Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Autonome in Berlin und Brüssel

| 364 Lesermeinungen

Ihr habt die Macht, uns gehört die Nacht
aus einem Bekennerschreiben der Revolutionären Zellen, 1995

Es mag sein, dass es nur der Versuch einer Schikane gegen die Bewohner der Rigaer 94 ist, wenn in den besetzten Räumen eines Treffpunkts der autonomen Szene und einer Werkstatt Asylbewerber untergebracht werden sollen. Wenn die Räumung für Migranten ein Test gewesen sein sollte, wie weit Berlins linke Szene zum Zusammenrücken bereit ist, ist er in gewisser Weise gelungen: Die geplante Einquartierung quittierte die Szene zuerst mit Demonstrationen. Dann verabschiedete die Mehrheit der Bezirksverordnetenversammlung Friedrichshain-Kreuzberg eine Solidaritätserklärung mit den Besetzern und kritisierte den für den Polizeieinsatz zuständigen Innensenator Henkel. In der Nacht begannen dann massive Ausschreitungen, und bei Indymedia erklären Unterstützer, dass sie bereit sind, alle Mittel einzusetzen. Was damit gemeint sein dürfte, sah man beim Anschlag auf ein Polizeiauto. Wie sich der autonome Terror für Bewohner anfühlt, kann man hier nachlesen.

brue

Aber vor den brennenden Autos steht die Solidarisierung der Lokalpolitiker von Grünen, Linken und Piraten.

Das ist vermutlich noch nicht einmal in diesem Bezirk der Mehrheit der Bewohner zu vermitteln, von denen angenommen werden darf, dass sie ihren Kindern nicht zwingend ausgebrannte Autos auf dem Weg zur Schule zumuten wollen.

In den Landesparteien scheint nach meiner Recherche auch niemand bereit zu sein, den Kollegen von derartiger Solidarität abzuraten, wenn gegen Bürgerämter und Kollegen anderer Parteien vorgegangen wird. Ich schaue mir die Sache nun schon etwas länger an, so als Betroffener, der zu weit im Süden wohnt, als dass ihn mehr als Drohungen und Internettrolle erreichen könnten. Damit scheint man in Berlin leben zu wollen. Es ist eine ganz eigene Vorstellung von Demokratie und Rechtsstaat. Zusammen mit dem Wunsch der Grünen Jugend, deutsche Fahnen und Patriotismus madig zu machen, zusammen mit den Beschimpfungen des Landes als Kaltland muss man wohl konzedieren, dass die Einschätzungen einer wünschenswerten staatlichen Organisation in Deutschland sehr pluralistisch sind. Von No Borders, No Nations, 100% Erbschaftssteuer und bedingungslosem Grundeinkommen bei Abschaffung der staatlichen Repression bis zu eben jenen konservativ-reaktionären Zuständen, unter denen ich lebe, und die meine Wünsche einer Anpassung an Aufklärung und Säkularismus als links auffassen.

brua

Ein weiterer Akteur ist die EU, die von dieser Linken wegen ganz ähnlich aggressiver Verhaltensweisen massiv kritisiert wird. Eine EU, die es gerne den Lobbyisten recht macht, und deren Profiteure sich dann wie ein Haufen Randalierer benehmen; Steuertricks in Irland, Niederlanden und Luxemburg, die Bankenrettung, in der die Bankster die deutsche Nationalhymne anstimmen, Geheimverträge wie CETA und TTIP, die über Europa kommen wie eine Gruppe Autonomer in der Nacht, undurchsichtige Strukturen, die nicht ausgeleuchtet werden wollen, Vorgaben wie Gender Mainstreaming, die von irgendwelchen demokratisch nicht direkt legitimierten Gremien empfohlen und eingeführt werden, oder jüngst der Versuch von Frau Hohlmeier, europaweite Netzsperren durchzusetzen, und dann noch ein Herr Öttinger als Digitalkommissar, der die Daten der Menschen als Wirtschaftsfaktor und nicht als Recht der Selbstbestimmung betrachtet: Man muss nicht allein die Glühbirne betrachten, um zu erkennen, dass die EU zu weit von der Willensbildung des Souveräns entfernt agiert.

Auch in Brüssel sitzen Autonome. Auch diese Autonomen agieren überstaatlich, ohne Rücksicht und ohne Interesse, sich für ihre Taten vor dem Volk zu rechtfertigen. Am Ende gibt es eine Wahl, bei der eine Art grosse Koalition wie bisher weiter macht. Wie man bei den TTIP-Verhandlungen sah, respektieren sie auch keine nationale Parlamente. Es wird Staatsknete verteilt, das bedingungslose Grundeinkommen ist auf europäischer Ebene in einigen Bereichen längst da, und mit der Flüchtlingskrise hat sich nun auch gezeigt, dass die EU in einer Haftungskrise steckt: Auf der einen Seite die Kommission und Merkel, die ihren Willen innerhalb von Europa gegen die Nationen erzwingen wollen, auf der anderen Seite nationalstaatliche Lösungen auf dem Balkan, die dann prompt funktionieren.

bruc

Beide Seiten, Linke und Brüssel und ihre Verbündeten, lehnen Patriotismus spätestens dann ab, wenn er sich und seinen Willen behauptet. Deutschland hat sich inzwischen mit brennenden Autos in Berlin und Anschlägen auf die AfD arrangiert, die Briten – bis gestern angesichts der Umfragezahlen noch als Verteidiger gegen den Populismus gefeiert– werden jetzt als Nationalisten in den Boden geschrieben. Besonders die Alten, die übrigens die Swinging 60ies und 68er repräsentieren, sollen sich was schämen, der Jugend den Weg zu verbauen. Brüssel und Linke vergessen einen Moment eigentlich unüberwindliche Gegensätze und sammeln sich zu einer Querfront gegen Nationalismus. Das kann man tun, Prinzipienlosigkeit und Flexibilität sind in Bürgerkriegen schliesslich die Grundtugenden von Warlords und Condottieri. Es sind nur, und darauf möchte ich hier verweisen, beides nicht die Gruppen, mit denen man sich im Bayerischen Oberland sehen lassen sollte. Da bietet keine breite Front einen Alternativentwurf zum Nationalismus an. Zwei radikale und allseits unbeliebte Gruppierungen versuchen, patriotische Gefühle und Zweifel an problematischen und so nicht gewünschten Entwicklungen zu diskreditieren. Oder unpassend abstimmenden Alten gleich das Wahlrecht einzuschränken, wie es hier Mario Sixtus, ein Auftragnehmer des Gerontokratensenders ZDF, öffentlich andenkt.

Mir und vielen anderen normalen Bewohnern der glücklichen Zone könnte es egal sein, denn egal ob unter der CSU oder unter Brüssel: Wir sind die besseren Kreise. Wir haben Europa gesehen und schätzen es sehr. Wenn am Wochenende in Waakirchen ein grosses Schützentreffen unter Einschluss unserer früheren Sklaven aus Österreich stattfindet, dann sieht man auch, dass über 1000 Jahre zurückreichende Konflikte heute beigelegt sind. Aber in all unseren Regionen ist die Linke schwach. Sie klammert sich an die grossen Städte. Auf dem offenen Land mag niemand Brüssel:, und der Patriotismus macht hier keinem Angst: Im Gegenteil, die Leute wissen, dass kleine, überschaubare Strukturen funktionieren können. Wer das nicht berücksichtigt, wer darüber hinweg walzt und denkt, er könnte einen anderen Kurs verordnen, bereitet erst jenen das Feld, die dann den Nationalismus anbauen. Es wird hier, das darf ich öffentlich versichern, niemanden geben, der vor einem Graffiti der Rigaer 94 oder vor der Tasse von Juncker ehrerbietig den Hut zieht.

brud

Rational betrachtet könnte man auf die Idee kommen, dass es noch nicht zu spät ist, und die Siege und Niederlagen des Brexitlagers, der FPÖ und demnächst auch von Le Pen knapp ausfallen. Für die Mehrheit, die gute Demokraten akzeptieren sollten, muss man nicht jedem Bierdimpfl nach dem Mund reden. Es würde reichen, denen Garantien für ihren Lebensraum und ihre freie Entfaltung zu geben, die, um es mit Lampedusa zu sagen, genau wissen, dass sich alles ändern muss, damit alles so bleiben kann, wie es ist. Das Versprechen, dass kein Stein mehr auf dem anderen bleibt, wenn die jeweilig begünstigten Horden durchziehen, ist keines, das jemand unterstützen würde, wenn er seinen Hauskredit abbezahlt und nicht in die nächste Mietwohnung einer anderen Stadt ziehen kann. Die Berlinbrüsseler Haltung, man wisse schon, was gut für die anderen ist, wird hier nicht vollumfänglich geteilt, ja sie stösst sogar auf Ablehnung. Händchenhalten vor dem Brandenburger Tor ist da nicht mehr als eine Flucht vor einer Realität, in der man eigentlich ganz gut leben kann, und die sich viele auch genau so wünschen, selbst wenn der Grillabend zum 125-jährigen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Schaftlach weniger netzwirksam sein mag.

Es gibt, einfach gesagt, eine riesige Diskrepanz zwischen dem, was Menschen von ihrem Leben gern hätten, und dem, was ihnen dafür als politischer Lösungsansatz offeriert wird. Bei uns brächte man dringend Wohnungen für sozial schwächere Mieter – gebaut wird für Migranten, von denen die meisten aber nicht ihre Zukunft im Oberland mit 6 Monaten Winter sehen, auch wenn sie das neue Integrationsgesetz dazu zwingen sollte. Das wird von oben so bestimmt, die Bundespolitik macht das bei uns, und Brüssel mit den Osteuropäern. Das kann man machen, wenn man so alternativlos ist, wie Brüssel bis gestern gewesen ist, oder so unkontrollierbar wie die Verbrecher aus dem Umfeld der Rigaer 94.

brub

Privat glaube ich, bei aller Sympathie für die Ideale Europas und der Linken, dass sich dort alles ändern muss, und trotzdem nichts bleiben kann, wie es ist. Es muss ganz schnell anders werden, sonst endet die EU wie der Warschauer Pakt. Es sind noch genug nationalstaatliche Strukturen da, um diesen Zerfallsprozess glimpflich verlaufen zu lassen, und ob ich zur Oberschicht Deutschlands oder Europas gehöre, ist mir egal, solange ich nur einen Platz im Biergarten finde. Das Problem ist nicht der Nationalismus, sondern der immense Raum, der sehenden Auges und unter Begleitung des lobpreisenden Medienchores dem Nationalismus überlassen wird.

Und dass man in Berlin schon als Nazi gilt, wenn man das nicht linientreu so aufschreibt, und hier vielleicht wieder ein Troll mit NDR-IP auftaucht.

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364 Lesermeinungen

  1. Brexit wäre wohl anders gelaufen mit einem Abstimmungsmodus nach Lebensalter ...
    …. Anzahl der Stimmen = 100 – Lebensalter.
    .
    Jetzt treiben halt die GB-Alten die EU-Jungen in die Auswanderung. Aber vielleicht wird ja doch alles auf der Insel so schön „wie es früher einmal war“ (ich kann mich blos seit den 70ern gar nicht erinnern wann es in GB jemals schön gewesen sein sollte, um dort zu leben).

    • Schotten weg, Öl weg ...
      … und Cornwall beharrt auf die Zuschüsse, die halt jetzt aus London kommen sollen, wobei die City sich auch absetzen will.
      .
      Good morning Small Britain!
      .
      Hei welch ein Spass – es geht endlich wieder rund!
      Vergesst bei all der Unterhaltung bitte nicht Brüssel schleunigst den Geldhahn zuzudrehen….

    • Themenn bis Sommer 2018.

    • Historisch kann man wunderbar belegen,...
      … dass es stets dann zu katastrophalen Verwerfungen kam, wenn die reife Lebenserfahrung zurücktrat und den grünohrigen Besserwissern und Bessermachern das Feld überließ.
      Hätte doch z.B. angesichts der chinesischen Kulturrevolution mal das „greise“ China die jugendlichen Heißsporne in einem Referendum in ihrem „fortschrittlichen“ Enthusiasmus aufgehalten.
      Wären doch bei uns mal die „alten“ Physiker und Ingenieure, die noch in den Genuss einer tatsächlichen Schulbildung und eines echten Studiums gekommen waren, aufgestanden, und hätten sie den bekifften Langhaarschmuddeln und ungeduschten Ökotruschen GANZ ruhig und besonnen erklärt, dass eine „Energiewende“ mit lustigen Windmühlen und Spielzeugsolarmodulen ins ökonomische und zivilisatorische Desaster führen wird. (Bin ich der einzige, der bei der „Energiewende“ immer an den „großen Sprung nach vorn“ denken muss???)
      Von den zahnbespangten Teenagern, die Teddybären für eine essentielle „Flüchtlings“-Versorgung halten sei an dieser Stelle auch mal gnädig geschwiegen…
      NEIN, was wir wirklich brauchen ist eine Heraufsetzung des Wahlmindestalters auf 40 Jahre. Damit würden die ganzen dümmlichen Flausen und irrwitzigen Spinnereien wirksam aussortiert. Und das wäre angesichts der unbarmherzigen Realität dringlichst geboten!

    • Bei manchen Beiträgen hört ich sowas wie „Es zittern die morschen Knochen“ durch.

    • Altland und Kaltland
      Ich muss mal fragen: was haben heute und gestern alle mit diesem Junge haben so abgestimmt, Alte so?

      Sind wir in einer Welt aufgewacht, in der junge Menschen klüger sind und alte Menschen Punktabzüge für ihre Grundrechte bekommen? Warum denn? Weil Unreife und Impulsvität die Kriterien sind, nach denen wir unser Gemeinwesen organisieren? Weil der Rest der Bevölkerung jungen Menschen alles schuldet? Weil es ab morgen keine Partysemester in Barcelona, keine Billigflieger und kein Roaming gibt, weil UK aus der EU austritt?

      Mein Gegenvorschlag, falls junge Leute so nutzlos und doof sind: Wahlalter rauf auf 25. (Bin 42, falls jemand fragt.)

    • Die Jungen, die wählen gingen, waren halt diejenigen, die wunschgemäss entschieden haben. Bei allen anderen wird es schwer.

    • Alter = Erfahrung
      Jahrtausendelang galt die Erfahrung und überlegtheit, die mit dem Alter kommt, als Garant für weise und richtigen Entscheidungen. Warum heissen wohl viele Parlamente noch heute Senat?
      Die Herabsetzung des Wahlalters auf 18 Jahre war einer der größten Fehler des vorigen Jahrhunderts; viel Unsinn wäre Deutscland und den anderen Nationen erspart geblieben, hätte man diese Öffnung hin zu Überschwang, Unerfahrenheit, Beeinflussbarkeit und Impulsivität nicht gemacht.
      Aber sobald das Volk den selbsternannten Vordenkern nicht mehr zu Willen ist, werden demokratische Prinzipe (Gleichhei der Stimmen) bedenkenlos über Bord geworfen.

    • Entmündigt die Alten!
      In Finnland hat eine tollkühne neoliberale Politikerin sich öffentlich darüber Gedanken gemacht, wie man ältere Menschen, die der Gesellschaft zur Last fallen, sanft in den ewigen Schlaf befördern könnte, als eine gesellschaftliche Entlastung der jungen Generationen gegenüber, die um ihre Zukunft betrogen werden, weil die Alten nichtsnutzig geworden sind und zu viel Geld kosten. (Dass die jungen Leute in einem Land wie Finnland meistens mindestens einen Eigenheim, oft auch noch ein Sommerhäuschen und ein Motorboot und einen PKW erben, darüber redet in dem Zusammenhang natürlich niemand. Das Erbe nehmen die Altersbasher mit Kusshand entgegen, oder.)

      Kein Wunder, dass die restliche Welt, in welcher alte Menschen respektiert werden, von westlicher Dekadenz reden. In dieser Hinsicht würde ich denen 100% Recht geben.

      Die Ächtung der älteren Generation ist nichts als eine marktradikale Kampfansage an all diejenigen, die als Humankapital keinen optimalen Arbeitsertrag mehr erwirtschaften, sondern zum Kostenfaktor geworden sind. Und wenn sie ein Leben lang noch so geschuftet haben bzw. einen wertvollen Beitrag zur Gesellschaft geleistet haben, Kinder großgezogen und deren Studium finanziert haben, für ihre Altersversorgung gesorgt bzw. ihr Leben lang in die Sozialkassen eingezahlt bzw. gespart haben, womöglich immer noch arbeiten oder z.B. Enkelkinder hüten, wird von ihnen geredet, als ob sie nicht mehr ganz zurechnungsfähig wären und nichts zu sagen haben sollten.

      Das Altersbashing, zu welchem das Volk auch durch die Medien angestachelt wird, ist das dümmste Phänomen auf der neoliberalen Agenda der umerzieherischen Maßnahmen zur Umgestaltung der Gedankenwelt und des Wertekanons der westlichen Welt. Das Dümmste, weil die Konsequenzen von Altersdiskriminierung irgendwann jeden Menschen einholen werden, jeden, es sei denn, er stirbt jung oder wird nach den Vorstellungen der irren finnischen Politikerin rechtzeitig sanft eingeschläfert, sobald er nicht mehr seine Kosten trägt, unabhängig davon, auf wie viel Nachlass die Erben sich freuen können.

    • Naja, da siet man halt, wer in Sachen Erben nichts zu erwarten hat. Das schreiben sozial Benachteiligte.

    • Putzig!
      Sie sind also auch auf das Bashing der Alten hereingefallen?

      Wenn man sieht das bei der Abstimmung die Wahlbeteiligung bei den jungen unter 25% gelegen hat (laut eng. Presse), also 3 von 4 aller jungen Briten was besseres zu tun hatte, kann man da schon mal laut Lachen.

      Auch interessant ist, das alles was zwischen 18-24 Jahren alt ist als jung in die Statistik rein zählt und unter „Alte“ werden dann Pensionären also 65-90+ rein gezählt.
      Auf der einen Seite also 6 Geburtsjahre und auf der anderen Seite 35 Geburtsjahre+.

      Und natürlich fällt es keinen in den Qualitätmedien auf . *lach*

    • Köstlicher Mathematiksophismus
      Richtig wäre u. a. mit Blick auf Lebensalter, Reife, Erfahrung, Skepsis gegenüber haltlosen Versprechen, fehlender Naivität etc. die Formel …

      100 + Lebensalter

      Wer wann und wohin auswandert, wird sich zeigen. Vorderhand zieht es mehr junge Kontinenttaleuropäer nach GB als junge Briten auf den Kontinent. Weil’s in GB so grässlich und in DE so schön ist?

    • Man könnte genauso fordern: Jeder dumme Gedanke einen Peitschenhieb. Das wäre dann für diese Leute auch kein Spass.

    • Oh oh oh, der Peitschenhiebe viele:
      «Ich würde zurück zum Wahllokal gehen und fürs Bleiben stimmen, einfach, weil heute Morgen die Realität deutlich wird», sagte eine Studentin am Samstag dem Sender ITV. Ein anderer Brexit-Wähler sagte der BBC: «Ich dachte nicht, dass meine Stimme allzu viel Gewicht haben würde, weil ich geglaubt, habe, wir würden sowieso bleiben.»

      Heute abgedruckt im Focus.

    • Das gehört zum neuen „Wir hätten beinahe Moskau erobert“-Mythos.

    • Soylent Green - die ueberleben wollen
      Im Jahr 1972 gedreht – spielt im Jahr 2022 (also in 6 Jahren) – die Alten werden eingeschlaefert und zu Proteinkeksen, die Hauptnahrung, verarbeitet.

      Wenn das die Zukunftsvision der Jungen fuer die Alten werden sollte >>> „never surrender“ – dann werden die „grauen Panther“, die alten, weissen Maenner, eben zeigen, dass das nicht so leicht gehen wird…wird sehr haesslich…hilft aber der Natur…weniger Menschen, vor allem im Reproduktionsalter…

    • Das ist ein lustiges Argument :-).
      Grünspechte ohne jede Lebenserfahrung, mit begrenztem Verstand und mehr Indoktrination als Bildung erklären alle über 50 für senile Volltrottel. Nun ist das ja nix Neues – so dachte die Jugend schon zu allen Zeiten. Neu ist nur, dass die weitgehend linksliberalen „Qualitäts“medien Deutschlands diese jugendliche Naivität als ernsthaften Debattenbeitrag in den Ring schmeissen.

      Ich könnte mich kringeln vor Lachen. Das Beste an diesem neuen Spin? Er wird den EU-Gegnern neue und weitere Leute zutreiben. Keine Ahnung davon, wie Menschen ticken. Und deshalb auf der Verliererstrasse.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Ich sage nur Ponader und Schramm.

    • Raum-Zeit-Paradoxon
      „…. Anzahl der Stimmen = 100 – Lebensalter“ …?

      Denken wir den Milchmädchengedanken doch konsequent zu Ende: Bis die Zukunft eintritt, über die die Jungen stellvertretend für die Gesamtbevölkerung zum Zeitpunkt X ungestört von den Alten ihre Zukunftsentscheidung treffen sollen, sind die Jungen längst selbst zu Alten geworden, so daß sich ihre Meinung dann in eine „alte“ Meinung gewandelt haben wird. Dann können sie sich bloß noch selbst in den Hintern beißen, weil sie mit ihrem dann vorhandenen Wissen zum Zeitpunkt X anders abgestimmt hätten.

    • Dieser Abstimmungsmodus
      hätte 2014 zum Austritt Schottlands aus UK geführt. Wahlrecht ab 16. Soll doch Schottland jetzt austreten, dann hat die EU einen weiteren Problemfall und England bräuchte Schottland nicht mehr subventionieren. Schottland hätte austreten können, als die Ölindustrie noch richtig Geld brachte, jetzt ist es zu spät.

    • Ja,das bleibt lustig.

    • Wahlalter
      Bei Heraufsetzung des Wahlalters auf 40 wuerde sich der Stimmenanteil der Gruenen und der AfD verdoppeln. Viele der Dummheiten, mit denen wir uns gerade herumschlagen duerfen, kommen von den Alten, auch wenn der gute Don das vielleicht nicht wahrhaben will. Schlucken, Alfons ….

    • Ich hasse alle Menschen unterschiedslos gleich.

    • Tststs
      „Bei Heraufsetzung des Wahlalters auf 40 wuerde sich der Stimmenanteil der Gruenen und der AfD verdoppeln. Viele der Dummheiten, mit denen wir uns gerade herumschlagen duerfen, kommen von den Alten,“

      Na wenn Sie sich da mal nicht täuschen!
      Zumindest was die Parteibücher angeht sind AfD und Grüne mit 50 bzw 49 Jahren im Altersdurschnitt die jüngsten Parteien.

      Bei den Linken tummeln sich die Alten (60er Schnitt) knapp gefolgt von den CDU und SPD (59er Schnitt).

    • Bis zur letzten Frau
      Worum geht es gerade im Wort zum Sonntag. Eine junge Pastorin Predigt über Brexit und, dass schon bei Paulus stand, ja, keine Ahnung was, wahrscheinlich, dass Volksabstimmungungen nur OK sind, wenn das
      Richtige dabei raus kommt. Die Pastorin ist kaum älter, als das gefühlt richtige Wahlalter, also passt schon.

      In allerdings kann ich mich aus meiner ganzen Zeit bei dem Konkurrenzverein, Messdiener und all das nicht an die Bibelstelle erinnern, die sagt: Schulden müssen vergemeinschaftet werden und wenn das scheitert, dann scheitert Europa und wenn Europa scheitert, dann usw.

    • Priester. Naja.

    • Ich habe sogar noch einen fun fact vergessen:
      Es sieht so aus, als seien die Jüngeren überproportional einfach zu Hause geblieben. Ey, Jungs und Mädels – sogar zu faul dazu, Euch wenigstens an einer Abstimmung zu beteiligen, aber hinterher rumheulen? Mann, Mann, Mann – mit freundlichen Grüssen an den ZEIT-Autor, der über alte Säcke räsonnierte und das besser an seine Altersgenossen addressiert hätte.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Brav, brav...
      „Ich hasse alle Menschen unterschiedslos gleich.“

      Man kann nicht die Wahrheit und die Welt zugleich lieben.

      Übrigens, die „morschen Knochen“ sind weniger ein Problemn wie „verkalkte Gehirne“.

    • Demokratie?
      Mit welchem Recht wollen Sie älteren Mitbürgern weniger Stimmgewicht zubilligen? Nur weil sie nicht die Meinung vertreten, die Sie gerne hätten? Sie sollten sich schon mal mit den elementarsten Grundlagen der Demokratie befassen.

  2. Wer glaubt, dass die EU sich ändert,
    – insbesondere die EU-Kommission – der kann auch einem Frosch empfehlen, seinen Teich abzulassen. Da ändert sich nichts, denn wer sägt schon an dem Ast, auf dem er bequem sitzt?

    • Das ist geeeenau das Problem:
      In der EU sind zu viele beamted, die nach ihrer Abschaffung im realen Leben *niemals* eine Chance auf Beschäftigung hätten: Dampfplauderer, Sozialwissenschaftler (ich nehme Historiker hier explizit aus) und anderes Mensch.
      Die werden sich bin zum letzten Atemzug dagegen zur Wehr setzen, daß man sie aus Ihrem bequemen Sessel (der in Brüssel mit allerlei unberechtigten Zuschlägen garniert wird) schmeissen will.

      Aber vielleicht (Wahrscheinlichkeit > 0) …… geschehen noch Zeichen und Wunder…

    • Armut schändet nicht, die Uranbergwerke kann man auch mit Schäufelchen und 80Cent-JJobs verfüllen.

    • @ STR @ Waberl
      Habe mal gehört, bei der EU sollen sie nicht nur Sozial- sondern sogar auch Wirtschaftswissenschaftler und selbst Juristen einstellen, und jeder darf sich angeblich auf die bequemen Sessel in Brüssel (laut Google Maps ganz in der Nähe der U-Bahn-Station, die neulich in die Luft geflogen ist) bewerben. Googeln Sie mal „EU-Jobs“ oder sowas ähnliches, da muss es doch was zu holen geben.


    • Uranbergwerke verfüllen
      Die haben doch alle Rücken. Das können die doch garnicht.

  3. Ist das nicht herrlich?
    War gestern früh auf dem Rückflug aus dem Urlaub, als der Kapitän das Ergebnis der Brexit-Umfrage durchsagte. Habe mich schon immer gefragt, ob jemals etwas so weltbewegendes während meines Fluges passiert, dass es durchgesagt wird.

    Kirsche auf der Torte: wie die Leitartikler und andere Eliten seit gestern durchdrehen (auch auf dem Mutterschiff). Diesen möchte ich die tröstenden Worte zurufen: grämt euch doch nicht. Wenn euch das Volk nicht mehr gefällt, könnt ihr es jederzeit auflösen und ein neues wählen.

    • Mir wurde einmal der Wahlsieg Gerhard Schröders u
      Text eingeben

    • Wie es euch gefällt..
      @Solidarity7-3916, so ähnlich hat es Mutti doch schon zum Besten gegeben.. Wenn die Leute anderer Meinung sind, dann ist das nicht mehr ihr Land.

      Demokratie wird ja eh überbewertet, wie man an vielen Beiträgen sieht.

    • Titel eingeben
      Machen die doch gerade.
      Oder was glauben Sie, wozu wir eine demographische Reform brauchen?

  4. KonzEdieren
    heißt das, nicht konzidieren. Das hieße gemeinsam fallen. Auch möglich
    MfG

    • gemeinsam fallen, einstürzen, zusammenbrechen - das neue Motto der EU
      concidere necesse est – so vielleicht?
      MfG

  5. Von Berlin über Duisburg Marxloh zum Münchener HBF
    Mordbrenner in Berlin? Die Öffentlichkeit gewöhnt sich daran! FOCUS titelt gestern

    „NRW-Staatssekretär besucht „Roma-Slums“ in Duisburg.“

    Heute, nach sieben Woche wieder daheim, erstaunt mich die SZ mit dem München-Teil:

    „Die Drogenkriminalität am Hauptbahnhof wird zum ernsten Problem.“

    Im September noch klagte mein Bericht über die „Hauptstadt des Irrsinns“
    http://n0by.blogspot.de/2015/09/munchen-hauptstadt-des-irrsinns.html
    Neun Monate später steht zum Dealer-Drogen-Problem am M-HBF in der SZ heute:

    „Fast 500 Dealer haben die Polizisten in den vergangenen zwei Jahren überführt. Und fast alle waren Asylbewerber.“

    Gegen die schleichende, doch signifikante Verelendung ihrer Städte haben die Engländer ihr Brexit-Example statuiert – mehrheitlich Alte, die auf dem Land leben. Wer nach Jahrzehnten die Orte seiner Jugend besucht, wer dabei bemerkt wie Stadtteile zu Slums mutieren,

    http://n0by.blogspot.de/2016/05/rhein-ruhr-ruinen-sozial-verelendender.html

    wer die Lebensbedingungen der Menschen in Dritt-Weltländern wie Indien oder Marokko gesehen hat, der bezieht Stellung. Gegen Linksunten-Antifanten und für Brexit-Sympathisanten. Immer unter der Voraussetzung, man lässt sich seine Existenz nicht von Asyl-/Sozial-Industrie bezahlen.

    • @ nOby, jetzt bitte keinen Defaitismus produzieren,
      Duisburg wurde erst kürzlich als „gelungenes Integrationsprojekt“ dargestellt. Prost Mahlzeit, mein Kommentar dazu….

  6. Ich wäre für einen BaWüxit
    BaWü könnte locker als unabhängiger Staat existieren. Alternativ könnte man auch noch die Bayern dazu nehmen und Süddeutschland gründen. Dann wären wir die die Idioten in Berlin und Brüssel endlich los.
    Eine Alternative wäre noch, der Schweiz beizutreten… falls die uns habe wollen… dann hätten wir eine zumindest habwegs seriöse Währung anstatt des Euro. Schweiz + BaWü + Bayern wäre ein nicht zu unterschätzendes europäisches Machtzentrum.

    • Nein Danke - BaWü kann man bald vergessen.
      Das dauert dort höchstens noch ein paar Jahre und die Grünen haben den Status von BW dem Status NRW angepasst.
      Das fängt beim „Verbessern des Bildungssystems“ bereits an. Die Indoktrinierung der Kinder in der Schule wird dort eine Generation hervorbringen, die man einfach vergessen kann.
      „Bayern kann es auch alleine“ und wir schauen dann mit einem Lächeln auf unsere grünregierten Nachbarländer, die mit dem Finger auf uns zeigen — weil wir an allem schuld sind.

    • Betörende Idee,
      da die Schweizer aber alle Deutschen unter „chaibe Schwôbe“ (etwa: dumme Schwaben) subsummieren, sollte zuvor in einem Staatsvertrag ein neues Wort festgelegt werden. Eine Bitte: könnten die französischen Departements 67+68 auch noch dazu genommen werden ? Im Tausch mit dem ehemaligen Departement Mont -Tonnerre, la Sarre inbegriffen, aber nicht allen Linksrheinischen, Gott behüte.

    • Wir können ja mal ein wenig Länderzuschneiden üben. Ich bin immer noch für Bayern in den Grenzen von 976 und Leibeigenschaft für alle Österreicher und Tributpflicht bis zum Mittelmeer.

    • Da hätten Deine und meine Vorfahren 1866 tapferer sein sollen und/oder besser geführt.
      Text eingeben

    • Sehr gute Idee, abrrrrr....
      Da hätten Deine und meine Vorfahren 1866 tapferer sein sollen und/oder besser geführt oder die Führung nicht bestochen(anders konnte es nicht sein) . In dem Zusammenhang empfehle ich Carl Amery, an den Feuern der Leyermarck, sehr lesenswert.

      Baden hatte so tolle Leute und Ansätze 1848, jammerschade um die.

      Zur Lösung unseres Problems: Wir (BW, BY und AT treten aus allen anderen Gemeinschaften aus. Dann erklären wir der Schweiz den Krieg. Wenn die Kampfhandlungen beginnen, ergeben wir uns, die Schweiz okkupiert unser Staatsgebiet, führt die Demokratie und den Franken ein und wir sind guter Dinge.

    • inverser Exit von Berlin als failed state
      Berlin ist ja offensichtlich ein failed state, das berechtigt womöglich den Rest der Nation, Berlin rauszuwerfen…. zumindest für den Anfang könnte man den Länderfinanzausgleich einstellen, da ist Berlin mit 3,6 Milliarden Euro größtes Empfängerland und Bayern mit 5,4 Milliarden Euro größter Nettozahler …

    • An die Russen verkaufen.

    • Berlin-Russen
      Ach, komm, Don Alphonso, das wollen die nicht mal geschenkt. Von wegen kaufen … .

    • OK, legen wir Bremen mit drauf.

    • Europaeisches Monopoly
      Tausche: Berlin gegen London
      Tausche: Bruessel gegen Edinburgh
      Tausche: NRW gegen Schottland
      etc.

    • @Don Alphonso: Länderzuschneiden
      Man muss sich schon an den heutigen Grenzen orientieren. Alles Andere gibt Zankerei.

    • @Gamskampler: AT
      Austria könnte man natürlich noch dazu nehmen. Als Tor zum Osten hin. Dass die Ösis pragmatisch sein können, haben sie mit der Grenzschließung ja bewiesen. Und die Osterweiterung der EU war ja prinzipiell keine blöde Idee, sondern nur falsch auf- und umgesetzt (Freizügigkeit, keine Grenzkontrrollen, etc…). Armutsmigration von da muss man natürlich unterbinden.

    • ich wäre für ein BaWüxit
      Die beste Idee, die ich in den letzten Jahren gehört habe. Toll! Da wären wir unter uns und würden uns total wohl fühlen. Das wäre wunderbar!

    • Länderzuschneiden
      Falls Dänemark die glorreiche EU verlassen sollte,
      werde ich einen Anschluss des nördlichen Schleswig-Holsteins
      an das Königreich der Dänen anregen und mich auf die Zeit vor 1864
      berufen. Es gibt hier eine dänische Minderheit und deren Partei sitzt bereits jetzt mit im Landtag.
      Die Dänen machen vieles richtig, sie haben ihre Währung behalten,
      landen auf dem internationalen Glücksindex regelmässig auf den obersten Plätzen und verfolgen eine Migrationspolitik mit Augenmaß.
      Dort käme niemand jemals auf die Idee,
      den Dannebrok zu verteufeln.
      Vielleicht hätten die europäischen Nachbarn ja auch weniger Angst vor einem Deutschland, das sich ein bisschen gesundgeschrumpft hat?

    • Aber wo tun wir die Ostreste hin?

    • Die Überlegungen gibt es auch anderswo - Schweizer Imperialismus Wir wollen Deutschland!
      Darüber hatte die FAZ in 2010 mal berichtet:
      http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/schweizer-imperialismus-wir-wollen-deutschland-1995977.html
      Und wir bekommen dann die direkte Demokratie mitgeliefert.
      Danke an Gamskampler für die Idee.

    • Ganz so schlecht ist die Idee nicht, aber ich habe Angst vor schwäbischer Dominanz.

    • @ Don Alphonso bzgl. der Ostreste
      Für meine Idee der Nord-Sezession erscheint sogleich Prominente Unterstützung von Gunnar Heinsohn, der ein Verbund der Nordländer von Hamburg bis Isand und Grossbritannien bis Russland vorschlägt.
      http://www.achgut.com/artikel/vorwaerts_aus_dem_brexit
      Wunderbar!
      Dann können wir Bremen wirklich an die russen geben, damit sie Berlin nehmen.
      Der Restosten ist ein bisschen problematisch.
      Vielleicht unter (AfD?)Selbstverwaltung stellen.
      Da gibt es Gebirge, die sich evtl als
      atomares Endlager eignete, das wäre immerhin schon mal
      ein realistisches Geschäftsmodell mit wenig Arbeitsaufwand.
      Ansonsten möchten die Menschen dort, glaube ich einfach nur ihre
      Ruhe haben. Es sei ihnen vergönnt.

    • Die Grenzen von 976
      wären auch mein Favorit. Dann wären wir die Franken los und wir hätten uns die Sahneschnittchen aus Norditalien einverleibt. Venedig würde dann vielleicht noch freiwillig dazukommen. Da wächst zusammengehört. Und die Münchner lernen dann vielleicht sogar, wie sie ihre schönen Plätze gestalten müssen.

  7. Erstaunlich, wie hier Angst vor und Wunsch nach Veränderung unter einen Hut gebracht werden.
    Es ist zwar kaum anzunehmen, daß Cameron beabsichtigte, Auslöser für dringend notwendige europäische Veränderungen zu werden, aber die Folgen des Referendums werden für ganz Europa vermutlich ziemlich gravierend werden. Ihn dafür zu tadeln, hieße, der Demokratie eine Absage zu erteilen. Das aber geschieht gerade, denn es wird mit allen Mitteln nach Schuldigen für die Entscheidung des Souveräns gesucht und in den Alten wurden sie auch bereits gefunden. Man sieht sich darin bestätigt, dem bildungsresistenten Bürger keine politische Verantwortung übertragen zu dürfen. Daß das Ergebnis der Abstimmung in den europaweit desolaten und durch politische Eliten begründeten Lebens- und Arbeitsverhältnissen zu suchen ist, wird immer noch nicht wirklich eingesehen. Denn es kann ja nicht sein, was nicht sein darf. Angesichts dessen, was von den politischen und wirtschaftlichen „Eliten“ seit Brexit an kaum noch zu übertreffendem Unsinn zu vernehmen ist, reicht ungläubiges Staunen nicht mehr aus, mein Entsetzen zu beschreiben.

    Mit viel Glück dürfen wir den Briten bald dankbar dafür sein, daß sie die Notbremse gezogen haben, wenn das auch wohl bedeutet, daß die Briten sich selbst keinen Gefallen damit getan haben.

    Was das bayrische Oberland betrifft, so wird aber auch das wohl nicht ungeschoren davon kommen. Es ist zwar unwahrscheinlich, daß dort Autonome und andere das Kommando übernehmen, aber solange Bayern sich nicht vom Rest der Republik abkoppelt, werden Berliner Entscheidungen auch dort Wirkung erzielen.

    Was sich aber tatsächlich auch am Brexit zeigt, ist, daß London, Paris, Brüssel oder Berlin die Bindung zur Basis verloren haben und die Basis sich zu wehren beginnt. Wer derart arrogant und ignorant an den Bedürfnissen und Wünschen der Menschen vorbei regiert, bekommt halt irgendwann die Quittung dafür serviert. Das Dumme daran ist nur, daß die Quittung sich dann in Patriotismus und Nationalismus erschöpft. Denn beides ist nunmal ungeeignet, die Probleme zu lösen, vor denen Europa heute steht. Der Gedanke es bräuchte Borders und Nations ist und bleibt aber falsch. Was es bräuchte, das sind mehr Direkte Demokratie und mehr Berücksichtigung regionaler Wünsche und Bedürfnisse, mehr Plebiszite. Das unter einen Hut mit globalen und nicht zu ignorierenden Herausforderungen zu bringen, das ist die politische Leistung, die in den nächsten Jahren zu erbringen ist. Isolation ist keine Lösung, war es nie.

    Ob die Antwort des Balkans auf die Flüchtlinge wirklich eine funktionierende Lösung ist, europäisch betrachtet, wage ich zu bezweifeln. Das Problem ist nicht gelöst, es hat sich nur verlagert. Nur isoliert betrachtet kann man da von einer kurzfristigen „Lösung“ sprechen, es sei denn, der Balkan verabschiedet sich ebenfalls aus der EU. Ansonsten gilt auch für den Balkan: Mitgefangen – Mitgehangen.

    Was der Beitrag jedenfalls sehr gut zeigt, ist die Vielzahl der Probleme und Baustellen in Europa und in Deutschland, die einer für alle zufriedenstellenden Lösung harren. Ob die Politik dazu wirklich in der Lage, wirklich dazu bereit ist, wage ich zu bezweifeln. Der Rechtsruck wird sich fortsetzen, einfache Parolen und Scheinlösungen werden die Oberhand gewinnen, die nationale Kleinstaaterei wird zurückkehren, Grenzen werden geschlossen werden und Europa wird in der Bedeutungslosigkeit verschwinden. Rosige Aussichten.

    • Gefallen!?
      „daß die Briten sich selbst keinen Gefallen damit getan haben“

      In Ihrer Analyse finde ich fast alles, was ich ähnlich sehe. Diesen Halbsatz finde ich etwas kurzsichtig. Weil er leider zeigt, dass in der derzeitigen Weltsicht alles auf das Wirtschaftliche starrt wie das Kaninchen auf die Schlange.

      Wir hatten gestern Betriebsausflug, und alle haben sich arrogant-königlich amüsiert über die unsägliche Dummheit der 52 Prozent. Bis ich die ‚Rule Britannia‘ gesungen habe. Da fielen alle Kinnläden runter.
      Dass ich kein Brite bin wissen alle. Ich habe dann einige Sätze gesagt zu Dingen wie Selbstbestimmung, Individualismus, und Post-Demokratie.
      Natürlich haben die Briten sich einen großen Dienst erwiesen, und in Vertretung wohl auch den anderen 26 Ländern. Weil Knete nicht zum Primat allen Denkens und Handelns degenerieren darf.
      (Deutschland schließe ich da nicht unbedingt ein, weil die Deutschen entschieden-betriebsblind ihren jeweiligen Träumen hinterherrennen, egal ob 1000 Jahren oder der Dominanz in einer europäischen Union von mehr als 500 Millionen Menschen.)

      Doch, sie haben sich einen Gefallen getan, und Millionen (vielleicht Hunderten Millionen) auf dem Kontinent.

    • Cameron - ein parteipolitischer Hazardeur
      …der ein britisch-(russisches) Roulette spielte, fuer seine lokalen, innerparteilichen Machtspiele.

      Seine potentiellen Nachfolger sind nicht besser, Boris erinnert an den russischen Boris, der sein Land (fast) zerstoerte, nur eloquenter…

    • Dann gibt es günstige Silberkannen, die nehme ich auch.


    • Ob die Antwort des Balkans auf die Flüchtlinge wirklich eine funktionierende Lösung ist
      Es könnte zumindest der Anfang einer Lösung sein.
      Es müßte aber auch ein politischer Wille hinzukommen, und, mehr als das, Umsetzungsfähigkeit.

    • Verschiedene Bürgermeister werden wegen ihrer Politik hinsichtlich der seit
      September Zugezogenen und wohl auch wegen des Geldausgebens für diese angegangen, wie verlautbart wird.
      Also doch ein wenig Protest von unten, der den „Pflichtbewussten“ Befehlsempfängern Feuer unter den Hintern macht? Nun ja, sie hatten es ja nicht leicht, die Propaganda mit Hilfe der Medien war emsig und als Nazi wollte sich auch keiner geoutet wissen.
      Schöne Zwickmühle, in die sie sich durch die liebe Frau haben bringen lassen.
      Da wird noch einiges fallen müssen, bis es neu los gehen kann!

      @colorcraze: „Es müßte aber auch ein politischer Wille hinzukommen, und, mehr als das, Umsetzungsfähigkeit.“

    • Fast hätte ich geschrieben, England ist ja keine Insel, Herr Dippel.
      „Weil Knete nicht zum Primat allen Denkens und Handelns degenerieren darf.“ Schön wäre es ja, aber in der Realität dreht sich nunmal alles um die Knete. Und das werden die Briten, bleibt es beim Brexit, auch bald spüren. Daß Sie oder auch ich das bedauern, ändert daran nichts.

    • Ist das nicht etwas widersprüchlich, colorcraze?
      Auf der einen Seite verlangen wir von den Eliten, sich wie solche zu verhalten, die Werte zu respektieren, der Doppelmoral abzuschwören, und auf der anderen Seite sehen wir gerne weg und fordern die Schotten dicht zu machen. Werte? Drauf geschi …

      Nur gut, daß es bei Millionen von Flüchtlingen, aus welchen Gründen auch immer, nicht mehr darauf ankommt, was wir wollen. So wird uns die Entscheidung leicht gemacht, auch wenn das noch nicht alle verstanden haben.

      Es ist doch erstaunlich, wie alle auf Merkel herumtrampeln, die doch genau das tut, was von den Eliten immer verlangt wird. Der Umstand, daß die Hilfe nicht uns selbst gilt, ändert daran nichts.


    • Auf der einen Seite verlangen wir von den Eliten, sich wie solche zu verhalten, die Werte zu respektieren, der Doppelmoral abzuschwören, und auf der anderen Seite sehen wir gerne weg
      Ach je, die Werte. Mir ist es lieber, einer sieht die Anforderungen der Zeit und setzt die um, als daß er in hohem Kothurn Moralen deklamiert. Letzteres mag für die Bühne taugen, aber für Vorausplanung und Einrichtung lebenswerter Verhältnisse ist es nicht ausreichend.

    • Herr Meier,
      keine Weichspüler, bitte.
      Und bitte nicht auf die Propaganda zur Einimpfung eines Anti-Referendum-Gefühles hereinfallen; Tamarisque hat das wunderbar beschrieben.

      Niemand hat die Luft aus einem britischen Luftkissen herausgelassen, so dass es jetzt langsam in der Nordsee versinken könnte. Die Engländer werden keinen Hunger leiden, es gibt fruchtbare Landstriche dort. Dass die Engländer bei der Zubereitung ihrer Nahrungsmittel fortlaufend Fehler machen, hat damit nichts zu tun.

      Es landen täglich Schiffe mit tausenden von Containern an den Häfen der EU an, die in einem Nicht-EU-Land losgefahren sind. Es gibt einen lebendigen Austausch von Waren, die dann allerdings zu den Ladepapieren auch Zollpapiere haben. Alle die billigen Teile bei den 1€-Läden kommen so ins Land. Der grösste Teil unseres Erdöls und seiner Produkte kommt so ins Land. Fast alle unsere geliebten digitalen Gadgets kommen von außerhalb der EU, Elektrogeräte ebenfalls.
      Weshalb also diese Aufregung, als bräche die Welt zusammen? Die einzige Welt die zusammenzubrechen droht ist die der überbezahlten europäischen Bürokraten. Die haben Angst, wieder für ein normales Gehalt in ihre Heimatländer zurückgeschickt zu werden.
      Deshalb machen sie diesen unglaublichen Propagandadruck, als ginge mit dem Brexit die Welt unter. Dabei können nicht einmal hunderttausende unregistrierte, unbekannte, abgetauchte Migranten die Welt untergehen lassen. Wie sollte das dann passieren können, weil man von und nach GBnew Zollpapiere beilegen muss?
      Den Leuten wird sogar Angst gemacht, sie müssten vielleicht vorher bei der Botschaft Visa beantragen. Also, ich war in 1975 in England, also weit davor, und nicht einmal da brauchte ich ein Visum.

      Verräterisch sind ja auch – wie so oft – die Meldungen der tageschau. Der DAX sei schon wieder gefallen. Und man habe Angst, der deutsche Export bräche ein. Es bedarf wahrscheinlich nicht einmal eines erhellenden Kommentares von TDV; man kann ja selbst mal anfangen darüber nachzudenken. Ein wenig mehr, ein wenig schärfer. Und dann kommt man vielleicht auch darauf, wer hier in Panik verfällt, und wem der Brexit schadet.
      Wenn mein DHL-Bote, mit seinen 12,57 € pro Stunde, brutto, jetzt allerdings Angst bekommt weil die Bankaktien ’so stark fallen‘, nein, da kann ich ihm kaum helfen. Wahrscheinlich sammelt er nach Feierabend vor dem Hauptbahnhof auch für den laufenden Unterhalt von Winterkorn.

      Natürlich wird etwas gelitten werden, z.B. von Pensionären aus GB, die sich in die EU abgesetzt haben, und zukünftig weniger Bäng for their Pound Sterling bekommen. Zusätzliche Kosten für Zoll werden einige Produkte hier oder da etwas teurer werden lassen. Aber im Vergleich zu den 20 Millionen, die ihr Land auch aufgrund einer imperialistischen Weltpolitik verlassen mussten und jetzt außerhalb ihres Landes zubringen müssen, da sind diese Prozente Preissteigerung peanuts.

      Allerdings ist eben auch noch nicht ausgeschlossen, dass man sich doch durchringt, GB für den Brexit zu bestrafen, und darauf bezog sich mein Kommentar oben eher.
      Die Moodys und Standard and Poor (man beachte: nomen est omen) haben schon angefangen.

      Und deshalb auch dieser elende Druck der Regierungschefs, den Austritt am besten schon gestern erklärt zu haben. Wenn die Bevölkerung erst einmal merkt, dass die Welt nicht dadurch untergeht, dass man sein Selbstbestimmungsrecht wahrnimmt, kommt tatsächlich eine Lawine.
      Und wenn Helmut Kohl noch einige Jahre lebt, könnte er seinem vermeintliches Lebenswerk, nämlich außer der deutschen Wiedervereinigung auch das grandiose Aufblasen der EU gegen allen Sinn und Verstand, beim Kollaps zusehen.

      Die – ich hoffe – Taktik der Briten im Moment ist goldrichtig. Sie haben 2 Jahre Zeit für Verhandlungen, die gegenseitigen Verträge zurückanzupassen, und sich auf Zollpapiere und -kosten einzustellen.
      In der gleichen Zeit können sie sich dann auch auf ihre Souveränität besinnen, und was sie davon machen wollen. Zum Beispiel die saucisse anglaise: https://www.youtube.com/watch?v=XHuKq22yXH4
      Und damit wären wir wieder oben: bei der Zubereitung britischen Essens.

      Bon Appétit!

    • Titel eingeben
      Es ist kein Widerspruch, colorcraze, den Anforderungen der Zeit auch unter Berücksichtigung der Werte, Moral und Ethik gerecht zu werden.


    • Wo ist der Widerspruch, Herr Dippel? Dennoch ist und bleibt Fakt, daß die Briten von der EU profitiert haben und der Wegfall dieses Profites sich negativ auswirken wird. Ob und wie das ausgeglichen werden kann, wird sich erst noch zeigen müssen.

  8. Jede Polemik mal beiseite - die Rechtfertigung und Begrüssung von Gewalt
    gegen Politiker, Behörden oder einfach Anwohner (Autobesitzer) aus einem beliebig herbeigeschwurbelten Grund sollte jedem Angst machen, der die Demokratie schätzt. Und sei es nur dafür, dass Macht- und Verteilungskämpfe friedlich ausgetragen werden.

    Man kann dieses Prinzip aufkündigen, als politische Partei. Dann hat man es aufgekündigt – und ich wäre mir nach einem Blick in die Geschichte nicht so sicher, ob die Linken mittelfritig die grösseren Schlägertrupps hat … Aber bitte, um das zu verstehen, muss man Erwachsener sein. Und das kann man in Berlin vielleicht nicht mehr werden?

    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • Titel eingeben
      Das ist es, was Konservative nie verstehen werden…

      Natürlich ist es sinnvoll, Dinge nur dann zu ändern wenn man sie dabei verbessert. Nur, wenn man Jahrzehnte lang zusehen muss, wie dieser Grundsatz missbraucht wird um GAR NICHTS zu ändern, dann darf man sich nicht wundern wenn sich, wie O.M. das geschrieben hat: „die Basis zu wehren beginnt!“

      Ein Staat und eine Geschaft haben die Pflicht sich um ALLE zu kümmern. Mit dem Jammern anzufangen, wenn das Aufklappen der Schere zu krass geworden ist, ist keine angemessene Antwort!
      Oder wie Don im Artikel vergisst zu erwähnen: Man muss das nicht richtig finden, aber es ist nicht allzu schwer zu verstehen, dass Polizei Autos nur in Situationen bernnen, in denen mehr und mehr Leute nicht länger gewillt sind, die „herrschenden“ Zustände zu akzeptierten.

    • Pruuust. Zuviel Ehre, lieber tdv, für ein paar verwöhnte Bürgersöhnchen,
      die wegen irgendwelcher verquaster linksautonomer Gedankenspielchen – Thoerien wäre ebenso zuviel Ehre – die Autos der Arbeiotnehmer von nebenan anzünden.

      Nein, das sind keine Vorboten einer „Gerechtigkeits“revolution, das sind schlicht Event-Hooligans. Ihr Argument zieht einfach nicht. Diejenigen, in deren Interesse diese Hooligans zu sprechen beanspruchen, würden die Linksautonomen ohne deutsche Polizei und Justiz an den Eiern aufhängen.

      Gruss,
      Thorsten Haupts


    • @TDV: Je, da überhöhen Sie die Autonomenfolklore aber schon etwas. Es ist vor allem ein Wille zur großen Geste, der die treibt, die „Theorie“ ist bloß Rechtfertigung. Praktisch ist es Nervenkitzel.
      Wir haben in Berlin noch andere Serienbrandstifter, ohne BVV-Vertreter und nicht unbedingt in den Medien auftauchend; die sind schwer zu fassen, denn sie können jederzeit schnell untertauchen. Was anzünden ist eine Sache von 5 Minuten, wenns lang dauert.

    • Hmm, wie sag ichs meinem KInde....
      Ich weiss nicht wie es ihnen erklären sol, aber ihr sogenannter Rechtsstaat den das spiessbürgerliche Mittelmass ganz verzweifelt versucht am Leben zu hlaten ist nunmmal in Wahrheit die Herrschaft der Doofen mittels Korruption über alle die eben nicht damit damit zufrieden sind, dass es „uns“ besser geht als den armen Negerkindern mit ihren Diktatoren. DIe Luet sidn gekommen und sie nwerden auch weiterhin kommen.

      Sie dürfen gern Leute die halt die Schnauze von dem Drecksladen mit seinen TTIPs und Überwachungen und Nazi/BND Mauschelein, all den noch kommendne Banken Rettungen, ihren Manövern an der russichen Grenze, wegen der „Bedrohung“ durch Putin… ach, ich spar mir den Rest. Se sind es ja, der mit der ganzen ekelerregenden Dumpfheit dieser Regierung und den Folgen die das alles haben wird, leben muss, nicht ich. Wers nicht verstehen will der muss es halt durchleben.

    • Korrekt, colorcraze.....
      Das ist alles wahr… aber eben nur die die halbe Wahrheit.

      Wenn man das weiss, warum gibt man dann solchen Typen andauernd neuen Anlass.
      Finden sie die Merkel Rregierung arbeitet zum Wohle des GANZEN deutschen Volkes?
      Finden sie, es gibt keinen Zeitpunkt zu dem ein Fass so voll sein kann, dass es anfängt überzulaufen?
      Sehen sie im Grundgesetz einen Satz der besagt, dass Ruhe IMMER die oberste Bürgerpflicht ist?
      Wenn ihnen dieser Rechtsstaat erlaubt einen Porsch Cayenne zu besitzen, dann ist es doch gut, dass es, ganz wie bei einem Rechtsstaat üblich, die Polizei die Täter ermittelt, diese dann die gerechte Strafe erhalten und sie ihren Schaden ersetzt bekommen.

      Noch heilere Welt geht nicht….

      Es gibt doch auch gute Nachrichten, nichzt nur vom FReitag auch vom Montag:

      Deutsche Bank: -8,5 %
      Credit Suisse: -9,5 %
      UBS: -7,5 %
      Barclays: -15,5 %
      Royal Bank of Scotland: -15 %
      Lloyds Banking: -9,5 %
      HSBC: -2,5 %
      Credit Agricole: -6 %
      BNP Paribas: -8,5 %
      Societe Generale: -9 %
      UniCredit: -8,5 %

      Das sieht doch gut aus, sie dürfen bald wieder ihrer staatsbürgerliche Pflicht in diesem Rechstsstaat nachkommen und mit ihrem Geld Systemrelevantes retten, weil es alternativlos ist.

      Wussten sie, dass Dank der Hilfe dieser Banken 25%(!) von allem im Umlauf befindlichen Geld, steuerbefreit über Briefkasten Frmen in schweizer Banken eingelagert sind?

      „According to a 2012 study by James Henry, a former chief economist at McKinsey who now advises the Tax Justice Network, the world’s wealthiest people salt away at least twenty-one trillion dollars beyond the reach of tax authorities.“

      Ich such den Link raus und bring ihn weiter unten dann….

  9. Gut getroffen!
    Danke für den Text, endlich ein paar Zeilen die neben dem Populismus der Leitmedien Schreiber zum Lesen einladen. Die Welt ist rund, auch wenn immer mehr beteuern das sie eine Scheibe ist und am Horizont nur Tod und Verderben lauert.

  10. Titel eingeben
    So wahr. Und auch tröstlich. Die Nationalstaaten haben noch genug Bindungskraft, um die reste EUropas aufzufangen.
    Schulden? Da hat zumindest das deutsche Gemeinwesen genug Übung. Für einen Neustart und Umstellung 1:10 oder 1: 4 Bio wird sich immer eine Mehrheit finden. Lastenausgleich mit zwangshypothek für die offensichtlich Besitzenden, alles eingeübt.

    Ein so mobiler Radler sollte die Unzen auf viele Caches verteilt vergraben. Seit fast 50 Jahren enthalten dier Notstandsgesetze eine Ablieferungspflicht für Edelmetalle.

    • Vorhandene Strukturen
      Über Youtube kann man sich gut darüber informieren, wie in z. B. Tschechien oder Polen die Migrationspolitik der EU aufgenommen wird. Dagegen demonstrieren dort auch Junge: https://www.youtube.com/watch?v=qco51zahONg

      Fakt ist, dass viele osteuropäische Staaten lange um ihr Selbstbestimmungsrecht gekämpft haben, und verständlich allergisch gegen Einmischungsversuche von außern reagieren (Polen war lange nicht vorhanden, in Bulgarien endete erst vor 100 Jahren die fünfhundertjährige Fremdherrschaft der Osmanen).

      Die modernen Staaten sind Bezugsrahmen für vieles. Ihre Staatsbürger unterliegen gemeinsamen Recht und sie zahlen in eine gemeinsame Kasse. Zudem sind die Staaten Rahmen der demokratischen Mitbestimmung. Wir wählen nicht französische Politiker (und kennen uns dort weit weniger aus, als hier), und Franzosen nicht hier usw.

      Und was ist auch so schlimm daran, wenn Menschen ein unkompliziertes und nicht übersteigertes Verhältnis zum eigenen Land haben?

      Gern liest man folgende Thesen:

      „Was waren „die Deutschen“ denn schon immer?
      Und was meinen Sie mit „schon immer“? Bis zum Vormärz gab es „die Deutschen“ ja eigentlich gar nicht. Der deutsche Nationalstaat ist ein Konstrukt des 19. Jahrhunderts.
      Ich bin Deutscher. Gleichzeitig bin ich linksversiffter, homosexueller Bluespianist.
      So was wie mich gab’s schon immer?
      Das ist ja interessant.“

      Oft aus diesen Kreisen zu hören, aber schlicht grob falsch:
      – Die deutsche Sprache wird das erste Mal 735 urkundlich erwähnt:
      „Man findet das Wort „deutsch“ in seiner lateinischen Form „theodisce“ erstmals im Jahre 786 im Synodenbericht des päpstlichen Nuntius Gregor von Ostia.“
      https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Sprache#Glottonyme
      (hier wird schon vom 4. Jh geredet: https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsch_%28Etymologie%29 )

      – und es hieß nicht umsonst „Heiliges Römisches Reich deutscher Nation“:
      „Das Gebiet des Ostfrankenreichs wurde erstmals im 11. Jahrhundert in den Quellen als Regnum Teutonicum oder Regnum Teutonicorum (Königreich der Deutschen) bezeichnet; es handelte sich aber nicht um den offiziellen Reichstitel.[3] Der Name Sacrum Imperium ist für 1157 und der Titel Sacrum Romanum Imperium für 1254 erstmals urkundlich belegt. Der Zusatz Deutscher Nation (lateinisch Nationis Germanicæ) wurde ab dem späten 15. Jahrhundert gebraucht.[4] Zur Unterscheidung vom 1871 gegründeten Deutschen Reich wird es auch als römisch-deutsches Reich oder (ab der Frühen Neuzeit) als das Alte Reich[5] bezeichnet.“ – weil wegen Österreich, die zuletzt die Reichskrone hatten, ehe diese auf Grund des Drucks Napoleons abgelegt wurde.

      (Notabene: Warum polnische Obdachlose lieber nach Berlin kommen : https://www.vice.com/de/read/wenn-du-das-runter-kriegst-ist-parfurm-trinken-kein-problem-mehr-ein-besuch-bei-berlins-polnischen-obdachlosen-989

      Und DA, zur Badekultur und Aquadukten – ein schöner Nebeneffekt: https://de.wikipedia.org/wiki/Aqu%C3%A4duktenmarmor / vermutlich kennen Sie es längst, aber vielleicht ist es für andere interessant)

      Gefährlich wird es imho auch, wenn man politische Mitgestaltungsmöglichkeiten verunglimpft. Überall hört man derzeit von wütenden Menschen, man solle weniger Nationalstaat, aber mehr Europa wagen. Das hört sich schön griffig an, nur was bedeutet es denn konkret? Dass die real vorhandenen Bezugsrahmen für demokratische Mitgestaltung, Rechtsordnungen und gemeinsamen Steuer- und Haushaltsangelegenheiten allesamt verdächtig und überflüssig wären? Sind Nationalthater und Nationalbibliotheken völkische Instrumente, wie das Grundgesetz, in dem mehrfach von dem deutschen Volk geredet wird (wie auch am Giebel des Parlaments), und nicht nur von „locals“ (der relativierende Kampfbegriff, der gegenwärtig gern von „europafreundlichen“ Aktivisten verwendet wird).

      Europa, dass ist die Dame mit dem Schwan, der Kontinent (auf dem auch vor Gründung der EU jahrzehntelang kein Krieg herrschte) und auch viele Staaten, welche nicht in der EU sind. All das ist an sich und nüchtern besehen völlig unproblematisch.

  11. Grandioser Beitrag, Don!
    Wie wäre es aber einmal auch die Charakterköpfe des EU Parlamentes näher zu beleuchten? Mit einem kleinen Schwenk auf M. Hohlmeier wurde bereits ein Anfang gemacht. Auffällig finde ich die Figur Elmar Brok, die seit 1980 im Parlament sitzt und scheinbar als Vorlage für Hape Kerkeling’s Horst Schlemmer fungierte.

  12. Titel eingeben
    Wer eine 12 jährige Tochter hat, die nichts dafür kann dass sie 12 Jahre und blond ist, wird sich nach silvesterköln ,vor die Alternative Islam oder Nation gestellt,,zu entscheiden haben.

    • Blonde Töchter
      Müttern mit blonden Töchtern (habe selbst eine)
      kann ich nur ans Herz legen:
      Kommen Sie in die Provinz. Hier gehts noch.
      Alles ist möglich, wenn man es will.
      Das Kind wird mosern, aber nur so lange, bis sie
      ihr ein Pony gekauft haben.
      Je nachdem, wie sich alles entwickelt, kann man
      vielleicht eines Tages zurück in die große Stadt,
      vielleicht merkt man aber auch, dass einem gar nichts fehlt-
      und bleibt.

    • Ich hoffe in dieser Hinsicht noch
      auf die Zivilisiertheit Münchens.
      Vielleicht reicht die oft behauptete Provinzialität dieser Stadt
      ihr in dieser Hinsicht zum Guten.
      Seufz.

  13. Titel eingeben
    Der schlechte Ruf der EU ist in meinen Augen nur teilweise berechtigt, denn ein Großteil der Arbeit der EU ist – wie bei allen guten Verwaltungen – unsichtbar. Was die Menschen sehen und sie ärgert ist, wenn die Verwaltung nicht funktioniert oder Fehler macht. Die berüchtigten Vorschriften für Gurken und Bananen? Ein Versuch zur Harmonisierung – aber harmlos im Vergleich zu dem, was Supermärkte von Herstellern verlangen. Regeln für Glühbirnen, dem Verzehr von Ponys oder Olivenölkännchen wurden von nationalen Regierungen verlangt und dann von der EU durchgesetzt.

    Aber die EU macht auch deutlich mehr, zum Beispiel ein einheitliches Patenwesen, einheitliche Zulassung von Arzneimitteln oder Lebensmitteln. Man mag über EFSA (und z.B. deren Stellungnahme zu Glyphosat wie hier diskutiert) denken wie man will – eine einheitliche europäische Behörde hat mehr Mittel und mehr Einfluß als nationale Behörden. Arzneimittel werden zur Zeit europaweit bei der EMA zugelassen – und für die Hersteller ist es wichtig, dort (und in den USA) ihre Zulassung zu bekommen; der Einfluß kleinerer Länder auf Zulassungsregeln ist verschwindend klein und dieser Machtverlust wird spürbar.

    Die EU ist ein hervorragender Sündenbock und die politische Leitung ist nicht gerade die beste Werbung – aber die EU macht eben deutlich mehr. Und auch Bayern scheint davon zu profitieren, sagt zumindest die Staatsregierung: „Um eine Erhaltung der einzigartigen Kulturlandschaft in den Alpen zu
    gewährleisten, ist die Förderung der Berglandwirtschaft durch die Europäische Union auch nach 2013 eine geradezu existenzielle Voraussetzung.“ https://www.stmelf.bayern.de/mam/cms01/allgemein/publikationen/l2_almbuch.pdf

    • Ja, aber genau das wurde nicht herausgestellt. Warum? Weil es hier um die Macht ging. Einfach um die Frage, wer anschafft. Brüssel oder London. Brüssel hat verloren, Juncker sollte gehen. Und Platz machen für fähige und unbelastete Leute.

    • Titel eingeben
      Die EU sollte das machen, was sie kann – die Zusammenarbeit zwischen den Ländern verbessern und die Aufgaben übernehmen, bei denen man einfach eine gesamteuropäische Lösung finden kann. Und das sollte sie dann aber auch offen sagen.

      Der Brexit ist sehr kompliziert, aber ein wichtiger Grund war ganz sicher das Verhalten der EU – wie eine Ihrer Kolleginnen hier geschrieben hat: der Grexit war mit allen Mitteln zu verhindern und Cameron wurde mit ein paar Brosamen abgespeist. Wenn der EU Griechenland so viel wichtiger ist als das UK, dann darf sie sich nicht wundern. Ich befürchte allerdings, daß die EU sich nicht verändern wird: Schulz und Juncker haben schon jetzt klar gemacht, daß sie die Kränkung durch das UK nicht so schnell vergessen werden.

      Nachdem ich gestern doch ein wenig die contenance verloren habe, sehe ich das heute deutlich gelassener – letztendlich gibt es genug gute Gründe für einen Brexit und auch wenn alles zunächst einmal schwierig wird, kann es auch gut gehen; den Bruch mit Rom hat England auch überstanden.

    • Kurze Korrektur
      > Aber die EU macht auch deutlich mehr, zum Beispiel ein einheitliches Patentwesen

      Gerade das ist ein Paradebeispiel gegen die EU. Gibt’s schon seit den 70er Jahren, existiert unabhängig von der EU – z.B. die Schweiz macht mit. Und von den großen
      Versprechungen der letzten Jahre („stark reduzierte Gebühren“) bleibt unterm Strich
      kaum ‚was übrig außer Nationalismen: die Zentralkammer des Gerichts wird in Paris
      eingerichtet, obwohl nur 5 % aller Anmeldungen in Französisch eingereicht werden.

    • Nur eine Seite der Medaille
      @Gux Gux:

      Sie beklagen zu Recht, dass eine Menge Regularien von zweifelhaftem Sinngehalt auf die Initiative der Mitgliedsstaaten zurückgeht.

      Allerdings ist das eben nicht nur ein „Spiel über die Bande“ – die EU ist dabei nicht passiv und ausführendes Organ, sondern macht dabei aktiv mit. Eine Kommission etwa, die sich dem viel beschworenen und auch vertraglich verankerten Subsidiaritätsgedanken wirklich verpflichtet fühlte, würde sich gegen eine solche Instrumentalisierung energisch zur Wehr setzen.

      Statt dessen haben nicht nur die Kommission, sondern sämtliche Die Organe der EU (Rat, Parlament, vor allem auch der Gerichtshof) bei solchen Aktionen stets sehr gerne mitgewirkt.

  14. Freudenhaus
    Lieber Don Alphonso,

    ich bin ja doch stets wieder erstaunt was Sie so Alles auf`s Tablett legen. Dieser furiose Rundumschlag von den Niederungen der Berliner Ghettos, bis zur großen Europapolitik.

    So ganz persönlich habe ich wenig Interesse an Berliner Stadtteilproblematiken zu verlieren, das wäre geradeso als wenn ich mir Gedanken darüber machen sollte, weshalb in Piesenkam (Tegernsee) die „Asylwohnanlage“ jetzt nicht mehr gebaut wird, sondern diese jetzt umbenannt wird in „Bezahlbarer Wohnraum für sozialschwache Bürger“ oder, weshalb der U. – der junge Afghane – aus der Tegernseer Turnhalle jetzt vor Gericht, für seine Gewaltausbrüche und Körperverletzungen als „Strafe“ psychologische Beratung erhält.

    Wenn man sich so auf die Kleinteiligkeiten der bundesrepublikanischen Sonderheiten einlassen würde, könnte man event. schnell an die Grenzen der persönlichen Belastbarkeit kommen.

    Und im Großen ist es ja nicht viel anders.

    Die vergangene Nacht war sehr aufregend für mich. Nein, nicht was Sie vermutlich denken. Es gab zwei heftige Unwetter hier, im Tessin, im Malcantone und ich war doch etwas in Sorge um mein Haus.

    Obwohl es ja an der Unwettersituation nichts ändert, finde ich es doch etwas beruhigend, wenn ich mir die diesbezüglichen Warnungen bei „Meteocentrale.ch“ anschauen kann und ich dann weiß, ob der kleine Ort hier in der direkten Zugrichtung des Unwetters liegt.

    Weshalb ich Ihnen dies erzähle? Ja, das ist so wie mit der Europapolitik und beispielsweise mit den TTIP-Verhandlungen.

    In schöner Regelmäßigkeit ist der Internetanbieter hier nicht in der Lage seine Dienste bei aufziehenden Unwettern zu gewährleisten.

    So war es heute: 4:20 – 5:30 Uhr und 9:03 – 10.09 Uhr. Jetzt wissen Sie wann hier der Teufel los war und man abgeschnitten war von Informationen, die einen wenigstens ein wenig beruhigen könnten.

    Es ist wie in der Politik. TTIP wird im Geheimen verhandelt, wie man ja auch überwacht wird oder plötzlich keine Kommentare mehr in der FAZ schreiben darf. Wer unfähig ist und die Macht zu haben glaubt, kappt einfach die Verbindungen. Das machen Internetanbieter, Medien und die Politik.

    Jetzt wird ja viel geredet über die Abstimmung der Briten. Und eine der ersten Reaktionen der Brüsseler Autokraten war ja, wie den unterschiedlichsten Medien zu entnehmen war, daß man an den abtrünnigen Briten jetzt ein „Exempel statuieren müsse, damit andere Länder nicht auch die EU verlassen.“

    So ganz nebenbei gesagt fand ich den Gedanken verschiedener Autoren ganz amüsant, wenn sie die Brüsseler Kommissare mit jenen Politkommissaren der stalinistischen Ära verglichen.

    Doch zurück zum angedachten Exempel, das es jetzt, so als Abschreckung, zu statuieren gilt.

    Auflösungen von politischen und wirtschaftlichen Verbindungen gab es ja schon früher, man denke da nur einmal an die Auflösung des deutschen Bundes, aus dem vor allem Preußen seinen Vorteil zog.

    Die Sonne scheint wieder, ich will noch zum Einkaufen und will daher zu einem Ende kommen.

    Vielleicht ist es mit dem Exempel so, welches man jetzt statuieren will, damit andere nicht abtrünnig werden und der K. das Geschäft gänzlich versauen, wie im Bordell.

    Vor längerer Zeit gab es eine Meldung im Münchner Merkur mit der Überschrift: „Bordell-Besitzer: Gewalt war Alltag“

    Da wurden Frauen in einem Bordell eingesperrt und durften es nicht verlassen und als die Geschichte vor Gericht kam, fragte der Vorsitzende Richter:

    „Wollten Sie damit nicht auch ein Exempel statuieren?“

    Und der Angeklagte Bordellbetreiber sagte:

    „Ist schon so“ – betonte aber auch, dass die Frauen nicht eingesperrt waren und das Bordell hätten verlassen können.“

    Jetzt bin ich ja doch wieder zur Kleinteiligkeit zurückgekehrt, wie Sie zu den Berliner Ghettos.

    Na ja, Alles Europa und die Frage bleibt, wer ist jetzt die Puffmutter?

    Seien Sie herzlich gegrüßt
    ObjectBe (objectbe.blogspot.com)

    • „Die Antwort würde Sie beunruhigen“

      Aber wie auch immer, ich sehe da durchaus Ähnlichkeiten: Leute nehmen sich einfach in einem schlecht überwachten Bereich die Macht und denken, die anderen müssten damit leben.

  15. Verständnis
    Man darf die jungen Menschen die sich jetzt über das Abstimmungsergebnis erregen nicht aufgeben. Die sind aufgewachsen und erzogen worden mit dem Gedanken, dass vor Schengen überall Stacheldrahtverhaue waren und die Reisefreiheit sich auf Ausflüge an die Nordsee beschränkte. Die sind natürlich anfällig für neoliberale Rattenfänger und altenfeindliche Hetze und befürchten jetzt, dass der Tunnel unter dem Kanal bald mit Beton ausgegossen wird.
    Und wenn schon ein Bundesminister für Finanzen und Eugenik überzeugt ist, dass die nächste Generation aufgrund genetischer Verarmung mit mindestens zwei Köpfen geboren wird falls man an Grenzen damit rechnen muss seinen Ausweis vorzeigen zu müssen, woher sollen die jungen Leute das dann besser wissen ?
    Aufgeklärten Zeitgenossen erscheint das natürlich vollkommen skurril, aber man muss auf die Ängste und Sorgen die sich da äußern eingehen. Es sind zwar hasserfüllte und begriffsstutzige kleine Kröten, aber es sind unsere Kröten.

    • Auf Sorgen, Ängste und Nöte der Bevölkerung eingehen?
      Wo kämen wir denn da hin?
      Auch wenn es nur ein klitzekleiner Teil der „Bevölkerung“ wäre.

      Nein – das zieht hier nicht. Hier wird beschimpft und in die Ecke gestellt, was nicht passt. Nicht mal die Ecke darf man sich selber aussuchen.

  16. Let Rome in Tiber melt
    Mutti Merkel? Rotnase Junkers? Brainy Schulz? Smily Cameron? Mädchen Hollande?

    Alle ersetzbar? Unglaublich.

    Wir brauchen jetzt ne EZB für Politiker, ein Bail out für Politiker.
    EU? Merkel?
    Too big to fail.
    Lasst uns nach dem Markt auch die Demokratie abschaffen.

    Schluss mit all dem Wahlgedöns. Eine EZM (Europäische Zentral Macht)
    beschlagnahmt alle Wählerstimmen oder/und bringt Milliarden eigener Wählerstimmen in den Wahlprozess. Solange bis die verfluchte Demokratie endlich das macht, was die Nicht-Demokraten verlangen.

    Danach machen wir das alles mit dem Recht und der Wissenschaft.

    Wir schaffen das.

    • zumindest wird es lustig.

    • We might be through with the past, but the past ain't through with us.
      Ja, man muss die komödiantischen Momente der Tragödie betonen um die Sache erträglich zu gestalten.

      bento z.B. ist da immer sehr hilfreich.

      Interessant auch, welche Differenzen aufbrechen, sobald alle weglaufen von all den Einheiten wie Europa, EU, globaler Kapitalismus, TTIP, Menschenrechte,etc.
      Allein dank Brexit haben wir jetzt den Konflikt zwischen Alten und Jungen, zwischen Briten und Europäern, zwischen London und England, zwischen Städtern und Landbevölkerung.
      Sobald es einmal in diese Richtung Differenz läuft, ist es unendlich. Das fängt man dann nur noch mittels Gewalt ein.
      Gewalt?
      Die Pro Brexit Generation Rollator kennt das noch.
      Das war bis vor 70 Jahren das, was heute Geld sein soll: Die Lösung für 99% aller Probleme.

    • ...uebrigens, die Demokratie in Deutschland ist schon abgeschaftt...
      Text eingeben

  17. 2 Autonome: Junckers und Kipping
    Der eine in Brüssel. Und der erste Kommentar von ihm war, dass er befürchte – befürchte! – es gäbe zukünftig mehr Referendien in anderen Ländern.
    Das klingt nur im ersten Moment normal. Mit minimalem Nachdenken sagt es etwas anderes: Der Mann kann nur Angst vor Referedien haben, wenn er denkt dass die Mehrheiten in den Ländern seine Politik ablehnen. Also arbeitet er offenbar unter dem Eindruck, er tue nicht was die Mehrheit der EU-Bürger will. Wow. Zurücktreten ist die einzige Möglichkeit; und unabhängig von allen Forderungen danach sollte er das tun, wenn er einen Funken Integrität hätte. Oder meint er wirklich, er sei von Gott berufen, gegen den Willen der EU-Bevölkerung zu regieren?

    In Berlin ist es mal wieder der Fehlgriff der LINKEN, der sich selbst aus dem Verkehr ziehen sollte. Seit gestern ist auch noch diese Partei – vorher auf der Kippe – für mich unwählbar. Eine Partei deren Vorsitzende sagt, dass es sich um ‚ein rassistisches Referendum‘ gehandelt habe, kann sich meiner Nicht-Stimme sicher sein.

    Aller guten Dinge sind drei, auch wenn Don Alphonso nur zwei erwähnte:
    Alle die – Entschuldigung! – Schwachmaten rechts und links, die jahrelang von einer Auflösung der Nationalstaaten faseln, der Notwendigkeit des Verschwindens von Grenzen, einer einigen europäischen Nation. Und die sich jetzt freuen wie die Schneekönige, wenn die Schotten eine eigene Nation wollen, die Nordiren, die Katalanen, die Norditaliener, … und nun auch noch – the icing on the cake – die ‚Nation London‘, die dann wohl auch der EU beitreten soll(t)en.

    Autonome? Don Alphonso, ich weiß nicht ob es sich um das passende Attribut handelt. Wie wäre es mit Post-Lobotomer?

    • kipping ist für die Partei eine derbe Fehlentscheidung und wird sie in den Abgrund führen.

    • Frau Kipping
      führt die KPdSbZ in den Abgrund? Das wäre doch die gute Nachricht.
      .
      Der Kleiderständer wird überschätzt. Was so ein Doktortitel alles ausmacht.

  18. Fanatiker, allenthalben
    Fanatiker

    Geistlose kann man nicht begeistern, aber fanatisieren kann man sie.
    (Marie von Ebner-Eschenbach, österr. Schriftst. 1830-1916)

    Jedes Ding hat zwei Seiten. Fanatiker sehen nur die eine.
    (Hellmut Walters, dt. Aphoristiker, geb. 1930)

    Ein Fanatiker ist ein Mensch, der seine Ansichten nicht ändern kann, und der das Thema nicht wechseln will.
    (Winston S. Churchill, engl. Politiker, 1874-1965)

    Furcht macht fanatisch.
    (Bertrand Russell, engl. Mathematiker & Philosoph, 1872-1970)

    Der Fanatismus ist die einzige ‚Willensstärke‘, zu der auch die Schwachen gebracht werden können.
    (Friedrich Wilhelm Nietzsche, dt. Philosoph, 1844-1900)

    Fanatismus besteht im Verdoppeln der Anstrengung, wenn das Ziel vergessen ist.
    (George Santayana, amerikan. Philosoph u. Dramatiker, 1863-1952)

    Ein Fanatiker ist – in psychologischen Begriffen definiert – ein Mensch, der bewußt einen geheimen Zweifel überkompensiert.
    (Aldous Huxley, engl. Schriftsteller u. Dichter, 1894-1963)

    Der Fanatismus ist verderblicher als der Atheismus.
    (Pierre Bayle, Philosoph, 1647-1706)

    Mit Fanatikern zu diskutieren heißt mit einer gegnerischen Mannschaft Tauziehen spielen, die ihr Seilende um einen dicken Baum geschlungen hat.
    (Hans Kasper, dt. Hörspielautor u. Lyriker, *1916)

    Fanatismus findet sich nur bei solchen, die einen inneren Zweifel zu übertonen versuchen.
    (Carl Gustav Jung, schweizer. Psychoanalytiker, 1875-1961)

    .
    „Korn aus friedlichem Feldbau“, las ich kürzlich in einer hiesigen Boutiquen-Passage. Oha, war der Feldbau bisher kriegerisch? Also frage ich die Intellektuellenbebrillte, Verkäuferin wage ich nicht zu sagen, eher Lehrbeauftrage. Antwort: Dreifelderwirtschaft, also Mischanbau und ein Jahr brach liegen lassen. Ich mußte an die Oma mit ihrem kleinen Nebenerwerb, dort auf dem Maifeld denken. Sie hätte ihren Spaß an dieser Allerneuesten Erkenntnis der Dame und ihrem Umfeld gehabt.
    .
    Netzsperren kenne ich bisher nur aus der U-Bootabwehr. Die Piedestale für die Netze kann der Aufmerksame heute noch an der Hafeneinfahrten von Toulon, La Spezia oder Marseille wahrnehmen. Jetzt also auch an Land, durch die biergartenwirtinnenhafte Tochter des Panzerjägeroffiziers der 2. Panzerdivision der Wehrmacht, mit ersten Verdiensten beim Maas-Übergang, im Sperr-Dienst gegen französische Panzer westlich Donchery.
    .
    Die inspirierenden Biergarten-Idylle lassen gute Erinnerungen an den Metzger-Wirt in Hurlach (http://www.beim-metzgerwirt.de/home.html) aufkommen. Auch in Symbiose mit der Kirche.
    .
    Herr von Blumencron macht die tatterigen Briten für das rechtzeitige Verlassen des sinkenden Schiffes verantwortlich. Belastbare Statistiken über das Wahlverhalten der nun „geprellten“ Jugend liegen aber noch nicht vor, soviel ich weiß. Eine alte Fahrensnation wie die Briten werden wohl wissen, wann die Zeit gekommen ist.

    • Sprüche brillant
      Alle gut, aber dieser besonders gut:
      Fanatismus besteht im Verdoppeln der Anstrengung, wenn das Ziel vergessen ist.
      (George Santayana, amerikan. Philosoph u. Dramatiker, 1863-1952)

      Fanatiker sind bekanntlich blind, oft auch blindwütig. Die Reaktionen von offiziellen Stellen hatten etwas Blindwütiges. Ihr Überlaufbecken mit Gesundheitsversorgung auf Kosten des britischen Steuerzahlers fällt weg, der Nettoeinzahler auch. Wenn die Briten gut damit laufen sollten, werden sie dauerhaft verunglimpft werden. Das war schon so Ende des 19. JH, als die Auswanderung in die USA von Erfolg dort gekrönt war. Damals entstand der Antiamerikanismus.

      Ich würde jedem Land sein Referendum geben, jedem einzelnen Land. Mit den Folgen muss man leben, stolz und unbeirrt. Die Kriegsschäden waren viel schlimmer. David Cameron ist ein Leuchtturm der Demokratie, dass er die Möglichkeit eröffnete. In jedem Land wäre das nötig mit einer kompetenten Stimme für und einer dagegen. Und separat in Bayern (gern mit BaWü), Südtirol, Katalonien und Baskenland. Danach könnte man erst etwas Neues aufbauen und hätte endlich mal richtig gut Arbeit.

      Die Alten haben nicht geschlossen für Brexit gestimmt, warum sollten sie. Immobilienpreise? Dort hat fast jeder ein Haus. Freie Erfindung, um die Jüngeren hier davon abzubringen. Denn den Jüngeren kann man die angeblichen Vorteile der EU wie auch einer NATO-Erweiterung und Aufrüstung nicht wirklich erklären. Die Jüngeren interessiert es doch keine Bohne, wenn die Deutsche Bank, in vielen Orten nur noch aus einem Automaten bestehend, wegzieht.
      Mich interessiert das. Ich schätze einen Ansprechpartner in einem Finanzinstitut. Die Jüngeren machen viel online. Die Deutsche Bank will schon wieder ein Viertel Leute entlassen und installiert immer mehr Automaten. Sie erlaubt sich, in einer Gegend, wo Leute Mehrmillionenimmobilien kaufen, keine Bank zu haben. Also auch keine jüngeren Angestellten.

      Man wird an Tag 1 nach dem Brexitergebnis gleich wieder von vorn vera..cht.
      Und dass Rentner nicht in ihren Ferienhäusern bleiben sollten, ist eine dieser Wanderlegenden. Niemand wird Leute außer Landes bringen, die sich selbst ernähren, nur Sozialhilfespezialisten, die schon. Und die schöne Freifahrkarte für Kurden aus der Türkei wird nicht für GB gelten, auch nicht Merkels neuester Spleen Georgier.

      Zur Bekämpfung von echter oder unterstellter, eingebildeter Fremdenangst gibt es nur ein Mittel: Obergrenze! Diese muss demokratisch ausgehandelt und Kriegsflüchtlinge nach dem Wegfallen des Asylgrundes zurückgeschickt werden zum Landesaufbau.

      Alles, aber auch alles läuft fehl, keine Diskussion kommt auf. Immer die gleichen Gesichter, und die sind langsam alt, angefangen bei dem Genetikspezialisten der BuReg. Und den ewig verhinderten Kanzlerkandidaten der anderen Seite sehen wir jetzt auch schon fast 20 Jahre und später noch in Brüssel, wetten dass.

      Für wie blöd eigentlich hält man die Bürger, dass man diese Lesarten auffährt?

    • Leuchtturm der Demokratie
      @ Oberländer
      „David Cameron ist ein Leuchtturm der Demokratie, dass er die Möglichkeit eröffnete.“

      Ich denke eher, dass Cameron in seinem Übermut (und evtl. Arroganz) auf das Risiko eingegangen war, weil er nie damit gerechnet hätte, dass das Resultat negativ ausfallen würde. Ich sehe das eher als eine als quasi volksnah zu wirkende Maßnahme aus dem britischen Polit-Elefantenturm, als Beweis für die häufig gerügte Distanz der Politik zum Volk.

      Mir ist Cameron sonst nicht als Vorbild an Demokratie aufgefallen, Beispiele: die Behandlung der 2011 London Aufstände, seine Internet-Kontrollen.

    • Sein Vorgehen gegen sexuelle Spässe.

    • Die Schuld liegt bei D
      Das wäre auch vielleicht nicht so ausgegangen, wenn hier jemand zurückgetreten wäre und dabei seinen bzw. ihren FM mitgenommen hätte. Festgenäht am Stuhl, beide.

      Apropos Junge Leute, ich kenne die ein bisschen: Bis auf die, die die großen Universitäten sich aussuchen, eine Menge Mente Capta. Mädchen: Die Kleider von Duchess Kate, nur kürzer, gern bis knapp unterm Po, auch winters. Jungs: Beers.

      Man sieht, wie das gelungen ist: Junge, oberflächlich und verstandlos gemacht, stützen dann manchmal die Diktion, die EU und festgefahrene Systeme überhaupt wären gut für sie, so lange sie alle Gadgets haben. Ich fürchte mich vor manchen von denen (wir haben die auch). Ich fürchte mich, dass sie Verantwortung übernehmen könnten. Aber die werden nichts werden mit und ohne EU. Ohne Ältere und deren Erfahrung wären die, voll on the road to serfdom, verloren.
      Die anderen, die die guten Unis sich aussuchen, werden mit oder ohne EU, wie auch immer, was werden.

      Er hätte härter sein müssen bei Verhandlungen, hätte die Person, die das mit in den Sand gefahren hat, nicht auf seinen Landsitz einladen sollen. Ein Obama-Besuch bewirkt auch das Gegenteil. Statements aus Deutschland über degenerative Europäer und so was.

      Man muss etwas bedenken: Weder die Amerikaner noch Deutsche oder gar Franzosen genießen dort irgendeinen Status und, wie ich finde, zu Recht. Von allen jemals großen Reichen waren sie vielleicht das Beste. Wenn Mugabe nicht wäre, würde man das an Rhodesien sehen. Der Hass in Südafrika kam mehr von den Buren, weil diese dort anfangs auf brutale Art abgeschlachtet worden waren, von Zulu und Milikaze. England ausgleichend. Indien: Nicht in schlechtestem Zustand. Meiner Meinung nach wäre es nicht das Schlechteste, wenn England durch diesen Exit wieder eine Schlüsselrolle aufbauen würde.

      Und der Euro wurde auch geschaffen, weil Frankreich D etwas einhegen wollte. Davon kann mit dieser Leitung keine Rede sein. Allerdings fragt man sich, warum alle katzbuckeln, statt die kalte Schulter zu zeigen. Der Chef übernimmt die Rechnung, schätze ich. Mal sehen, wer dann die von unseren Enkeln eines Tages übernimmt.

      Ich bitt‘ Sie, Don, Rotherham? Savile?

    • nomen est omen
      Dass nur Personen mit „Denksperre“ die Idee einer Netzsperre als wirksame Maßnahme zur Terrorismusbekämpfung haben können, liegt auf der Hand.

      Wenn nun ein solcher Vorschlag auch noch aus der Reihe der drittklassigen Politikern kommt, die – mangels Verwendung im eigenen Land – im EU-Endlager zwischen- oder endgelagert sind, braucht sich keiner wundert, dass die „alten Briten“ sich für den Ausstieg entschieden haben.

      Als Brite würde ich mir auch nicht von einer Person Vorschriften machen lassen, die einst in ihrem eigenen Land ein hervorragendes Schulsystem vollständig zerstört hat und damit ungeschoren davongekommen ist.

    • Bei nden Briten läuft einiges auf Frau May zu, aus Datenschutzsicht ist das eine Ausgeburt der Hölle.

  19. "dass sich dort alles ändern muss"
    Darf ich fragen, was Ihren Optimismus nährt, dass sich „dort“ etwas ändern könnte? Wenn das Volk nicht so will wie es soll, werden eben unter wie immer verlässlicher Zuarbeit der linken Einheitsmedien die Daumenschrauben immer fester angezogen (ist ja bereits in vollem Gange, siehe z.B. den Kommentar von Herrn Frankenberger gestern). Überall dort, wo es auf Fragen keine politisch genehmen Antworten gibt, wird unter Anwendung der Diffamierungsstrategie exakt so verfahren. Und hinterfragt man die EU, steht man spätestens seit gestern in einer Reihe mit Genderkritikern und Klimawandelleugnern (und auch dort wird bekanntermaßen die Diffamierungsstrategie gefahren).
    Das ist wirklich keine rhetorische Frage: wie kommt man auf den Gedanken, dass „dort“ reformerische Kräfte wirken könnten? Regnet es mal wieder durch den Rettungsschirm, kommt eben ein neuer her. Mit Geld aus Deutschland, klar. Weigern sich die Mitgliedsstaaten weiterhin Migranten aufzunehmen, bleiben halt alle hier bzw. kommen alle weiteren auch hierher. So wird der Laden schon irgendwie zusammengehalten.
    Und so geht das weiter. Immer weiter…

    • Weil die EU in den nächsten 10 Jahren auseinander fliegt, wenn nichts passiert. Ganz einfach. Einige Aspekte kann man ja behalten, aber die Dauerkrise kann so nicht weiter gehen.

    • Wir wetten um ein Stahlrennrad
      Da wird sich im den nächsten 10 Jahren nichts ändern, sondern nur die Durchhalteparolen werden schriller, und während die Welt herum boomt, wird Europa vor lauter UmFairteilerei und Beschäftigung mit afrikanischen und asiatischen Analphabeten ein Slum, sozusagen ein einziges Duisburg, Bochum, Offenbach.

      Die Beharrungskräfte und die Zahl der Transferempfänger mit Rechtsansprüchen sind zu hoch für Reformen. Das haben die Briten zutreffend erkannt.

      Man schaue sich nur die heutigen Aussagen von Gabriel an. umFairteilungsorgien.

      Der Tegernsee und I-Town werden auch in 10 Jahren noch boomen, wenn ich das Rennrad abhole. Bitte schön polieren.

    • Davor verabschiedet sich Osteuropa.

    • Ich war ja auch mal so pessimistisch
      Aber seit gestern morgen gehts mir doch besser, die brits, marveollous at least.
      They made my day. Die Kommentare von Juncker und co….herrlich.
      Sicher wird die EU auseinanderfliegen better sooner than later.
      Der schwierige Part ist Merkel, mangels Möglichkeit sie nach New York als Moonnachfolgerin wegzuloben wird sie natürlich weiterregieren bis sie vom Throne fällt, instandgehalten à la Bumiphol, hoffentlich nicht als Göttin verehrt, aber bei dem Bildungsstand der Jugend wird die Zeit recht bald dasein wo man sich Deutschland ohne Merkel gar nicht vorstellen kann. So wie Cuba ohne Castro. Oder Zimbabwe (ehemals Rhodesien) ohne Mugabe.
      Die anderen Länder werden ohne EU aufblühen, während in Berlin vom Fernsehturm der Muezzin ruft.
      Man wird immer noch von Wasserteuerkauf nach Wasserbilligbrück über die luxemburgische Grenze fahren können.
      Zwecks Golddepotbesichtigung oder um ein Monheimer Tütchen zu ordern.
      Die guten Zeiten Europas werden wiederkommen.

    • Osteuropa?
      Sollte das nicht das neue Europa sein und wir hier das alte Europa.

      Auch so eine US Wunschvorstellung, die nicht geklappt hat.

    • Titel eingeben
      Was ist an „Genderkritikern“ auszusetzen? Und was zum Teufel haben die mit den Klimaleugner-Spinnern zu tun? Zwei Mal nix.

  20. Chapeau!
    An das Mutterschiff. Bei allem aufgescheuchten Herumrennen der anderen medialen Hennen hat das Mutterschiff einen analytischen Artikel eingestellt. Den einzigen den ich bei einem – zugegeben cursory – Überblick der Presselandschaft ausmachen konnte:
    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/europas-zukunft/europa-und-die-eu-der-verspaetete-kontinent-14302606.html

  21. Im Prinzip eine kolossale Gemeinheit gegenüber der Mittelschicht
    „Es gibt, einfach gesagt, eine riesige Diskrepanz zwischen dem, was Menschen von ihrem Leben gern hätten, und dem, was ihnen dafür als politischer Lösungsansatz offeriert wird.“

    Tja, ich selbst hätte gern im Tal eine Wohnung gekauft. So, wie ich es brauche, nicht finanzierbar. Im Bastenhaus eine halbe Etage unrenoviert wäre vielleicht drin gewesen, ganz einfach.

    Somit finde ich es einfach absurd, dass Asylbewerber überhaupt in einem Landstrich wohnen und dann noch am See, wo sich normale Leute nichts leisten können. Und im Grunde unverschämt. Da sich nichts ändert, in keiner Richtung, und man im Tal eingeklemmt ist zwischen Multimillionären und Analphabeten, die umsonst leben, und da das unerträglich ist, werden wir vermutlich das Land für immer verlassen. Nicht einmal Urlaub werden wir hier machen, weil wir es mit einem Groll verlassen werden. Mit einem tiefen Groll, ja.

    Das erreichen Linksgrüne, wenn sie Multimillionäre bestrafen wollen, indem sie die Unterprivilegiertesten aus anderen Ländern, deren überflüssige dritte, vierte Söhne, Leute, die schon dort keine Perspektive haben und keine Ausbildung, zwischen sie setzen. Die Oberen bauen sich Zäune und Wachanlagen, die Mitte wird vergrault. In Rio de Janeiro ist diese Zweiteilung sehr gut zu besichtigen, auch stellenweise in Florida. Sie hat nichts Gesundes. Man fragt sich, ob die Politiker überhaupt noch wissen, was eine Mitte ist und wie wichtig diese überall als Stabilisator war. Was treibt sie an, uns die Preise zu vermiesen, die Schulen zu versauern durch zu große Klassen und Unterrichtsausfälle, aber dann plötzlich Fremde ohne Schulabschluss in 1a-Lagen unterzubringen? Was ist mit ihnen los, dass sie sich mit jemandem kloppen, der sein Haus abreißen und zwei darauf bauen will, aber Leute, die nie etwas geleistet haben in diesem Land, in Spitzenlagen zu stecken? Sorry, aber das ist krank.

    Man kann ja zurückkommen, falls sich was ändert.
    Da zuckt’s in meinem Gesicht. Die Spezies Politiker macht einen heimatlos. Das war meine/unsere Wahlheimat, die Heimat meiner/unserer Kinder. Ich spüre, das geht zu Ende, da keine Vernunft sichtbar ist, sondern nur Chaosverwaltung. Mal sehen, wie’s mit Österreich weitergeht. Auf jeden Fall sehe ich hier keine Perspektive mehr.

  22. Auch in Thüringen... JU-Reaktionen auf Brexit: Nazisprech - Verlinkte Bürgerkriegsinstrumente
    Sehr gehrte Don,

    danke für diese Hinweise.

    Wenn man die Bürgerkriegsinstrumente, unten auf der von Ihnen verlinkten Seite von indymediea liest, kann einem schon das Grausen kommen:

    „Frank, Tom, Gunnar und co. zeigen wo der Hammer hängt
    In offener Feindschaft
    Anleitungen:
    Krähenfüße
    Zeitzünder
    Viele weitere in der Prisma Teil 1 und Teil 2 und andere auf Urbanresistance“ – Darin alles von Autosabfackel bis hin wie man Bekennerschreiben verfasst (die ja oft unfreiwillig komisch sind, außer für die Betroffenen).

    Da weiß man, wen man vor sich hat.

    Zu Ihrem Schlusssatz: Auch in Thürigen steht die Quer-Front klar:

    Die Kritik an der AfD kam jedoch nicht nur aus linkem und grünem Lager. Der Landtagsabgeordnete Stefan Gruhner, zugleich Chef der Jungen Union Thüringen, sagte, „Höckes Nazi-Sprache ist gefährlich, irrlichternd und geistig umnachtet“.

    Die europafeindliche Reaktion von #AfD #Höcke zum #Brexit ist Nazi-Sprech par excellence. #Europa ist Zukunft: https://t.co/cucADIm8zr
    — Stefan Gruhner (@StefanGruhner) 24. Juni 2016″
    http://www.mdr.de/thueringen/brexit-grossbritannien-eu-reaktionen100.html – auch die Leserreaktionen lassen nichts Gutes ahnen.

    Ein Großteil der Jounalie (so nannte eine eng verwandte, sehr bekannte Journalistin ihren eigenen Berufsstand – gemeint war das freundschaftlich-spöttisch) sah sich mal wieder ganz in Dienste einer höheren Sache. Und zeigt Haltung:

    „Es war der wohl einzige Lichtblick an diesem Brüsseler Tag, an dem die EU zu schrumpfen begann. Gerade eben hatte Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker die Auslandskorrespondenten über sein Treffen mit Parlamentschef Martin Schulz, dem Ratsvorsitzenden Donald Tusk und Mark Rutte, als niederländischer Premier derzeit auch EU-Vorsitzender, informiert, als eine britische Journalistin ihn fragte, ob die Entscheidung der Briten der Anfang vom Ende der EU sei. Junckers Reaktion war ein knappes, aber leicht zu überhörendes: „Nein“. Dann wandte er sich um und ging. Die Journalisten aber taten, was sie noch nie getan haben: Sie applaudierten.“
    http://www.fnp.de/nachrichten/politik/Europas-Angst-vor-den-naechsten-Tagen;art673,2077846

    Da kann man wohl nicht mehr von professioneller Distanz ausgehen.

    Das erinnert auch an den Bericht, wie junge „Journos“ (oder besser bei Medien angestellte Aktivisten?), die Klimabeschlüsse von Paris mit frenetischem Jubel und sich in den Armen Liegen begrüßten: https://twitter.com/BecketAdams/status/675753128692723712/video/1

    Das Video von 13 sec, sollte keiner verpassen und ist um so komischer, als diesen Experten offenbar das Wichtigste entging – es war mal wieder eine unverbindliche Absichtserklärung, was natpürlich nicht kritisch gewürdigt wurde:

    „Aber eins nach dem anderen: Da waren zunächst einmal die Amerikaner. Sie hatten ein Problem in Artikel 4.4 des geplanten Abkommens. Nur ein einziges Wort. Ein „shall“, so forderten sie, sollte durch ein „should“ ersetzt werden – „sollen“ durch „sollten“. Sechs Buchstaben statt fünf. Das roch nach Haarspalterei. Allerdings ging es um eine Passage des Textes, auf die man vor allem im Kongress in Washington genau schaute – weil sich daraus womöglich eine völkerrechtlich bindende Verpflichtung für CO2-Minderungen hätte ableiten lassen.

    Die Türkei will weiterhin eine Sonderrolle behalten

    Die republikanische Parlamentsmehrheit hätte dann mit Sicherheit darauf beharrt, über den Vertrag abzustimmen – und ihn anschließend in der Luft zerrissen. Dieses Risiko konnte die US-Delegation nicht eingehen. Deswegen zeigten sich Außenminister John Kerry und seine Leute hart. Gipfelpräsident Laurent Fabius würde das Problem später in der Sitzung mit einem Kniff aus der ganz hohen Schule der Diplomatie lösen: Das betreffende Wort „shall“ sei an dieser Stelle ganz einfach ein Schreibfehler, erklärte er gewitzt, verursacht von einer übernächtigten Hilfskraft.

    In früheren Fassungen des Textes habe dort schließlich auch ein „should“ gestanden. So werde man es flugs wieder korrigieren. Problem gelöst – auch weil Staaten wie Indien, China und Brasilien vorher unter der Hand ihre Zustimmung zu diesem Ausweg signalisiert hatten.“

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/paris-papst-soll-klimakonferenz-vor-dem-scheitern-bewahrt-haben-a-1067562.html

    Aber egal! Und wann hört man schon etwas von der Reinigung der völlig verdreckten Weltmeere: http://www.theherald.com.au/story/1848433/the-ocean-is-broken/?cs=12#

    Und wie passt das? http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/prozess-um-luftverschmutzungsrechte-haftstrafe-fuer-ex-manager-der-deutschen-bank/13723490.html

    Vielen Dank für den klugen Text, der hoffentlich dazu beiträgt auf wesentlich wichtigere Dinge hinzuweisen, als das scheinbar mal wieder anstehende angeblich letzte Gefecht.

    Wir wäre es zum Beispiel sich nicht über andere zu erheben, anderer Leute Angelegenheiten, Eigentum und Ansichten zu respektieren, Kritik nicht zu verunglimpfen und den Frieden zu wahren.

    Die strukturellen Defizite der EU sind lange bekannt, aber werden gern ignoiert (bis einschließlich des absurden und absurd teuren wöchentlichen Umzugs nach Straßburg: “ Teuer ist er für die europäischen Steuerzahler ohnehin. Schätzungen gehen von jährlichen Kosten in Höhe von 204 Millionen Euro aus. Umweltverschmutzung inklusive“
    http://www.tagesspiegel.de/politik/eu-parlament-der-grosse-reisezirkus-zwischen-bruessel-und-strassburg/9102122.html ). In der EU ist beileibe nicht alles in Ordnung, und sie ist zum Glück nicht sacrosanct. Wobei, was nicht ist, kann ja noch werden.

    Ein schönes Wochenende!

  23. Rechtfertigung und Begrüssung von Gewalt
    „ACAB“ (all cops are bastards) ist nicht immer eine Beleidigung
    Die allgemeine Ablehnung der Polizei ist von der Meinungsfreiheit gedeckt, haben die Karlsruher Richter entschieden. Das freut nicht nur die Fußball-Hooligans, sondern sicher auch die gewaltbereite Linke und Antifa.
    Nun mal ganz hypothetisch angedacht: Was wäre, wenn auf meinem T-Shirt der Slogan „AMAB“ (all moslems are bastards) oder „ATAB“ (all turks are bastards) stände? Oder, ganz schlimm, uiuiui, „ARAB“ (all refugees are bastards)? Bei letzterem könnte ich mich vielleicht noch herausreden, nämlich damit, dass ich ja in Wirklichkeit mit den ARABern sympathisiere. Sonst würde der Statsschutz ermitteln und ich käme wohl in Haft.

    • Nun, Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut und es KANN erlaubt sein – muss es aber nicht. Der Klageweg steht weiter offen.

      Und der Slogan ist nur das kleinste Problem.

    • Meinungsfreiheit
      In D gibt es keine Meinungsfreiheit, da man für bestimmte Meinungen bestraft werden kann, z. B. Leugnung des Holocaust. Wenn’s dem Richter paßt, ist es halt Beleidigung oder eben Volksverhetzung. Nimmt man die Begründung zum ACAB-Urteil, müßten auch AMAB oder AFAB erlaubt sein. Natürlich wird man für eine Meinung, die man nicht äußert, nicht bestraft. Das ist aber trivial.
      Im Übrigen hat natürlich in D jeder das Recht, Merkels Meinung zu sein.

    • Freiheit, die ich meine..
      Meine Nichte, Findus, sagte mir, das freieste Land auf der ganzen Welt sei Paraguay: Man könne dort ungestraft die Hakenkreuzfahne hissen. Man könne dort auf seinem Grundstück jeden erschiessen, der sich dort ohne Erlaubnis aufhält.
      .
      Bestraft, Findus, wird beim Leugnen der Shoah nicht die Meinung, sondern das Leugnen. Näheres schreibt Herr Bundesrichter Fischer in seienr Kolumne Fischer im Recht, auf den Internetseiten von Die Zeit.

  24. Warum waren Tories für den Brexit?
    Neben Johnson waren auch viele andere Konservative für den Brexit. Sonst hätte Cameron gar keine Volksabstimmung angesetzt.
    .
    Diese konservativen Brexit-Betreiber sind zum Teil recht wohlhabend.
    .
    Und sie haben den Brexit betrieben, obwohl sie damit doch ganz offensichtlich ihren eigenen Interessen schaden.
    .
    Hat dafür jemand eine Erklärung? Es würde mich sehr interessieren, wie die Foristen das hier so sehen.

    • Einfach die nationalistische Mentalität. Ich finde den Brexit ja auch nicht klug, aber Emotionen kochen nun mal oft über, wenn es um Heimat geht.

    • Titel eingeben
      „Diese konservativen Brexit-Betreiber sind zum Teil recht wohlhabend.
      Und sie haben den Brexit betrieben, obwohl sie damit doch ganz offensichtlich ihren eigenen Interessen schaden.“

      Die Erkenntnis, dass Geld nicht alles im Leben ist stellt sich bei Wohlhabenden vermutlich leichter ein als bei anderen.
      Darauf wird man in der Praxis zwar nicht oft gestoßen, aber es gibt auch wirklich hochanständige Leute die trotzdem reichlich Geld haben.
      Wie hoch der Anteil ist mag ich nicht beurteilen. Auch nicht, wie sich da das Verhältnis von ererbtem zu erarbeitetem Wohlstand auswirkt.

      Was im übrigen gern vernachlässigt wird, ist die Tatsache dass ein deutscher Minister kürzlich seine Theorie zur Notwendigkeit der genetischen Auffrischung Europas geäußert hat.
      So geschichtsvergessen wird man auf der Insel nicht sein dass da keine Alarmglocke los ging, denn wenn die Deutschen Generationenprojekte starten kann es schnell gänzlich unbezahlbar werden.

    • @HM
      Die haben sich wohl schlicht verkalkuliert (oder sie werden sich verkalkuliert haben, wenn die Wahl in den USA nicht nach Plan verläuft) – und dann war der Zug eben nicht mehr rechtzeitig zu stoppen. Das ist das Problem beim Drücken auf die Gefühlsknöpfe.

    • Tories für Brexit
      Vielleicht fühlten sich die Tories in dem undemokratischen Club, in dem eine übergeschnappte Frau Merkel unvernünftige Euro rettungspolitik und moralisierende willkommenspolitik betreibt, mit der Einwanderer auf ganz Europa verteilt werden sollen, einfach nicht mehr wohl.
      Langfristig wird die Souveränität für GB vorteilhaft sein, denn sie können ihre Gesetze wieder selbst bestimmen. Das nützt auch den wohlhabenden.

  25. Realitäten
    Ein Troll vom NannDR? Das wundert mich nicht. Die dort geschilderte rotgrüne Realitätsvariante beißt sich doch erheblich mit dem hier vorgebrachten. Würden Sie Ihre Beiträge dort im Kommentarbereich der Nachrichten posten statt hier im Artikelbereich, gäbe es sicher große Bedenken, diese dort freizuschalten. Es dominiert auch das Bild vom erziehenden, die Bevölkerung betreuenden Journalisten mit „Haltung“, das einem gerade so viele Medien verleidet und wohl mit ein Teil des ganzen Problems ist. Es ist zwar ein ÖR-Sender, aber einen Diskurs wird man dort vergeblich suchen, man hat dort halt die richtige Meinung und bimst diese nun denen ein, die die falsche haben und einen selbst bezahlen müssen, darin sieht man seine Aufgabe, und in Loyalität zu regierenden Parteien und positiver Beleuchtung von deren segensreichem Wirken. Und das alles halten sie dann natürlich für äußerst progressiv. Links.

    • Mutmasslich ein Spezialist für Neonaziumtriebe. Hat sich hier auch mal mit einer sehr linken Freifunk-IP eingelogt. Und steckt mutmasslich mit einem befreundeten Kollegen aus München zusammen hinter einem Twitter-Fakeprofil.

  26. Und dann noch der Anti-Saalbach-Gag
    „Bei uns brächte man dringend Wohnungen für sozial schwächere Mieter – gebaut wird für Migranten -, von denen die meisten aber nicht ihre Zukunft im Oberland mit 6 Monaten Winter sehen, auch wenn sie das neue Integrationsgesetz dazu zwingen sollte. Das wird von oben so bestimmt, die Bundespolitik macht das bei uns, und Brüssel mit den Osteuropäern. Das kann man machen, wenn man so alternativlos ist, wie Brüssel bis gestern gewesen ist, oder so unkontrollierbar wie die Verbrecher aus dem Umfeld der Rigaer 94.“

    Nicht nur für sozial Schwache, auch für Mittlere, das ist die Realität. Das Bastenhaus wäre unrenoviert stemmbar für Mittlere. Meine Familie hat sich bei einer anderen Familie erkundigt, ob sie deren Badehaus untermieten können, wenn diese im Urlaub ist. Non. Die Badehäuser dürfen nicht einmal an Freunde gegeben werden, man hat’s ja hier, kein Loch im Säckel. Das Theater um das Bootshaus vom Malerwinkel, man hat’s ja. Die machen Feiern und bringen Umsatz, aber das darf nicht sein, oder. Und der Mann, der zwei Häuser auf sein Grundstück setzen will, baut dann eben eins, und das wird dann ca. 3Mio kosten, sonst rechnet sich das nicht.
    In Tegernsee dürfen wenigstens die Dächer höher gebaut werden. Das ist kein Konzept für Rottach, wo Bootshäuser nicht für Feiern genutzt werden können und Dächer niedrig sein müssen, weil das schon immer so war, und weil das keine Stadt ist.
    In Wiessee bemüht man sich auch nach Kräften, eine große Wohnanlage ab 1,5 Mio aufwärts lukrativ an den Mann zu bringen.
    Und überall dazwischen der Luxusasylant, der auf seinem Fahrrad rumkurvt und, spricht man ihn an, kein Wort Deutsch kann, in aller Regel. Fahrrad und Taschengeld und Handy, aber keinen Blick in ein Sprachprogramm, so sieht’s aus.
    Und in meiner Bekanntschaft eine Familie mit zwei Kindern auf 80 qm, nur zwei Schlafzimmer, mehr ist nicht drin.
    In Hausham auf der Durchfahrt dagegen sieht einiges leer aus. Da dürfen die Asylbewerber offenbar nicht hin.
    Das ist das Tal. Man kann es noch aushalten, gibt ihm aber wenig Prognose ohne mittlere Leute, Leute mittleren Einkommens und mittleren Alters.
    Und dieses Tal hat das einzige Skigebiet in den Alpen, das nicht vergrößert, sondern verkleinert wurde (Taubenstein). Sowas nennt man eigentlich Schildbürgerstreich.
    Aber das Tal ist schön. Nur kann man nicht einfach dort leben. Um hier zu leben, war man entweder schon immer hier, was in Ordnung ist, oder Manager bei einer großen Firma. Ja, oder man ist kompliziert angereist, mit dem Schlauchboot von Libyen.
    Ich muss ja hier nicht leben, das stimmt schon. Aber woanders in D will ich auch nicht mehr leben. Im Ausland jederzeit (neue Erfahrungen).
    Darauf ein Radler.

    • Fairerweise muss man sagen, obwohl der Bürgermeister ein Hallodri ist: Für die normalen Leute machen die schon was. Und die Trglufthalle in Rottach soll auch bald abgebaut werden. Am Grundproblem ändert das natürlich nichts, aber man sieht schon, wo er verstärkt wird und wo es angegangen wird.

      Viele haben einfach auch versämt, zu Beginn der Finanzkrise zuzuschlagen, als die Zinsen niedrig wie die Hauspreise waren. Ich kenne jemanden in Schaftlach, der damals ein altes Haus gekauft und weitgeend selbst restauriert hat. Dem geht es jetzt blendend.

  27. Vielen Dank, DA,...
    … dass Sie einem das mal so vor Augen führen. In der Tagesschau sieht man zwar, dass Autos brennen, mehr aber nicht.Das ist doch kein Leben.

    Da kommt keine KGE, Roth oder ein Hofreiter, Gabriel und verurteilt diese Leute, oder habe ich das versäumt? Um deren Empathie zu haben, muss man Aktivist/in, Migrant oder schwul sein; aber kein Rentner, dessen Auto abgefackelt wurde.Da denkt man sicher nur an einen Versicherungsschaden.

    Wer von denen spricht überhaupt mal von den Familien in Nepal, die nach dem Erdbeben immer noch im Elend ausharren müssen?
    Das fällt mir gerade ein, weil ein Kloster in Nepal und unser Ort denselben Namen haben, ein Alleinstellungsmerkmal in Bayern.

    Zu dem Wahlergebnis in UK. Mein Sohn hatte gestern ein Treffen mit einem Geschäftspartner aus London (technisch). Der sagte wohl, dass viele Rentner Immobilien in Spanien und Frankreich haben, meist Wohnungen. Da haben sie ein besseres Leben, weil London unbezahlbar für sie ist und das Wetter sei noch dauernd schlecht.Es ist wohl auch so, dass diese Leute, die für die EU sind, nicht abstimmen durften.Meinung sollte jedem zugestanden werden, ob alt oder jung.Außerdem hörte ich in einem Bericht, dass längst nicht alle Jungen zur Wahl gingen.Das Alt gegen Jung ist nur billig.

    Meine Tochter hat auch einen englischen Kollegen, der mit seiner Familie in München ist und hofft, dass er bleiben kann.

    Schaun mer mal.

    • Gern geschehen. Mir wurde die BVV-Solidarisierung übrigens als Beweis dafür geschickt, dass die Leute in der Rigaer 94 in den Medien falsch dargestellt werden. Muss man sch mal vorstellen.

  28. Virus Brexit - Achtung Ansteckungsgefahr
    Nachdem ich es mir erspart habe, die Kommentare auf den Mainstream-Medien, besonders auf SPON, eingehend zu lesen, wirkt Ihr Blog, lieber Don Alphonso, wie eine frische Brise der Vernunft. Ich selbst orte mich weder links noch rechts, sondern dort, wo für meine Begriffe die Vernunft bei einzelnen Themen jeweils beheimatet ist, und es ist eine Wohltat, eine Stimme der Vernunft zu hören, inmitten der verlogenen Kakophonie der entsetzten Erklärungsversuche.

    „ Das Problem ist nicht der Nationalismus, sondern der immense Raum, der sehenden Auges und unter Begleitung des lobpreisenden Medienchores dem Nationalismus überlassen wird.“
    Ein großartiger Satz, der den Kern der Probleme auf den Punkt beschreibt.

    Auf CNN, wo der Brexit zumeist als eine Katastrophe kommentiert wird, wurde auch schon darüber spekuliert, wie man das Referendum verwässern könnte. Erstens hieß es, dass das Resultat zu knapp sei, um als Auftrag des Volkes volle Gültigkeit zu besitzen. Zweitens wurde an gewisse Abstimmungen und Wahlergebnisse in der EU erinnert, die wiederholt wurden, bis sie passten. Damit waren wohl Griechenland und Italien gemeint.

    Tja, und was die Jugend meint, wiegt natürlich schwer. Deren Zukunft, die jetzt zerstört werde. Es wird so getan, als ob die jungen Wähler einstimmig für Brexit abgestimmt hätten, was sicher nicht richtig ist. Vielmehr wird richtig sein, dass die Bewohner von London und anderen größeren Städten gegen Brexit abgestimmt haben, auch die jungen Wähler. Typisch für die Art Berichterstattung von heute: kein einziger der befragten jungen Leute sprach sich vor der Kamera gegen Brexit aus.

    Die selektive Berichterstattung soll die Völker der EU wohl vor einer Ansteckungsgefahr schützen.

    • Da muss man Danisch anmerken und zu Yougov möchte ich sagen, dass die Streuungsbreite bei den Alten enorm ist:

      http://www.danisch.de/blog/2016/06/25/die-rollator-legende/#more-13867

      Und links sein heisst ja nicht, dass man Leute an die Laterne hängt, sondern versucht, sie für Neues zu gewinnen und zwar so, dass sie damit gut leben können. Das ist fraglos wichtig, kaum jemand will zurück zu Adenauer. Aber wenn die Briten andere Pläne haben – gut. Sie haben die Argumente ja hören können.

    • Politbüros Märchen
      Völlig richtig, Tamariske. Dort gibt es reichlich Junge, die für Brexit gestimmt haben und ältere Hausbesitzer, denen ihr Immobilienpreis liebber ist. Großes Geschrei von den immergleichen Baulöwen, Immobilienmaklern und Bankern, die einen direkten Draht zu den Medien haben.
      Müller von Blumencron in dieser Zeitung: Ältere würden Jüngeren die Chancen verbauen. Nein, Engländer verbauen zu Recht den ärmeren Europäern, sich auf ihre Kosten im Gesundheitswesen zu verlustieren. Jüngere Engländer finden oft in London keine Wohnung mehr. Nein, das ist eine Mär, und damit wird nur der Hass auf Ältere geschürt.
      Bürokraten in Brüssel wie Medien merken nicht mehr, dass ihre Fabeln erwartet werden, aber nicht mehr ankommen.

    • Als UK den Euro
      nicht einführen wollte, hieß es, das Geld würde aus der City nach Paris und Frankfurt abwandern. Auch mit anderem Nachteilen wurde gedroht. Heute zeigt sich, daß nichts stimmte und UK recht hatte. Nicht auszudenken, UK würde wie D in Haftung für die Südländer genommen.
      England hat eine Bevölkerungsdichte von mittlerweile über 400 Einw. pro qkm, vor allem wegen Einwanderung, davon zum großen Teil ins Sozialsystem. Nur mit Brexit läßt sich das Problem vielleicht noch halbwegs in den Griff bekommen.

    • Sie kommen mit Fakten? Mutig!

    • Infektion
      Tamarisque,

      genau so sehe ich es auch. Habe in meinen Heimaten heute intensiv die Stimmungen ausgelotet. Und wenn morgen Abstimmung wäre, könnten wir durchaus übermorgen einen Nexit sehen (also, mir gefällt das Akronym!) und nächsten Sonntag den FRexit.
      Danach bräuchte es nur noch einige ‚mopping up actions‘ und die EU wäre neige d’antan.

      Das wissen aber nicht nur Sie und ich, das weiß man auch in Bruxelles.
      Und da ich mittlerweile an den direkten Draht der Herrschenden an die Massenmedien und der ÖRen glaube, bin ich gleichermaßen davon überzeugt dass wir die nächsten Monate bombardiert werden mit den Negativschlagzeilen der Insel.
      Es begann schon heute Abend im ZDF mit der Meldung über die Katerstimmung, und sogar bei den *Befürwortern*! Wie vorher geschrieben: Zuckerbrot und Peitsche. Das Zuckerbrot ist in der Sendung, dass die 6 Außenminister der ursprünglichen EWG damit programmatisch zu einem Neuanfang einleiten wollen würden vorzugeben. In a nutshell: (Mutti und) Steinmaier werden das Kind schon schaukeln, solange das brave Kind nicht an irgendeinen XYexit denkt.

      Ich schaudere bei dem Gedanken, dass dieses staatlich verordnete Einhämmern von ‚Gut und Böse‘ uns wenigstens noch dieses Jahr begleiten wird, 24/7.

      Und an den armen Briten wird jetzt tatsächlich ein Exempel statuiert. Heute begann es schon mit dem Versuch der konzertierten Verächtlichmachung durch den Außenminister Luxembourgs.
      Womöglich wird man auch auch wirtschaftlich versuchen, den Hahn zuzudrehen.
      Früher hätte man ein paar Kanonenboote geschickt, die Insel belagert, und die Aufhebung des Belagerungszustandes von einer richtigen Entscheidung der Bevölkerung abhängig gemacht. In neueren Zeiten, im Kapitalismus, ist das unnötig. Das wird per Computer medial und wirtschaftlich eingerührt.

      Es wird auch heute schon Druck ausgeübt, die 2 Jahre für den Austrittsprozess entsprechend der europäischen Verträge ‚leicht‘ zu verkürzen, indem GB aufgefordert wird, spätestens nächste Woche die Erklärung abzugeben.
      Ich sehe da unbotmäßige Einmischung in innere Angelegenheiten, denn es ist Sache des Königreiches von Großbritannien, diese 2 Jahre auszufüllen.

      Ich kann nur hoffen, dass dieser Blog erhalten bleibt, als Sammelbecken selbstständigen Denkens, angefeuert von Don Alphonsos Texten.
      Wenn schon in einer durchgeknallten Welt, dann wenigstens mit der festen Überzeugung, dass man nicht alleine ist, und vielleicht – entgegen dem womit man von einer vermeintlich übermächtigen Mehrheit zugehubert wird – die Sicherungen eventuell *doch* auf der anderen Seite durchgebrannt sind.

    • Titel eingeben
      Wurde vorhin von der BBC erneut bestaetigt: die Jungen waren mit sehr deutlicher Mehrheit fuer den Verbleib in der EU, ebenso die Schotten, Nordiren und in der Tat (bis auf einen Wahlkreis) die Londoner. Waehlen durften uebrigens alle Commonwealth-Buerger (z.B. Kanadier), die seit einem halben Jahr oder mehr im UK wohnen, waehrend im Ausland lebende Briten nicht teilnehmen durften.

      Die Gruende, die befragte Waehler fuer ihre Brexit-Stimme angegeben haben, waren der industrielle Niedergang und die vielen Fremden und der mit ihnen einhergehende gefuehlte Verlust kultureller Identitaet.

      Dass andere Industrielaender innerhalb wie ausserhalb der EU die gleichen wirtschaftlichen Probleme haben und vielleicht der allgemeine technische Fortschritt sowie die Globalisierung, bei der Schwellenlaender ihre Wettbewerbsvorteile mit billigen Arbeitskraeften nutzen, mit der Verelendung alter Industrieregionen viel mehr zu tun haben als die EU, ging dabei voellig unter. Dass die meisten und insbesondere kulturell eher fremden Einwanderer nicht aus der EU, sondern aus anderen Regionen (zum guten Teil aus dem Commonwealth) kommen und Grossbritannien bei der „gemeinsamen Asylpolitik“ der EU gar nicht mitmacht (diese also auch nicht der Grund fuer die vielen Einwanderer sein kann), wurde ebenfalls elegant verschwiegen. Haette ja auch nicht zur ueblichen einfachen Suendenbockrolle der EU gepasst.

      Das Niveau der britischen Brexit-Kampagne erinnert in vielem (einschl. der blutigen Nebenwirkungen) an Volksabstimmungen in der Weimarer Republik. Wer sich von den Abendnachrichten im Fernsehen vor allem Spannung und Unterhaltung erhofft, sollte in der Tat noch mehr Plebiszite und Referenden einfordern.

    • @ Reinhard @ Don Mut zu Fakten
      Bitte erklären Sie mir, wieso die EU-Einwanderer die Sozialsysteme im Vereinigten Königreich belasten. Der Großteil der Einwanderer im VK kommt nicht aus der EU, sondern aus Drittstaaten. EU-Einwanderer können gar nicht „in die Sozialsysteme einwandern“, für sie gilt der Sozialversicherungsschutz des Heimatlandes, bis sie in dem EU-Land, in das sie sich auf Jobsuche begeben haben (wozu sie höchstens 6 Monate Zeit haben) eine Beschäftigung gefunden und diese eine Zeit lang ausgeübt haben. Sie werden also erst einmal zu Stützen der Sozialsysteme, bevor sie ihnen zur Last fallen können. Anders ist es bei Asylanten, aber wie gesagt: die kommen nicht aus der EU.

    • Anfrage
      Fände es mal interessant zu den Fakten von Reinhard, ein Beitrag zu lesen.

    • Extrem niedrige Wahlbeteiligung der Jungen
      http://www.welt.de/politik/ausland/article156576085/Unfassbar-niedrige-Wahlbeteiligung-junger-Briten.html

      Nicht wählen gehen und dann jammern… Erinnert mich irgendwie an das Gendergetröte, immer sind die anderen schuld.

  29. die autonomen Szenen
    sind In Berlin so ausgebrannt wie in Brüssel.

    In Brüssel wird sich alles wie unter dem Brennglas abspielen,
    in Berlin wird es nicht auffallen.

  30. BaWüZIT
    @Nedda

    ja ein BaWüZIT wäre eine ganz tolle sache, ich habe mal versucht früher das mit OETI in bezug zur energiepolitik durchzudiskutieren, auch mit einbezug der Bayern und der lieblichen Westaustrianer mit ihrer wasserkraft und der petrochemie und raffinerie in Schwechat.
    leider ohne erfolg, ich ermattete, da es keinen kaffee oder tee gab im angebot des fürstlich ausgestatteten abgeordnetenhauses. seine sekretärin war damals antizipativ bereits ministerin im kabinett kretschmann.

    wir müssen uns vorstellen, dieses freie BaWü hätte etwa die wirtschaftskraft der Schweiz und noch mehr einwohner, eine gesündere industrie-und dienstleistungsstruktur und echte weltoffenheit, wir könnten den flughafen in Zürich gerne weiter mitbenutzen (im tausch gegen noch mehr ackerland im Klettgau) und erhielten einen korridor in den geliebten Tessin mit vorrang bei den staus am Gotthard. die zweite röhre wird extra für uns reserviert (und ObjectBe natürlich als gast).

    doch genug der wegweisenden gedanken, das radl will noch einen kleinen ausflug in die slawisch-alemannischen mischgebiete im südosten Austrias machen, gegen das vorzeitige altern.

    ja, auch ich bin dafür, diese abstimmungsgeilen alten müssen mal rangenommen werden:

    keine jüngeren frauen mehr, über 50 jedes jahr zum führerscheinidiotentest, viagra nur noch nach zeitplan, ausgearbeitet von den protestantischen bischöffinnen, wählerstimme wird gezehntelt, bei nichtbefolgung droht ein wochenendseminar mit frau Nahles und ministerin Eisenmann. es gibt nur noch Oettinger Bier !

    ab 69 wird das restvermögen eingezogen, die lektüre von DON wird gesperrt.

    • Schade nur, dass sie uns nicht mal mehr die Eigenverantwortung fürs
      Lebensende lassen wollen und alles tun, damit man sich damit auf diffuse und zum Teil kostenintensive Wege begeben muss.
      Es wäre doch so einfach, das tödliche Pillchem jedem, sagen wir spätestens zum 65., zuzuschicken.

    • Nahles-Termin
      Morgen plant Nahles mit Pronold und Barthel übrigens auf die Schliersbergalm zu schnaufen. „Treffpunkt um 12:00 EUCST an der Talstation der Schliersbergbahn (Parkplatz: Dekan-Maier-Weg 10, Schliersee)“ Wettervorhersage durchwachsen, also Union-Jack- (oder UKIP-)Schirme mitbringen für das Rule-Britannia-Ständchen!

    • Das fällt vermutlich ins Wasser und wenn nicht, in die Kuhfladen,

    • Oettinger
      Moment. Wer einmal Würzburger Hofbräu getrunken hat, schätzt das Oettinger Bier im Vergleich doch sehr.

      P.S. Bin nicht identisch mit AH

  31. Titel eingeben
    Haben Sie freundlichen Dank für die Verlinkung! Es ist schon sehr verblüffend die zahlreichen Solidaritätsadressen zu lesen, die nichts dabei finden, dass in einer Stadt halbe Straßenzüge angesteckt werden. Die Polizei sagte, es sei mit weiteren Anschlägen zu rechnen. Es fällt einem gar nichts mehr ein.

    • Ja. Ich begreife auch nicht, warum man die Szene nicht mit allen Mitteln zerschlägt. Das ist meines Erachtens organisierter Terror und irgendwann gibt es Tote.

    • @D.A.
      Warum man diese Szene nicht mit allen Mitteln zerschlägt? Das liegt wohl auf der platten Hand.

    • Die werden nicht zerschlagen
      weil sie als mobilisierbare Spuck- und Schlägertruppe nützlich sind.
      Jeder soll Ungewissheit spüren und sich selbst zensieren, damit morgen nicht das Auto brennt oder er verprügelt wird.
      Das klappt auch, nennt sich Terror und logischer Begleitton in der Welt der Alternativlosigkeiten.

    • Es wird auf Dauer nicht anders gehen – wobei die Endlagerung in Berlin ja auch eine Art Inhaftierung ist,

    • BRD gibt Gewaltmonopol des Staates ab
      Die Destabilisierung der Gesellschaft ist mit der Duldung und Belobigung des landfriedensbruchbegehenden Mobs durch die Vertreter der Exekutive und Legislative im Hauptstadtslum in eine neue Phase getreten, konsequent im Sinne der Schaffung des Neuen Deutschlands durch die Allianz der GroeGroKoaZ.

      Die Berliner (Schein-)Republik ist undemokratisch und untergraebt systematisch das GG – und ist damit nicht mehr legitimiert.

    • Darf die andere Seite auch mal?
      „Wenn die Räumung für Migranten ein Test gewesen sein sollte, wie weit Berlins linke Szene zum Zusammenrücken bereit ist, ist er in gewisser Weise gelungen: Die geplante Einquartierung quittierte die Szene zuerst mit Demonstrationen.”

      Ich hab das hier schon etliche Male versucht klarzustellen. Hier herrscht bei einigen die Unsitte einfach alles was ihnen missfällt als Links einzuordnen, so als sei jeder Linke automatisch per Definition ein debiler Gut-Mensch, der gewalttätig werden kann.

      Darf ich daran erinnern, dass bis zu den verbrecherischen Kriegen (ab Iraq Eins!) der USA im Nahen und mittleren Osten war die Einstellung richtig, akzeptabel und problemlos war: „In einer neo-liberalen Welt in der Gangster Firmen, mit Billigung ihrer Regierungen in der dritten Welkt ihre Profite maximieren, hat JEDER dort lebende das Recht mit allen Mitteln zu versuchen sich ein besseres Leben wo auch immer zu suchen!“
      Merkel, mit ihren „Wir schaffen das!“ ist nicht links, sie ist lediglich genauso verblödet wie ihre Wähler.
      Links ist Wagenknecht, die völlig unmissverständlich gesagt hat, dass es selbstverständlich eine Obergrenze geben muss!

      Könntet ihr euch vielleicht mal an sowas gewöhnen? Ich bezeichne ja auch nicht Farage oder Höcke als konservativ!

      Ausgebrannte Autos sind FOLGEN der berliner Politik, und nicht deren Ursache! „Es ist eine ganz eigene Vorstellung von Demokratie und Rechtsstaat.“
      Während die der Merkel und Gabriel Sippschaft ja ganz in Ordnung ist, oder was? Warum fehlt so ein Satz im Blog selber: „… links sein heisst ja nicht, dass man Leute an die Laterne hängt, sondern versucht, sie für Neues zu gewinnen und zwar so, dass sie damit gut leben können.”

      „Besonders die Alten, die übrigens die Swinging 60ies und 68er repräsentieren, sollen sich was schämen, der Jugend den Weg zu verbauen.”

      Mit Verlaub, wir sind gegen DIESE Art einer EU. Ob es den Laden nun gibt oder nicht, viel von unserer Generation waren immer Europäer und werden es auch bleiben, wenn nicht ohnedies lieber gleich Welt-Bürger. Der Jugend den Weg verbauen, das tun nahezu sämtliche europäische Regierungen, die alle zugunsten der Konzerne und Banken Politik machen… und es tun deren Wähler.
      Meine Generation war die erste, die sich jemals diesem Gesindel entgegen gestellt hat und viele haben das wie Rudi Dutschke mit dem Leben bezahlt!
      Ich hab viel von der Welt gesehen, aber einen Staat in dem ich nationalistisch oder patriotisch wäre, habe ich auf dieser Welt noch nicht vorgefunden!

      Natürlich gibt es überall Volldeppen, aber für viele hat der Brexit natürlich nichts mit Europa zu tun, sondern mit den Ganoven in Brüssel und anderen Ortes.
      Wenn es sich eine gewisse Gesellschaftsklasse abgewöhnen könnte diese Mafia zu unterstützen, weil sie ja selber ein wenig an den Abzock-Gewinnen beteiligt ist, die dann anderen Ortes fehlen damit um Schul Toiletten zu renovieren und Pflegekräfte akzeptabel zu bezahlen, dann ergäbe sich vielleicht gar kein Grund mehr sich angesichts der Drohung mit 100% Erbschaftssteuer in die 200 Euro Hugo Boss Unterhöschen zu jammern?

      „Es sind nur, und darauf möchte ich hier verweisen, beides nicht die Gruppen, mit denen man sich im Bayerischen Oberland sehen lassen sollte.” Bzw. dass kein Stein mehr auf dem anderen bleibt, wenn die jeweilig begünstigten Horden durchziehen….“

      Sie vergessen da zu erwähnen, das die einen die Ursache sind, und die anderen die Folgen sind…. Wenn sie jemanden sehen wollen der Teil der Seite der Ursache ist, dann schauen sie im Badezimmer in den Spiegel!

      Was begonnen hat ist das was OM erkannt hat: „…die Basis beginnt sich zu wehren.“ Und zwar in Europa und in der Rigaer….

      Was aber da mal kommen wird, das weiss noch keiner. Ein Philosoph hat mal gesagt: Kriege und Fussball sollte man sich im TV anschauen.

  32. Wahlbeteiligung nach Alter
    Ups. Wahlbeteiligung.

    https://twitter.com/SkyData/status/746700869656256512

    Wird, warum auch immer, in fast allen Analysen ausgeblendet. Alterskonflikt verkauft sich halt gut.

  33. "Ich mache mir nichts aus Polen"
    „Ich mache mir nichts aus Polen“
    .
    (Winston Churchill)

    • aber wir sollten uns durchaus was aus Polen machen...
      ich mache mir auch nicht viel aus Grossbritannien, aber wir sollten nicht vergessen, dass die EU ein Grund dafür ist, dass wir heute nach Benelux und Frankreich fahren können, nicht nur ohne an der Grenze kontrolliert zu werden, sondern auch ohne angespuckt zu werden.

      Mit unseren östlichen Nachbarn steht dieser Prozess aber noch weitestgehend am Anfang. Deswegen finde ich es bedenklich, dass der Brexit auch hierzulande die EU Gegner jubilieren lässt.

      Es gibt diese schöne Szene aus Monty Pythons Life of Brian „What have the Romans ever done for us“.

      Es endet mit „(They) brought peace.“, „Oh peace! Shut up!“

    • Mal abgesehen von dieser Sache vor Falkland natürlich.

    • Ach, Candide,
      ein wenig komisch ist es schon, dass wir Polen nicht vergessen sollten, während Sie sich nichts aus GB machen. Erkenne ich da den Sprachduktus der Frau Kanzler, die von ihrem Land und ihrem Kontinent sprechen kann?

      2 Generation lang bin ich kontrolliert worden nach BE und FR, und IT und ES, u.s.w. und es hat mich nie gestört. Und angespuckt wurde ich niemals.

      Sie schreiben als wäre der Grenzübertritt und das Nicht-Anspucken bei Reisen in unsere östlichen Nachbarländer alles andere als geklärt (‚weitestgehend am Anfang‘).
      Und wie als Folge daraus Sie es bedenklich finden, dass in DE dem Brexit zujubiliert wird, ist für mich inkonsistent.

      Für Ihren Kommentar spricht allerdings das Zitat der Pythons. Das zeugt von gutem Geschmack.
      Sie wissen sicher dass John Cleese die pro-Brexit-Kampagne unterstützt hat?

    • Glaube allein genügt nicht
      Nach Frankreich fahren, ohne angespuckt zu werden?
      Die EU der Grund dafür?
      .
      Was für ein Quatsch…
      .
      Nix gegen die 1957 gegründete EWG, aber wer so tut als seien deutsche Touristen vorher angespuckt worden, tut den Franzosen wirklich unrecht. So war es nicht. Der Wille zur Versöhnung war da, schon Anfang der 50er. Schon vor der Montanunion.
      .
      Nix gegen sinnvolle Insitutionen!
      Aber seligmachen kann uns allein die R.K.K. und alle anderen braucht man nicht als Götzen verehren.

    • Anspucken an der Grenze
      … nicht direkt an der Grenze, aber meine Eltern haben auf ihrem ersten Hollandurlaub (Ende der 60er Jahre) die Ablehnung noch zu spüren bekommen. In Belgien war es dann etwas besser. Ich habe als Kind in den 60er/70er Jahren erlebt, wie sich die Situation im deutsch-belgisch-niederländischen Grenzgebiet sukzessive entspannte, das Warenangebot dank des Gemeinsamen Marktes immer besser wurde, das Reisen einfacher, und irgendwann brauchte man auch nicht mehr ständig drei Portemonnaies mit den jeweiligen Währungen. Und noch weitere, wenn es mal nach Frankreich oder Italien ging.

      Fürchterlich, was diese Brüsseler Bürokraten so alles angestellt haben, um uns das Leben schwer zu machen. Jetzt schaffen sie auch noch bald die Roaming-Gebühren ab, dabei bezahle ich doch so lustvoll gerne meine Handy-Rechnung, wenn ich im Ausland telefoniere. Wir sollten es wirklich besser wie die Briten halten, uns schnell unsere Hoheitsrechte (mitsamt der D-Mark) zurückholen und Berlin mal machen lassen. Alles wird gut.

    • Bespuckt als Deutsche
      @HansMeier555, Wir sind 1961 auf unserer Maturareise als Österreicher in der Metro in Paris als L’Autre Chien beschimpft worden, weil wir deutsch gesprochen haben und auch in Belgien, in den Niederlanden, weil wir auf dem Gehsteig auf der häusernahen Seite gingen und den Radfahrern nicht die Vorfahrt gegeben haben.

  34. Titel eingeben
    Das Ganze hat ja auch eine Vorgeschichte: vor vierzehn Tagen demonstrierte der Mob in Nikolassee, vor dem Haus desjenigen Nachbarn den sie als Eigentümer der Rigaer Straße ausgemacht haben wollten und marodierten dann durch das Stadtviertel, schworen Rache und beschmierten jedes zweite Haus. Das hatte nur zur Folge, dass die BVV mehr Nachsicht mit den Anliegen der Demonstranten forderte und heute gibt es wieder Demonstrationen in der Stadtmitte, die zu einem Tag X aufrufen. Das ist schon sehr eigen, wie hier sozusagen unter Aufsicht gebrandschatzt wird.

    • Ja, bitter. Eine Hunderschaft bayerische SEK und drei Hundertschaften BePo au Sachsen könnten da einiges ändern.

  35. Danke
    Don Alfonso für einen weiteren lesenswerten und treffenden Artikel.

    Ich habe heute in einem anderen Artikel einen netten Satz gelesen den ich hier widergeben möchte.

    „…die Jungen haben den Alten kaputt gemacht, was die sich erarbeitet haben, und die Alten hatten eben mal die Schnauze voll davon. Denn so ziemlich alle politischen Plünderungsideologien und die Ablehnung des Lernens kommt von Jungen.“

    Beste Grüße aus dem Chiemgau.

  36. Tanz den Stereotypos...
    Fein beobachtete Analyse gegenüber dem Trend einer moralisierenden Empörungstexterei, die das „Prekariat“ und den „Stammtisch“ der „Populisten“ für das Brexit-Desaster verantwortlich macht. Kaum abzusehen, wie sich das Rennen um die größte Abschreckungskraft entwickeln wird. Ginge es um einen Wettlauf um komplexarme Stereotypen und Einfachstprojektionen, diese Erklärungsmuster wären derzeit längst Europameister. Eine Strömung der Realitäts-Abwehr in der klassischen Trennungsverarbeitung besteht darin, auf Schottland und Irland zu setzen, die sich abspalten sollen. Daß man damit auf die pöse national-staatliche Karte setzt, scheint diesen Taktikern des „Wählens bis der Arzt kommt“nicht aufzugehen. Bizarr fand‘ ich zudem, daß bei der Trotz-PK Junckers die versammelte Medienschaft aufstand und applaudierte, als Juncker „Out is out“ in den Saal rief. Ist denn schon wieder Krolloper? Von der Seite hofft man nun, daß sich Schottland und Irland als Teil-Nationen von einer supranationalen (dunklen) Struktur abspalten, um einer anderen (angeblich hellen) in Form der EU beizutreten. Ich hoffe, daß sie so dumm nicht sein werden, da sich die EU als redundant als unbelehrbar erweist. Den Ochs und Esel Honeckers, der auch hier und auf meiner Terrasse mit Blick auf das nahe Berlin regiert, den hält eben keiner auf.

    • Jetzt mal ernsthaft: Wenn etwas Stammtisch ist, und zwar Stammtisch von WKII-Verlierern, dann ist das das Gewinsel in Folge des Guardian bis zu SPON. Beinahe hätten wir Moskau… beinahe häten die Briten aufgegeben… so hiess das damals bei den Altnazis. Jetzt ist es halt der knappe Ausgang. Die Argumente lagen auf dem Tisch, der Sieger gefällt mir auch nicht, aber es gibt Gründe für die Niederlage. Darüber muss man reden.

    • Titel eingeben
      @Don
      Ich mag diese omnipräsenten NS Analogien ja eigentlich gar nicht, die immer als „deus ex machina“ erscheinen, wenn jemand eine Debatte zu Ende bringen will. Aber wir sind ja unter uns und wenn ich lese, daß die EU als Reaktion jetzt noch enger und unverrückbarer werden soll, dann denke ich doch heimlich an die Sportpalastrede von Goebbels in der Potsdamer Straße, in der er als Reaktion nach dem Exit der 6. Armee in Stalingrad die Radikalisierung des Krieges auf allen Ebenen des Alltags ausrief. So kann man eben auch seine Unbelehrbarkeit dokumentieren. Aber dies nur unter uns.

      Empfehlenswerte Sichtweise zum EU Komplex, nach den sachlichen Impulsen in der NZZ ein Kommentar aus der Schweiz, die erst kürzlich ohne viel Medienecho den Aufnahmeantrag zurückzog, ich las es im Tagesanzeiger, da das jetzige EU Projekt immer weniger attraktiv erscheint:

      „Eliten, das zeigt die Geschichte, sind nötig, aber nur in geringen Dosen zu ertragen. Man muss sie kontrollieren und vor ihren eigenen Visionen, Träumen und Rechthabereien schützen. Demokratie ist entstanden, weil der Bürger den eigenen Eliten misstraute, zu Recht misstraute: «Das war die grösste Ohrfeige, die das britische Establishment je erhalten hat», sagte Andrew Neil, ein erfahrener Journalist der britischen BBC, am Morgen danach, und er schilderte, wie die Regierung noch am Donnerstag an einem Briefing vor Journalisten und Ministern sich bei den sicheren Siegern wähnte.(…)

      Dass Merkel die Lage so falsch einschätzte und offenbar glaubte, das Referendum der Briten nicht fürchten zu müssen, belegt ihre Naivität. Oder ist es Unfähigkeit, ist es Arroganz? Jedenfalls sind es Eigenschaften, wie man sie nur beobachten kann bei Politikern, die sich längst ins Nirwana der Verantwortungslosigkeit verabschiedet haben. Was ficht mich die Demokratie an?, muss Merkel gemeint haben – was unterscheidet Grossbritannien von Griechenland?“ BaZ 25.06.16

      Besonders gefällt mir der zitierte erste Teil von der Elite, die man kontrollieren muss, weil sie sonst unerträglich wird. Derzeit wird jedoch heftig aus dem hiesigen politisch-medialen Komplex heraus debattiert, wie man das schnöselige Volk kontrolliert, damit es einem nicht mit falschen Abstimmungen das Abendessen verdirbt. Daß direkte Demokratie gar nicht geht, ist Gemeingut. Diese Auffassung, das Volk sei für eine sachliche Einschätzung der Politik viel zu unreif, war lange Zeit das Hauptargument dafür, in Preußen das allgemeine Wahlrecht zu verweigern. Insofern sollte man die Mut haben, die preußische Lösung einzuführen als nur infam, autoritär und elitär rumzudrucksen. Wobei man beim Zustand dieser Elite schon Depressionen kriegen kann…

  37. Hommage
    Ein Freund von uns, ein echtes Unterschichtenoriginal mit Humor, hatte aus seinem alten grauen Lappen das Photo rausgeschnitten und darin eins von FJS.

    Ich muss sagen, man hat ihn nie verachtet, wie das heute mit einigen Bürokraten der Fall sein kann, sondern eine deftige Hassliebe zu ihm kultiviert. Der echte Gram fing erst mit seiner Tochter an, die für G8 war und ihre Kinder gemütlich auf der Steiner-Schule hatte. Irgendetwas ist mit dieser Generation fehlgelaufen. Viel Wasser predigen und viel Wein saufen ist ihr Motto. Und ihr Mantra: Immer weiter so.

    Falls ich hier wegziehen sollte, verlasse ich folgende liebenswerte Konstellation: Meine Wiesen, meine Wanderwege, meine Pisten, meine Radler, meine Weißbiere und die Weißwürste, meine Berge, aber vor allem meine Bayern, diese herzlichen Leute, die an Festtagen die einzigen Deutschen sind, die noch gut gekleidet sind, meistens in Tracht, diese liebenswerten, naturverbundenen und natürlichen Menschen. Das Beste an der Wiesn ist der Einzug der Wirte und das Zweitbeste die Lebkuchenherzen, die zu ihnen passen. Meine Bayern. Und ihre Hymne. Hab ich was vergessen? Bestimmt. Meine Küh, meine Bauern und der Stau bis zur Autobahn. Die Heumuich und mein Käse. Und noch mehr.

    • Titel eingeben
      Kurz: Ein Paradies.

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      Also, am besten in der Bayernhymne gefallen mir folgende Zeilen:
      Erste Strophe: ….deutsche Erde, Vaterland!
      Zweite Strophe:Daß mit Deutschlands Bruderstämmen einig uns ein jeder schau …

    • Südtirol?
      Paradiesnahe Lebenswelten werden, zumindest auf diesem Planeten, langsam knapp. Bayern – und Südtirol –, gehören dazu. Nicht perfekt, natürlich.
      Sieht man einmal von eher mikroskopisch dimensionierten Biotopen ab, die es häufiger gibt, – von Baudelaires blauem Himmel über dem Hinterhof ließe sich kein gestandener Zisterzienserabt verlocken.
      Welche Konstellation um alles in der Welt toppt heute und auf absehbare Zeit „Ihr“ Bayern?

    • Das wärs doch, um es auf die Spitze zu treiben - und Namen und Begebenheiten sind auswechselbar:
      Gott Erhalts
      Musik: Josef Haydn / Text: H. v. Goisern (unter der wendung des zitates „gott erhalte, gott beschütze“)

      gott erhalte, gott beschütze
      uns den traum vom himmelreich
      pippi langstrumpf, wurstelprater
      jedem goldfisch seinen teich

      gott erhalte, gott beschütze
      uns die ganze vogelschar
      polizisten und betrüger
      gänseblümchen wunderbar!

      gott erhalte, gott beschütze
      unser land und unsre pfründe
      unsre priester unsre päpste
      und vor allem auch die sünde
      lieber gleich heim ins reich
      auf dem kreuzweg himmelwärts
      als auf ewig mit den narren
      immer nur im kreise fahren

      gott erhalte, gott beschütze
      unsern kaiser, unsern franz
      schubert, klammer, beckenbauer
      gott beschütz den vogerltanz
      doch die moral die schütz uns nicht
      und auch nicht die bürgerpflicht
      da schon lieber bier und schmalz
      und gott erhalts unser salz
      gott erhalts unser salz, gott erhalts unser salz
      gott erhalts unser salz

  38. Jugendbewegung Nationalsozialismus
    War nicht der Nationalsozialismus eine Jugendbewegung
    und ist nicht das Unerklärliche am Nationalsozialismus
    (überwiegend) durch die Skrupellosigkeit der jugendlichen Akteure
    zu erklären?

    • Ja, vieles, was da momentan so durchklingt, hat den Baldur-von-Schirach-Sound feat. BDBitches.

  39. Titel eingeben
    „ob ich zur Oberschicht Deutschlands oder Europas gehöre, ist mir egal“

    Naja also wenn jetzt jeder mittelkleine Kuponschneider plötzlich Oberschicht sein soll… denke da gehört etwas mehr zu. Einfluss zum Beispiel, und zwar mehr als auf die dörfliche Blaskapelle.

    • Ich habe eine Kolumne bei der FAZ, das ist auch was.

    • Oberschicht ist eine Frage der Haltung
      Wer wenn nicht ich ist Deutschland? Das ist die entscheidende Frage.

      Klingt vll. in Ihren Ohren furchtbar. Aber ich möchte es nicht Fussballfans und AfD Wählern überlassen. Und je mehr Leute Leute so denken um so besser funktioniert unsere Demokratie. IMHO.

    • Genau das passiert aber. Weil alternativlos.

  40. "Liebe EU, reformiere dich doch bitte mal !"...
    „Lieber Betonpfeiler, sei doch bitte flexibel !“….

  41. In den Grenzen von 976 ?
    Da war doch die Einsetzung der Babenberger. Die Mgft Verona gehörte dann auch zum Hzm Kärnten. Ich gebe zu wenn man an den 1.1.976 denkt …. Den Süden Italiens könnte man künftig den Zuwanderern überlassen, Teile Spaniens ebenso. Diese ganzen Krieg seit damals haben nichts gebracht. Ich müsste halt umziehen. Nimmt man in Bayern noch Zuwanderer aus dem hessischen auf? Die heutige bayerischen Grenze könnte ich noch gut mit dem (Draht)Esel erreichen. Hier in der Stadt durfte man früher nur einziehen wenn man genug Geld hatte. ggf könnte ein Bürgergeld wieder helfen. Es wäre eben jener Betrag den man zahlen muss um bleiben zu dürfen.

    • Vor der Teilung natürlich! Für Kärntner nur die Leibeigenschaft.

    • Der Limes als Grenze
      …noerdlich die protestantisch-preussisch-gruen/roten-postDDR-neosozialistischenSpiessbuerger-Barbaren, suedlich das Helldeutschland der Zukunft.

      Kaum Ironie in diesem Vorschlag!

    • Mein lieber Hagen
      Die Spiessbürger sind die Personen die jene vom Pferd holen die glauben ihnen etwas vom hohen Ross herab erzählen zu können. Sie verteidigen mit ihren Spießen ihre Städte. – Sie sind Speerwerfer, da müssten sie doch Verständnis haben. … Für wenn sind sie Tätig? Schweizer Garde? Die haben aber keine Speere. Verraten sie es? Für den Herrn König? Welchen?

    • Titel eingeben
      Die Hauptaufgabe besteht im Erhoehen der allgemeinen Wohlfahrt – ganz im Sinne des Brutto-Glueck-Index a la Bhutan.

      Unter Beachtung der Weltsituation erlaube ich mir eine Non-PC Praeferenz fuer Deutschland – da D, trotz allem, einen hoeheren positiven Netto-Nutzen erbringt, verglichen mit den Alternativen, und weil hier meine Wurzeln sind (Heimat).

      Der Konflikt bleibt Deontologie – Konsequentialismus, mit meinen pragmatischen Sympathien fuer Machiavelli, der auch nur den groessten Nutzen fuer das gesellschaftliche Gemeinwohl wollte.

      Mein Namensvetter benutzte den Spiess (Nahdistanz) und nicht den Speer (Mitteldistanz); er hatte Mut.

  42. Hier wird gerade Gechichte geschrieben:
    Merkel tritt ein in die Fußstapfen ihres großen Mentors Kohl, und wird Kanzlerin der irischen Wiedervereinigung.

    • Wenig zum Schmunzeln dieser Tage
      Aber das einer davon. Vielen Dank!

      Wenn wir ganz viel Glück haben, werden sie uns Angela als erste Premierministerin haben wollen. Vielleicht schaffen sie das ja, die Iren.

  43. Sind das schon die Folgen des Brexit?
    Open-Air-Festival wegen Unwettern abgebrochen, 80 Verletzte oder so, Bahn entgleist am Mittelrhein… ist das noch normal, oder sind das schon die Folgen des Brexit?

    • Der Brexit hat natürlich Gottes Fluch auf Europa hernieder gebracht.

    • Indem der liebe Gott
      durch ein von IHM geschicktes Unwetter ein Poppfestival vorzeitig abbricht, ist dieses ein erneutes Zeichen seiner übergrossen Gnade und allwaltenden Güte.

  44. Ein wirklich aufschlußreicher Text, ...
    der Link zum Merkur. Da ist selten eindrücklich dokumentiert, wie sich im Gefolge des (wie man im Nachhinein dank des Außenministers Kurz weiß) mit EU-Mitteln geförderten „Migrations“-Chaos in Windeseile eine unheilige Allianz der Migrationsgewinnler formiert hat, reichend vom Kardinal über den „No-Borders/No-Frontiers-Aktivisten“ bis zum Containervermittler und den mittelständischen Handwerker, von denen die einen den moralischen Profit, die anderen die offensichtlich im Überfluss dringend zur Verteilung anstehende Staatsknete abzugreifen sich beeilt haben.

    Das Ende vom Lied: Obwohl man das vergleichsweise „Edelunterbringungsprojekt“ (man fühlt sich an diesen im Mutterschiff erschienenen Artikel erinnert: http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/immobilien/fluechtlinge-in-deutschland-nachhaltig-unterbringen-14252665.html) in einer für Deutschland ungeahnten Schnelligkeit durchgeprügelt hat, ist man leider knapp zu spät gekommen. Der Flüchtlingsstrom ist bedauernswerterweise und gegen den ausdrücklichen Wunsch der „Nicht-mehr-mein-Land-leider-dennoch-Landesmutter“ und dank des unbotmäßigen Handelns einiger störrischer Zwergnationen unzeitig zum Versiegen gebracht worden. Jedenfalls floriert er nicht mehr in einem Ausmaß, das offenbar zum Betrieb des lukrativen Geschäftsmodells erforderlich wäre.

    Jetzt sitzt man auf einem Zehnjahresvertrag für acht Wohnungen, die „die Regierung von Oberbayern“ (lies: der Steuerzahler) für einen Preis „sogar noch oberhalb des üblichen Niveaus“ angemietet hat. Quasi das EU-Modell im Kleinen: Alle profitieren, nur der Trottel, der’s am Ende zahlen muss, schaut in die Röhre.

    Aber es besteht ja noch Hoffnung: „Da muss bloß irgendwo ein Zaun aufgehen.“

    Querfronten gibt’s…

    • Man kann dem Ort – und so machten das hier einuge – da keinen Vorwurf machen, das war die beste Idee und es fördert die heimische Wirtschaft statt den chinesischen Containerbauer. Profitieren tun hier ausnahmsweise mal die Richtigen. Ich bin gestern daran vorbei gefahren, das ist eine gute Anlage und sie hilft der Region,

    • Flüchtlinge nach dem Krieg waren bis weit in die 50er Jahre
      oftmals noch in Baracken untergebracht, ganze Familien in einem Raum. Ihre Wohnungen/Häuser haben sie sich dann, wohl mit verbilligten Darlehen und zur Verfügung gestelltem Grund großteils in Eigenhilfe gebaut. Für das Verlassene gabs wenig Lastenausgleich.
      Und mit ihrem mitgebrachten know-how haben sie manches Dorf dann wieder zum „Erblühen“ gebracht, wie die Geigenbauer in Bubenreuth.
      Gejammert und Ansprüche gestellt haben die wenigsten.
      Ich bin schon neugierig, wie und mit was die jetzt Zugereisten sich und uns bereichern werden. Zumal ja momentan noch paradiesische Zustände herrschen und die Eigenmotivation so gut wie gar nicht abgefragt wird.
      Bislang sieht es so aus, dass manche Gemeindekasse seit September 2015 überstrapaziert wurde und weiter wird mit Ausgaben, die weniger zum Wohle der Allgemeinheit scheinen.
      Und den Begriff „Flüchtling“ für die, die das Füllhorn wohlüberlegt abbekommen und ausnutzen, auszusprechen, tue ich nie.

    • Es ist Migration. Die Flucht endet, wenn übehaupt, beim Erreichen der EU.

  45. Wo ist eigentlich TDV?
    Warte schon auf einen Beitrag.

    • Der erscheint meist nachts.

    • Titel eingeben
      Bei Sonne lieg ich in meinem Sarg…

    • "Wo ist eigentlich TDV?"
      Beachten Sie die Zeitzone, ich glaube plus 10 Stunden. Aber wo sind die verehrten Damen Heuse und Simon. Doch nicht ohne Tablett/Laptop schon wieder im Urlaub-und „still shocked by Blumencron“.

    • Ich bin ja da, aber bin immer noch recht fassungslos
      ob der hirnlosen Aktivitäten der Haus- und Grundbesetzer und des Nichtstun des Senats bzw. das Goutieren dieser Aktivitäten durch ihn. Mir fielen ja einige Strafen ein, die jene von ihrem Wahn heilen könnten, aber dann stehe ich in der rechten Ecke.

      Frau Heuse/Der Tiger hat sich im letzten Blog gemeldet, hat viel zu tun, liest aber mit.

      @TDV
      im Ernst? Schade, dass Sie kein Foto davon posten können. Schon mal probeliegen?

    • Aber nein...
      Wussten sie denn gar nicht, dass so böse linke Anarchisten wie ich, alle auch Vampire sind und am liebten kleine Kinderfressen?

      Wenn ich so sehe was an unfassbarenn Stammtisch Kommentaren hier mittlerweile auftaucht, dann möcht ich den Deckel schon fast auch nachts zu lassen… Ich gebs zu, ich hab ja bestimmt keine allzu hohe Meinung von DE, und zugegebenermassen auch vom Rest der Welt nicht, aber dass sowas, das man längst für verfault bud verwest gahgletn hat, plötzlich in DE wieder aus aller Löchern hervorkommt, das überrascht mich schon, da bleibt mit manchmal ja fast die Luft weg.
      Da bekommen die Gedanken spielen von Frau Nuland & Co plötzlich eine ganz andere, eine sinnvolle Dimension… Was ich an DE immer wertvoll empfand war die Fähigkeit aus der Vergangenheit zu lernen, aber anscheinend hat nur man ein paar Jahrzehnte ruhig gehalten, und eine passende Gelegenheit abgewartet.

      PS: Zeitzonenmässig übrigens im Sommer 7, im Winter 8 Stunden.
      Sommerzeit gibts nicht, es wird um 3 Uhr hell, und ist um 19 schon wieder dunkel. Damit die Eingeborenen nicht auf die Idee kommen, die Welt sei zum Vergnügen da…
      In DE gabs ja im Zusammenhang mit der Sommerzeit diesen Witz mit den Kühen, die durch die Umstellung beim Melken verwirrt würden… hier ist das kein Witz sondern tatsächlich Realität. Genau dieses Argument verhindert die Zeitumstellung!

    • Mensch, TDV!
      Sie wirken aber auch ein wenig vom Dogmatismus getrieben. Vielleicht macht es das auch so schwierig. Sie sollten sich nicht so in alles „verbeißen“, aber das ist wahrscheinlich das Kennzeichen Ihrer Spezies ;-)

    • Anarchist
      Bakunin, Trotzki, oder Jiang Quing?

  46. Mit Kohl fing es an
    …die Umformung der CDU zum Kanzlerwahlverein mit dem „System Kohl“, das in logischer Konsequenz zum „System Merkel“ wurde.

    Natuerlich ist der BREXIT ein explosiver Trigger fuer die EU-Fortentwicklung; die Wahl 2017 in D ist aber fuer D und EU entscheidender.

    Die Aussichten sind nicht erfreulich, da keine der gegenwaertig im Reichstag tagenden Parteien die Politiker noch die politische Vision hat, um den noetigen Neuanfang zu wagen.

  47. Referendum gefällig?
    Wann verlässt der letzte Affe den Felsen von Gibraltar?
    https://de.wikipedia.org/wiki/Gibraltar

  48. Rigaer94 im Vergeltungswahn
    Die Autonomen sollen angekündigt haben, für jeden Polizeieinsatz in „ihrem“ Kiez 1 Mio € Schaden anzurichten. Da soll noch jemand sagen, man habe in der Szene aus der Geschichte nichts gelernt. Die Wehrmacht hat ja auch in den von ihr besetzten Gebieten für jeden Anschlag von Partisanen einige Geiseln aus der Zivilbevölkerung hingerichtet.

    • Ich las etwas von 10 Millionen.

    • Wenig kreativ, solche Worte----
      Welche Art von Widerstand wären in euren Kreisen denn akzeptabel?

      Das Schreiben von Bitt-Briefen? Oder gar lieber doch nur die Wahl Urne?

      Warum kümmert ihr euch so wenig um die Ursache, und so sehr über die Folgen? Hatten wir genau dieselbe reaktionäre Weigerung, die Ursachen zur Kenntnis zu nehmen, nicht auch schon bei den Flüchtlingen?

      Vielleicht war der Brexit ja auch ein Zeichen, dass die Menschen nicht mehr gewillt sind sich den ganzen Mist tagtäglich aauch weiterhin so gefallen zu lassen?

      Lieber den Boris, als weiter politics as usual… Lieber den Donald als weiter politics as usual…
      Seid ihr bekümmert, weil DE nichts als die AfD anzubieten hat? Kann ich verstehen.

    • Unglaublich
      Das hört sich auch nicht besser an, als der IS, der nun, nachdem die EU “ kaputt“ ist, Anschläge in Berlin und Brüssel ankündigt.

      Seit 05:00Uhr wird zurückgeschossen,nämlich auf friedliche Mitbürger, passt wohl auch.

    • Ach, Phil.....
      „…zurückgeschossen…“

      Wissen sie tatsächlich nicht, wer mit dem Schiessen angefangen hat?

  49. @Tamarisque: Entmündigt die Alten
    Wenn ich mich nicht täusche, hatte die „tollkühne neoliberale Politikerin“ einen Vorgänger aus Bayerns CSU (?). Der schlug vor, Alte ab 75 ( 70?) aus der gesetzlichen Krankenversicherung auszuschließen.

    Gleiches Ziel, anderen Lösungsansatz hatte der Brandenburger Grünenvorschlag, Mördern nach fünf Jahren Haft unbedingten Freigang zu gewähren. Da ging es nur vordergründig um Artenschutz einer gefährdeten Minderheit.

    Genaueres ist mir entfallen – ich bin halt auch schon im Soylent-Green-Alter.

  50. EU – unser gemeinsames Haus, ein Haus ohne Fundament
    Woran liegt der allmähliche Zerfall der europäischen Gesellschaften? Woran die hohe Jugendarbeitslosigkeit, selbst in Ländern wie Schweden? Warum ist es der EU nicht gelungen, das gemeinsame europäische Haus auf solidem Fundament aufzubauen?

    Tja, eine Baumethode, bei welcher das Dach als erstes aufgesetzt wird, ist wohl keine gute Idee. Doch so macht man das im Marktradikalismus: Statt als erstes eine solide Gründung zu legen, damit das Haus auf festen Fundamenten steht, entsteht als erstes ein prächtiges Dach, unter welchem die Wirtschafts- und Finanzeliten fürstlich residieren; in den oberen Etagen darunter die Politiker und andere Eliten.

    Doch unten am Grundbau ist das Haus porös und marode, die Bewohner der unteren Etagen ärmlich. Wenn an den Wänden Risse entstehen, wird das Haus langsam zusammenfallen.

    Oben vom Dach soll eine Erleichterung herbeieilen, durch die neue Baumethode „trickle-down“. Doch die reichen Penthouse-Residenten geben von ihrem Geld nichts freiwillig ab, um das untere Teil des Hauses instand zu setzen, sind sie doch überall auf der Welt zu Hause. Im Gegenteil, sie wollen alles in ihr Penthouse und die oberen Etagen investieren. So verfallen die unteren Stockwerke zusehends immer mehr.

    ***
    Man hat die „Märkte“ losgeschickt, um das Wachstum durch Investitionen anzukurbeln und so den Entwicklungsrückstand eines Landes wie Griechenland aufzuholen. Dabei überließ man den Märkten (völlig planlos) die alleinige Wahl über die Art der Investitionen. Statt dem Wohl der Bevölkerung und der langfristigen Entwicklung der Ökonomie eines Landes zu dienen, dienten die Investitionsprojekte der kurzfristigen Profitgier der „Märkte“, z.B. durch allerlei Luxusprojekte.

    Ähnlich wie im oben beschriebenen Haus wurde in Projekte zugunsten der Basis, der Bevölkerungsmehrheit, kaum investiert. Bis irgendwann alles zu bröckeln anfing: in den schwachen Ländern zuerst, während der Zerfall in den reichen Ländern zunächst noch unsichtbar bleibt, doch unter der Oberfläche brodelt es auch dort schon ziemlich…

    ****

    btw. Würde der Trickle-down-Effekt funktionieren, so wären die Hunde und Schweine, die unter den Long Houses auf Kalimantan und Sumatra seit Jahrhunderten am Boden wühlen, um Essensrechte zu verwerten, die von den Bewohnern des Hauses durch die Ritze an Bodenbalken heruntergefegt werden, schon längst Millionäre. ;-)

    • Sie tanzen alle auf unsicherm Grund
      Die Bahn in trotz Warnungen auf Anhydrit, durch den sie unter Stuttgart hindurch 60 km Tunnel baut oder auf dem Abbau der Ausgleichsstrecken, VW auf der Abgasblase (wenn nicht schlimmeres), wir hier auf der Unbildung des Nachwuchses und die Börsen und Anleger auf Draghis neuem Geld.
      Und die Zugereisten tanzen mit, auf ihre Art und Weise, und werden damit dafür sorgen, ohne Fleiss aber mit Spucke den Spuck noch schneller offen zu legen.
      Der Kaiser ist nackt. Aber wem sag ich das.

    • @ Gast
      Stimmt. Drehen Sie sich um und wechseln die Richtung.

    • @T
      Ich glaube zu einem echten Problem begann das alles erst zu werden, als die Grundlagen der Wirtschaft zerstört wurden als man mit Finanztransaktionen mehr Geld zu verdienen begann, als in der Real Wirtschaft mit produzieren und Handel. Wenn man sich mal anschaut, wer da als Verantwortlicher alles widerstandslos geschehen liess und in der reaktionären Folklore immer noch als ganz grosse Staatsmänner gelten, kann man gar nicht anders als laut zu lachen!
      Damals hätte man dem noch einen Riegel vorschieben können, aber die blöden Völker fanden ja ihre Reagan, Thatcher oder Kohl ganz, ganz toll! Kurzfristig gíng das alles ganz toll, aber es wurde mehr und mehr…
      Fällt Ihnen die Parallele zu den Flüchtlingsmassen auch auf. Anfangs war man erfreut, als es drohte kein Ende zu nehmen, begann man mehr und mehr verzweifelt zu suchen. Aber wie von den Blöden nicht anders zu erwarten suchten sie den Deckel um ihn auf den Brunnen zu legen, in den das Kind schon längst gefallen war.

      Wer meint, was es damals bei der „New Economy“ oder 2008 mit den gebündelten Debtswap Derivaten gegeben habe, sei eine zu grosse Blase gewesen, der wird ein unangenehmes Erwachen blühen.
      Aber man weiss ja wer Schuld ist… die Linken!
      Man kommt sich immer öfter vor wie im Irrenhaus, gell?

  51. Bayern ist schon lange nicht mehr unser Land, alte Urkunde aufgetaucht
    Bayern hat es einfach einfacher als die Briten mit seinen Abspaltungsbemühungen, über einen „Bayxit“ abstimmen ist gar nicht mehr nötig. Was viele nicht wissen: Eine alte Urkunde hat sich jetzt dazu gefunden, laut der ein entnervter Bayernherrscher sein Gebiet vor langer Zeit schon freiwillig an Österreich hergegeben hat.

    Der damalige bayrische Herzog klagte darüber, dass seine „unterthanen allso tumb und garstig sint, dasz ich dis land itzo von mir werffe und Austria in den schosz setze, so der Erzherzog mit solchen baueren und seuffern sich mag mueh und arbeyt machen“.
    Bayern wurde also aus purem Zorn über die g’scherten Untertanen verschenkt. So wird eine Regierung ungehobelte Untertanen los, wenn sie mit diesen nicht mehr zufrieden ist.

    Auf die angekündigte Presseerklärung der Bundesregierung sind wir sehr gespannt. Müssen wir den Bayern jetzt noch ein freundliches Gesicht zeigen? Was sagen führende Saupreiß’n in der Hauptstadt dazu? Was verschenken sie, wenn dies doch nicht mehr ihr Land ist?

    http://www.der-postillon.com/2015/06/urkunde-aus-dem-16-jahrhundert.html

  52. Gefahrlos widersprechen
    Auf den dritten Blick staune ich nicht mehr über den vorgestellten Antrag zur Bezirksverordnetenversammlung. Die Antragssteller vertreten eine Klientel,der man nicht widerspricht. Die Taktik: Gewalt kontrollieren,in dem man ihr weicht,wer in der gewonnen Zeit ins „offene Grab“ fällt,hat einfach Pech gehabt. Hinweisen möchte ich auf die Lebenserinnerungen von Georg K. Glaser,“Geheimnis und Gewalt“.

    • Titel eingeben
      „Heinz Busch“ = steckt dahinter Heinz Buschkowsky? …der in Berlin wohl der einzige Politiker mit realistischen(!) und sogar vernünftigen Ansichten ist?!

  53. Nicht übertreiben, von wegen Rigaer 94
    Also ich hab ja noch die Panikmache der 80er im Kopf: Hamburger Hafenstrasse, Düsseldorfer (?) Kiefernstrasse, Frankfurter Startbahn West — der Bürgerkrieg hätte schon begonnen, Kaiser Rudolfs Landfriede von 12xy sei Vergangenheit, des Geylers Schwarzer Haufen ziehe herauf den Roten Hahn uns aufs Dach zu setzen
    .
    https://de.wikipedia.org/wiki/Räumung_der_Mainzer_Straße
    .
    Und jetzt Rigaer 94!
    .
    Bürger sperrt Eure Jungfern weg, zählt Eure Hühner, repariert die Zäune…

    • Übertreiben
      muss man da wirklich nichts. Terror ist längst Alltag. So hier in Leipzig.

      Brennende Barrikaden? Sogar mit gewissem Witz zu realisieren. Vor den Dezemberausschreitungen wurden falsche städtische Mitteilungen zugestellt, zwecks Sperrmüllsammlung.

      Brennende Autos? Do, Fr, Sa… egal. Allein seit Donnerstag haben die Terroristen hier zehn Fahrzeuge in verschiedenen Stadtteilen in Flammen aufgehen lassen. Reicht, dass da Ringe etc. drauf sind oder die Dinger ner Immofirma gehören.

      Reaktionen, außer ein gelegentlich hingehauchtes „das ist offener Straßenterror“ (OB Jung)? – Also. So what.

      Alltag eben. Ohne Übertreibung und Hühnervieh.

    • Aber Gast... wie kann man nur!
      Rechte Gewalt ist natürlich was Schlimmes.
      Aber Linke Gewalt, nein, das geht nun gar nicht!
      Wenn ein AUDI brennt, dann ist der Staatsnotstand gegeben!

      „…gewalt-aus-der-linksextremen-szene-haelt-die-hauptstadt-in-atem…“

      Sind sie auch schon ganz atemlos?
      Jetzt sidn wir bei den Stützen schon so weit, dss man Focus-Sätze als Argument bringen kann?

    • Abfackeln von Autos, Beschmieren von Fassaden
      Das sind ernste Straftaten.
      Grobe mutwillige Sachbeschädigung, unerlaubtes Entfachen von Feuern, etc.
      .
      Aber da sind noch Steigerungen möglich.
      Da würd ich von Terror noch nicht reden.

    • "Wozu das Töten und wozu das Sterben/ Wenn der Preis der Revolution die Revolution ist/ Die
      zu Befreienden der Preis der Freiheit.“

      Also wenn ich mir überlegen muss, welches Auto ich nehme, fühle ich mich schon terrorisiert.

      War billig? Aber wahr.

      „Da sind noch Steigerungen möglich.“ Nicht meine unmittelbare Sorge. Aber es klappt mit dem Denken.

      Ich glaube immer noch, es ginge für ein paar kurze Leben auch anders.

      Manch einer mag politische oder religiöse Zeloten für eine Variante des homo ludens halten. Oder die Gummiindianer seines Sandspielkastens für Menschen. Denen gönnte ich, wenn ihnen schon der Engel der Geschichte nichts sagt, gern einige Zeitrafferjahrzehnte wenigstens der letzten deutschen Diktatur, in der solche Typen (oder deren Darsteller oder Falschmünzer oder…) tagtäglich Macht über sie haben. (Bitterechte Macht, auch wenn noch nicht Gulag oder Killing Fields oder Голодомор oder… wortlos.)

      Es braucht eben entweder das richtige Bewusstsein oder die nötige Charaktermaske. Dann kann man eine Weile rumschreien und überleben. Oder andere kujonieren. (Das hat was, wirklich.) Im anderen Fall gilt: Ein, zwei der hier gewöhnlichen Kommentare — Aus.

      Aber wem sag ich das…
      Und wozu. Vor allem so nüchtern.

    • Tja, Gast da kann ich ihnen folgen...
      Das Problem ist ja keineswegs dass jemand bestreitet dies alles seien keine Straftaten
      Das Problem ist vielmehr was alles KEINE Straftat ist.

      Regierungen die alle überwachen
      Regierungen die einen Geheimdienst gewähren lassen, der Nazi-Gruppen Wafffen besorgt
      Reigierungen die Steuergelder an Banken gibt, damit die ihre Boni weiter bezahlen
      Regierungen die TTIP am Volke vorbeischmuggeln
      Regierungen die die Bndeswehr an Manövern an der russischen Grenze beteiligen und damit den Frieden des Landes gefährden.
      Vom Kriegspielen im Dritt Welt Afghanistan wo man ohne provoziert zu sein und von dem keinerlei Bedrohung ausging, tausende von Einwohnern ermordete

      usw usw usw usw usw usw usw

      Vielleicht würde der Begriff „eine Straftat begehen“ auch bei „gewaltbereiten Autonomen“ mehr Nachdenklichkeit vervorrufen, wenn man ab und zu mal den Begriff von Gerechtigkeit und den der gleichen Rechte in den bereits bestehenden Gesetzen erkennen könnte?

      Es ist wie beim Thema Revolution….
      Verhindert werden können Revolutionen NUR von den Machthabern, in dem sie akzeptieren, dass sie, und sie allein, für die Verkommenheit der Gesellschaft verantwortlich sind, die dann zu den unerwünschten Gewalt-Zwischenfällen führen! Und genauso muss auch jetzt der Staat Schritte unternehmen, um diese Situation zu ändern.

      In einem Land in dem der Staat vor Jahrzehnten aufgehört hat im Sinne der Bürger, ALLER Bürger, zu regieren kann es, wie wir ja sehen schon dazu kommen, dass sich dann einige eben nicht mehr an das vom Staat nun mal allzu oft, und nur in eine Richtung, missbrauchte Gewaltmonopol halten.

      Wenn der Staat, seine Spiessbürger und seine Cayenne Fahrer meinen dies Monopol habe prinzipiell zu gelten, dann müssen sie sich halt dazu bequemen, dafür zu sorgen, dass die Politik allen, und nicht wie heute nur dem 1% zu Gute kommt!

      Da können die staatstragenden Spiesser hier soviele Phrasen dreschen wie sie nur wollen, darn halten wird sich keiner.
      Und das auch hier im Blog ja mittlerweile fast schon normale Hervorkramen von Nazi-Sprüchen wird eher die Gegenseite stärken…

  54. Grüne???
    Bin das nur ich, oder gibt es nichts von den Grünen??

    Also, ich vermute, die werden prima abgeschirmt von den jetzt schon wetteifernden Koalitionspartnern 2017, also CDU und ROT-ROT. Stille.
    Man muss sich ja gut stellen … !

    Da ist nun eine Partei die seit zwei Generationen mit heraushängender Zunge nach ‚echter Demokratie‘ und ‚Bürgerbeteiligung‘ geschrien hat, bis uns die Ohren klangen.

    Wie sollten sie wohl jetzt zum BRexit stehen!!?? Nun gab es mal Demokratie und Bürgerbeteiligung, und – pamm – haben sich die Bürger grundfalsch entschieden. Houston, we have a problem.
    Wollten die Grünen etwa Demokratie und Bürgerbeteiligung nur dann, wenn Bevölkerung und Bürger das Richtige verlangten?
    Oder war die Idee einer direkteren Demokratie der Alten – so wie man es bei den Alten in GB erleben musste – einfach eine fehlgeleitete Spinnerei? Vielleicht ist der benevolent dictator doch besser geeignet zur Umsetzung grüner Politik?

    Ich bin sicher, dass bei den Grünen in diesen Tagen einiges zu sortieren ist. Und dass sie deshalb froh sind, dass die Medien brav-kooperativ dämliche Fragen vermeiden, bis sie sich gesammelt haben.
    Ich schließe dabei nicht einmal aus, dass sie sich damit zu retten versuchen werden, dass die Massenmedien Propaganda und Fehlinformationen verbreitet hätten, so dass die Wahlberechtigten sich nicht entscheiden konnten, so wie sie sich auf jeden Fall entschieden hätten, wenn sie nicht indoktriniert (oder besser: rassistisch indoktriniert) gewesen wären.

    So, ich genehmige mir jetzt noch einen Dry Martini bei dem für den Beobachter fröhlichen Gedanken, how hard it can be when you have to eat your own dog food!

    • Ich glaube nicht, dass die Grünen bei der nächsten Wahl weit kommen werden. Nicht im Bund.

    • IMO gut beobachtet
      @ Uwe Dippel:

      In der Tat: Die Brexit-Entscheidung hat nicht bloß ganz isoliert antidemokratische Reflexe ausgelöst, die eine deutliche Sehnsucht nach einer Art „benevolent dictator“ in manchen Sektoren des politischen Spektrums offen legt, das sonst gar nicht schnell genug bei anderen ein verwerfliches Verlangen nach dem starken Mann o. ä. zu geißeln pflegt. Dieser Caffè-Latte-Populismus, der ja auch manchen Vertreten der akademischen Welt und der Medienöffentlichkeit aus jedem Knopfloch quillt, steht AfD-Parolen à la Höcke in nichts nach.

      Zum anderen. Es ist nichts Neues, dass die Grünen ein höchst taktisches Verhältnis pflegen zu direkter Demokratie, Bürgerbeteiligung, „Aktivierung der Zivilgesellschaft“ oder wie man es auch immer nennen will – das ist exakt nur dann erwünscht, wenn dabei auch herauskommt, was ihnen passt.

      In Baden-Württemberg hat man das gesehen: In der Hochstimmung der gewonnenen Landtagswahl 2011 hat man eine Abstimmung über einen Ausstieg aus diesem Projekt initiiert. Dies erbrachte landesweit eine deutliche Ablehnung des Ausstiegs. Danach wurden die seit langem verfolgten und auch im damaligen Wahlprogramm bekräftigten Pläne, die in der Landesverfassung vorgesehenen Hürden für Volksabstimmungen herabzusetzen, über Jahre verschleppt – obgleich die erforderliche Mehrheit im Landtag dafür längst bestand.

    • Grüne im Bund
      11% meine Prognose und zwar unabhängig davon,
      was bis 2017 noch so geschieht.
      Bei CDU, SPD und AfD ist mehr Spielraum drin,
      je nachdem, was für Exits oder Grenzöffnungen uns noch bevor stehen.
      Auch bei der Linken wird sich nicht viel bewegen 8 oder 9%
      FDP holt vielleicht 7 oder 8%

      Es wird sich alles zwischen SPD, CDU und AfD abspielen.
      Der AfD das Putin/Russland Thema stritig zu machen war klug
      von Steinmeier.

    • Uwe...
      „Da ist nun eine Partei die seit zwei Generationen mit heraushängender Zunge nach ‚echter Demokratie‘ und ‚Bürgerbeteiligung‘ geschrien hat, bis uns die Ohren klangen.“

      Versetzen sie sich einfach mal in die Lage eines in den Kohl Jahren Grünen, der tatsächlich sein Gerede von ‚echter Demokratie‘ und ‚Bürgerbeteiligung‘ ernst meinte. Ja, die gab es tatsächlich, aber in den Schröderjahren war man dann schon so weit, dass man einen Recht-brechenden Angriffskrieg mittrug und nun…. heute weiss man dass das mit ‚echter Demokratie‘ und ‚Bürgerbeteiligung‘ ein schöner Traum war, dass aber die Abgeordneten Pensionen erst nach zwei Legiöaturperioden in voller Höhe fällig sind!
      Wie gesagt, versetzen sie sich einfach mal in die Lage eines heutigen Grünen… muss ich weiterschreiben?

    • Wunderkerzen
      TDV, habe ich etwa so geklungen, als wunderte ich mich darüber dass die Grünen in grauer Vorzeit echte Demokratie und Bürgerbeteiligung verlangten, und sich heute unter Muttis Schürze verstecken wenn genau das stattfindet?
      War ich doch einer von denen, damals. Nur: ich bin noch immer einer von denen, damals.
      Wahrscheinlich liegt es aber an mir, an meinem Altersstarrsinn, der mich zukünftig vom Wählen disqualifiziert, dass ich das auch 40 Jahre später *noch immer* so sehe. Vollkommen unflexibel, offenbar, um mit den Gegebenheiten des Kapitalismus des einundzwanzigsten Jahrhunderts meinen Frieden gemacht zu haben.
      Den Marsch durch die Institutionen mitzumachen, der vorsieht dass man zum Abschaffen von Banken zunächst einmal Bankdirektor werden muss. Oder im Zusammenhang hier zunächst erst einmal solange gegen die Interessen der Bevölkerung anregieren muss, bis die soweit umgeformt ist, und die richtige Haltung hat, in echten demokratischen Entscheidungen und anderen Formen der Bürgerbeteiligung immer das Richtige zu wählen und zu befürworten.

      Gauck hat es ganz richtig gesagt, wohl auch im Sinne der Grünen: „Die Eliten sind gar nicht das Problem, die Bevölkerungen sind im Moment das Problem.“ (19. Juni 2016)

  55. Ursache oder Wirkung
    Endlich mal einer, der die Wahl völlig indiskutabler Parteien oder Positionen als Auswirkung und nicht als Ursache identifiziert.

  56. Enthusiasmus oder Zimperlich
    Ich hatte letzte Woche eine Schale Erdbeeren; und sagte zu meiner Frau…
    Ich wünsche jeden Mensch auf der Welt so eine Schale Erdbeeren, ich hätte sie auch mit jedem geteilt.

    1993 sagte der Buschfunk, dass sich unserem Dorf, wo ich mit Frau und Kinder wohnten, Neonazisaufmarschieren wollten, anschließend das Dorffest stürmen; das Dorf tat, was es noch nie tat nach der Wende, es hielt zusammen, jeder stand an seinen Platz der Straße, warteten mit dem was das Pflaster hergab. Stöcker hielten alt und jung, wir hatten gewartet, es endete damit; das Hunderte aus der Umgebung kamen um uns vor dem Überfall zu schützen; es kam kein Rechtsstaat. Uns war mulmig. Wir hielten Nachtwache für das Dorffest.

    Alles verlief im Applaus. Ein Fest der Hilfsbereitschaft brachte es nur gemeinsam fertig.
    Ich denke dass das immer wiederpassieren könnte. Auch! Es wird immer eine Zeit des Festes geben.

    Warum spricht keiner im Fernsehn so wie sie die Ereignisse einreihen und Klarstellen; Gut wenn ich nur noch das Negative Sehe; fahre ich in die Stadt, um nur ein Lächeln zu suchen; was mich dazu bringt, zurückzulächeln, ohne das mir einer den Knüppel schwingt; ich bin verheiratet und schüchtern. Diese Welt kann nicht allein sein…

    Die EU ist mir Prima; nicht die, die über Herrenlose Köpfe bestimmen.

    Danke,

    • "Warum spricht keiner im Fernsehn so wie sie die Ereignisse einreihen und Klarstellen"
      Die, die noch einigermaßen vernünftig gesprochen haben, sind alle tot.
      Und die, die jetzt noch vernünftig sprechen, werden durch die Medien und deren Vertreter mundtot gemacht, nicht gefragt, nicht gedruckt, oder in die Ecke getrieben, wo man sie haben will.
      Es gibt gerade keine, die es gut mit uns meinen (vielleicht doch, aber das muss sich erst noch heraus stellen).
      Und es gibt noch einige wenige Stellen, wie diesen blog, die helfen, den eigenen Verstand als Maßstab des nicht „verrückt-seins“ einordnen zu können.
      Habe die Ehre, Don.

    • @ Born, servir par un sourire
      Das „guten Morgen“ gegenüber einer in Gedanken versunkenen Ordensschwester, die überrascht und mit einem „grand sourire“ dafür dankt.
      .
      Versuchen Sie das mal in der Fußgängerzone bei einem adoleszenten Vertreter von schon „länger hier seienden“, 3. Generation.

  57. Gefällt mir
    Endlich mal jemand der sich traut zu sagen dass etwas bei uns gewaltig schief läuft.

  58. Titel eingeben
    Gestern war ein schöner Tag für mich. Die einfachen Leute auf der Insel haben unserer postdemokratischen Konstruktion namens EU ihre Absage erteilt. Herrlich. Die wissen vermutlich gar nicht, welchen Gefallen sie den Bürgern der Rest-EU-Staaten getan haben. Gäbe es die Blues-Band noch, würden sie ihr Lied „Ain´t gonna work on Maggies farm no more“ umtaufen in „Ain´t gonna work on Angies farm no more.“
    Und was kommt dann – ich meine publizistisch? Die Broks, Schulzes, Junckers, – wo ist mein spezieller Freund Jeroen Dijsselbloem, jener mit der EU-konformen Gel-Lockenfrisur geblieben? – kommen aus ihren argumentativen Löchern. Die Brexiter hätten die Folgen nicht bedacht. Und nur die alten Mitbürger hätten in Unkenntnis der Sachlage gegen die Eu gestimmt. Und die alten sind ja anerkannt doof. Als Ü65 möchte ich bemerken: Wenn mir so ein Heiopei über den Weg läuft, würde ich ihn speditonsmäßig abwickeln: so lange zum Quader prügeln, bis er auf eine Europalette (jene von DIN 15146) passt. Das, was vor allem bei ZON und SPON abgeht bei den Schreiberlingen, ist so etwas von dreist und unverschämt, dass es einem Europa-Bürger nur grausen kann.
    Privat möchte ich dazu bemerken: ich bin in den 50/60er Jahren in Westfalen aufgewachsen mit Luftlinie 12 km zur niederländischen Grenze. Wir waren noch „Zollgrenzgebiet“, d.h. für uns galten geringere Einkaufsmengen. Wir wurden als fahrradfahrende Jugendliche bei der Einfahrt nach Oeding von den NL-Kommissarios darauf geprüft, ob wir 20 DM dabei hätten, um überhaupt etwas kaufen zu können. Bei der Ausfahrt wurden wir vom D-Zoll geprüft, ob wir nicht mehr als die zugestandenen 250 Gramm Tabak dabei hatten.
    Anfang der 80er fuhr ich mit einem Zementsilozug Beckum – Drachten über Gronau/Glanerbrug/Enschede. Einmal musste ich mein CB-Funkgerät ausbauen, weil es entgegen der NL-Vorschrift auch Amplitudenmodulation konnte (wie in D-Land üblich). Auf der Rückfahrt nachts sah ich bei den D-Zollbeamten oft reihenweise Pkw stehen, wo Rauschgifthunde nach den entsprechenden Tütchen suchten. Ich durfte meinen Leerfahrt-Statistikschein abgeben und hätte im Silo – ein 34 Kubiker – Tausende von Tonnen Schnee in die Bundesrepublik fahren können, ohne das ein Beamter auf die Idee gekommen wäre, unsereins mal zu kontrollieren.

    Fünf Jahre später fuhr ich Richtung Great Britain. Calais-Dover, dann im Zollhof parken und nach vier Stunden hatten die GB-Zollies einen Stempel auf das T2-Zolldokument und auf die Einzelfahrgenehmigung gedrückt. Dieser Zollhof-Unfug kostete europaweit Milliarden wegen der Standzeiten der Lastzüge. Und es gehört zu den wenigen Erfolgen der EU, diesen Unfug abgeschafft zu haben. Mehr brauchen wir aber auch nicht. Im Zeitalter der Datenvernetzung kann man Sendungen, Personen, Nachrichten zeitig platzieren.
    Es kann natürlich sein, dass man es mit dem italienischen Zoll zu tun bekommt. Ein italienischer Zoll war früher immer doppelt besetzt. In Sterzing zum Beispiel oder Busto Arsizio. Der Zollbeamte hat einen eigenen Sklaven, einen Speditionskaufmann einer privaten Speditionsgesellschaft, der die eingereichten Papiere der Fahrer abstempelte. Der Zollbeamte kontrollierte das Abstempeln. Auf so etwas muss man erst mal kommen.

    Sehen wir uns jetzt die aktuelle EU an. In meiner Branche (Gütertransporte) haben wir es mit Richtlinien wie EN 12640, 12642, 12642 XL, 12195-1/2/3, 71/320 geändert durch ECE R 13 zu tun. Da fällt mir gerade ein Rätsel ein:

    Die weltweite Standardisierungs-Organisation ISO hat vor gut 20 Jahren einen Container normiert mit 45 Fuß Länge. Macht 13.716 mm Gesamtlänge. Der EU-Sattelanhänger darf aber nach EG 96/53 nur 13.600 mm lang sein. Jetzt bitte mal raten, wie lang die EU brauchte, diesen 116 mm längeren Container zuzulassen?
    ( ) zwei Monate
    ( ) zwei Jahre
    ( ) zwanzig Jahre.

    Wenn sie bei zwanzig angeklickt haben, haben sie richtig geraten.

    Deswegen ist die aktuelle Diskussion über Brexit so verlogen. Es müsste eine Diskussion stattfinden darüber, wie es kommt, dass inkompetente Bürokraten, unterstützt von inkompetenten Politikern, so einen grandiosen Unfug verzapfen können, ohne dass diese Dunning-Kruger-Betroffenen vom Hof gejagt werden.

    • Jetzt bin ich aber am Grübeln....
      „Es müsste eine Diskussion stattfinden darüber, wie es kommt, dass inkompetente Bürokraten, unterstützt von inkompetenten Politikern, so einen grandiosen Unfug verzapfen können, ohne dass diese Dunning-Kruger-Betroffenen vom Hof gejagt werden.“

      Das verstehen sie tatsächlich nicht?

    • Schöne Praxisbezüge,
      „ach hätte ich doch nur ein Stück der Mortadella, um mein trocken Brot zu würzen.“ sagte der italienische doganiere. („e ancor´ un pezzo di piu“). Für seinen Speditionsstempelsklaven.
      .
      Zwanzig Jahre sagten Sie, für die Zulassung eines Transportbehälters, fast so lange wie die Bundeswehr braucht um zu testen, ob die Inneneinrichtung des „neuen“ gepanzerten Truppentransporters schwangerengerecht (Fruchtwasser!) ausgelegt ist.
      .
      Wir „Alten“ haben´s vermasselt, in D wie in GB. Basta. Wann werden wir auf die Eisscholle gesetzt? Oder im Dschungel von Borneo ausgesetzt, bleibt noch zu fragen. Sollten wir alten Säcke und SäckInnen die rotzfreschen Reaktionen der Jeunesse, die bei uns ja ähnlich wie in GB herbeigeschrieben werden, nicht vorsorglich mit Enterbung beantworten? Alles verjubeln, Reisen, Sex, Pomery zum Frühstück. Den Rest an die Kirche. Sozialbegräbnis.
      .
      Was ich übrigens sehr schade für GB finde, ist die Tatsache, daß die in den weiten Atlantik hinaus treibende Insel (Schreckens-Graphik im ZDF) zukünftig auf das neu zu regelnde Abbrandverhalten von Wachs-und Stearinprodukten verzichten müssen. Jetzt wo es dort dunkel wird? Und teppischeinziehend-or not, beim Staubsauger? Sollte die Insel zukünftig gar wieder von Glühbirnen „alter Bauart“ erleuchtet werden? Wer regelt den Durchmesser eines Kreises für das Krümmungssegment der Banane, der Gurke?

    • Titel eingeben
      Ihre Kommentare mit alltäglichen Beispielen in denen Sie sich auskennen les‘ ich in der Regel lieber als der feldwebelmäßige Besserwisser-Ton manch anderer Kommentatoren.

    • 250 Gramm-Mentalität
      Eindrucksvoll. Einen Faktor vergisst man aber oft, während man auf Politiker ablässt:

      Wer wird Zoll- oder gar Finanzbeamter? Sie brauchen eine kleine hinterfotzige Kontrollmentalität, um das zu werden, statt die Ärmel hochzukrempeln und Metzger/Spediteur/Chirurg/Handwerker/Polizist zu sein. Ich habe das zuweilen schon im Studium bei Kollegen gesehen: Wer wenig malochte, wurde später Gebietsarzt (HNO sehr beliebt). Aber zurück zu den Kontrollfreaks: Sie mussten dann etwas finden. Dass Sie keinen Schnee im Silo hatten, haben die Ihnen vielleicht angesehen, was immerhin für eine gewisse Menschenkenntnis spricht.

      Eine der Wahrnehmungsstörungen liegt natürlich im Fokus auf Geld und wohl wahr, durch solche Wartezeiten wird der Gewinn sofort vernichtet. Ansonsten bin ich für Grenzkontrollen wegen illegaler Migration, Kriminalität und Terrorismus. Kapitaler Fehler von Frau M., die evtl. von Ihren Kollegen lobbymäßig getrieben ist, die denken, die Welt ginge unter bei Grenzen. Heute kann man doch ganz einfach durchleuchten wie in Calais. Ich meine sogar, dass jeder LKW in der Mitte eine Gasse freilassen sollte, breit genug für den Drogenhund.
      Es wird doch eh dem Kunden aufgeschlagen, also was soll’s.

    • Bürokratie und Machtpolitik
      Nun, der Schreck steht den inkompetenten Bürokraten und Politikern ins Gesicht geschrieben. Der von Mr Cameron unvorsichtigerweise gelockerte Korken hat den Flaschenhals mit Schwung verlassen und das freigesetzte Ergebnis schmeckt nach mehr.
      Als einer von denjenigen die schon länger hier leben nutze ich den aktuellen Anlass für ein Zitat aus den Acta diurna (20. Juni 2012):
      „Man muss in Sachen EU nur ein einziges Gedankenexperiment anstellen: Wie würde der ganze Laden laufen, wenn Deutschland einfach nicht existierte? Nun, überhaupt nicht. Es gäbe ihn nicht. Die Idee einer bundesstaatsartigen Union wäre von vornherein als völlig absurd verworfen worden. Nur gegen Deutschland hat die EU einen Sinn, und sie wird nicht ruhen, bis das Land finanziell erdrosselt ist, bis der Streber endlich für immer am Boden liegt. (…)“.

  59. Die EU-Jugend
    Das war ja nicht nur Mario Sixtus. Auch Ihr Chef, Herr Blumencron, scheint der Flucht aus dem Monster, das die geworden EU ist, mit einer neuen Jugendbewegung gegen die Alten aufhalten zu wollen.

    Jugendliche im 21-ten Jahrhundert, das sind jene, die von älteren Leuten solange mit Schule und Ausbildung und der „Wahrnehmung von Chancen“ beschäftigt werden, bis sie selbst alt sind. Erst wenn das vollzogen ist, hat sich die ältere Generation vollständig reproduziert und ist in der neuen aufgegangen. Eine rebellische, gleichwohl systemkonforme Jugendbewegung, die ihre Chancen in den Apparaten sieht, die sich den „Kampf gegen Rechts“ auf die Fahnen schreibt, junge, inoffizielle Mitarbeiter aus Passion, das sind Träume, aus den Traumfabriken Berlin, Brüssel und offenbar auch Frankfurt.

    Demgegenüber steht die depressive und defensive Freiheit des Rückzugs auf sich selbst, das Ressentiment der Integrierten, die sich erobert und manipuliert fühlen und nun drollige Kaskaden von Austritten und Separationen vollziehen, mit möglichen Re-Integrationen der Teilchen in den Hegemon der Wahl.

  60. Titel eingeben
    Sie schreiuben „…dass die Einschätzungen einer wünschenswerten staatlichen Organisation in Deutschland sehr pluralistisch sind. Von No Borders, No Nations, 100% Erbschaftssteuer und bedingungslosem Grundeinkommen bei Abschaffung der staatlichen Repression bis zu eben jenen konservativ-reaktionären Zuständen, unter denen ich lebe, und die meine Wünsche einer Anpassung an Aufklärung und Säkularismus als links auffassen…“

    Mir scheint, dass diese Spannbreite auf der Rechten etwas verkuerzt ist. Den Autonomen koennten Sie dort die Pegidisten und andere gegenueberstellen, die noch weitergehende Vorstellungen zur wuenschenswerten staatlichen Organsation als die konservativ-reaktionaeren haben. Sie, Don Alphonso, wollten vielleicht auch Ihre eigene aufklaererische und saekularistische Positionierung in Abrenzung verdeutlichen. Die Sympathie fuer Sie scheint im uebrigen viele ihre Kommentoren nicht davon abzuhalten, konservativ-reaktionaere Tiraden loszulassen.

    Nichtsdestoweniger scheint mir Ihre Position unterstuetzenswert, auch weil Sie die kleineren ‚funktionierenden Gemeinwesen‘, wie Sie sie aus dem Oberland kennen, die es aber im ganzen Land gibt, immer wieder als wichtige Stuetze der Gesellschaft hervorheben (obwohl sie ja nicht im aufklaererischen Geiste entstanden sind). Sie stellen diese als potentielle Opfer dar, da der ‚Provinz‘ Veraenderungen und Lasten aufgebuerdet werden, die in den ‚Metropolen‘ mehr Beifall finden und damit die politische Meinungsbildung praegen.

    Insofern wuenschen Sie etwas zu erhalten, wozu Sie selbst eher als Beobachter gehoeren. Da es mir auch so geht, frage ich mich oft, wie man solche Positionen auch politisch zum Tragen bringen kann, mit denen man sich gegen die Teile der eigenen ‚ideologische‘ Gruppe der Aufklaerer stellt, die glauben, dass man nur mit flaechendeckenden Massnahmen vorankommen kann.

  61. Werter Folkher Braun, Zollhofabschaffung, ital. Zollsklave und gespielte Arbeitswut in Brüssel ...
    …. sehr schöne Beispiele dafür, wie EG-Sinnvolles von EU-Irrsinn getrennt werden kann.
    .
    Europa braucht keine EU-Bürokraten, keine EZB (die von den Maastrichtvätern nie in dieser Grösse und Machtfülle angedacht war) und auch keinen Euro (samt Nachfolgemüllhalden wie ESM, …F, Einlagensicherung usw.) der nur Streit und Zwietracht sät weil die arbeitslose Jugend lieber daheim im Süden sitzt (und auf einen Staatsposten oder staatsnahen Sklavenjob hofft) als sich zu bürokratisch erwünschter Faktormobilität zu bekennen.
    .
    EG reicht völlig – eine EU brauchen nur die Bürokraten als Daseinsberechtigung.
    .
    Ich erinnere daher gerne erneut daran, den Brüsseler Spesenrittern ohne schuldhaftes Zögern den DE-Geldhahn zuzudrehen. Das ganze alternativlose Schlamassel wird von Tag zu Tag teurer und ein Nettozahler is halt nu auch wech.

  62. Schade
    Schade, dass der Autor einen Topos bearbeitet, den er nicht wirklich kennt.

    Brüssel ist der Ort, wo angereiste Repräsentanten von 28 demokratisch legitimierten Regierungen gemeinsam entscheiden. Die EU Menschen, die in Brüssel leben, entscheiden gar nichts.

    Und zwangsläufig ist das Ergebnis immer anders als eine rein nationale Lösung. Da muss man halt mal über den Tellerrand gucken.

    Und ach, die Glühbirne. Es ist schon sinnvoll, die Effizienz elektrischer Verbraucher zu regulieren. So animiert man Innovationen und schafft Arbeitsplätze in Europa. Das war übrigens eine deutsche Idee.

    Gemeckert wurde dagegen nur in Deutschland und nur von alten Männern. Offenbar ist das Eindrehen von Glühbirnen deren ureigenes Territorium, das markiert werden muss.

    Ich jedenfalls habe Haus und Boot komplett auf LED umgestellt, spare Geld, und habe einen Grund mehr mich meines Lebens jenseits der Grenzen des Landes der tumben (aber immer recht aggressiven) Deutschen zu erfreuen.

    • Topos Phasenschieber
      „Und ach, die Glühbirne. Es ist schon sinnvoll, die Effizienz elektrischer Verbraucher zu regulieren. So animiert man Innovationen und schafft Arbeitsplätze in Europa. Das war übrigens eine deutsche Idee.
      Gemeckert wurde dagegen nur in Deutschland und nur von alten Männern. Offenbar ist das Eindrehen von Glühbirnen deren ureigenes Territorium, das markiert werden muss.“

      „Glühbirne“. Wie rückständig. Tauschen Sie das Unwort gegen „Energiewende“, dann sind Sie modern. So animiert man alte Männer.
      Als man im tumben D die Glühbirnen ab- und die Energiewende „durchsetzte“, verzichtete man auf den Blick über den Tellerrand in angrenzende EU-Mitgliedsländer. Dort war man nicht amüsiert. Und ließ sich von den tumben Deutschen zum Schutz der Stromnetze Phasenschieber spendieren.

    • Das zu Abstimmungen in Brüssel
      http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.martin-sonneborn-das-satirische-parlament.ada04e40-5e0f-44f5-8a03-7e6be5aa99d3.html
      „Im Parlament stimmt er – getreu dem Wahlslogan der Partei „Ja zu Europa, Nein zu Europa“ – immer abwechselnd mit Ja und Nein. Mit dieser Taktik hat er neulich sogar eine Abstimmung entschieden. Und war darüber erst einmal selbst schockiert. „Wir haben in 40 Minuten 204 Abstimmungen durchgeprügelt“, erzählt Sonneborn. „Eine wurde dann mit 343 Stimmen zu 342 Stimmen angenommen.“ Er hatte mit Ja gestimmt. „Ich war total baff.“ Was er genau entschieden hatte, wusste er natürlich nicht.“

  63. Wie geht es nun weiter – Gewissheiten und Ungewissheiten
    Seit Jahren schon werden die EU- und Euroskeptiker, Austrittsbefürworter und Anhänger der Transformation der EU in eine Freihandelszone durch den linksliberalen Mainstream pathologisiert. Dies wird sich sicherlich fortsetzen. Ob der linksliberale Mainstream dies überlebt, ist eine andere Frage. Wobei ich ja eher das Gefühl hatte, dass die andere Seite krank ist:

    https://ernstwilhelm.wordpress.com/2009/11/28/ein-brite-dupiert-die-eu-elite/

    Die Abschottungstendenzen in der EU wachsen. Viele Italiener und Niederländern unterstützen, dass auch ihr Land die EU verlassen sollte. In Frankreich ist man mit der EU nach unzufriedener als im Vereinigten Königreich. Einziger Unterschied, eine Mehrheit der Franzosen glaubt noch an die Reformierbarkeit der EU. Deshalb stehen die EU-Repräsentanten nun vor einem Dilemma. Wie hart soll man mit den Briten bei den Austrittsverhandlungen umgehen, um die Zustimmung zur EU in den anderen Ländern nicht noch weiter in den Keller gehen zu lassen?

    Die mögliche Auflösung der Vereinigten Königreichs ist nun wahrscheinlicher geworden. Ausgang mehr als ungewiss.

    Bisher kaum diskutiert wird das Verhalten der Parlamentarier des britischen Unterhauses. Mehrheitlich unterstützen sie einen Verbleib in der EU. Ein britischer Diplomat merkte heute morgen hier in Mumbai an, dass die Abgeordneten nicht an das Ergebnis des Referendums gebunden sind. Braut sich da was zusammen?

    • Verbleib in der EU oder nicht
      wenn die Briten nicht gänzlich den Verstand verloren haben, ignorieren sie das Referendum. So sehr man einerseits Schadenfreude gegenüber Schulz und Juncker empfindet, so sehr man andererseits ebenfalls gern abstimmen würde, so wäre doch das Ausscheiden GBs das Startsignal, das uns alles um die Ohren fliegt. Es geht ja schon los, die Spanier fordern Gibraltar zurück, liegen dort doch reiche Schätze im Meer, also mit gutem Recht, die Iren werden sich wieder bekriegen, die Schotten wollen in der EU verbleiben, wie soll das alles gut ausgehen?

      Das andere Dilemma ist, dass die EU mit dem jetzigen Personal keine Wandlung durchmachen wird. Das Parlament hat nichts zu sagen, auch wenn Schulz die Klappe immer sehr weit aufreißt, es entscheiden die 28 Regierungschefs und die Kommission und sonst niemand.
      Das gehört geändert. Ich bin kein Fan dieser EU, mir hat die EWG gereicht, aber nun haben wir diese Institution und können nur hoffen, dass man endlich dort das einleitet, was am Anfang hätte stehen müssen, was Tamarisque schon so gut umrissen hat.

      Ich habe mir eben Willy Wimmer angehört, der Schlimmstes befürchtet. Danisch hat auf das Telefonat von Jebsen mit Pohlmann bezg. der UBoote vor Schweden verwiesen und ich habe jetzt Stunden mit allen möglichen Vorträgen zugebracht. Wimmer hat verdammt nochmal recht. https://www.youtube.com/watch?v=pa_RWfK3mMo

    • Ja, Renate...
      Wimmer ist einer von denen die Recht haben, und was nützt das? Denn auf eine wie ihn kommt eine Million Deppen, das sie sehen sie doch.

      Mit ihrem Klammern an DIESE eu haben sie allerdings meiner Meinung nach unrecht. Die Leute, die seit Jahrzehnten die Macht haben, und für die jetzigen Zustanden veranwtortlich sind, die wollen genau das, was sie da vorschlagen: In der Realität, ein Reförmchen nach dem anderen, mit den Junckers der Welt an den Steuerrädern.

      PLus ca change…

      Das ist die sicherste Methode den Karren ganz in den Graben zu fahren.

    • Furchterregend
      Frau Simon,ich danke Ihnen für diesen Tipp.

    • Tyler, ich hänge nicht an der EU
      aber ich kann mir beim besten Willen kein friedliches back to the roots vorstellen, so lieb mir das auch wäre. Wenn ich mir Schulz und Juncker anhöre, Gabriel & Konsorten, die allesamt eine Vertiefung wünschen… man wünschte, der Herr ließe Hirn regnen.

      Allein das Wünschen wird nicht helfen und ich fürchte, wir werden diese Vertiefung auf krummen Wegen eben doch bekommen. Mir fallen die Worte von Schäuble ein, der nur in der Krise Veränderungen für möglich hält, womit er ja nicht der Erste war.
      Die Transferunion ist längst installiert, unser Pech ist, dass unsere Löhne 30% unter denen der Franzosen liegen und wir damit immer noch unsere Exporte verschenken können. Wenn Italien und Frankreich nicht völlig absaufen sollen, zur Rettung reicht der ESM nicht aus, wird man sich auf die passenden Instrumente einigen. Ob da noch irgendwo irgendwelche Referenden veranstaltet werden oder nicht, ist völlig unerheblich.

      Man wird also die von Ihnen erwähnten Reförmchen lostreten, damit nichts verändern wollen und so weiter wurschteln wie bisher.
      Ich könnte fast wetten, dass Junckers Idee, alle mit dem Euro zu beglücken, in absehbarer Zeit auch noch in die Tat umgesetzt wird, also Zwangsmitgliedschaft ohne Kündigungsrecht.

      Die EU ist mit dem Euro m.E. ein Projekt, das nur gnadenlos scheitern kann, die unfreiwilligen Anfänge sind da, warten wir es ab. Vielleicht erleben wir beide das böse Ende noch.

      Es hat allerdings niemand eine Idee, wie es ohne EU weitergehen soll und könnte, die hat nun Cameron nicht und Johnson ebenso wenig. Was da gerade abläuft, ist lächerlich und gleichzeitig gottserbärmlich.

      Dazu noch das Theater mit der Nato, man weiß langsam nicht mehr, sind die alle völlig plemplem oder sehen wir das alles völlig falsch. Wo bleibt der gesunde Menschenverstand oder ist der zur Zeit oder überhaupt absolut nicht gefragt.
      Ich hörte, dass die reichsten der Reichen von keiner Krise wissen, denen geht es seit geraumer Zeit besser denn je.

  64. Friede den Hütten! Krieg den Palästen!
    Werter Don Alphonso,

    eigentlich zitiere ich nicht gern fremde Texte und mache sie mir zu eigen; der große Arthur sagt dazu, das sei, wie wenn man in fremden Kleidern umherlaufe…

    Eine Ausnahme soll aber hier aus meiner alten Heimat Georg Büchner mit seinem „Der Hessische Landbote“ sein:

    quote
    Dieses Blatt soll dem hessischen Lande die Wahrheit melden, aber wer die Wahrheit sagt, wird gehenkt, ja sogar der, welcher die Wahrheit liest, wird durch meineidige Richter vielleicht gestraft. Darum haben die, welchen dies Blatt zukommt, folgendes zu beobachten:
    1. Sie müssen das Blatt sorgfältig außerhalb ihres Hauses vor der Polizei verwahren;
    2. sie dürfen es nur an treue Freunde mitteilen;
    3. denen, welche sie nicht trauen, wie sich selbst, dürfen sie es nur heimlich hinterlegen;
    4. würde das Blatt dennoch bei Einem gefunden, der es gelesen hat, so muß er gestehen, daß er es eben dem Kreisrat habe bringen wollen;
    5. wer das Blatt nicht gelesen hat, wenn man es bei ihm findet, der ist natürlich ohne Schuld.

    Friede den Hütten! Krieg den Palästen!

    Im Jahr 1834 sieht es aus, als würde die Bibel Lügen gestraft. Es sieht aus, als hätte Gott die Bauern und Handwerker [i.e. Werktätigen aka „Pack“] am 5ten Tage, und die Fürsten und Vornehmen am 6ten gemacht, und als hätte der Herr zu diesen gesagt: Herrschet über alles Getier, das auf Erden kriecht, und hätte die Bauern und Bürger zum Gewürm gezählt.

    Das Leben der Vornehmen ist ein langer Sonntag, sie wohnen in schönen Häusern, sie tragen zierliche Kleider, sie haben feiste Gesichter und reden eine eigne Sprache; das Volk aber liegt vor ihnen wie Dünger auf dem Acker. Der Bauer geht hinter dem Pflug und treibt ihn mit den Ochsen am Pflug, er nimmt das Korn und läßt ihm die Stoppeln. Das Leben des Bauern ist ein langer Werktag; Fremde verzehren seine Äcker vor seinen Augen, sein Leib ist eine Schwiele, sein Schweiß ist das Salz auf dem Tische des Vornehmen. […]

    Dies Geld ist der Blutzehnte, der von dem Leib des Volkes genommen wird. An 700,000 Menschen schwitzen, stöhnen und hungern dafür. Im Namen des Staates wird es erpreßt, die Presser [haha, wie doppelsinnig!] berufen sich auf die Regierung und die Regierung sagt, das sei nötig die Ordnung im Staat zu erhalten. Was ist denn nun das für gewaltiges Ding: der Staat? Wohnt eine Anzahl Menschen in einem Land und es sind Verordnungen oder Gesetze vorhanden, nach denen jeder sich richten muß, so sagt man, sie bilden einen Staat. Der Staat also sind Alle; die Ordner im Staat sind die Gesetze, durch welche das Wohl Aller gesichert wird, und die aus dem Wohl Aller hervor gehen sollen. – Seht nun, was man in dem Großherzogtum aus dem Staat gemacht hat; seht was es heißt: die Ordnung im Staate erhalten! 700,000 Menschen bezahlen dafür 6 Millionen, d.h. sie werden zu Ackergäulen und Pflugstieren gemacht, damit sie in Ordnung leben. […]
    Wer sind denn die, welche diese Ordnung gemacht haben, und die wachen, diese Ordnung zu erhalten? Das ist die Großherzogliche Regierung. […]
    unquote

    Geschichte wiederholt sich zwar nicht, sie kennt aber auch nicht viel Neues.

    • "...nicht viel Neues...." Wollen sie mich verar******
      Nicht viel Neues?

      Sie sehen es doch überall! Der Urnenpöbel wählt heutzutage diese Herren! Freiwillig! Wenn das nichts neues ist….

      Wo sehen sie denn in dieser Welt voller Grafen Mansfeld auch nur eine Thomas Müntzer? Und wo die Bauern die für ihn kämpfen würden.

  65. Titel eingeben
    Diese im Verhältnis winzig kleine Berliner autonome linke „Szene“, die nichts für die Stadt tut, nichts in der Stadt tut und nichts für sich selbst tut. Allesamt hart arbeitende, bodenständige Menschen mit geraden Biografien und mit viel Empathie für Mitmenschen.
    Man könnte aber auch sagen, diese Clowns*innen begründen die Deutungshoheit und Existenzberechtigung für die Legenden, Mythen und schließlich Dogmen des linken Mainstream. Quasi das fleischgewordene Jesu Christi Grabtuch der Linken oder zumindest ein real existierendes Linken-Disney Land.

  66. Titel eingeben
    Mein Lob galt Folkher Braun um 02:20.

  67. Autonome überall
    Im hysterischen Gehampel von Schulz, Elmar-die-Tolle Brok & Co. und dem Triumpfgeheul der EU-Gegner wird leicht übersehen, dass zunächst nicht die EU zerbröselt (was ihr zwar droht), wohl aber Great Britain. Das Restimperium ist dabei, sich in die Einzelteile mehr oder weniger relevanter Fußballregionen zu zerlegen.
    Politisch und aus der Sicht Brüssels betrachtet, keineswegs eine schlechte Entwicklung. Mit den Gliedern wird leichter umzuspringen sein als mit dem störrischen Kopf. Wirtschaftlich allerdings darf sich die EU auf weitere Nettoempfänger einstellen. Teuer aber keineswegs unerwünscht, bilden doch die Transferleistungen bereits heute die eigentliche und stärkste Bindungskraft.

    Was das bedeutet, lässt sich in Deutschland am Bedeutungszuwachs des mehrheitlich aus Nettoempfängern zusammengesetzten Bundesrates beobachten, gegen dessen Entscheidungsmacht kaum mehr anzuregieren ist. In Deutschland wie in der EU zeigt sich das Bild einer Transferunion, in der die fidelen Empfänger sich darauf einigen, die Erträge der erfolgreicheren Geber gemeinsam zu verfrühstücken. Eine Entwicklung, die vor dem Hintergrund gnadenlos wirkender globaler Märkte fatal ist und die europäischen Zentrifugalkräfte weiter beschleunigen wird.

    Das allgemeine Zerbröseln beginnt nicht im Zentrum sondern an den Rändern, die den Fliehkräften weit mehr ausgesetzt sind, in den Regionen der Länder mit unterschiedlichen Kulturen, wo reichlich Autonome auf ihre Stunde warten, in Belgien z. B. oder in Spanien/Katalanien und anderen mehr. Ihnen allen wird Brüssel einen Hafen anbieten, auch wenn es letztendlich nur noch darum gehen wird, den gemeinsamen Mangel, die gemeinsamen Mängel zu verwalten. So ähnlich wie in einer Kreuzberger WG, in der sich alle mehr für die richtige Gesinnung der Mitbewohner zuständig fühlen als fürs Aufräumen, Putzen, Kühlschrankfüllen und das Bezahlen der Miete.

    • Es geht doch schon los
      Juncker will nun den Euro für alle, was das für uns bedeutet, muss ich wohl nicht darlegen. Wir sind der größte Nettozahler und wir werden bluten. Und einen Ausstieg gibt’s dann auch nicht mehr.

  68. deutsche Konzernchefs
    Sind schuld.
    Sie waren es doch, die die Willkommenskultur unterstützten.
    wegen derer es nun zum Brexit kam.
    und jetzt rauschen sie an den Börsen in die Tiefe.

    Sage noch einer es gäbe keine Gerechtigkeit an den Märkten.

    • ???
      Ich glaube das sollten sie noch mal durchdenken… es gibt keine wirklichen Grund für die fallenden Kurse, oder?
      Es sind wohl die Dealer die das steuern, die ja nur am Umsatz verdienen und denen die absolute Höhe der Kurse völlig am allerwerteste vorbeigeht…

      Sie sehen doch, der DAX hat sich bereits wieder beruhigt und steht ungefähr (kopfrechnen….) 12% über dem Stand vom Februar.

  69. @ Goodnight – Frage: Sagt Ihnen das was?
    Sie berichteten jüngst vom Vortrag eines deutschen Behördenchefs, der sich angesichts der ungesteuerten Einwanderung weniger um die Sicherheit der Bürger sorgte als um eine mögliche Radikalisierung der Mitte. Ähnliches liest man nun aus Frankreich – aber erheblich dramatischer. Boulevardesk zugespitzt heißt es sogar, Frankreich stehe „am Rand eines Bürgerkriegs“:

    „[Patrick] Calvar hält folgendes Szenario für wahrscheinlich: eine Reihe von weiteren Terror-Anschlägen durch Dschihadisten, nicht notwendigerweise nur von IS-Fanatikern, auf die eine aufgerüstete Ultrarechte im Land reagiert, unterschiedliche Gruppen, die sich Waffen besorgt haben, zur ‚Selbstverteidigung‘ aufrufen und entsprechend loslegen.“
    http://www.heise.de/tp/artikel/48/48609/1.html

    Darin verlinkt ist auch ein Dokument, das „Einsicht in die Wahrnehmung, Fahndungsmethoden und Denkweisen von Geheimdiensten“ geben soll. (Meine sprachlichen Fähigkeiten überfordert es leider.)
    http://www.assemblee-nationale.fr/14/cr-cdef/15-16/c1516047.asp

    Kontext: Es herrscht in Frankreich seit sieben Monaten terrorbedingt der Ausnahmezustand und zugleich gibt es massive Proteste gegen die Aufweichung des Kündigungsschutzes. Die Lage ist also bereits angespannt, die Linke revoltiert, und wenn die Rechte noch dazukommt – das muss der Alptraum jedes Innenministers sein. Da neigt man auch schon mal zur Dramatisierung.

    Abgesehen davon – dass die deutschen und französischen Behörden den Fokus ihrer Aufgaben ähnlich legen, deckt sich das mit Ihren Eindrücken?

    • You understand that whatever we discuss here doesn't leave this room?
      Mr Hold,

      die folgenden Zeilen werden Sie bzw. alle Leser eventuell verunsichern. Daher nutzen Sie bitte die Gelegenheit jetzt nicht mehr weiter zu lesen.

      Nun gut:

      Den in diesem Bereich tätigen Personen ist bekannt, dass der Dschihadist nicht die größte Bedrohung darstellt. Dafür fehlt es ihm an Planung und Organisation und Disziplin. Die größte Gefahr sind radikale europäische Kräfte. Man erinnere sich wozu die „RAF“ fähig war (mit wenigen Personen).
      Der Dschihadist kann nur Amoklaufen. D.h. eine maximale Anzahl an Zivilisten töten. Das ist tragisch, aber keine Bedrohung für eine Gesellschaft. (gesellschaftliche Veränderungen erfolgen erst in Größenordnungen von mehreren Prozenten Bevölkerungsverlust)

      Des Weiteren ist den intelligenteren Personen in diesem Bereich bekannt, dass der gegenwärtige Rechtsstaat nur funktioniert, solange 99% der Bevölkerung die Gesetze befolgen. Bei nur noch 95% ist der Rechtsstaat nicht mehr handlungsfähig. (Man bedenke in Zahlen: ca. 250.000 Polizisten für ein 80+ Mio Volk. Übrigens sind alle Gefängnisplätze schon belegt, und die Gerichte auf Jahre ausgebucht.) Der Don beobachtet das ja gerade in Berlin: Sobald der Mob auf der Straße ist, ist der Rechtsstaat in der Defensive.

      Der Rechtsstaat bedarf daher einer Politik, die die Bevölkerung an den Staat bindet, d.h. die insbesondere die Kräfte an den Rändern erfasst und zurück zur Mitte führt.
      Nun, ich muss jetzt nicht erklären, dass die aktuelle Regierung genau dies nicht mehr erfüllt.
      Was das für den Rechtsstaat bedeutet, das kann jetzt jeder selber herleiten.

      Moderne Gesellschaften sind hoch komplexe und hochgradig fragile Systeme. Ausfälle in einem Teilbereich gefährden unverzüglich das gesamte System.

      D.h. es eröffnet sich ein Machtvakuum, welches in kürzester Zeit auf der Straße durch linke und rechte Gruppierungen gefüllt werden wird. (Links und Rechts, weil es nur diese beiden Möglichkeiten gibt in der Kommunikation). Beide vereint, dass sie den Rechtsstaat nicht respektieren bzw. versuchen zu ersetzen. Wobei sie sich zunächst gegenseitig bekämpfen werden, bis untereinander die Machtfrage geklärt ist (P.S. nennt sich „Bürgerkrieg“).

      Während dieser Zeit werden wir auch auf Seiten des Staates noch bisher undenkbare Handlungen beim Versuch der Rückeroberung der Straße beobachten dürfen. Insbesondere da der Staat keine Orientierung hinsichtlich seiner eigene Position bzw. die seiner Gegner ausmachen kann, wenn 30% der Bevölkerung links und die anderen 30% rechts stehen.
      (auch hier sei an die Zeiten der RAF zu erinnern)

      Die Franzosen sind uns auf diesem Wege einige Schritte voraus, die Franzosen sind immer schneller bei der Revolution, aber auch nicht so konsequent wie der Deutsche. D.h. wenn es in Deutschland anfängt, dann wird es dunkel, denn der Deutsche operiert weniger über Sprache, er bevorzugt es, Strukturen zu bilden, die dann immer sehr stabil und lange wirken. (auch hier wieder die 60/70er Jahre in Frankreich und in der BRD vergleichen)

      BTW: Angefangen hat es im September 2015.

      P.S.: Wenn man jetzt beobachtet, wie ein Herr Junkers , anscheinend im Vollsuff, die gesamte EU nach dem Brexit-ergebnis gegen die Wand fahren kann, ohne dass ihn einer von der Bühne holt, dann sollte man von der „Elite“ nicht mehr viel erwarten.


    • Wenn man jetzt beobachtet, wie ein Herr Junkers , anscheinend im Vollsuff, die gesamte EU nach dem Brexit-ergebnis gegen die Wand fahren kann, ohne dass ihn einer von der Bühne holt,
      Je nun. Wenns halt sonst niemand bühnentauglichen gibt.
      Oder hätten Sie lieber, daß Merkel oder Schäuble große Reden schwingen? Und die RAF deswegen in 20 Jahren München bombardiert?

    • I quit! No you're fired. No I quit. No, you're fired.
      @colorcraze

      Kein Bordellchef kann sich heutzutage noch auf dem Niveau bewegen, welches Herr Junkers zu Tage legt.
      Wo man auch hinschaut, man sieht nur überforderten Mittelmaß.

  70. @ DA "Die Briten werden jetzt als Nationalisten in den Boden geschrieben"
    Ok, werter Don, das war gestern. Die Zeit überschlägt sich aber: Heute wird bereits die gesamte EU in den Boden geschrieben.

    „Wenn Europa seine eigenen Werte verrät, ist es nicht Wert zu überleben.“

    M. a. W. – Georg Dietz ist beleidigt, wo nicht schon ernsthaft gekränkt.

    Einen komischen Nachall hat der Satz aber doch – und das passt schon zu den Kindsköpfen in den langsam und unaufhaltsam sich leerenden Schaltzentralen des Fortschritts, wie in ihrer Fantasie offenbar spon eine ist. Bzw. zunehmend: bald gewesen sein wird.

    Sollte es soweit kommen, wird man schade sagen. Schade, aber sie wollten sich mit Fleiß nichts sagen lassen. Schade. Es war von Augstein eingentlich ideal aufgegleist.
    Hat nicht sollen sein.

  71. von wegen junge Wähler für Remain
    Wahlbeteiligung von Kate’s Clothes, gadgets and beers (Junge Briten):

    http://www.welt.de/politik/ausland/article156576085/Unfassbar-niedrige-Wahlbeteiligung-junger-Briten.html

    Und jetzt klagen sie, voll uninformiert wie zuvor. Sie sollten nichts zu sagen haben in dieser Sache mit 36% Wahlbeteiligung. Ich hoffe irgendwie, dass diese Gruppe, dieselbe, die gern auf Twitter rumschreit, nie in verantwortlicher Position sein wird.

  72. Sklavenaufstand
    Bald beginnt ja Salzburg und Ihre geliebten Tegernseer Nachbarn stehen dann wieder in shocking-hyazinth gackernd in der Hofstallgasse. Nach der Pause sind sie eh weg. Ja glauben Sie das ist schön!
    Meine erzbischöfliche Vaterstadt war schon dekadent, da war über der Grenze noch nicht mal das Rad erfunden.

    Irgendwann müssen Sie Ihr Trauma aufschreiben, an der Geschichte kann es nicht liegen, außer einer neurotischen Wittelsbacherin hatten wir gar nicht so viel gemein. Von meiner Seite nichts Schlechtes, in drei Wochen geht´s wieder nach München zum weltbesten Generalmusikdirektor, der naturgemäß in Wien studierte.

    Na ja gut, ohne die bayrischen Blogger würde ich das alles nicht aushalten. War gespannt, wie Sie Johnson einschätzen, klingt nicht gut.

  73. Traurig
    Vorweg eine schöne Analogie von Paul Krugmann:

    „Do you remember what happened when the Berlin Wall fell? Until that moment, nobody realized just how decadent Communism had become. It had tanks, guns, and nukes, but nobody really believed in its ideology anymore; its officials and enforcers were mere careerists, who folded at the first shock.“

    Von ihm zwar in anderem Zusammenhang gebraucht aber trotzdem sehr passend.
    http://www.nytimes.com/2016/06/20/opinion/a-tale-of-two-parties.html?_r=0

    Persönlich finde ich diesen Zustand sehr sehr traurig!
    70 Jahre Frieden und ein Europa, das trotz allem nie größere Freiheit und Wohlstand genossen hat, sollte man nicht leichtfertig verspielen. Und das sind keine billigen Schlagwörter! Zur Zeit meiner Geburt reichte das freie Europa grade von den Pyrenäen bis zur Elbe, ansonsten Linke und Rechte Diktaturen…
    Das es heute anders ist, daran hat die EU mit Sicherheit einen bedeutenden Anteil. Von daher verstehe ich persönlich die Häme nicht, die manche hier im Forum zum Brexit äußern. Es geht hier um wichtigeres als um Merkel, Schulz, Junker oder Cameron.

  74. Frexit, Ixit und Dexit: raus aus dem Euro!
    Für die Euro-Länder wäre es ungleich schwerer, die EU zu verlassen, weil sie sich an der Währung gebunden sind.

    Auch sind sie finanziell an Verträgen gebunden sind, in deren Rahmen sie Bürgschaften haben oder große Summen eingezahlt haben. Der ESM z.B.: unbefristet, unwiderruflich bzw. unkündbar. Das Gesamtkapital beträgt 800 Milliarden €; Deutschlands Kapital-Einsatz ca. 200 Milliarden €, und soweit ich weiß, sind € 80 Mrd. schon eingezahlt worden.

    Welche Transaktionen im Rahmen des ESM genau getätigt werden, weiß wohl niemand so genau, denn die Tätigkeit ist einer strikten Geheimhaltung unterworfen. Nicht einmal die Gehälter der Gouverneure werden bekanntgegeben, nur, dass die jeweiligen Finanzminister, also Herr Schäuble z.B., als Gouverneure in den ESM mit eingebunden sind.

    Dass der ESM Milliarden an Anleihen auflegt und berechtigt ist, alle Arten Bankgeschäfte zu tätigen, ist in der Öffentlichkeit wenig bekannt. Es ist das Geld der Bürger der EU, aber es wird so getan, als ob das Geld denen gehört und sie dem Bürger keine Rechenschaft ablegen müssen.

    Wenn man auf deren Website über Investor Relations lesen will, muss man vorher einen Disclaimer akzeptieren, laut welchem man sich verpflichtet, nichts von dem Text zu kopieren, keine Angaben weiterzugeben und kein US Staatsbürger zu sein.

    Wie soll man sich aus dem Eurozonen-Haftungsgeflecht entlassen? Wie kann man aus einem unkündbaren Vertrag herauskommen? Die Bindung ist ja schlimmer als in der katholischen Ehe von vor zig Jahren.

    Ähnlich intransparent ist der Security-Bereich der EU. Es gibt dazu eine Website „EU External Action“, u.a. mit einem Heading „Security & Defence“, laut welchem die EU die unterschiedlichsten Aktionen durchführt, von welchen der Bürger idR nichts weiß. Habe vor Jahren versucht zu recherchieren, welche Organisationen dazu gehören und welche Befugnisse sie haben, und befand mich in einem Dickicht von undurchsichtigen Verflechtungen. Ich konnte nicht herausfinden, wie die Mitarbeiter rekrutiert werden bzw. ob private Organisationen bzw. Söldner involviert sind bzw. woher sie kommen.

    Kein Wunder, wenn die Emotionen hochgeschaukelt werden, wenn die Eurokratie solch ein Bollwerk der finanziellen Macht vor eiem Zusammenbruch verteidigen muss.
    Kein Wunder, wenn die Bürger von der gewollten Intransparenz, Ungreifbarkeit statt Volksnähe, von der Eigenmächtigkeit und Arroganz die Nase voll haben. Die Bürger finanzieren den Zirkus und werden wie ein notwendiges Übel behandelt und über die Tätigkeiten im Dunklen gehalten.

    P.S. Vorhin ist mir in einem Post ein Denkfehler unterlaufen, und ich schrieb Elefantenturm statt Elfenbeinturm. Zum Brüsseler Bürokratie-Koloss würde der Ausdruck allerdings recht gut passen, und zwar Elefantenturm aus Porzellan.


    • Wenn man auf deren Website über Investor Relations lesen will, muss man vorher einen Disclaimer akzeptieren, laut welchem man sich verpflichtet, nichts von dem Text zu kopieren, keine Angaben weiterzugeben und kein US Staatsbürger zu sein.
      Aber als Chinese, Russe, Inder oder Mexikaner darf man es schon lesen?
      Und es steht im Internet, darf aber nicht kopiert oder weitergegeben werden? Ziemlich bizarr.
      Ähnlich intransparent ist der Security-Bereich der EU
      Security by obscurity is king. Über die USA weiß man mehr, vermutlich beschäftigen die auch mehr Personal. Es würde mich nicht wundern, wenn das so ein ganz eigenes Gewächs aus halb Geheimdienst, halb Militär wäre. So in Richtung Gladio, also Dramaturgen und Umsetzer.

    • "Vertraue mir einfach!"
      @Nordländer am 26. Juni 2016 um 17:08 Uhr
      „Es geht hier um wichtigeres als um Merkel, Schulz, Junker oder Cameron.“
      Sie verstehen die Häme nicht? Wer sollte Häme empfinden gegenüber einem historischen Friedensprojekt namens „EU“ (gerne und häufig verwechselt mit „Europa“).
      Welcher mit Kindern und Enkeln gesegneter Europäer sollte ein Interesse an unfriedlichen Verhältnissen haben?
      Bitte lesen Sie den Kommentar von Tamarisque (26. Juni 2016 um 17:52 Uhr). Sie finden dort eine kompetente und in moderatem Ton formulierte, von jeglicher Häme freie, Beschreibung der Umsetzung des Projekts EU in die alternativlose und folgenreiche Praxis. Nichts in dieser Zusammenfassung des Elends ist neu, aber die Darstellung der Details und die daraus abzuleitenden Konsequenzen spotten jeglicher Phantasie. Es sei denn, man schliesst die Augen oder man heißt Merkel, Schulz, Junker oder Cameron.
      „Das es heute anders ist, daran hat die EU mit Sicherheit einen bedeutenden Anteil.“ Ach so, – Die EU kam, sah und siegte über den kalten Krieg.
      Meine Wahrnehmung hierzu ist, anachronistisch genug, immer noch deutsch, obwohl meine bescheidene Handbibliothek auch hunderte Autoren Europas, von der Antike bis zur Gegenwart, enthält: – Vor kaum zwei Jahren die wohlgefälligen Jubelrufe deutscher Presse-„Organe“: Deutschland das beliebteste Land; bizarr, das ist vorbei, na ja, wer’s glaubte; dann entdeckten befreundete Periodika Frau M., die mächtigste Frau. Müssen wir uns Sorgen machen? Genug davon, Mrs Clinton übernehmen Sie.

    • @Tamarisque
      Ja, da sind sie sehr viel näher am eigentlichen Problem dran als die versammelten Klugsch…. in unseren Qualitätsmedien.

      Wer die Brexit Diskussion in den internationalen Medien verfolgt, der findet das alles mittlerweile bereits ganz verschämt angedeutet.
      Beim Brexit wurde eben weniger über einen UK Austritt aus der EU abgestimmt, als vielmehr prinzipiell NEIN zu dem gesagt, zu dem die Politik mittlerweile verkommen ist. Es ist dies ein welt-weiter Trend, ganz deutlich in den USA zu sehen. Da hatte zum ersten Mal in der Geschichte des Landes ein echter Sozialist enormen Zuspruch, ein Irrer erringt das Mandat de Lunatic Fringe Party, und eine reaktionäre Republikanerin erringt das Mandat in der Partei, mit er sie eigentlich gar nichts zu tun hat. 75% der Leute will Veränderung und am Ende gibt es trotzdem weiterhin „Politics as Usual“ mit Hilary. Demokratie und Wahlen sind eine Farce mit der man die Dummen bei der Stange hält.
      Die Brexit Abstimmung war keine Wahl, sondern eine einmaliger Protest. Grundlage der Entscheidungen der Bürger war dabei: Wir wissen zwar nicht was wir wollen, aber DAS ALLES wollen wir nicht länger!

      Denjenigen die die tatsächliche Macht haben ist das mehr oder weniger egal. Brexit oder keiner, die ziehen ihr Ding unbeirrt und unbehindert einfach durch, während die Doofen EM gucken. Dass sich deren Elite gerade in Dresden getroffen hat, tauchte vor zwei Monaten mal in Nachrichten auf, aber danach war wieder alles unter Kontrolle. Ist ja auch nicht schwer in einem Lande, in dem die Medien-Queens Liz Mohn und Friede Springer selber Bilderberger sind….

      Ich glaube vieles dieses ganzen Gekeifes sind die ersten Wehen einer sich mehr und mehr zuspitzenden weltweiten Wirtschaftskrise, in der zunehmend „andere“ gebraucht werden um mit dem Finger auf deren angebliche Schuld zu zeigen, für die Briten hat sich da die EU angeboten.
      Ohne einen handfesten Grund fiel aus Aktienmärkten und den Währungen der Boden raus, viele benutzten die erst-beste Gelegenheit sich von Aktien zu trennen, solange Verluste noch überschaubar sind.

      Ich halte es für wichtig das Gesamtbild nicht aus den Augen zu verlieren, denn der Brexit ist in Wahrheit nur Peanuts. Cameron hat es bereits abgelehnt einen Antrag für den Austritt bei der EU einzureichen, und es kursierten bereits wieder Meldungen, die auf eine zweite Abstimmung spekulieren, denn in Demokratien ist es ja nichts wirklcih ungwöhnliches einfach so oft abstimmen lassen, bis das dumme Volk das gewünschte Ergebnis bestätigt.

      Abgesehen von der psychologischen Wirkung ist der Brexit in Wahrheit das, was auf einem Neben-Gleis abläuft. Überwachung, Kriegs Manöver, und der gleichen mehr sind die ICE Strecke…

  75. Ein ComeBeck für Berlin!
    Tja, unsere Freund*_innen in der Rigaer Straße bekommen anscheinend wieder einen ihrer Schutzheiligen zurück. Der hl. Volker bereitet in der Türkei gerade seine Wiederauferstehung im politischen Betrieb vor. Das sieht ganz nach einer „House of Cards“-Variante aus, die mit mindestens zwei Spin-Doktor*_innen wohlüberlegt worden ist.

    Chapeau!

    Wenn jetzt noch Sebastian Edathy mit dabei gewesen wäre, dann könnte das auch bei ihm was werden mit dem „reinigenden Ereignis“!

    Letztendlich muss ich aber schon zugestehen, dass es mutig ist, sich in Erdogan-Land so mit der Polizei einzulassen.

    • Schön blöd,
      die Russen, dass die diesem Überparlamentarier nicht einfach etwas Crystal untergejubelt haben.
      .
      Moment mal, vielleicht doch, und dann die Freilassung gegen eine Verpflichtungserklärung, künftig alles und haarklein zu berichten…

  76. Naaajaaaa
    Europa soll sich halt in so einer Situation auf seine Kernkompetenzen zurückziehen.

    Was immer die sind.

    Sollte sich herausstellen, dass es keine Kernkompetenzen hat (und zumindest keine, die in den Augen der Bürger welche sind) oder es seien Kompetenezen zum Teufel nicht schafft verständlich zu kommunizieren, dann muss der Laden dicht gemacht oder kernsaniert werden.

    Aber nicht erweitert.

    Bei allem Respekt – Politik ist nochmal etwas anderes und komplexer als schnöde Unternehmensführung – Juncker hat mit seiner Erweiterungsidee wirklich nicht begriffen whom the bell tollls.

    Man erweitert nicht Hals über Kopf in einem Unternehmen, wenn man Schieflage hat. Man besinnt sich und stellt sich neu auf oder macht dicht.

    Dass das Wort Sanierung seit den filettierenden exit-strategischen Heuschrecken (erst „schön“-sanieren und den „Schrott“ weg, dann für teureres Geld wegverkaufen – einen saumäßigen, neoliberalen Geschmack hat, dafür kann ich nichts.

  77. "Ende der Nachkriegsordnung" (NY Times)
    Die New York Times spricht von einem „Ende der Nachkriegsordnung“.
    .
    Man lernt ja nie aus!
    Also mir wäre neu, dass die (nicht 45, sondern 57 gegründete EWG-EG-EU) Teil der „Nachkriegsordnung“ oder gar einer „Friedensordnung“ war.
    Umso weniger wenn man bedenkt, dass GB erst 73 beitrat. Da war nicht nur der WK-2, sondern auch die Kalte Kriege schon wieder vorbei. Stalin schon 20 Jahre tot, Bundeskanzler war Brandt.
    .
    Wenn die einflussreichsten Zeitungen dieses Planeten solche kontrafaktischen Informationen auf Seite Eins drucken, wieviel Klugheit und Vernunft will man dann von den Trumpel-Wählern erwarten?
    .
    Irgendwie sind alle vernünftigen Maßstäbe verrutscht.

    • "Weißt du, wieviel Sternlein stehen ..."
      „Die New York Times spricht von einem „Ende der Nachkriegsordnung“.“

      Wo? Auf dem Sternenbanner? Es ist immer bald 4. Juli in Sachen Flaggen-Paragraph und so ein britisches Sternchen verschwindet ja nicht durch Erlöschen wie am Nachthimmel, nech …

      PS. Wer Satire findet, darf sie behalten.

  78. "Gewaltsame Verhaftung"
    Und Volker Beck ist „gewaltsam verhaftet“ worden.
    .
    So heisst es in der Überschrift der FAZ.
    .
    Also ob so eine polizeiliche Verhaftung nicht eo ipso „gewaltsam“ wäre, insofern in ihr nun einmal das staatliche Gewaltmonopol exekutiert wird.
    .
    Diese Soße aus Pfusch und Propaganda ist so typisch für heuige Medien.
    .
    Keine Maßstäbe mehr, nur noch zuckende Reflexe.

  79. Titel eingeben
    Jeder sollte sich mal die Elaborate dieser EU antun. Heute möchte ich anbieten:
    „Konsolidierte Fassung des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union.“ (EU 2008/C115/49).
    In Artikel 7 erfahren wir:
    „Die Union achtet auf die Kohärenz zwischen ihrer Politik und ihren Maßnahmen in den verschiedenen Bereichen und trägt dabei unter Einhaltung des Grundsatzes der begrenzten Einzelermächtigung ihren Zielen in ihrer Gesamtheit Rechnung.“
    Das muss man sich so vorstellen. Ich gehe in eine Ersatzteilbude und will eine Zylinderkopf-Dichtung kaufen, für einen OM471 vom Benz zum Beispiel. Daraufhin sagt der Verkäufer: „Wir achten immer darauf, dass zwischen unseren Worten und Werken ein Zusammenhang besteht. Wir weisen aber darauf hin, dass die Verfügbarkeit von Zylinderkopfdichtungen bei uns infolge der begrenzten Einzelermächtigungen (Lageroptimierung) nur in der Gesamtheit aller Zylinderkopfdichtungen gesehen werden kann. Oder so ähnlich.

  80. Es gibt doch noch lustige Meldungen heute
    „Die Polizei hat mir meinen Pass entrissen und mich geschubst“

    Geschubst… tja, sowas kommt von sowas, Beck wurde in der Türkei verhaftet (aber leider gleich wieder freigelassen)

  81. Es muss wohl
    vor einiger Zeit einen weltweiten Brainit gegeben haben.

    Anders kann ich mir diesen Irrsinn nicht erklären.

    Gibt es erste Hinweise über die Verursacher,

  82. Autonomievertagungsprozeduren
    Für alle Brexit-Paniker und Praecox-Jubler oder all diejenigen, die sich heute Abend bei Anne Will das süffisant-wissende Grinsen der Verteidigungsminsterin (was hatte die da eigentlich zu suchen?) als Antwort auf die Schlussfrage „Wird der Brexit wirklich kommen?“ nicht recht erklären konnten …

    EU-Vertrag, Artikel 50:

    „Das Austrittsabkommen muss am Ende mit einer sogenannten qualifizierten Mehrheit der verbliebenen 27 Mitgliedstaaten beschlossen werden. Das heißt: 72 Prozent der Staaten, die wiederum 65 Prozent der Bevölkerung repräsentieren müssen. Das EU-Parlament muss ebenfalls zustimmen. Nach Angaben der EU-Kommission reicht dafür aber eine einfache Mehrheit.“

    http://www.handelsblatt.com/politik/international/brexit-referendum/brexit-news/brexit-und-der-artikel-50-europas-regeln-fuer-den-ausstieg/13790112.html

    Die Briten kommen so rasch nicht vom Haken, endlose Verhandlungen und kein Ergebnis, so sieht das aus.

    BTW und abgesehen von UvdL: wie kommt es eigentlich, dass Deutschland von einer Riege mehrheitlich adipöser Politiker regiert wird? Wirkt da ein heimliches Netzwerk, oder verfügen die einfach über naturgegebene Vorteile beim Aussitzen?


    • endlose Verhandlungen und kein Ergebnis
      Tja, es hängt sehr daran, ob das UK durchsetzungsfähige Politiker aufbieten kann.
      Ich mochte Kohl ja nie, aber was ich ihm schon hoch anrechne, ist, daß er den Apfel, der ihm in den Schoß fiel – der Mauerfall und die DDR – auch in die Hand nahm, und nicht auf den Boden kugeln ließ.
      Großbritannien sucht momentan so eine Art Kohl (Thatcher war damals sehr dagegen, aber er grinste sie nur an und machte, und kam durch damit).

    • anderer Vorteil
      Die Adipositas sieht man, aber der ursächliche Vorteil der Regierenden ist eher die größere Blase. Adenauer konnte 8stündige Kamingespräche ohne Unterbrechung durchhalten und wurde deswegen auch der ‚Kanzler mit der eisernen Blase‘ genannt. Bei Juncker und Schulz vermute ich eine ähnliche Diagnose.
      Ob es sinnvoll ist, Führungspersonal nach diesem Kriterium auszuwählen, sei dahingestellt. Andererseits der erfahrene Schröder: Deutschland wird auch über die Leber regiert. Hm.
      Gruß K

    • @ Kalchas
      Danke für die bisher nie vernommenen Infos.
      Da wären also Wampe, Blase und Leber als Selektionskriterien. Hirn scheint nicht zwingend dazu zu gehören.


    • @Kalchas: von der Wichtigkeit einer starken Leber hatte ich schon öfters gehört, die Wichtigkeit der eisernen Blase wurde bisher aber eher unterschlagen.

  83. um unaufgeregte Ergänzung wird gebeten
    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/identitaere-in-oesterreich-aufstand-der-beleidigten-14298595-p4.html?printPagedArticle=true#pageIndex_4
    .
    Es gibt doch einen Korrespondenten der FAZ in Wien, der über die Situation realistisch berichten kann.

    • Realrealismus
      Ich wittere Satire, aber vielleicht erhellen Sie mal Ihre Vorstellung von Realismus (bürgerlich? sozialistisch? semantisch? poetisch? ontologisch? pessimistisch? naiv? kritisch?).

      Mir scheint der „realistische Berichterstatter“ in dieser österreichischen Variante an der Realität zu scheitern, die gerade eine Schneise durch seinen idealistisch angelegten Irrgarten schlägt. Es gibt in solchen Fällen immer welche, die statt die den Blick verstellenden Hecken zu stutzen, mit Fleiß die entstandenen Lücken bepflanzen, um weiter und vergeblich nach einem Ausgang zu suchen.

    • Pudels Herz
      Diesen ständigen Vorwurf, die Rechten wollten keine vernünftige Debatte, kein vernünftiges Gespräch, würde ich allerdings an die Qualitätsmedien und die politische Klasse weitergeben. Und deren Verantwortung sehe ich insofern größer, als sie zum Anstossen solcher vernünftiger, differenzierter Debatten doch viel bessere Voraussetzungen mitbrächten als die anonymen Hassblogger aus der Unterschicht.
      .
      Aber stattdessen schreiben Sie Sätze hin wie den dass die Rechten gegen das Wahlergebnis vor Gericht „aggressiv geklagt“ hätten. Wie klagt man, bitte schön, nicht-aggressiv? Hat Hofers Partei dabei wirklich etwas anderes getan, als ihre legitimen Rechte wahrzunehmen?
      .
      Zur demokratischen Kultur gehört m.E., dass manche elementaren Regeln unbedingt respektiert werden.
      Zum Beispiel die Regeln politischer Wahlen.
      Also: Auch dann, wenn sie dem Gegner nutzen!
      .
      Klingt paradox, ist aber so:
      Auch die Bösen haben Rechte, die von uns Guten respektiert werden müssen.
      .
      In dieser Hinsicht scheinen auch die gemäßigten reflektierten demokratischen liberalen aufgeklärten gebildeten diskursfähigen Apologeten der Proporzdemokratie (wie z.b. David Schalko) auch noch ein wenig Nachholbedarf zu haben.
      .
      So als distanzierter Leser freue ich mich immer, wenn Journalisten fähig und bereit sind, mir zuliebe den tatsächlichen Skandal, den nachweisbaren Regelverstoß möglichst bald zu benennen, anstatt sich 100 Zeilen lang darüber auszuheulen, wie dumm und primitiv und verbalbarbarisch seine ideologischen Gegner allesamt sind. Wenn ich als Leser das jedesmal selber machen muss, dann frage ich mich irgendwann, ob die Unterschicht wirklich so viel blöder ist wie Redaktionen der Qualitätszeitungen.

    • unfreiwillige Satire
      auf eine Realismusdebatte kann ich mich hier nicht einlassen, Sie verzeihen bitte, es geht schlicht um Informationen zu Beginn des Artikels (wer, was, wann, wie) – beim Weiterlesen resigniert man dann ohnehin, überwältigt von Drama und bengalischen Feuern mit Rauch…

    • lieber Herr Meier,
      mein Respekt!

  84. @ Renate Simon sagte am 26. Juni 2016 um 11:50 Uhr
    „Gast, es gab bei uns Vorschläge, Alten das Wahlrecht zu nehmen
    da man ja u.a. bei vielen eine Demenz vermuten könne. Aber auch HartzIV-Empfänger sollten vom Wahlrecht ausgeschlossen werden“
    .
    Je m´oppose, weil ich davon ausgehe, dass der aktuellen Politik eine Flächendeckende Demenz sehr entgegen käme. Die Gewohnheiten des Handgelenks bleiben. Bei Hartz IV-Empfängern bin ich mir nicht sicher, ob die Wahlbeteiligung über 10% hinausgehen.
    .
    Aber sei´s drum. Die 630 und die daraus gebildete Regierung fühlten sich sicher auch wohl wenn sie, bei Auschluß der obigen, schließlich nur 20% der Wahlberechtigten repräsentierten.

    • Wahlbeteiligung
      Das ist ja das Elend, gingen nur noch 5-8% oder gar noch weniger aller Wahlberechtigten ihr Kreuzchen machen, würden die Parteien dennoch ihre Mehrheiten errechnen und sich im Bundestag häuslich einrichten. Denen graut’s vor nix, schon gar nicht vor niedrigen Wahlbeteiligungen. Die wird dann zwar nach der Wahl „bedauernd“ festgestellt, aber man überlebt ja auch so.

      Wir werden den Zustand, dass gar niemand zur Wahl geht, nicht erreichen, es wäre aber spannend zu sehen, was dann geschähe. Von 0% Stimmabgabe gibt es dann wie viele Sitze im Parlament?

      Im Mutterschiff war übrigens heute ein Kommentar von dem bestbezahlten Manager, der die Wahlpflicht fordert. Ich hätte nichts dagegen, würde es doch jeden zumindest hin und wieder fordern, sich mit Politik zu befassen und nicht nur der Blödzeitung oder dem Geschwafel von Kleber zu folgen.
      Nicht alle Hartzer sind blöd, die Umstände und Nettigkeiten der ARGE bringen viele dazu zu denken, interessiert mich doch alles nicht mehr, es ändert sich für mich ja eh nix.
      Ich habe Verständnis dafür, wenn ich auch im zarten Alter von 8 Jahren schon entsetzt über die Pläne einer Bundeswehr war, die keiner wollte und die 1955 natürlich dann doch kam. Ich weiß gar nicht, wieso ich so früh schon so politisch war, kann mich an tiefschürfende Diskussionen meiner Eltern nicht erinnern, nur an die ewige Meckerei nach jeder Wahl. Allerdings lief bei uns immer irgendein Radio und ab 1953 der Fernseher, Zeitunglesen war für mich noch nicht das Thema. Irgendwie muss ich da doch einiges mitbekommen haben.

    • Warum Konjunktiv ????
      „Je m´oppose, weil ich davon ausgehe, dass der aktuellen Politik eine Flächendeckende Demenz sehr entgegen käme.“

  85. das hat SYSTEM
    @foersterliesel

    nun, die FAZ lässt, was die Ostmark und Helvetia angeht sehr gerne junge, subventionsverwöhnte, in irgendwelchen geistigen feuchtbiotopen lebende und auf profilierung angewiesene autoren pubertären übermut verzapfen, das gabt es vor monaten ja schon mit einem Schweiz – bashing und nun folgt das gleiche für Österreich.

    unverständlich ist das schon, also wir stellen fest, „vor der zeitung steckt nicht immer ein kluger kopf“

    • ich weiß nicht
      obs am Mutterschiff liegt, ich denk eher: an Angeboten. Bei uns gibt’s ja einen neuen BK und Kultur-und Presseförderungen werden neu überlegt, neue Fürschten engagieren neue Hofleut –
      .
      Baden, rudern und segeln Sie für uns arme Pannonier mit!

  86. Titel eingeben
    @der andere Gast (26. Juni 19:35) – Das Problem der EU ist nicht die Frage der Kernkompetenzen, sondern die der fehlenden Demokratie. Die EU Kommission aber auch die EZB sind rechtlich gesehen Bananenrepubliken. Für die ist keine Judikative zuständig. Eine vergewaltigte Sekretärin kann sich an keine Polizei wenden und kein Staatsanwalt kann zur frühen Morgenstunde überraschend mit seinem Personal vorbeikommen und Akten einsammeln, auf Grund deren er dann korrupte EU Diener oder Fürsten vor Gericht bringen kann.
    .
    Frau Merkel und Co wissen das sehr wohl. Es wäre ihre Aufgabe als Mitglied des EU Rates, dass Thema aufzugreifen. Stattdessen hofft sie und anscheinend auch ein großer Teil der deutschen Elite, dass Juncker zurücktritt damit sie seine Stelle übernehmen kann. Aber wie sagte schon Lincoln: “You can fool some of the people all of the time, and all of the people some of the time, but you can not fool all of the people all of the time.”

  87. Zuständigkeiten im Rahmen der Gewalten-Teilung ...
    „In der Nacht begannen dann massive Ausschreitungen, und bei Indymedia erklären Unterstützer, dass sie bereit sind, alle Mittel einzusetzen.“

    Aus der eigentlichen Besetzer-Szene waren andere O-Töne in der Leit-Presse zu lesen. Man war sich dem Zitat zufolge bewußt, daß hier eine Entsolidarisierung mit den Einwanderern dokumentiert werden sollte und lehnte es ab, sich dafür instrumentalisieren zu lassen. Soweit zumindest mein Informationsstand.

    Die andere Seite der Medaille ist für jeden, der lange genug in diesem Land lebt, durch hinreichend Anschauungsmaterial – aus der Presse oder als unfreiwilliger Zuschauer wohlbemerkt, nicht durch Teilnahme – dass seit Jahrzehnten gewisse sog. „Autonome Kreise“ immer dann plötzlich Hochkonjunktur haben, wenn für andere der Status Quo in Gefahr zu geraten scheint. Die brutale Gewaltbereitschaft dieser Kreise würde ich nicht ohne Not verallgemeinern wollen. Zuständig wäre hier aber so oder so der dafür Rechtstaatlich vorgesehene Part im Rahmen der Gewalten-Teilung.

  88. Die europäische Vision und ihre Mißgeburten
    Der nicht gewollte und nicht zu vollziehende Austritt GBs aus der EU erfüllt mich mit Sorge.

    Zunächst einmal ist der Wille des GB-Wahlvolkes zu akzeptieren und der Brexit von den Verantwortlichen unverzüglich einzuleiten, da sonst der Volkswille – wieder ein mal – nicht beachtet wird. Demokratie und Volksabstimmungen sind keine politischen Sonderveranstaltungen ohne Sinn und Verstand, sondern klare Willensbekundungen. Dass so manchem Politiker und Mitmensch der Wille vielleicht nicht gefällt, mag sein, doch letztendlich darf man diesen Willen nicht ignorieren.

    Das sich das Groß-Britische Inselreich jetzt zu einem Klein-Britischen Inselreich wandelt, war so für die meisten Beobachter nicht vorhersehbar, sollte aber kein Grund sein, die Austrittsbestrebungen zu verzögern.
    „Jeder informiere sich selbst!“ ist ein schöner Grundsatz aus meinen Universitätstagen und hat deshalb der einstigen deutschen Universität vor ihrem Verrat durch den damaligen „Bildungsminister“ Dr. Jürgen Rüttgers (CDU) an die Gleichmacherei der europäischen Institutionen (Bologna-Reform) den Ruf einer der besten Universitäten der Welt eingebracht.
    Der Microsoft-Chef Bill Gates propagierte in den 1990er Jahren die deutsche Universitätsform als „die Beste der Welt“, weil: „ich jeden Arbeitnehmer, der an einer deutschen Universität einen Abschluß gemacht hat, nahezu überall einsetzen kann. Die beißen sich durch und sind nicht durch irgendwelchen Professoren- und Dienstleistungsservice verwöhnt worden. Die arbeiten selbstständig und hart, und kommen immer zu Ergebnissen, von denen die Abgänger US-amerikanischer Universitäten aufgrund ihrer Verwöhntheit nur träumen können.“

    Nun gut, das ist jetzt auch schon bald 30 Jahre her, und die deutsche Universität ist heute leider nach der Reformierung, begonnen unter Dr. H. Kohl zu einer europäischen Institution verkommen, in der die einst vielgelobte Vergleichbarkeit der Abschlüsse noch nicht einmal im eigenen Staat gewährleistet ist.

    Man muss die EU nicht lieben, ich habe diese eher als ein gemeinschaftliches Staatsprojekt verstanden, dass einigen wirtschaftlich starken Staaten Europas das Überleben in unser re-kapitalisierten Welt nach dem Fall der kommunistischen und sozialistischen Unterdrückungssysteme garantieren sollte.
    Der beständige, jährliche kleine Aufschwung in den fleißigen Familien sollte weiterhin erfahrbar bleiben.

    Doch es kam alles ganz anders. Fleiß ist inzwischen nicht mehr so angesagt, wenn er gegen die „Norm“ verstößt, man macht sich dann „unbeliebt“ und findet sich ganz schnell bei den nicht-mehr-fleißig-Seienden wieder, auf dem Abstellgleiß ohne Lohn und Hoffnung, gespeist vom Gnadenbrot der Allgemeinheit.

    In GB sieht das nicht anders aus, ist sogar noch etwas schlimmer als hierzulande, es ist also kein Wunder, wenn sich die Hoffnungen der vom demokratischen System verratenen Briten an die Träume der Vergangenheit klammern.

    Dies kann man auch am derzeitigen Führungspersonal der EU beobachten. Dass es sich beim Euro um eine bedenkenswerte Fehlkonstruktion handeln könnte, wird nicht ansatzweise bedacht, im Gegenteil. Mit frischer Wut wird jetzt eine DurchEuroisierung der gesamten EU vehement gefordert. Vernünftige Politik sieht meiner Meinung nach anders aus.

    Dass die derzeitigen Regierungsvertreter GBs völlig konfus reagieren, wundert mich nicht. Der Abstand, den ein Inselstaat zu einem Festland empfindet ist enorm, dass kann man sehr schön an japanischer Vorkriegsliteratur evaluieren.
    Man hielt sich dem Festland gegenüber für hochüberlegen und quasi vom heimischen Götterreich für Höheres erwählt. Klar, dass man gezwungen war, den asiatischen Untermenschen die Segnungen der japanischen Herrschaft näherzubringen, auch gegen deren nichtswürdigen Willen.

    So ähnlich traumtänzerisch erscheint mir die auf Zeit setzende Handlungsweise der britischen Regierung. Das Ende mit Schrecken soll jetzt dann doch lieber ein Ende ohne Schrecken werden, man kann ja versuchen, noch ein paar schöne Schmankerln einzufordern, man lässt sich den Brexit vergolden. So eine Art Vollmitgliedschaft mit erhöhtem Stimmanteil, aber ohne für die Kosten aufzukommen, und natürlich mit einer Gleichstellung der britischen Bürger auf dem Kontinent, aber bitte ohne EU-Bürger auf der heimischen Insel.

    Und die Handelsschranken sind ja eigentlich auch nicht nötig. Soll doch Griechenland und die Flüchtlinge retten wer will, für GB bitte nur die Rosinen.

    Und genau diese Zeit ist jetzt, so fürchte ich, endgültig vorbei.
    Wer auf eine ernsthafte Reform oder Ansätze für mehr Demokratie im EU-Raum gehofft hatte, ist erstaunt, bisher keinerlei Gedankenspiele von bestimmenden Politikern der EU in dieser Richtung vorzufinden.

    Keine Abstimmungen über TTIP, oder „Flüchtlings“-Fragen. Veränderung von Einwanderungsbestimmungen, bzw. der völlige Einwanderungsstop scheinen bisher keine politischen Optionen zu sein. Erst wenn wir – die EU – bestimmen können, wer über unsere Grenzen kommt, werden wir weiter an einer Einheit arbeiten können. Es ist mir unerklärlich, wie in fast allen südeuropäischen Ländern eine Jugendarbeitslosigkeit von 40% und mehr herrscht, man aber hierzulande kulturfremde Orientalen zu integrieren sucht, die schon vom Tage ihrer Ankunft bei uns von der Parallelgesellschaft träumen und diese stetig verfestigen und ausbauen.

    Menschlichkeit muss in der eigenen Bevölkerung beginnen, wenn wirklich einigermaßen Zufriedenheit, Arbeit und Wohnungen für alle zu haben sind, dann kann man sich auch noch um eine gewisse Anzahl von Notfällen kümmern. Alles andere führt zu derartig eskalierenden Situationen und Übersprungshandlungen wie den Brexit und die sich daraus ergebenden hilflosen politischen Schnellschüsse, leider wieder gegen die eigene Bevölkerung.

    Ich glaube, dass Publikum ist nicht nur von den Regierenden der EU-Zone enttäuscht, es wird auch immer klarer, dass w

    • Die Traurigkeit des Notenbankers
      „Mit frischer Wut wird jetzt eine DurchEuroisierung der gesamten EU vehement gefordert“

      Kein Wunder, denen geht grad der Podex auf Grundeis, weil ein wesentlicher, wenn auch nur indirekter und über seine Banken nicht wesentlich engagierter Bürge für den angehäuften Schuldenberg wegzufallen droht und sich Ersatz entweder kaum findet oder schlecht überreden lässt.

      Interessant, dass jetzt Dorfschulzen und EU-Junkies aller Art in den Medien reichlich zu Wort kommen, während von Draghi gerade mal der unscharfe Begriff „Traurigkeit“ zu vernehmen ist, eine völlig neue Kategorie im Wortschatz eines Notenbankers.
      Mal sehen, wie sich das autonome Pfund entwickeln wird, wenn sich Schlachtenlärm und Gefechtsnebel erst mal verzogen haben. Ein Off-shore-Angebot dieser Qualität in 30 km Entfernung von der EU-Küste? Dann vielleicht doch die alten Canaris-Pläne ausgraben und die Schweiz plündern, um den Eintritt der unvermeidlichen Pleite zu verzögern.

    • Wenn ich das korrekt verstehe...
      … dann wollen sie uns sagen, dass die Abstimmung weniger den Austritt des UK aus der EU einklagen will, sondern vielmehr ein „Es reicht!“ sein soll, und man die Schnauze von dem was heutzutage als „normale Politik“ gilt und was für Figuren als „normale Poliker“ durchgehen?

      Ich hoffe sie haben recht und ich hoffe, dass das was die Brexit Abstimmung losgetreten hat, nicht wieder aufzuhalten ist…

  89. Alt gegen jung
    Bitte, bitte. Wenn jemand alt ist, muss er nicht unbedingt Weisheit haben. Manche haben es auch geschafft, ziemlich lange dumm zu bleiben.
    Mindestens seit der Zeit nicht geistlicher Bücher ist eine klare Arbeitsteilung der Generationen in der Literatur dokumentiert: die Jungen sind idealistisch bis zur Verblendung und halten sich für gescheiter als alle zuvor; und die Alten sind pragmatisch bis zur Prinzipienlosigkeit und halten die jeweils Jungen für den Untergang der Zivilisation.
    Erst aus dem Zusammenspiel der Generationen ergeben sich vernünftige Lösungen. Sonst hätten wir heute größere Pferde statt Autos und maximal 5 Computer auf der Welt… (Wer diese Anspielungen nicht versteht, möge googlen…).
    Ich bin froh, dass mein Sohn mir manchmal „merkwürdige“ Fragen stellt, weil diese mich zwingen, meinen Standpunkt zu belegen und manchmal eben auch zu überdenken.
    Es wäre für beide Seiten bequemer, nicht miteinander zu reden und sich in der eigenen Filterblase dem Gefühl des „Im-Recht-sein“ hinzugeben. Nur hilfreich ist das nicht…

    Also hört bitte mit dem Jungen-Bashing auf. Man hört sonst die morschen Knochen so laut klappern!

    • Einsichten
      „Als ich vierzehn war, war mein Vater so unwissend. Ich konnte den alten Mann kaum in meiner Nähe ertragen. Aber mit einundzwanzig war ich verblüfft, wieviel er in sieben Jahren dazu gelernt hatte“

  90. Ayo Gurkhali - sie kommen
    @colorcraze, 26. Juni 2016 um 20:33 Uhr

    Werte colorcraze,
    freiwillig verlassen die Affen den Felsen niemals, die fühlen sich dort pudelwohl.
    Und sollten sie einst durch die spanische Grippe dezimiert werden, dann wird unverzüglich ein britisches Gurkha-Eliteregiment eine Horde königstreuer Primaten auf den Felsen eskortieren, um weitere 300 Jahre britische Protektion zu sichern.
    Parole für die affigen Kameraden: „Brexit ever Gibrexit never!“
    Mit freundlichem Gruss, L

  91. Es dauert alles nur a Weil, und a Weil is net lang...
    hat meine Großmutter immer gesagt.

    Das Establishment in EU und den Nationalstaaten Europas ist erschüttert. Alles kann bald möglich sein.

    Plötzlich zeigt sich (auch für historisch weniger gebildete), dass bewährte Bezugsgrößen (wie EU oder auch Nationalstaaten) keine Konstanten sind – im Gegenteil. Landkarten sind nicht für die Ewigkeit gemacht und verändern sich stetig.

  92. Auch unseren Bekanntenkreis...
    … hat die neue Rotfront erreicht. Ein Freund aus Schultagen, der sich für die AfD auf Kreisebene engagiert, hat nächtlichen Besuch mit Schmierereien und Farbbeuteln bekommen. Die Privatanschrift war nach dem Stuttgarter Parteitag der AfD im Netz veröffentlicht worden.
    Unerwartete Unterstützung und Beistand bekam die Familie (zwei Kinder im Alter von 9 und 12) von Nachbarn, die sicher nicht die politische Ansicht unseres Freundes teilen, aber den Ernst der Lage verstanden haben. Ein Trost. Dafür gab es schon neue Drohungen im Netz, dass das erst der Anfang wäre und dass man wiederkäme. Vielleicht stellt man als nächstes die Kinder in der Schule an den Pranger?
    Der Staatsschutz ermittelt. Für die Beseitigung der Schmierereien sorgt um des lieben Friedens mit der Nachbarschaft willen unser Freund. Solidarität von anderen Parteien? Warum denn auch? Es traf ja den Richtigen.
    ich frage mich, ist diese Form von Fanatismus ein typisch deutsches Phänomen? Wenn die Sache gut und gerecht ist, dann ist jedes Mittel recht? Ansonsten „null Toleranz“? Nur manchmal kommt dann das böse Erwachen sehr viel später, dass „die Sache“ vielleicht doch nicht so gut und gerecht war.

    Aber auf jeden Fall wäre man in der Nazizeit im aktiven Widerstand gewesen. Das versteht sich ja von selbst.

    • Das ist bitter. Speziell, weil es nicht so aussieht, als würde der Staat da viel machen.

    • Landfrieden und gute Nachbarschaft
      Wer eine Familienwohnung tags oder nachts angreift, wozu auch Farbbeutelattacken gehören, der ist ein Verbrecher und Hundsfott. Das unabhängig von Erwägungen, ob und inwieweit einer der Bewohner ein verabscheuungswürdiger Abweichler ist.

      Allgemein ist die Abwesenheit (oder rigorose Bekämpfung) von „righteous“ Lynchmobs aller Art sowie organisierten Wegelagerern und Plünderern die Grundlage der Legitimation von Staatlichkeit. Das ist in den Top Drei der unbedingt erwarteten Gegenleistungen für Steuern und Rechtstreue. Wer das in mehr heterogenen staatlichen gebilden nicht achtet, sitzt bald ziemlich allein im Hauptstadt-Palast oder Bunker.

      Trotzdem auch ein schönes Beispiel dafür, wie wichtig die Nachbarswahl bei der Wohnungssuche ist. Beziehungsweise die schicksalhafte Unbekannte beim Umzug. So musste ich die wuchernde Cannabispflanze letzten Sommer reinholen, weil mein Balkonnachbar Kriminalkommissar ist. Der Lynchmobs wegen würde ich auch lieber nicht neben einem AFD-Agitator wohnen wollen, genausowenig wie auch neben Boateng, aber der Kicker-Paparazzi wegen, die dann im Hausflur lauern, wenn ich im Schlafanzug in den Waschkeller gehe.

  93. Titel eingeben
    Nun ja, die Ablenkung durch Brexit ist ja gewaltig –

    aber hätte es, bei der Erwähnung des Integrationsgesetzes, nicht auch einen Hinweis auf den Gesetzentwurf der Staatsregierung für ein Bayerisches Integrationsgesetz
    http://www.stmas.bayern.de/imperia/md/content/stmas/stmas_internet/integration/160510_bayintg_entwurf.pdf

    geben können, welcher schon seit geraumer Zeit heftige Widersprüche in Bayern erfährt?
    Auch eine Verfassungsklage ist geplant.

    Siehe auch den heutigen Analysebeitrag auf den NDS für Schnellleser:
    http://www.nachdenkseiten.de/?p=33963

    • Wie sie sehen....
      … erfüllt der Brexit die ihm zugedachte Aufgabe ganz hervorragend.

      Wobei man leider auch bei den Nachdenkseiten von Anfang an versäumt hat zu berücksichtigen, dass man für sowas schon auch ein Volk benötigt, mit dem sowas problemlos machen kann.
      Nach mehreren zum Teil recht persönlichen Beleidigungen der dortigen Herrn inkl Herrn Müller, (die ich eher belustigend kindisch fand) hatte ich vor einiger Zeit erfreulicherweise feststellen dürfen, das Wolfgang Lieb mittlerweile die Konsequenzen aus der VÖLLIG wirkungslosen Arbeit der NDS gezogen hat, und sich von dort verabschiedet hat.

      Die NDS, und Herr Müller insbesondere, bezeigen die Tragik ein ehrlicher, rechtschaffender, das Gute Wollender Politiker in einem Volk von… sagen wir mal 75.000.000 Vollidioten sein zu müssen.

  94. Leider erst jetzt gelesen...
    … da am Wochenende im Oberland unterwegs. Wia imma, liaba Don, so schaugts aus und dank Eana recht schee!

  95. Neues vom SPON: Brexit Gründe und Feministen-Blabla
    Nachdem Diez z.B. dies geschrieben hat:
    „Jetzt haben die Hetzer, Rassisten und Opportunisten erst einmal gewonnen.“
    endlich etwas Vernünftiges zu lesen auf SPON
    http://www.spiegel.de/forum/politik/england-und-die-gruende-ist-merkel-schuld-am-brexit-thread-479039-3.html

    Kommt nämlich selten genug vor.

    ***

    Noch mehr aus SPON, auch gewöhntem Niveau. Ist ot, sorry, aber habe dies neulich gelesen und möchte das der Runde in Don Alphonsos Blog nicht vorenthalten:

    Zitat Sibylle Berg: „Aber eigentlich braucht es keine Studie, um zu wissen, dass vielleicht einer der wesentlichen Gründe der Verblödung der Welt im Moment dem Umstand geschuldet ist, dass Frauen auf einmal Menschen sein wollen. Und nicht, wie lange Zeit von den Männern vermutet, Untertassen.“
    „Unterschied zwischen Mann und Frau: 159 Gramm“ 25.6.16.

    Was sie mit den geschätzten 159 gr meint, wird präzisiert: inkl. Testikel. Dabei vergisst sie die weiblichen Eierstöcke und die Brüste, ohne welche die Menschheit nicht überlebt hätte, das nur mal nebenbei. Aber dann wäre frau ja angesichts der fehlenden 159 gr kein [Freudsches] Opfer [des Penisneides] mehr.

    Berg: „Sich nun aber auch noch mit weiblicher Konkurrenz aufhalten zu müssen, macht viele [Männer] so fassungslos, als wolle ihr Hund (bester Freund des Mannes) auf einmal die Macht über die Fernbedienung.“

    Meint sie damit nur deutsche oder auch andere europäische, gar skandinavische Frauen? Egal, irgendwie sollten wir Frauen uns wohl bis in alle Ewigkeit in einer Opferrolle suhlen.

    Das Schlimme ist, dass Frau Berg von den „Männern“ so redet, als ob sie alle Männer dafür in Sippenhaft nehmen will, dass es den ISIS, streng islamische Länder, Pegida und Hooligans gibt. Sie hat versucht, dies später in einem einzigen vernünftigen Satz zu relativieren bzw. zu erklären. Zu spät, sie hatte einfach zu viel Gift gespritzt.

    Also Männerbashing scheint ganz groß in Mode zu sein. Berg hat wohl die Ambition, Stokowski noch zu toppen.

    Ich kann es verstehen, dass Männer, die dauernd so etwas oder ähnliches zu lesen bekommen, allmählich anfangen, ein wenig Wut zu empfinden oder Angst haben, an solch eine Furie zu geraten, wenn sie eine Frau kennen lernen.

    Btw. Frau Berg und Stokowski sollten auch mal über die Frauen schreiben, die dafür sorgen, dass ihre Töchter genital verstümmelt werden und das barbarische Ritual überwachen.

    • Genitalverstümmelung
      fällt bei den Damen Berg, Stokowski u.a. sicher unter Folklore und betrifft ja völlig andere Frauen. Wenn man jemandem Rassismus vorwerfen will und kann, dann diesen völlig unqualifizierten Dämlichkeiten, die den eigenen Tellerrand nicht mal erahnen.

    • Diese beiden Damen.....
      …. haben wie die anderen von jenem Blatt noch bezahlten „Journalisten“ ausschliesslich die Aufgabe zu verhindern, dass irgend jemand beginnt über das alles selber nachzudenken…

      Ich habe zeit meines Lebens von den beiden nur einen Artikel gelesen (man will ja wissen, ob man den Betreffenden bei passender Gelegenheit verars…. kann), und os habe ich erntshafte Zwiefel, dass diese beiden wissen ws sie da tun.

      Erstaunlicher als das Wirken jener beiden finde ich eher, dass der Spon es geschafft hat, sein „Nveau“ trotz jener Blogger von Augstein über die Damen bis zu Lobo, mit einer neuen Kreation auf einen Level von Blödheit herunterzuschrauben von dem mir unbenannt war, dass er existiert.
      Manchmal frage ich mich, ob da wohl der Sonneborn dahinter steckt…. aber der Spiegel scheint „bento“ ja wirklich ernst zu nehmen.

  96. Herr Kauder und seine unverhoffte Ehrlichkeit.
    Nach seiner noch nicht allzu lange zurückliegenden Feststellung, in Europa würde nun wieder deutsch gesprochen, worauf Europa den derart unverfroren angemeldeten Führungsanspruch umgehend zurückwies, ließ dieser Spitzenpolitiker uns Heute zum Frühstück wissen, daß aufgrund des britischen Referendums auch in Zukunft nicht an plebiszitäre Elemente auf bundesdeutscher Ebene zu rechnen sei, dafür gäbe es keine Mehrheit im Bundestag, jedenfalls nicht, ginge es nach ihm.

    Ein derart grandioses Demokratieverständnis könnte sich nun auch in England zeigen. Das Referendum hat das falsche Ergebnis ergeben? Kein Problem, macht man halt so lange neue Referenden, bis es paßt. Oder noch einfacher, das unliebsame Referendum wird einfach ignoriert.

    Soweit zum Demokratieverständnis.

    Was nicht nur hier alles zur EU zu lesen ist, entbehrt aber auch so mancher Grundlage. Denn alles was die EU macht, ist letztlich den Regierenden der Mitgliedsstaaten geschuldet, die die Kontrolle über die EU ausüben, deren Rechte ungefähr denen des deutschen Grüßaugust entsprechen. Das Demokratiedefizit der EU ist somit letztlich das der Mitgliedsstaaten. Brüssels Problem ist nicht Brüssel, sondern das Problem von Rom, Madrid, Paris, London, Berlin … Der Nationalismus läßt eine funktionsfähige EU eben einfach nicht zu.

    Überhaupt haben die Staaten sich de facto zu Zentralstaaten entwickelt, die von einer Metropole aus gelenkt werden. So hat ja nicht nur Paris die Verbindung zu den Regionen verloren, sondern für Berlin gilt trotz Bundesländern dasselbe. Die Föderation hat keine wirkliche Bedeutung mehr. Auch so läßt sich der Brexit erklären, denn für London gilt dasselbe und für Madrid sowieso. Warum sollte für die EU anderes gelten?

    Das ganze Schimpfen auf und über die EU macht wenig Sinn, das eigentliche Problem liegt in den Nationen selbst. Und daher gibt es im Grunde auch nur zwei Wege für die Zukunft der EU. Entweder den europäischen Bundesstaat, oder das Ende der EU, des Euro usw. und die Beschränkung auf Freizügigkeit und Freihandel. Davon mal ganz abgesehen ist in beiden Fällen aber eine deutliche Veränderung hin zu mehr Demokratie, zu mehr Direkter Demokratie erforderlich. Und zwar auf nationaler wie auch auf europäischer Ebene. Der Brexit aber auch der allgemeine Rechtsruck ist Folge mangelnder Demokratie und daraus resultierender politischer Fehlentwicklungen, die sich zu lange und zu weit von den Bürgern entfernt haben. Die Krisen haben vor allem politische Ursachen und je schneller Kauder und Co. das akzeptieren, desto besser. Leider ist damit nicht zu rechnen und daher wird Europa schweren Zeiten entgegen gehen. Traurig, daß das unvermeidbar scheint.

  97. Was macht die Queen demnächst im Sommer
    Was hier überhaupt nicht thematisiert wurde, muß die Queen enteignet werden, wenn sich Schottland per 2. Referendum von Rest Little-Britain lossagt ? Wie ist die Position der Scottish Nationalist Party hierzu ? Frau Sturgeon, darf die Queen wie im Rest Commonwealth formelles Staatsoberhaupt bleiben inklusive unrechtmäßig von Maria Stuart ererbtem Besitz ?

    Bisher verbringt die Queen den Sommer im Schloß Balmoral in den Highlands von Schottland. Wo sich hier jedermann Sorgen um Piefkes und Raffkes Zukunft macht, sollte man sich mal die Konsequenzen für das offizielle Staatsoberhaupt vor Augen führen – heimatlos in Schottland !

    Obwohl, so ganz unschuldig soll die Queen am Votum des Volkes nicht sein, wird doch kolportiert, dass sie eine Brexit-Befürworterin sei und mit der Fragestellung zitiert, der Bremain-Befürworter solle mal 3 Argumente für einen Verbleib GB’s in der EU zusammentragen – Juncker, Schulz und Merkel könnte der zur Ironie neigende Leser jetzt sagen.

    Das wird’s sein, das Königshaus Sachsen-Coburg-Gotha will endlich wieder Souveränität über die „eigene Insel“, sinngemäß zum Margaret-Thatcher-Zitat: „I want my island back“. Zur Familie „Windsor“ ist man übrigens auch nur geworden, weil sich das im WK II gar nicht gut gemacht hätte mit diesen für die britische Zunge unaussprechlichen deutschen Adelshäusern.

    Auch bei uns begehren übrigens die Sachsen wieder auf. So einfach ist das heute nicht mehr, sich als oberster nicht gewählter Repräsentant einer „vertretenen Republik“ unter die Wandersleute zu mischen, ein paar Bilder „heile Welt und Volksnähe“ einzufangen und sich dann wieder würdevoll vom Acker bzw. Wanderweg zu machen. Ich sag es schon immer, die Politiker stehen vor der dringenden Aufgabe, sich ein anderes Volk zu wählen, das noch folgsam und respektvoll ist. Aber mit der „Umvolkung“ schreitet man ja stetig voran.

    Offensichtlich sind es gerade die nicht mehr indoktrinierbaren Alten, die glauben, sich eine eigene Meinung leisten zu können (und das als Rundumversorgte des Systems, welche Undankbarkeit, Apparate-Medizin sofort abschalten !). Diese Generation „Rollator“ rolliert dann offenbar „geschlossen“ zur polling station, gibt ihrer allgemeinen Unzufriedenheit schriftlichen Ausdruck und stürzt die gesammelten Politdarsteller in unlösbare Aufgaben – hie und da des Ärmellanals. Warum legt man auch den Abstimmungstag auf einen Donnerstag, an dem die junge Generation „im Hamsterrad knechten“ muß und keine Zeit für so einen demokratischen Firlefanz hat ? Laut Hauptstrommedien sind es aber auch alternativ/gleichzeitig die sozial Zukurzgekommenen und Abgehängten, die Grenzdebilen, pardon Nicht-Intellektuellen, die sich von der EU in gegenwärtger Form verabschieden wollen. Ex-post Wähler-Bashing in Reinstkultur: Wer das Kreuzchen an der falschen Stelle machte, ist entweder ein seniler alter Sack, der aus purem Menschenhaß der jungen Generation die Zukunft verbaut. Oder alternativ darf er sich einen geistesschwachen Trottel nennen lassen mit rassistischem Hintergrund – you have the choice.

    Fazit: Riesen-Fehler, politischer Selbstmord, das Volk über so etwas wie Unabhängigkeit ENTSCHEIDEN zu lassen. Was macht Politdarsteller mit der unerwünschten Entscheidung? Ignorieren, und damit dem Bürger signalisieren, dass er ein unmündiges, dummes Kind ist, dem man exakt Null Verantwortung übertragen sollte ?

    Die vertretene Demokratie am Beispiel BRD läßt bewußt nur Wahlalternativen zu, die Wahl zwischen Pest und Cholera oder einfach zuhause bleiben und sich vermeintlich nicht infizieren.

    • EU Philosopie und Brexit
      Herr Schulz ließ über twitter mitteilen, dass es nicht
      EU Philosophie sei, die Herde über ihr Schicksal bestimmen
      zu lassen.

    • Pest und Cholera den Alten
      In der NZZ am 27.06.2016 kommentiert ein Apokalyptiker und ehemaliger EU-Kommissar namens Chris Patten die demokratische Entscheidung der Briten, den „Brexit“ zu exekutieren, mit gebührender Dramatik. Optisch eingestimmt wird der Leser des Artikels mit einer düsteren Fotografie von Themse und Tower Bridge. Bemerkenswerter noch als das durchaus ansehnliche Bild die beigefügte Legende: „Im Gegensatz zu den EU-freundlichen Jungen werden viele Brexit-Befürworter nicht lang genug leben, um ihre Entscheidung zu bereuen.“ 
Darauf muss man erst mal kommen.
      http://www.nzz.ch/meinung/den-eigenen-selbstmord-ueberleben-brexit-eine-britische-tragoedie-in-einem-akt-ld.91875

  98. Titel eingeben
    …und letztendlich habe ich das Gefühl, das den Alten jetzt ihre anti-autoritäre Erziehung auf die Füße fällt. Auch weil sich ja keiner mehr unbeliebt machen und lieber der beste Freund seiner Kinder sein wollte…

  99. Titel eingeben
    Die „Generation Rollator“ – wer immer sich diesen Begriff ausgedacht hat, den muss ich unbedingt mal persönlich kennenlernen – besteht zum Beispiel aus Johanna Braun. Im WKII erst in Essen dann in Hamburg ausgebombt, deswegen Lehre abgebrochen, dann mit Ehemann, der 49 aus der Kriegsgefangenschaft kam, drei Jungs in die Welt gesetzt, alle zum Abitur geprügelt, selber immer Teilzeit als Tipse im ÖD gearbeitet, am Schluss sogar Vollzeit. Immer Geld gespart, um das in den 60ern gebaute Haus zu unterhalten. Dann Gehirnblutung, Schlaganfall, Pflegestufe 2. Alle Guthaben abräumen, Selbstbehalt sind 2600 Euro. „Ich kann nicht mal meine Beerdigung bezahlen.“ Es ist ihr furchbar peinlich, dass ihre Söhne einen Anteil an ihren Pflegekosten bezahlen müssen.
    Johanna Braun, meine Mutter, ist 94 Jahre alt. Sie hat, soweit sie sich erinnern kann, immer „den Genscher“ gewählt. So, wie über diese Generation hergezogen wird, ist dreist und unverschämt.
    Und diese Dumpfbacken in Brüssel, die jetzt den Wahlausgang in UK denunzieren, haben im Grunde nur Angst, dass ihr wundervolles Lügengebäude dekonstruiert wird.

  100. @ Holla Drihiha sagte am 27. Juni 2016 um 12:58 Uhr
    „Weißt du, wieviel Sternlein stehen …“
    .
    Und ich frage, welches von den Zwölfen ist das britische?
    .
    BTW: In derartigen Fragen, überhaupt bei Wahlen, werden wir nach den neuestventilierten Meinungen nicht um ein Dreiklassenwahlrecht herumkommen. Über die Gewichtung darf ab sofort diskutiert werden. Für die Klassen-Einteilung sollte eine grün-rot-klerikale Kommission bestimmt werden. Bitte um Vorschläge.

  101. "Die dummen Alten"
    heißt JvAs Kommentar, in dem er die europäische, in Umgehung der problematischen nationalen Identität, der Älteren thematisiert.
    Dazu: erst europäische Erfahrungen machen einem doch
    erst die Spezifika (und natürlich auch Beschränkungen), ja überhaupt die Existenz einer nationalen/regionalen Kultur und Identität bewußt.
    .
    Da ich z.Z. nicht reisen kann, lese ich verschiedenste internationale Blogs und mit Amüsement auch den einer expat-Gruppe von in Paris lebenden Amerikanerinnen, die sich angestrengtest um den French chic bemühen und – nach Jahren! – immer noch vor den anzüglichen Tischgesprächen bei französischen Abendeinladungen schaudern.
    Auch ich, mit einer mehrsprachigen und weltgewandten Mutter, hielt mich für sowieso supranational und lässig (das alte „cool“) bis ich beim ersten Termin zu einer Seminaranmeldung, ausgerechnet beim „letzten noch lebenden“ Surrealisten, mit Avancen aus dem Rollstuhl heraus konfrontiert ratlos, erschrocken und auch etwas angewidert war. Es dauerte, bis ich begriff, daß solche Verhaltensweisen lediglich höflich gemeinte Rituale ohne Handlungsrelevanz darstellen und daß es reicht mit einem „enchantee“ lächelnd auf Distanz zu bleiben um diese aufrechtzuerhalten.

  102. Titel eingeben
    „Es gibt, einfach gesagt, eine riesige Diskrepanz zwischen dem, was Menschen von ihrem Leben gern hätten, und dem, was ihnen dafür als politischer Lösungsansatz offeriert wird.“

    Lieber Don,

    in diesem Fall hätte das aber besser auf die Brexit-Helden als auf ihre liebgewonnenen Feinde gepasst. Innerhalb von Stunden sind die wunderbaren „Unser Geld für uns und alles wird gut“-Märchen verpufft (NHS? Ähh, das war nur so’n Fehler von uns.) und die, die daran geglaubt haben, wollen nun nicht dumm und alt genannt werden. Nun, ob sie alt sind, weiß man tatsächlich nicht so genau.

    Feindbilder sind was Schönes, vor allem, wenn die Feinde originell gewählt sind. Hier wäre aber vielleicht Denken gegen den eigenen Strich produktiver.

  103. Demokratie? Endspiel ohne Parlamente um CETA und TTIP
    Am 22.09.2016 will die EU-Kommission die Abkommen an den nationalen Parlamenten vorbei beschließen. Am 17.09.2016 finden in Berlin, Hamburg, Köln, Frankfurt, Stuttgart, Leipzig und München durch campact organisierte Großdemos dagegen statt.

    Wie beim Brexit gilt, wer nicht hingeht, versäumt die wohl letzte Chance, das endgültige Ende der Demokratie, den endgültigen Sieg des Kapitals, möglichst zu verhindern. Von der Bundesregierung ist ansonsten keine Gegenwehr gegen CETA und TTIP zu erwarten.

    Egal wie man zum Ergebnis des Referendums der Briten auch steht, es war eine demokratische Entscheidung. Um diese Möglichkeit beneide ich die Briten. In Deutschland dagegen machen die Regierungen, was sie wollen, lehnen jede Mitbestimmung der Bürger bei wichtigen Entscheidungen ab. Diese Ablehnung ist Wasser auf die Mühlen der AfD. Denn, sollten CETA und TTIP von der europäischen Kommission durchgewunken werden, so doch nur, weil die nationalen Parlamente dies nicht verhindern, weil sie CETA und TTIP wollen. Sie sind es, die in Wahrheit die Entscheidung treffen und sich hinter Brüssel nur verstecken. Daher werden die Bürger, die gegen die Abkommen in dieser Form sind, geradezu dazu gezwungen, die AfD zu wählen.

    Wenn Europa nicht bald demokratisch wird, dann wird Europa im rechten Sumpf untergehen.

  104. Fussball für Nicht-Fans......
    https://twitter.com/MicheleGazzetti/status/747519951167197184/video/1

    Abspielen und hinhören. Islands Kommentator beim Tor das zum zweiten Brexit führte.

  105. Reich, ertappt auf frischer Tat
    Mit Sympathie für die wenn auch schwierige Entscheidung mit noch unübersehbaren Folgen und Entscheidungsprozessen kann man sich nur schämen für Häme und heimlich beten, dass die Deutschen im Halbfinale die Fliege machen.
    Wieder einmal zerstören die Briten ein Reich, dass nur äußerlich und vorläufig wie ein benevolentes viertes aussah, es jedoch an Tücken (überall Euro, kein Bargeld, BGE, totale Kontrolle über Bett und Tisch, staatliche Hoheit über Erziehung von der Krippe an, Förderung von Frühsexualität am Modell) in sich hat, wie auch hier mancher weiß.

    Wer als deutsch parlierender Brite (reichlich in der Oberschicht) heute die FAZ anclickt und sieht das doch recht verkniffene Gesicht des Finanzchefs aller Degenerierten, den muss es schütteln. Das ebenso verkniffene Gesicht vom Brüsseler Vertreter von WohltatennachPolenüberGastarbeiter ist auch nicht sehr angenehm.
    Erst nach Scheidungsankündigungen kommen die wahren Charaktere hervor, wie schon John McEnroe trefflich anmerkte. Er verstand überhaupt nicht, dass er Tatum, die ihn bis auf’s Hemd ausziehen wollte, jemals attraktiv gefunden hatte.

  106. Visafreiheit für alle?
    Merkels nächster Fehler: Visafreiheit für die Ukraine und Georgien.
    Was soll das?

    • Merkels Philosophie: Durch neue "Fehler" werden die bisherigen vergessen -
      Mir ist klar, hinter dieser Dame bleibt nur Schutt und Asche. Anderen wohl auch, aber zu wenigen.
      In meinem Lieblingscafe hätten sie mir (weibliches, mittelaltes Bildungsbürgertum) heute fast wieder die Augen ausgekratzt, als ich „Fehler“ der Frau aus Berlin so nannte. (Noch!) Nichts zu machen.
      Wir gehen unter mit Mann und Maus. Alles nur eine Frage einer wohl diesmal kurzen Zeit.
      Schade, dass ich mich nicht gelassen zurück lehnen und feixend abwarten kann, bis der Herr Hirn runter regnen lässt und die Erkenntnis kommt. Zumal es dann zu spät sein wird.

      Übrigens:
      Menschen aus der Ukraine und Georgien nutzen bereits jeden Tag die offenen Grenzen – auch ohne Visa, wie auch Türken und andere.
      Wie viele zur Zeit?
      Entweder weiß das niemand. Sicher ist jedoch: es sagt es uns keiner!

  107. Die wahre Motivation...?
    @Otto Meier
    27. Juni 2016 um 16:38 Uhr

    Ach, jetzt verstehe ich den Hintergrund zu unserem Austausch im früheren Blog. Sie schätzen die Motivation von Frau Merkel völlig anders ein als ich.

    Wäre Ihre Version über die Motivation zutreffend gewesen, hätte Frau Merkel doch schon viel früher intervenieren können. Sie hat aus politischer Notwendigkeit bzw. Opportunismus gehandelt, und dies auch noch unüberlegt und überstürzt.

    Frau Merkel hatte mit ihren europäischen Kollegen die Mittel für die Aktivitäten von Frontex im Mittelmeer stark gekürzt. Die Lage war schon viele Monate vorher katastrophal, doch darauf hat sie nicht reagiert, sondern hat tatenlos zugesehen, wie immer mehr Flüchtlinge im Mittelmeer ertrunken sind bzw. z.B. in Ungarn in würdelosen Zuständen landeten. Als die Lage sich zuspitzte, haben Frau Merkel/die EU immer noch nicht reagiert, sondern die Flüchtlinge an der Grenze zu Mazedonien in menschenverachtenden Zuständen sich selbst überlassen. Das war für mich schon mal unterlassene Hilfeleistung seitens der EU.

    Warum hat sie denn bis dahin überall weggesehen, wenn irgendwelche edlen Werte ihre wahre Motivation sein sollte?
    Frau Merkel hat ebenso wenig auf hunderte Brandanschläge in Deutschland reagiert. Herr Gauck hatte sich dazu geäußert, Frau Merkel hat viele Monate lang geschwiegen. Beides unerträgliche Zustände, und ich war eine der Wenigen, welche die Nichtreaktion und Untätigkeit in SPON Forum schon im Frühjahr kritisierten.

    Erst nachdem die internationale Presse die Zustände an den Grenzen und auch noch Deutschland für die Brandanschläge scharf kritisierte, hat sich Frau Merkel urplötzlich auf ihre „Werte“ besonnen. Dadurch, dass sie eine medienwirksame Einladung auf allen internationalen TV Sendern ausgesprochen hatte, hatte sie ihren internationalen Ruf gerettet, aber auch den Eindruck hinterlassen, als ob nun eine unbegrenzte Anzahl Menschen sich in Richtung Europa auf den Weg machen könnte.

    Ich glaube nicht, dass der Bürger es akzeptieren muss, dass Politiker eigenmächtig handeln, sich weder mit der eigenen Partei/Regierung noch mit den europäischen Kollegen absprechen, sondern ohne Rücksicht auf die Konsequenzen handeln, dabei europäische und eigene Gesetze verletzen und dadurch einen noch größeren Ansturm an Flüchtlingen triggern. Bis zu der Amtszeit von Frau Merkel galt solch eine Handlungsweise als undemokratisch.

    Die deutsche Bundeskanzlerin hat nicht die Aufgabe, die Welt zu retten, wie der Generalsekretär der UNO vielleicht, sondern zum Wohle ihres Volkes zu handeln, kraft des Amtseides.

    • Fast, Tamarisque.
      Selbstverständlich haben Sie absolut recht, was die Entwicklung bis Ungarn betrifft. Und selbst mit Ungarn könnte ich Ihnen bezüglich der Motivation zustimmen, denn der aktuelle Stand der Dinge erinnert wieder stark an die Zeit vor Ungarn. Allerdings habe ich mich mit meiner Aussage auch nur auf Ungarn bezogen und sehe das immer noch nicht als globale Einladung an.

      Daß der Bürger akzeptieren muß, was zumindest auf Bundesebene an Politik verbrochen wird, ergibt sich schlicht daraus, daß dem Bürger kein demokratisches Mittel zur Verfügung steht, daran irgendetwas ändern zu können. Selbstverständlich ist das ein Mangel, der die Bezeichnung Demokratie zweifelhaft erscheinen läßt. Aber das war vor Merkel auch nicht anders.

      Zum Wohle des deutschen Volkes, ja, das wäre schön. Die Realität zeigt aber, daß noch nie zum Wohle der Völker gehandelt wurde.

  108. Rechtspopulistische Finnen planen Fixit
    Die finnische rechtspopulistische Partei Basisfinnen*), welche in der aktuellen Regierung vier Minister stellt, hat eine Initiative zum Referendum über Fixit losgetreten. Die Initiatoren haben bereits 18.800 Unterschriften aus 50.000 gesammelt, die benötigt werden, um den Vorschlag beim Parlament einzureichen. Das Referendum soll im Dezember 2017 stattfinden.

    Die europäischen Medien schweigen einstweilen dazu. Ich habe die Meldung zufällig gefunden. Sie ist, außer in Finnland, nur auf Forbes und News.com.au abrufbar.

    *) Perussuomalaiset, dessen Programm als eine seltsame Melange aus anti-neoliberalen sozialen Aspekten, mehr Eigenverantwortung der Bürger besteht, mit einem Unterton skurriler Nationalromantik.

  109. TDV sagte am 28. Juni 2016 um 08:54 Uhr :" Diese beiden Damen....."
    Er meinte sicher nicht diese, bei denen ich auf den ersten Blick glaubte zwei von jenen am Mainufer in Miltenberg zu erkennen. Damals, während des Wahlkampf der aktuell mintgrün/beigen Melkerin. http://www.faz.net/aktuell/sport/fussball-em/em-uebersteiger/die-zeit-des-public-viewings-ist-bei-der-em-2016-vorbei-14313239.html

  110. Miesbacher Joppe
    Sehr geehrter DA,

    ich lese sie schon seit Jahren, will aber nichts kommentieren, sondern nur etwas fragen.

    Nach Ihrem Blog vom März über die „Identitären“ zu urteilen, kennen Sie sich auch in diesem Bereich aus.

    Ich lebe – gezwungener Weise – leider in Berlin. Dort möchte ich mit einer echten Miesbacher Joppe meine Mitmenschen erschrecken oder nur etwas ärgern.

    Ist es besser eine MJ von Karl Jäger oder eine von Grasegger zu kaufen.
    Die letzte kostet fast 200 € mehr, was mich wundert.

    Ich kann nicht ins Oberland fahren und muss mir die Joppe schicken lassen.

    Meine Frage ist albern, ich weiß! Vielleicht haben Sie doch etwas Zeit.

    Herzlich Ihr

    Kadett Biegler

    • Ich finde Karl Jäger prima, ein Beitrag darüber jiegt hier seit Monaten in der Schublade.

  111. Titel eingeben
    Ich stimme dem zu, dass nicht die Nationalisten das Problem darstellen, sondern diejenigen, welche denen das Feld überlassen.
    Das Problem ist ja nicht wirklich, dass man Asylanten Wohnraum beschafft, sondern dass man seit Längerem den sozialen Wohnungsbau praktisch abgeschafft hat, um den Kontrast deutlich zu machen.

    Schuld an dem allgemeinen Empfinden zu kurz zu kommen hat die politische Linke, die ihre Prinzipien verraten hat. Konkret die SPD: Besteuerung von Kapitalerträgen auf 25% gedrück; Lohndumping dank Niedriglohnsektor, aber dafür Erwerbsarbeit der sogenannten Besserverdienenden weiterhin ordentlich besteuern. Gleichzeitig schüttelt Riester dem Maschmeyer das Händchen, erledigt die gesetzliche Altersvorsorge mit der anderen Hand und nimmt sich ein Pöstchen bei Union Investment. Vorteil für alle drei.

    Die besseren Kreise haben keine Angst vor Flüchtlingen und auch keine Angst vor den Faschisten. Am Tegernsee geht nur die Angst um, dass diejenigen, welche über’s Ohr gehauen wurden das bemerken und brandschatzen kommen. Aber die Sorge ist in Deutschland unbegründet. Die Klasse der Reichen hat alles im Griff. Im Augenblick ist es eben der Kniff auf die bösen Asylanten zu zeigen und Merkel die Schuld zu geben, die ausnahmsweise mal wirklich nichts dafür kann.


    • Das Problem ist ja nicht wirklich, dass man Asylanten Wohnraum beschafft, sondern
      daß es keine Möglichkeit gibt, die zu integrieren, weil sie wirtschaftlich nicht mitkommen. Straßenbettler, Einbrecher und Zuhälter sind nicht die Karrieren, die man fördern müßte. Bezüger für Daueralimentierung haben wir genug und brauchen nicht noch mehr.
      Schuld an dem allgemeinen Empfinden zu kurz zu kommen hat die politische Linke
      kann man so nicht sagen, denn die träumt ja nur und verteilt anderer Leute Geld, anstatt dafür zu sorgen, daß auch Arbeiter, Kleinbürger und Mittelschicht zu Geld kommen können.
      Die Klasse der Reichen hat alles im Griff
      Was verstehen Sie unter „reich“? So reich, daß man sich eine gated community leisten kann, sind nach wie vor sehr wenige.

    • Jaja, ich schreibe schon meinen Clandestini-Beitrag.

  112. Titel eingeben
    „kann man so nicht sagen, denn die träumt ja nur uns verteilt anderer Leute Geld anstatt dafür zu sorgen, daß auch Arbeiter, Kleinbürger und Mittelschicht zu Geld kommen“
    Sag ich doch, man Verteilt die Einkommen durch Lohndumping von unten nach oben. Auch wenn sich der Arbeiter vermutlich nicht „unten“ sieht, sein Kuchenstück am Gesamteinkommen ist doch recht klein. Ein Problem, welches auch mit der im Vergleich zu den Kapitaleinkommen hohen Besteuerung der Erwerbsarbeit zu tun hat. Von den Vermögensanteilen des Arbeiters am Gesamtvermögen schweigen wir besser, draußen scheint die Sonne, es ist ein schöner Tag.

    Sie fragen wer für mich reich ist. Das ist eine Definitionsfrage. Ob der Zugang zu einer Gated Community ein geeignetes Definitionsmerkmal ist, weiß nicht. Ich kenne die Preise nicht. Aber wenn es darum geht wer von den sozialen Problemen ablenkt und gleichzeitig unbestritten reich ist, dann fallen mir spontan Liz Mohn, Friede Springer und Hubert Burda ein.

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