Stützen der Gesellschaft

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Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Die Überwindung afghanischer Zustände durch Freiheit und Armut

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Wer in der Demokratie die Wahrheit sagt, wird von der Masse getötet.
Platon

Es wird Frühling, und das merkt man an drei unvermeidlichen Anzeichen: Die Dividenden gehen ein. Der Reichtumsbericht, auch bekannt als das Frühjahrsgutachten der Immobilienwirtschaft, wird veröffentlicht. Und solange es noch kalt ist und die Menschen frieren und schlecht gelaunt sind, so sie weder das erste noch das zweite Anzeichen freudig stimmt, veröffentlicht der paritätische Wohlfahrtsverband seinen wie immer erschreckenden Armutsbericht. Dann beklagen die Medien auch, dass die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander geht. Dieses Jahr jedoch hörte ich auch anderes. Die Prantlhausener Zeitung hat auf die Methodik der relativen Armutsdefinition hingewiesen und der Überzeugung Ausdruck verliehen, man dürfte diesen scheinbaren Armutsbefund auf keinen Fall gegen die Kosten für die Flüchtlinge – hier würde ich korrigierend anmerken, Migranten, unter denen auch echte Flüchtlinge sind – ausspielen.

arma

Sicher regt sich bei der Prantlhausener Zeitung jemand auf, wenn ich nun behaupte, dass man mit den zig Milliarden, die da ausgegeben werden, auch das Kindergeld für einkommensschwache Familien und die Betreuungsangebote verbessern, statt Schulen durch Integrationsexperimente belasten könnte, und ich will heute auch gar nicht so sein und auf etwas ganz anderes hinaus: Dass ich nämlich nichts für die weiter auseinander gehende Schere von Arm und Reich kann. Wer dieses Blog hier kennt, weiss um meinen nichtsnutzigen Charakter und um meine Aversion gegen geregelte Arbeit: Nichts, gar nichts habe ich ernsthaft unternommen, um mich zu bereichern. Ich sass lediglich in meinen Wohnungen und habe Gemälde umgehängt. Das allerdings reicht laut Frühjahrsgutachten der Immobilienwirtschaft schon aus: “Gaga“ nennt man dort die Preisentwicklung in den besseren Lagen der Republik, die, Sie ahnen es, von den besseren Kreisen bewohnt werden.

Das fliesst natürlich in die Berechnung des Vermögens der Deutschen mit ein, und sorgt – auf dem Papier – für wirklich hübsche Renditen durch den Umstand, dass die Füsse auf Parkett ruhen und auch im Bad ein Kronleuchter funkelt. Mir gefällt das, aber Autoren der Prantlhausener Zeitung sind als Mieter so sauertöpfisch, wie sie über diese Entwicklungen schreiben. Prantlhausen ist zwar reich, aber das drängt prekär Beschäftigte nun mal an den gesellschaftlichen Rand, ohne Aussicht, sich dort jemals selbst eine Wohnung kaufen zu können. Über Gründe und Folgen lässt sich viel debattieren, aber wenn man solche Entwicklungen vom Wasmitmedienende her denkt, wirkt ein Armutsbericht exakt so bedrohlich wie die Aussicht auf das Alter in einer Wohnanlage des Hasenbergls. Ich bin nicht indolent, ich kann die Klage über die Preissteigerung schon verstehen – nur einstimmen möchte ich nicht. Ich kann nichts dafür, das ist der Markt. Ob ich die Preise, die für meine Münchner Wohnung aufgerufen werden, noch als rational betrachte, spielt keine Rolle. Es ist nicht meine Schuld, nur mein Besitz.

armb

Gestern bin ich von meinem Besitz hinaus zum See geradelt, und traf dort die S.. Die S. hat eine ältere Schwester und diese Schwester wiederum, oder besser, ihre Zeugung, war der Grund, warum die Eltern der S. gschwind hom heirodn miassn – so wollte es damals das ungeschriebene Gesetz der Bajuwaren, das vor dem Pillenknick keinerlei Rücksicht auf tatsächliche Neigungen nahm, so wie heute noch in den ländlichen Regionen von Afghanistan. Man kommt nicht umhin zuzugeben, dass die beiden vollkommen unterschiedliche Wesen repräsentierten, denn ein Partner war enorm sittenstreng und der andere so locker, dass man sich wirklich fragen musste wie das überhaupt… aber es war jedenfalls so und obwohl die beiden nach Einschätzung ihrer Freunde überhaupt nicht passten, heirateten sie, bekamen wunschgemäss noch die S., sparten, bauten ein grosses Haus, kümmerten sich auch um die beiden Schwiegermütter und hielten zusammen – und am Ende dieser Entwicklung standen eben die S. und ihre Schwester als ordentliches Heiratsmaterial mit Aussicht auf sehr erbauliche Erbschaften. Ich sage das, weil die Schwester der S. nämlich eine wirklich gute Ehe führt und die S. zwar von einem greislichen Hodalumpn geschieden und alleinerziehende Mutter ist, aber genug Diridari da ist, damit sie sich keine Sorgen machen muss.

Selbsterfüllung geht natürlich anders als lebenslanges Zurückstecken zugunsten der Kinder, Verzicht auf Affären und Berücksichtigung der Tilgung des Hauskredits bei der Urlaubsplanung. Aufgeschlossene, junge Menschen verlassen daher die Enge ihrer spiessigen Heimat und ziehen zu anderen Fortschrittlichen nach Berlin. Theoretisch ist das eine prima Sache, denn dort finden sie Ihresgleichen und haben somit Aussicht auf ein erbauliches Leben nach eigener Vorstellung: Eine Konvenienzehe des neuen Typs, orientiert an Genderideologie, Offenheit und respektvollem Umgang bei gegenseitiger Gewährung aller Freiheiten. Stets sitze ich in Bayerisch-Kundus erfreut nickend vor dem Rechner, wenn ich Bilder der Hochzeiten von Piratenpolitikern und feministischen Aktivistinnen sehe, und denke mir: Das ist es, das neue, von Zwängen befreite Deutschland. Sie gehen ihren eigenen Weg in die Zukunft. Selbstbestimmt und eigenverantwortlich. Nicht so wie bei uns früher in Afghanistan.

armc

Das klingt alles phantastisch, bis durchsickert, dass die Feministin dann doch irgendwann zum Mitarbeiter eines Kollegen nebenhinaus ging und das nicht so wirklich gut ankam. Es findet seine Fortsetzung in Frauen, die dachten, Kinder gehen so nebenher und die Mutterrolle unterschätzten, während die Männer dachten, alles geht so weiter wie früher. Gewisse Aspekte des Familiendaseins, die Disziplin erfordern, gehen auch in Berlin nicht nebenher, und die eine oder der andere wollten zwar nur Partner und Modekind, aber keine Verantwortung. Und weil da alle so multioptional und flexibel dank Mietwohnung sind, kommt es eben zu Scheidungen. Auch bei uns, aber vor allem in Berlin. Und dann, verrät mir der Armutsbericht wiederum, sei das Armutsrisiko bei alleinerziehenden Müttern besonders hoch. 42 Prozent im Bundesschnitt. Und Berlin hat den höchsten Anteil an Alleinerziehenden: Das betrifft dort jede dritte Familie, und fast 90 Prozent der Alleinerziehenden sind Frauen.

Bei uns in Bayern ist der Anteil der Alleinerziehenden in Folge von talibanöser Spiessigkeit, afghanischer Stammesmoral und Hang zur Versorgungsehe im Eigenheim mit 17 Prozent nur halb so hoch. Was für Dramen des privaten Unglücks und der fehlenden Erfüllung werden sich hier hier hinter den nackten Zahlen und Goldkantengardinen verbergen, mag nun mancher rufen. Wo soll da die alternativ-genderqueere Wagenburg Nachwuchs finden, um sich gegen den Ansturm der Flüchtlinge tatkräftig zu wehren? Dazu weiss ich nichts; denn ich kenne zwar durchaus Alleinerziehende, die wirklich die besten Eltern sind, die man sich wünschen kann. Aber wo es in meinem Umfeld klappt, da klappt es auch. Selbst wenn deren wohnküchigen Neubauträume nun nicht wirklich das Ambiente darstellen, dem ich gewogen wäre. Am Faktum, dass eine deutlich niedrigere Trennungsquote als in Berlin möglich ist, ändert das überhaupt nichts. Womit sich natürlich die Frage stellt, ob all die Bewussten und Gendernormierten in Berlin und diejenigen, die Deutschland erneuern und privat wie der Bundesjustizminister enden wollen, nur mit geringerer Besoldung – nicht auch ein ganz wenig selbst dafür verantwortlich sind, dass es im Frühjahr auf Seiten der weniger Glücklichen diese reichlich hohen Zahlen und Schlagzeilen des Armutsberichts gibt. Ja, es erstaunt mich auch, dass im Schatten von Fernsehturm und Böll-Stiftung nicht jeder bereit ist, seinen Unterhaltsanteil zu erbringen. Vielleicht ist auch mancher Kerl unter der filzbärtigen Hipsterschale innerlich immer noch ein Pascha geblieben.

armd

Ich habe vor diesem Beitrag noch einmal nachgeschaut und nein, es gibt nirgendwo Angehörige einer Hochrisikogruppe für Armut, deren Schicksal zu meinem Besitz beitragen würde. Wirklich. Das sind zwei völlig von einander unabhängige Erscheinungen, die Immobilienpreise auf der einen und die Folgen privater Missgeschicke auf der anderen Seite. Das hängt nicht zusammen, allein schon, weil ich niemanden ausbeute und auch garantiert keinerlei Anteil an Trennungsentscheidungen der anderen habe und wenn doch, halte ich mich an meine eigene Schicht. Das ist keine soziale Schere, deren Teile eine Verbindung hätten.

Vielleicht sollten sich Medien also ein wenig genauer mit den Ursachen von Armut und Reichtum beschäftigen. Beides kann einem wie ein Unfall passieren, aber manche sind selbst wirklich ein klein wenig verantwortlich. Das eine bedingt nicht zwingend das andere, so wie, sagen wir mal, eine etwas grössere Gemäldesammlung den Umstand, dass einer allein gut und gern 170 m² Residierfläche benötigt. Das ist dann wirklich etwas ganz anderes, und sollte kein Anlass für sozialneidvolles Vergleichen in der Prantlhausener Zeitung sein.

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243 Lesermeinungen

  1. Titel eingeben
    Diese ganzen Überlegungen zu finanziellen Kosten und Armut sind nebensächlich, wenn es nur um Geld ginge, wäre alles nicht so schlimm. Aber wenn man die aktuellen Schätzungen sieht (3,6 Mio. Migranten bis 2020), dann wird klar, es geht um die Abschaffung Deutschlands in seiner bisherigen Form. Das ist der Weg in den Bürgerkrieg, und niemand wird sagen können, man hätte das nicht wissen können und es sei ja alles gut gemeint gewesen.

    • Malen nach Zahlen
      Diese „Schätzungen“ sind ja auch noch viel zu niedrig. Man hat zum Beispiel diejenigen, die 2013 und 2014 kamen, gar nicht erst „eingerechnet“. 2014 war die „Obergrenze“, die Seehofer sich für dieses Jahr wünscht, aber auch schon leicht überschritten worden (und dass Pegida in diesem Jahr aufkam, war wohl kein Zufall).

      Die 500.000 entsprechen zwar dem, was Siggi der Bundesrepublik als jährlichen „humanitären“ Zustrom verordnet hat, aber wohl kaum dem, was kommen würde, hielte man an der gegenwärtigen Politik fest. Das wären eher mehrere Millionen pro Jahr. Doch selbst 500.000 sind viel zu viel. Die Annahme, das sei zu verkraften, ist schlicht völlig weltfremd.

      Das sind natürlich Zahlen, mit denen man innerhalb kürzester Zeit in einen Bürgerkrieg abgleiten kann und realistischerweise auch abgleiten wird. Auch die OECD hat immer wieder betont, dass es bei einer zu raschen Erhöhung des Zuwanderer-Anteils in einem Land einfach zu gefährlichen Gegenreaktionen kommt, sogar bei „normaler“ Zuwanderung und guten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Es liegt halt in der menschlichen Natur, starke Zuwanderung als Bedrohung zu empfinden.

      Falls Merkel im März/April nicht fallen sollte oder notfalls auch mir ihr eine massive Kehrtwende vollzogen wird, rechne ich sogar schon bald mit einer gewaltsamen Eskalation. Man wird dann sehen, wie die Sicherheitskräfte sich positionieren. Ich denke nicht, dass sie in der Mehrzahl aufseiten der Befürworter dieser Politik stehen und dauerhaft die Bevölkerung niederknüppeln würden. Dazu ist die Politik einfach zu absurd. Wer hat denn ernsthaft ein Interesse daran, Deutschland zu einem Libanon oder sogar Somalia Europas zu machen?

      Bereits Clausnitz hätte der Funken sein können, der die Benzinlache entfacht, die SPD und Union ausgekippt haben – hätte die Polizei nicht so besonnen agiert. Aber statt das wenigstens insgeheim anzuerkennen, hat man sich mal wieder aufgeführt und die Polizei beleidigt…

    • @Krampus
      Ja sicher, ich gehe auch davon aus, dass in Polizei und Militär unter Umständen auch Bereitschaft zu Maßnahmen entstehen könnte, die man sich lieber nicht vorstellen will. Hofreiters Gefasel von „institutionellem Rassismus“ – weil ein Polizist einen Jugendlichen ruppig anfasste, in Umständen, deren Kontext aus dem Video gar nicht wirklich ersichtlich ist – wird da sicherlich nicht gut aufgenommen werden (übrigens zeigt das auch, woher die Grünen ihre Ideen beziehen; der Begriff kommt aus dem McPherson report, der Ende der 1990er in Großbritannien im Zuge der Ermordung des schwarzen Teenagers Stephen Lawrence entstand; man kann an den Folgen für das englische Polizeiwesen auch sehen, was den Grünen wohl als Ziel vorschwebt).
      Ich denke auch, dass die Schätzungen eher zu niedrig sein werden. Das sind wirklich Aussichten, an denen man verzweifeln könnte.

    • Titel eingeben
      inkl. der im letzten Jahr eingewanderten Südländer. Ich habe lauthals gelacht, als ich die Zahl 3,6 Mio. gelesen habe, denn ich fürchte, die haben wir spätestens im nächsten Jahr erreicht. Auch wenn sich Flintenuschi heute mit der Nato und der Türkei geeinigt hat, Boote bei Erblicken sofort den Türken zu melden, damit keines mehr die Küste verlässt. Was Erdogan für das Zugeständnis, dessen Einhaltung sicher ungewiss ist, bekommt?

    • Bei 3,6 können wir gleich ie Wehrpflicht und den Einsatz der Armee im Inneren beschliessen.

    • Norwegen
      @Don Alphonso
      „Bei 3,6 können wir gleich die Wehrpflicht und den Einsatz der Armee im Inneren beschliessen.“

      Andere Länder stehen kurz davor: Anscheinend will die norwegische Ministerpräsidentin im Notfall eines Bürgerkriegs in Schweden die Grenzen dichtmachen und alle flüchtenden Schweden (!) abweisen!
      http://www.zerohedge.com/news/2016-02-24/norway-warns-sweden-will-collapse-pm-will-defy-geneva-convention-protect-border

      Für die, die nicht gut genug in Englisch sind, auf Kopp die Übersetzung (tut mir leid, hab nichts anderes gefunden und scheint auch nur die deutsche Übersetzung ohne sonstige Ergänzungen zu sein): http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/europa/tyler-durden/norwegen-warnt-vor-zusammenbruch-schwedens-und-will-grenzen-notfalls-mit-gewalt-schuetzen.html

      Bei sowas wird mir ziemlich mulmig.

      Wie lange noch, bis unsere Nachbarländer auch solche Gesetze diskutieren?

    • Süßlich-mild
      Naja, „linksliberales Dogma“ ist weiterhin, dass „die Polizei“ einem „ethnisierenden Blick“ erliege …. diese Ansicht gilt auch unter „einigen“ Soziologen als Konsens …. u. wurde im Zshg mit Tania Kambouri kunstvoll irgendwie in die Diskussion eingeflochten ……ich erinnere mich schwach an eine rechtssoziologische Untersuchung, die im Polizeipersonal primär die bürgerliche Mittelschicht mit ihren Wert- u. Ordnungsvorstellungen vertreten sieht …. u. der wird ja allerlei Böses unterstellt (-;

      Aber nach wie vor spricht m.E. aus der Behinderung u. Gängelung von Polizeibehörden durch SPD bzw. Bündnis90/Die Grünen geführte Landesregierungen eine tiefsitzende latente, sozusagen ererbte Aversion gegen die Ordnungs-/Strafverfolgungsbehörden ……

      Allerdings schwächen auch CDU-Regierungen das Bein, auf dem „öffentliche Ordnung/Sicherheit“ stehen …..

      So ganz verstehe ich auch noch nicht, wie diejenigen Jungmännekes (mit Migrationshintergrund), die in der BRD so sozialisiert wurden, dass sie ihr deviantes oder delinquentes Verhalten erfolgreich u. unsanktioniert gegen LehrerInnen oder PolizeibeamtInnen durchsetzen konnten, von weiteren Eskalationen abgehalten werden sollen …. oder die straßenzügebeherrschenden Clans (-;

      (Das wesentliche Problem sehe ich aber darin, dass die intellektuelle Aufrüstung ausbleibt …. dem ganzen moralisierenden Geschwafel von Bündnis90/Die Grünen u. Großkirchen, das mit ultimativen Geltungssanspruch auftritt, muss doch substanziell w i d e r s p r o c h e n werden …..)

      Irgendwann müßte doch die Faktizität (der „Gesamtsituation) nahelegen, dass die momentane Migrationskrise u. das iterierte Staatsversagen (in der BRD) nicht mehr durch paternalistische Presse-Sprach-Reglementierungen zu bemänteln, geschweige denn, zu beheben sein wird ….
      ….. aber irgendwie auch lustig, für wie unsäglich doof u. manipulierbar Verbände, Parteien, NGOs, Medien etc. die bundes-dt. SteuerzahlerInnen halten, die sie mit ihren „Wir-schwafeln-das-very-welcome“-Beschwörungszaubern einzulullen können meinen …..

      Nicht, dass Don Alphonso hier gewisse Milieus mit umstürzlerischen Intentionen u. Enteignungsphantasien noch in ihrem Feindbildern bestärkt (-;

    • @Realist
      Hab den Artikel gelesen (etwas seltsames Englisch…so ganz seriös wirkt das nicht auf mich); wenn ich es richtig verstanden habe, geht es darum, dass Norwegen sicherstellen will, dass die Asylbewerber, die Schweden wieder abschieben will, nicht nach Norwegen kommen.
      Von Bürgerkrieg steht da nichts direkt, nur von „collapse“. Klingt aber auch nicht gut.

    • @Realist
      Soweit ich weiß, stimmt die Story aus Norwegen tatsächlich. Im Auge hat man aber nicht (in erster Linie) flüchtende Schweden, sondern weiterziehende Asylsuchende aus Schweden. Man möchte sicherstellen, dass man sie abweisen kann, falls in Schweden das Asylwesen zusammenbrechen sollte und sie ihr Glück dann eben in Norwegen versuchen.

      Ansonsten sind die Zustände in Schweden aber tatsächlich dramatisch. Die Gefahr von bürgerkriegsartigen Zuständen ist in manchen Teilen des Landes unmittelbar gegeben. Natürlich berichtet die deutsche Presse nicht angemessen darüber. Auch insofern sind die Maßnahmen Österreichs und der osteuropäischen Staaten dringend erforderlich.

    • Titel eingeben
      „und niemand wird sagen können, man hätte das nicht wissen können und es sei ja alles gut gemeint gewesen.“
      .
      Doch. Die jetzt schon Ahnungslosen (oder Mitmacher und Nutznießer) werden das auch danach noch sagen. Hatten wir schon mal: ’45.
      .
      Gut gemeint ist das Gegenteil von gut (altes Sprichwort).

    • Schwedische Zustände schildert Ingrid Carlqvist
      auf gatestone.org schon seit langem. Sie sind alles andere als beruhigend. Mich wundert nur, wie lange die Schweden das überhaupt schon so unwidersprochen mitgemacht haben.
      In jedem besseren Schwedenkrimi ist auch immer irgendwo Kritik an diesen Zuständen enthalten, es kommt also nicht von ungefähr.

    • @Renate Simon
      „Mich wundert nur, wie lange die Schweden das überhaupt schon so unwidersprochen mitgemacht haben.“

      Na ja, konformistische Konsenskultur eben. Das scheint ja da in mancher Hinsicht noch schlimmer als in Deutschland zu sein.
      In den Schwedenkrimis (also zumindest denen, von denen ich gehört habe, wie Mankell oder Larsson) werden aber doch immer schwedische Nazis (die es ja wirklich gibt, das muss man einräumen) als Hauptproblem dargestellt, oder? Das hat vielleicht auch eine etwas einseitige Wahrnehmung befördert.

    • @kdm
      Den Gedanken habe ich auch manchmal…natürlich ist der NS und seine Verbrechen nicht im Entferntesten mit jetzigen Vorgängen gleichzusetzen. Der blinde Glaube, dass die Kanzlerin schon einen Plan haben und es richten wird und Kritik nur bösartig sei und schade, das mutet für mich aber schon ein bißchen ähnlich wie die Leute an, die entgegen des Offenkundigen bis ’45 an den Endsieg glaubten. Deprimierend.

    • Schwedische Zustände
      Ich habe Ingrid Carlqvists Berichte vor einem Jahr per link an einige Bekannte und Freunde geschickt, darunter auch welche, die vor einigen Jahren nach Schweden ausgewandert sind und in der Nähe von Södertälje wohnen, wo es besonders extrem sein soll. Niemand hat sich dazu geäußert, keiner wollte etwas wissen.

      Vielleicht kenne ich keine besseren Schwedenkrimis, aber mir fällt keine subtile Kritik an den Verhältnissen auf. Sie zeichnen sich vielmehr durch extreme politische Korrektheit, eine depressive Grundstimmung und einen betont kalten, lieblosen Ton unter den Ermittlern aus.

    • Es ist halt nicht so leicht, sich Fehler einzugestehen. Zumal, wenn sie so lang bewusst verschwiegen werden.

    • Schwedenkrimis
      die mir bekannten zeichnen sich nicht nur durch depressive
      Stimmung, sondern auch durch Mief aus.

      Da trifft, was von ‚der andere Gast‘ zur Notgemeinschaft gesagt
      wurde. Es sind Wut-und Ärgergemeinschaften bzw. Gesellschaften.

      Läßt sich ohne Umstände auch auf die EU übertragen.
      Notgemeinschaft zum Zwecke in der Globalisierung zu überleben.

    • Titel eingeben
      ich denke an Sjöwall und Wahlöö, die sehr viel Sozialkritik in ihren Krimis hatten. Aber auch Nesser oder Persson sprechen vieles an, was nicht passt im Staate Schweden. Mankell würde ich dieser Kategorie nur bedingt zuordnen, sein Wallander hatte den gewünschten Lauf, aber von unbedingt lesenswert würde ich nach der Lektüre nicht sprechen wollen. Mankells Gesinnung war grün-links und das passte dann schon.

  2. Warum...weil...
    Wer in der Demokratie die Wahrheit sagt, wird von der Masse getötet.
    Platon

    …weil derjenige, der die Wahrheit sucht, Lügen findet.

    • @Realist
      Lesen sollte man schon können!
      Im zitierten Artikel steht klar, daß der Anspruch auf „Asyl“ gestrichen werden soll, aber nicht, daß Schweden nicht mehr einreisen dürfen!

  3. Die unerträgliche Relativität des Seins
    Wie üblich ein scharfsichtiger Beitrag, lieber Don.

    Wäre die Sache nicht so ernst, wäre es ja auch wirklich lustig, dabei zuzusehen, wie die Freunde der offenen Grenzen – Stück für Stück – jeden anderen (vermeintlich) tragenden Pfeiler ihrer Ideologie demontieren müssen, um am „Refugees welcome“-Geplärre festhalten zu können, bis sie dann irgendwann ohne Smartphone und in der Burka auf der Straße stehen werden…

    Nur leider betrifft der Wahnsinn, den sie propagieren, nicht nur sie, und die armen Deutschen, die es wirklich gibt, tun mir auch tatsächlich leid. Sie werden – so oder so – am allermeisten darunter zu leiden haben, dass man sich Hunderttausende, ja Million junge Männer aus der islamischen Welt einlädt, die, wenn sie sich die üblichen Schlepperkosten in Höhe von bis zu 10.000 US-Dollar pro Person leisten können, global betrachtet wohl auch schon zur „Oberschicht“ gehören dürften. Letzteres indes dürfte die Prantlhausener Zeitung nie anerkennen. Man muss ja Prioritäten setzen.

  4. Alleinerziehend...
    …ist doch meist ein selbstgewählter Lebensstil und kein Schicksalsschlag wie der Tod eines Partners oder die Pleite des Arbeitgebers. Im Zusammenhang von Alleinerziehenden von Eltern zu sprechen, halte ich für „zeitgeistig“. Wenn schon dann bitte ein Elter. Vor gar nicht so langer Zeit fragte der Schwiegervater in spe den zukünftigen Schwiegersohn, ob er denn seine Tochter ernähren und eine Familie gründen und ernähren könne? Heute sollte der Scheidungsrichter eine ähnliche Frage stellen, ob die Scheidungskontrahenten denn ohne externe Subventionen sich einen Scheidung leisten können? Ich echauffiere mich schon lange über die staatliche Subvention von so genannten „Alleinerziehenden“. Betrifft es doch primär das weibliche Geschlecht; leider betrifft dieses Geschlecht auch die Mehrheit der Scheidungsinitiativen. Mein Lebensstil (verh., 4 Kinder) wird zwar auch staatlicherseits gefördert, aber doch in Übereinkunft mit den Ziel des GG, Art.6 (2) und nach der 3-Elemente-Lehre Jeleniks (u.a. Erhalt des Staatsvolkes)Würde man die staatlichen „nachehelichen Leistungen“ für Alleinerziehende, die nicht für ihren Lebensunterhalt sorgen können, massiv einschränken und das finanzielle wie erzieherische „paritätische Wechselmodel“ favorisieren, halbierten sich auch in Berlin bis zum nächsten Frühjahr die Zahl der alleinerziehenden; und der damit einhergehenden Kinderarmut. Garantiert!

    Fazit: Alles selbst eingebrockt.

    • Es gibt schon wirklich miese Typen. Mich wundert es nur, dass sie in den menschlich guten Kreisen nicht aussterben.

    • Das Eherecht
      Das nachgebesserte finnische Eherecht sieht keine finanzielle Unterstützung des anderen Ehepartners nach er Scheidung mehr vor, außer in Ausnahme/Notfällen.
      Gemeinsames Sorgerecht ist rechtlich als die Norm vorgesehen. Die Konditionen werden von beiden Partnern gemeinsam ausgehandelt.
      Allerdings bietet das Land auch die Bedingungen, um solch ein Gesetz zu realisieren.

    • Kein selbstgewählter Lebensstil, ...
      … wenn der Alleinzerziehende von seinem Partner verlassen wurde. Wo zur Hecke ist das selbstgewählter Lebensstil?
      Auch das Argument, dass dann eben nur heiraten dürfe, wer nach der Trennung noch gut dasteht, ist irgendwie lustig.

      Tja Ehegattensplitting-Schnelldenker! Man fasst es kaum.

    • Alleinerziehend war/ist für viele Frauen DAS Lebensmodell
      nicht erst seit gestern. Ich habe z.B. Frauen auf der Sonnenbank Anfang der 90er Jahre erlebt, vier Kinder von vier Männern und solange sie gebärfähig waren, kamen weitere Kinder hinzu. Das Sozialamt zahlte ja. Dass diese armen Hascherl aber weder Vater noch Mutter hatten, Mutter war ständig mit sich selbst beschäftigt, war von Übel und die Kinder gerieten dementsprechend. Vernachlässigt, ohne regelmäßiges Essen, wenn wieder Zahltag des Amtes war, gab’s Geld fürs Büdchen und etliche Tüten Chips und derlei Fraß. Nach 14 Tagen war das Geld weg und das Gejammer groß.

      Andere Damen meinten, mit einem Kind betuchtere Herren erpressen zu können, die Rechnung ging aber nicht auf. Die Herren husteten denen was und ich meine mit gutem Grund. Die miesen Typen sind auch unter Frauen vertreten.

      Ich habe in meiner direkten Nachbarschaft eine Frau mit vier Kindern von drei Männern, die ersten beiden bekam sie in einer Ehe mit einem Marokkaner oder Tunesier, den Kindern ist der Vater unbekannt. Die anderen beiden Kinder kennen zwar ihren jeweiligen (arbeitslosen) Vater, aber was besagt das schon.
      Die Frau ist völlig überfordert, ihr Geschrei mit den Kindern nervt mich, mein Hinweis darauf half zumindest, etwas mehr Ruhe nebenan einkehren zu lassen. Sie hartzt und arbeitet nebenher schwarz als Putze. Eine Ausbildung zur Altenpflegehelferin unterbrach die letzte Schwangerschaft aufs Willkommenste.

      „Alleinerziehend“ ist m.E. auf Dauer für alle Beteiligten, insbesondere für die Kinder, wenig zufriedenstellend. Die Damen hätten gern einen Mann, nur welcher Mann möchte unbedingt fremde Kinder.

      Was mich aber wirklich erstaunt ist, dass die Ehen aus den 50er/60er Jahren, die damals geschlossen werden „mussten“, in aller Regel gehalten haben. Man hat sich zusammengerauft, auch wenn man sich nur wenige Wochen kannte, es hat funktioniert. Was eigentlich besagt, dass der Egoismus des Einzelnen, bei Frauen auch gern Drang zur Selbstverwirklichung genannt, unterdessen wohl fürchterlich zugenommen hat. Und solange der Staat das alimentiert, wird sich das auch nicht ändern.

    • Titel eingeben
      @DA
      >>dass sie . . . . nicht aussterben.<<

      Gerade diese 'menschlich guten Kreise' gebären sie ja. Diese Typen. (wirklich miesen Typen)

    • @ Renate Simon
      Sie haben sehr gut beschrieben, wie diese Selbstverwirklichung auf dem Rücken der Kinder ausgetragen wird. Die Kinder sind die Leidtragenden in allen Bereichen. Ich kenne einen Vater, der kratzt den letzten Cent zusammen, um mit seinen drei Kindern einige Sommer- oder Winter-Urlaubswochen gemeinsam verbringen zu können (bei vollen Unterhaltszahlungen für die Ex). Kauft zum Skifahren warme, lange Ski-Socken, da sich Sneaker-Socken schlecht mit Ski-Stiefeln vertragen. Vergangenes Jahr hatte er seine drei Kinder mindestens 4 Wochen im Urlaub dabei (mit seiner neuen Frau). Wieder zuhause erwartete ihn ein Schreiben der Ex (via Jugendamt) in dem € 3,- Unterhalt pro Kind und pro Monat nachfordert werden, die er angeblich zu wenig bezahlt hat (was nicht der Fall war). Es erübrigt sich darauf hinzuweisen, dass die Ex mit sportlichem Neuwagen und Designerklamotten ihr neues Leben genießt. Auf wessen Kosten ist klar. Deren Geschichten gibt es unendliche. Bin im Verein: http://www.vafk.de – PS: Im obigen Fall hat die Frau den Mann verlassen, der nach 20 Jahren Ehe angeblich „untragbar“ geworden ist. Die Scheidungsindustrie hat den Rest erledigt. Horrende Forderungen der Ex und jahrelange gerichtliche Streitereien. Scheidungskosten gesamt ca. € 20.000,-

    • @ der andere Gast
      Deswegen das Wörtchen „meist“ in der ersten Zeile.

      Erstaunlich ist mittlerweile die geänderte Wertschätzung der Ehe (= Vertrag) durch die Jurisprudenz und den Staat. Einen missliebigen Ehepartner zu verlassen ist ein Klacks (Scheidung nach dem Trennungsjahr obligatorisch) im Vergleich, einen missliebigen Mieter (=Mietvertrag)loszuwerden. Und mit dem hat man – zumindest meistens – keine gemeinsamen Kinder. Dennoch klagt man nicht selten gegen einen Mieter über mehrere Jahre! (ich nicht, bevorzuge altbackene Methoden). Da weiß man doch gleich, wo die Rechtsprechung ihre Prioritäten setzt.

      Im übrigen gibt es für Kinder selten eine „gute Scheidung“.
      http://www.sueddeutsche.de/kultur/trennung-gute-scheidung-schlechte-scheidung-1.892123

      Dabei hat man heute – im Vergleich zu früher – mannigfaltige Möglichkeiten sich vor dem ach so hehren Eheschwur „auszuprobieren“. Doch je mehr und länger „probiert“ wird, desto höher scheinen die Scheidungsraten zu klettern.

      Dass Armut bevorzugt in Scheidungsfamilien vorkommt, ist sozusagen ein Automatismus. Dass Kinder aus Scheidungsfamilien später wieder überproportional zu Scheidungen tendieren, ist ebenso bewiesen. Die Reich-Arm-Schere wird also weiter auseinandergehen. Wer dagegen sein Geld und Familienvermögen zusammenhält, wie beispielsweise die Altvorderen des seligen Grafen Faber-Castell, kann sich über Generationen daran erfreuen. Und die Kinder natürlich auch.

      (die [geschiedenen?] Neider bleiben natürlich nicht aus) ;-)

    • Zwei Dinge...
      Erstens bin ich erfreut nach ein paar Kommentaren endlich auch mal einen zum Thema zu finden. Manche hier sind so eingleisig Flüchtlings-besessen, dass für sie wohl auch noch in einem Kommentar zum Thema Gravitationswellen eine Verbindung zum Thema Asyl herstellbar wäre.

      Etwas anderes sind allein erziehende Mütter, um das Thema mal vereinfacht so zu taufen.
      Die Idee, dass es sich in solchen Fällen um Planung der Betroffenen handelt, finde ich falsch. Meiner Beobachtung nach, handelt es sich bei der Ursache ganz banal um Biologie und Hormone. Es ist schwer als Mann eine Meinung zu Frauen haben, die sich schwanger fühlen, und die deshalb dann nicht mehr von den Gedanken abzubringen sind, sich unbedingt fortpflanzen zu wollen. Wenn die Fachliteratur die Vorgänge durch die Veränderung des Hormonhaushaltes auch nur annährend richtig beschreibt, so kann man den meisten nicht wirklich einen Vorwurf machen, wenn man extrem so veranlagte Frauen zehn Jahr später als Mütter von vier Kindern von vier Männern vorfindet.
      Sie sind an ihrer Lage gewiss unschuldiger, als die aber-Millionen die alle paar Jahre meinen sie müssten lächerliche Politik Darsteller an die Macht wählen, und damit stets aufs neue zeigen, dass sie ebenso lernunfähig sind, und wie man zur Zeit sehen muss, wesentlich grösseres Unheil durch die eigen Dummheit anrichten. Für eine intelligente, ehrliche Regierung, wären diese Kinder nämlich ganz sicher kein Problem!

      Ich hab nämlich auch noch nie gelesen, dass man einen Investment Banker verurteilt, weil er in seiner grenzenlosen Habgier noch unbedingt ein paar Millionen mehr verdienen will, obwohl er schon die jetzigen in seinem Leben nicht ausgeben können wird.

      Sind solche vom Staat zu alimentierenden Mütter wirklich so einfach einzuordnen und zu verurteilen?
      Zunächst mal, sind diese Kinder ja erst mal da, und sie für die Inkompetenz ihrer Mütter zu bestrafen halte ich nicht gerade für eine Tugend, ist dem Staat auch gesetzlich nicht erlaubt. Das soll nichts an der Idiotie solcher Mütter beschönigen, die über ein Viertel ihres Gesamt HartzIV Einkommens für die Handyrechnungen und Fingernagelstudio Besuche ihrer Töchter ausgeben, um diese einigermassen ruhig zu stellen. Um Sie zu verurteilen müste eine Betroffene schonerst mal eine Alternative haben, und eine vierzig jährige die mit zwei 400 Euro Jobs so gerade durchkommt, gehört auch im selbstverschuldeten Elend nun mal nicht in diese Kategorie

      Wenn man in „linken“ TV Magazinen gezeigt bekommt, dass nicht gerade wenige Kinder nicht mal die zwei Euro täglich, bis zum Ultimo des Monats, für das Schulmittagessen mitbekommen können, weil das Geld schlicht nicht da ist, aber man andererseits Mord-Waffen Herstellern wie Heckler und Koch ihre unbrauchbaren Schrottprodukte zu unverschämten und korrupten Preisen bezahlt….
      Wie man Banken Verluste ersetzt, die inkompetente Manager dieser Spielkasinos, aus reiner Habgier in dem Wissen um ihre System-Relevanz und Alternativlosigkeit erwirtschaftet haben.
      Wenn man jetzt einem Erdogan ohne garantierte Gegenleistung Milliarden zubuttert, iund Massenmorde an Kurden mitfinanziert, weil eine inkompetente berliner Führung in all ihrer Dummheit ein Desaster angerichtet hat…
      Wenn man das Mit-Bomben in Afghanistan und Syrien finanziert…
      Wenn man zulässt, dass Milliarden Profite der apple, Google und anderer, nicht in dem Lande versteuert werden in denen die Profite angefallen sind….

      …dann finde ich die Unterstützung für Mütter nicht mehr ganz so daneben.

      Und ich sehe in Gegensatz zu Don Alphonso in dem ungeheuerlich anwachsenden Reichtum der Erben in diesem Lande schon ganz deutlich die andere zweite Klinge einer Schere, die, wie die Zahlen unmissverständlich belegen, weiter und weiter aufklafft.

      Was mich aber nicht daran hindert dem Don zu danken, dass er mal wieder ein anders Thema und dann auch noch in so clever humorvollen Ton anschneidet.

    • @TDV: Ja, Hormone
      Ich wollte, TDV, ihren Ausführungen zu den Ursachen für die heute so vielen alleinerziehenden Mütter im Wesentlichen beipflichten. Mit zugegebenermaßen nur anekdorischer Evidenz. Eine Freundin, nach ihren geäußerten Urteilen noch merklich nüchterner als ich selbst, der schon als zynisch gilt, geriet just jenseits der vierzig Jahre an einen Halodri und „verunfallte“ noch im Rausch. Abtreibung erwog sie, eigenem Bekunden zufolge, durchaus, und zwar wegen ihres eigenen Anspruchs auf Rationalität, aber von Anfang an wohl wissend, dass ihre Entscheidung eigentlich schon feststand. Während der frühen Schwangerschaft glaubte sie ernsthaft, diese Kindsgeschichte ohne Probleme neben ihrer zeitlich nicht gerade anspruchslosen Berufstätigkeit betreiben zu können, dass das nicht gehen würde, ging ihr erst gegen die Niederkunft zu auf. Wohl die Auswirkung einer natürlichen Endorphinvergiftung, wie sie anscheinend mit etwas Presse-Medikation auch weite Gesellschaftskreise befallen kann. Die Betroffene glaubt übrigens nicht an die Willensfreiheit, anders als der Großteil ihres Milieus, das sich über den schieren Zweifel an dieser schon empören kann, sozusagen menschenrechtshalber.

      Die Frauen haben meinem Eindruck nach einen eingebauten Kinderwunsch, während die Männer von sich aus nur Nachwuchs haben wollen, wenn sie eine Nachfolge sichern wollen oder aber durch gesellschaftliche Zwänge in die Ernährerrolle gepresst werden, und wäre es auch nur, um die eigene Männlichkeit zu beweisen. Der Druck auf die Männer ist hierzuland nun weithin weggefallen. Wenn die Bindung der Männer anfangs lang genug Bestandd hat, klappt es meist trotzdem ganz gut auch mit der Vaterschaft. Wenn sie sich aber andererseits nur als Zahlväter ausgenützt fühlen, eben gar nicht. Auch hierfür ein Beispiel, ein Gutwilliger, der heute die Hälfte seiner freien Zeit auf freiwillige soziale Arbeit verausgabt, gewiss also kein Unmensch; er war aber vielleicht irgendwann nicht mehr interessant genug. Nach der von der Frau angestrengten Scheidung wurde ihm systematisch mit jeweils passenden Vorwänden der Umgang mit dem gemeinsamen Kind verweigert, mit Assistenz der hierzulande wohl anscheinend stets promütterlichen Behörden und Gerichte, bis er sich nach zwei Jahren eingestand, dass er wohl nie mehr Zugang zu seinem Kind bekommen würde. Seine Konsequenz war, auf keinen Fall jemals wieder eines zu zeugen – es wäre ja seins doch nur auf Gnade und Ungnade der Mutter. Wohl auch ein Faktor der hiesigen Denatalität.

      Trotz der nicht geringen Einschränkungen, die sich meine Freundin auferlegen musste, scheint sie durch ihren Nachwuchs weit zufriedener zu sein als zuvor. Die Tochter ist übrigens inzwischen Teenager – und trotz eines recht wilden natürlichen Charakters erzogen, anders als etliche Früchte der umwohnenden Nur-Hausfrau-Ehen.

      Persönlich ziehe ich, ein paar geologische und soziale Schichten unter unserem Gastgeber hier lebend, den nicht allein nur juristischen Ledigenstand vor. Es tut schließlich keine Not, dass es weiterhin Menschen gibt. Die Gebärfreudigeren haben da nicht Recht mit ihren Gründen oder vielmehr Rationalisierungen, sie bekommen aber natürlich auf lange Sicht immer Recht. With a whimper, not with a bang sollte es nach meinem Geschmack aber schon auslaufen.

      Doch Wünsche an Gesellschaft und Staat sind, werter TDV, stets eitel. Es herrscht das Gesetz der Macht, des Egoismus und des Zufalls. Die für viele leidlich glücklichen Zeiten sind selten in der Geschichte. Und eben jene Narren, welche die Voraussetzungen der glücklichen Umstände nicht erkennen wollen und wähnen, es könne nicht alles wieder verloren gehen, nur allein weil jeder Mensch doch einen Anspruch aufs Glück habe, tragen dazu am meisten bei. Aber wie könnten sie auch sehen, wo sie doch den Blick in den Abgrund scheuen und lieber nach rosigen Wolken Ausschau halten.

    • Lieber Tyler, zu den Schwangerschaftshormonen kann ich nichts sagen
      ich war nie schwanger. Ich nahm die Pille, damals in den 60er Jahren noch Hormonbomben, die mir fortan ein schmerzfreies Leben bescherten. Kann also zu diesen merkwürdigen Hormonschüben nichts sagen. Aber zu den vier Kindern nebenan.

      Die Kinder sind zwar gut erzogen und höflich, aber gestört. Der Älteste wurde mit 17 unter Mithilfe des Jugendamtes ausquartiert, weil er seinen Frust mittels Faustschlag gegen die Wand, haarscharf am Kopf der Mutter vorbei, abließ. Seine Schwester ist seit ihrem 12. Jahr sexuell aktiv, was die Mutter Schlimmstes befürchten ließ, denn für die Pille fühlte sich das Mädel zu jung. Außerdem klaut sie überall und nirgends, wohl auch, weil das Geld für die Wünsche so junger Mädchen nicht reicht. Leistet dann ihre verordneten Sozialstunden ab usw. Aber jedem das Smartphone.

      Das nächste Geschwister mit anderem Vater ist bemitleidenswert. Mal will der Vater das Kind sehen, dann verweigert er sich und lehnt jeden Kontakt ab. Das Mädchen reagiert mit Verhaltensauffälligkeit in der Schule und anderswo, man kann es ihm nicht verdenken, mir tut das Kind einfach nur leid.

      Das vierte Kind, ach Gott ja. Der Vater, ein ehemaliger Junkie, wohnte an die zwei Jahre nebenan, wurde von dem ältesten Mädchen hin und wieder Papa genannt, was schon ein gewisses Elend erkennen lässt. Das vierte Kind also ist dank der Drogenvergangenheit des Vaters geistig behindert. Was meine Nachbarin nicht wusste war, dass ihr Freund schon zwei Kinder mit gleicher Deppertheit mit anderen Frauen gezeugt hatte. Was sie dann wohl auch zusätzlich zu ihrem Alter von über 40 Jahren vor weiterer Schwangerschaft bewahrte.
      Dank Jugendamt und Förderprogrammen der Stadt kann der Junge heute mit fast 6 Jahren normal sprechen, ist ein immer freundliches Kind, wird aber nie ohne fremde Hilfe durchs Leben gehen können.

      Was diese Frauen im Hormonrausch allemal vergessen, ist, dass sie mit Kindern eigene Charaktere um sich haben, dazu die verschiedenen Väter, die eine gewisse Prägung hinterließen und sie diesen Kindern auch mangels Geld selten gerecht werden können.

      Im Einzelfall mag das angehen, bei Frauen, die sich bewusst für ein Kind entscheiden und dieses liebevoll großziehen, wohl aber nicht bei Frauen, die ein „Sammelsurium“ an völlig verschiedenen Kindern um sich scharen und grundsätzlich schon an sich selbst scheitern. Selbst eine geschiedene Mutter im Haus mit drei völlig verdrucksten Kindern aus der Ehe ist wieder ein Fall für sich, dessen Darlegung ich Ihnen erspare. Glücklich würde ich die beiden Mütter und deren insgesamt 7 Kinder nicht nennen wollen.

    • Tyler, noch etwas zu Hormonen oder warum alleinstehende Frauen Kinder bekommen
      Der von mir geschilderte Fall aus den 90er Jahren war mir absolut unverständlich. Meine lebenserfahrene Sonnenbanktante, die Gott und die Welt, Hinz und Kunz und vor allem ihre Pappenheimer kannte, erklärte es mir damals so:

      Die Frauen sind in der Regel beruflich nicht qualifiziert, das erste Kind kam zu früh und ungewollt, womöglich mitten in der Ausbildung. Wenn man nicht geneigt ist, sich einem geregelten Berufsleben hinzugeben, ist das Kinderkriegen die beste Alternative. Damals zahlte das Sozialamt 3 Jahre ohne Murren, danach wurde es etwas ungemütlich. Was hieß, im dritten Jahr musste die nächste Schwangerschaft einsetzen, was natürlich auch prompt geschah. Die von mir erwähnte Frau kellnerte abends, die Kinder wurden morgens um 6 schon vor der Glotze geparkt, lernte in den Kneipen potentielle Väter eines nächsten Kindes kennen, ohne dann den Namen nennen zu können.

      So kann man die Jahre ohne Berufstätigkeit, aber mit staatlicher Unterstützung doch auch rumbringen. Also nix Hormone, sondern reineweg Erhaltung der Alimentierung durch den Staat. Das geht, bis Frau zu alt ist, um noch gebären zu können und heute sorgt HartzIV dafür, dass diese Frauen nicht unter der Brücke nächtigen müssen.

      So erklärt sich auch, dass dieses Phänomen Mütter mit Kindern verschiedener, oft unbekannter Väter sich nur in bestimmten Kreisen findet. In den von Don bevorzugten besseren Kreisen entscheidet man sich bewusst innert eines Berufslebens für ein Kind, belässt es meist auch bei dem einen, zieht es groß und hat in der Regel die mentalen und finanziellen Mittel dazu.

      Geschiedene Alleinerziehende sind ein anderes Thema, das in die von mir genannte Kategorie nicht oder nur ausnahmsweise reingehört.

    • @ Tamarisque
      Finnland? Wechselmodell?
      Hier kann man aktiv werden für das deutsche Modell:
      https://www.openpetition.de/petition/online/sind-vaeter-die-besseren-muetter-das-wechselmodell-als-standard-in-deutschland

    • Pleite gehen
      Kann es sein, dass Sie bei vier Kindern Ängste vor einer Trennung entwickeln, die sie in die private Pleite treiben würde; dabei wäre ein freies Leben so schön? Woher kommt dieser Wutausbruch auf Alleinerziehende.

      Es schreibt ein ehemals alleinerziehender Vater, der nicht mit einem Pfenning/ Cent staatl. subventioniert wurde und dessen beiden Söhnen der Studienabschluss ermöglicht wurde. – Und ich bin Nicht-Akademiker.
      Anmerkung:
      Das gemeinsame Sorgerecht, so erleb´ich es heute bei Geschiedenen, ist eine Katastrophe und sorgt für Dauerstress während der Adoleszenz der Kinder.

    • Titel eingeben
      Ich denke, niemand sieht gerne seine/ihre Ehe scheitern. Was würden Sie denn als triftigen Grund für eine Scheidung akzeptieren? Häusliche Gewalt? Regelmäßige Untreue? Inkompabilität zweier Charaktere (die sich ja im Laufe von, sagen wir, zehn Jahren sehr auseinander entwickeln können)?

  5. alpine Mentalitätsreservate...
    können schon attraktiv sein, wie ich in einem autobiograph. Bericht einer NGO-Mitarbeiterin entnahm, die sich in einen feschen pashtunischen Kleinfürschten verliebte und als Viertfrau in die Familie aufgenommen und im Turnus beglückt ward… Haushalt, Kinder, Schönheitspflege und Bearbeitung der Eifersucht als Lebensinhalt.
    .
    Ästhetisch hat Afghanistan ja schon lange zu uns gefunden: Teppiche, Lapisschmuck, die geblümten Frauenkleider mit der bestickten Brustplatte aus der Vor-Taliban-Zeit.
    Nun auch Teile des Männerhabits: der leichte Baumwollschal mit dem feinen Webkaro, das unterm Sakko außen getragene Hemd, ja sogar die weite Hose habe ich an Avantguardisten schon gesichtet und warte nur noch auf den afghanischen Herrenpumps.
    .
    Vor ein paar Jahren lernte ich eine junge afghanische Frau kennen, sie war mit 12 Jahren an einen ca. 40Jährigen verheiratet worden und hatte mit ihrem ersten Kind, das bei uns in die Volksschule gekommen war zusammen lesen und schreiben gelernt. Sie war Pashtunin. Die Hazara aus dem Norden waren bereits ins russische Bildungssystem
    einbezogen und nur die älteren Leute waren noch analphabetisch.
    Aus dem gleichen Grund waren die älteren Frauen unter den geflüchteten Tschetschenen gut bis sehr gut ausgebildet, während bei
    Jüngeren, im Krieg geborenen, bereits wieder Analphabetismus auftrat… das ohne Präferenzen, nur zur Information…

    • Da hat die Frau aus der NGO
      nun endlich ihren Lebensinhalt gefunden und kann aufhören, als Gutmensch die Welt zu retten. Freut mich, nicht nur für sie.

    • back home und alleinerziehend
      – wenn es ihr gelingt, ihr Kind mitzunehmen, was gar nicht sicher ist,
      wird wohl das Ende vom Lied sein…

    • ästhetisch
      ..hat Afghanistan schon längst zu uns gefunden.

      Diese Europäer klauen wie die Raben.

      Erst Kimonos, Pluderhosen, Turbane,
      selbst vor südostasiatischen Fischerhosen
      schrecken sie nicht zurück.

    • Hmmmm.....
      Das seit Jahrzehnten aus Afghanistan nach Europa meist importierte Gut nennt sich Schwarzer….. (Nein, nicht Alice, sondern Afghane)

  6. Motto anders?
    Heißt es nicht umfassender und korrekt: Wer die Wahrheit sagt, braucht ein schnelles Pferd? Popper?
    LG K

    • POPPER
      nein, Popper glaube ich nicht, er hat es wohl eher irgendwo zitiert, muss ich nachschauen in den wälzern.

      aber danke, dass sie an ihn gedacht haben.

      das einzige, was ich in meinem studium wirklich versäumte, war der Popper – vortrag auf einladung von Prof. Albert im berstend vollen audimax 1972, aber ich war leider rudern. das war auch wertvoll in diesem jahr.

    • gräme Dich nicht,
      Django.
      .
      Ich habe in meiner Mannheimer Zeit sowohl Albert wie Weber und auch Duden versäumt.
      .
      Heute weiss ich, auch Pawlowski konnte die drei nicht ersetzen, Wiese schon gar nicht.
      .
      Alberts wissenschatliche wie auch menschliche Grosstat war die Förderung seines Schülers Spinner, der sich sehr kritisch-rationalistisch mit Popper auseinandersetzte.

  7. Vor dem Boulevard sind alle gleich.
    Die von Ihnen verlinkte Nachricht über die Veränderung der persönlichen Lebensumstände des monothematischten Justizministers aller Zeiten fiel mir heute Mittag schon ins Auge.
    Mein erster Gedanke war, dass ich gerne vom Boulevard erfahren würde, was seine Ex eigentlich von ihm hält. Ja, meine Gelüste nach Privatem bedauere ich zutiefst, sind sie doch bisher nicht sonderlich stark ausgeprägt gewesen. Geweckt wurden meine neuen Begehrlichkeiten erst kürzlich durch Berichte (ZON) über die Meinung pastoraler Ex-Ehemänner und pastoraler Töchter über Führungskräfte der aktuellen Pariah-Partei Deutschlands – PPD.
    Hier noch der neueste politische Schwank, diesmal aus dem Badischen, bzgl. der PPD Vorsitzenden: http://www.badische-zeitung.de/breisacher-gemeinderat-erklaert-frauke-petry-zur-unerwuenschten-person

    • Antizipation z´Brisach
      Weise Entscheidung denke ich. Zwar befüchte ich persönlich nicht, dass die Frauke demnächst mit Richtlinienkompetenz ausgestattet werden könnte aber man soll ja schon Pferde selbst vor Apotheken speiben (für Berliner und andere Preußen: kotzen) gesehen haben wollen. Nun, man hörte in den letzten Jahrzehnten immer ja wieder von Entdeckungen in Golden Büchern die buchbinderiche Maßnahmen und Änderung der Seitenfolge erfoderten.

      Bei der Benennung von Straßen und Plätzen erledigten das ja damals die Alliierten, aber wenn ich wenn ich mich recht erinnere, mußte die Signatur des am 20. April 1889 geborenen Herren in Breisach verschämt erst sehr spät erfolgen. Ebenso wie mit der Frauke würde ich es mit dem Sach-und Wissensstand von heute zu vermeiden wissen, als Breisacher Schultes, das Goldene Buch der Stadt irgend einem derzeitigen Regierungsexponenten vorzulegen. Zumal dann, wenn sie nicht in der Lage wären zumindest die erste Strophe des Badnerliedes fehlerfrei zu rezitieren.

    • Breisacher "Schwänke"
      Schön wäre es, die Vorgänge im Breisacher Gemeinderat als Posse abtun zu können. Leider ist es so, dass schon kurz nach der Machtübergabe an die NSDAP und bevor die staatsseitige Verfolgung jüdischer Deutscher / deutscher Juden richtig in die Gänge kam, zahlreiche Gemeindeverwaltungen in vorauseilendem Gehorsam jüdische Mitbürger zu unerwünschten Personen erklärten. Die Leser-Resonanz in der Badischen Zeitung scheint zwar weitgehend ablehnend. Trotzdem: Eine weitere Entgleisung innerhalb eines politischen Systems, das anscheinend mit abweichenden Meinungen nicht mehr auf zivilisierte Weise rational umgehen kann. #

      Dazu passt ja auch die Drohung mit einer Art Oradour/Lidice/My Lai (pick your choice) gegenüber der Gemeinde Clausnitz: „Wir beobachten euch. Ein weiterer Angriff auf einen Flüchtling, ein Böller vor der Unterkunft – und euer Dorf wird in Trümmern liegen“. Eine Drohung, die, soweit ersichtlich, bisher keine weiteren Folgen seitens der Justiz nach sich zieht.

  8. Scheidung auf tirolerisch und marokkanisch
    Lieber Don!

    Selbst im (Schein-)Heiligen Land südlich von Bayern gibt es seit 1938 Scheidungen und kommt es vor, dass eine Bauerstochter – der Hof ist urkundlich im Tiroler Freiheitskampf genannt!, und das heißt immer noch was – aus einer, ich sage Mal hormonellen Übersteuerung einen jungen Mann aus Marokko ehelichte. Die Brautmutter, Ortsvorsitzende der Bäuerinnen und Chefdekorateurin der Ortskirche, bekam einen veritablen Schock ob der Gattenwahl ihrer Tochter. Nach der Überwindung des ersten Schocks standen die Eltern in meiner Kanzlei um zu verhindern, dass der junge Mann auch nur an einen Cent des Familienvermögens rankommen kann. Es wurden, juristisch anspruchsvolle Konstruktionen und Testamente verfasst. Die Tochter musste einen Erbverzicht abgeben udgl. Dann fror auch der soziale Kontakt zur Tochter ein. Nicht einmal 12 Monate nach der Eheschließung – der junge Mann (man staune!) ward vor der Eheschließung nach Italien und weiter nach Marokko abgeschoben – stand die Tochter wegen der Scheidung in meiner Kanzlei. Ich zitiere: „Das es mit einem Moslem so schwierig sei, das habe ich nicht erwartet!“. Dieses Mandat lehnte ich ab. Gab ihr aber die Tel.-Nr. der Polizei, für den Fall des Falles. Zwischenzeitlich läuft die Scheidung und gibt es Polizeiberichte. Da in Österreich nach dem Verschuldensprinzip geschieden wird, bewahren die Polizeiberichte die junge Frau zumindest vor lebenslangen Unterhaltszahlungen an ihren mittellosen marokkanischen Gatten.
    Das „sich nach oben heiraten“ beherrschen also nicht nur Frauen sondern ist auch in Marokko und wohl allen anderen Ländern, aus denen die „Schutzsuchenden“ herbeikommen nicht unbekannt. Der Plan B vieler dieser jungen Männer lautet: Eine (dumme) Einheimische mit Schotter finden!

    • Ob Green Card oder Schotter
      In Punkto Prostitution stehen die Herren den Damen in nichts nach. Ich habe auch schon ähnliche Fälle mitbekommen. Der geschlechtsspezifische Unterschied war stets, daß Männer sich nachher eher selber an die Nase fassen für ihre Dummheit, Frauen aber alles auf die anderen schieben.

  9. Das Schwein muß krank gewesen sein !
    Lieber Don Alphonso,

    wie gerne ich doch Ihre Zeilen lese. Und so wie ich Ihre Gedanken verstanden habe, ist die Lage im Land, trotz Armutsbericht doch recht positiv zu sehen.

    So von Außen betrachtet erscheint das Land als gefestigte Demokratie getragen von besonnenen Bürgern, wie die überwiegende Mehrheit der Teilnehmer dieses Blogs, die das Land, wie dessen tragende Werte zusammenhalten und es sich sogar leisten können, die in Berlin Regierenden, so als kleine, unterhaltende Workgroup, mitfinanzieren zu können, damit die Internationale Form gewahrt bleibt.

    Und wie ich heute in der FAZ lesen konnte lebt das Land ja im Überfluß, denn die Überschrift lautete: „Totes Schwein mit „Mutti Merkel“-Aufschrift abgelegt“.

    Gute Güte, so ein Schweinchen – ein Lebensmittel, einfach abgelegt. Das macht man nur, wenn man wirklich genug zu essen hat.

    Dumm war wohl nur, daß da einer was drauf geschrieben hat. So ein ungenutztes, beschriftetes Lebensmittel hat in Deutschland ja Symbolkraft.

    Jetzt ermittelt in Sachen Lebensmittelbeschriftung der Staatsschutz wegen Beleidigung.

    Ich habe gerade mal im Web das Telefonbuch Deutschland aufgerufen, den Namen Merkel eingegeben und die haben vermutlich alle eine Mutti. Was glauben Sie wieviele es da gibt? Ich habe nach 4 Seiten aufgehört zu zählen.

    Es gibt sogar einen Landwirt mit diesem Namen, dem es ja vielleicht bei all dem Überfluß in Deutschland vom Laster gefallen sein könnte. Na, der wird sich freuen, wenn jetzt der Staatsschutz kommt. Das wird ihm furchtbar peinlich sein.

    Es ist wohl einfach diese im Lebensmittel steckende Symbolkraft mit der der „Deutsche“ ein Problem hat.

    Sehen Sie mal, die weniger Wohlhabenden in den USA sitzen noch heute vor dem TV und schauen mit großer Freude „Schweinchen Dick“. Diese anthropomorphe Figur des „Schweinchen Dick“, die 1935 von Bob Clampett ins Leben gerufen wurde.

    Aber selbst da gab es ja schon in Deutschland Probleme. Selbst die deutsche Erstausstrahlung von Schweinchen Dick führte zu großen Protesten und wurde als gewaltverherrlichend angesehen und vom ZDF daraufhin abgesetzt.

    Und, wenn sich wirklich einer vom Armutsbericht betroffen fühlen sollte, vielleicht weil glaubt er habe zu wenig, weil gerade andere viel wichtiger genommen werden als seine existenziellen Sorgen, der kann er ja gehen.

    Das hat schon der CDU Regierungspräsident Lübcke im vergangenen Oktober den Menschen in Lohfelden gesagt. Und wer es sich ganz persönlich anhören will schaue bitte bei Youtube (1)

    Wenn man da bedenkt, daß es mal so ein kleines Land gab, die DDR, die alles dafür tat, daß keiner dieses Auenland verlassen konnte und einen Armutsbericht hatten die, glaube ich, auch nicht. Die kamen so über die Runden, aber in Deutschland fallen heute Schweine vom Laster.

    (1) https://www.youtube.com/watch?v=3tx9dvWu-NY

    Seien Sie herzlich gegrüßt
    ObjectBe (objectbe.blogspot.ch)

  10. oder
    Eigentum?

  11. Willkommen
    Unter der Dusche der Flüchtlingsunterkunft am Flughafen Tempelhof sollen sich am Mittwoch mehrere Männer über die Tötung christlicher Mitbewohner unterhalten haben. Der Polizeiliche Staatsschutz ermittelt.
    Ein Bewohner der Notunterkunft am Platz der Luftbrücke hat am Mittwochnachmittag die Polizei informiert, nachdem er unter der Dusche ein Gespräch zwischen mehreren Männern mitgehört hatte. Nach Angaben des Zeugen unterhielten sich die Männer darüber, wie man iranische Mitbewohner christlichen Glaubens töten könne.

  12. Das globale soziale Gewissen
    Bei diesem Blog von Don Alphonso musste ich an die üblichen SPON Forums-Kommentare zum Thema Armut denken. Neben dem Begriff „relative Armut“, die gar keine sei, kommt gewöhnlich ein Vergleich mit fernen fremden Ländern, mit dem Argument, dass Deutschland das reichste Land auf Erden sei, wo gar keine Armut herrsche. Man solle an die wahre Armut von Kalkutta und Somalia denken, den Mund halten und nicht meckern. Etwas Dankbarkeit, wenn ich bitten darf. Immer das Gejammer auf hohem Niveau. Natürlich fügen sich die vom globalen sozialen Gewissen geprägten Meinungen nahtlos mit der Forderung zusammen, die Einkommenskluft global zu schließen, auch, indem das reiche Deutschland mehr Flüchtlinge aufnimmt, und zwar solange, bis die Kluft im eigenen Land steigt und die eigene Bevölkerung arm genug ist. Arm genug, um sich das Recht zu beanspruchen, über Armut zu reden. Bis zu jenem Zeitpunkt sollte der gepamperte satte Deutsche schweigen und den Indern und den Afrikanern das Vorrecht auf das Thema überlassen. Solange die Armen in Deutschland im globalen Vergleich *reich* seien, gäbe es keinen Anlass, das Thema zu beachten.

    Bei der angestrebten Nivellierung der Weltarmutsverhältnisse übersehen diese Forumsteilnehmer, dass die 0,9% der Weltbevölkerung immer reicher wird. Von einer Nivellierung von oben nach unten kein Wort, denn, so das Argument: Wenn Milliardär XY sein ganzes Vermögen weggäbe, hätte die Weltbevölkerung pro Kopf nur 10 Cent mehr in der Hand. Dieses Argument gegen Steuermehreinnahmen aus den Steueroptimierungsparadiesen der Welt ist nicht gerade logisch, gefällt aber dem SPON-Forumsteilnehmer sehr, weil er damit in eine Art mentale Kumpanei mit dem oberen 0,9% eintreten kann und sich bei dem Gedanken wohl fühlt, dass er die Superreichen lieber schützen will als seine bedürftigen Mitbürger. Während er den Milliardären ihr Reichtum gönnt, platzt er gleichzeitig aus Neid, wenn sein Nachbar ein größeres Auto kauft oder in seiner Doppelhaushälfte einen Wintergarten anbaut… und den Hartz-IV Empfängern gönnt er eine 4€ Erhöhung der Leistungen noch eben gerade…

    • Die Erde ist Flach
      Vor Jahren wurden solch Beiträge auch in Medien von Experten verbreitet.
      z.b. dieser Art:
      „Mit H4 können Sie in Land XY sehr gut leben“.

      Neulich bin Ich dann mal über ein Herrn Dübel gestolpert.
      Bis zu diesem Zeitpunkt kannte Ich Ihn nicht.
      Das dieser Herr bezüglich Medialer Kampagne durch die Medien gereicht wurde, und anschließend die Argumentation von „Schlichten Gemütern“ die sich abwenden, die Rede war.

      Mir war schon bei der ersten Sequenz klar, was der Herr im Interesse anderer bewirken sollte. Ich fand die Methode mehr als schlicht.
      Anderen dann vorzuwerfen, sie würden „Schlichten Gemüter“ fischen?

      Da wende Ich mich aus Protest schon ab

    • Titel eingeben
      Nunja, …Spon.
      Dazu hab‘ ich gestern in Lichtenbergs Sudelbüchern was passendes gefunden (C 295): „Ich lese den güldenen Esel noch immer lieber als den güldenen Spiegel.“

    • Mal schauen, wie lange das noch gut geht, bei denen.

  13. AFGHANISTAN
    laut Joschka F. – dem villenbesitzer in berlin – haben wir in A. mit der bundeswehr doch nur brunnen gebohrt, weil es sonst nichts zu tun gab.

    das muss ein irrtum gewesen sein der nicht bemerkt wurde, plötzlich wehte die taliban-flagge auf dem lager in kundus und in köln-wahn (nomen est omen !) trafen särge und traumatisierte ein.

    jetzt unterweist die bundeswehr die afghanische armee und polizei in dingen, die sie selbst nicht kann.

    auffallend ist die präzenz und aktuelle unterstützung von staaten, die entweder von oligarchen beherrscht werden, im korruptionsindex weit vorne stehen, sich durch drogenhandel finanzieren oder hände und köpfe abhacken, frauen steinigen………..vom wiederholungszwang bei genoziden nicht zu reden….

    das ist mir das staatstransfer-begüterte schicksal von freiwillig alleinerziehenden aktuell schnuppe !
    ein trost: der ehemalige staatssekretär aus dem saarland wird ja neben triathlon auch weiterhin erziehungsberechtigt aktiv sein. wann führt er seine amtsgeschäfte ?
    oder sollten wir froh sein, wenn er sie nicht führt ?

    • ich bin ehet dankbar
      Don Magnifico

      @djangohatnemonatskarte

      Genau. Da sollten wir alle dankbar sein! Sehr dankbar sogar. Normalerweise ist so etwas Privatsache. Und das wird man hier sicher weitestgehend auch so sehen. Aber wenn der kleine, stets gut gekleidete Herr Minister austeilt, geht es ja nicht besonders fein zu. So wollen wir hier mal eine Ausnahme machen. Es sei noch auf das Glashaus und das in Mitteleuropa derzeit noch eher unübliche Steinewerfen verwiesen.

      In Wahrheit macht es auf mich den Eindruck, als ob er neben der jeweiligen GeneralsekretärIn seiner Partei noch zusätzlich in dieser Funktion quasi inoffiziell unterwegs ist und die ach so „geschunde“ Seele der Parteilinken permanent streichelt. Inzwischen gibt es da noch einen zweiten aus dem Norden (Don Alphonso, ich hab das Bundesland vorsichtshalber nicht genannt. Aber Norden stimmt.). Und vermutlich sehr wichtig für diese von mir vermutete/unterstellte Funktion: beide zwitschern über Twitter wie gute Sänger das so tun und wie die Journalisten das so lieben. Zitiertfähig.

      Gruß

      Don Magnifico

  14. It's like risk versus reward, baby.
    Alles hat seinen Preis im Leben (vulgo: Opportunitätskosten).

    Zuviel Ordnung führt zu Depressionen.
    Zuviel Freiheit führt zu Chaos.
    Zuviel Moral führt zu Krieg.
    Zuviel Sex führt zu Kindern und/oder unzähligen Krankheiten.

    Und zuviel Besserwissen führt zu monotonen Ausfahrten mit einem seiner ca. 200 Rennrädern und einsamen Abenden zwischen ca. 5000 Gemälden.
    :-)

    • Richtig gern
      Da hat aber jemand den Don und seinen Lebensstil so richtig gern. Noch nicht gelernt? Mann muss auch gönne könne!

  15. Das liest sich wie ein neoliberaler Leitfaden, DA.
    Reichtum und Armut sind nun mal die zwei Seiten derselben Medaille im Kapitalismus, oder wem das lieber ist, in einer freien Marktwirtschaft. Stellt man sich beide als Waagschalen vor, so sieht das Grundgesetz diverse Mechanismen vor, die Waage im Gleichgewicht zu halten. Das Sozialstaatsprinzip setzt dabei auf Umverteilung und Solidarität. Leider sind diese Prinzipien schon vor langer Zeit aufgekündigt worden, haben eigentlich nie wirklich gegolten. Nie war das deutlicher als in den Jahrzehnten maximaler Wirtschaftsgewinne bei gleichzeitigen Reallohnverlusten und explodierenden Kosten.

    Das haben wir hauptsächlich dem Neoliberalismus zu verdanken, der – frei nach dem Motto: „Jeder ist seines Glückes Schmied“ – die Verantwortung des Staates für die Gesellschaft fast ausschließlich darin sah, der Wirtschaft zu dienen. Dabei stand der Gedanke im Vordergrund, eine florierende Wirtschaft würde ohne Zwang die Gedanken des Grundgesetzes umsetzen und für Reichtum bzw. Wohlstand für alle sorgen. Als sich das als großer Irrtum herausstellte, war der Schuldige schnell gefunden, es war der faule Bürger, der die Chancengleichheit im Wirtschaftswunderland nicht genutzt hatte und fortan als Kunde der Agentur für Arbeit zu seinem Glück gezwungen werden mußte. Ich erspare mir, dagegen ernsthaft zu argumentieren, das wäre mir denn doch zu blöd.

    Chancengleichheit, soviel sollten zumindest die Gebildeten wissen, kann es aber überhaupt nicht geben, sobald die Voraussetzungen unterschiedlich sind. Eigentlich endet sie schon mit der Geburt, angesichts der individuellen Unterschiede psychischer, physischer und intellektueller Art. Daher ist die objektive Beurteilung der individuellen Leistung ja auch so schwierig, weshalb sie einfach unterbleibt und so jede Chance auf Gerechtigkeit von Anfang an zerstört ist. Das wäre ja auch ein Ding, wenn der mit 100% seiner Leistungsfähigkeit arbeitende Hilfsarbeiter ein höheres Einkommen erzielte, als der faule Prof, der seine Talente nur zu 50% nutzt.

    Doch bevor es nun zu theoretisch bzw. gar zu philosophisch wird nur soviel: Mit dem Neid der Besitzlosen kann man gut leben, aber es wird nicht dabei bleiben, falls die Zahlen der von Armut betroffenen Bürger weiter so steigen, was angesichts des politischen Totalversagens absolut sicher ist. Und das hat wirklich nichts mit Migranten, Gebärfreudigkeit und Alleinerziehenden oder den leistungslosen Einkommen der Erbengeneration(en) zu tun. Es hat mit Ethik und Moral zu tun, Werten, die zu leeren Floskeln verkommen sind. Über eine zunehmende gesellschaftliche Verkommenheit sollte sich also niemand wundern, nicht einmal im sauberen Bayern.

    P.S. Angesichts der europäischen Entwicklung bzgl. der Flüchtlingskrise rege ich an, der Europäischen Union den Friedensnobelpreis wieder abzuerkennen.

    • Heuchlerisch und selbstgerecht
      „Über eine zunehmende gesellschaftliche Verkommenheit sollte sich also niemand wundern, nicht einmal im sauberen Bayern.“

      Richtig.

      Ihre Anregung wg. der Aberkennung des Friedensnobelpreises würde ich gern auf Präsident Obama ausdehnen.

      „… falls die Zahlen der von Armut betroffenen Bürger weiter so steigen, “

      Die Altersarmut wird explosiv ansteigen. Da ist das mit den Alleinerziehenden ein Nichts.

      @ an die Selbstgerechten hier mit ihren dümmlichen Single-Case-Studies über dumme wahlweise raffgierige (was denn nun) Exen und Reptilien

      Dass sich hier von diversen Kommentaristen auf Selber-Schuld-Alleinerziehende so fokusiert wird, befremdet. Liebe Selber-Schuld-Kommentaristen, konzentriert euch zusätzlich mit Häme auf die, die „selber schuld“ zu ihrer privaten Altesvorsorge kaum privat beitragen konnten. DAS neo-lieb-erale Fest eurer Heuchelei.

    • Aberkennung unnötig
      Don Magnifico

      @NaNa

      Aberkennen, wohl nicht nötig. Schauen Sie mal auf die Riege der Preisträger. Diesen Preis kann man nicht ernstnehmen. Leider.
      Ich erinnere nur an Arafat und Obama.
      Der EU als Ganzes so einen Preis zu verleihen ist an sich schon etwas blauäugig/unbedarft/naiv.

      http://www.nobelprize.org/nobel_prizes/peace/laureates/

      Gruß

      Don Magnifico

    • der andere Gast
      Danke, sie haben mich mal wieder zumLachen gebracht:

      „Liebe Selber-Schuld-Kommentaristen, konzentriert euch zusätzlich mit Häme auf die, die „selber schuld“ zu ihrer privaten Altesvorsorge kaum privat beitragen konnten.“

      Wie wäre es wenn sie die Realität zB der Riester Rente mal ein etwas genauer unter die Lupe nehmen?
      Oder hatten sie den Satz anders gemeint? Sie kennen ein Podukt, das diese Rolle sinnvoll erfüllen würde?

      Was jene betrifft, die „zu ihrer privaten Altesvorsorge kaum privat beitragen konnten“ (oder wollten?) so finde ich, dass diese kein allzu schlimmes Los gezogen haben.
      Altersarmut wird sowieso über 40% der Bürger treffen.
      Die Rente wird dann vom Staat aufgestockt falls nötig. Alle unter diesen 40% die in private Altersvorsorge echtes Geld eingezahlt haben, sind die Dummen…. sie hätten es Verfeiern sollen!

    • Es beruhigt mich ja dann doch, TDV,
      daß Sie nicht nur mich manchmal falsch verstehen. „Der andere Gast“ hat durch die Gänsefüßchen bei „selber schuld“ doch genau das zum Ausdruck gebracht, was auch Sie bemängeln. Daß Niedriglöhner riestern, kann eben auch nur als Dummheit bezeichnet werden. Daß der Staat das überhaupt zuläßt, ist eine Schande, zeigt aber deutlich den neoliberalen Stil unserer Regierungen.

      Blüm hatte ja recht, als er die Rente als sicher bezeichnete, ohne ihre zukünftige Höhe näher zu bezeichnen. Gerade von ihm hätte ich bei seiner Vita jedoch etwas anderes erwartet. Wie man sich doch täuschen kann.

      Unverantwortlich war aber auch der Versuch, die Arbeitslosenzahlen durch Förderung sinnloser und meist zum Scheitern verurteilter Förderung von Selbstständigkeit senken zu wollen. Viele haben sich dadurch extrem verschuldet und ihre Rentenversicherungsverläufe auch nicht unbedingt verbessert.

      Überhaupt gäbe es dazu viele Beispiele anzuführen, wie der Staat sich auf schäbige Weise aus der Verantwortung verabschiedet. Direkt und indirekt. Man denke nur mal an die Parität in der GKV. Ich bin nur mal gespannt, ob die Wähler die FDP wieder in Landtage und Bundestag wählen werden, die sich in dieser Beziehung ja auch ganz besondeers hervorgetan hat – als „liberale“ Partei des Bürgertums.

  16. Lebensmodelle
    Der Don spricht mal wieder aus, was jeder denkende Mensch schon lange weiß und im privaten Kreis auch durchaus sagt: Die Ursachen der (relativen) Armut, die bei Alleinerziehenden konstatiert wird, sind eben häufig selbstgemacht. Leider ist eine Teilmenge der Bevölkerung immer noch der Ansicht, die Allgemeinheit habe für die Folgen verpfuschter Lebensplanung aufzukommen. Wie im Beitrag zutreffend beschrieben wurde, mag es für das private Scheitern unterschiedliche Gründe geben. In vielen Fällen liegt es aber, wie jeder weiß, an der schlichten Dummheit der Protagonisten.

    • und gerade leben wir in einem eu
      Text eingeben

    • Und gerade leben wir in einem Deutschland, in dem einige, sich noch
      der Mehrheit zugehörig Fühlende meinen, dass die Allgemeinheit nicht nur für die verpfuschte Lebensplanung von Hiesigen aufzukommen habe, sondern von allen, die aus der ganzen Welt zu uns herein geströmt gelassen werden. Auch wird das Strömen derer nicht aufhören, weil ja auch die „Produktion“ der Strömenden nicht unterbrochen wird – a never endless story.
      Und da die, die moralistische Parolen verbreiten, nicht weiter denken können als bis zu ihrem Hutrand und sich jeglichen „zu Ende“ Denkens der rollenden Lawine verschließen geifern sie alle an, die Lösungen anbieten.
      Manche Gefragten können dann dennoch elegant parlieren – und inquisitorisch giftige Fragen stellende „Journalistinnen“ ins off laufen lassen
      http://www.tagesschau.de/ausland/interview-kurz-fleuchtlinge-101.html
      Kurz zeigt sich in dem Interview als klarsichtiger Diplomat und lässt sich nicht aufs Glatteis locken – vielleicht möchte jemand zählen, wie oft Miosga ihn unterbricht und wie oft sie „aber“ nutzt. Lässt sie alt aussehen, die Frau.

    • Last Exit
      Nun, ihnen mag es noch nicht aufgefallen sein, aber der Sinn eines States ist genau der, dann zu helfen. Bei L.E. nannte man das soziale Marktwirtschaft und es war die Zeit der grössten Zufriedenheit, der grössten Produktionsleistung, die Zeit des grössten Wohlstandswachstums für alle. Man freute sich auf das Morgen und hatte Grund dazu.
      Es sind nämlich nicht die Gescheiterten, sondern es sind die Ars….löcher aller Sorte, die stets die Hand aufhalten, aber anfangen zu keifen wenn sie etwas abgeben sollen. Es sind die Widerlichsten von allen, und es sind die, die immer am lautesten von Eigenverantwortung keifen, es sei, denn…. es geht um sie selber.
      Es sind die Kinder der Kohl-Zeit, die Geiz ist geil Genies… ihr verdient einander.

  17. Titel eingeben
    Ja was sollen wir denn machen ? Zum Glück leben wir im Süden der Republik und auch noch in einer nur kleinen Stadt. Hat schon mal jemand nach Parallelen in der momentanen Situation mit 1933 gesucht ? Jeder der nicht nach dem Mund der Regierenden „Einheitsparteien“ denkt, wird als „rechts“ diffamiert, die grosse Führerin macht sich unentbehrlich und umgibt sich mit Lakaien, und ein expansives Reich haben wir auch (die sicher immer erweiternde EU). Dazu kommt noch der Wunsch die Welt zu missionieren ohne Rücksicht auf Verluste.

    Auswandern ist vielleicht ein Lösung ? Aber wohin ? Irgendwo in den Westen der USA in eine kleinere Stadt ? Viel von Trump und Co bekommt man dort nicht mit, die Nachbarn sind freundlich solange man nicht über Religion oder Politik redet, das Wetter ist gut und der Nannystaat ist weit weg. Mit ausreichend Geld hat man auch gute medizinische Versorgung und gutes Bier gibts inzwischen auch. Muss nur noch Golfspielen wollen !

    • Griechenland
      Die große Führerin ist vor allem eins: zynisch

      Zu hoffen, dass in Griechenland das Boot voll läuft,
      um so die EU zu einem gemeinsamen Handeln zu
      zwingen.
      Wie ging das noch?
      Man muss in jedem Flüchtling den einzelnen Menschen
      sehen.

    • Wieso usa ?
      Sie haben recht der Gedanke 33 ist mir auch schon gekommen. Vielleicht hängt es mit den Kontratieff -Wellen zusammen?? Was erklären würde, daß sich Geschichte immer wiederholt. Die Zeitspanne würde auch passen und die Rhetorik zuweilen auch. Es fehlt noch die finale Sportpalastrede und der Nerobefehl.
      Wobei kritischere Zeitgenossen diesen schon gehört haben wollen.

  18. Zen-Geist, Anfänger-Geist
    Verehrter Don,
    seit etwa 3 Monaten lese ich nun Ihre Blogs und vermehrt auch Ihre Twitter-Meldungen. Ihre Texte sind wirklich ein Lichtblick in dieser Zeit, das wollte ich Ihnen einfach mal geschrieben haben.

    Ein Gedanke, der sich dabei immer wieder meldet: Das wirklich Gute an der aktuellen Situation ist der Zusammenbruch vieler verfestigter politischer Referenzsysteme. Ein bisschen was im Sinne von Zen-Geist, Anfänger-Geist ist dabei, wenn ich z.B. den Einlassungen von Lafontaine quasi zeitgleich zu den Auslassungen Seehofers folge und es nicht in ein Links-Rechts-Schema bringen muss.
    Es hat was, im Archiv Ihres Blogs zu stöbern und den Eintrag vom Juli 2015 zum Thema Griechenland zu finden, der das Geschehen letztes Jahr so trefflich zusammenfasst – und der jetzt, da Ausschluss-Österreich stellvertretend für die EU auch den letzten griechischen Wirtschaftszweig, nämlich den Tourismus ruinieren wird, wieder an Aktualität gewonnen hat.
    http://blogs.faz.net/stuetzen/2015/07/13/das-ist-ein-putsch-gegen-die-alte-brd-5404/

    Dann sogar noch aus reiner Neugier, weil Sie hier letzthin vom 12-semestrigen Studium schrieben, mich an die unselige Marxistische Gruppe erinnernd, mir auf der Gegenstandpunkt-Seite die Argumentation zum Merkel-Imperialismus in der Europäischen „Flüchtlingskrise“ durchzulesen und festzustellen, dass es eventuell jetzt soweit ist: Die deutsche imperialistische Praxis hat sich in der Tat an die Theorie der MG angepasst.
    http://www.gegenstandpunkt.com/gs/2015/4/gs20154015.html

    Und dann wieder Eckhard Henscheid in der Titanic über Bedford-Strohm zu lesen und heute dann in den Salzburger Nachrichten folgenden Artikel zu finden, der so großartig zu Ihrem aktuellen Blog-Eintrag passt.
    http://www.salzburg.com/nachrichten/meinung/standpunkt/sn/artikel/36000-euro-sozialhilfe-pro-jahr-statt-arbeit-185184/

    Zumindest das bleibt also hoffentlich: Immer weniger Vor-Wissen.

    • Mal so halb O.T.
      Was fanden sie denn an der MG so unselig?

    • @TDV
      Ihre Frage ist berechtigt. Denn der GegenStandpunkt ist zwar leider maximal leserunfreundlich (wegen seiner verquasten Diktion), aber das spricht nicht gegen seine Analysen. Im Netz gibt’s übrigens gut verdauliche Mitschnitte von ihren Vorträgen – empfehlenswert zB für längere Autofahrten.

    • ????
      Gibts den Verein immer noch? Ich sprach von den 70ern…

  19. Da hätten Sie sich Ihre arme Krawatte aber sparen können und wären
    mit einem schlabbrigen Trainingsanzug bestens ausstaffiert gewesen: „…warf sie sich mit Cello und Klarinette tanzartig die Bälle hin und her.“ ( http://www.donaukurier.de/nachrichten/kultur/Ingolstadt-Bis-in-die-hoechsten-Lagen;art598,3185817#plx1955326398 )

    Ganz so dumm ist die kleine Stadt ganz offensichtlich doch nicht. Ich nehme mal an, dass ein Teil Ihrer jetzt eingehenden Dividenden hier http://www.konzertverein-ingolstadt.de/aktuelles/partner/index.html landet…

  20. 170 m²
    wollen gefegt, gewischt und gebohnert werden. Ein Glück, daß mein Bruder die vierstöckige Villa aus Kaisers Zeiten übernommen hat. Da kann ich mehr Fahrrad fahren…

    • Titel eingeben
      170 qm dünken mich für die Masse an Bildern, Büchern und Fahrrädern arg wenig – wo sollen da die vielen Wände und Schränke stehen? Oder ist das alles in 12 qm – Zellen aufgeteilt? Da braucht es doch noch mindestens 3mal soviel Keller/Schuppen und Speicher dazu.

    • Es gibt auch noch einen Abstellraum und einen grossen Speicher. Das geht schon.

    • .
      „wollen gefegt, gewischt und gebohnert werden“

      zur lernfähigkeit mag auch dazu gehören, dass man nicht jedem wollen und wünschen nachgebe. es wird wohl ein tägliches elend dieser übung sein.

    • Bravo, Bravissimo.

  21. Titel eingeben
    So langsam wird es wirklich ein bißchen albern mit ihrem München- und Berlinbashing. Genießen Sie doch Ihre geerbten Privilegien, aber verschonen Sie doch bitte die Welt vor diesen narzisstischen Ergüssen. Wenn ich Mayer heissen würde, dann würde ich mir auch ein Pseudonym ausdenken, das nach mehr klingt. Aber Sie haben ja ihre Stammkommentatoren, „werter Don“, „verehter Don“, „eure Hoheit“. Wer’s nötig hat….

    • Das stimmt nicht
      Sie sind hier bei „Stützen“.

      Alle wissen, dass es nur eine Hoheit geben kann, und diese Planstelle ist besetzt.

    • Ich hoffe...
      …Sie geruhen zu erlauben, dass mich — und offenbar noch ein paar andere — das Geschreibe von Herrn Don amüsiert, und dass ich hoffe, dass Ihre Donheit sich hier weiter „ergiesst“, um Ihre Diktion zu übernehmen.

      Und wieso es — wenn man ihren Gedankengang zu Ende denkt — einem Handwerker z.B. verwehrt sein soll, in die Rolle eines Königs zu schlüpfen, pläsierhalber, und mit klar ironischer Selbstdistanz, erschliesst sich mir nicht ohne weiteres. Umgekehrt darf sich jeder Chef ja auch bei einer Domina als Sklave den Hintern versohlen lassen. Ist das nicht toll (ganz im Ernst)?

      Und noch eine Kleinigkeit: Der Don heisst nicht „Mayer“.

    • Neid und Missgunst
      Ja verehrter Herr/Frau Gast_In,

      Neid mußte der verehrte Don Alphonso sich sich hart erarbeiten, auch anonym vorgebrachten.

      Schauen Sie, ich hab doch auch einen schönen Namen, nicht wahr?

      Pöbelforen gibt es woanders doch genug, warum neiden Sie uns auch noch den Ton, sehr verehrter/e Herr/Frau Gast_In?

      Guß

      Don Magnifico

  22. Schon lustig
    Die Person, Sie wissen schon, von der Sie schreiben, wir wissen wen wir meinen, wird vielleicht noch ein Erweckungserlebnis haben. Der Mitarbeiter war ja nun auch nicht das Wahre. Feministinnen sind halt auch nur Frauen, und Frauen auch nur Menschen. Egal wie queer_x und sonstwasfluid sie sich geben.
    Und die Männer? Ja mei. Komisch ist doch daß gerade die, die sich im linken „Miljö“ bewegen,sich am meisten über männliche Unarten und Untaten beschweren, derweil das konservativ bis reaktionäre Kapitalistenpack jedes Jahr eine Kerbe für den Hochzeitstag in den Stammbaum schnitzt.

  23. @hefe60
    Geschiedene Väter sind ein Kapitel für sich, ich war mit einem verheiratet, die Kinder lebten bei der Mutter. Allerdings waren die Kinder in unserer Ehe immer irgendwie dabei und das tat der Ehe auch nicht gut. Das schlechte Gewissen der Väter kann die neue Frau nicht beruhigen.

    Die Exgattin kam eines Tages auf die wundervolle Idee, dass ich doch in Steuerklasse V könne und mein Mann in III. Ich habe dann mal ausgerechnet, dass die Ex ca. 800 DM mehr Unterhalt bekäme und meinem Mann die Scheidung angedroht, sollte die Ex bei Gericht damit durchkommen. Mein Mann fing an zu heulen, denn dass ich meine Drohung wahr gemacht hätte, stand außer Zweifel. Die Richterin schaute sich dann unseren Steuerbescheid an, lachte herzhaft und wies die Klage, es war die letzte Unterhaltsklage, die uns ereilte, ab.

    Ich selbst trennte mich 1990 von meinem Mann, 1992 wurden wir glücklichst geschieden, um fortan getrennt, aber doch meistens gemeinsam weiterzumachen.
    Unterhalt habe ich nie verlangt, für was denn auch, ich verdiente ja selbst und überhaupt.

  24. ALLEINERZIEHUNG
    die alleinerziehende – meist mit machtmonopol über das kindeswohl – fühlt sich in ihrer rolle ja oft sehr wohl, die verfügungsgewalt ist grenzenlos und befriedigt und kompensiert so manches. noch schlimmer, wenn aus welchen gründen auch immer der vater nicht da ist oder aufgrund der real existierenden dominanz oder des gesetzlichen rückenwindes leichtfüssig in eine statistenrolle gedrängt wird.

    reden wir also nicht über die pseudo-armut der alleinerziehenden, reden wir über die kinder, die dann später die praxen der kinderpsychiater*innen füllen werden.

    gesetzesmacher vom typ des ex-staatssekretärs aus dem saarland denken aber daran nicht, das kind hat ja keine stimme für die SPD bei wahlen, dafür aber die mutter.

    • Fall für die Psychiatrie
      Es gibt auch Vernachlässigung der Kinder, die in den besten Lebensverhältnissen leben. Kinder, die von den Eltern quasi „gekauft“ werden, damit diese ihren eigenen, egoistischen Lebensstil führen können und nicht stören.

      Suchtkranke Eltern, Alkoholiker etc. gibt es genauso in der Oberschicht, das Leben der Kinder ist dann auch nicht gerade rosig.

      Psychische Störungen und Persönlichkeitsstörungen treten in jeder Gesellschaftsschicht und in jeder Familienkonstellation auf.

      Hier werden schon ziemlich die Vorurteile geschürt und Klischees gepflegt, und ich finde es falsch, solche Benachteiligung einseitig den armen Alleinerziehenden anzulasten.

      Diesen Anspruch kann man mE nur damit begründen, dass [die Folgen der] die widrigen Familienverhältnisse bei den Armen das Geld der Gesellschaft kosten. Aber die freien Märkte können die Menschen nun mal nicht marktkonform „bestellen“, und es macht für mich keinen Sinn, auf die einen mit dem Finger zu zeigen.

  25. Wohin?
    Also von hier, wo ich schreibe, sind es nur 70 Kilometer nach Polen, und dort herrschen, soviel ich weiß, Recht und Gerechtigkeit. Und ein Aufenthaltsrecht hätte ich (wenn Madame M. Europa nicht vorher noch ganz ruiniert) auch. Mein geliebtes Bayern hat es doch auch nicht schlecht, mit den Österreichern im Süden und den Tschechen im Osten – das verschafft der Vernunft doch erheblichen Rückhalt. Eigentlich sind wir alle von vernünftigen Nachbarn umgeben, auch die Baden-Württemberger und Schleswig-Holsteiner. Und was den Österreichern und Polen 1683 vor Wien gelungen ist, sollte 333 Jahre später erneut möglich sein: die Balkanroute zu schließen. Nur eins verstehe ich nicht: Was hackt’s ihr so auf den alleinerziehenden Müttern rum? Ich finde, wir haben allen Grund, ihnen dankbar zu sein. Für mich sind sie Heldinnen.

  26. Armut für alle...
    … ist der heimliche Plan unserer Regierung.

    Der Bundestag hat gerade entschieden, die Banken zu verpflichten, Obdachlosen und Migranten, unter denen sich auch einige echte Flüchtlinge befinden, Girokonten zu ermöglichen.
    Der eigentliche Grund ist vermutlich, nach der nächsten Wahl in Deutschland das Bargeld abzuschaffen. Dann kann nicht man sich nicht mehr darauf berufen, dass es doch auch Menschen gibt, die gar kein Konto haben.
    Damit können auch für die Bürger Negativzinsen eingeführt und auf das Vermögen zugegriffen werden.

    Offenbar ist es weltweit um das Finanzsystem nicht gut bestellt, denn die Russen kaufen nun größere Mengen Gold…

    @Tommy und Krampus

    Die bayerischen Landratsämter planen bei ihren Haushaltsentwürfen momentan mit mindestens 2 Millionen „Neubürgern“ für 2016.

    http://www.sitzungsdienst-lrabadtoelz.de/bi2/___tmp/tmp/450810361002011876/1002011876/00023554/54-Anlagen/01/A_6B2B.pdf

    Dazu steht im Protokoll des Kreistags:
    „Die in der Anlage dargestellten Zahlen können erschrecken, aber für die Haushaltsaufstellung gilt es eine möglichst realistische Prognose zu finden und keine schöne.

    Die Einbringung des Haushalts erfolgt zunächst mit Szenario B-III, also mit einer Zugangsprognose nach Deutschland mit 1.000.000 Personen für 2015 und 2.000.000 Personen für 2016.“

    • Titel eingeben
      Der Hammer für mich ist, dass nun Menschen Konten eröffnen können, die keine Ausweispapiere vorlegen müssen.
      Es ist nicht wirklich beweisbar, wer der Mensch ist, der mit einer Bank in Geschäftsverbindung tritt.
      Das ist klarer Gesetzesbruch! Dem Betrug sind damit Tür und Tor geöffnet!
      https://de.wikipedia.org/wiki/Kontoer%C3%B6ffnungsbetrug

    • Das wird bei Paypal noch spassig. Und bei Ebay.

    • Titel eingeben
      Das ist wirklich eine tolle Nummer! Das Bargeld soll abgeschafft werden, weil es angeblich nur dazu dient, Geld zu waschen und Terroristen zu bezahlen – und nun kann man Konten ohne Papiere eröffnen. Ein zentraler Punkt jeder Geldwäscheverhinderung ist „know your customer“!
      Aber vermutlich steckt da nur ein ganz cleveres Geschäftsmodell dahinter: Western Union verliert seine Provisionen für den Bargeldtransfer und die EU übernimmt auch noch das Geschäft mit den anonymen Konten von der Schweiz.

    • Zugegeben.....
      Don Alphonso sagt: 26. Februar 2016 um 10:46 Uhr
      „Das wird bei Paypal noch spassig. Und bei Ebay.“

      Und genau das ist der Grund warum es mich freut. Je unsicherer elektronische Geld Überweisungen werden, umso kleiner die Chance für die Abschaffung des Bargeldes.

      Weiss man eigentlich genaueres wer diese brilliante Idee hatte?

      Das wär doch ein toller Nachfolger für Merkel….

    • Ich hoffe ja, dass die betreffenden Kontoinhaber mehr auf das Angebot von Handies und Computer reflektieren, als auf das, was mich interessiert. Ebay gibt sich bei sowas eher zugeknöpt, aber mir ist die Sache mit Zalando gut in Erinnerung. Und wie man im Internet arbeitet, wissen nicht nur Deutsche.

    • es nimmt der gute Handelsmann...
      „Das wird bei Paypal noch spassig. Und bei Ebay.“
      .
      Warum denn? Vorkasse heisst das Zauberwort. Den Verkauf auf Ziel gibts dann auch noch, in der Fachliteratur für Buchführung.

  27. @ Renate Simon
    Ja, von solchen „traumhaften“ Scheidungen habe ich früher schon mal gehört. Glückwunsch. Im Laufe der letzten Jahrzehnte bin ich leider nur vereinzelt auf solche Fälle gestoßen.

    Es ist bezeichnend, dass es hernach meist nur um den schnöden Mammon geht. Die Psyche der Kinder interessieren weder den Verlassenden noch das Jugendamt, solange sie nicht auf Strohmatratzen im eigenen Erbrochenen schlafen müssen und der Hund seine Notdurft im Kinderzimmer erledigt. Alles schon erlebt.

    Kinder (insbesondere minderjährige) sind der Garant / Faustpfand für mannigfaltige Unterhaltsforderungen (Kindesunterhalt, Trennungsunterhalt, nachehelicher Unterhalt). Bei Scheidungen wird nicht irre viel Geld vernichtet, nein es wird nur umverteilt. Die es am wenigsten bräuchten (RAs), sacken es sich in die Taschen. Die Protagonisten verarmen nicht selten. Dabei könnte man im verordneten Trennungsjahr via Mediationspflicht viel Scherben und Armut vermeiden (Kostenübernahme durch Träger).

  28. Schicksal der Kinder
    Das wirklich besorgniserregende an dieser, nicht deutschen oder westlichen, Entwicklung ist, dass schlechte elterliche Behütung auf die nächste Generation durchschlägt, und zwar ziemlich dauerhaft: geringere Intelligenz der Kinder und mithin noch geringere Aufstiegschancen, v.a. in Gesellschaften, in denen low IQ jobs immer weniger Gehalt versprechen (Nobel KG et al. Family income, parental education and brain structure in children and adolescents. Nature Neuroscience 18, 773–778 (2015)). Die Effekte sind zwar real gering oberhalb von etwa $25,000 elterlichem Jahreseinkommen, werden aber sicherlich verstärkt durch das Fehlen von Disziplin, Förderung in den Eine-Mutti-Familien. In der Hinsicht ist der Geburtenrückgang eher willkommen.

    Cheers,
    Der Onkel

  29. Daß manche/r sich hier jetzt auch noch verhöhnen lassen muß ...
    Oder wie ist die Werbung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie hier zu verstehen?

  30. Aber
    „Das ist keine soziale Schere, deren Teile eine Verbindung hätten“

    Wie recht Sie doch haben, Don, wäre da nicht dieses kleine, zunehmend lästige Problem mit dem Personal. Wir finden in der Gegend von Starnberg einfach keine bezahlbaren Wohnungen mehr für den Gärtner, die Köchin und die Haushaltshilfen etc. Auch der Metzger, der Bäcker und die Handwerker klagen und wissen kaum mehr aus und ein.
    Zumal ja selbst die Opferbereitesten unter uns nach ein paar Wochen raumsparender WG die gemeinsame Benutzung von Wohnzimmer und Küche doch eher fad finden und den ausgedörrten Wohnungsmarkt zusätzlich belasten …

    http://www.welt.de/vermischtes/prominente/article149476655/Ferres-und-Maschmeyer-nehmen-Fluechtlinge-auf.html

    Das Wohnraumangebot wird mit solchen und ähnlichen Aktionen natürlich nicht größer. Subtil übrigens Ihr Hinweis darauf, dass Scheidungen die Behausungsansprüche von (gewesenen) Ehepaaren gewissermaßen verdoppeln und dass in Bayern die Scheidungsraten glücklicherweise nur halb so hoch sind wie anderswo. Was natürlich gar nichts, aber auch absolut goar nix mit der Religion zu tun hat, wie wir in anderen Zusammenhängen längst gelernt haben.

    • Und i scho goar ned
      Man kannt gespannt sein ob die Promi-Presse auch die Hinauskomplimentierungen bei den Maschmeyers und bei der Connors auch so enthousiastisch zu vermelden vermag. Ich kenne hier bei uns aus der Zeit des großen Auszugs aus dem Kosovo Fälle bei denen dieses Engagement bereits nach Tagen beendet war nachdem zum dritten Mal binnen einer Woche ein Kanalreinigungsdienst die Kanalzuleitungen der Souterrainwohnung von nicht ganz klogerechten Gegenständen befreien mußte. Wie man hört ist die Aufnahmewilligkeit in Regionen mit gewisser Vorerfahrung sehr überschaubar sei und eher die Hotelerie, wie damals, ihren Teil beiträgt.

    • @ Déjà de lautre côté de lhypocrisie
      Herrlich…. LOL… ROFL

  31. Statistiken...
    Über wessen Armut berichtet eigentlich dieser Armutsbericht? Da wir momentan, aber auch schon in der näheren Vergangenheit, einen enormen Zuzug von armen Menschen haben (oder gibt es auch reiche Wirtschaftsflüchtlinge?), wäre es eigentlich lächerlich, diese Gruppe in den Bericht mit aufzunehmen. Denn wenn man millionenfach Armut importiert, steigt halt nun einmal die allgemeine bzw. pro Kopf Armut.

    Und überhaupt: Auf der einen Seite groß rumtösen, dass wir unseren Wohlstand mit der ganzen Welt teilen müssen und auf der anderen Seite sich empört zu Wort melden, dass in Deutschland die Armut steigt. Ganz schön schizophren.

    Also lieber paritätischer Wohlfahrtsverband, freu dich über die deiner Meinung nach in Deutschland gestiegenen Armut, da sie vermutlich bedeutet, dass es dafür ein paar Afrikanern, Albanern und Afghanen besser geht.

    Und jetzt hab ich doch noch einmal nachgeschaut. Also der Armutsbericht 2016 beruht auf einer stichprobenartigen Befragung (bis Ende 2014) von Menschen, die in Deutschland einen eigenen Haushalt führen. Migranten sind also auch dabei. Als ganz schreckliche Diskriminierung testiert der Bericht die um das doppelt so hohe Armutsquote von Menschen mit Migrationshintergrund. Schön ideologisch gefärbt unterscheidet der Bericht aber nicht zwischen Migranten und Menschen mit Migrationshintergrund. Meine Vermutung ist, dass bei der ersten Gruppe die Armutsquote noch einmal deutlich höher sein wird.

    Ich bin jetzt mal Prophet. Sobald die aktuellen Migranten aus den Gemeinschaftsunterkünfte raus sind, einen eigenen Hausstand haben und statisch erfasst wurden, wird die Armut in Deutschland sprunghaft ansteigen. Ich freu mich schon auf die dann kommenden politischen Forderungen nach mehr Umverteilung.

  32. Armutsbericht
    Sie machen die Armen, statistisch gesehen, sogar wohlhabender, weil Armut bei weniger als 50 Prozent des Medianeinkommens besteht. Also keine Sorge, sammeln sie weiter. Bei 170m2 Residenzfläche und der Menge an Öl braucht es wohl schon die Petersburger Hängung. Im Dorotheum werden übrigens wieder tonnenweise Porträts des 19. Jahrhunderts versteigert, da ist Verwandtschaft für jeden dabei. Das unerreichte Vorbild in der Nonchalance des Sammelns war ja Rachel Mellon, die Erben des Listerine-Erfinders. Sie hatte einen Van Gogh im Badezimmer hängen.

  33. Stützen der Gesellschaft/ Teil 2
    zu allen Zeiten mußte Mann und Frau nachdenken, ob und wen man heiratet bzw. eine Haushaltgemeinschaft mit oder ohne Kinder gründet. Und dann passierst, Mann /Frau hat sich „verdacht „, nicht bis hintenhin und dann noch mal um die Ecke.
    Trotz Gleichberechtigung und Genderdingbums kriegen Frauen die Kinder. So bleiben sie auch immer noch zu 90% buchstäblich auf den Kindern sitzen, egal ,ob sie sich nebenher mit anderem Mann/ Frau verwirklicht haben, egal, ob sie sich aufrecht kümmern oder nicht ,egal ob sie die Blage als Druckmittel gegen den EX sprich Erzeuger benutzen oder nicht.
    Das Haftungsrisiko ist für Frau immer noch größer, aber man arbeitet dran, der Natur bei zu kommen. Unser Sozialstaat fängt auf, wenn es materiell nicht klappt. Ich kann jeder Frau nur raten, mit einem Mann nur Kinder zu bekommen, wenn (Ehe )verträge auch zum Gattenunterhalt geschlossen werden und dabei sicher zu stellen , im Falle eines Falles an den Unterhalt und den der Kinder tatsächlich heranzukommen.
    Im übrigen war es mit den Änderungen u.a. im Unterhaltrecht politisch gewollt , dass man in Serie neue Familien gründen kann. Den Besserverdienenden , Mann und Frau aus der Mitte , sollte so das Kinderkriegen überhaupt wieder schmackhaft gemacht werden. Wie war das noch ? Hat sich nicht auch Herr Frank Schirrmacher in Aufsätzen Gedanken gemacht , warum keine Kinder mehr geboren werden, außer natürlich in sexy Berlin, und wohin das gesellschaftlich führt !
    Und nun mal anders. In 10 Jahren werden wir froh sein, wir hätten solche Probleme. Alle ahnen , dass in unser für ganz arm , mitte und oben so phantastisch geregeltes Land eine Welle von Problemen gigantischen Ausmaßes hereinschwappt .
    Zu uns kommen gerade hauptsächlich junge Männer, wenig geschult, mit einem völlig anderen und Frauen-und Familienverständnis, unterdrückter Sexualität, einer anderen Sozialisierung, aus Ländern , wo veraltete Religionsvorstellungen nur Gehorsam an den Vater, an den Clan , an den Prediger fordern , aus Ländern , wo keine einzige Institution für alle gleich funktioniert, minimalste Bildung nur gegen Geld oder beim Prediger zu erlangen ist, Frauen nicht Subjekt sondern nur Objekt sind , zum Kinderkriegen und arbeiten, aus Ländern , die keinen einzigen Unterschied in ihrer Gesellschaft friedlich lösen, Gewalt das Mittel ist und ein Rechtsverständnis nur insoweit vorhanden ist, als Mann vor dem offiziellen Gegenüber unendlich lamentiert, nicht allein sondern gleich mal zu 5-10.
    Gestern im heute Journal war das ja mit Szenen aus Athen schön gefilmt. Extra für uns, zur allabendlichen Gewissenserforschung. Der ÖR unsere Kirche, die Moderatoren unsere Seelsorger.
    Aber bis auf die Frage der richtigen Haltung zu allem und jedem Weltproblem ist nichts geklärt , ja, nu bis auf Asyl II , ein bißchen, wenn sich Herr Kretschmann doch nicht aller verfolgter Homosexuellen in Nordafrika annehmen will etc…………
    Wann gibt es mal in Deutschland keinen allgemeinen Wahn , sondern einfach mal praktische , der Realität angepasste Lösungen?
    Das lernt man doch in der Schule an den griechischen Tragödien ! Der Mensch muß einsehen. Ich hoffe , Frau Merkel sieht ein.

    • For you and I are past our dancing days
      Die Tragödie ist eine Tragödie weil sei als Tragödie endet.
      Leider wird auch das hier in Europa wieder als Tragödie enden.
      Die Entscheidung vom September 2015 änderte die Struktur. Und ist folglich nicht einfach aus der Welt zu schaffen. Und so sehr auch jetzt alle hoffen, dass alles wieder zurück in die Form unserer modernen Feministinnen-Metrosexuellen-Hedonisten-Komödie zurückfinden wird, so wird leider Folgendes geschehen:
      Chaos auf den Straßen, Radikalisierung der Bevölkerung, massive Verlagerung des politischen Spektrums nach Rechts, Schließung der Grenzen, Verschärfung der Gesetze, Aufrüstung, …und dann Jahre, in denen sich die Rechten austoben werden.
      Die Moderne ist erneut gescheitert. Wie 1914 und 1929.
      Unsere Generation wird den nächsten Anlauf der Moderne nicht mehr erleben. Für uns endete das moderne Leben im September 2015.
      Ich hoffe, die Generation nach uns wird eine Form der Moderne entwickeln können, die nicht erneut im Chaos endet.

    • @ Goodnight
      Für mich stellt sich die Frage, warum scheitert die Moderne dauernd.

      Vielleicht, weil sie etwas will, was auf Erden nicht zu haben ist?

    • und jetzt alle mitsingen: "...davon geht die Welt nicht unter..."
      Hallo Goodnight, ein Glas Champagner auf die Moderne und alle vergangenen Modernen!!! Lang lebe der menschliche Verstand und seine intellektuellen Ableger. Ein Hoch auf das merkelsche Führerinnenprinzip.

    • Titel eingeben
      „…warum scheitert die Moderne…?“
      Vielleicht weil „Moderne“ mit „Mode“ zu tun hat?
      Und/oder „modern“ = faulen, verwesen?

    • Die Vertreter der Moderne
      in Deutschland sind es doch, die sich nach der Vormoderne
      sehnen.
      Sie sind wie man sieht, bereit jeden fertig zu machen,
      der ihrer „Erlösung“ im Wege steht.

    • Man muss sehr vorsichtig in dem sein, was man sagt.

    • Men at some time are masters of their fates
      Die Moderne scheitert, weil:

      – Menschen glauben, sie könnten die Demokratie mal so eben im „arabischen Frühling“ dort einführen, wo bisher nur Diktatur und/oder Theokratie dominierten.
      – Menschen glauben, sie könnten Menschenrechte unabhängig und ohne Rücksicht auf Nation und Rechtssystem exekutieren.
      -Menschen glauben, erst dann in den Kapitalismus eingreifen zu müssen, wenn dieser gerade eine sinnvolle Selbstreinigung durchführen möchte (too big to fail)

      Eigentlich ist es ja nicht so, dass die Moderne endgültig scheitert, denn diese setzt sich immer weiter durch. Das Problem ist, dass sie auf ihrem Weg alle Jahrzehnte einige Millionen Menschen in den Abgrund reißt.
      Diesmal sind wir dran :-)

    • Patchwork-Familie
      Neue Lebensmodelle wie Patchwork-Familien wurden in den Medien als geradezu ideales und erstrebenswertes Zukunftsmodell gelobt. Die traditionelle Ehe sollte längst am Ende sein, die Familie sowieso, deren Ansehen in Deutschland eher niedrig ist. Eine „intakte Familie“ gilt als spießig, altbacken und beinahe pathologisch. Es können nur langweilige Menschen sein, die sich dem unterwerfen. Die spannenden Typen heiraten mehrmals, das gehört beinahe schon zum guten Ton.

      Meine ältere Tochter hatte einen Freund, mit dem sie zusammenlebte, dessen Eltern und Bruder geschieden waren. Sie hat miterlebt, wie „toll“ eine Patchwork-Familie harmoniert, nämlich gar nicht. Sie hat mir gesagt, dass sie nicht hätte ahnen können, wie viel Bösartigkeit, Neid und Misstrauen in solchen Familien auftreten können. Es gab zuhauf subtile Anfeindungen, Intrigen; die Scheidungskinder wurden von dem neuen Stief-Elternteil und sogar von der Stief-Großmutter nicht angenommen und schon gar nicht geliebt, sondern höchstens halbherzig geduldet, wenn überhaupt. Kinder wurden gegeneinander ausgespielt, benachteiligt bzw. übermäßig bevorzugt und verwöhnt. Das Klischee über die böse Stiefmutter ist also nicht nur eine Mär. Geburtstage, Weihnachtsfeste etc. mussten separat gefeiert werden, weil manche Patchwork-Familienmitglieder sich gegenseitig nicht ausstehen konnten. Das kann in allen Familien vorkommen, aber die Patchwork-Familie ist mE dafür prädestiniert. Dass es manchmal auch funktionieren kann, ist sicher richtig, aber vieles an der Konstellation ist nicht so leicht zu bewältigen, wie man es dem Volk in den Medien vormachen wollte.

      @hefe60 25.2.16 20.53
      Dass die neue Ehefrau/Lebensgefährtin es duldet, dass die Kinder mit in Urlaub fahren dürfen, ist nicht selbstverständlich. Ihr Bekannter ist anständig, ein guter Vater und hat das Glück, eine passende Frau gefunden zu haben.

    • Diesmal sond wir dran
      Wer in der Welt kann sich DAS leisten.

      WIR SIND GEFÄHRLICH!!!

      das weiß doch jeder.

    • Tamarisque - Patchworkfamilien
      wie sagt ein Kalauer, deine und meine Kinder schlagen unsere Kinder.

      Eifersüchteleien gibt es in jeder Familie und wer Geschwister hat, kennt das Gefühl. Viele Paare finden sich wohl recht blauäugig und in der Hoffnung, wird schon schiefgehen. Die jeweiligen Kinder müssen den eigenen Elternteil zum einen mit dem neuen Partner und dann auch noch mit den neuen „Geschwistern“ teilen. Das allein birgt erhebliches Konfliktpotential. Wenn dann noch Feindseligkeiten unter den Erwachsenen herrschen, kann es nicht gutgehen. Ist halt wie im richtigen Leben.

    • Though this be madness, yet there is method in't.
      „WIR SIND GEFÄHRLICH“

      Der Witz ist doch, dass wir es selbst sind, die in völliger Unkenntnis unserer Identität, das Monster in uns erwecken, jenes Wesen, welches wir meinten, es mit unseren Großvätern endgültig begraben zu haben. Und doch ist es höchst aktiv, denn es ist jene Radikalität, die uns nun im Angesichts der Moral strammstehen lässt, um unser Führerin blind zu folgen, auch wenn wir dabei unsere Töchter opfern.
      Der Wahnsinn war diesem Volk schon immer gegeben. Und daher war es so wichtig ihn in der Mitte stabil zu halten. Denn wenn er nach Rechts oder, wie diesmal, nach Links ausbricht, dann ….. goodnight.

    • @ .....grün
      „In 10 Jahren werden wir froh sein, wir hätten solche Probleme. Alle ahnen , dass in unser für ganz arm , mitte und oben so phantastisch geregeltes Land eine Welle von Problemen gigantischen Ausmaßes hereinschwappt .”

      Aber, aber…. Wo kämen wir denn hin, wenn sich die Bürger auf einmal mit der Realität befassen würden?

      „Wann gibt es mal in Deutschland keinen allgemeinen Wahn , sondern einfach mal praktische , der Realität angepasste Lösungen?“

      In Demokratien lässt sich das nun mal nicht ändern, die Mehrheit hat halt immer Recht! Andere Staatsformen sollen ja dem Vernehmen nach übrigens auch nicht viel besser sein.
      PS: Kennen sie ein Land (auf diesem Planeten, meine ich…) in dem das anders ist?

      “Ich hoffe , Frau Merkel sieht ein.”

      Genau, das ist die Lösung! Herrlicher Sarksmus…. Danke.

    • Das hängt ganz von der Lage ab. Es ist absehbar, dass es Ecken geben wird, die verelenden – man hatte das ja schon im Berlin auf er Cuvry-Brache oder in der Eisfabrik. Da fehlt dann auch der Wille, sich offensiv mit solchen Erscheinungen auseinander zu setzen. Diese relative Sicherheit durchAbwesenheit des Staates zieht dann andere Personenkreise an, und es gibt ja genug, die denken, solche Strukturen sollte man fördern Gestern Abend stand in der Prantlhausener Zeitung etwas über die Münchner Volxküche, die im Dschungel von Calais arbeitet. Ich will das moralisch nicht bewerten, aber ich weiss von „unseren“ Asylbewerbern, die mit ihrem Antrag kaum Chancen haben, weil sie aus Westafrika stammen, dass sie dann eben nach Norde weiterreisen. Da spielen auch die strikt durchgesetzten Alkoholverbote in den Heimen mit hinein. Man sieht das auch an den massiv steigenden Zahlen von Taschenraub in Berlin: Wer Probleme mit dem Gesetz erwartet, geht dorthin, wo das Gesetz schwach ist, und der Bürger willig, damit zu leben.

      BaWü und Bayern werden ganz sicher nicht zu diesen Regionen gehören. Und dann driftet das Land halt auseinander. In Berlin, Hamburg und NRW wird es halt ungut.

    • @ Goodnight
      Ich befürchte, sie irren gleich zweimal….

      „Die Tragödie ist eine Tragödie weil sei als Tragödie endet.
      Leider wird auch das hier in Europa wieder als Tragödie enden.”

      Überlegen sie mal… ein Volk, das sich eine Merkel als Anführerin wählt.. und wiederwählt… ein solches Volk darf den dadurch verursachten Schlamassel als Tragödie bezeichnen? Wo es doch eigentlich nichts als eine völlig angemessene und sogar gerechte Strafe ist?
      Kann es sein, dass sie des Deutschen liebstes Spiel spielen? Mit dem Finger auf andere zeigen und lieber bei denen die Schuld suchen?

      Und auch hier irren sie. Bzw, sie schmeicheln sich lieber, als die banale Wahrheit auszusprechen:

      „Der Wahnsinn war diesem Volk schon immer gegeben.“

      Zwischen Wahnsinn und banaler Dummheit liegen ganze Welten und mit Wahnsinn hat das ganz und gar nichts zu tun.

    • There is nothing either good or bad, but thinking makes it so.
      TDV

      Dummheit liegt da nicht vor. Die dort geführte Logik der Menschrechte/Moral ist in sich geschlossen und in einer virtuellen Welt auch sehr vernünftig. Der Defekt liegt im Ausblenden bzw. Unterwerfen anderer Realitäten, d.h. dem Sinn von Nation, Grenzen, Rechtsstaat, etc. Und diese konsequente Einbildung der ausschließlichen Dominanz der Menschenrechte/Moral, bei gleichzeitigen Wissen über die Existenz anderer Sozialsysteme, ist weniger ein Anzeichen von Dummheit, denn des gemeinen Wahnsinns.
      Und folglich beobachten wir bei den Willkommenstänzern eine hoffnungsvolle Erwartung eines Happy Ends, wo wir selbst eine Tragödie herannahen sehen. Die Kinder laufen ohne Schuldbewusstsein ins Verderben,

  34. Personalmangel
    @ Iwoassned
    Wären statt 1 Millionen muslimische junge Männer, dieselbe Anzahl philippinische junge Damen, die in ihrer Heimat als Hauspersonal ausgebildet wurden, eingewandert, dann gäbe es die beschriebenen Probleme in Starnberg wohl nicht….
    Diese Damen bringt man ja gerne in der Einliegerwohnung unter…
    Leider bekommen diese Damen nur in Italien die nötigen aufenthaltspapiere.

  35. "keine soziale Schere, deren Teile eine Verbindung hätten"
    Ich denke, dass Ihre Argumetation stimmt, DA.
    Personal kausal ist keine unbedingte Verbindung zwischen reich u.arm.
    Phänomenologisch besteht sie aber doch- die Schere!
    Und das eben, weil es eine Systematik gibt. Der Teufel scheisst auf den grossen Haufen, Zitat meiner Grossmutter.

    Aber ich glaube, dass es eben nicht möglich ist, im Sinne linker Logik durch Umverteilung verbessernd einzugreifen.
    Denn der Preis hängt am Exklusiven und nicht am Realen.
    Gleichmacherei führt nur zu allgemeiner Entwertung!

    Und der Gedanke der Eigenverantwortlichkeit für den Status „alleinerziehend in gewissen Milieus“ ist schlicht nicht con der Hand zu weisen.

    Trotzdem misst sich der Wert einer Gesellschft an ihrer Fähigkeit zu Recht u.Gerechtigkeit. Konkret:Schutz der Schwachen:wie kann man gute Bedingungen in Bildung und Gesundheitsversorgung schaffen für die, die arm sind und sich selbst- egal wie selbstverschuldet- nicht helfen können.
    Allerdings gilt im Sinn der Verantwortung- Subsidiarität VOR Solidarität.

    • Ich enke schon, dass es genug Verbindungen gibt, wie etwa die Kapitalertragssteuer oder Steueroptimierung auf der einen und H4 auf der anderen Seite. Aber halt nicht immer und überall, und es ist manchmal eben nicht die Schuld des Systems.

    • Subsidiarität vor Solidarität, das wäre ja mal was, P.Feldmann.
      Denn dann dürfte ja niemand, der nicht bedürftig ist, von den sozialen Errungenschaften des Staates profitieren. Aber gerade die Nichtbedürftigen profitieren nunmal überproportional davon. Es handelt sich also im Gegensatz zur Meinung des DA durchaus um ein generelles Versagen des Systems.

      Ursprünglich war das Soziale Netz des Bismarck ja auch so gedacht, nur den Bedürftigen zu helfen, wenn auch aus sehr eigennützigen Motiven. Das aber paßte dem BVerfG nicht, da es mehr Wert auf den formalen Gleichheitsgrundsatz legte, denn auf den Sinn und Zweck eines Sozialen Netzes.

      Längst haben sich die Nichtbedürftigen durch die Wahlgeschenke den Sozialstaat zur Beute gemacht.

    • Früher war es zumindest bei uns eine Schande, wenn „das Amt“ kam. Das war ganz schlimm.

    • Inquilismus
      Alle Ähnlichkeiten mit lebenden Personen und realen Handlungen sind rein zufällig: http://www.ksb.org.za/archive/Summary/sermons/2012/beetle-juice.htm

      Cheers,
      Der Onkel

    • Titel eingeben
      It’s easier to take the kid out of the ghetto than the ghetto out of the kid.

    • Das ist wohl wahr, Don Alphonso.
      Auch heute ist die Scham besonders bei älteren, arbeitsamen, ehrlichen und rechtschaffenen Mitmenschen noch ungebrochen hoch. Sie sehen das Versagen des Systems vielfach noch als eigenes Versagen an, so wie es ihnen vom Neoliberalismus ja auch suggeriert wird.

      Dennoch, die Zeiten ändern sich, so auch bei der Scham. Denn wenn es nicht mehr in der eigenen Macht liegt, vom Tellerwäscher zum Millionär zu werden, dann ist die Scham gänzlich unangebracht.

      Richtig ist allerdings auch, daß immer mehr Menschen nicht mehr bereit dazu sind, sich für ein Butterbrot noch krumm zu legen. Und das, obwohl selbst weit davon entfernt, kann ich immer besser verstehen. Denn auch das ist eben eine Wirkung des Systemversagens.

    • @nn+DA
      Subsidiarität vor Solidarität ist ja keine Utopie, sondern ein aus der Kathol.Soziallehre(O.Nell-Breuning, SJ) übernommenes Prinzip unserer ehem. sozialen Marktwirtschaft- war also lange Zeit gültig.
      Mit der Zeit ist dann aber wohl so etwas wie eine negative Anspruchshaltung gg. einen allzuständigen Staat daraus geworden. Keine gute Entwicklung.
      Ich habe mal als Landarzt gearbeitet. Die alten Patienten waren oft hart im Nehmen und riefen einen aus „Rücksicht“ erst morgens um 7, obwohl das Bluterbrechen seit nachts um 2 bestand. Die Generation ihrer Kinder rief einen dann schon mal nachts um 3 aus dem Schlaf, weil sie etwas über die Dignität eines Flecks, den sie gerade beim Blick in den Spiegel erstmals entdeckten, wissen wollten. Solche Pat. gibt man dann gerne ab.
      Es gibt da wirklich Unterschiede: Menschen in meiner direkten Umgebg. empfinden es als Schande, wenn sie ihre Sachen nicht selbst geregelt bekommen und ausserfamiliärer Hilfe bedürfen.
      Wenn man sieht, wieviele Familien die Pflege ihrer Angehörigen selbst bewerkstelligen, ohne irgendwelcne Anforderungsformulare an die Behörden zu senden, dann wird klar, dass noch immer die Mehrzahl der Menschen subsidiär denkt. Wer gleich -aus seiner Wagenburg- nach Solidarität schreit, gibt ohne Not seine Freiheit auf.

    • P.Feldmann - das scheint eine Alters-/Generationsfrage zu sein
      Mir ist es ja schon peinlich, jedes Quartal Asthmasprays zu benötigen, zu denen mein Doc meint, ach, das zahlt die KK aus der Portokasse. Im früheren Leben habe ich die ohnehin seltenen Krankschreibungen (ich ging meistens gar nicht zum Arzt) grundsätzlich ignoriert, nicht immer zu meinem Vorteil. Es ist einfach die heutige Einstellung, man will alles und zwar sofort und überhaupt steht es einem ja auch zu. Man reiche den kleinen Finger und sehe, was man davon hat.

    • @ Frau Simon
      Zumindest scheint die Neigung – trotz allem piratischen Freiheitskämpferpathos, oder vllt. wg. seiner verlogenen Bigotterie(!)- zuzunehmen, eigene Probleme und die Verantwortlichkeit dafür an Stempelträger abzuschieben.

      Dass man mit der eigenen Verantwortung auch die Freiheit abgibt, ist vielen dabei entweder nicht klar oder egal…

      Ein Sargnagel für die Eigenverantwortung war paradox die Aufkündigung des sozialen Zusammenhangs im Neoliberalismus. Die Leute wurden in Dingen, die sie nicht verantworten können (Wirtschaftsregulation, Wirtschaftslage) an ihre Verantwortung gemahnt und der Begriff der Verantwortung wurde damit in gleicher Weise absurd (denn die gesellschaftlichen Verantwortungen oder jene der Eliten wurden gleichzeitig nivelliert) wie der der Freiheit in politisch liberalen Kreisen instrumentalisiert ist ohne begründet werden zu können.
      Das Ergebnis ist eine kopflose Konsumenten“gesellschaft“/GmbH, deren unglücklicher putrider Pickel Merkel ist.

      Insofern ist das Ganze eine Generationenfrage, aber im eigentlichen eine Charakterfrage.
      mfG PF

    • Der Verlust der Freiheit, P.Feldmann,
      entsteht, wie Sie selbst mit Hinweis auf den Sargnagel ja schreiben, außerhalb des persönlichen Einflußbereiches. Und die, die das erkannt haben, selbst wenn sie es nicht wirklich verstehen, wären ja auch wohl schön dumm, Subsidiarität vor Solidarität zu üben. Eine Generationenfrage? Ist es nicht vielmehr so, daß das Beispiel der Selbstbedienungsmentalität der „Eliten“ geradezu zur Nachahmung auffordert?

      Überhaupt, welche Solidarität soll das denn sein? In der Arbeitswelt gibt es kaum noch Solidarität und auch das Soziale Netz kann doch nun wirklich nicht mehr als solidarisch bezeichnet werden. Als Landarzt sollten Sie das doch wissen, oder wie ist das mit gesetzlich und privat Versicherten?.

      Die Zeiten eines St. Martin sind längst denen eines St. Florian gewichen. Der Neoliberalismus der „Eliten“ hat längst auf die breite Masse abgefärbt. Werte sind wertlos geworden. Verantwortung wurde durch das Streben nach dem persönlichen Vorteil verdrängt. Der Gesellschaft mangelt es an Gemeinschaft (Ferdinand Tönnies, 1887). Auch ein Grund für das Wiedererstarken des Nationalismus und des Völkischen, die Sehnsucht nach dem Wir, nach der heilen Welt.

      Gibt es eigentlich einen einzigen Bereich der Gesellschaft, von dem Sie sagen würden, daß er sich in den letzten 20 bis 40 Jahren positiv verändert hätte? Das sind doch alles langfristige Entwicklungen, die in den nächsten Jahren ohne ein generelles Umsteuern nur noch böse enden können. Und ja, Solidarität könnte daran etwas ändern, echte Solidarität. Erzwungene und vielfach ungerechte Subsidiarität haben wir weiß Gott nun wirklich genug.

    • @NN. der Zerfall der Eliten
      geht in meinen Augen parallel mit einem Werterelativismus.
      Sie haben das ja ganz richtig festgestellt:“Der Neoliberalismus der „Eliten“ hat längst auf die breite Masse abgefärbt. Werte sind wertlos geworden.“

      Der Neoliberalismus ist in der Tat v.a. ein Werterelativismus, der damit der Gesellschaft inre Basis entzieht.

      Der derzeitige Verfall ist eklatant, aber es ist ja nicht so, dass vorher nur das Paradies war.

      Eine Gesellschaft muss immer neu um Ausgleich(im Sinne von „Teilhabe“),-explizit ist das nicht Gleichmacherei-, und Werte kämpfen. Ohne Werte(also auch ohne Zielsetzung) ist alles nichts.
      mfG. PF

      PKV und GKV sind ein eigenes Thema,- geschichtlich bedingt, aber ethisch nur schwer vertretbar. Praktisch aber stützen die Privatversicherten das Funktionieren unseres gesamten Systems. schwierig.

  36. Der böse Geist von Weimar
    Don Magnifico

    Also gestern blieb mir fast die Spucke weg. Marcus Lanz (Wiederholung?), den ich sonst nicht sehe. Eine unglaubliche Hetze (Clausnitz und Sachsen) der versammelten guten Zeitgeistler und des Moderators.

    Ebenso am Montag in einer öfter hier mal erwähnten Zeitung aus dem Süden Deutschlands, die ich mal viele Jahre selbst abonniert hatte. Auf der Titelseite und vor allem Seite 3 eine ebenfalls unglaubliche Hetze in Sachen Clausnitz. Da habe ich so bei mir gedacht, das hätte eine gewisse „Zeitung“, die auch mit dem gleichen Buchstaben anfängt, auch nicht „besser“ machen können. Ich hoffe, das kann man gerade noch so schreiben. Es ist auch ein wenig gemein von mir. Aber so kann man als ehemaliges Qualitätsmedium doch nicht agieren! Die Vierte Gewalt in diesem Lande ist verkommen, bis auf wenige Leuchttürme, wie hier die FAZ und insbesondere dieser Blog.

    Es geht in unserem Lande ein böser Geist von Weimar um. Ich kann nur hoffen, das ich das vollkommen falsch sehe! Nun, ich relativiere, ganz so schlimm kann es ja eigentlich nicht mehr kommen. Glaube/hoffe ich. Aber so ein haut goût liegt schon in der Luft. Das macht mir Angst.

    Gruß

    Don Magnifico

    • ...
      Nein, ganz so falsch sehen sie das sicher nicht…. Aber es bleibt uns der Trost, dass konkrete Vorhersagen nun mal niemals möglich sind.

      Trotzdem, man sollte alles mal durchdenken und sich entscheiden ab wann das Koffer Packen angegangen werden sollte. Es gab ja gerade in DE schon mal eine Zeit, in der viele das rechtzeitige Packen versäumt hatten, weil man die dabei anfallenden pekuniären Verluste nicht in Kauf nehmen wollte…

      „Dumm gelaufen“ gibts immer wieder.

  37. Der Don hat in seinem wunderbar formulierten Beitrag
    höflich zurückhaltend das TANSTAAFL-Prinzip ausbuchstabiert: There ain´t no such thing as a free lunch.

    Lebensentscheidungen haben Konsequenzen – ob man sie aufgrund der Hormonlage oder aus welchen Gründen auch immer fällt. Und an der Quelle bescheidenen Wohlstandes (das Vermögen, das gut wirtschaftende Handwerkerfamilen aufbauen können) findet man häufig genug ein oder zwei Generationen, die (für uns heute extremen) Konsumverzicht übten, um ein Familienvermögen aufzubauen. Deren Erben sind die heutigen Stützen, nicht die wenigen superreichen Familien wie die BMW Eigentümer.

    Das muss man weder gut finden, noch nachmachen. Aber die Entscheidung, das eigene Geld für ein bequemes Leben, Urlaub und andere Annehmlichkeiten auszugeben, statt für einen Vermögensgrundstock, ist eben auch eine Entscheidung mit Folgen. Und diese Einsicht scheint mir dem akdemischen Medienprekariat völlig abzugehen – die glauben, das wäre alles eine kapitalistische Weltverschwörung.

    Ich habe – aus Gründen gesellschaftlicher Stabilität – kein Problem damit, sich näher anzusehen, ob man die Schere zwischen für westliche Verhältnisse arm und reich weiter aufgehen lassen will. Aber ein Riesenproblem mit einer Standardbegründung dafür, die häufig genug einfach lautet: „Ich habe ein Recht darauf, dass es mir gutgeht. und andere, der Staat und meine Mitmenschen, haben dieses Recht einzulösen. Völlig unabhängig davon, was ich im Leben zu tun entscheide.“

    No, Sir!

    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • Nun, wenn ich sehe, wo dann manche letztlich dioch unterkommen – egal ob CSU oder Gründe – muss man sagen, dass es da schon sowas wie ein free lunch gibt.

    • Zu den Quandts nur soviel,
      die haben ihr Vermögen nicht hart erarbeitet, sondern Arisierung und Zwangsarbeit zu verdanken.

    • Es gäbe vielleicht bessere Beispiele, Bosch etwa.

    • noch bessere Bespiele.................
      sollten wir lieber DON nicht auch an DEN CLAN denken, der alles so wunderbar überlebt hat und nun wieder sein geliebtes unternehmen in voller verfügungsgewalt hat ?

      als wäre das, was für andere die katastrophe war nur ein kurzes intermezzo gewesen, ein kleiner witz mit netten gesprächen unter österreichern über haubitzen, KdW-autos, mittelandkanalbau und die industriebesiedlung von sumpflandschaften in norddeutschland ?

    • Der rote Bosch
      war in seiner Zeit eine absolute Ausnahmeerscheinung und ist es bis heute wohl auch geblieben. Denn trotz einiger Nachahmer hat es Vergleichbares im Sinne einer Weiterentwicklung seiner Gedanken nie mehr gegeben – soweit ich weiß.

    • schon ´44 EU-Werbung?
      Wunderbar anschaulich die Verquickungen hier:
      https://machtelite.wordpress.com/2015/08/28/commerzbank-im-deutschen-sieg-liegt-die-gewaehr-fuer-eine-erspriessliche-kontinentale-zusammenarbeit/

      Schon ´44 also EU – Werbung „…Und nur der deutsche Sieg wird dieses Ziel der europäischen Wirtschaftsgemeinschaft verwirklichen!“
      darauf einen DuschArdänn…

      Fällt es nur mir auf, dass der hiesige Blogbeitrag als ein kontrastierender Aufmacher für die Einwände gegen die Gabrielschen Forderungen gelesen werden könnte (und deren „Unterstützung“ durch Altenbockum – pruuust)????

    • Des Pudels Kern
      Sie treffen gut: Entscheidungen haben Konsequenzen.
      Aber es ist meist Schicksal/Glück heutzutage, wo die Ausgangsbasis liegt. Man kann als „Handwerker oder Klein-Unternehmer“ heute selbst mit Konsumverzicht kaum mehr als zwei drei Mietshäuser erwirtschaften. Aktien sind gut, wenn man sie vor vielen Jahren gekauft hat.

      Wo sie wieder richtig liegen, dass die Erwartungen an den Sozialstaat dank einer florienrenden Medienbildung (Familie Geissssssss, mir wird schlecht) recht hoch liegen. Man meint, ein Recht darauf zu haben.

      So ein dahergelaufener Flüchtling aber nicht, der ist fremd, der ist nicht von hier ( Asterix??)

      Und da liegt der Sprengstoff für den sozialen Zusammenhalt.

      Was viel zu selten thematisiert wird, ist wie der TURBO-Kapitalismus mit seinen aufgeblähten Vermögenswerten und sehr wenigen sehr grossen Gewinnern eher die Usache der Migration ist, als amoklaufende religiöse Überzeugungen. Da bin ich bei Marx, das Sein bestimmt das Bewusstsein – weil die Ohnmacht nach den Gesetzen des Welthandels eben so extrem ist, müssen archaische, überwirtschaftswissenschaftliche Gründe mobilisiert werden.

      Aus dem globalen Corporate Capitalism kann man nicht auswandern, sicher nicht in Europa – aber wenn einem kulturelle Anschlussfähigkeit eine wichtige Grösse ist, fallen Optionen wie Thailand oder Bali schnell weg.
      Und in der Schweiz kann man nur hoffen, dass die intellektuelle, juristische und politische Elite sich gegen des einfachen Volkes Willen behaupten kann….
      Soviel zur Demokratie-Theorie.

  38. Musterbeispiel für Freie Mittagessen: Fräulein Gönner
    Kreissaal, Hörsaal, Plenarsaal, staatliche Sinekure: https://de.wikipedia.org/wiki/Tanja_G%C3%B6nner

    • Gönner und Nahles
      stehen sich da in nichts nach, nur die Gönner kann richtig auf den putz hauen………gute partie, da auf gutem versorgungsposten !

    • Solche Mädels heißen im Norden...
      …Goldröckchen.

    • Gönner zeigt, dass auch Fehlsichtigkeit
      nicht schadet, wenn man der „richtigen“ Partei angehört. Unglaublich, wie diese Frau bei der sogenannten „Schlichtung“ in Stuttgart aufgetreten ist. Aber auch hier wie an der Parteispitze: zu viele solche, die nur an Pfründen interessiert sind. Weich gefallen, wie Schavan und bald vielleicht auch die Uschi. Jetzt ist sie also in Bonn, die Frau aus Sigmaringen…

  39. Familie
    Der „Tod“ der traditionellen Familie v.a. im Westen, aber auch in vielen Entwicklungsländern, ist, wie so vieles, verursacht durch eine Gemengelage von Faktoren, die kaum reversibel erscheinen: Schwächung von Religion (das magische Über-Ich hat gg. Aufklärung/Wissenschaft schon einen schweren Stand), Desillusionierung nach Scheitern der grossen Ersatzreligionen /Ideologien des19./20. Jahrhunderts, Etablierung des „sozialen Netzes“, Förderung der Infantilisierung der Erwachsenen durch Medien, Werbung etc., und dauerhafte Prägung der Kinder am Ende. Die xenobiotische Herausforderung durch Einwanderer aus der Levante verschärft die resultierenden Probleme, ist aber nicht deren Ursache, auch wenn viele in diesem blog (ich bevorzuge das männliche Geschlecht für blog, erlaubt lt. Duden) das gerne vermischen. Eine ehrliche Lösung dieser eher seelischen denn materiellen Krise scheint es nicht zu geben. Kein Wunder, dass Depression und Wut zunehmen.

    Der Onkel

    • Ich denke aber, dass der Druck des Neoliberalismus auch wieder einiges zusammenbringt. Allein ist da Überleben schwieriger.

    • Titel eingeben
      Déjà de lautre côté de lhypocrisie

    • Ein Satz
      den Sie sich copyrighten lassen sollten. Ymmd.

    • @ Don
      Notgemeinschaften (weil man alleine nicht überlebt) sind Wut- und Ärgergemeinschaften.

      Und als solche ein steter Quell des sich alleine wohin Wünschens.
      Depression und Wut werden zunehmen.

    • @ Onkel
      Der Kausalitäts-Zusammenhang ist sicher korrekt, nur…

      Nichts davon ist an sich ein Problem, zu einem Problem wird es erst wenn sich solche Leute fortpflanzen. Es ist kein unüberwindbares Problem realtiv wenig Zeit an Arbeiten/Geld Verdienen zu verschwenden und genug zu haben um ein Leben nach eigenen Vorstellungen zu führen. Das Ganze in angenehmen Umständen und ohne eine sowieso niemals sicher Unterstützung durch einen Staat. Gerade auf das steuern man in Europa ja derzeit zu.

      Wer durch sein Wertsystem dazu gebarcht wird sich fortzupflanzen, der muss halt damit leben, dass er sich damit eine Knstellatioin aufhalst die böse in Hose gehen kann. Da hilft dann noch nicht mal die eigentlich ja lobenswerte Idee der Eigenverantwortung und so mancher muss dann einsehen, dass er diese Phrase vielleicht besser nicht allzu oft im Munde hätte führen sollen.
      Können sich in ein paar wenigen Jahren (bei noch dazu gleichbleibender Zuwanderung) ein DE vorstellen, in dem der Sozialstaat kollabiert, weil einfach kein Geld da ist?
      „Der andere Gast“ hat es gut formuliert:

      „Notgemeinschaften (weil man alleine nicht überlebt) sind Wut- und Ärgergemeinschaften. Und als solche ein steter Quell des sich alleine wohin Wünschens. Depression und Wut werden zunehmen.“

      Und sie selber haben ja geschrieben, es sei ir4reversibel….

  40. Schuld an
    der Zunahme der Armut sind natürlich vor allem die tariflich bezahlten Arbeitnehmer, denn sie hatten jetzt einen hohen Reallohnzuwachs und haben damit natürlich das Durchschnittseinkommen deutlich erhöht.
    Und nach der 60% Regel sind jetzt natürlich Menschen arm, die vorher minimal über den 60 % lagen und jetzt nur den Inflationsausgleich mehr haben, also real genauso viel wie vorher.
    Nach dieser Schwachsinnsregel bekämpft man Armut am schnellsten, wenn man die Tariflöhne möglichst stark absenkt.
    Blöd nur, dass sich unsere Migranten auch mit 40% des hiesigen Durchschnitteinkommens reich fühlen und Deutschland logischerweise Ländern wie Griechenland vorziehen, selbst wenn sie da 110 % bekommen würden.

    • @ Peter Wolf
      …da erstaunt es doch, dass nochnicht alle Griechen nach Deutschland
      gekommen sind.
      Kann es sein, dass an ihrer Rechung etwas nicht stimmt?

    • Die Griechen
      haben viel häufiger Wohneigentum als Deutsche. Zählt zwar nicht zum Einkommen, hältst aber vom Auswandern ab.

    • Aber binvonhier....
      Wie kommen sie denn auf sowas…. Wenn die zu Grunde liegende Ideologie richtig ist, kann die Rechnung gar nicht falsch sein.
      (Oooops, da habe ich wohl den Kernsatz des VWL und BWL Studiums verraten….?)

      Sagen sie, ging es ihnen auch so? Ich hatte beim Lesen fast bis zum Schluss den Eindruck, es müsse sich um Ironie handeln.

    • Ironie
      isr heutzutage ein schwieriges Unterfangen, die Realität überholt einen ganz schnell.

  41. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt
    @Bankkauffrau – Ein Konto ohne Ausweis eröffnen zu dürfen, ist sicherlich eine Einladung zur Schwarzwäsche. Da gibt es aber noch eine ganz aparte andere Variante. Man öffnet ein Konto im Namen einer anderen Person, der man Böses will. Das fühlt man mit Geld und nach einiger Zeit informiert man diskret die Steuerbehörde. Dann wird die Person der Steuerhinterziehung beschuldigt – obwohl sie von dem Konto gar nichts wusste. Für gewisse Leute entschädigt diese neue Kontoführung mehr als genug für Herrn Schäubles Ideen bezüglich der Abschaffung von 500 Euro Scheinen und Bargeldkaufbegrenzung. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

  42. sozialneidvolles Vergleichen
    Dass der Wohlfahrtsstaat europäischer, speziell deutscher Prägung nicht mehr bezahlbar ist, auch nicht durch Haushaltsüberschüsse, die weniger auf gutes Haushalten denn auf Tiefenrekorde bei den Schuldzinsen zurückzuführen sind, entspricht einer Wahrheit, die mit Blick auf Platons Diktum sich kaum einer unter die Massen zu bringen traut.
    Mich zwickt meist die Leber, in der Antike Sitz der Seele, aus diesen oder jenen Gründen, dem anderen stockt der Fuß beim Betreten eines kleinstädtischen Bankschalterraums um Mitternacht, der Dritte kriegt Migräne beim Lesen … kurzum, der Streit der Glieder mit dem Magen flammt an allen Orten auf, auch im Licht von Armutsberichten, mit denen aber nicht etwa die Armutszeugnisse verwechselt werden sollten, die aus vergleichbaren amtlichen oder kooperativen Quellen stammen.
    Vielleicht wieder mal Agrippa lesen oder Rollenhagens Cover oder den Coriolanus, behaglich im Lehnstuhl auf der vorfrühlingswarmen Terrasse mit dem weiten Blick über den See auf die Alpen …

    • Eine fabelhafte Fabel, Sorglos,
      die aber seit stillstehenden Rädern und der Feststellung, daß man Geld nicht essen kann, keinen müden Hund mehr hinter dem Ofen hervorlocken dürfte.

      Der Wohlfahrtsstaat ist eine Legende, obwohl er tatsächlich leicht finanzierbar wäre, hätte daran der Kopf überhaupt irgendein Interesse. Denn daran hat sich nicht erst seit der Antike nie etwas geändert.

    • Der Wohlfahrtsstaat ist keine Legende, diese Lüge wird durch ständige
      Wiederholung auch nicht wahrer.

      Deutschland hatte 2012 etwa 782 Milliarden Euro an Sozialausgaben, 30% des deutschen Sozialproduktes. Und diese Quote ist seit 1975 weitgehend konstant.

      Alleine das Bundesministerium für Arbbeit und Soziales verwaltet einen jährlichen Haushalt von 125 Milliarden Euro, 43% des gesamten Bundehaushaltes.

      Leute, die behaupten, Deutschland sei kein Sozialstaat (mehr), sind deutlich die Masstäbe verrutscht. Und zwar kräftig.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Selbstverständlich ist der Wohlfahrtsstaat eine Legende, Thorsten Haupts.
      Wer nur die Summe der „Sozialausgaben“ betrachtet, so wie das unsere Politiker auch immer wieder gerne machen, der lügt sich damit nur selbst in die Tasche. Und nur in den seltensten Fällen aus Gründen der Unwissenheit.

      Um es kurz zu machen: Ein großer Teil der Sozialausgaben sind nichts anderes als Lohnersatzleistungen und gehen darüber hinaus auch noch an Empfänger, denen sie in meinen Augen überhaupt nicht zustehen. Das Letztere aber hat doch nichts mit einem Wohlfahrtsstaat zu tun, sondern das ist Ausdruck unverschämter Selbstbedienungsmentalität. Die wirklich Bedürftigen profitieren dagegen kaum von den immensen „Sozialausgaben“, deren „sozialer“ Aspekt sich mir immer weniger erschließt.

    • @NN: Darüber liesse sich ja durchaus diskutieren, nur sehen das Mehrheiten
      links wie rechts der politischen Mitte offenbar anders.

      Ändert nichts an der Tatsache, dass die Gelder für den Wohlfahrtsstaat da sind und ausgegeben werden. Ich war dabei sogar so gnädig, die Gelder für Infrastruktur (Strassen, Wasserversorgung, Elektrizität), Rechtsstaat, öffentlichen Personenverkehr etc. nicht mal mitzurechnen, obwohl sie weltweit keineswegs selbstverständlich sind.

      Offenbar kann man wunderbar darüber streiten, ob das Geld genau da ausgegeben wird, wo es gebraucht wird. Das Prinzip „Wohlfahrtsstaat“ wird davon nicht berührt.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Der Wohlfahrtsstaat, Thorsten Haupts,
      umfaßt mitnichten die Infrastruktur o. ä. Vielmehr handelt es sich um die Erweiterung des Sozialstaates um vorbeugende Maßnahmen zur Vermeidung individueller Notlagen.

      Und die Frage, wofür oder für wen wieviel Geld ausgegeben wird, ist die Frage aller Fragen. Denn der Sozialstaat soll im Grunde nur individuelle Notlagen überbrücken, der Wohlfahrtsstaat soll darüberhinaus das Entstehen solcher Notlagen verhindern. Immer aber geht es nur um Notlagen, also Krankheit, Unfall, Invalidität, Arbeitslosigkeit und Altersversorgung. Mit anderen Worten, es geht um das Soziale Netz.

      Ehegattensplitting, Familienlastenausgleich, Kindergeld, Aufstocken von Löhnen, Kilometerpauschale etc. pp. gehören nicht dazu. Das hat die freie und soziale Marktwirtschaft über die Löhne und Einkommen zu regeln. Eigentlich.

      Eigentlich deshalb, weil der Aspekt der Vorbeugung in Verbindung mit dem Gießkannenprinzip und falsch verstandener Gleichbehandlung dazu führte, daß eben nicht nur Menschen in Notlagen oder von Notlagen akut bedrohte Menschen vom falsch verstandenen Wohlfahrtsstaat profitierten. Im Gegenteil führte das sogar dazu, daß Kindergeld etc. auf SGBII-Leistungen angerechnet wird, daß Kinder unter die Hartz-IV-Regelung fallen etc. pp.

      Das Prinzip Wohlfahrtsstaat wird davon und hauptsächlich davon sogar extrem berührt, da es den Wohlfahrtsstaat pervertiert. Selbstverständlich kann man über fast alles trefflich streiten, hier aber sehe ich für Streit überhaupt keinen Raum – ehrlich gesagt.

  43. Die Kosten die auf uns zukommen
    werden die Volkswirtschaft spürbar belasten. Und damit zur wesentlichen Grundlage irgendwelcher Entscheidungen. Dass dies jedoch zu einem Bürgerkrieg führen soll, wie hier in Beiträgen zu lesen ist, ist zunächst unwahrscheinlich. Da sind wohl „Aluhüte“ unterwegs, die ihre Informationen aus dubiosen Quellen beziehen. (genannt wurde https://de.wikipedia.org/wiki/Kopp_Verlag)

  44. Keine Spur von Liberali
    @NaNa
    „Das liest sich wie ein neoliberaler Leitfaden“

    Das wiederum klingt strukturell etwas nach SPON-copy-paste. Der Auslöser für die Finanzkrise von 2008 war die Niedrigzinspolitik der Notenbanken, die zu einer Explosion von Kreditvergaben und folgend der Immobilienpreise in GB, USA, Spanien und Irland geführt hatten. Andere Merkmale, wie die das Zusammentreffen mit kommunaler Verwaltungswilkür bei zu knapper Zuteilung von Baugrundstücken haben den Trend lokal verstärkt. Die Niedrigzinsen gibt es immer noch/schon wieder, die Immobilienbubble ist lediglich weitergewandert. Notenbanken sind staatliche Institutionen, von „liberal“ kann dabei schon grundsätzlich keine Rede sein. Es handelt sich um staatliche Wirtschaftskontrolle über das Finanzsystem.
    Negativeffekte wie Umverteilung durch inflationäre Entwicklungen, und sei es nur in bestimmten Bereichen, wird von der staatlichen Wirtschaftslenkung rücksichtslos in Kauf genommen.

    Dabei ist bei den ansonsten ubiquitären Verwaltungsrestriktionen in Deutschland urplötzlich enorme Flexibilität zu beobachten. In Frankfurt wurden Büroimmobilien in Zuge der sog. Flüchtlingsunterbringung nutzbar, wo der Stadtverwaltung ansonsten sinnloser Leerstand in riesigen Mengen schnurzegal war.

    Insofern hat AD einerseits 100% recht, dass er beim Anziehen der Preise gezwungenermaßen in der Rolle des Nutznießers genauso passiv Beteiligter ist wie diejenigen, die so mit ihren Lebensumständen in finanzielle Schwierigkeiten kommen. Andererseits liegt er falsch, wenn er glaubt, dass diese Zugewinne etwas anderes sind als Geldillusion. Vor allem aber damit, dass diese inflationären Zugewinne haltbar seien. Entweder wird es zu einem Preiskollaps kommen, oder der Staat wird die monetär verursachte Fehlentwicklung durch neue Fehlentwicklungen, also Enteignungen unter der Bemäntelung „Lastenausgleich“ (bspw.) attackieren. Natürlich mit dem üblichen geschwindelten Gerechtigkeitspathos.

    • Alles selfmade, nix SPON-copy-paste, Antesde.
      Allerdings sehe ich das Problem nicht auf die andauernde Finanzkrise beschränkt. Der Neoliberalismus ist viel tiefer verwurzelt und hat mit Liberalität nur dem Namen nach etwas zu tun.

  45. Wahrheit in Bayern...
    Im Nachbardorf wurde vom Gemeinderat entschieden, dass die zu errichtende Asylbewerberumterkunft auf das Grundstück gebaut werden soll, auf dem bislang die traditionellen Bierfeste in Festzelten gefeiert wurden.
    Am nächsten Tag wurde auf der Wiese ein Schild aufgestellt:
    DE EIGNA LEID HAM UNS VERRON,
    SO GENGA JUGEND UND BRAUCHTUM VERLORN.

    Am nächsten Tag wurde das Schild von Willkommens-Freunden übersprayt.

    Einen Tag später ein neues Schild:

    SCHUILDL VERDRECKA,
    WAHRHEIT VERSTECKA!

  46. Wahrheit und Interpretation
    Werter Don,
    eine Kritik an dem Armutsbericht ist, dass er von einem Verband erstellt wird, der seine Existenzberechtigung aus dem Vorahndensein von Armut ableitet. Das könnte zumindest ein Grund dafür sein, warum er wie immer verheerend aussieht.

    An anderer Stelle (leider weiss ich nicht mehr wo) war einmal zu lessen, das Verhältnis zwischen der Ärmsten und Reichsten Schicht sei seit Kaisers Zeiten gleich geblieben. Die Enden der Schere wären also noch gleich weit geöffnet wie vor 100 Jahren. Wie sich der Durchschnitt dazwischen bewegt hat stand da leider nicht, aber interessant fand ich diese Erkenntnis schon.

    Das Problem das Sie ansprechen liegt für mich darin, dass es etliche Schreiber zu geben scheint, die fehlende Fachkenntnisse mit persönlicher Weltsicht auffüllen, ohne dass es für den Leser auf den ersten Blick sichtbar ist. Somit verstellt man den Blick auf komplexe Realitäten eher, als dass man sie erklärt.

    Die Wahrheit zu suchen ist schwierig, weil es sie meist nicht gibt. Daher sollte man eher denen glauben, die Zweifeln, als denen die behaupten sie hätten die Wahrheit gefunden.

  47. Alleinerziehende Mütter >< Geburtenrate
    @TDV 26.2.16 4.33
    Über die niedrige Geburtenrate wird in Deutschland dauernd gejammert. Gleichzeitig wird auf alleinerziehende Frauen mit dem Finger gezeigt, aber natürlich nur, wenn sie arm sind. Als ob es in diesem Land Kinderfamilien zweiter Klasse gäbe. Sogar die Flüchtlingsschwemme sollte dem Land wegen der niedrigen Gebärfreudigkeit der deutschen Frau zugutekommen, auch wegen der Alterspyramide. Bei mir entsteht schon beinahe das Gefühl, als ob arme Flüchtlingskinder noch einen höheren gesellschaftlichen Rang besäßen als arme Kinder der alleinerziehenden deutschen Frau.

    Tja, die Natur hat es nun mal so eingerichtet, dass nicht nur die Villen-Viertel-Edelhausfrau bzw. Akademikerin sich vermehren, sondern auch die unteren Schichten. Auch gibt es unterschiedliche Schicksalsschläge, die zu solch einer Lage führen können. Dass es auch alleinerziehende Witwen gibt, wird überhaupt nicht bedacht.

    Wenn die Erhöhung der Geburtenrate solch eine Priorität besitzt, wie es immer heißt, so verstehe ich nicht, warum die Alleinerziehenden im negativen Licht gesehen werden. Selbst, wenn sie die Lage freiwillig gewählt haben, so haben sie den schwereren Weg gewählt als ohne Kinder. Dass sie sich durchkämpfen, nun, man sollte das eher unterstützen und anerkennen, statt ihnen irgendwie niedere Motive zu unterstellen.

    • Ich befürchte, sie das nicht genau genug...
      Es ist ja im neo-liberalen Germoney keineswegs so, dass „die Alleinerziehenden im negativen Licht gesehen werden“.

      Dass der Normalbürger/Wähler/Steuerzahler befürchtet ER müsse jene Alleinerziehenden mitfinanzieren, DAS ist das eigentliche Problem, weswegen das so negativ gesehen wird.

      Deshalb ist auch ihre Eindruck völlig richtig: „Bei mir entsteht schon beinahe das Gefühl, als ob arme Flüchtlingskinder noch einen höheren gesellschaftlichen Rang besäßen als arme Kinder der alleinerziehenden deutschen Frau.“ Das tun sie selbstverständlich… Erinnern sie sich an das am Strand angespülte tote Kind? Nirgens auchn nur ein Satz über das Ar….loch von Vater, der so ein kleines Kind sogar ohne Schwimmweste einer solchen Überfahrt ausgesetzt hat!

      PS: Freuen sie sich schon auf Pres Trump?

  48. Die Last trägt nicht die alte Frau, sondern allein die jungen.
    Die 15, 16 und 17 Jahre alten Mädchen wurden laut Polizei zuerst in einem Restaurant von zwei Afghanen beobachtet, verfolgt und mit Handys fotografiert oder gefilmt. Wenig später fanden sich 20 bis 30 weitere Personen mit Migrationshintergrund ein und belästigten die Mädchen, wie es in einer Polizeimitteilung heißt.
    .
    Angeblich, so Merkel und ihre Groupies, „muss doch ein Volk von 80 Mio Menschen ein paar Mio einwandernde Männer ertragen können“. Aber die einwandernden Männer interessieren sich nicht für alle 80 Mio, sondern für die ca. 7 Mio jungen Frauen. Und für die wird es im Lande sehr, sehr schlimm werden. Für viele ist es das schon. Wie heißt nochmal die Rautenalte, die darüber lacht?

    • Tja
      „Die Stadt Kiel, die Bürger an der Förde, das konnte man schon Minuten nach Bekanntwerden der Ereignisse im Internetforum der örtlichen Tageszeitung nachlesen, sind jedenfalls auf der Zinne. Zumal es nicht der erste Fall von sexueller Belästigung durch Migranten ist, der in Kiel in den Wochen nach den Ereignissen auf der Kölner Domplatte gemeldet wurde. Schon im Januar hatte es entsprechende Berichte gegeben.“

      http://www.welt.de/politik/deutschland/article152703407/Im-Einkaufszentrum-dem-Maenner-Mob-ausgeliefert.html

      Schon interessant, dass es vor allem die rot-grünen Hochburgen sind, in denen so etwas geschieht, und zwar über Stunden hinweg:

      NRW, Hamburg, Albigs Refugium SH (der auch mit Blick auf Schweden keinerlei Versäumnisse erkennen konnte, sondern das Durchwinken offensiv verteidigte). Das passt auch zum Hauptthema dieses Artikels: Beim Horst passiert so etwas (noch) nicht so leicht. Vielleicht spielen die eigenen Lebens- und Wahlentscheidungen ja doch eine gewisse Rolle?

    • Titel eingeben
      Sie haben natürlich noch den Vorfall in der Ingoldstädter Kirche vergessen….oder in XYZ….oder ABC

      Und hiervon haben Sie überhaupt nichts vernommen – warum bloß?

      Wenn hier in der letzten Woche im Bistum Münster ein ausländischer Priester nach einer sehr kurzen, bischöflichen Voruntersuchung vom Dienst freigestellt und in einem Kloster „zwischengeparkt“ wird, da er mutmaßlich „sexuell intendierte Handlungen“ an einem Kind vorgenommen haben soll, findet man darüber in der überregionalen Presse keinen Hinweis .

      So viel zur Omerta!

    • Titel eingeben
      in Stuttgart 3x im Dezember und immer wieder bis diese Woche, ohne Hoffnung auf Unterbindung:
      http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.koenigin-katharina-stift-in-stuttgart-jugendliche-wegen-uebergriffen-festgenommen.88bdefe1-c39a-48e9-8bfc-1548619631cd.html
      Bisher durften die Schüler der 5. Klassen Pausen und Freistunden nicht mehr im öffentlichen Schlossgarten verbringen, das wurde jetzt auf die Schüler der 6. Klassen erweitert.
      Kann es wirklich sein, dass die Freiheit nicht nur unserer Kinder wegen 13jähriger verrohter Herkommer auf dem Spiel steht? Hiesige Polizei und hiesige Gerichte, auch die Gesetze, sind nicht auf solche Straftäter eingestellt und müssen!!! geändert werden. Wenn unser Gastrecht missbraucht wird, kann es nur die Antwort der sofortigen Abschiebung geben.
      Auch wenn eine Ungleichbehandlung von Straftätern dadurch entstehen sollte.

    • Ergänzung mit ausführlichem link - das oben war die sanfte Fassung, wohl wegen der Wahlen
      http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.koenigin-katharina-stift-stuttgart-kriminelles-kinder-duo-nicht-zu-baendigen.51e3b13e-1604-4c07-9b6d-d3e7cbee21bb.html
      „Der 13-Jährige aus Winnenden gehört zu einem Duo, das Dauerstraftaten verübt und bisher weder von Polizei noch vom Jugendamt gebändigt werden konnte. Der andere, in Stuttgart diesmal nicht dabei, ist ein 13-Jähriger aus Murrhardt, der als Intensivtäter registriert ist und schon als Zehnjähriger 37 Straftaten auf dem Kerbholz hatte. Die beiden gehen – oft in Begleitung jugendlicher Kumpels – auf Beutezug, ohne selbst strafmündig zu sein. „Man kann Kinder aber nicht wegschließen“, sagt Polizeisprecher Rudolf Biehlmaier, „bei ihnen stehen erzieherische Maßnahmen im Vordergrund.““

    • Angriffe gegen die Polizei
      Hinzu kommt noch, dass diese Männer selbst vor der Polizei keinen Respekt haben, Zitat aus einem Bericht über die Festnahme in Kiel auf SPON:
      „Die Polizei berichtet von „massiven Beleidigungen, Bedrohungen, Körperverletzungen, versuchter gefährlicher Körperverletzung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte“.

      Als eine Polizistin, die selbst einen Migrationshintergrund hat, Ende 2015 in einer Talk-Sendung versuchte, die Respektlosigkeit zu beschreiben, mit welcher sie und ihre Kollegen immer wieder konfrontiert werden, wurde sie von Jakob Augstein sehr abfällig behandelt und regelrecht verhöhnt.

      Tja, wie viele Polizisten gibt es in diesem Land? Vielleicht einige Hunderttausende, schätze ich. Und die sind eh schon unterbesetzt.

  49. Und dann noch die Inflation, die wir nicht haben…
    Die EZB beklagt(!), daß es ihr nicht gelingt trotz vehementen Gelddruckens Inflation zu erzeugen. Und so kann das Volk sich am eingebildeten Wohlstand erfreuen und gelegentlich bei Kadewe einkaufen. Glücklicherweise messen unsere Statistiker nur die Verbraucherpreise und lassen die Vermögenspreise einfach acht. Werter Don, haben Sie diesen genialen Schachzug hinter den Kulissen organisiert? Vielleicht sollten wir auch auf das Immobilien-Frühjahresgutachten verzichten, um keine Spur zu legen.
    Und wenn in einer nicht zu fernen Zukunft das Hütchenspiel des Euros auffliegt, in Zeiten des IBAN und der Bargeldeinschränkungen, sollte man nicht nur über mit einem neuen Lastenausgleich wie 1948 besteuerbare Immobilien verfügen, sondern noch die eine oder andere Kleinigkeit unter einer Baumlichtung im Garten in Reserve halten. Aber man vermeide Orte, auf dem die Panzer der Sieger parken können, wie es meiner ansonsten geschickten Familie im eigentlich schönen Sommer 1945 passiert ist…

  50. Rezept
    Man nehme
    a) eine vermeintliche Mehrheitsmeinung, die man relativieren kann, idealerweise linksliberale Argumentationen
    b) die Wörter „Berlin“ und „Feministen“ (garantiert in jedem Text vorhanden! Elendes Hauptstadtgesocks….aber auch. Leben nur auf unsere Kosten!)
    c) ein paar Bilder alter Gemälde und Kunstwerke
    d) irgendwas mit Bayern, Radfahren, Heimat.

    und erhält wahrscheinlich einen „Stützen der Gesellschaft“ Beitrag.

  51. @D.A.
    „Bei uns in Bayern ist der Anteil der Alleinerziehenden in Folge von talibanöser Spiessigkeit, afghanischer Stammesmoral und Hang zur Versorgungsehe im Eigenheim mit 17 Prozent nur halb so hoch.“

    Ja, ja – toll, ich gratuliere, besonders zum Verzicht auf „Modekinder“ (und zu dieser Kreation ganz besonders). Leider sind Sie (nicht Sie persönlich) kräftig dabei, Afghanistan zu ändern. Ich darf doch mal den Herrn Spaenle (CSU) und sein Ministerium (u. a. zuständig für Schule) zitieren, ja?

    Die sprechen nämlich davon, dass ihnen die Toleranz und der Respekt vor der Würde des Menschen unabhängig von der Lebensform zentrale Anliegen seien. Die Vielfalt der Lebenswirklichkeiten der Menschen soll im Unterricht und in den Schulbüchern abgebildet werden, so steht es in Bayern in jedem Lehrplan. – Wie das dann praktisch aussieht, haben Sie ja selber in Berlin gesehen.

    Die Frage lautet also nur: Wollen Sie noch schnell eine Mauer? Wie wär´s, na?? Oder lohnt das jetzt etwa nicht mehr, weil der Feind längst schon im eigenen Lager steht? Überlegen Sie es sich, ermannen Sie sich; besser, man steht rechtzeitig zu seinen Entscheidungen, als dass man zu seinem Reichtum stehen muss! Vermauern Sie sich gegen die nördliche Sünde!

    • Bücherwissen
      „Die Vielfalt der Lebenswirklichkeiten der Menschen soll im Unterricht und in den Schulbüchern abgebildet werden“. Wissen wir nicht alle, dass die meisten Lehrer nach dem Drücken der Schulbank und der Zeit auf der Uni niemals nicht das „richtige“ Leben eines Berufstätigen, der nicht mit ihrem Metier befasst ist, tiefer kennen gelernt haben?
      Wie soll bitte schön, Lebenswirklichkeit in die Köpfe der Lehrer, der Schule und damit in die Köpfe der Kinder kommen?
      Und warten wir nicht auf politische Einflussnahme. Denn auch von da ist der Werdegang oft ähnlich beschrieben. Die, für die die oben Politik machen, sind in deren Riege nicht vertreten.
      Vielleicht wirken deshalb so viele Beschlüsse der Volksvertreter so lebensfern – wie halt auch die Idee, die Bevölkerungszahl durch Neuzugänge aus aller Welt zu erhöhen.

    • @Bankkauffrau
      Wenn Sie meinen, die Einflussnahme in der Schule ignorieren zu können, dass das ein Spaß sei und nicht weiter ernst zu nehmen – dann gehören Sie offensichtlich zur Bevölkerungsmehrheit, die ihre Kinder bedenkenlos jedem Schicksal ausliefert. In Berlin wird dann der Darkroom und Sadomaso im Unterricht nachgestellt. Nein, das ist kein dummer Witz sondern hochoffizielles Anliegen und Leitfaden und ich bin dankbar für jeden Lehrer, der sich der praktischen Umsetzung verweigert.

    • Bayern schafft es allein - und die liebe Verwandtschaft
      ich bin ja auch dafür, UNVERSCHULDET in Not geratene Verwandte mit durchzufüttern. Allerdings erwarte ich zum einen, daß man sich bemüht, auf die finanziellen Beine zu kommen, und zum anderen, daß man die Solidarität der Gebenden auch zu schätzen weiß. Amtlich heißt der Mechanismus „Länderfinanzausgleich“. und auf der Nehmerseite sitzen freche Schmarotzer, die weder unverschuldet in die Situation hineingeraten sind, noch ernsthaft versuchen herauszukommen. Parole „Arm aber sexy“. Besser wäre: „Von Bayern lernen heißt Siegen lernen“ – ganz besonders in Don Alphonos kunstvoll verpacktenNachhilfestunden.

    • Carla....
      … lassen sie mich raten…. Sie wissen nicht mal, dass die Postion Bayern im Länderfinanzausgleich mal auf der anderen Seite war?

      Trösteh sie sich, zumindestgehören zur Mehrheit der Deutschen. Diese haben ein ganz besonders Faible fürs Wunschdenken und stest nur die „Fakten“ an sich ran zu lassen, die die eigenen Meinung bestätigen…

  52. Was bleibt!
    You took the words right out of my mouth

    Es war eine heiße Sommernacht, der Strand glühte förmlich vor Hitze
    
Und Nebel kroch über den Sand

    Oh, wenn ich deinem Herzschlag lausche, dann dreht sich die ganze Welt
    
Ich sehe, wie die Sternschnuppen durch deine zitternden Hände fallen

    Oh, du hast dir über die Lippen geleckt und dein Lippenstifft schimmerte

    Ich wäre gestorben, nur um einmal davon zu kosten, wir lagen gemeinsam im silbernen Schein des Mondlichts

    Du weist, wir sollten keinen Augenblick mehr

    Keinen Augenblick mehr

    Keinen Augenblick mehr verschwenden

    Oh ja, du umarmst mich so fest, dass meine Knie weich werden

    Aber meine Seele fliegt weit über der Erde
    
Ich versuche zu sprechen, aber was ich auch mache
    
Ich scheine einfach keinen Ton herauszubekommen

    Und dann hast du mir die Worte aus dem Mund genommen

    Oh, das muss passiert sein, während du mich geküsst hast

    Du hast mir die Worte aus dem Mund genommen
    
Oh, und ich schwöre es ist wahr
Ich wollte gerade „Ich liebe dich“ sagen

    Und jetzt bebt mein Körper wie eine Welle im Meer

    Und ich vermute mal, dass ich anfange zu grinsen

    Oh, wir sind endlich alleine und können machen, was wir wollen
    
Oh, die Nacht ist noch jung, und niemand wird wissen wo

    Niemand wird wissen wo

    Niemand wird wissen wo du warst

    Und dann hast du mir die Worte aus dem Mund genommen
    Oh, das muss passiert sein, während du mich geküsst hast
    Du hast mir die Worte aus dem Mund genommen

    Oh, und ich schwöre es ist wahr
    
Ich wollte gerade „Ich liebe dich“ sagen

    https://www.youtube.com/watch?v=SvqwSuPdt1Q

    Voll von Whisky. Aber er macht die Show. Gibt alles. Hiervor ziehe ich den Hut.
    Wie klein sie doch sind unsere Politiker dagegen. Fliegen auf der Windschutzscheibe.

    Liebe Freunde – vergesst nie wofür Ihr eigentlich hier seit.

    Láska pozdravy do České republiky!

    Euer Dr. Seltsam

    • ?????
      „Voll von Whisky. Aber er macht die Show. Gibt alles. Hiervor ziehe ich den Hut.“

      Der Mann ist tot…. I could not take it any longer, God I was crazed. When the feeling came upon me like a tidal wave… I swore by God and on my mothers grave, that I would love her till the end of time…

      Ist das nicht das Tehma des Blogs jetzt gerade

      Und wie heissts in dem Lied am Schluss?

      „And it was long ago and it was far away, and it was so much better than it is today…“

  53. Short people got no reason
    ObjectBe sagt:
    25. Februar 2016 um 17:30 Uhr
    Das Schwein muß krank gewesen sein !

    Liebe ObjectBe,

    hier ein paar spontane Zeilen.

    Wie brüchig die Decke. Wie dünn das Eis.
    Sind wir nur das, was andere in uns sehen.
    Sprengen wie nicht jeden Tag die Ketten unseres Selbst.

    Nein, ich gebe mich nicht geschlagen.
    Nichts von Wert, das ich euch gebe.
    Allein – das bin ich nicht. Schau hoch zu den Sternen, da bist auch Du.

    Kleine Sorgen – für kleine Menschen.
    Ihr kriegt mich nicht. Ihr seid klein und ich bin groß.
    Wisst nichts davon was es heißt zu spüren.

    Ich bin hier – doch wo seid Ihr?
    Ich bin der Wind und ihr der Staub.
    Ihr seid geschlagen noch ehe der Tag beginnt.

    MfG
    Dr. Seltsam

  54. Das große Schweigen
    Goodnight sagt:
    26. Februar 2016 um 21:00 Uhr
    Though this be madness, yet there is method in’t.
    „WIR SIND GEFÄHRLICH“
    Der Witz ist doch, dass wir es selbst sind, die in völliger Unkenntnis unserer Identität, das Monster in uns erwecken, jenes Wesen, welches wir meinten, es mit unseren Großvätern endgültig begraben zu haben.

    In Spanien bezeichnete man es als „Das große Schweigen“.
    In Deutschland gibt es nicht mal eine Bezeichnung dafür.
    Wie schäbig. Wie typisch und bezeichnend.
    Bald gibt es keine Zeitzeugen mehr, die darüber schweigen können.

    Wir sind in einem Land der Lügen aufgewachsen.
    Und Lügen regieren nun unser Land.
    Nichts ist es wert, dass dies aufwiegen könnte.

  55. An der Spitze die größte .....
    Heirat diente über Jahrhunderte der Versorgung, gerade der Töchter und Witwen. Das wird jeder Historiker wissen. Eine pekuniäre Autonomie ist weiblichen Geschiedenen in der BRD erst Ende des 20.Jhs zuteil geworden. Dass die Belastungen durch Unterhaltszahlung häufig eine adäquate Lebensführung des betroffenen Partners unmöglich machten, gehört mittlerweile wohl wieder der Vergangenheit an. Manch einer ist ja auch gerissen genug, jegliche Erwerbstätigkeit zu vermeiden.
    Selbst wenn Bayern dieser Tage von den selbstgerechten Inquisitor_innen der Meinungspolizei als hinterwäldlerisch verunglimpft wird, so sehe ich die mit totalitären Religionsidioten, Burquas und Zwangsverheiratungen bildlich geschmückte Szenerie doch weniger als ironisierende Pittoreske, sondern vielmehr als eine etwas schiefe Relativierung brutaler Diskriminierungen. Oder soll hier ein Appell an die Meinungspolizei versteckt sein, sich des bayrischen Aussatzes nachsichtig zu erbarmen, wenn schon Talibane Asyl finden?
    Eine bemerkenswerte Einschränkung ist aber in dieser Wendung zu erkennen: „Migranten, unter denen sich auch echte Flüchtlinge“ befinden ….. Denn mittlerweile zweifelt sicherlich niemand mehr daran, dass Frau Dr. Merkel die Armutsmigration durch ihre einladenden Gesten und Bekundungen bestärkte, als sie allen „Armen“ von der Subsahara bis Bangladesh einen Platz an der deutschen Sonne verhieß …. und bisher auch nicht widerrief. So wird nun im Sinne irgendeiner globalen Gerechtigkeit das Wohlstandsstreben aller Migrant_innen priorisiert und deutsche Arme sind halt höchstens noch „relativ“ …. Und da sie doch selbst darum gebeten hat, wünsche ich ihr nun „Glück“ bei diesem Poker. Eine andere Hoffnung kann einer (verzweifelten) Hasardeurin wohl auch nicht mehr bleiben …. als „Glück“.

  56. "Wieviel Schatten wirft die Böll-Stiftung?" Das gerade unsere FAZ ausgerechnet diese
    hochpräzise Fage einmal so genial aufwerfen würde, hätten wir früher kaum zu denken gewagt. Trotz unserer Relativitätstheorie. Offensichtlich würfe sie viel Schatten, weil sie so hell leuchtete, mit ihrem Schein vor allem soweit herunter reichte, bis ins tiefste Oberbayern?

  57. @ Pérégrinateur sagt: 26. Februar 2016 um 10:19 Uhr
    Ich persönlich halte in solchen Fällen die Ignoranz bei der eigentlichen Bedeutung der darwinschen Evolutionslehre für das grosse “Problem”. Die von ihnen erwähnte Endorphinvergiftung existiert ja nun mal wirklich, und sie hat das Fortbestehens der ja leider wirklich nicht gerade zum Erbaulichsten der Schöpfung zählenden Species des Homo Sapiens (bislang) ermöglicht.
    Es ist die menschliche Dummheit (wie üblich) die hinter jeder noch so natürlichem (chemisch/physikalischem) Kausal Zusammenhang eine Absicht vermuten will, und dann prompt auch sieht.
    Erfreulicherweise haben diese unkontrollierbaren und zum Teil nun mal etwas unappetitlichen Eigenschaften des Menschen, aber auch die Folge, einer Überbevölkerung mittels eingebauter Aggression in Kriegen, für die sich ja immer Grund findet wenn man einen sucht, zu korrigieren.
    Dazu dienen dann wieder jene wegen Endorphinvergiftung Geborene.
    Sofern diese nicht, wie Don es beschrieben hat, zu den Stützen der oberbayerischen Gesellschaft gehören und durch eilige Hochzeit legitimiert werden und somit in den Genuss finanzieller Umstände gelangen, die ihnen erlauben sich einem eventuellen Kriegsdienst zu entziehen.

    Sollte man den Wunsch nach Fortpflanzung rational entscheiden, so wäre der einzige Grund von echter Bedeutung monetärer Art. Die wirklichen Probleme in der Kindererziehung entstehen aus mangel an Reichtum. Wer seine Zeit an das Verdienen von Geld verschwenden muss, bettelt nach Ärger und Problemen und viel Sress, wenn er ein Kind in die Welt setzt. Aber da die Entscheidung ohnedies hormoneller Art ist, hilft solche Einsicht wenig.

    Eines noch, sie schreiben: „Doch Wünsche an Gesellschaft und Staat sind stets eitel. Es herrscht das Gesetz der Macht, des Egoismus und des Zufalls.”
    Sollte mein Beitrag den Eindruck erweckt haben ich sähe das anders, so bitte ich um Verzeihung für meine Unachtsamkeit.

    • @TDV, „Eins noch“
      Mein Schlussabschnitt war nicht gegen Sie gerichtet, sondern nur als eiliges und hinreichend schweres Gegengewicht gedacht, nachdem ich zuvor einen Wunsch geäußert hatte. Damit nicht vielleicht jemand glaubt, der Wunsch sei ein sehr erreichbares Ziel. Es gibt allzu viele, die an die Macht der Wünsche glauben und ebenfalls allzu viele, die sachliche Ausführungen mit einem kühnen kontrafaktischen Wunsch beenden, sich so die Sympathie ihrer Leser oder Zuhörer verschaffend. Ich wollte weder das eine befördern noch das andere betreiben noch auch nur in den Geruch dessen kommen.

      Kultur ist ein Überbauphänomen auf der sich nur um einige Größenordnungen langsamer und bis anhin ziellos wandelnden Biologie, die zuzeiten trostvoll von dieser dünnen Haut bedeckt wird. In der (Natur-)Wissenschaft findet wirklicher Fortschritt statt, der dank der Technik heute einen leidlichen Lebensstandard auch für die Ärmeren erlaubt, so dass die Stützen heute nicht auf das Aufknüpfen von Brotlaibdieben rekurrieren müssen, wie sie sonst es sicher täten. Doch Kulturen und Zivilisationen sind sterblich, man vergleiche nur das Ende des römischen Weltreichs, und die umgehende religionsähnliche Kritikaversion untergräbt die empirische Wissenschaft. Wenn man die Verletzlichkeit dieser Dinge nicht beachtet, können sie schnell durch Illusionen und irrationales Handeln zugrunde gehen. Bitte den letzten Satz wiederum nicht als realistischen Appell zu betrachten, auch das wäre schon wieder eitel.

    • ...
      Ja, das stimmt sicher. Aber es gibt auch die andere Frage auf diees noch keine Antwort gibt: „Doch Kulturen und Zivilisationen sind sterblich, man vergleiche nur das Ende des römischen Weltreichs, und die umgehende religionsähnliche Kritikaversion untergräbt die empirische Wissenschaft.“

      Stehen wir in Europa an diesem Punkt? Ich gestehe ich bin seit seinem ersten Buch ein grosser Fan von Houellbecq, meiuner Meinung nach, derzeit der einzige Schriftsteller von Bedeutung…
      Da ich keine Kinder habe, kann ich bei dieser Frage offener denken….

    • @TDV, 1. März 2016 um 04:31 Uhr
      Wenn man es wüsste, wäre es weniger spannend.

      Es kann natürlich sein, dass die Diagnose der Dekadenz nur im Auge des Beobachters liegt. Wenn man einen gewissen Anspruch auf Rationalität hegt, mag man glauben, die Irrationalität habe zugenommen – aber ein Menschenleben mit auch noch wechselnden Erkenntnisinteressen ist zu kurz für einen triftigen Vergleich. Vielleicht fiele man mit dieser Diagnose auf dieselben kognitiven Verzerrungen herein wie die verängstigten Großmütter, die wähnen, im Vorabendprogramm mit Kriminalität traktiert, deren Rate sei explodiert. Obwohl es seit einem halben Menschenleben jahrein, jahraus dieselben 1–10 Kindsmorde zur Verdeckung von Sexualdelikten gibt.

      Die Geschichte verläuft nicht naturwissenschaft-kausal ab, sondern stark zufällig. Von Daniel Kahneman gibt es ein starkes Argument hierfür: Was wäre anders verlaufen im 20. Jahrhundert, wenn neun Monate vor dem 18. Dezember 1878 oder vor dem 20. April 1889 bei gewissen Befruchtungen jeweils ein Spermion mit X-Chromosom zum Zuge gekommen wäre? Chance hierfür etwa 1:1 …

      Also: Ist die derzeit zu beobachtende Irrationalität im geschichtlichen Vergleich ungewöhnlich groß? Wenn ja, wie ist sie zuwege gekommen? Kann sie vielleicht aus ebenso kontingenten Gründen wieder abnehmen? usw. Hans im Glück verliert seinen Goldbatzen sicher, weil er sich dumm verhält („nahe“ Kausalität), aber wieso ist er dumm? Die letztlich entscheidenden Ursachen sind schwierig auszumachen, weshalb Prognosen bekanntlich so heikel sind wie geschichtsverbessernde Strategien.

      Wieso der blauäugig-moralistische Blick auf die Welt vieler, wieso die Scheu vor dem realistischen? Mögliche „Nahursachen“, ohne den Anspruch, Genese, Zusammenhang aufzuklären oder gar fundamentalere Ursachen zu finden:

      1. Die grüne Religion. „Gute“ Natur gegen „böse“ Technik, Glaube an die cancerotropäische Wirkung von Bionahrung, Impfgegnerschaft – das alles mausert sich bei vielen zu einer geschlossenen, kritikresistenten, manichäischen Weltanschauung, welche dann auch für alle andere Irrationalismen prädisponiert.
      2. Expansion des tertiären Sektors. Wer im sekundären mit der Materie selbst ringt, hat die tägliche Erfahrung von deren unüberwindlicher Widerständigkeit. Wer dagegen im öffentlichen Dienst arbeitet, kann mit Gewissheit davon ausgehen, dass er die gesetzlich gewährte Beihilfe, notfalls nach einem halbstündigen Gespräch auf der Personalstelle, am Ende immer bekommt. So etwas befördert Machbarkeitsillusionen. Vielleicht hat schon die Ausbreitung der höheren Bildung, also die Konfrontationen eher mit Worten und Vorstellungen als mit tangiblen Dingen, diese Wirkung.
      3. Feminisierung. Männer sind tendenziell agonaler als Frauen, sie streiten heftiger zur Sache, wobei dann mehr Aspekte beleuchtet werden. Von denen, die regelmäßig sagen „jeder Mensch hat seine eigene Wahrheit“, sind wenigstens zwei Drittel Frauen, welche auch die stärkere Neigung haben, Kritik als gegen sich persönlich gerichtet aufzufassen. (Ich glaube inzwischen, mit zugegebenermaßen nur anekdotischer Evidenz, das hat eine anthropologische Basis.) Aüch deshalb überall empfindungsschonende Euphemismen.
      4. Videotisierung. Je mehr als Primärmedium das Fernsehen und seine Bildstromgeschwister genutzt werden, desto mehr überwiegt der unmittelbare, gegenwärtige Eindruck gegenüber der Betrachtung fernerer Konsequenzen. Textmedien erlauben dagegen viel Distanz und nehmen die Aufmerksamkeit nicht emotional gefangen. Den Fernsehguckern verdeckt der eine, persönlich zu fassende Immigrant an der Grenze sehr leicht die spätere Menschenlawine, die man auslöst, wenn man ihn aufnimmt, und die am Ende Moränen aus Fleisch zurücklassen wird. Videoten sind berauscht von der Gegenwart, deshalb zukunftsvergessen, unbedacht und unvorsichtig.

      Zur Zustimmung so vieler künftiger Lastenträger der „Integration“ (oder was immer dabei herauskommt) zur Massenimmigration rührt auch vom Fehlen eines Blut-Leithunds. Ein Tier, das für alle stellvertretend bleckt und beißt, von dem man sich selbst aber, im Grunde einverstanden mit seinem Tun, nachher und sogar währenddessen distanzieren kann, gewissermaßen das Gegenstück zum biblischen Sündenbock. Es ist eine der angenehmen Fiktions-Leistungen des repräsentativen Systems, dass die im Zwiespalt zwischen Werten Verlorenen ihre Unschuld bewahren können; wer sich zwischen kontradiktorischen Wünschen nicht entscheiden kann, kann sich umso besser verhehlen, dass die angenehmen Konsequenzen nur durch den Biß des Wachhunds möglich wurden. Frau Merkel wird bei ihren glutherzigen Anhängern nicht in Verlegenheit kommen, wenn sie irgendwann behaupten wird, die Reduktion der Zahl andrängender Immigranten sei durch ihre gutmenschliche Politik zustande gekommen – statt durch die Kette nationaler Abschottungen der „Bösen“ infolge des völligen Ausfalls der EU. Eine Staatsspitze kann niemals unschuldig regieren – spätestens die Folgen der Unterlassungen fallen auf sie. Wenn aber die Bestallten sich dieser Pflicht entziehen wie derzeit, kommt es zur moralistischen Resonanzkatastrophe: Die Illusionären oben und unten bestärken sich im Wahn.

      Die Deutschen sind vergleichsweise sehr staatsfromm und autoritätshörig, deshalb auch diese Angst einen Kanzler abzuwählen, wenn er nur erst einmal auf dem Amtsstuhl saß. Und wenn der Staat ausfällt, funktioniert nichts mehr, weil alles immer oben entschieden oder nicht entschieden wird. So gesehen gibt Clausnitz sogar eine Spur Hoffnung; leider wurde der Hebel an der ganz falschen Stelle angesetzt.

      Zu Houellebecque: Ein Sprachkünstler ist er nicht, und auch kein besonders begnadeter Intrigenspinner, aber ein illusionsloser Mensch, der dies auch nicht verhehlt. Von seinen übrigen menschlichen Qualitäten soll nicht gesprochen werden, sie tun in der Literatur ebenfalls nichts zur Sache. Der Erfolg rührt

    • Titel eingeben
      “Ist die derzeit zu beobachtende Irrationalität im geschichtlichen Vergleich ungewöhnlich groß? Wenn ja, wie ist sie zuwege gekommen?”
      Sie ist wohl kaum grösser als früher, nur, heute wird von der Masse der Menschen gefordert, genehmigt und getragen, was früher nur Potentaten ermöglicht haben. Man sah in der Demokrtaieeinen gewissen Fortschritt, der es ja angesichts der nach 48 zur Verfügung stehenden Politiker auch wahr.
      Aber es sind nun mal nicht Parlamente, sondern andere die die Macht haben Staat, Wirtschaft und Gesellschaft zu steuern und deren Zugriff auf die Politik ist am deutlichsten in der Person Schröders zu erkennen. Das Resultat seiner Arbeit ist der völlige Niedergang der SPD, den ich für eine der wenigen überhaupt erfreulichen Entwicklungen halte.
      2006 erschien Colin Crouch: Post-Demokratie in der zB die Macht der Medien beschreibt, die blöden Massen zu dem Verhalten anzustiften das man jetzt überall sieht und der Ausgang ist eine Radikalisierung an den Rändern bei den Extremen. Frägt sich allerdings ob diese Entwicklung tatsächlich irrational ist….
      Die banale Realität ist dass die verbrechrische Politik der USA im Nahen Mittleren Osten das Flüchtlingsdebakel verursacht hat. Erfreulicherweise hat sich die ARD nun auch dazu durchgerungen dies durch Herrn Assad betsätigen zu lassen, wenn auch erst nach Mitternacht…

      http://mediathek.daserste.de/Weltspiegel/Exclusive-interview-with-the-Syrian-Pres/Das-Erste/Video?documentId=33827030&topRessort&bcastId=329478

      1.Die Grüne Religion. Ja es ist natürlich eine ins Irrationale ausufernde Bewegung, aber die Wahrheit ist, dass das bestehende, an ewiges Wachstum gebundene kapitalistische System offensichtlich nicht nur in Sackgasse gelaufen ist, sondern dass um dieses Wachstums/Profits Willen zig-Kriege und unzählige Tote nötig waren. Irgendwann an einen Punkt zu kommen, an dem man sagt, bis hierhin und nicht weiter, egal was, aber nicht dieses noch länger… das mag irrational aussehen aber ob es das auch ist….?

      Vielleicht denken Sie mal drüber nach was es über Sie aussagt, wenn sie „das Grüne“ eine Religion nennen, statt den Kapitalismus mit seiner Habgier/Wachstum Ideologie….
      Ich bin KEIN Impf Gegner. Aber WISSEN Sie, dass das Impfen nicht das Immunsystem in Kleinkinder bereits so kompromittiert, dass damit die Grundlage für allen möglichen Krankenheiten gelegt wird? Wissen sie, dass das nicht so ist?????

      Natürlich bedürften auch ihre Punkte eine schriftliche Darlegen meiner Gedanken dazu, das Grundproblem würde jedoch selbst wenn wir uns einigen kännten, die unübersehbare Unvorhersehbarkeit der nahen und nächsten Zukunft.
      Die Stimmenverluste der etablierten Parteien bei den nächsten Wahlen in wenigen Tagen werden wohl Konsequenzen haben, die einiges beantworten werden, aber noch mehr neue Fragen aufqwerfen!

    • @TDV, 2. März 2016 um 03:57 Uhr
      Irrationalität gibt es natürlich wie Sand am Meer. Ich habe mich, von wegen grüne Religion usw., eben nur darauf beschränkt, die mir beim aktuellen Massenwahn relevant erscheinenden Punkte zu nennen. Natürlich ist auch Propaganda am Werk und die politische Bühne bietet in manchem nur ein Schauspiel vor entscheidenderen Hintergründen. Betrug ist immer in der Politik mit am Werk, es gibt jedoch derzeit eine eklatante politische Torheit, indem Politiker eine Politik betreiben, die dem rational verstandenen Eigeninteresse ihrer Partei bzw. ihres Parteiapparates auf schon kurze Frist schadet. Schröder z.B. hat die wenigstens angebliche SPD-Klientel offen verraten, das bleibt kleben, kein Wunder also, dass diese nicht wiederzugewinnen ist und wenn man noch so sehr die linke Konkurrenz diffamiert. Und wem – von den hierzulande politisch relevanten Formationen – kann denn schon mittelfristig eine Willkommenspolitik wie die Merkels nutzen? Wenn man im Interesse des höchstbegehrten Wirtschaftswachstum die Ressourcen der Welt verschleudert, ist das zwar im Menscnheitsinteresse gesehen sicher irrational, aber erstens gibt es kein konstituiertes Menschheitsinteresse, sondern nur Partikularinteressen von Personen, Gruppen, Staaten und zweitens kommt hier die Rechnung erst nach ein paar Menschenleben. Die CDU etwa kann doch selbst kein Interesse an Merkels Willkommenspolitik haben, sie schont sie nur, um ihre Gallionsfigur nicht zu beschädigen. Ich hatte den derzeit tobenden Irrsinn im Blick.

      Das Buch von Crouch habe ich nicht gelesen, ich kenne aber Karl Kraus‘ Fackel, das Buch von Ponsonby, diese amerikanischen Marketing-Protagonisten der 1920er Jahre, einen Teil von Chomskys Ideologiekritik und bin durchaus imstande, daraus einen verallgemeinernden und extrapolierenden Schluss auf die Gegenwart zu ziehen. Den Unterschied zwischen vor dem Pöbel proklamierten hehren Zielen und den von den Mächtigen wirklich verfolgten, zwischen der Darstellung der eigenen Handlungen und ihrer Realität, den hat es zu allen Zeiten gegeben. Es gibt da allenfalls technische Verbesserungen, seitdem Thukydides den Peloponnesischen Krieg analysierte. Eine solche nüchterne Sicht auf die Dinge, wie er sie bietet, ist aber den meisten Zeitgenossen von Ereignissen aus seelischen Gründen unerträglich, weshalb sie ihr Weltbild lieber mit rosigen Wolken wattieren. Man liefert ihnen gerne.

      Natürlich haben die USA im Nahen Osten gezündelt und im Speziellen auch in Syrien. Vor einiger Zeit gab es Veröffentlichungen von Dokumenten amerikanischer Dienste bei Wikileaks, in denen die Verletzlichkeit Syriens durch seine konfessionelle Spaltung beschrieben wurde, mit Anempfehlungen, wie man das von außen bespielen könnte. Den Rest kann man sich denken, offen erfahren wird man es wohl erst in 50 Jahren, wenn man zu neuen wars to end all wars aufgebrochen sein wird. Beim Kampf zur Verteidigung und dem Ausbau ihrer Hegemonie auf Weltebene scheinen die USA gegenüber den widerständigen Staaten dem Grundsatz Unterwerfung oder Zerstörung zu folgen. Eine Großmacht eben …

      Bleibt allerdings trotzdem das Problem etwa der afrikanischen demographischen Bombe und was die für einen Staat bedeutet, der meint, keine Grenzen mehr um sich ziehen zu dürfen. Es gibt nicht nur einen Bösewicht, mit dessen Ausschaltung alle Probleme gelöst wären, sondern mehrere, und daneben auch ganz natürliche Grenzen einer einträchtigen Verbesserung der Welt für alle Menschen. Etwa den Ersten und Zweiten Hauptsatz der Thermodynamik, in grünen Kreisen nicht sehr bekannt, oder den anthropologisch gegründeten Egoismus.

      Meine Abrechnung liegt übrigens schon in der Urne. Mal sehen, wieviele Mitwähler doch noch weiter am ideologischen Gängelband ihrer Vormünder gehen.

    • Titel eingeben
      Danke für ihren Kommentar, sie wissen ja selber wie schwer es ist nach kurzen Kommentaren einen Foristen einzuordnen.

      Ich freue mich zumindest endlich malin interessanten Zeiten zu leben. Wie das in Europa weiter gehen ist noch überhaupt nicht vorherzusehen und wie das vorzusehende Duell Trump gegen Clinton ausgeht vermag man auch noch nicht sagen.
      Dass Trump und Clinton zur Wahl antreten werden, weiss man seit Monaten. Denn Bernie wurde von ihr vorgeführt und er hat seinen Mangel an aussenpolitischem Wissen jetzt dadurch kompensiert, dass er alles nachplappert was Clinton sagt. Das macht ihn unmöglich und unwählbar für linke Amis.
      Die Dame, wohl die einzige Frau die noch unappetitlicher und peinlicher ist als Merkel, sie steht für alles, was an den USA so widerlich ist, Geld, Korruption, Banken, Lügen und Schleimerei. Wem beim Anhören ihrer Freuden Rede am Supertuesday abends, die aus nichts als leeren Phrasen und Allgemeinplätzen bestand nicht schlecht geworden ist, muss ein Depp sein! Sogar den CNN Leuten ist das aufgestossen, und die sind sicher keine Trump Fans (bis jetzt)-
      Sie steht für Politics as usual, Kriege, Morde und Geld!

      Das Erfreuliche ist, dass, eine Überraschung für mich, ausgerechnet die Amis als erste weltweit die Schnauze voll haben von Politics as usual. Eigentlich kein Wunder nach der Erfahrung die man mit dem Schwein Obama gemacht hat. Dass die Reps mit ihren absurden Schwachköpfen keinen normalen Menschen zum Kandidaten küren werden, war auch klar. Denn sowas haben die ja nun mal nicht.
      Also mal nachdenken über Trump… der Mann ist ja ein wenig ein Isolationist… Während Clinton Europa weiter in einen Krieg gegen Russland zu puschen versuchen wird, hat Trump keine Lust Milliarden für einen Krieg raus zu schmeissen. Er wird sich mit Putin zusammen setzen, wir werden wohl es sehen.
      Mit anderen Worten Trump wäre aus zwei Gründen für mich eine erfreuliche Wahl. Er wäre gut für Europa und schlecht für die USA… da lacht mein Herz.

      http://www.reuters.com/article/us-usa-election-trump-advisor-idUSMTZSAPEC2Q6G3JRH

  58. @ Renate Simon sagt: 26. Februar 2016 um 13:49 Uhr
    „Was diese Frauen im Hormonrausch allemal vergessen, ist, dass sie mit Kindern eigene Charaktere um sich haben, dazu die verschiedenen Väter, die eine gewisse Prägung hinterließen und sie diesen Kindern auch mangels Geld selten gerecht werden können. “

    Nun ja, wenn sie es nur vergessen hätten, wärs ja noch nicht ganz so schlimm. Ich befürchte aber solch banale psychologischen Einsichten existieren dort nicht.
    Wenn man schon gezwungen ist, einen Staat wegen der dummen Unberechenbarkeit der Bürger für unvermeidbar hält, so wäre es sinnvoll, wenn wie gesagt dieser Staat nicht Banken- und Erben-Rettung als Priorität sähe, sondern Hilfe für genau solche am unteren Ende der Glücks-Skala angesiedelten Leute…
    Aber wer fordert schon eine menschliche Zivilisation, wenn man sich lieber allseitig an die Forderung nach mehr Geld, in einer globalisierten, neo-liberalen, kurz vor dem Absturz stehenden Zeit klammert, und vor dem Crash noch ein wenig mehr konsumieren zu können. Ein Kühlschrank der mit Penny kommuniziert, wenn die Milch fast leer ist, oder ähnlich Sinnvolles, das man heute als Fortschritt bezeichnet, macht immer grossen Eindruck wenn Besuch kommt…

    Das ist bei ledigen Müttern nicht anders. Man sollte das nicht zu streng sehen, denn wer tatsächlich annimmt, man könne mit der Methode HartzIV für ein paar Kinder ein halbwegs befriedigends Leben führen, hat nicjht allzu viel verstanden und wird von Hartz zumindest auf dem Minimum gehalten. Ich würde sagen, dies sollte zum Program von Don Alphonsos PkÜ zählen. Verglichen mit den Alternativen erscheint mir das tatsächlich ein kleineres Übel. Das Gekeife der primitiven Spiesser zu HartzIV wird halt ein wenig lauter, wenn sie noch eine Gruppe bvon Menschen findet, auf die sie mit dem Finger zeigen kann.

    Glauben sie, das es in DE besser aussehen würde, wenn der Staat solche Frauen nicht alimentiert?

    • Nein TDV, natürlich nicht, aber
      wo bleibt die Eigenverantwortlichkeit? Man kann auf die Alimentierung durch den Staat, also uns alle, hoffen bzw. damit rechnen und als selbstverständlich hinnehmen. Ich halte es aber auch für egoistisch, sich in der Lebensplanung auf eben diese Alimentierung zu verlassen. Egoistisch vor allem auch den Kindern gegenüber, die darunter letztlich am meisten leiden.
      Die dauerhafte Benachteiligung nimmt ja kein Ende und viele Kinder landen dann genau dort, wo die Mutter schon immer war. Das ist die Crux an der Sache, die man mit dem Erlernen des Ausfüllens eines H4-Antrags in den Schulen verfestigte. Eigenverantwortung zu vermitteln und zu fördern wäre m.E. sinnvoller, ist aber wohl von keiner Seite so gewollt.

      Ich hatte das zweifelhafte Vergnügen, vor meiner auf 60 (weil mit knapp 56 arbeitslos geworden) vorgezogenen Rente noch zweieinhalb Monate HartzIV beantragen zu müssen und frage mich, wie stehen die Leute das eigentlich durch. Ich hätte es keinen Moment länger ausgehalten, soviel Demütigung hatte ich noch nicht erlebt. Das war zwar in den Anfängen dieser unseligen Erfindung und die Berater allesamt überfordert, unterdessen wird sich manches eingespielt, aber grundsätzlich doch nicht soviel verändert haben.
      Das dicke Fell, das man für den Bezug braucht, war mir nicht gewachsen. Es braucht also dazu wohl auch eine bestimmte Spezies, die genau weiß, welche Rechte sie hat oder sich nehmen kann. Dazu zähle ich mich nicht, meine Unabhängigkeit war mir allemal und immer lieber, darum auch die sehr frühe Rente mit all ihren Nachteilen. Die Banken- und Erbenrettung gab es da noch nicht, es wäre mir auch kein Argument gewesen.

      Im übrigen halte ich das alte System Sozialhilfe, Arbeitslosengeld und Arbeitslosenhilfe immer noch für das bessere, HartzIV ist m.E. nur eine Diskriminierung aller, die dieser Hilfe bedürfen.

    • Eigenverantwortung
      @ Renate Simon
      „wo bleibt die Eigenverantwortlichkeit? Man kann auf die Alimentierung durch den Staat, also uns alle, hoffen bzw. damit rechnen und als selbstverständlich hinnehmen. Ich halte es aber auch für egoistisch, sich in der Lebensplanung auf eben diese Alimentierung zu verlassen. Egoistisch vor allem auch den Kin-dern gegenüber, die darunter letztlich am meisten leiden. Die dauerhafte Be-nachteiligung nimmt ja kein Ende und viele Kinder landen dann genau dort, wo die Mutter schon immer war.“

      Obwohl an TDV gerichtet, ist mir dieser Auszug aus Ihrem Post aufgefallen und ich möchte darauf etwas eingehen.
      Sie übersehen hier, dass es selbst heute noch zu ungewollter Schwangerschaft kommen kann, aus welchem Grund auch immer. Da ist die Alimentierung noch gar kein Thema, sondern vorrangig die Frage, ob die Frau das Kind behält oder abtreiben lässt. Es ist nicht gerade „christlich“, der Mutter die Entscheidung gegen eine Abtreibung quasi zum Vorwurf zu machen. Auch sollte jede Frau das Recht zur freien Entscheidung haben, egal was sie entscheidet. Das ist für mich ein Grundrecht der Frau. Und selbst Fehlentscheidungen gehören zum menschlichen Leben, sind Teil eines Lernprozesses.

      Zum letzten Satz: Die Mutter muss auch nicht immer „dort“ gewesen sein, wo sie nachher mit dem Kind sein wird. Wenn eine mittellose Studentin ein Kind bekommt, landet sie in der exakt gleichen Lage wie die ungelernte Mutter auch. Niemand übernimmt die Kosten für eine Kita.
      Auch kann die junge Mutter bisher eine auskömmliche Beschäftigung gehabt haben, doch mit ihrem Kind kommt sie mit dem Geld nicht mehr aus. Oder sie fliegt aus ihrem Job, weil ihr Kind dauernd krank ist. Außerdem mag die Eigenverantwortlichkeit sehr wohl dagewesen sein, das Kind kann sogar ein Wunschkind sein, aber der Freund ändert seine Meinung bzw. die Beziehung geht zu Bruch. Vielleicht ist der Vater auch ein mittelloser Student. btw. Von der Eigenverantwortung des Vaters lese ich hier nirgends etwas.

      Übrigens gehört das Wort Eigenverantwortung zum neoliberalen Vokabular, womit versucht wird, allerlei soziale Kosten zu reduzieren, mit der Begründung, dass der Verursacher selbst für seine Lage haftbar gemacht werden sollte.
      Doch das Leben ist voller Unsicherheiten und unvorhersehbare Ereignisse/Schicksalsschläge, während der Ausdruck Eigenverantwortung auf die Zukunft projiziert wird und konnotiert, dass der Mensch a priori quasi „the master of his future“ sei.

    • Tamarisque
      Die Gefahr einer ungewollten Schwangerschaft besteht aber auch nicht erst gestern. Darin befinden sich Frauen seit Anbeginn. Wenn man allerdings nicht bereit ist, für sich selbst Verantwortung zu übernehmen, will sagen, zu verhüten, nun ja, dann muss man wohl mit allem rechnen. Ich für meinen Teil habe immer verhütet, entweder mit Kondom oder dann mit Pille, die heute ja gern verteufelt wird. Für mich war sie ein Segen.

      Um Ihnen meinen vielleicht etwas harten Standpunkt näherzubringen – ich sah im Juni 1960, also 4 Monate nach meiner Konfirmation, eine Mitkonfirmandin in der typischen Haltung einer Hochschwangeren, eine Hand in die Hüfte gestemmt und war fassungslos. Nahm mir vor, das passiert dir nicht, niemals. Dieses Bild der 14jährigen Bekannten hat sich mir bis heute erhalten, wobei ich heute mit 70 keinerlei Gefahr mehr laufe, in diese Verlegenheit zu kommen. Aber ich frage mich immer wieder, wieso werden Frauen ungewollt schwanger. Es gibt etliche Möglichkeiten bzw. techn. Hilfsmittel, die das verhindern könnten, warum werden sie nicht genutzt? Im Überschwang der Gefühle? Selbst dann habe ich den klaren Kopf behalten und auf Verhütung gedrängt, es ging ja schließlich und letztendlich um mein Leben. Mir fehlt da wirklich jedes Verständnis.

      Dann interpretieren Sie meinen letzten Satz falsch, nämlich so:
      „Zum letzten Satz: Die Mutter muss auch nicht immer „dort“ gewesen sein, wo sie nachher mit dem Kind sein wird.“
      Ich meinte, Kinder, die mit HartzIV aufwachsen müssen, landen oft genug in der gleichen Falle. Leider heute gestützt durch Schulen, die das Ausfüllen der entsprechenden Anträge lehren.
      Das hat mit eigenem Verschulden erst einmal gar nichts zu tun, es sind die Umstände, die dazu führen.

    • @Renate
      Eigenverantwortung ist etwas das man hat, oder halt nicht. Viele akzeptieren das Prinzip im Laufe ihres Lebens, aber es von anderen zu fordern ändert gar nichts. Es ist eine Einsicht, und solange in ihrem Leben bestimmte Vorraussetzungen nicht gegeben sind, werden die meisten das nicht akzeptieren KÖNNEN.
      Natürlich ist es egoistisch „sich in der Lebensplanung auf eben diese Alimentierung zu verlassen.“ Aber ich finde es ziemlich unbewusst über andere zu urteilen, nur weil deren Egoismus sich anders manifestiert als der eigene…? Keine dieser Mütter (oder auch andere Betroffene) ist ausschliesslich aus eigener Schuld in diese Lage gekommen. Sie alle fanden sich einem sie überfordernden System, das ja nun wirklich nicht gerade vor Menschlichkeit strotzt, und sie sind an ihm gescheitert. Deswegen sage ich ja, dass es in der Tat eine der grundsätztlichsten Aufgabe eines zivilisierten Staates ist, sich solcher Leute anzunehmen und sie auf den minimal-Level von Lebensqualität zu eben.

      Diejenigen die an dem System nicht scheitern, sind ja keineswegs bessere Menschen, ganz im Gegenteil, es sind die Dumm-Schwätzer die beim eigenen Elternhaus mehr Glück gehabt haben, wenn sie nicht ohne dies Wirtschaftsverbrecher sind, und die dann, wie es habgierige Primitivlinge nun mal tun, laut anfangen zu keifen über andere, die ihrer begrenzten Vorstellungskraft nach, angeblich in der soziaalen Hängematte leben.
      Die meisten, gerade solche Mütter tun das nicht und ich finde es kleinlich dort zu recherchieren, wenn man in einem Land lebt, das, wie ich geschrieben habe, Milliarden für Waffen, Krieg, oder Banken und anderes Sinnvolles in der Gegend rumschmeisst, damit es in Korruption versickern kann! Oder wenn man die Steuern für höchst-Einkommen, Erbschaften oder Konzerne wie apple, Google &Co auf unverschämte Sätze herabsetzt….

      Die Unterstellung eine ledige Mutter mit vier Kinder von vier Vätern habe VON ANFANG AN diesen Lebensplan gehabt, ist lächerlich. Solchen Leuten HartzIV Sätze zu neiden ist widerlich!
      Dumm sein hat nichts mit Schuld zu tun!

      Kritik an HartzIV halte ich für sinnlos, das System existiert nun mal. Dass es sowohl die Bezieher, als auch die Angestellten in den Arbeitsämtern entwürdigt ist zwar ebenfalls widerlich, aber da sind wir wieder beim Thema Urnenpöbel, der halt nicht in der Lage ist seinen eigenen Interessen gemäss zu wählen. Einer der Foristen hier hat das mal gut ausgedrückt: „Die Macht der Herrschenden stützt sich voll und ganz auf die Unfähigkeit der Massen, angemessen zu reagieren.“ Deren Reaktion besteht, ganz ihrer Intelligenz entsprechend auf denen rumzuhacken, die das Leben noch eine Stufe weiter unten angeschwemmt hat….

      Oder mal so gesagt: Nein, DE hat nicht genug Kohle um jedes Jahre eine weitere Flüchtlings Million zu alimentieren. Aber es hat genug Geld um ALLEN seinen Bürgern ein Leben jenseits von Armut zu ermöglichen. Don Alphonso hat die Details, die das verhindern, oft genug beschrieben.
      Ein Volk das den Untersten dies nicht zugestehen will, ist verachtenswert!

    • @Tam
      „Auch sollte jede Frau das Recht zur freien Entscheidung haben, egal was sie entscheidet. Das ist für mich ein Grundrecht der Frau. Und selbst Fehlentscheidungen gehören zum menschlichen Leben, sind Teil eines Lernprozesses.”

      Ich bin da ganz bei Ihnen und finde, dass es sich ein reiches Land wie Deutschland leisten kann ALLE diese Mütter (und andere „Versager“) durchzufüttern. Auch nur diskutieren zu müssen, ob man dies verweigern kann, ist in meinem Weltbild nicht vorstellbar. Wenn die Deustchen so sein wollen… bitte!

      „Übrigens gehört das Wort Eigenverantwortung zum neoliberalen Vokabular, womit versucht wird, allerlei soziale Kosten zu reduzieren, mit der Begründung, dass der Verursacher selbst für seine Lage haftbar gemacht werden sollte.”

      Auch dies zwar sachlich richtig, aber der Begriff der Eigenverantwortung hat schon auch eine von solchen temporären gesellschaftlichen Umständen unabhängige Bedeutung.
      Eigenverantwortung beschreibt eine der höchsten Túgenden, der man als Mensch folgen kann.
      Es ist die Konsequenz des wohl grössten Unglücks unserer Zeit, dass in Demokratien solche Interpretationen des verblödeten grossen Haufens ernsthaft diskutiert werden, weil diese Primitivlinge nun mal die Mehrheit stellen. Man sollte sich jedem Versuch sich auf so eine Stufe herabziehen zu lassen strikt verweigern!

      Und @Renate, beim Beispiel der 14jährigen Schwangeren in ihrer Antwort… sollte sie da nicht die Schuld, wenn überhaupt, bei den Eltern suchen? Von so einem Mädchen Einsicht in Eigenverantwortung zu fordern finde ich ein wenig albern…..

    • TDV, ich neide niemandem auch nur irgend etwas
      und schon gar nicht einer alleinstehenden Frau mit Kindern die staatliche Unterstützung.

      Ich werde allerdings nie verstehen, warum Frauen ungewollt schwanger werden und das war mein grundsätzlicher Ansatz zur Eigenverantwortung. Wenn das nicht deutlich rüberkam, bitte ich meine mangelhafte Ausdrucksweise zu entschuldigen.

      Dieses Unverständnis mag ein Manko meinerseits sein, hat aber seine Ursache, die Sie in meinem Post darüber lesen können. Zu meiner Zeit gab es neben für mich untaugliche Methoden nur Kondome, ab 67 nahm ich die Pille, die Spirale ausprobiert, war nicht so meins, also wieder die Pille. Mit knapp 38 habe ich mich sterilisieren lassen.

      Allerdings wurde die von mir erwähnte Dame mit vier Kindern alle drei Jahre gewollt schwanger, um sich dann nicht um die durch Vernachlässigung schwer gestörten Kinder zu kümmern. Sie waren ihr unerträglich lästig und dienten wirklich nur dem Erhalt der staatlichen Leistungen. Wir haben das Jugendamt informiert, die Dame war bekannt, getan wurde nichts, so dass wir uns um das dritte Kind, einen hypersensiblen Jungen kümmerten, wenn es sich einrichten ließ mit ihm gemeinsam aßen usw. Was das Kind alles anstellte, um zumindest mal die Aufmerksamkeit der Mutter zu erhaschen, können Sie sich nicht ansatzweise vorstellen.

      Mir ist der Begriff „soziale Hängematte“ äußerst zuwider und gehört nicht zu meinem Sprachgebrauch.

      Ich komme auch nicht aus einem begüterten Elternhaus, meine Eltern haben arg knappsen müssen, obwohl mein Vater Elektromeister war, allerdings angestellt und nicht fähig, um Gehaltserhöhung zu bitten. Allerdings hat mir mein Vater, aber vor allem die Ehe meiner Eltern vermittelt, dass man für sich selbst sorgen und als Frau unabhängig von einem Mann sein muss.

      Waffendeals, Korruption und all die von Ihnen aufgezählten Übel gegen HartzIV-Bezieher gegenzurechnen macht für mich allerdings auch wenig Sinn. Das Eine ändert das Andere nicht und die Welt wird nicht besser.

      Aber gut, Sie haben mich fein angestänkert, ist Ihnen jetzt wohler?

      Verstanden haben Sie mich allerdings wohl nicht, denn ich halte grundsätzlich einen großen Teil der staatlichen Segnungen, die die meisten längst für selbstverständlich halten, für unnötig. Auch das habe ich hier irgendwo gepostet. Würde man sich auf Wesentliches beschränken, wozu die Unterstützung Bedürftiger zählte, Kinder und Alte satt zu essen haben oder wie Sie sagen, sich jenseits der Armut befänden, wäre ja schon einiges getan. Man tut zwar viel, aber zuviel an falscher Stelle. Soziale Gerechtigkeit sieht anders aus.

      Ich denke, insoweit haben wir Konsens.

    • Renate
      Lassen sie mich noch einen Schritt weiter gehen… Die meisten der Problem die sie da ansprechen liessen sich ganz einfach in Luft auflösen. Mit einem bedingungslosen Grundeinkommen… und ersparen sie mir bitte Phrasen dazu. Es ist machbar, es fehlt allein der Wille, denn welcher Politiker mag schon freie Menschen…

      Wenn sie es nicht glauben, lesen sie es nach bei Götz Werner, ja dem von den dm Drogerie Märkten

    • Tyler, wir sind uns einig
      denn als ich vor vielen Jahren Götz Werner im TV seine Thesen vertreten hörte, war ich überzeugt, das könne die Lösung sein.
      Dieses Grundeinkommen ist immer mal wieder im Gespräch, hauptsächlich bei den Foristen, aber viele verstehen es nicht mal ansatzweise oder ist es Neid? Wie auch immer, es könnte vieles so einfach sein, wenn es denn einfach gewollt wäre.

    • BGE? Haben wir doch längst. Nennt sich soziokulturelles Existenzminimum.
      Zwar wird es politisch nicht umgesetzt, siehe Kürzungen bei Hartz-IV, aber das BVerfG hat in seiner Entscheidung zu den Regelsätzen jedenfalls so formuliert.

      Daran ist zu erkennen, daß ein BGE zu kurz greift, denn es müßte zumindest noch steuerfinanzierte Sozialversicherungen und Ausbildung umfassen. Darüberhinaus müßten die Entscheidungen über Art und Umfang der Leistungen von fixen Bezugspunkten abhängig gemacht werden, dürften nicht politischen Entscheidungen unterliegen. Und, am Rande, das Steuerrecht müßte gravierend verändert werden, um die Finanzierung auf solidarische Füße zu stellen. Eine Finanzierung über den Konsum würde nur zu einem Teufelskreis steigender Kosten und Leistungen führen, da hat der Werner entweder einen fiesen Hintergedanken gehabt oder einfach nicht zu Ende gedacht.

    • Ach... NN
      Werner hat die Finanzierung zu Ende gedacht… lesen sie es nach.

      Sein Denkfehler besteht darin, dass er annahm es gäbe erstens: in diesem Lande Politiker, die die Absicht haben im Interesse des Volkes zu regieren und zweitens: dass es in diesem Volk eine Mehrheit geben könnte, die solche Politiker dann auch wählt.

      Gerade letzteres ist einigermassen lächerlich-.

    • Ist zwar schon Jahre her, TDV,
      aber neben unwilligen Politikern und Bürgern bleibt immer noch die Finanzierungsfrage. Nicht, daß ich die Finanzierung über den Konsum, die Mehrwertsteuer, für unmöglich hielte, sie ist einfach unsolidarisch. Damit steht sie im Gegensatz zum Solidaritätsgedanken eines BGE. Denn je höher das Einkommen, desto geringer der Anteil an der Finanzierung. Besser fände ich, alle Einkommen mit einer einzigen prozentual gleich hohen Steuer zu belegen, die dann auch geringer ausfallen würde als alle Lohnnebenkosten heute. Aus dieser Steuer könnten dann auch alle Sozialversicherungen gezahlt werden, was den Verwaltungsaufwand, die Kosten, deutlich verringern würde. So käme es nicht nur zu einem bedingungslosen Einkommen, sondern zu einer bedingungslosen und umfassenden Grundversorgung. Und vor allem wäre das alles gewinn- bzw. einkommensorientiert und solidarisch.

      Herr Werner möchte aber in meinen Augen nur den allgemeinen Konsum zum eigenen Vorteil sichern. Wie dem auch sei, selbst ein Werner-BGE wäre ein Fortschritt im Vergleich zu heute. Ich hätte grundsätzlich nichts dagegen.

    • NN....
      Dmita können sie durchaus recht mir haben, nur… mich interssiert das nicht sonderlich, solange die Frage positiv beantwortet worden ist, DASS es finanzierbar ist.
      Dann hätte jeder die Freiheit dazu zu verdienen, wenn er die Welt des Konsums toll findet. Andere (wie auch ich) die Spazierengehen, Bücher lesen, oder Musik hören vorziehen und bereit sind sich dafür Konsum-mässig einzuschränken, haben ebenfalls die Freiheit dazu. Löhne könnten wesentlich niedriger sein und mein EINZIGES Anliegen an den Staat wäre beantwortet: Ich finde nämlich, dass ein Staat nur dann das Prädikat zivilisiert verdient, wenn er die Untersten der Gersellschaft auf einen Level hebt, der auch diesen ermöglicht ein Leben mit einem Mindestmass an Würde zu leben, egal wie sie in diesem Zustand geraten waren.

      Der Rest sind Marginalien. Für einen intelligenten Menschen braucht man eine Minimal Armee in einem tatsächlkichen Verteidigungsbündnis, (also kein verbrechisches Interventionsinstrument wie die NATO Mörder) die gegen eventuelle Angriffe von aussen zurückschlagen kann. Wer meint, die Freiheit Deutschlands würde am Hindukusch oder Afghanistan verteidigt, der gehört ins Gefängnis, oder, bei Hirnblutungen, in die Klapsmühle.

      Aber ich weiss natütlich, die Masse will lieber einen Kampf aller gegen alle, weil sie zu blode ist zu begreifen, dass mit gezinkten Karten gespielt wird und wer gewinnt, steht von Anfang an fest. Und die Masse wird es niemals sein!
      Conclusio: Ganz schnell viel Geld verdienen, dann alles verkaufen und irgendwo am Strand den Rest des Lebens geniessen….

    • Finanzierbar ist im Grunde doch alles, was gewollt ist, TDV.
      Abschließend noch das, weil das hier ja kein BGE-Blog ist. Die Mehrwertsteuer müßte vermutlich erhöht werden, da sie ja nicht für ein BGE vorgesehen ist. Ob die möglichen Einsparungen im Bereich der Verwaltung etc. die Mehrausgaben durch die Bedingungslosigkeit wirklich decken würden, vermag ich nicht zu beurteilen. Und wenn „für eine gute Sache“ erst einmal an der Mehrwertsteuerschraube gedreht werden darf, dann kennt man doch die Folgen. Am Ende wird das in einem Teufelskreis enden.

      Nur noch ein paar Stichpunkte: Es brauchte jedenfalls objektive Bezugspunkte zur Festlegung von Art und Umfang der Leistung (Warenkorb), welche dem politischen Zugriff entzogen sein müßten, wie auch immer das aussehen könnte. Und dann kämen ja auch noch die regionalen Unterschiede dazu, denken Sie nur an den Tegernsee. Wie das gehen soll, denn ich würde ja direkt dorthin ziehen, ist mir schleierhaft. Ganz so einfach ist das also doch wohl nicht mit einem BGE.

      Auch wenn ich das Thema durchaus interessant und wichtig finde, möchte ich aber nicht die Geduld des guten Don überstrapazieren und verabschiede mich daher hiermit von diesem Thema. An anderer Stelle und zu gegebenem Anlaß jedoch gerne wieder.

  59. Geduld
    Man braucht nur Geduld – und die Bereitschaft, die gegenwaertigen Bundestag-Blockparteien (also alle) so weiter machen zu lassen.

    Dann wird es die Sharia-Polizei schon bald richten. Von wegen alleinerziehende Muetter – die werden entweder nicht geschieden oder an einen Schwager o.ae. zwangsverheiratet.

    Was die linksliberalen Gutmenschen nicht erkennen ist, dass sie die Freiheiten verlieren werden (und nicht nur das obige, ironische Beispiel), die ihnen gegenwaertig erlauben, fast alles zu tun oder zu lassen (oder zu schreiben).

    Der Ruck, die gesellschaftlichen Errungenschaften und Freiheiten der letzten Jahrzehnte zurueckzuschrauben, wird sowohl von der frustrierten residenten Bevoelkerung kommen, als auch von den Neumigranten, deren dominierendes Wertesystem, nett ausgedrueckt, sehr sehr konservativ, patriarchalisch ist.

    Also: nur Geduld…oder versuchen, etwas zu aendern, solange es noch geht…

    • GLauben sie das wirklich?
      „Was die linksliberalen Gutmenschen nicht erkennen ist, dass sie die Freiheiten verlieren werden (und nicht nur das obige, ironische Beispiel), die ihnen gegenwaertig erlauben, fast alles zu tun oder zu lassen (oder zu schreiben).“

      Machen sie sich doch nicht lächerlich….
      Ich befürchte ja für sie, dass weder Muslime einerseits, noch krypto Faschisten andererseits, Leuten wie mir je die Freiheit nehmen können so zu leben wie wir dies für richtig halten, und mich in ihre primitive Welt des traditionell islamistischen, oder auch deutschen Obrigkeitsstaates zu zwingen…..

      Beschweren sie sich bei Wotan, der hat ihrem Vater ihr Erbe geraubt, wofür ich, wie ich das generell bei Mördern mache, nicht gerade vpor Mitleid die Tränen in die Augen schiessen….

  60. @Renate Simon
    „Es ist einfach die heutige Einstellung, man will alles und zwar sofort und überhaupt steht es einem ja auch zu.“

    Das Interessante ist ja, dass diese Einstellung mittlerweile in *allen* Lebensbereichen vom Staat gefördert wird und es auch immer schwieriger, ja mehr und mehr zum „Luxus“ wird, selbst nach einer anderen Maxime zu leben, weil man dann völlig ins Hintertreffen geraten würde. Dreistigkeit siegt.

    Den vorläufigen Höhepunkt dieses negativen Trends markiert wiederum die „Flüchtlingskrise“, bei der knallhart den „Stärksten“ und Dreistesten gestattet wird, den Sozialstaat zu plündern, während die anderen auf der Strecke bleiben.

    Das betrifft einerseits die Migranten. Wer hier in den Genuss von Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz kommen will, muss schließlich erst einmal aus eigener Kraft übers Mittelmeer kommen und dann ohne entsprechende Visa durch halb Europa reisen. Wer es bis nach Deutschland geschafft hat, kann dann jedoch einen exzellenten Schnitt machen, indem er einfach mehrfach „Taschengeld“ bezieht und sich niedrigschwelligen Formen der Kriminalität zuwendet, namentlich Diebstahl und Leistungserschleichung. Konsequenzen hat das bekanntlich praktisch nicht, und zwar für niemanden.

    Dasselbe Phänomen ist andererseits aber natürlich auch mit Blick auf die Wirtschaft und die Sozialindustrie zu beobachten. Wann konnte man zum Beispiel je so absahnen beim Verkauf von Wohncontainern? Die (naheliegenden) mittel- bis langfristigen Folgen werden von der Wirtschaft (noch) weitgehend ausgeblendet, zumal das Kapital ja in sehr weitem Umfang die Möglichkeit hat, sich notfalls den Folgen des eigenen Tuns zu entziehen (was bei allen linken Träumereien von einer besseren Welt als Erstes vergessen wird). Deshalb wird man in jenen Kreisen in der Regel auch nicht müde, Merkels „Kurs“ zu loben. Für einen selbst hat die dreiste Missachtung des geltenden Rechts schließlich bis auf Weiteres eindeutig mehr Vor- als Nachteile. Da ist es einem egal, dass die Mittelschicht ausgepresst und die Unterschicht aufgerieben wird.

    Kurz: Der Staat erzeugt selbst einen massiven negativen Selektionsdruck auf die Anständigen, Fleißigen und Wohlmeinenden – obwohl ein Soidarsystem nur bestehen kann, wenn die (deutliche) Mehrheit sich zumindest prinzipiell solchen Werten verpflichtet fühlt (und es dabei, siehe Asthmaspray, dann und wann vielleicht sogar übertreibt).

    Es ist da schon ein unfassbarer innerer Widerspruch ins System gelangt – zweifellos schon lange vor dieser Krise, aber ich denke, die Krise wird dem Sozialstaat letztlich den Todesstoß geben, weil man die Zahlen irgendwann einfach nicht mehr verkraften kann und weil es außerdem natürlich auch „gefühlsmäßig“ immer schwieriger wird, dieses System zu rechtfertigen. Warum sollten drei oder vier normale einheimische Arbeitnehmer denn nun unbedingt den Lebensunterhalt einer 6-köpfigen syrischen Familie auf Hartz-IV-Niveau sicherstellen müssen (und die Annahme, tatsächlich für eine syrische Familie zu zahlen, ist noch unrealistisch positiv)?

    Zur Wahrheit gehört m.E. aber auch, dass natürlich auch die massive (direkte wie indirekte) Verschuldung zulasten künftiger Generationen, die seit Jahrzehnten stattfindet, von derselben Grundhaltung zeugt.

    • diesmal nach dem Motto
      symbolische Gewinne sozialisieren, materielle Verluste privatisieren

    • Krampus, das ist wirklich ein Thema, über das man lange
      nachdenken und referieren könnte. Wenn ich bedenke, welche Sozialleistungen es in meiner Kindheit in den 50er Jahren gab, nämlich keine. 20 DM Kindergeld gab es dann irgendwann zwei Jahre noch für meinen 3 Jahre jüngeren Bruder, ich meine bis zu seinem 14. Jahr. Zahnspangen und derlei Kram musste von den Eltern selbst gezahlt werden. Die Mitversicherung der Ehefrau im vom Ehemann gezahlten KK-Beitrag hat gedauert. Aber damals hat niemand gejammert und geklagt, der Staat müsse doch für dieses oder jenes einspringen.

      Heute hat wohl kaum noch jemand einen Überblick über die Wohltaten des Staates, aber jede Segnung wird als selbstverständlich hingenommen, man zahlt ja schließlich Steuern und wird nicht müde, immer neue zu fordern.

      Dass sich nun die Flüchtlingskrise erst einmal als hochwillkommenes Konjunkturpogramm für einige wenige darstellt, passt ins Bild. Dass viele Zuwanderer längst wissen, wie man bei uns im sozialen Netz aufgefangen wird, kommt teuer hinzu. Das wird für den sozialen Frieden im Lande nicht sehr förderlich sein, nicht umsonst verspricht Gabriel nun mal wieder etwas, was Merkel nicht halten will.
      Jeder nimmt, ohne über die Folgen nachzudenken und die Politik tut fast alles, den Wähler ruhigzustellen.

      Das Prinzip des Sozialstaates, alle für einen, wird sich in Bälde erledigt haben, da unfinanzierbar. Ein Zurück zu den von mir geschilderten Anfängen, in denen jeder für sich selbst verantwortlich war, wird es geben müssen, wenn sich dieser Staat erhalten will. Das wird allerdings nicht friedlich ablaufen.

    • @Krampus
      Ja, sehr schon durchdacht und beschrieben. Es ist ja das was gerade hier im Blog seit relativ langer diskutiert wird: Es war nicht nötig die Situation so weit verkommen zu lassen, dass der angerichtete Schaden nicht mehr zu beheben ist. Aber wir leben nun mal im kleinstmöglichne Übel, der Demokratie und das Volk wollte Merkel und Schröder und gar Kohl vor ihr.
      Nun hat sich halt herausgestellt, dass das zwar viele Jahre lang gut für die eigene Habgier war, aber nun ist es zu spät….

      Es war ein grausamer, aber auch erfreulicher Moment in diesem Blog als THorHa, einer der ernst zu nehmenden konservativen Foristen in diesem Blog, zum ersten Mal von seiner Einsicht schrieb, dass die unfassbare Inkompetenz von Merkel tatsächlich mit ihrer opportunistischen Planlosigkeit dem Land einen nicht mal mittlefristig wieder gut zu machenden Schaden zufügt.
      Wir stehen erst am Anfang dieser Entwicklung…. der Zerfall des Sozialstaates ist nur ein Teil des Problems.

  61. -,.
    Ich erinnere mich an lange Nächte der 70/80er, in denen enthusiastisch vehemente Gespräche geführt wurden, wir ein ganzes Spektrum an Szenarien wie sie sich derzeit darbieten, hellseherisch durchspielten. Das waren heitere, teils auch sehr abgründige, Höhenflüge mit nicht nur lustigen m/w Teilnehmern. Ich bin über die Entwicklungen wirklich wenig überrascht. Einzig die anspruchsvoll subjektive Zeitspreche im öffentlichen Raum verblüfft mitunter und die sagenhafte, weil wie selbstverständlich wirkende Kaltblütigkeit gewisser Protagonisten im öffentlichen Diskurs, haben ihren Stauneffekt. So irreal wie Marvelfilme mitsamt dem Nachspann.

  62. Wer nie sein Brot mit Tränen aß...
    Ein denkwürdiger und des Kommentars bedürftiger Text.
    Dem Autoren darf sein Standesdünkel nicht angerechnet werden, wie schon vermerkt, kann der Autor tatsächlich nichts dafür, dass es in Deutschland Armut gibt, wenngleich sich eher wenige unterernährte Kinder bettelnd auf den Straßen befinden und von Insekten und Ratten angenagt werden. Ja, es geht den Armen in Deutschland doch eigentlich recht gut, oder?

    Die wenigsten Menschen wissen, was H4 eigentlich heißt, und wollen sich verständlicherweise nicht damit befassen, lieber zusehen, dass man die kleine Arbeitsstelle behält, mit der man seine Existenz fristen kann, ohne „zum Amt“ gehen zu müssen und zum Bittsteller zu mutieren.

    Leider bleibt mehreren Millionen Menschen in Deutschland aber gar keine andere Möglichkeit, als sich von gesetzlich geregelten Transfergeldern zu ernähren und die Miete bestreiten zu müssen.
    Dabei ist weniger Vergnügen mit im Spiel, als so manch einer vermuten könnte. Nur damit wir wissen worüber wir reden: Der H4 Satz beträgt z. Zt. (also nach der Erhöhung) genau 404,– Euro, wenn ich richtig informiert bin. Die Miete und die Krankenversicherung (einfach, also ohne Zahnerstatz, Brille oder andere Zusatzversicherungen) werden vom Staat übernommen. Weitere Versicherungen, Sparverträge u. ähnliches muss der H4-Empfänger kündigen.
    Natürlich besitzt er auch kein Haus, ein Auto wird er sich auch nicht leisten können. Für eine Tageszeitung einfacher, regionaler Art wird auch kein Geld zur Verfügung gestellt. Zum Frisör geht man dann auch nicht mehr, oder ins Kino, Theater oder die Oper u.s.w.

    Um es kurz zu machen: Wer der Meinung ist, dass 404,– Euro in der heutigen deutschen Gesellschaft viel Geld sind, kann ja mal experimentell an sich selbst ausprobieren, wie es sich von dem Satz lebt. Aber bitte nicht wundern, wenn am Ende des Geldes noch so viel Monat übrig ist.

    Die wenigsten H4er leben gerne freiwillig so ein spartanisches Leben. Der Steuerzahler ist natürlich nicht erfreut, dass er monatlich Sozialabgaben zu entrichten hat, vor allem nicht, wenn er sich noch in der Lebensmitte mit einer scheinbar sicheren Arbeitsstelle befindet. Doch das Alter macht vor niemandem halt und ich wünsche jedem, dass er seine Einkünfte bis zum Rentenalter weiter erhalten möge und danach ein Auskommen hat, damit ihm die letzten Jahre noch zu einer schönen, zu geniessenden Zeit werden.

    Doch nun zum Armutsrisiko „Alleinerziehung“. Der Autor hat etwas entscheidendes Vergessen oder – sei es bewusst oder unbewusst – ausgeblendet, dass ein doch etwas anderes Licht auf die „talibanösen“ Zustände seines eher konservativ geprägten Lebensumfeld werfen: Die Alleinerziehung ist selten geplant, zugegebenermaßen aber von außen manchmal besser vorausschauend zu ahnen, als bei den beteiligten Verliebten, den Ehepartnern in spe, zunächst sichtbar ist.

    Ja, das Gefühl der Liebe zwingt uns manchmal, die Menschen, die wir lieben in dem Lichte zu sehen, in dem wir sie, den Partner, sehen wollen. Sind die emotionalen Verliebtheiten erst verschunden, merkt man erst, wen man da geheiratet hat. Deshalb gilt nach wie vor der Satz: „Drum prüfe, wer sich ewig bindet!“

    Wenn Kinder im Spiel sind, wird das Ganze natürlich etwas heikel für alle Beteiligten. Die Kindererziehung ist traditionell eher Frauensache, also ziehen sich die Männer eher zurück, statt einen aktiven Part in diesem gemeinsamen Beziehungsprojekt zu übernehmen.

    Kinder wollen wir alle gerne haben, aber Windeln wechseln, Fläschen geben, die Kinder pädagogisch bespaßen, Schularbeiten kontrollieren, Wäsche waschen, kochen, putzen u.s.w. sind vielen Männern eher lästig. Man arbeitet schließlich den ganzen Tag, und abends will man seine Ruhe haben. So weit, so schlecht. Aber heute arbeiten eben auch viele Frauen, und Kinder und Haushalt bleiben oftmals verstärkt an ihnen kleben, sodass sie sich dann sagen: „Wenn ich Alleinerziehende werde, muss ich wenigstens nicht noch den Herrn mit den Pantoffeln im Wohnzimmer bedienen.“ Gedacht und umgesetzt, der Scheidungsanwalt darf sich freuen.

    Wenn manchmal Eigenheime – nicht immer wohnen Paare zur Miete – und Familienunternehmen noch beteiligt sind, wird das ganze oftmals zu einer tragischen Angelegenheit, bei der Familien ihr ganzes, oft über Generationen angesparte Vermögen verlieren können. Das geht „razfaz“, die Anwälte bleiben begeistert zurück, ihre Honorare fließen in Strömen.

    Die verengte Perspektive des Autors, man könne es ja wie in den 1960er Jahren auf dem Lande handhaben, erscheint heutzutage eher wie ein Wunschtraum. Die meisten wollen doch „erst mal was erleben“, und später kommt dann Mann, Haus und Kind. Das Rad der Zeit lässt sich nunmal nicht zurückdrehen, wir müssen uns als Männer an die eigene Nase fassen, wenn die Frauen lieber „alleinerziehend“ werden wollen. Dann ist das nicht die Schuld der Frauen, sondern es sind im Regelfalle zwei Personen am Scheitern einer Ehe beteiligt.

    Eine Rückkehr zu Vorstellungen, dass der Mann für das Brot sorgt und seine ihn treuliebende und ergebene Gattin im KKK-Bereich glücklich wird, sind heute überholt.

    Zudem finde ich, dass selbst konservative Bayern sich nicht mit einem Regime wie den Taliban vergleichen sollten. In Bayern muss traditionell niemand eine Burka (Ganzkörperschleier mit Gesichtsverhüllung) tragen. Selbst die Frauen und Mädels in den traditionellen Trachtenkleidungen sehen dagegen noch wie „Pin-up-girls“ aus. Außerdem kann bayerische Trachtenkleidung durchaus erotische Komponenten haben, was ich von einer Burka nicht behaupten würde.

    So wie das männliche und weibliche Rollenverständnis von uns allen irgendwie – ob christlich-konservativ oder in modernen Lebensabschnittspartnerschaften – gelebt wird, gehen uns natürlich auch die Folgen etwas an. Und auch die von den Leuten, deren Rollenverständnis wir nicht teilen und akzeptieren wollen.

    Die romantische Vorstellung von

    • Ausgerechnet ich....
      .. muss hier den Staat und HartzIV verteidigen?

      404 Euro ist korrekt, aber, nicht nur Miete und Krankenversicherung (wissen sie was die für alte Leute kostet?) werden übernommen. Ein Auto im Wert von Euro 5000 darf behalten werden, und pro Lebensjahr 200 angesparte Euro, bei einem 60jährigen also 12.000….

      Ich habe diese Geldbeträge selber mal ausprobiert und man kann davon (damals 360 Euro) sehr wohl leben. Wer meint er sei so toll, dass ihm keine Lebensmittel, ausser vom Dallmayer ins Haus kommen, dem stehen natürlich harte Zeiten bevor.
      Abert sich darüber zu beklagen man bekomme bei HartzIV zuwenig Geld GESCHENKT (!), der ist unverschämt.
      Ja, es sollte mehr sein, und die Behandlung in den Arbeitsämtern ist unmenschlich. Das einzige wirkliche Problem ist nämlich die Wohnraumbeschaffung, da die genehmigten Mieten völlig unrealistisch sind. Ich habe es wie gesagt mal durchprobiert, aber im Raum München eine Bleibe unter der Höchstgrenze zu finden war damals, bei aller Mühe, nicht möglich und ich war, aber nur wegen dieses Punktes froh, nicht auf HartzIV angewiesen zu sein….

    • Tyler, ich glaube, eine unserer Gemeinsamkeiten ist ganz einfach:
      Sie gehen wie ich noch immer von der primären Selbstverantwortung des Menschen aus. Die andere Seite hat das aufgegeben, sie argumentiert mit dem Recht eines zu 100% abhängigen Minderjährigen gegenüber seinen Eltern auf Vollalimentierung.

      Diese Differenz ist argumentativ nicht zu überbrücken, weil es dafür kein gemeinsam geteiltes argumentatives Axiom mehr gibt.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • "Um es kurz zu machen:" KG, 4.Absatz, Anfang
      Lieber @Knut Gnadenbrotler, ich habe aufgegeben Ihre Texte zu lesen – sie enthalten gnadenlos ausufernd Allgemeinwissen: Bitte bitte konzentrieren Sie Ihren Beitrag durch Streichung, schreiben hart am Thema und gehen davon aus, daß 99% der Schreiberlinge zur Kategorie der Selberdenker gehören, einen IQ oberhalb der eigenen Schuhgröße und sehr wenig Zeit haben…
      Ich freue mich auf Ihren nächsten – knappen und damit lesbaren – Beitrag.
      MfG

  63. Per aftera adastra
    Die Überwindung der fernasiatischen Zustände wird der in einigen Jahrzehnten züchtig unter dem Tschador obwaltenden Standard-Hausfrau kein Problem bereiten.

    Insoferno war der philosophische Ausblick Ew. Liebden wieder einmal eine weitere Veranlassung, die eigene Waffenkammer durch zu sehen.

  64. Titel eingeben
    @frundsberg 18:01 die beste waffe ist das oberstübchen sprich köpfchen
    sie glauben ja gar nicht welche schätze sich dort auftun

    • Guter Tipp, aber leider ...
      … kann man in manchen Situationen noch so sehr bitten, die eigenen Kreise nicht stören zu wollen.

      Das trifft den Philosophen wie den Teenager auf dem Domplatz gleicher Maßen, nämlich ungerecht.

  65. "Lebensentscheidungen haben Konsequenzen"
    beschreibt korrekt Forist Thorsten Haupts die Realität der Langfristigkeit.
    Das gilt nicht nur auf der Ebene des Individuum, sondern auch (und vor allem) auch auf der Ebene des Gemeinwesen, des Staates.
    Was für eine Realität spielt sich derzeitig in unserem Staate ab, und
    was werden die langfristigen Konsequenzen derartiger staatlicher Lebensentscheidungen für dieses unser Gemeinwesen (Deutschland, präzisere: NRW) sein?

    Ein lediglich minimaler Ein- und Vorausblick:
    http://www.derwesten.de/politik/beamte-machen-immer-oefter-interne-dokumente-oeffentlich-id11602914.html

  66. Titel eingeben
    @TDV ja ich gebe ihnen recht es ist nicht leicht mit so einem betrag aber man kann es aushalten wenn in der stadt ein guter second hand laden für wäsche bereitsteht und auch für kulturelles einiges geboten wird das man ja mit reduzierten preisen besuchen kann sofern man gesundheitlich das schafft

    und ansonsten wird im radio gerade gesungen nein nur auf die eigene leistung bin ich stolz nur was ich selber geschaffen habe auf das bin ich stolz und dann nehme ich auch gerne mein selbst verdientes geld in die hand und investiere wieder damit auch andere menschen am gemeinwohl teilnehmen können ja warum gibt es sowenig bezahlbaren wohnraum? jeder kann mal schnell in die situation kommen finanziell eine zeitlang ganz unten zu sein aber sie müssen doch wo menschlich wohnen können und irgendwann schaffen sie es wieder aus dem tief heraus und können sich eine bessere wohnung leisten

    • .Die traurige Wahrheit ist....
      HartzIV hilft da ein bisschen, und ein bedingungsloses Grundgehalt würed das Problem grundsätzlich lösen, wenn ein „anständiger“ Mensch dessen Höhe festsetzen würde.
      Leider sind unsere Politiker an der eigenen Wiederwahl interessiert und dann erst mal eine ganze Weile an nichts anderem und so wird kein Politiker je eine „richtige“ Politik vertreten, sondern stets nur das was dem Urnenpöbel nicht missfällt

  67. Ingolstadt - Mahnwachen
    Guten Abend sehr geehrter Don,

    vielleicht interessiert Sie das:

    „Ingolstadt

    verfasst von Fidel, 29.02.2016, 22:15

    Hallo bergamr,

    wir waren heute stellenweise acht Leute. Es kam zu einer zufälligen Fusion mit einer weiteren Mahnwache. Der Erfahrungsaustausch war trotz des kalten Regens recht positiv und wir treffen uns nächste Woche wieder.

    Wenn man das Stimmengewirr in der Gesellschaft verfolgt, spürt man wie es in Weimar gewesen sein könnte…

    Beste Grüße nach Berkheim u. @broesler
    Fidel“

    Das geht schon über einem viertel Jahr. Falls es Sie interessieren sollte: http://www.dasgelbeforum.net/search.php?search=mahnwachen&x=0&y=0

    Die Idee und der Anfang ist logischerweise im Anbeginn des dortigen Austausches zu finden.

    Vielen Dank für die jüngsten Texte, welche immer mit größtem Vergnügen gelesen werden. Sie bürsten prima gegen den Strich, so dass man erfreut Dinge gründlich überdenken und dazu lernen kann. Immer originell. Meine Hochachtung.

    Viele freundliche Grüße aus Berlin (wo es wahrlich seit einigen Jahren kein „rechtes Zuckerschlecken ist“ – in Dumpingcity, wie sie gerechterweise heißen müsste – Selbständige und Freie, sowie all die vielen Befristeten und chronisch unterbezahlten, bei chronischer Überlastung ohne richtige Zuversicht – was allein die Preise im Kameramann- und Fotografenmarkt gefallen sind… Das geht nun schon seit 10 Jahren so, und es hängen viele gestresst in der Luft, trotz harter und guter Arbeit) und voll Vorfreude auf die kommenden Artikel – azur

  68. Klischees
    Es soll auch unkonventionelle mittelllose Linke geben, die aus Liebe heiraten, trotz ganz verschiedenem Charakter, Vorlieben und entsprechenden Konflikten ein Leben zusammen gestalten, wunderbare lebensfaehige Kinder heranwachsen lassen und ein wenig Vermoegen, Haus und Kunst anschaffen. Natuerlich braucht es dazu auch die gern belaechelten Sekundartugenden wie Treue, Zuverlaessigkeit etc., auf die ja die Konservativen keine Exklusivitaetsanspruch haben, und die durch die Rechten weiter in Verruf gebracht werden, die so etwas selbstverstaendliches in ihre Wahlprogramme scghreiben ohne sich selbst daran zu halten. Auch im katholischen Bayern, Rhenland oder Suedoldenburg finden sich glueckliche Ehen und wirtschaftlich stabile Familien eher nicht, weil sie nach einem kopflosen Abenteuer an Kirchweih, Kirmess oder Karneval heiraten ‚mussten‘ (was ja noch was anderes ist als eine ohne Ruecksicht auf den Willen der Frau arrangierte Ehe in Afghanistan), sondern weil sie sich gern haben, weil es passt, und eben auch, weil man ein Versprechen und viele Verpflichtungen eingegangen ist. Sicher spielt auch die soziale Kontrolle ein Rolle und dass man es eben nicht anders kennt.
    Ihr Blog ist wie immer amuesant und kurzweilig, aber doch arg klischeebehaftet.

  69. Dürfte ich hier eine Postille ablegen, die den feschen VolontärInnen der faz.netonlineredaktion so
    Ich hatte mir gestern Vormittag den Scherz erlaubt, mehrmals einen indignierten Kommentar auf die beiden Artikel von Hanfeld/Gregori zu lancieren, scheiterte aber sechsmal an den ModeratorInnen, denen mein Gedöns wohl irgendwie zu scharf angebraten zu sein schien ….. Was mache ich bloß falsch?

    „Die zitierten Aussagen der bundes-dt. Kanzlerin versetzen doch in Staunen … u. mehren das Entsetzen. Angesichts einer ungebrochenen (Armuts-)Migration nach Zentraleuropa, Verlust der Territorialhoheit (über das Staatsgebiet), weitgehend nicht kontrollierbarer Identität der SansPapier („Wir wissen nicht, wer sich in der BRD aufhält“), 4500 verschwundenen unbegleiteten minderjährigen MigrantInnen, zuzüglich den angeblich 130Tausend Abgetauchten, dem aufgedeckten Sozialmißbrauch mittels Vielfachidentitäten, mangelhafter Qualifikation u. minimalen Berufsoptionen der MigrantInnen, „Turnhalle, Catering u. Dixieklo“ als biographische Dauerperspektive für Flüchtlinge erklärt Frau Dr. Merkel „Weiter so, folgt mir nach“? Ein solches Agieren könnte man wahlweise als unterkomplex, unethisch, borniert oder als kopflos bezeichnen. Wer aber glaubt, als Pythia den/die Bundesdeutsche mit solchem Sermon beeindrucken zu können, ist wohl doch zu sehr von Wagners Bühnenzauber geprägt und forciert die Infantilisierung der Politik. Es bleibt zu hoffen, dass wenigstens die zu Subalternen degradierten europäischen „Partnerstaaten“ dieser Dame die Gefolgschaft versagen, die wie z.B. Schweden mittlerweile erfolgreich ein rigides Grenzregime praktizieren ….“

  70. @ Forscher Gast, ob indigniert
    oder „zu scharf gebraten“ so verbleibt mir der Verdacht, dass dem selektierenden Jungpersonal sehr häufig der Wissenshintergrund fehlt und einfach alles ins Kröpfchen umleiten was bäh sein könnte. Oft reicht der Klar-Name für Weiche bäh.

  71. 2. März 2016 um 18:13 Uhr
    Ich habe keine Ahnung, wer für solche wohl eher schlecht als recht bezahlte Selektions- und Redigierungsaufgaben abgestellt wird. VolontärInnen vermutlich.

    Ich stimme Ihnen aber zu, die Selektion fällt ziemlich arbiträr und offensichtlich in Abhängigkeit von subjektiver Postion aus; Freitagsabends ist es in den letzten Monaten z.B. so gut wie unmöglich, einen AKP-kritischen oder kurdenfreundlichen Kommentar anzubringen, der die rasend schnelle Umwandlung der Türkei in eine Autokratie oder den türk. Krieg gegen die Kurden kritisiert …..

    Stilistisch bleibe ich sachlich und faktenbasiert, meine Schlußfolgerungen polarisieren aber wohl. (-;

    Ach, der Klar-Name …. nee, der öffnet alle Türen, üblicherweise (-;

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