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Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Enteignet die Jugend

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Das ist der alte Albert. Ich wollte ein wenig mit ihm spielen, da hat er mir den Arm abgebissen.
James Bond – Leben und sterben lassen

Ich mag Feigenbäume und ihren Geruch. Seit ein paar Wochen weiss ich, dass ein Feigenbaum in vier Jahren vom Setzling zu einem zwei Meter hohen Gewächs werden kann – sogar in einer verstopften Dachrinne, wenn es im schönen Ort Moglia in meiner Zweitheimat Italien ist. Moglia ist nicht weit weg von Mantua, und ich besuche den Ort jedes Jahr, Man muss Moglia nicht kennen, es ist ein kleines, unbedeutendes Landstädtchen auf der rechten Seite des Po. Aber ich kenne da ein paar Leute, so wie Berliner Autorinnen, die ihren Lebensunterhalt vor allem durch öffentliche Förderungen und mässig besuchte Lesungen staatlich finanzierter Institutionen bestreiten, weil ihre Bücher sich allein zu schlecht verkaufen – so wie diese Autorinnen auch Leute in London, Paris und Budapest kennen. Mit denen sie lachen, sich austauschen und am europäischen Gedanken arbeiten.

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Bei mir ist es eben Moglia. Da arbeite ich an dem, was ich als Europa kenne. Wenn ich einmal sterbe und mein Leben an mir vorbeizieht, dann wird auch Moglia darin vorkommen. Moglia und ein altes Paar auf dem Sportplatz. Ein alter, lahmer Mann im Rollstuhl, der von seiner Frau durch die Hitze geschoben wird. Junge Berliner Autorinnen, die jetzt weinen, weil alte Nationalisten ihnen dieses Europa egoistisch verbauen, werden sich an den blauen Himmel und das Lachen ihrer Freunde an der Moldau erinnern, bei mir ist es halt der Sportplatz, die gnadenlos brennende Sonne und das alte Ehepaar, das nirgendwo mehr hingehen kann.

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Denn Moglia ist Zona Rossa. Erdbebengebiet. Und wenn 2012 das Haus unbewohnbar wurde und man kein Geld hatte, landete man in Moglia eben auf dem zum Zeltplatz umfunktionierten Sportplatz. Meine Freunde trugen hier Pappnasen, Einweghandschuhe und Clownsgewänder, um die obdachlosen, schmutzigen, traumatisierten Kinder von armen Italienern, Pakistanis, Indern und Afrikanern zum Lachen zu bringen. Das war Europa 2012. Lachen für die Kinder, aber für das alte Ehepaar gab es nicht mal einen Hut in der sengenden Sonne. Moglia war unbewohnbar.

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In Moglia schossen Sandgeysire aus dem Boden, in die Keller und Garagen, und der Druck der Erde zerrieb die Ziegelsteine zwischen den Betonpfeilern.

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In Moglia lebten die Menschen in den Garagen und in Wohnwägen, während die Stadtverwaltung an den Türen Zettel anbrachte, dass hier niemand mehr eintreten darf, wo eben noch für Solidität geworben wurde.

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In Moglia kamen sie Beamten mit den Zetteln nicht aus dem Rathaus, denn das Rathaus war genauso betroffen und sieht heute so aus.

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Und die Lehrer gehen auch heute, vier Jahre später nicht in die Schule, denn die Schule ist baufällig.

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Allerdings gibt es in Moglia im Moment auch nicht sonderlich viele Kinder. Das hier ist alles, was von einem sozialen Wohnungsbau übrig blieb, den ansonsten junge Familien bewohnen würden.

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Das ist kein ungewohnter Anblick für meine Bekannten in Moglia. Man musste sich entscheiden und oft war es eben der Abrissbagger. Auf den freien Flächen wächst heute das Gras.

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Und was noch steht, steht oft jetzt noch wie vor vier Jahren mit den Holzgerüsten da. Ich könnte in Moglia auch die Bilder des letzten Jahres nehmen, so wenig ist hier passiert.

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Wobei, die Plane vor der Kirche war letztes Jahr noch nicht so eingerissen. Die Tauben Moglias nisten jetzt wieder im Inneren und fäkalieren auf das, was von der Barockausstattung noch da ist.

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Das Gemeindeleben findet dagegen in einer modernen Halle daneben statt. An der Tür sind Einladungen, die Ferien ausserhalb der Zona Rossa in kirchlichen Einrichtungen zu verbringen. Man muss das verstehen – Kinder, die im Jahr 2010 geboren wurden, kennen hier nichts anderes als Zerstörung. Generation Z, Z wie Zona Rossa.

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Und es wird auch lange so bleiben. Man sammelt kräftig für die Kirche, damit die Heiligen wieder umziehen können. Es kommt schon was zusammen. Langsam.

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Meine Bekannten in Moglia, mitten in Europa, sind tapfere Menschen, und geben nicht einfach auf. Draussen liegen die Trümmer, aber die Heiligen sind für die Prozession geputzt.

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Sie sagen, wenn ihre Kinder dann junge Erwachsene sind, soll alles so sein wie vor dem verdammten Mai 2012, als der Sand aus dem Boden schoss und die Kirchenmauern zerbrachen.

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Manchmal erinnern in Moglia auch nur ein paar schlecht verputzte Risse an diese Zeit. Das Leben geht weiter.

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Wenn es nicht auf den Stand vom Mai 2012 eingefroren ist. Weil kein Geld da ist, weil Italien sparen muss, weil das in Europa verpflichtend ist, und die Leute sich selbst überlassen bleiben.

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Die Alten schaffen das nicht mehr. Die Rente ist so niedrig, dass man weder die Schäden stemmen noch in Berlin oder Budapest eine Latte trinken und dann winseln kann, wie gemein die alten Nationalisten doch sind, und die Jugend etwas tun sollte, und wenn sie die Bewerbung für das nächste Stipendium geschrieben haben, machen sie auch eine Aktion vor dem Kanzleramt oder einen Artikel in der taz.

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Und so geht in Moglia einfach vieles vor die Hunde. Mitten in Europa, in diesen aufregenden Zeiten, da man in Berlin und Paris vermutlich längst vergessen hat, was da in der Poebene passiert ist, und wie meine Bekannten in der Nacht aus ihren knirschenden, über Generationen ersparten Häusern liefen.

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Wenn sie nach Deutschland zum Arbeiten gehen, weil es hier gerade eher schwierig ist, haben sie bei mir einen Anlaufpunkt nördlich der Alpen. Die Alten fragen die Mädchen nicht, ob sie wirklich eine Stelle als Bedienung haben. Oder etwas anderes tun.

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So ist das bei meinen Bekannten in Moglia, mitten in Europa, wo es eben auch bei der Erhaltung und Förderung von Kultur Prioritäten gibt. Nachwuchsautorinnen mit ungelesenen Büchern können nicht mit Nichts in zwei Stunden nach London fliegen, um dort jene zu treffen, die in entsetzten Handyvideos erkennen, dass es mit den Auslandssemestern in Paris, Rom oder an der Cote schwieriger werden könnte.

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Das sind nämlich die wahren Dramen in diesem Europa. Damit bekommt man viel Platz in den Medien, mit den Klagen über die egoistischen Alten, die das angerichtet haben. Das ist eine sehr deutsche Debatte, wo es vielen Rentnern durchaus gut geht. Nur, solche Rentner kenne ich in Moglia nicht.

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In Moglia kommt eben einiges zusammen. Und es ist nicht nur Moglia, es gibt viele solche Orte zwischen Ferrara, Reggio und Mantua. Moglia ist, verglichen mit ein paar Orten weiter im Süden, sogar noch glimpflich davon gekommen. Es ist das Normale in der Zona Rossa im Alten Europa.

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Es kann natürlich sein, dass man demnächst in diesem Europa den Pass ab und zu herzeigen muss. Das ist unbequem. In Moglia leben Menschen, die seit vier Jahren ihr Haus nicht mehr betreten können. Und das wird für immer so bleiben.

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Und natürlich könnte man sich im Kulturbetrieb auch einmal Gedanken machen, ob es wirklich nötig ist, dass Jungautorinnen vor Gerichten und dem Kanzleramt herum rennen und Schilder in Kameras halten und auf ihren Telefonen Hashtags für Europa verbreiten, während Staaten und Stiftungen dafür zahlen. Arbeit schändet meine italienischen Bekannten nicht, wenn sie über den Brenner gehen, also könnte man doch auch unsere aufgeregten, empörten, nun in ihrer absoluten Reisefreiheit etwas limitierten Kulturträger richtig arbeiten lassen, dann reisen sie auch weniger, und das Geld hierher bringen.

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Alles nur eine Frage der Prioritäten, als wahres Zeichen der europäischen Verbundenheit. Das würde Europa wirklich fördern. Ich weiss von meinen Bekannten, dass sie sich hier verraten und verkauft fühlen.

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Sie haben erlebt, dass man sich allenfalls auf die Familie verlassen kann. Brüssel ist vom nächsten Flughafen auch nur zwei Stunden entfernt, aber für die Wahrnehmung der Menschen auf einem anderen Planeten.

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Ach so, ja, die Feige. Die Feige wächst hier in Moglia, im Gegensatz zur viel beschworenen Europäischen Verbrüderung und Einigung, und sie wächst prächtig. In der Regenrinne an der Kirchenfassade hat sic sich verwurzelt und wächst nun empor, solange sie eben Halt zwischen den zerstörten Mauerfugen findet.

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Man kann da nicht hoch, das Gebäude ist immer noch einsturzgefährdet, und so wächst sie eben, während das Regenwasser durch die Mauern läuft. Der Mensch baut etwas auf, die Zeit und die Natur zerstören es. Menschen sehen Orte wachsen und Gebäude fallen, und am Ende sind wir alle tot und bald auch vergessen.

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Und die Jungen von heute werden dann die Alten sein, die die neuen Jungen nicht verstehen, wenn sie an ihrer Latte saugen und Flüge nach Madrid und Mailand buchen, wo alte Menschen hoffentlich ordentlichere Schuhe tragen. Es wird ihnen wichtig erscheinen, international vernetzt zu sein, und Bekannte zu haben, die genauso mobil und privilegiert sind, und sich vehement wehren würden, bezeichnete man sie gar als faule Maden im Kulturbetriebsspeck. So eine Frechheit von Nazis! Schliesslich engagieren sie sich vor dem Kanzleramt.

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An einem Werktag um 11 Uhr und ärgern sich etwas, dass trotz der grossen Mobilisierung so wenige Leute kommen. Fast nur andere aus Stiftungen und Trägervereinen und der Szene. Dabei sind günstige Mieten doch so wichtig. Da muss die Jugend um ihre Rechte und drei Altbauzimmer mit Stuck kämpfen, in einem Szenebezirk, während draussen im Dunkeln Knaben aus Osteuropa Kunden aus höheren Etagen der Gesellschaft mit Kristallen in Tütchen erwarten.

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Moglia ist nur zum Eingewöhnen in die harte Realität des Alten Europas und seinen Alten, die nicht mehr gehen können und sich nichts mehr erwarten. Am blauen Himmel, so blau wie vor vier Jahren, als der Sand aus dem Boden kam, sind die Kondensstreifen derer, die die Metropolen des Kontinents verbinden, und nicht weit entfernt rauscht der deutsche Tourist über die Autobahn zu den Sandstränden bei Rimini, um die europäische Einheit nach seinem Gusto zu vollenden.

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Das Alte Europa ist immer eine Frage der Perspektive. Das hier, im Sucher der Kamera, ist meine.

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443 Lesermeinungen

  1. Titel eingeben
    Das hat berührt.

  2. Old Europe
    „Nun haben wir uns genug durch Schwärmereien fortreissen lassen; es wird Zeit, daß wir auch auf die Stimme der Vernunft hören. Und all das, dieses ganze Ausland und dieses euer ganzes Westeuropa, das ist alles blosse Phantasie, und wir selbst sind im Ausland auch nur Phantasie … denken Sie an mein Wort; Sie werden selbst sehen, dass es so ist!“
    Dostojewski, Milano bei Moglia, 1868

  3. Schlimm, und Europa nicht würdig
    Kann man irgendwie helfen? Mit Geld, meine ich?

    • Die beste Hilfe ist, da unten Urlaub zu machen und bei kleinen Betrieben einzukaufen. Ansonsten – nein. Das Problem müsste eigentlich in Brüssel angegangen werden, Italien bräuchte eine Möglichkeit, hier zielgerichtet Geld auszugeben.

    • Brüssel oder Rom?
      Vielleicht müsste das Problem auch in Rom angegangen werden, damit die Mafia in Süditalien nicht weiterhin das Geld ausgibt, das im Norden erwirtschaftet wird. Das ist überzeichnet ausgedrückt, aber: Italien hat genügend eigene Probleme in der Verwaltung, da ist nicht an allem immer Brüssel schuld. Denn in EINEM Punkt hat Schäuble zumindest recht: man kann langfristig nicht mehr Geld ausgeben, als man erwirtschaftet.

    • ‚Ausser man ist ARD und ZDF und die Banken mit Cum-Ex.

  4. Also hat Italien überhaupt kein Geld?
    Mir geht das nah, was Sie über diesen zerstörten Ort und die verwundeten Menschen dort schreiben. Dass der italienische Staat nicht genug Unterstützung zusammenkratzen kann, um Moglia wieder aufzubauen ist schlimm. (Dass es offensichtlich auch nicht zu Wiederaufbau-Unterstützung aus privater Hand, durch Spenden etc. kommt, sagt mir auch ein, zwei Dinge über den übermäßig glorifizierten Zusammenhalt und die Solidarität, die angeblich überall auf der Welt südlich des Alpenhauptkamms herrschen soll.)

    Aber dann, ich will nicht respektlos erscheinen, Don Alphonso, schreiben Sie einen echten Schmarren: der Wiederaufbau bleibe aus, weil Italien sparen soll, weil es Europa (lies Frau Merkel und ihre Bankster) vorschreiben. Nein, Italien soll sparen, damit es sich essentielle Staatsaufgaben wieder leisten kann. Wie den Aufbau von Moglia. Anders: solange Italien Förderstipendien für Cowboy Poetry hat oder Opern oder Bridges to Nowhere baut oder Forschungsinstitute für Klimaindoktrination, dann hat Italien nicht zu zuviel gespart, sondern die Prioritäten nicht richtig geordnet. Und solange sind also nicht fiese Mächte des Auslands schuld an der eigenen Misere. Genau das ist auch die Legende, an der die inkompetente politische Klasse dieses schönen Landes, von Berlusconi bis Renzi, sich klammert.

    • Doch, natürlich hat man Geld und die Leute tun auch was. Aber es haben nicht alle Geld und Italien ist seit 2008 in einer schweren Wirtschaftskrise. Und die Belastungen sind enorm. Also geht wenig voran.

      Und in Mantua etea war es so, dass nach dem Erdbeben der grösste Arbeitgeber nach Rumänien gegangen ist. Mit EU-fördermitteln. Mantua ist die italienische Hauptstadt der Wohnungsräumungen.

    • Warum Europa?
      Wenn ich mir so die Antworten unter diesen „Text“ durchlese, dann denke ich mir, dass wohl 80% der Leser weder den Sinn von Europa verstanden haben, noch irgendeine akademische Ausbildung hinter sich haben, die sich nicht auf ein Orchideenfach erstreckt.
      Für den Wiederaufbau einer zerstörten Landschaft ist zu aller erst einmal das Land selbst zuständig. Für die Ansiedlung und dem Halten der Wirtschaft übrigens auch! Schaut mal mal nach wie hoch die Korruption in Italien ist, wie wenig Leute dort Steuern zahlen und wie viel Geld dort in dunkle Kanäle verschwindet, dann würde ich, als europäische institution, auch keine Hilfe leisten. Dieser „Artikel“ ist nur ein armseliger Versuch, die Schuld bei irgendjemand Anderen zu suchen, nur nicht bei sich selbst. Schon allein eine stringente Linie zwischen dem Wiederaufbau irgendeiner italienischen Provinzstadt und Europa zu ziehen, ist so irrsinig. Aber gut, wenn die 80% Antieuropäer hier nicht mehr mit Brüssel leben wollen, dann gibt es ja jetzt mit England eine schöne Wohnalternative. Wir können auch Europa ganz abschaffen, aber, lieber Antieuropär, dann bitte nicht heulen, wenn man durch innerkulturelle bzw. ethnisch-religiöse Spannungen wieder an der Ostfront im Schützengraben liegt, während die Tochter vergewaltigt wird. Da will ich dann keine Beschwerden hören!

    • Akademiker sind auch nicht mehr das, was sie mal waren.

    • Akademiker,
      da haben Sie ja Glück, dass Sie einer sind, und ich nicht. Schade aber auch.

      Theoretisch denkbar wäre Ihr Konstrukt ja auch anders herum möglich: Dass Europa einen an die Ostfront zwingt, während die Tochter zuhause vergewaltigt wird. Denn die Ostfront hat – sofern mich meine knappen geografischen Kenntnisse nicht im Stich lassen – auch nicht mit ‚innerkulturellen bzw. ethnisch-religiösen Spannungen‘ zu tun. Sondern eher mit hegemonialen Ansprüchen von Großmächten.
      Vielleicht können Sie mich da korrigieren?

  5. Welch ein Elend
    Ein trauriger Bericht zu später Stunde, der mir Tränen der Trauer und der Wut in die Augen treibt.
    Die Jugend… nicht nur in Berlin äußerst gleichgültig und nur auf den eigenen Vorteil bedacht. Der polnische Bekannte in Duisburg, Stiefvater einer 24jährigen Studentin, erzählte heute, dass sie jammert, auch er mache ihr Europa kaputt, hätte bei Facebook gestanden. Dass die äußerst miese Wahlbeteiligung der Jungen in UK auch bei Facebook stand, war ihr unbekannt und sie hörte auch schon gar nicht mehr zu.

    Waren wir in der Jugend auch so? Diese Gleichgültigkeit bzw. Interesselosigkeit, dieses um sich selbst Kreisen und nichts anderes wahrnehmen hatten wir nicht. Wir hatten kein Smartphone, kein Facebook, wir hatten Hoffnung auf ein tolles Leben, für das wir selbst verantwortlich waren. Heute sieht die Jugend die Verantwortung bei anderen, selbst welche übernehmen liegt ihr völlig fern. Das liegt zum großen Teil auch an den Alten, das sehe ich wohl, ich sehe auch, dass es unter den Jungen auch ganz andere gibt, meistens aus sehr gutem Haus mit altem Geld, die um ihre Verantwortung wissen. Aber es sind halt wenige in der Masse der völlig Hirnlosen, die nur ihre Vorteile sucht oder andere bei Twitter und FB mobbt.

    Was nun die Zona Rossa angeht, so mitten in Europa, sie wäre für eine anpackende Jugend ein wunderbares Betätigungsfeld, um das alte Europa zu erhalten. Aber darauf zu hoffen, dass sich von den Jungen jemand dorthin verirrt, hilft und aufbaut, ist wohl vergebens. Man sollte es bei Facebook posten, vielleicht brächte das etwas. Teddybären wären allerdings nicht sehr hilfreich, das muss man heute wohl dazusagen.
    Aber wahrscheinlich denken dann alle, dafür ist Brüssel zuständig…

    • Italien wollte eine Ausnahme für die Austerität und das wurde in Brüssel untersagt.

    • @DA 08:37
      Allerdings ist es mit der Austerität in Italien ja schon vorbei. Die Renzi Haushalte nehmen ja schon wieder kräftig Defizite auf!

    • Titel eingeben
      „Waren wir in der Jugend auch so?“
      Ich (Hauptschüler) habe mit 17 – zur Spiegel-Affäre – angefangen, seriöse Zeitungen zu lesen und versucht, die Welt zu verstehen. Auch Bücher, vor allem: Bücher. Schon mit fünf Erich Kästner; ein guter Beginn.
      Und ich weiß noch, wo ich war, als ich vom Kennedy-Mord erfuhr (in der Berliner U-Bahn).
      Allerdings fühlte ich mich sehr alleine mit meiner Marotte, anstatt „Party zu machen“ (wie man heute sagen würde), doch lieber zu versuchen, einen Klassiker zu lesen und zu verstehen. Und dann den nächsten… Und ähnlich in der Musik… lieber Muddy Waters und Eric Dolphy als Drafi Deutscher. Lieber Truffaut als Winnetoufilme.
      .
      Nein, ich war nicht so; aber gelte sicher als Ausnahme.
      Will sagen: „Die Jugend“ ist in jeder Generation gleich oberflächlich.

    • Klaus Goltmann, ich war auch nicht so und viele andere auch nicht
      Party war zu meiner Zeit noch nicht so das Thema, ich bin Jahrgang 46. Nun komme ich aus Ostwestfalen, da waren die Freizeitsegnungen eh etwas rar. Bad Oeynhausen hatte eine Milchbar, Treffpunkt der Gymnasiasten des IKG, da habe ich mich ferngehalten und sonst gab es nichts. Ich habe allerdings auch nichts vermisst, ich habe lieber gelesen, leider hatte ich keine Hinführung zu den Klassikern durchs Elternhaus. Aber ich habe von Remarque über Steinbeck, Sartre, Balzac, Böll usw. alles gelesen, was mir quer kam. Von meinem bisschen Lehrlingsgeld, damals 40/60/80 DM ging das meiste in die Buchhandlung. Ich lese heute noch, heute viele Sachbücher.

      Wir waren damals anders, zum einen von den Eltern nicht gepampert, sondern als Schüler nachmittags an die Luft gesetzt, und Entscheidungen, z.B. wie wir leben wollten, mussten wir schon selbst treffen. Die Eltern haben sich da meistens rausgehalten. Wir stießen viel eher auf das Wesentliche, das die Gendertröten heute mit 30 noch suchen und wahrscheinlich nie finden werden, kommt es doch nicht via Smartphone, FB und Twitter.

      Nun hatten wir das Glück, in eine hochpolitische Zeit zu wachsen, wir hatten Brandt u.a. und eine freiere Presse, heute gibt es Merkel und nochmal Merkel, Mehltau, wohin man blickt.

    • @Frau Simon
      Wir waren auch jung und dumm, machen wir uns da nichts vor ;)
      In der Jugend hat man Ideale, hält sich schon für ach so erwachsen, und wenn man dann zurückschaut… erst mit 30, dann mit 40, dann mit 50…
      Wirklich klug wird man durch Erfahrungen, und durch Beobachtung.

      Ich bin froh, schon jung viel von den Alten gelernt zu haben. Statt einen Walkman aufzusetzen, ließ ich mir Geschichten erzählen, fragte nach, verglich und wägte ab. Diese Zeitzeugen sind heute nicht mehr, die Omas und Opas sind heute aktive Senioren, die reisen und sich noch etwas gönnen. Recht haben sie ja, aber leider setzt sich kaum eine Familie regelmäßig zusammen, und zur Oma geht man höchstens wenn man Geld für ein neues iPhone braucht.

      Nein, so sind wir nie um uns selbst gekreist. Aber wir waren auch nicht so eingelullt von Wohlstand und Propaganda. Neulich gab es ja Artikel darüber, daß ein türkischer Sender die Kindernachrichtensendungen des zdf(?) nicht nehr ausstrahlen will. Haben Sie sich mal solche Nachrichten für Kinder angesehen oder im Radio angehört? Wie die Aktuelle Kamera für Vierjährige, um sie zur nächsten „Öko-Latte mit laktosefreier Milch“ Generation heranzuziehen. Ich würde meine kleinen Kinder von so etwas fernhalten.

    • @Renate Simon
      Kann Ihnen in Bezug auf den ersten Absatz in Gänze nur zustimmen und aus täglichen Erfahrungen mit Kindern (so sensibel und zart, also ÖPNV geht da gar nicht, hab mal wieder Taxi gespielt für sagenhafte 80km) sag ich mal: Das wird alles noch viel schlimmer oder ganz übel enden. Jedenfalls verliere ich da jedesmal mehr an Glauben (und auch da haben Sie recht; Es gibt wenige, wirklich wenige Ausnahmen, meist von Leuten mit Verstand, die schwarz von weiß unterscheiden können) und damit zu Ihrem zweiten Absatz:

      früher dachte ich auch, daß derartige Hilfe für nicht selbst verschuldete Katastrophen wohl eine der vordringlichsten Aufgaben eines vereinten Europas sein sollte. Aber es gibt sehr viel wichtigeres. Gendertrötenklos z. B. Und digitale Klowände füllen und überhaupt für eine bessere Gesellschaft, das Wort kämpfen spare ich mir mal. Diesen Glauben habe ich schon lange verloren. Ist doch einfach klasse und ehrenwert für seine Existenzberechtigung sich das Motto >für eine bessere Gesellschaft< zu pinseln, dem Mainstream voran zu gehen und damit irgendwann irgendeine Position zu erreichen, die ein auskömmliches Dasein in 3 Zimmern mit Stück in Aussicht stellt. Ich würd ja gern mal Homestorys von sämtlichen Grünen aus B in der B nicht lesen aber sehen und wäre auch bereit, dafür einen Taler hinzulegen. Und dann Homestorys von den Antifas aus B in der B. Ich wette, das wäre schwer ernüchternd und erhellend.

      Für mich selber denke ich: rette sich wer kann, bringt Eure Schäffchen ins Trockene, wandert aus, sucht Euch einen ruhigen Hafen. Das wird nix. Genauso wie in Moglia. Und deren gibt es einige in Bel Paese.

      Verehrter Don! Danke für Ihren Text. Einfach gut.

    • Bitte, gern geschehen.

    • Samsara, wir hatten es in vielerlei Hinsicht sicher leichter
      Wir waren nicht eingelullt von TV und Werbung, Fernsehen, das wir ab 1953 hatten, wurde stark rationiert, an Kindersendungen damals Fiete Appelschnut, für den ich jedes Spiel unterbrach, aber sonst, nix. Bis ich „Ein Platz für Tiere“ oder mit 13 dann irgendwann „77Sunset Strip“ schauen durfte, die ganze Schule kiekste freitags wie Kookie und ich hatte keine Ahnung, wer das ist. Das rationierte TV gibt es auch heute noch in manchen Familien, andere parken ihre Kinder schon morgens um 6 vor der Glotze.
      Was besser für die Kinder ist, muss man wohl nicht diskutieren. Klar habe ich damals gemeckert, genutzt hat es nichts und das war gut so.

      Heutige Kindersendungen kenne ich nicht, die Zeiten von Peter Lustig sind längst vorbei, den ich mir übrigens immer gern angeschaut habe, aber ich ahne, dass das alles nur noch grauenhaft ist. Wer seine Kinder so etwas oder überhaupt ständig TV schauen lässt, gehört bestraft und ist seiner Kinder nicht würdig.

      Meine Kritik sollte demnach wohl weniger der Jugend gelten, als vielmehr den Eltern.

      Allerdings sind dann solche Fälle wie die Stieftochter des polnischen Bekannten schon rätselhaft, kein Interesse an nix und bei Facebook steht ja alles. Woher kommt dieses Denken?
      Von Daheim kann es nicht sein, die Eltern sind politisch sehr interessiert, die Mutter engagiert sich, gibt, wenn gewünscht, kostenlose Nachhilfe in Mathe, hat vielen Mitschülern ihrer Tochter damit geholfen. Woher kommt diese Gleichgültigkeit, die kleinere Tochter ist da wieder ganz anders gestrickt.

    • Jugend
      Ist es nicht infantil, wenn in G8/Bologna-Zeiten eine Vierundzwanzigjährige noch Studentin ist und als Exemplar der Jugend taugt?

    • Kein Geld
      Vielleicht sollte Italien ein paar seiner 300000 Dienstwagen verkaufen und das Geld in Mantua investieren?

    • Norbert Voßiek
      G8 hat die 24jährige nicht erlebt. Nach wilder Unentschlossenheit, was man denn studieren könne, fing sie ein Englischstudium an, machte ihr keinen Spaß und jetzt irgend etwas mit Ernährung. Allein die Überlegung, wo studieren war schon sehr zeitraubend, eigene Wohnung ja toll, wenn Papa zahlt. Papa ist aber selbständiger Restaurator, der handwerklich so ziemlich alles macht, um über die kargen Runden zu kommen. Die junge Dame musste einsehen, dass daheim die Füße unterm elterlichen Tisch doch wesentlich günstiger sind und man das mit eigener Arbeit verdiente Geld ganz gut für ein angestrebtes Auslandssemester gebrauchen kann.

      Jugend ist relativ, ich mit meinen 70 Jahren denke manchmal, ich sei kindische 25 und manchmal älter als Methusalem. Kommt auf die Tagesform an.

    • @Frau Simon
      Wir waren noch völlig anders, Frau Simon. Nicht überbemuttert, mit klaren Vorgaben und Regeln aber auch viel mehr Freiheiten. Natürlich war es eine andere Zeit, weniger Straßenverkehr, dünnere Besiedlung. Wer sagt denn heute noch zu seinem Kind „geh raus spielen, zum Abendessen bist du aber hier“. Und weil wir dabei sind, welch Familie setzt sich heute noch zum Essen zusammen und redet?
      Bei manchen Beobachtungn, die ich so mache, kommt mir das Grausen. Mir ist es weiß Gott egal, ob zwei Papis oder zwei Mamis in akind erziehen, aber ein Familienleben wie wir es kannten gibt es nicht mehr.

      Zudem würde Erziehung der Jugend nicht schaden. Früher sah man mittags höchstens einen Maurer mit einer Flasche Bier, heute sind es 13-jährige, die maulen weil ihre „Alten“ ihnen kein neues Smartphone kaufen.

      Mir wurde mit 12 das Taschengeld eingestellt. Ich ging babysitten, rasenmähen, für alte Menschen einkaufen. Meinen Führerschein musste ich selbst bezahlen; weil ich nicht genug Geld hatte habe ich meinem Fahrlehrer die Wohnung tapeziert.

    • Samsara, ich musste jetzt doch leise vor mich hinlachen
      denn vieles, was Sie beschreiben, kenne ich auch sehr gut – drei gemeinsame Mahlzeiten, d.h. morgens um 7 zum Frühstück (der Vater ging dann 5 Min. später), mittags kam er zum Essen heim, abends sowieso. Und da war man pünktlich zuhause, auch ohne Uhr.

      Erziehung, mein Vater sagte oft zu meiner Mutter, lass sie doch, sind doch Kinder. Meine Mutter war barbarisch konsequent, Zimmer nach der xten Aufforderung nicht aufgeräumt… dann kam der große Karton und es wurde alles Rumliegende weggeschmissen. Das hat mir jedesmal weh getan, meiner Mutter auch, denn die musste neues Spielzeug vom Haushaltsgeld absparen. Wobei Spielzeug sich sehr in Grenzen hielt, wir waren ja eh die meiste Zeit draußen.

      Das kann man so heute mit Kindern nicht mehr machen, mit uns ging das noch und Ordnung hat es mich auch nicht gelehrt, ich liebe das Chaos, das meine Mutter nie verstand.

      Allerdings musste ich dem Fahrlehrer 1964 nicht die Bude tapezieren, ich habe mich einfach beim Fahren gescheit angestellt, kam inkl. Prüfung mit 9 Stunden aus und konnte den Führerschein dann mit 430 DM inkl. der Gebühren selbst zahlen, dem ich seit meinem 15. Lebensjahr entgegenfieberte. Ich verdiente ja mein eigenes Geld, das war mir wichtig, später dann die finanzielle Unabhängigkeit vom Mann.

      Ich frage mich oft, wie heutige Jugendliche, wären sie in ähnlicher Situation wie ich als Teenager, sich wohl verhalten würden.

    • @Frau Simon
      Eben lese ich auf Breitbart daß britische Schüler und Studenten sagen sie könnte keine Test schreiben, weil sie durch den Brexit zu traumatisiert. Mal nachdenken, was hatten wir früher? Kalter Krieg, Kubakrise, Nahost Konflikt und Nordirland, Vietnam, Kennedy erschossen, Elvis gestorben. Da hätte ich ja nie einen Abschluß geschafft.

      So etwas verhätscheltes habe ich ja noch nie erlebt. Das Ergebnis von ja mein Schatz, gut mein Schatz, du bist was besonders mein Schatz. Also ich weiß ja nicht. Wird Elternliebe jetzt so verstanden? Ich wurde streng erzogen, wie Sie ja wohl auch; aber niemals hatte ich das Gefühl, ich würde nicht geliebt.

      Ein Junger Mann meinte neulich er sei mit offenen Grenzen aufgewachsen, und jetzt habe sich alles verändert, und er möchte den alten Zustand wieder haben. Ich habe kurz überlegt was ich alles von früher wiederhaben möchte, eingefallen wäre mir einiges.
      Ich begnügte mich damit, ihm zu sagen Wandel sei nun einmal die einzige Konstante im Leben. Und er habe jetzt schon mal einen Vorgeschmack darauf, wie es ist zum reaktionären alten Pack zu gehören, das sich nach früher sehnt.
      Der Blick war unbezahlbar!

      ( mit Ihnen würde ich gerne mal einen Kaffee trinken. Der Don müsste uns dann den Kuchen besorgen, der weiß wo es die guten Dinge gibt )

    • Einverstanden, ich wohne in Düsseldorf und wir haben Heinemann
      der Kuchen vom Don wäre ein bisschen weit weg und der vom Heinemann ist sehr lecker, auch die Pralinen oder Champagnertrüffel, für mich bitte nur die dunklen, hmmm, ich sabbere schon wieder.

      Ich habe grad bei Ihrem Beitrag laut gelacht, diese Traumata überall, es ist wirklich nicht mehr auszuhalten. Die armen Refugees, die armen Studenten, pardon Studierenden, schreibblockiert wegen des Brexits.

      Ich überlege grad, was mich traumatisieren könnte, es gäbe einiges, Gabriel mit seiner doppelten Staatsbürgerschaft für die traumatisierte britische Jugend, seine plötzliche EU-Reformwut, die morgen verraucht ist und was ihm noch so an Blödsinn einfällt, um im Gespräch und in der Presse zu bleiben. Oder die Visafreiheit für Georgien, es gäbe vieles, was zumindest derbes Kopfschütteln bei mir auslöst. Aber was würde es ändern, um uns geht’s ja gar nicht, wir zählen in diesem Lande nicht mehr, wir zahlen, das muss reichen.

      Also, wann treffen wir uns in der Bahnstraße? Parkhaus ist gleich dahinter.

  6. Titel eingeben
    Beeindruckend.

  7. Wollte gerade in's Bett ...
    … danke für’s Wecken.

  8. Es ist eine Schande
    Denn die Italiener sind industriell bärenstark mit allem, was Bautechnik betrifft, insbesondere Hydraulik. Benelligru, Copma, Effer, Fassi, Ferrari, Marchesi, Pesci, PM-Group. Und als weltweit operierende Maschinenbude Fiat-Case-New Holland. Die Ausrüstung wäre also vor Ort zu haben. Die Maschinisten vermutlich auch. Denn auch in Italien haben nicht alle nur „was mit Medien“ gelernt. Wie man als Hausbesitzer weiß: die unbewohnten Häuser gehen auch von innen kaputt. Da sind vier Jahre Leerstand schon kritisch.
    Vielleicht sollten sich die Bewohner sich mit dem baskischen Genossenschaftswesen (Montragon) beschäftigen. Ihre eigenen mehr agrarisch ausgerichteten Gesellschaften helfen da wohl nicht. Und Raiffeisen Südtirol wird kein Interesse haben.
    Ganz trostlos ist das Bild mit dem Rollstuhl-Fahrer. Das ist kein Rollstuhl für draußen. Er wird keinen anderen haben. Die Frau ist durch den Kraftaufwand an den kleinen Rädern überfordert (wäre unsereins auch).
    Ist mir übel.

    • Die machen schon was. Aber die Zona Rossa ist 5000 Quadratkilometer gross und in einer der wichtigsten Kulturlandschaften. Das würde alle überfordern.

    • Darf ich mal etwas Wasser in diesen Wein kippen...
      Wo ich wohne gehören Erdbeben zum normalen Leben und deshalb versucht man hier seit Jahrzehnten ganz sachlich mit dieser Realität umzugehen.
      Natürlich werden diese Kulturschätze/Klapperhäuser in den italienischen Bebengebieten bei einem 5er zusammenklappen.
      Hinterher jammern und klagen ist halt einfacher.

      Die italienischen Regierungen, bzw regionale Regierungen bräuchten nur ihren Hintern bewegen und man könnte einfach in Erfahrung wie man Häuser bauen kann, die solchen Beben problemlos standhalten!

    • Titel eingeben
      Die deutschen Städte sahen nach den Zerstörungen des WK II in der Mehrzahl deutlich schlechter aus, Geld war keines vorhanden, männliche Arbeitskraft ebenfalls nicht und von Baumaschinen wagte man nicht zu träumen. Es gab allerdings den unbedingten Willen, die Ruinen wieder aufzubauen.

      Warum nicht die Spaghettiphagen mit deutschem Knowhow und Arbeitskraft unterstützen. Es bedarf also nur der (Zwangs-)Entsendung gendergerechter BerlinerInnen gen Süden, um dort den Wiederaufbau zu befördern. Ich sehe es schon vor mir, wie die deutschen Trümmerfrauen, Kopftuch über dem Blondhaar, die Maurerkelle in der Rechten, den Latte in der Linken, Moglia in Glanz und Gloria wiedererstehen lassen.

      Kanzlerin, tu was! Schick den BDM, ähm, das Queerreferat und die AntifantInnen nach Bella Italia! Pronto, prego!

    • Folkher-TIR- Braun,
      Schauen Sie sich mal diesen alten Film von Dieter Wieland an, da sind ziemlich hinten noch einige OM´s (Società Anonima Officine Meccanichezu) zu sehen. Röhrhüstelnd wie die alten Krupp-Cummins.
      .
      http://www.br.de/mediathek/video/video/ein-film-von-dieter-wieland-108.html#&time=

  9. Danke
    Aus der Seele gesprochen.

  10. Titel eingeben
    Es ist zum Weinen. Wenn ich von Berlin „nachhause“ in die norddeutsche Provinz fahre, sehe ich auch ohne Naturkatastrophen 300 Jahre alte Häuser dem Verfall preisgegeben, mit Holzplatten und Wellpappe geflickt. Niemand bedauert das. Große Kulturen wie die der Griechen, der Römer und Briten kriegen den letzten Tritt von einer ungebildeten, traditionsfreien DDRsozialisierten Herrscherin und – ja in diesem Fall – alten, besoffenen Männern. Der Albtraum will überhaupt nicht enden.

    • Deshalb bin ich ja für die Gentrifizierung Berlins: Die Lattefraktion muss dann die Dörfer Brandenburgs aufsiedeln.

    • Aufsiedeln
      ist grundsätzlich gar keine schlechte Idee für jungsche Dinger, D.A. Aber Sie müssten schon den Ausbildungsleiter mimen: „Durch diese Stalltür treten Sie in das Erwachsenenleben ein!“ Ohne Hahn nämlich – keine Hühner, bloß Krähen …

      https://www.youtube.com/watch?v=njG8LmfMb6s

  11. Was ein Lärm
    Ich hörte und sah damals die Tragödie; war nicht einer da und sprach vom Camping oder Ausflug…?

    Im Fernsehn ist gerade Bud Spencer und Terrence Hill; wie hörte ich unlängst, im Fernsehn… Idole sterben aus; ja er Stammt aus meiner Zeit. Ich denk, wenn man Alt ist, hau ab… sonnst, irgendwann wird wer kommen… alle Alten müssen raus, dachte grad da an ein „Lachlaut“! Bio -Tod gleich Biotop und das andere war, „ohne – hin“!
    Ihr Bilderporträt ein Emblem unserer Zeit. Sandgeysire nie gehört, nie gesehen; hatte bestimmt ein sirrenden wie rauschenden Ton!?

    Ich wünsche viele Zuschriften oder wenigsten mutige Leserschaft,

    Danke,

  12. Erschütternd
    Donnerwetter, Sie beherrschen vielleicht Szenenwechsel, Dramaturgie und Bildschnitt!

    Da wird die Laufkundschaft vermutlich das kleine Fingerlein irritiert noch etwas weiter wegspreizen, wenn sie sich beim Morgenkaffee übers Tablet oder den Laptop beugt. Nix mit sauteuren Fahrradikonen, nackigen Weibern in Öl, Sportwagen, dekadenter Luxuslotterexistenz zwischen Tegernsee und Mantua, Erbschaften usw. stattdessen ein Stück über das elende und vergessene Leben in und zwischen Ruinen mitten in Europa.

    Es geht einem so manches durch den Kopf beim Betrachten der Bilder und beim Lesen Ihrer Zeilen. All die blasierten Gschwoischädel in Berlin, Rom, Brüssel und Straßburg fallen einem ein, die von europäischer Solidarität, Gerechtigkeit und sozialer Verpflichtung schwadronieren und dabei selten etwas Anderes im Auge haben als ihr eigenes Fortkommen.

    Der Brexit, ein politisches Erdbeben? Vielleicht sollten wir uns vermehrt um echte Erschütterungen kümmern. Wie Sie zeigen, gibt’s davon in unmittelbarer Nachbarschaft genug, um die sich keiner weiter zu scheren scheint, auch die Medien nicht.

    Danke für die bitteren Einsichten, um deren Vermittlung Sie sich hier überaus verdient machen. Preiswürdig.

    • Sie haben nicht wirklich geglaubt, dass die Kunstfigur deckungsgleich mit dem Autoren ist, oder? ;)

    • @ Don Alphonso
      „Sie haben nicht wirklich geglaubt, dass die Kunstfigur deckungsgleich mit dem Autoren ist, oder?“

      Doch, natürlich! Dass die sich in einer Person vereinigen, ist kein Widerspruch an sich, eher ein Beispiel asymetrischer Kriegsführung in der Publizistik. Sie fänden sich da in durchaus guter Gesellschaft.

      Im Übrigen: Stiftungsrecht nach amerikanischem Vorbild statt Erbschaftssteuern. Damit das schöne Geld nicht von unfähigen Politikern und Beamten verdaddelt, sondern nach den Vorgaben des Stifters vernünftigen Zwecken zugeführt wird.

    • „Herr. alle Tiefen, alle Höhen,
      Erroten kenn ich, und Erblinden.
      Ich hab dem Tod ins Aug gesehen.

      Mich selbst nur kann ich nicht bergründen“

      Villon

    • keine Ausnahme
      „stattdessen ein Stück über das elende und vergessene Leben in und zwischen Ruinen mitten in Europa.“
      .
      Das ist nicht der erste Artikel über diese Katastrophe, vom Don und an dieser Stelle

    • EU Prioritäten
      @ Sta Minghia sagt:
      „Donnerwetter, Sie beherrschen vielleicht Szenenwechsel, Dramaturgie und Bildschnitt!“

      Wie oft, so fing ich auch diesmal die Lektüre von Don Alphonsos Blog damit an, dass ich die Bilder in Augenschein nehme. Sie drücken meine ersten Gedanken ziemlich treffend aus.

      Nach bayrischen Löwen, Atriumgärten der italienischen Palazzi, barocken Damen und lieblichen Putten, ein perfektes Kontrastprogramm, das mich schon beim Anschauen der bewegenden Bilder begeistert hat.

      @ Don Alphonso
      So gelingt es Ihnen, lieber Don Alphonso, Ihre Leser aufs Neue zu überraschen, sodass die Lektüre Ihrer Blogs immer etwas Neues, Denkwürdiges und Spannendes bietet und den Leser aufs Neue fasziniert. Dafür herzlichen Dank.

      Ansonsten bin ich schon der Meinung, dass es an der Austeritätspolitik liegt, wie es in Teilen Europas aussieht. Besonders erschütternd sind Bilder von den Folgen einer Naturkatastrophe wie in Moglia, die nach vier Jahren noch nicht behoben sind.

      Moglia ist das beste Beispiel dafür, wie die Prioritäten in der EU komplett falsch liegen. Es gab mal eine TV-Dokumentation über die unsinnigsten Projekte, die von der EU finanziert werden. Kann den Link leider nicht mehr finden. Googelt man unter EU Geldverschwendung, so erscheinen Links zu Artikeln über Kritik z.B. an Millionen Summen für Privatjet-Flüge für die Kommission, Finanzierung eines Winterurlaubs für die Kinder der Eurokraten. Journalisten, die über die Selbstbereicherung bzw. Missbrauch der Heimflüge oder Verfälschung der Anwesenheitszeiten recherchieren, werden aus der EU rausgemobbt.

      Hier ein Link zur Kritik aus britischer Seite wegen EU Entwicklungsarbeit in Sub Sahara:
      http://www.euractiv.de/section/entwicklungspolitik/news/subsahara-afrika-strafliche-geldverschwendung-der-eu-kommission/

      Hier ein schöner Überblick in 21 Bildern über unsinnige Projekte wie z.B. Weinanbau und Weinvernichtung etc.
      Sogar die Förderung einer finnischen Pferde-Sauna ist dabei:
      http://www.rp-online.de/politik/ausland/nonsens-projekte-wie-die-eu-unser-geld-verschwendet-bid-1.2229795

      Noch ein Zitat aus dem Handelsblatt:
      „In Neapel kam 2009 Popstar Elton John dank EU-Regionalgeldern auf die Bühne – die EU-Kommission will schon seit vergangenem Jahr von Italien 720 000 Euro zurück haben.
      Chatzimarkakis nannte weitere Beispiele: 120 000 Pfund (rund 141 000 Euro) waren für einen Golfplatz in Großbritannien vorgesehen, auch ein Jagd-Club bekam Geld von der Union. In Ungarn stand ein – letztlich nie gebautes – Hun-de-Fitnesscenter mit über 400 000 Euro auf der Förderliste. In Italien erhielt ein Priester 1,3 Millionen Euro für den Umbau eines Gemeindezentrums, so der Parlamentarier.“
      http://www.handelsblatt.com/politik/international/geldverschwendung-das-bizarre-foerderungsgebaren-der-eu/3825910.html

      Tja, das Traurige: der Zirkus wird von uns allen finanziert.

  13. Mir scheint, das Problem ist dort ...
    … dass sie alle noch auf die angekündigte Unterstützung warten, die immer wieder versprochen aber nie gezahlt wird.
    .
    Es ist ausserdem ein anschauliches Beispiel für den Bologna-Irrsinn:
    .
    Tausende feingeistige Architekten zu viel, aber keine anpackenden Maurer mehr hat das schöne Italien.

  14. Tragödie mitten in Europa
    Dieser Beitrag erschüttert mich und läßt mich tief traurig zurück. Was haben die Linken und Grünen bei uns denn im Hirn, solche Zustände zu ignorieren und uns mit ihrem Gender- und sonstigem hirnlosen Gequake zu belästigen. In solche Katastrophengebiete gehört das Geld geleitet und nicht deren Selbstbestätigungszirkel.

  15. Nur eine Keinigkeit, denn im Prinzip stimmt das ja so....
    „Arbeit schändet meine italienischen Bekannten nicht, wenn sie über den Brenner gehen, also könnte man doch auch unsere aufgeregten, empörten, nun in ihrer absoluten Reisefreiheit etwas limitierten Kulturträger richtig arbeiten lassen, dann reisen sie auch weniger, und das Geld hierher bringen.“

    In Deutschland, wenn man ehrlich zählt, suchen etwas über 5.000.000 eine ganz normale Stelle von der sie, und auch hier gibt es Kinder die essen wollen dazu, ganz normal leben können…..

    • die Logistik bei Amazon ist in italienischer Hand, und es gibt einfach Jobs, die Italiener wirklich gut können.

  16. Titel eingeben
    Bittere Prioritäten Italiens. Soviel zum Nationalstaat, Don Alphonso. Italien ist nicht arm. Die Italiener sind in ihrer Mehrzahl Eigentümer.
    1%, 5% ?
    Wenn ich die Preise für Hotel, Restaurant und Waren sehe, so staune ich öfter.
    Ihr Artikel ist gut, bitter und wichtig. Ihr Artikel erklärt nebenbei m5S.

    Doch sehe ich keine Verantwortung D für I. I hat seit Jahrzehnten Defizit. In guten Jahren und schweren.

    • Nein, ich sehe da auch keine deutsche Schuld. Aber es kotzt mich an, wie überbezahlte Kulturschuickies ihr Privatvergnügen als Menschenrecht und Staatspflicht verkaufen und über Alte herziehen, die ihnen nicht ihr Europa schlüsselfertig übergeben. Die Alten sind hier,

  17. es gibt nichts Gutes
    außer man tut es…
    Jemand mit politischen Bekanntschaften könnte meine Chefin auf die Idee bringen, da ein Pionierbatallion hin zu schicken, damit was passiert.
    Es wäre vermutlich produktiver als andere Truppenverlegungen und Rotationen.

    • Ein Battalion wird da kaum reichen. Das ist da überall so. Es wird nur nicht mehr darüber geredet.

    • Werter Prinz...
      .. wenn ihre Chefin auf solche Ideen käme, wäre sie ihren Job ganz schnell los.
      In ihren Beiträgen fasziniert immer wieder die Spaltung in Dinge die sie sehr präszise wahrnehmen, und die Dinge die sie wohl vorsätzlich „übersehen“, weil das nun mal der Job ist, für den sie bezahlt werden?

  18. And we would all go down together
    Europa ist voll mit jungen männlichen Flüchtlingen, die aufgrund geringer Qualifikation und fehlenden Sprachkenntnissen nicht im Facharbeiterbereich eingesetzt werden können. Ständig wird überlegt, wie man sie in den Arbeitsprozess integrieren könnte, nicht zuletzt um sie von der Straße zu holen.

    Europa ist voll von kaputten Autobahnen, kaputten Häusern und Neubauprojekten.

    Früher, in meiner Zeit, da gab es noch eine Tätigkeit, die nannte sich Bauhilfsarbeiter. Da musste man nicht viel sprechen können, da brauchte man keine Fachexpertise, wichtig war körperliche Belastbarkeit, d.h. man sollte vielleicht jung und männlich sein.

    Würde man Flüchtlinge und Bauindustrie zusammenführen, so hätte man zwei elementare Probleme Europas über Nacht gelöst. Nicht nur das, man würde dann auch den Rassismus, den Nationalismus und das Auseinanderliegen der EU stoppen.

    Aber irgendwie will das keiner. Man will lieber untergehen.

    Was soll man dazu noch sagen?

    • Die Clandestini waren hier sofort weg. Geblieben sind die Pakistanis, von denen hat man eine gute Meinung.

    • Bauhilfsarbeiter gibt es auch heute noch
      in meiner Bekanntschaft befindet sich einer, schlesischer Pole, dem die Arbeit mit über 50 Jahren unterdessen immer schwerer fällt, gesundheitlich stark angeschlagen und man wird ja nicht jünger.

      Die Clandestini werden uns was husten, die sind doch der Meinung, in Deutschland müsse niemand arbeiten, also her mit Weib, Auto und Haus. Solange die Antifa und ähnliche idiotische Organisationen denen die Flöhe ins Ohr setzen, wird das nichts, ganz im Gegenteil, die denken doch, wir haben sie nicht mehr alle.

      Womit sie ja recht haben, denn wenn hier in Düsseldorf die grüne Flüchtlingsbeauftragte, über Facebook Helfer sucht, die nächtens Essen in die 5. Etage tragen, muss einen überhaupt nichts mehr wundern.
      Und solange die Länder, wie jetzt auch Niedersachsen mit den Islamverbänden, Staatsverträge schließt…
      http://www.rolandtichy.de/meinungen/saekular-statt-privilegien-fuer-islamverbaende/

      http://www.mk.niedersachsen.de/portal/live.php?navigation_id=1815&article_id=139428&_psmand=8

      Ja, was soll man dazu noch sagen?

    • Die deutsche Bauindustrie
      hat bei den Flüchtlingen gleich abgewunken. Sie können sie auch nicht
      brauchen. Das mit dem Bauhilfsarbeiter alter Prägung ist nicht mehr.

      Auch die Chinesen können sie bei ihren Projekten im arabischen Raum
      selbst im Straßenbau nicht einsetzen. Die örtlichen Kandidaten sind
      nicht gewohnt in einer Gruppe zu arbeiten, oder am selben Fleck zu
      bleiben.

  19. Entkoppelungen der Politiker und unsere Bürgerpflichten (und -rechte)
    Wie kann man auf diese Kolumne mit amüsierter Ironie einzugehen? Bin ich zu schwermütig? // Unter Ausnutzung ihrer funktionsbedingten Privilegien versuchen Politiker, sich vom Volk in möglichst vielen Dimensionen abzukoppeln. Zunächst natürlich finanziell: Warum sind die Mitglieder des Bundestages nicht in der Gesetzlichen Rentenversicherung versichert? Dann wird der Einfluß des Wahlvolkes reduziert: wo sind die echten Auswahlmöglichkeiten (jede Partei kann gewählt werden, vorausgesetzt sie ist eine der Altparteien). Eine neue Partei wie die AFD trifft schon deshalb auf tief empfundene Ablehnung, weil sie die Verteilung der Privilegien in Frage stellt. Die Krönung besteht in der Erhebung über das Recht („vor dem Gesetz sind alle gleich“ – haha). Die Leitung des sog. Europäischen Rettungsfonds kann nicht rechtlich belangt werden. // Am schlimmsten scheint mir, daß im Laufe der Zeit viel zu viele Politiker in dieses System hineingeschlüpft sind, z.B. Landtag/Bundestag/Ebene Brüssel. Wozu diese Entscheidungsebenen? Und die Qualifikation dieser Leute ist oft nicht ausreichend für einen Erfolg außerhalb des Politik-Biotops, weshalb sie leicht auf Parteilinie gebracht werden können. Wo könnten denn Leute, die im Studium total versagt haben, unterkommen? Statt im Sinne des GG im Bundestag lebhaft persönliche Ansichten zu vertreten (die Älteren werden sich noch an Redner wie Erler, Wehner, Strauß, H. Schmidt erinnern) tritt der Bundestag in diesen schicksalsschweren Monaten überhaupt nicht in Erscheinung! Und eine Gesinnungs-Jubelpresse minderer Qualität „seift das Volk ein“. // Da das System nicht über die erforderlichen Selbstheilungskräfte verfügt, kann man in dieser betrüblichen Situation als verantwortungsbewußter Staatsbürger nur noch zu „unkonventionellen Lösungen“ greifen – oder wer hat eine bessere Idee?

    • Ich bin nicht amüsiert. Ich brenne innerlich vor Wut auf Winselpack, das auch hier bei der FAZ viele Gelegenheit hatte, etwas voran zu bringen, aber immer nur mehr Geld für Frauenkultur forderte und heute in Zeit und taz flennt, weil sie vielleicht den Pass zeigen müssen. Ich wünsche denen keine Altersarmut, aber es kostet mich Überwindung.

    • Es gibt da ein Problem, Charles....
      Ja, ich bin da ihrer Meinung was „unkonventionellen Lösungen“ angeht und damit ich da nicht in meinem Alter nochmal in Versuchung geführt werdem lebe ich vorsichtshalber auch deswegen ganz, ganz weit weg.

      Das Porblem ist halt, dass es schon immer só war, dass nur ein klitze-kleiner Teil der Leute in der Lage ist das mit den „unkonventionellen Lösungen“ zu verstehen.
      Auch die andere Seite weiss wie Charles da denkt und so gibt man sich alle Mühen da alles im Ansatz schon unter Kontrolle zu halten.
      Ich spreche natürlich von der Total-Überwachung, denn die wird auch ohne Legalisiserung unter allen Umständen kommen….

      Es gibt da ein paar bekannte Details dazu:

      http://www.heise.de/newsticker/meldung/Freifahrtschein-fuer-Internet-Komplettueberwachung-Scharfe-Kritik-an-BND-Reform-3251339.html

    • unkonventionelle Lösungen?
      Seht sie Euch nur an, diese Politiker und Kultur(sch)affen(den). Auf den Brexit haben sie in Brüssel mit Rufen nach Repressionen reagiert. Die hören den Schuss wohl erst, wenn er sie persönlich trifft? – Wäre das eine unkonventionelle Lösung? – Ich teile Don Alfonsos „Wut auf das Winselpack“. Ich summe in Gedanken „Ah! ça ira, ça ira, ça ira,
      Les aristocrates à la lanterne!“ Aber das hilft den Leuten in Moglia nichts. Das ändert das System linker Verantwortungslosigkeit nicht. – Selbst „verbaler Terrorismus“ bringt nichts, denn diesea „Winselpack“ zitierit ausschließlich Erich Honnecker „vorwärts immer“ und kennt keine Empathie für normale Menschen.

  20. Sandfontänen im Internet
    Vielen Dank für diese schönen Gedanken. Ich sehe schon Sandfontänen im Internet empor schießen.

    Halle, Ammendorf

  21. so traurig
    normalerweise freu ich mich über jeden DonA Beitrag, heute hätte ich den lieber nach der Arbeit lesen sollen. War ich auch mal jung, blond und behaart? War ich auch mal so undankbar? Besserwisserisch ja , aber die Jahre schleifen einen rund. Wenn Kindern der Respekt nicht anerzogen wird, kommen Jugendliche heraus welche durch eine unrealistische Anspruchshaltung nicht realisieren, das sie selbst Ihre Zukunft zerstören. Der Latte und die Reisen werden durch die Alten erarbeitet, ja , auch für Ihre Kinder, und was wir erwarten, nicht nur von den eigenen Kindern ist der Respekt vor dem geschaffenen und der bewusste Umgang damit. Bei vielen in der Rigaer und abgehobenen Kunstszene herrscht nur noch Gewalt und Wut. Warum war die Literatur früher um so vieles besser, die Gefühle echter, die Sprache reicher? Weil die Nachwuchsliteraten diese so viel echter erleben durften? Mit Verlaub und frei nach Gabriel, setzt das Pack der Realität aus. Mir fällt es immer schwerer verwöhnten Neuakademikern zu erklären das man nicht gleich Manager ist und wenn man nicht freihändig sprechen kann, ein Jahr bei Butter und Brot mehr bringt wie der MBA. Kürzt den Luxus der flachen Kultur und helft den wirklich bedürftigen, ein verpflichtendes freiwilliges Jahr für jeden in einem Staat wo Mutti weit weg, der Bankautomat noch nicht bekannt und der Hunger groß ist …. erst wenn die Realität erbarmungslos Einzug ins Leben gehalten hat, sollte man das Recht haben, sich bei solchen Diskussionen zu äußern, oder sich einen Journalistenausweis zu kaufen …. ups, muss dann doch mal was tun
    Don, der letzte Leuchtturm in der Kommentarlandschaft, schade das du (ich bin so frei) damit nie der höheren und gesalbten Kaste der von der Politik ausgezeichneten angehören wirst ….

    • sie müssen das verstehen: Mit einer Flüchtlinge-Fressen-Performance und brennenden Autos kpmmt man weiter.

    • Zwangsarbeit?
      Sie wollen Zwangsarbeit, im Ausland noch, als Erziehungs oder Bildungsmittel?
      Hä?
      Wie bitte?
      Vielleicht noch mit versehrten Uffzen als Lehrer und Stuffzen als Antreiber.

      Die Wehrpflicht für Teile der männlichen Bevölkerung war zu rechtfertigen bis 1989 mit der möglichen militärischen Bedrohung durch übermächtige Kräfte der roten Armee.
      Die Balance zwischen Wehrpflicht und Technik, Kapitaleinsatz bei der BW sah ich damals schon sehr kritisch. Mein G3 war ein Jahr älter als ich. Die Ausbildung an der Waffe verbrauchte in 15 m 2 Hsndgranaten, 1 Handflammpatrone und ca 20 Schuss 7,62 mm.

      Kanonenfutter und Dummyarmee.

    • Das Pflichtjahr, das meine Mutter Anfang der 40er absolvierte,
      wäre heute m.E. auch heute noch ganz hilfreich, jungen Leuten ein wenig von der Realität des Lebens zu vermitteln. Das muss nicht im Ausland sein, es gibt genügend Einsatzmöglichkeiten auch bei uns. Es würde zumindest ein wenig erden, meinen Sie nicht? Diejenigen, die Zivildienst geleistet haben, haben anfangs auch gemault und waren anschließend in der Regel für diese Erfahrung dankbar.

      Ich gebe zu, dass ein dahingehender Gedanke, der wenn ich es recht erinnere, Ende der 50er/Anfang der 60er Jahre hier kurz aufkam, mich geschreckt und auch empört hat. Heute denke ich, dass es mir Hausarbeit und vielleicht auch Sparsamkeit hätte vermitteln können, was meiner Mutter nie gelang.

    • Audi am Band und bei der Leitungsmontage. Da bin ich jeden Tag dafür dankbar.

    • Schlechtere Literatur und verwöhnte Neuakademiker
      @ Sven Stanz
      „Warum war die Literatur früher um so vieles besser, die Gefühle echter, die Sprache reicher? Weil die Nachwuchsliteraten diese so viel echter erleben durf-ten? Mit Verlaub und frei nach Gabriel, setzt das Pack der Realität aus.“

      Die veröffentlichte Literatur war besser. Wie ich hier schon ein paar Mal schrieb, so würden manche Klassiker heute von keinem Verlag verlegt werden. (Wobei es bei den Klassikern auch viele Beispiele gibt, bei welchen die Schriftsteller Jahre lang kämpfen mussten, bis sie einen Verlag fanden, Beispiel James Joyce: „Ulysses“ wurde als obszön betrachtet und von mehreren Verlagen abgelehnt.

      Die Kunst ist inzwischen kein Kultur- sondern ein Konsumgut. Die Verlage verlegen aufgrund einer nüchternen Kosten-Nutzenanalyse, bei welcher die Entscheidung zugunsten der Profitmaximierung gefällt wird. Bisher überragen beim Entscheidungsprozess „Qualitäten“ wie das Alter (möglichst jung), TV-Tauglichkeit, Promi-Faktor, reißerisches Thema, d.h. die zu erwartende Auflage. Es sind nur noch wenige Verlage, die sich den Luxus leisten können, Kunst bzw. Literatur zu verlegen.
      Wenn Gina-Lisa ihre „Memoiren“ veröffentlicht, wird das ein Bestseller und wird sofort verlegt.

      Zitat:“Mir fällt es immer schwerer verwöhnten Neuakademikern zu erklären das man nicht gleich Manager ist und wenn man nicht freihändig sprechen kann, ein Jahr bei Butter und Brot mehr bringt wie der MBA.“

      Ich bin hier gänzlich anderer Meinung. Die Nachkriegsgeneration ist mE beruflich unglaublich verwöhnt worden.

      Es geht dabei ja nicht nur um iPhone und Internet, sondern darum, wie sich die Elterngeneration damals für ihre Kinder aufgeopfert hat und deren Bedürfnisse vor den eigenen gestellt haben, damit diese es im Leben leichter und besser haben als die oft sogar durch zwei Kriege drangsalierten Elterngenerationen, die dadurch zum Teil um ihre Lebenschancen betrogen wurden.

      Die heutigen Eltern leben vorrangig ihr eigenes Leben. Die Kinder werden oft nur „gemanagt“, von einem Hobby zum nächsten chauffiert, wobei sie wenig Freiheit haben, sich selbständig zu entwickeln, ihre Stärken eigenständig zu entdecken und aufzubauen. Alles wird vorserviert. Das ist bequem. Den Kindern Freiheiten zu geben, erfordert viel Feingefühl und Kontrolle, ist mit Ängsten der Eltern verbunden. Dazu fehlt oft die Zeit.

      Einerseits werden Eltern selbst kontrolliert und bevormundet, so, als ob man ihnen nicht zutraut, dass sie ohne „fachliche“ Hilfe ihre Kinder großziehen können, andererseits sind die Eltern selbst oft überbehütend: Wie oben erwähnt, haben Kinder wenig Freiräume. Selbst den Schulweg dürfen sie nicht allein gehen, aus Überängstlichkeit der Eltern. Wie sollen Kinder so zu eigenständigen starken Persönlichkeiten entwickeln?

      Zweitens war der Berufseinstieg jener Generation wesentlich einfacher. Ja, sie wurden gleich Manager, wie mein Mann, Jg. -49, nach nur sehr kurzer Berufserfahrung. Wir lebten dadurch schon als sehr junge Menschen in privilegierten Lebensverhältnissen. Niemand hat dabei erwartet, dass man, so wie heute, bis spät abends oder am Wochenende zu arbeiten hat (außer beim Geschäftsbesuch). Es gab zwar Targets, aber die wurden von den Managern selbst festgelegt. Fürs Erreichen der Ziele gab es Boni. Allerdings waren die sagenhaften Millionengehälter bei Angestellten damals gänzlich unbekannt.

      Wenn diese Manager gut performed hatten und angepasst genug waren, war ihre Zukunft gesichert. Bei manchen bis zur Pensionierung, bei manchen bis zu den 90er Jahren, als es unter ihnen zu den ersten traurigen Fällen der Langzeitarbeitslosigkeit kam. Aber die Betroffenen waren ja durch die damaligen Sozialgesetze selbst dann bestens versorgt.

      Heute werden die Absolventen der Elite-Unis, die aufgrund eines BWL-Studiums von einer Traumkarriere träumen, durch eine enorme Arbeitsbelastung, autoritäre und allzeit kontrollierende Arbeitsbedingungen in kürzester Zeit verbrannt. Wenn sie denn überhaupt eine Stelle finden. Ein junges Pärchen, die Frau ist die Tochter eines guten Freundes, hat nach einem blendenden Abschluss er beiden aus einer der Elite-Schmieden nach einem Jahr Suchen kein Angebot in Deutschland bekommen, sondern sind in die Schweiz ausgewandert.

      Im akademischen Betrieb werden weibliche Bewerber inzwischen z.B. im humanistischen Bereich so dermaßen bevorzugt, dass männliche Uni-Absolventen einen Job weit unter der Qualifikation annehmen oder auswandern müssen. Beispiel: Der beste Freund unserer älteren Tochter, den sie an der Uni als Studentin als promovierten Dozenten kennen lernte. Er hat mit summa cum laude promoviert und ist mit größter Anerkennung habilitiert. Trotz seiner Arbeit als engagierter Dozent fand er in Deutschland keine Stellung, sondern ist nun im deutschsprachigen Ausland in der Forschung tätig, befristet.

      Nein, die jungen Menschen müssen in einer Welt voller Unsicherheiten leben. Sie müssen viel härter kämpfen als die Älteren in ihrer Jugend. Ich kann mich den ganzen Vorwürfen nicht anschließen.

    • Titel eingeben
      Don, bei aller Liebe. Ein paar Ferientage lang Audi am Band soll eine Lebensschule sein? Für 90 % der normalen Menschen wäre solch ein priviligierter Job, egal ab 1980 oder 2016, in Verbindung mit dem Schmerzensgeld das, was auf diesem Planeten den Idealen des Kommunismus am nächsten kommt. Ferienarbeit dort ist eine Erfahrung, aber Lebensschule wäre doch ein arg amüsanter, zu strapazierter Begriff.
      Mal was mit den Händen machen und satt abgespeiste Proletarier aus der Nähe sehen. Für welchen 20jährigen das eine Erdung darstellt (nicht Sie), der müsste schon sehr weltfremd aufgewachsen sein. Mit dem goldenen Löffel im Mund oder mit dem Finger im A***h. Also neureich verwahrlost oder intellektuell/emotional verwahrloste Lehrerkinder.

    • Heute den klassenkämpferischen oder was? Bitte, Form wahren.

    • @Tamarisque
      Ich bin da im Grossen und Ganzen ihrer Meinung, allerdings, mit Verlaub, hier: „Die Nachkriegsgeneration ist mE beruflich unglaublich verwöhnt worden. “ muss ich als Beteiligter widersprechen.

      Wer in den 60er und 70er Jahren bereit war zu „arbeiten“, der konnte ein Stelle finden, deren Bezahlung im nicht nur ein mehr als akzeptables Leben ermöglichte, er konnte auch von ausgehen, dass es ihm im nächsten Jahr gehen würde.

      In Zeiten von Wirtschaftskrisen ermöglichen es die tatsächlichen Machterhältnisse gewissen Kreisen dafür zu sorgen dass die eigenen Einkünftige so bleiben, bzw noch wachsen, während sich die system-nicht-relevante Masse einschränken muss.

      Diese grundsätzliche Änderung des Systems wurde widerstandslos hingenommen, anstatt auf die Verschlechterung der Zustände in Lande bei stegenden Profiten für zB Banken „hinzuweisen“, demonstriert man für die nach oben offene Zwanderung?

      Bei uns hiess das: Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt.
      Heute heisst das, wie gut dass es nur andere, nicht mich trifft!

      Hey…. mir solls Recht sein, ich hab da kein Problem mit, ich seh einen interssanten Film ablaufen wenn ich nach DE schaue und bin gespannt wi es weitergehen und…. enden wird…

      Das Volk lässt es sich bieten, dass weit über 5 Millionen Arbeitssuchende statistisch zu 2 Millionen runtergerechnet werden?
      …naja, noch geht der Krug halt zum Brunnen ohne zu brechen.

      Aber nur ein klein wenig weiter oben können sie ja bereits nachlesen, dass man auf allen Seiten bereits anfängt über „unkonventionelle Lösungen“ nachzudenken.

    • Alternative ultranationale Strömungen
      @ TDV
      „Wer in den 60er und 70er Jahren bereit war zu „arbeiten“, der konnte ein Stel-le finden, deren Bezahlung im nicht nur ein mehr als akzeptables Leben ermög-lichte, er konnte auch von ausgehen, dass es ihm im nächsten Jahr gehen wür-de.“

      Sie meinten wohl, dass es ihm im nächsten Jahr besser gehen würde. Genau das habe ich beschrieben: Es gab eine Stabilität, es gab eine gewisse Sicherheit. Den Rest, der Ihrer Meinung nach fehlt, können Sie in meinem an Lisbeth Heuse gerichteten Post lesen, 30.6. 23:11 Uhr.

      Es war die politische Übernahme der Lehren der Chicago Schule, durch welche diese Entwicklung langsam ab 90er Jahren vonstatten ging und dann ab Schröder bis heute von der deutschen Politik ziemlich konsequent verfolgt wurde. Die Konsequenz ist das, was Sie beschreiben: bei jeder Krise sind die Schwachen die Leidtragenden, Paradebeispiel: die Bankenkrise, zu der es ohne die Entfesselung der Märkte in jener Form nicht gekommen wäre. Die Eurostaaten haben die Banken durch Steuergelder „gerettet“, während Sozialleistungen an Hartz-IV-Empfänger gekürzt wurden.

      „Bei uns hiess das: Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt.
      Heute heisst das, wie gut dass es nur andere, nicht mich trifft.“

      Das stimmt zum Teil. Allerdings bringt das Sich-wehren heute nichts mehr. Gegen CETA und TTIP haben letztes Jahr 200.000 Menschen in Berlin demonstriert. Das war die größte Demonstration in der Geschichte der Bundesrepublik. Und was hat das bewirkt? Gar nichts. Frau Merkel und Herr Gabriel haben ein dickes Fell, sie regieren ihre lobbyfreundliche Agenda durch, no matter what.

      Aber Sie haben Recht: Das System muss ein demokratisch ausreichendes Kontingent an zufriedenen Egoisten generieren, welchen jedes soziale Gewissen fehlt, und es läuft.

      „Aber nur ein klein wenig weiter oben können sie ja bereits nachlesen, dass man auf allen Seiten bereits anfängt über „unkonventionelle Lösungen“ nach-zudenken.“

      Zustimmung. Allerdings sind die „unkonventionellen Lösungen“ für meine Begriffe größtenteils irrational und bekloppt, angefangen von den finnischen Nationalromantikern, Front Nationale und dem Meister der Verschwörungstheorien Donald Trump. Wer mit ultranationalen Strömungen keine Probleme hat, mag diese Aussichten begrüßen, ich tue es nicht. Ausnahmen wären Corbyn und Bernie Sanders, aber mit den zweien wird es erst recht nichts. (Sanders vielleicht, nachdem Trump das Land komplett ruiniert hat. Aber dann wäre Bernie ja schon fast 80.)

    • @Tamarisque
      Ja, es ist das was mich so unglaublich zornig macht. Wie ist es möglich so einen inkompetenten Trampel zur Kanzlerin zu wählen, die es anscheinend nie in ihrem Leben für nötig gehalten hat zu recherchieren. Die kritische Literatur über die Chicago Boys füllt ganze Bibliotheken, nur Merkel und Schäuble, die scheinen die letzten Lern-Resistenten zu sein, die davon noch nie etwas gehört haben!

      „Allerdings bringt das Sich-wehren heute nichts mehr. Gegen CETA und TTIP haben letztes Jahr 200.000 Menschen in Berlin demonstriert. Das war die größte Demonstration in der Geschichte der Bundesrepublik. Und was hat das bewirkt?”

      Dass Demonstrationen nichts mit „sich wehren“ zu tun hat, hab ich schon vor 40 Jahren geschrieben und mich deshalb auch von der Politik abgewendet. Es war kein Zufall, dass damals eine ganze Welle sich von der Politik ab, und der Spiritualität zugewendet haben.
      Das Grundgesetz spricht von einem Widerstandsrecht. Nicht, dass man damit vor einem deutschen Gericht durchkäme, aber genau das darf in solchen Situationen keine Rolle spielen. Änderungen werden NUR von Leute erreicht, die bereit sind solche Risiken für sich selber einzugehen. Früher gabs für sowas sogar eine adelnde Festungshaft
      .
      Es gibt die ersten Zahlen zur Merkelschen Militärpolitik: Ganze 16% halten die Manöverteilnahme an der russischen Grenze für falsch.
      Da hat Herr Steinmeier wohl zum ersten Mal in seinem Leben etwas Gutes angestossen. Es ist kaum zu glauben, dass eine deutsche Kanzlerin Kriegsprovokation betreibt, und das deutsche Volk jetzt schon so einem wie Putin dankbar sein muss, dass ausgerechnet er weniger inkompetent ist! Das widerspricht der ganzen politisch korrekten Sch…. in den Köpfen der Bürger! Eine gute Nachricht!

      Es hilft nichts über die le Pen und Trump zu schimpfen, oder die AfD. Denn die Welt ist nun mal dabei sich in bisher noch nicht vorstellbarem Ausmass zu ändern. Ich habe auch lange gedacht, wegen der Flüchtlinge steht nur DE eine einschneidende Änderung bevor.
      Aber die Richtung ist der Isolationismus, der den Vorteil hat, dass er friedlicher ist. Auf jeden fall friedlicher als der gegenwärtige Status Quo in dem die USA gezwungen sind sich ihren Wohlstand weltweit zusammenzurauben.
      Wenn der Isolationismus zu einem weitern Kollaps der Weltwirtschaft führt, dann kann es allerdings sehr ernst werden. Mir ist das recht egal, denn in 20 oder 25 Jahren wird meine Asche friedlich in einem Wald vertreut liegen.

      Als ich vorhin von der IS in Dhaka gehört habe, war mein nächster Gedanke, es wird wohl unvermeidbar auch in DE irgendwann mal krachen. Verhindern kann die deutsche Regierung das bestenfalls, wenn man alle militärischen Aktionen in muslimischen Ländern sofort völlig einstellt und sich bei denen entschuldigt. Dann den sich radikalisierenden Ländern mit dem Geld hilft, dass man derzeit dem dummdreisten Ganoven in Ankara in den Hintern bläst.
      Tut man das nicht, dann sollte man beim ersten Terroranschlag in Deutschland nicht mit dem Finger auf die bösen, bösen Islamisten zeigen, sondern nach Berlin oder gleich auf den, den man im Badezimmer Spiegel sieht der die Politiker in Berlin gewählt hat.
      Man muss die Ursachen bekämpfen, aber genau das tut man nicht, weil man dazu die eigene lächerliche Inkompetenz zugeben müsste.
      Bitte… dann lebt halt mit den Konsequenzen, ihr Volldeppen, ihr habt sie euch verdient!

      [Natürlcih weiss ich, dass erst recht nach einem Anschlag Politics as Usual weitergehen wird, aber sie können sagen sie hätten es hier schon vorher gelesen…. ;-) ]

    • The changing world
      @ TDV
      2. Juli 2016 um 00:08 Uhr

      „ Die kritische Literatur über die Chicago Boys füllt ganze Bibliotheken, nur Merkel und Schäuble, die scheinen die letzten Lern-Resistenten zu sein, die da-von noch nie etwas gehört haben!“

      Die Anhänger jener Lehren sind unbelehrbar, die Kritiken interessieren sie nicht. Warum auch? Sie bedienen die Zielgruppe, welche sie bedienen wollen, und die sind doch zufrieden, oder.

      „Es gibt die ersten Zahlen zur Merkelschen Militärpolitik: Ganze 16% halten die Manöverteilnahme an der russischen Grenze für falsch.“

      Die Mehrheit der Deutschen ist doch für eine Normalisierung der Beziehungen. Woher haben Sie die niedrige Zahl?
      Ich bin weiß Gott kein Fan von Putin, doch trotzdem verstehe ich die Aggression nicht. Die Krim allein kann es nicht sein, denn die Brüskierung Russlands fing ja schon lange vorher an, Stichwort: Pussy Riots, Homosexuellen-Gesetz und anschließend Boykott der Olympiade.

      „Verhindern kann die deutsche Regierung das bestenfalls, wenn man alle militä-rischen Aktionen in muslimischen Ländern sofort völlig einstellt und sich bei de-nen entschuldigt.“

      Ich sehe das so nicht. Was hat denn Bangladesh verbrochen? Dort sind kleinere islamistische Anschläge beinahe alltäglich.
      Oder Indonesien? Schon in 1981 wurde ein Flugzeug der Garuda Airlines gekapert, von einer Gruppe, die sich Commando Jihad nannte.
      Es gibt seitdem so viele Anschläge in Indonesien, dass ich sie nicht einmal aufzählen mag:
      https://en.wikipedia.org/wiki/Terrorism_in_Indonesia

      Was haben denn Dänen und Schweden verbrochen, außer Karikaturen zu veröffentlichen? Es gab Fatwas mit Kopfgeldzusagen von ISIS gegen Karikaturisten aus DK und Schweden, einen Mordversuch gegen einen dänischen Karikaturisten. Auch rufen z.B. pakistanische Islam-Gelehrte offen zu solchen Fatwas auf.
      In Kopenhagen gab es eine Schießerei mit zwei Todesopfern, in Stockholm ein Selbstmordanschlag.

      Al Qaida wurde lange vor dem Irak-Krieg gegründet. Bevor Osama bin Laden von den Amerikanern finanziert wurde, waren die Russen in Afghanistan, dazu sein Kommentar, Zitat aus Wikipedia: „After leaving college in 1979, bin Laden went to Pakistan, joined Abdullah Azzam and used money and machinery from his own construction company to help the mujahideen resistance in the Soviet war in Afghanistan. He later told a journalist: „I felt outraged that an injustice had been committed against the people of Afghanistan“ [Unrecht durch die Russen].

      Nach Ihrer Logik hätte Osama bin Laden die Russen mehr hassen müssen als die Amerikaner.
      Der Terror des ISIS folgt keiner Logik, sondern besteht aus Hass gegenüber allem, was nicht fanatischer Islam ist.

      Unabhängig davon hätte man den abgehängten Ländern schon vor vielen Jahren helfen sollen. Aber die deutsche Politik verfolgt inzwischen lieber ökonomische Ziele als angemessene Entwicklungshilfe zu leisten.

      „Aber die Richtung ist der Isolationismus, der den Vorteil hat, dass er friedlicher ist.“

      Wie kann Trumps USA die größte, militärisch unerreichbar mächtigste Weltmacht sein, nach deren Pfeife die ganze Welt zu tanzen hat und gleichzeitig Isolationist?

      Die Amerikaner sind gewöhnt, ihren Massenkonsum zu niedrigen Preisen zu tätigen. Sollten die Preise entsprechend einer geplanten US Produktion bzw. aufgrund Schutzzölle steigen (Trump redet von über 40%), so führt das zu einer großen Unzufriedenheit bis evtl. zu Unruhen.

      Und btw. alle westlichen Länder rauben ihren Wohlstand auf eine ähnliche Weise zusammen. Oder sind Ihre Nikes oder whatever brand sneakers you might wear Made in a Highly Industrialized European Country? Tanken Sie einheimisches japanisches Öl?

      Man kann die Jobs zurückbringen in die USA, aber um welchen Preis? So schnell steigen die Einkommen nicht. (Obwohl die Umstellung eh eine Mammutleistung wäre, die viele Jahre dauern würde und aus meiner Sicht daher nicht realistisch ist.)

    • Hätten Sie ein Philosoph bleiben können, in meinen Augen, TDV
      wenn Sie geschwiegen hätten.

      Dass IS die Angriffe des Westens auf islamische Staaten rächt, und bei einer Entschuldigung der Bundesregierung an deren Adresse die Angriffe auf Deutschland einstellen könnte, ist ganz einfach ein Zeichen für – Entschuldigung, aber mir fällt nichts passenderes ein – uninformierte Dummheit.

      Nein, man muss auch nicht mit dem Finger nach Berlin zeigen, nachdem die IS ihren ersten Anschlag in Deutschland durchgeführt hat. In diesem Falle ausnahmsweise mal nicht. Das sind nämlich loonies die sich um so etwas überhaupt nicht kümmern.
      Die wollen alle niedermetzeln die nicht ihre Version von Islam gut finden, und es ist ihnen auch egal ob Christen, Zen-Buddhisten oder unterdrückte Schwarze in Townships in Johannesburg.

      Nein, TDV, ich hatte Sie mal für belesen, reflektiert und informiert gehalten.
      In diesem Falle sollten Sie allerdings besser noch mal nachlesen und nachdenken.

    • @Uwe
      Sie dürfen gerne ihre Meinung haben und ich habe meine.

      Wenn ich als junger Bürger in einem islamischen Land mit ansehen muss wie mein Land und meine Mitbürger von der ungeheuren militärischen Übermacht des US Militärs angegriffen wird und zahllose in der Tat Unschuldige dabei elendiglich krepieren müssen, so wäre ich als junger Mann wohl auch Terrorist geworden.
      Die sogenannte assymetrische Kriegführung ist in so einer Situation das Normalste der Welt!
      Wir sprechen hier von deren Feind, den USA, die unter einem erlogenen Vorwand in mehrere Länder einmarschiert sind und den Tod von beinahe einer Million Unschuldiger verursacht haben!
      Der Angriff auf das WTC und alles andere auch, war eine berechtigte Antwort auf die US Aussenpolitik. Ob sie dem zustimmen oder nicht, ist mir völlig egal. Ich halte diese Anschläge übrigens weder für gut noch für sinnvoll, aber man muss schon arg beschränkt sein um nicht zu verstehen warum die das tun und, dass sie ein Recht auf Gegenwehr haben.

      Wenn die von den deutschen Bürger freiwillig gewählte Regierung meint, die Bundeswehr habe in Afghanistan oder Syrien etwas zur Unterstützung des NATO/US Militär zu suchen, dann dürfen sich diese deutschen Bürger auch nicht beklagen, wenn in ihrem eigenen Land irgendwann eine U-Bahn in die Luft fliegt. Wenn eine Münchner U-Bahn in die Luft fliegt, werde ich mich sicher nicht freuen oder feiern, aber ich werde es halt genauso achselzuckend lesen, wie den Artikel über die nächste Schiesserei in einer US Schule.
      Ich habe bei dem ganzen Thema keinerlei Eigen-Interesse und beobachte deshalb objektiver.
      Eure ist die dieselbe dümmliche Argumentation wie auch bei den Flüchtlingen. Es war auch die deutsche Wirtschafts und Militärpolitik zur Unterstützung der USA die die Flüchtlingswelle mitausgelöst hat. Und es war die Kanzlerwahl der Bürger, die es dieser Ossie Dumpftusse ermöglicht hat, aller Welt zu erklären „Wir schaffen das!“, und zwar nach oben offen!
      Also lebt gefälligst mit den Konsequenzen eurer Entscheidung, und wenn es kracht, macht euch nicht lächerlich und sucht die Schuld woanders als bei euch selber!

      Diejenigen die verstehen wollen, was auf der Welt abläuft, die sehen es. Irgend jemanden von irgendetwas überzeugen zu wollen hab ich mir schon vor Jahrzehnten abgewöhnt…. Ich kenne die Mehrheitsverhältnisse und die Intelligenz der Wähler, jede Hoffnung es könne jemals etwas geändert werden, führt lediglich zu Zeitverschwendung. Ich sortiere hier meine Gedanken schriftlich aus und mangels Alternative benutze ich es zur Übung der deutschen Sprache
      Ich tausche hier lediglich mit anderen Meinungen aus.

    • @Tamarisque #1 Zu den Zahlen:
      „In der deutschen Bevölkerung stößt die Strategie der Nato auf klare Ablehnung. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov für die Deutsche Presse-Agentur befürworteten nur neun Prozent die geplante Stationierung deutscher Soldaten im Baltikum. Nur 16 Prozent halten die Beteiligung von 5500 Bundeswehrsoldaten an Manövern im östlichen Nato-Gebiet für angebracht und nur 20 Prozent die Entsendung deutscher Kampfjets zur Luftraumüberwachung über dem Baltikum.
      Eine große Mehrheit von fast zwei Dritteln der Befragten teilt die Kritik von Außenminister Frank-Walter Steinmeier am «Säbelrasseln» der Nato. Der Außenminister war damit auf massive Vorhaltungen der Union und der östlichen Bündnispartner gestoßen. Steinmeier hatte gesagt: «Was wir jetzt nicht tun sollten, ist durch lautes Säbelrasseln und Kriegsgeheul die Lage weiter anzuheizen. Wer glaubt, mit symbolischen Panzerparaden an der Ostgrenze des Bündnisses mehr Sicherheit zu schaffen, der irrt.»
      64 Prozent der 2054 Befragten unterstützten diese Haltung, nur 16 Prozent lehnten sie ab. Und das, obwohl 49 Prozent ein militärisches Vorgehen Russlands gegen die baltischen Staaten wie vor zwei Jahren auf der ukrainischen Krim für möglich halten. Nur 30 Prozent glauben nicht an ein solches Szenario.”

      “YouGov is an international internet-based market research firm, headquartered in the UK, with operations in Europe, North America, the Middle East and Asia-Pacific.[2]
      YouGov was founded in the UK in May 2000 by Stephan Shakespeare and Nadhim Zahawi. In April 2005, YouGov became a public company listed on the Alternative Investment Market of the London Stock Exchange.[3]
      Stephan Shakespeare has been YouGov’s Chief Executive Officer since 2010.[4] Roger Parry has been YouGov’s Chairman since 2007. [5] Political commentator Peter Kellner was YouGov’s President until he stepped down in 2016. [6]
      YouGov is a member of the British Polling Council.[7]”

      https://en.wikipedia.org/wiki/YouGov

    • @Tamarisque #2 zum Islam
      Indonesien und Bangla Desh sind islamische Länder, als solche haben sie drei Möglichkeiten. Entweder den permanenten Terrorismus, eine fundamentalistische Regierung, oder eine islamische Reformation.
      Es ist deren Land, es ist deren Problem. Es ist nicht unseres, und die Vorstellung wir könnten zur Lösung der Probleme in diesen Ländern irgendetwas beitragen, ist lächerlich und sehr gefährlich!

      Wer wie die Amerikaner in solchen Länder, wie zB in Saudi Arabien, die übelsten Verbrecherregime unterstützt, der gerät automatisch, und völlig zu Recht, ins Blickfeld von Leuten wie Osama.
      Ich hab gerade Peter Bergens Osama Biografie hinter mir und sie haben völlig Recht, damals war in Afgh. Russland sein Hauptfeind. Dann waren die Russen weg, aber später übernahmen ja diese Rolle der USA, was also ist am Feindbild verwunderlich, das Sausi Regime regiert mit US Hilfe seit Generation!
      Sie wissen zB auch, dass der Anbau von Mohn unter den Taliban nahezu völlig ausgerottet war, und WEGEN der Amerikaner danach Afghanisten wieder zum grössten Heroin Hersteller der Welt geworden ist? Was muss ihrer Meinung nach denn alles passieren um den Einwohnern eines besetzten Landes das Recht auf Widerstand mit allen Mitteln zu geben?

      Ich kannte das Afghanistan von früher, ein muslimisches Land in dem Frauen ein gutes und freies Leben führen konnte, und zwar in für den Islam freiheitlichen Grenzen. Es war die Schuld der Soviet Union, allerdings im kalten Krieg, dass dort letztlich die Taliban an die Macht kamen. Aber die US Politik zeigt bis heute, dass sie keinen Deut mehr am Leben der Afghanen interressiert sind, als es die Sóviets waren!

      „Der Terror des ISIS folgt keiner Logik, sondern besteht aus Hass gegenüber allem, was nicht fanatischer Islam ist.“

      Der Terror von ISIS folgt den Geboten des Koran und selbst ich kann keinen Grund erkennen, warum diese Leute sich dafür interessieren sollten, ob Sie das mit der Logik UNSERER Welt, also der mit all ihren eigenen ungesühnten Kriegsverbrechen verstehen. Wie schon weiter oben: ES IST DEREN LAND!

      Sie haben den Chilcot Bericht zur Kenntnis genómmen?

      http://www.independent.co.uk/news/uk/home-news/tony-blair-iraq-war-inquiry-chilcot-a7053976.html

      Also erzählen sie mir nichts von Vorwürfen jemand Anderes sei nicht ihnen nicht logisch genug!


    • @ TDV
      4. Juli 2016 um 02:29 Uhr

      „Indonesien und Bangla Desh sind islamische Länder, als solche haben sie drei Möglichkeiten. Entweder den permanenten Terrorismus, eine fundamentalisti-sche Regierung, oder eine islamische Reformation.“

      Diese Ihre Antwort ist aus dem Kontext gerissen. Es ging bei mir um die von Ihnen für richtig erachte Erwartung, dass sich Deutschland nur zu entschuldigen hätte, und schon wäre das Land aus der Schusslinie des ISIS-Terrors. Dazu hatte ich aber eine ganz andere Frage gestellt: Wenn Sie meinen, dass Deutschland Schuld auf sie geladen hätte, was haben denn diese Länder, nämlich Indonesien und Bangladesh zuschulden kommen lassen? Nichts, gar nichts.

      Aber vielleicht sollten diese beiden Länder lieber die Freiheit haben, so zu leben, wie sie selbst entscheiden: tolerant und moderat.

      Ich könnte auch fragen: Was haben die Jesidinnen und deren Kinder getan, die ermordet werden? Antwort: nichts, gar nichts. Was verteidigt ISIS durch den Terror in Bangladesh oder durch Ermordung von Jesidinnen und Kindern?

      Glauben Sie, die ISIS-Schlächter hätten ihre Meinung geändert, wenn eine Jesidin unter Tränen sich entschuldigt? Das glauben Sie doch selbst nicht, oder.

      Ihre Erwartung, dass eine Entschuldigung seitens der Bundesrepublik für die geführten Kriege das Land aus der Liste der Feinde löschen könnte, halte ich für abwegig. Für eine Entschuldigung würden die ISIS-Terroristen die Deutschen nur noch verachten und noch mehr hassen. Das wäre ja eine christliche Geste, und sie hassen und verachten die Christen.

      „Was muss ihrer Meinung nach denn alles passieren um den Einwohnern eines besetzten Landes das Recht auf Widerstand mit allen Mitteln zu geben?“

      ISIS ist kein Verteidiger der Afghanen, die Taliban sind es. Glauben Sie, dass die Taliban den ISIS eingeladen haben? Die ISIS-Terroristen sind selbst den Taliban zu grausam.

      „Wie schon weiter oben: ES IST DEREN LAND!“

      Niemand hat denen den Auftrag gegeben, irgendein Land zu verteidigen. Wenn es so wäre, so frage ich mich: Warum werden sie von den meisten Muslimen gefürchtet? Warum werden sie nicht mit offenen Armen empfangen, sondern selbst von den meisten Muslimen abgelehnt? Weshalb sind die meisten Opfer des ISIS Muslime?

      Ich kann mit dem besten Willen nicht nachvollziehen, welcher Motivation Massenmörder, die Kinder und deren Mütter und Väter vorsätzlich ermorden, verfolgen würden. Sie verbreiten überall Angst und Schrecken, niemand will in deren steinzeitlichem Barbarenstaat freiwillig leben. Sorry, aber ich kann Ihren Gedankengängen nicht folgen und überzeugen lassen Sie sich eh nicht, gelle.

    • @Tamarisque
      Weichen sie einfach nur aus, missverstehen vorsätzlich, oder schreibe ich so unverständlich?

      WAS HABEN UNS, DEN WESTLICHEN INDUSTRIENATIONEN, DIE ISLMAISCHEN LÄNDER GETAN?

      Muss ich ihnen eine Liste dessen geben, was die westliche Industrienationen diesen Ländern seit 200 Jahren angetam haben?????

      Mein Satz mit „sich entschulödigen“ war ernst UND sarkastisch gemeint. Selbstverständlich werden die westlichen Verbrechen dadurch nicht aufgehoben und es gibt backe, backe Eierkuchen mit den Islamisten….. aber es wäre der nötige Anfang. Denn es waren die Deutschen die ihre Kanzler und deren Politik freiwillig und vorsätzlich gewählt haben, und wenn das halt jetzt in Form von terroristischen Anschlägen Konsequenzen, well, tough titties!

      WIR, die GUTEN, dürfen schon alle möglichen Sauereien anstellen, aber wenn das andere machen, dann haben sie gefälligst „kostruktiv“ und „kooperativ“ nachzudenken um zu einer gemeinsamen Lösung zu kommen?

      „Wenn Sie meinen, dass Deutschland Schuld auf sie geladen hätte, was haben denn diese Länder, nämlich Indonesien und Bangladesh zuschulden kommen lassen? Nichts, gar nichts.“

      Sehen sie irgendwo Terroristen aus diesen beiden Ländern in Deustchland/Europa am Werk? Es sind lächerliche, primitive Dritt Welt Länder deren Bevölkerung noch dazu durch die dümmste aller möglichen Religionen dumm gehalten werden, natürlich solidarisieren sich fundamentalisten Muslime mit den anderen auf der Welt!

      Sie kennen Indonesien doch noch besser als ich! Dann wissen sie auch dass eines der grössten Verbrechen das ein Land jemals in einem anderen Land angerichtet hat, das Eingreifen im Suharto/Sukarno Streit war. Wieviele Millionen mussten im Intersse der Vormachtstellung der USA in Ostasien ihr Leben lassen? Erinnern sie uns doch mal dran!

      Noch mal…. KLartext:

      Der islamische Terrorismus ist OHNE die Politik der USA/NATO/EU völlig undenkbar. Er ist die Antwort auf diese Politik (Für Klugscheisser, bevor wiedre die schlauen Putin Antworten kommen: So wie er in Russland die Anwort auf die russische Politik, zB in Tschetschenien ist!)

      Sich jetzt, wo das Kind im Brunnen ist hinzustellen und zu fordern die Muslime dürfen solche Methoden nicht anwenden ist lächerlich!
      Der Krieg des Westens gegen den Islam wird genauso verloren gehen wie ALLE Kriege der Amerikaner nach dem 2.Weltkrieg.

      Sie tun immer so, als verteidige ich irgendwas an ISIS, ich beschreibe lediglich Ursache und Wirkung. Es wird auch in ihren Kommentaren immer so getan als die Welt heil gewesen, und alles lebte in harmonischer Gerechtigkeit, bevor die bösen Muslime damit angefangen haben Gewalt anzuwenden!

    • @Tamarisque Nachtrag
      Erliche Information dazu gibt es auf den NACHDENKSEITEN
      http://www.nachdenkseiten.de/?p=26247

      Ich tippe ja einfach von der Leber weg, die sind Journalisten, die machen das gründlicher….

  22. Titel eingeben
    Eigentlich wollte ich einen geistreichen Kommentar zu Ihrem Beitrag schreiben. Wollte sagen, dass ich Ihrer Meinung bin. Wollte meinen Ärger und meine Verachtung für diese öffentlich geförderten Aktivisten-Dummschwätzer kundtun…… Aber irgendwie fehlen mir die Worte. Ihre Beschreibung lässt mich einfach nur getroffen zurück. Und wortlos.

    • Da ist nur eun Vorgeschmack. Fahren Sie mal nach Mirandola. Da sieht es aus wie in Berlin 1946.

      Ich habe nichts gegen junge Berlinkultur. Ich wollte deren Not nur mal in die Perspektive rücken.

  23. Links
    Hat Don Alphonso heute vergessen die passenden Links zu setzen?

  24. Titel eingeben
    Schon wieder ein Artikel, der wehmütig den Untergang der Sonne des Westens beschreibt?

    Moglia wird ja ab und an einmal so am äußeren Rand der Medienwelt wieder eingespielt und man wundert sich jedesmal wieder, dass so etwas mitten in Europa möglich ist und dass da scheinbar auch einfach nichts passiert.

    Die Alten werden ja aber gerade auch wieder für so manche Sache medial an die Wand gestellt, obwohl die Jungen außer „Aktivist“ sein und mal bei Twitter schlau zu tun, auch kaum was hinbekommen – man geht nicht mal zur Wahl und beschwert sich anschließend. Muss man denen eigentlich alles hinterhertragen?

    Was ich den Alten aber tatsächlich vorwerfe: sie haben die Zustände, die wir heute haben, jahrzehntelang durch Wahlen oder stille Zustimmung unterstützt. Da kann man heute nicht einfach sagen, dass man mit all dem nichts zu tun hat und jetzt lieber der Wutbürger ist und gerne die fette Rente kassieren würde.

    Drittes Thema: Kulturbetrieb. Da läuft man bei mir ohnehin offene Türen ein. Der deutsche Kulturbetrieb ist unsäglich teuer und produziert fast nur Mainstream-Mist. Ich gehe gerne einmal ins Theater. Aber da bleibt einem meist nur eine sehr kleine Auswahl an wirklich zupackenden Stücken. Der Rest ist Mainstream-Gefühlsduselei, die aber angeblich voll konfrontativ ist, Schein-Kunst und das Totspielen von lahmen Klassikern, in die möglicht viele unsinnige, moderne Elemente gekippt werden, damit das hipp wirkt. Ich finde es daher immer wieder interessant, wie man sich in Deutschland im Kultursektor durchfüttern lassen kann. Das haben selbst die Punks (Systemkritik anyone?) begriffen.

    • Schon wieder einer...
      „…– man geht nicht mal zur Wahl und beschwert sich anschließend.“

      WIeviele haben sie denn getroffen, die sich beschwert haben? Ach, aber in der Zeitung bzw. auf der Webseite die sie zur Wahrheitsfindung heranziehenh at es so gestanden…

      „…sie haben die Zustände, die wir heute haben, jahrzehntelang durch Wahlen oder stille Zustimmung unterstützt.“

      Während die Neu-Feministen, Putin und Traump gleichermassen Hassenden, was-mit-Medien-machen-wollenden, heute so richtig kreativ auf andere Zustände hinarbeiten?

      Und drittens, bieten sie sich gleich selber als Entscheider an, was denn heitzutage als Kultur bezeichnet werden darf und was nicht…

      Lassen sie es mich mal höflich ausdrücken. Ich befürchte so richtig guten Tee kochen können sie wohl auch nicht?

  25. Jung und Alt
    Bei dieser ganzen jung (gut) und alt (pöse) Diskussion sollte man nicht aus den Augen verlieren, daß ein AH 32 Jahre jung war, als er mit seinem Mob auf die Feldherrenhalle marschierte, ein HH 36 war, als er Chef der Deutschen Polizei wurde und ein RH 35, als er dem RSHA vorstand!
    Die wollten auch alle eine neue junge Gesellschaft schaffen.

    Sowenig wie alt immer gut oder schlecht ist, sowenig ist Jugend ein Garant für Besseres!

    • Danke.

    • Tja und gesiegt haben schließlich die Alten
      Dschugaschwili, Churchill, Roosevelt

      (natürlich auch durch das Verheizen ihrer an sich überflüssigen Jungen.)

      (Hirohito war Jahrgang 1901.)

    • derselbe
      Nicht zu vergessen: Die Jungen werden mal alt und die Alten waren mal jung. Es sind keine verschiedenen Menschen, es sind immer die gleichen.

      Wer nicht die ganzen Jahre verblödet vor der Glotze Fußball und Volksmusik schaut, weiß eben als älterer Mensch mehr vom Leben. Und erinnert sich an seinen Unsinn, den er als junger ausprobierte.

  26. Einstürzende Kirchen
    ersparen uns die enormen Erhaltungs- und Abrisskosten. Die finanziellen Mittel werden für dringendere Aufgaben benötigt.

    Der Anblick unbewohnbarer Viertel wird für uns nach der nächsten
    Krisencombo geläufiger werden. Biodiesel und Baumarktchemikalien
    werden in ausreichender Menge vorrätig gehalten.

    Welchen Nutzen soll dieses alte Ehepaar noch für uns haben? Hätten sie
    den Binnenmarkt durch Konsum angekurbelt? Waren sie die Fachkräfte, die uns im Globalisierungswettbewerb voran gebracht hätten? Konnten wir kulturelle Bereicherung durch ihr Schaffen erwarten? Dass sie keine
    Möglichkeit mehr hatten, uns vor der Degeneration durch Inzucht zu
    bewahren, ist eh klar.

    • oho
      Alte Kirchen (zumal kath.) sind mir Atheisten allemal lieber als diese
      kalten Bauhaus-Quader. Schon wegen der Ästhetik.

  27. Nahaufnahme
    Einmal mehr danke. Der Beitrag zeigt: Die Wahrheit ist konkret. Die Gaukler und Gauner hantieren mit Abstracta.

  28. Titel eingeben
    Ich kann Sie sehr gut verstehen – ich bin auch oft in der gleichen Region Italiens, und wenn ich auch niemanden kenne, der direkt vom Erdbeben betroffen ist, so kenne ich die Bilder. Und ich ärgere mich ähnlich über die wenig durchdachten Kommentare mancher „Kritiker“ von Brexit die hauptsächlich den Verlust ihrer Privilegien bedauern, obwohl ich wahrscheinlich zum Teil auch dazu zähle. Die Arroganz der EU Befürworter nach dem Referendum gegenüber denen, die für „Leave“ gestimmt haben, war zum Teil unerträglich (aber nicht nur auf die Jugend beschränkt).

    Aber: die EU ist viel mehr und unterhalb der politischen Ebene gibt es so viele Verflechtungen, die nur sehr schwer zu entwinden sind. Natürlich kann man das, aber es wird aufwändig und schwierig – und niemand hat dafür einen Plan weil wahrscheinlich niemand genau weiß, was zu tun ist. Am besten wäre es sicher, wenn auch die EU sich jetzt einmal besinnen würde und nach den Ursachen für die Ablehnung durch Briten (und vieler anderer Länder) fragt – Boris Johnson hatte am Anfang des Wahlkampfes genau das als Hauptziel des Referendums erwähnt (davon aber bald Abstand genommen). Nur leider passiert genau das nicht, sondern eher das Gegenteil, und aus genau diesem Grund fiel es mir auch schwer, mich zu entscheiden.

    Die EU wird aber vermutlich unnachgiebig sein und uns (im UK) genauso behandeln wie die Schweizer, als sie sich für eine Einwanderungsbeschränkung ausgesprochen haben. Ich bin hier natürlich voreingenommen weil ich selbst betroffen bin, aber ein Ausschluss aus dem ERC (der europäischen Forschungsförderung inkl. Erasmus) wäre für das UK sehr schlecht, denn wir bekommen nicht nur sehr viel Förderung vom ERC, sondern es erleichtert auch europäische Zusammenarbeit. Im Moment überlegen unsere europäischen „Freunde“, ob sie überhaupt mit uns arbeiten wollen, oder ob das möglicherweise zu Nachteilen bei der Bewertung durch die EU Administration führt. Ähnliche Beispiele gibt es auch in anderen Bereichen, wenn zum Beispiel große Unternehmen auf den Marktzugang zur EU angewiesen sind und sich daher nach Europa verlagern. Das sind deutlich größere Probleme als der 2h Flug nach London oder der überteuerte Kaffee in Prag.

    Die „Jugend“, die aber genau so etwas schreibt, war letztendlich selbst nicht in der Lage, einen Brexit zu vermeiden, denn sie sind schließlich überhaupt nicht zur Wahl gegangen. Ich kenne einige Fälle, wo die Wahl „vergessen“ wurde, dafür aber das Wehklagen am nächsten Tag groß war – nachdem die Wahlbeteiligung bekannt war, müßte man eigentlich eine Entschuldigung erwarten, aber wahrscheinlich wird die nicht kommen.

    Eigentlich sollte man jetzt so langsam aufhören, sich gegenseitig zu beschuldigen und eher versuchen, das beste aus der Situation zu machen. Das Ergebnis wird es nicht ändern, aber wir müssen schließlich weiterhin zusammenleben. Die Auswirkung von Beleidigungen etc haben wir bereits während des Wahlkampfs gesehen, das muß jetzt so nicht weiter gehen.

    • Man hätte halt Politik für die Menschen machen müssen und nicht TTIP und migration so, wie man es gemacht hat.

    • Titel eingeben
      Kann man hoffen, dass das noch kommt und Brexit ein heilsamer Schock war? Die wirtschaftlichen Argumente haben schließlich keinen Erfolg gehabt und im Moment sieht es so aus, daß der Zugang zum Binnenmarkt hauptsächlich für die Politiker wichtig ist.

    • Forschung und Binnenmarkt
      @Gux Gux

      Hier sind zwei Punkte erwähnenswert:

      1. Forschung. (Vielleicht hätte ich stattdessen ‚Feigheit‘ schreiben sollen?)
      Wenn Sie die Forschungsförderung beantragen, haben Sie doch sicher einige ‚Kompetenzen‘ die Sie beitragen können. Also sind Sie wichtig im Projekt. Und ich sehe auch nicht, dass nach dem Austritt früher bereitgestellte Mittel einbehalten werden.
      Wenn ihre Kooperationspartner in der Forschung keine Angsthasen sind, werden die mit Ihnen weiterarbeiten *wollen*.
      Ich glaube auch nicht, dass die Regierung der GBnew kein Interesse an einem Austausch hat.
      ich kann mir lediglich vorstellen, dass die EU sich rächen wollen wird. das wäre dann *noch* ein Grund gegen die EU.

      2. Binnenmarkt. Hier ist eine Korrektur anzubringen:Nicht die Politiker haben Interesse am Zugang für den Binnenmarkt. Der geht denen am Allerwertesten vorbei. Die Wirtschaft hat daran Interesse, und hat die Politiker entsprechend instruiert.
      Ich muss wahrscheinlich niemandem hier erklären, dass die politiker alle so klein sind, dass sie bequem in die Taschen der Industrievertreter passen.

    • Titel eingeben
      @Uwe Dippel

      #1 Ob man das wirklich als Feigheit ansehen kann, wage ich zu bezweifeln. Wer auf Drittmittel angewiesen ist, der wird alles versuchen, um die eigenen Chancen zu erhöhen – und wenn man eine Voreingenommenheit bei Gutachtern befürchtet, wird man das berücksichtigen. Es gibt nur sehr wenige Wissenschaftler die wirklich „alternativlos“ sind – die meisten lassen sich mehr oder weniger einfach austauschen. Das UK hat ganz sicher ein Interesse an einer weiteren Zusammenarbeit, soweit ich das sehe auch das ERC – das Problem ist eher eine Politik der verbrannten Erde die den Rest der EU vor Fehlverhalten warnen will.

      #2 Der Binnenmarkt – ich halte diesen auch für die Bürger weitgehend für Vorteilhaft, denn die Größe sorgt auch dafür, daß Regulierungsbehörden mehr Macht haben (ob diese sinnvoll eingesetzt wird, ist wieder eine ganz andere Frage).

    • Transgenderitis??
      @DA, 30. Juni 2016 um 09:13 Uhr:
      „Politik für die Menschen machen“

      Sie sind doch nicht grad transgendermäßig am Rüberrutschen? So etwas Sentimentales, Triefig-Pathetisches von einem Mann zu lesen, der keinen Alkohol trinkt – der keinen Alkohol trinkt, das ist hier der Punkt – ist schon überraschend. Nur manche Frauen kriegen sowas auch ganz und gar ohne Alkohol hin.

      t.

    • Gallis Mathias
      Deutsche und sonstige Twitter-Jugendliche dafür zu schelten, dass sie in der UK nicht zur Wahl gegangen sind, ist doch etwas stark. Und die Erwartung einer Entschuldigung von Wahlenthaltern für dubiose Wahlergebnisse? Wer war eigentlich nochmal Schuld an HHs Wahlsieg 1933? Leider fehlen wohl die exit-poll-Statistiken für die Wahlbürger jüdischen Glaubens, Alten und Kulturschaffenden. All die, die nicht Teil einer arischen Jugendbewegung sein wollten.

      Allerdings unterstütze auch ich Merkel und vorher Schröder seit zwanzig Jahren durch konsequente Wahlverweigerung (einmal hatte ich meine Stimme vorab verschenkt und wählte, derart fremdgesteuert, Grün) und sehe keinen Anlass für Demut. Ich nehme auch nicht Teil an „Meinungsumfragen“, die Waren und Dienstleistungen „verbessern“ wollen oder irgendwelche Faktoide in die Welt setzen (92% aller Deutschen halten beim Notstand auch „unkonventionelle Lösungen“ für legitim (7% „teils, teils“)).

      Und „Politik für die Menschen“? Mensch, Don, ist das nicht die unterste Schublade sowohl des Trumpismus als auch der sozialdemokratischen Vor-Ort-In-der-Region-Salbaderei? ( „Für die Menschen!“ ). Man muss auch Politik für die Tiere und Pflanzen machen (wirklich), aber das Problem mit den Menschen ist ja ihre fehlende Homogenität. Wenn man Pech hat, gibt es zwei charismatische Antipoden, die beide Politik für die Menschen machen und dann hat man eventuell den Bürgerkrieg am Hals.

      Sicherlich lassen sich stets Beispiele für fehlgeleitete und verschwendete Gelder finden, für „falsche Prioritäten“, das ist trivial und unvermeidbar in funktional differenzierten Verwaltungen, das wird, außer im Einzelfall, nicht mal dann besser klappen, wenn sich der Kümmerer-Capo „persönlich“ der Sache annimmt. Aber der Jugend erst dann ihre ERASMUS-Latte zu gönnen, wenn dem letzten verarmte Rentner geholfen ist…das wird dann nie was mit der Latte.

  29. Don, ein verstörender Artikel,
    Früher, in meiner Zeit, da gab es noch eine Tätigkeit, die nannte sich Bauhilfsarbeiter. Da musste man nicht viel sprechen können, da brauchte man keine Fachexpertise, wichtig war körperliche Belastbarkeit, d.h. man sollte vielleicht jung und männlich sein.

  30. Il Latte Macchiato
    Das ist richtig gut, sehr bewegend. In einer Antwort auf einen comment schreiben Sie, dass die Clandestini sofort weg waren. Deswegen passen sie ja so gut zu latteschlürfenden Zeitgeistautorinnen. Wir betrachten die junge Abgreiferfraktion, bei der doch nur noch der entscheidende Schritt zu fehlen scheint, den Finanzverwalter von uns halbwegs Degenerierten zufrieden zu stellen.

    Ein anderer comment hier, andere Feder, bringt einen Vergleich mit der Gegend nördlich Berlins, den ich durchaus passend finde.

    Extrem gut geschrieben wie alles, was Sie über Italien verfassen. Nur Latte: Wieso die? Der Latte macchiato!

    „wenn sie an ihrer Latte saugen“

    Hat natürlich assoziativ mit falschem Artikel mehr.

    In England und Frankreich scheint außer Erasmusförderung zum Aufbau einer stromlinienförmigen braven und gegenderten Nachwuchselite auch nichts anzukommen auf dem Land.
    Deutsche Dornröschenstädte sah ich mal vor Jahren in Entweder Broder, Zweibrücken zum Beispiel, nachdem der Schuh nach China zog.

    Saluti e complimenti per questo!

  31. Hoffentlich hält Corbyn durch
    Und nutzt die Gelegenheit, seine Partei von unten her ganz neu aufzubauen.
    .
    Ausserhalb der EU muss sich Labour nicht mehr zuvorderst als Transmissionsriemen einer neoliberalen Weltordnung begreifen. Jetzt kann sie sich wieder an den Wünschen der Beherrschten orientieren und vielleicht einige UKIP-Wähler zurückgewinnen.
    .
    Was jetzt in GB passiert, ist eine Spätfolge von Thatcher und Blair. Da würde ich auf das Geschrei von deren ehemaligen Anhängern nicht so viel Rücksicht nehmen.

    • Titel eingeben
      Woher kommt in Deutschland diese Begeisterung für Corbyn? Er hat eigentlich fast alle enttäuscht, die große Hoffnung in ihn gesetzt haben (und diejenigen bestätigt, die vor ihm gewarnt haben).

      Er hat es in der kurzen Zeit geschafft, Labour fast komplett zu spalten – seine Unterstützer sind nämlich nicht unbedingt aus der Partei, sondern eher von diversen linken Splittergruppen (ein wenig erinnert mich das an die Geschichten die man hier ab und an von den Piraten liest). Er hat mit das schlechteste Wahlergebnis eines Parteivorsitzenden bei einer Kommunalwahl erzielt, und war auch wenig erfolgreich darin, gute Oppositionsarbeit zu leisten (insbesondere bei PMQ). Corbyn mag ja gute Absichten haben, aber inzwischen wirkt er für viele eher wie jemand, der verzweifelt an seinem Sessel klebt. Und die meisten Corbyn-Anhänger, die ich kenne – und die ihn bis vor ein paar Tagen noch energisch gegen die angeblich rechte Presse verteidigt haben – sind extrem enttäuscht.

      Inzwischen stellt sich sogar die Frage, ob er es schafft, Labour so nachhaltig zu zerstören, daß sie wirklich keine Rolle mehr spielt.

    • Titel eingeben
      Woher kommt in Deutschland diese Begeisterung für Corbyn?
      Keine Ahnung. Ich kenne niemanden persönlich, der ihn kennt. Ich selbst weiß von ihm nur durch die Medien und bin Deutsche und halte ihn für völlig unfähig. Insofern: Begeisterung in Deutschland ist vielleicht ein wenig hoch gegriffen.

    • Uff… drei hintereinander…
      Meier, warum die Illusionen, man hat doch bei Bernie gerade gesehen wie man ernsthafte Versuche etwas am Status Quo zu ändern, problemlos in den Griff kriegt. Das wird in UK nicht anders sein.
      Mit ihrer Vermutung zu Blair und Thatcher haben sie sicher recht, und obwohl das am 6.6. noch heftiger wird, wenn der Iraq Bericht endlich veröffentlicht wird, so geht es nicht um das Geschrei der ehemaligen Anhänger sondern darum dass auch die Doofen nachwachsen und das zusammen mit den bestehenden Machtverhältnissen auch im UK dafür sorgen wird, dass grundsätzliche Änderungsversuche schlicht und einfach im Sande verlaufen werden

      GuxGux, es ist wie mit Bernie in den USA, natürlich gibt es eine Spaltung wenn jemand versucht das Gesindel zu verjagen und Leute installieren will, die Politik für die Bürger machen. Was hatten sie denn erwartet? In die fand bei der SPD ja eine tatsächliche Spaltung statt und kein denkender Mensche wird in der SPD noch „Sozial-Demokratie“ entdecken. Und wie in DE der Urnenpöbel zu blöde ist zu begreifen wo seine Interessen liegen, so ist es in England auch nicht anders. In den Medien werden die Interessen gewisser Kreise vertreten und das ist dann der Ausgang. Dass ihre drei Spezies Corbyn für einen Versager halten ist, mit Verlaub, nicht gerade ein Argument. Oder?

      Und colorcraze… man kann es ganz einfach verstehen.
      Corbyn in Labour ist ungefähr so, als hätte sich die Linke nie von der SPD abgespalten und bei einer Abstimmung hätte nun statt der Gabriel & Co, eine Wagenknecht die Mehrheit erhalten. Das Gekeife des rechten Gesindels in dieser widerlichen Partei wäre genauso laut, und hätte genauso viel Unterstützung in den Medien wie das Corbyn in England gerade widerfährt.

      Mir wären Regierungen unter Sanders, Corbyn und Wagenknecht lieber als das wir garantiert bekommen werden, aber ich habe diesbezüglich natürlich niemals Illusionen. Die Blöden machen immer 90% eines Volkes aus, sonst wäre Demokratie ja verboten! Wie richtig diese Folgerung ist sehen sie ja gerade an dem Gezeter der Nachwuchs-A….geigen über die Alt-Wähler, die es gewagt haben, nicht nur zur Wahl zu gehen, sondern auch noch in ihrem eigenen Interesse abgestimmt zu haben, anstatt sich um das Wohlergehen der zuhause Geblieben Jungmannen und Frauen zu sorgen.

      Einfach jedes mal nur laut Lachen wenn man mit massenhafter Dummheit konfrontiert wird….

    • Ja eben, die Presse hasst ihn
      Gerade weil die Presse ihn hasst, weil die Vernünftigen ihn hassen, gerade darum denke ich, dass er so schlecht nicht sein kann.
      .
      Wen empfiehlt eigentlich Rupert Murdoch?

    • FAQ
      Woher kommt in Deutschland diese Begeisterung für Corbyn?
      .
      Ganz einfach. Hier haben wir Sigmar Gabriel.

    • Titel eingeben
      TDV – es ist ebensowenig ein Argument wie die Wähler pauschal als „Urnenpöbel“ zu bezeichnen. Corbyn entpuppt sich als genau das, was viele befürchtet haben – ein unfähiger Oppositionsführer. Er hat im Parlament ein schlechtes Bild abgegeben, er hat bei der Kommunalwahl schlecht abgeschnitten und unter seiner Führung gelingt es Labour nicht, Oppositionspolitik zu machen.

      Corbyn klebt an seinem Sessel wie alle anderen Politiker, und verwendet genau die gleichen Tricks, um seine Macht zu erhalten. Daß die Linken genauso wie die Rechten immer eine Verschwörung der Medien als Erklärung für die eigene Unfähigkeit verwenden, macht es nicht richtiger.

    • Gux, sie sollten den Unsinn lassen....
      „Corbyn entpuppt sich als genau das, was viele befürchtet haben – ein unfähiger Oppositionsführer.“

      An Corbyn hat sich gar nicht entpuppt. JEDER weiss, dass die kleinere Hälfte von Labour, die der SPD entspricht, gegen alle sein wird was er tut oder sagt, und die ein wenig grössere Hälfte, die bei uns Der Linken entspricht, die steht hinter oihm. Und nun gibts noch eine weitere Spaltung wegen des Brexits.
      Dass bei uns die Blöden in den beiden „Volks“parteien jeden Mist unbesehen unterschreiben solange er ihnen nur von oben vorgelegt wird, das halten sie anscheinend für Einigkeit?

      Dass Bürger in der Mehrheit so denken wie sie, macht es nicht zur Wahrheit sondern erklärt die zustände.
      Ich bezeichne den Urnenpöbel als Urnenpöbel weil er der Urnenpöbel ist. Dass ich damit nicht zur Mehrheit gehöre, ist Teil desselben Problems….

  32. Danke, Don.
    Ich hoffe nur, die Berliner Autorin findet Zeit, diesen Bericht zu lesen. Allein, mir fehlt der Glaube.

  33. Es ist wirklich schade.
    Oft haben sie interessante Themen oder Gedanken, die unbedingt diskutiert werden sollen. Dennoch kann ich keinen Ihrer Texte teilen, weil früher oder später so ein passiv-aggressiver oder gar mobbender Teil darin vor kommt gegen einzelne Personen gegen die sie offenbar einen Gram hegen.

    • Ich schreibe nicht für Zustimmung, es schreibt mich, wie es eben ist.

    • Also ich persönlich
      Nehme aus Texten jeglicher Art das mit, was mir nützlich und nachdenkenswert erscheint. In irgendwelche Fehden braucht sich niemand zwingend einzuschalten.

    • Passiv-aggressiv ? Ich finde das recht konkret.
      Und man kann die Fackel der Wahrheit nicht durch die Menge tragen ohne ein paar Bärte anzusengen, da kann auch mal ein Damenbart darunter sein. Ich habe aber hier noch nicht erlebt dass jemand zur Zielscheibe wurde, der nicht selbst gern austeilt.

    • passiv-aggressiv
      ist der bayuware in seinem tiefsten seelengrund, wenn er aber hinlangt,
      dann langt er hin.
      mei rua will i ham und a revalution (simplizissimus, ende der 20er jahre)

  34. Titel eingeben
    Servus Don,

    da hat er den Nagel auf den Kopf getroffen.

    Allerdings haben wir hier – nicht weit weg von BoomTown-Munich – auch die Moglia’s.

    Aber die kennt der feine Münchner Salon-Linke nicht, denn der Horizont des gemeinen Jung-Münchners endet am Münchner Flughafen. Dahinter ist „Pampa“. Manche sind in ihrem Chauvinismus sogar stolz darauf, nicht zu wissen, wo „Dingolfing“, „Tirschenreuth“ oder „Freyung-Grafenau“liegen. Die Leute dort sind ohnehin stockkonservativ, hinterwäldlerisch und man versteht ihren peinlichen Dialekt nicht.
    Dass diese Menschen seit Generationen in die weit entfernte – privilgierte – Landeshauptstadt umziehen oder weite Wege pendeln interessiert sie nicht – jedem das seine. Und man inzwischen froh sein muss, wenn die örtliche Postfilale nicht geschlossen wird, es im Umkreis von 15 Km noch eine Sparkasse oder einen Allgemeinarzt gibt.

    „Ungleichheit“ und „Ungerechtigkeit“ interessiert diese Leute nur dort, wo man sie politisch instrumentalisieren kann.

  35. Lumpenprekariat und Korruption
    Der Ausdruck „Lumpenproletariat“ wird heute kaum noch verwendet, z.T. weil diese Gesellschaftsschicht weitgehend aufegeloest wurde durch materielle Verbesserungen und fruehere Selbstreinigung des Proletariats.

    In Anlehnung daran moechte ich den Begriff „Lumpenprekariat“ einfuehren, um zu beschreiben, was in der Jetztzeit meist immer noch zu freundlich als „NetzaktivistInnen“, „JungintellektuellInnen“, „erfolglose JungautorInnen“ uam bezeichnet wird.

    „Lumpenprekariat“ beschreibt diejenigen, die ihren Gesellschaftsbeitrag als Anspruch auf einseitiges, bedingungsloses Versorgtwerden durch die Wohlfahrtsgesellschaft sehen, die sie gleichzeitig bekaempfen (parasitaer: Naehrstoffe entziehen, schaedigende Giftstoffe an den Wirt abgeben).

    Die Mafia ist heute nicht mehr gefaehrlich wegen der physischen Gewalt, die ueber die Jahrzehnte immer weiter abgenommen hat, sondern wegen der systematischen, vernetzten Korruption, die zu einem oft ineffizienten Einsatz limitierter vorhandender Mittel fuehrt.

    Die mafiaartigen Strukturen haben sich in Europa weit verbreitet, und sind bei weitem nicht mehr auf italienische Hauptakteure beschraenkt.

    Eines der Hauptuebel in Deutschland, Europa und der Welt ist die Korruption, sowohl die harte martielle Form, als auch die polititsche, moralische. Die meisten Mitglieder des Lumpenprekariats betreiben Korruption und werden dabei von Politik und Medien gefoerdert.

    Ein Richtungswechsel der modernen Gesellschaften ist nur moeglich, wenn es gelaenge, die Korruption auf das in menschlichen Gesellschaften unvermeidbare Minimum zu reduzieren. Das hiesse, wie so oft, eigentlich nur bereits vorhandene Gesetze konsequent anzuwenden und Korruption als das zu brandmarken, was sie eigentlich ist: eine der schlimmsten Geiseln der Menschheit.

    „Korruption (von lat. corruptio: Verderbnis, Verdorbtheit, Bestechlichkeit) im jur. Sinne ist der Missbrauch einer Vertrauensstellung in einer Funktion in Verwaltung, Justiz, Wirtschaft, Politik oder auch in nichtwirtschaftlichen Vereinigungen oder Organisationen (zum Bsp. Stiftungen), um fuer sich oder Dritte einen materiellen oder immateriellen Vorteil zu erlangen, auf den kein rechtmaessiger Anspruch besteht.“

    • Titel eingeben
      Lumpenprekariat? Ich weiß nicht so recht, ob das passt. Sie verachten die Leute von denen sie leben. Typische Ausbeutermentalität.


    • Sie verachten die Leute von denen sie leben.
      Trifft zwar zu, aber ist auch nur ein Teil.
      Ich würde sie eher für so eine Art säkulare Abkömmlinge der mittelalterlichen Bettelorden ansehen; immer ganz priesterlich für das Gute, und ohne jede Überlegung wo die Spenden herkommen.

  36. Das Problem besteht im heutigen Bewusstsein (das man
    früher nicht hatte – wer konnte sich 1789 die Herkunft des Tsunami, der allein im kampanischen Bereich sechzigtausend Leben kostete, erklären?), dass Italien nicht Europa, sondern Afrika ist – geologisch. Die riesige Platte drückt erbarmungslos aus dem Süden herauf, Erdbeben sind deshalb gängig und nicht jeder Vulkanismus kommt so gemütlich wie Stromboli oder Ätna daher.

    Der Komplex Monte-Somma-Vesuv-Campi-Flegrei jedoch ist ein erzböser Bube. Tief unter der Bucht von Neapel gibt es eine gewaltige Lava-Gas-Blase (man bohrt diese, zum Entsetzen einiger Fachleute, bei Pozzuoli seitlich zur Energiegewinnung an) , die sich stetig nach oben arbeitet. Nun könnte man sich hinsetzen und ausrechnen, dass das beim derzeitigen Tempo wohl noch achtzig+ Jahre bis zum Erreichen der Erdoberfläche dauern wird. Die Praxis sieht aber wahrscheinlich dann so aus, dass lange vorher der enorme Gasdruck die letzten drei, vier Kilometer Deckgebirge einfach wegblasen wird – wie sowas aussieht und welche Folgen das für die Umgebung hat, kann man sich am Beispiel Krakatau verdeutlichen.

    Ich würde deshalb in italienische Faltgebirgsbereiche auch kein Geld mehr stecken, vielmehr diese mittelfristig wie Tschernobyl samt Rundherum leeren, absperren und der Natur überlassen – mir ist aber klar, dass italienische Hirne ein wenig anders funktionieren, schließlich sehe ich, wie der Vesuv nach und nach immer mehr besiedelt wird…

    • In Italien erklärte man diese Region kurz vor dem Erdbeben als eher sichere Zone. Aber das half nichts.

    • Na, das ist also die eigentliche Ursache fürs Beben gewesen: Die
      Afrikanische Platte hatte Kenntnis von „In Italien erklärte man diese Region kurz vor dem Erdbeben als eher sichere Zone.“ erhalten, stutzte kurz, schluckte dann ein wenig, besann sich ihrer umfangreichen humanistischen Bildung („Tand, Tand, Tand sind die … aus Menschenhand!“) und schüttelte sich schließlich vor Lachen – die Folgen des Letzteren haben Sie ja fleißig dokumentiert.

      („Du schreibst die Kommentare zu schnell. Mach mal langsam.“ Ujujui, hab ich doch mein tägliches Kontingent schon wieder aufgebraucht, ich Schlimme ;-) )

  37. Titel eingeben
    Ich bin erschüttert.Die EU setzt ihre Prioritäten nach den Motto: Außen hui, innen pfui – auf allen Ebenen. Da werden z.B. Gelder ausgegeben für grenzüberschreitenen Tourismus und Seminare für Rosenblätter auf der Bettdecke und im Wannenwasser etc. Als ob das ein Normalo möchte.

    Es barmt mich, diese Bilder zu sehen.Und Sie werter Don, werden mir immer sympathischer.Man denkt immer, sowas gibt es nur in Rumänien, wo hier örtlich viel gemacht wird. Ein Waisenhaus, ein Kindergarten sind fertig und viele, viele Pakete wurden per LKW dort hingebracht.Ausgelöst durch eine tolle Musicalgruppe, die ziemlich professionel arbeitet nach Feierabend und deren Vorstellungen innerhalb einer Stunde restlos ausverkauft sind, die letzten Jahre im Schauspielhaus Füssen.

    Aber wichtige, tüchtige Leute gibt es ja nur in Brüssel…

  38. Nicht Strippen, sondern Verbindungslinien
    ziehen Sie aus erstaunlich unterschiedlichen Blickwinkeln – das gefällt mir immer wieder.
    Ein dezentes Monitum sei dennoch erlaubt: Den Text von Nora B zum Brexit halte ich für nach geradezu ausgewogen. Gibt es „bessere“ Belege?

    • Allein wenn ich lese, dass man ja mal eben in zwei Stunden in London… da kommt mir das kalte Kotzen. Die wissen nicht mal, wie verdammt gut es ihnen geht.

  39. Don, ein verstörender Artikel, den Sie uns da vorsetzen
    und mir stellt sich unvermittelt die Frage, wie das in der wohlhabendsten Region Italiens seinen Lauf nehmen kann. Aber schon eine kurze Recherche bringt es an den Tag: „Die Krise (in der Lombardei) wiegt schwer, und im letzten Jahr hat die italienische Auswanderung ihren Höhepunkt erreicht mit einem Zuwachs von 30% im Vergleich zu den vorangegangenen 12 Monaten. Diejenigen, die ins Ausland gehen, sind überwiegend Männer in den Dreißigern aus der Lombardei, wobei Deutschland das bevorzugte Ziel ist.“
    .
    Wo bleibt Brüssel, ist der zweite Gedanke. Kurze Recherche und man erfährt: „Beim Wiederaufbau der italienischen Stadt L’Aquila nach dem Erdbeben von 2009, den die EU mit 494 Millionen Euro sponserte, sind laut EU-Rechnungshof mehrere Millionen Euro direkt an die Mafia geflossen! Zahlreiche Baufirmen konnten die vorgeschriebene „Anti-Mafia“-Bescheinigung nicht vorweisen, in anderen wurden gesuchte Mafia- Straftäter….“ Nun gut, L’Aquila liegt in der gleichnamigen Provinz in den Abruzzen. Da kann man sich das ja denken wie das dort abläuft. Aber nein, in der Lombardei läuft das genau so ab, wie weitere Nachforschungen ergeben. Teile der Regionalregierung stehen vor Gericht oder sind schon im Knast.
    .
    Die Quintessenz des Artikel für mich: Europa sollte sich um seine eigene Bevölkerung kümmern, egal ob jung und alt, dabei aber nicht den Schlendrian vor allem in den Staaten der Mittagssonne noch mitfinanzieren. Im übrigen haben wir hier in unserer Region (mittlerer Neckar, Hohenlohe) aber auch das Beispiel dafür, dass angebotene Hilfen z.B. für spanische arbeitslose Jugendliche, zwar kurz angenommen werden, Ausbildungsverträge aber unter allen möglichen Ausreden (Sprache, Wetter, zu ländliche Umgebung, Heimweh nach Mama und Papa…) nach kurzer Zeit wieder aufgelöst werden.
    .
    Oben schreibt @ Goodnight: „Europa ist voll von kaputten Autobahnen, kaputten Häusern und Neubauprojekten.
    Früher, in meiner Zeit, da gab es noch eine Tätigkeit, die nannte sich Bauhilfsarbeiter. Da musste man nicht viel sprechen können, da brauchte man keine Fachexpertise, wichtig war körperliche Belastbarkeit, d.h. man sollte vielleicht jung und männlich sein.

    Würde man Flüchtlinge und Bauindustrie zusammenführen, so hätte man zwei elementare Probleme Europas über Nacht gelöst. Nicht nur das, man würde dann auch den Rassismus, den Nationalismus und das Auseinanderliegen der EU stoppen.“
    .
    Es ist eher nicht die Absicht der Schutzsuchenden in Europa Zementsäcke zu schleppen. Für viele von ihnen sind eher, von langer Hand geplant, distributive Tätigkeiten in der Versorgung mit Luxusgütern vorgesehen. Mal ganz abgesehen davon sein Leben hier sozialgestützt (Sozialabgaben in D wieder > 40%) ohne Arbeit wesentlich besser als in der Heimat gestalten zu können. Davon nehme ich kein einziges Wort zurück!
    .
    @ Goodnight, wo leben Sie ? Auf dem Bau werden in nennenswertem Umfang keine Zementsäcke mehr geschleppt, auch keine die auf 25 kg reduziert sind, keine Energiezufuhrgräben mehr von Hand ausgehoben, keine Leitungsschlitze mehr von Hand geklopft….. Dagegen stehen nicht nur deutsche sondern auch EU-Standards des Arbeits-und Gesundheitsschutzes. Wir können auch nicht, wie in Pakistan, die jungen Zuwanderer in Steinbrüche stecken um Schotter per Hand zu klopfen. Denken Sie an den Mindestlohn, auch für Schutzsuchende.

    • EU-Standards des Arbeits-und Gesundheitsschutzes
      sind immerhin etwas. – Der für das gottverlassene Paar in Moglio zutreffende Standard wurde bereits vor zweitausend Jahren formuliert.
      Ein Limburger Bischof hätte womöglich zugestimmt, solange das Budget es hergab und seine dienstlichen Bezüge dadurch nicht geschmälert wurden. Ein Kölner Kardinal gab Geld des Bistums für einen guten Zweck: Er erwarb ein Gebrauchtboot für ein Freiluftevent. Und dann der folkloristische Bezug: Die katholische Kirche Italiens bewirtschaftet einen immensen Immobilienbestand in Rom. Der Papst wohnt im Dienstbotenzimmerchen, einige Kardinäle können das Elend nicht mit ansehen, sie begnügen sich mit Luxuswohnungen immenser Größe in Roma æterna.

      Großartiger Beitrag, Don Alphonso, weil er weh tut.

    • Ich habe da noch mehr, das kommt auh noch. Das war nur ein Vorgeschmack.

    • Some are born great, some achieve greatness, and some have greatness thrust upon them
      Als ich noch jung und schön war, da durfte ich meinen ersten dollen Job nach der UNI antreten, das war im Jahre 2000. Irgendwas mit Beratung, obwohl da gar keine Beratung stattfand…egal.
      Da der Don damals die New Economy kaputtgeschrieben hat, wurde mein Arbeitsvertrag „einvernehmlich“ im Jahre 2001 beendet. Daraufhin stattete ich dem sog. Arbeitsamt einen Besuch ab, wo man mir erklärte, dass man in Deutschland verpflichtet wäre, Arbeit zu suchen, wenn man Unterstützung vom Staat erhalten wollte.
      Das hat mich damals überrascht und ich habe dann kopfschüttelnd auf staatliche Unterstützung verzichtet.

      Whatever, sind Flüchtlinge gleicher als gleich. Sind sie Gottesgleich. Sind sie von Arbeit befreit? Erhalten Sie Dach, Nahrung und Geld einfach und ausschließlich für Sein?

      Man kläre mich bitte auf.

    • @deja
      „Kurze Recherche und man erfährt: „Beim Wiederaufbau der italienischen Stadt L’Aquila nach dem Erdbeben von 2009, den die EU mit 494 Millionen Euro sponserte, sind laut EU-Rechnungshof mehrere Millionen Euro direkt an die Mafia geflossen! Zahlreiche Baufirmen konnten die vorgeschriebene „Anti-Mafia“-Bescheinigung nicht vorweisen, in anderen wurden gesuchte Mafia- Straftäter….“ Nun gut, L’Aquila liegt in der gleichnamigen Provinz in den Abruzzen. Da kann man sich das ja denken wie das dort abläuft. Aber nein, in der Lombardei läuft das genau so ab, wie weitere Nachforschungen ergeben. Teile der Regionalregierung stehen vor Gericht oder sind schon im Knast.“

      Und nur weil man die Leute, bei denen die zig-Millionen zB beim Berliner Flughafen Bau gelandet sind, hierzulande nicht Mafia nennt, deshalb ist das alles ein gosser Unterschied?

      So tief träumend kenne ich sie ja gar nicht…

  40. Ist denn die ...
    … Rekordfinanzhilfe von 670 Mio. EUR für die Region Emilia Romagna, die die Kommission 2012 aus dem EU-Solidaritätsfonds gezahlt hat schon verbraucht?

    • Was glauben Sie, wie weit man mit 670 Millionen bei 15 Milliarden Schäden kommt, wenn nebenbei noch die Wirtschaft einbricht und der Tourismus auf Null zurück geht?

    • Tschernobyl, die EU und 40 Milliarden an Steuergeldern.
      Für den Aufbau einer Schutzhülle wurden Europaweit 40 Milliarden gesammelt – in den 80igern. Es wurde sogar eine eigene Bank gegründet um das Geld zu VERWALTEN. Wohlwissend das 98 % der radioaktiven Stoffe des Reaktors in die Atmosphäre geblasen und über ganz Europa verteilt wurde.

      So wird das ganze schöne Geld GERECHT VERTEILT – unter GLEICHEN!

    • Wahnsinn...
      Was sie doch so alles wissen Dr Seltsam!

      „98 % der radioaktiven Stoffe des Reaktors wurden in die Atmosphäre geblasen“

      Sie meinen der Rest ist nur mehr 2%, und Corium gibt es auch keines?

      Wahnsinn, kann ich da nur sagen….

  41. Sie haben die Mafia und deren Geld vergessen-
    wieviele Milliarden sind das jedes Jahr, die weltweit gewaschen werden?
    Und wo betätigt sich die Mafia in Italien vor allen Dingen? Richtig, mit Korruption und im Bauwesen. Warum sind die Italiener (statistisch) reicher als die Deutschen?
    Bevor wie in den Tränen des Mitleids ertrinken, auch ein Hinweis auf die Mentalität der Italiener, wie sie jetzt im Fußball wieder aufscheint: sie wissen genau, wie man gewinnt, und sie sind schon jetzt Europameister darin, die Schuld für alles Übel bei Anderen zu suchen.

    • Glauben Sie ernsthaft, die Mafia könnte beim Wiederaufbau von Privathäusern viel verdienen? Waren Sie mal in der Gegend?

    • Die Schwarzkonten der Brüsseler Politikerelite.
      eine CDU-Abgeordneten ist bei einer Recherche auf über 500 herrenlose Schwarzkonten innerhalb der Verwaltung der EU gestoßen. Natürlich wird darüber NICHT gesprochen. Geht uns dumme Bürger ja auch nichts an – was SIE mit IHREM Geld machen.

    • Link?

    • Titel eingeben
      Wenn Sie schon mit so was hier ankommen: Mit den gigantischen Gegnern, die sie meistens bis zum Viertelfinale erwischen, brauchen die Deutschen auch nicht zu wissen, wie man gewinnt. „Die Schuld für alles Übel bei Anderen zu suchen“ war und ist auch hier immer noch sehr populär (von Versailles über die jüdisch-bolschewistische Weltverschwörung bis hin zu Brüssel) und hat schon immer weltmeisterliche Qualitäten gehabt, vor allem, bei den Folgen.

  42. Ist ja süß!
    Kaum veröffentlicht Herr Meyer Katastrophensammelbildchen von seinem Lieblingsurlaubsort, da rufen seine Gläubigen, die sonst bei der Buchstabenkombination „EU“ einen Puls von 180 bekommen, nach unbegrenzter Wiederaufbauhilfe … von eben jener EU. Ist aber auch eine Zumutung, wenn der Herr Meyer in seinem Urlaub solche Dinge sehen muss. Denn schließlich hat die EU sich ja wohl in erster Linie um das Wohlbefinden von Herrn Meyer zu kümmern, wenn ich das hier alles recht verstehe.

    • Es geht nicht um Wiedraufbauhilfe, sondern um ein Gefühl dafür, was Europa eigentlich ist und wie es wirkt. Und natürlich auch darum, wie Prioritäten gesetzt und Privilegien empfunden werden. Die EU ist nicht schuld am Niedergang des Bankwesens. Aber nun hat man eben das Probnlem, dass eine Region durchhängt, die bis 2012 Italien noch mit aus den Problemen gezogen hat.

    • Zumutungen
      Wenn’s nach Ihnen ginge, bekäme man solche „Dinge“ gar nicht erst zu Gesicht, nicht wahr?

      Ist ja auch eine Zumutung, der ungeschönte Blick in die Hinterhöfe des Friedensprojekts, während ein Teil der europäischen Jeunesse dorée um seine Privilegien bangt.

      Krateln Sie einfach anderswo, wenn Sie Verständnis-Vorbehalte hegen (O-Ton „wenn ich das hier alles recht verstehe“). Ein verständlicher Zweifel immerhin, mit dem Sie nicht etwa allein sind und den man gern mit Ihnen teilt.

    • Ach, ist schon in Ordnung so.

      Man kann nicht so etwas zeigen, ohne dass es emotional wird.

    • Worum geht´s da genau?
      @Michael Kratel

      Lasse ich mal die abwertenden Diffamierungen und strunzdummen Unterstellungen beiseite: Sie regen sich darüber auf, daß Menschen das Elend anderer zur Kenntnis nehmen und bedauern- oder stört es Sie, daß es nicht die „“Richtigen“ tun?


    • @Kratel: die Europäer sind da imgrunde nicht anders als die Chinesen, Aufgabe der Zentralregierung ist nunmal Wiederaufbauhilfe bei Katastrophen und Abhalten von Invasionen. Und wenn sie diesen Aufgaben nicht nachkommt, werden die Leute arg wütend.
      Man merkt das noch nicht so, weil es die EU noch keine 100 Jahre gibt, aber das kommt schon noch.

    • Titel eingeben
      @colorcraze
      What? 100 Jahre EU kommt schon noch?


    • @Walloth: Aber ja, so sicher wie 100 Jahre Kaiserreichsgründung.

  43. Deshalb werden sie ja nicht wieder aufgebaut.
    Text eingeben

  44. Erdbeben und Tsunamies
    Sehr geehrter Don!

    Sie haben meinen Kommentar zu Ihrem letzten Blogthema nicht freigeschaltet, der meiner Erinnerung nach ungefähr so lautete:
    .
    „@der andere Gast (26. Juni 19:35) – Das Problem der EU ist nicht die Frage der Kernkompetenzen, sondern die der fehlenden Demokratie. Die EU Kommission aber auch die ECB sind rechtlich gesehen Bananenrepubliken. Für die ist keine Judikative zuständig. Eine vergewaltigte Sekretärin kann sich an keine Polizei wenden und kein Staatsanwalt kann zur frühen Morgenstunde überraschend mit seinem Personal vorbeikommen und Akten einsammeln, auf Grund deren er dann korrupte EU Diener oder Fürsten vor Gericht bringen kann.
    .
    Frau Merkel und Co weiß das sehr wohl. Es wäre ihre Aufgabe als Mitglied des EU Rates, dass Thema aufzugreifen. Stattdessen hofft sie und anscheinend auch ein großer Teil der deutschen Elite, dass Juncker zurücktritt und Sie seine Stelle übernimmt. Aber wie sagte schon Lincoln: “You can fool some of the people all of the time, and all of the people some of the time, but you can not fool all of the people all of the time.” „
    .
    Deswegen versuche ich gar nicht, zum aktuellen Thema etwas zu schreiben. Mich stört die Einseitigkeit. Die Jugend ist doch schon längst enteignet – nicht um Geld, sondern um ihre Zukunft und das Recht, alt zu werden. Überall liegen Atombomben herum und werden weitere entwickelt und getestet, und zwar nicht nur in den Staaten, von denen man das offiziell weiß. Da kann sich jeder ausrechnen, wie lange es dauern wird, bis der selbstmordversessene IS oder irgend eine anderer Staat die erste wirft und eine doppelte Kettenreaktion auslöst.
    .
    Hochachtungsvoll
    Dr. Lisbeth Heuse

    • Soweit ich sehe ist alles da.

    • Die Zukunft der Jugend
      @ Lisbeth Heuse
      30. Juni 2016 um 11:28 Uhr
      „Die Jugend ist doch schon längst enteignet – nicht um Geld, sondern um ihre Zukunft und das Recht, alt zu werden. Überall liegen Atombomben herum und werden weitere entwickelt und getestet, und zwar nicht nur in den Staaten, von denen man das offiziell weiß.“

      Meine volle Zustimmung zu Ihrem Post. Die folgenden Sätze möchte ich noch ergänzen: Die angeblich so verwöhnte heutige Jugend muss sich an die Auswüchse der neoliberalen Arbeitsmarktverhältnisse von vornherein gewöhnen und nicht erst, wenn sie älter sind, wie die älteren Generationen. Sie lernen schon in den jungen Jahren mit Demütigung, Ausbeutung, bitteren Enttäuschungen und Ungerechtigkeiten leben. Ich erkenne das immer wieder aus den Erzählungen meiner Töchter über Freunde und Freundinnen. Ihnen selbst sind solche Zustände zum Glück bisher weitgehend ausgespart geblieben.

      Diese Auswüchse wurden von den Wählern der EU eingeführt und ermöglicht. In fast jedem EU Land wurde etwa ab Jahrtausendwende eine Politik gewählt, welche die marktradikalen Theorien unterstützte. Damals gingen die jungen Leute noch nicht mehrheitlich zu den Wahlurnen.

      Die Engländer haben mit dieser Politik eine längere Zeit Erfahrungen machen „dürfen“, nämlich seit der Amtszeit von Margaret Thatcher, die Amerikaner noch länger. Kein Wunder, dass gerade die Menschen der beiden Länder von der Politik inzwischen die Nase gestrichen voll haben und sich unbedingt endlich einen echten „Change“ wünschen, um jeden Preis.

      Wenn es nach Junckers, Draghi & Co. ginge, so würde die EU sich die totale Macht über die europäischen Staaten einverleiben, besonders wirtschaftlich und finanziell, dafür aber, eben laut jenem Wirtschaftskodex, nur das Minimale leisten. Jetzt nehmen sie ja schon das Geld der Steuerzahler und geben es zum Nulltarif an die Märkte
      weiter.

      Bzgl. der Atombomben: An den Hauptnachrichten vorbei hat man vor vielen Monaten eher zufällig davon erfahren, dass in Deutschland – stattdessen, dass die alten Atomraketen, wie laut Regierungsprogramm schwarz-gelb bereits vorgesehen, entfernt werden sollten – *mehr* und neue Atomwaffen deponiert werden sollen, welche, laut Experten besonders gefährlich seien, weil sie wendiger seien und gezielt einsetzbar, so dass die Gefahr, dass sie mit einem geringeren Risikobewusstsein eingesetzt werden, ungleich größer sei. Darüber wird gar nicht mehr diskutiert/abgestimmt?

  45. Geld ist genug da
    So lange die italienische Regierung den Willen hat, die Bankgläubiger aus Steuermitteln zu entschädigen, ist genug Geld da:
    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/06/29/schaeuble-stoppt-banken-rettung-mit-steuergeldern-in-italien/
    Die „Eliten“ wollen es nur nicht den wirklich Bedürftigen zukommen lassen.
    Und arbeitslose Mauer würde man mit dem Geld in Europa (nicht mit EU verwechseln) auch finden.
    Grüße Uli

  46. Zu den gemässigt erfolgreichen Schreiber*
    Don Alphonso, ich kann Ihr offensichtliches Unverständnis nicht verstehen.
    Die machen alles richtig; das heißt hauptsächlich: sie haben die richtige Haltung. ProEuropa bis zum Endsieg, Flutlinge bis zum Abwinken, den Latte wo immer es en vogue ist, sich zu zeigen.
    Ich kann auch nicht verstehen, dass es jemanden wundert, wieso diese mittelmäßigen Leute von Staatsknete leben dürfen. Sie tun das richtige. Und nicht nur sie, ist die Geschichte doch voll von alimentierten Papiertigern im Auftrag der Herrschenden.

    Es gab diese Kategorie auch im zwölf Jahre dauernden Tausendjährigen Reich; es gab die Riefenstahls und Georges. Gut, der Unterschied war, dass die wenigstens ausgezeichnet arbeiten konnten.
    Oder in der UdSSR, da gab es auch jede Menge mittelmäßig alimentierter Posten für Künstler und Schreiber und Maler, denen ein Rest zum großen Talent fehlte, und dennoch gut genug waren, lobend über Väterchen Stalin, die lokale landwirtschaftliche Kooperationseinheit oder den Arbeiter am Hochofen zu berichten. Beziehungsweise ein überlebensgroßes Bildnis eines Helden der Sozialistischen Arbeit gießen zu lassen.
    Latte gab es damals noch nicht, aber ein gewärmtes Plätzchen außerhalb der Gulags war schon etwas wert.

    In der frühen Bundesrepublik Deutschland war das anders, da glaubte man noch eher an das Gute im Menschen, Freiheit, Selbstentfaltung, aber auch Aufopferung und wenigstens Dienst an der Gemeinschaft.
    Das ist allerdings Schnee des letzten Jahrtausend. Indoktrination war hauptsächlich gegen den anderen der beiden weltumspannenden Blöcke gefragt. Mittlerweile rollt die ganz neue Indoktrinationswelle, und zwar auf allen Kanälen, inklusive eben leider dem Mutterschiff.
    Nach diesen Maßstäben war das Hocken vor dem Volksempfänger peanuts. Die Leute schreien nach den Empfängern mit denen sie sich freiwillig 24/7 indoktrinieren lassen wollen können. Und natürlich müssen da auch irgendwelche Inhalte her; das BPA kann gar nicht ausreichend Stoff liefern aus dem die Träume werden sollen.
    Also gibt es jede Menge direkter und verdeckter Subventionen für offenbar alle, die sich durch eine richtige Haltung qualifizieren. Wenn es für literarische oder journalistische Qualitäten nicht reicht, kann auf diese Leute um so mehr Druck ausgeübt werden, dann bitte wenigstens konsequent die richtige Haltung beim Schreiben einzunehmen.

    • Ja, das stimmt leider alles....
      … nur manchmal, da frag ich mich halt wie diese perversen Regierungen die das auch heute noch unbehindert so weiterlaufen lassen, eigentlich an die Macht gekommen sind…..

      Können sie mir weiterhelfen?

      Vielleicht lieg ich ja falsch, aber ich kann an dem Allen nicht Ungerechtes erkennen.

  47. Korrekte Bürokraten...
    …sind, nächst effizienten Organisationen wie der Mafia, auch nicht unschuldig, dass es bisher mit dem Wiederaufbau in der Emilia nicht weitergeht. Die Stützgerüste gehören mittlerweile zum Dorfbild, und viele arrangieren sich, faktisch auf Kosten einiger.
    Gelder, auch aus europäischen Töpfen, sind vorhanden. Aber von den örtlichen Behörden müssen sie auf der Grundlage von Sanierungsplänen bewilligt werden. Nach Dutzenden von Behördengängen und seit Jahren dauernden Gesprächen mit einem Architekten und einer spezialisierten Baufirma hat ein Freundin jetzt die Wiederbewohnbarmachung ihres emilianischen Bauernhofes bewilligt bekommen. Die zuständige Assessorin im Rathaus hatte Sorgen, überhaupt etwas zu entscheiden, da sie befürchtete, dies könne als Bevorzugung ausgelegt werden. Nichts zu entscheiden ist auch ein Weg, dem Vorwurf von Vetternwirtschaft oder gar Korruption zu entgehen.

    Im übrigen wurde, zu Recht zwar aber mit dem Effekt der Verzögerung, penibel darauf geachtet, nur das zu finanzieren, was der statischen Sicherheit dient, keine darüber hinausgehenden Sanierungen.

    Danke für die Erinnerung daran, was eine Katastrophe ist…

  48. Ma Re versucht gerade den Brexit zum Notstand umzudeuten ...
    …. jedoch nur, um seine Banken zu retten.
    .
    Uff Glück gehabt – das lassen wir ihm nicht durchgehen!
    .
    Italien versucht immer zuerst neue Schulden machen zu dürfen, statt die eigene Bevölkerung z.B. mit einem Wiederaufbau-Soli direkt zu besteuern.
    .
    Das Geld wäre schon da, es traut sich blos keiner, es für das Gemeinwesen einzufordern, daher Schulden und immer mehr Schulden bis es irgendwann knallt.
    .
    Das ist dann auch ein Notstand und dann geht alles ganz schnell. Das ist der Modus Operandi nicht nur in Italien sondern in der ganzen Euro-Zone.
    .
    In Italien gibts mit „Hilfsgeldern“ noch ein spezielles Problem – „Verteilung“ führt meist zum „Versickern“.

  49. Es ist an der Zeit.
    Sehr geehrter Don,

    „Und so geht in Moglia einfach vieles vor die Hunde. Mitten in Europa.“

    Ja, das wird ausgeblendet von „Der Unaussprechlichen“ und Ihrer willigen Parade der leblosen Verpackung. Weiter bauen sie an Ihrem Hochglanzprospekt „Vereinigtes supernationales Europa“.
    Hauptsache die Fassade ist bunt bemalt. Da stören solche Dinge nur. Man redet nicht darüber.Das würde nur ein schlechtes Licht werfen auf ihr selbstgefälliges Antlitz.

    Was alles in diesem wirklichen Europa falsch läuft und vor die Hunde geht – es ist ihnen egal. Den Preis soll der kleine einfache Bürger zahlen.

    Sie ERSCHAFFEN ein Europa der zwei Klassen.

    Der Eliten und Millionäre (Deutschland hat nun eine Million davon – Tusch!) und der Vergessenen. Die nicht das Geld und die Lobby haben von goldenen Tellern zu essen. All jenen, die nicht zu jenem Europa gehören wie Juncker es formuliert. Denen nicht geholfen wird. Die verrecken sollen in ihrer selbstverschuldeten Armut.

    Ja, es ist zum kotzen.

    Umso wichtiger ist das Sie werter Don, ein wenig Archäologie betreiben.
    Graben sie weiter nach der Wahrheit. Zerren sie die Lüge ans Licht. Seien sie das Salz in der Wunde.

    Reißen sie die Vorhänge herunter von den Spiegeln in Gold-Brüssel und dem Reichsspieltheater zu Berlin.

    Danke dafür!

    • Blase
      Das mit der Million ist künstlich. Wenn die Zinsen steigen und der aufgeblähte Immobilienmarkt zusammenkracht, ist Ende damit.

    • Aber Oberländer....
      … sowohl Politik wie Finanzwelt weiss das doch. Wenn es hart auf hart kommt, wird man dann erst mal die Zinsen eben weiterhin unten lassen. Frau Yellen führt das ja Woche für Woche vor.
      Früher hätte man Geld gedruckt, heute kann man das ganz einfach am Computer machen und notfalls auch wieder mit Steuergeldern bei den Banken nachhelfen.
      Man balanciert derweilen wie die Schnecke auf der Rasierklinge. Wachstum gibt es keines, wenn dann durch Inflation. Dass auch das nicht so klappt sieht man an Abenomics. Der normale Verbraucher hat Inflationsraten von 20-30%, die Landesinflation bleibt bei trotzdem Null….

      Politiker haben als Ziel ihrer Politik nur mehr das hinausschieben eines Kollapses bis hinter das Ende ihrer Amtszeit… oder das warten auf ein Wunder… oder in den USA sehr beliebt: einen Weltkrieg ausserhalb der eigenen Grenzen, verstsht sich. Dafür hat Hilary ja ihre Millionen bekommen.
      Warte sie es einfach ab, wen sie es sehen werden auch sie lernen.

  50. Billig muss es sein
    Don Alphonso schreibt:
    „30. Juni 2016 um 08:40 Uhr

    Doch, natürlich hat man Geld und die Leute tun auch was. Aber es haben nicht alle Geld und Italien ist seit 2008 in einer schweren Wirtschaftskrise. Und die Belastungen sind enorm. Also geht wenig voran.

    Und in Mantua etea war es so, dass nach dem Erdbeben der grösste Arbeitgeber nach Rumänien gegangen ist. Mit EU-fördermitteln. Mantua ist die italienische Hauptstadt der Wohnungsräumungen.“

    Erinnert sich noch jemand an Nokia in Bochum? Die sind seinerzeit auch nach Rumänien gegangen – auch mit EU-Geldern -, weil es halt billiger war, dort zu produzieren. (Ich glaube die WiWis nennen das komparativen Kostenvorteil. Die Menschen in Bochum waren nicht begeistert darüber. Schaut man sich das Ruhrgebiet an, ist es auch nicht verwunderlich. Sieht leider sehr schlimm dort aus.) Ein paar Jahre später machte Nokia dann den Laden in Rumänien auch schon wieder dicht, denn der Markt hatte sein Urteil über Nokia gesprochen. Ich fand das Ganze einfach nur traurig. Auch Opel in Bochum war ein reines Trauerspiel. Aber das ist Globalisierung eben auch. Nur kriegen die einen, die den Karren an die Wand gefahren haben, einen goldenen Handschlag oder (als Politiker) bspw. einen Posten in Brüssel. Die anderen landen in einer Auffanggesellschaft und verwenden im Anschluss daran in Hartz IV.

    Es sind eben auch nicht alle Berufsjugendliche mit supergeiler Vernetzung. Sind eben nicht alle jung und schön und zur richtigen Zeit am richtigen Ort mit dem richtigen „Produkt“.

    Den Artikel, auf den mehrmals angespielt wird, kenne ich nicht. Nur was zu den „In 2 Stunden in London“: Als die Billigfliegerei aufkam, dachte ich im ersten Moment: Schön billig. Dann dachte ich aber weiter nach und kam zu dem Schluss, dass das das Einfallstor für niedrige Löhne und Gehälter ist. Denn wer nur noch 40 Euro für einen Flug nach London hinlegen muss, kann doch auch biiteschön mit einem Monatsgehalt von 1000 Euro auskommen, nicht wahr? – so die Logik.
    Und diese Leute aus dem Kulturbetrieb kriegen Flug und Unterkunft bei Events dieser Kategorie sowieso bezahlt. Das ist nicht so wie bspw. im DaF-Bereich, wo… Aber das wäre ein anderes Thema.

    Danke, Don für diesen Text mit diesen Bildern!

    • Zwei Stunden
      Zwei Stunden, aha, plus Anreise eine, plus Wartezeit zwei, plus Passkontrolle und Koffer eine, plus Bus zur Mietwagenstation und Mietwagen, alternativ Tube ca. eine. Ich bin jetzt bei sieben. Wenn der Flieger pünktlich ist, versteht sich. In sieben bin ich auch im Auto von München nach Hamburg oder Rom (fast), wenn ich zu günstiger Zeit abfahre .
      Aber ich las auch schon öfter, dass die deutsche Mathematikperformance nicht brillant sei. Aber bitte:

      Wer Mint nicht kann,
      der schreibt halt dann.

      Ausnahmen: Angestellte von WELT und FAZ. Vom Logarithmus weiß man bei letzterer sogar im Feuilleton.

      Und mit dem Billigkram, tja, das dachte ich auch von Anfang an. Und das besteht immer noch und verschärft sich durch die Floßlinge, die schon mal für CETA reintippeln.

      Die Grünen sind völlig versackt in ihren Sesseln und Pöstchen, sonst würden sie sich mal den Billgkram auf den Müllhalden ansehen. Und darüber nachdenken, wer wohl mehr Einwände gegen Legebatterien hat, Alteingesessene oder Niedagewesene ohne Deutsch. Trittin bei den BB sagte doch alles. An der nordafrikanischen Küste sollen sie Vögel abknallen, in Massen, Zugvögel. Wo sind die Grünen heute, wenn es um Tiere geht, die größer und entwickelter als Käfer und Kröten sind?


    • Ist zwar ein bißchen OT, aber
      Zwei Stunden, aha, plus Anreise eine… reizt mich auch zu ein wenig Galleabsondern:
      Ich nenne diese Krankheit „das Nettodenken“, es äußert sich z.B. darin, nicht die Wegzeit von Tür zu Tür zu rechnen (bei einem Flug Anfahrt, Check-In, womöglich Umsteigen auf Anschlußflug, Baggage Claim, Abfahrt), sondern völlig hirnrissig schnelle Teilstrecken (Flugzeit) zu verabsolutieren, oder, auch Luftfahrt, Nettoflugkosten zu bejubeln, auf die dann aller mögliche Kram aufgeschlagen wird (Flughafengebühr, Steuern, Gepäck extra usw. usf.). Die Nettodenker halte ich für eine Abart der Sonntagsfahrer, also Leute, die mit dem praktischen Alltag nicht wirklich zurechtkommen können.

    • Ich weiss schon, warum ich nicht gern fliege.

    • Tja
      Früher war eine Reise halt noch was. Da kostete ein Flugticket nach London noch einen Monatslohn, dafür haben von dem Geld auch Leute gelebt, vom Reisebüro bis zur Stewardess. War alles nicht so einfach und billig; wenn man irgendwo hin wollte, dann musste man das auch wollen, wenn Sie wissen was ich meine.

      Nicht mal eben nur weil es schick ist und weil es halt geht, für die 50€ , die bei logischer Überlegung nicht kostendecknd sein können. Aber der grenzenlosen Generation wäre es wohl auch egal, wenn Rudersklaven im Bauch der Maschine säßen. Alte weiße Männer böten sich da an, dann wären die wenigstens zu etwas gut.

    • Ich würde Billigflugrwisen radikal verteuern, indem man Förderung abbaut.


    • Ich weiss schon, warum ich nicht gern fliege.
      Ich auch. – Erstaunlich ist mir nur, daß man immer wieder auf Enthusiasten trifft, auch wenn die schon paar Mal geflogen sind. Ich meine, es gibt auch U-Bahn-Enthusiasten (bin ich auch alle paar Jahre), aber Flugenthusiasten scheinen irgendwie mehr zu sein.
      Woran immer das liegt – an der Erfahrung offenbar nicht, die kann von meiner nicht viel abweichen -, aber mir sind ja auch Käufe von Rolex- oder Prada-Imitaten unverständlich.


    • Werden Billigflugreisen subventioniert? Wie?
      Für meinen Urlaub bin ich schon froh, wenn es nicht so teuer ist, aber was da alles an Steuern, Gebühren, Kurtaxe und was-weiß-ich auf der Rechnung ausgewiesen war, war erschreckend, etwa 50-60%.
      Bei meinem letzten Flug quatschte ein Steward mit einem Passagier, ich hörte ihn sagen, er wohne „in Frankfurt“. Etwas konkreter wurde es dann mit „Offenbach“. Das erschien mir bei dem bezahlten Flugpreis auch glaubwürdiger.

    • Flughäfen, Flugbenzinsteuersatz, staatliche Förderung des Fluzeugbaus, Leasinggeschäfte Infrastruktur…

    • Billigflieger Subventionen
      @colorcraze

      So läuft das unter anderem

      https://de.wikipedia.org/wiki/Ryanair#Subventionen_durch_Flugh.C3.A4fen

    • wer erinnert sich noch an NOKIA
      Ich erinnere mich noch daran und übersetzte NOKIA=no kia. m.a.W. ich boykottiere diese Marke.
      P.S.: gibt es die denn überhaupt noch?

  51. Nur am Rande ...
    Klaus Goltsman sagt: 30. Juni 2016 um 09:48 Uhr oho
    Alte Kirchen (zumal kath.) sind mir Atheisten allemal lieber als diese
    kalten Bauhaus-Quader. Schon wegen der Ästhetik.

    Lieber Klaus Goltsman,

    Gute Bauhausarchitektur erschließt sich im Inneren der Gebäude.
    Der inneren, erschaffenden Dynamik zwischen Mensch, Wahrnehmung und Umwelt. Sie ist im wahrsten Sinne ZWECKMÄSSIG – sie ist für Menschen gemacht.

    Kirchen für den „lieben“ Gott.

    • Nulldynamik
      Da muss ich, spirituell nicht unberührbar, eine Ausnahme sein. Zwischen mir und moderner Kirche oder Bauhaus besteht tatsächlich eine Dynamik, und die liegt bei Null, im Gegensatz zu der in romanischen, gotischen oder zuweilen Barockgebäuden.

      Sie bekommen auch ein schönes Beispiel dafür: Die neue Kirche in Coventry lässt mich völlig kalt. Nicht aber die Ruine. Diese Ruinen machen mich extrem traurig. Menschen, die so etwas veranstalten, fehlt Kultur.

      Und den vielen Neubauten, die ich so sehe, fehlt die auch. Die werden alle für Mondrian-Bewunderer gebaut. Alles eckig, kantig wie der androgyne Frau.
      Den Rest hab ich wieder gelöscht.

    • Nur am Rande ist der Blödsinn leider nicht,
      denn Christenbashing als Tapferkeit der Feiglinge verbreitet sich wie Zika. Kirchen, liebe(r) Seltsam, sind Orte für Menschen. Für Menschen, die gewaltfrei leben wollen.
      .
      Machen Sie ihre Sprüche doch mal über Moscheen. Nein? Panikflackern in den Augen?

    • Titel eingeben
      Lieber Dr: Seltsam,
      Formulierungen wie „… erschließt sich im Inneren der Gebäude“ „Der inneren, erschaffenden Dynamik zwischen Mensch, Wahrnehmung und Umwelt.“ finde ich nun wirklich seltsam. Nicht mal die Satzarchitektur stimmt.
      „Zweckmässig“ ist ein relativer Begriff: Hühnerkäfige in Legebatterien sind dies sicher auch, deshalb aber nicht artgerecht.
      Und selbst wenn Ihre Einschätzung für gute Bauhausarchitektur zutrifft: davon gibts zuwenig, die Masse ist eher die Platte. Bestimmt ein Grund, warum sich Architekturbüros bevorzugt in Altbauten ansiedeln….

    • bauhausarchitektur
      in guter bauhausarchitektur (dessau, gropiussiedlung karlsuhe),
      fühle ich mich wohl und im normalmaß.
      in kirchenarchitektur fühle ich mich und die welt größer.
      ich bin kein christ, anyway.

    • Ich auch n9cht, trotzdem geht es mnir prinma im Jesuitenseminar.

  52. Erkenntnis
    Werter Don,
    vielen Dank für einen weiteren Artikel der nachdenklich macht. Ich Halbhirn war bisher der irrigen Meinung diese Gegend wäre immer noch ein Aktivposten in Italien. Mir war in keinster Weise bekannt, das die Zona Rossa solche Flächenausmaße hat. Das ist ja die Hälfte meines Heimatbezirks Niederbayern. Eine derartige Katastrophe würde wohl jedes Gemeinwesen bis an die Grenze strapazieren. Gibt es eigentlich halbwegs verlässliche Zahlen, was dies in Norditalien für Auswirkungen auf die Wirtschaftsleistung hat?

    • Das ist schwer zu sagen.

      Es gab enorme Verluste bei der Käseproduktion nur mit der Folge, dass bald darauf die Preise enorm anzogen, weil eune Knappheit herrschte.

      Aber natürlich hat es die Region massiv zurückgeworfen. Kleine Geschäfte sind sehr oft pleite gegangen, Restaurants, Firmen… wie erwähnt, ich verfolge ja den Trek der Jungen nach Deutschland, sie weichen aus.


  53. Was ich mich frage bei den abgestützten Gebäuden: bekäme man die denn überhaupt wieder stabil?

    Sonst ist das alles recht deprimierend, vor allem, wenn die Industrie auch noch wegzieht.

    • Das hängt davon ab, in einigen Fällen muss noch etschieden werden. Die Stabilisierung ist vor allem schwierig, weil es danach erdbebensicher sein sollte, aber prinzipiell geht es. Kirchen sind ein spezielles Problem wegen der langen Bauphasen.


    • Hm, auch noch erdbebensicher zu machen, ist gut gemeint, aber ein bißchen arg ambitioniert.
      In Griechenland, wo es auch oft Erdbeben gibt, sind die Bauvorschriften für Neubauten mittlerweile so, daß die praktisch alle ein Betongerüst haben müssen, gemauert wird praktisch nichts mehr (man erinnere sich an die byzantinische Lagen-Technik, die war auch halbwegs erdbebenstabil), allenfalls noch die Wände im Betongerüst ausgefacht.

    • Alle haben Angst, dass es da nochmal richtig kracht, wie vor rund 400 Jahren – da war auch fünf Jahre Ruhe und dann ging es wieder los.


    • Alle haben Angst, dass es da nochmal richtig kracht, wie vor rund 400 Jahren – da war auch fünf Jahre Ruhe und dann ging es wieder los.
      Ou. Ganz schlecht.
      Dann verstehe ich die Vorsicht, auch Altbauten erdbebensicher machen zu wollen. Und auch eine gewisse Zögerlichkeit beim Wiederaufbau.
      Da das Geld nicht reicht, ist man zu einer Art Triage gezwungen.
      Stoff für schlaflose Nächte…

    • nein... colorcraze
      Kein Stoff für schlaflose Nächte. Man könnte lernen, recht einfach sogar, wie man Häuser baut, die solchen Erdbeben standhalten. Wer meint man müsse für Touristen bauen, die die „Kultur“ von Sklavenhalter Gesellschaften bewundern und einem überteuerte Produkte abkaufen, statt fürs eigene Wohl, der darf das natürlich…

      Aber man sollte dann nicht so tun als sei das alles ganz, ganz tragisch und man können nichts tun und zum Staat jammern gehen!

  54. Selective compassion
    Selektives Mitgefühl, über diesen Begriff bin ich letzte Woche gestolpert.
    Kann man mal auf sich wirken lassen.

    Wieder mal erschütternd, was die vergangenen Tage hervorgebracht haben,
    an Bereitschaft grundlegende Dinge wie demokratische Entscheidungen,
    die solidarische Gesellschaft und die Durchsetzung eigener Ziele ohne Gewalt über Bord zu werfen, wenn die eigenen Privilegien in Frage gestellt werden.
    Und auch wenn es zu erwarten war, trifft es mich doch,
    zu sehen und zu lesen, wer da alles mit macht.

    Berührender Beitrag,
    Danke.

    • Gern geschehen.

    • Wo wurden denn von wem ...
      …. „demokratische Entscheidungen, die solidarische Gesellschaft und die Durchsetzung eigener Ziele ohne Gewalt“ über Bord geworfen?

  55. Bilder der EU -„Aeger ergo sum“; ich kränkle, also bin ich.
    Lieber Don Alphonso,

    Ihre Perspektive des Alten Europa, aus Ihrem privaten Bezug zu diesem Ort in Italien, mag als Symbol zu sehen sein für Gegebenheiten, die auch in Deutschland, Frankreich oder an anderen Orten des Alten Europa, in unterschiedlichen Ausprägungen, anzutreffen sein werden.

    Diese Pu­t­res­zenz gab es auch schon in vergangenen Zeiten, doch heute wäre das Geld vorhanden, um die Wunden zügig zu schließen.

    Kultur, Architektur sah man früher auch als Spiegel der Seele, eines Landes, einer Stadt, doch wohl auf Grund einer gewissen dezentralen Lage mag man Moglia aufgegeben haben, als Spiegel.

    Vielleicht mag es daran liegen, daß heutzutage die äußere Form nicht mehr als Spiegel der Seele zu gelten hat und die zu erhaltende „körperliche“ Makellosigkeit weniger der eigenen Repräsentanz dient, als Anderen zu Gefallen zu sein und sie zu verführen sucht, was sich leichter in den großen Metropolen verwirklichen läßt.

    So mögen sich in diesem avantgarden Blog die Klagen an die Welt sammeln, doch an Ihrem Beispiel zeigt sich, daß nicht immer die notwendigen Brücken zwischen dem distinguiertem Ästhetischen und der angegriffenen, beschädigten Epidermis neu gebaut werden.

    Schlagzeilen machen heute „donquichottesken“ Europaträumereien eines Herrn Junkers oder die islamischen Sozialutopien der K.

    Es sind nicht die autokratischen Kommissare in Brüssel, die in solchen Orten wie Ihrem Moglia die Arbeit tun werden.

    Vielmehr erinnert es doch stets wieder an die perverse Situation, die in den Kirchen stattfindet, wo die Gläubigen sonntags ihr Geldopfer in den Klingelbeutel werfen. Man stellt jedes mal die Welt auf den Kopf. Es waren und sind stets die Armen, die den Reichen Almosen gaben.

    So bleibt Don Alphonso als die emblematische Figur der gesellschaftlichen Anständigkeit.

    Mit herzlichem Gruß
    ObjectBe (objectbe.blogspot. com)

  56. Noch etwas Öl ins Feuer der "Junge" vs. "Alte" Diskussion ....
    Staatsschulden = von den „Alten“ nicht bezahlte Steuern.
    .
    Bankschulden = „unser aller Giralgeld“ dem auf der Aktivseite unwillige oder unfähige Schuldner gegenüber stehen.
    .
    Je weiter südlich um so unwilliger oder unfähiger, das ist die einfache Wahrheit nach 15 Jahren Kreditsause. Die „hässliche Aktivseite“ wird in der politischen Diskussion um „die bösen Banken“ halt oft „vergessen“.
    .
    Weil Bankenpleiten (Liebe Jugend, der Bankomat ist dann aus, es kommt auch mit Vatis Karte nix mehr raus…) aber zu Volksaufständen führen würden, dürfen Zombie-Banken auch immer weiter wurschteln und müssen bedingungslos „gerettet“ werden.

    • Titel eingeben
      Nicht nur der Bankomat ist aus. Dank VoIP ist bei Stromausfall immer auch Telephonausfall. Nix mehr Klingelstrom und Notruf wählen.

    • Fand ich auch lustig
      Als in Griechenland die Menschen anfingen massenhaft Geld abzuheben, haben sich viele nicht gefragt warum da noch Geld aus den Automaten kommt, lieber haben sie geschimpft daß die Banken gerettet wurden. Aber bei denen kommt halt auch der Ökostrom aus der Steckdose.

  57. In Norditalien ist alles anders als im Süden
    Der Rollstuhl des Mannes auf dem Photo ist ein sehr böser Witz, inkl. der hitzespeichernden dunklen schweren Jacke als Kopfbedeckung. Ein leichter Strohhut oder gar nur ein gefalteter Malerhut aus Zeitungspapier z.B. des „Corriere della Sera“ wäre nicht dringewesen? Was für eine unmittelbar nützliche Verwendung eines Printmediums! – Aber man mache nicht zu viel Folklore über Italien, zumindest hier in Süditalien springt einem eine große Unempfindlichkeit – ja Rücksichtlosigkeit – selbst innerhalb der oft beschworenen „famiglia“ ins Auge, sowohl Tieren als auch Menschen gegenüber.

    Hier wird schon mal der unfallversehrte Sohn im Sommer für Stunden ohne Trinkwasser im Rollstuhl unter einem Olivenbaum auf dem Grundstück geparkt oder es wird ein Wachhund hoch droben ohne Schatten auf einem Hausflachdach installiert, von dem er nicht herunterkann. Fressen wird hochgeworfen. Nach den Sommerferien wimmelt es ab September von umherstreunenden „cani abbondinati“ auf dem Land.

    Schöne und im Grunde intakte ländliche Zonen des „giardino di Europa“ sind mutwillig mit alten Waschmaschinen, Fernsehern, Kühlschränken, Möbeln, Matratzen, Lkw- und riesigen Traktorenreifen sowie Hausmüll zugeworfen – immer nach dem Sankt-Floriansprinzip.

    Werter Don, einen Aspekt haben Sie nicht beleuchtet: Die zerstörten Häuser in Moglia waren gegen Elementargefahren wegen „zona rossa“ nicht versicherbar? Hier in der weit verstreut besiedelten apulischen Gegend kenne ich von vielen nur vier Leute, die eine komplette Hausversicherung haben, das sind: ich, zwei Briten und ein… Italiener. Die Maklerin hatte damals für mich die Gegenfrage: „Wer versichert hier schon sein Haus?“

    • Man redet suich so leicht, wenn man in der Nacht davor nicht um sein Leben gerannt ist. Man muss mal in so einer Kiche stehen und dann fühlen, wie es kommt. Das macht das Leben wieder ganz einfach und man nimmt, was kommt.

      Es gab damals kein offenes Hutgeschäft. Man kann es sich nicht mal ansatzweise vorstellen, wenn man nicht dabei war.

    • Das ist jetzt aber Realsatire ....
      …. „Das macht das Leben wieder ganz einfach und man nimmt, was kommt“? Ihr ganzer Blog ist ein äußerst blumig formulierter Gegensatz zu ihrem hier behaupteten Stoizismus. Obwohl… ganz langsam beschleicht mich das Gefühl, dass es sich bei diesem Blog insgesamt um ein Satireprojekt handelt. Das mit dem Hutgeschäft war einfach ein bisschen zu dick aufgetragen.

    • Ich schreibe Ihnen keine Sicht der Dinge vor. Aber man sollte nur von etwas reden, das man kennt.

    • Werter Johannes Streck ...
      … bei welcher Versicherung haben Sie sich denn gegen Elementarschäden in Apulien versichert und wonach richten sich die Prämien ?


    • Versicherung gegen Elementargefahren sind eher selten üblich.
      Die alte DDR-Versicherung hatte das drin, darum hatten die, die noch eine solche (übernommene) hatten, ziemlich Glück im Unglück bei dem schlimmen Hochwasser an der Elbe seinerzeit. Die, die einen neueren Vertrag hatten, hatten das nicht mehr drin und waren Neese.
      Wenn die Gegend um Moglia vor dem Beben als „sichere Zone“ galt, werden sich die Hausbesitzer, die meist keine Reichen sind, die Versicherung gespart haben…

    • bittere Pomeranzen und attori
      Werter Don Alphonso,

      was ich da beschrieben habe, ist und war ohne jedes Erdbeben, das ist halt nur ganz alltägliches heutiges Leben, auch ohne jedwedes „Rennen ums Leben“ aus etwa anderen Gründen.
      Und meine Frage nach der Hausversicherung bleibt offen, – verständlich, denn bei Hochhaltung der von Ihnen aufgeworfenen Dramatik war dafür keine Zeit…

      Und ich möchte auf gar keinen Fall wie Sie bei einem Erdbeben dabei sein, ebensowenig, wenn der Tod kommt.

    • Darf ich da mal was korrigieren?
      Man kann sich sogar (fast) an Erdbeben gewöhnen. Das eigentliche Problem ist, dass man Anfang noch nicht wissen kann, wie es ausgehen wird. Aber die Erfahrung sagt einem, dass alles was über 5 hinausgeht extrem selten ist, und alles andere erhöht zwar den Blutdruck, endet aber ohne Schaden. Keiner steigt mehr aus dem Bett nachts weil das Haus wackelt, wenn nicht was von der Kommode fällt und zerbricht, räumt man am nächsten Morgen auf.
      Beim Hausbau achtet man in Erdbeben Gebieten halt darauf was die Bauweise aushält, wer meint in alten, peinlichen Halb-Ruinen lebt weil sie für manchen, der selber in sowas nioemals leben würde, unter „Kultur“ fallen, dem kann die ganze Kultur dann schon auch auf den Kopf fallen.

      Für Mitteleuropäer ist ein Erdbeben ein Schock, denn wenn man sich als Mensch auf eines verlässt, dann ist es der feste Boden unter den Füssen. Wenn man wo lebt wo diese Sicherheit nicht zur menschlichen Einbildung gehört, sieht man Erdbeben völlig anders Und ich weiss, man klann das lernen.
      Man vergisst in Europa, dass es grosse Regionen der Erde gibt in denen Erdbeben nichts Ungewöhnliches sind…
      Ebenso wie Erdbeben Versicherungen, die übrigens ganz im Gegenteil äusserst preiswert sind. Es ist mal wieder so, dass sich die Kosten einer Versicherung nach der Höhe der Angst des Prämienzahlers berechnet und nicht nach tatsächlichen Erwartungen!

    • @TDV, Japan
      ist wahrscheinlich DAS Gebiet mit den meisten Erdbeben weltweit.
      Wie ich Ihrem Bericht entnehme, hat man es dort inzwischen recht gut im Griff. Wie lange dauerte es, bis man ziemlich erdbebenfeste Häuser hatte (das sind die, in denen man weiterschläft, wenns wackelt, und am Morgen aufräumt)? Schon so an die 100 Jahre, oder?

      Davon abgesehen, gibt es halt doch immer mal das „noch stärkere“ Erdbeben, bei dem es dann doch nicht hält.

      In Baden hat man manchmal auch Erdbeben, leichte.
      (Oberrheingraben kann sich senken, schwäbische Alb kann rumoren)
      Einmal wackelte dort nachts der Schrank, das beunruhigte etwas, aber es blieb nach 2 Stunden weg, und Schäden gab es nicht. Sowas kommt so alle 10, 20 Jahre vor.

      In Berlin gibt es das praktisch nicht, Sand kann vermutlich nicht solche Spannungen aufbauen; die Leute in Moglia haben sich wohl auch auf den Sand verlassen, aber drunter ist es wohl doch anders…

    • @colorcraze....
      Um ein erdbebenfestes Einfamilien-Haus hinzustellen braucht man zwischen 2 und 4 Wochen, und die halten jedes Erdbeben aus. Was zusammenkracht sind die alten Häuser, die traditionell gebaut wurden.
      Natürlich könnte es auch mal ein 9er geben, dann aber sind sie schon tot, bevor das Haus auf sie draufstürzt.
      In Fukushima hat das Beben nur alte Häuser abgeräumt, der enorme Schaden wurde durch den Tsunami verursacht. Beben in dieser Grösse kommen alle paar Jahrzehnte, ein Tsumani dieser Ordnung alle 600 Jahre. Kann man alles wissen….

      Auch Hochhäuser besitzen mittlerweile Stossdämpfer aus Wasser und Gummi, und sind technisch maximal entworfen. Gegen das Gefühl im 50.Stock bei einem Beben 4 oder 5 zu sein, wenn das Haus nach jeder Seite so 3-4 Meter durchschwingt, bis das wieder zur Ruhe kommt…. da braucht man extrem gute Nerven. (hab ich nicht….)

      Kein Mensch in Japan käme auf die Idee in solchen „kulturellen“ „Häusern“ zu leben wie man das in den Erdbeben Regionen in Italien tut.

      Ich würde die Gefahr dass Tokyo von einem Beben der Stärke 8 oder 9 zertrümmert wird auf ungefähr 5% schätzen, verglichen mit der Gefahr dass USA/NATO/EU einen Atomkrieg in Mitteleuropa provozieren!

      Hatte ich erwähnt, dass ich Italien nicht mag, und die meisten Italiener für „laut und hohl“ halte?

  58. Der kleine Mann soll bluten.
    Oberländer sagt:
    30. Juni 2016 um 12:35 Uhr

    Blase
    Das mit der Million ist künstlich. Wenn die Zinsen steigen und der aufgeblähte Immobilienmarkt zusammenkracht, ist Ende damit.

    Immobilien werden bei der Berechnung nicht mitgerechnet. Also kein Ende in Sicht – das kommt erst in 4-6 Jahren wenn die Eliten alles Kapital beiseite geschafft haben.

    Was mir nicht in den Kopf geht: jeder achtzigste Bewohner der „BRD“ ist betroffen. Aber bezahlbarer Wohneigentum ist Mangelware und überall stiehlt sich der Bund aus der Verantwortung wenn Geld für Kultur, Infrastruktur, Grundlagenforschung etc. gebraucht würde.

    Der kleine Mann soll bluten für die NWO-Wahnvorstellungen der EU-Elite und das goldene Essgeschirr, die Villen, die Yacht und den Kaviar etc..

    • Jesses ....
      …“Der kleine Mann soll bluten für die NWO-Wahnvorstellungen der EU-Elite und das goldene Essgeschirr, die Villen, die Yacht und den Kaviar etc..“ Glauben sie eigentlich den Quatsch, den sie in ihre Tastatur hämmern?
      Nebenbei: Informieren sie sich mal über das föderale System Deutschlands. Und welche politische Ebene wofür zuständig ist.

  59. Unausgewogene Verteilung
    „So bleibt Don Alphonso als die emblematische Figur der gesellschaftlichen Anständigkeit.“

    Außerdem, wie man an seinen Photos sieht, hat er Geschmack – allein die Räder.

    Neulich las ich, wie schön Riga geworden ist. Ich fürchte, dass das oben geschilderte Problem damit zusammenhängt, wie auch der Zustand westdeutscher Straßen und Städte mit dem ostdeutschen.

    • Titel eingeben
      Das mit den ostdeutschen Straßen ist so eine Sache. Wenn eine eher klamme Kommune dranhängt, und das ist mehr Regel als Ausnahme, geht es mitunter schon wieder in Richtung fürchterlich. Zu DDR-Zeiten nahm man den Straßenzustand gern als Analogie zur Leistungsfähigkeit der Gesellschaft. Naja.

      Riga ist wirklich wieder schön geworden. Zumindest die Vorzeigeteile. Tallinn übrigens auch, wenn man schon mal da oben ;) ist.
      Ein Spruch vom Rigaer Rathaus scheint mir zitatwürdig:
      „Wider Gesetz und Gewissen handeln, Thut Gottes Segen in Fluch verwandeln“

      Leider kann man zu beiden Themen keine Fotos zufügen.

  60. Lassen wir die Kirche im Dorf.
    Oberländer sagt: 30. Juni 2016 um 13:30 Uhr Nulldynamik… Den Rest hab ich wieder gelöscht.

    Das passt schon. Danke.

    Viele Neubauten lassen keinen goldenen Schnitt, keinen Sinn für Proportionen und Ästhetik erkennen. Harmonie – Fehlanzeige. Das kommt halt heraus wenn alles individuell geschmacklos ohne Bezug und Kenntnis zusammengewurschtelt wird. Früher wusste ein guter Maurer/ Steinmetz mehr darüber als viele, heute tätige Architekten.

    Gott grüß die Kunst!

  61. P.S.:
    @Oberländer

    Ich bevorzuge Franz Marc !!!

    • Blauer Reiter, großartig
      Franz Marc. D’accord.
      Kubische Synagogen: Ich verstehe das nicht. Sie hatten so prächtige Synagogen, bevor die Nazis die zerstört haben.

  62. Was will der?
    Heute morgen sehr früh den Text gelesen und nicht verstanden!
    Die Bilder kamen mir bekannt vor.
    Über den Vorschlag mit den kleinen Betrieben muss ich nochmal nachdenken.
    Solid…….tät…

  63. PC
    Nein heißt Nein,
    Sagte Cool Britannia,
    Und blickte dem wutgeilen
    Schutzjuncker fest in die Augen.

  64. Warum war denn in Italien keiner gegen Erdbeben versichert ...
    … aber alle rufen nach „Solidarität“ wenns rummst?
    .
    Ähnlich auch zuletzt bei den Überschwemmungen in DE.
    .
    Ich hab da kein Mitleid, Haus kaputt -> nicht versichert -> kein Zweit- oder Drittwohnsitz vorhanden -> Pech gehabt.
    .
    Ich will auch nicht der Versicherungsbranche das Wort reden, aber jeder sollte eben wissen, was existentiell versichert sein muss und was nicht. Wer sich das Geld dann doch lieber spart, weil er lieber sein Handy versichert oder „mal kurz nach London fliegt“ -> Pech gehabt und selbst anpacken beim Wiederaufbau.
    .
    Ob es in besonders stark von Elementarschäden bedrohten Gebieten eine „staatliche (Zwangs-)Versicherung“ braucht, darüber lässt sich streiten. Ich würds machen, weil die Prämien privater Versicherer dort sonst kaum bezahlbar sind.

    • Köstlich, Überschwemmungen in DE
      hat es zuletzt in Gegenden gegeben, die so etwas noch nie erlebt haben.

      Man könnte/sollte natürlich erwägen, Elementarschäden grundsätzlich in eine Hausversicherung mit einzubeziehen und ich denke, dass es letztlich darauf hinausläuft. Allerdings hat wohl von den zuletzt Betroffenen kaum jemand mal eben einen Trip nach London gemacht, das sind doch eher junge Leute aus städtischen Bereichen.

      Aber haben Sie als Hausbesitzer mal den ersten Rohrbruch… so schnell, wie die Versicherung Ihnen die Kündigung schickt, können Sie das Wasser nicht aufwischen.

      Es ist doch mit Elementarschäden so wie mit Vandalismus, man hofft immer, dass es einen nicht trifft und fragen Sie mal in Ihrem Bekanntenkreis, wer eine Hausrat- oder Privathaftpflichtversicherung hat oder eben auch nicht. Sie werden sich wundern.

      Ich habe sofort nach meinem 21. Geburtstag eine Privathaftpflicht abgeschlossen, weil ich aus der elterlichen Mitversicherung rausfiel, sie einmal in den unterdessen fast 50 Jahren gebraucht. Ich rechne immer mit der Schusseligkeit meiner Mitmenschen, meine eigene na ja, darum hab ich die Versicherung.

    • Aha - aber Häuser und Wohnungen bauen für nicht hier Geborene?
      Und ca. 15 – 20.000 Euro für jeden von denen pro Jahr in den Orkus schicken?
      Und wo sind die Ehrenamtlichen, die ja auch den Unsrigen dann und wann mal Trost spenden könnten, gerade im Überschwemmungsfall (es gibt Nachbarschaftshilfe, aber dann?)?
      Oder sich eben auch mal um nonni in Rollstühlen in Moglia kümmern könnten, statt wehrkräftigen jungen Männern aus noch mehr Süden das Essen in den 5. Stock tragen, weil halt nun mal Ramadan ist.

      Schon insgesamt interessant, nach welchen Kriterien man sich seine „Nächsten“ so aussucht.

    • Der Deutsche ist in seinem Mitgefühl nun mal selektiv. Wer da ist, bekommt Willkommenskultur und wer nicht, der nicht.

    • Nicht so, Köstlich!
      Sie glauben offenbar an den Osterhasen.
      Mein Haus ist weniger als ein Kilometer Luftlinie vom Rhein entfernt. Gebäudeversicherungen wollen es eh nicht, nur nach genauer Prüfung, und mit der Entfernung zum Rhein nicht mit Elementarschäden.

      Und nun mal die Frage: was wäre denn wenn alle Häuser in einer Entfernung von weniger als einem Kilometer vom Rhein in Köln versichert wäre, und der Schaden träte ein. Na?
      Irgendwie wäre die Versicherung pleite, die Rückversicherung auch, oder würde nicht zahlen, oder was auch immer.
      Und wer käme dann letzten Endes auf? Wie immer, Vater Staat. Genauso wie bei den Banken, von denen heute mal wieder eine 5 Milliarden bekam (‚das ist nur der Anfang‘).

      Hand aufs Herz: Wenn es drum geht, die Versicherungsprämien zu bezahlen, in welchen Kassen bleibt das Geld? Natürlich der Versicherungsunternehmen. Immerhin schaffen die Arbeitsplätze dafür. Und wenn es darum ginge, Elementarschäden in riesigem Ausmass zu kompensieren, wer? Natürlich, wie immer, der Steuerzahler.
      Ist doch toll, wie bei den Banken: Solange es läuft, bleibt alles bei den Banken. Wenn man ausreichend Milliarden Miese hat, springt natürlich ‚der Staat‘ ein.

    • Da wir weiter unsere Zukunft verdieseln sollten wir mal darüber nachdenken ...
      … Elementarschäden in die Feuerversicherung einzubeziehen – kostet dann halt EUR 3.000 mehr im Jahr, aber dann kann ich mich auch ehrlich beklagen wenn der staatliche „Versicherer“ nicht zahlt.
      .
      In der schönen Schweiz ist das so – ausser für Erdbeben (die Schweiz ist halt auf Granit gebaut) – ist dort fast in allen Kantonen eine Elementarschadenversicherung verpflichtend in der Feuerversicherung enthalten.
      .
      Wenn Sie jetz für mich noch eine Idee hätten, wo ich meinen Drittwohnsitz in Apulien gegen besagte Elementarschäden online versichern kann, wär das schon eine Hilfe für mich, ansonsten will ich mich hier gar nicht weiter streiten.

  65. Elementarschadenversicherung
    @colorcraze & @köstlich

    Die Deckung von Elementarschäden wird in D schon lange angeboten, vielleicht nicht u.a. direkt am Rhein- oder Elbeufer.

    Unser Haus in Süditalien haben wir versicherungsmäßig beim LLoyd’s of London eingedeckt, die Prämie richtet sich wie gewöhnlich überall nach der Versicherungsumme und der der beim Versicherer angenommenen Gefahrenklasse. Die Prämie beträgt ca. 0,3% p.a. für alle versicherten Risiken, erträglich insoweit – also statistisch alle 360 Jahre ein Komplettschaden, ohne Zinsrechnung.

    Und ich bin kein (!) Versicherungs-U-Boot in diesem Forum.

    • Vielen Dank für den Hinweis auf LLoyd’s of London ...
      … und die 0,3% p.a. als grobe Indikation für Süditalien. Das erscheint mir bezahlbar.
      .
      Wegen Süditalien – hätten Sie da bitte einen Ansprechpartner (Makler?), den ich unverbindlich kontaktieren könnte oder wie läuft das bei LLoyd’s of London (das ist ja eine Versicherungsbörse mit recht vielen Einzelfirmen)?

    • Versicherungsagent
      @köstlich
      Woody Allen hat das einmal als Umschreibung für etwas sehr Unangenehmes so gefaßt: „Haben Sie schon einmal einen Abend mit einem Versicherungsvertreter verbracht? – Dann wissen Sie, was ich meine…“

      Wie mein Mann schon schrieb, ist er eben kein (!) Versicherungsvertreter, da sollten Sie sich evtl. selbst – wie Sie so schön sagen: „unverbindlich“ – bemühen…

      Aber hier noch eine freundliche Erinnerung an den örtlichen nicht mehr ganz jungen G******i-G*****lvertreter, der damals auf Anfrage mit einer Woche Verspätung nach dem genannten Termin abends bei uns mit seiner sichtlich derangierten jungen Assistentin zur Hausbesichtigung einlief, etwas davon murmelnd, man habe ihm leider den Laptop mit allen Terminen aus seinem großvolumigen SUV mit Stern gestohlen usw. usf. Wir haben es ihm auf Anhieb geglaubt, der arme Mann aber auch! Eigenschaden nennt man das, glaube ich.

    • Werte Don Franciscos Schwester ...
      … ich will das am liebsten online abschliessen, da braucht bei mir kein abgehalfteter alter SUV-Italo mit derangierter Assistenz vorbeizuschauen im tiefsten Süden Italiens, denn das kostet ja mehr als die an mir in den kommenden 10 Jahren verdienen könnten.
      .
      Also egal, ist bei mir bereits fast 30 Jahre elementar gut gegangen … und der Wohnsitz in CH ist auch schön.
      .
      Wenns dennoch mal heftig wackelt oder schwemmt in Apulien dann fahr ich halt mal hin und setz die Steine wieder zusammen.
      .
      Das teuerste da unten ist schliesslich die Baugenehmigung bzw. der Condono … und nicht die Steine.

  66. Wirrkopf
    Michael Kratel sagt: 30. Juni 2016 um 14:47 Uhr Jesses ….
    Glauben sie eigentlich den Quatsch, den sie in ihre Tastatur hämmern?

    @Michael Kratel

    Auf die Pöbeleien von bezahlen oder freiwilligen Agenten reagiere ich nicht mehr.

    • Titel eingeben
      @Michael Kratel
      Heiko, bist Du es?

    • @ Dr. Seltsam
      Geben Sie acht, evtl kann hier allein schon die Nennung des Namens in der jeweiligen Dialektform „… als Beleidigung juristische Folgen nach sich ziehen“

      „https://de.wikipedia.org/wiki/Grattler

  67. Original und Fälschung
    Original

    http://n0by.blogspot.de/2016/06/elende-eliten-im-sturzflug-zum-absturz.html

    und Fälschung

    https://bayernistfrei.com/2016/06/30/elende-eliten-im-sturzflug-zum-absturz/

    Unser hochgelehrter Autor von „Bayern ist frei“, ein Herr „Floydmasika“ – was immer das heißt, gab mir die Ehre meinen Titel für sein Werk zu verwenden.
    Dort findet der interessierte Leser weiterführende Links und Videos, die unsere nun gemeinschaftlich vertretene Titel-These weiter untermauert. Danke!
    Allerdings bleibt die Frage, wer mit intellektuellen Hochleistungen nach Art und Angebot unseres verehrter, professoral versierten Herrn „Floydmasika“ zu erreichen ist, der nicht ohnehin schon die Botschaft vernommen und vermutlich verinnerlicht hat.

    Meiner Ansicht nach adelt die Edle Feder vor allem die Fähigkeit, gefühlvoll mit Sprache und Darstellung seine Leser mitzureißen. Ein Paradebeispiel liefert uns gerade wieder einmal unser hochgeschätzter Don Alphonso mit seinem revolutionär anmutenden Angriff auf den Jugendwahn: „Enteignet die Jugend!“

    http://blogs.faz.net/stuetzen/2016/06/29/enteignet-die-jugend-6523/

    In diesem Sinne Sätze mit Gefühlen aufzuladen, gebührt dem ungekrönten Pöbel-Prinzen Pirincci die Goldmedaille. :-)

  68. Mit Ressentiment, Vorurteil und Abwertung zur Solidarität
    Natürlich, wieso sollte ein Artikel mit dieser Überschrift und Stoßrichtung etwas anderes hervor bringen als die kaum verholene Verachtung der Gesetzteren gegenüber den Jungen.

    Die Jugend, sie sei verwöhnt, verweichlicht, unsolidarisch. Hauptnarrativ seit Menschengedenken: „Jaaaahahah, zu unserer Zeit! Da haben wir noch Bach und Beethoven mit Steinen nachgespielt, nach der Arbeit in der Fabrik! Ihr verblödetes Gesocks seid doch zu dumm, einen Stift gerade zu halten.“

    Um sich dann die Augen zu reiben, wenn derart Angesprochene sich wenig geneigt zeigen, darauf mit Respekt und Wertschätzung zu reagieren?

    Den älteren Generationen alle Mißstände in die Schuhe zu schieben, ist unfair, auch vor dem Hintergrund der eigenen Unwilligkeit, sich zu engagieren.

    Mindestens genau so unfair ist es, die Probleme und Sorgen der Jüngeren abzutun – im besten Fall mit Missachtung, im schlimmsten Fall Zynismus und Verachtung. So schaffen Sie mit Sicherheit keine Solidarität zwischen den Generationen und Regionen.

    Die meisten Menschen zwischen 20 und Mitte 30, die ich kenne sind fleißig, höflich, verantwortungsbewusst, politisch interessiert und durchaus gebildet. Aus „besserem Hause“ kommt da niemand.

    • Es geht eigentlicfh nur gegen ein paar Autorinnen, die auch schon bei der FAZ miese Arbeit abgeliefert haben und nun ihren Müll in der taz und Zeit abladen. Sie werden hier haufenweise jugendfreundliche Erbschleicherbeiträge finden.

    • Werter Benjamin, Ihr Name klingt als kämen Sie aus eben jener ...
      … mit Sanftmut verhätschelten Generation.
      .
      Bei uns nannte man Fabrikarbeit am Band „Ferienjob“ (das addierte sich schnell mal zu einem Jahr der wertvollen Lebenszeit).
      .
      Danach kam „Lehrjahre sind keine Herrenjahre“ … aber am Bankschalter war das gerade noch zu ertragen. 1,5 Jahre Botengänge, stupide Sortierarbeiten, Berufsschule, Abschlussprüfung – ja so war das.
      .
      Fast unnötig zu erwähnen, was die Generation, die noch auf die Landesverteidigung eingeschworen wurde, für die (idR. viel viel dooferen) Uffze und Stuffze „so alles leisten mussten“.
      .
      Die Bologna-Jungen von heute heulen Anfang 20 rum, weil sie in ihren 2 bis 3 Monaten Praktika (nachdem Sie sich nach 4 Semestern verschultem Studium bereits als Akademiker wähnen) mal Kaffee kochen oder für den Kreativdirektor Brötchen holen sollen … und nicht gleich zum Dieselkonzern-Manager aufsteigen.
      .
      Ist aber egal, ich liebe Zynismus für und gegen jeden!
      .
      Daher mein einfaches Motto: „Integrative Wehrpflicht“ für Berliner Lattetrinker und zugereiste Clandestini!
      Im Winter von Schwarzenborn lernt ihr Euch „A – – ch an A – – ch“ dann wirklich kennen!

  69. Anfangen...
    Verehrter Don
    da haben Sie sicher recht, ein PiBtl wird nicht reichen, aber es wäre ein Anfang, noch dazu einer bei dem sich Ausbildungsinteresse für unsere Soldaten, deren Motivation (doch, unsere Soldaten helfen im Einsatz gern) und die Unterstützung eines Verbündeten in der EU aufs Schönste verbinden würden.
    Gruß aus Berlin
    M

    • Wenn Sie Mirandola sehen, werden Sie verstehen, wie komplex das alles ist. Leider. Kommt noch.

  70. Beben und Bashing
    Faszinierend, diese Gegenüberstellung.

    Menschen am Boden, von Naturgewalten getroffen, aber durch ihre Regierung verlassen – im Rollstuhl. Und Lattetrinkerinnen hoch darüber, vom Markt verachtet, aber durch unseren Kulturetat gemästet – im Airbus.

    Die einen ebenso Europäer wie die anderen.

    Erlauben Sie mir dazu zwei Anmerkungen.

    Erstens, zum Wiederaufbau würden benötigt:

    – Zwei Schwere Pionierbataillone, am besten italienische,
    – zwei Jahresetats des i.Ü. überflüssigen BMZ
    – und zwei Männer (bzw Frauen); nämlich eine(r) vom Schlage Giovanni Falcones als Leiter(in) der regional zuständigen Staatsanwaltschaft und einer wie Folkher Braun als Verwaltungschef auf der Ebene Landkreis oder Regierungsbezirk.

    Nach nur zwei Jahren würde es dort anders aussehen, wetten?

    Zweitens, etwas nervig wirkt dies anhaltende Jugendbashing durch Mitmenschen, die nicht so klingen, als hätten sie eigene Kinder großgezogen (Sie, Don, sind nicht unbedingt gemeint; die Verachtung für Tröten teile ich).

    Falls die heutige Jugend tatsächlich nicht so toll und phantastisch sein sollte wie wir früher gewesen zu sein scheinen – an wem, zum Teufel, kann das dann nur liegen?

    • Nicht die Jugend. Nur die akademische Ausschussproduktion, die volkswirtschaftlich sinnlos ist.

  71. Sie schreiben zu schnell. Machen Sie langsam.
    E.R.Langen sagt:30. Juni 2016 um 13:56 Uhr Nur am Rande ist der Blödsinn leider nicht,denn Christenbashing als Tapferkeit der Feiglinge verbreitet sich wie Zika. Kirchen, liebe(r) Seltsam, sind Orte für Menschen. Für Menschen, die gewaltfrei leben wollen. Machen Sie ihre Sprüche doch mal über Moscheen. Nein? Panikflackern in den Augen?

    @über was echauffieren sie sich denn?

    Zu allererst bin überzeugter Christ mit katholischer Erziehung. Zweitens leben in den Kirchen keine Menschen – außer vielleicht der Glöckner von Notre Dam. Drittens sollten die Kirchen/Kathedralen die Herrlichkeit/Überlegenheit Gottes und der Abendländischen Kultur symbolisieren. Viertens steht ein 70×3 cm starker Fraxinus excelsior Stock aus einem gewachsenen Stamm bereit. Also glauben sie mir – in meinen Augen flackert nichts. Und wenn das nicht hilft, habe ich noch einen Langbogen aus heimischer Robinia pseudoacacia mit 54 Pfund Zuggewicht.

    Friede sei auch mit Ihnen.
    Gott zum Gruße

  72. "Ein alter, lahmer Mann im Rollstuhl, der von seiner Frau durch die Hitze geschoben wird."
    Warum dachte ich dabei nur sofort an Juncker, Merkel und die Krise der EU?

    Eigentlich ist ja alles schon viel zu oft gesagt und geschrieben worden, als daß noch Hoffnung auf positive Reaktionen bestehen könnte. Und mit Nora Bossong fragt man sich, „wie kann es sein, das all das nun auf dem Spiel steht?“

    Nun, ich gehöre nicht zu denen, die die Jugend enteignen wollen oder ihr die Schuld für diese Entwicklung geben. Unsere Jugend ist, wie wir sie gemacht haben, wie wir Alten es zugelassen und geradezu gefördert haben, daß sie wurde wie sie ist. Ihre Verwahrlosung ist unsere Sache, ist Ergebnis unseres Strebens danach, daß unsere Kinder es einmal besser haben sollten, gut gedacht aber schlecht gemacht. Helikoptereltern produzieren nunmal keine Kinder, die lernen müssen, auf eigenen Beinen zu stehen.

    Aber das mit den Beinen gilt ja mittlerweile ebensowenig für uns selbst. Wir haben es uns bequem gemacht, haben uns nicht mehr gekümmert, haben delegiert. Wir waren derart mit uns selbst beschäftigt, daß wir gesellschaftliche Entwicklungen nicht mehr wahrgenommen oder ignoriert haben. Von den Problemen der Anderen wollten wir nicht belästigt werden. Nun haben sie uns eingeholt und, die Augen verwundert reibend, fragen wir uns, wie kann es sein, das all das nun auf dem Spiel steht?

    Nun, Gesellschaften verhalten sich wie Ketten, sie sind nur so stark wie ihr schwächstes Glied. Daher ist es immens wichtig, die Schwächsten möglichst stark zu halten. Dazu dient in einem demokratischen Staat eigentlich die Politik. Sie hat den Auftrag und die Macht, entsprechend auf die einzelnen Glieder der Kette einzuwirken, keine zu vernachlässigen oder zu bevorzugen. Das aber ist seit Jahrzehnten unterblieben und alle haben dazu geschwiegen, insbesondere auch Gewerkschaften und Medien. Sie haben sich selbst dann noch auf die Seite der Politik geschlagen, als der Unmut der Bürger über politische Entscheidungen unüberhör- und unübersehbar wurde. Die Bürger wurden und werden einfach ignoriert.

    Als Folge wandten sich die Bürger von der Politik ab, mangels demokratischer Mittel waren sie zum Zuschauen verdammt. Doch als der Frust der Wut wich, orientierten sie sich, oft auch gegen besseres Wissen, nach rechts, sahen und sehen im rechten Parteienspektrum die einzige Möglichkeit, politischer Willkür zu begegnen. Dafür wurden sie als Pack beschimpft, so wie Arbeitslose für ihre Arbeitslosigkeit verantwortlich gemacht werden, was sie aber nicht von ihrem Tun abhalten konnte und kann. Und was für unsere Gesellschaft gilt, gilt generell in der EU, in Europa und darüber hinaus. Die politische Mitte existiert nicht mehr, die Bürger wenden sich den linken und rechten Rändern zu. Gesellschaften zerbrechen und mit ihnen die EU, deren schwächste Glieder kurz vor dem zerreißen stehen.

    Ja, jetzt steht wirklich alles auf dem Spiel, doch die Politik fährt unbeirrt fort in ihrer Zerstörungswut. Das Wachstum von Armut und Reichtum setzt sich ungebremst fort, der Sozialabbau schreitet voran, neuen Belastungen stehen keine neuen Lösungen gegenüber, Juncker setzt zu Alleingängen an, Glyphosat für weitere 18 Monate, CETA und TTIP werden wohl durchgewunken, die EZB druckt noch mehr Geld, die Zocker wird es freuen, das BVerfG hat die Schuldenunion abgesegnet und ganze Länder versinken in Schutt und Asche. Doch unsere regierenden Politiker scheint das alles überhaupt nicht zu interessieren, in ihrer Arroganz und Ignoranz sind sie mittlerweile unübertroffen.

    Frei nach dem Motto, Jeder ist seines Glückes Schmied, werden von der Politik überall Sündenböcke gesucht und auch gefunden, selbstverständlich nicht in der Politik selbst, abgesehen vom Pack und deren politischen Vertretern. Wer arbeiten will, der findet auch Arbeit, Arbeit, die manche die Rückkehr der Leibeigenschaft herbeiwünschen läßt. Wer als Rentner am Hungertuch nagt, hat eben privat nicht ausreichend vorgesorgt. Wer angespuckt wird, hat sich dem kulturellen Wandel nicht ausreichend angepaßt. Und wer sonstige Probleme hat, hat sie selbst verursacht, ob alt oder jung. Es sind ja immer nur Einzelfälle, in den Statistiken unter ferner liefen, keinerlei Beachtung wert.

    Da frage ich mich doch nur noch, halten die Eliten das Volk wirklich für so dumm oder sind die Eliten selbst so dumm oder wissen die Eliten bereits, daß es keinen Unterschied mehr machen wird, wie sie weiterhin agieren, daß das Ergebnis nicht mehr positiv zu beeinflussen ist. Seit einiger Zeit tendiere ich zu der Ansicht, daß unsere Regierungen schon lange nicht mehr zu notwendigen Reformen in der Lage sind, daß es nur noch darum geht, das Ende möglichst solange hinauszuzögern, bis man die eigenen Schäfchen im Trockenen hat, frei nach dem Motto: Nach uns die Sintflut.

    Doch, ich denke, ich weiß, wie es soweit kommen konnte. Nur, auch ich konnte mich nicht dagegen wehren, sonst hätte ich es sicherlich auch getan. Denn kampflos aufzugeben, ist mein Ding nicht, das hat selbst der Beitragsservice mittlerweile wohl verstanden.

    • Nicht ganz so
      „Da frage ich mich doch nur noch, halten die Eliten das Volk wirklich für so dumm oder sind die Eliten selbst so dumm oder wissen die Eliten bereits, daß es keinen Unterschied mehr machen wird, wie sie weiterhin agieren, daß das Ergebnis nicht mehr positiv zu beeinflussen ist.“

      Sie können Leute nicht über hochkomplexe Dinge mit Erpressungspotential aufklären. Die Staaten, die angeblich IS finanziert haben, halten Staatsanleihen der USA und vermutlich auch europäische. Die Sache ist doch so komplex, dass sie dem mittleren Bürger nicht mehr zu erklären ist.
      Die Zeitungen versuchen es ja durch die Blume, die Älteren natürlich. Die Jüngeren werden verrückt, wenn ihr WLan mal zickt, das sagt’s doch.

    • Lieber Gast,
      ja, die Dinge sind kompliziert, komplex. Und sicherlich kann auch nicht jeder nachvollziehen, was sich auf den Bühnen von Wirtschaft und Politik so abspielt. Ich bin mir ja selbst nicht sicher, ob ich auch nur annähernd verstehe, was da so abgeht. Es fehlt halt an Informationen über die Zusammenhänge, auch wenn so manche Whistleblower etwas Licht in die Dunkelheit gebracht haben. Mir ist auch ein wenig unwohl, in meinen Beiträgen häufig zu pauschalisieren, aber ich betrachte das halt als Anreiz zum Widerspruch.

      Hinter den unheiligen politischen Allianzen stehen immer wirtschaftliche Interessen. Die Politik befindet sich fest in der Hand der Wirtschaft, des global und nicht mehr national orientierten Kapitals. Diese Tatsache scheinen sich Politiker aber nicht wirklich eingestehen zu wollen, ansonsten hätten sie durchaus die Macht, daran etwas zu ändern, selbstverständlich global, nicht national. Stattdessen suchen sie ihr Heil in der Renationalisierung und entsprechen damit genau den Wünschen des Kapitals, das so keine politische Macht zu fürchten braucht, Nationen nach Belieben gegeneinander ausspielen kann.

  73. Enteignet die Jugend - der tägliche Wahnsinn geht einfach weiter
    tagesschau von eben, 30. Juni, 18:20:

    1. Der deutsche Arbeitsmarkt ist robust wie seit 1991 nicht mehr.
    2. Gefahr für deutsche Leberversicherer
    3. Reform der Erbschaftssteuer durch Bundesrat verweigert
    4. Hamburg und SH ‚retten‘ die HSH Nordbank mit 5 Milliarden Euro
    5. EU weitet Beitrittsverhandlungen mit der Türkei aus

    Die „Wer-wird-Millionär?“-Frage: welche dieser Meldungen ist im Interesse und/oder Auftrag des Wählers zustande gekommen?

    Die obligate Frage: Und wer geht auf die Strasse?
    Offenbar wird hier nicht nur die Jugend enteignet.

    • Wenn die Türkei kommt, treten noch ganz andere aus.

    • Klare Botschaft: Wir habe nix.
      Ich habe keinen Schimmer, was die Türkei in dem Schuldendorado will. Ehrlicher wäre es, zu sagen: „Wir habe nichts“, und Tür zu.
      Keinen Schimmer auch, wieso man Kirchen, Moscheen noch Zuschüsse gibt. Straßen braucht man, Lehrer, Krankenschwestern und Polizei auch. Auch Medikamente und KV. Das andere ist purer Luxus ohne Sinn, da man auch zuhause beten kann.
      Es kann mir auch niemand die Frage beantworten, warum eine verschuldete Stadt einen von zwei Flughäfen dicht macht und einen neuen baut. Boris Johnson wollte das auch, als er Bürgermeister von London war. Die Regierung hat nicht mitgemacht.
      Die Stadt Hamburg, die Bürger, wollten die Olympischen Spiele nicht. Châpeau für die Vernunft. Vielleicht sollte man sie ganz aussetzen. Diese Sachen kosten inzwischen mehr, als sie einbringen.

    • Das Münchner Umland hat bei den Winterspielen und der 3. Startbahn der Politik auch heimgeleuchtet.

    • @D.A.
      Wenn die Türkei kommt, treten noch ganz andere aus? Wohin?

      Ich dachte eigentlich, wenn die Türkei nicht käme, kämen noch ganz andere.

  74. Verspäteter Einwurf
    „Was glauben Sie, wie weit man mit 670 Millionen bei 15 Milliarden Schäden kommt, wenn nebenbei noch die Wirtschaft einbricht und der Tourismus auf Null zurück geht?“
    Die EU und ihre Bürokraten investieren nicht direkt in den Mitgliedsländern – das würden sich die meisten vehement verbitten.
    Zu Italien: Staats-Verschuldung Ende 2015: 2,214.000 tausend Mrd. Euro. Zum Vergleich 2006: 1,588 tausend Euro. Das entspricht einer jährlichen Neuverschuldung von rund 60 Mrd. Euro. Wo ist das Geld geblieben?

    • rotierende Altschulden, Bankenrettung, von der EU genehmigte Verschwndungsorgien unter Berlusconi, Versuche, mit Defiziten die – für Italien – Euro-Überbewertung einzufangen.

    • Titel eingeben
      USA viel schlimmer in absoluten Zahlen, im Vergleich zum BIP besser als Italien, aber über 100 Prozent inzwischen. Außerdem können sie drucken, wie sie wollen.
      Italien 2013 bei 132,6% des BIP.

      Aufgrund des rasanten Wachstums der Schulden kann sich jeder ausrechnen, dass es sich um Zinsen handelt. Die Banken sind aber doch nur arme Säue, sorry, Mittlerinstitute, die meisten zumindest. Man muss gucken, wer alles Gläubiger ist, und am besten guckt man in Richtung Öl. Ohne Bankenrettung wäre das alles das totale Chaos: In Bezug auf die USA wäre China über Staatsanleihen involviert, so wie Frankreich mit Griechenland. Die Versicherungen wären alle kaputt. Bankenrettung ist also Rettung vorm Ertrinken. Die Staaten haben über ihre Verhältnisse gelebt und haben sich jahrelang mit dem Öl erpressen lassen.

      Schuldenentwicklung der USA, sehr interessant:
      http://www.polidiotic.com/by-the-numbers/us-national-debt-by-year/

      Immigration ins Sozialsystem kann sich übrigens niemand mehr leisten, aber Drohnen auch nicht, siehe Anstieg von 8 auf 19 Billionen in acht Jahren USA.

    • Deutschland wird hawkish
      Trotz der Flüchtlingsschwemme scheint es Deutschland ja im Gegensatz dazu blendend zu gehen.

      Das Bundeswehretat soll fast verdoppelt werden. Gegen welche Gefahren eigentlich? Russland?
      http://www.n-tv.de/politik/Merkel-will-Militaerhaushalt-fast-verdoppeln-article18016056.html

  75. Wann der Glaube hilft
    Moglia hat die linke Hand Gottes erlebt. Lasset uns beten! Wollte sich Brüssel einmischen, hülfe das wenig. Mitleid ist unwirtschaftlich wie Glühbirnen. Kaum Licht, nur die Samariter und ihre ausführende Mafia wärmten sich die Hände – zu besichtigen vom Mezzogiorno bis Haiti.

    Echte Hilfe kann nur vom Himmel kommen. Eine zweite Bernadette Soubirous, und der Rubel rollte in Moglia. Priester laufen da unten genug rum. Ora statt labora!

    ‚Berliner Autorinnen‘ sind ihr unfrommes Pedant und ticken genauso: mit dem Glauben Geldberge versetzen für die Gerechtigkeit. Leider ist keine real existierende Gerechtigkeit belegt. Von der Wegbeschreibung dahin leben die trotzdem auskömmlich – wie ihre frommen Vorbilder.

    Die Kirche sprengen und das gesammelte Geld unter die Armen verteilen, hätte Jesus gesagt. Der ist aber unbekannt verzogen. Das gespendete Geld möglicherweise auch schon.

    ___________________________-

  76. Ein Lied!
    Kreislergeorg ’97: Der Euro!
    .
    Bezahlen Sie Europa,
    solange es noch geht

  77. Korrelation
    Ob es wohl einen Zusammenhang zwischen der Vorliebe für schaumigen Kaffee und inhaltsbefreiter Schaumschlägerei auf Kosten Anderer – wie bspw. italienischer Erdbebenopfer – gibt?

  78. Die Spitzen gegen die Betroffenheitseuropäer
    und das sonstige Gedöns, das Gerechtigkeit v.a. in Dosenform denkt, lese ich hier bei Ihnen mit Zustimmung und Einverständnis.
    Mir ist aber nicht klar, warum es Europa sein soll, das in Moglia versagt. Mir scheint, dass das Versagen dort ein zutiefst italienisches Problem ist.

    Und @Brüssel@, – haben Sie das schon mal gesehen? Ich bin auf der Rückfahrt von England da mit dem Auto hineingeraten…
    die Autobahn spuckt einen ohne Möglichkeit zur Widerrede direkt in das Gewirr der Stadt und findet, schaut man es sich nachher auf der Karte an, aus einem Gewirr an Straßen nach 10 km am anderen Ende wieder zusammen. Nachdem man das gesehen und diesen Bazar in der Mitte Europas erlitten hat, wünscht man sich, man wäre in GB geblieben!

    • Titel eingeben
      @Brüssel@
      Hahaha, oh ja die Darmverschlingungen drumrum, besser als das Frankfurter Kreuz, ich erinnere mich an meine Vorsicht beim Trampen vor 30 Jahren, zu der ich mich hinterher beglückwünschte…

  79. Sorry, ein wenig OT einschieben? Freifahrtschein für Internet-Komplettüberwachung
    Freifahrtschein für Internet-Komplettüberwachung: Scharfe Kritik an BND-Reform

    Ich erspar es mir Details mühsam herauszuarbeiten, diejenigen die die Dimension des Problems der Überwachung ALLER Bürger durch den Staat verstanden habenb werden es sowieso lesen und die „staatstragende“ Fraktion der Dummköpfe interessiert sich ohnedies lieber erst gar nicht dafür:

    http://www.heise.de/newsticker/meldung/Freifahrtschein-fuer-Internet-Komplettueberwachung-Scharfe-Kritik-an-BND-Reform-3251339.html

    Alles Dinge, die hier von einigen mehr und weniger wortwörtlich vorhergesagt wurden…

    Das eigentliche Problem verschweigt auch heise natürlich. Es geht hier nicht um die Erarbeitung einer für alle Beteiligten, von den Nutzern bis zum BND, akzeptablen Lösung, es geht schlicht um maximale Legalisierung von allem, was „unsere“ Geheimdienste tun. Ein Satz macht das deutlich:

    „Eine Grenze…findet sich bei den im Raum stehenden Lizenzen zum Abhören nicht mehr…. Der BND kann BISHER aus technischen Gründen nur einen sehr geringen Anteil der weltweiten Telekommunikation erfassen. Einer Kapazitätsbeschränkung, die eine flächendeckende Überwachung ausschließen soll, bedarf es daher nicht.“

    Mit anderen Worten, und dies ist wichtig!

    ALLES was technisch möglich ist wird gemacht, legal oder nicht. Der Rest wird gemacht sobald es technisch möglich ist. Die Geschwindigkeit der Entwicklung bei den digitalen Möglichkeiten in den letzten zwei, drei Jahrzehnten hat uns ja gezeigt wie schnell das alles geht.

    Und vor allem: „unsere“ Geheimdienste werden immer alles tun was technisch möglich ist.
    Gesetze wie dieses dienen ausschliesslich dazu das, Illegales das bereits getan und künftig Mögliches zu legalisieren.
    Sollten irgendwelche Teile der real existierenden Methoden der Geheimdienste nicht legalisiert werden, so werden sie keineswegs verhindert, sondern werden wie bisher auch völlig unbekümmert illegalerweise eingesetzt werden.
    Die Legalisierung dient einzig und allein dazu, dass all die Schwätzer (wie auch in diesem Forum) weiter an ihrem Ammenmärchen vom Rechtsstaat festhalten können!

    • Sousveillance
      „Unterwaschung“ – Schwacher Trost, oder zartes Pflänzchen?

      „(…) Politische Teilhabe bedeutet heute digitales Beobachten – und Einschreiten, wenn etwas nicht richtig läuft: so zumindest die These von Michael Schudson. Der amerikanische Soziologe spricht in diesem Zusammenhang vom „monitorial citizen“ – dem überwachenden Bürger. Ein aktiver Bürger zu sein – das heißt laut Schudson, ständig als „Unterwacher“ ein Auge auf seine Politik zu haben.
      Der US-Programmierer M.C. McGrath, der nun einem „Transparency Toolkit“ einem Transparenz-Werkzeugkasten zur Kontrolle von Geheimdiensten und der Aufdeckung von Menschenrechtsverletzungen arbeitet, denkt diese Idee in globalem Maßstab weiter:
      „Mein Ziel auf lange Sicht ist es, eine Art globaler Gemeinschaft zu etablieren, die es jedermann erlaubt, solche Mächte überall auf der Welt zu kontrollieren. Das wäre wohl eine effektivere Kontrolle der Geheimdienste, als wir sie jetzt haben“ (…)“.

      http://www.deutschlandradiokultur.de/sousveillance-bewegung-wenn-die-ueberwachten-den-spiess.976.de.html?dram:article_id=358059

    • Susveillance / Unterwachung
      wg Unterwachung der Autokorrektur:

      das „s“ bitte herauswaschen.

    • Bitte.....
      Wenn sie meinen…. Noch ist Träumen ja nicht verboten….

  80. Nachdenken erbeten
    Jawohl Don Alphonso, Arbeit macht frei! Zeigen wirs dem faulen, selbstgefälligen, subentionsverwöhnten Lattetrinkerpack. Endlich mal jemand, der das Übel erkannt und benannt hat. Die und die in Brüssel. Auch die sollen sich mal in der Produktion bewähren…
    Mann, Mann, Mann… Es ist gar nicht gut, was Du schilderst über die Situation im Dorf. Aber die Schlüsse, die Du ziehst, sind es auch nicht.

    • Ich habe so viel Gejammer über die kleiner werdenden Chancen nach dem Brexit gelesen, da wollte ich ma zeigen, dass es noch viel kleiner geht. Die sollen ihre Privilegien checken.

    • Werter Don, ich check immer nur meine Schweizer Bankkonten ...
      … aber nie meine Privilegien, oder hab ich etwas falsch verstanden ?

  81. Wer sich für das Orlando Shooting interressiert: FBI Transcript gibts hier
    http://www.globalresearch.ca/fbi-transcript-shows-nobody-died-in-orlando-shooting-until-swat-teams-entered-the-building-judge-napolitano/5533563

    Immer all diese Sachen, die es in unseren Medien nicht gibt, hat wohl was mit dem Flachenhals „unserer“ Nachrichtenagenturen zu tun die alles vor-filtern:

    http://www.nachdenkseiten.de/?p=34038

    • Ich halte das für eine Fehlinformation.

    • Zweierlei....
      Es handelt sich um die Aussage eines Richters, und zwar um den Richter der das FBI Protokoll unterzeichnet hat.

      Zeitens, wenn überhaupt geht es um Informationen wieviel der 50 Toten von dem Muslim und wie viele vom SWAT Team erschossen wurden, es geht um die verlogenen Informationen die die USA bei solchen Anlässen prinzipiell verbreiten.
      Unvergessen der Tod des Osama bin L. Man erzählte uns von Maschinenpistolen und lediglich Gegenwehr des Seal Teams, während die Wahrheit so aussah, dass diese „Fachkräfte“ in bestre MASH Manier sogar zu dämlich waren zwei Helikopter unfallfrei im Compound zu landen, aber dann ALLE dort, alles unbewaffnete Männer und Frauen, durch die Helden der freien Welt massakrierte. Das Risiko einen Osama vetreten durch einen Rechtsanwalt vor einem US Gericht, das wollte man wie bei allen Guitmo Insassen natürlich niemals eingehen…

      Wahr ist allerdings, dass bei dem zweiten Video, das akustisch den Begin der Schiesserei aufnahm eine Uhrzeit fehlte… aber das war ohnedies nicht mein Thema, sondern wie unhinterfragt Informationen der Obrigkeit weltweit akzeptiert werden, gerade in Demokratien.

    • Natürlich, Fehlinformation
      Die Manipulation findet auf beiden Seiten statt. Weil alles immer so ganz ‚digital dicht dabei‘ ist. Und weil es noch immer mehr Leute gibt, die nur darauf warten, jemanden zu ’sue-en‘, um reich wie ein ‚Sohn‘ werden zu können, ohne dafür arbeiten oder erben zu müssen.

      Und beide Seiten krampfen sich an die Version, die ihrer Weltsicht entspricht:

      A. „Der Muselmann hat alle Leute erschossen, dann wurde der Laden gestürmt und dann der Muselmann erledigt.“
      Interpretation: Muslime sind geborene Gewaltverbrecher, wir müssen sie im Zaume halten. Danke an die Einheit, die ihn beseitigt hat!

      B. „Der Muselmann hat niemanden erschossen, er war echt durchgeknallt. Die Einheit hat dann wild um sich geballert, bis 50 tot waren.“
      Interpretation: Da wird einem durchgeknallten, aber anderweitig unschuldigen Muslim etwas in die Schuhe geschoben weil es eine günstige Gelegenheit war, Islamhass zu generieren.

      Wahrscheinlich ist keine Wahrheit in einer dieser polarisierten Aussagen zu finden. Wahrscheinlich hat der Typ angefangen, zu ballern. Und als die Einheit da war, gab es Kollateralschäden. Deshalb ist es ja auch ‚vorteilhaft‘, dass der Muslim den Schießplatz nur in einem weißen Leinentuch verließ, denn nur Leichen halten wirklich den Mund.
      Stellte sich heraus, dass beim Eintreffen der Einheit noch einige der am Ende Toten unversehrt waren, gäbe es jahrelange Vorwürfe über den Einsatz, das Kommando, u.s.w. mit unendlich Schadensersatzforderungen aller Hinterbliebenen derer die im Verlauf des Einsatzes starben.

      Aber das ist alt. Man erinnere nur den Mord an J.F. Kennedy. Der war plötzlich tot, fachgerecht von einem ’sniper‘ exekutiert, also beinahe erfolgreich, und dann wurde ein gewisser Lee Harvey Oswald, ein sowjetischer Spion, dafür verantwortlich gemacht. Bei der Abholung zogen ihn die beiden Polizisten hoch zwischen sich her. In diesem Moment entschied ein Nachtclubeigentümer, Jack Ruby, Kennedy zu rächen, und den conveniently placed and elevated Lee Harvey Oswald seinerseits hinzurichten.
      Es ist früher wie heute: damals hat die Mehrheit diese Räuberpistole geglaubt, genauso wie heute die Mehrheit glaubt, ‚wir schaffen es‘, Millionen oft analphabetischer und meistens islamischer Migranten so zu integrieren, dass wir in wenigen Jahren unsere Sozial- und Rentenkasse von deren Beiträgen sanieren können.

    • Orlando
      All die Zeugen würden also jetzt lügen, um die Polizei zu decken?
      Die Zeugen haben doch ausgesagt, wie der Täter die Gäste erschossen habe und den Ablauf auch genau beschrieben. Manche haben sich tot gestellt und sich unter den angeschossenen/Leichen versteckt. Das haben einzelne Überlebende ausgesagt, auch im TV. Nachbarn haben beschrieben, wie sie die aus dem assault rifle abgegebenen Salven gehört haben, aber dafür keine Erklärung hatten, und zwar nicht erst um 5.00 Uhr.

      Sorry, aber dann müssten die Gäste sich ja zu Komplizen der Polizisten machen, die laut dieser Darstellung die eigentlichen Täter wären.

      Glauben Sie, dass mehr als zwei Hundert Überlebende jetzt zum Lügner werden? Ist für mich nicht nachvollziehbar.

      Und wenn das Dokument eine Fälschung ist?

  82. Das berührt wirklich, alle empfinden mit. Wobei vermutlich viele unserer Landsleute hier
    in Deutschland zum Teil simpel und einfach leider schon jenseits solcher betrachtungen zu sein scheinen. So jedenfalls desöfteren auch hier der Eindruck. Die fliegen halt trotzdem – oder gerade deshalb – und nicht erst seid gestern – so oft wie möglich weg. Z.B. jetzt als Ruhrgebietsgespräch die absolut genial auffällig niedrigen Preise für die statistisch in den Touriusten orten immer noch total sichere Türkei. Man wäre ja auch blöde, wenn nicht.

    Die wissen Bescheid hier die Jüngeren – und bücken sich hierzulande schon lange nach keinem Unkraut mehr. Und werden es auch nie wieder.

    Und wuchsen bereits seid geschätzt über 20 jahren auch hier so auf. Es bedurfte der Erdbeeben gar nicht. Strukturwandel vermag das ggfls. „auch so“.

    Hier evtl. unsere Bilder dazu/dagegen: http://tinyurl.com/hxu8wbh http://tinyurl.com/jt8yobn http://tinyurl.com/zlqc9ef

    Gibt irgendwo mitten in Gelsenkirchen auch ein nettes Beispiel von so einem Bunkler wo noch die bunten Bildchen und „Parolen“ der „Stadtteilinitiative von ca. 1992“ drauf geschrieben zu sehen sind, längst sehr, sehr abgebröckelt allerdings. Und total tot wie weit weg sowas alles:

    Ja, „Stadtteilinitiative von ca. 1992“, das waren noch Zeiten, da hatten wir noch Geld für so etwas, das war direkt nach der Wende, da ging noch was, da gab es noch andere Realitäten in den Köpfen.

    Aber damit lockt man in Gelsenkirchen wie gesagt keinen Hund mehr hinter dem Ofen hervor, weder jung noch alt, und da machen die Germanen, weiter voran in der Globalisierung, ggfls. bereits schon heute generationenübergreifend allgemein etwas besser. Die laufen einfach dran vorbei an dem Elend und träumen von Fünf-Sterne-All-Inklusive-Fluchten für 12 oder 16 Tage – oder halten sich an leichter dem eigenen Ich solide kontrolliert als eigenem Selbst aufwandsleichter zuzuordnende App-Register auf ihrem Smartphone?

    Und kommt erst das bedingungslose Grundeinkommen, dann ist überhaupt erst einmal alles vorbei. Dann wird nur noch verlebt von der Substanz.

    Schopenhauer: Die Welt ist Wille und Vorstellung. Und sonst nichts. War halt ein Radikaler der Schopenhauer. Wenn auch aus Frankfurt/Main.

  83. Bzgl. des ersten Bildes käme manchen womöglich "Die Wand der 1000 Gesichter" in den Sinn, wenn a
    nur leicht zynisch. „Mit Kunst müsste man das Elend wenigstens noch viel besser dekorieren. Wenn für die Menschen vor Ort schon so kein Geld da ist, dann aber doch bitte aus Brüssel besser ein paar bezahlte Künstler her, die solche Bretterwände von/mit ihrem zentraleuropäisches Investivgeld klug verschönerten. Und die gingen von ihrem Geld ja dann sicherlich auch später in der örtliche Metzgerei, zum Friseur oder in den Puff.“

    http://tinyurl.com/h8nqqkr Die Duisburger Bretterwand ist übrigens ein Teil der südöstlichen Werkskante von dem hier: http://tinyurl.com/zrhcqhu

    Und da denken sich heutzutage bei uns im Lande die Leute teils anscheinend garnichts mehr dabei. Wer hier hineinschaute sähe beim digitalen Umschwenk irgendwann erneut genau diese Bretterwand – was da vermeindlich aussähe wie Glasbausteine darauf sind in Wirklichkeit voranstehend bereits erwähnte Fotos, man könnte aber auch, falls man wollte, von seitlich nach oben schräg hinter die Wand und unters marode Firmendach des wie ausgebombt wirkenden, überdachten Stahl-Lagerplatzes sehen und die dort arbeitenden Männer sehen und hören. Übrigens mit 4 – 5 cm Spalt von Latte zu Latte gesetzt die Bretterwand, die Arbeiter dahinter sollen wenigstens noch etwas Licht und Zugluft haben. http://tinyurl.com/jyrpen6 Wie Frau Dr. Merkels DDR. Nur schöner?

  84. Generationenschuld
    Ich lese hier öfters recht abfällige Artikel über meine Generation. Ich bin gerade 30. Ich höre auch im Arbeitsumfeld häufiger diese abfälligen Kommentare. Früher war alles besser. Die Leute haben noch hart gearbeitet, wirklich was geleistet… man musste erst mal was schaffen, heute wollen die jungen Leute lieber direkt sein.
    Klar habt ihr was geleistet und viel Aufgebaut. Insbesondere in Deutschland war ja auch fast alles kaputt. Ihr hattet ein weißes Blatt Papier – wirtschaftlich und gesellschaftlich. Es konnte ja nur Wachstum geben. Geld ist viel verdient worden, was jetzt von unserer Generation verschwendet wird. Geleistet wird ja nichts mehr.

    Vielleicht liegt es daran, dass wir sehen was ihr sonst noch geschafft habt. Ein Renten- und Sozialsystem das kollabiert sobald meine Generation es mal ernsthaft beansprucht. Ein Bildungssystem das langsam degeneriert und im Begriff ist, sich im öffentlichen Bereich vor Ineffizient aufzulösen. Berufe, die früher mit Stolz Bund Respekt bedacht waren haben noch den Charme einer Schießbudenfigur, wie z.B. Lehrer und Polizisten.

    Liebe Nachkriegsgeneration, bitte denkt immer darüber nach, wer für den Status Quo – marode Systeme und verzogene Jugend – verantwortlich ist: Ihr. Ihr habt diese Systeme geschaffen und bis zuletzt geleitet oder leitet sie noch. Ihr habt die junge Generation erzogen und gelehrt. Kritisiert meinetwegen das System und verlangt Verbesserungen. Aber gebt uns nicht die Schuld dafür…

    • Abfällige Kommentare gibt es bei mir nur über Berliner Prekariat mit Förderungswünschen.

    • Sie irren
      Wie auch mit ihrer Person, hat die (leider) zunehmende Popularität dieses Blogs auch einige recht „eigenartige“ Foristen angezogen.
      „Recht abfällige Artikel über meine Generation“ gibts nicht, auch verallgemeinert wird hier kaum. Sie sollten die Kommentare und Kommentatoren nicht mit dem Eigentlichen hier verwechseln.
      Die Stützen zeichnen sich dadurch aus, dass hier nicht zensiert wird, also muss man auch solche Kommentare stehen lassen, sonst unterscheidet man sich ja von dem äusserst verachtenswerten Rest der deutschen MedienWelt nicht…

      Der Eigenen widersprechende Meinungen sind allerdings des Nachdenkens wert.

    • Man sollte eine andere Meinung auch mal aushalten können. Ich schalte, wenn sie nicht zu doof ist, auch jede Kritik an mir frei.

    • Bitte rechnen
      wenn heute 30-jährige im Rentenalter sind, dürfte es aus heutiger
      Sicht mit dem Rentensystem keine Probleme mehr geben.

      Auch die geburtenstarken Jahrgänge leben nicht ewig.
      Im letzen Jahr sind in Deutschland fast eine Million Menschen
      gestorben. Doch wohl mehrheitlich Rentner.

    • Nicht den Kopf hängen lassen
      wenn jemand die Bundesrepublick aufgebaut hat und ein weißes
      Blatt Papier vorfand, dann waren das die Ü 90, schon die Baby-
      Boomer haben sich in gemachte Nest gelegt, so als Betroffenheitsgeneration.

    • Dann macht doch endlich was - setzt euch ein, damit es wieder
      besser wird. Lasst die nicht einfach so weiter machen mit ihrer Politik des Unsinns und der Überwachung.
      Traut euch dennoch – wenn ihr ein Leben in Freiheit wollt.
      Sonst machen die alle so weiter und es wird weiter nichts einfach gut werden.
      Den Kopf senken um ins smartphone zu schauen wird nicht genügen.

    • @ jungegeneration
      Ich liege so quasi zwischen den Fronten (und schwenke damit die Parlamentarier-Fahne).
      Was der Autor hier u.a. wohl konturiert (s. die Überschrift ) ist eine Gegenposition zu den debilen @Gerontophagen@(also Menschenfressern), über die Sie hier in der faz lesen können: http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/kampf-gegen-die-alten-nach-dem-brexit-14315331.html

      Bisher hat unsere Gesellschaft geglänzt durch den Interessenausgleich, das ist nun in der Folge des Neoliberalismus, dermallesmandere als liberal ist, vorbei. Insofern halte ichndas Abschieben der Problematik auf den Brexit zwar für bedauerlich faz-konsistent, aber der Rest des Artikel konturiert deutlich, in welchem Zusammenhang man hier Alphons verstehen sollte.
      mfG PF

    • 1974
      Mit 41 stehe ich ja quasi dazwischen und ich kann den Argumenten des jungen Kommentators durchaus etwas abgewinnen.
      Andererseits würde das Post-Brexit Generationenfass von der
      anderen (jungen) Seite aufgemacht. Sie erinnern sich,
      der Ruf nach Stimmentzug der Älteren.
      Das die nachfolgende Generation immer mit den Leistungen der
      vorhergehenden auch die Scherbenhaufen übernimmt, ist leider
      ein Naturgesetz (fragen sie mal Kriegskinder wie meine Eltern geb 1941).

      Worin ich ihnen vollkommen zustimme, ist, dass die Alten die Posten
      in der Politik räumen sollten. Schäuble z.B. ist so alt wie mein Vater,
      also was soll das?
      Diese Alten sind es, die Euch die Zukunft stehlen. Sie allein.

      Und dann bedenken Sie doch bitte noch, dass sich die Perspektive derer in der Mitte, wie ich, sich nochmals ändert, wenn sie Kinder bekommen.
      Auch dann verändert sich der Blick auf Zukunft und Gesellschaft noch einmal.

    • @junge Generation
      „Ihr habt die junge Generation erzogen und gelehrt. Kritisiert meinetwegen das System und verlangt Verbesserungen. Aber gebt uns nicht die Schuld dafür…“
      Ja, wir haben bei der Erziehung versagt. Genau das beklagen wir doch und bemühen uns um Schadensbegrenzung.
      Ist das jetzt auch wieder nicht richtig ?

    • Lasst sie schnacken
      Sehr geehrte(r) „Junge Generation“, vielen Dank.

      Ich hatte schon befürchtet, hier allein zu sein mit meiner Meinung über Ältere, die ihre Verantwortung für den Zustand dieser Gesellschaft hinter bräsigem Jugendbashing zu verbergen trachten.

      Lassen Sie sich die Lektüre nicht vermiesen durch Menschen, die uns mit abgehobenen Stories über Schweizer Bankkonten und italienische Drittwohnsitze beeindrucken wollen und dann über heutige Studenten herziehen, als seien die nicht Leidtragende von „Bologna“, sondern Verursacher.

      Ich bin vermutlich nicht der Einzige, der sich auf Ihre weiteren Zuschriften freut, und Sie stärken sich bitte an dem Gedanken, dass Amerika bis heute nicht entdeckt wäre, wenn Kolumbus auf seine Mutter gehört hätte.

      Gestaltet ihr Jungs die Welt so, wie ihr das für richtig haltet. Sie gehört euch, und sie kann nur besser werden.

      Gruß,
      Ihr C.

    • Hören Sie mir auf mit Bologna, zu der Zeit, als das gemacht wurde, war ich an der Uni und die Profs, mit denen ich arbeitete, haben die Studis aufgefordert, für ihre Rechte zu kämpfen. Haben sie aber nicht gemacht. Tja. Da haben wir dann blöd geschaut, wir Älteren mit AStA-Vorgeschichte.

    • Wir Opheus, "rückwärtsgeandt"
      „Ihr habt diese Systeme geschaffen und bis zuletzt geleitet oder leitet sie noch. Ihr habt die junge Generation erzogen und gelehrt.“

      Ich/wir nicht. Aber ich war damit relativ allein. Sie können keine junge Generation „erziehen“, wenn beide Partner ganztags arbeiten und die Gören vor TV/Playstation/Smartphone abhängen den ganzen Tag, bis der erste der Eltern mit Einkaufstüten kaputt nach Hause kommt. Ich/wir waren gegen G8, eine Methode, Junge früher Rente zahlen zu lassen, die Kinder wegen Zeitmangel aus Musikschulen und Sportvereinen getrieben hat. Wir konnten uns nicht durchsetzen, der Protest war laut.

      Unsere Nachfolger heute sind dagegen, dass man Kinder in der Schule anschaulich mit Dilldo unterrichtet. Sehen Sie irgendeinen Effekt auf die Politik? Wir und unsere Nachfolger, eine Gruppe die prozentual in Bayern etwas höher anzusetzen ist, sind auch gegen einseitige Meinungsbildung beim Thema Klima, vor allem wenn Einseitigkeit in die Benotung einfließt, und statt dessen für Faktensammlungen und Diskussion.

      Wir sind hier nicht gefügig, weder Don noch die Mehrzahl seiner Kommentatoren.
      Sie sollten als Generation insgesamt darüber nachdenken, ob Sie zu gefügig gemacht wurden und zu sehr gejagt wurden mit dem Schreckgespenst Krieg, in Angst und Schrecken versetzt mit etwas, das seit 1989 seltener war und mit einer Assoziation der Ukraine wieder mehr in die Nähe rücken würde.
      Sie sollten sich vor allem belesen über die Gleichschaltung unter Hitler, den Gulag unter Stalin und die Tatsache, dass der Holocaust nur geschehen konnte, weil vorher schon alle Oppositionellen in KZ’s verfrachtet und teilweise ermordet worden waren.

      Wir waren gegen Schuluniformen und bekamen Uniformiertheit für viel Geld (aber die Lisalenalaura hat auch). Definitiv waren wir für freie Meinung und mussten beobachten, wie einzelne Lehrer, Beamte, sich davon verabschiedeten. Die Konservativen von uns waren auch gegen nächtliche Ausgänge mit Alkohol- und Drogenabusus und konnten uns nur gelegentlich durchsetzen und in Einzelfällen. Und Scheidungen wie Meterware haben wir auch kritisch gesehen, wie auch Moden wie die gesegnete „Patchworkfamilie“.

      Sorry, aber wir konnten nichts machen. Das Ding lief nach dem Motto: „Vorwärts immer, rückwärts nimmer“, und manchmal, wenn wir was mit Common Sense draufhatten, wurde das frech „rückwärtsgewand“ genannt. Wir sind also Orpheus, ja? Na gut, dann werden wir ja erstmal überleben. Aber falls Euridice unser Staat sein sollte, nach dem wir uns umsehen, wissen Sie dessen Schicksal.

      Denken Sie nach über Gefügigkeit und Gleichschaltung. Wir kämen dort zusammen.

    • Ewiggestrig jung geblieben
      Die Schuld tragt Ihr also nicht, aber Ihr solltet nach allen Seiten kritisch werden. Die Bremer Wahl deutete schon an, was sich jetzt auch in Österreich manifestiert.

      Was hier in Moglia beschrieben wird, findet sich weniger drastisch, aber angedeutet in vielen kleinen Orten. Ihr wollt alle in das übervolle Berlin und dann? Fahrt Ihr mal in die Umgebung? Geht Ihr mal essen an den Havelseen oder in Mecklenburg? Eher selten, wenn ich die alten Gesichter sehe, wenn ich dort bin. Daran seid Ihr effektiv schuld.

      Aber meine Generation mit dem Ein-Kind-Luxus, sehr verbreitet auch unter Italienerinnen, denen ihre blond gefärbten Haare und Friseurbesuche wichtiger waren als Bambini, ist teilweise auch schuld an Verödung. Doch mögen Sie wissen, dass die, die noch ihre Meinung sagen, von rechts nach links, oft eigene Wege gegangen sind und öfter auch mal mit zwei bis vier Kindern, und nicht die geringste Lust haben, diese das ausbaden zu lassen, was eine egoistische Meinbauchgehörtmir-scheidungsaffine Post 68er-Benehmenegalgeneration hier angerichtet hat und weiter anrichtet durch Angriffe gegen Mütter daheim, Familien und latenten Hass gegen heterosexuelle Männer und Frauen oder gegen Katholiken.

      Und ich möchte meinen, dass einige noch normale Eltern inzwischen Wut im Bauch haben, und dass dieser Staat sich das nur erlauben kann, weil er weiß, dass die Anständigen mit der Wut keine Waffe in die Hand nehmen und keine Autos abfackeln oder Gebäude beschmieren. Aber die Wut ist da. Sie ist geschürt worden, weil man beleidigt worden ist mit Adjektiven wie ewiggestrig oder rückwärtsgewandt oder auch engstirnig oder gar rechts, wenn man in die Hitlerecke geschubst wird, obwohl man nichts getan hat außer Werte zu haben und eine Meinung, mit der übrigens mancher Muslim, der nicht zum Stören hier eingeschleust wurde, leben könnte.

      Die ewigen Beleidigungen machen mürbe, und dass die Kanzlerin der CDU das zugelassen hat, ebenfalls. Sie hätte ebensogut eine Regierungsbildung verhindern und auf Neuwahlen setzen können.

      Ich bin der Meinung, dass unsere Probleme und inneren Zerwürfnisse auch Ihre sein werden, so Sie eine gute Beziehung zu Ihren Eltern haben, und dass eins wichtig ist:

      Nicht entzweien lassen, zumindest nicht die Eltern von den Jungen. Einzelgängern, die hier Rente abschöpfen und nie Kinder hatten, kann man schlecht helfen. Andererseits sind sie größere Steuerzahler und finanzieren KiTas, vor denen sie auch noch 30kmh schleichen müssen, weil bestimmte Leute ihren Kindern nicht mehr beibringen, an der Straße aufzupassen.

      Mein Jüngster wollte sich mit ca. drei/vier mal in der Stadt absetzen und schwupps über die Straße. Er bekam dafür was auf den Hintern. Es gab Bystander, die das lobten. Heute wären Sie damit kurz vor dem Knast. Er machte das übrigens nie wieder.

      M.E. müssen Sie aufwachen. Wir sind an einem größeren Krieg gerade eben noch vorbeigeschrappt (Ukraine) und leben mit kriegslüsternen Waffengeschulten in den Ländern (IS, zuletzt Istanbul). Für Diskussionen muss Platz sein. Sicher ist:
      Wir sind im Schnitt besser und breiter gebildet, wir Älteren. Wir waren schon dagegen, dass die humanistischen Gymnasien zahlenmäßig beschnitten wurden, gegen die ineffektiven Gemeinschaftsschulen ohnehin. Aber wir geben Wissen ab, sonst würden wir ja das Internet meiden.

      Mit freundlichen Grüßen, Junggeblieben

    • @Anna
      „Worin ich ihnen vollkommen zustimme, ist, dass die Alten die Posten
      in der Politik räumen sollten. Schäuble z.B. ist so alt wie mein Vater,
      also was soll das?
      Diese Alten sind es, die Euch die Zukunft stehlen. Sie allein.“

      Es ist verständlich, dass sie so denken, aber es ist trotzdem Unsinn.
      Ja, weisse Haare sind ein Zeichen von Alter, und nicht von Weisheit, glauben sie mir meine Generation hat gegen diese alten Säcke gekämpft, Nazis überall, die ja tatsächlich alles besetzt hielten. Haben sie eine Vorstellung davon wieviele von denen im Bundestag sassen oder Dekane waren?
      Heute denke ich anders. Es interessiert mich nicht ob jemand Männlein oder Weiblein, schwul oder hete ist, ob der schwarz, weiss, gelb oder grün ist…. Was mich interssiert ist: Ist er ein Idiot, oder weiss er was er tut, wovon er redet. NUR DAS ZÄHLT!
      Schäuble ist zugleich ein engstirniger Psychopath und ein jämmerlicher Spiesser, der nicht nur Europa, sondern auch DE zerstören wird! DESHALB sollte er weg, nicht wegen seines Alters.

      Ich kann ihren Ärger sehr gut verstehen, aber so wie sie das machen wollen, wird es nur anders, nicht besser…. und ich befürchte, das wird ihnen nicht helfen.

    • Chronos frisst seine Kinder...
      …und Zeus erschlaegt seinen Vater Chronos. Dieses Beispiel aus den klassischen griechischen Sagen soll zeigen, dass der Generationenkonflikt so alt wie die Menschheit ist. Zunehmende Zivilisation hat die Gewaltbereitschaft reduziert und neue Loesungmoeglichkeiten fuer diesen Grundkonflikt geschaffen (s. auch psychoanalytische Literatur, religioese Gebote).

      Der eskalierdende Verteilungskampf in der globalisierten neoliberalen Gesellschaft mit dem Klassenkampf von oben motiviert die Akteure, jedes Mittel einzusetzen. Der grundsaetzlich gegebene Generationenkonflikt eignet sich sehr gut dazu, die Verlustaengste (Macht, Besitz, Freiheit, Unabhaengigkeit) der Generationen (Jung und Alt!) anzuheizen, und damit die eigenen, hegemonialen politischen Ziele besser durchzusetzen.

      Dies geschieht ruecksichtslos. Der Bruch des gesellschaftlichen Konsenses, die verschaerfte gesellschaftliche und Inter-Generationen- Polarisierung kommt diesen politischen Akteuren gerade recht, verhindert sie doch eine Solidarisierung, die zu einer Ueberwindung der bestehenden, unertraeglichen Zustaende fuehren koennte.

      Nur gemeinsam koennen die Generationen (neusprech: Alterskohorten mit aehnlichen Erfahrungsidentitaeten) die Gegenwart und die Zukunft meistern und ihre eigentlichen Interessen gegen nicht legitimierte, politische Akteure behaupten.

      Der wohl wichtigste Faktor ist Information und Kommunikation, die transparent und wirklichkeitsnah (wahr) sind, frei von Manipulation. Das beinhaltet auch die eigene Verantwortung, sich Informationsquellen zu suchen, die dieser Vorstellung nahe kommen und danach sich darueber auszutauschen. Danach kommt Aktion: das demokratisch Minimum ist die Teilnahme am Entscheidungsprozess (Wahl); je nach Charakter darueber hinaus Engagement in Parteien, oder anderen Gruppen, die am Auf- und Umbau der Gesellschaft mitarbeiten.

      Man darf die eigene gesellschaftliche Verantwortung nicht einfach delegieren, sondern muss als gesellschaftlicher Souveraen kontrollieren und korrigieren.

    • Civilitas:
      Text eingeben

    • Für Civilitas:
      Der Indianer, der als erster Kolumbus sah, hat eine böse Entdeckung gemacht.

  85. "Raumgebende Rasenmulden" - oder "Tot, töter, am Tötesten" - so sähe das evtl. der Außensteh
    Wer es aber nicht anders kennte, weil von da, der wäre froh endlich einmal wieder überhaupt etwas Neues zu sehen? Außer nur ständig neuen digitalen Episoden von Fortsetzungsspielen? http://tinyurl.com/zbmpmf2

    „Der RheinPark ist ab Donnerstag, 1. Dezember, wieder direkt von Hochfeld aus erreichbar. Die 30 Meter breite und knapp 300 Meter lange „Hochfeldallee“ wurde fertiggestellt. Entlang der „Wand der 1000 Gesichter“ verbindet sie wieder den RheinPark mit dem Stadtteil Hochfeld.

    Breite beleuchtete Gehwege mit Sitzgelegenheiten und Baumpflanzungen umschließen raumgebende Rasenmulden. Pflanzreihen aus 27 hochstämmigen Platanen und 40 mehrstämmigen Felsenbirnen begrenzen die mittige Sichtachse. Übergroße Fluchtstangen vom Platz vor der Bonifatiuskirche bis in den Park unterstreichen diese Funktion.“

    Der Text sagt auch, es wurden etwas mehr als 1000 €/qm ausgegeben. „Grunderwerb, Planung und Ausbau“ – alles in allem vermutlich sogar noch sparsam gewirtschaftet.

    „Und da könnten halt zukünftig eben auch immer mehr Duisburger glücklich ihre Rollatoren entlangschieben“, sagten vermutlich aber nur die Zyniker.

  86. Verhältnismäßigkeit?
    Sehr geehrter Herr Don Alphonso,

    wenn Sie es wirklich wegen ein paar fehlgeleiteter staatlicher Gelder (für Lesungen ansonsten erfolgloser Jungautoren) für gerechtfertigt halten, einer ganzen Generation das Europa zu zerstören, das mehr als alles andere für den Frieden auf diesem Kontinent sorgt, nämlich das Europa der Freizügigkeit, das Europa der Träumer und das Europa der internationalen Beziehungen, dann nehmen Sie zumindest billigend in Kauf, dass wir zurückfallen in die dunkelsten Zeiten des Nationalismus und der Fremdenfeindlichkeit. Dann wird Moglia schon bald erneut zerstört werden – nicht von Erdbeben sondern von Bomben.

    Ihrem Moglia geht es schlecht, das sehe ich. Aber ich bitte Sie, seien Sie nicht verbittert und hartherzig gegenüber denjenigen, denen es scheinbar so viel besser geht als den Menschen in Moglia. Statt den jungen Menschen den Latte-Becher aus der Hand zu schlagen, laden Sie die doch besser nach Moglia ein, damit helfen Sie Moglia mehr als mit Ihrer Verbitterung, denn das dort ausgegebene Geld der Touristen kann Ihnen keiner nehmen. Und wer weiß, vielleicht wird ja noch der ein oder andere Jungautor mit einer Geschichte von dort Erfolg haben.

    Ruhige Grüße

    • Ich bin alt genug, um mich an die Zeit zu erinnern, als Juncker ein Lokalpolitiker und die meisten Klagenfurter Autoren Kinder waren. Da war die EG eine lockere Gemeinschaft, Erasmus gab es schon und statt -flügen Interrail. Aber kein TTIP. Dafür auch Frieden. Was die Leute so nervt, ist nicht Europa, sondern Junckers EU mit dem deutschen Hegemon.

  87. In welche Schmuddelecke des Internet
    bin ich denn hier reingeraten? Flegelhafter Tonfall, hasskochende Stereotype von „Latte“ über „Berliner Jungautorinnen“ bis „Stiftungen“ und „Kulturbetrieb“ in der Endlosschleife, im eigenen Saftmangel schwarz anschmurgelnde Selbstgerechtigkeit, eine „Generation“ (*1967, sagt Google) basht die nächste (*1968 ff., schätze ich mal), und zwar zackoflex über die ganze Länge, da kennen wir nix, denn wir kennen uns aus – pardon, aber *ist* das alles so furchtbar billig, abgeschmackt und edelpopulistisch wie es aussieht oder lese ich nur die Codes nicht richtig? Scheint sich ja um deutsche Blogprominenz zu handeln, sagt Google, und findet immerhin in der Domain mit den renommierten 3 Buchstaben statt. Danke, war lehrreich. Meine Meinung von den 3 Buchstaben mal eben upgedated. Und das Fenster zu.

    • Ich schreibe hier nicht für billigen Beifall.

    • @FAZaungast
      Der Blog hat bei Ihnen eine Emotion erzeugt. Gut so. Denken sie jetzt einen Moment nach, warum es Aerger ist – und nicht Nachdenklichkeit – oder das Wiedererkennen eigener Gedanken – oder gelegentlich ein Schmunzeln.

      Machen Sie das Fenster nicht zu…weiterlesen, nachdenken…selbst konstruktiv kommentieren, statt nur mal den Ueberdruck abzublasen.

  88. Titel eingeben
    Was ist nochmals genau Ihr Job?

  89. Titel eingeben
    Don Alphonse, wenn sie nicht fuer billigen Beifall schreiben, was soll der Artikel dann, da dieser doch danach schreit?

    • Ich schreibe aus Notwehr und weil das, was ich schreibe, sonst nicht geschrieben wird. Sie finden haufenweise andere Sichten woanders.

  90. "Alte Leute sind gefährlich! ...
    … Sie haben keine Angst vor der Zukunft.“
    (George Bernard Shaw, wenn ich mich recht erinnere.)

    „Junge Leute sind noch viel gefährlicher. Sie haben keine Angst vor der Vergangenheit.“
    (Ich, wenn ich mich recht erinnere.)

  91. Titel eingeben
    Leider wird Ihr Blog gelesen, ich würde mir jedoch wünschen , mehr von den ungelesenen Jungschriftstellerinnen zu hören,damit ich von ein anderen Europa träumen kann, aber das ist natürlich unmöglich in diesem „ältere“ Herren Meinungskartell Blatt….
    Ich glaube, in einer Jugend, die sich gegen Nationalismus wehrt, gibt es viel mehr Möglichkeiten ein grenzüberschreitendes Verantwortungbewusstsein zu enwickeln, als sich einige Herren hier vorstellen können.

    • Ja, es ist furchtbar, dass manche Menschen meine Beiträge lesen. Ent-setz-lich.

      Bei der taz, bei SPON und vielen anderen Medien finden Sie haufenweise verträumte Geschichten ohne Dörfer in Schutt und Asche, ohne die Frage, warum bei uns momentan so viele Sexarbeiterinnen aus Spanien und Italien kommen und ohne Aufschlüsselung dessen, was passiert, wenn die Monte Paschi die Siena den Bach runter geht.

    • Werter Don, von der Banca Monte dei Paschi di Siena ...
      … wollte ich immer mal Aktien kaufen. Ich fand das irgendwie schick, am ältesten Bankhaus der Welt beteiligt zu sein.
      .
      Nun bin ich ganz froh, dass ich das zunächst gelassen habe … aber vielleicht sind das ja jetzt „Kaufkurse“.

    • Die Bank hat nur einen grossen Fehler gemacht und der reichte.

    • Habe eben mal die Kurse gecheckt ... 0,386 EUR...
      … und bin jetzt Miteigentümer. Mit dem Geld, das der freundliche (hoffentlich italienische Verkäufer) nun auf seinem Konto hat wird er sich hoffentlich einige Besuche in einer der schönen Fressbuden in der Gegend leisten oder beim Aufbau von Moglia helfen.
      .
      Ich betrachte das eher als „Spende“ denn als „Investition“ – man muss „da unten ja schon ein bischen helfen“.

    • Titel eingeben
      Dann mal los!

    • Bei 0,19 verdoppel ich meine Spende ...
      … und hoffe die kommt auch „da unten“ an. Haben ja viel Gutes getan, die Fondazione … und nu is kein Geld mehr da und man übt sich als Kleinaktionär.

    • @DonAlphonso
      „warum bei uns momentan so viele Sexarbeiterinnen aus Spanien und Italien kommen “

      Ist das wirklich ein Phänomen wegen der Krise? Hab davon bisher nichts gehört, gibts dazu Zahlen? Würde mich interessieren.

    • Ja, ist es. Deutschland hat da recht niedrige Hürden beim Einstieg, hohe Sicherheit und gute Verdienstmöglichkeit, deshalb gibt es in diesem Bereich sehr viel Arbeitsmigration.

      Zahlen gibt es natürlich nicht, aber das wird in Italien ab und zu gemunkelt und meine deutschen Bekannten in dem Bereich bestätigen das. Seit ungeführ vier, fünf Jahren hat sich das so entwickelt.

    • Aber nur um das klarzzustellen: Es kommen auch viele aus der Hotelerie, aus dem Gaststättengewerbe, der Logistik, dem Maschinenbau und dem geisteswissenschaftlichen Bereich. Ich hatte hier letztes Jahr eine Zwischenmieterin für drei Monate, die bei der Audi Schicht im Sommer arbeitete und da mehr verdient hat als in ihrem angestammten Beruf in Italien im Jahr.

    • @DonAlphonso
      Ok, danke. Hatte davon bisher noch nie gehört…wäre doch eigentlich eine Steilvorschlage für Bewegungen wie 5 Sterne oder Podemos (so nach dem Motto „Unsere Jugend verarmt wegen Deutschland und muss zur Prostitution ins Reich“).

    • Darüger redet man in Italien nicht offen.

    • @ Erna ...Von einem anderen Europa träumen...
      Sie wollen von „ungelesenen Jungschriftstellerinnen“ Texte lesen? Da kann Ihnen geholfen werden. Mehr als 700 Seiten im Rhythmus, freien Hexamtern. Ein Versroman. Und der „Alt-Herren-Gesellschaft“ wird dort ordentlich Dampf gemacht. Leider aber, werte Erna, auch Feministinnen, deren Vorgängerinnen in ihrem Rachewahn schon in früheren Zeiten größtes Unheil über Gesellschaften gebracht – sie haben nämlich mit ihrer Herrschsucht dem sich rächenden Patriarchat einst Tür und Tor geöffnet. Leider gibt es auch ein Happy-End. Nämlich ein Mann und eine Frau, die sich lieben und nicht mehr gegeneinander kämpfen.

      https://www.amazon.de/Schloss-Fleurac-oder-sch%C3%B6ne-Marguerite-ebook/dp/B01GG88REA/ref=sr_1_2?ie=UTF8&qid=1467437930&sr=8-2&keywords=hildegard+holtschneider

    • @Erna
      Leider scheinen Sie zu ueberlesen, dass hier einige sehr engagierte KommentatorInnen beteiligt sind und auch die schreibenden Herren nicht alle alt und/oder weiss sind.

      Ich mache mir Sorgen ueber Ihre vorgefasste, eingeengte Sicht dieses Blogs und auch, scheinbar, der Gesellchaft. Ich hoffe fuer uns beide, dass sie Ihren Horizont erweitern, bevor Sie Einfluss gewinnen. Das Lesen dieses Blogs hilft dabei.

  92. Europa?
    Wieso ist „Europa“ hierfür zuständig? Italien hat eine Regierung, die die eingenommenen Steuern der Italiener für Ausgaben verteilt. Wenn es um das Nehmen geht, scheint „Brüssel“ immer an der Spitze zu stehen.

  93. Ein Augenöffner
    Danke für diesen Text, auch wenn er traurig macht. Leider enthält er viel mehr EU-Realität, als man wahrhaben möchte. Vielleicht ist dieser Koloss wirklich unüberschaubar, unlenkbar geworden. Gesetze werden heutzutage regelmäßig evaluiert. Wird höchste Zeit, dass dies auch in Brüssel geschieht.

  94. Immer sind "die Anderen" schuld an der Misere
    Es gibt auf dieser Erde einige Länder, die erdbebengefährdet sind, deutlich weniger Wohlstand als Italien vorzuweisen haben und es trotzdem schaffen eine möglichst erdbebensichere Bauverordnung einigermaßen flächendeckend durchzusetzen. Man kann hiermit nicht jedes Leid abwenden aber doch sehr, sehr viel verbessern. Italien kann (oder will) das nicht schaffen. Daran sind nicht „die Anderen“ schuld. Es liegt in der Macht einer Staatsverwaltung so etwas vernünftig umzusetzen. Es liegt in der Macht der Bürger eine solche Verwaltung (demokratisch) an die Macht zu bringen – man muss es nur wollen. Danach ist der Katzenjammer immer groß und im Zweifel sind „die Anderen“ schuld.


    • Neubauten nur noch erdbebensicher bauen zu lassen, ist verhältnismäßig einfach, aber den Altbautenbestand umzubauen, ist nicht nur teuer, sondern auch schwierig zu realisieren (statisch, ästhetisch, aufteilungsmäßig).
      Weiters gibt es dort wohl nicht oft Erdbeben, nur alle paar hundert Jahre. Da ändert man die Bauweise dann nicht unbedingt, denn von einem Haus erwartet man nicht jederzeit, daß es 300 Jahre bleibt.

    • Warum in die Ferne schweifen, sieh' das Schlechte liegt so nah.
      Wenn ich es richtig verstanden habe, hat es dort seit 400 Jahren nicht mehr gerumst. Natürlich muss der Neuaufbau, falls er stattfindet, erdbebengercht sein.
      Selbstverständlich liegt es auch an der Politik dort, ohne Frage.Ich kenne mich nicht aus. Hatten die z. B. auch TV- Sendungen, die zu Spenden für das Allerwichtigste aufriefen?
      Jedenfalls sind diese Nöte von anderer Art, als die der Genderisten. Denen geht es eher zu gut und sie verstehen es, ihrer Minderheit die ganze Aufmerksamkeit unserer Gesellschaft abzuverlangen.Ich habe die dunkelste Sonnenbrille auf, die ich habe und mein Umfeld auch.

  95. Die Jugend von heute
    Wie fad ist das denn, der „Jugend“ vorzuhalten, anders zu sein? Sie arbeiten sich an einer Klientel ab, die erstens nicht mehr gar so jung ist und zweitens mit Selbstverständlichkeiten aufgewachsen ist, die nun in Frage gestellt sind. Ich stimme Ihnen allerdings zu, dass diese Leute durchaus etwas selbstreflexiver den eigenen sozialen und geographischen Raum, innerhalb dessen sie sich bewegen, vermessen und in Relation zu anderen Räumen setzen sollten. Ich hätte es halt anders geschrieben.

    Mit der Europäischen Union hat das jedoch nicht viel zu tun. Es wäre sicher eine jahresfüllende Arbeit, all die kleinen Täfelchen mit EU-Wappen zu fotogafieren, die auch in zahllosen italienischen Ortschaften dokumentieren, was Struktur-, Regional- und andere Fonds dort ermöglicht haben. Und die Austeritätspolitik wurde mitnichten in Brüssel vorgeschrieben. Da müssen wir vor der eigenen Haustüre kehren. Aber das scheint bei der übergroßen Mehrheit Ihrer Leser ohnehin nicht in Frage zu kommen.

    Last not least, das Elend ist immer und überall. Sie haben Ihren Orientierungspunkt in Nord- und Mittelitalien. Fahren Sie in die Midlands, in die Bukowina oder in abgehängte Vororte der Metropolen. Sieht es dort etwa anders aus?

  96. Radikalisierung
    Woher kommt eigentlich Ihre Radikalisierung? Es ist ja sehr legitim, dass Sie Berlin nicht mögen (langweilig), dass Sie anderer Meinung sind als junge Feministinnen (ein bisschen interessant), und dass Sie ein Loblied auf das „einfache“ Leben an der Donau singen(schon interessanter). Mittlerweile speiht dieser Blog jedoch nur noch Galle. Ich gebe Ihnen recht, dass es absurd ist sich vor dem Kanzleramt oder am Brandenburger Tor die Hände zu reichen, aber es ist eben auch egal…Es ist gute alte rechte Tradition so zu tun als ob die Autorinnen in Berlin, der Grund wären warum in Italien Häuser nicht aufgebaut würde, d.h. Arme gegen Arme aufhetzen, aber irgendwie ist es unschön. Es würde mich freuen, besännen Sie sich wieder auf Ihre originären Positionen. Diese waren klug.

    • Ach nein, Galle ist das gar nicht. Es sind nur ein paar Bilder und ein paar leichte Gedanken über Relevanz.

    • Die Jugend hat Schuld...
      Meiner Meinung nach wird Don Alphonso hier diesmal dauernd missverstanden und zu Unrecht angegriffen. Er hat ja nirgends behauptet, dass die Jugend im Allgemeinen irgendwie Schuld hätte, sondern hat seinen Missmut wegen einiger Feministinnen etc. geäußert, was mE durchaus berechtigt ist.

      Denn es sieht heute so aus: Selbst gut ausgebildeten junge Leute müssen sehr kämpfen, geraten von Anfang an in einen Rat Race, welche den älteren Generationen erspart blieb: Konkurrenz um die Arbeitsstellen auf den freien Märkten, in welchen Stellen wegen Kostenersparnis nicht nur abgebaut, sondern zu ½ oder 2/3 Stellen rationalisiert wurden. Von der Zeitarbeit, Pseudoselbstständigkeit, Werkverträgen, befristeten Stellen und anderen legalen Misständen, wie prekäre Beschäftigung der Uni-Dozenten ganz zu schweigen. Sie müssen ein Gefühl der Unsicherheit, Ungerechtigkeit und Ausbeutung aushalten, die in meiner Zeit, als sogar ein Praktikum anständig bezahlt wurde, bei jungen Men-schen mit einer guten Ausbildung völlig unbekannt waren.

      Es gibt aber gewisse Nischen, in welchen manche jungen Menschen unglaublich gepampert werden, und dazu gehört z.B. der Genderfeminismus. Während viele Uni-Professoren mit Finanzierungsanträgen für ihre Projekte so beschäftigt sind, dass sie kaum noch Zeit für die Studenten haben, gibt es Hunderte Gender-Projekte, die großzügig finanziert werden. *) Dort sitzen die chosen few wie Maden im Speck, während andere junge Akademiker sich den Allerwertesten ausreißen, um überhaupt einen Job zu finden, und selbst wenn, noch einen anständig bezahlten, ohne Ausbeutung aller Art.

      *) Ein Teilnehmer des SPON Forums gab mal einen Link zu einem Dokument, in welchem die aktuellen akademischen Gender-Projekte aufgelistet wurden. Die schier unglaubliche Anzahl war schon augenfällig, auch die zumeist skurrilen und nichtsnutzig anmutenden Themen.

    • Galle "speihen",
      der gute alte J.W.v.G., der vom Kickelhahn, schrieb das noch anders und so lernten es die nutzlosen Alten. Trotzdem kein Beinbruch, terremoto ist schlimmer.

  97. Kein politisch korrekter Mainstream
    @FAZaungast – wir schreiben hier alle zum und mit Vergnügen, ob Schmuddelkinder oder nicht. Keiner ist gezwungen, mitzumachen. Wenn Sie politisch korrekten Mainstream wollen, sind Sie hier fehl am Platz.

  98. Beeindruckend
    … fand ich diesen Artikel schon.. denn er weckt berechtigterweise das schlummernde Schamgefühl, dass man doch eigentlich etwas tun muss.

    Beeindruckend fand ich auch einige Kommentare, darüber, das man selbst als junger Mensch ja ganz anders war. Tatsächlich? Dann liegt es doch wohl in der Verantwortung der besonderen Schneeflöckchen der vorhergehenden Generationen, die anderen zur Besserung zu inspirieren.

    Ja, es ist vieles falsch am Denken der gegenwärtigen Jugend. Aber das Lamentieren der Älteren über z. B. die gesteigerte Sensibilität gegenüber Gender, medizinisch anerkannte Intoleranzen und ökologischen Anbau kann doch nur zu einer weiteren Entfremdung zwischen den Generationen führen.
    Die Menschheit ist desillusioniert und desinteressiert. Wenn ihr das nicht seid, dann kann ich nur darum bitten, dass ihr sie zum Denken und Handeln inspiriert.

    • richtig, es liest sich beeindruckend und es erweckt mein Mitgefühl
      Doch wenn ich darüber nachdenke, komme ich zu dem Ergebnis, dass ich nicht wirksam helfen kann. Italiener haben sich diese Strukturen geschaffen – daran kann ich nichts ändern.
      + Über die selbsternannte und -verliebte linke Pseudoelite bin ich schwer verärgert. + Aber das war vorher auch schon so. + Immerhin hat mir der Beitrag klar gemacht, wie gut es mir und diesem (meinem) Deutschland vergleichsweise geht. Ich werde weniger jammern und mehr streben – nach Verbesserung des Status Quo dieser Republik .

    • Bitte verraten Sie Ihr Geheimnis, Harry Hirsch!
      Sie haben offenbar den Stein der Weisen, den so viele Mitforisten vergeblich zu suchen scheinen.
      Sie ’streben nach Verbesserung des Status Quo dieser Republik‘. Das ist gut so, und das tun wir alle. Es scheint nur, dass die meisten von uns nicht sehen, wie sie das aktiv tun könnten, außer hier ihre vom Mainstream teilweise abweichende Meinung auszudrücken.

      Das Problem für viele scheint doch, dass sie sich an den Entscheidungen nicht beteiligt fühlen, keine Chance haben gehört zu werden.

      Vielleicht sind Sie ja Fracking-Befürworter, dann überschlagen Sie die nächsten Zeilen.
      Relativ kurzfristig hat die Regierung den Bundestagsbeschluss zu Fracking auf den 24. Juni gesetzt gehabt. Am 23. Juni war die Brexit-Entscheidung, und so oder so würde am 24. und allen Tagen danach die Presse von Artikeln zum Ausgang des Brexit überfüllt sein.
      Also ein wunderbare Gelegenheit, das Fracking-Gesetz ohne Federlesen – und insbesondere ohne Berichterstattungen in den Medien – durchzudrücken. Das hat man dann auch getan, sogar in namentlicher Abstimmung. Auf den Seiten des Bundestages könn(t)en Sie demnach sogar nachvollziehen, wie Ihr MdB gestimmt hat.
      Fertig. Heute ist der zweite Juli, das Fracking-Gesetz *ist* durch, und keiner hat was gemerkt.
      Und nicht mal die Grünen haben richtig Rabatz gemacht, sie haben wohl schon ihre Stillschweigvereinbarung mit der deutschen Kanzlerin-so-lang-sie-will, denn sie wollen den Marsch durch die Institution in 2017 mit der Beteilung an der Macht in der Bundesrepublik Deutschland krönen. Deshalb haben die MdBs schlauerweise ihre Gegnerschaft dazu alle auf ihre Homepages geschrieben, wohl wissend, dass keiner die je besucht, und dennoch ihre Hände in Unschuld waschen können. So wie hier:
      http://ulle-schauws.de/2016/06/abstimmung-im-bundestag-zu-fracking/

      Gut, vielleicht sind Sie nicht für TTIP? Auch egal. Junckers hat schon erklärt, solche Abkommen brauchen keine Zustimmung des Bundestages. Das sei seine Sache, und wurde pampig. Er habe da eine juristische Stellungnahme.

      Der De-Facto-Standard möglicher Bürgerbeteiligung ist die ‚Flüchtlingsfrage‘. Hatten Sie jemals eine Chance, Ihre Meinung dazu zu äußern? Jedenfalls nicht in einer Abstimmung. Und in den meisten Medien auch nicht, denn da waren – potzblitz – alle Kommentarfunktionen außer Kraft; bzw. die Moderatoren angehalten, nur ‚weltoffene‘ Kommentare freizuschalten.

      Nochmal meine Frage: Wie machen Sie das also, den Status Quo verbessern?
      Dankbar für Ihren Hinweis,

      Uwe Dippel

  99. @renate Simon
    .. in Bad Oeynhausen gab es damals auch ein Kino, die Leiter. Das stand auch außerhalb der britischen Besatzungszone.

    • Gast, stimmt, gleich rechts hinter der Brücke Richtung Eidinghausen
      und ich erinnere mich noch an die Stacheldrahtrollen quer über die Steinstraße, die erst 1954 verschwanden. Kaufhaus Hitzemann, der Eismann Cordella und viele andere, alle miteinander in Baracken längs der Mindener Straße. Tja, das ist sehr lange her, Hitzemann und die Weserhütte, bei der mein Vater gearbeitet hat, längst pleite, Cordella verkauft sein Eis immer noch und Oeynhausen ist ein grässliches Nest. Mit Einführung des ersten kleinen Stücks „Fußgängerzone“ in der Klosterstraße von der Herforder bis zur Portastraße 1968 ging es dann für den Einzelhandel bergab. War die Stadtverwaltung stolz, auch ne Fußgängerzone zu haben… ich habe damals dort gearbeitet, ein Irrsinn.
      Heute haben die den Werrepark, nun ja, in der Stadt selbst ist wohl für Geschäfte nichts mehr los. Es gibt Kliniken für dies und das, auch mitten im Kurpark, der längst ohne Rosengarten ist. Zu meiner Zeit gab es die Rheumaklinik und Oeynhausen war die Stadt ohne Stufen, weil es so viele rollstuhlfahrende Rheumakranke gab. Dann kam die erste Zuckerfabrik, äh Klinik usw. Links von der Leiter zwischendurch mal ein Schlachthof, dem die letzten Salinen weichen mussten…
      Ich war ewig nicht dort und verspüre auch keine Lust, nochmal dorthin zu fahren.

    • Jetzt bin ich mit der Zeit doch völlig durcheinander
      bei der Stadtverwaltung war ich von 10/63 bis 9/67 und die „Fußgängerzone“ kam 1964… wie die Zeit vergeht.

  100. Plötzlich ohne Grund,..Erdrutsche und anderes...
    Es liegt ein wenig an der Zeit.
    Heute haben sich nicht nur bei uns die ökonomischen Zielformulierungen verändert.
    Um aus dem Stand eine Hilfsaktion im kleinen zu initiieren, findet man nicht mehr so schnell eine tatkräftige Gemeinschaft.
    Es brennt überall und die , die was tun sind oft schon anderweitig eingebunden.
    Das Konsumverhalten ist zu grell, so das Elementares o. Uneigennütziges eher belächelt wird.
    Ich habe diese Dinge während des Radfahrers beobachtet, in den Abruzzen, Neapel und in der majella, sozusagen in Zeitlupe.
    Die Leute haben davon erzählt und man hat erfahren, welchen Stellenwert es hat, im Vergleich zu einem dubeiurlaub , eines neuen i Phones o. eines SUVs.
    Daran erinnere ich mich und nur deshalb schreibe ich etwas dazu.
    .. “ .was will der?….“
    Wahrscheinlich werde ich auch weiterhin die Kleinen unterstützen.,
    Aber manchmal..“.

  101. Sehr berührender Beitrag,
    der mal aufgreift, wie groß der Unterschied ist zwischen den „Eliten“ und dem „normalen Volk“.
    Kein Wunder, dass sich viele nicht mehr verstanden fühlen, speist sich doch der intellektuelle Mainstream gerade aus den angesprochenen Autoren und Aktivisten.

  102. Mehr Ungelesenes
    ….Jungschriftstellerinnen schreiben auch aus Notwehr, bitte liebe Faz Redaktion, ermöglicht einen Blog von einer ungelesenen Jungschriftstellerinnen, also nicht Frau Hegemann…bin gespannt….

  103. Am falschen Baum gebellt.
    Genau wie bei der VoteLeave Kampagne wird hier die EU als Sündenbock vorgeführt. Tatsächlich handelt es sich aber um das Versagen des italienischen Staates, der die Region vor die Hunde gehen lässt. Im einkommensschwachen, aber nicht desolaten Cornwall bekommt man EU Hilfen. Diese könnte auch die Zona Rossa in Anspruch nehmen. Warum kriegen die Italiener das nicht hin?

  104. Volltreffer !
    faule Maden im Kulturbetriebsspeck, versenkt!

  105. Nicht Brüssel, sondern Berlin, Rom und Moglia
    Hätte man vor der Wiedervereinigung in einem Quiz die Frage gestellt, in welchem westeuropäischen Land wohl ein stinknormaler Großflughafen gebaut werden kann, der ein Vielfaches des geplanten Preises kosten wird, bei dem sich Niemand mehr traut einen Fertigstellungstermin zu nennen und vor allen Dingen Niemand für diesen Schlamassel zur Rechenschaft gezogen wird, so wäre als Antwort Italien gekommen. Rom war berüchtigt für das Misswirtschaft und dem Verschwinden von Millionenbeträgen. Heute sind wir „romanisiert“ und viele in Berlin halten diese Stadt für das neue Rom Europas.
    In Brüssel sind nur verhältnismäßig geringe Beträge versackt, trotzdem schimpfte man gerne auf Brüssel und propagierte das Subsidiaritätsprinzip: Vor Ort sollten die Probleme besser und effektiver zu lösen sein.

    Mit etwas gutem Willen hätten die Schäden an Kirche und den anderen Gebäuden auch einfach von der lokalen Bevölkerung beseitigt werden können. Zumindest der Feigenbaum hätte einfach beseitigt und der weitere Verfall verhindert werden können. Aber auch dort hat man sich angewöhnt darauf zu warten, dass die Anderen dafür bezahlen und die Schäden beseitigen. Plötzlich soll das verhasste Brüssel das Füllhorn mit den Euros öffnen.

    Wo ist eigentlich ihr Beitrag Don Alphonso, um das Leid vor Ort zu mildern? Oder sind da auch nur die Anderen zuständig?

    • Ich bin Reporter. Ich bin hinter der Kamera, egal was passiert. Menschen leiden, Menschen sterben, Menschen lieben und sind glücklich. Ich gehöre nicht dazu. Ich mche meinen Job und kann nach den Toten und Liebenden schlafen.

    • @ Hans Bauernfeind
      Zu Ihrem „In Brüssel sind nur verhältnismäßig geringe Beträge versackt“
      fällt mir nur ein, dass jedes Jahr ca. 207 000 000 € für das alberne einmal-im-Monat-nach-Straßburg-und-zurück-Umziehen des EU-Parlamentes draufgehen.

  106. Ritter
    Der einzig wertvolle Beitrag in diesem unendlichen Murks ist der ein Angehen mit bebensicherer Bauweise vorschlägt

    • @ Don Quichote
      Schuetzen Sie Ihr Haupt besser gegen die starke Sonne der Extremadura und Ihre Wahrnehmungsfaehigkeit bessert sich.

  107. Titel eingeben
    Wie bekommt man nun den Bogen von kaputten Häusern und armseliger Rente zu den Rentner-Lieblingsthemen Immigration und Bürokratie hin?


    • Über die Clandestini, die davongelaufen sind.
      Don hatte versprochen, auch was über die Clandestini zu schreiben. Leider mäandert er einstweilen durch andere Gebiete, wie zerstörte örtliche Infrastruktur.

  108. An die Kritiker und die Moglie
    Über einen Autor, der mit Pep, Humor und Emotion schreibt und dabei auch seine Zahlen im Kopf hat, sowie sein Kommentariat, das nicht alles auf die Goldwaage legt, zu klagen, beweist nur, was Euch Dreißigjährigen in Eurer Erziehung am meisten fehlt:
    Pep, Humor, Esprit, Emotion, die Fähigkeit, abstrahieren zu können. Ihr seid alle so bierernst, wenn Ihr mal hinter Eurer Selfiemaschine hervorkommt. Das waren wir nie.

    Ihr würdet sonst auch nicht diesen Aufguss aus Italien trinken, was mich immer an Kinder erinnert, die Kakao wollen (vielleicht hattet Ihr zu wenig davon, igitt, der Zucker). Ihr würdet Euch den doppelten Espresso reinziehen, damit das Adrenalin mal hochkommt.
    Nun freut Euch doch über Alfons: Endlich mal einer, der Euch den Stoff aus den Nebennierenrinden treibt. Poltisch harmloses Gewinsel findet man doch den ganzen Tag.
    So feminin, solltet Ihr Euch der Kleinstadt in der Po-Ebene annehmen. Schließlich heißt sie zu Deutsch Frau (fast jedenfalls).

    Aber Gottchen, was verlange ich? Schließlich sympathisiertest Ihr vermutlich auch mit OWS in der Meinung, ohne Banken ginge es Euch bedeutend besser. Nur leider: Ohne Bankenrettung flösse nichts mehr: Keine Stipendien, keine kostenlose Bildung, kein Gesundheitssystem, keine Rente und auch kein Latte Macchiato.
    In Eurer gottserbärmlichen Humorlosigkeit seid Ihr ein größeres Debakel, als ich ursprünglich dachte. Die Zynismuserzeuger Weltkriege und Holocaust sind zu weit weg. Ich habe schon festgestellt, dass viele von Euch gar nicht mehr wissen, was das ist: Ironie vor allem, aber auch Zynismus und Sarkasmus.

    Nun wünsche ich Euch noch einen schönen Tag zwischen Starbucks und dem gerade angesagten Sandwich. Und wenn Euch langweilig werden sollte, weil der Don mal nichts Provokatives schreibt, macht Ihr einfach ein paar Frust-Selfies.

    • Es könnte es auch jeder selbst besser machen.

    • Unterländer an Oberländer
      das sitzt präzise, zwischen Turm und Wanne. Auch die alten Italiener klagen. Keiner kümmert sich mehr um die alten. Sorten. Kirchen, Tomaten, Reben…. Alles wird zukünftig Monsanto, aus dem Supermercato.

    • @Oberländer
      Ich stimme Ihnen weitgehend zu.

      Und was ich Sie schon länger fragen wollte:
      Oberländer Nähe Lindenschmit?

    • Ach was?
      > nur leider: Ohne Bankenrettung flösse nichts mehr: Keine Stipendien, keine kostenlose Bildung, kein Gesundheitssystem, keine Rente und auch kein Latte Macchiato <

      Erstens gab und gibt es außer den paar einschlägig bekannten Zockerinstituten noch jede Menge anderer, wirklich seriöser Banken, die auch bisher schon Privatkunden nicht als Belästigung empfanden und deren Transaktionen, nicht nur für Stipendien, Bildung, Rente und Gesundheit, übrigens tagtäglich abzuwickeln pflegen, und zweitens habe ich schon als Kind gesehen, daß ein Auto ohne Benzin zwar liegen, deshalb aber nicht gleich gänzlich unbenutzbar bleibt, warum soll das bei Banken anders sein. Aber drittens ist mir sowieso schleierhaft, warum über angeblich fehlendes Geld überhaupt noch irgendwo diskutiert wird, denn wenn ich auf die Schnelle richtig googlepediat habe, dann haut allein die EZB in einem knappen halben Jahr einen kompletten bundesdeutschen Haushalt in den Orkus, übrigens ohne nennenswertes Ergebnis bisher, dafür mit unerschütterlicher Sturheit. In dunklen Stunden fürchte ich dann, es könnte nicht nur mir der Gedanke kommen, daß man mit Geld Besseres machen könnte als virtuell zu verheizen.

    • videbam et horrebam
      Stimmt. Früher war mehr Humor. Das sieht man schon an den Frisuren.

  109. Kommen Sie, Don,
    Werbung der Allianz. Und wenn ich nur die Überschrift lese muß in mich hineingrinsen. Solidità und valore importante, in Italien! Wäre hier nicht der ungefällige Ausdruck Oxymoron angebracht? Das sind nun einmal zwei Eigenschaften wegen derer wir Deutschen, seit die Frankenkriegerweiber unter Karl auf dem jährlichen Märzfeld ihre Männer nach dort zur Beute trieben und seit Goethe und Seume uns die Tempel von Segesta beschrieben, nicht gerade so gerne an Italien hängen. Ich denke da an frühere Absprachen mit früheren Ferienhausvermietern auf privater Basis und viele andere Dinge.
    .
    Für die meisten Gründe dorthin zu fahren können die Landesbewohner ohnehin nichts. Eines ganz „importanten“, nämlich der landschaftlichen Schönheit, sind sie sich mit Vehemenz und costantemente am berauben. Man sehe sich nur das untere Magra-Tal oder die Auffahrt zum Vesuvio an.
    .
    Verzeihen Sie, aber dieses Kaff dort im dunstigen, vom Schweinegeruch überzogenen Niemandsland am Nebenarm der Sécchia, das im Straßenatlas nicht einmal als „sehenswert“ gelb unterlegt ist-und daß bei Nennung bei mir sofort Assoziationen an die trostlosen Nester aus Don Camillo-Filmen hervorruft (evozieren sagt man Neuestens)-das ist ein Lieblingsanlaufpunkt für Sie? Dort, wo allenfalls ein Schleusenhaus mit „Electricitäts“-Abteilung (so schrieben Sie das kürzlich) von früheren Fähigkeiten italienischer muratori zeugt, dazu noch eine Barockfassade-und vermutlich, fuori la città, die Silos mit Schweinemastfutter. Ein zweites Oldenburger Land. Na ja, dort wird es bestimmt ebenso liebreizende Menschen geben wie in Berlin auch, dem Sie sich ja demnächst stellen wollen. Also, Ihre Wahl dort an der toskanischen, der Elsa zustrebenden Staggia fand ich gelungener, allerdings schweißtreibender, beim ciclieren.
    .
    Bleiben Sie uns gewogen, egal von wo.

  110. Da hat der Don wohl einen Nerv getroffen.
    Man macht sich halt nicht beliebt, wenn man Dinge an- und ausspricht, die unangenehm sind. Dann doch lieber wieder zurück in das eigene kleine Schneckenhaus. Allerdings denke ich nicht, daß hier unbedingt mit und zum Vergnügen (Lisbeth Heuse) geschrieben wird, zumindest für mich ist das eher Psychotherapie. Zu schreiben, hilft ein wenig, nicht verrückt oder verbittert zu werden.

    Eigentlich wollte ich zu den Ruinen ja nichts schreiben, denn die individuellen Schicksale sind sicher schwer und die mangelnde Hilfe kein Zeichen der so oft gelobten Solidarität und der Zweckbündnisse. Hauptsache dem Haustier geht es gut und die Werbung für Tierfutter wird nicht auch noch verboten. Was zählen da schon ein paar Menschen, jeder ist eben seines Glückes Schmied, selbst die, die täglich auf der Flucht ertrinken, sollten das beherzigen. Nationen und Gesellschaften dienen halt einem höheren Ziel, da müssen Opfer gebracht werden. Nur gut, daß die Jugend das verstanden zu haben scheint.

    Einen Generationenkonflikt sehe ich auch überhaupt nicht, denn die Interessen waren und sind, mit einer gewissen Durchlässigkeit, eben unterschiedlich, nicht nur zwischen den Generationen. Jeder macht halt sein eigenes Ding. Das war früher doch auch nicht anders. Allerddings hatte die Jugend früher eine Perspektive, während sie irgendwann mal auf Linie gebracht und geparkt wurde. Die Alten dürfen dafür eben immer länger arbeiten, ist doch auch etwas, was wirklich Sinn macht, die Rentenkassen schont und so auch einem höheren Ziel dient, dem Gemeinwohl. Und daß Ausschußware umso wertloser wird, je länger sie herumliegt, hat doch auch sein Gutes, sie wird immer billiger.

    Und Moglia? Es wäre nicht der erste und wird wohl auch nicht der letzte Ort auf der Welt sein, der der allgemeinen Gleichgültigkeit zum Opfer fällt. Die Bewohner sind statistisch nicht relevant. Verbrannte Erde. Die Kosten für den Erhalt zu hoch, der Nutzwert nicht meßbar. Wichtigeres steht auf der Tagesordnung, Bankenrettung und Freihandel. Wen stört da schon das Bienensterben, wenn Glyphosat alternativlos ist. Sollen die Sklaven doch der Wirtschaft folgen, wo ist das Problem? Ach ja der Euro, der sollte, wie BIC und IBAN, den Zahlungsverkehr erleichtern, hat er auch, die Nebenwirkungen auf dem Beipackzettel liest ja sowieso keiner.

    Nun, bevor ich noch zur Anarchie aufrufe, wer hier Ironie, Sarkasmus oder gar Zynismus gefunden hat, der kann …

    • Lieber Otto Meyer, Moglia und die anderen ähnlichen Orte, über die der
      Kunstfigurenschöpfer bereits geschrieben hat bzw. noch schreiben wird, sollte man tatsächlich abwickeln und dort ganz bewusst überhaupt kein frisches Geld mehr hineinstecken.

      Früher nahm man Erdbeben einfach hin – als Strafe Gottes oder was auch immer sonst – man wusste es halt nicht besser.

      Alfred Wegener ist ein relativ neues Phänomen, seinerzeit noch einigermaßen glimpflich davon gekommen. Hätte er nur etwas früher gelebt und wäre damals ebenso einschlägig auffällig geworden, hätten sich ’ne Menge Leute aufgemacht Brennholz zu sammeln oder in waldärmeren Gegenden handliche Steine herbeizukarren.

      Heute wissen wir, dass Nordafritalien ( http://www.rainer-olzem.de/fileadmin/_processed_/csm_seismotectonic2_01_28ec8e908f.jpg , https://www.mineralatlas.eu/VIEWmaxFULL.php?param=1421787372 ) ein hoffnungsloser Fall ist und auf Dauer bleiben wird.

      Orte wie Moglia sollte man nach Beben schleifen und dort allenfalls Nutzwälder anpflanzen. Denen schadet es nichts, wenn sie in jungem Stadium (erntereif wird sowas oftmals erst nach Jahrhunderten) öfter mal kräftig durchgeschüttelt werden. Und Kohlendioxid wird damit obendrein ziemlich dauerhaft gebunden. (Wenn man diese Gehölze dann noch zuverlässig (Sicherungsregimenter bzw. -divisionen) absperrt, könnten sich dort zusätzlich wieder vermehrt Vögel ansiedeln.)

      Machbar? Klar doch – wird aber schwierig, weil die Italiener im Gegensatz zu uns und beispielsweise einigen Völkern der ruhmreichen Sowjetunion keine Vertreibungserfahrungengene (damit könnte sich Frau Dr. Müllner habilitieren) in ihrer DNS vorweisen können.

      Also bleibt alles wie es jetzt ist: Geld ist zwar reichlich vorhanden, bloß nicht dort, es ist auch nicht weg, sondern lediglich woanders. Und der Vesuv wird peu à peu weiterhin aufwärts besiedelt…


    • Orte wie Moglia sollte man nach Beben schleifen und dort allenfalls Nutzwälder anpflanzen
      Je, wenn die Leute immer gleich so hosenschissrig wären, wären Japan, Iran, die Türkei unbewohnt, und wegen der großen Mandränke die Niederlande und Bangla Desh ebenso.
      Es ließe sich noch vieles weitere anführen, was ebenso seine Halbjahrtausendkatastrophe schon überlebt hat.

    • Oooch, liebe colorcraze, Ironie ist hier zwar nicht unbedingt durchweg Pflicht,
      aber gekürt werden darf sie durchaus kräftig.

      Wenn jedoch das, was ich schrub, einszueins genommen wird, dann dazu noch etwas: Ich weiß nicht, wo der nächste relevante Klotz aus dem Asteroidengürtel hienieden einschlagen wird, ob man das dann schon berechnen und etwas mit Erfolg dagegen unternehmen kann – es ist also wurscht, wo ich mich diesbezüglich niederlasse.

      Alfred Wegener starb 1930 und erst später wurde klar, dass seine Ideen keine Spinnereien sind – wir können wissen, worauf wir uns an gewissen Orten einlassen. Wenn Sie sich beispielsweise nahe Roccadaspide (Rocca da Aspide = Aspidenfelsen, VORSICHT: Aspide = kampanische Viper, vor allem vor der Art Schwarze Marasso, die überrascht nicht flüchtet, sondern angreift) mal die Faltungen der hochgedrückten Meeressedimentplatten anschauen, bekommen Sie eine Ahnung davon, welch enorme Energie darin gespeichert ist – bei nächster Gelegenheit kracht’s dann wiederum richtig. Dort wohnen? Geld hineinstecken? Nö!

      Noch ein wenig zur Türkei (Achtung, Ironie!): Es wäre ein Segen, wäre sie unbewohnt – ihr EU-Beitritt wäre ein Klacks…

  111. Empathie, Kultur und andere Unwichtigkeiten
    Dieser Text, werter Don Alphonso, ist bedeutend. Was im Neuen Testament steht, muß um ein Gsatzl erweitert werden: „Wer Ohren hat zu hören,… wer Augen hat zu lesen, wer ein Gemüt hat mitzufühlen, der höre, sehe, lese, empfinde – und handle!
    Tausend Dank für Zeilen, die aus einer versunkenen Welt zu stammen scheinen – und die Hoffnung machen, daß diese Welt wiederkehren könnte!

  112. Pingback: Building a Better Miscellaneous News Feed for You : Burks' Blog

  113. Der Schreibgriffel in der Wunde
    Ein anrührender Text, gerade was die menschlichen Schicksale in Moglia betrifft. Aber man wird aus Brüsseler EU-Sicht hier die Regionalregierung in die Pflicht nehmen wollen. Das ist eine sehr bürokratie-technokratische Sichtweise, aber vermutlich die einzige, die wirklich hilft. Ich will damit nur sagen: Es wird kein Mann im Anzug aus Brüssel mit dem Geldkoffer kommen.

    Natürlich sehe ich im europäischen „Einigungsprozess“ (ein fürchterliches Wort!) durchaus einen größeren sozialen Zusammenhalt von den Stammeuropäern gefordert. Es ist eben die Frage, ob Millionen Euro für kulturfremde, traumatisierte Orientalen geopfert werden müssen, wenn noch nicht einmal klar ist, wo diese wohnen und arbeiten sollen. Hier können Notaufnahmelager und Ein-Euro-Jobs sicher keine Lösung sein.

    Es müsste eine „Europa zuerst“-Bewegung geben, welche statt eines „Durchregierens“ ein „Durchdemokratiesieren“ setzt. Der Euro wäre vielleicht schon bald Geschichte. Und Religionen, die sich durchuniformieren und in ihrem „heiligen Buch“ Tod und Lüge für Ungläubige propagiert, wären in Europa dann vielleicht bald schon überwundene Historie, man hätte dann wirklich etwas aus dem dritten Reich und den beiden Weltkriegen gelernt.

    Diese „Europa-zuerst“-Bewegung würde selbstvertändlich der armen Bevölkerung in Moglia helfen müssen, ebenso wie man jugendliche Arbeitslose in einer Art „Kinderlandverschickung“ in die reicheren Staaten Europas bringen könnte und dort über den Weg von Stipendien für deren Spracherwerb und Arbeitsplätze sorgen könnte. Man könnte, wenn man wollte, wesentlich gemeinschaftlicher denken und handeln, und es würde unser aller Schaden nicht sein.

    Aber stattdessen beseitigen wir die Kollateralschäden US-westlicher Kehrauspolitik, in angezettelten unnötigen Kriegen und Wirtschaftskriegen, deren Opfer jetzt ungeduldig an unsere Grenztüren pochen, sofern es diese Tore überhaupt noch gibt.
    Aber sind wir wirklich verpflichtet, Menschen zu helfen, die über friedliche Drittstaaten einreisen?
    Ich meine „Nein“, vor allem, wenn die hiesige Tradition und Kultur noch nicht einmal rudimentär anerkannt wird.

    Wer einer Frau aus religiösen Gründen nicht die Hand geben kann, schlägt gewissermaßen die Hand, die ihn füttern will, aus. Da sollte es dann keine Verhandlungen geben, ob man solche Strolche mit einem EU-Ausweispapier belohnen muss, sondern es sollte statt des erwarteten kostenlosen Mittagsessen ein Gratisticket für die Rückkehr oder Ersteinreise in ein orientalisches oder afrikanisches Land seiner Wahl geben. Und wenn die Wahl schwerfällt, sollte dies ein deutscher Schnellrichter vor Ort entscheiden können, innerhalb von Minuten, damit der kulturfremde Orientale sein Abendessen dann schon in gewohnter orientalischer Umgebung ohne Frauenhandbedrängnis einnehmen kann.

    Die sich anpassen können und wollen, und sich geschickt anstellen, sollte man – wenn sie sich als nützlich für die EU erweisen – prüfen und dann möglicherweise auf Abruf hier behalten. Zwei Generationen von Ausländern haben hierzulande mit wenig Problemen ohne Pass leben können und sich hier so wohlgefühlt, dass sie trotzdem geblieben sind.

    Man muss nicht gleich alle Fremden zu Vollmitgliedern der hiesigen Gemeinschaft machen. Dies wäre z.B. in China undenkbar. Wenn die orientalische Familie in der dritten Generation den beruflichen und wirtschaftlichen Aufstieg geschafft hat, die jeweilige Landessprache beherrscht und sich immer unauffällig und gesetzeskonform verhalten hat, spricht vermutlich auch nicht der zu bildende Nachbarschaftsrat gegen eine Einbürgerung. Wenn doch, ist bei der selbstgeleisteten Integration etwas schiefgelaufen, für das man aber nicht den Gaststaat verantwortlich machen kann und darf.

    Wir erleben zur Zeit ja auf das Bedenklichste, was passiert, wenn man die Kontrolle an übergeordnete Behörden abgibt. Gerade das Brexit-Referendum sollte uns allen eine Mahnung sein!

    Ich bin für ein Europa, gerne auch mit Euro, wenn die Außengrenzen sicher sind und man die innereuropäischen Probleme gelöst hat. Dann freuen wir uns sicher alle über dann einreisende Fremde, die uns bei unseren Problemen helfen können, statt neue zu schaffen. Und das hängt nicht von der Hautfarbe ab, sondern allein von den geistigen oder handwerklichen Kapazitäten.

    Die Kirche im Dorf – dies schreibe ich als religionskundiger Atheist – muss erhalten bleiben, und zwar auch in Moglia. Wir brauchen keine neuen Moscheen, sondern eine Förderung und den Erhalt europäischer Werte, zu der ich in gewissen Anteilen auch die christliche Kirche zähle, nicht als neuen Regierungsersatz, sondern als Teil der vielfältigen, europäischen Kulturlandschaft.

    Der selbstinduzierte Kampf von „Alt“ gegen „Jung“ ist übrigens in hohem Maße schädlich und schändlich zugleich. Wir leben alle in einer Gesellschaft und sind am stärksten, wenn wir es schaffen, Einigkeit und nicht Spaltung zu erzielen.

  114. Herr, der Sommer beginnt groß ...
    Brexit, Österreich, Barenboims Ring an der Staatsoper … who could ask for more?

  115. Bankentürme zu Hundertwasserhäusern
    Aber wohin stopfen wir uns jetzt das Geld?
    .
    Antwerpen? Luxemburg? Amsterdam?
    .
    Und stimmt es, dass der neue Premierminister Micky Goofy heißt?
    .
    Während Dagobert sein ganzes Geld von Pfund in Euros umtauschen muss?

  116. Prioritäten
    Tja, es geht eben um Prioritäten:

    03 May 2016 Italy’s government has allocated €1 billion for culture. …The projects to be financed cover the whole country: €40 million are earmarked for the Grande Brera project; €50 million are for the requalification of the old seaport in Trieste; €20 million will be used to finish the Museum of Judaism and Holocaust in Ferrara; €25 million for the recovery of the old town of Alessandria; €12 million for the Palazzo Ducale of Mantua; €15 for the restoring and enhancement of the royal museums of Turin; €100 million will go to Florence (40 for the Uffizi Gallery and 60 for the Auditorium); €30 million will be devoted to the recovery of the monuments in the centre of L’Aquila; €75 million will go to Naples (20 for the archaeological museum, 30 for Capodimonte and 25 for the Campi Flegrei); €40 million to the Royal Palace of Caserta; €60 for the enhancement of routes (Via Francigena, Via di San Francesco, Via Santa Scolastica and the Ancient Appian Way); €15 million to the arsenal of La Maddalena, abandoned after preparatory works were made for 2009 G8 that in the end took instead place in L’Aquila.
    http://www.italy24.ilsole24ore.com/art/arts-and-leisure/2016-05-02/fondi-la-cultura-125137.php?uuid=ACBEUaJD

    Und für Moglia: Amount of aid from the EU Solidarity Fund: about € 2708000

    1 MIA=viel Geld für hübsche Reporterfotos…

    • Dass der Palazzo Ducale in Mntua erdbebengeschädigt ist, wissen Sie?

    • Titel eingeben
      Klaro – haben Sie ja 2012 drüber berichtet…

      Also Geld für die Paläste ist da, nicht aber für die Hütten.

    • In der Tat
      … Wenn man bedenkt, dass wir für die völlig sinnlose Erstbeschulung afrikanischer und arabischer Analphabeten deutlich mehr ausgeben, ist die Prioritätenliste doch ganz klar.

      Die Winseltwitterinnen jammern ja nur präventiv, damit sich bloß nichts an ihren Privilegien ändert und sie weiterhin anständig auf Kosten anderer leben können. Es ist gut, dass daran erinnert wird, dass unsere italienischen Freunde derweil kalt im Stich gelassen werden.

      Einem Deutschen kann das schon der wegen geschichtlich-kulturellen Bindungen nicht egal sein, aber den eingebildet-ignoranten Checkerinnen sagt Mantua nichts, Gonzaga wird für einen Schimmelkäse gehalten und Mantegna für eine Schuhmarke. Die Twittertanten sind deshalb nur die Krähen des Kulturverfalls, billige Barbarinnen eben.

  117. EU-Subventionen
    Italien hat übrigens aus dem Europäischen Solidaritätsfond seit 2002 1,318 Milliarden Euro bekommen.
    http://ec.europa.eu/regional_policy/sources/thefunds/doc/interventions_since_2002.pdf

    • @Bluebeardy
      Und wenn es das doppelte wäre, so hätte es auch nichts genützt, weil es in Italien genug korrupte Leute gibt, die sich das Geld eingesteckt hätten. Der Don weiß das auch.

      Diese Leute gibt es in Berlin natürlich ebenfalls, die sind leider überall. Und genau deshalb leben wir seit Jahren mit einem komplett verwahrlosten Bahnhof-Baustelle nebenan; der war zwar nie so schick wie die Bauwerke in Italien, aber eben das, was wir hatten und er kann mir mit seinen italienischen Kirchen hübsch den Buckel runterrutschen; ohne Bahnhof komme ich ja nirgends hin, also was soll das? Denn wenn man sich ein Auto gekauft hat, das eine allgemeine Betriebserlaubnis hatte, wird man enteignet, weil dieses Auto dann nicht mehr fahren darf! Schon zum zweiten Mal!!

      Aber wie gesagt: Da auch dieser Bahnhof von Anfang an nicht so „schick“ war, konnte man ihn ja runterkommen lassen – dachten sich Leute von exakt demselben Schlag, die jetzt auch in Italien alles verfallen lassen; nicht weil das so sein müsste, sondern weil sie das priorisieren. Oh – aber vorher haben sie noch ganz schicke Schilder dort angebracht, wo es zum NS-Dokumentationszentrum geht.

      Sowas kommt von sowas kann ich dazu nur sagen … Aber ich sehe ein: Was kümmert unsere Kulturträger ein Bahnhof, der ist doch für normale Menschen, wo es doch irgendwo schick gentrifizierte Viertel für ihresgleichen gibt, da fliegen sie mit dem Flugzeug und fahren SUV.

  118. Lieber mit Vergnügen als Hasskommentare
    @Otto Meier – Mit “mit und zum Vergnügen” wollte ich eigentlich ausdrücken, nicht gezwungen und nicht bezahlt. Meiner Erfahrung nach macht man etwas ohne Bezahlung nur dann, wenn es auch irgendwie Spaß macht. Sonst wird man verbittert und reagiert gehässig, was im Endeffekt nicht produktiv ist.

    • Das war auch nicht als Kritik an Ihnen gedacht, Frau Heuse.
      Als ich Ihren Beitrag las, fragte ich mich halt, warum ich hier überhaupt schreibe. Und Spaß ist es für mich eigentlich weniger, mehr ein Ventil, um Überdruck loszuwerden. Um eben nicht verbittert zu werden.

      Na gut, ein wenig Spaß ist vielleicht auch dabei, auf die ansonsten und mittlerweile eher spärlichen Gelegenheiten zu kontroversen Auseinandersetzungen bezogen, die ich nunmal sehr liebe, solange sie sachlich und argumentativ sinnvoll sind.

      Haß ist übrigens ein ganz normales Gefühl. So lange er nicht in persönliche Angriffe oder gar Gewalt mündet, drückt er eigentlich nur die eigene Frustration auf unmißverständliche Art und Weise aus. Wer Haßgefühle verspürt, sollte dringend eine Selbstdiagnose durchführen, denn Haß wird nicht durch andere begründet.

  119. Partageons la passion
    Don, daß es ím Blog Cyclisten en masse gibt ist wohl unbestritten. Wer könnte uns in diesen Wochen der Tour besser begleiten als Sie? Und Frankreich hat viele kleine Berlins und noch viel mehr Gegenentwürfe dazu, Sie werden sehen.

  120. Um das Image aufzuwerten, meinen Managementexpterten
    1) Es wimmert aus der Kapuzinergruft
    2) Es regiert der Nasenbär!
    3) Wo ist der Kaiser? Dieses Land braucht ihn und keine FPÖ.

  121. Hm, da war doch was, da war doch schon mal was - hat ein bisschen gedauert:
    http://blogs.faz.net/stuetzen/files/2015/09/bildt.jpg

    aus

    http://blogs.faz.net/stuetzen/2015/09/09/ein-gelber-drache-silberne-teekannen-und-ein-abgerissenes-bein-5560/

    (Da war ich gerad noch im Spital.)

    • Ja, sicher. Und wenn nur ein Bild von mir bleinben sollte, wäre das hier mein Wunsch.

  122. Rupert Murdoch
    Haha, eine kurze GoogleNews Recherche fördert zutage, was in der deutschen Berichterstattung nur ganz am Rand mal erwähnt wurde: Die Rolle von Rupert Murdoch bei der Vorbereitung des Brexit.
    .
    Ja er steht dahinte. Johnson (dessen masslose zynische Egomaniea in allen guten Medien bislang als einzige Alleinursache des Megaschlamassels bezeichnet wurde) und auch Gove sind seine ehemaligen (nun ja) Angestellten, letzterer isst häufig mit Murdoch privat zu Mittag.
    .
    Camerons „fatale Fehlentscheidung“, das Referendum anzusetzen, war offenbar durch hohe Wahlkampfspenden Murdochs begünstigt worden.
    .
    Also Murdoch ist mit Sicherheit nicht Banken- oder Kapitalfeindlich. Trotzdem hat er volle Kanne den Brexit gepusht, im vollen Wissen um den wirtschaftlichen Schaden, den er damit der City und dem GB-BIP zufügen würde.
    .
    Als Shakespeare-Liebhaber darf man so was goutieren: Es geht hier nicht um abstrakte Interessen von Makrokollektiven („Kapital gegen Arbeit“ oder so), sondern um den Kampf von Familien, Clans, Ritterorden, die gegeneinander antreten.
    .
    Das Lager der Remainer, der City und von Cameron hatte offenbar niemanden, die fällige Gegenoffensive zu führen. Geld genug hätten die Londoner Banken ja wohl bereitstellen mögen, nehme ich an. Aber es war einfach keiner da, das mal in die Hand zu nehmen? Offenbar ist die englische Zivilgesellschaft wohl genauso unterentwickelt wie die kontinentale Presse. Jedenfalls scheint da keiner da zu sein, der einem das ganze Drama mal im Zusammenhang schildert, statt immer nur über diesen Boris herzufallen („Spieler-Egomane“) und die Xenophobie des analbhabetischen Mobs zu bejammern.


  123. Apropos erdbebensicher und neue Bauweise, bin heute über das im Netz gestolpert:
    http://www.golem.de/news/huashang-tengda-villa-in-45-tagen-aus-beton-gedruckt-1606-121815.html
    In China gibt es auch Erdbeben. Und Überschwemmungen.

  124. Danke
    Die Wahrheit ist konkret, und die menschliche Empfindung auch.

  125. PS:
    Hörenswerter Podcast der nachdenkseíten:

    http://www.nachdenkseiten.de/?p=34048#more-34048

    • Hinweis:
      Der Nachdenkseiten-Text ist dort auch zu lesen (für die, die „podcast“ nicht so mögen – wie ich).

  126. Pingback: De venta en venta / Milchkannen 28 – Geschichten und Meer

  127. divide et impera
    Die Symptome sind traurig. Alt gegen Jung, Nord gegen Süd, Deutsche gegen Griechen, Italiener gegen Deutsche, Engländer gegen Schotten, Stadt gegen Land, … und allen wird eingeredet, dass sie gegen Putin und Trump sein sollen. Man fragt sich nur, wem das Ganze nutzt.

    Ich bin mir sicher, dass es mit den heutigen Möglichkeiten ohne größere Einschränkungen möglich wäre, die Polarisierung der Gruppen aufzuhalten und die wahrhaft Bedürftigen in Europa zu unterstützen (auch durch eine verantwortungsvolle Presse/verantwortungsvolle neue Medien).

    Aber das scheint nicht gewollt. Die tägliche Skandalisierung in einer seltsamen Soße mit der political correctness angerührt, schürt nahezu perfekt die Wut der verschiedenen Gruppen aufeinander. Das Konzept kannten schon die alten Römer und es geriet nie in Vergessenheit. Solange das Volk bei sich selbst die Feindbilder finden kann, ist es der verantwortungslosen Elite leichter möglich in ihrer Parallelwelt zu leben (Ausnahmen zu allen Zeiten, wie z.B. verantwortungsvolle Unternehmer und sich dem Volk verpflichtet fühlende Politiker, bestätigen nur die Regel).

    Unglücklicherweise fällt ein Volk, welches irgendwann immer gegen seine Herrscher aufbegehrt wird, in der nächsten Stufe auf die charismatischen Rattenfänger herein, deren Interesse am Volk auch nur durch die eigenen Interessen bestimmt wird.

    Vielleicht haben die Jungen das – aus einem Bauchgefühl heraus – besser erfasst und leben daher ihr Leben, einfach nur so wie es gerade geht … bereits ergraut, bin ich mir meiner wohlstandsorienten Lebensweise jedenfalls nicht mehr sicher.

  128. An Jüngere Generation
    Ihr wehrt Euch nicht, in der jüngeren Generation. Ihr machtet schon alberne Lichterketten mit gegen den Irakkrieg, auf den Ihr keinen Einfluss hattet und tragt heute Teddies zu Bahnhöfen. Was sollen diese Migrantenmänner, die sich auf einem Boot durchgeschlagen haben, mit einem Teddy? Ihr werdet Euch eines Tages für so etwas Fragen stellen lassen müssen. Vielleicht findet Ihr ein Bild von Euch in einem Geschichtsbuch und fühlt Euch albern. Gegen die wirklichen Gefahren tut Ihr nichts:

    http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/staedten-drohen-diesel-fahrverbote-14319194.html

    Ihr werdet Euch auch fragen lassen müssen, wie Ihr zulassen konntet, dass die deutsche Autoindustrie mutwillig zerstört wurde und mir ihr der eine oder andere kleine Geschäftsmann, der nicht zu einer Kette mit einem entsprechenden Puffer gehört.

    Denn ich, ältere Generation, werde darauf stur reagieren: Ich werde nicht mehr nach München fahren. Was aber ist mit Euch, mit Eurem ersten Gebrauchtwagen, auf den Ihr stolz seid, Eurem Golf- oder BMW-Diesel? Was ist mit Eurer Geldbörse, wenn Ihr den verschleudern müsst?

    Unsere Eltern oder Großeltern haben Bombenhagel und brennende Städte überlebt, ungefilterte Industrieabgase um Leuna oder im Ruhrgebiet und sind doch meistens mindestens 75 Jahre alt geworden, zwei von den Meinen fast 90. Sie fuhren dann ab 1960 etwa alle Autos ohne Katalysator.

    Was tut Ihr gegen diesen Wahnsinn? Leidet Ihr etwa, wenn Ihr am Eisbach liegt oder am Flaucher grillt? Geht’s Euch so schlecht?

    Wehrt Euch!
    Denn wenn einige von Euch Eure Stelle bei BMW oder in einem Geschäft verlieren, dann geht es Euch endlich wirklich mies.
    Ihr müsst Euch wehren gegen Leute, die regelmäßig mit unseren Steuergeldern den schönsten und besten Dienstwagen fahren, während sie an ihren Schreibtischen darüber nachsinnen, wie sie uns schaden können.
    Ach, ich vergaß, Ihr ächzt, schon halb vergiftet, durch die Städte und der ganze Schmodder fliegt in Euren Latte.

    In Paris will die Bürgermeisterin keine Youngtimer mehr fahren lassen, Oldtimer schon, was für eine Logik. Die Leute sagen, sie wolle ein Museum aus Paris machen. Was für ein Irrsinn das alles ist.

  129. @ Akademiker
    Ihrem Text, werter Akademiker, mangelt es nicht nur an logischer Stringenz, sondern auch an globalen geopolitischen Kenntnissen und umfassender humanistischer Allgemeinbildung. Was haben vergewaltigte Töchter in einem EU-Europa und Merkel-Deutschland mit deren Vätern in Schützengräben an der Ostfront zu tun? Ihrer Argumentation folgend könne so etwas nur verhindert werden, wenn die EU weiter ihre Machtposition ausbaue und die Türkei-Beitrittsverhandlungen beschleunige? Ohne EU haben wir Krieg an der Ostfront? Wie das? „Die Russen“ würden sich demnach jedes einzelne europäische Land gierig einverleiben, weil keine USA-gestützte EU sie schütze? Haben Sie vergessen, dass das kommunistische Großreich Sowjet-Union gar nicht mehr existiert? Und weiter: Das Land sei für Aufbau einer Region und wirtschaftlichen Erfolg allein zuständig? Schauen Sie sich die Städte Duisburg, Dortmund, Bochum an. Verzweifelter hätte kein Land, keine Stadt vor Unternehmen und Investoren auf dem Boden kriechen können, als etwa Bochum (Nokia). Übergeordnete Wirtschaftssanktionen der EU gibt es auch nicht? Die Handeskammer Aachen hat schon – in vorauseilendem Gehorsam – sich für TTIP entschieden…Warum macht sie das nur? Weil Brüssel so nah?

    Apropos italienische Mafia, Korruption und Gutmenschen-Toleranz: Hier ist die deutsche Stadt Köln auch ein leuchtendes Beispiel. Slogan: „Köln bleibt bunt“ bei einstürzendem Stadtarchiv. Ich könnte noch weitere Ungereimtheiten in Ihrem Text anführen…aber seien Sie stattdessen herzlich gegrüßt von einer promovierten Akademikerin.

  130. Ich empfehle dringend die Lektüre des heutigen Leitartikels
    von Tobias Piller, Rom, auf der Titelseite der FAZ. Welch ein Zufall! Ich hätte es bei weitem nicht so umfassend treffend ausdrücken können, wie Piller.

    • Ein guter Hinweis!
      Danke dafür. Nicht, dass es mich irgend wundert, was dorten aufgeschrieben steht; ich habe es jeweils selbst so erlebt.
      Das macht aber überhaupt nichts und trägt auch nicht bei zur Diskussion. Jede beliebige, endliche, Menge Geld würde keine fundamentalen Änderungen bringen.

      Der interessante Aspekt kommt im Zusammenhang mit den Flutlingen und dem Brexit. Es ist wie so häufig: die Menschen kommen einfach nicht mit wenn Dinge zu schnell entwickeln. Und die EU hat als Fundamentalfehler von Anfang an die Menschen der Mitgliedsstaaten kaum aktiv einbezogen. Die EU (vorher die EWG, an die sich einige noch erinnern mögen) hat statt ’nation building‘ oder ‚corporate identity‘ genau das gemacht, was wir so oft bei Eltern in der Erziehung bemängeln: Geld statt Zuwendung. Bei Kinder wundern wir uns kaum über ’spoilt brats‘, bei Mitgliedsstaaten schon. Die Butterberge und Retsina-Seen kenne ich aus meiner Jugendzeit. Schon damals hat man versucht, alles was schief lag mit Knete für die Beteiligten auszugleichen.
      Das war anfänglich auch noch möglich, man hat diese Provisorien allerdings einfach beibehalten. Es gibt nicht umsonst das Sprichwort dass keine endgültige Lösung so stabil ist wie ein Provisorium. Und es handelte sich auch um überschaubare Geldmengen.

      Und jetzt sind wir beim Thema ‚Jugend‘, denn die Jugend der EU kennt kaum mehr anderes als dass Probleme mit Geld gelöst werden. (Und wer ‚Broken German‘ spricht hat angeblich Recht auf standing ovations der Jury in Klagenfurt, weil er ‚authentisch‘ die Sprache verwendet, die ‚im Umfeld von Flüchtlingsheimen zu hören ist‘ – Siehe meinen Post ‚Klagenfurt‘ bei Bedarf.)

      Aber nicht nur die Jugend wurde gross in einem Umfeld, in dem Geld gefordert und gezahlt wurde, um Defizite zu kompensieren. Auch Politiker und Industrielle gewöhnten sich immer mehr an diese Abhängigkeit („Droge“). Die Beträge stiegen exponentiell, und es war nicht mehr eine Industriefirma in einer marginal constituency, es wurden Banken, es wurden Industriezweige und am Schluss erstmals ein ganzes Land.

      Es reicht, einen Augenblick inne zu halten, und sich zu fragen, wie es denn so weitergehen könnte. Ist es wirklich sustainable wenn die EZB jetzt einfach Geld druckt, wann immer welches notwendig ist? Ich bin kein Wirtschaftler, sehe das aber mit pessimistischen Augen.
      Denn letzten Endes – vielleicht bin ich aber bloß zu alt? – muss doch irgendein Gegenwert dafür existieren.

      Warum sollten die Uhren in der von Don Alphonso so geliebten Landschaft so vollkommen anders ticken? ich kann mir gut vorstellen, der eine oder andere (auf jeden Fall ich, 30 Jahre jünger) dorthin ginge und eines der Häuser übernähme, instand setzte, mit einem Vertrag dass es wenn es wieder bewohnbar ist mir gehört. Ich bin nicht geldgeil sondern stehe einfach auf alte Häuser, und finde dass gerade Häuser mit einer unwiederbringlichen Architektur erhalten werden müssen.
      Es kann hier natürlich nur meine Vermutung sein, aber ich befürchte dennoch, niemand würde mir sein Haus zum Instand setzen überschreiben. Meine Vermutung wäre eher, man jammert anständig und hofft dass die Gelder aus der EU doch irgendwann kommen. Dann kann man die Gebäude instand setzen und danach wunderbar an Berliner Literat* verhökern. Vielleicht bin ich ungerecht, aber der Feigenbusch ist ein beredtes Beispiel: nicht einmal die alles zerstörenden Wurzeln beseitigt man aus den Mauern.
      Abwarten, Tee trinken (cappucino) und auf Brüssel warten?

  131. Präzisierung:
    Titelseite „Wirtschaft“ der FAZ von heute, 2. Juli 2016, „Italiens Wunschliste an die EU“ Tobias Piller, Rom

  132. Ozeanien vs Eurasien
    Sehen wir den Endkampf um Britannien
    .
    Den Krieg
    Der Fetten alten Kröten
    Der Unbesiegten
    Gemästet noch in besseren Tagen
    .
    Das Empire gegen den Kontinent
    .
    Murdoch gegen das M.

  133. Klagenfurt und junge Autor*
    Für diejenigen hier, die sich interessieren für das Thema minimal gelesener Autor* empfehle ich DeutschlandRadio Kultur, Samstag 2. Juli 2016, 11:05 – 12:00, Lesart.
    (Ich muss mir hier selbst die Hand für Kommentare verbieten!)

    Einfach reinhören; ob es einen Podcast in voller Länge gibt, weiß ich nicht, habe keinen gefunden. Aber die Beiträge – inklusive Hörproben der Werke – gibt es hier:
    http://www.deutschlandradiokultur.de/podcast-lesart-das-literaturmagazin.1271.de.podcast.xml

  134. Verdi und Bertolucci
    Ich habe da andere Assoziationen, Déjà de l’autre côté:

    „Verzeihen Sie, aber dieses Kaff dort im dunstigen, vom Schweinegeruch überzogenen Niemandsland am Nebenarm der Sécchia, das im Straßenatlas nicht einmal als „sehenswert“ gelb unterlegt ist-und daß bei Nennung bei mir sofort Assoziationen an die trostlosen Nester aus Don Camillo-Filmen hervorruft (evozieren sagt man Neuestens)-das ist ein Lieblingsanlaufpunkt für Sie?“

    Einen Fluss, der munter im Piemont beginnt und dann aufgrund seines Querverlaufs durch die Ebene träge wird, den Padus, heute Po. Um diesen Fluss reiche Felder. Früher große Güter, gezeigt in 1900 von dort geborenem Bertolucci. Ein musikalisches Genie, geboren in Roncole di Busseto, schlappe hundert Kilometer, etwas mehr, von Moglia. Eine Oper, die in Mantova spielt, im Palazzo Ducale. Geschichte nach dem Tod des Komponisten, Kämpfe, freiwillig weggelaufene Freischärler, andere als Soldaten eingezogen. Eine durch zwei Weltkriege beschädigte Gegend, die schön sein kann oder trocken.

    Vor der Klimaanlage im Auto eine Fahrt in sengender Hitze, die Abfahrt am Kreuz nach München verpennt, eine gefühlte Ewigkeit weiter Richtung Milano, zur nächsten Ausfahrt, dort in der Nähe ein Ristorante, am Mittag mitten in der Woche leer, aber aperto. Ein köstliches Essen, die Rückfahrt unterbrochen am Gardasee, zu satt zum Fahren, sengende Sonne, der Fluss unbedeutend wie ein Rinnsal. Manchmal aber beim Durchfahren feiner Nieselregen, viel Grün. Eine Gegend mit Geschichte, deren Erdbeben vielleicht nur der letzte der Schäden war, die früheren durch die Kriege gravierender, Entvölkerung.

    Der andere Film von Bertolucci, La Luna, zeigt die Folgen, unsere Zeit nach dem Krieg. Die Dekadenz, die in 1900 schon angedeutet ist, setzt sich fort, Drogen, Inzest.

    Auf der Autobahn um Mailand Industrie, Industrie, Industrie, hässlich wie die Nacht, Lager, Schrott, Öl. Dieselben, die da verdienen an der Spitze, haben die Ufer von den Laghi di Como, anche di Lugano zugehauen mit Beton.
    Die Gegend kann nichts dafür, der Padus auch nicht. Ihre besten Zeiten liegen weit zurück. Es ist viel falsch gelaufen. Darüber zu sinnieren, bringt einen zum Nachdenken. Erneut sieht man, wie wertvoll das Stück oben ist und wie es die Zustände, auch in den Photographien, exakt festhält.

    Die EU ist daran nicht schuld, könnte aber mehr tun. Junge AutorInnen fördern – ich will dagegen nicht viel sagen außer: Wer schreiben kann, wird gelesen und muss nicht gefördert werden, und: Wir haben zu viele davon. Das Geld in der Po-Ebene wäre aber auch nur gut aufgehoben, wenn man genau kontrollierte, wohin es fließt, denn in Italien kann es träge versacken wie der Po. So gesehen ist sie sehr italienisch, die Ebene an dem Fluss.

    • Unterländer an Oberländer,
      danke der Widerrede. Auch ich bin mir verschämt bewußt, daß die Schönheit im Auge des Betrachters liegt.

      Dieter Wieland hieß jener unvergessene Erzähler und Filmemacher des Bayerischen Rundfunks, der mir den Po und seine Ränder näher brachte. „Strom ohne Ufer“….“Il Po*, das Wort klingt schroff, wie ein Posaunenstoß, wie ein harter Fluch, den man ausstößt ohne die Lippen zu bewegen, wie wenn der Herr nicht merken darf, daß die Knechte ihn zum Teufel wünschen.“ * offenes „O“ , wie Ochse, aber auch im Italienischen ohne Akzent.
      .
      „Il Po, selten fasst sich die italienische Sprache so kurz, die Römer sagten noch Padus, die zweite Silbe hatte sich in zweitausend Jahren verbraucht. Was das Wort bedeutete, wußten sie wohl damals nicht mehr…….Die erste Begegnung mit dem Po ist fast immer enttäuschend, endlos zieht sich die Fläche der Poebene, 40-45 Grad im Schatten, milchweißer Dunst, die Augen brennen, kein Luftzug, nur die Hitze flimmert über Feldern und Asphalt wie auf dem Boden einer Pfanne..“
      .
      Als wir bei Piacenza die Pobrücke überquerten sagte die kaum eingeschulte Tochter, den Autoatlas auf dem Schoß, daß wir nun in der „Pöbene“ seien. Wir haben uns diese drollig-kindliche Bezeichnung nie wieder abgewöhnt. Sie war untröstlich, als wir ihr erzählten daß Hannibals Elefanten, die doch das Quellgebiet des Po im hohen Schnee überstanden hatten, nun hier im feuchtkalten Klima der „Pöbene“ den Tod sich holten.
      .
      Man war immer froh, wenn die Pappelreihen und Kopfweiden am Horizont verschwunden waren, die halb aufgegebenen Bauernhöfe rechts und links der Autostrada, die wohl schon damals den ausgebeuteten Clandestini als Dach über dem Kopf dienten. Die jungen Frauen liefen dort alle weg, in die großen Städte weiter nördlich, so die italienische Presse, damals. Die Hoferben wurden nicht enterbt, sie holten sich Mädels aus Polen und Ungarn…
      .
      Froh, entweder gen Forli zur Adria hin, nach Faenza La Spezia anzusteuern oder bei Bologna Richtung Florenz nehmen.
      .
      “ Der Po lädt nicht zum Bade, der kalte Katastrophenfluß Europas, der sich nicht an die Empfehlungen der Tourismusbranche hält…“ und nach Hochwasser alles Gerümpel seiner Ufer ab Monte Viso, von der Matratze bis zur Einwegspritze des cremonischen Fixers schön gleichmäßig an den Stränden von Comacchio bis Rimini ablagert.
      .
      Natürlich haben die Lombardei/Emilia-Romagna trotz Hochwasser, Erdbeben und Chemieunglücken auch ihre guten Seiten, kulinarisch allemal-und die alten, ehemals reichen Städte. Aber wer sieht auf der Durchreise die Käselaibe liegen, die Parmaschinken hängen, macht einen Museumsrundgang…?
      .
      Für denjenigen, der gerne vertieft: http://www.br.de/mediathek/video/video/ein-film-von-dieter-wieland-108.html#&time=
      .
      Ich erwarte gespannt Dons Emilianischen Elegien.

    • Danke für die Erwähnung Dieter Wielands - der auch die deutschen Dörfchen
      und ihre gesichtslosen Neubauten seinem kritischen Blick unterzog – und schon recht früh auf seinem BR Sendeplatz erkannte, dass durch die Zerstörung und den Ersatz des uns bekannten und lange Jahre gewachsenen Kulturguts einer anderen Mentalität Einlass gewährt wird. Das hat er dann mit seiner ruhigen Stimme eindringlich erzählt, manchmal hat es genützt und man hat eine Scheune oder ein altes Haus restauriert – oft haben sie aber auch alles planiert und damit vorher malerische Ortskerne entsetzlich und unwiederherstellbar verschandelt.
      Der Don wird wissen, weshalb er da in seinem Barock sich wohl fühlt – ob das andere dann noch genau so schätzen können, wer weiß?

      Ja – überall in Europa gibt es die Alten, oftmals alleine gelassen, da die Jungen sich woanders verdingen müssen, auch alleine. Und wie ist das, wenn dann der Vater alleine weit weg in seinem Haus lebt und sich nicht mehr richtig helfen kann?
      Sicher gibt es die vom Don erwähnten Lattetrinkerinnen in den Städten – genau so aber auch hier und anderswo solche jungen Europäer, die vergeblich auf ihre Chance warten, sich von irgendwelchen meist unsinnigen Beschäftigungsmaßnahmen zur nächsten nicht weiter bringenden Weiterbildung quälen, um nicht ohne die eher niedrige Apanage des Staates auskommen zu müssen. Hier und da mal ein Praktikum, hoher Einsatz, denn es winkt ja vielleicht doch eine Stelle – aber meistens eher dann doch nicht.

      Wie man hört, soll in den südlichen europäischen Ländern die Anzahl derer, die nach der Schule schon gar nicht in Brot und Arbeit kommen, bei fast der Hälfte aller liegen. In einer Arte Doku über Flüchtlinge in Afrika nannte man diese „Überzählige“ – ob der Begriff auch hier genutzt werden kann? Und ist er nicht Menschen verachtend?

      Bei meiner Freundin werden im August der ältere Sohn und auch die Tochter, beide nach guten Abschlüssen an Unis, wieder zu Hause einziehen müssen, da erst mal nichts weiter geht.
      Was wird auf die beiden jungen, energiegeladenen Menschen, weiter zukommen?

  135. Morricone
    Ich habe nachgeschaut, ob er auch dort geboren ist: Ennio Morricone.
    Nein. Trastevere, Rom, am fast so trägen Tiber.

    Die Gegend muss etwas haben, sonst hätte er nie solche Musik schaffen können wie zu 1900. Ich bin ja gespannt, was von Don noch dazu kommt.


    • Ah, Trastevere, düsteres Pflaster.
      War aber schon 40 Jahre nicht mehr dort und weiß nicht, ob es inzwischen vielleicht gentrifiziert ist.

    • Ma Oberlända, wo denke hin?
      Morricone stehe fir Sardegna, westelik vonne Decimomannu, Domusnóvas unde Iglesias. Iste bissele wie Mexico.

  136. Die gefürchtete Metaebene...
    Guter Artikel, viele gute Kommentare. Leider gibt es für mich trotzdem ein Problem. Da ist dieses Gefühl, was einen immer wieder beschleicht, wenn man teils mehrere Stunden in das Lesen und „Meinungsbilden“ – meist gibt es ja mindestens 2+x Seiten einer Sache, und fast immer auch auf/von all diesen einzelne erwägenswerte Punkte. Viele werden es kennen: „hätten ich und all diese 100en oder 1000enden Leser nicht in diesen paar Stunden (oder gar „heute“, denn viele Leute lesen ja grade am WE viele Artikel im Netz und in print, ich kann mich bisher noch bremsen bzw. verfolge andere Aktivitäten, die mich mehr erfüllen) irgendetwas gegen den jeweiligen Missstand tun können? Jetzt mal ganz egal was, man muss nicht sofort die Schaufel rausholen und dorthin fahren. Vielleicht schreibt man – so lächerlich es klingen mag – seinem Abgeordneten. Vielleicht geht man auf eine Demo, die Sinn hat, und nicht den hier oft erwähnten ähnelt. Vielleicht fängt man an irgendwo (online?) Spenden zu sammeln. Keine Ahnung, irgendwas wird es geben, es geht ohnehin weniger um das konkrete Beispiel als den Gedanken an sich. Was ich mich also frage: sind es die vielen „Intellektuellen“ (hier: Menschen, die Medien außerhalb [großes ?, siehe unten] der reinen Unterhaltung konsumieren, also etwa [online-] Zeitungen), und das von jung bis alt (hier gut zu sehen in den Kommentaren), die einfach nur noch süchtig (und das nicht selbstverschuldet!) danach sind über immer mehr Bescheid zu wissen und, v. A., zu immer mehr öffentlich seine Meinung äußern zu müssen, sind jene es also, die ein großer Teil des Problems sind? Alle diskutieren und empfinden dabei im eigentlichen Moment sogar Freude (wichtiges Kennzeichen einer Sucht), aber keiner macht mehr was? Ich sag es mal platt: früher konnten auch Akademiker _im Notfall_ noch selbst ein Haus oder große Teile davon bauen, wenn es nötig war, z. B. mein Vater. Oder heute eben z. B. mit einer Schaufel da runter fahren. Nicht jede „Sucht“ ist schlecht, denn auch etwa ein Autor (alles genderneutral gemeint in diesem Text und für alle unter uns geltend, sonst wird es mir echt zu kompliziert grade) schreibt manchmal wie getrieben stundenlang und das mit Freude, auch diesem ist – wie ich finde, aus gutem Grund – egal, ob irgendwo der Wasserhahn tropft und er das eigentlich reparieren müsste. Im Ggs. zu (scheinbar) einigen hier bin ich also nicht per se kunst- oder gar intellektuellenfeindlich (wäre auch recht schizophren), das ist nicht mein Thema. Auch immaterielle Dinge müssen von irgendwem „gebaut“ werden, man nennt es ja auch ein Werk erschaffen. Es zählt nicht _nur_ Pragmatismus auf der Welt, der Mensch (selbst der in großer Not, der es nur gerade nicht mehr empfinden kann, oder nie konnte) braucht auch geistige Nahrung, Ästhetik, wie auch immer man das nennen möchte. _Aber_: das Lesen von 345 (and growing) Kommentaren (oder einem größeren Teil davon, ich z.B. musste mich irgendwann zwingen, aufzuhören, dann schrieb ich dies her und begann der Freundin die Haare zu schneiden), genau wie das – vergleichsweise zeitunaufwendige – Hinzufügen der eigenen Meinung danach (also was ich gerade mache), bringen doch im Prinzip nichts und niemanden auf der Welt weiter. Das ist einfach Suchtverhalten, danach sind manchmal Stunden unwiederbringlich weg. Noch schlimmer ist nur das _reine_ Konsumieren von (oft belanglosen, also nicht wie hier) „news“, die es bekanntlich immer mehr und an immer mehr Stellen gibt (und das oft kostenfrei). Ich wundere mich seit Jahren, wie manche Leute (auch Freunde) gefühlt schon vor dem Aufstehen SpOn und X andere Seiten „eingesaugt“ haben. Das wird dann mehrmals am Tag wiederholt, die news werden „gecheckt“. Und das schlimmste ist: immer wenn ich selbst das dann im Ansatz auch mal mache, merke ich, es könnte mit mir schnell genauso kommen. Das ist es ja gerade, man merkt es immer zuletzt bei sich selbst. Um mit einem praktischen (Teil-)Lösungvorschlag – der ernst gemeint ist, er ergibt sich einfach aus obigen (Selbst-)Beobachtungen – zu schließen: schafft die Kommentarfunktionen ab, so wie es einige in ihren Blogs etc. schon machen (glaub ich, ich steck da nicht so drin, hab – noch – keins, v. A. wegen obiger Mechanismen). Dann gäbe es immer noch Artikel, die aufrütteln, wie den oben, aber die beschriebene Sucht wird weniger bedient und wir haben alle mehr Zeit, ausnahmsweise mal was (vielleicht sogar altruistisches) zu _tun_. Soweit meine 2 bis 3 Cent. Vielen Dank fürs Lesen.

    • Absätze helfen.

    • @mumblecore
      Au weia mumblecore und Andere, reden Sie auch so ohne Punkt und Komma?

      Es gibt da eine Taste, meist rechts, nennt sich Return, früher fuhr der Schlitten dann nach rechts und es begann eine neue Zeile.

      Und noch eine Schlittenfahrt verschaffte dem Auge etwas Ruhe und Orientierung. Also nur mal so OT oder wie man das heute so nennt.


    • Lassen Sie’s einfach sein, das Newschecken, und lesen Sie am Wochenende eine halbe Zeitung (Lokales, Wirtschaft, Sport). Wenn Sie keine Kommentare wollen, empfiehlt sich dies besonders.

      Aber lassen sie gefälligst uns Dons Spielwiese – ja, es gibt auch Leute, die Zeit haben, nicht nur News zu checken, sondern sich auch ab und an ein paar Gedanken darüber machen, und denen das Gespräch darüber wichtig ist.

      Und investieren Sie die so gewonnene Zeit vielleicht in das In-Ordnung-Halten ihres ganz privaten Kosmos, und gewinnen etwas mehr Abstand zu Anderen. Man muß nicht gleich immer mit dem Schäufelchen rennen, wenn irgendwo was ist. Wenn Dreck auf dem eigenen Hof liegt, hingegen schon.

    • Stimmt, ...
      …da haben Sie Recht. Hab ich mir danach auch gedacht. Ich neige da eher zum stream of consciousness und bräuchte dann nochmal ne halbe oder ganze Stunde das Ganze in eine lesbarere Form zu bringen. Dazu zählen nicht nur Absätze, sondern v. A. Sätze kürzen, Klammerkonstruktionen entwirren, etc.

      Manche schreiben vermutlich langsamer, der Text wächst, und irgendwann ist er fertig und muß kaum noch was machen. Bei mir ist es eher so: ich schreibe erst mal alles runter, danach brauch ich zum Redigieren meißt länger als für den eigentlichen Text. Diese Zeit wollte ich heute einfach nicht auch noch investieren (hier ist wieder der Bezug zum Inhalt meines Postings). Ihr Kommentar ist daher formal total gerechtfertigt, und wäre es etwa mein eigenes Blog (oder eben mein eigener Artikel), würde ich die extra Stunde wohl auch noch investieren. Sollte ich wieder kommentieren, gelobe ich demnach auch Besserung.

      Eines jedoch wäre für mich _auch_ interessant gewesen: wie steht es mit Ihrem Empfinden in der Sache selbst? Wie sehen sie als offensichtlich durchaus Erfahrener auf der „produzierenden“ als auch der konsumierenden Seite (vielleicht mit etwas weniger „Inbrunst“ (?), da durch eigene Artikel besagte Süchte schon auf gesündere, vielleicht sogar oft für die Allgemeinheit sinnvolle Art bedient werden) meinen Vorschlag? Ich beziehe mich auf das Abschaffen der Kommentarfunktion, um das ewige „Eingelulltsein“ im rein Theoretischen nicht noch zu unterstützen.

      Will man dennoch „feedback“, ist etwa auch das Ego ein Grund (möchte das gar nicht abwerten, wer sich Mühe macht soll auch durch Anerkennung entlohnt werden), so könnte man ja als Kompromiss eine Art „Like“ oder auch „Dislike“ Button einführen, was den Artikel betrifft. So sieht man zumindest grob, ob andere ähnlich ticken oder das Geschriebene gar anregend (zum Nachdenken, zum Diskutieren mit anderen aber eben face2face, etc) finden.


    • Mumblecore, hier finden sich außer Ihnen, der Sie das Kommentarschreiben anscheinend für eine Abart von Verkehrsunfall durch Zuckung im Halfschlaf halten und praktizieren, mehr oder weniger ausschließlich Leute, für die das öffentliche Gespräch ein hohes Gut ist, in das sie Hirnschmalz, Witz, Hintergrundwissen und Umgangsformen investieren.
      Don hat da über die Jahre sehr viel Arbeit reingesteckt und es geschafft, ein einzigartiges Refugium offenzuhalten.
      Es versteht sich von selbst, daß das Kommentariat hier das Abschalten der Kommentarfunktion in Blogs, aber auch in Zeitungsartikeln, für ein No-Go hält.

    • @colorcraze
      Ich glaube Sie haben da was nicht verstanden an meinem Kommentar. Um mich persönlich geht es dabei nicht primär, ich glaube schon das andere das Gefühl bzw. die Frage auch kennen. Aber der Begriff „Spielweise“ lässt doch tief blicken: es ist eben alles eine Art Spiel, es geht gar nicht um die jeweilige Sache. Der Spaß am Schreiben, Debattieren, ja letztlich das eigene Ego zu polieren und poliert zu bekommen steht vielmehr im Vordergrund. Insofern bewegen Sie sich dann sehr nah an den von Don kritisierten (meist jungen) Menschen.

  137. Etwas Altebashing muss schon sein,...
    ….so ist es doch sehr putzig, wenn sich ein offensichtlich älterer Herr über einen Artikel zum Nobelpreisträgertreffen in Lindau mit der Bemerkung äussert, er sei dort 1958 auch gewesen.
    .
    Als „Titel“ seines Kommentars liest man „Dr.rer.nat“. Ist nicht ganz falsch, aber auch nicht wirklich richtig.

  138. Her mit den jungen Engländer*
    Und wieder reibe ich mir die Augen. Bin das ich, oder geht die Verirrung einfach weiter, ohne dass irgendjemand brüllt. Oder alle sind froh im Irrenhaus zu sitzen?

    So ganz nebenher berichten die Nachrichten, Gabriel habe den jungen Engländer* die mit dem Brexit nicht einverstanden sind, die deutsche Staatsangehörigkeit angeboten. [Kurze Pause zum Nachdenken]
    http://www.imdb.com/title/tt0073945/
    http://derstandard.at/2000040273371/Brexit-Gabriel-fordert-deutsche-Staatsbuergerschaft-fuer-junge-Briten

    Also die Kanzlerin beordert offene Grenzen. Und als Doublette gibt der Vizekanzler die deutsche Staatsbürgerschaft offenbar freihändig aus, an alle die mit einer demokratischen Entscheidung der Briten nicht einverstanden sind.

    Dass beiden Entscheidungen irgendwie geartete spontane Eingebungen zugrunde liegen, die auch noch subjektiv nachvollziehbare Gründe haben, ist schon in Ordnung. Aber staatsmännischer Grundverstand sollte in beiden Fällen eine intrinsische Zensur anlaufen lassen, diese Ideen nicht über die Zunge zu bringen. Jedem, der eine solche Position im Regierungsgefüge eines demokratischen Staates innehat, sollte sich auf die Zunge beißen, und feststellen, dass er weder Kaiser noch Kaiserin in einer traditionellen Monarchie ist, noch diktatorische Rechte in einem autoritären Staat hat.
    Ausser natürlich, die Bevölkerung räumte solche ein. Die deutsche Bevölkerung scheint dabei kaum Probleme zu haben.

    Nur für diejenigen, die eine Denkstütze brauchen: Natürlich habe ich nicht grundsätzlich was gegen junge Engländer. Doch wen können wir da erwarten? Erstmal die jungen, arbeitslosen innerstädtischen Sozi-Empfänger, die soweit rechnen können, dass HartzIV mehr ist als social security. Kann ich denen nicht einmal vorwerfen, ich machte das Gleiche in deren Situation. Junge Muslime, die sich mehr Akzeptanz im gutmenschlichen Deutschland versprechen. Wo neulich sogar Richter* das Kopftuch tragen dürfen.
    Es ist – zugegeben – sogar eine gute Idee, wenn haufenweise Topleute aus Oxbridge anklopften. Tun die aber nicht, weil die britischen Universitäten im Schnitt besser sind und bessere Bedingungen bieten.
    Kommen würde also Kaffeesatz. Mal wieder.

    Bleibt mir nur, zu warten, welches Land sich dann gleicherweise bereit erklärt, diejenigen aufzunehmen, die in Deutschland keine Heimat mehr sehen. Aus Gründen der Reziprozität gerne ebenfalls mit garantiert besseren Bedingungen als in Deutschland.
    Gibt es so ein Land?

    • Das Grundgesetz ist doch eh wurscht.

    • Titel eingeben
      „Wo neulich sogar Richter* das Kopftuch tragen dürfen.“

      Ist in England noch viel extremer, z.B.:
      http://www.telegraph.co.uk/news/uknews/law-and-order/12090591/Judge-allowed-to-sit-on-sharia-court-set-up-by-Hebdo-protest-cleric.html

    • Titel eingeben
      „Bleibt mir nur, zu warten, welches Land sich dann gleicherweise bereit erklärt, diejenigen aufzunehmen, die in Deutschland keine Heimat mehr sehen. Aus Gründen der Reziprozität gerne ebenfalls mit garantiert besseren Bedingungen als in Deutschland.
      Gibt es so ein Land?“

      Was der einzelne für sich als „Bessere“ Bedingungen ausmacht, wird wohl individuell und subjektiv bewertet sein und bleiben. Aber ja, es gibt nicht nur ein Land, das Zulauf von Deutschen Auswanderern verzeichnet.

      Würde ich die 2 spektakulärsten hier nun nennen, wäre das Medien-Echo diesbzgl. aber absehbar. Muß nicht sein. Mir reicht für heute völlig, daß mit diesem Blog-Artikel hier schon wieder ein neuer Graben aufgerissen wurde: Alte Italiener vs. Alte Deutsche.

      Als wenn es nicht Alte Deutsche zuhauf gäbe, denen es nicht einen Deut besser geht als den Alten in Moglia oder anderswo in Europa. Lieber Don, nach einem fullminanten Artikel-Start enttäuschten Sie mich leider bitterlich. An wen hat Vattenfall gerade eben seine Braunkohle-Sparte verkauft? Da war doch was noch viel weiter zuvor als in Moglia mit Entvölkerung und so. Oder in Sinkgruben eingebrochene Ortsteile im Ruhr-Pott etc.pp.

      Wenngleich es nicht wirklich erst solcher Katastrophen-Szenarien bedarf. Die Altersarmut in Europa nimmt ständig zu und ist anerkannter Fakt.

      Aber letztlich geht es für irgendwen eben immer um irgendwelche EU-Futter-Tröge, nicht wahr? Und die Menschen? Die Alten? Sind auf sich allein gestellt. Hier wie da. OBWOHLl Italien in 2015 im Nachhaltigkeits-Ranking zum Thema „Implizite Schulden“ den 1. Platz einnahm. Im positiven Sinne. So what, lieber Don? Wenn doch nur endlich jeder wieder vor seiner eigenen Haustür kehren würde … ;-)

      Aber gut, wenn die von uns verpimpelte jugendliche EinfaltInnen es so haben will, dann eben ADE, altes Europa. Wer unbedingt nach zentralistisch organisiertem Vorbild ein garantiert D-Generations-freies Völkergemisch nach Schäuble/Timm-Art von Tagelöhnern erzeugt haben will, der sollte dann aber nicht gleichzeitig ständig rumjammern und an den abartigsten Stellen zur Abschirmung der eigentlich Verantwortlichen permanent Sündenböcke suchen (lassen), weil niemand mehr investiert oder absetzt in diesem vorgeblichen großartigen, künftigen Europa. Denn das wäre im ökonomischen Ergebnis das Gegenteil von kultureller Europäischer Vielfalt wie es die tatsächlichen Europa-Freunde fordern. Was die Internationalisten dagegen „produzieren“ würden, wäre m.E. nichts Geringeres als Gleichmacherei auf niedrigstem Niveau mit bunter Fassade. In auch nach Lehmann noch weiter gestiegener, hochspekulativer Abwesenheit von Real-Wirtschaft. Aber keine Sorge. Irgendwann werden auch die Finanzblasen-Jongleure und all ihre willigen HelferINNEN feststellen, daß man selbst Billionen Coins auf Basis künstlicher Intelligenz nicht wirklich essen kann. DER letzte Schrei gerade in IT-gläubigen Ökonomenen-Kreisen.

      Und auch, ob dem Herrn Juncker die Zuflucht zu „Außerirdischen“ wirklich hilft mit seinem letzten Platz für Luxemburg auf dem Nachhaltigkeits-Ranking, sei ebenfalls mal dahingestellt. Aber ich schweife mal wieder gehörig ab. Wie war noch gleich Ihre Frage? Ach ja … ein Land mit besseren Bedingungen als in Deutschland war gesucht. Also doch nicht abgeschweift. Uff. Denn offenbar gäbe es ja da gleich einen kompletten Planeten zu besiedeln. Näheres bitte vertrauensvoll bei Hn. Juncker erfragen … zumal wie Don schon schrieb „Das Grundgesetz ist doch eh wurscht.“
      http://www.epochtimes.de/politik/europa/fuehrer-anderer-planeten-beobachten-uns-juncker-spricht-im-eu-parlament-von-ausserirdischen-a1341029.html?meistgelesen=1

      Könnte aber sein, dass er damit das exterritoriale Gebiet auf Britischem EU-Gelände meint. Ob das wohlmöglich Besiedlungs-Potential nach Abschluß der Gabriel’schen Neu-Britischen-Einwanderungs-Initiative hätte, von der Sie berichteten … ? So eine Art Austausch … Mann gegen Mann vielleicht wie auf der Glienicker Brücke dermaleinst?

      Fragen über Fragen … ;-)

      vg


  139. mit garantiert besseren Bedingungen als in Deutschland.
    Gibt es so ein Land?

    Ich habe noch nichts davon gehört.
    In den üblichen Auswanderungsländern – A, CH, Anglosphäre – haben sich Deutsche hinten anzustellen, auch wenn dort manche Qualifikationen wohl ganz gute Bedingungen finden.
    Die deutsche Regierung bzw. politische Kaste ist die erste, die mit Brechts „ein anderes Volk wählen“ Ernst macht. Anderen Regierungen ist ihr Pöbel schlicht völlig egal, ob er lebt oder stirbt.

  140. Spaghetti putanesca
    „Ja, es ist furchtbar, dass manche Menschen meine Beiträge lesen. Ent-setz-lich.

    Bei der taz, bei SPON und vielen anderen Medien finden Sie haufenweise verträumte Geschichten ohne Dörfer in Schutt und Asche, ohne die Frage, warum bei uns momentan so viele Sexarbeiterinnen aus Spanien und Italien kommen und ohne Aufschlüsselung dessen, was passiert, wenn die Monte Paschi die Siena den Bach runter geht.“

    Der Ausdruck ist entsetzlich. Putzfrau darf man ja nicht mehr sagen, sondern wohl Raumtechnikerin oder so was. Putzfrau ist etwa auf dem Niveau von Sexarbeiterin. Politisch korrekte Sprache hat die nächsten Missgeschicke schon eingebaut.

    Spaghetti alla lavoratrice del sesso wäre das Pendant.

  141. @ Uwe Dippel & DA - Das Grundgesetz ist doch eh wurscht
    Ja grüezi Türken! – wie die Schweizerinnen zu grüßen pflegen: N E I N ! Ist es natürlich nicht!

    Uwe Dippel z. B. kann es sehr gut für seine Argumentation gebrauchen!

    Dass solcherlei Argumentation nicht so wirkt, wie man sich das wünschen würde, konzedier‘ ich aber.

  142. bzügl. "Das Grundgesetz ist doch eh wurscht." (Don (2. Juli 17:02))
    @Don Alphonso – Da haben Sie Recht. In Eschborn (Vorort von Frankfurt) steht der EZB Turm. Wer da arbeitet, ist vom Grundgesetz nicht geschützt, denn die EZB ist gegenüber der deutschen Justiz immun. Sie ist eine Bananenrepublik mitten in Deutschland. Kein Gauweiler und kein Verfassungsrichter hat sich je getraut, dass mal zur Sprache zu bringen.

    • Frankfurt
      Der EZB Turm steht in Frankfurt, etwa einen Kilometer südlich vom Zoo – hätte er in Eschborn gestanden, irgendwo im Gewerbegebiet, hätte vermutlich kaum einer gegen die EU Enklave demonstriert, die in Frankfurt zur Festung gemacht wurde. Eine schlimme Symbolik, die zeigt dass man sich nicht einmal mehr Mühe gibt, die eigene Mischung aus Furcht und Arroganz zu dissimulieren.

    • Das Grundgesetz ist doch eh Wurscht.
      @ Don
      Das ist ja eben einer der Gründe, warum wir hier verzweifeln.
      Das politisch besetzte Bundesverfassungsgericht spricht nicht mehr das im GG verfasste Recht, sondern beugt es gemäß der EU -Hurra -Politik.

      Dass man sich in Deutschland über Polen aufregt und das dortige Ansinnen hinsichtlich des Verfassungsgerichts ist wirklich ein Witz. Immerhin hat Gauweiler kürzlich dazu einen Leserbrief verfasst.

    • EZB-Turm steht im Frankfurter Ostend
      Nicht dass es für Ihre Argumentation eine Rolle spielte, aber in Eschborn (für den „Vorort“ würden Sie dort vermutlich gelyncht) ist die Deutsche Börse, der EZB-Turm befindet sich auf dem Gelände der ehemaligen Frankfurter Großmarkthalle im Frankfurter Ostend.

  143. 5 Sterne Bewegung
    Zu den italienischen Finanzen hat Marco Zanni, für die „Grillo“ Partei im EU Parlament, gestern auf etwas sehr Richtiges hingewiesen:

    Herr Zanni, Sie plädieren für eine Auflösung des Euro-Währungsverbundes.

    Frage: Und wenn wir den Euro auflösen, brauchen wir dann noch eine europäische Bankenunion?

    Marco Zanni: Meiner Ansicht nach nicht. Ohne den Euro können wir uns diese Bankenunion sparen. Ich möchte an dieser Stelle aber darauf hinweisen, dass die italienischen Banken zwar auf über 300 Milliarden Banken an faulen Krediten sitzen, diese aber zu etwa 80 Prozent in die Realwirtschaft geflossen sind. Anders sieht es beispielsweise bei der Deutschen Bank oder der BNB Paribas aus. Die haben bis zu 80 Prozent in Kreditausfallversicherungen und ähnliche Finanzprodukte investiert.

  144. TDV vom funkte am 2. Juli 2016 um 00:08 Uhr an @ Tamarisque
    X+40+20 (25). Respekt. Mit derart tiefem Gottvertrauen kannte ich Sie gar nicht, ich meine wenn ich für X=25 setze. Nun, wenn es Ihnen gesundheitlich gut geht, warum nicht? Und wirtschaftlich geht es ja wohl auch, ich meine nur, wer im Billigland Nippon zum Frühstück schon Dom Peri trinkt weil die komischen Kauze jenseits la Manche sich vertippt haben. Also, diese Flaschen im Keller rühre ich nicht an so lange nicht das Ereignis eintritt, auf das ich schon zwei Legislaturperioden plus knapp zwei Jahre warte, mit tricolore, schwarz oben und Zusatztext auf Leintuch.
    .
    „IS in Dhaka“. Ich sagte zu meiner Frau, die machen nicht mal vor den ärmsten der Armen halt. Neun tote Italiener waren auch dabei, in diesem touristischen Massenziel Bangladesh. Die Squadra azzurra schlug sogar das Kreuz nach der Gedenkminute. Ich weiß, das ist jetzt ekelig von mir, aber könnten diese 9 nicht etwa von dieser Sorte Halsabschneider sein, so dachte ich, welche die letzten italienischen Arbeitsplätze, trotz Einsatz von Billig-Clandestini, aus der Textilschiene Prato-Pistóia in diese Näherinnen-Hasenverschläge verlagern und das Versperren der Notausgänge beaufsichtigen? Wenn´s so wäre, dann…kýrie Eleison.
    .
    „So verträumt kannte ich Sie gar nicht“ (wg. Berlin-Mafia im Zusammenhang mit Regionalregierung Emilia-Romagna). Lieber TDV, ich träume davon, dass dort, nein im ganzen Lande endlich mal Staatsanwälte mit „culo nei pantaloni“ (das ist jetzt frei übertragen, die Italiener drücken das sicher anders aus, irgendwas mit Eiern…) und nicht solche Pantalone-Hanswursten wie bei uns üblich.

    • @Deja…. (bin immer noch zu faul herauszufinden wo die accents sind, sorry)
      Abgesehen von Blutdruck Medikamenten bin ich tatsächlich gesund. Etwas langsamer und weniger kräftig als früher zwar, aber spiele mit knapp 70 Jahren nach wie vor regelmässig Liga Fussball mit den Jungen.
      Ich sehe keinen Grund mein Leben zu ändern und freue mich über jedes Fest, das es zu feiern gibt. (Hat was mit meiner „Religion“ zu tun…)

      Und nein, ich bin keineswegs reich, ich war halt noch nie Freund des Konsums (ausser: gutes Essen!)und besitze alles was ich möchte. Japan ist im Prinzip keineswegs teurer als DE, wenn man sich mal auskennt. Und wenn ich Buch führe sehe ich jedes Mal wieder, dass ich knapp überm Hartz IV Satz liege, wenn ich den Perignon zugunsten des Pommery weitgehed weglasse. „
      Also, diese Flaschen im Keller rühre ich nicht an so lange nicht das Ereignis eintritt…“ Ich finde (schon wieder diese „Religion“:) man sollte im Hier und Jetzt leben, wer weiss was alles passieren kann….. oder ?
      Volker Pispers sagt gern, das Schlimmste, das einem Deutschen passieren kann ist, dass die Welt untergeht und noch Rente übrig ist.

      „„IS in Dhaka“. Ich sagte zu meiner Frau, die machen nicht mal vor den ärmsten der Armen halt.”

      Ich befürchte, da liegen sie falsch. Sogar Selbstmord-Fundis sind intelligent genug für so was die reichste Ecke Dhakas zu wählen, daher die 7 Italiener. Und wie die anderen Ausländer, könnte ihre Einschätzungen zu denen stimmen. Bangla Desh ist ein elendigliches Land und keiner fährt aus kulturellen oder touristischen Gründen hin.
      Ich kenn sowas übrigens aus Indien, von Hindu Fundamentalisten. Zwei Strassen von unserem Ashram entfernt gab es eine „German Bakery“ und dort liess man eine Bombe hochgehen… das waren Hindus, nicht Muslime!

  145. Klagenfurt, die zweite
    Versuchen Sie es mal als Prophet, Don Alphonso!

    Denn: Gewonnen hat den Bachmann-Preis, den vielleicht wichtigsten Preis der deutschen Literatur, Sharon Dodua Otoo.

    Leider zu spät. Zero Mostel und Gene Wilder hätten womöglich nicht ins Gefängnis gemusst, hätten sie auf Sharon Dodua Otoo zurückgreifen können. Franz Liebkind war offenbar doch ungeeignet.

    Leider vergeblich gesucht habe ich den Textausschnitt aus „Herr Gröttrup setzte sich hin“ der jetzt immer wieder in Deutschlandradio Kultur läuft, zur Begeisterung des Autors Kolja Mensing. Wenn man wirklich will, findet man den im Podcast.

    Es handelt sich um eine Autorin, so ich recht erinnere, mit Ghanaischen Wurzeln, aufgewachsen in GB, in Berlin lebend, und dort mit Flüchtlingen arbeitend. Heute früh sagte Herr Mensing, es handle sich um eine Aktivistin. Und vor wenigen Wochen kannte sie noch niemand, sie war auf keinem Spickzettel verzeichnet.
    Alles das spricht natürlich nicht gegen sie, Island ist ja auch vollkommen überraschend im Viertelfinale bei der EM.

    Aber der Anfang der mit dem Preis ausgezeichneten Geschichte erinnert doch gewaltig an die Suche für einen geeigneten Text aus The Producers.
    Loriot hat so etwas auch schreiben können, hat er wahrscheinlich auch, aber dann gleich im Papierkorb versenkt.
    Immerhin hat die Jury die richtige Haltung bewahrt; auch angesichts der Wiederholung der Stichwahl in Österreich.
    Ob Ingeborg B. sich im Grabe dreht?

    • das ist ein schönes Beispiel für Integration
      so soll es sein: die Ansprüche soweit herunterschrauben, bis auch
      der letzte Clandestini noch ein Beschäftigungsverhältnis findet.

      Im Gerichtswesen wird man sich auch umgewöhnen können.
      Das RichterInnen Gremium trägt Burka. Erinnert jeden Europäer
      an Ku-Klux-Klan oder Henker. Da kommt leicht Respekt auf.

    • Schon klar - niemals wird ein Iman weiblich sein -
      aber hier Kopftücher tragen, die Richterinnen-Islamistinnen.

  146. Klagenfurt- die Dritte
    [Leider kann man einen Post nicht editieren.]

    Das Mutterschiff bietet einen Link nach Österreich an, zum Machwerk:
    http://files2.orf.at/vietnam2/files/bachmannpreis/201619/herr_grttrup_setzt_sich_hin_sharon_dodua_otoo_439620.pdf

    • ....
      Danke !

    • Uwe ?????
      Jetzt hab ich mir die Mühe gemacht und den Text heruntergeladen…. Und nun so was…
      Da wird wohl bald der Walser auftauche und denen verbieten den Namen seiner Freundin auch künftig zu missbrauchen, oder ist das jetzt offiziell ein Pennäler Wettbewerb?

      „Loriot hat so etwas auch schreiben können, hat er wahrscheinlich auch, aber dann gleich im Papierkorb versenkt.”

      Kennen sie das, was er zu den Themen Frühstücksei und ältere Ehepaare geschrieben hat, tatsächlich nicht? Das auch nur auf derselben Seite zu erwähnen wie den Anti-Bachmann Beitrag liegt irgendwo zwischen Blasphemie und Nekrophilie…

      Zum Vergleichen, Frühstücksei:

      https://www.youtube.com/watch?v=bBQTBDQcfik

      Ältere Ehepaare:

      https://www.youtube.com/watch?v=sJSLPv86QXo

    • Göttliche Raffinesse
      @Uwe Dippel, Klagenfurt- die Dritte
      Danke für den Link.

      Nicht zustimmen kann ich Ihnen bei der Einschätzung als „Machwerk“. Sie müssen bloß diesen verflixt primitiven Text eingebettet lassen in der Umgebung, aus der er stammt. Dann dient dieses Textchen den göttlichen Mächten ganz hervorragend als Versuch, in ein, wie ich vermute eher stark atheistisches, areligöses Milieu, die Idee und die Vorstellung der Existenz einer übersinnlichen, geistigen Welt – also ihrer, der Götter, eigenen Welt, und ihrer selbst – einsickern zu lassen und diese Leute religiös zu machen, im Sinne von religio = Wiederanbindung. Dass dieser Versuch mit einem, was den Gehalt angeht – an afrikanischem Wesen soll Deutschland genesen –, so primitven und matschigen Text geschieht – nun ja, die kleinen Kinder kriegen ja auch erst mal nur Brei zu essen, weil sie für gegrillte fettige Steaks zahn- und verdauungstechnisch noch nicht eingerichtet sind. Die Götter sind gnädig in ihrem Glauben an den Menschen und geben noch nicht einmal jemanden von der Grünen Jugend Berlin verloren. Nur kann denen halt erst mal nur geistiges Alete, dieser unsägliche, primitive Otoo’sche Kinderkramquatsch, vorgesetzt werden.

      („Kinderkramquatsch“ betrifft „die Moral von der Geschicht'“, den Inhalt; vom Literarischen, also der Art der Darstellung her, fand ich das gar nicht mal soo schlecht, hab’s aber bloß einmal gelesen.) –

      Sollten dieses Werk und ähnliche „magisch-realistisch“ geartete Werke bei den Genderistas, Feministas, Aktivistas, … verbreitet sein und goutiert werden, würde das ein anderes Licht auf den Hass dieser Leute auf den „weißen alten Mann“ werfen. Es würde heißen: Wir hassen euch, weil ihr uns für unser Gemüt, unseren Geist nichts anderes gegeben habt als materialistische Wissenschaften, (Gruppen-)Egoismus, wenn’s ums Geld geht, und Erstarrtes oder Triefiges im Kirchlich-Religiösen. Ihr seid uns zu platt, ihr seid stehengeblieben und verkümmert, wollt aber bestimmen. Wir wissen aber auch nicht, wo’s langgehen soll – ihr habt uns ja schließlich nix Gscheits mitgegeben – aber zuerst mal müsst ihr geistigen und seelischen Taugenichtse weg. Und zur Seelenwärmung haben wir dann halt dieses alberne afrikanische Kinderzeugs à la Otoo.

      t.

  147. Uwe Dippel:
    Somewhere over the rainbow way up high
    There’s a land that I heard of once in a lullaby
    Somewhere over the rainbow skies are blue
    And the dreams that you dare to dream really do come true

  148. Titel eingeben
    Dies Thema beschreibt Danisch in einem Satz:
    „Wieder dasselbe Prinzip, die einen gegen die anderen aufhetzen zu wollen, um daraus politisch Profit zu schlagen.“

  149. Titel eingeben
    Lisbeth Heuse sagt:
    2. Juli 2016 um 22:58 Uhr

    bzügl. „Das Grundgesetz ist doch eh wurscht.“ (Don (2. Juli 17:02))
    @Don Alphonso – Da haben Sie Recht. In Eschborn (Vorort von Frankfurt) steht der EZB Turm.

    Klugscheissmodus ON

    Der EZB Turm steht in Frankfurt AM Main!
    Heute beim Ironman war er mehrmals im TV zu sehen.

    OFF

  150. News Sucht
    @ mumblecore

    Kommentare lesen lohnt sich in diesem Blog meist schon.
    Manche Kommentatoren kennt man nach einer Weile und kann sich ja überlegen, ob man die Zeit hat, dessen Meinung auch noch zu lesen.

    Suchtpotenzial ist klar vorhanden. Seine Zeit kann man auch auf andere Art vergeuden. Aber insgesamt erfährt man hier das ein oder andere, das man sonst nicht gewusst hätte.

    Klar könnte man die Zeit auch anders sinnvoll verbringen. Hin und wieder kann auch ein Brief an sog Entscheidungsträger etwas bewirken. Zumindest auf lokaler oder regionaler Ebene.

    • Schön...
      , dass zumindest eine/r das Suchtpotenzial auch sieht bzw. fühlt, bzw. dieses „zugibt“ (v. A. gegenüber sich selbst). Die Frage – und die ist eng verknüpft mit meinem ersten Posting oben – ist ja: wie sehr bringt es die Leute und Welt weiter, immer mehr zu erfahren, was sie sonst nicht gewusst hätten? Ist ein Mangel an Information das Problem, oder vielmehr einer an Aktion? Kann zu viel Information, v. A. so wie bei Kommentaren von allen Seiten und in jeder denkbaren Länge und Qualität, nicht auch lähmend sein? Ich finde man muss nicht Neil Postman sein, um sich solche Fragen zu stellen (und der tat das schon vor Jahrzehnten). Danke wie gesagt für den inhaltlichen Kommentar, bisher ging es ja hauptsächlich um Formatierung. Es ist ja nicht neu, dass sich Menschen oft an solchen Details hochziehen, wenn sie zum Inhalt nichts sagen können oder wollen, den sie _natürlich_ auch im ggf. mangelhaften Format verstanden haben. Dies war hier mal nicht so.

  151. A heartbeat from Europe
    Das mit dem „Exit vom Brexit“ wird nicht klappen, weil Murdochs Presse genauso aggressiv für den Brexit trommelt wie unsere Q-Medien für den Verbleib.
    .
    Aber wenn ihm jetzt in der nächsten Woche
    Was Menschliches zustoßen sollte
    Und die Behörden ausserdem feststellen, dass sein Konzern schon lange riesige Steuerschulden aufgehäuft hat oder so –
    .
    Tja dann …
    .
    Könnte Cameron auf die Idee kommen, einfach noch mal durchzustarten und den Austrittsantrag einfach nicht zu stellen.

  152. 54, das ist die Teilhabezahl des Tages ...
    … einer entlarvenden Umfrage.
    .
    Auch die politisch Verantwortliche spricht jetzt von Fachkräften von „übermorgen“. Aber auch das wird nix, denn die sind „morgen“ bereits zu Hunderttausenden extrem frustriert. Da hilft dann auch kein Teddy mehr.
    .
    Etwas weiter unten in der FAZ ein DW Beitrag zu Bitcoins in der schönen Schweiz … und siehe da, ein Zahnarzt offenbar mit Migrationshintergrund in bestem Schwizerdütsch!
    .
    Selektive Migration nach Qualifikation!
    .
    Ohne Qualifikation gehts besser sehr rasch wieder nach Hause, sobald der Herkunftstaat als „sicher“ gilt bzw. von den 25% „einfachen Soldaten“ mit Migrationshintergrund gesichert wird.

    • Von was Basam Tibi heute in der Welt spricht, möchte man gar nicht
      wissen. Mehr als 80% seiner als „Landsleute“ erkannten Invasoren wohl ohne jegliche Bildung und jenseits aller Möglichkeiten, diese jemals zu erlangen. Verhüllt gierig auf Alimente, die ja versprochen und auch gezahlt werden.
      Doch, auch schöne Kommentare dazu – und zum Schlusssatz des Interviews, der besser unabgedruckt geblieben wäre.

      Was für mich noch schlimmer wiegt ist die Meldung von dem Ehemann, der wegen Mordes an seiner Frau vor Gericht steht.
      Es sei sein Recht, seine Ehefrau zu töten,
      hatte der Iraker der Polizei gesagt. Warum er dafür ins Gefängnis komme, verstehe er nicht.

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