Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Soziale Teilhabe an Millionen und Crystal Meth

| 179 Lesermeinungen

Zum Reichtum führen viele Wege, und die meisten von ihnen sind schmutzig.
Cicero

Als schlechterer Sohn aus besserem Hause ist mein Interesse an Leistungserbringung naturgemäss begrenzt, und es ist mir fast ein wenig peinlich, dass ich dennoch gern gelesen werde. Manchmal jedoch gebe ich mir auch Mühe und überprüfe meine Annahmen, bevor ich sie niederschreibe. Wie auch immer, ich habe als im Internet nachgelesen und mein Verdacht war richtig: Es gibt in Deutschland keine Leibeigenschaft mehr. Sie wurde meist schon vor über 200 Jahren ersatzlos gestrichen. Ehemalige Leibeigene müssen also nicht mehr auf der Scholle ihrer Grundherren Naturalien erwirtschaften, sie können einfach gehen, wenn es ihnen nicht gefällt. Ich persönlich finde, dass Leibeigenschaft und Sklaverei deutlich besser als ihr Ruf waren und die Abschaffung vielleicht nicht völlig durchdacht wurde, wie man das ja auch von Grenzöffnungen und Einladungen zu Invasionen so kennt: Fest steht aber, dass der Deutsche nach Lust, Laune, eigenem Vorteil und zur Gestaltung der besten aller möglichen Welten umziehen kann, wohin er gerade möchte.

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Das ist wichtig, weil letzte Woche die Klientelpartei der ehemaligen Leibeigenen und Sklaven, die zur Mehrheitenbeschafferin herabgesunkene SPD, durch ihre Friedrich-Ebert-Stiftung beklagte, dass die im Grundgesetz geforderten, vergleichbaren Lebensverhältnisse im Land kaum noch existierten. Dazu veröffentlichte sie im “Sozioökonomischen Disparitätenbericht 2015“ Datensätze, die meine deutschen Wohnorte von ihrer besten Seite zeigen und die Areale, in den die SPD noch etwas zu melden hat, weniger günstig darstellen. Möglicherweise hat das auch etwas mit Politik zu tun, aber bei den Gründen für die auseinander gehende Entwicklung hält sich die FES nicht auf. Pünktlich zum Bekanntwerden des hauptsächlich von Bayern getragenen Bundesfinanzausgleichs also zeigt die FES, wie prima es mancherorts läuft, und wie schrecklich woanders – und das, obwohl das rotgrüninsolvente Bremen heute auch Medienpolitik wie die CSU unter Strauss macht. Das allein reicht wohl nicht aus.

Ja, also, die Sache ist nur, und bitte, das weiss ich von einer hochintelligenten Volkswirtschaftlerin: Wenn in einem Land die Unterschiede zu gross werden, kommt es zu massiven Wanderungsbewegungen. So entstand etwa das Ruhrgebiet, so entstanden Kurorte, so entstanden Opernhäuser – überall zogen spezielle Einrichtungen spezielle Gruppen nach sich. Das hat sich nicht grundlegend geändert, meine Heimat weist tatsächlich eine heftige Einwanderungsbewegung auf. Aber es kommen bei weitem nicht alle, obwohl die Regionen Vollbeschäftigung haben und ihre Mitarbeiter auch aus dem Ausland beziehen. Es gibt bei uns menschenverschlingende Pullfaktoren und woanders menschenverachtende Pushfaktoren, erklären mir die Daten der FES. Eigentlich müsste es da zu einem Ausgleich kommen, denn die Menschen sind ja keine Leibeigenen mehr, solange sie nicht gerade im Öffentlich-rechtlichen Rundfunk unter politischen Vorgaben arbeiten. Und da denke ich mir: Könnte es nicht eventuell sein, dass die Karten nicht alle relevanten Faktoren abbilden?

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Ein Kriterium, das die FES natürlich in Berlin nicht kennt, ist beispielsweise das Thema Hubschraubereinsätze. Sehen Sie, wenn Sie in Berlin zum Beispiel keine Möglichkeit haben, Ihre fragwürdige und begrenzt kluge politische Überzeugung wie unsereins in den Leitmedien zu verkünden, nehmen Sie eine Spraydose und schreiben das an die Wand. Dann kommt vielleicht der Büroleiter eines momentan krank geschriebenen Abgeordneten und vertreibt Ihre “Gib Handy“-Forderung auf seinem privaten Account. Das ist bei uns in Bayern anders, wir jagen solche Freunde des Schrifttums mit dem Polizeihubschrauber. Oder Sie nehmen die Ungleichheit der Verhältnisse in Deutschland zum Anlass, nicht auf die Weltrevolution zu warten – Sie bereichern sich mit Schwarzfahren, lehnen auch die Herrschaft des Kontrolleurs ab und greifen den an. Dafür bekommen Sie in Duisburg Hilfe von körperbetonenden Clans. Bei uns in Bayern jagt man Sie mit dem Hubschrauber. Oder Sie versuchen, das soziale Ungleichgewicht mit dem Vorzeigen eines Messers in Ihrem Sinne zu verändern. In Bremen mag es dafür eine rotgrüne Integrationssendung geben, die Ihre Motivation verständnisvoll begleitet. Bei uns in Bayern werden Sie mit dem Hubschrauber gejagt. Natürlich kann man die Teilhabe am Reichtum fordern, aber Reichtum erleuchtet auch Strassen mit dem gleissenden Licht des Suchscheinwerfers, wenn die Teilhabe nicht systemkonform ist.

Ich weiss, wie sich das anfühlt, denn ich war in Wackersdorf. Es ist laut, und so schnell kann man gar nicht laufen. Das nimmt man vielleicht in Kauf, wenn man eine Wiederaufbereitungsanlage verhindern will, aber bei alltäglichen Metropolenhobbies wie Sprayen, Schwarzfahren oder schwerem Raub kann einem das Gehubschraubere ziemlich auf die Nerven gehen. Die FES müsste also auch mal eine Karte machen, wo die Hubschraubereinsätze gegen Systemkritiker der Tat verzeichnet sind. Da würde meine Heimat dann ganz schlecht aussehen. Und es kann natürlich sein, dass manche ihre Prioritäten danach ausrichten, ob sie danach ihre Freunde zum Prahlen oder einen Anwalt aus der U-Haft anrufen. Weitere nette Karten könnte man auch zum Thema “Überwachung des Tanzverbots am Karfreitag“ und “Straffreiheit bei illegalen Autorennen“ machen, zur Verfügbarkeit von Drogen und zur Geschäftsöffnung. Bei uns am Tegernsee wird am Morgen gebacken, und nach vier Uhr Nachmittags ist das Angebot begrenzt. Wenn Sie hier einen dieser modernen Coworking-Plätze wollen, müssen Sie extra zahlen, wenn Sie nach 20 Uhr Zugang haben wollen. Das sind auch alles Kriterien, die für Menschen wichtig sind.

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Die FES könnte aufschlussreiche Karten über die Wohnraumkosten in wirtschaftlich entwickelten Regionen machen und mit dem sozialen Wohnungsbau im Norden vergleichen. Sie könnte Karten des Landes zeigen, wo man die Menschen mit fast geschenkten Grundstücken und 0%-Zins-Krediten erpresst, ein Eigenheim zu bauen, statt sich der sozialen Gemeinschaft anzuvertrauen. Sie könnte meine Freunde, die Miris von der Bergmannstrasse fragen, wo der Bayer den in Berlin unverkäuflichen Seidenteppich holt, und die Alkoholkranken davor, warum sie die bayerische Wirtschaft mit Tegrnseer Hell stützen. Mein Gefühl sagt mir, es entstünde mit all den säuferleberweichen Faktoren kein Modell der Ungleichheit mehr, sondern ein Bild der Diversität, die unterschiedlichsten Glücksvorstellungen multioptionale Räume zur Selbsterfüllung bietet. Höre ich nicht dauernd, Deutschland sei bunt, vom Grau unserer Gebirgsjägertrachten bis zum Blau der Junkievenen? Und warum konzentrieren sich ausgerechnet Sozialisten auf die Vermögensverteilung? Selbst bei Marx bis Pol Pot werden doch ganz andere Lebensziele in den Vordergrund gerückt. Da muss die FES deutlich nachbessern, um den Menschen und nicht die Ideologie in den Mittelpunkt zu stellen. Teilhabe ist universell zu betrachten.

Wie gesagt, wem die Verhältnisse in Ort A nicht behagen, der kann jederzeit Ort B aufsuchen und dort teilhaben, wo es besser ist. Würde man wirklich versuchen, einzelne Faktoren überall anzugleichen, könnte es schnell passieren, dass auch anderes aus dem Ruder läuft: Zu meiner Zeit in Berlin war die jetzt ruhige Wohngegend rund um die Lychener Strassse unter dem Namen LSD-Viertel bekannt – heute ist es nach der Gentrifizierung nicht mehr weit bis zur Bürgerwehr, die Unpassende mit Golfschlägern verscheucht. Geld ist nun da, aber die Matratzen auf dem Bürgersteig sind selten geworden. Man muss da wirklich mal wegkommen vom schnöden, monokausalen Mammon und das alles gesamtheitlich als Biotope betrachten, die einer vielschichtigen Gesellschaft ihre nötigen Experimentierfelder überlässt, mit Mut zum Scheitern. So funktioniert die Freiheit. Das hohe Vermögen im Landkreis Miesbach kommt mit steinalten Millionären und das Hochgefühl in Berlin mit 0,6 Gramm Crystal Meth für 70 Euro.

fesd

So endet das, was als wehleidiges Geflenne ob sozialer Unterschiede begann, in der formschönen Dialektik des historischen Materialismus. Wenn sich jeder in Freiheit verwirklichen wollte, aber die Ansprüche daran unterschiedlich waren, musste man schon immer mit unterschiedlichen Konzepten innerhalb eines Landes leben. Der Austausch der Freiheitsbegriffe ist durch den Ortswechsel möglich, und dass damit eventuell andere Nachteile verbunden sind – nun, man kann auch in der besten aller möglichen Welten nicht alles haben, noch nicht mal als schlechterer Sohn aus besserem Hause. Das war auch für mich eine harte Lektion, aber ich habe überlebt, und auch die FES wird vielleicht irgendwann verstehen: Man kann hübsche Karten haben und befreundete Journalisten und Genderkongresse und Sigmar Gabriel und 50 Millionen Euro mehr für den Kampf gegen Rechts und eine wirkungslose Mietpreisbremse und TTIP und Pack-Beschimpfung der eigenen Wähler– die Garantie, langfristig über 5% der Stimmen zu bekommen, hat man danach nicht mehr. So ist das eben mit der desperaten Disparität in unserem schönen Land der Möglichkeiten und der Teilhabe.

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179 Lesermeinungen

  1. Diversity rulez
    Mein lieber Don,
    Wieder einmal eine Punktlandung auf einem der wunden Punkte der öffentlichen Wahrnehmungsbestimmungskanäle. Das Farbspektrum der angestrebten bunten Republik ist halt doch eher mau.

    Aber die Menschen öffnen sich, so geben sich z.B. einige progressive Bekannte, die mich seit Jahr und Tag für meinen christlichen Glauben kritisieren, mittlerweile der Burka gegenüber ziemlich aufgeschlossen. Da soll noch einer sagen, Toleranz gegenüber Religionen sei verschwunden.

    Sie könnten übrigens gern öfters etwas von Ihrem Bric-à-Brac zeigen, ich liebe figürliches Porzellan.
    Ihnen und all Ihren Lesern ein gesegnetes Osterfest.

  2. Herrlich
    Wunderbar, bisweilen auch einen dissenting opinion im Medienmainstream zu lesen. Halten Sie die Fahne der Andersdenkenden aufrecht, solange die Volkserziehung noch nicht qua Gesetz jedem Publizierenden vorgeschrieben ist.

  3. test
    Die FES steht in Frankfurt für Müllabfuhr.Passt.
    Schöne Ostern

  4. DON VERFÄLSCHT ALLES
    werter DON, in dem bericht wird ja bayern sehr gelobt, beim ÖPNV beispielsweise…………das sollten sie auch darstellen.

    bemerkenswert ist, dass die situation wohl dort besonders schlecht ist, wo mann und frau die kinder unter drei jahren in tageheime stecken und dass der hasch- und kiff-stadtstaat bremen meist auf dem niveau von vorpommern dahinvegetiert. für hinterpommern liegen aktuell ja keine zahlen vor, da vorläufig unter polnischer verwaltung. ich nehme aber an, die zahlen für dort sind deutlich besser wie die zahlen in bremen.

    die nur bedingte wissenschaftliche qualifikation der autoren wird deutlich, wenn in einem satz das dank DONs einkommen führende Ingolstadt direkt mit traditionellen agrargegenden wie – nun wird es spannend – der UCKERMARK verglichen wird. dort hat wohl die liebe frau früh die „zunehmenden unwuchten“ (so der bericht) im sozialen gebälk der BRD und DDR erfahren müssen, auf diese trotz schiessbefehl sehr erfolgreiche wanderungsbewegung und deren ursachen wird im bericht aber nicht eingegangen.

    ja, diese sogwirkung in den süden ist des teufels und lieber DON stellen sie sich noch vor, die polkappen schmelzen wie von CR_00 akut prognostiziert auch noch ab, dann haben sie aber den salat.

    und stellen sie sich vor, der von den autoren zur weiteren vermeidung der „zerklüftung“ der sozialen landschaft vorgeschlagene ideenwettbewerb der regionen (das meinen die ernst !) findet tatsächlich statt, da erwarte ich mir aus den hasch-umwölkten gehirnen in Bremen wunderdinge !

    • Niederlande
      Ich wollte nur darauf hinweisen dass eine liberale Einstellung zu Cannabis, und die Einsicht dass der Kampf gegen diese Droge dämlich und kontraproduktiv ist, nicht die entscheidende Variable sind. Sonst würde es hier in den Niederlanden ganz anders aussehen als es das tut.

  5. soziale biotope
    grüsse sie,
    werter don. ein wunderbarer text zu diesem schönen christlichen feiertag. herrlich auf den punkt gebracht. voelen dank und frohe oster ihr
    mvb-b

  6. SPD über 5%?
    Die Friedrich-Ebert-Stiftung erinnert leider sehr an Jeremy Corbyns Strategie. Und die hat Labour in Schottland bei den Parlamentswahlen komplett aus dem Rennen gekegelt (= unter 5% der Sitze – – -).
    In Zukunft könnte es für die ehedem ruhmreiche Labour-Party in Schottland, England, Wales und Irland tatsächlich weiter bergab gehen: http://www.theguardian.com/politics/2016/jan/23/corbyn-preparing-labour-losses-local-elections-kezia-dugdale-scotland

    Die letzten Wahlen gewonnen haben mit den Schottischen Nationalisten Leute, die – öhö – ungefähr so dahergeredet haben wie Sie. Freilich ist deren Porzellan gröber.

    Die BA-Wü-SPD mit den beiden ordentlichen Verwaltern Schmid und Friedrich an der Spitze, kann die 13% vorerst vielleicht halten, falls es das ist, was sie will.

  7. Provokation - oder schon ein Stück weit schon auf den Weg in den Rechtsradikalismus?
    Manipulative, emotionalisierte Sprache kennzeichnet nicht nur die Demagogen auf der radikallinken Seite, wie Don immer wieder schön zeigt, sondern auch jene, welche rechts von der Mitte sitzen und sich eine Klassengesellschaft sozialer Ungleichheit herbei wünschen, damit sie selbst (ähem: nur scheinbar) möglichst unbehelligt bleiben von all jenen, welche Teilhabe wünschen.

    Der Büroleiter vom Beck mag ein im Wesentlichen politisch unerfreulicher Mensch sein, der ein Bündel höchst fragwürdiger Einstellungen mit sich herumschleppt, ob nun zum Thema „Deutschland – du scheiße“ (dessen Geld er in seiner staatlich stärkstens subventionierte Funktion vermutlich doch recht gerne in Empfang nimmt), ob zum Thema Drogen oder zum Thema kriminelle Gewalt, die er in übelster sozialromantischer Marnier schön redet. Der Mann will offenkundig vor allem provozieren, sucht sich seine Standpunkte nach diesem Aspekt aus – und ist schon allein aufgrund fehlender Reife – meiner Ansicht nach – nicht sonderlich beachtenswert, geschweige denn Teil einer gesellschaftlichen Auseinandersetzung, die sich lohnt.

    Einfach, weil dieser abseitig auftrende Büroleiter weder repräsentativ für sein politisches Milleu ist, noch sonstwie beachtenswert oder einflussreich. Auch, pardon, weiß er nicht einmal die stärksten Argumente, die seiner politischen Richtung zur Verfügung stehen.

    Aus meiner Sicht: Ein politischer Depp. Viel zu abgeschmackt und viel zu offensichtlich auf ablehnende Reaktionen abzielend, um sich an ihm bzw. seinen stolz präsentierten provokanten Einstellungen zu reiben. Im Bereich der öffentlichen Angelegenheiten (Politik) ist er zweifelsohne noch ein Kind, pardon.

    Nun. Länderfinanzausgleich?

    Ich glaube auch nicht an die Idee, exakt gleiche Lebensverhältnisse erzwingen zu können, und auch nicht daran, dass dies eine gute Idee wäre. Ich tendiere im Übrigen dazu, die augenblickliche Regelung des Länderfinanzausgleichs für etwas überzogen zu halten. Etwas – aber eben nicht zur Gänze. Denn man urteilte als politischer Mensch meines Erachtens geradezu vernagelt, wenn man sich jeglichem Gedanken des materiellen bzw. sozialen Ausgleichs entgegen stemmte.

    Das sollte man Rechtsradikalen und Rechtslibertären überlassen. Dort gehört das hin.

    • Alles was rechts ist
      Was sind denn „Rechtslibertäre“? Ich kenne Libertäre, aber Rechtslibertär, da geht es doch um das unselige Spiel, alles, was man abqualifizieren möchte, mit dem Präfix „rechts“ zu behängen.

      Libertär hat nichts mit rechts zu tun. Es ist aber oft dezidiert nicht links, wenn Gleichmacherei und Konfiskation halt Links sind.

  8. Die Jungs von der SPD sollten...
    …sich mal öfters den werten Tucholsky reinziehen:

    Ja, das möchste:
    Eine Villa im Grünen mit großer Terrasse,
    vorn die Ostsee, hinten die Friedrichstraße;
    mit schöner Aussicht, ländlich-mondän,
    vom Badezimmer ist die Zugspitze zu sehn –
    aber abends zum Kino hast du`s nicht weit.

    Das Ganze schlicht, voller Bescheidenheit:

    Neun Zimmer – nein, doch lieber zehn!
    Ein Dachgarten, wo die Eichen drauf stehn,
    Radio, Zentralheizung, Vakuum,
    eine Dienerschaft, gut gezogen und stumm,
    eine süße Frau voller Rasse und Verve –
    (und eine fürs Wochenend, zur Reserve) –
    eine Bibliothek und drumherum
    Einsamkeit und Hummelgesumm.

    Im Stall: Zwei Ponies, vier Vollbluthengste,
    acht Autos, Motorrad – alles lenkste
    natürlich selber – das wär ja gelacht!
    Und zwischendurch gehst du auf Hochwildjagd.

    Ja, und das hab ich ganz vergessen:
    Prima Küche – erstes Essen –
    alte Weine aus schönem Pokal –
    und egalweg bleibst du dünn wie ein Aal.
    Und Geld. Und an Schmuck eine richtige Portion.
    Und noch ne Million und noch ne Million.
    Und Reisen. Und fröhliche Lebensbuntheit.
    Und famose Kinder. Und ewige Gesundheit.

    Ja, das möchste!

    Aber, wie das so ist hienieden:
    manchmal scheints so, als sei es beschieden
    nur pöapö, das irdische Glück.
    Immer fehlt dir irgendein Stück.
    Hast du Geld, dann hast du nicht Käten;
    hast du die Frau, dann fehln dir Moneten –
    hast du die Geisha, dann stört dich der Fächer:
    bald fehlt uns der Wein, bald fehlt uns der Becher.

    Etwas ist immer.
    Tröste dich.

    Jedes Glück hat einen kleinen Stich.
    Wir möchten so viel: Haben. Sein. Und gelten.
    Dass einer alles hat:
    das ist selten.

    (Tucholsky 1927)

    • Schönes Gedicht
      Haben. Sein. Gelten.

      Und sich bloss nicht schämen zu müssen.

      Das hält die Welt zusammen und einen selbst von sich fern.

    • Toll!
      Aktueller denn je diese Zeilen von Kurt Tucholsky! Danke für dieses Gedicht an dieser Stelle!

    • .
      herzlichen dank für die kleine poesie – so furchtbar viel hat man demnach nicht verkehrt gemacht.

  9. Eingeschränkte Wanderung -> erhöhte Divergenz
    „Das hat sich nicht grundlegend geändert, meine Heimat weist tatsächlich eine heftige Einwanderungsbewegung auf.“

    Doch, das hat sich grundlegend geändert. Der Fachbereich Labor Economics führt das begrifflich unter „eingeschränkte Arbeitsmobilität“ und der Bereich Economic History in etwa dasselbe begrifflich unter „ausbleibende intranationale Migration“. Einer der Gründe, der von beiden Bereichen angeführt wird, ist unter anderem der Wohlfahrtsstaat bzw. soziale Teilhabe, denn dieser eliminiert den wirtschaftlichen Anreiz zur intranationalen Migration.
    Der Ausbau desselben ist maßgeblich von der SPD beeinflusst. Entsprechend beschwert sie sich über eine Konsequenz ihrer eigenen Politik und fordert ironischerweise noch mehr von dem, was stark zur regionalen Divergenz beiträgt.
    Sozusagen ein politisches Perpetuum Mobile.

    • So is!
      Sozialdemokratie ist die Kunst, sich an die Stelle des Volkes zu setzen und ihm feierlich in seinem Namen, aber zum Vorteil der selbsternannten Eliten, die Wolle bis auf die blanke Haut zu scheren.

    • Titel eingeben
      @EraserFS: Könnten Sie das auch auf Deutsch erklären? Danke.
      (Oder geht das nur in BWL-speech?)

    • @Klaus
      Es ging darum, dass die SPD nahe Friedrich-Ebert-Stiftung einen Bericht herausgebracht hat, der die regionalen wirtschaftlichen Unterschiede innerhalb Deutschlands beklagt und mehr Ausgleich zur Förderung der schwächeren Regionen fordert. (Zweiter Absatz im Blogeintrag.)

      Eigentlich sorgen wirtschaftliche Anreize für innerdeutsche Migrationsbewegungen und gleichen diese Unterschiede weitgehend aus. (Dritter Absatz im Blogeintrag)

      Diese Bewegungen sind aber heute im Vergleich zu früher extrem gering. Ein Grund dafür ist der, dass gesellschaftliche Fürsorge den Anreiz zur Bewegung untergräbt.
      Die SPD ist selbst am Ausbau der geselschaftlichen Fürsorge maßgeblich beteiligt. SPD-Politik selbst untergräbt den Anreiz zur innerdeutschen Migration. Eine Folge davon ist, dass regionale wirtschaftliche Unterschiede zementiert werden.
      Das ist exakt das worüber sich dieser Bereicht beschwert.

      Die SPD ist damit Teil eines politischen Kreislaufes, in dem mehr gesellschaftliche Fürsorge regionale Unterschiede fördert, diese in der Folge beklagt werden und aufgrunddessen noch mehr gesellschaftliche Fürsorge gefordert wird. Die SPD schafft sich mit ihrer Politik die von ihr zu lösenden Probleme selbst – und immer mehr davon.

      PS: Das war übrigens eher VWL-Sprech. BWLer faseln eher was von Spreads, Nudging, Memos, Marketing, Meetings, Brain Storming, Human Resources und ähnliches kompetent klingendes, aber triviales Zeugs.

  10. Frohe Ostern, lieber DA und liebe Mitblogger!
    Das Kartenmaterial sollte auch unbedingt ergaenzt werden, wo in D noch Erlaubnis besteht fuer: Martinszuege fuer die Kleinen durchzufuehren, den Weihnachtsmann / das Christkind noch so zu nennen, Osterhasen und Ostereier im normalen Laden kaufen zu koennen, uam.

    Erneut ist zu befuerchten, dass es ein eindeutiges Nord/Ost- gegen Sued/West-Gefaelle geben wird.

    Frueher war ich gegen den, aus damaliger Sicht uebertriebenen, Foederalismus in Deutschland. Heute bin ich dankbar, dass es noch unabhaengige Herde von geistiger Klarheit und Gesundheit gibt.

    Als Zukunftsszenario erwarte ich die Abwicklung einiger Bundeslaender (nach politischem, sozialiem, buedgetaerem Bankrott), aehnlich wie damals viele DDR-Betriebe. Dazu sollte in Sueddeutschland bereits jetzt ein Spezialisierungsangebot in Studiengang fuer MBAs und Sicherheitskraefte geben.

  11. ganzjährliche Saturnalien
    ## ganzjährliche Saturnalien

    Lieber Don Alphonso,

    Vorab festzustellen ist, daß Ostern ist nicht das Fest der Saturnalien ist.

    Die Saturnalien waren ein nettes Spiel der Aufhebung der Standesunterschiede bei den Römern.

    In der Fernsehserie M:A:S:H gab es ja auch die Episode mir dem Titel: „Diener und Herren (‘Twas The Day After Christmas)“ (Staffel 10, Folge 10)

    Das Bedürfnis dieses Fest über das ganze Jahr auszudehnen scheint groß geworden zu sein, doch in der Regel fehlt es jenen, die dies fordern an den verfeinerten Sitten, um das leben und ausfüllen zu können.

    Auch habe ich den Eindruck, daß bedingt durch die ( Selbst ) Barbarisierung durch die willkommen geheißene chaotische Gewalt, sogn. „Flüchtlinge“ – oder wie immer man dies nennen mag – sich die jetzt traditionelle, zivilisierte Strukturen noch mehr auflösen werden und eine sinnvolle Verteilungs Diskussion noch mehr erschweren wird.

    Egalitaristen argumentieren stets mit der Moral und verbringen viel Zeit damit dafür zu demonstrieren.

    Egalitaristen sind oft mehr damit beschäftigt auf den Wohlstand der anderen zu achten in dem sie ihre Benachteiligung zu erkennen glauben, als selbst eine persönliche Leistung zu erbringen.

    Egalitaristen sind heute stets die Guten, die Moral ist grundsätzlich ihr Eigentum und daher sind sie dafür, daß immer gleich verteilt wird, bzw. wenn ihnen auch nur der leiseste Verdacht einer ungleichen Verteilung kommt, die Gegenseite diese grundsätzlich erst einmal zu begründen hat.

    Egalitarismus ist eine Gier, das sieht man ja jetzt auch an den „Neubürgern“.

    Bisher führte das Bestreben nach mehr Gleichheit stets zu einer aufgeblasenen Bürokratie und mehr staatlicher Kontrolle.

    Meinungssoldaten für Volkes Gleichheitsphantasien zu finden ist ja auch wirklich kein Problem.

    Ihnen noch eine schönes Osterfest

    ObjectBe (objectbe.blogspot.com)

    • Facebook statt Oscar Wilde
      Die Abschaffung einer genug wohlhabenden Schicht, die in der Lage ist, über die anerzogenen Hamsterrad-Strampel-Reflexe nachzudenken, und Lebensglück nicht in der Beförderung zum CEO oder Chefarzt sieht, ist notwendig, damit dieses Ideal möglichst nicht in Zweifel gezogen wird.

      Wer daran zweifelt, dass ein 25jähriger Bausparkredit glücklicher macht, als ein umgebauter Omnibus und Sex and drugs and RocknRoll Parties, ist für die Banken- und Versicherungswelt viel gefährlicher als ein religiöser oder politischer Extremist, der den Bausparplan eher vom anderen Ende her wieder affirmiert.

      Bekloppt wie die RAF ( man erinnere sich an ihren schrägen Jargon) will eigentlich keiner sein; aktuelle religiöse Fanatiker sind genauso wenig mehrheitsfähig. ( aber Harem und Kopftuch kann man schon gut finden???)

      Spass am Essen, Diskutieren, Trinken, Tanzen, Amseln, und Faulenzen stärker zu geniessen, als derjenige zu sein, der die längste Yacht finanzieren und warten und volltanken kann, wäre katastrophal für die Gesellschaft.

      Es gibt nichts wachstumsförderndes als ein schlechtes Gewissen, nichts für die Gesellschaft geleistet zu haben.

    • @ TGA
      Und noch gefährlicher wäre es fürs System, wenn noch mehr Leute – nicht nur diese paar dezent aber dennoch unverschämt faulen Wohlstandsbildungsgenießer – nicht in dieses Hamsterrad müssten.

      Das wäre supergefährlich und ist daher abzulehnen, nicht wahr :-)

  12. Zum Ideenwettbewerb der Regionen
    Mit dem rotgrüninsolventen Bremen kann das rotgrüninsolvente NRW locker mithalten:

    http://sciencefiles.org/2016/03/25/die-ideologisierung-von-schulen-schueler-als-spitzel/

    Da helfen auch keine Hubschrauber.

    • Wie hieß der Job nochmal?
      Blockwart. Lange Zeit glaubte man, er hätte sich in Kleingartenkolonien versteckt. Falsch, und knapp vorbei ist auch daneben.

      Götz Aly hat ins Schwarze getroffen: „1968, Unser Kampf“. Sie haben es geschafft per „Marsch durch die Institutionen“. Er ist wieder da, der Blockwart, und die deutsche Kontinuität ist wiederhergestellt. Na endlich. Alles andere hätte mich doch sehr gewundert.

    • Neuntklässler zum Boykottaufruf gegenüber Rassistinnen - das sind Jugendliche
      Wenn wir uns darüber einig sein könnten, dass (a) eine wesentliche Funktion der Schule in der Erziehung ihrer Zöglinge liegt und (b) deren Erziehungsbedürftigkeit auch (oder gerade) in der 9. Klasse noch eine deutlich geringere mittlere Reflexionsbreite und -tiefe voraussetzt, als im Mittel bei der DA-Fangemeinde zu beobachten ist, dann: Ja dann sollten wir uns nicht so vorschnell über diese Nazi-affinen Boykottvorschläge der 15-Jährigen aufregen (die ihr möglicherweises nicht klar gewesen sind).

      Mit ihr und mit der Klasse muss man als Älterer eben reden. Ein Teil des Problems liegt eben in dem großen Verbreitungspotenzial der Internet-Kommunikation, wo alles sofort riesengroße Kreise zieht. Das war früher nicht so, da blieb eben vieles im Klassenraum.

      Wenn ich überlege, was ich als (sagen wir es freundlich: nicht immer einfacher) Schüler auf der Suche nach der eigenen Identität geäußert haben muss, dann bin ich meinen damaligen Lehrern für ihre Gesprächsbereitschaft heute noch dankbar. Und ich habe sie immer wieder enttäuscht, z.B. im Deutschunterricht: Die Lektüre der fünften römischen Elegie hat mich damals noch nicht so angefasst. Und als die Deutschlehrerin, die junge und wunderschöne Frau Dr. D. frisch von der Uni, mein eher geringes Interesse an dem Vers bemerkend, wo der Geliebte nach dem Geschlechtsakt (das war revolutionär damals, das mit Jugendlichen zu lesen) „… des Hexameters Maß leise mit fingernder Hand Ihr auf den Rücken zählt“ und sie mich nach meiner Meinung fragt und ich ihr antworte: „Da kann die Geliebte ja froh sein, dass ihr Geliebter Dichter ist und nicht Schlagzeuger“, sie dann nur noch seufzen konnte ob meines Unverständnisses und nur noch sagte: „Sie sind immer so prosaisch.“

      Also, was ich damit sagen will: Manches braucht bei den jungen Leuten eben seine Zeit. Und als Ältere sollten wir nicht vorschnell den Stab über ihnen brechen (oder in ihrer Unbeholfenheit den Niedergang sehen), sondern sie liebhaben und mit ihnen reden.

  13. Das Ungleichgewicht
    zu bekämpfen ist ja alte, rote Tradition. Obwohl ein gewisses Ungleichgewicht notwendig ist, denn woher soll denn ein Streben nach besserem Leben herkommen, wenn alle(s) gleich sind(ist)? Das wäre der Tod für Fortschritt und Innovation. Das ist den Ebertjüngern entgangen.

    Und bis vor geraumer Zeit glaubte ich auch daran, dass die Gier der Öberen etwas zum konsumieren für die Unteren übrig lässt, denn wer will seine Kundschaft vernichten? Aber wenn der Draghi weiterhin seine Medikamente nicht nimmt, sehe ich schwarz…

  14. Wir sind alle Individuen
    Der Knackpunkt dürfte sein, dass wir viel zu sehr zu „aufgeklärten politisch korrekten Konsumenten“ dressiert werden, als zu selbstbewussten, die eigenen Ziele reflektierenden Menschen.

    Auch als meine finanziellen Möglichkeiten noch anders waren, hat mir das schöne grosse Haus und die gepflegten Autos genauso wenig gefehlt, wie heute das Penthouse in Manhattan oder der Lear-Jet.

    Besser geht immer. Wenn allerdings eine Gesellschaft auf käufliche Statushierarchie ausgerichtet wird, kann die unmögliche Teilhabe am Prestige der In-group zu den zu beobachtenden Verzerrungen führen:

    Wer nicht sich, seine Freunde, seine Partnerschaften geniessen kann, sucht sich eine Horde, in der er aufgehen kann, in der er die Verantwortung fürs eigene Glück auf einen Häuptling delegieren kann. Er bekommt dafür die Stallwärme, cool zu sein.

    Allein sein können und sich über andere Menschen freuen, ohne sie als Publikum oder Genussmittel zu missbrauchen, scheint schwerer zu sein, als man glaubt.

    • Right: In the end it's not econony - it's culture
      Der letzte Satz geht in meine Aphorismensammlung ein. Danke.

    • @ The Great Artiste
      „Allein sein können und sich über andere Menschen freuen, ohne sie als Publikum oder Genussmittel zu missbrauchen, scheint schwerer zu sein, als man glaubt.“

      Der Satz ist wirklich großartig.
      Selbst formuliert oder irgendwo gefunden, wenn ich fragen darf?

  15. Ogschdern
    Sehr geehrter Don Alphonso,

    Ihnen und der verehrten Mitleserschaft ein Gesegnetes Ostern. Unter sonnigem italienischen Himmel oder im eher verregneten Deutschland.

    Erholen Sie sich gut, und machen Sie sich keine übertriebenen Sorgen wegen der SPD. Die CDU/CSU wird sich mütterlich um die SPD kümmern, spätestens wenn die Gefahr der 5%-Hürde droht, und Leihstimmen anbieten. Manus manum lavat.

  16. Titel eingeben
    Im Gegenzug hat die Firma Bring-Mich-Werkstatt Polizeifahrzeuge nach NRW geliefert, deren Innenraum für voll ausgerüstete Beamtinnen und Beamte zu schmal sind. So trägt Bayern zur weiteren Destabilisierung der blassrot-albernnaiven Bundesländer bei. Wohl wissend, dass der Landesinnenminister hier keinen Zollstock besitzt und die Zahlen auf demselben auch nicht lesen kann.

  17. rotes Falschgeld
    Danke
    an die DAS für die Ergänzungen zur FES-Studie. Bei den knappen Fördergeldern hat es beim Disparitätsbericht 2015 wieder nur für die rote Druckfarbe gereicht. Geld oder Verzicht würde unabhängig machen. Geld verdienen war nie Gegenstand des Marxismus. Da gehts um Jagen und Angeln. Und Verzicht praktizieren real existierende Christen und Sozialisten nur als Fremdverzichten – mit F wie Falschgeld.

    Ostergrüße an den Unparitätischen Wohlfahrtsverband Tegernsee e.V.

  18. Hier bin ich Mensch, hier darf ich's sein
    Sehr verehrter Don!
    Ich mache mich wahrscheinlich unbeliebt, wenn ich Sie verbessere. Leibeigenschaft gab es auf dem Gebiet der heutigen Bundesrepublik noch vor 27 Jahren. Die Bewohner der DDR waren zwar nicht im Besitz von Honecker, aber dem des Staates. Sie konnten genauso wenig abhauen, wie seinerzeit die schwarzen Sklaven in den Südstaaten der USA. Und die meisten Juden im Dritten Reich konnten auch nicht abhauen. Freiheit ist eine sehr fragile Angelegenheit.
    ….
    Aber heute gilt: Vom Eise befreit….
    Hier bin ich Mensch, hier darf ich’s sein.
    (Goethe Faust I)
    Damit wünsche ich Ihnen und allen Kommentatoren ein schönes Osterfest
    L.H.

  19. Volle Zustimmung
    Ich wollte schon immer mal ein großes Lob zu Ihren gut durchdachten und hervorragend formulierten Beiträgen aussprechen.
    Heute zum Ostersonntag verbinde ich dies mit einem “ Frohe Ostern“.
    Volle Zustimmung und bitte weiter so

  20. Ich habe die geringere Kirchturmdichte auch immer als Standortvorteil angesehen
    Hübsches Osterei, ich ärgere mich auch immer wenn FES und Konsorten Geld über alles stellen. Hier ist man vielleicht „ärmer“ als in Bayern, dafür kann ich ohne Glockengebimmel ausschlafen und werde nicht ausgegrenzt, weil ich nie in die Kirche gehe. Für mich sehr wichtig. Auch wird bei all dem Neid, den ein Norddeutscher auf das Einkommen des Münchners hegt, immer gern ausgeblendet, dass das Geld hier mehr wert ist. Die Münchner Wohnung kann mir gestohlen bleiben. Wenn ich jetzt noch unsere rot-grünen Politiker ins reiche Bayern auswandern lassen könnte, wär es hier perfekt.
    Frohes Beltane!

    • Der Kirchenzwang endete auch auf bayerischen Käffern in den frühen 80er Jahren, da muss man keine Angst mehr haben.

  21. Titel eingeben
    <3 + Peace

  22. Tucholsky
    @hefe60
    kürzer – und prosaischer – schrieb 150 Jahre vor dem guten Tucholsky ein Göttinger Physikprofessor in sein Sudelbuch:
    Wer weniger hat als er begehret, muß wissen daß er mehr hat als er werth ist.

    • @ Lichtenberg
      Danke. Das ist kurz und bündig, aber für zahlreiche Flüchtlingswünsche nicht aussagekräftig genug. Wer im Jenseits über 70 Jungfrau… äähhh… Käten zu erwarten hat, möchte im Diesseits doch gerne die beschriebenen Verheißungen genießen.

      Dass in D nicht alles zum Nulltarif zu haben ist, verrät die SPD den Leuten in Idomeni nicht. Die SPD „verrät“ aber ganz andere Dinge. Wer hat uns verraten…?

      Ich habe zwar dummerweise in meinem jugendlichen Leichtsinn in den 70ern mal den bayerischen Übervater FJS gewählt, aber zum Glück nie die SPD! Mir tun nur all jene leid, die für die einstigen Ideale dieser Partei in die KZ´s gehen mussten. Die kommen mit dem Umdrehen im Grab gar nicht mehr nach.

    • .
      einst vernahm man mit vergnügen und einer gewissen skepsis gleichwohl, es handele sich in wahrheit um 72 rosinen.
      ein übersetzungsproblem!

  23. Was wohl Ebert sagen würde?
    „Als schlechterer Sohn aus besserem Hause ist mein Interesse an Leistungserbringung naturgemäss begrenzt, und es ist mir fast ein wenig peinlich, dass ich dennoch gern gelesen werde.“

    Na ja, Sie können ja nichts dafür, dass Sie so gut schreiben können und sich dann auch noch die meisten anderen schlicht und ergreifend weigern, mal ein wenig über die Dinge nachzudenken. So bleibt das dann halt an Ihnen hängen. Insbesondere können Sie ja nichts dafür, dass der erweiterten Funktionärsschicht der SPD der Gedanke offenbar nicht im Traum einfällt, dass ihr nahender Untergang selbstverschuldet sein könnte und für viele Bürger „Bremen“ inzwischen ebenfalls zu einer Art Menetekel geworden ist. Man merkt im Übrigen, dass Ihnen diese Partei auf eine bittere Weise irgendwie doch noch am Herzen liegt. Aber ich würde mir keine Hoffnungen machen, dass jemand in der FES wirklich versteht, was Sie hier zu erklären versuchen.

    Ansonsten vertreten Sie hier ja schon seit einigen Monaten die Ansicht, die Problematik durch die unkontrollierte Massenzuwanderung werde sich, wenn auch unter Schmerzen, im Wesentlichen über Wanderungsbewegungen im Bundesgebiet regulieren. Angesichts der Größe der Probleme habe ich da, ehrlich gesagt, nach wie vor gewisse Zweifel, zumal noch völlig offen ist, wie es im Sommer weitergeht. Wenn nun z.B. auch noch NRW völlig abstürzt, was sich bedauerlicherweise immer deutlicher abzeichnet, kann auch Bayern das gerade wegen des Länderfinanzausgleichs u.Ä. keinesfalls gleichgültig sein. Andererseits haben Sie mit Ihrer „Vorhersage“ sicher in gewissem Umfang recht. Wenn ich mir die USA anschaue, kann ich mir ganz gut vorstellen, wie das ablaufen kann. Möglicherweise steht uns dann absehbar auch noch eine große föderale Strukturreform ins Haus, bei der anerkannt wird, dass unterschiedliche Lebensverhältnisse ein zwingendes Resultat ganz unterschiedlicher Lebensvorstellungen sein können.

    Mal eine andere Frage als jemand, der im Moment leider nicht in Bayern lebt: Welche Landstriche können Sie denn empfehlen, wenn man aus nicht ganz so gutem Hause kommt (d.h. eher keine Münchener Mietpreise bezahlen kann) und vielleicht gerade deshalb lieber in einer möglichst heilen, rechtspopulistischen Welt unter Horst I. leben möchte?

    Allerdings begreift die Lebensmotivation, dass die eigenen Kinder es einmal besser haben sollen als man selbst, bei der SPD ab einer gewissen Ebene wohl auch so gut wie niemand mehr wirklich…

    In jedem Fall vielen Dank für Ihren österlichen Beitrag, er enthält diesmal wieder einige besonders schöne Sprachperlen. Und auch von mir schöne Osterfeiertage Ihnen und den übrigen Blogteilnehmern.

    • Das ist doch das Tolle. Man kann die Wahrheit sagen und sie bleibt ohne Konswquenz. Keine Konsequenz, keine Verantwortung,. Ich glaube nicht, dass man die SPD retten kann, allein schon wegen des Personals, das ssie auch nach drei brutalen Niederlagen in Folge nicht vor die Tüs setzt, zusammen mit den FES-Gender-Apparatschiks. So wird das nie was. Es passt schon.

    • Das Personal
      ist aber doch nicht nur bei der SPD unsäglich, sondern durchweg bei allen Parteien. Mir fällt spontan in keiner Partei jemand ein, der auch nur den Hauch eines Hoffnungsschimmers vermittelt.

      Ich genieße hier das Duo Kraft/Löhrmann, weitere Worte erübrigen sich wohl dazu. Aber auch auf kommunaler Ebene sieht es duster aus.

      Nach einem CDU-OB-Versager, der zum Nachbarort nicht tot überm Zaun hängen wollte, was ihm der Wähler dann ersparte, wofür er sich eine Sofortpension von 4.000 Euro erkämpfte, die so ziemlich alle befürworteten und Nachbarstädte nun für ihre ausscheidenden OBs aufgestockt übernehmen, haben wir seit 2 Jahren einen SPD-OB, der Wahlkampf als Radschläger machte. Prädestiniert natürlich für ein Amt im Dorf an der Düssel.

      Und schon hat sich die Schuldenfreiheit mit der Begründung erledigt, ja wenn das Geld doch nix kostet (0%Zinsen), wäre es ja blöd, keine Schulden zu machen und holt sich 90 Millionen von der Bank.

      Ich habe ja damit gerechnet, dass Düsseldorf mit dem Geisel nicht schuldenfrei bleibt, aber so flott, es muss also auch an der SPD liegen.

      Die Düsseldorfer sagen über ihn, der ist ja öfter im Fernsehen, als dass er arbeitet und damit wären wir wieder bei Gabriel & Konsorten.

    • „Ich genieße hier das Duo Kraft/Löhrmann“

      Bayern such fähige Leute.

    • Zukuenftige Generationen
      „Zit.: Allerdings begreift die Lebensmotivation, dass die eigenen Kinder es einmal besser haben sollen als man selbst, bei der SPD ab einer gewissen Ebene wohl auch so gut wie niemand mehr wirklich…“

      Wer in der Lage ist, die gegenwaertigen Entwicklungen in die Zukunft zu extrapolieren, sieht den, sich beschleunigenden, Niedergang Deutschlands auf der wirtschaftlichen, sozialen und politischen Ebene; Kultur … :-(

      Wer Kinder oder Enkel hat und den politischen Reichstagseinheitsbrei toleriert oder unterstuetzt, ist mE naiv, dumm oder absoluter Egoist.

      Keine der Parteien hat eine glaubhafte, tragfaehige Zukunftsstrategie. Zynisch koennte man glauben, „die“ warten auf eine Katastrophe, um die „Systeme“ auf Null stellen zu koennen und neu anzufangen.

      Das Bedauerliche ist, dass die Wahrscheinlichkeit fuer solche transformierenden Katastrophen noch nie so hoch war (seit dem kalten Krieg). „Tipping points“ koennten sein: BREXIT, EURO-Kollaps, Welt-Finanzkrise, „dirty bombs“ in Europa…

      Trotzdem: Ostern feiern, Apfelbaeumchen pflanzen, engagieren, handeln.

    • @DA
      Fragen Sie doch mal bei Sarah Wagenknecht an.
      Die halte ich für fähig, derzeit bloß in der falschen Partei. Denken Sie das auch?

    • Systemkrisen
      „Zynisch koennte man glauben, ‚die‘ warten auf eine Katastrophe, um die ‚Systeme‘ auf Null stellen zu koennen und neu anzufangen.“

      Von Zeit zu Zeit gibt es halt einfach Systemkrisen, die mehr oder weniger große Veränderungen nach sich ziehen. Das war schon immer so. Aber eines steht fest: Falls es in den nächsten Jahren dazu kommen sollte – was angesichts der von Ihnen genannten krisenhaften Phänomenen (Migration, Euro etc.) in der Tat nicht völlig unrealistisch erscheint -, wird das politische Establishment nichts zu lachen haben. Rein gar nichts.

      Ich bin sowieso immer wieder erstaunt, wie sicher sich Herrschenden glauben, wie sehr sie meinen, ihre Macht ungeachtet aller äußeren Umstände erhalten zu können, so, als ob sie tatsächlich einen gottgegebenen Anspruch hätten, nach Belieben mit anderen verfahren und sie eben auch ins Unglück stürzen zu können. Auch das hat m.E. sehr viel mit mangelndem Geschichtsbewusstsein zu tun. Da es hier ja um die FES geht, die den Namen Eberts inzwischen nur mehr für sich missbraucht: Wer war denn eigentlich Friedrich Ebert um 1900? Und wer von den alten Eliten hätte gedacht, dass er keine zwanzig Jahre später an die Stelle des Kaisers treten könnte?

    • Um 1900
      …glaubten die Herrschenden, dass sie schwimmen können.
      Eine Sintflut störte sie nicht, an eine Epochenwandel glaubten
      sie nicht.

    • Ich habe schon so meine Sorgen.

    • wo sonst als München?
      Passau. Regensburg. Augschburg. Nürnberg. Wenn man mit dem FC N leben kann.

    • @Krampus
      Ich lese nebenher ja nach wie vor den Armstrong, auch wenn T.I.M. dem nicht traut, aber ich stufe ihn als jemand ein, der einen besseren Überblick hat als die meisten.
      Der sagt auch, daß wir auf eine Systemkrise zulaufen, weil das Regierungssystem das Vertrauen verliert, und es sei eine Krise so tief wie etwa alle 309 Jahre, letztes Mal sei es zur Amerikanischen Revolution und im Anschluß zur Französischen gekommen.
      Seine Beispiele mit den alten Römern, was alles so passiert, wenn ein System zusammenkracht (er hat wohl u.a. die Geldmenge damals rekonstruiert), sind nicht sonderlich erbaulich.
      Weiters sagt er, Trump als Einzelperson sehen zu wollen, sei Unfug, die revolutionäre Gärung sei allgegenwärtig, und nach Trump käme „an army of Trumps“. Und wir seien nur noch 4 Wahlen vom kompletten Chaos weg: Brexit, US-Präsidentschaftswahl, Wahlen in D und F.

    • Prinzip Hoffnung
      Von dem Tag an, an dem der Freistaat Sachsen auch nur einen Euro an den Stadtstaat Berlin überweisen muss, ist der Länderfinanzausgleich Geschichte.

    • @colorcraze
      Nicht nur Regierungssysteme verlieren an Vertrauen,
      auch die UNO.
      Die UMHCR überstrapaziert nicht nur ihre eigene
      Flüchtlingskonvention, sondern auch das intern. Seerecht.

      Die Durchsetzung ihrer ausgedachten Völkerwanderung
      und ihre Resettlement Politik ist ihr wichtiger, als jede
      Glaubwürdigkeit.

      @ niemand ists gewesen.
      Ich teile ihre Hoffnung.

  24. Wanderungsbewegungen und Mentalitäten im südöstlichen Niedersachsen
    Mitte der 30er Jahre des vorigen Jahrhunderts kam es im heutigen Wahlkreis Sigmar Gabriels, Bundestagswahlkreis Salzgitter–Wolfenbüttel, aus ganz anderen Gründen zu Wanderungsbewegungen. 1937 gründeten die Nationalsozialisten die Reichswerke AG für Erzbergbau und Eisenhütten „Hermann Göring“ (Hermann-Göring-Werke). Der Raum zwischen Goslar, Wolfenbüttel und Braunschweig wurde in dieser Zeit eine der größten Baustellen Europas.

    1938 wurde durch Adolf Hitler der Grundstein für das Volkswagenwerk auf der Nordseite des Mittellandkanals gelegt. Um die nötigen Arbeiter unterzubringen, entstand in unmittelbarer Nähe eine neue Stadt, Stadt des KdF-Wagens bei Fallersleben, die heute Wolfsburg heisst. Noch heute kommt ein Großteil des Stahls für das Volkswagenwerk von der Salzgitter AG.

    Die merkwürdige Mischung aus traditionellem Bauerntum und Schwerindustrie in dieser Gegend hat Persönlichkeiten wie Sigmar Gabriel nach oben gespült:

    http://ernstwilhelm.wordpress.com/2009/10/01/mit-sigmar-im-falkencamp-oder-der-fuhrer-der-verlierer/

    Etwas weiter nördlich war man übrigen einem zukünftigen bayerischen Ministerpräsidenten behilflich, was die Erlangung des grünen Abiturs anging:

    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-46175483.html

    Wie dem auch sei. Die FES und die politische Klasse meiner Heimat ergänzen sich. Man verlässt sich auf die Leistungen anderer. Dies verheisst nichts gutes für Deutschland. Für mich persönlich hat es einen Vorteil. Solange im Stahlwerk Salzgitter nachts der Hochofen beim Abstich erglüht und ich auf Jagdbesuch bin, brauche ich nachts deutlicher weniger Mondlicht als in anderen Teilen Deutschlands.

  25. die Widerrede fällt schwer, wenn man sich unwiderstehlich an seine eigene Jugend erinnert fühlt
    http://www.dailymotion.com/video/x1zexu_eurythmics-shame_music

    Also versuche ich, das brave Osterschaf zu geben und Ihnen eine fröhliche Eiersuche zu blöken.

    Zumal wir doch eine ausreichend tragfähige, gemeinsame kulturelle Grundlage haben, was Sie bloß wieder zu nörgeln haben:

    Bayern kassiert gigantische EU-Agrar-Subventionen und will genau deshalb gerne Mitglied in diesem Club bleiben (und dass andere auch Mitglieder bleiben). Mir will glatt scheinen, der olle Marx wird dort (in Bayern) auch gelesen! Auch das mit den Proletariern aller Länder, die unregistriert über die Grenzen, und mit den Produkten die zollfrei in die Gegenrichtung … Brandenburgs, Berlins und Mecklenburgvorpommerns ! Natürlich! Schließlich kann es unter der Sonne nichts Schöneres geben, als bei uns durch den Spreewald zu staken und saure Gurken zu essen. Würden Sie hier leben, wäre Ihnen das auch klar. Aber Sie werden das schon noch lernen, das mit der „kulturellen Globalisierung“ (der ist nicht von mir, sondern von Ihrem Kollegen).

    • Die gemeinsame kulturelle Grundlage endet hinter den Pforten des Germanischen Nationalmuseums, fürchte ich. Nach meinem Empfinden wissen die wenigsten überhaupt, wie die Grundlage aussieht – sonst würden sie nicht die Abende vor dem TV-Gerät verbringen und bei Ikea kaufen.

      Ich habe nichts gegen den Osten, ich sage ja, dass jeder sich sein ideales Umfeld selbst suchen kann.

    • Das hört sich allerdings bedenklich an!
      Nun können Sie mir gewiss auch verraten, wen es interessiert, wenn familiär eingebundene Menschen einen Fernsehapparat haben und bei Ikea einkaufen?

  26. Titel eingeben
    Wenn man in Diversitiy-City Frankfurt Haus und Hof hat, läßt einem ihr treffender Artikel wenigsten die Gewißheit, daß man nicht allein ist als „Bürge“ für dieses Land.
    Nur leider können sich weniger diversitäre Bürger nicht so schöne Panzersprerren vor Haus und Hof setzen, wie z.B. die Deutsche Bank, die so deutsch auch nicht mehr ist. und da wird man richtig neidisch auf die bayerische Hubschrauberflotte.

    • HUBSCHRAUBER
      das mit dem hubschrauber lieber Gast und werter DON kann schiefgehen, sehen sie sich einfach mal das bild an…….so stelle ich mir die ausreise dann auch nicht vor !!!!!!!!!!!!!!……………………………………………..http://news.bbc.co.uk/2/hi/in_pictures/8051650.stm

    • Frankfurt erleidet nun mal ndas Schicksal der süddeutschen Grenzfeste. Dumm für meinen Arbeitgeber, aber ich war ja schon immer für die Verlegung der Redaktion den Lago Naggiore. Dafür ist aber auch immer was los und um den Botanischen Garten täte es mir leid.

  27. "Ein frohes Osterfest" dem lieben Don, den Mitforisten und auch den geneigten Lesern
    Ihr heutiger Text reizt zum Widerspruch, den ich mir aber aus österlicher Ehrfurcht verkneife. Es ist ein Tag glücklichen Schalmeienspieles und fröhlicher Engelsposaunen, die Sonne lacht und der liebe Herr ist auferstanden!
    So höre ich die frohe Botschaft und senke -bei gebeugtem Knie- still mein Haupt in Demut, ob all‘ des Lobpreises, der sich hier im Forum Bahn bricht.

    Ein Wort des freudigen Dankes für Ihre anregenden Texte und das liebevoll betreute Forum sei Ihnen hiermit übermittelt.

    Intuitiv würde ich vermuten, dass beim Thema „menschengemachte Katastrophe“ wie z.B. „Zuwanderung in ihrer Vielfalt“ -auch unter Berücksichtigung anderer Presseorgane und journalistisch verwertbarer Quellen- noch viel mehr herauszuholen ist, als Sie jetzt vielleicht vermuten.
    Ihre scharfe Beobachtungsgabe verbunden mit einem niveauvollen Schreibstil und der sich dadurch ergebenden klaren Bevorzugung der Wahrheit, gibt uns Lesern weiterhin die Hoffnung, dass Qualitätsjournalismus letztendlich auferstehen und feiern wird.

    Ein frohes Osterfest wünscht…
    Knut Gnadenbrotler

  28. hier das richtige bild
    http://news.bbc.co.uk/2/hi/in_pictures/8051650.stm

  29. ... und übrigens
    jagt man auch in Berlin gerne mit dem Polizeihubschrauber. Am 1. Mai nämlich, aber nur wenn eine Aussicht besteht, dass auch Rechte auf eine Demo gehen. Ich weiß nicht, ob das so geplant ist, aber als Anwohner fühlt man sich dann auch gejagt, aus dem Haus nämlich, weil sich das Kreisen des Hubschraubers über der Wohnstatt so anfühlt, als sei der letzte Krieg angebrochen. Aber auf ein Faible für einen Hubschraubereinsatz kann man sich in Deutschland ja immerhin einigen, vielleicht sollten Sie das der FES mitteilen, als Ausgleich für das angebliche Fehlen der Angleichung der Lebensverhältnisse, wie es das GG vorschreibt. Man muss bloß zeitgemäße Prioritäten setzen und Gesetze immer wieder richtig interpretieren.

    • von mir aus könnte man Kreuzberg dauerbedröhnen, vielleicht ermüdet das ja die Antifa, Oder die Wohnbevölkerung rebelliert und jagt die vor die Tore.

    • @ D.A.
      Avec plaisier. Zur Entzugskur. Aber wer würde uns denn für eine solch barbarische, unmenschliche Tat einen Polizeihubschrauber leihen? Nein, das einzige, was wir hier abbekommen, sind 1. crystal meth in sämtlichen Darreichungsformen (Bananen) und 2. die dazu passenden Konsumenten, falls uns der Nachschub auszugehen droht. Aber was rede ich … das ist ja Konsens und ich bin eindeutig zu wenig(e), wie mir Euer schnieker Herr Precht sofort unterschreiben würde.

  30. Titel eingeben
    Ein richtiger Feiertags-Don. Ohne „Ganzheitlich“ auszusprechen, erinnern Sie an vielschichtige Vor- und Nachteile des Föderalismus, streiten gegen monokausal, alternativloses Umverteilungsgeschwafel. Danke

    • Gern geschehen. Es ist Teil meiner geheimnen Strategie, Leibeigenschaft wieder als Thema suf die Agenda zu setzhen. Wir haben zu viele Akademiler und zu wenig Landjugend.

  31. Leider stimmt eine der Diagnosen, die DA. hier en passant stellt, erheblich
    Eine Gesellschaft, in der die Teilhabe real nur mehr Wenigen zu Teil wird, ist eine Gesellschaft, die sich in Drogen der ein oder anderen Art flüchtet- vor dieser Realität.
    Eine Gesellschaft unter Drogen ist zudem eine, der man alles als Realität vormachen kann. Insofern erscheint das ERgebnis von gewisser Seite durchaus erwünscht.
    Bei Stanislav Lem steht das Absetzen der täglichen Droge unter Strafe, denn das Mittel ist der einzige Garant, den jämmerlichen Realzustand als „es geht uns so gut wie nie“ verkaufen zu können.

    Als NEbenbemerkung bleibt zu diagnostizieren, dass heute besonders Sklaven-Drogen wie Crys Meth das Subjekt der Ausbeutung durch sich selbst oder durch andere verfügbarer machen. Die Formen der Leibeigenschaft gehen mitunter eine seltsame Camouflage ein.

    • Ich finde, es gibt einiges an Teilhabe in dieser Gesellschaft und glaube nicht, dass auf diesem Planeten in Kombination mit Demokratie etwas drüber geht. Methschnupfer haben einfach ein massives Problem, und die Gesellschaft kann dafür gar nichts.

    • @ DA. Ich bin der Letzte, der "die Gesellschaft" für die Drogenproblematik des Einzelnen
      verantwortlich macht. Ich sehe da primär eine Eigenverantwortung des Einzelnen für sein Leben.

      Trotzdem hat irgendwie jede Zeit „ihre“ Drogen(heute Leistungsdrogen, früher Fluchtdrogen und psychedelische Substanzen). Und diese Drogen passen zum Pathos der Zeit.
      Und dann gehen intellektuell-soziale Verwahrlosung (trotz der Eigenverantwortung) auch mit Drogenabusus parallel. Meine Behauptung dazu ist, dass auch dies eine Art von (destruktivem) nudging ist.
      Ich habe als krasses Beispiel Argentinien vor Augen. Tendenzen sehe ich aber hier auch schon.

    • Frohe Eier, Patrick
      Ich kann ihrer Diagnose zustimmen, und würde noch ein zynischen Schritt weitergehen.
      Deutschland ist eines der zivilisiertesten Länder der Erde, da die grosse Masse der Bevölkerung niemals von selber an das Absetzen der täglichen Drogen, als da sein mögen Konsum, Unterschichten TV, Handy, Internetporno, Fussball und anderes denken würde, und es somit gar nicht unter Strafe gestellt werden muss.
      Vielleicht auch nur „noch nicht“. Konnte man die Glotzen in Orwells 1984 noch abstellen?

    • @D.A.
      Bevor wir die Frage stellen, wie es zum meth-Konsum kommt, sollten wir vielleicht festhalten, dass der Konsum von meth jedenfalls nicht der Standard ist und auch keinen setzen sollte, ja? Vielleicht weißt diese Überlegung ja nach vorne. Dann kann man sich nämlich wieder darüber unterhalten, was vernünftiger Weise von Menschen erwartet werden kann und was es braucht, damit sie ihre Kompetenz anderen zur Verfügung stellen. Und ob man auf den Beitrag der meisten Methkonsumenten nicht vielleicht doch verzichten kann und sollte – oder ob der wirklich unverzichtbar ist, wie einige meinen.

    • Ich habe das Gefühl, dass die Lücke zwischen meiner Heijmatregion und Problemgebieten niemals geschlossen wird – und das liegt auch an der Polituk und der Bereitschaft, sich damit abzufinden. Gepaart mit einer gewissen Menschenerachtunjg geht das lange gut. Der Einzelne ist Gefangener des Systems, und will es oft auch so.

    • @D.A.
      Naja, vielleicht ist an dem „wollen“ etwas dran, D.A. Vor allem daran, dass es mittlerweile den Standard setzt, dass immer mehr Leute Drogen nehmen wollen und das dann auch noch als Entschuldigungsgrund strafmildernd oder gar strafausschließend angesehen wird.

      Die Existenz der Drogen können Sie natürlich nicht verhindern. Sie könnten sich aber weigern, den Konsum derselben als Entschuldigungsgrund für diejenigen anzuerkennen, die ihre eigenen Möglichkeiten mit Hilfe der Drogen erweitern und andere, das Risiko dafür tragen lassen.

      Dazu müssten allerdings die Nichtdrogenkonsumenten konsequent auf ihren eigenen Standard rekurrieren, der da lautet: „Es gibt keine illegalen Drogen“. Denn bei ihnen gibt es das auch nicht. Sie nehmen nichts, das andere gefährdet! Diese Überlegung wäre aber wiederum unwahr, fortschrittsfeindlich, unwissenschaftlich und noch dazu DDR-piefig, fragen Sie nur beim BGH nach.

      So wird es wohl dabei bleiben, dass die Drogenkonsumenten uns ihren Standard aufzwingen. Weil wir das so wollen, gelle?

    • Wenigstens werden sie hier weiter diskriminiert, das ist ja auch was wert.

    • @D.A.
      „Wenigstens werden sie hier weiter diskriminiert, das ist ja auch was wert.“

      Galt das etwa mir? Oder ist das schon wieder zu egozentrisch gedacht? Na, wohl letzteres. Denn selbst wenn es mir hätte gelten sollen, hoch geschätzter Don, könnte ich gegen Ihre bewegte Vergangenheit ja nicht an https://rebellmarkt.blogger.de/stories/1924201, insbesondere die – letzte Ankreuzoption. Beschlossen und verkündet. Mit Monica Bellucci wäre Ihnen das nicht passiert, die passt auch viel besser auf eine Yacht.

    • Nein, es war allgemein in Richtung der Leute, um die es im Text geht.

  32. @djangohatnemonatskarte
    Also Django, ich glaube eher nicht, daß sich unsere Luxuslinken mit
    Sprengstoffgürteln in die Luft sprengen werden. Da sei Siggi davor.
    Aber diejenigen, die sie so generös reingelassen haben, haben nichts mehr zu verlieren und mit der Teilhabe an den sozialistisch umverteilten Millionen nur zu gewinnen. Wenn sie sich schon wegen „Nichtigkeiten“ gegenseitig umbringen, brauchen die nicht mal Crystal Meth wie unsere „Volksvertreter“um „Ungläubige“ in ihre Hölle zu schicken. Dafür gibt’s 72 Jungfrauen im Paradies“?! Muß zur Zeit ein ziemliches Gedränge sein. Leider helfen da auch keine bayerischen Hubschrauber mehr und die Frankfurter FES schon gar nicht.

  33. Ich halte das für nicht durchdacht
    Ich weiß nicht so recht. Leibeigenschaft, das geht mir ein bisschen zu stark in die Richtung verpflichtende Burka und keinerlei Rechte für Frauen. Also alles Dinge, die am Ende doch nur in der Theorie gut klingen.

    Hier ist es genauso. Natürlich kann man der Ansicht sein, es gäbe zu viele Akademiker, wer möchte da angesichts diverser Studiengänge mit Gender-Tröten ernsthaft widersprechen? Aber möchte man solche Leute ernsthaft um sich haben, und sei es als Leibeigene? Soweit ich mich entsinne, gab es dann im Gegenzug auch diverse Fürsorgepflichten. Ehe Sie sich versehen, haben sie dann den NRW-Sozialstaat in Ihrer offensichtlich ohnehin schon viel zu kleinen Behausung. Ich würde das noch mal durchdenken!

  34. Bertelsmann-Stiftung
    Bitte auch mal so durchforsten…..

  35. Zahlmeister Bayern
    Servus Don, vielen Dank!

    Die Hubschrauber-Einsätze gegen die Kleinkriminalität waren zwar wohl eher erfolglos, haben aber bestimmt Spaß und Eindruck gemacht.

    Bayern ist ziemlich genervt davon, weiterhin der Zahlmeister zu bleiben.

    https://www.bayernkurier.de/inland/11835-bayern-bleibt-der-zahlmeister

    Und Eltern aus Bayern wundern sich, dass sie hier viel Geld für Kindergartenplätze ausgeben müssen, während im von Bayern finanzierten armen sexy Berlin Kinder angeblich umsonst in den Kindergarten gehen können.

    Und wie viel die von @Gast erwähnten EU-Agrarsubventionen tatsächlich bringen, ist die Frage…

    https://www.bayernkurier.de/wirtschaft/11934-der-grant-der-bauern-gegen-aldi-norma-und-die-verbraucher

    Zur von Don geforderten Leibeigenschaft:

    Die alte Sklavenhaltergesellschaft Italien hat zwar offiziell keine Leibeigenschaft eingeführt, importiert aber das Hauspersonal aus den Philippinen.

    Machen wir uns nichts vor: Die hier eingewanderten arabischen Männer-Massen eignen sich eher nicht für diese Jobs.

    • Putzelei
      „Machen wir uns nichts vor: Die hier eingewanderten arabischen Männer-Massen eignen sich eher nicht für diese Jobs. [Hauspersonal]“

      Eh klar.

      Machen wir uns aber nix vor:
      Mit Putzen und Klofegen haben es noch nirgend Männer recht geglänzt. Die putzen Esstisch und Klo absichtlich immer mit dem gleichen Puschel:
      http://www.ardmediathek.de/tv/Servicezeit/Online-Putzdienste-Das-sollten-Sie-beac/WDR-Fernsehen/Video?bcastId=7582764&documentId=34295718
      :-)

      Das ist deutlich zu viel ideologische Gleichpuschelei.

    • Mein Gott... was sind sie doch pingeleig!
      „Und Eltern aus Bayern wundern sich, dass sie hier viel Geld für Kindergartenplätze ausgeben müssen, während im von Bayern finanzierten armen sexy Berlin Kinder angeblich umsonst in den Kindergarten gehen können.“

      Das Geld wird halt nun mal nötiger für Hubschrauberflüge gegen Sprayer gebraucht

      Ihre hier geäusserte mangelnde Unterstützung für die wahren Werte wurde in die allgemeine Datenbank des Innenministeriums aufgenommen.

      Sie sind als möglicherweise Unterstützer staatsschädigender Interessen registriert!

  36. Es ist sicher kein Zufall...
    …dass vielen linken Gleichheitsideologen die Familie so suspekt ist, denn hier liegt eine Keimzelle sozialer Unterschiede. Vor diesem Hintergrund sind auch rotgrüne Systemexperimente, nicht zuletzt in der Schule, meines Erachtens immer auch eine Kampfansage an die Familie. Hier wird das Pferd (die Forderung nach Angleichung) nämlich von hinten aufgezäumt.
    Blöd nur, dass Literatur wie Geschichte offensichtlich an linken Allmachtsphantasten ganz offensichtlich völlig vorbeigerauscht sind. Sonst wüßten sie, dass es noch keine Volksumerziehungsclique geschafft hat, sich durch Herbeikonditionieren (oder Backens) eigener Clacquere ewig an der Macht zu bleiben! Gott sei Dank.

    • treffende Wortfindung
      … „Volkserziehungsclique“ hat Potential, solange es auch so gemeint ist und nicht nur bedeuetet, die eine Pädagogik durch die andere zu ersetzen. In seiner liberalen Konnotation bedeutet dieses Statement nichts anderes als die überfällige Abschaffung jeglicher Volkserziehung bis hin zu einer wahrhaft demokratischen weil rein formalen herrschaft der bürgerrechte nach römisch-republikanischem vorbild. Leider konnte das wohl nicht gemeint gewesen sein weil letztendlich ideologisch….

  37. Paviane oder was
    Berichte vom Pavianhügel

    Ein Experiment mit Pavianen, denen man Drogen anbot, ergab, dass der Chef der Pavianherde nicht sonderlich zugriff, eher gar kein Interesse hatte. Umso eher jedoch diejenigen Mitglieder der Herde, die weiter unten in der Hierarchie standen. Je weiter unten, desto mehr. Desto kiff.

    Am ehesten wird anzunehmen sein, dass Chefsein per se dem Pavian ganz oben wohl einen mehr als ausreichenden inneren Serotonin-/Dopaminhaushalt bot. Also einen gewissen körpereigenen, beglückenden Zustand, der ihm vollends ausreichte. Er brauchte keine Drogen mehr von außen zuführen, er hatte genügend körpereigene.

    Anders Paviane mit sehr niedrigem Status. De niedrige Status schien mit einem defizitären Serotonin-Stoffwechsel der rangniederen Tiere zu korrelieren. Da griff man eher zu, anscheinend war der Mangel zu groß, um den „Stoff“ zu ignorieren.

    Jetzt könnte man vermenschlichende Erklärungsmuster hernehmen. Kann man, muss man aber nicht. Die Depressionsforschung hat da einiges noch zu klären.

    Davon abgesehen wird immer mal wieder von verschiedenen Tieren bis rauf zum Elefanten berichtet, die absichtlich Früchte vergären lassen und sich einmal im Jahr damit absichtlich so richtig ordentlich besaufen bis zum Verlust der Muttersprache, und zwar vermutlich egal welchen Status sie innehaben.

    Wer als Mensch weder Musik noch lustige Bilder von Mohammed noch diese anderen, zugegeben zweifelhaften Freuden des Daseins genießen darf und allein auf 72 langweilige Jungfrauen angewiesen ist und sonst nix hat außer seine eingeölte Kalaschnikow, der muss doch gleichzeitig dauergrantig-dauerdepressiv und dauerspitz durch die Gegend laufen. Also eine Bombenlaune haben.

    Lass mir grad einen Montepulciano schmecken.
    Der könnte den berufsgrantigen Radikal-Ideologen jedweder Kulör zumindest mal kurz das Gehirn durchlüften.

  38. Hoffentlich
    …habe ich das jetzt richtig verstanden. No border, no Nations
    ist die Lösung sich aus der Leibeigenschaft zu befreien!

    Bloss nicht an der Scholle, an seiner Alltagskultur kleben.
    Die große Freiheit genießen, jeder ist seines Glückes Schmid.

    Dann sind wir auf dem richtigen Weg nach Idomea.

    Frohe Ostern!

  39. Funfact
    Das mag jetzt einige überraschen, Bayerns zweitgrößte Stadt Nürnberg hat etwa gleich viele Einwohner wie Bremen. Das Bip Nürnbergs liegt bei etwa 23,3 Mrd. € und in der rotgrüninsolventen Bremen sind es, tata: 27,7 Mrd.

    • Trotzdem gibt es in Nürnberg keine Bremer Probleme.

    • @DA
      Standortvorteil. Nürnberg ist rein zufällig irgendwo in Bayern.
      In welchem Zustande wäre der Stiefel, wenn er nicht südlich aus den Alpen herausgewachsen wäre, sondern sich nach Norden von Libyen aus ins Mittelmeer entwickelt hätte?

      Gut, dann gäbe es weniger Tote auf dem Weg nach Lampedusa, aber das ist hier jetzt gar nicht mein Thema … .

    • @Don Alphonso
      Nürnberg hat aber auch zum selben Bundesland gehörige Anrainergemeinden. Ich denke, dass viele pekuniäre Probleme der Stadtstaaten aus dem Umstand resultieren, dass a) Infrastruktur für Einpendler aus umliegenden anderen Bundesländern vorgehalten werden muss, und b) eine Menge des erwirtschafteten Geldes in eben diese Bundesländer abfließt. Brandenburg hat sich nicht grundlos vor gut 10 Jahren gegen eine Fusion mit Berlin gewehrt, weil es die Schulden nicht mitübernehmen wollte.

    • Summe ist das Ergebnis von Einnahme und Ausgabe
      Das rotgrüninsolvente Bremen ist insolvent aufgrund übersteigerter Ausgaben.
      Nürnberg ist beinahe überschuldet durch sechzig Jahre rote Politik, viele Jahre davon rot-grüne Politik.

      Maly ist kein schlechter und kein guter OB; gewiss aber ein geschickter Taktiker. Seit Jahren bindet er die csu so ein, dass er auf seine Linken nicht angewiesen ist.
      Für das Sicherheitsgefühl der nürnberger und das wirtschaftliche Umfeld sorgt csu in bayern. Csu nürnberg aus meiner Sicht so kaputt wie csu München. Langfristige, mittelfristige Stadtplanung scheint in Stadt, in SPD und CSU nicht zu existieren.
      Aber die Pfeffersäcke können nicht, wie sie wollen. Anders als in Bremen korrigieren Bezifk und Land.

      Vivat Föderalismus

    • nicht allein Geld
      Kann es sein, dass die Probleme Bremens und sein schlechter Ruf nicht primär mit Geld zu tun haben?

    • Titel eingeben
      Funfact2
      Das mag jetzt einige überraschen aber die IHK Bremen meldete, daß rd. 45% aller in Bremen sozialversicherungspflichtig Angestellten nicht im Bundesland/Stadtstaat Bremen wohnen.

      Case closed.

    • z.B. sowas Bremer Bürgerschaftspräsident tritt auf Islamisten Kongress auf
      https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2016/bremer-buergerschaftspraesident-tritt-bei-islamisten-auf/

      Wer so verantwortungslos handelt und vom Miri-Clan regiert wird, der kann soviel Geld haben wie er will, er wird in der Gosse landen.

  40. Gleichheit als Illusion
    Kleiner Nachtrag:

    Wir sind gerade in der Bar des Parco Paradiso Hotels, man hat hier einen wundervollen Ausblick auf Lugano, wir sind eine nette Runde nobler Gäste und sprechen über Don Alphonsos Gedanken.

    Es ist doch stets wieder überraschend, wie sich Menschen an Artikel der FAZ erinnern können.

    Ein liebenswerter Bekannter aus Mailand erinnerte an einen Artikel der FAZ vom 31.01.2010 mit der Überschrift: „Gleichheit als Illusion“.

    Zentral scheint die Aussage zu sein:

    „Wie der Historiker Paul Nolte bemerkt hat, war in den ersten drei Jahrzehnten der Bundesrepublik der Gerechtigkeitsbegriff „zwischen Recht und Freiheit, Würde und Chancen aufgespannt“. Die Gleichheit, die das Grundgesetz festschreibt, meinte bürgerliche Rechtsgleichheit, die Schutz vor staatlicher Willkürbehandlung garantiert. Gerechtigkeit hieß Leistungsgerechtigkeit. Erst in den siebziger Jahren schlug das Pendel um in Richtung Verteilungsgerechtigkeit. Über die Jahrzehnte hat der umverteilende Sozialstaat gigantische Schuldenberge aufgehäuft und auf Kosten der kommenden Generationen agiert.“

    und
    „Nicht nur die lange hingenommene Verletzung der Generationengerechtigkeit entlarvt die moralisierende bundesdeutsche Debatte. Der umverteilende Sozialstaat beruht auch auf einer verfehlten Nullsummenlogik: Demnach ist der Wohlstand wie ein Kuchen, der innerhalb des Nationalstaats aufgeteilt wird. So funktioniert aber eine offene und dynamische Wirtschaft nicht, denn Unternehmen und Leistungsträger können abwandern. Der hochverschuldete Sozialstaat muss also neue Wege gehen und seine Ziele neu definieren.“

    Ja, so ist es, sagte ein guter Bekannter aus Deutschland, „denn Unternehmen und Leistungsträger können abwandern“ und deshalb sitzen wir hier in der gepflegten Bar.

    Die Nacht beginnt schön zu werden.

    ObjectBe (objectbe.blogspot.com)

    • Nobilitäten
      @ObjectBe

      Ach?! „…wir sind eine nette Runde *nobler* Gäste…“
      Der große Arthur hat kühl festgestellt, daß Menschen gewöhnlich beunruhigt sind über Eigenschaften, die sie eben nicht haben – und solche daher selbst betonen und herausstellen.

    • @ Don Franciscos Schwester
      Werte Don Franciscos Schwester,

      wie Recht Sie doch mit ihrer Bemerkung haben und wo wir doch alle so bewandert mit Zitaten sind darf ich in die große Kiste greifend Oscar Wild zitieren:

      We are all in the gutter, but some of us are looking at the stars.

      Es war amüsant von Ihrem Esprit geküßt zu werden,
      mit freundlichem Gruß
      ObjectBe (objectbe.blogspot.com)

    • Don Franciscosens Schwestern
      Zitieren des großen Arthur hat’s trotzdem in sich. Der große Oscar war
      nämlich ausweislich sämtlicher Kriterien seiner Biografie
      really in the gutter. Man nicht unbedingt Pharisäer sein um sich keineswegs
      in the gutter zu fühlen. Ein sehr kleinlautes Oscar Zitat ist das, weil the
      gutter nicht der einzige Standort ist um die Sterne fassen und streicheln zu können.

    • No and not at all
      are we all in the gutter. Der große Oscar, Gott seis geklagt, war leider drin,
      weshalb sein bon(?)mot recht kläglich klingt und die Schopenhauersche
      Feststellung in keiner Weise relativiert.
      Don Franciscos Schwester Vivat!

  41. Da kommt sie im Hubschrauber geflogen, die liebe Leibeigenschaft:
    „Und deswegen wollen wir regeln, dass auch anerkannte Flüchtlinge – jedenfalls solange sie keinen Arbeitsplatz haben, der ihren Lebensunterhalt sichert – sich an dem Ort aufhalten wollen, wo wir das als Staat für richtig halten, und nicht, wo das der Flüchtling für richtig hält.“
    .
    Macht schon irgendwie Sinn, stammt aber nicht vom Namensvetter, sondern -man glaubt es kaum- von einem Politiker. Mal sehen wie lange es dauert, bis diese Aussage dementiert bzw. bis zur Unkenntlichkeit herunter-interpretiert wird.

    • Das wird eine Gsudi. Für die Flüchtlinge und jene, die dann betroffen sind. Ich finde immer noch, dass wir jedem Fluchtbefürworter seine Objekte der Begierde einquarieren sollten. Besonders in den grossen Städten. Da wo die Grünenwähler sitzen.

    • Dass sich fast keiner ernsthaft vorstellen kann, mit den Migranten "unter seinem Dach" zu leben...
      … ist die Bankrotterklärung des „wir schaffen das“.
      .
      H4 – Parallelgesellschaften, bei denen die Migrantenkinder von der Polizei zur staatlich verpflichtenden Schule abgeholt werden müssen; das wäre meine Prognose für 2026. Wenns anders käme, würde es mich für Euch freuen!

    • Vorsicht, Don Alphonso!
      Den spärlichen Informationen über Sie ist zu entnehmen, dass Sie was mit einem Jesuitenkloster bzw. dem Tegernsee haben.
      Also, ich wette, dass eine ganze Menge unserer Neuankömmlinge nicht nur auf elegante Hauptstadtquartiere stehen sondern sich auch durchaus für irgendeine ehemals kirchliche Immobilie interessieren könnten. Zum Beispiel, um sie umzuwidmen. Oder eben auch ein Fleckchen Erde am Tegernsee.

      Ich weiss, Sie schrieben ‚besonders‘, aber besonders klar ist das nicht.

      Ich glaube, ich muss jetzt aufhören, mir scheint, es klingelt bei Ihnen … .

    • Es gibt Untersuchungen über Abgänge – hier bei uns wollen nur wenige bleiben, es zieht sie in die grossen Städte wo es schon Communities gibt.

    • @ Uwe Dippel
      Aus Landschaft machen sie sich nichts, sonst wären sie irgendwo in Italien geblieben. Nordafrika soll mal grüner gewesen sein.

  42. Titel eingeben
    Ohaueha. Geheimstrategie zur Rückbesinnung auf Leibeigenschaft!? gibt es da einen Schlachtplan, der ungeheime Petitionen und Gelärme vorsieht, oder ist darunter eher die Überzeugungskraft der Blogplauderei zu verstehen, die, ganz subversiv, seit Jahr und Tag aus Silberkannen in unsere Hirne schüttet (ja, ganz schiefes Bild)? (Nicht, dass das aufhören sollte, auch wenn jetzt der gGP [der große Geheim-Plan] offenbart wurde!)

    Völlig folgerichtig: Geld, das nicht da ist, kann nicht bei IKEA oder im Baumarkt (auch so ein Förderer der vergleichbaren Lebensverhältnisse) ausgegeben werden. Da Leibeigene auch nicht voll geschäftsfähig sind, fällt der Kreditkauf ebenso weg. Und wegen der restituierten Kleiderordnungen fallen die (Un-)Hörigen schon vor dem Werkstor, legalesisch „Schollengrenze“, auf. Easy.
    Wandert man jedoch in größerem Stil nach Süden, sind dort doch auch wieder pappige Neubauten fällig, nicht wahr? Andererseits – der restituierte Leibherr könnte ihm genehme Architekten beauftragen und Glasbausteine verbieten. Oder reden wir von Staatssklaven? Das nimmt der Sache an privatem Unternehmergeist, zeitigte aber in der Antike schon schöne Ergebnisse.

    A propos – erging das nicht der ersten befreiten Sklavengeneration so, ohne Land und illiterat, dass die sich innerhalb kurzer Zeit in verflixt vertrauten Abhängigkeitsverhältnissen wiederfand?
    Wenn die Abschaffung der Sklaverei und Leibeigenschaft also nicht gut durchdacht war, wer garantiert mir dann die gute Durchdenkung ihrer (rechtlichen) Wiedereinführung? Risky business, dat allens. ;-)

    Sollte ich demnächst aber einen masochistischen Tag haben, so werde ich mir im nächsten Geschichtsdidaktikseminar erlauben, auf die erste Passage des heutigen Beitrages hinzuweisen. Das wird fein. Muss nur achtgeben, nahe der Tür zu sitzen zu kommen zwegns Fluchtweg. Die Botschaft muss schließlich hinaus in die Welt! Petitionen nimt keiner ernst…

    In den allgemeinen Lob- und Preisgesang stimmt beherzt ein und wünscht allen einen fröhlichen Feiertag
    panna_Kraweel

    • Wenn ich höre, dass ausgerechnet Merkels Propagandaabteilung von Zeit Online streiken will, für einen besseren Lohn für ihre Rosabrilligkeit, würde ich noch nicht mal die Abschaffung von umweltschädlichen Schiffdieseln ablehnen, die durch Galeerensklaven zu ersetzen wären.

  43. Wunschdenken und Verrat
    @hefe60 um 21:34 Uhr

    Volle Zustimmung zu Ihren Ausführungen über die SPD. Was nun aber unsere anspruchsvollen Neubürger angeht, kann ich – nicht ohne einen Anflug von Sarkasmus – nicht umhin, auf einschlägige Äußerungen der (protokollarisch) zwei höchsten Repräsentanten unserer Republik zu verweisen: „Der Islam gehört zu … na?“. Im Hinblick auf zahlreiche Flüchtlingswünsche war das offensichtlich aussagekräftig genug. Jetzt sind sie da. Wie wäre es denn, unsererseits, angesichts dieses Faktums, mit einer Prise Wunschdenken: Der Bundesfinanzminister in seiner Eigenschaft als Herr über den Bundeshaushalt schafft das. In den Zeiten der Schwarzen Null(en) und des Null- und Negativzinses werden Wünsche wahr. Das Paradies ist greifbar nahe. Die jeweils 72 orientalischen Huris und 11000 kölnischen Jungfrauen inklusive. Alles solide finanziert. Was aber, wenn die Zinsen steigen? Fragen wir bei der hotline nach, und während wir auf die Verbindung warten haben wir noch Zeit für ein Stoßgebet und einen Doppelten.

    • Geld ist nicht das Problem. Das roblem wird die allgemeine Unzufriedenheit sein. Auf allen Seiten.

    • .
      dennoch könnte das paradies ferner sein als gedacht.

      denn nicht nur bei den 72 rosinen (s.o.), sondern auch bei so genannten kölner jungfrauen wartet eine möglicherweise unerwartete katze im sack (eher mit, pardon, anders: also dann doch eher kater, vielleicht gar zwiefach).

  44. Es geht doch nichts über eine gute Polemik als Anregung
    „Manchmal jedoch gebe ich mir auch Mühe und überprüfe meine Annahmen, bevor ich sie niederschreibe.”

    Perfektionist….

    „Das ist bei uns in Bayern anders, wir jagen solche Freunde des Schrifttums mit dem Polizeihubschrauber.“
    Nun, dass man in Bayern eine etwas andere Beziehung zum Thema Zensur hatte wissen wir spätestens seit einer zu Berühmtheit gelangten Scheibenwischer Sendung.
    Was Zensur angeht, hat der Rest der Republik(?) aufgeholt, aber zu Hubschraubereinsätze hat man es in den nördlichen Regionen noch nicht gebracht. Man sollte diese Art des zivilisatorischen Fortschritts bei der Bemessung des Bundesländer-Finanz-Ausgleichs höher berücksichtigen?

    „Natürlich kann man die Teilhabe am Reichtum fordern, aber Reichtum erleuchtet auch Strassen mit dem gleissenden Licht des Suchscheinwerfers, wenn die Teilhabe nicht systemkonform ist.”
    Da das Abfackeln von bestimmten Produkten der durch solche Hubschraubereinsätze geschützten durch und durch ehrlichen Gross-Konzerne auch in Strassen ohne das gleissende Licht des Suchscheinwerfers klappt, sehe ich da keinen Bedarf.

    Wie Precht nachfragte, wie viele bin ich denn… derjenige der trotz eines Lebens „auch in der besten aller möglichen Welten nicht alles haben, noch nicht mal als schlechterer Sohn aus besserem Hause“ nie gezwungen war seine Zeit daran zu verschwenden sich seinen Lebensstil zu verdienen, der ist wohl derjenige Teil des Don, der diesen Beitrag schrieb?

    Natürlich halte ich Eigenverantwortung für ein extrem hohes Gut, und mein Mitleid mit denen die das nicht verstehen können oder wollen, hält sich in Grenzen.
    Aber trotzdem, Sie selber haben ja bereits mehrere deutliche Blog Beiträge hier publiziert, in denen Sie die Privilegien beschrieben haben, die die Begrenztheit der See-
    Grundstücke am Tegernsee nun mal mit sich bringt.

    All das ändert aber nun mal nichts an der grundsätzlichen Wahrheit, dass das Land seit Jahrzehnten von Politikern regiert wird, die im Interesse der Konzerne und der Finanzwelt regieren und nicht in dem der Bürger.
    Daran ändert auch nichts, dass, wie Sie ebenfalls selber schrieben, die 99% so blöde sind, stets aufs Neue im Interesse des 1% am Wahltag ihr Kreuzchen machen.
    Und, und das verschwiegen sie uns heute, ausgerechnet in all den vorbildlichen bayrischen Gemeinden die Sie erwähnen, die Nutzniesser dieser verbrecherischen Politik sind. Und die sind nicht aus freier reiflich überlegter Überlegung dorthin migriert, so wurden dort hineingeboren. Zu Franz Josefs noch ehrlicheren, weniger heuchlerischen Zeiten, benutze zur Bezeichnung der Ursache für sowas das damals korrekte bayrische Wort „Filz“.
    Und zumindest bei dem Begriff hat Berlin aufgeholt…

    Alles in allem genommen ist es also alles ganz genauso wie es ist, weil es nun mal nicht anders sein kann.
    Weder der am Tegernsee noch der in Kreuzberg Geborene hat sich für sein Leben entschieden …

  45. Titel eingeben
    Herrliche Philippika wider die elende Gleichmacherei, werter Don, doch erlaube ich mir – als regelmäßiger Genießer bayerischer Klosterbraukunst weiß ich, wovon ich rede – darauf hinzuweisen, dass eine Säuferleber hart ist, nicht weich!

    Ich empfehle daher, Ihren großartigen Text vor hoffentlich erfolgender Übernahme in die Printausgabe an entsprechender Stelle behutsam zu revidieren und die säuferleberweichen durch politikerhirnweiche Faktoren zu ersetzen.

    Hochachtungsvoll
    P. Panther

    • Ich bin Antialkoholiker, ich darf da Fehler machen. denn sie sind ethisch seelenrein.

    • putzige Agora
      Um es, Ihrem mehrjährigen Beispiel folgend, überspitzt zu formulieren:
      Diese ethische Seelenreinheit dürften Sie dann auch bestimmt für die Auslobung sozialaretinischer Grenzen (gut, dass nach ´45 bedeutende Berliner Firmensitze nach Bayern umsiedelten und frisches Gen- und Gedankengut auch mit Heimatvertriebenen ansessig wurde) zwischen dem alten Kulturland Kernbayern und dem „barbarisch preussischen Norden“ (ungenau Grenzlinie römisches Reich??) wohl ebenso in Anspruch nehmen, wie für die „putzi“ge Öffnung der Salontüren des Bürgertums zur restaurativen Belehrung mit „alternativen“ Gedanken, wobei wiederum der Antiunitarismus fröhliches Frühlingserwachen feiert.

      Die Fehler einer hundertjährigen Geschichte bayerischer Agoraausflüsse (nebst Hecht siehe Gollwitzer: Bayern 1918–1933 http://www.ifz-muenchen.de/heftarchiv/1955_4.pdf), kompensiert mit einer guten Tasse Kaffee und selbstgenerierter Torte – Ostern 2016.

      Kann ein gut Austeilender auch einstecken? ;)

    • Letzlich haben Trinker weiche Seelen
      – und die Leber ist nur Mitläufer.

      Pathomorphologisch und Pathohistologisch mag das anders sein, aber wir sind doch keine Pathologen?

      Wozu das Selbe schreiben wie alle Pathologie-Lehrbücher?

  46. Titel eingeben
    Apropo Polizeihubschrauber…die Bandbreite des Einsatzprofils in Bayern scheint mir noch erweiterbar…schließlich:

    Mario Draghi is open to considering helicopter money.

  47. peter keul
    Es hat mich in der letzten Zeit erschreckt, dass ein verbohrter Konservativer wie ich sich auf einmal Sorgen um die SPD macht. Ich habe festgestellt, dass sie mir ernstlich fehlen würde. Dass die tapfere Parteistiftung einen winzigen Rest Sozialromantik aufrecht erhalten will, ist in der Zeit der Genossen der Bosse sicher notwendig, um der Klientel das Heimatgefühl zu erhalten. Es macht anscheinend ein wohliges Gefühl, einen kaum noch vorhandenen Mangel an Gerechtigkeit zu bejammern. Der oft beschimpfte Sigi Gabriel weiß natürlich, dass dies mit der Lebenswirklichkeit der Bundesrepublik nicht kompatibel ist. Insofern spielt er sein „Scheißblatt“ so gut wie er kann, nicht wie er möchte.Aber er hat dass Problem, dass die angestammte Kundschaft nicht mehr erkennen kann, wozu sie die SPD braucht. Das überholte Konzept ist ein Wartburg, kein BMW, nicht mal ein Opel. Aber trotzdem: den Verein würde ich im Koordinatensystem vermissen

    • Reservate - @Gast
      Weiter oben schreib ich schon, dass man sich darum keine Gedanken machen muss. Ich bin alt genug, um mich an die frühere Einheitspartei zu erinnern. Die bestand ja eben nicht nur aus dem Teil KPD, sondern umfasste auch alle anderen gesellschaftlichen Gruppen.
      Nur die dämlichen Diktatoren verbieten Parteien, die etwas schlaueren gemeinden sie ein.

      Natürlich, so wie wir vor 2 Generationen unseren Eltern und Lehrern entgegen schleuderten „Ihr denkt doch, dass ihr in Freiheit lebt, weil ihr zwischen Dash und Omo wählen könnt“ besteht die Post-Demokratie – man hat schließlich von Dash und Omo gelernt – dass auch unsere ‚antirassistische, anti-rechtspopulistische und [stramm] alternativlose Deutschland-Koalition‘ dem Wähler eine Auswahl anbieten muss, damit er nicht zur Wahlurne geprügelt werden muss, sondern freudig alle 4 Jahre sein Kreuzchen da anbringen darf, wo es ihm warm ums Herz wird. Also, ‚christlich‘, ’sozial‘, ‚arbeiterorientiert‘, ‚proletarierorientiert‘, ‚ökologisch-grün‘, oder ganz einfach ‚Kretschi-väterlich‘, [genderisiert:] ‚Dreyer-mütterlich‘, oder auch einfach nur die Weinkönigin.
      Und dabei immer genau das gleiche Waschmittel nimmt; bloß jeweils bunt verpackt, so wie KGE es sich immer wieder wünscht.

      Eine ernstere Gefahr stellte nur der etwas wankelmütige Horst dar, auch noch von Christoph Schwennicke ermutigt, mal über eine Alternative zur Alternativlosigkeit nachzudenken. Aber die dafür notwendigen cojones hatte er dann doch nicht.

      Genießen Sie den Rest des Osterfestes gewogen in der Sicherheit, dass Ihnen die drei Buchstaben ‚S‘,’P‘,’D‘ nicht abhanden kommen werden.

  48. Gleichwertig ist nicht gleich.
    http://www.bpb.de/apuz/29548/gleichwertig-ist-nicht-gleich?p=all

    „Das vom Grundgesetz vorgegebene Ziel……“

  49. Bürger
    Wunderbarer Text, sehr verschreckend für den angepassten monetär-börsenorientierten „Linksintellektuellen“ von heute. Da fällt doch so manchem Zeitgenossen im Penthouse das „Schöner Wohnen“ Heft aus der Hand, ja man vermutet fast Sympathie mit den neuen Terroristen unserer Heimat: „Wutbürger“. Nach RAF kommen nun diese Querköpfe und wollen einfach nicht mehr „uns geht es gut“ glauben (Ketzer). Bald fangen diese Bildungsallergiker noch an, sich eigene soziologische Vorstellungen zu bilden, fernab von den Euro-(…tschuldigung) Volksparteien. Das nimmt einem doch am Ostermontag glatt die Lust am Golfspielen und dem lockeren Geplänkel über geschlossene Immobilienfonds.

    • Bildungsallergiker
      Was um Himmels Willen, haben die europ.Bildungsbemühungen denn
      nur angestellt, dass nicht nur einheimische Wutbürger sich wehren?

      Und was soll dann die Aussage der Islam gehört zu Deutschland;
      wenn die IS und Boko Haram zum Islam gehört?
      Wo sitzen nun die deutschen Bildungsallergiker, in den Medien,
      in der Politik?

  50. Hubschrauberflüge etc.
    @ TDV
    „Mein Gott… was sind sie doch pingeleig!
    Das Geld wird halt nun mal nötiger für Hubschrauberflüge gegen Sprayer gebraucht.“

    Hier ist man (auch) für Hubschrauberflüge, d.h. gerne auch Steuer-Geld für Sicherheit, aber vor allem dafür, wenig Geld in das verlotterte Berlin zu schicken.

    Die Aufnahme meiner Äußerungen in die Datenbank nehme ich zur Kenntnis, habe aber hier ebenfalls noch etwas Vertrauen in den Freistaat Bayern, da ungefähr alle Äußerungen der CSU Prominenz ebenfalls in diese Datenbank aufgenommen werden müssten.

    @Don
    Draghi gegen?

    Gegen die deutschen Sparer natürlich.

    Meine Anregung zum Ostermontag: Lektüre der historische Betrachtung, die die FES Konkurrenz, die Konrad Adenauer Stiftung nicht wagte zu veröffentlichen (Grund:, „Wasser auf die Mühlen von…“) über den Untergang des römischen Reiches.

    Die Parallelen waren wohl zu offensichtlich.

    http://www.faz.net/aktuell/politik/staat-und-recht/untergang-des-roemischen-reichs-das-ende-der-alten-ordnung-14024912.html

    500 Jahre wird es allerdings diesmal nicht dauern.

  51. Unendlich laufende Bundesanleihen mit einem positiven Zins von 0,01% ...
    … zur Finanzierung Eures grossen Sozialexperiments („Analphabeten zu Facharbeitern“).
    .
    Das will bei drohenden Negativzinsen für die nächsten Jahrzehnte bestimmt jetzt jeder haben. Man könnte als Zeichner natürlich heimlich darauf hoffen, dass die EZB irgendwann auch die Dinger zu deutlich höheren Kursen aufkaufen wird weil Ihr die BRD in den kommenden Jahrzehnten beim besten Willen nicht so runtergewirtschaftet bekommt, wie es das schöne Südeuropa bereits heute ist.

  52. Simmel
    Ihre Ausführungen klingen, als hätten sie neulich wieder einmal in des guten, alten Simmels „Philosophie des Geldes“ geblättert. So ist das in der modernen Massendemokratie und -kultur, was ihnen ihre handgenähten italienischen Schuhe, ist dem Kreuzberger oder dem Fußballstar sein neues Tattoo. Einen Anzug von Knize kann kaum noch jemand von einem von H&M unterscheiden. Wenn Sie diesen Anzug mit den Schuhen vom Scheer zu einem Event tragen, steht neben ihnen vielleicht ein IT- Milliardär im T-Shirt von – uniqlo oder Hermes? Wer weiß das noch. Für manche ist das toll, für andere traurig und ein Verfall.

  53. NRW Flucht
    ist für kleine Immobilien!!!Besitzer gar nicht so einfach. Im Ruhrpott wird derzeit von Maklern eine, – vom Verkäufer zu zahlende, Mindestprovision von 6000 Euro verlangt, damit ein älteres Objekt überhaupt noch zur Vermittlung angenommen wird.
    Bei steigenden Grundsteuern, zb. 959 % in Bergneustadt und zunehmender Bereicherung durch nicht so friedliche Neubürger wird das Leben hier zunehmend unerträglich.
    Ganz übel kann es werden, falls sie sich als Christ zu erkennen geben. So wurde ein Mann, der in der Regiobahn von Wuppertal nach Dortmund mit Salam aleikum angesprochen wurde und sich darauf hin bekreuzigte, von dem sich gereizt fühlenden Asylbewerber kurzerhand niedergestochen.
    Eine Tat aus religiösem Hass konnte das Landgericht Wuppertal allerdings nicht erkennen, man verurteilte lediglich wegen Körperverletzung.
    Über den weiteren Aufenthalt des Täters in Deutschland wird eine Verwaltungsbehörde entscheiden.

  54. werter Don
    um 11:23 Uhr
    Geld ist nicht das Problem.

    Ich lasse das mal so stehen, über Geld spricht man nicht angesichts eines Vorfalls in Lahore am höchsten christlichen Feiertag.
    Einige Stichworte: Selbstmordanschlag, Christen, Kinderspielplatz, 70 Todesopfer, 300 Verletzte, islamischer Religionslehrer;

    http://www.welt.de/politik/ausland/article153728058/Wir-haben-das-Attentat-begangen-weil-Christen-unser-Ziel-sind.html

    Allgemeine Unzufriedenheit. Auf allen Seiten.

    Ich weiß, derartiges gegenüberzustellen ist nicht fair. Sorry.

    Wie geht es denn weiter? Meine bescheidenen Geographiekenntnisse reichen aus um zu verstehen, daß Paris, Brüssel und Lahore von Hamburg, Berlin und Köln gleich weit entfernt sind.

    Hat jemand eine Idee?

  55. Uns ging es noch nie so gut wie heute
    „Wegen steigender Preise können immer mehr Bundesbürger ihre Stromrechnung nicht zahlen. Genau 351.802 Haushaltskunden in der Grundversorgung wurde 2014 zeitweise der Strom abgeklemmt, berichten die Bundesnetzagentur (BNetzA) und das Bundeskartellamt in ihrem neuen Monitoringbericht.
    (…)
    Die Zahl der Stromsperren ist demnach auf den höchsten Wert gestiegen, der je gemessen wurde. Im Jahr 2013 waren 344.798 Sperren verhängt worden, 2012 waren es rund 320.000. Noch weit mehr Haushalte haben Probleme mit ihrer Stromrechnung. Nach Angaben der Bundesnetzagentur drohten Lieferanten ihren Kunden insgesamt 6,3 Millionen Mal, den Strom zu kappen.
    (…)
    Hauptgrund für die immer größere Zahl der Sperren sind die stark steigenden Strompreise.
    (…)
    Dass eine Regierung unter Beteiligung von Sozialdemokraten bis heute nichts zu diesem Problem unternommen hat, ist ein Armutszeugnis.

    (aus: Spiegel Online)

    • Ich versteh es nicht ganz, helfen sie mir.....
      „Dass eine Regierung unter Beteiligung von Sozialdemokraten bis heute nichts zu diesem Problem unternommen hat, ist ein Armutszeugnis.“

      Wahnsinn! Unfassbar! Wie ist das möglich?
      Da muss doch was gedealt worden sein! Die Berliner können doch nicht so dumm sein, sich so eine Regierung in freien, demokratischen Wahlen selbst gewählt zu haben?

      Bin schon ganz gespannt auf ihre Antwort!

    • Hauptgrund für die immer größere Zahl der Sperren ...
      … sind nicht bezahlte Rechnungen.
      .
      So würde ich das sehen.
      .
      Zieht Euch halt nen dicken Wollpulli drüber und nehmt Euch nen Kolter beim Lesen aufm Sofa – das geht schon, mache ich im Winter auch.
      .
      Nehmt die 50 Zoll Glotze, Playstation und X-Box sowie die Hanfplantage aus 24h Dauerbetrieb und Standby, schafft Euch nen Wasserkocher und nen neuen Kühlschrank an (oder chillt Euer food im Winter aufm Balkon) und seid halt nachts auch mal „offline“ während ihr die Wäsche (mit Wasser ausm Kocher) per Hand manufactured und zum Trocknen nach draussen hanged. „Kochwäsche“ geht auch als Gemeinschaftshappening im Hinterhof … und vom Restwasser darf dann eine(r) an dem Tag warm baden.
      .
      Wenn alles nix nutzt … flyed once … nach Griechenland … ach ne, die einzig zuverlässige staatliche Geldeintreibung ist dort … wer häts gedacht … die Stromrechnung.

    • Es kann auch am Versagen der Stadtwerke liegen. In meiner wohnung war nicht klar, ob Strom nun bei den Nebenkosten dabei ist oder nicht – und es dauerte über ein Jahr, bis dann mal jemand kam und den anschluss abklemmte. Éin weiterer Grund dürften die Wohnungen ohne normale Heizung sein. Die werdenm oft mit Strom beheizt, und das kann dann richtig teuer werden.

  56. Den Seinen schenkt der Herr ein Schaf - - @ DA, Eraser FS, Ernst Wilhelm wg. Gabriel und gast 11:07
    1 „… ich beschäftige mich ausschließlich mit den Problemen des Wohlstands, Milady…“
    Ich bin Privatier“, hatte er gesagt, „tatenlose Vollbeschäftigung. Ich beschäftige mich ausschließlich mit den Problemen des Wohlstands, Milady, deswegen hängen meine Mundwinkel auch nicht so müde nach unten wie bei ihrem Mann.“
    – so spricht Harry von Duckwitz – ex.-Diplomat im zarten Alter von 47, in :
    Joseph von Westphalen / Das schöne Leben dtv S. 57 u.

    Und so spricht der Guardian über Corbyns Selbstauslöschungsstrategie im Namen der linken Labour-Tradition mit Blick auf die GB-Regionalwahlen im Mai (a. a. o.):
    Senior shadow cabinet figures believe Labour leader Jeremy Corbyn’s team is adopting a deliberate, self-defeating strategy of downplaying Labour’s prospects and is, in effect, raising the white flag in advance, to minimise criticism if and when it suffers damaging losses.

    Die sozialdemokratische europäische Rundschau müsste ins Visier fassen, was die belgischen Sozialdemokraten so alles schlussfolgern u meinen, sowie die rapide schwindenden Hollande-Unterstützer, um sich dann nach Norwegen zu wenden und nach Holland usw. – (Spanien/Italien/Griechenland) – – usw.
    – – Es zeigt sich immer wieder, dass selbst einfache Fragen wie die o. a. bereits das Fassungsvermögen übersteigen, sobald man auf Europa schaut.
    Doch selbst wenn man dieses Unterholz komplett durchmäße, – – man landete werweiß bei einem buntscheckigen Resummee, das ebenfalls kaum wer zu digestieren vermöchte.
    Und selbst wenn auch diese Klippe umschifft wäre: Man hätte nur einen bestimmten Teil des europäischen Parteienspektrums beackert.
    Europa ist irre groß – es gäbe – nicht zuletzt für Privatgelehrte vom Schlage Duckwitz‘ / Don Alphonso – unendlich viel zu tun…

    Kompetitiver Föderalismus 1
    All dies bedeutet für die Freiheit der Menschen eine ständige Bedrohung. Das gilt vor allem für Minderheiten, die naturgemäß am ehesten in Gefahr sind, im Namen der Mehrheit unterdrückt oder ausgebeutet zu werden. Solche Minderheiten sind beispielsweise Unternehmer, Freiberufler und Vermieter, aber auch Ausländer, Raucher oder Hundebesitzer. Ihnen allen bietet der kompetitive Föderalismus Alternativen und damit Schutz vor unfairer Behandlung.

    http://www.stiftung-marktwirtschaft.de/uploads/tx_ttproducts/datasheet/foederalismus_1999.pdf

    Kompetitiver Föderalismus 2
    Im Länderfinanzausgleich war Bayern bisher (seit 1950) 36 Jahre Nehmerland // zwei Jahre weder noch // und ist seit 27 Jahren Geberland.
    Es wäre eine schöne Hausarbeit für eine VWL-Eleve, das mal auszurechenen, mit Zins und Zinseszinsen sowie inflationsbereinigt und umgebrochen auf Köpfe der Bevölkerung, wie die einzelnen Länder insgesamt dastehen. Almighty internet hat das nicht parat.
    Wobei unterm Strich vermutlich gilt: Geld von Bonn abzuziehen galt in Bayern als ausgesprochen schlitzohrige und grundgute Tätigkeit, während Netto-Überweisungen an Berlin eben nicht so positiv angesehen sind. Insofern heult DA einfach mit.

    Aber seine Schlußfolgerung ist eben doch interessant – und Eraser FS‘ zwei Erläuterungen schärfen den Kasus noch an!

    Zum DA-Komplex aus Fliegerei und Chrystal Meth noch Dasda – die eigentlichen Zusammenhänge reichen von den knorrigen kalifornischen Unkrautpiloten (cf. Volker Becks Grüne!) der 40er/ 50er über Rita Hayworth, Hitler und den Roten Baron zu Scorsese und dessen Film Wall Street, in dem die Band 7 Horse tatsächlich mit ebendiesem Unkrautflieger/Schürzenjäger-Song zu hören ist – – die wirkliche Komplexität der Sache ist damit nur angetippt – – auch das ist wieder etwas, das das tatsächliche Fassungsvermögen eines irgendwie vorstellbaren Publikums übersteigt, zu dem ja auch Schreiber dieser Zeilen rechnet –

    – darin freilich liegt der Sinn des Osterfestes: Wir kapieren ihn nicht völlig, sowenig wie den Frühling und die Sonne, den Mond und die Sterne: Aber erleben tun wir Ostern, jeweilen nach dem Karfreitag, eben doch!

    Hugh

    Ahja und da ist 7 Horse mit ihrer (Chrystal) „Meth-Lab-Zoso-Sticker“- Kompilation

    https://www.youtube.com/watch?v=7-W92xs0iMY

    PS Man könnte den Beitrag DAs auch als Erklärung seiner Fotos lesen.
    Heute gibt es zu derlei ja ganze Uni-Institute.
    Wozu man die braucht? – Jedenfalls nicht zu der Beantwortung der Frage, wie Hansruedi Giger, Sigourney Weaver und Don-Alphonso zusammenhängen: Dafür genügt es, das Porzellanfiguren-Foto nur nochmal anschauen: Ich meine das zungenähnliche Ding, das dem Tänzer aus der Weste drängt – sieht es, nüchtern betrachtet, nicht aus wie der sich gerade entfaltendeTentakel eines Alien? – Und wenn ja, was soll das? Bzw. was sollte das – und was soll uns das?

    Full circle, s. o. :
    „Ich beschäftige mich ausschließlich mit den Problemen des Wohlstands, Milady.“

    • Nichts an ihren Feststellungen ist falsch, nur.....
      Sie kennen den Namen dieses Blogs? „Ich beschäftige mich ausschließlich mit den Problemen des Wohlstands, Milady.“

      Kennen sie einen anderen Blog, der dies auf diese Art tut? Sie wissen ausserdem nicht wie das hier mal war, bevor wegen der Flüchtlings“krise“ alle möglichen Aliens hier angemustert haben.

      Welchen VOrteil hätten die hier mit lesenden und schreibenden wenn sie sich zu den von ihnen, bzw dem TItanic Autor, so treffend Geschilderten „hängen meine Mundwinkel auch nicht so müde nach unten wie bei ihrem Mann“ gesellen würden?

    • Es war einmal
      Beam me up, Scotty, there is no intellingent life form down here….

      Früher wäre einen dieser Spruch ein bisschen seltener eingefallen.

      Die Flüchtlinge haben den Normalverbraucher aufgeschreckt, dass das Merkelwirtschaftswunderland möglicherweise die Tischkarten fürs grosse Fressen global verteilt haben könnte…

    • ohnehin zu lang
      DK:
      Mir ist das zu lang, habe nach zwei Absätzen aufgehört. Längere Sachen lese ich nur von DA.

      @ TDV
      Schon möglich, das mit dem Anheuern. Aber manch einer hat hier schon länger still gelesen und geschmunzelt. Ich zum Beispiel. War meine Erholung.

  57. Unklares Zielpublikum
    Meine Welt bevölkern weder Teilhaber an Millionen noch Konsumenten von Crystal Meth. Dass uns Schreiben wie Lesen unterhaltsam die Zeit vertreibt, ist das Eine, das Gute. Was sonst zu schreiben wäre, erhofft sich der dankbare Leser von Don Alphonsos assoziativen, doch sachlich gut fundierten Gedankenketten, dann hoffentlich das nächste Mal.
    http://n0by.blogspot.it/2016/03/terror-urbi-et-orbi.html
    Freundlich friedliche Ostergrüße

  58. Wir ahnten ja
    wie schlimm es um NRW steht und woran es (auch) liegen könnte. Das hat mich dann aber doch wie ein Hammerschlag überrascht:
    http://www.wiwo.de/erfolg/campus-mba/bildungskatastrophe-deutschland-so-laecherlich-sind-mathe-pruefungen-in-nrw/13329884.html
    Kann das war sein? Mein Töchterlein in der 3. bayrischen Grundschulklasse würde den Test wohl schaffen. Nur die Aufgaben mit noch unbekannten Begriffen würden ihr rein begriffliche Probleme bereiten. Mit Rechnen oder gar Mathematik haben die Aufgaben absolut gar nichts zu tun. Hier wird Ungleichheit und Armut gezüchtet. Die armen Kinder, denen man einredet. mit so etwas seien sie für einen Mindestlohn oder mehr qualifiziert!
    Die SPD und ihre Politik und alle Derivate davon müssen weg, überall in Deutschland und ASAP!

  59. Biedermann und die Brandstifter
    Gestern habe ich mir das Stück von Max Frisch wieder vorgenommen. Was für ein hellsichtiger Mann aber auch!

    Selten habe ich in den letzten Jahren so gelacht, nämlich bei meinen sich unabweislich einstellenden assoziierenden Gedankenausflügen zum europäischen Hier und Heute.

    Gedrucktes auf Papier zu lesen ist eine ganz feine Sache, fehlen doch gänzlich die – zugegeben: auch von mir hier letztmalig auf dem Bildschirm erstatteten – Kommentare, die sofort den Sinn einer Gedankenkette nicht selten gleisnerisch zu relativieren, zu zerfleddern und zu zerfasern suchen.

    Werter Don Alphonso, toujours à la bonne heure! – aber mir wird es dennoch hier allmählich langweilig, und weil die große Wirklichkeit sich so hartnäckig sträubt, gehe ich besser wieder zurück in meinen piccolo mondo, wie schon vor Jahren angelegt…

    • Man muss schon jetzt was tun, und wenn schon bei den PPressesprechern des ZK SPON und taz beklagt wird, das konservative Feuilleton jage die Volkskammer vor sich her, dann ist das ein gutes Zeichen.

  60. Lieber KÖSTLICH:
    Ihre Prognose (einer drastischen Zunahme von Polizeieskorten zur Durchsetzung der Schulpflicht von Migrantenkindern in 2026) ist erfreulich optimistisch.
    Ich hoffe sehr, dass zu diesem Behufe unsere heimischen Analog-Molenbeeks bis dahin überhaupt noch von Polizisten betreten werden…

    • Es gibt ja bislang nur ein paar echte Problembezirke, und dort sind auch andere Leute als in Moelenbeek. Ich denke, das kann man schon noch alles hinbiegen, nur weiter so laufen woe in Marxloh oder Kreuzberg darf es natürlich nicht.

    • Wertes Fräulein ...
      … mich wundert weshalb in den kolportierten NoGo-Areas immer nur nach Anschlägen oder vor nem Muttibesuch „rechtsstaatlich ordnend eingegriffen“ wird.
      .
      Na ja, geht vielleicht nicht anders, weil es sonst von vielen Seiten mindestens mediale und juristische Haue gibt für die Polizisten.
      .
      Lese gerade, dass Übergriffe auf Hilfspersonen schärfer verfolgt werden sollen. Ist zumindest ein vernünftiger Gedanke. Ich frage mich halt, was das bei Personen nützt, die mit der Länge ihres Führungszeugnisses prahlen.

  61. @ObjektBe 12.58 Egalitaristen- also die Gleichmacher-
    müssten eigentlich Nietzsche als Zwangslektüre untergerieben bekommen, denn mit diesem vertreten sie die Moral der Kraftlosen. Eben jene Moral, die nur Neid sei. Damit vergiften sie (frei nach Nietzsche) die Lebenskraft der Gesellschaft.

    Das Problem der Egalitaristen ist aber auch noch ein anderes: es ist ein Glaubensproblem. Sie glauben nicht, dass die Menschen gleich-sind. Sie meinen, sie müssten sie erst in allem gleich-machen.

    Als Nicht-Egalitarist gehe ich davon aus, dass die Menschen, jeder als Abbild des einen Gottes, ihrer Verschiedenheit bedürfen um in Würde leben zu können.

  62. SPD und die innerdeutsche Migration
    @ EraserFS
    27. März 2016 um 19:51 Uhr
    „Diese Bewegungen sind aber heute im Vergleich zu früher extrem gering. Ein Grund dafür ist der, dass gesellschaftliche Fürsorge den Anreiz zur Bewegung untergräbt.“ – „. SPD-Politik selbst untergräbt den Anreiz zur innerdeutschen Migration.“

    Arbeitslose, die Hartz-IV-Leistungen beziehen – das können mittellose Hochschulabsolventen, gescheiterte Selbstständige oder Freiberufler sein – müssen jeden „angemessenen“ Job annehmen. Damit ist nicht gemeint, dass die Beschäftigung für die berufliche Entwicklung bzw. den Fähigkeiten entsprechend „angemessen“ sei, sondern lediglich, dass der Job nicht sittenwidrig oder sonst unzumutbar sein darf. Es ist nicht das Ziel der Vermittlung, nach einem der Ausbildung und den Fähigkeiten entsprechenden Job zu finden, sondern ein möglichst schnelles Verschwinden der Daten aus der Statistik. Dass der optimale Job nach längerem Suchen evtl. in einem anderen Bundesland gefunden werden könnte, kommt in diesem System vermutlich nur selten zur Geltung, weil das gar nicht der Zielsetzung entspricht.

    Es ist also keine Fürsorge, sondern im Gegenteil eine fehlende Flexibilität bzw. die Weigerung, die Arbeitssuchenden nach ihren individuellen Fähigkeiten zu fördern, welche zu wachsender Ortsgebundenheit beigetragen haben. Der Hartz-IV Arbeitssuchende ist beinahe nur noch eine statistische Verwaltungseinheit, dem man kein berufliches Zukunftspotenzial zugesteht, angesichts der Priorität, ihn möglichst schnell aus den Büchern wegzurationalisieren, auch, damit er den Staat nicht mehr finanziell belastet.

    Hartz-IV ist in der Tat das sozialpolitische Arbeitsmarkts-„Meisterwerk“ von Schröders SPD, welches allerdings durch die CDU durch einige Leistungskürzungen und mehr Sanktionen den letzten Schliff bekommen hat. Seit 10 Jahren regiert die CDU, heute mit dem Juniorpartner SPD. Wieso sollte die SPD heute noch dafür alleinverantwortlich sein?

    Habe mich mal im SPON-Forum mit ehemaligen SPD-Wählern ausgetauscht, die behaupteten, dass sie angeblich nicht wussten, was sie mit Schröder damals wählten und sich daher getäuscht fühlten. Selbst nachdem ich das damalige SPD-Programm zitiert hatte, in welchem die „Reformen“ skizziert wurden, blieben sie bei ihrer Meinung…

    • Also ich bin dem Nichthaartöner echt dankbar ...
      … der hätte vermutlich -ähnlich wie Mutti in ihrer selbstverschuldeten heutigen Not- bereits in der Euro-Krise ein „H4-SWAP*-Programm“ mit den Südländern vereinbart.
      .
      DE nimmt arbeitswillige Südländer auf und schafft dafür H4-Berliner in den warmen Süden aus (wegen der Stromrechnung – siehe bitte oben).
      .
      * SWAP = Südliche Wanderarbeiter (in) Arbeitsscheues Prekariat (out)

  63. Honigsüsser Don:
    …ich hoffe, auch Dinslaken können gute Mächte wieder „hinbiegen“, falls noch nicht geschehen… ansonsten Danke für Ihre aufmunternden Worte. Ich hätte zum Schlafengehen sonst womöglich wieder Heine angestimmt.
    Sie sind aber auch ein typischer Ziegegeborener (Element: Feuer). In jeder positiven Hinsicht, vom Seelentröster bis hin zu Ihrer Freude an hübschen Figürchen und schönen Panoramablicken!
    Ein Glück, dass wir Sie haben.

    Don Francisco: Lessings „Nathan“ wäre das Buch der Stunde… das sollte man im Deutschunterricht wie in Integrationskursen durcharbeiten.
    Denken wir an „Mme Anne“ und was sie in ihrer Banlieue geschafft hat!
    (PS Don A.: soll ich Ihnen mal ein Foto von meiner Nathan-Figur schicken? :-)

    • Titel eingeben
      Nix für ungut, doch Fanny Lewald lässt eine Figur in ihrem Roman „Jenny“ (es geht dort um „Integrationsprobleme“ einer jüdischen Kaufmannsfamilie in Schland, 1843) über „Nathan“ anlässlich eines Disputs über eine Wiederaufführung Folgendes sagen:

      „»In diesem Fall bestimmt nicht«, sagte der Graf. »Mir scheint, was die Dichtung anbetrifft, Nathan der Weise überhaupt mehr eine großartige Allegorie, ein didaktisches Gedicht, als ein darstellbares Schauspiel zu sein. In dem Bestreben, die positiven Religionsunterschiede als unwesentlich darzustellen, sobald die innere, wahre Religion vorhanden, hat Lessing den einzelnen Repräsentanten der verschiedenen Konfessionen ihren nationalen und durch den Glauben bedingten Typus genommen, so daß Saladin, der Templer und Nathan, drei so ganz abweichende Charaktere, eine Art von protestantischer Familienähnlichkeit bekommen. Das tut dem Interesse Abbruch, welches man an ihnen nähme, wenn die Gegensätze schärfer gezeichnet wären. Dazu kommt noch, daß die Ruhe, mit der der Templer, der strenggläubige Christ, sich als den Abkömmling eines Muselmannes, den Bruder einer Jüdin erblickt, etwas Unwahres hat, wie der ganze Schluß, der nicht befriedigt – wenigstens auf der Bühne nicht. Das Schauspiel unterhält den Zuschauer nicht, so herrlich das Gedicht ist, und wird durch den Darsteller noch langweiliger.«“

    • Titel eingeben
      Ups, Smiley vergessen – hier ist er: ;-)

  64. Titel eingeben
    Hartz IV war das Werk von SPD und Grünen unter Beihilfe der Bertelsmann Stiftung. Zweck der Übung war nicht „fördern und fordern“, sondern das Zerschlagen des letzten Rückhalts durch ALG2. Besonders getroffen hat es nicht die, die sowieso schon unten waren, sondern den Meister oder Ingenieur mit halb abbezahltem Häusken. Der wird niedergebeamt auf 10.500 Euro Selbstbehalt. Man darf auch nicht mit 50 Krebs bekommen. In den Sanatorien werden den Rekonvaleszenten Broschüren ausgehändigt mit dem Titel „Armut durch Krebs“. Bemerkenswert ist, dass die Gewerkschaften bis heute keinen klaren Abstand zu all diesen Sauereien formuliert haben und einer von ihnen als Arbeitsminister noch eine „Rente“ erfunden hat, die bekanntlich nur den Vermögensberater ernährt.
    Wenn man sich hingegen das sozialpolitische Programm des FN in Fronkraisch ansieht, so sind Marine und Marion linker eingestellt als unsere Andrea und der Siechmar. Dagegen wählen unsere Malocher und Arbeitslose bevorzugt AfD, also Leute, die ihnen erst recht das wirtschaftliche Genick brechen wollen. Der deutsche Arbeitnehmer ist in Sachen Bewußtsein zur eigenen Lage halt etwas retardiert. War Opa 1932 auch schon. Letztens bekam ich eine Urkunde von meinem Gewerkschafts-Bundesvorsitzenden. Weil, ich wäre ja jetzt 40 Jahre Mitglied. Diese BV hat die GdL derbe für ihre Streikaktivitäten kritisiert. Das muss man sich vorstellen: Ein Gewerkschaftvorsitzender meckert über eine streikende Gewerkschaft. So einer ist bei uns Cheffe. Unter Heinz Klunker wäre das nicht passiert.

    • ... retardiert. War Opa 1932 auch schon ....
      … sehr schön formuliert, Herr Braun.
      .
      Danke für den „Schmunzler des Tages“ zu diesem eigentlich ernsten Thema!

    • Titel eingeben
      Das ist nicht richtig und blendet die komplette (arbeitsmarktpolitische) Diskussion spätestens ab Ende der 90er Jahre aus. Mit der Zuwanderung Deklassierter hatte man sich eine „industrielle Reservearmee“ geschaffen, die aber von der modernen Wirtschaft nicht beschäftigt werden konnte.
      Da man auch fürchtete, die nachfolgenden Einwanderungswellen könnten bei der einheimisch Mittelschicht auif Widerstand stoßen, wenn sich nun – wie versprochen – die staatl. Verwaltung an der Beschäftigung beteiligen würde, mußte man sich einen dritten, d.h. Niedriglohnsektor konstruieren, um die Arbeitslosenzahlen nach unten zu schleusen.

  65. Soziale Teilhabe oder eine ABM auf La Gomera
    Merkel im Osterurlaub

    Begleitet werde sie von Ehemann Joachim Sauer und zwölf deutschen Bodyguards, auch 15 Angehörige der paramilitärischen Polizeieinheit Guardia Civil sollen demnach für die Sicherheit der 61-Jährigen sorgen.
    Zudem, so „La Provincia“, solle sich im Hotel ein spanisches Bombenentschärfungsteam einquartieren, während die Küste vor dem Viersterne-Etablissement von Tauchern der Eliteeinheit GEAS bewacht werde. Unterwegs werde die Kanzlerin von La Gomeras Verkehrspolizei eskortiert.

    Hat Merkel Angst, Refugees könnten die Insel stürmen und bitten, mit nach D genommen zu werden oder wozu dieser Riesenaufwand?

    • Vermutlich nat Merkel Angst vor denDeutschen
      – in meinen Augen zu Recht.

    • oder Angst vor (C)(D)U-Leuten, die aufwachen
      wie hier im Artikel von Martin Lohmann (selbst bis vor 1 jahr Mitglied der sogen.“CD“U seit der Schülerzeit) nachlesbar und ahnbar:

      https://jungefreiheit.de/debatte/kommentar/2016/hier-herrscht-raute/

      Alle werden tief durchatmen, wenn M.weg ist und der Personenschutz wieder Personen schützen kann.

    • Titel eingeben
      Solche Beiträge wie Ihrer, Fr. Simon, sind einer der Gründe, warum ich ab und an Sympathie für Politiker entwickle, denn die können einem manchmal wirklich leid tun ob der Dinge, die ihnen so vorgeworfen werde.
      Erstens, ist das zuviel Schutz im Vergleich zu den Staatschefs ander Länder? Keine Ahnung, aber ich denke, eher nicht, der US-Präsident jedenfalls, das kann man mit einiger Sicherheit auch als Laie sagen, würde mit so wenig Leuten nicht einmal die Toilette aufsuchen, :).
      Zweitens, der Schutz eines Staatschefs ist nicht Sache des Staatschefs, nicht in einer Demokratie, dafür gibt es eigene Abteilungen und denen ist doch völlig egal, wer gerade am Ruder ist, die haben halt ihre Regeln, in denen vorgeschrieben wird, wer wann welchen Schutz bekommt.
      Drittens, selbst wenn Fr. Merkel sagen würde, sie wolle weniger Schutz, würde sie damit kaum durchkommen, schon allein, weil der Verantwortliche für die Sicherheit, und das ist eben nicht Fr. Merkel, egal was sie gesagt oder gefordert haben mag, falls denn doch etwas passieren würde, sich, bildlich gesprochen, eine Kugel durch den Kopf schießen kann.

    • Franziska Merkel
      Frau Merkel sollte endlich im Bundeskanzleramt einziehen. Ihr Schutz in der so ostentiv bescheidenen und normalen Wohnung bindet viele gute Polizisten zusätzlich zum Schutz des Kanzleramtes. 24/7/366 > > fünf oder sechs Polizisten im Jahr für einen Polizisten aktuell vor Ort. Dazu der Schutz vor Ausspähen und Abhören. Soll sie sich endlich die roten Schuhe anziehen!

      Ich wünsche Frau Merkel ein langes, langes Leben mit der Auflage, täglich drei Stunden Nachrichten aus und über Deutschland zu sehen oder zu hören.

  66. Tja, wohlbekannter Katzenfreund
    (der andere Gast, 27. März 2016 um 22:09 Uhr)

    die Volksdroge Nr.1 sind inzwischen die permanenten Fußballtuniere auf den Flachbildschirmen und auf den öffentlichen Großleinwänden. Da geben die Bayern nun mal den Ton an, mit ihrem Uli-Fürsten vom Tegernsee.

    Und aus dem Plaudersalon ist inzwischen ein Bürgertreff in der Mehrzweckhalle geworden, bei Neonlicht und scheppernden Saallautsprechern. Es gab mal andere Zeiten mit den nicht gendergerechten „Mothers of Invention“, jetzt würden sie wohl als die „Mothers of Fear“ aufspielen, in dieser etwas kargen Halle.

    Ach ja, Leibeigenschaft heutzutage: und wenn der Sultan noch so tobt, der Song „Erdowie, Erdowo, Erdogan“ bleibt im Netz:

    https://www.youtube.com/watch?v=R2e2yHjc_mc

    • Das Public Viewing ist in Bayern doch deutlich auf dem Rückzug, wegen der Probleme in den Stadtzentren. Bei uns findet das jetzt im Fussballstadion statt. Und auch kein Erfolg mehr.

    • .
      schön, sie mal wieder zu lesen, lieber sambossa.

      vermutlich hiesse es heute wohl eher: welcome the moths of invention…

      mehrzweckhalle, fussballstadion – wo ist man nur hingeraten, ts.

  67. Aus der Gosse die Sterne sehen…
    @ObjectBe

    …das kann doch jeder! Mit etwas Geschick sogar in zwei Universen: Einmal, wenn man mit Kopf auf den Rinnstein knallt und dann, wenn man sich wohlig auf den Rücken dreht.

  68. Nur so wenig Schutz?
    @Renate Simon – Sehr exponiert scheint Frau Merkel nicht zu sein. Nicht mal Hubschrauberbewachung von oben? Als Obama vor ein paar Jahren in Den Haag war, wurde unser ganzes Dorf für vier Tage abgesperrt. Jede Dorfausfahrt wurde mit Betonklötzen zugestellt. Alle 50 Meter standen zwei Polizisten mit sichtbaren Waffen. Jede Menge Kettenfahrzeuge standen herum und Hubschrauber kreisten über unsere Köpfe Tag und Nacht. Und das ausländische Politiker von Polizeieskorten begleitet werden ist ganz normal. Interessanter sind sowieso die getarnten Eskorten, über die man grinsen kann, die aber nur Eingeweihte als solche erkennen.

    • Titel eingeben
      Nein, Merkel hat noch keine gewaltanwendenden oppositionellen Follower. Die reden bloß. Für AfD, UKIP und vorausichtlich auch Trump sieht das anders aus.

    • Nur so wenig Schutz, na ja, Merkel ist nicht auf Staatsbesuch dort
      und über jede Maßnahme wird man wohl auch nicht informiert. Mich amüsierte die Meldung in Erinnerung daran, dass Merkel mal Personenschützer angeranzt hatte, sie sollten ihr nicht so auf die Pelle rücken, wenn sie sich mit ihrem Mann unterhalten wolle… Ist anscheinend ein schweres Los, Bundeskanzlerin aller Deutschen zu sein und dann Urlaub machen zu wollen. Die Frau könnte mir, so ich es zeitlich und mental einrichten kann, fast leid tun. Aber wirklich nur fast ;-)

  69. OT Frage an Don
    Was ist eigentlich das dritte Bild, wo die Wände so aussehen wie bei einem Modell, das mit Sand beklebt wurde? Ist das ein Gebäude? Wenn ja, was hängt da auf der Wand, daß es wie vergrößerte Sandkörner aussieht?

  70. Anschlag auf Christen und andere Religionsanhänger
    @Bluebeardy
    Ihre Meinung zur „Welt“ teile ich, – dann also die Online-NZZ von heute: „Die Talibangruppe Jamaat ul-Ahrar bekannte sich zur Tat und teilte mit, man habe sowohl Christen als auch die Regierung treffen wollen.“
    Dass das Verhältnis der betroffenen Christen gegenüber anderen Religionsanhängern nur leicht erhöht war, mag aus Sicht der Taliban bedauerlich und von Perfektionismus (@TDV) noch ein Stück weit entfernt sein. Meinerseits bedauere ich, wie zweifellos auch Sie, die andersgläubigen Opfer ebenso. Mir kam es auf den Hinweis an, daß die ungenießbaren Früchte allseitiger Unzufriedenheiten demnächst auch in unserem Land geerntet werden. Bei den zu erwartenden Anschlägen wird es gläubige Atheisten, Christen und Muslime treffen, was die Sache nicht besser macht. Frau Merkel weiß offenbar ganz gut, wie Schutzmaßnahmen gehen, nicht nur auf La Gomera. Sie zumindest hat also eine Idee.

    @coralle
    Gegen die Schwäche und Verblendung der chr. Theologen, seien es Franziskus, Bischöfin K., EKD-G.E. usw. „kämpfen Götter selbst vergebens“. Aus dieser Fraktion dürfen wir nichts erhoffen.

    @Don Francisco
    Bei Wiederlesen des Biedermann vor einigen Wochen blieb mir – anders als bei der Erstlektüre vor vielen Jahren, wie ich zugeben muss – das Lachen im Halse stecken. Ich fürchte, dieses mal entsteht daraus ein chronischer Husten.

  71. Titel eingeben
    Und wenn es also einen Zusammenhang zwischen ungentrifizierter Armut und Drogenkonsum gibt, wie Sie es mit diesem Satz suggerieren: „Zu meiner Zeit in Berlin war die jetzt ruhige Wohngegend rund um die Lychener Strassse unter dem Namen LSD-Viertel bekannt – heute ist es nach der Gentrifizierung nicht mehr weit bis zur Bürgerwehr, die Unpassende mit Golfschlägern verscheucht. Geld ist nun da, aber die Matratzen auf dem Bürgersteig sind selten geworden.“ verehrter „steinalter“ Millionär namens Don Alphonso, warum treten Sie dann nicht konsequenter Weise für eine Diätenerhöhung unserer lieben Abgeordneten ein? http://www.spiegel.de/politik/deutschland/verdacht-auf-kokain-im-bundestag-wuerden-drogenhunde-anschlagen-a-100890.html.

    Machen wir die Bundestagsabgeordneten doch einfach reicher (nur die Reichen zu Bundestagsabgeordneten zu machen, wäre nämlich nicht demokratisch!) und lösen damit das Problem. Naja – anderer Leute Probleme und dass ist dann wohl der Pferdefuß des Plans, denn das – das soll und darf aus dem selben Grunde nicht sein! Wiewohl die Bundestagsabgeordneten schließlich aus dem gesamten Bundesgebiet kommen (müssen, die Ärmsten), müssen ja vorrangig die Berliner (sofern sich die noch nach Mitte/Kreuzberg trauen, ich kenne diese Bezirke eigentlich nur noch dem Namen nach) die ganzen Drogenkonsumenten live und in Farbe ertragen, falls sie zufällig mal keinen Bock auf Unterschichtenunterhaltung haben, wie es ihnen ansteht.

    Also vielleicht einigen wir uns darauf: Es ist schon alles gut so, wie es ist, aber noch besser kann man die Probleme schließlich immer delegieren, wie uns der Süddeutsche Kretschmann demonstriert – wieso ist seine Partei denn bitte von 30% der wählenden Bevölkerung seines Bundeslandes bestätigt worden? Weil er meint, Styroporfassaden seien schöner mit grünen Pflanzen drauf? Oder Lehrpläne besser in Gender und die Zersiedelung der Landschaft und die Höhe der Immobilienpreise in Niedrigzinszeiten am Ende des Tages eben auch über diese Instrumente zu steuern, wenn man es clever anfängt und der schlichten Tatsache ins Auge sieht, dass ein unsinniger Standard eben gar kein Standard sondern vielmehr ein Schreckensszenario einerseits und eine Einladungskarte andererseits ist. – Nun, auch das mag Fans generieren, da plagt mich kein vernünftiger Zweifel. Aber, bei aller Liebe – doch nicht 30% der Wahlberechtigten.

    Nein, sowas traue ich noch nicht einmal den Süddeutschen zu, obwohl ich das von meinem geringen kulturellen Entwicklungsstand aus naturgemäß eigentlich nicht einschätzen kann. Zutrauen muss ich ihnen – deren missratene Sprößlinge uns regelmäßig auf dem RAW-Gelände oder in der Lychener Straße (heim-)suchen, während wir autochthone Troglodyten uns vor lauter Furcht und Schrecken lieber vor ihnen verstecken, so aussichtslos das angesichts ihrer Polizeihubschraubersuchscheinwerfer auch ist – allerdings das da: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/fluechtlinge-warum-asylbewerber-im-osten-unterkommen-koennten-a-1044433.html.

  72. Erste Reflexe zur Bankrottabwehr
    Die „Welt“ bringt ein Interview, damit die Schwimmbäder nicht pleite gehen:
    http://www.welt.de/vermischtes/article153746231/Das-wahre-Problem-mit-den-Fluechtlingen-im-Schwimmbad.html
    Die Blicke sind schon schlimm genug wie auch die Alterswahl, am liebsten unter fünfzehn.

  73. Leibeigenschaft und Sklaverei sind abgeschafft? Seit wann?
    Und da dachte ich immer, es hätten sich nur die Methoden geändert, die seien subtileren Formen der Unterdrückung und Ausbeutung, Analogien zum Verlagswesen drängen sich geradezu auf, gewichen.

    Allerdings könnten die Enkel der ehemals Betroffenen wohl weniger Schlösser, Burgen und Klöster bewundern, wäre es anders gewesen. Daß es nicht selten die eigenen Vorfahren waren, die dafür geblutet haben, scheint vergessen zu sein.

    Was die unterschiedliche Prosperität betrifft, so bleibt die weitere Entwicklung einmal abzuwarten, gleicht sie doch einer Sinuskurve, deren verschiedene Stadien auch Bayern regelmäßig durchlaufen hat. Warum sollte sich daran etwas ändern? Schließlich waren es immer die Clans, die dafür gesorgt haben, daß auf ein Hoch auch wieder ein Tief folgte. Mal war es die Textilindustrie, mal der Bergbau, mal der Handel, mal der Schiffsbau bzw. die Reeder, mal die New Economy und mal die Finanzindustrie. Alle hatten und haben ihre Könige, die sie das Fürchten lehrten und lehren. Und in der Neuzeit immer von aufrechten Demokraten aufs vortrefflichste begleitet.

    Die Angst vor der Gleichmacherei ist jedoch völlig unbegründet. Auch der Länderfinanzausgleich hat eben seine Grenzen. Und Umverteilung im Sinne des Sozialstaatsgebotes hat es ja auch noch nie gegeben, denn wer sich die Verteilung sozialer Wohltaten einmal genauer ansieht, der kann nicht umhin kommen, festzustellen, daß diese nur zum geringsten Teil bei den Bedürftigen ankommen. Der größte Teil geht direkt und indirekt an die Besserverdienenden, stellt nichts weiter als Lohnersatzleistungen dar, die die Gewinne der Unternehmer und Aktionäre steigern. Passend dazu wurden die reinen Sozialleistungen im Rahmen des Sozialen Netzes regelmäßig gekürzt, fanden in der Agenda 2010 und den folgenden Verfeinerungen ihren vorläufigen Höhepunkt.

    Was die Gleichheit, besser die Gleichwertigkeit der Menschen betrifft, die könnte nur künstlich herbeigeführt werden, da Menschen nunmal aus natürlicher Gegebenheit nicht gleich sind, aber gleichwertig sein sollten. Und da der Wert eines Menschen heute mit seiner Arbeit zu korrespondieren scheint, liegt die Beurteilung seiner Leistung selbstverständlich nahe. Da bliebe nur der Weg, die individuelle Leistungsfähigkeit festzustellen und daraus die objektive Leistung abzuleiten. Da das aber zu unschönen Ergebnissen für manchen faulen Großverdiener führen könnte, dessen subjektive Leistung weit hinter der objektiv möglichen Leistung zurückbleibt, was seinen Verdienst deutlich schmälern würde, ist das ebenso selbstverständlich kein Ansinnen, welches in Betracht käme, ernstgenommen werden zu können.

    Na ja, wie dem auch immer sei, zu Ostern war das schon ein irgendwie seltsamer Beitrag aus dem schwarzen Bayern, oder etwa nicht?

  74. Vom Hubschrauber gejagt ...
    Da muß ich doch sofort an Foyer des Arts denken:

    https://www.youtube.com/watch?v=2pAr1IMiP6A

  75. a propos: Zurück zum Don´schen Thema...
    …der SPD-Gleichmacherei und Abstimmung per pedes.
    Meine Nase (die gerade vom Kalbsnierenbratenduft korrumpiert wird) sagt mir, dass schlimmstenfalls das ganze System föderalistischen Finanzausgleichs und staatlicher Wohlfahrt in den nächsten 7 Jahren auseinanderbrechen könnte. Katalysator (und daran hat die SPD nur sehr nachgeordnet Anteil): Merkels einstimmig beschlossene Migrantenpolitik! Denn soviel Zuwanderung in die Sozialsysteme können wir uns nicht leisten. Die dieser Tage kolportierten Aussichten über die Integration von Migranten auf dem Arbeitsmarkt erscheinen mehr als mau. Meine Prognose: es wird eine Bruchstelle Nordost/Südmitte-Süd durch die Republik geben. Ab Weißwurstäquator (also ab Rhein/Main nebst Südbundesländer) herrscht dichtere Besiedlung und somit stärkere soziale Kontrolle, was auch die Integration von Kulturfremden in Lohn und Brot etwas besser gelingen lassen könnte als im überwiegend strukturschwächeren Nord/Ostteil der Republik.
    Was brauchen schließlich die vielen jungen zugewanderten kulturfremden Männer, um sich hier zu integrieren? Sie müssten schnell in Lohn und Brot kommen, zum einen damit sie Beschäftigung und persönliche Perspektive haben, zum anderen damit sie nicht salafistischen oder kriminellen Menschenfischern auf den Leim gehen.
    Wie aber soll man denn soviele Leute in Lohn und Brot bringen, wenn sie in ihrer Mehrheit offensichtlich nicht adäquat qualifiziert sind? Diese Fragen werden auch die Südachse beschäftigen. So sehr, dass sie sich irgendwann aus der ewigen Umverteilungsschleife (Länderfinanzausgleich) verabschiedet?
    Als denkwürdigen Trippelschritt in diese Richtung kann man die krachende Abwahl der Umverteilungsgenossen in BaWü sehen. Auch wenn sich mancher wundert über 30 Prozent Grünenwähler! Doch immerhin sind viele bw-Grüne wertkonservativer und pragmatischer als viele Kollegen etwa in den finanzschwachen nördlichen Bundesländern.

    Wir sehen, mit der Binnenintegration und -verpflichtung auf gemeinsame Werte ist es angesichts einer gespaltenen Gesellschaft nicht mehr weit her.
    Wie soll man dann eigentlich Migranten „unsere Werte“ nahebringen, zumal viele von ihnen auf Idomeni als erstes offensichtlich eingeflüstert bekommen haben, staatlichen Angeboten und Anweisungen zu misstrauen? Regelmissachtung ist doch nun genau nicht das, was rechtschaffenen Migranten zuzuraten wäre. Was lehrt uns das über Leute, die offensichtlich in Idomeni Migranten zu gefahrvollen Alternativrouten Richtung Norden animiert haben?

    • Als Geringverdiener – auch so ein nettes Wort – hätte ich auch Angst, dass ich voll betroffen sein werde.

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