Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Wie man Draghis Helikoptergeldangriff überlebt

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Es gehört zu den Merkmalen eines Politikers, sich grundsätzlich an nichts erinnern zu können.
Eberhard von Brauchitsch

Das Dasein als Atheist hat den leicht fragwürdigen Vorteil, dass man nicht vor seinen Schöpfer wird treten müssen, denn den gibt es dann – im Gegensatz zum Tod, leider – nicht. Als Junggeselle muss man auch nicht vor den Traualtar und Priester treten. Aber es kommt der Tag, da muss man vor seine Vermögensverwalterin treten und ein paar Dinge klären. Weil ein Mitglied der Familie ein höheres Tier bei eben jener Bank war, bei der ich hauptsächlich bin, blieb ich lange von solchen Angeboten verschont, aber als ich gerade von meiner letzten Italienreise nach Hause kam, klingelte das Telephon. Da wären ein paar Unterschriften zu leisten, neue Gesetzeslage und so, und nachdem ich ja gleich wieder nach Italien entfloh – exakt in die Bildmitte unten -, machte ich den Termin gleich am nächsten Tag.

dragha

Dortselbst benahm ich mich vorbildlich und gar nicht gierig, zeigte mein totales Desinteresse für neue Anlageformen und erklärte meine Lebenseinstellung: Dass jedem von uns, egal ob reich oder arm, maximal 2 Quadratmeter gegeben seien, auf denen wir gerade sein könnten, und das wichtigste Ziel im Leben sei lediglich, gesund und verpflichtungsfrei diese 2 Quadratmeter an einem schönen Ort zu haben. Das klingt fast so schick, nachhaltig und bescheiden wie Diogenes in der Tonne und verschweigt natürlich, dass man 2 Quadratmeter hoch über der Altstadt mit Blick auf bedeutende Baudenkmäler meiner dummen, kleinen Heimat an der Donau nur mit einem weiteren bedeutenden Stadtpalast besitzen kann. Und auch 2 Quadratmeter Terrasse mit Blick auf die Alm am Tegernsee gibt es nicht allein. Alle haben wir diese 2 Quadratmeter, aber soziale Klassen entstehen, weil die einen es sich nicht aussuchen können und die anderen einen enormen Aufwand und viele weitere 2 Quadratmeter brauchen, um ihre bescheidenen Wünsche zu erfüllen. Die fehlen dann natürlich den anderen.

draghb

Das wissen Sie alle natürlich von daheim und ich weiss es auch, aber man muss es der Vermögensverwaltung nicht so brutal sagen. Es reicht, wenn die Berliner schon der Meinung sind, sie müssten sich daran irgendwie beteiligen, denn dann wäre es vorbei mit den schönen 2 Quadratmetern. Aber wie auch immer, ich habe also meine Lebensmaximen vorgetragen, ein wenig erzählt, was ich so habe, und einiges wohl auch übersehen, aber ich sehe es panamaisch : Wenn ich nicht daran denke, muss es auch kein anderer wissen. Dass ich nicht ganz arm bin, kann man meiner Kenntnis der Immobilienpreise entnehmen und dass ich nicht reich bin, meinem Gejammer über teure 25 Liter Verbrauch meines Autos, wenn man nur mal rechtzeitig die Staatsoper in München erreichen will. Nachdem Sie, liebe Leser, auch nur über Statistiken lachen können, die den Reichtum in Deutschland bei einer läppischen viertel Million Vermögen beginnen lassen.werden Sie auch verstehen, dass es nur angemessen war, wenn ich den Eindruck von Mittelklasse entstehen liess.

draghc

Natürlich wollte ich nicht unhöflich sein, und als ich gefragt wurde, ob ich denn irgendwelche Wünsche an die Bank hätte – da habe ich, rein interessehalber, gefragt, wie es denn mit einem Kleinkredit aussehen würde. Also wirklich nicht viel, aber etwas über dem Überziehungsrahmen, und weil die Zinsen gerade so günstig sind, und die Immobilienpreise in Italien so gefallen sind, ein paar Hunderttausend. Doch, bekam ich zu hören, bei meinen Sicherheiten ginge das durchaus, da könnte man eine Frage an den Fachmann im Haus stellen. Wir plauderten dann noch etwas über die Schönheiten Italiens,stellten fest, dass ich als “Arbeiter“ eingespeichert war – das letzte Mal war ich tatsächlich hier, als ich im hiesigen Grosskonzern mit 17 Jahren Ferienarbeit leistete – und weil im harten Daseinskampfe anderer Leute “Taugenichts“ ebenso wenig ein Beruf zu sein scheint wie “Sohn“, steht da jetzt “Autor“. Ich stieg auf mein 40 Jahre altes Schweizer Rennrad, radelte heim und fand in meinem Postfach schon die Nachricht, das mit dem Kredit wäre gar kein Thema und ich sollte mich melden, wenn ich etwas Passendes gefunden hätte.

draghd

Gleich nach einer Petition von Change.org für mehr soziale Gerechtigkeit, die ich sofort unterschrieben habe. Denn nur zu gut erinnere ich mich an jene Tage meiner Jugend, als meine Eltern die zutreffende Ansicht vertraten, dass ein Sohn aus besserem Hause in München nicht zur Miete wohnen sollte, und mit Blick auf die Raubmordsteuerlast des Staates einen Teil dieser Wohnung auf Kredit kauften. Trotz exzellenter Verbindungen ins Haus und bekannter Bonität war das damals in den späten 80er Jahren keinesfalls eine Sache von einem Heimradeln – da wurde alles sehr genau geprüft, Sicherheiten wurden einer ausgiebigen Bewertung unterzogen, der Wohnungsverkäufer musste sich etwas gedulden . So war das eben in der alten Bundesrepublik. und ich verstand auch als gänzlich unerfahrener Mensch, warum in meinen Kreisen jedes Familienmotto lautet: “Es geht nichts über den Koffer“. Jetzt also hatte ich eine ungefähre Anfrage gemacht, ohne ernste Hintergedanken, und eine enorm schnelle Zusage. Ich stand auf, ging zum Fenster und schaute, ob da oben irgendwo ein Hubschrauber mit Herrn Draghi kreiste.

draghe

Aber so etwas geht heute wohl elektronisch. Ich warf ein paar frische Hemden in den Koffer, denselben in das benzinsaufende Monster, legte das gut verpackte Rennrad auf den Beifahrersitz und tat, was echte Autoren, die keine Söhne sein dürfen, so tun: Ich ging in die Arbeit. Die ist gerade bei Siena, nennt sich “l’Eroica“ und bedeutet, dass ich 105 km und 2100 Höhenmeter über Schotter radle, um darüber einen unterhaltsamen Text zu schreiben. Mein Quartier liegt in Staggia Senese in einem kleinen Palazzo in einer Mauer, und gleich vor der Tür erhebt sich ein Höhenzug Richtung Poggibonsi, dessen kleine Strassen giftige Steigungen zwischen Weingärten und Olivenhainen versprechen. Und eine Abzweigung hoch zum Friedhof, die ich nicht nehme, weil ich schon vor die Vermögensverwalterin getreten bin und das reicht jetzt auch erst mal, der Schöpfer kann warten. Der erste kleine Ort auf dem Weg heisst Lecchi, und den kennen Sie alle wegen seines erfreulichen Hotelrestaurants in der gleichnamigen Villa, nehme ich an. Jedenfalls, wenn Sie das nächste mal von Staggia nicht rechts hoch zur Villa fahren, sondern an der Kreuzung gerade aus blicken

draghf

ist da ein Haus mit Vendesi-Schild. Mitten im Chianti-Classico-Gebiet, 12 km von San Gimignano und 22 km von Siena entfernt, sehr ruhig. Es ist zur Strasse schmal und nach hinten hinaus lang, und dahinter geht es gleich wieder ins Tal – unverbaubarer Bergblick in zwei ‚Richtungen und deshalb schwang ich mich auch sofort wieder auf mein Rad und radelte ganz schnell weg. Sie kennen das ja aus Apokalypse Now, wenn die Hubschrauber kommen: Wer weiss, ob nicht hier aus dem Blau des toskanischen Himmels Herr Draghi auftaucht und mich mit Helikopterkrediten mit 2,3% Zinsen bewirft, bei real 5% Geldentwertung, versagender Riesterrente und wimmernden Bausparkassen … dem Mann traue ich alles zu. Also schnell weiter, und ausserdem habe ich ja schon etwas in geschlossenen Ortschaften – was ich bräuchte, wäre etwas abgeschieden, einsam und fern des Trubels. Man kann von Lecchi rechts hinunter Richtung Castellina in Chianti rasen, das kennen Sie sicher wegen des Weinguts Fonterutoli der Marchesi Mazzei von Ihren Hoflieferanten, aber ich blieb diesmal oben auf dem Hügel und

draghg

da steht es.

Und führe mich nicht in Versuchung.

Ausserdem steht es zwar eindeutig leer und verfällt vor sich hin, ein paar Einschüsse künden von der Achtlosigkeit der Hiesigen, aber ein Vendesi-Schild findet sich nirgends. Trotzdem, de facto zahlen wir mit entgangenen Zinsen die Kosten der Eurokrise, das Geld verliert seinen Wert und wer weiss, was denen einfällt, wenn erst mal das Bargeld verboten wird. In Zypern sah man bereits, wie weit dieses Europa zu gehen bereit ist, und momentan drängt es unsereins das Geld geradezu auf. Da oben im Turm könnte man ein schönes Lesezimmer einrichten, alte Flinten über den Kamin hängen und ausserdem jeden EU-Notenbankmitarbeiter von weitem erkennen, dessen Ankunft nichts Gutes verheisst: “Nein, Herr Draghi, Ihren Bargeldeinzieher haben wir nicht gesehen, wir haben die toskanische Landschaft mit Gemüsebeet gepflegt, wir sind Selbstversorger.“

draghh

Es hätte genau die richtige Grösse für einen Einpersonenhaushalt, also 200 m², dazu, wenn man mehr will, rund 100 m² Nebengebäude für die Kleinigkeiten, die das Leben so mit sich bringt. Gästewohnung, Ziegenzucht, Harem, man weiss ja nicht, was noch alles kommt, jetzt, da der Sultan der Türkei mit Befehlen an die Kanzlerin bestimmt, was in Europa geschieht und als Humor gilt. Über den Zweig der Via Francigena, der direkt am Haus vorbei führt, wälzen sich auch keine plündernden Heerhaufen mehr. Ganz im Gegenteil, Frau Merkel hat gerade erneut die Herren aller Länder, die in Florenz bereit sind, den Reisenden für einen kleinen, privaten Obolus in öffentliche und an sich kostenlose Parkplätze einzuweisen, zu sich eingeladen, und hätte gern einen offenen Brenner – die Zuglinie Rom-Verona ist weit weg von hier.

draghi

Doch, es ist hübsch hier, etwas abgelegen und in einem Land, in dem die Mehrheit die EU von Brüssel inzwischen ablehnt, und das weder Wirtschaftskrise noch Schulden in den Griff bekommt – aber auch in Deutschland wird es nicht immer aufwärts gehen. Wer einen hellen Kopf hat, sagen alle Vermögensverwalter, setzt auf kluge Verteilung des Vermögens, und weil es mit als Abstinenzler nicht möglich ist, das mit Wein und a la berlinoise mit Crystal Meth zu tun, frage ich morgen meine Vermieterin, ob sie weiss, was mit diesem Haus los ist. Ich bin nämlich der festen Überzeugung, dass dereinst auch Juncker, Draghi und Erdogan unaufschiebbare Termine haben werden, und selbst Frau Merkel wird dereinst das Schicksal treffen, das Horst heissen könnte. Ich will nur auf der richtigen Seite der Geschichte mit meinen 2 Quadratmetern sein und Platz für ein paar Gemälde haben. Und damit den italienischen Immobilienmarkt ankurbeln, damit das Schicksal Europa wieder freundlich anlächelt.

draghj

Ich bin also überhaupt nicht europaskeptisch, sondern weiterhin überzeugter Europäer, nur eben aus der ausgewogenen Epoche von Bettino Craxi und Ludwig Erhard, von Friedrich Karl Flick und Albert Camus. Sonst würde ich nämlich nach Graubünden reisen, wo es de facto noch Goldwährung gibt.

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  1. Eine Metaphysik der praktischen Vernunft
    Manchmal komme ich zu dem Schluss, dass wir vielleicht dann einen Schritt weiter kommen würden, wenn wir uns vor Augen führen, das jede Moderne nur eine Moderne war, als sie gerade neu war.

    Wir schütteln die Köpfe über sklavenhaltende Südstaatler, über den Manchester-Kapitalismus oder sind entsetzt über den Belgisch-Kongo. Fortsetzung unendlich möglich.

    Möglicherweise wird man über den Neoliberalismus und die Währungspolitik des frühen 21. Jahrhunderts einmal ähnlich negativ urteilen.

    Ein Airbus A 380, Dantes Divina Comedia, Mahlers Sinfonien, ein Duesenberg oder die Schlumpfsche Bugatti-Sammlung waren seltene Seerosen in Kulturen und Denkungsarten , die durchaus ziemlich schlammige Teiche waren. Oder wenn man an die üble Entstehungsgeschichte der Raumfahrt denkt.

    Ist der Mensch gut und vernünftig? Kant hatte sein Personal, das ihm Frühstück und Wäsche machte, und er musste nicht über einen optimalen Handytarif oder die beste Krankenversicherung nachdenken. Kann sein, dass das hilft, das hohe Lied der reinen Vernunft zu singen, wenn man vom täglichen Wahnsinn so weit entrückt ist.

    Die Aufklärung ist an der Komplexität der Probleme gescheitert; ich nenne nur beispielhaft das Gebot, Menschenrechte zu wahren, und wirtschaftlich nicht in der Lage zu sein, dass es für alle reicht.

    Vielleicht kommen wir weiter, wenn wir uns von der reinen Vernunft weg, hin zur praktischen Vernunft bewegen?

    Selbst wenn es keinen beweisbaren Grund gibt, der uns ein moralisches Verhalten nahelegt, wäre es besser, einen anzunehmen, als nur auf das Recht des Stärkeren zu setzen. (So dominant es zu sein scheint)

    Warum erfinden wir keine Religion, die ethische Massstäbe nahelegt, die einen das Leben noch geniessen lässt, aber nicht dazu animiert, im Sinne von „nach mir die Sinflut“ über alle Stränge zu schlagen?

    Wenn wir uns beim Universum statt eines Parkplatzes eine Religion bestellen dürften – was würden wir uns dann wohl am meisten wünschen?
    Dass wir nach dem Tod den Menschen wieder begegnen, die uns wertvoll waren – und dass echte Monster ihre gerechte Strafe bekämen.

    Wenn man die extrem begrenzt begehrenswerten Normen der gängigen Religionen mal beiseite lässt – und weit zurück geht zu einem pantheistischen Konzept, ein wenig ähnlich der „Traumzeit“ der Uraustralier, wenn man aus dem hohen Bedarf einer simplen Ethik annehmen würde, dass jedes Leben eine Aufgabe darstellt, die man gut oder schlecht meistern kann?

    Statt selbstgerecht eine hölzerne religiös-ideologische Gebrauchsanweisung abzuarbeiten?

    Jedes Leben, so wie es ist, eine Belohnung oder Strafe für gelebte Leben – dann folgt daraus kein jainistischer Radikalveganismus, aber auch kein hirnloses Raffen von Dingen, die einem nichts bedeuten.

    Man würde sich ein wenig bewusster fragen, ob man das, das man gerade erstrebt, auch wirklich geniessen kann. Ob es den Einsatz wert ist.

    Als Privilegierter sollte man seine hypothetische Belohnung ohne christlich-buddhistischen Selbstaufopferungstress durchaus annehmen, aber sich auch bewusst sein, wenn man grosse Schrei§§e baut , sich wieder ganz weit hinten anstellen zu müssen.

    Die Vorstellung, dass alles mit allem verbunden sein könnte, und das das, was wir „unsere Persönlichkeit“ nennen, wie eine Blüte an einem anderen Ort des Raumzeit-Kontinuums wieder zum Vorschein kommen könnte, hat einen gewissen Charme.

    Schliesslich ist genauso wenig „bewiesen“ dass „wir“ wie ein plattgefahrener Frosch auf der Autobahn weg und vergessen und ausgelöscht sind. So wenig ich den Münchner im Himmel für plausibel halte, vielleicht trainiert der Frosch in seiner nächsten Runde für den Weitsprung in Olympia?

    Müssen wir vor lauter empirischer Rationalität so viel „Action“ wie nur geht, in dieses eine Leben hineinpacken?

    So wie „Cloud Atlas“ eine ganz sympathische Verschränkung von Zeitebenen durchspielt, ist es vielleicht eine charmante postrationalistische Idee (auch Apple und Google kann man als Kirchen bezeichnen), den Menschen, die einem wichtig waren, immer wieder zu begegnen – jenseits aller möglichen unvermeidlichen Abschiede.

    Und man könnte sich freuen, dass all diejenigen, die als absolute Schweine sich gegen jedes Gebot der Menschlichkeit vergangen haben, dies in der nächsten Runde möglicherweise vielfach zurück bekommen könnten.

    Und allein dieser Gedanke hätte etwas Bestechendes, wenn in einem solchen neuen kulturellen Konzept z.B. jedem Ex-Nazi, Ex-Söldnerführer, hirnlosen Diktator oder Sexual-A…loch jede Nacht schweissnass der gute Schlaf geraubt würde von einer riesengrossen Scheissangst…

    • Bitte keine Religion
      wie auch immer sie geartet sein mag. Allein der Gedanke, die Abermilliarden von Menschen, die bisher gelebt haben, treffen zu können/müssen, ist einfach nur beängstigend. Ich möchte nicht einmal meine mir lieben Verstorbenen wiedersehen, die unlieben schon gar nicht, es wäre eine Vorstellung, die mir noch Angst vorm Tod machen könnte.

    • Kein anthropozentrischer Kinderglaube
      @R.Simon: Nur weil alles, was sich „Religion“ nennt, sich aktuell in eher zweifelhafter Gestalt offenbart ( aus Rücksicht auf meine Gesundheit und die meiner Lieben verzichte ich auf Details), sehe ich in dem Begriff nur den alten Kern „religio“ – zurückgehen auf erste Überzeugungen.
      Sehr nahe am Kantschen Diktum, was Du nicht willst, dass man es Dir antut, das füge auch keinem anderen zu.
      Jeder baut mal Mist – aber wenn richtig grosse Verbrechen im „Jenseits“ drastisch bestraft würden, fände ich den Gedanken eher tröstlich. Aber keine „Verdammnis“ für Lächerlichkeiten.

      Und wenn Ihre Verwandten nur nicht nett waren, aber auch nicht viel wirklich Übles angerichtet haben, was spricht dagegen, sie sich im „nächsten Leben“ als Pflasterstein, Fahrradreifen oder Kartoffelkäfer vorzustellen?

    • TGA: Weder Kinderglaube noch sonst irgendeinen
      Ich habe null Ambitionen und noch weniger Glauben, mir ein wie auch immer geartetes Leben nach dem Tod vorzustellen. Ihre Gedanken sind rachsüchtig, auch da habe ich nichts vorzuweisen, ich will, wenn es denn mal soweit ist, nur meine Ruhe haben, sonst nichts. Ist das denn zuviel verlangt?

    • Das ich das noch erleben darf!
      Der richtig große Artist,
      der, der immer auf alles kommentiert,
      ist auf dem richtigen Weg.
      Thai Chi verschluckt oder Yoga gegessen?
      Es sind keine verschiedenen Zeitebenen.
      Wie in Cloud Atlas.
      Es sind verschiedene Bewusstseinszustände.
      Es ist immer und überall.

    • Liebe Renate,
      es wäre doch schade,
      wenn Ihre Gedanken
      sich einfach so
      im Nichts
      lösen würden.
      Dafür haben sie,
      Ihre Gedanken,
      zuviel Substanz.

    • Werden sie auf ihre alten Tage melancholsich?
      „Selbst wenn es keinen beweisbaren Grund gibt, der uns ein moralisches Verhalten nahelegt, wäre es besser, einen anzunehmen, als nur auf das Recht des Stärkeren zu setzen. (So dominant es zu sein scheint)”

      Ja, das klingt recht gut. So wie bei Don der Begriff Helikoptergeld, der ja suggeriert Geld würde einfach auf alle verteilt, während man doch weiss, wo der „Wind“ es hinwehen wird.
      Und genau so ist es auch mit dem moralischen Verhalten, bei dem man gern vergisst zu erwähnen, dass es immer dann aufs Tapet kommt, wenn man Gefahr läuft, nicht länger selber der Stärkere zu sein.
      Fragen sie mal die übrigen Londoner OB Kandidaten, oder die Herren Kasich und Cruz….. ganz deutlich zu sehen auch bei den Gabriels Deutschlands.

      TGA, warum um alles in der Welt sollte jemand eine Religion wählen, wenn er stattdessen auch einen Parkplatz haben kann, in der heutigen Zeit?

      Praktische Vernunft wäre JETZT zu handeln, statt davon zu träumen, dass „nach dem Tod …. echte Monster ihre gerechte Strafe bekämen”.
      Das Beispiel fürs Handeln von heute aus dem Net? „Einen schlimmeren Rechtsruck als das rücksichtslose Durchboxen von TTIP, die Agenda 2010 und Kriegseinsätze gibt es nicht” http://www.nachdenkseiten.de/?p=33258#more-33258

      Sie vergessen immer, dass das Volk in seiner praktischen „Vernunft“ alle Sauereien immer und ausnahms- und widerstandslos durchgehen lässt.

      Ich will ihnen nicht wie Renate Rachsucht vorwerfen, die wäre wenigstens fundamental menschlich. Nein, sie scheinen dem grössten aller Übel zu huldigen das sich finden lässt, der Hoffnung. Gerade der Re-Inkarnations Unsinn zeigt deutlich dass der Buddhismus keinen Furz besser als das Christentum ist.

      Nur wenn sich genügend Leute finden könnten die sich einig sind, dass das Leben jetzt, und NUR jetzt ist, und dass man seinen Allerwertesten bewegen muss um sein Potential auszuleben, dann wäre etwas möglich… Aber ich schrieb ja „könnte“, denn so weit wird es nie kommen.
      Deshalb steckt im ersten Satz von Stirners Buch, da steckt praktische Vernunft drin, mehr Weisheit als in all den dummen und verdummenden Religionen.
      Und was hat mehr Leser? Und was sagt ihnen das?

    • Mir scheint, ihr habt alle Angst vorm Tod
      und wollt das Unausweichliche, das absolute Nichts, das mit dem Tod für den Einzelnen eintritt, nicht wahrhaben. Da wird Kant bemüht und sonstwer, es hilft alles nichts, denn die einzige Gerechtigkeit, die mir bekannt ist, ist die, dass wir alle, Betonung auf ALLE, sterblich sind und somit dem Verfall ins Organische anheimfallen. Insofern bleibt die Energie ein wenig erhalten bzw. wandelt sich, aber sonst? Sonst ist da nichts, es war vorher nichts oder hat irgend jemand vorgeburtliche Erinnerungen und es wird nachher nichts sein.

      Wenn man das in voller Gänze auch für sich selbst akzeptiert, ist es doch ganz einfach und man lebt sein Leben so, wie es beliebt.

      Was also soll die Mühe mit der Hoffnung auf eine Vergeltung von Sünden oder guten Taten, die es nach dem Tod nicht geben wird?

    • Wiedersehen
      @Renate Simon:
      Es geht mir konträr. Wenn es denn ein Wiedersehen gäbe, freute ich mich auf ein Wiedersehen mit einigen Freunden, die schon gestorben sind.
      Ich möchte Stan Laurel und Oliver Hardy treffen können und ihnen danken, dass sie mir in diesen so trüben Zeiten immer wieder wunderbare Ablenkung geschaffen haben. Bei Bach würde ich gerne hören, wie er das eine oder andere Stück selbst spielt. Naja, und so weiter.
      Natürlich gehe ich dabei immer davon aus, dass es mir überlassen bleibt, wen ich treffen will.

    • Es gibt schlimmeres als Hoffnung
      @Mediensegler: schön, Sie mal wieder zu lesen! Die Gedanken hinter Yoga/Tai Chi, wenn man den Kitsch abzieht, sind schon in der richtigen Richtung…

      Wenn ich von „Religion“ rede, meine ich keine süsslich augenverdrehte Verklärung, sondern einen tief innen liegenden Reflex, z.B. ein Auto nicht „nur zum an die Wand fahren“ zu klauen, seine Familie für eine Affäre nicht einfach wegzuschmeissen, von wirklich schrecklichen Sachen wie Folter, Vergewaltigung etc. zu schweigen.

      Gerade wenn ich DIESES Leben wertschätze, sollte ich es achtsam behandeln.

      Tyler, ihre traditionelle Rotzigkeit, die unter dem Strich nicht frei von Freundlichkeit ist, die einen gewissen resignierten Nihilismus vermuten lässt – sie wiederholt sich etwas.

      Ich will eine recht hohe empirische Wahrscheinlichkeit für die Richtigkeit Ihrer Perspektive gerne zugestehen, aber Innovation ist für mich, einfach mal die Prämissen durchzuschütteln.

      Warum müssen wir bei „Moral“ zwangsläufig an so etwas klebriges wie die Kinderstube vieler massgeblicher deutscher Politiker denken?

      Auf alle Fälle macht es Spass, so manche Reaktion zu lesen. Und das mit der Rache, ja die ist menschlich, und sich so manchen Depp als jahrmillionenlang zum Rheinkiesel verdammt vorzustellen, finde ich amüsant.

    • Sehr interessant.
      nur warum schreiben sie das unter diesen Artikel? Schreiben sie doch lieber einen eigenen Blog

    • @Uwe Dippel, TgA
      Wiedersehen, Sie gehen also davon aus, dass der gute alte Bach noch immer Lust hat, dann auch Ihnen vorzuspielen? Oh je, ich möchte nicht wissen, wie viele im Falle, dass die Möglichkeit bestünde, gerade dieses Ansinnen an ihn stellen. Mich überkommt das blanke Mitleid mit dem Kantor.

      Ist es nicht purer Egoismus, der Sie und andere hoffen lässt, dass nach dem Tod doch noch irgendetwas kommt und hoffentlich nur Gutes.

      Wenn ich nicht irre, glauben Katholiken an Himmel und Hölle, die mir, wenn schon solche Lokalitäten anstehen, verlockender erscheint, da wohl auch mir endlich warm genug und mit wesentlich interessanteren Leuten gefüllt. Allerdings hätte ich dann gern auf Dauer ein Abteil für mich allein, möglichst ohne Kontakte zur wie auch immer gearteten Außenwelt. Man versorge mich in dem Fall nur mit genügend Lesestoff, dann wär’s grad wie im richtigen Leben und gut so. Ich könnte, so es draußen wimmelt, ja immer noch einen Blick aus dem Fenster riskieren.

      …..

      @TgA, Sie sind ein wenig Moralist oder empfinde ich es nur so. Bei Politikern denke ich nicht an deren Kinderstube, könnte jetzt fragen, kennen die so etwas überhaupt oder haben die meisten sie nur vergessen. Wenn ich lese, dass Michael Fuchs/CDU die Bestrafung von greenpeace in Sachen TTIP fordert, zweifel ich weniger an der Kinderstube, als an seinem Verstand.

      Bei Leuten, die wegen einer Affäre die Familie verlassen, würde ich die Schuld nicht bei einem allein suchen, es gehören immer zwei zu einer Beziehung. Hätte mein Mann eine Affäre gehabt, hätte ich mich gefragt, was hast du falsch gemacht und hätte wohl einiges aufzählen können. Schuld ist da eine Kategorie, in die so etwas nicht immer reinpasst.

    • Danke!
      @ M. Baltes: Da bin ich einfach meinem Medium treu. Es schreiben so viele Möchtegerns in irgendwelchen Nischen des Netzes, nachdem sie in irgendwas mit Medien ausgebildet wurde…
      Habe ich schon mal überlegt, eine eigene Webseite mit meinen übrigen Texten aufzumachen, aber noch hat die Eitelkeit nicht die Unverbindlichkeit des Gedankenaustausches mit einigen etablierten Diskussionsfreunden überrannt. Seit Jahren schätze ich das Forum und seine Stammgäste, das Don Alphonso etabliert hat, als eine „Marke“ im intergalaktischen Datenschwall.

  2. Titel eingeben
    Zur Ehrenrettung des DB 3,5 Motors: 25l pro Stunde sind möglich, 25l auf 100km erfordern Treten über Pässe. Ich fahre die Maschine in einem 05er CLS mit 9 liter bei einem 130er Schnitt.

    Gute Fahrt auf all Ihren Wegen wünsche ich

    • Fahren Sie damit mal durch den Münchner Feierabendverkehr….

    • Der Folkher, der Herr Braun
      müsste klären können,
      ob da nicht LPG möglich ist.
      Wenn ja,
      haben Sie ein Problem weniger.
      Es rechnet sich.
      Auch bei älteren Autos.

    • B Klasse mit 3,5 ltr Maschine?
      Ich gebe zu das es ggf fahrlässig ist das Fahrzeug auf dem Bild mit dem Text in Verbindung zu bringen.
      PS Fährt es sich lässig damit

  3. Die Würde des Menschen
    von Merkel nur gern berufen, wenn es um sogenannte Flüchtlinge geht. Unser Ansehen in der Welt wird durch unseren Umgang mit den Flüchtlingen entschieden, ach du liebe Zeit. Unser Ansehen ganz allgemein ist mir ziemlich schnurz, es geht wohl nur um das Ansehen dieser Frau aus der Uckermark, die Griechenland nicht rettete, sondern nur immer wieder die Banken und nun dem Renzi, der ja außer Schulden auch nichts zustande bringt, hilfreich am Brenner in die Seite tritt. Und auch Draghi tut ja alles, damit es nicht uns besser geht, das wäre ja noch schöner, Helikoptergeld wird es für uns nicht geben, ich würde mich in dem Falle doch echt verbreitern wollen, nein wir werden die 2qm nehmen müssen oder in meinem Fall Plankton in der Nordsee sein.

    Wer also die Möglichkeit hat oder sich nehmen kann, sollte in so schöne Gegenden ziehen, in denen man noch weiß, wie man das Leben doch angenehm ruhig und mit viel Genuss bei Essen und Trinken verbringt. In denen das Wetter wesentlich angenehmer als hier ist, einem keine Merkel, kein Draghi und das Internet nur streckenweise zu nahe kommt, Flüchtlinge nicht zu befürchten sind, weil nichts los und kein kostenfreies WLan verfügbar ist und kein Schulz und kein Juncker uns von der EU Märchen erzählen, die wir eh noch nie glaubten.

    Mir hat die EWG gereicht, mehr musste nicht sein, aber das sehen natürlich die von der EU gut lebenden Illusionskünstler gänzlich anders. Man sollte sie zum Teufel jagen, allesamt und alle miteinander, nur nicht gerade in die Gegenden, in denen es sich so ruhig und angenehm leben lässt.

    Also ein klares Ja zu dem etwas heruntergekommenen, aber ausbaufähigem Anwesen hoch oben in der Pampa und bei Bedarf doch nah genug an Kultur und Zivilisation.

    • Ja,
      also ich persönlich hätte gern an der Grenze weiter Geld gewechselt,
      wie auch nervende Kontrollen über mich ergehen lassen.
      Wenn es denn geholfen hätte,
      männliches Mittelalter zu vermeiden.

    • Ich befürchte....
      … ich muss ihre Illusionen ein wenig ankratzen

      „Wer also die Möglichkeit hat oder sich nehmen kann, sollte in so schöne Gegenden ziehen, in denen man noch weiß, wie man das Leben doch angenehm ruhig und mit viel Genuss bei Essen und Trinken verbringt. In denen das Wetter wesentlich angenehmer als hier ist, einem keine Merkel, kein Draghi und das Internet nur streckenweise zu nahe kommt…“

      Letzten Monat ging bei mir ein Schreiben meiner Bank ein, in dem für einen gewissen Dr Schäuble einige hundert Euro eingefordert wurden, die fällig seien, falls ich nicht lückenlos nachweisen könnte (mit auf meine Kosten beglaubigter Übersetzung ins Deutsche), dass ich in den diversen Ländern in denen ich díe letzten Jahre verbracht habe Einkommen Steuer veranlagt worden sei….
      Nach dem wie immer sehr hilfreichen Ausstossen eines Ur-Schreis (manchmal kommt der Therapeut noch durch), habe ich ausgerechnet, dass ich mir das Ignorieren solcher Leute durchaus leisten kann und mir gesagt, wenn es der Rettung der deutschen Grundwerte dient….

    • TDV, die Steuerkrake ist unterdessen überall
      und dann erstaunt es doch, wie klein die Welt tatsächlich ist, wie wenig Geldgeheimnisse man doch noch für sich behalten kann.

      Andererseits müssen Sie Schäuble verstehen (ich gebe zu, ich tu es auch nicht), aber die Milliarden, die z.B. für die Rettung der Griechen, pardon der Banken ausgegeben wurden, sollen wieder ins Staatssäckel. Dass es ohnehin unser Geld war, das IWF, EZB und die Banken bekamen, geschenkt, die Griechen durften mal eben 5% vom Gesamtpaket selbst verplempern. Es sei ihnen gegönnt.

      Und so zieht sich die Schlinge um uns immer enger, der eine will weltweit Steuern eintreiben, der andere kontrolliert das Netz, es kann also nur noch schlimmer werden.

      Sie schreien ur, ich fluche schlimmer als ein Droschkenkutscher, aber ändert das was? Es erleichtert für den Moment und dann kommt der Ärger doch wieder durch. Wir sind gekniffen, so oder so, egal wo wir sind, man sieht es ja an Ihnen, und selbst, wenn wir beide nicht wählen gehen, ändert sich immer noch nichts, ganz im Gegenteil. Wir werden weiterhin mit der Raute leben, die uns munter an die USA verscherbelt, wofür auch immer, denn die Hoffnung, dass der Wähler endlich mal ans Denken kommt, habe ich aufgegeben, da ist nix und da wird zukünftig noch weniger sein.

      @mediensegler
      Erinnerungen an Italienurlaube fangen bei mir am Brenner an, Geld war schon zuhause umgetauscht, also nochmal geschwind zählen, sich furchtbar reich an Lire fühlen, Uhr umstellen, endlich Urlaub. Ich hätte gern so weitergelebt, heute fährt man z.B. nach Holland und merkt gar nicht, dass man längst angekommen ist, man ist einfach da, weiß nicht wie, das macht mir keine Freude.

    • @mediensegler
      Das ist mir zu hoch, um es für mich interpretieren zu können.
      Bei mir wäre es eher „Wenn es denn geholfen hätte, meist junge kräftige Männer südländischen und levantinischen Flairs ohne Visum auf der anderen Seite zu binden.“

    • Würde
      Meine sehr geehrte Bank – also mein Bankberater – rief letzte Woche an, und erklärte mir, es gäbe ein neues Gesetz in Europa, nach dem die Banken verpflichtet sind, genaue Herkünfte der Gelder ihrer Kunden zu erforschen und entsprechend zu dokumentieren.
      Also haben wir uns nett eine ganze Zeit unterhalten dürfen, während der ich die Details, Adressen, Beträge, Zeiträume, aus meinem Gedächtnis kruschtelte. Nein, ich habe keine Millionen und habe null geerbt.

      Übrigens die gleiche Frage, die mein Finanzamt letztes Jahr frug, als ich etwas mehr ausgab, als meine aktiven Einnahmen waren.
      Und ich nehme Wetten an, wenn das wieder passiert, werden sie wieder fragen.

      Was mich daran stört? Dasselbe was mich vor 40 Jahren störte, als ich bei jedem Transit von und nach West-Berlin als langhaariger und vollbärtiger Mensch aus dem 2CV oder ähnlich aussteigen musste, weil mal wieder nach Terroristen gefahndet wurde. Die glattrasiert in einem Mercedes neben uns sitzend durchgewunken wurden.
      ‚Panama‘, rufe ich da, Leute, und ‚Schweiz‘, ‚Höness‘, und wie sie alle heißen mögen. Da werden Milliarden steuerfrei hin und her geschoben, täglich, und wenn ich gegen mein Lebensende mal einige Kröten auf dem Konto habe, auch gegen meine unmaßgebliche Pension aus nur ca. 10 Jahren Beitragszahlung, dann ruft Europa, Europa!!, nach Nachweisen, woher ich die Zehntausend hatte, die ich vor 15 Jahren auf mein Konto verlegen konnte.

      Warum sollte ich kein Wutbürger sein??

    • Uwe Dippel, das Finanzamt leistet sich da noch ganz andere Dinge
      und ich rate Ihnen, sammeln Sie Belege, Sie werden sie brauchen. Eine Kollegin hatte Ererbtes angelegt, die Anlage lief aus und sie legte es mit Hilfe eines sehr gewieften Bankberaters klammheimlich sehr gewinnbringend wieder an. Das war vor bald 25 Jahren noch möglich.
      Das Finanzamt wusste nur, dass die Mittel frei geworden sind und ein Mitarbeiter wollte abends gegen 21h telefonisch wissen, wo sie das Geld gelassen habe.

      Die Gute kam natürlich fürchterlich ins Schleudern, ein Anruf zu später Stunde vom Finanzamt und dann auch noch Auskünfte geben, die sie gar nicht geben konnte. Sie erzählte dann von doch erheblichen Ausgaben zu ihrem 50. Geburtstag und etliches mehr. Am nächsten Tag suchte sie sich einen Steuerberater, der erst einmal einen deftigen Brief ans Finanzamt schrieb, was denen einfiele, abends die Kundschaft zu belästigen und überhaupt, das ginge ja nun gar nicht. Das Finanzamt gab nach, die Kollegin hatte dann ihre Ruhe.

      Heute wäre man in einer deutlich schlechteren Position, da alle Daten ausgetauscht werden, das Finanzamt Einsicht in alle Konten hat, man kann denen nicht mehr viel im eigenen Land oder anderswo vormachen. Dazu müsste man wirklich richtig reich sein und wer ist das von uns schon.

      Und auf absehbare Zeit wird uns garantiert das Bargeld abgenommen, in Holland wollen die Geschäfte schon gar keines mehr annehmen, so erzählte mir heute der polnische Bekannte, der Donnerstag manches bar dort bezahlen wollte.

      Ja, man kann gut und gern zum Wutbürger werden, aber da uns die Frau aus der Uckermark wohl erhalten bleibt, sollten Sie dabei doch auf Ihre Gesundheit achten.

    • Wie wäre es mit Kraut-Finanzierung für Ihr Objekt
      Ich meine jetzt nicht das sie Gemüse anbauen sollen. Wenn sie eine Kontonummer angeben könnten interessierte Krauts ein paar Dollar oder €uronen überweisen die bei Kauf und Renovierung helfen. ggf könnten sie ja hin und wieder FAS-Lesern ein Zimmer frei machen. Wichtig ist das Kleinstbeträge nicht von den Gebühren aufgefressen werden.
      PS: Sollten sie keine Erben haben, was im Moment unwichtig ist, könnten sie das Haus der FAZ-Stiftung vermachen. Gestresste Redakteure könnten ggf hier auch zur Ruhe kommen. Man müsste dann nur Telefon, Fax und Internet abmelden.

    • Steuern und Bargeld
      auch @Renate Simon

      Die Wut ist nicht einmal – im Gegensatz zu Ihrer Kollegin – wegen klammheimlich und dann nachgefragt.
      Bei mir hat immer alles offen gelegen von wegen Einsicht in die Notwendigkeit von Steuern und von wegen ruhig schlafen. Die Nachfrage kam trotzdem nach den Quellen, obwohl das alles schon seit Jahren auf meinem Konto war.

      Letztes Jahr war ich einkaufen, in einem Naturkostladen am Spui/Hofweg in Den Haag, einen Liter frisch gepressten Orangensaft. An der Kasse wurde mir gesagt, dass Bargeld null Komma nicht geht, nicht einmal passend. Also musste ich den Saft stehenlassen.
      Auf der Rückfahrt in Utrecht Centraal dann dasselbe bei Albert Hejin. Ich muss gschaut haben wie ein Schwalberl wenns blitzt, die Leute zu sehen, die ihre Ware selbst einscannen und dann ‚pinnen‘. Nur noch eine Kraft im ganzen Laden, beschäftigt mit dem Nachfüllen von Regalen.
      Noch ein paar Jährchen und ein Robot übernimmt das auch noch. Wohl dem, der als Autist durch die Welt läuft.
      Und die Herrschenden reiben sich abermals die Hände, weil sie von nun an von jedem Bürger wissen, wo er ist, wann er was kauft.
      Und in der Passage, die Pralinés waren teurer mit bar und billiger mit pinnen. Klar, dass die übergroße Mehrheit das pinnen bevorzugt.
      Und logischerweise wird dann irgendwann verdächtig sein, wer nicht pinnt. „Ei, was der wohl zu verbergen hat?!“

    • Herr Dippel, es sollte grundsätzlich egal sein,
      ob man das einst angelegte Geld daheim unterm Kissen liegen hat oder wie auch immer neu anlegt. Die Dreistigkeit des Finanzbeamten war ja, nachzufragen, was mit dem Geld passiert sei, das könne sie doch nicht alles auf einmal ausgegeben haben usw.

      Was Sie von Ihren holländischen Einkäufen erzählen, berichtete mir ja der polnische Bekannte und ich dachte, na ja, vielleicht in dem Ort wegen vieler Touristen so üblich. Also schaffen die Geschäfte inkl. der Kunden doch selbst das Bargeld ab und zum anderen sind die Leute auch noch so blöd und machen die Arbeit selbst, scannen und brav mit Karte zahlen.

      Ich habe zufällig die Anfänge der Selbstscannerei bei Ikea erlebt, seitdem war ich nicht mehr da. Mein Mann und ich sind durch diese Kasse, es war elend voll und da das für uns beide völliges Neuland war, stellten wir uns entsprechend blöd an. Sie hätten mal die Kundin hinter uns hören müssen, geht das nicht schneller usw. Ich habe der Dame ein paar passende Takte gesagt, dann war sie ruhig und uns half die an dieser Kasse stehende Ikea-Kraft.
      Ich weigere mich, solche Kassen zu benutzen, zum Glück werde ich hier noch nicht damit konfrontiert, käme das, sähe mich der Laden nicht wieder. Für dumm verkaufen kann ich mich selbst.

      Übrigens erhöhen die Banken bzw. grad die Sparkasse München mal wieder die Preise, andere werden folgen.
      http://www.focus.de/finanzen/videos/sparkasse-muenchen-stellt-girokonto-um-stadtsparkasse-kassiert-kunden-mit-neuen-gebuehren-ab_id_5510908.html

    • ...aber justament in den entschleunigten Gegenden mit gutem Essen und Trinken...
      …trifft man womöglich die Müllermeierschulzens oder sonstige Menschen-Fischer mit deutschen Diäten oder Pensionen in der Tasche ihrer italienischen Maßanzüge …
      …ich denke der letzte Winkel dieser Erde liegt wahrscheinlich irgendwo weitab von Pisa im finnischen Wald oder so. Die Eskimos könnten bald anfangen, ersten europäischen Emmigranten, die lieber „beck tu ze ruts“ als importiertes Retromittelalter zuhause ausprobieren wollen, das Jagen, Fischen, Trinkwasserschmelzen und Iglubauen beizubringen… vielleicht sollte ich einfach mal eine Dystopie schreiben, wenn ich genug abbruzzesischen Rotwein intus habe. So als Antwort auf Houellebecq vielleicht. Französisch kann ich jedenfalls schon mal ganz gut, höhöhö.

  4. ......
    Auf Kredit kaufen ? Ich weiss ja nicht. Da ist man dann wieder an was gebunden, ist Barzahlung tatsächlich unmöglich ?

  5. Ein Volk ökonomischer Analphabeten
    Wenn die Bundesregierung auf Staatsanleihen Gebühren nehmen kann (das nennt man Negativzinsen) können Sie nicht erwarten, auf de facto risikofreie Investitionen Zinsen zu kriegen.

    Der deutsche Staat kann momentan deshalb mit dem Schuldenmachen Geld verdienen, weil Grossanleger nicht an eine Erholung der europäischen Wirtschaft (und der Weltwirtschaft) glauben und deshalb ihr Geld in sicheren Staatsanleihen parken, mit denen sie zwar ein bisschen Geld verlieren, aber eben auch nicht Schiffbruch erleiden können.

    Wenn die Inflation wieder steigt und der deutsche Staat wieder Zinsen fürs Schuldenmachen zahlen muss, werden auch Ihre Zinsen wieder steigen. Damit das aber passiert, muss wieder Wirtschaftswachstum in der EU her und das versucht Herr Draghi mit dem Hubschraubergeld zu erreichen. Nun gibt es ein paar deutsche (und tatsächlich fast ausschliesslich, provinzielle dumme, deutsche) Ökonomen die das falsch finden, aber mit der Enteignung deutscher Sparer hat das nichts zu tun. Da musste ja sogar der Weidmann die EZB verteidigen.

    Die Deutschen sind ein Volk grosser Ingenieure, aber von Geld verstehen sie nichts (und tatsächlich hat das eine etwas mit dem anderen zu tun). Dumb German Money wohin man nur blickt.

    • Die Zinsen dürfen nicht steigen
      Das mit der nicht vorhandenen Inflation sieht man ansteigenden Weissbier-Preisen, Mieten und Immobilien…
      Leider kaufen wir viel zu selten Farblaserdrucker, Fernseher und Dacia-Luxusneuwagen…

      Steigen die Zinsen, bricht der Kettenbrief der Monsterschulden zusammen, denke ich.

    • Immobilienpreise
      steigen, weil man mit sicheren Geldanlagen kein Geld mehr verdienen kann und deshalb in Immobilien investiert. Das ist so gedacht und auch gut so und wenn die Deutschen insgesamt mehr Geld ausgeben würden, wäre die Inflation da wo sie sein sollte.

      Nun ist der Draghi aber nun mal nicht der Chef der Bundesbank sondern der EZB und den meisten anderen EU-Mitgliedsstaaten geht es längst nicht so gut wie D.

      Was Staatsschulden angeht, werden die seit Jahrhunderten nicht wie Privatkredite zurückgezahlt, sondern durch Wirtschaftswachstum als Anteil am Bruttosozialprodukt geschrumpft. Staaten die das nicht hinkriegen und weiter Schulden machen, werden auf Dauer zahlungsunfähig. Staaten wie die US haben dagegen mit dem Schuldenmachen kein Problem. Und die Deutschen machen mit ihren Staatsanleihen sogar Gewinn, weil man Gebühren für das Privileg zahlen muss, der Bundesregierung Geld zu leihen.

    • TGA
      Sie sollten sich nicht von Komikern irritieren lassen, die ernsthaft fabulieren, dass ein erneutes Wirtschaftswachstum nur eine Frage der Zeit sei…übersetzen sie seinen Nick mal ins Englische, dann sehen für wen der Herr sich hält…

      Das mit der Inflation haben sie schön formuliert, leider lassen sich die Doofen ja doch stets auch noch die allerdümmsten Lügen andrehen.

    • @ TGA
      Sie sind ein wundervolles Beispiel, dass die Deutschen tatsächlich ein Volk ökonomischer Analphabeten sind. Wie in der FAZ berichtet, ist es tatsächlich verheerend, dass der Philologenverband lange keinen ernstzunehmenden Wirtschaftsunterricht in Deutschland zugelassen hat. Lesen Sie mal ein Textbuch von einem liberalen Ökonomen wie Paul Krugman (wie wär’s mit Macroeconomics) und Sie würden ganz flux basale Zusammenhänge verstehen.

    • Freihandel für völlig freie Hirne
      Das mit dem A.S. war mir zu offensichtlich, um darauf herumzureiten.

      Das Spannende an solchen Beiträgen ist, wie -duchaus clever- da der sogannte ökonomische Mainstream seine ideologischen Kronjuwelen in die Sonne hält…

      Bruder Grimm wäre auch ein netter Nick gewesen….

    • Sackgasse
      Auch wenn es langweilig wird: ich verstehe noch immer nicht, wieso nicht Millionen jetzt durch die Strassen ziehen und Rabatz machen.
      Die Schätzungen sind verschieden, aber alle beziffern zwischen 83 Milliarden und 200 Milliarden ‚vernichteten‘ Kapitals. Bisher. Wer Geld hat, verliert. Da freut sich die EZB und kann das nächste ‚Rettungspaket schnüren‘. Wer meint schlau zu sein und sich krummlegt Wohnung bzw. Haus mit 1-Komma-Null Prozent Zinsen sich endlich leisten zu können, hilft dem Bauministerium, weil er damit einfach Wohnraum für Migrationswillige schafft. Und sogar billigen Wohnraum, den das Ministerium dann nicht mehr finanzieren muss. Weil die Gestehungskosten oberhalb des Marktpreises sind, wenn man verkaufen muss, wenn in einigen Jahren die Zinsen dann doch steigen. Dann bleiben dem ehedem Eigentümer statt Wohnraum Schulden übrig, und die Regierung reibt sich die Hände.
      Wer über kein nennenswertes Vermögen verfügt, verliert an dem was er hat, entweder als geldwertes Vermögen oder als Immobilie, nach der man sich mit einer Hypothek gestreckt hat. Möglicherweise sind genau das die Leute die aus Dankbarkeit GroKo wählten und wählen?

      Natürlich ist es richtig, jetzt in Immobilien anzulegen. Allerdings nur wenn es die Portokasse hergibt, und man nicht auf Gedeih und Verderb an Einkünften daraus bzw. dem Zinssatz hängt. Don Alphonso macht es, glaube ich, ganz richtig. Was nur genau zu klären ist, wäre der Verfallszustand. Es gibt auch immer einen Punkt, ab dem Abriss die beste Alternative ist. Und ich liebe alte Häuser, mein erstes war 200 Jahre alt, aber eben auf dieser Seite des Grates.
      Damals, in 1989 hatte mir die Commerzbank ein Privatdarlehen angeboten, mit meinem festen Einkommen als einziger Sicherheit. Eine Hypothek auf ein Haus in Frankreich wollten sie nicht einrühren.
      In 2015 hat mir meine jetzige Bank den gleichen Betrag in Euronen als Privatdarlehen verweigert, mangels Sicherheit wegen meines mittlerweile fortgeschrittenen Alters. Also etwas anders als Don Alphonso es erlebt hat. Aber ich bin ja auch kein Erbe. ;-)

  6. Titel eingeben
    Hoffentlich geht’s Ihnen nicht wie einem deutschen Literaten, der sich dort im eigenen Haus im grünen Hügelland unter Pinien wohlfühlte, bis plötzlich eine Hühnerfarm (oder waren’s Schweine?) in Sicht- (und Riech-)nähe gebaut wurde.

    • Titel eingeben
      Ich denke, es wird im Sommer schlicht zu heiß für Massentierhaltung. Außerdem ist das Chianti Weinanbaugebiet, und kein schlechtes. Weizen oder Wein, wäre die Frage. Bei Wein wären eher Unkrautmittelspritzaktionen problematisch.

    • Montaio
      @kdm
      Ich war mal da und ich glaube, das mit derTierzucht war eher literarische Überspizung. Der Steinbruch allerdings ist nicht schön.

    • kdm,
      jetzt sein Sie aber mal nicht so ein Spielverderber! Ich finde die Bilder wundervoll, wirklich und mag mir da keine quickenden und gackernden Massentiere vorstellen. Sondern bewerbe mich hiermit ausdrücklich als Ziege!

    • Grundstück...
      …deswegen kam mir gleich in den Kopf, wie groß wohl das Grundstück bei all den – Verzeihung: kleinlichen – Wohnraumerwägungen für den Alleinsichselbsterziehenden sein mag? In Italien ist man gewöhnlich viel im Freien, d.h. lange Tische unter blühenden Bäumen, reich gedeckt, bei Rotwein fröhlich singende Menschen und später dann Don Camillo auf dem Rennrad mit Sophia Loren quer auf der Stange um die Ecke biegend, Segen spendend.
      Ja, und nicht nur mögliche Stinkefarmen, sondern auch ganz einfache Menschen-Nominalnachbarn können sich – wie überall – schlimm verwandeln, indem sie z.B. als Erben* aufschlagen. Räumliche Distanz ist also gar nicht so schlecht.

      In Kanada scheinen große Gebiete jetzt wohlfeil auf Aufforstung zu warten…

      *Wobei wir irgendwie bei den vom werten Don Alphonso mehrmals erwähnten notwendigen 2 m² wären: Letztlich macht nur der Sarg den Buckligen gerade, so sagen die den Italienern recht ähnlichen Russen; das ist der hoffnungsvolle Aspekt, den die Hinterbliebenen an der Tolstoi’schen Frage „Wieviel Erde braucht der Mensch?“ oft begrüßen. Und die Zeit geht über alle hinweg, man muß nur halt nur warten können.

  7. @The Great Artiste - Man könnte sich schon heute über vieles wundern,
    wenn man die Mentalität nicht kennen würde.

    Z.B. über die Darstellung wirtschaftlicher Ideen- und Entwicklungsgeschichte im Stil vatikanischer Inquisitonswissenschaft zu deren besten mittelalterlichen Zeiten.

    Gerne wird der Manchesterkapitalismus, bzw. dessen indirekter Namensgeber, der Manschesterliberalismus denunziert. Seine Grundidee ist der Freihandel. Deutschland nutzt ihn mit größtem Erfolg seit über 100 Jahren, erregt sich darüber dank der erfolgreichen Gehirnwäsche sowohl durch Sozialisten und Rechtsextreme aber schon genauso lange.

    Neoliberalismus ist im Kern vor allem Anti-Kartellgesetzgebung, zurückgehend auf Ludwig Erhard, der in den 1950ern den Deutschen ihre Leidenschaft für Monopole und Zentralplanwirtschaft knapp ausreden konnte. Damit wurde eine wichtige Grundlage für >60 Jahre Erfolgsgeschichte geschaffen, die per Zitat „Neoliberalismus“ verteufelt wird, deja vue.

    Aktivisten-Flüchtlingsimporteure nit Enteignungstendenzen, Berliner Antifa-Untergrund mitsamt Lügenkampagnen, sozialistische Agitpropläden wie Attac, primitiver Antiamerikanismus, das ideologische Credo der NPD, all das geht substanziell zurück auf die uralte tradierte Feindseligkeit gegenüber dem liberalen Gesellschaftsmodell. Echter Liberalismus erfordert zwingend auch wirtschaftliche Freiheit und Garantien.

    Die EU wird niemals bekämpft werden, weil sie die Regulierungswut des deutschen Gesetzgebers um Potenzen übertrifft, sondern nur wenn sie Freihandel garantieren will. Der Widerstand gegen TTIP könnte gar nicht charakteristischer sein.

    • ....
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    • Neoliberalismus - der Wurzel des Guten seit Ludwig Erhard
      „Gerne wird der Manchesterkapitalismus, bzw. dessen indirekter Namensge-ber, der Manschesterliberalismus denunziert. Seine Grundidee ist der Freihan-del.“

      Freihandel und die Freiheit, wehrlose Menschen beliebig auszubeuten, auch Kinder, die in den coal mines des British Imperium in unerträglichen Verhältnis-sen schufteten: das war der Manchesterkapitalismus. Die aus den Kolonien importierten Rohmaterialen wurden in England verarbeitet, u.a. in der Textilin-dustrie, in ähnlich bedrückenden unmenschlichen Verhältnissen. Das ist kein „Denunzieren“, sondern das sind Fakten.

      Manchesterkapitalismus war vor allem das Wirtschaftsmodel eines Feudalsystems, des Adels, der sich auf Kosten des Volkes schamlos bereicherte.

      Der heutige Neoliberalismus möchte auch am Liebsten den Sozialstaat abschaf-fen, und zwar im Namen der Eigenverantwortung, privater Vorsorge bzw. „Freiheit“ und hat es schon geschafft, aus Großteil der Beschäftigten einen riesigen Niedriglohnsektor aufzubauen, mit all damit zusammenhängenden sozia-len Auswüchsen.

      Deutschland ist ein Land der Subventionen, der ungehinderten Fusionen, der Stützung der Wirtschaft, des Bank- und Finanzwesens durch Steuergelder (Aufstocken der Hungerlöhne, Bankenrettungen). Dass Sie nun hier den Außenhandel ausklammern, um ein Modell des „Freihandels“ zu huldigen, ist eine Ablenkung davon, dass Deutschland immer mehr einem staatlich gelenkten Kapitalismus ähnelt als einer Wirtschaft der freien Märkte.

      „Aktivisten-Flüchtlingsimporteure nit Enteignungstendenzen“

      Meinen Sie den Milliardär und Finanzinvestoren George Soros? Laut diversen angelsächsischen Medienberichten hatte er der EU in der Krise empfohlen, et-wa eine Million Flüchtlinge aufzunehmen, dann jährlich mindestens 500.000. Es gibt auch Berichte, laut welchen Soros die NGO’s in der Flüchtlingshilfe fi-nanziell unterstützt.

      „Der Widerstand gegen TTIP könnte gar nicht charakteristischer sein.“

      Wenn TTIP nur ein Freihandelsabkommen wäre, hätte die Mehrheit vermutlich nichts dagegen. Die unsäglichen Schiedsgerichte, bei welchen sogar nachträg-lich noch geklagt werden dürfen sollte, (was zum Missbrauch einlädt, wie man aus Ländern wie Rumänien weiß), sind ein Beispiel, ebenso die Umkehr der Beweislast über die negativen Auswirkungen von Schad- und Giftstoffen aller Art. Von der Behandlung von Genprodukten will ich hier erst gar nicht anfangen.

      Der Neoliberalismus ist Manchesterkapitalismus im modernen Gewand, da haben Sie allerdings Recht.

    • Der heilige Wettbewerb
      Ihre recht sachlich untermauerten Verwünschungen gegen die „rotgrünliberale 68er Mentalität“ enthüllt sich schön, indem sie sprechen.

      The winner takes it all – leider läuft ungezügelter Wettbewerb immer darauf hinaus, dass der stärkste Marktteilnehmer über kurz oder lang alle anderen Konkurrenten platt machen kann und wird – es könnte also ein paar national sozial eingestellte europäische Kleinkönigreiche geben, deren Potentaten tief im Rektum der Protagonisten des global corporierten Kapitalismus stecken, und ich vermeide es, deutlicher zu werden.

    • Bei PPP und PPT gibt es diese Schiedsgerichte
      in Deutschland doch jetzt schon – weit vorbei an der staatlichen Gerichtsbarkeit!
      https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96ffentlich-private_Partnerschaft

    • Ist dieser Manchesterkapitalismus
      der Vorläufer dieses sogenannten Raubtierkapitalismus?
      Also, ich brauche keine Hosen für drei Euro,
      die können ruhig das Dreifache kosten.
      ;-)

    • Titel eingeben
      Danke Antesde, danke

    • Respekt !
      Heute vormittag hat es geregnet, also hab ich mir Georg Carlin

      https://www.youtube.com/watch?v=07w9K2XR3f0

      und Lewis Black angehört

      https://www.youtube.com/watch?v=r2UYAWdW8fc

      aber ich muss gestehen ihr Beitrag hat mich am meisten zum Lachen gebracht. Ich habe schon seit Jahren mit niemanden mehr irgendeinen Kontakt gehabt, der meint auf dieser Welt gäbe es irgendwo „Freihandel“…

  8. In the end, when it's over, all that matters is what you've done.
    Jesus Christ,

    unrenovierter Altbau, irgendwo in der Pampa, kein Anschluss an Infrastruktur, in einem instabilen Land.

    Da es ja meine Ersparnisse sind, die Ihnen Ihre Bank zur Verfügung stellt, um ihre hedonistischen Interessen völlig sinnlos auszuleben, erbitte ich mir Mitspracherecht.

    Und folglich sage ich laut und deutlich:

    Nein!

    Sie sollten vielmehr Folgendes tun:

    Fahren sie mit Ihrem Sekretärinnen-Porsche nach Berlin, beglücken sie eine Vielzahl von jungen Genderistinnen auf Clubtoiletten und investieren sie dann für die gute Erziehung des Nachwuchs.

    Sie hätten in kurzer Zeit mehr Spass als man in 20 Jahren beim Umkreisen einer Dorfhütte in der Toskana haben könnte, könnten mit den Genderistinnen ihren Pax convenit inter nos schließen, und der Fortbestand des eigenen Adelsstand wäre auch gesichert.

    Und auf Ihrem Grabstein in Berlin wird stehen:

    Helicopter Don, der, der die Kinder brachte….

    • ....
      Ich spreche hier aus Erfahrung wenn ich sage das man vielen Genderisten*innen nicht im Dunkeln und schon gar nicht auf der Clubtoilette begegnen will, da fängt man sich zuletzt noch was ein und man muss doch schliesslich Standards haben. Wovon lebt den sonst der gepflegte (Geld)Adel wenn nicht auch von einem gewissen Maß an Ansprüchen bezüglich Liebesleben und der Lokalität in der selbiges stattfindet.

    • Titel eingeben
      Die Helikopter-Don Idee hat Charme. Doch sollen sich die Berliner Tröten hintanstellen. In Bavaria stehen sie Schlange die Mädel und die Jungs träumen zumindest…

      Sekretärinnenporsche war der kleine freche Honda. Bauernporscfhe der 323i. Westentaschenporsche…

      Nein, Goodnight, der Geischt vo Sindelfinge singt im daimler, im mercedes.
      Ein Mercedes ahmt nichts nach, höchsten einen großen Mercedes.

    • Be the flame - not the moth.
      Ich denke es wird eher daran scheitern, dass sowohl Adelige als auch Genderistinnen bezüglich körperlicher Aktivitäten eher passiv veranlagt sind, d.h. man lässt den Pöbel bzw. den Mann arbeiten. So findet man nicht zusammen.

      Whatever, hauptsache es wird verhindert, dass der Don die deutschen Ersparnisse irgendwelchen italienischen Bauern in den Rachen wirft, nur damit er ein weiteres 2000 qm Singleapartment erschließt. Um von dort über den Ausverkauf Deutschlands zu klagen.

      Zusammenhänge, Strukturen, Kausalitäten…Jesus, irgendjemand mit Abitur hier?

    • Without disappointment you cannot appreciate victory.
      Also bei Autos und Frauen kenne ich mich aus. (in dieser Reihenfolge!)

      Daher kann ich das mit dem Honda und dem BMW so nicht stehen lassen.

      Der Honda CRX war ein Drehmomentwunder und allein vom Fahrwerk Benchmark der Rennsemmeln des kleinen Mannes Ende der Achtziger Jahre.

      Der BMW 323i als E21 war vor meiner Zeit. Ich bin bei BMW mit den E30 eingestiegen. Das waren elende Heckschleudern, bei Regen zickig wie Italienerinnen, aber der Reihensechszylinder meines Erachtens immer noch der harmonischste Motor ever. Keine Kraft aber unendliche Eleganz und wunderbarer Klang. Halt wie Italienerinnen.

      Whatever, beide Fahrzeuge stellen etwas besonders, etwas Zeitloses, ein Erlebnis, eine Differenz, letztlich aufgrund ihrer Genialität bei gleichzeitiger Unvollendung. Wahre Schönheit aufgrund knapp verfehlter Perfektion.

      Der Mercedes SLK R171 hingegen ist das genaue Gegenteil. Eine Perfektionierung seines Vorgängers, in allen Belangen, und folglich kein Erlebnis mehr. Er ist als 350er schnell, kräftig, ansehnlich, komfortabel, mit gutem Klang, und allerlei elektronischer Helfer, damit ihn auch all die Frauen fahren können, die ihn sich vom Gatten/Freund/ Sugar-Daddy finanzieren ließen.
      Aber halt nur V- statt Reihensechszylinder, Hubraum statt Drehmoment, kein Divaverhalten bei Regen, kein Spass beim Einfangen, keine Rückenschmerzen nach dem Ritt.
      Nur Missionarsstellung-Sex im Schlafzimmer mit Kondom und vorher Duschen.

    • Wieso meinen eigentlich die Meisten hier,
      dass mann ohne Abitur
      nicht in der Lage wäre,
      zu denken?

    • Stupid is as stupid does.
      @mediensegler

      Eigentlich wollte ich hier nur plaudern, aber dann erkläre ich mal wieder die Welt:

      Die Welt ist komplex. Und zwar total. Und deswegen hat der Mensch die Struktur erfunden (oder die Struktur die Struktur oder den Mensch, genau weiß man es nicht, weil zu komplex, aber egal, wichtig ist am Ende kommt ein Konstrukt raus, an das alle glauben).

      Und daher gibt es auch eine Struktur für Intelligenz. Um zu verhindern, dass man immer beide jedem „Mensch“ konzentriert zuhören muss, um herauszufinden, ob jemand etwas wichtiges zu sagen hat, hat man eine Abfolge von Intelligenzunterscheidungen klassifiziert und die lauten:
      Abitur/ Nicht Abitur, Studium/Nicht Studium, Promotion/ nicht Promotion

      Entlang dieser Unterscheidungen kann ich dann meine knapp bemessende Konzentrationsphase aktivieren bzw. deaktivieren.

      Nun hat dieses System natürlich den Nachteil, dass verkannte Genies nicht zum Zuge kommen, aber bisher konnte unsere Gesellschaft ganz gut auf verkannte Genies verzichten.

      Andererseits ist hier natürlich, wie bei jeder Klassifizierung, eine eindeutige Form der Benachteiligung. Folglich könnte man da ein Menschenrecht auf
      Aufmerksamkeit unabhängig des Bildungsniveaus einfordern. Oder ein Quote für Nicht-Abiturienten. In allen Vorständen.

      Whatever, jetzt habe ich schon zuviel Zeit für NichtAbiturienten vergeudet.

      Viel Glück!

    • @goodnight – Ersuchen einer dummen Person
      die sich ohne Abitur und mit nur noch rudimentär vorhandenen Englischkenntnissen hier tummelt, aber doch gern, ohne jedesmal einen Translator bemühen zu müssen, an Ihren epochalen Gedankengängen teilhaben möchte. Ob sie diese dann nachvollziehen kann, ist natürlich eine andere Frage, aber sei’s drum, seien Sie so gut und verfassen Ihre Heads/Beiträge doch auf Deutsch.
      Geben Sie mir und anderen dummen, abiturlosen Personen eine Chance, Sie kleiner Chauvi.

    • Denn eben wo Begriffe fehlen, Da stellt ein Wort zur rechten Zeit sich ein
      Geehrtes Fräulein Simon,

      ich bemühe mich ja immer wieder, meine Beiträge in Deutsch zu verfassen, doch gelingt mir dies nicht immer, da ich im Deutschunterricht durch die Physiognomie meiner Lehrerinnen abgelenkt war und folglich wesentliche Dinge wohl verpasst habe. (Daher bin ich, als Opfer der Emanzipation, auch und insbesondere für eine Männerquote im Lehrerbereich).

      Englisch kann ich auch nur, ein wenig, weil ich unter der Woche viel mit Cowboys kommuniziere (d.h. keine Ablenkung)

      Aber zum Thema:

      Bei meinen Titelzeilen handelt es sich ausschließlich um tradiertes Wissen. Ihre Fragestellung disqualifiziert Sie folglich ein wenig hinsichtlich ihrer Aufmerksamkeit bezüglich Geschichte, Philosophie, Literatur und Kino. Sind ja auch Männerthemen, verstehe ich. Folglich kann ich nur den Rat geben, Dinge abzuhandeln wie ein Frau: Sich an der Erscheinung und am Klang zu erfreuen. Und sich nicht mit Inhalten zu belasten. Erzeugt sonst nur Falten. Und Falten ist was für Männer.

    • Sehr geehrtes Männlein Goodnigth
      Ihr Rat kommt wohl an, allein bezüglich der Falten etwas spät, die sich in mein 70jähriges Gesicht auch durch das viele Lachen, nun wieder über Ihren Beitrag, gegraben haben.

      Mir meine mangelnde Bildung vorzuhalten ist müßig, sie ist mir bewusst, nun aber zu spät, darüber zu lamentieren.

      Aber danke, dass Sie meinen Chauvinisten-Vorwurf aufs Trefflichste bestätigten.

      Mit den besten Wünschen für einen schönen Restsonntag
      das verwitwete Frollein Simon

    • Shouldn´t you be in bed yet, young master Goodnight?
      Maybe you want to get those aphorisms checked for grammar before you post them.

  9. gefährliches Paradies
    Sieht wundervoll aus, für die Sanierung würde ich mal auf 800.000 aufstocken (ohne Einrichtung). Aber hätten Sie dort – auch als gestandenes bayrisches Mannsbild – gar keine Angst vor Überfällen?
    Suche selbst seit langem absolut ruhig gelegenes Wochenendhaus im Waldviertel oder in der Steiermark und komme nun immer mehr davon ab, weil es mir auch für mehrere Personen von Tag zu Tag unheimlicher wird abgelegen zu wohnen.
    Und manchmal google ich schon nach Immobilien in Polen oder im Baltikum, weil ich für Westeuropa keine Zukunft mehr sehe. Nach den Preisen dort, bin ich nicht die einzige, die das so sieht.

    • Wochenendhaus,
      da wird dann nur in Ihrer Abwesenheit eingebrochen; Häuser werden vorher beobachtet.
      Wirklich gefährdet sind alte Leutchen in Häusern ohne Wochenendhäuser als Einbruchs-Alternative in der Umgebung.
      .
      Gegen Entführungen hilft der Ruf der Illiquidität und herzloser Verwandtschaft.

    • Titel eingeben
      Der Don kann in Italien doch die Jagd aufnehmen. Und sich für den Fall der Fälle eine linksgrün als sozialistisch korrekt zertifizierte ak47 unters Bett legen. Einbrecher muß man nicht essen.

    • Die einzige?
      Dann kann ich die Angst verstehen. Aber nicht unbedingt vor einem Einbruch. Kein Einbrecher mit Sinn und Verstand rumpelt 20 Minuten über eine gravel road um Ihnen mit vorgehaltener Pistole die 137 Euronen 76 Cent Haushaltsgeld in Ihrer isolierten Hütte abzunehmen. Es lohnt sich viel mehr, in einer dichtbesiedelten Stadt ein paar Wohnungen heimzusuchen, oder die eine oder andere Vorstadtvilla.

      Ich jedenfalls habe längere Streifen meines Lebens ziemlich abgelegen gewohnt, und – glücklicherweise – nie irgendeine schlechte Erfahrung gemacht.

  10. Wunderbar, kaufen!
    nicht zu groß und nicht zu klein und so schön proportioniert, gratuliere!

  11. white-collar-Schreibtischtäter
    Aristoteles plaudert mit Fritz Bauer über white-collar-Schreibtischtäter

    Aristoteles: „Die größten Verbrechen wurden nicht begangen, um sich das Notwendigste, sondern um sich das Überflüssige zu beschaffen.“

    Fritz Bauer:‚Das Verbrechen aus Begehrlichkeit geschieht weniger, um etwas zu haben, als um etwas vorzustellen.“

    Nirgends zeigt sich deutlicher als hier, daß unser Strafrecht noch immer die Schalen eines Klassenstrafrechts mit sich schleppt. Brutal formuliert heißt dies, daß die Reichen die Gesetze gegen die Armen machen, sich selbst aber freistellen. Die Mittel- und Oberklassen pflegen nicht zu stehlen, weil sie nicht zu stehlen brauchen, sie brauchen auch nicht mit vorgehaltenem Revolver Banken zu plündern. Sie haben ihre eigenen Safes.“ (businesscrime.de)

    • Wer bitte ...
      … ist Fritz Bauer, bei allen Pavianen Afrikas?
      Selbst wenn es diesen Bauer gibt oder gegeben hätte — ein Aristoteles hätte ihn keines Blicks oder gar Wortes gewürdigt.

    • @Bluebeardy...
      … nehmen sie es diesem Herrn nicht übel. Don zensiert nur ungern und wenn sich jemand zunächst Tomahawk nennt und dann auch noch mit einem solchem Kommentar lächerlich machen will indem er mit seinem Beilchen sein eigens Knie trifft… so soll man ihn ruhig lassen.

      Aber ihr Vergleich hinkt trotzdem ganz gewaltig… Revolver? Wirklich?
      Sie scheinen gar nicht mitbekommen zu haben was da mit dem ach so tollen SWIFT System und der Zentralbank von Bangla Desh passiert ist?

      Nix Revolver, ein nicht sonderlich komplizierter Hack und $81 Millionen(!) hatten die Besitzer gewechselt. Das Bemerkenswerte was alle solchen „Zwischenfälle“ gemeinsam haben ist übrigens, dass in den Medien nahezu niemals darüber berichtet wird. Vielleicht ist die Sicherheit der Bankensoftware ja die eigentliche Erklärung für die 0% Zinsen?
      Böse Zungen behaupten ja, dass diese Art der Unverteilung das effektivere „Helikoptergeld“ sei….. und der einzig wahre „Freihandel“

      http://thehackernews.com/2016/03/bank-hacking-malware.html

    • Fritz Bauer? Gemeint ist wahrscheinlich
      Fritz Bauer (* 16. Juli 1903 in Stuttgart; † 1. Juli 1968 in Frankfurt am Main) war ein deutscher Jurist, der als Generalstaatsanwalt in Hessen einen maßgeblichen Beitrag zum Zustandekommen der Frankfurter Auschwitzprozesse leistete.

      PS Der gedanklicher Fehler von A. war das man am Ende ggf in gleicher Weise tot ist. Also auch dann wenn man von einem Armen erschlagen wurde.

    • Titel eingeben
      Danke, TDV, aber auf solche Kommentare reagiere ich nicht.

      Mir ging es eher um das „Überflüssige“ zur „überhöhten Selbstdarstellung“ – aber es verwundert nicht, dass darauf nicht reagiert wird :D

      Und auch das weitere Zitat von Fritz Bauer ist der damaligen Zeit des „Wirtschaftswunders“, dessen technischen Möglichkeiten, sowie dem Aufbrechen der Verdrängungsunkultur geschuldet.
      Muss ja nicht immer B.B. sein….

      Interessant in diesem Zusammenhang wäre ja die Frage, hinsichtlich Heiko Maas, ob die sich maximierenden Aversionen – auch – auf seine „Aktion Rosenburg“ zurückzuführen wären?

  12. SCHLIESSFÄCHER D-DORF, Nordstrasse
    ja, der werte DON mit seinen grossen qm-anwesen, das muss doch alles instandgehalten und gepflegt werden……wie war denn das alles früher ???

    dann lieber erinnerungen an mein mini-appartement und die Rockpalast-zeit mit ZZ TOP zu beginn meiner berufstätigkeit im schönen düsseldorf, als vorläufige heimstatt ein 29,9 qm appartement in golzheim, über mir wohnte eine mitarbeiterin der Dresder Bank (sie erinnern sich alle ??, gab es mal, Dynamo Dresden gibt es immer noch !), filiale Nordstrasse, meist jeden morgen gingen wir zur strassenbahnhaltestelle. und dann erzählt sie mir frisch und frei, freudig erregt, wie wichtig doch ihre filiale sei, gestern nachmittag sei doch unerwartet der komplette vorstand der Dresdner Bank in der filiale aufgetaucht und habe alles genau angeschaut.

    nun gut, am übernächsten tag stand dann alles über die von Brauchitsche-Zettelwirtschaft im schliessfach in der presse und der herr war von nun an persona non grata flächendeckend. alles vergessen und vorbei.

    so wie die liebe frau den mann aus ihrem leben gelöscht hat, der – glaubt man dem was der mann seinen memoirenschreiben gesagt haben soll – ihr das fachgerechte essen mit messer und gabel beigebracht hat. alles vergessen und vorbei.

    aber der „weisse alte potente heterosexuelle “ mann in baden – württemberg lässt kampferinnerungen und kampfgenossen hochleben und verteilt 2013 Theodor-Heuss-Preise im weissen saal des neuen schlosses an fragwürdige flirter mit kindern, wobei der flirt erotische züge annahm. und selbst die nachfolgezeitung des Hessischen Landboten druckt noch naiv ab, wie er den grossen Wilhelm Reich dafür instrumentalisiert.
    hier wird bei der preisverleihung in einem saal des landes mit symbolwert, den ich so gerne besuchte, an einen „grossen“ „demokraten“ erinnert. was war da bei dem rothaarigen gross ? und wann ? hosenlatzäffäre ? vergessen und vorbei oder als fortschritt der menschheit dargestellt.

    • I only handle young, single women.
      Yep, D-Dorf. Good old days.
      35 qm Appartement hinter dem Ratinger Hof, mitten in der Altstadt.
      Links ein Kloster, recht ein Mädchengymnasium.
      Ein Fernseher, ein Sessel, eine unbenutzte Single Küche und eine sehr of benutze Matratze.
      Was braucht Mann mehr?

      (Ps.: Kloster ist jetzt eine Exklusive Wohnanlage mit Butlerservice! Überall nur noch Geld, als Ersatz für Religion und Sex)

    • War jetzt mit Matratze
      wirklich Matratze gemeint?
      Oder war das sehr sehr böse?
      Und was war mit dem Kunstmuseum gegenüber?
      Fragen über Fragen.

    • Everything in the world is about sex except sex. Sex is about power.
      @mediensegler,

      Contenance, bitte!

      I did not have sexual relations with a mattress!

      Ich war ein ganz normal veranlagter junger Mann, d.h. promiskuitive Heterosexualität. Nix mit Paraphilien oder so.

      Und was meinen Sie mit Kunstmuseum? Welches Kunstmuseum? Ach, Sie meinen das Gebäude aus dem öfters ein seltsamer Herr mit Hut und Gefolgschaft stolzierte, der seine Tage im Hotel an der Kö mit weißem Pulver und jungen Frauen verbrachte? Ach ne, das war die Kunstakademie.
      Verdammt, irgendwie habe ich da etwas verpasst, bei all den Frauen…

    • Come back with your shield, or on it. Yes, my lady.
      @Foersterliesel

      Sorry, bin anders erzogen. Meiner Erfahrung nach ist die Mehrheit der erfolgreichen Männer im Kern von ihren Muttis konditionierte Terrier, die alle anderen Männer um sich herum wegbeißen und so erfolgreich werden. Bei Frauen hingegen sind sie weiterhin immer „kleiner Junger.“ Sobald das eine Jägerin erkennt, ist er Ihr ausgeliefert. Und die Welt schaut sprachlos zu, wie so ein Überflieger von einem jungen Ding ruiniert wird.
      Die wirklichen Killer sind Homosexuelle. Da besteht keine solche Schwäche.

  13. Titel eingeben
    Wenn es das ist, was ich glaube, was es ist – keine ganz schlechte Wahl. Alleinlage, aber nicht ganz einsam, Strom scheint da zu sein, Wasser/Abwasser müsste man nachsehen. Das Schilf könnte auf eine Grube hindeuten.
    Ordentliches Internet könnte ein Problem werden.

    Colle bietet für den Alltag genügend Einkaufsmöglichkeiten und einen Busbahnhof, und ist auch nicht so chic und touristisch überlaufen wie andere Orte weiter im Westen (= normale Preise).

    Die Autobahn hört man vermutlich nicht mehr so sehr, und bringt Sie in 25 Min. nach Siena und in 40 Min. nach Florenz. Zum Meer würde ich eine gute Stunde rechnen.

    Ein Manko ist das Fehlen von schattenspendenden Bäumen, die vermutlich früher vorhandenen Schirmpinien wird man abgehauen und verkauft haben. Ansonsten dürften da Feigen, Walnussbaum, Pfirsich oder Maulbeerbaum stehen. Die unvermeidlichen Brombeeren auch.

    Wenn der Preis stimmt, würde ich da ins Grübeln kommen. Grad wenn man sein Geld auch ohne Bindung an ein bestimmtes Büro verdienen kann.

    • @greenbowlerhat
      wir haben uns vor knapp 20 Jahren auch so ein ähnliches Podere gekauft, schätze mal es ist ein ehemaliges Podere (Bauernhof), nah
      bei San Gimignano. Wir, das waren mein damaliger Lebensgefährte u. ich, zwei Deutsche ohne gr. Italienischkenntnisse, m. Sprachkenntnisse
      habe ich mit demUmbau gelernt. mit permanten Aufenthalt auf d. damaligen Baustelle. Mein Lebensgefährte gibts nicht mehr,
      aber das Haus mit mir schon.

      Abwasser wenn es ausserhalb e.Ortschaft liegt, damit brauchen Sie nicht zu rechnen, die Häuser haben ein Sickergrube mit 3-Kammer-System, unrestaurierte Häuser nicht immer.
      Viele diese Häuser haben kein Wasser, aber dafür einen Pozzo, also
      einen Brunnen. Da ich nicht genau wo dieses Haus liegt, schätze ich
      zum Einkaufen wird man nicht nach Colle, sondern Poggibonsi fahren,
      ist näher und bessere Einkaufsmöglichkeiten. Die Autobahn, die Sie, ansprechen, das ist keine – das ist die Superstrada FI-SI. Aber die hört und sieht man dort sicherlich nicht. Vom Preis hat der gute Don nichts geschrieben, kommt auch auf d. Grösse des Grundstückes und des weiteren Terreno an. Ich würde mal sagen mind. 500.000 Euro so wie es jetzt dasteht, sieht auch nicht sehr heruntergekommen aus. Also ich schätze, da minimum mit Scheune, die dabei ist, mehr f. d. Gegend. Mein Haus, auch mit Scheune sah da schon etwas anders aus, mehr Restaurierungsbedarf, ohne Wasseranschluss d. Commune, die Häuser in m. Nähe hatten bis dato kein Wasser d. Commune. So wurde d. Leitung gelegt. Der Strom hatte lediglich 3 oder 4 kw, musste alles geändert werden, Abwasser, die besagte Sickergruppe musste erstellt werden, und e. Pozzo, damit ich Brunnenwasser habe, wurde auch dieser gebohrt. Das ganze war schon ein Abenteuer, samt Genehmigung e. Pools. Was bei m. Haus nicht gemacht werden musste, war das Dach, aber sonst so gut wie alles bis zum Anlegen eines Gartens. Das Maisfeld ging damals bis zum Haus. Wi-Fi Internet bekam ich nach kurzer Zeit, was mich erstaunte. Ja, und eine Telefonleitung die gabs damals auch nicht, musste auch gelegt werden. Wie gesagt ein Abenteuer in jeder Art, auch finanziell, ich rechnete mit 10 % mehr f. d. Restaurierung wie v. Arch. veranschlagt, kam dann aber letztlich um einiges teurer.
      Nur damals in 1997 gab es den Euro noch nicht, hatte einen guten Wechselkurs und vor allem das ganze Haus und Terra rundum bekam ich f. e. Preis, für den man im Elsatal, im Chianti nicht mal mehr eine unrestaurierte Scheune bekommen würde. Vor allem bei so einem Projekt muss man vor Ort sein. Die Handwerker sind hier gut, die haben auch Sinn f. das Schöne und sind zuverlässig, da gibt es nichts zu meckern.
      Ob sich der Don das antun will, ein unrestauriertes Haus zu kaufen, es
      steckt viel Arbeit und einige Investionen darin bei d. heutigen Immo-Preisen in d. Toscana. Ich habe es nicht bereut, lebe aber fest dort,
      aber es war schon sehr viel zu machen, auch m. Behörden, manchmal
      frage ich mich schon, wie ich das damals alles gemacht habe. Ich in d. anderen Richtung, nahe einer Frazione, die zu San Gimignano gehört,
      Certaldo ist genauso nah für mich wie Poggibonsi. Aber heute bei diesen Preisen, dann noch unrestauriert, mit entspr. Bauauflagen, das kann ins Geld gehen. Und wenn das Haus unter Denkmalschutz steht, so wie meines, hat so eine rigride Commune wie S. Gimignano, braucht man etwas Nerven und Gelassenheit.
      Mich würde ja interessieren, falls es z. Verkauf steht, was es kostet. Zumal die Scheune dabei schon irgendwie f. Wohnzwecke ausgebaut ausieht. Nicht b. allen Häusern steht „vendesi“, wenn sie z. Verkauf stehen. Wiederum gibt es viele Häuser, ok. nach 20 Jahren jetzt immer
      weniger, die aber nicht zum Verkauf stehen, die im Besitz wohlhabender Familien sind.

    • Augen auf beim Häuserkauf!
      Das schöne Anwesen kann den geneigten Leser ganz schön ins Träumen versetzen: Der liebe Don in der Toskana, und immer wenn man in Deutschland sein Butterbrot auspackt, öffnet der Don eine weiße Flügeltür an seinem neuen Domizil und atmet bei strahlend blauem Himmel, geschwängert mit liebreizenden Blumen- und Kräuterdüften, mit leichtem Salzaroma vom entfernten Meere durchsetzt, daherwehend, ganz tief durch.

      Hiermit stimme ich @greenbowlerhat ausdrücklich zu, er/sie hat genau formuliert, worauf nach den ersten romantischen und vielleicht von Illusionen geprägten Eindrücken unbedingt zu achten wäre. Vielleicht einfach mal ein bißchen Geld für einen Baugutachter aufbringen und diesem mal einen Blick auf das noch schön und begehrenswert erscheinende Objekt gönnen? Oder gibt es Maurer, Dachdecker oder Bauingenieure in der Verwandtschaft, die man mal mit einer kurzen Italieneinladung beglücken sollte?

      Ein Blick auf das Dach ist auch nicht zu verachten, vielleicht möchte der werte Don die häßlichen, kalten, grauen, langen, deutschen Wintermonate, die wahrlich kein Märchen sind, wie freche, altertümliche, in fremden, sonnigen Ländern gestorbene, deutsche Schriftsteller behaupten, in dieser kleinen italienischen Villa verbringen.
      Doch im Winter regnet es in Italien auch manchmal. Wenn das erbarmungslose Wetter dies vielleicht schon länger ohne anständige, geschlossene Bedachung durchführte, könnte die Bausubstanz bereits in einem Maße geschädigt sein, dass ein Abriss und anschließender Neubau vielleicht die preiswertere Lösung wäre.

      Daher empfehle ich gerade Ortsfremden, sich das Geld für einen begutachtenden Fachmann nicht zu sparen. Man will schließlich nicht nur einen schönen Sommer verleben und den Rest seines Lebens in Tränen, Ärger und Reue in einem schimmelnden, pilzbefallenen, von Hausschwamm durchzogenen Albtraum verbringen. Beim ersten Anblick erscheint das Häuschen schön und wahrlich begehrenswert, aber besitzt es auch die inneren Qualitäten, die der Käufer erwartet?

      Und noch ganz am Rande: Hausbesitz ist schön, aber macht auch viel Arbeit. Praktisch ist der Besitz von Reihenhäusern oder benachbarten Häusern in einem Stadtviertel, die sich fußläufig erreichen lassen. So kann man immer mal kurz vorbeischauen, was die Mieter so treiben, so hielt es jedenfalls einer meiner damaligen, sehr sympathischen Vermieter, zu dem ich ein fast familiäres Verhältnis hatte.
      Er lernte die verschiedenen, guten Teesorten dieses Planeten bei mir kennen, und ich einiges über den Erwerb und Erhalt von Immobilienbesitz aus kundigem Munde.

      Billig kaufen ist immer eine gute Idee, wenn man die Folgekosten nicht aus den Augen verliert. Bloß nicht zuviel Geld für eine vermeintliche Traumimmobilie verschwenden, die sich bei realer Betrachtung als italienische Ortsbindung mit Dauerinvenstitionsbedarf herausstellt und alle weiteren Urlaube – vielleicht auch mal in Übersee – in Frage stellt.

      Auch das Zigeunerleben in den Hotels und Pensionen auf dieser schönen Erde hat seine nicht zu verachtenden, romantischen Seiten.
      Ich denke dabei vor allem an Jean Paul Sartre und den unvergesslichen Oscar Wilde, Fjodor Dostojewski sei bei dieser unvollständigen Aufzählung auch noch erwähnt.
      Bei Gefallen kann man übrigens in jedes Hotel, bzw. Pension, zurückkehren, wenn man sich nicht gerade wie die Rolling Stones oder Iggy Pop benommen hat. Das spart das Geld (und vielleicht die elenden Zinsen) für den Häuserkauf und erquickt immer wieder neu. Es gibt – zumindest in meinem Leben – noch so viele Orte, an denen man noch nicht gewesen ist und die auch schön sind.


    • Au ja, der Hausschwamm. Der ist natürlich die Krönung.
      Vor einiger Zeit sah ich mal einen Bekannten mit Atemmaske und Ganzkörperüberzug sich ins Auto setzen, in dem er ein Stück Balken mit H. zur Entsorgung brachte. Das sah vielleicht aus, wie ein Marsmännchen.
      Also, das muß nicht unbedingt sein. Schwarzer Schimmel und Holzwürmer sind üblichere Mitbewohner. Wenn ein Loch im Dach ist, gibt es nicht nur Wasserschäden, sondern auch Taubenmist.
      Ich beäuge deswegen gern immer erst Dachboden und Keller, denn da finden sich üblicherweise die Sünden nackt.

    • Das wiederum ist in Italien eine eher seltene Erscheinung.

  14. Mundraub sozusagen
    und das an wirklich armen Teufeln, gestehn sich auch Besitzende zu; bevor ichs nicht selbst beobachten und leider nicht verhindern konnte, hätt ichs auch nicht geglaubt…

  15. Diesmal nicht, aber meine Armut kotzt mich an.
    Es juckte mich zwar in den Fingern, bei soviel vorgetragener Kenntnis über Neo-Liberalismus und Wiedergeburt, dazu etwas zu schreiben, aber nein, diesmal nicht – nicht schon wieder.

    Stattdessen erfreue ich mich lieber der schönen Landschaftsaufnahmen und frage mich, ob ich mir nicht auch, Draghi hin oder her, so eine Hütte zulegen soll. Vielleicht in Aquitanien. Klima und Landschaft kämen mir schon sehr entgegen.

    Es ist schon frustrierend, in einer Zeit zu leben, in der es Geld im Überfluß gibt. Wohin nur damit? Die Empfehlung, es breit zu streuen, ist doch eine Bankrotterklärung, zeugt von grenzenloser Unsicherheit. Und als jemand, der nicht einmal Lotto spielt, der das Hoeneß-Suchtpotential scheut, hat man es wirklich nicht leicht. Und dann noch die mit der Muttermilch aufgesogene zwanghafte Sparsamkeit oder ist es doch schon Geiz? Andererseits, mitnehmen kann man ja auch nichts und der Umzug in die letzte Wohnung rückt auch immer näher. Für Weib, Kind und Kegel soll ja auch noch etwas übrig bleiben, sonst könnte man sich völlig ungehemmt der Lust zu leben hingeben. Ach, es ist schwierig.

    Vielleicht liegt es auch einfach nur am Alter? Irgendwie war ja alles schon mal da, ist der Reiz des Neuen nicht mehr so fordernd. Obwohl, im Hinterkopf da lauert immer noch der Wunsch nach einem ausgedehnten Trip durch die USA. Nein, nicht mit dem Fahrrad und auch nicht mit dessen motorisiertem Nachfolger, aber so ein blubbernder V8, der könnte mich schon reizen.

    Andererseits, davon habe ich vor Jahren noch deutlich öfter geträumt, konnte mich aber, trotz guter Vorsätze, immer noch nicht so ganz aus dem Arbeitsleben verabschieden. Der Gedanke, dann zum alten Eisen zu gehören, ist eben doch sehr unangenehm. Was soll man dann nur mit all der Zeit anfangen? Das aber auch alles immer noch einen Sinn machen soll. Wie machen das nur all die Rentner und Pensionäre, langweilen die sich denn überhaupt nicht?

    Na ja, nächstes Jahr gibt es noch ein Firmenjubiläum, das möchte ich noch mitnehmen. Aber dann … vielleicht per Helikopter … schaun wir mal …

  16. Flotter Dreier
    oder die Gemeinsamkeiten von Banken, Presse und Merkelland

    Guten Tag, Don Alphonso – „l’Ardito“

    Wie gut ich Sie doch verstehen kann. Was uns doch, unbekannter Weise, verbindet ist, daß wir Beide gerne unser täglich Brot in einer Umgebung verdienen, die man so ganz allgemein, als die Annehmlichkeit eines guten und würdigen Lebens bezeichnen würde. Geld macht bekanntlich nicht glücklich, doch vieles leichter.

    Wie Sie offenbar auch, habe ich eine Vorliebe für eine, sagen wir einmal, konservative, breitgestreute Vermögensanlage in einer Gesetzesstabilität, die nicht von einer Kanzlerischen Eingebungsmoral getragen ist.

    Wenn auch nicht zwingend notwendig, so könnte es dennoch hilfreich und von schönen Gedanken getragen sein, wie Ihre netten Urlaubszeilen, Informationen von den Medien zu erhalten, die uns über die realen Zustände informieren.

    Es liegt schon einige Zeit zurück als ich noch geneigt war in Banken, im politischem Staat und in den Medien eine Sinnhaftigkeit erkennen zu wollen.

    Die große, verbindende Gemeinsamkeit von politischem Staat, Banken und Medien scheint mir heute, daß sie jegliches Vertrauen verloren haben.

    Wenn es sich heute wirklich einmal nicht vermeiden läßt eine Bank aufzusuchen und ich womöglich sogar vor einem dieser Schalter etwas warten muß, denke ich oft zurück, als ich noch auf der Schule für höhere Töchter war und zum Weltspartag der Herr von der Sparkasse in die Schule kam, um unsere Sparbüchsen zu leeren. Wenn der freundliche Herr beim Öffnen jener einen größeren Betrag entnehmen konnte, wurde man nicht nur mit einem Geschenk belohnt, sondern bekam auch noch beachtenswerte Zinsen. So lehrte mich schon frühzeitig ein zu gewissen Vorlieben tendierender Lehrer in Wirtschaftslehre, ebenso wie pubertierende Mitschüler, wie man zügig und freundlich zu einem angenehmen Startkapital für das Erwachsenenleben kommt, zum anderen auch noch mit kleinen Geschenken und Zinsen von der Sparkasse München hierfür belohnt wird.

    Da, am Schalter angekommen und aus meiner Rückschau herausgerissen und mit der harten Realität konfrontiert, versucht eine kleine Göre mir die neuen Gebühren zu erklären, die die Bank jetzt „bedauerlicherweise“ erheben muß, nur weil sie noch nicht das Rückgrat haben offen von Negativzinsen zu sprechen.
    Ich sehe das mehr als die Folge der sogn. Eurorettung und die heuchlerische Drohung dieser Moralkanzlerin: Wer gegen die Eurorettung sei, ist einem Anti-Europäer gleichzusetzen.

    Vorbei mein Vertrauen zu diesen geldvernichtenden Instituten und so ist es auch mit den Medien, der Presse.

    Seit 1994 findet ja alljährlich, am 03. Mai der Tag der Pressefreiheit statt und so fanden sich auch in der FAZ an diesem Tag wieder erinnernde und mahnende Worte hierzu, die auf die grundlegende Bedeutung der freien Berichterstattung hinwiesen.

    Ich sehe das heute ja mehr als Leichenschauhausjournalismus und bemerkenswert scheint mir da die vor wenigen Tagen veröffentlichte Studie des Bayerischen Rundfunks mit dem Titel: „Studie zum Vertrauen in die Medien“

    Es ist schon schmerzhaft, wie bedauerlich, daß einst so unerschütterliche Bastionen wie die FAZ, seit Monaten stets wieder, ihrer Leserschaft einen wohl regierungsverpflichteten, zersetzenden Geistesfraß vorsetzen, der nur mit innerer Stabilität und Humor ertragbar scheint.

    Aus mit dem Vertrauen. Da kommt einem ganz schnell Adorno und Horkheimer mit ihrer „Dialektik der Aufklärung“ in den Sinn: „Die Kulturindustrie hat den Menschen als Gattungswesen hämisch verwirklicht.“……“Er selbst als Individuum, ist das absolut Ersetzbare, das reine Nichts und eben das bekommt er zu spüren(….) Es wird Ihnen versichert, daß sie so gar nicht anders zu sein brauchen, als sie sind, …“

    Zwei Meldungen in der heutigen FAZ sind mir hierzu noch in Erinnerung.
    Zum einem der vergeistigte Kommentar, in welchem sich der Feuilletonist der FAZ, Jürgen Kaube, höchstpersönlich um die, für Arbeitnehmer, wenig vorteilhaften Feiertage im Jahre 2022 sorgt.

    Das erinnert doch ein wenig an Konstantin Weckers Lied: „Frieden im Land“ in welchem er singt: „…die Denker lassen Drachen steigen…
Die Zeiten stinken und die Dichter schweigen.“

    Ach, da sehnt man sich zurück nach einem Frank Schirrmacher.

    Und die zweite Überschrift heute in der FAZ, dick gedruckt zum Hinschauen auffordernd: „Donald Trump-Ein Lügner und Hetzer“

    Ein guter Freund, bei der EU in Brüssel tätig, meinte die gegenwärtige deutsche Regierung erinnere ihn an den diffamierenden Kampf von Scientology gegen die Aktivitäten von Anonymous.

    Mit zunächst unklar, erinnerte er an einen Bericht des Landesamtes für für Verfassungsschutzes Baden-Württemberg, in welchem zu lesen sei: „unterhalte die Scientology-Organisation ein Netzwerk, welches „der Diffamierung von Gegnern und Kritikern, deren Aufklärung mit nachrichtendienstlichen Mitteln und der Beseitigung jeglichen Widerstands gegen die Expansion der Organisation“ diene, war der Vergleich sofort verständlich.

    Der Blick auf den eigenen zyklopischen Bauchnabel ist verboten worden, da schaut man lieber zum transatlantischen Freund.

    Wer lebt schon gerne in einem Land mit einem Kanzler als Autokratin und einer «Öffentlichkeit mit kurzem Gedächtnis, geringen intellektuellen
    Konsistenzansprüchen und hohem Sentimentalitätspotenzial» wie heute in der NZZ zu lesen.

    Da sind wir wieder bei den schönen und angenehmen Dingen, die wir anstreben sollten.

    Der „Flotter Dreier“ geht weiter und man muß halt schauen wo man bleibt.

    Ihnen weitere schöne Urlaubstage, die Sie sich auch ohne meine Wünsche machen werden und seien Sie herzlich gegrüßt.

    ObjectBe (objectbe.blogspot.com)

    • Mit Verlaub
      Sie haben gleich gar keine Ahnung von Scientology.

      Die Deutsche Regierung mit Scientology und deren Methoden gleichzusetzen deutet darauf hin, dass Sie Menschenverachtung in höchstem Maße plaudernd kritisch gegenüber stehen.

      Plaudern Sie aber gern weiter.

    • @ Thomas (mit Verlaub)
      Mit Verlaub, werter Herr Thomas,

      ich habe die Deutsche Regierung nicht mit Scientology verglichen.

      Und mit Ihrer Bemerkung: „Sie haben gleich gar keine Ahnung von Scientology.“ haben Sie vollkommen recht.

      Ich habe Freude am Leben und werde mich ganz sicher nicht damit beschäftigen.

      Ach Sie sind ja zum Knuddeln.

      ObjectBe (objectbe.blogspot.com)

    • Stimmt
      Sie haben Ihren guten EU-Freund sich erinnern lassen.

      Bigotterie ist etwas Feines, nun ja.

      Genießen Sie Ihre Freude am Leben und bitte, lassen Sie solche unsäglichen Erinnerungen – nicht von Ihnen, nein – von Ihren Freunden bitte sein.

      Menschenvernichtendes und – verachtendes mit der Deutschen Regierung gleichzusetzen ist bei aller Kritikwürdigkeit jenseits jeglicher Diskussionswürdigkeit.

    • Ich wusste es !
      Ich wusste es, es musste noch irgendwo einen aufrechten guten Deutschen geben, Danke Thomas!

      Auch ich bin sicher kein Fan von Scientology, aber einige gute Therapie Methoden gibts bei denen, haben mir ex-Mitglieder betsätigt. Und nein, auf eine Stufe mit deutschen Regierungen würde ich die nicht stellen, die lassen nämlich nur zahlende Kunden in ihr Reich.

    • versucht eine kleine Göre mir die neuen Gebühren zu erklären
      Sie haben einer Bank vertraut die für ihre Dienstleistungen keinen Lohn erwartet? Sie wollen betrogen werden?

    • @Thomas, ein Verteidiger der Deutschen Regierung
      dass ich das noch erleben darf… Bei aller Kritikwürdigkeit, also fangen wir mal an, denn da wäre ein Justizminister, der jenseits von Recht und Ordnung, auch durch sein eigenes Haus so gesehen, das Netz kontrolliert, FB-Accounts sperren lässt, Daten speichert, eine Kanzlerin, die seit September letzten Jahres auf die Mitwirkung des Parlaments verzichtet (Dublin) und wenn sie es doch einbindet, ein Nein mit kaltem Lächeln vom Tisch wischt (E-Auto-Prämie), der Vizekanzler und viele andere, die das Volk als Pack und Mischpoke bezeichnen, die TTIP gegen jeglichen Widerstand dem Volk aufzwingen, den Euro auf Teufel komm raus „retten“, Migranten unkontrolliert ins Land lassen, die Folgen dürfen Volk und Polizei ausbaden, ach es gäbe noch so viel Kritikwürdiges, aber gut, verlieren Sie den Glauben an die Regierung nur nicht, sie könnten sonst wohl böse erwachen.
      Der Vergleich mit Scientology hat für mich was, so weit auseinander ist das alles nicht, das System funktioniert, wie man ja bei Ihnen sieht.

    • FAZ - Bild
      Da sind Sie über die gleiche Stelle gestolpert wie ich. Gäbe es nicht Don Alphonso, hätte ich meine bookmarks bei ‚faz‘ gelöscht. Das ist im Grunde Bild-Zeitung; ein Nicht-Journalismus, den man uns vor 45 Jahren in der Schule als Negativbeispiel erklärte.
      Als Kommentar, meinetwegen. Aber als Nachricht, und zwar als erste, prominenteste, oberste?? Nie und nimmer. Denn das ist nicht einmal eine Nachricht. Ausser, der Supreme Court hatte das genau so formuliert. Und dann hätte trotzdem noch „Supreme Court: “ davor gehört.
      Da war manche Schlagzeile bei Bild besser, weil faktenreicher. „Donald Trump-Ein Lügner und Hetzer“ ist null Faktum. Dass das so ist, da gehen wir mal alle von aus, mit oder ohne diesen Artikel. Aber dieser zitiert eben keine Fakten, nicht mehr als ein gleicher Artikel für Sigmar Gabriel oder Angela Merkel den Lügner herausstellen würde. ‚Lüge‘, das ist wenigstens ein objektives Kriterium: die Umkehrung der Wahrheit.
      Aber ‚Hetzer‘ ist eben kein objektives Kriterium, sondern vielmehr eine Beschreibung der emotionalen Lage desjenigen, der den Terminus verwendet, als eine Zuschreibung des Objektes.

      Einfach nur peinlich für ein Flaggschiff in der Medienlandschaft.

  17. Draghi wird es wie der Bank of Scotland gehen
    Sehr verehrter Don!
    Vielen Dank für diesen herrlichen Bericht. Meiner Erfahrung nach wird Draghi mit seinem Helimoney auffliegen. Vor einem Jahrzehnt kauften die Schotten die Bank hinter meinem Konto, ABNAMRO. Innerhalb weniger Tage bekam ich einen Brief von den sonst so als geizig verschrienen Schotten mit der Anfrage, ob sie mir einen Kredit geben können. 50.000 Euro sollte ich ohne jegliche Nachfrage sofort bekommen. Warum sollte ich aber einen Kredit wollen? Es dauerte nur ein paar Jahre, dann flog die Kreditaffäre der Schotten auf, und der niederländische Staat übernahm von den Schotten mein Konto ohne Kredit.
    Viel Vergnügen beim Radeln wünscht Ihnen
    L.H.

  18. Ohne Nachkommen ist Besitz
    eine Last. Und bleibt eine Last.
    Wer den Weg der geistigen Erfahrungen und Genüsse verlässt, um nach den Vorgaben der Zinshöhe zu handeln, scheint mehr ein Diener der Krise, als ihr Herr zu sein.

    • Eine Last?
      Sollte ihr Besitz für sie eine Last sein, wenden sie sich vertrauensvoll an mich. Ich helfe gerne beim Tragen….

    • Man hat immer Nachkommen
      Ich überlege meinen Reichtum dem hiesigen Finanzamt zu überlassen. Die Leute sind vertrauenswürdig. Das Problem sind eher jene die das Geld später ausgeben.

  19. Titel eingeben
    Was ist dieser „Überziehungsrahmen“ von dem hier die Rede ist?

  20. ad Försterliesl 16:49 Uhr
    Liebe Försterliesl, gemeint war nicht der gute alte Wohnungseinbruch, damit haben sich Bevölkerung und Politik sowieso abgefunden, sondern Wahnsinnstaten wie Praterstern und Brunnenmarkt. Natürlich sind die Täter auch krank, aber die unfassbare Brutalität und das Fehlen jeglicher Angst gefasst zu werden, das gab es bisher so nicht.

    Wie Don schon mehrfach schrieb: diese rational absolut nicht mehr zu fassenden Taten sind vielleicht schon Formen einer Kriegsführung, die überhaupt noch nicht verstanden wird.

    Ich glaube Sie leben auch in Wien: vielleicht ist es Ihnen aufgefallen, dass selbst die Kronen-Zeitung den Brunnenmarktmord anfangs gar nicht so groß brachte. Wenn selbst dieses Revolverblatt erst mit Verzögerung anspringt, auf welcher Stufe sind wir schon.

    Don unterschreibe ich sofort – und das Thema beschäftigt mich enorm: die 500 Euro-Abschaffungslüge ist nur der Anfang, wer auch nur einen kleinen Betrag gespart hat, soll schleunigst eine Sachanlage suchen. Nur würde ich der schönen Aussicht Nachbarschaft in Hilferufsnähe vorziehen.

    • Kenianer in Wien
      Ich habe mich bei der ersten Meldung gefragt, warum er die arme Frau so brutal getötet hat und dann von der ihm längst angedrohten Abschiebung gelesen. Damit war das Tatmotiv für mich ziemlich klar, die Abschiebung hat sich erledigt, er kommt hinter Gitter und irgendwann wieder raus, aber abgeschoben wird der nimmer.

      Erstaunlich, dass zumindest die Polizei in Österreich nun eine Steigerung der Kriminalität zugibt, unsere ist noch längst nicht soweit und sucht noch immer die Löcher, durch die Infos an die Öffentlichkeit rutschen.

    • zur schönen Aussicht:
      besser eine schöne Aussicht als keine und eine Nachbarschaft, die einem nicht schnell genug beistehen kann.
      .
      Ja, Sie und Don sehen das schon richtig, es ist ein Angriff auf bestehende kulturelle und soziale Gefüge, ein paar Leute verdienen daran und die andren wachen langsam auf.
      .
      Ich wohne in einer schlechten Gegend Wiens, Einstellungen und Verhaltensweisen die man aus besseren Gegenden mitbringt, haben hier keine Geltung und einzelne Versprengte, die außerhalb der strikter werdenden Segregation hausen, sind durchaus gefährdet, Gewalt wird hier toleriert und ist verbreitet. Auch Falschgeld, deswegen zahle ich mit Karte. Große Scheine werden hier in Geschäften gar nicht angenommen.
      .
      Die brutale Vergewaltigung einer 72jährigen brachte noch keine großen Reaktionen, die lang verschwiegene Vergewaltigung eines 10jährigen serbischen Buben aber Wut in der Community, ebenso die Vergewaltigung der türkischen Studentin und das letzte Opfer vom Brunnenmarkt war ein Favoritner FP-Mitglied. Übergriffe gegen Flüchtlingshelferinnen kamen ja nicht an die Öffentlichkeit, Wien wählt – wahrscheinlich auch bei der Stichwahl – mehrheitlich VdB.

    • Titel eingeben
      Wir leben in Norddeutschland in wunderbarer Abgeschiedenheit
      mit Jagdhund- und Flinte.
      Ich verstehe natürlich dass Österreich näher am Balkan liegt
      und schon deshalb ein anderes Kriminalitätsprofil hat.
      Eingebrochen wurde hier schon, allerdings in der Bauphase,
      alles Werkzeug wurde mitgenommen.
      Nun, da das Haus bewohnt ist und nach aussen hin bewusst nicht
      viel hermacht ist bislang Ruhe.

    • Sie glauben doch nicht, nur weil Sie bei uns nichts darüber lesen, findet
      so was, das Försterliesel berichtet, hier nicht statt?
      https://twitter.com/XYEinzelfall/with_replies
      Das dort Beschriebene ist nur das, was an die Oberfläche schwappt – und nicht mehr geheim zu halten ist.
      http://www.huffingtonpost.de/2016/05/07/gruppen-gewalt-gegen-polizei-nimmt-zu_n_9858894.html?utm_hp_ref=germany

      Nun denken Sie sich Ihren Teil…

    • Kriminalitätsdruck
      hat unleugbar zugenommen, auch die Arbeit der Polizei ist ungleich schwieriger geworden und ich bin auch nicht der Meinung, die für den Brunnenmarkt zuständige Wachstube sei verantwortlich zu machen.
      .
      Aber hier nur ganz kurz und konkret zur Gefahr eines Raubüberfalles in Häusern am Land: sehr gefährdet sind Häuser in der Nähe von Zufahrten zu Autobahnen, die schnelle Flucht ermöglichen. In der Regel wurde das Gebiet schon vorher ausgekundschaftet. Manche Alarmanlagen lassen sich durch Eindringlinge leicht außer Funktion setzen, Räuber sind unterschiedlich brutal und risikobereit, eine eigene Waffe hilft nur, wenn man dann auch in der Situation damit richtig umgehen kann und das ist technisch und juristisch schwierig. Aber ein improvisierter Schießstand im Garten, gut sichtbar, kann Interessenten bereits abturnen; dazu braucht man nur eine Zielscheibe, die Einschüsse kann man mit der Bohrmaschine faken.
      Abgelegene und schwer erreichbare Häuser sind tatsächlich weniger gefährdet und ziehen nur kriminelle Einzelgänger an. Allerdings weiß ich auch vom Überfall auf eine – zeitweilig bewohnte – Jagdhütte, der vom Rottweiler (zusätzlich zum Jagdhund, das ist unbedingt zu empfehlen, auch wenn ein scharfer Hund das Leben sehr verkomplifizieren kann…) abgewehrt werden konnte.
      Täter vom Balkan können Hunde recht gut einschätzen und manipulieren, Beispiel aus Wien: Einfamilienhaus, in dem eine Großmutter im Obergeschoß mit der Enkelin TV ansieht, während das Parterre ausgeräumt wird und der Golden Retriever unten dazu keinen Mucks von sich gibt…

  21. ADORNO und das erinnern !
    @ ObjectBe

    Adorno war sicher ein grosser denker, bei jeder fahrt ins wallis, durch brig und visp beschäftigt mich der mann intensiv und ich stelle mir bei der ruckelei auf den gornergrat vor, wie ihm das schwergefallen sein muss, er nicht in Ffm. und die kleine revolution geht ohne ihn weiter, vielleicht sah er die mit Horkheimer angeschafften chippendale-sessel und wertvollen teppiche im institut in gefahr, aber auch er ein weltmeister des verdrängens und vergessens:

    an alles was das rollkommando unter der fachgerechten und sportlichen leitung der lokalen grösse Hans-Jürgen Krahl in diesem mobiliar anrichtet, will er sich lieber nicht ERINNERN, auch lieber nicht an die nackten brüste (die es damals also auch schon gab) der studentinnen, die den kenner und liebhaber Adorno verwunderlicherweise plötzlich so traumatisierten, dass er dringend in urlaub musste. wäre er doch lieber zuhause geblieben und schon gar nicht nach Visp hinuntergefahren, in das kernland der Blatters und Infantinos mit den aufwühlenden weissweinen, die einem den schlaf rauben können.

    und wann gibt es hier mal eine gedenktafel, das wäre doch mal was für das Goethe-Institut oder für die nächste bundespräsidentin ???!!!

    • @"djangohatnemonatskarte"
      Guten Abend „djangohatnemonatskarte“

      Ach, Sie scheinen ein richtiger Adornokenner zu sein und ich wünsche Ihnen viele Erinnerungsstunden an ihn, bei Ihren Reisen in die Schweiz.

      Wie Sie sich ja sicher denken können verunsichern mich nackte Brüsten nicht so sehr, doch, und dies mag Sie vielleicht überraschen, das „Busen-Attentat“ am 22. April 1969 auf Adorno war wirklich nicht nötig.

      Er mußte es zu dieser Zeit als persönliche Kränkung verstehen und so zog er wohl auch die persönlichen Konsequenzen.

      Wie Sie ja schreiben, war er ein großer Denker und man wollte ihn dem Gespött preisgeben.

      Ich würde diesem heutigen Deutschland wünschen es hätte noch solche Denker wie Adorno, oder wenigstens Zeitungsredakteure, die den Mut und die Aufrichtigkeit hätten, dieser platonischen amourette in Berlin, mit sachlichen Argumenten gegenüber zu treten.

      Statt dessen führt ein Berthold Kohler mit seinem Beitrag: „Ein Richter sieht rot“einen Kleinkrieg mit der ZEIT, der in seiner Verbissenheit nicht einmal mehr als amüsant, geschweige unterhaltend, zu bezeichnen ist. So als hirnrissiges Wortduell in Nicht-Kommunikation, als ob es in diesem Deutschland gegenwärtig nicht Wichtigeres gäbe und daher greife ich gerne noch einmal in die Adorno Kiste:

      „Als Angestellte werden sie an die rationale Organisation erinnert und dazu angehalten, ihr mit gesundem Menschenverstand sich einzufügen. Als Kunden wird ihnen Freiheit der Wahl, der Anreiz des Unerfaßten, an menschlich-privaten Ereignissen sei’s auf der Leinwand sei’s in der Presse demonstriert. Objekte bleiben sie in jedem Fall.“

      Also erholen Sie sich gut am Wochenende und am Montag wird wieder in die Hände gespuckt. ( Geier Sturzflug – Bruttosozialprodukt 1983)

      Mit freundlichem Gruß
      ObjectBe ( objectbe.blogspot.com )

    • GEGEN DEN WIND
      nein, montag wird keinesfalls in die hände gespuckt, es ist doch ferienzeit. ich spucke lieber gegen den wind, auch wenn das buch bzw. der inhalt eher eine gute erfindung war.

      zu B.K.: aber sicher wollen wir keinen neuen Dregger in der CDU, das sieht sein sohn ja viel klarer wie der B.K. im neuen Hessischen Landboten.

      vielleicht sollte man zuerst mal über inhalte diskutieren, aber das ist zugegebenermaßen schwierig und strengt mehr an.

      ich werde bei der fahrt durch das alto ticino und das sopra ticino aus dem auto winken ! über pfingsten dann mit dem radl todesmutig von Airolo nach Bellinzona.

    • @„djangohatnemonatskarte“
      Guten Morgen „djangohatnemonatskarte“

      Wie nett noch einmal von Ihnen zu hören. Ich bin ja erst wieder gegen 4 ins Bett gekommen und beim Frühstück schau´ ich gern mal was es Neues in diesem Blog gibt. Gute Güte, zwei Kommentare. Der eine von Ihnen, der andere von einem „Thomas“, ein Beschützer der Witwen und Waisen, also der deutschen Regierung. Ein Gefolgsmann, ganz im Sinne des Hl. Thomas der da sprach:„Herr, wir wissen nicht, wohin du gehst. Wie sollen wir dann den Weg kennen?“ (Joh 14,5) und die Kanzlerin antwortete ihm: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben.“

      Nein, ich mag es freundlich und schreibe Ihnen. Wie schön Sie so bald in meiner Nähe zu wissen.

      Ich lebe hier ja mehr so in der düsteren Ecke des Tessins, im Malcantone, abseits jeglicher Touristenströme, na ja, das ist jetzt maßlos übertrieben, denn Touristenströme gibt es hier schon lange nicht mehr.

      Eine Spekulation besagt, daß Malcantone „schlechter Kanton“ bedeutet, weil in diesem abgelegenen Gebiet immer wieder Barbaren, Räuber, Deserteure und Schmuggler Unterschlupf gefunden haben.“
      In der neuen Zeit spricht kein Mensch mehr von einem „schlechten Kanton“, sondern vielmehr von einer Region mit stark individuell ausgeprägten Charakteren, welche ihre stark verwurzelte Volkskultur und ihr Brauchtum pflegen, weshalb die Lega dei Ticinesi hier große Unterstützung erfährt. Ansonsten ist hier alles wie vor 100 Jahren.

      In diesen Monaten quälen sich wieder sehr viele Männer auf ihren Fahrrädern durch die Hügel hier und, wenn sie ermüdet sind, finden sie sich eigenartigerweise vor meinem Haus ein und meinen die mein Anwesen umgebende Mauer stützen zu müssen.

      Wenn ich all diese erschöpften Männer, die häufig vor meinem kleinen Anwesen lagern sehe, denke ich stets wieder an den Bostoner Urologen Irwin Goldstein, ein netter Herr, und seine Bemerkung: „Es gibt nur zwei Sorten männlicher Radfahrer – die einen sind impotent, die anderen werden es“.

      Sie haben Humor und werden mir dieses Zitat nicht übel nehmen. Ich kann mir vorstellen, daß es nicht freundlich ankommt, wenn „Mann“ so etwas hört.

      Ich denke da auch stets wieder an Don Alphonso und seine wortreiche Tugend.

      Ap­ro­pos Don Alphonso, ich fahre heute noch vom Malcantone nach Venezien. In der Nähe von Mira zur Villa Foscari, genannt „La Malcontenta“ – Don Alphonso schrieb schon einmal hierüber.
      Der Name „malcontenta“, die „Unzufriedene“soll daher kommen, da die Dame des Hauses, wegen angeblicher ehelicher Untreue, dort ihr Dasein fristen mußte. Ob dies den Tatsachen entspricht weiß ich nicht so genau. Wie immer es auch gewesen sein mag, als Folge einer kleinen, bürgerlichen Verfehlung war diese standesgemäße Verbannung doch ein schöner Brauch für eine Dame, welche einfach ihrer Zeit voraus war, und der ihr wohl in diesem schönen Anwesen noch genug Spielräume ließ.

      Ich wünsche Ihnen schöne Urlaubstage und, wenn Sie mal durch das Malcantone kommen, läuten Sie mal. (Aber bitte, als Gentleman und nicht in einer Radlerstrampelhose)

      Mit freundlichem Gruß

      ObjectBe ( objectbe.blogspot.com)

  22. Für mich soll's purpurne Scheine regnen..
    Vielen Dank für diesen fabelhaften Text!

    Das Nullzinsen-Geld sollte die Wirtschaft ankurbeln. Eine tolle Sache! Dumm nur, dass die Banken selbst entscheiden dürfen, wie sie das Geld investieren. Wie das im Zuge der Finanzkrise verlief, hier das Beispiel Deutsche Bank. „Klamme Staaten“ (O-Ton Ackermann im Februar 2008/Handelsblatt) zu finanzieren sei das Zaubermittel, womit die Deutsche Bank die Krise meistere. Wohl wissend, dass Zinserhöhungen auf die „klammen Staaten“ zukommen werden, sobald ihr Kredit-Rating sinkt, sodass sie die Schuldenlast bald nicht mehr bewältigen können. Wundersamer Weise betrug das Rating Griechenlands noch in 2009(!) A/A1! Nur kurze Zeit danach wurden die ersten Sparmaßnahmen eingeführt, als ob das Land von heute auf morgen zahlungsunfähig wurde! Und niemand hatte das gemerkt!

    Tja, was sollte schon schief gehen, wenn eine TBF-Bank „klamme Staaten“ finanziert! Es gab doch die zu verstaatlichende HRE, wo die Deutsche Bank ihre Schrottpapiere noch kurzerhand loswerden durfte. Irgendwann wurden die ersten Rettungspakete gescnürt. Gut nur, dass der automatische Dauerrettungsmechanismus ESM in 2012 ratifiziert wurde, unkündbar und unwiderruflich, und wenn es hart auf hart kommt, mit open Limit.

    Also was machen die Banken heute denn mit dem Billiggeld? Sie investieren es so wie gehabt: risikoreich, weil es am meisten Zinsen und Rendite einbringt. Und wenn das schon wieder schief geht, wenn die Blase noch einmal platzt? Die Euro-Staaten helfen doch gerne.

    Tja, Anreize für die müde Wirtschaft oder Vermögensumverteilung, das ist die Frage, über welche der rational denkende Mensch frei von jeder Ideologie auch ohne Wirtschaftsexpertise mit seinem gesunden Menschenverstand dürfte entscheiden können…

  23. Augen auf beim Immobilienkauf ...
    Die Frage aller Fragen – wie hoch ist denn eigentlich die Dichte der „Schutzsuchenden“ in der näheren und weiteren Umgebung des Objekts Ihres Interesses? Status Quo, Trends und Tendenzen? Was meinen denn eigentlich die, die da schon länger leben (damit meine ich länger als der Taxifahrer und seine Kamarilla), zu den drolligen aus Libyien herandrängenden Fachkräften?

    • Das hängt von der Grösse der Orte ab, und ein wenig auch von der Schwarzarbeit, speziell in Italien. Da oben: Null. In Poggibonsi gibt es, wie in allen grösseren Orten, eine afrikanischstämmige Community, die sicher bleiben wird. Aber aktuelle Flucht ghet eher nach Deutschland.

  24. Lustig.
    Und dann auch wieder traurig. Wenn die Leute (vermutlich auch sog. „Vermögensverwalterinnen“) Nominal- nicht von Realzinsen unterscheiden können.
    Euch ist nicht zu helfen, so leid es mir tut.

  25. Titel eingeben
    Es wird eine Investition nötig, wenn ich mir die Wiese ansehen. Da braucht der Hausherr einen Lamborghini. Nicht so ein völlig überflüssiges Modell wie der Gallardo sondern einen Nitro, der trattore agricolo. Mit Frontlader und Heck-Kreiselmäher. Und als Anhänger ein Pris-Mag Hakenabroller.

  26. Chi qui soggiorna acquiste quel che perde.
    Wie wahr, Don. Sie haben sich in Staggia Senese ein schönes Plätzchen ausgesucht. Wir werden folgen, im Oktober. Buon Divertimento.

  27. Helicoptergeld ...
    … ist doch nichts anderes als die erste Tranche des Bedingungslosen Grundeinkommens.

    Seit geraumer Zeit wird dermaßen viel an Ideen in die Welt geblasen und auch teilweise umgesetzt, dass man meinen könnte, man wäre einem Freiluftexperiment gewissenloser Forscher ausgeliefert.

    Die dann wohl möglicherweise in der Nachbarschaft von Don´s neuem Dominzil oder ähnlich abgeschieden Unterschlupf suchen und sich über Erfolge oder Mißerfolge solcher Experimente bei Wein, Weib und Gesang austauschen könnten.

    • Was soll Herr Draghi den tun?
      Von aussen betrachtet ist die Lernkurve der wirtschafts- und gesellschaftsnahen Wissenschft, eher flach.
      Nicht wirklich lustig in Zeiten großer Umbrüche, da werden viele
      zu Lottospielern.

    • Unwahrscheinlich
      Ich denke, Sie kennen nicht die ‚politische‘ Preislastigkeit in jener Gegend, wenn Sie denken dass ein BGE dort ein Auskommen ermöglichen würde.
      Wie hoch es auch sein mag, es wird nicht ausreichen dort und dafür!

      Und selbstverständlich bin ich für das BGE, ich fordere es! Ich sehe es als einzige Alternative zu übelsten sozialen Entwicklungen und Mord und Totschlag auf den Strassen. Einfach, weil die Situation dem Grossteil der Menschen keine angemessene Arbeit für angemessene Bezahlung mehr anbieten kann. Computerisierung und Robotisierung in Verbindung mit Produktivitätssteigerungen verunmöglichen jede decent career. Noch wird versucht, durch hanebüchene Konsumtionssteigerungen diesen Überschuss einigermaßen abzubauen. Das ist aber längerfristig zum Scheitern verurteilt. Und dann bricht alles zusammen. Wenn der Gegenwert eines automatisch produzierten Artikels nur noch Cents an Produktionskosten beinhaltet, und dann sogar ’service-orientierte‘ Aufgaben wie Chirurgie, Altenpflege an Automaten übergeht, gibt es kaum mehr eine Notwendigkeit, einem Menschen einen Gegenwert für geleistete Arbeit, Produktion oder Dienste (inklusive Sex-Dienste, auch daran wird gearbeitet!) zu geben.
      Vielleicht mal bei Marx nachlesen, der hat das wunderbar und noch immer aktuell beschreiben!

      Jedenfalls wäre es gut, heute schon sich darauf einzustellen, dass ein menschliches Leben von der Wiege bis zur Bahre denkbar wird, für das niemand mehr ‚einen Finger krumm machen‘ muss. Und alle ROIs gehen dann an die Kaste, denen die automatischen Produktionsmittel gehören.
      Da kann ich gar keine andere Alternative ausmachen, als dass jedem Menschen ein Recht auf ein BGE zugesprochen wird.

  28. Erinnern Wir Uns, ab in den Süden
    da hilft nur ein ausflug ins Imperiale Palace um nach den spuren von Rathenau und Tschitscherin zu suchen und uns der damaligen aufbruchstimmung zu erinnern. der gotthard soll ja am sonntagmorgen frei sein.

    und in der zeit nach der lieben frau erinnern wir uns vielleicht an diese zeiten aktiver gestalterischer politik auch in den dann neuen führungszirkeln und haben das tief eingegrabene trauma der russischen besetzung der SbZ wohl irgendwann nach der verrentung des pfarrers und der pfarrerstochter bewältigt.

    bald muss man aber wieder zurück sein, die erinnerungshungrigen nachtwölfe machen ja wieder eine rundfahrt gegen das vergessen. selten verschafft einem die deutsche polizei eine so frei und friedlich zu befahrende autobahn und sichert den V2-verkehr gegen von hinten drängelnde neo-mantas.

    und werter DON, die frage, wie mann und frau den Draghi-helikoptergeldangriff überleben ist schwierig: aber, fragen sie mal mal Ho-Tschi-Minh. 1967, also lange vor kriegsende wurden schon mehr als 400 us-helikopter abgeschossen schrieb damals das magazin aus hamburg.

  29. Der herzerfrischendste Blog.....
    Das ist der herzerfrischendste Blog, den ich in den letzten Jahren gelesen habe – Danke dafür

  30. Titel eingeben
    Als Absolvent in einer der Plapperwissenschaften (1973 Otto-Suhr-Institut der FU Berlin) möchte ich bemerken, dass die heute internetbedingten Gender-, Integrations- und sonstwie- Wissenschaften nur einen materiellen Ursprung haben: In der Surpluspopulation (frei nach Karl Marx) von Plapperwissenschaftlern. Hat jemand in den vergangenen 40 Jahren eine so präzise Studie wie Kern/Schumann: Industriearbeit und Arbeiterbewußtsein angefertigt? – Nee. Weil: Finger schmutzig machen kann Plapperwissenschaftler nicht. Es wird seit Jahrzehnten nichts mehr herausgefunden, was sich mit normalen Arbeitsplätzen beschäftigt (an Autos schrauben, Büros putzen und Opa und Oma im Altenheim den Service machen). Warum ist die Arbeiterwohlfahrt (mit Cheffe Müntefehring) aus dem Tarifverbund mit den ÖD-Altenheimen ausgestiegen? Regt sich jemand auf? Nee. Wer kann, ist auf der Flucht, wie der DA in Italien. Meine geschäftsführende Gesellschafterin und ich werden den Standort D´dorf demnächst aufgeben. In die nähere Auswahl ist Sas van Gent gekommen. Da können wir sprachlich mithalten, in Italien nicht.

  31. Lieber Folkher,
    schöne Gegend.
    Wieso glauben Sie eigentlich,
    dass Sie da sicherer sind?
    Empfehle das betagte Buch „Söhne und Weltmacht“
    vom Gunnar.
    Der hatte und hat wirklich Weitblick.
    Vielleicht können Sie weiter oben helfen,
    geht das,
    Daimler mit Gas ?

  32. Zur Ehrenrettung der erwähnten Parkplatzanweiser in Florenz und anderen ital. Städten
    möchte ich erwähnen, daß diese für das Entgelt nicht nur den (eigentlich kostenlosen) Parkplatz anweisen, sondern auch für die Bewachung des Fahrzeugs während der Abwesenheit des Besitzers sorgen.

    Da man als Tourist ja gar nicht ahnt, was so alles passieren kann, sind diese hilfsbereiten Menschen gerne bereit, die Folgen, die bei Verzicht auf diesen Service auftreten könnten, ausführlich zu schildern: eingeschlagene Scheiben, Kratzer im Lack, abmontierte Reifen, es gibt so vieles, was dem armen Auto zustoßen könnte.

    Man darf aber einigermaßen gewiß sein, daß unter dem Schutz dieser Parkplatzwächter, dessen man sich durch die Vorauszahlung eines kleinen Obolus versichern kann, dem Wagen nichts passiert.
    Für diese Leistung ist doch die in der Regel freundlich erbetene Entlohnung wirklich gerechtfertigt.

  33. Titel eingeben
    Jaha, daraus könnte etwas sehr Schönes werden. Sogar das Nebebgebäude, soweit man es sehen kann, scheint Charme zu haben für ein Gästehaus? Die Haushälterin muss ja auch in der Nähe wohnen….

    Wenn Sie auch so gern auf dem Aufsitzmäher sitzen, wie ich, ist es das Richtige. Mein Wunsch ist es ja, eines Tages von Selbigem zu kippen. Einfach so, bei schönem Wetter.Die Wiesen sind verpachtet und leuchren z. Zt. sonnengelb vom Löwenzahn. Dahinter die noch in der Höhe schneebedeckten Berge vor blauem Himmel – auch sehr schön.

    Das Bild mit dem Ritt in den Sonnenuntergang gefällt mir außerordentlich. Ich denke, Sie machen alles richtig.

    PS: Haben Sie eigentlich auch schon was von Igor Morski? Der macht schöne Kunstfotos…

  34. (An den Autor) Verstehe die Tipfehler nicht
    Einfach vor dem Abschicken in Word oder ppt reinpasten, wenn man zum Tippen andere Programme verwenden will. Freizeichen vor Komma etc sieht man dann sofort.

  35. Das hehre Banner des Atheismus
    scheint mir so ein Modegag zu sein. Ist wohl chic in diesen Zeiten. Die Beschreibungen des Alfons bestärken mich in dem Glauben an die Existenz Gottes. Wie anders sollten sich sonst Dinge erklären wie die Toscana oder der Tegernsee, die Kunst, die Natur, Mutterliebe, die Gedanken des Don die Charakterstärke von Angela Merkel und ungezählte andere große und kleine Wunder. Insofern ist der Kreationismus plausibel. Genau wie die Evolution. Um es wie Papst Franziskus zu formulieren: „Der Glaube hat keine Angst vor der Vernunft“

    • ?????
      Böhmermann, bist du das?

    • Glauben und Vernunft
      „Der Glaube hat keine Angst vor der Vernunft“

      Das allerdings will ich gerne glauben, beweist er doch oft keinerlei Wahrnehmung von ihrer Existenz.

  36. Ich war dann mal weg.
    So um den zweiten Januar beschlich mich das Gefühl, ich könnte das geisttötende Lärmen der PR-Bataillone der Regierung, der Medien und der Kirchen nicht mehr aushalten und bräuchte dringend eine Auszeit davon. So habe ich vier Monate dem ganzen Rummel entsagt und stattdessen das Kochbuch meiner Familie geschrieben und drucken lassen. Viel verpasst habe ich anscheinend nicht, aber ganz viel gewonnen. Das erste was ich heute morgen las, war der unsägliche Artikel eines gewissen Herrn K. über die Feiertage. Ich muss gestehen, er hat mich intellektuell überfordert. Dafür ist das Kochbuch ein Schmuckstück geworden. Es enthält die Familienrezepte dreier Generationen, eine bunte Mischung aus badischen, elsässischen und italienischen Gerichten, eine Homage an meine zwei Großmütter, die zwei Annas, aus Baden und dem Elsass. Letztere an den Ufern der Ill geboren, was, wie Kenner wissen, eine ganz besondere Herausforderung bedeutet. Zum lärmende Zeitgeist werde ich noch ein wenig Abstand halten müssen, wegen der geistigen Gesundheit. Sollte es zu schlimm werden, schließe ich einfach die Tür meines alten Jaguars und verharre auf den zwei Quatratmetern. Dabei flüstere ich leise Poggibon-no. P.S. Die Qualität einiger Beiträge hier bei Don Alphonso wird langsam eine echte Herausforderung für die Rest-FAZ. Hier lebt ja der alte Geist noch. Schirrmacher würde sich freuen.

  37. Mitgefangen - mitgehangen
    solche Refugien wie Italien, wo es am schönsten ist, sind ja immer nur für begrenzte Zeit geöffnet. In einem Land, das seit Einführung des Euro von der Mitgliedschaft Ds profitiert (Zinsniveau für Staatsschulden!) wird Veränderung nach seinem Ableben auch nicht zu positiven Ergebnissen führen. Klartext: auch in Italien wird es nicht besser, wenn es in Deutschland schlechter wird. Typisch ist doch, dass ansonsten seriöse Italiener meinen, Merkel hätte sich die „besseren Flüchtlinge“ ausgesucht, für Italien blieben nur die schlechten. Italien ist schön, ich mache auch dieses Jahr wieder Urlaub dort. Ich mag auch die Italiener, die ich kennengelernt habe – aber für die ernsteren Tage des Lebens ist Deutschland geeigneter. Als jemand, der seine Kindheit in der Nachkriegszeit in der BRD erlebt hat, kann ich wahrscheinlich besser als Andere ermessen, auf welchen Fortschritten das Leben in Deutschland heute beruht. Italien ist wie die hübsche Geliebte, Deutschland dagegen ist die verlässliche Partnerin, die auch da ist, wenn es Dir mal nicht so gut geht. Das war das Wort zum Sonntag.

    • @ D. Zorn/@ W. Soelter
      Das an einem Sonntagmorgen zu lesen, bei gleisendem Sonnenschein. Da kommt kein Wort zum Sonntag mit. Ich verneige mich in tiefster Anerkennung. Sollte Don mal ausfallen…..Ich träume mich jetzt an die Ill. die Schutter und an den Fiume Ombrone. Danke.

  38. Ein Lesezimmer...
    …im Turm, schön. Mit etwas Grün drumherum vielleicht eine Möglichkeit zu überleben.
    Montaignes „Genug nun für andere gelebt…“ zum Motto, das Schreiben bliebe noch.

    Das erinnert an possierliche Geschichten. Etwa die, dass Ziegen Menschenkinder säugen und lieben lernen können, wenn deren Mütter das nicht leisten wollen. Oder die von Marie, die in ihrem zweiundzwanzigsten Jahr einen so derben Sprung tat, dass ihr ein männliches Geschlecht ausklappte. Und die von da an German hieß.

    Allerdings: Er hat es ja nicht lange ausgehalten.

  39. Ach, ihr Lieben: Warum so verbiestert? Nun singet und seid froh:
    http://www.yourepeat.com/watch/?v=oZGybHIP6y4&start_at=78&end_at=92

  40. Tuskische Illusionen
    Als ob die toskanischen Hügel sicher wären vor den Weltläufen, zumal in einer Währungsunion oder – ganz nach Geschmack – „europäischen Schicksalsgemeinschaft“, regiert von einer sklerotischen Bürokratie im Schatten eines zaristischen Despoten und eines Neo-Osmanen.

    Sicherheit gibt’s gerade mal im Westen, in Großbritannien und weiter westlich in Nordamerika. Wer Geld und Besitz behalten möchte, wird sich dort nach einer Bleibe umschauen. Radeln und Kunstsammeln lässt sich da auch prima, letzteres ohne den gierigen Zugriff eines maroden Staates.
    Als gälte es, die noch Zögernden zu ermuntern, hat die in Deutschland für „Kulturgut“ zuständige Ministerin bereits reichlich Kunstbesitz (und anderes Vermögen) in den Exodus getrieben. Ein Erfolg, dessen absurde Wirkung sich in dieser Größenordnung nur mit jener der Mietzinsbremse vergleichen lässt, einem Instrument, das die Wohnungsnot mit großer Zuverlässigkeit fördert.

    Ciao Toscana, ciao Europa

  41. Ungenügend für Papst Franziskus
    @Peter Keul – Wenn ich Papst wäre, würde ich mich nicht mit der Frage beschäftigen, ob Europa eine Oma ist, sondern alles dransetzen, alle Atomwaffen abzuschaffen. Welcher Mensch hat das Recht, alle Kreaturen Gottes zu töten? Meiner Meinung nach ist es die Pflicht eines religiösen Führers, die Regierenden darauf hinzuweisen. Stattdessen verweist der Papst ständig auf “die Armen”. Das erfordert in seiner Position keinerlei Mut und deswegen bekäme Franziskus von mir keinen (Karls)Preis, sondern die Note: “Thema verfehlt” = ungenügend.

  42. "Wenn sie kein Brot haben, sollen sie doch Kuchen essen"
    Der Zynismus in diesem alten Zitat ist auf dem gleichen Niveau wie manche Bemerkungen von Herrn Draghi (z.B. ueber deutsche Sparer) und so manchem anderen PolitikerIn aus der neofeudalen Kaste der Berufspolitiker. Ein Zeichen fuer die Verachtung, die diese Kaste gegenueber dem Souveraen empfindet, und fuer die Ignoranz gegenueber dem demokratischen Mandat.

    Und wenn sie die Gesellschaft auf Generationen hinaus ruiniert haben, geniessen sie die nicht verdiente Pension…der Zitatgeberin war das nicht vergoennt…

  43. Tomahawk, hier: eine Beleidigung für Indianer
    Wenn Sie nicht wissen, wer Fritz Bauer war, wie kommen Sie dann darauf, daß er nicht Aristoteles‘ Niveau gehabt hat? Vermute Sie enthirnt statt skalpiert…

    Tomahawk sagt:
    6. Mai 2016 um 17:01 Uhr

    Wer bitte …
    … ist Fritz Bauer, bei allen Pavianen Afrikas?
    Selbst wenn es diesen Bauer gibt oder gegeben hätte — ein Aristoteles hätte ihn keines Blicks oder gar Wortes gewürdigt.

    • Fremdschämen-bei-DA sagte am 7. Mai 2016 um 19:19 Uhr
      Wenn Sie nicht wissen, wer Fritz Bauer war….(hier belasse ich es bei der Originalausführung).
      .
      In der Tat, traurig, traurig. Wer nochmal war gleich dieser Eichmann?

  44. stürzen Sie sich nicht ins Unglück
    bitte seien Sie eingedenk,dass Italien geopolitisch auf der falschen Seite des Brenners liegt.

  45. Ansonsten ist es zum In-der-Haut-fahren: Außer uns vermißt ja keiner Schirrmacher - und es
    werden ja auch keine „Themen-Neuvorgeber“ mehr gesucht, sondern nur noch „Themenverhinderer“, manchmal meint man – fast genauer noch – „Neuthemen-Vorgeber-Verhinderer“, tsss …

    Dann fährt man eben in der Haut, was soll es denn.

  46. Dies jetzt wäre ansonsten historisch gekennzeichnet durch eine relative massive Umwertung
    von (schriftlicher) Erinnerung, nur wäre dies dem Feuilleton anscheinend noch gar nicht so recht aufgefallen.

    Vereinfacht: Die „Betrachtungen eines Unpolitischen“ finden sich wohl seid ca. 2015 so umgewertet – oder genaugenommen: Deren Bewertung durch uns Zeitgenossen heute.

    Und man fühlte sich bzgl. dessen versucht, stark vereinfachend zu sagen, „der ganze „intellektuelle Erkenntnisaaparat“ der 14-18 aufgeboten wurde um Deutschland und seine Position in der Welt falsch zu rechtfertigen, teils mit aller höchster Bildungskunst und Belesenheit – das fand leider ein kleines später in Herrn Hitlers, hüstel, „maligner Kleinbürger-Weltphantasie“ dann lediglich nur seine „trivialpoetologische Ausformung ins Mörderische und Übermonströse““. (Klänge verniedlichend? Nein, nicht so, keinesfalls so gemeint!)

    Man las evtl. hier – eigentlich alles – aber vor allem „Detering – Das Akut-Männliche“ und „Georg Kreis – Allgemeinplätze“

    http://download.klostermann.de/toc/9783465039044_inhaltsverzeichnis.pdf

    Denn es ginge darum jetzt nicht womöglich mit einer dritten, endlich genauso blöden Ausformung, das ganze einmal mehr zum Deutschen Kreis zu runden, nicht wahr? Und wäre es auch ein Oval … .

    Aber ja: Gegen Blödheit pur nützte auch kein Helikotergeld.

    Ungefähr.

  47. Durch die Finger gucken
    „Das Dasein als Atheist hat den leicht fragwürdigen Vorteil, dass man nicht vor seinen Schöpfer wird treten müssen, denn den gibt es dann – im Gegensatz zum Tod, leider – nicht“

    Der Vorteil ergibt sich nur dann, wenn es den Schöpfer tatsächlich nicht gibt. An etwas nicht zu glauben, bedeutet nicht automatisch, dass es nicht existiert. Eine Einsicht, zu der Kinder im Alter von 4, 5 Jahren gelangen, wenn sie ihre Hände vor die Augen legen, um etwas zum Verschwinden zu bringen – und dann, durch die Finger blinzelnd, die Vergeblichkeit ihrer Bemühungen erkennen.

    Umgekehrt erwerben die vermeintlich Gottgefälligen keinen der erhofften paradiesischen Vorteile, wenn eben Gott nicht existiert.
    Ein Dilemma, das Pragmatiker zu allen Zeiten dazu gebracht hat, sich der Pascalschen Wette anzuschließen.

    In Sachen Draghi, Euro, Europa, Türkei, Immobilien, Vermögen, Sachwerten, Krediten, Investments – deren Platzierungen und möglichen Gefährdungen, versagt der pascalsche Ansatz, weil – kurz durch die Finger vor den Augen geblinzelt – sich all das als wahr erweist, was ein wahlweise überreizter oder träger Geist sich unter Wirklichkeit ausmalen mag. Europa befindet sich in einem Zustand, der sich mit jenem des weströmischen Reiches kurz vor dessen Ende vergleichen lässt. Fehlen bloß die Wagenrennen, falls man z. B. die auf Kölns Straßen nicht dazu zählen will.

    Kurz, wer die Hand von den Augen nimmt, setzt sich ab, so weit und solange er kann und bevor es dafür zu spät ist.

    Alle anderen mögen erdulden, wie und was ihnen geschieht, die Augen fest zukneifen, von einem toskanischen Elysion zwischen Zypressen und Maulbeerbäumen, mediterranen Märkten und Restaurants, Bildern, Bücherwänden, historischen Radstrecken und ländlichen Wi-Fi-Verbindungen träumen und die Wette auf ihre Weise eingehen, in der trügerischen und zynischen Hoffnung, dass die Zeit für sie und ein Leben in Beschaulichkeit noch reichen möge und dass der alte Schnitter sein Recht einfordere, bevor es mit der Behaglichkeit auf andere Weise ein Ende habe.

  48. Häuschen
    Die Bilder vergrößert, geben doch wenig her mangels Auflösung.
    Was da ‚verfallen‘ sein soll, weiß ich nicht. Das Dach sieht zunächst einmal aus, als würde es prinzipiell funktionieren. Sogar Fenster mit Rahmen sind drin, also kann man den Regen schon mal draußen halten. Irritierend sind die offenbar zugemauerten Fenster, oben und im Erdgeschoss. Sogar eine Leitung führt hin, wahrscheinlich Strom, wenn auch nicht unbedingt leistungsstark. Und eine TV-Antenne auf dem Dach, also bis in die Neuzeit bewohnt.
    Mit 22 km von Siena sollte zu aller Not eine ganz passable Netzanbindung mit Mobilfunk möglich sein.
    Die Breite der Zufahrt ist unklar, kann da ein LKW hinfahren, oder müsste man dazu erst eine Strasse anlegen?

    Wenn der Preis stimmt, viel Glück!


  49. Also, bei aller Begeisterung, ich glaub ja nicht so recht daran, daß Sie dieses Häuschen kaufen. Im Fahrradkeller wettet ThorHa pro Trump (ist er jetzt umgeschwenkt?), ich würde 10 EUR drauf setzen, daß Sie nicht kaufen. Jedenfalls nicht dieses. Denn das wäre ein mehrjähriges Projekt, bei dem man stets präsent sein muß, wie das jegliche Altbaurenovierung so an sich hat, mal ganz abgesehen vom Geld (mit 10% mehr wie der Architekt sagt würde ich nie anfangen; ich würde mal sagen, wenn es beim Doppelten bleibt, hat man Glück gehabt.). Kurz, das kostet sehr viel Zeit und Nerven (macht allerdings auch Freude, man lernt viel dabei).

    • Ich habe jetzt mal eine Anfrage gemacht. dieweilen das nichts kostet. Manchmal wird ja aus Spass Ernst und umgekehrt.

      (eigentiches thema ist ja der umstand, dass sogar ein Hallodri wie ich Geld bekommen würde)

    • Kreditvergabe
      Nicht erst seit Jürgen Schneider weiß ich, daß eher der Hallodri als der ehrliche Kaufmann Kredit von einer deutschen Bank bekommt.

    • Kernbotschaft verstanden
      Kernbotschaft:
      “ …dass sogar ein Hallodri wie ich Geld bekommen würde.“

      Tja, die Banken …, selber Hallodris …

      Will hier nur noch anfügen, dass ein Freiberufler aus BaWü oder BY im echten Leben in der Regel von Banken nichts umsonst gepudert bekommt. Null, nada, niente. Ganz im Gegenteil.

      Egal, ob die jetzt Niedrigzins-Zeiten haben oder nicht, interessiert nicht.

      Ein Freiberufler, ein Selbständiger, die haben auch unter Dhragi kaum Kredit.

      Einen Hauskredit gar, um Himmels willen. Wenn es nicht noch mehr Sicherheiten gibt wie z.B. bestehende weitere – abgezahlte! und wertvolle! (nicht in MeckPomm you stupid!) – im Grundbuch real vorhandene Liegenschaften, die sie einem abnehmen könnten, dann ist es von Anfang an aus mit diesen angeblich lockeren und freigiebigen Herrschaften.

      Praxis- und Stresstest kann jeder, der Freiberufler ist, gern selbst machen:

      Eine Anfrage bei der ach so tollen Interhyp stellen.
      Die mit niedrigsten Hypothekenzinsen wirbt, dass kein Raffzahn-Auge trocken bleibt.

      q.e.d.

      Die stellen sich extrem an, wenn keine regelmäßigen Angestellteneinkommen* zu verzeichnen sind. Egal, was man verdient.
      Das wird sehr lustig. Versprochen!

      *Wiewohl es nichts Verderblicheres unter der Sonne gibt wie Angestellteneinkommen.

      Schon komisch … eine solche ‚Sicherheit‘ ist sie heutzutage eigentlich nicht mehr! Ein schlechtes Quartal deiner Firma an der Börse, nicht genug Revenue gehamsterradelt, und in wenigen Wochen bekommt man einen netten Breif vom Arbeitgeber, man müsse leider … in Anbetracht der gegebenen Situation ähm Umstände … sich von dir kleiner Loser trennen …
      Job weg, dann wenn nach 6 Monaten immer noch nichts Adäquates gefunden eigene Bude weg, Bank auf der Matte, schneller als Billiggeld-Dhragi „Arrivederci!“ sagen kann.

    • understatement
      Hallodri ist ein solches hier. Ein Sohn aus gutem Hause, ein ‚Sohn‘ eben, mit einem festen Posten beim Mutterschiff, einem Stadtpalais, Wohnung am Tegernsee /und alles was ich sonst nicht erraten kann) wird nie Probleme mit Geld von der Bank haben. Entweder bürgt jemand, zur Not werden eben diese Immobilien als Sicherheit eingebracht.

      Es tut mir Leid, aber das von Ihnen aufgebrachte Thema des Helikoptergeldes trifft, denke ich, bei Ihnen nicht zu.

      Helikoptergeld wäre, wenn ein Hallodri es angeboten bekäme.

    • But this is the very essence of the banking industry, to make us all, ... slaves to debt.
      Yep, das eigentliche Thema ist, dass das Helikoptergeld schon lange abgeworfen wird. Und zwar auf die Dons. Und leider alle VWLr zu dumm sind, das zu begreifen. Also, den aktuellen Kapitalismus zu begreifen!
      Was außer Helikoptergeld war der Euro für SüdEuropa? Was sind Schulden, die man nicht zurückzahlen muss? Was produziert die EZB den ganzen lieben Tag für all die Banken?

      Und dann lese ich bei den Experten immer: Oh, Gott, das Helikoptergeld wird kommen.

      Das ist so witzig, denn die haben alle Abitur und Studium und Promotion. Un zwar im Bereich Ökonomie.

      Egal, der Don lacht und kauft sich ein weiteres Palästchen….

    • Titel eingeben
      Das Häuschen scheint Ihnen ja wirklich zu gefallen.

  50. Titel eingeben
    @Mediensegler 7.05.2016 5:35: 25 l/100 km ist auch für einen Benzin-Benz zu viel. Wenn im Bekanntenkreis ein Gebraucht-Auto angeschafft wird, dann wird das warmgefahren und das Motorenöl warm aus der Ölwanne abgelassen (nix da oben abpumpen). Dann kommen Luft-, Öl- und Spritfilter (sofern vorhanden) neu und Öl drauf. Beim Benziner alle Zündkerzen neu. Dann tankt man das Ding voll und macht ein paar Messfahrten. Wenn der Zossen sich als Säufer herausstellt, fährt man zu Herrn Robert Bosch seine Werkstatt, denn der hat die Einspritz-Elektronik geliefert. Nicht zum Benz fahren. Denn dort hat immer der Fahrer etwas falsch gemacht. Benziner haben eine sogenannte „quantitative Regelung“. Wenn´s irgendwo hakt, wird mehr Sprit eingeträufelt und wenn man Pech hat kommt es zur Schmierölverdünnung durch den Sprit. Damit kann man den Motor ruinieren. Also: erst die Atem- und Ölwege der Maschine regeln, dann messen, dann Reparatur veranlassen. Fehlerspeicher-Protokoll ausdrucken lassen. Vielleicht sind es nur die verkokten Zündkerzen. Gegenüber der Barchetta hat Cheffe wenigstens ein aktuelles Bremssystem mit Bremsassistent und elektronischer Stabilitätsregelung. Das ist schon mal was. Das mit der Maschine kriegen wir schon hin. Einen gebrauchten Renner auf Gas umstellen ist in der Regel unrentabel.

    • Regular type life? What the fuck is that? Barbeques and ballgames?
      Himmelherrgott,

      deutsche Männer und Automobile.
      An Euch geht das gute Leben vorbei, denn Ihr begreift nicht, dass Automobile und Frauen zum Benutzen und/oder Genießen da sind, nicht zum daran rumbasteln.

      Bei 5,something von Null auf Hundert ist mir 25 Liter Verbrauch egal, das stell ich doch nicht auf Gas um. Ich packe ein Topmodell doch auch nicht in KiK Unterwäsche.

  51. Lieber Don, ebenso spät, wie Sie Sich um den Erwerb eines Landsitzes bemühen,
    erlaube ich mir, zu Ihrem semiöffentlichen Anliegen Stellung zu nehmen. Der Erwerb eines derart heruntergekommenen ländlichen Anwesens machte selbst in Zeiten wie diesen wirtschaftlich nur Sinn, wenn Sie es verstünden, die offensichtlich notwendigen nicht unbeträchtlichen Sanierungskosten möglichst kostensparend in Eigenregie zu erbringen. Dies traue ich Ihnen, bei allem Respekt Ihnen gegenüber, jedoch einfach nicht zu. Dazu müssten Sie aufs Radfahren und den einen oder anderen Artikel verzichten, was ich angesichts des Verhaltens Ihrer wirtschaftshörigen Kollegen bei der FAZ – steht das Z übrigens noch für Zeitung oder schon für ensure hinten ohne e aber dafür vorne mit Z (ist hier mein Temperament wieder mit mir durchgegangen ?) nicht begrüssen würde. Sollte Herr Draghi mit seinen Massnahmen keinen Erfolg haben – die Japaner hatten diesen übrigens bisher auch nicht – müssten Sie Sich eventuell einmal mit dem Gedanken anfreunden, doch noch Euro in Lire getauscht zu haben. Die Rückabwicklung dürfte für Sie teuer werden. Warum begnügen Sie Sich nicht mit Ihrer Wohnung am so von Ihnen geliebten Tegernsee, oder gehen Ihnen dort etwa doch die um die überteuerten Törtchen und freien Cafeplätze nachmittags gierenden gelangweilten Seniorinnen auf die Nerven, wofür ich als grundempathisches Wesen natürlich grösstes Verständnis hätte. In der tiefen Überzeugung, dass jeder Ihrer zahlreichen Italienaufenthalte lediglich eine kleine Flucht aus der von Ihnen angeblich so geliebten Welt am Tegernsee darstellt, wünsche ich Ihnen mit dem neuen spritsaufenden Wagen aus hoffentlich italienischer Produktion angenehme und kurze Fluchtrouten.

  52. Titel
    „Wie man…“ – eine neue Serie beim Don?

  53. Schuss vorn Bug
    Mit der afrikanischstämmigen Community wäre ich doch eher vorsichtig, Don, denn wenn Sie nicht da sind…
    Ich habe Erfahrungen mit sowas, allerdings in Spanien. Soll heißen, Sie brauchen einen Caretaker. Ich will Ihnen das ja keineswegs ausreden, auch wenn ich schon mal im Juni bei 10°C in Radda weilte und das Hotel leider nicht bereit war, die Heizung anzudrehen. So waren wir entweder unterwegs oder in der Badewanne zum Aufwärmen. Die italienischen Energiepreise sind legendär, inzwischen auch die Steuern. Als Zweitwohnsitz dürften die Steuern kein Problem sein, aber Sie brauchen dann den Caretaker oder kein einziges Bild im Haus. Im Winter ist es dort recht trostlos, und Sie flüchten vielleicht und ärgern sich über die Heizkosten.
    Also, offen gestanden, ich würde eher probemieten und mein Geld in München oder Berlin in eine Mietwohnung investieren, um die Miete wieder einzufahren. So sehr ich Ihre Darstellungen der Toskana goutiere, muss ich Sie doch vor der Flucht in den toskanischen Winter warnen, gegen den der bayerische Winter Gold ist.
    Diesen Versuch einer Desillusionierung mögen Sie mir bitte nicht übel nehmen. Und noch ein kleines Geheimnis: Die Museen, die um die Ecke sind, verlieren plötzlich ihren Reiz. So merkt man bei Wegzügen, dass man, ach, den Museumsbesuch immer aufgeschoben hatte für schlechtere Tage, an denen man dann so lange im Bett blieb, dass es sich auch nicht mehr lohnte.
    Aber gut, vielleicht habe ich ja Unrecht. Jeder ist seines Glückes schlechter Schmied (sorry).
    Ihre Vorstellung für qm für einen Einpersonenhaushalt finde ich herrlich. Es gibt einige, die das so sehen und sich erarbeitet haben, aber kaum jemanden, der so offen dazu steht. Haben Sie noch gute Tage oder Wochen dort.

  54. Mit dem Drahtesel durch die Toskana
    … bin gerade den beschriebenen Weg nach Lecchi geradelt und siehe da: das Objekt der Begierde in voller Pracht. Es existiert wirklich! Ich kann es bezeugen. Zwei Nebengebäude plus Platz für den Swimming-Pool und rundherum toskanischer Acker. Das Internet verrät so einiges.

    Meine Liebste und ich bereisten 2013 und 2014 mit schwerbepackten Drahteseln die Toskana – real und nicht-virtuell versteht sich. Eine wunderbare Zeit über schweißtreibende Hügel und Schotterstrassen. An so manch hübschen Anwesen sind wir vorbei geradelt. Ja, da werden Begehrlichkeiten geweckt. Nun, über guten Geschmack kann man sich schlecht streiten. Das wusste schon die “Toskana-Fraktion”.

    • Koordinaten,
      bitte, für Google Earth.

      Und dann kauft Don Alphonso bestimmt nicht, wenn die halbe Welt schon die Adresse kennt, bevor er überhaupt eingezogen ist. ;-)

  55. Eigentum verpflichtet ( zu Arbeit )
    also langsam machen die Zuschriften hier Sinn, denn Ihr Frage , sehr geehrter Herr Don A. war , soll er diesen Steinbruch am A der Welt-immerhin Toskana- , kaufen, weil er so billig Geld angeboten kriegt?
    Für die heimische Bank am Tegernsee oder in der heimlichen Hauptstadt München wäre nichts besser. Sie kriegen einen Immo-Kredit. Wofür Sie das Geld verbraten ist doch egal, die Bank kriegt eine Sicherheit – Grundschuld -auf Ihren Liegenschaften am Tegernsee und in München . Ein Toskana -Kabachel oder Palazzo im Entstehen ist denen dann egal.
    Ihnen aber nicht. Sie recherchieren doch immer. Haben Sie mal recherchiert, wie das so ist Haus bzw. Grundstückskauf in Italien ? Stichwort :Vorvertrag , 10 % Anzahlung , die u.U. für Sie weg ist , wenn letztlich der Kauf doch nicht zustande kommt.
    Wie ist das ? Im Koffer können Sie den kompletten Kaufpreis nicht mitbringen, wenn Sie beim Notar sitzen. Bar geht doch nur noch bis 2700 € in Italien.
    Also brauchen Sie ein Konto dort unten, auch für später , laufende Kosten , Grundbesitzabgaben.
    Und vorher , was kaufen Sie ? Ein Grundstück , ein Grundstück mit Aufbauten, ein Grundstück mit Wohnaufbauten?
    In Italien geht es eher nicht um Grundstück gegen Geld , sondern eher um Baubefugnis gegen Geld.
    Es gibt nur ein Kataster bei der Gemeinde und das stammt aus 1870 oder so, seit Italien eben Italien ist und mal wegen Besteuerungsmöglichkeiten vermessen wurde. Nun also, wenn in diesem Kataster schon ein Gebäude erwähnt ist, ist es gut , wenn nicht , ist es schlecht, weil das, was auf dem Bild zu sehen ist, eher seit anno tux illegal dort steht , aber Sie können dann bei der zuständigen Gemeinde fragen, wie viel Sie für eine Baugenehmigung “ nachbezahlen “ müssen.
    Oder Sie werden an die übergeordnete Regionalverwaltung verwiesen, wobei richtig Spaß aufkommt .
    Vorsicht ist geboten.
    Der Notar kassiert auch gleich die Grunderwerbssteuer , die viel höher ist als in Deutschland, weil der Staat dort weiß, dass alle Kaufpreise viel zu niedrig angegeben werden. Dann weiter.
    Gibt es auf der Anhöhe nicht nur eine Sickergrube , sondern auch Wasserleitung und Gasleitung in der Nähe oder nix ?
    Die Gemeinde wäre hoch erfreut , wenn ein Tedesco die ganze Infrastruktur den Berg hoch bezahlt…..? Oder Sie kaufen wie in Apulien Wasser für den Tank .
    Tja und wie hier schon einige vortrugen, Toskana im Sommer ist nett, aber im Winter trüb, nebelig und feucht , richtiges Rheumawetter.
    Gibt es einen Bäcker , Fleischer und sonstige Lebensmittel fußläufig ? Oder wenigstens ein Cafe, ein Tabbachio. Und dann müssen Sie sich um alle Umbau – Arbeiten kümmern. Das wäre natürlich ein nettes Arbeitsbeschaffungsprogramm für alle Handwerker der Umgebung .
    Zuletzt die Frage der Versicherung. Es gibt spezielle regionale Unternehmen, von denen bekommen Sie gegen entsprechende Beiträge eine grüne Karte , die legen Sie sichtbar ins Fenster vorne oder ins parkende Auto , und alles geht klar.
    Was wollen Sie eigentlich mit noch mehr Steinen übereinander ? Sie brauchen ja nur 2m² in 1x 200² . Wenn Sie Helikoptergeld verbraten wollen, kaufen Sie eine Wohnung in einer netten europäischen Stadt Ihrer Wahl .
    Die Griechen haben schließlich auch Wohnungen in Berlin und London gekauft . Recherchieren Sie , womit Familie Varoufakis Geld verdient oder verdient hat und gucken Sie sich das ab. Kaufen Sie eine Wohnung in Athen oder besser Anteile an griechischen Häfen oder lassen Sie es ganz, wenn Sie eben lieber schreiben als Geld zu scheffeln.

  56. Koordinaten
    @Uwe Dippel: Aufs Radl schwingen und suchen, würd’ ich mal vorschlagen. Karte und Kompass nicht vergessen.

    @Don: Super Block. Bitte weiter so!

    • Danke, ich habe wegen fieber nicht so ganz die Kontrolle,

    • Es soll Leute geben,
      Die ein Velo haben, eine Karte lesen können und einen Kompass bedienen können. Es soll sogar Leute geben, die das sehr gerne tun würden, um sich dieses Haus anzusehen, weil sie sich schon immer für Häuser interessiert haben.
      Es soll auch Leute geben, die nichts geerbt haben und ihr täglich Brot verdienen müssen.
      Ich gehöre zu all diesen Gruppen von Leuten, so dass mir zum Träumen nur eine GPS-Koordinate übrig bleibt.
      (Hoffentlich funktionieren tags in diesem Blog.)

      @ Don Alphonso: Gute Besserung!

    • Danke, Unkraut vergeht bekanntlich nicht.

  57. Genaugenommen vermutlich ein sehr FAZ-typischer Themenvorschlag mit: Man zieht den Hut!
    Denn wer fühlte sich nicht an früher und Hermann-Josef Abs erinnert, der, ein sehr konservatives Prinzip vertretend, immer darauf hingewiesen hatte, dass er privat niemals einen Pfennig ausserhalb Deutschlands anlegen würde, wohl ein kluger Rat!

    Denn als Westviertelsohn hierzulande, nebst aller Bekanntschaft und Kenntnissen, hätte man alle Vorteile daraus – und woanders wäre sich zunächst mit Aufwand um die Herstellung dieses Vorteils neu zu bemühen, ein unmöglicher Vorgang im Grunde, und wie oft ohne echten Erfolg. Der Zugereiste bliebe halt manchmal der Zugereiste.

    Und Anlagegewinne von 3, 5, 7, 9, 11, 17, 48, 90 oder 200% pro jahr kann man auch zu Hause einfahren, die Möglichkeiten gibt es immer und überall. Aber die Fremde dafür zu wählen wäre im allgm. eher doof.

    (Was anderes ist das übliche Invest in Gewerbebetriebe, „Zweigwerke im Ausland“: Die ja aber Teil einer, hüstel, hiesigen Bilanz. Und sollten sich im Zweifelsfalle schnell rechnen. Eine neue Lidl-Filiale nimmt jeden Tag bar Geld ein am POS – und überweist es an die Zentrale um neuie Waren kaufen zu können als Schnelldreher. Und die Filiale rechnet sich nach längstens 18-24 Monaten. Und ginge der Euro schief, hätte man vermutlich bereits lange vorher sein Minimum verdient, und der Rest wären auf deutsche Bilanz abschreibungsmässige Steuerverluste. Da halt ein gewisser Unterschied zum Privaten.)

    Ein kluger Rat also meistens immer noch, wie wohl die Zeitgeiste längst überall höchst locker anderes verkündeten.

    Und es ging ja auch nur ums Spaß haben – ob aber womöglich Geld verlieren sehenden Auges hier so der echte Spaß wäre?

    Daher die allgm. Meinung in den Zeiten von „Helikoptergeld“ wohl eher der: Geld hier anlegen und arbeiten lassen, und von den Erträgen im Ausland bis auf weiteres konsequent nur mieten. Und tut einem ja auch leid um die Fremde.

    Darum fahre im Ausland, und quäle dich redlich (*g*).

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