Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Der Genderzünder für den sozialen Sprengstoff

| 402 Lesermeinungen

Allhier con Fortitudo aingeschlogn undt nydergeleckt zu Josefi, Anno Salvationis MMXVI

Vorurteile sind schrecklich. Vorurteile muss man bekämpfen. Eisern. Täglich sehe ich im Netz derbe Sprüche von Netzfeministinnen, und immer sage ich mir: Die sind nicht alle so. Nicht alle leben, wie man das manchmal auf Bildern sieht, in einer polyamoren Bettbeziehung mit leeren Pizzakartons und Hausstaubmilben. Manche tun das nur, weil sie Aufmerksamkeitsdefizite haben, und sind in Wirklichkeit ganz nett. Ich habe mich sogar schon mal einen Abend mit einer bekannten deutschen Netzfeministin unterhalten, ohne zu wissen, wer das war, und erst jetzt, nach Jahren, würde sie mir gern die Augen auskratzen. Man muss wirklich genau hinschauen und differenzieren, egal ob bei Genderideologen oder bei ihren nächsten Verwandten, den nicht minder lauten Rechtspopulisten,. Die einen hassen den weissen Mann als Patriarchat und die anderen den dunklen Mann als Domplattenwüstling. Beides ist natürlich grundfalsch – man darf einfach nicht verallgemeinern.

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Auch nicht dort,wo manche momentan noch glauben, die Grünen hätten einen Wahlsieg errungen. Es stimmt, dass die CSU-Tarnorganisation der Kretschmann-Grünen die stärkste Partei im sonnigen Baden-Württemberg wurden, aber man muss auch erkennen: Die grün-rote Regierung wurde eindeutig abgewählt. Auch die Grünen haben 70.000 ihrer alten Wähler – immerhin sechs Prozent ihrer Klientel – an die AfD verloren. Weniger als andere, aber das ist schon erstaunlich. Und ausserdem hat die AfD dort mehr als in jedem anderen westlichen Bundesland geholt: 15,1 Prozent ist wirklich viel. Insofern ist es auf den ersten Blick nicht verwunderlich, wenn sich nun unter der Führerschaft des VVN-BdA ein Bündnis aus Gewerkschaften, Linken, Grünen und Sozialdemokraten bis zu Blockupy formiert, das sich „Aufstehen gehen Rassismus“ nennt und behauptet, mit der AfD wäre die alte Abgrenzung der Gesellschaft nach Rechts gestört – und man bräuchte eine neue Abgrenzung, um die AfD ausserhalb des gesellschaftlichen Konsenses zu halten. Zu dem Zweck wollen sie mit einem bundesweiten Schulungsprogramm “Stammtischkämpfer*innen“ ausbilden, die rote Linien neu ziehen.

Mit Bierfuizl.

Oh mei. Ich hoffe, die Stammtischkämpfer*innen überlegen sich das vorher zweimal und erstellen eine Karte der Biergärten, wo es nur Plastikmesser, Babbadegglgschirr, Gummimasskrüge und keinerlei Spiesse zum Ochsenbraten gibt. Da können sie es vorsichtig versuchen und dann die Idee der gelebten Realität anpassen. Aber Josefimesserstechereispass beiseite, da sieht man halt, wie vorschnell die Linke urteilt: Den Gegner halten sie für einen dumpfen Stammtischbruder, der Jahrzehnte in seinen Vorurteilen gegärt wurde. Alte weisse Männer in Tracht. Das Patriarchat halt. Dabei zeigt die Wahlanalyse aus dem Südwesten etwas ganz anderes. Den höchsten Zuspruch hat die AfD bei jungen Leuten bis Mitte 40. Und auf drei Männer, die da ihr Kreuzerl machen, kommen zwei Frauen, die genauso entscheiden. Fast jeder fünfte wählt AfD. So viele kann man in der Realität nicht ausgrenzen, wenn man seinen Arbeitsplatz oder die Apanage der Eltern behalten will. Die AfD-Wählerschaft ausgrenzen können Berliner Hipster, die auf Bento und anderen Müllkippen arbeiten. Aber in Schwaben geht das allein wegen der schieren Menge nicht.

bawb

Weil ich so ein lieber Kerl bin und auch Müllkippenarbeiter°innen nicht diskriminiere, möchte ich auf ein anderes Problem hinweisen. Der Aufstand geht selbstverständlich davon aus, dass es nur am Rassismus liegen kann, wenn 70.000 früher bejubelte Grünenwähler nun für die AfD stimmen. Das passt zur gelebten Praxis von Aktivisten, sich ihre eigene Blase zurecht zu blocken, die mit ganz einfachen Pauschalurteilen ohne jedes Nachdenken die Weltsicht braun eintrübt. Auf dem Dorf, wo man sich nicht aus dem Weg gehen kann, muss man dagegen differenzieren. Es mag schon sein, dass die Migrationspolitik ein wichtiger Aspekt war. Aber in Schwaben ist der Anteil der AfD auch signifikant höher als in Rheinland-Pfalz. Und dazu habe ich, ausgehend von meinen eigenen Erfahrungen auf dem Dorf, eine Theorie. Eine Theorie, warum ausgerechnet so viele jüngere Erwachsene so gewählt haben.

Weil sie an mehreren Fronten bedroht werden. Die klassische Flüchtlingsaktivistin der Medien lebt in einer grossen Stadt zur Miete und hat selten feste Bindungen – falls doch, wird sie oft bald alleinerziehende Mutter. Das ist ein Metropolenphänomen und möglich, weil dort vor allem gemietet und nicht an die Zukunft gedacht wird. Die jungen Familien bei uns in den kleineren Orten wollen nach Möglichkeit etwas Eigenes. Und alle haben sie Angst, die Gemeinden könnten Flächen, die für Neubauten oder Einheimischenprogramme vorgesehen sind, auf Jahre mit Notunterkünften blockieren. Fehlender Wohraum in der Heimat ist für junge Menschen, die als Doppelverdiener auf die Nähe der Grosseltern angewiesen sind, eine existenzielle Sorge. Das Haus besitzen oder nicht besitzen entscheidet darüber, wie das Leben im Alter sein wird. Schulkapazitäten, die für Migration abgezweigt werden, gelten als schlecht für den eigenen Nachwuchs. Mir sind diese Elternreaktionen auch fremd, aber man muss damit leben, dass sie allergisch auf alles reagieren, was das Elterndasein noch zusätzlich erschwert. Sie sind nicht so dumm, dass sie Willkommensklassen sehen und nicht verstehen, dass hier die Mittel sind, die ebenso für kleinere Klassen verwendet werden könnten. Das fordern alle Eltern. Dafür ist in ihren Augen zu selten Geld da. Jetzt ist das anders. Für junge Familien hat der Verteilungskampf längst begonnen.

bawd

Und dann ist da noch die grün-rote Regierung in Schwaben. Die Regierung, die unbedingt Geld für sexuelle Toleranz ausgeben wollte. Die einen Bildungsplan entwickelte, der Kinder darüber aufklären sollte, dass es neben der Kernfamilie auch noch viele andere Optionen gibt. Nur damit wir uns hier richtig verstehen: Ich lehne Familienleben füt mich auch ab, ich bin aufgeklärt und aufgeschlossen und absolut der Überzeugung, dass niemand etwas bei den Freuden anderer Menschen mitzureden hat, die sich freiwillig zu Taten verabreden, so abseitig sie auch sein mögen und wenn es Genderpraktika bei der taz sind. Inhaltlich bin ich für sexuelle Toleranz. Aber Toleranz heisst nicht, das alte Zwangsweltbild des Klerikalismus durch den Genderismus zu ersetzen. Toleranz heisst, dass man auch etwas doof und daneben finden kann, und das ist speziell bei sexuellen Vorlieben und Beziehungen sehr wichtig. Ich kann alle Eltern verstehen, die nicht wollen, dass das, was sie ihren Kindern vorleben – eine gute Beziehung in der gesellschaftlichen Norm– nur als eine Möglichkeit unter vielen gelten soll. Weil es dem Genderwohlfahrtsausschüssen von GEW, SPD Grünen und angeschlossenen Esoterikerinnen in den Kram passt.

Was da entstand, ist nicht Rassismus. Es ist das – so kommt es immer wieder zur Sprache – komische und sich selbst verstärkende Gefühl, dass junge Familien auf vieles verzichten, was für andere selbstverständlich ist. Man ordnet sich unter, man gibt anderen Menschen ein gutes Leben, man lässt es nicht nach Belieben krachen und leistet seinen Beitrag für Kinder und Gesellschaft. Und dann kommt der Staat daher und bringt den Kindern bei, dass es gar nicht so altmodisch sein muss. Ein Obergrüner sagt, dass man sich auch mit Chrystal Meth in Berlin erwischen lassen kann, und viele neue Chancen verdient. So viel kann die Kernfamilie diesem Staat also kaum wert sein. Dazu kommt noch die Einwanderung, die mit jenem Geld finanziert werden soll, mit dem man auch Familien fördern könnte. Es geht um eine Migrationsheilslehre, aus der die Facharbeiter erwachsen und die jene demographischen Probleme lösen soll, die junge Familien eigentlich auch lösen, und zwar selbst finanziert, und jetzt zusätzlich für andere zur Kasse gebeten werden. Es werden Milliarden für Migranten ausgegeben, die Wohnungen brauchen und auch bekommen, und dazu die deutschen Nachbarn, die auf dem freien Wohnungsmarkt keine Alternative finden. Da sollen die zukünftigen Rentenzahler entstehen. Die sicheren zukünftigen Rentenzahler müssen sich für Willkommenklassen schlank machen und erfahren dann, wie überkommen klassische Familien sind – während der Staat Sexratgeber für Machokulturen erstellt, weil die Migration demographisch und sexuell völlig aus dem Ruder gelaufen ist. Der intakte Kern der Gesellschaft wird in den Augen dieser Betroffenen zur Disposition gestellt, denn die Nachwuchs- und Rentensorgen löst die Migration, und wer den Mund aufmacht, muss alternativlos ausgegrenzt werden, von Kriminellen über den staatlich finanzierten Kulturdemobetrieb bis zur öffentlich-rechtlichen Moderatorin: Vorwürfe von Sexismus, Rassismus und Phobien sitzen locker.  So gesehen ist das Wahlergebnis wenig überraschend. Es hat gereicht, den weithin verhassten Bildungsplan zum Teufel zu jagen.

bawa

Man kann die AfD mit guten Gründen bigott und reaktionär nennen – aber die Familien sind ihr glaubhaft näher als die Genderlobbyisten. Sie spuckt den Familien nicht ihre Genderideologie höhnisch ins Gesicht, sie ist nur rückständig, durchvonstorcht, und daher für viele das kleinere Übel. Das ist, so banal es klingt, eine Ursache ihres Erfolgs. Ich bin als Bürgerversammlungsbesucher hier nur der Überbringer dieser Botschaft, die viele jüngere Kolleginnen in den Medien vehement ablehnen. Aber diejenigen, die das Beste für ihre Kinder wollen, müssen schauen, wo sie bleiben. Speziell im kritischen Alter, wenn die Kinder in der Ausbildung sind, und dazu noch das Vermögen entstehen sollte. Da werden sie gerade verachtet, verlacht, und in den Leitmedien steht etwas über Transkinder und Röcke für Jungen.

Das kann man machen. Man kann dann auch Stammtischkämpfer schicken. Ich würde vorschlagen, vorher einfach mal mit den Leuten zu reden. Also, den jungen Familien und ihren Sorgen zwischen Konstanz und Tübingen zuhören. Oder wenigstens mal ein Buch über Fehleinschätzungen der Motivation anderer Leute lesen. Verdun, Stalingrad, immer wieder wollten Deutsche blutrote Linien zu Gegnern ziehen und nie ist das gut ausgegangen. Fahrt hin, setzt euch dazu, hört hinein und haltet den Mund oder wenigstens eine Armlänge Abstand zum Radius des Bierkrugeinschlags. Ich halte mich raus. Ich bin nur Kriegsberichterstatter, kein Sanitäter, mein Verbandskasten im Roadster ist abgelaufen, und der geliebte Pizzakarton kommt einen sicher nicht im Krankenhaus besuchen.

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402 Lesermeinungen

  1. Vorurteile sind grossartig
    Vorurteile erleichtern so wunderschön das Leben. Besonders wenn sie bestätigt werden:
    Vielen im Südwesten war die geschiedene Kinderlose aus der Zone im Nordosten schon immer dubios. Nun gibt es nach Griechenland-Rettung und Abschaltung der Atomkraft seit letztem Jahr den endgültigen „Beweis“ mit der Facharbeiter-Migration.
    AfD ist wohl stark auf dem Lande, die Städte sind im Südwesten alle dunkelst-grün. Zudem muss man die Figur des Landesvaters beachten, der für viele Konservative oder Liberale angenehmer erscheint, als das, was die eigenen Reihen so anzubieten haben.

    PS Werter Don, passen Sie auf, wenn sie im Zusammenhang mit BaWü behaupten, dass der „Bildungsplan zum Teufel“ gejagt wird. Der verehrte Erwin Teufel hat zwar eine grüne Homepage, aber er nimmt sicher nicht jedes Paket an.

    • Das sagt man halt in Bayern so.

      Die Grünen müssen ganz schnell anfangen, den Palmer als Kronprinzen aufzubauen, oder es ergeht ihnen das nächste Mal so wie den Grünen woanders. In den Flächenstaaten werden sie zunehmend zur Randpartei, und wenn ich mir anschaue, was sie sich nach dem Ende der Atomkraft geleistet haben, kann ich das verstehen. Eine erstarrte Filzpartei mit Gesichtern, die keiner mehr sehen kann. Wie die CSU in der Spätphase Stoiber.

    • Danke Don - die Gesichter*innen nicht zu vergessen... wobei die
      in BW nicht ganz so penetrant in den Vordergrund rücken.

    • Wenn grün-schwarz kommt, wird der Genderkomple ohnehin unwuichtig werden.

    • Mannheim
      @Älpler: Hat nicht die AfD in Mannheim Direktmandate gewonnen?
      So tiefgrün scheinen die Städte nicht zu sein!

    • 34%
      Laut Umfrage haben 34% in Schwaben, Menschen mit Migrationshintergrund AFD gewählt, ich kenne selber auch keinen Deutsch-Irgendwas(außer Eliten im TV) die mit dieser Massenzuwanderung zufrieden wären, im Gegenteil, die erzählen einen die Folgen, und langen sich schon seit letztem Sommern an den Kopf.

    • @Don Alphonso
      „Die Grünen müssen ganz schnell anfangen, den Palmer als Kronprinzen aufzubauen,“

      Was ist so toll an Palmer? Wenn man seine Äußerungen genau liest, dann ist auch er für millionenfache Flüchtlings-Einwanderung, nur eben etwas gestreuter und gelenkter. „Realo“ ist der nur nach den Standards der Grünen. Ganz ehrlich, die Leute, die sich einlullen lassen, weil Palmer so schön „bürgerlich“ ist oder weil Kretschmann so ein netter Opa und außerdem im Katholiken-Zentralkomitee ist, die haben m.E. auch null politischen Verstand.
      Und Kretschmanns Ba-Wü-Grüne als „Tarn-CSU“ zu bezeichnen, das ist unfair…gegenüber der CSU.

    • Irgenwann ist Kretshmann weg und dann braucht man einen anderen, oder man geht unter.

    • @ Don Ferrando
      Die Sache mit BaWü ist: dort ist alles irgendwie auch Universitätsstadt – Freiburg, Heidelberg, Tübingen, Konstanz, Karlsuhe, durchaus auch Stuttgart und Mannheim und immer plus Umland – daher waren die Grünen dort schon recht früh eine Hegemonialmacht an den Unis und Oberstufen und dann auch in den Rathäusern.

    • Wann beginnt
      bei Ihnen Stadt? In Pforzheim und Mannheim wurden von der AfD Direktmandate geholt.

      Calw: 19,1%
      Freudenstadt: 17,6%
      Göppingen:16,8%
      Heilbronn/Stadt: 19%
      sind nur einige Beispiele
      https://www.statistik-bw.de/Wahlen/Landtag/02035000.tab?E=KR

    • @ Älpler: AfD ist wohl stark auf dem Lande, die Städte sind im Südwesten alle dunkelst-grün.
      Und warum ist das in den Städten BWs so? Die sind bevölkert von einer großen Anzahl „leistungsloser Einkommensbezieher“ in Form von Beamten und Angestellten im Öffentlichen Dienst, die bekommen alle ihr Gehalt weiter, auch wenn sie faul sind. Natürlich sind die nicht alle faul, aber ihr Gehalt kommt aus der Wertschöpfung derer, die für ihr Entgelt richtig malochen müssen. Beamte und Angestellte des Öffentlichen Dienstes haben kein Arbeitsplatzrisiko und so können sie sich grüne Träumereien leisten, ohne für deren fehlgeschlagenen Ergebnisse bluten zu müssen. Das ist wie beim Pfaffen, der redet auch vom Himmelreich für die Armen nach dem Tode, weil er selbst schon vor seinem Ableben ein gesichertes, wohl dotiertes Auskommen hat, ohne dafür wertschöpfend tätig sein zu müssen. Wer malochen muß, der wählt nicht grün, der wählt meist rot oder jetzt aus lauter Frust über das rote Geschwafel blau. Die Oma wählt weiter die CDU, die geht nämlich sonntags noch in die Kirche zum Pfaffen.

    • Palmer aufbauen ?
      Nope. Özdemir ist der bessere Kandidat, zumindest fürs Ländle. Bürgerlich genug, nicht zu spießig, nicht zu links. Palmer hat zuviel Little-Man-Syndrome. Das hat noch nie gut getan in der Geschichte.

    • Özdemir?
      Sie kennen die Schwabe nicht!

    • Direktmandat für die AFD in Mannheim-Nord
      In der Tat hat die AFD ein Direktmandat in Mannheim-Nord gewonnen – dieser Wahlkreis war bei der letzten Landtagswahl noch das einzige verbliebene SPD-Direktmandat.
      Da aber Herr MP Kretschmann in die dort leer stehenden ehemaligen US-Kasernen Flüchtlinge gepfercht hat, ist das Ergebnis nicht weiter verwunderlich:
      – „Patrick Henri Village“ (im Norden): zeitweise 15.000 Flüchtlinge, derzeit angeblich nur noch 10.000. Wenn man dort mit der Straßenbahn-Linie 5 fährt, sieht man kaum noch ein einheimisches Gesicht
      – „Spinelli Barracks (im Norden): 3000 Flüchtlinge
      – Hammonds in Seckenheim“ (im Osten): 1000 Flüchtlinge. Seckenheim ist ein dörflich geprägter Vorort mit 10.000 Einwohnern, ohne eigene Polizeistation.
      – „Pyramidenstraße“ (im Zentrum): 1000 Flüchtlinge

      Dazu kommen dezentral nochmal ungefähr 200 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, darunter Einzelfälle (?), die zum Teil in der Vergangenheit erheblich kriminell waren.

      Die Polizeistatistik 2015 wurde ja vor den Wahlen bewusst zurück gehalten, dennoch sickerten vorab einige Zahlen durch:

      http://www.morgenweb.de/mannheim/mannheim-stadt/polizeistatistik-lost-arger-aus-1.2680955

      – Straßenkriminalität +12,7%
      – Raub +17%
      – Körperverletzung +9%
      – Diebstahl +9%
      – Taschendiebstahl +40%

      Zu den Sexualdelikten ist noch nichts durchgesickert. Nimmt man aber die große Zahl berichteter Delikte im Polizeibericht zum Maßstab, so kann man dort auch keine gesunkenen Zahlen erwarten.

      Fragt sich jetzt noch jemand ernsthaft, warum die AFD dort ein Direktmandat erreicht hat?

  2. Abgewählt...
    Grün-Rot wurde abgewählt. Stimmt! Normalerweise wäre auch Grün versenkt worden. Nur wegen Kretsche haben die sich gehalten. Es gab halt keine Alternative. Eigentlich gehört der Mann nicht zu den Grünen, sondern in die CDU. [Genauso wie Merkel in die SPD und Wagenknecht in die FDP (naja so ein bischen jedenfalls :-)).] Eines hat die AFD jedenfalls geschafft: Es ist jetzt nicht mehr so, dass sich nach einer Wahl alle Parteien zum Gewinner erklären – egal, wie das Wahlergebnis aussieht! Das mach jetzt nur noch Merkel: Sie hat im Ländle 84,9% der Stimmen geholt!

    • Ich freue mich ja schon auf die Wahl in Niedersachsen, dessen MP gestern in der FAZ sagte, die meisten Migrangten – Schutzquote weniger als die Hälfte – würden bleiben. Der Mann hat keine Lust auf Abschiebungen, also werden ihn diejenigen besuchen, die sich woanders nicht halten können.

  3. Danke für diese klare Bestandsaufnahme
    Ich fürchte, sie wird wohl gehört, aber nicht beherzigt werden. Die antifaschistischen (der Ausdruck jagt einem schon Schauer des Grauens über den Rücken) Genderdingsbumsdamenherren*x sind auf dem Kriegspfad und haben grad ein neues Opfer gefunden.
    Wohl dem, der eine Gesinnung hat und sei es auch die völlig falsche.

    Sollte meine Schreibweise der Genderwasauchimmer wem aufstoßen, ist mir das herzlich egal, alldieweil ich für derlei Tünnef kein Verständnis habe.

    • Sie wird benutzt, um zu sagen, dass in der FAZ rechtsoffen argumentiert wird, aber as ist mir wurscht. Ich kann doch nicht einfach ohne Warnung zuschauen, wie die ins Verderben rennnen. Ich mein, ich kenne Stammtische.Da muss man behutsam sein.

    • rechtsoffen?
      Sehr geehrter Don Alphonso,

      vielen Dank für noch einen Höhepunkt Ihres Schaffens! Die purzeln ja gerade so! Andererseits sind auch die Umstände sicher hilfreich. Zur Not kann man mit geschlossenen Augen in die Masse greifen und findet fast in jedem Falle Gold.

      ‚Rechtsoffen‘? Ist das ein neues Word im CorrectSpeak? Nach den Gutmenschen, ‚ergebnisoffenen‘ Verhandlungen, und anderem Unsinn? Offen nach rechts? Offen für das Recht? Oder klingt einfach nur gut?

    • Das sagen die Linken halt so. Ist so bedeutungslos wie Nazi, Faschist oder Hitler. Heisst also nichts ausser „Ich sehe es anders“.

  4. chapeau
    lieber don – bedenkt man, daß Sie ja vom Familienleben weniger verstehen als von, sagen wir, englischen Teekannen oder Rokokoschönheiten;-)

    • Es bleibt nicht aus, dass man auch als Hagestolz mit Familien spricht. Und da lernt man halt die Sorgen und Nöte kennen. Viele sind eh schon deutlich überfordert. Ich verstehe, dass sie irgendwann nicht mehr weiter zahlen wollen.

  5. Bravo!
    So schaut’s aus! Vielen Dank für die absolut zutreffende Beschreibung, lieber Don.

  6. Titel eingeben
    Ich (31) habe in Ba-Wü AfD gewählt, und ja, natürlich gibt es da auch einen Generationenaspekt. Familiengründung etc. ist zwar für mich kein Thema und wird es wohl auch nie sein, und meine persönliche Lage ist wohl auch aufgrund eigener Fehlentscheidungen eher unterdurchschnittlich (akademisches Prekariat), aber ja, ich habe schon den Eindruck, dass von den etablierten Parteien rein gar nichts für die Zukunftssicherung des Landes zu erwarten ist. CDU und SPD sind für mich Rentnerparteien, die Grünen im Kern eine Politsekte, die die deutsche Gesellschaft hasst und abwickeln will. Alles geprägt von der unsäglichen Generation der in den 1950ern und frühen 1960ern Geborenen, die alle Privilegien und Vorteile an sich gerafft hat und ihre persönlichen Komplexe (Nazi-Eltern) bis heute in moralisierende Selbstüberhöhung umwandelt („Wir haben aus der Geschichte gelernt und sind jetzt die Guten“). War bisher schon alles schlimm genug, schlechte Berufsperspektiven, Rente wird es sowieso für meine Generation nie geben, Niedrigzinsen…und jetzt wird einem auch noch die Masseneinwanderung schlecht gebildeter und zu großen Teilen wohl integrationsunfähiger Jungmänner aufgebürdet. AfD wählen halte ich da eigentlich für Notwehr. Nicht dass ich vom Personal der AfD wirklich Lösungen erwarten würde (allerdings auch keinen Weltkrieg oder Dikatutur, wie das manche Hysteriker heraufbeschwören)…aber ich hasse die etablierten Parteien und Eliten in diesem Land, ich will, dass sie leiden und zumindest einige von ihnen ihre Pöstchen und ihren Einfluss verlieren.

    • Sagen wir mal so_ Es wird eine Zeit nach Merkel geben, und damit enet dann auch das opportunistische DDR-Gewuschtel. Die CDU macht ja jee Menge rechte Sachen von VDS bis TTIP – nurwegen der Flüchtlinge turnt nun die Linke in ihrem Mastdarm. Das ist eine blöde Situation.

      Das mit den Familien passiert schneller, als man denkt. Bei mir sterben die Junggesellen praktisch alle wegen Spätheirat und Torschlusspanik aus.

    • @DonAlphonso
      „Es wird eine Zeit nach Merkel geben, und damit enet dann auch das opportunistische DDR-Gewuschtel. “

      Wenn die CDU nicht bald die Kurve kriegt und sich deutlich von Merkels Politik distanziert, hat sich m.E. keine Zeit nach Merkel verdient, sondern das Schicksal der italienischen DC. Irgendwie glaube ich mittlerweile auch nicht mehr, dass das nur an Merkel und ihren Spießgesellen der Sorte Tauber und Altmaier liegt…es gibt ja auch sehr viel Beifall für die aktuelle Politik von alten CDU-Größen wie Geißler, Süßmüth oder Blüm.
      Mir fällt jedenfalls kein Grund ein, warum abgesehen von Rentnern, die eben aus Gewohnheit CDU wählen, und asylbewegten Christen noch irgendein Normalbürger für diese Partei stimmen sollte. Ich hatte persönlich noch nie Vorteile von ihrer Politik, und das Argument „CDU kleineres Übel“ hat sich auch erledigt. Und die autoritäre Grundstimmung dieser Partei ist einfach nur furchtbar, die ganzen Überwachungstendenzen passen gut zu einem Politikstil, der nicht von Bürgern, sondern eher von Untertanen auszugehen scheint.

    • Fann findet sich halt eine neue Partei. Es gibt kein Anrecht auf Ewigkeit und die CDU hat eh das Ende verdient.

    • Urnenpöbel
      Vielen Dank für deinenen Artikel . In wenigen Sätzen alles gesagt . Viele wissen ohnehin das unsere angeblichen Moralvorstellungen unser Untergang sind . Die Geschichte wird neu geschrieben , zur Eroberung von neuen Lebensräumen reicht heute eine Rettungsweste und genug Hartnäckigkeit und ich weiß nicht was wir dem entgegenzusetzen haben .
      Die Alten sind dann nicht mehr da .

    • Einfach nur danke
      für diesen Beitrag!

    • Wenn es dem Esel zu wohl ist, geht er aufs Eis und tanzt!
      Genau richtig! Die Voraussetzungen für das, was heute läuft, vor allem der `demografische Wandel´ wurden einzig und allein von den `Baby-boomern´ geschaffen. Diese Generation ist in der Wirtschaftswunderzeit ausschließlich mit guten Zukunftsaussichten aufgewachsen – es kann nur besser werden! – und dazu ordentlich amerikanisiert worden.
      Ihre Eltern haben in der Regel NICHT die Nazis gewählt, sie waren i.d.R. damals noch keine 21! (Vor 1913 geboren) Das galt es nur als Ausrede, um sich das schöne Leben auszusuchen, welches ALLE Generationen zuvor als sündig ablehnten, und zur Norm zu machen! Jene Elterngeneration nämlich hatte sich noch krum gelegt, um etwas zu schaffen und dazu 4 – 6 Kinder großzuziehen, auch in der zugigen Wohnung in der Stadt mit Klo auf der Zwischenetage! Und Urlaubsreisen kannte man nur aus dem Kino. Die Kinder sahen aber, daß die Frauen, die ohne Männer leben ( damals noch ) mußten, sich mehr Luxus leisten konnten und ein bequemeres Leben führten, als ihre Mütter und jene Ehepaare, denen es aus irgendwelchen Gründen verwehrt war, Kinder zu bekommen, sich den Italienurlaub eher leisten konnten.
      So mußte man nur noch dafür sorgen, daß Alleinstehende gesellschaftlich nicht mehr am Katzentisch saßen und Kinderlosigkeit nicht mehr verpönt / bemitleidet wurde.
      Freier Sex, Abschaffung des Kuppeleiparagraphen, des Schuldprinzips bei der Scheidung (= Absicherung der Hausfrau und Mutter) und des Abtreibungsverbots kamen schließlich hinzu! Die Pille gab es seit 1959, der Pillenknick kam erst 1973, als die in den 50ern geborenen Frauen ins Heiratsalter kamen!
      Und diese Generation machte im wahrsten Sinne des Wortes lustig weiter: Keiner will gerne zugeben, daß er aus Eigensucht den Karren an die Wand gefahren hat – im Gegenteil, diese Generation der Kinderlosen will nun nicht auf üppige Altersbezüge verzichten! Man hat ja mehr einbezahlt als sein Vater und will nun auch entsprechend mehr haben als seine Eltern – die aber mit ihren Kindern für zukünftige Zahler gesorgt hatten.
      Familie gründen bedeutet auch Verantwortung tragen. Die unbeschwerte Jugend bis 40 ausdehnen geht nicht, auch wenn die Konsumwirtschaft das den Leuten – eigennützigerweise – erzählt!

      Überbevölkerte Gebiete schicken ihre jüngeren Söhne in Entleerungsräume, um diese zu besiedeln, das ist schon seit der Steinzeit der Fall!
      Sie liegen ganz richtig, daß die Generation der kinderlosen Baby-boomer keinerlei Interesse hat, daß Ihre Generation wieder mehr Nachwuchs bekommt; denn nur so bleiben sie die Sperrmajorität bei Wahlen. Frisches Stimmenvieh holt man sich von außerhalb und verpflichtet die Leute so zu Dank; kann sie auch leichter manipulieren. Wenn man sich den Politzirkus ansieht, stellen Kinderlose inzwischen die Mehrheit, vor allem bei den etablierten Politfrauen, die Kanzlerin vorneweg, als typische Vertreterin ihrer Generation!
      So kann man davon ausgehen, daß vor allem die Generation 50plus die etablierten Parteien wählt, wobei das Klientel von SPD und Linke noch etwas älter ist, (sieht man an wegsterbenden Mitgliederzahlen) als bei CDU und Grünen.

  7. Familien? Was ist das?
    – Für junge Familien hat der Verteilungskampf längst begonnen.-

    Nicht nur das. Sie haben auch Angst, die Kinder allein laufen zu lassen, von Schwimmbad gar nicht mehr zu reden. Sie sind die wirklichen Leidtragenden. Die Unsicherheit macht sie fertig. Wer nicht selbstständig ist, fürchtet auch um seinen Job.
    Hotel Basten, Tegernsee: Familien hätten gern eine Wohnung dort gehabt, auch gern unrenoviert. Aber das wäre dem Besitzer nicht genug Zaster.
    Die Familien sind seit 2005 nicht mehr im Kopf der Politiker. Idem USA. Daher die Neigung zu Trump. Man greift nach dem letzten Strohhalm.
    Die Neuankömmlinge machen aber auf Familie in Parallelgesellschaft. Gelegentlich bewundere ich das. Grotesker Systemfehler insgesamt.
    Die Pauly hat’s erst in Bayern versucht und dann auf Sylt, gescheitert bei Bürgermeisterwahl. Die steht sinnbildlich für den Käse.

    • Das mit dem Bastenhaus wird noch lustig. Ich hoffe, die machen einen Tag der offenen Tür, damit sich die Tegernseer umschauen können. Trotzdem, wer nach Fischbachau verdrängt wurde, der kotzt natürlich. Reen Sie mit der Azubine meiner Konditorin….

  8. Onanistische Putzgruppe
    Hochverehrter Don Alphonso,

    bei meinem Mitternachtskaffee Ihre Zeilen zu lesen ist mir eine große Freude. Nun liegt es mir fern mich an Ihrer Wahlanalyse zu beteiligen, doch nach dem ersten Durchlesen denke ich an die von Ihnen angesprochene „klassische Flüchtlingsaktivistin“, die Ihrer Meinung nach in „einer grossen Stadt zur Miete“ wohnt und selten in fester Beziehung lebt.

    Ich denke da gleich an „Lucy“. Ja ich habe sie schon vermißt. Ach, Sie können es ja nicht wissen. Ich habe die junge Frau, wohl eine der von Ihnen genannten klassischen Flüchtlingsaktivistinen, die uns über die vergangenen Monate auf der FAZ Online begleitete und tagtäglich in der rechte Spalte abgebildet war Lucy genannt. Die junge, blonde Frau mit dem leichten Doppelkinn, etwas gebeugt, wie Mutter Teresa, einen kleinen Teddybären an ein Kind überreichend. Eben Lucy, die selbstberufene Notfallpsychologin der Nation.

    Seit einigen Tagen ist nicht mehr da in der FAZ. Vermutlich liegt es daran, daß diese Person in Berlin in wahrer Wendehalsmanier jetzt gesagt hat: “Das heisst, wer sich auf diesen gefährlichen Weg begibt, riskiert nicht nur sein Leben, sondern hat auch eben auch keine Aussicht auf Erfolg.“

    In diesen Tagen ist ja so etwas wie das große Aufräumen, Reinemachen, in Frankfurt hat das ja Tradition. Da gab es ja auch schon einmal eine „Putzgruppe“ und wem das nichts sagt mag doch einmal unter Joschka Fischer nachschlagen. Ja, daran mag man sich auch in der FAZ erinnert haben, denn Lucy scheint der redaktionellen „Putzgruppe“ zum Opfer gefallen sein. Wie ja auch die letzte Empfehlung des Presserates zu einem befreienden Aufatmen der FAZ Redaktion geführt haben mag als es hieß:

    „Berichterstattung über Straftaten – In der Berichterstattung über Straftaten wird die Zugehörigkeit der Verdächtigen oder Täter zu religiösen, ethnischen oder anderen Minderheiten nur dann erwähnt, wenn für das Verständnis des berichteten Vorgangs ein begründbarer Sachbezug besteht.“
    „Besonders ist zu beachten, daß die Erwähnung Vorurteile gegenüber Minderheiten schüren könnte.“
    Die Verlautbarung des Presserates ist ja schon der Meister Proper der redaktionelle Putzgruppe.
    Ich persönlich wundere mich garnicht mehr wie ruhig es plötzlich so ganz offiziell geworden ist. Sie streicheln jetzt wohl Dr. Lucys Teddybären in Ihren Lagern, so als onanistische Autofriktion.
    Und dann sprechen Sie ja noch den „Sexratgeber“ der Regierung an, was ja nicht Neues ist. Hier in der Schweiz gab es das ja auch, in Luzern.
    Die Stadt Luzern hat vor kurzem einen harmlosen, für Analphabeten bebilderten Ratgeber mit dem Titel: „Grundregeln für das Zusammenleben“ (1) herausgegeben. Die Islamische Antwort eines des Schreibens Mächtigen war ein öffentlicher Brief (2) an den Kanton Luzern in dem unter anderem zu lesen ist: „Sie haben uns als Wilde hingestellt, die aufgeklärt werden müssen. Damit gießt die Regierung zusätzlich Öl ins Feuer und provoziert uns gegenüber Rassismus“ und weiter: „Wir sind gerne Teil der Zukunft dieser Region und helfen gerne mit bei den Herausforderungen der nächsten Jahre. Wir bitten euch uns keine Steine in den Weg zu legen, sondern unsere Hand zu nehmen. Wir bieten sie Euch an.“

    Der syrisch-stämmige Schriftsteller Rafik Schami durfte ja in der FAZ vom 15.03.2016 sagen, daß Philosophen wie Peter Sloterdijk und Rüdiger Safranski sowie der Dramatiker Botho Strauß, also deutsche Intellektuelle, den Islam hassen würden und zu feige seien, sich mit der arabischen Kultur auseinanderzusetzen.

    Gute Güte, welch´ Anspruchsdenken! Ich bin mit der Auseinandersetzung mit meiner eigenen Kultur ausreichend und lebensfüllend beschäftigt und ich kann dieser viel Schönes abgewinnen.
    Ich empfinde keinerlei Verpflichtung mich mit Allem und Jedem, oder gar mit einem Islam auseinandersetzen zu müssen, der sich gegenseitig niedermetzelt, stets darauf berufend, daß es in ferner Vergangenheit so eine frühislamische Glanzzeit gegeben haben mag. Dieses aus einer leeren Nostalgie erhobene Anspruchsdenken mit der sie heute noch ihr Überlegenheitsgefühl über die zivilisierte Kultur und vor allem gegenüber der weißen Frau rechtfertigen wollen.

    Nein danke!

    Ja damit muß man leben und sehen wir es doch einmal so; es ist Neues, es ist für uns Unbekanntes, ja Fremdes, vor allem andersartig und das alles als aufgezwungene Realität akzeptierend, das ist doch die Toleranz von der Sie sprechen. Ich finde es ja prima, daß man Sie so schreiben läßt, so als einzigen noch bei der FAZ und bitte, es ist wirklich nicht persönlich gemeint, doch nachdem ja so eine zensurelle Putzgruppe die Medien beherrscht könnte man durchaus den Eindruck gewinnen, daß man Ihnen zusammen mit der „Tichytruppe“ gerade noch die Rolle eines „Kuony von Stocken“ zugesteht.

    Die Demokratie legitimierende „Kuony von Stocken“ Truppe von Berlins und FAZ Redaktions Gnaden.

    Doch, ich persönlich glaube, man hat Sie, lieber Don Alphons, todgesiegt.

    Na dann schau´n ma moi…

    Mit herzlichem Gruß

    ObjectBe

    (1) https://disg.lu.ch/-/media/DISG/Dokumente/Publikationen/Flyer_Grundregeln_fuer_das_Zusammenleben.pdf?la=de-CH
    (2) http://www.luzernerzeitung.ch/storage/med/redaktion/374536_430932_normal_F3widLQnry.pdf

    • Gut, es mag sein, dass ich mir mal einen Schiefer beim Presserat einziehe – wer da keine Anzeige bekam, hat nicht richtig gearbeitet. Es war zu Anfang wirklich nicht erbaulich, eine abweichende Meinung zu haben, aber inzwischen merke ich schon, wie die andere Seite ihre Argumente verliert und man zu einer realistischeren Einschätzung gelangt. Es gibt Rückzugsgefechte. Da muss man dran bleiben. Merkels Propagandakompanie muss sich fortbilden.

    • Interessant und aufschlussreich, fast anmaßend dieser Satz der "islamischen Antwort":
      „Wir bitten euch uns keine Steine in den Weg zu legen, sondern unsere Hand zu nehmen. Wir bieten sie Euch an.“
      Genau so empfinde ich, was gerade geschieht: eine Lawine von gelinde gesagt „anders“ sozialisierten Jungmännern rollt in unser Land und was die im Kopf haben scheint ein:
      „ich will so bleiben wie ich bin“
      Was geschieht, wenn die erkennen, dass es Grenzen gibt und wir das nicht wollen, Unfreiheit und Unterordnung? Und uns an irgend einer Stelle dann vielleicht doch einmal aufraffen zu verteidigen, was uns lieb und teuer ist.
      Religionsfreiheit wäre mir lieb als Freiheit von Religion im öffentlichen Leben zu sehen – und nicht die Ansicht, dass sich jemand unter Schleiern verstecken muss.

    • Titel eingeben
      Der Link zur Luzerner Zeitung geht nicht (mehr?).

    • Titel eingeben
      Sehr geehrter Herr / Frau kdm,

      ich habe ja am Sonntag morgen sonst nichts zu tun und freue mich für Sie arbeiten zu dürfen. Ich habe den link an anderer Stelle für Sie bei google recherchiert…..

      http://www.20min.ch/schweiz/news/story/Fluechtlinge-wehren-sich-gegen-Benimm-Flyer-24118368

      und

      http://www.zentralplus.ch/de/news/aktuell/5087786/«Benimm-Flyer»-Flüchtlinge-wehren-sich.htm

      und

      https://disg.lu.ch/-/media/DISG/Dokumente/Publikationen/Flyer_Grundregeln_fuer_das_Zusammenleben.pdf?la=de-CH

      Hochachtungsvoll
      ObjectBe (objectbe.blogspot.com)

    • @objectBe: Bei Lucy dachte ich erst an den australopithecus afarensis-Lucy
      Ok, sie meinten die grenzanorektische junge Dame in der FAZ…

      Als ich deren Bild das erste Mal sah (Sept/okt/Nov 2015) lief es mir kalt den Rücken runter: Haben Sie sich mal die Handhaltungen und Gestik dieser Dame angesehen? Da wird Moral zum orthopädisch ästhetischen Phänomen! Alle Stigmata einer psychasthenen Falschheit, die gruseln macht. Leider scheint mir diese „Frau“(?) fast ein Stereotyp einer bestimmten Klasse von „Deutschen“(?) zu sein

    • Moral und Orthopädie
      Sehr geehrter Patrick Feldmann,

      Starke Worte sind Ihnen eigen und regen sicher zum Schmunzeln an, doch ich denke wir sind uns schnell darin einig, daß es, zum einen weil es unabänderlich ist, zum anderen da wir in der Tugend der Toleranz keine Nachhilfe benötigen, eben junge Menschen gibt, die sich für irgendeine Sache instrumentalisieren lassen und wer weiß wie „meine Dr. Lucy“ heute darüber denken mag?

      Ich bedauere vielmehr, daß sich die Medien, dafür hergeben mit „Dr.Lucy überreicht Therapiebären“ Bilder und all den vielen anderen rührigen Kinderelendsbildern Stimmung machen und bewußt die sachliche Berichterstattung verlassen haben, der sie sich so gerne rühmen, was für mich besonders schmerzhaft ist, wenn sich eine FAZ derartig, würdelos selbst aufgibt.

      Die anbiedernde Hingabe verschiedener Medien an die Politik zu diesem Thema wäre gedanklich fortzusetzen, indem die GEZ neben der Erhebung der Zwangsgebühr für das staatliche Propagandafernsehen und -radio eine staatliche Pressegebühr erhebt, der Bürger im Gegenzug dafür die tägliche Ausgabe der FAZ oder eines beliebig anderen Blättchens erhält. Dann wäre so manche Zeitung auch ihre finanziellen Sorgen los.

      Ich habe gerade Rousseaus „Nouvelle Héloïse“ gelesen und Rousseau läßt seinen Saint-Preux sagen:
      „Un feu pur et sacré brûlait nos cœurs; livrés aux erreurs des sens, nous ne sommes plus que des amants vulgaires“.
      Im übertragenen Sinne könnten sich die führenden Herren mancher Redaktion dies auch im Stillen sagen in Bezug ihre Anbiederung an diese Person in Berlin mit ihrer selbstgestrickten Moral, die damit ganz Europa zu ersticken versucht.
      Die verschwiegenen Straftaten, Vergewaltigungen, die Diebstähle wie das unzivilisierte Verhalten, so verabscheuungswürdig sie sind, treten mehr und mehr in einen (meinen) gedanklichen Hintergrund bei der zur Kenntnisnahme der verluderten Verfaßtheit der deutschen Medien und der damit verbundenen Preisgabe eines wesentlichen Bestandteils unseres sich doch über Jahrzehnte bewährten Gemeinwesens.
      Das Problem scheint mir, sind weniger die ungebildeten und gewaltbereiten Zuwanderer, als das durch jene offensichtlich gewordene eigene Problem eines nicht gefestigten Staates mit seinen willfährigen Medien.
      Jetzt will ich mich aber wieder dem Schönen widmen.

      Mit herzlichem Gruß

      ObjectBe ( objectbe.blogspot.com )

    • zum Verschweigen der Herkunft von Straftätern
      Polizeistatistik Baden-Württemberg: teilweise bis zu 60% aller Insassen der Landesgefängnisse sind junge Männer aus Russland mit sog. Spätaussiedlerstatus und deutschem Pass wegen ‚alte Reichsgebiete‘ etc.. Sie sind herkunftsmässig in allen Knästen des Landes in der Mehrheit, vor allem bei den Gewaltstraftätern ! Ist öffentlich zugänglich, überall. Soviel zum Verschweigen von ethnischer Zugehörigkeit. Da können weder Albaner noch Marrokaner mithalten.

    • @ObjektBe also schon "Dr."
      Ich sehe die junge Frau, so wie es wohl auch journalistisch gedacht war, a) als Individuum, um das ich mir Sorgen machen würde, wenn es meine Tochter, meine Frau, meine Freundin wäre- keine gute Prognose.
      b) als Stereotyp der sogen. Willkommens“kultur“- und da halte ich mich in der Analyse auch nicht zurück, denn damit haben sich die Medienapologien der „Willkommenskultur“ gestisch selbst das Bein gestellt. Die Hände sprechen quasi wie im double-bind von asthenischer Überheblichkeit, des Gebens von oben herab derweil ein narzisstisch moralistischer Orgasmus das Bild verreißt und die linke Hand in fast gotischer Eleganz die Antithese probt.

      Die Rolle der Medien dabei ist schon öde und die FAZ hat in meinen Augen in dieser sogen.Flüchtlingsfrage noch mehr versagt als bei der sogen. Euro-Rettung der Kanzlerin (da gab es noch etwas substanziellen Widerstand). Tlws. hat man bei der FAZ schon das Gefühl, dass man sich dort als Regierungsorgan versteht. Das Unisono Abpeitschen der AfD durch v.a. 2 relativ substanzlose Autoren, obwohl man zu Beginn hier sehr differenzierte Artikel von P.Plickert hatte… spricht eine ungute Sprache.

      Zudem ist Lucy aber zum pathognomonischen Stigma des gewollten Staatsversagens geworden: Ein Land, das seine Grenzen für „unschützbar „hält , das „Alternativlosigkeit“ für ein politisches Konzept der Vernunft/Staatsräson nimmt…
      Ein Land, das hernach dem hoheitlichen Staatsversagen ein Versagen rechtsstaatlicher Prinzipien aufsetzt (wie bspw. die Gleichheit vor dem Recht)- das ist ein Land, das man mit grenzlabilen Charakteren ala Lucy verbinden muss. All das riecht nach Double-bind und Borderline.
      (und ich meine hier die gesellschaftliche Verfasstheit!)

      mit gutem Gruß
      P.Feldmann

    • @el Hell Russlanddeutsche
      haben NICHTS mit „alten Reichsgebieten“ zu tun.

      Ich bin mir nicht sicher, ob die Kriminalstatistik, die Sie da bemühen, noch aktuell ist. In den Neunziger Jahren stellte sich das Problem vielfach so da, aber um 2000 herum war schon ein Abflauen festzustellen. (Ich kann es nur aus der Gegend sagen, wo ich damals kurz als Landarzt gearbeitet habe).

      Aber unabhängig davon, wenn man die Eingewöhnungsschwierigkeiten der europäischen Russland-Deutschen hier in D extrapoliert auf die muslim.Massenmigranten, dann wird da ein fieser Schuh mit einer üblen Prognose draus!

    • maciste grüßt die objectbe
      interessanter als die halbdebile mittvierzigerin lucy – eine spezies, die man heute in jeder deutschen stadt zuhauf besichtigen kann – erschien mir der gesichtsausdruck des jungen „mannes“, der das willkommensbärchen mit lockerer geste entgegennahm: in seiner mimik findet das selbstverständnis eines männlichen wesens ausdruck, dessen erziehung ihn bereits von kindesbeinen an auf seine fordernde und übergeordnete rolle vorbereitet hat. das lethargische europa braucht m.e. eine solche zufuhr stolzer, aggressiver jungmänner und es sollte die vornehmste aufgabe zukünftiger politik sein, dieses potential zu vereinnahmen, zu schulen, zu organisieren und zu entwickeln – wir brauchen für die keimzelle des notwendigen weltstaates eine neue elite und eine neue armee.
      battle on.

  9. Titel eingeben
    Lieber Don Alphonso, einerseits treffen Sie,wie so oft, den Nagel auf den Kopf.
    Die AfD sind normalbuergerliche Waehler, deren demokratisch abgegebenen Stimme die Linksfaschisten gefaelligst akzeptieren sollten, aber wie das bei diesen Radikalen ist, die akzeptieren nur das, was sie fuer richtig und gut halten.

    Anderseits haben Sie leider nicht verstanden, wie die Linken und Gruenen „ticken“, wie das so graulich auf Neudeutsch lautet (gemaess Spiegel, der auch stets erklaert, welche Gruppe wie und warum irgendwie „tickt“).
    Ich habe viele Jahre im Dunstkreis der Linken und Gruenen gelebt und ich beteuer Ihnen:
    Die wollen nicht diskutieren!
    Die wollen Recht behalten. Nur das. Die haben einen Masterplan dort wo andere Menschen ein Hirn besitzen, und den Masterplan aufzugeben, ist das gleiche, als man von Honecker Einsicht in Fehlverhalten erwartete oder von Beck dass er Hetero wird.
    Das geht nicht. Die haben Recht. Schluss und Aus. Das ist religioeser Wahn und Eifer, das ist nicht Logisch und nicht Demokratisch was da ablaeuft.
    Und das ist das eigentliche Problem. Man kann diesen Linken und Gruenen (und die Gruenen entstammen den Linken aus der 68er Bewegung!) nicht mit Argumenten kommen, da wird sofort die Betroffenheitssperre gelockert und der Betreffende mit schnaubenden Pseudomoralisierungen so lange ueberschwemmt und totgeredet, bis er klein bei gibt.
    Allein die Tatsache dass es dieses „Buendnis“ gibt, zeugt von zutiefst veraechtlichem Demokratieverstaendnis dieser Menschen.
    Stellen Sie sich mal vor, die SPD wuerde ein Buendnis gegen die CDU isn Leben rufen. Das waere ein Aufstand! So aber sind es die netten Gruenen und Linken, die aus Versehen mal mit Paederasten in Kontakt kamen, Bomben verloren haben oder einem Polizisten die Stahlstange auf den Schaedel gekloppt haben.
    Ist doch alles Kinkerlitzchen gegen Waehler die demokratisch (!) fuer AdF gestimmt haben.

    Im uebrigen erinnern mich die „Stammtischkaempfer“ sehr fatal und schockierend eindeutig an die SA des Hitlerregimes, die mit Sturmhauben losgestuermt sind um aufzuraeumen und den Juden und Andersdenkenden mal zu zeigen, wie ein anstaendiger Deutscher zu sein hat.
    Und ein anstaendiger Linker hat sein Faschismusbuechlein auswendig gelernt, der sagt ihnen schon wie es lang zu gehen hat im Leben und der Politik. Notfalls in dem er ihr Auto anzuendet oder ihnen einen Molli ins Haus wirft.
    Immer sind es die Linken und Gruenen die fuer „Ordnung“ im Staat sorgen wollen:
    Mal war es die „Rote Zora“ die Pornolaeden mit Molotowcoctails beschmissen haben, mal waren/sind es der Schwarze Block, der „Gleichheit fuer die Massen“ einpruegelt und einbomt, mal waren es die Gruenen die den „Freistaat Freiburg“ ausgerufen haben mit geklautem Natostacheldraht – und immer geht es nur ums Recht haben. Niemals um demokratische Verhaeltnisse.
    Das ist leider so.
    Der Staat liebaeugelt mit diesen Leuten, weil viele im Staat ihre kostenlose Lebensalimentation aufgrund Gruener und linker Pseudoreligioeser Genderpolitik angerafft haben wie Dagobert Duck die Taler. Denen geht doch sonst an die Haeuslefinanzierung, wenn sie diese Gruenen und Linken bekaempfen wuerden. Wer haut sich denn selber in die Fresse?
    Also, aus weiter Ferne sage ich:
    Gute Nacht Deutschland, mit der Ostbraut Merkel habt ihr den Zeitpunkt verpasst, ein normales Leben zu fuehren. Ab sofort gilt das Faustrecht des Staerkeren. Im Internet und auf der Strasse. Und schauen sie mal in die Liste dieses „Buendnisses“ und sie finden dort jede Menge ehemalige Stasispitzel, die andere Leute ihres freien Denkens wegen in den Knast und deren Existenz vernichtet haben.
    Sie machen weiter wie nichts.
    Gute Nacht Deutschland.

    • Ich kenne diese Jaltung, meine ersten journalistischen Schritte habe ich vor 2 Dekaden beim Bürgerradio gemacht: Ja, ja und ja. So sind sie.

      Aber nicht alle. Das ist wie bei Islam und Ismalismus. Ausserdem sind sie bigott und sofort bereit, die Ideologie zu vergessen, wenn sie selbst zahlen müssen. Wenn sie doch einmal zahlen, dann nur, weil sie das vorher nicht begriffen haben. Und in BaWue haben sie jetzt durchaus die Quittung bekommen. Und wenn sie es wieder nict verstehen, wird es schlimmer: Das liegt niht nur an der AfD. Die AfD wird nicht gewählt, weil sie gut ist, sondern weil sie einem nicht ins Gesicht spuckt. Den Mechanismus müssen die Linken aber erst mal verstehen.

    • Das ist religioeser Wahn
      @Hans Georgius
      So war und so ist es und wenn ich an Petra Kelly zurückdenke, weiß ich, warum ich die Grünen nie gewählt habe. Diesen Fanatismus konnte ich nicht aufbringen, weder für Grün noch sonst irgendetwas.

      Das heutige Personal finde ich allerdings noch schrecklicher, da ist zwar irgendeine Gesinnung, die die Eigeninteressen aber nur notdürftig übertüncht. Sie sitzen am Trog und kein Schwein bringt sie da wieder weg.

  10. .
    Und das am Sonntag morgen -> eine hervorragende Analyse. Wie denn jetzt, Qualitätsjournalismus ist doch möglich? Einschränkend: Nur an versteckter Stelle. Man stelle sich mal vor, das würde Schule machen. Die Folgen wären kaum auszudenken. Große Sorgen habe ich da aber nicht.

    • Es ist halt ein nettes Wochenendthema, um mal in Ruhe über all solche Dinge zu reden, die die Kollegen in Prantlhausen nicht bringen würden.

  11. Wohlan
    wo will die AfD 2 Göttern (=bi-gott) dienen?
    Programme und Personen benennen!

    Natürlich ist die Wiederherstellung (Re-agere) des Rechtsstaates „reaktionär“. Das will selbst der Horschti, auch wenn er es nicht mehr kann.

  12. Zuhören
    ist eine vergessene Gabe. Die Eingebung und (göttliche) Weihe der Selbstinszenierung triumphieren. Das unziemliche Fünftel wird harsch ausgegrenzt und die eigentliche Aufgabe an orientalische Auftragnehmer innerhalb des „gesellschaftlichen Konsenses“ vergeben. Da erledigen dann echte aufrechte Demokraten das, woran sich der Staatsrat die Finger nicht schmutzig machen will.

    • Es kann aber keiner zuhören, weil es gar nicht gesagt wird. Ich schreibe solche Beiträge ja auch nur aus Notwehr, weil die Diskrepanz zwischen Medienmeinung und gelebter Meinung so drastisch ist. Der typische Asylnationalist sieht sich als Versteher globaler Zusammenhänge – da muss er auf das Dorf keine Rücksicht nehmen. Da wird nur rumtelefonier, wie die Gemeindeoberhäupter klarkommen.

    • "Ich schreibe solche Beiträge ja auch nur aus Notwehr"
      ✌ Das mag ich so an Ihnen!

  13. Danke,
    für Ihre Recherche und Arbeit der letzten Monate! Und Dank auch der F.A.Z. die Ihrer Arbeit (und den Kommentaren) Raum bot.

  14. Gruppendynamik
    Prantlhausen-Presse als flächendeckendes Synonym wäre sicher mit Spatzen auf Kanonen geschossen.

    Aber amtliche Agitation, mit der Presse als Sprachrohr, plus Putztruppen, die mit höchstem Wohlwollen fürs Treten unterm Tisch zuständig sind, das ist ein bekanntes Muster. So auch bei US-Regierung und US-Medien um 2003. Dem letzten Hillbilly musste unmissverständlich klar gemacht werden, dass der Angriffskrieg alternativlos war.

    Falls Putin wollte, hat er davon gelernt, obwohl er das meiste wohl schon vorher drauf hatte. So konnten die Russen betreffs Invasion in der Ukraine gänzlich von unangemessenen oder gar abweichenden Auffassungen befreit werden. Die spezielle russische Folklore sorgt dafür, dass noch ordentlich oben draufgepackt wurde. Was an der Ähnlichkeit der in Gang gesetzten Kampagnen und der zugehörigen Gruppendynamik wenig ändert.

    Der Begriff „Defätismus“ wurde im Ersten Weltkrieg geprägt, um kriegsskeptische und antinationalistische Haltungen gesellschaftlich zu diskreditieren. Die pathetischen nationalen Inszenierungen wechseln, die Folgen sind regelmäßig unerfreulich. (Ggf. auch deren Umfang, um die Analogie nicht zu weit zu treiben). Der Defätist bleibt, auch wenn er unterschiedlich tituliert wird.

    • Ich habe darüber geschrieben, dass man tausend Leute am Münchner Bahnhof nicht mit dem Volk gleichsetzen solte – aber das wollte keiner hören.

  15. Recht hat er
    Sie haben Recht – es kommt meines Erachtens noch ein wichtiger Aspekt dazu:
    Wir Eltern junger Kinder sind es leid, dass ein Elternteil als „Heimchen am Herd“ verlacht wird, während das andere Elternteil im Beruf aktiv durch Quoten benachteiligt werden soll. Die Tatsache, dass die Notwendigkeit zu letzterem mittels Argumentationsketten hergeleitet wird, deren Einzelglieder (z.B. Gender PayGap) selbst bei gutem Willen und unter rudimentärm Verständnis von Logik und Statistik nur als vorsätzliche Lüge verstanden werden kann, von der Politik weitgehend unwidersprochen bleibt lässt mich ratlos vor dem Angebot der etablierten in BW zur Wahl stehenden Parteien stehen.

    Alles in allem bleibt die Erkenntnis: Selbst wenn sich die aktuell alles überschattende Flüchtlingskrise magisch in Luft auflösen würde bleibt das Gefühl: Die AFD ist die einzige Partei die „uns“ nicht ablehnt.

    Diese Erkenntnis einer politischen Heimatlosigkeit betrübt die meisten, die Umfragewerte zum Stichwort „CSU bundesweit“ vom Wahltag belegen dies eindeutig.

    • Ja. Richtig. Man sollte… aber ich will da nicht auch noch… na gut, Ich schau mal.

    • ......
      „Wir Eltern junger Kinder sind es leid, dass ein Elternteil als „Heimchen am Herd“ verlacht wird“

      Das hat sich eh gebessert, die Sachen die sich da meine Mutter teilweise in den 90ern von manchem Verwandten (überraschenderweise praktisch nur von Frauen) anhören musste von denen war „Heimchen am Herd“ noch das geringste, da gabs alles vom Verrat am Feminismus (als wäre der sowas wie die Wiederkehr Jesu Christi und daher sakrosankt) bis hin zum halben Vowurf des Schmarotzertums weil sie zuhause blieb für die Kinder (obwohl wir dank eigenen Vermögens nie den Bedarf zum Schmarotzen hatten).

      Heute dürfen sich übrigens Frauen die für ihre Kinder und Haushalt zuhause waren über Mindestpension und evlt. späteren Pflegeregress freuen……

    • Ich erlebe das aktuell allerdings neu aufkommen – letzthin wurde Meike Lobo rasiert, weil sie in der Zeit auf das Problem hingewiesen hat. Glückliche Beziehungen treffen psychisch Labile wirklich brutal.

  16. Danke!
    Danke für den wunderbaren Beitrag welchen ich am Sonntagmorgen bei einer Tasse Kaffee genieße.
    Diese kleinen, geschickten und zutreffenden Piksereien liebe ich.

    • Das ist nur zur Auflockerung und nicht persönlich gemeint. Das ist ja auch mangels Persönlichkeit der Opfer gar nicht möglich.

  17. Die Kluft zwischen Profi-Philosophen und pöbelnden Praktikern
    Mit wachsendem Erstaunen lässt sich beobachten, wie Positionen mit Arroganz und Aggressivität als unbedingtes „Recht-Haben“ durchgesetzt, ja „durch-gebrüllt“ werden. Werden müssen. Es hängt zuviel davon ab für Menschen, die nicht von ihrer Hände Arbeit sondern von ihren medial vermarkteten Geistesfrüchten leben. Leben müssen.

    Auch was derzeit Sloterdijk in der ZEIT als versteckter Symphatisant der AfD absondert, zeigt mit welcher Vorsicht Intellektuelle auf dem Glatteis medialen Mainstreams gleiten, um nicht anzuecken. Nicht zu sehr, jedenfalls:

    http://www.zeit.de/2016/11/fluechtlingsdebatte-willkommenskultur-peter-slotedijk/seite-4

    Wo pöbelnde Prosa wie von Pirincci Unrat und Beleidigung kübelt, bis Pirincci die beleidigte Ehre einer Gender-Professorin mit einer vorzeigbaren Vorstrafe von 15.000 Euro sühnen muss, da bewegen sich Intellektuelle wie bei ZEIT und FAZ stilsicher auf dem Terrain von Andeutungen und Abgrenzungen, um den gemeinen Pöbel nicht so argumentativ zu munitionieren, dass ein Schatten auf die weiße Weste fällt. Denn alle Schatten sind braun. Und das braune Gespenst völkischer Vergangenheit ist böse.

    Man wünschte sich bei der ins Formel-Eins Hafte von Stil und Sprache abdriften feuilletonistischen Fabelei eine Kraft zurück, welche gesellschaftlich wirkt.

    • Man wird immer instrumentalisiert, das ist gar nicht zu vermeiden. Als Vollgasautor weiss man aber, dass diese Leute bei der nächsten Kurve eh von der Ladefläche fallen. Ich schreibe, was ich denke, und zwar ohne Rücksicht.

    • Ich weiss nicht was du erwartest....
      Wenn es in Krisenzeiten mal etwas enger zu werden droht, dann kommt der Fürsorglichkeit gegenüber den eigenen Privilegien natürlich ein ganz anderer Stellenwert zu. Das trifft auf alle zu, nicht nur Schreibende oder Besitzende.

      Sloterdijks Sympathie gilt halt, wie wohl bei fast allen Fans die die haben, nur einem kleinen Teil des Programms der AfD.
      Und damit hat er ja durchaus recht damit…
      Müncklers(?) Erwiderung war übrigens kläglich.

      Das ist ja das Ärgerlichste an der ganzen Situation, jetzt wo man die Medien umso dringender bräuchte, überholen sich (zB FAZ und ZEIT) gegenseitig auf dem Weg nach unten.

      Einen neuen Tiefpunkt hat in dem Rennen der neueste Spiegel erreicht. Zum ersten Male konnt ich NICHT EINEN EINZIGEN lesbaren Artikel drin finden!

  18. Danke
    Danke, grandioser Artikel. Er drückt das aus, was mir seit Monaten durch den Kopf geht.
    Nehmen Sie noch den ideologischen Kampf gegen das Betreuungsgeld. Mit welchen Argumenten die Herdprämie durch die linksgrüne politmediale Einheitsfront bekämpft wurde. Wegen der angeblich 100 Euro im Monat für ein paar tausend Familien für zwei Jahre könnten keine Kitas mehr gebaut werden, es würde einem reaktionären Frauenbild entsprechen, Frauen aus dem Berufsleben drängen.
    Und plötzlich stehen unzählige Milliarden zur Verfügung um Wohnungen, zusätzliche Kitas, Schulen, Lehrer, Sozialarbeiter, Kindergeld, Hartz IV für Millionen neuer Mitbürger für die nächsten Jahrzehnte zu finanzieren. Und feiert noch dummdreist das dabei importierte mittelalterliche Frauenbild als kulturelle Bereicherung.
    Kürzlich bekannt gegeben: In Hessen werden ab kommenden Schuljahr massiv Lehrerstellen in der gymnasialen Oberstufe gestrichen um die integrativen Maßnahmen woanders finanzieren zu können.

  19. " Migrationsheilslehre"
    Vermutlich geht das nicht nur mir so, ich sehe D.A. hat schon wieder einen Artikel in den Orbit geschickt- was für ein Ausstoß!
    Und dann dieser Titel, etwas verquast… und schon fange ich an zu lesen und finde viele (beileibe nicht alle) kluge Aussagen.
    Und da hat der mich doch schon wieder dazu gekriegt, seinen Artikel zu lesen, obwohl ich eigentlich etwas anderes machen wollte!
    Das Plädoyer gegen eine Unkultur, die das Vorurteil narzisstisch in der Hose trägt, um bei passender Gelegenheit die Mitmenschen damit zu vergewaltigen- also so etwas wie eine Priapismus-Vaginismus-Kultur- dieses Plädoyer ist wichtig!
    Aber es ist ja genaugenommen nicht das Vorurteil, das problematisch ist, sondern seine Verwendung, das Beharren auf ihm.(In gewisser Weise sind Ideologien das hermetische Vorurteil gegen die Wirklichkeit) Im Hermeneutischen Zirkel schreiten wir von VOR(läufigem)Urteil zu VOR(läufigem)Urteil- alles andere ist Utopie. MAn muss – und das ist obligate Bedingung- immer noch ein kritisches Verhältnis zum eigenen (Vor)Urteil einnehmen können und nicht in das Idiotennäpfchen ala Merkel/Anhänger (das ist jetzt kein vorUrteil, sondern die reine Wahrheit) tapfen, das den Imperativ moralisch-willkommensapologetisch-weltverbessernd… diesen wasauchimmerImperativ für eine vorkritische Möglichkeit ABSOLUTER Argumentation und zwingender Gefolgschaft hält!

    Diesseits-Eschatologien, also alle Erlösungs-und Heilslehren durch Menschen: jene „Migrationsheilslehre“ ebenso wie die „Genderheilslehre“ oder auch die „Wirtshaftswachstum-Heilslehre“ pp, diskreditieren alle das kritische Vermögen.

    Alle „Alternativlos-Dikta“ sind im Kern Anti-kritisch, so wie die Anti-fa und der Merkelrest.

    Dass Don die Familien mit Kindern hier zum Wirklichkeitskontakt nimmt, halte ich nicht nur soziologisch für mehr als richtig.
    Was dabei „rückschrittlich“ oder fortschrittlich ist, bleibt aber sehr die Frage! Ich bspw. habe mich immer als konservativ und darin Zukunfts-tauglich gesehen: Als (echter)Konservativer bin ich Eskimo. Ich brauche nicht eine Kaffee-Latte-Partei, die aus dem kulturellen Begriff der Natur eine sakrosankte Monstranz macht, für die ERkenntnis, dass ich meine Umwelt nicht verseuchen darf, wenn ich und Generationen nach mir leben wollen!
    Das sogen.“Fortschritts-Denken“ erscheint mir dagegen wie eine permanente Gegenwartsflucht. Typischer Weise dann auch meist verschwistert mit dem Anspruch auf „Weltverbesserung“.

    Wer an Zukunft (statt Fortschritt) interessiert ist, muss dem Rat des Kriegsberichterstatters hier folgen: „Also, den jungen Familien und ihren Sorgen …. zuhören.“ Und man könnte auch DEN Alten Menschen, die Pfandflaschen aus dem Müll sammeln müssen und denen, die gar nicht Teil des Sozialsystemapanage-Systems sein wollen, sondern einfach wieder auf eigenen Beinen stehen können wollen- DENEN und einigen Anderen sollte man zuhören — und ihnen nicht gleich im Introitus den Mund verbieten, um ihnen nachher IHRE Welt erklären zu wollen.

    • Cingari, Negro, Esquimaux...
      „Als (echter)Konservativer bin ich Eskimo.“
      …und prompt werden die Gendertröten (& P.C.-Stalinisten aus z.B. Bremen) Sie sofort als Rassisten steinigen, wegen „Eskimo“. Die heißen, zumindest in Deutschland, jetzt irgendwie anders. Weshalb auch immer.

    • Danke für die Warnung,
      aber ich bin eh für diese Leute Jenseits von Gut und Böse: ich liebe Wagner, achte Heidegger als einen der inspirierendsten Philosophen – und bin anarchischer Katholik, der schon genetisch eine kritische Distanz zum Staat und seinen Beglückungen hat …

      Die Eskimo sind da das geringste Problem.

      mit gutem Gruß

    • Identitätskrise?
      Zur Bezeichnung Eskimo fällt mir ein, dass in gewissen deutschen Gegenden gerne Met gegessen wird. Also doch lieber Inuit schreiben, weil man selbst auch ein Eskimo ist?

    • "IDentitärskrise?"
      Sie meinen, ob ich nicht mehr weiß, ob ich Eskimo oder schon Eisscholle bin?
      Dann ist das im Bein vermutl. keine Zerrung vom Sport, sondern Wegnersche Kontinentaldrift!

    • Die frühere linguistische Herleitung aus der Sprache der Anishinabe ashkipok, „Rohfleischesser“
      „Die frühere linguistische Herleitung aus der Sprache der Anishinabe ashkipok, „Rohfleischesser“ (englisch: eaters of raw meat) und aus ähnlichen Wörtern verwandter Indianersprachen gilt heute als widerlegt und lässt sich daher nicht mehr vertreten. Diese frühere Worterklärung führte bei den Inuit zur Ablehnung des Wortes „Eskimo“, weil sie „Rohfleischesser“ als abwertend empfanden.“

      Es hat viele andere Usprünge, wie hier erklärt ist: https://de.wikipedia.org/wiki/Eskimo#Begriff

      Das sind so (linke) Grundweisheiten, des guten Menschen, wie, dass die Türken, deren Kontingente erst Ende der 50er eintrafen, Deutschland nach dem Kriege wieder aufgebaut hätten:
      „Die Türken haben Deutschland nach dem Krieg wieder aufgebaut.“ – in der „Münchner Runde“ im BR am 5. Oktober 2004
      https://de.wikiquote.org/wiki/Claudia_Roth

      Das stören nur Fakten: https://de.wikipedia.org/wiki/T%C3%BCrkeist%C3%A4mmige_in_Deutschland#Zahl_der_t.C3.BCrkischen_Staatsb.C3.BCrger_in_Deutschland_.28bis_1990_nur_altes_Bundesgebiet.29

      (Für das Hinterfragen, hat mich schon mal Felix von Leitner in einer Emailantwort zur Sau machen wollen)

      Weiteres Beispiel: Squaw. Auch gaaanz böse falsch. Angeblich.

      Diese Überschrift bei den Fakten – es wird bis zum letzten ausgespart, was stimmt:

      „Rassistische Konnotation des Lehnworts

      Gegen Mitte der 1990er Jahre kam eine bald von vielen Indianerverbänden unterstützte Kampagne auf, die das Wort zu einem rassistischen Schimpfwort (Ethnophaulismus) deklarierte und forderte, es aus dem allgemeinen Sprachgebrauch zu verbannen und die zahlreichen Orte in den USA, die das Wort enthalten, umzubenennen. Die Kampagne fußte auf der Behauptung, dass das Wort von der irokesischen Bezeichnung für Vagina (etwa Mohawk ojiskwa) abgeleitet sei. Obwohl diese Etymologie wissenschaftlich unhaltbar ist, wurden in Minnesota und Arizona tatsächlich Ortsnamen geändert.“

      https://de.wikipedia.org/wiki/Squaw#Rassistische_Konnotation_des_Lehnworts

      Und so gibt es einen ganzen Kanon von angeblichen Unworten, und man erkennt sich daran, dann gleich den Klugen zu spielen, um andere zu korrigieren.

      Achtung, Triggerwirkung ;):

      Noch mal meine Frage – wie könnte bis 2040 jeder Deutsche einen Migrationshintergrund haben?

      „Einen „Migrationshintergrund“ wird es auch nicht mehr geben, „da die Menschen so gemischt sind, dass jeder einen Migrationshintergrund hat“.

      Tja, wie bekommt man wohl einen, damit jeder einen hat?!

      http://www.welt.de/debatte/kolumnen/Maxeiner-und-Miersch/article13578319/Bis-2050-wird-der-Normalbuerger-abgeschafft.html

      Das soll ein Herzensanlieger der Noch-Kanzlerin sein: „Dialoge Zukunft – Visionen 2050

      http://www.nachhaltigkeitsrat.de/fileadmin/_migrated/media/RNE_Visionen_2050_Band_2_texte_Nr_38_Juni_2011.pdf

      Siehe Seite 90:
      „2040

      Nicht mehr benutzt wird: Migrationshintergrund

      Grund der nicht weiter erfolgten Nutzung:
      Nicht mehr benötigt, da Menschen so „gemischt“ sind, dass jeder
      einen Migrationshintergrund hat.“

      Und bloss nicht die Behauptungen hinsichtlich Flüchtlinge, Demographie und Fachkräftemangel hinterfragen. Damit kann man sich unmöglich machen:
      Statistisches Bundesamt Zuwanderung kann Alterung nicht stoppen
      http://www.tagesschau.de/inland/zuwanderung-alterung-101.html

      (Was keinen der Propagandisten hindert, das zu sagen: http://www.tagesschau.de/multimedia/kurzerklaert/kurzerklaert-demografie-101.html )

      Vielen Dank für die sehr interessante Analyse, DA!

      Man fragt sich auch, über welche deutsche Kind sich KGE so freute, wie über Flüchtlinge: „Wir kriegen jetzt plötzlich Menschen geschenkt.“
      Durch die Zuwanderung bekämen Unternehmen die benötigten Fachkräfte. Es sei eine schöne Ironie der Geschichte, dass Flüchtlinge künftig die Renten von Wählern der „Alternative für Deutschland“ (AfD) bezahlten. Die Zuwanderer veränderten Schulen, Unte…“

      Aus: „EKD-Synodale Göring-Eckardt
      09. November 2015

      Flüchtlinge machen Deutschland religiöser, vielfältiger und jünger“

      http://www.idea.de/gesellschaft/detail/fluechtlinge-machen-deutschland-religioeser-vielfaeltiger-und-juenger-92675.html

      Oder die Kanzlerin. Oder jemand anderes vom Merkel-Flügel.

      Schon erstaunliche: Vor einem Jahr war man links, weil man gegen Merkel war. Heute ist man links, weil man für die Merkel ist.

      Viele freundliche Grüße aus Berlin – azur

    • @azur
      Besten Dank für einen erheiterten Abend!

      „Flüchtlinge machen Deutschland religiöser, vielfältiger und jünger“
      Den kannte ich noch nicht, im Gegensatz zum Rest. Göttlich – das darf man bei einer klerikalen *Protest*antin ja auch sagen.

      War das nicht dieselbe, die ‚mehr türkische als deutsche Fahnen‘ am Strand sehen wollte?

      Hat sie aber auch Recht mit! Natürlich wird Deutschland durch die hereinbrechende Welle religiöser. Vielleicht können wir die Ereignisse um 1683 damit historisch vollkommen neu interpretieren? Als Verlust für das Abendland, e.g.?
      Eigentlich seltsam, dass die Grünen jetzt schon Halleluja rufen, wenn sich Religiosität ausbreitet.
      Es ist ja auch, wie ich auf einem Blog eines Präses finden durfte [der aus der Talk-Show von neulich], der sich mittels Flüchtlingen über den Islam informiert hatte, und überrascht feststellen musste, dass der Islam sehr viel mit dem Alten Testament übereinstimmte. Außerdem hatten ihm seine Interlocutäre versichert, alle Menschen seien gleich, und dass sie [für den Schreiber implizit] überraschenderweise Eigentum würdigten.

      [Hier dreht sich mir mal wieder alles rum: Dauernd beschimpft man mich als Rassisten. Dabei ist der Rassist – wenn überhaupt – meist derjenige, der mir gegenübersteht. So auch in diesem Falle.]

      Es fehlen noch ein paar Attribute bei Göring (mit ‚ö‘), allerdings:
      Flüchtlinge machen Deutschland zusätzlich auch bunter in den Gesichtern, wenn auch hauptsächlich dunkler. Nicht zu vergessen: Flüchtlinge machen Deutschland auch männlicher.

      Also: Flüchtlinge machen Deutschland religiöser, vielfältiger, farbiger, männlicher und jünger. Na, wenn das mal nicht ein Grund zum Feiern ist!

      Prost!

    • @Azur
      Faktenreich! Und ich dachte immer, ich dächte schon kompliziert. Die PC-Jünger haben es um ein Vielfaches komplizierter (und freudloser) scheint mir.
      mfG PF

  20. Diffuse Angst
    Lieber Don, Dank für Ihre Worte und eine Ergänzung. Laut Medien sehen wir immer mehr verfallende Staaten „dort drüben“ sowie eine Klimaveränderung (es soll seit 900 Jahren nicht so wenig geregnet haben). Unterm Strich sollen mindestens zweistellige Milionenzahlen im nahen Osten sowie in Afrika quasi auf gepackten Koffern sitzen, Ziel: Deutschland. Aus den Herunftsorten sehen wir durch die Medien nur Mord, Totschlag, Unterdrückung, religiösen Wahnsinn, Müllberge und Chaos. Wer davor keine Ängste entwickelt, merkt ohnehin nichts mehr. Und wem dabei die Willkommenskultur vor Schreck im Halse stecken bleibt, der wählt eben mit Magenschmerzen den Protest, obwohl der auf die kommenden Probleme (gegen die die jetzige Situation vielleicht nur das Pendant zu Peanuts ist …) auch keine überzeugenden Antworten hat. Fakt ist doch, dass es für (nein, gegen) Völkerwanderung keine Rezepte gibt, die innerhalb akzeptabler Zeiträume wirken würden.

    • Aber Angst taugt zur Disziplinierung. Typischerweise gewinnt bei solchen Szenarien immer der Kapitalismus.

    • Titel eingeben
      „Aus den Herunftsorten sehen wir durch die Medien nur Mord, Totschlag, Unterdrückung, religiösen Wahnsinn, Müllberge und Chaos.“
      „Fakt ist doch, dass es für (nein, gegen) Völkerwanderung keine Rezepte gibt“

      a) Seit langer Zeit so. Afrika und Naher Osten sind Kampfzonen, seit langem. Europa steckte auch schon mal tief im gleichen Sumpf.
      b) Die massive Migrationswelle Richtung Norden ist eine Neuheit. Die Überraschung höchstens der Zeitpunkt

      Aus beidem ergibt sich, dass sich etwas geändert hat. Wenn definitiv nicht Notsituationen die Ursache sind, ist es etwas anderes.

  21. ziemlich blöd
    diese Stammtischkrieger.
    Glaubt man wirklich, jetzt mit Staatsknete ausgestattet, den Stammtisch
    vom eigenen Untergang überzeugen zu können.

    • Die Familienministerin hat jedenfalls unterschrieben. Was mich erstaunr, ist die offeneAnti-AfD-Stossrichtung. Rassismus ist da nur das Vehikel.

  22. Bento
    Achja, das tolle „feministische“ Journalistinnen Portal.
    Ich weiss noch am Starttag brachten sie ein Foto mit der kompletten Redaktion.
    Was mir daran im Gedächtnis blieb, war der Widerspruch zum Feminismus, dass sie die Frau mit den dicksten „Hupen“ in die zentrale Mitte des Bildes, in der ersten Reihe plazierten.
    Ich hoffe, man verzeiht mir die „Hupen“.

    • Das passiert halt, wenn ma von Hamburg aus die Welt erklären will. Auch nicht besser als von Wildbad Kreuth aus.

  23. Mein Verbandskasten im Roadster ist abgelaufen ....
    …. das Thema musste wirklich auch mal raus. Vielen Dank werter Don!
    .
    Wundert mich, dass es dafür keine Sammelboxen gibt. In irgendeinem Konflikt dies- oder jenseits der Sahara sind „in DE-abgelaufene“ Binden doch sicher besser als gar keine. Na ja vielleicht auch nicht, bin kein Arzt.
    .
    Ich warte auf den „buy-me-once Verbandskasten“.

    • Das wude beim TÜV bemängelt. Un ist mir gerade eingefallen.

    • Titel eingeben
      An einer Tanke an der A5 stand neben mir am lpg ein slk mit einlass am Kofferraum zwischen gummilippe und blech. Dort 62 ct, in der stadt 51,9ct

  24. ...und kein alter weißer Mann...
    Herzlichen Dank für den wieder einmal sehr gelungenen Text!

    Ich bin Mutter von vier Kindern und Wechselwählerin. Früher habe ich grün und zwischendurch FDP, dann bereits einmal (eine bereits damals verteufelte) AfD gewählt. Aktuell würde ich in Bayern CSU oder AfD im Bund wählen.

    Warum?

    1. Die Bundesregierung hält sich nicht an geltendes Recht.
    Trotz Art. 16 a GG und § 18 Abs. 2 AsylG gibt es keine Zurückweisungen an der deutsch-österreichischen Grenze.
    Eine Abstimmung im Parlament über die Grenzöffnung hat seit September 2015 entgegen dem Grundsatz der „Wesentlichkeitslehre“ nicht stattgefunden. Wo ist das Demokratieverständnis, das die „Blockparteien“ der AfD absprechen?

    2. Die Flüchtlingspolitik ist unsozial.
    Selbstverständlich werden gerade die sozial Schwachen die Hauptlast dieser verfehlten Politik tragen.
    Es gibt Konkurrenz bei den Arbeitsplätzen, Wohnungen, der Bildung und im Sozialsystem. Schon jetzt wurden die Beiträge der Krankenkassen erhöht. Schon jetzt reicht das Angebot bei den Tafeln nicht. Schon jetzt sind Schüler in Klassen mit hohem Migrantenanteil benachteiligt.
    Schon jetzt ist auch die Kriminalität gestiegen. Hinzu kommt, dass muslimische junge Männer tendenziell Frauen als minderwertig und/oder Freiwild ansehen.
    Lesenswert:
    https://www.bayernkurier.de/inland/11511-frauen-im-islam-menschen-zweiter-klasse
    Schon jetzt wächst Gefahr von Terroranschlägen, wenn man unkontrolliert Fremde aus Terrorstaaten einreisen lässt. Diese setzt sich bei den schlecht integrierten Migrantenkindern der 2. Generation fort.

    3. Die deutsche Flüchtlingspolitik schadet Europa.
    Der Brexit steht auf der Kippe. Eine Politik, in der sich Deutschland durch moralischen Imperialismus isoliert, ist nicht nur für die Briten extrem unattraktiv. Schon die Eurorettung war eine Katastrophe. Diese ist auch keinesfalls abgewendet. Nach der Einführung von (für die Deutschen schädlichen) Negativzinsen wird die Bargeldabschaffung folgen. Dagegen hat die AfD bereits Position bezogen.

    http://www.welt.de/finanzen/geldanlage/article153466283/Niedrigzins-kostet-Deutsche-327-Milliarden-Euro.html

    4. Die deutsche Flüchtlingspolitik fördert den Antisemitismus.
    Die Erziehung der „Neubürger“ in ihren Heimatländern ist klar antisemitisch. Dieses „Mindset“ wird nicht durch die Einreise nach Deutschland verändert. In Frankreich emigrieren inzwischen tausende Juden nach Israel.

    5. Persönliche Gründe
    Meine Kinder sind an 3 verschiedenen Einrichtungen im bayerischen Oberland. Die Turnhalle am Gymnasium meiner Tochter ist mit „Flüchtlingen“ belegt. Ein Ende ist nicht absehbar. Natürlich machen sich die Eltern Sorgen, dass die Töchter im Sommer belästigt werden könnten. Der Gemeindesaal neben der Grundschule ist ebenfalls Asylbewerberunterkunft. Es gab von der Schule schon eine Warnung, da offenbar bereits Kinder angesprochen wurden. An der privaten Montessori Einrichtung werden nun ebenfalls „Flüchtlingsfamilien“ auf das Schulgelände ziehen. Die Kinder sind dort in den Pausen weitestgehend unbeaufsichtigt.

    Meine Kinder werde ich möglichst international ausbilden. Wer soll die Renten und die gigantischen Sozialleistungen schultern? Dass dies die Migranten tun werden, ist eine Illusion, da sie in keinster Weise dem Ausbildungsniveau entsprechen, das nötig wäre. Die Statistik der Hartz VI Empfänger drückt dies klar aus.

    • Danke für die Einblicke – wobei ich eh gerae was über Baern und seinen Abschied aus dem Bund aus der Sicht von Flüchtlingen schreibe.

    • Titel eingeben
      „Hartz VI“ ist sicher ein Tippfehler, hat aber für sich gesehen schon seinen besonderen Akzent in diesem Zusammenhang.

    • Die Kinder sind dort in den Pausen weitestgehend unbeaufsichtigt?
      Dann verstößt die Schulleitung der „Montessori Einrichtung“ gegen die Aufsichtspflicht. Würde ich mal melden. Und wenn sich Eltern „natürlich“ Sorgen über sexuelle Belästigung machen ist das … einfach Rassismus.

    • mIKE, Sie wollen ironisch verstanden werden
      dann sollten Sie das einfach auch signalisieren!

      Ansonsten ist so ein Satz …. „Und wenn sich Eltern …Sorgen …machen ist das … einfach Rassismus.“- etwas für ein psychiatrisches Lehrbuch, Kapitel „inhaltliche Denkstörungen“.

  25. O, that way madness lies; let me shun that; No more of that.
    Da ich dort, in Benz-Town, gegenwärtig mein Leben verbringe, kann ich Ihre Ausführungen nur bestätigen. Im Bekanntenkreis (Unternehmer, Ärzte, Manager, hohe Beamte des Ministeriums) war man sich lange einig, dass man angesichts fehlender Obergrenze unweigerlich die AFD erwählen zu haben werden muss.
    Am Wahltag sind dann jedoch ca. 95% noch zu den Grünen und der FDP abgebogen. Wegen der Moral und dem Gewissen und so (Der Don kennt das ja).
    D.h. die Zuwächse der Grünen und der FDP sind größtenteils auf die potentiellen AFD Wähler zurückzuführen. Die wollten eigentlich keine Grünen und keine FDP wählen, jedoch war ihnen der Schritt in die dunkle Gosse doch noch ein Schritt zu weit. So wählte man irgendwie Protest ohne auffällig bzw. ausfällig zu werden.
    D.h. das Potential für die AFD im Ländle liegt jetzt schon bei 30%.

    Wenn man jetzt noch beachtet, dass ca. 34% der Wähler in Freiburg mit Migrationshintergrund:

    http://www.badische-zeitung.de/wer-hat-in-freiburg-welche-partei-gewaehlt

    dann verändert sich die Betrachtung der AFD vollends.

    Wer AFD bekämpft, der kämpft gegen Migranten!?

    • Ja, aber das passt zu meinen Erfahrungen mit Türken, Serben und Bosniern. Dagegen ist die AfD schäfchenweich.

    • Türken sind aber nicht gleich "Türken"
      Aber Don, im Sinne des Artikels, Türken sind doch nicht gleich Türken! (Bei Bosniern u. Albanern fehlt mir da die persönl.Erfahrung)
      Ich kenne einige Türken, die in der AfD aktiv sind, im Lahnkreis war/ist der Vorsitzende der AfD Türke/Deutscher. Das sind die bürgerlichen und gebildeten Türken.
      Die cdU hat mit den Grauen Wölfen die militaristisch und rassistischen Chauvinisten unter den Türken. Die sPd mit DITIB die muslim. fundamentalistischen Türken- nah an Erdogan.

      Also mir sind die erfolgreichen und gebildeten Türken, die in der AfD sind, eher die Liebsten!

      Bei den Wählern sind die Migranten übrigens – wie goodnight erwähnt-
      nicht zu unterschätzen. Und es ist nicht das Präkariat, sondern der Mittelstand (akadem. bzw./u. selbstständig), der der AfD zugeneigt ist.

    • Russlanddeutsch & Spätaussiedler
      Hier sind das wohl ehr Russlanddeutsche und/oder Spätaussiedler. Die Bezeichung Migrationshintergrund ist eben sehr weit gefasst…
      http://www.badische-zeitung.de/lahr/warum-so-viele-russlanddeutsche-afd-gewaehlt-haben–119723400.html

    • Reden Sie mal mit Serben und Kroaten über Schwarzafrika…

    • Migrantische Wähler der AfD
      Auch wenn es anekdotische Beispiele von AfD-wählenden Deutsch-Türken ganz bestimmt gibt, sind doch die typischen AfD-Wähler mit Migrationshintergrund Spätaussiedler.

      So wird das Bild des AfD Wählers langsam rund: sind eben nicht nur rassistische alte weiße Männer, wie es die Volksfront und deren Medien gerne hätten, sondern auch junge Familien, wie in diesem Artikel schlüssig dargelegt, aber auch Aussiedler, die z.B. nicht fassen können, wie sich die neuen Heimat mit Hurra selbst abschaffen will.

    • höchster Migrantenanteil in der AfD, niedrigster bei den Grünen
      bzgl. o.g. Wählerstratifizierung in BW.

      Ich finde, das hat Witz!

  26. WAHLSIEGER........
    …………..in BaWü ist doch der vom pabstbesucher Seehofer hochgelobte katholische internatszögling aus zwiefalten…………..ein prototyp des „weissen, alten, potenten und heterosexuellen mannes“………mithin im gender- und flüchlingshelfer-jargon DER „sackgasse der evolution“……..
    das allein zeigt doch deutlich, wohin es wieder geht.

    ein anderer wahlsieger posierte für dieses männer- und sexualrollenmodell ja auch in der badehose und reüssierte erneut, konnte aber das direktmandat der „Alternative“ in seiner heimat doch nicht verhindern. vielleicht hätte ein foto ohne hose die wähler*innen umgestimmt ?

    die randgruppenzeitung „Die Zeit“ kündigte das alles, das comeback dieser unendlichen sackgasse ja bereits 2013 an, nun wird es kommen.

    weicheier wie der „böse Wolf“, die texte abliefern die aus einem textbausteinprogramm des ordnungsamtes für das mülltonnenmanagment stammen können – und mit der lieben frau im wahlkampf ausgerechnet in weingarten auftreten – sind da nicht erwünscht.

    ebensowenig wie autisten aus brüssel, die sich nebenberuflich als eheberater für das führungspersonal anderer parteien eine perspektive nach dem leben mit der EU schaffen wollen.

    aus und vorbei, auch für ostälblerische kultusminister, die in der berufung lebten, den landeskindern mit den grundrechenarten auch die unterschiede zwischen homosexulaität, transsexualität und intersexualtität erklären zu wollen, die diskussion über polyamorie mit pizzakartons aber verweigern.

    die liste der abgewählten lässt sich beliebig verlängern……..offensichtlich wollen mann und frau auch in den nebensächlichen finanz- und wirtschaftsdingen wieder eher fachkompetenz !

  27. Deutschland Flüchtlinge Familie
    Was hat die Familienpolitik in den letzten 20 Jahren alles gemacht um ja auch die Frauen der fleißigen Mittelschicht voll an die Arbeitsschippe zu kriegen und Kinder dazu.
    Man braucht halt Beitragszahler. DDR als Blaupause. Der vom Ehepaar Kohl vorgelebte Lebensentwurf aus vielen Gründen überholt .
    Frank Schirrmacher machte sich auch Gedanken. Warum haben so wenige Paare Kinder?
    Mich wundert nichts mehr.
    Die Kinderlosigkeit der Deutschen ist vielleicht eine Buße für den millionenfachen Mord. Und jetzt mit der weltweiten Völkerwanderung tut man zum Ausgleich nochmal Gutes .
    Diesmal sollen alle kommen.
    Am heftigsten vertreten das Bürger, die entweder noch sehr jung sind oder selbst für keine Zukunft gesorgt haben, keine Kinder haben und also auch keine Enkel haben werden.
    Es ist schon auffällig, dass man sich selbst keine Zukunft zutraut , Zukunft aber gerade in Flüchtlingen sieht.
    In Flüchtlingen, die völlig anders als europäisch geprägt sind. Sie sind islamisch geprägt und das ist das,was sie auf jeden Fall mitbringen. Zu welchen Verwerfungen der Islam führt, sieht man an den Zuständen der Herkunftsländer . Und wir bekommen die Zustände auch. Wie weit man dessen Herr werden kann bzw. überhaupt will, steht in den Sternen.
    Mit den aktuell chronisch unterbesetzten öffentlichen Institutionen eben nicht.
    Auch nicht mit Richtern die einen islamischen Prediger als Nebengericht zulassen, damit eine Klägerin vor Gericht mit offenen Gesicht erscheint !
    Ob die Flüchtlinge irgendwann Beitragszahler werden, steht ebenfalls in den Sternen.
    Kein Wunder, dass vielen Familien, den Stützen der Gesellschaft , aufgeht, dass sie in allen Bereichen in ( „Geißel „)-Haftung und Arbeit genommen werden, womöglich über die nächsten Generationen hinaus, damit Deutschlands angebliche Gemeinschaftsaufgabe Flüchtlingsaufnahme und Integration „geschafft „wird.
    Eine Gesellschaft funktioniert nicht über reine Quantität, sondern auch über Qualität. Meine Meinung : Der Islam ist keine Religion , sondern ein umfassendes , totalitäres System. Im besten Fall schafft dieses System Menschenmassen.
    Wie lange mit wie vielen schaffen wir in Deutschland weiter ausreichend europäische Qualität ?

    • Das mit dem Nichtkindrkriegen war eine Mode der letzten 20 Jahre, und das ändert sich gerade heftigst. Kinder sind voll im Trend.

  28. Ohne Rücksicht
    „Ich mein, ich kenne Stammtische“, genau das meine ich auch, dass der Don Stammtische kennt und das, was da geredet wird, denkt er dann auch. Ergebnis: „Ich schreibe, was ich denke, und zwar ohne Rücksicht.“… und zwar ohne Rücksicht auf Menschen, die über das was sie hören nachdenken und es reflektieren, sich um Sekundärliteratur bemühen und um einen eigenen Standpunkt ringen.
    Seitdem Sloterdijk das Eis für die Intellektuellen oder diejenigen, die dafür halten gebrochen hat, den einfachen anachronistischen Instinkten der Abschottung nachzugeben, tauchen überall ungefiltert Stammtischinhalte auf, verbrämt in schöngeistiger Sprache. Lieber Don, das Einzige, was Sie und viele andere wollen, ist den Zustand wieder herstellen, den Sie seit Jahren kennen: Im gemütlichen Fernsehsessel sitzen, sich Katastrophen und das buchstäbliche Verrecken von Menschen durch Flucht und Krieg in Echtzeit, doch Hunderte oder Tausende Kilometer vom eigenen Heim entfernt, digital zu Gemüte führen. Anschließend werden Einige Stammtischbrüder den abendlichen Krimi gucken und Sie sich vielleicht zu einem schöngeistigen Text über die Schlechtigkeiten der Welt – weit ab von Ihrem Zuhause- hinreißen lassen, der dann in der FAZ abgedruckt wird.Ich kann nicht weiter schreiben, da ich mich übergeben muss.

    • Ich habe meinen Teil in der Westbank, an der Security Zone und in der Zona Rossa in Oberitalien als Reporter geleistet. Wenn Sie mal echtes Elend sehen wollen, ist Idomeni eine shlechtere Adresse als der Kongo.

      Was ich will, sind Privilegien. Das ist richtig. Ich bin da nur ehrlich, andere wollen ja lieber biostrelizien in er Vase un nahhaltiges Parkett aus China.

    • SPUKTÜTE
      hoffentlich hatten sie eine spuktüte von ihrer letzten flugfernreise noch zur hand……..

      ja ich liebe es: von denen die ihn nicht lesen können kommt jetzt als rache das SLOTERDIJK – BASHING.

    • @Frau Dewes
      Jaja, Sie haben so Recht.

      Die „Im gemütlichen Fernsehsessel sitzen, sich
      Katastrophen und das buchstäbliche Verrecken….,
      digital zu Gemüte führen.“ sind eben bescheidener
      und kennen die Grenzen ihrer Möglichkeiten.
      Andere brauchen das ganze Elend der Welt um sich
      „bereichert“ zu fühlen.

      Das sind schon Gegensätze.

    • Phobie- Frau Dewes-
      ist durch physiologische Reaktionsmuster der Angst erkennbar. Intestinale vegetative Übererregtheit gehört eindeutig dazu.

      Der Begriff „Phobie“ als pathopsychologischer Fachterminus wird dieser Tage in 99% – zuallermeist aus linker Richtung falsch verwandt!
      Nicht jede Gegnerschaft ist „phobisch“. Mein von Desinteresse kommendes über Kritik bis Feindlichkeit entwickeltes Verhältnis zum Islam geht bspw. mit NICHT EINER physiolog.Angstreaktion einher.

      In Ihrem Fall sprechen Ton und Eigenaussage für eine echte Phobie.
      Und vllt. regeln Sie das besser anders als über Beschimpfungen. Im Prinzip liefern sie die gelungene Performation, da braucht es im letzten Satz nicht noch die Beschreibung im Nachhinein!

    • Titel eingeben
      Sie sind also so eine Dame, die polyamourös mit wechselnden Pizzaschachteln das Bett teilt? Eine „Asylnationalist*in, die globale Zusammenhänge erklärt“, aber im eigenen Leben kläglich an der „gesellschaftlichen Norm“ scheitert?

      Wie auch immer: Schön, dass Sie mit exemplarischen Sprechblasen das Schwarz-Weiß-Panorama bestätigen. Die Reproduktion der ideologietypischen Sprechmuster bleibt angesichts der (pekuniären) Problematik von jungen Familien leider wirkungslos.

      Ich verstehe gar nicht, warum dieses im Blog karikierte Genderweibchenstereotyp sich nur an der virtuellen Front aufstellt, real wohl maximal bei irgendwelchen Demos in Kreuzberg? Es gibt doch soviele „Praktikumsplätze“, im Sud-Soudan, Côte d’Ivoire, Sénégal (ups, Sextourismus weißer Frauen ….) ähm, also ich meine, frau könnte sich doch vor Ort in zahlreichen Projekten profilieren, die die Identiät z.B. schwarzafrikanischer („People of Colour“) oder arabischer Frauen gegen patriarchalische Rollenbilder und Armut (sic) stärken …..

      Weil es Versager*innen sind, die nicht genug „Phallus“ haben? Und deshalb an der kuscheligen Heimatfront vom Laptop aus (zwischen leeren Pizzaschachteln …. öhm, vegetarisch?) um die Sprach-Hoheit kämpfen?

      Ich frag nur so. Ich kenne solche TypInnen nicht. Ich bin umgeben von sozial engagierten Mathematikerinnen, Juristinnen, Sportreiterinnen, Großmüttern …. alles Damen mit Flug- und/oder Jagdschein, blendendem Teint und Handicap, die Betagteren rüstig, resolut und lebensfroh selbst in hohem Alter …. (-;

      Man merkt: Dieser Blog hilft auch, (aus einer speziellen Perspektive) soziale Diversität kennenzulernen. Mir jedenfalls. (-;

    • Wegen der jetzigen Politik der Frau aus Berlin sterben nicht weniger Hungers
      auf der Welt – es sind eher mehr, die im Mittelmeer ersaufen oder auf dem Weg hierher sonstiges Leid erleben, weil sie dem Ruf folgen. Und mit dem Geld, das gerade anscheinend auf Bäumen nachwachsend hier für den Unsinn ausgegeben wird, könnte man da, wo die Chancenlosen, die es übrigens auch hier wenig beachtet gibt, etliches mehr tun.
      Zudem: Sinn und Zweck von Entwicklungshilfe werden mehr und mehr in Frage gestellt:
      http://www.nzz.ch/meinung/kommentare/der-fluch-der-guten-absicht-ld.4384
      Also: was soll das?

    • Instinkt und Abschottung
      Ich will das Raunen von Peter Sloterdijk gar nicht verteidigen, sehr gut möglich dass er allein aus Freude am Sticheln Ressentiments Raum gibt. Es gibt den dummen Instikt der Abschottung. Was aber neu ist, ist der Instinkt der allgemeinen Weltumarmung jenseits des Liedes ( Freude schöner Götterfunken…). Ist der denn klüger? Wieso? Nur weil man aus dummen, rassistischen und unmoralischen Gründen für eine Abschottung sein kann, muß das nicht heissen, das jede Abschottung immer dumm ist. Die deutsche Gesellschaft ist komplex. An ihr teilzuhaben ist durchaus anstrengend. Integration auch. Anzunehmen, eine unbegrenzte Integration sei möglich, kann doch nicht Grundlage für Politik sein. Vermutlich ist sie es nicht,- wie soll man Bildungskarrieren, die Jahrzehnte dauern ( Kindergarten, Schule, weiterführende Schule, Ausbildung und / oder Studium, Etablierung im Beruf etc.) für hunderttausende so konzentrieren, dass sie in drei bis vier Jahren nachgeholt sind? Ich verstehe jeden, der Angst um gewachsene Identitäten hat, die müsste er vermutlich auch bei einer geglückten Masseneinwanderung haben. Aber dennoch kann man diese rechtfertigen. Wie rechtfertigt man aber eine absehbar unmögliche?
      Kulturelle Unverträglichkeiten, Unbehagen gegenüber dem Islam, das schlechtbegründete Selbstbewußtsein des organisierten Islams, die Belastung für die Großstädte, – all das wäre doch eigentlich erst diskussionswürdig, mit Schattierungen von Pro und Kontra, wenn die Voraussetzungen für eine funktionierende Integration gegeben wären, – Ausbildungsfähigkeit, Arbeitsplätze. Gerade die sehe ich aber nicht und – schockierend- auch sonst niemand. Man kann eine gute Sache ( eine liberale Gesellschaft, die mit Einwanderung gut zurechtkommt) auch durch vollkommene Übertreibung deligitimieren und zerstören. Es war immer so, dass die deutsche Rechte irrational und verrückt ist. Das war schlimm genug. Da ist es kein Trost, dass die Linksliberalen zeigen, dass auch sie deutsch bis ins Mark sind. Wenn es eine Strategie gäbe, die Deutschen langfristig wieder zu bösen Rechten zu machen, so sähe sie wohl aus. Ich bin dankbar für jedes Stoppsignal, lieber ein gemäßigter Rechtsruck jetzt als ein unerträglicher in zehn Jahren. Meine Angst: Dass er bereits zu spät kommt, dass er nicht korrekt analysiert wird, dass er zur Verhärtung in der Faktenresistenz führt. Sagt mir einfach wie die Massenintegration absehbar funktioniert und ich bin glücklich. Dass ich seit Monaten von Befürwortern nur höre, darüber müsse man in der Tat nachdenken und was denn meine Ideen seien, das ist unerträglich. Wenn ich Ideen hätte, wäre ich ruhiger. Ihr müsst sie haben, es ist doch Eure Politik.

    • Edle Motive
      wie eine Monstranz laut singend vor sich herzutragen, hilft nicht wirklich weiter. Ebenso wenig hilft eine Ethik, die nicht danach fragt, welche Folgen sie nach sich zieht. Weltweit gibt es etwa 400 politische Konflikte und 20 Kriege. Jeder 4. Mensch südlich der Sahara hungert. Die Bevölkerung Afrikas wird sich in 34 Jahren verdoppelt haben. Glauben Sie wirklich, dass es vor diesem Hintergrund die Lösung ist, Europa für eine ungehinderte Zuwanderung zu öffnen. Haben Sie bedacht, welche Konflikte daraus für uns entstehen können. Ich möchte meinen Kindern dieses Experiment nicht zumuten – Sie Ihren?

    • Ach, Frau Dewes
      Wenn die einen ein besseres Leben wollen, dann ist das also gut, aber wenn andere ihr besseres Leben behalten möchten ist das schlecht?

  29. wieder ein Voltreffer!
    Als Stuttgarter, der jetzt aber im Piemont lebt, finde ich Ihre Baden-Württemberg -Analyse 100%ig getroffen. Vielen Dank dafür. Hoffentlich kommt auch dieser Beitrag in die Papierausgabe.
    Grüße vom Ortasee

  30. "15,1 Prozent ist wirklich viel" ?????
    Wie kommen Sie zu dieser Aussage? 85% haben die Merkel-Linie über die eine oder andere Partei bestätigt, 30% Nichtwähler in BA-WÜ fanden so weit alles bestens um ruhig daheim zu bleiben.

    Palmer, der exakt berechnet so viel sagt um noch bei den Grünen bleiben zu können und trotzdem seinen Oberbürgermeisterjob nicht gefährdet, ist soviel Hoffnung wie die CSU, die niemals eine neue bürgerliche Partei gründen wird, weil sich der erste Platz in Bayern immer ausgeht. Das Land ist ihnen völlig wurscht. Ich dachte mir auch Monate, die nehmen das nicht hin, soviel Charakter haben sie. Irrtum!

    Ich halte die Merkel-Regierung für eine Jahrhundertkatastrophe verantwortlich, die auch mein Land wie ganz Europa schwer betrifft und verändert.

    Aber mit Entsetzen muss ich sagen: sie wurde bei den Landtagswahlen voll und ganz bestätigt. Deutschland hat die Politik, die es eindeutig will.
    Die AfD-Exegese ist eine Scheindebatte, sie wird in der Opposition schrumpfen und verhungern, und nur eine wunderbare Ablenkungskulisse bieten.

    • Warten Sie ab. In einem Jahr reden wir entweder über drastische Ausweisungen oder über deutlich mehr als 20 Prozent.

    • Palmer ist kein Grüner
      Palmer ist im Grunde kein Grüner, sondern vor allen Dingen ein Selbstdarsteller, der zufällig zu einer Partei stieß, die gerade angesagt war. Der hätte noch wenige Jahre zuvor genauso gut etwa bei der FDP groß werden können (wenn z. B. Oettinger 2006 die FDP aus der Regierung geworfen hätte). Die Südwest-Grünen scheinen solche Typen ja auch anzuziehen, siehe Oswald Metzger.

      Unabhängig davon haben die ganzen kommunalpolitischen Granden bei den Grünen in BaWü nichts zu melden. Dieter Salomon und Fritz Kuhn waren zwar beide mal Fraktionschefs im Landtag, das ist aber jeweils eine kleine Ewigkeit her. Kuhn hat sich zuvor hauptsächlich über die Bundespolitik profiliert. Alle drei haben haben übrigens mit Kretschmann gemeinsam, dass sie erheblich von farblosen und wenig konsensfähigen bis ausgesproche unpopulären Kandidaten der anderen Parteien profitiert haben – wo CDU und SPD dagegen bei OB-Wahlen erprobte Kommunalpolitiker aufgestellt haben, sieht das ganze schon anders aus (siehe Mannheim, Karlsruhe, Ulm, Heilbronn, Heidelberg).

      Was der Hype um „Kretsch“ auch überstrahlt, ist der Umstand, dass auch die Grünen in BaWü in den letzten Jahren deutlich nach links gerückt sind und Kretschmann deshalb da auch bei einigen Punkten an die Wand gelaufen ist. Profiliert hat er sich (a) durch einen präsidialen Stil und (b) Alleingänge dort, wo ihm niemand aus der eigenen Firma in den Arm fallen konnte (Bundesratsabstimmungen).

      In Stuttgart kursiert die These, dass Kretschmann eine Koalition mit der CDU ganz gelegen käme, weil er auf diese Weise die Verstrahlten in den eigenen Reihen viel eher in Schach halten kann als in einem Bündnis mit zwei schwachbrüstigen Partern.

    • Ich denke, den Grünen sehen bald wieder erhebliche Konflikte ins Haus – wenn es in den kommenden Wahlen bergab geht. Spannend wird da besonders Berlin: Wenn sich dort Verluste einstellen, wird es sicher brutal. Ich denke da an die Grünen in Österreich, die dort auch zerrieben wurden.

    • Titel eingeben
      Von außen betrachtet ist Berlin selbst für Berliner Verhältnisse schlecht regiert, die SPD hat keinen Wowereit-Bonus mehr und die Piraten haben sich selbst zerlegt – da würde ich für die Wahlen im Herbst auf Anhieb keine Verluste für die Grünen erwarten.

    • Doch, würde ich. Frau Herrmann hat ja in Kreuzberg deutlich gezeigt. was passiert, wenn man den Genderismus in der Regierung hat. Ich glaube nicht, dass viele sowas wollen.

    • "entweder über drastische Ausweisungen oder..." @DA
      Ab welcher Zahl sind die Ausweisungen denn „drastisch“?
      Man versucht uns doch jetzt schon vorzumachen, dass „die Meisten wieder gehen werden“ und dass „Tausende(- Millionen) Iraker enttäuscht Deutschland wieder verlassen“…
      Wie soll diese Regierung denn drastische Massenausweisungen vornehmen (800.000-1.5 Mio, je nachdem wie viele man als gekommen annimmt!)- logistisch fast nicht machbar. Und wenn- zu welchen Kosten!

      Wir werden vermutl. keine Massenausweisungen erleben, sondern eine Verschärfung der Propaganda- schlimm für die Ohren, unergiebig für die Sozialkassen und die Straße!

    • Wer soll die Ausweisungen durchführen?
      @Don Alphonso
      „Warten Sie ab. In einem Jahr reden wir entweder über drastische Ausweisungen oder über deutlich mehr als 20 Prozent.“

      Dann reden wir über deutlich mehr als 20 Prozent. Denn drastische Ausweisungen wird es nicht geben. Wer soll das denn durchführen?

      Selbst wenn Frau Petry mit absoluter Mehrheit Kanzlerin würde, würde sie kaum 1000 pro Tag abschieben können, und das wäre immer noch weniger, als jeden Tag neu dazukommen. Polizei ist Ländersache. Der Bund hat doch gar nicht genug Leute! Petry müsste schon die Bundeswehr dafür einsetzen. Könnte sie das wirklich durchziehen?

      Die meisten Länder würden sich doch grundweg weigern, überhaupt irgendeinen Flüchtling abzuschieben. Die Gewerkschaften, Kirchen, Antifa, Parteien, Medien, Sportverbände und Kaninchenzüchtervereine würden Demos, Lichterketten, Sitzblockaden veranstalten für jede einzelne Ausweisung, es gäbe tränenreiche Stories ohne Ende mit runden Kulleraugen, Gerichtsverfahren bis zum Verfassungsgericht in jedem Einzelfall, Kirchenasyle, Unterstützung beim Untertauchen, Hungerstreiks, brennende Autos und blutende Polizisten. Also, wie viele Polizisten wären pro Abschiebung notwendig?

      Nein, die Bundesregierung könnte zwar die exekutive Anweisung zur Ausweisung erteilen, aber die Durchführung würde erst effizient starten, wenn die AfD nicht nur die absolute Mehrheit im Bundestag, sondern die Zwei-Drittel-Mehrheit im Bundesrat stellte. Meine Meinung.

      Es besteht natürlich immer die Möglichkeit, dass auch unter den Eliten die Stimmung kippen könnte, aber dafür gibt es noch genau Null Anzeichen.

      Vorläufig wäre ich schon mit der Schließung der Grenzen zufrieden, insbesondere gegenüber der Türkei. Damit würden wir lebenswichtige Zeit gewinnen.

      Ceterum censeo Merkel esse Antifam.

  31. IHREN TEIL?
    Sie haben Ihren Teil abgeleistet? Ihren Teil von was? „Ihren Teil“ von Empathie? „Ihren Teil“ von „Elend hautnah“?
    Welche Schlussfolgerung haben Sie den aus Ihren Ansichten des Elends gezogen? Dass es Ihr Privileg ist, satt und gewaltfrei in Deutschland im Biergarten zu hocken und andere diese Privileg auf keinen Fall haben sollten? Welcome to the 19th century!

  32. DIE Linken schwerhörig? - Aber nein: Siehe den LINKE-Wähler Don Alphonso
    Ahh, die Linkn sind so krachblöd, dass sie nie keine Argumente gelten lassen: Wer immer in einem Kommentar an Don Alphonso so argumentiert, könnte aber schon bedenken: Don Alphonso ist selber ein Linker! – –
    Bayerische Dialektik, mit Polt: „(…) ICH brauch a gar kein Gegenargument – ICH bin ja selber DAGEGN!“
    Und die LINKE, die Herr Alphonso hie und da zu wählen nicht umhin kann, hat aber neulich hie und da am meisten Stimmen abgegeben an die AfD. Das ist nun nicht mehr Polt, das ist womöglich noch eine Stufe höher, und zwar Cusanus: Da berühren sich die äußeren Enden wundersam.
    Und um das ganze Bierfass komplett vogelwild aufzuschäumen, bezeichnet sich der Herr Don selbst als Hagestolz. So schön!
    Ah ja, und Schwaben, wie soll ich sagen: Liegt entgegen anderslautender Meinungen nicht überall in Ba-Wü. Es soll ja selbst in Bayern Gegenden ohne Schwaben geben.
    Ohh, was ist die Welt kompliziert. „Einwandfrei!“ (Rolf Miller).

    @ BWwaehler
    Bedenkenswert ist auch das da, wie ich finde:
    „Wir Eltern junger Kinder sind es leid, dass ein Elternteil als „Heimchen am Herd“ verlacht wird, während das andere Elternteil im Beruf aktiv durch Quoten benachteiligt werden soll. Die Tatsache, dass die Notwendigkeit zu letzterem mittels Argumentationsketten hergeleitet wird, deren Einzelglieder (z.B. Gender PayGap) selbst bei gutem Willen und unter rudimentärem Verständnis von Logik und Statistik nur als vorsätzliche Lüge verstanden werden kann, von der Politik weitgehend unwidersprochen bleibt, lässt mich ratlos vor dem Angebot der etablierten in BW zur Wahl stehenden Parteien stehen.“
    Obwohl ich anfügen möchte, dass „’s Wölfle“ nichts gegen derlei einwenden würde. Er hat es freilich verpasst, damit Wahlkampf zu machen – daher die andere Bezeichnung, die hier im Ländle für Guido Wolf zirkuliert: „’s Guidole“.
    Immerhin hat er einen altersschwachen Ziegenbock adoptiert. So ist es ihm u. a. geglückt, die ÖdP unter fünfzehn Prozent zu halten.

    Und das deutsche Bierfass / Das schäumt u schäumt
    Und der deutsche Wähler der träumt u träumt//
    Wir alle sind nur
    Ein Vagabund der Zeit

    Und die Zeit die Zeit
    Sie hält sich gern bereit

    Ja die Zeit die Zeit
    Sie hält sich stets bereit

    Oh die Zeit, die Zeit
    Sie hat noch nie bereut

    (wh. ad nauseam/ bis’d BLEED WEAST … – – (LET IT – : – bLEED))?! – Nein, öppä nöd bleed, sondern: für mehr Argumente

    • In den Punkten, die mir jenseits der Migration wichtig sind, bin ich als „Zu links für die SPD“ und „Zu ehrlich für die Grünen“ ganz eindeutig am ehesten bei der Linken. Blöerweise will die Linke aber nicht erkennen, was für ein breites Feld eine nationalsoziale Linke hätte, wie in der Slowakei. Dann kommen eben die anderen und nutzen das.

    • Linke, die die Realität wahrnehmen, - Herr Kief-,
      sind eigentlich schon Rechte!
      Nur, wer sich ideologisch vor der Wirklichkeit wappnet, kann ein astraler Linker bleiben.
      Insofern wäre ich , angesichts des Realitäts-Wahrnehmungs-Potenzials von D.A., vorsichtig, seine Selbsteinstufung 1:1 zu übernehmen.

      Angesichts des Staatsautoritarismus, den Grünen und Linke pflegen- auch im Regierungsstil Merkels bspw. sichtbar, denke ich, dass man diese Linken für Ordnungs-versessener halten kann als die meisten sogen.“Rechten“.

  33. Nervosität am Futtertrog
    Lieber Don,

    bei Gender geht es um sehr viel Macht, Geld, Posten und Karrieren in Politik und öffentlichem Dienst.

    Das ist nicht ein kleiner, sondern einer der ganz großen Futtertröge in der Halle ‚Leistungsloses Einkommen auf Lebenszeit‘.

    • Nicht mehr lang, glaube ich.

    • Ach wär das schön
      Hoffentlich täuschen Sie sich nicht und dieser weltfremde debile Unsinn wird tatsächlich bald abgewickelt.

    • Titel eingeben
      Bei danisch.de kann man so einiges Erschreckende darüber lesen. Aber vorsicht: manchmal ist er auch mir zu recht(s) drastisch.

  34. @ Don Alphonso sagt am 20. März 2016 um 07:47 Uhr, re MP Weil, Nds.:
    „Ich freue mich ja schon auf die Wahl in Niedersachsen, dessen MP gestern in der FAZ sagte, die meisten Migrangten – Schutzquote weniger als die Hälfte – würden bleiben. Der Mann hat keine Lust auf Abschiebungen, also werden ihn diejenigen besuchen, die sich woanders nicht halten können.“

    Dieses Interview habe ich am Samstag beim Durchblättern der FAZ im Sportstudio gefunden. Die Lektüre hat mich dermaßen wütend gemacht, dass ich nochmals zu einem Ärgerverdampfungssprint aufs Laufband musste.

    Schade, dass der Interviewer nicht gefragt hat, was (welche Gesetze, GG Art. 16 a – schon mal was von gehört, Herr Weil? – und nachfolgende einfachgesetzliche Regelungen) und ggf. wer (welche Legislative) den Landes-MP eines ebenfalls fast bankrotten Landstrichs (halt einer von den „Zaunkönigen“ – © Konrad Adenauer) zu dieser Ansage im Basta-Tonfall von oben herab ermächtigen?

    Was meint dieser Mensch – einer meiner Angestellten mit Zeitvertrag – sich erlauben zu dürfen? Kann er gar vielleicht nicht lesen? Hat er das letzte Wochenende in seiner Filterblase verpasst? Seine Partei steht in Ba-Wü und Sa-Anhalt auf Platz vier, eines der zahlreichen unterberichteten Desaster für die Blockparteien am 13.03.

    RLP ist ein absoluter Sonderfall, andernorts so nicht wiederholbar, weil Frau Dreyer (die ja auch gerne wie Maas nach Charlie Hebdo und die SPD in Nds. generell gerne und wiederholt mit Ditib kuschelt) aufgrund ihrer Krankheit, einen Sonderbonus von fünf bis zehn Prozentpunkten eingefahren hat.

    Die Frage, ob man mit dieser körperlichen Einschränkung einen Stress-Job wie MP machen sollte, ob das denn eigentlich verantwortlich ist gegenüber den Wählern und Zahlern, hat in RLP auch keiner gestellt.

    Weil sollte sich lieber mal ein Beispiel an Sahra W. nehmen. Die hat schnell begriffen, woher der Wind weht, und was ihrer PdL alles noch so blühen kann. In den Flächenstaaten des Westens ist sie jedenfalls auf Dauer weg vom Fenster.

    • Ja, das wird lustig, speziell mit SPD und Linken und der Unmöglichkeiut, eine GroKo zu bilden. Spannene Zeiten. Nur in Bayern nicht. Da bleibt alles wie es ist, nur die Grünen und die Sozen kommen noch mehr unter die Räder.

  35. Wer knackt die AfD - wann knackt "Griechenland" Angela Merkel?
    Vielen Dank für ihre plausible Wahlanalyse in BaWü mit dem Schwerpunkt auf dem „Genderaspekt“.

    Mit Ihren Einschätzungen, sehr geehrter Don Alphonso, sieht man das ZDF-Sonderformat vor der Wahl (mit Maybrit Illner unter dem Motto, das schaffen wir) mit anderen Augen.

    Das gute Zureden in der Illner-Vorwahl-Sendung von Claudia Roth auf einen der Häuslebesitzer in der Nähe einer Flüchtlingsunterkunft erreichte wohl wegen Gender und den „Sexkoffern“ für die Schule nicht alle Wahlberechtigten draußen an den TV-Geräten und die AfD konnte damit mehr als vorhergesagt „im Westen“ punkten.

    Aber, die Frage bleibt offen, wie geht man um mit Sex: Wie üblich, dh. zeitlich personalisiert oder mit Sex als Mittel der Zerstreuung (mal Töpfern wir, mal Backen wir und wollen dafür von der ganzen Menscheit bewundert und selbstbestimmt angesprochen werden. Mal ProX und mal ProY bzw. die 60ig plus x Folge aus-dem-Geschlechtsteil-Identitäts-Konstruktionen).

    Die AfD wird sich darüber wohl nicht „knacken“ lassen, denn sie reagiert durch und durch altbürgerlich und zurecht tolerant. Schwule und Lesben, die „normal“ Arbeiten und keine Gender-Hochschulkarriere anstreben und die Genderei predigen, gehören zur AfD dazu.

    Freilich, die zentrale Kulturfrage, der Art der Liebesorganisation der Heteronormativität zwischen Frauen und Männern ist nicht mehr durchgängig selbsterklärend, hier veränderte der „spätpubertäre Sandkasten“ schon allerlei.

    Aber, vielleicht ist vorwärts und zurück zu den Römern und den Bonobos ja eine Alternative?

    Ob man die AfD mit der aktuellen Verdopplung – von 50 auf 100 Millionen – im Kampf gegen Rechts knackt und dabei mit Heiko Maaz und Spießgesellen die bürgerliche Gesellschaft ruiniert, wird sich zeigen.

    Aktuell beruhigt – gegen alle – Volker Zastrow die Leser der Faz: Angela Merkel ist unknackbar und alles wird gut.
    Da bleibt der Einwand, wieviel ist uns Griechenland wert, damit die sich nicht an die Russen verkaufen? Und, ist der Iwan tatsächlich noch der Bolschewik, der einen selbst Erdogan vergessen läßt?

    • Pardon, aber haben sich Göring-Eckardt. Roth oder Hofreiter jemals so wie unser grüner Landrat wirklich mal den Bürgern in einer betroffenen Gemeinde gestellt? Waren die wirklich mal draussen? Ich sah nur gestellte Bilder auf Lesbos. Da kann ich verstehen, wenn Leute das mit dem Pack nicht auf sich beziehen wollen.

  36. Lichtblicke
    Für einen überzeugten Junggesellen haben Sie das „Lebensgefühl“ junger Familien im Angesicht dieses galoppierenden Wahnsinns gut getroffen, werter Don.
    Gäbe es nicht Lichtblicke wie Sie, Herrn Fest oder Herrn Broder, man könnte meinen, in der größten geschlossenen Anstalt der Welt zu leben. Wobei, so geschlossen dann doch nicht; schließlich ist laut kindlicher Kaiserin ja unmöglich, Deutschlands Grenzen zu sichern.

    • Noch ein Lichtblick
      Bitte Herrn Klonovskys Acta Diurna nicht vergessen. Ich fürchte, K. hat gerade – wohl mit seinem Arbeitgeber – mächtig Ärger.

    • @Acta Diurna
      „Klärung eines Sachverhalts“ kann alles Möglich bedeuten.
      Wissen Sie oder irgendjemand anders was da läuft?

      Und ja, Klonovsky ist einer der wenigen Lichtblicke in der heutigen Zeit. Genaugenommen stellt er für mich immer mal wieder eine Art Seelsorge dar. Immer wenn ich Zweifel habe, ob nun ich oder alle Menschen in diesem Land vollkommen verrückt geworden sind, wie bspw. im September und Oktober vergangenen Jahres, dann räumt Klonovsky diesen Zweifel zwar nicht aus dem Weg, aber wenigstens versichert er mir, dass ich wenn dann nicht der einzige vollkommen verrückt Gewordene bin, sondern es wenigstens einen Menschen gibt, der mein Leiden teilt.
      Entweder das oder im Land des kollektiven Dachschadens ist er eine der wenigen vernünftigen öffentlichen Stimmen.

  37. ja, so ist es
    Danke Don! Wie immer eine auf den Punkt treffende Analyse, die nicht nur für Deutschland/Bayern passt. Ich kann diese Beobachtung aus meinem Umfeld (gehobener Mittelstand: Beamte, Freiberufler, leitende Angestellte, Univ.-Prof.’s) bestätigen. Hier hat man Angst von mehreren Seiten unter die Räder zu kommen: sehr hohe Grundpreise womit Wohnen teuer ist, Schulen an der Leistungsgrenze womit die Kinder ins Hintertreffen kommen, Pflegekosten für die Eltern …)

    Dazu ein denkwürdiges Interview mit Martin Schlomo Schlaff in der heutigen Presse zu Strache und Haider:

    http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/4949951/Martin-Schlaff_Strache-bleibt-nicht-in-der-Schmuddelecke?from=gl.home_politik

    Von dieser Seite hätte ich mit solchen Aussagen nicht gerechnet. War ehrlich (positiv) überrascht.

  38. Titel eingeben
    Vielen Dank für diese exzellent vorgebrachte Analyse, in der die Lebenssituation und besonders das -gefühl junger Familien auch mal medial auf den Punkt gebracht werden. Die beschriebenen Verhältnisse, Ängste, Sorgen etc. treffen auch auf uns junge Eltern im Norden der Republik zu, die eben nicht in den großen Metropolen leben, wie beispielsweise wir als Familie in einer Kleinstadt im Osten NRWs. Insbesondere der sich langsam konkretisierende „Generationenkonflikt“, bei dem heutige junge Familien eine signifikant schlechtere Lebensperspektive vorfinden, als sie ebensolche Familien eine Generation zuvor fanden, wird auch uns langsam immer deutlicher. Man fängt eben noch einmal so richtig an zu rechnen, wenn man auch Verantwortung nicht nur für sich selbst übernehmen muss. Neben den rein monetären Gesichtspunkten bzgl. der Herausforderungen vieler Zuwanderer kommt noch hinzu, dass es gerade bei uns im Raum viele junge Familien sind, die sich in der rein praktischen „Integrationsarbeit“ (z.B. Sprachkurse, Nachbarschaftshilfe etc.) engagieren, gerade was Flüchtlingsfamilien und die Einbettung derer Kinder in das soziale Umfeld von Kindergärten, Schulen usw betrifft. Das geschieht aus unterschiedlichsten Gründen, aber auch mit dem Bewusstsein, dass diese Menschen nun einmal die nächsten Jahre im direkten Umfeld leben werden und wir alle gut miteinander zurecht kommen müssen. Und das Ganze gilt erst einmal unabhängig von parteipolitischen Präferenzen.

    P.S: Übrigens würde ich mich freuen, wenn sie, verehrter Don, sich diesem in ihren Kolumnen in letzter immer stärker aufblitzendem Bias zwischen großstädtischer, journalistischer und „provenzieller“ Wahrnehmung und Lebensrealität in einem Beitrag noch einmal grundsätzlicher widmen könnten.

    • Das kan ich gern machen, aber es wird schmerzhaft. Da wurden in den letzten Monaten absichtlich viele Brücken gesprengt, und nicht immer war das schön.

    • Kolumne zum Dissenz zwischen journalistischer und „provenzieller“ Wahrnehmung - her damit!
      Bitte, bitte schreiben Sie dazu etwas!

      Ich kann nicht sagen wie unglaublich sich mir die unterschiedliche Wahrnehmung zwischen grün-rot-links akademischen Kreisen und der Landbevölkerung (seien es Angestellte, Facharbeiter, Selbstständige oder auch Beamte aus der Lokalverwaltung) darstellt.

      Da ist man in den verschiedenen Kreisen einmal eher der am rechten, einmal eher der am linken Rand des vorkommenden politischen Spektrums. Man kann dadurch aber zu der Erkenntnis kommen, dass man sich eventuell in der Mitte der Gesellschaft befindet.

      Mir scheint nur, dass der Landbevölkerung dieser Umstand bewusst ist, während die Kreise des links-rot-grünen Akademikertums das ausblenden oder allenfalls auf die Rückständigkeit der Landbevölkerung schieben. Dass dort aber immer noch mehr Menschen als in der (Groß-)Stadt leben und diese Leute ein Recht auf ihre Lebensgestaltung haben, das wird ignoriert.

    • Das ist auch ein spzielles Medienproblem.

      Seit Monaten müsste eigentlich mal ein Beitag über Migratio und Alkoholprobleme kommen. Das ist ein enormes Problem, die meisten Massenschlägereien haben diesen Hintergrund. Es kommt: Nichts.

      Das ist ein Problem.

  39. Politisch korrekte Stammtischkrieger??
    Als ich das mit der Aufstellung von PC Stammtisch-„Truppen“ las, musste ich mich vor Lachen erstmal hinsetzen. Was für ein Schwachsinn. Aber es zeigt das Ausmaß von Panik einerseits und demokratiefeindlicher Borniertheit andererseits, in dem sich „Gutdeutschland“ derzeit befindet.

    Naja, ich nehme mal nicht an, dass diese „Truppen“ (neuer Lachanfall ^*$@~ ) tatsächlich dorthin gehen, wo „der Feind“ sein Bier trinkt. Nein, die werden eher in den gendermigrationsklimaabdruck-korrekten Kiezkneipen der Unistädte auftauchen, wahrscheinlich mit so einem Schleifenbändchen am Pulli.

    Das ist dann so ähnlich wie beim Toten Hosen – Konzert „Nazis raus“ zu grölen. Danach hat man wieder was gegen Rassismus und so getan.

    Vollpfosten, alle.

    • Ja, a schimmert schon etwas die Angst durch, keine Frage. Die fehlende Analyse und Einsicht in eigene Fehler ist herzig.

  40. Pingback: De venta en venta / Milchkannen 22 – Geschichten und Meer

  41. Alles bröckelt
    weg- gerade auch die Argumente von Gender_VertreterInnen* (sie sind eben SELBST NUR Konstruktion). Der Feminismus ist schon lange tot. Ich nehme das nicht nicht mehr ernst, seitdem ich eine Vertreterin dieser Spezies beim Lesen von „Fifty Shades of Grey“ erwischt habe und ich deren Hinweis auf die Studienzwecke angesichts der Umstände nicht wirklich ernst nehmen konnte – aber „Fifty Shades of Grey“ hat NUR DIESE EINE gelesen bzw. im Kino geschaut.

    Don Alphonso, fegen Sie die klerikale Sicht auf Ehe, Familie und Sexualität nicht vom Tisch. Ich kenne niemanden, der – unter der Oberfläche – nicht doch davon träumt. Und in der Regel zeigt einem erst der teuer bezahlte Psychotherapeut die Grenzen und die Verantwortung einer allzu bedürfnisbefriedigenden Lebensweise auf. Und das unterscheidet sich dann im Ergebnis gar nicht so sehr von der klerikalen Sicht.

    • Bitte, man kann ohne Kirche tolle Beziehungen führen – zumal dann ein Druck weg ist.

    • @Don Alphonso
      Kommt der Druck von der Kirche oder aus einem selber? Mit dieser Frage wären wir bei grundsätzlichen Weltbild-Diskussionen. Aber zu Fragen von Ehe, Familie und Sexualität kann man auch nur mit Vernunft und Erfahrung arbeiten, denn manche müssen nur einmal (oder mehrmals) auf die redensartliche Fresse fliegen, um dann den Wert von Werten zu begreifen. Muss es erst der teuer bezahlte (Paar-)Psychotherapeut sein, der die blutige Fresse wieder richten darf? Eine gescheite Familienpolitik kann kann da – unabhängig von der metaphysischen Position der Kirche – viele blutige Fressen verhindern.

    • Bei uns in Bayern kam das aus dem kirchlich geprägten Umfeld – da konnte man sich nur schlecht entziehen. So wie bei der Willkommenskultur. Ich hatte das schon, mein Bedarf ist gedeckt.

    • @Don Alphonso II
      Lassen Sie die Kirche erst einmal weg bei der Betrachtung eines Wertes. Die wirklichen Wahrheiten des Lebens sind banal iSv einfach. Mir geht es nicht zuerst um die Kirche, sondern um all‘ den anthropologischen Hunger unter Fassade eines Feminismus, eines Genderismus und ja, auch unter der Fassade einer (zudem jede geostrategische Dimension übersehenden) Willkommes-Kultur. Medial verbreitete (gesellschafts-) politische Wahrheiten zu dekonstruieren, wie Sie es dankenswerterweise tun, ist ein gutes Mittel, die Menschen auf sich selber zurückzuwerfen.

  42. Titel eingeben
    Zur Demographie der AfD-Wähler: zumindest in Freiburg (andere Erhebungen hab ich noch nicht gesehen) hatte die AfD den höchsten Anteil Wähler mit Migrationshintergrund („Wer hat in Freiburg welche Partei gewählt?“, badische-zeitung.de). Interessant wäre natürlich was für ein genauer Hintergrund. Ich würde spekulieren dass sich da etwa Russlanddeutsche mit ausgeprägter Sympathie für autoritäre Herrscher wie Putin finden — also Menschen deren politische Ansichten ich überhaupt nicht teile –, aber eine „deutschdeutsche“ Partei ist die AfD nicht.

    Wo ich nicht ganz mit Ihnen übereinstimme ist die Frage von Gender. Wohin man in der Gesellschaft auch guckt, es werden heterosexuelle Rollenbilder vorgelebt. Und das ist ja auch völlig logisch bei einer Spezies in der Heterosexualität mit Abstand die verbreiteste sexuelle Orientierung ist. Da finde ich es nicht so schlimm wenn man mit Jugendlichen in der Schule einen Vormittag zu sexueller Orientierung und Rollenbildern macht und da dann sagt dass es eben auch anders geht, wenn man möchte. Kein Junge und kein Mädchen wird deswegen schwul oder lesbisch.

    Kritisch wird es halt nur wenn die Prediger sexueller Vielfalt ihren Mund nicht aufkriegen wenn ein großer Teil der Flüchtlinge/Migranten Männer sind die mit archaischem Verständnis von Mädchen- und Frauenrechten, (sexuellen) Minderheiten etc. zu uns kommen. Auf Facebook hatte ich diesbezüglich eine Diskussion mit einer Aktivistin die partout weigerte anzuerkennen dass es in arabischen Ländern eine „rape culture“ gäbe; aber in Deutschland natürlich schon. Die Härte war dann dass sie, die sich auch für das Wohlbefinden von Tieren einsetzt, in einer anderen Diskussion sehr wohl einsah dass das halal Schlachten ja nun gar nicht geht und wir da mit den Leuten auf jeden Fall drüber sprechen müssen. Das ist dann der Punkt wo ich wirklich sprachlos bin.

    Deshalb finde ich auch Ihre Analogie im ersten Paragraphen nicht ganz zutreffend. Das Patriarchat ist in Ländern wie Deutschland vom rechtlichen Gesichtspunkt abgeschafft und kulturell definitiv schon lange auf dem Rückzug, weil da Druck gemacht wird. Verachtung von Mädchen und Frauen und die Ablehnung des Konzepts sexueller Selbstbestimmung ist ein gemeinsamer Nenner der islamisch geprägten Länder und alles andere als kurz davor unterzugehen. Dieses Problem zu thematisieren ist keineswegs so absurd wie die Idee das deutsche Patriarchat zu bekämpfen.

    P.S.: Crystal Meth schreibt sich ohne h… Sie denken vielleicht an Chrysanthemen ;)

    • Ich bin mal neugierig, bis wann durchsickert, dass da gerade ein neues,
      viel strengeres Patriarchat eingewandert kommt – und sich viel viel Raum hier nimmt – über Gebühr und über einen „Flüchtlingsstatus“ hinaus.
      Gemeinschaft bedeutet der eigenen Clan, für den grenzenlos zu sorgen ist und der nimmt, was ihm hier recht großzügig angeboten wird.
      Und das, was nicht angeboten wird, das nehmen sich dann manche auch.

      Hilflosigkeit – bei uns, die wir das nicht so kennen, aber auch bei Ämtern und Verwaltungen, bei der Polizei und den Gerichten.
      Wenn da nicht bald ein umdenken einsetzt gehen wir mit unserer demokratisch freiheitlichen Ordnung drauf.

    • Wir hatten letzthin so einen Fal einer weiblichen Sharia Polizei. Gender Equality halt – in der Bigotterie sind alle gleich.

  43. Potjomkinsche EUnheit
    … naja, man könnte viel über Religion sagen, aber -zumindest im Idealfall- macht sie, daß es im Zweifelsfall gerade NICHT „bröckelt“.

    Madame hat sich jedenfalls mittelfristig die Macht gesichert, die türkischen Freunde ihre Handlungsfreiheit. Die staatlich mehr oder weniger direkt alimentierten Wetterfrösche, die Kaulquappenzähler und fremd- bzw. facebookgesteuerten Fähnchenschwenker sind vorerst befriedet, die Werte steigen, die Propaganda wirkt. Die Griechen machen weiter wie bisher und TTIP kann -das wünschen sich manche- nun endlich kommen – http://www.faz.net/-gq5-80qo1 – Aus dem letzten Jahr vom 08.03.2015 – Migrantische Druckmittel.

    Schwierige Fragen werden ausgeklammert und/oder ausgesessen, und wahlweise läßt man das gerne auch mal andere aussitzen, wohin sollen die eigenen Subjekte denn auch fliehen ? Aber Blüm und „Fuck the EU“ ??? – http://www.ekathimerini.com/206856/article/ekathimerini/news/us-official-visits-crowded-greek-refugee-camp – Wie ernst das zu nehmen ist, zeigt die Tatsache, daß -vom Freitag aus betrachtet- der „Stichtag“ in der Zukunft lag, und derzeit die Inseln „frei gemacht“ werden, hier aber bezeichnenderweise in Richtung Athen. Selbstverständlich reichen auch die 600 „Experten“ nicht, und man benötige 3600, mindestens, und ohne Zäune könnte das Ganze ebenfalls schwierig werden.

    Im Gegensatz zur Absicht den „Anreiz“ zu senken, hat die Türkei nun eher den Anreiz, ganz nach Gutdünken, weitere 72K auf die vorgelagerten griechischen Inseln zu schicken, weil man so ja weitere 72K direkt in Richtung Europa los wird, und man kassiert nebenbei Visafreihheit. Im Herbst waren es teilweise übrigens 200K pro Woche, das Glück könnte also ein eher kurzes werden. Man könnte es dafür aber jetzt endlich mal am Tegernsee krachen lassen -wie in Syrien- https://www.almasdarnews.com/article/rebel-forces-meet-ankara-form-one-military-command/

  44. *bitte mal den kofferraum aufmachen*
    „Ich bin nur Kriegsberichterstatter, kein Sanitäter, mein Verbandskasten im Roadster ist abgelaufen, und der geliebte Pizzakarton kommt einen sicher nicht im Krankenhaus besuchen.“

    Kaufen Sie schnell einen Neuen. Nicht dass die Gedankenpolizei Ihren Roadster beim nächsten Ausflug zufällig herauswinkt.
    Sie scheinen ja bereits irgendwo vermerkt zu sein, wenn man sich die tweets der Aktivistxen so anschaut.

    Danke für den tollen Text, der passt super in das sonntägliche Loch zwischen Braten und Kaffee mit Kuchen.

    • Ach, welche? Gibt es da Links?

    • tablet+wurstfinger=stress
      ich habe da an die -x- fraktionen auf tw…in den sozialen medien gedacht.
      wissen schon, die *fonsi der sprach- und hassnazi*-iwas-mit-medien-menschen mit parteianbindung. von lady helmchen über seemann und co bis zu diesem glatzenmann aus berlin. (name grad nicht da, iwas mit -ius)
      da sind halt die prekären vor- und wiederkäudenker der *militanten* flügel bis in hardcoreantifakreise dabei.
      und bei 15tausend brennenden pkw in 2014 wäre es auch und gerade um ihren roadster schade!

      die links spare ich mir, denn
      1. habensie doch immer besten links! (auf die ichmich übrigens jedesmal am meisten freue, wenn ich hier einen neuen blogpost öffne)
      und 2. kennen sie die vermutlich eh schon alle…oder haben ähnliches in den letzten jahren viel zu oft gelesen.

      einen lieben sonntagsgruß aus westfalen, denn ich darf jetzt bienenstich geniessen (:

  45. Titel eingeben
    @Don Alphonso sagt:
    20. März 2016 um 12:50 Uhr.
    1. Ich habe von Empathie, nicht von Symphatie gesprochen. 2. Ihren Link habe ich aufgerufen und gelesen, Ihr Artikel ist so belanglos wie die Waschmittelwerbung, dient höchstens der Verteidigung ihrer Art von Begegnung mit den beschriebenen Menschen, die sich in der Lustlosigkeit erschöpft, über das eben Gesehene und Erlebte nach zu denken. Es gibt auch Leute, die ins Museum gehen, dort zwei Stunden verweilen und nichts gesehen haben.
    3. Darf ich Ihnen auch etwas empfehlen, etwas, das ich für eine sehr lesenswerten Beitrag halte: http://www.zeit.de/freitext/2016/03/19/rechtsradikalismus-riss-schley/
    4. Sehen Sie sich mal die Antworten an, die ich auf meinen Post in diesem Forum bekommen habe: geschrieben von solchen Freaks, welche gerade zu Massen aus ihren Löchern kriechen, Rechtschreibfehler inklusive.

    • Ein syrischer Begleiter hat mir einen guten Spruch beigebracht:

      If you want camel,you have to life with humps.

      Ich respektiere andere Meinungen, lebe aber auch ganz gut mit meiner.

    • dritter punkt
      toller beitrag. deutlich naeher an der baden-wuerttembergischen art, als dieser hier (obwohl auch von einem bayern verfasst).

      ich schaeme mich fuer deutschland, seit pegida und konsorten die buehne betreten haben.

      und an die bayerische stammtisch-fraktion, die sich so gerne ueber gender-aktivisten lustig macht: bierbaeuche und schnauzer sind in BW auch nicht angesagt!


    • Dem Link bin ich gefolgt, habe den empfohlenen Text gelesen. Auch wenn ich seine Beweggründe kenne, er hat stolpern und frieren gemacht.

      Über die Menschen bin ich gestolpert, denen der Autor Shrimpsreste in den Mund legt und Plattitüden und die er einst Freunde genannt haben will und die doch nur verkappte Nazis sind. Über die, bei denen Umerziehung nichts fruchtet. Über die, die keine Menschen mehr sind. Und die, denen man Gewalt antun kann. Einfach so, ohne sie nach dem Namen zu fragen.

      Warum sollte man auch jeden kennen? – Aus dem Text selbst: Da tauchen Pegida und die antiisraelischen Berlindemos im Zusammenhang auf. Das kann man aus verschiedenen Gründen unlauter nennen. Gar demagogisch. Ich mache es kleiner: Pegida war von Beginn an eine zwielichtige Bewegung. Das heißt aber auch unscharf. Ich kenne einfach Leute, die exakt wegen dieser arabischen „Juden ins Gas“-Rufe später in Dresden aufliefen, eben weil sie Antisemitismus hass(t)en, sich höllisch vor seinem Import fürcht(et)en, und glaub(t)en, anders kein Gehör mehr zu finden, egal wer die Organisatoren waren. Sie haben ihre Feinde, aber das ist gewiss nicht der undefinierte „Fremde“.
      Den beschissenen Arschlöchern ansatzlos mit voller Wucht ins Gesicht schlagen? Ein Grauen.

      Nicht mal vorschnell verurteilen kann ich da… Liegt auch an einem missverstandenen Hamlet: Thus conscience does make cowards of us all.

      Nein, danke für den Link. Diese Sprache kenne ich, leider. Ich halte mich lieber bei den Texten hier auf. Die Welt sieht offener aus. Das Denken ist nicht eingefroren. Watschen sind Watschen und kommen von Herzen.

      (Eine Bitte: Eine Diktion, die Menschen wie Ungeziefer aus Löchern kriechen lässt, gehört zu dem, was man bekämpft. Gehört zu den Ratten- und Kakerlakenvergleichen – man sollte wenigstens die Propagandakampagne kennen, die damit Zyklon B zur Tötung empfahl.)

  46. Ein Labsal
    Danke Don, mir als 2fache Mutter und fast 6fache Großmutter haben Sie aus der Seele gesprochen. Ich glaube, dass ich dank meiner Enkel und deren Freunden durchaus noch am „Puls der Zeit“ bin. Aber vieles von dem, was jetzt so abläuft, lässt mich erschauern.
    Da gibt mir ein so geerdeter Beitrag, wie der von Ihnen, doch ein wenig Hoffnung, dass die Vernunft und der gesunde Menschenverstand sich durchsetzen wird. Oder etwa nicht?

    • Wenn Sie wüssten, was für ein Unschwiegersohn ich wirklich bin…

      Der Beitrag basiertt einfach auf ein paar Gesprächen, die ganz spannend waren.

    • "weil die Welt so schlecht, voller Frauen und gut aussehender Syrer"
      ehrlich,- was ist denn das?

      Meine Beste, wenn Sie einen „gutausshenden Syrer“ für eine Partnerschaft suchen, warum missbrauchen Sie dann Deutschland und Europa als Dating-Agentur?!

      Ich habe eine Argentinierin geheiratet (oder sie mich- wie mans sieht) und wir haben dafür nicht mal jemanden der deutschen Botschaft als Kuppler gebraucht! Und Sie brauchen ganz Europa?! Machen Sie doch Ihre privaten Sachen auf eigene Kosten!

    • gutaussehende Syrer
      Das gehört einen Artikel tiefer als Replik auf Frau Dewes!

  47. a Riesengaudi..
    ..am Stammtisch werd des, wenns daherkemma, de Dschenda-Antifa- Henna, di dammischen. Da hock I mi a ins Wirtshaus eini und mach an Dolmetscha für di Weiba, wenn erna zu die Mannsbuida dazuhocka. In Bayern brauchns mit eram Dschenda Schmarrn ned ofanga. Di schick ma hoam, si kenna wieda kemma, wenns mit eram Flughafa in Berlin fertig san.

    • Die kämen schon bei der Frage der Tätigkei etwas ins Schwimmen. Wahrscheinlch geht es eher um das Züchtigen von Abweichlern von der reinen Lehre.

    • Keine Angst!
      Jede Frau deren IQ höher ist, als der eines Maßkruges (auch analog zum jeweiligen Trinker) wird sich bestimmt nicht zu Ihnen ins Wirtshaus setzen, da werden sie nichts dolmetschen müssen. Nein, Sie können ruhig mit Ihrer Art von Konversation weitermachen und abends im Bett – wie immer- einsam in Ihr Kopfkissen heulen, weil die Welt so schlecht, voller Frauen und gut aussehender Syrer ist, deren Durchblutung vom Kopf bis zu den Füßen völlig intakt ist!

    • Na, Sie ahnen nicht, welche feministischen Netzberühntheiten mit mir shon im abgebildeten Biergarten sassen. Das färbt voll ab. Nach vier Wochen klingen sie bayerisch und dann werden sie assimiliert.

    • Überintakt...
      …wie man aus den durchsickernden Berichten aus den Schwimmbädern erfährt.
      Und zudem sich mitnichten als Gäste aufführend, die aus Ihrer Sicht, hübschen Jungs.

  48. Titel eingeben
    „Ich bin nur Kriegsberichterstatter, kein Sanitäter, mein Verbandskasten im Roadster ist abgelaufen, und der geliebte Pizzakarton kommt einen sicher nicht im Krankenhaus besuchen.“

    In „Erziehung vor Verdun“ tröstet es den jungen Bertin, als er die Sanis auf das Schlachtfeld rennen und ihre Arbeit erledigen sieht. Hier trösten Sie in Ihrer Eigenschaft als Kriegsberichterstatter. Sollten Sie sich dabei versehentlich doch mal einen Streifschuß einfangen, was hoffentlich vermieden wird, bräuchten Sie jedenfalls nicht trostlos auf einen Pizzakarton als Krankenbesuch zu setzen. Würde es Sie trösten, käme ich vorbei.

  49. Eulen in die Dörfer tragen
    Nordbayern, ein Dorf mit einigen hundert Einwohnern, katholisch geprägtes Umfeld. Ein Familienvater und Handwerksmeister mit eigener Firma erlebt sein schwules Comin-Out. Er lässt sich scheiden und lebt jetzt offen mit seinem homosexuellen Freund zusammen. Und ….? Nichts und. Die Geschichte ist nämlich hier zuende.
    Es passiert nämlich nichts, nichts ändert sich. Freunde bleiben Freunde, Nachbarn bleiben Nachbarn, Kunden bleiben Kunden, Verwandschaft bleibt Verwandtschaft.
    Und Gerüchte? Ja, es gibt ein Gerücht: Die beiden sollen sehr gute Gastgeber sein, der schwule Freund ein exzellenter Koch.

    Wozu also sollte eine Erziehung zur Toleranz in der Schule gut sein? Die Toleranz ist doch schon längst in den Dörfern angekommen und sie wächst auch ohne amtliche Belehrung ständig weiter.
    Man könnte nur ketzerisch fragen, ob es möglicherweise dort noch große Toleranzdefizite gibt, wo diese Erziehungsprogramme ausgeheckt werden.

    • ...
      Die Toleranz in sexueller Hiinsicht war auf den Dörfern schon immer ausgeprägt.
      Nur nicht beim beim Dirri Darri.

    • Nichts Neues...
      Wenn ich mich an die Gespräche der längst verstorbenen Großeltern über Nachbarn und Bekannte erinnere, wo Geschichten aus der Vergangenheit erzählt wurden, dann war das genau das Gleiche. Der X war schwul, die Y mochte lieber Frauen, das war auch in der dörflichen Kleinstadt vor Jahrzehnten nichts, was jemanden groß aufgeregt hat. Man kannte die kleinen und großen Macken der Leute und lebte damit, sogar noch unspektakulärer als heute vielleicht. Ob das Zusammenleben klappte oder nicht, entschieden auch da letztendlich nur die Charaktere.

      Darum war mir auch diese ganze Aufklärungs- und Toleranzkampagne der letzten Jahrzehnte so fremd. Viele Wichtigtuer, die sich da produziert haben…

    • Es lebt sich nicht schlecht am Land
      Auch ich kann diese Beobachtung bestätigen. Ob schwul, lesbisch oder hetero, das interessiert nicht weiter. Auch nicht in kleineren Städten oder Dörfern in Tirol. Worauf es ankommt ist, wie man sich verhält. Hier gilt einfach die Devise: leben und leben lassen, ohne zu bevormunden und „mitanand im Biergarten oder Kaffee sitzen und an Ratscha habn“. Dies haben selbst dies meisten Pfarrer schon kapiert. Nur bei den Imamen, da „haperts“ gewaltig …

  50. Titel eingeben
    Und der Name des Gewässers?

  51. @ djangohatnemonatskarte sagt: 20. März 2016 um 11:38 Uhr
    Aha, noch ein paar Fragen: Spukt die Spucktüte Ihnen im Kopf herum oder hat der Spuk in die Suppe gespuckt? Haben Sie von ihrem letzten Flug einen tütenartigen Spuk mitgebracht? Hat der Spuk eine Farbe? Braun?

    • SAMMLER VOM SPUCKTÜTEN
      es soll auf der welt zwei sammler vom spucktüten aus flugzeugen geben, die sich wohl im sammlerfleiss immer wieder überbieten, es zählen nur unikate !!!
      haben sie dazu noch beiträge ?

  52. @ Gast sagt: 20. März 2016 um 13:01 Uhren
    Schön, dass Sie viele tolle Frauen kennen, die Frage bleibt noch offen, ob diese auch mit Ihnen bekannt sein wollen. Bei Ihrer Großmutter jedenfalls müssen Sie nach dem nächsten Essen bestimmt ohne Nachtisch ins Bett, wenn Sie sich weiter so benehmen.

  53. Verstehe ich nicht
    daß es nur einen Jurnalisten geben soll der das in Ihrer Qualität macht.
    Normalerweise, wenn ich wissen will was in DE los ist, lese ich NZZ;
    die können, tut mir Leid das zu sagen, im Gegensatz zu FAZ auch noch korrektes Deutsch, jedenfalls besser als ich.
    Also, wenn’s nicht beim DON besser kommt, NZZ, oder was immer beliebt.
    Und diesmal: meine Verehrung DON, keiner bringt es besser auf den Punkt als Sie!

  54. Stammtisch ?
    ich denke mal, die Initiatoren der Stammtischinitiative haben nicht wirklich Stammtische im Visier, sondern das Netz.
    Internetforen und Kommentarseiten mit Gefälligkeitskommentaren zu fluten wäre dagegen nur folgerichtig, geht es doch um die gute Sache. Es wäre ja auch nicht das erste mal, die Deutsche Bahn z.B. hatte da schon eigene Initiativen um ihre Privatisierung zu verkaufen.
    Dass ein Stammtisch dagegen tatsächlich ein Ort des nichtanonymen Meinungsaustauschs ist bei welchem man sich seine Gesprächspartner nicht aussuchen kann, macht ihn wertvoll und obendrein immun gegen die Propagandakompanie.

    • Da freue ich mich schon, wenn sie hierher kommen.

    • @DA
      Mir scheint, sie sind schon eingefallen- zumindest könnte man unter die Kommentare von 3-4 Dewes et al jedesmal eine Schale zum Auffang des vers🖖ütteten Moralin stellen.

      Mich erinnert dieser Typus an Säureattentäter auf Frauen, die die verlangte Gegenliebe nicht leisten wollen.

    • Hier kann jeder mitreden, das ist offen und soll auch so bleiben.

  55. Perfekte Analyse
    Super Analyse! Ich bin BW-ler und habe AFD gewählt. Zuvor habe ich den Atomausstieg gewählt und Gendergedöhns war das kleinere Übel. Aber so hat jede Partei und jedes Programm irgendwann seine Bereichtigung (gehabt).

  56. Tanz den Mussolini ...
    Grundsätzlich war es seinerzeit ein Segen, dass die Kolonien verlustig gingen. Einmal im Jahrzehnt kam König Taufaʻahau Tupou IV. vielleicht noch zu Besuch, aber das war’s dann auch.

    Da freute man sich noch über „Auslandskontakte“.

    Inzwischen wird geschäftig daran gewirkt, die wirtschaftlichen und sozialen Erfolge Deutschlands mit der ganzen Welt zu teilen.

    Im Zeitalter der Globalisierung sollte dies eigentlich eine Selbstverständlichkeit darstellen.

    Die späte Rache des Kolonialismus.

  57. Salbe auf die Wunden
    Ich habe mich wiedererkannt.
    Genau über solch eine Analyse und der Arbeit an den Problemen ist wieder ein miteinander möglich.
    Sonst sehe ich eine auf lange Zeit gespaltene Gesellschaft, innerhalb der bereits hiesigen.

  58. Titel eingeben
    Gut!

  59. Ich lese es immer wieder, und frage mich warum: "Man muß die AfD nicht mögen, aber..."
    Seit der Wahl am 13. März ist vieles anders geworden. Nein, nicht alles, ich muß immer noch um 7:53 den Zug zur Arbeit bekommen und abends geht die Sonne unter. Aber in den Gazetten hat sich etwas geändert. Plötzlich beginnt ein Artikel über die AfD (und es gibt sehr viele mehr) etwa so: „Die AfD ist als Partei eine neue Realität in Deutschland. In Sachsen-Anhalt hatte sie die Wähler mit dem niedrigsten Durchschnittsalter.“ Zum Beispiel. Ohne „leider“ oder Hinweis auf Fraukes Schießbefehl. Am 9. März wurde das noch so geschrieben: „Die rechtspopulistische AfD mit ihrem zwielichtigen Lautsprecher Höcke und seinen kruden, wenn nicht rassistischen Thesen zur Vermehrung und Petry, die auf Flüchtlinge schießen lassen will, wird sich in den Parlamenten schnell zerlegen, sollte sie den Weg überhaupt dahin schaffen.“
    Was ist passiert? Haben wir einen neuen Mainstream? Schlägt das berühmte Pendel nach rechts?
    Ich denke, eher nicht. Es wird wohl ein bißchen nachgedacht. Aber so wie man nun die AfD immer mehr einfach nur AfD und nicht „die rechtspopulistische AfD“ nennt (wie man die Grünen ja auch nicht die „pädophilen, drogenaffinen Grünen“ nennt) so bleibt immer noch der Reflex, sich am Ende wieder im übertragenen Sinne die Hände literarisch waschen zu müssen.
    In Don Alphonsos Text heißt das dann: „AfD bigott und reaktionär, aber…“ oder wie es im Neusprech heißt „man muß die AfD nicht mögen, aber…“

    Ich denke, auch hier wird es Lernprozesse geben. Ich, übrigens, mag die Parteien des Merkel-Universums nicht. Kein Aber. Sie sind es, die regieren, überall und oft noch für Jahre. Sie sind es, die das Land so gemacht haben wie es ist.
    Das Problem, das wir alle haben ist doch: Entweder ist es so wie die es machen. Zu Linksliberal, zu Multikulti, zur offenen Gesellschaft und Grenzenlosigkeit gehören eben auch Einwanderer statt Kinder, Gender statt Familie und Schlaglöcher statt neue Schulbücher und ausreichende Lehrer.
    Das Gegenmodell dazu ist die AfD. Wer das nicht will, muß ein anderes finden. Problematischerweise landet man dann am Ende doch wieder entweder bei Merkel oder bei Petry. Dazwischen ist nur Niemandsland, wo die Granaten beider Seiten einschlagen. Noch nie ein Ort, an dem man sein wollte.
    Oder man hält sich raus, komplett. Ich glaube, Don Alphonso hat seine Wahl getroffen.

    • Ich schreibe heute nicht anders als früher. Und trotz meiner massiven Kritik und enormen Bauchshmerzen würde ich am ehesten die Linke wählen-

    • @ Thorsten Zabel
      Selbst S.Wagenknecht ruft jetzt zur Besinnung auf, man dürfe die AfD nicht in die Rassismus-Ecke drängen!
      Aber eine große Besinnung der einzigen guten Demokraten sehe ich nicht – im Gegenteil: Gründung einer Einheitsfront wie hier( Tom Weber 20. März 2016 um 19:08 Uhr) bspw. beschrieben.

      @Don: Sie werden lachen, aber bis vor 2 Jahren empfand ich für die Linke auch echte Sympathie. Doch man muss feststellen, dass sie beim Thema euro genauso versagen wie jetzt in der sogen.Flüchtlingsfrage. Insgesaamt fühlt man sich einem Obrigkeitsstaat verflichtet wie bspw Kahane und erwartet vom Bürger „richtige Weltanschauung und wahren Glauben“. Wenn ich das alles mit unseren wahren Problemen in Realitätskontakt bringe, macht es in meinem kleinen Chemielabor nur „Puff“. Kurz, sie sind legitim (haben ja Wähler), aber für mich unwählbar!

  60. Wer zahlt's?
    Danke für den Artikel. Eine kleine Ergänzung zu dem Geschriebenen – aus der Perspektive des Baden-Württembergischen Familienvaters, der knapp 40 ist und dessen Probleme Sie so schön beschrieben haben:

    Was mich regelmäßig ärgert, ist, dass die Gender-, Feministmus, Trans-XY-Leute, die den ganzen Tag nichts anderes machen, als gegen unseren Lebensstil zu hetzen und auch noch unsere Kinder indoktrinieren wollen, überhaupt kein Problem damit haben, dies von dem Geld zu tun, das meine Frau und ich erwirtschaften. Monat für Monat zahlen wir das Gehalt eines Mitarbeiters in einem staatlich geförderten Projekt, eines Redakteurs im öffentlich-rechtlichen Fernsehen usw. Und wir haben keine Chance, uns dagegen zu wehren. Es soll jeder die Meinung verteten, die er will. Aber erstens nicht in Form der Indoktrination meiner Kinder und zweitens nicht von meinem Geld.

    • Die Sache mit den Zwangsgebühren ist ja auch sowas, das die Af attraktiv macht. Allerdings beruhigt mich immer der Gedanke, was für ein mieses Leben solche Leute haben.

  61. Die einen hassen den weißen, die anderen den dunklen Mann
    …aber das ist natürlich grundfalsch, weil man nicht verallgemeinern darf…

    Ein schönes Eigentor hat sich da der Autor geschossen, denn er hat genauso platt verallgemeinert.

    Ich bezweifle, dass bei den meisten der angesprochenen Leute etwas wie Hass eine Rolle spielt. Der Begriff „Hass“ ist vor allem eine mehr als bequeme Ausrede, um sich nicht mit den Argumenten auseinandersetzen zu müssen.

    Beispiel: Ich hätte, so ich hätte wählen dürfen, die AfD gewählt. Nicht weil ich dunkle Männer hasse, sondern weil ich für mehr direkte Demokratie, gegen Gender-Ideologie, gegen Anarchie an den Grenzen und gegen eine Form von Einwanderung bin, die nach dem Recht des Stärkeren ohne jegliche Strategie und Obergrenze organisiert ist. Weil die derzeitige Umsetzung des Asylrechts die asozialste Form ist, die man hätte finden können.

    Bei den Netzfeministinnen sehe ich ebenso weniger Hass, denn puren Egoismus. Für mich sind die meisten Leute, die noch nicht kapiert haben, dass nicht alle springen wie Mama und Papa, wenn Prinzessin etwas haben will. Und dann gibt es die, die gern akademisch sein wollen, wo es aber an Substanz fehlt und man sich daher mit Pseudowissenschaft auf Steuerzahlerkosten aushalten lässt.

  62. BW fehlinterpretiert
    Also erstens komme ich aus BaWue und die AfD wird auf dem Land (!) gewaehlt, aus Angst vor dem Zuzug von Muslimen. Das ist der Hauptpunkt. Jede Stadt ueber 50.000 ist Gruen.

    Gendermainstreaming wird stets mit Gleichberechtigung in einen Topf geworfen. Diese „ich bin im Dorf und ich bleib im Dorf“-Mentalitaet birgt auch Risiken (kleiner Gen-Pool). Versteckte Schwule und Wohnzimmertransen pflanzen sich auf dem Land hetero-gerecht fort, nur um das Image zu wahren. Ist das ein moderner evolutions-optimierter Umgang mit dem Thema? Ich sage: Nein!

    Sollte Religion in der Politik eine Rolle spielen? Ich sage: Nein!

    Manchmal muss man den Bauern eben zu seinem Glueck zwingen. Das muss nicht in der Schule beginnen, sondern z.B. mit der Homo-Ehe, Lohngleichheit, etc.. Dann ist auch die unglueckliche alleinerziehende Mutter vielleicht finanziell in der Lage sich von Ihrem KfZ-Mechaniker oder Bauarbeiter zu trennen, wenn sie es wuenscht.

    Haben Sie auch schon bedacht, dass es eine hohe Wahlbeteiligung gab und viele ehemalige Nicht-bzw. Protest-Waehler diesmal die AfD gewaehlt haben?

    • Ganz ehrlich: Vor der 9. Klasse hätte mich das Thema krass überfordert, Das ist keine Forerung nach Verzicht, sondern nach besseren Verfahren. Dass Toleranz wichti ist, weiss ich selbst. Aber Öffentlichkeit und Itimität vertragen sich nicht.

    • Mannheim und Pforzheim
      sind keine baden-württembergischen Städte? Den Leuten dort schwant, wer die Zeche wird bezahlen dürfen. Das wird nicht der Oberstudienrat mit Biokisten-Abonnement im Vauban-Quartier sein.

      B-W hat eine relativ solide grüne Stammwählerschaft und mehrheitlich finanziell einigermaßen gesunde Gemeinden, die es sich leisten können, den ein oder anderen maroden Gasthof willkommenskulturell aufzupeppen und dabei noch ein bißl Wirtschaftsförderung zu treiben.

      Das macht die Situation natürlich erträglicher als in Berlin oder NRW.

      Wenn jetzt aber langfristig die Mühen der Ebene sich bemerkbar machen, die Galionsfigur Kretschmann abdankt und kein rechtzeitiges Fukushima in Sicht kommt, dann ist der grüne Höhenflug rasch vorüber.

  63. Zukunftsszenarien - es gibt nur 2
    Bei aller Komplexitaet der Entwicklungen gibt es mE nur zwei Zukunftsszenarien:

    1. EU, in welcher Restkonfiguration auch immer, errichtet „Schutzwall“ (physisch, organisatorisch) und ist bereit, diesen auch zu verteidigen. Ergebnis: EU kann noch 20-50 Jahre auf aehnlichem Niveau wie heute weiter existieren…

    2. EU, in welcher Restkonfiguration auch immer, baut keinen „Schutzwall“ (physisch, organisatorisch) und ist nicht bereit, diesen auch zu verteidigen. Ergebnis: Der Zerfall Europas geht beschleunigt weiter, bis wir in 5-10 Jahre anarchische Zustaende haben mit buergerkriegsaehnlichen Verteilungskaempfen…

    Die kommenden 18-24 Monate werden entscheidend sein.

    • Wir sind och schon weiter, als es Orban je war.

    • Interessante Schutzwallthese !
      Interessant, weil sowohl Rom als auch die Han-Dynastie in China (große Mauer) ungefähr im selben Zeitalter letztendlich mit solchen Schutzwallphantasien und ganz konkreten Schutzwallprojekten ihre Ressourcen überdehnt und ihre Macht überschätzt haben und an der Abgrenzung letztendlich zugrunde gingen. Der Strategiewechsel der Flüchtlinge (genau das waren die ‚Barbaren‘) war jeweils viel schneller als der Baufortschritt und die Hebung der Resourcen. In den Jahrhunderten davor konnten beide Weltreiche gar nicht genug kriegen von einwanderungswilligen Barbaren und zukünftigen heissen SklavInnen (! gendermäßig korrekt oder ?!). An Roms Grenzen boten sich ganze germanische Stämme freiwillig und geschlossen als Sklaven an, nur wegen der Aussicht auf wärmere Unterkünfte und eine gesicherte Mahlzeit am Tag. Nicht das wir Menschen de facto versklaven sollten, aber nützlich könnten sie sich ja trotzdem machen.

  64. Dialogfähigkeit von Müllkippenarbeiterinnen und anderen
    Mit Interesse habe ich auch diesen Beitrag gelesen. Und ich muß schon sagen, das es mir an der Stelle, die AfD erschiene dem Zentrum der Gesellschaft als kleineres Übel gegenüber der Einheitspartei doch über den Rücken gruselte. So hatte ich daß noch nicht gesehen.

    Nur eine Sache weckt meinen Wiederspruchsgeist:
    Das Fehlen von Dialogbereitschaft und das nicht zuhören wollen, ist keineswegs auf die Müllkippenarbeiterinnen beschränkt, sondern kann sogar besonders gut an Mainstreamedien wie der Publikation, deren Domain auch dieses Blog ziert, gezeigt werden:

    Während im September 2015 die Grenzen aufgingen, gingen die Schotten der Mainstream-Meinungsbildner zu. Seitdem sind sie nicht wieder auf gegangen…

    Hier also nochmal die aktualisierte Statistik der Anzahl der in der FAZ seit 2010 zugelassenen Lesermeinung per Tag. https://goo.gl/uLJmcB .

    • Die Kommentare waren hier immer offen, und geprügelt wurde ich von allen Seiten. Ich bin weder für Links noch Rechts zu vereinnahmen. Und ich habe nichts gegen Flüchtlinge und Migration, sondern gegen das Procedere und das Vesagen des Staates.

    • Falsch verstanden
      Nicht Ihr Blog, sondern die Kommentarfunktion unter den restlichen Artikeln der FAZ ist gemeint. Entschuldigen Sie, wenn ich mich mißverständlich ausgedrückt haben sollte. Ihre Arbeit wird von mir geschätzt!

    • Interessante Graphik im Link
      Und sie wird auch etwas mit dem Wahlerfolg der AfD zu tun haben.
      Sie belegt beispiehaft ein fundamentales Problem.
      Ob es sich dabei nun um triviale Kommentarbereiche in Medienportalen, politische Opposition oder eben unpässliche aber friedliche Demonstrationen handelt: Widerspruch, also der prinzipiellen Quelle von Gegenargumenten, konstruktiver Kritik und rationaler, argumentativer Auseinandersetzung, wird aktiv entgegengewirkt.
      Dementsprechend sieht nach knapp 7 Monaten das Ergebnis in Medien und Politik aus: einheitliche Einfalt, die einem denkenden Wesen Kopfschmerzen bereitet.
      Aus welcher individuellen oder kollektiven Motivation heraus auch immer dieser unterdrückte Widerspruch resultiert (Opposition gegen Genderpolitik von Jungfamilien ist nur eine von sehr, sehr vielen mehr als nur legitimen Motivationen), nur weil man ihn nicht öffentlich hören oder lesen kann, bedeutet nicht, dass er nicht trotzdem existiert und sich Bahn brechen wird.
      Die AfD ist derzeit das prominenteste Beispiel in welchem sich diese Widersprüche manifestiert haben bzw. wieder zurück in die Öffentlichkeit getreten sind.
      Entsprechend hysterisch fällt die Reaktion in den Kreisen aus, die sich von ihrem gemütlichen Aufenthalt in Helldeutschland haben blenden lassen.

      Im Moment sieht auch alles danach aus, als ob man lediglich die ausgehebonenen Gräben zu Dunkeldeutschland vertiefen sowie verbreitern und sich weiterhin der Auseinandersetzung entziehen will.
      Was mir Sorgen bereitet ist, dass diese Strategie objektiv nicht gerade als unerfolgreich betrachtet werden kann und sich der damit verbundene Ärger noch weitere, weniger zivile Bahnen als Zustimmung zu unpässlichen Parteien brechen wird, wenn das so weiter geht.

  65. Aber diejenigen, die das Beste für ihre Kinder wollen, müssen schauen, wo sie bleiben. Speziell im
    Don, ich bin beeindruckt. Trotz Ihrer latenten AfD-Phobie, die ich in den letzten Monaten in ihrer Kolumne verspüren wollte. Umso mehr bin ich beeindruckt darüber, dass Sie sich doch *tatsächlich* mit den inhaltlichen Positionen der AfD zur Familienpolitik beschäftigt haben.
    Damit haben Sie etwas getan, was (es gibt sicher die ein oder andere Ausnahme) die Presse als ganzes seit Sommer 2013 nicht getan hat (tun wollte), mit Ausnahme von wissentlich missverstandenen „Schiessbefehlen“ und ähnlichem. Das ehrt Sie definitiv als einen weltoffenen Demokraten mit *anderer* Meinung der sich mit INHALTEN auseinandersetzt. Bürger sind eben nicht die Presse.

    • Natürlich habe ich mich damit beschäftigt, Dazu bin ich ja da. Die AfD halte ich trotzdem für unwählbar, sie steht für vieles, was ich nicht haben will.

  66. Ich bin auch für's differenzieren, aber ...
    wenn ich den heutigen FAZ Online-Leitartikel bzw. FAS-Artikel zur sonstigen Haltung der AFD les, dann sag ich nur noch: Hoffentlich rettet uns die USArmy diesmal schneller. Auf putinöse, gelenkte, völkische Demokratie mit Israel-, Amerika- und Marktwirtschaftshassern hat zumindest in unserem Dorf im Südwesten keiner Bock, sorry, nichtmal die grün-lackierten Erzkonservativen.

    • Es läge an den anderen Parteien, bessere Angebote zu machen.

    • Völkische Demokratie?
      Was ist eine völkische Demokratie? Meinen Sie etwa direkte Demokratie? Was genau ist schlimm daran?

    • Gemeinschaft über Gesellschaft
      Ich danke der Nachfrage. Ich habe versucht mit einem Oxymoron auszudrücken, was die Feinde der offenen Gesellschaft voranbringen wollen. Natürlich lässt sich ein Begriff wie ‚völkisch‘ nicht in einen normalen politischen Diskurs einbringen. Es ist eine Zuspitzung dessen, was auf Seiten der neuen Rechten pahantasiert und fabuliert wird. Die Überbetonung der ethnisch (früher völkisch) definierten Gemeinschaft gegenüber der rechtlich geordneten Gesellschaft.

    • el hel Wenn Sie die FAZ zur AfD 1:1 lesen und akzeptieren, dann
      ist das ungefähr so als würden Sie Hitler zum Kommunismus befragen. Die Antwort ist , freundlich formuliert, vorhersagbar.
      Die FAZ hat , indem sie die guten Beiträge von Plickert und Stelzner zum Thema quasi verbannt hat, sich vor 2 1/2 Jahren von dem Versuch einer differenzierten Sicht auf die AfD verabschiedet.
      Wenn jetzt also zum Thema was in der FAZ u. im Spiegel steht, dann würde ich auf den Aufreger hin versuchen rauszukriegen, was wirklich Fakt ist.

    • Danke El Hell....
      Wenn ich sowas lese, bin ich immer ganz glücklich.
      Dann sehr ich mal wieder wie richtig die Entscheidung war nicht in Deutschland zu leben

  67. Sehr schön geschriebener Text - unvollständige Analyse
    Wie schon gesagt, der Text ist großartig, vielen Dank dafür!

    Leider ist die Analyse etwas verwickelter. Denn wir haben hier kein einigermaßen ausgewogenes Gezerbel zwischen Genderisten und Feministen auf der einen und rechts-orientierten Wählern und der von ihnen gewählten Partei auf der anderen.
    Das wäre ja nett zu beobachten, wenn zwei sich streiten … .
    Ist aber nicht so. Aus mir vollkommen unverständlichen Gründen ist die gesamte übrige politische Landschaft auf der Seite der Zündler mit politischer Korrektheit. Und auch die meisten Massenmedien katalysieren was immer von diesen in die Arena geworfen wird; meistens ohne jedes Hinterfragen.
    Und damit kann ich mich nicht eines ‚Zickenkrieges‘ freuen, weil der Ausgang mich direkt betrifft: die gesammelte bundesdeutsche Politik hat eine Seite bezogen, und immer dieselbe.
    Zufällig leider nicht diejenige mit der ich sympathisiere. Nein, ich sympathisiere *nicht* grundsätzlich mit der AfD. Aber wenn man schon versucht, gegen meine Überzeugungen Politik zu machen, bleibt mir nichts anderes übrig, als mich auf deren Seite zu schlagen.

    Außerdem treten Sie in die Fußstapfen des von mir so ‚verehrten‘ Peter Altmaier. Da gab es eine dieser unendlichen Menge beinahe allabendlicher Diskussionsrunden, die vergeblich versuchen die aussterbende Spezies ‚Stammtisch‘ medial neu zu implementieren. Und an diesem Stammtisch sprach Altmaier irgendetwas Gequältes von den ‚Ängsten der Menschen da draussen‘, und dass man die verstehen müsse, und ihnen diese nehmen … . Worauf Christoph Schwennicke nur lapidar meinte, die hätten vielleicht gar keine Angst, sondern nur eine andere Meinung.
    Und das fehlt mir etwas in Ihrer Analyse: Da mag es wirklich auch AfD-Sympathisanten geben, die mit der vorherrschenden Einheitspolitik einfach nicht einverstanden sind? Und keine junge Familie, nicht prekär, und schon ein Haus haben, oder gar zwei, gut verdienen, ’ne halbe Million auf dem Konto, und *noch immer* finden, dass die Politik der Bundesregierung und ihrer de-facto Deutschland-Koalition falsch ist. Und wahrscheinlich nicht einmal rassistisch denken können.

  68. Die Zukunft beginnt in Baden-Württemberg
    Der AfD Programmentwurf bringt es auf den Punkt: Eigenverantwortung der Familien stärken, also Unfall- und Arbeitslosenversicherung abschaffen. Private Solidarität wird groß, staatliche klein geschrieben. Alleinerziehende sollten sich also schleunigst nach einem Partner umschauen, denn Pflege ist natürlich reine Privatsache. Erbschaftssteuer braucht unter einer AfD Regierung keiner mehr zu befürchten, das ist schön für unsere vielen mittelständischen Unternehmen in BW, schließlich wissen die am besten, wie man mit Geld umgeht. Und sollte mal ein Zwölfjähriger auf die Idee kommen, dank eines lockeren Waffengesetzes, mit Papas Bleispritze eine Windkraftanlage niederzustrecken, dann kann man ihn, dank AfD Programmentwurf, erst mal in Untersuchungshaft stecken, bei einer psychischen Störung auch mal für etwas länger.

    • Wenn das Programm nicht taugt, wird die AfD verschwinden. Eine Mehrheit hat sie eh nicht. So einfach.

  69. Nur mal so angemerkelt
    Wahrscheinlich haben die Linken, Grünen und Roten noch nicht geschnallt, dass sie bzw. ihre Klientel es sind, die die Mittelalterfestspiele der Neuzeit in Europa (Unterkunft, Ernährung, Ausbildung und weitere Eigenheiten) bezahlen werden. Um die Erkenntnis wachsen zu lassen sollte der Länderfinanzausgleich so schnell wie möglich abgeschafft werden. Da sollen ja Klagen vor dem Verfassungsgericht laufen. Islamische Kultur mag im Urlaub gut und schön sein, aber wenn wir nur Bruchteile unserer europäischen Kultur und Geschichte kennen, sind wir schon ganz gut. Eine Unterscheidung zwischen Islam und islamistisch hielte ich für gewagt. Es gibt nur einen Koran, der ist keineswegs Auslegungssache. Rein theoretisch müssten Nazis FÜR und alle anderen GEGEN diese Politik stehen. Das ist es, was mich verblüfft. Jetzt ist die Frage: Wer sind die Nazis? Verwirrend.

    • Doch, wirklich, wenn Sie in meiner Situation sind, dann wissen Sie, dass da enorme Unterschiede sind Es gibt einen Antisemitismus wie die bayerische Preussen.Folklore und einen richtigen Antisemitismus. Von ausse ist das nicht leicht zu unterscheiden.

    • Genau. Es gibt ja auch nur eine Bibel.
      Von daher ist wohl auch eine Unterscheidung von Lutheranern, Katholiken und Konis „Lord Resistance Army“ die einen christlichen Gottesstaat in Uganda errichten will und schon über 100.000 Menschen auf dem Gewissen hat gewagt. Es gibt ihrer Logik zu Folge also wohl auch keinen Unterschied zwichen Konis Schlächtern und meiner katholischen Nachbarin.

  70. Danke!
    Lieber Don, schon oft habe ich Dich gelesen und immer musste ich dazu nicken. Nach all den Ausgrenzungen, der Propaganda, der „toleranten“ Hetze in den „Leitmedien“ muss ich nun auch mal etwas schreiben: Danke!

    Als Vater in einer jungen Familie sind es genau diese wohndurchdachten Worte, die den sprichwörtlichen Nagel auf den Kopf treffen.

  71. Es ist beängstigend zu sehen, wer sich dort einreiht !
    Die Grünen, die Kirchen und die alte Dame SPD ! Sie stehen neben bekannten linksextremen Organisationen.

    Neben der Blockupy Bewegung (auf deren Demos es schon mal 150 verletzte PolizistInnen gab) sieht man dort den Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA). Die VVN-BdA galt lange Jahre als DKP-Vorfeldorganisation und wurde bis zur Wiedervereinigung maßgeblich durch die DDR finanziert. Wegen ihrer Verbindungen zur linksextremistischen Szene beobachtete der Verfassungsschutz die Vereinigung. In der SPD herrschte bis 2010 ein Unvereinbarkeitsbeschluß für die Mitgliedschaft in der VVN-BdA.

    Ebenso dabei die „Interventionistische Linke“. Diese wird vom Verfassungsschutz als „eine Art Scharnierfunktion zwischen militanten Linksextremisten und gemäßigten Linken“ angesehen.

    Es ist einfach unfassbar, wie weit in Deutschland gegangen wird, wenn es um den „Kampf gegen Rechts“ geht. In Deutschland soll jeder, der die Migrationspolitik kritisiert mundtot gemacht und eingeschüchtert werden. Mit allen Mitteln. An einem echten Dialog besteht kein Interesse.

  72. Sehr gut beobachtet
    Ihre Analyse in Bezug auf die Wirkung der politischen Realitäten auf Familien ist absolut richtig und deckt sich mit meinen eigenen Empfindungen als Vater von zwei Mädchen. Sei es das Thema Geld, dass immer fehlte und jetzt plötzlich da ist, sei es die geringe Würdigung der Familie als Säule unserer Gesellschaft (Kinder = Rentenzahler und Fachkräfte in spe), sei es das Thema Ignoranz und Realitätsverweigerung der politischen Eliten. Als Familienvater wünscht man sich für seine Kinder eine gute Ausbildung (kein Genderschwachsinn), gute berufliche Chancen in einer wettbewerbsfähigen weil innovativen Wirtschaft und eine sichere Zukunft in einer stabilen Gesellschaft. Genau das Gegenteil entsteht gerade, maßgeblich durch Rot-Grüne Politik und Frau Merkel: Die Sicherheit nimmt ab (sexuelle Belästigungen, Handy-Diebstal etc.), der gesellschaftliche Zusammenhalt bricht zusammen (wenn viele aus dem Topf nehmen und nur noch wenige einzahlen), die Innovationskraft wird geschwächt, weil die Spitzen-Ingenieure woanders entstehen, während wir Krötentunnel bauen. Wenn man das nicht will, wird man pauschal als Fremdenfeind und Rassist oder Rechtspopulist diffamiert und zur Kasse gebeten, denn diejenigen, die sich die Mühe machen morgens früh aufzustehen, um einer geregelten Arbeit nachzugehen, sind ja diejenigen, die das alles bezahlen müssen.

    • Naja, anstänfig arbeitende Leute haben keine Zeit, Rassismus zu suchen, also machen es andere. Justizminister, Grünenmitarbeiter..

  73. BVerfG und Gender
    „Gender ist keine wissenschaftliche Feststellung, sondern ein synthetisches Menschenbild, das zum Herzstück einer neuen globalen Zivilreligion geworden ist. Gender ist eine Art Retorten-Religion, die in ihrer Struktur und Vorgehensweise extreme Ähnlichkeit und sogar gleiche Ursprünge wie Scientology hat. Deshalb wird man auch keine Belege bekommen, weil es keine Belege gibt. Gender ist kein belegbares Faktum, Gender ist ein Hirngespinst, ein Dogma das nicht zu belegen ist.“ (H.Danisch)

    Sehr empfehlenswert auch: Hat das Grundgesetz ein Geschlecht? Von Susanne Baer, Verfassungsrichterin in Karlsruhe. Dazu als nervenberuhigendes Gegenmittel: http://www.danisch.de/blog/2012/12/30/uber-die-lacherlichkeit-des-bundesverfassungsgerichts/

    Wenn man das liest, kann man anschließend gar nicht schnell genug die nächste Wahlurne erreichen, um AfD zu wählen.

  74. Titel eingeben
    Bin schon sehr gespannt, wie das abläuft, wenn die Kinder der Zuwanderer zuhause aus dem benannten Bildungsplan erzählen (Die Regierung, die unbedingt Geld für sexuelle Toleranz ausgeben wollte. Die einen Bildungsplan entwickelte, der Kinder darüber aufklären sollte, dass es neben der Kernfamilie auch noch viele andere Optionen gibt.).
    Es heißt ja immer wieder es gäbe Schwierigkeiten mit dem Schwimm- und Turnunterricht. Ich kann mir Vorstellen, dass der praktische Teil des Bildungsplans auf wenig Begeisterung in der Neu-Deutschen Kernfamilie stößt.
    Heute las ich, Conchita Wurst (Die singende Damen mit Vollbart) möchte für die Flüchtlinge singen. Das wäre eine Art Vorgeschmack auf Gender-Deutschland für unbedarfte Neuzugänge.

    Privatschulen werden sich, auf der anderen Seite, weiterhin über regen Zulauf freuen. Ich erwähnte hier schon einmal, dass all meine Berliner Freunde, die in Kreuzberg auch nach der Niederkunft wohnen blieben und generell Refugees welcome affin sind, ihre Kinder ausnahmslos auf Privatschulen untergebracht haben.
    Angeblich wegen der alternativen Lernkonzepte, aber das ist nur die halbe Wahrheit.

    • Ich bin ja der Meinung, man sollte Migranten mal eine Woche im Glockebaqchviertel wohnen lassen und ihnen klar machen, dass das hier als richtig und gut gilt und sie massiven Ärger kriegen, wenn sie das anders sehen. Wirklich.

    • Glockenbachviertl
      Lieber Don! Ich hatte im Glockenbachviertel mit Freunden ein Erlebnis der anderen Art mit jungen „Schutzsuchenden“. Seit dem haben sich mehrere Schalter umgelegt ….

    • @ Pfarrer Hirn
      Könnten Sie bitte das Erlebnis im Glockenbachviertel etwas näher umreißen und auch die Schalter präzisieren?

  75. Titel eingeben
    Vielen Dank für diesen sehr guten Artikel!

    Ich kann nur hinzufügen, dass der Genderismus auch langfristigere Schäden hinterlassen hat. Es ist nicht nur dass er per se schwachsinnig ist, er hat darüber hinaus die „da oben“ als weltfremd und wahnhaft diskreditiert (das gleiche gilt übrigens für die sog. „Inklusion“). Vor allem, wenn es um die lieben Kinder geht, versteht man da schnell kein Spaß mehr. Da ist Porzelan kaputtgegangen, dass man so schnell nicht geklebt kriegt.

    • Oh ja, Inlusion und Diversity, das wären auch noch Grossthemen.

    • Dazu gibt es ein berühmtes Filmchen eines klugen Satirikers: Modern Educayshun
      Hallo,

      dazu passt wunderschön dieser Film über die Folgen des Irrsinns: Modern Educayshun

      Veröffentlicht am 09.11.2015

      The follow up to #Equality, Modern Educayshun delves into the potential dangers of a hypersensitive culture bred by social media and political correctness.

      Written and Directed by Neel Kolhatkar

      https://www.youtube.com/watch?v=iKcWu0tsiZM (7 min 20, die sehr lohnen)

  76. Spricht mir aus dem Herzen
    Als Mutter von 2 kleinen Kindern spricht mir dieser Artikel aus dem Herzen.
    Ich bin verheiratet und habe mich unglaublich gern um meine Kinder gekümmert (0-3) dafür bin ich ziemlich schief angesehen („zu späte“ Kitaanmeldung, bin wohl zu anhänglich) und ausgegrenzt worden. Das Betreuunsgeld habe ich voll bekommen und es war super. Ich habe es komplett in Zookarten, Ausflüge, Bücher und Spielzeug gesteckt. Es ist traurig, dass das nun nicht mehr möglich ist, ich hätte es den jetzigen Eltern von Herzen gegönnt.

    Und die Kitapflicht wird von Richard David Precht heute in der Zeit gefordert, damit die Immigration nicht zur Katastrophe wird.

    • Man sollte Holtzbrinck wegen der Propaganda enteignen.

    • Endlich
      mal einer Meinung. Yessir! ‚Kitapflicht‘ ist tatsächlich der letzte Auswurf einer autoritären, zwanghaften Sicht auf die Welt. Getoppt nur noch durch die visuelle und olfaktorische Kontrolle des regelmäßigen Stuhlgangs.

    • Zur Not
      Zur Not wüsste ich alternativ bzw. kumulativ auch etwas das man mit Richard David Precht anstellen könnte … .

    • Klasse!
      Dass die Immigration auch zur Katastrophe werden kann,
      gibt man jetzt zu.
      Das habe ich kommen sehen. Nach den Erfahrungen die, die
      machen die schon länger hier leben , konnte ich mir leicht
      vorstellen, was den Migranten blüht.

    • Wenn der Staat die Erziehung übernehmen will,
      denke ich nur: demführerEINkindschenken…

    • LUFTHOHEIT ÜBER DIE KINDERBETTEN
      sagte O.S., heute bürgermeister in HH……… ein mann der scheinbar immer noch in kategorien der luftschlacht um england denkt oder einfach zuviel bücher von Adolf…………….ich meine Adolf Galland gelesen und verinnerlicht hat.

      aber selten war ein SPD-politiker so ehrlich…………um das geht es:

      indoktrination und zwangserziehung. siehe auch ostälbler Stoch aus BaWü, auch SPD !

      an DON: Holtzbrink nicht gleich enteignen: einfach ignorieren und boykottieren !

    • Precht kann fordern - anscheinend hatte er damit mal einen klaren Gedanken.
      Aber wie das ausgeht und wer all die Plätze und Kindergartentanten oder -Onkels bezahlen soll – darüber schweigt er.
      https://www.wien.gv.at/rk/msg/2016/02/26007.html
      und hier http://diepresse.com/home/bildung/schule/kindergarten/737593/Kinder-und-der-Islam_Bei-uns-wird-nicht-gepredigt
      http://www.krone.at/Oesterreich/Wien_Vernichtendes_Zeugnis_fuer_Islam-Kindergaerten-Experten_warnen-Story-498038
      Aus eigener Erfahrung: 2 Jungs, Gründschüler, werden vom Vater aus der freiwilligen Nachhilfe genommen um sie in der gewonnenen Zeit in einer Koranschule unterrichten zu lassen. Die Deutschkenntnisse lassen heftig zu wünschen übrig – stehen jedoch anscheinend für die Familie nicht im Vordergrund.
      Im Chaos anrichten sind sie groß, die das Wort gerade führen. Wie jetzt auch in GR, wo bald keiner mehr weiß, was hinten und vorne ist.
      Wieso werden all so schöne Pläne nur abgesegnet und vergessen, vorher auch einen genauen Maßnahmenplan über den Ablauf des Ganzen aufzustellen?
      Fragen über Fragen
      Aber anscheinend

    • @Gast
      Dazu noch einen herzerfrischenden Artikel:

      http://www.achgut.com/artikel/the_betreuungsgeld

      Ziehen Sie doch um ins schöne Bayernland, da lebt es sich etwas angenehmer.

  77. Bravo!
    Lieber Don,
    vielen Dank für die klare Bestandsaufnahme!
    Ich selbst – zwar lebend in BY – und in genau der von Ihnen gezeichneten Situation kann ihnen nur voll und ganz zustimmen.
    „Der intakte Kern der Gesellschaft wird in den Augen dieser Betroffenen zur Disposition gestellt,“
    Besser als mit diesem Satz hätte ich es nicht formulieren können, Artl. 6 GG wird wie viele andere Artikel unseres Grundgesetzes durch die sog. politische Elite fortwährend negiert bzw. komplett ad-absurdum geführt.
    Auch, dass die AFD nur „das geringere Übel“ für viele Wähler sei – vollkommen korrekt. Die Standpunkte der AfD mögen in vielen Dingen richtig sein – etabliert ist sie deshalb noch lange nicht – und angesichts des „über das Ziel hinaus Schießens“ mancher Vertreter auch nicht 100 %ig Vertrauenerweckend.
    Gott sei Dank haben wir in Bayern neben „der Alternative“ noch eine Alternative – es sei jedoch festgestellt, dass Seehofer & Konsorten trotz gelegentlichem Gezeter stets brav alles mit abgenickt haben – und bisher mit Ultimaten und Co. zwar wie Tiger gebrüllt haben – aber stets als schnurrende Kätzchen zu Füßen der hl. Angela gelandet sind. Wirklich Glaubhaft ist die CSU als Alternative zur vereinigten Linken also auch nicht mehr…
    Einen Aspekt unserer neuen angehenden „Facharbeiter“ möchte ich noch hinzufügen: Ende der 80er, Anfang der 90er, als ich noch Schüler war, waren an unserer örtlichen Schule auf dem Land mit damals ca. 650 Schülern lediglich 3 Ausländer – ein Türke und zwei Tschechen. Notgedrungen sprach jeder von Ihnen perfekt deutsch – und wenn nicht lernte er es schnell. Einen entsprechenden deutschen Freundeskreis hatte jeder von Ihnen: das war gelebte Integration. Wenn ich mir die Situation heute ansehe, dann stelle ich fest: die Grüppchenbildung als Vorstufe der Ghettoisierung hat bereits längst stattgefunden. In so gut wie jeder Situation in der man unsere Neubürger sieht, egal ob vor der Schule, im Bad, beim Einkaufen, auf der Straße, sind es schöne Grüppchen – unter Ausschluss deutscher Beteiligung – die sich in ihrer jeweiligen Landessprache unterhalten und auch gelegentlich auffällig werden. Integration in die hiesige Gesellschaft findet so jedenfalls nicht statt – und kann angesichts der schieren Masse auch nicht gelingen.
    Gelinde gesagt hätte man als vernünftiger lösungsorientierter Mensch vor der großen Massenzuwanderung der letzten 1 1/2 Jahre bereits einen Zuzugsstopp aus div. Regionen/Ländern verhängen müssen. Zu groß sind die Integrationsdefizite der bisher Eingewanderten, zu groß die bereits in den vorangegangenen 25 Jahren importierten gesellschaftlichen Probleme, als dass sie innerhalb einer Generation gelöst werden könnten. Aber zu allem Überfluss setzte man auf die bereits bestehenden Probleme noch eine „Willkommenskultur“ als absolute Bestätigung der eigenen Unfähigkeit Probleme zu erkennen oder zu verleugnen oben drauf – und schwafelte etwas von Integration…
    Ein Narr ist, wer stets das selbe tut und andere Ergebnisse erwartet…

    • Integration
      Es ist nicht die große Anzahl allein, sondern die heutigen Flüchtlingen unterscheiden sich ideologisch stark von den älteren Generationen und deren Kindern, die vor 20-25 Jahren eingewandert sind.
      Selbst in den moderaten nordafrikanischen Ländern besuchen Kinder schon seit den 90er Jahren eine Koranschule, die sich dort inzwischen exponenziell vermehrt haben, in welchen Dschihadismus gelehrt wird. Diese religiöse Ideologie geht mit der Verachtung der Ungläubigen einher bzw. mit dem Glauben, dass die Muslime ihnen überlegen seien.

      Man kann noch vom Glück reden, dass Assad eher säkular war und in Syrien den islamischen Fanatismus gekämpft hat, sodass sich die Radikalisierung eher bei den Regime-Gegnern vonstatten ging, nicht aber in der Mehrheit der Bevölkerung,die ehe moderat eingestellt sind.

  78. Titel eingeben
    Wichtiger wird mir langsam die Frage: Wer ist eigentlich der Kronprinz der CDU?

  79. "Was hat Dich bloß so ruiniert...?" Die Fassade bröckelt...
    Don Alphonso. Sie und Ihre Kumpane hier tun mir leid…

    • Gegenfrage: Glauben Sie, dass es sinnvoll und möglich ist, 20 Prozent der jüngeren Leute auszugrenzen, die nun mal effektiv AfD wählen? Mich würde so eine Meinung – und ihre Begründung – wirklich interessieren.

  80. kurz gefasst:
    Text eingeben

  81. "Der schöne, jugendfrohe Anfang der Tyrannei"
    “Die Demokratie zerfällt, wenn sich Väter daran gewöhnen, ihre Kinder einfach machen und laufen zu lassen, wie sie wollen, und sich geradezu fürchten, vor ihren erwachsenen Kindern ein Wort zu reden. Das gleiche gilt, wenn Söhne schon sein wollen wie die Väter – also ihre Eltern weder scheuen, noch sich um ihre Worte kümmern, sich nichts mehr sagen lassen wollen, um ja recht erwachsen und selbständig zu erscheinen.
    Auch die Lehrer zittern bei solchen Verhältnissen vor ihren Schülern und schmeicheln ihnen lieber, statt sie sicher und mit starker Hand auf einen geraden Weg zu führen, so daß die Schüler sich schließlich nichts mehr aus solchen Lehrern machen.
    Sie werden aufsässig und können es schließlich nicht mehr ertragen, wenn man von ihnen nur ein klein wenig Unterordnung verlangt.

    Am Ende verachten sie auch die Gesetze, weil sie niemand und nichts als Herr über sich anerkennen wollen. Das ist der schöne, jugendfrohe Anfang der Tyrannei.” -Platon: Der Staat.

  82. Mit Kindern sorgt man sich mehr um die Zukunft, weil es auch deren ist
    Sehr geehrter Don,

    vielen Dank.

    Als ich nach dem Lesen mit der Familie, mit fast Vierjähriger und fast Achtjähriger saß (die Großen sind in der Welt unterwegs), ging mir durch den Kopf, dass man sich mit den Kindern natürlich andere Gedanken über die Zukunft und Veränderungen macht.

    Wie wird sie aussehen, die Zukunft und das Leben in diesem Land, wenn die Veränderungen so weiter gehen? Welche Welt hinterlassen wir den Kindern?

    Sie werden ja nicht glücklich durch Gender, sondern durch Chancen und auch dadurch ohne Angst herumlaufen zu können. Das sehen Eltern von Töchtern sicher noch mit besonderer Sorge.

    Können diese noch unbegleitet herum laufen. Man hört ja auch, dass in anderen Ländern gerade auch schon sehr junge Mädchen in Gefahr laufen, wenn sie ohne Begleitung von Cousin oder Bruder herumlaufen, weil sie dort schon früh als heiratsfähig gelten.

    Und so sehr sonst auf Gewaltlosigkeit gesetzt wird, so wird im Netz auch gelästert, dass deutsche Kerle nicht mal mehr in der Lage wären, ihre Frauen zu verteidigen (was sie vielleicht so bisher nicht mussten):

    http://www.wiwo.de/politik/deutschland/stephans-spitzen-deutschlands-neues-maenner-problem/12847516-all.html

    http://www.metropolico.org/2016/01/11/hat-man-euch-die-eier-amputiert/

    https://www.vice.com/de/read/eure-mnner-gehren-zu-den-groessten-staerksten-und-edelsten-der-welt-553

    Das ist einer der ärgerlichen Dinge. Bisher hatten wir als Eltern schon mehr als genug Ärger und Stress. Natürlich sind wir nicht begeistert, auch noch weitere Schwierigkeiten zu bekommen.

    Ganz wie Sie es beschrieben.

    Zudem haben Eltern den Anspruch die Umgebung ihrer Kinder mitzugestalten. Wie geht es in der Umgebung zu, in den Kitas, in den Schulen usw. Ist das gut, ist das sicher? Muss man was unternehmen?

    Und nun kommen welche und verändern das Land überall, ohne zu fragen. Damit meine ich nicht einmal die, die hereingekommen sind, weil man sie ließ. Sondern die, die so tun, als könne man hier Massen unterbringen.

    „Wir wollen den Flüchtlingen Rettungsschiffe entgegenschicken, nicht die Kriegsmarine“, mahnt ihre Nachfolgerin im Amt, Bundeschefin Simone Peter. Und die Fraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckardt, die auf der griechischen Insel Lesbos ein Flüchtlingsboot in Empfang nahm, sagt: „Unser Land wird sich ändern, und zwar drastisch. Und ich freue mich drauf!“

    Aus: Parteitag der Grünen: …denn sie wissen nicht, was sie wollen

    – es hätte besser heißen sollen, denn sie wissen nicht, was sie tun –

    21.11.2015
    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/gruener-parteitag-delegierte-bekennen-sich-zu-notwendigkeit-von-abschiebungen-a-1063923.html

    Aber ohne die zu fragen, die hier leben. Aber da wird man ja schnell erinnert: Was soll es anders sein, als völkisch, wenn man vom deutschen Volk spricht. Es heißt korrekt Einwohner, die (ggfs. schon länger) hier leben.

    Auch auf dem eine Foto der Kampagne, die Sie erwähnen steht ja auch: Nazis abschieben (und das wird man ja derzeit so fix, wie noch nie).

    Das heißt, sie würden gern (ihnen ungenehme) Leute ausbürgern, wie die Nazis oder die DDR mit Biermann. Und ihr Traum ist es, mit den neuen Bürgern ein neues, besseres, richtiges Deutschland zu bauen. Als ob diese mit diesem Ideal hierher kämen!

    Haben sie den Analyse des Psychoanalytikers Maaz im Cicero gelesen?

    Psychoanalytiker zur Flüchtlingsdebatte:
    Wir haben ein Narzissmusproblem

    (Schon wieder so ein „wir“, aber sonst sehr gut)
    http://www.cicero.de/berliner-republik/stimmungsumschwung-fluechtlingsfrage-mutti-unter-druck/60396

    Vielen, großen Dank für eben diesen Artikel und noch einen schönen Abend!

    Viele freundliche Grüße aus dem Prenzlauer Berg – azur

  83. PS: nur ein Tipp
    Leider vergaß ich das PS eben zuvor:

    Es gibt auch andere, die die Welt eher so betrachten wie Sie. Bernd Zeller, der u. a. lange für Harald Schmidt arbeitete und in allen großen Zeitungen Karrikaturen veröffentlichte, https://de.wikipedia.org/wiki/Bernd_Zeller (sonst einfach per Bildsuche googlen),
    hat so eine interessante „andere“ Sichtweise, ohne die derzeit üblichen Tabus: http://www.zellerzeitung.de/

    Könnte mir vorstellen, dass Sie das eventuell interessiert.

    • Sehr lustig und empfehlenswert
      auch das Buch von Bernd Zeller „Fantoma und der Vampirbuddha“.

      Ich hatte das Vergnügen, einer Lesung dieses Büchleins durch seinen Autor lauschen zu dürfen und habe sehr gelacht dabei.

      Kleiner Tipp: Kretschmann kommt auch darin vor.

  84. Schämen Sie sich, Herr Don! Sie haben die Hose runtergelassen!
    Mein lieber Herr Don, da machen Sie mit Ihrem neuesten Schrieb tatsächlich Stimmung gegen alle queeren Menschen und ihre Unterstützer.
    Das hätte ich nie von Ihnen gedacht. Sehr billig.
    Zunächst hielt ich das Ganze für einen listigen Scherz, um homo- und transphobes Gesindel anzulocken und ihm anschließend den Spiegel vorzuhalten.
    Aber dann kam leider kein Spiegel.
    Sehr schwach. Sehr arm.
    Können Sie andersartige Menschen, die niemandem etwas zu Leide tun, nicht einfach leben lassen wie sie sind?
    Können Sie sich wirklich nicht vorstellen, dass die schulische Aufklärung über die Verschiedenartigkeit von Menschen Kinder vielleicht nachdenklicher und toleranter macht als Sie und viele der besorgten Kommentarschreiber je werden konnten?
    Können Sie überhaupt Ihren schwulen, lesbischen oder transgender Freunden nach diesen Worten noch in die Augen schauen?
    Wahrscheinlich haben Sie solche Freunde gar nicht, denn Sie halten sich ja für einen Kriegsberichterstatter.
    Gehen Sie in sich!

    • Hä? Wo mache ich mich über Homoseuelle lustig?

    • queer as folk
      Lieber Don!
      Ich, der ich Ihre Beiträge seit doch nun mehreren Monaten lese und auch meinen Senf dazugebe, habe nicht ein einziges homophobes Wort gefunden oder zwischen den Zeilen gelesen! Auch dass Sie sich lustig gemacht hätten, kann ich nicht sehen. Den in diesem Punkte wäre ich sehr kritisch!

    • Spießerin
      „Schämen Sie sich, Herr Don! Sie haben die Hose runtergelassen!“
      Solche Lappalien wie eine heruntergelassene Hose muss man locker aushalten, wenn man einen Volker Beck meth Sexspielzeug so lange pädogogisch ertragen hat.

    • Vielleicht sollten Sie doch den Text noch einmal lesen?
      Text eingeben

    • Hm
      Ich als Betroffene finde ebenfalls nicht, dass der Don sich über unsereins lustig macht. Sie lesen irgendwas in den Text hinein, das da definitv nicht drin steht. Wenn die Ängste und Sorgen der Familien thematisiert werden, heißt das nicht im Gegenzug, dass man Probleme mit sexuellen Minderheiten hat. Bleiben Sie bitte sachlich. Hyperventilierende Fürsprache dieser Art macht mich eher misstrauisch ob der Beweggründe.

    • Slow down ...
      Den Gastgeber dieses Forums der Homophobie zu zeihen, greift komplett ins Leere. Ich muss das mal deutlich so sagen: Über seine sexuelle Ausrichtung schweigt man tunlichst; das ist so ziemlich das einzige Vergnügen, dass man nur hinter verschlossenen Türen ausüben sollte. Ansonsten nervt diese Durchsexualisierung – egal welcher Spielart – allmählich. Wir haben nun alle möglichen Coming-Outs gehabt; selbst im Deutschen Bundestag gibt es inzwischen einen Stammtisch für Schwulen und Lesben. Es ist nun ja akzeptiert und es gibt nun auch wirklich auch keine Pogrome oder sonstige Nachstellungen.

      Ich habe in meinem Leben einige bestens arrivierte Herren ‚der anderen Fraktion‘ kennen gelernt – und die waren allesamt ziemlich konservativ in ihrer Weltanschauung und haben sehr genau gewusst, dass ihnen aus der europäischen Wertegemeinschaft heraus die wenigsten Gefahren drohen.

      Ich würd‘ mir mal lieber Gedanken machen, wie ein zunehmender muslimischer Anteil in dieser Bevölkerung das Thema aufnimmt. Ich glaube, wenn denen bewußt wird, wieviele ‚Spielarten‘ es mittlerweile in diesem Lande gibt, wird es beim Zerhacken von Ziegen und dem anschließenden Sieden in heißem Öl nicht bleiben.

    • "Schämen Sie sich"
      Beschämung als Disziplinierungs- und Machtmittel – ich würde mir für Ihre Kinder wünschen, dass Sie im Umgang mit ihnen auf dieses Mittel verzichten.
      Und ich bin mir auch nicht sicher, ob es zielführend ist, Menschen, die Homo- und Transsexuellen gegenüber Vorbehalte haben, als Gesindel zu bezeichnen. So kommen wir nicht weiter.

    • Tja...
      ging mir auch so. Ziemlich billig die Kritik am Bildungsplan dessen Inhalt und Intention der Großteil der Kommentarschreiber hier nicht ansatzweise kennen dürfte.

  85. Die Freunde und Feinde der AfD
    Lieber Don,

    wieder einmal muss ich Ihnen Anerkennung für Ihren Artikel zollen. Ich denke, dass Sie sich in die Lebensrealität vieler AfD-geneigter Familien in BW recht gut hineinversetzt haben. Dass das von Empathie zeugt, verstehen diejenigen natürlich nicht, die ihre teils utopischen, teils rassistischen Phantasien halt für die einzig wahre „Empathie“ halten und jedem, der sich weigert, diese Phantasien vorbehaltlos zu teilen, ihrerseits die Empathie absprechen.

    Was BW angeht, dürfte das etwas stärkere Abschneiden der AfD als in RP aber vor allem auch schlicht damit zu erklären sein, dass BW schon immer stärker nach „rechts“ neigte. Die Republikaner saßen hier bekanntlich ein ganzes Weilchen auch mit recht starken Ergebnissen im Landtag, und zwar auch wegen einer Migrationskrise. Es hat fast zehn Jahre gedauert, das wieder in Ordnung zu bringen.

    Der „Gender“-Wahn kommt in BW natürlich noch dazu. Aber ich denke, dass dieser Aspekt für die meisten allenfalls eine untergeordnete Bedeutung gespielt haben dürfte und das Bild eher „abrundet“. Viel wichtiger sind m.E. – auch auf Dauer – die durch die Massenmigration zu erwartenden und zum Teil auch bereits eingetretenen finanziellen und gesellschaftlichen Belastungen und Ungleichheiten. Wer die Zahlen kennt und rechnen kann, weiß, dass die Lage dramatisch und die Vorstellung, spätestens die eigenen Kinder könnten einmal in eine Minderheitenposition geraten, keineswegs so absurd ist, wie gerne behauptet wird. Eben deshalb tobte das politisch korrekte Establishment auch so sehr über den Steinbach-Tweet. So abwegig ist das alles – in der Sache – eben nicht. Darüber hinaus kommt es bei Eltern in der Regel zweifellos nicht gut an, wenn sie befürchten müssen, mit ihren Kindern bald nicht einmal mehr ins Schwimmbad oder auf den Spielplatz gehen zu können. Da hilft es auch wenig, anzumahnen, man solle nicht alle „dunklen Männern“ über einen Kamm scheren. Das ist ja richtig. Aber als moralisches Gebot bestreitet das ja auch kaum jemand. Man hält es zumeist durchaus für richtig. Es ist nur in der Realität so, wie ich hier schon einmal sinngemäß schrieb: Wenn es irgendwo veritable Probleme gerade mit „dunklen Männern“ gibt, ist es ab einer gewissen Häufigkeit und Intensität dieser Probleme nur logisch, ja geradezu notwendig, dem mit dem (ebenso pauschal stigmatisierten) „Generalverdacht“ und entsprechend angepasstem Verhalten zu begegnen.

    Im Übrigen habe ich zuweilen den Eindruck, dass selbst Sie die Kernproblematik – die Massenmigration in dieser Form und Zusammensetzung – in ihrer Bedeutung unterschätzen. Aber vielleicht liegt die Fehleinschätzung auch auf meiner Seite. Wie auch immer: Wenn wir uns im europäischen Ausland umschauen, machen dort ja schon seit Jahren regelmäßig mindestens 20 bis 30% der Wähler ihre Wahlentscheidung offensichtlich praktisch ausschließlich daran fest, wie eine Partei sich zu der Frage verhält, ob es weitere (unqualifizierte) Massenmigration, insbesondere aus der islamischen Welt, geben soll und wie man am besten mit den Verwerfungen umgehen sollte, die die bisherige Migration schon ausgelöst hat. Alles andere spielt dann offenbar häufig gar keine Rolle mehr. Es gibt ein schönes Selfie, auf dem Geert Wilders und Marine Le Pen zusammen in die Kamera lächeln. Aber sieht man von ihrer Islam- und EU-Feindlichkeit ab, verbindet beide Politiker und ihre jeweiligen Parteien inhaltlich doch recht wenig. Auch die FPÖ und die AfD trennte bislang, soweit feststellbar, inhaltlich einiges. Was alle eint, ist die Migrationsthematik. Diese ablehnende Haltung gegenüber oktroyierter (Massen-)Migration, die wir praktisch europaweit feststellen können und die sich nun auch in Deutschland Bahn bricht, hat m.E. in der Regel allerdings nur wenig mit Rassismus zu tun. Deswegen enden auch die Versuche, das Thema und Parteien, die es besetzen, damit zu desavouieren, häufig im Fiasko (auch wenn es in diesen Parteien nur so vor Rassisten wimmeln mag). Es geht vielmehr um eine sachlich sehr gut begründete Angst, was in Zukunft aus dem Land werden und wie es spätestens den eigenen Kindern ergehen könnte. Wenn diese Positionen im Parteienspektrum nur von wenigen Kräften abgedeckt werden, ist es im Übrigen offenbar fast egal, was sie vertreten.

    Ich war deshalb auch sehr erstaunt, dass sich SPD und CDU anscheinend tatsächlich eingebildet haben, sie könnten dieses Thema dauerhaft unterdrücken. Nein, die Sprengkraft ist gewaltig. Niemand sollte zum Beispiel unterschätzen, was Eltern für ihre Kinder zu tun bereit sind und mit welchem Zorn sie reagieren können, wenn sie feststellen, dass man sie – zwangsweise – zum Gegenstand eines Sozialexperiments gemacht hat und immer weiter macht, dessen Scheitern angesichts der Erfahrungen aus Schweden im Grunde bereits feststeht.

    Viel interessanter – und für die etablierten Parteien wohl auch viel gefährlicher – als junge Familien ist aber ohnehin eine andere Wählergruppe, die der AfD in BW u.a. wohl auch ihre Direktmandate bescherte, nämlich die sozial Schwachen. Vielleicht mögen Sie dazu ja auch mal was schreiben? Die Rezepte der Linkspartei scheinen den Leuten, auf die sie zielen, nämlich sehr häufig eben nicht zu schmecken, wenn sie mit „Asylwahnsinn“ gewürzt werden.

  86. Wunderbar....
    Wunderbarer Mangel an politischer Korrektheit.

    „…die CSU-Tarnorganisation der Kretschmann-Grünen…“

    „Die klassische Flüchtlingsaktivistin der Medien lebt in einer grossen Stadt zur Miete und hat selten feste Bindungen – falls doch, wird sie oft bald alleinerziehende Mutter.“

    Aber sie haben Recht… auch wenn es die anderen Foristen anscheinend nicht sehe wollen, die Lage ist dermassen verfahren und die Wähler dermassen dämlich, dass man das Ganze (wenn man genug Mut hat) am besten einfach nur noch durch den Kakao zieht.

    Einwände hätte ich allerdings hier: „Das Haus besitzen oder nicht besitzen entscheidet darüber, wie das Leben im Alter sein wird.”
    Der Satz ist selbstverständlich richtig, aber irgendwie kann ich nicht wirklich glauben, dass wir beide die Einzigen sind, weltweit, die im eigenen Haus Leben, ohne deshalb gleich das ganze frühere Leben an „Arbeit“ verschwendet zu haben. Mal ganz abgesehen, dass ehrlich arbeitende Menschen es nur in den allerseltensten Fällen zum eigenen Haus bringen, oder?
    Und zugegebenermassen braucht man für Freiheit nun mal obendrein auch noch ein Mindestmass an Intelligenz um sich dem Drang zur Gründung der „jungen Familien“ zu verweigern.
    „Toleranz heisst, dass man auch etwas doof und daneben finden kann…“ und man darf sich auch über die Tolerierten lustig machen, wenn sie eines Morgens aufwachen und von der Realität eingeholt werden, und die von ihnen zumeist gewählte Parteien, die „Schulkapazitäten für Migration abgezweigt“ haben.
    Toleranz für an politische Parteien Gläubige? Gerne.
    Mitleid? Nein!

    Vielleicht ist es ja doch so, dass „der intakte Kern der Gesellschaft“ eben nur genau so lang intakt scheint, wie es gelingt Probleme durch eine perverse Raubritter-Wirtschaftspolitik, und gelegentlich mörderisches Militär von den „jungen Familien“ fernhält?
    Wenn das Volk durch das selbstgewählte, dümmliche Führungspersonal dann aber trotzdem mit der dadurch selbst geschaffenen Realität konfrontiert wird, dann wars das auf einmal mit „links“ oder „rot-grün“ oder gar Genderisten von der taz ????

    „Ich würde vorschlagen, vorher einfach mal mit den Leuten zu reden. Also, den jungen Familien und ihren Sorgen zwischen Konstanz und Tübingen zuhören.”

    Wir leben in den Zeiten von TTIP und Total Überwachung. In Zeiten ohne Wirtschaftswachstum, dem Zerfall der EU und der Drohung zur Abschaffung des Bargeldes und der Aufrüstung.

    Wer soll denn mit den Leuten und Familien reden und ihnen zuhören? Doch wohl nicht die Politiker?
    Die Bürger und Familien hatten dreissig Jahre Zeit sich Regierungen zu wählen die in ihrem Interesse arbeiten. Statt dessen hörte man auf die mehr bretto vom nutto Versprechen der Kohl, Schröder und Merkel, und wählte Kriegsminister wie Joschka?

    Jetzt, when the shit hits the fan, ist keine Zeit für Petitessen wie Bildung für Kinder. Jetzt müssen die wirklichen Rechnungen bezahlt werden und man wählt trotzdem wie immer das kleinere Übel. Heute also die AfD…

    Wir sind noch genauso weit wie vor sechs Monaten, auch heute kann noch immer keiner sagen wie das alles in weiteren sechs Monaten aussehen wird.
    Und dieser Satz wird auch dann noch gültig sein.

    • Es ist weitaUs schlimmer. Das geht alles in Richtung Libanon.

    • LIBANON
      von den bekennenden christen Wölki, Marx, Franziskus dazu kein wort, selten haben sich die hirten so wenig um ihre herde gekümmert.

      dafür dombeleuchtung abschalten, einmischung in die tagespolitik und ab und zu mal ein guter joke !

      von den christ*innen wie z.b. KGE schweigen wir hier ! nullevents !

    • Libanon in den 80ern
      Bislang war Neid immer nur Futterneid eine Stufe weiter nach oben: Der Kadettfahrer grummelte über den Mercedesbesitzer, der Mieter über den Reihenhausbesitzer.

      Die totale Umwertung aller Werte aber wollte keiner – die günstige Mietwohnung oder den recht neuen Golf wollte man auch nicht gerade in die Rouletteschale des absoluten Rechts des Stärkeren werfen.

      3 Mio. Flüchtlinge auf 500 Mio. Europäer klingt im ersten Moment noch fast beherrschbar – wenn man vernachlässigt, dass es von den 500 Mio. einem riesigen Teil schon absolut schrei§§e geht, und dass eine Minorität von ukrainischen und separatistischen Feldwebeln locker genügt, weite Landesteile unbewohnbar zu machen. Wieviele Syrer wollten wirklich das, was aus ihrem Land geworden ist?

      Wenn die wundersame unendliche Eurovermehrung ins Stocken gerät, wenn sich Gruppen frustrierter kampferprobter Neubürger mit frustrierten Neulingen im Strassenkampf verstärken, erst „rechts“ gegen „links“, dann der Stärkere gegen das „System“.

      Wenn die „Anschläge“ Alltag werden, wenn keiner mehr die U-Bahn nutzt, dann weiss man spätestens, dass man mit Sprüchen nicht mehr weiter kommt:

      „Nein, Kindchen, hast keinen Wasserkopf! Da, nimm einen (kanaldeckelgrossen) Keks!“

    • LIBANON, LIBANON
      lieber django,
      gut, daß Sie das explizit gesagt haben; seit Jahren beobachte ich eine Flügelbildung (aber vielleicht ist es eh eine Spaltung, – ich bin keine Insiderin, die Zeiten der Volkskirche sind halt vorbei) in der rkK und daß nur Organisationen wie CSI sich um verfolgte Christen kümmern,
      bei den in Wien einmal pro Jahr vom CSI organisierten Schweigemärschen durch die Kärtnerstraße viele Korporierte, viele alte Leute…

    • CSI
      Christian Solidarity International
      http://www.csi.or.at/

    • @ TGA
      „3 Mio. Flüchtlinge auf 500 Mio. Europäer klingt im ersten Moment noch fast beherrschbar – wenn man vernachlässigt, dass es von den 500 Mio. einem riesigen Teil schon absolut schrei§§e geht, und dass eine Minorität von ukrainischen und separatistischen Feldwebeln locker genügt, weite Landesteile unbewohnbar zu machen.“
      Was immer wieder in der Rechnung vernachlässigt wird ist, dass ja auch vor 2015 Immigration schon stattgefunden hat. Wie viele der 500 Mio. Europäer haben denn einen „europäischen“ Hintergrund?
      Wie viele haben einen „europäischen“ Pass – denken jedoch dennoch eingeschränkt „europäisch“?
      Wie viele werden durch die jetzt Einreisenden angeregt, ihr eigentliches kulturelles Erbe wieder verstärkt hervor zu holen und zu leben? Oder sogar gezwungen?
      Wie viele derer, die schon länger hier sind, sind jetzt angsterfüllt, weil ehemalige Peiniger durch „mach hoch die Tür“ jetzt in der Nachbarschaft wohnen?
      Bei nächsten Wahlen wäre es schon hilfreich, Menschen mit Kindern denen, die ihre Freiheit mehr lieben, beim Ankreuzen vorzuziehen.
      Kann auch ein Griff ins Klo sein – aber die Möglichkeit, dass dieser bei seiner Arbeit an die Zukunft seiner und anderer Kinder denkt, scheint mir doch ausgeprägter als bei Nachwuchslosen.

    • .
      number 15, dieses anliegen von ihnen dürfte schwierige begründungen nach sich ziehen, und ob dies juristisch möglich wäre, müsste das bvg entscheiden.

      schauen sie, betrachte man es doch zunächst von der theoretischen seite:
      demokratie in einem rechtsstaat geht mit einer doch recht ordentlichen portion einer mittlerweile weit ins moralische verschobenen gerechtigkeit einher (stichwort: gleichheit vor dem gesetz).

      wenn sie nun forderten, dass die wahlstimmen von eltern höher zu bewerten sein müssten, sie also souveräne mit mehr gewicht sein sollen, so stellen sich ein paar fragen.

      zumindest scheint das bild dahinter zu stehen, dass der würdige souverän nicht auch für seinen mitsouverän mitwählen könnte; bei wahlentscheidungen kann zum beispiel durchaus auf die möglichkeiten sozialen ausgleichs geachtet werden, auch wenn man sich nicht ganz zu unrecht in diesem blog wiederfindet (stichwort: stützen).

      wie lange gelten eltern als eltern? sie könnten die multiplikation der stimme an der berechtigung, kindergeld zu beantragen festmachen. was geschieht demnach, wenn das kind stirbt?
      ist es per se egoistisch, keine kinder zu haben? schliesslich gibt es gar nicht so wenige, die keine erbinnen oder erben in die welt setzen werden, aus vielen gründen (auf nicht absehbare zeit schwierige lebensbedingungen hinsichtlich einkommen und miete/kredit; krebsbehandlung, genetische abweichungen; partner nicht fruchtbar). dann würden diejenigen doch auch noch als souverän bestraft, kinderlos sein zu müssen.

      und schliesslich – der advocatus diaboli meldet sich (auch wenn meine wenigkeit da durchaus im glashaus sitzt) – würden ein paar politische ‚freunde‘ letztlich in panik geraten, denn schliesslich würden doch nicht so wenige der migranten irgendwann auch eingebürgert werden (es mindert auch den ausländeranteil, dann – wichtig: – kann man auch die kosten für integration geringer veranschlagen), und zuweilen gibt es da eine etwas grössere kinderschar (noch), so dass dann die vielleicht gut gemeinte absicht in feuchten gegenwind umschlüge.

      vermutlich ist es vielmehr so, dass solche forderungen dann aufkommen, wenn da jemand in amt und würden nicht seine arbeit machte.

      die empfehlung ist ja immer die, die treppe von oben zu kehren und verantwortlichkeiten genau zu verorten und nicht einfach einen nachbarn, bloss weil ihn in seiner frustration als erstes gesehen hat, zum dummen zu machen.

      um schwierige stellvertreterdiskussionen zu vermeiden, wäre zunächst anzuraten, sich an seine abgeordneten zu wenden. das ist natürlich arbeit:
      es gibt bürgersprechstunden und wahlveranstaltungen, es gibt auch parteiversammlungen, die genutzt werden können. eigentlich freuen die sich über besuche. wirklich!

      nur mut!

      ça ira!

    • @TGA
      „…dann weiss man spätestens, dass man mit Sprüchen nicht mehr weiter kommt.“

      Ich befürchte, sie werden wohl ewig ein Optimist bleiben?

      Darf ich sie erinnern? Nehmen sie den Mai 45, glauben sie wirklich, dass „man“ da wusste was das Dritte und Hitler tatsächlich war? Haben nicht unsere amerikanischen Freudne alles an Nazis, das sie brauche jonnten eingesammelt und mitgenommen und uns bleiben die Globke & Co ?

      Ich befürchte man wird auch jetzt einfach so weiter machen.
      Ganz wie Don schreibt: Immobilien und Gemälde bleiben, sonst nicht viel. Das ist ein guter Rat von ihm…

      PS: Denn, haben sie schon mal versucht ein Brot mit einem Krüger Rand zu bezahlen?

    • Libanon
      @Don Alphonso
      „Es ist weitaUs schlimmer. Das geht alles in Richtung Libanon.“

      Leider glaube ich auch nicht, dass die AfD noch schnell genug an die Macht kommen kann (ich weiß, bei Ihnen kräuseln sich da nicht nur die Zehennägel), um das Ruder noch irgendwie rumzureißen. Dazu ist die grenzenlose Versiffung unserer Gesellschaft durch die „Eliten“ zu weit fortgeschritten.

      Tja, Bürgerkrieg, wir kommen.

    • Kongruenz
      “ Don Alphonso sagt:
      21. März 2016 um 06:42 Uhr

      Es ist weitaus schlimmer. Das geht alles in Richtung Libanon.“

      Schreiben Sie bei mir ab?
      Das schreibe ich seit Jahren.
      Das und ein paar kleinere Sätze reichen um
      mit dem Wort krude aus dem Zeit Forum expediert zu werden.

      Bremer Bunkermord, arabische Clan Banden die bei wehrlosen Idioten einsickern, (u. a.) türkische Eltern die nie in Deutschland gewesen sind bei ihren in Deutschland arbeitenden Kindern
      mitversichert sind warten das frühe Wetterleuchten eines
      Fahrt aufnehmenden absichtlichen Staatsversagens.

      Nb. Habe ich es falsch in Erinnerung oder waren sie früher
      _wesentlich_ weiter „links“ zu finden?

      Oder ist es ein Sozialexperiment?

  87. Handtascherl
    @ Maria Anna dewes
    Aus eich weiba soll oana schlau wean:

    De oana hats bierfuizl gega Rassismus und an Gummi für an Spaß mit di sexy syra im Handtascherl,

    De anda s afd Wahlprogramm und an Pfefferspray gega an Spaß mit am sexy syra….

    Zum Erlernen des bayerischen Humors empfehle ich Ihnen, Frau dewes, dringend Gerhard Polt…
    Ein Dolmetscher wird sich schon finden.

  88. Verteilungskampf
    Jaja, der Verteilungskampf hat begonnen:
    Ein schwäbischer Familienvater, ein Flüchtling und ein Konzernchef sitzen am Cafétisch, auf dem zehn Kekse liegen. Der Konzernchef nimmt sich neun davon und sagt zum Schwaben: Paß auf, der Ausländer will deinen Keks.

    • Den Witz kenne ich mit Bankstern. Haben Sie auch Argumente?

    • Sieht man die aktuale Verteilung der Geldmittel, Michel,
      so kommen die sogen.Flüchtlinge auf gesellschaftl.Gesamtkosten von ca 1 Billionen /1 Mio Flüchtl.. Das ist dann eine Aufstockung um 1/2-1/3 der bisherigen deutschen Schulden.
      Schon jetzt werden Millardenbeträge mit lockerer Hand über die sogen.Flüchtlinge ausgeschüttet (landet z.T. bei denen und zum erheblichen Teil bei der Flüchtlings-Helfer-Industrie, das wäre dann in Ihrem Kontext der „Konzernchef“!).

      Ich würde daraus die Schlussfolgerung ziehen, dass der Großteil der Kekse bei den Flüchtlingen und nicht beim Familienvater landet. Der Konzernchef spielt dabei eher eine Rolle in Parenthese (wie oben in Klammern dargestellt)

    • Der Familienvater soll ja auch sein freundliches Gesicht
      zusätzlich noch ehrenamtlich einbringen.

    • Wie böse
      Aber, man sollte natürlich nicht vergessen, dass jahrzehntelang keine Geld für deutsche Familien da war – und nun die Geldquellen auf einmal sprudeln.

  89. Stammtuisch
    Ich komme aus dem Osten. Der Bericht bezieht sich auf den Westen. Politischen Einfluss hat bereits die DDR über Stammtische regeln wollen.
    Es wurden Schnüffler und Agitatoren in Kneipen und in die Öffentlichkeit platziert. Die Ergebnisse führten dazu das Menschen mit bestimmten Meinungen Registriert wurden (Name und Adresse) andere wurden vom Fleck weg Verhaftet. Die Weiterentwicklung eines solchen Staatlichen Handelns, endete beim IM dem Inoffiziellen Mitarbeiter. Die BRD scheint sich vom Überwachungsstaat für Terror und Verbrechen, zum Politischen Überwachungsstaat zu entwickeln.

    • DDR Methoden
      Eine Freundin, die in Ost-Berlin aufgewachsen ist, sagt immer zu mir:
      „Der Westen verostet!“
      Dass dies sich nun auch durch Stasi Methoden im Internet und an Stammtischen bewahrheiten würde, hätte ich nicht für möglich gehalten.

  90. Lieber Don Alfonso!
    Heute war es es wieder ein besonderer Genuss,
    Ihre Blog zu lesen!

    Vielen Dank

  91. Demagographie
    Sie stellen u.A. auf das demographische Problem ab. Dieses wird wie immer als von „Gott gegeben“ dargestellt. Dabei ist der Reproduktionsfaktor von 2,1, also mindestens 2,1 statistische Nachkommen pro Paar sind für den Fortbestand eines „Volkes“ notwendig, nicht erst seit gestern bekannt.
    Dem wurde z.B. im III. Reich und auch in der DDR aus unterschiedlichen Gründen durch eine gesteuerte Familienförderung versucht, Rechnung zutragen.
    Da man dies in der Bundesrepublik aber schon vor langer Zeit komplett aus dem Auge verloren und sträflich vernachlässigt hat, trägt nun die jetzige Generation die Last. Nicht nur in BaWü.
    Da wackelt die blühmsche Rentenzusage, die Krankenkassenpleite droht, kurz, alle solidarischen Systeme stehen vor dem Kollaps. Kein Wunder, wenn Wenige für Viele aufkommen müssen.
    Und nun kommt man auf die Idee, das aprupt mit Zuwanderung lösen zu wollen.Wohlgemerkt mit Zuwanderern, die bisher nichts in die Solidarsysteme hinein getan haben und es auch in naher Zukunft nicht tun werden. Eher das Gegenteil.
    Da reibt sich die Familie mit 2 Kindern, die so ganz nebenbei auch das Häusle finanziert, natürlich verwundert die Augen, das der Geldsegen, der ihnen verwehrt wird, nun per Giesskanne der Asylindustrie zu Gute kommt und sie auf absehbare Zeit keine finanzielle Atempause bekommen werden. Es kommt dieser Familie zum Bewusstsein, dass sie eher noch härter werden arbeiten müssen, um den Standard zumindest zu halten.
    Von der etablierten Politik, egal von welcher Seite, kommt da keinerlei „Vision“. Das Gegenteil ist der Fall:Eine Familie mit 3 Kindern ist fast schon „asozial“. Leider. Die Genderisten-innen leisten dazu einen nicht unerheblichen Beitrag. Von einer gleichgeschlechtlichen Beziehung ist ein Reproduktionsfaktor von 2,1 wohl eher weniger zu erwarten.Sie sind eher die „Asozialen“, da sie das Gemeinwohl nicht im mindesten intessiert.
    Dass aber ein paar Naturgesetze nicht per Dekret ad absurdum geführt werden können, erkennen viele Menschen im Land und artikulieren das auch.

    • Naturgesetz...?
      Wo haben sie denn das Naturgestz gefunden, das besagt, dass „im schlimmsten anzumnehmenden Fall“ das Austerben des deutschen Volkes von Nachteil wäre für den Rest der Welt?

      Sie sollen mehr Nachdenken bevor sie mit solche Begriffen sich schmeissen….

      Lassen sie mich braten, sie sind älteren Jahrganges, haben Kinder grossgezogen und waren schon immer der Meinung, dass man ihre Lebensleistung hätte von Anfang höher alimentieren müssen?

      Mehr ist da nämlich nicht, oder?

  92. Fein
    Ach, das ist doch fein, wie hier so viel Verständnis für den AFD-Wähler aufbracht wird, der nur um seine Familie besorgt ist. Dass die AFD Menschen, die ihren Partner verloren haben, sich getrennt haben oder aus anderen Gründen alleinerziehend sind und sich bemühen ihre Kinder dennoch bestmöglich großzuziehen, diskriminiert und es ablehnt Alleinerziehende als normal zu betrachten – geschenkt. Schwule oder lesbische Paare – Gott bewahre. Dass diese Menschen ebenfalls eine politische Vertretung brauchen, weil es sie nun mal gibt, dafür wird hier kein Verständnis aufgebracht. Pluralismus? Drauf geschissen.
    Da hilft es auch nichts, wenn Don Alphonso, schreibt, dass er sehr wohl weiß, dass sein Lebensmodell ebenfalls von der AFD ablehnt wird und im Falle einer Regierungsbeteiligung vielleicht auch sanktioniert würde (vielleicht Strafsteuern für Menschen ohne Kinder?). Mit solchen Verständnis für AFD-Wähler, das Übernehmen der Denkmuster und deren Vokabular haben sie dazu beigetragen, diese Partei großzuschreiben. Mit dieser Schuld werden Sie leben müssen, wenn wir alle darunter leiden müssen, wenn diese Partei erst richtig an die Macht kommt.

    • Nochmal – mir ist völlig bewusst, dass die AfD für einen wie mich nichts übrig hat, und die Antifa mag mich auch nicht. Aber das Problem ist nun mal da und man muss sich damit auseinander setzen. Rassismus greift zu kurz. Speziell in Baden. Also kann man sich entweder weiter in den eigenen Vorurteilen eingraben oder überlegen, was diese Partei erfolgreicher als Parteien macht, die jahrzehntelang die Politik geprägt haben. Das tue ich. Die Leute sind einfach da und haben in einer Demokratie mitzureeden. Das Ausgrenzen hat nicht funktioniert. Also: Was dann?

      Ursachenforschung mag nicht angenehm sein, aber vielleicht finden Sie ja in den Kommentaren ein paar Hinweise.

    • Ja mei, das eine
      sind so nette Wunschvorstellungen fürs Parteiprogramm und das andere ist die Realität. Frau Petry hat ja nun frische Trennungserfahrung machen dürfen und Frau Weidel, immerhin Mitglied im Bundesvorstand, passt auch nicht so ins kleinbourgeoise Setzkastendenken mit Mama, Papa, Kind hinein. Da wird man sich notgedrungen auf eine gewisse Liberalitas einigen müssen, wenn man nicht als einstelliger Höcke-Fanclub in der Ostzone enden will.

      Das wird so laufen wie bei der CSU, wo Horstis kleiner Abstecher „näwwenaus“, wie man hierzulande so schön sagt, auch mit Stillschweigen übergangen wurde. Ditto damals schon FJS, Brieftasche, New York, you remember?

      Was den Umgang mit sexueller Orientierung angeht, gibt es halt Leute, die einerseits unauffällig effektiv, wie der leider zu früh gegangene G. Westerwelle, obsolete Vorstellungen beiseite räumen und andererseits konsequent auf publikumsträchtigen Krawall gebürstete Rabauken wie V. Beck, dessen (wie sich andeutet, wohl nur vorübergehenden) Abgang ich deshalb kein bißchen bedauere.

      Wenn man meint, den Leuten Toleranz wie bei der Gänsemast mit Gewalt in die Kehle stopfen zu müssen, darf man sich über Würg- und Spuckreflexe nicht wundern.

      Gerade ist zu lesen, dass unser schönes bundesrepublikanisches Krähwinkel in 2015 um fast zwei Millionen „Wir-schaffen-das“-Neuzugänge bereichert worden ist. Wenn da nicht umgehend effektive Lösungen gefunden werden, dann ist alles andere ohnehin nachgeordneter Kleinkram, mit dem sich zu beschäftigen (außer einigen „Was-mit-Medien“ Berliner Genderisten) niemand mehr Zeit und Lust haben wird.

      Wie es bei den Neuzugängen in Fragen sexueller Offenheit bestellt ist, dürfte bekannt sein. Wer da meint, mit bunten Albernheiten à la „Zanzu“ durchdringen zu können, muß der Realität schon ganz schön abhanden gekommen sein.

    • @einige vor mir
      Vielleicht. Auch nicht.
      Noch wird an der Position der AfD gebastelt, und hin und her geschwankt. Letztens war da eine Dame in der Talkshow, zum Wahlabend, die offen lesbisch und mit adoptiertem Kind ist. Von der AfD, aus der Programmkommission.

      Ich denke, dass einige das einfach nur falsch verstehen, mit ‚Familie‘ und ‚Christentum‘. Oder zumindest falsch verstehen könnten.

      Fangen wir bei mir an: ich bin kein Christ, kein Kirchenmitglied. Punkt.
      Auf der anderen Seite bin ich (und nicht nur ich, eigentlich wir alle, inklusive AntiFa) in einer *christlich geprägten* Gesellschaft geboren, erzogen, aufgewachsen, … .
      Das ist harter Fakt, keine Überzeugung. Wir sind nicht nur nicht in einer islamischen Gesellschaft großgeworden, aber auch nicht in einer asiatischen, chinesischen, … .
      Persönlich habe ich da kein Problem mit, bin sogar very happy dass das so ist, weil diese christlich geprägte Gesellschaft der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts Religionsfreiheit, und andere Freiheiten beinhalteten; inklusive (m)einer staatlich finanzierten Schulausbildung von der Grundschule zum Universitätsabschluss.
      In a nutshell: Ich hatte die Ehre, in einer ziemlich zivilisierten Gesellschaft aufzuwachsen. Und es wird schwer sein, diese Gesellschaft nicht als ‚christlich geprägt‘ zu verkaufen.
      Und von mir aus soll das so ähnlich auch bleiben. Es könnte besser sein, wenn es weniger Dummköpfe gäbe, und mehr Leute, die die Annehmlichkeiten dieser christlich geprägten Gesellschaft sich zu eigen gemacht hätten: ihr freiheitliches, menschliches und intellektuelles Denkvermögen auszuprägen.

      Ähnlich verstehe ich das auch derzeit bei der AfD in Bezug auf ‚Familie‘ und Sexualität. Natürlich ist eine Familie eine ganz anständige Keimzelle, insbesondere wenn sie funktioniert. Und derzeit erkenne ich nicht, dass die AfD hinter mir her sein wollte, bloß weil ich mich seit hundert Jahren weigere, dem auch als meine ultima ratio nacheifern zu wollen.
      Ich habe nicht einmal ein Problem damit, das Sexualität zunächst und für die Mehrheit hetero ist. Sofern es der individuellen Freiheit erlaubt ist, sich das auch ganz anders vorzustellen, und das auch ganz anders auszuleben.
      Im Gegenteil, diese Versuche, am liebsten schon den Kindergartenkindern den Weg zu einer nicht-hetero Lebensweise als ‚besonders‘ auszulegen, erscheint mir dämlich. Normal wäre für mich ein natürlicher Umgang mit dem Thema, und von dem sind wir weit entfernt.

      Amüsiert bin ich manchmal, wenn Menschen mit anderer Meinung der festen Überzeugung sind, die AfD wolle der Bevölkerung eine / ihre Einheitlichkeit aufzwingen. Derzeit sehe ich das nicht einmal.
      Amüsiert, weil ich da Projektion erkenne; Projektion derjenigen, die einer Gesellschaft asexuelles Gendern aufdrücken wollen, am besten gepaart mit Islamophilie und einer Prise Drang zur Selbstzerstörung.
      Alternativlos aufdrücken wollen, um es spitzer zu formulieren.
      „Etwas besseres werden wir überall finden“ sagten die Bremer Stadtmusikanten.
      Es fällt schwer, ein Etwas zu finden, das weniger restriktiv, einengend, einseitig, (faschistisch?) ist als diese political correctness 24/7.

      Womöglich bietet da sogar eine AfD mehr Freiheiten?

    • @ Uwe Dippel
      Die Dame heißt Alice Weidmann, promovierte VWL/BWL, Mitglied der AfD seit der ersten Stunde.

      Ansonsten vielen Dank für Ihr starkes Plädoyer!

    • Quark
      Bevor Sie hier gequirlten Quark behaupten informieren Sie
      sich erst mal.
      Z. B. wer Dr. Alice Weidel ist.
      Ob es eine Homogruppe in der AfD gibt.
      Wer Generalsekretär der AfD kurz vor der Abspaltung von Lucke
      und co werden sollte.

      Man möchte Familien fördern, was in Deutschland nötig ist und nicht Kotau vor Randgruppen machen.
      Warten wir das Parteiprogramm an welches Ende April beschlossen werden soll.

    • @Vati
      Gratuliere Vati 5672,

      Sie haben uns gezeigt, dass Dippel Unrecht hat.
      Ihr seid die typischen, ewig zu kurz gekommenen, verklemmten Spiesser. Das, was vor 40, 50 Jahren mal CDU/CSU waren.

  93. Hinweis auf ein aktuelles Büchlein aus Bayern an alle, die sich von Aufklärung gestört fühlen
    Lieber Herr Don,
    wenn man sich selbst in der heutigen Zeit als KRIEGSberichterstatter über den GenderZÜNDER für den sozialen SPRENGSTOFF bezeichnet, um damit eine gewisse Stimmung beim Leser zu erzeugen, dann möchte ich als kritische Leserin ganz leise auf dieses aktuelle Büchlein aus dem bajuwarischen Dachau verweisen:

    Der Rosa-Winkel-Gedenkstein. Die Erinnerung an die Homosexuellen im KZ Dachau

    http://www.sueddeutsche.de/muenchen/dachau-homosexuelle-kz-opfer-totgeschlagen-totgeschwiegen-1.2901698

    • Und was hat das bitte mit der durchaus sinnvollen Frage zu tun, wann und wie man durch welche Lobby Kindern sexuelle Toleranz beibringt? Oder soll Ihnen jemand als Antwort ein Buch über Röhms Homosexualität verlinken?

      Bleiben Sie doch bitte auf dem inhaltlichen Teppich. Wir reden hier über aktuelle Fragen, der Nazibezug ist lächerlich.

    • übrigens
      wenn ich so nachdenke hat die süddeutsche noch keinen Artikel über Priseter und Ordensleute, bekennende Christen oder stinkmormale Katholiken/Protestanten gebracht die auch im KZ „totgeschlagen“ wurden.

      Alle Opfer sind gleich manche sind gleicher

      Es herrscht wohl die Meinung meiner alten Deutschlehrerin vor, dass alle Pfarrer mit Heil Hitler den Religionsunterricht begonnen haben, ergo diese Leute nicht mir echten Opfer in einem Atemzug genannt werden dürfen.

    • Geschichte wirderholt sich nicht, aber ....
      Es ist bemerkenswert, für was alles die Opfer der NS-Diktatur herhalten müssen.
      Selbst für eine Kritik an einem Beitrag des Don.
      Aber wenn schon die „Besorgte Mutter“ die Vergangenheit bemüht, wäre ein Blick auf die Vorgeschichte der NS-Diktatur und die aktuelle Situation nicht schlecht.
      Im Jahr 1922 vernichtete die Hyperinflation die vom 1. Weltkrieg verschonten Ersparnisse der Deutschen. Welche Wirkung hat die Politik der EZB heute?
      Und wie agierte die Politik damals:
      „…Deutschland hatte seit der Reichstagswahl von 1928 eine Regierung der großen Koalition, gebildet von der Sozialdemokratie, dem Zentrum, der Demokratischen Partei und der Deutschen Volkspartei. Die Sozialdemokratie als stärkste Partei stellte mit Hermann Müller den Reichskanzler. Diese Regierungskoalition besaß mit 285 von insgesamt 491 Reichstagsmandaten eine sichere Mehrheit. Innerhalb der Koalition bestanden jedoch starke Spannungen zwischen dem rechten und dem linken Flügel, zwischen den Sozialdemokraten und der Deutschen Volkspartei. Solange Stresemann noch lebte, gelang es ihm, die Differenzen zwischen seiner Partei und den Sozialdemokraten auszugleichen. Nach seinem Tode (3· Oktober 1929) fehlte der Vermittler zwischen den Koalitionspartnern. Schon kurz nach dem Beginn der Wirtschaftskrise brach die große Koalition auseinander. Den Anlaß dazu gab die Finanzierung der Arbeitslosenversicherung. Deutschland hatte ja schon 1929 eine durchschnittliche Arbeitslosenzahl von 1 ,9 Millionen. Das war mehr als doppelt soviel, als das Reichsgesetz von 1927 über die Arbeitslosenversicherung als Berechnungsgrundlage angenommen hatte. Dieses Gesetz hatte als Grundlage für den Geldbedarf der Reichsansta!t für Arbeitslosenversicherung eine durchschnittliche Arbeitslosenzahl von 800.000 vorausgesetzt. Die tatsächliche Entwicklung warf die Berechnungen über den Haufen, und die Reichsanstalt für Arbeitslosenversicherung war schon im Herbst 1929, d. h. vor dem vollen Ausbruch der Krise, mit über 600 Millionen RM beim Reich verschuldet. Für den Winter 1929/30 behalf man sich damit, die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung von 3 auf 3 1/2 % des Bruttolohns zu erhöhen, und zwar auf die Dauer von 6 Monaten. Diese, obendrein befristete, Reform reichte nicht aus, um das Defizit der Reichsanstalt für Arbeitslosenversicherung zu decken. Es entstand nun die Frage, wie die Finanzierung der Arbeitslosenversicherung gesichert werden könne: durch weitere Beitragserhöhung oder durch Leistungsminderung. Der sozialistische Allgemeine Deutsche Gewerkschaftsbund und die sozialdemokratische Reichstagsfraktion forderten die Erhöhung der Beiträge auf 4 % , dazu einen Reichszuschuß zur Arbeitslosenversicherung, der aus einem Notopfer der Festbesoldeten, d. h. der Beamten, gespeist werden sollte. Der Reichspräsident und auch die Beamtenorganisationen waren bereit,
      einem solchen Notopfer zuzustimmen, unter der Voraussetzung, daß alle »leistungsfähigen« Volksschichten sich daran beteiligten. Der rechte Flügel der Regierungskoalition, die Deutsche Volkspartei,
      widersprach den Forderungen der Sozialdemokraten und der Gewerkschaften entschieden. Die Volksparteiler führten das Selbstkostenargument der Unternehmerverbände ins Gefecht: Da die Arbeitgeber die Hälfte der Beiträge zur Arbeitslosenversicherung zahlen mußten, würde eine Beitragserhöhung die Selbstkosten der Industrie hochtreiben; wirtschaftspolitisch richtig sei aber der umgekehrte Weg, nämlich Senkung der Selbstkosten durch Senkung der Steuern und Soziallasten. Das Notopfer der Beamten lehnte die Deutsche Volkspartei als verfassungswidrig ab, da es gegen den Grundsatz der Gleichheit verstoße. Das Selbstkostenargument ließ sich bei rein ökonomischer Betrachtung vertreten; es ließ aber außer acht, daß das Reich durch die Art. 151 und 163 RVerf zu einer wirksamen Arbeitslosenversicherung verpflichtet war. Danach sollte die Ordnung des Wirtschaftslebens »den Grundsätzen der Gerechtigkeit mit dem Ziele der Gewährleistung eines menschenwürdigen Daseins für alle entsprechen«, und es sollte für »den notwendigen Unterhalt « der Erwerbslosen gesorgt werden. Diese sozialstaatliche Pflicht des Staates hatte den Vorrang vor privatwirtschaftlichen Interessen. Die Polemik der Volkspartei gegen das Notopfer der Beamten stieß ins Leere; denn die Beamtenorganisationen waren zu diesem Notopfer grundsätzlich bereit. Sie dachten großzügiger und sozialer, als es die Deutsche Volkspartei unterstellte. In der Auseinandersetzung zwischen Sozialdemokratie und Deutscher Volkspartei machte im März 1930 die Zentrumsfraktion durch Brüning einen Vermittlungsvorschlag. Danach sollte der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung vorerst nicht erhöht werden, und das Defizit der Reichsanstalt für Arbeitslosenversicherung sollte durch einen Reichszuschuß von 150 Millionen RM und notfalls noch durch Darlehen gedeckt werden. Am Ende des Jahres sollte dann die weitere Finanzierung der Arbeitslosenversicherung entweder durch Beitragserhöhung oder »durch eine Reform« geregelt werden. Brünings Vorschlag ließ beide Möglichkeiten, Beitragserhöhung oder Leistungsminderung, offen und schob die Entscheidung um 6 Monate hinaus. Dadurch konnte Zeit gewonnen werden; die Aufregung konnte abklingen, und man konnte die weitere Entwicklung abwarten. Die bürgerlichen Koalitionsparteien stimmten dem Vorschlag Brünings zu. Als ihre Zustimmung bereits bekannt war, setzte sich die sozialdemokratische Reichstagsfraktion mit dem Brüningschen Vorschlag auseinander. Die Entscheidung der Sozialdemokratie
      wurde durch den Einfluß der Gewerkschaftler innerhalb der Fraktion – 37% der sozialdemokratischen Reichstagsabgeordneten waren Gewerkschaftler – bestimmt. Die Gewerkschaftler lehnten den Brüning-Kompromiß scharf ab. Sie interpretierten ihn so, als ob er eine künftige Leistungsminderung der Arbeitslosenversicherung vorbereite. Das traf zwar nicht zu; aber infolge der scharfen Fro

    • Geschichte wiederholt sich nicht, aber.. (Teil 2)
      aber infolge der scharfen Frontstellung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmerorganisationen war das Mißtrauen der Gewerkschaften gegenüber den bürgerlichen Gruppen riesengroß geworden. Daß der Kompromißvorschlag von Brüning, einem Mann des
      »rechten« Zentrums-Flügels, stammte und daß die Deutsche Volkspartei, die für ihre engen Beziehungen zur Großindustrie bekannt war, ihn akzeptiert hatte, bestärkte die Gewerkschaftler nur in ihrer Auffassung. Vergeblich wies Hermann Müller in der sozialdemokratischen Fraktionssitzung darauf hin, daß mit der Ablehnung des Brüning-Kompromisses die Koalition zerfallen werde, daß eine andere parlamentarische Regierung aber nicht möglich sei und daher der Bruch der Koalition zu einer Regierungs- und Parlamentskrise führen werde. Fast einstimmig lehnte die sozialdemokratische Fraktion den Brüning-Kompromiß ab; nur Hermann Müller, Carl Severing, Rudolf Hilferding und Robert Schmidt hatten für die Annahme gestimmt. Nach dieser Entscheidung mußte die Regierung Müller am 27. März 1930 demissionieren. Hermann Müllers Warnung traf ein: Nach dem Bruch der großen Koalition konnte in der Weimarer Republik
      keine Reichsregierung mehr gebildet werden, die sich auf eine parlamentarische Mehrheit stützte…“ (K. E. Born, Die deutsche Bankenkrise 1931, Piper Verlag 1967, Seite 39-42″.
      Wer Ähnlichkeite zur heutigen Situation findet, darf sie behalten.
      Falls es in nächster Zeit in Deutschland zu einer Wirtschaftskrise mit 4 Millionen Arbeitslosen wie im Jahr 2005 kommt, wird es bestimmt lustig.

    • Wow
      Wow, man ist ja immer wieder erstaunt bei welchen Themen Leute glauben mit einem einfachen Hinweis auf irgendwelche Verbrechen der Nazis jedes Sachargument wegwischen zu koennen. Mir machen die Deutschen langsam wirklich Angst. Die Selbstverstaendlichkeit mit der man gegen jedes Aufmuepfen des gesunden Hausverstandes mit agressivem ideologischem Agitieren reagiert ist einfach erschreckend.

    • @Gebirgler
      Guter Beitrag, danke….Leider nichts, dass Normalos überzeugen wird….

  94. Minderheitsvotum!
    Auch, wenn ich mich jetzt hier mit meiner Meinung zu einer Minderheit im Blog bekenne: Ich finde Angela Merkels Flüchtlingspolitik alternativlos und hochintelligent.
    Man sollte das Prinzip deshalb eigentlich sogar noch erweitern. Wenn es irgendwelche Menschen mit Problemen gibt, bietet sie doch jetzt ein tolles Vorbild:
    Ärzte sollten Kranke nicht mehr im Krankenhaus behandeln, sondern sie bei sich zuhause einquartieren. Desgleichen sollten Pfarrer mit verirrten Schäfchen (etwa von der AfD) tun.
    Feuerwehrleute sollte Feuer bei sich zuhause… Nein, ich will das Prinzip auch nicht überstrapazieren.

  95. Teppichbrand
    Lieber Don,
    ich habe nur Ihre Wortwahl in Großbuchstaben hervorgehoben und meine Bedenken gegenüber Leuten, die offensichtlich ZÜNDELN, vorgetragen.
    Da brauchen Sie mir nicht mit dem Hinweis auf homosexuelle Nazis zu kommen. Bitte bleiben Sie doch selbst auf dem Teppich, auch wenn Sie offensichtlich gerne zündeln. Legen Sie lieber die Zündhölzer weg – verträgt sich nicht mit dem Teppich.

    • Ich komme Ihen hier, wie ich will und wenn Ihnen das nicht passt, können Sie auch gern etwas anderes lesen. Grossbuchstaben kenne ich in der Form nur von Rechten, die hier alle keine gute Zeit haben. Ihre angedeueteten Diffamierungen sind ähnlich widerwärtig und abscheulich. Sie verhöhnen und missbrauchen die Opfer der Nazis für billige Unterstellungen.

      Reissen Sie sich am Riemen, oder ich kippe solche Trollversuche in den Müll.

    • Prokreations - Mimesis,
      kritisch gesehen, der Autor heißt Andreas Lombard

  96. Für so eine verquere Logik brauch man schon einiges Talent.
    Da fordern tatsächlich einige Leute das Schwule, Lesben und Alleinerziehende nicht mehr diskriminiert werden und das das auch den Kindern in der Schule näher gebracht werden. Daraus dann einen Angriff oder eine Benachteiligung des eigenen „normalen“ Lebensentwurfs abzuleiten, da gehört schon einiges an verquerer Logik, Narzismus und geradezu Bösartigkeit dazu. Die Vater, Mutter, Kind Familie wird also dadurch diskriminiert dass irgendwann „schwule Sau“ kein Schimpfwort mehr auf dem Schulhof ist.
    Herzlich willkommen in der Welt der AFD, wo man sich selbst zum Opfer stilisiert weil sich plötzlich andere Gruppen gegen ihre Diskriminierung wehren.

    • Schulhof
      Auf dem Schulhof gibt es heute schon die Ansprache „Du Opfer“ unter Buben, und das liegt nicht an einem Zuwenig, sondern an einem Zuviel an larmoyanter Überwältigungspädagogik. Damit ist übrigens noch nichts gesagt darüber, wie die Betreffenden sich tatsächlichen Opfern gegenüber verhielten, oder dass sie sich etwa eigene wünschten. Offenbar aber hat man es geschafft, eine Allergie gegen den Betroffenheitsjargon auszulösen. Eine Reaktion, die mich eher hoffen lässt.

  97. netter Artikel, aber -sorry- ohne Substanz
    ich habe – mich ob der erschreckenden Gewinne der Grünen in meinem geliebten Ländle mit den Wahlergebnissen beschäftigt – auch auf Gemeindeebene. und kann die Aussagen nicht bestätigen. Wenn man Dörfer kennt und deren Bevölkerungsdemografie, die grundsätzlich sehr ausgewogen ist junge Familien, klein und Mittelgewerbe, Angestellte usw überwiegend eine ausgewogene Struktur, muss man die Analyse des Dons anzweifeln. Wenn man tiefer in die Ergebnisse der Wahl auf Gemeindeebene geht muss man (Stichproben) feststellen das CDU und SPD verloren haben und Grüne UND AFD gewonnen haben und zwar auf Ausgenhöhe häufig hat die AFD in absoluten Zahlen mehr Stimmen bekommen!
    Beispielhaft Konstanz http://statistik-bw.de/Wahlen/Landtag/02035000.tab?R=KR311
    nur die Ausgangssituation der Grünen ist eine andere, und im Durchschnitt 30% ist auch nicht so berauschend, dass die einen Höhenflug machen können (bin kein Grünenfan)
    Selbst in Freiburg haben die Grünen nur die Hälfte der Stimmen 4844 hinzugewonnen wie die AFD 9452 der grösste Verlierer war die SPD mit 8444 http://statistik-bw.de/Wahlen/Landtag/02035000.tab?R=KR311

    Also eher mal gucken bevor schreiben. das gilt auch für die Wahlanalysten und die Frage hat IM Erika die Wahl gewonnen.

  98. Echte Sorge - keine Trollerei!
    Lieber Don,
    dass Sie mich für einen Troll halten, kann ich nicht nachvollziehen.
    Ich bleibe weiterhin ob Ihrer Wortwahl und den gezogenen Schlüssen besorgt. Nach Ihrer Analyse hat die AfD in Ba-Wü so viele Stimmen erhalten, weil junge Eltern durch die drohende schulische Aufklärung über Sexualität und unterschiedliche Familienformen in Angst um ihre Kinder und ihre eigene Familie geraten sind.
    Das ist nicht witzig! Noch im Sommer letzten Jahres wäre die AfD wahrscheinlich in keinen einzigen Landtag gewählt worden – trotz Schulaufklärung.
    Dass Sie die Gefühle von queeren Menschen und ihrer Familien und Freunde nicht nachempfinden können, macht mich fassungslos, weil ich Sie ansonsten als sensiblen und überlegten Journalisten eingeschätzt hatte.

    • Pest und Cholera
      Liebe besorgte Mutter,

      wenn es aus der Geschichte eines zu lernen gibt, dann dass die zwanghafte Verbindung der Pest mit der Cholera nicht zur Gesundung des Patienten führen kann.

      Schlimme Dinge müssen schlimme Dinge bleiben können. Sie sollen nicht weiterfressen.

      Dieser Beitrag hat nichts, gar nichts mit Nazis zu tun. Er hat auch nichts mit Ressentiments zu tun. Seit Jahren höre und lese ich dummbrotige Verleumdungen darüber, dass die Nazi-Ressentiments gerade in Ostdeutschland überlebt hätten. Ich kann das Gegenteil beweisen; mittels eines alten Kinderbuchs. Schon in den 70er Jahren wurden dort alternative Familienmodelle und eine alternative sexuelle Identität vorgestellt, und zwar von einem Kommunisten. Das war bei uns ganz normal, bloß bei Ihnen war das schockierend. Und nun ist es nur noch ermüdend, weil sie Ihre Defizite ständig auf andere projezieren, da kann der Artikel noch so harmlos sein.

      Über die Motivation des bekannten Kommunisten für sein Kinderbuch nachzudenken, ist offensichtlich sehr viel zielführender als billige Punkte mit Nazivergleichen. Ich bedanke mich für die Debatte.

    • Titel eingeben
      Also, ich weiß nichts davon, dass ich Sie autorisiert hätte, als authentisches Sprachrohr meiner „queeren“ Empfindungen aufzutreten u. (inquisitorisch) die ägyptische Erstgeburt zu bezeichnen.

    • Sorry, gnädige Frau, aber an dem Tag, an dem Gefühle (!) einzelner Betroffener
      ernsthaft Politik beeinflussen, sollten alle halbwegs vernündtigen Leute mit dem Auswandern beginnen. Und zwar pronto.

      Eine Gesellschaft, in der sich nicht jeden Tag gefühlt viele Menschen verletzt fühlen können, ist theoretisch wie praktisch völlig unmöglich.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Leseverständnis
      Welchen Teil von „Ursachen / Motivationen, die sich aus persönlichen Gesprächen ableiten lassen, für den relativ hohen Wählerzuspruch zur AfD abseits des geliebten Rassismus-Erklärungmusters aufzeigen“ verstehen Sie nicht?

      Die Intention des Bloggers ist eigentlich glasklar ersichtlich, unter Anderem weil sie auch explizit geäußert wird, und hat mal überhaupt nichts mit Auf- oder Abwertung irgendwelcher Mehr- oder Minderheiten und verletzten Gefühlen zu tun – außer eben derjenigen, die ihre Gefühle darin verletzt sehen, dass ihr liebgewonnes Erklärungsmuster in Frage gestellt werden..

    • "Drohende schulische Aufklärung über Sexualität"
      allein dürfte es nicht gewesen sein, da ging es schon um mehr:

      http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/experten-warnen-vor-zu-frueher-aufklaerung-von-kindern-13203307-p4.html?printPagedArticle=true#pageIndex_4

      Es sollte vielleicht über die „Grund“aufklärung hinaus eher Toleranz und wohlwollende Neutralität gegenüber anders gepolten (darf man das so sagen?) Mitschülern gelehrt werden.
      Sexualität ist ebenso wie Religion im Grunde Privatsache, auch wenn es im Moment anders aussieht.

      Mir wäre es peinlich gewesen, im Klassenverbund von einem Lehr(körp)er allzugenau in alle möglichen Sexualpraktiken eingeweiht zu werden.

      Und das Wort „Heteronormativität“ hält für mich keine Schrecken bereit, es wirkt mittlerweile eher beruhigend.

    • Titel eingeben
      @Besorgte Mutter: Dass SIE die Gefühle non „normalen“ Menschen (90 bis 95% der Bevölkerung) nicht nachempfinden können, mach nun wieder mich zwar nicht „fassungslos“ aber erstaunt. Was haben deren Gefühle mit dem Thema zu tun. Dren „Gefühle“ werden zumeist auch nur vorgeschoben, um Posten, Geld & Macht zu bekommen, wie z.B. die mehr als 200 „Professor_*_X_Innen oder wie immer sie sich nennen, die „wissenschaftlich“ GAR NIX leisten.
      Kurz es geht nicht um Gefühle einer winzigen (zum Teil auch nur schick-modischen) Klientel, sondern um die Gefühle von all den Millionen anderen, der Mehrheit der Bevölkerung, und haben wirklich die hier oben vo,m Don berichteten Sorgen, Ängste, Befürchtungen, Erfahrungen und deren Argumente entbehren nicht einer gewissen Logik, dazu muss man allerdings Ideologie beiseite lassen.
      Oder anders: Die Gefühle irgendeiner Lesbe, oder Quotenfrau, die sich per Deppenmedien (Twitter, Facebook) wichtig macht, aber nix leistet, nix kann, sind mit schnurz.

    • Titel eingeben
      „Noch im Sommer letzten Jahres wäre die AfD wahrscheinlich in keinen einzigen Landtag gewählt worden“ Das ist richtig, und das war eben noch vor Merkels „Tor macht hoch“-Invasionsbooster. Die Abneigung, bereits kleine Kinder mit Minderheitenkonzepten belatschern zu lassen, hat sich jedoch ebenfalls aufgebaut. Ich wundere mich nur, daß ihre Besorgtheit nicht der Zukunft Ihrer Kinder gilt – wenn Sie Enkel haben wollen, müssen die zwangsläufig zuvörderst Heterosexualität kennen, denn alles andere ist zwar netter Zeitvertreib, aber bringt keine Kinder hervor – sondern LGBT-Minderminderheiten, also dem Seltenen vom Seltenen, das die wenigsten je im Leben tangieren wird.
      Ich hörte Schwule mal von „Schwulenmuttis“ sprechen, und fragte mich, was das wohl ist. Vielleicht so jemand wie Sie.

    • WIe bitte?
      „Nach Ihrer Analyse hat die AfD in Ba-Wü so viele Stimmen erhalten, weil junge Eltern durch die drohende schulische Aufklärung über Sexualität und unterschiedliche Familienformen in Angst um ihre Kinder und ihre eigene Familie geraten sind.
      Das ist nicht witzig!“

      Sorry, aber das ist sogar sehr witzig! Leider bleibt einem das Lachen ob solch lächerlich, primitiver Weltanschauung im Halse stecken.

      Die meisten Menschen sind selbst in Deutschland froh darüber, dass die Verklemmten die noch vor wenigen Jahrzehnten jede nachvollgende Generation verblöden wollte mittlerweile am Aussterben sind.

      JEDE Form der Sexualität unter gleichgesinnten Freiwilligen ist gleichberechtigt.

      Sie fürchten zu Recht um ihr Spiesseridyll, weil ihr Unterbewusstes wohl weiss, dass vielleicht doch nicht alles so Bunte-Illustrierten-mässig ist, wenn man mal genauer hinguckt.

      Keiner hat ein Recht Ihnen dreinzureden, wenn das der Lifestyle ist, den sie wollen. Aber bitte bei der Realität bleiben! Es waren ihresgleichen die Generation nach Generation manipuliert haben, nicht umgekehrt!

    • @Krächzit
      Da haben sie jetzt ein paar Meter zu kurz gedacht:

      „Mir wäre es peinlich gewesen, im Klassenverbund von einem Lehr(körp)er allzugenau in alle möglichen Sexualpraktiken eingeweiht zu werden.“

      Genau das ist der Grund warum diese Art von Bildung nötig ist!
      Es geht darum die von aussen aufgezwungenen Konditionierungen aufzuweichen, damit JEDER seine eigene Sexualität finden kann.

      Oder glauben sie, dass da so mancher Lehrer so manchen unbedarften Knaben oder Mädel zu etwas „Unsittlichem“ überreden will? Dann sollten sie mal mit einem Therapeuten über ihre eigenen unterdrückten sexuellen Wünsche sprechen…. ;-)

    • @TDV
      Guter Mann,

      verschonen Sie mich bitte fürderhin mit derlei herablassenden Belehrungen.

      „Mir wäre es peinlich gewesen, im Klassenverbund von einem Lehr(körp)er allzugenau in alle möglichen Sexualpraktiken eingeweiht zu werden.“

      habe ich geschrieben, weil ich mich für die meisten unserer Lehrer hätte fremdschämen müssen, wenn sie uns die Geheimnisse der Sexualität (die ich schon früh kannte) ebenso
      holprig erklärt hätten, wie die Schönheit der Mathematik.

      Sie verstehen hier generell vieles falsch, vielleicht um sich schöne Gelegenheiten zu schaffen, anderen recht onkelhaft die Welt zu erklären?

  99. Es besteht noch Hoffnung
    Mei, is des schön, was der Don schreibt. Es baut mi alleweil wieder auf.
    Ich bin am Wochenende im fränkisch-thüringischen Grenzgebiet herumgestiefelt und musste auch da immer wieder sagen: mei, is des schön!
    Die Leute im Dorf sagten: wir haben jetzt auch eine Familie im Dorf. Wenn es überall so organisiert werden würde, könnt‘ eigentlich scho was draus wern. Aber mit allen diesen Massenlagern und (halb-)staatlichen Fürsorgern und Aufsehern, gehen wir schweren Zeiten entgegen. Oder noch schlimmeren. Wenn überhaupt, dann kommt die Rettung vom Land.

  100. Schon erstaunlich, was so alles mit den Flüchtlingen verknüpft wird - und vor allem wie.
    Irgendwie meine ich mich zu erinnern, daß das Ende der Groß- und Klein- bzw. Kernfamilie schon lange Zeit vor den aktuellen Flüchtlingsbewegungen eingeläutet wurde. Es begann wohl mit damit, daß Frauen erlaubt wurde, auch gegen den Willen ihrer Männer einer Erwerbstätigkeit nachzugehen. Und sooo lange ist das ja auch noch nicht her. Mit den Grünen kam dann die weitergehende Befreiung der Frauen vom Joch des Patriarchats, an dem die 68er nicht unbeteiligt waren. Aber auch die SPD hat sich diesbezüglich wenig vorzuwerfen. Man denke nur mal an den Zwang zum Doppelverdienerdasein. Feministinnen und Genderideologen hatten endlich eine Heimat gefunden. Ob die Suffragetten wohl geahnt und gewollt haben, welchen Stein sie da ins Rollen gebracht haben?

    Allerdings denke ich nicht, daß solche Überlegungen in großer Zahl zum Kreuzchen bei der AfD führten. Dafür waren wohl eher der Euro, die Flüchtlinge als solche und bei manchen sicher auch die Hoffnung auf mehr direkte Demokratie verantwortlich. Wobei Letzteres zumindest mir als recht abwegig bei der AfD erscheint.

    Die Zeiten der Familie als Keimzelle der Gesellschaft, gern auch die der Großfamilie, sind zwar schon lange Geschichte, könnten aber durch die Flüchtlinge neue Bedeutung erlangen. Denn im Gegensatz zu unserer durch und durch unsolidarischen Gesellschaft von Einzelkämpfer/inne/n stammen die Flüchtlinge noch aus Gesellschaften, die die Familie hoch halten.

    • Hoch halten müssen, die Familie - denn sie kommen aus einem
      Kulturkreis, ohne gesetzliche Renten- und Krankenversicherung. Auch von einer Arbeitslosenversicherung in jenen Ländern habe ich bisher noch nicht gehört.
      Und ja, Kinderreichtum ist in solchen Ländern wirklich „Reichtum“, denn die Familienbande schnüren den Einzelnen so fest an den Clan, dass einer für den anderen einstehen muss!! – und sich wohl auch gegen andere außerhalb des Clans heftig abgrenzt, wenn ein, auch vermeintlicher Angriff, auf das eigene System erfolgt.
      Freundinnen von mir mit einem angeheirateten Mann aus jenen Kreisen können berichten, dass wenn Anfragen aus dem Clan hinsichtlich finanzieller Unterstützung kommen, diese nicht abschlägig beschieden werden dürfen, egal wie prekär die eigene Situation ist.
      Auch wenn der Clan entscheidet, jemanden zu schicken muss der ins eigene Heim aufgenommen werden, um das Gesicht nicht zu verlieren – und dem Gast obliegt es zu entscheiden, wann er die Wohnung wieder verlässt.

      Wie die Bevölkerungsexplosion und die fehlenden Ressourcen in den sogenannten sich zu entwickelnden Ländern mit zum Exodus führt – denn es sind beileibe nicht nur Menschen aus Kriegsgebieten, die sich auf Wanderschaft ins EL Dorado begeben – beschreibt Heinsohn.

      Da prallen Welten aufeinander – und wir sind hier zum Großteil vollkommen ahnungslos, was da auf uns zuströmt. Vielleicht erkennen die auf dem Land, mit dem traditionellen Hintergrund, doch schon eher, was läuft.
      Es ist ein Fass ohne Boden – und die Einbildung, die, die da kommen, würden sich „integrieren“, was immer unsere Großkopferten darunter verstehen, ist für die Hasen.

      Und wenn die Sozialsysteme dann ausgeblutet sind, sind sie im Vorteil, die hierher gekommenen – eben weil deren Familienbande noch festen Bestand haben und die Verhältnisse dann dort wie hier gleich sind.

    • Titel eingeben
      „Joch des Patriarchiats“?
      Anno ’82 (Gründung der Grünen)?
      .
      Offenbar sind Sie noch nicht alt genug um zurückblicken zu können, wer was wann und warum…

    • Zusammenhalt der Familien
      @ Otto Meier „Die Zeiten der Familie als Keimzelle der Gesellschaft, gern auch die der Großfamilie, sind zwar schon lange Geschichte, könnten aber durch die Flüchtlinge neue Bedeutung erlangen. Denn im Gegensatz zu unserer durch und durch unsolidarischen Gesellschaft von Einzelkämpfer/inne/n stammen die Flüchtlinge noch aus Gesellschaften, die die Familie hoch halten.“

      Ich halte die Familien nicht für unsolidarisch. Was glauben Sie, wie viele Familien ihre Kinder, die z.B. an der Uni prekär beschäftigt sind bzw. Praktikum-Hopping machen, finanziell unterstützen, damit diese nicht in die Lage kommen, Hartz-IV beantragen zu müssen, z.B. als Aufstockung. Das können auch z.B. junge Hochschulabsolventen sein, die nicht gleich einen Job finden. Diese Familien wollen ihrem Kind die Demütigung und die Drangsalierung ersparen, bis hin zum Zwang, jeden Job annehmen zu müssen (wodurch die Karriereträume evtl. endgültig ausgeträumt sind). Diese jungen Menschen können sich noch vom Wohlstand profitieren, den ihre Eltern aufgebaut haben – ja, noch… Dass ist die Kraft, die Vieles an der Misere in diesem Land noch übertünchen kann. Die Familien rücken in der Not zusammen, schützen ihre Kinder, solange es möglich ist, das ist keine Ausnahme. Und das müssen auch keine Großfamilien sein.

    • Mein lieber Klaus, sorry für die plumpe Anrede, konnte ich mir nicht verkneifen. ;-)
      1919 erhielten die Frauen das Wahlrecht.

      Seit 1949 gelten Frauen, zumindest theoretisch, als gleichberechtigt.

      Bis 1958 hatte der Mann das alleinige Bestimmungsrecht über Frau und Kinder. Hatte er der Frau erlaubt zu arbeiten, verwaltete er ihren Lohn. Und, Frauen durften nur mit Erlaubnis des Mannes den Führerschein machen.

      Bis 1962 durften Frauen ohne Erlaubnis ihres Mannes kein eigenes Bankkonto eröffnen.

      Erst seit 1969/70 sind Frauen voll geschäftsfähig.

      1977 endet das Recht des Ehemannes am Recht auf Arbeit der Ehefrau.

      1995 endet die generelle Strafbarkeit der Abtreibung.

      1997 Sexuelle Gewalt in der Ehe wird strafbar.

      Und noch eine Anekdote aus Bayern: Dort mußten Lehrerinnen nach der Heirat ihren Beruf aufgeben, qua Gesetz.

      Sie sehen, sooo lange ist das alles noch nicht her.

    • @Gast
      Zumindest haben Sie noch eine Vorstellung davon, welche Vorteile familiäre Bindungen besitzen. Daß es auch Nachteile gibt, das ist wohl immer so. Andererseits, auch bei den Migranten scheint das Überleben der Familie in unserer Gesellschaft nur eine Frage von Generationen zu sein, der Kinderreichtum findet denn auch recht schnell ein Ende. Mich erinnert das immer an die Zeit der Industrialisierung und die Einführung der Sozialversicherungen in Deutschland.

      Zu Integration und Assimilation hatte ich bereits an anderer Stelle im Zusammenhang mit der kulturellen Identität geschrieben, daß durch das Nebeneinander der kulturellen Identitäten am Ende nur eine Vielzahl von Parallelgesellschaften entsteht, die die Gesamtgesellschaft auf Dauer zerstören können, vermutlich auch werden – siehe den Meltingpot.

    • Tamarisque, Familien sind in der Regel nicht unsolidarisch,
      aber das habe ich auch nicht geschrieben. Vielmehr schrieb ich, die Gesellschaft ist unsolidarisch. Und die besteht immer weniger aus Familien, die diese Bezeichnung noch verdienen. Denn wenn die Kinder teilweise schon ab dem sechsten Monat überwiegend fremdbetreut werden und sich das Familienleben mehr oder weniger nur noch an ein oder maximal zwei Tagen am Wochenende abspielt, dann ist das nicht mein Verständnis von Familie. Daran ändern Geld und finanzielle Unterstützung nicht das Geringste. Wer den Unterschied zwischen intakten und nicht intakten Familien kennt, weiß, was ich meine.

  101. AfD und Homosexualität
    Ich beobachte die deutsche Innenpolitik ja nur aus der Distanz und kenne die AfD auch nur aus ihren Internetauftritten: Stellungnahmen gegen Homosexuelle sind mir da nicht aufgefallen. Es gibt unter dem Dach des AfD-Intenetauftrittes auch eine Kolumne eines Homosexuellen, der halt nicht schrill lebt und zur Zeit wird dort in Teilaufsätzen ein Essay publiziert, der die schwer ideologisierte Prokreations-Mimesis behandelt. Aber gegen homosexuelle Lebenspartnerschaften wird dort nicht agitiert.

    • Warum sollte die AfD als Partei auch "gegen HOmosexuelle" sein?
      Das ist letztlich jedes Privatangelegenheit.
      Politisch wird es abver, wenn aus Staatsgeldern Homosexuelle gefördert werden oder wenn Queersonstwas als Neue Norm ausgerufen wird. Heißt, wenn das Geld und die Werte der anderen verkonsumiert werden! Sexualität ist aber Privatsache, warum also das Geld der Anderen verprosten?

      Was die AfD aber ist, sie ist für funktionierende Familien. Familie ist zwar auch „Privatsache“, aber eine, die viel nach außen in die Gesellschaft generiert. Und daher muss sich die Gesellschaft auch dahingehend investieren, dass die „Privatsache Familie“ auch machbar bleibt!

    • naja,
      verschiedene Positionen der AfD sind ja noch unausgegoren; Sie, lieber Patrick Feldmann, argumentieren mit liberalen Zugängen („Privatsache“); ich denke, Akzeptanz der Homosexuellen ist ein gesellschaftlicher Standard, hinter den man einfach nicht mehr zurück gehen kann.
      Allerdings finden bei der AfD auch Verärgerte der rkK ein Forum; als ich vorhin meinem Hund die Pfoten abwischte, fiels mir ein (bei unangenehmen Putzarbeiten fällt mir glücklicherweise immer was ein): es wird moniert, wie stark homosexuelle Aktivisten bei Katholikentagen etc. mit Arbeitsgruppen präsent sind.

    • Sehr geehrte Foersterliesel!
      Wir stimmen in der Sache überein, aber da die Hauptdisziplin gengüber der AfD in (Naserümpfen und) Unterstellungen besteht und die Leute sich nur seltenst mit der wirklichen Programmatik und den dahinterstehenden gesellschaftlichen Problemerfassungen beschäftigen, müsste man eigentlich in vielen Diskussionen schlicht hineingrätschen, um die Sache in Realitätskontakt zu bringen.

      Ich tue das hier im Forum nicht, da ich den Blog des Autors nicht in Richtung AfD-Forum deformieren will. Es ist besser, bei den Themen zu bleiben, die der Autor hier selbst stellt, und ich halte mich an sein „Hausrecht“, weil es SEIN ARTIKEL und Blog ist und er hier -ungewöhnlich in dieser Zeit- im Nebenzug das Forum zur Diskussion bereitstellt und sich der Mühe dazu unterzieht.

      Aber hier nur ein kurzer Hinweis auf einen FAZ (!) Artikel von heute, der endlich wieder einmal sachlich auf die AfD-Aussagen bezug nimmt,- anders als die Wahlschriften eines Justus Bender.
      http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/was-steht-im-programmentwurf-der-afd-14138552.html.

      Als Katholik finde ich übrigens auch, dass Homosexuellen „Verbände“ ebenso wie viele andere Verbände nur randständig auf Katholikentage gehören. Ich halte diese Politisierung für kontraproduktiv im Sinne von foxrommel (s.u., einer der letzten Kommentare)

      mit gutem Gruß
      P.Feldmann

    • franz feldmann @ 22. März 2016 um 10:36 Uhr
      franz feldmann sagt:
      „Als Katholik finde ich übrigens auch, dass Homosexuellen „Verbände“ ebenso wie viele andere Verbände nur randständig auf Katholikentage gehören. Ich halte diese Politisierung für kontraproduktiv im Sinne von foxrommel (s.u., einer der letzten Kommentare)“

      Sie haben leider gar nichts kapiert. Gerade gegen Politisierung, d.h. der Instrumentalisierung vermeintlich schwuler Anliegen wehre ich mich ja, lesen Sie doch noch mal nach, dann werden Sie das verstehen. Keiner darf die schwule Keule schwingen, um irgendwelche Interessen durchzusetzen, die meistens nicht die der Schwulen sind, sondern die ganz anderer.
      Und schon gar nicht auf dem Katholikentag.

      Denn da stimme ich Ihnen zu. Ich war zehn Jahre Ministrant.

    • @foxrommel: "Sie(also ich,PF) haben gar nichts kapiert"
      Beim Lesen Ihrer Erwiderung kapiere ich allerdings nicht, wo Sie meinen, ich widerspräche dem von Ihnen Gesagten!
      mfG

    • "franz Feldmann" bin ich
      das ist nur meine Faz-Anmeldg.

  102. Es ist schade
    Das sich die Politik so weit nach links entwickelt hat.
    Vorgestern war ein sehr intereesanter in der Welt, glaube ich, über die AfD und deren Parteiprogramm. Die Partei passt nicht in die bisher gültigen Schemata. Daß heißt sie übernimmt, das Soziale der Linken, die Skepsis Fremden gegenüber von den Liberalten und den Antikapitalismus von den Grünen/Linken. Eigentlich finde ich das gar nicht schlecht, weil es genau das anspricht, was die Leute beschäftigt. Sie stellen nicht die Ideologie über den gesunden Menschenverstand. Bleibt spannend was draus wird.

  103. Auf der Suche nach den allseits beklagten Hasskommentaren
    bin ich auch hier nicht fündig geworden. Entweder schreiben Sie die „richtigen“ Texte oder Sie sind sehr schnell beim liquidieren derartiger Meinungsäußerungen. „Don Alphonso, nicht dein Ernst?!“ kommentierte neulich eine Freundin aus dem Linksmilieu anlässlich eines geteilten Beitrages über linkes Denunziantentum. Zu spät.

    • Freunde
      Da fiel es mir wieder einmal wie Schuppen aus den Ha… äh: von den Augen, wie gut es ist, überhaupt keine „Freunde*Innen“ zu haben, allerhöchstens Bekannte.

      Werter Don Alphonso, das war eine der besten Betrachtungen, die ich in den letzten Monaten lesen konnte.

  104. Alles ändert sich immer
    2001 legte RotGrün mit der Süssmuth-Kommission
    einen Bericht zur Zuwanderung vor.
    Die CDU – damals in der Opposition – erkannte:
    „Die Union ist strikt gegen eine Zuwanderung aus demo-
    graphischen Gründen. Im Übrigen dürfe die Gesamtzahl
    der Zuwanderer nicht größer als heute werden.
    Dies überfordere die Gesellschaft.
    Der Alterungsprozess der Gesellschaft muss nach ihrer
    Auffassung durch familienpolitische Maßnahmen bekämpft
    werden. Die Süssmuth-Kommission indes befürwortet
    Zuwanderung auch aus demographischen Gründen.“
    Klare Kante – eigentlich.
    http://www.welt.de/print-welt/article461223/Zwischen-den-Fronten-II.html
    .
    Der Bevölkerungswissenschaftler Herwig Birg bestätigt
    die damalige Sicht der CDU. Massenintegration in unser
    Sozialsystem sei der falsche Weg der Demographie zu
    begegnen. Bildung der eigenen Bevölkerung sei der richtige
    Ansatz; damit würde Vertrauen in die eigene Kraft gestärkt,
    die sich auch „familienpolitisch“ wirksam erweisen würde.
    Schulen? Bildung? Die böse schwarze Null schlug zu.
    .
    Der helle Wahnsinn, dass die CDU es zulässt,
    dass ihre Kanzlerin nun genau das Gegenteil zur
    damaligen Erkenntnis durchsetzt.

    • Sie haben da was Grundsätzliches nicht verstanden...
      Das Problem ist nämlich, dass da nicht eine falscher Plan von Merkel dahintersteckt.

      Es ist wie üblich. Sie hat NIEMALS einen Plan. Ihr ganzes politisches Können bestand von Anfang an aus einem bodenlosen Opportunismus der prinzipiell stets sein Mäntelchen nach dem Wind hängt und niemals einen eigenen eindeutigen Standpunbkt vertritt.

      Diesmal hatte sie zwei sich äusserst unangenehm widersprechende Positionen zur Auswahl, und keine bot ihr die übliche grosse Mehrheit, also tat sie gar nichts.
      Wie sie meines Wissens auch jetzt noch immer nicht wirklich etwas tut, ausser Säcke voller Steuergelder Richtung Erdogan zu schmeissen.
      Die grosse Frustration und der grosse Ärger den auch hier im Blog so mancher über Mertkel empfindet hat seinen Ursprung in dem Ärger über sich selbst, diese Dame so lange verkannt zu haben!
      Sie sind an dem Punkt noch gar nicht angelangt?

  105. Zündung!
    Werter Don,

    danke für den überaus hellsichtigen Artikel.

    Ich habe gestern meinen Vater im Krankenhaus nach seinem Schalganfall besucht.
    Er hat das Feuilleton der FAZ nicht geliebt, er hat es nicht mal gekannt, als Arbeiter.
    Da ist kein Geld für die polnische Perle und nichts was zu versilbern wäre, nur die Ansprüche an die Rentenkasse und die (Wohltaten) Reste des Sozialstaates.

    Wir, meine Frau und ich, haben gestern abend diskutiert was unsere Optionen sind.

    Es kommt dann der Moment an dem sich Bildung, akademische Ausbildung und Berufserfahrung auszahlen.
    Schnell haben wir die wahrscheinlichen von den unwahrscheinlichen Zukunftsszenarien getrennt.
    Stuck und Kronleuchter gehören nicht dazu.

    Es kommt danach der Moment an dem der fette, weiße, alte, herero Mann (TM) dieses Kratzen in der Kehle bekommt und den Blick eines Fallschirmjägers in Dien Bien Phu

    Er fühlt dass er diese Schlacht verlieren wird:
    Ein guter Vater sein- Die Kinder großziehen

    Ein guter Sohn sein – die Eltern versorgen

    Ein guter Mann sein- die Frau, die man liebt glücklich machen

    Ein guter Geschäftsmann sein – Geld für alles verdienen, die Hypothek
    abzahlen und für das eigene Alter für sich und seine Frau vorsorgen.

    Ein guter Bürger sein – Nicht rechts wählen, Willkommenswinken, Den Bildungsplan toll finden, das Binnen I oder ProfX toll finden

    Ein guter Mensch sein- Seinen Ökologischen Fußabdruck verringern, das Klima retten, CO2 sparen, die Energiewende bezahlen und unterstützen

    Der alte, fette, weiße, hetero Mann (TM) hat gesehen wie die Wekbänke, die IT, die Verwaltungs und Büroarbeit offshored, nearshored, bestshored und ganz gestrichen wurde.
    Seine Optionen (und vielleicht die seiner Kinder) weniger, nicht mehr werden.

    Sie zünden eine Plutonium Bombe indem sie von ALLEN SEITEN eine homogenen DRUCKWELLE in das Bombenmaterial senden.

    Staatsschuldenkrise, Euro-Krise, Islamischer Terrorismus, Energiewende, Flüchtlingskrise, Klimawandel, Demographischer Wandel, Globalisierung, Multipolare Weltordnung, 0-Zins Politik,…

    Macht sich alles gut im Feuilleton, kann man gut darüber bloggen, landet aber immer als Druckwelle in den Familien beim fetten, alten weißen ,hetero Mann (TM).
    Zumeist als Kosten, als Verlust, als was abzugeben und zu teilen ist, mit den Flüchtlingen, mit der Welt, mit künftigen Generationen.

    Der alte, fette, weiße, hetero Mann (TM) ist gewaltig unter Druck und er kriegt die apokalyptischen Prophezeiungen und gesellschaftlichen Unsinn an dem sich die Politik ausgerichtet hat mit den unmittelnbaren realen Anforderungen und Notwendigkeiten in seinem Leben nicht mehr zusammen.

    Das glättet niemand mehr mit einem Crystal Beck getwitter, Stamtisch Besuchen oder bräsigen Landesvater Plakaten.

    Was sagte der Mann ,der vom Hochaus sprang, als er am 5 Stock vorbeiflog? :“Bis hier gings noch gut“.

    • Libanon. Das Stichwort ist Libanon. Libanon und der schwarze September davor. Israelis wissen das. Für ie Deutschen war das zu weit weg.

    • anonymous_content @ 21. März 2016 um 12:49 Uhr
      „Der alte, fette, weiße, hetero Mann (TM) ist gewaltig unter Druck und er kriegt die apokalyptischen Prophezeiungen und gesellschaftlichen Unsinn an dem sich die Politik ausgerichtet hat mit den unmittelnbaren realen Anforderungen und Notwendigkeiten in seinem Leben nicht mehr zusammen.“

      Ich kann Sie sehr gut verstehen, sehr viele können das, weil sehr viele in der gleichen Situation sind. Zusammenhalten ist jetzt wichtig. Es ist das einzige, das weiterhilft.

    • @ a.c.
      Natürlich ist ihre „Analyse“ recht gut, nur das Wesentliche übersehen Menschen sie immer!
      Was auch immer kommen wird, „der alte, fette, weiße, hetero Mann“ wird auch danach überall die Macht und die übrig gebliebenen Immobilien besitzen (wobei sie das mit dem hetero beser weg lassen sollen).
      Und wo der alte, fette, weiße Mann dsa nicht tuit, da tut es der alte, fette, nicht-weisse, Mann, im Gegensatz zum weit-verbreiten Irrtum sond Farbige, Frauen und Behinderte keineswegs die besseren Menschen

  106. @ 21. März 2016 um 08:02 Uhr - Verteilungskampf: Der Konzernchef
    Der Konzernchef sagt gar nichts. Der lässt den Schröder oder die Merkel oder den Gabriel holen. Die knöpfen dann dem schwäbischen Familienvater mit viel Gelaber X-0 Kekse (X=alle) ab. Sie sprechen davon, dass der schwäbische Familienvater ein Opfer bringen muss, damit Deutschland ja wettbewerbsfähig bleibt. Und damit der Familienvater oder die Familienmutter oder wer auch sonst der niederen Stände (Klassen) ja auch keine Chance hat, sich zu wehren, nehmen Schröder, Merkel und Gabriel ihn (heute) aus zwei Richtungen in die Zange: EU(RO)+TTIP aus der einen Richtung und Willkommenskultur für jedermann aus der anderen Richtung. Früher hätte ich statt von der Willkommenskultur von Hartz IV geschrieben. Aber die Flüchtlinge sind heutzutage eine von zwei Abrissbirnen des Sozialstaates. (Die werden einfach besser als Hartz IV zur Disziplinierung taugen.) Die andere Abrissbirne ist EU(RO)+TTIP. Das Ziel, das erreicht werden soll, ist die marktkonforme Demokratie. Merkel hat das schon vor längerer Zeit verkündet. Da gibt es dann keine Menschen mehr (seien es nun schwäbische Familienväter, Deutsche, Ausländer, Netzfeministen oder oder oder…), sondern nur noch viele Humankapitale, die in Konkurrenz zueinander stehen.

    So etwas wie das Schüren von Ausländerfeindlichkeit oder Fremdenhass haben Konzernchefs heute einfach nicht mehr nötig.

    Der Konzernchef ist hier auch nicht das Problem. Auch der Flüchtling (Ausländer) ist nicht das Problem. Ja, und nicht einmal Schröder, Gabriel und Merkel sind das eigentliche Problem. Das Problem ist in gewisser Weise der schwäbische Familienvater. Weil er es sich gefallen lässt, für doof verkauft zu werden. Aber das stimmt eigentlich auch nicht. Er ist ja nicht doof. Er möchte auch nicht für doof verkauft werden. Nur hat er eben das Problem, dass die andere Seite den Sozialkontrakt einseitig aufgekündigt hat. Er aber muss sich weiterhin an seinen Teil der Abmachung halten (z. B. arbeiten, Steuern zahlen, sich an Gesetze halten,…). Hinzu kommt, dass er nicht die Mittel hat, die andere Seite für den Bruch der Abmachung zu sanktionieren. Merkel und Gabriel und ihre Helfershelfer in den Parlamenten brauchen sich nicht an die Gesetze halten, sie machen sie. Und bei Wahlen kann man sie auch nicht abstrafen. Damit meine ich nicht nur ein Verhalten, wie UvdL es an den Tag gelegt hat („Die Niederlage ist ein Sieg.“). Nein, damit meine ich vielmehr das Koalieren. Reicht es nicht für eine der ‚etablierten‘ Parteien allein, wird koaliert. Erst in einer kleinen Koalition (z. B. CDU/CSU+FDP). Reicht das nicht, kommt eine große Koalition wie jetzt im Bund. Reicht auch das nicht mehr, dann gibt es die Ampel oder Jamaika oder Kenia etc. Und solange das funktioniert, haben Merkel & Co. einen Freifahrtschein. Die Frage wäre, was passieren würde, wenn es nicht mehr funktionierte. Vielleicht kommen die ‚Eliten‘ dann auf die Idee, die neue Partei einzubinden. Schaut man sich die deutsche Geschichte an, gab es einmal einen Versuch. Dieser Versuch ist grandios gescheitert. Andererseits muss man aber auch sagen, dass das Ziel der damaligen ‚Eliten‘ war, die Demokratie zu beseitigen.
    Keine Sorge, ich will die Bundesrepublik nicht mit der Weimarer Republik in eins setzen. Merkel ist für mich auch nicht DDR 2.0 (wenn überhaupt hat sie was von Brüning an sich, aber da wären wir dann doch wieder bei Weimar). Ich muss aber auch gestehen, dass ich momentan den Eindruck habe, dass die Böcke den Gärtner machen. Und ja, wie kann man das ändern? Anders gefragt: Ist das System von Innen heraus reformierbar??

    P.S.: Ironie der Geschichte ist, dass das – nennen wir es mal verknappt so – neoliberale Projekt sich momentan ausgerechnet ‚linker‘ Ideen bedient, um den Sozialstaat alter Prägung endgültig sturmreif zu schießen, und dass die ‚Linken‘ dabei auch noch begeistert mitmachen. Aber da wären wir wieder bei der Frage, was es heute eigentlich bedeutet, wenn man von ‚links‘ ist oder sein will oder zu sein behauptet.

    • kluger Kommentar, Herr Cremer,
      gerade auch in den Schlussfolgerungen (Ironie der Geschichte ist…)!
      Danke

    • Säkularer Millenarismus
      Die von ihnen beschriebenen Linken sind natürlich, wenn ich so sagen darf, Gefühls- und keine Kalkül-Linken. Den ersten Typus habe ich zu Studienzeiten zahlreich unter den noch nicht auf den bürgerlichen Karriereweg auf Etwas mit Medien oder Ökologie oder Psychobabble oder Tarockkarten oder [nach Belieben durch weitere Irrationalismen zu ergänzen] umgeschwenkten K-Grüpplern kennengelernt. Eine unbändige Sehnsucht auf den „Großen Morgen“, an dem man, nachdem in der Nacht zuvor alles zerdeppert wurde, dann endlich die völlig ideale Gesellschaft aufbauen können würde. Die Züge der alten Gesellschaft, die man völlig beseitigen wollte, waren ja allein durch böswillige Bedrückung erklärbar und nicht etwa ein Preis, den eine Gesellschaft für Anderes zu bezahlen hatte, das durchaus angenehm ist; aber das vielleicht durch Gewöhnung ganz selbstverständlich und vermeintlich unverlierbar geworden war. (Entre nous: Die Benachteiligten und Begünstigten können natürlich ziemlich auseinanderfallen, und das ist der einzige Skandal an solchen Quidproquos.) Aber vom Zerdeppern wollten sie partout nicht ablassen, auf Vorschläge in dieser Richtung kam dann oft ein entsetzt-entgeistertes „Aber dann gibt es ja gar keine Hoffnung mehr!“ Merke: Das Reich Gottes auf Erden – und am Ende notgedrungen eben was auch immer übrig bleibt, wenn man es erstaunlicherweise doch nicht erreicht. Ich bin überzeugt, selbst in zehn Jahren, wenn sich noch der Letzte die Nickeligkeiten der Geschichte beim derzeitigen kühnen Sprung ins Unbekannte wird eingestehn müssen, wird man gleichwohl noch manchen sagen hören, „Nun gut, was der Mecklenburger Sturkopf da angefangen hat, konnte ja nicht gutgehen – aber dass sie es, anders als andere, wenigstens versucht hat, ehrt sie doch sehr.“ Die Parusiehoffnung scheint als Fallout des christlichen Himmels in die derzeit zumeist eher säkularen emphatischen Hohlköpfe geraten zu sein.

      Es handelt sich also um Unreife, und manche bleiben ihr Lebtag lang so. Und warum? Ein recht jung gebliebener Text drückt es trefflich aus:

      „Faulheit und Feigheit sind die Ursachen, warum ein so großer Theil der Menschen, nachdem sie die Natur längst von fremder Leitung frei gesprochen, dennoch gerne Zeitlebens unmündig bleiben; und warum es Anderen so leicht wird, sich zu deren Vormündern aufzuwerfen. Es ist so bequem, unmündig zu sein. …“

      Wobei die Feigheit allerdings auch dem schwäbischen Familienvater zugeschrieben werden muss. Anderswo wurden Bourbonenköpfe schon durch hölzerne Lünetten gesteckt, weil man dort etwas aufsässiger ist. Man muss ja nicht unbedingt so weit gehen, doch etwas Rasenbetreten täte doch vielleicht manchmal ganz gut. Aber dem deutsche Michel wird schon bang, wenn nach vier Jahren durch Wahlen die Regierung wechseln könnte; das Ideal ist anscheinend zwanzigjährige Herrschaft, wegen der Stabilität. Als Bonus gibt’s Cäsarenwahn.

      Eine weitere Paradoxie ist übrigens, dass gerade Menschen, die sich gewöhnlich am liebsten auch noch gegen das Zerbrechen von Plastikkämmen bei der Morgentoilette versichern wollten, nun mit Begeisterung beim Sprung ins Unbekannte dabei sind. Oder vielleicht doch keine Paradoxie – sie fürchten eben, wie man es ihnen einredet, und sie hoffen auch, wie man es ihnen einredet. Das Heil liegt anscheinend allein im Glauben, und was man am Ende erreicht oder anrichtet, kommt gar nicht in Betracht.

  107. Nachvollziehbares Verhalten
    Ich kann gut verstehen, dass Eltern gegen die fortzierte Aufklärung über variable Sexverhalten sind und sich deswegen an die konservativ daherkommende AvD halten. Kinder und Jugendliche entwickeln sich schließlich sehr unterschiedlich. Was für den einen aufschlussreich ist, ist für andere Gleichaltrige einfach nur unangenehm, weil sie noch zu jung sind. Dass man letztere trotz ihrer Unreife aufklärt, ist in ihrem eigenen Interesse. Aber mehr ist nicht nötig. Außerdem gibt es Leute, die Sex für etwas Privates halten und konsequenterweise gibt es auch Kinder, die über die verschiedensten Varianten nicht im Schulklassenverband reden wollen.

    • Es ist insgesamt ein schweres Thema, weil dann gleih der nächste kommen und anderes auf den Lehrplan setzen will: Alternativen zur Evolution, Wehrertüchtigung… mir ist schon klar, dass das Thema komple ist. So wie es in meiner Schulzeit war, mit Verweisen wegen Plabo, war es auch nicht gut.

    • @DA, 21. März 2016, 15:46 Uhr
      Was ist „Plabo“?

  108. Stiller Fan vom Polarkreis
    Lieber Don, vielen Dank für die gelungenen Texte der vergangenen Monate, die auch hier an der Ostsee sehr gern gelesen werden.

    Es ist immerhin zu erkennen, daß in manchen Bereichen Deutschlands noch Vernunft und gesunder Menschenverstand vorhanden ist.

    Nach meiner Einschätzung sind in Deutschland die Koordinaten der Vernunft völlig durcheinander geraten. Ich muß aber ehrlich zugeben, daß mich nach der Lektüre Ihres Blogs meine Stimmung etwas „angegriffen“ ist und mich das manchmal herunterzieht, angesichts dieses Irrsinns in der Politik. Man steht ja ohnmächtig und kaum ohne Handlungsmöglichkeit vor dieser Situation.

    Schön auch dere Begriff „Randgruppenzeitung Zeit“. Das Niveau in den Kommentarbereichen ist teilweise wirkilch unterirdisch, es wird gepöbelt, beschimpft etc., wirklich unschön.

    Lieber Don, versorgen Sie uns weiter mit kritischen und intellektuellen Texten…, die natürlich nicht von der SAntifa verstanden werden.

    Liebe Grüße aus der Tundra am Polarkreis.

    Michimax

    • Danke, und ich bitte um Nachsicht, aber es wird gerae so viel zensiert und gelöscht, da will ich nicht auch noch damit anfangen.

    • Konstruktiver Vorschlag
      Man sollte für unsere Elite eine fliegende Insel Laputa bauen, damit sie einen noch besseren Überblick hat als derzeit schon. Ich würde mir allerdings wünschen, dass die dort oben dann wirklich ganz allein sind, also ohne diese tumben Schweinsblasenschläger. Dann braucht es dort auch weniger Platz, und das Verhältnis von Umfang zu Fläche wird auch für uns unten – plumps – vorteilhafter. Allerdings wird man so ein avanciertes Bauprojekt in Berlin wohl nicht zu Ende bringen. Dann eben zügige Verlagerung auf Ananke (Jupitermond).

  109. Über Zukunftsängste und heterosexuelle Toleranz
    Zitat Don Alphonso „Es geht um eine Migrationsheilslehre, aus der die Facharbeiter erwachsen und die jene demographischen Probleme lösen soll, die junge Familien eigentlich auch lösen, und zwar selbst finanziert, und jetzt zusätzlich für andere zur Kasse gebeten werden.“

    Lieber Don Alphonso, nicht nur diesen Satz haben Sie fabelhaft auf den Punkt formuliert.
    Es ist das Gefühl der Ungerechtigkeit angesichts dessen, dass das Volk seit 15 Jahren den Gürtel enger schnallt, keinen realen Einkommenszuwachs hatte, sondern sich übergangen und benachteiligt fühlt. Stichworte: marode Brücken, Straßen, Schulen, überfordertes Krankenhauspersonal, immer noch fehlende Kitas etc., etc. Es sind Studenten, die ein mangelndes Angebot an günstigen Wohnungen haben, es sind Millionen sogar an den Unis prekär Beschäftigte und natürlich arme Rentner und Langzeitarbeitslose.
    Viele Jahre lang schon lesen sie täglich Meldungen, dass Deutschlands Wirtschaft brummt und warten geduldig, dass auch sie irgendwann dran sind, dass alles wieder gut wird, und nun das: Mutti hat sie offenbar endgültig im Stich gelassen, das ist bitter, das tut weh, das raubt endgültig den letzten Funken Hoffnung für eine bessere Zukunft.

    ***

    Bzgl. sexueller Toleranz: Diese gibt es vor allem in akademisch hübsch aufgelisteten politisch korrekten Etikettierungen der properen Gender zertifizierten sexuellen Diversität. Heterosexuelle haben das Nachsehen: Ein Blick kann schon ein Affront sein, ein Kompliment skandalöser sexistischer Übergriff. Gleichzeitig schwärmen die neofeministischen Damen über hübsche junge Männer arabischer Herkunft, die sich dadurch hervortun, dass sie sich überhaupt nicht beherrschen wollen, sondern Frauen, zumal diese als minderwertige Wesen gelten, mit ihren Blicken förmlich ausziehen (wenn es überhaupt noch dabei bleibt)…

    • zwei Probleme.....
      „Es ist das Gefühl der Ungerechtigkeit angesichts dessen, dass das Volk seit 15 Jahren den Gürtel enger schnallt, keinen realen Einkommenszuwachs hatte, sondern sich übergangen und benachteiligt fühlt.“

      Sie sprechen von denen die während all dieser Zeit die dafür zuständigen Regierungen freiwillig selbst gewählt haben! Was soll das Verstädnnis für Dummheit?

      Und auch hier:
      „Bzgl. sexueller Toleranz: Diese gibt es vor allem in akademisch hübsch aufgelisteten politisch korrekten Etikettierungen der properen Gender zertifizierten sexuellen Diversität. Heterosexuelle haben das Nachsehen: Ein Blick kann schon ein Affront sein, ein Kompliment skandalöser sexistischer Übergriff.“

      Das Problem ist keineswegs sexuelle Toleranz, die sollte wie die GFeichberechtigung auch, eigentlich völlig diskussionslos das Normale sein.

      Dass solche Dinge überhaupt ein Thema sind sagt doch alles über die Qualität der in den Demokratien nun mal entscheidenden Mehrheiten, oder? Warum muss man das immer diskutieren und ausbreiten?
      Die Realität akzeptieren, Wunschdenken aufgeben und sinnvoll auf das Tatsächliche reagieren, indem man sich entzieht und damit aufhört seine Zeit an es zu verschwenden.

  110. Motivation Wiederaufbau
    Ich rätsele über die Motivation, die hinter der selbstlosen Hilfsbereitschaft der Willkommenskultur tatsächlich auch noch stecken könnte, ähnlich wie der Zustrom von „Fachkräften“ bzw. Verjüngung der Gesellschaft. Hier ist meine Vermutung:

    Frau Merkel, die wahre Kanzlerin der Bosse, denkt pragmatisch und mit Weitblick, nämlich an den Wiederaufbau Syriens. Diesmal sollten Halliburton, Bechtel & Co. den Kuchen nicht allein essen dürfen, sondern Deutschland, the Saviour of the Syrian refugees with their Guardian Angel[a], soll sich diesmal einen Löwenanteil der Wiederaufbauprojekte sichern.
    Na, dann hätte sich doch alles gelohnt, gelle.

  111. Mag Gott auch tot sein,
    die Bigotterie bleibt.

    • WER IST TOT ?
      ich dachte immer Nietzsche sei tot, beerdigt 28.08.1900.

    • Alles irdische ist relativ
      Aber das kann nur würdigen, wer weiß, dass die Geschwindigkeit des Lichts absolut ist.

      „In deinem Licht sehen wir das Licht.” (Psalm 36,10)

    • Ohne absoluten Bezugspunkt
      ist die Erkenntnis „Alles ist relativ“ genauso lapidar wie „Gott ist tot“. Oder anders formuliert: Damit Gott tot sein kann, muss er vorher gelebt haben.

      Ich halte es für einen Jammer, dass Friedrich Nietzsche nicht Albert Einstein rezipieren konnte. Dafür können wir das tun.

    • Aber Django...
      Nur weil jemand beerdigt worden ist, heisst das noch lange nicht, dass er tot ist.
      Vom Friedrich N. wissen die meisten aber zweifelsfrei zumindest, dass er gelebt hat.
      Ich glaube, wesentliche weniger Menschen sind da bei dem anderen Herrn auch dieser Meinung, oder?

    • @TDV, 24. März 2016 um 01:56 Uhr
      „… wenn man ihn überhaupt einen Menschen nennen darf“ – und nicht vielmehr als ein Hirngespinst frommer Lügner bezeichnen wollte. Cf. Testimonium Flavianum.

  112. Warum?
    „Nochmal – mir ist völlig bewusst, dass die AfD für einen wie mich nichts übrig hat…“

    Lieber Don, warum meinen Sie das eigentlich? Sie haben hier in Ihren Blogs doch jede Menge Leute, die die AfD, sei es aus Überzeugung, sei es aus Protest, wählen, und erkennbar mögen die meisten Ihre Texte sehr – selbst wenn sie die eine oder andere Spitze gegen die AfD enthalten. Kritik ist ja auch nicht verboten, es kommt nur darauf an, wie und warum man sie äußert.

    Ihre Vorbehalte mit Blick aufs „Reaktionäre“ und „Bigotte“, das der AfD jedenfalls zum Teil anhaftet, kann ich auch recht gut nachvollziehen. Aber mal ehrlich: So furchtbar intolerant scheint die AfD nun auch wirklich nicht zu sein. Im Gegenteil: Sie ist es wohl, die den Menschen wieder eine Privatsphäre zugestehen, nachdem sich die Fehlvorstellung, das Private sei stets auch politisch, immer weiter ausgedehnt und dabei viel kaputt gemacht hat. Das gilt für die Meinungsfreiheit, aber auch für das Familienleben und die sexuelle Selbstbestimmung. Dem steht auch nicht entgegen, dass eine Partei natürlich selbst immer bestimmte „Ideale“ propagieren wird, die sie gesamtgesellschaftlich für das beste Model hält. Das heißt allerdings nicht, dass man alles andere ganz furchtbar findet und ablehnt. Jeder hat das Recht, sich für das zu entscheiden, was ihm am besten gefällt und am ehesten entspricht. Schauen Sie, Alice Weidel und Beatrix v. Storch sind ja auch beide in der AfD und scheinen auch durchaus miteinander klarzukommen, und so ganz entspricht v. Storch dem Bild, das sie propagiert, ja auch nicht.

    Ansonsten habe ich mir inzwischen all Ihre Kommentare hier im Thread durchgelesen. Danke, dass Sie sich so viel Mühe damit machen. Ich kenne einige Blogs, aber dass ein Autor so intensiv auf das Feedback seiner Leserschaft eingeht, habe ich eigentlich noch nie erlebt, wenn es nicht ein rein privates Blog war.

  113. unser Kretschmann
    http://orf.at/#/stories/2330554/

  114. Ein Bericht von der Integrationsfront
    Bei Tichy gefunden, lesenswert:

    http://www.rolandtichy.de/daili-es-sentials/wenn-integration-schon-in-der-grundschule-scheitert/

  115. Treibstoff und Dynamit
    Ach, wie gern bin ich konservativ. Das beutet nämlich – anders als (neo)liberal:
    Nie zu vergessen , dass die Existenzängste der Kleinbürger im besten Fall der Treibstoff der Demokratie sind und im schlechtesten Fall das Dynamit, mit dem man selbige pulverisieren kann.
    Dass tatsächliche einige Damen und Herren es als „Sieg der Demokratie“ feiern, dass ein rassisch begründeter Nationalismus wieder einen separaten Platz in der deutschen Parteienlandschaft hat, zeigt, wie wenig man über den Nebenmenschen weiß bzw. wissen will. Seit Jahrzehnten predigen die Soziologen, dass es in Deutschland ein potential von ca. 20% Wähler einer autoritär-rassistischen Partei gibt – e voila – quod erat demonstrandum. Die Bundeskanzlerin hat vielleicht ob ihrer Vita nie verstanden, das die „Lebensleistung“ ihrer Partei im Wesentlichen daraus bestand, dieses Potential mit abzudecken – eine Rolle, die im „Osten“ lange Jahre auch die SED-Nachfolgepartei inne hatte.
    Nur kurz irrte dieses Potential, von seinen Hütern auf der Rechten wie der Linken gänzlich mit dem „Asylproblem“ (das im wesentlichen ein Problem absoluten Verwaltungsversagens – ich sage nur mal „zentrale Fingerabdruckdatei“ – ist) allein gelassen ziellos und ungebunden herum – freie Radikale im gefährlichsten Sinne des Wortes. Wie verzweifelt müssen Menschen sein, die eine Partei wählen, die von Leuten repräsentiert wird, die das Charisma eines auf einem Aldi-Parkplatz vergessenen Einkaufswagens besitzen (Höcke, Gauland, Petry u.v.m.)?
    Das alles hat nur auf den ersten Blick nichts mit „Genderwahn“ zu tun. Auf den zweiten, von Ihnen unbarmherzig auf die Welt gerichteten Blick, bleibt zu konstatieren: Wer die Mehrheit nicht beachtet, verliert sie.

  116. Bled samma
    Als Hetero-Depp hab‘ ich ja eigentlich keine Lobby mehr. Dabei bin ich weder gerichtsnotorischer Diddlesbatscher noch stringenter ‚Bayern-Fan‘. ‚Clubberer‘ a net – wer will schon mit dem T-Shirt-Aufdruck „Born to lose“ durch die Welt laufen.

    Und wie der ‚Loddar‘ zu leben, konnte ich mir, nach der Scheidung und der aus der „Schlampenschutz-Gesetzgebung“ resultierenden finanziellen Inkompetenz nicht erlauben, auch weil da unser Frauengeschmack ’schou a weng‘ auseinander geht (nix für ungut Lothar, die Erste war die G’scheidste). Nevertheless: Happy Birthday.

    Möge dieser Blog weiterhin gegen Dummheit, Borniertheit und Political Correctness angehen.

    Und seine humorvollen Aspekte behalten.

  117. Eine muß doch die Hosen anziehen für die Mutti-Männer der Union …
    Bettina Röhl schreibt – als Gastbeitrag auf http://vera-lengsfeld.de/ – eine Abrechnung zur Flüchtlingspolitik von Angela Merkel und bestreitet rundweg, dass wir die Türkei benötigen. Auch sieht sie die Schwerpunkte im „Kampf gegen Putin“ falsch gesetzt. Geht jetzt der „Aufstand“ gegen Merkel los?

    • Sie übersehen das Problem
      Die Situation ist dank Merkels Untätigkeit mittlerweile so verfahren und wird es täglich mehr, dass niemand sich vordrängen will und in ihre Fusstapfen treten.
      Es wäre mit Sicherheit das Ende der Karriere für jeden der es versucht.

      Röhl hat (ausnahmsweise) mal Recht, aber das hilft jetzt gar nichts.

    • PS.
      Röhl hat übrigens auch das Erfolgsgeheimnis von Merkel verraten:

      „Wo Merkel draufsteht, herrscht intellektuelle Leere“

      Sehen sie, der Deutsche möchte halt gern von seinesgleichen regiert werden….

  118. C'est si bon - La France wehrt sich so schön und wir hier diskutieren die Afd, Willy Brandt, den D
    Apropos Gender / La France / Paris und der Terror – – – Ca la-bas: „C’est si bon!“

    1) http://www.photo.fr/

    2) https://www.youtube.com/watch?v=BsJb4C8ghV0

    Dann noch

    @ Herr Feldmann und andere, 20. 3. / 12:24 Uhr – die Verteilung der türkischen/türkischstämmigen Muslime auf CDU, SPD und AfD- – kompakt u interessant – vielen Dank!

    @ DA 20. 3. ca. 16 Uhr wg. Die Linke / begriffsstutzig/ nationale Perspektiven

    1) – mir unvergesslich der griechische Wirt in einer Fußgängerzone ich glaube im Remstal im SWR-Regionalprogramm ca. 2002 – vollkommen ironiefrei: “ (…) habbich nix gege Auslända, aber jetz‘ langt scho gnug“.

    2) Sie haben einen Vorläufer in Hermann Peter Piwitt, der 1970 ff in Das Da u Konkret sowie Büchern wie „Das Bein des Bergmanns Wu“ oder „Boccherini und andere Bürgerpflichten“ sowas ähnliches – ebenfalls von links kommend – einforderte und durchdachte. Ichab das lange mit Sympathie verfolgt. Aber je länger je mehr gefunden, dass derlei in Deutschland nicht geht.
    Piwitt war übrigens eine Weile Augstein recht nahe – – –

    3) Das Leck im System – die ausgesetzte Subsidiarität in der EU sowie der forcierte Keynesianismus auf supranationaler Ebene durch die EZB – das wurde von Sarrazin z. B. , und das wird von namhaften anderen Ökonomen/Volkswirtschaftlern traktiert und hat erhebliche Folgen: aber das Thema scheint Frau Merkel und auch die CSU kaum mehr zu kümmern als die FDP.
    Am wenigsten zu verstehen ist das bei der FDP. Wenn ich allerdings rekapituliere, dass Birgit Homburger, die ich hier vor der Nase habe, einmal zum nationalen Führungspersonal rechnete… In der SPD begnügt man sich damit, gegen Sarrazin zu sein. Frau Göring-Eckardt scheint das Problem sowenig verstanden zu haben oder von mir aus auch : verstehen zu wollen – wie Frau Roth oder der emphatische Herr Hofreiter.

    Was nun aber klar ist: So ein Thema ist ein hochpotenter Attraktor – und praktisch keiner beackerte den, außer ein paar Außenseitern und Fachleuten (Ulf-Dieter Klemm!/ Heinz A. Richter!! – das sind glaubich in Sachen Griechenland auch für Sie noch offene Lektionen, da Sie gelegentlich geäußert haben, Griechenland sei von der Austeritätskeule schwer gezeichnet worden. Aber gut – zurück zum großen Ganzen – –

    – – Irgendwann kam Lucke.
    Lucke bekam kalte Füße.
    Jetzt kommen der stoische Herr Meuthen und die oberkühle Frau Weidel, beide aus Südbaden, nebenbei gesagt.
    Ich habe keinen Zweifel, dass alle zwei die o. a. gravierenden EU-Probleme verstehen, einschließlich deren enormer Attraktivität wg. nervöser Bevölkerung – –
    – – … da die Verletzung der Subsidiarität gepaart mit forciertem Defizit Spending bereits im Alltag des Normalbürgers angekommen ist: Zum einen dadurch, dass das Bargeld unter Druck kommt. Zum anderen in Form von erodierenden Lebensversicherungsrenditen, praktisch nicht mehr vorhandenen Bank-Zinsen, sowie als Schwächung des deutschen Sparkassen- und Genossenschaftsbankensystems, das außer Geld einsammeln und ausleihen ja nicht viel bewerkstelligt. Beides wird freilich langsam ertragslos bzw. k o s t e t .

    Dass die EU-Geldpolitik überhaupt kostet, lässt sich nicht mehr von der Hand weisen.
    Offene Frage: wie das weitergeht? Die Herren Renzi und Zipras haben einen Plan, der ist ganz einfach: Wer 1 Billion lockermachen kann, kann auch zwei Billionen lockermachen.
    Obendrauf kommen die Flüchtlinge und Migranten: Für die nächsten fünf Jahre rechnet Raffelhüschen mit 85 Mrd. Minimum in D-Land allein, da mag der Herr Cohn-Bendit von Rendite reden wie er will: Die Lage ist so offensichtlich anders, dass derlei Beschwörungsrhetorik nicht mehr verfängt.

    Nach einem alten Pleitierswitz muss man zwar verstehen, dass auch Verlustgeschäfte ihr Gutes haben, weil einfach alles zwei Seiten hat…
    Aber solche Witze, in den EU-Dimensionen vorgetragen, machen allem anschein nach keinem mehr so richtig Spaß. Um auch das noch rauszuhauen: Willy Brandt pflegte zu sagen, es gebe Themen, die sich ihre Leute suchen. Er sagte nicht Parteien: Er sagte Leute; und er meinte damit politisches Personal.

    • "Für die nächsten fünf Jahre rechnet Raffelhüschen mit 85 Mrd. Minimum in D-Land allein"
      Ich denke, da hat sich ein Tippfehler eingeschlichen (nicht (85, sondern 850)! Raffelhüschen rechnet mit Kosten von 900 Mrd.euro für 1 Mio Flüchtlingen unter der Vorraussetzung, dass diese innerhalb von 6 A in LOhn und Brot kommen.
      Letzteres ist bei der Masse nahezu unmöglich, wie inzwischen auch offiziell zugegeben wird: „die erste Generation wird keine Arbeit finden und auch nicht integrierbar sein“ (frei zit.).

  119. Besorgte Mutter @ 21. März 2016 um 11:15 Uhr
    Eine Besorgte Mutter schreibt:
    „Dass Sie die Gefühle von queeren Menschen und ihrer Familien und Freunde nicht nachempfinden können, macht mich fassungslos, weil ich Sie ansonsten als sensiblen und überlegten Journalisten eingeschätzt hatte.“

    Als Schwuler möchte ich Ihnen sagen – ja, ja und nochmal ja – es gibt auch dumme Frauen, und Sie gehören dazu.
    Sollten Sie lesbisch sein, dann verallgemeinern Sie bitteschön über Lesben, aber bitte nicht über „queere Menschen“. Wie beide haben absolut nichts gemein. Gar nichts. Schwule und Lesben im allgemeinen haben fast nichts gemeinsam.

    Die meisten schwulen Männer sind konservativ, unterstützen eher die AfD (ich gehöre nicht dazu), wenn sie sie auch nicht gewählt haben, und finden die Frühsexualisierung einfach nur widerwärtig. Die führt nämlich in Wirklichkeit zu einer Stimmung gegen Schwule und ich weiß immer noch nicht, ob das nicht die eigentliche Absicht dahinter ist.

    „Gefühle von queeren Menschen“ – also in diesem Fall meine Gefühle, habe ich insbesondere gegen dummlabernde WeiberInnen – aber das brauche ich Ihnen ja nicht zu sagen, denn Sie kennen ja die Gefühle von queeren Menschen.

    • Moment
      Die „besorgte Mutter“ spricht auch nicht generell für Lesben. Sie spricht vermutlich nur für sich. Nicht mehr und nicht weniger. Ich distanziere mich ebenfalls von ihr.

    • #JesuisGay
      Danke Foxrommel. Sie lesen Milo Yiannopoulos?

    • Aber FOx....
      Wie kann man nur so politisch unkorrekt sein !

      Zur Strafe schreiben sie jetzt hundert Mal:

      Frauen, Neger und Behinderte sind die besseren Menschen!

  120. Forum zum Beitrag "Genderzünder..." i.V. mit den Wahlen in BaWü
    Liebe Forenteilnehmer,
    sehr geschätzter Don Alphonso,

    war der Beitrag schon sehr gut, so hat mir die Lektüre der vielfach anspruchsvoll argumentierenden Forenbeiträge viel Freude bereitet.
    Die Wüste lebt !

    Viele Grüße aus Bonn
    St. Heinrich

  121. Linke in Loden
    Ja, der Begriff CSU-Tarnorganisation, der trifft es ganz gut. Ein Ministerpräsident, der mit den Bürgern wandern geht. Ein Tübinger Bürgermeister, der auf Streuobstwiesen Baumschnittkurse gibt und ein Minister des ländlichen Raums, der öfter in Trachtenjacke zu sehen ist, als seine CDU Vorgänger. Ja, die Grünen in Baden-Württemberg wissen sich schon volkstümlich zu geben.
    Und es wirkt auch fast authentischer, als bei der CDU. Die haben sich in ihrem Handeln in den letzten Jahren doch stark am liberalen Bürgertum der urbanen Zentren orientiert. Für die Provinz, da blieb nur noch leeres Geschwätz übrig. Man war der Meinung, dass die ja sowieso nichts anderes wählen als CDU oder sich schlimmstenfalls der Stimme enthalten, diese rückständigen Provinzler.
    Zugegebenerweise haben die natürlich eine höhere Erwartungshaltung an ihre CDU, als an die Grünen. Die Grünen waren der Bürgerschreck und haben sich als Leute entpuppt, mit denen man sich arrangieren kann. Jede Geste des Interesses an der oder des Respekts vor der ländlichen Bevölkerung wird denen hoch angerechnet. Weil man auf ganz andere Sachen gefasst war. Ich schätze das die Trachtenjacke des Herrn Bonde den Grünen im ländlichen Raum 5% und sein Holzarbeitervollbart noch einmal 2% eingebracht haben. Einen CDU Mann in die Nationalparkleitung zu berufen, war sicherlich auch keine schlechte Idee.
    Das mit dem Bildungsplan, ging natürlich daneben. Nicht der Bildungsplan insgesamt. Da steht viel sinnvolles drin. Nein nur die Beispiele, anhand derer den Kindern Toleranz gelehrt werden sollte. Nicht alles, was als freiwilliges Angebot im Rahmen von Projekttagen an einer städtischen weiterführenden Schule sinnvoll sein mag, muss als Pflichtprogramm bis ins hinterletzte Schwarzwaldtal getragen werden. Da werden die Leute misstrauisch und fragen sich, was denn nun als nächstes wohl kommt.
    Schlimmer aber, als die fragwürdigen Elemente des Bildungsplanes selbst, war die Art und Weise, wie mit seinen Gegnern umgesprungen wurde. Da wurde dann ja eine Petition von einem Lehrer aus dem Nordschwarzwald initiiert. Der hatte dann ein disziplinarrechtliches Verfahren am Hals. Die Zerstörung seiner beruflichen Existenz wurde in den Raum gestellt. Und vom öffentlich rechtlichen Rundfunk wurde das ganze wohlwollend begleitet. Gegner des Bildungsplans wurden dort in die rechtsradikale oder fundamentalistisch christliche Ecke geschoben.

    Ja, der SWR. Der ist noch eine weitere Quelle der Kraft für die AfD. Ausgewogen ist der halt nicht. Viele Leute vor allem aus den ländlichen Gegenden merken schon, dass die gesellschaftliche Realität, die dort zelebriert wird, mit ihrer eigenen recht wenig zu tun hat.
    Morgens auf dem Weg ins Büro höre ich SWR2. Ich stelle fest, dass Meinungen linkspopulistischer bis linksbizarrer Provinienz dort des Öfteren unwidersprochen oder zustimmend kommentiert ein Forum geboten wird. Auf rechtspopulistische Meinungen zum austarieren der Waagschalen warte ich noch.
    Ach ja, das „ins Gesicht spucken“ der traditionellen Familien, das haben die vom Radio auch ganz gut drauf. Zumindest in der Mehrzahl der Beiträge.
    In der Zeit, als es das Betreuungsgeld gab, wurde es in BW für etwa 2/3 der Kinder beantragt. Alleinverdiener- und Zuverdienerehen (zumindest temporär) sind nicht ein Phänomen einer kleinen Randgruppe. Wenn man die als rückwärtsgewandtes, verstaubtes Auslaufmodell verhöhnt, macht man sich viele Feinde.
    Früher haben diese Leute der Union vertraut. Seid im Bund Ursula von der Leyen Familienministerin war, ist dieses Vertrauen Stück für Stück erodiert. Bei der Diskussion um das Betreuungsgeld, haben sie gemerkt, dass die CDU nicht mehr ihr Anwalt ist und ihre Familienpolitik auf andere Zielgruppen ausrichtet. Unterstützung für kinderreiche Familien mit durchschnittlichem Einkommen gibt es von der CDU nur noch mit halbem Herzen.
    Die CDU hat in den letzten Jahren so viele Kehrtwenden hingelegt, dass sie für die Leute unberechenbar geworden ist. Die Grünen hingegen sind für viele zwar ein Gegner, aber sie glauben zumindest sich in etwa ausrechnen zu können, was sie bei den Grünen erwartet.

    Es gibt viel Enttäuschung und Verbitterung in bestimmten Bevölkerungsschichten und das Gefühl systematisch übergangen zu werden. Das nährt die Versuchung am Wahltag den Springteufel aus der Kiste zu lassen. Das Wählen der AfD zählt dabei noch zu den erfreulicheren Alternativen. In Hessen haben die Leute NPD gewählt, wo die AfD nicht angetreten ist.

    Für etwa ein Viertel der Bevölkerung der Bundesrepublik fehlt seit einigen Jahren ein passendes politisches Angebot. Nun fangen sie an, sich zu radikalisieren.

  122. Jubeltage
    Et sintemalen fortitudo nydergeleckt, denken wir uns auch angesichts der altdeutschen Schriftweise am 90. von Onkel Hef nichts Arges.

  123. CDU im LGBT Wahn
    Was der Don hier ausbreitet ist eher eine Hypothese als eine Theorie, aber ich will nicht kleinlich sein, oder doch, denn bei genauer Betrachtung der Statistik ist mir eine Sache unklar: Wenn 70000 Wähler von den Grünen wegen deren Familienpolitik zur AFD abwandern, warum wandern dann 107000 Wähler von der CDU zu den Grünen? Haben die ehemaligen Mappus Wähler ihre verdrängte Homosexualität erkannt?
    Oder ist es nicht viel wahrscheinlicher, das Wählerwanderungsstatisiken den gleichen Wahrheitswert wie Horoskope haben? Womit die Alphonsohypothese aufgrund mangelhafter Datenbasis in sich zusammen fällt.

  124. Multi-Kulti-Hölle Schweden
    Sehr geehrter Don und Mitleser,
    bei einigen Kommentatoren hier schwingt unterschwellig mit, dass wie die Migrationskrise, trotz aller Probleme, trotzdem irgendwie doch schon schaffen könnten.

    Wer das tatsächlich glaubt, sollte einfach mal einen Blick nach Schweden werfen denn dieses Land steht, ob der Massenmigration, kurz davor sich zu einem Entwicklungsland zurückzubilden.

    Gerade die Auswirkungen der Migranten auf das dortige Bildungssystem sind so katastrophal, dass einem die Worte fehlen.

    http://ef-magazin.de/2016/03/22/8634-schweden-die-multikulti-hoelle

    Und genau DAS steht Deutschland auch bevor. Wollt ihr das wirklich?

    Wer dann noch, in irgendeiner Form, glaubt, dass wir „das schon irgendwie schaffen werden, lebt in einer Phantasiewelt.

    Und dann, werter Don, liebäugeln Sie mit den Linken? Ihnen müsste doch klar sein, dass in deren Parteiprogramm immer noch unbegrenzte Zuwanderung gefordert wird und Wagenknecht ziemlich isoliert da steht.

    Überspitzt könnte man sagen: Nachdem die Titanic auf den Eisberg gefahren ist und kurz vorm Sinken ist, meint der (linke) Kapitän, dass es auch in Zukunft klug ist, alle weiteren Eisberge zu rammen.

    Wie kommt man auf die Idee dann solch einen Kapitän noch wählen zu können? Ich verstehe es absolut nicht und es macht mich sprachlos.

  125. Was tun wenn die Ex-Migranten AfD waehlen?
    Also wenn man die AfD-Waehler ausgrenzen will, dann laeuft man in folgendes Problem: in einer Staedt wie Freiburg hatte ein Drittel der AfD-Waehler Migrationshintergrund (MHG). Heisst das dass die Linken auch einen Teil der Alt-Migranten ausgrenzen wollen um fuer neue Migranten zu trommeln? Interessanter Integrationsansatz!

    • @gast111
      Die Argumentationsschemata der „linken-grünen“ (daher in Parenthese, da inzwishen auch die cdU u.Teile der fdP dazugehören) laufen im Wesentlichen darauf hinaus, die Integrierten zu demagogisieren, um die Nichtintegrierten zu epiphanisieren.
      Die Integrierten sind ja wie die Deutschen, man kann mit ihnen niemanden mehr moralisch erpressen! Sie taugen nicht mehr zum Druckmittel für Weltverbesserung!

      Ich kenne hier „Türken“(also eher türkischstämmige Deutsche), die sind einfach nur Kölner und nur der Vorname verrät noch die Abstammung.

  126. Kosten u schulische Folgen der Einwanderung @ P. Feldmann u Matthias
    – Prognosen sind generell schwierig – und dann noch auf so unsicherer Zahlenbasis. Ja, langfristig rechnet Raffelhüschen im Billionenbereich. Aber er hat auch eine kurzfristige Rechnung, und deren optimistische Variante sind 17 Mrd. Euro/ Jahr. Bei Sinn sind es 21 Mrd. Euro für dieses Jahr. Das tendiert oogfähr gleich.

    http://www.welt.de/wirtschaft/article149234485/Fluechtlingskrise-koennte-fast-eine-Billion-Euro-kosten.html

    Zu den schulischen Folgen der Massenmigration/Flucht diese PISA-Zahlen für Schweden:

    ww.unz.com/isteve/swedens-education-agency-immigration-driving-down-school-performance/#comments

    Dabei sind die Zahlen das eine, die soziale Realität nochmal was anderes. Die zeitigt gehörige Peinlichkeitsmomente, wenn die Volksvertreter gefragt werden, wo eigentlich der eigene Nachwuchs so lernt und beispielsweise bei führenden Labour-Leuten herauskommt: Ausschließlich in Privatschulen. Dort radiert der hohe soziale Status der SchülerInnen die Migrationsprobleme tatsächlich aus, und es gibt die von Daniel Cohn-Bendit und Cem Özdemir mit Wohlbehagen aufgerufene Diversitätsrendite.
    Derweil die Schulen der anderen in teils atem- und nachtschlafraubende Schräglagen geraten.
    Cf. Paris / Brüssel / – aber auch das beschauliche Ladenburg zwischen Mannheim und Heidelberg oder Neukölln usw. Wehe denen, die da dann hinziehen müssen, oder nicht wegziehen können, oder auch als Lehrpersonal dahin versetzt werden usw. … Manche von denen gehen xmal am Tag die glatten Wände hoch.

  127. AFD in der Tradition von FDP und NPD
    Die AFD ist eine antisoziale , pro-kapitalistische Partei die auf dem Boden der Reaktion steht und Hetze gegen Minderheiten betreibt. Eine solche Partei ist für mich unwählbar. Deren Agitation richtet sich gegen den gesellschaftlichen Fortschritt. Mit dem Parteiprogramm und mit dem was deren Funktionäre propagieren hat diese Partei ihre neoliberale Fratze offenbart.

    Die AfD will die Arbeitslosenversicherung privatisieren und den Arbeitgeberanteil abschaffen – sie will die Lebensarbeitszeit verlängern – sie will Gewerbe- und Erbschaftssteuer abschaffen – sie will Alleinerziehende benachteiligen.

    „Unser Beitrag liegt zudem in der mittelstandsfreundlichen Reform der Sozialsysteme, zum Beispiel durch den Wegfall des Arbeitgeberbeitrags für ALG I.“ „Wir wollen das Arbeitslosengeld I privatisieren. Arbeitnehmern steht dann der Weg offen, mit eigenen und individuell maßgeschneiderten Lösungen für den Fall der Arbeitslosigkeit vorzusorgen. Dabei können private Versicherungsangebote ebenso eine Rolle spielen wie die Familie oder der Verzicht auf Absicherung zugunsten des schnelleren Aufbaus von Ersparnissen.“

    „Die Lebensarbeitszeit wollen wir parallel zum Anstieg der Lebenserwartung verlängern.“ „Wir fordern den Wegfall der Arbeitgeberbeiträge im Rentenalter, um die Weiterbeschäftigung von zumeist gut ausgebildeten Arbeitnehmern zu fördern.“

    „Die AfD will die Gewerbesteuer abschaffen. Um die kommunale Selbstverwaltung zu stützen, sollen die Kommunen eine andere Besteuerungsquelle bestimmen dürfen.“ „Die Alternative für Deutschland will die Erbschaftsteuer ersatzlos abschaffen.“

    „Eine staatliche Finanzierung des selbstgewählten Lebensmodells „Alleinerziehend“ lehnen wir jedoch ab. (…) Der Staat sollte stattdessen das Zusammenleben von Vater, Mutter und Kindern durch finanzielle Hilfen und Beratung in Krisensituationen stärken.“

    Und immer wieder taten sich FunktionärInnen und KandidatInnen mit Statements gegen den Mindestlohn hervor. (Wir hatten darüber häufiger berichtet.) Zuletzt machte Ulrich Siegmund damit auf sich aufmerksam (Listenplatz 15 in Sachsen-Anhalt und Direktkandidat Wahlkreis 5 – Genthin): „Mindestlohn ist vollkommener Quatsch. (…) Würde es nicht so viele Menschen geben die für so wenig Geld arbeiten, dann bräuchte man darüber gar nicht diskutieren. Mit Fortbildungen, Qualifizierungen, einer selbstständigen Tätigkeit oder einem Jobwechsel kann jeder sehr leicht mehr als 5 oder 6 Euro die Stunde verdienen.“[7]

    Überhaupt sprachen einige KandidatInnen eine deutliche Sprache, die aber leider vom Publikum kaum gehört wurde, denn welcher Hartz IV-Empfänger würde eine Partei wählen, deren Kandidatin sich für „die Absenkung von Hartz IV“ ausspricht? So jedenfalls äußerte sich Lydia Funke, Listenplatz 6 der AfD Sachsen-Anhalt auf die Frage, wie die AfD „die Differenz zwischen der Gesamtleistung ‚Hartz IV’ und dem Einkommen in den unteren Lohn- und Gehaltsgruppen“ (Wahlprogramm) vergrößern will.[8]

    Zusammengefasst: Nach und nach kommen immer mehr Facetten dieser Partei zusammen, so dass sich ein klares Bild abzuzeichnen beginnt: Die AfD ist eine marktradikale Partei, die staatliche Einflussnahme auf die Wirtschaft so gering wie möglich halten möchte. Arbeitslose und SozialhilfebezieherInnen betrachtet sie als KostgängerInnen der Allgemeinheit, deren Bezüge zusammengestrichen werden sollen.

    Unter der Parole der „Eigenverantwortung“ wird die Axt an den Sozialstaat gelegt. Der Sozialversicherungsschutz wird zu einer Privatangelegenheit der ArbeitnehmerInnen erklärt. Unternehmen sollen für die soziale Absicherung ihrer Beschäftigten möglichst nichts zahlen, genau wie staatliche Ausgaben für Sozialleistungen auf ein Minimum reduziert werden sollen.

    Zugleich möchte die AfD den Wohlhabenden und Unternehmern Steuergeschenke machen. Die AfD gibt sich gern als Partei der „kleinen Leute“. Das ist sie aber auf keinen Fall.

    • @Denkender
      Ich glaube, Sie übertreiben. Mit Ihrem Alias.

      „AFD in der Tradition von FDP und NPD
      Die AFD ist eine antisoziale , pro-kapitalistische Partei die auf dem Boden der Reaktion steht und Hetze gegen Minderheiten betreibt. Eine solche Partei ist für mich unwählbar. Deren Agitation richtet sich gegen den gesellschaftlichen Fortschritt. Mit dem Parteiprogramm und mit dem was deren Funktionäre propagieren hat diese Partei ihre neoliberale Fratze offenbart.“ kann man zwar schreiben, aber ein Zeichen für extensives Denken ist das nicht.
      Dabei wäre es mir zum Zwecke der Argumentation jetzt unwichtig, ob AfD oder SPD, oder Rotes Kreuz. Eine ‚Executive Summary‘ so anzulegen, spricht nicht für den Denkenden. Das kann man schreiben, wenn man will, natürlich. Warum geben Sie nicht Ihren richtigen Namen an, um in eine Diskussion eintreten zu können? Oder wählen ganz einfach einen anderen Alias?

  128. ttheld88
    Hallo Don,

    sie haben Geist und sehen was hier abläuft. Vielen Dank.

    ihren
    esen und höre grade Alice Cooper.

  129. Bürger
    Touché, herrlich Don-Quijote-schiert. Ja, es ist erstaunlich wie schick es geworden ist, sich über die hormongesteuerten Gebärmaschinen der zukünftigen Bürger und unserer Rentenfinanziers, im altdeutschen Sprech auch „Eltern“ genannt, lustig zu machen. Diese konservativen Spießer, welche Angst haben vor einer maroden Volkswirtschaft, Verkauf von Volkseigentum, Staatsverschuldung, politisch gelenkter Korruption, zweckentfremdeter Rentenkassen und Lehrermangel, alles dank jahrzehntelanger Regierung der „Volksparteien“ die wohl gar nicht so „Volk“ sondern mehr „Konzern“ sind. Wie öde solche Themen doch sind, immerhin haben wir die kulturelle Revolution vor der Tür. Da geht es um endgültige, totalitäre Meinungsfestlegungen wie Political Correctness und Geschlechtergerechte Sprache (ich sehe jetzt die Nackideis in der Bild Zeitung im ganz neuen Licht, toll). Möglicherweise trauen sich einige hilfsbedürftige Bürger mit schweren Persönlichkeitsstörungen die vorgetragene Meinung des Berlin Kartells anzuzweifeln, ja es geht ihnen tatsächlich um andere Themen als „nur“ Flüchtlinge. Warum wählen so viele Deutsche gar nicht mehr? Die Beleidigungen, Obszönitäten gegenüber und Diffamierung von besorgten Bürgern ist erschreckend. Da werden AfD Wähler als Menschen mit Angststörungen und Underdogs bezeichnet (in bekannten deutschen Tagesblättern); diese blinde Wut auf andersdenkende Mitbürger ist erschreckend. Wie wollen jene Redner dann erst mit Leuten aus anderen Kulturkreisen klar kommen, wenn ihre Toleranz schon beim Nachbarn mit ähnlicher Herkunft und Lebensstil endet. Wie vermisse ich die mit Humor und Schlagfertigkeit geführten Diskussionen der 70er und 80er, als Menschen mit unterschiedlichen Meinungen als belebend galten für den gesellschaftlichen Diskurs (keiner macht bessere Polenwitze als mein toller polnischer Nachbar). Jetzt ist die von Heuchelei durchsetzte Konformität Ultima Ratio. Flüchtlinge ja, aber kein Wertverlust der neuen Immobilie am Stadtrand neben dem Asylheim. Atomkraft nein, aber bloß kein Windkraftwerk neben dem Dorf. Multikulti ist gut, aber in der S-Bahn sind ja nur noch Asoziale, da fahre ich lieber das Kind mit dem BMW zur Schule. Wasser predigen und Wein trinken….

  130. @besorgte Mutter
    Ich empfehle grundsätzlich bei politischen Diskussionen die Selbstbeschränkung auf der Sachebene. Also weg von „Gefühlen“, Befindlichkeiten und Wunschdenken (=der Anmaßung, für andere zu sprechen).
    Nur Könner können und dürfen die Sachebene auf ironischen Höhenflügen verlassen. Deshalb sind Dons Artikel ja so gut. Und Herr Feldmann: Ihren zynischen Humor finde auch sexy.

  131. Miete ist sehr wohl langfristig gedacht.
    Miete ist sehr wohl langfristig gedacht. Lesen Sie bitte das Buch „Kaufen oder Mieten“ von Gerd Kommmer und Sie werden erfahren, dass man mit Mieten vermögender dasteht, auch nach 40 Jahren.

    • Möglicherweise. Wenn man alles richtog macht.

      Aber wer macht schon alles richtig? Mieter lernen das Sparen nicht, pulvern oft rum und haben dann nichts mehr.

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