Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

1000 Meilen Heimat

| 216 Lesermeinungen

Wir wollen den Mann besingen, der das Steuer hält, dessen Idealachse die Erde durchquert, die selbst auf ihrer Bahn dahinjagt.
Filippo Marinetti

Heimat steht da. Fett. Heimat. Der ganze Satz lautet “Wer die Heimat liebt, spaltet sie nicht“ und ist eine Wahlaussage des grünen Kandidaten Van der Bellen. Ich stehe im Stau in Innsbruck, es regnet, es schütttet, und Van der Bellen steht auf einer sonnigen Bergwiese, wo die Wahlkampfstrategen ihn postiert haben. Van der Bellen wird von Städtern gewählt, denen die Lage der Bergbauern in ihrer Heimat sonstwo vorbei geht, aber es ist eine schöne Kulisse, und die Grünen haben sich jetzt mal überwunden, das Wort Heimat auf ein Plakat zu drucken. Es blieb ihnen wenig anderes übrig, Hofer von der FPÖ überschwemmte das Land mit dem Wort Österreich. Die FPÖ beschwor, die Grünen machten Zugeständnisse. Das Land war schon vor der Wahl gespalten in Städte und ländliche Regionen, das hat sich jetzt fortgesetzt.

mml

Gewonnen hat nicht Van der Bellen, sondern der Konflikt zwischen denen, die das Land kennen und denen, die davon nur ab und zu eine Bergwiese zu sehen bekommen, wenn sie die Stadt verlassen. Ich quäle mich durch den Stau und den Regen Richtung Bundesstrasse hoch zum Brenner, wo die von Innsbrucker Gentrifizierern angeschwollenen Dörfer in den Wolken verschwinden, vorbei an den Kapellen, die an Andreas Hofer und seine Tiroler Bauern erinnern, die von hier aus die Bayerisch gehaltene Stadt Innsbruck eroberten, und dort ihr moralisch strenges Bergbauernregiment errichteten. Keine neumodischen Impfungen mehr, die in Gottes Heilsplan eingreifen, keine unzüchtige Kleidung: Der Kampf des Landes gegen die Stadt und der Stadt gegen das Land ist alt, eine Konstante in der europäischen Kultur.

mms

Ich mache eine Landpartie, ich fahre nicht nach Brescia in der Lombardei zum Start der Mille Miglia im Regensturm, sondern ein paar Kilometer weiter nach Valeggio sul Mincio, einem Dorf am westlichen Rand des Veneto.

mmz

Ich komme genau rechtzetig an. Ich habe mich kaum unter einer Markise vor dem Schauer verkrochen, da überschlägt sich auch schon die Stimme des Moderators, und der erste Wagen kommt an. Ein O.M. wie der, der 1927 die erste Auflage der Mille Miglia von Brescia nach Rom gewonnen hat. Belissima ruft der Moderator, er wird es noch öfters an diesem Tag sagen, und die Menschen und die Tropfen klatschen, klatschen, klatschen.

mmn

Es ist ein echtes Dreckswetter, und trotzdem ist Valeggio auf den Beinen. In früheren Jahren mied der Corso der schönsten klassischen Autos den Ort, da raste man am Abend und in der Nacht nach Verona. Seit ein paar Jahren wurde die Geschwindigkeit rausgenommen, die früher übliche Raserei gibt es nicht mehr, und die Autos müssen sich auch nicht durch den Berufsverkehr von Verona quälen: Die Mille Miglia fährt die kleinen Landstädte an, die sich bereitwillig öffnen und den Weg frei machen.

mmx

Valeggio ist eine dieser Perlen entlang der Strecke, die nur wenige kennen. Angeblich die Stadt, in der die Tortellini erfunden wurden, und dazu gibt es auch eine Sage, ein grosses Fest und 364 andere Tage im Jahr Restaurants, die gut von der Legende leben. Valeggio ist ein Fressdorf, beliebt bei Bauernhochzeiten, Geburtstagen und sonntäglichen Familientreffen. Wenn die Fahrer Zeit hätten, würde man ihnen ja gern Tortelli servieren, scherzt der Moderator, als dann die Kaskade der Alfa Romeos knatternd in das Dorf einfällt.

mmk

Vor dem Krieg hat hier meistens Alfa Romeo den Sieg davongetragen. Es war die Zeit des Faschismus, und die Mille Miglia so etwas wie die Leistungsschau der italienischen Automobilbauer. Mussolini persönlich engagierte sich, dass die Richtigen die Lorbeerkranz trugen. Seine Paladine liessen sich mit den Helden der Landstrasse ablichten, Tote wurden billigend in Kauf genommen: Es gab in der Frühzeit des Automobils viele gefährliche Rennen, aber das gefährlichste Spektakel, die Mille Miglia versteht man nur, wenn man Gabriele d’Annunzio und Filippo Marinetti gelesen hat. Futurismus, Faschismus, Automobilismus.

mmu

Das Auto verbindet Stadt und Land, es erlaubt Austausch und klammert zusammen, was sich sonst unversöhnlich gegenüber steht. Es erlaubt dem Dorfbewohner, die Stadt zu besuchen, ohne dauerhaft den Dreck zu erdulden, und dem Städter, das Landleben ohne den hier typischen Schweinegeruch zu geniessen. Faschismus möchte immer kleine Gegensätze einigend überwinden, um grosse Kriege zu führen, so wie heute totalitäre Feministinnen und muslimische Antisemitinnen gemeinsame Sache gegen den weissen, alten, gerne jüdischen Mann machen – nur baut die Rassenkunde des 21. Jahrhunderts keine Autobahnen und keinen Alfa mehr, von einem Bugatti ganz zu schweigen. Das wäre ja echte, schmutzige Arbeit und kein angenehmer Bildschirmtäterinnenposten.

mmj

Über die braune Geschichte redet hier keiner. Hier ist man wieder stolz, Teil der Strecke zu sein, die Brescia, die Heldenstadt des Risorgimento, mit der ewigen Stadt Rom verbindet. Rund um Valeggio fanden entscheidende Schlachten gegen die Österreicher statt, überall sind Denkmäler, Italien wurde hier geschmiedet, und die rechtspopulistische Lega Nord stellt in Valeggio den Bürgermeister: Mit der Mille Miglia trifft eine Legende der faschistischen Ära auf einen Ort voll mit nationalistischer Tradition.

ssklb

In Deutschland gäbe es dann wohl eine Tagung der Böll-Stiftung und Antifas, die Bilder von Besuchern ins Netz stellen würden, aber in Valeggio ist es einfach ein Fest. Ein grosses, lautes, regenersäuftes und trotzdem jubelndes Fest. Die Reifen schlingern über den Veroneser Marmor, mit dem der grosse Platz belegt ist, die Motoren donnern, und man winkt sich zu. Valeggio ist stolz, Teil des Zuges zu sein, der mit Erinnerung an eine heldenhafte Geschichte das Land zu mehr als der Summe der einzelnen Teile macht. Heimat. Emotion. Vollgas.

mmy

Damit können Deutsche schlecht, ganz schlecht umgehen, mit so einem emotionalisierten Heimatbegriff, mit Stolz auf die eigene Nation und der Bereitschaft, Autos zu feiern und Mussolini dahinter zu ignorieren. Denn Deutsche nehmen die Gewaltrülpser migrantischer Rapper begeistert auf und sind entsetzt, wenn sich Frei.Wild zu Südtirol bekennen. Verkniffen ist der Heimatbegriff wie auf einem Plakat von Van der Bellen, es fehlt der souveräne Umgang mit dem, was man als positive Seite der Geschichte erkennen kann, und wenn man um die von der separatistischen Lega Nord geprägten politischen Verhältnisse von Valeggio weiss, wird es besonders bedenklich.

ssklc

Nur: Gleich hinter Valeggio kommt die Grenze zur Lombardei, und dort ist die knallrote Region Mantua. Peppones Land. Valeggio ist Welthauptstadt der Tortelli, aber die Strasse runter liegt Roverbella, und das ist die Welthauptstadt des Risotto und wird von einer linksliberalen Juristin regiert. In Roverbella warten meine Freunde aus dem roten Mantua. Nichts, gar nichts unterscheidet die Begeisterung in Valeggio von der in Roverbella. Mantua, Veneto, das ist ein Jahrhunderte alter Konflikt, aber wenn die Autos herandonnern, alle am Strassenrand nass spritzen und mit dem Dreck der Strasse taufen, ist es ein Land: Das schönste Land der Welt. Auch noch im Regen.

mmd

Das kann man, eingedenk der Geschichte, befremdlich finden, aber ich war dabei, ich bin jedes Jahr dabei, und so ein notdürftig auf Strassentauglichkeit umgebauter Rennwagen bringt einen in 40cm Entfernung auch auf andere Gedanken. Es ist eine laute Demonstration der Einigkeit des Italiens, das der Moderator immer und immer wieder beschwört, und genug Probleme wird man morgen wieder haben. Heute, für vier Stunden, ist man Rennstrecke. Emotion. Begeisterung.

sskl

Ohne es böse oder ausschliessend zu meinen. Der Bentley, der Käfer, der Peugeot, der Cadillac, der Mercedes SSKL, der den Alfas einmal den Sieg wegnehmen konnte – sie alle werden genauso bejubelt. Das Land, die Städte, sie geben sich lustvoll dem verbindenden Element hin. Da ist eindeutig eine nationale Komponente. Vermutlich, das habe ich zumindest immer so erlebt, tut dieses Selbstbewusstsein den Menschen gut.

mmi

Oder anders gesagt: Es gibt wohl einen Mittelweg zwischen dem verklemmten Umgang mit Heimat, den die Eunuchen im genderislamintegrationsgrünen Harem zwangsweise hervorkramen, und der inhaltslosen Fahnenschwenkerei für ein Land, das durch Borniertheit und Tabubrüche auch nicht gerade schöner wird. Zusammenhalt muss nichts Schlechtes sein. Identität gibt es nun mal, daran ändern nicht mal Gulags. Multikulti und italienische Faschisten etwas. Am Umstand, dass die Organisationsform “Nation“ halbwegs bewährt ist und im Gegensatz zu Grenzenlosigkeit von Siedlungsraum im Osten über das Kalifat und Stalins Internationale bis zu No borders no nations von der Mehrheit gewünscht wird, kommt man aktuell wohl nicht vorbei. Und dann kann man das auch dröhnend feiern.

mmo

In Berlin gibt es eine Formel E. In Valeggio sind alle nass, ich brauche Hustenbonbons und die Streckenwärter stecken sich schnell eine Pizza in den Mund, bevor die Nachkriegsgeschosse brüllend in den Ort einfallen. Die Stimmung ist prächtig, die Luft stinkt nach schlecht verbranntem Benzin und wer es nicht kennt, wird es vielleicht auch nicht verstehen.

mmc

Sie feiern ein verbindendes Element ihres Landes. Sie sind stolz, wenn sie Teil davon sind. Sie übersehen die Schattenseiten der Vergangenheit. Wir fördern dafür den Kauf von Elektroautos, und unsere Familienministerin feiert DDR-Nostalgieveranstaltungen und mal wieder Überwachungsgesetze, die Sexarbeiterinnen benachteiligen. Das ist auch sehr deutsch.

mmmb

Aber ein aufheulendes Auto, das auf Kartätschen zu laufen scheint, ist schöner als die Nike von Genderpseudowissenschaften.

mmw

Hier kommen die roten Knaller aus Mailand. Es kommt die Lust. Es kommt die Begeisterung. Es kommt der Regen und der Dreck von 1000 Meilen.

mna

Et in Arcadia ego.

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216 Lesermeinungen

  1. Heimat
    ist prima und der langanhaltende Erfolg der CSU in Bayern ist ja v.a. ihrer Heimatverbundenheit zu verdanken. Ein sehr alter und smarter Brite fragte mich einmal, wo denn meine „Heimat“ sei. Er wusste natürlich, dass „Heimat“ eben nicht Deutschland meinen kann, sondern die Region aus der man kommt und in der man sich zuhause fühlt.

    Heimat ist älter als der Nationalstaat und emotional und politisch gesünder. Ein altes Ehepaar aus dem Trentino erzählte mir mal augenzwinkernd, sie seien ja eigentlich Österreicher und keine Italiener. Und in Schottland fühlen sich selbst die Befürworter des UK primär schottisch und erst dann britisch.

    Der Nationalstaat ist in Europa nicht mehr so giftig wie er einmal war, aber ihn wie die AfD ideologisch ins frühe 20 Jh. zurückzuführen ist genauso albern wie der absurde (und sehr deutsche) Selbsthass der Anti-deutschen. Es ist genau derselbe Fiebertraum der die Islamisten zum Jihad treibt, oft in völliger Unkenntnis des Islam selbst. Und auch die PEGIDA-Leute kennen ja nicht mal die Texte der deutschen Weihnachtslieder die sie in Dresden grölen wollten.

    Was wir brauchen ist eine gesunde Heimatverbundenheit, aber eben keinen neuen Nationalismus.

    • Naja, Deutschland war durchaus ein Nationalstaat der nach dem 2. Weltkrieg funktionierte, aber momentan bricht das alles auseinander und die Ähnlichkeit zu Italien – im Schlechten – gibt mir zu denken.

    • Na ja
      In Italien bricht tatsächlich alles auseinander. Vor kurzem jammerte mir ein italienischer Diplomat, mithin ein Vertreter des italienischen Nationalstaats, die Ohren voll, wie der Norden vom Mezzogiorno runtergezogen würde. Das ist natürlich schon bedenklich zeigt aber, dass auch etablierte Nationalstaaten eben kein echtes Heimatgefühl vermitteln können.

      Als Auslandsbayer fühle ich mich in der Schweiz und Österreich viel mehr „daheim“ als in Frankfurt oder Berlin, nicht zuletzt weil mir in der Distanz klar geworden ist, dass ich eben ein Süddeutscher bin und das nicht in einem nationalen sondern kulturellen Sinne. Mittlerweile habe ich in sieben verschiedenen Staaten auf der ganzen Welt gelebt, aber nie nördlich des Main und ich käme auch nie auf die Idee, dort hin zu ziehen. In die Niederlande und nach Skandinavien gerne, nach Hamburg oder Hannover eher nicht.

      Das heisst natürlich nicht, dass der deutsche Nationalstaat eine schlechte Idee ist und keine eigene Identität hat. Aber eben keine so starke, wie eine echte Heimatverbundenheit. Es ist ja kein Zufall, dass die meisten Expats ihren Nationalstolz erst im Ausland entdecken, weil sie dort in der Aussensicht zu einer homogenen Gruppe, nämlich „den Deutschen“ werden. Ich habe mich da immer rausgehalten, weil ich diese Gleichmacherei albern finde und werde nun tatsächlich oft für einen Schweizer oder Österreicher gehalten, weil ich nicht bei „den Deutschen“ und ihrer auslandsdeutschen Kultur mitmache. German Oktoberfest, nein danke.

    • Man kann ja in einer Nation leben, die das Grosse organisiert, und genug Entscheidungen auf lokaler und regionaler Ebene belässt. Das föderale System Deutschlands ist prima, und natürlich wollen die Südtiroler nicht heim nach Österreich, weil sie selbst mit ihrer Autonomie die de facto beste aller möglichen Welten errichtet haben. So kann man das sehr gut machen. Dann stört die Nation nicht und hilft, wenn man sie braucht. Das wurde aber in der Finanz- und Flüchtlingskrise aufgekündigt.

    • Der Nationalstaat
      hat schon seine Funktion, aber es wird immer gefährlich, wenn man in der Politik nationale Kulturen erfindet, die einfach nicht existieren. Klar, gibt es eine deutsche politische, wirtschaftliche und wissenschaftliche Kultur, eben in allen Bereichen in denen der deutsche Staat Strukturen und Traditionen geschaffen hat, die es anderswo so nicht gibt. Das heisst aber noch lange nicht, dass regionale Unterschiede zugunsten eines neuen Nationalismus übergangen werden sollten. Das hat den föderalen Deutschen nie gut getan und tatsächlich war Deutschland nur zwischen 1943-45 ein zentralistisches Land.

      In der Flüchtlingskrise hat die Bundesregierung tatsächlich katastrophale Fehler gemacht, aber in einem Bundesstaat muss man mit dem Versagen der Bundesregierung leben. In der Finanzkrise hat Merkel auch in den Sack gehauen, aber nicht weil sie den Griechen Geld gegeben hat, sondern weil sie den Deutschen nicht erklärt hat, dass Südeuropa – genauso wie Deutschland 2009 – ein Stimulus- und kein Sparprogramm brauchte. Reformen ja, aber keinen wirtschaftlichen Selbstmord durch Austerität.

      Es ist schon bemerkenswert was Merkel alles geschafft hat: die Aushöhlung der EU durch Austerität und Migrantionskrise, die Abschaffung der Demokratie in der Türkei durch carte blanche für Erdogan und die Wiedergeburt der DNVP in der bundesrepublikanischen Politik.

  2. Jaa, so wird gelebt!
    Hingegen Dschland? Ich sage nur Luther…Böll…und Claudeflunsch Roth.

    • Protestantismus halt. Die Aufgabe des Limes war ein Fehler.

    • Protestantismus halt?
      Böll würde sich im Grab umdrehen. Ich denke auch nicht, dass Frau Claudia Benedikta Roth Protestantin ist. Aber Hauptsache, das Feindbild stimmt…

    • Rom
      Don Alphonso,

      Ihr Hinweis auf den Limes ist gar nicht mal so untreffend,
      wo bei man meiner Meinung nach, eine gröbere Trennlinie ziehen sollte:

      ehemalig römisch besetzt / (ehemaliges) Barbarenland.

      Ein katholischer Westfale ;)

    • iund einen 20km breiten Puffer dazwischen.

    • 20 km breiter Puffer
      Und was ist mit den protestantischen Gebieten in Franken, diesseits des Limes: Mauer drum? Und dann soll es auch noch Konvertiten geben…

  3. Maschinen,
    die den uns heute bekannten Automobilien weniger ähnlich sind, als man vom bloßen Anschauen her glauben könnte. Kein Servo, ABS, ESP, etc … Man muss einen Kampf mit ihnen austragen, damit sie wenigstens ungefähr das tun was man von ihnen verlangt.

  4. schön,
    schön, schön! Dankeschön!

  5. Sie kommen immer so schön vom Hölzken
    aufs Stöcksen und treffen den wahren Kern.

    Die besondere deutsche Soziologie.

    Irgendwie sind wir Deutschen zu protestantisch.

    Der Luther hat uns nicht gut getan , zu rechthaberisch , zu wenig Lebensfreude , zu wenig Gelassenheit, alles nur 100 % , entweder Deutschland über alles, und nach 1945 Deutschland , am liebsten zu 100% gelöscht.
    Was haben wir uns an uns abgearbeitet, erst die Steine geklopft , dann das Wirtschaftswunder, dann das Reisefieber, woanders ist nicht auch scheiße, nein, immer besser. Zuletzt die “ Bewältigung „/Aufarbeitung des 3. Reiches .

    Alles vorbildlich , 100 % und jetzt 100% Asyl , 100 % Menschenrechte.
    Und die Deutschland Fahne wird beim Fußball geschwenkt, 100 %!

    Mit irgendwas dazwischen sind wir nicht zufrieden, entweder 100 % verbrecherisch und jetzt wollen wir zu 100 % gut sein. Hochmut überall , demnächst schaffen wir sogar noch den europäischen Islam ! 100 % versteht sich.

    Kein Wunder , dass alle Drumherum uns im Besten Fall für bekloppt halten, im schlechtesten Fall für wieder gefährlich.

    Und alle , die diese Gemengelage durchschauen, können natürlich prima Nutzen daraus ziehen.

    Der einzelne Flüchtling braucht nur einen gewissen Triggerpoint anzusprechen , funktioniert.

    Herr M. von der Islamkonferenz hat das auch prima drauf , und Frankreich, Italien, USA etc . bei Bedarf sowieso auch , s. Euroeinführung, demnächst wahrscheinlich EU- Sozialversicherungen.

    Was ist das für eine Lust, sich bis zur Unkenntlichkeit selbst zu verleugnen ?

    Die Gewalt und die Gefahr liegt in dieser Neigung zum Extremen.

    Natürlich will sich wahre Freude am Eigenen, der Mut zu Rationalität ohne falsche Moral bei uns nicht so leicht einstellen, weil wir unsere Geschichte zu tragen haben .
    Keine Kleinigkeit , allein über 6 Mio. Menschen logistisch perfekt , industriell getötet zu haben und dazu noch die Toten des angezettelten, eroberungslüsternen Krieges.

    Es ist nicht die ganze Geschichte, aber dieser Teil wiegt schwer.

    Wenn jetzt überhaupt die Frage nach Religion so aktuell ist, vielleicht alle mal etwas katholischer sein, in dem Sinne, dass einem schon zu Lebzeiten vergeben wird, wenn man ernsthaft bereut.
    Gut ist.
    In der Politik mehr Versand , anstatt Gefühl und Moral .
    Oder wie glaubhaft ist man, wenn man nur Gutes für andere propagiert ?!
    Mein Vater hat gesagt, misstraue denen, die sich die Barmherzigkeit auf die Fahnen geschrieben haben, oder wo von viel gesprochen wird, ist oft nicht vorhanden.

  6. Heimat teilt man freiwillig, man lässt sie sich aber nicht erobern!
    Servus Don!

    In Innsbruck kann man ein gute Pause einlegen. Die Stadt ist sehr „grün“; das Umfeld dagegen deutlich blau/rural. Heimat hat für mich etwas mit Landschaft, Gebiet, Sprache, überlieferten Traditionen (dabei bleibt gottseidank so mancher Unsinn auf der Strecke), den in einem Gebiet üblichen Umgangsformen und vertrauten Menschen zu tuen. Besonders die Veränderung bei den Menschen bereitet derzeit in Innsbruck Probleme. Italien ist bekanntlich nahe und es kommt so manches aus dem Süden, was man im wahrsten Sinn des Wortes nicht mehr versteht.

    Viele „Dörfler“ meinten zuletzt: „des is nimma unser Innsbruck!“. Damit meinten sie die Veränderungen bei den Menschen und wie sich diese verhalten und die auf der Straße gehörte Phonetik. Es entwickelt sich ein Gefühl, dass einem die Heimat fremd wird. Man versteht die Laute und Gespräche neben einem nicht mehr, man versteht die Gestik und das Verhalten nicht. Denn Heimat kann man freiwillig mit jemanden teilen. Nur wenn sie erobert werden soll, dann gibt es ein Problem. Ich empfinde vieles derzeit als eine schleichende Eroberung. Damit habe ich ein Problem.

    Die Unterschiede zwischen Stadt und Land haben auch mit Besitz und Eigentum zu tun. Wem, wie das bei vielen Städtern üblich ist, die eigene Wohnung/das Haus samt Grundstück nicht gehört, hat einfach ein anderes Verhältnis zu diesen Dingen, wie jemand der diese Dinge mit Kosten und Mühen in Schuss hält, in seiner eigenen Erde gewühlt und etwas auf seinem Grund und Boden gepflanzt hat. Letztere haben etwas zu verlieren und wissen dies auch.

    • Ich war da jüngst am Hauptbahnhof, das war schon – ein Thema für sich. Aber so ist das halt in den Bergen, die Probleme konzentrieren sich dann im Tal.

    • Innsbruck
      Lieber Don! Der Hauptbahnhof ist im vergleich zum Sillpark (5 Minuten vom Hauptbahnhof um’s Eck) harmlos. Innsbruck hat auch sehr viele U-Boote.

    • Was sind denn U-Boote, Pfarrer Hirn?
      Zur Nazizeit nannte man so untergetauchte Juden, aber in der heutigen Zeit?

  7. Als Autos noch schön sein durften
    Werter Don,
    danke für die wunderbaren Bilder von automobilen Schätzen. Da werde ich heute Abend zur Identifizierung mancher Exemplare wieder die Bildbände wälzen.
    Der Text war wie üblich sehr nachdenklich…..

    • Man erkennt, glaube ich, die Nummern, und die Liste ist wie immer bei 1000miglia.eu online.

    • Titel eingeben
      Danke für den Tip, aber mir ist nach wühlen. Kann ja dann einen Abgleich vornehmen ;-)

  8. Ohne
    And even since, and now, fair Italy!
    Thou art the garden of the world, the home
    Of all Art yields, and Nature can decree;
    Even in thy desert, what is like to thee?
    Thy very weeds are beautiful, thy waste
    More rich than other climes’ fertility;
    Thy wreck a glory, and thy ruin graced
    With an immaculate charm which can not be defaced.

  9. Begeisterung im Regen
    Fulminanter Beitrag. Hinterlässt tiefe Bremsspuren und brutales Profilzickzack in grünlichen Gemütern.

    • Das tut mir aber sehr leid. Wirklich. Ausserdem sind ja nicht alle Antisemiten und Sexisten, nur ein paar.

    • und nu?
      Don,
      was immer wieder erfreut, sind die Kommentare zu Ihren illustren Analysen.

      Doch möchte ich heute fragen: und nu?

      Die Idee der immerwährenden Wiederkehr kam Nietzsche an einem Alpensee (wenn ich mich nicht irre).

      Wir stehen alle am selben Punkt und wiederholen unsere Beobachtungen immerfort – doch was folgt daraus? Nächstes Jahr dasselbe Rennen mit denselben gepflegten Maschinen. Ist Europa schon Museum?

      Vor einem Jahr wurde von Hilfe palavert, wer 2015 im Mai sagte, zum Schuljahresbeginn 2016/17 werden weder Sprachlehrer, noch Ausbildungskurse für hunderttausende junge Männer geschaffen sein, so dass sie nur durchhängen werden, wohlmeinend beschäftigt von gutherzigen Studierenden, AWO- und Kirchengemeindemitgliedern – was ihnen jedoch weder Job, noch Verdienst, noch Perspektiven bietet. Die Schleuser-Mafia baut hingegen ihren Schwarz-Jobmarkt expansiv aus…

      Wo sind die Aktivisten, die heute im Oldtimer-Bilderband blättern, wenn es morgen wieder raus geht in den Alltag?

      Wo bleibt die politische Initiative derjenigen, die FPÖ und AfD als ebenso selbstbezogen postenjagend ansehen, wie die nun etablierten Grün-Ex-Alternativen?

      Türkei-Griechenland wird diesen Sommer krachend im Streit und Chaos versinken, Italien weiter angesteuert, Millionen wandern in arabischen Clan-Gebieten ohne funktionierende Staatsorganen (oder mit Militärdiktaturen) umher, und wir hier reagieren wie seit einem Jahrzehnt: null. Ausser Moraldebatten und Staatsschuldenspiralen, Grossmachtverhandlungen (Erdogan-TTIP-Russlandsanktionen) und Angstszenarien (Rente-Neonazis-Terrorabwehr) gibt es Meilensteine (wir fordern jetzt Integration!).

      Wo ist ein pragmatisches Konzept, das die Lebenssituation von Millionen in eine Agenda umsetzt? Jugendarbeitslosigkeit europaweit und junge Migranten – an Spanien zahlt Deutschland wieviel, um dort „Pilotprojekte der dualen Ausbildung im Rahmen von EU-Förderprojekten“ zu unterstützen. Wow!

      Alle wollen in die Stadt, dort das leichte, schnelle, saubere, dank IT so smarte Geld verdienen. Das Land wiederbeleben, das in Europa inzwischen verödete geriatrische Ecken allerorten aufweist – dort schaffen wir gar nichts!

      Sie halten die Kultur des Landlebens so hoch – der nächste Blog kommt aus der Analyse in die Gänge bitte, im ersten wenigstens mal anfahren (am Berg der Aufgaben).

      Wir können natürlich auch im Tal und auf der Kultur-Alm sitzen bleiben, und uns wahlweise Oldtimer oder E-cars steuerfrei zulegen. Und uns dann gegenseitig erzählen, wie toll meins, und wie lächerlich deins ist…

      Die meisten Milchbauern haben momentan eine geringste Sorge: Netzfeministinnen aus der Stadt!

    • Milchbauern werden hier auch noch ein Thema.

  10. Oh, Don Alphonso -
    was für ein wunderbarer Text und was für wunderschöne Fotos von diesen wunderschönen Autos!
    Nächstes Jahr will ich da auch mal hin – aber natürlich nicht in einem Elektroauto!

  11. am rot-grünen Deutsch-Naziwesen soll die Welt genesen
    Es muss doch einen Ort geben, gelegen zwischen dem ewigen Berlin-Mitte-Nazitum und der italienischen Wendehälsig- und Geschichtsvergessenheit.

    Bonn.
    War Bonn dieser Ort?!

    • Ich war immer für Bonn als Hauptstadt. Aber jetzt geht es wegen der Migration auch in Richtung Ruhrgebiet/Berlin.

    • Titel eingeben
      Bonn wird prekariatsmäßig immer mehr zu Köln. Da helfen auch die schmucken, alten Häuser nicht mehr weiter. Und ein Salafisten- und Pro-Nrw-Hotspot ist man noch dazu. Dafür hat man einen CDU-Bürgermeister mit Wurzeln aus dem Süden Indiens. Schon eine interessante Mischung.


    • War Bonn dieser Ort?!
      WAR. Eben: war.
      Ist nicht mehr, und wäre auch nicht mehr, wenn mans beibehalten hätte.
      Wie man den Wortmeldungen zu diesem Ort entnehmen kann.

      Ich wohne ja in Charlottenburg; das vertürkt auch immer mehr.
      Inzwischen auch schon Niqab-Pinguine zu sehen, wenn auch selten.

      Mein Heimatdorf in BaWü (meine Mutter wohnt noch dort und erzählt mir immer das Neuste) wächst und wächst. Es war ein Industrieort, in dem in den 60ern bis etwa 1970 viele Süditaliener („Tschinken“) arbeiteten, die dann größtenteils wieder abzogen. Dann kamen die Türken, wenige zogen unter Kohl (da bekamen sie ein Angebot, daß ihnen die Rente auf einmal ausgezahlt würde) wieder ab. Die meisten sind noch da und haben inzwischen auch einen Halal-Markt und eine Moschee. Ein weiterer Erweiterungsgürtel ergab sich mit Rußlanddeutschen, die zwischen „Altdeutsch“ (sorgfältige Gemüsegärten in Spät-40er-Genossenschaftsbauten) bis „Russisch“ (Tochter mit weißen Kniestrümpfen und Ballettstunden) changieren. Über „Geier“ (dreister Klau auf dem Kinderkleiderbazar) natürlich.
      Und sie bauen und bauen, die steinigen Äcker meiner Kindheit, auf denen man Drachen fliegen ließ, werden nun auch zugebaut mit „Villen“ (quadratischen Mehrfamilienhäusern, im Unterschied zu den langgestreckten Blocks der 40er bis 80er Jahre). Die Stelle, wo früher die ewig stinkende Abdeckerei stand, ist schon seit 15 Jahren mit EFHs gepflastert.
      Arbeiten tun die Leute oft in der Schweiz, das ganze Grenzgebiet ist so eine Art Stauort für „Schweizarbeiter“. Und die Läden florieren, und in den Parkhäusern ist kein Platz, weil die Schweizer einkaufen und noch einen Kaffee trinken oder essen gehen (in der Schweiz sieht es mau aus mit Restaurants, sie sind rar und sehr teurer, hinter der Grenze gibt es hingegen in jedem Dorf was Gutes).

    • Zu BN
      Als jemand aus dem Slum… äh… Ruhrgebiet, das sich bekanntlich nördlich von Bonn befindet und sich in eine rheinische und westfälische Hälfte teilt, wobei die rheinische Hälfte (Essen) auch nicht mehr den Glanz des Reichtums verströmt wie dereinst, dachte ich, als ich mich mal nach Bonn zu einem Vorstellungsgespräch aufmachte, dass ich nun, ja, mit eigenen Augen sehen kann, wie es sich im Wohlstand lebt. Aber kaum war ich am Bonner Hauptbahnhof aus dem Zug gestiegen, wurde ich gefragt, ob ich nicht einen Euro hätte. Und im Inneren machte der Bahnhof auch keinen besonders guten Eindruck.
      Als ich nach dem Vorstellungsgespräch auf dem Bahnsteig stand und auf meinen Zug zurück ins Ruhrgebiet wartete, wurde ich wieder gefragt, ob ich nicht einen Euro hätte.

    • Es gibt da immer noch schöne Ecken. Aber es ist nicht mehr das, was es einmal war.

    • "Dafür hat man einen CDU-Bürgermeister mit Wurzeln aus dem Süden Indiens"
      …und? Das ist wohl dann auch alles, was man von ihm hört. Und jetzt ein „runder Tisch“ nach Niklas. Führt zu nichts.
      Sein zur Wahl versprochenes neues Schwimmbad versickert bei über 1.7 Milliarden Stadtschulden. Wovon sie wohl die monatlich anfallenden Kosten für die zusätzlichen mutmaßlichen 4.000 dort seit September zahlen? Fragt ihn wohl keiner?
      Scheint ein weiterer Schatten im Rathaus zu bleiben, mitsamt der 47% Wahlbeteiligung bei seiner Wahl, die er dann vollmundig als „Mehrheit“ proklamiert hat. Schön, dass 7% davon „Die Partei“ wählten.

  12. You've got to out monster the monster.
    Schönheit.
    Das ist das, was Italien zusammenhält.
    Schöne Frauen, schöne Kleider, schöne Bilder, schöne Sprache, schöne Musik, schöne Landschaften und schöne Autos.
    Schönheit ist das, was den Don nach Italien führt.

    Schön sind auch die Uniformen der italienischen Soldaten. Schön sind auch ihre Kriege, denn es wird sich immer schon ergeben bevor man überhaupt erst mit dem ganzen unschönen Gemetzel anfängt.

    Warum Krieg, wenn es nicht der Schönheit dient?

    Der Deutsche ist anderes.
    Er ist funktional.
    Autos, Kleidung, Sprache, Frauen.
    Nicht schön, aber immer maximal funktional.
    Konsequent bis zum Ende. Ohne Kompromisse. Ohne Gnade. Ohne Rücksicht auf Schönheit, auf das Leben,

    Und weil der Deutsche das weiss, wie er im Kern veranlagt ist, deshalb vermeidet er jegliche neue Aufgabe. Denn er wird sie immer mit dem Anspruch perfekter Funktionalität verfolgen.

    Auch das Ende der Willkommenskultur.

    Wir wissen, dass wir das nicht in Schönheit zu Ende bringen werden. Dass wir nicht anders können als unsere Großväter. Dass es in unseren Genen ist, dieses Monster gnadenloser Technologie.

    Deshalb prügeln wir so ein, auf uns, auf das braune Monster. Deshalb wollen wir nicht die Richtung wechseln. Darum verharren wir.

    Es wird nichts nützen.

    Das Monster wurde geweckt. Im Sommer 2015.

    • Ja, Merkel hat den Kontinent dauerhaft verändert und man muss schon weit in die Geschichte zurück gehen, um Ähnliches zu finden :-/

    • Krieg ist Krieg, damit muss man sich abfinden
      Nicht die Merkel, wir waren das.

      Wir könnten jetzt in diesem Moment noch alles retten und alles ändern, wir könnten die kriminellen Nordafrikaner abschieben, ein Einwanderungsgesetz beschließen, die Grenzen ohne türkische Abhängigkeit selber schützen.
      Alles wäre noch möglich.

      Aber wir machen nichts davon.

      Wir starren auf die bekloppten Willkommenskulturtänzer und warten…auf weitere sexuelle Übergriffe, weitere Messerstecher, weitere Brandanschläge, weitere Tote, den Wahnsinn.

      Kein CDU Politiker will irgendetwas stoppen, kein Herausgeber den Mund aufmachen, kein Bürger demonstrieren.

      Wir warten bis der Zug der Zeit die Richtung wechselt.
      Wir wissen dass das kommen wird.
      Wir sind drauf vorbereitet.
      Auf das was kommt.

      Und dann werden wir folgen. Und mitmachen.

      Wie immer.

      So wie Italien immer schön sein wird, sei es unter dem Faschismus, dem Kommunismus oder unter der Mafia.
      Egal, immer gleich schön.

    • Titel eingeben
      Ihr Kommentar hat mich geschockt. Genau dasselbe empfinde ich auch denn es geht hier mehr um ein vages Gefühl als um ein triftiges Argument. Der Deutsche hat kapiert dass etwas in die falsche Richtung läuft und wenn er erst mal anfängt aufzuräumen dann Gnade uns Gott.
      Mal vorher gesunde Skepsis oder Härte zeigen ist leider nicht. So ist er leider der Deutsche.

    • DA sagt
      „Merkel hat den Kontinent dauerhaft verändert und man muss schon weit in die Geschichte zurück gehen, um Ähnliches zu finden“
      Sarkastisch gefragt: War das vor 80 Jahre schlimmer oder weniger schlimm nach Ihrer Ansicht?

    • maciste grüßt den gasti
      vor achtzig jahren – und ein paar jahrzehnte davor wie auch danach – hatten alle beteiligten eine zeit der äußersten energieentfaltung. heute packen wir in europa langsam zusammen…
      trotzdem battle on.

  13. Oh, lieber Don
    So schöne Bilder! Ich gäbe sonstwas, um das selbst zu erleben. Röhrende Motoren, schöne alte Autos die noch nicht zur Hälfte aus Plastik bestehen, ein Fest das das Verbindende feiert.

    Stattdessen sitze ich hier, draussen vor dem Fenster lauert übles Grau, und ich versuche den Artikel von Herrn Schöppner im Antifaschistischen Wortschwall „Neues Deutschland“ zu verdauen, in dem es um gute Gewalt gegen schlechte Menschen geht. Und das, wo mir noch der Liebesbrief von Herrn Juncker an Herrn Van der Bellen im Magen lag.

    Hier gibt es nicht mehr viel zu hoffen. Die linken schwadronieren von einer Vielfalt, die es so nicht geben kann, die rechten versprechen Beständigkeit die es nie gegeben hat. Die in der Mitte resignieren schweigend, weil sie eines kapiert haben: I castagni non fecero mai arance. Ein Kastanienbaum wird nie Orangen tragen.

    Seien Sie froh anderswo zu weilen, und genießen Sie. Sollten Sie die Sonne sehen, grüßen Sie sie von mir.

    • Es ist ja nicht weit weg von Deutschland, nur fünf Stunden, und es lohnt sich wirklich. Zur Gewalt mache ich aber auch noch was.

    • Röhrende (meist 8-Zylinder-) Motoren...
      Nomen est omen, wer erinnert sich hier noch an den genialen – aber im Geschäft wie schließlich im Leben glücklosen – Autobauer Hans Gustav Röhr aus Ober-Ramstadt, meiner südhessischen Heimat?

    • Herr Streck,
      Vielen Dank für die Anregung. Der Name sagte mir zwar nichts, aber eine kurze Suche zeigte mir die großen Verdienste von Herrn Röhr im Fahrzeugbau. Und natürlich kenne ich den von ihm entworfenen Adler Trumpf, ich hatte nur nicht das Hintergrundwissen.

  14. Titel eingeben
    Danke für die herrlichen Bilder aus dem Regen. Danke für die beissend-beschwingten Worte

  15. Titel eingeben
    Wie kann die Bergwiese „sonnig“ sein, wenn es doch „regnet“ bzw. „schüttet“?

  16. Mannomann, Alfons
    „Heimat. Emotion. Vollgas.“ Am Sonntag ist vor unserem heimatlichen Fenster eine endlose Serie von Oldteimern vorbeigestunken. Genauso bescheuert wie Formel 1. Autos sind nie und nirgends was zum Feiern.

  17. Her mit den Tortellini!
    Lieber Don,

    wieder ein sehr guter Beitrag von Ihnen mit echten Perlen wie:

    „Faschismus möchte immer kleine Gegensätze einigend überwinden, um grosse Kriege zu führen, so wie heute totalitäre Feministinnen und muslimische Antisemitinnen gemeinsame Sache gegen den weissen, alten, gerne jüdischen Mann machen – nur baut die Rassenkunde des 21. Jahrhunderts keine Autobahnen und keinen Alfa mehr, von einem Bugatti ganz zu schweigen.“

    und:

    „Denn Deutsche nehmen die Gewaltrülpser migrantischer Rapper begeistert auf und sind entsetzt, wenn sich Frei.Wild zu Südtirol bekennen.“

    Kaum jemand „seziert“ die Absurditäten und schier unglaublichen inneren Widersprüche dieses Milieus so gekonnt und (im positiven Sinne) so süffisant wie Sie. Das muss schon wehtun, wenn man Opfer von solchem Spott wird. Wer nicht ganz schmerzbefreit ist, wird merken, wie recht Sie haben.

    Mit Autos habe ich persönlich es ja nicht so sehr, aber auch ohne Bilder hat mir der Beitrag große Lust gemacht auf Tortellini (in brodo).

    • Danke. Zur Doppelmoral im Musikgeschäft wollte ich eh mal was machen. Tortelli als Thema kommen auch noch.

  18. Im Norden ...
    … Heulen und Zähneklappern statt sonorem Zylinderbullern und südlicher Lebensfreude. Das Klappern stammt von den falschen Gebissen, die hier gern zur Schau getragen werden. Das Heulen verursachen die falschen, inzwischen verlorenen Gewissheiten. Beim Ersteren mögen der Zahnarzt und neue Beißer, sprich Neuwahlen, Abhilfe versprechen. Beim Letzteren hilft nur völlige Desillusionierung: die Welt ist schlecht, sie war es immer und wird´s auch künftig sein. Schau zu, dass du ihr entkommst. Sie wird ja auch nicht dadurch besser, dass praktisch jedem ein Handy, eine Glotze und die billige Versorgung mit Gütern bei Aldi, Lidl, H&M, IKEA etc. versprochen scheint, unabhängig davon, wie bedeutend sein Beitrag zu den verteilten Wohltaten ausfallen mag. Für die Beschäftigung mit Lust versprechenden Fortbewegungsmitteln hegt die bürokratisch verwaltete Umverteilungs- und Neidkultur wenig Verständnis und schränkt ihre Räume immer mehr ein.

    Wer die Augen nicht vor der Wirklichkeit verschließt, wird sich darauf einstellen und sich, so gut er’s vermag, einem hemmungslosen Hedonismus hingeben, motorisiert oder auf schmalen Felgen. Viele werden allerdings weiterhin daran glauben, es gäbe – statt der göttlichen – eine politische oder gar vernünftige Ordnung der Dinge. In diesem Glauben, einer säkularisierten und besonders schmallippigen Form des Protestantismus, bewahrt sich die naive Vorstellung von einem beständigen Fortschritt der Geschichte, manifestiert in einer letztlich unaufhaltsamen Entwicklung hin zu einer besseren, gerechteren Welt. Eine weltfremde Selbsttäuschung, die sich in den Köpfen der europäischen, speziell der deutschen Nachkriegsgenerationen mit besonderer und unverständlicher Klebrigkeit festgesetzt hat. Von diesem quasi religiösen Halt mögen die Wenigsten lassen, egal wen oder was sie wählen, während gleichzeitig die Aufklärung den Rückzug angetreten hat und beinahe täglich genötigt ist, ihre Fronten zu verkürzen.

    Die einigermaßen Hellen dagegen kümmern sich wie zu allen Zeiten um ihr Fortkommen – durchaus im doppelten Wortsinn.

    Mille grazzie, N° 158!

    • Gern geschehen.

      Ja, die Realität. Die Ex-DDR aussenrum und Grossberlin schirmen die richtigen viertel der Stadt gut ab.

    • Titel eingeben
      @J. Bentham
      „In diesem Glauben, einer säkularisierten und besonders schmallippigen Form des Protestantismus, bewahrt sich die naive Vorstellung von einem beständigen Fortschritt der Geschichte, manifestiert in einer letztlich unaufhaltsamen Entwicklung hin zu einer besseren, gerechteren Welt. Eine weltfremde Selbsttäuschung, die sich in den Köpfen der europäischen, speziell der deutschen Nachkriegsgenerationen mit besonderer und unverständlicher Klebrigkeit festgesetzt hat.“

      Ich möchte dies noch ergänzen. Es hat sich der Irrglaube etabliert, dass sowohl fast alles im Leben durch den Menschen beeinflussbar sei als auch, dass bei fast allen Phänomenen eine Kausalkette vorliegt, die zum beklagenden Zustand geführt hat. Diese beiden Sichtweisen hängen insofern zusammen, bedingen sich, sodass man der Überzeugung ist, dass man das „Böse“ und das Negative, auch z.B. eine Krankheit, eliminieren bzw. „heilen“ kann, sobald der Grund als Auslöser der Kausalkette ausfindig gemacht wurde. So kann die einzelne Person die Ursachen in denen orten, mit welchen ihn eine psychologisch bedingte Aversion verbindet, um so die „Lieblingswurzeln“ des Übels herauszupicken, um sich seinen Zustand selbstzufrieden und allwissend zu erklären oder damit seine Umwelt entsprechend zu belehren. Diese Sicht in den vielen Forumsdiskussionen wunderbar zu beobachten, in welchen die Teilnehmer um die Unschlagbarkeit der „Ergebnisse“ ihrer privaten „Ursachenforschung“ unerbittlich verteidigen.

    • @ Tamarisque
      Dann lassen Sie uns mit Hafis, auch er ein großer und unbekümmerter Genießer vor dem Herrn, richtig „böse“ und wüst sein …

      Noch währt die Zeit der Jugend, das Beste ist nur Wein;
      Das Beste für Betrübte ist: wüst und trunken sein.
      Die Welt ist wüst vom Scheitel bis zu der Füße Rand:
      Das Wüstsein ist das Beste in einem wüsten Land

    • Freuden
      Ein iranischer Bekannter, der gerne Hafis liest, niemals aber Wein trinken würde, hat gelernt, dass bei Hafis Wein für Gott steht. Nice try!
      Hier ist noch ein Gedicht von Hafis, speziell für „Protestanten“:

      „Greife nach dem Glas, das Freuden ist geweiht, und komm:
      Unerblickt vom Wächter, meide jeden Streit und komm!
      Horch dem Feind nicht, der dich heißet bleiben und nicht gehn;
      Horch nur mir, der: Auf! dir sage, sei bereit und komm!“

  19. Gut zu wissen, dass es auch in Österreich "Piefkes" zu geben scheint
    und nicht gerade wenig, denn wer sonst hätte van Bellen wählen können? Auch wenn man nicht gerade in Begeisterung ausbrechen muss angesichts der Alternative (Hofer), van der Bellen ist genauso wie die meisten Vertreter der „Grünen“ bei uns ein Repräsentant einer pharisäerhaften, von urbanem Karrieregeist und naturferner Überheblichkeit gekennzeichneten Yuppie-Mentalität. Er steht für eine egozentrisch-pseudohumanistische Bourgeoisie, die sich selbst für neu halten mag (was ihrem Mangel an Sensibilität und Eigenreflexion geschuldet sein mag), die aber bei näherer Betrachtung nichts anderes ist als der altbekannte Wein in nun auch schon nicht mehr neuen Schläuchen. Die Parallelen zum Herrgott der schwäbischen Spießer, W. Kretschmann, sind unübersehbar. Dort ist man stolz darauf, eine Symbiose geschaffen zu haben zwischen Ökobewusstsein und Schaffe-Schaffe-Häusle-Mentalität. Man hat einen Riesenaufwand betrieben um jahrelang eine Schleife zu fliegen mit dem Ziel sich einen grünen Heiligenschein zu verpassen, in der Überzeugung damit nun unbedrängt Karriere machen zu können. Nur: das Ganze ist selbst für einen Vollhirnamputierten durchschaubar und flüssiger als flüssig, soll heißen überflüssig. Keiner hat dem schwäbischen Spießer je sein Recht streitig gemacht, so engstirnig-streberhaft zu sein wie er es will. Es hätte der Riesenschleife und des mühevollen Erwerbs eines grünen Heiligenscheins nicht bedurft. Es wurde nur viel Energie vergeudet um am Ende offene Türen einzureißen-verändert hat sich dabei nicht wirklich viel.
    Van der Bellen, Piefke-Grüne, Lindenstraße: alles ein- und dieselbe unappetitliche Soße. Ein höchstverkrustetes Establishment, das durch billige (seiner Meinung nach aber intelligente) Finten versucht sich jeder Kritik zu entziehen um sich unangreifbar zu machen. Diese neue Bourgeoisie hat sich dabei sehr bequem eingerichtet mit ihren Pelletheizungen, Passivhäusern, Lindenstraßengucken und ihrem Bildungsdünkel. Diese Verkrustung aufzubrechen wird die Aufgabe der Zukunft sein.

  20. Gefühl
    Identität und somit auch Nationalität verbindet sich im Menschen zu einem Gefühl. Ich möchte aber niemanden verurteilen, der in diesem Zusammenhang nichts empfindet. Das soll vorkommen.

    Die eigene Taubheit jedoch zum Maßstab für andere anzulegen, ist schlicht nur Projektion.

    • Das ist auch für mich völlig in Ordnung, aber das Problem ist momentan, dass, siehe Merkel, Göring-Eckardt und Co., gerade versucht wird, das Land heftig umzubauen. Und die Medien auf alles einprügeln was sich da nicht verstanden fühlt.

    • Heimat
      In meinem kleinen Herkunftsort wurde und wird jedem Kind in der Grundschule das örtliche Heimatlied beigebracht. Zu den Ortsfesten kann man dort jedes Jahr Leute treffen, die man sonst das ganze Jahr nicht sieht, die von weit herkommen, auch wenn sie es nicht immer schaffen.

      Diese Verbundenheit trägt das Gemeindeleben, trägt vor Allem die Ehrenämter. Ich frage mich wirklich wieviel die Antideutschen da so leisten.

      In dem Kontext denke ich mir auch immer, warum bei dem Verweis der Integration von 12 Millionen Flüchtlingen nach dem Krieg, ständig unter den Tisch fällt, dass diese 1. schon die gleiche Sprache sprachen, 2. aus demselben Glaubens-, Arbeits- und Kulturkreis stammten und 3. auch diese Integration keineswegs geräuschlos von Statten ging.

    • Gruppenbildung
      Gibt es immer. Ob Dorfgemeinschaft, Kegelclub, Schützenverein, Krabbelgruppe oder feministischer Safe Space. Man kann eine Gruppe durch eine andere ersetzen, aber die Gruppenbildung bleibt.

  21. Ja, die Italiener und ihre Autos...
    In Süditalien bauen sie ihre Häuser oft so, daß sie direkt vom Wohnzimmer aus immer mal einen verliebten Blick auf die macchina in der Garage werfen können. Daß sie gute Autofahrer sind, konterkarieren allerdings die hohen Versicherungsprämien.
    Der Duce beherrschte allerlei Sportarten: Reiten, Schwimmen, Autofahren, Flugzeug fliegen (sehr zum Entsetzen von A.H. samt Entourage auf einem Trip zur Ostfront), was dem linkisch-gehemmten deutschen „Führer“, dessen Vorbild er einst war, alles abging. Und er hatte diesen trotzdem zum Freund – und das sollte ihm schließlich nicht zum Segen geraten.

    • Ich muss da immer an Adenoid Hynkel denken, wenn Benzino Napoloni kommt.

    • Großer Diktator
      @DA17:25
      Die Bahnhofsszene finde ich fast besser, als die vielgelobte Erdkugelszene!

  22. Mille grazie
    Don,
    you made my day. Nach diversen zähflüssigen Besprechungen las ich den schönen Artikel und sah die Bilder und hätte am liebsten gleich Benny angelassen und wäre mitgefahren, allein der Dienst gibt das nicht her. Vielleicht schaffe ich es noch wenn ich in ein paar Jahren pensioniert bin.
    Bis dahin, lichten Sie die roten und andersfarbigen Renner ab, vertilgen Sie Tortellini und bleiben Sie uns gewogen.

    • Grazie a lei.

      Es kommt noch mindestens ein Beitrag, weil ich so viele Bilder habe und die Galerien hier nicht gehen.

  23. Schöne Autos, damals
    wie heute. Danke für die Bilder. Aktuelle Kreationen sind ja nicht nur motorisch größenreduziert (downsizing!) sondern auch optisch völlig egal. Naja, jetzt kommen die Elektroautos zuhauf, dank großzügiger Subventionsgeste aus Berlin. Nur vernünftig aufladen müsste man sie noch können.

  24. Danksagung
    Werter Don Alphonso,
    diesen kommentar muß ich Ihnen jetzt einmal schreiben,obwohl Sie mit
    Recht immer wieder,nach jedem neuem Artikel auf Ihren Blogs,gelobt
    werden.
    Da ich keine andere Möglichkeit habe,Ihnen meinen Dank und besonderes
    Lob für Ihre Betrachtung der Dinge unserer Welt auszusprechen,mache ich es auf diesem Wege.Ich lebe in meinem letzten Lebensabschnitt,aus
    finanziellen Gründen,im Ausland und halte über Internet ohne Wehmut
    Kontakt mit Deutschland.Ich wünsche Ihnen noch ein langes und frohes
    Schaffen und mir dabei die Freude,meinen Horizont auch weiterhin zu
    erweitern.Herzlichst Uwe Kayser
    PS.Dieser Kommentar muß nicht veröffentlicht werden.Er ist für Sie
    persönlich,nochmals vielen Dank.

  25. Wunderschoene Bilder
    Aber bei dem Gedanken an eine Nike von Gernderinnen anstatt einer Nike von Samothrake kommt mir das kalte Grausen. Die Nike von Genderinnnen wuerde sich wohl kaum als Victory auf dem Kuehler eines Rolls-Royce wiederfinden.
    Vielen Dank fuer die wunderbaren Bilder und die Beschreibung. Bei mir hat es zwar nur fuer einen R 107 von 1979 gereicht, aber ich kann die Begeisterung fuer die Schoenheit und den Klang der alten Machinen nachfuehlen, auch wenn ich beruflich mehr mit Dieseln zu tun habe.

  26. Oh, das gibt Ärger mit Zon, TAZ und Spon...
    Danke, dass Sie sich wieder an ein Tabu heranwagen. Ein ungezwungener, positiver Heimatbegriff wird sich so schnell nicht mehr in Merkelland etablieren lassen, befürchte ich allerdings.
    Danke auch für die neuen „Schimpfwörter“ (Gendergrünislamdings…), die inspirirenden Fotos und das Erwecken herrlicher Erinnerungen an die Tortellini im Alla Borsa und den Lardo im Fornello!

  27. Ihr Titel hat mich wieder verleitet
    und dann bin ich erstmal 10 Min. nur die Photos hoch und runtergegangen. Ich bin kein Autokenner, aber bei diesen Photos (v.a. das dritte von oben) komme ich ins Schwärmen. Ihre Photos sind nie schlecht, haben immer ein Niveau. Diese aber wären schon etwas für eine Ausstellung!

    Gelesen habe ich dann erst später und muss sagen: Heimat, Faschismus, Futurismus, Automobilität und das Fehlverständnis der Nachkriegslinken: der Anti-Nationalismus… Sie räumen das Tableau ganz gut ab!
    Und Sie widerlegen, wenn ich Ihre Selbstklassifizierung als Linker übernehme, meine Erfahrung, dass Linke ein gesundes Nachdenken über „nationale Belange“ als Kategorie, über „Heimat“ nicht in der Lage sind zu bedienen.
    Auch ich habe erst in den letzten 5 Jahren angefangen (v.a. vor dem hintergrund der Realität des Supranationalen Wahns bzw. der Antinationalen Tenesmen über den Wert des Nationalen angefangen nachzudenken. Der Begriff Heimat bereitet mir immer noch Schwierigkeiten, als ich im Ausland lebte war das einfacher!

  28. Ihre Texte haben so eine Sogkraft,
    dass ich von diesem Autorennen – für mich sonst das Unnötigste auf der Welt – restlos begeistert bin und mir pronto ansehen würde. Hinreißend, rasant und mit unglaublich klugen historischen Bezügen geschrieben. Ein Vergnügen zu lesen.

    Zu unserer Präsidentenwahl: Sie haben die ungeheuerliche Heuchelei beider Seiten grandios und vollkommen richtig beschrieben. Zu van der Bellen möchte ich gerne ergänzen: Die größte Absurdität war, dass er ohne mit der Wimper zu zucken vermehrte Volksbefragungen zurückwies. Man solle mit Ausnahme dramatischer Entscheidungen wie EU-Austritt, was ohnehin niemand vorhat, doch alles den Regierenden überlassen, noch dazu wenn diese bald von einem überragenden Intellektuellen – Professor!!!! – kontrolliert würden.

    Stärkung der Plebiszite, der einzige Ausweg aus der ständigen Pest-und-Cholera-Wahlzwickmühlen, wird von einem grünen! Kandidaten abgelehnt. Die Partei, die Basis und Bürgernähe wie eine Monstranz vor sich herträgt, fordert am meisten die Verlagerung aller Kompetenzen nach Brüssel und arbeitete am massivsten an der de facto Abschaffung von Wahlen. Länderregierungen könnten dann noch über Schrebergartenverordnungen bestimmen (ist für die Wiener Grünen ohnehin eine Frage allerersten Ranges).

    PS: Man muss dies heute immer dazusagen: ich habe nicht eine Anti-Waldheim-Demo des Republikanischen Clubs versäumt und bin wochenlang bei den Montagsdemos gegen die ÖVP-FPÖ mitgelaufen. Die einen aus dieser Zeit sind heute so verzweifelt wie ich, die anderen sind … nun, ich finde dafür keine Worte, ich verstehe es einfach nicht.

  29. Ja,...
    wirklich sehr schöne Bilder. Und im Vergleich zur Eroica und ihrem schlimmen Stilmix (moderne Fahrradhelme, bunte lange Wollsocken, bunte Radlhosen, puh!) wirklich retro!

    Ja, die Italiener und die Ideologie. Vor einiger Zeit habe ich mal einen netten Film gesehen, da ging es um das Verhalten der Altvorderen unter dem Duce: Ja, sprach da der Enkel, natürlich war der Opa bei den Faschisten, wie alle anderen auch, aber nie hat er seinen Mitgliedsbeitrag bezahlt… sozusagen stille Sabotage.

    In Deutschland hingegen wäre Ernst Jüngers Sottise von dem buckligen greisen Weiblein zu erwähnen, das zum Scheiterhaufen, der unter dem Ketzer eh schon vollauf lodert, noch sein eigenes kleines Reisigbündelchen hinzugibt, damit die Angelegenheit wirklich gründlichmöglichst erledigt wird.

    Und natürlich wär’s mit Don Camillo und Peppone hier auch nichts. Wir müssen mit Herrn Sternberg vom Zentralkomitee der deutschen Katholiken (vielleicht demnächst: Die Katholiken, die schon länger hier leben) und der Grünen Jugend vorlieb nehmen.

  30. Feminismus-Antisemitismus
    „Ich quäle mich durch den Stau und den Regen Richtung Bundesstrasse hoch zum Brenner, wo die von Innsbrucker Gentrifizierern angeschwollenen Dörfer in den Wolken verschwinden, vorbei an den Kapellen, die an Andreas Hofer und seine Ti-roler Bauern erinnern,“

    Auch im heutigen Blog von Don Alphonso diese wunderbare Formulierung, die ein Bild hervorrufet, das vortrefflich die Szenerie im Randgebiet Innsbrucks schildert, wie ich es gerade vor kurzem auf einem Panorama-Foto sah und „awsome“ fand.

    ***
    Nach der Lektüre der ersten 40 Posts stelle ich fest, dass sich niemand traut (?), sich auf das heikle Terrain einer Diskussion über den verlinkten Antisemitismus zu begeben. Dass das auch ein Tabuthema zu sein scheint, wurde mir schon bewusst, als meine Posts im SPON zu diesem Thema zu 99,99% zensiert wurden.

    Ach, da fällt mir gleich ein: Hatte nicht Augstein sich vor ein paar Jahren damit verdient gemacht, sich auf einer Liste der Wiesenthal-Stiftung zu den Top 10 Antisemiten zu gesellen?

    Gerne und oft wird betont, dass Israel-Kritik kein Antisemitismus sei. Doch bei jener Kritik werden die unzähligen Raketenangriffe und der tägliche Terror so gut wie nie erwähnt …. Da frage ich mich jedes Mal: Warum eigentlich?

    Was mich jedoch am meisten erstaunt, ist die beliebte Andeutung, dass das jüdische Volk angesichts des im Holocaust erfahrenen ungeheuren Leids, angesichts der Millionen barbarisch ermordeten unschuldigen Opfer des Holocaust es besser wissen müssten, doch offenbar hätten sie daraus nicht viel gelernt. Eine Belehrung seitens der ehemaligen Täter, wie sich das Opfer sein Leid aufzuarbeiten habe. Solche Äußerungen sind für mich eine Perfidie, und ich hätte darauf auch eine Antwort parat: (Pardon, es wird ein wenig salopp) Vielleicht haben die Juden einfach keinen Bock mehr auf eine Opferrolle!

    Die eklatanteste Diskrepanz liegt zwischen der Beurteilung des ISIS und Israel. Während der ISIS für seine brutalen Enthauptungen und Kindermorde in Schutz genommen wird, als vermeintliches „Opfer“ der Machenschaften des bösen Westens, werden die Israelis dafür heftig kritisiert, dass sie, umzingelt von Feinden, sich gegen den täglichen Terror und die Drohungen, das Land Israel zu löschen, sich zur Wehr setzen.

    Es gibt Anlass zur Kritik an Israel, doch ich würde mich freuen, wenn diese Kritik einmal ohne den ideologischen Rattenschwanz, with no strings attached, sachbezogen geäußert werden könnte.

    • Meine These dazu:
      Israelkritik ist Antisemitismus mit gutem Gewissen. Und sein gutes Gewissen, das will der Deutsche haben („…und dabei – abgesehen von menschlichen Schwächen – anständig geblieben zu sein…“), darauf besteht er und wenn man dabei dem allgemeinen Nationalsport der Rechthaberei frönen und andere Völker schulmeistern kann, erfüllt ihn das mit besonderer Genugtuung.

      Schönes Beispiel: Die Kennzeichnung der Produkte aus den „besetzten Gebieten“ unter dem Deckmäntelchen des Verbraucherschutzes. Ich warte darauf, dass auch entsprechende Warnhinweise demnächst auf Südtiroler Speck und oberschlesischer Wurst zu finden sind, aber irgendwie scheint das bei der EU noch nicht als dringendes Problem erkannt worden zu sein…

    • Ich hab auch keine Lust drauf, aber es gibt Grenzen.
      „Vielleicht haben die Juden einfach keinen Bock mehr auf eine Opferrolle!“

      Ja, das wäre einzusehen.

      Aber mit Verlaub ist es nach wie vor palästinensischen Land das besetzt ist, und nicht umgekehrt. Es waren Entscheidungen der Engländer und Franzosen die vor hundert Jahren das Desaster angerichtet haben, was in meinen neutralen Augen auch den Terroranschlägen in diesem Jahrhundert einen anderen Geschmack gibt!
      Ach? Also die Verbrechen der Mazis gegen die Israelis vor über 70 Jahren habe ich beim Denken zu dem Thema zu berücksichtigen, das Unrecht das man den Arabern tat, das hingegen ist verjährt???

      Von den gebrochenen Verträgen zur Siedlungspolitik will ich gar nicht erst anfangen.
      Alle Angehörigen der drei montheistischen Religionen gehören für mich einfach in die Kategorie „geistig behindert“. Zu welchem dieser drei invisble friends sie nun beten interessiert mich einen Dreck, genau wie Antworten auf die Frage, ob jemand Jude sei oder nicht.

      Nein, die verlogene Masche mit dem Israelkritik = Antisemitismus, die ziehen sich völlig zu Recht immer weniger an.
      Wenn dort jemand Opfer ist, dann ganz sicher die Palästinenser.
      So zu tun als seien deren Verbrechen auch nur annähernd denen des israelischen Staates gleichzusetzen, ist ist eine Verhöhnung aller durch Gewalt Unterdrückten weltweit!

    • Titel eingeben
      Verjährt ist in Ihren Augen offenbar das, was Ihnen nicht in Kram passt.

      Sie haben meinen letzten Satz überlesen. Ich bin nicht gegen Israel-Kritik, sondern gegen die deutsche Überheblichkeit bzw. gegen den immer noch lodernden Antisemitismus, der nicht offen ausgesprochen, sondern in verklausulierten Äußerungen zutage tritt. Dazu wird Israel-Kritik gerne instrumentalisiert, natürlich nicht immer. Der tägliche Terror und Drangsalierung durch Raketen wird dagegen ausgeblendet.

      Ich habe nicht die Israel-Kritik per se tabuisiert, denn sie ist in vielen Belangen sehr wohl berechtigt und notwendig. Das hätten Sie aus dem Text deutlich entnehmen können, es sei denn, Sie fühlten sich angesprochen.

  31. Jochpassrennen
    Werter Don,

    das gibt es auch hier.

    http://jochpass.com/index.php/fotogalerie

    Von Oberstaufen startet auch noch immer eine Ralley in den Orient.

    Also, die Deutschen können es auch, ganz unbeschwert den ehemaligen Adolf – Hitler – Pass nutzen und die elenden Zeiten verdrängen und genießen.

  32. Vrooaaaw!!!!
    Wenn ich in Italien, bzw. in der Schweiz weile, begegne ich zumindest einer Oldtimerrally, einer autoclubausfahrt mit zig ferraries o.ä..
    O. Ich lande in martigny in der Sammlung Museum gianatta(??).
    Und amüsiere mich,..die alten Kisten haben Charme.
    Ebenso erinnere ich mich an meine Kindheit, Jugend in der Nähe des Nürburgrings, was ich, glaube ich, an ebendieser Stelle im Blog schon erwähnte.
    Tourenwagenrennen und Gps habe ich einige miterlebt.
    Und versuche die Sprachmelodie nebst Inhalt vom Don zu verstehen.
    Im Kontext dazu die überfüllten Städte , das hohe Tempo auf den Straßen und die unmöglichen Zustände auf Schweizer Alpenpässen am Wochenende.
    Ist doch so ein bisschen wie Waffentragen ..
    Natürlich, die Fotos, gerade die im Regen, sind klasse.
    Meine Idee hierzu war mal, dass diese alten Dinger eine Aura mit sich rumschleppen , die man irgendwie spürt.

  33. Heimat-Deutschland / oberflächlicher Mißverstand oder böswillige Verkennung?
    Lieber Don Alphonso,

    wie erfrischend an Ihren Gedanken teilhaben zu dürfen, deren Assimilierung ins italienische Dolce Vita zunehmend fortzuschreiten scheinen. Die nahezu schwärmerische Verbindung der schönen Oldtimer mit der italienischen Seele, die, wie Sie schreiben „ein verbindendes Element ihres Landes“ feiern, eben die traditionsreichen, wie schönen Automarken eines vergangenen Italien und, wie Sie meinen, die „die Schattenseiten der Vergangenheit“ übersehen.

    Den schönen, wie auch idealisierenden Gedanken der italienischen Seele im Raum stehen lassend, steht der deutsche Automobilist, der mit seinem Fahrspaß die Familie Quandt unterstützt, dem „die Schattenseiten der Vergangenheit“ übersehenden Italiener um nichts nach.

    Identitätsstiftende Gegenstände, hier traditionsreiche Automarken mit verloren gegangener Ästhetik und Italien, auf der Ebene des Heimatgedankens zu verbinden, ist weder neu, noch ausgesprochen italienisch.

    Ebenso sprechen Sie ja auch, ganz beiläufig, die „Überwachungsgesetze, die Sexarbeiterinnen benachteiligen“ an, wobei man doch die Augen vor der Realität nicht verschließen sollte, denn in Italien ist die Prostitution gänzlich verboten und man fährt ganz gerne ins Tessin, um die Schmetterlinge in der Lendenregion zu beruhigen.

    So in der Mitte, zwischen Ihrem Italien und Bayern lebend und im Bewußtsein meiner Herkunft will ich an die Wittelsbacher erinnern, welche vor gut 150 Jahren Brauchtum, regionale Sprache und Trachten als staatsbildende Werte im Volk verankerten. Ebenso sind wir uns doch bewußt, wie wichtig gerade in diesen Tagen, in welchen unsere Heimat von herbeigerufenen, muslimischen Sittenverweigerern geflutet wird, all jenes an Bedeutung gewinnt, was mit dem Begriff der Heimat, dem „Hiesigen“ verbunden ist. Dem Schönen, wie weniger Schönen, zu dem zu stehen gilt ohne es zu beschönigen.

    Ich glaube Ihre, vom urlaubshaften Dolce Vita, dominierten Gedanken gut verstehen zu können und sie lenken auch ein wenig von der Realität ab, lassen ein wenig die Sehnsucht aufkommen bei den schönen Bildern und den von einer angeblichen Leichtigkeit beseelten Italienern.

    „Weh dem, der keine Heimat hat“, schrieb Friedrich Nietzsche 1884.

    Es soll ja eine Art Bundeskanzler geben, der im vergangenen Jahr so laut vor sich hindachte und meinte, wenn es nicht nach ihren Vorstellungen geht, dann sei es nicht mehr ihr Land. Eben eine Meinung, eine Art persönlicher Heimatbetrachtung.

    Was die „Mile Miglia“ für einige italienische Städte ist, durch die die schönen Oldtimer dröhnen, ist für mich, als Münchnerin der alljährliche Trachten-und Schützenzug beim Oktoberfest und, ich bin ja in einer gewissen Traurigkeit davon überzeugt, daß sich München, wie Bayern mehr verändern wird, unter diesem Einwanderungsislam, als die Städte entlang der „Mile Miglia“.

    Was mich aber mehr besorgt als die 2 Millionen Islamis, die mindestens noch einmal um ebenso viele, im Rahmen des Familiennachzuges, aufgestockt werden, sind deutsche Politiker, die um ihres Machterhaltes Willen eine Spaltung der Bevölkerung nicht nur billigend in Kauf nehmen, sondern eine solche betreiben.

    Unter dem Titel:“Das System M“ schrieb die FAZ am 02.08.2012 – als sie noch schreiben durfte: „In Wahrheit hat Merkel ein autokratisches System entwickelt…..“ und „Eine spezielle Variante von Hypermoral“.

    Ich habe ja mal bei Wikipedia nachgeschaut unter „Autokratische Regierungen in Deutschland“. Dort wird verwiesen auf „Geschichte Deutschlands, Zeit des Nationalsozialismus und DDR“.

    Sehen Sie, das macht mir gegenwärtig Sorgen, wenn ich an Heimat denke.

    Heinrich Heines Spruch zu Deutschland kennen wir ja Alle. Der machte noch Sinn, darin steckte noch Besorgnis.

    Nicht nur bei mir stellte sich in den vergangenen Monaten der Eindruck ein, daß meine Heimat von einer Person regiert wird, die von einer Art frühkindlichen Wunsch- und Gebetsmagie, einem magischen Denken, beseelt ist.

    Die Psychoanalyse beschreibt das magische Denken beim Kind ja so: „Das Kind glaubt, dass seine Handlungen und Gedanken Ereignisse hervorbringen können.“ So sieht die Psychoanalyse die ersten fünf Lebensjahre als magische Jahre.

    Und, wenn es dann nicht klappt mit dem Wunschdenken, sagt sie beleidigt: „Was mich irritiert, ist, dass ich manchmal fast so etwas wie eine Freude am Scheitern beobachte.“

    Nein, es ist keine Freude, wie diese Person „Heimat“ preisgibt.

    Es ist einfach nur traurig und man muß auf sich achten nicht zu verhärten, doch, wo Sie gerade so auf dem Italientripp sind will ich es auf italienisch sagen:

    „Dove spendo il mio denaro, non ho bisogno di far complimenti.“

    Klingt hart, wird aber zur Realität.

    Ich schaue ja doch noch immer ein wenig was die FAZ schreibt, doch in Bezug auf Deutschland lese ich in diesen Tagen doch immer zuerst die Horoskope, da man in meiner Heimat ja auch Politik mit Gebetsmagie und magischem Denken macht, ist das nur berechtigt.

    Am 22. November (2005), dem letzen Tag des Sternzeichens Skorpion, wurde diese Person zum Bundeskanzler gewählt.

    Am 08.Mai 2016, stand bei der Fachfrau für Horoskope, Erika Berger zum Sternzeichen Skorpion, also zum „Deutschlandhoroskop“ folgendes:

    „Ihr selbstbewusstes Auftreten kommt nicht allzu gut bei allen Leuten in Ihrer Umgebung an. Ihr Selbstbewusstsein wird nicht als dieses wahrgenommen, sondern Sie wirken sehr arrogant. In Besprechungen und Verhandlungen sollten Sie daher heute einen Gang zurückschalten und auch die Meinung anderer akzeptieren. Wichtig ist es vor allem die Meinung der anderen überhaupt anzuhören und nicht schon im Keim zu ersticken. Sobald Sie zu forsch an die Sache herangehen, werden Ihnen die Beteiligten nicht mehr den nötigen Respekt gegenüber bringen.“

    Ach, lieber Don Alphonso, was wird nur aus unserer Heimat werden?

    Seien Sie herzlich gegrüßt

    ObjectBe (objectbe.blogspot.com)

    • Nun ja...
      a – Ubi bene, ibi patria.

      b – Nietzsche, aus dem Kopf: Wir könnten uns für Götter halten, wenn wir unseren Unterleib nicht hätten.

    • @Gudrun Enigmayr
      Sehr geehrte Gudrun Enigmayr,

      ach, ist das schön, wenn Sie Aristophanes zitieren.
      Ich bin sofort in meine kleine Bibliothek geeilt und fand auf Seite 539 von Aristophanes „Die Wolken“:

      „Dann wird bald, trotz euren Fehlern, alles wieder wie zuvor, Alles sich zum besten wenden, und die Stadt (Deutschland) ersteht im Glück.“

      Aristophanes war ein griechischer Komödiendichter, also so eine Art Böhmermann der Antike. Nein, das wäre eine doch zu große Auszeichnung für Herrn Böhmermann.

      Und zu Ihren persönlichen Unterleibsgedanken aus Nietzsches Zitatenkiste könnte ich ja auch noch einiges Sinnvolles schreiben, doch….ob Don Alphonso dies hier so möchte?

      Ach ja, da war doch die Meldung vom 11.April 2016 bei „Rosenheim 24“ mit der Überschrift zu lesen:

      „BRUTALE VERGEWALTIGUNG IN TRAUNSTEIN“

      Auch so eine Unterleibsgeschichte, damit Frauen nicht zu Göttern / Göttinnen werden.

      Haben Sie neue Informationen hierzu ? Die Meldung ist ja schlagartig wieder aus den Medien verschwunden.

      Mit freundlichem Gruß

      ObjectBe ( objectbe.blogspot.com )

    • Heinrich Heine
      geht’s aber beim oft zitierten Satz aus dem „Wintermärchen“ ums Mütterchen, das er so lange nicht gesehn hat. Obwohl das ganze Gedicht natürlich sehr hintersinnig ist.

    • Heine
      @ObjectBe: welchen Spruch von Heine meinten Sie? Mir fällt dieser ein: „das ist das Schöne an uns Deutschen, niemand ist so verrückt, als dass er nicht einen noch verrückteren findet, der ihn verstehest.“

    • Nicht nur in Horoskopen wird vor einem Hosenanzug gewarnt
      http://www.huffingtonpost.de/2016/01/24/psychoanalytiker-hans-joachim-maaz-angela-merkel-_n_9064278.html
      Auch andere betrachten das Handeln dieser Person als überaus kritisch und zumindest „irrational“.

    • @Mr. Nonchalant, @Thomsen
      Beim Schreiben gingen mir Heines „Nachtgedanken“ durch den Kopf. Denk ich an Deutschland in der Nacht…….

      H.Heines Texte faszinierten mich in der Schule schon und heute, so quasi auch im Exil lebend, denke ich jedes Mal, wenn ich die Grenze nach Deutschland überquere, an Heines Nachtgedanken.

      Heine war kein Nationalist, kein Anhänger der AfD und dennoch erfüllte ihn eine Liebe und Sehnsucht zu seiner Heimat, die sich in seinen Nachtgedanken darin äußerte, daß sein Herz „Recht angenehm verblute“ als er aus dem Exil kommend die Grenze nach Deutschland überquerte.

      Vielleicht fühle ich mich auch so sehr zu H. Heine hingezogen, da er wohl, am Ende der Aufklärung, einer der ersten Journalisten war. So eine Art Vorkämpfer des investigativen Journalismus. So einer Jener, die wenig später unter dem Begriff „muckraker“ bekannt wurden. Er hätte wohl heute keine Chance auf eine Anstellung bei der FAZ.

      Ich stelle mir so vor, eine Reise nach Deutschland, der „Grenz-Übertritt“ oder auch nur das Lesen der deutschen „Qualitätsmedien“ müßte H. Heine heute wie ein Übertritt in ein Land erscheinen, in dem die Überwachung der öffentlichen Moral als Ausdruck wundergläubiger Zuversicht oberstes politisches Ziel sei, in dem der Bürger so eine Art spirituelle Transformation durchlaufen soll, um sich in das neue Merkelsche Islamdeutschland zu integrieren.

      So dem Guten und Schönen zugeneigt, bin ich in dieser Sache skeptisch, ob ich jemals die Grenze zu meiner Heimat überqueren werden kann, um an einer großen after funeral party teilnehmen zu können.

      Mit freundlichem Gruß
      ObjectBe (objectbe.blogspot.com)

    • @ ObjectBe
      Bzgl. Vergewaltigung. Gehen Sie auf Google News, geben Sie den Suchbefehl „Brutale Vergewaltigung in Traunstein“ ein, und Sie finden 409 Einträge. Die Gegend scheint nicht nur für Frauen gefährlich zu sein, sondern auf für junge Männer. Es gab eine Serienvergewaltigung an jungen Studenten; eines der Opfer wollte Selbstmord begehen. In einigen Artikeln wird die Herkunft der Täter anhand der Beschreibung angegeben.

    • Liebe ObjectBe, Heine musste von Frankreich aus über ettliche gut bewachte Grenzen,
      wenn er zurück in die Heimat wollte – und ich denke, keine davon war so offen wie unsere seit September 2015!
      Es muss sehr mühsam und langwierig gewesen sein, das Reisen damals – und sicher auch gefährlich, aber immer auf eigene Verantwortung und auf eigene Kosten.

    • @ObjectBe
      „Heine war kein Nationalist, kein Anhänger der AfD“ – tatsächlich? – „und dennoch erfüllte ihn eine Liebe und Sehnsucht zu seiner Heimat,“ – na klar!

  34. Die Tiroler
    haben mehrheitlich VdB gewählt, nicht nur die Städter, sondern auch die Bauern. Das vielleicht, weil er ein (Beute)Tiroler ist und es gibt ja den Spruch „Bischt a Tiroler, dann bischt a Mensch“, vielleicht aber auch, weil sie von den Fremden profitieren und gut leben, im Unterschied zu hoffnungslos abgehängten und perspektivlosen Landgemeinden. Es mag aber noch andere Gründe geben. Die Kerngruppe der Grünen in Österreich sind junge Frauen vom Land, die zum Studium in die Stadt gezogen, dort geblieben und erfolgreich geworden sind. Darauf sind natürlich die an sich konservativen Eltern stolz und so reicht der grüne Einfluß auch in die ÖVP-Schicht hinein. Ein möglicher zweiter Grund, die FPÖ ist in Österreich dort stark, wo es viele Evangelische gibt. Das ist die alte Trennlinie katholisch kaisertreu versus evangelisch deutsch-national. Hofer ist einer dieser typischen burgenländischen Evangelen. Das mögen die katholischen Tiroler nicht so. „Heimat“ ist von vielen Widersprüchen durchzogen, aber es gibt Ereignisse, die verbindend wirken, wie Ihre Bilder zeigen. In Italien wird übrigens behauptet, dass schon mal Revolutionen abgesagt wurden, weil gerade der Giro d’Italia stattgefunden hat.

  35. Titel eingeben
    Also die Bilder von den alten Autos sind natürlich schön, aber ehrlich gesagt kann ich mit dem Text jetzt nicht so viel anfangen. Über Heimat, Identität etc. reden, schön und gut, aber das ist alles sinnlos unter Ausklammerung der harten Fragen, die sich heute stellen. Für mich ist die zentrale und existentielle Frage der Gegenwart angesichts des Staatszerfalls im Nahen Osten und der demographischen Explosion in Subsaharaafrika, ob wir in Europa uns von den herandrängenden Migrantenmassen überrollen lassen bzw. diesen Prozess sogar noch aktiv befördern (wie bisher geschehen) oder zumindest den Versuch machen, uns gegen diese Entwicklung zu stemmen.
    Dass jemand wie van der Bellen, der zweifellos ein Befürworter der Massenmigration ist, von „Heimat“ spricht, halte ich da für völlig abwegig. Solche rhetorischen Kniffe werden hoffentlich in den kommenden Zeiten zunehmend weniger Überzeugungskraft haben.

    • Genau! So ist es!
      Wir, die ja am „Staatsverfall“ im Nahen Osten und der Verelendung von Millionen Afrikanern keinerlei Anteil haben, und die wir vor allem unsere eigenen Staatsgeschäfte so perfekt am Laufen haben, wir sollten uns überlegen wie wir die Konsquenzen unserer Handlungen im Rest der Welt nicht zu Nachteil für uns, den Nabel der Welt, werden lassen.

      Au ja!

  36. Autos im Regen
    Mir geht das Herz auf. Diese Autos im Regen – eine ganz eigene Dynamik und nicht so langweilig wie der ewige Schönwetterexhibtionismus. Da sehe ich doch, daß auch gefahren und nicht nur geprotzt wird.

    Und daß die Löcher im Wagenboden nicht nur Wasser rein-, sondern auch abfließen lassen. Sagen Sie das mal einem deutschen Tüv-Beamten.

    Danke für die schönen Fotos, und den verbindenden Text, der dann doch wieder ein wenig auf’s Gemüt drückt.

    • Das freut mich. Die Sache ist halt, dass doie Bilder stark bearbeitet werden mussten. Es sieht jetzt zwar so aus, wie ich es gesehen habe, aber nicht so, wie es auf dem Rohmaterial ist.

  37. Wenn die Heimat global wird
    Sehr geehrter Don!
    Herzlichen Dank für die wunderschönen Bilder. Aber stimmt das mit dem Heimatbegriff? Letzte Woche war ich in Chicago. Beim Laufen durch die Stadt beschäftigte mich ein komischer AfD Artikel in dem von einem AfD Mensch zitiert wurde: „Wenn die Flüchtlinge bereit seien für Deutschland zu sterben, dann könnten sie die deutsche Staatsangehörigkeit bekommen.” Als ich ein paar Vögel beobachtete, kam mir ein seltsamer Gedanke: Die kenne ich doch. Sind die nicht genauso bezaubernd wie die in Wassenaar? Ist nicht die ganze Welt meine Heimat? —-
    L.H.

    • Naja, für Deutschland sterben… das würde ich mir als Deutscher auch erst gut überlegen und dann sicher nicht tun. Davon hat keiner was und ich am allerwenigsten.

    • Titel eingeben
      „Ist nicht die ganze Welt meine Heimat? “

      Meinen Sie, dass Sie sich diese Frage auch in Pakistan, Afghanistan, Saudi-Arabien oder Somalia stellen würden? Ich vermute mal, eher nicht.
      Für Deutschland sterben wollte ich allerdings auch nicht, dafür sind mir zu viele Deutsche fremd und unsympathisch.

    • Meine Heimat beginnt im Norden an der Altmühl und endet in den Hügeln der Toskana südlich von Siena. Der Rest ist mir herzlich egal.

    • Heimat
      Frau Heuse,

      den Gedanken kann ich schon verstehen, und vielleicht wäre ich sogar in Pakistan in der Lage, das zu empfinden (@tommy).

      Dann muss da etwas sein, das mich ‚anheimelt‘, mich tief im Inneren anspricht, auch wenn es kulturell ganz anders wäre.
      Wenn es den Migrationswilligen so ähnlich ginge, hätten wir viel weniger Probleme. Das Ansprechende in einigen Ländern Europas ist doch die Vollversorgung, und eine Umgebung in der man für Nichtstun mehr Äquivalent-Dollar erhält, als für Arbeit zu hause. Oder eine besser Schulbildung als zu hause.
      Das alles aber schafft kein Heimatgefühl, sondern ist eher eine Tour durch den Selbstbedienungsladen, wo man sich wie beim Einkaufen die jeweils günstigsten Produkte vom Regal zieht.

      Den Satz der AfD dazu ist natürlich entsetzlich formuliert, bringt dennoch nur auf die Spitze was ich versuchte auszudrücken: Ein Migrant, der ein tiefes Verhältnis zu Deutschland hat, darf gerne bleiben. Das finde ich auch so, und unterstütze die ’no borders‘-Bewegung in diesem Sinne, aber nur in diesem Sinne. Nachdem ich auch schon einige Länder ‚durch habe‘, war es doch bei mir/uns immer so, dass wir aus eigenen Mitteln freiwillig dorthin gingen, und nie verlangt haben, man finanziere uns, geschweige denn, man übernehme dort meine/unsere Kultur.

    • Für Deutschland sterben
      wollen immer noch die wenigsten. Und für andere auch nicht.
      Jedenfalls war das bis zur Ukraine-Krise so.

      Die AfD-Leutchen scheinen auch nicht erleuchteter zu sein,
      als die GrüneJugend. Die hierher kommen, wollten ja nicht mal
      für ihr eigenes Land sterben.

    • @Uwe Dippel
      „vielleicht wäre ich sogar in Pakistan in der Lage, das zu empfinden “

      Na ja, bedenken Sie aber, wie in Pakistan mit Minderheiten umgegangen wird (angefangen schon bei schiitischen Gruppen; von nicht-islamischen, nicht-Buchgläubigen wie den Kalasha, die eigentlich nach dem Verständnis islamischer Eiferer gar keine Existenzberechtigung haben, ganz zu schweigen). Heimatgefühle dürften da schon schwierig sein, wenn Sie nicht in Einklang mit der Mehrheitsgesellschaft stehen, erst recht, wenn Sie eigentlich gar nicht aus der Weltecke kommen.

  38. Assoziatioskette zu Sebastian Haffner
    Ihre Ausführungen über Nation und Lebensfreuden und das Verhältnis der Deutschen dazu lässt mich an Haffner denken.
    In Geschichte eines Deutschen beschreibt er die Stresemannzeit, er
    portraitiert so meisterlich, wie eine Vielzahl der Deutschen dem privaten Glück, der eigenen, freien Lebensgestaltung so gar nichts abgewinnen konnte.
    Vielleicht ist meine Assoziationskette zu lang, wer mag, kann es nachlesen ab Seite 67. Da liegt etwas in unserem (National-)Wesen, was
    Haffner so feinsinnig auffing und ausdrückte.

    ´Über den großen Flächen Nord-und Ostdeutschlands, in seinen farblosen Städten, hinter seinen allzu fleißig, gründlich und pflichtbewußt betriebenen Geschäften und Organisationen droht und drohte immer der Stumpfsinn. Und zugleich der Horror vacui und der Wunsch nach ´Erlösung´: Erlösung durch Alkohol, durch Aberglauben oder, am besten, durch einen großen, alles überschwemmenden Massenrausch.

    Dieser Grundtatbestand, daß in Deutschland nur eine Minderheit (die
    sich übrigens weder mit der Aristokratie noch mit dem ´Besitz´deckt)
    etwas vom Leben versteht und etwas mit dem Leben anzufangen weiß
    -nebenbei gesagt ein Tatbestand, der Deutschland grundsätzlich ungeeignet zur demokratischen Regierungsweise macht-
    dieser Grundtatbestand hatte durch die Ereignisse 1914 bis 1924
    eine furchtbar bedrohliche Zuspitzung erfahren.
    ……

    • An Haffner dachte ich auch schon, aber in Hinsicht auf die NAFRIS, die
      zwar momentan aus den Gazetten verschwunden sind, aber auch nach Silvester in den „Einzelfällen“ immer wieder gelistet werden.
      Sie scheinen mir wie Haffners „Blutbrüder“ – nur ohne den sie streng maßregelnden Staat, grenzenlos auf alles los gelassen und los gehend, was sie nie erreichen werden – und sich deshalb mit archaischer Gewalt nehmen:
      http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/rezensionen/belletristik/ernst-haffner-blutsbrueder-gegen-den-geschmack-des-kurfuerstendamms-12553447.html

      Staat, Polizei und Bevölkerung: hilflos ausgeliefert einer sich immer neu bildenden, in sich gut vernetzen Horde aus dem Maghreb.

    • Ihrer These ...
      …kann ich nicht folgen. In der calvinistischen Schweiz klappt das mit der Demokratie ganz gut. Der Fehler ist, dass die EU nicht demokratisch ist.

    • Desperado...
      Natürlich haben sie REcht!, NUr wie traurig ist es dass es Leute gibt die solch absurde Geanken hier einstellen? was sagt uns solch reaktionären Kasperltum?

      Man liest und staunt:

      „Staat, Polizei und Bevölkerung: hilflos ausgeliefert einer sich immer neu bildenden, in sich gut vernetzen Horde aus dem Maghreb.“

      Wenn ich den Begriff, den ich jetzt ganz sponatn beim Lesen auf den Autor eines solchen Satzes sagte hier hinschreiben, dann würde sogar der Don zensieren.

      Immerhin: Gast, Danke, wenn ich künftig mal an meiner Einstellung zweifle, ob es den wirklich gut sei, nicht zwischen „Menschen“ wie ihresgleichen leben zu wollen, dann werde ich an sie denken…

  39. Danke!
    Werter Don!

    Es tut einem Österreicher, der erst vor wenigen Tagen für wohl 6 Jahre einen weiteren linken Lügner als Staatsoberhaupt vorgesetzt bekommen hat, gut, unaufgeregte und klare Worte zum Thema Heimat und Nation zu lesen.

    Der von Medien und Linksfaschisten herbeigeredete Untergang Österreichs wird nicht durch jene vorangetrieben, die mit Heimat, Nation und klaren Grenzen noch etwas positives verbinden, sondern durch jene rotgrünen Falotten, denen jeder Fremde mehr bedeutet als die eigene Bevölkerung.

    Ich fürchte mich jetzt schon vor den weiteren Entwicklungen in diesem Land, obwohl mir ein wenig Häme nicht fern ist: die, die jetzt alles daran setzten, die Nation zu zerstören, werden unter den ersten sein, die mit ihr untergehen. Aber nicht umsonst nennt der Volksmund alles, was nicht korrekt, ehrlich und nachvollziehbar ist, links….

  40. Boh
    In Italia della Mille Miglia non gliene frega un beneamato cazzo a nessuno.

    • Titel eingeben
      Genau, nessuno, das bist du und deinesgleichen, die meinen, die müßten immer und überall reden, wie ihnen der Schnabel gewachsen ist (und geh nicht immer davon aus, daß die schon nichts kapieren).

    • Wen soll das hier interessieren?
      Oh, ein Troll aus dem Polyglottertal, unhöflich und ungebildet, ich entbiete Ihnen meine Verachtung. Nicht jeder, der die Sprache spricht, spricht auch für das Volk, eine ziemlich beliebte Fehleinschätzung. Erinnert mich an den Kreter, der behauptete, alle Kreter wären Lügner. Das gab auch nur Verwirrung.
      Überlassen wir dem Gastgeber ein adäquates Echo, falls überhaupt notwendig.

    • Nein, warum? Mehr Photos, mehr Leben!

  41. Heimat,
    hätte ich das letzte Mal fast geschrieben, Heimat ist etwas, das nur andere verlieren dürfen. Mein Begriff davon ist ein ursprünglich romantischer, voller Gesichte und Töne, auch sehr dunkler. Teil einer Rüstung, einer poetisierten Welt, in der Antwort erhält, wer Dinge oder Menschen grüßt.
    Ich trage anderen nicht nach, dass sie so nicht fühlen; bin aber nachtragend, wenn mir genommen wird, was andere nicht brauchen.

    Ich habe ein freundliches Stück Zeit unter Menschen verbracht, von denen mich mehr trennte als nur die Sprache. Auch diese hatten ihre Heimat. Ich habe meine behalten. Unserem Verständnis half das, um es prosaisch zu sagen, besser als Ohrenstöpsel oder Antidepressiva.

    Text und Fotos scheinen mir diesmal eine besondere Symbiose einzugehen; das hat Atem. Stil, Perspektive, Bearbeitung, dazu ein Schuss Seelenlandschaft – habe mit echtem Gewinn gelesen und geschaut.

  42. Genuss pur
    Großartige Bilder, toller Text, ein Genuss. Danke

  43. Der Kultur folgen
    ..nach allem was ich zuletzt so lese, fällt mir der Spruch mit den Windmühlen ein, die man vertreiben sollte, wenn sich der Wind dreht,..öfters und heftig…

  44. Titel eingeben
    Italien ist dekadent und schwach. Es kann seine Küste nicht verteidigen. Es laesst hunderttausende ins Land,die orientalischen Machismus und schwarzen Rassismus im Gepaeck haben.

    • Italien wird sie mittefristg in ihren Booten wieder sitzen lassen. Die aktuellen „Helfer“, die die Migranten abholen, sind zumeist eh keine Italiener mehr.

    • ...und was ist hier anders?
      Text eingeben

  45. Titel eingeben
    @Tamarisque
    uns trennt einiges, meine ich. Doch für heute 1840 haben Sie meine deuze points, meine hundert Punkte verdient.
    Danke

    • Danke!
      Vielen lieben Dank für Ihren Lob, ich freue mich sehr.
      Was mich immer irritiert, ist der Prolog eines Israel-Kritikers mit den Worten: Ich bin kein Antisemit, aber… Wenn er das nicht ist, warum muss er das denn extra erwähnen? Wenn dann nämlich oft doch geschickt kaschierte antisemitische Bemerkungen fallen, hat sich das eh erübrigt. Wenn ich schon die Einleitung „Ich bin kein Antisemit, aber…“ höre, werde ich misstrauisch, leider aus gutem Grund.

  46. Er behütet deine Fluren
    Naja, die GenderistInnen bauen den neuen Menschen. Ob sein Motor hält oder er langfristig zu Blasenbildung (Depression) neigt, weiß man noch nicht. Fern dieser akademischen orwellianisch wirkenden Welt baut man schon noch Alfa, hier:
    http://www.faz.net/aktuell/technik-motor/auto-verkehr/der-neue-alfa-romeo-giulia-2015-ich-einfach-unsterblich-13671965.html
    Ein tolles Ding. Das Problem ist, schauen wir die Oldtimer-Sammlung an, offensichtlich:
    Die neuen sind alle ein bisschen ähnlich, alle sehr gefällig. Der A7 hebt sich positiv ab, auch der AMG GT, bei BMW der Sechser. Nun, es war schon immer so: Die besonderen Karossen, die dort fahren, haben auch damals mehr gekostet. Man sah sie eher, weil es nicht so viele Schlitten gab. Heute sind die Straßen verstopft mit auch hässlichen Gefährten: Der Kommunismus des Automobils – jeder soll seinen haben.
    Hier befinden wir uns in Amerang (fahrend) und ähnlichen Ausstellungen. Ich genieße es. Die Ästhetik ist selten und teuer, aber so, wie der Mensch gestrickt ist, muss sie teuer sein, denn bei Masse wird man ihrer überdrüssig, so ist der Mensch. Nur fehlt, dass die Masse Mensch das versteht und bewundert.
    Freunde von mir sind dort mitgefahren, es muss herrlich sein. Den Regen muss man gutreden, indem man ihn der Landschaft gönnt, die letztes Jahr gelitten hat. Eines Tages kürzlich, ich glaube im März oder April, stand ich auf und sagte: El Ninjo muss zu Ende sein, das Wetter ist normal. Das recherchieren Sie mal, wenn’s geht. Ich habe ein sehr gutes Wetterempfinden. Letztes Jahr war Hölle, nicht mal durch 2 Liter Radler am Abend zu heilen.

    Wieso haben die Italiener Mussolini und den Faschismus weggesteckt, die Österreicher Hitler und ihre ca. fünfzigprozentige Zustimmung zum Anschluss verdaut, während wir uns immer noch zerfetzen, zerlegen, schämen, obwohl niemand dabei war? Was ist da los? Sind wir sadomasochistische Gewächse, oder mögen wir Dschland nicht, würden aber aufblühen, wären wir wieder einzelne Entitäten? Zumindest sind wir ja stolz auf Bayern und haben eine erdverbundene Hymne, die wenig mit hehren Ideen zu tun hat, sondern mit Land und Tradition. Wir sind den Italienern daher auch am ähnlichsten, und München kann im Februar, wenn bei Fön die Stühle eilig mit Polstern bedeckt werden, die nördlichste Stadt von Italien sein.
    Nun ja. Mit der Bayernhymne kann man ein ganz großes Fass aufmachen, oder? Ob es jetzt der Atheismus ist oder kommunistische Träume, die alles zerstören, weiß wohl keiner.

    • Man kann sich mit Nation auseinandersetzen und die toxischen Altlasten absichern, mit vollem Bewusstsein – oder man macht daraus ein Traume und bekommt dann AfD und Pegida, weil nichts diese Leute auffangen kann.

  47. Ach Leute,
    machts nicht so gründlich und kompliziert – die hier dargestellten Italiener tuns ja auch nicht. Heimat – unsere Leute aus dem einst polnischen,böhmischen,habsburgischen, preussischen Schlesien, also „aus’m Osten“ sagten eher „bei uns zu Hause“ – und die zwangsumgesiedelten Polen sagten „bei uns im Osten“ (u nas na wschodzie) – Heimat ist die Umgebung, sind Land und Leute, die Lebensumstände mitsamt der Küche, und vor allem die Sprache, die einen geprägt haben – das gilt für alle Menschen, auch wenn’s einige übertreiben und andere davon aus Trotz gar nichts wissen wollen. Wir haben die Erde nur geliehen (von Gott, oder für Atheisten: von unseren Nachkommen), damit wir sorgsam damit umgehen: sie gehört uns aber nicht. Wer es schafft, falls es die Umstände erlauben, sich egal wo einzuleben und ein bissel „zu Hause“ zu sein, der wird in einem längeren Leben viele Heimaten haben, auch wenn die erste bewusst erlebte natürlich den allergrößten Einfluss hat und die meisten Emotionen hervorruft.

    Dagegen ist in einer Demokratie die Nation gut französisch-revolutionär verstanden natürlich die Gemeinschaft der Staatsbürger und ihres Anhangs. So sind die Schweizer Angehörige einer Nation mit vier Nationalsprachen, vielen Dialekten und vielen Kantons-Heimaten. Damit kann man schon Solidarität üben, weil diese Gemeinschaft einen wichtigen Teil der Lebensgrundlage bildet.

    Wenn daran mit Eifer rumgedeutelt wird, dann kann man nur antworten: ohne Heimatliebe, ohne Patriotismus und dem Gefühl einer Verpflichtung gegenüber der Nation hätten die Völker Europas und besonders die Briten und die Polen wohl kaum den 2. Weltkrieg durchgestanden bis zum Sieg der Russen, Amerikaner und Briten über die Hitlerei. (Ja ja ich weiss, Stalin usw. – egal, es musste einfach sein).
    Also – warum sollen die unvermeidliche, da natürliche, Heimat und die Zugehörigkeit zu einer Nation (als gemeinsames Dach überm Kopf) etwas schlechtes sein? Oder etwas mythisch-raunend undurchdringliches ? Meine Mutter hat mich gelehrt, mich an verschiedenen Orten einzuleben, „zu Hause“ zu fühlen, jetzt sogar in München – oh Wunder für einen Norddeutschen, der schon nördlich der Eider, im Ruhrgebiet und Rheinland, am Hamburger „Nordpol“, im Berliner damals noch Insel-„Slum“, in Frankreich, – und im Urlaub sogar im Polnisch-Tschechischen Riesengebirge „zu Hause“ (von wegen Herkunft aus’m Osten) war. Und wer über die wirklichen „Norddeutschen“ herzieht, der hat nie die Gelegenheit gehabt, ihre leider verschüttete sprachliche Heimat kennenzulernen, das Niederdeutsche, eine Sprache mit vielen Dialekten, in welcher die Norddeutschen, sofern sies noch können, auf einmal sehr lustig und gemütlich sind. Das steife Hochdeutsche wurde ihnen ja, von Süden, also aus der Gegend von Wittenberg an der Elbe kommend, von Kirche und Staat im Laufe von Jahrhunderten nach und nach aufgezwungen.

    Weder Hamburg noch Berlin sind solche kalten Schreckensorte wie man sie sich vielleicht in Oberbayern ausmalt. An Italien kommen sie natürlich alle nicht heran – aber da sprechen die Steine ja lateinisch, wie soll sich abgesehen vom Wetter ein Schwemmlandbewohner – außer in der Po-Ebene und an der Adriaküste – dort akklimatisieren. Aber auch das geht.

    Übrigens haben, soweit ich weiss, nicht die Deutschen, sondern die technikbegeisterten Italiener die Autobahn erfunden: kreuzungsfrei, aber noch nicht vierspurig.

  48. Heimat. Emotion. Vollgas....
    … in der schönen Schweiz auf der Skipiste und in DE-Land auf der Autobahn, sobald der Berufsverquer versiegt ist.
    .
    Es bleiben noch etwa 20 fette Jahre und da ist Vollgas einfach mehr als angesagt … Wer bitte braucht denn eine repressive Promillegrenze fürs Fahrradfahren, liebe SPD und Grün-Gentrifugalkräfte?
    .
    Zuviel Promille aufm Radel = direktes stumpfes Umkippen beim auch wiederholten Besteigungsversuch oder späterer Ausflug in die Gassen-Böschung – so zumindest meine ernüchternde Erfahrung!

    • Ich trinke eh nicht – aber gefährlicher ist die Handynutzung auf dem Rad.

    • Werter Don, Ihre treffsicheren Fotoschüsse in voller Fahrt ...
      … sind bei einem klassischen Rennradlenker auch nicht ganz gefahrlos. Da brauchts echt Übung.
      .
      Wie langweilig wäre das Leben jedoch, wenn es nicht manchmal etwas lebensgefährlich sein darf.

    • Danke, aber nach einer Weile sitzt das einfach.

  49. Tja
    Empörungskultur allerorten und die abwägende Meinungsbildung geht den Bach runter.

    Meine Großmutter pflegte in ostfälischem Plattdeutsch zu sagen: Und wat maket wei nu?

  50. Heine - Korrektur meines Irrtums im letzten post
    Es handelt sich nicht um das „Wintermärchen“, sondern um das Gedicht „Nachtgedanken“, siehe z. B.
    https://de.wikisource.org/wiki/Nachtgedanken_%28Heine%29
    Auch das hat ist natürlich nicht naiv zu interpretieren.

  51. Sehr schöne Bilder bzw Autos
    … auch wenn ich persönlich mit Italien nie wirklich etwas anfangen konnte (Pasta ist ebensowenig nach meinen Geschmack wie Kartoffeln). Bei meinem Mann ist das anders, er ist ein großer Fan der italienischen (wie französischen) Lebensart und Küche; stattdessen geißelt er die kulinarische Ignoranz „der Deutschen“.
    Daher ist er bei uns eben für Design und Mahlzeiten zuständig (italienisch gibts dann, wenn ich sowieso keinen Hunger habe); ich halte mich eher an die funktional-pragmatischen Dinge, und schon ergänzen wir uns.

    Gleichzeitig ist er auch ein idealistischer „no borders – no nations“-Vertreter. Ich bin für Grund und Boden zuständig, da sehe ich das naturgemäß etwas anders.
    Beides muss aber nicht in Extremismus ausarten, Humor und ein Bewusstsein für die Freiheit des Andersdenken helfen sicherlich. Zumindest im Kleinen können also Gegensätze durchaus recht harmonisch koexistieren.

    Wie manche Leute im fernen Berlin da „ihr Land“ definieren, ist mir dabei, offen gesagt, recht egal, solange sie mir nicht mit einer adversen Gesetzgebung in die Quere kommen.

    • Es spricht ja nichts gegen Migration und Austausch, aber Gesetze und staatiche Wohltaten setzen nun mal zwingend ein Staatsgebiet voraus, und das wiederum geht nicht ohne Übergang zu anderen Gebieten, vulgo Grenze. Grenzen abschaffen ist möglich, den Zustand nennt man „Okkupation“, „Krieg“ oder „alternativlose Politik“. Muss man halt wollen.

  52. Titel eingeben
    So, so, Don Alphonso phantasiert sich einen „funktionierenden“ deutschen Nationalstaat nach dem 2. Weltkrieg zusammen! Recht hingegen hat der Weltenbummler und ein nationales Italien existiert nur in den Köpfen von Faschisten, Monarchisten und Fußballfans.

    Ich leide an der Berliner Republik und daran, dass mir seit meiner Geburt die verfassungsmäßig garantierte bayerische Staatsbürgerschaft verweigert wird! Und im Barlamend zu Groß-Berlin denkt man derzeit darüber nach, ob man sich nicht ein Gesetz erbasteln könnte mit dem sich in bester DDR-Tradition Staatsbürgerschaften aberkennen ließen.

    • Die 80er und frühen 90er Jahre werden rückblickend sicher sowas wie ein Goldenes Zeitalter werden, trotz kaltem Krieg und Kohl. Einfach, weil ein paar grundlegende Sicherheiten existierten, die es heute nur noch in bestimmten Regionen gibt.

    • Ja, die späte Bonner Republik der 80er/90er ...
      wir (als Paar) empfinden diese Jahrzehnte tatsächlich als “ (unsere) Goldene Jahrzehnte“ – liberal, international und prosperierend. Wir konnten weitgehend unbehelligt frei und weit reisen und leben; selbst der (IRA-)Terror war selektiv, Party in allen Variationen – und das Geld floss (noch) in Strömen (auch wenn ich selbst heute nicht klagen kann, es wird gefühlt schwieriger).

      Die Welt war – nach unserer Wahrnehmung bunt, sonnig und offen: Muslime,Hindus, Hippies und Punks, selbst überzeugte Christen wollten – in unserem Sozialumfeld – alle nur friedlich miteinder leben und gemeinsam Spaß haben. Kohl, Thatcher und Reagan – hielten wir damals für Aberrationen. So kann man sich täuschen.

      Vielleicht ist es das fortschreitende Alter und eine veränderte Umfeldwahrnehmung, die heute vieles pessimistischer erscheinen lässt? Vielleicht ist es heute – jenseits der Medienmeinungsmache – gar nicht so anders?

      Jedenfalls ertappen wir uns auch häufiger beim nostalgisch-verklärten „Damals …“

  53. Und die eher wenigen Leute am Strassenrand der Bilder
    sind eher alt, verbraucht und in 20 Jahren alle tot, ihre ganz personliche Strasse zu Ende gegangen. Objektiv dies hier vor allem wohl doch lediglich eine Projektionsfläche für des Autos Innenleben- u.
    wünschen. Eine Scheinveranstaltung auch, genauso sehr Oberfläche wie Feuchtglanz. Und wo waren die jungen Mütter? Wo ist die Welt der jungen Frauen? Mal ein Baby im Arm gehalten?

    Und wer außer der US-Army garantierte, dass aus Nation und Überschwang und Eigenbegeisterung und Teiuvergessen nicht doch ein nächster, hüstel, „Übertreibungszyklus“ entstünde, dessen Anfänge läsen sich hier nämlich unversteckt schon so leicht mit. Und unversteckt ist auch Hynkel.

    • Ich kann Ihnen bei Gelegenheit auch die Bilder der Kids zeigen. Da habe ich auch viele. Faktisch ist das etwas für die ganze Familie. Dass das Auto an sich tatsächlich vor Herausforderungen steht, ist keine Frage.

  54. Nun lieber Don, scheinen Sie es doch noch geschafft zu haben zur Mille Miglia.
    Ich hatte schon die Befürchtung, Sie wären beim Radfahren in einer netten Pasticceria mit in Deutschland – zumindest in Berlin – weitestgehend unbekannter Schaufensterauslage hängen geblieben.
    Leider vermischen Sie in Ihrem etwas überschwänglichen Text einmal mehr, allerdings ganz geschickt, sehr Vieles miteinander. Die Liebe zu Autos, die glorreiche Vergangenheit, Politik, die Liebe zum Vaterland. Faschismus in Italien und die demokratisch gewählte Nazidiktatur in Deutschland. Italien und die Italiener müssen sich auch nicht mit der Ausrottung fast einer ganzen Religionsgemeinschaft und anderer „entarteten“ Zeitgenossen plagen. Die Italiener wurden im Gegensatz zu uns Deutschen wesentlich früher „befreit“ und hatten vielleicht auch eine weniger hörige Einstellung zu Ihrem Führer. Vielleicht auch etwas mehr Charakter gerade in diesen Dingen, die Deutschland auch heute noch ein Gefühl vermitteln, dass nicht alles grandios war in dieser wechselhaften Geschichte. Zudem erfreuen sich Länder gerne ihrer Vergangenheit, wenn die Gegenwart nicht so sehr viel bietet. Siehe auch Russland. Ihnen dennoch eine schöne Zeit.

    • Ja, natürlich vermische ich. einfach, weil es dann schwerer ist, dageen zu argumentieren. So schiebe ich dann manhes unten mit rein, was im Kontext zu sehen ist, und somit schwerer angreifbar wird. Das ist fies und gemein und ich bin kein guter Mensch.

  55. Die Verbiegungen des Herrn VdB
    Der „absolut unabhängige“ neue österreichische Präsident hat sich bis zur Unkenntlichkeit verbogen um diesen „Kantersieg“ einzufahren.
    Vorab hat er geheiratet, dann hat er sich bei den Jägern angebiedert, TTIP wollte er urplötzlich vielleicht doch nicht unterschreiben und eine Woche vor der Wahl konnte er sich sogar vorstellen wieder in die Kirche einzutreten. Spätestens da hat er meinen Respekt verloren und ich dachte mir kurz, dass er – um gewählt zu werden – wahrscheinlich sogar in die FPÖ eintreten würde ;-).

    VdB ist ein armseliger pseudolinker Opportunist, der selbst Großkonzern-Steueroptimierer JCJ für einen ehrenwerten Mann hält.

  56. Noch einen Link aus der Geschichte gekramt, auf vieles kann man
    verzichten, auf Google aber kaum. https://it.wikipedia.org/wiki/Omosessualit%C3%A0_e_cultura_di_destra

    wie üblich die englische wiki viel besser als die deutsche, man(n) liest. https://en.wikipedia.org/wiki/Gabriele_D%27Annunzio

    „The War strengthened his ultra-nationalist and irredentist views, and he campaigned widely for Italy to assume a role alongside her wartime allies as a first-rate European power.“

    oder litmag: „Sammlerwut, Größenwahn und Liebesrausch“ – „voila“ sagt madame chauchat „die projektionsfläche für den petit bourgois allemande comme il fault“.

    • Ich mag d’Annunzio aus sehr vielen Gründen überhaupt nicht. Also wirklich nicht.

    • Titel eingeben
      @ Don Alphonso sagt: 26. Mai 2016 10:08

      Ihre Ablehnung beinhaltet möglicherweise ähnliche Gedanken wie sie in dem oben erwähnten litmag-Artikel artikuliert wurden: „….besang er seinen eigenen, eitlen Größenwahn und das Leitmotiv seines Lebens, nämlich „Piacere“: „Lust“… Das Leben als narzisstisches Selbstbespiegelungskunstwerk verstand wohl niemand so schwülstig zu zelebrieren wie dieser italienische Schöngeist.“

  57. Fieber
    Angesichts dieser knatternden Autofreude, kann ich berichten,
    dass hier in Kreuzberg – rund um das jüdische Museum –
    die etablierten Syrer + Türken, anlässlich von Hochzeiten
    und Beschneidungsfeiern, sich lieber fette Boliden ausleihen.
    An Oldtimern sind sie leider überhaupt nicht interessiert.
    Sie haben ein anderes Autofieber. (Nun, ich hab Ohropax)

    Sie düsen mit Karacho laut hupend hemmungslos im Karree
    herum, weil sie ja wissen, dass wir 1. eine ziemlich doofe
    grüne Bezirks-Bürgermeisterin (Oranienplatzqueen) haben
    und 2. unsere Polizei im Prinzip nicht gestört werden will.

    Als ich fragte, was ihr Spektakel denn so kosten würde,
    meinten sie freundlich gelassen, dass >sie die Syrer hier alle
    zusammenhalten würden und sie gut im organisieren seien.

    Einer betrieb umme Ecke ein Cafe, in dem sich bunt gemischt
    Nachbarn und Touristen aus aller Welt trafen, wo man sich
    auch gern mal kreuz und quer unterhielt …
    bis letztes Jahr plötzlich der merkelsche Größenwahn alles aus dem Gleichgewicht brachte.

    Denn nun hockten dort plötzlich viele „neue Syrer“, die der
    nette Besitzer mit großer Hilfsbereitschaft durchfütterte.
    Sympatisch und lobenswert – ABER: es blieben nach und nach
    die deutschen Nachbarn und dann auch die Touristen weg.
    Denn:
    Zu viele junge Burschen mit schlechten Tischsitten machten
    sich zu lautstark breit. Sie hielten sich für den Nabel der Welt.

    Wir aber hatten die Wahl: sich zu unterwerfen oder zu gehen.
    Es ist aber etwas kaputt gegangen – war es eine Illusionsblase?
    Wir waren+sind immer die anderen; ja DAS wurde deutlich.
    Tja, nun hat das Cafe nach 10 Jahren zugemacht.
    Das Licht ist aus. Schade.

    • Schauen Sie sich mal italiensiche nhochzeiten an – dageen sind deutsche Veranstaltungen auch bescheidene Kleinstparties,

  58. FLUCHT IN DEN SÜDEN
    nicht umsonst zog es den dichter in das land der blühenden zitronen, wollte er doch ab und zu dem tristen politischen alltag, den entwässerungsproblemen der gruben in Ilmenau und den häuslichen pflichten in weimar entgehen……….

    so liefert uns der DON – politisch sicher höchst inkorrekt – bilder von schönen autos, lachenden menschen und genussfreudigen zigarettenrauchern, für die staatsmedien sind das alles verdammenwerte perverse abscheulichkeiten und frau Slomka würde sicher die eine oder andere augenbraue hochziehen müsste sie das jemals anmoderieren. auch vermisse ich frauen auf den bildern !

    dennoch eine regennasse erfrischung und ein willkommenes ablenken vom zwangsansehen von hosenanzügen in übergrössen, platzenden kostümjäckchen oder schlecht sitzenden anzügen, deren träger gerade noch in den sessel der talkshow passt. keine notorisch – wie die stimmung – heruntergezogenen mundwinkel oder depressive kuhaugen-trauerblicke wie bei gestellten aufnahmen am flüchlingsstrand.

    und die autos: ein optischer genuss, leider können wir die klackenden gangwechsel nicht hören und das von undichten simmeringen herrührende verbrannte motorenöl nicht riechen…………..wir sollen uns derweil mit der tristesse von geförderten E-mobilen – deren strom aus braunkohlestinkkraftwerken kommt – zufriedengeben.

    politisch werden uns alte, weisse, heterosexuelle männer vorgesetzt (sie sackgasse der evolution ?), die SZ titetele sogar „weiss, männlich, gefährlich“…………..fast könnte das richtig sein, wir kehren zurück zu Adenauers zeiten, der war ja erst 73 als er das ERSTE mal kanzler wurde, mit einer stimme vorsprung………..da hat der altgrüne aus Österreich schon deutlich mehr vorzuweisen.

    aber gewählt haben ihn ja primär die häufig staatsbediensteten wiener, ob die freitheitsliebenden tiroler da wirklich den ausschlag gegeben haben wie weiter oben angeführt, das ist zu bezweifeln. die wiener, in austria etwa so beliebt wie bei uns der prollberliner, ja da kommen einem dann doch die zweifel ob der poltischen klugheit:
    Mozart war salzburger
    Porsche kam aus kärnten
    Nikola Tesla war ein sohn der donaumonarchie, studiert in graz
    Beethoven aus bonn
    Brahms aus hamburg
    Haydn aus niederösterreich
    Doppler aus salzburg
    Mach aus brünn
    Mahler aus böhmen
    Kaplan aus mürzzuschlag
    Hermann Maier aus altenmarkt
    Hitler aus braunau
    Johann Hölzel aus wien

    und dann waren da noch die vorarlberger als grüne altwähler: das sind ja gar keine östereicher, eigentlich nicht stimmberechtigt: was gott durch den arlberg getrennt hat, soll der mensch nicht verbinden !

    oh welch lustlose zeit hier im norden !

    aber am samstag kommt ja CR7, nicht CR_00.

    • Ich hoffe, dass bei der ARD die FAZ geblockt ist, sonst fordern da noch welche einen „Safe Space“.

  59. Äußerer Schein vs. innerer Hässlichkeit
    Die Artikel des Alphonso und der Großteil der Zuschriften in diesem Blog offenbaren vor allem eins: Über Schönheit zu schreiben und sich an ihr zu ergötzen, nützt alles nichts, wenn das Außen nicht dem Innen entspricht. Auch eine Form der Bigotterie.

    • Ich habe immer gesagt, dass ich bestenfalls dunkelgrau bin. Sie bekommen hier keine formschönen Lügen einer Person, die für migration schreibt und dann seine wohnung meistbietend vermietet. Mehr habe ich nicht zu bieten.

    • Werter Herr Werth,
      bleiben Sie in Ihrer gewohnten Umgebung, im F.A.Z.-Forum und besetzen Sie die Volkssturm-Barrikade kurz vor EU-Brüssel gegen die neuen British Expeditionary Forces, wahlweise Straßburg (warum ich das nicht korrekt schreibe? Jetzt kommen Sie, döös wissans eeh). Bella giornata.

    • ???
      Sehr geehrter Herr Werth,

      ich bin ja noch einiges älter als Don A., aber zu meiner Zeit galt quasi als Mantra „die Übereinstimmung von Form und Inhalt“, was ich interpretiert habe als „trage einen Angriff in aggressiver Art vor“. Dies tut Don A., er nutzt nur weder Keule noch Morgenstern, sondern führt das Florett sehr elegant und eloquent, insofern entsprechen sich bei ihm Aussen und Innen. Die Bilder sind wohl kaum als Camouflage gedacht (wenn Sie diese meinten), sondern illustrieren wohl nur, dass er sich auch in anderer, schönerer Umgebung nicht über die Misere in BOG („Bad Old Germany“) hinwegtäuschen lassen kann und will.

      MfG
      Werner Albrecht

    • Gelegentlich werfe ich auch das Florett weg und laufe davon.

  60. Che bello!
    Dieser Kommentar. Ich habe die Mille Miglia dieses Jahr „nur“ in Rom wahrnehmen koennen, aber der Charm der altne Autos (die diesne Namen, Automobil, tatsaechlich noch verdienen!) und der Charm der die Mille Miglia umgibt, war auch hier zu spueren.
    Wir Deutschen haben da leider tatsaechliche unsere Probleme, schad,e sehr schade, es ginge so viel mehr.
    Alla prossima!

  61. Neue Heimat
    Die neue Heimat der Heimatlosen und derer, die die Nation als Konstrukt so verabscheuen, ist der „Kampf gegen Rechts“. Es gibt nichts anderes, was diese vereinzelten Grüppchen untereinander verbindet. Sie sind einsam und allein, all diese Anti-Faschisten, die konservativen Muslimas, die Überguten des Juste Milieus, die Deutschland-Verächter und Bekenntnis-zum-Grundgesetz-reicht-Relativierer – sie haben ja noch nicht mal mehr Familie, unfähig zum Kompromiss haben sie sich längst mit allen aus der Mischpoke zerstritten. Es gibt kein verbindendes Element – und deshalb klammern sie sich wie Ertrinkende an ihren „gerechten Kampf gegen Rechts“, womit sie alles meinen, was ihnen auch nur ansatzweise „rechtspopulistisch“ vorkommt.

    Sie verstehen wahrscheinlich gar nicht, worum es geht. Und deshalb schreiben sie auch ständig diese hilflosen Artikel über die AfD-Wähler, wer sie sind und was sie wollen. Dass es um Heimat geht, um Identität – das kommt ihnen gar nicht in den Sinn in ihrer Welt der Parallelgesellschaften.

    Ich behaupte, dass es den Wählern der AfD aber in erster Linie darum geht – um Heimat und Identität. Denn sie sind die Ausgeschlossen der Parallelgesellschaften, ausgeschlossen in dem Land, in dem sie geboren wurden und das ihre Heimat sein sollte. Sie gehören nicht zu den russischsprechenden Frauen in den samtigen, knallfarbigen Trainingsanzügen, die ihre Kinder morgens zur Schule bringen und dann wieder in ihre SUVs steigen, die untereinander in Gruppen zusammenstehen und ausschließlich Russisch sprechen, die angesprochen nur unwillig zur Seite schauen und sich zu ein paar Brocken Deutsch herablassen – die wollen nichts mit mir zu tun haben. Und was hätte ich auch Verbindendes mit diesen Frauen und ihren machohaft auftretenden Männern? Wo ist unsere Schnittmenge? Es gibt keine Schnittmenge, es gibt nichts, was uns verbindet.

    Da sind die fundamentalistisch gekleideten Muslimas, die hier in 3. Generation leben, untereinander aber doch nur Türkisch reden und für die nur ein muslimischer Mann aus der Gemeinde in Frage kommt, denen Familie und Erdogan oder Erdogan und Familie über alles geht – was habe ich mit denen für eine Schnittmenge? Es gibt keine Schnittmenge, und sie wollen mich auch nicht dabei haben, so wie ich bin – ich müsste dazu konvertieren, mich ihnen assimilieren, dann, vielleicht, würde ich zu dieser Parallelgesellschaft dazu gehören können. Was verbindet mich mit den Arabern? Den neuen Zuwanderern? Nichts verbindet mich. Rein gar nichts. Mir fällt nichts ein, außer dem Tod, der uns alle verbindet.

    Ich könnte so fort fahren, die ganzen Parallelgesellschaften aufzählen, die die sogenannten Bio-Deutschen alle nicht dabei haben wollen, weil es nicht passt, weil diese Gruppen eine andere Heimat und Kultur leben wollen, sich abgrenzen, sich abschotten, ihre eigenen Interessen verfolgen.

    Multikulti ist doch nur ein Euphemismus für Parallelgesellschaften ohne Verbindung untereinander. Das empfinden viele Deutsche als Verlust. Und es ist ein Verlust. Und es gibt nichts, was nach diesem Verlust kommt. Oder um es mit Janis Joplin zu sagen: Multikulti is just another word for nothing left to lose.

    Danke für Ihren großartigen Artikel. Danke für das Agenda-Setting von Themen, die nur noch in Blogs aufgegriffen werden. Das ist zumindest die Freiheit des Internets. Kai Diekmann sagte einmal in einem Interview sinngemäß, die Bild mache das Agenda-Setting in der deutschen Medienlandschaft. Das ist auch vorbei. Das machen jetzt Journalisten wie Sie.

    • Nein, ich sehe das durchaus auch so: Das Verbindende lässt nach, die Atomisierung der Gesellschaft ist absolut real, und das wird uns noch enorme Probleme bereiten. Besonders, weil Politik und Medien sich auf ein kleiner werdendes Segment beschränken und nicht mitbekommen, was an den Rändern passiert. Rapmusik zum Beispiel, da werden Texte geliefert, da muss man sich wirklich wundern.

    • Das deutsche Volk ist leider am Verschwinden - Ich hoffe nur die Werte bleiben
      Es gibt heute kein deutsches Volk mehr, sondern ein ethno-soziales Kaleidoskop, dem der Markt und der Rechtsstaat die Illusion eines homogenen Ganzen geben. Der Multikulturalimus entspringt dem unehrlichen Anspruch, dass alle Kulturen gleichwertig sind und dass es keinen fundamentalen Konflikt zwischen menschlichen Kulturen aufgrund von Religion, Moral, Sittengesetz oder ethnischer Herkunft geben kann. Dieses Kartenhaus der Indifferenz und Beliebigkeit bricht gerade zusammen. So mancher Linksliberale und Apolitische erkennt nun endlich an, was dem Stammtisch schon immer klar war. Westliche und traditionell deutsche Werte sind den Werten der einwandernden Kulturen überlegen.

    • Multikulti
      der Begriff mag durchaus unterschiedlich interpretiert werden.Für mich bedeutet er eben nicht „Parallelgesellschaft“, sondern Gemeinsamkeiten trotz – nicht wegen – kulturell unterschiedlichen Prägungen. Meine besten Freunde und mein Sozialumfeld (inkl berufliches Umfeld) der letzten drei Jahrzehnte sind allesamt aus unterschiedlichen Länder, Kulturen – mein Mann ist in einem Land aufgewachsen, das gemeinhim als kultureller Schmelztiegel gilt.

      Mein „Heimat“-Begriff unterscheidet sich einfach vom ihren: er ist nicht regional-tradiert, er macht sich daran fest, dass ich praktische Gemeinsamkeiten und Zusammenhalt im alltäglichen Leben suche und finde – egal, woher jemand (kulturell, sozial oder religiös basiert) kommt.

      Das ist aber eine sehr persönliche Einstellung, und ich erwarte nicht, dass sie jeder teilt – nur, dass sie als legitime Einstellung respektiert wird (und nein, ich bin kein Grünwähler :-) ).

    • Stimmt das denn so,
      dass es früher keine Parallelgesellschaften gab?
      .
      Bis in die späten siebziger lebten die Katholischen und Evangelischen nebeneinander her, als Religion noch eine Rolle spielte, waren Mischehen verpönt, uneheliche Kinder erst recht.
      .
      Diejenigen, die CDU waren, hatten mit denen von der SPD wenig am Hut, der eine betrachtete den anderen, wenn nicht als Ausgeburt der Hölle, dann doch irgendwie als bei der Menschwerdeng vorzeitig stehen geblieben. Wenn man heute den Verlust der Volksparteien beklagt – die gegenseitige Verachtung (mustergültig hier die diffamierenden Äusserungen von CSU-Granden gegen Willy Brandt) war der Kitt, der das alles zusammen hielt.
      .
      Und dann gab es noch die Einheimischen und die Zugezogenen, die ebenfalls Distanz hielten.

    • Titel eingeben
      Ich weiß nicht, wo Sie wohnen und wo Ihr Hass herkommt („Qualitätspresse“?)) aber hier und wahrscheinlich in 99% der anderen Orte in D. gibt’s keine „russischsprechende Frauen in samtigen, knallfarbigen Trainingsanzügen“. Dafür seh ich jeden Tag deutsche Muttis in SUVs, die zweimal am Tag vom gegenüberliegenden Kindergarten ihre (nicht laufen könnenden?) Kinder hinbringen und abholen. Obwohl sie natürlich um die Ecke wohnen.
      .
      Zufall? Ich bin mit einer sehr freundlichen Russin seit 14 Jahren verheiratet, sie hat zwei Diplome, spielt Klavier und spricht drei Sprachen (ich nur zwei: D und GB. Und Volksschule).

    • @irgendwarum und irgenwoher...
      „Ich könnte so fort fahren…“

      Das glauben wir gerne, könnten sie es uns also ersparen?

    • Parallelgesellschaften...
      Man sollte es sich nicht zu bequem mit dem Begriff Parallelgesellschaften machen. Wer meint dies ignorieren zu könne, dem seien die Banlieues in Paris oder der Norden Londons zu einem Besuch zu empfehlen.
      Gerade in letzterem gibt es Teile wo sich kein Polizist mehr hinwagt und Scharia Justiz recht beliebt ist und man tatsächlcih seine eigenen Richter hat, die in „Familienangelegenheit“ zB bei allzu lebenslustige Töchtern schon mal alles weitere regelt.

      Aber bitte wer meint, dies sei in DE vielleicht ganz praktisch….

      Und Ernst Wilhelm…
      „Dieses Kartenhaus der Indifferenz und Beliebigkeit bricht gerade zusammen. So mancher Linksliberale und Apolitische erkennt nun endlich an, was dem Stammtisch schon immer klar war. Westliche und traditionell deutsche Werte sind den Werten der einwandernden Kulturen überlegen.“
      Ich bin ja bekannt dafür, kein Freund dessen zu sein was alles in DE mittlerweile als Kultur und Zivilisation verkauft werden kann und was man seit Merkel und Seehofer unter konservativ zu verstehen habe. Natürlich werden die blöden Massen immer dem Stammtisch zulaufen, ist ja eine alte deutsche Tradition, aber dass viele „Linksliberale und Apolitische“ den dümmliche Deutschlandliedsingern zulaufen, das dürfte denn doch nur das übliche Wunschdenken derjenigen sein, die immer schon fälschlicherweise meinten, ihre kurzsichtige Spiessigkeit erleichtere es ihnen zu sehen was denn „Westliche und traditionell deutsche Werten“ seien.

  62. Grazie mille!
    Seit ich Ihr Blogs entdeckt habe schaue ich wöchentlich vorbei – eine Wohltat in der eher düsteren deutschen Internet-Nachrichtenwelt die zu lesen ein gewisses Mass an Masochismus voraussetzt.
    Als Liebhaber schöner Autos erfreue ich mich an diesem Artikel natürlich besonders – schöne Bilder und dazu ein pointierter Text, chapeau! Und so nebenbei habe ich richtig Lust bekommen mir dieses Spektakel nächstes Jahr vor Ort anzusehen.
    Danke.

  63. Da capo
    Ok, eine endlose Variation desselben Themas. Haben Sie auch schon witziger und subtiler hinbekommen.

    Auf der einen Seite ländlich bajuwarische Bodenständigkeit und Einfachheit oder ländlich italienische Herzlichkeit auf der anderen Seite urbane Überdrehtheit und Intellektualität, Liberalität, Geschlechter- und Umweltsensibilität, kulturelle Vielfalt …

    Das gute ursprüngliche Deutschland erstickt an der linksliberalen hanseatischen Presse, der protestantischen Rigidität der Kanzlerin und dem Modernisierungseifer der Grünen.

    Ihre Ressentiments noch in ein paar mäßig kreative Bandwurmtitulierungen mit wahlweise den Bausteinen : gender, Islam, feminismus, Migration verpackt – fertig ist die Glosse. Ich habe da übrigens noch ein Schlagwort für Sie – Relativisimus. Das Land ist vielschichtig, die Themen mitunter komplex und nun kommen die urbanen intellektuellen Latte-Macchiato Hobby Soziologen und behaupten zu allem Überfluss, dass die kolportierten Gegensätze so gar nicht bestehen.

    Ich frage mich zum Beispiel, warum ein Neubausiedlung-am-Rand-der-Kreisstadt-Bayer, der mit dem örtlichen Schweinemastgroßbetriebsbauer abends Schafkopf spielt eher den ländlichen Raum repräsentiert als eine Gruppe kreativer junger und alter Bayern auf einem ehem. Fugger-Anwesen die nachbarschaftlich enge Bande mit den langansässigen und sicher grün-wählenden Bio-Bauern der Region pflegen?

    Schade, dass ihre Oberflächlichkeit der Vertiefung ganz interessanter Gedanken entgegensteht. Spinnen Sie doch einmal das Thema des linken Antisemitismus weiter und ergründen Sie, wo bei diesem Thema die Bruchlinien auch innerhalb der linken Gruppierungen/Parteien verlaufen? und bei gleicher Gelegenheit mal schauen, ob Ihnen hier im Forum immer noch die gleichen Leute Beifall klatschen.

  64. ZWEITER TEIL KOMMT WANN ?
    WERTER DON, beeilen sie sich mit dem zweiten teil, fahren wird teuer: der rohölpreis ist wieder über 50 $, das freut (in absteigender reihenfolge):
    die Grünen
    Russland
    Venezuela
    Iran
    die Fracker in USA
    Nordkorea

    hauptsache in guter gesellschaft finde ich !

  65. Vaffanculo-Heimat
    Wie kommt es, provocazione possibilmente , dass dieses Igitt-Wort in diesem Artikel so gehäuft auftritt. Ich dachte, das sei längst im Lexikon der grünrotalternativen Bääääh-Worte gelistet ?
    .
    Halt, im Verbreitungsgebiet der Prantelhauser Zeitung wird noch mit diesem Begriff für die gute Bergbauernmilch geworben. Gelegentlich wird dieser auch als Werbespruch deutschlandweit gestreut, per Stimme von Gerd Antoff(?) (das ist der Scheffe Dr. Claus Reiter von der Kriminalrätin Eva Maria Prohacek, Sie wissans eeh). Als Randnotiz können wir uns merken: diese sog. „Heimatmilch“ wird z.T. in Tschechien noch einige Cent billiger als auf den Wiesen von Oberammergau oder auf dem Klostergut Ettal aus den Eutern glücklicher EU-Normmengenkühe gezogen.
    .
    Ach Gott Heimat, das gab es mal bei Edgar Reitz, bei revanchistischen und von der Szene bereits unter Brand stets angegifteten Heimatvertriebenen, sogar die Bundeswehr unterhielt einst „Heimatschutzbataillone“ * in denen die Reservisten eingeplant waren. Ich z.B. sollte dort, lang, lang ist´s her, als Luftraumbeobachter Auge-Ohr, ausgerüstet mit Fernglas und Funk feindliche Flugzeuge ansagen welche die „Heimat“ bedrohten. Als dann, viele Jahre später, Transportflugzeuge der NVA voller adipöser* NVA-Offiziere (*so sagten mir Ehemalige) die Heimat überflogen um sich hier ein Bild des Gegners zu machen, zuckte nicht nur der Zivilist zusammen, aber vergebens. Es kam noch schlimmer, siehe Bennozzo Gozzolis „Anbetender Engel“.
    .
    Wie die bösen Worte Ne**r, Mo*r, Zi****er, sowie alle Speisen als Wortkombinationen. Jägerschnitzel sind allerdings weiterhin auf den Speisekarten drittklassiger Restaurants zu finden. In Tübingen, gleich neben dem Rathaus von dem Palmer-Boris soll sich eine Konditorin zwar nicht weigern auf althergebrachte Bezeichnungen zu verzichten, dafür aber den besagten Produkten noch viel peinlichere Signets zu geben (Sie wissans eeh).

    * neuer Korrektsprech: Regionale Sicherungs-und Unterstützungskräfte.

  66. "Das Große Schweigen"
    Alles bloß nicht Heimat.

    Vorallgäu. Oberschwaben. Europa. Erde. Planetensystem unserer Sonne. Milchstraße. Wo ist nur Deutschland geblieben.

    Nein, Heimat war sie nie, diese BRD.

    Es wird ja immer mehr im Jetzt gelebt. Da ist kein Platz für Geschichte.
    Wo kommen wir her – wo gehen wir hin.

    Schon vergessen, dass Erbe aus Weimarer Republik und jenem unsäglichen was danach kam.
    Reduziert auf einen verlorenen Krieg. Auf ein Fieber aus Fanatismus. Ausgeburt eines wahnsinnigen Führers und vieler kleiner Männer.

    Betrogen ums „liebe Vaterland“. Betrogen durch leerer Hülsen Lügen und vergifteter Muttermilch.
    Gesäugt durch das „Wirtschaftswunder“, dass es nie gab.

    In Spanien nannte man es „Das Große Schweigen“.
    Diese Sprachlosigkeit. Das „Nicht sprechen“. Nein da war nichts. Kein Vater. Nicht wirklich.
    Zu vieles war wohl seit dem Oktober 1944 im Kurland-Kessel geblieben – die Unversehrtheit von Körper und Seele.

    Genau, darum geht es. Um das Schweigen. Und, um das Schweigen über das Schweigen.
    Es ist die verlorene Generation. Der Bruch zwischen Generation und Generation. Der Bruch zwischen Vater und Kind.
    Kein weitergeben. Kein lernen. Kein Verstehen. Keine Liebe. Keine Heimat.

    Kein Deutschland. Kein Deutschland über alles.

    Es wurde denazifiziert in Deutschland. Verdrängt. Der Wurzelstock des Gedanken Heimat ausgerissen.
    Keine Heimatlieder mehr gesungen. Was war – war schlecht. Der Auftritt des neuen Deutschland.

    Aufschwung, Aufschwung über alles.

    Keine Seele. Kein wachsen des Bewusstseins. Konsum und Lügen.
    Deutschland wurde aus kranken Bruchstücken neu moduliert. Kein lernen. Kein Verstehen. Geschichte neu geschrieben. Eine Lüge wird geboren. Aus Trug und falschen Versprechen. Kein gesunden der Seele.

    BRD. BRD. BRD. BRD. BRD. BRD. BRD. BRD. BRD. BRD. BRD .BRD. BRD. BRD. BRD. BRD. BRD. BRD.

    Ja – Es schmerzt in den Augen!

    Zuckt man nicht unwillkürlich zusammen wenn man diese Zeile sieht.
    Kommt da nicht vielmehr Angst auf. Fühlt man sich nicht eher bedrängt durch eine unsichtbare Gefahr.
    Ein alter Schmerz der tief sitzt. Nicht eine warme Geborgenheit, sondern ein abgestossen sein – wie von einem kalten Herz.

    Meine Heimat hab ich mir neu erschaffen.
    Bei meiner eigenen Familie. Meiner Frau und ihrer Familie. Meinen schönen Töchtern. Heute wandle ich als Mensch über die Erde. Spüre, dass ich Teil dieses blauen Wunders Erde bin. Ich weiß, es ist nur eine kurze Spanne – doch es ist meine Reise!

  67. Auch nach AfD Standard ein echter Europäer
    @tommy – das ist eine schwierige Frage, die Sie da aufwerfen. Genau darüber habe ich beim spazieren gehen in Chicago nachgedacht. Ich bin gedanklich noch einen Schritt weitergegangen. In einem Starbucks, wo ich morgens eigentlich Zeitung lesen wollte, traf ich einen Iraner, der mir von Teheran erzählte und offensichtlich Heimweh hatte. Der Zeremonienmeister (ich war in Chicago zur Hochzeit meiner Tochter) war Pakistaner. An meinem Tisch saß ein junger Mann aus Shanghai. Als ich der jungen internationalen Schar beim Tanzen zuguckte, dachte ich an deren Zukunft und darüber, ob ich für den Bestand der Welt mein Leben geben würde. Dann musste ich grinsen, denn für die Zukunft Europas bin ich schon mal schwer vergiftet worden – nach AfD Standard bin ich ein echter Europäer. Ob ich ein echter Weltbürger bin, hab ich (Gott sei es gedankt) noch nicht beweisen müssen.

    • Chicago, USA
      ist, wie die übrigen USA (und Kanada) ein Sonderfall der Weltgeschichte. Die bunte Einwanderermischungskultur – mit allen positiven und negativen Begleiterscheinungen – läßt sich nicht einfach auf die uralten Länder Europas und Asiens übertragen – das klappt auch schon in Mexiko nicht mehr. Der Grund ist ganz einfach: in USA das fast gänzliche Verschwinden der ursprünglichen Einwohner – in Nordamerika meines Wissens übrigens zum grossen Teil ganz früh durch unwissentlich importierte Krankheiten, bevor die grossen Einwanderungswellen aus Europa eintrafen.

      In Mexiko mit seiner nationalen Erinnerung an die Azteken usw. hat das schon nicht mehr geklappt – auch wegen des Wirkens der katholischen Kirche, die kein Interesse daran hatte, die neugewonnen Schäfchen gleich wieder ausrotten zu lassen; das Resultat sind permanente Spannungen, wie übrigens in vielen Staaten Lateinamerikas, wo eben die Einwandererseite keinen totalen Sieg errungen hat, aber die Ureinwohner mehr oder weniger benachteiligt sind.

      Also: wenn man in Deutschland, in Europa, oder auch z.B. in China, sich einbildet, wir könnten jemals zum „melting pot“ a la USA werden, dann setzt das entweder Unkenntnis der historischen Prozesse voraus, in denen sich die heutigen USA herausgebildet haben, oder, wenn mans ernst damit meint, ein fast-Verschwinden der Urbevölkerung (nicht nur der „bösen“ Deutschen, sondern auch der „heroischen“ Briten, Polen und Franzosen, der „kultivierten“ Italiener, der „toleranten“ Niederländer und all der andern) voraus. Man könnte ihnen ja „Reservations“ einrichten?

      Summa: das Modell USA ist zwar sehr eindrucksvoll, aber schlecht kopierbar – insofern ist die Vorstellung, auch so leben zukönnen, also eine schöne Illusion.

      Mir scheint auch, der Traum vom „reinen“ Weltbürgertum aus Aufklärung und Klassik ist genauso verstiegen wie die darauffolgende „deutsch-christlich-germanische“ Ideologie der nach-Napoleonischen Zeit – die beiden bilden ein unzertrennliches Paar der gedanklichen Realitätsferne, welches schon viel Unheil in deutschen Köpfen angerichtet hat.

      Dass man ganz pragmatisch-konservativ, sich darauf bezieht, wo man lebt, welche kulturellen Einflüsse einen geprägt haben, und dass man sozusagen das „ökologische Gleichgewicht“ des Landes durch allen Wandel hindurch aufrechtzuerhalten bemüht ist – darauf kommen manche Leute einfach nicht. Entweder den Kopf in den Wolken ohne Grund unter den Füßen, oder in tiefe Löcher im „Blubo“-Boden vergraben, aber bloß kein skeptisch-realistischer und verantwortungsvoller Blick auf die Welt, wie sie ist.

    • Aus dem gesammelten Werk von Loriot:
      Ein Deutscher, ein Holländer und ein Däne sitzen in Norwegen in einem
      italienischen Restaurant. Sagt der Däne zum türkischen Ober: „Na, du alter Schwede!“

    • Multikulti wäre richtig toll, wenn alle tolerant miteinander
      umgehen könnten/würden.
      Mit einigen wird es schon einmal sicher nicht klappen, denn wenn eine Gruppe nach der Weltherrschaft strebe und danach trachtet, andere eben nicht zu achten oder gar auszuschalten kommt nichts Gutes dabei heraus
      http://m.kurier.at/politik/ausland/hamed-abdel-samad-faschistischer-islam-herr-ueber-leben-und-tod/81.207.850

    • @Thomsen
      Der „melting pot“ (heute als Konzept auch schon verpönt) funktioniert meinem Eindruck nach auch in den USA im Wesentlichen nur bei der europäischstämmigen Bevölkerung, allenfalls noch unter Einschluss mancher ostasiatischer Gruppen (also z.B. Koreaner, die teils stark christlich geprägt sind).
      Ansonsten scheint mir in den USA eine teils erschreckende Identitätspolitik vorzuherrschen…die Rassenbeziehungen zwischen Schwarz und Weiß sind immer noch schlecht (manifestiert jetzt z.B. in der „Black lives matter“-Bewegung, und identitären Bewegungen unter der weißen Bevölkerung), und neue Einwanderergruppen springen teils auf den bestehenden Diskurs auf und legen sich eine Identität als „people of color“ zu, bei der weiße Männer das Grundübel sind.
      Ein Vorbild für Europa im positiven Sinne kann das nicht sein.

    • @Thomson
      „…in USA das fast gänzliche Verschwinden der ursprünglichen Einwohner – in Nordamerika meines Wissens übrigens zum grossen Teil ganz früh durch unwissentlich importierte Krankheiten”

      Sie sind Komiker, gell?

      Hier haben sie recht: „das Modell USA ist zwar sehr eindrucksvoll, aber schlecht kopierbar“

      Da wir von Kultur reden ist das Wort eindrucksvoll kaum anwendbar, denn dort gab es niemals eine solche nach der Ausrottung der Ureinwohner durch eine Krankheit namens „rassistische weisse Mörder“.
      In Europa hingegen tauchen gelegentliche Spuren von Zivilisation auf, was es, und da haben sie Recht, unmöglich macht dem US Beispiel zu folgen.

      Und dies hier:
      „Mir scheint auch, der Traum vom „reinen“ Weltbürgertum aus Aufklärung und Klassik ist genauso verstiegen wie die darauffolgende „deutsch-christlich-germanische“ Ideologie der nach-Napoleonischen Zeit – die beiden bilden ein unzertrennliches Paar der gedanklichen Realitätsferne, welches schon viel Unheil in deutschen Köpfen angerichtet hat”….

      Ist ihnen nie der Gedanke gekommen, dass dies vielleicht nicht an den Ideen, sondern eher an den Köpfen gelegen haben könnte? Obwohl… ich ziehe die Frage zurück, nein solche Gedanken kommen ihnen nicht.
      Ich zB habe meine japanische Frau in Indien kennengelernt. Wir leben in Tokyo, München, dem Berner Oberland, auf einer thailändischen Insel und an einem australischen Strand.
      Glaube sie mir, völlig problemlos. Es kommt vielleicht ja doch nur auf den Kopf an. Was meinen sie?

      Denn die einzige kulturelle Tradition die es immer schon im weissen Amerika gegeben hat, ist der Rassismus, wir sehen es ja gerade nur allzu deutlich.
      Oder wie es Georg Carlin ausgedrückt hat:

      America is country founded by slaveholders because they loved freedom. So they killed a lot of white English people in order to continue to own their black slaves, so they can wipe out the rest of the red Indian people, and move west so they could steal the rest of the land from the brown Mexican people, so they had Nevada where they could develop their nuclear bombs and throw it on the yellow Japanese people…

    • @TDV, USA, Weltbürger etc.
      Hallo TDV,
      der Reihe nach:

      „Sie sind Komiker, gell?“

      Sie können sich ja z.B. über die Mississippi-Kultur ca 800-ca 1500 bei Wikipedia oder hier
      „http://www.indianerwww.de/indian/mississippi_kultur.htm“

      informieren – ein paar Zitate:
      „Um das Jahr 800 entstand die Mississippi-Kultur. Diese Kultur breitete sich bis Oklahoma im Westen und bis Wisconsin im Norden aus – sie umfaßte den gesamten Osten der Vereinigten Staaten.“
      „Im Mai 1539 war De Soto “ [aus Spanien] „in der Bucht von Tampa gelandet. Er hauste so im Süden, dass er ihn entvölkerte. Die Mississipi-Kultur war in ihren großen Zentren bereits auf dem Niedergang. Aber eingeschleppte Krankheiten der weißen Eindringlinge ließen es in der Mississippi-Kultur zum Chaos kommen. Durch Epidemien ging die Bevölkerungszahl stark zurück, so dass das politische und soziale Leben in dieser Kultur zusammenbrach.“
      “ Mit der Ankunft der Europäer war das aristokratische System der Mississippi-Kultur verschwunden, aber einige religiöse Vorstellungen wurden von den südöstlichen Stämmen übernommen, …“
      „Die Menschen der Mississippi-Kultur wurden Flüchtlinge im eigenen Land. “
      Darauf bezog sich meine Bemerkung.


      „Ist ihnen nie der Gedanke gekommen, dass dies vielleicht nicht an den Ideen, sondern eher an den Köpfen gelegen haben könnte?“

      Als Pragmatiker halte ich es für sehr schwer, Ideen von den Köpfen zu trennen … und die Köpfe der deutschen Aufklärung waren gar nicht so schlecht, ihre Ideen aber nicht von ihrem Umfeld (Feudalismus) zu trennen. Bis dann durch die napoleonischen Kriege der grosse nationale und demokratische Backlash in den Köpfen provoziert wurde … aber auch diese Köpfe waren gar nicht so schlecht, wenn auch natürlich „Produkte ihrer Zeit“.


      „Obwohl… ich ziehe die Frage zurück, nein solche Gedanken kommen ihnen nicht.“ Woher wissen Sie das?


      „Ich zB habe meine japanische Frau in Indien kennengelernt. Wir leben in Tokyo, München, dem Berner Oberland, auf einer thailändischen Insel und an einem australischen Strand.
      Glaube sie mir, völlig problemlos. Es kommt vielleicht ja doch nur auf den Kopf an. Was meinen sie?“

      Es kommt vielleicht auch an auf die soziale Einbindung: Wohnung, Pass, Sozialversicherung, Sprachkenntnis, Schulbesuch der Kinder, Freunde …
      Die wenigsten Menschen können dauerhaft als Kosmopoliten leben, z.B. weil das zu teuer ist.

      Zur Familie, wenn Sie’s wissen wollen:
      In meiner Familie gibt es Polen, Bosnier, in der nahen Verwandtschaft Westafrikaner, in der Familie habe ich schon mal ein gemeinsames Weihnachtsmenu für Protestanten, praktizierende Musulmanen, atheistische Vegetarier und Buddhismus-Sympathisanten zubereitet.

      Meine besten Freunde im Leben kamen aus Deutschland, Marokko, Frankreich, Mexiko, China, meine Arbeitskollegen aus aller Herren Länder, eine Zeitlang arbeitete ich mit einem Äthiopier zusammen.

      Studiert habe ich in D. und F., gearbeitet in F. und hauptsächlich D., sowie kurzzeitig in der Ukraine.

      So viele verschiedene Wohnungen wie Sie kann ich mir finanziell und auch wegen mangelnder gesundheiitlicher Reisefähigkeit leider nicht leisten.

      Das alles ändert aber nichts daran, dass ich deutsch bin – sogar norddeutsch -, in D. aufgewachsen, meine Sprache und meine Eltern deutsch sind, dass ich hier wählen gehe und dass ich mich mit diesem Land identifiziere. Das habe ich übrigens erst im Ausland gelernt … übrigens haben sich auch praktisch alle erwähnten Menschen durchaus trotz Kritik mit ihrer Heimat identifiziert ..

  68. Weiterhin alles Gute
    Werter Don,

    Danke !

    Bleiben Sie behütet.

    Wir brauchen Sie – Für viele schöne Berichte.

  69. Titel eingeben
    Die Multikulturalisten haben ihre Hochwassermarke hinter sich gelassen und sind auf dem Rückzug ins Meer des Vergessens.

    Und im Spülsaum modert ein weisser Turnschuh, ein Tütchen Gras und eine Energiesparbirne.
    Und in vierzigfünzfig jahren wirds den dann Handelnden genauso gehen, dann bin ich 92, das will ich noch erleben.

  70. Anfrage und Lob
    Don Alfonso: „Die Sache ist halt, dass die Bilder stark bearbeitet werden mussten. Es sieht jetzt zwar so aus, wie ich es gesehen habe, aber nicht so, wie es auf dem Rohmaterial ist.“

    Also, auch ich bewundere diese außerordentlichen Bilder. Als jemand, der seine Bilder auch zu bearbeiten versucht, damit sie endlich so aussehen, „wie ich es gesehen habe“ (aber selten mit diesem Erfolg): darf ich fragen, mit welchem Programm (oder welchen Programmen) Sie die Bilder bearbeiten?

    Der Text brillant:

    „Futurismus, Faschismus, Automobilismus“: diese optimistische Seite des Nationalsozialismus darf ja in der deutschen Erinnerung nicht existieren. (Existieren tut allerdings der verdrängte Schatten davon, die Tabuisierung des Optimismus.)
    „Heimat, Emotion, Vollgas“: absolut glaubwürdig, denn so habe ich die Stimmung der jungen Männer auch in Südamerika gelegentlich erlebt. Macht Spaß!
    Auch die Grünen Deutschlands als die wirklichen Gentrifizierer – dieser Gedanke war mir noch nicht gekommen, aber so ist es wohl. Denn es ist die grüne Klientel, die in die armen Stadtteile zieht, teils aus ökonomischen, teils aus kulturellen Gründen, und die dann diese Stadtteile zur Unkenntlichkeit verändert. Die sucht dann die Schuld dafür bei den bösen Hausbesitzern suchen, Hausbesitzer, die aber nichts anderes tun, als den Wünschen dieser grünen Gentrifizierer nachzukommen.

    • Automobilismus, muss man ehrlich sagen, war auch Teil des New Deals in den USA, aber ich übertreibe natürlich.

      Ich benutze Photoscape und besonders oft die Gegenlichtkorrektur.

  71. Armenische Spruchweisheit
    „Heimat, sagte der alte armeinische Chirurg zu mir, „Heimat ist da,“ und zueckte eine Zange, um einen Nagel zu ziehen, „wo die Rubelchen zu ernten sind!“.

  72. Randbemerkung, und doch zum Thema
    Das Problem vieler Linker mit Israel scheint mir weniger ein eingewurzelter klassischer Antisemitismus zu sein – man müsste ja sonst auf die meisten Kirchenväter verzichten von Marx bis Marcuse – als vielmehr Enttäuschung darüber, dass sich die „Guten“ im antifaschistischen Kampf herausgestellt haben als zähes, starrsinniges und noch dazu am Ende nach unermeßlichen Verlusten erfolgreiches, ca. 3000 Jahre altes Volk, das nicht nur an seiner Heimat und seinem Glauben festgehalten, sondern – with a little help from some friends – diese Heimat sogar teil- und schrittweise wiedererobert hat: z.B. die nationalistischen Siedler verstehen sich eben als nach 2000 Jahren mit Recht in die Heimat zurückgekehrt! Das passt für viele Linke doch nicht mehr in die heutige Zeit! Das geht doch gar nicht! Da kann es dann im Eifer des Gefechts schon mal passieren, dass man „versehentlich“ an ungute und verschwunden geglaubte gedankliche Traditionen andockt. Übrigens hat die Sowjetunion nach dem zweiten Weltkrieg eine Zeitlang auch das Projekt Israel unterstützt, bis man enttäuscht feststellen musste, dass es auch dort mal wieder nichts war mit Internationalismus und Sozialismus, und so zum erbitterten Gegner wurde.

    • @Thomsen
      Ich hab zwar für die nationalreligiöse Siedlerbewegung in Israel keine Sympathien, aber ja, Sie haben Recht, viele „Linke“ lehnen Israel ganz sicherlich vor allem deshalb ab, weil der Staat als Nationalstaat für eine ethno-religiös definierte Gruppe gedacht ist. Und das wird als nicht mehr zeitgemäßes, im Grunde verwerfliches Konzept angesehen.
      Diesen Zusammenhang werden Sie aber in Deutschland im öffentlichen Diskurs so nirgends ausgedrückt finden.

    • @tommy sagt
      Tröstlich ist, dass das Judentum diese lange Verfolgungs- und Katastrophengeschichte überstanden hat, und deshalb die begründete Aussicht besteht, dass es noch lebendig sein wird, wenn die rot-grüne Multikulti-Gender-Vielfalts-Lehre etc. längst vergessen und durch andere Ideologien ersetzt sein wird.

      Schön ist in diesem Zusammenhang Franz Werfels utopischer Roman „Stern der Ungeborenen“ von 1945, wo nach mehr als 10000 auf der Welt nur zwei geistige Institutionen die Zeiten als Diaspora überdauert haben sollen: die katholische Kirche und das Judentum. Entspricht natürlich Werfels geistig-religiöser Entwicklung. Vom Protestantismus übrigens ist dort nicht einmal die Rede.

    • Sie irren (wie gewöhnlich) beide....
      Israel-Kritiker sind zumeist keine Anti Semiten und Grund für die Ablehnung ist keinewegs, dass man ihnen eine Staat neidet.
      Man muss schon sehr viel Eigenartiges im Kopf haben um so zu absurd denken.
      Es geht bei der Israelkritik einzig und allein um diejenigen, denen man das Areal mit Gewalt weggenommen hat, und denen auch jetzt 50 Jahre spätere man mehr und mehr davon mit Gewalt wegnimmt.
      GLauben sie wirklich wenn man es mit Figuren wie Sharon zu tun hat und seinen „staatsbildenden Massnahmen“ in Shabra und Shatila, dann kommen normale Menschen auf die Idee die Qualität eines Staates wie Isarel ganz toll zu finden?

    • @TDV
      Bei Ihnen haperts aber schon ein bißchen am Leseverständnis? Weder Thomsen noch ich haben geschrieben, dass „Israelkritiker“ per se Antisemiten seien, nein, es ging um linke „Israelkritik“, die aus einer generellen Ablehnung von Nationalstaaten gespeist ist.
      Macht ja nichts, vielleicht lesen Sie ja beim nächsten Mal genauer, und können Ihren üblichen keifender-Besserwisser-Reflex unterdrücken.

    • Israel
      Das Problem der Kritik an Israel liegt generell an der weltweiten Verfolgung der Juden, die es den Tätern, insbesondere den Deutschen, mehr oder weniger verständlich unmöglich macht, deutlicher zu werden, ohne sich sofort dem Vorwurf des Antisemitismus ausgesetzt zu sehen. Daß Antisemitismus begrifflich falsch ist, sei nur am Rande erwähnt.

      Daß mit dem Landraub bedarf vielleicht noch einer näheren Betrachtung. Die Israelis sind ja Palästinenser, Araber. Der Staat Israel existierte bereits von 1200 v. Chr., spätestens aber seit der Gründung Jerusalems 1000 v. Chr. bis ca. 700 v. Chr. und dann noch einmal für ca. 100 Jahre vor Christus. Die erste Staatsgründung dürfte als legitim anzusehen sein, sieht man Staaten als legitim an. Aber wie das immer so ist, Krieg und Vertreibung trafen dann auch die Israelis, vor der bis heute gültigen Neugründung des Staates 1948 war das Gebiet zuletzt Teil des osmanischen Reiches. Am Recht der Israelis auf einen eigenen Staat als Palästinenser und Araber kann aus heutigem Verständnis der geschichtlichen Entwicklung eigentlich kein wirklicher Zweifel bestehen. Sie haben nie, so wie Deutschland, freiwillig auf ihr ursprüngliches Staatsgebiet verzichtet.

      Noch am Tage der Staatsgründung kam es zur Kriegserklärung seitens der Nachbarstaaten. Seitdem kämpft Israel dort um seine Existenz.

      Richtig ist, daß Israel sein Staatsgebiet im Rahmen der Kriegshandlungen ausgedehnt hat, aber das ist ja als Folge von Kriegen wohl keine Ausnahme. Vielleicht hätte sich das zu Anfang sogar noch rückgängig machen lassen, heute scheint mir das ein abwegiger Gedanke zu sein. Insbesondere, da das Existenzrecht Israels immer noch bestritten wird. Aus diesem Grunde gibt es auch keinen realistischen Grund, an ein Ende der Konflikte zu glauben. Die Frage, wer sich in diesen Konflikten wie verhält, ist rein akademischer Natur, wie immer in Kriegen. Nur die Anerkennung des Existenzrechtes Israels kann diesen Dauerkonflikt beenden.

      Was Kritik an Israel betrifft, so bedeutet die im Endeffekt immer, das Existenzrecht Israels zu bezweifeln, muß daher zwangsläufig auf den Vorwurf des Antisemitismus hinauslaufen, da ein Untergang Israels wieder in Verfolgung und Völkermord enden würde. Wer, wie Israel, permanent angegriffen wird, wobei der Beginn der Angriffe nachweislich nicht durch Israel erfolgte, hat jedes Recht, sich dagegen zu wehren.

  73. Tolle Fotos!
    .. Und wie immer ein anregender Text!

    Auch ich reise gerne nach Italien, mein Eindruck ist, dass es Italien mit eigener Währung wirtschaftlich deutlich besser ginge. Dann würde sie regelmäßig abgewertet wie früher….das harsch prima funktioniert mit der Lira.

    @ Tommy
    Ja, entscheidend wird sein, ob sich Europa abschotten kann. Sonst werden wir eine Völkerwanderung wie zum Untergang des weströmischen Reiches erleben, als sich die dekadente römische Gesellschaft nicht zu wehren wusste. Es wird allerdings nicht 300 Jahre dauern.

    Machne machen auch den Vergleich zur „Eroberung“ Amerikas durch die Europäer.

    • Dass der Euro zu hart ist für Italien, sagen hier auch viele. Und man kann nicht ausgeben, was man nicht verdient.

  74. Das sind sehr seltsame Rennräder ?!?
    …wie mir scheint.

  75. "Ich hoffe nur die Werte bleiben"
    @Ernst Wilhelm, 26. Mai 2016 um 10:57 Uhr

    Die Erosion westlicher und traditionell deutscher Werte wird schon sehr lange, und nicht zu Unrecht, beklagt. Nicht jeder ist dabei so streng wie Hermann Hesse, dem es, was nicht verwundern kann, dabei besonders um Sprachliches ging.
    In einem Aufsatz von 1930 mit dem Titel „Notizen zum Thema Dichtung und Kritik“ heißt es “ … ich weiß nicht, ob dieser Zustand (es ging um unliebsame Kritiker) für die Nation einen Schaden bedeute: für ein Volk mit bescheidenen literarischen Ansprüchen, wie es das deutsche ist (in welchem auf zehntausend noch nicht einer kommt, der in Rede und Schrift seine eigene Sprache wirklich beherrscht, und wo man sowohl Minister wie Universitätsprofessor werden kann, ohne Deutsch zu können) – für ein solches Volk ist es vermutlich belanglos, dass es ebenso ein Kritikerproletariat gibt, wie ein Ärzte- oder Lehrerproletariat.“

    Hesse konnte nicht ahnen, dass sechsundsiebzig Jahre später eine Sprachwissenschaftlerin in dem deutschen Intelligenzblatt für die gebildeten Stände ein sprachliches Juwel wie das folgende würde veröffentlichen dürfen:
    http://www.zeit.de/online/2006/40/deutsche

    Wenn er’s denn geahnt hätte, er hätte das „Glasperlenspiel“, in dem der Chronist aus der Perspektive des Jahres 2200 gnädig auf die von Hesse kritisierte Epoche zurückblickt, wohl trotzdem geschrieben („jetzt erst recht!).

  76. Titel eingeben
    @gast 15:16 danke

  77. Stad, Land, Fluss - und die Antifa (und die Jugendweihe)
    Sehr geehrter Don,

    eine tiefe Verneigung für diesen sehr schön geschriebene Text. Wie das wohl heute ankommt, dass „Dem deutschen Volke“ am Reichs- und Bundestag (dass es einen sehr viel älteren Reichstag gab, wissen die wenigsten, und wie dieser den stetigen Landfrieden schuff – das ist ja der umfänglichere, aber unwichtigere Teil der Geschichte). Ist das völkisch (Grenzen sind ja auch nur woanders schlimme, überfällig Relikte, nicht auf der Krim).

    Stadt, Land, Fluss: Da habe ich ein paar Schmankerl für Sie: siehe auch Anhang Bildmaterial: „Antifa-Demo in Höckes Wohnort – Eine einzige Dorfbeleidigung?“ http://www.mdr.de/nachrichten/politik/regional/bornhagen-demonstration-100.html

    In der Bildstrecke dann ein bei den Demonstranten (aus z.B. dem richtig „guten“ Göttigen) gefundenes Flugblatt, dass zur Hälfte gegen Dörfler geht. Von unreifen Städtern, die jeden Tag ihre frischen Lebensmittel haben wollen und bestimmen wollen, was Antifa ist.

    „Es höckert, es rammelt – Thüringen ist versammelt! – Dörfer sind scheiße – ihr seid die Beweise!“

    Dorffeindliche Parolen auf Bild 3 von 6: http://www.mdr.de/nachrichten/politik/regional/bornhagen-demonstration-100.html

    Und dann siehe man dazu das Video bei Youtube, bei dem der „Lauti“ des Demozuges zu sehen ist: https://www.youtube.com/watch?v=8rX-Qx-GGDQ
    Da weht dann die US-Flagge. Ehrlich, erinnern wir uns: Das war früher auf keinem linken Zug so. Die US-Flagge stand für US-Imperialismus, Vietnamkrieg und vielen Opfer.

    Und nun tauchte sie schon vor einer Weile bei den „Antifa“-Gegendemos in Erfurt auf. Und wenn man den von Ihnen verlinkten Brandbrief der unreifen Hallenser (das ist ja, was ich mit Kulturrevolution meinte – das wurde auch von jugendlicher Überheblichkeit getragen) ließt, dann ließe sich deren Argumentation auch so ausbauen, dass USA eine notwendige Schutzmacht Israels ist (in dem viele mosaischen Glaubens leben – mehr wohl, als in Israel, so wie in Chicago fast mehr Polen leben, wie in Warschau). Und die EU ebenfalls. Und damit ließe sich dann jeder Protest gegen oder jede Kritik an USA und EU (und Nato) als antisemitisch nutzen… Schräg.

    Vielleicht sollte man noch wissen, dass die parteinahe Organisation der Linken (wo der Gysi nun die Kurve kriegen will, nachdem ihnen die Wähler weglaufen und er ja selbst im Herbst begrüßt hatte, dass weniger Deutsche geboren werden, weil ja so weniger Nazis geboren würden: https://www.youtube.com/watch?v=xzufi09oF80 ), die „Helle Panke“/Rosa-Luxemburg („Die Freiheit ist immer die der Andersdenkenden“ – war schon vor der Wende und dem berechtigten „Wir sind das Volk“, ‚das ihr vertreten und für das ihr sprechen wollt‘ ein sehr beliebter Slogan) ihr Sommerfest groß mit Laurie Penny feiert: http://www.helle-panke.de/topic/188.sommerfest.html . Da kann man sich doch prima abgrenzen (oder es denen nicht überlassen – wie man sich entscheidet).

    Gysi hatte jüngst, wie Gauckler, dem Volk abgesprochen „Wir sind das Volk“ zu benutzen. Sicher, der durch Partei- und Politämter stinkereich gewordenen Gysi (auch aus einer wohlhabenden Dynastie stammend, und mit privelegierter Kindheit – sein Vater war eine einflussreiche Berühmtheit in der DDR) hat keinen Kontakt mehr zu den Rängen, für die er traditionell kämpfen sollte.

    (Ulkig: http://www.berliner-zeitung.de/berlin/mit-gysi-im-restaurant-menue-1–weil-s-billiger-ist-10673674 )

    Danke für die neulich gebrachte Definition von Klassenkonflikt. Wollte Ihnen noch mitteilen, dass es dies sympathischte Definition ist, welche ich je dazu las.

    Habe Sie das hier nicht verpasst? http://www.welt.de/debatte/kolumnen/das-echte-leben/article155617093/Diese-zwei-Fragen-muss-man-jedem-Wutbuerger-stellen.html

    So einfach kann man die Welt sehen. Wirklich, die Debatten sind fast überall ergiebiger, als die Artikel dazu. Das auch, wenn man sich gar nicht in den aufgeworfenen Fragen entscheiden kann oder muss… Man lernt Sichtweisen und Argumentationsmuster, und erlangt weitergehende Quellen.

    Nur zur Egänzung…
    http://www.thueringer-allgemeine.de/web/zgt/politik/detail/-/specific/Herr-Hoecke-das-Dorf-Bornhagen-und-die-Fiesen-von-fern-1206389876

    Ach übrigens: Einen der Piloten meine ich ja erkannt zu haben. Aber der hier: ist’s nicht der Jan Bürger, von der Zeit und der klasse Formation „maybebob“, die auch schon mal in der Türkei gesperrt waren: https://de.wikipedia.org/wiki/Maybebop#2002.E2.80.932012 (scheint ja auch sonst ganz auf der Sonnenseite: Schreibt Bücher, und ist überall erfolgreich – tja, dann braucht man auch erst mal keine Millionen im Portfolio.

    Noch ein Wort zur Jugendweihe: Im Osten hat sich das nicht umsonst etabliert (im Gegensatz zu andrem). Die Leute wollen gern den Eintritt ihrer Jungen ins Erwachsenenalter begehen, und alle Kinder, die das mitmachten, wollen das auch. Das ist ja nun ohne dümmliches Geloben auf die sozialistische Gesellschaft, sondern eher eine schöne Feier.

    Die Kirchenfürsten sind eben woanders stark (und nutzen die Chanchen, wie früher): http://www.domradio.de/radio/sendungen/gottesdienst-fronleichnam/not-sehen-und-handeln-woelki-fordert-fronleichnam-mehr (man könnte gehässig fragen, wo denn der Schutz auf hoher See war und wo er hierzulande gebraucht würde – aber das ist nicht opportun und ertragreich).

    Vielen Dank für das Lesevergnügen, und die schönen Worte zur Heimat. Und die schönen Fotos (ständig!) – meine Verehrung – azur

    • Dem heimatlos Ausgegrenzten aus Thüringen im Mutterschiff-Forum
      ein weiteres Willkommen (mit gnädiger Erlaubnis) …bei Don.

  78. PS:
    Text eingeben

  79. Titel eingeben
    …nicht dass sich wieder die germanischen Stämme gen Süden in Bewegung setzen wie vor 1500 Jahren,ich befürchte das, wenn Sie weiter so verklärt von Italien schreiben. Obwohl sich im Moment ja eher ein Gebietstausch mit den Syrern anbieten würde. Dann wird da erst mal richtig aufgeräumt, aufgebaut und dann sitzt man schön in der Sonne. Soll der Syrer mit Kälte, Regen und den halbverrotteten Autobahnen glücklich werden.

    • Wir gleichen uns gerade an. 700.000 junge Migranten ohne Job werden uns de facto in eine Jugendarbeitsosigkeit wie in Italien treiben.

  80. Heimat?
    Ein wunderbarer Text. Traumhafte Bilder. Kluge Kommentare. Danke für das alles.

    Aber ein sehr schmerzendes Thema für einen Nachkommen heimatvertriebener Ostdeutscher, auch noch 71 Jahre après coup. Ja, Ostdeutscher, also Deutscher aus Deutschland jenseits der Görlitzer Neisse. Und an dieser Stelle komme bitte niemand mit dem sinnfreien Argument, „wir“ (wer soll das sein, wir?) hätten doch den Krieg begonnen. Die Breslauer trugen nicht mehr Schuld als die Bochumer, ganz zu schweigen von den Bayreuthern.

    Also: Jeder, der sich seiner Heimat gewiss wähnt, sei zu kluger Vorsicht gemahnt. Aus blauem Himmel zuckt der Blitz. Haltet leichtes Gepäck bereit!

    Im Übrigen gibt es in Europa viel Tröstliches.

    Zum Beispiel den EU-Pass, der es mir ermöglicht, mich jederzeit in unsere alte Heimat (da ist es schon wieder, dies Wort) zu retten, falls die hiesigen Gutmenschen weiter zu fluten wünschen. Der dortige polnische Pfarrer ist nicht nur meines Jahrgangs und schon deswegen ein guter Mann, sondern hat auch sämtliche Innenwände des Pfarrhauses mit (horribile dictu!) Waffen behängt und brennt den besten Walnusswodka diesseits von Eden.

    Und außerdem sind sich die Europäer viel ähnlicher als mancher glaubt. Die angeblich so lebenskünstlerischen Italiener haben schon vor einem knappen Jahrhundert Bugattis geschmiedet, welche noch heute problemlos die Mille Miglia herunterdonnern. Die hundertprozentig technikaffinen Deutschen aber haben vor drei Jahren ein Premiumauto zusammengeschustert, in dem gestern eine Warnleuchte aufstrahlte. Blick ins Bordbuch: „Abgasmanagement defekt.“ Ein Audi! Ein Auto aus dem VW-Konzern! Abgasmanagement defekt! Sage niemand, die Deutschen seien weniger leichtlebig als die liebenswerten Italiener. Heimat? Where are you?

  81. Heimat und Nation feiern - Ach, warum nur immer so schwere Themen ...
    Und dann diese Verquickungen. An Hitlers Volkswagen und Autobahnen hat ja auch niemand Anstoß genommen, beide wurden und werden gefeiert – solange ihre Entstehungsgeschichte nicht allzu positiv erwähnt wird. Und dann erst die Silberpfeile und der Nürburgring, die grüne Hölle, nationale Denkmäler, wer wollte das bestreiten. Noch wird die Nationalhymne nicht auf türkisch gesungen. Zwar kann man unter Heimat, Nation und Geschichte quasi alles zusammenbringen, aber es wundert mich dann schon, wie Mille Miglia und Israel, Feministinnen und Grüne so zu einer heimatlich-nationalen Mixtur werden.

    Und vor allem frage ich mich, ob das wirklich alles so zusammenpaßt. Was ist denn mit so einem Zugewanderten, voll integrierten und deutscher als deutsch seienden Neudeutschen, der Deutschland als seine Heimat, als seine Nation betrachtet? Gilt für den die Gnade der späten Geburt oder die Sippenhaft? Wieviel Generationen braucht es bis zum Biodeutschen?

    Also wirklich, mit Heimat kann ich ja noch etwas anfangen, solange Heimat meinen persönlichen Lebensbereich bzw. den meiner Familie betrifft, aber Nation? Nation, der Begriff allein schon gleicht einer Zwangsjacke, die ich mir nicht freiwillig anziehen würde. Nation ist Spaltung auf allen Ebenen und in vielfacher Hinsicht. Heimat dagegen kennt keine Spaltung, es sei denn durch die Nation. Nation ist Willkür, ist Grenze, Abgrenzung, kein Grund zu Stolz, nicht einmal im Sommermärchen. Denn die Leistungsträger der Nation haben mit der Nation oft nichts mehr gemein, die sie feiert. Nation war gestern.

    Was ist das nur mit dem Stolz auf Leistungen der Anderen, auf die Nation? Ist das der Ausgleich für den eigenen Minderwertigkeitskomplex? Oder ist das das Mittel zur unverdächtigen Manipulation? Wollen wir wirklich, daß andere auf uns stolz sind, weil wir denselben Paß haben, oder wollen wir Bestätigung für unsere Leistung, ganz unabhängig von Paß und Nation? Wollen wir freie Menschen sein, oder Gefangene einer Nation?

    Ich kann und will das nicht verstehen. Und bevor ich mich noch in der Art von TDV artikuliere, mein Blutdruck weiter steigt, lasse ich es lieber.

    Nur noch soviel. Auch ich erfreue mich an Technik, Kunst und Kultur, unabhängig ihrer Herkunft und Schöpfer/innen. Ich freue mich, wenn „meine“ Fußballmannschaft gewinnt und auch wenn „unsere“ Nationalmannschaft gewinnt, wenn der Bessere gewinnt. Aber stolz bin ich nur auf das, was ich persönlich geleistet habe. Wenn das Verklemmtheit bedeuten soll, ja, dann bin ich wohl ganz bewußt verklemmt.

    • @Otto Meier - Nation usw.
      Nehmen Sie’s nicht so schwer – die Nation ist wie ein Club oder eine Eigentümergenossenschaft, und wenn man dazugehört, hat man sozusagen einen 1/80 Mio – Anteilsschein, der einem den Aufenthalt, das Arbeitsrecht, das Wahlrecht und mehr oder weniger Zugang zur Sozialen Sicherung verschafft, dafür darf man dann ne ganze Menge Steuern zahlen. Manche dieser Rechte und Pflichten gelten auch für Auswärtige und Anwärter auf die Zugehörigkeit – aber ein vernünftig funktionierender Club bestimmt selbst die Eintrittsbedingungen, wazu gehört z.B. die Beherrschung der deutschen Sprache.

      Da unser Club – die Bundesrepublik Deutschland – ziemlich gut funktioniert, kann man sich schon ein bisschen solidarisch damit fühlen, und sich darüber freuen. Viele haben auch durch ihre Arbeit dazu beigetragen – warum sollen sie nicht auch etwas Stolz empfinden?
      Dass die Wirtschaft floriert, ist doch nicht allein Merkels und Schäubles Verdienst …

      Jedenfalls, wenn in unserem Haus das Dach leckt, wird die Reparatur auch von der Eigentümergemeinschaft beschlossen, und die Kosten auf alle Mitglieder verteilt, nicht nur auf diejenigen, die unterm Dach wohnen. Ohne Solidarität der Mitglieder geht mit der Zeit jede Gemeinschaft kaputt.

      Über die geschichtlichen Wurzeln Deutschlands kann man verschiedener Meinung sein. Mir gefällt weder des Geschrei der Nationalisten, noch das Gequake der Antinationalen. Und von der Begrifflichkeit der Nazi-Propaganda sollte man sich langsam verabschiedet haben … die haben doch nicht die deutsche Sprache geschaffen, sondern nur versucht, sie zu hijacken und zu vergewaltigen (s. Klemperers LTI).

      Die Regierungsform der Demokratie und die nationalstaatliche Organisation sind eng miteinander verflochten – wer die Nationen abschaffen will, wird auch auf die Demokratie verzichten müssen – Imperien vertragen sich schlecht mit Volksherrschaft. Und wenn eine Gesellschaft sich nach einer Revolution oder Abspaltung demokratisch organisiert, dann wird sei eben zur Nation (z.B. amerikanische Unabhängigkeit). Eine wirklich demokratische, föderale EU könnte nur funktionieren, wenn man sie als Organisationsform einer „europäischen Nation“ etablieren könnte. Offensichtlich sind wir (noch?) nicht soweit.

      Also: keine Scheu vor dem Begriff „Nation“, und keine mythische Überhöhung! Freuen Sie sich lieber darüber, dass Sie, wie ich vermute, dazugehören.

    • Keine Scheu vor dem Begriff
      Vor dem Begriff der Nation habe ich keinerlei Scheu, Herr Thomsen. Er bezeichnet letztlich nur eine mehr oder weniger gut funktionierende Verwaltungseinheit.

      Ob Menschen mit Niedrigeinkommen, lebenslang der Alimentation bedürfende Arbeiter oder Arbeitslose, Behinderte oder sonstwie Benachteiligte wirklich stolz auf die Nation sind, wage ich jedoch zu bezweifeln. Wenn ja, haben die wohl etwas nicht richtig verstanden, nämlich den Sinn einer Gemeinschaft, Sinn und Zweck einer Gesellschaft. Solidarität – wo sehen Sie die in ausreichendem und doch durchaus möglichen Ausmaß?

      Sind Gesellschaft und Gemeinschaft wirklich eine Frage der Zahl der Mitglieder? Was hat Nation mit Imperium zu tun, außer der Frage der Herrschaftsform? Warum ist Demokratie nur in Verbindung mit Nation denkbar? Was sagen dann internationale Hilfsprojekte oder das internationale Kapital darüber aus? Was kümmert die die Nation?

      Daß Europa nicht zu einer Einheit zusammenwächst, die Nationalstaaterei nicht überwindet, sich selbst zerstört, das soll ein Argument für die Existenz der Nation sein? Das Gegenteil ist der Fall.

      Würde die Menschheit gemeinsam zum Wohle aller handeln, dann wäre das ein Grund für alle Menschen, darauf stolz zu sein. Die Nation und ihre Mitglieder haben keinerlei Grund dazu, solange der Reichtum einer Nation noch auf der bewußt herbeigeführten Armut einer anderen Nation beruht.

      Die Nationen werden der Menschheit noch soviel Probleme bereiten, daß sie sich am Ende selbst zerstören werden. Bleibt nur zu hoffen, daß der Rest der Menschheit, so es ihn dann noch gibt, daraus zu lernen, imstande ist.

  82. ich finde es ein wenig drollig...
    …von einem italiensehnsüchtigen teilzeitexilanten belehrungen über das ach so mangelnde heimatgefühl der deutschen zu lesen…

    zur liebe -auch zur heimat- gehört einiges mehr als vordergründiger stolz:
    dazu gehört verstehen wollen, akzeptieren und integrieren von widersprüchen -was in deutschland nun mal nicht einfach ist, aber durchaus gelingen kann.

    • Deshalb geht der zweite Beitrag üm die deutscheste aller Lösungen: Die ausrottung.

  83. Herzig
    Selten so einen schönen, von ebenso fantastischen Lichtbildern begleiteten, Artikel über die Freuden des Lebens gelesen, Ew. Liebden!

    Man hat das verbleite Benzin förmlich gerochen. „Wie auf einer Kartätsche …“ – klasse !!!

    Lebensfreude – ohne auf Anderen herum zu trampeln – zu zelebrieren, das gelingt uns ‚Teutonen‘ ja traditionell schlecht.

    Liegt an den fehlenden Sonnenstunden.

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