Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Polen als Inbegriff des christlichen Abendlandes

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Ah! messieurs! si beau qu’il soit il ne vaut pas la Pologne. S’il n’y avait pas de Pologne il n’y aurait pas de Polonais!
Alfred Jarry, König Ubu

Das mit den „Krankheiten“, die zu heilen sind, hat mich jetzt eiskalt erwischt. Denn momentan denke ich nicht nur über die Anbringung einer Solaranlage an einem nicht denkmalgeschützten Anbau des Stadtpalastes nach, ich tue das auch, während ich einen vegetarischen Nusszopf esse. Gestern erst habe ich mich gegen den Wahnsinn aller Religionen ausgesprochen, denn ich bin Atheist. Und mir gegenüber steht ein alter Rennradrahmen des Herstellers Diamant aus der DDR, der in neuem, sozialistischen Glanz erstrahlen und mich abgasfrei zum Zwetschgenräubern tragen soll. Ich bin, fürchte ich, genau dort, wohin der polnische Aussenminister Witold Waszczykowski auf keinen Fall kommen will, wie er betonte: „zu einem neuen Mix von Kulturen und Rassen, eine Welt aus Radfahrern und Vegetariern, die nur noch auf erneuerbare Energien setzen und gegen jede Form der Religion kämpfen. Das hat mit traditionellen polnischen Werten nichts mehr zu tun.“

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Das sind so die Aussagen, die hier in Deutschlands Journalistenkreisen ausgesprochen schlecht ankommen, denn natürlich verstehen sie, dass diese Aussage nicht nur ökologisch und sozial vorbildliche Radfahrer wie mich meint. Es trifft das gesamte progressive Milieu mit seinen Forderungen nach Gender, nach Gleichheit, Artenschutz, Tierrechten, Antidiskriminierung, Willkommenskultur und feministisch-kollektivem Mundhalten, wenn Gruppen nicht weisser Männer über Frauen herfallen, vielleicht, weil das ein dreissigfacher Einzelfall und keine strukturelle Rape Culture wie bei Weissen ist. Dieser nur demokratisch legitimierte Pole wagt es, in dieser bürokratischen EU etwas zu sagen, das vermutlich der Sichtweise seiner Wähler und nicht dem von der journalistischen Elite repräsentierten deutschen Volk mit seinem Veggie-Feiertag entspricht. Kein Wunder, dass eine der grössten Empörungen der deutschen Medien seit der Ablehnung einer Übergabe des Danziger Korridors folgt.

Ja, König Ubu hat schon recht, wenn er am Ende des nach ihm benannten Theaterstücks Polen so überschwenglich lobt: Gäbe es Polen nicht, müsste man es erfinden. Dann nämlich kann man sich prima empören an einem Tag, da die moralisch vormals hellen Schweden ins Lager der Dunkeleuropäer abwandern, weil sie mit der von Deutschland verursachten Flüchtlingskrise nicht mehr weiter wissen und Dänemark nun auch die Grenze zu den Helleuropäern – also uns – verrammelt. Solange ein Pole so etwas Dreistes sagt, muss man sich nicht mit der Frage auseinander setzen, ob die eigene Haltung nicht vielleicht etwas überambitioniert und planlos war. Und natürlich würde man es feiern, knickte Polen angesichts der Empörung dann ein, und entschuldigte es sich – allein, das funktioniert nur im Märchen oder bei Spiegel Online, wenn eine feministische Kolumnistin auf Zuruf ihrer Peergroup gehorsam den Link zu jemandem löscht, den diese Leute für misogyn halten. Polen ist einfach nicht bereit, diesem leuchtenden Beispiel des freien Westens zu folgen.

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Ich könnte mich natürlich nun aufs Rad schwingen und beim Generalkonsulat einen veganen Muffin als Protestnote vorbeibringen, wie es vielleicht jene Engagierten tun, die stets die Wohnung verlassen, wenn ihre ukrainische Putzfrau kommt, die viel weniger als ihre polnische Vorgängerin kostet. Allein – als  Helldeutscher nehme ich Ankommende, wie sie sind. Ich habe da eine gewisse polnische Erfahrung gemacht, und wenn ich auch keinesfalls hier das Wagnis eingehen möchte zu behaupten, ein Pole dürfte gegenüber einem Helldeutschen eine abweichende Meinung haben – so war ich doch eine Weile auch von einer Polin abhängig, und fand es prima. Vor ein paar Jahren nämlich kamen zwei schlimme Ereignisse in meiner Familie zusammen, und so war es nötig, schnell eine Betreuung für das Familienanwesen zu organisieren, wollte man seine Verwandten nicht staatlich – und damit ganz ohne Parkett und Kronleuchter – betreuen lassen. Also donnerte ich schon am Folgetag Richtung Polen, um eine mittelalte und mittelbreit gesunde Dame abzuholen, die wir hier Laura nennen wollen. Laura stammt aus einer halb deutschen, halb polnischen Familie nahe Bunzlau, und hatte Zeit und Erfahrung als Hauswirtschaftlerin – ich bin übrigens kein Rassist, ich hätte es auch mit einer helldeutschen Gender Studentin versucht, aber wir hatten einfach ein paar Minimalanforderungen, Laura erfüllte sie und war bereit, die Arbeit sofort anzutreten und so kam das.

So eine Gehilfin hätte Friedrich Torberg nicht erfinden können. Laura war auf eine altmodische Art eine phantastisch Hilfe, und wäre das alles kurz nach dem Fall der Mauer in der alten BRD passiert, wäre es auch absolut stimmig gewesen. Laura hatte keinen Führerschein, also fuhr ich sie zum Supermarkt. Sie hielt überhaupt nichts von meinem Wochenmarkt – viel zu teuer – sie wollte in einen besseren Supermarkt. Sie wollte grosse Packungen. Sie wollte – mir wurde flau im Magen – tiefgekühlte Hühner aus Massentierhaltung. Sie nahm viele billige Eier und kümmerte sich nicht um meinen Protest – im Kuchen schmecken die alle gleich. Sie nahm riesige Flaschen diverser Waschmittel und so viel, dass ich daheim Allergien allein schon von den Tischdecken bekam. Das Biowaschmittel rieche nach nichts, das wollte sie nicht. Ein Drittel der beim Wocheneinkauf durchgebrannten 200 Euro ging in Fleisch, Wurst und Schinken. Der Haushalt besitzt drei Kühlschränke, einen Speisekeller und eine riesige Tiefkühltruhe – das war alles immer randvoll. Der letzte Euro ging für den Kauf von gigantischen Plastiktüten drauf. Natürlich Plastik. Plastik ist toll und das nächste Mal gibt es wieder neues Plastik.

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Wie gesagt: Ich war bei Bunzlau. Da gibt es Wald mit Pilzen, ein stillgelegtes Stahlwerk, 20 Prozent Arbeitslosigkeit und in der Folge der Wirtschaftskrise besonders viel Strassenprostitution auf dem Weg nach jenem Deutschland, das so gern hell sein will. Ein hell erleuchteter Supermarkt, 200 Euro – das war für Laura eine grandiose Sache. Die ganze Familie nahm drastisch zu, da half mir mein ganzes Radfahren nichts Warum ich mit dem Rad fahre, wenn jeder in der Familie ein Auto hat, wollte Laura wissen. Die Antwort „weil 70 Kilometer bergige Strassen schlank und gesund machen“ befriedigte sie nicht. Am Abend ging sie an der Bibliothek achtlos vorbei in die Einliegerwohnung und freute sich auf den Musikantenstadl. Oder auf MDR. Oder auf einen lustigen, alten Film. Laura lebte, kochte, putzte, wusch, ass, trank und redete wie vor dem Fall der Mauer. Das Essen war immer fett, die Gespräche waren immer distanzlos lustig, und kein Tag verging, da ich nicht ermahnt wurde, mir eine Frau zu suchen und Kinder zu haben, weil so geht das nicht weiter und ich hätte doch ein eigenes Haus und ein Auto und jetzt aber schnell, ich sollte doch an die Familie denken. Es war eine lustige Zeit und heute mischt Laura eine Fabrikantenfamilie am Bodensee auf.

Wir sind eine grosse, alte, bayerische Familie. Niemand hat bei uns je vergessen, dass man nie Margarine nehmen darf und immer Butter nehmen muss. Drei Gänge plus Kuchen waren früher einfach üblich, und das sieht man den Verwandten den alten Bildern auch an. Früher war Fleisch normal, morgens, mittags, abends. Man war stolz auf grosse Häuser und pfiff auf Heizkosten. Natürlich fressen Kronleuchter Strom. Die Stars der Volksmusik waren wirklich Stars. Unsere Welt musste sich nur drei, vier Dekaden zurück versetzen, um Laura zu verstehen. Sie lebte den Konsumtraum des Westens vor dem Untergang des Ostblocks und genau das, was Westmedien den Polen lange Zeit als Westen verkauft haben. In Polen ging das schief, aber bei uns war es möglich. Hier ist es wie im Fernsehen, sagte Laua einmal, und sie tat auch alles, damit es wie im Forsthaus Falkenau und in der Schwarzwaldklinik wurde. Bei dreifacher Kalorienzuckerbierwursttiefkühlhuhndiät.

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Da haben Sie den Wurstsalat in Ideologieaspik – speziell, wenn Sie helldeutsch und der Meinung sind, Integration sei keine Bringschuld der Zuwandernden, und Anpassungsdruck an unsere Vorstellungen sei rassistisch. Ständig wird jemandem wie mir, der nur ganz leicht von der orthodoxen Lehre der Willkommenskultur abweicht, eingetrichtert, ich sollte doch mal meine Privilegien checken und von den Newcomern lernen – so wurde es mir auch auf dem Kogress des CCC in der Keynote gesagt, wo die Sprecherin meinte, dass wir ohne zu fragen nach Afrika gegangen wären, und uns nun nicht so haben sollten, wenn Afrika ohne zu fragen zu uns kommt. Das war historisch inkorrekt – Deutschland war nie in ihrem Heimatland Somalia – aber in Polen waren Deutsche oft ohne Einladung. Und wenn die Polen kommen, lerne ich eben von einigen, dass sie auf der einen Seite durch die Wende im Osten weniger bekamen, als sie sich gewünscht haben. Und auf der anderen Seite diese – im Kern zutiefst westlichen, heute für uns nur biovegan hochpreisigen – Konsumträume immer noch haben. Natürlich verachten sie junge Leute, die Jute statt Fendi oder Gucci tragen und wie Cracksüchtige aussehen – wer soll denn die heiraten?. Natürlich empfinden sie handtotgestreicheltes Biorindfleisch vom Wochenmarkt als Betrug und mangelnde Achtung vor der Familie, die auch in der Not hilft, als verwerflich. Sie gehen am Sonntag in die Kirche und wünschen sich ein selbstbewusstes Land, das selbst entscheidet.

Wir fühlen uns von ihrem Aussenminister beleidigt.Denn die aktuelle polnische Regierung verkörpert die Leitkultur eines christlichen Abendlandes wie unter Strauss, Kiechle und Zimmermann, an das wir nicht mehr erinnert werden wollen. Es ist schrecklich und schlimm für Europa, und Danke an alle, die dagegen protestieren. Aber ich habe vom Laura gelernt und ich sage Ihnen: Das Gewinsel wird uns so viel helfen wie meine sinnlosen Bitten an Laura, doch wenigstens Biotiefkühlhuhn aus heimischer Produktion zu kaufen.

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178 Lesermeinungen

  1. Der christliche Inbegriff...
    Wer glaubt, ein Christ zu sein, weil er die Kirche besucht, irrt sich. Man wird ja auch kein Auto, wenn man in eine Garage geht.
    Albert Schweitzer

    Atheisten: Leute, die einen Glauben, den sie nicht haben, glühend verteidigen.
    Ron Kritzfeld

    Christ sein bedeutet, an die humane Vernunftreifebildung als
    ultima ratio der Hölleneliminierung Human-Erde zu glauben
    und sie deshalb focussiert zu forcieren…
    sage ich:=)

    • Titel eingeben
      Ich muss an mich halten, nicht auch in meiner Zitatensammlung zu kramen …

    • @Klaus
      Warum müssen Sie an sich halten?
      Kramen Sie und raus damit.

    • Atheisten sagen eigentlich nur, dass es keinen vernünftigen Grund gibt, die Existenz
      eines Gottes anzunehmen. Insofern entspräche es Ihrer „Vernunftreifebildung“, das zu unterlassen.
      Ich nehme ja auch nicht an, dass es fliegende Schweine gibt, die ich nur deswegen nicht sehe, weil sie über eine Tarnvorrichtung verfügen. Das wäre aber auch nicht weniger rational als an einen Gott a la Christentum oder Islam zu glauben.

    • @Johannes Müller
      Was ich entsprechend meiner Vernunftreifebildung unterlasse
      oder nicht, können Sie getrost mir überlassen…
      freundlich ausgedrückt.
      Der Rest ist Ihr Denkproblem, nicht meins.

    • Sie können selbstverständlich tun und lassen was Sie wollen
      Ich habe lediglich darauf hingewiesen, dass, wenn man denn rational (vernünftig) über Religion nachdenkt, man zwangsläufig zu dem Ergebnis kommt, dass es irrational ist an Gott zu glauben.
      Sie dürfen natürlich gerne dennoch an ihn glauben, nur vernünftig ist es dann halt nicht.

    • @ Johannes Müller
      Halten Sie es denn für vernünftig mit jemandem der an einen Gott glaubt über Vernunft zu diskutieren? Gibt es extremere Antipoden?

      So wie sie und ich (meistens) die Vernunft als Grundlage unseres Lebens gewählt haben, bzw in Wahrheit natürlich nur gerne hätten, so hat er, ganz 18.Jahrhundert, die Nützlichkeit gewählt.
      Vernunft wird nur angewendet, wenn sie nützlich ist. In einer Welt in der alles nur noch aus Habgier und Profitdenken besteht, hat er eindeutig die nützlichere, wenn auch, wie sich ja langsam immer deutlicher zeigt, die unvernünftigere Wahl getroffen.

  2. 1. offiziele Bilanz der Polizei der Colonia Arabia et Mauretania,
    Ausgelassene Stimmung, die Feiern verliefen weitgehend friedlich.

    • KaBalz an smaug,
      nos Grands Guignols winden sich derweil im Heilschlamm „tiefster Betroffenheit“. „Wann, wenn nicht jetzt, müsse man danach trachten, dass diese „Vorfälle“ (was wird sich neben Colonia Agrippiensis noch hinzufügen?) nicht den Rechten in die Karten spielten.“….“ Die stark alkoholisierten Täter seien „völlig enthemmt und gewaltvoll“ vorgegangen. „Ein Täter hat einer Zivilpolizistin in die Hose gefasst“.
      „Tiefe Betroffenheit“ bei der Beschreibung von Zuständen, die sich, allerdings mit autochthoner und nahnachbarlicher Besetzung in Köln eigentlich jedes Jahr zur Karnevalszeit wiederholen, was allerdings angesichts des Gast-Status´der „jungen Männer“ keinesfalls der Relativierung dienen sollte. Wobei wir auch die karnevaleske Kurve zu Alfred Jarrys König Ubu gekriegt hätten, bei dem Polen übrigens Niemandsland darstellt. Wer sich mit dem Stück befasst, wird feststellen, dass Don hier keinen Zufallsgriff getan hat.
      „Nos sumus testes“ steht auf dem erzbischöflichen Wappen des Erzbistums Köln, dass sich trotzdem gewiss beeilen wird die „Vorfälle“ auf der Glacis des Ungläubigentempels als „nichts mit dem Islam zu tun habendes Ereignis“ zu deklarieren. Als Zweitschlagoption, für den Fall dass „sich Rechts“ einmischt, steht ja die bewährte Verdunkelung zur Disposition.
      Es steht zu befürchten, dass das in weiten bundesrepublikanischen Kreisen verbreitete Weltbild des edlen maghrebinisch-vorderorientalischen Menschen, von Krieg und Flucht so ermattet und geläutert, in Kürze einer Revision unterzogen wird. Ach ja, „strukturelle Rape Culture. “ Selbst in Betroffenheitszirkeln um Frau Roth und KGE wird man die Handgreiflichkeiten gegen menschlichen Mitglieder ihrer besonderen fürsorgebedürftigen Peegroup durch menschliche Mitglieder einer anderen Gruppe mit besonderer Fürsorgeaufsichtsplicht nicht mehr ganz und gar kleinreden können. Die Lernkurve wird sich als Exponentialfunktion darstellen, so sehe ich voraus.
      Dons Artikel gleicht einem verspäteten Sylvester-Feuerwerk. Nur wenig-IT, quelle chance! Ich fürchte, er hat ein ganzes Pulverlager hochgehen lassen, Stoff für mindestens drei Artikel. Die völkerverbindende Haushaltsfachkraft Laura böte darüber hinaus weiteren, sowohl ans Herz gehenden sowie soziologisch verwertbaren Stoff. Heute, in den Nachrichten erfuhren wir, dass sich die Neuankömmlinge zunehmend weigerten gegen Geringsalär ihre eigenen Hinterlassenschaften abzuräumen. Daher fürchte ich, dass aus der nicht unerheblichen Anzahl von Nicht-Ingenieuren und Medizinern nur eine sehr geringe Anzahl an Lauras in Gestalt von Kranken-und Altenpflegern sowie Haushaltshilfen rekrutiert werden können. Diese Erkenntnis ist beim Wahlvolk schon länger etabliert, bei den Autoritäten wird es noch etwas dauern, zweifellos aber als kulturbedingt erklärt werden können.
      Übrigens die Fotos mit dem Deckenschmuck, mal ohne Kronleuchter an Stuck, erinnern mich stark an italienische Marcellerien deren Besitzer, so sagt man, hart an der Armutsgrenze dahinvegetierten.

    • @KaBalz
      “„Nos sumus testes“ steht auf dem erzbischöflichen Wappen des Erzbistums Köln…“

      Oooops, da hab ich aber ganz spontan etwas zunächst falsch übersetzt… Ein Blick auf das Bild des Wählers dieses Wahlspruchs

      https://de.wikipedia.org/wiki/Rainer_Maria_Woelki

      überzeugt einen allerdings schnellstens von der anderen Bedeutung. Das Bild ist übrigens ein weiteres Beispiel für die Frage, die einen fassungslos macht: Wo bekommt diese Firma stets solch, sagen wir es mal höflich: skurriles Führungspersonal her? Und was sagt uns das über ein Volk, das allen Ernstes vor solchen Typen niederkniet?
      Oder wie ein alter Freund dieses Blogs gesagt hat: A christian is someone who believes that the New Testament is a divinely inspired book admirably suited to the spiritual needs of his neighbor. One who follows the teachings of Christ so long as they are not inconsistent with a life of sin.

      Was die Sylvester Vorgänge in diversen Städten angeht, so bin ich ob der Bestürzung doch arg verwundert… Was hat man sich denn in Germoney so gedacht was die Konsequenzen dieser Zuwanderung sein würden? Was glaubt man denn warum eine Minderheit, zB hier, seit Monaten dagegen protestiert? Und die Allein-Verursacherin sitzt nach wie vor völlig unangefochten im Kanzleramt…?
      Bemerkenswert fand ich auch die Zeitspanne zwischen den ersten Artikeln dazu in der Lügenpresse, Verzeihung: den Qualitätsmedien muss das heissen, und den ersten Meldungen in denen verschämt von „arabisch und nordafrikanisch aussehenden“ Männern geschrieben wurde.

      Naja, wie schon Caligula sagte: Jedes Volk hat die Regierung, die es verdient.

  3. noch ist polen nicht verloren?
    sie hätten laura heiraten sollen – aber die paßte wohl nur in die einliegerwohnung des palastes. wohnte dort früher der kutscher?

    • Die Wohnung ist bei meine Familie im Westviertel. Man dachte, dass ein Kind dort später vielleicht einziehen will, aber ich bin so schnell wie möglich zurück ins Stammhaus.

    • Titel eingeben
      Hoffentlich

  4. .
    ihre laura gefällt – man hat doch sehr gelacht!

    kennt man doch ebenso eine ähnlich herzlich-resolute hilfe (die sich aber über die neuesten entwicklungen in ihrer heimat gar nicht freut).

    ein gutes 2016!

    • Danke. und ein schönes Jahr.

      Ich sage auch nicht, dass sich alle freuen, ganz im Gegenteil – aber dieses Zitat des Ministers zielt halt auf eine ganz bestimmte Mentalität.

    • KaBalz sagt zu Donna Laura,
      die Lauras gab es bei uns schon als in Polen und der CSSR ein noch ganz andere politischer Wind wehte. Im allg. lassen sich die Lauras, die Herzen und Seelen ihrer Länder, von gerade herrschenden politischen Verhältnissen wenig beeinflussen. Für sie zählt die eigene-und oft auch die betreute Familie. So meine Erfahrungen.

    • Titel eingeben
      Sie hat offensichtlich einen gesunden Menschenverstand und sie freut sich sicher deswegen.

  5. Spannende Skizze der "alten" Polen
    Die Skizzierung von Lauras Werten, Worten und Taten erinnert mich stark an meine polnische Großmutter. Schade, dass Laura hier als „die Polin“ dargestellt wird. Es gibt schließlich auch verschiedene Generationen, die mit und nach der Wende aufgewachsen sind. Natürlich prägen, die „alten“ Werte eine Gesellschaft und „die Alten“ wählten die aktuelle Regierung. Trotzdem ist es ein gelungener Artikel, wenn ich auch die Bilder von italienischen Lebensmitteln nicht ganz verstehe.

    • Ich wollte diesen Aspekt durch da „mittelalt“ ausdrücken, und es ist klar, dass das noch die Generation ist, die den Ostblock voll miterlebt hat – also deutlich über 40. Die Jugend – nun, da gibt es wohl viele Wege. Sehr viele sind einfach gegangen.

    • "wenn ich auch die Bilder von italienischen Lebensmitteln nicht ganz verstehe."
      Ja, auch ich hatte zunächst angenommen, dies seien Bilder aus von Aldonsos
      Speisekeller.
      . . . aber später war es klar.

  6. Es gab schon Mal Sanktionen: gegen Österreich!
    Dzień dobry kochanie Don!

    Ihre Laura erinnert mich an meine Mutter. Diese wird zwischenzeitlich zwar von keiner Polin, dafür aber von Tschechinnen gepflegt (muss ich das gendern?!). Die von Ihnen beschriebenen Welten prallen auch in eigenen Land aufeinander. Vor noch nicht allzu langer Zeit hat mir meine Mutter beim Einkauf die Eier (ich hatte Eier aus Tiroler Bodenhaltung im Einkaufswagen) aus dem Wagen ausgetauscht. Daheim bekam ich dann noch eine Standpauke, ob ich den nicht mehr wisse woher ich komme!

    Auch mit europäischen Sanktionen haben wir schon Erfahrungen gemacht. Ich kann nur schwer beurteilen, was genau in Polen passiert, aber ich kann und konnte beurteilen was vor 16 Jahren in Österreich vor sich ging. Auch die Folgen habe ich erlebt. Es ging nicht mehr um geplante Maßnahmen einer demokratisch gewählten Regierung, sondern um die „Verteidigung der Heimat“ (vor allem gegen die „Deutschen“). Hat man aus dem nichts gelernt? Was, so frage ich mich, glaubt man in Brüssel damit in Polen zu erreichen? Kennt man dort die polnische Geschichte überhaupt nicht?!

    • Gut, fairerweise muss ich sagen, dass die Sanktionen gegen Österreich laienhaft umgesetzt waren. Aber ich bin schon der Meinung, dass die Schüsselhajre für Österreich eine schlimme Zeit waren. Ich war da ja als Reporter und ich habe nie zuvor so viel Antisemitismus erlebt.

    • Titel eingeben
      Ja, Sie sollten Gendern: D.h. selbst die kranke Mutter pflegen. Wie können Sie über Österreich losreden, ohne die Geschichte Österreichs zu kennen?

  7. Vielen Dank !
    Vielen Dank von einem langjährigem Leser für diesen und die vielen vorherigen Artikel. Früher schafften Sie
    es häufiger ein beinah britisches Amüsement in den Artikeln zu zeigen. Dies ist der erste seit einer Weile, der wieder zumindest eine gewisse Leichtigkeit erkennen lässt.

  8. Eine Perle
    Bis auf den letzten Absatz, bei dem ich nicht so recht weiß, ein ganz hervorragender Beitrag. Vielleicht ist dieser Beitrag zu Laura sogar der beste, den ich bislang von Ihnen gelesen habe. Besonders der Abschnitt: „Das war historisch inkorrekt – Deutschland war nie in ihrem Heimatland Somalia – aber in Polen waren Deutsche oft ohne Einladung“ ist brillant. Warum nur dürfen in der gedruckten Zeitung so viele Taugenichtse schreiben, um die Auflage zu drücken, während man so etwas nur hier liest?

    Die Anmaßung, mit der etliche Deutsche neuerdings wieder gegenüber Osteuropa und den Osteuropäern, insbesondere Polen, auftreten, um diesen eine Fremdbesiedlung ihrer Territorien und einen völligen Lebenswandel aufzuzwingen, ist in der Tat ebenso bizarr wie erschreckend.

    • Danke, ich dürfte durchaus, aber mir macht online eindach mehr Spass.

      Die Arroganz ist nicht neu, ich war ja bei den Zwangsarbeiterverhandlungen auf amerikanischer Seite recht gut drin und da wird mir immer noch übel, wenn ich an die deutschen Eliten denke, die einfach auf den Tod der Betroffenen warteten.

    • Naja.....
      „„Das war historisch inkorrekt – Deutschland war nie in ihrem Heimatland Somalia …“

      Der einzige Satz der mir nicht gefallen hat…
      Die europäischen Mächte hatten sich ja darauf geeinigt, wer was wo kolonialisieren darf und für den Nachzügler DE war halt nur noch die Gegend um Namibia übrig. Und wie man da mit den Ansässigen umgegangen ist, das wissen sie als Historiker ganz genau, aim Gegensatz zu den meisten Deutschen. Also hören sie auf Dinge zu verdrehen, nur weil deren eigentlicher Sinn nicht ihre Argumentation passt. Weder Syrer noch Afghanen noch Somalier, werden die Deutschen zusammentreiben und in Sibirien wieder aussetzen wie die Deutschen das in Somalia gemacht haben, von Polen ganz zu schweigen! Was diese Afrikanerin sagte traf den Punkt ziemlich genau! Auch wenn man die UNterschiede sieht, verdient sie solche Verarsche nicht!

      Was mir leider wieder mal im Zusammenhang mit der Verteidiung der deutschen Leitkultur in den letzten Tagen aufgefallen ist, ist, dass diese so hoch geschätzte und unbedingte zu schützende europäische Leitkultur es nicht schafft auch mal eine Regierung zu wählen, die in ALLEN Konflikten nicht immer auf der Seite der perversestem Verrecher stehen muss, weil der Enddarm der Amerikaner, der in diese Richting deutet, gerademal dort hin zeigt!
      Nicht nur macht man sich mit dem DRecks Gesindel in Saudi Arabien gemeinsam, man liefert denen auch noch die Waffen um andere zu massakrieren, während man die Iraner und Russen mit Sanktionen überzieht?

      Off Topic Hinweis:
      Was den Krieg zwischen Sunniten und Shiiten angeht, so läuft gerade ein ausgezeichneter Film, der die identische Entwicklung des Christentums zeigt „The Girl King“.
      Über Cristina, Tochter Gustav Adolfs während es 30jährigen Krieges.
      Die Monstrositäten der beiden „christlichen“ Religionen unterschieden sich prinzipiell durch nichts vom jetzigen Zudstand der islamischeh Welt. Verblüffend ist immer wieder, dass das Christentum, damals genauso alt war, wie der Islam es heute ist.
      Und ein 30jähriger Krieg war nötig um zu einer „Lösung“ zu finden.

  9. Erstaunlich,
    dass man selbst als Vielleser aller möglichen Zeitungen heute im standard.at (von einem Leser verlinkt) das erste Mal von dieser Kölner Silvester-Bereicherung einiger Dutzend junger Frauen Kenntnis erhielt. Übrigens war angeblich war auch eine junge Zivilbeamte unter den Opfern.
    Wohin mit unseren Töchtern in Zukunft? Nach Polen schicken, oder vielleicht doch mal ausprobieren, ob Burkas helfen?

    • Das steht jetzt inzwischen überall, davor war es lokaql ein Thema. Sowas ist aber bislang auch eine absolute Aqusnahme. Nur daqs totale Schweigen der Netzfeministinnen hat mich etwas, ein klein wenig, überrascht, oder auch nicht.

    • If your gonna be dumb, you gotta be tough
      Keine Ausnahme:
      In Stuttgart wurden Sylvester im Zentrum der Innenstadt gegen 2330 Uhr 2 junge Frauen von einer Gruppe von ca. 15 jungen Männer (arabisches Aussehen) unsittlich berührt und ausgeraubt.
      Tja, da wird der Feminismus noch zum ersten Opfer der Willkommenskultur…..
      Hätte man sich denken können, wenn man arme junge Männer einfach mal in so ein Wohlstandsland reinwirft. Hätte man oder Frau aber Denken müssen. Und nicht Fühlen. Denn wer sich aufs Fühlen verlässt, der sollte so tough sein wie Laura.

    • wieso kommen mir die Worte "colonia dignidad" in den Sinn.... ?
      Lieber Don,

      es erweckt fast den Anschein, dass die großen Medien zunächst Beißhemmung hatten und erst aufsprangen, als sie feststellten, dass die Selbstreinigungskräfte in den sozialen Medien das doch nicht so rasch kleinmachten wie gedacht – aber so etwas zu denken wäre sicherlich infam. Da dachten wir eigentlich, dass die Ausbreitung von Informationen heutzutage doch immer schnell geht, und nun müssen wir lernen, dass manche Nachrichten doch gleicher sind als andere….

      Auch Ihr dezenter Hinweis auf die bislang unklare Haltung der Netzfeminierenden (mein Vorschlag zur Vermeidung von Gender-Sonderzeichen) zeigt, dass hier beim Kampf um die politische Meinungsführerschaft noch Potential zu heben ist – Stichwort „Opfergruppenzweikampf“.

      Warten wir mal ab, wie sich Frau Stockowski (Schreibweise ungeprüft), Ihre verehrte Intimfeindin (oder setzt ein solcher Status schon intellektuelle Satisfaktionsfähigkeit voraus?), sich demnächst auf SPON äußert…

      Kommt zur Frage der Informationswege in dieser Sache von Ihnen denn noch was, thematisch dann sicherlich eher im „Parallelblog“ zu verorten, oder war es das vorerst ?

      In freudiger Erwartung

  10. Was wollen Sie auch von jemanden erwarten, der weder trinkt noch raucht und überdies noch Vegetarie
    Der noch denkende Teil Deutschland sagt Danke!
    Der andere Teil Deutschlands ist gerade damit beschäftigt, die „Moral“ zum absoluten Sieg zu führen. Ob damals Rasse oder nun die Moral, es ist egal, deutsch ist halt immer konsequent bis zum Ende. Der Bild-Online Jung-Chef will jetzt auch noch die totale Moral weit hinaus in den südlichen Osten tragen. Polen nehmen wir da en passant noch mit. Und den Rest der Welt. Bis zum Endsieg. Der diesmal wahrscheinlich schon an der Oder enden wird….

    • Bravo!
      Bravo für beide Autoren! Sie sprechen mir vom Herzen. Nicht mehr, nicht weniger. Gruss aus Berlin!

  11. ''Solang' es solche Frauen gibt, ...''
    Sir, dass Sie sich von Laura trennen mussten, ist nachvollziehbar und verständlich.
    Unverständlich blieb mir immer, dass sich mein Auto von mir getrennt hat, als ich in Bunzlau im Industrieladen war, um Geschirr einzukaufen.
    Für das letzte Foto schlage ich als Preis eine polnische Hafermastgans vor.

    Mit fielen Grüßen,

    Bernart del Monaco

    • Das hat sich halt so entwickelt. Ich möchte auch niemand haben, der etwas tut, das ich selbst tun kann. Das ist so in uns drin.

  12. Bundesrepublik von damals
    Sehr geehrter Don,

    im Idealfall schafft es die Bundesrepublik, Straftäter auszuforschen und entsprechend zu bestrafen. Das dauert, das ist ärgerlich und – ja – eigentlich sollten solche Übergriffe gar nicht erstvorkommen.

    Ich glaube nicht, ob es mit Ihrem Humanismus vereinbar ist, Vergewaltigungen gegeneinander aufrechnen. Deshalb ist die These, dass „strukturelle rape culture“ weniger schlimm sei (so sie denn existiert, was ja keinesfalls ausgemacht ist), weil (mutmaßlich) Nordafrikaner massiv Frauen belästigt haben, etwas … verquer.

    Allen Fahrrädern und „handtotgestreichelte[n] Biorind[ern]“ zum Trotz sehnen sich wohl viele Deutsche nach eine Bundesrepublik, die es ano dazumal wohl auch nicht gab. Mich irritiert es gewaltig, wenn Verteidiger des christilichen Abendlandes gestern gegen die „Homoehe“ wettern und heute vor dem Homosexuellenhass anderer warnen.

    Klare (christliche?) Werte sind nicht einfach zu definieren. Jeder definiert unterschiedlich, ab wann Zustände und auch abweichende Meinungen oder Verhalten den Grad überschreitet, den wir erdulden (tolerieren) können. Bei meinen Großeltern war es das Händchenhalten in der Öffentlichkeit, das zum gesellschaftlichen Skandal taugte.

    Ich finde, ein gewisser Anpassungsdruck gegenüber Zuwanderern ist durchaus angemessen. Gewisse Zugeständnisse auch.

    Ich sehe die Entwicklung in Polen allerdings sehr viel kritischer als Sie das hier beschreiben. Es geht nicht allein um christliche Werte oder Konsum. In Polen werden derzeit Maßnahmen getroffen, die dem Staat Durchgriffsmöglichkeiten erlauben, wie sie sonst (sehr scharf) an Rußland kritisiert werden.

    Für mich den größten Vorteil an Demokratien westlicher Prägung ist der Schutz, den Minderheiten und Abweicher (wenn schon nicht immer praktisch dann doch zumindest als Staatsziel) bekommen. Gerade gegenüber einer starken Mehrheit empfinde ich es wichtig, die „Anderen“ zu schützen.

    Ich habe den Eindruck, die aktuelle polnische Regierung versucht, den Minderheitenschutz auszuhebeln. Sie versucht, Recht nach tagespolitischen Interessen auszuüben – und die Kontrollinstanzen auszuhebeln. Das führt wahrscheinlich zu mehr Korruption und gesellschaftlicher Unruhe.

    Ob damit die Konsumwünsche der alten Bundesrepublik nachgeholt werden können, bezweifle ich.

    Beste Grüsse.

    • Ich sehe Polen genau so kritisch – aber einerseits war das eine demokratische Entscheidung und andererseits sieht man ja, wo man hinkommt, wenn man die gepredigte Toleranz ernst meint.

  13. Ach je...
    …zum Jahreswechsel wollte ich hier kurz schreiben, dass – wenn eine kritische Frage eines Studenten an einen Studentin „Rape Culture“ ist, wir für das, was mit der Zeit kommen wird, neue Begriffe brauchen werden.
    .
    Mit der Zeit. Oh je. Jetzt bereits, heute, brauchen wir neue Begriffe.

  14. Titel eingeben
    Sie sind der Beste! Lassen Sie sich durch Niemanden und Nichts bremsen. Don, Sie formulieren meine Gedanken, ich würde straffällig werden, denn mir fehlt diese Elegnz und wunderbare Ironie. Danke für das vergangene Jahr und weiter so für das Jar 2016. alles Gute.

  15. Bravo!
    nebstbei: polnische Perlen sind bereits Statussymbole, gern werden sie auch weggeheiratet und ohne sie wären viele unsrer Kirchen ganz leer.
    Die komplexe polnische Geschichte wird hierzulande kaum verstanden,
    in Ideengeschichte und Literatur gibt es noch viel zu entdecken und zu übersetzen. Nach 1981 wurde das nachkriegsgraue, grindige Wien von polnischen (Schwarz)arbeitern renoviert, Dankeschön!

  16. Untergegangene Welt
    Lieber Don,

    Ihre Kolumne erinnert mich sehr an den wohl besten Film der letzten Jahre, The Grand Budapest Hotel. In Osteuropa haben zumindest Ueberreste jener besseren Zivilisation (ante 1914) ein wenig laenger ueberlebt als im goldenen Westen, aber deren Zeit ist wohl auch jetzt gekommen, da die Handlanger des schwarzen Blocks ihre Unkultur auch dorthin exportieren wollen.

    Viele Gruesse
    Der Onkel

  17. polnisch ...
    Wenn ein polnischer Minister sagt, dass er keinen Mix der Kulturen haben möchte, denke ich allerdings weniger an Haushaltshilfen, sondern mehr an Vertreibungen und an bestimmte Grenzen und Souveränitäten, und das tun Sie, glaube ich, auch, schon weil Sie gar kein Katholik sind (und vermutlich sogar wissen, dass die Polen gar nicht kochen können; im Gegensatz zu den Tschechen). Distanzlosigkeit ist ein Plage, da stimme ich Ihnen zu, aber woher sollte Distanz kommen, wenn man ein blog betreibt? Von D. A. sicher nicht; in seiner Eigenschaft als Kunstfigur. Und wer auch immer hinter ihm steht, hat sich ganz sicher nicht von einer Laura den Schneid abkaufen lassen und das auch sein Lebtag nicht mehr vor. Im Ergebnis steht die Melange aus Kishon und Torberg; Kishon hatte den nötigen Blick und Torberg das nötige Deutsch (ich würde für das Talent töten) und die Familiengeschichten sind mitunter gar keine, sondern vielmehr feuerfest. Doch woher rührt die kishon´sche Inspiration?

    • Zersetzemder jüdischer Humor nannte man das früher.

    • zersetzen
      aha, also – kreatives Vergrämen, das ist etwas höflicher ausgedrückt, wenn auch ohne Humor, der noch niemals Bestandteil von Zersetzung war. Allerdings hat der Humorist Kishon mal den Punkt beschrieben, an dem jede Fröhlichkeit erlischt. Schätze nur, damit wollte er ausnahmsweise keinen Witz reißen. Entschuldigen Sie die Störung hier.

  18. Don, Sie haben etwas vergessen!
    Wie Ihre Vorfahren gehen die Polen auch gern auf die Jagd. Ich bin gerade in Pila in Polen angekommen, um hoffentlich einige Sauen zur Strecke zu bringen, bevor es wieder nach Indien geht. Aber davon abgesehen, ich habe so einige polnische Bekannte. Man ist hier auf durchaus entspannte Weise ethnisch und abstammungsgemeinschaftlich festgelegt. Deshalb ist in der Tat jedwedes Gewinsel sinnlos. Wobei ich allerdings auch nicht glaube, dass Jaroslav Kaczynski ein Unschuldslamm ist.

  19. Im Grossen und Ganzen...
    …kann ich dem Geschriebenen schon einiges abgewinnen:

    Ich staune regelmäßig über die herzerfrischende Art junger und auch älterer Polen. Vieles was hierzulande unglaublich kompliziert erscheint ist dort völlig unbekannt.

    Vor kurzem habe ich bei einer Buchvorstellung wieder einmal erlebt, wie selbstverständlich junge Polen ihr Land gut finden und sich einfach freuen können – das gibt es in Deutschland in dieser Form kaum. Ebenso wie eine erstaunliche Bildungsbeflissenheit und ein Wissen über die Geschichte und Kultur des eigenen Landes.

    Aber warum ausgerechnet Strauss und Zimmermann (bei Kiechle sieht`s schon anders aus) als Kronzeugen für das Abendland bemüht werden mußten, kann ich nicht verstehen. Die stehen doch symptomatisch für eine verlogene Doppelzüngigkeit gepaart mit einem gerüttelt Maß an Zynismus. Ich erinnere mich noch sehr gut an die selbst erlebten Auftritte von FJS und die Hetze gegen alles nicht Genehme.

  20. Köln
    Spiegel und Süddeutsche benötigten jetzt vier volle Tage, um endlich über die Vorfälle in Köln zu berichten. Möge sich jeder seine Gedanken dazu machen. Die im Bundestag vertretenen Parteien haben uns unisono neue Lebensumstände beschert, über deren vollständige Ausprägungen wir in einigen Jahren sicher mehr wissen werden.

    • Der volle Umfang ist erst jetzt bekannt und davor war der Terroralarm in München. Man muss solche wackligen Geschuichten nicht sofort bringen.

    • @ Alphonse
      …interessanter Standpunkt. Würde aber durchaus zustimmen, dass 4T ein, zwei Tage länger als üblich war.

    • Titel eingeben
      …gezwungenermaßen durch das Internet.Wer anderes denkt,hat es immer noch nicht begriffen.

  21. Wien 1683
    Lieber Don,
    Meine Ahnen haben auf den Mauern Wiens das Christentum verteidigt. Die Polen haben das entsatzheer geführt. Danke!!

  22. Titel eingeben
    Keine Ahnung wo sie die Laura ausgegraben haben, aber die Laura Mentalität gibt es in Polen schon lange nichtmehr…zumindest in Anzahl nicht. Keine Ahnung wie Ihr Beitrag zur Meinungsbildung beitragen soll. Traurig dass solch schwache Beitrage bei der FAZ publiziert werden.

  23. Polen besteht nun mal nicht nur aus Lauras...
    Unterhaltsam geschriebener Text. Dennoch ist er einseitig und oberflächlich. Liest man den Artikel und hat keine tiefere Erfahrungen mit Polen, bekommt man den Eindruck, dass Laura = Polen ist. Wie falsch. Die grösseren Städte und deren Menschen sind sehr westeuropäisch und wollen auch weiterhin so leben und wahrgenommen werden. Die Lauras kommen wohl eher aus ländlichen Gebieten und kleineren Städten.

    • Wie gesagt: Bunzlau. Und egal wie man es sieht, der „Westen“ hat die Wahl nicht gewonnen.

    • Nich nur...aber hauptsächlich
      Of course there ARE people who do not differ much from their Western-European counterparts, both in worldview and in lifestyle (or, at least, the wish they could not differ in the latter given the constraints of living in an economy, which is still, with many obstacles, only now laboriously working its way up after centuries of destruction, exploitation and mismanagement). Noone denies their existence, but they are still far cry from the majority. And this may well stay that way given the marked shift towards the conservative values among noone else, but this ‚urban-dwelling, educated, tech-savvy“ youth. History is not necessarily a one-way street and this is I think what the minister Waszczykowski, in admittedly rather clumsy manner, tried to say.

      One thing to note, however. While people like Laura are these who brought PiS to power, they are sadly not the ones who Kaczyński really represents. They were fooled by a party riding to the elections on a much more moderate platform, which they’d quickly tore apart shortly after the votes were counted.

      While I understand the main gripe the media like FAZ (in general, discounting this particular author) have with the new Polish government is that it’s formed by the alleged conservatives, my problem is that they, the Law and Justice politicians, in fact…are anything but.

      Instead, they join the ranks of people and formations caught in this weird global trend of self-discredit and ridicule of the right, which has lately become strangely popular, spreading from Putin’s Russia to the Trump’s America. And with this, they’ve really managed to get on my nerves.

      Conservatives, in my book, are supposed to be the people, who FIRST AND FOREMOST, HAVE RESPECT FOR RIGHTS, LAWS AND INSTITUTIONS. Who take consideration before they say, or, God forbid, do something of a great consequences. Who try to avoid chaos and needless revolutions. Who do not carelessly destroy what the previous generations have painstakingly built. Who seek to build community (yeah, even if the „national“ one above all – just because it has bad connotations in Germany doesn’t mean it’s universally evil), not to introduce divisions among the society.

      And PiS, in their actions, not the words, is the total opposite of all this. It’s a decidedly anti-conservative force which has a very slim chance of delivering on their promise of giving the Poles an opportunity to live their own Wirtschaftswunder and enjoy the lifestyle of Good Old Europe of her Golden Years – which is something they’d been brutally deprived of and for which they naturally yearn.

      Many of the voters are still in the denial phase right now, but in a few years the backlash is sure to come and the rule of Kaczyński will end. But what will replace it? Liberal-left? Even more extreme „right“? Or maybe finally a truly conservative, competent moderate party? It’s not clear yet. History is not a one-way street.

      (Sorry for writing this post in English, but this let me lay out my ideas more clearly, hopefully to the benefit of everybody who’s reading it.

    • Thank you very much.

    • centrist parties
      all post-communist countries have in common the lack of centrist-parties, economical problems being too severe, social antagonisms being too strong. But centrists, those merging mixtures, may be unable to face challenges, as can be observed in the EU….

    • Logisch, Foersterliesel. In Gefahr und Not
      bringt der Mittelweg den Tod. Zentristen als fleischgewordene Kompromisse funktionieren nur bei schönem Wetter.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • @ Ein Warschauer
      I think there is a misunderstanding….

      “Instead, they join the ranks of people and formations caught in this weird global trend of self-discredit and ridicule of the right, which has lately become strangely popular, spreading from Putin’s Russia to the Trump’s America. And with this, they’ve really managed to get on my nerves.”

      This is correctly observed, no question, but you seem to miss the real point, which is the underlying development.
      Because this is simply true democracy, nothing else.
      The majority EVERWHERE are like that. Short sighted, greedy, xenophobic in one word: stupid.

      Feel free to extrapolate the inevitable future. It is the masses, or rather the majority, that has finally used democratic structures to climb to power. This has been made possible by political parties an politicians on the lowest possible level of mediocrity and…. there is NOTHING that can be done about it.

      I am afraid you will have to face the fact, that “they’ve really managed to get on my nerves” is not the end of this for you, it is only the beginning.

  24. Das Feindbild der einsamen Gesinnungsverwalter...
    Grandiose Metapher als Lehrstück. Wenn der Laura-Pole oder die Laura-Polin nun auf die Abschussliste des politisch-medialen Komplexes aus D gerät, um den es in Europa immer einsamer wird, was die Gefahr von eskalierenden Affekthandlungen erhöht, kann ich nur formulieren: Je suis Laura! Was sonst..?

    • eutschlan wird und kann diesen Konflikt nur verlieren. Leider um einen enorm hohen Preis im Ausland,

  25. Titel eingeben
    Zwischen Polen und Deutschland gibt es ein Tieferes, woran nicht gerührt wird, Erinnerungen, die wie Inseln im Strom der Zeit auftauchen. Die entsetzlich sind. Das Großdeutsche Reich hat dort barbarisch gewütet, im kleinen Polen, unsere Väter und Großväter. Dann wurden wir, unsere Eltern und Großeltern, von dort vertrieben, enteignet: Ostpreußen, Schlesien, Westpreußen, Pommern…verlorene Heimat, heut fast das halbe Polen. Am Ende nahmen wir das schweigend hin. Und Polen sprach nicht mehr drüber. Aber es existiert. Im direkten Erinnern ist es fast erblaßt. Nur die Mutter wußte es noch und weinte vor uns Kindern, den Großeltern erstickte die Stimme. In Deutschland und in Polen.

    • Titel eingeben
      zurecht

    • oh ...
      Es ist bestimmt nicht leicht, der EU, die uns alle regelmäßig mit Vertragsverletzungsverfahren beglückt, etwas Positives abzugewinnen, da bin ich ganz bei unseren Nachbarn. Aber wenn uns ihr Kerzen-Bann die Chance verschaffen sollte, mit der ererbten Lichterkettenrührseligkeit fertig zu werden, so werde ich diese Institution fortan preisen, bis das der Arzt kommt.

  26. Und wer so einfach "Bunzlau" sagt, hat etwas nicht begriffen?
    und zwar nicht etwa, dass es nicht „bunzlau“ hießt, sondern Bolesławiec, nein vielmehr, dass man die polen, die von da kämen ggfls. danach fragen würde, wie sie selbst dahin gekommen wären, also sie oder ihre vorfahren. eben ganz einfach um es zu wissen und mehr.

    denn spätestens seid dem „bloodlands“-buch weiß jedes kind, dass die alle womöglich auch ihre ganz eigene geschichte von flucht, vertreibung, deportation, zwangsan- und umsiedlung usw. mitgemacht hätten, als historisches erbe und mehr in sich trügen.

    die masse der polen gelangte ja nicht freiwillg dahin, und wer „im normalen bisherigen polnischen staatsgebiet bis 1945 irgendwo unbehelligt und sicher bürgerlich gewohnt hätte“, warum hätte der sich nach westen verlagern sollten?

    „im normalen bisherigen polnischen staatsgebiet bis 1945 irgendwo unbehelligt und sicher bürgerlich gewohnt hätte“ – ein schrecklicher euphemismus nicht wahr? denn hätte es solche zwischen und unter hitler und stalin wechselnd ja gegeben, ja geben können? nein, hat es nicht. genau wie alle anderen nicht. besonders mit polen hat es ein besonderes besonderes bewenden.

    • Naja, Bunzlau kennen hier halt die meisten wegen der Keramik, das ist wie bei Danzig. In der besagtwn Familie sind zwei Stämme, Deutschstämmige und vertriebene Polen aus dem Osten, die nach dem Krieg unter dem Druck der Vertreibungen zusammen kamen.

  27. Titel eingeben
    Sehr schön. Auch wenn ich kein Anhänger von schnell beschloßenen und der Regierung dienenden Verfassungsänderungen bin. Aber das Wahlergebniss der polnischen Regierung ist nicht in kleinem Masse der schlecht (oder gar nicht?) geführten EU-Diskussion zum Thema Flüchtlinge zu verdanken. Unerwartet war das ganze auch nicht.

    Die Unfähigkeit von deutschen Politikern und Medien, gerade bei den Partnern innerhalb der EU nur ein Bisschen tollerant oder gar diplomatisch zu sein (wie einfach das bei Saudis geht oder jedenfalls bisher ging!) und ihnen auch eine Meinung „gestatten“ ohne eigene Übermoral (Radfahrer und Vegetarier eben) zu feiern, ist auch erstaunlich. Und ja, in vielen ehemaligen Ostblock-Ländern ist das Leben eben noch deutlich schwieriger und mieser, besonders asusserhalb der grösseren Städte (da gibt es ab und zu schon auch ein paar Vegies&co). Auch kann eine demokratische (sic!) Regierung kaum gegen eigenes Volk gehen. Und das Volk kann man nicht einfach ändern und auch nicht schnell genug (um)erziehen. Ausserdem frage ich mich, falls man es tun möchte, ob man tatsächlich dafür unbedingt die vegetarische Rezeptur nehmen müsste… Auch innerhalb von der EU gibt es doch noch Suverenität der Nationalstaaten und Frage der Einwanderung ist nun mal eine Frage, die damit zu tun haben könnte, mindestens solange die Anzahl der Einwanderer nicht sinkt und keine effiziente EU-Lösung vorliegt (nicht einmal auf Papier).

    Zudem hat EU auch sehr viele verschiedne Länder mit verschiedenen Kulturen, Mentalitäten und Meinungen. Oder ist in diesem Falle Multikulturalismus nicht positiv? Oder ist die polnische Christlichkeit und vielleicht auch eine Spur Xenophobie tatsächlich das größte Problem in der EU? Wenn Polen endlich die versprochenen 7000 Flüchtlinge aufnimmt, dann ist mit der Flüchtlingskrise sicher Schluss. Ich frage mich, wie es dem Liebling Griechenland geht… Die machen bestimmt alles richting.

    • Wissen Sie ...
      Wissen Sie zufällig, welches Land 2014 die meisten Flüchtlige und Migranten aufgenommen hat? Erster Platt – Grossbritanien (da wundert man sich nicht…), zweiter Platz …? POLEN! Ja, Polen hat laut Eurostat-Angaben 2014 mehr Flüchtlinge und Immigranten aufgenommen als Deutschland! U.a. aus der Ukraine, Weißrusland, Tschetschenien (Muslime!). Und da wirft man Polen vor, xenophobisch zu sein?

      Übrigens: vielen Dank, werter Don, für Ihre KOmmentare! Ich bin eben Polin und total erschrocken, wenn ich da lese, wie forsch, untollerant und brutal man in deutschen Medien über Polen herfällt!
      Polen werden wegen ihrer (Innen-)Politik als Nazis, Faschisten und Xenophoben gescholten…
      Wie kann man nur so was in einem (angeblich) so tolleranten Land wie Deutschland schreiben?

      Über die deutschen Medien werde ich mich hier nicht auslassen, ich glaube jedoch, dass das, was Sie in Polen eben befürchten, schon lange in Deutschland da ist, nämlich die totale Gleichschaltung aller Medien… Und heute, zu meinem Erstauen, hab ich sogar manche Kommentare von Deutschen entdeckt, die genau dasselbe geschrieben haben…. Also ist doch was dran?

      Auf jeden Fall: Ihnen, Don Alphonso, alles Gute im Neuen Jahr! Ich werde ihre Kommentare weiter lesen, obwohl, wie auch hier schon gemerkt wurde, nicht alles, was sie da über (das und die) Polen schreiben, mit der Wirklichkeit übereinstimmt….
      Das macht ja nichts. Ich danke ihnen, dass Sie den Mut haben, Ihre eigene Meinung auszusprechen!

      Und noch etwas zum Waszczykowski-Zitat: Da gab es vorne noch einen Satz, und der ist für das Ganze entscheidend! Den haben Sie aber nicht zitiert!

  28. Laura, ernsthaft
    Eine Dame (sic), Polin, Eigentümerin eines Hotels, Ehefrau eines Hochschullehrers und politischem Geschwätz abhold, erklärte uns jüngst in perfektem Deutsch, ihre Landsleute seien weder Polithasadeure noch Neofaschisten. Die unerträgliche PiS sei als Damm gegen die das Nachbarland überschwemmende Flut gewählt worden, der Erfolg des Herrn K. also ein Ergebnis des Agierens der Frau M.

    Wie sagt man bei uns im Norden? „Nu komm’s du!“

  29. Polen zu verstehen - geht das?
    vielen Dank für den Text,

    ich komme aus Polen und liebe meine Heimat, obwohl ich seit 2002 in Deutschland wohne.

    1. Ich beobachte voll Bewunderung die Panik der EU. Die PiS wird hier als „rechtskonservativ“ oder „nationalkonservativ“ bezeichnet. Das wird oft missverstanden. Die Partei hat mit dem deutschen Rechtsextremismus nichts gemeinsames. Junge Menschen sind einfach froh und stolz ein freies Land zu haben – seit mehreren Jahrhunderten war Polen nicht so lange frei – über 25 Jahre! Die PiS ist eine polnische, patriotische Version von der alten CDU. Es sind keine Extremisten, die fremde Menschen schlagen – wie in Neonazis in Meklenburg-Vorpommern.
    2. Wir Polen sind sehr trotzig – das ist ein „Nebenprodukt“ unserer Geschichte. Besonders allergisch reagieren wir, wenn sich Fremde bei uns einmischen. Jedes Wort von draußen bewirkt das Gegenteil – so wie Ihr Wort ber der Laura.
    3. Wenn die Politiker aus dem Westen (besonders Deutsche) zusammen mit ihren Medien über ihre Sorgen um die Situation in Polen sprechen, machen sie vielen Polen große Freude.
    4. Was die Werte betrifft – sind die Menschen in Deutschland oder Frankreich glücklicher mit ihren Werten? Ok. Aber müssen die anderen dasselbe mögen? Viele Polen erinnern sich noch daran, dass sowohl Marxismus als auch Nazionalsozialismus aus Deutschland kamen und wurden verbreitet – nicht ganz freiwillig. Wir, Polen, sind einfach misstraurisch.
    5. Mein Eindruck ist, dass viele Flüchtlinge, die hierher kommen von irgendwo mehr Respekt der deutschen Medien genießen, als die alt bekannte Politiker in Polen, die demokratisch gewählt wurden und nichts mehr wollen, als in eigenem Land nach dem Willen der Mehrheit zu regieren.

    viele Grüße

    • Der Flühtling taugt prima als Projektionsflähe für das Neue, Reine und Formbare. Wir bejubeln Flüchtlinge und igmorieren die Probleme und das eigene Versagen bei den Enkeln der Gastarbeiter.

      Ich finde die polnische Regierunng in ganz vielen Aspekten schlimm – aber auch nicht anders als CDU der 70er Jahre.

    • .
      das etwas beunruhigende ist, dass die wahl in polen durchaus gezeigt hat, wohin die reise gehen kann in europa – nach dem politisch-geistig-moralischen wandel in ungarn und nun auch ‚konservativeren‘ regierungen als vormals in anderen, ehedem eher freiheitlich gesinnten ländern. und nicht zu vergessen die prozentualen wahlerfolge von fn.

      dies stellt sicherlich eine gegenreaktion dar, was in menschlicher hinsicht kaum verwundert, doch aus politischer perspektive fahrlässig ist – wenn (conditio) man der aufklärung anhängt. was nun oftmals aus vielen und nicht den besten gründen nicht gegeben ist.

      m.e. sollte man polen nicht unterschätzen – sehr gefragte, i.a. engagierte arbeitskräfte, die zum einen aufgrund des lohngefälles bereit sind, ihr land zu verlassen (zumal die krebsraten in manchen gebieten signifikant scheinen). und andererseits werden arbeitsplätze zunehmend dorthin exportiert (es wird dann noch deutlich günstiger), insbesondere bürojobs, denn englisch stellt ohnehin oft schon die unternehmenssprache.

    • "Der Flühtling taugt prima als Projektionsflähe für das Neue, Reine und Formbare. Wir bejubeln F
      richtig&wichtig!

    • nochmals:
      Zitat Don Alphonso „Der Flüchtling taugt prima als Projektionsfläche für das Neue, Reine und Formbare. Wir bejubeln Flüchtlinge und ignorieren die Probleme und das eigene Versagen bei den Enkeln der Gastarbeiter“
      .
      ganz richtig, des massenpsychologischen Pudels Kern

  30. Pizza mit Ketchup
    In Polen machen sie die Pizza mit Ketchup. Das erklärt alles.

    • Das mag so sein....
      Aber haben sie jemals erlebt, oder wenigstens in Geschichtsbüchern gelesen, dass das bei einem Volk zu Selbst-Erkenntnis geführt hätte, oder gar dazu, die eigene Superiorität in Frage zu stellen.

      Wir leben in Zeiten in denen Demokratie sich (weltweit) durchsetzt und ihrem Anspruch gerecht wird.
      Je dümmer Politiker und Regierungen sind, umso grösser die Mehrhieiten die sie unterstützen werden.

      Man muss nur sein Leben so einrichten, dass man sich da raushalten kann, dann ist das alles sehr, sehr unterhaltsam zu beobachten. Verglichen mit dem endlich ausufernden Konflikt in der islamischen Welt und den Folgen die der weltweite Kampf der USA gegen den Verlust der eigenen Vormachtstellung anzetteln, da ist Pizza mit Ketchup Kleinkram.
      Die üben halt noch….

  31. Quotenregelung
    Warum führen wir nicht eine Frauenquote für „Newcomers“ ein?
    Am besten pro Herkunftsland. 50% (Minimum – wie üblich bei Frauenquote) scheint mir angemessen.

    Vermutlich könnte man dann sogar die Obergrenzen weg lassen.
    Da werden immer noch genug Bekloppte drunter sein, aber die haben wir hier auch schon so.

    Die Gefahr, dass Fatima Polizeimeister Thomas (in seiner Funktion als Polizist) in die Hosen greift dürfte doch vernachlässigbar sein.

  32. Titel eingeben
    „Das Biowaschmittel rieche nach nichts, das wollte sie nicht.“
    .
    Seit Jahren such‘ ich (vergebens) ein Waschmittel und noch mehr ein Weichspüler, das NICHT eklig künstlich „süß“ riecht. Gibt es nicht.
    Können womöglich die Genderfach-Trö… sorra: -frauen mit Tips helfen?

  33. Skewed view?
    Dear Sir,

    I was also flabbergasted by the statement of Mr Waszczykowski. Nevertheless, I would suggest making some research before judging, instead of relying on prejudices and your superficial experiences. Let’s take a look on meat consumption: Germany 87.7kg vs 76.4kg/capita in Poland in 2011, source:

    http://vegetarian.procon.org/view.resource.php?resourceID=004748

    When you take a look on the United Nations data it becomes evident that, at least until 2011, there was an increasing trend for meat consumption since 2000 in Germany, less so in Poland.

    http://faostat3.fao.org/download/FB/FBS/E

    I highly doubt it was due to an invasion of polish carnivores, it is rather that you are an outlier for the German society just as Laura is for the polish one.
    Germany clearly beats Poland also in the number of cars and yearly car millage per capita.

    I was stunned to find so superficial paper on the main webpage of faz.

    regrads

    • I did not say that Poles are more eager to buy meat or drive cars. Our Laura simply came to a family that does a lot of sports and reduced meat consumption to a very moderate level, like many upper class families in Germany.

  34. Laura aus Bunzlau war wohl in erster Linie Schlesierin
    und die Schlesier haben mit den Polen nichts am Hut, sagt mir ein aus Schlesien stammender Freund, der sich mal um meinen verbleibenden Hausstand kümmern muss.

    Ich kenne nur Schlesier durch eben diesen Bekannten, der in den 80ern nach Deutschland erst einmal in ein Lager kam, hier eigentlich weiter studieren wollte. Aber wie das Leben so spielt, wurde er Restaurator und macht mit der Polenconnection, so nenne ich seine schlesischen Freunde, alle Arbeiten, die man sich im und ums Haus herum nur denken kann. Zur Zufriedenheit aller meist sehr gutbetuchten Kunden.

    Es sind allesamt hilfsbereite und fleißige Leute, die von den Polen sagen, diese hätten keine Kultur. Man möchte sich ja gern separieren, aber das weiß Warschau aus guten wirtschaftlichen Gründen zu verhindern.

    Dieser Bekannte verfolgt online in etlichen polnischen Foren die Vorgänge in Polen, findet sie nicht gut, schreibt das auch, nicht unbedingt zur Begeisterung der anderen Foristen, denn grundsätzlich haben die Polen ja gewusst, wen sie wählen. Ganz demokratisch, da kann die EU lange meckern.

    Übrigens sind Lauras hier als Haushälterin sehr gefragt. Ein Zahnarzt erzählte mir etwas fassungslos, er hätte nie gedacht, einer fremden Person während des Urlaubs mal die Schlüsselgewalt über seine Wohnung zu überlassen. Seine Frau möchte auf ihre Laura nicht verzichten, er hört auf seine Frau und erkennt an, dass Laura wirklich kaum zu ersetzen wäre.

    Übrigens hat schlesisches Essen mit polnischem nichts zu tun. Hier vor unserem Haus stehen die auch aus anderen Stadtteilen kommenden Schlesier einmal in der Woche Schlange, weil der schlesische Wurstwagen vor der Tür steht.

    Und auch meine Nachbarschaft besteht zu 80% aus Schlesiern. Die Frauen sind reine Putztteufel, im Gegensatz zu mir, die ich nur zu gern im Haushalt alle Fünfe grade sein lasse. Aber für eine Laura reicht weder meine Rente noch die „Größe“ meiner Wohnung. Also kann man bei mir vom Boden essen, man findet immer etwas ;-)

    • Wie erwähnt, ein Teil ihrer Familie ist eutschstämmig, der andere polnisch, und zwar umgesiedelt polnisch aus dem dann russischen Teil.

  35. Bravo, in der Tat
    Congratulations!

    Really, FAZ is one of the last places I would expect such an article, so I’m doubly impressed. It’s heartening to see there are people in Germany who „get it“.

    While I’ve dealt with the government of PiS itself in the previous post, it’s vital to (finally!) understand that the ideas of this ‚Osteuropa‘, ‚Dunkeleuropa‘ are not ‚alien‘, ‚Eastern‘ or, akhem, ‚Anti-european‘, but in fact European-to-the-core and coming from the times, which, many would say, were THE heyday of this Old Continent.
    I wouldn’t be surprised if there were less differences between the, let’s say, pre-1968 Germany or some other Western European state and today’s Poland, than between modern Germany and its former self.

    We have to acknowledge this differences and respect them. And learn to live together.

    Not to force each’s „values“ on one another. Yes, maybe Polish society will follow in the footsteps of the German one and we’ll naturally converge at some point – but maybe not, and it’s also allright, as both ways may be valid. Or maybe only one is and the second is the dead end – but who will know which is which? Europe’s always triumphed because it’s tried many possible ways. Because there was no Emperor able to force the one „correct“ one on everybody.

    And for the EU as well, if it is to survive, „diversity“ must not become another empty – or twisted – word.

    • @Warschauer
      you’re absolutely right concerning your point of view and your vision of a Europe of diversity!
      Only to add: diversity is based on identity

  36. Gut getroffen und glänzend dargestellt
    Ich selbst bin zweisprachig und genieße die Reisen nach Polen. Während man in Deutschland inzwischen den Eindruck einer politischen und medialen Gleichschaltung hat, dreschen die politischen Lager in Polen seit je her unterhaltsam aufeinander ein. Kein Argument fällt unter den Tisch, denn gewiss findet sich ein politischer Gegner, der es geltend macht. Wenn die „Ente“ sich in ihren Verschwörungstheorien verheddert und an der Verfassung drechselt, gehen zehntausende auf die Straße und protestieren. Und in Deutschland? Laut Umfragen lehnt die Mehrheit der Bevölkerung die Migration in dem aktuellen Umfang ab, aber keiner traut sich den Mund aufzumachen. Deshalb sind wir wohl auch eine erwachsene Demokratie, während die Polen noch reifen müssen :-)

    • Deutschland ist satt, faul, verwöhnt, und die Jigen szürzt sich auf Refugees wie in den ersten Weltkrieg.

  37. torberg
    erinnert mich irgendwie an tante jolesch

  38. Pingback: Wollen nicht schaffen, das ist hier die Frage «Ernst Wilhelm Ernst Wilhelm

  39. Geschenk
    Ja, gute Frage, warum betrachten wir die Polen nicht einfach auch so? Als Menschen, die uns einfach so hinter und vor der Neisse geschenkt worden sind, damit wir uns mit Respekt und Neugierde mit ihnen auseinandersetzen. Vielleicht erfahren wir dann ja etwas, was wir selbst auch gut gebrauchen könnten.

  40. Meinungen
    Ich bezweifele, dass viele Deutsche überhaupt eine Meinung zur derzeitigen polnischen (oder schwedischen, oder portugiesischen) Regierung haben.

    Im Grunde bestimmt hier ein kleine lautstarke Gruppe von Journalisten und Berufsbetroffenen die Debatte, und das mit einer typisch deutschen Borniertheit. Das Ganze ist sowieso hochgradig auto-referentiell.

    Und so funktioniert das auch in den EU-Institutionen: Das Europäische Parlament wird nur durch die flotten, aber irrelevanten Äusserungen seines eitlen Präsidenten (leider auch ein Deutscher) wahrgenommen; die Europäische Kommission macht unter Juncker Politik aus dem Handgelenk, wobei die gründliche Analyse auf dem Weg bleibt. Was man den Polen in der Medienpolitik jetzt vorwirft, ist gängige Praxis in Deutschland oder Frankreich. Die Polen werden am Ende machen, was sie wollen. Leider fehlt ihnen immer noch das Selbstbewusstsein, um das alles einfach an sich abperlen zu lassen – es wird also doch gehörig knirschen.

    Eigentlich beweisen die Nationalstaaten so nur, dass sie ein Auslaufmodell sind.

  41. Pingback: Don Alphonso: Polen als Inbegriff des christlichen Abendlandes | How blue

  42. Titel eingeben
    Nun, ich bin auch Atheist, bin aber nicht wirklich ökologisch, kein Vegetarier, fahre ein ein völlig dekadentes Auto mit 20ltr. Verbrauch und nur zwei Sitzen, esse Schweinebraten, trinke Alkohol, rauche Zigarren und mache allerlei dekadentes Zeug – kurz gesagt, ich bin ein glücklicher und freier Mensch mit Spaß am Leben. Ich brauche keine christlichen Werte, der kategorische Imperativ von Kant deckt alles ab, warum 100 Regeln, wenn eine langt?

    Ich bin aber auch EU Gegner, da ich überzeugt davon bin, dass nationale Kulturen bunter und erhaltenswerter sind, als ein von blassen und weltfremden Eurokraten aufgezwungener Einheitsbrei. Ich finde Scheisse was zur Zeit in Polen läuft, eine Rückkehr zu einer nationalistisch-dumpfen Zeit mit christlichen Ultraspiessern am Drücker.

    Aber es ist mir letztendlicch wurscht, ich bin kein Pole, das müssen die selbst regeln – und sie werden es auch regeln, da brauchts keine scheinheiligen Gutmenschler mit moralischem Alleinvertretungsanspruch und Genderklamauk. Letztendlich sind das die gleichen Spiesser die den Leuten auch sagen wollen, wie sie zu leben haben.

    Spiesser bleibt Spiesser, ob erzreaktionär katholisch oder grüner Ökopax mit Genderwahn und Willkommenskultur

  43. Danke
    Danke für diesen Beitrag! Leider ist er die AUSNAHME auch in diesem „Leitmedium“ und Danke auch an die Polen die das zu bewahren versuchen was man hier kaum noch aussprechen darf ohne als Nazi, Tierquäler, Umweltverbrecher, Klimakiller oder Rassist beschimpft zu werden. Es ist wie zur Zeit der Hexenverfolgung. Menschen die sich vermeintlich im Besitz des wahren Glaubens befinden erklären alle anderen zu nicht Akzeptabel. Wehrt euch! Auch wenn entsprechende Artikel in dieser Zeitung nicht kommentiert werden dürfen weil es angeblich nicht möglich ist die Beiträge die strafrechtlich relevant sind vorher auszusondern.

  44. Satirische Selbstironisierung
    ist ein sowohl erheitertender wie ebenso unökonomischer (im Sinne der Nachhaltigkeit“unökologischer“) Stil. Denn im Letzeten bleibt unklar, wer hier wessen Zukunft ist (Laura für DA. oder vice versa).

    Meine Sympathie gilt den östl. EU-Staaten in ihrem Ringen um Souveränität. Dass sie damit in Anti-These zu Merkel-Deutschkand kommen, fällt eher auf die Helldeutschen, die wieder einmal die falsche Richtung mit 1000:1 Stimmen .
    wählen.
    Die Stadt der Domverdunkelung wird nun zum Symbol erster Massenvergewaltigungen im bereicherten Land- das hat logische Stringenz. Köln wird damit zum nogo-Gebiet für Frauen- welch ein zivilisatorischer Erfolg.

    • Ich habe kaum versucht, Laura zu beeinflussen, umgekehrt war es ganz anders. Speziell in Fragen des Singlelebens. Aber das kenne ich auch von italinenischen Müttern, die finden das auch unfassbaR:

  45. Noch ist Polen nicht verloren
    Ein gutes neues Jahr 2016, und danke für den schönen Beitrag, in der Tat, der Satz zu den ungebetenen Besuchern ist köstlich, wie auch die Bilder – jedenfalls ich bekomme da Appetit und hätte auch nicht zu viele Bedenken gegen Küche a la Laura.
    Im Ernst, ich hatte überlegt die Überschrift im polnischen Original zu schreiben, ich kann – anders als meine verstorbene Mutter – es nicht mehr wirklich, aber einige blieb halt doch hängen. Die komplexe Geschichte Polens spiegelt sich in der Geschichte meiner Familie, angefangen vom Mittelalter, der Siedlungspolitik und der Verteidigung Europas gegen die Mongolen-Invasoren ( Schlacht bei Wahlstatt / Liegnitz – Legnica ), Vorfahren von mir scheinen in den Gefallenen – Listen auf, für deren Seelenheil man in den Klöstern der Region betete. Später machten wir vom liberum veto Gebrauch, immerhin eine Art unmittelbare Mitbestimmung im politischen Leben, das geht uns im durch Funktionsparteien geprägten Deutschland ja deutlich ab.
    Später orientierten sich meine Vorfahren teils nach Preußen / Berlin, teils nach St Petersburg. Preußen, man mag das kaum glauben, schätzte man als Besatzungsmacht zwar nicht, es war aber ein Staat, der sich überwiegend an Recht und Gesetz hielt, in dem man selbst gegen den Staat oder höhergestellte Personen einen Prozess gewinnen konnte. Insofern orientierte man sich – auch in Kunst und Kultur wie in der Wissenschaft – modern mit der Option für Preußen. Ein Radziwill war nicht nur in Posen preußischer Generalgouverneur, er schrieb auch Bühnenmusik zu einem damals modernen Theaterstück, ein gewisses „Faust“ von einem Beamten und Staatsminister, ich glaube der hieß Goethe. Angehörige meiner Familie studierten bereits im 19. Jh in Berlin an der Universität MINT Fächer, einerseits weil der polnische Adel da viel weniger Hemmungen hatte als der in anderen Ländern, und man das modern, spannend und zukunftsgerichtet hielt.
    Nach Russland ins Zarentum ergaben sich Verflechtungen eigentlich nur, weil man Familienzweige und Besitzungen, die im Großherzogtum Warschau lagen, schützen musste. Und da einer meiner Vorfahren 1863 im Aufstand ein Artillerieregiment gegen die Russen kommandiert hatte, musste man sich arrangieren und „kleine Brötchen“ backen…
    Ich habe schon die Hoffnung, dass es sich politisch in Polen wieder zurecht rüttelt, gerade auch weil der oben auf englisch kommentierende Leser zu recht darauf hinweist, dass die Partei PiS unter etwas anderen programmatischen Aussagen gewählt wurde als sie nun Politik macht. Das soll allerdings auch in anderen Demokratien vor kommen.

    Was in Demokratien tunlichst nicht vorkommen soll, sind rechtsfreie Räume, ob sie sich nun auf der Domplatte und vor dem Hauptbahnhof befinden oder anderswo…..

    Mit einem herzlichen Gruß aus dem Maschinenraum des Regieren bei eisigem Wetter

    p M

    • Schönes Neues.

    • Wenn es interessant wird hören sie wie immer auf....
      „Was in Demokratien tunlichst nicht vorkommen soll, sind rechtsfreie Räume, ob sie sich nun auf der Domplatte und vor dem Hauptbahnhof befinden oder anderswo…..“

      Mal abgesehen von der ans Komische grenzenden Einseitigkeit ihres Beispiels für rechtsfreie Räume, mir kämen da noch ganz andere in den Sinn, was hätten sie denn anzubieten um rechtsfreie Räume in Demokratien zu vermeiden oder abzuschaffen?
      Nein, lassen sie mich raten… So wie ich sie kenne, sicher die Änderung des GG um den Einsatz der Bundeswehr im Inneren zu erlauben?
      Oder, kennen sie denn eine Demokratie in der es keine rechtsfreien Räume gibt? (Inkl der Formen einer Rechtsfreiheit die sie selber für völlig legitim halten…)

    • Im Original ....
      JESZCZE POLSKA NIE ZGINĘŁA! :-)

  46. DER KOMMISSAR GEHT UM
    die perversion der EU erreicht wohl höhepunkte, wenn ein von FRAU DR. M. nach brüssel in keinem demokratischen prozess abgeschobener marinerichterverteidiger fordert, polen mit seiner demokratisch gewählten regierung unter protekorat zu stellen…………nun gut ötti brachte es mit seiner assistentin (früher sagte man sekretärin) auch fertig, während eines 90 minuten gesprächs keinen kaffee auf den tisch zu bringen. die assistentin wurde dann vom kanzlerwahlverein in das sportbürgermeisteramt in stuttgart gehievt.

  47. köstlich
    einfach nur köstlich!

  48. MARIONETTENREGIERUNG
    ………….das nur als nachtrag, habe ich gerade gelesen………..so lässt sich der sohn des sprachfabulierers vom bodensee schon über unsere polnischen freunde aus………mit solchen propagandakriegsalven werden rhetorisch eskalierend einmärsche aufgrund von hilfeersuchen der radfahrer,veganer und energieerneuerer vorbereitet um das volk von marionetten zu befreien………………nur von wem die marionetten gesteuert werden lesen wir noch nicht, erste vorschläge: seehofer, putin, guido wolf, bosbach, donald trump………don alphonso………………????????????????????????????

  49. Nach jahrelangen Erfahrungen mit polnischem Essen
    Mein mittlerweile verstorbener Vater wurde jahrelang von Polinnen versorgt. Wenn ich zu Besuch kam, aßen wir alle zusammen am altmodischen Tisch mit Kristallgläsern und Silber aus Familienbeständen. Aber mehr als zwei weiße Damasttischdecken pro Besuch zu Bügeln habe ich nicht gefordert. Da selbst mir (als Steakliebhaber) das Essen zu fleischig war, besorgte ich mal ein Kochbuch mit italienischen Rezepten in polnischer Sprache von einer Wiener Buchhandlung. Das war wohl sehr beliebt und verschwand nach kurzer Zeit. Ein zweites Mal wollte ich es nicht versuchen, und habe stattdessen regelmäßig beim lokalen Delikatessenladen italienische Vor- und Fertiggerichte gekauft. Über Tisch unterhielten wir uns viel über Politik. Jetzt fehlt mir die Gelegenheit. Ich täte gerne fragen, wie die polnischen Damen über die eingeschränkte Verfassungsgerichtsbarkeit in Polen denken.

  50. Herzliche Einladung nach Polen!
    Ich lebe seit einem knappen Jahrzehnt in Polen und gehöre einer doppelten Minderheit an: ich bin nicht-polnisch und nicht-katholisch. Ich bin mit einer polnischen Staatsbürgerin verheiratet, die ebenfalls nicht-katholisch ist. Außerdem ist sie Vegetarierin. Auch wenn wir viele Lauras kennen – und ich als Nicht-Vegetarier die traditionelle polnische Küche durchaus schätze -, besteht unser Freundeskreis zum größten Teil aus Leuten, die nicht die wahren polnisch-katholischen Werte verkörpern. Für viele von ihnen ist Angela Merkel eine Heldin: Sie steht für eine freie, offene Gesellschaft und verkörpert die sogenannten guten Deutschen.
    Acht Jahre konnten wir alle gut und unbehelligt leben – und sogar immer besser: Radfahrer wie Vegetarier wie Homosexuelle wie Nicht-Katholiken. Außer in den Wintermonaten, denn an vielen Orten erreichen die Smog-Werte die von Peking. Aber die Kohle-Lobby ist zu tief in der polnischen Tradition verankert, als das sich daran was ändern ließe.
    Nun hat sich in kürzester Zeit der Wind gedreht. Die polnische Gesellschaft soll von ihren „Krankheiten genesen“ und der Staat sagt der „Vermischung von Kulturen und Rassen“ den Kampf an. Es gehört nun (wieder?) zu den polnisch-katholischen Werten, auf einer Anti-Muslim-Demonstration die Figur eines Juden zu verbrennen. Es gehört zu den polnisch-katholischen Werten, gegen Minderheiten zu hetzen und Andersdenkende und -glaubende mundtot zu machen. Offener Rassismus – nie ma problemu …
    Herzliche Einladung also an alle diejenigen Deutschen, die das christliche Abendland verteidigen wollen und der EU ebenso überdrüssig geworden sind wie einer offenen Gesellschaft! Kommt nach Polen! Hier könnt ihr euch mit euren Gesinnungsgenossen verbrüdern und gemeinsam die Radfahrer, Vegetarier, Ökos und Atheisten bekämpfen. Und Muslime gibt’s hier auch nicht.
    Aber Obacht: Jesteśmy w Polsce i w Polsce mówimy po polsku!

    • Titel eingeben
      Werter Herr Krakauer! Vieles davon, was Sie hier geschreiben haben, stimmt gar nicht. Entweder wissen Sie es nicht, oder Sie „wollen“ e snicht wissen…
      Natürlich gibt es in Polen Muslime! Schon seit langer, langer Zeit! Voll integriert und sehr hoch geschätzt!
      Und dann ziemlich viele (in Tausenden gerechnet), die vor einiger Jahren aus Tschetschenien gekommen sind.
      Und übrigens:
      Wissen Sie zufällig, welches Land 2014 die meisten Flüchtlinge und Migranten aufgenommen hat? Erster Platt – Großbritannien (da wundert man sich nicht…), zweiter Platz? POLEN! Ja, Polen hat 2014 laut Eurostat-Angaben mehr Flüchtlinge und Immigranten aufgenommen als Deutschland! Aus der Ukraine, Weißrussland, Tschetschenien (wie bereits oben geschrieben – Muslime!) Und da wirft man Polen vor, xenophobisch zu sein?

  51. Reeeespekt, Alter...
    Es klappt halt nicht auf Dauer, wenn die Möglichkeiten, mit seinem Leben und seinen Perspektiven zufrieden zu werden, so drastisch auseinander klaffen wie in unserer Zeit.

    Der ganze Religiosismus (gut, die Erinnerung an den 30jährigen Krieg) als Identitätsfindung, in dem man sehr stabile Leitplanken mit Galgen oder Scheiterhaufen auf der „anderen“ Seite aufrichtet, ist sicher nur eine Epoche – dumm nur, dass die viel kürzere Halbwertszeit eines Individuums den relativierten Islamismus oder (auf der anderen Barrikade) Rechtsnationalismus nicht mehr erleben wird.

    Köln (und Stuttgart, und Hamburg?) ist ein weiteres Indiz, dass die Verteilungskämpfe um Macht und Besitz wohl jetzt so richtig losgehen.

    Wenn man die Protagonisten dieser Übergriffe nicht wirklich HART bestraft, werden sie sich immer mehr herausnehmen, wenn man das vermeiden will, gibt man die demokratischen Grundwerte auf, immer und jedem Individuum einen fairen Prozess zu garantieren.

    Man stelle sich jetzt pro Jahr ca. 500 Light-Versionen des NSU-Prozesses vor; eben wegen der massiven Symbolwirkung.

    Da kann man doch eigentlich nur zu Gesprächen mit den Clanchefs Zuflucht nehmen, und unseren Frauen Krav-Maga-Kurse und massives Downdressing anraten…

    Es ist uns lange völlig scheissegal gewesen, wenn wir vor Mitleid mit den Batteriehühnern keine Hirnwindung mehr frei hatten, uns über die Lebensumstände von mehreren Milliarden Menschen Gedanken zu machen; Hauptsache, die Elektronik der Verdeckmechanik unseres 6er BMWs hängt sich nicht auf.

    Dass Sexualität nur noch im Privaten, ausserhalb des gesellschaftlichen Diskurses stattfinden darf, erhöht die Aggressivitätsschwelle, wenn spitz sein als Affekt, als seelischer Ausnahmezustand wie Alkoholkonsum wohl oder übel anerkannt ist, so streng verboten er ist.

    Dass man dabei (eigentlich) immer im Dialog mit einem (gleichwertigen) Menschen agiert, kann (als Gesellschaft) eigentlich nur durch Erziehung, Übung und Gewöhnung gelernt werden.

    Es wundert mich nicht, beim Sport in der Sauna nur noch wenige Frauen zu sehen, und dass eine Therme nach der anderen ihre Fkk-Zeiten wegen Übergriffen abschafft.

    Wir sind bei der Ausweitung der Kampfzone angekommen, wahrscheinlich werden wir die vorrübergehende Unterwerfung noch mit kriegen.

    Wenn man den langsam im Iran wieder aufkommenden Hedonismus sieht, ist wohl alles in der Geschichte eine lange Wellenbewegung. Mit unrhytmischen harten Stössen.

    • Geschätzter TGA,
      Sie, nicht nur Sie, scheinen meine seit einem Jahr erfolgenden Hinweis auf die drohenden Konsequenzen der staatlich/merkelschen Dummheit als hohle Phrase missverstanden zu haben?

      Sie müssen mit der Wunschndenkerei aufhören…

      „Wenn man die Protagonisten dieser Übergriffe nicht wirklich HART bestraft, werden sie sich immer mehr herausnehmen, wenn man das vermeiden will, gibt man die demokratischen Grundwerte auf, immer und jedem Individuum einen fairen Prozess zu garantieren.“

      Die Realität sieht aber nun mal so aus:

      „Die in den Zeugen- und Opferaussagen genannte Vorgehensweise der Kölner Täter ist nicht unbekannt. Das Opfer wird von einer Gruppe eingekesselt und dann bestohlen oder auch ausgeraubt. Vor allem in Köln ist diese Variante des „Antänzer-Tricks“ ein polizeibekanntes Ärgernis. Die Tatverdächtigen sind meist jung und stammen nach Angaben des Innenministeriums aus Nordafrika. Das gruppenweise Vorgehen hat dabei System. Da das deutsche Strafrecht eine Kollektivbestrafung ausschließt und das Opfer den bestimmten Täter nicht zweifelsfrei zuordnen kann, gehen die „Verdächtigen“ dann in der Regel straffrei aus. Liest man sich die von den Medien veröffentlichten Opfer- und Zeugenaussagen von der Kölner Domplatte durch, ist exakt dies auch bei den Silvesterfeierlichkeiten geschehen.”

      Den ganzen lobenswerten Artikel von Jens Berger finden sie hier:

      http://www.nachdenkseiten.de/?p=29932

      Massive quantitative Änderungen ziehen nun mal qualitative Änderungen nach sich.
      Ausser beschönigenden Artikeln in einer gleichgeschalteten Lügenpresse kann und wird man dem in der Realität nichts entgegen setzen.
      Weil es nämlich nichts gibt, was man tun könnte.
      Man könnte in diesem Fall natürlich die Gesetze ändern, was dann natürlich eine noch viel stärkere qualitative Änderung wäre.
      Sie sehen das doch teilweise ganz richtig: „Hauptsache, die Elektronik der Verdeckmechanik unseres 6er BMWs hängt sich nicht auf.”
      Sie sollten das allgemeiner fassen, dann haben sie die zweigeteilte Zukunft: Realität und Wunschdenken…

      Beim Iran aber, da sollten sie mehr recherchieren. Kein Mensch der das Land und seine Leute (und seine Geschichte!) kennt, käme auf die Idee das Land mit einzureihen. Die dortige Religiosität ist einzig und allein den 25 Jahren der dortigen US Verbrechen von 53 bis 78 zuzuschreiben.
      Einen anderen Weg gab es für die Leute dort nicht. Von dort wieder in die Normalität ist ein langer Weg und die nahezu 40 Jahre der Sanktionen haben ihren Zweck erfüllt, das aus Ayatollahs bestehende Feindbild in westliche Köpfe einzumeisseln um (wie immer) US Verbrechen zu ermöglichen du zu rationalisieren. Jetzt wird Europa (die USA ja nicht) von den Konsequenzen eingeholt und die haben gerade erst begonnen.

      Denn es ist ja nicht mal möglich eine deutsche Regierung daran zu hindern nach wie vor auf der Seite der übelsten Verbrecher in Riad und den Emiraten zu stehen, und diese mit Waffen zu beliefern und mit ihnen weiterhin Geschäfte zu machen.

      Was in Köln, Hamburg und Stuttgart geschah ist Teil der Rechung die ein Volk nun bekommt, das in seiner unfassbaren Dummheit Regierungen wählt, die mit US und NATO Verbrechern gemeinsame Sache im Nahen und Mittleren Osten macht du gemacht hat.
      Lassen sie mich das präzisieren: Es ist der erste Teil der Rechnung!

    • Geschätzter TDV: Wunschdenken?
      (Ich hoffe, dass kommt jetzt als Antwort zu Ihrer Antwort)

      Wunschdenken? Die Katastrophe des Abendlands nur als digitales Pop-Corn Kino zu erleben, fällt mir schon schwer, ich versuche meinen unmittelbaren Bereich soweit als möglich sicher zu halten, und mir daneben frei zu überlegen, was noch geht – und was alles eher sehr unwahrscheinlich sein wird, wohl das meiste.

      Der momentane Lauf der Geschichte ist -denke ich- wenig bewusst von seinen Akteuren planbar, einfach zu viele Unbekannte in der Gleichung.

      Das prioritäre Ziel – eine gut sedierte Konsumentengesellschaft unter Kontrolle der grossen vernetzten Konzernzentralen, alle „hip“ und bei „Whatsap“ und „facebook“, ist deshalb zu fragil, weil es nur einen Bruchteil der Menschheit einschliesst.

      Das das „Antanzen“ schon etablierte Strategie zu straflosem sexuell Belästigen und Berauben ist, war mir einfach noch nicht bekannt geworden, jetzt hat man mal einen Flashmob daraus gemacht.

      Was den Iran betrifft, liegen wir nicht weit auseinander.

      Und in einem sind wir uns auch einig: Es ist nur der erste Teil der Rechnung.

      Ob es in Europa mehr Richtung jammernde Anarchie oder „mal alles klar stellende“ nationale Autoritäten geht?

      Wohl das, was der US-Finanzwirtschaft am besten hilft, mit ihrem gewaltigen Schuldenberg klar zu kommen.

      Ein moralisches Dilemma sehe ich in der amerikanischen Politik kaum, die Balance zwischen Freiheit und Staatsautorität stimmt (solange man gut situiert ist – wenn nicht Pech gehabt, Knast gekriegt).
      Und geografisch ist man schön weit weg vom Elend. Das bisschen Mexiko schaffen sie schon.
      Am schönsten wäre es wahrscheinlich, wenn sich Rechte und Linke in Europa genauso die Köpfe einschlügen, wie es wahrscheinlich nicht schaden würde, wenn es zwischen Saudis und Iranern weiter eskalieren würde.
      Öl scheint ja nicht mehr so das Problem zu sein…

  52. Wie unter Strauss? Das kann schon sein, das was doch der der sagte...
    es sei unverantwortlich, den Schwarzen in Südafrika die gleichen Rechte zu zu gestehen, wie den Weißen. Insofern spricht das dann eher gegen die polnische Regierung.
    Auch schön, dass man schon wieder das alberne Konzept der Leitkultur bemüht. Und christlich ist sie auch noch, diese „Leitkultur“. Die Geschichte lehrt, dass das Christentum, wenn man es zu ernst nimmt, genauso auf direktem Weg in die Hölle führt, wie der Islam und alle anderen Religionen.

  53. Gelassenheit
    Lieber Don Alphonso,

    ich kann Ihnen nur zustimmen. Wir greifen als Deutsche mittlerweile wieder stark in die Politik unserer Nachbarländer ein und lassen eine gewisse, gelassene Distanz zu Lebensmodellen anderer Demokratien vermissen. Natürlich hat die Reform der Gesetze zu Verfassungsgericht und der Medien in Polen ein „Geschmäckle“, aber es ist letztendlich durch Wahl in einer repräsentativen Demokratie gedeckt. Und so stellt sich die Frage, warum sich unser Land mit einem absolut unangemessenen Beissreflex am polnischen Staat festfrisst, während Ungarn mit vergleichbaren Gesetzen geflissentlich ignoriert wird:
    Nach meiner Meinung sitzt da ein Stachel viel tiefer. Polen zeigt nach der reichhaltigen Geschichte an Unterdrückung einen nachvollziehbaren Patriotismus und eine Hinwendung zu tradierten Werten (z.B. Katholizismus, der dort ein fester Bestandteil der Gesellschaft ist) und ist damit ein lebendiger Gegenentwurf zu einem sich „satt, faul, verwöhnt“ gerierendem Deutschland, das mit Exportlaune im Bezug auf Progressivität einerseits seine Erbschuld aus dem dritten Reich zu kompensieren und andererseits die Welt retten will. Außerdem sehen deutsche Medien ihren Markt in Polen durch neue Gesetze nachhaltig gefährdet :-).
    Dass vermutlich hauptsächlich die Landbevölkerung die konservative Regierung gewählt hat, ist absolut in Ordnung und bremst auch einmal die mehrheitlich zu progressive Stadtbevölkerung aus, die sich dann darüber im Klaren sein kann, was sie eigentlich will. Man muss sich dabei nicht sorgen: eine Regierung, die dauerhaft gegen den Willen des Volkes agieren würde, kann sich nicht halten.

    Deswegen hoffe ich für uns Deutsche auf ein bischen mehr Gelassenheit und eine Rückkehr zur Rationalität, denn kein Gesetz und keine Regierung ist für die Ewigkeit. Und den Polen wünsche ich, dass es deren Regierung tatsächlich gut mit ihnen meint und nicht nur die eigenen Machtansprüche ausweiten will.

    Vielen Dank lieber Don Alphonso für Ihre Texte, die immer den anderen Blick auf Geschehnisse in Deutschland und der Welt bieten. Machen Sie so weiter.

  54. Vegane Muffins für Polen
    Herr Alphonso, in manchen Medien haben Hellmenschen vielleicht das Sagen, sie haben sicher auch etwas Imperatives an sich, aber wenn sie dann etwas älter werden, kommen vielen Einsichten übers Hellmenschentum, die Einiges in Frage stellen. So war das bei mir, meinen Freunden. Eine grüne Stadtverordnete in M., wo ich früher wohnte, bekam als unmittelbare Nachbarn ein Asylbewerberheim (1995ff), worauf sich die Sicht auf Asylbewerber schnell ins ebenso falsche Gegenteil wandte.

    Die Vorfälle in Köln sprechen die Instinkte an, die sich auf der Seite junger Zuwanderer gerne äußern, „die machen sich an unsere Frauen ran“ …
    Daher ist es besser, die Sache den hierfür vorgesehenen Institutionen zu überlassen.
    Ich kann mich gut erinnern, wie in Südbaden 1960 über die ersten Gastarbeiter (Itaker) gesprochen wurde, was die mit unseren Mädchen machen ….
    Hatten wir 20 Jahre vorher mit Polinnen und Russinnen getan.
    Bei deutschen Frauen hätten wir uns natürlich nicht so benommen.

    Die Entrüstung der Gutdenker über die polnische Entwicklung ist natürlich hysterisch. Jedoch sollte ein Verfassungsgericht eine Institution sein, die von der aktuellen Politik nicht unmittelbar gesteuert werden kann. Egal ob von links oder rechts. Darauf sollten sich alle Polen einigen. Für uns ist die Unabhängigkeit des Verfassungsgerichts ein Segen geworden.

    Wir sollten den Polen da nicht reinreden. Das Witzige an der Entrüstung über Polen ist ja, daß sich die Guten in einer seltsamen Tradition wiederfinden. Es hat bei uns über 50 Jahre gedauert, bis wir ein tolerantes und meist abgeklärtes Staatswesen waren.

    • @Herri
      Halten Sie unser Verfassungsgericht mit der Besetzung wirklich für segensreich und vor allem unabhängig?

  55. Titel eingeben
    Noch ist Polen nicht verloren. Ihre Laura erinnert mich durchaus an hiesige Handwerker, ist also wohl auch ein Klassenproblem. Fragen Sie nur den Schichtfuehrer an einem Heizkraftwerk Ihrer Wahl nach Muelltrennung.
    Und zur polnisch-deutschen Vergangenheit: das war weit vermischter als man sich das auf beiden Seiten gern eingesteht. N’en déplaise meinem Opa selig (dem Katholen mit dem slawischen Familiennamen aus irgendwo mit vielen Konsonanten, dem Erzdeutschen):wollt man uns nach Abstammung heim ins Reich resp. nach Polen schicken, muesst man uns schon klein schnibbeln.
    Und warum sollen wir nicht Bunzlau sagen und schreiben? Nichts ist laecherlicher als diese Sprechuebungen. Nur weil sie Ombuhr sagen, melden die Franzosen doch keine Ansprueche auf den Ort bei Altona an.
    Frohes Neues!

  56. Cudowne!
    Wunderbar, sehr gut beschrieben und auf den Punkt gebracht. Natürlich gibt es in Polen die ganze Vielfalt unterschiedlicher Lebensstile, wenn auch in anderen Proportionen als in Deutschland.

    Wir sollten auch nicht ganz vergessen, was einst ein eingewanderter Vegetarier aus Deutschland in Polen angerichtet hat, und deshalb etwas vorsichtiger dabei sein, einen bei uns in den Medien dominierenden Lebensstil den Polen als „europäische Werte“ aufzunötigen. Herr Oettinger weiss gar nicht, welche Hilfestellung er dem „Kaczor“ Kaczynski gibt: deutsche und Brüsseler Belehrungen werden nur zu einer „Nu grade“-Haltung führen, und dazu beitragen, Europa weiter zu spalten.

    Von einem Polen aus Warschau habe ich folgendes gelernt:
    ein Patriot ist jemand, der sein Vaterland liebt und schätzt (ich würde sagen: der sich für sein Land verantwortlich fühlt), und ein Nationalist ist jemand, der andere Länder herabsetzt.

    Diese eigentlich ganz einfache Erkenntnis hat sich in Deutschland noch nicht so sehr verbreitet (fragen Sie C. Roth und Genossen).
    Der polnische Patriotismus und die gewisse polnische Bereitschaft, sich zu wehren, wird wohl dazu führen, dass Polen sowohl über Kaczynski als auch über deutsche Besserwisser hinwegkommen wir. Während zweifelhaft ist, ob wir es schaffen werden,aus der gegenwärtigen Krise heil herauszukommen. Einwanderung ist ja nichts schlechtes, aber man muss sie managen können. Fromme Sprüche reichen da nicht.

    Ach ja und Bunzlau oder Bolelawiec – to wszystko jedno!
    Oder wie der (mährische Oberschlesier) August Scholtis einst schrieb: „Gott vergisst den Deutschen nicht, auch wenn er etwas polnisch spricht“.

    Tak trzymac!

  57. Bliebe die Frage an die Historiker, ob es mit dem - immerhin dankenswerter weise
    nachgeschobenen – „Don Alphonso sagt: 5. Januar 2016 um 08:25 Uhr Naja“ auf Dauer getan wäre? „Naja“, was ist das? Unsere Verantwortung – oder grundsätzlich zu lobende Fähigkeit zur bürgerlichen Ausrede immerhin? (1) Was, wenn die Einwürfe von außen aber schwächer würden, unterbleiben, irgendwann erstürben? Irgendwann, wie immer, überhört werden wollten, weil so lästig?

    Niemand hat vor sich den Titel „Erster Gerechter unter den Völkern aus dem Internet“ zu verdienen, aber falls das Jetzt auf allen Kanälen so weiter machte, käme es leider auch noch da hin, dass der Titel vergeben werden würde?

    Also wir sähen in manchen schwachen Momenten den historischen Augenblick schon kommen, wo der Humanismus den Titel auch noch zu vergeben hätte.

    Dabei waren doch die FAZ und Schirrmacher ursprünglich einmal angetreten, genau dies zu verhindern? Waren sie doch, oder?

    Nein, niemand hat vor, sich eine Verantwortung zu verdienen.

    (1 – und bis genau haarscharf da – exakt sichtbar – hatte Mitteleuropa bislang einen erprobbaren „Rückfallmodus“, welcher hies US-Army, NSA, GCHQ – und an/auf dem möchte es sich auch weiterhin anlehnen/ausruhen/verlassen, weiterhin nicht wirklich verantwortlich sein und werden, vor sich, der Welt und aller kommenden Geschichte, oder kann es das gar nicht? Dies eben leider immer noch die anscheinend weiterhin offene Frage – eine DER Fragen der Welt, ja – die allen vier Parteien zu beantworten bleibt, es sind noch ein paar mehr, aber die vier wären es immerhin hier & heute: Deutschland, US-Army, NSA, GCHQ. Just to know the business you’re in.)

    Ungefähr.

  58. Neue Wörter
    Eine Autorin der „Welt“ spricht vom Kölner „Männermob“. Ginge ein solches herabwertendes Pauschalurteil auch bezüglich eines anderen Geschlechtes? Nein, natürlich nicht, aber das ist nicht das Problem. „Männermob“ soll umschiffen, dass es bestimmte Männer einer bestimmten Kultur und bestimmten Religion waren. Um Willkommensbesoffenheit und Islamfreude zu retten, brauchen wir in der Tat neue Wörter, viele, geschickt gewählte neue Wörter. Klasse ist auch „Nordafrikanische Männergruppen“. Als sängen die Volkslieder. Am besten aber gefällt mir „Vorfälle“. Man denke sich die öffentliche, empörungswillige Wertung einer solchen Bagatellisierung, wären die „Vorfälle“ von Nichtmuslimen verursacht.
    .
    Nun, das Neuwort des Jahres darf gewählt werden…

    • "Vorfälle"
      Nun, Herr Langen, dann gehen Sie doch einfach mal auf Wikipedia zur Seite „Sexueller Missbrauch in der römisch-katholischen Kirche“ und zählen durch, wie oft der Begriff „Vorfälle“ dort für sexuelle Gewalt durch Priester und Kirchenbediensteten von den Autoren als Beschreibung für die begangenen (aber zu > 95% nicht gesühnten) Verbrechen gewählt wurde…

    • sowas kommt eben vor
      zigtausende Migranten sind nach ihrer Einreise spurlos verschwunden.
      Nun tauchenTausende am Kölner Hauptbahnhof auf und niemand weiß woher.
      Die schöne neue Überwachungswelt ist wohl doch nicht so toll auf
      die eine Helldeutsche ihr wir schaffen das gründet.

    • Liebes Blaubärtchen,
      den infantlien Antwortreflex „die Christen/Kirche/Katholiken haben aber auch..“ habe ich nie wirklich verstanden. Was soll er mir sagen?
      Wird eine Tat gemildert dadurch, dass andere sie ebenfalls begingen? Sollen sich die Opfer muslimischer Gewalt freuen, dass es auch andere Opfer gibt? Vielleicht erklären Sie Ihren menschenverachtenden Einwurf einmal aus Ihrer Sicht. Danke :-)

  59. warten auf das ableben
    „die deutschen Eliten …, die einfach auf den Tod der Betroffenen warteten“ – das war und ist bei den ehemaligen kindern in behindertenheimen genau so. es werden immer weniger, bis endlich brotkrumen von den tischen fallen.

  60. Keine Panik....
    Ich bin jetzt kein wirklicher Experte für polnische Befindsamkeiten, möchte mich aber trotzdem äußern.
    Die jungen Polen, die ich bisher kennenlernen durfte waren sehr gebildet und noch besser ausgebildet, fleißig und ehrgeizig, dabei aber nie abgehoben oder gar so obzön protzig wie es die jungen SUV-fahrenden Besserverdiener im schönen D-Land sind. Dazu strahlten sie einen warmen und menschenfreundlichen Humor aus. Und sie waren mehr Europäer als gleichalterig Deutsche. Und wenn ich jetzt vom kleinen auf das große schliesse, dann bin ich mir sicher dass man die gewählten polnischen Politiker ernst nehmen sollte. Aber bevor irgendwelche Sanktionen der EU ausgesprochen werden sollten würde ich das Problem der polnischen Zivilgesellschaft überlassen. Die werden das Richtige tun, wenn der übriggebliebene Zwilling weiter irrlichtert.
    Ich weiß es.

    • Ich stimme Ihnen völlig zu
      Ihre Beobachtung deckt sich völlig mit der meinen:

      Die jungen Polen, mit denen ich bisher beruflich oder auch privat zu tun hatte entsprachen genau dem Bild das Sie, verehrter Dicker Onkel, zeichnen. Eine sehr angenehme Zurückhaltung, eine Art von Bescheidenheit und dem von Ihnen erwähnten menschenfreundlichen Humor mit einer Prise Selbstironie.

      Wenn ich dagegen die Gleichaltrigen Deutschen „Eliten“ sehe, dann bekomme ich Schüttelfrost… Die sind sich am nächsten und kennen keinerlei Verantwortungsgefühl für ihr Land.

  61. "Mir wisse wat gudd is"
    So pflegten wir immer zu sagen und meinten dabei dass „Dibbelabbes“ und „Lyoner“ kulinarische Leckerbissen sind. Und obwohl wir unsere Eigenart pflegen, auch in der Diaspora, haben wir eigentlich nie versucht unser „Gudd“ den Anderen aufzudraengen. Dabei bestaetigen Ausnahmen die Regel. Die Staerke Europa’s ist Diversity and Respekt vor den Anderen. Dieser Respekt gebuehrt dem polnischen Volk, auch wenn es mehrheitlich nicht der Wahlempfehlung der EU Eliten folgen will. Wer weiss was am Ende besser sein wird. Die Evolutions Geschichte kennt keine Zentrale Planung und belohnt das erfolgreiche Experiment.

  62. Schleierhaftes Köln
    @E.R. Langen – Mir ist die ganze Sache schleierhaft. Nach jetzigem Stand der Dinge machten am 31. Dezember 1000 Männer mitten in Köln Frauen an. Die Polizei merkte nichts und/oder wartete darauf, dass die angmechten Frauen am nächsten Tag Anzeige erstatten. Sogar eine Polizistin in Zivil soll unter den Frauen gewesen sein. Haben Kölner Polizistinnen keine Smartphones mit denen sie ihre Kollegen alarmieren können? Gab es nicht gerade ein Attentat auf eine Kandidatin bei der Bürgermeisterwahl? Bedeutet dass, das insbesondere Frauen in der Stadt der Jecken Freiwild sind?
    Sowieso ist Köln ein seltsames Pflaster. Auf ihm sackt das Stadtarchiv in sich zusammen und keiner weiß so richtig warum.

    • Ich sage das nicht gern
      und der Blogherr wird dank seiner Kontakte ins professionelle Opferorganisationsmilieu wohl auch widersprechen – aber ich kann den polizeilichen Hinweis an die Frauen, dass es die Männer ja in erster Linie auf ihr Eigentum (smartphone) abgesehen hatten und sie danach abtasteten, sehr gut nachvollziehen. Bei Taschendieben gibt es keine Debatten über silvesterpartybedingte und sonstige Missverständnisse; weder in Köln noch sonstwo.

      Im übrigen möchte ich keine unerfahrene, junge Frau in diesem Land mehr sein – offenbar ohne Vater, väterlichen Freund oder sonst einen Beschützer, der sich wenigstens soweit verantwortlich fühlt, dass er sie mal persönlich beiseite nimmt und sie in aller Ruhe, Sachlichkeit und Bestimmtheit über gewisse Risiken aufklärt, die man gewöhnlich ausblendet.

    • Ät ääs noch ämma joootjejange
      Das ist eine Frage der Mentalität(sdefizite). Watt fott äss äss fott – so lachten die Kölner, als sie „auf einen Absacker“ (der Kölner liebt Wortspiele oder was er dafür hält) zu den schlammigen Resten des Archivs wanderten.

  63. Ängste
    Hat man es nötig zu erwähnen, dass man kein Rassist ist?
    Mit welcher Nonchalance beackern Sie die helldeutschen Vorurteile!
    Der vernünftige Menschenverstand der Osteuropäer, hier der Polen; läßt hoffen, das wir nicht zum Mittelalter zurückkehren. Das wünscht man sich auch als Agnostiker.

  64. Ein Hinweis sei erlaubt...
    Im Blogbereich merken einige Autoren an, dass sie den Aufschrei der Feministinnen vermissen. Das ist heuchlerisch und ignorant.

    Die Zeitschrift „Emma“ und ihre Herausgeberin Alice Schwarzer warnen seit den beginnenden 1980er Jahren vor der einwandernden islamischen Männerschar, deren Schwestern und Töchter zuhause im Schleier auf dem Sofa sitzen müssen und die nur Männer kennenlernen, die Vater und Bruder als familienkonform empfinden, Ungläubige aller Nationen gehören meist nicht zu diesem erlauchten Kreis. Umgekehrt hat der muslimische Mann natürlich das Recht, sich der Ungläubiginnen zu bedienen, erst recht in sexueller Hinsicht. „Und bist Du nicht willig, so brauch´ ich Gewalt“, könnte man mit Goetheworten formulieren, um das Verhalten dieser Männergruppe zu verdeutlichen. Und: Ja, das hat etwas mit dem Islam und seiner historischen Prägung zu tun, das kann man in unzählig vielen Emmas, die seit 1980 erschienen sind, nachlesen. Sklaverei und Menschenverachtung als politisches System wurde von Muslimen über Jahrhunderte perfektioniert und vom Westen aufgegriffen und als „Kolonialismus“ für eigene Zwecke nutzbar gemacht.

    Und mal ganz ehrlich, was nützt jetzt ein Aufschrei der Feministinnen? Es sollte unser aller Aufschrei sein, es geht uns alle etwas an, wenn mitten in einer der heiligsten Nächte des Jahres, an einem der heiligsten Orte der Deutschen, im Schatten der hohen Domkirche zu Köln – der Japaner höchstes Jahresfest – die Freude und Ausgelassenheit von Mitmenschen sexuell auf das Mieseste ausgenutzt wird. Da brauche ich keine feministische Stellungnahme, sondern eine Erklärung der Kanzlerin, wie sie künftig noch das Ausgehen für Frauen und andere Menschen bei Nacht ohne Burka in unserem „Wir schaffen das“-Land garantieren will. Auch würden mich Gegenstrategien und die Verhinderung derartiger Übergriffe in der Zukunft interessieren. Oder rennt man hier wieder offenen Auges in die Falle der Beobachtung, Analyse und „es kommt ja doch nichts dabei raus, also lassen wir es lieber gleich sein“-Aussitzeritis?

    Auch frage ich mich, warum die Zivilpolizistin sich nicht ihrer Waffe bedient hat? Hätte sie etwa Konsequenzen fürchten müssen? Haben Vergewaltiger und Belästiger vor den Gerichten etwa immer noch mehr Rechte als unsere Polizeibeamten?

    Hat man doch zu einer Emma-Zeitschrift gegriffen, stellt man fest, dass derartige Vergewaltigungen sich in den Lagern mit Wirtschaftsimigranten häufen. Das gelangt weniger in die Presse, sonst würde dies die Hurra-Stimmung hierzulande verderben. Meist trifft es die dortigen Muslimas ohne Schleier, die gerade vor den strengen Gläubigen geflohen sind, aber auch der Schleier ist leider kein Schutz, auch Kinder wurden schon in diesen Lagern missbraucht.

    Also bitte nicht auf Feministinnen schimpfen, wenn man sich vorher gar nicht über das Leid und Elend informiert hat!

    Was Laura angeht, nun, ein Einzelfall, wie ihn eben viele Landsleute hierzulande kennen und schätzen gelernt haben.

    Generell lässt sich sagen, dass der Einfussbereich der Deutschen und ihrer Politik an den in letzter Zeit stark strapazierten Staatsgrenzen endet.

    Wen der Pole wählt und warum und ob Freiheitsrechte eingeschränkt werden, wage ich nicht zu beurteilen, finde aber, dass jede Bevölkerung das Recht haben sollte, die Personen zu wählen, die man für die Staatskunst des eigenen Landes für kompetent erachtet.

    Und möchte man sich etwas gegenüber Europa abgrenzen und erst im Inneren Ordnung schaffen, so ist dies das Recht der polnischen Bevölkerung, solange die Menschenrechte und das Wahlrecht darunter nicht leiden. Auch hierzulande herrscht Parteiendemokratie, wir alle spüren, wie diktatorisch so etwas wirken kann, ohne dass die Staatsform „Demokratie“ sich geändert hätte. Dennoch ist die Ignoranz gegenüber der Bevölkerung die gleiche, wie sie oligarchische Politsysteme zeigen.

    Ich denke, noch ist Polen nicht verloren, was ich von Deutschland nicht behaupten kann, gerade in bezug auf die Vorfälle in der Silvesternacht. Statt eines, „das war jetzt zuviel, das lassen wir uns nicht mehr bieten, es reicht!“, wandern weiter jeden Tag Tausende ein, die noch nicht einmal über Ausweise verfügen und die sich wohl doch nicht so leicht integrieren, wie gehofft.

    Ja, ich glaube noch immer an den Zaun und die Grenzschutzanlagen. Und liebe Resteuropäer, lasst Euch gesagt sein: Fühlt Euch frei von deutscher Bevormundung und wählt was Ihr wollt, jetzt erst recht. Die deutsche Regierung agiert völlig weltfremd und macht sich zum Gespött der Nationen. In Japan wird ernsthaft darüber dikutiert, ob die Deutschen einer kollektiven Geistesverwirrtheit zum Opfer gefallen sind. Das Verhalten der deutschen Regierung und ihrer liebedienernden Vasallen wird dort als „Selbstmord des deutschen Volkes“ interpretiert. Liebe Ausländer, wir Deutschen denken nicht alle so, wie das, was die deutschen Regierungsorgane hinaustrompeten.

    • Einspruch
      Lieber Herr Gnadenbrotler,

      ein beschränkter Widerspruch sei erlaubt – zumindest meine Kritik, auf die Sie (möglicherweise auch) abzielen, richtete sich nicht gegen Feministinnen, sondern ausdrücklich gegen die sogenannten Netzfeministinnen. Dies ist aus meiner Sicht ein ganz wesentlicher Unterschied.

      Das Bemühen der ersteren, die angesprochenen Konflikte zu thematisieren und der Öffentlichkeit nahe zu bringen, ist unbestritten. Emmas aus den 80ern gehören da zugegebener Weise nicht zu meiner Standardlektüre, aber man denke da etwa auch an Frau Ates, die sicherlich nicht zuletzt aufgrund ihres eigenen kulturellen Hintergrundes dem Thema besonders zugetan ist.

      Die Besonderheit bei den hier angesprochenen Netzfeministinnen ist aber doch, dass diese üblicherweise einen regelrechten „Blitzkrieg“ um die Meinungsführerschaft in den sozialen Medien führen, mit welchem sie vorzugsweise eher mehr als weniger verbrannte Erde hinterlassen.

      Insofern ist die Frage, warum die Netzfeministinnen ausgerechnet hier solange die Lage sondiert haben, m.E. nur verständlich und gereicht den von Ihnen angesprochenen Personen in keiner Weise zur Unehre.

    • Bedauerlich, aber wahr
      Ich stimme Ihnen zu.

      Vergessen wir in diesem Zusammenhang nicht die anfängliche Euphorie der Deutschen Wirtschaft, die sich über die „hochqualifizierten“ Zuwanderer gefreut hat.

      In jedem Unternehmen würde es angesichts dieser Ereignisse Konsequenzen hageln. In Köln muss man vielleicht erst einmal an der Spitze des Polizeiapparates anfangen.

      Die einfachen Beamten haben ihre langsam nicht mehr hinnehmbare Pflicht getan.

  65. An TDV von 4. Jan. 23:38
    aus, aus, genug im kolonialen Schuldstaub gewälzt.
    Gewiss, in Deutsch Südwest sind böse Dinge passiert, aber ich meine mich dunkel erinnern zu können, dass, lange bevor gezielte flächendeckende portugiesisch-spanische-französische-belgische-britische Kolonisation in Afrika einsetzte afrikanische Häuptlinge die „Überschüssigen und Minderen“ ihrer Stämme an arabische Sklavenhändler verkauften, die diese wiederum von der westafrikanischen Küste auf den amerikanischen Kontinent verschifften. Ob unter den arabischen Sklavenhändlern auch Syrer waren weiß ich nicht, Afghanen waren aus geographischen Gründen eher nicht beteiligt, bei den gemischtreligiösen Somaliern bin ich mir nicht sicher. Der Vollständigkeit halber: das Deutsche Reich unterhielt in Afrika 4 Kolonien. Deutsch Südwestafrika (Namibia), Deutsch Ostafrika, Kamerun und Togo. Ich empfehle mich mit „Wie oft sind wir geschritten, auf schmalem Negerpfad, wohl durch der Steppen Mitte, bis früh der Morgen naht…. und einen neujährlichen Heia Safari.

    • KaBalz
      Sie werden nie eine Stelle von mir finden, die irgendwas von Schuld sagt.

      Ich rede auschliesslich von Ursache und Wirkung. Mein Einwand betraf die (ungewohnte) Heuchelei von Don, der so tat, als wären Deutsche niemals Kolonialmacht in Afrika gewesen, nur weil sie nicht in Somalia waren…

      Es geht um die Urachen der Veränderung die jetzt gerade in Deutschland beginnen. Und da so zu tun als habe die deutsche Aussenpolitik der letzten Jahrzehnte nicht mit der Verursachung der Flüchtliungsströme zu tun, das ist einfach lächerlich.
      Man erntet was man gesäht hat!

      Die Deutschen und ihre Regierungen sind zu blöde (ein passenderes, wahreres Wort gibt es nicht!) um zu begreifen wer die „Feinde“ sind. Nach wie vor macht man gemeinsame Sache mit Saudis und Amerikanern, und ist sogar zu BLöde das was da passiert zu begreifen.

      Hey, ich sitze weit weg und geniesse das Movie, das gerade oin Europa abläuft.
      Wie sagte Micheal Corleone zu seinem Bruder? „Don’t tell me your innocent!“

    • Der Charme des Imperialismus
      Die US-amerikanische Kanonenboot-Politik ging übrigens auf einen Krieg gegen, heute würde man sagen, algerische Piraten, zurück, die sich nahmen, was ihnen nicht gehörte. Das war nicht gerade ein Geschäftsmodell, aber dafür ein überaus erfolgreiches. Man kann die Wurzel allen Übels immer soweit zurückverfolgen, dass sie in der alten Welt beginnt, wenn auch nicht unbedingt in Europa.

      Ansonsten, ich gestehe das ganz offen, habe ich durchaus eine kleine Schwäche für den alteuropäischen Imperialismus und dessen ambivalenter Haltung zu anderen Kulturen und Gesellschaften, die er faszinierend findet, sie ausgiebig studiert, in die eigenen Stil-Moden und Bildwelten einfließen lässt, aber brutal behandelt, wenn sie sich dagegen zur Wehr setzen, instrumentalisiert zu werden. Ganze Städte, wie Paris, sind auf diesem Wege zur Welt-in-der-Stadt geworden. Das alles existiert nur noch im Modus des Bedauerns. Man bedauert diese rücksichtslose Intelligenz, die Imagination, Schwärmerei, Bildung, Pragmatismus, kaufmännisches Kalkül und militärische Gewalt kurzgeschlossen hatte. Am liebsten würde man das alles wiedergutmachen, von der Entwicklungshilfe bis zur Willkommenskultur für Menschen, die das Land nicht braucht.

      Nun, wie dem auch sei, die einen leiden darunter, dass sie ein Ich haben und es nicht aus humanitären Gründen aufgeben können, die anderen entdecken ihr Ich neu für sich.

    • @ Dreamtimer
      „Das war nicht gerade ein Geschäftsmodell…“ naja… immerhin ist es das Geschäftsmodell, das aus einer britischen Kolonie innerhalb zweier Jahrhunderte, das reichste und mächtigste jemals existierende Land gemacht hat.
      Und jenes Land hat ja auch eine gute Seite.
      Es erlaubt uns Aussenstehenden unseren Neid jetzt in Schadenfreude zu verwandeln, beim Anblick das langsamen, aber unaufhaltsamen und äusserst erfreulichen Niedergangs der United Stupids of America.

  66. Empörend...
    …wie sich die Frauen in der Silvesternacht vor dem Kölner Dom verhielten! Das hat nun auch die OB von Köln verstanden und einen „Verhaltenskatalog für Frauen“ aufgestellt. Damit schlägt sie gleich zwei Fliegen: die Frauen benehmen sich endlich richtig und zudem werden jene rechten Mäuler gestopft, die immer noch behaupten, die sexuellen Übergriffe seien ein Problem der muslimischen Männer, nicht ihrer Opfer, also der Frauen.
    (Vorsicht: Spuren von Sarkasmus und Trauer denkbar.)

    • Titel eingeben
      Hier mal eine medizinische Sichtweise: Menschliche Gehirne unterliegen der sog. Neuroplastizität. Z.B infolge von Traumata ändert sich die Gehirnorganisation, teilweise werden Schalter am Erbgut verändert.

      Mit anderen Worten : Wie ein Brandzeichen auf einer Rinderhaut werden Traumata iin das Gehirn eingebrannt, und das desto tiefer, je früher oder länger das geschieht.

      Wer also seit Kindheit nur Krieg erlebt, und von Erwachsenen lernt, dass Frauen nur minderwertige Ware sind, der hält das zuletzt für den Normalfall.
      Gelangt eine solches Wesen in ein friedliches Umfeld , mag es eine Weile gutgehen. Kommen jedoch Trigger hinzu ( Alkohol, Gruppendynamik, Kränkung) weden evtl. alte Denkweisen reaktiviert.
      Was heisst das für uns? Wir müssen mit weiteren Straftaten aus diesem Personenkreis rechnen, evtl. mit Bewaffnung derselben, bandenartiger Organistaion etc.

      Eine mögliche Therapie kann vom dt. Gewsundheitssystem nicht geleistet werden, da es nicht auf Krieg, sondern auf Friedenzeiten ausgerichtet ist.

      Sicherheit kann es m-E. nur wiederhergestellt werden durch weitgehende Ausgangssperren der Personengruppe , und später durch Abschiebung nach Österreich und von dort kakaskadenartig weiter nach dem Dublin-Prinzip.

    • @ E.R.Langen
      Natürlich ist ihr Zynismus angebracht, nur….

      Angesichts der tatsächlich gemachten Politik und der Kompetenz derjenigen die sie machen… finde ich die Ratschläge der Frau gar nicht mal so unrealistisch.

      Es ist mir natürlich klar, dass wir gerade in Zeiten leben in denen der populärste Rang, den man erreichen kann, der des „Opfers“ ist.

  67. Um die Überschrift aufzugreifen: Das war Polen tatsächlich einmal :-)
    Ohne die Truppen des polnischen Herrschers Sobieski, Polen-Litauen war noch Grossmacht in Europa, hätten die Türken 1683 wahrscheinlich Wien nehmen können (sie standen sehr kurz vor der Eroberung), mit ungewissen, aber ziemlich unerfreulichen, Aussichten für die Eroberten und den Rest Europas.

    Gruss,
    Thorsten Haupts

  68. Und wegen sowas, obwohl auch in Deutschland angesichts der Lage dringend
    notwendig, würde man hierzulande wohl wegen Rassismus angezeigt werden. In Norwegen ist es mandatorisch:

    http://www.nytimes.com/2015/12/20/world/europe/norway-offers-migrants-a-lesson-in-how-to-treat-women.html

    Nein, liebe Netzfeminstinnen, es gibt in Deutschland keine Orte, an denen sich nichtmigrantische Deutsche zu Hunderten zusammenrotten, um auf offener Strasse Frauen überall zu begrapschen und bei passender Gelegenheit zu vergewaltigen. Das ist ein exklusives Vorrecht einiger PoC-Gruppen.

    Gruss,
    Thorsten Haupts

  69. Demokratisch legitimiert?
    Lesen Sie die FAZ nicht, lieber D.A.? ‚Grenzen der Mehrheitsherrschaft‘ vom 4.1.

    Zwischen rechtsfalschen und mittelinksrichtigen Mehrheiten liegen demokrat. Welten. Keine Bange, keine polnische Wirtschaft bei uns! Das GG ist von den Besatzern gegen das dt. Volk als Quelle der Staatsgewalt abgesichert worden: Kreuzchen für demokrat. Analphabeten reicht. Näheres regelt… kann beschränkt werden… sind verboten.

    Der Arabische Frühling in Köln an Sylvester zeigt einmal mehr, dass nur Feindsender wie Internet oder Tichy frei berichten. Blöd für die dt. Medien beim Restaurieren des schönen Scheins, dass die Bombenkrater der islam. Integration nicht zu überdecken sind. Das war schon Goebbels Dilemma beim Endsiegen.

    Deutsche als Refugees in dt. Städten liegen voll im linken Trend. Thanks raper Mohammed. Do it again! Hereros und die CCC-Somali werden es mögen.

  70. Die physische Entblumung der "weißen" Frau auf dem Kölner Domplatz
    Lieber Don Alphonso,

    beim Lesen Ihres Beitrages, dachte ich mir zunächst, schön geschrieben, aber mein Hausmädchen ist aus Italien und nicht aus Polen. Da ist nichts dazu zu schreiben.
    Polnische und italienische Mentalitäten vergleichen zu wollen wäre Kartoffeln mit Zitronen zu vergleichen.
    Es war wunderschön von ihren deutsch-polnischen Mentalitäten zu lesen. Ich kenne ja nur die deutsch-italienischen, und wer diese besser verstehen möchte, sollte sich einmal den Film: „Maria, ihm schmeckt´s nicht“ anschauen.

    Die hier vorgetragenen Meinungen haben sich, wohl aus tagesaktuellem Anlaß etwas von Polen, vom Meyerischen Haushalt nach Köln verlagert, wo gänzlich andere Mentalitäten das Silvesterfest mitgestaltet haben.
    Weil ich gerade mit meinem Abendessen fertig bin, will ich mich auch gerne mit einigen Gedanken beteiligen.

    In Erinnerung zu meinem Kommentar vom 21.Oktober 2015, in Ihrem Blog „Stützen der Gesellschaft“ in FAZ unter dem Titel:“Heimatliches Lecken mit Nazis und der Prantlhausener Zeitung“, schrieb ich u.a.: „…der Hilferuf einer, mir sehr am Herzen liegenden, jungen Frau veranlaßte mich hierher zu kommen.
    Die am Chiemsee wohnende junge Dame rief mich vor einigen Tagen aufgelöst und verstört an, um mir von mehrfachen aufdringlichen, wie heftigen Belästigungen junger Männer mit Hormonproblemen zu berichten, die jetzt neuerdings zum dortigen Aufenthalt und zur geplanten Einbürgerung angesiedelt wurden.“ und weiter unten:“Ein islamischer Partizipationsanspruch auf junge Damen kann jedoch nicht geduldet werden!“

    Ein Teilnehmer der Diskussion, Nickname: „muscat“ antwortete mir hierzu u.a. folgendes: „Welcher Partizipationsanspruch auf junge Damen besteht denn überhaupt bzw. wäre zu dulden? Und wer formuliert diesen? In den (deutschen) Gesetzen findet sich dazu nichts…“

    Das Bemühen der Regierung unter ostdeutscher Führung in Zusammenarbeit mit der „freien“ Presse, Gewaltvorfälle in Zusammenhang mit der islamischen Einwanderung stets als Einzelfälle darzustellen und damit zu eskamotieren, zeigt in Anbetracht der neuen Entwicklung in Köln und andernorts, die ganze Dummheit dieser Willkommenspolitik. Eine Politik, die schon in der DDR praktiziert wurde.

    Der islamische Androzentrismus wird von der Frau in Berlin hoffähig gemacht.

    Was jetzt am Beispiel Köln offensichtlich wurde ist Gewalt. Es nicht nur die Gewalt, die Unzivilisierte Frauen gegenüber ausübten, sondern vielmehr Strukturelle Gewalt des Staates gegenüber seinen Bürgern.

    „Strukturelle Gewalt ist die vermeidbare Beeinträchtigung grundlegender menschlicher Bedürfnisse oder, allgemeiner ausgedrückt, des Lebens, die den realen Grad der Bedürfnisbefriedigung unter das herabsetzt, was potentiell möglich ist.“
    (Johan Galtung ein Soziologe und Politologe)

    Der Kölner Stadtanzeiger schreibt am 10.12.2014 in einem Artikel mit der Überschrift „Unter ständiger Beobachtung der Kameras“, „Durch die Innenstadt zu gehen, ohne von einer Kamera aufgezeichnet zu werden, ist nahezu unmöglich.“
    ( http://www.ksta.de/koeln/videoueberwachung-in-koeln-unter-staendiger-beobachtung-der-kameras,15187530,29288296.html#plx157454364 )

    Die jetzt verbreitete Meinung, man habe keinen der Gewalttäter identifizieren können, aber gleichzeitig betont, daß es keine „Flüchtlinge“ waren, ist nicht nur absurd, sondern hier deckt Gewalt Gewalt.

    „De Maizière warnt vor Generalverdacht gegen Flüchtlinge“ ist auf der Onlineseite des „Deutschlandfunks“ am 05.01.2016, zu lesen.

    Diese Warnung ist gerichtet an diejenigen, die es wagen etwas mehr als nur eine kleine, defensive Meinung zu äußern.

    Diese „Mahnung“ der staatlichen Macht führt zu einer anderen „dauerhaften Unterwerfung“, der des schweigenden Bürgers.

    „Machtaktion, die zur absichtlichen körperlichen Verletzung anderer führt, gleichgültig, ob sie für den Agierenden ihren Sinn im Vollzug selbst hat (als bloße Aktionsmacht) oder, in Drohung umgesetzt, zu einer dauerhaften Unterwerfung (als blinde Aktionsmacht) führen soll“ (Heinrich Popitz)

    Mein Hausmädchen hat mir gerade meinen Kaffe gebracht, mit einem kleinen Stück Panettone.

    Bitte entschuldigen Sie mich.

    Mit herzlichem Gruß aus dem Tessin.
    ObjectBe (objectbe.blogspot.ch)

  71. @GnM
    Meinen Sie damit Frau Merkel oder mich? Ich habe nicht uneingeschränkt Männer einwandern lassen, die sich weigern, Frauen die Hand zu geben. Wenn man das zulässt, darf man sich nicht wundern, wenn die Situation umkippt. Erst jetzt nach der Härte des Rechtsstaates zu verlangen, wie es Frau Merkel gerade tut, ist reichlich naiv und enthüllt die mangelnde Menschenkenntnis der sich als große Dame Europas gebenden Frau.

    • Aber Frau Heuse
      Sowohl der saudische König, als auch Herr Erdogan haben
      Frau Merkel die Hand gereicht.
      Nach ihrem Gesichtsausdruck zu urteilen, muss es eine schmerzhafte
      Angelegenheit gewesen sein.

    • @Lisbeth Heuse
      Wenn man es mal auf die praktische Ebene herunterbricht, hat die Bundespolizei diese Männer einwandern lassen; und zwar ohne Anweisung von Herrn de Maiziére, wie es aussieht. Wissen Sie eigentlich, was das bedeutet? Da haben Sie ggf. die Straftäter, nach den Sie suchen, viel Spaß dann auch mit denen! Die Kanzlerin ihrerseits hat nicht dagegengehalten (hat einfach nicht das Klo geputzt, wie ich schon einmal bemerkte), sondern ihnen was gehustet und mal kräftig ins Feuer gepustet. Jetzt pustet die SPD zurück, zwecktölpelt und hat offenbar kein Problem damit, junge Frauen ins offene Messer laufen zu lassen. Das ganze Setting ist doch seltsam: Die Polizei unter SPD-Innenminister Jäger soll nichts von dem Treiben bemerkt haben, soll auch nichts ermitteln können? Ich hab schon so eine Vorstellung, dass da wer auf´s Durchregieren scharf ist. Mädchen und Frauen sollen ja schon „Verhaltensregeln“ einhalten; demnächst dürfen sie nach Einbruch der Dunkelheit nicht mehr auf die Straße, Notstand, wollen wir wetten? Aber Hauptsache, das Konterfei der Kanzlerin klebt auf der Dartscheibe. Dafür kriegt auch jeder seinen Freibrief, andere zum Opfer zu machen.

    • zum x-ten Male....
      Ist das eigentliche Problem nicht, dass die Dame völlig unangefochtren weiterhin im Kanzleramt sitzen darf und, dass das sie wählende Volk das duldet?

    • @TDV
      Das Nachvollziehen Ihrer Problemanalyse fällt mir leider schwer.

      Ich vermag nicht zu erkennen, was an der einen Million Flüchtlinge, die im letzten Jahr kam, grundsätzlich anders sein soll, als an den mindestens drei Millionen Menschen, deren Großeltern die BRD ursprünglich zum Arbeiten in den westdeutschen Fabriken geholt hat. Und in der Schule haben wir selber schließlich auch alle 14 Tage für den westdeutschen Markt produzieren müssen, dafür gab es Sonnabends immer Unterricht!

      Und als das mit dem Arbeiten vor 25 Jahren vorbei war, schärfte man mir ein, dass es alleine mein Defizit sei, wenn ich das Zusammenleben mit den Nachkommen der Gastarbeiter in irgendeiner Form als eine größere Herausforderung empfinde würde, als das Zusammenleben mit anderen, mir länger vertrauten Menschen. Das ist einer der vornehmsten Werte unserer Gesellschaft! Und ich kann sagen, dass ich ihn auch selber vorbildlich umgesetzt habe; ich habe im Ausland gelebt und dort in einem sehr internationalen Umfeld gearbeitet, wie so viele aus meinem Umfeld; ich weiß also ganz genau, dass das funktioniert. Und all diese Erfahrungen sollen wir nun also über Bord werfen, weil in Köln womöglich die Polizei versagt hat? In Dresden, das viele internationale Kontakte pflegt, versagt sie trotz Pegida nicht, das hat sie noch nie – mögen sich die Kölner Beamten doch dort mal ein Beispiel nehmen und etwas dazu lernen!

      Und wieso meinen Sie, in Deutschland entscheidet einer – der Kanzler – alleine? Hatten Sie keinen Sozialkundeunterricht? Ich schon! Da habe ich etwas über Demokratie gelernt – und auch, dass so etwas in Deutschland heute nicht mehr möglich ist, weil so viele Menschen jeden Tag dafür kämpfen, dass sich die Verhältnisse von vor 70 Jahren nicht wiederholen können.

  72. Titel eingeben
    Ich hab in einem Radio Stream eine Studie vernommen, welche besagte, das „nur“ Männer Fleisch essen.
    Laura scheint eine ungewöhnliche Person zu sein

  73. Unsere Laura war Teresa und ich kann bestätigen,
    dass auch sie alles getan hat, um mit ihrem Können die entstanden Lücke
    auszufüllen.
    Meine Familie väterlicherseits kommt aus der heutigen Slowakei, nach dem Krieg durch die Benes-Dekrete als Vertriebene hier angesiedelt.
    Die deutschen Siedler waren 1241 durch Béla IV angeworben worden und haben sich in slawischen Siedlungen niedergelassen, wo sie zum Teil durch die Jahrhunderte mehrheitliche Bevölkerungsschicht wurden.
    Sie haben ihre Art zu leben und sich zu verhalten so gut erhalten, dass ihnen ein Einleben in das Deutschland nach dem Krieg recht schnell und erfolgreich gelang.
    Eigene Sitten und Gebräuche wurden durch die Jahrhunderte gepflegt und aufrecht erhalten…

  74. Köln offene Stadt
    abgesprochen ( Maas) oder ein Versprechen?

  75. Noch ist Polen nicht verloren
    Ich habe fast 10 Jahre lang in Warschau eine Marketing- und Werbeagentur für deutsche Firmen und Verlage betrieben – mit guten polnischen MitarbeiterInnen.

    Mich wundert die neue Regierung überhaupt nicht: Die wollen jetzt endlich einmal ohne deutsche und EU-Bevormundung selbstständig agieren, ohne lästiges Verfassungsgericht, das sie ja einschränken könnte, und ohne die kritischen Medien.

    Das wird vorübergehen! Lassen wir sie doch diese neue Erfahrung machen. Nur aus Schaden wird man klug. Gute Ratschläge sind also nicht mehr willkommen – die Polen wissen jetzt eh schon alles besser!

    Herzliche Grüße von Ortasee und vielen Dank an unseren Don für seine sehr guten Texte und sein Durchhaltevermögen.

  76. Das Ende der Demokratie in Europa wie wir sie bisher kennen
    ist klar absehbar. Die Zivilisation, wie wir sie nach dem Ende des 2. Weltkrieges auf den in den Jahrhunderten zuvor gelegten Grundsteinen erbaut haben, ist äußerst hoch entwickelt und daher ein sehr fragiles Gebilde.

    Unsere Werte sind sehr weitgehend gelebte Realität, unsere Mittel haben sich entsprechend verfeinert. Sie funktionieren aber nur innerhalb dieser Zivilisation.

    Mittel gegen ernsthafte Bedrohungen, die sich nicht an unsere zivilisatorischen Regeln halten, haben wir nicht. Denn diese Mittel würden weder unseren Werten entsprechen, noch haben wir eine Exekutive, Legislative oder Judikative, die im erforderlichen Maße handlungsfähig wäre. Wir haben, kurz gesagt, die Fähigkeit zur Staatsräson verloren.

    Durch den Zustrom von Millionen Menschen, die eben nicht die Werte dieser Zivilisation teilen, und das in kürzester Zeit, was eine Integration unmöglich macht, wurde auch das Ende dieser Zivilisation eingeleitet.

    Unsere politische Kultur und unsere Institutionen werden sich auf weniger zivilisierte, dafür aber wirksamere Niveaus zurückentwickeln müssen, wollen wir die Zivilisation nicht ganz verlieren.

    Ein skrupulöses, durch die eigenen Werteüberspitzungen handlungsunfähiges politisches System wird durch ein skrupelloses, dafür aber durchsetzungsfähiges ersetzt.

    Genau das passiert derzeit in Polen, Ungarn und anderswo. Ganz sicher auch sehr bald hier. Köln war nur ein weiterer Anstoß.

    Es bleibt nur zu hoffen, dass der beginnende Wechsel nicht selbst das Ende der Zivilisation herbeiführt.

  77. Finis Poloniae
    In der Tat ist das Deutsch-Polnische Verhältnis nur mit großem gegenseitigen Verständnis zu handeln. Ein weder der englischen noch der hochdeutschen Sprache mächtiger EU-Kommissar sollte sich in der aktuellen Situation wirklich mit äußerster Delikatesse an die Ereignisse heran wagen.

    Die durch die derzeitige Regierung in Polen getroffenen Beschneidungen der Pressefreiheit sind im Grunde genommen nichts Anderes, als die bereits seinerzeit von Oscar Lafontaine (als er noch SPD-Chef war) angeregten Maulkörbe für eine allzu kritische Journaille. Die Leute haben diese Regierung gewählt und sie sich somit redlich verdient. Warum auch soll es ihnen auch anders ergehen als uns. Ein Ableben Polens wird dadurch nicht stattfinden.

    Kraft des heutigen Feiertages – deo gratias – habe ich mir auch die Berichterstattung über die Geschehnisse in Köln und anderswo in Ruhe anschauen und mir eine persönliche Meinung bilden können.

    Deshalb möchte ich, dass in Zukunft jede die ungezügelte Einwanderung predigende Dame in Politik und Gesellschaft vorüber gehend 2 – 3 persönliche Kölner Assistenten mit Migrationshintergrund erhält.

  78. Vor Missbrauch ist nix beschützt
    „Gestern erst habe ich mich gegen den Wahnsinn aller Religionen ausgesprochen, denn ich bin Atheist.“

    @ Don

    übersehen Sie bei dem Satz nicht, dass es auch „den Wahnsinn“ von Atheisten gibt? Ist die neuere Geschichte nicht voll davon? Sozialdarwinismus ist zb. eine geistige Ausgeburt dessen, oder irre ich mich?

    Vor Missbrauch gibt es leider keinen Schutz, denn wenig tun wir dazu etwas zu erbauen, mehr tun wir und leichter faellt es uns zu zerstören. Im geistigen, wie auch materiellem Sinne.

  79. Titel eingeben
    Sie müssen da etwas missverstanden haben. Nach gängiger Lesart hört die Zivilisation nach wie vor am ehemaligen Eisernen Vorhang auf. Alles östlich davon ist rückständig und muss umerzogen werden. Alles ungehobelte Alkoholiker und Prostituierte, wenn ich Hollywood nicht missverstanden habe…

    Ich wundere mich nur, woher talentierte Kulturschaffende (Netrebko, Petrenko etc.) diese osteuropäischen Namen bekommen. Stammt sicher noch aus dem 17. Jahrhundert.

  80. Sempre bene
    War nett, sich hier wieder ausgetauscht zu haben.

    100 Jahre später.

  81. Perfektes Rezept Herr Don Alphonso!
    Es ist lange her als ich einen Artikel gelesen habe, der so viel Substanz wie eine deutsche Bratwurst und gleichzeitig so leicht verdaulich wie ein polnischer Borschtsch ist. Als Pole der in Deutschland lebt, sage ich – Sie haben ein perfektes Rezept erstellt! ;)

    Glückwünsch zum hoch qualitatives Journalismus!

  82. Titel eingeben
    „Das war historisch inkorrekt – Deutschland war nie in ihrem Heimatland Somalia – aber in Polen waren Deutsche oft ohne Einladung“

    Lieber Don,
    ich bin ja bekennender „reading lurker“ und kommentiere ungern, aber dieser Satz ist brilliant. Freue mich, dass es noch kritische unzensierte Stimmen gibt bei der FAZ. Obwohl ich die guten IT-Beiträge des anderen blogs seit längerem vermisse und/oder verpasst habe …
    Cheers

  83. Vielen Dank!
    vielen Dank, werter Don, für Ihre Kommentare!
    Ich bin eben Polin und total geschockt und entsetzt, wenn ich da lese, wie forsch, intolerant und brutal man in deutschen Medien über Polen herfällt!
    Polen werden wegen ihrer Innenpolitik als Nazis, Faschisten und Xenophoben gescholten…
    Wie kann man nur so was in einem (angeblich) so toleranten Land wie Deutschland schreiben?

    Über die deutschen Medien werde ich mich hier nicht auslassen, ich glaube jedoch, dass das, was Sie in Polen eben befürchten (obwohl Sie es gar nicht brauchen), schon lange in Deutschland da ist, nämlich die totale Gleichschaltung aller Medien…
    Heute, zu meinem Erstaunen, hab ich (auch hier) manche Kommentare entdeckt, in denen genau dasselbe geschrieben wurde…. Also ist doch was dran?

    Auf jeden Fall: Ihnen, Don Alphonso, alles Gute im Neuen Jahr! Ich werde ihre Beiträge und Kommentare mit Vergnügen weiter lesen, obwohl, wie auch hier schon gemerkt wurde, nicht alles, was sie da über (das und die) Polen schreiben, mit der Wirklichkeit übereinstimmt….
    Das macht ja nichts. Ich danke Ihnen (und vielen von den Kommentierenden!), dass Sie es wagen, Ihre eigene Meinung auszusprechen!
    Und noch zum Waszczykowski-Zitat: Da gab es vorne noch einen Satz, den Sie hier nicht geschrieben haben. Der ist aber für das Ganze entscheidend!

  84. Wie gehabt, nichts gelernt
    Schau, schau, das deutsche Bürgertum in Form der FAZ-Leserschaft, verbündet sich mit den kleinbürgerlichen rechtsnationalen Populisten. Das hatten wir ja schon mal, so vor rund 80 Jahren. Ein Glück, dass wir Briten jetzt Atomwaffen haben.

  85. 149 an den Thermopylen ?
    Im Stand abgewürgt, die Diskussion.

    Wie geht es nun weiter, Euer Liebden ?

  86. Afrika, da war doch was ...
    Ach ja, der seit 2015 auch von Deutschland anerkannte Völkermord an Herero und Nama in Deutsch-Südwestafrika. Hat ja nur etwas mehr als 100 Jahre gedauert und wird gerne verdrängt und verschwiegen.

    Ansonsten ein sehr lustiger Beitrag, der mir mal wieder in Erinnerung gebracht hat, wie schön und einfach das Leben sein kann, wenn der Kopf nicht die Hauptrolle spielt. Und das zu allen Zeiten.

    Abseits polnischer Lebenslust zeigt sich aber schnell, daß im Dienstleistungssektor überwiegend die Kosten der Arbeitskraft eine Rolle spielen. Denn deutsche Arbeitskräfte können wir uns kaum noch leisten. Gerade in den sozialen Berufen ist das mehr als deutlich. „Wir“ leben weit über unsere Verhältnisse.

    Ob wir uns in unserer Hilfsbereitschaft übernehmen? Ich weiß es nicht, möglich wäre es. Aber das Ergebnis muß ja nicht zwingend Dunkeldeutschland sein. Sollte das Boot einmal voll sein, sollten die Hilfsmöglichkeiten einmal tatsächlich erschöpft sein, geht das Licht deswegen sicher nicht aus. Schweden hat alles gegeben und leuchtet hell wie nie zuvor. Es mit Polen zu vergleichen, ist nicht redlich.

    Ach ja, war vor kurzem zum Gesundheitscheck. Alles im grünen Bereich, trotz 60 bis 80 Zigaretten und drei Litern Kaffee pro Tag sowie durchaus üppigem Essen und mäßigem Alkoholgenuß. Selbst der Bauchumfang hat im Laufe der Jahrzehnte nicht übermäßig zugenommen und das fast ganz ohne Sport. Muß wohl an den Genen liegen oder/und an der Psyche. Das Biohuhn scheint mir denn auch deutlich überbewertet, da gebe ich der Laura absolut recht.

  87. Meinung aus Polen fuer Don Alfonso, Schultz und andere liebe Deutsche
    09-01-2016

    Re: Don Alfonso, Martin Schulz zu Polen „Das ist gelenkte Demokratie nach Putins Art“

    Dear Herr Schultz, Don Alfonso und liebe Germans,

    You seem to have forgotten the circumstances Helmut Kohl left the Kanzleramt.
    What we got in Polen after 8 years of former ruling PO party is shit load of corruption and travesty of law.

    PiS wasn’t our favorite choice, they won only with 40% of votes, but it is a lesser evil for now.
    I am myself not a member of any political party nor have ever even bothered to vote. I disagree with nationalist ideas of current PiS government.
    But wide spread corruption and political jerks must be removed from power here.

    Shouldn’t you be more concerned with Cameron’s attitude and the ideas Michael Farage did spread in UK? The new polish government does not send the type of brexit message.

    It is your government who broke the EU treaties inviting herds of unscreened Muslims in the Shengen zone pretending they are all political refugees.
    Now you are trying to lecture the new government here about democratic law obedience.

    We are aware of your demographic and labor shortage agenda behind this mess.
    Unfortunately it came with huge abuse of Schengen entry laws, which you try turn your blind eye to

    You seem to be very picky about abuse of law here in Polen. Or perhaps your media are working hard to divert Germans attention from the wave of Muslim crimes and terrorism which entered Europe with unscreened refugees. Just to mention few; Paris attacks or Silvesternacht in Koeln.

    Please do not try to lecture us on the whole array of issues from internal politic to Fluechtling integration.
    We do understand the scale of tragedy in Syria and Irak but it is not good enough reason to give free entry rides to the criminal and terrorist elements from there the way you did, trying so desperately to satisfy your demographic and labour shortage agenda.
    We have the right to work out our own solution without your interference.

    However we wish you very luck with your integration politic.

    You might want to pay more attention to your own media Freiheit since you have removed in FAZ the posibility to send comments directly to a number of articles and you failed to report events in Koeln just in time.
    Are you afraid of flood of too many critical comments from Germans?
    We see more and more your media attacks against Polen as pathetic trial to divert Germans attention from the mess you got in there trying to fix your labour shortage problem.
    Too bad you blocked us for 11 years to enter your labour market.
    We are trying to grasp your selective ‚Multicultural approach‘ seeing how you let Muslims in.

    We are looking forward to see die nexte Wahlen in Deutschland.

    Mit freundlichen Gruessen,

    Der Polnische boese Teufel

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