Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Erdogan hat etwas mit dem Islam zu tun

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Meine Familie in der Türkei bittet mich nicht mehr über die Türkei zu Twittern, weil sie Angst vor Repressalien haben. Es wird ernst.

Die kleine, dumme Stadt an der Donau ist ein Musterbeispiel für Integration. Über 90% der Bevölkerung sind, mit den Augen eines Vertreters der alten Eliten betrachtet, Migranten. 1850 waren wir keine 10.000 Menschen, und jetzt sind es 133.000. Die meisten kamen sogar erst nach dem 2. Weltkrieg: Flüchtlinge aus dem Osten, Displaced Persons, Italiener, Spanier, Türken, Griechen, recht viele Jugoslawen, zwischendrin auch einige echte ungarische Flüchtlinge und haufenweise Wirtschaftsmigranten aus Hamburg, Preussen, Nordrhein-Westfalen und weiteren mitteleuropäischen Krisenregionen. Es sind sogar Hessen hier. Trotzdem hat sich hier alles gut eingerenkt: wir hatten ja über 150 Jahre Zeit, die Migranten einen nach dem anderen katholisch zu machen, wie man bei uns im Kernland der Gegenreformation, Toleranz mit den Rechtgläubigen und der Antiaufklärung so schön sagt.

wolfbb

Das hat so übergut funktioniert, dass ich mir letzten Winter die Idee, hier eine Bürgerwehr gegen Neuankömmlinge einzuführen, auf Bayerisch von einem Türken und einem Bosnier anhören durfte. Abgesehen davon herrscht hier Vollbeschäftigung. Jeder, der es wirklich will, findet eine anständige Arbeit, weshalb wir hier keine Genderlehrstühle brauchen. Das Lohnniveau ist hoch, und deshalb haben wir hier keine von Armut, Hipster und HartzIV geprägten Wohngegenden. Die Stadt und die sie umgebende Region ist ein Beispiel dafür, wie Deutschland sein könnte, wenn es woanders nicht wäre, wie es ist. Meine Heimatstadt ist bunt, und kaum jemand erinnert sich noch an die Zeiten, als das anders war. Kurz nach meinem Abitur, als hier die Republikaner einen grossen Europawahlerfolg eingefahren haben, und den im Stadttheater feierten.

wolfbc

Damals kam der Schönhuber, und am Tor des Theaters kam es zwischen deutschen Befürwortern und Gegnern des ehemaligen Waffen-SS-Mannes zu erst lautstarken und dann auch tätlichen Auseinandersetzungen. Ich war dabei. Auf der linken Seite. Es war nicht gerade schön, andere oide Stodarer, die man seit Generationen kannte, auf der anderen Seite zu sehen. Es gab hier nach dem zweiten Weltkrieg so etwas wie einen Burgfrieden zwischen Roten und Schwarzen, aber mit Schönhuber brachen die ganz alten, bösen Konflikte wieder auf – als hätten manche nur auf ihren neuen Messias gewartet. Es kam zum Glück anders, und Positionen, die damals Kernideologie der CSU waren, würde heute auch die AfD nicht mehr vertreten. Schönhuber hat sich bald selbst erledigt, und in der kleinen, dummen Stadt machte man wieder das, was man am besten konnte: Autos bauen, exportieren, reich werden, und hemmungslos alle aufnehmen, die bereit waren, sich diesen Zielen voll und ganz zu verschreiben. Die kleine, dumme Stadt an der Donau ist reich und bunt.

wolfba

Gestern war sie rot. Es ging dem Vernehmen nach alles ganz schnell, am Morgen erzählte mir der Türke mit Vorliebe für Bürgerwehr, dass in der Nacht die Telefonketten heiß gelaufen sind: Man sollte den Laden zusperren, kommen, und alle mitbringen, die laufen konnten. Er hielt das für gar keine gute Idee, aber er gehört auch zu einer religiösen Minderheit in der Türkei. Er sagte den Anrufern, dass es vielleicht keine so gute Idee ist, gerade an diesem Tag, nachdem da einer für den Islam fünf Menschen niedergehackt und -gestochen hat, durch die Stadt zu ziehen. Auch die Türkei ist eigentlich bunt, es gibt Kurden und Anhänger des Sufismus und Schiiten und Kommunisten, die während der Militärdiktatur nach Deutschland flohen. Es gibt aber auch Milli Görüs.

wolfbk

Der Herr mit dem schwarzen T-Shirt trägt eine Armbinde mit der Aufschrift “Ordner“. Auf dem Hemd steht der zweite Teil eines Spruches, den der Gründer von Milli Görüs geprägt hat: “Eine Blume macht noch keinen Frühling, aber der Frühling beginnt mit einer Blume.“ Die türkische Kultur hat ihre poetischen Momente und kann von ausgeprägter Höflichkeit und Anteilnahme geprägt sein, und das klingt dann auch so gar nicht nach dem, was der Judenhasser Necmettin Erbakan sonst noch so gesagt hat. Etwa “Der Zionismus ist ein Glaube und eine Ideologie, dessen Zentrum sich bei den Banken der New Yorker Wallstreet befindet. Die Zionisten glauben, dass sie die tatsächlichen und auserwählten Diener Gottes sind. Ferner sind sie davon überzeugt, dass die anderen Menschen als ihre Sklaven geschaffen wurden. Sie gehen davon aus, dass es ihre Aufgabe ist, die Welt zu beherrschen. Sie verstehen die Ausbeutung der anderen Menschen als Teil ihrer Glaubenswelt.

wolfbg

Das sind nicht DIE Türken, sage ich einer Bekannten, die ich am Rande der Demo treffe. und die sich fragt, was das soll: Dass hier über tausend Leute mit roten Fahnen durch die Stadt ziehen, und türkische Parolen skandieren. Es sind rechtsgerichtete, nationalistische Organisatoren, die sonst kaum öffentlich in Erscheinung treten. Milli Görüs, Nationale Sicht, sie vermeiden bislang eher öffentliches Aufsehen. Sie wirken lieber in der türkischen Gemeinde. Geschätzt zehn Prozent der in der Region lebenden Menschen mit türkischer Herkunft haben sie auf die Strasse, auf den Platz gebracht. Alle haben sie türkische Fahnen. Alle sind sie laut. Alle schreien sie auf türkisch. Nieder mit den Putschisten, ein Hoch auf die Demokratie und Erdogan.

wolfbh

Es kommen die Väter mit ihren Kindern. Viele tragen dazu auch Trikots türkischer Fussballvereine. Es gibt Frauen mit blondierten Haaren und engen Hosen, aber auch alle Arten der Verschleierung, und das ist die Mehrheit. Man hört von den hiesigen Exremisten nur sehr wenig, es gibt auch Programme wie “Mutter lernt Deutsch“, die von der türkischen Gemeinde und der Stadt getragen werden, um Parallelstrukturen aufzubrechen. Diese bodenlang verhüllten Parallelstrukturen, die man sonst kaum sieht, und von denen man ansonsten gern hoffen würde, dass sich da ein paar saudische Touristinnen verirrt haben, sind heute auch da. Sie sind laut, die Stimmung ist, das merkt man als erfahrener Demonstrant, aufgeheizt und schlecht, und die Polizei hat die Schränke der Bereitschaftspolizei aufmarschieren lassen, damit hier nichts eskaliert.

wolfbd

Die meisten sind in Deutschland geboren. Die meisten werden einem – privat – nach dem Türkeiurlaub erzählen, dass sie aus dem ein oder anderen Grund doch ganz gern in Deutschland leben, und daheim als “Deutsche“ gelten. Das Leben hier geht nicht spurlos an ihnen vorbei, aber jetzt, hier, als sie schreiend und fahnenschwenkend durch die Stadt ziehen, sind sie Türken und kümmern sich nicht darum, wie das auf die anderen Bewohner der Stadt wirkt, die gerade das Video des IS sehen, auf dem der Attentäter sagt, die Soldaten des Kalifats seien hier. Ich wüsste gar nicht, wo ich eine deutsche Fahne her bekommen sollte – wir haben nur eine bayerische Fahne von 1908, als der Prinzregent hier zu Besuch war. Es gibt italienische Dekofähnchen beim Carrara-Weinfest und die französische Tricolore, wenn die Freunde aus Grasse kommen. Es gibt hier aber schon sehr lang, eigentlich seit Schönhuber, keinen nationalistischen Aufmarsch mehr.

wolfbj

Halbmond und Stern ist die türkische Nationalfahne. Drei weisse Halbmonde auf rotem Grund ist die Fahne der nationalistischen, antisemitischen, exremistischen Partei MHP, bei uns besser bekannt als “Graue Wölfe“. Die sind hier auch dabei. Sie marschieren mit. Sie werden von den Erdogananhängern nicht ausgegrenzt, und hier, auf dem Rathausplatz der an sich bunten, toleranten Stadt zeigen sie den Wolfsgruss.

wolfbi

Es gibt keine Gegendemonstration. Jeder weiss, was in anderen Städten passiert ist, gegenüber Kurden und Anhängern von Bewegungen, die kritisch gegenüber Erdogan sind. Dass es passiert, dafür sorgen die Extremisten unter den Demonstranten. Es gibt in Deutschland Demonstrationsrecht, und wie es genutzt wird, wie es wirkt, ist Sache der Demonstranten und ihrer Vernunft. Hier ist es emotional, laut und nicht verständlich. Eine Machtdemonstration des Erdoganlagers. Aussenrum steht das schockierte deutsche Bürgertun und fragt sich, was das soll, eine nationalistische Demonstration für einen Machthaber einer Nation, der hierzulande, nach unseren Vorstellungen, ein totalitäres Regime mit seinem Mob durchpeitscht.

wolfbf

Alles ist auf türkisch. Die Plakate, die Erdogan hoch leben lassen, die Reden, die ihm Treue schwören, die Fahnen, die Nazis, die Kinder, die Antisemiten, die Handyknipser, die Rassisten, die hier in der Masse mitmarschieren. Wir hatten hier „… ist bunt“-Demonstrationen. Jetzt ist es nur rot. Vermutlich ist das hier nicht die Mehrheit, und nur, weil sie miteinander marschieren, müssen sich nicht viele zu den türkischen Nazis bekennen. Es gibt hier sicher auch einiges an sozialem Druck, sich zu beteiligen.

wolfbe

Aber dieser Druck kann nur wirken, weil man ihn wirken lässt. Multikulti heisst faktisch in der BRD, den anderen sein Ding machen zu lassen und das eigene Land , die eigene Kultur schlecht zu reden. Der moralistisch-deutsche Nationalismus der Gedenk- und Willkommenskultur ist weltweit ein Sonderweg, und nicht attraktiv für Kulturen, die ein positives Selbstbild haben. Der Holocaust wird angeführt, trotz hier lebender Juden, die keine Lust haben, als historische Begründung für die Zuwanderung aus Staaten herzuhalten, in denen Judenhass Staatsdoktrin ist. Es gibt keine breite, gesellschaftliche Strömung für eine positive Leitkultur, aber die Organisation einer Ex-Stasi-IM und verdeckt arbeitender Medienleute als nichtdemokratisches Enschüchterungsvehikel sozialdemokratrischer Minister. Minister, die gerne Kopftuchträgerinnen auftreten lassen, die selbst schon israelfeindliche Demos beworben haben. Minister, die vermutlich, wie viele, gehofft haben, dass es schon von selbst werden wird. Und dass man dem Menschenrechtspartner der Kanzlerin Erdogan, seinen Propagandisten und seinen sich als Feministinnen ausgebenden Fanatikerinnen in Deutschland etwas Raum geben kann, weil man anderweitig auf ihn angewiesen ist.

wolfbl

Diesen Raum haben sie sich gestern hier genommen, bis zum äussersten rechten Rand. Viele sind extra angereist. Die waren nicht von hier, sagt man mir, und ist entsetzt, dass die Grauen Wölfe auch da waren. Die Mehrheit blieb daheim, schraubte am Auto, ass Melonen, machte sich Sorgen um die Verwandtschaft. Aber die anderen haben der Stadt und den Bürgern gezeigt, wie es um Integration und Miteinander und Toleranz gerade wirklich steht, und wer hier bei vielen das Kommando gibt. Man kann natürlich darüber streiten, was deutsche Leitkultur sein soll, und ob der Islam zu Deutschland gehört. Aber wenn man keinen selbstbewussten Stolz zu bieten hat, vom eigenen Volk einseitig Toleranz verlangt, und der islamistischen und völkischen Leitkultur bei den Migranten das Feld überlässt, hat man eben die Grauen Wölfe ganz offen auf dem Rathausplatz. Und gebürtige Wattenscheider, die mit Sylt-Aufkleber am Opel Astra durch Bayern fahren und Jever trinken eine eigene Bevölkerung, die die Realität der Integration jenseits der Dashatmitdemislamnichtszutun-Talkshows und Kopftuchfeminismus-Kongresse in Berlin hautnah erleben kann, und sich dann die Meinung bildet, die zu den erlebten Fakten passt.

[Dieses Blog ist ein Freund extensiver Meinungsfreiheit. Aber auch mit einem Schrank von einem Communitymanager mit islamisch-jüdischer Dialogerfahrung. Man darf gerne mitreden. Aber bitte höflich bleiben. Sonst stelle ich Euch das Standgas ein.]

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  1. Toleranz
    Jo mei, man nehme eine Israel-Fahne und stelle sich daneben. Das wäre ein guter Test, wie es wirklich aussieht.

    PS: Würde einiges an Mut erfordern.

    • Ja.

    • @Älpler
      „Jo mei, man nehme eine Israel-Fahne und stelle sich daneben. Das wäre ein guter Test, wie es wirklich aussieht.“ – Nur woher eine Fahne nehmen, wenn nicht stehlen?

      In Wahrheit sieht es folgendermaßen aus: Annetta Kahane ist selber jüdischstämmig, um nicht zu sagen: Sie dürfte nach deren Kriterien wohl Jüdin sein! Und wollen Sie mir erzählen, die Dame hätte Angst vor Moslems?

    • Sie können sich aber auch einfach mit einem Plakat hinstellen,
      auf dem steht:#hier ist Deutschland, nicht die Türkei#

      Dann bekommen Sie von Seiten der türkischen Chauvinisten und aus der Parteiuung derer mit @der Intelligenz von einem Wurstbrot@ et al zu tun.

      Ich nuß noch nicht einmal die Antisemitismus Karte ziehen, sondern nur darauf hinweisen, daß in Deutschland deutsche Gesetze u. Gepflogenheiten (u.a. Gastrecht für Nicht-Deutsche) gelten, dann bekommen Sie so Sprüche wie in Regensburg (#dies Deutschland ist ein schöner Fleck, das gehört allen Menschen- nicht nur den Deutschen!#) zu hören- oder anderes.

    • we try this
      auf dieser „netten“ Demo
      http://www.shz.de/regionales/schleswig-holstein/kurden-besetzen-gleise-auf-hamburger-hauptbahnhof-id7875141.html

      haben wir das mal kurz druchgezogen.
      Und wurden (noch unter 2 Minuten) von Freund und Helfer gebeten,
      die anderen Kulturen nicht zu provozieren.

    • @Patrick.feldmann 20. Juli 2016 um 17:26 Uhr: plakat
      „Sie können sich aber auch einfach mit einem Plakat hinstellen,
      auf dem steht:#hier ist Deutschland, nicht die Türkei#“

      Wie wärs mit:
      „Burada Almanya, burada Türkiye degil“
      (Das würde schon verstanden, auch wenn nicht fehlerfrei)

    • @ GnM 20. Juli 2016 um 16:13 Uhr: Ach lassen Sie doch
      Glauben und Abstammung von Frau A.K. aus dem Spiel – als ob es nicht genügend unjüdische Ex-Stasi und Kämpfer gegen rechts gäbe!

    • prinz
      nicht ohne meinen Personenschützer

    • @Thomsen
      Das ist ja wirklich hervorragend! Persönlich würde ich ganz gerne Glauben und Abstammung aus dem Spiel lassen. Aber damit bin ich wieder mal – alleine. Oder hat die Israel-Fahne, die der Älpler erwähnte, nichts mit Juden zu tun? Wozu hat er sie denn dann erwähnt? Schließlich habe ich lediglich darauf reagiert! Also was bringt Sie bitte in die Position, hier bestimmen zu können, wer das böse Wort erwähnt? Sind Sie selber Jude? Dann entschuldige ich mich, falls ich Ihnen zu nahe getreten sein sollte. Oder haben Sie ein Mandat von Frau Kahane? Dann würde ich das doch gerne sehen! Ansonsten ging Sie das nichts an, ganz einfach.

  2. GELUNGENE INTEGRATION
    es ist doch alles in ordnung und der pfarrer aus dem osten an der führungsspitze soll sich nicht so viele sorgen um misslungene integration machen, der AXTTERRORIST beherrschte doch scheinbar die deutsche sprache gut…………… und konnte schon das wort SCHLAMPE aussprechen !
    wenn das mal nicht ein erfolg ist.

    und endlich mal wieder ausgiebig rote fahnen, soviel wie an keinem 1. Mai, da sollte sich HaHi mal ein beispiel für die gute mobilisierung seiner splitterpartei nehmen.

    und dann noch lieber DON: sie sind doch nur neidisch, dass es Bochum und Bochum-Wattenscheid geschafft haben, doch mal GEMEINSAM in der bundesliga zu spielen, das gab es selten genug und hat die süsse stadt an der Donau noch lange nicht geschafft !

    • Titel eingeben
      @DjangoÖNV
      Wir sollten dem Don mal das Maiabendlied vorpfeifen und ihm was von Heimat im Pott erzählen :-)

  3. 20. Juli 2016
    Wer Erdogan in Mannheim zuhörte… wer Özil im Berliner Fussballstadion massenhaft ausgepfiffen hörte, als er für den DFB im Nationaltrikot spielte… wer seit Jahren Politikern zuhört – und hört, wenn das grosse Schweigen herrscht… der sei erinnert: heute ist der 20. Juli !!!

    Ein Datum, an dem nach dem Putschversuch gesäubert wurde. In Berlin und halb Europa.

    20. Juli 2016.

    Die Telefonketten laufen wieder. Zeit für klare Worte und Grenzen der ganzen irrsinnigen Pogromstimmung gegenüber.

    Mittendrin.

    Merkel sagt dazu: Aufgaben lösen, mehr bedarf es nicht.

    20. Juli

  4. Hakenkreuzfahne gefunden.
    Nach der rätselhaften gestrigen Gewalttat eines jungen Mannes in Laubaudau (irgendwo in Dunkeldeutschland…) bleiben die Motive für den brutalen Amoklauf weiter unklar.
    Der mutmaßliche Täter hatte unter dem Ruf „Heil Hitler!“ mit einer alten Wehrmachtsmaschinenpistole vom Typ MP40 ein Massaker in einer Dönerbude und einer benachbarten Änderungsschneiderei angerichtet. Bei der Durchsuchung der Wohnung des auffällig gründlich rasierten mutmaßlichen Täters entdeckte die Polizei unter anderem eine Hakenkreuzfahne, eine alte Ausgabe von „Mein Kampf“ und ein „politisches Testament“, in dem der mutmaßliche Täter seiner Hoffnung Ausdruck verlieh, ein Fanal für die rassische Gesundung des deutschen Volkes zu setzen. Später wurde bekannt, dass er vor der Tat ein ausführliches Bekennervideo an die White Aryan Resistance geschickt hatte, welches auf deren Kommunikationskanälen veröffentlicht wurde. Ein Sprecher der Organisation erklärte, dass der mutmaßliche Täter ein Kämpfer in ihren Diensten gewesen sei und beanspruchte die, so der Sprecher, „glorreiche Tat“ für seine Organisation.
    Experten halten einen rechtsextremistischen Hintergrund der Tat für unbewiesen und die Mitgliedschaft bei der White Aryan Resistance für unwahrscheinlich. Sie betonten die schwierige soziale Situation des jungen Mannes, der seit Jahren aufgrund schweren Heuschnupfens in ärztlicher Behandlung gewesen sei. Ferner wurde bekannt, dass erst in der vergangenen Woche der Rottweiler des mutmaßlichen Täters einer Tumorerkrankung erlegen war.
    Katrin Göring-Eckardt von den Grünen bedauerte in einer Erklärung, dass das Ableben des Tieres nicht habe verhindert werden können und forderte eine ernsthaftere Arbeitsauffassung in der Veterinärmedizin. Bundespräsident Joachim Gauck zeigte sich seinerseits erschüttert, und plädierte für mehr gesamtgesellschaftliches Engagement bei der Integration von Rechtsextremisten in die Gesellschaft. Kanzleramtsminister Altmaier pflichtete dem in einem Tagesthemen-Interview ausdrücklich bei und kündigte in diesem Kontext Steuererhöhungen an, um entsprechende Maßnahmen auf breiter Ebene zu finanzieren.

    • Dank an Werner!
      zu Beginn dachte ich, oh ne. Gegen Ende dachte ich, ju, so isses!

    • ***** stars
      Treffende Paraphrasierung einer zunehmend irrsinnigen burlesken Lage.

    • @Werner
      Eine herrliche Persiflage, aber so bittersüß, dass einem das Lachen im Halse steckenbleibt. Und leider in der Conclusio so wahr, dass man auswandern möchte. Ein ausgezeichneter Kommentar, der die ganze Verlogenheit der Politszene und der ihr unterwürfigen Medienszene gnadenlos beschreibt. Eine wunderbare, schöne, geistige und sogar ästhetische Leistung. Nur über die Möglichkeiten unserer Sprache können wir Inhalte erreichen, die uns schonungslos die Wahrheit offenbaren. Und das, lieber Werner, haben Sie uns meisterhaft gezeigt. Dafür meinen ergebensten Dank.

    • Ha ha
      made my day.

    • P.S.
      Wie so oft holt die leichtfüßige Realität die Satire rasch ein: Ein gewisser Niels Espenhorst, „Bundesfachverband für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge“ (ja, sowas gibt’s) wird wie folgt zitiert:

      „Eine Gefahr könne genauso gut von Menschen ausgehen, die in Deutschland geboren oder aufgewachsen seien, sagte Niels Espenhorst vom Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (Bumf) am Mittwoch im ZDF-‚Morgenmagazin‘.“ [Quelle: Zeit]

      Bei dem Attentäter erfolgte der Schuß, als er noch „drei Armlängen“ von den SEK-Kräften entfernt war. Was verrät uns das über die von Kölns OB Reker propagierte „eine Armlänge Abstand“?

      Erstaunlicherweise veröffentlicht die Lokalpresse, daß die 11 Monate Deutschland davor den Steuerzahler exakt 47 850 EUR (zzgl. Krankenkassenkosten) plus die 1200 EUR monatliche Überweisung an die „Pflegefamilie“ gekostet hat.

      Da entfährt einem bei der folgenden Meldung schon fast ein befreiendes Lachen (man muß wissen, daß an der gleichen Stelle erst kürzlich ein zum Salafismus konvertierter, angeblich psychisch kranker Italiener seine Schere in das Dach eines Polizeiautos gerammt hat und nur durch Schüsse gestoppt werden konnte):

      http://www.tz.de/muenchen/stadt/sendling-ort43335/fehlalarm-arbeitsamt-kapuzinerstrasse-putzfrau-drueckt-amokknopf-meta-6585874.html

    • Titel eingeben
      ditto: *****

    • Titel eingeben
      Ein echtes Highlight.
      Danke Werner!

    • Werner, danke ....
      … ich habe jedenfalls meine Konsequenzen gezogen und kann deshalb über den Irrsinn in DE nun fast schon lachen oder zumindest milde lächeln.

    • ...leider lustig..
      ..leider lustig und doch bitterer Ernst..wer kanns aendern?

    • VIELEN DANK!
      Das nenne ich mal Realsatire in Perfektion – neben mehreren herzhaften Lachern hervorrangend geeignet zur Reflektion der Realität – DANKE!

      Hätten Sie was dagegen, wenn ich das in meinem Facebook Account als „Realsatire“ poste?

    • Erst denkt man "oh nein " und dann stellt man fest, dass es hochwertige Satire ist
      Danke für diesen Denkanstoß. Ja, so ungefähr ist die Situation überspitzt, wenn man den IS durch eine hypothetische rechtsextreme Terrororganisation austauschen würde. Nur die, die es betrifft werden es leider nicht lesen oder verstehen, dass sie im Grunde genommen auf dem Irrweg sind, wenn sie für die Religionsfaschisten immer wieder zu viel Verständnis zeigen.

    • Top
      Danke!

    • Hakenkreuzfahne gefunden
      Sie haben es sehr gut auf den Punkt gebracht!

    • @ Köstlich
      Es soll ja gelesen werden. Ich freue mich demnach über jede Weiterverbreitung. Vielleicht öffnet es doch das ein oder andere Auge, man soll ja die Hoffnung nie ganz aufgeben.

  5. Ja, Standgas - einwandfrei - - Und: Graue Welf grauslich
    bzw. so: Dem Schrank sei Dank.

    PS – Warum will ich gar nicht wissen, aber sagen kann ich: „Standgas einstellen“ ist immer wieder ein Lacher!

    • Das sagt man so in Bayern.

    • Garnicht so einfach
      Ist der Gemeinde hier denn präsent wie schwierig es sein kann, ein Standgas stabil einzustellen? Ich meine wenn ich mir die Bilder da oben ansehe, da hilft doch kein Schraubenzieher mehr. Da ist nix nachzuziehen. Problem, drehn sie die Nebenluftschraube zuweit rein, würgen se’s ab, also mehr Luft für die Leute da, ins Hirn, hilft da mehr Sauerstoff noch? Nebenluft kann auch instabil wirken, etwa wenn der Flansch zwischen Vergaser und Ansaugkrümmer nicht dicht ist. Sind die Marschierer da oben also nicht ganz d…..? Oder umgedreht, die Anschlagschraube mehr zudrehn, sodaß mehr Sprit kommt? Was sollte man den Fahnenmaschierern in der dummen kleinen Stadt denn einflössen oder die inhalieren lassen. Ach ich weiß nicht. Die menschliche Kreatur kann doch alles wirklich alles und jedes denken und – und das auch noch für richtig halten. Ist doch so wie der religiöse Glaube an die Wirksamkeit von Tagfahrlicht, Massen benutzen es, die meisten würden behaupten, es hat irgendeine Wirkung, fast wie ein Mariengebet, aber es gibt nicht eine belastbare Zahl, die das beweisen würde. Also in stillem Protest in die Dämmerung hineinfahren, bis schon die Zahlen auf dem Tacho nicht mehr lesbar sind? Vielleicht fällt der stille Protest ja doch irgendwem auf.
      Ändern tut’s sowieso nix. Jemand der was glauben will ist durch nichts aufzuhalten.
      Aber vielleicht meinte der Don Nebenluftschraube ganz rein=keene Luft, Anschlagschraube ganz raus=keen Sprit. Macht Stillstand.
      Kann ich nicht genau sagen, wie das in Bayern geht, bin Preuße, auch noch aus der Möchtegern-Hauptstadt.
      Alternativ zur Israel Flagge (der war schon recht amüsant, der Vorschlag) : Weiß/Blau?

  6. not auditum
    Letzter Absatz [Man darf gerne mitden.] > mitdenken?

  7. Es wird ernst - hier wie überall
    Sieben Greise befeuchten ihre trocknen Kehlen im edlen Ambiente am Nationaltheater Müncher in lauer, sommerlichern Vollmondnacht nach dem 58. Spaziergang mit Pegida. Der Gang durch den trillerpfeinden Buntpöbel glich stellenweise einem Spießrutenlauf. Gewiefte Reporter von Russia Today filmten die Straßen-Show.

  8. Schee wars.
    Schee wars scho. Ganz schee wars. So schee wars überhaupt no nia.

    Vor ca. 9 Monaten gab es auf faz.net meinen absoluten Lieblingsartikel mit Lieblingsbild („ein Bild der Zärtlichkeit“) zur Romanze von Angela („Lieblingsfrau am Hofe“) und Tayyip (dem Mächtigen). http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/merkel-und-erdogan-lieblingsfrau-am-hofe-13874307.html

    Ist die Romanze jetzt eigentlich vorbei, oder muss wirklich erst das Kalifat ausgerufen werden, damit der Groschen auch in Berlin fällt?

    • Das wird alles ausgesessen, so lange es halt geht, und bald ist Olympia.

    • Sie meinen, DA., Merkel holt die Leni Riefenstahl
      aus der Reserve?
      Zuzutrauen wäre es ihr. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Sie moralisch ein Problem damit hätte.
      Entschuldigung Frau Riefenstahl, dass ich Sie in diesem Zusammenhang nenne!

    • Lieber Patrick Feldmann, wenn Frau Merkel das könnte, wäre sie göttlicher als der
      Kaiser von Japan, tja, und dann könnten wir uns Allesweiteregewähle getrost sparen…

      (Helene Bertha Amalie Riefenstahl war eine deutsche Filmregisseurin, -produzentin und -schauspielerin sowie Drehbuchautorin, Cutterin, Fotografin und Tänzerin.
      Geboren: 22. August 1902, Berlin, Deutschland
      Gestorben: 8. September 2003, Pöcking, Deutschland
      Beerdigt: Waldfriedhof, München, Deutschland)

    • Die Apotheose von Leni Riefenstahl und Merkels enigmatische Zeichen
      Ja, liebe Frauke Amgelin, da müsste sie sich schon anstrengen (dass R.tot ist, wußte ich schon, aber dass es solange her ist- nun, das Alter…).
      Gut aber vielleicht gibt Peter Altmeier die Riefenstahl. Ich bin da ganz zuversichtlich!
      Es muss doch zum Teufel irgendein Mittel geben, die Krise zu lösen, denn SIE hat gesagt, dass WIR das schaffen… (hallo, Frau Kahane, hören Sie mit. Haben Sie gehört, was Merkel gesagt hat? Nehmen Sie die Macht des Regierungskapitals wahr!)

    • Heiratspolitik
      Früher, zu Zeiten von Dons in Öl gemalten Busenwundern, gab es die aparte Möglichkeit, Staatsaffären durch Heiratspolitik elegant zu lösen. Gerade der Islam bietet hier ungeahnte Möglichkeiten (n kleiner gleich vier). Emine Erdogan, die Gattin des Präsidenten, hat außerdem den osmanischen Harem ausdrücklich als „Schule des Lebens“ gutgeheißen. Aber wieviele Nebenfrauen hat er denn nun, der Recep Tayyip (lang möge er leben, viele Monde reiche sein Atem, viele Meilen seine Finger)? Und wäre da noch Platz für eine Entente cordiale mit einer mittelattraktiven Drittfrau aus Anklam? [Bayerische Fürbitte an St. Jakob, 5 Mark ins Opferkastl: „Angela, gib Deinem Brustkorb einen Stoß, und opfere Dich für die finale Lösung der Flüchtlingsfrage!“]

      „There was a young fellow from Ankara
      Who was a terrific wank…“

      [shut up, Boris!]

    • Lieber Patrick Feldmann, natürlich schaffen wir das, nur bedeutet wir in diesem
      Falle Keinekleineteilmengevomganzen – alleohneausnahmen müssen mit anpacken. Mach aber beispielsweise ich nicht, weil ich die Ideenunserereigentlichengütersloherregierung nicht mag. (Hatespeech: Mohn hätte man nach dem Krieg mit Alliiertersondergenehmigung füsilieren müssen.) Ich kenne ’ne Menge Leute, die sich ebenfalls ganz bewusst verweigern, obwohl sie von ihren Kenntnissen et al. geradezu prädestiniert dazu wären und das sogar ganz prima könnten – sie hätten aber gerne zuvor gefragt worden sein wollen, um in ihrem Sinne mitgestalten zu können.

    • @ Frauke Amgelin 20. Juli 2016 um 21:18
      Ich bin ganz bei Ihnen, Frauke Amgelin, mein Zitat jener Alternativlosen war ironisch.
      Ich rühre keinen Finger und ab einer bestimmten Stufe mache ich sogar noch mehr.


    • und bald ist Olympia
      Wenn die Politik den Sport nicht hätte, könnte sie gleich garnicht überleben.
      Wobei diesmal das Herstellen schöner Bilder besonders viel Mühe machen wird, wie man so hört, soll das Wasser für Schwimmer und Ruderer sehr dreckig sein.

  9. Es sind sogar Hessen hier.
    Ich hoffe, dass soll vervollständigt werden zu „obwohl es für die keinen Grund gibt, nach Bayern abzuwandern“?

    • Doch, natürlich, ich würde jedem Asyl gewähren, der unter Roland Koch leben musste.

    • Mein Tipping Point zu Roland Koch
      Tenzin Gyatso der Hauptberuflich als Dalai Lama tätig ist besuchte auf Einladung des damaligen hess. MP Roland Koch (CDU) die Landeshauptstadt Wiesbaden.
      Außenminister F-W- Steinmeier (SPD)kritisierte den Besuch mit der Begründung das er die Beziehungen zu Peking stören könnte. – eigentlich keine große Sache – Für mich war aber klar das ein MP in Hessen nicht in Peking nachfragen muss wer zum Kaffee kommen darf. Es war für mich auch klar was ich von Roland Koch und F.W.St. zu halten habe. Von letzterem nämlich gar nichts.

    • Es sind sogar Hessen hier
      des beweisd doch norr, dessen en Hesse voer nix zerickschreckt.

    • Der Hesse, das Krokodil unter den Deutschen.

    • Titel eingeben
      Jo

    • Krokodil
      Das Krokodil ist aber mindestens ein Lacoste, wenn man bedenkt, was Hessen in den Länderfinanzausgleich zahlt…

  10. Ein Zitat dazu
    „Wer Gastrecht missbraucht, hat Gastrecht verwirkt“: Der Satz von Sahra Wagenknecht ……

    Solche Demonstrationenverstoßen einfach gegen mein Empfinden von Anstand und Moral.

    When you are in Rome, do….

    • Ich bin der Meinung, dass sie natürlich das Demonstrationsrecht voll ausschöpfen können und sollen. Aber wennda Nazis sind, muss man über diese Nazis schreiben.

    • Dafür hat die Sarah dann Haue von der eigenen Partei bezogen.
      Und das Maas ist auf diesem Auge blind. Vollkommen.
      Auf dem Linken mäßig.

      „bodenlang verhüllten Parallelstrukturen“ – danke! Auch die anderen in den Kitteln wären für Lagerfeld wohl verbesserungswürdig.

    • Titel eingeben
      alte Punkweisheit: when in Rome do as the Vandals

  11. Standgas
    Werter Don Alphonso,

    già fatto! War schon seit ein paar Tagen im Leerlauf und werde nun diesen Motor ganz ausschalten.

  12. It's a storm in a tea cup, Mr. Dryden - a sideshow
    Wollen wir die nackte Realität?

    Hier:

    Die Türkei besitzt den mit Abstand größten Bevölkerungsanteil an jungen Männern in Europa.
    Das ist immer ein Problem.

    Das Bildungsniveau ist gering.
    Das ist immer ein Problem.

    Das Selbstbewußtsein ist gering, da die Türkei vor ca. 100 Jahren alle Macht verlor und Generationen im Ausland um Arbeit nachfragen mussten.
    Das ist immer ein Problem.

    Der nationale Stolz ist riesig, da die Türkei mal ein Weltreich war.
    Das ist immer ein Problem.

    Die Türkei liegt geostrategisch genau da, wo Problemstaaten nicht liegen sollten.
    Das ist ein Problem.

    Ergo:

    Worste case ist eine radikal islamistische Türkei.

    Dies gilt es zu verhindern.

    Eine faschistische Türkei wäre ein kleineres Übel.

    Schon mal was von cooling out function gehört?

    • WIE wollen Sie das verhindern?
      also nicht Sie persönlich, goodnight!
      Und was ist cooling out function- ich kann es mir im Kontext vorstellen, aber weiß nichts Sagbares!?

    • No, we make sure the wars are small ones,.
      @Feldmann

      Naja, fragen Sie TDV.
      Ohne Spass: Es existieren Kräfte die das alles beobachten und versuchen zu lenken.

      Ich habe das schon mehrmals erwähnt, das die BRD im globalen Machtkampf keine Bedeutung hat. Das was den Don so erschreckt ist diese Erkenntnis, dass Macht nicht mittels Vernunft oder Wohlstand oder Kultur oder Bildung geregelt wird, sondern schlicht und einfach über Gewalt.

      Das lernen wir jetzt alle. Und wir sind nicht darauf vorbereitet, wir wollen da auch garnicht hin. Da wo unsere Großväter waren.

      Auch in der funktional ausdifferenzierten Moderne darf man die Gewalt nicht vernachlässigen.
      Luhmann hat da viel drüber geschrieben und gewarnt, vor dem Auseinaderdriften der Systeme.

      Egal.

      Cooling out bedeutet, die unvermeidliche Gewalt in die richtigen Bahnen lenken, so dass die Schäden minimal bleiben.

      Kleine Kriege statt Weltkriege.

      Es ist immer die gleiche Strategie. Kann man beobachten, wenn man beobachten kann.

      Fragen Sie TDV :-)

    • Die Turekei ist bereits faschistisch...
      … und demnaechst eine klassische Diktatur mit islamistischem, fundamentalistischem Terror gegen die eigene Bevoelkerung.

    • Dass die Vernunft nur die ideelle Quelle menschlichen Zusammenlebens
      ist, ist mir leider nicht neu. Umso mehr muss man sie nutzen, um Konflikte klug anzugehen.

      Dass die Gewalt faktisch immer den Chefsessel beansprucht, ist auch evident. Allerdings haben Straßenschläger auch ihre Schwächen.

      Wozu TDV fragen, Sie haben’s mir ja erklärt, wie Sie das meinen.
      mfG

    • Watch and learn, my dear. Watch and learn.
      @H. V. tronje

      Diktatur wäre OK. Diktatur ist Ordnung, ist berechenbar.
      Militärdiktatur wäre besser, aber man kann nicht alles haben.

      Ich finde das alles etwas witzig, wie hier jahrelang über die USA geschimpft wird, V.T. in die Welt gesetzt werden, aber das Offensichtliche, das wird übersehen.

      Genauso witzig ist, dass hier alle sich jetzt ausweinen, warum die Türken den Deutschen nicht mehr Ernst nehmen.
      Warum wohl nicht? Der Deutsche hat seine Grenzen abgeschafft und 700 tsd. wildfremde junge Männer reingelassen, vor denen er jetzt Angst hat. Und er traut sich nicht einmal AFD zu wählen. Wer soll solche Menschen respektieren? Die nicht einmal ihr eigen Leib und Leben schützen? Weil sie gute Menschen sein wollen.
      Ach oh je.

      Die Friedhöfe sind voller guter Menschen.

    • Titel eingeben
      Es hülfe, schrieben Sie durchgehend in unserer Landessprache. Danke.

    • Angry young men
      @Goodnight: Sie meinen, den Überhang tatendurstiger junger Männer abschmelzen, so wie Gunnar Heinsohn das immer erklärt? Aber wo wird er denn nun abgeschmolzen, der Geburtenüberhang? Angriffskrieg, Bürgerkrieg, Seuche? Mir ist das immer noch schleierhaft. Ich erkenne nur die Schleierzunahme hier auf den Straßen.

    • Gern geschehen...
      Lassen sie es mich mal so ausdrücken: Ich empfehle ihnen: beten sie, dass ich Unrecht habe.
      Denn die Thinktanks zur US Aussenpolitik haben für die Cooling Out Functions eine längere Auszeit vorgesehen. Man sieht die Lösung der US Probleme seit einigen Jahren nicht länger in einem „Dampf ablassen“ hier und da, sondern im Stapellauf eines fürs erste unbegrenzten bewaffneten Konflikt zwischen Russland und West-Europa.
      Herr Steinmeier scheint der einzige deutsche Politiker zu sein, der das versteht und ich halte das für eine sehr unangenehme Nachricht.

      Ich weiss nicht ob der Geist noch in der Flasche ist, oder bereits uneinholbar draussen. Die Lösung wäre vor Jahren, spätestens bei Georg Ws Iraqkrieg, gewesen Austritt aus NATO und EU, Schaffung eines europäische Interessen vertretenden Verteidigungsbündnisses, Bildung einer EU unter Gleichen, mit Assoziation anderer Gewillter. Kernpunkt: eigenständige von den USA unabhängige Politik.

      Was wir statt dessen haben ist eine kollabierende EU, eine kriegstreibende NATO, die zu einer mitmordenden Bundeswehr in mehreren Ländern, die sich dem weltweiten Hegemonie Anspruch der USA widersetzen, geführt hat, und eine die europäische Aussenpolitik definierende US Regierung, in Bälde unter einer radikalen Wallstreet Repräsentantin oder eines geistig behinderten, also Durchschnitts- Amerikaners.
      Das rettende Gegengewicht wird durch eine gewisse Angela Merkel und andere christliche Würdenträger repräsentiert.

      Ich wünsche viel Spass bei der Auseinandersetzung mit roten Fahnen und grauen Wölfen, ich gehe lieber friedlich mit dem Hund spazieren!

      PS: Vielleicht sollten einige der hier Anwesenden mal in Geschichtsbüchern nachlesen wie die Story mit Sparta damals ausgegangen ist?

    • It's become so ugly...
      @hunter

      Die Türkei ist gebunden in einen Konflikt mit den Kurden, in einen Konflikt mit Syrien, in einen schwellenden Konflikt mit Russland, ebenso Armenien, die IS bombt im Inland und das Militär macht auch nicht das, was es machen sollte. Ganz abgesehen von der Jugend mit Hochschulabschluss.

      Tja, keine Ressourcen mehr um irgendwelche großen dummen Dinge zu starten.

    • you know what our code name is for you: it's "Mother"
      @tdv

      Nur für Sie:

      2008 war die USA am Boden und überall waren neue Weltmächteam wachsen:
      China, EU, Russland, Türkei.

      2016 ist die USA wieder am erstarken und Russland ist im Konflikt mit der EU und der Türkei, die Türkei ist in Konflikt mit der EU, Russland im Konflikt mit China, die EU Im Konflikt mit England, die Türkei im Konflikt mit Kurden und Syrien und dem eigene Militär, und überall Flüchtlinge.
      China ist im Korruptionskrieg und im Konflikt mit all seinen Nachbarn.

      Koinzidenz nennt man das.

      Ein Hardcore VTler würde jetzt nachforschen ob die schiesswütigen Polizisten in den USA russische Wurzeln haben. Nur für den Fall dass Putin vom Meister gelernt hätte.

    • No problem, goodnight
      Ich kann verstehen, dass sie der Inhalt meines Kommentars ein wenig überfordert…. ist ja auch alles nicht so einfach.

      Deswegen sag ich ja: Abwarten….

  13. Türkische Politik beim Änderungsschneider
    Ich habe heute eine ähnliche Erfahrung gemacht. Beim türkischen Änderungsschneider lief das Radio laut und heiß. Offensichtlich wurde eine Demonstration übertragen, die der Änderungsschneider aufgeregt kommentierte bis er mich bemerkte. Mich erinnerte das spontan an Volksradio im Dritten Reich. Der Änderungsschneider sagte, es sei türkisches Radio. Darauf war ich völlig unvorbereitet. Ist der sonst sehr zuvorkommende Änderungsschneider nun auf der Seite Erdogans oder nicht? Ich hätte ihn fragen können. Aber ich fange keine Diskussion an, wenn ich von einer Situation überrascht werde und auf die Argumente des anderen total unvorbereitet bin.

  14. Wir sind halt sehr tolerant oder dämlich
    oder wie soll ich es nennen. Wir lassen Erdogan bei uns in Fußballstadien Wahlkampf machen, einfach so und ganz selbstverständlich. Wir lassen uns durch Demos von Türken jeglicher Couleur einschüchtern, begehren nicht auf, meiden lieber dann die Innenstädte.

    Unsere Politiker ergehen sich in Wohlfühlsprech, grad wieder der unsägliche BMI, der eine Anstachelung des jungen Pakistani (dessen Alter ich auf gut und gerne 25 schätze) durch den IS diagnostizierte und uns schon mal auf weitere solcher Anschläge vorbereitet, die man aber nicht allgemein mit den Flüchtlingen in Verbindung bringen sollte und überhaupt…

    Und wir, die wir kein Nationalbewusstsein haben, schauen zu, ziehen den Kopf ein, auf dass weitere Unbill an uns doch vorüberziehen möge.

    Die eigene Wut ins Internet posten will nun gut überlegt sein, einfach so von uns und denen da zu schreiben, wird neuerdings als hässlich und nazi bewertet. Und weil man uns so klein hält, nur zustimmende Gedanken zu den ach so armen Flüchtlingen erwartet, wird das nix mit der deutschen Leitkultur. Und weil das nix wird, werden uns die da irgendwann ihre eigene eintrichtern, wenn’s sein muss mit Gewalt. Man sieht ja an den Türken-Demos oder in der Türkei selbst, wie es denen ergeht, die anderer Meinung sind. Wer die Herrschaft beansprucht, kennt kein Pardon.

    .
    Ich habe in meiner Wut (ausgelöst durch den letzten DeM-Blogbeitrag und andere Publikationen) vorgestern Abend an Bosbach geschrieben, gefragt, auf welcher gesetzlichen Grundlage ein Herr Maas eine Ex-Stasimitarbeiterin mit der Säuberung des Netzes und überhaupt beauftragt und warum diese Stasimitarbeiterin dafür auch noch so viel Geld für ihre ach so gemeinnützige Stiftung von Frau Schwesig, die wiederum die Antifa finanziere usw. erhält. Warum man Pinkstinks beauftragt, uns vor sexistischer Werbung fernzuhalten und warum wir über 300 Genderlehrstühle haben. Es kam in meiner Wut einiges zusammen, das raus musste.
    Fragen, die Bosbach sicher irgendwann beantworten wird, ich lasse ihm dafür zwei Wochen Zeit, dann frage ich nach. Ich lasse Sie hier dann teilhaben.

    • Da kommt noch ein Nachtrag.

    • Der Bosbach ist gestern irgendwo in einen Gulli gefallen
      und steckte bis zur Hüfte fest. War ne Meldung. Dahingegen von den Türkendemos wenig zu lesen.

    • Wie Sie sehen: hier steht es.

    • Und aus dem Gulli noch Interviews geben
      oder wie? Zur Zeit mal wieder sehr präsent im Radio oder TV. Ich sach ja, ich warte ab, bisher hat er immer geantwortet und dann schaun wir mal. Er wird bei meiner Mail sehen, dass mir so ganz allmählich der Geduldsfaden reißt. Andere schreiben da ganz anders, sagt er, noch kann ich halbwegs sachlich, aber es kostet mich schon Mühe.

    • Nationalbewusstsein sublimiert
      @ Renate Simon
      20. Juli 2016 um 14:41 Uhr
      „Wir sind halt sehr tolerant oder dämlich
      oder wie soll ich es nennen. Wir lassen Erdogan bei uns in Fußballstadien Wahl-kampf machen, einfach so und ganz selbstverständlich. Wir lassen uns durch Demos von Türken jeglicher Couleur einschüchtern, begehren nicht auf, meiden lieber dann die Innenstädte.“…

      … während eine gemeldete Demonstration der Hamburger Bürger gegen die akute Wohnungsnot schon vor Beginn durch Polizeisperre abgeblockt wurde und nicht stattfinden durfte, aus vorgeschobenen, intransparenten Gründen. Die Polizei war martialisch wie für einen Krieg ausgestattet, ein furchterregender Wasserwerfer bzw. paramilitärische Fahrzeuge standen als Abschreckung parat.

      … während die SPD-Regierung in 2011 die Hamburger Innenstadt am Damm-tor Bahnhof und damit einen der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte der Hansestadt lahmlegte, damit Salafisten dort eine Großkundgebung halten konnten. Trotz Vermummungsverbot bei Demonstrationen ließ die Polizei die in Ganz-körper-Niqabs verhüllten Teilnehmerinnen gewähren. Keine deutsche Organi-sation würde eine Genehmigung für eine Kundgebung an solch einer prominen-ten Location bekommen.

      Liebe Renate Simon, Sie haben das gut beobachtet. Dies könnte eine Erklärung dafür sein:
      In meinen Augen haben die Deutschen ein ausgeprägtes Bedürfnis, besser zu sein als alle anderen. In der „Titanic“ wurde das einmal etwa so beschrieben: Ein Deutscher erkennt nur einen anderen Deutschen als ebenbürtig an. Der noch latent vorhandene Nationalismus wird durch Siege sublimiert: Fußball-Weltmeister, Export-Weltmeister. Der zweite und dritte Platz zählen nicht. Dazu bot sich die Willkommenskultur hervorragend an: Während die anderen Länder sich vermeintlich in Eigennutz, Egoismus und Engstirnigkeit übten, konnte Deutschland vor der ganzen Welt seinen Edelmut und seine Großzügigkeit demonstrieren, ohne Rücksicht auf die Folgen, welche nun möglichst verdrängt und vertuscht werden, weil das Land darauf auf keine Weise vorbereitet war…

    • @Renate
      „Wir sind halt sehr tolerant oder dämlich“

      Nein, das ist die falsche Diagnose, die Deutschen haben einen Krieg verloren und die Nachkriegsgeneration, die bösen 68er, haben daraus gelernt, dass „Mein Land, Mein Land über alles“ ehrlich betrachtet eine wahrlich saublöde Nationalhymne ist.
      Andere Völker kennen die Erfahrung einen solchen totalen Krieg zu verlieren nicht, und hinterfragen ihre dämlichen Nationalismus nicht, so wie die Türken von der Realität ihres Staates und ihrer Kultur eine völlig alberne Vorstellung haben. Denken sie nur den Armeien Zirkus vor kurzem! Wie dumm muss man denn da sein und für wie dumm den Rest der Welt halten?
      Oder es fehlt anderen halt nur, wie den Amerikanern die seit 70 Jahren ja einen Krieg nach dem anderen nicht gewinnen konnten, an der Intelligenz zu solcher Einsicht. Der Minderwertigkeitskomplex gegenüber Europa, der ja leider nicht nur Komplex ist, tut ein Übriges.
      Das Unangenehme das wir jetzt in DE, gerade auch hier im Blog, wieder lesen müssen ist, dass man auch hierzulande wieder „endlich aus dem Kriegsverlierer Trauma herauswachsen“ muss! Alle sind gleich böse, da dürfen wir auch wieder, und nur der Stärkere hat Recht!

      Klar wurde mir das als ich gerade zum Mittagessen eine Stunde auf CNN mit ansah und anhörte wie man auf der Trump Convention mit dem Thema umgeht. Der neue Mann meinte, man müsse sich etwas von der NATO entfernen, weil deren Mitglieder nicht soviel ihrer Steuergelder an künftige Kriege verschwende, wie die USA… und er wurde von seinen Gegnern in der Rep Partei dafür verurteilt, weil er die Rolle, die Gott persönlich den USA als auserwähltem Volk und Staat zugedacht, den „American Exceptionalism“, nicht genügend hoch einordnet!
      Man sprach, und ich erfinde das NICHT, davon, dass die russischen Panzer anfangen werden zu rollen, wenn die USA unsere Freiheit nicht verteidigen und die Freiheit der Welt einzig von den amerikanischen militärischen Einsätzen abhängt und die USA deshalb auch an nichts und keine Verträge gebunden sei.

      Was sich also in DE geändert hat, und das allerdings in der Tat weil „Wir halt sehr tolerant oder dämlich“ in der anderen Richting sind, ist, dass die, die wir seit längerem für ausgestorben hielten, wieder aus ihren muffigen Höhlen herausgekrochen kommen, weil man das Land für sie bereitet hat.
      Daher auch der militärische Polizei Aufmarsch gegen tatsächliche Linke wie in Tamarisque beschreibt. Das dümmliche pseudo-linke Geschwafel derjenigen die man zur neuen Mitte ernannt hat ist willkommen, da es niemals zur Gefahr werden kann.
      Ich beobachte DE wie ein Land das ich gerade erst neu auf der Landkarte entdeckt habe. Mit einem erstaunten Gefühl das auch Don Alphonso zu haben scheint, wenn er seine lokalne roten Demos erblíckt….

    • Danke, Frau Simon
      Sind wir mal gespannt. Zum Thema Minderjährige, eine Freundin von mir hat sich letzten Sommer in ihrer Flüchtlingseuphorie als Deutschlehrerin angeboten.
      Abgesehen davon, daß die ganzen alleinrisenden Minderjährigen wohl eher mitte 20 waren, wurde sie ignoriert oder respektlos behandelt. Danwarvsie schnell kuriert. Und nachdem sie etwas darüber geschrieben hatte, war etwa die Hälfte ihrer Facebook Freunde weg.
      Da kam sie noch gut weg, heute ist man ja aufgerufen sowas als Hatespeech zu melden.

      ps: haben Sie mal den „schnellsten 14jährigen Schwedens“ gesehen?
      http://www.dailymail.co.uk/news/article-3422000/Just-old-think-migrant-children-Alarming-pictures-shed-light-growing-scandal-amid-asylum-crisis.html

    • Jepp - wir haben es im letzten Herbst allen gezeigt -
      allen haben wir gezeigt, dass nur wir die guten Menschen sind. Besonders Orban und den Ungarn.
      Nur – der hatte den Durchblick. Und hat ihn heute auch noch. Andere im Osten sind auch schlauer. Schon damals waren sie es.
      Und zahlten und zahlen nicht so hohe monatliche Gagen – was den Zustrom versiegen lässt.
      Und die Österreicher zeigen, wie man aus Fehlern lernen kann.
      Und die Briten…
      Wow Austritt – und auch noch den Kanal zwischen sich und dem weiteren Schlamassel…

  15. Wo ist bei uns eine ähnlich kritische und regulierende Stimme wie die von Hakan Gördü?
    Gestern auf ZIB 2, Hakan Gördü, Vizepräsident der Union europäisch-türkischer Demokraten, und Birol Kilic, Obmann des türkischen Kulturvereins, diskutieren über Erdogan-Unterstützer in Österreich.

    http://tvthek.orf.at/topic/Putschversuch-in-der-Tuerkei/13258294/ZIB-2/13283489/Diskussion-ueber-Erdogan-Unterstuetzer-in-Oesterreich/13283492

  16. Warum lassen wir uns das eigentlich bieten?
    Lieber Don!

    Ich kann verstehen, dass Sie entsetzt sind. Das sind wir alle. Aber gucken Sie erstmal hier:

    https://www.youtube.com/watch?v=ZG6YU_1wmLw&feature=youtu.be

    Warum wird sowas genehmigt? Wie viele Sondersendungen und Talkshows gäbe es, wenn sich deutsche Gruppierungen so aufführen würden? Wo sind die Tweets der üblichen Dauertwitterer?

    Kann mal irgendjemand einen Vorschlag machen, wie wir uns wehren können (außer Postings zu schreiben und Bratwurst und Mett zu kaufen). Bin sofort dabei.

    • Das wird nicht der letzte Beitrag gewesen sein, keine Sorge.

    • Gemeinschaftsstiftendes Ritual
      Um das handelt es sich wohl. Wohl etwas aus Westpakistan, im Netz war leider unter den naheliegenden Stichworten nichts Brauchbares zu finden. Es erinnert an die schiitischen Geißlerprozessionen, von denen man lesen kann, bei denen allerdings noch dazu das Blut spritzt dagegen ist das da ja noch harmlos. Die Herren versetzen sich kollektiv in eine Trance, bei der übrigens die Zweistimmigkeit des Kanons durchgehalten wird, das hat durchaus etwas Mitreißendes – jedenfalls dann, wenn man dergleichen Bauchmusik und Leibsgezappel goutiert und nicht vielmehr danach trachtet, im Leben in jeder Situation den Kopf oben zu behalten.

      Das Ritual ist also in der Binnenperspektive sicher sehr reizvoll – oder sagt man heute „bereichernd“? In der Fremdperspektive sieht das dagegen etwas anders aus, so ein kollektiver öffentlicher Auftritt hat ja immer einen Zug Machtdemonstration an sich, „Seht her, wir sind da und wir sind viele“. Wie stellen sich wohl die Veranstalter zu dieser Perspektive? Ich vermute, entweder ist sie ihnen schnurzegal, weil sie keinen Gedanken darauf verschwenden, oder die bei etwas Empathie zu erahnende Fremdwirkung ist ihnen sogar lieb. Beide Möglichkeiten sind nicht sehr rosig. In Bayern würde das wohl durch den periodischen Aufzug der Gebirgsschützen, die Karfreitagsprozession oder Ähnliches sozusagen ausbalanciert. In den voll modernisierten Gegenden, wo die Gesellschaft in Monaden oder allenfalls kleine Monaden-Moleküle in ständiger Rekombination zerfällt, steht das dagegen allein auf weiter Flur.

      Man beachte, dass es durchaus auch hierzulande weitverbreitete Gemeinschaftsrituale mit Selbstgeißelung gibt; selbstredend nicht mit körperlicher Selbstgeißelung, dazu ist unsereins denn doch zu schlapp. Vielmehr denke ich etwa an jenen obligaten gutmenschlichen „Antirassismus“, der unterstellt, dass alle Deutschen von Natur aus selbstverständlich Rassisten seien. Er scheint aber, obwohl er die Anforderung, irrational zu sein, glänzend erfüllt, aus unergründlicher Ursache keine rechte Gemeinschaft zu begründen.

    • Wir bezahlen den Posten von Frau Kahane mit.

    • Kann mal irgendjemand einen Vorschlag machen, wie wir uns wehren können
      Das geht erst 2017, bis dahin hat Berlin die Narrenfreiheit gepachtet.

    • Warum lassen wir uns das eigentlich bieten?
      Stand Your Ground sagt:
      20. Juli 2016 um 14:47 Uhr
      „Warum lassen wir uns das eigentlich bieten?“

      „Kann mal irgendjemand einen Vorschlag machen, wie wir uns wehren können (außer Postings zu schreiben und Bratwurst und Mett zu kaufen). Bin sofort dabei.“

      Entspannungs-Bad. Kopfhörer. Lieblings-Musik. Ziehen Sie keine Bahnsteig-Karte. Gehen Sie nicht über Los.

      PS. Gegen das Sabbern und Geheule der „nun-wehrt-euch-doch-endlich-Fraktion“ hilft breitestbreitetes Grinsen. Diese zartscheuen Blümchen trauen sich doch einfach nicht aus der Deckung. Wollen lieber weiter aus der letzten Reihe hinter’m Sitz ein bißchen zündeln, doch die kleinen kurzen Ärmchen kommen nicht mehr durch. Die Reihen sind geschlossen. Tja.

      bg

    • Westpakistan
      Nach meinen Informationen ist das Problem hauptsächlich unter Waziristan zu finden. Meine pakistanischen Freunde würden dort sehr ungerne hinreisen müssen, sagen sie mir.
      Wenn man nicht aufpasse, und sage spontan was Islam nach eigener Vorstellung sei, würde wahrscheinlich eine Figur vom Strassenrand aufstehen und sie, also meine Freunde, ins Jenseits befördern. Weil dort jemand, der nicht der Meinung sei, ein Kaffir gehöre unbedingt und unmittelbar ausradiert, als Apostat ins Jenseits befördert werden könne. Mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit sogar.

  17. Das ist jetzt nicht alles plötzlich entstanden
    , sondern Sie und die Leser erinnern sich bestimmt an die Auftritte Erdogans vor fanatischen Massen mit Texten, für die hier jeder Deutsche nicht ohne schwere Vorstrafe aus dem Gerichtssaal gehen würde- bspw. in der Köln-Arena.

    DITIB, MILLI GÜRUS, DIE GRAUEN WÖLFE sind hier schon lange in cdu, spd und bei den grünen etabliert.

    Und leider geben die Lauten und Dummen die Richtung und das Marschtempo an. Die Tortur, die die jungen Soldaten jetzt durch den Mob in der Türkei erdulden, spricht eine deutliche Sprache.

  18. hat nix mit nix zu tun
    Verehrter Don, herzlichen Dank wie immer für Ihre Gedanken.

    Es macht ja nur noch wenig Freude das Weltgeschehen zu verfolgen. Überlege, ob ich nicht einfach die Finger bzw. Augen und Ohren davon lassen sollte. Es ist wirklich schwer zu ertragen, Zeitungen, Kommentare, Radio etc. zu hören und zu lesen. Ich hör damit jetzt auf. Einfach laufen lassen, egal ob irgendwelche Abgeordnete Juristenabschlüsse erfinden, die SPD sich egal wo und wie bereichert, durchgeknallte EINZELTÄTER Ihre Befähigung zur Schlachtung entdecken usw. usf.

    Ich will es gar nicht mehr wissen!

    Das macht alles nur noch schlechte Laune, und dabei ist das Wetter doch so schön. Gestern Abend schönes Feuerwerk beim Seefest und noch eine halbe Stunde nach Sonneuntergang kreisten die Schirme am Himmel wie am Siemens Lufthaken aufgehängt.

    Ich glaube es reicht immer wieder bei Ihnen im Salon reinzuschauen und auch die Mitstreiter zu verfolgen. Das hebt a bisserl die Stimmung. Beste Grüße aus dem Isarwinkl….

    Danke dafür! Ach ja und natürlich gebe ich Ihnen recht: Das hat nix mit nix zu tun.

    Vielleicht noch der Vorschlag von Klonovsky zur Berliner Abiturprüfung:
    Liebe Berliner Abiturienten, die Prüfungsfragen werden in diesem Jahr für alle Fächer zusammengefasst. Sie lesen im Folgenden vier Tatsachenbehauptungen, von denen nur eine stimmt. Kreuzen Sie diese Aussage an. (Kleiner Tipp: Es ist die, die Ihnen als erste eingefallen wäre, wenn sie nicht schon dastünde.) Sie können übrigens auch in Ihrer Muttersprache ankreuzen! Viel Erfolg!

    1. Der islamische Terror hat nichts mit dem Islam zu tun.
    2. Der Nationalsozialismus hatte nichts mit Deutschland zu tun.
    3. Der Feminismus hat nichts mit Frauen zu tun.
    4. Der Frauenfußball hat nichts mit Fußball zu tun.

    • YMMD
      You Made My Day Schöner Gedanke ans Bärlin Abi, die aufgeschlossene Gesellschaft in Kreuzberg weiß bestimmt wo das Kreuzchen (darf man das noch schreiben) zu machen ist. Diese Demos sind leider nichts Neues und auch die FAZ hat schon darüber berichtet, daß die Grauen Wölfe und ihr Unwesen bis in die ÇDU hineinwirkt. Richtig spannend wird es erst wenn der Kurdenkonflikt weiter eskaliert. Und er wird eskalieren, allein durch die Tatsache, daß die Türken in der Türkei demographischen Boden verlieren.Deswegen soll es keine Abtreibungen mehr geben und jede türkische Frau muß Erdowahn Kinder schenken. Vielleicht führt er auch das Mutterverdienstkreuz am Bande ausschließlich für türkische Mütter ein. Warum nicht, er eifert sonst auch seinem großen Vorbild nach, siehe jetzt den Röhm Putsch ala Turka inkl. Ausnahmezustand. Ein Schelm usw….
      Ich habe jedenfalls, wie vor Längerem schon geschrieben, heute mein „Rettungsboot “ verschifft und werde mir die Entwicklung mit Familie die nächste Zeit extern anschauen und hoffen, daß es nicht so schlimm wird wie es momentan aussieht nach Nizza und Würzburg….

  19. Bitte bleiben Sie dran
    Ich folge dem eingangs zitierten Twitterer auch. Aschaffenburg hatte ich hier damals auch erwähnt. Wir sollten jetzt allen, die von den Grauen Wölfen und Islamisten bedroht werden, beistehen. Das sind zuerst Kurden und alle Nicht-Erdogananhänger unter unseren türkischstämmigen Mitbürgern. In Stuttgart wird schon eine Schule bedroht (wegen Gülen-Nähe). Ich habe Angst um meine Freunde.

    • "Wir sollten jetzt allen, die von den Grauen Wölfen und Islamisten bedroht werden...
      , beistehen. Das sind zuerst Kurden und alle Nicht-Erdogananhänger unter unseren türkischstämmigen Mitbürgern.“

      Pardon? Ich soll mich gegen Leute stellen, für die ich im Zweifel nur ein der Hölle verfallener Ungläubiger bin, um Leute zu schützen, für die ich im Zweifel ebenfalls nur ein der Hölle verfallener Ungläubiger bin? Ich kann den Leuten leider nur VOR den Kopf gucken…!

      Werte Jessica: es gibt einen Zug in unserer christlich geprägten Kultur, das Opfer eines Unrechts zu verklären. Das kann im Einzelfall richtig sein.

      Muß aber nicht. Lesen Sie mal

      http://www.sueddeutsche.de/bayern/hasstiraden-von-grundschuelern-in-neu-ulm-wer-das-kreuz-malt-muss-in-die-hoelle-1.2380793

  20. Houellebecq - die naechste Etappe
    Ich empfehle „Unterwerfung“ zu lesen, um zu verstehen, was gerade passiert.

    Es ist zu hoffen, dass England und evtl. andere XXxit-Laender dann noch EU-Asylanten aufnehmen. Es ist jedoch die Frage, ob es zu einem spaeteren Zeitpunkt auch in Deutschland Auseiseverbote gibt. Timing ist dann alles, wie so oft im Leben.

    • In Sachen Gaue Wölfe wäre ich für eine Verabschiedungskultur. Einfach einen akademischen Titel ngeben, dann nimmt sie Erdogan auch wieder.

    • Graue Wölfe Verabschiedungskultur
      Dann würde die cdu aber viele Mitglieder verlieren!
      Und die DITIB Milli Görus Islamisten dürfen weiter in der spd bleiben? Echt ungerecht!

    • Unterwerfung
      …ist momentan Pflichtlektüre. Die im Roman u.a. beschriebenen fortgesetzten terroristischen Anschläge, der ständige Ausnahmezustand, die Abwanderung der jüdischen Bevölkerung aus Frankreich nach Israel sind bereits heute Realität.

      In Frankreich ist die Integration der arabischen Bevölkerung überwiegend gescheitert.

      Was gibt uns die Gewissheit, dass die Integration von Millionen Muslimen bei uns besser laufen sollte als in Frankreich oder GB, wenn es noch nicht einmal mit den Türken in Deutschland wirklich geklappt hat, wie sich jetzt zeigt?

      Und die Türken, die hierher kamen, entstammten immerhin einem laizistischem Verständnis, das nun Geschichte ist. Sie hatten Arbeit und kamen in einer Phase des Wirtschaftswachstums.

      Auch wenn Sarrazin trocken zu lesen ist, empfehle ich sein neues Buch „Wunschdenken“.

      Die Statistiken, die er abdruckt, zeigen klar, dass mit dem Familiennachzug der Migranten, den stärkeren Geburtenraten in dieser Gruppe, der fortgesetzter unkontrollierter Migration aus den arabischen Ländern und Subsahara-Afrika die kognitive Kompetenz in Deutschland stark absinken wird.

      Die kognitive Kompetenz ist aber einer der wesentlichen Faktoren für den Wohlstand eines Landes.

      Andere interessante Zahlen: In Frankreich sind 60 % aller Gefängnisinsassen Muslime, obwohl sie nur 12 % der Bevölkerung stellen. In Belgien sind Muslime achtmal, in Großbritannien viermal häufiger im Gefängnis als Nichtmuslime.

      Islamische Gesellschaften sind von Gewalt geprägt. Sie sind eher nicht demokratisch, Frauen sind nicht gleichberechtigt, die Kinder werden antisemitisch erzogen.
      Eine Vielzahl von Moslems stellt die Scharia als „göttliches Recht“ über die geltenden Gesetze des aufnehmenden Landes und über die Menschenrechte der Vereinten Nationen. (vgl. auch die Kairoer Erklärung)

    • Wunschdenken
      @ Desperado, habe es gerade gelesen, es macht einen wirklich traurig. Ich bin fast 75 und muss zum Glück nicht mehr alles erleben. Unsere kleine Gemeinde in Tirol (16k) hat 14 % Türken. Bis jetzt ist es ruhig. Von 13 Geburten sind 6 Türken. Gestern habe ich mit „Der neue Tugendterror“ begonnen. Ich habe natürlich auch „DE schafft…“ und „Europa…“ gelesen. Sarrazin belegt alles, man kann ihm wirklich nicht seriös an.

  21. Nicht von mir, paßt aber so schön:
    Man spart sich die Reise und ist trotzdem in einem fremden Lande!

    • wer fremdelt denn da?
      Treffend zitiert – leider müssen Sie mit Maasregelung rechnen, wegen Xenophobie.

  22. Zum 20.Juli:"Ich wüsste gar nicht, wo ich eine deutsche Fahne her bekommen sollte..."
    Na, dann wollen wir mal aus der Ferne a weng Entwicklungshilfe leisten:

    Hier

    http://www.stoffreich-ingolstadt.de/

    , also gerad eine Ecke oder auch zwei, je nachdem, welche Straße(n) Sie benutzen, von Ihnen entfernt gibt’s das Rohmaterial für die Bundesrepublikdeutschlandfahne. Kann nichts schaden, wenn man verschiedene Stoffsorten vorrätig hat – remember Cyprus (1974 waren Sie immerhin schon Schulkind)? Die Briten eskortierten damals lediglich diejenigen Touristen, die in der Lage waren einen Union Jack irgendwie zusammenzustoppeln, aus den Kampfzonen…

    • Fahnen aller Art
      Wer nicht selbst nähen will oder wenn gerade die letzte Nadel der Nähmaschine abgebrochen ist, für den gibt es professionelle Hilfe:
      http://www.bofa.de/de/DE/beflaggung (Bonner Fahnenfabrik).
      Zumindest früher gab es dort auch Einzelstücke und Sonderanfertigungen zu kulanten Preisen…

    • Ich kann eigentlich gut verzichten. Ich frage mich nur, woher sie diese Mengen an Fahnen hatten. Die muss jemand gestellt haben.

    • Die Ukraine war doch auch auf einmal orange von vorne bis hinten -
      das hat mich auch damals schon gewundert, wie und von wem das Ganze wohl angeliefert wurde.

    • Titel eingeben
      woher sie diese Mengen an Fahnen hatten. Die muss jemand gestellt haben.
      Es muß da ganz offensichtlich Organisatoren geben, denn Telefonketten entstehen ja auch nicht einfach so (ich habe schon gestaunt über die Erdogan-SMS: offenbar waren ihm so ziemlich sämtliche türkische Handynummern für Massenversand sofort zugänglich; und nun gibt es in D offenbar unter den Türken Ähnliches.)

    • Ach übrigens, wenn gold/gelbfarbene Stoffbahnen undoder Symbole (Sterne,
      Kreuze, Streifen, Sechzehntelmonde (weiß eigentlich noch jemand, wie ein H-A-L-B-Mond aussieht und richtig dargestellt zu werden hat?), Wasauchsonst) mal nicht lieferbar sein sollten – kein Problem: Einfach an TDVs Carlin-Zitat („…getting up to piss…“) ( http://blogs.faz.net/stuetzen/2016/07/15/kinder-den-schlossberg-hinunter-werfen-und-gruen-und-blau-zur-schule-schicken-6600/#comment-130426 ) denken. Einmalpinkeln auf Weißenersatzstoff reicht für gelb, zweimal für gold, dreimal für ukraineorange…

  23. Titel eingeben
    „Sonst stelle ich Euch das Standgas ein.“

    Das macht doch aber schon die Frau Kahane, die als IM das Vertrauen anderer Leute in Anspruch genommen haben soll (ob die nun davon wussten – oder eher nicht), dachte ich? Aber die freut sich bestimmt immer über ehrenamtliche Mitarbeiter mit den Ausmaßen eines Schrankes und wenn man sich gemeinsam darauf einigen kann, wer nun „die Schuld ans Janze“ haben soll … Frau Kahane wollte jedenfalls schon 1986 Westen haben, sie wird wohl auch gewusst haben, weshalb.

  24. Titel eingeben
    ich mag bandera rosso und beinahe jede rote Fahne. Die abgebildeten Fahnen waren mir bereits in Istanbul zu groß und zu rot.
    Dieses rot ist ein häßlliches braunrot.

    Danke Don Alphonso für diesen Bericht.

  25. 20. Juli
    Wir schauen uns heute im TV den Film von Bernhard Wicki an und hoffen, daß auch bei uns endlich jemand „Walküre“ auslöst.

  26. Zutiefst besorgniserregend
    Welt online

    Tja, das wird dem netten Herr Erdogan am Achtersteven vorbeigehen, Merkel zutiefst beunruhigt… Was Erdogan über Merkel denkt, konnte man auf den vielen Fotos anlässlich des Besuches im Goldpalast sehen, ironische Amüsiertheit über eine unbeholfene, pummelige Frau.

    Da fällt mir ein, wo ist die Frau eigentlich, mal wieder auf Tauchstation?

    Was ist, wenn der Mob in der Türkei oder auch hier sich ausgetobt hat, der Erdogan den Rücken stärkt. Was wird aus einem Land, das nur noch Speichellecker duldet.

    Rechtsstaat, war die Türkei je einer? Ich habe nie meine Mitbürger verstanden, die in der Türkei Urlaub machen. Mir hätte man noch Geld dafür anbieten können, ich wäre nicht hingefahren, wirklich nicht. Welches Politikverständnis haben diese meine Landsleute eigentlich oder ist meines verquer?

  27. @DA - andere Baustelle
    Bitte die Kommentare zum letzten Deus ex Machina freischalten…

  28. 10%
    In jeder Nation – ich sage wirklich jeder – gibt es diesen Prozentsatz von 8-10%, die ein sogenanntes gefestigtes „geschlossenes konservatives Weltbild“ haben. Stramm bis extrem konservativ.

    Es müsste einen eigentlich nicht wundern.

    Auch ein Multikulti-Anhänger müsste den eigentlich wissen, diesen stramm fundamentalistischen, auch frechen Kern von 10%. Diese Blutrachegeschichten, Ehrenmorde hier und die Clan-Kriminalität lassen sich doch auch schon lange nicht mehr wegdiskutieren, wenn man mit wachen Augen durch die Welt läuft.

    Nur: Dass sie, die Ultra-Nationalen, ob fremd hier oder eingeboren – Front National, Pegida oder AfD oder Milli Görüs, Graue Wölfe – jetzt den Mut haben, auf die Straße zu gehen und sich mit großem Geschrei selbstbewusst produzieren, das ist neu. Nur das ist das Neue.

    Vorher waren sie alle halbwegs im Verborgenen.

    Die Republikaner waren wohl ein bairisches Problem, da hat man wohl als amerikanische Besatzungszone seine alte SS-Zeit etwas zu locker bis nachlässig aufgearbeitet, vor allem die Richter und Ärzte, ach lassen wir das … ich schweife ab …
    … Mit Le Pen und diesem blonden Holländer fing in Europa alles an. Achja in smaller Great Britain ist auch einer.

    Jetz muss man sich fragen, was hat sie ermutigt, sich so selbstbewusst zur Schau zu stellen? Die Zeiten sinds! National sein ist wieder „in“, auch Linke oder Liberale tuten doch ins Landlust-Heimat-Horn. Da wird man dann als Extremkonservativer doch wohl ein wenig herumschreien dürfen …

    Ich will damit sagen:
    Sie werden zur Zeit kräftig ermutigt. Sie bekommen Aufmerksamkeit und werden diskutiert, was wollen sie mehr.

    Die Globalisierung war der Anfangs-Treiber. Der Treiber hin und zurück zum Nationalen. Den Rest erledigen leider hier und anderswo Schreihälse, die ihre Medien-Stunde gekommen sehen – anstatt die Vernünftigen, die sehr wohl Vernünftiges zu sagen hätten in Zeiten des Umbruchs und der Existenzängste. Jetzt haben wir den Salat, son Mist. Insalata Mista ;-)

    Die Vernünftigen sind zu leise. Das ist und war schon immer ihr Problem. Hier und in der Türkei. Da gibt es ebenfalls genug Vernünftige, nur spricht sich das immer nur so zäh rum. Die Kameras halten ja gern nur auf die wilden Szenen, die Fäuste und auf das Geschrei. Das Volk lernt. Leider oft nur den Blödsinn.

    • Das Komische an Schönhubr war, dass er bis ca. 1980 eigentlich als SPD-Mann galt. Daher auch die Medaille „München leuchtet“.

    • @der andere Gast
      „Das Volk lernt. Leider oft nur den Blödsinn.“
      Exakt. Beispielsweise, dass Globalisierungseffekte ursächlich für das ist was Sie als „aus dem Verborgenen Heraustreten der Ultra-Nationalisten“ wahrnehmen.

      Ironischerweise illustrieren Sie selbst, ohne sich dem wirklich bewusst zu sein, einen der wichtigen Gründe für das Wachstum der:
      SD, PS, DF, AfD, UKIP, FN, PVV, FPÖ, SVP, PiS
      und sämtlicher anderer süd- sowie osteuropäischen Equivalente.

      Ich gebe Ihnen als Tip: Ihren Hypothesen nach müssten sich Ihre „10%-stramm-konservativen-globalisierungsverlierenden-Ultra-Nationalisten“ in der jeweilig schon existenten extremen Linken sowie Rechten ansammeln, statt das neue Parteien entstehen oder schon existente Parteien signifikant ihr Profil ändern. Das Konfliktlinienmodell hilft Ihnen vielleicht. „Umbruch“ war schon begrifflich in der Nähe, nur im falschen Kontext.

  29. völlig umsonst
    Einen blog weiter wurde in den Raum gestellt, die „Berliner Eliten“ und Vorgänge, die 30 Jahre her sind, seien an allem Schuld. Hier nun gruselt man sich vor einer „roten“ Situation, wo man doch nur das Beste für alle wollte und schuf.

    Auf wen auch immer deutet – Tote, Menschen mit anderer Biographie, Menschen mit anderen politischen Einstellungen, den Nachbarn, den Asylanten, den psychisch Kranken, die Frau – das wechselt so rasend schnell, dass man nur feststellen kann: Das Verteilen der Schuld wie beim schwarzen Peter ist dann also das zentrale Anliegen der Meinungsfreiheit in Deutschland. Und wehe, jemand legt sich fest! Das wäre ja – wie beim Roulette die Bank betrügen!!

    Vor dem Hintergrund kann eben unmöglich so etwas wie gesellschaftliches Vertrauen oder Heimatgefühl entstehen; da reicht es allenfalls noch für Wellness und Nostalgie. Und vor diesem Hintergrund wäre auch jeder – egal woher er kommt, Hauptsache nicht von hier – mit dem Klammerbeutel gepudert, würde er sich auch nur einen Zentimeter weit von seinen eigenen Wurzeln entfernen. Eine Frau Kahane kann ich wenigstens als unangenehm empfinden. Hier beginnt die taube Zone; über die man noch froh sein muss; es könnte auch schmerzhaft kommen.

  30. Ein Beitrag für die Titelseite, einfach brillant.
    Nur zu einem Punkt möchte ich noch etwas hinzufügen: „Es gibt keine breite, gesellschaftliche Strömung für eine positive Leitkultur …“

    Denn das ist ja wohl Folge parteiübergreifender neoliberaler Politik. Es gibt eben keine in der Breite positiv gestimmte Gesellschaft, woher sollte da eine positive Leitkultur kommen? Das zu ändern, bräuchte es eine Politik, die sich den Interessen und Wünschen der Mehrheit verpflichtet fühlte. Die vor allem das Sozialstaatsgebot im Auge hätte. Die SPD stand einmal für eine derartige Politik, seit Schröder ist davon aber nichts mehr geblieben. Und seitdem geht es nicht nur mit der SPD nur noch bergab.

    Die Diskussion zur Leitkultur ist seit 2000 (Friedrich Merz) immer wieder gescheitert. Was für die einen Integration ist, ist für die anderen Assimilation. Deutsche Leitkultur, deutsche Kulturnation, Wertekonsens, freiheitlich demokratische Grundordnung, Verfassungspatriotismus, europäische Leitkultur, Kulturpluralismus mit Wertekonsens etc. – was darf es denn sein?

    Am 5.6.2016 formulierte Norbert Lammert ein paar Thesen zum Thema.
    https://blog.klassik-stiftung.de/norbert-lammert-leitkultur/

    Aber auch die können in meinen Augen das Diffuse der Leitkultur nicht erhellen.

    • Merz war da auch der falsche Mann zum falschen Zeitpunkt. Aber man sieht doch, dass die Leute sich selbst eine Leitkultur suchen, wenn keine geboten wird, und das Ergebnis heisst AfD.


    • Das halte ich eher für eine Reaktion auf Unkultur. Schlimmer geht’s eben doch immer.

    • Was dünkt's mich
      „Leitkultur“, da gibt es ja schon recht süffisante Ein- und Auslassungen zu, die teils sogar plausibel machen, dass das eher als gesinnungsprüfender Schmu endet ….

      Ich halte Sprachkenntnis für fundamental. Wer sich nicht mit den Autochthonen unterhalten kann, gehört halt nicht dazu. Deshalb lebe ich auch lieber in der Romandie und bei Lugano, weil mein Französisch/Italiano halt irgendwie besser sind als mein Schwyzertüütsch (-;

      Aber spätestens mit dem Rekurs auf das (mittlerweile wohl relativierte ?) „Böckenförde -Diktum“ dürfte die Fragilität der (bundes-dt.) Demokratie auch einleuchten, die eines vorgängigen Fundamentes bedarf ….

      Deshalb halte ich den Schaden auch für verheerend, der im letzten Jahr durch freischwebende Willküraktionen des kopflosen Wendehalses aus der Uckermark („Hurra, alle zu mir“, „Wir schaffen das“ (Daran muß ich jetzt jedesmal denken, wenn ich in einer bundes-dt. Großstadt in Bahnhofsnähe eine/n Obdachlosen auf dem Trottoir hocken/schlafen sehe), „Erdogan, erlauchter Freund, wir danken Dir“, tbc) und durch die nachplappernden MitgliederInnen des Bundeskabinetts ausgelöst wurde und in diesem Jahr mit scheinheiligen Narrativen/Beschönigungen/Lügen („Humanitärer Imperativ“/“Die Grenzen waren schon offen/geschlossen/können gar nicht geschlossen werden“/ … weitere Variationen nach Belieben ….) iteriert werden …..

      Irgendwie nachvollziehbar, dass diese Totengräber des Rechtstaates kein Interesse an mündigen BürgerInnen und an deren umfassender politischer Bildung oder gar Rechtskenntnis haben. Die eigene Meinung ist ja sowieso ein Unding (-;
      Die Intention des jetzigen Kabinetts ist wohl mittlerweile auch durchsichtig: Durchregieren, durchregieren, Kabinettspöstchen und po-falla-gleiche Hochschlaf-Karrieren bis mindestens 2021 …..

    • @Otto Meier 20. Juli 17:20 - Was hat das mit "Neoliberalismus" zu tun?
      „Denn das ist ja wohl Folge parteiübergreifender neoliberaler Politik. Es gibt eben keine in der Breite positiv gestimmte Gesellschaft, woher sollte da eine positive Leitkultur kommen? Das zu ändern, bräuchte es eine Politik, die sich den Interessen und Wünschen der Mehrheit verpflichtet fühlte.“

      Sie erwarten zuviel von „der Politik“. Eine selbstbewußte Gesellschaft schafft sich ihre Kultur, egal was für Pappnasen beanspruchen, sie zu regieren, und lacht solche Typen wie Mr. Pink einfach aus. Was glauben Sie, was man im angeblich so „neoliberalen“ GB über einen Typen wie Maas und seine Inoffizielle Mitarbeiterin zu lesen bekäme, was für Karikaturen man dort finden würde. Bei uns gab es mal kurzzeitig „Hurra Deutschland“ nach dem Vorbild von „Spitting Image“ (cf. „https://www.youtube.com/watch?v=4agXi15LfS0“).

      In Polen konnte man 1980 ff. gut beobachten, wie eine selbstbewußte Gesellschaft es schließlich schafft, eine unfähige und korrupte politische Führung loszuwerden – unter viel schwierigeren Bedingungen. Indem die Leute einfach darauf bestanden, „ihr Ding“ zu machen, und nicht auf Einsicht der Herrschenden warteten.

      Bei uns ist es m.E. die Feigheit der „Eliten“. So etwas wie „Pegida“ – ursprünglich einfach eine friedliche Protestdemonstration gegen bestimmte soziale und politische Entwicklungen – hätte auch Kristallisationskeim für positive politische Entwicklungen sein können („Die Zivilgesellschaft mobilisiert sich“). Da es aber leider keine gescheiten Anführer gab, sondern nur solche Typen wie Bachmann und Festerling, und die Medien aus allen Rohren dagegen gefeuert haben (warum – Pegida hat doch immerhin keine Autos angezündet) ist das ganze heruntergekommen. Nur einzelne Stimmen wie Patzelt aus Dresden versuchen zu verstehen, was diese friedlichen Demonstranten motivierte. Von „der Politik“ dagegen, ob rot, grün oder schwarz wurde auch schon gerne mal der Mob in die breite Front der Gegendemonstranten einbezogen.

      Die meisten Politiker und Journalisten plappern ja einfach nur nach, was ihnen vorgeplappert wird. Egal ob für oder gegen „Neoliberalismus“. Wahrscheinlich haben nur die wenigsten fundierte eigene Ansichten.

      Von dieser Seite ist wenig zu erwarten.

      Das polnische Rezept wäre gesellschaftliche Selbstorganisation, und die herrschende Politik und Medien weitgehend zu ignorieren. Ein Konsensus darüber könnte auch ohne Talkshows entstehen. Aber wahrscheinlich geht es den meisten einfach viel zu gut in dieser im Ganzen stinkreichen Republik – ja, ich weiß, der Reichtum ist ungleich verteilt.

    • @Don Alphonso 20. Juli 2016 um 17:33 Uhr - AfD
      Ich habe auch mal die Lucke AfD gewählt – bei der letzten Bundestagswahl. Nicht wegen „Leitkultur“ (dafür brauche ich keine Politiker), sondern aus Opposition gegen EFSF, ESM, Griechland-Banken-Rettung und alternativlosigkeit. Ins EP habe ich sie nicht mehr gewählt wg zuviel Putin-Verständnis. Eigentlich finde ich, wenns keine andere Opposition gibt, dann eben diese – aber wegen meiner muslimischen Angehörigen kann ich diese Anti-Islamisten nicht wählen. Den Antisemiten Gedeon haben sie ja immerhin glücklicherweise hinausgedrängt.

      Es wird erst besser sein, wenn jemand hier sagen kann:
      „Ich bin konservativ, und das ist auch gut so!“
      oder gar
      „Ich bin rechts, und das ist auch gut so!“,
      ohne dass es als rechtsradikale Propvokation aufgefasst wird,

      d.h. wenn man endlich anerkennt,
      dass „rechts“ mit „rechtsextrem“ genausowenig zu tun hat wie „links“ mit „linksextrem“ oder „muslimisch“ mit „islamistisch“.

      Bis dahin wird man jederzeit „breite Bündnisse“ (einschließlich Mob) mobilisieren können gegen alles, was der herrschenden Meinung nicht passt.

    • Probierstein für die Leitkultur
      Mein Probierstein für die Leitkultur ist immer: wer kommt mit uns mit in den Biergarten, und darf sich seine Frau auch dazusetzen? Beim Kostas, beim Fernando, bei Pierre und beim Gianni klappt das. Bei manchem Mustafa auch noch, aber es werden immer weniger.

      Das Problem: irgendwann wird der Biergarten der letzte „safe space“ sein, der noch bleibt.

    • Ähm – gläubige Muslime gehen nicht in den Biergarten. Und scheren Sie nicht alle über einen Kamm, reden Sie mal mit Bosniern, zum Beispiel.

    • A propos Biergarten
      In ordentlichen Biergärten gibts auch alkoholfreies Bier. Und sein halal-Essen kann man mitbringen. Wir haben vor ein paar Jahren im Ramadan auch mal Fastenbrechen im Biergarten gefeiert (praktizierende Muslime, Christen, Atheisten, Pseudo-Buddhisten) – natürlich erst nach Sonnenuntergang.

      „Gläubig“ heißt nicht unbedingt intolerant, sofern der gegenseitige Respekt gewahrt bleibt.

    • Ja, die Gesinnung, mit dem Vorwurf wird auch viel Schindluder getrieben.
      Selbstverständlich haben Sie grundsätzlich recht, Bonvivant, es mangelt an allen Ecken und Kanten an politischer Führung. Die Regierung verortet sich in einer imaginären Mitte, die sie selbst aber nicht zu bestimmen weiß, da sie sich einen Dreck um die öffentliche Meinung schert, nur am Machterhalt interessiert ist. Das hat den Aufstieg der AfD erst möglich gemacht, die vorgibt, zum Wohle des Deutschen Volkes handeln zu wollen. Wer daran oder an das Versprechen für Plebiszite auf Bundesebene glaubt, wird wohl eine herbe Enttäuschung erleben, sollte die AfD tatsächlich in Regierungsverantwortung kommen.

      Es ist und bleibt ein Trauerspiel, was die Politik da abliefert, die Kriecherei vor der Türkei und insbesondere vor Erdogan dokumentiert das unübersehbar.

      Allerdings, die Flüchtlinge betreffend, sehe ich das ganz anders. Ungarn war richtig und in bester Tradition unserer (?) Werte. Alles was danach geschah, war absolutes Chaos, weit entfernt davon, daß Politik das schaffen kann. Uns, den Bürgern, wird wohl nichts anderes übrig bleiben, als mit den politischen und insbesondere verwaltungstechnischen Katastrophen zu leben, das Beste daraus zu machen. Die Flüchtlinge können dafür nichts, ihnen sollte und muß auch weiterhin im Rahmen unserer Leistungsfähigkeit geholfen werden.

    • „Hurra Deutschland“ - Eine selbstbewußte Gesellschaft schafft sich ihre Kultur?
      Zwar stimme ich Ihrer Analyse durchaus zu, Herr Thomsen, aber Kultur entsteht immer durch Eliten. Selbstverständlich können Eliten Kulturen auch verändern bzw. zerstören. Das erleben wir ja seit Jahrzehnten.

      Auslöser war nunmal eine bis heute anhaltende neoliberale Politik, der Versuch, eine Gesellschaft am Reißbrett zu formen, Menschen nach Nutzwert einzustufen und zu behandeln. Das zerstört jede Gesellschaft, jede Kultur.

      Das Beispiel Polen braucht es nicht, um den Abstand der Mehrheitsbevölkerung von Politik und Medien zu beleuchten, der zeigt sich im Netz mehr als deutlich, politische und mediale Reaktionen belegen das. Die einstigen Eliten haben ihren Nimbus der Überlegenheit längst eingebüßt. Aber, unsere Gesellschaft ist nicht so homogen, daß sie dem polnischen Beispiel folgen könnte und das ist auch gut so. Und passende Eliten gibt es auch nicht, zumindest keine, die durch die Mehrheitsgesellschaft anerkannt würden. Und auch das ist gut so, denke ich an die AfD.

      Am Ende herrscht ein Demokratiedefizit, welches nur durch mehr Direkte Demokratie, insbesondere auf Bundesebene, zu beseitigen wäre. Das polnische Ergebnis wäre dann auch wohl nicht zu befürchten.

    • A Dieu Madame
      Benötigen die vom Volk gewählten abgeordneten Damen und Herren des Deutschen Bundestages eine Leitkultur-Handreichung? Habe in dem Produkt des Herrn Lammert bei – zugegeben flüchtigem Überfliegen – jetzt nicht so richtig viel erhellendes dazu gefunden. Aber das Erzeugnis entstand ja vor dem jähen Abgang einer SPD-Abgeordneten. Bitte ergebenst um ein Update, aus gegebenem Anlaß.

    • @Otto Meier
      Die Intensität aktiver Sozialpolitik ist und war niemals eine Leitkultur.
      Eine gemeinsame Leitkultur ist Bedingung für eine Solidargemeinschaft, die sich auch rechtlich als Sozialstaat äußert.

      Ein Sozialstaat, der sich selbst als Leitkultur beschreibt (und damit das Vorhandensein einer Solidargemeinschaft vorgaukelt), ist nichts weiter als mittels Staatsgewalt erzwungene Umverteilung.

      Konsequent durchdacht landet man bei einer gemeinsamen Nation als Grundlage für eine Leitkultur Diese existierte einmal und fand seinen Ausdruck u.A. im Sozialstaat. Existiert sie heute noch über den rechtlichen Nachweis (Pass) hinaus?
      Und stellen sozioökonomische Unterschiede wirklich noch die innergermeinschaftlichen Konfliktlinien (die sich auch als politische Parteien äußern) dar?

    • Die Leitkultur, EraserFS,
      ist weder das Soziale allein, noch Bedingung der Solidarität. Als Leitkultur bezeichne ich den Wertekanon der Mehrheitsgesellschaft und der kann sehr unterschiedlich aussehen. Aber Solidarität ist ein gutes Stichwort, sie ist, im Gegensatz zu Ihnen, in meinen Augen eine Bedingung für eine Leitkultur.

      Aber, so wie es keine Mitte der Gesellschaft mehr gibt und keine Solidarität, so gibt es auch keine Mehrheitsgesellschaft mehr und somit dann auch keine Leitkultur. Unsere Gesellschaft ist in eine Vielzahl von Parallelgesellschaften mit ganz unterschiedlichen Interessen und Wertevorstellungen zerfallen. Eine Folge der Entmenschlichung aufgrund neoliberaler Politik, in meinen Augen. Die neoliberale Politik hat den gemeinsamen Wertekanon und damit die Gemeinschaft zerstört, frei nach dem Motto: „Jeder ist seines Glückes Schmied“ oder „Jeder für sich und Gott für uns alle“.

      Eine Leitkultur ist auch nicht auf eine Nation beschränkt, sie kann durchaus global sein, Beispiel Menschenrechte, Demokratie etc. Ob Nationen noch im Bewußtsein der Bürger existieren, von Bedeutung sind? Ich fürchte ja. Aktuelle Beispiele die Türkei, der Brexit und der Rechtsruck in Europa. Und entgegen anderslautender Behauptungen wohl auch in Deutschland, anders läßt sich derart zunehmende Fremdenfeindlichkeit wohl nicht erklären.

      Innergemeinschaftliche Konfliktlinien? Ist das nicht ein Widerspruch in sich? Gibt es denn noch eine Gemeinschaft? Gäbe es dann nicht eine Leitkultur? Sozioökonomische Unterschiede sind solange kein Problem, als sie nicht Armut durch Reichtum bedeuten, sich Armut und Reichtum nicht gleichzeitig vergrößern. Das aber ist der Fall und das ist das Ergebnis neoliberaler Politik, in der selbst „soziale“ Wohltaten in vollem Umfang nur den Besserverdienenden zuteil, den Bedürftigen aber angerechnet werden. Wo in einer solchen Gesellschaft eine Leitkultur sein soll, ist und bleibt mir unverständlich, da es keine relevanten gemeinsamen Interessen gibt, Werte zu leeren Worthülsen verkommen sind.

      Umverteilung findet schon seit Jahrzehnten statt, von unten nach oben. Aber diese Umverteilung meinen Sie sicherlich nicht. Wahrscheinlich meinen Sie eher die Erbschaftssteuer oder die Vermögenssteuer etc. Aber das sind auch nur Placebos, angesichts der notwendigen Umverteilung, um die fortdauernde Spaltung der Gesellschaft überhaupt zum Stillstand bringen zu können, von einer Rückkehr zu einer Gemeinschaft mal ganz zu schweigen.

      Es kann in einer entsolidarisierten Gesellschaft keine Leitkultur geben, die akzeptiert würde.

  31. Bedingt abwehrbereit
    Um mal diese historischen Worte zu zitieren. Die stammen noch aus der glorreichen Zeit eines deutschen Polit-und Nachrichtenmagazins, dessen Erbe sich derzeit in seinen Tweets nicht gerade mit Ruhm bekleckert.

    Man hat den Deutschen in den letzten 70 Jahren jegliche Identität dermaßen ausgetrieben, die wüssten gar nicht woher sie eine Leitkultur nehmen sollten, wenns Spitz auf Knopf steht. Sogar der Begriff Leitkultur selbst stammt von einem Syrer. Seit Strauß (Gott hab ihn selig) hätte auch keiner unserer Politiker den Mumm gehabt, so ein Wort zu sagen. Da brauchte es einen Einwanderer.

    Wo waren denn eigentlich Antifa, Grüne Jugend und die Amadeu Stiftung, als die Türken da marschiert sind? Die wittern doch sonst jedes Aufflackern von Faschismus schon Tage davor und eine bayrische Meile gegen den Wind. Aber wenn es Multikulti ist, macht man wohl Ausnahmen. Sogar bei der Aktion #Ausnahmslos.

    Aber seien wir mal positiv, es gibt ja auch gute Nachrichten. Eine gefundene Wohnung in Berlin zum Beispiel, ganze 32qm.

    • In Wien sind Teile der Antifa mit den Grauen Wölfen marschiert. Die Grüne Jugend schweigt sich eher aus, und Amadeu anonio kümmert sich nur um Rassismus von Deutschen.

    • Ist es nicht rassistisch...
      … sich nur auf Rassismus von Deutschen zu konzentrieren?


    • Teile der Antifa mit den Grauen Wölfen
      Mein gestriger leicht sarkastischer Kommentar dazu wurde anscheinend von der „zu schnell“-Bremse verschluckt (seltsam, wie die anschlägt, mal kann man X Kommentare am Stück schreiben, mal schlägt es nach 3 verteilten Sätzen schon an). Ich möchte diesen Fakt aber schon durch einen Kommentar rot umrahmen, rein antizipationsmäßig.
      Wenn die 2 sich zusammentun, sehen die AntiFas ihre Zukunft offenbar als Muezzins, Revolutionsgarden und Janitscharen.
      Ob man das nun als Umdrehen vom Primat von Staat vor Religion oder als gegen das eigene Volk gerichtet bewertet, bleibt sich im Ergebnis gleich (und was läuft, begreift Goodnight z.Zt. am besten): Kriechen vor und sich Andienen an eine mutmaßlichen kommende Macht, egal wie totalitär die ist.

  32. Das Standgas einstellen
    Das ist ein schöner Ausdruck! Lieber Don, was in der Bahn in Würzburg geschehen ist, dafür ist direkt kein Politiker verantwortlich. Aber es wäre schön, wenn jemand dafür politische Verantwortung übernehmen würde.
    Denn irgendjemand hat den Tod nach Deutschland geholt.
    Es ist ja nicht das letzte Mal dass wir mit soetwas leben müssen. Es wird aber immer so getan als gebe es keinen Zusammenhang mit „Schutzsuchenden“. Was genau machen die fremden Kulturen richtig, dass sie so geliebt werden? Oder andersherum, was genau mache ich als Steuerzahler falsch, dass man so gerne auf mich verzichten möchte?


    • Nun ja, ich hoffe, als Steuerzahler machen Sie nichts falsch, der Rest – geschenkt. Irgendjemand hat den Tod nach Deutschland geholt? Ts ts ts!

  33. Titel eingeben
    Als die Europäer in die USA auswanderten, lag der große Teich zwischen dem Neuland und der alten Heimat.Schiffspassagen und später Flüge, waren teuer. Da musste man sich anpassen, bei allem Heimweh.Die erste Türkengeneration fuhr noch tagelang mit dem Auto über den Balkan in die Heimat, persönliche Verbindungen rissen nie ab.Wenn der Urlsub nicht reichte, musste oft noch der gelbe Schein herhalten,die Deutschen hatten ja so tolle Gesetze.Nun kommt noch Twitter und Co. dazu, um Stimmung zu machen.

    Erdogan ist ein Monster, das nicht vermittelt, sondern aufwiegelt. Wetten, dass er „sein Volk“ nun fragt, ob es die Todesstrafe will, weil er im Parlament nicht durchkommen wird?

    Der Taksimplatz wird egoistisch wieder ausgegraben und das Bauvorhaben wohl durchgesetzt. Und viele Türken finden es toll.Das verstehe, wer will. Mich erschrecken die Gesichtsausdrücke der Männer heute dort.Andere werden in ihren Häusern in Angst leben.

    Jahrzehnte hat man zugeschaut. Deren Verbände und Imame ließ man vor lauter Toleranz gewähren. Wirklich moderne, aufgeklärte Türkinnen waren
    auch tief enttäuscht von unseren Politikern und Gerichten, was das Kopftuch usw. anging.Man ließ sie im Stich in ihrem Kampf.

    In der Kindererziehung spricht man von Affenliebe, wenn keine Grenzen gesetzt werden und Ergebnisse sieht man meist erst später. Genauso haben sich die Entscheidungsträger verhalten.

    Heute Morgen hieß es übrigens, dass 70% der jungen Männer keine oder gefälschte Pässe gehabt hätten, und fragte zugleich, „was in Passau“ schiefgelaufen sei mit der Zuordnung.Wenn unsere Staatslenkerin immer so konvus handelt, wie letzten Herbst, dann gute Nacht. Der Bundespolizei kann man Versagen kaum vorwerfen bei dem Andrang…

    • BMI & BMJ traurig.
      Da wird doch nicht am End der Horst demissionieren müssen?

      Sind doch unverantwortlich, solche Zuständ, in Passau drunten.

      Alles kimmt ins Licht der Sonnen!

    • Titel eingeben
      Immer diese Flüchtigkeitsfehler: konfus
      (Habe inzwischen 2000 pm Rasen gemäht…)

  34. Es ist nicht leicht
    Deutschland zu verlassen, aber meine Entscheidung ist gefallen. Und genau jetzt – 2016 – ist der richtige Zeitpunkt!

    In wenigen Jahren gehen Millionen von „echten Einzahlern“ der Sozialversicherungen Jahr für Jahr für Jahr aus dem Arbeitsleben.
    Dazu ein paar wenige Erfolgsgeschichten der Neu-Bürger – 90% sind wohl nicht integrierbar. Stichwort: Industrie 4.0

    Ich wünsche Euch alles Gute! Fängt schon mal an zu beten – das hat ja so vielen schon geholfen… …und niemand kann einem vorwerfen „ungläubig“ zu sein…

    • Aber wohin?

    • Wohin?
      Nach Island oder Grönland, da wird’s auch bald warm.

    • Yup. Das ist die Frage - wie man sagt - seit '33.
      Hier wenigstens.

      Und für Leute mit Grundbesitzen ist auch nicht leicht, aus eigener Erfahrung, wenn man so 10000 km davon weg wohnt.
      Das wäre meine Frage, auch an Don Alphonso. „Verkaufen“ sagt sich leicht. Aber ein schönes altes Stück mit Stuck und Kronleuchtern?
      Da blutet doch auch das Herz, oder?

    • Wohin ?
      Je nach Konto Grösse…

      Schweiz, Neuseeland, Australien, Kanada

    • Ganz krass, Uwe?
      Vor ähnlichen Fragen standen vor 85/75 Jahren 6 Millionen andere Mitbürger, die auch meinten finanzielle Verluste in Kauf zu nehmen sei nicht akzeptabel…


    • „Verkaufen“ sagt sich leicht.
      Ja, in der Tat. Vor allem: für 1 EUR kriegt mans wohl schon los, aber wenn man einen gewissen Preis erzielen will, braucht man auch einen Käufer, der das zahlt – und wenn Käufer rar sind…

    • Que sera sera
      @TDX
      Allerdings

      a) Deutschland hat schon sehr lange exzellente technische und ökonomische Fähigkeiten.

      b) Seit neuestem sogar – nach ein wenig Schulung durch die USA – die Fähigkeit, eine mustergültige liberale Zivilgesellschaft zu unterhalten.

      c) Ein Großteil der Bevölkerung verachtet Technik, marktwirtschaftliche Ökonomie und noch mehr den Initiator der liberalen Gesellschaft, die USA. Die genannten stehen unter Generalverdacht, das Böse per se zu sein.

      d) Das politische Management des Staats ist, jedenfalls im Vergleich zu den vorhandenen Möglichkeiten kontinuierlich inkompetent. Ein absolut dominanter historischer Trend. (Überdeckt in den letzten Jahrzehnten durch die Unterordnung der deutschen Außenpolitik unter europäische und US-Interessen.)

      Die Neigung, alles Erreichte konsequent eingebildeten Notwendigkeiten und Illussionen zu opfern, ist historischer Standard. a), b) und c) korrelieren mit d), die eigentliche Ursache dürfte in c) zu finden sein.

      Die Konsistenz des Verhaltens indiziert, dass sich daran grundsätzlich nichts ändern wird. Logisch gesehen, sind die Absurditäten der Flüchtlingskrise eine der zwangsläufigen Fehlentwicklungen, die die deutsche Politik regelmäßig produziert.

    • Antesde...
      Zumindest bei dem letzten Absatz bin ich voll ihrer Meinung und deshalb sind die von mir angebotenen Reiseziel ja auch korrekt.

    • @Antesde, 21. Juli 2016 um 11:40 Uhr
      Eine kluge Analyse aus der Vogelperspektive. Punkt c) scheint mir auch der wichtigste zu sein. Unter der Hülle äußerlicher Rationalität findet man sehr oft sehr irrationale Orientierungen. Die meisten Menschen können wohl nicht ohne Ideologie leben, und das Absolute, nach dem man strebt, nimmt heute eben eher säkulare Formen an. Vielleicht wäre manchmal religiöse Spinnerei besser, wenn die denn in der privaten Schachtel bliebe und weniger gesellschaftliche Folgen zeitigte.

  35. Titel eingeben
    Sie meinten man solle höflich bleiben. Ich konnte den Blog nicht zu Ende lesen, so wahnsinnig rege ich mich auf. Hier in unserem römischen Feldlager zwischen Lech und Wertach sind sie auch aufmarschiert und haben oben auf dem Wahrzeichen der Stadt, dem Perlachturm, ihre Fahne gehisst. Warum müssen wir uns das gefallen lassen, ich bin mittlerweile sehr dankbar für meine 74 Jahre, denn sonst könnte ich für Höflichkeit etc. nicht garantieren. Warum gehen diese Leute nicht heim zu ihrem tja…. Wir halten hier nicht einen!!!!

    • Das allerdings würde ich die Extremisten unter ihnen auch gern fragen.

      In einer Transall.

      Auf dem Weg nac h Istanbul.

    • Was soll denn sowas?
      Ich kann diesen Kommentar und die Antwort nicht nachvollziehen…

      Warum um alles in der Welt sollten die das tun? Läuft doch alles wunderbar, oder?

    • Prunkschaf, soll ich Ihnen mal ausrechnen
      wie lange es unter normalen Umständen (ohne Verkrallen an der Brüstung und Bremseffekt durch Halbmondfahnen und Carolikraft) dauern würde bis dem Spuk vom Holl´sche Turm ein Ende gesetzt wäre? Unter Normalbedingungen und unter der Annahme dass g=9,80665 m/s2, die ich für Augschburg voraussetze. Sie müßten mir nur noch die Turmebene des Geschoßausstoßes nennen, ohne dass ich weitere ballistische Beiwerte zu berücksichtigen hätte, um die Objekte auf das historische Pflaster von Augusta Vindelicum im Angesicht Kaiser Augustus´zu befördern. Ein zweites Prag, ohne Misthaufen allerdings. Die in diesen Kreisen in der Regel überbordende Masse, mit und ohne Fahne, geht ohnehin nur mit geringer Aussage ein.
      .
      Ich weine, dass dies alles in der von mir von meiner Zeit auf dem Lechfeld her geschätzten und einst selbstbewußten und mächtigen Reichsstadt inzwischen möglich ist. Aber erste Zweifel kamen bei mir ja schon vor Jahren bei den freitäglichen Aufenthalten dort auf dem Bahnhofsvorplatz auf. Allerdings wurden diese Zweifel nicht ausschließlich durch die Zuwanderer aus dem Reich der seldschukischen Hirten geschürt. Allerdings muß ich hinzufügen, Frau S., ich glaube aus D., möge mir das nachsehen, hatte ich bei einem zweiwöchentlichen Besuch dort nicht den schlechtesten Eindruck von Land und Leuten. Könnte es sein, dass wir eine besondere Spezies bei uns beherbergen?
      .
      Ich frage mich ohnehin ständig und andauernd, auch des nachts beim Aufwachen, früher kam ich öfter nach Sonthofen im bayerischen Allgäu, was dort mit den Antänzern à la Köln, natürlich in kleinerem Kader, angesichts der auch im Winter lederbehosten Buam so alles passiert wäre. Ich mag die damalige Situation, auch nicht gedanklich in´s Heute übertragen.

    • Sowas gab es mal am Tegernsee.

      Danach nicht mehr.

  36. Frisch aus den Medien
    Etwa wie folgt lauten die heutigen Meldungen über das Blutbad in Würzburg:

    — Laut Einschätzung von de Maizière (CDU) handele es sich um einen Einzeltä-ter,

    Chapeau, das ist haarscharf beobachtet von Herrn Minister.

    …. der sich durch die Propaganda von ISIS „angestachelt gefühlt“ habe. Das Bekennervideo enthalte keine Hinweise auf eine Anordnung des IS, so dM.

    „Anordnung“ ist vonnöten, denn Ordnung muss sein. So kann das Gemetzel selbstverständlich nicht als eine offiziell anzuerkennende Tat klassifiziert werden, wenn doch die hierarchischen Befehlsstrukturen so offensichtlich fehlten.

    — Die Tat läge eventuell im Grenzgebiet zwischen Amoklauf und Terror, so dM weiter.

    Ja, Werner hat doch hier im Blog schon aufschlussreich und schlüssig aufgezeigt, wie schwer eine zuverlässige Analyse bei einer ähnlichen, undefinierbaren Tat ausfällt. Hier ist noch eine Menge Recherche notwendig. Die Regierung sollte eine Kommission bilden, geleitet von Renate Künast und Katrin Göring-Eckardt.

    — dM sprach von einem „brutalen Akt wahlloser Gewalt“. Es stehe nicht fest, ob alle Opfer überlebten, stellte er weiterhin fest.

    Hat einer der Politiker die Tat bedauert und sich an die Angehörigen gewandt? Wurde die Regierung von Hong Kong kontaktiert, um das Bedauern der Bundesregierung auszudrücken? Das geschieht in anderen Ländern als Erstes. Aber weil man sich hier nicht so sicher sein kann, was das für eine Tat überhaupt war, ist das natürlich verständlich, zumal noch keines der Opfer gestorben ist.

    Wichtiger ist es für den Moment, dass Worte wie Terror oder Attentat tunlichst vermieden werden, um weder die Bevölkerung noch die sensiblen und traumatisierten Gäste zu verunsichern. Es bleibt nur zu hoffen, dass die peinliche Angelegenheit alsbald aus den Schlagzeilen verschwindet, wie die bisherigen drei Einzeltaten auch.

    • Ich frage mich ja, wie weit der durchschnittliche Weg der Radikalisierung auf IS-Niveau für jemanden aus Westpakistan sein soll. Ich denke, da muss man nicht weit gehen.

    • "Die Tat läge eventuell im Grenzgebiet zwischen..."
      Merkwürdig ist in der Tat, daß der Bengel „Kreuzritter abschlachten“ wollte und dann zuvörderst auf Chinesen einhackt. Blinder Furor? Substanzgebrauch?

    • @ Don
      Genau DIE Frage habe ich heute im Cicero auch schon gestellt. Wurde aber (vermutlich von Frau Sorge höchstselbst…) natürlich nicht veröffentlicht.
      Die Vorstellung, dass sich ein Pakistani oder Afghane hier in Deutschland radikalisieren müsse, ist einfach nur unbeholfen drollig. Aber diese irre Realitätsverzerrung ist den üblichen Verdächtigen nicht bewusst. Die haben wirklich und tatsächlich dieses halbdebilde Kindergartenbild von der Welt. Alles ist gut, und wenn Mami und Papi sich scheiden lassen kann nur ICH schuld sein!

    • Die Angst von Mazyek, dass mit Fingern auf Muslime gezeigt wird.
      http://www.tagesspiegel.de/politik/nach-dem-attentat-von-wuerzburg-jetzt-zeigt-man-mit-den-fingern-auf-uns-muslime/13902142.html

      Interessante Perspektive, die er da hat. Ist anscheinend seine Einzige. Alles andere eher nur durch wenige Worte verändert das, was er immer in solchen Fällen von sich gibt.

    • Warnung...
      …der Chinesen vor Europa-Irlaub folgte suf dem Fuße.

    • Defätisten. Man sollte die Socialmedia-Stasi auf sie hetzen.

    • @Oudejans
      „Merkwürdig ist…?“

      Ohne ausreichend Input: Ein Rest fehlgeleitete Scham?

    • Petra Sorge und der Cicero
      Eigentlich ist der ganz gut, der Cicero, versucht noch so was wie Journalismus.
      Leider gibt es da auch mentale Schwachstellen, wie Petra Sorge. Was zunächst nicht so schlimm wäre, die gibt es überall. Aber Frau Sorge scheint ein paar Leichen im Keller mit wichtigen Leuten dort zu haben, und wird regelmäßig mit ihrem barbarischen Unsinn nach vorne bugsiert.
      Die Kommentare sind dann auch immer so, aber der Cicero scheint lieber mit Petra Sorge unterzugehen, falls notwendig, denn ohne sie sich weiter zu entwickeln.
      Vor ein paar Tagen wurde ihre ‚kritische‘ Analyse zu einer Meldung einer südfranzösischen Lokalzeitung hochgepuscht, der Attentäter von Nizza habe den „Allahu Snackbar“ gerufen, mehrfach, während seiner misslungenen Fahrschulstunde. Frau Sorge konnte dann von ihrem bequemen Schreibtisch aus mehrheitlich Aussagen zusammentragen, dass der Attentäter sich während der Ausführungen eben nicht dieses Kampfschreies bedient habe, und deshalb wir – so implizierte sie – eine Lügenpresse hätten.
      Ich halte das für durchgeknallt vom Cicero, das hoch zu puschen im Newsletter. Da könnte man auf Ableger von ZEIT oder SPON tippen.

    • cicero
      Nachdem ich in cicero lange gelesen und kommentiert habe, bin ich der Schwennickeschen Säuberungswelle vor 1 Jahr dort zum Opfer gefallen, seither lese ich die Artikel meinerseits nicht mehr. P.Sorge wurde aber schon lange von der kritischen Leserschaft als ein@Problemfall@ angesehen, da sie im Wesentlichen das macht, vor dem man zum cicero geflohen ist: Überzeugungsindoktrinationsgeschreibsel ohne Kohärenz u.angedeutete Verantwortlichkeit. In der Tat schade für cicero, da es da andererseits Leute wie Grau und Kissler gibt!

    • Noch mal Cicero
      Ja, Herr Feldmann, sehe ich ähnlich. Allerdings lese ich den Cicero noch regelmäßig, auch wegen einiger der Autoren.
      Insbesondere halte ich ihm, und Schwennicke, zugute, dass es das einzige Medium war, das ab Tag Eins der großen merkelschen Grenzöffnung so laut es ging und so vehement es ging auf die Konsequenzen hinwies. Schwennicke war da und dort eingeladen, wie ein Exot, ein einsamer Rufer in der Wüste. Als noch alle anderen Journalisten, rechts, links, inklusive BILD, die Sonne am Himmel aufgehen sahen.
      (Man hat vielleicht vergessen, dass es vor der Silvesternacht auf der Domplatte eine ziemlich breite Mehrheit gab – auch unter der Bevölkerung – die sich statt in Eselsmilch in wonniger Menschlichkeit badeten und sich über eine Million geschenkter Fachkräfte freuten.)

      Der Cicero hat seitdem ein Stein in meinem Brett, weil Schwennicke offenbar seine eigene Meinung sagt und schreibt, anstatt sich seine eigene Meinung einfacherweise vorsagen zu lassen.

    • Cicero - Petra Sorge
      Auch mir hat’s die Nackenhaare bei dem Artikel über den Nizza-Attentäter gekräuselt, habe entsprechend kommentiert und war damit nicht allein. Aber grundsätzlich geht es mir mit Sorge wie mit Stokowski, Foto ansehen und die grundgute Gesinnung wird sofort klar.
      Seitdem Schwennicke das Rad fast alleine dreht, kann man den Cicero nun wirklich vergessen, das Foto mit ihm und KGE, tagelang auf der Seite, hat mir den Rest gegeben.

      Schade drum, aber nun, was soll’s.

  37. Der Döner in uns...
    Als weiland meine Vorvorderen mithalfen, dem Türken vor Wien ordentlich aufs Haupt zu schlagen, war da die Welt noch in Ordnung? Und als eine spätere Familiengeneration den Türken dann half, ihre Armee zu modernisieren, war da die Welt noch in Ordnung. Und als meine Vätergeneration in der Familie Türken hier im Bayernland ein neues Zuhause gab, war da die Welt noch in Ordnung? Und als ich in der Grundschule sass, mit 30 anderen Burschen und „unserem“ Türken in der Klasse, war da die Welt noch in Ordnung? Dass ich mich heute mit dem türkischen Freund unten im Dorf regelmäßig über unsere so unterschiedlichen politischen Ansichten streite und mich dann regelmäßig wieder mit ihm vertrage, bringt das die Welt in Ordnung?

    Die Dinge ändern sich, und wir uns mit ihnen. Es wäre eine zu große Illusion, zu glauben, dass wir als Einzelne maßgeblichen Einfluß hätten. Das hat nicht erst der französische Strukturalismus recht überzeugend dargelegt, das wussten schon die Gebrüder Grimm, die ersten Märchenerzähler, die wir in diesem Lande hatten. Die Märchenerzähler von heute sitzen in Berlin und wollen uns so manches Mal weismachen, dass die Welt in Ordnung ist, so wie sie gerade ist. Aber wie das so ist in der märkischen Heide, sind das eher Lügenbaronessen und Politjunkies (oder nennt man diese Junker ohneland heute nicht so?).
    Zurück zu den Grimms und den echten Märchen. Schneewittchen beispielsweise:
    Da brach also ein schwarzhaariger, weiblicher unbegleiteter Flüchtling in die etablierte Bürgerlichkeit der Zwergengemeinschaft ein und brachte alles mit einer wie selbstverständlich gelebten Forderung nach Teilhabe gehörig in Unordnung: Von dem einen Zwerg wurde der Becher genutzt, des anderen Zwergs Teller verwendet, hier mit größter Selbstverständlichkeit ein Löffel genommen und dort ohne großes Fragen die Bettstatt okkupiert. Ein klassischer Fall von Art. 14 GG, Sozialbindung des Eigentums, wäre heute auch eine nette Variante.
    Das Entsetzen der Herren Zwerge war doch spürbar, dazu mischte sich eine gewisse Irritation, doch zu guterletzt traf man sich in bester Harmonie am Tisch und freute sich ob der gelungenen Integrationsbemühungen, die am Ende die Aufnahme des schwarzhaarigen, weiblichen unbegleiteten Flüchtlings namens Schneewittchen in die Tischgemeinschaft zur Folge hatte. Ende gut, alles gut. Lassen wir mal beiseite, dass da draussen noch eine Stiefmutter-Königin ihr Unheil trieb wie mancher so am Bosporus, doch das ist eine andere Geschichte.
    Da liessen also die Zwerge ihr Schneewittchen bei sich leben und betrachteten sie als eine der Ihren, so wie wir das mit den höchst erfolgreich integrierten Türken hierzulande tun. Sie sind Mitbürger, gehören zu unserer Gesellschaft und zu unserem Strassenbild. Salopp gesagt, sind wir nicht alle ein bisschen Döner?
    Jetzt flippen die auf einmal aus und laufen so mir nichts, dir nichts einfach durch die Strassen, mit ihren nigelnagelneuen Türkeifahnen. Und die deutschen Zwerge stehen daneben und wissen garnicht, was das soll. Ob es einem bei dem vielen türkisch Rot die eigene Zornesröte ins Gesicht treiben soll? Weil die wenigstens auf die Strasse gehen, was die einheimischen Einheimischen in ihrer Bequemlichkeit unter der Zipfelmütze längst schon nicht mehr schaffen?

    Wohlan – hoffen wir, dass derlei Aufläufen Einzelaktionen bleiben. Wenn nicht, wäre mir durchaus bang. Dann wäre vor Wien alles umsonst gewesen…

    • Schöner Vergleich.

    • Dann wäre vor Wien alles umsonst gewesen…
      Ich schließe mich DA‘ s Kompliment an. – Einige Worte zu dem Schlusssatz Ihres Kommentars: Es ist nicht umsonst gewesen, denn anderenfalls wären wir – gäbe es uns denn – nicht in der Situation, hier zu kommentieren. Auch dieses Blog gäbe es – anderenfalls – ganz sicher nicht. Ein weiteres „Wien“ wird es aber für uns auch nicht mehr geben. Der Antagonist von damals ist bereits „in Wien und um Wien herum“.

    • Bin beeindruckt, ohne Scheiß,
      Bräuchten wir ein neues Wien? Die polnische Kavallerie hat jetzt Leoparden der Klasse II, der Kahle Berge böte leider nicht genügend Raum zur Entwicklung von mehreren Panzerbrigaden.
      .
      Ich glaube der präsenzgediente Sebastian würde nicht nein sagen bei der Gestellung des Truppenübungsplatz Döllersheim im Waldviertel. Auch zu klein.
      .
      Fragen wir Viktor Orbán, wäggen Puschda. Vielleicht brauchen wir die Serben bald wieder. Es wäre jusqu´ici ratsam die Waffenlieferungen nach TR einzustellen.

    • Kleine Korrektur: Die Brüder Grimm waren nicht die ersten Märchenerzähler,
      Text eingeben

    • ...
      Die Brüder Grimm sammelten vielmehr die im Deutschsprachigenkulturkreisumlaufendengeschichten und fassten lediglich Solcheähnlicheninhalts zu jeweils einem Märchen zusammen.

      Was Schneewittchen anbelangt: Die Geschichte nimmt ein Überausüblesende. Sie blieb nicht bei den Zwergen. Nach der Missratenenmausoleierung (wer lässt sich schon gerne im Schneewittchensarg ( https://www.google.li/search?newwindow=1&tbm=isch&q=%22schneewittchensarg ) uljanowisieren?) stellte sich heraus, dass auch dieser Integrationsversuch misslungen war, denn die Treulosetomate kehrte in ihre Angestammtewelt zurück ( http://gutenberg.spiegel.de/buch/-6248/150 )

  38. Ähem ...
    Bevor das in Vergessenheit gerät: Merkel muß natürlich weg.

    • Mit dieser netten Aufforderung sind Sie nicht alleine!
      http://www.rolandtichy.de/meinungen/treten-sie-zurueck-frau-merkel/

      Nur dass ein Herr S. dann übernehmen soll – darin sehe ich keinen Sinn!

    • Sehe ich auch so Kyle,
      aber wenn wir dann zum konstruktiven Teil kommen, dann werden die meisten Deutschen schnell betulich und über die Maßen wählerisch und zeigen, dass sie eigentlich gar nicht wissen, wohin sie konkret wollen- als Volk. Zumal Letzteres ja dann auch permanent als buh-bäh verschrieen wird. Merkels Macht besteht im ungeklärten Selbstverhältnis der Deutschen zu sich selbst. Und DAS wollen sie bisher nicht ändern- wir wären wieder bspw. bei der Diskussion um ein Nationalbewusstsein, das sich NICHT über Bruttosozialprodukt und andere Surrogate definiert, sondern vllt. (Vorschlag) als Schicksalsgemeinschaft mit einer (vielgliedrigen und nicht eindeutig fixierbaren, also deutbaren) Geschichte… . Dazu gehört auch, dass man Geschichte weiter fasst als labormäßig nur über 12 Jahre mit der Lupe zu dozieren derweil einem der Rest der Statik wegbricht… .
      Dazu gehört ein Wille zum Praktischen (wie bspw. bei den Briten jetzt), der unpolitische Kategorien wie das Reine und Gute außen vor lassen kann, ohne vor dem Fegefeuer zu zittern.

      Und mit alldem könnte man klar sagen: wir wollen keine pseudopolitischen Scheindiskussionen! Wir wollen Diskussionen- mit Entscheidungsmöglichkeit- um die wirklich relevanten Fragen unserer Gesellschaft! Wir wollen Diskussionen, bei denen der Diskurs nicht durch totalitäre Meinungsformung deformiert und die Diskurspartner einander verdächtig gemacht werden!

      Und ohne hier irgendjemandem (weil die parteipolit.Diskussion halte ich hier nicht für sinnvoll fürbar) zu nahe treten zu wollen, DANN muss man auch eine reelle politische Wahl treffen (trotz aller Schönheitsfehler…) Und das bedeutet, dass man sich von vielen der bisherigen Pattern verabschieden muss. Früher nannte man das Metanoia- .
      Ich habe das Gefühl, dass den meisten meiner deutschen Zeitgenossen die Ernsthaftigkeit fehlt, was natürlich die historische Kurzsichtigkeit begünstigt. (Ein Nachbar von uns, Staatsalimentiert, wählt Merkel „weil sie das Schlimmste verhindert“- wobei er im Einzelnen durchdekliniert, was sie wie alles verlöffelt. DAS meine ich mit fehlender Ernsthaftigkeit.)
      Ansonsten ganz bei Ihnen!

    • Merkel hat den richtigen Zeitpunkt zum Rücktritt in Ehren längst verpasst.
      Wichtiger ist: ein Rücktritt Merkels würde wenig nützen, wenn nicht die ganze Merkelei mit ihr geht – von Kabinett über Hofstaat bis zu den medialen Speichelleckern. Selbstverständlich bei vollen Ruhestandbezügen: wir habens ja.

    • auch: Ahem...
      Erstens würde Merkel morgen wiedergewählt werden!

      Und zweitens, wen genau würden sie denn vorschlagen, ohne dass man sie sofort auslachen würde?

      Merkel ist der wahre Repräsentant dieses Volkes, und dafür muss Deutschland jetzt erst mal bezahlen….

    • Warum soll Merkel weg?
      Wenn ich den Artikel bei Tichy
      recht verstanden habe, dann ist der einzige Fehler den man
      Frau Merkel ankreidet,ihr Machtinstinkt mit dem sie die
      Überzeugungen und Interessen
      der oberen Mittelschicht politisch umsetzt.
      Wenn jemand zur Rechenschaft zu ziehen ist, dann sie.
      Und darin liegt die Schwierigkeit.

    • 1+1=
      @Patrick Feldmann
      Ihre Folgerung „Ich habe das Gefühl, dass den meisten meiner deutschen Zeitgenossen die Ernsthaftigkeit fehlt, was natürlich die historische Kurzsichtigkeit begünstigt.“ finde ich sehr treffend.

      Es ergibt sich folgerichtig die Einsicht (von TDV) : „Merkel ist der wahre Repräsentant dieses Volkes“ (sie wurde und wird gewählt).

      Eigentlich ganz einfach.

    • @ Lichtenberg
      Mir ist die Schlussfolgerung schon klar und ich bedarf wirklich nicht der Analysen von TDV- eben weil ich selbst in vielem zu ähnlichen Schlüssen finde.
      Im Übrigen sind mir Leute immer suspekt, die meinen , @letzte Worte ex cathedra@ unters Volk streuen zu müssen(ich meine tdv, nicht Sie). Das macht immer so humorlos und ich habe ja unten das Zitat von Klonovski (was mich an den Islamisten am meisten ärgert) nicht umsonst gebracht.
      mfG PF

    • Ja, Patrick...
      … so ist das nun mal.

      Wenn sie mich kennen würden, wüssten sie besser wieviel Humor ich habe.
      Aber an der deutschen Politik und ihren Konsequenzen, und der Merhheit der Bürger die das alles ermöglichen, sehe ich keine Grund auch bei den Themen humorvoll zu sein.

      Ich bin sicher gerade sie wären einer der ersten die den Humor ganz, ganz schnell abgestellt hätten würden sie öfters den Regio bei Würzburg benutzen oder im OEZ einkaufen gehen.

      Manche hier haben es bereits gemerkt, dass meine Vorhersagen meist zutreffen….

  39. so geht's
    zitat standard.at<.

    Wieso schliessen wir nicht noch ein Abkommen mit der Türkei: wir nehmen einen Erdogan-Gegner, und geben ihnen dafür einen von den Pro-Erdogan-Demonstranten…

    • So könnte das funktioneren! (meine ich ernst)
      Danke für den Tipp, Dietlind Poerschke


    • Obacht, „Erdogan-Gegner“ haben eine ziemliche Spannweite, das sind teilweise auch welche, die radikaler sind als er.

    • Werte Theudelinde,
      „…wir nehmen einen Erdogan-Gegner ?“ Sie wärn sehn, die komman eeh. Dann wird, zusammen mit den hier lebenden Kurden Kopf-und Waffengleichheit geschaffen. Das wird lustig werden. Die Kurden haben ja gelegentlich gezeigt was sie können. Aber so kurz vor 70, wenn es denn sein soll. Das größte Ritzel vorne und das kleinste hinten, sich also auf ebener Fläche aus dem Staub machen, geht leider nicht mehr. Zu viel Kohäsion zu Land und Leuten.
      .
      Wir haben übrigens zwei sehr gesittete türkische Familien in der unmittelbaren Nähe, Kinder gebildet, gehen nachmittags mit dem Geigenkasten und Noten aus dem Haus, eine der Damen schenkt mir regelmäßig Pflanzen aus monsantofreiem Direktimport aus der Türkei. Im Herbst Austausch von eigenen bayerischen Feigen gegen türkische Modelle. An beiden Häusern keine türkische Fahnen. Mein Mütchen gegen die Türkei war übrigens schon mit dem frühen Ausscheiden der türkischen Fußballer hinreichend gekühlt, mußte aber feststellen, dass auf dem Sportplatz unterhalb des Hauses die Sympathien der türkischen Jugend sofort dem Gegner Deutschlands gehörten. Inzestuöse Worte aus Zwölfjährigen-Munde sind zur Gewohnheit geworden.
      .
      Jeden Tag übrigens ein Highlight, auch ohne Türkei. Heute Morgen, Moma (ich frage mich immer, was das für Vollpfosten(-Innen) sind, die um 07:00 einer Frau Hajali für irgend eine Selbstverständlichkeit applaudieren): Wie sich der Staatsfunk in Sachen amerikanische Präsidentschaftswahlen (das „ä“ bleibt gefälligst stehen) positioniert, ist ja klar. Also, amerikanische Putzfrau (ja, die hieß so), jung, ohne Kopftuch, schlank und hinreichend attraktiv um unsere Vorstellungen von Putzfrau über den Haufen zu werfen, aus Santa Barbara, glaubte ich gehört zu haben. Sie steigt vor laufender Kamera aus ihrem (oh Lord, would you bui me…) Mörsiides Beens, Edel-Dyson und anderes Gewedel unter dem Arm auf dem Weg in eine dieser Villen dort. Sie beklagt sich über die Härte des Lebens in god´s own land, auch unter Obama. Zeigt später dem Reporter ihre bescheidenen Wohnverhältnisse für 1700 $ und schwadroniert gegen das blonde Leningrad-Cowboy-Imitat und dass das im Falle dessen Wahl nicht mehr ihr Land sei und dass sie in diesem Falle nach Mexiko auszuwandern gedenke. Mein Gott dachte ich, die Frau muß mit ihrer Drohung dort aber eine gehörige Rückfallmöglichkeit besitzen. Womöglich gehörte sie einer Werbeagentur an?
      .
      Hat übrigens jemand im Mutterschiff, neben der Frage, wie man gegen Schleicher auf der Autobahn vorgeht oder Götze-Wechsel oder Schlankheitswahn einen Artikel über Maasens Aussagen wegen gefälschter Schutzsuchenden-Papiere gefunden?

  40. Respekt
    In Dänemark zieht man den Danebrog auf, wenn man im Sommerhaus ist. Wer als ausländischer Sommerhausmieter die eigene Fahne mitbringt, macht sich nicht nur unbeliebt, sondern provoziert einen freundlichen Besuch der Polis, hier darf nur der rot-weiße Danebrog flattern.
    Da wird Respekt erwartet und gezollt.
    Wo bleibt die Achtung voreinander, wenn Kirchen besetzt werden(Regensburg), die Domplatte in Köln für diverse Kundgebungen genutzt wird, und wo bleibt die Selbstachtung?

  41. Titel eingeben
    „Der moralistisch-deutsche Nationalismus der Gedenk- und Willkommenskultur ist weltweit ein Sonderweg, und nicht attraktiv für Kulturen, die ein positives Selbstbild haben.“

    Ja, das liest man oft, so nach dem Motto „In was sollen sich die Migranten denn integrieren angesichts des deutschen Selbsthasses?“. Aber wo läuft es denn mit islamischen Einwanderern besser? In Frankreich offenkundig ja wohl nicht, auch in Belgien mit seinem Molenbeek nicht, in England (hat nach Umfragen zu urteilen die radikalsten Muslime in ganz Europa), ebenso in Schweden. Sogar aus den USA, wo ja nach der naiven Vorstellung vieler Deutscher alle sofort zu glühenden US-Patrioten werden, sieht die Sache bei genauerer Betrachtung oft nicht so schön aus, wie eine ja mittlerweile doch nicht geringe Liste von islamistisch motivierten Gewalttaten erkennen lässt (abseits dieser öffentlichkeitswirksamen Gewalttaten auch interessant dieser Bericht über eine mittlerweile stark islamisch geprägte Stadt in Michigan: https://www.washingtonpost.com/national/for-the-first-majority-muslim-us-city-residents-tense-about-its-future/2015/11/21/45d0ea96-8a24-11e5-be39-0034bb576eee_story.html ; Kommentar eines Moschee-Sprechers über die polnisch-amerikanischen Bewohner, die die Stadt einst dominierten: „We were a big threat to their religion and culture. Now their days are gone.“).
    Legt für mich die Vermutung nahe, dass das Problem zu erheblichen Teilen eben doch bei den Zuwanderern, nicht der Aufnahmegesellschaft liegt.
    Ich muss auch sagen, dass ich Ihre Äußerungen zur angeblich hervorragenden Integration von Türkeistämmigen in Deutschland in der Vergangenheit doch etwas arg optimistisch fand. Dass der Mann mit der Bürgerwehridee zu einer religiösen Minderheit (Aleviten?) gehört, passt da ins Bild…vielleicht nicht unbedingt repräsentativ für die Gedanken- und Gefühlswelt vieler türkischstämmiger Sunniten?
    So rosig wie immer im offiziellen Diskurs dargestellt ist auch vieles in Deutschland nicht. Aber schön, dass Sie die Probleme wahrnehmen können (wenn auch das übliche Rechten-Bashing nicht fehlen darf). Diese Fähigkeit scheint einem Großteil der deutschen Linken (und auch sogenannten „Konservativen“) gänzlich zu fehlen.

  42. Türkei ohne Prantl
    Apropos Tauchstation, verehrter Don: Ist Prantl eigentlich in Urlaub oder schon gänzlich zu Erdogan übergelaufen? Seit die HDP scheibchenweise gekillt wird, hat er sich schon recht rar gemacht. Aber jetzt? Wo doch früher jeder Pups als Leitartikel juristisch verwurstet wurde – wenn Tausende Richter abgesetzt werden: Schweigen in Prantlhausen und seiner Zeitung.
    Wirklich, vielleicht wissen Sie was dazu.

  43. strategia della tensione
    Lieber Don Alphonso,

    am Ende Ihres Beitrages ist zu lesen:
    „Dieses Blog ist ein Freund extensiver Meinungsfreiheit. Aber auch mit einem Schrank von einem Communitymanager mit islamisch-jüdischer Dialogerfahrung. Man darf gerne mitreden. Aber bitte höflich bleiben. Sonst stelle ich Euch das Standgas ein.“

    Man schreibt so etwas nur, wenn man etwas befürchtet.

    Die Sonne brennt heute richtig hier im Tessin und man mag eigentlich nur vom Pool auf die Liege wechseln und wieder zurück. Bei diesen Temperaturen ist man ständig etwas dösig und ich dachte mir bevor ich ein wenig schlafe, kann ich auch Ihnen ein paar Zeilen schreiben. Das Thema scheint mir weder freundlich noch anregend, aber so will man heute wohl gerne die Welt erscheinen lassen.

    Persönlich habe ich keinerlei Bezug zu den Osmanen, die außer ein paar Gemüseläden und Geschäfte für billige Elektronikartikel, meist in Bahnhofsvierteln, keinerlei gesellschaftlichen Beitrag leisten – sie partizipieren an dem was meine Großeltern, meine Eltern nach dem Krieg aufgebaut haben.

    Deutschland hat dem jüdischen Volk unendliches Leid, nicht nur in den Jahren zwischen 1933 und 1945 zugefügt, für das es nie eine Entschuldigung geben wird. Doch gelang es wohl zwischen Deutschland und Israel nach dem Holocaust ein Verhältnis zu schaffen, in welchem man miteinander auskommen kann.

    Den Türken ist eine solche friedliche Koexistenz mit den Kurden bis heute nicht möglich und offenbar auch nicht gewollt. Ebenso ihr beharrliches Leugnen ihres Völkermordes an den Armeniern.

    Jetzt gehen die Osmanen in Deutschland auf die Straße, was nach unserem Grundgesetz auch für dieses Leute Gültigkeit hat und nutzen das bundesdeutsche Demonstrationsrecht.

    Heute werden sie noch demonstrieren, doch befürchte ich, daß ihr Konflikt der gegenwärtig noch auf die Türkei beschränkt scheint, vielleicht schon Morgen auch in Deutschland ausgetragen wird und letztlich ist es auch vollkommen gleichgültig, ob der nächste, mit einer Axt umherlaufende Zombie ein Afghane, Syrer oder Türke sein wird.

    Es ist die Verbreitung eines dumpfen Gefühls solche Leute in seiner Nähe zu wissen und dieses Gefühl entwickelt sich zur Angst.

    Früher mag es die Bader/Meinhof Gruppe gewesen sein, die das Gefühl der Angst im Land verbreitete. Ich weiß gar nicht was danach so alles noch im Angebot war. Nach dem 11.09. war es der islamische Terrorismus und in Folge, und dies berührt mich viel mehr, war es u.a. auch die Bundesregierung, die zur Strategie der Spannung gegenüber der eigenen Bevölkerung übergegangen ist.
    Mir ist vollkommen gleichgültig, ob es islamischer Terrorismus ist vor welchem ich Angst habe, ein sogn. Flüchtlingsgast der K. oder ein Geheimdienst, der mich rund um die Uhr überwacht und kontrolliert und mir Glauben machen will, er sei ja der Gute.

    Es gibt keine gute Angst !

    In Sachen „strategia della tensione“ bedient die Bundesregierung dieselbe Klaviatur wie die anderen, um ihre Macht zu festigen und es scheint Teil der gegenwärtigen Politik zu sein, die keine moralischen Skrupel mehr zu kennen scheint.

    Man schreibt ja immer wieder den Satz: „der Islam gehört zu Deutschland“ dem Herrn Wulff zu, doch vielmehr war es Schäuble, der bei der Eröffnung der Islamkonferenz 2006 sagte: „“Der Islam ist Teil Deutschlands und Europas.“

    In meiner Vorstellung von Deutschland und einem sich auf seine Ursprünge besinnendem Europa kann weder der sogn. Islam, was immer das überhaupt ist, dazugehören, noch die Osmanen oder gar die von der K. gerufenen Gäste.

    Mir persönlich würde es schon ausreichen, wenn man sich auf der Straße in der gebotenen Höflichkeit, angstfrei, begegnen könnte und, wenn es sich aus welchen Gründen auch immer nicht vermeiden ließe, sich sprachlich zu begegnen, dann sollte dies nicht auf dem Niveau von „Erkan und Stefan“ stattfinden.

    Jede Begegnung mit meinen französischen, italienischen, spanischen usw. Nachbarn ist freundlicher, bereichernder und geistvoller für meine Vorstellung einer europäischen Kultur, als die Auseinandersetzung mit solchen Leuten.

    Bevor ich mich nun wieder schnell mal im Pool abkühlen muß,

    seinen Sie herzlich gegrüßt
    ObjectBe (objectbe.blogspot.com)

    • Andere Zeiten
      „Früher mag es die Bader/Meinhof Gruppe gewesen sein, die das Gefühl der Angst im Land verbreitete.“
      Es lohnt durchaus, mal die Zeiten zu vergleichen.
      Damals waren die Mächtigen selbst bedroht durch die RAF, heute dagegen droht Politikern keinerlei Ungemach, außer vom Antifa-Kindergarten und auch der terrorisiert nur die Opposition.
      Die Folge waren Krisenstäbe, Entschlussfreudigkeit, extrem kurze Dienstwege undsoweiterundsofort. Keine Rede von Phobien und Ängsten die man irgendwem nehmen müsse, auch keine Kapitulationserklärungen und Unterwerfungsgesten.

      Ansonsten gibt es aber auch Parallelen, damals verteilte die BILD Tipps, woran man Staatsfeinde erkennt. Formulierungen wie die von Ihnen genutzte „Baader-Meinhof-Gruppe“ statt „Baader-Meinhof-Bande“ machten einen zum Sympathisanten (vermutlich war da sogar was dran).
      Heute bekommen wir gesagt, an welchen Formulierungen man einen Rechtspopulisten erkennt auch wenn der sich hartnäckig weigert, rechtspopulistische Sachen zu äußern.

      Ach ja, und damals hieß es immer man verteidige die Demokratie. Demokratische Verhältnisse standen ja auch nirgends auf der RAF-Agenda.
      Heute wird die Demokratie von den gewählten Politikern ganz offen als Problem betrachtet. Was eine herrlich absurde Angelegenheit ist.

    • Titel eingeben
      „Früher mag es die Bader/Meinhof Gruppe gewesen sein, die das Gefühl der Angst im Land verbreitete.“
      Angst im Land? Die gab’s nur bei der politisch-wirtschaftlichen Ober-Oberschicht. Deshalb ja die sehr brutale und radikale Reaktion dieser Oberst-Schicht mit ihrer Staatsmacht.
      Werden von wem-auch-immer „ganz normale“ Bürger ermordet, sieht die Staatsmacht das nicht so eng. Es trifft ja nicht ihresgleichen und sie fahren ja auch nicht als Pendler in U- und S-Bahn oder Regionalzügen.

    • Deutschland hat dem jüdischen Volk unendliches Leid
      BP Gauck hat in seiner Rede zum Jahrestag des Unternehmens Barbarossa darauf hingewiesen, dass 27 Millionen Sowjetbürger als Opfer von Hitlers Absicht, die Sowjetunion zu vernichten, zu beklagen seien. Die 3 Millionen umgekommenen Rotarmisten in den deutschen Kriegsgefangenenlagern seien die größte Opfergruppe des Zweiten Weltkrieges nach den den Juden.

      Unabhängig von der Frage, warum Gauck nur die 3 Millionen Rotarmisten benennt, weiß ich nicht, mit welchen Zahlen Gauck hier die Rotarmisten vergleicht. Nach den Opferzahlenangaben in den aktuellen Auschwitzprozessen und Arbeiten eines Fritjof Meyer (vgl. Wikipedia) ist die Frage offen.

      Offen ist insbesondere die Frage, ob das Leid nicht unendlich genug gewesen ist, so dass hier übertrieben werden musste.

    • Titel eingeben
      Es wird ja des öfteren nach der „deutschen Leitkultur“ gefragt und in diesen Beiträgen gerade hier finde ich das doch recht gut, wenn vielleicht auch unbeabsichtigt beantwortet.
      Ich bin relativ selten mit ObjectBe einer Meinung aber diesmal kann ihrem Satz nur zustimmen: „Jede Begegnung mit meinen französischen, italienischen, spanischen usw. Nachbarn ist freundlicher, bereichernder und geistvoller für meine Vorstellung einer europäischen Kultur, als die Auseinandersetzung mit solchen Leuten.”
      Das deutsche Wesen entstellt sich in der Tat bis zur Kenntlichkeit und mittlerweile für mehr und mehr Leute.

      Natürlich erweist sich die Demokratie in solchen Situation als wenig geeignet aus dem Schlamassel herauszuhelfen, da hat vielleicht doch Hans Maier mit seiner Frage recht: „Offen ist insbesondere die Frage, ob das Leid nicht unendlich genug gewesen ist, so dass hier übertrieben werden musste.”

      Angesichts der wahrlich unappetitlichen gesellschaftlichen Zustände sollten sich vielleicht doch mehr Leute ein Beispiel an Don und Objekt nehmen und sich zumindest nach Italien absetzen und dort erst mal in aller Ruhe Houellebecq lesen.

  44. In den Zeiten vor Kahane und Co
    hat man etwas wie DITIB, MILLI GÜRUS, DIE GRAUEN WÖLFE als 5. Kolonne bezeichnet.

  45. Mandarin
    @Philomena am20. Juli 2016 um 18:56 Uhr

    Die Chinesische Regierung versteht kein Neudeutsch. Für den Terminus „Blitzradikalisierung“ fehlen ihr die Worte.

    • Titel eingeben
      So etwas gibt es auch nicht, es gab Vorbereitungen.Diese Kreativität der Politiker ist lachhaft.

  46. Das scheint sich aber jemand zu ärgern
    Öffentliche Hinweise auf:
    – türkische Nationalisten, Rassisten und Antisemiten mit deutscher Staatsbürgerschaft
    – Symbolik der Parallelkulturen, die ulkigerweise als Ausdruck von Religionsfreheit oder gar Frauenrechte begriffen werden („Kopftuchfeminismus“, herrlich; den Begriff übernehme ich)
    – den faktischen Import politischer Konflikte anderer Länder nach Deutschland
    – Machtdemonstration einer anderen Nation innerhalb dieser Nation
    – Aktivitäten ausländischer Parteien in Deutschland (hier hätte übrigens auch noch ein Hinweis auf Ditib gepasst)
    – den moralistisch-selbstgerechten Imperialismus Deutschlands
    – mangelnde Attraktivität der Identifikation mit einem negativen Selbstbild
    – inoffizielle Gesinnungswächter samt Verbindung zu Ministerien
    – die Absurdität der historischen Begründung für antisemitische Einwanderung
    – den naiven Glauben, alle Probleme würden sich im Laufe der Zeit selbst erledigen
    – die eigentümliche Allianz zwischen selbsterklärten Humanisten und Diktatoren
    – Debatten und Diskussionen, die aufgrund ihrer Einseitigkeit diese Bezeichnung gar nicht verdienen
    – Genderideologie

    Meine Güte Don Alphonso, das gibt auf der (veröffentlichten) polit-inkorrekten Skala volle 10 von 10 Punkten.

    Angesichts dessen drängt sich mir die Frage auf: Gibt es schon Berichte über vor Wut kollabierende SPON-Kolumnisten (stellvertretend für all diejenigen, die schon bei der Nennung auch nur einer dieser Aussagen anfangen zu kochen)?

  47. Faschisten unter dem Banner der Gottgläubigkeit
    Ja, leider ein recht schwieriges Thema … Türkische, nationalistische oder sonstwie radikalisierte Muslime und DITIB … nach meiner bescheidenen Einschätzung gibt es bereits seit Jahren eine von DITIB-Moscheen ausgehende erhebliche Indoktrination u. Meinungsmache, die vor allem einen „Wertewandel“ hin zu einem neuen Neokonservatismus bis Fundamentalismus angestoßen hat …. man könnte auch recherchieren, wer denn so die Bemühung höchstrichterlicher Rechtsprechung im deutschsprachigen Raum finanziert hat, damit durch Einzelklägerinnen religiös legitimierte, geschlechtsspezifische Diskriminierungen im öffentlichen Raum durchgesetzt werden konnten …. vom Schwimmunterricht bis zum Verhüllungsgebot …..

    Und wenn der Grundriß von Moscheeneubauten, die von DITIB finanziert werden, exakt 1453 qm umfaßt, würde ich doch etwas mehr Sensibilität dafür erwarten, dass sich hinter dieser Zahlensymbolik ein anderes raumgreifendes Selbstverständnis und Sendungsbewußtsein verbergen könnte, als dass es nur um Religion ginge …. Oder vielleicht ein gänzlich anderes Verständnis von Religion, als dass die „säkularen BürgerInnen“ so haben ….

    Die Verquickung von religiöser Legitimation und politischer Botschaft dürfte wohl so (wenig) subtil sein, dass Marx‘ Wort vom „Opium“ mal wieder trefflich angebracht ist.

    Leider sind die Juristen in der BRD ja auch nicht pfiffig u. scharfsinnig genug, um endlich schärferes Instrumentarium zu generieren, das Verbote „staatsgefährdender“ religiöser Bekenntnisse ermöglichen würde …. Nicht nur SalafistInnen finden das sicherlich weiterhin lustig.

    Von der Politischen Theorie in der BRD ist auch nix zu erwarten, die guckt ja mehrheitlich mit treuem Schafsblick blöde über den Atlantik u. träumt mit Charles Taylor (nicht dem einsitzenden °I°) von einem regenbogenbuntem Multikulturalismus …. Das allerlustigste sind Fach-Publikationen sozialwiss. Fakultäten, die eine Kompatibilität von „Islam“ u. „Demokratie“ behaupten …..

    Demonstrationsrecht hin oder her. Wer Erdogan 2014 trotz zahlreicher Verfassungsbrüche et al. gewählt hat, könnte dumm auf die verklärende, märchenhafte Propaganda hereingefallen sein, kompensiert seine Minderwertigskomplexe in der Projektion auf den „Starken Mann“, der die Türkische Republik Groß-macht, oder will ein faschistisches Einheits-Regime unter dem grünen Banner, oder …..

  48. Titel eingeben
    Bitte mehr davon. Altmaier Heiko & co haben die nebelkerzen Produktion soeben verdreifacht

  49. 4 unschuldige Touristen ...
    … als „Kollateralschaden“ der Merkelschen Willkommenspolitik.

    Für mein Empfinden wird viel zu viel über den (verrückten? fanatischen? islamistischen? afghanischen? pakistanischen?) Neubürger berichtet, der hier auf so schreckliche Weise zwischen seinen wahrscheinlich unerfüllten Erwartungen an sein neues Gastland und der behördlich verordneten Willkommensmaschine gescheitert ist.
    Das Augenmerk sollte jedoch eher auf den bemitleidenswerten Gästen aus Fernost liegen, die als harmlose Touristen nach Rothenburg fuhren, dort und im weiteren Verlauf ihrer Reise viel Geld ausgeben wollten und nun – wenn sie es überleben – als Pflegefälle für den Rest ihrer Leben nach Asien zurückgesandt werden.
    Man wisse: Touristen aus Hongkong sind zwar üblicherweise gewiss keine armen Leute, aber in Asien existiert kaum eine Kranken- oder Unfallversicherung. Ein in diesem Fall 31jähriger, der nun weitere 30 Jahre als Pflegefall dahinvegetiert, tut dies auf Kosten und zu Lasten seiner unglücklichen Familie. Da hilft kein öffentliches System. Die Familie hat darüber hinaus ihr Gesicht verloren. Grausames Schicksal…

    Ich finde es einfach unfair, wie die Berichterstattung über einen solchen Aspekt einfach schweigt. Diese Leute, die unverschuldet zum Opfer der hiesigen Umstände wurden, sollten die „Unverbrüchliche Unterstützung des Bundesrepublik Deutschland“ erfahren.

    Wie stellt man es an, hier ein Zeichen zu setzen? Eine Sammlung zugunsten der unschuldigen Opfer? Öffentlichkeit herstellen? Mensch, DIE bräuchten unsere Hilfe jetzt dringender als viele der durchsetzungsstarken arabischstämmigen Neubürger.

    Don, sorry, wenn ich den lesenswerten Artikel hier so gekapert habe – ist nicht böse gemeint. Aber mich ärgert, dass dieser für mich aufgrund meiner persönlichen Erfahrungen mit Asiaten so augenfällige Aspekt auf bundesweite Ignoranz stößt. Asiatische Touristen mögen laut und bunt sein und mancherorts störend auffallen, aber sie sind harmlos und meistens – wenn man sie näher kennenlernt – nette Zeitgenossen, die einfach eine gute Zeit haben wollen.

    Was ein Drama. Und keines sieht es.

    Traurige Grüße,

    A.C.

    • Danke
      Ein gutmeinender Leserkommentator, der sich Daniel Lex nennt, versucht in der Hongkonger SCMP gerade, die Leute zu einer Klage gegen Jugendamt, BRD oder sonstwas zu verleiten. Höchste Zeit, dass Merkeldackel Seehofer auch ohne Druck vom Großen Bruder z’Beijing endlich Verantwortung für den Wirtschafts- und Tourismusstandort übernimmt und das Finanzielle regelt. Notfalls halt eine Mrd-Negativzinsanleihe emittieren, dann braucht er den Söderbräu z’Tegernsee nicht verkaufen.

    • In der SZ lässt die Feministin Katrin Janker den Westenhasser und autonomen Kommunisten Franco Berardi von „islamistischer Verzweiflung“ schwafeln.

      So müssen französische Zeitungen nach dem Münchner Abkommen geklungen haben.

  50. Warum
    sorgten sich denn die Leute. Wenn jemand für Erdogan oder FJS auf die Straße geht wird er ggf einen Grund haben. ggf ist Erdogan auch nur eine Art Indentifikationsfigur. Was ich in den letzten Jahren gelesen und gehört habe macht auf mich den Eindruck das man die Türken ganz Grundsätzlich eigentlich nicht haben will. So lieb waren die Griechen ja auch nicht immer und kaum wohnt man ein Parr Meter weiter diese Aufregung. Das in früheren Phasen viele Kommunisten oder Linke ihr Heil in der Flucht nach Deutschland suchten erklärt ggf warum manche deutsche Politiker mit kleinasiatischen Wurzeln ständig Frieden mit der PKK schließen wollen obwohl die dauernd Polizisten erschießen.
    – Ich denke Herr Erdogan wird künftig die Empfehlungen aus Brüssel und Berlin noch stärker mit freundlichem Desinteresse betrachten.
    PS Zu den Entlassungen im Öffentlichen Dienst in der Türkei: Das müsste eigentlich von vielen in D-Land begrüßt werden oder wünscht sich das hier keiner mehr für deutsche Hochschulen und Amtsgerichte.

    – Schade das ich ihn nicht wählen kann. Ich würde es schon deshalb tun weil ich damit Özdemir ärgern könnte.

  51. Die arme Donau, was sie so erlebt
    Wer das in China sieht und dazu das Attentat nimmt, kommt hier nicht mehr her. Es wird Einbußen im Tourismus geben, vorübergehend, denn der Tourismus, der empfindlichste Pfeiler der globalisierten Industrie, ist am meisten betroffen, schon lange sichtbar an Schnäppchen nach Ägypten oder in die Türkei.
    Langfristig bleibt also jeder zu Hause und versucht, sich redlich zu nähren, deshalb vorübergehend.
    Dann sehen wir hier noch, dass die offizielle Diktion nur durchgeht, weil Mutter, die nicht deutsch lernt, oft genug zu Hause unsichtbar ist.
    Seltsam ist, was dort für Demokratie gehalten wird.

    Gomez geht nicht zurück. Er scheint das mehr für eine Demokratie-Chimäre zu halten. Sehr diplomatisch, wie er sich verabschiedet. Wir hätten einen Posten als BuPrä. Einen Fußballer hatten wir noch nie dort.

    Miserabel ist die Einschüchterung der Gegendemonstraten.
    Was hat jetzt dees ois an der Donau zu suchen? Demnächst fahren sie heim. Vielleicht lässt Erdo sie nicht mehr ‚raus, denn er will ja auch seine Wissenschaftler aus dem Ausland zurück. Audi kann sich schon mal die Entlassenen ansehen. Und Istanbul kann versuchen, Özil für Gomez zu kaufen. Komische Welt. Absurdistan.

    • Naja....
      „Wir hätten einen Posten als BuPrä.“

      Nun ja, BuPrä ist doch mehr so Podolski Niveau, Gomez soll immerhin lesen können… In der guten alten Ziet hatten wir mal einen der begann so: „Verehrte Damen, verehrte Herren, liebe Neger…“

      Da wusste man als 68er doch wo man lebte…
      Heute ist das stattliche Fürhungspersonal christlich protestantisch und so findet niemand etwas dabei, wenn generell Toleranz auch für die Intoleranten fordert, komme da was wolle.
      „Hatespeech“ kommt aus dem Englischen, „Gut-Mensch“ kommt aus welcher Sprache? Ach ja?

  52. Istanbul - Ingolstadt
    @ Don

    2012 war ich mit Sohn und Schwiegertochter eine Woche in Istanbul. Die Stadt hat uns sehr beeindruckt.
    Als wir die Zisterne besuchen wollten,saßen 2 ältere Männer auf der Bank und hörten uns reden. Sie fragten auf Deutsch, woher wir kämen.
    Aus München, sagten wir.
    Bayern ist sehr gutes Land. Audi auch gut, haben da geschafft, sehr gut.Gut Geld gemacht, jetzt gute Rente.War nett.

    Warum nur muss jetzt alles so eskalieren.

    zisterne istanbul bilder

    • Helfe gerne...
      Als vielfacher und geniessender Türkei Besucher (70er Jahre) kann ich sie verstehen und will ihnen gerne helfen.

      „Warum nur muss jetzt alles so eskalieren.“

      Hmm, vielleicht hat es ja mit diversen Kriegen zu tun, die unsere amerikanschen Freunde in den türkischen Nachbarländern begonnen haben?

    • Danke...
      Ja, Bush hat das Tor zur Hölle geöffnet, das ist mir auch klar.
      Erdogan bombadiert Kurden im Nordirak, das nicht sein Land ist!Das wäre ja so, als wenn wir hier den Bregenzer Wald hinter dem nächsten Bergkamm angriffen, weil uns nicht passt, dass da Linksextreme Quartier genommen hätten.Oder? Oder nicht?

    • Titel eingeben
      Gut, mancher wird zu Recht anführen, dass das alles runde 100 Jahre vor Bush angefangen hat, aber Schwamm drüber.
      Aber mit Sicherheit ist es doch so, dass die freudige Beteiligung der Deutschen an, wie es ein SPD Minister nannte: Der Verteidigung der Freiheit der Deutschen durch die Bundeswehr am Hindukusch (und, nicht vergessen! derzeit in Syrien), sich als Rohrkrepierer mit wohl zukünftig noch anwachsender Zahl an Kolleratalschäden erweisen wird.

      Ich gehe mal davon aus, dass deutsche Politiker nicht die absehbaren Konsequenzen ihrer Entscheidungen belangt werden können?
      Ich meine juristisch, also nicht direkt…

  53. Wegen dem "Putsch" wollte ich eigentlich
    auf das Jahr 1934 hinweisen, aber dann fand ich diesen Artikel:

    http://m.spiegel.de/politik/ausland/a-1070162.html

    – und wenn er das schon selbst erledigt hat, kann ich mir die Mühe sparen.

  54. Islam wohin?
    Die entscheidende Frage ist, ob islamischer Sexismus, islamische Gewalt, islamische Scheinheiligkeit und islamisches Überlegenheitsgefühl Teil des islamischen Dogmas sind oder eine Serie von Abweichungen durch offensichtlich Fehlgeleitete. Die Entwicklung in der Türkei weist auf ersteres hin.

    We Should Not Be Reluctant to Assert the Superiority of Western Values!
    https://www.youtube.com/watch?v=n3wcjwY4mz8

    • So zu denken ist überhaupt nicht nötig....
      Seit Jahren fordern etliche Leute, dass alle die hier sein wollen sich eindeutig damit einverstanden erklären, dass dies ein sekularer Staat ist in dem das Grundgesetz über allen Religionen steht.
      Für wen das nicht akzeptabel, den versucht kein Mensch zu ändern, aber der soll dorthin gehen und leben, wo seine Religion über den weltlichen Gesetzen steht.
      Es gab den Fall in dem ein ägyptischer(?) Familienrat den minderjährigen, also strafunfähigen Sohn dazu bestimmte, die Disco-gehende Tochter zu erstechen.
      Was bin ich hier blöde angeredet worden als ich verlangte man müsse die ganze Sippe deportieren!

      Lassen sie die Muslime also Muslime sein, aber in IHREM Land.

    • @Ernst Wilhelm
      Guter Hinweis.
      Die Eröffnung der Debatte von Ibn Warraq sucht was Kompaktheit, argumentative Stärke und Ausdruck anbelangt seines Gleichen. (Der Rest ist in Relation dazu Geplänkel)

      Und diese Eröffnung stellt auch ein leuchtendes Beispiel dafür dar, wie inhaltsbefreit Ansprachen (und Denken) unserer kompetenzbefähigten und sich selbst als intellektuelle Elite wahrnehmenden politischen Führung eigentlich sind.

  55. Einen Nationalismus der moralischen
    Überlegenheit gibt es anderswo auch. In der angelsächsischen Welt argumentiert die Linke ganz genauso wie in Deutschland, und auch dort wird das Kopftuch als Zeichen islamischer Identität und Selbstbestimmung verstanden. Dabei ist das Kopftuch in einem türkischen Kontext immer ein Zeichen gegen den Kemalismus und fast immer für den politischen Islam. Dass der mit liberaler Demokratie nichts zu tun hat, dafür interessieren sich dann SPD und Grüne nicht mehr.

    Man muss verstehen, dass die Türken die nach Deutschland ausgewandert sind sog. schwarze Türken waren. Fromme und arme Anatolier, auf die die säkularen, gebildeten und wohlhabenden weissen Türken immer herabgesehen haben. Wer seine Religion ausleben, also z.B. ein Kopftuch tragen wollte, durfte nicht auf die Universität oder ins Offizierskorps und musste sich entweder verstellen, auswandern oder arm bleiben. Erdogan, selbst ein frommer schwarzer Türke ohne Hochschulbildung, hat das geändert und wird dafür von der Hälfte der Bevölkerung vergöttert.

    Für die Armen und Frommen standen Säkularismus, Demokratie und westliche Wertegemeinschaft immer für Unterdrückung durch die Stützen der Gesellschaft. Hätten die Kemalisten die schwarzen Türken mitgenommen, wäre die Türkei jetzt nicht auf dem Weg in eine pseudo-osmanische islamische Republik.

    • Das ist ja fürchterlich was hier so alles daher geschrieben wird.
      „In der angelsächsischen Welt argumentiert die Linke ganz genauso wie in Deutschland, und auch dort wird das Kopftuch als Zeichen islamischer Identität und Selbstbestimmung verstanden.“

      Ein Linker wird immer die Freiheit auch für eine Islam Gläubige fordern wenn sie will ein Kopftuch zu tragen, aber politisch verurteilen.

      In Schule oder ähnlichen Gebäuden ist jedoch strenge Trennung von Kirchen und Staat mit gutem Grund gefoprdert, ein Linker wird niemals vershehn was es da überhaupt zu diskutieren gibt.

      Nur weil jetzt ein paar Millionen reaktionären Spiessbürger angesichts der Dummheit ihrer Heldin Merkel ihre Felle in Richtung AfD davon schwimmen sieht, wird nichts von Merkels Denken oder Tun jemals „links“ sein!

      Man kann hinterfragen wie sinnvoll es sein wird, wenn jeder der meint er müsse aus religiösen Gründen ein Kopftuch, eine Kippa oder ein Kreuz um Hals tragen, auch dann noch an politischen Wahlen teilnehmen darf, die Freiheit sich wie ein Volldepp zu kleiden hat JEDER!

      Daraus aber Regeln abzuleiten die andere auch aus diesen religiösen Vorschriften zu bestimmtem Verhalten zwingen sollen, ist nicht diskutierbar! Zumindest nicht unter normalen Menschen!

    • Mir privat ist jede religionsbedingte Mode höchst suspekt – einfach, weil ich als Historiker weiss, dass das nicht so banal ist.

    • Dann bin ich eben unnormal,
      @ TDV und finde es schon komisch, dass man in Theheran das IT durchsucht nach Modells, die sich ohne Kopftuch auf internationalem Parkett bewegen und fotografieren lassen, um sie dann, wenn sie wieder ins Land kommen, vor Gericht zu stellen, weil sie gegen den Islam verstoßen hätten.
      Außerdem müssen sich alle weiblichen Crewmiglieder von dort landenden Airlines lange Gewänder überstreifen, bevor sie sich auf den Weg ins Hotel begeben und ein Chiffon als Kopfbedeckung tragen.
      Das ist alles politisch und wird auch befolgt, weil wir ja immer nur wirtschaftlich denken.Die alten Herren dort werden sich eins feixen.


    • und wird dafür von der Hälfte der Bevölkerung vergöttert
      Am Abend des Militärputsches (ich schreibe das extra dazu, denn inzwischen sind es ja 2, erst der Militärputsch und dann Erdogans Gegen-Putsch) las ich irgendwo (weiß nicht mehr wo) „Erdogan hat nicht viel Rückhalt in der Bevölkerung“. Ich dachte: hä? Wie kommen die auf dieses dünne Brett? Da ich es auch so wie sie einschätze, daß etwa die Hälfte – eher konservativ-islamische Sunniten – ganz bestimmt für Erdogan sind, Betonung auf „bestimmt“. Von der Meinung der angedeutschten Gemüse- und Dönerverkäufer auf die gesamte Türkenbelegschaft zu schließen, führt ziemlich sicher in die Irre.

    • Wer ist "normal"?
      @ Philomena
      21. Juli 2016 um 10:33 Uhr
      „Dann bin ich eben unnormal,“

      Ich auch.
      Das ist eben der Punkt. Mir ist das Tragen des Kopftuchs ziemlich gleichgültg, auch des Tschadors, der ja traditionell unter unterschiedlichen Bezeichnungen in Ländern wie Saudi-Arabien und Iran getragen werden, doch eine Ganzgesichtsvermummung geht mir eindeutig zu weit. Das Kleidungsstück ist ein Symbol der extremsten Art der Barbarei und Unterdrückung, wird es doch von denen getragen, die den Dschihadismus unterstützen. Nur radikalisierte Muslime tragen das freiwillig. Für mich sind Niqab und Burka Symbole für Unterstützung des Terrors, Symbole einer kranken Ideologie, ähnlich wie z.B. das Hakenkreuz.

      Frankreich, Belgien und teilweise auch Holland haben das Tragen von diesen Kleidungsstücken verboten, und das ist gut so. Den Mumm wird man in diesem Land wohl nie haben. In einem Land, in welchem der Begriff Toleranz inzwischen pervertiert wird, zu Gunsten von Extremismus anderer Kulturkreise bzw. zu Lasten der Meinungsfreiheit der eigenen Bevölkerung. Fragt sich also, wer hier „normal“ ist.

    • Dann sind wir ja schon zwei,
      @ Tamarisque, freut mich.

      Gerade habe ich den Eindruck, in der Türkei werden Fahnen im gleichen Tempo hergestellt, wie seinerzeit die Schwimmwesten für die Flüchtlinge.

      Gerade wurde im BR in der Quersendung gezeigt, wie Erdogan den Einflüsterer gibt. Er sagte: warum soll ich die Putschisten ein ganzes Leben durchfüttern? ( im Knast) Das wolle das Volk nicht….

      Jetzt etwas Erfreulicheres. Ich hatte in meinem Garten eine Tamarisque, ein Wolke in Rosa, bis eine Frostnacht mit -28 Grad kam.

    • Aufgemerkt, TDV !
      „Erdogan, selbst ein frommer schwarzer Türke ohne Hochschulbildung, hat das geändert und wird dafür von der Hälfte der Bevölkerung vergöttert.“
      .
      Wieder so ein Schmiermaxe wie der Walesa oder der Dachdecker, der Unruhe in die Welt bringt. Ohne Hochschulabschluß. Was soll man da erwarten? Wird der Dünkel obsiegen?

    • Tam & Phila...
      Ich habe eigentlich unmissverständlich über das KOPFTUCH geschrieben, oder?

      Sie beide sind also keineswegs derselben Meinung….

      Solange wir Kreuze am Hals tragen, gibt es kein Recht Kopftücher zu verbieten. Ganz im Gegenteil empfinde ich diese als sehr praktisches Warnsignal, meine Zeit nicht zu verschwenden, habe aber Verständnis dafür, dass es für so manchen Teenie eine Art von Kompromiss ist, der ihr im eigenen Hause ein friedliches Leben ermöglicht. Unter solchen Umständen Zivilcourage zu beweisen, kann nämlich tödlich sein. Hat sich das nich nicht herumgesprochen?

      Es gibt Frauen Organsitationen die man Unterstützen kann, an die sich muslimische Frauen wenden können und die dann eine neue Existenz in einer entfernten Stadt von denen eingerichtet bekommen. Ich habe jahrelang eine solche Org unterstützt, sollte jeder der das Problem sehen kann!

      Mal so nebenbei: Die undefinierbaren Figuren die man in Hiqab in den Fussgängerzonen hinter ihren Saudi Millionärs Gatten herlatschen sieht, die sind in unsererm Lande, in der deustchen Gesllschaft, gern gesehen denn die bringen Cash…. oder lieg ich da etwa falsch?
      Die Heuchelei hat kein Ende!

  56. Die Verwandlung
    Erst die Antifa, dann die Feministen, dann die Linken und jetzt die Ausländer. Don, wollen Sie nicht als nächstes mit Thilo Sarrazin – auch ein mutiger Tabubrecher – ein vernünftiges Sachbuch zu all diesen Unsäglichkeiten schreiben?

    • Sie vergaßen uns Berliner, die er auch gern verarbeitet, usw...
      und ansonsten war Ihr Beitrag auch nicht überzeugend. In die Näherücken ist so scheinriesig, wie der-ist-aber-von-dem-(falschen)-zitiert/gelobt/erwähnt worden…

      Langweilig…

      Dit war weda dufte oder knorke (janz zu schweijen vom schnaffte), sondern einfach nur öde.

      Aber: Oh, nun ist uns endlich allen ein Licht aufgegangen: Das ist ja alles wie beim ehemaligen Berliner Finanzsenator (dem man eben deshalb einiges aufarbeiten sollte, nur die Datenbasis seiner Werke gelten nun mal als solid)! Wenn wir Sie nicht gehabt hätten (und die kleinen Kartoffeln), dann wären er und wir direkt in die Falle gelaufen!

      Ehrlich, wir kommen hier ja eh nicht so gut weg (hihi), aber durch solche Aussagen entsteht mit Sicherheit kein Glanz.

      Ein noch viel mehr sehr viel am meisten fröhliche Berliner (uff)

  57. Ich bin ja einer, der schon länger hier lebt,
    und ich habe mir immer wieder diese Fragen gestellt, die Sie, verehrter Don Alphonso, hier aufwerfen. Endlich! Und das auf einer Medienseite!

    Wie konnte das eigentlich passieren, dass diese Dinge nie angesprochen wurden? Wie kann das passieren, dass Leute, die in Duisburg leben, im türkischen Parlament sitzen? Anscheinend hat man Zeit und Lust sich in Ankara politisch zu engagieren, während freiwillige Dienste in Gemeinderat, freiwilliger Feuerwehr, DRK (meinetwegen Roter Halbmond) usw. überhaupt nicht übernommen werden.

    Warum dulden wir das alles? Warum machen wir uns zum Kriegsschauplatz für türkische Innenpolitik?

    Nicht Erdogan oder Gülen sollte für unsere türkischen Mitbürgerinnen und Mitbürger wichtig sein, sondern das, was im Bundestag diskutiert und beschlossen wird.

    Wenn man aber doch so viel Türkei für sich will, dann sollen gerade die jungen Männer dort auch ihren Wehrdienst ableisten, aber da wird dann doch lieber ein Rückzieher gemacht (es könnte ja in die Kurdengebiete gehen).

    Sind es wirklich nur wir, die nicht die Hand reichen oder wollen die Türken vielleicht gar nicht zugreifen?

    Am Ende noch das: Ich weiß, man kann nicht alle verallgemeinern. Es gibt gelungene Integrationsbeispiele. Aber der von Ihnen geschriebene Artikel legt ganz klar offen, wo die Probleme sind.

    • "Sind es wirklich nur wir, die nicht die Hand reichen oder wollen die Türken vielleicht gar nicht
      Es sind nicht nur „die Türken“, die ausgestreckte Hände nicht ergreifen dürfen:
      Koran, Sure 5, 51:
      „Ihr, die ihr glaubt! Nehmt euch die Juden und Christen nicht zu Freunden! Sie sind einander Freunde. Wer von euch sich ihnen anschließt, der gehört zu ihnen. Siehe, Gott leitet die Frevler nicht recht.“

      Natürlich sind nicht alle so – aber wir sollten darum wissen, was so alles seit Alters her geschrieben steht.

      Seltsam nur – monatliche Geldgeschenke ohne verlangte Gegenleistung werden anstandslos angenommen.


    • @Gast: Eben deswegen sind nur die Aleviten überhaupt „Integrations“kandidaten, weil die nämlich nicht schriftgläubig sind.
      Diese ganze Schriftgläubigkeit – bei allen 3 monotheistischen Religionen – führt stets zu finsterstem Fundamentalismus, Puritanismus und Fanatismus. Buchreligionen sind nur erträglich lebbar, wenn sie der Interpretation unterliegen, die einheimische, landesspezifische Lebensweisen einträgt. Das sorgt dann auch für Geschmeidigkeit anderswo.

  58. "Erdogan hat etwas mit dem Islam zu tun" - und ganz positive Verbindungen ins Feuilleton der FAZ
    Soll Erdogan weiter über die Imame in Deutschland bestimmen – die FAZ sagt ja…

    1) Die Lage in CH, laut Tagesanzeiger Zürich:

    «Es darf nicht sein, dass Erdogan bestimmt, welcher Islam in der Schweiz legitim ist», sagt Saïda Keller-Messahli vom Forum für einen fortschrittlichen Islam.

    Die «Import-Imame» seien mit der Sprache und dem Alltag der jungen Muslime in der Schweiz überfordert. «So entstehen Parallelgesellschaften.» Die Politik müsse die Finanzierung aus dem Ausland verbieten – so wie das Österreich tut.

    2) Erdogans Welt, wie das FAZ-Feuilleton sie sieht

    Ganz anders Jonathan Laurence – im Feuilleton der FAZ vom 16. 7. 2016: Der sagt, man müsse der türkischen Religionsbehörde unbedingt die Bahn frei machen – und ihren Imamen obendrein – sonst drohten Zustände wie in Bosnien! – Weiß er per Ferndiagnose aus Boston. Sorgen macht ihm der deutsche (!) „Hohn auf die Person Recep Tayyip Erdogans“.

    Wer’s nicht glaubt, Laurence hat den Beitrag weiter online, die FAZ immerhin nicht… http://www.jonathanlaurence.net/wp-content/uploads/2016/07/FAZ.16.7.16.J.Laurence.pdf

    Wie gesagt: Die schweizerische Verbandsvertreterin Keller-Messahli sagt, wer Erdogan und seine Religionsbehörde bestimmen läßt, wer in CH was predigt, züchtet sich die (gewaltbereite) Parallelgesellschaft: Weil die türkischen Fachkräfte stockreaktionär und überdies (von der Türkei gewollt) kaum des Deutschen mächtig seien.

    Keine Ahnung, worauf das FAZ-Feuilleton wieder hinauswill. – Echt nicht! DA sicher auch nicht – mein Tipp: Der liest das gar nicht, gehta lieber ins diluviale Altmühler Trockenseitental, macht schöne Fotos und besichtigt die schöne einsame Klosterkirche. Er hat ja recht…

    Aber ich habe auch recht: Das FAZ-Feuilleton diskutiert mal wieder kilometerweit „am Dings vorbei“ (Rolf Miller).

    Und ich bezahl‘ das alles brav mit. – So hat man gut zu tun…

    Ehh – wahrscheinlich steckt Bahners dahinter, der immer noch (gern in Buchlänge) Bismarcks Kulturkampf bekämpft – und diesen Bismarckschen Kulturkampf hat Laurence auch auf dem Schirm: Zwei Brüder im Geiste. Bzw.: Zwei Irrende – wer aber hilft ihnen zurück auf den rechten Pfad?!

    • Nein, es gibt einfach unterschiedliche Stimmen. Bahners ist in München.

    • ggf ist der Imam aus der Türkei so etwas wie
      die Vertreter des Goethe Instituts. Ich weis gar nicht welche Religion die haben. Es ist m.E. Verständlich wenn man aus der Türkei Prediger in andere Länder entsendet. Das macht der Vatikan auch. Da die Türkei dann doch wesentlich liberaler ist als der Iran und Saudi-Arabien ärgert mich die Entsendung weniger auch nicht das man Türkischstämmigen auf türkisch predigt.

      PS Zahlreichen Frauen soll es sehr Recht sein wenn der Ehemann in der Moschee den Hinweis bekommt doch bitte nicht in die Spielhallen und Kneipen zu gehen.

    • Werner
      @ Renate Simon
      Hier schreibt Werner:
      Werner sagt:
      20. Juli 2016 um 13:34 Uhr
      Hakenkreuzfahne gefunden.

      Eine gelungene Persiflage über die Analyse einer Tat bzw. eines Täterprofils.

  59. Meinen Dank an Werner und Don Alphonso
    Ich bin nur ein bescheidener, bisher stiller Leser dieses blogs, möchte heute aber gerne meine Wertschätzung dem tollen Beitrag von Werner entgegen bringen und natürlich Ihnen, lieber Don Alphonso für die immer tollen Denkanstösse in Ihrem blog.
    Leider so scheint mir, haben wir zwar eine Vielzahl an Medien und Möglichkeiten an sogenannte Informationen zu kommen jedoch fehlt mir oft dort der Inhalt und die Intelligenz/der Mut die Dinge beim Namen zu nennen und nicht nur das vorgesagte nachzubeten.
    Vielen vielen Dank für das Gehirnschmalz was in diesen blog fließt!

    • Bitte, gern geschehen.

    • Selbst auf die Gefahr hin, dass ich nun ziemlich dämlich aussehe
      meine Frage, wer ist Werner? Auch Tamarisque erwähnte diesen Namen und ich habe momentan keine Ahnung, wer das sein sollte bzw. stehe ich fürchterlich auf dem Schlauch.


    • @renate: Werner ist ein Kommentator hier. Wenn Sie die Suchfunktion über diesen nun immer längeren Kommentarzopf drüberlaufen lassen, finden Sie ihn, ziemlich im Anfangsteil.

    • @Renate Simon
      „Werner“ hat hier oben einen sehr anschaulichen Text gepostet.
      Siehe:
      20. Juli 2016 um 13:34 Uhr
      Hakenkreuzfahne gefunden.

    • Danke für die Hinweise,
      ich kann meine Verwirrtheit nicht einmal mit dem Wetter erklären, denn grad heute die trockene Wärme ist ganz so, wie ich es liebe.

      Dann dämmerte mir, dass ich ja Werners Kommentar längst gelesen und mich schon ein wenig erschreckt hatte, denn so abwegig ist der Vorgang, auch letztlich in seiner Lächerlichkeit, ja nicht.

      Mir gehen sehr viele Gedanken durch den Kopf und alle sind nicht dazu angetan, unbeschwert das Sommerwetter zu genießen.

      .
      Hier noch ein Artikel zur Beteiligung der Politik bei Kahane, über die ich auch immer noch hirne
      http://www.achgut.com/artikel/ein_spinnennetz_legt_sich_ueber_das_land_und_die_amadeu_antonio_stiftung_mi

  60. Die Allahu-Akbar-Demos sind ein Warnsignal....
    meint Österreichs Krone:

    http://www.krone.at/Oesterreich/Die_Allahu_Akbar-Demos_sind_ein_Warnsignal-Regierung_gefordert-Story-520545

    In meinem Alter wird mir das mehr und mehr gleichgültig.
    http://nobydick.de

  61. Lösung?
    Sollte es 2017 noch Wahlen geben und die CSU bundesweit antreten, könnte eine Koalition aus 40% CSU und 20% AfD unsere Heimat vielleicht noch retten?

    • Wie denn, Herr Müller, solange die deutsche Bevölkerung
      weiter so @denkt@ wie sie es tut… allein eine andere Regierung reißt hier nichts!

      Wenn ich im Gespräch mit gebildeten Leuten am Ende aufgeschreckt durch ihren Stolz auf ihre Söhne bei der antifa, bemerke, daß die antifa Dreck sei, und daraufhin nur ungläubiges Unverständnis in den Augen meiner -bis dahin- Gesprächspartner aufleuchten sehe, dann weiß ich, daß die Leute es genau so wollen wie es jetzt läuft.
      Und die glauben auch, daß die Islamisten sich wegen der AfD radikalisieren. Zum Glück liegt ihr Urlaubsort noch auf dieser Seite der Scheibe- obwohl: mir wärs egal.

    • Nein
      Was sollte die CSU z.B. in Bremen reißen können ? Da kann man nur scheitern.
      Bayern ist halt anders, man hat sich früher darüber lustig gemacht und heute wünscht man sich man könne unter den bayrischen Kanonen leben, so wie man im Dreißigjährigen Krieg vor den Stadtmauern campierte um halbwegs sicher zu sein, wenn die Vertreter der religiösen Vielfalt anrückten (ein abgewandeltes Bild des DA).


    • CSU bundesweit antreten
      zu spät. Sowas braucht min 2 Jahre Vorlauf. Es würde nur zu noch mehr Erosion führen.

  62. Na gut - und jetzt
    Die Artikel von Don Alphonso sind ja immer sehr schoen geschrieben. Sie heben sich gewaltig ab vom moralinsauren PC-Einerlei das unsere Medienlandschaft charakterisiert. Trotzdem gehe ich (im virtuellen Sinne) immer wieder etwas perplex nach hause. Mir fehlt – um es auf italienisch zu sagen – das ‚dunque‘.

    Oder um das ein bisschen aufzudroeseln: Soweit ich den Don recht verstehe kommt er bei seinen Situationsanalysen immer wieder zum Schluss kommt dass die Elite dieses Landes in einer aberwitzigen Blase lebt; und dass diese Blase fuer dieses Land zu einer richtigen Gefahr geworden ist. Soweit so gut. Aber was will man daraus fuer Konsequenzen ziehen? Woher soll eine Besserung kommen?

    In politischer Hinsicht hat er ja mehrmals klar gesagt dass er in der AfD kein taugliches Instrument sieht um diese Blase etwas aufzustechen. Weil auch jede andere moegliche Parteineugruendung wieder sehr wahrscheinlich nicht von intellektuellen und moralischen Vorzeigepersonen kommen wuerde, kann er eigentlich nicht auf eine solche hoffen. Daher bleiben in politischer Hinsicht also nur die etablierten Parteien. Aber diese sind es ja nun die es sich in der Blase gemuetlich gemacht haben. Und zwar gilt das – soweit ich das einschaetzen kann – fuer alle sechs. Also ich wuesste nicht wer von denen noch reform- und erneuerungsfaehig sein sollte. Also wenn der Don das nicht ganz anders sieht wuerde das bedeuten dass wir politisch also einfach so weitermachen wie bisher. Merkel als Kanzlerin auf Lebenszeit? Alternativlos sozusagen?

    Oder soll der Wandel gar nicht durch politische Wahlen kommen sondern durch irgendwelche neuen gesellschaftlichen Stroemungen die sich gerade irgendwo in diesem Land als intellektuelle Bewegungen am formieren sind? Gibt es sowas in diesem Land das ja angeblich eines von Dichtern und Denkern sein soll? Ich selbst sehe hauptsaechlich angepasste Schwaetzer und denunzierende Moralisten.

    Also noch einmal: Schoene Analysen. Aber ich seh kein dunque. Ziemlich sicher ist das Absicht. Aber warum?

    • Weil ich selbst keine Antwort habe. Weil ich auch wenig Optionen sehe und alle sind nícht gut

    • Get out while you can. While you still have a soul.
      Tja Don, das muss man akzeptieren, wenn man überleben will:
      Gut wird es nicht.

      Seele oder Leib, was wollen wir retten?
      Wir müssen uns entscheiden.

    • Österreich ist nah.

    • Ich denke auch, an dem österreichischen Außenminister Kurz
      kann man deutlich sehen, dass Politik auch anders agieren könnte!

      Aber, nicht alle Österreicher haben ein hinreichendes Problembewusstsein, Freunde meiner Frau bspw. nicht! Und in Wien ist das Klima tlws. wie hier bei uns in Bad Godesberg…!
      Andererseits gibt es sicherlich einige Almen, auf denen sich auch unter einem Sultanat gut leben lässt, weil die adipösen Gläubigen nicht hoch kommen.

    • @ Gast 111, oooooch, das könnte schneller gehen als uns lieb wäre,
      „Merkel als Kanzlerin auf Lebenszeit? Alternativlos sozusagen?“ Nein, da ist jeder Tag der Alternativlosigkeit einer zu viel.
      .
      Man darf sich das ja nicht offen herbeiwünschen, aber glauben Sie nicht, dass unter den bei versonnenen zauseligen Nickelbrillenträger und Doppelnamen-Aufnahmefamilien im Ökohaus sich nicht auch schon solche (mit 1200 € sozialamtalimentierten*) Schützlinge befinden könnten, die auftragsmäßig in Berlin, Hamburg, München ein zweites Madrid nachvollziehen könnten. Wie lange gäben Sie ihr dann noch? Für jede Spekulation bin ich ganz Ohr.
      .
      * mit 3 x Sozialamtbeitrag pro Monat dürfte sich Zahn-Nummer 14 oder 15 im Gebissschema dann auch mal ersetzen lassen, falls oben genanntes Szenario nicht eintreten sollte. (* gilt ernsthaft nur für Nachrichten-Gucker vom 20. Juli)

    • Österreich?
      Also wenn man die Drohungen in den Texten hier so liest…. da werden die Österreicher nach der Süd- wohl auch die Nord-Grenze bald dicht machen!

  63. Frage an den Zetralrat der Muslime in Deutschland
    Es wäre ein leichtes die “ aufkommenden Voruteile und Verallgemeinerungen“ zu entkräften! Wie wäre es, wenn unsere Bürger islamischen Glauben nicht für Parteien in der Türkei demontrieren würden, sondern Lichterketten gegen islamische Gewalt organisierten?

    Dann könnte auch die bunte Republik, ohne fragwürdig zu wirken, teilnehmen!

    Lg an das Forum!

  64. Pingback: Erdogan hat etwas mit dem Islam zu tun – Stützen der Gesellschaft – Wertewandel

  65. Frage
    Ist diese MHP so etwas wie eine türkische AFD, oder mehr eine türkische NPD?

  66. Titel eingeben
    Geschätzer Don, wieder ein bärenstarker Text, dafür herzlichen Dank. Ich bin sonst eher stille Leserin, habe mich bei Ihrer Beschreibung des „schockierten deutschen Bürgertums“ am Straßenrand an meine erste ( und einzige) Demoteilnahme erinnert, weiland übrigens gegen eine örtliche Mülldeponie. Ich weiß noch, wie ich mir damals ausgesprochen dämlich vorkam, weil wir ein paar Reime der Güte „reim Dich oder ich fress Dich“ skandieren sollten um Stimmung zu machen und dass ich das Gefühl nicht loswurde, dass das nicht meine Form der Kommunikation wäre, als Blökvieh emotionalen Stress zu erzeugen. Ich mag als angehende Abiturientin da ein wenig naseweis gewesen sein, man möge es mir verzeihen. Diese Demoteilnahme war mir persönlich jedenfalls eine Lehre. Die Herrschaften mit den roten Flaggen scheinen da weniger Skrupel gehabt zu haben und werden dergleichen voraussichtlich auch nicht mehr entwickeln. Und die „schockierten Bürger“ am Straßenrand? Aus heutiger Sicht vermute ich, dass all die „schockierten Bürger“ die nicht routinemäßig in den 80ern an Wackerdorfs Bauzaun gehangen haben, auch heute noch Schwierigkeiten damit haben, als Schreihälse über die Hauptstraßen zu ziehen und Blödsinn zu rufen. Als gebildeter Mensch zieht man ein vernünftiges Gespräch bei Tee und Häppchen oder meinetwegen Bier und Brezn der Straßenschlacht vor. Der vernünftige Mensch demonstriert nicht, er argumentiert. Und was tut der Neandertaler? Er haut drauf, bis der vernünftige Mensch endlich die Klappe hält. Wie schrieb @Goodnight so treffend „Auch in der funktional ausdifferenzierten Moderne darf man die Gewalt nicht vernachlässigen.“ So isses…

    • normale Demos sind minimal integrativ, weil sie Zulauf und Verständnis wollen. Die war es nicht. Das war so ungewöhnlich. Und verstörend.

  67. wieder einmal: glückliches, glückliches Bayern
    wo am nächsten Tag die roten Fahnen wieder eingerollt und verstaut werden und, bis auf die Ganzverhüllten, alle wieder in die Arbeit gehen!
    Bei uns gibt’s nicht genug Arbeit und daher weit weniger cooling off und zurück in den Alltag.
    Die Antifa rief zu den roten Fahnen mit dem Halbmond und hat das so begründet:http://linkswende.org/erklaerung-zum-anti-putsch-protest-vereint-die-kraefte-gegen-die-fpoe/

  68. Nation mit und ohne Emotion...
    Vielleicht wirkt es deshalb auch so befremdlich, weil dem hiesigen das Verhältnis zur Nation ausgetrieben wurde. Das Verhältnis dieser immer noch Türken mit oder ohne deutschem Pass ist zur deutschen Nation taktisch, zur türkischen emotional. Das vorbehaltlos Subjektive ist dort noch vorhanden, kein relativierender Gedanke, wie das an einem Datum, der vielleicht noch NS kontaminiert sein könnte (Darf ich an einem etwaigen Geburtstag Albert Speers meine Uroma besuchen?), und im unfreiwilligen/ freiwilligen Aufnahmeland ankommen würde? Hier aber wieder mit dem Nazi in Richtung Türken zu wedeln, ist etwas unterkomplex und transportiert nur die Beißmuster in eine neue Richtung.

    Ich bin wohl einer der wenigen, der eine Zeit mit einer türkischen Journalistin in Ankara gelebt hat. Mir wäre eine solche Stürmung des öffentlichen Raumes angesichts meiner antrainierten kulturellen Sensibilität dort nicht in den Sinn gekommen, auch nicht abends beim Spaziergang hinter dem Ankaraer Präsidentenpalast. Wäre wohl auch dem türkischen Subjektivismus hart aufgestoßen.

    Wobei man deutlich sagen muss, daß sich auch hier zeigt, daß die hiesige Einwanderung in der Regel eine Hard-Core Unterschichtseinwanderung ist, der Reflektion nicht unbedingt am Herzen liegt. Richtige religiöse Repression habe ich nur bei fanatisierten Jugendlichen und älteren Mürrischen in der Türkei und breitaufgestellt in Kreuzberg kennengelernt, ansonsten in der Türkei universitäres Klima aus den großen Universitäten wie Metu und Bilkent. Übrigens hätte ich dem Land einen Putscherfolg von Herzen gewünscht, genau im Sinne des Kemalismus Atatürks.Dem wären diese religiösen Eiferer ein tödlicher Graus gewesen. Lieber eine Militärjunta als die weitere Islamisierung des Landes im Stile einer religiösen Volksdemokratie. Die Hoffnung ist zerstoben. Man hätte für eine säkulare Türkei im Sinne des Kemalismus demonstrieren können, aber auch das kann mittlerweile riskant sein. Atatürk wird von allen vereinnahmt.

    Wer will denn aber auch teilhaben an der hiesigen Nation, die sich selbst demontiert? Attraktiv ist das nicht, selbst nicht mehr nach einer Umfrage in Eupen und Malmedy, die selbst noch in Hitlers Reich wollten und jetzt dankend ablehnen. Wer meint, mit einem irgendwie gestrickten Verfassungspartiotismus solche Menschen emotional zu erreichen, der glaubt auch, daß mit den „Flüchtlingen“ nur Opfer und keine Täter kommen. Also alle FreundInnen von Renate Künast…

  69. Warum
    hat Mutter Blamage im letzten Oktober noch Wahlkampf für Erdogan gemacht, wie sogar die SZ notierte:
    http://www.sueddeutsche.de/politik/merkel-in-der-tuerkei-deutsche-wahlkampfhilfe-fuer-erdoan-1.2694207
    Jetzt heulen in Deutschland viele, auch in der Union, herum, dass der Putsch gescheitert ist. Muss man das verstehen?
    Wohin man auch blickt, immer wieder dieselbe Frage: was macht diese Frau im Kanzleramt – und in wessen Auftrag? Ich verwahre mich gegen jedes Gerücht, dass sie in meinem Interesse handeln könnte.

  70. Glänzender Artikel, auf den Punkt gebracht...
    aber so viele Bälle, wie Ihnen dank der bewegten Zeitläuften momentan auf den Elfmeterpunkt gelegt werden, können Sie gar nicht verwerten.

    Des einen 20. Juli ist halt des anderen 30. Januar, und das muss dann gebührend gefeiert werden.

  71. Titel eingeben
    Seit 15 Jahren bin ich regelmäßig in der Türkei. Nicht an den Urlaubsorten, sondern südlich von Kocaeli. In der Gegend wohnen die munter arbeitenden Leute bei Hyundai, Serin, Tirsan, Ford Otosan und Toyota. Dazu kommt noch Konya als historische Eisenregion. Die haben überhaupt kein Verständnis für die Kasper-Geschichten aus Ankara und Istanbul. Denn die türkische Wirtschaft hat nach wie vor eine negative Leistungsbilanz. Sie müssen ihr Rohöl importieren und der Staat kann mangels funktionierender Finanzverwaltung den Bürger nur über horrende Spritpreise zur Kasse bitten. Diesel in der Türkei: nicht unter 1,8 Euro. Deswegen gibt es in und um die großen Städte völlig bekloppte Immobilien-Investitionen (o.k.: die gibt es im des Dussel´s Dorf auch), die dann halb fertiggestellt nutzlos herumstehen. Die türkische Industrie, also die Koc, Nuhoglu und Sabanci versuchen, mit Auslandsinvestitionen den ökonomischen Rückstand auszugleichen. Das gelingt ihnen aber nicht, wenn der Bekloppte zum Beispiel es sich mit Putin verscherzt. Wo gerade in St. Petersburg von der Türkei aus ein Lkw-Werk errichtet werden sollte. Und die Gemüse-Lieferungen mit Tausenden von Tonnen waren auch abgelehnt. Deswegen hat Herr RTE das Verhältnis zu Russland schnell normalisieren müssen. RTE ist nichts weiter als eine renitente Version von einem Adenauer. Auch der erhielt seine politische Macht von den Katholen-Dumpfbacken in der preussischen Provinz. Oder: was wollen wir an politischer Kompetenz von Leute erwarten, die vier Jahre Grundschule hatten? Oder acht Jahre an einer boarischen Volksschule. Irgendwo kommt der Marktanteil der CSU schließlich her. Boarisches Qualitäts-Abitur hin oder her.

    • Titel eingeben
      werter Schmiermaxe Braun,

      ich respektiere die Werktätigen.
      Ihre kultur- und allgemeinpolitischen Ansichten aber besprechen Sie besser mit dem nächtlichen Gast.
      Ein Bayerischer Grundschüler mit Empfehlung zum Übertritt würde in Ihrem Bundesland das Abi bekommen und in Erdogans Schule promovieren.

      Bayern (und Franken, Schwaben, Vertriebene, eingedeutsche Türken, Griechen) sind nicht dümmer als Bremer oder Saarländer. Wir sind einfach näher am Leben. Realistischer.
      Die CSU hat konsistent deutlich besser gearbeitet als die CDU und SPD bei Ihnen. Das sehen wir. Trotz ARD und ZDF.

      Deshalb sind wir nicht Fans. Abschaffung des Senats, Rauchverbot, 40% CSU nach der Stoiberschen Riesenmehrheit zeigen Ihnen, daß Bayern die CSU nicht auf einem Pedestal sieht. Die Landräte von Freien Quälern und der grüne Landrat zeigen das auch.

      wenn der deutsche Wähler so denken würde, wie der bayerische hätten wir manche Sicherheitsprobleme und Schulwirrungen nicht.

      Laden Sie sich doch eine bayerische Abiturprüfung runter und versuchen Sie Ihren klaren Nordlichtverstand.


    • halb fertiggestellt nutzlos herumstehen
      Wie man es dort bei Industriebauten macht, weiß ich nicht, aber bei Häusern machen sie es generell so, daß sie die jahrelang nicht ganz fertigbauen – muß wohl mit der Steuer zu tun haben, die man erst zahlen muß, wenn das Haus „ganz fertig“ ist. In Manavgat habe ich mehrere große neue Mehrfamilienhäuser gesehen, wo 2,3 Wohnungen zwischendrin schon bewohnt waren, und neben-, oben- und untendran klaffte offenes Rohbaugeschoß, ohne Geländer oder sonstige Sicherung für die Bewohner. Also, das Hausbauen läuft da unten anders als ab als in D. In Griechenland übrigens auch so.

    • @colorcraze
      In Griechenland hat das mit den nicht fertiggestellten Häusern den Hintergrund, dass ab Fertigstellung Immobiliensteuer gezahlt werden muss. Also lässt man lieber dauerhaft den Putz weg und die Armierungseisen aus der Wand schauen, das ist zwar häßlich, spart aber Steuer….

      Ob das in der Türkei ähnlich ist, entzieht sich meiner Kenntnis…


    • @Schallundrauch: Muß wohl ähnlich sein (ganz gleich wohl nicht), denn die Anblicke sind so sehr ähnlich. Wie gesagt, das mit den „Bauruinen“ (denkt man als jemand, der die deutschen Baufortschritte als Maßstab nimmt), bei denen einzelne „Waben“ dann schon ausgefacht und bewohnt sind, habe ich selbst gesehen. Die Bauunternehmer kaufen die Grundstücke und setzen den Rohbau drauf, und dann werden die Teile als Eigentumswohnungen verkauft. Wer zuerst alles gezahlt hat, bekommt seine Wohnung fertiggestellt (innen, außen natürlich noch kein Putz) und kann einziehen – auf die Baustelle. Nach und nach füllt es sich, und irgendwann in 10, 20 Jahren kommt dann wohl auch mal Putz drauf. Das ist sehr anders als bei uns in D, wo erstens niemand in ein halbfertiges Haus einziehen wollte, und zweitens die Bauvorschriften sowas wie in der Türkei gesehenes gar nicht zuließen. Irgendwie kommt es die Türken mit dieser seltsamen peu-a-peu-Methode anscheinend erschwinglicher, sonst würden sie es ja nicht machen – vielleicht machen sie es so, weil die normalen Leute nicht leicht an einen Immobilienkredit kommen, und die Wohnung deswegen aus Sparvermögen bezahlen, ich weiß es nicht. Ich kann nur feststellen: die machen das so, und eben ganz anders als bei uns.
      (Wobei bei uns in den 1950ern die Bauvorschriften auch nicht sonderlich eng waren, es stehen heute noch Schwarzbauten in Kleingärten aus dieser Zeit; die haben jetzt aber die Auflage, daß sie nicht repariert werden dürfen und abgerissen werden müssen. Aber das ist eher sowas wie die „Gececondus“ oder wie das heißt, die „über Nacht entstandenen Häuser“, die dann nicht als Schwarzbauten gelten – in Italien soll es in den 20er Jahren auch mal wenige Jahre so ein Gesetz gegeben haben. In der Türkei gab es das Gesetz aber bestimmt bis mindestens in die 90er, denn auf einer Busfahrt an der Südküste sahen wir auch einige abgelegene neue Häuser, die ganz bestimmt solche Semi-Schwarzbauten waren.) – Im Bereich Bauverwaltung/Kataster, Immobilienkreditzugang und Besteuerung würde ich jedenfalls nach Gründen für diese Unterschiede suchen. Griechenland hat bekanntlich kein Katasteramt, und wie die türkischen Banken aufgestellt sind – Islamic banking nur mal als Stichwort – weiß ich nicht.
      Irgendwo hatte ich mal gelesen, das „Gececondu-Gesetz“ in der Türkei sei „ganz traditionell“, d.h. diese Regel gäbe es schon seit Jahrhunderten (gelesen habe ich das mal vor X Jahren, im Zusammenhang mit der regen Bautätigkeit auch Herrn Erdogan verbundener Personen in Istanbul). Das mit den Jahrhunderten erscheint mir glaubhaft u.a. deswegen, weil es in Griechenland eben so ist, wie es ist, was einem dann nicht mehr verwundert, wenn man das einfach als Fortsetzung der osmanischen (Nicht-)Bauverwaltungstradition ansieht.

    • @colorcraze
      Interessant… das mit dem „Islamic Banking“ muss man in der Türkei aber bislang vermutlich noch nicht zu hoch hängen, hat sich doch der Herr Atatürk da durchaus seine Freiheiten genommen.

      Was die Zukunft anbelangt, so sich das vielleicht ändern. Aber ich bin mir offen gestanden noch nicht sicher, was da bei RTE im Vordergrund steht: der chauvinistische Nationalismus oder doch die Religion (von chauvinistischer Religion trau ich mich nicht zu sprechen, Sie wissen schon, der religiösen Gefühle wegen).

      Abstrahieren wir das aber doch vielleicht von unserem kontemporären Weltbild und setzen es in den historischen Kontext: Wenn wir Glück haben, ist er auch nur ein klassischer Despot, der in bester Macchiavelli-Tradition ein wenig seine Macht konsolidiert und danach zum despotischen Tagesgeschäft (vorrangig: persönliche und familiäre Bereicherung) übergeht.

      Und da in seinem näheren Umfeld auch der eine oder andere Bauunternehmer zu finden ist, nehme ich mal an, dass die baurechtlichen Vorschriften in bevorzugten Lagen der Türkei zukünftig durchaus „flexibel“ gehandhabt werden, wenn nur der richtige den Antrag stellt (das Thema der Historie des aktuellen Präsidentenpalastes will ich gar nicht näher ansprechen) – wer muss schon schwarz bauen, wenn er zur gerade herrschenden Kleptokratie gehört…

    • @melursus
      Gut gegeben!


    • @SchallUndRauch: das kann gut sein, daß die türkischen Banken ziemlich „normal“ (ähnlich wie die westlichen) sind, und von Islamic Banking wenig angekränkelt. Islamic Banking war ja soweit ich weiß eher eine Londoner Erfindung so etwa in den 00er Jahren, um in den Golfstaaten das Geldumwälzen voranzutreiben. Zog dann aber wohl auch weitere Kreise in diversen frommen Stiftungen, es versuchten sich möglicherweise auch in der Türkei welche damit. Allerdings gab es die türkischen Banken schon vorher, die werden also Platzhirsche geblieben sein.
      E.s etwas arg ausgeprägte Geschäftstüchtigkeit wird von Türken immer mal kritisiert, ich entsinne mich an das Erdbeben vor einigen Jahren, als von käuflichen Ausnahmegenehmigungen gegenüber den Erdbebensicherheitsbaugesetzen die Rede war, die sich in der Wirkung dann als z.T. ziemlich verheerend herausstellten.

  72. Das ist nicht mein Deutschland
    Ich muss dem Verfasser in fast allen Punkten recht geben.
    Den Deutschen wurde durch zwei verlorene Kriege das Herz herausgerissen und die letzten 70 Jahre Indoktrination des Schuldkomplexes durch die linksgrünen Socken tat ihr übriges.

    Wenn man sich dann noch die „Spitzen“-Vertreter von CDU und SPD ansieht, dann hat man mehr als einmal das Gefühl, diese Leute haben den Auftrag, auch noch das letzte bisschen Deutsch der Geschichte anheim fallen zu lassen.

    Fleißig mit dabei, die Mehrzahl der Tages- und Wochenzeitungen. Es wird nur berichtet, was in das eigene Weltbild aus Wolkenkuckuckshausen passt und der Rest wird ignoriert, oder wenn das nicht möglich ist, klein geschrieben und verharmlost.

    Deshalb danke für einen Artikel, der aus der großen Masse der Dhimmi-Beiträge heraussticht.

    • Eher der Kopf ab
      … und, übrigens, die DDR hatte den letzten Krieg nicht verloren, also ideologisch meine ich. Materiell schon.

    • Wir wurden befreit
      wer den letzten Krieg verloren hat, tut mir gar nicht leid.
      Richard der I. von Weizsäcker hat das doch so schön formuliert.

    • Interessante Theorie...
      Das mit den linksgrünen Socken und den 70 Jahre Indoktrination des Schuldkomplexes wegen zweier verlorener Kriege gar „das Herz herausgerissen“… so hab ich das noch gar nicht gesehen. Da haben sie sicher ein paar mehrheitsfähige Ideen unter die Leute gebracht…

      Wenn ich sie richtig verstehe dann meinen sie wohl zwei Weltkrige seien ja nun sooo viele auch wieder nicht, und wer weiss schon, vielleicht klappts ja im dritten Anlauf?

      Und die Fenster in „Wolkenkuckuckshausen“ immer schön geschlossen halten, sondern flattert irgendwann mal die Idee herein, dass der langsam näherkommende Terrorismus etwas man den Einsätzen der Bundeswehr in den einschägig bekannten Feind-Ländern zu tun hat…

      Nein… sie haben Recht, kann nicht sein, schliesslich sind wir die Guten.

  73. Hier ist ein sehr wichtiger Beitrag,
    der sich mit der Muslim-Brunderschaft und ihren zahllosen Unterorganisationen in Europa beschäftigt.
    Und wie diese versuchen den Begriff Islamophobie zu etablieren,
    (auch im wissenschaftlichem Diskurs) und in verschiedenen Ländern in Gesetzform zu bringen.
    Auch Erdogan hat tiefe Verbindungen zu den Muslimbrüdern.
    Bitte aufmerksam Lesen.
    http://diekolumnisten.de/2016/07/21/islamophobie-und-die-muslimbruderschaft-in-europa/

  74. orale Kulturen
    Der historisch gebildete Don kann Bildsprache besonders gut darstellen, da er die alten Völker versteht.
    Ich mag Türken und beschäftige Türken und Kurden.
    Die „schwarzen“ Türken stehen oralen Kulturen sehr nahe. Manche Aktionen Erdogans sind so zu verstehen.
    Erdogan wollte nicht mit Zivilisten skrupellose Putschisten mit Armeewaffen stoppen – die Soldaten hatten Skrupel und haben nicht geballert.
    Erdogan wollte Blutzeugen. Erdogan legitimiert seine lang vorbereiteten Machtexzesse mit dem Blut der AKP Märtyrer.

    Raute hat ihn im Wahlkampf reden lassen. Raute hat ihn im Wahlkampf besucht und ihm die Visumfreiheit als Kranz ums Haupt geflochten.

    Mit danisch könnte ich weibliche Unfähigkeit vermuten. Ich denke aber an zynische kurzsichtige Machtpolitik. Ich sehe Merkel als willige Partnerin der antideutschen.

    Und ich habe als Wahlempfehlung nicht mehr anzubieten als der Don. In Bavaria werde ich mich zwischen Duin und Aiwanger entscheiden.

  75. Akademischer Überhang
    woher nimmt Erdogan diese zigtausend Ersatzlehrer ,Richter,Militärs etc?

    • Wie man in NRW sieht, ist Bildung überbewertet und Justiz? Wozu?

    • Titel eingeben
      den Don ergänzend: Hart wie Kruppstahl, zaeh wie Leder, flink wie Windhunde
      und dabei gut lenkbar.
      Die Nazis haben sehr wohl unterschieden zwischen unnoetiger, unerwuenschter Bildung und Berufsausbildung.

    • Naja - in einem islamischen Staat gibt es Scharia-Richter.
      Da braucht man Imame und die ganze bisherige Justiz ist dann eh für die Katz.

    • Lehrer siehe Richter
      Kinder, also eher die Jungs, gehen dann halt alsbald in den Koranunterricht und lernen den von hinten nach vorne auswendig.
      Und da da drin steht, dass man all das genau so glauben muss, wie es da drin steht, ist es ja auch Blödsinn, die Kinder mit anderem zu belästigen, da sie dadurch ja dann nur auf dumme Gedanken und durcheinander kämen.

      Das ist ja auch mit ein Grund, weshalb viele hier niemals ankommen werden können. Die erlebte Realität passt nicht zu dem, was im Koran steht und als einzige Wahrheit Gültigkeit haben soll.
      Ein grausamer Konflikt für den Einzelnen, der seine Zweifel ja zum Teil nicht mal äußern darf und wem gegenüber auch äußern sollte?
      Das kann schon einfach irre machen und in tiefste Zwiespalte stürzen, besonders wenn jeglicher Halt aus der Umgebung wegbricht – und der ist für alle, die hergekommen sind, nicht beständig.

      Und wenn man sich Wort für Wort an das Gelernt hält – kann schon mal ein Axtmann oder ein LKW Fahrer das machen, was da halt fixiert ist.

      Ich glaube nicht, dass „wir“ da irgendwie unterstützen und was aufhalten können. Es sind einfach zu viele und die Konditionierung auf was auch immer von außen nicht einzuschätzen.
      Zudem ist die Vernetzung neu, mit der „Schläfer“ von überall her in Nullkommanix geweckt werden können.

      Hamed Abdel-Samad ist mit seiner Biografie hilfreich, einiges besser zu verstehen. Aber es bleibt eben dennoch aussichtslos, da was aufzuhalten.

  76. Das Aufwachen
    Eines Tages wachte D auf. Auf einmal stellte er fest, dass es sog. Kulturvereine gibt, in denen archaisches Türkentum gelebt wird, dass über die Sat.-Schüsseln türkisches Propagandafernsehen den freundlichen Gemüsehändler verstrahlt, die allermeisten Türken sich als Türken sehen, stolz auf die Türkei sind und dafür sorgen, dass der Sohn und Familienerbe eine unberührte Türkin aus der Türkei heiratet (was viele Vorteile hat). D war nie bei traditionellen Türken in I-Town, die über die dummen Deutschen mit der Geldkanne nur den Kopf schütteln, das waren Gegenden, wo man nicht hingeht. Er hatte die wenigen Ausnahmen als Regel angesehen und ärgerte sich über seinen Mangel an Weitsicht. Zum Trost beschloss er, eine Silberkanne zu kaufen, und war innerlich froh, das er keine Kinder hat, die sich mit den Folgen einer durchgeknallten Zuwanderungspolitik herumschlagen dürfen;immerhin das, sagte er seufzend zu sich, bevor sich bei EBay anmeldete.

  77. Nationalismus
    Sie beklagen also mangelnden deutschen Nationalismus?
    Nationalismus mit Nationalismus bekämpfen – Fight fire with fire.

    Aber schön einfach hört es sich ja an, Ihre Zielgruppe brauht anscheinend den Glauben an einfache Lösungen.
    Leider geht dadurch die Komplexität verloren, was man an den Formulierungen „Dashatmitdemislamnichtszutun-Talkshows“ und „Kopftuchfeminismus-Kongresse“ schön sehen kann.
    Da werden die Leute, die sich eben auf Kongressen (ok, wohl eher nicht in Talkshows) differenziert mit dem Islam beschäftigen despektierlich von Ihnen dargestellt – „Anti-Gutmenschen“-Rhetorik.
    Und wie gesagt: Lösung ist dann eine Radikalisierung des „einfachen Volkes“? Oh mann …

    Schade, das Thema hatte bei Ihnen so viel Potential und dann verfallen Sie doch wieder der Ziegruppen-Polemik.

    Außerdem verstehe ich eines nicht: Bei den türkischen Demonstranten wird jeglicher Antisemitismus, Rassismus, alle Gruppierungen mit ihren dummen Nuancen des Hasses offengelegt.
    bei deutschen Rassisten / Antisemiten, die bei Pegida und Afd mitlaufen halten Sie sich da zurück.
    Warum?
    Zielgruppe?

    • Pardon, soll ich Ihnen mal die entsprechenden Kongresse von FES und Frauenministerium raussuchen? Nach Köln wurde genau dieses Bild der Feministin mit Kopftuch aktiv propagiert, zusammen mit dem vom Familienministerium unterstütztem Hashtag „ausnahmslos“.

    • Lieber Max,
      wenn du dich differenziert mit dem Islam und beispielsweise der Kairoer Erklärung der „Menschenrechte“ beschäftigt hast, erkläre mir doch bitte, warum der Moslem, der einer friedlichen Familie und einer harmlosen älteren Frau mit der Axt die Schädel einschlug, glaubte mit dieser Tat in den Himmel zu kommen.
      Ich wäre Dir auch für komplexere Erklärungen dankbar.

    • Antwort
      @Don:
      Was hat das mit meiner Kritik zu tun?
      Ich habe kritisiert, dass Sie die Leute, die sich mit dem Thema Islam intensiv und differenziert beschäftigen, mittels einfacher Polemiken („Kopftuchfeminismus-Kongresse“) abwatschen.
      Ja was ist denn die Alternative?
      Wer darf / soll sich denn nun mit dem Islam beschäftigen?
      Wer entscheidet, wessen Meinung Relevanz hat und fundiert ist?
      Halten Sie es wirklich für sinnvoll, wenn die nationalistischen Dumpfbacken auf beiden Seiten bald gegeneinander antreten?
      Und nochmal, was hat mein Eingangsposting mit „die entsprechenden Kongresse von FES und Frauenministerium“ zu tun?
      Was soll das?

      @Gast:
      Ich halte nichts von Religion, allerdings mache ich da keine Ausnahme.
      Aber die Leute leben halt unter uns, Christen, Juden, Muslime, etc..
      Oder um es wie du auszudrücken:
      „Erkläre mir doch bitte, warum der Christ, der über 80 friedlichen Teilnehmern eines Sommercamps mit Waffengewalt ermordete und eine Bombe in der Nähe eines Regierungsgebäudes zündete, glaubte mit dieser Tat in den Himmel zu kommen.“
      Das Problem ist religiöser, nicht muslimischer Natur.

      Technische Rückfrage:
      Warum kann man nicht auf Antworten zu Antworten antworten?

    • Pardon, das Zusammenbringen von Kopftuch und Feminismus kommt nicht von mir, sondern von denen

      http://www.deutschlandradiokultur.de/religion-und-gleichberechtigung-jung-feministisch-und.1013.de.html?dram:article_id=355237

      Die FES macht dazu Tagungen. Es ist so. Ich erfinde das nicht.

    • Lieber Max,
      Deine Antwort ist ein wenig unterkomplex. Zwar stimme ich Dir zu, dass es sich bei diesen Mordanschlägen wohl um ein religiöses Problem handeln könnte, allerdings forderte Jesus, (der christliche Religionstifter) doch, man möge seine Feinde lieben und ihnen gegebenenfalls auch die andere Backe zum reinschlagen hinhalten. Das muss also eine andere Religion sein, die das Abschlachten friedlicher Menschen einfordert und als Belohnung den Einzug ins Himmelreich verheisst.
      Und warum hat dieser Gast Frau Merkels eine ihm zufällig begegnende, 51 Jahre alte Frau als „Schlampe“ bezeichnet und mit Axthieben in der Kopf traktiert? Hat das etwa etwas mit dem Frauenbild seiner Religion zu tun?
      Hat vielleicht auch die Folterung, ( man raunt, Entleibung, Entmannung, ausgestochene Augen, Verstümmelung der Frauen) der Geiseln im Pariser Club Bataclan und kürzlich in Indonesien, etwas mit der Religion, die nur Muslimen die vollen Menschenrechte zugesteht, zu tun?
      Wisst Du Max, das macht mir schon Sorgen, dass da Millionen von Menschen eingetrichtert bekommen Dir und mir den Kopf einzuschlagen.

    • Aha
      @Don
      Sie wollen meine Kritik nicht verstehen oder?
      Natürlich kommt das von denen. Und die dürfen auch die Meinung haben. Und Sie Ihre.
      Aber warum prangern Sie die Menschen an, die auf verschiedenste Weise, firedlich und wissenschaftlich über das Thema diskutieren?
      Ihre implizite Lösung läuft auf Nationalsmus vs Nationalismus heraus.
      Und das halte ich für Grundfalsch.
      Sie können sich die Antwort gerne sparen, wenn wieder nur ein Link zu einer Debatte kommt, die Ihnen nicht gefällt.

      @Gast:
      Mit macht sorgen, dass Sie einen Unterschied zwischen Christen und Muslimen sehen. Und nicht das grundsätzlich Problem: Religiöse Radikalisierung.

      „allerdings forderte Jesus“ … Besser nicht damit anfangen, das geht schnell nach hinten los.
      Zum Beispiel als Jesus den Opfertod von Erstgeborenen forderte, inkl. Beschmierung von Türrahmen mit deren Blut, etc.
      (Wenn das falsch war, macht nix, ich brauche keine Nachhilfe)
      Religionen an sich sind rückständing und haben in einer aufgeklärten, säkularen Welt nichts zu suchen.

    • Nein, natürlich nicht „Nationalismus“. Aber auf Selbstbewusstsein und die Bereitschaft, die hiesigen Regeln auch durchzusetzen. Und die, die das micht wollen, eben dazu bringen, dass sie es tun oder gehen. Das hat mit Nationalismus nichts zu tun. Das ist eigentlich Stand der Gesetze.

    • @Anderer Max - hatespeech
      „Zum Beispiel als Jesus den Opfertod von Erstgeborenen forderte, inkl. Beschmierung von Türrahmen mit deren Blut, etc.
      (Wenn das falsch war, macht nix, ich brauche keine Nachhilfe)
      Religionen an sich sind rückständing und haben in einer aufgeklärten, säkularen Welt nichts zu suchen.“

      Wer sowas schreibt, zeigt, dass er keine Ahnung hat, aber dennoch andere und ihren Glauben pauschal verunglimpfen will. Wenn das nicht „hatespeech“ (s.a. „Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“) ist – was dann?

      Sie haben da mehrere Stellen des Alten Testaments durcheinandergebracht:

      1. Es gibt genau *eine* Aufforderung zum Opfer des Erstgeborenen (Abraham und Isaak) im Alten Testament, wobei das Sohnesopfer gerade durch Gott verhindert wird. Man kann diese Stelle so interpretieren, dass die jüdische Religion gerade das Menschen- und Kindesopfer, welches vor mehren tausend Jahren praktiziert wurde (s. der „Moloch“ im AT), strikt ablehnt.
      Übrigens ist auch das vielzitierte „Auge um Auge, Zahn um Zahn“ nicht etwa eine Aufforderung zur Rache, sondern im Gegensatz zur Blutrache eine Aufforderung zur Mäßigung: die Strafe soll nicht schlimmer sein, als der durch das Verbrechen angerichtete Schaden.

      2. Vor dem Auszug aus Ägypten droht Moses dem Pharao verschiedene von Gott gesandte Plagen an, darunter als letzte Plage die Tötung der Erstgeborenen. Damit die Juden davon nicht betroffen werden, sollen sie ihre Haustürrahmen mit dem Blut eines Lamms bestreichen, so dass der Todesengel sie verschont.

      3. Im Neuen Testament wird keinerlei Menschenopfer gefordert, vielmehr opfert sich Jesus selbst für die Sünden der Menschen (deshalb die Bezeichnung „Lamm Gottes“ in der christlichen Liturgie). Man kann das als Aufforderung ansehen, überhaupt mit Menschenopfern aufzuhören, allerdings hat das Christentum z.B. bei der Ketzerverfolgung und bei der Judenverfolgung immer wieder systematisch dagegen verstoßen.

      Man kann das Christentum dafür kritisieren, aber man sollte dies nicht aus Unkenntnis und mit falschen und unsinnigen Behauptungen tun.

      Im allgemeinen sollte man aber die Zeit berücksichtigen, zu der Passagen des Alten und des Neuen Testaments entstanden sind. Da herrschten im Umfeld Israels noch ganz andere Sitten und Gebräuche.

  78. "Als ich heute Morgen aus unruhigen Träumen erwachte,
    fand ich mich in meinem Bett zu einem Dschihadisten verwandelt.“

    Dieses Phänomen – so entnimmt man den Medien – nennt man Blitz- btw. Turboradikalisierung. War ich gestern noch stellvertretender Leiter eines Kolpingferiendorfs, so schwinge ich heute die Axt und brülle dabei „Alahu Akbar“.
    Orlando, Nizza und Unterfranken. In etwa dieser Klimazone scheint sich das Phänomen auszubreiten.
    Ist es vielleicht eine weitere Auswirkung des Zika-Virus?

    • An FE das geht ggf mit einem Hirntumor
      Bei einem Mann änderte sich die Persönlichkeit in der Art das er sogar eine Frau vergewaltigte. Man stellte bei ihm einen Hirntumor fest der operativ entfernt wurde. Sein verhalten normalisierte sich wieder – Als erneut eine Verhaltensänderung auftrat ging er zu seinem Neurologen und der stellte fest das erneut ein Tumor gewachsen war. Es ging um den vorderen Teil des Gehirns – Hirnorganische Veränderungen können Ursache für psychische Veränderungens sein. Deswegen sollte man bei Patienten in einer psych Klinik immer ein Schädel-CT machen.
      ggf hätten wir einen Erkenntnisgewinn wenn wir das mit Amokläufern (Orlando, Nizza, Bayern) auch tun würden. ggf genügt die Enthemmung durch die Hirnorganische Veränderung als Tipping Point.
      PS Kann sein, muss nicht sein!
      PSS Bei alten Elefanten aus dem Zoo oder einem Zirkus kann das auch Ursache der Verhaltensänderung sein: Sie (Elefantenkuh) war doch in den letzten 30 Jahren immer lieb und jetzt so was.
      PSSS Das ist nicht als Satire gedacht.

    • @Klaus Keller
      Keine Frage, sowas gibt es. Und wenn man so jemand erstmal in die Geschlossene bugsiert hat (schwierig) und hinreichend sediert, ist auch so ein CT kein Problem. Nur, wie oft kommt sowas vor? Ich kannte mehrere Leute mit Gehirntumor (an unserer Schule grassierte das unter den Lehrern), gewalttätig wurden die aber nicht gleich bzw. offensichtlich nicht in jedem Fall. Und daß von denjenigen, die schonmal in der Geschlossenen waren, arg viele einen Hirntumor hatten, wäre mir auch neu.
      Also, mit organischen Krankheiten wird man da in den wenigsten Fällen weiterkommen. Weil es in den seltensten Fällen welche sind.

    • An colorcraze
      Ein Schädel CT sollte Standard sein und die Patienten haben idR nichts dagegen. Niemand ist 24 h am Tag und 365 Tage im Jahr in maximaler Anspannung. Bei den Tätern von Orlando, Nizza und jenem im Zug ist die Untersuchung völlig unproblematisch. Die laufen ihnen nicht weg!
      Zu dem Täter von Nizza könnte man noch anmerken: Warum darf jemand mit so einem Maß an aggressivem Verhalten in der Vorgeschichte einen Führerschein für LKW machen? Mir geht es auch um Erkenntnisgewinne. ggf ist die Zahl größer als wir denken, man müsste natürlich auch auf psychoaktive Substanzen untersuchen. ggf ist das auch nur Aktionismus von meiner Seite. Mein Punkt ist aber u.a. Eine theoretische Grundlage für eine Tötung ist das eine: Die Umsetzung ist etwas völlig anderes. PS: Die Personen die Soldaten in der Türkei auf der Straße erschlagen habe, verhiellten sich vermutlich des Öfteren äußerst unfreundlich. ggf nutze man auch die Situation um einem zufällig anwesenden Soldaten eins auszuwischen.
      PSS was mich auch stört ist die permanente kostenlose Werbung für den IS in Verbinung mit der Vorstellung das diese Fälle „vernünftiges handeln war“ Das passt nicht so ganz in mein Menschenbild und das obwohl ich Pessimist bin.

    • Das Ganze nennt sich Frontalhirnsyndrom
      und Sie finden das (s. Rothsches Schuldparadoxon) auch bei Kriminellen desto wahrscheinlicher je schwerer die Tat.


    • Eine theoretische Grundlage für eine Tötung ist das eine: Die Umsetzung ist etwas völlig anderes.
      Ja. Es haben aber nicht alle Leute eine hochzivilisatorische anerzogene Tötungshemmung im Verein mit jahrzehntelanger Aberziehung körperlicher gewaltförmiger Reaktion auf z.B. Loyalitätskonflikte.
      Daß Jugendliche eine Gruppe suchen, zu der sie sich zugehörig fühlen können, und auch, daß sie für etwas kämpfen wollen, ist nun nicht gerade ungewöhnlich – ich würde das eher für normal halten. Es wird bei uns sehr viel Aufwand darauf verwandt, dieses Zugehörigkeitsverlangen und die damit verbundene Kampflustigkeit zu lenken und zu zerstreuen.
      Wenn jemand schon 15 Jahre damit aufgewachsen ist, daß Gewalt höchst verpönt ist, funktioniert das. Wenn er 15 Jahre in Kriegszuständen aufgewachsen ist, in denen gewalttätige Durchsetzung erwünscht und recht alltäglich ist, weniger.
      Was genau den Kippunkt von der „Erlaubnis“ zur „Umsetzung“ ausmacht, weiß ich nicht, ich denke nur, der ist bei unterschiedlicher Vorgeschichte und Charakterstruktur unterschiedlich leicht zu erreichen.

      Die laufen ihnen nicht weg das nicht, aber ist noch genug übrig zum untersuchen?

    • Das Gehirn und sein kultureller Gehalt @colorcraze 13.37
      Ich stimme Ihnen zu. Die Tatsache, dass wir für den Menschen denknotwendig Freiheit (als Grundlage des Denkens) annehmen müssen, heißt ja nicht, dass der Mensch 100% frei sei und jederzeit die Richtung wechseln kann. Und es heißt auch nur daß Menschen potenziell denken können müssen…

      Die Möglichkeit der Freiheit und dazu dient Kultur(Pflege) erwirbt man sich auf dieser Grundlage als anschoppendes Stückgut: gestrige Entscheidungen öffnen oder schränken mein heutiges Entscheidungsfeld ein und über die Zeit kann allein so Freiheit möglich werden.
      Im NOrmalfall schränken Menschenverachtung und barbarische GEwalt die Möglichkeit ein, irgendwann selbst frei und Mensch zu werden.
      Andersherum gehen der Buddhismus und das Christentum und andere spirituelle Religionen ihren Weg. Und nicht umsonst finden sich die höchsten Hirnfunktionen im Frontalhirn in Form empathischer Welt- und Selbstwahrnehmung. (absolute Persönlichkeits- und Charakterveränderungen sind bei Störungen pathognomonisch)

      Sowas kann niemand ohne kulturelles Umfeld und Eigenerziehung entwickeln und schon gar niemals durch sogen.“Integrationskurse“ oder Sozialleistungen, die er qua falscher Gesetzeslage abschöpfen kann. Auch kein Sozialbetreuer hilft dabei…

      Die Frage nach einem gelungenen Leben oder nach dem Glück stellt sich im islamischen Kontext nicht, dort gilt nur das $RechtGottes$. Ein MenschenRecht resultiert daraus aber in keiner Weise. Allah ist eine ausgeklammerte Größe der Wirklichkeit, inklusiv äußert er sich nur als Begehrensstörung der an ihn Glaubenden.

      Ich wäre gespannt auf empirisch vergleichende Hirnforschung zum Thema! Es würde mich nicht überraschen wenn die Befundlage irgendwo bei der Delmenhorster Gewaltstudie und parallelisierten Cerebral-Befunden herauskäme.
      Für Meditierende gibt es hier schon Befunde. Dies nur als positives Gegenbeispiel.

  79. Titel eingeben
    Was in IN paradierte, war die 5. Kolonne des Erdogan. Der Kalif lässt seine Muskeln spielen. Erdogans nagelneues Kalifat wird sich nicht nur auf Levante und Nordafrika ausdehnen wollen. Die nächste Marktbereinigung imperialer Blöcke nach 1914/1939 kündigt sich an.

    Es wird wieder an den Ösis hängen bleiben, den Islam zu stoppen. Unsere oberste Queer Mutti Teresa wird gewiss keine Prinz-Eugen-Merkmale an sich entdecken. Wir müssen uns auf 1000 Jahre Reconquista auf deutschem Boden einstellen – eine Exklave Allahs im Meer engstirniger Nationalstaaten um uns rum.

    Ende gut, alles gut bei der dark comedy: Die unansehnlichen Führungsentlein der Grünen werden beim 1:4 Bedarf der Muselmanen ENDLICH probiotisch eingehegt. Warum nicht schon ein Niqab statt Kopftuch? Nicht nur Muselmanen wären begeistert.

  80. Na, wie viele waren es denn?
    So mal in Zahlen ausgedrückt? 50, 100 oder gar 151?

    Wie viele davon haben Sie rangekarrt und wie viele wären zu Hause geblieben wenn das Wetter nicht ganz so toll gewesen wäre?

    Wenn die Madels dann so vollverschleiert waren wieso waren Sie dann überhaupt da? Ist doch Männersache.

    Fragen über Fragen.

    • Die Polizei sagt 1400. Vermutlich kam weniger als die Hälfte direkt aus der Stadt, der Rest aus dem erweiterten Umland. Was ich hörte war, dass es aus München gesteuert wurde.

    • Wir wissen doch gar nicht, wie viele junge, trainierte Türken unter denen sind,
      die seit Herbst die offenen Grenzen nutzen. Und wie es so ist in den südländischen Clans, müssen hier lebende Verwandte, Onkel und Tanten, Brüder und Schwestern, ihre zu Besuch kommende Gäste aufnehmen und durchfüttern, so lange es denen beliebt, um vor der weiteren buckligen Verwandtschaft hier und anderswo nicht das Gesicht zu verlieren.
      Da wirds auf Dauer eng werden in so mancher kleinen Wohnung, auch Streitereien untereinander wird es geben – da ja die Alimente der Deutschen für solche unaufgefordert Anwesenden nicht angefordert werden dürfen.
      Angeblich sind mehrere 100.000 irgendwo versickert auf dem Weg ohne Nutzung von Instanzen, das könnte sich als Möglichkeit anbieten, sie dann irgendwann wiederzufinden.
      Mitsamt den im Gepäck bereits mitgebrachten roten Fahnen.
      In der Hoffnung, dass da nichts anderes dabei war – Ismail Tibi berichtet von Waffenfunden – und irgendwann ging auch das Auffinden von Containern mit Uniformen durch die Presse.

  81. Spiel mit dem Feuer
    Mittlerweile lese ich mit hoechstem Vergnuegen und leider auch immer groessere Besorgnis die Kommentare zu jeglichen Pressemeldungen. Eben auch hier. Was ich so aus allen Zeilen herauslese ist eine Einigkeit, dass das so nicht (gut) weitergehen kann. Was Einige schon lange voraussagten, sagen jetzt immer mehr. Nur: wir Deutschen lamentieren und kommentieren nur und warten verzweifelt auf die naechste BT Wahl! Nur ist es dann wohl zu spaet und wir haben den Zuzueglern und Rote-Fahnenschwenkern die Strasse ueberlassen. Ich habe die dunkle Vorahnung, dass es auch auf deutscher Seite zu „Blitzradikalisierungen“ kommen wird. Und dann brennt es.
    Das Schlimme: wer traut sich noch auf die Strasse? Aus Angst vor Gaengelei (rechte Ecke), eingeschlagenem Schaedel (Wer verdient dann das Geld fuer die Familie?) halten viele Abstand davon. Was bleibt: ein Fluchtreflex. Weg. Weg hier! Doch ist es das?
    … schreibt ein zutiefst resignierter Gast

    • Angst
      Kann es nicht sein, dass Sie ein wenig übertreiben und ganz einfach zu denen gehören, die sehr ängstlich sind?


    • wer traut sich noch auf die Strasse
      Alle, die außer Haus arbeiten gehen, sowie sämtliche Hausfrauen, die Lebensmittel brauchen, MÜSSEN auf die Straße, ob sie wollen oder nicht. Demogewühl wird von diesen kritischen(*) Personen stets als Hindernis verabscheut, egal welches. Wenn die behindert werden, dann wird es WIRKLICH BÖSE.

      (*) kritisch im Sinne von „ohne die geht es nicht“, nicht im Sinne von „dagegensein“

    • Gestern in der Frühe 3 Zeitungsaussträger in Wien mit Eisenstangen
      angegriffen und verletzt. Waren alle irgendwo aus dem asiatischen Raum.
      Angst? I wo. Weshalb auch?

      https://twitter.com/XYEinzelfall

      Der ganz normale Wahnsinn eines Tages

  82. A propos Demonstrationsfreiheit zur Abwechslung einmal nach Wikipedia
    „… Die Versammlungsfreiheit ist in Art. 8 GG als Grundrecht garantiert und lautet wie folgt:

    (1) Alle Deutschen haben das Recht, sich ohne Anmeldung oder Erlaubnis friedlich und ohne Waffen zu versammeln.

    (2) Für Versammlungen unter freiem Himmel kann dieses Recht durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes beschränkt werden. …“(Zitatende)

    D.h. erst einmal muss man deutscher Staatsbürger sein, um dieses Recht uneingeschränkt beanspruchen zu können. Natürlich gibt es darüberhinaus internationale Konventionen usw. Aber der deutsche Staat hätte doch ein gewisses Kontrollrecht, wenn ausländische Faschos in Deutschland massenhaft auf die Strasse gehen wollen.

    Offenbar will man dieses Kontrollrecht aber nicht in Anspruch nehmen.
    Meine Vermutung ist immer mehr: diese Leute die uns regieren haben weder Konzept noch Richtung noch Plan – und erst recht keinen Mut.

    Der Herr d.M. redet zwar noch vergleichsweise vernünftig, aber schon als der Mob ihn damals, noch als Verteidigungsminister, obwohl eingeladener Gastredner, aus der HU Berlin vertrieben hat, und es danach nicht einmal einen geharnischten Protest ans HU-Präsidium gab, war mein Eindruck: der Mann hat weder genügend Mut noch genügend Selbstbewusstsein für seinen Job.

    Ähnliches gilt in verstärktem Masse auch für fast die ganze Merkelei.
    „Mutig“ treten sie erst auf, wenn sie ein „breites Bündnis“ hinter sich versammelt haben.

    • Das gilt auch für Menschen mit dauerhafter Aufenthaltsgenehmigung. Es hat schon seine Richtigkeit so. Und in den letzten Jahren gab es Versuche, das Verhältnis mit MHP und Milli Görüs und anderen Organisationen zu verbessern. Wenn Kübra Gümüsay heute bei der Familienministerin auftritt, haben sie das Erebnis.

      Recht ist Recht.

  83. Auf den Bildern sieht man welch gute Investition die Integrationsmilliarden waren
    Furchtbar, dass selbst bei oberflächlich integrierten der gesteuerte Türkenhitzkopf durchkommt. Ich mache mir ernsthaft Sorgen, wie sich das noch weiterentwickeln wird. Denn die Integration ist zu einem Gutteil völlig gescheitert und die Türken vertreten zu einem Gutteil Ansichten, die uns zweimal brutal ausgebomt wurden.

    Noch schlimmer wirds, wenn man bedenkt, dass die Erdogantürkei mit den Moslembrüdern federführend unter einer Decke steckt. Siehe hier: http://inselpresse.blogspot.com/2016/07/breitbart-die-turken-sind-uberzeugt.html

    Das heisst, es sind im Zweifel nicht nur Türken, die spontan per Telefonkette massiert werden können, sondern gleichzeitig dank der so gut wie flächendeckenden Unterwanderung der Moscheen durch Moslembrüder (->Giffey, Berlin) auch andere islamisch-religiös geprägte Leute im Land.

    Im Ergebnis wäre das ein Kampftrupp der Größe einer Armee.

    • Das ist nicht die Mehrheit der Türken in Deutschland. Das war eine extern organisierte Demo. Es gibt diese Gruppen, aber es sind nicht „Die Türken“.

  84. Instinktlos
    Der Satz „sonst stelle ich euch das Standgas ein“ ist instinktlos in einem Artikel, der sich mit antisemitischer Hetze beschäftigt.

    • Das Standgas beschreibt die nötige Menge Benzin-Luftgemisch, das in einem laufendem Motor sein soll, wenn das Gaspedal nicht gedrückt wird. Mit Gas im Sinne von Giftgas etc. hat das nichts zu tun. Es ist umgangssprachlich für „erden“.

      Bildung ist bei meinen Texten hilfreich.

    • Anscheinend geradezu instinkthaft
      wird heute die Vokabel „instinktlos“ benutzt, wenn man fremde angebliche Unschicklichkeit tadeln will. Das wirklich schätzenswerte menschliche Verhalten ist jedoch nicht instinkthaft, sondern geht von der Großhirnrinde aus, dank welcher wir uns zuweilen etwas über die Tierwelt erheben. Jede Kuh, die auf der Weide steht und wiederkäut, hat dagegen beständig instinkthafte Handlungsimpulse, also das, was man heute gerne „Bauchgefühl“ nennt und weithin bei Entscheidungen aller Art anempfiehlt. Soll sie uns deshalb ein Vorbild sein? – Jeder wie er kann.

      Unser Gastgeber hat also anscheinend Jehova gesagt … https://www.youtube.com/watch?v=OVUwHv43HqM

    • @Bildung ist bei meinen Texten hilfreich.@
      Deshalb verstehe ich die auch immer nur so schwer…

    • @Péreginateur
      Ich finde es ganz erfrischend, wie die durch Dons anwachsende Popularität Neuzugegangen unter den Kommentatoren die hier in der Denkenklave Versammelten daran erinnern, wie es doch weitgehndst geistig im Lande der Leitkultur für Dichter und Denker zugeht.

      Man stelle sich vor jemand erdreiste sich den nicht-instinktlosen Gast daran zu erinnern, dass, oh Schreck, die Araber ja selber Semiten sind!

      Gibts ein Fundbüro für Feindbilder?

    • ha-be.keine@t-online.de
      @TDV, 22. Juli 2016 um 05:40 Uhr
      Das Fundamt gibt es in Berlin-Mitte. Da hier auch Kinder mitlesen und auf keinen Fall ausgeschlossen werden sollen, folgt die Adresse in kindgerechter Sprache:

      AA-Stiftung
      Novalisstraße 12
      10115 Berlin

      Ich habe nämlich durchaus reichlich genug Umgang mit Kindern, sogar mit promovierten, die mir in höchster Argumentationsnot dann etwa ein „Weißt Du, Fakten werden im Allgemeinen massiv überschätzt“ entgegenhalten. Man kann auch ein nicht sehr ertragreiches, aber völlig risikoloses Unternehmen betreiben, und sich dann doch, rein sicherheitshalber, gegen „das allgemeine Unternehmensrisiko“ versichern sollen, während man einer säkularen Wende in der Zuwanderungspolitik eines zur Integration nachweislich nun nicht gerade besonders begabten Landes ein „man muss halt auch einmal etwas riskieren“ zugute hält.

      Mit Unbildung kann durchaus erstaunliche Urteilsfähigkeit einhergehen, und mit Bildung noch erstaunlichere Befähigung zur Rationalisierung. Die Springquelle von Wahnpolitiken scheint mir daher weniger in der demokratischen, als vielmehr in der vorgelagerten individuellen Willensbildung irgendwo zwischen Herz, Leben und Darm zu liegen, die aber dann doch wieder irgendwie im Gleichschritt marschiert. Für genauere Deutungen hierzu fehlt mir aber leider die Empathie in diese Zone.

  85. Nationalismus in Deutschland ist 2016 wieder en vogue.
    Es darf halt nur kein deutscher Nationalismus sein.

    Ceterum censeo Merkel esse removendam.

  86. Sehr guter Text von Don Alphonso, danke!
    Nur einige wenige Gedanken.

    Wie kann man ein positives nationales Selbstbild entwickeln, wenn die deutsche Geschichte auf die 12 Jahre des Dritten Reiches reduziert wird? Man könnte nun sagen, dass man sich eine regionale Identität zulegen könnte – wie die Bayern zum Beispiel, wobei man aber auch zuegeben muss, dass Bayern natürlich nicht nur aus Bayern besteht, sondern aus Ober-, Mittel- und Unterfranken und und und. Aber… Aber wie soll eine regionale Identität im Falle von NRW aussehen? NRW ist ein reines Kunstgebilde. Heterogener als Bayern. Also muss man das weiter aufspalten – in Rheinland und Westfalen. Aber Rheinland ist auch nicht gleich Rheinland und Westfalen ist nicht gleich Westfalen (siehe die Sache mit Franken). Wo soll man dann ansetzen? Auf der Ortsebene? Aber auch da gibt es Animositäten, man nehme nur den von D.A. angeführten Wattenscheider. Der will doch kein Bochumer sein, schließlich wurde er gegen seinen Willen damals mit Bochum zwangsvereinigt, weswegen er auch bis heute kein Fiege trinkt. Darum ist er auch stolz auf sein WAT-Kennzeichen.

    Preußen. Wer heute in Deutschland von sich behaupten würde, er sei stolz auf Preußen, würde wohl entweder als Ewiggestriger (sprich: als Verrückter) verlacht oder gleich als Nazi abgestempelt werden. Und warum? Weil man die brandenburgisch-preußische Geschichte wie die deutsche Geschichte allgemein reduziert. Im Falle von Brandenburg-Preußen auf Friedrich II., Wilhelm II. und Militarismus (aka Proto-Faschismus).
    Don Alphonso hat in einem vorherigen Beitrag (spaßeshalber) Bayern in den Grenzen von 875 oder 876 (??) gefordert. Was wäre, wenn jemand käme und würde (spaßeshalber) Brandenburg-Preußen in den Grenzen von 1701 fordern? Wäre er damit witzig? Käme das als Witz an?
    Was wäre aber, um eine andere Frage zu stellen, so falsch daran, wenn man behaupten würde, dass es mit Preußen nach der Reichseinigung 1871 bergab ging und Preußen erst dann zur Krisenregion wurde? Bis 1871 ging es mit Brandenburg-Preußen doch nur aufwärts. Andererseits: Diese Fragen muss man sich gar nicht stellen, denn (Brandenburg-)Preußen gibt es nicht mehr.

    Aber eine kemalistische Türkei gibt es leider auch nicht mehr. Ich hätte heulen können, als ich Erdogan vor dem Bild von Atatürk sah.
    Und was vom „Westen“ dazu als Reaktion kommt, ist einfach nur erschreckend. Wie dumm oder besser formuliert: wie schwach. Und ja, ich hätte nie gedacht, einmal einen Putsch in der Türkei zu befürworten.

    Zum „Westen“: Wer andere Leute seine Kriege führen lässt und andere Leute für sich die Kastanien aus dem Feuer holen lässt, tut es nicht mehr lang. (Ich muss da an das Römische Reich und die „Barbaren“ denken, aber ich will an dieser Stelle keine Analogien herstellen.)

    • Deshalb bin ich ja für Bayern in den Grenzen on 975. Das wäre ein prima Staat, den Rest des Landes halten wir uns als Hinterhof und Sklavenressource.

    • Ich persönlich würde mich auf Karl den Großen berufen.
      Habe immerhin ein paar Jahre in Aachen gelebt. Karl der Große war doch der Ur-Europäer schlechthin, also geht das in Ordnung… hoffe ich?

    • @jeffrey Cremer - Brandenburg-Preussen
      „Was wäre, wenn jemand käme und würde (spaßeshalber) Brandenburg-Preußen in den Grenzen von 1701 fordern?“

      Als Nachfahre niederschlesischer Lutheraner würde ich doch darum bitten, den Stichtag wenigstens erst nach den Hubertusburger Frieden von 1763 anzusetzen :-)

  87. @ Anderer Max
    Ich glaube, wir sind uns alle einig, dass man gegen jedwede Gruppierung ist, die besonders antisemitsch, rassistisch, fremdenfeindlich oder auch frauenfeindlich, etc. ist.
    Es wird in der Presse ausreichend über Pegida und AfD berichtet, aber nicht über das rassistisch/antisemitische unserer Bevölkerung mit Migrationshintergrund (wie auch nicht über das rassistisch-antisemitische anderer Gruppierungen).
    Insgesamt finde ich erschreckend, dass ein Großteil der sich öffentlich äußernden Menschen jegliche Diskussion über die Gefahren durch eine Veränderung der Werte in Deutschland offensichtlich nicht haben will. Demokratie ist aber nur möglich, wenn eine Diskussion möglich ist. Und zwar ohne Diffamierung der jeweils gegenseitigen Positionen, sondern im echten Dialog!
    Es ist nicht zu verbergen, dass unsere bisherigen Integrationserfolge mit Migranten früherer Generationen erschreckend gering sind. Wir haben eine Parallelgesellschaft mit Ehrbegriffen, die denen unserer Vorfahren vor dem ersten Weltkrieg sehr ähnlich sind: Ein Ehrbegriff für Mann, aber auch besonders Frau, nur auf gewissen, recht primitiven Definitionen basierend. Rache nicht als niederer Beweggrund, sondern als etwas, was ausgeübt werden „muss“, damit die Ehre erhalten bleibt, beispielsweise (wie früher die Duelle, und auch aus sehr ähnlichen, jungsteinzeitlichen Gründen!). Eine ganz merkwürdiges Frauenbild, und damit verknüpft auch Männerbild (was ist das z.B. für ein Mann, den schon Frauen-Haare so aus dem Konzept bringen dürfen?). Oft eine mangelnde Bereitschaft, für Bildung und Ausbildung zu arbeiten, oder dafür zu sorgen, dass die eigenen Kinder es tun (die Zahl der türkischstämmigen Jugendlichen ohne Schulabschluss ist im Vergleich zu den anderen erschreckend!). Es wird derzeit gesagt „wir schaffen das“, aber wir haben es bisher mit den Menschen, die bereits hier leben, offensichtlich nicht ausreichend geschafft. Das muss doch diskutiert werden dürfen! Und zwar ohne, dass den entsprechenden Leuten Zielgruppenpolemik vorgeworfen wird!


    • Och, man kann dies auch mal so betrachten: in eine Population von Langsambrütern (Europäer im Zivilisations-Stadium) wurde eine gefährliche Menge Schnellbrüter (aus islamischen und afrikanischen Gegenden) eingebracht. Man hat geglaubt, man könne die Schnellbrüter mit Geld und „Werten“ ausbremsen. Klappt aber nicht, jedenfalls nicht so schnell, wie es müßte (vielleicht auch, weil Langsambrüter diesbezüglich zu zu viel Gemächlichkeit neigen). Und nun haben wir halt den Salat.

    • Meinung
      „Ich glaube, wir sind uns alle einig (…)“
      Ich glaube, da liegt schon Ihr Denkfehler. Ich kann dem Satz inhaltlich aber durchaus zustimmen.

      „Es wird (…)“
      „Es ist nicht zu verbergen, dass (…)“
      Das sind Ihre subjektiven Eindrücke, keine Fakten!

      „Das muss doch diskutiert werden dürfen! Und zwar ohne, dass den entsprechenden Leuten Zielgruppenpolemik vorgeworfen wird!“
      Darf es und wird es, wie dieser Artikel ja beweist.
      Mein Eindruck ist, dass seit ca. 1/2 jahr nur noch darüber geredet wird, anstatt sich mal konstruktiv integrativen Themen zu befassen. Arbeiten Sie mal in der freiwilligen Flüchtlingshilfe, dann haben Sie auch nicht mehr so viel Angst. Die sind meist garnicht so böse, die Jungs und Mädels.
      Sie werden auch feststellen, dass unter den aktiven Freiwilligen kein Blatt vor den Mund genommen wird.
      Alle können Arschlöcher sein, Deutsche, Flüchtlinge, Christen, Atheisten, Flüchtlingshelfer. Nur das über einen Kamm scheren, das hilft echt niemandem.

    • Titel eingeben
      @colorcraze:
      „brut“ ist rassistischer Wortschatz.
      Schnellbrüter … ficken wie die Karnickel … blanker Rassismus.
      Ich könnte kotzen.

      Aber Don, hey, nein, Sie bedienen hier doch keine rechte Zielgruppe, nein.
      Meine Ohren sind blind und meine Augen sind taub!

    • Titel eingeben
      „Sie werden auch feststellen, dass unter den aktiven Freiwilligen kein Blatt vor den Mund genommen wird.
      Alle können Arschlöcher sein, Deutsche, Flüchtlinge, Christen, Atheisten, Flüchtlingshelfer. Nur das über einen Kamm scheren, das hilft echt niemandem.“

      Es geht ja auch offenbar außer Ihnen niemandem darum, ob Einwanderer mehrheitlich gut oder böse sind. Es geht nur darum, ob man jedes jahr eine oder zwei Millionen aufnehmen will.
      Dass das nicht ohne soziale und sonstige Verwerfungen vonstatten gehen kann, kann man ja inzwischen als bekannt voraussetzen.

      Die Gleichstellung der Ablehnung der ungeregelten Einwanderung mit der Ablehnung der Einwanderer als Menschen ist gut fürs Ego, aber durchschaubar.

    • @Max
      „Die sind meist garnicht so böse, die Jungs und Mädels.“

      Genau dieses alberne Weltbild stört viele an euch Helfern.

      Natürlich ist es gut Flüchtlingen zu helfen, aber erstens, und nur Volldeppen sehen das nicht, kann man nicht unbegrenzt Flüchtlinge reinlassen, sogar die Intelligenten unter den Linken, wie Sarah sagen das und, wie wohl auch sie mittlerweile in Würzburg und München gesehen haben scheint es da ein Problem zu gebem, wenn ohne Kontrolle reinlässt, nur weil die allermeisten „gar nicht böse“ sind?

      Was für ein Problem haben Gut-Menschen wie sie denn damit diese Banalität zu begreifen? Die Frage ist ehrlich gemeint!

  88. Dieses Blog ist ein Freund extensiver Meinungsfreiheit.
    Offensichtlich nicht, lieber Don Alphonso. Oder sind meine Kommentare noch in der Warteschleife? Da gibt es dann doch Themen, wie Israel und Holocaust, die davon ausgenommen sind? Andere deutsche Tageszeitungen sind da inzwischen mutiger und sehen auch die Notwendigkeit der Auseinandersetzung, gerade auch um den Friedensprozess voranzutreiben. Beste Grüße!

    • Wenn Sie hier mit Gaskammerzahlenspielen kommen und was kleinreden wollen, sind Sie hier an der falschen Adresse. Gehen Sie doch zu den Grauen Wölfen, die spielen gern mit.

    • [Gelöscht. Mir langt es mit dem Braungefasel. Suchen Sie sich einen anderen Spielplatz. Don.]

    • Friedensprozesse mit Leuten die mir mein Existensrecht streitig machen
      sind Heikel, es sei denn wenn ich latent suizidal wäre.

      zB PKK und türkischer Staat oder Israel und bestimmte Kreise oder Syrien und der IS, ggf sogar Russland und Ukraine etc

  89. Titel eingeben
    Ich finde das Problem mit Erdogan und dem türkischen Nationalismus nur gegenüber den Deutschen zu thematisieren zu kurz gegriffen.
    Was mich seit letzten September mehr beschäftigt ist, was passiert, wenn sich die Neuankömmlinge erstmal in Deutschland orientiert haben, ich vermeide hier ausdrücklich das Wort integriert.
    Sie kommen zu meisst aus arabisch geprägten Gegenden und denken wenig positiv über die Türken bzw „Osmanen“ aufgrund kolonialer Vergangenheit.
    Daher werden sie sich wohl kaum in DITIB Gemeinden organisieren und eher von Saudis finanzierte bervorzugen.
    Meine Befürchtung ist, dass es zwischen diesen beiden islamischen Machtblöcken gewaltig krachen wird.
    Ein Stellvertreterglaubenskrieg zwischen Saudi Arabien und „Neuosmanien“ um die Macht in Nahost auf dem Gebiet der BR. Deutschland.
    Ich prophezeie der Konflikt wird kommen, vielleicht nicht unmittelbar, sondern in ein, zwei Generationen.


    • Stellvertreterglaubenskrieg zwischen Saudi Arabien und „Neuosmanien“ … in ein, zwei Generationen
      Das halte ich NICHT für weithergeholt, sondern für möglich bis wahrscheinlich. Nicht zu vergessen die Pakistanis, die überall Ahmedija-Gemeinden gründen – wenn wir noch die Deobandis bekommen, gute Nacht.

    • Zustimmung. Die grundsätzliche Animosität zwischen Türken und Arabern...
      Hallo Don, in der vorigen Einstellung fehlte in einem Satz sinnentstellend das Wörtchen „kaum“. Sollte heißen „…Flüchtlinge selbst aus eigenem Antrieb kaum die Initiative…“. Deshalb hier nochmals (und etwas erweitert).

      =============================

      ..ist hier noch weitgehend unbekannt, bzw. unbeachtet. Hier sieht man nur „Moslems“ und meint, weil beide sich so nennen – oder vielmehr VON UNS so genannt werden, stellen sie bzw. sind ein monolithischer Block. Daß sie sich – wieder nur für uns – äußerlich ähnlich sehen, macht diese Unterscheidung noch schwieriger. Hinweis auf diese schwer bis nicht überbrückbare Unterschiedlichkeit der beiden Gruppen ist auch das Ansinnen der Saudis, für die Araber – denen die meisten im letzten Jahr zu uns gekommenen Flüchtlinge angehören, egal ob Syrer, Iraker oder Nordafrikaner, wobei Afghanen und Pakistani olympisch „vereinnahmt“ werden – eigene 200 Moscheen zu bauen, obwohl sie doch als Moslems genauso in die schon vorhandenen Moscheen gehen könnten.

      Daß der Konflikt allerdings erst in ein bis zwei Generationen bei uns ausbrechen sollte, halte ich für eine Fehleinschätzung. Wenn auch die Flüchtlinge selbst aus eigenem Antrieb kaum die Initiative für solche Konflikte ergreifen werden, so wird es für Drahtzieher im Arabischen Raum keine Schwierigkeit sein, mit rel. geringen Finanzmitteln und ideologischer Einflußnahme solche Konflikte vom Zaun zu brechen. Entweder durch hier kontaktierte „Willige“, oder durch Aktivisten, die gezielt als Flüchtlinge eingeschleust werden.

      Nicht vergessen werden sollte in diesem Zusammenhang, daß die proiranische libanesische Schiitenmiliz Hizbullah schon vor vielen Jahren den islamisch konnotierten Ehrentitel „Istischhadi“ für ihre Selbstmordbomber erfunden hat, um das mit Selbstmordanschlägen kollidierende Suizidverbot im Islam zu umgehen. Man braucht nicht viel Phantasie, um diesen Ehrentitel auch für potentielle Selbstmörder aus persönlichen/privaten Gründen anzuwenden, sofern sie bereit sind, „Ungläubige“ mit in den Tod zu reißen und damit der Selbstmord ebenfalls mit dem Titel „Istischhadi“ verbunden wird, und der sonst der Verdammnis ausgelieferte „normale“ Selbstmörder ebenfalls den „direkten Eingang ins Paradies“ erlangt, nicht anders wie der politisch/ideologisch motivierte „Istischhadi“.

      Daneben darf nicht außer Acht gelassen werden, daß die Familie jedes „Istischhadi“ den Betrag von US$ 25.000,- ausbezahlt bekommt. Unter solchen Umständen ist kaum zu trennen oder herauszufinden, ob der „Istischhadi“ nur einem hehren politischen Ziel diente, oder eher doch ein besseres Überleben seiner Familie das treibende Motiv war. Es mag Europäern zynisch, politisch inkorrekt und ganz allgemein abscheulich klingen, doch die fast immer mit zahleichen Söhnen und Töchtern gesegneten Familien können den Tod eines der Ihren verschmerzen, zumal wenn dies neben dem Finanziellen eine große Ehre für die Familie, bes. die Mutter, und auch Vorteile im Sozialen Gefüge (Arbeitsplätze, ggf. sogar Haus) darstellt.

      Daneben gibt es weitere Methoden, die eine „Turboradikalisierung“ erscheinen lassen, aber keine sind, wie sie den neuesten Einzeltätern (Nizza, Würzburg, München) zugeschrieben wird, obwohl keiner der Terrorismus-Fachleute erklären kann, wie diese zustande kommen könnte. Es könnten auch von langer Hand ausgebildete und vorbereitete „Schläfer“ sein, die auf „Stichwort“ in einer Art Hypnose aktiv werden. In Zeiten des Kalten Krieges gab es solche „Schläfer“ sowohl in USA wie UdSSR, um im Fall eines ernsten Konflikts militärische Einrichtungen und wichtige Infrastruktur zu zerstören. Alle lebten – und viele leben noch – als ganz normale, unauffällige Bürger. Da der Kalte Krieg aber nie zum „Heißen“ wurde, wurden die Schläfer nicht aktiviert. Aber die Technik der Ausbildung ist bekannt und könnte durchaus für die Zwecke und Ziele des IS in Europa Sinn machen.

  90. Warum jetzt der Link auf die "GAZA-DEMO IN HAMBURG" -
    „Wichtig! Wichtig! Friedliche Demonstration gegen den Krieg im Gaza-Streifen. Für Frieden. Für Gerechtigkeit. Für Leben. Freitag (02.01.09) 14.00 Uhr Böckmannstraße/Steindamm (Hamburg)“

    direkt „israelfeindlich“ sein sollte. aber für wirkliche pers. stärke müßte man eben auch unabhängig von charakter her sein.

    immerhin kamen wir so an einen link „TEDx“ – auch ohne den inhalt jetzt schon gehört zu haben: die frau tut halt was, gar nicht so schlecht, oder?

    außerdem konnte man bzgl. ingostadt evtl. auch noch kürzlich sehen, dass sich ganz in der nähe stromab bzgl. der vohburger raffinerie der gesellschafterkreis verändert hatte, carlyle-usa ist nun über varo energy stark beteiligt. noch mehr tüchtige leute, die konstante renditeflüsse erwarten.

    • Ich kann ihnen gern mal genau aufschreiben, wer die Demo da gemacht hat. Wenn die türkischen Hamasunterstützer nicht israelfeindlich sind, sind es Nazis auch nicht.

    • Ich weiss nicht....
      Aber auch mich, der ich als Heide aus meiner jenseits jeglicher Diskussion liegenden Abneigung gegen den Islam niemals einen Hehl gemacht habe, stört es sehr, wie oft sie doch Isarel Kritik mit Anti Semitismus gleichsetzen…
      Wenn sie das für sich nun mal gleichsetzen so dürfen sie das natürlich, aber dann seien sie auch ganz unmissverständlich offen damit!

  91. Titel eingeben
    [GELÖSCHT. Zum x-ten mal, lassen Sie meine Blogs in Ruhe und hören Sie auf, mich zu belästigen. Ich lösche ohnehin alles. Don.]

  92. Tolleranz
    Das Wort Toleranz leitet sich aus dem Griechischem Tolera ab. Die Bedeutung dieses Wortes ist Ertragen. Und das ist es was wir tun.
    Im Grunde genommen eine gute Sache , da sie uns in jeder Lebenslage
    ein gesichtertes Leben erlaubt. Die Grenze des Ertragens liegt bei jedem selbst. Wir sehen nun eine Welt, und das nicht nur in Deutschland, Österreich und der Schweiz, in der immer mehr Menschen diese Grenze erreicht haben. Wie sieht die Zukunft nun aus? Es ist ziemlich simpel. Der Zusammenbruch der weltweiten Wirtschaft sorgt für immer mehr Armut die Verzweiflung der Menschen lässt die Menschen immer mehr in die extremen Organisationen driften. Am Ende wird, es nichts mehr gibt, der Bürgerkrieg in vielen Ländern unvermeidbar sein. Und erst viele Jahre später werden wir zu dem
    Zurückkehren können wir mal als gut und normal kennen und schätzen. Zum Schluss noch: Ich hoffe ich irre mich.

    • Titel eingeben
      Sie irren sich. tolerare ist Latein

    • @j.j. anderssein
      „Der Zusammenbruch der weltweiten Wirtschaft sorgt für immer mehr Armut die Verzweiflung der Menschen lässt die Menschen immer mehr in die extremen Organisationen driften.“

      Seltsam nur:
      „Vor einer Woche erlebte Bangladesch den schwersten Terroranschlag seiner jüngeren Geschichte. Junge Männer aus überwiegend privilegierten Familien stürmten ein Restaurant und töteten 22 Menschen.“

      Zitat aus:
      https://www.tagesschau.de

  93. Integration im Alltag
    „Es ist nicht zu verbergen, dass unsere bisherigen Integrationserfolge mit Migranten früherer Generationen erschreckend gering sind.“

    Gegenwärtig ist es aber auch nicht ganz einfach, auf diesem Gebiet zu reüssieren.

    Indischer Arbeitskollege Dinesh-Babu gerade beim gemeinsamen Mittagessen:
    „Why is German society so stupid an gives money to all these arabian and turkish people and they have to do absolutely nothing for it, either they have to learn the language? Please explain me. I mean, I didn’t had any problem to show all my documents to german authorities including working contract and university degree, so they can verify my ability to earn money and go to work. But i hardly understand the different kind of treatment. So please explain me.“

    tuenntoaster: „……..“

    • Ihre Antwort hätte sein sollen...
      … „Because if we don’t give them money, we are all Nazis. Do you want to eat lunch with a Nazi, Dinesh-Bapu?“

    • Verwirrungen...
      „But i hardly understand the different kind of treatment. So please explain me“ Wenn man jeden Tag durch Willkommensimperative gehirngewaschen wird, dann versteht man mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht einmal das Problem der Fragestellung…

    • Aber ja doch....
      Indische Bürger sind ja, wie wir alle wissen, bestens dafür qualifiziert wie man Völker aus der Armut zu einem Leben im Wohlstand bringen kann und zweitens gegenüber ihren muslimischen Nachbarn in Pakistan ein mustergültiger Nachbar, was sie in Kaschmir tagtäglich auch zeigen.

  94. Das unbekannte fünfte Opfer
    Warum werden die Opfer nicht personalisiert? Warum redet man beim einzi-gen deutschen Opfer völlig unpersönlich von einer „Spaziergängerin“? Und dies nur am Rande. Wie ernst ist ihr Zustand? Wie alt ist sie? Hat sie Kinder? Ich finde keinerlei Angaben.

    Zum Vergleich: Man erinnere sich an den Mann, der an einem Münchner S-Bahnhof in 2009 zu Tode geprügelt wurde. Von Anfang stand seine Person als Opfer im Fokus der Berichterstattung.

    Soll es übersehen werden, dass eine „Spaziergängerin“, vermutlich eine deutsche Frau, dem Attentat ebenso zum Opfer fiel? Ich finde das höchst seltsam.

    Soll das fünfte Opfer unpersonalisiert bleiben, damit das Volk sich mit dem Opfer nicht identifizieren kann, damit es mit ihm kein Mitleid hat? Etwas anderes fällt mir dazu leider nicht ein, und das ist traurig.

    Hier, über das Attentat auf die „Spaziergängerin“, der er mitten ins Gesicht mit der Axt schlug. Die einzige Nachricht, die ich hier fand:

    „Als ein Fahrgast die Notbremse betätigte, verließ der Axt-Angreifer den Zug und lief durch den Würzburger Stadtteil Heidingsfeld in Richtung Mainufer. Dabei traf er auf eine Spaziergängerin, die gemeinsam mit einer Freundin ihren Hund ausführte.
    Der Attentäter schrie sie von hinten an „Ich mach dich fertig, du Schlampe“ und als sie sich umdrehte, schlug er zu. Laut Staatsanwaltschaft traf er die völlig arg-lose Frau „mindestens zweimal mit der Axt im Gesicht“! Anschließend flüchtete er weiter in Richtung Main.“

    http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.mit-der-axt-ins-gesicht-geschlagen-so-brutal-verletzte-der-axt-terrorist-seine-opfer.fe0ef5b7-008e-4552-85c6-6bb80e62ccfe.html

    Dass sich niemand für diese Frau interessiert, die unsagbar leiden muss und wahrscheinlich ihr Leben lang im Gesicht entstellt und traumatisiert bleibt, ist für mich absolut unverständlich und schamvoll.

    • Entschuldigung
      Bis auf die harten Fakten ist die Geschichte in der AZ von vorne bis hinten erfunden!
      Wetten dass?

      Gibt es eine Möglichkeit die Beiträge ab 001 …. zu nummerieren? Kann ich mir viel Sucherei ersparen.Danke.
      jojo

    • Da gäbe es eine Adresse
      Eine Frage, die Sie Netzfeministinnen stellen könnten. Wobei, besser nicht. Die Antwort wäre zynisch, aggressiv und gegen Sie gerichtet. Vielleicht auch so was in der Art, dass der Täter ja schließlich auch Männer angegriffen hätte und das ganze somit am Hauptproblem vorbei gehe.

      So hab ich mir eine bunte Friedefreudeeierkuchenrepublik immer vorgestellt. Spinner gab es schon immer, die hängten sch normalerweise an aktivistische Gruppen (echte Idealisten) dran um eine Bühne zu bekommen. Heute kriegen die Spinner Staatsgeld für regierungsfreundliche Hetze und die Idealisten sind wehrlos, bis alle Kampfbegriffe weginflationiert sind.

    • Das ist mehr als ein Skandal, so es stimmt!
      Danke für den Hinweis u. das Statement, Tamarisque!
      Nach Silvester Köln würde ich auf keinen Fall behaupten, daß es nicht sein kann, da niemand darüber berichtet!

    • Danke für diesen Hinweis
      Das ist ein Skandal. Und zwar einer, der wirklich den Namen verdient. In der Tat kann man sich fragen, wieso die Medien hier in diesem Land so verächtlich mit Opfern umgehen. Meine Gedanken sind gerade bei dieser Frau. Ich hoffe, der deutsche Medienzirkus versorgt wenigstens auch diese Frau mit Geldeinnahmen zur Behandlung Ihrer Schwerstverletzungen und -verstümmelungen und nicht immer nur die Täter, die „geläutert“ mit Buchverträgen in Talkshows auftauchen oder für teures Geld aufgepeppte Hassinterviews und „so war es wirklich“-Berichte an Journalisten verkaufen.

    • Das hat auch etwas mit Persönlichkeitsschutz zu tun.

    • Numerieren
      @ Gast, wenn Sie den Blog mit den Antworten als PDF-Datei ausdrucken, können Sie die Suchfunktion verwenden, Datum (mit Uhrzeit), Stichworte Namen.

    • Titel eingeben
      „Soll das fünfte Opfer unpersonalisiert bleiben, damit das Volk sich mit dem Opfer nicht identifizieren kann, damit es mit ihm kein Mitleid hat? Etwas anderes fällt mir dazu leider nicht ein, und das ist traurig.“

      Ich befürchte Sie haben recht.
      Sogar wenn man etwas über die Opfer aus Honkong wissen will, muss man die dortige Presse lesen.
      Wo das Thema übrigens sogar heute noch präsent ist.
      Man beobachtet die Lage hier mit einigem Interesse.
      Google z.B: China morning post

      In Deutschland weiss man um die Macht von Fotos und Einzelschicksalen.
      Einschlägige Kreise nutzen sie ja gerne selber für ihre Belange.

    • Das unbekannte Opfer
      @ Dauergast
      Bei mir ging es nicht um die Frage, ob es sich bei dem Opfer um eine Frau oder einen Mann handelt.

      Aber wenn Sie das Thema erwähnen, so müsste jede „gute“ Feministin sich jetzt eigentlich empören, dass sich niemand über das weibliche Opfer Sorgen macht.

      Über die chinesischen Opfer wurden ja auch keine persönlichen Angaben gemacht, nur im Zusammenhang zu einem Augenzeugenbericht.

      Es ist schon augenfällig, wie sich die Berichterstattung auf den Täter konzentriert und die Opfer ignoriert.

      Und wer sich fragt, warum er Chinesen ermordet hat: Chinesen sind auch Ungläubige, oder. Der ISIS fordert auf, Ungläubige zu töten. Bei dieser einfachen Message wird nicht zwischen einzelnen Ländern unterschieden.

    • Das ist recht einfach.
      Es geht darum auf gar keinen Fall plastisch darzustellen, wie islamischer Terror real ausschaut. Diese Frau wird mit ihrer Variante der Geschehnisse auch nie in den Medien auftauchen, selbst wenn sie das wollte. (Dabei wäre das so ein tolles Sujet für Markus Lanz: „Als die Axt in Ihren Schädel eindrang, was haben Sie da gefühlt?“)
      Im Ernst, es war auch nirgendwo zu lesen, was die Fachkräfte im Bataclan mit ihren Opfern angestellt haben. Kleiner Hinweis, sie wurden nicht nur erschossen, was recht gnädig gewesen wäre, angesichts der real verübten unaussprechlichen Grausamkeiten. Wer hart im nehmen ist oder es von sich glaubt kann ja mal googeln…
      Wir sollen unseren Schlächtern auch weiterhin mit einem freundlichen Gesicht gegenübertreten, wie von der Staatsratsvorsitzenden vorgegeben. Warum? Muss sich jeder selbst die Antwort drauf geben, ich will mich hier nicht strafbar machen oder der Kahane Angriffsfläche bieten.

      [Edit: Ahem. Don]

    • The same procedure as in every other crime
      @ Don Alphonso
      Ja, Persönlichkeitsrechte sind ein wichtiger Punkt.
      Natürlich dürfen keine persönlichen Details preisgegeben werden. Doch wenigstens hätte die Öffentlichkeit ein Recht zu erfahren, um was für eine Person es sich handelt, durch Standardangaben: (kein Name), Alter, Beruf, Familien-/ Lebensverhältnisse. The same procedure as in every other crime.

      Schließlich erfährt man eine ganze Menge über den Attentäter; es gibt sogar Fotos und ein Video.

      Wenn selbst minimale Routineangaben verweigert werden, so liegt das an den Richtlinien der Polizei, und die kommen von der obersten Kommandozentrale, und ich frage mich, warum.

      ***

      Hier, Zitate aus einem Bericht auf CBS News, USA:
      „He wasn’t on authorities‘ radar, and people who knew him said he seemed to be fitting in. He played soccer with the locals and had an internship at a local bakery, a growing command of the German language and a new home with a foster family outside the serene Bavarian town of Ochsenfurt.“

      „“He always seemed relaxed, pleasant, he smiled, he was completely unobtrusive, in the best sense,“ said Simone Barrientos, 52, who lived down the road from the boy’s refugee home and belongs to a group of volunteers that helps refugees in Ochsenfurt.“

      „In the video released by ISIS, the teen called himself a „soldier of the Islamic state“ and urged other Muslims in the West to „kill these infidels in the countries that you live in.“

      „I have lived in your own home and have planned to behead you in your own territory,“ he said in his native Pashto. „I will behead you with these knives and break your necks with these axes.“

      „We now need to analyze very carefully how, despite these favorable conditions, it could still come to this act of violence,“ Bavarian social affairs minister Emilia Mueller said.“

      So etwas erfährt man nicht aus den deutschen Medien, oder habe ich etwas übersehen? Das Ministerium von dM hat die Informationshoheit übernommen. Gruselig.

    • @werner
      Polizeikräfte haben Einsatztaktiken angepasst. Siehe den tödlichen Kinovorfall vor einigen Wochen.
      Es wird in den nächsten Monaten, mit steigender Zahl an Ereignissen, eine unangenehme Diskussion auf uns zukommen: KünastIdeologen vs Realität.

  95. die Flagge der ADD
    hat jemand die Wahlplakatflagge der sogen.Migrantenpartei ADD( die de facto ein verlängerter Arm der türk.AKP ist) schon gesehen?
    Deutsche Nationalflagge (jaja- immer noch) mit türk.islam.Halbmond und Stern in Überlagerung.
    Die Botschaft scheint mir klar. Die Partei sieht ihr Potenzial bei 15 Mio Wählern.

  96. Danke
    Danke für diesen Beitrag, der zu Nachdenklichkeit zwingt.

  97. Das ist genau der Grund, warum manche Migranten so unbeliebt sind
    Natürlich dürfen die Leute mit türkischen Fahnen für ihre nationalistisch-islamistischen Ansichten demonstrieren. Das ist nicht das Problem. Der Grund aber warum sie dies tun, ist dass sie Druck auf die deutsche Regierung ausüben wollen nach dem Motto: „Wir sind schon zu viele, ihr unternehmt besser nichts gegen Erdogan, sonst machen wir Euch die Hölle in Eurem Land heiß“. Fakt ist, sie sind eigentlich nicht so viele, aber sie sind die gewaltbereite Minderheit, die willens und in der Lage ist, durch Telefonmobilisierung und Massenstalking/-Mobbing jeden, auch manchen alteingesessenen Deutschen einzuschüchtern. Das machen auch andere Gruppen so. Und genau DAS ist m.E. das wahre Problem in Deutschland, unabhängig von Religion oder nationaler Gesinnung oder Verstand: Diese neuen „Pressure Groups“, die allerorten (auch im Internet) durch Gruppen- oder Massenauftreten dafür sorgen, dass die „schweigende Mehrheit“ noch lauter schweigt. Man hat Angst, dass die einen mit all ihrer Macht im Kleinen angehen und dieser Staat nichts dagegen tun kann, weil er sich bereits politisch korrekt und auch einen großen Teil selbstgerecht entwaffnet hat. Wichtig sind m.E. jetzt klare Signale der Stärke im Kleinen. Überspitzt gesagt möchte der deutsche Michel jetzt sehen, dass die Polizei einer großen Gruppe von solchen Agitatoren ohne Angst entgegentritt und ein Knöllchen für Falschparken oder Grillen im Freien verpasst. Das meine ich übrigens buchstäblich, denn es sind gerade diese kleinen Dinge, die wichtig sind und den Deutschen das Gefühl geben, dass noch alles in Ordnung ist und seinen Gang geht. Ansonsten wird die Spannung eskalieren und wehe den roten Fahnenschwingern, wenn der deutsche Michel erst mal wieder aggressiv würde.

  98. Dank der Multi-Kulti-Politik
    ….haben wir nun türkische Nazis in unseren Strassen. Ich muss ehrlich gestehen: Mir waren da die deutschen Nazis lieber, da konnte ich wenigstens verstehen was sie brüllten und zurückbrüllen.

    Aber so ist es eben, wenn ein Staat meint Toleranz mit allem und jedem ist Pflicht. Wenn man sich aus allem zurückzieht, keine Ideale mehr verteidigen will und keine Kultur. Dann kommen eben die, die herrschen wollen und drücken ihre Werte durch.

  99. Falsche Rechte
    In der Schweiz war früher Ausländern die politische Betätigung verboten. Sehr sinnvoll. Wir brauchen in Deutschland weder eine Demonstration für Erdogan noch gegen Erdogan. Wir brauchen keine Demonstration für Kurden noch gegen Kurden.
    Zum einen bewirken diese Demonstrationen nichts in dem Land, für / gegen das demonstriert wird. Zum anderen kosten diese Demonstrationen nur Steuergelder.
    Ich weiss, heute wird die politische Betätigung auch in der Schweiz nicht mehr so streng gesehen. Kurden, Tibeter… demonstrieren.
    Aber gerade in diesem Fall bin ich altmodisch und wünsche mir eine nachhaltige Durchsetzung der alten Traditionen.

    • @Wolfgang Göller 21. Juli 2016 um 16:23 Uhr:Falsche Rechte
      „Ich weiss, heute wird die politische Betätigung auch in der Schweiz nicht mehr so streng gesehen. Kurden, Tibeter… demonstrieren.
      Aber gerade in diesem Fall bin ich altmodisch und wünsche mir eine nachhaltige Durchsetzung der alten Traditionen.“

      Sie haben recht, und hier in der Bundesrepublik sollten die Demonstrationsrechte von Ausländern in ausländischen Organisationen eingeschränkt werden. Unsere Verfassung würde dies erlauben (siehe GG.-Zitat oben). Aber der politische Wille scheint zu fehlen. Es kann doch nicht sein, dass die „grauen Wölfe“ und ausländische Israel-Gegner bei uns auf der Strasse marschieren. Uns reichen doch schon NPD usw.
      Letztlich scheint es dazu bei unseren Politikern an Verantwortungsbewußtsein, Mut und Charakterstärke zu mangeln.

    • Und der Unsinn der doppelten Staatsbürgerschaft,
      sowie der Hang deutsche Pässe allzu großzügig zu verteilen, müsste dringend gestoppt werden.

  100. Progress is the key
    Vor ein paar Jahren noch rumgemeckert, weil die Schweizer von ihrem (un)sinnigen volksdemokratischem Recht Gebrauch machten, um unverhältnissmässig grosse Minarette auf Schweizer Boden zu verbieten. Dann beim Burka Verbot raisonablement nichts gesagt. Dann wieder so ein Artikel. Über die Jahre hinweg merkt man dem Autor eine Eigenschaft an, die in den Medien allgemein vernachlässigt wird. Er ist lernfähig. Was vielleicht erklärt, warum das Niveau seiner Beiträge gleichbleibend respektabel ist.

    • Wir haben hier Bayerns grösste Moschee. Das ist kein Problem. Probleme sind auch nicht Demonstranten. Die Probleme fangen an, wenn die Grauen Wölfe da ihr Ding machen.

  101. inwiefern ist Betül Ulusoy fanatisch?
    Dieser Text von ihrer Facebookseite, in dem sie auch zu ihrer türkischen Äußerung Stellung nimmt, die auch ganz anders ins Deutsche übersetzt werden kann, klingt für mich alles andere als fanatisch:
    https://www.facebook.com/betuel.ulusoy/posts/657665124387027

    • Man kann nachher alles kleinreden.

    • Die gute Frau (noch JU-Mitglied, nebenbei) hat nicht umsonst Jura studiert...
      und versucht natürlich, sich als Hobby-Sprachwissenschaftlerin ex post mit Begrifflichkeits- und Umdefinitionsgaukeleien herauszureden.

      Am köstlichsten (wenn’s nicht so perfide wäre) folgende Argumentation: „Von einer „Säuberung“ spricht dabei aber kein Deutsch-Türke, wenn er auf Deutsch schreibt, weil wir in Deutschland auf Grund unserer Historie eine ganz andere Assoziationskette und Besetzung dieses Wortes haben.“

      Soll im Klartext heißen: Der „Kartoffel“-Deutsche hat sich (aufgrund historischer Vorbelastung) gefälligst zu hüten, solche Begriffe zu verwenden, alldieweil im Türkischen „Säuberungen“ im Sinne einer „Trennung der Spreu vom Weizen“ selbstverständlich strikt positiv konnotiert sind.

      Ich vermute mal, im Fall der unglücklichen Armenier hat man damals auch nur „die Spreu vom Weizen“ getrennt.

    • es geht nicht nur um die Richtigstellung der Übersetzung,
      der ganze lange Text hat nichts auch nur ansatzweise Fanatisches. Sie spricht sich klar und deutlich gegen die Todesstrafe aus und stellt eindringlich klar, dass eine Verteidigung der Demokratie nur möglich ist mit demokratischen und rechtsstaatlichen Mitteln. Ich lese Ulusoys Text als deutlichen Widerspruch gegen die Fahnenträger, die Sie erlebt haben.

    • Jede Diktatur bis jetzt...
      hatte ihre Edelfedern, die natürlich mit der ungezogenen Plebs auf der Straße nichts zu tun haben wollten.

      Das ursprüngliche Posting spricht Bände – und es gibt genügend Türkischsprachige, die den Text in seiner hämisch-triumphierenden Bosheit auch im Original genau so verstanden haben.

  102. So ein selten dummer Text
    Es ist vollständig am Thema vorbei. Die ganze Sichtweise ist so eingeschränkt, so einseitig und so von Arroganz überlagert, das es kracht.
    Wenn Sie (werter Autor) schon nicht dazu in der Lage sind, sich einem Thema halbwegs sinnvoll zu nähern, dann sollten Sie das Thema meiden.
    Meiden Sie am Besten das Thema Türkei.
    lg Holly01

    • Können Sie das ein wenig ausführen? Was passt an der Identifikation von MHP und Milli Görüs nicht? Sind die nichte mehr rechtslastig?

  103. Gefahr durch magisches Denken gebannt
    Habe diese Zitate aus einer Medienmeldung kopiert, aber leider versäumt, den Link zu kopieren:

    Zitat: „Maaßen warnte vor einem Generalverdacht gegen Flüchtlinge. Der IS wolle mit derartigen Taten Schrecken und Angst verbreiten, sagte er. Die Menschen sollten glauben, „jeder Flüchtling könnte ein Terrorist sein und jeder Mensch mit dunkler Hautfarbe könnte eine Axt oder ein Messer dabei haben“.

    Herr Maaßen erklärt dem Volk die *wahre* Motivation der Terroristen:
    Der ISIS mordet, damit das deutsche Volk in Angst und Panik gerät. Nicht etwa im Namen Allahs gemäß Dchihadismus, in dem der Krieg gegen die Ungläubigen gepredigt wird.

    Maaßen: „Dem müsse man sich entgegenstellen. [Es ist nicht so, dass jeder Flüchtling ein Terrorist sein kann].“

    Nach Maaßens Logik müsste sich die Terrorgefahr verflüchtigen, sobald „wir“ keinen Generalverdacht gegen die Flüchtlinge mehr hegen und keine Angst mehr haben.

    In der Psychologie nennt sich das „magisches Denken“ und wird bei Erwachsenen als pathologisch eingestuft, als Vorstufe des rationalen Denkens.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Magisches_Denken

    Maaßen: „Es seien nur wenige Menschen eingeschleust worden und es hätten sich auch nur wenige radikalisiert.“

    So so. Diese Möglichkeit wurde letztes Jahr 100% abgestritten. Jeder, der so etwas Böses vermutete, wurde in die böse rechte Ecke gestellt.

    Aber weil Herr Maaßen nun so genau weiß, dass es nur wenige seien, so sollte er einfach mal eine ehrliche Angabe machen, um wie viele Hunderte oder gar Tausende es sich bei „den wenigen“ handelt.

  104. Der Justizminister hat mal wieder gesprochen
    wie ich nebenan den News entnehme:

    «Es wäre ein großer Fehler, die Integration jetzt vorschnell für komplett gescheitert zu erklären», sagte er der «Bild»-Zeitung. Bildung und Sprache gehörten im Gegenteil zu den besten Mitteln gegen Radikalisierung. «Die große Mehrheit der Terroristen, die Anschläge in Europa verübt haben, sind hier aufgewachsen», betonte Maas.

    Nicht komplett gescheitert, aber ein bisschen schon oder? Das Argument der Bildung haben die 9/11-Attentäter schon tatkräftig widerlegt und nun?

    Wann hören die Relativierungen endlich auf?

    Übrigens imponiert mir der österreichische Außenminister wieder einmal, er kritisiert die Pro-Erdogan-Demos, diese seien „alles andere als lobenswert“. „Wer sich in der türkischen Innenpolitik engagieren will, dem steht es frei, unser Land zu verlassen“ und bestellt den Botschafter ein.
    derstandard.at/2000041493584/Kurz-bestellt-tuerkischen-Botschafter-ins-Aussenministerium

    Ob wir auch einmal kritische Töne von unserer Politik zu hören bekommen, wohl eher nicht, bloß nicht dem Sultan auf die Füße treten…

    • Wann hören die Relativierungen endlich auf?
      Niemals. Nicht mal kurz vor dem Untergang. Das wenigstens sollte von der unseligen DDR noch in Erinnerung sein. Herr M ist ein Fanatiker und Genosse. Der erzählt noch nach seiner Pensionierung vom Sieg des Sozialismus und dass er uns alle liebt.

  105. @ Philomena "Bregenzer Linksextreme"
    Nicht. Der Vergleich hinkt insofern und zwar stark, dass die Linksextremen im Bregenzer Wald höchstwahrscheinlich nicht die Grenze nach Deutschland überschreiten und dort Anschläge verüben würden…

  106. Wieder ist es das kleine Land Österreich
    das außenpolitisch Stärke zeigt. Der Außenminister hat heute den türkischen Botschafter zu einem Gespräch zitiert, um deutlich zu machen, dass von außen initiierte Demonstrationen in Österreich nicht geduldet werden. Er hat außerdem die Erdogan-Anhänger aufgefordert Österreich zu verlassen.

    • Titel eingeben
      Wer war denn nun Henne und wer Ei? Es war doch lange friedlich bis zur Wahl, die Erdogan nicht anerkannte.Man hatte ein Abkommen.
      Ich schrieb ja auch von Linksextremen allgemein als Beispiel, die da Quartier genommen hätten und wollte den Teufel nicht an die Wand malen.Mir fiel keine andere Gruppe ein, sorry.

    • Bellen und Beißen
      Vielleicht sogar eine Idee zu viel Schmiß.

      Gleichwohl wissen wir jetzt, wie solche Sätze in deutscher Sprache klingen.

      Die deutschen Behörden täten aber sehr wohl daran, sich erst dann mit Gruppen anzulegen, wenn sie diese auch einhegen können.

      Insofern ist der zahme Ton durchaus hilfreich, es nicht überstürzt zum Schwur kommen zu lassen.

      Wenn E aber sagt, und „Sag es und wir töten“ tötet, dann sollte man einen Plan haben und die Hosen nicht auf den Knöcheln.

  107. Was mich an den Islamisten am meisten ärgert
    Michael Klonovsky spricht offen aus, was mein Herz schon seit einiger Zeit drückt:

    „Frühroter 21. Juli 2016

    Was mich an diesen islamischen Radikalen am meisten ärgert, ist, dass sie mich an die Seite von Leuten nötigen, die den Begriff „Aufklärung“ ohne eine Spur von Ironie verwenden“

    • Ich kann leider weder für mich noch für Klonovsky ausschließen, dass es schlichtweg am eigenen Altern liegt, aber ich glaube, ich kenne das Gefühl: wenn „plötzlich“ beispielsweise jemand wie Hans-Peter Uhl in einer Fernsehfragerunde von mehreren Befragten am wenigsten Unsinn zu reden scheint. Und der dürfte das Wort „Aufklärung“ ebenso ironiefrei auch benutzen als Synonym für „allgemeine, anlasslose Totalüberwachung“.

    • Leider verscheindet sowas immer wieder schnell...
      Ich bin ja ein aktenkundiger radikaler 68er und Anarchist und trotzdem ein Fan meines Jugendfeindes Gauweiler…
      Es ist wohl tatsächlich so, dass sowohl das zunehmende Alter als auch die sich völlig ändernden Zeiten nahelegen, die den Zuständen nicht mehr angemessene Einteilung in „links und rechts“ beizubehalten.

      Es ist doch lächerlich Merkel oder die Grünen Pfarrerstöchter als links zu bezeichnen. Linke lehnen die Grundlagen des neo-liberalen Kapitalismus kompromisslos ab, Banken mit Steuergelder zu retten um den Anteilseignern Verluste zu ersparen käme „Linken“ niemals in denn Sinn.

      Man muss Themen einzeln und sachlich durchdenken und beurteilen, und spätestens wenn ein Gauweiler und eine Wagenknecht einer Meinung sind sollte man stutzig werden.

      Da dies nicht der Fall ist, wie viel zu viele der Kommentare hier ja zeigen, kann man einschätzen was im Volke abgeht und wo das wohl leider hinführen wird!

    • @was im Volke abgeht@ tdv
      Ich finde es amüsant, daß Sie sich hier unter einem Zitat einfinden, bei dem ich gerade auch an Leute wie Sie gedacht habe.
      Wenn Sie sich so über das Volk erheben, zu welcher anderen Kategorie meinen Sie zu gehören?

      Mich gruselt immer, wenn einer in Ihrem Alter sich den Orden des @aktenkundigen Linksradikalen@ stöhnend streichelt, denn ich stelle mir dann immer die Frage, auf wessen Kosten Sie so alt geworden sind!

    • Naja, Patrick, mein Beileid haben sie....
      Ausser dem stets gleichen Reflex scheint mit dem Denkapparat den ihnen die Existenz verpasst hat keine andere Einsicht möglich sein.
      Ich bin übrigens nach Abschluss einer Mechaniker Lahre im ALter von 17 von zu Hause durchgebrannt und dann von einem Vater enterbt worden, der sicher einige Ähnlichkeiten mit ihnen gehabt hat. Jeden Pfennig den ich seitdem ausgegeben habe habe ich selbst erarbeitet. Studium wurde durch Bafög finanziert. n(Von ihren ganu persönlichen STeuern!)
      Um ihrem überlasteten Kopf die Arbeit anzunehmen, natürlich ausschleslich mit Waffen-, Drogen- und Mädchen Handel.

  108. private Aggressionareale mit militärischem Dramatikhintergrund
    offenbar ist mein Beitrag mit den Kühen und der Taube, welche tatsächlich einige Meter vor mir auf dem Wald- und Wiesenweg landete, zu entfernt von der hier intonierten Realitätsfront entfernt gewesen und auch sonst von der Niveauebene fehlgegangen:

    ein Konterkarieren von Don Alphonso’s vorzüglichem TürkenDemoText lag nicht in meiner Intention, wieso auch,
    Pardon also an den Schrank von Communitymanager, sollte keine DaDabelästigung sein, allein das Absurd-Pittoreske der oben behandelten Geistlosigkeiten (Fahnenwahn// Gewalteruptionen Fremdsprachiger) mögen mich motiviert haben, diesen Senf zu rühren, deswegen gleichwohl Danke für die freundliche und aufmerksame Betätigung des Nirwanaclicks.

  109. Mal was ganz Anderes...
    warum, lieber Don, haben Ihre Texte bei der FAZ keinen EMPFEHLEN-Knopf, wie die anderen Texte…Das ist seeeeeehrrrr schade…

  110. Hat eigentlich die Grüne Jugend...
    anlässlich der Machtergreifung schon zu einem Fahnenboykott aufgerufen… oder gilt das nur für Fußballveranstaltungen?

    • Mit sofortiger Wirkung.
      Perkeo sagt: 21. Juli 2016 um 17:29 Uhr

      Hat eigentlich die Grüne Jugend…anlässlich der Machtergreifung schon zu einem Fahnenboykott aufgerufen… oder gilt das nur für Fußballveranstaltungen?

      https://www.youtube.com/watch?v=F2eO7ytlhAU
      https://www.youtube.com/watch?v=UQB9A6YhSJg

      Danke für den Hinweiss. Hatte ich vergessen.

      Art. 20 GG (Neufassung 21. Juli 2016)

      (6) Die ehemalige Deutschlandfahne (Schwarz-Rot-Gold) darf nicht mehr öffentlich benutzt werden.

    • Fahnenboykott der Grünen Jugend...
      …gilt nur für deutsche Fahnen. Fremde sind ok. Vor allem, wenn sie so schön rot sind…. ;0)

  111. Nationalismus=nationaler Egoismus
    Also, ich gebe es zu, obwohl sehr auslandserfahren und multikultigeprägt
    Schätze ich es, wenn unsere Fußballer bei der deutschen Nationalbibliothek Nationalhymne mitsingen und das mit Herz.
    Doch ich sehe auch die Gefahr einer Überhöhung dieses Denken in Nationen, auf die Balance kommt es an.
    Ein Zuviel führt zu nationaler Erhöhung und zur Abrenzen zu konkurierenden Nachbarn.
    Schnell gräbt man historische Ansprüche auf dieses und jenes Gebiet wieder aus, wenn dort zufällig Bodenschätze oder große Ölvorräte liegen, umso besser! Schnell denkt man an andere Großreiche und das eint,
    Da werden auch schnell Verschwörungstheorien ausgegraben, warum man so kleingeschrumpft wurde, z.B. Wie die atürkei nach dem 1. Weltkrieg.
    Klar, Verschwörungen gibt es andauernd, dies ist kein Scherz, doch nach dem 1. Weltkrieg, das war eher kolonialistische und offene Machtpolitik, die durch den tapferen, vorausschauenden Atatürk teilweise korrigiert wurde.
    Das alte osmanische Großreich in alter Pracht wiederherstellen das geht heute nicht mehr, nicht mal mehr, denn die Welt ist zu klein und zu voll geworden. Gebiete zu erobern, weil man sie vormals schon einmal erobert und damit anderen weggenommen hat, ist in unserer überfüllten Welt zu teuer, da nützen auch Ölquellen nichts mehr. Selbst wenn man die Erlaubnis der einzig verbliebenen Supermacht USA bekäme, ständig kämpfen Revoluzzer gegen Besetzer und werden von interessierter Seite mit Waffen versorgt so daß selbst ein ungerlernter Kameltreiber mit einem Einman-Pad ganz locker und ohne Risiko ein Ziviljet oder störendes Jagdflugzeug auf den Boden holt.
    Doch ausgerechnet jetzt, in dieser überbevölkerten Welt kommt da ein Autokrat daher, mit Süleimann dem Prächtigen als Vorbild und will das osmanische Großreich wiederherstellen und die Türken sind überwiegend begeistert, ergehen sich in nationaler Überhöhung )=Abrenzung zu Anderen) und stehen ihrem Quasi-Sultan treu zur Seite.
    Zu der Zeit Süleimans des Prächtigen gab es vielleicht 1-2 Mrs Menschen auf der Erde, jetzt sind es 7,2 umd spätestens 2050 müßten es theoretisch deutlich über 12 Mrd.
    Begreifen zu nationalistisch orientierte Menschen nicht, dass man heutzutage sich auf eine Mischung von Wespen- und Ameisennest der hochgefährlichen Rasse „Paraponera clavata“ setzt, dabei kommt nur Leid und Not bei heraus und am Ende ist sogar das eigene ursprünglich Land, das sich wirtschaftlich so gut entwickelte am Ende und ggf. Dem Verfall und dem Appetit anderer ausgesetzt, s. das alte Jugoslawien, wo sich Karadjic Alexander des Großen als Vorbild nahm, oder Saddam Hussein, der sich an den altägyptischen Nebudkadnezar orientierte.
    Alles ging nach histrorisch winzigen Zeitspannen übel aus.
    Den deutschen wünsche ich mehr Selbstbewußtsein und ein wenig ,ehr Nationalgefühl und -stolz, doch nur ein wenig, alles überhöhte fürht bei uns zur Rechthaberei und zu gefährlichen Gelüsten, den Türken dagegen wünsche ich Einsicht und mehr Bescheidenweit, nationale Überhöhung bringt nur Blut und Tränen und Fahnen schwenken macht keine Menschen satt, was übrigens die größte Herausforderung in einer Welt wird, die mehr und mehr zu einer mit Menschen überfüllten Kloake wird.
    Wer zu den Verlierern gehört und an einer Stelle sitzt wo es stinkt und Menschen Hunger leiden müssen, macht es sich einfach, er wendet sich dem ungebildetem, salafistischem Islam zu und haut drauf, jm den gebildeten und erfolgreicheren Gewinnern ihren Wohlstand zu rauben,
    Man muß sie nur aufhetzen und an dem was man sieht (IS, Boko Harram, Al Nusra Front und die hundert weiteren Clubs, die sich in wechselnden Konstellationen ständig umbilden), was dabei herauskommt, vor allem, wenn Großmächte auf diesem Klavier intensiv spielen, wie i.d. Letzten 15 Jahren. Erdogahn wird mit nahezu absoluter Sicherheit zum Unheilsbringer für die Türken, Kurden und Anderen.

    • Der Körper und seine Glieder
      Heute sind alle Nationen der Erde fast Verwandte geworden oder bemühen sich, es noch zu werden. Infolgedessen muss der Mensch nicht nur an die Existenz und das Glück derjenigen Nation denken, der er angehört, sondern auch an das Vorhandensein und Wohlbefinden aller Nationen der Welt … Wir wissen nicht, ob uns nicht ein Ereignis, das wir weit entfernt glauben, eines Tages erreicht. Aus diesem Grund muss man die gesamte Menschheit als einen Körper und eine Nation als sein Glied betrachten. Zitat :….. raten Sie mal wer es gesagt hat

    • NAtionalbewusstsein- "auf die Balance kommt es an" sic!
      sola dosis veneum facit (nicht von mir, Paracelsus)

      Also wie im richtigen Leben, kein großes Geheimnis und jeder weiß es aus der eigenen Ontogenese.
      Wenn ein Mensch weiß, wo er herkommt, weiß er meist auch schon, wo er steht und hat es durchaus leichter zu sagen, wo er hin will.

      Wenn ich ihm aber sein Herkommen verdächtig mache (Techniken gibt es da genug!), dann züchte ich nicht nur jemanden, der nicht weiß, wo er herkommt, sondern auch jemanden, der kaum sagen kann, wo er hin will.
      Wenn so ein Mensch/ Gesellschaft dann plötzlich (aus Verzweiflung und Orientierungslosigkeit!) die Fragen des Herkommens und der Verortung unphysiologisch brachial klären will, DANN kann es gefährlich werden, – meist wird es das.
      Und das ist auch genau meine Sorge. Und es ist nicht eine Frage von links oder rechts. Am türkischen Chauvinismus (quasi als Antipode des deutsch nationalen asexuellen Lebensgefühls) sieht man, wie unschön und hässlich ein Nationalbewusstsein ausgleitet, wenn es eigentlich von Komplexen bestimmt ist. Wobei das sind ja nicht nur die Grauen Wölfe (@Don), sondern bei den Islamisten der AKP sieht man dieselben Reflexstrukturen. DAS ist kein Problem von „rechts“- diese Kategorie führt hier vollkommen in die Irre und verschließt den klaren Blick auf die eigentliche Gemengelage!


    • Nebukadnezar war kein Ägypter, sondern Babylonier. So nebenbei.

    • Mit Verlaub....
      „Wer zu den Verlierern gehört und an einer Stelle sitzt wo es stinkt und Menschen Hunger leiden müssen, macht es sich einfach, er wendet sich dem ungebildetem, salafistischem Islam zu und haut drauf, jm den gebildeten und erfolgreicheren Gewinnern ihren Wohlstand zu rauben..“

      Mit Verlaub, aber das ist sogar angesichts des hier seit Monaten in noch unvorstellbare Tiefen abgesackenden Niveaus ein wenig arg idiotisch.

      Jeder, der „…sitzt wo es stinkt und Menschen Hunger leiden…“ wird sich dann selbstverständlich dem zuwenden, der ihm Besserung verspricht und wird zugreifen.
      Nicht alle sind halt so, wie die Geschichte gezeigt hat, moralisch und ethisch hochstehende Wesen wie die Deutschen, die niemals zu unredlichen Mtteln greifen, nur weil stinkt und alle hungern.
      Gut, wenn der Lebensraum fehlt, dann kann man schon mal schwach werden… Schwamm drüber. Tempi passati…

      Wissen sie, wenn ich ihre, für die alten weissen Männer typische, Klugscheisserei aus dem Ohrensessel lese, dann kann ich mir vorstellen dass sich noch so manch anderer 17jährige Pakiatnsi oder Afghane zu dem, was er für moralische Handlungen hält, berufen fühlt.

      Ihr primitiven Hans Wusten wählt Regierungen, die mit der Bundeswehr im Elend lebende Leute im Auftrag ihrer amerikanischen Herren und Meister, noch tiefer in Grund und Boden bombt und schwingt hier Reden darüber wie andere Leute mit dem zum Teil von uns Verursachten Elend umzugehen haben.

    • Bitte, Tonfallmässigung.

  112. Mit drei oder Militärdiktaturen hat sich die NATO auch arrangiert
    Die NATO und „der Westen“ haben sich im 20. Jh. mehrmals mit türkischen
    Militärdiktaturen arrangiert.
    .
    Warum sollten sie sich dann nicht auch mit einer islamischen Diktatur abfinden können?
    .
    Als die USA vor 10 Jahren offen Folterpolitik propagiert haben, war das für niemanden hier ein Grund, die Bündnistreue anzuzweifeln.
    .
    Was soll also die ganze Hysterie jetzt auf einmal?
    .
    P.S.: Erdogans Beziehungen zu Israel sollen sich zuletzt angeblich normalisiert haben. Obwohl man dort, um „die Sicherheit zu garantieren“, niemals foltern oder Minderheiten was diktieren würde.

    • Einer der Gründe zur SPD zu gehen war, dass ich das bei der letzten Diktatur nicht anschauen wollte.

    • Erdogan Israel
      Eine eigenartig Gemengelage, aber im Verlauf wurde immer klarer, dass beide Interessenüberschneidungen bspw. bei der Unterstützung des IS haben (bei Israel habe ich das lange nicht geglaubt).

    • Richtig, die SPD war in den 80ern für den NATO-Austritt
      Aber war das klug?(1)
      .
      Und hätte es die Redemokratisierung der Türkei beschleunigt?
      .
      (1) Ob sie es im Fall eines Rot-Grünen Wahlsieges im Bund (sagen wir mal: ein Jahr vor dem Mauerfall) dann auch durchgezogen hätten: Den NATO-Austritt der BRD? Glaube ich kaum. Das war einfach nur „verantwortunglosester Populismus“.

    • @Patrick Feldmann
      „Eine eigenartig Gemengelage, aber im Verlauf wurde immer klarer, dass beide Interessenüberschneidungen bspw. bei der Unterstützung des IS haben (bei Israel habe ich das lange nicht geglaubt).“
      Das ist, was Israel betrifft, auch nicht so einfach. Man sieht lediglich in den Sandalenträgern des IS eine geringere Gefahr als im schiitischen Lager. Die Hisbollah ist eben direkt vor Ort und bekommt Raketen aus dem Iran, und der andere Konflikt läuft zwischen den Sunniten und den Schiiten. Der israelische Verteidigungsminister hat mal mit einer für uns Deutsche völlig unvertrauten Offenheit der WELT ein Interview zu den israelischen Interessen gegeben.
      Abgesehen davon denke ich mal, würde Israel gegen den IS vorgehen würde das die Popularität des IS in Deutschland/Westeuropa noch mehr steigern. Man bekommt ja schon jetzt als Axtmörder im deutschen Feuilleton mildernde Umstände, wenn man eine IS-Fahne über dem Bett hängen hat.

  113. Deutschland kaputt!
    Art. 20 GG (Neufassung 21. Juli 2016)

    (1) Die Bundesrepublik Deutschland ist nicht länger ein freier und demokratischer Bundesstaat.

    (2) Alle Staatsgewalt geht von parlamentarischen rückratlosen Politikereliten aus die Deutschland hassen und zerstören wollen. Sie werden in Pseudowahlen alle 4 Jahr gewählt. Sie sind nicht länger an das Grundgesetz gebunden.

    (3) Die öffentliche Ordnung ist nicht länger an die verfassungsmäßige Ordnung, die vollziehende Gewalt, Gesetz und Recht gebunden.

    (4) Eingereiste Flüchtlinge ohne Pass und Aufenthaltsrecht, radikale Gruppen, alle antidemokratische und antifreiheitliche Fanatiker genießen besonderen Schutz vor Belästigung und Strafverfolgung. Die Deutschen sind alle Muschis.

    (5) Deutschland wird in einen fundamentalen islamischen Gottesstaat umgewandelt.

  114. Recht auf Ausreise
    D wird bunt und es wird das Recht auf Einreise diskutiert, manche meinen auch wirklich auf unbegrenzte Einreise. Und bunt heißt jetzt leider nicht nur Hautfarbe, sondern es geht schon um sehr unterschiedliche Lebensentwürfe. Zumindest gibt es starke Tendenzen, dass D von vielen Seiten her (auch von Links-Grüner) intoleranter, gehässiger, religiöser wird, auch dass bestimmte Bevölkerungsgruppen mehr als früher bekannt abgelehnt werden (wobei jeder Mensch zu mindestens einer Gruppe gehört, die von irgendeiner anderen Gruppe wehement abgelehnt wird).

    Vor diesem Hintergrund, dessen frohes Ende evtl. noch einige Generationen dauern kann, würde ich mir sehr ein breit diskutiertes Recht auf Ausreise aus D wünschen. Das kann natürlich jeder, aber die Knackpunkte sind Krankenversicherung und Rente. Also ich denke die Bundesregierung sollte sich für ein supranationales Krankenkassen- und Rentensystem stark machen und bilateral verhandelte Ausreisemöglichkeiten in beliebte andere Staaten verhandeln. Dann wäre das ganze etwas fairer und entspannter, weil man ja einfach gehen kann, wenn es hier nicht mehr so gut läuft.

    • Titel eingeben
      Die Rente wird ihnen auf jedes Konto überwiesen das sie angeben, weltweit!

      Vorrausgesetzt, in ein paar Jahren ist noch welche übrig, die man überweisen könnte.


    • Die Rente wird ihnen auf jedes Konto überwiesen das sie angeben, weltweit!
      Das ist nicht immer und überall so.
      Ein Engländer, mit dem ich Mitte der 90er mal sprach, erzählte, seine Eltern hätten Glück, daß sie die Rente nach Südfrankreich, wo sie sich niedergelassen hatten, überwiesen bekämen, 20 Jahre früher oder so wäre die Rente nämlich nur innerhalb Englands überwiesen worden.

    • @colorcraze....
      Ich rede von Deutschland… überall hin, auf das Konto das sie angeben.

      Kann man in Zeiten wie diesen wohl gar nicht oft genug wiederholen ;-)

  115. da war noch ein etwas ...
    @Don Alphonso
    21. Juli 2016 um 17:52 Uhr

    … schräger Witz (mit Böhmermann, Erdo und Angie in einer Frittenbude) integriert,
    deswegen nahm ich an, wäre vielleicht ein Grund gewesen mir ein stilles Standgas einzustellen. Naja, dann haben meinen Text die Untiefen des Internets getrasht.
    Dabei hatte ich den Witz eigentlich, soweit überhaupt möglich, schon ziemlich entschärft, wegen eventueller Justitziabilität. Die fleckenlos weiße Taube, als Solitärereignis, hatte wohl auch nur für mich eine Botschaft.

    • Vorm Abschicken immer die copy-Taste einsetzen
      da kann das zuvor gut ausgearbeitete dann in erneutem Versuch gesendet werden…

  116. Da haben Sie ja was losgetreten, Don Alphonso.
    Es scheint mir so, als seien einige Jubelantworten auf eine gravierende Unkenntnis der Feinheiten deutscher Sprache zurückzuführen. Und obwohl ich mich ansonsten bemühe, alle Antworten zu lesen, habe ich es hier aufgegeben. Es ist einfach zu viel an kaum noch verstecktem Faschismus. Ein Unterschied zu den Vorgängen in der Türkei ist kaum noch erkennbar.

    Irgendwer hat hier auf Aiman Mazyek hingewiesen, der ja bekannt dafür ist, Integration nur aus muslimischer Sicht zu betrachten. Würde man ihm folgen, die Verantwortung für junge Muslime den türkisch-islamischen Verbänden zu übertragen, man machte wohl den Bock zum Gärtner. Denn die türkischen Parallelgesellschaften sind ein eindeutiges Zeichen, wohin Integration nach Mayzek führt. In seiner Glaubwürdigkeit kann er es jedenfalls mit jedem Spitzenpolitiker in Deutschland spielend leicht aufnehmen.

    Irgendwer hat hier auch das christlich-jüdische bzw. deutsch-israelische Verhältnis angeführt. Der Zusammenhang erschließt sich mir ebensowenig, wie an anderer Stelle bei der Zahl der sowjetischen Opfer des Nationalsozialismus. Darauf einzugehen scheint mir wirklich sinnlos.

    Und so ziehen sich durch viele Antworten eindeutig tendenziöse Aussagen, einer roten, besser braunen Linie gleich, argumentativ nicht ernstzunehmen, mit Mühe noch als Standgas einzuordnen. Die Frage, warum sich Menschen radikalisieren, scheint mir daher nicht nur bei Flüchtlingen dringend erforderlich zu sein.

    Nach wie vor tendiere ich ja zu der Annahme, daß eine Radikalisierung von Massen fast immer auf deren negative und sich negativ entwickelnde Lebensumstände zurückzuführen ist, die Geschichte scheint das doch zu bestätigen. Denn wer ein weitestgehend zufriedenes Leben führt, der ist meist relativ unempfänglich gegenüber irgendwelchen Parolen, die ihm bei Licht betrachtet keinerlei Vorteile verschaffen, die die Realität nicht wiederspiegeln, sondern ihn lediglich mit irrationalen Ängsten und Vorurteilen, Einzelfällen zu manipulieren suchen, gestützt auf die eine oder andere Ideologie. Zumindest in grundsätzlich freiheitlich geprägten Gesellschaften scheint es mir so zu sein.

    Die negative Entwicklung der Lebensumstände ist meist ein schleichender Prozeß – wie die Radikalisierung. Überwiegend ist das auf politische Entscheidungen zurückzuführen. Das werden wir wohl in der Türkei aufgrund des politisch gewollten religiösen Irrwegs und seiner anzunehmenden Folgen bald noch deutlicher als bislang erleben. So gesehen kommt die Radikalisierung auch selten von außen, sondern meist von innen. Das belegen ja auch die Terroranschläge, deren Täter fast ausschließlich aus den eigenen Gesellschaften stammen.

    Neben der radikalisierten Masse gibt es selbstverständlich auch immer mehr oder weniger autonom handelnde Einzeltäter. Die sind in der Regel auch deutlich gefährlicher, als eine radikalisierte Masse, deren Verhalten sich leichter erkennen und einschätzen läßt. Leider gibt es gegen derartige Einzeltäter, welcher Motivation sie auch immer folgen, keinen Schutz. Vereinzelt wurde in diesem Zusammenhang auch auf die Amokläufe verwiesen. In meinen Augen hinken solche Vergleiche jedoch, solange Einzeltäter sich auf ein gemeinsames Motiv berufen.

    Die der Willkommenskultur folgende, latent immer schon vorhandene Radikalisierung deutscher Bürger hat bei Licht betrachtet doch wenig mit den Flüchtlingen und den damit zusammenhängenden und unbestreitbaren Problemen zu tun. Denn die Flüchtlinge geben in der Masse keinerlei Anlaß zu Radikalisierung. Vielmehr werden sie instrumentalisiert, um immer schon unterschwellig vorhandener Fremdenfeindlichkeit einen scheibar seriösen Anstrich in Form besorgter Bürger zu geben. Und je stärker die Gegner und Befürworter humanitärer Flüchtlingshilfe sich gegenseitig bekämpfen, desto leichter fällt aufgrund begleitender Terroranschläge diese Instrumentalisierung. Und mit jedem Anschlag steigt die Zahl der Mitläufer, die Zahl der Gläubigen einfacher Lösungen.

    Realistisch betrachtet gibt es aber keine einfachen Lösungen. Daß es aber generell an vernünftigen Kriterien zur Lösung der Probleme mangelt, daß von der Politik keine klare Linie verfolgt wird, daß die Bürger das politische Totalversagen unübersehbar vor Augen haben, das ist das wahre Problem. Hier liegt die Ursache für die Radikalisierung besorgter Bürger, die sich jedoch gegen die falschen Adressaten, die Flüchtlinge, wendet. Denn wenn es gegen die Politik generellund gegen die Regierung speziell ginge, was es sollte, dann könnte z. B. die AfD kaum davon profitieren, dann hätten ihre bürgerfeindlichen Programme kaum eine Chance.

    Leider ist das politische Versagen schon seit Jahrzehnten omnipräsent. Die gemachten Fehler ließen sich kurzfristig nur zum Teil beseitigen, für die größeren bräuchte es deutlich länger. Und es wird so oder so teuer, sehr teuer. Ob die Beseitigung der Fehler aber überhaupt ernsthaft in Erwägung gezogen wird, wage ich zu bezweifeln. Es scheint, als wolle man es drauf ankommen lassen. Wenn das so ist, werden wir 2017 eine Überraschung (?) erleben. Eine böse Überraschung. In der Türkei ist das Ergebnis zu besichtigen.

    • Die Frage ist: Kommentare zulassen Ja oder Nein. Ich wüde vieles nicht unterschreiben, aber ich höre es mir an.

    • @ Otto Meier
      Ich würde Ihre verblendete, arrogante, ignorante (gefährliche Kombination übrigens) und weitestgehend von Fakten freie Beschimpfung von Mitkommentatoren als „faschistisch“ persönlich(!) auch nicht vermissen. Die Wahrnehmung der Realität ist eine Kunst, die von klein auf geübt werden will. Wird dies versäumt gerät einem irgendwann dann schon die bestens begründete Besorgnis eines Mitbürgers zu einem KO-Kriterium für gesellschaftliche Diskursfähigkeit. Nun halte ich persönlich jeden, der auf die „Flüchtlingskrise“ (Heilige Einfalt, es bricht Ihnen zum jetzigen Zeitpunkt wahrlich kein Zacken aus der Krone einzugestehen, dass ein erheblicher, ja der überwiegende Teil der Migranten mit einem Flüchtling in etwa so viel zu tun hat wie Frau Kühnast mit einer kompetenten Politikerin. Der erhebliche Teil der „Flüchtlinge“ hat keine Papiere und weiß SEHR genau warum.) nicht mit Besorgnis reagiert für zurückhaltend ausgedrückt schwer naiv und schlimmeres.
      Selbstreden ist die Zahl der verhängnisvollen politischen Fehler in diesem Land inzwischen Legion, die Migration in der zur Zeit erfolgenden Form wird es aber sein, die dieser Gesellschaft binnen maximal 25 Jahre das Genick bricht und hier keinen Stein auf dem anderen lässt. Man muss unfruchtbar sein, oder aus anderen Gründen kinderlos, oder komplett unfähig zu einem sachlichen Blick in die Zukunft, wenn einen das nicht besorgen soll.
      So. Und jetzt können Sie gerne wieder taz, tagesspiegel oder ZEIT-online lesen, oder wo Leute wie Sie sich sonst so rumtreiben und Faschisten suchen.

    • Ich denke, hier ist genug Platz für alle, wenn sich alle zu benehmen wissen, und darum würde ich sehr bitten.

    • ich finde das geht noch hier
      ich hatte angesichts des Themas (und der national-türkischen Klientel) hier etwas ganz anderes erwartet. Und Don wohl auch- wie mich sein Epitaph mit der Aufforderung zur Höflichkeit schließen lässt.

      Aber scheinbar trifft der Text die community nicht, da keine Lektüreüberschneidung besteht(ich gehe mal davon aus, dass die Osmanengang pp nicht nur aus Analphabeten bestehen kann). Anderenfalls wäre hier nämlich sonst wirklich was los.

      Insgesamt bewundere ich Don, daß er den Mut hat, das hier zu thematisieren, denn Sorgen macht diese Entwicklung sehr vielen (türkischstämmigen Deutschen wie auch allen anderen, die an einer funktionierendenZivilgesellschaft hier interessiert sind). Es ist auch die intellektuelle Redlichkeit des Autors und blog-Türstehers, hier auch differierende Meinungen zuzulassen und nicht immer mit der Gesinningsgoldwage anzurücken, die seinen blog wichtig und lesenswert macht.
      also Herr Meier- nicht Ihrer Meinung!

    • einer muss es ja tun.

      Ausserdem kenne ich zufällig ein paar Leute hier, die in der türkischen Gemeinde viel Respekt geniessen.

    • @OttoMaier
      „Es ist einfach zu viel an kaum noch verstecktem Faschismus. Ein Unterschied zu den Vorgängen in der Türkei ist kaum noch erkennbar.“

      Ernsthaft? Sie vergleichen den Verbalradikalismus von Kommentarschreibern hier mit den Vorgängen in der Türkei, bei denen Menschen getötet, eingesperrt und vermutlich auch gefoltert werden? Finde ich einfach nur maßlos.

    • Na ich weiß nicht
      „Daß es aber generell an vernünftigen Kriterien zur Lösung der Probleme mangelt, daß von der Politik keine klare Linie verfolgt wird, daß die Bürger das politische Totalversagen unübersehbar vor Augen haben, das ist das wahre Problem. Hier liegt die Ursache für die Radikalisierung besorgter Bürger, die sich jedoch gegen die falschen Adressaten, die Flüchtlinge, wendet.“

      Ein Teil des politischen Totalversagens liegt doch im inflationären Gebrauch des Wortes „Flüchtlinge“ für Menschen, die keine sind.

    • @Otto Meier - Vieles zum Nachdenken, aber hier nur zu einem Punkt
      „Hier liegt die Ursache für die Radikalisierung besorgter Bürger, die sich jedoch gegen die falschen Adressaten, die Flüchtlinge, wendet. Denn wenn es gegen die Politik generell und gegen die Regierung speziell ginge, was es sollte, dann könnte z. B. die AfD kaum davon profitieren, dann hätten ihre bürgerfeindlichen Programme kaum eine Chance.“(Zitatende)

      Sie werden sich nicht wundern, dass ich etwas anderer Ansicht bin. Mir scheint, manche (Pseudo-)“Linke“ benutzen die „Flüchtlinge“ nur, um ihren verbiesterten „Kampf gegen Rechts“ anzufeuern – eigentlich ihren irrealen Traum von einer totalen Kulturrevolution. Das geht nun mal nicht ohne einen abgrundtief bösen Gegner als Sündenbock. Da bietet sich die AfD natürlich an – und sei es, weil sie einen gewissen Erfolg hat.

      Ebenso benutzen natürlich verbiesterte Rechtsradikale die gegenwärtige verfahrene Situtation, um daran ihre uralte Haßpropaganda wieder aufzuwärmen.

      Das ist nichts neues. Neu ist das Fehlen jeder ernsthaften Opposition seit vielen Jahren – nicht unbedingt um die Regierung zu stürzen, aber um sie mit ihrer Verantwortung zu konfrontieren, und zwar im Parlament – schließlich ist unsere Verfassung ja die einer repräsentativen Demokratie. Wie uns das britische Unterhaus gelegentlich vorführt, muß eine demokratische Regierung immer wieder in Fragestunden „gegrillt“ werden, damit sie nicht übermütig aus dem Ruder läuft.

      Hätten wir eine solche hartnäckige Opposition, dann wäre die Politik der offenen Grenzen schon viel früher gestoppt worden, der Sinn der unvernünftigen Rettungspakete wäre zumindest angezweifelt worden, und so ein Schauspiel wie der Herr M. mit seinem Zuarbeiterkränzchen von IM wäre vielleicht doch wegen allgemein anerkannter Unzumutbarkeit aus der Regierung geflogen: auch Parteiführer und Regierungsführer sind Opportunisten und wollen sich nicht unnötig blamieren.

      Unser Problem ist doch weniger Merkel, als der Mangel an Kritik und Widerspruch in der Politik und in den Leitmedien. Mir wäre eine ordentliche Opposition viel lieber als die AfD, aber zur Not fände ich die Wahl der AfD weniger schlimm als eine mißverständliche resignierte Zustimmung zu den Parteien, die gegenwärtig das Parlament monopolisieren. Aus persönlichen Gründen will ich eine Anti-Islam-Partei nicht wählen (und eine Antisemiten-Partei würde ich erst recht nicht wählen) – sonst hätte ich gesagt: alles ist besser als die zur Zeit herrschende Verantwortungslosigkeit. So bleibt mir wohl hier in Bayern nur der Seehofer :-( Und das einem alten ehemals norddeutschen ehemals Sozialdemokraten!

      Die Aufgabe einer Regierung ist der Schutz der Bevölkerung und ihrer Freiheit, Bewahrung der Rechtsordnung, und daraus folgt auch Kontrolle der Grenzen, und dafür hat sie das Gewaltmonopol. Hinzu kommt in Europa die Aufrechterhaltung eines funktionierenden Wirtschafts- und Sozialsystems. Natürlich gehört zum Schutz der Bevölkerung auch die Arbeit für die Erhaltung des äußeren und inneren Friedens.

      Zu den Aufgaben einer Regierung gehört jedoch nicht, die Menschen umzuerziehen, ihre Sitten und Gebräuche zu ändern, sie mit selbstbezahlten Wohltaten zu beglücken, sie an den Haaren in irgendeinen progressiven Himmel zu schleppen, die Welt oder irgendwelche unabhängigen Länder zu „retten“ oder zu reformieren, und Teile der Bevölkerung gegeneinander aufzuhetzen, zu beschimpfen und zu bespitzeln. Erst recht nicht ist es Aufgabe der Regierung, die Bevölkerungsstruktur des Landes umzukrempeln.

      Unter geeigneten politischen Bedingungen wird die Gesellschaft (z.B. durch die Arbeit von Gewerkschaften, NGOs etc.) schon selbst dafür sorgen, dass es bis auf wenige Ausnahmen den Leuten einigermaßen gut geht.

      Übrigens könnte eine starke und hartnäckige Opposition auch dem Berliner Abgeordnetenhaus nicht schaden (cf. LaGeSo, R94, GHS, allg. der Mob etc. etc.). Aber da wird man lange warten können.

    • I feel fear, for the last time.
      @Meier

      Das ist genau das Denken, was uns in die Situation gebracht hat:
      Immer am eigentlichen Thema vorbei.
      Sie sprechen den Deutschen einen politischen Willen ab, indem Sie jegliche politische Meinung die nicht der von Ihnen gewünschten Norm als aus individuellen Problemen und nationalgenetischer Veranlagung folgenden Radikalisierung definieren.
      Sie erzeugen künstliche Realitäten indem sie einer Welt der friedlichen Flüchtlinge in die Kommunikation werfen, bei konsequenter Ausblendung der täglich dokumentierten Gewalt und Kriminalität dieser Gruppe.

      Und am Ende ist alles immer total komplex und größere Kräfte sind am Werk und man kann ja überhaupt nichts machen.

      Selbst der Don steht da schwankend zwischen all dieser Komplexität.

      Das Lustige:

      Die Flüchtlinge und die Türken sind in der Lage in all dieser Komplexität und Schuld und Moralischen Dilemmata einfache und klare Entscheidungen zu treffen.

      Die sind geistig stärker als Ihr.

      So einfach ist das.

      Sorry, dass ich es mal sagen musste.

      (Aber noch kann kann man das ja löschen, zensieren, verschweigen, leugnen etc. … mal sehen)

    • @Otto Meier
      Wie kann ich ihnen das nachfühlen, aber erfreulicherweise lässt Don mein kathartischen Repliken auch passieren.
      Das Dilemma ist halt, noch vor nicht allzu vielen Monaten gab es dieses Problem nicht und die Frage der Zensur stellte sich nicht.
      Wie bei jeden echtem Problem, weiss man eben auch hier nicht wie sich das alles weiter entwickeln wird.

      Dass sich Deppen unbewusst „outen“ ist kein wirkliches Problem, dass es den Verdacht bestärkt, da draussen könne es eine kaum vorstellbare Anzahl davon geben, das schon.

    • @ Otto Meier
      Lieber Herr Meier,

      da die Diskussionsrunde sich hier vermutlich dem Ende nähert und der Don bald den nächsten Beitrag hochladen wird, hier nur in aller Kürze zwei punktuelle Erwiderungen:

      1)
      „Das belegen ja auch die Terroranschläge, deren Täter fast ausschließlich aus den eigenen Gesellschaften stammen.“

      Ist das so? Nach meinem Verständnis mögen die Täter zwar hier geboren und aufgewachsen sein, aber „aus der eigenen Gesellschaft“ stammen sie – zu oft – doch gerade nicht. Vielmehr entstammen sie meist einer Parallelgesellschaft, die aufgrund sprach- und bildungsbedingter Nachteile wirtschaftlich abgehängt ist und sich dadurch frustriert und radikalisiert.

      2)
      „Neben der radikalisierten Masse gibt es selbstverständlich auch immer mehr oder weniger autonom handelnde Einzeltäter. Die sind in der Regel auch deutlich gefährlicher, als eine radikalisierte Masse, deren Verhalten sich leichter erkennen und einschätzen läßt. Leider gibt es gegen derartige Einzeltäter, welcher Motivation sie auch immer folgen, keinen Schutz.“

      Dass es keinen „absoluten Schutz“ gibt, wird niemand bestreiten; welche Möglichkeiten der Risikominimierung möglich sind und ergriffen werden sollten, darüber kann man hingegen sehr unterschiedlicher Auffassung sein. Natürlich kann ich auch tödlich mit dem Kfz verunglücken, wenn ich angeschnallt bin, trotzdem lege ich den Gurt lieber an, denn es minimiert mein Risiko.

      Und es ist nun einmal der Eindruck vieler Kommentatoren hier, dass unsere Regierung in der gesamten Flüchtlings- und Integrationspolitik vollgas nicht nur ohne Anschnallgurt fährt, sondern zugleich noch Blindekuh spielt und während der Fahrt Whattsapp-Nachrichten in ihr Handy tippt…

      Und schließlich: auch wenn ich die Argumentation des einen oder anderen Foristen hier auch manchmal nicht teile, weiß ich nicht, ob Sie den Faschismusvorwurf da nicht etwas breit streuen…


    • Sie fühlen sich persönlich angesprochen, Herr Pflünderer? Nun, dann wird das ja wohl einen Grund haben. Mit der inhaltlichen Ignoranz Ihres Beitrages durch mich müssen Sie aber dennoch leben.


    • Ohne nähere Konkretisierung der Meinungsunterschiede läßt sich nichts dazu sagen, Herr Feldmann. Was die Aussage zum Blog betrifft, bin ich aber ganz bei Ihnen.

    • Verbalradikalismus, tommy,
      führt in der Regel irgendwann zu dem Punkt, an dem Worten Taten folgen. Ein Punkt, an dem die Ideologisierung so weit fortgeschritten ist, daß sie mit Worten nicht mehr zu kontrollieren ist. Die Türkei hat dieses Stadium in meinen Augen schon seit einiger Zeit erreicht, Deutschland ist auf dem besten Wege dorthin. Und die verbalen Anstifter sind in meinen Augen nicht besser, eher noch schlimmer als die Täter.

    • Nun ja, Krächzit,
      der überwiegende Teil der Menschen, die zu uns kamen und kommen, sind nun mal Kriegs- und Wirtschaftsflüchtlinge. Für mich spielt die Art der existenziellen Bedrohung dabei keine Rolle. Daß sich darunter auch Menschen befinden, die selbst unter dieser Betrachtung keine Flüchtlinge sind, ist wohl unbestreitbar. Das dürfte aber eine verhältnismäßig kleine Zahl sein, die weder Sie, ich oder die Bundesregierung wirklich eindeutig beziffern können.

      Das Totalversagen liegt auch weniger in dem Begriff, als in dem totalen Kontrollverlust. Erst der Kontrollverlust bei der Einreise hat letztlich dazu geführt, daß eine generelle Überforderung eingetreten ist, die das „wir schaffen das“ als mittlerweile relativ abwegig, zumindest aber als extrem schwierig erscheinen läßt.

    • Instrumentalisierung der Flüchtlinge durch alle Gruppen der Gesellschaft, Herr Thomsen,
      da sind wir uns absolut einig.

      Was das Wesen der Demokratie betrifft, haben wir jedoch grundsätzlich unterschiedliche Ansichten. Denn eine echte Opposition in einer parlamentarischen Demokratie, gibt es die? Ist es nicht eher so, daß eine wirksame Opposition der Abtrünnigen in der Regierungspartei bzw. -koalition bedarf? Wieviel erfolgreiche Mißtrauensanträge hat es denn gegeben und aus welchen Gründen? Demokratie muß in meinen Augen Plebiszite aus dem Volk heraus ermöglichen, alles andere ist Makulatur.

      Verschämt muß ich zugeben, damals rot/grün gewählt zu haben. Das wird nie wieder vorkommen, solange die SPD nicht zu ihren Wurzeln zurückkehrt. Allerdings würde ich selbst in Bayern bei Der Linken landen, auch wenn die mir ebenfalls manche Bauchschmerzen bereiten.

      Die Aufgabe der Regierung besteht in meinen Augen darin, die verfassungsgemäße Ordnung zu garantieren, die Infrastruktur zu schaffen und zu erhalten, für den Ausgleich zwischen den Schichten der Gesellschaft zu sorgen und sich ansonsten möglichst wenig in die Belange der Bürger einzumischen. Dazu hat sie dem Bürger die Möglichkeit der Mitbestimmung einzuräumen, damit kein Machtmißbrauch stattfinden kann. Gewerkschaften und NGOs sind dazu nachweislich nicht in der Lage.

      Wesentliche Unterschiede sehe ich bei uns eigentlich nur in der Frage, was die Rettung der Welt und das Umkrempeln der Bevölkerungsstruktur betrifft. Ein Blick auf den Globus sollte reichen, festzustellen, daß der Fliegenschiß Deutschland sich im Ernstfall nicht mal selbst retten kann. Gerade wir sollten daher erkennen können, daß es nur die Menschheit insgesamt sein kann, die sich und uns, die Welt, retten kann. Daraus läßt sich nur folgern, daß wir die Welt zumindest nicht zerstören sollten, denn damit würden wir uns nur den Ast absägen, auf dem wir sitzen. Leider gehören wir wie alle anderen aber zu denen, die die Welt zerstören. Und daher haben wir uns die Flüchtlingskrise auch selbst eingebrockt. Ihr im humanistischen Sinne zu begegnen, ist das Mindeste, was daher wohl verlangt werden darf und muß. Daß sich dabei auch die Bevölkerungsstruktur ändert, was sie aber auch immer schon getan hat, versteht sich so wohl von selbst. Gewollt ist das in diesem Umfang durch unsere Regierung ganz sicher nicht.

      Um es kurz zu machen: Die Flüchtlinge sind nicht das Problem, auch wenn es Problemfälle gibt, das Versagen der Regierung in der Bewältigung der Aufgabe, der totale Kontrollverlust ist das Problem. Das habe ich mit Hinweis auf die gescheiterte Integration vorwiegend türkischer Mitbürger auch von Anfang an befürchtet. Wobei das Scheitern Gründe auf beiden Seiten hat und sich jetzt zu potenzieren scheint. Auch deshalb habe ich die Frage der Leitkultur aufgeworfen.

      Zusammengefaßt würde ich es mal so ausdrücken: Humanitäre Hilfe im Rahmen des Möglichen betrachte ich als selbstverständlich. Und eine gelungene Integration erfordert immer auch ein gewisses Maß an Anpassung bezüglich der Leitkultur des Ziellandes. Mangels Leitkultur im neoliberalen Deutschland ist das aber ein weiteres Problem.

    • Der Eindruck, Goodnight,
      daß sie meine Beiträge nicht verstehen, beschleicht mich immer mehr. Aber das macht ja nichts, denn ich verstehe auch überhaupt nicht, was Sie mir mitteilen möchten. Vielleicht liegt das an der „nationalgenetischen Veranlagung“, was auch immer das sein soll?

    • "Dass sich Deppen unbewusst „outen“"
      So sehe ich das auch, TDV.

    • Parallelgesellschaften, SchallundRauch,
      sind Teil der eigenen Gesamtgesellschaft. Ob sie Teil der eigenen Gemeinschaft sind, daß ist die Frage. Aber generell ist der Ansatz nicht abwegig, verwende ich ihn ja selbst auch, bezogen auf die Gesamtgesellschaft.

      Auch bezüglich der Regierung gibt es von mir keinen Widerspruch, solange nicht von geschlossenen Grenzen etc. die Rede ist, ohne deren Notwendigkeit wirklich begründen zu können. Denn die Flüchtlinge sind in meinen Augen nicht „das“ Problem, sondern die schon vor den Flüchtlingen desolate Regierungspolitik bezüglich der Integration. In meinen Beiträgen bin ich regelmäßig und ausführlich darauf eingegangen.

      Die Frage des Schutzes vor Terror wurde ja auch bereits mehrfach behandelt. Kurz, das Ende des Datenschutzes kann nur bei minderbemittelten Terroristen Schutz erzeugen. Ansonsten dienen die Daten der nachträglichen Aufarbeitung der Anschläge, um Netzwerke etc. zu enttarnen. Eine Risikominimierung sehe ich da nicht wirklich.

      Der Vorwurf des Faschismus ergab sich aus den Zusammenhängen, die in verschiedenen Beiträgen hergestellt wurden. Da der aus o. a. Gründen nicht immer zutreffend sein muß, habe ich ihn auch nicht personalisiert. Ich gebe zu, das war wohl ungeschickt von mir, in Zukunft werde ich das direkter machen oder ganz unterlassen. Aber, wer fühlt sich davon denn persönlich angesprochen und aus welchem Grund? Ich habe nichts dagegen, von denen direkt darauf angesprochen zu werden. Dann werden wir sehen.

    • Ah, goodnight, immer für einen Lacher gut der Mann/die Frau...
      Das muss man sich auf dem Frontal-Lappen langsam zergehen lassen:

      „Das Lustige:

      Die Flüchtlinge und die Türken sind in der Lage in all dieser Komplexität und Schuld und Moralischen Dilemmata einfache und klare Entscheidungen zu treffen.

      Die sind geistig stärker als Ihr.

      So einfach ist das.“

      Also einen getürkten (sorry!) Militärputsch mit immerhin etlichen Toten „lustig“ zu finde, da mus man schon mal drauf kommen.

      Aber es wird besser, jetzt kommt gute deutsche Tradition: Einfach draufhauen und schiessen, das ist „geistig“ stärker… „geistig“ steht ernsthaft so da!
      Wenn man ein moralisches Dilemma hat… gar nicht lang drüber nachdneken und abwägen, einfach draufhauen, wie das amerikansiche Vorbild es ja macht: erst schiessen, dann fragen.

      Ja, das ist echt lustig, danke!

  117. Kreuzritter aus Hong Kong
    @Oudejans, 20. Juli 2016 um 18:13 Uhr

    Aus der sehr speziellen islamischen Sicht betrachtet hatte alles seine furchtbare Ordnung:
    Ungläubige jedweder Nationalität werden, folgerichtig, gleich behandelt, – und sei es mit Äxten, LKWs oder anderen Gegenständen aus dem Arsenal des Alltags.
    Ich warte auf deutliche Worte des Bedauerns der mächtigsten Madame der Welt an ALLE bedauernswerten Opfer eines Anschlags von monumentaler Feigheit. Und auf die Bereitstellung generöser Mittel des Kanzleramtes für die Nachsorgebehandlungen der (ALLER) Überlebenden.
    Ebenso selbstverständlich sind deutliche Worte des Bedauerns der Bundeskanzlerin und des deutschen Botschafters (Herr Steinmeier spricht zu verklausuliert) an die Adresse der chinesischen Offiziellen.
    Deutschland hat sein Gesicht verloren.

    • Mächtigste
      … ist Mrs. May, denn Mrs. May hat Atom. Doktor Merkel hat ihren Druidengriff, wahrscheinlich magisches Zeichen der kommenden Größe Deutschlands.

      Merkels geheiligtes China:

      Fuhr heute Nahverkehr, einstieg chinesische Gruppe fünf- oder sechsköpfig, Lachen, Scherzen.

      Einige Stationen weiter Einstieg größerer (7? 8?) Gruppe Levantiner durch beide Türen zu unserer Rechten und Linken, groß, klein, jung, graumeliert, herb, pausbackig, zT harmonisch, zT geklittert gekleidet = sozial dispers. Sie unterhielten sich in zivilem Ton in einer offensichtlich gemeinsamen Sprache, die ich nicht benennen konnte. Unbedrohlich.

      China: Schweigen, konzentrierte Blicke zu Boden.

      *

      Zu den Opfern: Sagten wir China? Hongkong. Halbe Brexiteers. Fallen da Trauer und Erschütterung schwer?

      *

      Zu dem fünften Opfer: Wenn die Dame durch die Art des Angriffs entstellt ist, und zudem überlebt, würde ich eine V/ö von Fotos auch kritisch bewerten. Wenn da noch kein Fotograf durchgedrungen (zum Krankenbett oder zum red. Käufer) ist, taugt die deutsche Presseselbstkontrolle vielleicht doch a weng…

      Den Bataclan-, Nizza- und weiteren Opfern konnte man jedenfalls mit ihrer Identifizierung nicht mehr schaden.

      Die South China Morning Post hat jedenfalls das junge Paar gezeigt:

      http://www.scmp.com/news/hong-kong/law-crime/article/1991626/two-hongkongers-critically-hurt-german-axe-attack-afghan

      Dieser Artikel ist wohl der erste und älteste, neuere habe ich noch nicht angeschaut.

    • "Ungläubige jedweder Nationalität werden, folgerichtig, gleich behandelt,"
      Pardon, Nachtrag:

      Ja, aber wenn ich doch die Mischpoke des Afghanistan befriedenden Originals vor die Axt bekomme, metzele ich doch nicht herglaufne Chinesen?

      Meines Erachtens bleibt die Blutrachebilanz somit unausgeglichen.

      Oder hören diese Leute ihren eigenen Drohvideos nicht zu?

      [Scham? Mag sein. Tiefste Psyche. Eine Art Voodoo, je Steiffbär fällt ein Andrer. Eigentlich ein schamvoll billiger Ablaß. Bevor wir selbst sterben, geben wir noch unsere Kindheit hin…]

    • Wissen sie da genaueres?
      Ich hatte ja mal angefangen den Koran zu lesen, aber das schien mir denn doch eher für Leute geeignet, deren Leben wie das des Propheten aus Sand, Wind und Zelten besteht, sowas kann am Geist nicht schadlos vorbeigehen. Da hätte der zünftigste Bayer Visionen…
      Ich kenn zu der Story mit dem Töten von Ungläubigen zwei Versionen. Die eine besagt alle Ungläubigen zu töten, die ander besagt nur die vom Islam Abgefallenen… ?

    • Koran
      @TDV, der Koran enthält viel Widersprüchliches wie auch das alte Testament. Als derzeit beste Übersetzung in’s Deutsche gilt die von Rudi Paret, 12. Auflage 2014 mit Kommentarband. Eine schöne Übersetzung gibt es von Friedrich Rückert, sie geht auf seine Zeit als Privatgelehrter in Coburg 1820-26 zurück. Die beste Übersetzung vermag die Widersprüche nicht aufzulösen. Auch die Widersprüche in der Bibel blieben bestehen obwohl sie viele Male geändert wurde.

    • Danke Helmut
      Als überzeugter Agnostiker liest man solche Bücher immer ein wenig von den Folgen draussen in der Welt her… und da steht nun mal:

      „Die Männer stehen über den Frauen, weil Gott sie (von Natur vor diesen) ausgezeichnet hat“ (Sure 4,34).
      Der Koran gesteht zudem den Männern besondere Rechte gegenüber den Frauen zu: „Und wenn ihr fürchtet, daß (irgendwelche) Frauen sich auflehnen, dann vermahnt sie.“ Nützt dies nichts, dann wird empfohlen: „Meidet sie im Ehebett und schlagt sie“ (Sure 4,34)

  118. Wenn man polemisch wäre,
    könnte man hinzufügen: Das Universtätspersonal darf aus der Türkei nicht mehr ausreisen. Im Gegenzug bekommen die Schafhirten bald Visafreiheit.

    • Ich verstehe eh nicht, wer kommt wie ein Hündchen wissend, dass er nicht
      mehr ausreisen darf?
      Der Akademiker, der das macht, dem gehören die Staatsexamina gestrichen!
      Falls jedoch mit der Familie erpresst wird (das scheint derzeit das Klima in der Türkei zu sein), dann muss unsere Bundesnudel das auch klar benennen und dementsprechend DIESEN Leuten Asyl anbieten!
      Dafür schieben wir den Rest, den die Türkei durchgelassen hat, gerne wieder dorthin ab.
      Kurz, man müsste das Asylrecht endlich mal wieder im Sinn seiner Intention und nicht als „Recht auf Migration“ anwenden!

    • MÜLTIKÜLTÜR
      Sehr geehrter Herr Don Alphonso,
      vielen herzlichen Dank, dass Sie meine Polemik, die ich selbst als grenzwertig zum Rassismus empfunden habe, dennoch als Beitrag zum allgemeinen Diskurs zugelassen haben.
      Ich bin schlicht und einfach empört. Als Nicht-Bayer bin ich empört über meine türkisch-österreichischen Mitbürger, die vom österreichischen Grundrecht der Demonstrationsfreiheit Gebrauch machen, indem sie einen nicht angemeldeten Umzug durchführen, in dessen Verlauf der Gastgarten eines kurdischen Lokals in der Einkaufsmeile Mariahilfer Straße verwüstet wird.
      Ein paar Tage später hat der türkische Botschafter in Österreich nichts Besseres zu tun, als österreichische Tageszeitungen mit Leserbriefen zuzudecken, in denen er Herrn Erdogan als neue Freiheitsstatue der Demokratie abfeiert.
      Schließlich bin ich empört über mich selbst. Viele Jahre lang habe ich als grün-rot-affiner Wähler zugesehen und keinen Widerspruch dagegen erhoben, dass ein sogenannter türkischer Präsident die Assimilierung von Türken in Westeuropa als „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ bezeichnet hat.
      Als Befürworter der multikulturellen Gesellschaft habe ich mir Integration anders vorgestellt, als in Paralleluniversen zu leben. Aber wenn ich heute Türken (mit oder ohne österreichischen Pass) sehe und sprechen höre, zweifle ich daran, dass sie in der dritten Generation Deutsch, geschweige denn Türkisch beherrschen.
      Deshalb meine große Sorge: Das Universitätspersonal darf aus der Türkei nicht ausreisen. Dürfen wir nun im Zug des Flüchtlingsabkommens und der Zusicherung der Visafreiheit mit dem Zustrom ein bisschen geringer gebildeter Muselmanen in der EU rechnen?

  119. Calma te, calma te, hier gibt es nichts zu sehen!
    Salve Don A.,

    da stürmen ja viele interessante Eindrücke auf den Leser ein, so wie die interessanten Bilder Sie in Ingolstadt gefunden haben.
    Bevor ich mich ernsthaft sorgen musste, erreichten mich aber tröstliche News:
    Sie, verehrter Don, schätzen diesen rotbraunen OsmanenFanclub auf ca. 10 Prozent aller Türkeistämmigen. Good news, das sind ja dann nur etwa 300.000 Personen. Das ist für unser Land, welches vor 40 Jahren ja mit ca 3.000 Anhängern und Unterstützern der RAF geradezu spielerisch einfach fertig wurde, ein Klacks. Zumal ja Großes zu leisten, in unserer DNA fest verankert sei (sagt jemand, der es wissen muss).
    Und die zweite Information besagt, dass auch noch andere Freizeitaktivitäten stattfinden und nicht nur dieses ewige Hinterherschlappen hinter Fahnen und schreienden Zwergen:
    http://www.rp-online.de/nrw/panorama/gaffer-bedrohen-polizisten-in-dortmund-aid-1.6129184
    Eine Bemerkung in diesem Artikel zeigt sehr schön, wie die Region, in der ich schon länger lebe, tickt und wie auch Kontinuitäten gelebt werden. Diese Freude an klaren Ansagen auch gegenüber Polizisten ist beindruckend: Ich weiss, wo du wohnst …
    Dabei zeichnet sich das Revier ja durch Eigenschaften wie klare Ansagen, schlechtes Deutsch, Betreuungsmentalität in Kombination mit einer gewachsenen Obrigkeitshörigkeit(nur selektiv) und ein gewisses Joie de vivre aus. Dies hat natürlich bestimmte Integrationseffekte sehr erleichtert.
    Herzliche Grüsse aus der Stadt der echten Liebe e bon estate tutti

    • "Der Mensch stumpft vom Gaffen ab"
      In der Schärfe habbich das noch nie gelesen.

      Was ist das: Wir sind die Bilder-Konsumenten, laßt uns unseren Thrill, sonst…

      Opfer? – Pah! – Die haben die Arschkarte ja schon gezogen!

      1 a Link – Grazie

      Sollte auch Soziologen oder Sozialpsychologinnen interessieren.

      Sollte jedenfalls.

    • @Dieter Kief Trotz der bedrückenden Thematik
      musste ich lachen, als ich Ihre Überschrift las.
      Für einen Moment hatte ich den Eindruck, ein automatisches Wortergänzungsprogramm hätte den Satz „Der Mensch stammt vom Affen ab“ eigenmächtig verändert.

  120. Das Spiel des Lebens
    Don Quijote (der Läufer) kämpft gegen die Windmühlen (technischer Fortschritt im allgemeinen, der Turm), Sancho Panza (der Bauer) folgt ihm, weil er eine Insel versprochen bekommen hat (die Insel, das Ende des Spiel’s, der Horizont, der Sieg, der Figurentausch; und welche Figur wünscht sich ein Bauer zu sein? Richtig, eine Dame). Don Quijote hat zu viele Heldengeschichten gelesen und er sieht in den Windmühlen Riesen, die es zu bekämpfen gilt. Der Bauer erkennt den Irrtum seines Herrn, aber er folgt ihm weil er nicht zurückkann, weil er durchkommen will. Die größte Hürde für den Bauern sind die anderen Bauern. Er hat nur eine Möglichkeit, aber würde er ausscheren, würde er nicht durchkommen. Erst im Alter erkennt der Läufer, wie weit er geirrt ist. Die Windmühlen waren ja zu allererst für die Bauern ein Gewinn. Doch der Läufer kann ja nicht geradeaus, er kann nur diagonal ziehen. Der Turm aber kann nur die Gerade. Und Rosinante? Ohne sie würden die Beiden keinen Schritt vorankommen (Es gäbe gar kein Spiel ohne das Pferd). Es geht nicht um’s gewinnen, es geht um das Spiel und die Freiheit und Unfreiheit der Figuren. Und Heldengeschichten sind das Virus, das alle in die Irre führt. Doch diese Erkenntnis kommt erst im Alter (oder wenn man das Spiel verliert). Die Dame ist das ewige Versprechen der Liebe, und der König wird von den Bauern geschützt, kann nur Schrittweise ziehen. Eine Ode an das Pferd, an die Freiheit und Unberechenbarkeit des Lebens. Und eine Aufforderung, nicht mit zu großem Ernst in eine Schlacht zu ziehen. Eine Ode an das Spiel des Lebens. Das größte Meisterwerk der Weltliteratur. Ein Läufer kann keinen Turm schlagen, ein Pferd schon. Gern geschehen.

  121. In Frau Merkels Schuhe möchte ich nicht stecken
    Allenthalben wird gesagt, dass Flüchtlingsabkommen zwischen der EU und der Türkei sei von den letzten Entwicklungen in Erdogans Staat nicht betroffen. Aber kann man Flüchtlinge in die Türkei zurückordern, wenn die Türkei selbst kein geschützter Raum mehr ist und Türken von dort fliehen und in Europa Asyl suchen? Frau Merkel hat sich da etwas Schwieriges eingebrockt.

    • das ist so ermüdend
      Norwegen führt nach Eritrea, ein totalitäres Regime zurück; da regt sich auch niemand drüber auf.

      Vor dem Hintergrund ist es sachlich kaum nachvollziehbar zu behaupten, „Frau Merkel“ habe sich mit dem Flüchtlingsabkommen mit der Türkei etwas Schwieriges eingebrockt, sondern ersichtlich bloß der nächste Vorwand, die eigene Regierung schlecht reden zu können. Wählen Sie doch einfach Sigmar Gabriel und schauen Sie, ob der es anders macht!

    • Merkel hat "sich" was schwieriges eingebrockt?
      Uns! Uns hat sie was „eingebrockt“. Nicht lösbar.
      Nicht in Jahrzehnten.
      Vollkommen an der Realität vorbei.
      Von Anfang an verkehrt.
      Aber doch: all das jetzt vor unser aller Haustür.
      Mitten in unserem Leben.
      Und die Grenzen sind immer noch offen.
      Sperrangelweit.
      Auch wenn nichts darüber verlautbart wird.
      Die Merkel tritt zurück, wenn der Himmel über ihr zusammenbricht.

      Wir sind dann immer noch da.
      Und die uns „Geschenkten“ als Hinterlassenschaft auch.

  122. Nicht mehr auf dem neusten Stand
    In meiner Jugend in Deutschland musste man ein neugebornes Kind innerhalb von Tagen oder gar Stunden beim Standesamt melden. Nach dem Umzug nach Tübingen zum Studium, musste ich sofort zum Einwohnermeldeamt, um den zweiten Wohnsitz zu melden. Ich wohne ja nicht mehr in Deutschland, vielleicht sind alle diese Melderegeln mittlerweile abgeschafft oder gelten die nicht für Flüchtlinge?

    • wie man das so nimmt, mit dem neusten Stand:
      Wenn man das mit der Abtreibung ganz furchtbar findet und junge Frauen in prekärer Situation dann den Ausweg Richung Babyklappe weist, dann ist das mit der Meldung ans Standesamt eben – .

      Dagegen ist übrigens Kristina Schröder angetreten. Natürlich erfolglos.

    • Haha, Frau Heuse
      In Deutschland scheint es inzwischen auszureichen, der Zukunft mit einer Volksbefragung alle 15 Jahre entgegen sehen zu können. Wobei die schwarz hier lebenden natürlich nicht erfasst werden und der Koufnouke, der sie beherbergt (z.B. der schmuddelige bosnische Wirt, der von den Deutschen gemieden wird, aber mit der Bruchbude und Zimmern untern Dach). Man kann es auch an den vermüllten Waldrändern erkennen, denn die „schwarzen“ bekommen ja auch keine Müllmarken.
      .
      Ich denke belustigt an die Sechziger und frühen Siebziger zurück als bei der Bundeswehr bei Lehrgängen > 1 Monat der Inspektionsfeldwebel die gesamte Klasse Anmeldeformulare ausfüllen ließ.
      .
      Wie sagte hier einer, tempi passati.

  123. Graue Wölfe
    Im Jahre 1980 betreute ich in Baden-Württemberg eine türkische Familie mit einem schwerst behinderten Jungen. Der Vater, ein fleißiger Gastarbeiter, stellte mir immer wieder die Frage, warum die Deutschen sich die beständigen Agitationen der Grauen Wölfe in den Fabriken bieten ließen.
    Niemand griff damals seine Befürchtungen auf. Von wegen „Wehret den Anfängen.“

  124. Herr gib Ratio...
    de Maistre wäre wohl in seiner Meinung sehr bestärkt. Wer für diese Regierung die Fahnen schwenkt, weiss heutzutage sehr genau, was er befürwortet. Psychologisch kann man das kaum erklären. Es scheint fast sol, dass Gewalt, Unterdrückung, Leid usw. bei Deutschtürken auf enormes Ersatzbefriedigungspotential trifft.

  125. Eine Anmerkung zum Amoklauf
    Da wir es ja mit großen Spektrum von Themen zu tun haben:
    Ich benutze den Begriffe weil mir die Attentate zu wenig planvoll sind.
    Ich habe in der Psychiatrie gearbeitet und was man dort am meisten fürchtet nach einem Suizid auf der Station oder eines Patienten zu hause, sind Nachahmer. Da der Amoklauf m.E. ein ungeplanter Suizid über einen Umweg ist, sehe ich die Berichterstattung, auch in Verbindung mit dem Hinweis auf den IS und damit auf eine „rationale Begründung“ für ein m.E. nicht rationales verhalten, auch als permanente Aufforderung an mögliche Nachahmer es nun doch auch zu versuchen. Man muss natürlich berichten, aber Bitte so gelassen und rational wie möglich. PS Das ist natürlich nur meine persönliche Meinung nach ca 20 Jähriger Tätigkeit in der Akutpsychiatrie. Die meißten Menschen möchten wie unser Don einfach nur ein schönes Leben – Ich vermute der junge Mann im Zug bekam eine Vorstellung davon wie es sein könnte, er es aus seiner Sicht aber nie erreichen wird. Das kann zornig machen.

    • Das ist derGrund, warum ich gegen die Politik der offenen Grenzen bin. Das kann nicht gut gehen.

    • @Klaus Keller
      eine einleuchtende Erklärung, der junge Mann war in den letzten Jahren (vermutlich) auf der Flucht (vor sich selbst). Jetzt wo er an seinem vermeintlichen Traumort angekommen war merkte er, dass er niemals wirklich ankommen wird.
      Sind die Anhänger der Willkommenskultur wirklich so human, wenn sie so vielen Menschen ermutigt haben hier ihre Chance zu suchen, die es für alle die gekommen sind, nicht gibt.

    • Wenn es quakt wie eine Ente,...
      …aussieht wie eine Ente und stinkt wie eine Ente, dann IST es in aller Regel einer Ente!
      Diese absurden Verdrehungen, um einem zwei nun wirklich glasklaren islamischen Anschlägen das Mäntelchens des bemitleidenswerten Verzweiflungs-Suizids umzuhängen sind erbärmlich.

      Der „junge Mann“ aus Würzburg hatte alle Trümpfe auf der Hand für eine zutiefst bürgerliche Existenz in Deutschland. Geld ohne Gegenleistung für den Augenblick, eine Lehrstelle als Bäcker in der Tasche, eine fürsorgliche Pflegefamilie… WAS soll es Ihrer Ansicht nach noch brauchen, um solche „Suizide“ zu verhindern? Das ich nicht lache! Das ist einfach hochnotpeinlich und lächerlich. Schauen Sie sich die islamischen Gesellschaften an, die Leute dort ticken einfach anders! Wenn wir das nicht begreifen, dann sind wir wirklich früher am Ende als wir „kulturelles Missverständnis“ sagen können.

    • Die Relativierer sind unter uns!
      Herr Keller, ich stimme intuitiv Werner zu:eine Ente ist eine Ente.
      Mich, als jemand, der auch mit psych.kranken Patienten gearbeitet hat, interessiert überhaupt die Psyche eines Menschen, der als Teil einer Masse barbarisch andere Menschen angreift nicht- es sei denn in der Kunst, de Philosophie oder wenn ich ihn behandeln müßte. Mich interessiert das im Normalleben rein technisch mit dem Ziel, ihn auszutrixen und unschädlich zu machen!
      Sie glauben gar nicht, wie psychisch hochgespannt ich bisher mein Leben lang war. Es ging sogar soweit, dass ich nach dem Medizinstudium zur Fremdenlegion wollte. Ich bin an meiner Kunst verzweifelt. Ich bin später im Philosophiestudium an philosoph. Fragen und Antworten verzweifelt. usf. ABER ICH HABE NIE eine Axt oder Waffe genommen, um Menschen zuschaden. Ich habe das immer mit mir selbst ausgemacht.

      Lesen Sie mal über das Rothsche Schuldparadoxon! Kurz: je bestialischer das Verbrechen, desto höher die Wahrscheinlichkeit, daß eine neuropathologische Entwicklungsstörung vorliegt. Konkret sind damit nur die Menschen verantwortbar, die sich eh vernünftig benehmen…. absurd, oder?!

      Zudem erklärt das nicht die Häufung der Terroristèn in einer Religion.

      Ehrlich gesagt, ob dieses etwas unglücklich onaniert hat, es interssiert mich nicht nur nicht, ich halte die Frage für obszön.

      Zur beruhigten Berichterstattung : Sie haben gelesen, wie die Opfer im Bataclan noch kurz vor ihrem Tod bestialisch gefoltert wurden? Daß die ersten Polizisten sich übergeben mußten vor dem Szenario? Warum all dies bis jetzt eben gar nicht berichtet wurde und jetzt erst quasi aleatorisch zu Tage kommt?!
      Ich denke, es fehlt sogar an emotionaler Erregung mit echten Reaktionen!

    • @Herrn Schymanski (verwandt?)
      wirklich so human, wenn sie so vielen Menschen ermutigt haben hier ihre Chance zu suchen?
      Ich lad, der Täter sei am 30,6.2015 eingereist. Wer hat ihn da angeblich ermutigt, hier eibe Chance zu suchen (außer evt. ein Schlepper)???
      Es wird ja eh dauernd die Legende verbreitet, der Massenansturn habe eingesetzt, als Frau Merkel die Grenze geöffnet habe. Wenn man sich Statistiken anschaut, sieht man, dass die Zahlen der Flüchtlinge schon längst vorher im Steigen waren.

  126. Allahu Auto
    Sehr gut losgetreten! Zur Be(un)ruhigung: Es werden in Österreich und Deutschland auch in Zukunft mehr Menschen im Namen von „Allahu Auto“ ums Leben kommen als durch den IS. Es gehört zu unserer Leitkultur zu rasen. Ob auf Rädern oder mit Worten. Viele der Zuwanderer kommen auch deshalb hierher. Und sind enttäuscht, wenn es in Bezug auf Statussymbole nicht so schnell geht. Es ist eigentlich egal, wem diese zujubeln. Entscheidend ist, ob sie hier in irgendeiner Form Wurzeln schlagen. Mischwald ist langfristig besser als reine Monokultur. Leider ist es aber so, dass hierzulande Menschen, die sich sehr wohl integrieren und sich mit vielem im Land identifizieren, überhaupt nichts mehr davon haben, im Verhältnis zu denen, die das gar nicht einmal vorhaben. Eine neue Leitkultur könnte sehr wohl auch von diesen Elemente übernehmen wie z.B. mehr Zusammenhalt statt Ich-Fixierung. Ein Glas Wein weniger ist manchmal auch sinnvoll. Wer andererseits nichts an unserem Leben toll findet, hat sich vielleicht das falsche Land ausgesucht. Möglicherweise könnte aber andererseits ein indischer Bauer im voralpinen Gelände glücklich werden, bevor er sich zuhause umbringt, weil im das Land weggenommen wurde.


    • Es wäre Ihnen also lieber, daß der indische Bauer sich im Voralpengebiet umbringt, weil er mit den Marktbedingungen hier nicht mithalten kann?

  127. In der Krim waren es grüne Männchen
    josef
    21. Juli 2016 um 16:12 Uhr

    „…. Ismail Tibi berichtet von Waffenfunden –
    und irgendwann ging auch das Auffinden
    von Containern mit Uniformen durch die Presse.“

  128. Zieht die dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung einfach ein ..
    Zitat:(1) Alle Deutschen haben das Recht, sich ohne Anmeldung oder Erlaubnis friedlich und ohne Waffen zu versammeln.

    Don Alphonso sagt:
    21. Juli 2016 um 13:11 Uhr
    Das gilt auch für Menschen mit dauerhafter Aufenthaltsgenehmigung. Es hat schon seine Richtigkeit so. Und in den letzten Jahren gab es Versuche, das Verhältnis mit MHP und Milli Görüs und anderen Organisationen zu verbessern. Wenn Kübra Gümüsay heute bei der Familienministerin auftritt, haben sie das Erebnis.
    Recht ist Recht.
    .
    Nee, ne.
    Das Recht ist hier schon so oft gebrochen worden.
    Da kann man es dann auch mal zu Gunsten des Volkes brechen.
    Erdogan macht es gerade vor.
    . Aber ich mache mir da nichts vor:
    Die Einheitsabkassiererparteien sagen dann: Volkes, welchen Volkes?

    • Ja, man fühlt sich schon etwas vergeigt, aber in Bayern ist es noch besser als anderswo.

      Hier regt man sich wenigstens noch auf.

  129. Der Sebastian hat auf 3SAT um 22 Uhr am Donnerstag genau die Worte gefunden ...
    die ich mir von den hier Regierenden gewünscht hätte …
    … aber nix
    gar nix
    Diese IM-Marionette nehme ich nicht ernst.

  130. Zitat: Oliver Kahn
    (Aus dem Gedächtnis)
    .
    Eier!
    Wir brauchen Eier!
    .
    Schweinsteiger:
    „Auf dem Weg zum Punkt habe ich meine Eier verloren.“
    „Gott sei Dank fand ich sie kurz vor dem Schuss wieder“

  131. 3.1415926
    Kommentare gibt es (vom Verfasser erwartet?) mindestens für so einen Beitrag.
    Alles ebendort schon gelesen, alles schon für richtig befunden.
    Nicht jeder Moslem ist ein Terrorist aber jeder Terrorist ist ein Moslem. Und ein Antisemit.
    Naja, auch Schirrmacher war und Augstein ist ein „Israelkritiker“. Der Islam bleibt also salonfähig.

  132. Scans show brain damage caused by Zika virus
    @ Klaus Keller
    Sehr guter Vorschlag für die Propagandamaschine!
    Eventuell lässt sich da bei der Obduktion noch etwas finden …

    • An FE: Mich interessieren Ursachen und Effekte
      Und nicht Propaganda. Es gibt zahlreiche Menschen die sich fast ständig auf dem Level kurz vor dem Suizid oder dem Amoklauf befinden. Bei einem Teil spielen hirnorganische Schädigungen eine Rolle. Den Zorn eines solchen Menschen zu instrumentalisieren ist u.a. die Strategie des IS und anderer. Rational vernünftige Gründe für viele Attentate halte ich für groben Unfug. Auch Hassprediger sind etwas für psychiatrische Gutachter. m.E. ist das methodisch der bessere Ansatz als die Überzeugung dies sei alles Vernünftig und durch religiöse oder politische Texte begründbar. Ich Denke um einen anderen Begriff zu verwenden: Dem Soziopath (Nicht als ärztliche Diagnose) ist es egal wie er sein handeln begründen kann, ob als Marxist, Leninist, Nationaler Sozialist oder Islamist. Es tut ihm gut wenn er endlich darf was er immer wollte. Viele haben schlicht einen Sprung in der Schüssel der sich ggf sogar Kleben läßt. Was kann denn der IS einem GESUNDEN 17 Jährigen Bieten? – Gar nichts – PS Suizide in Deutschland ca 10.000 /Jahr USA ca 30.000.
      das ist ggf ein Teil des Potentials. Die meißten töten sich aber sozialverträglich. Ich könnte noch nach Religion und Integrationsfähigkeit von Piloten fragen, Müttern mit Babyleichen oder Väter die sich und ihre Familien ausrotten. –

  133. @Anderer Max
    Mich ärgert immer wieder, wie in Foren (urgroß-)väterliche Ratschläge gegeben werden, wobei Dinge unterstellt werden, die man aus der Meinungsäußerung gar nicht schließen kann.- Woher wollen Sie aus meinem Beitrag wissen, dass ich mich nicht in der Flüchtlingshilfe engagiere? Außerdem gibt mein Beitrag keinerlei Anlass dazu, mir Angst vorzuwerfen. Habe ich auch nicht. Und im Gegensatz zu vielen Foristen hier sehe ich das demokratische Deutschland auch noch nicht dem Untergang geweiht, aber man muss meiner Ansicht nach daran arbeiten, dass das so bleibt.

    Ja, Sie haben Recht, seit einem Jahr wird nur geredet. Aber nicht darüber was man machen will, sondern was man sagen darf!

    Wie will man eine Perspektive für Leute geben, die nicht einmal Deutsch sprechen, lesen und schreiben können (was die meisten hier aufgewachsenen Deutschen mit Migrationshintergrund ja können), wenn die Integration (was für mich das Teilen der Werte des Grundgesetzes ist) schon mit in Deutschland aufgewachsenen Menschen ein Problem ist?

    Haben Sie mal im Ausland gelebt und versucht, dort Kinder groß zu ziehen? Dann wissen Sie, wie viel schwieriger das ist, als einfach im Ausland zu leben. Die Reihenfolge der Dinge, die man von Kindern verlangt, sind z.B. sehr unterschiedlich. Die Art, mit ihnen in welchem Alter zu sprechen. Wenn das innerhalb der Familie anders ist, als außerhalb, ist es nicht einfach. Andere Länder geben noch viel mehr Hilfen (z.B. Zusatzunterricht in der Landessprache). Deutschland ist da sehr zurück!
    Deutsche Lehrer sind auch wegen des kompetenzorientierten Unterrichts nicht dazu angehalten, etwas zu lehren, sondern den Kindern Mittel an die Hand zu geben, den Stoff selbst zu erarbeiten,- und dann nur abzuprüfen. Das geht nicht mit autoritär erzogenen Kindern. Es geht auch nicht mit Kindern, die kein Interesse am Unterrichtsstoff haben, -was bei kleinen Jungs gleichwelchen Ursprungs sehr oft der Fall ist. – Sprich, es geht nicht, wenn die Eltern sich nicht auskennen, und nicht wissen, was ein Kind in dem Alter wissen sollte.- Lauter solche Dinge.

    Da muss in der Öffentlichkeit eine Diskussion möglich sein, wie man der Probleme Herr wird. Was sie derzeit meinem Empfinden nach nicht ist. Denn man wird immer in die eine oder andere Schublade gepackt (lesen Sie dazu mal Herrn Martenstein in der Zeit. Der schreibt mir immer wieder aus dem Herzen…)
    So können aber keine Lösungen gefunden werden, denn man diskutiert darüber, worüber man diskutieren darf, nicht wie man das Problem angehen soll. Denn das Problem gibt es nach Ansicht der einen Seite ja angeblich gar nicht, und nach Ansicht der anderen Seite ist es unlösbar…

    • Bildung
      „……Wenn das innerhalb der Familie anders ist, als außerhalb, ist es nicht einfach……..Das geht nicht mit autoritär erzogenen Kindern. Es geht auch nicht mit Kindern, die kein Interesse am Unterrichtsstoff haben, -was bei kleinen Jungs gleichwelchen Ursprungs sehr oft der Fall ist. – Sprich, es geht nicht, wenn die Eltern sich nicht auskennen…..“

      Das trifft so aber auch uneingeschränkt auf die biodeutsche Transferleistungsfamilie zu.
      Es gibt kaum etwas deprimierenderes als den Anblick 8- bis 10jähriger Kinder, deren zukünftige Biographie aufgrund von Herkunft und Bildungsmilieu bereits feststeht.
      Und selbstverständlich kann man in dem Alter schon sehr deutlich die Folgen von Dauerbombardierung durch RTL2 und Playstation erkennen.

      Kinder, die jetzt und zukünftig in Deutschland nach dem Schulbesuch in einen Haushalt zurückkehren, in dem ständig türkisches oder arabisches Fernsehen läuft, werden in ihrem späteren Leben kein Bein auf die Erde kriegen.
      Im günstigsten Fall werden aus ihnen Dauertransferleistungsbezieher. Läuft es schlechter, werden sie vielleicht irgendwann auch zur LKW-Vermietung oder spontan ins Konzert gehen.
      Diese Aspekte gehören zu der von ihnen völlig zu recht geforderten offenen Diskussion schon dazu. Wenn es denn eine ehrliche Diskussion werden sollte.
      Wir können dieses Thema ja gemeinsam an das Bundesfamilienministerium herantragen. Das kann ja dann eine Studie bei der Amadeu Antonio Stiftung in Auftrag geben.

    • tuenntoaster....
      Sie missverstehen den Foristen, er gehört halt zur Mehrheit derer die gerne eine Diskussion haben, aber nur dann wenn man sich am Schluss auf seinen Standpunkt einigt. Wie sie sicher bemerkt haben gibt es etliche Foristen die das für den korrekten Standpunkt halten. So wie man bei einem Erschiessungskommando ja auch aus humanitären Gründen jeden noch ein letztes Wort gestattet, bevor man das Gewehr anlegt. Wie sehr man mit der Realität in Kontkt ist, zeiget zB ein solcher Gedanke.

      „Wie will man eine Perspektive für Leute geben, die nicht einmal Deutsch sprechen, lesen und schreiben können (was die meisten hier aufgewachsenen Deutschen mit Migrationshintergrund ja können), wenn die Integration (was für mich das Teilen der Werte des Grundgesetzes ist) schon mit in Deutschland aufgewachsenen Menschen ein Problem ist?“

      Flüchtling ist nur der, der auch für uns eine Perspektive für sein Hier-Sein bietet. Ein Flüchtling muss sich rechnen… Das ist wichtig!
      Weniger wichtig ist, nur mal als Beispiel, die Vergangenheit des Würzbüger Axt-Schwingers. Er kam aus Afghanistan, wo er sein ganzes Leben lang die Kollaterlaschäden der Verteidigung der Freiheit der Deutschen am Hindukusch beobachten konnte.
      Dass das Nicht-Abbrechen dieser tollen Politik ein klein wenig zu seiner Konditionierung beigertragen hat ist so banal, dass man es sich in Bälde sicher nicht mehr aussprechen wird dürfen.

      Sie können es ja hier im Blog lesen, NICHT EIN EINZIGER Satz zu den Ursachen der Flüchtlingswelle, aber tolle Lösungsvorschläge die alle aus „Draufhauen“ bestehen… Wieviel? 10 Tote im OEZ?

  134. Er kann. Sie kann. Erdogann
    Erinner micht dunkel an Obamas „rote Linie“ in Syrien, der nachfolgende Giftgaseinsatz, dem dann aber kein US Militäreinsatz folgte.
    .
    Schon damals war gemunkelt worden, dass das ganze vom Geheimdienst eines Landes organisiert war, das die USA mit allem Nachdruck zum Eingreifen bewegen wollte. Errät jemand, welches Land das war? Nein, ich meine nicht Israel.
    .
    Dann der Abschuss des russischen Kampfjets vor ein paar Monaten. Auch hier der Versuch, die NATO zu instrumentalisieren.
    .
    Trotzdem kann ich die moralische Empörung nicht nachvollziehen.
    Das machen doch alle.
    .
    Vom westlich-imperialen Standpunkt her ist die Panik besser verständlich.
    Mit der Türkei käme „dem Westen“ (vulgo: UNS) ein Schlüsselpartner abhanden. Man stelle sich vor, Erdogan macht künftig gemeinsame SAche mit Russland, China, Iran und so weiter.
    .
    Das wär ja ein neues 1453.

    • Wenn durch Erdogan die Natofront gegen Russland bröckelt
      , dann hätte der Bursche doch noch was Gutes in seinem veratzten Leben getan. Ganz ohne Verstand, aber es zählt ja das Ergebnis!

    • Herr Müller, Sie werden nicht deutlich genug.
      Mich entsetzt diese Art absurde Verschwörungstheorie, auch wenn es zu Lasten dieses Erdogan geht.

  135. Situation am 22. Juli morgens
    Nachdem ich vor einigen Wochen in diesem Blog – zur Überraschung des einen oder anderen – darauf hinweisen musste, dass es eine Wiederaufnahme der Beitrittsverhandlungen der EU mit der Türkei gab, ist auch heute etwas zu berichten, das vielleicht noch nicht jeder bedacht hat.
    Wenigstens bis gestern hat das Kanzleramt keine Notwendigkeit gesehen, diese Verhandlungen auf Eis zu legen. Fragen Sie Peter Altmeier, wenn Sie wollen.

    Nach der Nachricht mein Kommentar mit meinen Vermutungen dazu:
    Die Bundeskanzlerin hat sich ‚intern‘ vor einiger Zeit darauf festgelegt, die Aufnahme der Türkei als politisches Ziel zu betrachten. Ihre Aktionen in den letzten Monaten sind deutliches Indiz.
    Ein weiteres Indiz ist die vornehme Zurückhaltung der Regierung und der sogenannten Leitmedien bei der Erdogan-Kritik. Stellen Sie sich das mal vor, wenn Putin oder Trump ähnliches auch nur angedacht hätten!

    Ich schließe nicht mehr aus, seitdem mir die Entschlossenheit der Bundeskanzlerin deutlich wurde, sei es bei der Griechenlandrettung letzes Jahr, über Nacht, nachdem sie bis zum Tage davor anders gesprochen hatte, oder der – ebenfalls über Nacht entschiedenen – unbedingten Grenzöffnung, dass sie auch bei diesem Thema nicht locker lässt.
    Es ist nicht auszuschließen, dass sie eines morgens erwacht, und dem Volke mitteilt, dass die Türkei zur EU beitreten wird. Das ist sicher genauso alternativlos wie einiges davor.
    Ich wette schon heute, dass sie dann zum nächsten CDU-Parteitag – genauso wie letzen November in Mannheim – eine minutenlange stehende Ovation erhalten wird. Peter Altmeier wird davon schwafeln dass man nur etwas bewegen kann bei Menschen, mit denen man spricht.

    Zu weit hergeholt? Treten Sie mal zwei Schritte zurück, betrachten das Ganze, was Erdogan so seit Monaten und insbesondere seit letzter Woche alles fabriziert hat. Und dann erklären Sie mir, bitte, wieso er dermaßen mit Samthandschuhen angefasst wird. Von Politik und den sogenannten Leitmedien. Da wird nicht mehr als ermahnt, und erinnert.
    Und dann erklären Sie mir bitte noch, wieso das Kanzleramt die Beitrittsverhandlungen ungerührt fortsetzen lässt.

    Vielleicht täusche ich mich ja. Ich kann es mir nur wünschen.


    • Ich teile Ihre Befürchtung.
      Denn der Weg, den Sie aufzeigen, ist leider relativ einfach und wird daher genommen.
      Ich hoffe, daß sich doch noch ein Hindernis in den Weg stellt. Aber das ist bloße Hoffnung nah verwandt verzweifeltem Beten.

    • Die Nachgestellung der Volkskammer fand zwar in
      „…in Karlsruh´ist die Residenz, in Mannheim die Fabrik, in Rastatt steht die Festung-und das ist Badens Glück.“
      .
      Aber es ist unwesentlich ob Mannheim oder Karlsruhe. Wäre es für den gesamten Verhandlungsablauf, für den ich immer annahm, dass der von Brüssel geführt werde, nicht einfacher, die Bundesrepublik würde in einer weisen Politik der anticipātiō dem neuen osmanischen Reich beigetreten?

    • Es geht um Jobs!
      Was schätzen Sie denn, werter Mitforist, wie viele Brüsseler und Berliner Arbeitsplätze an den Beitrittsverhandlungen hängen? Dazu noch der Brexit, für den sogar noch externer Sachverstand hinzugezogen werden muß, und irgendwo lauert noch das kleine Albanien. Wie lautet die klassische Frage: Cui bono? Uns beiden eher nicht!
      Gruß K

    • Ich biete eine Wette von 1:10 an, dass es in den nächsten 10 Jahren keinen EU-
      Beitritt der Türkei geben wird, mit oder ohne Merkel. Der ist nämlich ein wenig zu gross für eine deutsche Alleinentscheidung. Und was Polen, Ungarn, Frankreich oder Dänemark davon halten, kann man nachlesen.

      Also selbst wenn das Merkel zur Vermeidung einer deutschen Grenzsicherung (denn nur darum geht es im Kern) bereit wäre, die Türkei der EU beitreten zu lassen, gibt es dafür keine realistische Perspktive.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

  136. Don Alphonso fragt am 20. Juli 2016 um 17:35 Uhr
    „..wo die vielen Fahnen herkommen…“. Ma Don, riflèssi una volta, p.v.
    .
    Die Fahnen lagen für die gewonnene Europameisterschaft in der Anrichte. Jetzt bot sich der Anlaß den aufgeladenen National-Kondensator zu entladen. Die Verkehrsstaus auf der Allee waren nur zeitversetzt.

  137. Überbordende Negativität
    Sie sehen das alles zu negativ. Ich bin optimistisch!

  138. Frage an alle:
    Mir war über die Tage aufgefallen, dass wirklich nirgends etwas stand von dieser Art Demos. Also seit den ‚Putsch‘-Tagen. Dabei hatte ich das selbst erlebt gehabt, und vermutet, nur in ‚meiner‘ Stadt sei es den Journalisten durch die Lappen gegangen. Nichts in den Leitmedien, wenigstens nicht in denen, deren erste (Web-)Seite ich ansehe. „Ah, offenbar nur hier!“ dachte ich mir, bis dieser Artikel bei Don Alphonso erschien. Nun, eine Woche später, poppt das Thema aus allen Ritzen dieser Leitmedien. Und immer retrospektiv.
    Wenigstens hat auch das Mutterschiff einen lobenswerten Artikel dazu eingestellt.
    http://www.faz.net/aktuell/politik/harte-bretter/terrorbekaempfung-erst-arabischer-fruehling-dann-deutscher-herbst-14351392.html

    Die Frage bleibt, dennoch: da waren also 6-stellige Zahlen von Leuten auf der Strasse, bundesweit, und zu allem Überfluss Rechte, und alle Medien – wussten und berichteten von nichts? Deshalb meine Frage: war das so, oder habe ich das bloß überlesen? Denn 70 oder 150 Rowdys von Pegida waren immer auf der ersten Webseite dieser Leitmedien, ohne dass man sie hätte suchen müssen.

    Das Ganze erinnert leider ein wenig an die Domplatte zum Jahreswechsel: überregionale Berichte dazu gab es auch jeweils in den Leitmedien etwa 5 Tage später.

    • Warum wäre vor allem zu fragen
      versammeln sich so viele hinter Genscher und Kohl, ups Erdogan?
      Was meinte der Gemüsehändler oder Daimlermitarbeiter über die ständigen Hinweise das die Türkei doch bitte draußen warten soll.
      Vom ZDF und seinen Satirikern will ich gar nicht reden. ggf schämt man sich ich ein wenig in der einen oder anderen Redaktion weil oft dabei geholfen hat Öl ins Feuer zu gießen.

    • Die Welt berichtet heute über eine geplante Demo "Militärputsch in der Türkei"
      am 31.7., zu der 15.000 AKP-Anhänger und natürlich Gegendemos erwartet werden.
      http://www.welt.de/politik/ausland/article157224762/Erdogan-Anhaenger-melden-Militaerputsch-Demo-in-Koeln-an.html

      Das dürfte nicht glimpflich ausgehen und vor allem sehr laut werden.

      .
      Eine andere Sache noch, seit heute ist die wunderbare Seite https://no-hate-speech.de/de/ online. Allein das wundervolle Deutsch auf der Startseite „Bundestrollamt für gegen digitalen Hass“ beeindruckt mich ungemein.

      Auf die Seite bzw. die Umstände drumrum, die Neuen Deutschen Medienmacher (hört sich doch super an) weist heute Jennifer Pyka hin
      http://www.achgut.com/artikel/das_kommando_nohatespeech_tritt_zum_dienst_an._finanziert_vom_familienminis

      Ich bin ganz begeistert und weiß mich grad nicht zu lassen.

      Bettina Röhl hatte ja schon dieser Tage gefragt, wieviel Hass es braucht, um Stasimitglied zu werden. Leider ist sie bis jetzt den angekündigten zweiten Teil
      „Die da oder Die da oder Die da.“ über die Gesetze der Kahane-Stiftung. schuldig geblieben.

      http://www.rolandtichy.de/kolumnen/bettina-roehl-direkt/anetta-kahane-wieviel-hass-braucht-ein-mensch-um-stasi-zu-werden/

    • Berichterstattung
      @Uwe Dippel
      sagt 22. Juli 2016 um 11:40 Uhr : „Die Frage bleibt, dennoch: da waren also 6-stellige Zahlen von Leuten auf der Strasse, bundesweit, … und alle Medien – wussten und berichteten von nichts? Deshalb meine Frage: war das so, oder habe ich das bloß überlesen?“

      Meine Sammlung dazu beginnt mit dem 17.07. aus D und Österreich incl. den dortigen „Veranstaltern“.

      Suchen Sie für D z.B. bei Epochtimes und für die Ösi-Veranstalter unter
      „linkswendepunktorg“. War bei letzteren wohl ein großes Desaster.

      Notieren:
      Für das WE sind eine Groß-Demo samt Gegen-Demo in Köln angemeldet worden.

    • Sie kennen mich doch, ich helfe gerne...
      Sie wissen doch, dass es da ein Tee-Kränzchen aus Angela, Friede und Liz gibt? Wobei die beiden Letzteren den Grossteil aller deutschen Medien besitzen?
      Angela, die wohl die Bezeichnung „Mutti“ etwas zu wörtlich verstanden hat, kümmert sich halt rührend um uns kleine Kinder, denen man schlechte Nachrichten besser vorenthält und so läuft das halt dann.
      Ich bin sicher sie ärgert sich jetzt, dass man das mit Berichten zur Tätigkeit eines 18jährigen Deutsch-Iraners nicht ebenso tun kann….

    • Ja - das ist so. Ich kam erst drauf durch die Presse in Österreich
      und hab dann in Randbemerkungen Hinweise auf recht große Demos von türkischen Mitbürgern mit zum Teil Sachbeschädigungen auch hier gefunden.

      Neu:
      Demo in Köln für ca. 15.000 für Sonntag, den 31.7.2016, angemeldet.
      Mit Gegendemos wird gerechnet.
      Wo soll auch demonstriert werden? Mit einem Meer weiterer roter Farben? Hoffentlich nicht fließend…

    • Falls es hier noch jemanden gibt, der sich für die Realität interessiert...
      Es gibt da eine Webseite, die hat mal alles eingesammelt was es an Meldungen zu ALLEN Türken Demos gibt und ist dabei auf mit Zwischenfällen gestossen (wer nicht mehr weiss wie Zwischenfälle ablaufen und was sie möglicherweise auslöst, der soll an seine Jugend in Wackersdorf zurückdenken!)
      Zwei mit Zwischenfällen und 24 (VIERUNDZWANZIG) ohne…
      Nachzulesen mit Details hier:

      http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/07/24/tuerken-in-deutschland-bleiben-nach-putsch-versuch-friedlich/

  139. Unsere EX
    Hier in Kreuzberg sah ich mal einen türkischen Jugendlichen,
    der einem anderen – mit einem Gürtel (!) – ins Gesicht schlug,
    hinter ihm standen 5-6 andere 12-14jährige türkische Buben.
    Mit einem Gürtel! Solch eine entsetzliche Brutalität kannte
    ich nicht.
    Mein spontanes Eingreifen, nebst Zusammenschei***
    dieser Feiglinge, die dem Opfer nicht zu Hilfe kamen,
    löste aber nur im Moment die Situation auf.

    Der Gerettete mit blutiger Strieme im Gesicht unterdrückte
    die Tränen, er schämte sich … womöglich von einer Frau
    gerettet worden zu sein, vermutete ich, jede weitere Hilfe
    lehnte er ab.
    Das eigentliche Schlamassel war aber, dass hinter einer
    Hecke plötzlich ein Mann (Gärtner, Pi**er?) hervor kam,
    der, als ich ihn fragte, ob er „das“ eben gesehen hätte –
    sich mit seinem allzu schnellen NEIN! verriet.
    Puh!
    Da fürchtet sich der Mann schon vor ein paar Buben!
    Verantwortungslose Drückeberger überall.
    Und genau DARUM haben wir diese unsere Ex in spe.
    Dunque!

  140. Monokausale Sicht
    @ TDV

    Da Sie das hier angeblich sinkende Niveau beklagen und hier selbst sehr gerne austeilen (in Japan darf man das ja wohl nicht, Harmonie ist verordnet) überdies sich selbst ja gerne über die dummen anderen Kommentatoren stellen, bitte ich Sie doch mal darüber nachzudenken, ob Ihre Sichtweise nicht etwas zu einfach ist.

    Die bösen Amerikaner/ NATO und der sie unterstützende Westen ist an allem schuld. Sogar an der Situation in der Türkei.

    Die massive Überbevölkerung in der arabischen Welt sowie in Subsahara-Afrika, der u.a. den Migrationsdruck erzeugt und auch zu regionalen Kriegen führt, existiert in ihrer monokausalen Denkweise offenbar nicht nicht.

    In Subsahara Afrika ist mit einem weiteren Anwachsen der Bevölkerung um 434 Millionen Menschen in den nächsten 15 Jahren zu rechnen.
    Selbstverständlich wird sich dann der Migrationsdruck nach Europa noch weiter verstärken.

    Die Überbevölkerung hat aber mit besserer medizinischer Versorgung und besserer Ernährung und zunächst nicht mit der amerikanischen Kriegs-Politik zu tun. Erst wenn der Wohlstand stärker steigt und Frauen mehr Rechte und Bildung erreichen, sinkt üblicherweise die Geburtenrate.


    • Erst wenn der Wohlstand stärker steigt und Frauen mehr Rechte und Bildung erreichen, sinkt üblicherweise die Geburtenrate.
      So die Beobachtungen der Nordhalbkugel.
      Was aber, wenn „Bildung“ gar nicht als Wert angesehen wird (auf der Nordhalbkugel ist das jedoch schon weit mehr als 3 Generationen der Fall)? Was wenn gar kein Konzept von „Recht“, abgesehen vom quasibiologischen Recht des Stärkeren, vorhanden ist?

    • Überbevölkerung Subsahara Afrika
      ich frage mich, ob es von der Gatesstiftung so sinnvoll war, die Geburtensterblichkeit zu bekämpfen und dann sich wohl nicht weiter zu kümmern. M.E. eine sehr kurzsichtige Aktion von Bill Gates und seiner Frau, zumindest hört man von einem weiteren Engagement nichts.

    • Titel eingeben
      Obwohl ich es unzählige Male klargestellt hat, kann es ihresgleichen nicht unterlassen mir jedes mal wieder zu unterstellen ich behaupte: „Die bösen Amerikaner/ NATO und der sie unterstützende Westen ist an allem schuld.“

      So eine Aussage werden sie von mir nirgends finden, aber was interessiert einen wie sie das schon…. Und nun hab ich es auch zur Türkei behauptet, obwohl mal weiter oben von mir nachlesen kann, dass man keinerlei Aussage abgeben kann, was bei diesem putsch tatsächlich abgelaufen ist.

      Ich hab ebenfalls mehrere Male hier geschrieben, dass die Kinderzahl einer Familie reziprok zu Einkommen, Bildung und auch Intelligenz ist.
      Ich sehe also das Problem ganz genau so wie sie.
      Nur sie scheinen dafür sein, dass man im Westen diese Leute dort eben so lange es geht dazu benutzt die eigen Habgier und das eigene Profitstreben maximal auszuleben, während ich darauf hinweise, welche sich ja derzeit micht mehr zu übersehende Konsequenzen das haben wird!

    • @colorcraze
      @colorcraze
      Das ist doch völlig banal, dann bleibt es halt so, wie es ist…
      Im „Westen“ mag ja alles immer noch ein wenig unerfreulich aussehen… aber malen sie sich mal aus wie es hier aussehen würde, wenn es nicht mutige Suffragetten gegeben hätte, und jemand wie die leider anscheinend sehr, sehr alt gewordene Schwarzer, die damals zur rechten Zeit die „Emma“ ins Getümmel warf.

      Man braucht opferbereite mutige Dissidenten, wenn man etwas zum Besseren ändern will. Und bereit sein mit den Folgen zu leben oder auch zu sterben, wie das Beispiel des sogenannten Nord-Afrikanischen, Arabischen Frühlings zeigt. Wenn sie dann in einem Anfall von Freiheit anschliessend den Falschen wählen, wie die Ägypter, dann ist es mit der Unterstützung der Obamas/Clintons dieser Welt ganz schnell vorbei.
      Naja, die Fehleinschätzung in Washington kann man verstehen, wer konnte schon vorhersehen, dass ein Volk von Muslimen sich einen Muslim zum Präsidenten wählt. Wenn ein Volk nicht reif für die Demokratie ist, dann hilft ihm der Westen halt auf die Sprünge.

      Sollten sie so was ändern wollen, dann denken sie noch mal über Trump und Hilary nach. Mit Clinton gibt’s weitere acht Jahre „politics as usual“, während es mit Trump keine weiteren „Regime-Changes geben wird.
      Da wäre Libyen oder auch Iraq und Syrien noch halbwegs funktionierende Staaten…. Wenn Trump sagt, dass es vor der „Arbeit“ von Clinton als Aussenministerium keinerlei ISIS gab, dann sagt er nun mal die Wahrheit.

      Ich bin keineswegs für Trump, aber ich frage seit Monaten nach einem Argument für Clinton in dem nicht das Wort „Trump“ vorkommt und ich diskutiere mit vielen Amerikanern…

  141. Es kommt noch übler
    Hier eine Meldung aus dem Spiegel vom 20.9.2008:

    „Köln – Die Polizei hat am Samstag eine Anti-Islamisierungskundgebung der rechtspopulistischen Bürgerbewegung Pro Köln untersagt. Die Veranstaltung gefährde die Sicherheit der Bürger, sagte ein Polizeisprecher: „Die Sicherheit unsrer Kölner geht vor.““

    Ich bin gespannt, wie die Stadt Köln auf die Ankündigung einer türkischen Großdemonstration für übernächsten Sonntag reagieren wird, von der ich gerade auf der Startseite der heutigen FAZ gelesen habe…

    Oh, ich sehe grade, verboten wird da nix.
    Man erwartet 15 000 Demonstranten, sowie Gegenaktionen.

    Erfreulich, dass die Schutzfähigkeit der Kölner Polizei in den letzten acht Jahren offenbar so gewachsen ist, dass die zehnfache Menge an Demonstrierenden (damals wurden 1500 Hanseln erwartet) kein Sicherheitsproblem für „unsere Kölner“ darstellen wird.

  142. Herr
    Als gebürtiger Deutscher habe ich immer noch einen gültigen deutschen Pass. Seit langem besitze ich auch einen schwedischen Pass. Seit dreißig Jahren lebe ich in Schweden. Meine Wahlrechte übe ich in Schweden aus. Zwar bekomme ich meine Pension aus D und Steuern dafür bezahle ich auch in D. Ansonsten ist für mich aber primär die schwedische Politik interessant. Und natürlich, was in D, Europa und der Welt überhaupt passiert. Ich habe aber noch nie einen Wut-, Begeisterungs- oder Hysterieanfall bekommen, wenn ausgerechnet etwas D betraf, etwa ein Fußballspiel, ein Singwettkampf, ein Wahlergebnis usf. Niemals würde ich hier in Schweden mit einer riesigen, deutschen Nationalflagge meinen schwedischen Mitbürgern meine Siegerlaune so konfrontativ und überdimensioniert demonstrieren. Wenn mich deutsche Verhältnisse fast bis zur Besinnungslosigkeit begeistern würden, würde ich wieder Rückwandern, um richtig an allem teilhaben zu können. Meine gigantischen Emotionen würde ich also da ausleben wollen, wo sie ihren Ursprung haben. Aber die Einschränkung der Menschenwürde und der Freiheitlich Demokratischen Grundordnung in D wären natürlich kein Grund, nach D zurück zu gehen – falls D also in einen neuen Nazismus abglitte. In solchem Fall würde ich dankbar in Schweden bleiben. Somit habe ich auch viel Verständnis dafür, dass jetzt wohl alle Deutschen mit türkischem Hintergrund in Deutschland bleiben. Schön und ehrlich wäre es, wenn sie es nun gar nicht lassen können, Flaggen zu schwenken, dann wenigstens die Flagge der Nationalität zu zeigen, der sie am liebsten angehören wollen – und die ist schwarz, rot, gold und völlig ohne Himmelskörper. Und die kann man in angenehm kleinen Formaten malen, nähen oder kaufen.

  143. Wir haben eben jahrelang weggesehen
    Der Punkt ist halt: die Parallelgesellschafts-Moslems, die sieht man im Alltag nicht, die bleiben ja unter sich. Wen wir kennenlernen, vor allem wir politisch korrekten und engagierten Akademiker, das sind die integrierten, erfolgreichen Migranten, denen der Akklimatisierungsprozess in dieser unserer leistungsorientierten Gesellschaft gelungen ist. Der Rest hockt seit Jahrzehnten in der Sozialwohnung, schaut türkisches Fernsehen (mittlerweile größtenteils unter AKP-Kontrolle) und lässt sich am Freitag in der Moschee vom DITIB-Imam (auch die werden seit 15 Jahren von der AKP instruiert) auf die türkische Nation einschwören, von dem sie dann ihren ganzen Daseinsstolz ableiten.
    Was soll dabei dann anderes rauskommen? Mit fehlendem Patriotismus hat das wenig zu tun. Eher mit einer neurotischen Kultur des Wegsehens in Deutschland, die jede kritische Auseinandersetzung verhindert, und so einem eiskalten Machtpolitiker wie Erdogan ins offene Messer rennt, während wir uns gegenseitig Kränze ins Haar flechten und unsere Toleranz glorifizieren.

  144. Terror aus der prekären Parallelgesellschaft?
    @ SchallundRauch
    22. Juli 2016 um 13:06 Uhr

    Otto Meier: „Das belegen ja auch die Terroranschläge, deren Täter fast ausschließlich aus den eigenen Gesellschaften stammen.“

    Antwort Schallunrauch: „Nach meinem Verständnis mögen die Täter zwar hier geboren und aufgewachsen sein, aber „aus der eigenen Gesellschaft“ stammen sie – zu oft – doch gerade nicht. Vielmehr entstammen sie meist einer Parallel-gesellschaft, die aufgrund sprach- und bildungsbedingter Nachteile wirtschaft-lich abgehängt ist und sich dadurch frustriert und radikalisiert.“

    Diese Sichtweise wird in den Medien, auch durch Analysen von Experten gerne kolportiert, doch bei einer näheren Betrachtung ist die Annahme falsch.

    Die bisherigen Attentäter waren fast ausnahmslos gut integriert und lebten mitnichten ein einer Parallelgesellschaft. Nur zwei zeigten vorher Verhaltensauffälligkeiten.

    Obwohl ich einen ähnlichen Inhalt in einem Parallelblog von Don Alphonso bereits gepostet habe, möchte ich die Beispiele hier wiederholen, weil dieses Missverständnis offenbar allgemein verbreitet ist:

    Die 9/11 Attentäter waren großteils Studenten, stammten aus guten Verhältnissen in ihren Ursprungsländern. Manche studierten in Hamburg und lebten hier völlig unauffällig. Ein Student an der TU Harburg wohnte in einer Villa in Poppenbüttel, einem wohlhabenden Stadtteil. Die Vermieterin beschrieb ihn als einen höflichen, gut erzogenen jungen Mann.
    Osama Bin Laden stammte aus einem milliardenschweren Clan.

    Einer der Haupttäter von Paris managte seine eigene Bar, bis diese wegen Drogenhandels geschlossen wurde. Die Nachbarschaft, in der er wohnte, sieht gepflegt aus, weit und breit keine Sozialbauten. Sein Bruder ist Rechtsanwalt, die Mutter eine sympathische Dame, offenbar eine Belgierin.

    Das Attentäter-Pärchen aus Kalifornien wohnte in einer schicken Apartment-Anlage. Er hatte eine solide Arbeitsstelle, und laut Kollegen war er gut integriert. Dann kündigte er, bewaffnete sich bis zu den Zähnen und ermordete in Komplizenschaft mit seiner pakistanischen Ehefrau ehemalige Kollegen im Namen Allahs, und dies, obwohl die beiden ein kleines Baby hatten.

    Der Attentäter von Orlando kam aus einer eher wohlhabenden Familie. Er galt als aggressiv und war psychisch auffällig. Die FBI hatte ihn bereits überprüft, aber konnte nichts Auffälliges nachweisen.

    Die Attentäter von Bangladesh stammten aus der gehobenen Mittelschicht. Die Eltern waren fassungslos, hatten laut eigener Aussage keine Ahnung, dass ihre Söhne sich radikalisiert hätten. Sogar der Sohn eines Politikers beteiligte sich an der Terrorattacke:
    https://www.theguardian.com/world/2016/jul/05/bangladesh-politicians-son-among-dhaka-cafe-attack-suspects

    Der Täter von Nizza lebte in keinem Banlieu, sondern in einem gepflegten, kleineren Altbau, in dem auch Franzosen wohnen. Die Nachbarn beschrieben ihn als mürrisch, und er war durch aggressives Verhalten und Gewalt aufgefallen.

    Von dem Axt-Attentäter erfuhr ich auf CBS News Online, dass er eine Bäckerlehrstelle hatte und in einer Gastfamilie wohnte. Die Menschen, die ihn aus nächster Nähe kannten, hielten ihn für gut integriert; er wirkte freundlich und lächelte gern.

    Die bayrische Sozialministerin Emilia Müller wurde in dem Artikel mit etwa die-sen Worten zitiert (Übersetzung aus dem Englischen): „ Wir müssen nun sehr sorgfältig analysieren, wie es trotz der günstigen Bedingungen zu diesem Gewaltakt kommen konnte“.
    http://www.cbsnews.com/news/refugee-teen-in-german-train-attack-seemed-to-be-quickly-integrating/

    • @ Tamarisque, mit fällt ein ganzer Steinbruch vom Herzen.
      Da die meisten der obigen Beschreibungen ja nur auf den winzigsten Teil der Zuwanderer aus dem Morgenland zutrifft, könnten wir uns eigentlich entspannt zurücklehnen. Ein aus der 5. Klasse HS Entlassener jagd vielleicht Pokemonfigürchen, bastelt bestimmt aber selten Bomben mit Ammoniumnitratdünger und elektronischen Zündern.


    • Ein Mißverständnis ist das eher nicht, das ist der Versuch der Manipulation durch Instrumentalisierung.

    • Was Sie beide ignorieren....
      … ist die Tatsache, dass unsere westliche Kultur die Angwohnheit hat ihre Probleme weltweit mit Militärgewalt lösen zu wollen.

      Wenn andere dann sehen, dass auch für den zivilisiertesten Teil der Welt immer noch die Gewalt das Mittel der Wahl zur Problemlösung sehen (gerade in den Heimatländern dieser Zuwanderer), warum sind dann alle so überrascht, dass diese Leute sich dieses offensichtlich erfolgreichen Mittels bedienen?

      Was glaubt ihr eigentlich wo die das gelernt haben?

  145. Es dürfte zu erwarten sein,...
    dass schon bald viele der gegenwärtigen „Jubel-Türken“ sich für ihre blinde Begeisterung verfluchen werden.

    Nämlich dann, wenn dem Regime die Gegner ausgehen und allerorten gülenistische Verräter aufgespürt werden.

    Kleine Meldung von Sputnik News:

    „Die beiden türkischen Kampfpiloten, die im November letzten Jahres einen russischen Bomber abgeschossen haben, sollen in der Türkei verhaftet worden sein. Die Festnahme der Piloten kann zur Intensivierung der türkisch-russischen Beziehungen beitragen, wie der Vize-Vorsitzende der AKP, Yasin Aktay, in einem Sputnik-Interview sagte.

    Die Entscheidung, den russischen Bomber abzuschießen, sei in der Luft getroffen worden. „Eine solche Entscheidung trifft der Pilot. Dabei orientiert er sich an unseren Richtlinien zur Gewaltanwendung“, sagte der Vize-Parteivorsitzende.

    Eine Luftraumverletzung für 17 Sekunden sei inakzeptabel, sagte Aktay. Doch: „Der Pilot hätte es sich erlauben können, das Flugzeug nicht abzuschießen – etwa, weil er die Folgen nicht abschätzen konnte“, so der Vertreter der türkischen Regierungspartei.

    Zudem sei die Grenzüberschreitung nur kurz gewesen und das russische Flugzeug habe die Tendenz gezeigt, den Luftraum wieder zu verlassen. „Insofern wirft der Abschuss Fragen auf“, sagte Aktay.

    „Um keine Zweifel an unseren Regeln der Gewaltanwendung aufkommen zu lassen, mussten wir den Abschuss natürlich verteidigen“, sagte der Vize-Vorsitzende. „Gott sei Dank haben die Türkei und Russland diese Probleme unter sich geklärt“, betonte er. „Sollte die Verhaftung bestätigt werden, wird dies die Beziehungen zwischen Russland und der Türkei verbessern, und die bestehenden Vereinbarungen beider Länder vertiefen“, bekräftigte der AKP-Vertreter.“

    Gestern noch tapfere Vaterlandsverteidiger, heute bereits fremdgesteuerte Saboteure. Da werden sich noch viele wundern.

  146. Antideutsch oder die verdrehte Logik aus der Reichskristallkuppel zu Berlin.
    Eingereiste Flüchtlinge ohne Pass und Aufenthaltsrecht, radikale Gruppen, kurzgefasst alle antidemokratische und antifreiheitliche Fanatiker dürfen auf die Straßen gehen und Parolen rufen (die man zum Teil nicht versteht). Es ist ihr Recht auf Meinungsäußerung und sie werden durch Polizisten vor zudringlichen Deutschen geschützt.

    Machen durchschnittliche Deutsche das Gleiche, indem sie Dinge anprangern und ihre Meinung kundtun, was hier falsch läuft in diesem unserem Land, werden sie als gefährliche Nazis bezeichnet.

    Die Pappnasen in Berlin haben weder EIER noch Rückgrat noch Sinn für Einigkeit und Recht und Freiheit.

    Und das werden wir alle noch sehr viel teurer bezahlen, wenn der „Unaussprechlichen“ (A.M.) und ihren antidemokratischen Helfershelfern nicht bald Einhalt geboten wird.

    • Bezahlt wird schon lange
      allein, wenn ich daran denke, was für Umstände heute selbst ein Inlandsflug macht. Einfach ätzend und geht mir ehrlich gesagt schwer auf die Ketten, überhaupt das ganze Misstrauen, dass diese durchgeknallten friedensbeseelten Islamisten auf der GANZEN Welt verbreiten mit voller Unterstützung durch Politik, Medien, Kirchen etc.

      Ich kapier ums Verrecken nicht, was an israelischen Verhältnissen erstrebenswert ist ausser vielleicht Solidarität mit denen.

      Aber anscheinend finden es alle super, demnächst bei einer einfachen Busfahrt, bei einem Besuch eines Shoppingcenters ähnlich kontrolliert zu werden wie am Flughafen.

      Ich finde es super gruselig, wie dieses Land sich verändert und diese Art von Bezahlung ist mir mehr wert als Geld.

      Und abgesehen davon bezahlen wir schon jetzt sehr teuer mit jedem Verletzten, Toten, Verstümmelten etc. etc. Allein der Stress, den diese Neubürger unter sich erzeugen. Oh Gott! Amis sagen Fucking awful!

      Und das dieser ganze Gutmenschenblödsinn teuer wird, sehr, sehr teuer, darüber reden wir jetzt besser nicht.

      [leicht editiert. Bitte die Form wahren. Don.]

  147. Schurkenstaat AUSTRIA
    der österreichischen Brenner-touristenblockier-, anti-liebefraumerkel-, anti-refudschiwelkamm- und anti-türkischstaatsmacht-strategie wird jetzt von der EU-Kommission mit allen mitteln entgegengewirkt, es laufen weitere harte massnahmen gegen das heimatland von Hermann Maier, Falco und und Johann Strauß auf allen fronten an.

    heute wird eine neue front eröffnet:

    die EU-kommission eröffnet ein verfahren gegen dieses land wegen der schändlichen diskriminierung der ausländischen skilehrenden, dies soll insbesondere in der grünen steiermark und bei den freiheitsliebenden tirolern immer wieder der fall sein.

    ob es in österreich bereits ein Burka-verbot und kopftuch-verbot bei skilehrenden (gender mainstreaming ausdruckweise) gibt wird noch ermittelt, bisher war das lehrverbot eher auf franzosen ausgerichet als rache für die von NAP angerichteten verwüstungen.

  148. Das fünfte Opfer: en passant eine „Passantin“
    En passant wird im unteren Link von dem fünften Opfer als „Passantin“ geredet, während sich der gesamte Bericht auf die Chinesen konzentriert. Im Nebensatz erfährt man das Alter: 51 Jahre, sonst nichts.

    Das macht mich so wütend.
    Dank Ihnen, lieber Don Alphonso, kann ich mich hier verbal etwas abreagieren.
    http://www.nordbayern.de/region/nuernberg/not-op-in-nurnberg-hoffnung-fur-opfer-der-axt-attacke-1.5362457

    Einstweilen warnt das BKA vor weiteren Anschlägen in der Bahn.

  149. das dürfte die Zänkereien beenden
    http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/kriminalitaet/schiesserei-in-muenchener-olympia-einkaufszentrum-14353242.html

    Ich hoffe, Sie sind in Sicherheit in Ihrer „dummen kleinen Stadt“. Oder in Italien. So weit und sicher weg wie möglich und wer Ihnen etwas bedeutet, der möglichst auch.

  150. Werner sagte am 22. Juli 2016 um 13:34 Uhr
    “ Wenn es quakt wie eine Ente,…“
    .
    Sagen Sie mal Werner, ich möchte Don hier nicht vorgreifen und bitte ihn für mein Vorpreschen um Entschuldigung, aber könnten Sie sich vorstellen sich dem Don als Koautor an die Seite zu stellen. Das würde der Kracherblog schlechthin.
    .
    Jetzt muß ich mich wieder dem ääääh, ööööh-stammelnden Herren zuwenden, der gerade vom Einkaufszentum z´Minga versucht zu berichten. Und von der Nachrichtensprecherin der Sondersendung bekommt er dazu noch Fragen gestellt, die nicht mal der Liebe Gott beantworten könnte.

    Entschuldigung aber da höre ich mir doch lieber (heimlich natürlich) fehlerfreie schnarrende Sondermeldungen vom 13. Mai 1940 an (z.B. https://www.youtube.com/watch?v=TNR0REyhpsE). Mit der gebührenden Scham, natürlich, denn wir wissen ja wohin das geführt hat. Nämlich genau dahin, über wir jetzt zu diskutieren haben.
    .
    Don, klären Sie uns bitte auf. Bekommen angehende Journalisten keine Schulung in Rhetorik mehr? Ach, die können das von Haus aus.

    • Danke für die Blumen.
      So sehr es mein zwischen Kleinmut und Größenwahn oszillierendes Ego schmeicheln würde, in kollegialer Zweisamkeit mit dem Don zusammenarbeiten zu dürfen, so sehr befürchte ich leider, dass mein zuweilen die Streitaxt (Oh! Wie unpassend…) schwingender Stil dem das Florett bevorzugenden Maestro eher weniger zusagen würde.
      Als Gesinnungsprolet und Verbalbrutalist neige ich in emotional erregtem Zustand zuweilen zu einer Ausdrucksweise, die der Don nicht einmal sturzbetrunken in eine angelaufene Silberkanne Flüstern würde, und die er hier bei einer Gelegenheit sogar bereits im Kommentarbereich kunstgerecht coupieren musste.
      Als querulatorisch-misanthropher Kommentator bleibe ich Ihnen aber voraussichtlich noch ein paar Jahrzehnte erhalten. ;-)

  151. This is a new kind of war.
    Bürgerkrieg?

    Der Attentäter bewegt sich und schießt wie…wie soll ich es sagen:
    Ein Deutscher.


  152. Lieber Don Alphonso, liebe Teilnehmer des Blogs,
    @ all diejenigen, die in München oder in der Umgebung bzw. in Bayern leben
    @ diejenigen, die München lieben,

    der heutige Anschlag ist nicht aufgeklärt, die Täter sind flüchtig, doch ich möchte mein aufrichtiges Bedauern zum Ausdruck bringen und wünsche mir sehr, dass keine Angehörigen oder Freunde von Ihnen betroffen sind. Mein Mitgefühl ist bei den Opfern.

    Herzlichst,
    Tamarisque

  153. Von der Hüttinger Zwergenburg zum Ingoldstädter Zwergenaufstand
    Was für einen Kontrast die letzten beiden Beiträge doch bieten, wenn auch die Mützen der Zwerge zumeist vom gleichen rot sind, wie die Fahnen der Wutbürger im aktuellen Beitrag. Und ja, ich hörte mal, dass der deutsche Gartenzwerg bronzezeitlichen kleinasiatischen Bergleuten nachempfunden sein soll, die als Gastarbeiter in den Alpenraum einwanderten. So passt das doch auch schon wieder. Zugegebenermaßen ritten die Turkvölker damals wohl noch stolz über die zentralasiatischen Steppen. Der ethnische Hintergrund der kleinen Migranten, die im Leib der Erde nach Erz schürften, war somit nicht türkisch.
    Ja, so ein wenig faschistoider Karneval ist unerfreulich für Ohr und Auge. Aber er sollte nicht unsere größte Sorge sein. Glücklicherweise sind die Rahmenbedingungen günstiger als 1933. Am Ende könnten viele von denen, die da mitmarschiert sind, sogar einmal auf unserer Seite stehen, wenn die Not groß ist. Wenn das nicht zum Dauerzustand wird, dann können wir gelassen bleiben.

    Viele Kopftücher waren dort zu sehen? Da merkt man doch, dass Sie keine Kinder haben. So ein Grundschulelternabend hat da einiges zu bieten. Und die ihre Haarpracht verhüllenden Damen sind oft durchaus eine Augenweide.
    Wenn ich zum zweiten unsere Kleinen vom katholischen Kindergarten abhole, dann trägt eine gefühlte Mehrheit der anwesenden Mütter Kopftuch und das sicherlich nicht wegen der Witterung. Aber die haben halt auch nichts dagegen, wenn der Pfarrer gelegentlich vorbei kommt und mit ihren Kindern christliche Lieder singt. So fundamentalistisch islamisch können die wohl doch nicht sein.
    Ob das Kopftuch also aus religiöser oder völkisch identitärer Motivation heraus getragen wird, ist unklar. Vielleicht ist es bei vielen auch nur Sitte, Familientradition oder einfach ein modisches Extra mit dem sie sich gegenüber den eingeborenen Frauen abheben wollen.

    Ich wohne in einer nordbadischen Kleinstadt, die etwa ein Zehntel der Einwohnerschaft Ingoldstadts hat. Hier gibt es auch Burkaträgerinnen. Als ich das erstemal so ein Pärchen sah: Einmal Burka und ein Vollbärtiger Mittdreißiger mit weißem Häkelmützchen und hübsch besticktem Hemd oder Umhang, da war ich doch zuerst etwas verstört. Dann dachte ich mir: Na ja, das sind halt fromme Mohamedaner, die ihr Bekenntnis offen leben. Der zweite Gedanke war: Ach schau mal, ein junges Pärchen in Tracht. Das sieht ja nett aus. Und zuletzt malte ich mir aus, dass es ja auch ganz anders sein könnte: Es könnte sich ja auch um ein schwules Paar aus der Fetischszene handeln. Schließlich weiß man ja nicht, was unter der Burka drunter steckt. Immerhin gibt es ja auch welche, die sich als Nonnen verkleiden.

    Wie auch immer, ich meine halt mit denen, die hier schon Wurzeln geschlagen haben, sollten wir so gut es geht klar kommen und das beste draus machen. Aber wenn man diesen ganzen Mummenschanz nicht mag, dann darf man nicht auch noch diese Leute massenhaft einwandern lassen.

    Ach, und von Leitkultur war auch die Rede. Die gibt es doch. Sie ist äußerst wirkmächtig und auch der Türke kann sich ihr nicht vollkommen entziehen. Sie bestimmt die Einzelheiten des täglichen Lebens von der Tupperparty über das Helloweenfest bis hin zur Intimfrisur. Diese Leitkultur ist eben nur US-amerikanisch und nicht deutsch.
    Amerika hat immernoch eine überragende Strahlkraft. Die sind die Sieger, die sind erfolgreich. Zum Volk der Looser und Täter will eigentlich niemand so recht gehören.

    Aber dennoch: „Wir brauchen wieder mehr Raum für das Bekenntnis zur eigenen Identität. Heimatgefühl und Patriotismus sind nichts Fürchterliches! Der ständig erhobene volkspädagogische Zeigefinger, der die Menschen in ein postnationales Europa zwingen will, treibt sie nur den europafeindlichen Populisten zu.“ Das schreibt Hans Peter Friedrich in einem lesenswerten Gastbeitrag, den Zeit Online heute veröffentlicht hat. Dem kann ich nur beipflichten. Irgendwie scheint er damit auch eine Grundessenz dieses Blogs zusammenzufassen. Vielleicht ist er ja heimlicher Leser.

  154. NAch den Anschlägen in München sag ich es mal deutlich
    Nicht nur Erdogan hat etwas mit dem Islam zu tun,
    sondern auch Merkel hat etwas mit dem Terror in Deutschland zu tun!
    Und all jene, die immer relativieren, das habe nichts mit dem Islam zu tun, liegen in der Bereitungsspur des Terrors.

    Danke Frau dr.Merkel, und auch Dank an Ihre Wähler und Entourage-
    wirklich: vielen Dank!

  155. Was mir ein Berber in der marokkanischen Dades-Schlucht erzählt,
    bestätigt die These von Desperado – mir jedenfalls:

    http://n0by.blogspot.de/2012/02/sourka-dades-schlucht-goulmima.html

    Der Berber Said, unser Gastgeber, erzählt uns beim Tee ein wenig aus seinem Leben. Mit 14 Jahren schon habe er sich vom Glauben seiner Väter losgesagt. Sein Vater habe ihn darauf aus dem Haus geworfen. Er hat sich mit Gelegenheitsarbeiten durchgeschlagen, den Führerschein gemacht, Lastwagen und Limousinen chauffiert. Er sei frei, frei, frei. Immer wiederholt er dies Wort Freiheit. Der Begriff scheint mir auch ein starker Gegensatz zum Gott ergebenen Inch’Allah. Said erzählt, dass er nie in die Moschee gehe, dass er niemals Ramadan-Fastenzeit einhalte. Er zeigt sich mit dem Finger an die Stirn, um seine Meinung zu den herrschenden religiösen Bräuchen und Sitten anzudeuten. „Crazy, crazy“, betont er immer wieder, zuerst komme Gott, dann der Mann, dann die Frau. Das ist doch crazy. Meinen Einwurf, dass zwischen Gott und dem Mann noch der Iman und König komme, lässt er gelten.

    Anderntags fährt Said bei mir mit nach Boumaine Dades. Zahl, was Du geben willst, ist mein Angebot für seine Mitfahrgelegenheit. Er will natürlich nichts geben. Auch egal. Dafür erzählt er noch viel von seinem Tal, in dem er geboren ist, seinem Bergdorf Msemrir: „Die Religion macht die Leute verrückt. Familien mit zehn und noch mehr Kindern sind keine Seltenheit. Der Rekord liegt bei 19 Kindern. Denn die Religion ist gegen Verhütung.“

    „Mit einer Frau?“ Seine Antwort war ja klar: „Oui, oui – avec une femme.“ Je Frommer – umso mehr Kinder. Meine Meinung: „Das ist die Politik der Zahl. Je mehr Gläubige geboren werden, umso mehr steigt die Macht der Kirche und der Priester. Das ist – oder war – ähnlich im Katholizismus bei uns.“

  156. Türkische Akademiker, at home and abroad
    Patrick Feldmann, 21. Juli 2016 um 21:44 Uhr
    „Ich verstehe eh nicht, wer kommt wie ein Hündchen wissend, dass er nicht
    mehr ausreisen darf?
    Der Akademiker, der das macht, dem gehören die Staatsexamina gestrichen!“

    Denjenigen türkischen Akademikern, die derzeit im Ausland weilen und Erdogan Rückruf nicht Folge leisten, werden die Staatsexamina gestrichen und weitere harsche Repressalien darf man vermuten. Wie ich hörte, sind diese Personen Inhaber eines besonderen Passdokuments und unterliegen strengen Direktiven aus Ankara. Genaueres konnte ich – da unterwegs – noch nicht in Erfahrung bringen.

  157. Was mir vorgestern durch den Kopf ging
    Nachdem ich Werners Kommentar wieder parat hatte, hatte ich seinen Gedanken etwas anders weiter gesponnen, und zwar, was wäre, wenn ein Deutscher aus Frust auf die durch ihn nicht zu ändernde Politik auf Deutsche schießen würde…
    Er würde sofort als Nazi klassifiziert, auch wenn er vielleicht zeitlebens SPD wählte und sich als linksorientiert bezeichnen würde.

    Ich habe lange überlegt, ob ich das in meinem Post lassen soll oder nicht, ich habe es gestrichen und nun holt mich wohl die Realität ein.

    Angepöbelt von einem Anwohner sagte der Mann auf dem Dach, er sei Deutscher, hier geboren worden, in Behandlung gewesen, sprach von HartzIV-Gebiet und wirkte dabei heillos überfordert.
    Man geht z.Z. davon aus, dass das der wahrscheinliche Einzeltäter war, der sich an der Isar selbst richtete.
    Die unscharfen Bilder lassen keine genaue Beurteilung zu, ich hatte aber den Eindruck, dass der Mann Migrationshintergrund hat.

    Wie auch immer, Frau Merkel wird sich fragen lassen müssen, wie weit sie ihre Politik gegen das Volk noch betreiben will, denn was wir in dieser Woche erlebten, ist für uns erst der Anfang.

  158. Die cdu und ihre islamische Ausrichtung
    Gerade ist wohl ein Kreis MiDU (Muslime in der cdu) gegründet worden- mit Absegnung durch die Parteigranden!
    Als Martin Lohmann (2008?) den Arbeitskreis engagierter Katholiken AEK in der cdu gründete wurde er von der sogen. Kanzlerin gemobbt. Er verlies 2 jahre später die cdu nach mehr als 35 Jahren.

    Ein kurzer Artikel findet sich leider nur in der PAZ. Auf diese wie auf andere Zeitung(en) wurde ich aufmerksam als ich die sogen. Leitmedien vor ca.2 Jahren nur noch als geringe Möglichkeit zur Informationsgewinnung ansehen musste. Ich ging auf ein Internetportal, das Zeitungen kategorisiert und bewertet hatte und schaute mir eine nach der anderen an.

    http://www.preussische-allgemeine.de/nachrichten/artikel/mit-der-cdu-fuer-allah.html

  159. Cette lune se prépare à apparaître plus en plus
    Frauke Amgelin sagte am 21. Juli 2016 um 10:25 Uhr („weiß eigentlich noch jemand, wie ein H-A-L-B-Mond aussieht und richtig dargestellt zu werden hat?“).
    .
    Ich präzisiere: Sichelmond, Konstellation zunehmend.

  160. Gast, bleiben Sie geschmeidig und führen vor Ihr geistiges Auge angesichts
    Gast sagte am 22. Juli 2016 um 10:05 Uhr „Ich könnte kotzen.“

    @colorcraze, ich übernehme mal kurz:

    streiche „brut“ => setze Nachwuchs (beim Hasen-und Geflügelbäbbelesverein Z 4711 ist „Brut“ weiterhin genehmigt?

    streiche Schnellbrüter: setze kurz vertil oder oft in den standesamtlichen Nachrichten unter „Geburten“ erwähnt.
    .
    Danke, weitermachen.

  161. München, Würzburg
    Die Kanzlerin im Funkloch?

    Bundesweite Trauerbeflaggung für die bedauernswerten Opfer des Anschlags in München.
    Den unglücklichen Opfern des Würzburger Terroristen (wörtlich: Verbreiter des Schreckens) wurde diese Ehrenbezeigung noch nicht zuteil.
    Alle haben jetzt sehr viel dazuzulernen.

  162. starke deutsche Bürgergesellschaft
    Die NZZ lässt kommentieren:

    http://www.nzz.ch/international/gewalttat-in-muenchen/gewalttat-in-muenchen-starke-deutsche-buergergesellschaft-ld.107201

    Beinahe jeder Satz in diesem Kommentar ist – sagen wir es mal so – wert, hinterfragt zu werden.
    Da ich diesen disqus-Foristenkram nicht mag, verzichte ich darauf, dort zu kommentieren.

    • Ja, das hat er gut beschrieben...
      Das Problem ist halt, dass man sowas überhaupt schreiben muss anstatt dass ein paar Tausend vor dem Funkhaus demonstrieren und ihre Zwangsgebühren zurückfordern und dann ab sofort verweigern!

      Allerdings sein Gejammer über die Journalisten Schulen könnte er sich sparen, das nicht zu durchblicken, das ist entlarvend.
      Zeitungen sind einiger Zeit bereits Konsumprodukte und müssen nun mal das bringen was das eigene Marktsegment lesen will, sonst kaufen diese Leute ein anderes Produkt, eines in dem sie ihre Meinung bestätigt finden. Und bei solchen „Zwischenfällen“ da möchte sich der deutsche Spiesser halt ein wenig gruseln, und ein ganz klein wenig fürchten, aber hauptsächlich sich besser als der Rest der Welt fühlen.

      Ein Journalist der dies nicht von Natur aus in sich hat, der wird keinen Job mehr finden.

  163. Korrektur: Der Adressat muss "anderer Max" heissen statt "anderer Gast"
    in meiner letzten, leider schon abgeschickten, Mitteilung heute ca 15:15-20. Falls ich die beiden verwechselt habe, bitte ich um Korrektur oder Löschung.
    Danke!

  164. Dafür gibt Herr Alphonso etwas anderem Raum,
    obwohl ihn niemand dazu zwingen kann, anders als die Stadt Ingolstadt, die von einem Gericht gezwungen werden kann, so eine Demo zu dulden. ER gibt in seinem BLOG vom 23.7. Raum für antizionistische VT übelster Art.

  165. ...usw... ...usf.....
    man kommt gar nicht mehr hinterher mit und ohne den ERKEK. Trauerbeflaggung ist jetzt Standard. Brauchen jetzt was neues, vielleicht Viertelmastbeflagggung bis dann der Fetzen ohne Bedeutung eingerollt werden kann.

  166. Wirklich interessanter Text - vor allem so, manche Teile eines Zeitgeistes würden verlangen
    wollen, vor „männlich“ ein „hüstel“ zu setzen, also „hüstel, so männlich, klar und wahr, so offen, direkt und unverstellt, so eindeutig und objektiv Verantwortung suchend und übernehmend“. Eine kleine Überraschun ggegen Ende dann trotzdem noch: Da immerhin wurde sich dann doch (noch?) an eine vorhandene und noch größere Autorität und ( hüstel, muß man sagen: männliche?) Kraft und Macht angelehnt, Rückvergewisserung gesucht und veröffentlicht. Man sah es mit einem Schmunzeln – und fragte sich, wie weit das auch allgemein gut und vorbildlich wäre?

    Wobei manchem in dem Zusammenhang auch schon mal Bonhoevers Ausspruch zu Sinn kam: „Nur wer für die Juden schreit, darf auch gregorianisch singen.“ http://tinyurl.com/janjc9n – und der Bonhoever stand dann damit auch ziemlich alleine? Drückte nur für sich das Kreuz durch, auch der Anteil kann wahr sein? Und eben nicht „für sich“, sondern nur für alle. Und das Feuilleton begleitete ihn.

  167. Bonhoever hat also bereits 1935 alles gewusst, u. Rom darf zu den ermordeten Moslems nicht schweigen
    Und in falschen Momenten man könnte versucht sein, zu sagen „genau wie Thomas Mann bereits am 31.1.33, als er und Katia nicht mehr aus der Schweiz zurückkommen konnten“ – aber was hatten die beiden Miteinander zu tun, als dass sie vom Wort her kammen, nach dem Worte strebten, und hüstel, „protestantisch sozialisiert“ waren.

    Das Gebreite natürlich viel größer: Denn Mann entschloß sich einiges später „aus dem sicheren kalifornischen Exil heraus“ eben „trotzdem“ dazu, Papst Pius XII. kennenzulernen, um eine Privataudienz nachzusuchen, „den Ring des Fischers zu küssen“.

    Eben obwohl Thomas Mann den vor allem für einen Diplomaten und Advokaten der Überlebenden, der ihm anvertrauten Schäfchen in schwieriger Zeit halten mußte. Aber „nur rückratlos“ war diese „widere Vorgangänger eines, hüstel, Tebartz van Elst“ vermutlich eben auch nicht. http://tinyurl.com/hjuvxxz Zu jung wohl auch in solches Amt in dieser Zeit gekommen.

    Und das Internet verlangt, fodert, ermöglicht „full-take“ – http://tinyurl.com/zq2s9u2 Das Feuilleton, ja die Zeitung an sich, ist inzwischen eben viele Fragen an uns, genaugenommen alle?

    Rom darf zu den ermordeten Moslems – welchen auch immer – weder schweigen, noch allerschlimmstenfalls „eine klammheimliche Genugtuung empfinden“. Und wir anderen eigentlich alle auch nicht. Wir sind eben kein Volk der Täter, auch nicht der Mittäter neuerdings wieder. Und es darf auch nicht eingeladen werden zu gemeinsamem Wegsehen bei Butter und Bier. Auch wenn sich das so viel besser anfühlte im ersten Moment.

  168. Es hat mit totalitären Machtstrukturen zu tun.
    Sehr geehrter Don Alphonso,

    was Sie zu beschreiben versuchen, hat meiner Ansicht nach nichts mit dem Islam, sondern mit eben jenen Machtstrukturen zu tun, welchen diesen, wie es bei vielen anderen Religionen auch ist, systematische als Werkzeug menschenverachtender Machterweiterung nutzen.

    Sie liefern im Ansatz auch eine Veranschaulichung eben dessen: Sie beschreiben die Aktivitäten der politischen Extreme (in diesem Fall in der Türkei und innerhalb Türkischer Diasporas in D), welche wiederum von den gesellschaftlichen Eliten gehalten und verwendet werden, wie es denn eben opportun ist (sonst wären diese längst nicht mehr existent!).

    Die politischen Extreme (zumindest die offen zu Tage tretenden, der tatsächliche „Personalpool“ ist um viele Faktoren größer!) werden in vielen Ländern der Welt eingesetzt um den politischen Diskurs zu manipulieren bzw. in gewissem Umfang einfach geduldet um genau dies tun zu können (von wesentlich delikateren Themen wie dem Einsatz solcher Leute im Rahmen von verdecktem Staatsterrorismus ganz zu schweigen!).

    In dem Sie nun in Ansätzen auf die Extreme und ihr Wirken eingehen (die Schilderung, wie diese dann so plötzlich „auf dem Marktplatz stehen“ provoziert beim Leser förmlich die oben genannten Gedankengänge!) gelingt ihnen dann zu zeigen, dass die Debatte ständig an der Oberfläche verharrt, weil es im „Maschinenraum“ internationaler Politik, gerade bei den Verbindungen der einzelnen Ebene von der zwischenstaatlichen bis hinunter zur Individuellen Ebene) derartig abartig und konträr zu dem zugeht, was man von den offen zur schau gestellten (angeblichen) Werten von Demokratie, über Pluralismus hin zu Transparenz und anti-totalitärer Einstellung ableitet, dass viele Debatten und Artikel – sei es aus vorsätzlicher „Zügelung“ oder aber aus einem gewissen Zurückschrecken vor den meistens exzellent kaschierten Realitäten, wenn diese „auf dem Marktplatz stehen“, eben an der Oberfläche verharren bzw. an dieser kratzen und sonst nichts (auch der Judenhasser, anti-Amerikaner und anti-Zionist Erbakan und seine erschrecken vielen „Kollegen“ sind was Sie sind, weil Sie totalitäre Verbrecher sind, die über andere Menschen nach Gutdünken herrschen wollen – würden sie dafür statt dem Islam die internationale Bewegung der Tierschützer oder Kleintierzüchter verwenden müssen – Sie würden auch dies tun! Man hat es hier mit blanker Barbarei und schwerster Kriminalität zu tun, das ist widerlich, das ist abstoßend, es erlaubt keiner Abstrahierung es ist das pure Böse in all seiner banalen Widerlichkeit.).

  169. Integration ist so einfach
    wenn man, wie es eine AA-Sprecherin macht, unbeweisbare Unterstellungen äußert und so zeigt, wie eine bestimmte Stimmung zu steuern versucht wird. Ach ja, Religion und Integration haben gar nichts miteinander zu tun.
    „Raumschiff Bonn“, sagte man als diese Republik noch Meinungsvielfalt zuließ. „Enklave Berlin“ wäre heute besser.
    Wo? Hier, in dieser Zeitung:
    http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/gespraech-ueber-unsere-gesellschaft-und-den-islam-14368816.html
    Unglaublich, welche Aussagen Regierungsvertreteer heute machen können, ohne von der Presse nach Belegen gefragt zu werden. Man könnte solches als Gefälligkeitsinterview bezeichnen.
    M. A. Titz

  170. 90 % Integrierte 10 % im Ghetto
    Die Beschreibung der Demo ist informativ und sehr gelungen.
    Wir (Deutsche) haben zuerst wenig für die Integration der Arbeitsemigranten getan, sie sollten ja wieder nach Hause. Wir müssen uns ehrlich machen, ein Einwanderungsgesetz verabschieden und allen Migranten sagen: Wenn ihr einwandert, seid ihr Deutsche. Punkt.

    Das haben wir nicht getan und haben jetzt etwas Senf.

    Übermorgen ist die „Wirkung“ dieser Demo verpufft. Die Audianer schrauben weiter an den Autos, grillen, gehen zum Arzt und helfen der Oma über die Strasse.

    Wenn es ernst auf dem Kreuzfahrtdampfer Deutschland wird, werden 95 % sich für das komfortable Leben auf unserer Insel entscheiden und dafür auch Opfer bringen wollen.
    Von dieser Demo auf den Zustand der Integration zu schließen, ist sehr gewagt.
    Ich schließe auch nicht von einer Pegida-Demo auf den Geisteszustand konservativer Menschen in diesem Land.
    Bleibt gelassen – Demokratie beinhaltet (leider) Inklusion von Idioten.

    Klar, wir müssen beschreiben, was passiert und uns damit auseinandersetzen

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