Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Prügeleinsatz und Integrationsarbeit

| 267 Lesermeinungen

Die grössten Kritiker der Eiche wollen rustikalen Reiche

Meine Heimatstadt ist klein und dumm und liegt an der Donau. Internationale Magazine behaupten zwar, sie sei eine der führenden Wachstumsregionen und ein Magnet für Karrierebewusste, aber ich komme von hier, meine Familie lebt seit vielen Generationen hier, wir haben den langfristigen Überblick und wissen, dass sie klein und dumm ist. So war es schon immer, und ganz ehrlich, mir ist es lieber, wenn eine Stadt klein und dumm ist, statt gross und sehr dumm und versifft und von ungepflegten Menschen bewohnt, die das für das angemessene Lebensmodell des ganzen Landes halten. Vor elf Jahren war ich noch in einem Ort namens Berlin a. d. Spree, da vertritt man diese Meinung, weil man nie rauskommt und mit dem Fahrrad eine Stunde braucht, bis man etwas erreicht, das man als „Natur“ bezeichnen könnte. Das ist in der kleinen, dummen Stadt an der Donau anders; Dort bin ich nach fünf Minuten in Landschaft und nach 20 Minuten auf den ersten Hängen des Jura. Auf kleinen, verkehrsfreien Strassen.

pruega

Danach gehe ich zum Konditor, denn 40 Kilometer in der winterlichen Kälte zehren an der lebensnotwendigen Fettschicht. Und an diesem Sonntag fragte mich die Verkäuferin etwas, das sie mich lang schon einmal fragen wollte: Sogns amoi, warum homs eigndli imma an Prigl hindn in da Doschn dabei? Auf Deutsch: Entschuldigen Sie bitte meine unstillbare Neugier, aber warum führen Sie in der Rückentasche ihrer Lycrabekleidung immer einen Prügel mit sich? Mit Prügel meinte sie eigentlich ein „Steckerl“, also einen gut 40 cm langen Ast. Und tatsächlich schaut so etwas stets bei mir hinten hinaus, und an diesem Prügel und seiner Verwendung nun entzündet sich die Frage, was Intergration in diesem Land bedeuten kann, und welche Standards da gesetzt werden müssen. Denn der Grund, warum ich einen Prügel mit mir herumschleppe, ist einfach: Wenn ich keinen mit mir führe, werde ich in der Natur keinen finden.

Zumindest nicht entlang meiner normalen Radstrecke, die vor allem über offenes Land führt. Dort aber brauche ich einen Stock, weil ich gern Bilder von meinen Rädern mache. Das ist so eine Marotte von Sammlern, die viele Stunden aufwenden, um aus alten Schrotthaufen wieder funkelnde Schönheiten zu machen, und das Problem ist, dass Rennräder keine Ständer haben. Man muss sie also entweder irgendwo anlehnen, was auf Bildern aber meistens nicht gut wirkt, oder man klemmt einen Stock in die Kurbel, und stellt sie so in die freie Natur. Die grosse Herausforderung für solche Bilder ist nicht die richtige Blende – hier f2 – oder die Brennweite – 100 mm – oder das Objektiv – Pentax M – sondern die Beschaffung eines Stocks.

Das merke ich nämlich, wenn ich einmal den Stock vergesse und dann entlang der ersten zehn Kilometer meiner Runde nach einem Ersatz suche. Wenn ich keinen Ast abbreche, was ich aus Prinzipien der Naturfreundschaft unterlasse, muss ich einen Ast suchen, der abgebrochen ist. Das klingt angesichts der Strassenrandbegrünung mit Hecken, Streuobstwiesen, alten Apfelbäumen, Bäumen bei den vielen Kapellen und Marterln, Fussballplatzbegrenzungen und Schrebergärten einfach. Irgendwo, sollte man denken, muss doch ein Ast herumliegen. Letztes Wochenende war es wieder so weit, da hatte ich meinen Prügel vergessen und gedacht, ich werde schon etwas finden. In Irgertsheim hinter der Kirche ist schliesslich ein Zwickel zwischen meiner Strecke, die auf der Jurahöhe verläuft, und der Strasse, die ins Donautal führt. Dazwischen liegt ein hundert Meter langes Reservat mit alten Obstbäumen, Holunder, Schlehensträuchen – so wie das früher eben an den Wegrändern war. Hier hat sich das noch gehalten, und da hat es sicher auch Prügel, die für meinen Zweck taugen.

pruegc

Hat es auch. Ich bin ganz langsam gefahren und habe genau geschaut. Es hat Prügel. Zwei. Einer war zu kurz und schon weich und morsch. Der andere taugte für meinen Zweck. Und wenn Sie mich jetzt fragen, was das Deutschland ausmacht, in dem ich lebe, würde ich sagen, dass es diese Hecke ist, und der Umstand, dass darin im Februar auf hundert Meter Länge nur zwei Holzstücke beim Aufräumen übersehen wurden.Zigarettenschachteln, Flaschen, Coffee2go-Becher – gibt es hier gar nicht. Es ist nur eine kleine Baumlandschaft einer kleinen, kaum befahrenen Strasse. Trotzdem gibt es hier jemanden, der das so sauber hält, dass ich mit Müh und Not einen passenden Prügel finde. So sauber ist das hier gemacht worden.

pruegd

Mir ist das auch meistens nicht bewusst, es fällt mir erst auf, wenn ich so einen Stock brauche. Vor drei Jahren habe ich mir einen Reifen zerschnitten und hätte ihn mit einem untergelegten Stück Plastik so weit stabilisieren können, dass sich sicher nach Hause komme: Meine Suche nach einem passenden Stück Müll am Strassenrand begann in Bergen und endete in Attenzell fünf Kilometer weiter, als ich aufgab und einen Landwirt um ein Stückerl Plastik bat. Auf fünf Kilometer in Berlin hätte ich ARD-oktoberfestlügenstatistisch 9 alte Kühlschränke, 70 Matratzen, 24 Sofas, 92.779 Stücke Plastikmüll, 42 Dealer mit afrikanischer Herkunft, 27 angekettete Fahrradleichen und Dutzende hilfsbereite Jugendliche gefunden, die mir für 200 Euro ein ganzes neues Rad beschafft hätten, dauert nur zehn Minuten Batschi. Man wird sich also zumindest darauf einigen können, dass die Vorstellungen von „ausreichender Sauberkeit“ in Deutschland weit auseinander liegen. Aber wir müssen auch sehen, dass ein ordentlicher Bayer im Slum an der Lage nichts verschlimmert. Umgekehrt wäre das ganz anders. Und deshalb möchte ich hier die Frage aufwerfen, ob großstädtisch entsozialisierte Leute – eine Personengruppe, in der sich viele Wasmitmedienmachende finden – wirklich den richtigen ethischen Rahmen kennen, der in dieser Frage bei uns die Grundlage jeder Debatte ist.

Ich habe nämlich massivste Zweifel, ob das Volk, das einen Kasten Wasser am Lageso für Hilfe und den Kauf von Tabletten bei Achmed dem Senegalesen im Görli für gelungene Integration in die Wirtschaft hält, bei uns selbst irgendwie integrierbar wäre. Wer auch nur eine Augenbraue oder einen Mundwinkel bei der Beschreibung sauberer Hecken verzieht, hat das falsche Mindset für meine Heimat, und von diesen Heimaten gibt es in Deutschland sehr, sehr viele. Die Menschen hier finden das gut. Die Bürgermeister bekämen Probleme, würden sie es anders machen. Und dann ist da noch der Punkt, dass man sich hier – wirtschaftlich und moralisch oben – sagt: „Andere sind für uns kein Maßstab.“ Der Umstand, dass es Berlin gibt, erlaubt keinem, hier etwas wegzuwerfen. Natürlich ist das ein hohes, weltweit kaum gekanntes Niveau – aber die Leute hier reagieren sehr sensibel darauf, wenn es nicht mehr eingehalten werden sollte. Hinter der Hecke kommt ein Neubaugebiet, voll mit jungen Familien: Die Gärten sagen alles über den Stellenwert von Zucht, Sitte und Ordnung.

pruege

Und das in einer Region mit einem Ausländeranteil, der ähnlich hoch wie in Berlin ist, und starker Migration aus Restdeutschland – echte Bayern stellen hier kaum noch die Mehrheit. Was sich hier zeigt ist, dass eine gemeinsame Herkunft weitaus weniger relevant als gemeinsame Lebensvorstellungen ist – so, wie das Opernpublikum international ähnlich ist und Drogenabhängige überall vergleichbares Sozialverhalten an den Tag legen, so ist man sich hier eben über den wünschenswerten Zustand der Hecke einig. Das ist noch lange nicht die Anspruchshaltung der hiesigen Oberschicht, sondern die banale Realität, die man sich erst bewusst macht, wenn man einen Stock braucht. Das muss man klarstellen, wenn man wirklich von Integration spricht: Diese Hecke definiert den Normalzustand, zu dessen Einhaltung jeder ohne Rücksicht auf Stand und Herkunft beizutragen hat, der integriert sein will. Wer meint, dass Berliner oder Duisburger Standards auch schon reichen, um Teil der Gesellschaft zu werden, muss fairerweise auch vermitteln, dass solche Abstriche oder gar Verhandlungen um weitere Absenkungen nur dort gemacht werden.

pruegf

Der hiesige Standard tut nicht weh, man kennt das nicht anders. Es gibt genug, die sich hier integrieren und von den Vorteilen des Systems profitieren wollen, und andere, die das nicht wollen: Die suchen sich dann einen Ort, an dem sie sich die Freiräume nehmen, die ihnen geboten oder mangels staatlicher Ordnung nicht verweigert werden. Das ist nichts Neues, nur so funktionieren Failed States. Aber man sollte sich schon bewusst machen, dass diejenigen, die leichter Integration das Wort reden und glauben, dass wir das schaffen, sehr eigene Zielvorstellungen und keine Ahnung von unseren Hecken und ihrer normativen Allmacht haben. Möglicherweise steht dem Land deshalb eine grössere Debatte um die kulturellen Grundlagen bevor, und unten, im Donautal, ist der Eichenwald voll mit der regionalen Unterart Quercus alapam ducens. Da bedient sich der Eingeborene, wenn er keine Steckerl, sondern wirklich Prügel schlagende Argumente braucht.

82

267 Lesermeinungen

  1. A weng neidisch bin i scho
    Hier im schönen München schreitet die Verweltstädtung auch gut voran. Kleinen Kindern wird zwar schon beigebracht daß wir „das schaffen“, aber nicht mehr daß man seinen Abfall in bereitgestellte Mülleimer entsorgt.

    Innerhalb eines knappen Jahres ist der brandneue Spielplatz in unserer Nachbarschaft berlinisiert worden. Kletterwand versifft, das Gebüsch voller Coffee2Go Becher, halber Reiswaffeln und Guatlpapier. Nur die Empörung über die Ratten in Rauhaardackelgröße, die ist sauber. Ja mei.

    • Echt? Das kenne ich von München aber deutlich anders. Kann man da den Bezirken keinen Druck machen?

      Bei uns war am Stadtpark eine Notunterkunft für Asylbewerber, denen man die Regeln auf dem Spielplatz erklärt hat – das hat wirklich famos funktioniert.

    • "Druck machen?" Wie? Wer?
      Das Problem ist der teilweise fehlende politische Wille. Auch wird es mit zunehmender Einwohnerzahl und Größe der Unterkunft schwierig, dass etwas „famos funktioniert“. Die Zustände in der Umgebung der Bayernkaserne sind ja bekannt und wirklich nicht zu übersehen. Weshalb es da viele Beschwerden gibt und auch eine Reaktion der Stadt, die man durchaus pragmatisch nennen kann: es wird eben öfter gesäubert. Und von der Belehrung („Aufklärung“) und Beobachtung der Anwohner verspricht man sich anscheinend mindestens so viel wie von der der Verursacher (http://www.merkur.de/lokales/muenchen/nord/brennpunkt-bayernkaserne-3755676.html). So wird das jedenfalls wahrgenommen.
      Nur wenige Radlminuten weiter südlich: ein wunderschönes Wohnviertel mit vielen Kindergärten, Schulen, Spielplätzen – kein Wunder, dass es bei jungen Familien sehr beliebt ist. Und dann hat sich etwas verändert, unmerklich, schleichend, schon im letzten Sommer. Viele Kinder und Eltern hat man nicht mehr auf dem Lieblingsspielplatz angetroffen, die man eigentlich erwartet hatte. Irgendwann war dann klar, dass sich viele, die es konnten, in Hinterhöfe und Gärten zurückgezogen haben, andere versuchten, sich dazuzugesellen oder blieben gleich zu Hause. Und jetzt? Statt Kinderspielzeug liegen Essensreste herum und anderer Unrat, Glasscherben natürlich auch. Nein, eine ungute Stimmung gibt es nicht nur nachts vor Bankfilialen in kleinen Städten. Und wie auch dort, weicht man eben aus. Aus Angst, sich evtl. nicht korrekt zu verhalten oder weil man es gewohnt ist, Konflikten generell aus dem Weg zu gehen oder weil man ehrlich davon überzeugt ist, dass man den Spielplatz auch anderen überlassen kann. Es geht einem ja so gut, man hat Alternativen.

    • Schattenspender Stöckchenwender
      Da freut sich doch die Schilder Industrie.
      Nun neu, grösser da Multilingual

    • Zum Fortschritt der "Verweltstädterung" in München-Schwabing
      genauer: in dem beschaulichen Wohnviertel mit vielen Kindergärten und einer größeren Anzahl von Schulen jeder Art
      http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.drogen-und-waffen-gefunden-drogendealer-auf-spielplatz-festgenommen.9c6ed675-c849-468d-a66e-ac2e7a603759.html

  2. Botanische Zusatzfrage
    Stein- und Traubeneiche habe ich aus der Vegetationskunde noch mitgenommen, aber was bitte ist Quercus alapam ducens ?
    Google streikt.

    Danke.

  3. Rustikalen Reiche?
    Wie meinen den Autor?

  4. Ordentliche Ödnis
    „Hinter der Hecke kommt ein Neubaugebiet, voll mit jungen Familien: Die Gärten sagen alles über den Stellenwert von Zucht, Sitte und Ordnung.“

    Berliner Verwahrlosung sollte es für mich auch nicht sein, aber ein wenig mutwillig-versponnene britische Gartenverwilderung wäre mir schon lieber, als eine langweilig-leere, aber gesittete Ordnung.

    • Ich würe da auch nicht leben wollen, aber man muss, enke ich, damit leben, dass so die Wünsche der Menschen sind.

  5. Standard...
    …ist nicht da, wo Schilder das Schuttabladen verbieten. Denn da laden die Einheimischen Schutt ab. sonst bräuchte es das Schild nicht.
    .
    Echter Standard: da, wo die Schilder fehlen, weil sie nicht gebraucht werden (um auf eigentlich selbstverständliches hinzuweisen).
    .
    Anders formuliert: ein Land, das „Schutt abladen verboten“-Schilder braucht, ist ziemlich schmutzig.

    • Das ist eher eine „oppelt hält besser“ Taktik. Ich fahre da fast täglich vorbei, und habe noch nie Schutt gesehen.

    • Titel eingeben
      Die Bilder sehen alle nach 100% steriler Intensivlandwirtschaft aus, bis auf das eine… das mit dem Schild „Schutt abladen“, das mir einen schon etwas angejahrten Eindruck macht. In meinem Herkunftsdorf gibt es eine ähnliche Trift mit ähnlicher Vegetation, und das war zu meiner Kinderzeit: das Gülleloch. Jahrzehntelang wegen Sumpfgefahr gesperrt, inzwischen nur noch mit kleinem Schild ähnlich wie auf dem Photo. War es dort an dieser Stelle auch so?

  6. Titel eingeben
    „Es gibt genug, die sich hier integrieren und von den Vorteilen des Systems profitieren wollen…“

    Stieß rein zufällig gestern auf den Artikel zum Colonia Dignidad Arzt Hartmut H., der sich ja in den 80ern nach seiner „Rückkehr aus Chile“ in Rottach-Egern polizeilich angemeldet sowie auch dort der CSU beigetreten war.

    In dieser Gegend liegen ja auch keine Stöckchen herum, wie vom Don mehrfach berichtet (und es springt auch keiner drüber, wenn man ihn auf solche Vergangenheiten anspricht….auch nicht, wenn es um die Besuche von Strauss mit Söhnen in der chilenischen CD-Musterfarm geht)

    Interessant auch, dass Städte mit 133.000 Einwohner als Großstadt bezeichnet werden, wenn die Vergleichsstadt
    3,5 Millionen Einwohner hat.

    • Das kann man mit den dörfern an der Donua kaum vergleichen, würde ich sagen. Da wohnen keine Helfer von Pinochet.

    • Integrationsprunkstück
      Mir ist nicht ganz klar, was man da nicht vergleichen kann, Don – Wildbad Kreuth, Kloster Banz und München sind ein „paar“ Kilometer mit dem Rad entfernt von den „Dörfern mit Asylabwehrbewaffnung“

      Wussten Sie übrigens, Don, dass die Konditorei der Colonia Dignidad bis heute in ganz Chile berühmt ist? Leider kann ich Ihnen kein Kuchenstückchen aus dem nun in „Villa Baviera“ umbenannten Integrationsprunkstück präsentieren

      …. Und der ehemalige Münchner CSU-Stadtrat Wolfgang Vogelsang schwärmte nach einem Besuch dort: „Man ist konservativ, denkt an Bayern, zeigt die Fahne mit Löwen und Raute. Hoffnung für Deutschland“.
      Die Schreie der gefolterten Pinochetgegner sowie der sexuell vergewaltigten Sektenkindern hat er wahrscheinlich ob der lauten bayerischen Blasmusik nicht mitbekommen.

    • Ich sehe die Vergleichbarkeit nicht. Oder kennen Sie Folteropfer in Bayern?

    • Titel eingeben
      Leider kann ich Ihnen nicht sagen, wo in Bayern, die 100 zurückgekehrten Mitglieder der Colonia Dignidad ihren Wohnsitz genommen haben –

      aber wenn man Folter als die organisierte, vorsätzliche und planvolle Misshandlung hilflos gemachter Menschen definiert und sich die Vorwürfe der UN-Antifolterkommission anschaut (siehe United Nations Convention against Torture and Other Cruel, Inhuman or Degrading Treatment or Punishment ), vor zwei Jahre dem Vatikan gegenüber geäußert: „Die Uno – Kommission gegen Folter konstatiert erhebliche Defizite des Vatikan beim Umgang mit dem Thema Missbrauch“ – so ergibt sich alleine schon durch die Erwähnung der Domspatzen in Regensburg eine mindestens 400fache Antwort auf Ihre Frage, Don – und natürlich auch auf Ihre Überschrift „Prügeleinsatz und Integrations-arbeit“.

    • Sie erwarten jetzt nicht, dass ich Ihnen die Unterschiede zwischen einem Kirchenchor und Massenmord einer Diktatur erkläre, oder?

  7. Titel eingeben
    You made my day !

  8. Wie es Euch gefällt
    Die Fotos hätten in vielen Kleinstadtumgebungen enstehen können. Ob diese nach jedens Geschmack sind? Da scheiden sich möglicherweise die Geister. Ich weiß auf die Schnelle auch nicht, wie kurz oder weit der Weg von Ordnungsliebe zur Sterilität ist. „Si dans l’intérieur d’un État vous n’entendez le bruit d’aucun conflit, vous pouvez être sûr que la liberté n’y est pas“.
    Aber glücklicherweise gibt es nebenan, für Abenteuerlustigere die Alpen mit ihren sympathischen unaufgeräumt-chaotischen Felsverhauen. Inklusive diese 45°-Aufstiege auf unsicherem Grund, schnell einsetzende Gewitter, unerwartete Geröllabgänge. Die Gegenleistung, jenseits der aufgeräumten Ebenen: Ein großartiges Unterhaltungsprogramm – wenn man etwas damit anfangen kann.

    • @ Antesde, Belle citation de Montesquieu
      „….d’aucun conflit, vous pouvez être sûr que la liberté n’y est pas“. Nein ganz soweit ist es noch nicht ganz. Aber man sollte das mit den selbst erzeugten Konflikten aber auch nicht übertreiben nur um den Beweis zu führen dass man eine freiheitliche Gesellschaft ist. Das Paradebeispiel dafür sind ja unsere westlichen Nachbarn bei denen es inzwischen vor lauter liberté, égalité, fraternité zeitweise zur Ausrufung des Kriegszustandes und Ausnahmezustand gekommen ist. Verteidigungsminister Le Drian „C’est une guerre hybride mondiale.“
      Da reichen wohl alle Kärcher dieser Welt nicht mehr aus.
      .
      Französische Zustände, tut mir leid, erwarte ich in D noch in 2016. Mit allem drum und dran. Das EU/Eurogemurkse reichte mir vollkommen aus als „conflit“, Monsieur M.

    • Erinnert sich noch jemand an die Gerhart-Hauptmann-Schule und deren versuchte Räumung? Das auf 700.000 Abschiebungen hochrechnen. Da weiss man, was man haben wird.

  9. Sauber...
    In Düsseldorf wird ein- oder zweimal im Jahr zum Saubermachen aufgerufen, dann tummeln sich Schüler und sonstige Leute mit Müllsäcken, um zumindest die Grünstreifen an den Hauptstraßen halbwegs vom Dreck zu befreien. Es ist traurig, dass da immer etliche Wagenladungen Müll zusammenkommen.

    Aber ich muss ja nicht einmal das Haus oder Grundstück verlassen, um mich des „Ordnungssinns“ meiner Mitmenschen zu vergewissern. Vorm Haus liegen immer benutzte Taschentücher, gerne auch mal in die Briefkästen gestopft, Folien von irgendwelchen Schokoriegeln und jeden Tag zwei Bierflaschen. Der Spender wohnt in der ersten Etage, ein Moldawier, der mittags zwei Flaschen Bier holt und nachts die leeren Flaschen aus dem Fenster haut. Er könnte sie beim nächsten Bierkauf einlösen, aber dank HartzIV wohl nicht nötig, dafür sammelt sie der Hausmeister und holt sich das Pfand.

    Im Haus leben Kinder, die natürlich den Dreck nicht machen, ach wo, meine Kinder tun das nicht, das sind die Freunde, die sich nicht benehmen können, die gern die Fahrstuhltür zerkratzen, ihre Bonbonpapiere usw. im Treppenhaus verteilen, die Pinwand des Hausmeisters von sämtlichen Magneten längst befreit haben und meist fehlen seine Mitteilungen an die Hausbewohner dann auch gleich.

    Hinterm Haus zeigte mir der Hausmeister die Terrasse, übersät mit Zigarettenkippen, ich habe dann wutentbrannt gleich einem Pärchen in der ersten Etage, das in der Loggia rauchte, zugerufen, sie sollten sich hüten, die Kippen runterzuwerfen. Nein, das machen wir nicht, nie. Ich rauche selbst, auf die Idee, meine Kippen übers Balkongeländer zu werfen, bin ich in diesem Leben auch noch nicht gekommen.

    Ich habe dann in Powerpoint ein A4-Plakat gebastelt, Foto eines Kippenhaufens drauf mit der Frage, ob das sein müsse. Wem Duisburg-Marxloh oder ähnliche Orte besser gefallen, möge doch bitte dahin ziehen oder aber einen Aschenbecher benutzen. Diesen Zettel mehrfach ausgedruckt und in beiden Häusern, die mit einem Zwischengang verbunden sind, an jede sich bietende Tür geklebt.

    Was ich nicht für möglich hielt, es hat geholfen, keine Kippen mehr unten. Wie man allerdings fremden Kindern, die ich in der Regel gar nicht zu sehen bekomme, Manieren beibringt, ist mir noch immer unklar und grundsätzlich auch nicht meine Aufgabe.

    Wer jetzt glaubt, ich sei ein Putzteufel, ist hiermit herzlich eingeladen, meine Wohnung gründlich zu reinigen. Ich hasse Hausarbeit und den Dreck im öffentlichen Raum, den ich von Zuhause in Ostwestfalen nicht kannte.
    Es scheint vor allem ein städtisches Problem zu sein, den Abfalleimer vor der Nase wird alles fallengelassen, wo man gerade steht oder geht.

    Man schaue sich nur Veranstaltungsorte oder Stadien nach Ende an und ziehe seine Schlüsse. Das hat wenig mit Integration zu tun, allenfalls mit absoluter Gedankenlosigkeit.

    Ich fürchte, die größten Ferkel sind diejenigen, die dann aus dem Urlaub kommend von den ach so sauberen Städten und Gegenden schwärmen, die sie gesehen haben…

    • Frau Simon, "Sauber..." um 17:01 h
      Sehr geehrte Frau Simon, es obliegt mir nicht, an Ihren Worten zu zweifeln, ich selbst bin Einwohner in einer Großstadt, die man jenseits meines Wohnraumes, also den öffentlichen Raum in meiner Umgebung, durchaus als „Jammertal“ bezeichnen könnte. Aber man arrangiert sich halt irgendwie.

      Warum ich mich überhaupt auf Ihren Beitrag melde, möchte ich hiermit kurz umreissen: Auch ich bin Bewohner einer Wohnung mit Balkon, der unter der Wohnung eines Rauchers liegt. Und auch ich fand in schöner Regelmäßigkeit abgerauchte, alte und stinkige Zigarettenkippen auf meinem gepflegten Balkon, und ich bin sogar Nichtraucher!

      Um es kurz zu machen, allmählich geriet auch ich in in Rage. Wie unverschämt und gemein können Nachbarn sein, dass Sie einem das einzige Refugium, dass man an der frischen Luft sein eigen nennen kann, so einfach mit Ihren Zigarettenstummeln vermiesen. Ich wurde immer böser auf meinen Nachbarn und fing allmählich an über Polizeieinsätze und Rechtsanwälte nachzudenken, da ich – ebenso wie Sie – mir die Erfahrung des Satzes: „Das waren wir nicht, da haben wir nichts mit zu tun“, ersparen wollte.

      Jedoch, ich unterdrückte meine Wut und ergab mich meinem Leid, die von mir vermutete Bösartigkeit meines Nachbarn zwar nicht akzeptierend, aber gewissermaßen als Gottesurteil akzeptierend. Mir fehlten einfach die Nerven für Gespräche, das Geld für den Rechtsanwalt und die Freude an unschönen Polizeieinsätzen.

      Eines Tages saß ich also wieder mal auf meinem Balkon und von oben fielen Zigarettenstummel herab. Großartig, schoß es mir durch den Kopf, endlich erwische ich den Übeltäter inflagranti. Jetzt ist die Stunde gekommen, in der ich meine Stimme erheben werde und der feindliche Nachbar für immer in Schuld und Schande Abbitte bei mir leisten muss.

      Doch – ooh -, was sahen meine trüben Augen, als ich den Kopf in Richtung oberer Balkon, der etwas zurückgesetzt ist, drehte? Zwei schwarze Krähen befleißigten sich an den oberen Blumenkästen und Aschenbechern, und sortierten das Material, dass in den Krähenaugen zu nichts nütze war, mit ihren Schnäbeln so aus, dass sie es nicht fein, brav und ordentlich zurücklegten, nein, der schwarze Krähenhals nahm Schwung und warf die Zigarettenkippen einfach über die Brüstung auf meinen Balkon. Ich lernte an diesem Tag, das auch Krähen Zigarettenstummel nicht sehr schätzen.

      Sie glauben gar nicht, wie froh ich war, keinerlei Gespräche oder Beschwerdegänge bezüglich des über mir wohnenden Nachbarn getätigt zu haben. Nun weiss ich, sobald wieder mal Zigarettenstummel auf meinem Balkon herumliegen, dass man mich nicht ärgern will, sondern dass Mutter Natur manchmal ganz merkwürdige Wege geht.

      Mit den Nachbarn verstehe ich mich inzwischen wesentlich besser. Seitdem bin ich etwas vorsichtiger, was meine Vermutungen über die Bösartigkeit anderer Mitmenschen angeht.

      Es gibt halt noch so viele Dinge zwischen Himmel und Erde, die wir nicht verstehen.

    • @Knut Gnadenbrotler - so viele Krähen kann's gar nicht geben,
      wie Zigarettenstummel auf der Terrasse lagen, die sich immerhin an zwei Häusern entlangzieht, dicht an dicht, teils vom Wind etwas angehäuft, so etwas hatte ich noch nie gesehen. Nach meiner Zettelwirtschaft hörte das ja auch schlagartig auf, was also nicht dafür spricht, dass Krähen am Werke waren. Die kommen eh nicht in die Loggien, eher Eichelhäher, die mir die Blumenkästen umgraben und Eicheln usw. verstecken. Bei anderen besteht diese Möglichkeit nicht, ich bin die einzige von 19 Mietparteien, die eine grüne Hölle (auf dritter Etage) betreibt und die Geländer sind so schmal, dass man nichts drauf stellen kann.

      Was die Überbleibsel diverser Schokoriegel oder Popelfahnen angeht, meint meine direkte Nachbarin, sie habe den Freundinnen ihrer Töchter schon oft gesagt, sie sollen ihren Mist nicht in der Gegend verteilen. Das verhallt aber wohl ungehört und man fragt sich, machen die das zuhause auch so?

    • Titel eingeben
      Ja der Eichelhäher, der hat uns auch schon ein paar Eichen gepflanzt. Die ersten sind leider an Mehltau eingegangen, aber eine andere ist jetzt 15 cm hoch. Derzeit sieht sie sehr unscheinbar aus, nur ein Stengelchen mit einem dürren Blatt dran, aber wenn es wärmer wird, wird sie schon wieder aufwachen.

  10. GEHEIMPLÄNE
    eines meiner lieblingsprojekte 1991 war, das grundwasserpumpen in den ostdeutschen braunkohletagebauen (oder das war nach sozialistischer siffwirtschaft davon noch übrig war) sofort und vollständig einzustellen.

    die löcher hätten sich zu seen gefüllt und berlin wäre vorübergehend trockengefallen, der grundwasserspiegel hätte sich um mind. einen meter gesenkt oder noch mehr. unabsehbare folgen für die stabiltät der bauten. ein armageddon ! dr. A.M. würde an einem ausgetrockneten flusslauf hof halten.

    leider wurde ich überstimmt bzw. das argument der giftigen (real-sozialistischen)abfälle in den tagebaugruben wog schwerer.

    aber es war eine herrliche illusion !

    • Braunkohleflutung
      @Django,
      Sie waren wohl nicht mehr länger im Leipziger Umland.
      Ihre Idee wurde umgesetzt und eine sehr schönen Seenlandschaft ist entstanden:
      http://www.leipzigseen.de

    • @ djangohatnemonatskarte, 16. Februar 2016 um 17:27 Uhr
      Nun, ich würde mir wegen der misslungenen Grundwasserabsenkung keine allzu großen Vorwürfe machen. Damals war ja der Supergau des 22. November 2005, 10:55 Uhr noch nicht zu erahnen (der 22. fällt schon in den Frimaire, also den „Gefrorenen“, immer gut um als deutscher Schicksalsmonat zu dienen)
      .
      Übrigens, der Herr Juncker sagt ihr im heutigen Leitartikel des Wirtstieres dieses Blogs „…eine große Zukunft ihrer Politik voraus.“

    • Grundwassersenkung?
      Ich weiß ja nicht, wie es im Osten ist, aber die Tagebaue westlich von Köln kenne ich. Da wird natürlich auch gepumpt was das Zeug hält – damit ist aber der Grundwasserspiegel *niedriger* als ohne Pumpen. Und das bis nach Holland hinein!

    • Titel eingeben
      Die Braunkohletagebaue sind längst eine Seenlandschaft, und ein findiger
      Kopf (Name entfallen, sie haben ihm – mal zu recht – sogar eine Professorenstelle gegeben) stieß dort „Eiszeitspaziergänge“ an, weil man dort beobachten konnte, wie nach und nach Vegetation sprießte.
      Die Spree ist auch nicht ausgetrocknet, weil Siemensstadt plötzlich kaum noch Wasser brauchte – so ist das halt mit der Deindustrialisierung.
      Was Berlin mit der Serenissima gemein hat, sind die Holzpfähle, die immer schön im Sumpfwasser stehen müssen, aber Venedig steht noch und Berlin wird das wohl auch noch einige Jahrhunderte tun.

  11. Also bei uns wird die Rasenkante mit der Nagelschere geschnitten, reicht das?
    Zumindest sieht es so aus. Und wenn das noch nicht reicht, die Kieselsteine der Wege durch den englischen Rasen werden jährlich gewaschen. Selbstverständlich ist das nicht überall so, nicht in Bayern und nicht bei uns, aber fremd ist uns das nicht, die auch wir auf unsere Landschaft und unsere Häuschen achten. Was hat das aber mit Integration zu tun? Gibt es nicht überall auf der Welt solche und solche? Ist Sauberkeit schon ein Zeichen für Integration? Bei uns sind die Zugereisten jedenfalls frühesstens in zweiter oder dritter eingeheirateter Generation wirklich integriert, Sauberkeit hin oder her. Manche sind es denn auch nie, trotz Mitgliedschaft in Schützenverein oder Tennisclub. Das ist aber kein böser Wille oder gar Fremdenfeindlichkeit, das ist einfach so – normal. Und 1860er oder Fans des FCB werden hier wohl niemals heimisch werden können.

    Und nicht vergessen sollte man wohl auch, daß sich hinter manch glänzender Fassade ein Haufen Dreck findet, den man dort so sicher nicht vermutet hätte.

    Ansonsten eine gelungene, da erheiternde Milieustudie. Oder war das etwa ernst gemeint?

  12. Titel eingeben
    Komme gerade von einem kleinen Spaziergang hier im Süden Berlins zurück und mir fiel zum ersten Mal (in 35 Jahren) auf, dass tatsächlich einige der kleinen Straßen plötzlich sauber (!) waren; offenbar hatte man gerade ein Dutzend Ein-Euro-Jobber (o.ä.) durchgeschickt, denn „normal“ sind solch‘ saubere Straßen hier leider nicht.
    A propos: vergessen wurde im obigen Artikel die übliche Berliner-Straßen-Hundekacke.

  13. Stöckchen auf der Couch?
    Lieber Don Alphonso,

    an einem trüben, regnerischen Nachmittag wie heute ist es nett an Ihren Gedanken teilhaben zu dürfen, diesen schönen Worten, die doch jede Seele berühren und die Welt wieder etwas schöner erscheinen lassen – als sie vermutlich ist.

    So eine, von Ihnen beruhigte Seele neigt natürlich auf der Stelle zu einem gewissen Übermut und so bitte ich Sie die nachfolgenden Gedanken zu verstehen.

    Ich habe ja noch nie verstanden wie sich Menschen in 100%iger Plastikbekleidung, die ja wirklich jede unvorteilhafte Körperwölbung exzessiv zu Schau stellt – was bei Ihnen selbstverständlich nicht zutreffen wird – auf einem minimalistischen Stahlrad, womöglich sein Gemächt auf einem, wenn auch stilvoll, noch minimalistischerem Brooks-Sattel schädigen, tatsächlich in der schier übermenschlichen Lage sein können irgendwelchen Naturbetrachtungen nachzugehen.

    Dieser angebliche Einklang von unästhetischer Zurschaustellung körperlicher Individualität, abseits eines körperlichen Ideals (z.B. der Barberinische Faun in der Münchner Glyptothek) in einem eng anliegenden Plastikqualitätsprodukt und dem gleichzeitigen mit der Natur verbunden Sein, wird mir auf ewig verschlossen sein.

    Am Ende einer solchen Quälerei auf Asphaltstraßen in der bayerischen Provinz sieht man vielleicht in einer Art Delirium die Dinge etwas anders.

    Der allseits geliebte Donaukurier berichtet in Sachen Integration manches doch aus anderem Blickwinkel, wenn er z.B. heute schreibt:

    „Immer wieder verschwinden aus Ingolstadt unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, die unter der Obhut des Jugendamts stehen. Diese Nachricht gelangte jetzt über Umwege aus Kreisen ehrenamtlicher Helfer zu unserer Zeitung.“
    ( http://www.donaukurier.de/lokales/ingolstadt/Ingolstadt-Auf-der-Durchreise;art599,3182024#plx753985782)

    oder

    „Weichenrieder bangen um ihre Umgehung
    Weichenried (SZ) Seit Jahren kämpfen die Weichenrieder für eine Verlegung der B 300. Dafür wurden und werden einige Bürger abgesiedelt. Genau in diese Häuser sollen nun, da sie leer stehen, Flüchtlinge einziehen. Das sorgt für Unmut im Hohenwarter Ortsteil.“
    ( http://www.donaukurier.de/lokales/schrobenhausen/Schrobenhausen-Weichenried-verkehr_sob-verkehr-Weichenrieder-bangen-um-ihre-Umgehung;art603,3181981#plx31691521)

    oder
    „Der Zusammenhalt schwindet
    Pfaffenhofen Die ungleiche Verteilung der Asylbewerber im Landkreis spaltet die Bürgermeister. Deren Zusammenhalt schwindet. Die stark belasteten Kommunen wollen jene Gemeinden, in denen kaum Flüchtlinge leben,………“

    Pfaffenhofen: Ungleiche Verteilung der Flüchtlinge spaltet Bürgermeister Beschlagnahme als äußerstes Mittel – Lesen Sie mehr auf:
    (http://www.donaukurier.de/lokales/pfaffenhofen/Pfaffenhofen-Der-Zusammenhalt-schwindet;art600,3181954#plx1854084206)

    Ich will an dieser Stelle ja auch gerne schon vorab zu Kenntnis nehmen, daß es sich bei all diesen Meldungen selbstverständlich NUR um Einzelfälle gehandelt hat!

    Ja, und da war noch das Stöckchen.

    Weil es gerade regnet und ich meiner schlüpfrigen Phantasie freien Lauf lasse, stelle ich mir vor wie Don Alphonso seine Stöckchengeschichte auf der Couch liegend Dr.Freud erzählt.
    Mir kommt da unweigerlich Don Camillo in den Sinn, der Peppone mit einem Prügel verdroschen hat und daraufhin mit dem Prügel hinter seinem Rücken versteckt vor dem Kreuz steht und Gott mit den Worten zu ihm spricht:“Don Camillo, was versteckst du hinter deinem Rücken?“ Don Camillo sieht sich genötigt seine „Untat“ zu gestehen und zu Gott spricht:“Aber es ist doch Pappelholz, ganz weich!“

    Nun, für was könnte dieses Bild stehen, wo es bei Ihren Gedanken um Selbstkasteiung, Plastik, Natur und angeblich „gelungener“ IslamiIntegration geht?

    Seien Sie herzlich gegrüßt
    ObjectBe (objectbe.blogspot.ch)

    • Pfaffenhofen ist ein Spezialfall. Natürlich merkt man die Krise hier auch, aber es ist nicht so wie im Lageso.

  14. Ist das alles nicht auch ein...
    …Problem des Verhältnis – jedenfalls auf lange Sicht?

    Migranten gehen dahin, wo schon Migranten wohnen – also nicht ins bayerische Sauberland. Die Segregation der Wohngebiete und die ‚Gated Communities‘ werden auch in Deutschland zunehmen. Aber das ist nur der erste Schritt.

    Wenn die Familien mit den aufgeräumten Vorgärten nur einskommazwei Kinder pro Paar bekommen, die Neu-Bewohner der Berliner Müllhalde jedoch mindestens dreikommasechs, dann lässt sich das Verschwinden der Sauberhecke mit etwas Mathe relativ genau vorhersagen.

    • Erstens wird hier wie wild gezeugt.

      Zweitens muss man erst mal hierher kommen und durchhalten – obwohl doch so viele ethnisch geordnete Ghettos in Berlin entstehen.

    • @DonAlphonso
      Sie sollten aber vielleicht nicht so sehr von Ihrem persönlichen Eindruck ausgehen, die Geburtenraten im deutschen Bürgertum und bei gut integrierten Migranten sind unverändert niedrig, und meines Wissens trifft das auch auf Bayern zu. Sofern Sie das ernst und nicht ironisch meinen (bin mir da nie so ganz sicher, diese Bayernfolklore erscheint sogar mir bei grundsätzlichem Wohlwollen überzogen), verstehe ich auch nicht, wie man glauben kann, dass das bayerische Wohlstandsidyll, in dem man zwar über die CSU meckern kann, aber dann doch die Vorzüge konservativer Politik genießt, unbeschadet weiterbestehen wird bei der Fortsetzung gegenwärtiger Trends. Bei den Zahlen an einströmenden refugees, die im Raum stehen, wirds auch mit der Bayern-Idylle irgendwann vorbei sein, zumal ich bei der CSU in dieser Frage immer noch nicht den Willen zu entschiedener Opposition erkennen kann.

    • Das hat sich in den letzten zwei, drei Jahren massiv geändert und die jungen Leute, die ich kenne, wollen alle wieder Kinder. Das gehört wieder dazu. In vier, fünf Jahren kann es gut sein, dass sich alles demographisch wieder gegeben hat-

    • @DonAlphonso
      “ In vier, fünf Jahren kann es gut sein, dass sich alles demographisch wieder gegeben hat-“

      Glaub ich nicht, das widerspricht allen mir bekannten Aussagen zu dem Thema (von replacement level Fertilität ist Deutschland nach wie vor so weit entfernt wie kaum ein anderes Industrieland und da ist auch keine Trendumkehr in Sicht). Und dass junge Menschen gerne eine eigene Familie gründen wollen, das mag sein, nur muss man sich das aber auch leisten können…ich weiß nicht, ob Ihre Bekannten (sind die auch alle privilegiert?) da repräsentativ sind.

    • Also hier in München
      Gibt es andauernd Zoff im ÖPNV, weil zu viele Eltern mit Kinderwägen in Waggons, Busse und Tram wollen. Was auch daran liegen mag, daß ein Buggy heute schon die Größe eines kleinen Lastenanhängers hat; Kinder werden hier jedenfalls zuhauf geboren. Letztes Jahr erreichte die Geburtenrate meines Wissens einen neuen Höchststand.

    • @tommy
      Sie vernachlässigen den Einfluß der „Bessergestelten“.

      Darüber nachzudenken, was der vermehrte Kinderwunsch für die Arbeitswelt bedeutet, könnte sich lohnen.

    • @Samsara
      „Was auch daran liegen mag, daß ein Buggy heute schon die Größe eines kleinen Lastenanhängers hat“

      Nun gut, solche Erlebnisse habe ich in Heidelberg in öffentlichen Verkehrsmitteln auch; stört mich auch allgemein sehr, wie groß diese monströsen Kinderbehältnisse, fast schon kleine Panzer, heute sind (finde auch, dass Kinder ruhig im Haus bleiben können; allgemein auch schlimm, wie die heute verhätschelt werden und alles dürfen, sind eben was Besonderes, weil es nicht so viele gibt). Aber wenn ich (jetzt 31) über meine ehemaligen Schulkameraden und meine Bekannten nachdenke, hat da eigentlich bisher nur eine Minderheit Kinder…deshalb meine Skepsis, ob die Bekannten von Don Alphonso da so repräsentativ sind.

    • Demographie
      Pressemitteliung der LHS München:

      18.01.2016
      Erneut ein Geburtenrekord in München

      Auch im Jahr 2015 konnte – zum neunten Mal in Folge – ein neuer Geburtenrekord in München verzeichnet werden. 17 143 Kinder wurden 2015 geboren. Dies sind 693 oder 4,2% mehr Kinder als noch im Jahr 2014, in dem 16 450 Kinder zur Welt kamen. Damit ist die Steigerung der Geburten noch einmal höher als bisher. Im Jahr 2014 wurden „nur“ 499 oder 3,1% Kinder mehr geboren als im Jahr 2013.

      Auch 2015 hatten erneut die Jungen die Nase vorn. Von ihnen wurden 8 739 geboren. Mädchen kamen 8 404 zur Welt.
      Die meisten Geburten, nämlich 1 911 im Jahr 2015 wurden im September registriert, die wenigsten – nur 988 – im Februar.

  15. Ordnung aussen oder wie sieht es drinnen aus.
    Die Mär vom urbanen Menschen.

    Seit Jahren höre ich von Architekten, Stadtplanern und Politikern, dass die Zukunft der Menschheit in den Städten liegt. Aber auch seit Jahren kann ich diesem Paradigma nicht zustimmen.
    Für mich ist das einfach nichts.

    Ich kann schon verstehen, dass man soweit konditioniert werden kann, um in der Stadt leben zu können. Den natürlichen Fluchtimpuls zu unterdrücken. Die Sensibilität dafür, dass einem der Körper ständig zuruft: Lauf weg – auf ein erträglichen Niveau einzupendeln.

    Der Mensch ist ja auch anpassungsfähig. Das wird uns jedenfalls ständig suggeriert.

    Schaut man sich z.B. Science Fiction Filme an sind die Städte immer Orte der Verdammnis – des Schutts und dem Dreck. Die Flucht ins unberührte Land bzw. Sonnenuntergang verheißt das Gute. Schon komisch.

    Heute schickt man von Extacy entzogende in die Berge, das sie wieder spüren was es heißt sich als Mensch zu fühlen und sich auch so zu benehmen. Soll die Seele heilen. Ganz was neues.

    Übrigens steht seit letztem Jahr an meienr Kommode ein auf 80 cm gekürztes Fraxinus excelsior Bäumchen – der Rinde entledigt, leicht und handlich. Tja, ist halt so gekommen.

    Bleibt sauber!

  16. Titel eingeben
    „… wenn eine Stadt klein und dumm ist, statt gross und sehr dumm und versifft und von ungepflegten Menschen bewohnt, die das für das angemessene Lebensmodell des ganzen Landes halten. Vor elf Jahren war ich noch in einem Ort namens Berlin a. d. Spree, da vertritt man diese Meinung, weil man nie rauskommt und mit dem Fahrrad eine Stunde braucht, bis man etwas erreicht, das man als „Natur“ bezeichnen könnte.“

    Verehrter Don Alphonso!

    Soweit man in Berlin Ihre Kolumne liest, hat man Ihre Einstellung zu uns bereits zur Kenntnis genommen. Wir wissen hier auch die Darstellung Ihres phantastischen Reichtums, Ihres vorbildlich trainierten Adonis-Körpers, Ihrer unvergleichlichen Kultiviertheit und Ihrer tiefen Naturverbundenheit, die Sie noch im Dezember in der Heimat nistende Störche entdecken lässt, zu würdigen und erstarren darob in tiefer Ehrfurcht.

    Gestatten Sie mir dennoch eine Ansprache: Ich leiste hiermit offiziell Abbitte, für ausdrücklich jeden und noch den niedrigsten von uns (außer für den Schalck-Golodkowski), der jemals seinen nicht desinfizierten Fuß o in Ihre schmucke Gegend gesetzt oder etwa seine garstigen Gedanken auf Ihre Heimat gerichtet hat. Könnte ich es mir leisten, müsste ich Sie nun auffordern, mir die Reinigungskosten zukommen zu lassen. Doch wie die Dinge liegen, müssen Sie wohl mit meiner in rustikaler zwischenmenschlicher Manier vorgebrachten, aber höchst reumütig empfundenen Abbitte zufrieden sein; vor allem kann ich aber einfach nicht auf dem verlangten Niveau putzen.

    In aller Bescheidenheit weise ich darauf hin, dass zudem nicht wir den von uns gar nicht gewählten Seehofer loswerden, sondern Sie die von Ihresgleichen gewählte Bundeskanzlerin; danach sieht es ja derzeit aus.

    Das sollte Ihnen also eine gewisse Satisfaktion verschaffen. Die Bedingungen hier sind überdies, wie Sie selber wissen, so unattraktiv, dass eine Existenz hier den Vergleich mit dem Gulag nicht zu scheuen braucht.

    Vor dem Hintergrund werden Sie auch einsehen, dass wirklich kein Grund besteht, Ihre schönen Eichenwälder zu verunstalten und dort etwa Prügel abzubrechen, nur um damit weiter fruchtlos in die nichtswürdige nördliche Richtung zu drohen. Die Ästchen, die ich aus dem Wäldchen gegenüber holen könnte, wären kein Gegner.

    Aber wenn Sie bei sich zufällig über einen Steinbruch verfügen sollten, so schlage ich vor, Sie besorgen uns von dort große Wackersteine! Trainiert, wie Sie sind, dürfte das kein Problem darstellen. Wir treffen uns auf dem freien Feld und ich bringe den Zement mit, versprochen, und wenn ich ihn mir bei den Russen zu Wucherzinsen borgen müsste. Und wenn wir beide dann damit fertig sind, ist das Problem gelöst und keine Kanone musste zum Einsatz kommen, außer für einen Salutschuss zur Freude der Tatsache, dass sich niemals wieder jemand aus dem Norden eine Meinung über die Verhältnisse hinter dem antipreußischen Schutzwall bilden kann, denn dieses Mal wird die Mauer chinesische Ausmaße annehmen, versprochen.

    Habe die Ehre.

    • Ich bin ja mal gespannt
      Auf den Fertigstellungstermin dieser Mauer. Und wer die dann bezahlt, denn geborgt ist ja schnell mal was.

      („Sacklzement“ ist übrigens ein urbayrisches Kraftwort)

    • Na dann schauen Sie doch mal
      Na dann schauen Sie doch heute mal in das Online-Portal des `Tagesspiegel´ (Berlin) und scrollen ganz zum Ende der Seite, wo das Foto des Tages den Eingang zur Turnhalle des Andreas-Gymnasiums in Friedrichshain zeigt. Es liessen sich ohne Anstrengung hunderte solcher versiffter und heruntergekommener Gebäude, bevorzugt in Mitte, Kreuzberg, Neukölln und Friedrichshain zeigen. Gerne auch Neubauten oder frisch renovierte Häuser, die nächtens angeschmiert werden oder aus denen heraustretend man morgens vor demolierten Autos steht.

      Das sagt alles über das zügellose und verwahrloste Verhalten vieler Leute in der Hauptstadt.

      Was also gibt es auszusetzen an der Aussage von Don Alphonso?

    • Randnotiz gestern: Vier Autos angezündet, Staatsschutz ermittelt.

  17. Glückliches Bayern
    Werter Don Alphonso,

    Ihre Anleihe bei Robert Gernhardts (sel. A.) „Elchen“ für den Titel verstört ein wenig… Empfehlenswert ist auch sein „Gleichnis“ – am besten unbearbeitet.

    Eindringlicher ist dann schon das wiederbelebte Bild aus der Kindheit, wenn man zu hartnäckig „am Watschenbaum gerüttelt hat“. Mein früherer hessischer Wohnort, eine unlängst mit Goldmedaille als „Schönes Dorf“ bedachte deutsche Siedlung: Die reinlichen Straßen und betroffenen picobello gepflegten Vorgärten sollten Sie einmal sehen nach dem Karnevalsumzug… Es kippt halt alles recht schnell um bzw. segelt auf sehr dünnem Eis. Das durch den Ort murmelnde Flüßchen wird jährlich aufwendig durch Unentwegte auf drei Streckenkilometern von sehr viel Unrat befreit. Die noch visafreie bayerische Staatsgrenze ist ca. 14 km entfernt. Was das doch ausmacht!

  18. Aufräumer
    Zu einer Zeit, als in Bayern gerade der letzte Sudetendeutsche integriert werden musste und Berlin noch irgendwo im Ostblock lag, hat unser Dorflehrer die in Sichtweite der kleinen dummen Stadt a. d. Donau gelegene Landschaft mit seinen Schülern aufgeräumt. Was da an Zivilisationsmüll zusammenkam war beachtlich und der Zeitung eine grosse Meldung wert.

    Heute sind die Landschaften auf- und ausgeräumt und weitgehend frei von Müll, aber ein wenig fad, weil man die biologische Vielfalt gleich mit entsorgt hat – Ihre Bilder zeigen das ja auch. Ich glaube, dass sich die Gegenden eher durch die Qualität kommunaler Dienste unterscheiden als durch grundsätzliche Mentalitätsunterschiede der Bewohner, und da ist die oberbayerische Provinz der Hauptstadt wohl weit voraus.

    • Was die Lanschaft angeht, habe ich die Ecken genommen, die weit und frei sind, aber wenn man nur ein kilometer weiter südlich ist, ist da der Gerolfinger Eichenwald, und auf der anderen Seite wird es auch urwüchsiger, mit mehr Hecken und Diversität. Das ist hier ein grosses Thema.

  19. Gemeinsame Lebensvorstellungen
    „Was sich hier zeigt ist, dass eine gemeinsame Herkunft weitaus weniger relevant als gemeinsame Lebensvorstellungen ist…“

    Sehr schön beobachtet und formuliert, lieber Don, auch wenn ein Komma fehlt, wie ich gleichermaßen spießig wie ketzerisch anmerken darf. Zu diesem Aspekt gab es übrigens vor kurzem in der FAZ einen sehr unterhaltsamen Artikel, der so manchem Liebhaber der Verwahrlosung nicht gefallen haben dürfte:

    http://www.faz.net/aktuell/politik/fluechtlingskrise/warum-deutsche-muslime-abneigung-gegen-fluechtlinge-haben-14059221.html

    Unnötig zu sagen, dass mir Herr Salk sehr sympatisch ist. Nur Krefeld hätte ich mir an seiner Stelle sicher nicht ausgesucht.

    • Da, bitte, zum Verstreuen; ,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,

      Ih habe als Vermieter ja jede Menge Erfahrung mit Meschen, die nicht hier geboren sind, und egal ob Japanerin, Tunesierin, libanese, Kölnerin oder Franke: Was hat sich immer gut gefügt, weil Bildungs- und Berufsinteressen ähnlich waren.

  20. spießig
    He Don,
    Sie sind doch gar nicht so provinziell wie Sie tun. Warum singen Sie so penetrant ein Loblied auf das angstgesteuerte Nostalgie-Spießbürgertum ? Geben Sie’s doch mal zu: Die Welt wird nie mehr so sein wie damals, und auf keinen Fall anständig und kuschelig. Trotzdem können wir alle das beste draus machen. Man nennt es auch das Bullerbüsyndrom. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ausgerechnet Sie auch schon infiziert sein sollen.

    Mit allergrößter Hochachtung
    Ihr El Hell

    • Sie kennen die Ecke hier nicht – Deutschland zerfällt. In einen Teil, der bewahrungsfetichistisch ist und einen. der erneuerungsfaschistisch ist. Dazwischen sitzen viele, die nicht klarkommen. Aber doch, he elhell, es gibt noch Ecken, in denen man nicht mit „he“ angesprochen wird.

    • Titel eingeben
      Daran zerren doch dann beide Seiten.

      „dazwischen sitzen viele, die nicht klarkommen.“

      Die zwischen den Stühlen

    • "Erneuerungsfaschistisch"
      ist ein Geistesgeschichtlich gar nicht so abwegiger Begriff.
      Die Leute machen den Faschismus immer an Xenophobie o.ä.fest, die Komponente des positivistischen Weltverständnis lassen sie immer außen vor. Und hier gehört bspw. der Nexus Faschismus-Futurismus hin.

      Es ist allerdings die Frage, wie lange es braucht, bis so ein genialer Begriff wie Erneuerungsfaschismus von der Willkommenszensur, vulgo Master hatespeech Maas, kassiert wird.

  21. Drahteselein streck' dich
    In der Tat, ein sehr eleganter Artikel und ein weiterer Schritt aus der Löwenhöhle heraus, Ew. Liebden.

    Den Knüppel haben wir mittlerweile ja Alle, irgendwie und irgendwann zur Verwendung gerne parat.

    Was dem Ochsen sein Pfefferspray, ist dem Jupiter sein Villenvorort und die Leidensfähigkeit seiner Hintersassen.

    Am Freitag ist ‚Kosakenzipfelchen‘ in Brüssel und dann wern mal amol schaun.

  22. Bayern.Ein Wintermärchen
    Noch immer das hölzern pedantische Volk,
    Noch immer ein rechter Winkel
    In jeder Bewegung, und im Gesicht
    Der eingefrorene Dünkel.

    Sie stelzen noch immer so steif herum,
    So kerzengerade geschniegelt,
    Als hätten sie verschluckt den Stock,
    Womit man sie einst geprügelt.

    Heinrich Heine

    http://gutenberg.spiegel.de/buch/-383/4

    • In einer Welt, in der alle buckeln und Befindlichkeiten regieren
      ist das mit dem verschluckten Stock ja fast schon ein Kompliment. Wo Phlegma regiert heißt es „Dit is Berlin“. Aber kiek ma da? Denen gehts gut, die Wirtschaft brummt, die haben weitgehend alles im Griff? Gleich mal drauf eindreschen.

  23. Nun weiss
    der sich achtungsvoll verneigende Leser leider immer noch nicht, ob die Donauwellen der Konditorei über die Öde der Provinz hinwegtrösten und die sonntagsarbeitende Verkäuferin den Autoren auch darüber informiert hat, was zuhause so mit dem Prügel getanzt wird. Und kirchliche Unterstützung bei der Renaturierung einer wilden Müllkippe (von wem stammt der Müll nur?) kennt man in Berlin wahrscheinlich auch noch nicht. Trotzdem, ein weiterer schöner Artikel, aber dieses Mal nicht so weit gedacht, wie an wärmeren Tagen.

  24. Watschenbaum
    Der Watschenbaum ist ein fester Arm,
    und was fünffingerig dranhängt,
    daraus macht man die Watschen.

  25. "Hi" und "He"
    Von einer über 70jährigen Doctrix werde ich am Telefon und in mails auch mit „hi“ angesprochen, sie hält das für flott und jugendlich und ich belasse sie in dem Glauben.
    .
    Wenn Stadtteile herunterkommen, wie das in meiner Vorstadt leider auch der Fall ist, dann hängt das von den Bewohnern ab, die sich nicht dagegen wehren. Es gibt hier zwar viele neue und teure Genossenschaftswohnungen, aber deren Bewohner rennen morgens zur U-Bahn, abends zurück, frequentieren nur ein paar Geschäfte und ziehen sobald sie Kinder bekommen sowieso weg, wenn sie nur irgendwie können.
    Und es gibt ein für mich immer noch unverständliches Einverständnis
    eigentlich ganz normaler, kleinbürgerlich-proletarischer und selbst keineswegs krimineller, Wiener mit Kleinkriminellen, z.B. der dreissigjährigen Mindestsicherungsbezieherin, die manchmal schwarz kellnert, vor allem aber vor der Schule Zeugs, das sie an der tschechischen Grenze ersteht, dealt und überlegt, wie sie in eine Frühpensionierung erreichen kann…
    Andrerseits ist es einfach gefährlich sich einzumischen oder jemanden zu ermahnen, das wird umgehend mit Gewalt beantwortet.
    Man kann sich also nur unterordnen oder wegziehen, wenn man kann.
    .
    Der Schmutz ist geringer als in Berlin, weil die Stadt Wien eine gut organisierte Müllabfuhr und brave städtische Gärtner hat. Die Unkultur wird so mit öffentlichem Geld servisiert. Aber ich wäre dafür, die Schulklassen zum Aufräumen in die Parks zu schicken: was man selbst geputzt hat, verschmutzt man dann doch weniger gern.

    • Ein allgemeines Problem
      Freut mich, zu hören, dass die Stadt Wien nicht kampflos aufgibt. Ich hatte sie seit meinem letzten Besuch auch in angenehmer Erinnerung.

      Ansonsten gibt es die von Ihnen beschriebenen Symptome auch bei uns Piefkes zuhauf. Die Kommunen drohen zwar immer wieder Strafen für die ‚Vermüllung‘ an, aber eine „saubere Stadt“ gilt wohl mittlerweile als faschistoide Illusion kleinbürgerlicher Pedanten.

      Gegen das trotzige Fehlverhalten der Jugend (ich war vor nicht allzu langer Zeit Elternvertreter, und da berichteten mir die Lehrer, wie die von zu Hause mitgebrachten „Stullen“ an die geweisselte Wand geworfen wurden), nun ja, man geht ja lieber in den Pausen zu „McDoof“) würde nur ein vorbildliches Verhalten der älteren Jahrgänge helfen. Aber, was ich mittlerweile erlebe, Rentner beiderlei Geschlechts benehmen sich wie der „Rotz am Ärmel“, im Straßenverkehr ist nur noch ‚Pressing‘ und im Lebensmittelgeschäft müssen sie sich der Unterschreitung des sozialen Abstands im Kassenbereich mittlerweile mit einem unter den Arm geklemmten Regenschirm von kriegstauglicher Qualität die Zombies vom Leibe halten.

      Man kann sich unterordnen, in der Tat. Oder, aber die die ‚Flugroatzen‘ jedweder Gestalt zunächst einmal auf Armlänge auf Abstand zu halten. Politiker an ihre Pflicht erinnern. Nie aufgeben. Sich nicht ärgern. Die eigenen Schuhe putzen. Aussehen wie Ed Sheeran – und trotzdem Spaß haben.

      Charmanten Gruß.

    • Wiener Charme
      Früher haben auch einfache Wiener gerne gezeigt daß sie sich zu benehmen wissen, konnten sich so aufmerksam und rücksichtsvoll von sozialen Begrenzungen befreien, das trug sehr zur Integration der Gesellschaft bei. Das ist leider vorbei.

  26. gemeinsame Lebensvorstellungen
    Wie soll man das im Don-Alphonso-Text angesprochene Phänomen benennen,

    wenn an gewissen Schulen
    (z.B. in einem gewissen Bundesland)
    Toilettengeld verlangt werden soll(te),
    weil rätselhafterweise (?) ider möglicherweise (?) oder vermutlich (?)
    (die i.d.R. landes-schulministeriell eingesetzte) Schulleitung
    es nicht vermochte (?) bzw. für nötig befand (?) bzw. nicht willens war (?),
    disziplinmäßig zivilisiertes Schüler-Verhalten einzufordern und durchzusetzen?

    – als Beleg-Beispiel
    Maria-Sibylla-Merian-Gesamtschule Bochum (Schulleiter Martin Breuer)
    http://www.virtualnights.com/magazin/klogebuehr-an-schulen.27937

    • So isses!
      „Das ist das eigetntliche Problem, die Bedenkenlosigkeit, mit der die Menschen ihr eigenes Umfeld ruinieren. Oft verstehen si gar nicht, was daran verwerflich ist. Und wenn doch, ist es ihnen auch egal.“

      Mehr muss nicht gesagt werden! Müll im Kopf entspricht dem
      Wohnumfeld. Alles Gute weiterhin!

  27. What' the Fuck is Pentax?
    Werter Don, keiner fragt nach der Kamera (ist doch Bilder machen auch immer eine Frage der Optik), die Pentax M mit 1/2000 Verschlußzeit? Was für ein Vergnügen, diesem Salon, ohne dass man durch einen Scanner muss (bitte nehmen Sie auch den Schal ab, Gürtel auch), einen Beitrag einzureichen, und Sie hauen den raus. Oder auch nicht.

    Das Stichwort Pentax M erinnerte mich an meine und dies wiederum an Ihre, darf ich sagen Schnappschüsse? Die gewiss wohl vorbereitet waren und sind von wegen Stöckchen.
    Zurück zu Ihren Bildern, bei denen ich mich wundern würde, wenn Sie mehrere Optiken mit sich führen. Angesichts Radeln und minimalster Stöckchenzuladung kaum vorstellbar.

    Digital oder analog frage ich mich. Ich tippe mit der 50/50 Chance casinomäßig (und bin dabei vorbereitet auf war nix) auf analog, denn es sind immer wenige Bilder, mal nah dran und dann auch mal wieder sehr weit weit weg. Andererseits. Wer wartet heute noch Bilder und sortiert Negative weg?

    Ich bin kein Bayer, aber sehr wohl stolz auf meinen Vater, der auf Ski zur sudetendeutschen Schule rutschte und mir dessen Zuneigung zur Schönheit der Bergwelt mitgegeben haben muss, denn die Heimat meiner Mutter ist flach wie Teller. Meine visuellen Souvenirs aus 30 Jahren Berlin sind von Ende der 70er bis heute ein Trashimperium. Und das in jeder Beziehung. Dennoch war ich überrascht, dort einmal Ende der 90er Mitbürger zur Reinigung ihrer Straße mit tatkräftiger Unterstützung der BSR zu motivieren. Es waren nicht wenige. Es blieb dann eine ganze Weile recht ordentlich. Es machte den Eindruck, die BSR wollte sich das nicht zweimal antun.

    Ich gestehe, ich verstehe nicht, was Menschen an verpisste, versiffte und verkeimte Großstadt finden (es sei denn, man macht was mit Medien), und Berlin war immer Trashimperium (Ihre Aufzählung stimmt in etwa), aber ich finde es geradezu beruhigend, dass es die Mehrheit hin zu städtischen Mülleimern in Containergröße zieht. Auch die Neubürger. Und irgend wann sieht man den überwiegend architektonischen Rotz auch nicht mehr. Und die Pisse fällt olfaktorisch auch nicht mehr so ins Gewicht. Auf dem Lande hier stinkts gelegentlich auch, und dann vom Feinsten.

    Als Raucher verpeste ich natürlich auch hier die gute Luft, vermeide es aber tunlichst, meiner Umgebung die geringste Achtsamkeit zu verweigern. So landet oft eine Kleinigkeit in meinen Taschen, um alsbald ordnungsgemäß entsorgt zu werden. Eine Diffamierung als Spießer lass ich mir gerne gefallen, sind diese Rufe doch ohnehin von Mitmenschen, mit denen ich supergerne nichts zu tun haben möchte. Und die ohnehin nichts verstanden haben, noch je verstehen werden. Deppen, einfach nur Deppen und schlechte Kinderstube bzw. keine. Aber Müll trennen!

    Und egal, ob Metropole oder Dorf, sich an unvermüllter Natur und unvermüllter Umgebung zu ergötzen, ist dieser Klientel eh‘ unbekannt. Ich bin ganz sicher, diese Mitmenschen waschen sich auch ihre stinkenden Füße nicht. Und ihr verqueres Weltbild, ausgestattet mit geradezu borniertem Sendungsbewußtsein (irgendetwas mit Medien!), sieht eher die Flipflopschuhbewerten Schokokiddies auf afrikanischen Computerschrottbergen als den verkeimten Peek in der eigenen Küche.

    Aber Roboter mit Senf, Ihrem Stil nach würde ich Ihnen unverschämt zu einer Lomo raten.

    In Erwartung visueller Beigleitung Ihrer nächsten textlichen Raketen verbleibe ich herzlichst dankend.

    p.s. Texte auf iPads zu schreiben ist ein Graus. Wem geht es noch so?

    • Gibt gute Tastaturen für´s IPad.
      Meine persönliche Empfehlung für die, die mit passender Hülle für Tastatur plus IPad kommen. Ja, das Bildschirmtippen ist ziemlich doof.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

  28. Müll und Gesundheit
    Es schient eine Assoziation zwischen asozialem Verhalten und, u.a., Sauberkeit der Nachbarschaft zu geben: https://www.researchgate.net/profile/Benjamin_Edwards5/publication/222421061_Neighborhood_influences_on_young_children's_conduct_problems_and_pro-social_behavior_Evidence_from_an_Australian_national_sample/links/53f297980cf2f2c3e802592d.pdf
    insofern schon ein wichtiges Thema!

    VG
    Der Onkel

  29. Zunehmende Schizophrenie
    Im Zusammenhang des Aufräumens und der Umweltliebe bemerke ich eine zunehmende Schizophrenie, die da heißt, man empört sich z.B. über die pösen feinstaubigen Stinkerdiesel, schmeißt aber gleichzeitig seine Kippen und anderen Müll (McDo) aus dem Auto. Nach dem Motto Umwelt retten ist nicht meine Sache.
    Irgendwie haben sich die Wertigkeiten wieder verschoben. Ich bilde es mir zumindest ein, daß es zwischenzeitlich schon mal besser war. Was jetzt natürlich zu unseren Zuwanderern passt, die auch keinen Vertrag mit minimalen Umweltstandards haben. Wer die Migrantenschlangen zw. D und A gesehen hat und die Müllreste entlang der Marschroute weiß wohin die Reise geht.

    • Scheinheilige Tradition
      Das habe ich auch noch nie verstanden, ist aber so.
      Deutschland nimmt für sich schon lange in Anspruch, beim Müll besonders nachhaltig und vorbildlich zu sein. Dann kam die böse Überraschung der Wiedervereinigung, als plötzlich der ganze elegant in die DDR verschobene Sondermüll wieder „heim im Reich“ war.
      Und heute beruhigen sich die Mülltrenner damit, daß der ToGo-Becher ja nur aus Pappe ist. Wie viele Millionen werden davon monatlich produziert, einmal benutzt und dann irgendwo hingeworfen?

    • Nicht von mir. Ich nehme Porzellan.

  30. Titel eingeben
    „diejenigen, die leichter Integration das Wort reden“ legen, wenn Worte nicht mehr helfen, anscheinend auch gern einmal Feuer. Neben fremden Autos inzwischen auch an eigene Kultstätten wie dem Hamburger Pudel…

    Ansonsten hat man das Gefühl, das auch hier in den Kommentaren der rhetorische Gegenwind allein um der Rhetorik Willen zunimmt…

  31. @colorcraze
    Das mit der Intensivlandwirtschaft stimmt schon. Ab Landkreis Neumarkt in Richtung Süden ist viel flurbereinigt worden. Vom RMD-Kanal zu schweigen.
    Obwohl das keine besonders gute Gegend für Landwirtschaft ist. Stoana (Steine) und wenig Wasser/Niederschlag.

    Jetzt versucht man im Landkreis Neumarkt anderes
    http://www.oekomodellregionen.bayern/

    • Titel eingeben
      Es ist halt so ohne jeden Rain und ohne jede Hecke, „ausgeräumt“, wie weiland in den 80er Jahren in der DDR auf der Magdeburger Börde. Vor ca. 5 oder 10 Jahren sah ich mal in der Mark viele Felder mit Feldrain, und war ganz glücklich, mal wieder eine echte Kornblume zu sehen (die erste hatte ich vor 40 Jahren in Südtirol erblickt). Mir wurde erklärt, das sei der neuste Trend, daß man wieder Feldraine stehen lasse, vorher seien die Felder auch jahrzehntelang „ausgeräumt“ gewesen. In Schleswig-Holstein wollen sie nun wohl auch langsam wieder zu den Knicks (kleine Streifen mit Baumbestand) zurückkehren, nachdem sich die Monotonfelder als austrocknungsanfällig gezeigt haben.

    • Die sog. Flurbereinigung erweist sich nachträglich als grosser Fehler – zum Glück war as wegen der Baumreihen im Oberland niht möglich, und davon lernt man gerade wieder.

  32. Prediction is very difficult, especially about the future
    meinte u.a. der (dänische) Physiker Niels Bohr (‚Bohrsches Atommodell‘) nicht ganz zu Unrecht:

    „Düstere Szenarien folgten, von verwaisten Kindergärten und schließenden Schulen, verlassenen Landstrichen und leerstehenden Stadtquartieren, von gravierendem Arbeitskraftmangel und überlasteten Rentenkassen …

    Auf Grundlage solcher Prognosen wurden
    die Rentenreformen der Agenda 2010 und
    die Rente mit 67 durchgesetzt.

    Heute zeigt sich: Das war Schwarzmalen mit Zahlen. Deutschland schrumpft nicht, es wächst. Und das … schon seit 2011.
    Damals hatte die Volkszählung noch eine um 1,5 Millionen nach unten korrigierte Einwohnerschaft von 80,2 Millionen ergeben,
    was die These vom Bevölkerungsschwund zu stützen schien.

    2014 lebten aber bereits 81,2 Millionen Menschen im Lande.
    Und Ende 2015 werden es wohl an die 82 Millionen sein,
    Trend: weiter steigend …“
    http://www.fr-online.de/politik/demographie–deutschland-waechst—gegen-alle-prognosen,1472596,33050112.html

    • Die Renten sind nicht mehr sicher (Norbert Blüm 2015)
      Auslandsvertretung Kasachstan

      Seit Inkrafttreten des Aussiedleraufnahmegesetzes am 01. Juli 1990 müssen Aussiedler bzw. Spätaussiedler vor ihrer Ausreise nach Deutschland noch vom Herkunftsgebiet aus ein förmliches Aufnahmeverfahren beim Bundesverwaltungsamt durchführen.

      Bundesverwaltungsamt prüft im Rahmen dieses Aufnahmeverfahrens, ob die gesetzlichen Voraussetzungen tatsächlich erfüllt sind und erteilt dann den Aufnahmebescheid. Erst dieser berechtigt zur Einreise in die Bundesrepublik Deutschland.

      Derzeit werden im Bundesverwaltungsamt Aufnahmeanträge für rund 30.000 Personen bearbeitet.

      Von 1988 bis heute reisten rund drei Millionen Spätaussiedler und deren Angehörige in die Bundesrepublik Deutschland ein. Seit einigen Jahren ist ein kontinuierlicher Rückgang beim Zuzug zu verzeichnen. Reisten im Jahr 1990 noch deutlich über 300.000 Personen ein, so sind es seit dem Jahr 2000 wieder unter 100.000.

      Lieber Don,
      Ich hoffe das ist jetzt nicht zu sehr Off-Topic.

      MfG
      Dr. Seltsam

    • Geburtenrückgang
      der Schock – wie bei Niels Bohr – ist alt. Er existiert seit
      der Wende zum 20.Jhdt., als selbst US-Präsidenten
      diesem Phänomen ratlos gegen überstanden und es nur beklagen
      konnten.

    • @Publicola
      Das halte ich alles für Augenwischerei, auch in dem FR-Artikel wird ja deutlich, dass das Wachstum vorrangig auf Zuwanderung basiert, und Zuwanderung zumindest der Art, wie wir sie in den letzten Monaten erlebt haben, wird überhaupt keine Probleme lösen, sondern nur noch alles viel, viel schlimmer machen.

    • Deutschland wächst
      „Heute zeigt sich: Das war Schwarzmalen mit Zahlen. Deutschland schrumpft nicht, es wächst. Und das … schon seit 2011.
      Damals hatte die Volkszählung noch eine um 1,5 Millionen nach unten korrigierte Einwohnerschaft von 80,2 Millionen ergeben,
      was die These vom Bevölkerungsschwund zu stützen schien.“

      Die letzten Auswanderungszahlen sprechen nicht dafür: In 2014 sind 914.000 Menschen aus Deutschland ausgewandert. Vergleicht man diese Zahl mit den vorherigen 10 Jahren, so ist die Steigerung enorm hoch: In 2004-2013, also innerhalb von zehn Jahren, waren *insgesamt* nur 1,4 Mio. Menschen ausgewandert. (Quelle: statistisches Bundesamt)
      Warum wandern plötzlich so viele Menschen aus Muttis Bullerbü-Traumland aus?

    • Allora, avanti ......
      Das ist natürlich ein recht ambitioniertes Ansinnen, aus einer sozusagen „mikrosoziologischen“ Beobachtung auf makro-sozio-ökonomische „Hinter-Gründe“ zu schließen …. wird durch das diffizile Phänomen der „Gentrifizierung“ letztendlich bestätigt? ….. Und natürlich sticheln die Spötter, die in der Wertschätzung reinlicher Gehwege oder im „Do not enter the lawn“ nur Spießbürgertum oder, schlimmer, Singapore’s drakonische Maßregelung (bürgerliche Selbst-Disziplinierung) erkennen (wollen) ……

      Doch so falsch scheint mir der Umkehrschluß nicht zu sein: Da, wo der „Staat“ keine Ressourcen mehr aufbringen kann, verwahrlost die Infrastruktur, der öffentliche Raum, wird gekapert ….

      Dass die umfassende Verwahrlosung von Quartieren nicht nur von der Bewohnerschaft (deren Mentalität, sozialem Status, pekuniärer Ausstattung) abhängen muss (wie hier ja in frecher Spitze (aber sicherlich gar nicht abwegiger Weise) gegen gewisse Berliner Milieus insinuiert wird), ist vielleicht an dem (beklagenswerten) Engagement von Eltern schulpflichtiger Kinder in Berlin erkennbar, die mittlerweile die Räumlichkeiten der entsprechenden Schulen eigenhändig durchführen, da der Berliner Senat (flächendeckend) die Reinigungskräfte nicht mehr beschäftigen/entlohnen kann …. u. die Chuzpe aufbrachte, von rein singulären Fällen (verwahrlosender Schulen) zu reden … mittlerweile, so hört man, haben in Berlin auch reguläre verwaltungsrechtliche Vorgänge eine Bearbeitungszeit von mindestens vier Wochen ….. naja, das war die Situation vor der forcierten Migrationskrise (-;
      Aber sicherlich verfügen die maroden u. hochverschuldeten Bundesländer nördlich der bairisch-fränkisch-schwäbischen Sprachgrenze über genügend Kapazitäten, um in aufrichtiger Servicementalität weiterhin ….. öhm ….. vielleicht Steuern einzutreiben? (noch ein Smiley)

  33. Prügeleinsatz und Integrationsarbeit
    Schon jetzt gibt es Verlierer der Flüchtlingskrise *

    Für die Clans, die ganze Stadtteile beherrschen, scheint
    der Artenschutz entfallen zu sein.

    * nicht Frau Merkel. Anstand würde Haltung voraussetzen.

  34. Auch in Berlin schätzen viele Sauberkeit
    Sehr geehrter Don,

    auch hier nervt Viele, vor allem auch die Ureinwohner, das Vermüllen der Stadt sehr. Man muss nicht allzu alt sein, um sich daran zu erinnern, dass es diesbezüglich hier auch schon besser war. Besonders auch vor dem Berliner Landesbankensskandal, der wir eine Overtüre der Finanzunruhen 08 war. Danach verkamen die öffentlichen Plätze und Grünanlagen immens (neben der Schließung vieler Kinder- und Erwachsenenbibliotheken und Kinder- und Jugendeinrichtungen, der gewaltigen Absenkung der Temperaturen in öffentlichen Bädern usw. usf.!).

    Und Sie haben nicht nur recht, wenn Sie das als angenehmen Standard wünsche, denn es ist soviel angenehmer. Es stimmt leider wirklich, dass es hier weit mehr gibt, die es schätzen, dass sie sich daneben benehmen können (es ist wie mit den Plastikmüll an türkischen Stränden – es scheint dort für alle Zeichen des Wohlstands zu sein, und er stört dort zumeist keinen). Wir wollen es ja hier nicht haben, wie in Stuttgart, aber etwas mehr wie von Ihnen beschrieben ganz gewiss. Dazu würden übrigens auch sogenannte Sperrmüll-Aktionen führen, die es früher auch in Berlin gab.

    Am Rande, und doch zum Thema passend:

    „Siege von Kerber und den Handballern: Sie haben es geschafft

    … Man muss das überhaupt nicht überhöhen, man muss das nicht mit Pathos, schon gar nicht mit nationalem Pathos, zukleistern. Aber vielleicht ist der Sport dieses Wochenendes, sind Angelique Kerber und die deutschen Handballer, ja gar kein schlechtes Beispiel dafür, dass aus „Wir schaffen das“ ein „Wir haben es geschafft“ werden kann.“

    http://www.spiegel.de/sport/sonst/handball-europameister-sie-haben-es-geschafft-kommentar-a-1074952.html

    Hier wird die AfD gleich noch mitbesprochen: http://www.focus.de/sport/mehrsport/angie-handball-helden-felix-loch-danke-fuer-dieses-sportwochenende-und-danke-fuer-diesen-willen_id_5252163.html

    Und hier weiß man, wie es geht: Zeit – „Wochenmarkt
    Apple Crumble gegen rechts

    Vielleicht bin ich naiv, aber ich glaube, die Welt wäre besser, wenn die Leute mehr Apple Crumble äßen. Alle bösen Gedanken fallen von einem ab, wenn einem dieser süße, warme Duft von Apfel, Karamell und Butter in die Nase steigt. Es ist der Duft nach Kindheit und Geborgenheit – selbst wenn man gar keine kochende Mutter hatte. Eine Kugel Vanilleeis schmilzt über diesen herrlichen Streuseln, und man ist für mindestens ein paar Momente mit der Welt versöhnt. Vielleicht ein guter Snack für den nächsten AfD-Parteitag? An apple crumble a day keeps the Fremdenhass away…“

    http://www.zeit.de/zeit-magazin/2015/48/apple-crumble-kuchen-wochenmarkt

    (Klar, dann vergessen sich die drängenden Tatsachen, die der AfD Aufwind verleihen, wie von allein!)

    Womit wir wieder bei den angenehmen Dingen und formidablen Köstlichkeiten wären (das läuft einem inzwischen auch ohne Foto der Backkunst das Wasser im Munde…).

    (Eine solche auch diese: http://gutenberg.spiegel.de/buch/der-ewige-spiesser-2884/1 )

    Vielen Dank für diesen wunderschönen Text. Feine Beobachtungen und Darlegungen. Talent eben! Wie herrlich solche Artikel zu genießen. Das ist auch ein Dienst am Schönen, Guten und Wahrem.

    Viele freundliche Grüße – azur

  35. Sauberkeit und Einwanderung
    Ja, Bayern ist sehr sauber, nur vergleichbar mit der Schweiz und Singapur. Dort klappt es, trotz einiger Reibungen, auch sehr gut mit der Einwanderung und der „racial harmony,“ weshalb die als undemokratisch verfehmte politische Stabilität dort (CSU, Zauberformel, PAP) Ausdruck einer Zufriedenheit des satten Wahlvolks ist.

    Wer dem schmutzigen New York oder San Francisco nachtrauert und den Weggang der Künstlerszene dort beweint, sollte sich daran erinnern, dass junge und oft nur gefühlte Künstler nicht von Dreck und Kriminalität sondern von niedrigen Mieten angezogen werden. Das macht Städte vielleicht sexy aber für hart arbeitende Menschen und Familien unbewohnbar, die dann in die Vorstädte abziehen müssen. Seitdem Manhattan wieder teuer und bewohnbar geworden ist, sind die Künstler (nicht die Gallerien) nach Detroit weitergezogen, dass ja bekanntlich in Ruinen liegt.

    Dass das mit der Einwanderungsgesellschaft in den USA geklappt hat, lag v.a. daran, dass die Lebensbedingungen in New York vor dem ersten Weltkrieg so grauenvoll waren, dass die Einwanderer nach Westen weitergezogen sind, wo ihre Arbeitskraft gebraucht wurde. Wer sich mal das tenement museum in New York angesehen hat, der wird schnell begreifen, dass der Sozialstaat sich nur dann mit Einwanderung verträgt, wenn es wie in Ingolstadt Arbeit gibt. Sonst machen es sich die Einwanderer nämlich allzu oft in der ethnisch organisierten Kriminalität gemütlich, wie man das im armen, versifften, und letztlich provinziellen Berlin schön beobachten kann, das dem alten New York in dieser und wirklich nur dieser Hinsicht sehr ähnlich ist.

    Und wer meint dass die bösen bösen Kapitalisten Angst vor der Einwanderung haben, der sollte mal in die Frick Collection in New York gehen. Die gehörte einem blutsaugenden Stahlunternehmer, der mit den Migranten und deren Ausbeutung sehr viel Geld verdient hat. Denn wer Wohnungen zu vermieten hat oder dem Staat anderweitig gegen Bezahlung dienen kann, verdient sich an der Flüchtlingskrise eine goldene Nase – und kann, wenn es hart auf hart kommt, nach Lugano oder ins geschleckte neue Manhattan ziehen.

    • Singapore
      In Asien ist das Bewusstsein für Sauberkeit allgemein ziemlich unterentwickelt. Dass Singapore es geschafft hat, zu einer Stadt zu werden, welche für die perfekte Sauberkeit berühmt ist, liegt vermutlich nur daran, dass geringstes „Littering“ seit Jahrzehnten mit sehr hohen Geldstrafen geahndet wird und dass Singapore wie ein perfekter Polizeistaat funktioniert.

    • Singapur
      Da kennen Sie aber Singapur schlecht. Waren Sie schon mal da oder lesen Sie nur die duemmliche deutsche Berichterstattung? Und auch Sued Korea und Japan sind blitzblank, vielleicht nicht im Vergleich zur Schweiz, aber im Vergleich zu NRW oder Berlin.

    • @Tam
      Da ich die Gegend von vielen Reisen kenne, kann ich ihnen was Singapur angeht nur zustimmen, wobei man vielleicht noch hinzufügen sollte, dass es nicht nur ein Polizeistaat ist, sondern dass man dort sich in Gerichtsurteilen schon auch mal die Prügelstrafe einhandeln kann.

      Weit überraschender ist es hingegen, dass man auch bei der Weiterfahrt durch Malaysia, diese Sauberkeit findet.
      Wäre eigentlich trotz Islam, ein wesentlich lohnenderes Urlaubsziel als der durch und durch korrupte Polizeistaat Thailand, wenn man halt in Malaysia nicht nur immer 2 Wochen Visa bekäme…
      Ich habe in Malaysia ausschliesslich gute Erfahrungen gemacht.

    • Singapur
      Schwachsinn. Singapur ist kein Polizeistaat. Mangels Interesse, kann der Staat nicht einmal alle Planstellen bei der Polizei besetzen und ohne die Wehrdienstleistenden sich nicht einmal eine Bereitschaftspolizei leisten, weil die Singapurer woanders besser verdienen.

      Die Koerper- und Todesstrafe in Singapur mag man ablehnen, mit Polizeistaat hat das aber nichts zu tun. Singapur ist sicher keine Vorzeigedemokratie, aber im Gegensatz zu Malaysia nicht durch und durch korrupt und per Verfassung rassistisch und islamitisch (googlen sie mal Bumiputera). Was den Dreck angeht empfehle ich einen direkten Vergleich: Fahren Sie ueber die Bruecke nach Malaysien und sehen sich Johor an. der Unterschied is augenfaellig.

      Aber was soll’s, wer informiert sich heute noch gewissenhaft und hinterfragt kritisch was man so in Zeit und SZ liest.

    • Prügelstrafe in Singapore
      @ Altbaier

      Bayern Einwohner 12,7 Mio., 29.800 Polizisten
      Singapore Einwohner 5,5 Mio., 41.500 Polizisten
      Finnland Einwohner 5,4 Mio., 7.800 Polizisten

      Dass die jungen Singaporeaner nicht gerne Polizist werden wollen, ist ein anderes Thema.

      Ich kenne Singapore vermutlich wesentlich besser als Sie. Ich bin dort so oft gewesen, dass ich das nicht nachzählen kann, also zig Mal. Wir lebten 15 Jahre in Asien. Diejenigen, die dort leben, die „Westeners“, nennen Singapur einen Polizeistaat.

      Dass Schulkinder im Büro des Schulleiters oder vor ihrer Klasse Prügelstrafen bekommen (nur Jungs, Alter 6-19, in primary & secondary schools), nennt sich caning, kommt von cane, ein Bambusstock. Das geschieht auf den Po oder auf die Hand. Entweder sechs leichte Schläge oder drei mit „full force“.
      Für Graffiti gibt es fünf bis neun Monate Gefängnis ohne Bewährung plus caning. Zu solch einer Strafe wurden 2014 zwei deutsche Jugendlichen verurteilt.
      In den Besserungsanstalten wird caning als Strafe beim Fehlverhalten angewendet, auch bei Mädchen.

      Tja, wenn Singapore kein Polizeistaat ist – selbst wenn die Politik demokratisch gewählt ist und die Menschen mit dem System zufrieden sind – das sind zwei Paar Schuhe. Wenn Sie unter einem Polizeistaat etwas Anderes vorstellen, das ist Ihr gutes Recht. Ich finde Singapo-re toll (höchstens nur für 3-4 Tage), aber ich muss das System nicht gut finden.

    • Werter TDV, meine Favoritenfolge ist ggü. Ihrer etwas auf den Kopf gestellt:
      1. Philippinen – oh so nett können doch auch ausserhalb Bayerns die Katholiken sein!
      2. Thailand – die verrückten Buddhisten, sehr sehr lustig aber anstrengend.

      NY Anfang der 80er – und das ist jetzt wirklich schwierig – aber noch dahinter
      ..
      …. Malaysia – bei diesen miesepetrigen klebrigen Krämerseelen in ihren Schmuddellädchen (ohne gekühltes Bier) war ich froh, wieder weg zu sein. Protzige neue Petronas towers und schöne Cameron highlands hin oder her, der Abschied fiel nicht schwer.

      Bin selbst Atheist – sollte mir eigentlich gleichgültig sein – ists gefühlt aber ganz und gar nicht.

    • Ach so Singapore ...
      … da hat sich die Jugend am Wochenende so dermassen vollgesoffen, dass sie überall hingereiert haben. Fast wie in Bayern, nur etwas gefährlicher – das öffentliche Kotzen meine ich.

    • Köstlich
      Nun, Prioritäten sind halt ebenfalls verschieden. Die Philippinen kenne ich nicht, ausser dass ein Freund von mir der dort lebte verschollen ist… Thailand ist abgesehen von einer mittlerweile persönlichen stark angstiegenen generellén Abneigung gegen dritte Welt immer noch empfehlensert. Wenn ich von dort nach Penang fuhr, so war die Sauberkeit gegenüber Thailand immer beeindruckend. Vielleicht hab ich ja zufälligerweise die angenehme Ecke des Landes erwischt…

  36. Urbane Zentren und laendliche Rueckzugsraeume
    Die urbanen Zentren sind attraktiv und die Landflucht in der Welt, auch in Deutschland, waechst rasant.

    Die neugebildeten urbanen Subkulturen haben auch neue Werteprioritaeten und Wahlverhalten. Linksliberale Dominanz gibt es in den meisten urbanen Grossraeumen, was manche allgemeinen Trends verstaerkt.

    Proporz, Korruption, Unfaehigkeit, ‚laissez-faire‘, etc. in der Politik und Verwaltung haben in der Ueberflussgesellschaft viele Kompromisse erlaubt, bei Besitz zB zeigt dies die relative Akzeptanz der miserablen Aufklaerungsstatistik von sprunghaft gestiegenen Einbruechen (mit noch miserablerer Verurteilungsstatistik), bisher zum grossen Teil begangenen von hochprofessionellen Banden aus EU-Suedosteuropa.

    Gewaltkriminalitaet war bisher unter Kontrolle, doch das Vertrauen in das staatliche Gewaltmonopol sinkt kontinuierlich – was dem Einen sein Eichenknueppel ist dem Anderen (noch) sein Pfefferspray – der Wunsch nach Buergerbewaffnung steigt…

    Auch die migratorischen Neuankoemmlinge wollen in die Staedte und verstaerken die Verunsicherung durch die wahrgenommene oder wirkliche ueberdurchschnittliche Beteiligung an Raub- und Sexualdelikten. Von der vermuteten Gefahr durch terroritische ‚Schlaefer‘ unter ihnen moechte ich nicht schreiben, halte sie aber fuer real.

    Der laendliche Raum ist sicherer. Die Gemeinschaften sind oft noch uebersichtlich und die Nachbarschaftsueberwachung funktioniert, im Guten wie im Schlechten.

    Leider werden auch die laendlichen Rueckzugsraeume fallen, wenn rein zahlenmaessig die urbanen Grossraeume weiter ueberlaufen mit Migranten, die keine Zukunft hier haben oder sehen, und der Konkurrenzdruck in der Welt der Kriminalitaet um zu Ueberleben steigt.

    Dann ist die Idylle vorbei…ueberall, auch an der Donau.

    Es wird so schwer wie noch nie vorauszusehen, welche Parteien-Koalition den individuellen und kollektiven Waehlerwillen wirklich umsetzen wird, und die berechtigten Interessen deutscher Buerger ausreichend durchsetzt, zusammen mit oder eben auch gegen europaeische und globale Interessen.

    Also gut nachdenken, wo man bei den anstehenden Wahlen 2016-17 sein Kreuzchen setzt.

  37. Erneuerungsfaschisten
    Vielen Dank fuer diese Wortschoepfung! In einem Wort so viel eingepackt, erst beim zweiten Lesen erkannte ich den Wert.

    Einzelstehend ist es schon grossartig, aber, wenn gewuenscht, koennte man es mit Adjektiven erweitern. Einige Anregungen:

    Nihilistische EFs, lemminghafte EFs, gruen-camouflagierte EFs, selbstzerstoererische EFs, delirante EFs, geschichtsignorierende EFs, wahrheitsleugnende EFs, etc

    Dem geneigten Leser wuensche ich viel Freude bei eigenen kreativen Ergaenzungen.

  38. Tagesschau ändert Titel von: Merkels Flüchtlingspolitik - Starrsinn oder humanitäres Mantra? (3 U
    in nun: „Bleibt Merkel beim „Wir schaffen das“?

    Dort eine Zusammenfassung des Patzers der zu Absprachen Unbegabten, die erst alle überfährt und dann Unterstützung einfordert.

    Aber Sätze, die noch vor 2 Wochen undenkbar für dieses Medium gewesen wäre, nun da der Umfrageabsturz (der der Union langfristig Schaden bringen wird) und die Isolation in Europa.

    „George Clooney und die KZ-Überlebende Ruth Klüger haben sich dafür verneigt vor der Kanzlerin. Deutschland und Europa sind da deutlich skeptischer.“

    Was für ein veränderer Zungenschlag in einem Medium, die bisher zu 100 % auf Merkellinie ist http://www.tagesschau.de/ausland/merkels-fluechtlingspolitik-101.html

    Der Artikel wurde kurz darauf von einer Durchhalteparole Junckers flankiert. Der EU-Kommissionschef von Merkels Gnaden verweist auf die Widervereinigung und Kohl, als ob der Massenzustrom das Gleiche wäre, und mal eben damals Millionen Unterbringungen geschaffen werden mussten oder geschaffen worden wären: http://www.tagesschau.de/ausland/eu-fluechtlingskrise-101.html

    Auf dessen Aussagen vertraut ebenfalls keiner, der halbwegs Verstand hat. Die Österreicher halten weiter dagegen und sind sich sicher, dass die BRD umschwenken müsse:

    „Merkel soll Österreich folgen

    Österreichs Bundeskanzler Werner Faymann glaubt dagegen nicht an einen Erfolg der Merkel-Strategie. Er rechne damit, dass Deutschland die restriktivere Flüchtlingspolitik seines Landes bald übernehmen werde. Regierungen müssten „mit Blick auf die Realität“ Beschlüsse fassen, sagte der Sozialdemokrat dem „Kurier“. „Das haben wir getan. Und ich glaube, dass wir Schritte gesetzt haben, die Deutschland auch noch setzen wird. Ich bin persönlich überzeugt, dass wir da bald wieder im Gleichklang sein werden“, so Faymann.“

    In der dazugehörigen Leserdebatte sind dann etliche (darunter wohl nicht selten auch Kofmichs), die von einem Weichen vor rechten Schlägertruppen schwafeln und keine Vorstellung von den Folgen entwickeln können, und dem, was hier gerade herstartet, weil sie sich vom Mutti Merkel hergelock sehen (getrieben von dem Wissen, dass es immer schwieriger wird hereingelassen zu werden). Schön auch die Beobachtungen, dass ja im Umfeld noch nicht viel passiert sei. Was muss denn erst passieren, damit klar wird, was noch mehr tausende unbegleitete Minderjährige bedeuten und massenhaft für den deutschen Arbeitsmarkt völlig Unausgebildete bedeuten (von denen ein Fünftel erst einmal Lesen und Schreiben lernen müssten, so sie wollen und können, und bei denen massenhaft eine halbwegs geeignete Schulbildung fehlt).

    Kohls angeblich blühende Landschaften sind viel eher für viele hier ein ordentlicher Grund zur Skepzis. Junckers, der Luxemburger Dunkeltuter gibt die Armee Wenck…

    „20 Prozent der Flüchtlinge seien Analphabeten, 80 bis 90 Prozent müssten erst qualifiziert werden, damit sie eine Ausbildung machen könnten. „Da müssen wir doch überlegen, wie überwinden wir die ganzen Hürden.“ Zuwanderer müssten auf den Arbeitsmarkt hingeführt werden. Wenn sie dort seien, „dann gelten die Regeln, wie für alle“, sagte der CSU-Chef.“

    http://www.tagesschau.de/inland/integration-115.html

    Denke auch, es wird sich noch herausstellen, dass der Seehofer Horst klug und verantwortungsvoll agiert hat. Ein Glück, dass CSU-Bayern im Rahmen der Krise der offenen Grenzen einen Hort der Vernunft bot.

    Was für ein Irrsinn andere, also das Volk, den Unionspartner und vor allem die europäischen Nachbarn so zu überfahren und dann noch Unterstützung zu verlangen. Dabei hat Merkel wie gesagt auch noch ihre Partei nachhaltig fertig gemacht (weil die es lang ausdauernd mitgemacht und nicht verhindert haben). Gut nur, dass sich gleich noch andere entlarvt haben.

    Man beachte auch vor allem, wie in dem eingangs genannten Artikel über sie gesprochen wird. Mal sehen wie viele Wochen weiter, und die gegenwärtigen Abgeordneten werden einen Abgang über das konstruktive Misstrauensvotum geradezu erbetteln, um nicht bei Neuwahlen ihrer lukrativen Pfründe verlustigt zu gehen…

    Junckers und Merkel, das ist nicht viel besser als der Schokokönig, der eingesetzte MP, die Atombombentimouschi, Fu..-endlich-die-YÄhOoh und der Schlipsbeißer von Odessa. Was für ein Personal! Gibt es denn nur noch solche?

    • Im Onlinebereich arbeitet Anna-Mareike Krause, dann darf da auch noch Patrick Gensing Antifauntestützung machen, da wundert mich gar nichts.

  39. Erklärungsversuch
    Im dörflichen und ackerbauerstädtischen Altbayern bei tendenzieller Inzucht wirkt sich der bayrische Nepotismus segensreich aus. In welche Tasche man auch wirtschaftetet, sie gehört der Verwandschaft. Wohin man seinen Müll entsorgen möchte, schimpft ein Onkel oder Vetter.

    Dass bei gleichen Bedingungen auch alles schief gehen kann, zeigt Griechenland. Womit wir bei Adolfs Theorie gelandet sind, dass die Rasse macht, dass ein Volk kein Gift sey. Deswegen wähle ich CSU in Bayern und die Müllabfuhr in Berlin.

    solidarische Grüße aus Berlin

    • Die richtige Dosis Nepotismus finde ich immer noch besser als europaweite Ausschreibungen, siehe Putzdienst in Berliner Schulen.

    • Ingolstadt
      Nur dass es der Berliner auch weiss, Audi sitzt in Ingolstadt und ebenso die petrochemische Industrie, weswegen der Ort denselben Ausländeranteil wie Berlin und gleichzeitig pro Kopf eine anderthalb mal so hohe Wirtschaftskraft hat. Darauf wird auch im Artikel verwiesen, aber ausserhalb Bayerns kann man ja selbst bei Abiturienten nur noch ein mangelhaftes Textverständnis voraussetzen.

      In Bayern klappts in Bayern auch mit der Integration besser, weil die Migranten dort nicht im Gemüsehandel oder in der Dönerbude arbeiten sondern in der Industrie.

    • Petrohemie spielt keine grosse Rolle mehr, aber MBB und Media Markt und sehr viele spezialisierte Mittelständler.

    • Ingolstadt
      Na, da merke ich wieder einmal dass ich nun schon 22 Jahre aus Bayern weg bin.

  40. Das bezweifel ich. Wir kommen gerade von Bad Wiessee am Tegernsee (;-)), Dort um den Medical Park wurden am Wochenende mehrere Pinguine von ihren Besitzern ausgeführt. Das Bedienpersonal dort kommt auch schon aus der Weltgegend, die zwischen Asien, €pa und Afrika liegt. Genaues weiß man noch nicht, denn die Tegernseer Zeitung hält sich noch an den „Pressekodex“.

  41. EINWANDERUNG, SAUBERKEIT, ARBEIT
    @ Altbaier
    einwanderungswellen verknüpft mit dem vorhandensein von arbeitsangebot haben sich in D immer gut angelassen, was wäre aus der ruhrbergbau im vorletzten jahrhundert ohne arbeitswillige polen geworden ????????????????

    und wir hätten nie einen fussballspieler, was sage ich, wir hätten nie einen flügelgott wie Reinhard (Stan) Libuda erleben dürfen und das, was der legendenumwobene Nicolas Born aus ihm literarisch gemacht hat………….“die horde der Libudas, acht stück.“……………ja, es gab auch in Bottrop oder Waltrop gepflegte böschungen lesen wir, gute ruderer kamen da immer her !

    heute sieht das eher anders aus, gerade die untersten lohnstufen werden weiter der globalisierung und roboterisierung zum opfer fallen…….. zum medienproletariat und dem von den wissenschaftministern und frau Wanka geschaffenen akademischen dauerzeitvertragsproletariat kommt nun das flüchtlingsproletariat………..vielleicht bekommt Karl Marx doch noch recht…………….? es können ja nicht alle die 4000 offenen busfahrerstellen bekommen.

    bei sauberkeit, da fällt mir die saubere diskussionskultur ein, da geht es ja auch aktuell eher drüber und drunter………die enttarnung läuft………Oetti, der vielzitierte hier, greift da endlich als erfahrener und erfolgreicher ehemann mal durch und auch Gabriel (nicht Peter Gabriel, der singt so toll) haut drauf. nicht die angst der tormanns vor dem elfmeter, nein, die angst der politikverlierer vor dem 13.03., dem neuen D-day.

    da hilft es auch nicht, wenn Junker aus der puppenstube luxemburg die geschichte bemüht und wer sich da einträgt…………….hat wohl zuviel rotwein…………………..äh ich meine Hegel gelesen…………..

    • Juncker, der gerade selber noch einen Steuerskandal hatte… solche Fürsprecher wünscht man sich.

    • Junker..
      …wird in Italien nur als willfähriger Lakai der deutschen Kanzlerin gesehen.

    • Wenn Merkel geht, ist Juncker auch bald weg.

    • Das Gesetz der Serie
      Der neue D-Day 13.03. wird voll die SPD treffen.

    • Das Lamm legt sich auf den Broadway
      Menschen aller Schattierungen vorrätig zu haben
      muss gut fürs Geschäft sein.
      Frankiert, adressiert, in seltsamer Leblosigkeit –
      die ihre Persönlichkeiten angleicht.
      Und unter Angabe der Gewinnmöglichkeiten,
      erkenne ich einige Leute aus der Produktpalette.
      Kein bisschen zerfressen von der Knechtschaft der Arbeit,
      nur in knittriges Packpapier oder in humanitäre Bandagen gewickelt.

      Die große Parade der leblosen Hüllen
      – alle bereit zum Gebrauch.
      Die große Parade der leblosen Hüllen
      – sie brauchen nur noch eine Sicherung.

      Die Halle arbeitet wie ein Uhrwerk.
      Ihre Hände sind Sklaven der Zeit.
      Leer in ihrer Fülle,
      gleich einer eingefrorenen Pantomime.
      Jeder Körper ist ein repräsentatives Verkaufsstück
      Und trägt eine individuelle Beschreibung in seinem Schrein.
      Ausgestellt mit todsicheren Superlativen,
      trägt mein Bruder John die Nummer neun.

      Das Dekor an der Decke ist geschmückt
      Mit der Angabe ihrer Aktionsgrenzen (Belastbarkeit).
      Ich kann kein Zeichen von freiem Willen erkennen,
      also mache ich mich aus dem Staub.

      Weg von der
      Großen Parade der leblosen Hüllen
      – alle bereit zum Gebrauch.
      Der großen Parade der leblosen Hüllen,
      die nur noch eine Sicherung brauchen.

      (The Lamb) 1974

    • Armutsmigration
      Ja, Armutsmigration und Fluechtlingsmigration koennen hervorragend funktionieren, aber nur dann, wenn es fuer die Migranten auch Arbeit gibt, die wirtschaftliche und soziale Mobilitaet ermoeglicht. Die Hugenotten und Masuren sind da klassische Beispiele, und natuerlich auch die Gastarbeiter, die in den 50er Jahren nach Deutschland kamen. Das trifft auch auf viele der bettelarmen Leibeigenen zu, die vor den zaristischen Progromen aus Russland geflohen sind, und deren Nachfahren in den USA jetzt in Wissenschaft, Medizin, und die Justiz eine herausragende Rolle spielen.

      Der Unterschied zu damals ist, dass man auch als Analphabet in einer Fabrik oder einem Bergwerk so viel Geld verdienen konnte, dass die Kinder nicht mehr zuhause mitarbeiten mussten und zur Schule gehen konnten, wo ein hoher Integrationsdruck herrschte. Heute gibt es solche Jobs nicht mehr, und dank der sozialstaatlichen Alimentierung fuer abgelehnte Asylbewerber auch keinen Grund, zurueck nach Hause zu gehen, wo man einen Knochenjob machen muesste, um ueber die Runden zu kommen.

      Deshalb hat Merkel hundertausende Dauerarbeitslose ins Land geholt, die keinen Grund haben sich zu integrieren oder die Integration ihrer Kinder zu befoerdern. In zwanzig Jahren werden die Deutschen die Banlieues um Paris und Luton als leuchtende Beispiel gelungener Integration feiern.

    • Polen
      Ich fürchte die Polen sind ein Beispiel wie langwierig Integration selbst von benachbarten Europäern ist. Nach einer kleinen Nachricht aus der FAZ aus der Mitte der 80er Jahre waren damals die ins Ruhrgebiet eingewanderten Polen in der Kriminalitätsstatistik in der vierten/fünften (?) Generation (!) noch signifikant auffällig, hatten also noch immer Schwierigkeiten mit ihrem neuen Leben in neuem Umfeld.

      Erinnert sich noch jemand an die Nachricht oder hat sie gar noch?
      Seit wann werden in der Bundesrepublik (und Frankreich) die Herkunft nicht mehr in der Kriminalitätsstatistik erfaßt?

    • ad Altbaier 17.02. 13:30
      100% Zustimmung. Und alles völlig vorhersehbar aufgrund der vor einem halben Jahr und vorher vorhandenen Daten und Erfahrungen.

      Eines wird aber noch dazukommen: Gerade in der akademisch gebildeten Mittelschicht wird die Tendenz stark werden, sich aus diesem Lande zu verabsentieren, da man erstens nicht als Bezahlbüttel für eine große Zahl von dauerhaft Bildungsfernen fungieren möchte, die das Land intellektuell, kulturell, sozial und finanziell hinabziehen, und zweitens es auch im Lande eng werden wird mit als sicher geltenden Wohngegenden und effizienten Schulen für den Nachwuchs. Ob das paranoide Projektionen sind, wie uns die politischen und journalistischen Volkspädagogen derzeit – gerne unter Zuhilfenahme von Hänschens Nationalpsychologie – erzählen: wir werden sehen.

    • @ Gast 17. Februar 2016 um 21:01 Uhr
      Als Auswanderer teile ich Ihre Meinung nicht. Ich habe Deutschland nicht verlassen, weil es mir dort (zumindest in Bayern) nicht gefallen haette, sondern weil ich im Ausland besser Karriere machen konnte. Das trifft nur fuer wenige Taetigkeiten zu, und wer in Deutschland einen klassischen Mittelschichtsberuf ausuebt kann es eigentlich nur in der Schweiz oder vielleicht in Norwegen und Schweden besser haben.

      Wer unter Merkel’s himmelschreienden Unvermoegen leiden wird (und es ist Inkompetenz, denn Deutschland braucht dringend Einwanderung, aber eben keine wilde, unqualifizierte und unqualizierbare) sind die sozial Schwachen, die mit den lebenslang und vermutlich ueber Generationen zu alimentierenden Migranten um Sozialleistungen konkurrieren muessen. Die Mittelschichten und deren Kinder werden das in ihren Wohngegenden und auf dem Gymnasium nicht mitbekommen und deshalb brav Gruen waehlen.

    • @Gast
      Da haben sie sicher Recht. Allerdings kann man das auch positiv sehen. Warum?
      Wenn die weniger Doofen auswandern, wie sie das ja andeuten, so ist dies in „völkischer“ Hinsicht sicher gut für Deutschland.
      Man weiss ja aus der Evolution, dass zu intelligente Menschen rasch zu der Einsicht kommen, sich Fortzupflanzen sei keine allzu gute Idee, und ich glaube ja bereits gelesen haben, dass die Geburtenrate der Deutschen bereits wieder am Steigen ist?
      Ich bin sicher eine der Ursache ist die zunehmende Anwanderung der Intelligenz .

    • Ad Altbaier 17.02. 23:58
      Danke für Ihre Antwort. Ich stimme Ihnen zu, dass diejenigen mit unterem Arbeitseinkommen, dazu auch Rentner und Bezieher von Hartz IV usw. durch Kürzungen sowie überproportionale Belastungen hauptsächlich die Zeche zahlen werden. Aber das wird auch an den Beziehern mittlerer Einkommen ganz und gar nicht vorübergehen. Auch diese werden von zunehmenden finanziellen Belastungen, bis hin zur Verknappung bezahlbaren Wohnraums usw. betroffen sein, und sei es für studierende Kinder.

      Die Frage ist auch nicht, ob man in der Vergangenheit besser fuhr, ins Ausland zu gehen, sondern in der Zukunft. Ich jedenfalls kenne bereits mehrere junge Leute, die sich fragen, ob es nicht besser ist, rechtzeitig zu gehen. Rechtzeitig, darauf liegt der Akzent. Es handelt sich um liberale, polyglotte, keineswegs „rechte“ Personen. Und es geht dabei keineswegs nur um Karriere, sondern auch eine kulturelle Klimaänderung, von der man sich nichts Gutes und – bei entsprechender Profession – schon gar nichts „Musisches“ verspricht. Dass man in einem gewissen grünen Milieu, gerne verbeamtet, unbelehrbar ist, ist klar. Da würde ich aber unterproportional die eigentlichen „Leistungserbringer“ vermuten.

  42. Großstadterfahrungen
    @foersterliesel
    Ich war letzte Woche in Wien, übernachtet haben wir in einem kleinen Hotel in der Roßaue, den Weg zu ÖBMLVS (Sie werden schon wissen was das ist) zu Fuß gemacht, ich fand es erkennbar sauberer als Berlin, auch beim Weg zu einer kleinen Kneipe nahe der Servitenkirche fürs Mittagessen bzw. in die City für ein Abendessen.
    Wobei Berlin und Berlin auch zwei paar Schuhe sind, dort wo ich hause (nahe beim Botanischen Garten) ist es schon deutlich weniger vermüllt, letzte Woche fuhr die Stadtreinigung mit Kehrwagen um den Split aus den Frosttagen von der Straße zu bekommen, das passt schon.
    @Astrozombie
    Ich hab fürs Ipad eine gummierte Zusatztastatur mit Blauzahn, zusammen mit dem Pad in einem Lederetui ist das wie ein Mini-Laptop, man tippt nicht ganz so gut wie auf einer richtigen Tastatur am Rechner, aber für unterwegs geht es. Ich lege immer eine Servierte dazwischen wenn ich das Etui zuklappe, sonst rubbelt das auf das Display etwas ab.
    Und sonst warten wir ab, welche Erfolgsmeldungen vom Gipfel kommen werden.

    • Der Wiener geht mit seiner Stadt nicht so verachtungsvoll wie der Berliner um. Das ist das eigetntliche Problem, die Bedenkenlosigkeit, mit der die Menschen ihr eigenes Umfeld ruinieren. Oft verstehen si gar nicht, was daran verwerflich ist. Und wenn doch, ist es ihnen auch egal.

    • Servitenviertel und Wiener Innenstadt
      sind gepflegte und hochpreisige Wohngegenden; schmuddelig sind die
      sogenannten „Flächenbezirke“, die weiträumigen südlichen Vorstädte außerhalb des Gürtels, mit den einst sozialdemokratischen, nun aber teilweise schon FPÖ-Mehrheiten.
      Lang hab ich in der Innenstadt und in Döbling gewohnt; was ich hier zu sehen bekomme, kannte ich vorher – theoretisch – nur aus Randgruppenseminaren.
      Die Rossau war nicht immer eine soo gute Wohngegend, als der junge Doktor Freud mit seiner Frau in die Berggasse (die zur Rossauer Lände und zur Rossauer Kaserne leicht bergab führt) zog, gab es kritische Kommentare, denn ums Eck lag die Gegend mit den Altwaren-und Altkleiderhandlungen. Und tatsächlich, das Haus Berggasse 19 ist nicht besonders schön und etwas düster.

    • sagt prince Matecki
      merci!

  43. globale Abfallgebräuche
    Sehr verehrter Don!
    Den Artikel über die Abfallgebräuche in Ihrer kleinen Stadt las ich mit Interesse. Müll ist ein Thema, das mich schon seit längerem interessiert. Am Strand bei uns wird er in größeren Mengen angeschwemmt. Das erinnert mich immer daran, dass Müll in viel stärkerem Maß ein globales Problem ist als wir gemeinhin annehmen. In unserem sehr wohlhabenden Dorf zahlen wir dafür, dass dieser Strandmüll regelmäßig aufgelesen wird. Aber, damit bekämpfen wir nur das Symptom, nicht die Ursache. Mit dem nuklearen Müll wird ähnlich gehandelt. À la „Schuttabladen verboten“ gibt es große Diskussionen über Endlager, aber wenig Aufmerksamkeit für die vielen Bömbchen, die zum Teil reichlich ungeschützt in der Welt (und auch in Deutschland) herumlagern.
    Mit freundlichen Grüssen
    L.H.

    • Ja, so versucht eben jeder, der klug ist, sein Fleckchen sauber zu halten und was mit anderen passiert, ist eben schlecht für die.

  44. Titel eingeben
    Ihre Einlassungen/Ausslassungen über den Wohnungsmarkt, alle Verwerfungen die uns anstehen, sind richtig eingeschätzt („sollten Erstis besser Asyl beantragen“): vollkommen korrekt. Aber das Traurige ist ja, dass ein hoch intelligenter Mensch wie Sie da auch nicht mehr zu leisten weiss, als dass er auf seinem Rentier-Besitz herumradelt und uns, die wir in Duisburg noch arbeiten, meint uns mit gut gereinigten Hecken abschätzig vorzuführen zu können glaubt. … Und selbst Duisburg-Marxloh würde ich nicht für Ihre lobotomierte „kleine, dumme Stadt“ eintauschen wollen. …

    • Das ist richtig, aber die Fehler, deren Folgen wir gerade erleben, sind längst gemacht und lassen sich nicht mehr revidieren. Man kann Bayern schlecht Vorwürfe für das Versagen der SPD in NRW machen, wo man mit einer Mischung aus Grössenwahn und Ignoranz auf die Herausforderung reagiert hat. Mediencluster NRW, Standortförderung Nokia – das war es halt nicht. Und gleichzeitig hat man es eifach hingenommen, dass sich Stäte und Viertel schleichend verändern und das auch noch wohlwollend begleitet. Jezt, mit bald anderthalb Millionen beschäftigungsloser Migranten, wird das eben teuer und hässlich, zumal die eben nicht in Bayern bleiben, sondern dorthin ziehen, wo man sich nicht traut, sie einzunorden. Die Wohnung zahlt das Amt, die Studenten pfeifen dann aus dem letzten Loch.

    • @ jens schellhammer et Alphonsen
      Weil mir das NRW-Gebashe wirklich nicht gefällt:

      Zu Bayern versus dem Norden/NRW ist meine Meinung die,
      dass das arrogante büffelige Bayern zuerst einmal seinem Herrgott jeden Tag dreimal auf Knien danken dann, dass er ihm auch noch 2 (!) prosperierende Autounternehmen beschert hat.

      NRW hatte(!) mal den Bergbau und seitdem langen, langsamen Niedergang. Der durch NOKIA und Opel (beide keine eigenen Firmengewächse, sondern vom Ausland gesteuerte) nicht wesentlich schöner wurde. Hohe Migrantendichte dort hin oder her.

      Was für eine Partei da dem Niedergang oder der Dauerblüte vorsteht, ist da nicht unwichtig, aber deutlich zweitrangig. Es ist einfach die Wirtschaft, die da geht oder die da nicht geht.

      Es ist wie bei Reichen: das Glück der richtigen Geburt zu rechten Zeit ins richtige Haus rein (man muss sich als Ei + Spermium-Gespann seine Eltern halt besser aussuchen das nächste Mal …)

      Auch die CSU hätte da oben nicht bedeutend besser hantiert.
      Ein verfilzter Saftladen voller Arroganz und Ignoranz ist sie genauso wie die NRW-SPD.

      Der dümmste Bauer hat die größten Kartoffeln. Passt doch wie die Faust aufs Auge auf Ingolstadt.

    • Es ist das Verhalten,
      Dazu eine keine Geschichte?

    • Es liegt am asozialen Verhalten quer durch alle Schichten,
      welches entsteht aus Mangel an Sinn für Ordnung und Ästhetik (eine völlig verschmierte und verschmutzte Turnhalle wird nicht als hässliche empfunden), fehlender sozialer Kontrolle (hei, mir passiert ja nichts) und sich einschleichender Gewohnheit (einmal die Flasche Wegebier ins Gebüsch geworfen, gleich noch den Aschenbecher aus dem Auto geleert).

      Es ist also nicht der Mangel an industriellen Arbeitsplätzen, Armut oder sozialer Deprivation oder der unterschiedlich verteilte Reichtum zwischen den Bundesländern.

      Deshalb die Frage: Warum ist es in jedem Dorf des Kantons Graubünden in der Schweiz so sauber? Weil, wenn ein Dorfgenosse oder ein Fremder im Bahnhof aus Versehen (!) beim herausziehen aus dem Rucksack ein Tempotaschentüchlein verliert, er umgehend vom aufmerksamen und in der Wartehalle präsenten Bahnhofsvorsteher (den es dort noch gibt) dazu aufgefordert wird, es wieder aufzuheben. Weil auch in Miethäusern alle Mieter auf Sauberkeit ums Haus achten und es eine Kehrwoche gibt (soll aus Schwaben eingeführt worden sein). Und weil die Leute dort (fast alle) stolz auf ihr Dorf, ihr intaktes Dorfleben und ihre schöne Landschaft sind.

      Was also fehlt an all den hunderttausenden Orten in Deutschland, die versifft, vermüllt, verschmiert sind? Was fehlt in den U-Bahnen Berlins mit ihren zerkratzten Scheiben, besprühten Waggons und den Leuten mit den Schuhen auf den Sitzflächen? Was fehlt am Ku´damm, der jeden Morgen von Hundescheisse voll ist, was im bürgerlichen Grunewald, wenn dort in Bushaltestellen Scheiben eingeschlagen sind?

  45. Infra-strukturelles Problem
    Derzeit hier in Kalabrien, 70 Kilometer vor Reggio di Calabria am Meer verteilt sich Müll, Plastik in allerlei Formen und Farben, zerschlagene Bildschirme, Flaschen, Rasierklingen, Ölkanister, ausgerissene Puppenbeine, Gummischlappen, Handschuhe, zerfetzte Kleidungstücke, abgefahrene Reifen, Holz, platzende Orangen, zerfledderde Tauben, aufgedunsene Köterkörper, plattgefahrene Igel und Schlangen, Wurzelstöcke bis zu Baumstämmen, Klobrillen, all das, was das Herz nicht mehr begehrt in schöner Unregelmäßigkeit über Strand, Stadt und Land. Meine Frau schüttelte sich anfangs etwas unbehaglich und verbellte den Dreck. Doch sie ist erstmals hier. „Da gewöhnt man sich dran“, und in der Tat, heute ist das kein Thema mehr. Das alles liegt hier rum zwischen Nicotera und San Fernandino, einer gesegneten Gegend, um als Rentner im Wohnmobil DSchland im Winter zu überstehen. Dass Städter wie in Palermo dann noch zum Müll akustisch die Umwelt belasten und stören, Kleinigkeiten, Kinkerlitzchen! Man genieße Städte in Marokko, wo die Bürschchen der Oberschicht nach der Schulen mit Freuden ihre Limonandenflaschen auf der Straße zerschlagen. Die Sozialisation vom bayrischen Bauern zum behäbigen Stimmvieh und Gourmet von artigem Zeilengefuzzel ist ein Luxus, der uns hoffentlich noch recht lange bespaßt.

    • Ich kenne das aus Sizilien, nach einer Woche kommt einem Agrigent nicht mehr schlimm, sondern patiniert vor. Aber dauerhaft dort leben und das mitverursachen ist nochmal was anderes – zumal mit den dortigen Gehältern.

    • @ nOby, Prügel (ohne Tracht)-Abfälle in der Natur/Sauberkeit-Integrationsarbeit
      Donnerwetter, starker Stoff fürs Seelenleben des „besorgten Bürgers“, aktuell.
      Ähäm Prügel. Etwas verunsichert durch ein Pingback * zu „Vier unhöfliche Männer haben nichts mit dem Islam zu tun“ zuerst mal bei Wiki kucken was die zu „Prügel“ sagen. Die süddeutsche Sprachregelung für ein hundeschnauzengerechtes Stück Holz ist ja oberhalb des 42. Breitengrad nicht so geläufig, dann doch eher als Synonym für eine Abreibung (die in Bayern wiederum anders genannt wird)
      *Im Pingback aus irgend so ein irrlichternder Blog „Die Schönheit des Westens“ Unter „Der Prügler“:
      „Ich bin zum Prügeln angestellt, also prügle ich.“ (Franz Kafka, Der Prozeß)
      Weiter unter „Prügel“ eine Fundsache in Deutschland wichtigster Zeitung mit allg. Erregungspotenzial für das Pack:
      Dresden – „Es war ein widerlicher Vorfall mitten in der Skisaison!
      Mit Hitlerbärtchen und Stahlhelm tauchte ein Mann am gut besuchten Rodelhang im sächsischen Geising auf und schlug auf einen afghanischen Flüchtling (21) ein. Polizeisprecher Thomas Geithner (42):
      „Es handelt sich um einen 31-jährigen Geisinger.“
      Ermittler durchsuchten am Dienstag seine Wohnung und stellten dabei u. a. auch den besagten Stahlhelm sicher.
      Geithner: „Der Mann muss sich nun wegen gefährlicher Körperverletzung und des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen verantworten.“ Meine Frage:
      Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen=Hitlerbärtchen oder Stahlhelm?
      Somit Prügel und Integrationsarbeit grob abgehandelt.
      .
      Gefühlter Schwerpunkt der Beiträge: Sauberkeit und Ordnung.
      Allora nOrby. Das „Bellen“ der Gattin dort am kalabrischen Strand kann ich bestens nachvollziehen. Konnten Sie ihr nicht einen Prügel hinwerfen wie ich es tue wenn der Hund zum Schweigen verurteilt wird? Schließlich sind die weiblichen Anteile einer Zweibeziehung meistens nicht ganz unschuldig bei der Wahl des Urlaubsortes-und schon gar nicht bei der Festlegung des nächtlichen Rastplatzes. Und dafür ausgerechnet una spiaggia libera in Italien als Ziel zu nehmen kann erfahrungsgemäß zuerst zu „nie wieder mit ….“-Äußerungen und einer mehrstündigen Sprachlosigkeit führen, die allenfalls durch Küchendienst und eine Flasche Neromora Campi Taurasini, trotzdem unter Beibehaltung eines strafend starrem Blick auf Meer, entkrampft werden kann.
      Ihre ausführliche Auflistung der „immondizie“, andere sagen „spazzatura“, an den dortigen Gestaden kann ich ausdrücklich bestätigen. Dieses Land preist tatsächlich in Broschüren örtlicher Tourismus-Büro Strände zum Baden an wo ich nicht mal den Hund ins Wasser ließe. So an der toskanischen Küste südlich Livorno (Vada), wo nebst einer Soda-Fabrik (Solvay), die vermittels ihrer Abwässer eine blaue Lagune ins Meer zaubert, neben dem Badestrand eine Hausmülldeponie unvorstellbaren Ausmaßes von Planierraupen ins Meer hinaus gebaut wird. Italia, non mai.
      Ich sage immer, unter dem strafenden Blick meiner Gattin: Den Dreck am Straßenrand haben als erste die Besatzer gebracht und die Gäste aus dem Süden waren da auch nicht so pingelig. Bei den Früchten unserer Lenden ist es schon normal dass ihnen die leergefressene Pizzaschachtel just in time aus der Hand auf´s Trottoir fällt.

    • @lhypocrisie
      Gestatten sie mir einen Einwand?

      „Es handelt sich um einen 31-jährigen Geisinger.“

      Man sollte die wahren Werte nicht unterschgätzen. Ich bin sicher in Geising gibt es keinen Abfall auf den Strassen….?

      Manchmal stört mich die etwas einseitige Werte Welt der Stützen schon ein wenig, aber ich habe mich noch entschieden wieviel Verständnis ich dafür aufbringen sollte… Denn weiter oben hat Don ja sehr richtig festgestellt:
      „Das ist richtig, aber die Fehler, deren Folgen wir gerade erleben, sind längst gemacht und lassen sich nicht mehr revidieren.“

      … seinen Ärger darüber kann ich natürlich nachvollziehen, da kann man schon manchmal zu Schnellschlüssen gelangen und etwas ungerecht urteilen.

      Wie sehr man sich um die eigene Umwelt kümmert hat wohl ein wenig mehr damit zu tun, ob man zu dem Teil der Gesellschaft gehört, die von Bedeutung ist? Wem das nämlich, aus welchen Gründen auch immer verwehrt ist, der hat verständlicherweise keine grossen Grund sich um die Umwelt zu kümmern, wenn sie letztlich ja doch immer nur den anderen gehören wird.

      Dass dieses Problem durch Terror a la Singapur oder primitive Bayrische Dorfdeppen dauerhaft zu lösen bleiben wird, das bezweifle ich schon stark

  46. Mittelerde
    Dieser blog erinnert mich zunehmend an Tolkiens Saga – Mittelerde = Mittelbayern, der Don als Frodo Baggins, Rohans Koenig Theodan als Merkel, und die Armeen Sarumans aus dem wilden Osten natuerlich als dumpfer Gegner.
    Nur sind sich die meisten der Tatsache bewusst, dass es schon magischer Kraefte beduerfte, um ein happy end zu sichern. Tragisch.

    Der Onkel

    • Die Ecke dort draussen wäre auch nicht meins, das muss ich ganz deutlich sagen. Aber wer sich damit beschäftigt, sieht einfach, dass die Leute das schätzen und genau so wollen. Auf Umerziehungsversuche aus Berlin reagieren sie nur mit dem Wunsch, denen den Geldhahn abzudrehen. Wenn sie jetzt lesen, dass die Krankenversicherungen deutlich mehr Gel brauchen, wird ihnen speiübek – zumal sie hier auch mitbekommen, wie wenig die Migranten der Propaganda entsprechen.

    • Proxemics
      Hier ein interessnter link, der allen Erneuerungsfaschisten auch helfen koennte, ein wenig in die Realitaet zurueckzukehren: http://www.businessinsider.com/the-lewis-model-2013-9

      Cheers,
      Der Onkel

  47. wahlverwandtschaft
    Im Schlaraffenland, besonders unter den feinen Leuten,
    wo man eigne Schmutzeleien gern unter den Teppich kehrt,
    kann man alles, was man nicht mehr haben möchte ENTSORGEN.
    Und all das andere Überflüssige, muss man halt einer
    anderen Verwertung zuführen.
    Daher kommt es auf eine diffizile Bewertung an!
    .
    Verteilt man ollen Müll in 12 verschiedene Abfalleimer,
    hat man plötzlich > WERTSTOFFE geschaffen.
    Prompt entwickelte sich eine Industrie und ebenso eine Mafia.
    Alles eine Frage der Ehre?
    So gesehen ist Flaschensammler ein ehrenwerter Beruf.
    Bei sog. „ethischen Abfällen“ dreht sich ein zarter Magen um.
    .
    So ‚vermüllt‘ jeder seine eigenen Gehirnzellen so gut er kann.
    „Ich kann mich nicht erinnern“
    führt bei dem einen in den Knast / in die Klapse,
    bei den andern zu einer neuen weißen Weste.
    Alles nur eine Frage der Geldes!
    .
    Da der Mensch gut und nur der andere schlecht ist,
    muss man die Stützen der Gesellschaft unterrichten.

    • .....
      So richtig das ist, so oberflächlich bleibt es auch….

      Keiner wird die Widerlichkeit solcher Zustände bestreiten, aber man darf beim Urteilen nicht ignorieren, dass es keine Möglichkeit gibt diese Art der Realität zu ändern, wenn man nicht für infantil, idealistisch gehalten werden will…..

      Auch der Flaschensammler würde sein Einkommen gern auf eine andere Stufe heben, wenn er eine Möglichkeit sähe. Oder meinen sie der tut das aus ethischen Gründen?

  48. Ödnis
    Lieber Don Alphonso,
    der Mensch liebt seine Heimat und Liebe macht bekanntlich blind.
    Diese bis aufs Letzte ausgequetschten landwirtschaftlichen Nutzflächen und der Baumarktschick der Dörfer (für den die Bewohner leider auch noch sehr viel Geld ausgegeben haben) sind doch genauso krank wie das verkommene Berlin. Ohne das Geld, das man (noch) mit ebenso nutzlosen wie kulturzerstörenden Autos verdient, würde Ihre gelobtes Reich an der Donau genauso im Dreck versinken. Sie tun so, als gäbe es eine intellektuell-zivilisatorische Kluft zwischen Bayern und (Neu-)Berlin. Da irren Sie sich, these times are over. Der einzige Unterschied ist das Geld.
    Grüße
    Sombu

  49. Vermuellung
    Es stimmt schon das die Vermuellung zunimmmt, so stellt sich das jedenfalls bei meinen Besuchen in Deutschland da.
    Aber das ist nichts gegen die Vermuelung hier in Liberia, wo sie gesamte Stadt eine einzige Muellkippe ist. Hier stellt sich der Fluch des Kunstoffes ganz anders da. Die hier rumliegenden Plastikmassen werden nie wieder aus der Natur genommen werden koennen.
    Was Deutschland angeht hat der Don schon recht. Der Muell ist die erste Stufe der Verwahrlosung.

    • Titel eingeben
      „Der Muell ist die erste Stufe der Verwahrlosung.“

      Fällt darunter auch eine pi-news-Verlinkung?

  50. Die Folge der Bilder
    Lieber Don Meyer,
    als Großtour-Radler, der eigentl. so fast alles an seinen Rädern selbst macht, mal so von Sattel zu Sattel: Bis zum Rad-Selfie hab ich gedacht,
    Alphonso ist so ein richtiger Snob (was mir keine ganz neue Erkenntnis wäre und von Ihnen als Mittel der Distinction sogar sicher noch geputzt würde!). Bis zum Stöckchenbildnis kam die Katharsis: ein liebenswerter Snob! Und dann nach der Kurve kams dicke: so muss man schreiben.

    Als Westfale steigt mir das Hohelied ad Bavaria zwar nicht so in die Birne, dass es mir den Blick auf die Tatsache verlegen würde, dass Berlin udn dieMitDenMedienZuTunHabenden nicht auch im Rest Deutschlands eher detritive Flecken darstellen. Das Schlimme ist, dass in Deutschladn und EU die Abraumhalde inzwischen „Elite“ ist, -bzw. sich als solche fühlt. Man müsste es Ihnen stecken, dass es sich ganz anders verhält!
    Ein Artikel eines amerikan. Hochschullehrers für Deutsche Sprache und Geistesgeschichte drückt dazu meine ganze Trauer aus (http://www.pi-news.net/2016/02/liebes-deutschland-ave-atque-vale/#more-503439)

    • Gespenster
      Lieber Herr Feldmann,

      vielen Dank fuer den link – v.a. das bonmot von den „schwarzen Gespenstern mit Einkaufstaschen“ darin.

      Die in der Tat traurige Beobachtung ist auch, wie das kulturelle Vacuum des gegenwaertigen Deutschland die Sogwirkung auf Einwanderer noch verstaerkt – es gibt ja quasi nichts mehr zu verteidigen, das ueber den persoenlichen Besitzstand hinausreicht. Und den kann man bequem ueber das staatliche Umverteilungssytem anzapfen.

      Der Onkel

    • @ Feldmann 14:09 Uhr- aber sicher doch (wenn´s geht in Kölsch)
      Oder hätte je ein Don, wenn er ein A……..ch wäre derart subtile Beobachtungen an seinen Mitmenschen oder der ihn umgebenden Umwelt machen können und sie zudem kunstsinnig in einer Sprache niederschreiben die an Th. Fontane denken lässt? Ein guter Geist, lieber Feldmann.
      .
      Oder wer sonst als Don erzählt in einem Blog über die Villen an der Brenta, Villa Pisani, su terra ferma, „zu groß für einen Grafen zu klein für einen König“, oder als geborener „Schanzer“ über seine kleine Stadt an der Donau (tippte früher immer auf Neuburg a.d. D, auch Bistum Eichstätt). Glauben Sie etwa ernsthaft daran dass ein gewisser Herr Geissen das auch hinbekäme?
      .
      Was den Lokalpatriotismus betrifft und Don die Separatio Bavariae, Ihnen Hohelied ad Bavaria genannt finde ich als ein, kehrwochenfixiert und dialektsicher, zum Baden-Württemberger inkarnierten Westfalen mit mütterlicherseits erworbenen moselfränkischen Sprachkenntnissen und eigentlich überall-zu-hause-seiender sogar liebenswert standfest.

    • Bildungstraditionen ohnehin bald abgewrackt
      Na ja, PI ist aber schon ein bißchen doof, ich glaube man schadet sich letzten Endes als Einwanderungsskeptiker nur selbst, wenn man das zitiert.
      Dieses ganze Beschwören abendländischer Bildungstraditionen ist im Übrigen auch ganz ohne islamischen Migrantenansturm fern der Realität. In Bayern und Baden-Württemberg ist es noch nicht ganz so schlimm, aber meines Wissens findet z.B. an Universitäten in NRW, Niedersachen etc. im Geschichtsstudium Studium lateinischer Quellen nicht mehr statt (heißt konkret, ein Großteil der Quellen vor dem 18. Jahrhundert kann nicht im Original gelesen werden; es gibt an diesen Universitäten z.B. auch in der Mediävistik keine Lektürekurse mehr, in denen lateinische Originaltexte gelesen werden). Und irgendwelche jämmerlichen Jungsozen, die zu dumm fürs Latinum sind, feiern das natürlich als großen „progressiven“ Erfolg für Bildungsgerechtigkeit.
      Von irgendeiner Geisteselite merke ich in Deutschland jedenfalls nichts, das kulturelle Erbe ist bereits zu großen Teilen verschrottet worden.

    • @Thommy, PI-Zitierung
      Wissen Sie, letztlich ist mir das egal, ob das jetzt in „pi“ oder bei Alphonso steht. Das corpus delicti ist der Text jenes amerikanischen Hochschullehrers. Ich mach hier ja keine Kür.
      Und das Schlimmste bei pi sind ja nicht die Meldungen oder die im Niveau sehr unterschiedlichen Texte, sondern v.a. die Kommentare (die sind in der Tat unter aller Sau!- das habe ich mir nur 1x angetan)

      Im Übrigen finde ich es inzwischen fast anstößiger zu gewissen Fragen die FAZ zu zitieren (bspw. so was: „will Pegida auch schießen?“ von S.Locke… zu einem Interview der Daily mail, das sich im Textverlauf selbst relativiert, was dann aber wiederum nicht gebracht wird- wie so einiges recht fehlfarben dargestellt wird. Und so geht es in der FAZ zunehmend. Wäre so eine „Quelle“ besser?
      Ich denke, dass wir inzwischen in Zeiten leben, wo wir dank Maas u.Merkel und Helfer froh um jede Quelle sein müssen. Man muss sie nur offen legen… .
      mfG PF

      Ach ja, für die Lateiner- es heißt natürlich „ad bavariam“ …

    • @ l'hypocrisie
      Ich habe nichts gegen „Lokalpatriotismus“- vllt. gerade weil er mir wegen meiner vielen Umzüge seit Beginn der Studienzeit fehlt.

      Bayern erinnert mich aber immer wieder an das eigentlich auf die USA bezogene bonmots Sloterdijks: „größtes Selbstlob-Kollektiv der Weltgeschichte“!
      „mir san mir“ ist ja nur ein profunder Ausdruck jener hermeneutischen Zirkelschlüsse, die die Weltgeschichte immer schon so gleich in aller Verschiedenheit gemacht haben,- könnte auch aus Papua-Neuguinea kommen. Trotzdem aber- NICHTS GEGEN DIE BERGE (wenn da nur weniger Verkehr wäre!)!

    • "das bonmot von den „schwarzen Gespenstern mit Einkaufstaschen“ @ONKEL
      Als bonmots sehe ich das leider nicht, da die in vielerlei Hinsicht
      schwarz verhangenen Schleiereulen- meist in Rudeln- bei uns in Bad Godesberg traurig alltägliches Brot sind.

      Und ich habe noch nie eine von denen lachen gehört- oder irgendetwas Intelligentes sagen (ein Teil sind deutsche Konvertitinnen- also ein hellerer Satz auf Deutsch läge durchaus auf der Festplatte verfügbar…)- niente. Immer nur moralistisch bigottes Bessersein. Vermutl. laufen die immer mit erigiertem Zeigefinger unter dem Gewand. Was die eigentl. Problematik deutlich macht: a)vin denen will keiner lernen, wie man „hier Hecken schneidet“- und es schon gar nicht selber machen. b) ultimate Welterklärung lauert unter den Verhängen dieser Begehrensstörung, die sich Islam nennt (übrigens heute ein schöner Artikel in de FAZ, „Islam und Körper….“)
      mfG PF

  51. Titel eingeben
    Bei uns ist wirklich alles vermüllt.- Allerdings möchte ich in einem Punkt widersprechen: In Berlin ist viel mehr Natur als drumherum. Die Artenvielfalt ist viel größer, und es gibt viel mehr Platz für Tiere allerart.

    • @ Marzaner
      Kann ich als regelmäßiger Potsdam-und drum herum-Besucher ausdrücklich bestätigen. Drum heulten die Russen ja auch als sie dort weg mussten.

  52. Sind Bayern integrierbar? Zweifel!
    Damals in Wackersdorf hatten wir ein Schild „Für die Stillegung der herrschenden Klasse“ am Auto.

    Zu Hause haben wir protestantische Ethik gelernt:
    Zinsen sind unmoralisch.
    Weshalb man dann stattdessen Risiken eingeht und die Sahra belächelt, wenn sie 6% Garantiezins fordert.
    Oder waren es 4%?

    Ohne Rudolf Diesel und den Fugger wären die Bayern doch schon längst rausgeflogen.
    Welche Konfession hatten denn die Autobauer Horch und Quandt?

    Es sind nicht die Fans grader Hecken, die eine Gesellschaft weiterbringen.
    Grade Mauern bis zum Papierende: Landhaus in Backstein von Mies. Schon ehr.

  53. Der Weber
    wird mit seiner protestantischen Ethik kaum noch ernst genommen. Ein wesentlicher Grund ist, dass der Fruehkapitalismus eine rein katholische Angelegenheit war, und natuerlich waren die Fugger gute Katholiken, die gegen die Reformation angekaempft haben, und deren gute Werke (wie z.B. die Fuggerei in Augsburg) immer noch Katholiken vorbehalten sind.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Fuggerei

    Der Grund dass das Konto Konto heisst, und dass das deutsche Bankwesen v.a. mit italienischen Fachbegriffen hantiert liegt daran, dass das moderne Bankwesen aus dem katholischen Italien der Renaissance und fruehen Neuzeit stammt.

    Das sollte man eigentlich wissen wenn man Abitur gemacht hat, aber vielleicht nur suedlich des Main…

    Und uebrigens gibt es auch viele Nicht-Katholiken in Bayern z.B. meine Familie, die im grossen und ganzen seit 1818 in Altbayern lebt…

  54. Laub und andere Geschichten.
    Mein Heimatort ist auch so beschaulich, früher ist mir das erst aufgefallen als ich im Nachbarort gearbeitet habe und mich im Herbst über das viele Laub auf den Wegen, zum Teil schon festgefahren sehr geärgert habe. Das mit dem Laub bzw. der Beseitigung des Laubs ist in meinem Heimatstädtchen immer noch so, kaum da schon weg.
    Nun gibt es neuerdings neues zu beobachten, Anfang Januar ist man angefangen die Büsche und Bäume radikal zu beschneiden oder gleich ganz zu entfernen. Dem Winter über wurde mir von vielen Hundebesitzern berichtet das die menschlichen Hinterlassenschaften in dem Park stark zugenommen haben. Ob um dies zu verhindern wohl die Security regelmäßig dort vorbeischaut, na ja, so einen Strafzettel würde ich gerne mal sehen, was das wohl kostet?
    Wie auch immer, wenn ich ihre Geschichten über Berlin höre frage ich mich natürlich schon ob wir viele Berliner als Neubürger empfangen haben. Zugegeben kann ich auch diesen historischen Satz den Kennedy einst gesprochen hat nicht so ganz verstehen.

    • @ vollhell => Etwas erhellendes zum Laub und so_Echo
      Ach das viele Laub. Wo Laub ist sind auch Bäume und Büsche. Oder gefiele Ihnen eine flurbereinigte Landschaft wie sie Don aus dem Bistum Eichstätt beim Ausritt zum Fränkischen Jura zeigt? Also, der Wahn war kurz, bei uns. Inzwischen hat man wieder für teures Geld Biotopverbünde an Feldrainen als Unterstand für Fasanen, Hasen und Rebhühner angelegt. Und das finde ich gut und ich gehöre nicht mal zu den Teebeutelschwingern mit bevorzugtem Farbwahrnehmungsbereich 540 Nanometer. Ja und das Laub, des gemeinen Rentners mit privilegiertem Grundbesitz aller größtes herbstliches Elend, in den Städten sogar mit Forderungen endlich mal die Bäume zu fällen. Um spätestens 7:00 die städtischen Gebläsetrupps-immer schön im Umkreis des Sportheims oder anderer Unterzugsmöglichkeit mit hoch-die-Tassen-Frühstückpause von 09:00 bis 10:30. Eine elende Seuche! Also, ich würde als Gemeinde jetzt nach dem überbordenden Facharbeiterzustrom wieder auf B.E.S.E.N umrüsten. In bayrischen Gemeinde konnte ich bereits diese Umrüstung auf selbst gefertigte Besen aus, man höre und staune, Birkenreisig beobachten. Aber wie man aus den Aufnahmeeinrichtungen hört, stehen die Herrschaften aus der Heimat der Drei Könige dieser Art Beschäftigung nicht so positiv gegenüber. Das wäre übrigens auch zu viel verlangt im Lande der wissenschaftlich betriebenen Mülltrennung.
      .
      Und nun raten Sie mal warum man Büsche und Bäume vor Beginn der Vegetationsphase und Vogelnesterbau beschneidet? Bei uns hieß das früher Naturkunde, wie das jetzt genannt wird entzieht sich meiner Kenntnis (Biologie vielleicht-und da beschäftigt man sich eher mit Schwerpunktthemen wie sexuelle Neigungen gleichwertig darzustellen.)
      .
      Und jetzt, oha die Hundebesitzer, die sich über „menschliche Hinterlassenschaften“ erregen. Das lässt mich schmunzeln. Ist doch immer wieder gut wenn der Nachbar eine Wiese ohne Zaun hat, nicht wahr?
      .
      Und ich vermute mal, Sie stellen Ihre Frage falsch mit den Berliner Bürgern, die Sie jetzt als „Neubürger“ bei sich wähnen. Fragen Sie doch mal die Berliner wie das dort war, als Kennedy seine Rede hielt. In Neukölln z.B. oder am Kotti.

    • B.E.S.E.N - ja bitte!
      Liebe(r) Déjà de lautre côté de lhypocrisie,
      Feldraine, Besen – oh ja bitte! Laubgebläse (getätigt von bereits ansässigen Herrschaften aus dem Lande der Heiligen Drei Könige)
      müssen wir leider auch hierzulande ertragen.
      .
      Und warum registrieren Hundebesitzer (von denen viele ja leider die Hinterlassenschaften ihrer Hunde nicht wegputzen) menschliche Häufchen? Weil viele Hunde von solchen Häufchen gerne ein Maul voll nehmen. Der Hund ist ja auch ein Aasfresser und wird bei uns einfach zu sauber ernährt, die Quargelstückchen und der Hühnermagen pourrie und die Kutteln dann und wann, reichen nicht aus, um die Darmflora vor allem junger Hunde so richtig vielfältig auszustatten.
      Und die anderen Hunde kriegen ja auch Dosenfutter und viel zu wenig pourrie und deren Hinterlassenschaften sind daher uninteressant…

  55. 68er Total-Versiffung
    Lieber Don,

    Berlin war con immer etwas unaufgeräumt, aber nicht versifft.

    Deshalb sind hier auch immer noch die Spatzen heimig und fidel, wo sie in Stuttgart schon praktisch ausgestorben sind.

    Kotti und Wedding z.B., das waren einmal sympathische multikulturelle Kieze.

    Letztens war ich wieder einmal nach langer Zeit am Kotti.

    Was für ein dreckiger, aggressiver Slum.

    Das hat nichts mehr mit dem Berlin zu tun, das ich einst mochte.

    Die totale Verlumpung und Versiffung von Berlin und ganz Deutschland fing Mitte des letzten Jahrzehntes an, als die Wirkung der rot-grünen Bundesregierung (1998-2005) begann, voll durchzuschlagen.

    Die Ursache ist, dass praktisch der gesamte öffentliche Apparat dieses Landes von versifften 68ern durchsetzt ist.

    Genauso versifft wie sie selbst und die Kneipen, in denen sie früher rumhingen, genau so versifft ist jetzt das ganze Land.

    Ich weiss wovon ich spreche, habe mich früher selber in diesen Kreisen bewegt.

    • Vermüllung
      Liebe Claidia,

      Stimme Ihren Aussagen zu, Berlin verkam mit falsch verstandener Toleranz! Wenn ich heute ehemalige Lieblingsplätze in Berlin besuche, denke ich “ Slum“!
      Wohne seit 24 Jahren in der Provinz in Bayern! Sauberkeit ist Vorbildwirkung! Wo etwas kaputt, schmutzig oder verwahlost ist, kommt noch mehr Schmutz dazu!

      Don wieder ein großes Danke für diese Text!

      Tine

    • ...oh je oh je, ojeoje, ja, der Müll
      Yes Claudia righty right!

  56. Hoarding und das Pappbecher-Syndrom
    Warum die ganze Welt Berlin toll findet, verstehe ich auch nicht. Ich war dort viele Male und mag die Stadt nicht. Sie ist schmuddelig, die Taxis ein Alptraum, es gibt auch sauber gefegte Prachtstraßen, aber die sind zum Teil schon tagsüber relativ leer, abends ist da kein Mensch mehr unterwegs, das finde ich spooky. Gibt’s wohl nirgends sonst in einer vergleichbaren Großstadt.

    ***

    Was draußen verdreckt ist, ist innen versifft. Neulich las ich einen Artikel über New York. Das größte Problem in New Yorker Wohnungen seien Wanzen und das „Hoarding“, ein Phänomen, das bei Menschen auftritt, die gängig als Messies bezeichnet werden und in zugemüllten Wohnungen leben. Das Problem wird offenbar auch in Deutschland immer größer. Oft sind das alte, demente oder psychisch gestörte bzw. suchtkranke Menschen, die sozial isoliert sind und um welche sich niemand kümmert. Allerdings ist auch dieses Phänomen bereits zur psychischen Störung erklärt worden:
    „Compulsive hoarding, also known as hoarding disor-der, syllogomania and disposophobia“ (Wikipedia), in Deutsch: das Messie-Syndrom, eine psychische Wertbeimessungsstörung.

    ***

    Dass junge Menschen mit ihren Pappbechern und ihren Flaschen viel Müll verursachen, kommt nicht von ungefähr, sondern dazu wurden sie Jahre lang erzogen. In Hollywood Filmen spielten die Stars Rollen über junge attraktive Menschen, die eine tolle Karriere machen, dauernd in schrecklicher Eile sind und mit einem Pappbecher in der Hand durch die Gegend laufen, wie busy bees. (Dass man sich bei den Gewohnheiten gleichzeitig über das Abholzen der Regenwälder aufregt, welch ein Schmarren!) Das war die Zeit, als den deutschen Jugendlichen die Idee verkauft wurde, dass zwei und drei Jobs der beste Weg zum Erfolg seien.

    Aus der Flasche zu trinken wurde durch die Werbung salonfähig gemacht. „I never go out without my Dragon!“, ein Werbespruch für ein angesagtes Getränk, hob die Getränkebuddel quasi in den Status eines Accessoires für junge Frauen. Die in einer teuren Yacht gemachten Werbespots zeigten parallel dazu junge hübsche Frauen, wie sie Bier aus der Flasche trinken, damit diese Zielgruppe endlich auch das Habit übernehmen wird.

    So laufen junge und jung gebliebene Menschen mit Pappbechern und Flaschen in der Hand durch die Stadt zwecks Instantbefriedigung, als ob sie dauernd am Verdursten seien. Wie beim Säugling Mutters Brust, muss die Flasche/Becher allzeit verfügbar sein…
    Mission accomplished!

    • @ Tamarisque 17. Februar 2016 um 17:40 Uhr
      „Psychische Wertbeimessungsstörung.“ Ich denke ich sollte mal in meinen Garagen aufräumen. Bevor es andere tun. Na ja, etwas Zeit bleibt sicher noch.
      .
      „… jung gebliebene Menschen mit Pappbechern.“ Ist Ihnen je die seltsam verdrehte Handhaltung beim Tragen dieser Ctg-cups aufgefallen? Alle gleich, müssen sie aus amerikanischen Kinofilmen haben, keine Ahnung, war schon 30 Jahre in keinem Kino mehr. Wirklich identische Handstellung mit Becher, so wie die dämliche Handhabung von Taschenlampen in Krimis, hab das Getue bis 2010 freitags immer sehr genossen, in der Fuggerstadt, beim Warten auf den ICE.

    • Verfall...
      Wie traurig und doch wahr: Trinken im Gehen aus der Flasche, aus dem Pappbecher oder aus der Blechdose, Essen aller Art „to go“ aus einem Faltkarton.

      Das ugs. „ex und hopp“ kam schon in den 60ern des letzten Jahrhunderts auf, wer hat’s erfunden? – Die Brauereien. Denen waren die betriebsbedingt auf dem Gerüst aus der Flasche trinkenden Beschäftigten des Bauhauptgewerbes zu wenig. Hübsch dazu ist der „Monolog des morganatischen Maurers“ von Max Goldt zu lesen. http://lyricstranslate.com/en/monolog-des-morganatischen-maurers-monlogue-morganatic-mason.html

      Und dann noch die Sprache auf allen Kanälen: Stütze, Knast, wegschmeißen, Klamotten.
      Neulich der Höhepunkt im Fernseh war eine Benimmlehrtante, die dort erklärte, man breche bei Tisch nur ein Stückchen vom gereichten Brot ab und – Achtung, festhalten, denn jetzt kommts – beschmiere (!) es dann mit Butter. Tja, die Schmiere ist mittlerweile überall…

    • Ach... wirklich?
      Viellicht sollten sich die bei diesem Thema gerne über andere Jammernden mal überlegen, ob die Ursache dieses Problems nicht die typisch spät-kapiatlistische Geldgier von Firmen und Konzernen für den ganzen Dreck verantwortlich ist? Mit den ganzen Müll Prodkten jede Menge Profit machen, aber der Gemeinschaft dann die Konsequenzen aufzuhalsen?

      Natürlich setzt das Funktionieren eines solchen Geschäftsmodells für solche Produkte verblödete Menschen vorraus, aber man sollzte sich doch dann wenigstens bei der Zuweiseng der Verantwortung ein wenig zurückhalten? oder wioe hier sogar einer heisst „Déjà de lautre côté de lhypocrisie“

    • Der Konsument als Opfer des "bösen Spätkapitalismus"
      @ TDV
      Aus meinem Post kommt wohl eindeutig hervor, dass die Verhaltensweisen bzw. die neuen Konsummuster durch die Werbung (in den Hollywood Filmen durch Schleichwerbung) aufgebaut worden sind. Und jedes Kind weiß, dass diese Art massive Werbung von großen Unternehmen bzw. Konzernen beauftragt und finanziert wird. Warum erwarten Sie jedes Mal, dass solche Selbstverständlichkeiten extra erwähnt werden?

      Und nein, dieser Vorgang hat mit der „Geldgier des Spätkapitalismus“ nicht das Geringste zu tun. So funktioniert die Werbung seitdem es die westliche Marktwirtschaft/Konsumgesellschaft gibt, nämlich seit vielen Jahrzehnten. Durch die Werbung werden bei der Zielgruppe neue Bedürfnisse geweckt, darauf werden neue Konsum- und Verhaltensmuster aufgebaut. All diese Strukturen habe ich schon in meinem Studienfach Psychologie der Werbung gelernt, und das ist sehr lange her. Schon damals waren sogar die unsichtbaren Werbemessages, welche das Unterbewusste ansprechen, bestens bekannt und werden bis heute angewendet.

      Und ja, ich kritisiere das Fehlen jeglichen kritischen Bewusstseins bei den jungen Menschen. Ich weigere mich, die Schuld an den Müllbergen nur den „bösen Kapitalisten“ zu geben und die Konsumenten als willenlose Opfer zu betrachten. Ich frage mich, warum ausgerechnet Sie solche Verhaltensweisen diesmal in Schutz nehmen, nachdem ich im Laufe der Jahre unzählige Posts von Ihnen gelesen habe, in welchen Sie der Jugend „Dummheit“ attestieren, für ähnliche Verhaltensweisen, z.B. das neue Smartphone jedes Jahr etc. etc. Den „Urnenpöbel“ stellen Sie ja auch in keine Opferrolle. Sie messen hier offensichtlich mit zweierlei Maß.

      Tja, nur die eigene Kritik ist okay, und was Ihnen nicht passt ist Jammern, Keifen oder Schlimmeres. Eine seltsame Einstellung haben Sie da.

    • @Tam
      Sie haben das einfach nur ungenau gelesen, dort sthet ganz deutlich:

      „Natürlich setzt das Funktionieren eines solchen Geschäftsmodells für solche Produkte verblödete Menschen vorraus“

      Dsa Geschäftsmodell um das es sich dabei handelt ist die Werbung für überflüssige Produkte, die sich nicht-dumme Menschen nicht kaufen würden

  57. Merkel und Flugverbotszone
    Bzgl. der Migrationskrise: Wie muss man denn bewerten, dass Merkel jetzt von „Schutzzonen“ und einer Flugverbotszone in Syrien als Lösung spricht, also sich den Gedankenspielen Erdogans und amerikanischer Neokonservativer annähert? Ist die Frau etwa wirklich wahnsinnig genug, Deutschland auch noch in sowas zu verstricken? Eine Flugverbotszone müsste mit Waffengewalt durchgesetzt werden, das bedeutet Kampf gegen die syrische Armee und wahrscheinlich auch gegen russische Truppen, denn Russland wird sowas niemals dulden und sicherlich auch nicht als Beschluss durch den Sicherheitsrat kommen lassen. M.W. kann so eine Zone auch völkerrechtlich nicht einfach von den USA, der Türkei und westlichen Vasallen festgelegt werden. Warum gibt es über Merkels irre Äußerungen keinen Aufschrei, wer stoppt endlich diese Wahnsinnige?

    • Tommy... unser Komiker....
      Kleiner Tip?

      An Merkel und ihrer Politik hat sich gar nichts geändert. Was sich geändert hat, ist halt, dass die Konsequenzen ihres Schwachsinns SIE selber auf einmal bedroht, und das missfällt ihnen.

      Die Wahnsinnige wird wohl nicht gestoppt werden… aber sie haben Recht, NATO gegen Putin… Sehen sie es einfach positiv, auf die Dauer wird so ein kalter Krieg doch eher langweilig, oder?

      Ich freue mich keineswegs auf so einen Krieg, kann der Enwicklung aber eine gewisse Gerechtigkeit nicht absprechen… Die Deutschan haben in den letzten 30 Jahren sämtliche ihrer Regierungen freiwillig gewählt, die Russen wohl eher nicht. Wer hat also mehr Schuld?

    • @TDV
      Sie nerven, legen Sie mal eine andere Platte auf als Ihren altlinken, antiwestlichen Nonsens. Ich bin wahrlich kein bedingungsloser Freund amerikanischer Hegemonie, halte es aber auch für falsch, die imperialistischen Tendenzen Russlands wegzureden (was Russland in der Ukraine getan hat, stellt eine massive Normverletzung dar, ich möchte auch nicht in einem Europa leben, wo völkerrechtswidrige Annektionen übliche Mittel der Politik sind). Das ändert aber nichts daran, dass man versuchen muss, irgendwie wieder zu einer Gesprächsbereitschaft mit Russland und zu Kooperation bei Fragen von gemeinsamen Interesse zu kommen (wie bzgl. der Bedrohung durch den IS und andere islamistische Gruppen). Wirklich ermüdend, dass es unter Deutschen in diesen Fragen nur noch Kalte-Kriegs-Nostalgiker und USA-Verehrer auf der einen Seite, auf der anderen Seite Putin-Fans (bzw. pathologische Amerikahasser wie Sie einer sind) zu geben scheint.
      Ihre fortgesetzte Schadenfreude über die Situation in Deutschland ist im Übrigen einfach nur abstoßend; werden Sie mal erwachsen.

    • Titel eingeben
      NUr kurz… Sie haben keine Ahnung von dem was in der Ukraine abgelaufen ist und es interesiert sie auch nicht weil es ihrer Ideologie widerspräche, aber eine Meinung haben sie.
      Wenn sie mir auch nnur einen Satz aus meinem Leben zeigen könne, wo ich Putin verteidige, schenke ich ihnen mein Haus in Japan. Ich vergleiche halt die Verbrechen der Amis mit denen der Russen und berücksichtige dabei die Umstände seit dem Ende des 2. Weltkrieges. Wenn ich dann das AUSSENPOLITISCHE Verhalten (schon vergessen? wir sprechen hier über die Flüchtlinge!) von RUssland und den USA vergleiuche dann ist es einfach nur lächerlich und peinlich die Verbrecher jenseits des Atlantiks entschuldigen zu wollen.
      Es sind Leute wie sie, die es mir ermöglichen in einem Krieg nicjt bgeradde das grösstmögliche Unglick zu ssehen… Und ja, ich bin weder ein netter Mensch noch hab ich PLäne einer zu werden und erwachsen werden wollen übrigens nur die ganz Dummen noch…

  58. Steinmetz !
    „meines Wissens findet z.B. an Universitäten in NRW, Niedersachen etc. im Geschichtsstudium Studium lateinischer Quellen nicht mehr statt (heißt konkret, ein Großteil der Quellen vor dem 18. Jahrhundert kann nicht im Original gelesen werden; es gibt an diesen Universitäten z.B. auch in der Mediävistik keine Lektürekurse mehr, in denen lateinische Originaltexte gelesen werden). Und irgendwelche jämmerlichen Jungsozen, die zu dumm fürs Latinum sind, feiern das natürlich als großen „progressiven“ Erfolg für Bildungsgerechtigkeit.
    Von irgendeiner Geisteselite merke ich in Deutschland jedenfalls nichts, das kulturelle Erbe ist bereits zu großen Teilen verschrottet worden“
    (@tommy sagt: 17. Februar 2016 um 19:02 Uhr)

    Bitte in Stein meißeln!

  59. Stets ein Vergnügen...
    …Ihre Texte zu lesen und eine große Ehre, dass man solches als Abkömmling des wilden ostmärkischen Alpenvolks überhaupt darf.

    Ich danke wirklich sehr für die Kurzweil und die – wenn man es so nennen will – gedankenvollen und manchmal auch besinnlichen Momente.

  60. Öffentliche Disziplin ist tatsächlich ein Wunder
    Ich bin kein ordentlicher Mensch, die deutsche Ordnungswut lässt mich manchmal fassungslos zurück, denn sie hat zu vollkommen sterilen Neubaugebieten geführt, mit Häusern, die anders als früher noch Fachwerk, nicht anständig altern können. Deutschland hat wunderschöne alte Städte und Städtchen, neue kommen aber so bald nicht dazu, und daran ist Merkel ausnahmsweise nicht schuld. Perfektion kann erschreckend sein, und alte Städte sind nie perfekt.

    An anderer Stelle ist sie ein Wunder. 2006 war ich mal einige Tage am Chiemsee, irgendwo ( Seebruck) wanderte ich umher auf Suche nach angeblichen Römerspuren. Ich sah eine enttäuschende römische Darre ( Fischräucherei), die aus einigen sehr langweiligen Steinen bestand, ich suchte ein keltisches Gräberfeld, dass ich irgendwie übersehen haben muss und dann kam ich an ein sehr liebevoll gestaltetes Minidorf, das ein altes keltisches Dorf nachstellen sollte. Und dieses Dorf verließ ich fassungslos. Denn ich hatte dort eine Plakette gesehen, auf der ein Verein sich rühmte, die Siedlung erstellt zu haben. Mit Recht, denn das haben sie gut gemacht. Das aber war es nicht. Was mich fassungslos machte, war etwas anderes. Das auf der Plakette vermerkte Datum lag einige Jahre zurück, ich meine sogar es war ein Datum aus den 90ern. Und alles war noch intakt. Keine Coladosen, kein Abfall, keine Kaugummis an den Stämmen, keine Kritzeleien. Hier in NRW gibt es auch Heimatvereine, die sich große Mühe geben. Aber hier in NRW hätten Besucher nicht soviel Respekt vor der Arbeit der Vereine gehabt. Zeichen von Vandalismus ( meist nur sehr kleine, dennoch) sieht man immer. Irgendein Idiot kommt vorbei und handelt achtlos, ihm folgen weitere. Der Punkt ist: In dieses Dorf hatten einige Leute sehr viel Arbeit gesteckt. Für andere, für ihre Heimat, für mich. Einfach kann das nicht gewesen sein. Würden sie das auch noch tun, wenn ihre Mühe ständig verdorben werden würde? Ich glaube nicht. Irgendwann würden sie aufgeben. Ich bin nicht ordentlich im Privaten. Aber was öffentliche Ordnung betrifft plädiere ich für drakonische Strafen. Der Autor nannte Berlin. Berlin war im 18. oder 19. Jhdt bestimmt sehr schmutzig. Dann wurde es sauber. Und nun ist es wieder schmutzig. Erziehung hat aber offenbar einmal schon funktioniert, es könnte erneut funktionieren. Zugegeben, der Soldatenkönig verprügelte die Berliner mit höchsteigener Hand, das geht wohl nicht mehr. Ordnungsämter patrouillieren hier in NRW aber durchaus. Da könnten sie gerne bei den Bußgeldern hart zulangen. Dann lohnt es sich wenigstens. Und mit der Zeit gäbe es vermutlich wirklich einen Erziehungseffekt.

    • Ordnungsämter in Düsseldorf verteilen Knöllchen, an Autofahrer
      ganz in schwarz und mobil auf Motorrollern sehen die jeden Falschparker, aber sonst absolute Fehlanzeige.
      Ich habe vorm Haus auf der anderen Straßenseite Wald und ich sehe zwischen den kahlen Bäumen zum einen sämtliche Hunde auch der weiteren Nachbarschaft, die dort auf den Wegen ihre Notdurft verrichten und ich sehe überall Papier und sonstigen Müll. Einer fängt an und alle machen mit, diese Gedankenlosigkeit finde ich so traurig.

    • ...einen Erziehungseffekt.
      Da hilft der Prügel als Strafe; den kenne ich noch…

      Danke

  61. text
    der Don… der scherzt nur

  62. Titel eingeben
    Die Kette an ihrem roten Renner ist mindestens zwei Glieder zu kurz.

  63. Fiel mir auf
    Die Kette an ihrem roten Renner ist ca. zwei Glieder zu kurz.

  64. Die Machthaberin und ihre illustren Freunde
    @ tommy

    „Wie muss man denn bewerten, dass Merkel jetzt von ‚Schutzzonen‘ und einer Flugverbotszone in Syrien als Lösung spricht, also sich den Gedankenspielen Erdogans und amerikanischer Neokonservativer annähert?“

    In erster Linie als Verrat an den Kurden und als neuerliches Einknicken vor dem Sultan. Tiefer kann sie eigentlich kaum mehr sinken. Meiner Meinung nach könnten „Schutzzonen“ jedoch, je nachdem und in Absprache mit Putin, klappen. Dann käme aber eben etwas ganz anderes heraus als das, was der Sultan sich wünscht und unter „Schutzzonen“ so vorstellt. Und man müsste sich dann natürlich auch weit auf Putin zubewegen. Aber auch wenn das immer wieder behauptet wird: Welches Interesse sollte Putin denn daran haben, Europa tatsächlich brennen zu sehen oder sogar Krieg gegen es zu führen?

    • @Krampus
      Sie haben das sehr gut beschrieben: Um Ihren Hintern zu retten, macht Merkel nun Antikurden-Politik für einen orientalen Despoten wie Erdogan, der die Türkei immer mehr zu einer fundamental islamischen Republik macht und der IS offen unterstützt.
      Russland ist im Übrigen der einzige Machtfaktor, der legal in Syrien ist, da er von der dortigen Regierung um Unterstützung gebeten wurde.
      Alle anderen – inkl.USA, SAudiArabien etc.pp verstoßen gegen das Völkerrecht.

    • @Krampus
      “ Dann käme aber eben etwas ganz anderes heraus als das, was der Sultan sich wünscht und unter „Schutzzonen“ so vorstellt. “

      Ja eben, Erdogan verfolgt doch seine ganz eigene Agenda, samt neo-osmanischer Großmachtsträume, die man nicht unterstützen sollte. Das mit der Flugverbotszone geistert aber auch in Teilen der amerikanischen Politik rum, Hilary Clinton und einige der republikanischen Kandidaten haben sich dafür ausgesprochen (teilweise sogar mit der irrsinnigen Aussage, man sei dann auch bereit, russische Flugzeuge abzuschießen)…halte das nicht für eine konstruktive Idee.
      Für mich ist das ein weiterer Beweis, dass Merkel grotesk inkompetent ist.

    • Der von den hiesigen nur zu 0- bzw. 1-Diplomatie-fähigen Verantwortlichen
      schlecht Geredete ist, glaube ich, ganz anders und vernünftiger, als wir tagtäglich in den Medien zu lesen finden.
      Was hiesigen Städten, Dörfern und Landschaften gut tut ist, wenn Menschen Beziehung und Liebe zu ihnen und in ihnen pflegen. Und wenn sich Menschen freuen an Dingen, die vielleicht schon ihre Vorfahren vor langer Zeit errichtet haben und die sie nun liebevoll erhalten und ausbauen.
      Das ist in unserer Zeit eher schwierig – nicht nur weil der Einzelne sich möglichst beweglich zeigen soll, um den Wohnsitz und die Liebsten rasch für Studium, Lohn und Arbeit verlassen zu können, was auch zu einer Erodierung persönlicher Beziehungen und Vereinzelung führt.

      Hinsichtlich der seit Jahren und jetzt seit September vielhunderttausendfach Neu-Hinzukommenden ist zu sagen, dass diese eben vielleicht zu ihren Landschaften oder Orten woanders in der Welt Beziehung hatten, das auch vielleicht als Heimat sehen. Oder eben auch nicht – wenn sie schon dort nicht gewollt waren oder einfach als ein Esser zu viel recht rasch auf sich selbst gestellt waren und so das Ungeliebte und Ungewollte eh schon in sich tragen.

      Von unserer Heimat kennen sie weder Historie noch haben sie Bezüge zu Dingen, die uns über die Jahrhunderte lieb und wert wurden, noch erkennen sie gewachsene Zusammenhänge, die uns durch unser hier sein seit Generationen schon vor der Muttermilch in Fleisch und Blut übergegangen sind.

      Bei der Ruhrtriennale sah ich letztes Jahr „Die stille Kraft“. Aufgeführt wird der Zusammenprall von zwei Kulturen – es wird gezeigt, wie vieles zwischen dem schwingt, was mit Worten zu fassen ist. Wie schnell man in Fettnäpfchen landet, trotz des guten Willens, in einem fremden Land alles richtig und passend zu machen.
      Und wie man sich anstrengen kann wie man auch will – und es einfach nicht zu schaffen ist – und statt gewünschter Nähe und Zwischenmenschlichkeit immer mehr Abstand und Unverständnis aufkommen.
      MAN WIRD NICHT HEIMISCH IN EINER FREMDE, DIE SICH DEM VERSTÄNDNIS NATÜRLICHERWEISE ENTZIEHT. Erst einmal nicht – und die man vielleicht, was dann alles verschärft, auch nicht verstehen will oder kann.
      So lernt man dann natürlich auch nicht lieben, das Neue. Und wenn man etwas nicht liebt, liegt es einem auch nicht am Herzen.
      Es ist einem dann egal, ob der Putz von der Wand fällt, die Scheibe eingeschlagen wird, oder der Müll eben einfach fallen gelassen wird, wo man steht und geht. Und die Unzufriedenheit mit der eigenen Situation wird dann hart in die Scheiben der S-Bahn-Züge gekratzt, damit es alle erkennen können, das Heer der Ausgestoßenen, Nichtangekommenen.

      Der dilettantische Alleingang der von uns Gewählten führt eine ganze bisher gut funktionierende Gesellschaft in den Abgrund. Diese wahnwitzige und verrückte Politik der weit offenen Tür für alle Welt, die sich eingeladen fühlt, wird teuflisch für uns und für die Gekommenen werden.
      Wir sind mit und durch nichts vorbereitet auf die vielen darunter, die gar nicht anders können, als uns Übles anzutun. Und die darunter, die guten Willens sind, sind einfach viel zu viele und zu unterschiedlicher Herkunft, so dass auch hier die nächste Zeit nicht viel Gutes zu erwarten ist.

    • Krampus....
      Ein wenig enttäuschend, dass sie es nicht bis zur eigentlichen Frage geschafft haben „Welches Interesse sollte Putin denn daran haben“????

      Man fasst es nicht, sowas zu lesen….

      Wirklich? Haben sie die letzten Jahre verschlafen? Recherchieren sie mal bei Frau Nuland oder bei Stratfor, dann geht sogar ihnen auf wer ein Interesse an solchem Krieg hat..

      Ja, es kann durchaus sein, dass Merkel nach ihrem Gesellenstück der Flüchtlings Politik nun an ihrem Meisterstück, einem von den Amis provozierten Krieg der NATO gegen Putin arbeitet.
      Manchmal überkommt mich bei dem Gedanken, dass die Leidtragenden dabei ja letztlich die Merkel Wähler sein würden, so ein kleinr Hauch klammheimlicher Freude— Ich bin ja so ein schlechter Mensch, ich geb es zu.

    • @TDV
      Ach, TDV, Sie sind halt ein notorischer Amerika-Hasser und Verschwörungstheoretiker. Die Vorstellung, die USA unter Obama wollten tatsächlich einen Krieg mit Russland, ist einfach Quatsch. Und zum Zündeln bräuchten die Merkel auch ganz sicher nicht. Aus Merkel spricht die pure Verzweiflung.

      Eine andere Sache ist, dass man die Frau besser nicht in die Nähe irgendwelcher Pulverfässer haben sollte, aber das ist eher ihrer Dummheit geschuldet als einer Hörigkeit gegenüber Amerika.

    • Tja, KRampus...
      .. dann warten sie halt einfach mal ab was da noch so kommen wird. Wie ich sehe, wird die Weltwirtschaft weiter absacken. Über die Konsequenzen unterhalten wir dann wenn es soweit ist.

      Wsa ich immer so gar nicht versehen kann, ist dieses Gemotze über Metrkel. DE ist eine Demokratie und einen wahrenen, besser passenden Repräsentanten hat das deutsche Volk noch nie ins Kanzleramt gewählt.

      Ich verstehe natürlich dass sie über das Thema lieber nachdenken wollen. Man sieht es zB daran, dass sie schreiben: „Die Vorstellung, die USA unter Obama wollten tatsächlich einen Krieg mit Russland, ist einfach Quatsch.“, was ich natürlich nie gesagt habe. Was Frau Nuland, die wohl auf deutsch Staatssskretärin (unter Kerry) wäre hat deutlich gesagt, dass die USA wollen, dass EUROPA diesen Krieg führt, weil das beide Seiten so schwächen würde, dass die USA ihre Stellung als einzige Superpower nicht wieter gefährdet würde.
      Dasselbe Spiel läuft ja in Asien ebenfalls, das Gekeife weil die Deppen in Nord Korea einen torkelden Satelliten ins All geschossen wird umgedeutet als einer Langstrecken Rakete und die Leute in Ostasien stehenden Deutschen in BLödheit natürlich nicht und folgen den USA in die Aufrüstung gegen China…

  65. ..hat es...
    Die keine Stadt an der Donau ist wohl ziemlich weit westlich?
    Den Begriff „da hat es“ statt dem bayerischen „da gibts“ kenn ich eigentlich aus dem Breisgau.

    • @ Gaschd,
      joo, awer doo haisds „doo hädds“. Die Doppel-Os können gerne durch ein „o“ mit Zirkonflex ersetzt werden.

  66. Titel eingeben
    ist das Besondere an Straßenmüll in Deutschland vielleicht, das man darüber redet?! Oder ist das in Italien ausserhalb der Streiksaison ein satisfaktionsfähiges Thema?!

  67. Integrationslager
    Achtung Dunkeldeutsche mit Bluthochdruck – erst lesen, nachdem die Medikamente eingenommen wurden: http://www.gods-entertainment.org

    Der Onkel

  68. Merkels "Rücktritt"
    @ Renate Simon sagt: 16. Februar 2016 um 22:57 Uhr
    Don, das war gut… wenn sie Anstand hätte.

    Wer bei dem Them alles mitdreht, oder mitdrehen will, können sie heute in der Wirtschafts Woche nachlesen

    http://www.wiwo.de/politik/konjunktur/ubs-analyse-fuer-finanzmaerkte-merkel-ruecktritt-waere-schlimmer-als-brexit/12965094.html

    Es zeigt natürlich auch wo die Interessen der Wirtschaftswoche liegen, bzw wer das Blatt finanziert, denn von deren Auflage könnten die nicht exisistieren.

    Noch ein Musterbeispiel für die Qualität der Medien finden sie in den öffentlich Rechtlichen. Während man der WiWo nachsehen kann, dass sie nichts weiter als ein Werbeprospekt für die Finanzwelt ist, so hat hat die ARD eindeutig festgelegte Aufgaben, die noch dazu durch die Bürger zwangsfinanziert wird und es wundert mich immer wieder, warum man den Saftladen der Parteimitglieder der sogenannten Rundfunkräte nicht mal vor Gericht zerrt..

    Hier also ein wunderbares Beispiel für Manipulation und Meinungsmache der Glotzer bei der Tagesschau(!)

    http://www.nachdenkseiten.de/?p=31323#more-31323

    Wenn menie Verachtung für die Bürger und ihrer Dummheit nicht so stark wäre, würde ich mich immer wieder wundern müssen, warum die sich sowas bieten lassen… unfassbar wie verblödet man sein kann.

    • TDV, you made my day
      ich lache immer noch, heidenei, schämen die sich denn gar nicht?
      Nachdem Ackermann sich so fein eingeschleimt hatte, wollen andere wohl nicht zurückstehen. Wohin das führt, sieht man ja bei der DB und die UBS hat auch ihre Probleme.

      Die Wiwo lese ich nicht mehr, nachdem auch Bettina Röhl die Flucht ergriff habe ich es aufgegeben, dort noch irgendwas zu finden, was man lesen kann.

      Tagesschau läuft voll an mir vorbei, erstens kann ich die Raker nicht ab, allein die Haare schrecken mich zu Tode und einen Erkenntnisgewinn liefert die Schau ja nicht. Ich lese lieber quer Beet alle möglichen Zeitungen o.ä.

      Unsere Hillary, ich weiß nicht wer schlimmer ist, Angela oder Hillary.
      Angela hat ihren Mann bei Friedes Stiftung im Vorstand geparkt, ein jeder sieht zu, dass er vom Kuchen ein kleines Stück abbekommt, von wegen Bescheidenheit und so.

      Ich plädiere dafür, Frauen aus der Politik auszuschließen, bekomme dafür regelmäßig Prügel, trotzdem. Bis jetzt hat noch keine gezeigt, dass sie’s kann, meine Meinung.

      Nun hoffe ich, dass Ihre Verachtung nicht auch mich trifft, das täte mir ja richtig weh ;-) Bin ich auch blond und blauäugig… so meine ich doch, von der Blödheit halbwegs verschont zu sein.

    • Trost
      Werte Frau Simon, Sie sind nicht allein.

    • E.R.Binvonhier
      Danke ;-)

    • Werte Renate...
      Ich verachte Leute niemals, solange sie selber denken, sogar wenn sie dabei zu anderen Schlüssen kommen. Ganz im Gegenteil, ich lerne gerne…
      Leider haben aber wegen der angestiegenen Popularität dieses Blogs auch jede Menge denkunfähiger oder denkunwilliger Dummköpfe hier Einzug gehalten, deren „Denken“ nur darin besteht, aus ihren aus der Schulzeit stammenden Grundätzen alles heute Anstehende in die passende Schublade einzuordnen.
      Ich seh das ganz positiv, denn es erklärt die Zustände in DE….

      Es ist das generelle Problem mit dem Internet, auf das man leider nahezu überall trifft. Nahezu alle benutzen das NET nicht um zu recherchieren, sondern ausschliesslich dazu, seine eigenen, bereits feststehenden Meinungen zu bestätigen. So, wie das früher nur in den Stehkneipen an den Strassenecken und an den Stammtischen nach ausgiebigem Alkoholgenuss der Fall war. Heute geht es dank der Isolation von anderen, ganz realen Menschen anonym über Computer ganz ohne Alkohol, 24 Std am Tag genauso gut.

      Man nennt sowas geistige Inzucht, aber die Masse hält es für Denken.
      Leider mittlerweile auch hier einige …

  69. @ TDV
    Die Propagandamaschine läuft auf vollen Touren. Jetzt dienen bereits die Komödien zur besten Sendezeit für die Gehirnwäsche. Gestern war die Mainzer Außenstelle der Mauerstraße an der Reihe mit: Der Hodscha und die Piepenkötter. Starker Stoff zum Weiterträumen.

  70. DEM TRÜBSINN EIN ENDE...........................
    singt diese heisere stimme aus bochum………………

    hilft aber nichts, in den aufgeräumten, idyllischen kurdenstädten mit knapp geschnittenen rasenkanten werden jetzt in die mülleimer wieder deutsche waffen einschlagen, gespendet von dr. A.M. und dr. U.v.L. !

    es ist ein fast faustischer pakt der pfarrerstochter mit dem teufel persönlich !

    und lieber TDV, wer dieses MIRIAMMECKEL-BDI-pressemaganzin liest ist selbst schuld und wer ARD schaut auch ! warum tun sie sich das an ?

    wenn schon die RKK brennende kirchen incl. ihrer brennenden besucher ignoriert, dann könnten sie doch ihre ignoranz auch ein bisschen ausbauen !

    • Ja, es sind gerade keine guten Zeiten.

      Immerhin ist darüber das Ukrainedebakel vergessen.

    • UKRAINEDEBAKEL
      werter DON, das U-debakel ist unbeschreiblich: aber H.M.B. hat es ja versucht in seinem tagebuch des 1. halbjahres 2015 in worte zu fassen.
      selten war deutsche ostpolitik so desaströs, da muss man viele viele jahre zurückgehen, noch vor den kalten krieg und noch weiter zurück wie die erfolge von Adenauer 1955.+

    • Ein faustischer Pakt
      @ djangohatnemonatskarte
      Ja, die Politik ist unbegreiflich und desaströs dumm.
      v.d. Leyen hat schon vor ein paar Monaten in einem Interview auf CNN der Moderatorin Amanpour zu der Frage, ob in Syrien außer Luftkrieg auch Bodentruppen eingesetzt werden sollten, die Antwort gegeben: „We need both“.

    • Seltsam
      Beim Irak Desaster wie beim Ukraine Debakel war die deutsche
      Bevölkerung im Vorfeld trotz imensem Mediendauerfeuer mit den obligaten
      Beschimpfungen nicht bereit sich zur gewünschten Zustimmung zu
      bequemen. Sie hatten Recht.

      Ganz so dumm kann die Bevölkerung also nicht sein.

  71. Mal ausserhalb Deutschlands
    Im Sommer war ich im Baltikum und überrascht über die sauberen Strassen, auch in den Städten. Keine Kippe auf den Strassen. Bis ich dahinter kam: Morgens um 6-7 Uhr fegen alle vor dem Haus. Wirklich alle. Und jede Kippe wird geduldig aus den Pflaster gefegt. Das Gegenstück in Spanien: Neben mir ein Pickup, an der Ampel wirft der Fahrer seine Coladose aus dem Fenster. ich frage ihn, warum er die nicht mit nach Hause nimmt. Seine trockene Antwort: „Ich erhalte den Arbeitsplatz des Strassenfegers.“ So ist Europa.

    • Ganz nahe an Deutschland
      tatort, 5 km von deutscher grenze, bushaltestelle Wettsteinplatz im grün-roten Basel: ein fremd aussehender junger mann pafft seine zigarette fertig und wirft die kippe am mülleimer mit absicht vorbei auf den boden.

      mein böser blick wird beantwortet: i zahl tabaksteuer !

  72. @ TDV sagte am 18. Februar 2016 um 01:50 Uhr
    „Dass dieses Problem durch Terror à la Singapur oder primitive bayrische Dorfdeppen dauerhaft zu lösen bleiben wird, das bezweifle ich schon stark.“
    .
    1) Haben Sie´s überlesen, der „bayerische Dorfdepp“ mit der Rotzbremse ist ein Sachse. Nicht alle Orte mit der Endung „-ing“ liegen bekanntlich in Bayern. Schau nach bei wiki :Um Altenberg, Geising und Lauenstein (= Werte der deutschen Heimat. Band 7).
    Außerdem hätten Sie mir mit den verbotenen Symbolen, was denn nun, Rotzbremse oder Aluhut, unter die Arme greifen können.

    2) Dass man das rigide Vorgehen der Ordnungsbehörden in Singapur gleich als „Terreur“ bezeichnen sollte, finde ich maßlos übertrieben. So manchem Aschenbescher-mal-eben-auf´s Trottoir-Ausleerer hatte ich ,jenseits aller „übertrieben“-Heuchelei, die Pe…, äh eine 3-tägige Bach-Putzzede gewünscht (so heißt das bei uns). Übrigens ist das Wegwerfen, z.B. einer Kippe auch bei uns eine Ordnungswidrigkeit. Auf der Domplatte soll das 15€ kosten, als Einzeldelikt. Für das „in den weiblichen Schritt greifen“ wurde neuerdings noch kein Strafmaß bekannt gegeben. Sie, die „O“, wird z.B. in unserer Stadt von den Ordnungskräften, die extra mit Segways ausgerüstet wurden, um so eine „häufigere Präsenz an den Schwerpunkten liederlichen Verhaltens zu gewährleisten“ (wurden wieder verbannt, da die rundweg adipösen Herrschaften von den bekannt obrigkeitsresistenten Neckarschwaben in der Fußgängerzone ständig dazu aufgefordert wurden „liaber ebbes gege ihrn Ranze zom do“). Ich habe bei uns noch nie die Exekutierung einer Ordnungswidrigkeit erlebt. Aber schon viele fallende Getränkedosen und Pizzaschachtel. Bei Personengruppen mit besonderem Hang Reste aufgebrauchter Genußmittel oder deren Verpackungsreste achtlos fallen zu lassen, wie es auch die Tiere tun oder bestimmte Bedürfnisse an nicht dafür vorgesehene Orte biologisch zu entwässern (im Schwabenland onomato-poetich “ wo noobrunzt“, je nach Gegend auch „bronzt“) schaut auch der unbewaffnete Hilfs-Schandarm bevorzugt weg. Das tun die Uniformierten häufig schon aus Rücksicht auf ihre Gesundheit und oft beschränkten Möglichkeiten das Vergehen in geeignete Worte zu fassen (Sie kennen sicher das Bonmot mit dem Verunfallten neben dem Rhabarberfeld?). Das böse Lied von den jugendlichen Minderheiten mag ich hier schon gar nicht anstimmen.
    .
    Aber jetzt sollte es auch mal wieder gut sein mit der Kehrwoch.

    • NECKARSCHWABEN
      ja, im unterland hat alles seine ordnung, deshalb heissen die
      heilbronser
      ja auch nicht so, sondern man nennt sie heilbronner !

    • Meine Entschuldigiung an alle Geisinger...
      Ihre auf erfreuliche Weise geschilderten Beispiele tragen meinem Verständnis nach eigentlich eher dazu bei, den Inhalt meines Satzes zu bestätigen…?

      Man möge den Begriff bayrische Dorfdeppen verzeihen, selbstverständlich gibt es diesen Typus auch in einem Geising ausserhalb Bayern. Schliesslich treiben sich solche Figuren mittlerweile auch in den Parlamenten des Landes der Dichter und Denker rum.

      Was Singapur angeht, so haben die dort herrschenden „Tugenden“ den Vorteil für Reisende und Besucher den Aufenthalt angenehm (und teuer) zu machen, das ist wahr. Meine Kritik richtete sich gegen die Lebensqualität die solche Obrigkeit normalen Menschen ermöglicht, ob Zombies, Roboter oder Halbaffen so was erfreulich finden, gehört nicht gross zu meinen Interessen Gebieten, ich kenne ähnliches zur Genüge aus Japan. John Updike nannte sie in den Rabbit Büchern „Robot-Monkeys“ und Gen. MacArthur nannte sie „a nation of five-year-olds“.
      In meiner Welt umfasst Lebensqualität nun mal nicht Inhalte wie das Wegwerfen mehr oder weniger entleerter Pizza Kartons, oder wahlloses in der Gegend herum (auf bayrisch) „Wildbieseln“.

      Wie gesagt, sehr erfreuliche Länder für Besucher, aber mangels Lebensqualität doch zur Eingliederung in die dort vorgefundene Gesellschaft nicht gerade einladend für einen „normalen“ Menschen, zugegeben, eine extrem kleine Minderheit.

    • Zitate bitte überprüfen - Google hilft
      „Japan is a nation of twelve year olds“

      Gruß aus Indien! Hier wohnen die Fünfjährigen.

  73. Planwirtschaft
    Großartige Persönlichkeiten neigen zu großartigen Plänen. Für diese steckt dann der Teufel im Detail…..gerade geschnittene Hecken sind eben auch so ein „unwesentliches“ Detail. Der Blick aus höchster Geo-Höhe – ist eben ein kalter. Hoffen wir, dass es nur bei Müll bleibt und nicht noch Schutt hinzukommt. Den Plan aber muss ich gar nicht wissen. Es ist doch immer der gleiche. In verschiedenen Ausführungen.

  74. Identifikation und Zugehörigkeit!
    Zugegeben erleben wir vielerorts diese Idylle der Ordnung und der klaren Strukturen, getragen von den Menschen die sich mit ihrer Umgebung gewachsen identifizieren, ebenso mit ihrem sozialen Umfeld. Bleibt natürlich bei all dem positiven zu erwähnen das es auch dort zu Spannungen kommt wenn die Grenzen zu eng gesetzt werden. Was erwartet uns, dauernd ist ja von dieser viel beschworenen Integration zu hören und was man damit nicht alles erreichen kann. Doch wie umfassend kann Integration sein und wenn sie erfolgreich sein soll, kann sie nur durch staatliche offizielle Stellen erreicht werden?
    Integration wird doch reduziert auf Sprache und wenn irgendwann möglich Arbeit (da wären wir bei den Interessen der Wirtschaft).
    Oft findet ja auch keines von beiden statt und bleibt nur auf dem Status das man / frau weiß wo sie einkaufen gehen kann oder Geld bekommt.
    Sieht man diese Komponenten ist doch nur verständlich das man vielleicht gerne das Schöne in der Umgebung genießt (da ist ja schon viel erreicht) aber mehr auch nicht. Wir nennen das unter anderen positiven Aspekten Urlaub, dort genießen wir auch die Früchte unserer Arbeit aber auch oft die von anderen geschaffene harmonische Umwelt, also genießen wir deren Arbeit die uns zu gute kommt. Begrenzt wird dieses Schmarotzertum dadurch das wir natürlich eine Leistung in Form von Geld zur Verfügung stellen müssen um dies genießen zu dürfen.
    Vielleicht ist da auch das Problem, für meinen Urlaub musste ich im Vorfeld Arbeit und Energie aufbringen, so kann ich bestimmte Dinge auch wertschätzen da sie für mich einen Wert haben.
    Erfolgreiche Integration heißt vielleicht auch das ein Beitrag geleistet werden muss damit Verbindungen entstehen, bekommt man vieles ohne das man etwas dafür leistet verliert es an Wert.
    Gegenwärtig reicht es da zu sein um Forderungen zu stellen, die Frage was zu tun ist oder wie man vielleicht helfen kann so wie Eigen- und Fremdverantwortung stellt sich da erst gar nicht.

  75. Aus der NZZ: Balkanländer werden effizient
    „Länder der Balkanroute wollen zusammenarbeiten
    Schneller Transport von Flüchtlingen nach Deutschland
    .
    Die Länder der sogenannten Balkanroute wollen die Flüchtlinge nach einer Erstkontrolle in Mazedonien künftig gemeinsam Richtung Deutschland transportieren. Das verabredeten die Polizeidirektoren Mazedoniens, Serbiens, Kroatiens, Sloweniens und Österreichs in Zagreb.“
    Das ist doch beneidenswert effizient und zudem hocheffektiv. Man kann den Balkan nur bewundern.

    • Titel eingeben
      Die Reiseleitungen sind vermutlich gerade am Umdisponieren. Vermutlich auf westlichere Routen.

  76. Was hatten wir es doch mal gut ...
    – nur ‚VWeller‘ oder Juristen erklommen die höchsten Staatsämter,
    – Personen mit mitteldeutschem Zungenschlag durften allenfalls um eine apprenticeship als Haustier ersuchen,
    – Helgoland war noch territorial ein Bestandteil von Partenkirchen …

    Wie die Hauptseite dieses Forums sagt: Die Schicksalstage beginnen.

  77. Freude am Irrenhaus
    Wenn nicht alles so ernst wäre und man zumal selbst mit drin hängen würde, könnte man die derzeitige politische Situation ja wirklich genießen. Nachdem das kleine Österreich eine „Obergrenze“ eingeführt hat und sich anschickt zu beweisen, dass man Grenzen wohl doch sichern kann, wenn man nur möchte, und ihm die EU-Kommission deshalb selbstgerecht mitteilte, was es vorhabe, sei „illegal“, macht Faymann nun ernsthaft einen auf George W. Bush und erklärt:

    „Juristische Meinungen werden von Juristen beantwortet. Politisch sage ich: Wir bleiben dabei.“

    Natürlich ist es auch eine Unverschämtheit, dass man Österreich ansinnt, (in Wahrheit gegen die Dublin-III-Verordnung und damit EU-Recht) weiterhin aufzunehmen, während alle anderen, bis auf Deutschland, versteht sich, weiterleiten. Es ist auch nicht bekannt, dass entsprechende Schreiben, sagen wir, Schweden oder Dänemark zugestellt wurden. Aber dass der Faymann wirklich mal Merkel und den Eurokraten aus der Komission den Stinkefinger zeigen würde: Wunderbar.

    Toll ist auch, dass SPÖ und ÖVP knallhart am Brenner einen Grenzzaun planen (der ab Frühsommer auch bitter nötig sein dürfte), während die FPÖ sich nicht eindeutig positionieren kann, weil man sonst die rechten Freunde jenseits der Grenze verärgern würde:

    http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/4928928/SPO-fur-Zaun-FPO-dagegen_Wenn-die-Grenzen-verschwimmen-?_vl_backlink=/home/index.do

    Erinnert sich, nebenbei, noch jemand, was der Faymann im September über Orbán sagte?

    In Deutschland arbeiten derweil CDU und SPD kräftig daran, dass man bald ein ganz großes GroKo braucht, will man weiterhin regieren. Und all das nur wegen einer alten, zunehmend abgehalfterten FDJlerin, die aus irgendeinem nicht mehr nachvollziehbaren Grund mal zur deutschen Machthaberin avancierte, nunmehr selbst als weitgehend „alternativlos“ gilt und die deshalb ungehindert mit so kunstvollen Volten aufwarten kann, wie dass sie einen EU-Beitritt der Türkei stets vehement ablehnte, als die Türkei noch halbwegs passabel aussah, jetzt aber, auf Knien rutschend, das Geschäft des Autokraten Erdogan betreibt, der die Kurden massakrieren lässt, die lange Zeit die Einzigen waren, die den IS wirklich bekämpften (und dabei auch andere ethnische Minderheiten schützten).

    Wie mögen nur künftige Generationen von Historikern über diesen Wahnwitz denken?

    • @Krampus
      Ich bin auch nicht sicher, ob man die kurdischen Bewegungen vorbehaltlos als „die Guten“ ansehen sollte, da gibt es ja auch Berichte über ethnische Säuberungen gegen Araber (teils vielleicht nachvollziehbar, aber trotzdem scheußlich), außerdem sind mir marxistisch inspirierte Gruppen per se suspekt (auch wenn sie gegenwärtig gegenüber islamistischen Halsabschneidern das kleinere Übel sind). Aber eines ist natürlich unbestritten: Erdogan verfolgt auf jeden Fall Ziele, die weder mit unseren Werten noch mit unseren Interessen vereinbar sind…Merkels Gekuschel mit ihm ist Irrsinn. Ich verstehe auch nicht, wie man immer noch ernsthaft über einen EU-Beitritt der Türkei reden kann, wenn an die Hälfte der türkischen Bevölkerung zumindest einem soften Islamismus und/oder Extrem-Nationalismus anhängt. Mich schaudert es angesichts dessen, was man an teils radikal anti-westlicher Gesinnung aus der Türkei in den letzten Jahren hört…dieses Land darf niemals in die EU kommen, und die lasche Haltung der CDU in dieser Frage ist für mich wieder ein Beleg, dass diese Partei abgewickelt werden muss.

    • Heiteres Entsetzen
      Ich muss Ihnen da zustimmen. Mir entweichen immer wieder Gluckser irren Vergnügens am Wahnsinn, wenn der Würgekrampf des Entsetzens kurz nachlässt, der mich seit Monaten und Jahren immer mehr gepackt hat.
      Merkelworte sind nach und nach unfreiwillig zu Bonmots des Irrsinns geworden: „Privilegierte Partnerschaft“, „Multikulti ist gescheitert“,“Wir schaffen das (ab)“,…
      Aber der Wahnsinn geht weit über Merkel hinaus. Große Teile der in Deutschland veröffentlichten Meinung arbeiten sich gerade an der absurden Performance ab, praktisch allen europäischen Nachbarländern Vorwürfe zu machen und zu drohen, weil sie keine „pro-europäische“ Politik mehr machen wollen. Es ist gespenstisch und riecht nach einem intellektuellen und politischen Zusammenbruch, der sein geistiges Epizentrum in Deutschland hat.
      Insofern halte ich es gar nicht für so absurd, dass ein Merkel-Rücktritt die Finanzmärkte brutal erschüttern wird. Das ganze Kartenhaus von Illusionen und Täuschungen, das diese unglückselige Person „mit dem freundlichen Gesicht“ seit Jahren verwaltet hat und inzwischen geradezu personifiziert, wird schlagartig einstürzen. Alle Assets, die sie irgendwie magisch zu garantieren scheint, werden ihrer nicht vorhandenen Werthaltigkeit beraubt werden. Es ist furchtbar komisch und gleichzeitig eine schlimme Tragödie.

    • Revolution !!!
      “ Juristische MEINUNGEN werden von Juristen beantwortet.
      Politisch sage ich: Wir bleiben dabei.“

      Herr Faymann traut sich was.

      Wohin mit all den Verträgen,
      Rechtsabkommen, TTIP etc.

    • Faymann
      handelt unter dem Druck der Realos in der eigenen Partei (man erinnert sich: erstmals eine Koalition mit der FPÖ im Burgenland) und
      jener Wiener Arbeiterbezirke, die bereits an die FPÖ verloren sind. Erst
      kürzlich wurde bekannt daß in jenen Kindergärten, die von der Stadt hochsubventioniert werden um den Kindern vor Schuleintritt Deutsch beizubringen, teilweise gar nicht Deutsch gesprochen, aber die strenge Seite des Islam vermittelt wird und die lieben Tanten vollverschleiert sind…
      .
      In der Wiener Stadtkoalition (rot-grün) widmet man sich indes dem Wohnproblem: ökokorrekte Baracken, Meldepflicht für Freistand (für Leute die eine einzige ETW in Reserve haben) und Umwidmung von Büro-in Wohnflächen (das einzig Vernünftige, da es riesige ungenutzte Büroflächen gibt, die aus Spekulationsgründen errichtet wurden).
      Die nördliche Peripherie der Stadt, die Weinberge und die alten Winzerhäuschen sind zweifelhaften Investoren (denen mit dem Verbot des 500ers nicht beizukommen sein wird) preisgegeben und man fragt sich, warum die Jungen und die gebildeten Zuwanderer aus den Bundesländern, die sehr große Schwierigkeiten haben leistbaren Wohnraum zu finden, überwiegend Grünwähler sind: für diese Klientele
      werden teure Genossenschafts-und ETW-Wohnungen in Satellitenstädten Richtung Preßburg angeboten. Einzig eine Wienerwaldgemeinde wie Purkersdorf (im bürgerlichen Westen der Stadt) hat attraktive Wohn-und Infrastrukturangebote für Jungfamilien entwickeln können, teilweise im Konflikt mit den SPÖ-dominierten Wohnbaugenossenschaften…

    • Der Islam...
      …kennt keine Historie und keine Historiker.

    • @ Krampus
      „….einen EU-Beitritt der Türkei stets vehement ablehnte, als die Türkei noch halbwegs passabel aussah, jetzt aber, auf Knien rutschend, das Geschäft des Autokraten Erdogan betreibt, der die Kurden massakrieren lässt, die lange Zeit die Einzigen waren, die den IS wirklich bekämpften (und dabei auch andere ethnische Minderheiten schützten).“
      .
      Sehen Sie, aus diesem Grund habe ich heute morgen das Auswärtige Amt angefunkt damit es in die Puschen kommt um für die Türkei endlich eine Reisewarnung auszusprechen. Aktuell steht für tausende Deutsche (und wahrscheinlich auch Österreicher und Schweizer) ein bereits vor einem Jahr gebuchte Reise in ein faktisches Kriegsgebiet heran. Wer kann außerdem dorthin auch noch guten Gewissens reisen?
      .
      Ich bin gespannt ob „die beste Bundesregierung aller Zeiten“ (Selbstbetrachtung) dem derzeit türkische Erpressungspotenzial etwas entgegenzusetzen hat. Auf die gewundene Antwort des AA bin ich ebenfalls gespannt.

    • Regierungserklärung - und keiner protestiert!
      http://www.rolandtichy.de/daili-es-sentials/eine-historische-bewaehrungsprobe/
      Merkels unglaubliches Schlusswort: “Wir erleben ein Rendezvous mit der Globalisierung!”

    • Jeden Tag ein bisschen mehr
      Das Merkel-Regime bleibt sich treu: Immer wenn man meint, es könne jetzt aber eigentlich nicht mehr irrer werden, tritt Thomas de Maizière auf den Plan und sagt oder tut etwas verstörend Dummes. Nachdem die Einschüchterungsversuche der EU-Kommission keinen Erfolg hatten, erklärte de Maizière heute im Bundestag ohne ausdrückliche Erwähnung, aber doch ganz klar (vor allem) in Richtung Österreich:

      „Falls einige Länder versuchen sollten, das gemeinsame Problem einseitig und zusätzlich auf den Rücken Deutschlands zu verlagern, so wäre das inakzeptabel und würde von uns auf Dauer nicht ohne Folgen hingenommen.“

      Was sollen denn die „Folgen“ sein? Marschieren wir dann mit dem Großherzog bei den unbotmäßigen Österreichern ein?

      In den Zusammenhang sollte man, um die Unredlichkeit der deutschen Bundesregierung wirklich einschätzen zu können, auch noch unbedingt wissen, dass Deutschland seit Anfang Januar an der deutsch-österreichischen Grenze pro Tag bis zu mehrere Hundert Personen zurückweist, um die sich dann Österreich kümmern kann. Häufig handelt es sich um „Problem-Migranten“ der Sorte, wie man sie in Köln an Silvester erlebt hat. Einem Land, das weniger Einwohner hat als Bayern, so etwas zuzumuten zeugt von höchsten moralischen Ansprüchen.

  78. neue ERKENNTNISSE
    seit der BaWü – wähler gemerkt hat, dass nach 5 jahren herrschaft des „kleinen“ Teufels (gemeint ist Kretschmann) noch immer die hecken kerzengerade stehen und wie an der schnur die vorgärten in sillenbuch und im Unteren Kienle zieren, die reliquien noch immer in der basilika unversehrt ruhen und der bodensee immer noch trinkwasserqualität hat, da entscheidet der wähler ganz einfach:

    ein auftritt von dr.A.M. in weingarten und dann in radolfzell kostet dem armen Wolf wahrscheinlich den kopf……………welcher wahlkampf-man-gaga hat das denn inszeniert……….das ist ja so, als würde Donald Trump die sagenumwobene Angela bei einem aufritt in arizona zu sich aufs podium bitten, gemeint ist natürlich nicht Merkel, sondern A. Davis, sie erinnern sich ?

  79. Duiburger Standards
    Vergebliche Liebesmüh

  80. @ djangohatnemonatskarte 18. Februar 2016 um 22:38 Uhr
    Ein wenig wenig. Hat ER, außer dieser mageren Äußerung auch noch Wesentliches an Erkenntnis zum Thema?

  81. @ Foersterliesel, 18. Februar 2016 um 20:28 Uhr
    Eine solch detaillierte Beschreibung der Haustier-Hinterlassenschaft hätte es jetzt „no au widder ned braucht“ ( so sagt man in unserem Idiom).
    Nur das noch. Besonders effizient für die Reinhaltung von Parkanlagen und Trottoirs in Wohngegenden, gerne mit aufgelockerter Bebauung mit klandestinen Entsorgungsmöglichkeiten, finde ich wenn das Häufchen zuerst kunstgerecht in die Tüte gebracht wird und diese dann ins Wiesengrundstück fliegt dass der Bebauung harrt.

    • Vorstadtpark
      der auf die Stadtplanung der 20erJahre zurückgeht und das einzige bißchen Grün ist, daß die allermeisten Kinder hier je zu sehen kriegen (außer der Kindergarten oder die Schule macht mit ihnen eine Exkursion) weil die Eltern mit ihnen nichts, aber gar nichts unternehmen, mit Windeln und Kinderhäufchen zwischen den auf Kniehöhe gestutzten Büschen (damit die Dealer sich nicht dahinter verstecken können), an denen man kein Vogelfutter aufhängen kann (Futterbehälter werden ohnehin kaputtiert). Die Polizei bewahrt den Kindern den Park, den die Dealer gern für sich hätten. Jetzt gibt’s Container (allgemeine Container hausse, da blieb vielleicht was übrig)
      im Park, nachdem wir (ein paar Bemühte, Besorgte) was für die Jugendlichen wollten: ein betreutes Jugendcafe, damit sie nicht einfach so rumhängen, hat vier Jahre gedauert, der Groschen in der Stadtverwaltung fiel erst nachdem die ersten Dschihad-Touristen durch die Medien geisterten…eine triste kleine Hundezone (aber der einzige Freiraum für viele unglückliche Vorstadthunde) gibt’s auch, mußte auch rückerkämpft werden, denn gegenüber steht ein schäbiges Mietshaus das „Parklage“ und „Parkblick“ mieterhöhend in den Verträgen hat…

    • Titel eingeben
      Man kann dieses Verhalten wohl als eine Art Protestbewegung sehen. Das Werfen mit Fäkalien, bzw deren Herumliegenlassen symbolisiert ja schein eine gewisse Antwort auf die nicht gestellet Frage nach der Wertschätzung jener Gesellschaft in die man ungefragt hineingeboren worden ist.
      Ich habe zumindest in dieser Beziehung das Glück in einem Land zu leben, in dem man tatsächlich niemals jemanden mit einem Hund an der Leine spazieren gehen sieht, der in der anderen Hand nicht eine kleine Tasche dabei hätte, mit einigen 20x30cm grossen Plastiktüten und einer gefüllten Wasserflasche zur Verdünnen des fliessenden Urins, zwecks rücksichtsvollem Umgang mit den Mitmenschen….

    • Faekalienwerfen - @TDV
      Nein, Sie verstehen das ganz falsch – das Werfen von Faekalien (und anderem Schmutz) ist fester Bestandteil des Verhaltensrepertoires von Primaten und Zeichen besonderer Intelligenz (bei jenen) – die Uni Leipzig hat das schon vor 5 Jahren erforscht (http://phys.org/news/2011-11-poop-throwing-chimps-intelligence.html); Düsseldorf, eine Hochburg der karnevalistischen anti-fa, hat klargestellt, dass aufreizend geschminkte, wild feiernde Mitbürger auch solches Verhalten provozieren
      (http://www.express.de/duesseldorf/was-steckt-dahinter—affen-koennten-mit-kot-werfen—krefelder-zoo-warnt-jecke-vor-wurfgeschossen-2238694) koennen. Die Silvestervorkommnisse in Koeln sind damit auch ganz gut abgedeckt. Aber wie Sie ja erwähnen – in anderen Ländern werden solche Ausschweifungen eher begrenzt (ich lebe auch in einem solchen). Alles eine Frage, höher entwickelte Hirnregionen (sapiens) zur Geltung zu bringen.

      Cheers,
      Der Onkel

    • @Onkel
      Das habe ich in der Tat missverstanden, ist wohl meinem Mangel an Felexibilität geschuldet.
      Natürlich weiss ich dass wohl 90% derjenigen die sich selber als Home Sapiens sehen in Wahrheit nun mal jen höheren Primaten sind, von denen sie reden, aber ich denke hier im BLog nur an die restlichen zehn%, die sich das Werfen von Fäkalien abgewöhnt haben, ausser in privaten Orgien selbstverständlich.
      Ich gebe auch zu, dass ich noch nicht genügend darüber nachgedacht habe, was von Universitäten in Landesteilen Deutschlands zu halten ist, die uns solche Grössen wie Merkel und Gauck beschert haben.
      Dass man sich an der Uni Leipzig mit Primaten und Fäkalien beschäftigt, das könnte Vorurteilen gegenüber unseren Brüdern und Schwestern aus der ehemaligen DDR Vorschub leisten…

      ZU welchem Schluss kan denn diese Studie (http://phys.org/news/2011-11-poop-throwing-chimps-intelligence.html) was die oben erwähnten Merkel und Gauck angeht?

  82. Papiertiger*
    Da flüchten Leute aus Herkunftsländern, die
    von Diktatoren runtergewirtschaftet wurden und
    unterwegs werden sie per Dekret vom Status des Flüchtlings
    zu > Migranten erklärt. Unterschrift. Peng.
    Sie, die in den Büschen im Müll hausen, haben die
    aktuelle Tagespresse nicht verfolgt. Ihr Pech.
    Eine hinterlistige Merkel-Doktrin können sie sich nicht
    vorstellen, denn sie kennen nur das Einladungs-Selfie.
    > Ein Ausladungs-Selfie kam bei ihnen NICHT an.
    .
    Diese Papiertigerin* Merkel hat nun indirekt
    die Sicherheitskräfte eines anderen Diktators animiert –
    sie von einer Überfahrt nach Griechenland abzuhalten.
    Nun denn, die nationalen Eisenbahngesellschaften entlang
    der Balkanroute übernehmen den Transport.

    *wiki: Unter einem Papiertiger versteht man einen sich
    machtvoll bzw. einflussreich gebenden Menschen,
    eine Organisation oder Schriftstücke, die bei genauer
    Betrachtung in Wahrheit keine Bedeutung oder
    Macht haben bzw. sich selbst handlungsunfähig machen,
    was jedoch teils erst nach einer längeren Zeit der
    Beobachtung erkannt werden kann.

    • Da hilft man gerne...
      „Herkunftsländer, die von Diktatoren runtergewirtschaftet wurden“…

      Recherchieren sie nur mal diesen beiden Themen:

      Hähnchen-Abfälle Export nach Afrika und

      Militärische Auslandseinsätze der USA

      Und was den Satz angeht: „….was jedoch teils erst nach einer längeren Zeit der Beobachtung erkannt werden kann“, so sollten sie vielleicht nicht von sich auf andere schliessen?

  83. Titel eingeben
    Verehrter Don, was für ein unglaublich schönes, filigranes Serotta – ein wahrhaft würdiger Untersatz.

  84. Schon gelesen?
    Die junge Freiheit widmet Ihnen, verehrter Don, einen Artikel!

    https://jungefreiheit.de/kultur/medien/2016/der-boese-don/

    • Ein sehr wohlwollender Artikel, den
      man zurecht als Kompliment empfinden kann!
      Danke für den Hinweis @Desperado

  85. "Bayrische Integrationspolitik"
    … kursiert gerade hier am Polarkreis. Vorbildlich! Habe mich beölt vor Lachen:
    https://www.youtube.com/watch?v=VSQhSwabKHI

  86. Titel eingeben
    Sauberkeit und Ordnung sind kein bairisches Alleinstellungsmerkmal, das handelt sich wohl eher um einen Unterschied zwischen dem anonymen Leben in der Grossstadt und dem Dorf- oder Kleinstadtleben.Wenn man in Norddeutschland ausserhalb der Grossstädte und Speckgürtel mit dem Rad unterwegs ist, fällt mir als Hamburger auch immer die Sauberkeit der Strassen und Gepflegtheit der Gärten auf, so ordentlich ist es bei mir im Wohnzimmer allenfalls Sonntags.Vermutlich stehen da die Mitbürger mit einem brennenden Holzkreuz und weissen Kapuzen im Vorgarten, wenn jemand mal 2 Wochen nicht den Rasen mäht.

  87. @Försterliesel
    Die muslimischen Migranten scheinen zu wissen was sie wollen.
    Die aufnehmenden europäischen Gesellschaften nicht.

  88. Rendezvous mit der Globalisierung
    Ist doch wohl eine Aufforderung an die Bevölkerung ihre eigenen
    Interessen entsprechend ROBUST durchzusetzen.

  89. "Ebenso jenseits des Erwartbaren"
    Don-nerkeil! Don ausgezogen bis auf die Unterhose. Ob das Lob (scheint mit nicht mal vergiftet) der NF nicht Leute wie die Stokowski auf den Plan ruft? Ich hoffe, ER schmeißt den Bettel jetzt nicht hin.

  90. Gemeinsame Lebensvorstellungen - ja, aber!
    Die Sache mit den gemeinsamen Lebensvorstellungen funktioniert, wenn sie sich in einem gemeinsamen ökonomischen Erfolg ausdrückt. In dieser Hinsicht kann sich Bayern sicherlich selbst loben. Doch nichts ist für immer. In einer mittellosen Demokratie stellen sich die Dinge schon ganz anders dar:

    https://ernstwilhelm.wordpress.com/2013/10/02/indien-und-die-eu-ahnlicher-als-man-denkt/

    Ich habe hier in Mumbai mehrere durchaus wohlhabende muslimische Mitarbeiter. Leider wird es ihnen aber aufgrund ihrer Religion niemals möglich sein, Mitglied in einer hinduistischen Co-operative Housing Society zu werden. Von den unteren sozialen Schichten gar nicht zu sprechen. Die Wohngebiete in Mumbai sind fein säuberlich getrennt.

    Bleibt also der ökonomische Erfolg aus, so folgt nicht friedliches Zusammenleben, Assimilation und Vermischung sondern Paranoia als Lebensform, gegenseitiges Unverständnis, Egoismus und Selbstsucht. Und von Zeit zu Zeit mal ein Pogrom mit ein paar hundert Toten.

    https://en.wikipedia.org/wiki/2002_Gujarat_riots

    Es muss nicht so kommen. Aber man sollte die Realitäten in anderen Ländern mit starken muslimischen Minderheiten zumindest im Hinterkopf behalten.

    • Mit Verlaub....
      … ich habe 15 Jahre meines Lebens in Indien verbracht und meine Erfahrung sagt mir, dass zwar in Mitteluropa sehr, sehr vieles im Argen liegt, aber ein Land wie Indien ernst nehmen, das kann nur jemand der es nicht kennt, oder eben die Realität nicht zur Kenntnis nehmen WILL.

      Ich habe die Gujarat Riots miterlebt, wie man in Ahmedabad muslimische Bäcker lebend in ihre eigene Öfen geschoben hat.
      Und wie dieses lächerliche Volk dann den, der die Anordnungen dazu gegeben hat, zum Premier Minister gewählt hat.

  91. @ Desperado und Junge Freiheit
    Es gibt schlimmeres. Zum Beispiel von Sigmar Gabriel gelobt zu werden!

  92. @ TDV am 20. Februar 2016 um 01:44 Uhr
    (01:44 Uhr im Server F.A.Z. = 09:44 Uhr in Tokio, richtig? Ich dachte schon der Mensch TDV schläft nachts nicht)

    Nix zu meckern, aber sagen Sie, diese Einfügung
    „John Updike nannte sie in den Rabbit Büchern „Robot-Monkeys“ und Gen. MacArthur nannte sie „a nation of five-year-olds.“
    .
    Wie steht der gemeine Jabbaner (gut, das ist die fränkische Version) heute zu diesen Äußerungen formidabler Respektlosigkeit (und jetzt werde ich mal respektlos): Diese Attribute hatte ich immer, allerdings verborgen, für die Amerikaner im Hinterkopf. Einem Erwachsenen Amerikaner, den man nach Old Germany versetzt hatte und mit dem ich mich über die vielen Möglichkeiten Urlaub hier zu machen unterhielt, fragte allen ernstes nach der Nennung Italiens: „Oh Italy, it is here in Europe?“ Ich sah pigmentierten Exemplaren dieser Nation auch schon dabei zu als sie Grillanzünder über Geflügelteile gossen und entzündeten weil die Holzkohle abgebrannt war. Da macht man sich schon so seine Gedanken.
    .
    Ich hoffe das war dem Don jetzt nicht allzu OT.

    • Ach Gott
      Sueditalien ist ja auch nicht in „Europa“, fragen Sie mal die Kollegen von der Lega Nord. Was die „pigmentierten“ Zeitgenossen angeht – ja, die wuerden wir auch gerne loswerden – vielleicht im Tauschhandel fuer einige der syrischen Ingenieure?

      Cheers,
      Der Onkel

    • Jabbaner...
      Ich will das nicht ausarten lassen, aber zumindest so viel….

      ALLES was man in DE mit Japan verbindet sich Klischees, die mit der japanischen Realität nahezu nichts gemeinsam haben…

      Japan ist ein ein-Parteien Land, ein Feudalstaat, in dem eine kleinst-Schicht/Kaste alle Macht/Besitz hat.
      Es ist das einzige Land der Welt das ich kenne, in dem nahezu niemand englisch versteht. Nicht mal bei Microsoft war man in der Lage jemand ans Telefon zu bekommen, der die Sprache spricht.
      Die derzeitige Regierung besteht wie alle vorherigen auch, aus Revisionisten, die derzeit die Geschichtsbücher für Schulen umschreibt. Wie die japanische Übersetzung der Stelle in Updikes Bücher aussieht kann ich nicht sagen… will ich lieber auch nicht herausfinden.

      Stellen sie sich das Land einfach so vor: Deutschland 1945. Hitler erschossen, der Rest der NSDAP macht so weiter wie bisher… Die Bundesregierung begibt sich an Hitlers Geburtstag auf den Obersalzberg und hört ein Wagner Konzert…
      Der derzeitige Finanzminister und vorvorherige Ministerpräsident entstammt einer Sippe von Kriegsverbrecher, wie auch der (Gross?)Vater des jetzigen einer war.
      Wenn sie in der City of Tokyo ein wneig warten erleben sie täglich eine Umzug von Faschisten in schwarzen Bussen und Lastern mit enormen Lautsprecheranlagen und japanischen Kriegsflaggen. Die amerikansichen Besatzer (Japan ist ein Protektorat, kein Staat) freut es.

      Um ihrer Frage vorzugreifen: Das Land hat für Leute, die auf ein Einkommen nicht mehr angewisen sind, d.h. nicht in japanischen Fiomen als Untermenschen arbeiten müssen, eine ganze Kategorien höhere Lebensqualität als zB DE: weil die Menschen hier tatsächlich freundlich, höflich, zuvorkommend und hilfsbereit sind.
      Im Gegensatz zu DE habe ich hier ein nahezu stressfreies Leben. Etwas das sich mir bei jedem Besuch in DE bestätigt.
      Leider ist dies das Einzigste, in dem Japan besser als DE ist…. aber ab einem gewissen Alter….

    • Sorry... lhypocriesie
      Hab ich glaueb ich den falschen Adressaten angeben eben????

      War natürlich an sie gerichtet…

  93. Abschottungspolitik ala Austria
    …find ich nicht schlecht.
    Das entschleunigt und macht die Güter teurer….endlich Inflation!
    Was Herr Draghi nicht hinbekommt, machen die Österreicher im
    Alleingang.

    War mir immer ein Rätsel wie man Inflation bekommen will, wenn
    die Wirtschaft nur ein Ziel kennt. Billiger. Billiger als der Wettbewerber
    sein, bei stagnierender Nachfrage.

  94. Wie die Papageien
    Früher verschob man die Gelben Säcke, die beim letzten Sturm wie die Dornenbüsche in einem Italo-Western durch die Straßen gepfiffen wurden, nach Sumatra oder Papua-Neuguinea, wo sie im Urwald verbrannt wurden (oder auch nicht), holte die Hinterlassenschaften der neapolitanischen Gesellschaft nach Deutschland, und es es ist auch gute Tradition deutscher Jugendlicher, eine kleine Reminiszenz des Besuchs im ‚McDoof‘ entlang der Route zur nächsten Zappelbude zu hinterlassen – also, was soll’s, wenn nun ein Heer nahöstlicher Mülltouristen entlang seiner Route auf dem Weg zum gelobten Land der großen Mutter der Hirntoten alles fallen und liegen lässt, was nicht mehr benötigt wird oder sich bei näherer Betrachtung nicht rauchen lässt.

    Wenn dieser Planet schreien könnte, um das parasitäre und ekelhafte Verhalten einer speziellen ‚herrschenden‘ Art anzuprangern, wären wir schon längstens alle vom Lärm taub.

    Ich bin definitiv angefressen und die aktuelle Situation schreit meines Erachtens nach einem Militärputsch der Augsburger Puppenkiste Blechbüchsenarmee.
    https://www.youtube.com/watch?v=lO-u-efN_9k

    Und in ein paar Wochen soll ich wählen gehen, was ich als mein demokratisches Privileg betrachte und in der Vergangenheit gerne und bisweilen auch blauäugig gemacht habe.

  95. Rückenfreiheit Don?
    Glückwunsch zu dem schönen Artikel, Don!

    Schleppst Du wirklich
    1) 100mm Brennweitenkamera
    2) Prügel
    3) vermutlich Trinkflasche in Deinen Trikottaschen mit?

    Das schöne am Radfahren, wie ich finde, ist gerade die Unbeschwertheit, dass man solch Plunder am Gefährt selbst unterbringen kann, zB Satteltasche/Rahmentasche etc und das nix auf die Schultern drückt wie beim Wandern. Für Deinen Belang des mobilen Ständers muss es doch auch bestimmt ne kompakte Plastikklapplösung geben, die nicht groß ins Gewicht fallen sollte? Das einzige Mal, dass ich mit Stock Radgefahren bin war in Sardinien zur Vertreibung wilder Hunde. Allerdings waren die ebenfalls mitgeführten Steine und Freundin effektiver.

    PS: Entschuldige das Du, das ich mir als ebenfalls Oldtimer Rennradfahrer erlaube.

  96. @ TDV 21. Februar 2016 um 06:52 Uhr
    Maintenant, c’est réel à l’extérieur. Aber Ihre Darstellung bestätigt auf erschreckende Weise das Urteil meines Sohnes der in gewisser Weise in einem Abhängigkeit zum Jabbaner steht. Aber sein Urteil über ihr psychotropes Verhältnis zu Exceltabellen und andere seltsame Verhaltensweisen wie z.B. klammeraffengleiche Entreprisenverhalten (da ist er sich mit allen anderen Europäischen Führungskräften desselben Unternehmens einig) erklären noch nicht das von Ihnen vorgetragene US-amerikanische Urteil mit der Abqualifizierung zu „Fünfjährigen“. Eine Nation von „Fünfjährigen“ stelle ich mir nicht als kapabel vor, mal abseits aller politischen Besonderheiten, eine der führenden Wirtschaftsnationen einzurichten und über längere Zeit aufrecht zu erhalten.
    Mich hätte eher die japanische Sicht auf das damalige Urteil interessiert, dass doch der Bevölkerung gewiss zugänglich war.
    PS: kürzlich eine Doku über die Schwertervernichtung durch das US-Militär gesehen. Meine schon beschriebene Beurteilung wurde mal wieder bestätigt. Wenn die dort ihren max. 5% Bevölkerungsanteil nicht hätte……. Dritte Welt.

    • Japan...
      Sie haben natürlich Recht, es ist schwer dies alles von DE aus nachzuvollziehen. Wie ich ja schrieb, ging es nach dem Krieg mit denselben (nahezu allen) Machthabern weiter.
      Sie erinnern sich sicher, dass auch in DE in der 50ern die Parlamente, Ministerien, Konzerne und in erster Linie die Geheimdienste (dank US Wunsches) voller alter Nazis waren. Nun, in Japan steckt man immer noch in der 50ern… das ist das ganze Geheimnis.

      Spätestens in der Grundschule wird Japanern eingebleut, dass sie als Indivíduen keinerlei Bedeutung haben, sondern nur der Staat, die Nation, was gleichbedeutend ist und angesichts der Geschichte nicht überrascht. Ein massiver Minderwertigkeitskomplex lässt sich ja nicht nur in Japan ganz ausgezeichnet hinter Excel Tabellen verstecken.

      „Eine Nation von „Fünfjährigen“ stelle ich mir nicht als kapabel vor“, aber wie ihnen jeder Kindergarten Lehrer bestätigen wird, sind sie extrem lernfähig, und wer über die Lehrinhalte bestimmen kann, der formt das Volk.
      Es gäbe insbesondere über den angeblichen Reichtum der breiten Masse der Japaner viel zu sagen. Es gibt in den Groisstädten Paare die einem fensterlosen 6qm Raum leben, und jede Menge „ausgestiegene“ Jüngere die in Internet Cafes übernachten, wo ma eine billige Kabine mietne klann und sogar eine Art Matratze gestellt bekommt, und free Coffee! Die Armut der Leute auf dem Land, nahezu ausschliesslich alle über 70 oder 80, ist für einen Deutschen fassbar. Und doch werden sie mehr Freundlichkeit kaum irgendwo finden.

      „Mich hätte eher die japanische Sicht auf das damalige Urteil interessiert, dass doch der Bevölkerung gewiss zugänglich war.”
      Noch nicht mal heute werden sie auf Anhieb im Business Center von Tokyo jemanden finden der englisch versteht, da können sie sich ausrechnen wie das nach dem Krieg gewesen sein muss. Alle Medien sind fest in der Hand der machthabenden kleinen Kaste. Sogar die Schulbücher für Geschichte lässt man umschreiben. Die Äusserung McArthurs ist in seinen Briefen nachzulesen in offizieller Kommunikation und ausserdem war das an dem Zeitpunkt als sich der normale Japaner damit auseinandersetzen musste, dass sein Kaiser doch kein Gott war. Ein Trauma, sie machen sich keine Vorstellung von der Verehrung die das Kaiserpaar hier bekommt. Wenn man lang genug hier lebt, versteht man das übrigens….

      Ihr dritte Welt Urteil ist übrigens richtig, ich bin da ganz ihrer Meinung, (Entschuldigen sie Rechtschreibfehler, aber der Hund muss dringend raus…..)

  97. re *Jabbaner*
    und (@TDV, 21. Februar 2016 um 06:52 Uhr, „Menschen hier tatsächlich freundlich, höflich, zuvorkommend und hilfsbereit sind“) Sie sind sicher, dass sie dies „tatsächlich“, also genuin, sind? Und nicht auf ihrer mglw. jahrhundertealten Untertänigkeit („Untermenschentum“) beruht?
    Wo ist der Unterschied zwischen Zen/Buddhismus und abrahamitischer Schicksalsergebenheit? Selbstbeherrschung als dressierte Fügsamkeit: funktioniert (nur) solange der Kaiser nicht nackt gesehen wird -aka die herrschende Klasse nicht als Vasallen/Protektoratsverwalter sich entpuppen: dann kann man -wie Merkel- nurmehr auf Mitleid setzen.

  98. Titel eingeben
    Zunächst mal, ich bin in einem Alter in dem den Wechsel von Settembrini zu Naphta, die Entfremdung von beiden + Thomas Mann selber, hinter sich hat. DEshalb: „„Menschen hier tatsächlich freundlich, höflich, zuvorkommend und hilfsbereit sind“) Sie sind sicher, dass sie dies „tatsächlich“, also genuin, sind? Und nicht auf ihrer mglw. jahrhundertealten Untertänigkeit („Untermenschentum“) beruht?“

    Könnten sie mir den Unterschied, den das FÜR MICH macht erklären?
    Selbstverständlich entsammt das der Sklavenmentalität… Aber es veranlasst mich eben dazu dies nicht auszunutzen, wie der Staat Japan das tut, sondern den Menschen mit derselben Einstellung gegenüber zu treten. Haben sie eine vorstellung davon wie man sich dabei fühlt? Und nun vergleichen sie das mit der dummdreisten, habgierigen, aggressiven, besserwissenden ENergie der Deutschen…

    Deswegen lebe ich hier, u es mal nur ein ganz klein wneig übertrieben zu sagen: Sonst ist alles in Japan wesentlich schlechter als in Mitteleuropa.

    Ganz anders ist es hier: „Wo ist der Unterschied zwischen Zen/Buddhismus und abrahamitischer Schicksalsergebenheit?“
    Die drtei monotheistische Religionen setzen eine masslose Verblödung bereits voraus. Der Islam hat keinerlei Beziehung zur existierenden Welt, ausser druch Gewalt. Das Judentum ist terroristisch par Excelenz, ich habe in einer Therapiegruppe für jüdische Männer gelernt, dass sie einer enormen Angst aus religiösen Gründen unterworfen sind. Deren Gott ist ein herrschsüchtiges, rachebesessenes Arschloch. Alle erklärten mir: „It is a pain in the ass to be the chposen people, let someone else be the chosen people!“
    Und die christliche Religion macht ja nicht nur im Protestantismus sondern generell die Mensch zu habgierigen, Geiz ist Geil Witzblattfiguren, peinloiche Primitivlinge. Man ist ja letztlich nur deshalb gut und hält sich an die Gebote, weil man dann nach dem Tod dafgür belohnt werden will.
    Sowohl im Buddhismus als erst recht im Zen gibt es keinen Gott dfer über einem steht, auch Spinoza wusste das schon: Gott ist die Natur, und die Natur ist Gott. Finden sie auch bei Goethe wieder.

    Man ist eigenverantwortlich und frei….

    „die herrschende Klasse nicht als Vasallen/Protektoratsverwalter sich entpuppen“…. die müssen sich nicht entpuppen. Wer nicht genügend INtelligenz besitzt um das ganz alleine rausgefunden zu haben, bei dem ist sowieso Hopfen und Malz verloren. Oder: „…dann kann man -wie Merkel- nurmehr auf Mitleid setzen.“
    Lassen sie es mich mal so sagen: Wer ist Merkel?

    Für wen das ein Problem ist, der hat in der Tat ein Problem. Wer sich um der Vorteile willen, die dies bietet in eine Gesellschaft wie die deutsche eingliedert, der muss halt akzeptieren was kommt, when the shit hits the fan.

    Sie stellen die falschen Fragen, wenn es um so ein Thema geht….

  99. @ TDV 23. Februar 2016 um 00:01 Uhr, Jabban, die dritte
    Voilà, ein neues Komplementärthema, aber interessant und konziliant erklärt. Fiel es arg schwer mal nicht auf das depperte deutsche Wahlvolk zu schimpfen? Danke.

    • ?????
      Das mit dem „depperten deutschen Wahlvolk“ wäre wahrscheinlich ganz schnell geklärt, wenn einer von euch mal auf die Idee käme zu fragen, ob ich denn ein Land kenne das kein „deppertes Wahlvolk“ hat.

      Diese Unfähigkeit beim Lesen dieses Begriffs in meinen Kommentaren NICHT auf automaik zu gehen, sondern mitzudenken und statt dessen mal nachzufragen, die erheitert mich seit Jahren.

      Man stösst sich zu sehr an den beiden Wahrheiten die in meinem „depperten deutschen Wahlvolk“. Einerseits sind ALLE Probleme die die Deutschen haben nun mal dem Umstand geschuldet, dass sie ein „deppertes Wahlvolk“ sind. Nur weil es den Massen nicht gefällt, soll ich eine wesentliche Wahrheit nicht erwähnen? Den fetten Dorftrottel aus Oggersheim? Den primitiven Emporkömmling aus Hannover? und dann auch noch, den Gipfel von Inkompetenz und Opportunismus , die Ossie Tusse?
      Und zweitens ist natürlich die sogenannte Demokratie prinzipiell völlig ungeeignet sinnvolle Regierungen an die Macht zu bringen. Die Aufgabe war ja von Anfang an die Verhinderung einer weiteren Weimarer Republik, was im Augenblick möglicherweise auf dem Wege ist in die HOse zu gehen…. Man lässt die Mehrheit, per Definition: das Mittelmass, entscheiden.
      Das bietet den eigentlichen Macht-Besitzeren in allen Demokratien die Möglichkeit das System zu ihren Gunsten zu manipulieren.

      Falls sie es nicht kennen schauen sie mal nach: Colin Crouch, Oxford Politik-Professor, sein Buch bereits 2006 erschienen: „Post-Demokratie“

  100. Pingback: Stadtluft | Virtualista

  101. Schön sauber
    Haben Sie, werter Don, die Bilder dem NASA Archiv entnommen? Zeigen sie doch die leblose Rückseite des Mondes?
    Man munkelt ja, dass deutsche Flüchtlinge nach dem Kriege dorthin entkommen seien. Offensichtlich hat man nach der Ankunft der Mondbevölkerung die eigene Leitkultur aufgedrückt. Schön sauber.

Kommentare sind deaktiviert.