Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Gleichstellung ist Mord

| 242 Lesermeinungen

Auf dem Eingang zu Dantes Inferno steht „Gerechtigkeit bewegte meinen Bauherrn“. Denken Sie mal drüber nach!

Früher war es bei der Fürstenausbildung unerlässlich, dass die hohen Herren mehr als nur Tanzen, Kriegskunst, Sprachen und Verwaltung erlernten. Ein oft künstlerisch angehauchtes Handwerk gehörte ebenfalls dazu.

stella

In waldreichen Bayern werden heute noch kunstvolle Schnitzereien und Drechselarbeiten aus Fürstenhand in Museen gezeigt, die den Betrachtern mehr als wurmstichige Urkunden und bröckelnde Siegel zusagen. Und sollte dereinst die FAZ die Server abstellen und mein Printwerk in Archiven verstauben, dann bleibt von mir auch nicht die Wörterschraubung, sondern ein solides Handwerk mit echten Schrauben und viel sauberem, funkelndem Metall. Zur Entspannung von der mir mangels Verstand gar nicht liegenden Schreibarbeit brauche ich immer ein schrottreifes Altrad, das ich in neuem Glanz erstehen lassen kann.

stellb

Eine gute Quelle dafür ist der Wohlstandsmüll meiner zu Reichtum gelangten Mitmenschen. Die Jüngeren tauschen ihre Räder alle 5 bis 10 Jahre aus, die Älteren, die noch Qualität schätzten, steigen jetzt auf Elektrolurche Pedelecs um, und haben keine Verwendung mehr für alte Sporträder aus früheren Jahren. Das dort oben ist ein Villiger, aus einer längst verschwundenen Qualitätsfirma aus der Schweiz, und ein wirklich gutes Rad: Genau so eines habe ich schon einmal gekauft, restauriert, verschenkt, und inzwischen erobert es unter der neuen Besitzerin nach St. Gallen und Paris die City of London. Es ist also keine Überraschung, dass ich mir als durchaus hoch und wohlgeborener Sohn aus besserem Hause nunmehr die Finger daran schmutzig machen werde.

Ein gutes Schloss habe ich schon gekauft. Mit diesem Satz beginnt jetzt erst der eigentliche Beitrag, das davor war nur sinnentleertes Geplauder und einen ganzen Absatz Diskriminierung der Social Media Stasi habe ich gestrichen, weil jetzt mal wieder andere dran sind, aber ich habe Sie ja gewarnt: Schreibarbeit liegt mir nicht. Also, ich habe ein Qualitätsschloss zu diesem Rad gekauft. Denn ich übernehme nicht nur den Wohlstandsmüll der anderen Reichen, der in diesem früher enorm teuren und hochwertigen Rad zum Ausdruck kommt. Ich höre beim Übernehmen auch manch andere Geschichte über andere Leute. Wie man sich vorstellen kann, ist der Schrottplatz, ähnlich wie der Friedhof, das Oktoberfestzelt oder die Förderungspraxis des Familienministeriums ein Ort, wo auch mal das Unterste über dem Obersten zu liegen kommt.

stellc

Hier ist es auch so. Denn dort, wo die einen nach fachmännischem Gespräch das Alte schätzend erwerben, gibt es auch welche, die Nachts um zwei lieber über eine Mauer klettern und sich das fahrbereit erscheinende Material widerrechtlich aneignen. Auch auf dem Schrottplatz wird geklaut, letzthin war erst wieder das Tor aufgebogen. Und da habe ich, nach Ansicht der dort herumstehenden Ruinen, unter denen auch wirklich viel minderwertiges Geraffel ist, gefragt, wer das tut. Und warum. Wieso um alles in der Welt riskiert man in der Nacht einen polizeilichen Zugriff wegen eines alten, rostigen Damenrades? Warum greift man nicht nach dem halb zerlegten MTB und verscherbelt die Anbauteile bei Ebay? Was sind das nur für Leute? Ich kenne solche Leute natürlich nicht, aber es gibt sie offensichtlich, und ich möchte verstehen, warum sie so anders sind als ich, das klapprige Damenbauhausrad nehmen und den glänzenden Dynamo von 1938 verschmähen.

Die Antwort war – zumindest für mich – enorm spannend und führte zum Kauf des Schlosses. Es ist nämlich so, erzählte der Betreiber. Menschen mit einem Alkoholproblem, von denen es doch einige gibt, stellen häufiger fest, dass sie noch etwas trinken oder rauchen möchten. Allerdings haben sie nichts mehr daheim. Nachdem sie sich in diesem Zustande jedoch nicht in ein Auto setzen, weil sie den Schlüssel nicht ins Schloss bekommen oder auch gar kein Auto mehr finden oder haben, präferieren sie das Rad. Mit dem Rad kommt man recht weit, selbst wenn die Füsse so weit nicht mehr tragen würden. Voraussetzung ist jedoch, dass das Rad spurstabil ist. Wie es alte Damenräder für unsichere Seniorinnen nun mal zu sein pflegen.

stelle

Ein Gepäckträger ist wichtig, Licht würde nur auffallen und kostet Kraft, also sucht dort niemand einen Dynamo. Wichtig ist das Damenrad aber noch aus zwei anderen Gründen: Man kann tief einsteigen und muss nicht das Bein über den Sattel heben, was jenseits von 2 Promille schwierig ist. Und wenn man doch einmal stürzen sollte, knallt man nicht mit dem Primärgenital auf das Oberrohr eines Herrenrades, was auch nach einer Flasche Wodka noch schmerzhaft ist. Ausserdem ist ein altes, stabiles Damenrad sicher auch eine gute Gehhilfe, fällt mir ein. Deshalb gibt es ein Schrottplatzpublikum, das nächtens einsteigt und zu alten, unauffälligen, banalen Damenrädern greift, und gar nicht auf die Idee käme, jene nervösen Flitzer ohne Gepäckträger und niedrigem Lenker zu kaufen, die ich, Donnie Knoxville, im Vollbesitz meiner geistigen Kräfte und 100% Andrenalinanteil im Blut von der oberen Firstalm über Holperstrecken bis zum Spitzingseesattel und dann weiter nach Neuhaus jage (Senioren! Versucht das nicht im Altersheim!).

Ein, zwei Kasten Bier, wird mir gesagt, bekäme man schon für so ein altes Damenrad, beim entsprechenden Publikum. Das sind die Momente, in denen mir wieder bewusst wird, wie unendlich anders Menschen jenseits der Klassengrenzen sind. Es gibt Menschen, die nichts für blinkenden Chrom übrig haben, solange sie das Rad nur zur Tanke und wieder zurück bringt. Das Verletzungsrisiko, das ich einfach ignoriere, ist ihnen voll bewusst und fliesst beim Erwerb in die Entscheidung ein. Wir alle machen uns Gedanken über relevante Aspekte des Daseins und gelangen zu ganz unterschiedlichen Schlussfolgerungen, die innerhalb unseres Systems aber vollkommen logisch sind – egal ob Erschöpfung auf dem Alpenpass oder Delirium Tremens auf der Couch das Ziel sein mag. Meine Silberkanne von 1823 ist etwas anderen als die Obstlerflasche: Der Weg dorthin ist aber für uns alle das Ziel. Das ist Gleichberechtigung, abgesehen vom Umstand, dass ich ein Schloss kaufen muss, wenn ich nicht möchte, dass das Villiger geklaut wird.

stelld

Die heute oft geforderte Gleichstellung wäre es, wenn man mir einige meiner vielen Rennräder abnähme, was ich vielleicht, das gebe ich zu, gar nicht merken würde. Und sie dann den Trunkenbolden gäbe, in der Hoffnung, dass sie sich dann auch sportlich betätigen und clean werden. Der DDR, die dem Westen Angela Merkel, Katrin Göring-Eckardt, Katja Kipping und Manuela Schwesig brachte, traute ich das sofort zu: Denn natürlich ist es irgendwo diskriminierend, wenn der eine Räder hat, und der andere im Halbsuff, marxistische Parolen skandierend auf Mauern klettern muss, und sich vielleicht beim Sturz auf die Räder verletzt. Nehmen wir also an, wir werden gleichgestellt und 20 Säufer bekommen top gepflegte, pfeilschnelle, hypernervöse Colnagos und Chesinis, hochaufragende Downhillmaschinen von Cannondale und Scott, oder historische La Perles und mit sogenannten Selbstmörderumwerfern, die man mit einem Hebel zwischen den Beinen bedienen muss, und dann würden sie damit und mit 1,7 Promille entlang einer viel befahrenen Hauptstrasse zur Tanke fahren. Und einhändig, die Flasche in der Hand, zurück. Das ist die Realität jenseits der Ideologie. Das ist Gleichstellung. Und Mord.

Gleichstellung tötet: Auch einem Social-Justice-NGO-Mitglied würde das Hirn platzen, wenn es so eine Fiesheit 10 mal im Monat liefern müsste, um meinen von ihm heiß begehrten Job auszufüllen zu kön Man muss sich einfach mit ein paar Realitäten anfreunden: Den einen interessiert ausschliesslich der Alkoholgehalt der Flasche, und den anderen der Reinsilbergehalt der Teekanne. Wenn man das erst mal akzeptiert und die Verschiedenheit der Bedürfnisse anerkannt hat, ist jede weitere Debatte um Quoten und Erbschaftssteuern überflüssig: Eine Feministin jammert gerade bei der Konkurrenz, weil es in Berlin in ihrem bevorzugten Bezirk keine für sie bezahlbare Wohnung gibt: Sie hätte wirklich gar nichts davon, wenn ich in meinem Stadtpalast ein Zimmer abgeben müsste. Bei meinem Lieblingsrennen können Frauen unbegrenzt teilnehmen, während Männer durch eine Verlosung müssen, und am Ende das kriegen, was noch übrig bleibt: Vielleicht quälen sich einfach nicht so viele Frauen auf 40 Jahre alten Rädern 140 Kilometer weit über glutheisses Geröll. Ein anderer will mehr Geld für seine Photoreportagen über Migration, die er für wichtig hält: Das mag schon so sein, aber was hilft das am Schliersee, wo man sich statt Flüchtlingsbooten lieber Schiffsprozessionen anschaut?

stellf

Wir können natürlich gern über alles diskutieren, aber glauben Sie mir: Es geht uns allen besser, wenn ich auf dem Rennrad fahre oder hinter dem Steuer eines 272-PS-Boliden sitze, und Silberkannen und Gemälde zwischen meinen Wohnorten transportiere, als wenn Leute Zugriff auf diese Optionen haben, die damit nicht umgehen können und wollen. Ich halte das für die anderweitig vielgepriesene Diversität und Multikulti, und dass ich zufällig als Abstinenzler an der Spitze der sozialen Nahrungskette stehe, bedeutet noch lange nicht, dass ich nicht auch ein Herz für die Bedürfnisse schutzbedürftiger Freunde des Alkohols habe. Einen Besseren, Mildtätigeren und sozialer Denkenden werden sie dort oben nicht bekommen, also lassen wir alles bitte so, wie es ist.

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242 Lesermeinungen

  1. Ein altes Villiger
    stilecht.

  2. Das
    ist so krude, dass ich nachfolgende Texte endgültig nicht mehr ernst nehmen kann.

    • Super!

    • Schon interessant
      Ah, zunehmendes Gekläffe von Seite der Linksbizarren, und das nicht nur bei Twitter. Sehr schön! Offensichtlich trifft der Hausherr mit seinen eleganten Gehässigkeiten des öfteren da, wo es wehtut. Weiter so!

      Dafür, wie er Ihresgleichen auflaufen lässt, gibt es dann noch Bonuspunkte in der B-Note.

    • Das gefällt nagtürlich keinem, aber es ist nun mal die Realität, un zwar die Ecke, die gern ausgeblendert wird.

    • Welche
      Texte würden Sie denn zu diesem Thema ernst nehmen? Das verordnete Gleichstellung so sinn- wie maßlos ist, lässt sich kaum besser in Worte fassen. Ich jedenfalls habe mich bei einem ernsten Thema köstlich amüsiert.

    • There was a world, once, you punk.
      Zum Thema „so krude“ habe ich auch noch einen:

      Im BMI sitzen keine erwachsenen Volljuristen sondern Luke Skywalker und die Rebellen..oder welche, die sich dafür halten:

      https://twitter.com/BMI_Bund/status/758578293864103938?lang=de

  3. Gerechtigkeit
    in irgend einer amerikanischen Komödie (in deutschen gibt es so was nicht) nahm ein Zahnarzt vor dem Eingriff noch ein Gespräch mit seinem Anwalt entgegen. Anschließend erklärte er dem Patienten „meine Exfrau hat jetzt meine Baseballkartensammlung bekommen. Sie mag Baseball nicht. Aber wenn sie die Karten hat habe ich sie nicht mehr, sagt sie“.

    Der anschließende zahnärztliche Eingriff war mehr von diesem Besitztransfer als vom hypokratischen Eid geprägt und hat mich davon überzeugt, dass man wenigstens die Baseballkarten den Zahnärzten lassen sollte. Oder selber mit der Bohrmaschine Hand anlegen.

    • >> (in deutschen gibt es so was nicht)
      Deutsche Komödien finden auf den Ämtern statt.
      Da gibt es auch alles.

    • Deshalb
      Interessantes Phänomen. Bin gestern wieder in die Staaten geflogen. Sicherheitshalber war ich in der Woche vorher noch mal bei meiner einfühlsamen Zahnärztin, die sich im Zweifel an dem durchaus auch nicht immer üppigen Privathonorar genug sein lässt, statt die paar gesunden Zähne auch noch zu ruinieren um die Rechnung in astronomische Höhen zu treiben.

    • Das ist ein beliebtes Thema
      aus US Serien und Filmen. Die Aufteilung von Hab und Gut nach Scheidungen ist da häufig für ein Witzchen gut.

      „Was willst du denn mit dem ganzen Schminkzeug?“
      „Keine Ahnung. Was will sie denn mit meinem neuen Schlagbohrer?“

  4. ANGLEICHUNG DER LEBENSVERHÄLTNISSE
    werter DON, das bemühen sich tausende gutbezahlte und wertvernichtende gleichstellungsbeauftragtInnen um die angleichung der lebensverhältnisse auf ein allgemein niedrigeres niveau und dann schreiben sie so einen bösen artikel, während hier das „race to the bottom“ akzeleriert.

    dabei sind die lebensverhältnisse in Duisburg denen in Eisenhüttenstadt schon längst angeglichen oder sollten wir Pirmasens mit Neubrandenburg vergleichen ?

    das land ist nach dem zuviel an merkeljahren erstarrt, risikofeindlich, innovationsfeindlich, leistungsfeindlich. siehe hier im link, wo die NRW gesundheitsministerin wegen noch nicht bekannter nebenwirkungen die gravitationswellen verboten hat. kollege Haucamp legt dann aber fundiert nach:

    https://www.econstor.eu/bitstream/10419/144571/1/864410050.pdf

    und sie werter DON leisten sich dann den luxus eines stocksteifen Villigers, ja die haben qualitäten, vor allem beim bordsteinhüpfen in der stadt oder schlängeln um strassenbahnschienen herum und auch beladen kommt da nichts aus der spur. fährt sich wie die S-klasse aus den 90er jahren, bekannt unter dem namen „fahrende festung“. i love it !

    wo ist eigentlich unser führungspersonal oder sollen wir froh sein, dass abwesenheit angesagt ist.

    dM hat gründe, er schmollt über das versagen seiner sportförderung, wenn er bei der terrorismusbekämpfung gleich effektiv ist, dann gute nacht.

    die zartrosa-blassblaue von der ostsee macht sicher famiienurlaub und twittert mit ihren stiftungen, Maas wandert an der Memel, nur Gabriel löst seine kindheitstraumata mit der führerscheinverbotsforderung für alimentepreller endlich konstruktiv am deutschen volke auf und tritt in die fussstapfen von R.Langhans.

    wo ist Merkel: die BILD vermutete sie auf einer fotografie, die zwei männer zeigt, einer liest eine zeitung, der andere – ich nehme an ein architekturstudent mit baseballmütze – entwirft bauskizzen mit stiften und gelbmarker auf einem block.

  5. In waldreichen Bayern?
    Der Waldanteil Bayerns ist im Vergleich der Bundesländer mittelmäßig (etwas über 30%). Was den Anteil echten Waldes (also nicht allein Holzäcker) angeht, ist Bayern Entwicklungsland. Leider.

    • Das war zu der Zeit aber anders und bei uns ist immer noch alles voll davon.

    • Wie kommen Sie darauf?
      http://www.bayer-waldbesitzerverband.de/waldstat.html

      Der Staatswald beträgt 30%, die Privaten verfügen über 56% des bayerischen Waldes.Dann gibt es noch 12% Körperschaftswald, wie z.B. meine Anteile an den Alpgenossenschaften.Waldäcker gibt es hier überhaupt nicht.

      Wir sehen jedenfalls immer noch den Wald vor lauter Bäumen.;)


    • Wie jetzt, ich dachte immer, der Bayrische Wald sei so ziemlich das einzige zusammenhängende Urwaldgebiet? (Im Oberrheingraben gibt es wohl auch ein paar kleinere Urwaldgebiete)
      Die Uckermark hat den größten Holzacker, soviel ich weiß.

    • Wir haben hier den Gerolfinger Eichenwald an der Donau, und zwischen Gmund und der Landesgrenze ist nur ganz wenig Almfläche zwischen den Wäldern.


    • @Philomena: naja, die allermeisten deutschen Wälder sind „Holzäcker“ – nämlich zur Holzernte angepflanzt. Da der Holzbedarf nicht mehr so hoch ist wie früher, als man noch Brennholz brauchte, und auch die Papierfabriken dichtgemacht wurden, läßt man sie nun mehr wildwachsen, so daß sie mehr und mehr einem Wald gleichen. Aber wenn man spazierengeht, sieht man meist schon, daß da in gewissen Abständen absichtlich gepflanzt wurde.

    • Wer hat dich, du schöner Wald....
      @colorcraze, leider musste ich durch Borkenkäferbefall abholzen lassen.Es handelte sich um 100 jährigen Bestand. Normalerweise nehmen wir nur einzelne Bäume raus, von Acker wirklich keine Spur. So, wie auf Dons Foto mit dem Bötchen sieht es hier überall aus.Wenn man „Schutzwald“ hat,was das Forstamt bestimmt,ist mit ackern gar nichts los, weil er, wie der Name schon sagt, schützt – Sie und mich und alle.
      Übrigens habe ich auch 80jährige Buchen.


    • @Philomena: Schutzwald ist was anderes, der wird natürlich nicht nach industriellen Maßstäben bewirtschaftet. Aber Möbelindustrie, Holzheizer, auch Bau (früher: Papierfabriken, aber die gibt es nur noch in Skandinavien) sind nun mal auf industriellen Maßstab angewiesen.

      Vor ca. 2 Jahren sah ich in ‚Bernau (im Schwarzwald, nicht Bern’au bei Berlin) ein Gemälde einer Stelle dort, die ich zuvor mit eigenen Augen gesehen hatte. Das war sehr interessant, weil man dadurch den Zustand des Waldes vor ca. 150 Jahren und heute vergleichen konnte. Damals war der Wald viel lichter, und die Bäume waren oftmals „auf Stock gesetzt“, was man heute fast nirgendwo mehr sieht. Es ist schon so, daß man es mehr und mehr zuwachsen läßt. Vielleicht, weil es nur noch wenig einsame Waldbewohner gibt, die direkt vor der Haustür Holz machen, und selbst auf den Dörfern mit Öl geheizt wird bzw. die meisten Leute ins Tal gezogen sind, wo inzwischen selbst die Gasleitungen vorgedrungen sind.

      Wald ist halt eine ganz, ganz langsame Sache – die vom Eichelhäher gepflanzte Eiche im Balkonkasten ist nach 3 Jahren noch keine 30 cm.

      100jährige Bäume von Borkenkäfer angefressen ist sehr ärgerlich. Vor vielleicht 20, 25 Jahren erwischte ich mal im Baumarkt eine Latte, in der sich beim Durchschneiden eine Larve zeigte – ich war nicht erfreut. Damals gab es eine arge Borkenkäferplage, viele Bäume wurden deswegen abgeholzt und der Preis verfiel.
      Nahe am Jagdschloß Grunewald gibt es einen ganz seltsam gewachsenen Baum mit einer Art Auslegerast, der noch zu Zeiten Friedrichs II. gepflanzt worden sein soll. Es dürfte einer der ältesten Bäume Berlins sein. In Berlin fand das große Bäumepflanzen in den 1950ern statt, und die sind jetzt alle recht groß und stattlich (Setzlinge wurde mit Flugzeug eingeflogen). 1945ff. wurde alles abgeholzt und verfeuert und mußte Kartoffeläckern weichen, die sonst recht grüne Stadt wurde kahl.
      An Schutzwald geht man aber auch in Notzeiten kaum ran, weil der idR zu schwer zugänglich und zu entlegen ist.

  6. Gleichstellung
    Wenn man(n) so manch (männlich) Geschiedenen betrachtet, wäre ein wenig mehr Gleichstellung in Bezug auf Kindesumgang und Renten-/Vermögensrecht (Selbständige versus Angestellte) angebracht. Aber das interessiert ja niemanden. Und schon gleich keine Frau… …ohne Fahrrad! ;-)

    Da war es von einem Nürnberger Unternehmen ja geradezu beispielhaft mutig, entgegen dem AGG (Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz) einen Syrer nicht den (versprochenen) Praktikumsplatz zu geben.

    http://www.nordbayern.de/region/nuernberg/syrer-bekommt-wegen-anschlagen-praktikumsplatz-nicht-1.5403050

    • Ist doch ganz einfach
      Statt Unterhaltszahlungen einfach generell Kindesaufenthalt, -erziehung und -unterhalt unter beiden Eltern 50/50 aufteilen. Ich denke da würden viele Entscheidungen besser überdacht.


    • @Samsara: auch dann gäbe es fortwährend Streit. Es gibt immer Streit, wenn es um Kindesunterhalt, -aufenthalt und -erziehung geht, außer wenn sich die Eltern einig sind.
      Dann klappt es aber auch meist untereinander und sie scheiden sich nicht…

  7. Neid muss man sich erarbeiten
    insofern haben Sie Don doch alles richtig gemacht. Übrigens ein großes Dankeschön für die Bilder vom Schliersee und überhaupt.

    Und wenn ich nun wüsste, wie ich mein völlig eingestaubtes Rad wieder gängig und blank bekäme, ohne dann selbst wie ein Schwein auszusehen, was nur die Nachbarn verschrecken würde, könnte ich mich glatt hinreißen lassen, solch einen Höllenritt auch in meinem Alter nochmal hinzulegen. Es gibt Anbieter, die einem das Rad herrichten, aber zu einem Preis…

    Schöne Fahrt, erinnert mich an die Bergabfahrt von Lübbecke Richtung Blasheimer Kirmes mit mindestens Tempo 60 auf Rollsplit.

    • Das ist galz leicht. Öl auf die Kette, Metallpolitur auf das blanke Metall. Fett in die Lager, Lackpolizur auf den Lack und eventuell neue Züge.

  8. Wenn man heute alles Vermögen absolut gleichmässig unter allen Leuten
    aufteilen würde, gäbe es in genau einer Generation wieder all die Unterschiede, die man mit dem Verteilen wegbügeln wollte. Der erste versäufts, der zweite vertändelts, der dritte legt es konservativ an, der vierte geht volles Risko, der fünfte baut damit ein geschäft auf, der sechste nutzt es zur Körperoptimierung.

    Unter anderem deshalb hat der Sozialismus nur solange wenigstens halbwegs funktionsfähig ausgesehen, wie eine selbsternannte Elite von Leuten mit dem „richtigen“ Bewusstsein ihr Volk täglich dreimal peitschen konnte, wenn jemand auch nur was „Falsches“ gedacht oder gesagt hat. Eine Stasilette und heutige Stiftungschefin namens ****** war eifriges Fussvolk dieser „Elite“.

    Weshalb ich – vermögenslos und ökonomisch mittelschichtgeboren – Ihnen im Ergebnis zustimme. Mir graust vor der Machtübernahme der Leute, die auf twitter und facebook ihre ökonomischen und geistigen Gleichschaltungsphantasien ausleben.

    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • Was viele Leute nicht kapieren: Mit Privilegien muss man umgehen können – oder es schnell lernen. Wer das nicht kann, scheitert. Natürlich ist es ungerecht, dass die Kinder der Privilegierten da einen Vorteil haben, aber Zwangsverblödung ist nicht so einfach.

    • @mit Privilegien muß man umgehen können@
      Wie fatal und verantwortungslos das ausgeht, wenn man NICHT mit seinen Privilegien umgehen kann, zeigt uns gerade Merkel Deutschland!
      Es braucht schon etwas mehr Verstand, um die Welt zu retten, als sinnlos sein Fleisch unter den Hunger der Welt zu verteilen!
      Besser- ist die Welt noch nie durch bornierte Blödheit von welcome-welcome-Schreien geworden. Die hingeworfenen Privilegien reißen dann andere an sich, die im Zweifel noch ďämlicher (darf man das noch sagen?) damit umgehen.

    • Die historische Bewertung wird noch spannend – sofern es dann noch sowas wie Geschichte geben sollte, die nicht die DDR preist.

    • GEschichtsbewertung aus Radfahrersicht
      Ich sage es mal zynisch: die große Renaissance der Fahrräder kommt in Deutschland noch (wenn die Leute kein Geld mehr für die Autos haben werden). Die große Zeit der Radfahrer haben wir gerade 11 Jahre!
      Und der Großteil von denen kann noch nichtmal seinen eigenen Platten flicken.

    • p feldmann
      „Besser- ist die Welt noch nie durch bornierte Blödheit von welcome-welcome-Schreien geworden. Die hingeworfenen Privilegien reißen dann andere an sich, die im Zweifel noch ďämlicher (darf man das noch sagen?) damit umgehen.“

      Nein, das ist richtig, die Welt wird dadurch nicht besser – aber das war doch auch noch nie das Anliegen der Schreihälse: Der Westen hat doch schon immer „Willkommen“ geheißen, wenn er eigentlich meinte: Komm bloß mal ran auf´n Meter, damit ich Dich besser fressen kann! Business as usual; die einzige Überraschung wär´s, wenn man dieses Mal den Rachen doch zu weit aufgesperrt hätte. Aber das sehe ich noch nicht – und der Don auch nicht, der fand die Bilder, die „Frau Merkels“ Flüchtlinge vom reichen Bayern aus nach Hause schickten, damals nur zum Lachen (ich fand das übrigens nicht) – und jetzt geht es nur darum, jemandem den schwarzen Peter in die Hand zu drücken.

      Und übrigens habe ich nicht den Eindruck, dass sich die in Deutschland lebenden Türken selber als „gescheitert“ ansehen; Hartz-4-Bezug hin oder her. Subjektiv habe ich eher den Eindruck, dass die oftmals ganz froh sind, keine Deutschen geworden zu sein. Die Zunahme der Kopftücher beispielsweise liegt m. E. nicht vorrangig an den Flüchtlingen, sondern darunter sind scheinbar auch viele, die damit zeigen, dass sie auch noch in der x. Generation vorrangig über ihre Zugehörigkeit zu einer andersartigen Minderheit definieren.

      Damit stehen sie nämlich viel besser da als die deutschen Prekären oder endgültig Abgehängten, die keine „Diskriminierung“ und „Fremdenfeindlichkeit“ oder „Antisemitismus“ oder, oder, oder – zu ihrem Schutz fruchtbar machen können. Und davon (vom einheimischen Prekariat) gibt es offenbar eine ganze Menge; wenn man mal bedenkt, dass der mietezahlende median-Haushalt in Dt nur ca. € 2000 auf der Bank haben soll, während die gesellschaftliche Stellung der Menschen immer enger an die Konsumenteneigenschaft gebunden wird! Das würde mich besorgen … Silberkannen und Fahrradschätze vom Sperrmüll haben ihren Charme; aber im „normalen“ Leben geht es eher um die Frage, was das soziale Umfeld denkt, wenn man sich bestimmten, teuren Trends verweigert, die kurioser Weise um so wichtiger zu werden scheinen, je härter die Leute Verzicht leisten müssen, um sie sich leisten zu können (smartphone, sonstiger Technikschnickschnack).

    • sofern es dann noch eine Geschichte geben sollte,
      die nicht die DDR preist? Der Blick auf die DDR wird doch aber durch die BRD bestimmt, und zwar vollständig, es gibt kein Fitzelchen, in dem sich nicht die Deutungshoheit breit gemacht hätte. Hätte es die DDR nicht gegeben – hier wäre sie erfunden worden, todsicher. Und Sie prügeln auch den wohlfeilen Sack, statt sich dem Esel zuzuwenden? Das müssen wohl die Privilegien sein, na – wohl bekomms, jedem seine Sorte Alkohol und sein Seniorenrad.

  9. Unter Bastlern
    Werter Don,

    hier in Westfalen schraube ich meist nur an Hollandrädern, deshalb eine Frage, nachdem Google mich immer nur zurück auf Sie verwies: Was sind Selbstmörderumwerfer? Haben die was mit diesen teuflischen Rennrädern zu tun? Vielen Dank für diesen radzentrierten Beitrag.

  10. Nix Gschaids
    Mir fällt derzeit nix Gschaids zum Schreiben ein … .

    Also nehme ich die Gelegenheit wahr zur Beschwerde an die FAZ-IT, weil die Blogs in schöner Regelmäßigkeit mit einem 502-Gateway-Fehler offline sind. Und ich vermute mal, das ist nicht nur bei mir so. ??

  11. Hollandrad für den Brachialcyclisten
    Das SUV unter den Elektrolurchen. Wer ko der ko.

    http://www.sueddeutsche.de/auto/fahrradtrends-dieses-e-bike-ist-so-teuer-wie-ein-auto-1.1922344

    Bekommt, wer zwei Stützräder anbaut, die 4000 € – Spende des Verkehrsministers?

  12. Titel eingeben
    Das alte Problem mit dem Marx: Wer kennt die Fähigkeiten, wer die Bedürfnisse. Wer teilt zu und fordert an; wer teilt die Zuteiler ein. Der Markt macht das immer noch am besten.
    Unser Don hier hat kein Segelboot und keinen Wohnwagen. Der Daimler ist gut aber nicht spitze. Seine zwanzig Photoapparate kosten keine einzelne Leica. Er trinkt nicht, raucht nicht und isst kein Fleisch. Selbst backt und kocht er. Wein und Champagner, Cognac, Whiskey und Rum verschmäht er.

    Wie will ein Arbiter diese Vorlieben (Bedürfnisse) mit seinen Leistungen abwiegen und ihm gerecht zuteilen?
    Wer soll dem „einfachen“ Mann die Zigarre und den Whiskey oder die Kippe und den Apfelkorn zuweisen?
    Es bleibt der Markt, auf dem man nach seinen Möglichkeiten und Vorlieben auswählen kann.
    Der freie Markt.

    Gleiches gilt für den Arbeitsmarkt. Der eine studiert sechs Jahre, macht dann fast unbezahlt AiP, bezahlt Assistenzarzt und steht sechzig Stunden in der Praxis, fertigt danach Heil- und Kostenpläne an und schreibt seine Rechnungen.
    Der andre macht was mit Medien. Jeder nach seinen Fähigkeiten und Wünschen.

    Da komme mir dann kein Candide, der den Jüngeren die Jugend neidet und die Jüngeren qua Alt-Knackeritis-Powereinbildung zu Zwangsarbeit verknacken will.

    Selber arbeiten, selber ausgeben.

    • Ich bin kein Freund von Alkohol und wenn ich was zhu melden hätte, wären Besäufnisse enorm teuer. Ausserdem kenne ich am Rande zwei Fälle, in denen Säufer ihre ganze Familie ruiniert haben – so etwas wird komischerweise hingenommen. Ganz erstaunlich. Man sehe es mir nach, wenn ich mir da das ein oder andere zynische Lächeln abringe.

    • Titel eingeben
      @Don Alphonso, 9. August 2016 um 17:34 Uhr

      Es wird nicht immer hingenommen. In meiner Jugend auf dem sittlichen Lande lebte ich neben einer sehr patenten Nachbarin, deren Mann den flüssigen Freuden sehr zugetan war. Eines Tages kam Besuch von einer Delegation eines der örtlichen Vereine – ihr Mann, welcher die Bierkasse verwaltete, hatte diese unterschlagen, um seinem immer mehr wachsenden Bedürfnis nachkommen zu können. Nachdem die Herren das Nachbarhaus wieder verlassen hatten, war es dort erst sehr still, dann sehr laut – Gesang, begleitet von Perkussion. Am nächsten Tag sah man den Gemahl mit Schmissen am Grind vorsichtig auftretend aus dem Hause gehen. Danach gab es Taschengeldentzug und mit der Trinkerei war endgültig Schluss.

      Er hat trotzdem nicht mehr lange gelebt, da war wohl zuvor schon zuviel innerlich aus dem Geleise, er bot nämlich einen Anblick wie ein Patient, der länger Cortison eingenommen hat. Aber die Familie mit vier Kindern kam wenigstens gut heraus. Die Nachbarin, inzwischen weit in den Achtzigern, habe ich beim letzten Besuch abends am Gartenzaun getroffen, wie sie gerade die Hühner in den Stall trieb. Sie berichtete ohne zu klagen, es ginge halt nicht mehr so gut wie früher wegen des Kreuzes, jetzt müsse eben der Sohn die Obstwiese ums Haus mit der Sense mähen.

      Es ist (zum Glück) der einzige Fall von häuslicher Gewalt, den ich persönlich erlebt habe, und eben in dieser unüblichen Rollenverteilung – aber wer weiß das schon genau. Es sei übrigens ferne von mir, auf die gute Frau Steine werfen zu wollen. Sie hat, wohl vor allem dank ihres etwas feurigen Temperaments, noch rechtzeitig den Abzweig vor der Ko-Abhängigkeit genommen.

  13. Jeder muss einen Rolls haben
    Lieber Don,

    dazu fällt mir doch gleich die Idee der rut-wiess-blau querjestrieften Frau ein, die das etwas anders sieht. Im Song (von BAP -für alle Nicht-Kölner) sagt sie:

    …dat sie et Schwesterlein vum Söhnlein wöör, un jeder möht (muss) ene Rolls-Royce hann, jeder. Nur ein Saach möht se mir jestonn, künnt vum Prolet se nit verstonn: Woröm die ärm Säu kein Jeduld hann!

    Geduld und Lang – mut (der einen) ist zur Zeit in NRW gefragt gegenüber der Ungeduld und Lang – fingrigkeit der andern. Der Presse ist ständig ewas über diese Handmissbildung zu entnehmen. Ob in zunehmendem Maße in Nord-Düsseldorf und Köln den älterem Damen, die da flanieren oder einkaufen, brutal der Schmuck vom Hals gerissen wird, vielerorts Senioren in ihren Wohnungen überfallen und beraubt werden, Oldtimer gestohlen werden, …. in meinem Heimatort seit Ferienbeginn statistisch jede zweite Nacht ein Einbruch stattfindet… Bankautomaten gesprengt werden … usw…

    NRW der Selbstbedienungsladen, so geht Umverteilung auch.

    • ...oder wie mein alter Herr zu sagen pflegte:
      „Junge merke dir eines: diejenigen, die nichts haben, haben die größten Wünsche“.

    • Nirgendwo wird so kleinherzig um winzige Beträge gestritten, wie in der Linken.

    • Da haben Sie aber alte Erinnerungen geweckt,
      liebe Barbara,

      denn dieses Stück hat einst zu einer feinen Freundschaft geführt in Verbindung mit dem über die monegassische Prinzessin, wenn auch mittlerweile leider verblichen.

      Lang ists her, aber Erinnerungen sind ja doch schön :)

    • Liebe Frau Barbara
      Das mit dem kölschen Dialekt hat mir sehr gut gefallen. Es erinnert mich daran, dass es von BAP und anderen hieß: „Arsch huh zäng ussenander“
      Also zu deutsch: Hintern hoch und Mund aufmachen (gegen rechte Gewalt)
      Wissen Sie, warum man das neuerdings nicht mehr so oft hört?
      Liegt das an den islamistisch motivierten Morden durch schießen, köpfen, stechen und beaxten?

  14. Villiger
    Persönlich begnüge ich mich ja mit 270 PS.
    Villiger jedoch können Sie in der Pfeife rauchen. Aber das führt nun zu weit… und hat nur indirekt mit Velos zu tun

    • Ich weiss, die machen auch Tabakwaren. Aber die Räde sind wirklich hochwertig.


    • Das sind die gleichen Villiger, die die Zigarillos und die Räder machen? Da bin ich jetzt platt. (In meinem Geburtsort gab es lange Zeit eine Villiger-Zigarillodreherei. Glaube aber nicht, daß es die noch gibt.)

    • Das war die gleiche Holding.

  15. Good diversity - bad diversity
    Auch Diversität hat ihre Grenzen. Und Sie, werter Don, bewegen sich leider außerhalb der Schwesig-Zone. Da hört der Spaß dann auf.
    Wo kämen wir auch hin wenn die Menschen in diesem Land frei nach eigenem Gustus leben könnten. Es kann doch nicht sein daß man die Früchte seiner Arbeit oder,Gott bewahre, seines Erbes den Wahrhaftigen wie dem Esel die Möhre einfach so vor die Nase hält. Wohlstand ohne passende Gesinnung war schon immer abträglich.
    Dieses Recht steht nun mal nur den Gleicheren unter den Gleichen zu. Arbeiten Sie also gefälligst an Ihrer Gesinnung, dann passt´s auch wieder mit den Mächtigen.

    Weisen Sie lieber auf die Gefahren hin die solch Herrenrad mit Oberrohr für eine vergnügliche Damenrundfahrt mit Befreiungsburka so mit sich bringt. Man muss auch mal die Hand reichen können.

    • Dass och für DDR-Restbestände nicht tauge, weiss ich schon, aber Schwesig wird nach der nächsten Wahl vermutlich wieder Meck-Pomm-Abgeordnete im Heimatwahlkreis sein, so wie ihre finanzierten Linksradikalen Themenvorlagen liefern.

  16. Da kann einem ein Rad abhanden oder locker werden ....
    Werter Don,
    ich habe sehr geschmunzelt. Wie kann man nur soviel über Räder usw. schreiben …. Das mit der Que(e)rstange versteht wohl jeder, auch nicht betrunkene Mann. Wer hat diese Ding eigentlich eingebaut? Weshalb und wofür? Ich bin hier absolut für „gegenderte“ Räder ohne Stange! Wie kann man Frauen und sonstige Geschlechter nur beim Fahrrad diskriminieren?! Hier braucht es unbedingt eine Quote. Auch Feministinnen müssen mit diesen „Mörderrädern bzw. -räderInnen“ fahren!

    PS: Waren Sie der „sportliche Radfahrer“ am Wochenende in Thiersee? Ich vermeinte einen „nicht gegenderten“ Rad’lfahrerInnen“ zu erkennen.

  17. Seeprozessions-3D-Foto - - mit Licht so zart, als würde es von einer Crèmetorte fließen
    Ganz gute Aufnahme – super

    Gibt’s evendöll auch bald nimmer – oder man steckt ein paar Niedriglöhner in Lederhosen, bezahlt eine Schnauzbartprämie – und los geht’s. Nahles-Folklore! Ein Geschäftbereich mit Potential!

    Ja, was is noch super: Gerechtligkeit allein funktioniert nicht. Ich könnt‘ Ihnen aber leicht ein paar Damen und Herren sagen, die das nicht kapiert haben und vermute, ich würde auch bei Lassalle und Trotzki fündig.Nun ja, es gibt Blöderes als wenigstens hinterher ein bisschen schlauer zu sin.

    Einer derer, die den Dante-Gedanken, der ja vollkommen richtig ist, ebenfalls irgendwann geschnallt, und überdies auch noch sehr beiläufig artikuliert haben, ist übrigens Wolfgang Niedecken.

    Auf dass Ihre – ja doch selbstgewählten, wiewohl scheints ihrem mangelnden Verstand (hehe) zuwiderlaufenden … süßen (und sauren…) Schreibpflichten Sie am End nicht noch ganz erdrücken – schrauben Sie eben von Zeit zu Zeit an Rädern rum: Da wo ich herstamme, sagt ma in so Fäll‘: „Jooo, solang wie a schraubt, machta nix vakehrt!“

    • Sie werden lachen, das ist gar nicht so alt und wird von Jahr zu Jahr populärer. Ich mache noch was drüber.


    • Das Bild von der Seeprozession erinnerte mich an ein Bild von Runge o.ä. von der Elbe bei Dresden, zu dem mich seinerzeit unser sächsischer Bücherfreund (leider habe ich seinen Nick vergessen) leitete…
      Das war wohl so, und nun, 150 Jahre und 300 km entfernt, kehrt es wieder.

  18. YouTube - Video
    schön, daß man gut sehen kann, wo und wann gebremst wird. Auch die Suche nach der Ideallinie beeindruckt!
    Grüße Uli

  19. Die Egalitaristen verdienen unsere Bewunderung
    ob der schwierigen Aufgabe, die sie auf sich genommen haben. Je näher sie der vollkommenen Gleichheit aller Menschen kommen, um so mehr Druck und Gewalt müssen sie ausüben. Das letzte Quäntchen ist dann nur noch mit brutalster Gewalt zu schaffen. Dass sie als Funktionäre zuletzt als die letzten Ungleichen übrig bleiben, ist außerdem eine nicht zu vernachlässigende psychische Belastung.

  20. Wankende Radfahrer und illegaler Alkoholhandel
    Lieber Don Alphonso, Ihr Text ist diesmal super lustig, habe Tränen gelacht. Ganz wunderbar auch die Fotos, herzlichen Dank.

    Zitat: „Menschen mit einem Alkoholproblem, von denen es doch einige gibt, stellen häufiger fest, dass sie noch etwas trinken oder rauchen möchten.“

    Das erinnert mich an meinen Neffen, dem mittleren Sohn meines 20 Jahre älteren, inzwischen verstorbenen Bruders, meinem Lieblingsneffen. Wie es sich gehört, so hatte mein Bruder seinen drei Söhnen Wohnimmobilien gekauft: Eigentumswohnungen in Helsinki für jeweils seinen ältesten und jüngsten Sohn, ein Haus in einer dummen Kleinstadt (sorry, von Don Alphonso abgekupfert ;-) am Saimaa-See für seinen mittleren Sohn, der darin mit seiner Frau und später mit den beiden Kindern wohnte. Ich hatte sie oft besucht – als meine Mutter noch lebte, war ich manchmal 3-4 Mal im Jahr in Finnland, oft ohne meine Familie.

    Bei einem der ersten Besuche zeigte es sich, dass mein Neffe sich über die Bewohner des gegenüberliegenden Einfamilienhauses maßlos aufregte. Er schimpfte und schimpfte, erstens darüber, wie die Stadt so dumm sein konnte, solch ein schönes, an einer gepflegten Straße gelegenes Haus Zigeunern zu überlassen (sorry, aber er benutzte keine PC Worte). Darüber hinaus ärgerte er sich über den großen Volvo-Kombi, welchen die Sinti/Roma-Familie auch noch ihr eigen nannte. Ziemlich wütend erzählte er mir, womit die unliebsamen Nachbarn ihr Geld verdienten, neben anderen Delikten, wie er das formulierte: durch illegalen Alkoholhandel, den er wohl mitbekommen hatte.
    Nun war es in Finnland nicht möglich, außerhalb der Geschäftszeiten der staatlichen Monopol-Alkoholgeschäfte von 9.00 bis 17.00 Uhr Alkohol zu kaufen – für jene Art Klientel natürlich ein unerträglicher Zustand. Diese Marktlücke machten seine Nachbarn zunutze und trieben schwunghaften Handel mit Alkohol. Mein Neffe ärgerte sich nicht nur darüber, dass solche Zeitgenossen überhaupt in das schöne Haus einziehen durften, in einer Gegend, wo sie nicht hingehörten, während normale Menschen sich dafür krumm machen müssten, sondern noch mehr darüber, wie dreist sie ihre Sozialleistungen aufstockten. Mich amüsiert jetzt der Gedanke, wie die Klientel auf dem Rad wankend dort angefahren gekommen ist. ;-)

    Mein Neffe kommt aus einem sehr konservativen Elternhaus, in welchem auf perfekte Tischmanieren geachtet wird, wo die Dame des Hauses auf makellos geputzten Silber, wertvolles Porzellan, gestärkte handbestickte Tischdecken und Servietten großen Wert legt, und so prallten da natürlich Welten aneinander, zwischen meinem Neffen und den aus einer fremden Ethnie stammenden Nachbarn, die zudem auch noch einen lautstarken Umgang miteinander zu pflegen taten, wie er das auch missgestimmt erwähnte. Die Sinti-Familie war also in jedem Sinne zu bunt, um sich in den ruhigen und unauffälligen Lebensstil einer wohlhabenden Kleinstadt zu integrieren.

    Apropos Alkohol: Mein Bruder hat nie Alkohol getrunken, außer als er älter wurde. Dann wurde abends eine exakte Menge in cl, also ein winziges Gläschen Sherry, Portwein oder auch mal Cognac gemeinsam genossen, keinen Tropfen mehr oder weniger. Ein zweites Gläschen wurde mir als Gast nie angeboten. Der älteste Sohn hat nie Alkohol angerührt, der jüngste trinkt mäßig mal ein Gläschen. Mein Lieblingsneffe hatte leider zeitweise ein Alkoholproblem, das er aus eigener Kraft dadurch löste, dass er anfing, jeden Tag lange Strecken zu laufen. Über das Problem durften mein Bruder oder Gattin natür-lich nie nichts erfahren. Das hätte in deren Weltbild genauso wenig gepasst, wie die Roma/Sinti in die Nachbarschaft ihres Sohnes.

    Manchmal kommt ein Mensch mit Zeitgenossen in Berührung, mit welchen er nie etwas zu tun haben wollte, ja, dies sich nicht einmal vorstellen konnte. Manchmal wird ein Mensch von just den Dämonen herausgefordert, mit welchen er nie gerechnet hätte, dass diese jemals eine Macht über ihn gewinnen würden…

    • Ich bin da übrigens kein Extremist – ich trinke zwar überhaupt nicht, aber wenn andere es tun, ist es mir bis zu einem gewissen Grade egal. Solange ich sie nicht abbusseln muss.

  21. sind wir schon im Delirium
    Ich würd ja mal die veganen Pasten auf Rückstände überprüfen … worum soll es hier gehen? Ich verstehe nicht mal so ganz, wen Sie heute beleidigen möchten, und das verdirbt mir ja glatt den Lesespaß!

    Also – wer sind die Alkoholiker, warum sind sie Alkoholiker – und soll man jetzt alte Damenfahrräder verbieten oder sicherheitshalber die Schrottplätze, von denen sie die Alkoholiker klauen? Ich meine, ich weiß, was Sie gegen die DDR einzuwenden haben; dasselbe wie gegen den Alkohol, nämlich das blanke Prinzip! Aber die Gleichstellung der Phänomene … das ist dann wohl eher ein Faible aus dem Westen, in der DDR gab´s gar keine Gleichstellungsbeauftragten (genauso wenig wie Drogenberatungen) – ebenfalls aus blankem Prinzip nicht, da sollten Sie mal drüber nachdenken!

    Also – mein freundliches Angebot zum Mauerbau haben Sie immer wieder ignoriert; dabei gibts dank Draghi gerade billig Kredit und billig, man, da stehste doch … ähem, ich meine: sonst wären Sie nicht Kunde beim Schrotthändler, nicht wahr! – Aber Ihr Leidensdruck ist ja unverkennbar und lässt mich wirklich mitleiden; also – wie kann ich Ihnen denn nun behilflich sein? Soll ich ein Retour-Paket entgegennehmen? Mit Politikerinnen, Alkoholikern und Damenrädern drinnen? Mach ich glatt.

    • Es ist nur Dahergerede, sinst nichts. Das weiss hier doch jeder.

    • eingefallen, den müssen Sie wohl erraten
      – Also, werter Don, Ihr Mangel an südländischem Temperament bei der Antwort enttäuscht mich tief. Wo ist denn eigentlich Ihr Florett geblieben?

    • Was hätten Sie denn gern? Ich bitte um Vergebung, aber ich habe Besuch hier und daher auch noch Privatleben.

    • Rätsel, ich komm nicht dahinter
      Ich dachte, Sie wollten etwas – sagen oder erreichen. Das habe ich missverstanden und entschuldige mich mal lieber vorsorglich für die Störung. Ich kann doch schon aus Prinzip nichts wollen von einem Don, denn wer will denn schon von Ihren Hubschraubern oder Gebirgsjägern oder der Kavallerie gejagt werden.

  22. do the evolution
    Der Sozialismus wurde nicht vernichtet.
    Damals 1989.
    Er ist noch da.
    Mitten unter uns.
    Lebendiger denn je.

    Sie wollen Gleichheit von Flüchtlingen und Einheimischen.
    Gleichheit von Frauen und Männern.
    Gleichheit von Alten und Jungen.
    Gleichheit von Reichen und Armen.
    Gleichheit in Bezug auf alles, was das Leben so im Angebot hat:
    Liebe, Sex, Geld, Schönheit, Jugend, Freizeit, Vergnügen….

    Demnächst fordern Sie viel Sex auch für hässliche Frauen, sechsstellige Jahreseinkommen auch für Arbeitsverweigerer, Goldmedaillen auch für Sportmuffel, Nobelpreise auch für Dumme.

    Lustig.

    Ganz besonders lustig, wenn es die Russen sein werden, die diesem neuen Sozialismus ein Ende bereiten.

    Die Russen haben immer begriffen, dass bei allem Gleichheitsschauspiel, eine Ungleichheit auch im Sozialismus immer bestehen bleibt:

    Der Schwache wird immer vom Starken besiegt.

    • Naja, solange ich da bin, steht die Klassengrenze fest und der Grattler heisst immer noch Gschleaf.

    • There is no racial bigotry here.... Here you are all equally worthless.
      Nope,

      Die Klassengrenze hat sich schon lange verschoben, die neue Klasse nennt sich „Opfer“.

      „Opfer“ ist man oder ist man nicht.
      Und so einer wie der Don kann niemals Opfer werden.
      Außer er fährt weiterhin ungebremst die Berge hinunter….dann könnte er ein kleine Chance haben, auch einmal zu den „Opfern“ aufzusteigen.

      Aber ansonsten, wird er niemals die Luft atmen dürfen, die Frau Schramm oder die hier einatmen:

      „Sonja Vukovic engagiert sich für eine Gesellschaft, in der der Wert des Menschen nicht in erster Linie von dessen Leistung und Funktion abhängig ist“

      https://www.youtube.com/watch?v=g_m5jWO0kZg&feature=share

    • Das wurde mir auch schon empfohlen Allerdings mache ich das ja auch. Vermögen statt Leistung!

    • Nobelprice for Dummies
      Nein der Sozialismus wurde nicht vernichtet, die Frage ist ob dies überhaupt möglich ist in Zeiten zunehmender Ungleichverteilung.
      Und Nobelpreise werden an wirklich jeden verteilt, siehe Meister O.
      Zum Gschleaf noch eine kleine Anekdote. In einer kleinen dummen Stadt an der austrianischen Grenze in der sich „Flüchtlinge“ auch den weg ins „Paradies“ bahnten, war eine ältere Dame vor mir ,die wie ich, von lautstark handyfonierenden „Neubürgern“ überholt wurden. Und Ihre Reaktion war „des Gschwerl des……“ Wie heißt es so schön „gseng und glei kennt“

    • Ich verkneife mir da ein Erlebnis von letzter Woche nach dem Motto „kleine Tat – grosses Unverständnis“. Seitdem befürworte ich aber durchaus Tafeln mit Regeln, etwa zum Sprucken.

    • Meinen Auftraggebern muss ich mit so was gar nicht erst kommen.
      Wir verstehen und da blind. Die wissen wie Sie, Don:
      „Das ist Gleichstellung. Und Mord.“
      Die wollen ihre Unternehmen noch lange mit guten Umsatzzahlen und Gewinnen wissen – und deshalb ist immer nur das Beste gut genug.
      Die lassen nix zu, was ihnen schaden. Oder was sie von ihren Zielen ablenken könnte.
      Die letzten Zahlen bei DAX Unternehmen waren so um die 50 neu Eingestellte. Schon klar, dass Vorsicht die Mutter der Porzellankiste ist.

  23. Gerechtigkeitsfanatiker
    rationalisieren oft nur ihren Neid. Mir fällt da immer die gutsituierte, gutbürgerliche Familie ein, deren kurz hintereinander geborene Söhne so futterneidisch waren, daß die Mutter die Puddingportionen (der Vater war Naturwissenschaftler, da wurde ordentlich vermessen) abwiegen mußte. Oder das Brudertrio, lauter Akademiker, auch die Eltern, alle beide Akademiker, das den Mittleren, Schwerkranken ins Heim abgeschoben hat und dem der eine Bruder noch den geneideten Super-Laptop, den letzten verbliebenen Schatz und die Verbindung zur Welt, stahl. Oder die zwei Unscheinbaren, die eine mit -83 -Jahren -immer -noch -Schönheit (ja, das gibt’s!) um ihr gesamtes Hab und Gut brachten, weil diese sich „nie so wirklich für sie interessiert hatte“ und weil sie den Avancen des Ehemanns der einen nicht (nicht!) nachgegeben hatte…
    Invidia – vielleicht die abscheulichste Todsünde.

    • Bei uns ging es um die salzigeren Brezen. Das muss ich auch mal erzählen.


    • Nachbars hatten 3 Söhne. Der Mittlere wurde Koksdealer. Seither habe ich die Hypothese, daß das mittlere von 3 Kindern irgendwie nicht gut wegkommt.

    • ooooh... Nostalgie...
      Jeden Morgen einen Karton mit einem halben Liter Milch und die beiden salzigsten Brezen die der Bäcker hatte, damals zwei Stück für 15 Pfennige.

      Wenn endlich die grosse Pause begann… war das Zeug längst im Magen.

  24. Gleichstellung ist Mord...Vernunftbildungsausgleich das Wort...der Bibelort...Erde...
    EART“H“ = „H“EART…Vernunftbildungsort…geerdete Humanhearts…
    Reifemerkmal: Bescheidenheit…
    bescheidener Alkoholgenuß sowie bescheidener Silberkannengen…
    bescheidene Energieverbraucher sowie bescheidene Völker…
    vernunftausgeglichene Bescheidenheiten…alle Menschen gleich
    geerdet auf gleicher Lebenbasis…
    HUMAN-EARTH-HEART-ERDE-HUMAN…der Mensch-HEIT-zweck…
    pari-days…para-deis…paradies?…Transport der/des Begriffe/’s…
    Transport der Symbolik(en)?

  25. Massenmenschen vs. Charaktere
    Wollen Sie etwa behaupten nicht alle Menschen seien gleich, sondern unterscheiden sich nicht nur äußerlich sondern auch im Denken sowie Befähigung und folgerichtig auch im Ergebnis?
    Dafür gehört Ihnen aber gehörig die Rote Karte gezeigt! Frau Roth wurde soeben per Empörungs-Hotline informiert und befindet sich auf dem Weg zu Ihnen.

    Aber im ernst:
    Wer davon überzeugt ist, Menschen seien Produkte ihrer Umwelt, ist ein Produkt seiner Umwelt.
    Denn eine innere Erfahrungswelt gemäß eigenständiger Denkprozesse, die sich auch in Wertung, Interessen folgender Befähigung sowie Person (oder eigentlich Charakter) äußert, kann man bei diesen Personen meist wirklich kaum erkennen.

    Einen Schritt weiter gedacht, könnte man aus der Anzahl der beliebig austauschbaren Personen rückschließen, wie stark die Umwelt auf das Individuum Einfluss nimmt. Je mehr „Produkte ihrer Umwelt“ existieren, desto mehr setzt sich dieses eigentümliche Weltbild durch und je mehr es sich durchsetzt desto mehr „Produkte ihrer Umwelt“ produziert es. Ein hübscher sich selbst verstärkender Kreislauf, der schon einige Zyklen hinter sich zu haben scheint.

    PS: Mit Ihrem Hang für bemaltes Papier, Sie nennen es „Gemälde“, und Bayernphotos kann ich bspw. überhaupt nichts anfangen, aber mit Musik.
    Beispielsweise hiermit:
    https://www.youtube.com/watch?v=UHmFyzfAkdo
    Wunderschön – auf sovielen Ebenen.

    • Ich halte nur viel von Klssengrenzen. lehne Leibeigenschaft nicht ab und möchte Berlin an die Russen verkaufen. Ansonsten bin ich für Toleranz. Ich gönne jedem sein teures Appartment in Neukölln bei Hungerlohn.

  26. Es ist doch pure Ironie
    Wenn man bedenkt, da- das Gleichstellungsgesetz ja eigentlich „Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz“ (AGG) heißt. Wie sagte Thomas Sowell so schön?
    „Wenn man denkt alle sollten gleich behandelt und nach denselben Regeln beurteilt werden, dann galt man vor 60 Jahren als Radikaler, vor 30 Jahren als Liberaler, und heute gilt man als Rassist“.

    Der Progressivismus war ja einst schön und gut, in Zeiten von Aufklärung und industrieller Revolution bot er ein gutes Gegengewicht zu den radikalen Umbrüchen. Die Bewegung spaltete sich dann in einen liberalen und einen marxistischen Flügel; die linksliberalen haben sich wenig verändert. Die Marxisten sahen sich nach dem Zusammenbruch des Kommunismus etwas in der Zwickmühle, also wurde alles umetikettiert. Aber wenn man genau hinsieht, gehen die Forderungen heute wieder in genau die Richtung, da nützt das frische Etikett auf dem marxistischen Gammelfleisch wenig.
    Umerziehung, Konformismus, Sprachvorschriften und Denkverbote, das alles lässt nichts gutes erahnen. Pure Erziehungslust nennt es Herr Wieduwilt in seinem heutigen Kommentar hier. Doch ich bezweifle, daß nur eine Laune dahintersteckt.

  27. Gedankenfetzen
    -das Handwerk muss wieder aufgewertet werden. Die alten Griechen bezeichneten Handwerker als . Daher das spätere Wort Banause. Man sieht wie weit die guten Griechen mit dieser Denke gekommen sind. Ich selbst handwerkele regelmäßig. Allerdings nicht am Fahrrad (ich habe keins denn ich möchte mich keinem noch so entfernten Verdacht aussetzen, ich könnte IRGEND ETWAS mit den Grünen zu tun haben), sondern an meinem (nicht alten, sondern klassischen) SLK. Ich hab mich so an ihn gewöhnt, möchte mich nicht von ihm trennen und dass er mich handwerksmäßig an sich ranlässt werde ich ihm ewig danken.
    -Honeckers späte Rache: Merkel, Schwesig, Kipping, Göring-XXXL und ich möchte noch einen Namen hinzufügen: Petry. Ich will die nicht mehr haben. Können die nicht wieder hinter die Mauer? Ich will meine alte Bundesrepublik aus der Zeit vor dem Mauerfall wieder haben.
    -Warum klappt deren (in der DDR fleißig eingeimpfte) Doktrin vom Altruismus nicht? Hier eine Antwort: es gibt einen wenig bekannten, aber äußerst sehenswerten Film mit Gary Cooper (und der ist immer sehenswert, oder?). Titel: „Ein Mann wie Sprengstoff“. Er basiert auf einem Roman von Ayn Rand, englischer Titel (auch Originalfilmtitel). „The Fountainhead“ (deutscher Titel „der ewige Quell“). Es geht um die Auseinandersetzung zwischen Individuum und Kollektiv; einen Architekten, der etwas Großartiges, Einzigartiges schaffen will und der normierenden Macht der neidvollen, feigen Masse, die ihn daran hindern will (unter dem Vorwand sozial zu agieren). Ayn Rand schreibt dazu sinngemäß: „jeder Mensch steht vor der Entscheidung, ob er ein Leben als Schmarotzer (der sich vom Geist anderer Menschen nährt) führen, oder ob er als Schöpfer vollkommen unabhängige Werke schaffen will. Der „normale“ Mensch sehe es als seine wichtigste Aufgabe, das Leid seiner Mitmenschen zu lindern. Dadurch erhöht er das Leiden zum wichtigsten Bestandteil des Lebens was letztendlich zur Folge hat, dass er sich leidende Mitmenschen wünschen müsse um seine Nächstenliebe ausleben zu können. Dies könne ein schöpfender Mensch aber nicht leisten, da er nicht eingestellt sei auf Krankheit, sondern auf Leben. Durch seine Erkenntnisse, Erfindungen hätte er aber mehr Linderung von Leiden herbeigeführt als alle Altruisten zusammen sich jemals vorstellen konnten“. Goldene Worte, aber glaubt irgend einer, dass Schwesig et al das jemals verstehen werden?
    -irgendwie haben sich somit Fragen nach Gleichstellung von selbst erledigt.
    -wenn irgendwann die FAZ ihre Server abschaltet (abschalten muss?), so ist sie selbst dran schuld. Wieso hört und liest man eigentlich nichts mehr von Holger Steltzner?
    -Handwerk ist doch immer künstlerisch!

    • Ja, der Mauerfall. Da hätte man andere Lösungen in Betracht ziehen sollen. Aber jetzt ist es zu spät.


    • Das Problem beim Handwerk ist, Sie sind im wesentlichen Konzernmaterialverarbeiter, sonst kommen Sie auf keinen grünen Zweig.
      Von brotloser Kunst kann man nicht leben.

      (Und der Mauerfall, je, haben Sie den tatsächlich immer noch nicht verdaut? Haben Sie mal dran gedacht, was unsere Vorfahren in den 10er, 20er, 30er, 40er Jahren des letzten Jahrhunderts alles erleben mußten? Sind Sie dann immer noch der Meinung, daß so eine kleine Änderung des Aufhebens wert ist?)

    • @D.A.
      Von SPD-Linken und von Grünen, mithin Ihrem langjährigen Referenzrahmen, wurden doch aber andere Lösungen in Betracht gezogen – https://www.youtube.com/watch?v=fmmXEELqs2Y. Man hätte vielleicht im Osten demonstrieren sollen – das hätte vielleicht einiges geklärt?

  28. Chacun à sa façon
    Lieber Don Alphonso,

    nachdem ich Ihre Fahrradbetrachtungen gelesen hatte, kam mir wieder ein Beitrag der Schweizer Tagesschau vom gestrigen Abend in den Sinn, mit dem Titel „Bern im Velo-Fieber“.

    Für die Hauptnachrichten war es von großer Bedeutung auf die Vorteile der Nutzung von zu mietenden Lastenfahrrädern mit elektrisch unterstütztem Antrieb aufmerksam zu machen, wie deren Beitrag, die vorherrschende Verkehrssituation in der Schweiz zu entlasten.

    Unabhängig von Widrigkeiten, wie Kälte, Regen und Schnee, fragte ich mich ja schon wie sich unsereins auf einem Fahrrad mit fließenden Stoffen und HightHeels von YSL bewegen sollte?

    Es mag ja Menschen geben, die sich dauerhaft in sogn. Outdoorbekleidung bewegen wollen, wie bei einer immerwährenden Safari und dies auch noch chick finden. Männer haben es ja bei ihren sportlichen Betätigungen, auf den ersten Blick, etwas leichter und Sie als Mensch, der sich durch Wort und Tat von der Masse abgrenzt, haben sich hier auf Ihrem Blog ja auch schon mehrfach gezeigt wie Sie in Ihrem schmucken Radlerleibchen auf Ihrem Rad sitzen.

    Aber eine Dame ? Ich bitte Sie. Die Mehrheit meiner Geschlechtsgenossinnen, notgedrungen auf der Straße zur Kenntnis nehmend, in ihren fragwürdig modischen Wursthauthosen? Wem es beliebt möge sich den einen oder anderen, von Kunststoff straff umschlossenen Oberschenkel, oder Hüfte, in einem Ihrer Radleranzüge vorstellen.

    So ganz persönlich finde ich Ihre heutige Geschichte recht heiter, ohne persönlichen Realitätsbezug. Gerade in diesen Zeiten gilt es doch einen gewissen Standard zu halten, wie Stil zu bewahren.

    Daß Sie einen ganzen Absatz zur Diskriminierung der Social Media Stasi gestrichen haben ist schade. Wir hatten neulich in einer netten Runde auch darüber gesprochen und festgestellt, daß die neuen Tendenzen hierzu viel mit Prostitution, dem amerikanischen „Committee on Public Information“ und Edward Louis Bernays zu tun haben könnten, was ein kleine Geschichte auf meinem Blog ergab.

    Seien Sie herzlich gegrüßt

    ObjectBe (objectbe.blogspot.com)

    • Di Diskriminierung kommt noch.

      Ungeachtet dessen: aAlles hat Vor- und Nachteile. Aber manchmal muss man für feine Sachen wie das Radeln auch Ofer bringen.

  29. Der Flaschenhalter aus, hüstel, hochkünstlichem Alu - und auch noch in matt? - gehörte aber
    eher nicht zur Grundaustattung ab Werk und Händler?

    Wobei, wir wissen es erst jetzt, von dem villiger gab es Ende der 1970ger wohl eine vielfach „Kaufhauskopie“, aus einem Versandhaus mit Anfangsbuchstaben mit ziemlich vom Ende des Alphabets. Und ein solches hat ein Nachbar von einem Bekannten vor ein paar Jahren auch zum Sperrmüll gestellt, sehen den Vorgang noch deutlich vor Augen, und das Fahrrad auch. Sehr große Ähnlichkeit, außerordentlich überraschende sogar! Zufälle gibts.

    Und in der Tat, es hat ganz unterscheidliche Verstandesmängel, der hier gezeigte ist wohl noch ungefähr ok.

  30. "Ein gutes Schloß habe ich schon."
    aber zum Glück noch nicht in Witzenhausen? Evtl. such „Schönes Schloss von 1893“

    Wobei man auch weiterhin vorsichtig unterschiedlicher Meinung sein könnte: „Den einen interessiert ausschliesslich der Alkoholgehalt der Flasche, und den anderen der Reinsilbergehalt der Teekanne. Wenn man das erst mal akzeptiert und die Verschiedenheit der Bedürfnisse anerkannt hat, …“

    Strengenommen würden hier manche sofort den Unterschied streichen. Denn es handelt sich, hüstel, „qualitativ um nichts anderes, resp. verschiedenes“, falls man so wollte, „denken in „Dosisprozenten“ bliebe nämlich im Kern beides“?

    Denn 925ger Silber machte nun einmal glücklicher als nur 800derter Silber, nicht wahr? Und hätte man aber gar manchmal kein Silber hinter oder bei sich, würde man Entzug leiden?

    Der wirkliche Profi leidet übungsweise nie unter Entzug (nicht einmal mehr als Gefangener des Vietcong im bamboocage in river mekong under most yellow waters mehr) – er hat nichts mehr zu verlieren, da alles, als betrauter Diener aller Dinge und Menschen, bereits an die höheren Mächte, von denen er abstammt, abgegeben? So immerhin die Theorie.

    Die „unreflektierte Entzugsgefühlverschiebung“ in unserem Kulturkreis übrigens besonders bei unbemerkten Alkoholikerkindern häufig, kein Ding, kommt aber so vor.

    Vor allem aber ein toller Text von Don A., man lauscht ihm so gerne, wenn er erzählt – er ist halt ein Erzähler.

  31. Titel eingeben
    Klasse!

  32. @ Goodnight
    Damals 1989, die CDU wurde nicht vernichtet. Und?

  33. Tarmac
    Endlich wieder etwas über den Sinn des Lebens

  34. Dante ????? Wirklich? Der mit der 13jährigen ???
    „Das gefällt nagtürlich keinem, aber es ist nun mal die Realität, un zwar die Ecke, die gern ausgeblendert wird.“

    Na dann wollen wir es doch mal nicht ausblenden, ja?

    „Auf dem Eingang zu Dantes Inferno steht „Gerechtigkeit bewegte meinen Bauherrn“. Denken Sie mal drüber nach!”

    Hab ich gemacht…

    In diesem schwachsinnigen Buch, mit dem unzählige Generationen bereits verblödet worden sind und das man daher ernsthaft als „Kultur“ verkaufen kann, werden Menschen die es wagen zu lieben(!) in den ersten Kreis der Hölle geschickt, weil sie es gewagt haben ihren Gefühlen zu folgen. Und Leute die es wagen die Obrigkeit anzuzweifeln und gar Tyrannen Mord begehen, die gehören in die unterste alle Höllen…

    Wenn ich also einen Zeugen wie den Pädophilen (seit wann haben sie denn was für die übrig?) Dante sagen höre „Gerechtigkeit bewegte meinen Bauherrn“, dann weiss ich was ich für meinen Teil von Bauherren halte!

    „Nehmen wir also an, wir werden gleichgestellt und 20 Säufer bekommen top gepflegte, pfeilschnelle, hypernervöse Colnagos und Chesinis, hochaufragende Downhillmaschinen von Cannondale und Scott, oder historische La Perles und mit sogenannten Selbstmörderumwerfern, die man mit einem Hebel zwischen den Beinen bedienen muss, und dann würden sie…..“

    Nehmen wir mal an die Umstände wären so, dass Sie von Anfang Sie nur drei dieser Räder hätten und mit dem Erlöse der restlichen 997 hätte man den Verblödeten ein sinnvolleres Leben ermöglicht, dann würden die vielleicht nicht „damit und mit 1,7 Promille entlang einer viel befahrenen Hauptstrasse zur Tanke fahren. Und einhändig, die Flasche in der Hand, zurück. Das ist die Realität jenseits der Ideologie. Das ist Gleichstellung. Und Mord.”
    “Man muss sich einfach mit ein paar Realitäten anfreunden: Den einen interessiert ausschliesslich der Alkoholgehalt der Flasche, und den anderen der Reinsilbergehalt der Teekanne.”

    Wie ihnen ganz sicher nicht unbekannt ist, gehört zur Realität seit einem gewissen Karl Marx auch die Einsicht, dass sich die einen nun mal nur für Alkoholgehalt interessieren können, weil andere eben mehr reinsilberne Teekannen besitzen, als sie im Jahr benutzen können.

    „Es geht uns allen besser, wenn ich auf dem Rennrad fahre oder hinter dem Steuer eines 272-PS-Boliden sitze, und Silberkannen und Gemälde zwischen meinen Wohnorten transportiere, als wenn Leute Zugriff auf diese Optionen haben, die damit nicht umgehen können und wollen.”

    Mmmmmh… da spar ich mir mal den Kommentar, aber so viel denn doch: Ich erinnere mich an Zeiten da haben sie hier unumwunden zugegeben, dass sie die Erbschafts Gesetze zwar nicht gemacht haben aber da sie ihnen so viele Vorteile bringen, sei es ja wohl verständlicherweise die Aufgabe anderer für die Änderung solcher „Rechtsstaatlicher“ Verbrechen einzutreten.

    Sagen Sie…. könnte dieser psychologische Umschwung durch die Massen der Zuwanderer ausgelöst worden sein, die den eigenen, leistungslos erworbenen Besitz möglicherweise in der gar nicht so entfernten Zukunft allen ernstes gefährden könnten?

    PS: Wussten Sie schon, dass es in Japan NUR Damenfahrräder gibt?

    • Ich wollte damit nur darauf hinweisen, dass Gerechtigkeit zur Hölle führt, nähme man sie ernst. Wer will das schon?

      Und ja, ich mag Dante.

    • pädophiler Dante?
      Außer in den canti der Commedia und außer einem Abschnitt im zweiten Buch des Convivio kommt Beatrice (Portinari?, Bardi?) vor allem in den Vita nova vor.
      Kurt Flasch schreibt: „Dort erfahren wir, daß sie Dante zum ersten Mal auffiel, als er neun Jahre alt war, 1274. Damals erschien ihm die Achtjährige als die verherrlichte Herrin seines Geistes, la gloriosa Donna de la mia mente.
      Also, er war neun und sie acht, als er sie erstmals sah.
      Weiter bei Flasch: „… betont der Verfasser der Vita nova, diese Liebe sei immer der Vernunft untergeordnet geblieben (V.N. 1,10); sie hatte keine sexuelle Komponente.“
      Sechzig Jahre später erzählte Boccaccio in seinem Tratatello in laude di Dante, wie die beiden Kinder bei einem Frühlingsfest bei dem Immobilienhändler Portinari einander kennenlernten.

    • >> dass es in Japan NUR Damenfahrräder gibt?
      Das stimmt nicht.

    • Don....
      Es ist halt eine Frage, was man unter Gerechtigkeit versteht. Wenn ich mich recht entsinne, gab es hier ja bereits mehrere Blogausgaben in denen Sie beklagt haben, dass das Justizministerium sich seine Gesetze von „Fachleuten“ schreiben lassen. Es gibt da ausser den Feministinnen noch einige andere Lobbyisten die das auf anderen Gebieten tun… die Erbschaftssteuer-Reform wäre da so ein Beispiel.
      Ich würde auch keineswegs die Gerechtigkeit einführen wollen, sondern Ungerechtigkeiten nach und nach abschaffen. So wiet ich das in den letzten Jahren verstanden habe, gehören sie zu den Leuten, denen man dabei nicht erst eine Liste schicken muss, um zu erklären was gemeint ist?
      Ich persönlich halte einen Rechtsstaat für eine gute Idee, man sollte das vielleicht mal ausprobieren?

      und „nur mal so“…. naja, ich wohn ja erst seit 10 Jahren hier, vielleicht hab ich die Herrenräder nur alle übersehen…

      PS: Off Topic Frage gestattet?

      „Die Raiffeisenbank in Gmund am Tegernsee wird ab September die Strafzinsen der EZB an Privatkunden weiterreichen.
      Josef Paul, Vorstandsmitglied der Raiffeisenbank Gmund am Tegernsee, bestätigte am Mittwoch, dass die Bank für Beträge von mehr als 100.000 Euro auf dem Girokonto oder dem Tagesgeld-Konto ein „Verwahr-Entgelt“ von 0,4 Prozent erheben werde.
      Banken zahlen selbst 0,4 Prozent, wenn sie überschüssige Einlagen über Nacht bei der Europäischen Zentralbank (EZB) parken.“

      Ich habe da eine Wissenslücke…

      Warum parken die ihr „Geld“ über Nacht bei der EZB? Liege ich da falsch, wenn ich davon ausgehe, dass es sich hierbei ja nicht um Bündel von 500ern sondern um Computerziffern handelt? Es ist ja wohl kaum so, dass der Herr Paul das Bare jeden Abend in Frankfurt abgibt und morgens wieder abholt…

      Danke

    • @TVD
      „und „nur mal so“…. naja, ich wohn ja erst seit 10 Jahren hier, vielleicht hab ich die Herrenräder nur alle übersehen…“ <— offensichtlich

      Und ich wohne jetzt bereits im 16. Jahr auch hier und ich habe diese eben nicht übersehen.
      (Ich habe mir 'sogar' schon mal eins gekauft. Ein Herrenfahrrad.)

    • Verraten sie mir wo?
      Sündhaft teure Rennräder gibts zB in in der Aoyama Dori, aber normale Herrenräder hab ich nicht eines gesehen…
      Ich gestehe aber, ich vrmisse Herrenräder überhaupt nicht, auch wenn ich niemals besoffen Rad fahren würde… ;-)

    • Na bitte, geht doch
      Also sündhaft teure Rennräder haben Sie bereits gesehen. (wenn wohl auch bisher nur im Geschäft)

      Das sind erst mal schon keine Damenfahrräder und es gibt auch Japaner, die mit Rennrädern
      ‚herumfahren‘. (Erwartungsgemäss wohl nicht in Tokyo in der Innenstadt, hier aber schon.)

      Weiterhin gibt es diese ulkigen Minifahrräder, die ebenfalls keine Damenfahrräder sind, und die
      sollte es auch in Tokyo geben.

      Und es gibt eben auch ’normale‘ Herrenfahrräder (Zumindest hier, mehr als 800 km von Tokyo
      entfernt, die sicher eine Ausnahme im Stadtbild darstellen, aber eben durchaus existent sind.)

      Ihr Erfahrungshorizont bezieht sich also, offensichtlich, nur auf Tokyo (oder Teile davon),
      geschrieben hatten Sie aber: „dass es in Japan NUR Damenfahrräder gibt“.
      Und das stimm eben nicht.

  35. Gleiche Chancen, Gleichmacherei und Beglückendes
    Gleiche Chancen für junge Menschen aus unterschiedlichen Bildungsmilieus wären schön.

    Die vielfältigen Versuche, Habenden etwas zu nehmen, sind halt Wünsche und Drohungen. Die Drohungen wirken nicht gegen die wirklich Habenden, nur gegen jene in der Mitte, die noch einzuschüchtern sind.

    Andere wiederum sollen endlich mal begreifen, dass sie beglückt werden sollen. Nur ein klein wenig übertrieben – auch ein Analphabet sollte die Chance haben, ohne Abitur und Jurastudium Mitglied des Bundestags werden zu können, Außenminister in Turnschuhen usw.

    Man muß beglückt werden, damit man sich regt und nicht weiter seinen politisch korrekt sinnlosen Weg gehen kann.

    Alles nichts anderes als zu unterdrücken und zu oktroyieren.

    Ach ja, eine Anekdote zur Gleichstellung aus Sicht der SPD:

    Die werte Ministerpräsidentin von NRW, Hannelore Kraft, vertrat im letzten Landtagswahlkampf die Position, nichts anderes als Gesamtschulen wären angemessen. Ihre eigenen Kinder allerdings waren in einer vierzig km vom Wohnort entfernten privaten Schule.

    Darauf ein Prost auf die heuchlerischen Grünen, SPDler, Linken und leider wohl auch einiger führenden CDUler.

    Nun muß ich mir noch ketzerische und bodenständige kölsche Musik anhören, damit ich nicht in Rinden beiße. OK, das schrieb ich nur, um mal einen Gegenpol gegen die von Don Alphonso so herrlich gezeigte bayrische Idylle zu äußern :)

    Ach ja, ich hab bei der Lektüre der Vorschläge bezüglich des AGG, Gleichbehandlungsgesetzes? gefragt, wie unser geschätzter Don Alphonso künftig damit leben müsste, jedweden einen unterschriftsreifen Mietvertrag vorlegen müsste, und sei er noch so diskriminiert durch vorheriges Mietnomadentum.

    Es gilt – keine Diskriminierung, auch wenn jene genau das im Sinne haben.

    • Ich finde das extrem harte Sieben in Bayern auch nicht richtig – dass es nicht so auffällt, liegt daran, dass auch Realschüler hier gut verdienen können. Trotzdem höre ich von Gesamtschulen eigentlich nichts Gutes, und Abitur in Berlin… mei.

    • Zu hart die Frau Kraft - aber schon gerissen: Lieber verlogen als verloren!
      öh – jibbet Quelle zu dem da:

      Ach ja, eine Anekdote zur Gleichstellung aus Sicht der SPD:
      Die werte Ministerpräsidentin von NRW, Hannelore Kraft, vertrat im letzten Landtagswahlkampf die Position, nichts anderes als Gesamtschulen wären angemessen. Ihre eigenen Kinder allerdings waren in einer vierzig km vom Wohnort entfernten privaten Schule.
      Darauf ein Prost auf die heuchlerischen Grünen, SPDler, Linken und leider wohl auch einiger führenden CDUler.

  36. Gesoffen wird in allen Kreisen
    aber Alkoholismus und Drogenabhängigkeit sind oft Ausdruck einer tiefen inneren Unzufriedenheit, und die Armen und Abgehängten sind nun mal im Schnitt unzufriedener als Besserverdiener. Das trifft natürlich auch auf reiche Erben zu, die sich zu Tode langweilen oder tief enttäuscht sind, weil sie eben keine Großkünstler werden. Dennoch kann man trotz solcher Komplexitäten schon sagen, dass Alkoholismus nicht primär die Ursache sondern ein Symptom von Armut ist. Ob man Ungleichheit und Armut (als relativen Zustand) jemals auslöschen können wird, sei dahingestellt, aber freiwillig werden die wenigsten zu Säufern.

    • Es gibt auch so etwas wie Eigenverantwortung.

      Ungeachtet dessen ist es natürlich ein Problem, das alle Schichten betrifft, aber wer eine Hausbar hat, muss nicht mehr zur Tanke.

    • Titel eingeben
      „das extrem harte Sieben“ – manchmal führt es zu Konsequenzen, wenn man keine eigenen Kinder hat. Ihnen geht es anscheinend wie dem Kultusminister: wenn der die bayerischen Schulen preist, denkt er offenbar an die eigene Schulzeit; was heute abgeht, kann er ja nicht wissen.

    • Das Problem ist das G8. Das war der sündenfall.

    • Bei G8 war, so viel ich weiß, McKinsey mit an Bord...
      aber die, die es zu verantworten hätten, wären ja immer noch die Politiker, die es, anscheinend vernunftunbegabt, abgenickt haben.

    • Das war völliger Stoiberismus gegen das Volk.

  37. was sagt Goethe dazu
    Alles schickt sich nicht für einen.
    Siehe jeder, wo er bleibe.
    Siehe jeder,was er treibe
    Und sieh zu, dass er nicht falle.

  38. das evolutive Dickicht
    Sagen Sie, DA., habe ich irgendeinen evolutionären Schritt verpasst? Was bitte ist ein @Primärgenital@? Also ich, persönlich, – habe nur eines… .
    Mich erinnert das etwas an den Käferwitz mit den zwei Frauen, deren die erste bei Öffnung der ^Motorhaube ^ vermeint, sie hätte den Motor verloren… während die Zweite ihr helfend ihr den ^Ersatzmotor^ unter ihrer Käferheckklappe anbietet.

    • Kennen Sie den Begriff nicht? Steht für männliches Fortpflanzungsorgan.

    • die primären Sekundären
      terminologisch müsste es bei „primärem“ Genital auch ein „sekundäres“ geben. Das dürfte aber nur bei Hermaphroditen differenzierend einen Sinn ergeben.

      Also ich (ich mag da eine Ausnahme sein)… habe bisher nur EIN Genital bei mir bemerkt.
      Aber das mit dem Oberrohr stimmt! Und schließlich gings ja darum in Ihrem Beitrag: Gerechtigkeit als ausgleichende Statik/Dynamik.
      Wer die ungerechte Klassifizierung zwischen Zug- und Druckkräften aufheben und alles in derer der Scherkräfte angleichen will, der bleibe gleich besser auf seinem rohen Metallwürfel sitzen.

    • Stimmt schon, hier ist was durcheinandergeraten...
      Es gibt primäre bzw. sekundäre Geschlechtsmerkmale, allerdings nur ein Genital… der Begriff Primärgenital impliziert tatsächlich die allerdings possierliche Vorstellung, man könne mindestens noch ein zweites in Reserve haben – wäre allerdings für den Fall eines Crashs mit dem Oberrohr ganz praktisch…

  39. S' Läbe is koin Schlotzer...
    … sagen sie in Baden-Württemberg. Überhaupt, wenn Grüne uns erziehen wollen.Gestern forderte man sogar “ Bewerbungen einsehen“ zu dürfen. Ich denke, dass AG lieber ihren Laden verlagern oder schließen, als sich so bevormunden zu lassen.Wer Verstand hat, ist auch fair zu anderen und sich selbst.

    Don, aus Nichtsilber mögen Sie nicht trinken? Dann sage ich mal:
    Kommed noch’m Kaffee,dann seid a zum Obedesse wieder dahoim.

    • Danke, ich präferiere Tee.

      Das bezog sich vor allem auf Urlaube, wo ich immer Silberkannen mitnehme.

    • .koin Schlotzer...aber au koin Mohrekopf !
      Stichwort „grün“ im Ländle und Schultheis Boris P. zu Tibingen. Ich werde den Eindruck nicht los, daß die kultige Konditorei in Tübingen, an der Marktplatzschräge glei näben dem Rodhaus, einen nichtgrünkonformen Einfluß auf den Stadtvater ausübt/ausübte. Als wir dort die schwere monolithische Schokoladentorte kaum bezwungen hatten mußten wir in den Auslagen eine merkwürdige Umschreibung des bienenkorbförmigen schokoladenüberzogenen Zuckerschaums auf runder Waffel bemerken, die wir nur als ironischen Seitenhieb auf pc-Sprech einordnen konnten.

    • ma hods id leicht odr
      ’s Läba isch koi Ponyhof.

  40. Keine Bange,
    um alles, was sie hienieden angesammelt haben, und es scheint ja eine Menge zu sein, wird sich kümmern, wer es sei es durch Kauf oder mit räuberischen Mitteln an sich bringt. Meritorische (oder räuberische) Öffnungen und ständische Schließungen nennt die Soziologie diesen Sachverhalt. Das französische Bürgertum hat nach der Revolution die Schlösser der Adeligen übernommen und deren Lebensweise imitiert, heute lassen sich Popstars in englischen Landsitzen das Essen von behandschuhten Butlern servieren, Hedgefondsmanager in den USA importieren Schlosseinrichtungen. Mao wusch sich bekanntlich jeden Tag in einer neuen Jungfrau, Stalin hatte den besten Schuster des Zarenreichs. In der Politik werden Kinder von Putzfrauen, wenn sie tüchtig sind, Genossen der Bosse und lassen dann irgendwann mal auch den Genossen weg, feministische Stars wachen darauf, dass ihnen keine Konkurrenz erwächst etc. Zum Glück bin ich kein Sammler, aber wäre ich sie, so wäre meine Befürchtung nicht ein bildungshungriger und aufstiegsorientierter Proletarier oder gar eine stramme Emanze sondern ein dummer Erbe.

    • Ja. die Sache ist halt nur, dass ich in Bayern unter mehrheitlich Besitzenden lebe. Da ist Raub nicht ganz so akzeptiert und wird brutal vom Staat beantwortet.

  41. Titel eingeben
    Bei der Abfahrt muss man sich um Gleichstellung keine Gedanken mehr machen- da bleibt der Rest einfach zurück.

    Sie hatten neulich mal einen Text von Read On hingewiesen,wo man erstaunliche Texte findet. Diesen hier fände ich sehr geeignet für all die Gleichstellunsgbeauftragten und „gefühlten Opfer.“ Triggerwarnung: nackte Haut.
    https://readonmydear.wordpress.com/2016/08/08/die-nummer-auf-dem-arm-meiner-grosmutter-mein-vater-und-die-nva/

    • Ja - da bleibt der Rest zurück. Was aber tun, wenn der dumme Rest
      bestimmt, wie schnell der Gescheitere vorankommen kann? Und darf?
      Und wenn in Schulen danach geschielt wird, dass alle gleichmäßig (nicht) vorankommen? Und der Ball flach gehalten wird?
      Und das Lernen selbst schon gar nicht mehr gelehrt wird?

  42. Soziale Entropie 3.0
    Entropie ist ein Begriff aus der Physik und beschreibt (vereinfacht) das Bestreben in der Natur, im Raum alle Teile gleich zu verteilen, wenn sie nicht z.B. durch eine Membran oder andere Grenze getrennt sind. Es ist aber auch gleichbedeutend mit dem Ende aller Spannung, Bewegung etc also ultimativ mit Tod.

    Die soziale Entropie, wie sie von den Utopisten in Berlin und anderswo angestrebt wird, hat noch nicht einmal mehr mit Sozialismus oder Kommunismus zu tun, sondern verfolgt das theoretische Ziel, alle/alles gleich zu machen, um jeden Preis. Biologisch, anthropologisch, soziologisch, politisch ist das Unsinn.

    Die schrittweise, limitierte Reduktion von (zu) starken gesellschaftlichen Unterschieden kann funktionieren, man nennt das dann (mehr) soziale Gerechtigkeit – frueher im Slogan „Wohlstand fuer Alle“ ausgedrueckt (soziale Marktwirktschaft). Es ist eine Notwendigkeit, um die durch neoliberale Extreme aufgebaute Spannung auf eine ’normales‘ Mass zurueckzufuehren.

    Wo die Reise fuer die Berliner Utopisten (Stellvertreterausdruck) hingehen soll ist aber klar: „echte“ soziale Entropie, verbunden mit „no borders, no nations“ ist das Ziel. Gleichheit aller Menschen (ca. 8 Mrd. gegenwaertig) JETZT mit gleichem (Nicht-)Wohlstand = Leid fuer alle JETZT, Chaos.

    Die Foerderung der ungebremsten, irregulaeren Migration ist eindeutig ein „Brandbeschleuniger“ in diesem Prozess.

    Natuerlich wird das nicht stattfinden, aber der Weg bis zu einem erzwungenen Stop wird fuer die netto Verlierer und (!) netto Gewinner des Prozesses sehr schmerzhaft.

    Bildhaft moechte ich die Implosion einer alten Fernseh-vakuum-roehre heranziehen. Wenn die Trennwand Zwischen aeusserem Luftdruck und innerem Vakuum schnell zerstoert wird, kommt es zur Implosion, die aber den Effekt wie eine Explosion hat.

    Je groesser der Unterschied zwischen Gesellschaften und je schneller die (erzwungene) Angleichung ist, um so hoeher ist die Gefahr einer Implosion. Sozial/gesellschaftlich werden die Uebergaenge jedoch langsamer verlaufen und zu sozialen Explosionen fuehren, das moechte ich hier und heute jedoch nicht weiter ausfuehren.

    Die ex-68er Institutionendurchmarschierer sind nicht die wirklichen Gefaehrder. Es sind die Ex-STASI- und Ex-SED-KaderInnen (und ihre Brueder und Schwestern im Geiste), die die Demokratie abschaffen wollen, nachdem sie sie im Sinne der Durchsetzungsstrategie mittel-/langfristig unterwandert/infiltriert haben. Das kann alles nachgelesen werden, bei den Klassikern (zB Trotzki) oder den DDR-Unterlagen.

    Der Trend zureck zum spiessbuergerlichen Pseudosozialismus DDR 3.0 muss gestoppt werden!

    • Mi fällt es vor allem beim Debattieren auf, wie jede abweichende Meinung sofort als unwert abgekanzelt wird. Ich lese auch kaum abweichende Meinungen mehr, und niemand stellt mal Fragen zur Erbchaftssteuer oder über Inklusion. Und andere soziale Experimente, bei denen sich Politik, gekaufte Gutachter und Profiteure unterstützen.

    • Worauf es hinaus läuft
      ist Hauen und Stechen, das Recht des Stärkeren.
      Was gerade geschieht ist der ultimative neoliberale Wunschtraum.
      Unfassbar, was die Leute alles mitmachen. Ich frage mich nur noch ob es ein böses Erwachen geben wird oder ob es einfach schleichend den Bach runter geht, und alle vier Jahre wird pro forma zugestimmt.

    • Prof. Mausfeld nennt es das Schweigen der Lämmer
      https://www.youtube.com/watch?v=QlMsEmpdC0E

      und in diesem Interview erklärt er unsere Situation/Neoliberalismus
      https://www.youtube.com/watch?v=OwRNpeWj5Cs

      Auch wenn der Interviewer hier wohl ungelitten ist, so ist der Film absolut sehenswert und erhellend.

    • Titel eingeben
      „…eine Notwendigkeit, um die durch neoliberale Extreme aufgebaute Spannung auf eine ’normales‘ Mass zurueckzufuehren.“
      .
      Früher gab’s da eine politische Gegenseite als Kontrolle/Beobachter/Mahner, die ist seit 1990 weggefallen; das „Volk“ wollte es so. Und nun hat dieses Volk und haben deren Kinder die entfesselte unkontrollierte ’neolibarale Extreme‘, vulgo: den alten Manchesterkapitalismus.
      Dabei hatten sie doch nur ganz unschuldig der bunten Reklame im Westfernsehen geglaubt.


    • der ultimative neoliberale Wunschtraum
      Weiß nicht, ob das paßt. Ich glaube nicht so recht.
      Man hat weltweit heftigen Ärger auf „die da oben“ und gleichzeitig Kontraktion/Deflation der Wirtschaft. Das ist mE die Stimmung. Und keine Hoffnungswelle – wie es der Dotcomboom um 99 herum war – in Sicht.
      Stattdessen überall unaufgeräumte Leute, mit denen man nichts anzufangen weiß und die sich langweilen und auf blöde Ideen kommen.

    • Armut für alle...
      …ist offenbar das Ziel.
      Daher die unkontrollierte Masseneinwanderung.

      Und „Deutschland verrecke“ fordern die jungen Grünen bei einer Demo unter Beteiligung unser Vizepräsidentin des deutschen Bundestages Claudia Roth.

      Dazu die Heiko Maas mit seiner AA Stiftung zur Bekämpfung von Hass im Netz.

      Bei ihm sind aber geistige Brandstifter ehemalige Verfassungsrichter, die auf die Unrechtmäßigkeit der Grenzöffnung hinweisen! Nachzulesen in der FAZ!

      Inzwischen geht die unkontrollierte Zuwanderung weiter. Die Kommunen rechnen mit etwa 750000 Migranten für 2016.
      Und das ist erst der Anfang, da die Bevölkerung im Nahen Osten und Afrika weiter rasend schnell wächst. Dazu kommen Jugendarbeitslosigkeit und ein hoher Kriegsindex (Gunnar Heinsohn).

      @Don
      Danke für Text und das schöne Foto vom Schliersee. Die getwitterten Bilder sind auch großartig!

    • Exklusion
      Gewisse Kreise verstehen unter Inklusion, erst einmal Exklusion.
      Nach Ausgrenzung gilt dann das integrieren in ihre Korrekte inklusions Show.

  43. Zwiegespräch zwischen Babieca und Rosinante
    SONETT

    B. So hager Rosinante, so verschlissen?
    R. Weil’s Arbeit stets und niemals Futter gab.
    B. Wirft Euch der Dienst nicht Stroh und Gerste ab?

    R. Mein Herr verabreicht mir nicht einen Bissen.

    B. Ihr loser Knecht, schämt Euch in Eu’r Gewissen!
    Ein Eselsmaul reißt seinen Herrn herab.
    R. Er ist ein Esel von der Wiege bis ans Grab;
    seht nur, wie er der Liebe sich beflissen!

    B. Ist Lieben Torheit? R. Doch nicht viel Vernunft.
    B. Du bist ein Philosoph. R. Das kommt vom Hungern.
    B. Verklagt den Diener, der auf Euch nichts wandte.

    R. Wem sollt ich’s klagen bei der Bettlerzunft,
    Wo Herr und Diener in der Welt rumlungern
    Und grad so schäbig sind wie Rosinante.

    ____0 0____
    W I W
    U

  44. colorcraze sagt am 9. August 2016 um 21:12 Uhr
    „Das sind die gleichen Villiger, die die Zigarillos und die Räder machen? Da bin ich jetzt platt…..“
    .
    Villiger ist in der Schweiz so häufig wie Häberle im Schwabenland.
    So viel ich weiß, hat die Stumpenwicklerei nichts mit der Fahrradfabrik in Dübendorf zu tun. Dort werden auch Chargen des kultigen 7-gängigen Militärfahrrad 93 hergestellt.
    .
    Der Lungenkrebsbeförderer sitzt, so viel ich weiß, in Pfeffikon. Die Firma ließ auch im süd-und nordbadischen Tabakanbaugebiet ihre Zigarren und Stumpen und diese krummkultigen Stinker wickeln, sogar in Westfalen (so wie die Fa. Burger, die deutsche Entsprechung, bis in den Kraichgau und Südpfalz hinein arbeiten ließ).

    • soweit ich weiss, ist dahinter eine Firmenholding gewesen.


    • Villiger ist in der Schweiz so häufig wie Häberle im Schwabenland
      Eben deswegen erstaunte mich das.
      Die „Villiger Kiel“ wurden in meinem südbadischen Herkunftsort nahe der Schweizer Grenze gewickelt. Ich bin nicht sicher, meine aber, nachdem die nicht mehr so „gingen“, daß sie diese Produktion eingestampft haben. Die krummen Dinger sah ich vor vielleicht 5-10 Jahren mal hier in Berlin in einem Kiosk und kaufte sie, waren aber nicht mein Fall. Es stand nichts drauf, wo die produziert werden – etwas, das mich schon seit Jahrzehnten ärgert.
      Aber ich halte es nicht für ausgeschlossen, daß diese Villigers 2 Standbeine haben.

    • Titel eingeben
      Zigarren? Die atmet man doch nicht ein; also nix mit Lungenkrebsbeförderer.

  45. Mit Verlaub - ich hasse kleine Menschen oder die Sache mit den Privilegien.
    Das ist so eine Sache mit den Privilegien.
    Darf ich hierzu eine kleine Geschichte aus der Jugend zu Besten geben.

    In meiner Jugend spielte ich aktiv in den Jugendmannschaften des örtlichen Fußballvereins. Beginnend in der F-Jugend als Deutschland zum zweiten Mal Fußballweltmeister wurde.

    Doch die Geschichte spielt in Zeit der C-Jugendmannschaft, als ich nach einer langen Reihe von Niederlagen der Mannschaft zum Spielführer ernannte wurde. Beim ersten Spiel ging es zum Tabellenführer der bisher unbesiegt war. Dieser wurde mit 5:0 vom Platz gefegt ohne auch nur eine einzige Torchance zu bekommen. Es folgten noch ein Sieg und ein Unentschieden mit mir als Kapitän.

    Dies gefiel aber einem Dreigespann an Mitspielern nicht. Zwei davon waren vorher Spielführer gewesen. Beim Umkleiden vor dem ersten Training – nach drei Spielen ohne Niederlage – spielten sie sich auf und bestanden darauf das mir die Spielführerbinde wieder abgenommen wird.

    Der Trainer, der die Schwester Wortführers bussierte, fragte sie ins Gesicht was sie dagegen hätten das ich Spielführer bin. Immerhin waren wir seit drei Spielen ungeschlagen.Er erntete nur betretenes Schweigen. Schlussendlich ging um Privilegien. Kurz und knapp – der Dritte im Bunde (ein lausiger Fußballer ohne Talent und Präsenz auf dem Platz) wurde zum neuen Kapitän der Mannschaft gemacht. Ich zum Ersatzspieler degradiert.

    Sie wollten lieber wieder verlieren als mit mir als Spielführer zu gewinnen.
    Schlussendlich geht um Privilegien und um Prinzipien der Macht.

    Was mir blieb, war die Nummer 8 auf dem Rücken und die Genugtuung in meiner letzten Saison (eine chronische Erkrankung beendete meine Fußballlaufbahn) als Ersatzspieler bester Torschütze der Mannschaft zu werden.

    Heute sind alle 3 als Ingenieure oder Abteilungsleiter tätig. Einer bei Porsche (durch Beziehungen), der andere bei einem Hidden Champion der Verpackungsbranche und der Dritte als Meister bei einem der führenden Rüstungshersteller Europas.

    Mein Privileg besteht nun darin, dass ich allen dreien bis heute diesen Putsch in der C-Jugendmannschaft nicht verzeihe.

    Auch wenn mich meine Angetraute, immer wieder darauf hinweist das einer von ihnen, mich immer ganz besonders freundlich grüßt. Den Rädelsführer -dessen Schwester den Trainer bussierte – strafe ich bis heute mit kaltem Blick und Verweigerung des Grußes. Ich habe nichts vergessen. Wenn ich ihnen in die Augen schaue, sehe ich das es in ihnen nagt – diese Sache damals – gemachte Karriere hin oder her. Und das ist gut so.

    Doch was hat das mit heute zu tun. Sehr viel. Es geht um Privilegien.
    Seit Jahrzehnten werden wir von Eliten (auch von einer gewissen Dame und ihren Steigbügelhaltern) geführt, die sich genau wie drei Protagonisten aus meiner Jugend ein Privileg leisten:

    Lieber selber Kapitän sein und verlieren, als unter der Führung eines anderen zu gewinnen.

    Zum Teufel mit den Privilegien und der richtigen Gesinnung.
    Für diese Sorte Menschen habe ich nur Verachtung.

    Well, I don’t want no Short People
    Don’t want no Short People
    ‚Round here

    • Sie dürfen.

      In Fussball war ich immer swchlecht. Geschadet hat es mir später aber nicht.

    • -
      „In Fussball war ich immer swchlecht. Geschadet hat es mir später aber nicht.“

      Danke für die Erläuterung; ich hätte glatt gemeint, in Dr. Seltsams Geschichte sei es um Privilegien gegangen? Aber darüber braucht man Ihnen nichts erzählen. Ich würde eher formulieren, seine Privilegien muss man (aus) halten können; das ist etwas, das man von Ihnen zweifellos lernen kann. Wie das Halten der Spur von einem alten Damenfahrrad. Na, dann lerne ich mal los. Und Sie kümmern sich um Ihren Besuch; hoffentlich hat er keinen Dackel angeschleppt.

    • Sorry, aber es muss wohl mal wieder sein.....
      „Seit Jahrzehnten werden wir von Eliten (auch von einer gewissen Dame und ihren Steigbügelhaltern) geführt….“

      Als ich mich das letzte Mal über diese Sache informierte war der Wissensstand derm dass die besagte gewisse Dame, die diesen speziellen Eliten ihre Privilegien ermöglicht, durch grosse, sehr grosse Zustimmung des Volkes in diese Stellung gelangt.

      Wissen sie da anderes?

      1960 hat mich mein Vater in Frankfurt zum ersten Mal in ein politisches Kabarett mitgenommen. Da hörte ich einen Satz, der mir auch 56 Jahre später noch im Gedächtnis geblieben ist:

      „Die Leute sind alle fürs Privat-Eigentum, weil sie hoffen irgendwann mal selber welches zu bekommen!“

      Die Habgier treibt die Menschen nicht erst seit der Machtübernahme des Neo-Liberalismus… und ich befürchte daran wird sich nichts ändern lassen.
      cht

  46. Titel eingeben
    @ Dr. Seltsam, so viel Text – nur um Ihr Verlierertum, das an Ihnen nagt, zum Sieg umzudeuten…

    • Alle haben doch verloren - oder missverstehe ich das?
      Ob das allerdings immer so weiter gehen muss – wirkliche Größe sähe wohl anders aus.

    • "Liebe und tue, was du willst" oder
      „Alles, was aufgenommen wird, wird auf die Weise des Aufnehmenden aufgenommen.“

    • Danke Avrox....
      Welch wunderbares Beispiel für das Nicht-Verstehen-Können eines Problem durch Oberflächlichkeit…

      PS Nein, nicht bei Dr S….

  47. J. W. v. G. ,...
    im späteren Leben auch ein großer Freund von Privilegien, hat’s bereits zu Zeiten der französischen Revolution auf den Punkt gebracht:

    „Gesetzgeber oder Revolutionäre, die Gleichsein und Freiheit zugleich versprechen, sind Phantasten oder Charlatans.“

    Wie man die gegenwärtigen „Gesetzgeber und Revolutionäre“ einstuft, mag jedem selber überlassen bleiben. Wahrscheinlich ein gesundes fifty-fifty.

    Der Altmeister hatte jedenfalls noch das Vergnügen, mitzuerleben, wie die Radikalsten (Robespierre e tutti quanti) ziemlich zügig unter die Räder der eigenen Maschinerie gerieten und die Restbestände der „Volksherrschaft“ dann vom Autokraten Napoleon aufgefegt wurden…

    Man darf gespannt sein, wie’s diesmal ausgeht.

    • Toqueville hat der exakt gleichen Erkenntnis das bis heute
      aufschlussreichste Werk über Demokratien gewidmet – „Über die Demokratie in Amerika“. Freiheit und Gleichheit lassen sich exakt genausowenig unter einen Hut bringen, wie Sozialstaat und Masseneinwanderung.

      Das schaffen nur die Illusionskünstler aus den universitären Brutstätten westlichen Selbsthasses aka Geisteswissenschaften.

      Gruss,
      Thorsten Haupts


    • Autokraten sind keine in Sicht.
      Was ich manchmal denke (ist vielleicht ein wenig versponnen):
      F (Napoleon) – D (Hitler) – PL (?).
      So als europäische Welle über die Jahrhunderte.

      Davon abgesehen gibt es keine Sprache „europäisch“ und wird deshalb auch in 100 Jahren Europa noch ein Flickenteppich sein.
      Weil es keinen Staat darin gibt, der wie Preußen im Kaiserreich oder die Deutschschweizer in der Schweiz eine 2/3 Mehrheit hat.

  48. Von brutal gekappten Oberrohren und sonstigen Fortschrittsphänomenen
    Mir gefallen bis hinten durchgeführte Geometrien besser, jedenfalls, wenn Damen damit fahren, die keinen sitzenhaben: http://stahlrahmen-bikes.de/stahlrahmen-hersteller/mixte-kleine-renaissance-der-feinen-doppelstrebe

    Respekt für die 70 km/h, die man (bei zugeschneitem Tempolimit?) übrigens gleich nach dem Spitzingsattel (mir nur ohne „-see-“ geläufig) zu erreichen suchen sollte, falls man spontanquerenden Menschen und Tieren weiter unten misstraut. Und, liebe Nachahmer aus dem Flachland, die altmodischerweise noch absteigen zum Photographieren: Mit hocherhitzter Bremsscheibe (Felge) grundsätzlich nicht anhalten, der miterwärmte Schlauch braucht bekanntlich Fahrtwind.

    Nichts neues hört man von den westlichen Nachbarn:
    http://www.merkur.de/lokales/bad-toelz/lenggries-ort28977/gipfelkreuz-prinzkopf-laerchkogel-umgehackt-6646697.html

  49. Den Sozialismus in seinem Lauf....
    ….hält weder Ochs noch Esel auf. Das war schon immer so, oder? Wer saniert eigentlich die BRD, wenn diese wie 1989 die gute alte DDR vor lauter Gleichheit zusammenbricht?

    • ...niemand!
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    • Wer saniert eigentlich die BRD, wenn diese wie 1989 die gute alte DDR vor lauter Gleichheit zusammenbricht
      Keiner.
      Das gibt dann wirklich einen Zusammenbruch.
      Habe darüber auch schon vor Jahren/Jahrzehnt mit gebürtigen DDRlern gesprochen: (feindlich) übernommen werden ist sehr anders als zusammenbrechen.

    • Niemand - oder alle, je nachdem
      Reiche Verwandschaft gibt auf der staatlichen Ebene halt nicht. Also wirds keiner von außen sein. Dann wird man wirklich sparen müssen. Ich nehme an, dass dann Genderlehrstühle etc. ganz weit oben auf der Streichliste stehen werden. Und die Freunde der arbeitenden Bevölkerung ganz schnell zu deren Kollegen werden.

    • Man wird sich wieder auf das besinnen müssen, was trägt und
      wirklich wichtig ist. Und die, die mit ihren Händen etwas tun können, werden denen, die nur klug daher reden (oder meinen, das zu können), haushoch überlegen sein.
      Von denen, die da kommen, sind wahrscheinlich viele, die noch selbst fürs Stück Fleisch auf dem Teller sorgen können, nehme ich mal an. Zudem gibt es den Familienverbund, der hält und hilfreich ist.
      Und auf den Dörfern wird es besser sein als in einer Stadt.

    • die chinesen
      vielleicht.
      die sagen ja schon heute recht offen, jeder, der keine zwölf stunden am stück und das sechs tage die woche an 52 wochen im jahr arbeitet, ist ein faulenzer.

  50. "Lasciate ogni speranza, voi ch'entrate"
    Über Dante’s Tor zur Hölle steht noch mehr, und ich fürchte wieder Zeitgemäßes: Laßt alle Hoffnung fahren, Ihr die Ihr eintretet. / Den Deutschen scheint in besonderem Maße eine zivilisierten Völkern selbtsverständliche Eigenschaft zu fehlen. Etwas zu schätzen und zufrieden zu sein mit etwas, das gut funktioniert; nicht 100% perfekt, aber gut. Man nehme beispielhaft früher den abstrusen Wunsch nach „Lebensraum“, in jüngerer Zeit die Rechtschreibungsreform, oder das Asylantenproblem. Diesen kollektive Persönlichkeitszug hat Dürer in seinem Porträt von Oswolt Krell meisterhaft getroffen. Und da sich die Realität den realitätsfernen Idealphantasien nicht beugt, versucht der Fanatiker im Deutschen Wesen die Menschen zurechtzubiegen. Aktuell durch Einschüchterungen, Gesinnungsterror, aber zum Werkzeugkasten gehörte früher auch Massenmord. Für uns ungewohnt ist nur, daß dieses Mal der Faschismus von links kommt. / Die völlig unerwünschte Konsequenz ist, daß unter den politischen Parteien nur eine ernsthaft dagegenhält. Was tun? Durch das Tor Dante’s gehen? Lieber eine gated community, wenn es nicht zu einer eigenen Insel reicht.

    • Titel eingeben
      wie sagte schon Moltke, der Ältere: der größte Feind eines guten Plans ist der Wunsch nach einem perfekten.

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      Wieso so arg übertreiben?
      War der von Deutschland ausgehende Massenmord, Krieg, etc. in Ihren Augen auch nur sowas wie ’ne Rechtschreibreform? …die auch kein „Gesinnungsterror“ ist; Sie sehen’s ja am Don: Er schreibt in der FAZ ein Deutsch, wie ER es mag. Keiner verbietet es ihm.
      .

  51. Leider
    kommen wir in modernen Gesellschaften um eine gewisse soziale Gleichheit nicht herum, wollen wir größere soziale und politische Verwerfungen vermeiden. Dazu gibt es genügend sozialwissenschaftliche Untersuchungen, die das belegen. Und das sage ich als Reicher mit fast 4000 € netto im Monat. Also Erbschaftssteuer, Spitzensteuersatz und Löhne rauf, Beteiligung aller Menschen am Produktivitätszuwachs – dann werden wir uns alle besser fühlen.

    Alte Räder sind schön. Leider habe ich in den 42 Jahren, in denen ich Radsport mache, alle Rennräder so verschlissen, dass sie wirklich nur noch Schrott waren. Besonders trauere ich meinem fliederfarbenen Pinarello von 1982 hinterher. Am Schluss war der Rahmen so weich, dass man bei der Abfahrt zur Stabilisierung ein Knie ans Oberrohr drücken musste, damit der Rahmen nicht so flattert. Da war die Betätigung des Schalthebels zwischen den Beinen das kleinste Problem… Bei der Abfahrt vom Mont Ventoux hat es dann den Geist aufgegeben, als der hintere Umwerfer (Campagnole super record) brach und sich samt der Kette ins Hinterrad gewickelt hat.

  52. Die Welt der Bourgeois als Wille und Vorstellung
    Gleichberechtigung erlaubt Euch das Saufen – aber Gleichstellung bringt Säufer und Pillenfresser um!

    Mit Verlaub, aber das muss ich doch sagen, selten so ein bescheuertes Statement gelesen.

    Dass diese keine abweichenden Meinungen mögen/hätten mag sein. Habe ich nicht überprüft, weil ich nicht den ganzen Tag Zeit habe, mich im Netz rumzutreiben.

    Dass es hier gar keine Claqueure gäbe, ist auch nur eine nette Idee, kein Fakt. Es ist vollkommen normal, dass sich Leute, die der gleichen Meinung sind, besser mögen und daher eher zusammenballen.

    Zur Ablehnung der Gleichstellung nochmal:

    Man muss als Gleichstellungsfreund nicht gleich zur inkriminierten „Stasi“ gehören, die – obs stimmt oder nicht – ‚Gerechtigkeitssäuberungen‘ veranstalte. Es reicht, ein Kind aus bildungsferner Schicht zu sein, um von Bourgeoisen diverse nette Schwierigkeiten bereitet bekommen zu haben – die andere gottseidank nicht erleben mussten – um der Idee der Gleichstellung aber hallo freundlich gegenüber zu stehen. Betrachten Sie es bei mir als späte Rache. Es ist schön, die alten Feinde langsam den Fluss hinabtreiben zu sehen.


    • Ach wissen Sie, als „bourgeoises Element“ – wozu schon reicht, daß die Eltern als Handwerker erfolgreich waren – bekam man schon als Kind Schwierigkeiten im örtlichen Kindergarten.
      Es sind nicht nur die Bürgerskinder, die den „Bildungsfernen“ Schwierigkeiten bereiten, umgekehrt läuft das mindestens im gleichen Maße ebenso.
      Sich über Schichtendünkel definieren ist im Leben nicht so wirklich angesagt.

    • MuFLs kosten uns ca. 50.000 Euro im Jahr, wie der Mensch mit der
      Axt aus vermutlich Afghanistan, der vermutlich sogar gar kein muFL war, während hier geborene Kinder aus prekären Verhältnissen mit etwas über 300,– Euro pro Monat und ohne weitere Helfer auskommen müssen.
      Gleichstellung? Wieso eigentlich nicht?
      Nur wo soll der Antrag gestellt werden?
      Und Schwierigkeiten werden wir, gleichgestellt, alle bekommen. Die einen früher und die anderen später. Hämisch grinsen? Das wird uns allen vergehen.

    • Titel eingeben
      Na, dann schauen Sie sich nochmal die bekannte Traxler-Zeichnung an:

      „Zum Ziele einer gerechten Auslese lautet die Prüfungsaufgabe für Sie alle gleich: Klettern sie auf den Baum“ sagt der Prüfer zu kleinem Hund, Seehund, Goldfisch, Elefant, Marabu, Schimpanse und Vogel.“
      .
      Das, was Sie da äußern ist was ganz anderes: Neid.
      .
      (Offenlegung: Bin Sohn einer geschiedenen Heimarbeiterin aus Kreuzberg; Vater Selbstmord. Also erzählen Sie mir nix.)

    • Schichtdünkel-Münkel
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    • Schichtdünkel-Münkel
      @colorcraze

      Sich über Schichtendünkel definieren ist im Leben nicht so wirklich angesagt.

      Dann sagen Sie als Alphons-Groupie das doch mal Ihrem Star.

    • an @Klaus
      Kein Neid.
      Nur Erfahrung.

      Der Bourgeois will einfach unter sich bleiben. Das ist alles, was ihn bewegt. Egal, ob der andere was besser kann. Gerade, dass der andere was besser kann, erfüllt den Bourgois mit Ablehnung und Verachtung und er versucht seine Vitamin-B-Privilegien mit allen auf der höheren Schule zwangsweise erlernten rhetorischen Trapezkünstler-Mitteln zu erhalten.

      Dass er heutzutage auch noch frech dabei wird, sich nach unten derart primitiv zu distinguieren statt sein ‚Es muss alles so bleiben wie es ist‘ wie es beliebt still vor sich her zu sagen, ist das einzig Neue.

    • Titel eingeben
      „Betrachten Sie es bei mir als späte Rache. Es ist schön, die alten Feinde langsam den Fluss hinabtreiben zu sehen.“

      Das Dumme ist, dass die Armen immer zuerst absaufen. Das ist Berliner Umverteilern egal, weil sie sich beim crab in a bucket selbst gerade oben wähnen. Denen fehlt sowohl der Sinn für emanzipatorische Revolte als auch der für Verantwortung. Kleinkarierte gewissenlose Funktionäre, die ideelles Kapital verheizen das Bessere mal aufgebaut haben.
      Ich singe gerne Ça ira wenns sein soll, aber doch nicht mit Merkels Bütteln.


    • @der andere Gast: Was können Sie denn besser? Leute einzuschüchtern versuchen und denunzieren? Kleinlich schikanieren?
      Oder auch was anderes?
      Wenn man Sie so reden hört, könnte man meinen, es beschränke sich auf ersteres.

    • anderer Gast
      Natürlich ist ihre Beschreibung der Gesellschaft korrekt, aber…..

      Warum um alles in der Welt sollte sich die Bourgeoisie denn anders verhalten, wenn sie mit dem was sie tut mehr oder weniger Problemlos durchkommt.

      Betrachten sie es mal symbolisch… Da gabs diesen Herrn, der eine Krebs-Mittel Firma aufkaufte, die ihr Podukt für 75 Euro die Dosis an die Patienten verkaufte.
      Nach der Übernahme erhöhte er den Preis auf 3000 Euro.

      Warum sollte ich auf irgendwelche Sympathien für ein Volk von Menschen empfinden, die ein solchen Subjekt nicht mit Baseball Schlägern totschlagen?

  53. Keinen Titel für einen derart kurzen Kommentar
    Dieses Video ist wirklich unglaublich beruhigend und ideal zum einschlafen. Die schönsten Bahnstrecken Deutschlands können einpacken!

  54. 272 PS
    Lieber Don Alphonso,
    haben Sie etwa einen 993? Dieses herrliche letzte Stück luftgekühlten Wahnsinns? Das würde mich sehr freuen, da ich mich auch an einem erfreue und Sie verehre.
    Ihr Hanswurst

  55. allgemein gemein
    Ich wollte ein paar Assoziationen zu Kultur und Besitz notieren, komme aber heute nicht an Spengler vorbei, an Gedanken aus einem seiner ungenießbarsten Texte zumal. Einige leichtfertige Zitate daraus deshalb und trotzdem. (Wer würde nur das lesen, was sich affirmativ begleiten lässt?) Bewusst auch aus dem Zusammenhang.

    „Denn die Zeit selbst ist gemein geworden und die meisten wissen gar nicht, in welchem Grade sie selbst es sind. (…) … entfesseln sie dort den Haß, der Vernichtung will, den Neid auf alles, was nicht jedem zugänglich ist, was emporragt und endlich hinunter soll. Nicht nur Tradition und Sitte, sondern jede Art von verfeinerter Kultur, Schönheit, Grazie, der Geschmack sich zu kleiden, die Sicherheit der Umgangsformen, die gewählte Sprache … reizen das gemeine Empfinden bis aufs Blut.
    (…) Das otium cum dignitate statt des Spektakels von Boxkämpfen und Sechstagerennen, die Kennerschaft für edle Kunst und alte Dichtung, selbst die Freude an einem gepflegten Garten ruft zum Verbrennen, Zerschlagen, Zertrampeln auf. Die Kultur ist in ihrer Überlegenheit der Feind. Weil man ihre Schöpfungen nicht verstehen … kann, weil sie nicht ‚für alle‘ da sind, müssen sie vernichtet werden.

    (…) Der Bau der Gesellschaft soll eingeebnet werden … . Die allgemeine Gleichheit soll herrschen: alles soll gleich gemein sein. Die gleiche Art, sich Geld zu verschaffen und es für die gleiche Art von Vergnügen auszugeben: panem et circences – mehr braucht man nicht und mehr versteht man nicht. Überlegenheit, Manieren, Geschmack, jede Art von innerem Rang sind Verbrechen.“

    „Zu einer hohen Kultur gehört endlich noch etwas, und zwar mit Notwendigkeit, was gemeine Naturen in Delirien von Neid und Hass ausbrechen läßt: Der Besitz im ursprünglichen Sinne …
    (…) Es gehört nicht viel dazu: Ein kleiner, gut gehaltener Bauernhof, ein tüchtiges Handwerk von gutem Ruf, ein winziger Garten, dem man die Liebe ansieht, mit der er gepflegt wird, das saubere Haus eines Bergmanns, ein paar Bücher oder Nachbildungen alter Kunst. Worauf es ankommt ist, daß man diese Dinge in eine persönliche Welt verwandelt, mit seiner Persönlichkeit durchdringt. Echter Besitz ist Seele und erst insofern echte Kultur.

    (…) Aber wer versteht das? Wer hat heute noch Augen und Gefühl für den … Unterschied von Gut und Geld?“

    • gemein
      Wer würde nur das lesen, was sich affirmativ begleiten lässt?
      Der Facebook-Schirmherr wird. Und nur das.

  56. Du lieber Himmel
    Ich rauche, ich saufe Bier und Weinschorle, habe in früheren Zeiten nur ein „Rixe“ mit Dreigangschaltung gehabt (nach dem Feierabend immer „raus in den Rot-/Schwarzwildpark“, hinzu die Hasenbergsteige ganz schön den Buckel rauf), jetzt arthrosebedingt einen Kassenrollator, fühle mich aber trotzdem noch relativ wohl. Und, obschon in einem der Stuttgarter Innenbezirke wohnend, traue ich mich kaum noch in die Stadtmitte. Da hat „Goodnight“ schon recht. Aber ich will auch keine hundert werden, das wäre ja schlimm. Nun ja, vielleicht – ich traue mich jetzt erstmals – wird mein Kommentar sogar freigeschaltet.

  57. kdm sagte 10. August 2016 um 16:19 Uhr
    „Zigarren? Die atmet man doch nicht ein; also nix mit Lungenkrebsbeförderer.“
    .
    Nun, mir ist es egal wie andere Leute den Bezug ihrer Rente oder Pension verkürzen, aber lesen Sie mal das:

    „Zigarette, Zigarre, Pfeife: Macht es einen Unterschied, was man raucht?
    Nicht wirklich. Vergleicht man verschiedene Untersuchungen, fallen zwar geringfügige Unterschiede in der Beurteilung des Risikos verschiedener Formen des Tabakgenusses auf. Unstrittig ist aber, dass nicht nur Zigaretten, sondern auch Zigarren und Pfeife gesundheitsschädigend wirken “ (Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC).)
    .
    Ohne den Spaß verderben zu wollen, denken Sie bei der Zigarre an Ihre Mundhöhle.

  58. Spitzingsattelabfahrt = 85 km/h
    bei der Spitzingsattelabfahrt ist meine Spitzengeschwindigkeit 85 km/h, beim Kurvenfahren am Ende spürt man sogar etwas Fliehkräfte.

    Das Hochfahren über die Monialm ist einfach ein Genuß.

    Ciao

  59. Gleichschreiberei
    Heute berichtet die FAZ über eine Studie der Hamburg Media School über die fast gleichartige Berichterstattung der Medien zur „Flüchtlings-„Politik ab dem Jahr 2009 und stellt dar, wie insgesamt meinungsbildend hin zu welcome welcome manipuliert? wurde.
    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/studie-wie-ueber-fluechtlinge-berichtet-wurde-14378135.html
    Renate Simon – danke für Ihren Hinweis oben auf Mausfeld, dessen Thesen hier mehr als bestätigt werden.

    • Vor dem Gartentor in weiß auf die Straße gesprüht: FUCKAFD
      Und das schöne Gründerzeithaus in einer ruhigen Wohnstraße Bonns über die Aufgangstreppe bis zur ersten Etage mit roter Farbe dick bespritzt. Muss heute Nacht irgendwann passiert sein. Eine Bewohnerin sagt, dass sie das nicht versteht, sie würde sich doch in der Flüchtlingshilfe engagieren.

      Kann es sein, dass das geschieht, nur wenn man eine andere Meinung hat als das, was die Mehrheit zu denken aufgerufen ist? Vielleicht gibt es auch einen Zusammenhang zur im Internet veröffentlichten Liste der Teilnehmer des Parteitages in Stuttgart?

      Aber was auch immer: Wo sind wir gelandet? Wer erdreistet sich, andere auf diese Art reglementieren zu wollen?

      Das ist das eine. Das andere waren die abgeaxten Gipfelkreuze, die mich heute Nacht lange nicht einschlafen ließen.

      Aber Maas schaut nach Rechts. Ausgiebig.
      Dabei gehts so was von rund.

  60. Raffiniertes Prozedere. in Deutschland funktioniert die Revolution nur von oben
    Erfrischend zu sehen, wie leicht es kommunistische Kader mittlerweile schaffen, diese Bundesregierung zur Umsetzung ihrer Ideologie zu bringen. Diesmal sind es „Berater der Antidiskriminierungsstelle des Bundes“, die „eine Reform des Gleichbehandlungsgesetzes verlangen“.

    Der größte Unsinn verkauft sich bekanantlich nach Injektion amtlicher Autorität ganz hervorragend, denn die Staatsgläubigkeit der Deutschen ist so groß wie eh und je. Das weiß man aus Erfahrung. Früher hieß es nach Lenins Zitat über den deutschen Revolutionär, dass der zuerst eine Fahrkarte löst, bevor er die Erstürmung des Bahnhofs wagt. Daraus zu lernen, heißt siegen. Es ist eine erhebliche Verbesserung und Verfeinerung der Methodik festzustellen. Der heutige Revolutionär bemächtigt sich zuerst der Fahrkartenausgabe, um die Bevölkerung in seinen revolutionären Zug in Richtung sozialistisches Nirgendwo zu lotsen.

    „Die Bourgeouisie ist abgeschafft. Eine neue Ära der Gleichheit für alle hat begonnen“
    Jean-Bedel Bokassa (ehemals einer der grausamsten und reichsten afrikanischen Diktatoren)

    „Man kann einen Gleichheitstrieb finden, der bewirkt, daß die Schwachen die Starken zu sich herunterziehen wollen und daß die Menschen die Gleichheit in der Knechtschaft der Ungleichheit in der Freiheit vorziehen.“
    de Toqueville, 1836, Über die Demokratie in Amerika

  61. Realitätsnah, für Idealisten entsprechend beleidigend,
    Ihr Stück, DA.
    Mit Privilegien sollte man umgehen können: Richtig. Das (antike) Sofa meiner Urgroßeltern, kein Privileg, sondern ein Besitz, wäre längst verschwunden, wäre es „gleichmäßig verteilt worden“. So ungleichmäßig, wie es vererbt wird, wird es auch erhalten und in jeder Generation mindestens einmal neu gepolstert und bezogen. Verächtlich schaut es herab auf ein schickes modernes Sofa in weiß, das ihm zugesellt wurde und auf dem sogar gesessen wird, während Opasofa inzwischen im Ruhestand von schmirgelnden Hintern weitgehend in Ruhe gelassen wird.
    Aber Wertbeständigkeit ist wenig erwünscht, wie schon Schirrmacher in einem seiner Bücher ausführte. Dass einer seine Antiquitäten restauriert, ist nur für einen guten Rastaurator und Polsterer von Nutzen, nicht aber für die Poduktion von heute, die gerade mal für fünf bis zehn Jahre gedacht ist und, dem Alten in wechselnden Abständen zugesellt (ja, Ikea passt zu Louis VV), durchaus einen eigenen Wert hat.
    So ist eine seelenlose erinnerungsarme ungebundene Gesellschaft, die sich immer neu erfindet, neu einrichtet, neu aufstellt und letztlich durch Modeideen steuerbar ist, durchaus erwünscht. Die ersehnte Gleichheit würde, wie oben jemand erwähnte, schnell schwinden durch wechselnden Einsatz.
    Trotzdem und obwohl ich eine Ungleichheit für realistischer und vielleicht sogar für erstrebenswerter halte als erzwungene Gleichheit, die ja (DDR) im Kollaps enden würde, bin ich der Ansicht, dass Arbeit, Lernbereitschaft und Fleiß zusammen ein hoher menschlicher Wertbestand sind, und dass Handarbeit oder schweißtreibender Einsatz zu wenig honoriert werden und höher zu schätzen sind als manch sinnentleertes akademisches Geschafel, bequem vom Schreibtisch, oder gar Ausgüsse aus sog. thinktanks.

    Das ist in Bayern noch gegeben. Der Bauer, der Wirt oder der Handwerker genießen hier durchaus hohes Ansehen und feiern sich regelmäßig beim Aufstellen des Maibaums, den Lokalfesten oder dem Einmarsch der Wirte Ende September in München. Ein Vorbild letztlich.
    Gestrandet auf einer einsamen Insel in Robinsonmanier würde man mit ihnen überleben, mit den meisten Schwaflern, Politikern oder Beamten verhungern oder erfrieren. Dessen sind sich Letztere wohl bewusst, was ihre wichtigtuerische Aufblähung erklärt. In realitätsferner Friedfertigkeit mit Gartenhausmentalität hätten sie, nebenbei bemerkt, im Gegensatz zum Bauern, dem ich noch den Jäger und Förster zugesellen möchte, auch kein Gewehr dabei, und King Kong würde sie zum Frühstück verspeisen.

    • Oberländer, der untere Teil, einfach Klasse..
      ..genau das, was ich immer bei allzu Hochgeistigem denken muß.
      .
      Greife aber jetzt nur die „erzwungene Gleichheit, die ja (DDR) im Kollaps endete“ auf.
      .
      Hui, dachte ich als ich die futuristischen Villetten mit den geschwungenen Beton-Fertigteil-Dächern unterhalb des Wachtelberges zu Werder an der Havel sah, die an französische Architektur à la Louis des Funes denken lassen. Werkssiedlung Ziegeleikombinat? (nein, Quatsch).
      .
      Ehemolische Nomengladura sagte mir die Wirtin oben in der Besenwirtschaft auf dem Berg auf meine sachte Anfrage. Wurden auch noch bewirtet wenn der hauseigene Ertrag auf offiziell Null war.
      .
      Manches mal wäre es auch zweckmäßig gewesen auf ideologisch Hochgeistiges zu verzichten und statt dessen die Birken aus den Dachrinnen zu entfernen um fließend Wasser à l´exterieur und später à l´interieur zu vermeiden.

  62. Naja
    Die Unterschicht (um nichts anderes geht es doch in diesem sehr klassenbewussten Beitrag, oder?) würde die erhaltenen Gerätschaften sehr schnell gegen etwas nützliches eintauschen.

    Davon ab sind solche Ergüsse eher peinlich. Die paar Hanseln die so etwas machen sind in etwa so „relevant“ wie Typen die Pommes mit Nutella essen. Auch sonst strotzt der Beitrag von Minuskarma und ödem Besitz in noch öderem Überfluss gepaart mit der daraus zwingenden Verlustangst.

    Auf dem Schrottplatz sind die alle übrigens eingepreist. Sonst wären da andere Mauern und Tore.

    • Bei "meinem" Schrotthirsch Knoblauch zahle ich nach Kilo und Tagekurs
      Die Lagerplätze sind inzwischen besser gesichert als die Haftanstalten nachdem selbst bronzene Schriftzüge auf den Friedhöfen den Weg über Oder und Donau gehen.
      Selbst Kupferdächern von einsamen Feldkapellen wird die Haube abgezogen und unter den Stromabnehmern der Bahn die Kupferleitungen.
      .
      Nebenbei fällt mir auf, dass die männlichen Schutzsuchenden inzwischen fast alle mit diesen klobigen aber chicen Bergziegen ausgestattet sind. Vermutlich erworben bei Veräußerungen der Fundämter. Beim Feraillier meines Vertrauens habe ich noch keinen stöbern sehen.

  63. Wg. Villiger nicht ganz OT: Trend zur Arabisierung Schweizer Damenvelos
    Gerade eruiert, der Fahrradhersteller Simpel GmbH, CH, nennt ihr Damenvelo „Habibi“, was in der Schweiz in etwa dem „Schätzeli“, by de Schwobbe in hochdeutsch „Liebste“ entspricht. Man höre und staune- für die Stadt entwickelt – für Städterinnen, so der Hersteller.
    .
    Mit der Vorstellung, dass damit eine arabische Klientel in der Schweiz Honig ums Maul geschmiert werden soll, tue ich mir eher schwer. Die arabischen Damen, die ich zum Kuraufenthalt auch in meiner Region zu sehen bekomme, bewegen sich doch eher in hochpreisigeren Gefährten als auf Damenvelos, auch wenn diese 1500 € kosten. Zudem wäre bei den üblichen Bekleidungsgewohnheiten eine Nachrüstung Ketten-und Speichenschutz erforderlich. Das Tragen des Niqab würde allerdings kein Hindernis darstellen.
    .
    Die männliche Entsprechung übrigens, also mit Stange: Jallajalla.
    .
    نهار سعيد [Nahar Saaid

  64. Linke Konstante
    Beim Thema Umverteilung fällt mir immer Sir Fred (Hoyle) ein, dem die damalige Labour-Regierung immer mehr Steuern abknöpfen wollte, auch noch auf die Honorare für Vorträge im Ausland. Dazu meinte er in seiner Autobiographie, daß die linken Regierungen immer behaupten würden, sie nähmen ja nur den Reichen das Geld weg – aber reich sei per definitionem der, dem das nichts ausmacht, während letztlich doch immer der Mittelstand bluten müsse.
    Daran hat sich seitdem nichts geändert…

  65. Social Hate Culture:
    wahrscheinlich hat das angefangen mit der ersten Genehmigung von [Reihenhäusern und ähnlich] indiskreten Wohnbauweisen. Denn was passiert an solchen Orten? Richtig: ungewollte, aufgenötigte Zeugenschaft von ganz normalen Zeitgenossen. Inkompatible Nachbarn, die keine Gnade kennen mit ihren Rücksichtslosigkeiten, die stets vermeinen sie wären allein im weiten Umkreis und es sei piepegal welchen verhaltensauffälligen Nichtgeist sie wann in welcher Lautstärke von sich geben, Hauptsache man vergibt sich nix beim Nachbarn. [nee, wir nicht, wir haben nichts zu verbergen, kann ruhig jeder hören, naja, der Rasenmäher und Bohrmaschine mittags oder später abends, ist doch echt kein Aufreger, und der Grillqualm, das liegt halt am Wind, uns stört’s nicht – hey, hey, mal nicht frech werden, meine Frau hat keine Elephantenbeine]

    Ich bedaure wirklich alldiejenigen, deren Garten und Terasse und damit auch der Innenraum, immer schon Feindgebiet ist, weil irgendeine daueraktive Dummpfeife (Dummpfeife, weil man sich unmöglich in dieser [asozialen] Nähe mit ihnen anfreunden kann), sei es von oben, von unten oder den Seiten, mit Anhang und technischem Gerät [SMS-Signaltöne im 3 Minutentakt über ein Streichquartett von Haydn gelegt, ergibt bestes DaDa], von Früh bis Spät alles dominiert: Weder entspanntes Sitzen vorm Gartentisch noch vertrauliche Gespräche zuläßt, noch auch intimeres Privatleben ungestört erlaubt. Und das auch bei allerschönstem Sonnenschein es besser erscheinen läßt, die eigenen Fenster geschlossen zu halten, um nicht die ganze Nachbarschaft mit fehlinterpretierbaren Informationen zu infizieren, die nur auf Gelegenheiten wartet sich in Verdächtigungen und Denunziationen zu ergehen, Klatsch und Tratsch (Papperlapapp) noch über jede dackel- oder giraffenhohe Internethecke weitertragen zu können.

    Einfallsreichere Leute scheuen keine Improvisation, sie weichen aus und bestätigen: Campingplätze haben den Vorteil, daß man einfach den Platz wechselt, sie haben ja per se mobilen Charakter.

    Mietwohnungen bedeuten, -anders als in Japan-, in den allermeisten Fällen, vollständig realisiertes Desinteresse an Regeln wie sie das Grundgesetz vorsieht, die blödeste Kapitulation vor einer kurzatmigen Privatwirtschaft, eine Bloßstellung für Ingenieure und Architekten, welche jeden Hulahula an nachkriegstradierter Bausünde mitmachen, um den [Scheidungsanwalt] eigenen Bunker bezahlen zu können. Bauherren als Abstandsverneiner prägen nicht nur das Äußere einer Stadt und deren Ortschaften, sie beeinflussen auch das innere Klima der Bewohner, die mangels besserer Wohnstätten, mit dem Vorlieb nehmen müssen, was grad frei ist. Häufiger, als man annehmen möchte, darf zum insistierten Thema Bauen und Wohnen und Planfeststellungsverfahren, konstatiert werden: hochstapelnde Ortsbürgermeister mit Sprechstunde? Mit Lachstunde. Ratssitzungen? Wichtigtuerische Augenpaare mit Lizenz zum Abnicken. Kommunalpolitik ist schon längst erst Eigennutz und dann die Gemeinde schröpfen, mit harmlosester Visage, in der zu lesen ist: wer weniger hat als ich, ist sowieso aus irgendeinem Grund dumm und blöd genug, er hat daher eh nix anderes verdient, wozu ihn heben und ihn zum Konkurrenten machen, mir doch egal ob er den Heidegger gelesen hat, solange ich es bin der autorisiert ist, – lieber ich nehme mit was geht, als ein anderer.

    Man muß gar nicht die Unzahl der Berufspendler [Studis inklusive] befragen, die bei ihrer Suche nach einer Bleibe mit horriblen Nachrichten über Abgründe der Wohnraumsituation aufwarten können, man sieht und hört das alles jeden Tag, Land auf, Land ab. Ein Blick in entsprechende Suchseiten und man wird mit widerwärtigsten, ödesten Abbildungen bundesweiter Miet-Behausungen konfrontiert, die, wer auf seine Gesundheit hält, am besten gleich wieder wegclickt. Vermieter solcher Löcher beanspruchen dann, abgesehen von absurd frechen Mieten, auch noch «anständige und solvente» Mieter und beklagen sich über kecke Mietnomaden. Wie Plemplem ist das denn? Überhaupt ist erstaunlich, wie wenig Leute, ähnlich wie Michael Douglas in »Falling Down – Ein ganz normaler Tag« von Joel Schumacher 1993, eine geplatzte Hutschnur reklamieren.

    Dem, der sich angesichts dieser Dilemmata dem Suff ergibt, also nicht nur aufgrund einer zunächst verblüffend uninteressanten Landschaft des Gesichts, möchte man zurufen: der Mund ist nicht allein zum Trinken da und das Hirn nicht zum hassen und frusten, nur weil es möglich ist!

    http://www.spiegel.de/spiegel/unispiegel/d-68096152.html
    http://www.sueddeutsche.de/geld/moderne-bausuenden-vom-koenig-lernen-1.593053
    https://www.stadtbild-deutschland.org/forum/index.php?thread/6128-angsträume-und-schlechte-architektur-stadtplanung/

    PS: verchromte Hebelumwerfer, ich mag sie trotzdem

    • Wohnbauweisen
      Ich hatte immer gedacht, nach Einfamilienhaus mit Gießrand und 3m breiten Reihenhauszellen mit Schnürlesgarten käme nichts mehr, da erzählt mir eine Kollegin, daß für ein neu ausgewiesenes Baugebiet in ihrer Stadt die Form „Wagenburg“ vorgesehen war: die Häuser im Ring angeordnet, mit den Gärten nach innen. Heißa, das gibt dann Social Hate Culture im Brennglas!


    • astroklaus, mit dem Einfamilienhaus mit Gießrand haben Sie mich jetzt echt zum Lachen gebracht.
      In Berlin wurde in den 1920ern die Hufeisensiedlung gebaut, das ist genau so eine Wagenburg. Die meiste Zeit war der als Allmende gedachte Mittelplatz parzelliert…

  66. Gleich >< ungleich
    Die „Reichen“ sind nicht unbedingt besonders gebildet oder belesen und haben Stil, wie Don Alphonso. Ich kenne hier am Nordpol drei reiche Familien, in welcher nur die BLÖD gelesen wird. Eines der Beispiele: Der Mann fährt einen Rolls-Royce, die Frau einen Porsche, ein Harley-Davidson steht in der Garage, keine Fahrräder. ;-) Die Kinder studieren, die Eltern residieren in einer großen edlen Villa, die ohne jedes Gefühl für Stil eingerichtet ist. Den beiden fehlt jedes Interesse an Kunst und Kultur. Es reicht in jenen Kreisen, dass man „Kohle“ hat. Es sind Menschen, welche Hieronymus Bosch für den Gründer der Elektrohaushaltsgeräteherstellers halten würden.

    Mein Mann hat im Laufe der Jahre immer mal solche Menschen zu uns als Gäste eingeladen, nachdem er sie geschäftlich kennen gelernt hat. Ich fand den Umgang mit denen qualvoll, just call me a snob, I don’t mind.

    Und wie Don Alphonso es hier schon formuliert hat, so können Menschen jeder Gesellschaftsschicht von Suchtproblemen betroffen sein. Die zwei traurigsten Fälle kenne ich aus der reichsten mir bekannten Familie, denen hier am Nordpol u.a. ein ganzer Stadtteil gehört. Der Sohn, der Bruder meiner Freundin, war schon seit der Jugend schwerst abhängig, unterbrach jedoch jeden Klinikaufenthalt und versprach jedes Mal, dass es das nun schaffen wird, clean zu werden. Die Eltern haben ihn in jeder neuen Clean-Phase fürstlich belohnt, sodass er für seinen luxuriösen Lebensstil keinen Finger krumm machen musste, er war halt der missratene Sohn, der, je mehr Mist er baute, desto mehr verwöhnt wurde. Mit knapp 50 Jahren verstarb er an seiner Sucht, nach unglaublichen Eskapaden und unsagbares Leid für sich und die ganze Familie.

    Meine Freundin und ihr zweiter Bruder sind diesbezüglich nie gefährdet gewesen. Also welche Entbehrungen soll das dritte Kind erfahren haben? So einfach kann man den Grund also nicht festlegen. Das tragische ist, dass nun auch der einzige Neffe meiner Freundin ähnlich schwer süchtig ist. Sein Vater hatte ihn mit 20 Jahren bei seinem süchtigen Bruder in dessen luxuriösem Haus mit wohnen lassen, aus reiner Gier, wie meine Freundin meinte, aus Spekulation, dass sein Sohn das Haus bekäme, wenn Onkel wieder abstürzt.
    Leider mündete jene Clean-Phase darin ein, dass Onkel und Neffe gemeinsam ausschweifende Koks-Partys mit Edelhuren feierten, wie mir meine Freundin dies anvertraute. Damit wurde dem Neffen der Weg in eine langwierige, schwere Sucht gebahnt.
    Tja, man weiß nie, welche schrecklichen, traurigen Schicksale hinter der glitzernden Kulisse der Welt der Schönen und Reichen stecken können. Niemand ist davor gefeit, weder Arm noch Reich.

  67. So ganz allmählich geht mir 504 auf den Keks
    soll das eine Disziplinierungsmaßnahme der FAZ für uns alle sein oder worauf läuft das hinaus? Es ist einfach ärgerlich…

    • Es gibt leider massive technische Probleme, auch für mich.

    • Tja, Frau Simon, manchmal denke ich ...
      … dass so etwas ja auch eine infame Aktion sein könnte, ‚den endlich abzustellen‘. Wenn es vorne herum schon nicht geht.

      Ich hoffe nicht, aber die Zahl der Clicks geht dann doch gewaltig zurück, und wenn ich so wie in den letzten Tagen kaum je mehr Zugang habe, geht auch die Denkfabrik in eine andere Richtung.

      Andernfalls spräche es nicht für deutsche Informatiker, wenn das Aufsetzen eines Webservers mit Datenbank und WordPress (o.ä.) seit Tagen vergeblich versucht wird.

    • zumal andere Blogs beim Mutterschiff aufzurufen sind
      da kamen mir ähnliche Gedanken wie Ihnen, Herr Dippel.
      Wer weiß, welch linke Gedanken so manch linke Zwiebel hegt, unbeliebt macht sich der Gastgeber ja alle naslang.

      Schon gehört, dass Petra Hinz aus der SPD austreten will?
      Wenn wir wüssten, was wir nicht wissen, nämlich, wer in den Parteien welchen Dreck am Stecken hat, wäre die Wahl wohl ebbes leichter, alldieweil nicht mehr viele zur Wahl stünden.

  68. Ich bin temporär beruhigt.
    Schon seit vorgestern versuche ich, diese Seite aufzurufen. Endlich hat es geklappt. Ich hatte schon befürchtet, Sie wären von der Tscheka abgeholt worden.

    Ceterum censeo Merkel esse removendam.

    • Grammatik beachten!
      Wir wollen hier doch auf allerhöchstem Niveau disputieren. Da Merkel wohl Neutrum ist, muß es ‚removendum‘ heißen.
      Ich bitte, meine Besserwisserei zu entschuldigen.
      Gruß K

    • @Kalchas,@Dr. Strangelove: 'Tschuldigung
      Müsste hier eigentlich nicht seit einiger Zeit schon der Plural Majestatis greifen:
      „Wir, von Gottes Gnaden Merkel, Herrscherin über die Bundesrepublik Deutschland, ungekrönte Kaiserin der Europ. Union, Markgräfin zu Berlin und in der Uckermark etc. pp.“ ?
      Deshalb : „M. esse removendae“?

    • ... es hieße in jenem Fall "...removendas" (Akkusativ!)
      Außerdem wurde Merkel nicht von Gottes Gnaden erwählt, sondern von der Alternativlosigkeit (bei jemand anderem hieß das noch „Vorsehung“).

  69. Don…mehr Geld für seine Photoreportagen über Migration verlangen?
    Bei bereits mehr als 34.000 Pressebeiträge gemäß Studie der Hamburg Media School zum Grobthema, seit September 2015 sogar unter Staatsdoktrin „Wir schaffen das“ in den Jahren 2009 bis 2015. Inzwischen dürften 20.000 neue hinzugekommen sein.
    .
    Wird schwer werden für Denjenigen/Diejenige. Es sei denn, die Vergütung dafür kann von den Medienhäusern in Berlin geltend gemacht werden, was ich fast schon vermute. Anstelle von Kampagnen auf Plakatwänden und Litfaßsäulen.

  70. 1 paar Fragen
    Ich hätte da 1 paar Fragen an Sie, falls Sie gestatten. Und zwar spielen Sie in Ihrem Text auf 1 Fotografen an, der öffentlich nach Spenden fragt für die Finanzierung seiner Arbeit, die sich vor allem der Situation von Flüchtlingen widmet. Dabei äußern Sie, diese Fotos würde sich bei Ihnen eh niemand angucken, denn da hätten Sie andere Interessen.

    Gilt das nur für Sie, oder für Ihren persönlichen Freundeskreis oder sprechen Sie etwa stellvertretend für alle Menschen in ihrer lokalen Umgebung?

    Und haben Sie überlegt, dass die Fotos genau diese Gleichgültigkeit durchbrechen wollen?

    Und denken Sie nicht, dass eine solche Gleichgültigkeit am Ende dann zu einer Politik führt, die unzählige tote Flüchtlinge in Kauf nimmt?

    Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.

    • Das Problem ist, dass es Tausende von Kameras gibt, die sich auf Migranten richten. Ich war ja mehrfach an den Hotspots, da lungern überall Knipser rum. Dass man davon keine grossen Reisen mit hohen kosten machen kann, sollte allen klar sein. Und kaum jemand schaut sich den ganzen Tag das Elend der welt an.

    • Ich spreche diesen Fotos ab, dass sie "das Elend der Welt" zeigen.
      Das Elend findet ganz wo anders statt. Nicht an der Mazedonischen Grenze, nicht in Griechenland, schon gar nicht in einem Sammellager hier in Deutschland.
      Das Elend findet auch nicht auf dem Mittelmeer statt.
      Denn die, die wir sehen, wissen zumeist, was sie tun. Und es sind auch immer solche, die noch etwas tun können.

      Das wirkliche Elend versteckt sich. Tausendfach.
      Besonders vor diesen Kameras, die Bilder machen, die uns „bei der Stange“ halten sollen.

      Ich behaupte immer noch: das sind nicht wirklich die, die Hilfe brauchen.
      Wozu dann natürlich auch noch nötig wäre zu definieren, wer denn wirklich Hilfe bräuchte, wie die aussehen kann und inwieweit „die Welt“ fähig ist, Brüdern und Schwestern Hilfe zu leisten.
      Und was dafür in Angriff genommen werden müsste.

      Das was in Deutschland gerade geschieht – wer kann es beschreiben?
      „Verrückt“ könnte es beinhalten.

    • Titel eingeben
      „Das wirkliche Elend versteckt sich. Tausendfach.
      Besonders vor diesen Kameras, die Bilder machen, die uns „bei der Stange“ halten sollen.“
      Gut gesagt.
      Verhungernde afrikanische Kinder verkaufen sich schlechter, an solche Bilder ist man schließlich seit den Siebzigern gewöhnt. Außerdem ist es für den Fotografen mit mehr Kosten und Risiken verbunden.
      Dann lieber nach Griechenland, zumal es obendrein besser bezahlt wird.
      Passt gut zum Zeitgeist, Heuchelei in Reinkultur.

  71. Titel eingeben
    Diese gleichgeschaltete Medienwelt und das gezielte Zensieren von Kommentaren entwickelt sich zu einem bedrohlichen Zustand! Weil man denen, die nicht die eigene Ideologie vertreten unter gar keinen Umständen zugestehen will, dass auch für sie jedes Opfer eines zu viel ist. Man darf nur die „Richtigen“ schützen, betrauern und verteidigen.

    Das zeigt aber auch, wie sehr der Gesinnungsterror mancher Gutmenschen aber auch von Gutmeinenden in unserem Land inzwischen aus dem Ruder läuft. Man denkt nur noch in seinen eigenen „erwählten“ Opfergruppen. Wer Anspruch auf Solidarität der „Menschlichen“ hat, ja wer überhaupt Mensch ist, wird nach politischen und/oder religiösen Ansichten festgelegt. Eine kurze und einfältige Denkweise, die in einen Wahn führt, der die Grundlage für die „Hexenjagd“ unserer Tage sein wird.

    • 'Haltung'
      Vor einiger Zeit habe ich hier genervt mit ‚Haltung‘. Nicht dass ich die Suppe von gestern heute wieder aufzukochen beabsichtigte, erscheint mir bei aller Richtigkeit Ihrer Argumente doch mal wieder die Zeit gekommen, dieses Wort wenigstens aufzuwärmen.

      Wenn wir einer Meinung sein sollten, sähe ich es als nicht ganz passend mit ‚kurz und einfältig‘ zu schließen. Das Konzept ist zu gut für Kürze und besonders für Einfalt.
      „Richtig“ hat ja dabei keine moralische Komponente als Handlungsresultat. Die Gefährlichkeit resultiert aus der Bewertung einer Haltung. Wir sind ja schon so weit degeneriert mit den Kategorien, dass ein ehedem oftmals mit aufrechtem Gang aus einer für ihn gefährlichen Situation entkommener politischer Flüchtling eine hohe moralische Autorität mitbrachte. Während heutzutage statt eines bewussten, politischen Schrittes in ein anderes Land jedweder illegaler Grenzübertreter aus beliebigen Gründen, politische, religiöse, oder rein wirtschaftliche, quasi automatisch auf der guten, gerechten und richtigen Seite steht. Und zwar so stabil, dass der eine oder andere Ausrutscher in Bezug auf seine Handlungsbreite (Diebstahl, Körperverletzung, sexuelle Belästigung) à priori vergeben ist.
      Moralisch hochstehend ist es nicht, aus rein wirtschaftlichen Gründen nach Europa zu reisen. Moralisch hochstehend ist es nicht, seinen Pass, Namen, Nationalität und Geburtsdatum zu vergessen.
      Wir brauchen auch nicht darüber zu diskutieren, dass man bei der weltweiten Asylgesetzgebung ganz sicher eine ganz andere Kategorie von Flüchtlingen im Auge hatte.

      Das Gefährliche daran sehe ich bei der Ersetzung von ‚Handlung‘ als erstem Kriterium durch ‚Haltung‘. Das ist nichts anderes als wenn man von Gesinnungsterror spricht; und doch ganz anders. Ganz anders, weil es noch früher anfängt und umfassender ist. „Die Gedanken sind frei“ und da ist noch kein noch so autoritäres Regime gegen angekommen.

      Deshalb konnte sich nach dem zweiten Weltkrieg ziemlich global eine ziemlich freie Gedankenbildung einstellen. Es gab natürlich zu viele Restriktionen, Tabus. Aber staatliches, auch striktes, Redigieren fand jeweils in der Handlungsebene statt. Niemand hatte wirklich etwas dagegen, den eigenen Gedanken jeden freien Lauf zu lassen, soweit der nicht in die Öffentlichkeit getragen wurde, also im einfachsten Falle unausgesprochen blieb.
      Der Rückfall besteht darin, dass jetzt wieder versucht wird, eine Bevölkerung soweit ‚auf Vordermann‘ zu bringen, dass nicht nur korrekt gehandelt, sondern auch korrekt gedacht wird. ‚political correctness‘ soll nicht nur ausgesprochen werden, sondern auch schon in den Gehirnen die einzig richtigen Gedankengänge aus-denken lassen.
      In der Gedankenkontrolle wie wir sie aus ehemals SciFi-Romanen kennen, aus 1984, der Brave New World, also mittlerweile real werdenden ehemaligen Fiktionen, gehört zur richtigen Ausprägung des Denkens eine Festlegung „nach politischen und/oder religiösen Ansichten“. Das wäre noch nicht pervers genug als Gehirnwäsche.
      Es muss ein wenig mehr sein, eine zur Not auch willkürliche Definition was ‚richtig‘ ist. Solange eine Verhandlung möglich ist, bleibt der Wille nicht gebrochen, auch weil dann noch Verstand auf der anderen Seite anzunehmen wäre.
      Gebrochen wird Wille leichter durch Willkür. Da gibt es nichts mehr zu verhandeln. Da gilt einfach das Gesetz des Stärkeren. Logische Konsequenz für den Unterdrückten ist dann Anpassung oder eben Selbstaufgabe oder Selbstmord.
      Die Herrschenden zeigen es der Bevölkerung im Moment: „Egal was jemand den wir der ‚richtigen Seite‘ zurechnen macht, schwere Körperverletzung, Vergewaltigung, einen Polizisten halbtot schlagen; es wird ihm nicht wirklich etwas passieren. So entscheiden wir das. Punktum. Ihr seht: Widerstand ist zwecklos.
      Wenn ihr etwas dagegen postet, schreibt, sagt, werden wir zukünftig allerdings schweres Geschütz gegen euch auffahren, von Bussgeldern bis Gefängnis. Ihr seht, Widerstand ist zwecklos.“

      Am Ende wird nur die Haltung zählen. Nicht die Handlung, schon gar nicht die Vernunft.
      Allerdings wird ‚die Revolution [auch] ihre Kinder fressen‘, so wie nach 1789 in Paris, in der Sowjetunion,, und überall sonst. Die Julia Schramms und Jakob Augsteins dieser Welt werden selbstverständlich aus dem Zug geworfen werden, sobald man sie nicht mehr braucht.
      Auch wenn das kein grosser Trost ist.

    • Meinungsfreiheit online: Unzulänglichkeit des Rechtssystems oder unerfüllbare Forderung?
      Wie lässt sich privates Eigentum an einem Online-Publishing-System und das Recht auf öffentliche Meinungsäußerung unter einen Hut bringen? Wo ist der Schwellenwert überschritten, der einen Eingriff in die Meinungsfreiheit bedeutet?

      Bei Facebook oder Twitter kann man wohl sagen, dass jeder Eingriff eine Zensur darstellt, da deren Service ausschließlich von Teilnehmern lebt und eigener Content nicht existiert und Zensur wegen Verfassungswidrigkeit rechtswidrig ist. Bei Zeitungen und anderen Anbietern, wo User-Kommentare nur Beiwerk sind, ist die Lage weitaus schwieriger. Der Eigentümer hat das Hausrecht und nicht irgendwelche Besetzer. Auch dann, wenn der Eigentümer verrückt ist.

      Auch aus anderen Gründen wäre ein Zensurverbot problematisch: Würde es eingeführt werden, würden anschließend Spammer jedes Forum unter Berufung auf ihre verfassungsmäßigen Rechte mit tausenden sinnfreier Beiträgen lahmlegen. Es existiert tatsächlich das Paradox, dass unlimitierte freie Meinungsäußerung sich selbst auslöscht.

      Bis dafür jemand eine Lösung gefunden hat, bleibt wohl nur übrig, auf die Fairness des Forenbetreibers zu bauen. Hier ist das ja, möglicherweise in seltener Ausnahme gegeben.

    • Es geht nicht mehr nur um nicht abgedruckte Kommentare -
      es geht um die Nichtachtung anderer Auffassungen in der Realität:
      http://www.general-anzeiger-bonn.de/bonn/stadt-bonn/Haus-der-Alfa-Vorsitzenden-beschmiert-article3328829.html

  72. Gleich >< Ungleich II
    Während ich aufwuchs, galt Bescheidenheit in meiner Heimat als die größte Tugend. Niemand durfte einem jungen Mädchen zu seiner Schönheit Komplimente machen, damit es nicht stolz und überheblich wird. Stattdessen, dass ich im Schultheater z.B. die Prinzessinrolle spielen durfte, haben die Lehrer mir die Rolle der Hexe zugewiesen, obwohl ich alles war, nur nicht ein gemeines, bösartiges Kind. Die Kunstlehrerin, die mich schminkte, hat ihr Werk nachher stolz bewundert und meinte nur: Unglaublich, wie man aus einem schönen jungen Menschen eine hässliche alte Frau machen kann. Ich ertrug die Rolle mit Würde. ;-)

    So ähnlich wurde ich bzgl. der Armut und sozialer Ausgrenzung erzogen. Die Armen galten als schuldlos benachteiligt und sollten für ihr Los respektiert und geachtet werden. (Nur befreundet sollte man mit ihnen nicht unbedingt sein. Und nach Hause einladen sollte man sie auch nicht unbedingt. Auch hätte kein Nachbarjunge es gewagt, mich auf die gleiche Weise anzufassen, wie sie sich das mit den sozial schwachen Mädchen zutrauten, aus Respekt vor meinem Vater. So viel zur wahren sozialen Gleichheit.)

    Folglich agierte ich auf SPON-Forum Jahre lang als passionierte Verteidigerin aller Underdogs dieser Welt, ob Hartz-IV, ob Suchtkranke oder sonst wie vom Schicksal gebeutelte. Alle Vorwürfe oder Kritik über fehlende Eigenverantwortung tat ich z.B. als „Klischee“ ab, quasi als unbestätigtes Gerücht bzw. als eine große Ausnahme oder als Bosheit der neoliberalen Ausbeuter.

    Nun holt mich die Realität ein. Unsere jüngere Tochter arbeitet als Psychologin und kennt die psychosoziale Szene am Nordpol. Was sie mir erzählt, toppt jedes Klischee. Die Realität ist grauenhafter als derjenige, der das Glück hatte, in ordentlichen Verhältnissen aufzuwachsen, sich jemals vorstellen kann. Es sind Familien dabei, die jedes Jahr ein Kind bekommen, damit sie nicht abgeschoben werden und völlig überfordert sind, die Elternrolle wahrzunehmen (eine kli-scheehafte Ethnie aus einem osteuropäischen Land, was man hier gar nicht aussprechen darf, wäre ja eine Hassrede). Es sind Süchtige in zweiter oder dritter Generation, die nie gearbeitet haben, sondern sich als Dealer und Kleinkriminelle durchschlagen und die Sozialleistungen aufstocken. Die Kinder sind verwahrlost, kommen oft schon als Baby zur Pflegefamilien. Manchmal sind es mehrere Kinder pro Paar. Es sind Fälle von Verwahrlosung, Missbrauch und Elend. Es sind viele Deutsche dabei, aber auch auffallend viele Migranten. Das ist die bedrückende Realität, und nicht meine anerzogene idealisierte Gleichheit.

    • Willkommen in der Realität, Tam
      wie sagte Schröder schon, in Wirklichkeit gibt es das auch in der Realität.

      Die Kinder werden gezeugt, um ja den Status der Bedürftigkeit zu erhalten. Das sagte ich schon vor ca. einem halben Jahr und bekam hier Prügel (es ging um Alleinerziehende usw.).

      Die Frau des polnischen Bekannten kümmert sich zum Mindestlohn im Auftrag des Jugendamtes um ein ihr zugewiesenes Kind. Das sind Kinder mit den verschiedensten Problemen, oft angeblich ADHS o.ä., auf jeden Fall mit Ritalin behandelt, Kinder von alleinerziehenden Frauen, die auch ohne Kinder nicht zurecht kämen, teils haben die Kinder beide Eltern, die gänzlich überfordert sind usw.

      Unterdessen betreut sie das zweite Kind und hoffte vorher, dass es nicht so dreckig und stinkend wie das erste sei, das vor Wochen in der Psychiatrie landete, dabei hätte es nur Aufmerksamkeit und Liebe gebraucht, war mit der Mutter aber nicht zu machen.

      Es sind immer die Eltern, nie die Kinder, die ja nichts anderes kennenlernen. Man muss nicht lange rätseln, was aus diesen Kindern werden wird.

    • Gast sagte am 12. August 2016 um 08:53 Uhr: ferraille
      Jetzt mal, gegen alle Gewohnheiten meinerseits, ernsthaft. Die Franzosen sind große Könner in „souder vieux fer“. Wenn sie mal in der Provence vorbeifahren, so sollten Sie den Mont Ventoux erklimmen und von Bedoin her an Chalet Reynard rechts zum Waldparkplatz abbiegen (geht auch von Sault her).

  73. Fehler 504
    Das Problem des Seitenaufrufs hat offenbar auch mit dem verwendeten Browser zu tun. Mit Opera kann ich die FAZ und zeitweise auch die SZ nicht aufrufen. Mit Firefox hatte ich noch nie Probleme auch in bezug auf die Geschwindigkeit (hier in Tirol).
    MfG Helmut Rothleitner

  74. @ Renate Simon sagte am 11. August 2016 um 17:16 Uhr
    „So ganz allmählich geht mir 504 auf den Keks“.
    .
    Passierte mir früher oft wenn ich angemeldet beim Mutterkutter einen Kommentar abgeben wollte. Mach ich nicht mehr, weil der Kommentar von den Anwärtern von „irgendwas mit Medien“ beim Aufleuchten des Klarnamens bereit in den Orkus gingen. Aber großes Amüsement bei mir bei der hochwohlwollenden Verteilung von grünen Punkten und Sternen.
    .
    Zum Troste bei „Fehler 504 Gateway timeout“ folgenden Link anschauen: https://www.youtube.com/watch?v=JdtL9TBJ6jY

    • Punkte und Sterne
      Das ist in der Tat recht amüsant! Ein Kommentar von mir zu einem technischen Thema (der „nicht ganz“ auf der Linie der Redaktion liegt)und ein weiterer, der sich auf meinen bezieht, haben mit Abstand die meisten Sternchen – und die grünen Punkte liegen bei 10% davon…
      Dabei ging es wirklich um nichts politisches, nur um Elektronik im Auto.

    • den Hallervorden habe ich vorgestern schon
      Uwe Dippel zur Aufheiterung empfohlen, weil ihm so ad hoc partout nichts einfallen wollte.
      Aber trotzdem danke, man lacht ja immer wieder gerne, so lange es noch was zu lachen gibt und es einem nicht im Halse steckenbleibt.

      Momentan lassen die Mods nebenan meine Kommentare wieder gern in der Warteschleife hängen, um sie dann nach Stunden doch freizugeben. Auch bei der Welt ein sehr beliebtes Spiel, wenn man politisch korrekt reineweg die Wahrheit formuliert hat, was aber grad überhaupt nicht in Kram passt.
      Was die Punkte und Sterne sollen, keine Ahnung, auch keine Ahnung, wieso ich es schon vor über einem Jahr zu 11 Punkten gebracht habe, ist mir ja echt peinlich. Andere finden ihre Sterne ja sehr schmückend und sind stolz drauf. Konstruktive Kommentare… aber hallo.

      Ich lese gerade die neuesten Umfragewerte, man sollte doch mal die CSU rausrechnen, dann sähe es für die CDU so mies aus wie für die SPD und das wäre immer noch geschmeichelt
      http://www.welt.de/politik/deutschland/article157632823/Niemand-verliert-so-deutlich-wie-Angela-Merkel.html

    • Umfragen
      Nein, Frau Simon, leider erheiterte mich nur Didi Hallervorden.

      Die Umfrageergebnisse sind eine Schande für die Deutschen. Wow, nein nicht wegen der Prozente für CDU oder SPD, oder AfD; oder der Zustimmungen zu Merkels Politik. Wobei man sich bei 66 Prozent der CDU-Wähler schon fragen müsste, ob da nicht ein Schaden vorliegt … .

      Ich bin wirklich entsetzt über die 65 Prozent, die angeblich wollen, dass mit der Türkei weiterverhandelt wird, und derzeit eröffnet man – so sagte es zumindest Sebastian Kurz, der österreichische Außenminister, vor einigen Tagen – sogar ein neues Beitrittskapitel. Aber mit oder ohne dieses: dass 65 Prozent der Deutschen meinen, mit diesem Land, in dieser Situation, weiterverhandeln zu wollen, das schlägt für mich den sprichwörtlichen Boden aus dem Fass.
      Ich brauche die Litanei von Leid in der Türkei nicht zu erwähnen, fast alle Deutschen wissen sehr wohl was da abgeht. Sebastian Kurz argumentierte ganz klar in ZIB, dass er gegen jede weitere Verhandlung sei. Die Muttertitanic holte dann auch in den darauf folgenden Tagen weit aus, mit einigen Artikeln, in denen ’selbstverständlich weiter verhandeln‘ stand; von Merkel, weiß ich noch welchen Politikern, aber auch der im Gleichschritt marschierenden Kommentatorenriege jenes Schiffes.

      Ich verstehe die Deutschen nicht.

    • Herr Dippel, ich verstehe meine Mitbürger auch nicht
      Umfragen sollen meinungsbildend sein, so sehe ich das, darum die merkwürdigen Ergebnisse. Aber grundsätzlich hat Merkel wohl noch immer viel zu viel Rückhalt im Volk, für mich völlig unbegreiflich. Ich hatte meine zu ihr Meinung gleich zu Beginn dieser merkwürdigen Karriere ebenso wie zu Gauck, der mir schon als Hüter der Stasiakten nicht geheuer und zutiefst unsympathisch war.

      Einen Kurz hierzulande sehe ich leider weit und breit nicht, wenn ich auch die Hoffnung noch nicht aufgebe, dass irgendwo doch ein halbwegs fähiger Kopf, den ich nicht bei der AfD sehe, auf seine Chance wartet.

      Warten wir ab, was die nächsten Landtagswahlen bringen, vielleicht bekommt Merkel und die SPD gleich mit doch kräftig einen vor den Bug.
      Dass ich der SPD mal den Niedergang wünsche, hätte ich mir früher auch nicht träumen lassen. Aber bei dem Personal kann ich nicht anders.

  75. Titel eingeben
    Gelungener Essay,
    und das sie, lieber Don, ihre Federkünste unter den Scheffel stellen, dürfte manche von denen die sich angesprochen fühlen, nur noch mehr auf die Palme bringen. Mögen sie dort oben versauern.
    Und Danke für die gelungene Bebilderung.

  76. @ colorcraze sagte am 10. August 2016 um 14:45 Uhr
    „Die „Villiger Kiel“ wurden in meinem südbadischen Herkunftsort nahe der Schweizer Grenze gewickelt.“
    .
    Ja, so weit ich weiß in Tiengen.
    C., das Internet weiß fast alles (siehe Link). Das letzte Mal als ich jemanden diese „krummen Hunde“ rauchen sah war ich im Hofbräuhaus, vor dem Rauchverbot. Dort wo die Grandler sitzen, mit äahna eigene Maßkriag, die nach Gebrauch unter Verschluß kommen.

    http://www.noblego.de/deutsche-zigarren/aroma-erdig/

  77. Jahrestag 13. August
    Vor 55 Jahren haben die DDR-Fuehrer eine,zunaechst, physische Mauer bauen lassen.

    Seit einigen Jahren bauen ihre Nachfolger im Geiste eine ideologische Mauer durch die deutsche Gesellschaft.

    Frueher wurden Andersdenkende physisch getoetet oder weggesperrt von STASI und Grenztruppen.

    Heute werden Andersdenkende in den ’sozialen‘ Medien rufgemeuchelt und mundtotgemacht.

    Fortschritt?

    @Uwe Dippel und Renate Simon 12.08. abends: Die etablierten Parteien brauchen keine ‚vor den Bug‘ sondern ein ‚Nukleartorpedo‘ mittschiffs, da sie nicht mehr lernfaehig sind/sein wollen.

  78. Mein kluges Mütterlein
    gab mir auf den Weg: „Man muss immer die Wahrheit sagen, aber nicht alles was wahr ist.“
    Sie vergaß hinzuzufügen: „,ausser wenn man dafür bezahlt wird.“

    (Wieder mal köstlich gemein)

  79. Colnago
    Ich gebe zu, dass ich eher arm und sozial benachteiligt bin. Aber von alten Rennrädern habe ich wirklich Ahnung. Sollte also noch ein alter Rennflitzer aus einer italienischen Manufaktur mit einer stilechten Campa-Ausstattung bei Don Alphonso im Keller stehen, würde ich es liebend gerne übernehmen.

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