtige Menge zu einer Tasse Kaffe am Strand…

      Ich wünsche Ihnen angenehme Tage

  34. Leer
    Wenn Legasthenie Begabte sich bewegen, dann stoßen sie auf:
    „Es kann nicht sein, was nicht sein darf.“

    Besinnliche Feiertage, wünschend.

  35. Seasons Greetings dem Hausherrn und den Gästen,
    Text eingeben

  36. Seasons Greetings dem Hausherrn und den Gästen,
    an den Festtagen gabs Gelegenheit die Meinung arabischer Nahost-Experten zu erfahren, für die Vertreibung ihrer Landsleute und Entvölkerung ganzer Städte sich nicht in glücklichem multi-kulti in Europa auflöst; man ist dankbar für Hilfe, aber besser wären politische
    Unterstützung und Wiederaufbauhilfen vor Ort.

  37. weniger überraschend ...
    scheinen einige Textpassagen, wenn man sie neben den heutigen Faz-Artikel über den Wohlstand des Mittelstand stellt, in welchem ein kurioser Vergleich zwischen der einstigen Siegernation USA nach dem II. WK und den heutigen Zuständen in Dt nahegelegt wird.

    Ich frage mich also, was mir die Faz mitteilen will? Hat das was mit dem – pardon, aber: Freudengeheul recht ähnlichen Ansagen – zu tun, die unser Staatsoberhaupt vor einigen Wochen mal von sich gab: „Wir lagen am Boden, aber nun … “ oder so?

    Also, nur mal theoretisch: Hätten wir was-auch-immer gewonnen und könnten uns jetzt in Frieden an den seelisch-moralischen Wiederaufbau machen … aber haben wir das bereits – oder ist das nur ein freundlicher Orakelspruch gewesen? Gibt es denn irgendeinen Grund, die Rotkäppchenkorken an die Decke knallen zu lassen? Ich hab das Gefühl, ich habe da was über der Weihnachtsgans verpasst, ging mir vermutlich zu gut.

  38. Vorwärts immer rückwärts nimmer.....
    Vielen Dank auch von mir für den freien Blog, in dem noch, ohne vorauseilendem Zensur-Gehorsam, frei Kommentare gepostet werden können.
    Und diese zum Nachdenken und kommentieren anregen.
    In diesem Sinne mit (neo)sozialistischem Gruße aus der „BDR“.
    Auf einen neuen „vorwärts und wir schaffen das“ fünfjahresplan?!
    Bald wird vielleicht auch eine Mauer, und seien es Kapitalverkehrskontrollen, errichtet um die „Produktivkräfte“ im Lande zu halten… man wird sehen. Freue mich schon auf neue Beiträge 2016.

  39. #VDS
    2015 so intensiv wie nie mitgelesen, wollte ich unbedingt wissen wie dies denn so früher war und habe bei den Rebellen (leider erst jetzt entdeckt) weit, weit, in heute kaum mehr vorstellbare Jahre zurück geklickt. Derselbe gerechte, nicht kalte Blick, Schneid, Mut und Wut, Spott und Hohn und rasender Furor der nie die Komik vergisst. Nicht anders schreiben Sie heute, mit Haltung und zum Jahresende, nach dieser außerordentlichen journalistischen Leistung mit absolut angemessenen Worten gesagt: nobel, hochgesinnt und großherzig.
    Wie ich eben sehe, haben Sie sich – wie konnte es anders sein – für die Anreise per Rad entschieden. Haben Sie spannende und lustige Tage!
    PS: Die ersten Twitter-Atomschläge lassen schon auf einen größeren Bericht mit ebenso wüsten wie exquisiten Schmähungen hoffen.

  40. Der Einzige, der Wahre
    Danke Herr Don Alphonso für diesen Blog (und auch für die anderen). Ohne jetzt in eine ultimative Lobhudelei zu verfallen, möchte ich doch bekennen, dass ihre Blogs, Artikel, Kommentare usw. das einzige sind, was ich im Netz noch gerne lese (vielleicht noch den Danisch, aber der urlaubt ja gerade, irgendwie). Warum? Weil die Wahrheit nicht zu kurz kommt, weil keine Ideologie das Auge trübt, weil … ja weil, genau. Also nochmal: Danke!

  41. Dank zurück
    Lieber Don Alphonso, Ihnen ein herzliches Dankeschön dafür, dass Sie der Vernunft in wahnhaften Zeiten eine Stimme geben und das – nach meinem Empfinden – immer wieder so wunderbar elegisch. Für 2016 Ihnen nur das Beste!

  42. Der sogen. Boxing Day war heute, 26.12.
    …nicht gestern!!

  43. Titel eingeben
    Bester gunslinger: Um so etwas erfolgreich zu verkaufen an Chefredakteure nicht unvermögender Zeitungsverlage, müssen Sie drei Voraussetzungen erfüllen. 1. Sie sind wirtschaftlich vom Verlag unabhängig. D.h. der Chefredakteur muss wissen, dass Sie jederzeit l.m.a.A. sagen können. 2. Sie müssen Berichte herstellen können, die Ihnen keiner nachmacht. Es fahren zu wenige Chefredakteure und deren Praktikanten mit dem Rennrad über die Alpen. 3. Sie generieren eine Leserschaft plus Kommentariat, die auch locker über 1000 Antworten 10000 clicks und was die moderne Presse heute als Kommunikationskriterien entwickelt hat. Da sind andere im FAZ-Blog ganz klein im Vergleich. Und dann überlegen wir uns mal, warum das so ist.

  44. Markige Worte ...
    …Sir, zum Fest der scheinbaren christlichen Nächstenliebe.
    Deshalb wünsche ich, ein friedliches und erholsames Weihnachtsfest gehabt zu haben.
    Für das neue Jahr Ihnen und allen Lesern Frieden und Gesundheit.

    Mit fielen Grüßen,

    Bernard del Monaco

  45. Titel eingeben
    Sehr geehrte Damen und Herren,

    auch wenn es nur ein Blog ist, bin ich sehr verwundert diesen auf den Seiten der FAZ zulesen. Ein zusammenhangloser hinschwadronierter Text. Eine roter Faden, oder gar eine Geschichte, ist für den erstmaligen, unkundigen Leser nicht fassbar. Der Autor gehört augenscheinlich zu den von der Gesellschaft abgehängten Männern vorgerückten Alters. Die Kommentatoren eifern ihm nach und versuchen sich in wirren Kommentare zu übertrumpfen. Ist das nun alles ein Genre, welches mir bis dato unbekannt war? Es verheisst nichts gutes für unser Land, wenn eine solche Gosse in die FAZ einzieht.

    Adieu,

    Dr. Müller

    • Ja, es ist wirklih schrwcklich mit mir. Ein Elend, Dass so etwas überhaupt sein darf.

    • Adieu Docteur,
      fahren Sie wohl.

    • ''Es ist eine Lust, zu lesen ...
      … und zu schreiben!“ würde ich zu gern ausrufen, Wenn Sie verraten würden, wo der Lustpfad des geschriebenen Wortes sich durch die Medienlandschaft schlängelt.
      Vielleicht bei f :
      Fummelede an Tittenelli: “Was machst Du gerade?“
      Tittenelli: “ Ich mache gerade Kafi!“

      Mit fielen Grüßen,

      Bernard del Monaco

    • Oh je
      Werter Herr Dr. Müller, warum so aufgeregt? Niemand hat Sie gezwungen Don Alphonsos Beitrag zu lesen. Und vielleicht, bitte gestatten Sie mir diese Anmerkung, liegt es ja an ihrem (Vor-)Verständnis, dass Sie einen roten Faden vermissen. Glauben Sie mir, Ihr Kommentar verrät mehr über Sie als über dessen Gegenstand.

    • ja, alles was mann und frau hier lesen ist geschrieben
      von der SACKGASSE der evolution…………………
      statt wirrer kommentare lieber einen reichsschriftenkammer gegen „schädliches und unerwünschtes schrifttum“

      grüss gott, dr.djangohatnemonatskarte

    • "eine rote Faden" für einen Verirrten
      @Herr Dr. Müller –
      Hapert es bei Ihnen tatsächlich am Denkvermögen oder ist´s die pure Eifersucht gepaart mit ein paar Lügen?
      Ihre umfangreichen Beleidigungen verraten Sie ……….

    • nur die Ruhe,
      Sie sind nicht allein! https://www.youtube.com/watch?v=e2Fzu0vXU8g

    • Franz. Humor
      Nein!! Doch!! Oohh!!

  46. Corporate Capitalism
    Der Mensch als weich gepamperte Arbeitsameise, von Fussballtrainerwechseln und auf Facebook geposteteten Mittagessen sediert – bis die ganze Schrei&&e in den Ventilator fliegt.

    Ceterum censeo Carthaginem hätte schon viel früher zerstört werden müssen: Die aus dem angloamerikanischen Pragmatismus (Urherber der insdustriellen Revolution) abgeleitete Weltbeglückungs-Überlegenheit des globalen Kapitalismus hat viel, vielleicht das wesentlichste, zerstört, was wir heute bräuchten, uns eine andere Welt auch nur vorstellen zu können, und uns nicht im Wunschdenken nach dem kleinsten Übel einzumauern.

    Aber es ist ein wenig ermüdend, immer nur die „USA“ schuldig zu sehen, an etwas, was dem weltweit privilegierten Menschen an sich einwohnt, die eigenen Verdienste als hart erarbeite Leistung zu preisen, und die der anderen als simples Glück.

    Die rechtzeitige Demontage jedes Ansatzes eines menschlich und effizient agierenden Sozialismus hat diese heutige „Alternativlosigkeit“ produziert.

    Religiös begründete Sozialrevolution ist eine archaische Verzweiflungstat von Männern, die schon vor der Komplexität der Gefühle einer wenig bekleideten Frau gegenüber überfordert sind. Wie gut, dass diese mit Zwang und brutaler Gewalt und nicht mit überzeugenden Erfolgen auftritt.

    Sozialismus und sexuelle Freizügigkeit für beide Geschlechte waren Alliierte -zuerst sei Aids gepriesen und heute herrscht „Paarungsterror mit Brutpflicht“ auch für Homosexuelle.

    Sexualität hat in der heutigen Medienwelt etwas ähnlich unappetitliches wie Notdurft.

    Angesichts der grossen digitalen Strömungen des Zeitgeistes macht es Sinn, sich nur nicht zu sehr aus dem Fenster zu lehnen, aber ich wünsche allen hier auf dieser Seite laut nachdenkenden Kommentatoren alles Gute für das neue -wahrscheinlich spannende- Jahr und danke auch Ihnen, Don, herzlich für die Bereitstellung und Pflege unseres gemeinsamen Sandkastens!

  47. Sei du selbst ...
    Prolog …

    aus „Das Tiefe Selbst“ – John C. Lilly

    Für das Eingebunden sein (des Selbst = der inneren Realität – i.R.) (in die) die allgemeinverbindliche Realität (äußere Realität – ä.R.) haben wir den Begriff Interlock (Zusammenschluss).

    Weiterhin definieren wir den Begriff der allgemeinverbindlichen Realität als ein Spektrum von Glaubensgrundsätzen/Überzeugungen/Annehmen/Behauptungen/Interpretationen/Simmulationen, die jeder von uns mitbekommt/absorbiert, und von denen in unserem Kulturkreis, unserer Gesellschaft/Familie/Schule usw. gesagt wird das sie real/wahr sind.

    Textus …

    Wenn man lange genug von diesen immensen Netzwerk von Interlocks Abstand hat, kann man sehen, wie der Einfuß der ehemaligen Interlocks mit der ä.R. in der i.R. weiter anhält. Auch in Isolation und Einsamkeit macht sich der Überschuss an früheren Interlocks in der eigenen Simulationsphäre weiterhin bemerkbar. Man füllt seine innere Realität durch simulierte Interlocks mit der äußeren Realität auf.

    Epilog …

    Für manche Menschen sind die äußere Realität und ihre Simulationen real/war. Alles andere in der i.R. wird als Traum, Spinnerei oder Fantasie betrachtet. Für eine ä.R.-orientierte Person besteht ein Widerwille/eine Angst/ein Tabu vor dem Eintreten in die weiten Räume seiner/ihrer inneren Wirklichkeiten. Solche Menschen finden in unserem Kulturkreis durch die allgemeinverbindliche Realität Anerkennung und Zustimmung.

    Die Hypothese des begrenzten Geist (Vergleiche: Die Hypothese des unbegrenzten Geist Anm. Dr.Se.) sagt, daß das Selbst, der Beobachter/Operator ein Teil der Ergebnisse aus den Rechenprozessen eines zentralen Nervensystems, eines Gehirn ist. Auch in fundamentalen philosophischen Sinn ist das Selbst demnach ein Resultat von solch intensiven Berechnungen. Ohne diese intensive Berechnungen existiert kein Selbst. Das Selbst ist folglich ein Programm, ein Metaprogramm, ein Selbst-Metaprogramm, ein selbstbezüglicher Aspekt der intensiven Berechnungen des dazugehörigen Gehirns.

    Folglich ist das Selbst sozusagen das Opfer seines Erzeugers, das Opfer der selbstbezüglichen Berechnungen des dazugehörigen Gehirns.

    In diesem Sinne wünsche ich allen Kommentatoren und Lesern für das kommende Jahr 1720 alles Gute, viel Spaß mit dem Selbst,
    verbunden mit einem besonderen Dank an dem Biotop-Blogg-Herren Don Alphonso.

    Gehabt Euch wohl
    Dr. Seltsam

  48. Zwei Seiten sind's
    die eine hell, die andere dunkel, die Don uns gern vor Augen führt. Zu gern, wie man hier sagen muss: er zeigt sie bis zum Überdruss. Zwar sieht er Licht, wo andere Schatten, und Schatten dort, wo andere Licht – doch amüsanter wird’s so nicht. Denn beider Seiten Sein bleibt trist, wenn’s auch auf ganz verschied’ne Weise ist.

    Der wirklich kluge Mann bereist die Welt und klebt nicht an der Scholle. Der Reichtum, den er unterwegs mit Fleiß erwirbt, geht auch ins wirklich Volle. Kehrt er dann heim, setzt er sein Schloss gleich neben seines Bruders Hütte. Die kleine Schwester war auch unterwegs, doch hat es nichts genützet. Sie war und bleibt die Lütte stets – und wird gern unterstützet.

    Und was ist die Moral von der Geschicht‘? Der ewig gleiche Blick auf die Extreme ist wenig lehrreich – und unterhalten kann er uns auch nicht.

  49. DANKE DON ALPHONSO,
    daß ich 2015 in dieser abwärts stürzenden Nivellierungshölle nicht den Glauben an die Schönheit alter silberner Teekannen verloren habe …

    Dieser Dank gilt ebenso all jenen, die ihre Hirnmassen und Finger aktivieren, um hier ein oftmals wunderbar geistreiches Gespräch entstehen zu lassen.

  50. @Dr. Seltsam
    Sie gefallen mir immer besser! Ich habe bei meinem weihnachtlichen Spaziergang durch Hobbington (den milieutypischen Namen darf ich nicht sprechen, er ist nicht pc) auch so einige Betrachtungen zunächst zur äußeren und dann zur inneren Realität und entsprechenden Interlocks angestellt. Die Ersatzbezeichnung „Hobbington“ ist angezeigt, weil es sich um eine alte Siedlung mit sehr kleinen Reihenhäuschen handelt, aber, Dank Ensembleschutz, styroporfrei anheimelnd. Zwar fehlt nun dieses Jahr der Weihnachtsschnee, aber dafür ist bei der sonstigen Weihnachtsdeko wieder Geschmack eingezogen; also keine Coca-Cola-Weihnachtsmänner und kein „Merry Christmas“, sondern Handgefertigtes aus dem Erzgebirge, dem Voigtland und der Oberlausitz wohin man auch sieht. Das Ergebnis (auch das mag unter dem Druck von Willkommensklassen und Asylantenunterbringung zustande gekommen sein; aber das ist die reine Spekulation von mir) hinterlässt einen harmonischen Eindruck und war wohl geeignet, eine besinnliche Stimmung zu produzieren – indessen … hinter uns verließ eine Gruppe Weihnachtsgäste auf einen Verdauungsgang eines dieser Häuschen. Und uns tönten unversöhnliche, dialektschwangeren Worte älterer Herrschaften ins Ohr: „Depressiv hoch 10, sag ich Dir! Kriegen einfach nichts auf die Reihe!“ Mir war kurz danach, an einem der hübschen Wohnzimmerfenster stehenzubleiben und begeistert laut zu sprechen: „Arzgebarg, was biste schee – kimmt die Adombomb, biste he! „; aber ich verderbe doch niemandem absichtlich die Festtagsstimmung; welche in seinem Kopf auch gerade vorherrschen mag.

    Mit 1720 könnten wir, glaube ich, recht zufrieden sein – oder nicht?

    Ihr

    GnM

  51. Nachtrag an Dr. Seltsam
    Wg. 1720, damit das nicht in den falschen Hals gerät: Ich bin natürlich kein kritikloser Freund der Aufklärung. Wissen und Glauben sind ein Gegensatz, das eine kommt ohne das andere nicht aus. Wissen ohne Glauben führt zu Anmaßung; Glauben ohne Wissen zum Aberglauben. Derzeit haben wir es, m. E., mit beiden Ausfallerscheinungen zugleich zu tun; wenn sich da also wieder etwas sortiert, wir also wieder anerkennen, dass und woran ein Mensch glauben sollte und was man im übrigen so alles wissen kann (ganz zu schweigen davon, was normale Menschen vernünftiger Weise nicht wissen wollen), dann will ich es wirklich zufrieden sein.

    GnM

  52. Dankeschönliste
    Wenn sich gesammelt ein mehrfaches Dutzend Prozent aller Kommentatoren bedankt, grenzt das an… ja, an was? An Lobhudelei? An sich gegenseitig bestätigender Abgrenzung? An der bloßen Wärme des unwidersprochenen Wir-Gefühls? Wenn, was von mir nicht geleugnet wird, die Texte des Blogbetreibers lesenswert sind, dann bleiben sie dennoch Texte eines Autoren, der dafür Lohn oder zumindest Öffentlichkeit bekommt. Aber ach, wird man mir entgegen, diese endlose Dankeschönliste ist doch nur ein Dokument des Anstandes und der Freundlichkeit – dann frage ich mich, wie viele der hier Versammelten sich auch schon einmal bei der Supermarktkassiererin, dem Postboten, dem Französischlehrer und den Kanalarbeitern bedankt haben?

    • Vermutlich weit mehr, als Sie glauben :-)
      Auch wenn ich aus eigener Kenntnis nur für mich sprechen kann.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

  53. Werter Don, vielen Dank auch dieses Jahr ...
    … für Speis und Zank!

  54. Ich freue mich auf autofreie Sonntage in den Emiraten ...
    … und Vollgas auf deutschen Autobahnen, besonders für die Schweizer hihi..

  55. ?
    Wie haben eigentlich die anderen Congressteilnehmer auf den Don reagiert? War es wie bei Fefe, der sich angeblich nur schwer durch die Gänge bewegen kann, ohne ständig belagert und getrollt zu werden, oder wurden Sie in Ruhe gelassen?

  56. Weihnachten mit den Menschen draußen im Lande
    Lieber Don, den Laudationes der Ko-Kommentatoren kann ich mich nur uneingeschränkt anschließen. Besonders bemerkenswert und anerkennenswert finde ich, wie Sie nahezu durchgängig Ihr hohes Niveau halten. –-

    Weihnachtszeit, Reisezeit, Recherchezeit. Familiäre Verpflichtungen bieten eine hoch willkommene Gelegenheit, den Reichshauptslum hinter sich zu lassen und sich in eine der wirklich schönen süddeutschen Weinregionen zu begeben. Dort Recherchegespräche im Bekanntenkreis mit Führungskräften in den regionalen Sozialadministrationen. Vieles Berichtete wird bestätigt: ca. 80% aller Migranten sind allein reisende muslimische Männer zwischen 20 und 30. Die zurzeit (seit Ende November) eintreffenden Familien kommen überwiegend aus Pakistan und dem Iran, zwei bekanntlich von Krieg und Bürgerkrieg völlig zerfressene Länder. Die gesamte Sozialadministration funktioniert nur durch den unermüdlichen Einsatz vieler freiwilliger Helfer – sog. „Paten“. Die Abnutzungsrate bei den „Paten“ ist bisher überraschend gering, in der zweiten Reihe stehen weiterhin viele Hiwis bereit, um ggf. einzuspringen. Fast ausnahmslos maulen die „Flüchtlinge“ über die Ihnen zugewiesenen Unterkünfte in den Dörfern und Kleinstädten, auch wenn es noch nicht zu Zwischenfällen wie in Vohburg/Rockolding gekommen ist. Es wird geschätzt, dass der Vorrat an Wohnungen in der Region bis März reicht. Danach werden die Turnhallen beschlagnahmt. Die Sozialadministration zahlt jetzt Mieten, die um zwei Euro pro qm über denen liegen, die für Wohnungen für Hartz IV-Empfänger gezahlt werden. Offiziell wird das nicht zugegeben. Frage Laborratte: „Diskutiert Ihr in Euren Führungsrunden, wie das weitergehen soll, wenn der Zustrom nicht gestoppt wird?“ Antwort: „Nein, das will keiner anfassen“. Des Weiteren: „Das Problem der allein reisenden „Flüchtlings“männer können wir nur über großmaßstäblichen Familiennachzug lösen.“ Entgegnung LR: „Äh, die Wohnungsreserve reicht doch nach euren eigenen Schätzungen nur bis März“. Antwort: „Eisiges Schweigen“. —

    Weiteres Gespräch: „Ich muss helfen, weil ich selbst aus einer Flüchtlingsfamilie (Ostpreußen) komme“. Entgegnung LR: „Die Situation in WK II war doch eine ganz andere; die Deutschen bildeten quasi eine Schicksalsgemeinschaft, derselbe Krieg, dieselbe Sprache, Kultur, Religion etc., die Rote Armee real ante portas etc. Ihr vergleicht hier Unvergleichbares miteinander.“ Temperatursturz im Raum auf gefühlt minus 30 Grad innerhalb einer halben Sekunde. Erhalte Tritte von werter Ehefrau gegen das Schienbein unter dem Tisch. Die beste Ehefrau von allen (es ist die zweite, eine weitere Scheidung würde mich vollends finanziell ruinieren, daher ist sie by default die beste aller etc.) übernimmt elegant die Gesprächsführung und leitet die Konversation mühelos in weniger heikle Bahnen. —

    Letzte Anekdote – Ehepaar ohne Kinder, er hochbezahlter IT-Spezialist, sie Beamtin im höheren Dienst: „Wir müssen doch teilen“. Frage LR, ob vor dem September 2015 in irgendeiner Weise das Bedürfnis bestand, den Wohlstand mit armen ansässigen Rentnern oder Hartzern zu teilen? Antwort: „Betretenes Schweigen“. Daher flugs Themenwechsel; man lernt ja schnell dazu.

    Kleines Fazit: Die Gesellschaft ist wirklich tief gespalten, viel naive Hilfsbereitschaft, keine Bereitschaft, die bekanntlich höchst ermutigenden empirische Erfahrungen in D., F., UK, Schweden und andernorts mit der „Integration“ von Muslimen zur Kenntnis zu nehmen. Erschütternd auch bei Akademikern die gering ausgeprägte Fähigkeit, weiter als ein paar Wochen in die Zukunft zu denken; dazu wenig Unrechtsbewusstsein in Bezug auf den Umgang des Regimes mit Art. 16 a, Art. 20 Abs. 3 GG. Der früher viel beschworene „Verfassungspatriotismus“ war wohl lediglich eine Schimäre.

    Ich bin mir nicht mehr sicher, ob eine faire Volksabstimmung wirklich eine klare Mehrheit gegen die ungesteuerte und rechtswidrige Immigration ergäbe. Ich bin dennoch weiterhin dafür, denn dann wüsste ich (und viele andere), woran ich (wir) mit den Mitbürgern bin (sind) und könnten dementsprechend disponieren.

    Prognose: Spätestens nach den Landtagswahlen im März wird es – unabhängig vom Ausgang der Wahlen – großes Geschrei von SPD und Grünen und Linken nach Familiennachzug nebst Soforteinbürgerung plus Wahlrecht für die Illegalen geben. Begründet mit dem Argument, dass nur Familiennachzug und Soforteinbürgerung „Integration“ erfolgreich gewährleisten werden. Die autochthonen Wohnungseigentümer werden wohl um ihre Wohnungen kämpfen müssen. 2016 verspricht also in jeder Hinsicht unterhaltsam zu werden.

  57. Und deshalb ist es Zeit, Danke zu sagen.
    Ja,
    vielen Dank, lieber Don Alphonso,
    für viele nachdenkliche Stunden
    und Ihre freizügige Art mit den KommentaToren.
    Ein gesundes und erfolgreiches Jahr
    Ihnen und allen Mitkommentatoren.
    .
    Einen besonderen Gruß an den großen Artisten.
    Auf dass Sie auch in Zukunft
    nicht nur die Ohren steif halten können.
    Obwohl das Schnackseln an sich
    für die übrige Weltbevölkerung
    zumindest mit dem Willen zur Zeugung
    nicht unbedingt empfehlenswert ist.
    .
    Von Einem, der i.R. nicht nur als Traum, Spinnerei
    oder Fantasie betrachtet.

    • Ein Gruss zurück
      @Mediensegler: Alles Gute auch für Sie im neuen Jahr!

      Die Schlinge des wachstumsorientierten Billigarbeitsplatz sichernden Superluxusfreiheits-Totalitarismus zieht sich unweigerlich enger zu…

      Bis dass die grosse Blase platzt, in die hinein sich so viele einstmals Volkswirtschaftsdoktortitel erbeutet habende Koniferen begeistert quantitativ erleichtert haben…

      Das Selbstbewusstsein (und der daraus resultierende gesunde Menschenverstand, seine Prioritäten richtig zu ordnen), das aus lebendigen Partnerschaften, Freundschaften und Abenteuern auf Augenhöhe entspringt, ist nicht gefragt in einer Gesellschaft, in der man um politisch korrekte Spiegelstriche bis aufs Blut kämpft, um sich dann mit „Flappy Birds“ auf dem Mäusekino zu entspannen, allein, bei einer leckeren Lieferpizza und einem fast kalten Dosenbier von der Tanke…

  58. Sapperlot
    Ist tatsächlich schon wieder ein Jahr vergangen?

    Nun, aufgewacht, es gibt seit ein paar Tagen wieder eine nette kleine Lektüre eines kunstbeflissenen Herren aus dem Innviertel käuflich zu erwerben. Dort stehen alle Lösungen, auch die für die aktuelle Migrationsproblematik.

    Merkelbashing included ?

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