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Stützen der Gesellschaft

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Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Als politischer Flüchtling aus Berlin in Bayern überleben

| 391 Lesermeinungen

Auf den Bergen wohnt die Freiheit, auf den Bergen ist es schön,
wo des Königs Ludwigs Zweiten  alle seine Schlösser stehn.

Vor zwei Wochen gaben im Internet Tausende von progressiven, fortschrittlichen Menschen zu Protokoll, dass nach dem Wahlergebnis von Mecklenburg-Vorpommern ein Urlaub in dieser Region für sie nicht mehr vorstellbar ist. Statt dessen werden sie vermutlich Hamburg, Sylt, oder eine günstige Flugreise in wahrhaft demokratische und menschenfreundliche Länder wie die Türkei Ägypten oder Saudi-Arabien buchen, wo man die Vollverschleierung der Frau als Mittel ihrer Emanzipation staatlich toleriert oder gar fördert, und wo es auch keine Lesungen von Birgit Kelle gibt. Oder sie machen bei uns Biourlaub auf dem Biobauernhof im gentechnikfreie Landkreis Rosenheim. Auch das stösst in Berlin sicher auf mehr Verständnis als das Strandliegen in einem Bundesland, in dem mehr als jeder 5. Wähler trotz totaler Volksaufklärung nicht begriff, was er tat.

otwolaeb

Heute nun wird in Berlin gewählt, und neueste Umfragen zeigen, dass unsere progressive und fortschrittliche Metropole rund um das grüne Kalifat Friedrichshain-Kreuzberg möglicherweise auch von Fehlgeleiteten bewohnt wird, obwohl die Kräfte des Antifaschismus, Antisexismus und der Philanthropie mit abgerissenen Plakaten, Brandanschlägen und gewalttätigen Auseinandersetzungen dem Wähler sehr eindrücklich erklärt haben, welches Zeichen er nun zu setzen hat. Auch der regierende Bürgermeister der SPD hat noch einmal in aller Deutlichkeit verkündet, dass er von Wählern nach der Auszählung ein Ergebnis von unter 10 Prozent für die Kräfte des Rückschritts und der Finsternis sehen will. Es kann nämlich aus Sicht der wahren Bewahrer der deutschen Willkommenskultur in den Schlangen vor dem Lageso und den Baracken auf dem Tempelhofer Feld nicht so sein, dass all diejenigen, die sich abgehängt und benachteiligt fühlen, nun anders entscheiden, als man sich das für das Ansehen der Stadt wünscht.

Dennoch ist zu befürchten, dass die Argumente bei vielen nicht hinreichend verstanden wurden. Deutschland kann seine Grenzen nicht schützen, wir können nicht beweisen, dass Menschen ohne Pass älter als 18 Jahre sind, wir müssen sie dann besonders betreuen und das kostet halt deutlich mehr als ein Kind, das auf Hartz IV angewiesen ist. So will es das Gesetz. Manche Zyniker behaupten auch, dass die steigende Zahl von Migranten dazu beiträgt, die Qualität der schulischen Bildung zu reduzieren – ganz so, als hätte der Berliner Schulabschluss seinen glänzenden Ruf bei Universitäten und Firmen nicht ganz allein durch seine hohen, normativ-faktischen Ansprüche an die Prüflinge gewonnen.

otwolaeef

Kurz, es steht also zu befürchten, dass besonders im Umfeld der Partei “Die Linke“ und bei den noch ernsthaft arbeitenden und das alles finanzierenden Kernwählern der SPD, sowie bei Unionsanhängern, die die integrative Kraft der freien Drogenmarktwirtschaft an U-Bahnen in ihrer Verblendung nicht erkennen, weil sie keine Joints rauchen und ihre Privilegien nicht checken, der ein oder andere sein Kreuz an einer Stelle machen wird, die dem Ansehen von Berlin nicht förderlich sein wird. Vielleicht äussert sich auch mancher Brummi- und Wirtschaftslenker total frauenfeindlich gegen Frau Merkel, weil sie in ihrer Weisheit – darauf kommt es an! – es für eine gute Idee hält, Syrern ihre Führerscheine mit einem Kredit umschreiben zu lassen: Damit sie in der Logistik mit 40-Tonnern, den Lebensadern der deutschen Wirtschaft, mit hohen Anforderungen an Leistung und Zuverlässigkeit, den Einheimischen zeigen können, was sie zu leisten in der Lage sind (Eventuell brauchen sie auch eine Zusatzausbildung, aber wer wird denn kleinlich sein und nachfragen, in Nordkorea ist das auch nicht üblich). Man wird nach 18 Uhr vielleicht auch sagen, dass Frau Merkel das mit ihrer Politik gar nicht verursacht hat, und dass es nichts mit ihrer einsamen Entscheidung am Parlament vorbei zu tun hat, und nun vielmehr das offen zu Tage tritt, was schon immer in den Deutschen war.

Aber was ist zu tun, wenn ARD und ZDF nicht in der Lage sein werden, die schon vorbereiteten Kommentare mit dem Titel “Höhenflug der AfD gestoppt“ zu bringen? Was bleibt Berlinern, wenn ihre geliebte Stadt wie ein Vorort von Mecklenburg-Vorpommern entscheidet und die Bäckereiverkäuferin, der Bierlieferant für den Späti, der türkischstämmige Gemüsehändler und der ein oder andere aus der Mitte der Gesellschaft, die so radikalisiert ist, falsch wählt? Diese Progressiven müssen dann jahrelang damit leben, in einer Stadt zu wohnen, die möglicherweise das beste städtische Ergebnis für die AfD aufweist. Kann man wohnen, wo man eigentlich nicht mal Urlaub machen würde?

otwolaec

Für politisch korrekte Menschen bleibt, so sie ihren Schwur gegen die Barbaren an der Ostseeküste ernst meinen, eigentlich nur eine einzige konsequente Haltung: Emigration dorthin, wo die AfD keine Alternative ist. Das Land gibt es, es heisst Bayern, denn dort wird die AfD von der CSU vergleichsweise klein gehalten. Ausserdem sind die Schulen dort anerkannt sogar noch etwas besser als in Berlin, und es gibt Arbeit für jene, die bereit sind, sich in den kapitalistischen Prozess einzubringen. Es mag nicht ganz optimal für jene sein, die sich eine freie Arbeit mit Kulturfördermitteln des Staates im Kampfe gegen Hate Speech und für die richtig-progressive Kunstfreiheit erhoffen, aber eines steht zumindest fest: Wir haben mehr hier Jobs und weniger AfD-Wähler als das gesamte, ostblöckische Umland von Berlin.

Ich möchte daher die Gelegenheit nutzen, schwankenden Berlinapostaten eine Handreichung für eine mögliche Migration in meine schöne Heimat darzubieten: Was immer Sie tun – geben Sie sich als Wirtschaftsflüchtling und keinesfalls als politisch Verfolgter aus. Sicher, das Asylrecht sieht es anders, aber der Wald- und Wiesenbayer hat gute Erfahrungen mit anpackenden und sich in das System einordnenden Leistungsfreunden. Da ist der Bayer gar nicht ah so. Wer hier bereit ist, die Arbeiten zu übernehmen, die der Bayer übrig lässt, und seine Miete in der Wohnung des Bayern angemessen begleicht, wird gern aufgenommen. Weniger beliebt dagegen sind Leute, die ihren Umzug mit den aufkommenden rechten Tendenzen in der Heimat begründen: Wir lesen hier auch Spiegel Online und bekommen schon mit, wie das Neue Deutschland der Nichtwerktätigen seine willkommenskulturellen Theorien gegen unsere schöne Heimat in Stellung bringt. Natürlich steht es Ihnen frei, Ihren Aufenthaltsort in den Grenzen der BRD frei zu wählen, selbst wenn Sie davor Zonenbewohner waren, aber dem gütlichen und kommoden Auskommen ist es durchaus förderlich, die neue Heimat als Chance zur Integration und nicht als umzupflügenden Urwald zu betrachten. Sonst beginnt nämlich das Problem schon bei der Wohnungssuche und wird bei der Arbeit nicht kleiner. Bedenken Sie bitte, dass das Volk, das Sie als Gast aufzunehmen bereit ist, kein besonderes Interesse an Vorschlägen zur Verbesserung hat, wenn sie auf Berliner Erfahrungen begründet werden.

otwolaed

In Ihrem Dasein unter der Tarnung eines Wirtschaftsmigranten ist es völlig in Ordnung, wenn Sie bei uns die ökonomischen Vorteile preisen und betonen, wie gern Sie zur Mehrung derselben beitragen. Sie dürfen gern Hausbaupläne kommunizieren, und die Meinung vertreten, ein SUV sei für die Kinder nun mal sicherer als ein Lastenrad. Es steht Ihnen frei, Ihre Landlustneigungen hier auf Biobauernhöfen auszuleben und von Ihren neuen Erfahrungen bei der Heuernte zu berichten. Weniger gern gesehen sind dagegen Hinweise auf die tatsächlichen Beweggründe Ihrer Flucht. Das Herumlaufen mit Bierflasche wird nicht gern gesehen, und trotz der in Berlin von Feministinnen verbreiteten Legenden über sexuelle Exzesse unserer Festkultur reagieren die Einheimischen gar nicht erfreut, wenn Sie beabsichtigen sollten, unsere Feiern zur Selbstbedienung an unser Fleisch und Blut zu begreifen: Das ist nicht der Darkroom im Berghain, wo Wähler aufgerufen werden, das Richtige anzukreuzen. Ein Pakistani wäre in Niederbayern vor Kurzem beinahe selbstjustiziert worden, weil er die freizügige Festkultur nicht richtig einordnen konnte. Pakistan, Berlin: Geographie ist des Bayern grosse Schwäche, also vertrauen Sie nicht darauf, dass Sie hier anders als jeder andere Wirtschaftsflüchtling im Falle des Fehlverhaltens beurteilt werden.

Versuchen Sie einfach, hier unauffällig zu bleiben, so lange Sie Berlin politisch nicht mehr ertragen, weil auch die Mutter von Leona in ihrer KiTa nicht richtg wählte. Setzen Sie sich her, beseufzen Sie die Landschaft, und es nimmt Ihnen hier auch keiner krumm, wenn Sie auf regionale Herkunft der Nahrung bestehen. Sie können einen Teil Ihrer Einstellungen durchaus geschickt an die hier lebende Otwoläh Haute Volee anpassen, und wenn Ihnen die Musik zu leise ist, nehmen Sie einfach eine Bank näher an der Blasmusikkapelle. Nach vier Bierkrügen werden Sie den Unterschied zwischen dem Anton aus Tirol und dem DJ aus dem Berghain ohnehin nicht mehr erkennen. Wir verlangen von Wirtschaftsflüchtlingen lediglich Anpassung bei der Art des Rausches, aber keinesfalls ein generelles Verbot. Ihre synthetischen Drogen lassen Sie aber besser daheim: Sie entsprechen nicht der hier gängigen Vorstellung von Bio.

otwolaea

Der Rest ist ganz einfach: Am Berg sagt man “Grüss Gott“ oder “Servus“, Multikultitime ist ab 18 Uhr mit dem italienischen Hugo oder Spritz, und wenn Sie die Strassenbahn blockieren, nehmen Sie einen 7er BMW mit Starnberger Kennzeichen anstelle Ihres Schrottrades. Achten Sie ein wenig auf ihr Äusseres und tragen Sie Ihren Hipsterbart nach der althergebrachten Mode des Werdenfelser Landes. Erscheinen Sie pünktlich bei der Arbeit und erzählen Sie am Montag, wie schön Ihre Kinder das Bergwandern in der Alpenluft fanden, und dass die Laktoseintoleranz ebenso wie das ADHS überhaupt keine Themen mehr sind, seitdem Sie hier dem Bayerischen Volke dienen dürfen. Die CSU übergehen Sie einfach schweigend und schwappen es mit einem Biah nobe, ausser es geht um die Bewahrung der Naturschönheiten und des Altbaubestandes: Da darf man, vereint mit unseren renitenten Fortschrittsverweigerern, gern auch mal den Mund aufmachen.

Es ist also gar nicht so schwer, sich hier als Wirtschaftsflüchtling zu integrieren. Sollte der Reichshauptslum in fünf Jahren wieder politisch gereinigt sein, weil sich unter der drohenden RotRotGrün-Regierung nur noch Antifas, staatlich geförderte Stiftungen. Parlamentarier. Drogenhändler, Leuten, denen alles egal ist, und Bentoautorinnen dort halten können, können Sie immer noch zurück und beim Wiederaufbau des zerstörten Landes helfen. Vielleicht haben Sie sich sogar so weit bei der Freiwilligen Feuerwehr integriert, dass die Ihnen auch ein paar Hilfsgüter und schweres Gerät für das Bohren von Brunnen und den Aufbau von Schulen überlässt.

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391 Lesermeinungen

  1. Auch in Bayern kann man sein Statement contra Merkel abgeben – nämlich, indem man dieses Jahr nicht zur Wiesn geht. Der aktuelle Blick von der Bavaria per Webcam

    http://www.oktoberfest.de/de/webcam/live/bavaria#camtop

    zeigt eindeutig, wie wenig los ist – die geballte Wirkung von Merkelsommer, Nieselregen, Taschendurchsuchungen, Maschendrahtzaun und verdächtig wortreichen Beteuerungen, alles sei völlig sicher. So eilen nun rucksacklose Feiersüchtige in Polyestertracht durch die Wirtsbudenstraße, durch aufgeschnittene Müllsäcke vor dem Regen geschützt, auf der Suche nach Stimmung und menschlicher Wärme. Die findet man zwar im Bierzelt, aber es ist ein Rückzugsort, sozusagen ein feierlich geschmückter Unterstand im Schützengraben an Weihnachten 1916. Einfach durch Wegbleiben wird vielleicht auch dem einen oder anderen Mitglied der apolitischen Spaßgesellschaft deutlich, daß sich stimmungsmäßig in diesem Land einiges nicht zum Positiven verändert hat. Vielleicht bringt das bis 2017 noch ein paar Leute zum Nachdenken.

    • Doppelposting, bitte löschen ("Du schreibst zu schnell, mach mal langsam...")
      o.w.T.

    • Ja, da ist was dran
      @Andy Hunter
      sehr schön gesagt, vor allem der Webcam-Link mit dem Blick auf die leere Hauptstrasse gestern Nachmittag auf dem zum bayerischen Disneyland verkommenen Oktoberfest „makes my day“. Wo gerade der Spiegel, das Schwesterorgan des „Neuen Deutschland der Nichtwerktätigen“ eine Titelgeschichte über die Lage und Stimmung in München vor einigen Wochen während des Amoklaufs brachte … so toll ist die Stimmung in Deutschland wirklich nicht, auch wenn uns manche Apologeten einreden wollen, es sei statisch wahrscheinlicher, durch einen Meteoriten als einen Terroristen zu Tode zu kommen.

    • neue Arbeitsmöglichkeit
      danke für den Link auf die Webcam, auch heute gähnende Leere auf der Wies’n. Ich habe 10 Jahre in unmittelbare Nähe gewohnt – bei jedem Wind und Wetter herrschte reges Treiben auf dem Oktoberfest.

      Jetzt warte ich nur auf den Vorschlag von Frau Merkel, dass all die Syrer, die noch keinen Arbeitsplatz als LKW-Fahrer gefunden haben, ein „Darlehen“ bekommen und als „Besucher“ auf die Wies’n geschickt werden um der Weltöffentlichkeit zu zeigen: ‚Kein Problem – Ja wir schaffen das‘.

    • Titel eingeben
      und dazu noch ein verhinderte Vergewaltigung. Dies tut den Wies’nwirten richtig weh!

    • @Herr Pfarrer
      I wo, die Wiesnwirte sind doch tolerant! Aber in Berlin hätten die Polizisten jetzt womöglich ein Problem wegen „rassistischer Vorurteile“ oder „Verstoß gegen interkulturelle s. Selbstbestimmung“.


    • Ich weiß nicht, woher die Touristen auf dem Oktoberfest die letzten Jahre hauptsächlich kamen, ich habe nur gelesen (bei Armstrong) daß es wohl in den USA bzgl. Europa Terrorreisewarnung geben dürfte, und die in Franken mit der Axt attackierten Hongkonger dürften wohl auch in einigen asiatischen Zeitungen auf Interesse gestoßen sein.

      Ich habe mich schon vor Jahren gefragt, wie und wann der immer größer werdende Tourismus wohl endet oder auch deutlich weniger wird. Ich dachte, daß den Leuten schlicht das Geld ausgeht zum Reisen. Kann aber auch sein, daß sie sich schlicht nicht mehr an viele Orte trauen.

  2. Als Bayer mit Berlinern überleben
    …das könnte dann aber das grössere Problem werden, wenn es mit der Integration doch nicht so gut klappt.
    Wegbier und Berghain sind ja nicht nur Phänomene der Touris in Berlin.
    Berlins Mütter der Leonis, Neles und Leonas leben ja sowieso grösstenteils auf Kosten der Südländer.
    Ich wäre daher immer noch für die polnische Lösung… aber so doof sind die dann doch nicht.

  3. Schöner Beitrag...
    …aber viele Freunde werden Sie sich damit in Berlin nicht machen ;-)

  4. "Zurück zur Normalität"
    Die FAS ist schon weiter als ARD und ZDF. Bei ihr liegen nicht fertig geschriebene Artikel/Kommentare in der Schublade für die Zeit nach der Verkündung der Landtagswahl-Ergebnisse für Berlin, nein, sie hat schon fertig. Sprich: Für die FAS ist die Flüchtlingskrise vorbei. Nach der FAS herrscht wieder Normalität: http://www.faz.net/aktuell/politik/fluechtlingskrise/rueckkehr-zur-normalitaet-nach-der-fluechtlingskrise-14440213.html

    Vielleicht sollten ARD und ZDF von der FAS (Florentine Fritzen) lernen. Auch wenn es so kommen sollte, dass die AfD mit über 10% Prozent in das Abgeordnetenhaus einzieht, was ich nicht weiß und was ich von hier aus auch nicht einschätzen kann, ist das ’normal‘.
    Nur: Was meint die FAS mit „Normalität“ eigentlich genau?

    • Was ist Normalität
      m.E. ist normal was die Mehrheit der Menschen für normal hält.
      Das kann in Berlin etwas anderes sein als am Starnberger See (ich vermute das kommt von Star und ich nehme an die Leute wohnen dann auch in Starenkästen)
      zB Schwimmend Burkha tragen wird idR nicht gerne gesehen. Es gibt Hinweise hygienische Gründe sprechen dagegen.
      In Nürnberg(?) gab es Meisterschaften im Dirndlturmspringen. Eine Wassersportart bei der doch recht viel Bekleidung getragen wird.

      Zu den normalen Verhältnissen in Berlin und in der Umgebung bis zum Chiemsee: Normalität verändert sich nach der o.g. Definition.

      Man könnte sagen Bürgerkrieg in Syrien, Nordirland und der Türkei ist normal. Manchmal ruht der Konflikt.

      Oder anders. Wenn die FAS heute etwas als Normalität beschreibt bedeutet dies das sich ihre Wahrnehmung der Dinge verändert hat.
      vgl auch normale Badebekleidung in Deutschland 1871 ./. 2016

      PS:Normalität bedeutet m.E. nicht notwendiger Weise das wir etwas auch gut finden. Im Idealfall ist das so. Es könnte aber auch der normale Stau auf der Autobahn sein, Steuerpflicht, etc

    • Are you a politican? Or are you a newsman?
      Die FAZ betrachtet sich immer noch als die bessere CDU. Das ist ihre Identität, da kommt sie nicht raus.
      Sie sieht jetzt ihren Auftrag darin, die CDU vor der AFD zu retten, d.h. die werden in den nächsten 12 Monaten Dauerfeuer Richtung AFD geben und zugleich Reihenweise Bertelsmannstudien veröffentlich („Deutschland geht es soooooooo gut, es ist unfassbar“)

      Ergo:
      Die „FAZ wird das schaffen“.

    • Normalität
      „Nur: Was meint die FAS mit „Normalität“ eigentlich genau?“
      Dass jetzt Normalität eingekehrt ist heißt, dass man bereits den nächsten vollkommen überraschenden allesrechtfertigenden Notstand heraufdämmern sieht.
      Relativ zu diesem künftigen Zustand herrscht jetzt Normalität, denn eine Politik für die Zukunft orientiert sich auch an derselben, statt an der Vergangenheit.

    • Bitte um einen Obolus…
      Natürlich normalisiert sich das Leben in Deutschland. Das kärgliche Willkommens-Auskommen wird schon fleißig aufgestockt; inzwischen haben ein paar clevere Gäste sogar eine neue Erwerbsquelle entwickelt: weibliche Autofahrer um einen Obolus zu bitten, unter Zuhilfenahme von handlichen Gadgets wie Messern und Feuerwaffen.
      http://www.t-online.de/nachrichten/panorama/kriminalitaet/id_79023034/hamburg-bergedorf-brutale-ueberfaelle-auf-autofahrerinnen.html

      Also ich werde mir einen langen schwarzen Mantel, eine schwarze Haremshose und eine Kopfbedeckung zulegen, dann die Sonnenbrille auf, um meine Ethnie zu camouflieren.

      Oder noch besser: Ich ziehe die neue Pannenburka an.
      Auch als integratives Geschenk an die Freundin/Gattin gut geeignet, als Zeichen „unserer“ Solidarität und Toleranz:
      http://schutzengel-orga.de/blog/adac-pannenburka-fasst-ausverkauft/

    • I need to take a shit, I need a shower and an Internet connection.
      Wie angekündigt:

      FAZ erklärt Berlin Wahl zum kommunalen Ereignis und nimmt Merkel aus der Schusslinie.

      „Die Berliner CDU ist an ihrem Wahldesaster selbst schuld – nicht die Kanzlerin“

      http://www.faz.net/aktuell/politik/wahl-in-berlin/analyse-der-wahl-in-berlin-die-berliner-cdu-ist-an-ihrem-wahldesaster-selbst-schuld-nicht-die-kanzlerin-14438061.html

      Das steht da als „Analyse“, nicht als Kommentar!

      Im Text steht dann:
      „Auch wenn die Ergebnisse auseinandergehen, wird deutlich, dass diese Wahl nicht ausschließlich über das Themenfeld Integration und Flüchtlinge entschieden. “

      „Nicht ausschließlich“ entspricht irgendwie nicht ganz der Überschrift …

      Die FAZ macht sich nicht einmal mehr die Mühe seine Leser zu respektieren.

      Tja….

    • Tamarisque, die Pannenburka ist genial
      in neongrün, man wird weder im Hellen noch im Dunkeln übersehen, ach ist die schön. Werde mir gleich eine ordern, ist doch mal was ganz anderes als das dürftige Pannenwestchen. Danke für den Tipp.

    • Pannenburka
      trifft die Sache ziemlich zentral und in jeder Hinsicht. Vllt. gibts das auch in Neon-Schwarz?

    • Die letzte Rettung
      für Merkel
      scheint mir im Übrigen nicht das Exil, sondern die Burka, – vllt. arbeitet man bei der Groko schon an den Modellen @sozial und@christlich.
      Unsere @Eliten könnten dann weiter überall hin, ohne gelyncht zu werden (sie dürfen halt bloß nicht das Maul aufmachen!).
      Ehrlich, wer kann Merkel und Gabriel unter der Burka voneinander unterscheiden? Das ghet ja so schon fast nicht,- und das mit Text!

    • @Tamarisque zur "Pannenburka"
      Spaßige Idee mit der Pannenburka, und wenn das Bild z.B. von „nicht-lustig-de“ stammen würde, auch sofort zu posten und weiterzuempfehlen! Aber bitte mal schauen, wohin der link führt. „Schutzengelorga“ steht in rechtsradikalem Verdacht. Und mit einem Verweis auf die Nähe zu Rechtsradikalen erstickt man doch hierzulande jegliche Kritik an Merkel oder intellektuelle Auseinandersetzung mit den Fehlentwicklungen dieses Landes im Keim – also aufpassen, nicht allem was richtig oder lustig ist, darf man sich anschließen – solange es noch einen letzten Zeitzeugen an die Erbschuld unserer Großeltern gibt.


    • nicht allem was richtig oder lustig ist, darf man sich anschließen
      Wenn Sie dermaleinst die Eierschale von Kopf nehmen, werden vielleicht auch Sie erwachsen und merken, daß man sich nach dem zu richten hat, was richtig ist, und nicht nach dem Herrn Pfarrer, welcher Couleur auch immer.

  5. Der LKW Führerschein - damit wird sie es schaffen!
    http://www.rnz.de/nachrichten/mannheim_artikel,-Mannheimer-Bus-irrte-durch-die-Stadt-%E2%80%93-Fahrer-kannte-den-Weg-nicht-_arid,221988.html#null

    Und ich drück ihr ganz fest die Daumen, dass keiner so einer der LKW-Fahrer dann ist wie der, der in Nizza am Meer entlang fuhr.

    Und keiner, dessen live-chat dann wiederum in Prantelhausen erscheint und seltsamer Weise fast nirgends in der Presse einen Widerhall findet.
    http://www.sueddeutsche.de/politik/terror-die-chats-der-attentaeter-von-wuerzburg-und-ansbach-mit-dem-is-1.3161419

    Oder war das gefakt?

    Wie auch immer, niedliche Ideen am Ende der Einbahnstraße der immer noch weit offenen Grenzen, die nun mehr und mehr zu hören sein werden, bis der Spuk im allgemeinen aber durchaus todbringendem Chaos endet.

    Ja – und auf Bayern wird noch einiges zukommen. So oder so.
    Danke für die Betrachtung – und ich hoffe doch, dass der Wahlausgang dem einen oder anderen heftig zu denken geben wird. Und sei es nur deshalb, dass eine Tierschutzpartei die 5% Hürde knackt.

    • Füherschein
      Der Führer war ein armes Schwein er hatte keinen ….
      ggf ist hier Frankreich Vorbild. Ohne Führerschein hätte sich der berühmt gewordene junge Mann keinen LKW mieten können. Solche Überlegungen setzen natürlich voraus das sich künftige Aktivisten streng an die Straßenverkehrsordnung halten wenn sie ihre Attentate durchführen. Ein Tipp meinerseits: Nehmen Sie einen LKW mit großem Gastank. Ich gehe davon aus das sich die Polizei dann beim Schusswaffengebrauch eher zurückhält.

    • Kredit
      Als kritischer Realist könnte man Nizza (Nice!) für das wahrscheinlichste Ergebnis übertriebener Führerscheinkredite halten, oder Bürgerkrieg als das was Merkel am ehesten „schaffen“ wird, vermutlich aber erst nach ihrer Pensionierung.

    • Ein Ereignis
      wie in Nizza gab es.

      Schlimm genug, ohne Zweifel.

      Aber ein solches einmaliges Ereignis ist das am wahrscheinlichsten zu Vermutende?

      Da hab ich eine ganz andere Wahrnehmung von Wahrscheinlichkeiten.

    • Thomas, dann sollten Sie doch mal den link nach Prantelhausen wagen.
      Im letzten Chat des Attentäters wird explizit die Frage nach dem Auto fahren können aufgeworfen, da mit diesem „Werkzeug“ die Chance, viele zu treffen, als überaus hoch bewertet und besprochen wird.
      Der konnte nicht fahren, deshalb die Axt – womit man sich dann auch ausführlich auseinandersetzt hinsichtlich der Ausführung.
      Aber egal, was wir hier denken – die Zeit wird es eh zeigen, was in diesen Hirnen und Ausführungsorganen sich verbirgt.
      Was sich erweisen wird: so verquer wie andere können wir gar nicht!

      Übrigens Don – wollten Sie sich nicht mit denen, die in unseren Städten zunehmend Autorennen mit ungewissem Ausgang fahren, auch einmal auseinandersetzen?

    • Das passiert bei uns nicht so oft. Isch hab Polizei.

  6. Titel eingeben
    Sie scheinen sich ja durchaus zu freuen, dass die AfD vielleicht gut abschneiden wird. Vielleicht sollten Sie für diese Partei kandidieren?

    • Nette Erheiterung
      so kurz vor der ersten Hochrechnung…

      Sommer 2015 das erste Mal in Mecklenburg-Vorpommern Urlaub gemacht, das war fast so schön ‚heimisch‘ wie am Achensee…

      Vergangenen Juni kam ich gerne wieder…

      Ein wenig erinnerte mich das Urlaubsgefühl an das Einkaufserlebnis in Ingolstadt auf der grünen Wiese: stressfrei, sauber, aufgeräumt, nur eben nicht ganz so international und etwas hautverzierter…

      Dennoch das Ende der Geschichte der letzten Alpentour ein wenig vermißt…

    • Relevanz erkennen!
      Der Don freut sich nicht über das gute Abschneiden der AfD, sondern darüber, dass die gutmenschlich Korrekten vor dem Dilemma stehen, Berlin zur No-Go-Area erklären zu müssen. Ganz so, wie sie es mit Mecklenburg-Vorpommern zu tun beliebten. Wer im großen Mecklenburg-Vorpommern nicht mit 20 Prozent Nazis leben kann, der kann unmöglich im kleinen Berlin mit 15 Prozent Nazis leben wollen.

      Wenn wir milchmädchenhaft die Wahlergebnisse auf die Gesamtbevölkerung umlegen, dann ergeben sich für Mecklenburg-Vorpommern 14 Nazis pro Quadratkilometer und für Berlin 600 Nazis pro Quadratkilometer.

  7. Wiesn im Nieselregen
    Auch in Bayern geben heute viele ihr Statement contra Merkel und für Seehofer ab – auf der Wiesn nämlich, durch Wegbleiben. Der aktuelle Blick von der Bavaria per Webcam:

    http://www.oktoberfest.de/de/webcam/live/bavaria#camtop

    zeigt, daß das gerade massiv passiert. Merkelsommer, Herbsteinbruch, Taschendurchsuchungen, Maschendrahtzaun, Aufrufe zu mehr Blutspenden im Vorfeld und verdächtig wortreiche Beteuerungen, daß doch alles ganz sicher sei, es bleibt nicht ohne Wirkung. So sieht man die Feiersüchtigen in ihrer Trachtenuniform, dieses Jahr rucksacklos und durch aufgeschnittene Müllsäcke vor dem Regen geschützt, wie sie durch die verwaiste Wirtsbudenstraße eilen, immer auf der Suche nach der menschlichen Wärme im bierseligen Massenandrang. Den finden sie zwar, in den Zelten, aber sie ähnelt der eines feierlich geschmückten Unterstands im Schützengraben an Weihnachten 1916. Das Hackerzelt („Himmel der Bayern“) wurde innen neu ausgemalt, mit bunten Münchner Straßenszenen, auf denen nun auch schwarz Verschleierte abgebildet sind. Wenn man aus dem Zelt wieder heraustritt, spiegelt sich der bleierne Himmel in den Pfützen und der Wind pfeift. So führen gerade die Ängstlicheren durch einfaches Wegbleiben der apolitischen Spaßgesellschaft vor Augen, daß sich stimmungsmäßig in diesem Land einiges nicht zum Positiven gewandelt hat. Vielleicht bringt das den einen oder anderen bis 2017 noch zum Nachdenken.

    • Wenn es stimmt, dass am Wochenende nur noch halb so viele auf der Wiesn waren wie
      letztes Jahr werden Wirte, Hoteliers und alle anderen, die am Event verdienen hocherfreut den Jubel der LF nach Berlin rufen und sich vielleicht auch mal ein paar eigene Gedanken machen, weshalb der Geldbeutel so leer bleibt. Da wirds ja eng bis hin zum Trinkgeld der Bedienungen!
      Allein am Regen wirds nicht liegen – denn eine Vorausbuchung gibt man alleine wegen schlechten Wetters nicht auf.
      Es wird nicht das einzige Desaster bleiben – aber schon mal ein gut sichtbares!

    • Halbe statt Maß
      Nun ist es auch offiziell: Pressemeldung lt. KVR München: „Wie das Münchner Kreisverwaltungsreferat berichtet, sind die Besucherzahlen auf dem Oktoberfest in diesem Jahr deutlich zurückgegangen. Demnach haben am ersten Wochenende lediglich rund 500.000 Menschen die Festwiese besucht. Das sind rund eine halbe Million weniger Menschen als noch letztes Jahr. Grund für den Rückgang ist wohl vor allem das schlechte Wetter.“

      So so, das schlechte Wetter. Eine Halbe sind auch lediglich 500 ml weniger als eine Maß (minus Unterschank). Mathematisch nicht unkorrekt hätte man aber auch folgende Headline bringen können: „Wiesn 2016: WEGEN REGEN Halbierung der Besucherzahlen am ersten Wiesn-Wochenende“…

    • Das Wetter war wirklich so scheusslich wie der Kreuzberger Bezirkshaushalt.

    • Schleich di!
      Wos verzähltst du do? Mia warn fei scho auf da Vorwiesn, gell? An Terroristn erkenna mia sofort – weil der verdrogt ja nix! Der hod ja no nie a Bier drunga! Gibst eam a Maß und er ist hi! Do is nix mehr mit terrorisiern, der hockt beim Rotn Kreuz! Der will nua no hoam, der nimmt as nächste Taxi und kotzt es voll! Oba selba schuld, sog i do.

  8. Ääääätzend!
    Fabelhafte Einstimmung auf die anstehenden Wahlergebnisse im RHS.

    Wann wird der Grenzzaun im Norden errichtet?

  9. schoschee
    Lieber Don,
    Danke für den unterhaltsamen Text und die traumhaften Bilder! Schoschee in Bayern!
    Neulich beim Ochsenrennen in Münsing gab es von den Alteingessenen aber schon die Befürchtung, dass es nun langsam zu viele werden, die aus “ Preissn zuazien“, also aus dem Rest Deutschlands nach Bayern migrieren.
    …Zusätzlich zu den afrikanischen und arabischen Flüchtlingen, den Analphabethen, die für gar keine Arbeit zu grbrauchen sind!
    Also bitte nicht zu viel Werbung für Bayern!

    • Bayerische Schwächen...
      …gibt es nicht nur bei der Geographie, auch mit der Rechtschreibung happerts, es sollte oben: „Analphabeten“ heißen.
      Im Norden sind für uns alle Preißn.
      Aber Richtung Italien kennen wir uns aus.

      Meine Meinung hinsichtlich der CSU/AfD:

      Wenn der Bundestagswahlkampf mit Merkel geführt wird, glaube ich an ein starkes Abschneiden der AfD in Bayern:
      Weil a Watschn brauchts scho…


    • @ Desperado
      „Neulich beim Ochsenrennen in Münsing gab es von den Alteingessenen aber schon die Befürchtung, dass es nun langsam zu viele werden, die aus “ Preissn zuazien“, also aus dem Rest Deutschlands nach Bayern migrieren.“

      Parallel dazu könnte man doch ein Kamelrennen organisieren. Als interaktive integrative Touristenattraktion.

      Habe neulich eine TV-Doku über die schwedische Insel Öland gesehen, wo Kamele im Rahmen eines EU-Projektes eingesetzt werden, damit die einheimische Flora gedeiht. Die Kamele fressen gewisse Pflanzenteile, die nicht erhaltungswürdig sind und fördern soi das Wachstum der wertvollen Pflanzen, wie z.B. der Sträucher.

      Es wurde gezeigt, wie die Kamele dort ankamen, wie sie ausgeladen wurden, wie neugierig und zufrieden sie die an der Küste gelegene Wiese betrachteten. Zum Projekt bekäme man ganz sicher noch üppige Fördergelder aus Brüssel.

  10. Some men just want to watch the world burn.
    Der Deutsche.
    Braucht Grenzen.
    Denn Grenzen geben Halt.

    So ganz ohne Grenzen, wie es die Mutti sieht, geht es nicht.

    Und daher werden jetzt Grenzen gezogen, in dieser Nation ohne Grenzen.

    Berlin versus Bayern ruft der Don in den Raum.
    Jedoch ohne erwünschte Resonanz, denn im Raum steht schon fett „Gutmensch versus Nazi“.
    Da müssen wir jetzt alle entlang, hindurch oder drüber hinweg.

    Und ich glaube nicht, dass die Grenzziehung mit Liebe erfolgen wird.

    Nachdem wir für die BürgerkriegsFlüchtlinge unsere Grenzen abgeschafft haben, werden wir unsere Nation spalten, einen Bürgerkrieg beginnen, und in diesem Land die Zustände erschaffen, die gegenwärtig in Syrien herrschen.

    Und kein Politiker ist gegenwärtig in der Lage diese Entwicklung zu stoppen.
    keiner ist fähig eine Einheit der Nation zu erzeugen.
    Alle sind nur damit beschäftigt eine neue Grenze zu ziehen, weil sie sich nicht mehr an der alten Grenze der Nation orientieren.

    Sie wollen mal eben die Welt aus den Angeln heben, Muttis Idee weiterspinnen, weiter so mit dem „Wir schaffen das“….

    Sie haben keine Ahnung was sie damit anrichten.

    • Titel eingeben
      Grenzen werden gezogen auch gegen Hell- und Dunkel Deutschland, gegen jung und alt, für und gegen Freihandel usw und das ist so gewünscht. Keiner wird was dagegen tun. Ab wann ist eine Verschwörungstheorie keine Theorie mehr?

    • We are your friends. We're here to watch you, we are here to protect you.
      @Nur ein Leser

      Sie erkennen, dass das keine Verschwörungstheorie ist, daran, dass keine CIA drin vorkommt.
      Sollten Sie doch wissen.

    • Grenzen
      Die einzige Grenze die nicht in Ein-und Ausgegrenzte „teilt“…
      ist die Selbstbegrenzung…die vielleicht am wenigsten beachtete,
      aber die „Not-Wendigste“…Grenze die allen Menschen hilft?

    • Watch and learn, my dear. Watch and learn.
      Wer gestern Anne Will schaute, der konnte die neuen Grenze beobachten. Wie sie gezogen wurde, von denen, die letztes Jahr die Grenzen abschafften.

      Wir öffnen uns gegenüber dem Islam und grenzen uns ab von den Nazis.

      Das ist die neue BRD.

      (einfach beobachten, auch die, die es noch nicht erkennen können)

    • Ob D ein "Failed State" ist, entscheidet im Ernstfall wer?
      Goodnight sagt:
      18. September 2016 um 17:01 Uhr
      „Nachdem wir für die BürgerkriegsFlüchtlinge unsere Grenzen abgeschafft haben, werden wir unsere Nation spalten, einen Bürgerkrieg beginnen, und in diesem Land die Zustände erschaffen, die gegenwärtig in Syrien herrschen.“

      „Wir“? Oder nicht vielleicht doch eher die hier: „Some men just want to watch the world burn.“

      Und Nein … Nicht der Deutsche im Besonderen braucht Grenzen. Die internationale Friedensordnung im Rahmen des Völkerrechts braucht Grenzen. Andernfalls gilt die Argumentationslogik bzgl. dessen, was bei „Kontrollverlust“ unter Völkerrechtsverstoß von „Schwere“ der General-Bundesanwaltschaft am Beispiel Syriens fällt oder nicht fällt (s. insb. Seite 2), sonst ggf. auch früher oder später für uns selbst, da sind wir im Ergebnis ausnahmsweise mal einig …
      http://www.heise.de/tp/artikel/48/48789/1.html

    • "Deutschland wird ein nahöstlicheres Land sein."
      schrieb der renommierte britische Historiker Niall Ferguson am 11.06.2016 in der WELT, und zwar nicht im Konjunktiv.
      Am 13.07.2016b veröffentlichte die EU-Kommission einen Plan zur Um- und Ansiedlung von Migranten in EU-Europa („Europäischer Neuansiedlungsrahmen“), der vorsieht, jede gelungene Ansiedlung mit 10.000 Euro aus der EU-Kasse zu honorieren.
      Die Richtung vorgegeben hatte zuvor bereits der Vizepräsident der EU-Kommission Timmermans, der in einer Rede behaptete, europäische Kultur und europäisches Erbe seien lediglich soziale Konstrukte und jeder, der etwas anderes behaupte, sei engstirnig. Die Masseneinwanderung von moslemischen Männern nach Europa sei ein Mittel zur Erreichung der postulierten „multikulturellen Diversität“. Kein Land solle der unvermeidlichen Vermischung entgehen.
      Fazit: Die Reste der „Nation“ als gewachsene kulturelle und (weitgehend) ethnische Gemeinschaft werden zwar gebraucht um „das“ zu schaffen, schaffen sich damit aber unweigerlich selbst ab.

  11. Aussteigerprogramm
    Da bat ich Sie doch kürzlich, jenen sektiererisch Progressiven in Berlin eine Alternative und Ausstiegsmöglichkeit zu skizzieren.

    Und wahrlich, welch herrlich positive Perspektive zeichnen Sie diesen.

    Ob wir es noch erleben dürfen, dass Sie als bayrischer Flucht- und Integrationshelfer bejubelt oder zumindest hofiert werden?

    Spätestens dann würde ich darüber nachdenken, ob es nicht doch noch Wunder gibt.

  12. Antifas
    I hob denkt des san die Antifanten!?

  13. "... darauf kommt es an!"
    Lakonisch auf den Punkt gebracht: was für eine Gespensterdebatte! Ununterbrochen wird Wohl und Weh Ihrer Majestät verhandelt. Es ist nicht gut Sie hier mit FAZ-Kritik in Verlegenheit zu bringen, aber diese irre Hofberichterstattung über dero Befindlichkeit auch hier zu lesen, es tut schon weh.

    Höre heute Abend den designierten Berliner-Philharmoniker-Chef im Musikverein (noch mit dem BSO aus Ihrer hier ganz prächtigen Landeshauptstadt). Für jeden Musikfreund ein freudig erwartetes Ereignis und ein Engagement um das selbst Wien Berlin beneidet. Allein, dass diese Frau mein Leben dermaßen beeinflusst, dass ich in der Pause noch einen Blick auf die Berlin-Wahlergebnisse werfen werde, früher kaum bemerkt, wie der Wahn einer Person und die ungeheure Feigheit ihrer Hofschranzen ganz Europa beeinflusst – und kein Ende absehbar.

    • Kirill P. ...
      … schafft das. Habe ihn letzten Mittwoch in der Phil. im RHS erleben dürfen. Crowd went wild. Viel Spaß nacher im Musikverein.

    • ad kyle broflovski
      Es war wie zu erwarten magisch, ein Tiefenforscher, besonders und einzigartig.

      Zu erwarten war auch Berlin: überragender Sieg für die Merkellinie. Nur weil da SPDGrüneLinke draufsteht, egal. Mit FDP und irgendwie noch zurechenbaren Wagenknecht-Wählern sind ein knappes Fünftel echte Proteststimmen. Allerhöchstens – ich glaubs aber nicht – wird ihre Wiederkandidatur verhindert. Aber ob das noch eine Rolle spielt.

      Habe mich über Ihre Replik sehr gefreut, manchmal glaube ich, es interessiert schon gar niemanden mehr, dass es bei Berlin auch um eine große, traditionsreiche und immer wegweisende Kulturhauptstadt geht, die gerade zugrunde gerichtet wird.

    • und Wien?
      Von Tiroler an Wiener: Ist Wien wirklich anders/ besser als Berlin? Ich glaube nicht (mehr). Mit der U6 will ich nicht mehr fahren, der Praterstern ist … (es fehlen mir die Worte).

      Ich bin immer sehr gerne und regelmäßig (2 bis 3 mal jährlich) nach Wien gefahren. Doch zuletzt waren mir der Fußweg zum Musikverein, zur Volks- und auch zur Staatsoper (ja auch dort, den Ring, vom Parlament kommend, entlang!) „z hascht“ (auf Deutsch: zu mühsam, unangenehm). Von den Bezirken (zB: Penzing oder Simmering), außerhalb des Gürtels (die ich kenne), will ich nicht weiter reden …

    • ad Pfarrer Hirn: Wien - Berlin- Bayern
      Wien ist rapide verrohter geworden. Als Frau habe ich zwar bisher keine Angst, lebe aber nah der Innenstadt in Bobotown wo auch spät genügend Leute unterwegs sind. Freilich schränkt sich längst unbewusst der Radius ein. Den Publikumsbesuch wird es sicher treffen. Wer aus den Außenbezirken kommt oder gar die S-Bahn nach Niederösterreich braucht, der wird sich´s überlegen. Wenn ich an die enormen Berliner Distanzen denke, der gesamte Kultur- und Ausgehbetrieb wird massiv leiden, immer weniger Lust und Kraft auf einen deprimierenden Anfahrtsweg haben.

      Trotzdem, auch wenn Wien Berlin immer nur um ein paar Jahre nachhinkt, so schlimm kommt es nicht. Habe soeben einen RBB-Talk mit Hauptstadtjournalisten gesehen, zum Verzweifeln: Merkel Verehrung ohne Ende, miesestes CSU-Gewitzel mit Publikumsgejohle, Tenor: ihr seid ja alle doof. Ich hielt Dons Berlin-Haterei oft für einen exzentrischen Topos, doch es ist bitter ernst zu nehmen: schafft die ab bevor das ganze Land mitgerissen wird.

      Nein, so sehr hassen wir uns nicht. Manchmal versteige ich mich zu dem Gedanken Österreich hat mehr aus seinem Menschheitsverbrechen gelernt als Deutschlands Herrenmenschen-Tonangeber. Die AfD, die m.E. ein noch viel dümmeres und ärgeres Personal als die FPÖ hat und nichts desto trotz in dieser Katastrophe sein muss und darf, nützt letztlich gar nichts. Auch mit 30% bliebe sie isoliert. Die Wende kann nur von Bayern ausgehen, aber wird die tatsächlich gewollt?

  14. Geographie
    „Geographie ist des Bayern grosse Schwäche……“!
    Was zu beweisen war, Mühldorf ist Oberbayern! Werter Don machen Sie also bitte in Zukunft einen Bogen um Mühldorf, die dortigen Bewohner sind es leid, ob der geografischen Nähe, fälschlicherweise nach Niederbayern verortet zu werden.
    Ansonsten wie immer ein sehr kurzweiliger und unterhaltsamer Artikel.
    Danke schön!!!

  15. Milieustudie eines Vollintegrierten
    Wie Sie es in einem der letzten Blogs bereits sagten: Oan hosd frei, Kamerad, aba dann bin i dro!

    Eine wundervoll zynische Hommage an den bayerischen Way of Life, der Gegensätze vereint, die für Metropolenbewohner manchmal gänzlich unüberbrückbar wirken.

    Ein herzliches Vergelt’s Gott, werter Don!

  16. Köstlich!
    Hochverehrter Don!

    Als stiller und schon lange süchtiger Leser Ihres Blogs habe ich mich bisher aller Kommentare enthalten, weil mir als Physiker einfach die Eloquenz der hier aktiven Foristen fehlt. Ich habe es halt mehr mit Zahlen..

    Heute ist es mir jedoch ein Anliegen, mich für diesen Beitrag ausdrücklich zu bedanken. Nicht nur beim ersten Lesen, sondern auch beim zweiten habe ich mich köstlich amüsiert und zum Teil lauthals gelacht. Sie sind
    schon ein richtiger Spötter, und das mit einer gehörigen Portion Humor. Jeder Satz ein Nadelstich oder gar eine Watschn für unsere selbsternannten Eliten aus dem Reichshauptslum. Man muss ja nicht immer Ihrer Meinung sein, aber Ihre dicht geschriebenen Texte, die mich oft an Scholl-Latour erinnern, sind immer ein Vergnügen.

    Vielen Dank und bitte mehr davon!

  17. Tempi passati
    Werter Don,

    Sie beschreiben schön ausführlich und mit Ironie eine Regel, die auch ausserhalb des schönen Bayerns gilt: Wer fleissig ist wenig jammert, und einen anständigen Umgang mit den Alteingesessenen pflegt, kann sich überall integrieren.

    Mit Ihren ausnehmend schönen Bildern und ihrer Wortwahl suggerieren Sie eine Homogeneität und Ursprünglichkeit in Bayern, die es schon lange nicht mehr gibt, spätestens seit den Flüchtlingswellen nach dem Krieg und wegen der notwendigen Anpassung an die Globalisierung. Vielleicht ist der Alpenrand eine Ausnahme, wo man die Tradition nicht ganz uneigennützig wegen des Tourismusmarketings pflegt, schliesslich wurde die Bayerntümelei als Tourismuskonzept auch am Tegernsee erfunden.

    Ihr bayerisches ‚Wir‘ wirkt amüsant, weil es so wirkt also ob die meisten Bayern ähnlich denken. Die Realität ist doch etwas komplizerter, schauen Sie mal in die aktuelle Wochenendausgabe der von Ihnen nicht geschätzten SZ, für die Kurt Kister einen sehr lustigen Leitartikel zum Oktoberfest geschrieben hat und Peter Sloterdijk (von der linksliberalen Presse ab und zu schon mal in die Nähe der AfD gerückt) zu Werbezwecken für sein Buch ein paar schöne Gedanken zur Erotik äussert, die weder kompatibel zu den Ansichten der AfD noch von Genderistinnen sind.

    In meiner Heimat nahe Ihrer Heimatstadt an der Donau waren bis in die 1980er Landfrauen in der Tracht an Werk- und Sonntagen noch alltäglich. Der Vater trug zur Arbeit Lederhosen, die im Nachbarort in Handarbeit gefertigt wurden. Tempi passati. Heute werden Lederhose und Dirndl getragen für weitgehend sinnfreie und starre Rituale wie dem Aufstellen des Maibaums , den Fronleichnamsprozessionen, und dem weltlichen Hochamt des Volksfestes (vulgo Besäufnis).

    In den 1970 und 1980ern waren wir bei der eher liberalen katholischen Landjugend daran interessiert trotz dieses extremen Wandels die dörfliche Kultur zu authentisch zu erhalten und an die Moderne anzupassen (Moderne Gottesdienstgestaltung, Pflege von Volksmusik und -tanz, Organisation von Kulturveranstaltungen). Im Dorf gab es aber bald den Wunsch, die ‚ursprüngliche‘ Tradition in Form des Burschenvereins wiederzubeleben, weil das Traditionsverständnis der Landjugend zu modern war. So gab es den Maibaum wieder (bei der Aufstellung durfte die Landjugend die Volkstänze vorführen), bei besonderen Gottesdiensten schwangen Lederhosenträger schön bestickte Fahnen und es wurden ein paar mehr Volksfeste organisiert. Diese Tradition hat den ganzen Landstrich wieder fest im Griff und oberflächlich betrachtet gibt es eine ‚lebendige‘ bayerische Kultur mit scheinbar bodenständigen Werten. Wenn es doch so einfach wäre: Neubausiedlungen für Pendler, Gewerbegebiete en masse, zugewanderte Ostdeutsche, Russen und andere Osteuropäer haben zu bereits zu einer Diversifizierung und Fragmentierung geführt, bei der ein bayerisches ‚Wir‘ doch nur für die alteingesessenen Bayern (und mittlerweile auch den Nachkommen der sudetendeutschen Flüchtlinge) gilt.

    Spannender als über Merkel zu klagen, wie es CSU, AfD und andere biodeutsch Denkenden tun und irgendwelche Obergrenzen zu definieren, um das zu bewahren was es schon längst nicht mehr gibt, wäre es doch zu akzeptieren, dass Bayern seit dem 2. Weltkrieg eine Einwanderungsgesellschaft ist. Und darüber offen nachzudenken und zu diskutieren, welche neue Kultur notwendig ist, um ein friedvolles Miteinander innerhalb und ausserhalb Bayerns zu erreichen, gerne auch mit einem selbstbewussten Staat.

    Bin wie immer gespannt auf Ihren nächsten Blogbeitrag!

    • @ flycress / Tempi Passati
      Als selbst mal nach Bayern Zugezogener kann ich dem Beitrag nur zustimmen.

      Als Beispiel hält da ja immer die Rolle der Sudetendeutschen beim Aufbau der heute so gerühmten bayerischen Industrie her.

      Auf wie viele Bayern kam nach 1945 noch mal ein Flüchtling – einer auf vier Alteingesessene, oder?

      Auch dazu hat der werte Don mal zu geschrieben, denke ich. Da ging es um die Person, die bei seiner Familie unter der Treppe schlafen musste, meine ich mich zu entsinnen …

      Aber mal ganz unabhängig davon hatte ich auch mal eine Zeit in Berlin – und gönne dem einen oder anderen Bekannten von damals gern den Tritt in Gestalt der Zeilen des werten Don. Die Betreffenden wissen sicher, wie das gemeint ist.

  18. Die Piefke-Metropole Berlin und ihre falsch verstandene Weltoffenheit
    Was ist Berlin? Schön ist es sicher nicht. Hat eher den Charme einer teilentrümpelten Garage. Und wofür steht es „ideell“? Schwer zu sagen. Von außen betrachtet kommt es rüber als ein Gebräu aus altbekanntem Piefke-Ehrgeizgetue und neu deutsch-angegrautem, vollverwirrtem Alt 68-er Lindenstraßeappeasement, das als neue Parole die Selbstversenkung ausgegeben hat. Alles so unappetitlich wie das Garagenambiente. Eins steht fest: echter Freiheitssinn sieht anders aus. Da lobe ich mir doch Metropolen wie Paris oder London, bei denen Multikulti nicht annähernd so verlogen wirkt wie in der Stadt des Bären (eines behäbigen, wenig sportliche Assoziationen weckenden Symboltiers). Berlin ist zusammenhanglos, ohne echte Identität. Daher nachfolgend auch keine ganzen Sätze, sondern nur Satzfragmente: Lindenstraßenwaschlappen, Pantoffelhelden, Multikultiheimatfilmschmonzette, Tatortschnulze, Spontigebrabbel, rot-rot-rot-rot-grün-grün-grün-grüne Waschküchenromantik, CDU als Vogel Strauß mit Kopf im Sand, hätt ich noch einen Koffer in Berlin würd ich ihn schnell rausholen, Berlin die ewige Baustelle, verlogene Minderheitenpolitik mit preußischer Brachialität und Stechschritt im Kopf aufoktroyiert, man schützt ein Haus vor Einbrechern indem man es niederbrennt, der besinnungslose Flug in eine Endlosschleife in der wahnwitzigen Hoffnung, dadurch wieder bei sich selbst anzukommen (die Schleife wird unendlich weiter), Stadt im Wachkoma, Berlin ist keine Reise wert, lächerliche Verstellspielchen, Spielhölle ohne Grenzen, Alternativapparatschicks, weder Charme noch Schmiss, flach, feige, langweilig, gesichtslos, Garage, Lagerhalle, Tuntenparaden rund um die Kanonenstatue, Zwangsspaßgesellschaft, wenn du jetzt nicht jleich lachst denn setzt et wat!, Garage, Lagerhalle, Garage, Lagerhalle…
    Da stehen die von den Balinän oft als krachledern beschimpften Bajuwaren deutlich besser da: Alpenromantik (eine natürliche Grenze, die man nicht zwanghaft aufrechterhalten muss), gute Luft, reines Wasser, fette Butter, Urigkeit, Schönheit, mutig sein beim Überschreiten der Watzmanngipfel, Abstieg ins berauschend schöne Wimbachtal mit anschließender zünftiger Brotzeit, blauweiß statt grau, klare Seen, satte Wiesen und selbst München mit seiner ganzen Dekadenz wirkt im Vergleich zu Berlin wie ein Jungbrunnen. Viel lieber krachledern!

    • @Harry Charles
      „sportliche Ambitionen“ als Qualitätsmerkmal einer Stadt?
      Wohl mit den Turnschuhen der „korrekten“ Marke?
      Oder wie oder was?
      Ihr adjektivreiches Berlin-Bild mit aus den Fingern gesaugten Vergleichen ist auch sonst sowas von daneben.

  19. Getextetes Selfie,
    Don Wange an Wange mit einem Wirtschaftsflüchtling aus der RHS. Wenn er, der Don sich damit mal nicht ins eigene Knie geschossen hat und gar um Asyl in Mantua anfragen muß-oder noch schlimmer ganz reumütig in Berlin. Am Tegernsee dürften diese offenen Einladungen nicht gut ankommen.
    .
    Überschätzen Sie mal die Aufnahmebereitschaft der Bayern für weiteres fremdes G´schwirrl nicht, auch wenn uns die Bundesregierung über ihr Sprachrohr Mainkutter mit Dampfpfeife, Nebelhorn, Klappbüchs und Signalflaggen bedeuten will, daß sich der Geschenktenzustrom (Hyperbelfunktion) sich über der x-Achse als Asymptote darstellt, also nahe Y= Null ginge.
    (DdH)

  20. Zweistellig kommt die AfD - auch nach Bayern!
    Es wird alles nichts helfen, was sich Zensoren, Moderatoren und wohlmeinende Manipulatoren, bis hin zum klerikalen Überbau zur Großen Volkserziehung einfallen lassen. Allein, die Verhältnisse ändern sich nicht durch Worte. Taten haben entschieden und entscheiden weiterhin. Wem nützt dies? Ein wachsenden Wählerschaft der AfD! Rotrotgrün wird, will und kann die Verhältnisse verschlimmbessern, bis es mehr und mehr merken: An einer Alternative für Schland kommt niemand mehr vorbei! Dies sei doch längst die CSU – in Bayern allemal mit weit darüber hinaus reichender Strahlkraft? Bayerische Brauchtum mag das Lokalkolorit bereichern, allein die Verhältnisse ändern sich schneller. Es wird eine einfache Rechenaufgabe, welche Wähler in den Bundesländern schon gelöst haben und weiter lösen werden.
    http://n0by.blogspot.hu/2016/09/rein-nach-schland-13-budapest-visegard.html
    Auch zweistellige Prozentzahlen für die AfD machen wenig Hoffnung, weil die Rotrotgrünen Beharrungskräfte faktisch Normen setzen, die unumkehrbar sind.

  21. Rückanblick verboten; Bayern Integration geübt
    Lieber Don Alphonso, allein der erste Satz ist schon göttlich. Und dann kommt„ grüne Kalifat Friedrichshain-Kreuzberg“ – noch mal göttlich; der erste Link: völlig irre.

    Aber ich habe volles Verständnis: Würde ich so aussehen, wie die grüne Bezirksbürgermeisterin, hätte auch ich mich mein Leben lang beim nun verbotenen Anblick eines schönen Frauenrückens missgestimmt gefühlt. Durch den nun ebenso verbotenen Anblick eines flachen Bauchs und einer wohlgeformten Taille wäre ich im Laufe der Jahre verbittert geworden, hätte schon lange herbe Züge an den Mundwinkeln, die sich bei mir nicht abgezeichnet haben. Aber ich hatte ja Glück, ich hatte einen schönen Rücken, eine schlanke Taille und einen durchtrainierten Bauch. Lag an meinem Fleiß bei meiner Vorliebe für Gymnastik – die Gymnastik-Lehrerin nannte mich „Schlangenfrau“. Und diese optimale Optik genoss ich bis Ende 49. Das Leben ist unfair.

    Tja, liebe Bezirksbürgermeisterin, im Namen der Frauen, deren Rücken entzücken kann, möchte ich Sie wissen lassen, dass Sie Frauen wie mich nicht ausrotten können. Sie haben nur etwas Glück mit Ihrem Kalifat. Würden Sie solche Bilder nicht in Ihrem Berliner Bezirk, sondern in einer Stadt in Frankreich oder in den USA verbieten, hätten barbusige Frauen in Ihrem Kalifat schon demonstriert, denn dort zählt nichts so sehr wie die Freiheit für mens sana in corpore sano, auch bei Frauen.
    (Ich zeigte vorhin den Artikel mit dem Foto der Bezirksbürgermeisterin meiner jüngeren Tochter. Sie meinte spontan: „Kampflesbe“.)

    Was die Integration anbelangt, so habe ich als junge Frau eine einschlägige Erfahrung gemacht. Links auf Bild 4 ist eine Dame zu sehen, die einer Zimme-nachbarin von mir sehr ähnelt, mit welcher ich einst am Nordpol ein Krankenhauszimmer teilte. Das war etwa zwei Jahre nachdem ich im akademischen Austausch als Praktikantin nach Deutschland gekommen war. Bei meiner Ankunft war ich zarte 23 Jahre alt: mit 18 Abi gemacht, acht Semester studiert.

    Nun, ich wurde mit Nachdruck gewarnt: Die Dame sei im ganzen Krankenhaus berühmt berüchtigt. Sie sei rabiat, ein bayerisches Unikum, ausgesprochen schwierig im Umgang. Gar niemand käme mit ihr aus.
    Nun, sie war weit über 60, und sie war tatsächlich ganz anders die Nordpolbewohnerinnen, die ich bisher kannte. Aber wir verstanden uns so gut, dass sie mich nach der Entlassung einlud, sie bei sich daheim zu besuchen. Sie war eine sehr energische, starke Person, aber sie war lebendig, sie war lustig, wir haben gemeinsam viel Spaß gehabt und viel gelacht. Ihre Einladung nahm ich gerne an, und nach all den Jahren kann ich immer noch an ihren Namen erinnern.

    Ich möchte also annehmen, dass da schon ein wenig Anpassung vonnöten ist, wenn eine Berliner Schnauze auf ein bayerisches Original zusammentrifft. Es könnte zu einer ähnlichen Kollision der Wesensarten kommen, wie bei meiner einstigen Zimmernachbarin mit den Norddeutschen.

  22. Don = Alt = Nazi
    Don,

    schön zu sehen, dass Sie nicht vollends dem hyperaktiven Müßiggang und der Sucht nach Höhenmetern als Tortenvertilgungsanlassbeschaffung verfallen sind, sondern auch den ganzen Rest nicht vergessen haben.

    Zum Radeln wollte ich noch anmerken, dass Sie als alternder Höhenmeterfresser bei weitem nicht so alleine sind, wie Sie meinen. Das exzessive Höhenmeterfressen ist, wenn man den einschlägigen Rennradmagazinen glauben darf, geradezu ein typischer Potenzbeweis alternder Herren. Klassischer Opa-Style, gewissermaßen.

    Und damit alles Nazis, jedenfalls wenn man dem netz-gegen-nazis folgt, auf dessen Seite http://www.netz-gegen-nazis.de/wissen/was-machen-wir ein Titelbild prangt mit der Aufschrift: NAZISEINISTJASOWASVONOPASTYLE (sic!).

    Leider fehlt mir die Zeit, aber vielleicht unternehmen Sie mal was gegen diesen unfassbaren, altersdiskriminierenden Hatespeech unter der Flagge der Amadeu-Antonio-Stiftung, der ZEIT und der SPD-Ministerien.

    Ach ja, Berlin – das Wahlergebnis war ja zu erwarten im Paradies der Transferempfänger, Wasmitmedienmenschen, Politikmitesser und zugereisten Provinz-Bessermenschen. Wer es in Berlin mit Arbeit zu was gebracht hat, der hat lange im Brandenburgischen Speckgürtel gebaut und wählt auch da.

    Beste Grüße
    Robert

  23. Hat heute der geriatrische Wutbürger in Berlin zugeschlagen ?
    Wir alle, auch die hundertausenden von Analphabeten in den komfortablen Gäste Pavillions der Kanzlerin, die diesen Beitrag leider nicht lesen können, haben heute die Wahlen in Berlin mit Interesse verfolgt.

    Der revolutionäre Geist der Kanzlerin in ihrem ad libitum ist wohl nicht auf die Bürger Berlins übergesprungen.

    Die Bevölkerung hadert offensichtlich mit deren Projekt der Etablierung der obsessiv-phallusgesteuerten Islamischen, wie der sinnlosen Einladung an die unserer Kultur- und Zivilisationsfremden und deren Verteilung auf das ganze Land, womit der Bruch der Gesetze der sozialen Homogenität fahrlässig in Kauf genommen wird.

    Was gab es damals für eine Aufregung und Getöse als bei den Landtagswahlen am 4. Juni 1978 in Niedersachsen die Grüne Liste Umweltschutz (GLU) mit 3,86 % auf Anhieb zur viertstärksten Partei wurde und jetzt startet die AfD mit einem zweistelligen Ergebnis in das Landesparlament der Ödnis von Mecklenburg-Vorpommern und in Berlin. Wäre es nicht die AfD, würde jeder Bayer sagen: „Reschpeckt, di san besser ois de Greana !“

    Auf der Webseite der „Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung“ findet man unter der Unterschrift „Wahlen im Zeichen der Krise“ folgenden Text:

    „Reichstagswahl, 31. Juli 1932 – Ergebnisse Berlin: (…) die Regierung verordnete dem Volk einen rigiden Sparkurs. Zugleich rettete die Regierung die Großbanken mit staatlicher Hilfe, was den vollständigen Zusammenbruch der Volkswirtschaft verhinderte. Der Mittelstand verarmte (…). Als Reichskanzler Heinrich Brüning die hoch verschuldeten Großgrundbesitzer in Ostpreußen, Pommern und Brandenburg enteignen wollte, um dort Arbeitslose anzusiedeln, warf ihn Reichspräsident Paul von Hindenburg raus. In den folgenden Wahlen wurde die NSDAP zur stärksten Partei.
    37,4 Prozent wählten die Nazis, auch deshalb, weil sie den anderen Parteien eine Lösung der Krise nicht mehr zutrauten.“

    So darf man ja schon einmal fragen inwieweit Merkels mikrologische Sinnstrukturen in ihrer Politik, die ihrer historischen Ahnungslosigkeit entsprungen sein dürften, den Aufstieg der AfD beflügeln ?

    Aber, wie ihr Landsmann, der Herr Gauck, vor Kurzem ja sagte: „die Bevölkerungen sind im Moment das Problem“.

    Ach ja, noch etwas:
    Es soll ja nur ein böses Gerücht sein, daß auf Initiative der Amadeu Antonio-Stiftung beim heutigen Umzug der Trachtengruppen zum Münchner Oktoberfest eine Gruppe der Islamischen aus dem Tegernseertal, verhüllt in Burka und mit medizinischem Mundschutz, im Glauben sich hiermit vor dem „Virus der Aufklärung“ schützen zu können, mitgelaufen sein soll.

    Mit freundlichem Gruß
    ObjectBe ( objectbe.blogspot.com )

    • der geriatrische Wutbürger
      hat FDP und Linke gewählt? Gut möglich. Alte Kommunisten und Kinkelverehrer? Man weis es nicht.

    • Das mit 3,86%, liebe ObjectBe (die ich sehr gerne lese) is gar nix.
      Bei den Landtagswahlen wurde die ÖDP in unserer Nachbargemeinde mit 3,2% zweitstärkste politische Kraft. Gauck ist das Problem.

    • Nobody's innocent in this shit.
      @Keller

      Die neuen FDP Wähler sind all die Dons, die AFD wählen wollen aber irgendwie emotional nicht können, wegen Moral und Unschuld und so.
      Habe die im Dutzend in meinem Bekanntenkreis. Alles Ärzte, Manager, Beamte. Sind der Meinung FDP wäre ja auch irgendwie Revolution. Hauptsache nicht CDU/SPD/Grüne.
      Folglich rechnet der intelligente Beobachter die fast 7% der FDP in Berlin zu der AFD und dann wäre die AFD die stärkste Partei. :-)
      Die AFD muss nur noch diese Leute aus dem gemäßigten Lager gewinnen, all die Dons, und schon wird sie nächstes Jahr den Bundeskanzler stellen.
      Unfassbar? Nope, unfassbar, dass das noch nicht geschehen ist!

      Beobachten, einfach nur richtig beobachten.

    • AfD, FDP
      In einigen Politikfeldern vertreten und verkörpern diese beiden gerade gegenteilige Positionen.

      Deutschland fehlt die Kultur des Wechsels.

      Nur vor diesem Hintergrund ist etwa die deutsche Deutung des Rücktritts von Farage als Wegducken denkbar.

      Nur vor diesem Hintergrund konnte ein neues Gottesgnadentum in die deutsche Politik einbrechen, das sich berufen fühlt, jedwede Politik zu vertreten, und volkstribunhaft demnächst ihr Gegenteil, sobald die Demoskopie nur ein neues Vibrieren im Volkskörper erfühlt.

    • Goodnigth, so muss man das Ergebnis für die FDP wohl sehen
      die ja seit 1982 eigentlich unwählbar ist. Da sich aber viele selbst in der Wahlkabine schämen, ihr Kreuz bei der AfD zu machen, wird halt die putzige Bambipartei gewählt, Hauptsache nicht Nazi.

    • Titel eingeben
      Schön der Hinweis zu 1932. Schon fast gruselig. Könnte glatt die Blaupause zur heutigen Situation sein.


    • Goodnight, Ihre Erklärung des FDP-Wahlergebnisses hat was.

    • Colorcraze
      Die Erklärung von Goodnight mag eine zutreffende sein, ich schau nicht so hinter die Stirn.

      Aber es soll auch eine Menge Bürger geben, die eine bürgerliche Partei wählen und in den Parlamenten sehen und Politik gestalten sehen wollen.

      Also, ich halte es für ziemlich mies, alle FDP Wähler zu heimlichen AfD Anhängern per Federstrich zu erklären.

    • Du, ich hab ein GUTES Gefühl
      @Thomas

      Bitte „ziemlich mies“ durch ein Argument, Zitat, eigene oder fremde Beobachtung ersetzen.
      Wir sind hier nicht bei SPON.
      Danke!

  24. Erfolgsrezept
    R2g kommt? Wie Frau Volkspartei schrumpft…

  25. Was für ein Link!
    „Am Freitag beim Tag der Betriebe am Volksfest Mühldorf, kam es zu vielfachen Körperverletzungen mit aufgeplatzen Lippen, einem gebrochenen Schneidezahn, Kopfplatzwunden u.ä., Beleidigungen, Sachbeschädigungen und auch Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, insgesamt im gut zweistelligen Fallbereich.

    Unter anderem kam es auch zu einer sexuellen Nötigung durch einen 39-jährigen Pakistani. Im Verlauf dieses Einsatzes sollte durch Bekannte und Freunde der Geschädigten eine Selbstjustiz stattfinden, was durch die Beamten der Wiesenwache und der Dienststelle nur schwer unterbunden werden konnte.

    Einer aus dieser Gruppe, ein 28-jähriger aus Schwindegg, erwies sich als besonders aggressiv und nannte die Beamten mehrfach Wichser, einmal „die fünf Wichser“ und meinte, dass die Kollegen alle aufgestellt und erschossen gehörten. Weiter äußerte er gegenüber einem Beamten, dass dessen Frau mal ordentlich vergewaltigt werden sollte.“

    Und ich befürchte, das fällt in den dortigen Landesteilen noch unter „freundschaftlich gemeinte Neckerei.“ Da mag so mancher nördlich Zugezogener auf dem Fuß kehrtmachen und weiter die Idylle im Görli oder die nächtliche Beschaulichkeit des RAW-Geländes genießen.

    Immerhin wird in der dortigen Presse noch Klartext geredet, anders als im notorischen Tagesspiegel, der vom Oktoberfest detailfreudig zu berichten weiß, dass zwei russische Staatsangehörige einer Brasilianerin die Geldbörse entwenden wollten. Bezüglich der Verhinderung einer versuchten Vergewaltigung gibt man sich dann aber sehr zugeknöpft: „Nur wenige Stunden nach dem Start des Volksfestes am Samstag versuchte ein 32-Jähriger hinter den Bierzelten auf einer Wiese eine schon stark betrunkene Frau zu küssen und zu vergewaltigen. Die 21-Jährige sei aufgrund ihrer Alkoholisierung offensichtlich nicht in der Lage gewesen, die Situation zu begreifen, berichtete die Polizei am Sonntag. Der Mann wurde festgenommen.“

    Um zu erfahren, dass es sich um einen Türken und eine Koreanerin handelte, muss man dann schon den Focus bemühen, der offenbar noch nicht ganz so auf Linie der stokowskischen Oktoberfest-Lügenmärchen-Verbreiter liegt.

    Ähnlich der Spiegel: Unter einem Bericht über die Bombe in New York mit 29 Verletzten (die vom IS beanspruchte Messerattacke mit acht Verletzten in Minnesota wird gar nicht erst erwähnt) platziert man selten geschickt den Meinungsartikel „Warum Terrorangst Unsinn ist“ mit der Einleitung: „Es ist höchst unwahrscheinlich, selbst jemals zum Opfer von Terror zu werden. Warum beherrscht die Angst davor die Gemütslage der Deutschen?“ Danach folgt die übliche durchsichtige Verquickung von Statistik und merkelfrommer politischer Gesinnung.

    Wenn es um die Einsicht geht, dass sie durchschaut worden sind, scheinen manche Journalisten tatsächlich noch begriffsstutziger zu sein als CDU-Abgeordnete.

  26. Berliner Lebensart immer aus Kosten anderer
    Großzügig mit dem Geld anderer Leute sein, und diese dann dafür beschimpfen, dass sie dieses Geld verdient haben. Es soll ja mal Anarchisten gegeben haben, die ohne Staatsknete ausgekommen sind beziehungsweise dies versucht haben. Tempi Passati. Der Zustrom der Flüchtlinge führt diese Praktiken zu neuen Höhen. Aus den Einwandernden sollen doch irgendwann mündige Bürger und unabhängige Wirtschaftsakteure werden. Daraus wird aber nichts, wenn die Flüchtlinge vom ersten Tag an nur staatlichen Paternalismus sehen. Die Kontrolle über die öffentlichen Budgets stand am Anfang der Demokratie und freiheitlicher Staaten. Es wird Zeit, dass man sich daran erinnert. Nicht nur in Bayern. Das Wahlergebnis in Berlin zeigt eher einen gegensätzlichen Trend.

  27. Diese Republik wird sich ändern!
    Lieber Don! Kaufen Sie sich schon einmal ein Lastenfahrrad, um das Silber sicher über die Alpen zu bringen.

    Es kommen Zeiten auf uns zu, wie wir sie uns gar nicht vorstellen können!

    Frau Merkel hat es geschafft, dass die sog. „aufrechten“ Bürger jetzt über 60 % SPD, Linke und Grüne wählen, nur um die AfD zu verhindern. Bravo! Die CDU profitiert davon null. Diese Partei ist gerade dabei, sich umzubringen: Die „linken“ CDU-Wähler wählen die „anständigen“ linken Parteien, um die AfD zu verhindern, während die ultrakonservativen gleich zur AfD überwechseln. Frau Merkel und ihre aufrechte Art. Wer weiß, vielleicht besteht ihr Lebensziel ja darin, die CDU zu vernichten, um damit ihrer wahren (ostdeutschen) Lebenseinstellung gerecht zu werden („den Sozialismus in seinem Lauf, hält weder Ochs noch Esel auf“)? Wenigstens herrscht jetzt im Konrad-Adenauer-Haus so richtig Panik. Ich glaube, dass hat nicht mal Schröder bei der SPD mit seiner Agenda 2010 geschafft. Adieu, CDU!

    Und am Ende noch was: Die Räterepublik kann auch wieder nach Bayern kommen.

    • Es gibt auch gelbe Alternativen zur CDU
      man könnte sagen: FDP-Wähler sind ewig gestrige die der alten Bundesrepublik nachtrauern. Eigentlich eine Diagnose des Innenministers in Bezug auf AfD Wähler. Die Überlegung ist nicht schlecht m.E. Es gibt schlimmere Utopien.

  28. Ach, was !
    Zunächst mal: Es wird ja schon stolz berichtet von Sigmar G. (oder es dieser seltsame Bürgermeister): „Berlin bleibt anständig“ (weil die AfD „nur“ ca. 12% hat). Insofern kein Fluchtgrund, sondern Beweis für Kampfesstärke.

    Der grünlinke Berliner denkt tatsächlich, dass wenn er etwas Bayerisch spricht und eine Lederhose/Dirndl kauft, verwandelt er sich, husch, in einen Bayern! So wie sich der Syrer/Türke/Afghane, der deutsch brabbelt, und einen Pass nachgeschmissen bekommt, weil er seinen verloren hat, in einen Deutschen verwandelt! Simsalbim.

    Und davor hat der grünlinke Berliner Angst, fast noch mehr als vor bedrohlichen Schwaben in seinem geliebten Kiez. Denn der Berliner ist hip und solidarisch, insbesondere mit Zopf, während der Bayer, es tut mir leid, ewig rückständig und kleinkariert bleibt und es nur dem vor 30 Jahren großzügig gezahlten Länderfinanzausgleich verdankt, dass es ihm heute leidlich gut geht, aber nicht erkennt, dass die wahre Schönheit im Teilen liegt und im Görli nur solche Gestalten arbeiten, deren Berufsqualifikationen gemeinerweise nicht anerkannt werden und die verzweifelt sind, weil sie vor den Rüstungsexporten flohen und jetzt wieder bei den Tätern gelandet sind.

    Wer so nicht denken kann und seine Silberkannen an Geflüchtete verteilt, wird nicht ein wahrhafter Berliner, sorry BerlinX, sein.

    • der, Sirisee,
      „Denn der Berliner ist hip und solidarisch, insbesondere mit Zopf“
      .
      ist wirklich gut. Danke, und schönen Wochenanfang.

  29. Der outer rim wählt die Sith...
    Dieses mal sind die räudigen Stadtrandbewohner schuld, dass das vierte Reich droht.
    Doppelt bedrohlich wird es natürlich, wenn das auch noch zusätzlich ehemalige Ossis sind.

    https://beta.welt.de/politik/deutschland/article158239759/Der-Stadtrand-waehlt-die-AfD-ins-Berliner-Parlament.html

  30. Titel eingeben
    Na. Erhebt sich da die enervierte Stimme der Vernunft, die nicht in den (verordneten) unisono-Chor einstimmen möchte, ein Jahr vor der BuTaWa 2017?

    Aber die Bundesregierung hätte die BuTaWahl ’17 ja auch vorziehen können, um eine demokratische „Willensbildung“ zu erlauben und einen Wählerauftrag einzuholen, der u.a. „Wir bekommen Menschen geschenkt“, „Grenze schützen geht nicht“, „AKP-Regierung unter Erdogan ist lupenreine Demokratie“, „Wir unterwerfen uns nicht der AKP-Regierung nicht, sondern organisieren den EU-Grenzschutz, indem wir Böhmermann von der Fahnenstange baumeln lassen ….“ legitimiert ….. sozusagen ….. Oder halt nicht legitimiert.

    Bundesregierung ist halt voll FDJ-geschult ….. Oder wie ein faz-Redakteur schon vor einem dreiviertel Jahr feststellte: Die Bundeskanzlerin zählt auf die Vergeßlichkeit der WählerInnen. Das war schon 2013 mit Edward Snowden der Fall …… Und da absehbar ist, dass nun genau diese Nummer gegeben werden soll, kann man diese Bundesregierung eigentlich nur noch als widerlich klassifizieren …..

    Und da die Medien ja ebenso voll von Wendehälsen und Speichelleckern sind wie die „Politik“, war ich gar nicht überrascht, dass nun auch der Donaldist aus München eifrig das Quaken anhob und wilde den Marsch blies, mit pseudojuristischen Brocken und dem neuesten rhetorischen Clou, der Richtlinienkompetenz. Was natürlich so diskutabel ist, dass die Dummheit des Versuches wieder auf den für dumm verkauften Leser fällt …..
    Im Kritisieren der Kritiker ist der Kritiker der Aufklärung ja geübt, um Klicks und Umsatz zu generieren …..

    Das, was m.E. am stärksten durch die forcierte Migrationskrise gelitten hat, ist nicht der erodierende Zusammenhalt in der Gesellschaft und eine verschärfte Polarisierung, nicht der massiv belastete Bundeshaushalt und die zunehmende multiethnische Segregation mit wachsenden Parallelgesellschaften, nicht die knapp 9800 verschwundenen unbegleiteten minderjährigen MigrantInnen, die Opfer von Organisierter Kriminalistät und Menschenhandel sein könnten, tbc ,,,,
    sondern der massive Schaden, den sämtliche demokratische Institutionen durch das klägliche Politik- u Staatsversagen inklusive PolitikerInnengelüge und -gestammel genommen haben …..

    Wahrscheinlich erweist sich der Spruch doch als zutreffend: Die DDR hat die BRD übernommen, und die gröbsten Geschenkl heißen Angela Merkel und Katrin Göring-Eckhardt …… Ups, frauenfeindliche hatespeech unter dem Deckmantel freier Lästerung? (-; ….Wartet nur, wartet nur, wenn das so weitergeht, kann man Religions- u. Monarchen-/Staatskritik bald wieder nur aus der sicheren Schweiz heraus betreiben (-;

    • Aber hallo!
      Was muss ich da lesen:“MigrantInnen“!? Mit dem binär diskriminienden Binnen-I mag man ja vielleicht noch in den gendermäßig teilaufgeklärten Neunzigern durchgekommen sein, aber heute, im Jahr 2016? D.A., ich bitte, umgehend die Genderpolizei zu rufen, damit der Herr Gast im richtigen Gebrauch des Gendersternchens (*) aufgeklärt werde!

    • Massen einladen und den Tisch nicht gedeckt haben - und auch keine Catering
      zur Verfügung zu haben, das ist die Reihenfolge. Das Politik- und Staatsversagen wuchs daraus und war nicht der Ursprung.
      Die LF denkt nicht. Nicht mal vom Ende her.
      Aber ihr Umkreis und gar das Volk denkt genau so wenig – da kann ich TDV nur zustimmen.

    • Massen einladen und den Tisch nicht gedeckt haben - und auch keine Catering....
      Die „Kausalität“ oder „Ursächlichkeit“ ist oben schon richtig dargestellt …. andernfalls läuft es halt unter „Pfadabhängigkeit“. Danke für den langen Atem in der „Auswertung“. °I°

      Es gibt keinen Zweifel daran, dass die dt. Bundeskanzlerin „nicht denkt“. Das dürfte nach zwei spiritistischen Sitzungen bei Anne Will im öffentlichen dt. Belehrfernsehen jedem und jeder und jedes (Ist Reifizierung nicht diskriminierend?) klar sein.
      Die Marke „AngelaMerkel“ funktionierte ja wohl gerade deshalb so gut, weil sie über Jahre möglichst gar nix „sagte“. Klar, dass nun die professionellen Kommunikations- und Imagebildungsstrategien den Schaden begrenzen sollen ….. deshalb läuft jetzt ja dieses sonore „Alles-ist-gut“-Psalmodieren …..

      „Catering“ gibt es nach meinen Informationen weiterhin in zahreichen deutschen „Erstaufnahmeeinrichtungen“ für Neo-MigrantInnen. Ebenso wie die angestellten oder ehrenamtlichen Reinigungskräftinnen für die sanitären Einrichtungen und so. Das ist kein spezieller Service, der nur den unbegleiteten minderjährigen Neo-Migrant*innen zuteil würde ;-p
      Der Zuzug der „Neo-Migrant_innen reißt ja auch nicht ab …. angeblich kommen „sie“ momentan nicht nur über Libyen, sondern vermehrt aus den Kaukasus-„republiken“, oder waren schon länger in Italien „ansässig“ …. Da hilft Kotau vor AKP gar nicht so viel ….

      Egal. Oder, um die dt. Bundeskanzlerin zu zitieren: „Ist mir egal, ob ich schuld am Zustrom der Flüchtlinge bin, nun sind sie halt da.“ Na also. So macht man/frau/x gendergerechte „Politik“.


    • Massen einladen und den Tisch nicht gedeckt haben
      Mir scheinen Merkels Selfies und das alles so wie eine facebook-Einladung in ein Haus, dem man einfach anklebt, daß dort angeblich überall Party ist, und wenn dessen Bewohner von der Arbeit kommen, hält man sie unter Vorwänden davon ab, die Türe zuzumachen.
      Das ist so dermaßen perfide, da bleibt einem echt die Spucke weg.

    • Colorcraze: Der "Vorwand" ist, dass ich dann Nazi bin, wenn ich die Tür
      zu mache? Es ist so genial eingefädelt, dass einem schlecht wird.
      Ich bin inzwischen so weit, dass ich jedem zustimme, der mir so was auf den Kopf zusagt.
      Bei achgut brilliert jemand mit dem Bild der es sich auf einer Buttercremetorte bequem machenden Religionslehrerin Kaddor, der sie gleichzeitig vorgibt, sich in ihrem Sinne und im Sinne der Flüchtlingsgranten verändern zu müssen.
      Herr, schmeiß Hirn raa. Aber bald! Denn wir sind am A****.

    • Gast:
      „Es gibt keinen Zweifel daran, dass die dt. Bundeskanzlerin „nicht denkt“. Das dürfte nach zwei spiritistischen Sitzungen bei Anne Will im öffentlichen dt. Belehrfernsehen jedem und jeder und jedes (Ist Reifizierung nicht diskriminierend?) klar sein.
      Die Marke „AngelaMerkel“ funktionierte ja wohl gerade deshalb so gut, weil sie über Jahre möglichst gar nix „sagte“.”

      Kann man es den Deutschen verdenken, wenn sie von ihresgleichen regiert werden wollen?

      Seit über 30 Jahren geht das nun so, und Deutschland ist sowohl Export- als auch Fussball-Weltmeister, also kann das alles so schlimm nicht sein! Herr Dr. Kohl mit seinen jüdischen Vermächtnissen, und Gesetzen und einem Rechtsstaat die für ihn nicht gelten. Herr Dr Schröder, der es zum höchstbezahlten Gasableser Putins gebracht hat und Frau Dr Merkel, Wissen(!)schaftlerin.

      Nicht mal ich weiss ob es ausser Wagenknecht noch einen Politiker gibt der selber denkt….
      Wo also um alles in der Welt wollen sie denn heutzutage einen denkenden Politiker herbekommen, und dazu dann ein Volk, das so was wählen würde?

    • Sie erinnern sich aber schon noch, TDV,
      daran, dass Frau Wagenknecht aus Imagegründen rigoros, wenn man nicht selbstherrlich und diktatorisch schreiben möchte, Fotos ihres Hummergenusses per Zwang löschen ließ oder etwa nicht?

      Denken mag sie können, aber glaubhafter wird diese Frau dadurch auch nicht.

  31. Bayerische Asylkonditionen
    Beim Lesen Ihrer Blogbeiträge kam mir als Ostberliner mit quantitativem Universitätsabschluss und seit 2013 die „bösen, rassistischen, Rechtspopulisten aus Dunkeldeutschland^(tm)“-Wähler bzw. sozial Abgehängter / verängstigter Kleinbürger / zurückgebliebener Bauer / etc. (und vorher FDP- sowie CDU-Wähler) durchaus mal die Frage nach den Asylkonditionen in Bayern für politisch Verfolgte in den Sinn. :-)

    Wenn ich das richtig verstanden habe: Anständig benehmen und den eigentlichen Asylgrund lieber verschleiern.
    Gut zu wissen…

    Wollte aber wenn dann eigentlich im deutschsprachigen oder englischsprachigen Raum bleiben… ;-)
    Und irgendwie hänge ich eben doch an meiner Heimat und würde sie nur ungern kampflos der Post-SED, der personell inkompetenteren Feministen-CDU, der Merkel-CDU oder den Besonders-viel-Ahnung-von-überhaupt-nichts-Habern überlassen… Na mal schauen.

  32. Dante
    Hat denn niemand bemerkt, daß der Text hübsche Ironie ist, auch um von Bayern fernzubleiben; vielleicht?! Ich denke, Don Alphonso, diese Kunstfigur, lacht sich halb krümlig, ähnlich wie die Götter über die komischen Infernoinsassen, nachzulesen bei Dante Alighieri in der „Göttlichen Komödie“.
    Übrigens, des Don Alphonsos interessanter Thementrick ist die Ablenkung von wichtigen Themen, eben Unterhaltung. Weiter so.

  33. Sehr schön geschrieben, nur
    Werter Don,

    vieles dran, nur es ist nun mal so: Berlin bleibt Berlin. Das war immer so, und das können Sie einem Berliner scon glauben. Allein die Umgebung, und zur Ostsee ists nur 2 Stunden (so wie die Anfragen dort sind – unserer Vermieterin dort wurden neulich 3 mal an einem Tag Gelder über den Preis hinaus angeboten, merkt es keiner, wenn welche wirklich woanders hin wollten).

    Kenne jemanden, der erst sehr begeistert in München, und nun in Berlin studiert (zusammen mit der HU macht sich das auch hübsch in der Vita). Es hat schon seinen Grund, dass so viele zu uns wollen.

    Nichts für ungut. Und auch wenn Sie auch hier in Vielem Recht haben, das kann uns die Laune hier nicht vermiesen. Danke für das Angebot und die schönen Tipps. Wir bleiben lieber. Und das sehr gern.

    Viele freundliche Grüße nach München, wo ich neulich auf eine Email hin aus Seehofers Büro eine sehr freundliche Antwort bekam. Gott schütze die Bayern!

    Halten zu Gnaden :)

    • Werter Azur,
      „…vieles dran, nur es ist nun mal so: Berlin bleibt Berlin. Das war immer so, und das können Sie einem Berliner schon glauben.“

      Sie haben da was missverstanden… niemand hat bestritten, dass Berlin wohl immer Berlin bleiben wird. Wenn ich sie also recht verstehe scheinen sie das für etwas Wünschenwertes zu halten?

      Echt?


    • TDV, die „Tegeler Spinner“ versuchten sich in den 1920ern an Düsentriebwerken und träumten von der Mondfahrt, zu mehr als der Operette „Frau Luna“ zum Einwerben von Spenden kam es zunächst nicht. Aber einer davon baute dann doch Mondraketen…
      Ich könnte mir vorstellen, daß unter dem „no borders“-Wahn noch eine andere Schicht liegt, nämlich, aus Berlin eine X-Millionen-Stadt machen zu wollen. Seit West-Berlin keine Stadtmauer mehr hat und das Brandenburger Flachland sichtbar wurde, hat sich unterschwellig wohl das Gefühl eingestellt, die Stadt könne noch viel, viel größer werden, so wie Peking oder Tokyo vielleicht, oder noch größer.

    • Lieber Azur, Ihre Bewerbung beim Bundeshauptslum-Marketing war erfolgreich!
      Werter Azur, bin von Berlin an die Ostsee ausgewandert (weil mir dumpfe Fischköppe immer noch sympatischer sind als die Umgangsformen sowohl der Altberliner als auch der Migrantenmassen) und disqualifiziere Ihre „2 Stunden zur Ostsee“ einfach als typischen Berliner Umgang mit der Wahrheit: Schon nahe bei, aber nie genau… 3,5 Stunden sind realisitisch, wenn man keinen Privatjet hat und an den Stauwochenenden und Feiertagen sind es eher 4 bis 5 Stunden zur Ostsee…. Und immer ein bißchen auf die Kacke hauen (für Bajuwaren: „angeben“) müssen wir Berliner: Klar ist die HU eine renomierte Universität. Aber dann besuchen Sie mal die Beuth-„Hochschule“ in Berlin-Wedding. Deutschen-Anteil unter 10%, sie steht offenbar kurz vor der Einführung des Kopftuch-Zwanges. Abiturniveau zur Studienzulassung entspricht dem bayerischen Hauptschulabschluss. Und wenn eine der wenigen deutschen Studentinnen unbegleitet die Uni verlässt, wird sie von Macho-Männergruppen sexistisch belästigt, entweder Merkels-Direktimporte oder die 2.Einwanderergeneration: „Isch bin Osmane“. Den „Wedding“ empfehle ich allen Berlinbesuchern als Realitätsschock, wenn sie von den Bezirken „Gutmenschen-Prenzelberg“ und „Touri-Kreuzberg/Mitte“ genug gesehen haben. Von daher ist des Dons Wortschöpfung „Bundeshauptslum“ für mich das Wort des Jahres!

  34. Integratsionn
    Ös is wirgli ned schwer.

  35. Wie böse. Wie bitterböse. Und so wahr.
    Ich habe mir heute einen faulen Sonntag gemacht. Badewanne, ein wenig lesen, den Trachtenzug im Fernsehen anschauen, ein bißchen bei Twitter herumspähen was die Leute so zur Wahl in Berlin schreiben.

    Sauer stieß mir auf wie (wieder mal) gegen alles bayerische gewettert wurde. Tradition und Folklore ist es halt nur, wenn die vorgeführten Gewänder aus Ländern kommen die mindestens sechs Flugstunden entfernt sind, und vorzugsweise von andershäutigen getragen werden. Ist es deutsch, dann ist es pfui!
    Nebenbei stellte ich fest, daß ich von Herrn Sixtus geblockt bin. Hatte nie mit ihm zu tun, aber ich glaube ich habe mal einen Tweet gefavt, der ihn kritisierte. Wie der bei über 86000 Followern für sowas Zeit findet, ja mei…

    Die AfD ist definitiv in der Politiklandschaft angekommen. 12% in Berlin, das ist schon was. Hier in Bayern, da haben Sie Recht mein lieber Don, wird uns sowas erspart bleiben. Die CSU deckt halt noch den mitte-rechts Bereich ab, und lieber werde ich von der regiert als von der AfD.

    Sollen sie wettern, sollen sie weiter fordern Bayern solle an Österreich oder die Schweiz verschenkt werden. Ich wäre für die Schweiz, aber so oder so wäre das prigressive Erwachen ein sehr bitteres.
    Jetzt warten wir mal ein paar Jahre rot-rot-grün ab, dann werden die Berliner Wirtschaftsflüchtlinge hier Schlange stehen. Natürlich fein getrennt, pro Gender eine Reihe, Ordnung muß sein.
    Nein sagen können wir ja immer noch. Vielleicht hat man uns bis dahin ja tatsächlich aus dem Bund geschasst, oder an ein Nachbarland verschenkt. Ich stelle schon mal den Schampus kalt.

    Schönen Sonntagabend noch, und eine produktive Woche

    Ihre Samsara

    • Untergangsszenarien
      gabs in Kommentaren zu diversen Blogbeiträgen ja schon einige zu lesen

      Was ist denn heute geschehen?

      Die CDU hat ordentlich verloren. Aber mal ehrlich, wenn der Innensenator mit Sicherheitsthemen zu punkten versucht, aber z.B. die Gewalt der Rigaer in keiner Weise in den Griff bekommt, Görlitzer Park Umtriebe nicht zu unterbinden versteht (vielleicht, weil dort Grünen MdB unentdeckter als andernorts berauschen Zerstörerisches erstehen können) und allerlei mehr, wird man sich über das CDU Abschneiden kaum wundern.

      Die Weiche ist auf Rot-Rot-Grün gestellt. Das ist doch gar nicht übel.

      Denn Thüringen wird ja nicht sonderlich beachtet. Doch Berliner Entwicklungen dürften im Augenmerk vieler sein. Und da ist die Zuweisung von Verantwortlichkeiten halt im politischen Spektrum künftig deutlich „einfacher“. Und es dürfte zu erwarten sein, dass mehr an Kuriositäten wie der Werberegelung zu beobachten sein dürfen.

      Merkel wird hier ja gerne kritisiert, sicherlich oft zu recht.

      Aber mal ehrlich, hätte die jetzt kurz vor der Berliner Abgeordnetenhauswahl öffentlichkeitswirksam, also verbal und symbolisch, das Ruder rumreißen sollen? Hätte doch unterm Strich nichts gebracht und der CDU Berlins eine Erneuerung und eine sich hoffentlich gelingende Profilierung als Opposition nicht ermöglicht. In Berlin gab es doch unmittelbar gar nichts für die CDU zu gewinnen.

      Es ist ja seit einiger Zeit eine innenpolitische Entwicklung nach „rechts“ zu vernehmen. Mehr Polizei allerorten. Abschiebungen krimineller Migranten ohne Asylstatus steigen, wenn auch langsam, die Kritik an zu laschen Strafen für straffällige Migranten wird vernehmlicher (wobei eine diesbezügliche Änderung auch in der x-ten Generation hier lebender Straffällige treffen wird, ganz zu recht).

      Berlin ist doch eine klassische Zwickmühle für SPD, Linke und Grüne.

      Einerseits müssen diese den Erwartungen ihrer Wähler entsprechen und so weiteren Verschärfungen wie z.B. die Ernennung der Maghrebstaaten zu sicheren Herkunftsländern im Bundesrat widersprechen. Verantwortung wird auf diese Weise sichtbar gemacht, denn in wievielen Landesregierungen sind SPD, Linke und/oder Grüne beteiligt? Da kann man im Laufe des Jahres bis zur Bundestagswahl einiges Feine machen.

      Merkel mag in vielen Punkten zu kritisieren sein. Für blöd und weltfremd halte ich sie nicht.

      Es geht um Niedersachsen, NRW und den nächsten Bundestag.

      Und wenn ich mir da das Verhalten der Führungen und Politiker von SPD und Grünen anschaue – wohl und ihrer Sache sicher fühlen diese sich derzeit nicht.

      Ich erwarte also kein Eintreten eines der vielfältigen Untergangsszenarien. Ganz im Gegenteil erwarte ich interessante Entwicklungen im Laufe der nächsten zwölf Monate.

      Unterhaltsam und interessant wirds wohl werden.

    • Lieber Tomas,
      Weltuntergänge gab es schon zur Genüge, und die Welt ist immer noch da. Ich habe den Vorteil des Alters, da betrachte icu vieles mitneiniger Distanz.
      Und so gesehen, ja, die kommenden zwölf Monate werden unterhaltsam und interessant.

    • Wenn Sie die Sprache des Königs von Marokko verstünden oder hören würden
      wäre Ihnen klar, dass der die hier eingenisteten aus seinem Land nicht zurück haben will. Um keinen Preis.
      Denken Sie, das ist in Tunesien oder Algerien anders? Die haben genug Neue, die deren Platz schon längst eingenommen haben.
      Abschiebemeldungen sind ein Fake zur Bevölkerungsberuhigung – zumal die Anzahl zur Anzahl der Angekommenen lächerlich gering ist. Also faktisch nicht stattfindet.
      Und dass die Hälfte der hier angekommenen Syrer nach dem Krieg zurück will? Nur – wie viele der Millionen hier angekommenen sind Menschen aus Syrien?
      Apropos: Was ist eigentlich aus dem Maghrebiner geworden, der wegen seines Schokoladenpuddings in Düsseldorf gezündelt hat? Und zu wessen Lasten geht der Millionenschaden?


    • Der Tagesspiegel deutet das Ergebnis der Berlinwahl als „Schrei nach mehr Professionalität“. Da mag er mal gar nicht so unrecht haben.
      Aber es ist halt erstmal eine große Zersplitterung, Berlin macht die nächsten Jahre auf Zwergenreigen.
      Abgenommen haben die regierenden Parteien SPD, CDU, Grüne, zugenommen Linke, AfD und FDP (Pro-Tegel, höhö, und im Grunewald wurde ihnen sogar ein Direktmandat beschert).
      Nun wirds wohl Rot-Grün-Rot.
      Bezüglich des Bundestags erfreut mich das garnicht.
      Bezüglich BER kann man sich zurücklehnen: der wird so schnell nicht fertig.

    • Liebe Samsara,
      das Interessante und Unterhaltsame wurde ja heute seitens der Kanzlerin eingeleitet.

      Und ich bin sicher, sie wird noch einiges in dieser Richtung äußern.

      Gespannt bin ich nun auf Reaktionen von SPD, Grünen und Linken, mal sehen, ob da etwas Stringentes kommt, etwas wie ein Hühnerhofgewirbel, wie lange Nachhutgefechte alter Positionen geführt werden und welche Positionen diese – sagen wir mal – im kommendem Frühjahr vertreten werden.

      Trittin hat heute ja heftig versucht, ein Nachhutgefecht zu führen, um auch Wirtschaftsflüchtlingen die Tür weit offen zu halten.

      Nun denn, wir werden in diesem politischen Thema einiges an Veränderungen und Interessantem und Unterhaltsamen erleben.

      P.S.: Haben Sie ein Augenmerk auf die Regierungskoalition in NRW, das wird ein guter Indikator sein. Nicht nur CETA-Gabriel.

    • Freunde....
      Hallo Thomas, immer wieder schön von ihnen zu hören:

      „Merkel mag in vielen Punkten zu kritisieren sein. Für blöd und weltfremd halte ich sie nicht.”

      Ich glaube keiner hier hat bezweifelt, dass jemand wie Sie Merkel nicht für blöd und weltfremd hält, und so haben wir halt stillschweigend akzeptiert, dass sie beide diesbezüglich nicht mehr völlig einsam sind.
      Sehr erheiternd allerdings ist im Gegensatz zu den eher traurigen Fähigkeiten der Merkel, dass sie annehmen, irgendjemand halte den Sprung von CDU zu SPD/Grünen für einen Sprung nach vorn.
      Das glauben noch weniger, als es Leute gibt die fähig sind ihrem Merkel Urteil zuzustimmen, ohne dabei in schallendes Lachen auszubrechen.

      Erheiternd ist es auch die Enttäuschung der Samsaras der Republik zur Kenntnis zu nehmen. Alle Reaktionäre des Landes haben es sich zur Regel gemacht alle von ihnen jemals gewähnten CDU/CSU Regierungen zu Linken Regierungen umzubenennen, denn wenn euch etwas missfällt, dann MUSS es per Definition links sein, gell?
      So vermeint man jenem Problem ausweichen zu können, dass eben keine linke Regierung an der Macht war, als es mit der Wirtschaft UND dem Lande auf einmal ganz fürchterlich bergab ging.
      „Links“ zu sein erfordert weit mehr Intelligenz als den meisten Deutschen zur Verfügung steht, immerhin reicht es mittlerweile bei Wahlen wenigstens noch so weit, das ganze korrupte Spiessbürger Pack der Alt-Parteien nicht mehr zu wählen

      Und Colorcraze, ich teile ihre Beurteilung der Zersplitterung, aber das eigentliche Problem, dass das Land hat dürfte wohl sein, dass nach wie vor weit und breit keine Persönlichkeit zu sehen, die sich als Merkel Nachfolger aufdrängt. Vergeben Sie bitte einem Zyniker wenn angesichts eines solchen Volkes der Versuchung nachgibt zu sagen: Da fehlt ein Führer!


    • @TDV: Auf einen Nachfolger für Merkel können Sie noch lange warten. Erstens sind reine Machtmenschen (Merkel ist einer) nicht so häufig, zweitens wird evt. vorhandenen keine Chance gelassen, hochzukommen (Merkel war immer sehr geschickt darin, potentielle Neukleinfürsten rauszukanten), drittens versteht sie es, als CDUSPDGrüne, neuerdings dann auch ~Linke, Einheitskanzlerin aufzutreten.
      Bezüglich einer Nachfolge hinterläßt sie verbrannte Erde.
      (Ihr Bedürfnis nach „denkenden Politikern“ kann ich nicht nachvollziehen. Das ist Platonik ohne Alltagstauglichkeit.)
      Ich vermute, daß es 2017 bei der BT-Wahl so eine Zersplitterung bundesweit geben wird, und die Kanzlerin wieder Merkel heißt, weil es für was anderes einfach nicht reicht. Weiters können wir uns darauf einstellen, daß politische Diskussionen noch stärker unterbunden werden, nichts mehr gemeldet wird und bloß noch in Kaderwelsch herumgewölkt wird.

    • TDV
      Schon fein, wie Sie Unterstellungen anzubringen verstehen, das hat wirklich was :)

      Jedenfalls erheitert mich Ihre Meinung, die Vertreterin der Linken, Frau Wagenknecht (ich vermute nun in Verbindung mit ihrem Gemahl Lafontaine) würde die Zukunft in hellstem Licht nicht nur erscheinen lassen.

      Schon klar, hummerfressend, nein, hummergenießend darf jeder sein, doch nicht jeder sollte das sehen können, nicht wahr?

      Ihr Loblied zeigt eines:

      man möge sich vor solchen hüten, die Wein saufen und Wasser predigen.

      Ganz vielen Dank für diesen Ihren Dienst.

    • colorcraze
      Hat mich gefreut ihren Beitrag zu lesen, kommt ja leider mittlerweile nicht mehr allzu vor, dass man einen Kommentar voll und ganz unterschreiben kann…


    • @TDV: daß sie meinem Kommentar vollumfänglich zustimmen, wundert mich jetzt, wo Sie es doch sonst so gerne mit der Platonik (Wagenknecht-Verehrung) haben.
      Aber was eine realistische Voraussicht auf die Weiterentwicklung des BRD-Parteiensystems anbelangt, sind wir wohl tatsächlich durch den Austausch untereinander auf das Wahrscheinlichste gekommen.

    • @colorcraze
      Ich lobe Frau Wagenknecht, weil ich zum Vergleich ja nur den Rest der Politiker heranziehen kann.

      Erst wenn sie mal an der Regierung sein sollte, kann ich sie an ihren taten messen, das einzig und allein zählt für mich. Der Rest ist Wahlkampf und einen Nicht-Wähler wie mich interessiert heisse Luft nicht.
      Immerhin ist sie mit Lafo zusammen, der Position und Macht aufgab um sich nicht zu prostituieren. Dass daraufhin das Gekeife der üblichen Ganoven in Politik und Medien recht gross war kann man leicht verstehen und wegen der Blödheit der Masse sind die ja auch damit durchgekommen.
      Das soll keine Kritik an ehrlichen Prostituierten sein soll, die sind verglichen mit den meisten Politikern ehrenwerte Menschen….

    • Danke für die Klarstellung.

  36. Zuflucht!
    Werter Don!

    Glauben Sie, dass in Bayern eventuell auch ein halbälplerischer Steirer Zuflucht finden könnte, dem die salzkammergutspezifischen Umtriebe schon immer näher standen als jene in den von links zugrunde gerichteten Hauptstädten des Landes?

    Wenn es mit unserem Kern – Problem so weitergeht, wird den halbwegs fleißigen und strebsamen, die sich darüber hinaus auch noch einen Rest von Kultur und Christentum bewahrt haben, nichts mehr übrig bleiben als auszuwandern.

    Und nein, wir werden nicht zurückkommen in die Trümmer der sozialistischen Umverteilung, um den Karren in ein paar Jahren noch einmal flott zu machen. Das dürfen dann jene probieren, die heute mit großer Gebärde und wenig Verstand eingeladen werden, unser Land abzuwirtschaften.

  37. Wirklich wahr?
    Alphonso! Ist das Ihr Ernst? Diese Bilder? Das kann einfach nicht sein … gibt es in Bayern wirklich nur solcherlei heruntergekommenes Menschenmaterial? Von denen ist doch kein einziger kriegsverwendungsfähig! Kein Einziger …

    Ja – ein Zaun muss her, ein gar nicht mal so hoher Zaun ( muss es sein ).

    Wegtreten.

  38. Geldhahn zu
    Lieber Don,

    Sie sind viel zu nett zu diesen Leuten. Vor 1990 rief man bei Heimspielen gehen Hertha noch : „wir schenken…..Berlin…. der DDR!“. Günstiger wäre es wohl gewesen. Doch nun liegen Sie uns auf der Tasche. Die arrogante arm aber sexy Party ist ganz schnell zu Ende, wenn wir Ihnen den Länderfinanzausgleichsstecker ziehen. Keine Steuergelder aus anderen Deutschen Ländern mehr für diese Stadt!

  39. Landschaften und Blog-Beiträge beseufzen
    Hach, ist das schön böse.
    Danke.

  40. Meck-Pomm-Lagebericht ...
    Bitte trommeln Sie lauter, werter Don. VIEL lauter! Habe an mein Ostsee-Domizil nämlich gerade doppelt so lange gebraucht wie sonst. Im ungelogen Dauer-Stau vom bergigen Südwesten aus. Dieser pol. Boykott-Aufruf gewisser Leute scheint mir bei den Einheimischen jedenfalls genau das Gegenteil bewirkt zu haben. Voll ist es. Rappelvoll!

    Mit Dank im voraus & Gruß vom Kranich-Utkiek … ~hach~

    • Dabei hat doch dieser Mazyek versprochen, nicht mehr zu euch nach MV zu fahren,
      nach dem Erfolg dieser Partei bei euch – an dem kann er also nicht liegen, der Stau.
      Da das jetzt nur unmerklich mehr war als in Berlin – wo geht er jetzt hin, der Aiman aus Aachen? Die Luft wird dünn.
      Ob die Kaddor dieserhalb in der Welt die Integration der Einheimischen fordert? Und der Kazim die Ländereien für die Seinen haben will?
      Fragen!!!

  41. Lieber Don Alphonso, heissen Sie mich auch als politischen Fluechtling willkomm, wenn ich als ehe-
    mals ueberzeugter SPD-Waehler nun vor den Linken zu fliehen gedenke? Es gibt noch so einiges, was gegen mich spraeche: ich trage keine Lederhosen, kann nicht Schuhplatteln, habe nicht mal ein Jodldiplom…

    • Das werden Sie lernen müssen.

    • ...ehemals überzeugte SPD-Wähler
      Bis zur NRW-Wahl ist es noch ein paar Monate hin – ich hatte ja schon erwähnt, dass ich derzeit so gar nicht wüsste, was ich da wählen könnte. Die CDU hat mir immer widerstrebt und was Madam Chancellor umtreibt verstehe wer will, mir ists zu hoch… Die SPD tritt ihre Stammwählerschaft seit Schröder derart mit Füßen, dass mein Bergmanns-Opa im Grab rotiert; die Grünen haben in meiner Stadt ein Baummassaker angerichtet wie seit dem Krieg nicht mehr – ja, ich weiss wohl zu unterscheiden zwischen Kommunal und Landtagswahl… – die Linken sind noch nicht soweit, die AFD ist unwählbar.
      Mit den bayrischen Traditionen könnte ich auch noch nicht diesen, aber das Dearndl, das ginge wohl, was das Holz vor der Hüttn angeht…

  42. Feministinnen ...
    … müsste das nicht statt dessen Feminist_Innen heißen?

    • Die spinnen, die Titeleingeber
      Schämen Sie sich nicht, Herr Altklug?

      Das muß selbstverständlich heißen Feminist_Innen_und_Außen!

      Schließlich herrscht Inklusion.

  43. Titel eingeben
    Bester D.A.: das mit der Lkw-Fahrerlaubnis (CE-Führerschein) läuft anders. Dazu braucht man keine Sysrer. Der Fahrer ist Rumäne, besitzt den Schein auch ohne vorhergehende Ausbildung, besitzt auch mehrere Digital-Fahrerkarten, um rund um die Uhr fahren zu können. Bezahlt wird er nach gefahrenen Kilometern auf´s Konto in Rumänien. Auch sein Arbeitsvertrag hat er mit einem dortigen Arbeitgeber. Lohnsteuer, Versicherungen, Rente, das alles fällt weg.
    Da kann der zugereitste Sysrer kostenseitig einfach nicht mithalten. Nachzulesen bei Camionpro.

    • Folkher Braun - streng guck!
      Sie wollen doch nicht behaupten, unsere Kanzlerin wäre schlecht informiert?
      Wenn sie sagt, Führerscheine für Sysrer dann Führerscheine fürs Sysrer!
      Keine Widerworte! und schon gar keine Richtigstellungen!
      (…und danke für den gar köstlichen Vertipper!)

  44. Merci werter Don...
    …für diesen köstlich zu lesenden Text :-)

  45. Titel eingeben
    Don, du bist der Größte! Danke für das abendliche Sarkasmusentspannungsbad

  46. Also mir gefällt das Wahlergebnis doch sehr.
    Sicher hier ein wenig zuviele, da ein wenig zu wenig Prozente. Aber so ist das Leben, und man kann nicht jedem unbeholfenen Wähler fürsorglich den Stift führen. Jeder nach seiner Fasson! Das wirkt oft auch heute noch. Nicht in jedem Falle segensreich. Das ist dann auch wieder wahr. Aber so alles in allem? Ich und sicher viele Berliner hätten absolut nichts dagegen, wenn die nächsten 300 000 potentiellen Zuzügler nach Berlin nach München umgeleitet werden würden. Wo München doch so unglaublich attraktiv ist, sollte das doch keine Problem sein.

    Die FAZ hat ja noch heute früh alles versucht:
    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/haeufige-krankmeldungen-in-berlin-14440036.html
    Nun, man amüsiert sich. Der Kampf gegen die drohende rote Gefahr. Aber München war ja wohl für eine andere Farbe eine gar nicht mal so kurze Zeit berühmt. Und berüchtigt.

    Ich werde es nie begreifen, dass etwa der Münchner Mietwucher sogar noch von den Abgezockten hingenommen wird. Offensichtlich bekommen da doch die Hausbesitzer ihre gierigen Hälse nicht voll. Und sonntags dann in die Kirche schlurfen:Geben ist seliger denn nehmen usw. Ist das die Bayrische Variante des Stockholm-Syndroms? Oder ist es noch was Ernsteres? Und ich hoffe sehr, dass nicht nur den Bayrischen Hausbesitzern auch in Berlin das Abzockerhandwerk gelegt wird.

    Ich schlage ein Abkommen vor:Die Bayern arbeiten weiter sehr fleißig, da ihnen das ja sicher auch weit ins Rentenalter hinein Freude macht, und überweisen auf die bewährte Weise die gesetzlich vorgesehenen Zahlungen an uns Berliner Faulpelze. Anderenfalls schicken wir ein paar Bionadeschwaben zur Erkenntnisgewinnung runter.

    Wir schaffen das! Ihr auch!

    • Nix gibts. R2G bringt Berlin in eine hoffnungslose Lage und dann stellt Bayern die Bedingungen in der Zwangsvewaltung. Keine Gnade für Failed States.

    • DA, Ihre vielleicht doch etwas übermäßige Wut ist nicht so recht zu verstehen.
      Zumal Berlin-bashing selbst bei den Berlinern eine lange Tradition hat. Das gehört hier dazu wie die Lederhosen und der ewige Rummel ums Biertrinken in Bayern. Angesichts des schon immer stattgefunden habenden Zuzugs kann man von wirklichen Ur-Berlinern sowieso nicht sprechen. Hier gibt’s nirgendwo 400 Jahre alte Familienerbhöfe oder Holzschnitzereien. Allerdings auch keinerlei neumodische Rüstungs- und leider eben nur relativ wenig Computer- und andere Industrie. Die Teilung der Stadt hatte ihre Gründe und hat eben auch heute noch Folgen. Aber Siemens baut hier Turbinen und BMW recht erfolgreiche Motorräder zusammen. Es klingeln also doch noch in einigen Wohnungen frühmorgens die Wecker. Es ist nicht alles verloren.

      Und:Berlin baut seit einigen Jahren tatsächlich Schulden ab. Kann man ja dann auch mal zur Kenntnis nehmen.

      Und die Berliner „Herzlichkeit“? Je nun, des öfteren würde ich selbst gern darauf verzichten, aber auch hier ist es nicht verboten, die eigene Freundlichkeit dagegen zu setzen. Und so manche Berliner „Herzlichkeit“ ist eine zugewanderte oder touristische, die glaubt, in Berlin die Sau rauslassen zu können. Leider.

      Welche Bedingungen schweben Ihnen denn so in der Zwangsverwaltung vor? Gibt’s schon Pläne?

    • Das mit dem hohen Krankenstand hat mich sehr erfreut.
      Ich denke, da sind doch noch ein paar Gescheite, die nicht alles mitmachen wollen, was man ihnen so anträgt.
      So arg viele andere Möglichkeiten hat man als Angestellter der Verwaltung halt doch nicht, ohne freigesetzt zu werden.

    • Gerhard
      Kleiner Tip, Nach oben scrollen und dann rechts das Kleingedruckte lesen:

      „Don Alphonso ist eine Kunstfigur, die ihrem Verfasser nicht vollkommen unähnlich ist. „

    • TDV
      Ja, und? Was erklärt die Kunstfigurenexistenz? Am Ende sind die Disputanten hier auch alles Kunstfiguren. Ein großes, völlig folgenloses Treffen der Kunstfiguren.

      Wäre dann aber doch die Frage zu stellen:Was sind Grund und vor allem Ziel all der kunstfigürlichen Aufregung, Zustimmung, Empörung, Bescheidwisserei und Überlegenheit?

    • Verzeihung...
      Ich dachte sie das einfach nur übersehen, wenn der Sinn dieses Satzes sie hingegen überfordert, dann tut es mir leid. (für sie…)

    • TDV - Und wenn Sie es mir kurz, da ich ja ihrer Ansicht nach überfordert bin,
      erläutern? Wäre das zuviel verlangt? Oder wären Sie dann damit überfordert?

    • Sorry, hatte das übersehen...
      Es bedeutet, dass das Geschriebene nicht unbedingt seiner tatsächlichen Meinung entsprechen muss…..

  47. Eine Ungeheuerlichkeit war neulich zu lesen:
    Ihr habt Euren Ludwig selbst umgebracht. Also der ist nicht von allein aus dem Boot ins tiefe Wasser gefallen. Gibt’s da nicht noch was vor der eigenen Haustüre aufzuklären? Oder geht sowas auch als Folklore durch?

    • Im Namen des Volkes?
      Damals war es meiner Meinung nach schon so, wie heute oft: Der Sachverständige hat vollkommen versagt, das Volk eher nicht.

    • Hmm, den Luderl selbst umgebracht ?
      Das läßt böse Gedanken in mir aufsteigen. Seen gäb´s genügend in und um die RHS herum.

  48. Alles im Rutschen
    Die die wirklich große politische Bewegung, die sich beobachten lässt, ist nicht etwa die hin zu dieser Protopartei, die sich aus dem schmuddeligen rechten Sumpf erhebt. Es ist vielmehr das allmähliche und weithin ignorierte Rutschen Richtung links.

    Wenn die sog. Volksparteien CDU und SPD kräftig Federn lassen, entstehen erweiterte Koalitionen unter Beteiligung von 3 Parteien wie jetzt in Berlin. Gemeinsam ist all diesen Gebilden wie auch der GroKo ein deutlicher Spin nach links. Der ist auch in den noch vor wenigen Jahren als vergleichsweise ungefährdet geltenden Bundesländern wie BW festzustellen.

    Bayern wird dieses Rutschen genau so einholen. Dazu braucht es keinen Großerfolg der AfD. Es reicht, die Mehrheit der CSU zu knacken.
    De facto sieht sich die Bundesregierung bereits heute – im Parlament und im Bundesrat – einem bunten Flickerlteppich von Parteien gegenüber, unter denen keine mehr 30% der Wähler hinter sich scharen kann. Sie neigen überwiegend nach links (R2G), oder sie sind nicht mehr in der Lage (CDU/CSU), „bürgerliche“ Mehrheiten zu organisieren – weil es diese Mehrheiten nicht mehr gibt. Stattdessen gibt es eine Mehrheit praktisch gescheiterter, kaum mehr regierbarer Bundesländer in der Hand linker Populisten, die den notorischen Mangel routiniert verwalten.

    Nebenbei: wer aus Protest AfD wählt, den Ergebnissen entgegenfiebert und sich über 2-stellige Ergebnisse freut, merkt meistens nicht, wie ihm mit jedem dieser bejubelten „Wahlsiege“ der Stuhl realiter ein weiteres Stück unter dem Hintern weggezogen wird.

    Bayern und die CSU werden sich dem großen Sog nach links nicht entziehen können, da helfen auch Schwanengesänge auf die Hauptstadt nicht.
    Die Rechnung wird von Brüssel und Berlin gestellt, von der Regierung, dem Parlament und dem Bundesrat, in dem die Nettoempfänger mit wenig Rücksicht auf bayerische Befindlichkeiten die Mehrheit bilden, heute und in Zukunft.

    Wohin also, „Freistaat“, schönes und stolzes Land der Bayern?


    • Ich gehe auch davon aus, daß es in Bayern ebenfalls splittern wird. Eine „linke Mehrheit“ in Bayern ist mir allerdings schwer vorstellbar, die Linke ist in Bayern keine Volkspartei, und daß die SPD stark wächst, wäre gegen den Trend. Was ich mir vorstellen könnte, wäre eine AfD-CSU-Koalition.

    • @colorcraze
      Es ist durchaus auffällig, dass CSU sowie AfD kein öffentliches Wort übereinander verlieren.

      Dass das auf Sympathie und mögliche Kooperationen in Bayern zurückzuführen ist, bezweifle ich allerdings.
      Die CSU wird schlicht mitbekommen haben, dass Diffamierungen eher kontraproduktiv sind, um sich die AfD vom Leib zu halten und dass es irgendwie eigenartig erscheinen würde, wenn sie die AfD sachlich angreifen würde, nachdem doch erhebliche Schnittmengen im Bereich Migrationspolitik existieren. Wird innerhalb der AfD wohl ähnlich aussehen.


    • Dass das auf Sympathie und mögliche Kooperationen in Bayern zurückzuführen ist, bezweifle ich allerdings.
      Das bezweifeln nicht nur Sie, auch ich halte das momentan und noch eine ganze Weile für völlig ausgeschlossen.
      Ich denke nur ein bißchen weiter, „was wenn“ es für CSU+AfD in Bayern bei der dortigen Landtagswahl im Herbst 2018 für eine Regierungsmehrheit reichen würde. DANN wird das mE passieren (vorher passiert da garnix und die CSU wird ihre Breitspur „halb Regierung, halb Opposition“ halten.).

  49. Tja, das wars dann.
    Ich würde sagen: Die vermerkelte CDU hat erstmal fertig. Das Hexengebräu der Pofalla’schen „Asymmetrischen Demobilisierung“ funktioniert endgültig nicht mehr (der Bosbach-Beschimpfer hat sich ahnungsvoll rechtzeitig zu seinem 600.000€-Job bei der DB davon gemacht).

    Die neuen Zielgruppen mitte-links sind abgegrast und der mitte-rechts Flügel, dessen Stimmen man „alternativlos“ einzusammeln gedachte, hat doch eine Alternative gefunden und ist nun ersatzlos futsch. Auch auf markige Worte einzelner CDU-Vertreter hin kehrt er nicht wieder, denn das zarte Vertrauenspflänzchen ist vertrocknet (siehe die brilliante Analyse von R. Köcher) und der potentielle Wähler weiß: Mit diesem Leitungspersonal (Tauber, Altmaier, Kauder etc.) wird das nix mehr. Selbst der demonstrativste Canossagang von Merkel (der nicht stattfinden wird) wäre sinnlos.

    Derweil kann man demnächst RRG beim Kreuzbergisieren ganz Berlins zuschauen und das Ergebnis auf die ganze Republik extrapolieren.

    • Tauben, Altmeier, Kauder
      Frau Merkel vertraut Männern mit Glatze. Wäre das nicht mal was für eine Analyse?

    • Ging halt nach hinten los
      „Die neuen Zielgruppen mitte-links sind abgegrast und der mitte-rechts Flügel, dessen Stimmen man „alternativlos“ einzusammeln gedachte, hat doch eine Alternative gefunden und ist nun ersatzlos futsch.“

      Die Strategie Merkels war, dass sie es anders machen wollte als die alte CDU. Wenn die in der Vergangenheit auf Ausländerfeindlichkeit setzte, legten die Republikaner zu.
      Also kam Merkel sich schlau vor, als sie in die andere Richtung schwenkte. Dass die Wähler in dieser Hinsicht aber ebenfalls das Original bevorzugen könnten, war aber eigentlich kein allzu fern liegender Gedanke.

      Die CDU ist nur noch eine Buchstabenkombination mit (noch) gutem Draht zu den Medien und ältlichen verbliebenen Gewohnheitswählern, sie über die Klippe gefahren zu haben wird Merkels Vermächtnis.
      Bald wechseln die ersten von der CDU zur AFD, weil es da aussichtsreichere Listenplätze gibt. Man traut dem Braten noch nicht ganz, aber es ist nur noch eine Frage der Zeit.
      Nicht dass dadurch irgendetwas besser oder schlechter würde. Aber wenn eine große Partei an ihrer Prinzipienlosigkeit und ihrer stupiden Nibelungentreue zugrunde geht, macht das einen demokratisch gesinnten Staatsürger schon etwas stolz. Ich hoffe dass man das so sagen darf, ohne dadurch Nationalist zu sein.

    • An: Ein Münsterländer: Männer mit Glatze
      können im Haar keine vergifteten Haarnadeln verstecken

  50. Es ist sooo schlimm
    Die Wählerauswählung in Berlin hat ergeben, dass die AFD in allen
    Wählergruppen locker die 5% Huerde ueberspringt. Es ist also nicht
    vermessen, wenn die AfD sich als Vokspartei begreift.

  51. ...
    Auf Zero Hedge macht sich Nassim Taleb ( der mit dem schwarzen
    Schwan) ueber „The World’s Intellectuel – YEt – Idiot Class“ lustig.

    „When people vote the way of the I-Y-I elite, it is democrazy.
    Otherwise it is misguided, irrational, swayed by populism & lack
    of education.“

    • "When people vote the way of the elite..."
      Dazu passt auch:
      „Lasst Euch niemals dahingehend täuschen, dass die Reichen es zulassen werden, ihren Reichtum abzuwählen.“ – Lucy Parsons.

    • ...
      Die von Taleb beschriebene I-Y-I Elite macht auf mich eher den
      Eindruck, als wuerden sie das Schicksal der Recken- und Ritter-
      gesellschaft am Ende des Mittelalters teilen.

  52. Fremdenfreundlich? Da legst Di nida!
    Bayern ist schön. Bayern hat tolles Wetter, tolle Landschaften, tolle Städte, tolle Wirtschaft, tolle Kultur, aber fremdenfreundlich ist es ganz bestimmt nicht!
    Wer das Glück hatte, sich als „Zuagereister“ (und das bleibt man bis in die zweite Generation) aus dem feindlichen Ausland (also dem nicht- bayerischen Rest Deutschlands) in der bayerischen Provinz wiederzufinden, der stellt fest (sobald er anfängt, die ansässige Bevölkerung zu verstehen), daß er (für den Rest seiner Tage) ein „Saupreiß“ ist und mit etwas Pech ein „Großkopferter“ (was auch kein Kompliment ist). Selbst sonst (woanders) vollintegrierte Mitdeutsche mit der (woanders) besten Sozialprognose bleiben ein bestenfalls geduldeter Fremkörper an der bayerischen Volksseele, da hilft kein Versuch, Bayrisch zu radebrechen (Todsünde), und selbst bei den Übungen der freiwilligen Feuerwehr bleibt man immer das Brandopfer (R.i.P).

    • Ah, geh waida!
      „Bairisch“ hoasst des, Preißn-Liesl! Schaug, Madl, mi’m „großkopfatn Schwoischedl“ homs Di scho amoi gwiiß ned gmoant.

  53. Titel eingeben
    Betrachten wir die Sache mal rein wirtschaftlich. Berlin hat 60 Milliarden Euro Schulden. Davon sind etwa 31 Milliarden durch den berühmten Berliner Bankenskandal verursacht worden. Die Beteiligten von SPD und CDU sind bis heute nicht im Knast gelandet. Für den Spitzenpolitiker Landowski gab es ein kleines „Dudu“ vom Gericht mit einer Bewährungsstrafe. Und der Spitzenpolitiker Diepgen verteilt gerade Noten an seine Konkursverwalter in der Partei. Dabei hat das Immobilien-Geschachere in Berlin Tradition. Erinnert sich noch jemand an Sigrid Kressmann-Zschach und ihren Steglitzer Kreisel? Oder den Garski-und den Antes-Skandal? Mit dem Sozialdemokraten Klaus Riebschläger? Alles eine ehrenwerte Gesellschaft. Berlin-West ist das Kernprojekt der deutschen Mafia. Ihre Ausbreitung in den Westen und den Süden war jahrzehntelang etwas retardiert bis die Mauer fiel.
    Der Reichs-Hauptslum ist die Ursprungszelle der deutschen Politmafia. Inzwischen reicht sie bis Hamburg und Stuttgart. Und immer geht es primär um Bauprojekte, in zweiter Instanz um Müll. Dabei stellen sich die Protagonisten hierzulande reichlich stümperhaft an. Wir sollten deswegen ein Beratungsersuchen an die ´Ndrangheta in Sizilien schicken, mit der Bitte, den Slum in Berlin endlich aufzuräumen. Ich wette, mit ordentlicher Bezahlung motiviert, die schaffen das. Die autochthone Berliner Mafia würde wahrscheinlich dann einige ihrer Mitglieder später aus frisch getrocknetem Beton herausknattern müssen. Das ist ja unten die bevorzugte Art der Beerdigung. Macht nichts. Dafür gibt es Maschinen.

    • @Folkher B.
      Bin uralter Berliner und erinnere mich sehr gut an all diese schlimmen Typen (und Typinnen). Die von der CDU kamen alle aus dem RCDS und wollten sich endlich an den „Linken“ – also der SPD – rächen, die ihnen in ihrer Studentenzeit all die tollen Mädels wegschnappten.
      Inzwischen bekommen einige Namen aus diesem Sumpf sogar die Ehre eines „eigenen“ Platzes, wie diese einstige Senatorin Hanna-Granata Laurien.
      Willy Kressmann selbst mit seinen wuchtigen Augenbrauen war als Bürgermeister unseres Kreuzbergs damals äußerst beliebt (das bekam ich sogar als Kind mit); was seine Gattin da später trieb, war schon sehr CDU-Betonmafia-lastig. Solch Urgestein gegen die, die den Bezirk heute verwaltet, das wäre wie: F.-J. Strauss vs. Claudia Roth.

    • Wo laufen eigentlich die täglichen Millionen Defizit für den nicht funktionierenden BER
      auf? Gibt es da eine ARGE, die die Minus-Salden zunächst bilanziert, bevor sie dem Kämmerer dann demnächst geschickt entzogen werden?
      Ob das Ding jemals an den Start geht?
      Mehdorn hat das ja vor seinem Abgang mit ein paar Millionen in der Tasche bejaht. Und, heute, am Tag 1 nach der Wahl, stellt man schon die Eröffnung für 2017 wieder in Frage.


    • Ob das Ding jemals an den Start geht?
      Aber ja doch. Seien Sie nicht so ungeduldig wie ein kleines Kind. 2027 können Sie sicher von BER abfliegen.

  54. Titel eingeben
    Mei, jetzt hammse halt hier von den Leuten die AfD vor die vorlaute Fresse ins Abgeordnetenhaus und die Bezirksversammlungen gesetzt bekommen, die besserwisserischen, pardon, die einzig demokratischen Damen und Herren von der rotrotgrünschwarzgelben linken Einheitspartei, und zurecht, wie ich finde, die hamm dat alle verdient, die wollten das so, stur und verbohrt wie sie sind, ideologisch verbretzelt bis zum Abwinken und moralisch so über allen anderen stehend, daß man sich ernsthaft fragt, warum die nicht schon allesamt an Sauerstoffmangel eingegangen sind, so mit den Köppen im Wolkenkuckucksheim und so. Aber, nee, die labern sich schon jetzt die Welt wieder weiter schön, als wäre nichts gewesen, und so wird das auch weitergehen unter RotRotGrün, notfalls bis zum Untergang, kennwa schon, hattenwa allet in Jroß-Bälin. Hie die Guten und dort die Rächten, und das alles gerne in schwer überdrehter Tonlage mit starker Tendenz zum Stimmüberschlag.

    Eigentlich durfte man heute ja nur noch die Tierschutzpartei wählen, und selbst die sind hier ja total bekloppt und nich mehr janz dichte inner Birne, insofern also ejal, weil fällt nich auf in dem Jewühle.

    Antifa und Kollegschaft hat Krakeel veranstaltet vor der AfD Wahlparty im Ratskeller des Charlottenburger Rathaus, so laut, daß man das völlig hysterische Gekreische und Gekeife der moralisch Hochstehenden noch 5 Straßen weiter gehört hat. Total übergeschnappt, die Kinder.

    Wenn man mir vorgestern eine Möglichkeit aufzeigt, beruflich und anderweitig vor sieben Tagen nach Bayern umzusiedeln bin ich vor drei Wochen da. Ich liebe Loden, ich mag Janker, für Dirndl bin ich allerdings deutlich zu alt, das wäre nicht mehr schön anzusehen und erforderte wohl drei Kilo Spachtelmasse fürs Jesichte, aber gegen Berge habe ich nichts, solange man nicht erwartet, daß ich sie aus eigener Kraft erklimme, und Kühe find ich ungemein beruhigend, man kann da auch alle drei Kilometer „Ogott, ein Idyll!“ rufen, das hat durchaus was. Isch kumm jo vunn de iwwerzwärsche Winzer und bin insofern sowieso ein Einheimischer aus historischen Gründen, also, ich sehe da keinerlei Problem. Ich geh auch gern in die heimatliche Pfalz statt an die Alpen, wenn Wittelsbach da wieder die alte Fahne aufzieht und der König, wahlweise auch nur als Herzog oder Pfalzgraf, auf der Villa Ludwigshöhe wieder seine Sommerfrische macht unn sein Schoppe dringd, alles besser als jetzt mit denen da in Mainz oder Stuttgart.

    Na, und Berlin … der Drops ist gelutscht, das Ding ist durch. „Freunde und Bekannte“ erklären mir, daß ich mit meiner Einstellung Hausverbot bekommen werde in den einschlägigen schwulen Läden, die ich ohnedies nicht frequentiere, weil ich über die AfD, über Gründe, Ursachen und Folgen auch nur zu diskutieren bereit bin, das machen bekanntlich nur Nazis. Dankeschön, ich bin dann mal weg aus der lustigen Welt der Wahlvorschriftsmacher vom „Berliner Manifest“, so sorry, nicht mehr meine Welt, ich lass mir ungern derart dreist und rabiat diktieren, wie ich als Homo sein und denken darf und wie nicht. Die haben es vergeigt, mit ihrer totalen Klatsche, die sie an den Tag legen wie die humorbefreiten Oberlehrer, wie der ganze Rest von der linken Einheitsmischpoke auch. Ein einziges Trauerspiel selbstgerechter Moralinsäure in Buchstabensalatform mit Zwangssternchen, Unterstrichwahn und Gendergesabbel. Man kann nur noch schreiend wegrennen, sich fremdschämen und so tun als kennte man die nicht. Und für die Freiheit dieser Irren, einem heute die Freiheit zu nehmen, ist man vor 40 Jahren in unmöglichem Aufzug auf die Straße gegangen und hat sich die Hacken ruiniert in den viel zu engen Stöckeln, na Bravo!

    14,1% aus dem Stand heraus für die AfD in der selbsternannten Multikultigenderhomosozenhauptstadt des Universums, keene zwei Prozent hinter den Grünen und Linken, keene sechse hinter der CDU, und grade mal 12 Sitze hinter der SPD, und selbst das reicht anscheinend noch nicht, um die hier aus ihrer Bräsigkeit zu wecken. Wie jesagt, der Zuch iss wech, daß hamm die Deppen nur noch nich jemerkt.

    • KLasse!
      Super Kommentar, ich unterschreibe alles!

      „…ist man vor 40 Jahren in unmöglichem Aufzug auf die Straße gegangen und hat sich die Hacken ruiniert in den viel zu engen Stöckeln, na Bravo!“ – Jawollo! :)

    • Flüchten iss nich...
      Auch wenn’s bezüglich tektonischer Verschiebungen heißen mag: „Wer zu spät rennt, den bestraft das Beben“; sei Ihnen die Kraft gewünscht, (sich) weiter standhaft (besser, wiewohl bald wg. Dissidenz Haftgrund: standfest -ha! /sry für diesen *masculismus*) zu behaupten, hiesig *outing* größtenteils selbst erstöckelt zu haben; und gefeit zu bleiben gegen *psychobabble* etwa dergestalt, solch ihre Äußerungen entsprächen lediglich zu maasregelnder *self-hate speech*..

      *Lustiges* Berlin: Soeben müllab-fuhr vorbei *Leer force One* (versuche immer, die Mentalität eines BsR-Kutschers zu ergründen, die nötig ist, um mit diesen dämlich-präwitzigen Slogans aus der *We-kehr-for-U*-Kampagne beschriftet herumzufahren: muss irgendwas zu tun haben mit FlüssigBrot-und-Spiele; (auch Alt-)Berliner brauchen bekanntlich weder Oktoberfest noch Fassenacht, giebt’s* hier Beides ganzjährig)

      *: „Anstatt Reichthum giebt er Jrrthum, anstatt Batzen, giebt er Botzen; anstatt Seidten giebt er Kotzen; anstatt Geld giebt er Blätter; ist das nicht ein armer Fretter?“

    • Janz herrlicha Kommenta
      Ma abjesehn vom Pessimismus. Dit wird lange dauern und die Älteren werden dit wohl och nich mehr erleben, aber nachdem völle auf Durchzug in der Politik jeschaltet is, muss einer mit Verstand nur lange genuch an die Tür klopfn, damit die Tür ufjeht.

      Ich hege die Hoffnung, dass ein Minimum an Sachlichkeit in politischen Diskussionen alsbald wieder erzwungen wird. Und dann ist Selbstoffenbarungstag derjenigen, die sich tatsächlich als geistige und moralische Elite begreifen.

    • Es gibt auch...
      Berliner Homosexuelle, die dem dortigen „genderqueeren“ Establishment recht unverdaulich quer im Magen liegen; googeln Sie doch mal nach David Berger „Philosophia perennis“.

    • Man kann den Mann auch verlinken.

    • Jens Berger kann man verlinken
      na wenn das so ist,

      https://philosophia-perennis.com/

  55. Duad des guuuaad !!
    Wia a woama Regn auf da staubign Laundstroß- od hoit, soit des goa a Autobaun vuastein ?
    Ka Göd mera fia nix, ois Hosianna-singa fia de Merkl und de aundan Linkn.

    Don, Sie schwingen ein mörderisch-rasiermesserscharfes, zweischneidiges Schwert durch den eklen Einheitspudding, dass die Süßspeise grade so wackelt.
    Ein göttlicher Watschenplattler ins Gesicht von Honeckers Rache und ihren Bettvorlegern.
    Zu denen, zumindest bisher, auch die Schmatzer aus der CSU zählen.
    Blabla, und dann jaja zur Gonslerin.

    Ceterum censeo- Nordkorea darf nicht (Dumm)Deutschland werden !

  56. Personenschutz für Don Alphonso?
    Werter Don,
    mit solchen Ausführungen machen Sie sich nicht nur Freunde in der inzwischen intellektuell und moralisch arg heruntergekommenen FAZ-Redaktion. Da Fahrräder nicht abgefackelt werden können (glaube ich), sollten Sie sich um Ihr leibliches Wohl kümmern. Gefahren lauern nicht nur im Straßengraben, wenn man von einem Alpenpaß ins Tal herunterbrettert… Nehmen Sie zur Sicherheit ein Gelspray mit.
    Inhaltlich haben Sie erneut sowohl meine Einschätzung als auch meine Einstellung voll getroffen. Als ein konkretes Beispiel für das hohe Maß an sozialer Intaktheit und dörflichem Zusammenhalt man die Anzahl der Vereine nehmen, z.B. in Münsing mit gut 4.000 Einwohnern ca. 50! (s. „muensing.de vereine“). Da lungern die jungen Leute nicht versifft herum sondern organisieren wunderbare Projekte wie Ochsenrennen oder Durchschwimmen des Starnberger Sees. Die Handwerker suchen händeringend arbeitswillige Leute; es müssen nicht einmal Fachkräfte sein, nur die Einstellung zur Arbeit muß stimmen (beim Bäcker muß man halt früh aufstehn). Andersherum: Jeder kann im bayerischen Oberland Arbeit finden, wenn er nur arbeiten will. Mein Eindruck ist auch, daß die willigen Zugereisten sich zunehmend für ihre neue Heimat begeistern, je länger sie hier weilen. Jedenfalls sind sie die überzeugtesten Ober-Bayern. Mit den Migranten ist es leider viel schwieriger, s. z.B. kürzliche Episoden wie „Radelkurse in Holzkirchen“ oder betrunkene Asylrandalierer in Weilheim. Abgesehen von der völlig anderen sozialen Prägung hat die Merkelsche „Einladung“ wohl dazu beigetragen. Wenn man jemanden als GAST einlädt, dann erwartet dieser vielleicht ein Gastmahl, besondere Bemühungen aller Art. Gerade die besonders großzügige Gastfreundschaft des Nahen Ostens weckt solche Erwartungen. Wir Deutschen haben durch Merkel zwar Einladung gesagt, aber etwas anderes gemeint: nämlich eine Chance, sich hierzulande durch harte Arbeit etwas aufzubauen, so wie es die Nachkriegsflüchtlinge getan haben. Diese lehnen übrigens den Merkel-Wahn besonders ab. Man braucht sich nur in Orten wie Geretsried oder Blaubeuren umzuhören. Nichts für ungut, ich muß los.

    • "Wir Deutschen" haben nichts gesagt und nichts gemeint.
      „Wir“ haben auch nicht eingeladen – außer wenn eine Wahl vor nun mehr als 3 Jahren auch das beinhaltet hätte – wovon TDV anscheinend immer noch überzeugt ist.
      „Wir“ waren und sind auf diese Situation, die sich aus „der Einladung“ ergibt, auch gar nicht vorbereitet und hampeln damit, mehr oder weniger (eher weniger) erfolgreich herum.

      Gelenkt von der LF, deren Ziele mit det Janze auch nach einem Jahr nicht erkennbar sind und in deren Aussagen sich jeder das Seine hinein interpretieren kann. Und da der Nachbar oder der Freund anders interpretiert als ich geht die Grenze und Spaltung jetzt am Nachbarzaun los, durchs ganze Dorf und den Landstrich und durchs ganze Land.

      Eines jeden Leben hat sich seit einem Jahr verändert – und verändert sich tagtäglich weiter. Das ist schon an sich das Normale und nicht jeder kommt damit gut zurecht.
      Dass die Grundfesten unseres Staates durch den Eingriff einer Person so erschüttert werden war für mich bis vor einem Jahr jedoch gänzlich undenkbar.
      Und dass es in D anscheinend niemanden gibt, der diesem Spuk Einhalt gebieten kann, ist für mich vollkommen unfassbar.

    • Aux barricades, les misérables
      „Da Fahrräder nicht abgefackelt werden können (glaube ich), …“

      Leider falsch gedacht. Regionalmeldung (15.09.16): „Gegen 22 Uhr wurde am Mittwoch die ILS Landshut von einem Anrufer darüber informiert, dass in Wallersdorf direkt neben dem Asylbewerberwohnheim ein Mann auf der Straße sitzt und dort etwas anzündet. Die Einsatzzentrale der Niederbayerischen Polizei in Straubing entsandte sofort mehrere Streifen. Es wurde festgestellt, dass ein 22-jähriger afghanischer Asylbewerber aus Schwemmholzscheiten und zwei Fahrrädern (die nicht ihm gehörten) eine Straßensperre errichtet hatte und diese angezündet hatte. Nach Zeugenangaben loderten die Flammen zeitweise bis zu 1,5 Meter nach oben, die Straße wurde dadurch unpassierbar. Alarmierte Einsatzkräfte der Feuerwehr löschten den Brand schnell ab und räumten die Straße wieder frei. Verletzt wurde niemand.“

      Quelle: http://www.wochenblatt.de/nachrichten/isar/regionales/Asylbewerber-22-erirchtet-in-Wallersdorf-brennende-Strassensperre;art1177,391807

      Auch die anderen Regionalnachrichten auf diesem Portal sind nicht uninteressant, da zu den Tätern ausnahmsweise kein Blatt vor den Mund genommen wird. Der alltägliche Wahnsinn.

    • Das ist halt zuu klein für die grossen Medien. aber vor Ort sorgt das für enorme Wut.

    • Gast....
      Aber Gast…bleiben sie doch einfach bei der Realität…

      „“Wir Deutschen“ haben nichts gesagt und nichts gemeint.
      „Wir“ haben auch nicht eingeladen – außer wenn eine Wahl vor nun mehr als 3 Jahren auch das beinhaltet hätte – wovon TDV anscheinend immer noch überzeugt ist.”

      „Wir Deutschen“ wählen seit 30 Jahren ausnahmslos Regierungen und Kanzler mit denen sich auch noch der allerletzte Primitivling identifizieren kann. Sie mögen die Massen nicht eingeladen haben, aber sie haben eine Politik gewählt und unterstützt, die in der Heimat dieser Leute dazu beigetragen hat, das Leben dort immer unerträglicher zu gestalten. Und nun kommen die Leute halt her, mag man nicht nett finden, verständlich ist es alle male.

      „Dass die Grundfesten unseres Staates durch den Eingriff einer Person so erschüttert werden war für mich bis vor einem Jahr jedoch gänzlich undenkbar.
      Und dass es in D anscheinend niemanden gibt, der diesem Spuk Einhalt gebieten kann, ist für mich vollkommen unfassbar.”

      Angesichts des Volkes das in dem Lande lebt, ist da weder etwas undenkbar noch unfassbar. Ganz im Gegenteil… Ich hab hier auch vor einem Jahr nichts anderes geschrieben.

      „Eines jeden Leben hat sich seit einem Jahr verändert…“

      Nun ja, wenn man aus einem geistigen Tiefschlaf auch nur ein ganz klein weniger aufgeschreckt wird, so ändert sich die Wahrnehmung der Realität sofort tiefgreifend. Etwas wachere Menschen fanden das alles übrigens nun auch wieder nicht soooo undenkbar. Gerade hier im Blog gab es vor zeimlich genau einem Jahr etliche die das genau so befürchtet hatten, während die Masse noch ehrfurchtsvoll zu Politik und Medien aufsahen. Sehen sie, mein Leben hat sich im letzten Jahr nahezu überhaupt nicht geändert… ach, naja, so ganz stimmt das nicht, ich hab jetzt endlich, zum ersten Male, einen Hund.

      „Jedes Volk hat die Regierung, die es verdient!“
      Was können sie denn an dieser Banalität nicht verstehen?

    • Das ist nicht zu klein
      Für die großen Medien, sondern hat den falschen, nicht-hilfreichen Spin.

      Man sieht das heute an der Meldung über einen in der Provinz angepöbelten angeblichen 13jährigen, die es ja ohne weiteres in die FAZ schafft.

      Deshalb ist ja die Zuwanderungskatastrophe keine, weil die negativen Nachrichten verursachen in der Pressewelt überwiegend die (Noch) Einheimischen, die offenbar Integrationskurse brauchen. Das wird ganz sicher kommen, denn totalitäre Systeme geben nie auf, sondern enden immer nur durch Zusammenbruch.

    • TDV
      Kein Volk hat so eine Regierung verdient!

      Herzlichen Glückwunsch zum neuen Lebensgefährten /* (ist das gendergerecht korrekt?), und wenn, ich hasse so’n Scheiß. Als langjähriger Hundebesitzer freue ich mich für sie und wünsche Ihnen eine tolle Zeit mit ihrem Vierbeiner. Ach ja, sollten sie ihn als Schutz angeschafft haben, hoffe ich für sie, daß sie die richtige Rasse gewählt haben. Viel Spaß auf dem Hundeplatz.

    • @Nur ein Leser…
      Langjährige Erfahrung in vielen Ländern hat mich gelehrt, dass anscheinend nirgendwo ein Volk lebt, dass seine Regierung NICHT verdient hat. Zu viele der Deutschen haben Merkel mehrmals gewählt und all die Jahre zugejubelt. Wenn der ja grössere Rest des Volkes es in all den Jahren nicht geschafft hat, sie durch einen kompetenteren Politiker zu ersetzen, dann kann ich keinen Grund sehen, warum das Desaster nicht verdient sein soll.
      Das eigentliche Drama ist ja, dass das bisschen Zivilisation und Kultur das die Menschheit in ihrer ganzen Existenz je zustande gebracht hat in Mitteleuropa zuhause ist, der Rest ist schlicht und einfach noch schlimmer…

      Ich lebe übrigens in Japan, ein Land das trotz Mangel an Kultur und Entwicklung sehr, sehr friedlich ist. Haustiere sind hier extrem teure Konsumartikel, banale Hauskatzen und Hunde zwischen 1000 und 10.000 Euro. Herrenlose werden jedes Jahr zu zig-Tausenden vergast, die beiden grösseren Tierheime des Landes sind 600 bzw 700 km weit von der 36 Millionen Stadt Tokyo entfernt, und werden beide von Ausländerinnen geleitet.
      Hundeplätze? In Japan? Sie scherzen…. Etliche der älteren Damen Hundebesitzerinnen haben Wägelchen auf denen sie ihren Hund spazieren fahren, damit er nicht schmutzig wird, oder auf unanständige Gedanken kommt… Zwei von denen keifen immer richtig los, wenn ich mit der meinen ganz ohne Leine vorbeikomme! So unterstütze ich die Japaner bei einem ihrer liebsten Hobbys, der Ausländerfeindlichkeit….

  57. We are together, Hani Pasha, in this House of War.
    Paris ist schon da, wo wir es hin schaffen werden:
    (Achtung, Bilder könnten schockieren)

    https://www.youtube.com/watch?v=ju79YT_lBVI&sns=tw

    • Marakouma orio-Paris ou Ouagadougou voilà la question
      Sicher nur Einzelstraßen, äh Fälle. Was müssen die depperten Parigots auch Matratzen zum Sperrmüll stellen. Aber Marine wartet nur auf derartige Bilder. (DdH)

    • Paris
      Ähnliche Bilder hab ich in den 90ern in amerikanischen Städten gesehen. Was war man als Europäer schockiert und froh, diese Zustände zumindest in Deutschland nicht zu kennen. Vergangenheit. Von der Vermüllung her kommt es bereits an meine Heimatstadt heran. SPD-„regiert“ übrigens, deren wichtigste Tätigkeit das Anzapfen von Bierfässern und launige-Reden-halten auf Festivitäten ist.

      Aber wie ich lesen musste, ist es mittlerweile bereits bäh und ewiggestrig, sich nach der alten Bundesrepublik zurückzusehnen.

      Ich will aber nicht auf einer globalisierten Müllkippe leben.

  58. urlaub in MVP
    hallo und guten Tag….wirklich wieder schöne Worte…auch von den hier schreibenden Bloggern.
    Wir,d.h. Deutschland,d.h. alle Bundesländer werden noch viel,viel Platz brauchen,denn es ist “ Replacement migration “ angesagt,von der UNO,wo auch der Genderwahnsinn seinen Ursprung hatte,Hauptzahler sind? Genau,die Deutschen…in diesem Replacement Programm werden 500.000 p.a. für Schland vorgeschlagen,also….glauben Sie nicht?Dann googeln Sie es doch einfach….kein Geheimnis…wird nur nicht publiziert.
    Und wenn Sie schon mal googeln,dann auch bitte nach dem 7 Phasen-,bzw 7 Jahresplan von Al Quaida….dann wissen Sie ,was noch alles auf uns zukommt…oder glauben Sie daß niemand in der RHS Berlin davon weiß??Habe das auch schon im Focus kommentieren wollen….abgelehnt!!Warum??
    Ab und zu kommt ja schon mal etwas von irgendwelchen schreibenden Polizeikräften an`s Tageslicht,wobei ich noch eine andere Frage an die Blogger hier habe : stimmt es,daß nächtens auf diversen zivilen und auch nicht zivilen Flughäfen nach Mitternacht Maschinen hier in Schland landen ohne Ziel/ Herkunftsnennung…mit Menschen an Bord?

  59. "Auf den Bergen wohnt die Freiheit"
    Der Grad an Komplexität, die Zahl verpflichtender Verbindungen – und das Maß an Verblendung sind inzwischen so hoch, dass es keine Entscheider mehr gibt, bloß noch Getriebene.

    Es gibt auch keine Freiheit mehr, weder eine des Individuums noch eine der Politik, die es etwa einem vom Schicksal vergleichsweise begünstigten „Freistaat“ erlauben würde, die gewohnte Lebensweise seiner Altbürger im Idyll bzw. im Strömungsabseits des Weltgeschehens auf Dauer zu konservieren. Man mag diese Lebensauffassung in Sitten und Bräuchen noch behaupten, aber das ist vergeblicher Dienst am überlieferten Herkommen, an einem äußeren Schein, der das gnadenlose Licht der Realität für eine beschränkte Zeit etwas mildert, Spielraum vortäuschend, wo keiner mehr ist.
    Der relative Fehlstart des Oktoberfests zeigt, woher der Wind weht. Alles nur Wetter, gewiss oder eben ein feuchter Traum.

    Anstelle der Freiheit blüht der Eskapismus in allen denkbaren Erscheinungsformen, deren Anhänger ihre skurrilen Welt- und Lebensvorstellungen in quasi-religiösen Bewegungen praktizieren, einig allein in der gemeinsam geteilten Empfindung und Ablehnung unerträglicher äußerer Gegebenheiten.

    Es gibt, zum Dritten, auch keine Demokratie mehr, die diese Bezeichnung verdient und deren Wirken den Dingen eine Wende zu geben imstande wäre. Wünscht man eine solche im herkömmlichen Sinn zu gestalten, präsentiert sich die Lage in der Tat als „alternativlos“. Es fehlt ebenso an Kraft, eine Änderung herbeizuführen wie an einer zutreffenden Vorstellung davon, was sie am Ende bedeuten und bewirken würde.
    Die Politik IST die Krankheit, für deren Heilung sie sich hält.

    Reine Hybris deshalb, Don, hier fortwährend das Garn eines glücklichen, selbstbestimmten Volks von rechtschaffenen Bauern, Zimmerleuten, Dachdeckern, Immobilienbesitzern und Alpenradlern zu spinnen. Die Wirklichkeit lauert gleich ums Eck, bei den prekären Notrufen nach Wohngelegenheiten an den Gratis-Annoncenboards in den Supermärkten z. B. (fotografieren!), auf den Arbeits- und Sozialämtern, in den Bahnhöfen und an den Bankschaltern, nachts in der Provinz.

    Das sickert, tropft und rinnt und rieselt unaufhaltsam. Im Folkshemmet der „sozialen Marktwirtschaft“ schimmeln die Wände und irgendwann werden seine Bewohner wieder nach dem großen Klempner rufen.

  60. Gartenzwerge an die Macht
    Lieber Don,

    ein herrlich süffisanter Text von Ihnen. Besonders elegant ist die kleine Watschn für Ihren Kollegen vom Feuilleton, bei dem man auch nicht so recht weiß, ob man es nicht vielleicht doch mit einer kunstvollen Persiflage auf einen reaktionär-progressiven toitschen Gartenzwerg zu tun hat. Ayaan Hirsi Ali, Opfer von Genitalverstümmelung und (beinahe) Zwangsheirat im Namen der „Religion“, ob ihrer Islamkritik verdammen, aber die wohlbegründete Kritik an Merkels mannigfaltigen Idiotien und Rechtsbrüchen als Beleg für „Frauenfeindlichkeit“ bewerten wollen: Das ist entweder sehr gute Satire oder aber zum Fremdschämen. Gäbe es Sie nicht, würde die FAZ sich in meinem Ansehen inzwischen – nicht zuletzt auch dank der FAS – nur mehr sehr eingeschränkt über der SZ bewegen.

    Im Übrigen möchte ich sehr empfehlen, bei „Wirtschaftsflüchtlingen“ aus Berlin doch sehr genau hinzusehen. Die DDR hat bereits die BRD übernommen, weil man noch jede FDJ-Funktionärin und Stasi-Tante gewähren ließ, die natürlich niemals jemandem geschadet hat. Wie könnte dies bei einer solch edlen Tätigkeit auch der Fall sein?

    Es mag sein, dass die Beharrungskräfte in Bayern größer sind. Aber was mit dem Bund geschah, sollte abschreckendes Beispiel genug dafür sein, wohin die Faszination und „Toleranz“ für den „edlen Wilden“, der nicht mit Messer und Gabel zu essen vermag, am Ende führen kann. Passend übrigens, dass noch niemand auf die Idee gekommen ist, Merkel auch als „Ostdeutsche“ in Schutz zu nehmen.

  61. @Münsterländer
    „Tauber, Altmeier, Kauder…

    Frau Merkel vertraut Männern mit Glatze. Wäre das nicht mal was für eine Analyse?“

    Stimmt, noch gar nicht bedacht… ein interessanter Aspekt.

    Deswegen wird des bis auf Weiteres auch nix mit dem Jens Spahn. Der hat zwar schon einen ordentlichen zurückweichenden Haaransatz, aber bis zum voll merkelvertrauenswürdigen Schiebedach dürfte es noch einige Zeit dauern – Zeit, die die CDU nicht mehr hat.

    • Titel eingeben
      das erklaert im umkehrschluss vielleicht auch die Begeisterung des jetzigen koelner erzbischofs fuer merkelspeech, freiluftfestivitaeten mit fluechtlingsbooten und moralinsaure stellungnahmen dazu, was politisch gut und was politisch boese ist …. der eitle mann traegt unter seinem schicken Toupet naemlich „schiebedach“ …. und der munchner hohlk …. mmh erzbischof ist doch auch glatzkoepfig?
      Nein, wie kuschelig mit so vielen weissen maennern des merkelvertrauens.

    • Gast, der neue Kölner hat ja auch noch gefärbte Haare
      interessant, wie eitel doch die Kirchenmänner sind, noch eitler, als ich ohnehin schon annahm. Aaaaber das Netz vergisst nicht alles und so sind Fotos zu sehen, mal grau, mal dunkel, mal weniger grau, noch dunkler… ob das dem Herrgott gefällt?

  62. @ Elisabeth Reinhardt sagt am 19. September 2016 um 01:31 Uhr
    „Fremdenfreundlich? Da legst Di nida!
    Bayern ist schön. Bayern hat tolles Wetter, tolle Landschaften, tolle Städte, tolle Wirtschaft, tolle Kultur, aber fremdenfreundlich ist es ganz bestimmt nicht!“
    .
    Sie sagen es! Als regelmäßiger Betrachter des Trachten- und Schützenzug durch die Münchner Innenstadt vor der Glotze sitzend, ergreife ich Partei an Ihrer durchaus berechtigten Kritik an der einseitig und zuweilen weltfremden Ausrichtung dieser Veranstaltung. Ich gestehe durchaus zu, daß die Vielfalt der gezeigten Trachten schon eine gewisse, allerdings gedeckte Farbigkeit aufweisen und daß sogar Gruppen zugelassen sind, die von außerhalb Bayerns kommen, so aus dem Schwarzwald, selbst aus Österreich, Südtirol (?) => Italien (?) , Ungarn, der Ukraine, Slowenien oder Bosnien und Herzegowina.
    .
    Auch die gezeigten Pferderassen wie die Kaltblüter, die da wären die belgischen Brabanter oder Ardenner sowie die französischen Auxois und Percherons vor den Brauereiwagen, weisen, zugegebermaßen, eine gewisse weltoffene europäische Internationalität auf.
    .
    Aber, ich frage Sie, reicht das um heutige Ansprüche und Zielsetzungen „bunter Weltoffenheit“ absolut zweifelsfrei zu bekunden?
    .
    Legte ich die dafür gültigen Maßstäbe der Reichshauptslum an, ein klares NEIN!
    .
    An was es meiner Ansicht nach, in beabsichtigter oder leichtfertig übersehener, diskriminierender Lückenhaftigkeit dieser Veranstaltung ermangelt, ist das komplette Fehlen eines immer mehr gesellschaftliche Aufmerksamkeit heischendes Genre der Lesben und Schwulen im Lande (auch in Bayern) teilnackich in Lederkoppelzeug, benetztstrumpft, ledernatzimützenbehütet, Straußenfedern in rückwärtigen Körperöffnungen,eisenbeschlagen an den oberen und unteren Extremitäten daß es Hufschmied und Rosserer erbarmt.
    .
    Ein weiteres Manko: Die Nichtberücksichtig der das tägliche Leben immer mehr beeinflussenden orientalische Bekleidungsgepflogenheiten.
    .
    Hier sollte durch den Festausschuß und Stadtregierung unbedingt nachgesteuert werden, denn ich sehe Berlin da eindeutig in der Vorhand.
    (DdH)

    • Titel eingeben
      boah, wo Sie so Ihre augen haben: woher wissen’s denn doas von den eisenbeschlagenen unteren extremitäten? mmmh, teilnackich. okay

      schaun’s, dafür sind die grossstädte dann ja doch gut, um solch‘ exotischen spezies und ihren wilden trieben, mmmh, treiben kognitiv näher zu kommen. und generell leben solche „spezis“ in anonymisierten grossstädtischen Biotopen vielleicht besser als in ruralen biotopen? berghain und kitty als fluchthindernis, sozusagen.

      allein die escort-szene, was meinen’s was die damen und herren mdbs so alles entbehren würden. aber das gehört sicherlich nicht hierin.

  63. Vorwärts nimmer – rückwärts immer.
    Alles ist gut.

    Die Türkei ist ein durch und durch demokratischer Staat und zu Recht ein NATO-Kumpane.
    5 Milliarden Euro pro Monat für 2 Millionen Irgend-Etwas-mit-Flüchtling sind Erdnüsse und werden aus der Portokasse bezahlt. Aussitzen, verschweigen, verdrängen ist die Reine Lehre und progressive Politik.

    70 Beschwerden in Bautzen über Minderjährige ohne Pass und Notwendigkeit zum Benehmen sind nicht der Rede wert – weil alles Einzelfälle und sowieso nur Masseneinbildung von Nazisympatisanten. Deutschland als No-Go-Area ist Multi-Kulti und Hipp-Schick.

    VER-Dumm-heit-ung ist offiziell zum allgemeinen Volksgut mutiert.
    Der gesunde Menschenverstand bei den Mit-Wirklichkeit-Will-Ich-Nichts-Am-Hut-Haben-Parteien macht WINKE-WINKE.

    Vorwärts nimmer – rückwärts immer.

  64. Heulen und Zähneklappern
    Ich möchte nur kurz auf das kluge dpa-Interview mit Noah Chomsky in der FAZ hinweisen, der konstatiert, dass die heutigen Probleme in erster Linie durch das Abhängen der „Mittelklasse“ sprich „Arbeiterklasse“ vom gesellschaftlichen Wirtschaftswachstum entstanden sind, dass nur in der Finanzelite kondensierte.

    Der beachtliche Zulauf zu Bernie Sanders lässt ahnen, dass nicht alle, die unzufrieden sind, Trump oder AfD für die Lösung halten.

    Wir müssen wohl oder übel vielleicht den Rechtspopulisten die Chance bieten, sich selbst zu desavourieren, vielleicht gezwungenermassen, weil wir vorsichtshalber den Clinton/Merkelweg als kleineres Übel vorgezogen haben, und dann der Wahnsinn unserer Finanzpolitik irgendwann doch zuschlägt – quantitative Easing kann man nicht bis zum St. Nimmerleinstag ausreizen, irgendwo platzt es – wenn 30qm Münchner Einzimmerappartment 150000 € Euro kosten, ist das kaum mehr erschwinglich für normale Verdiener, von grösseren Wohnungen ganz zu schweigen.

    So „verlottert“ wie China oder Kuba sind – möglicherweise war ein „sozialistisches“ Gesellschaftsmodell für bestimmte Entwicklungsstufen von Gesellschaften der einzig mögliche Weg, über die für Korruption besonders empfänglichen autoritären prä-demokratischen Regierungsformen hinauszukommen.

    Ich will nicht behaupten, dass der Sozialismus keine Nachteile und Verbrechen gekannt hätte, aber ich halte es für möglich, dass man in einer mittleren Zukunft den Neoliberalismus als Wegbereiter eines Interregnums autoritärer Nationalismen erkennen könnte, bis man wieder gezwungenermassen wieder überregional zusammenarbeiten muss.

    Nach dem II. Weltkrieg in den „kalten Krieg“ einzuschwenken, statt in einen leidlich fairen Wettbewerb der Systeme – so illusionär es klingen mag – wäre vielleicht eine alternative Entwicklungsmöglichkeit für die Menschheit gewesen.

    Ohne extremistischen Nationalismus oder religiösen Fanatismus, die beide nur das Versagen der Politik im Hier und Jetzt verkleistern, als ob wirtschaftliche oder politische Probleme mit dem Gewinn einer Fussballweltmeisterschaft lösbar wären.

    • Noah?
      Der gute Mann hat mit der Arche Noah nix zu tuin, er heißt NoaM.

    • Mein Fehler
      Da habe ich im Kopf zu schnell ergänzt statt genau gelesen – Noam ist ein noch seltenerer Name. Danke für den Hinweis.

    • TGA, m.E. würde die Welt anders aussehen, wenn wir ...
      … in den 1950-90igern nicht unseren ganzen „Wohlstand“ auf Saudi-Öl aufgebaut hätten.

    • @TGA und köstlich
      Nein, Köstlich, das hätte nichts geändert.
      Der Kapitalismus, der uns den Reichtum und das gute Leben beschert hat, benötigt fürs Überleben nun mal stetiges Wachstum. Ob mal da eine Gesellschaft auf Öl oder auf Kokosfasern aufbaut ist egal. Wenn mangels neuer Produkte kein Wachstum mehr möglich ist, dann kollabiert das halt alles. Die einzig bisher bekannte „erfolgreiche“ Lösung des Problems ist ein grösserer Krieg. Der stellt vieles zurück auf Zero und dann brauchen anschliessend alle wieder alles. Ich bin da ziemlich sicher es gibt mehr von solchen als uns lieb sein kann, die diese Lösung gar nicht so inakzeptabel finden würden.

      TGA:
      Schaun wir uns die Fakten zum Thema Reichtum doch mal an. Wer es ausführlich nachlesen will, der sollte man in den letzten Print Spiegel reinschauen.
      Wie sie wissen, hab ich keinerlei Problem mit Menschen wie den Don die sagen: „Ja, die Erbschafts- und Einkommenssteuer- und Vermögens-Gesetze sind verbrecherisch, aber ich wäre schön blöde, wenn ich deswegen einen auf Gut-Mensch machen würde und mein Geld herschenke. Ich habe halt Glück gehabt…“

      Warum also nicht zu den gegeben Fakten stehen?
      80% derer, die man zu den berüchtigten 1% zählt, haben ihr Vermögen geerbt, nur jeder 5te hat sein Vermögen durch eigene Leistung erworben! Und selbst dies Zahlen gelten nur für die grösste Gruppe des 1%, die Besitzer von 3 – 5 Millionen. In der Kategorie der Superreichen sinkt dieser Anteil der Selfmade Leute noch mal um den Faktor zehn. Ganz oben ist in DE ausser Hopp von SAP und Rossmann keiner bekannt!
      Mit Erwerbsarbeit allein werden die allerwenigsten reich.
      Als wohlhabend gelten Menschen, deren Einkommen mehr als 200 Prozent des Medians beträgt. Das sind knapp acht Prozent der Bevölkerung. Die Hochvermögenden machen gerade noch 1,2 Prozent aus. Je höher das Gesamtvermögen, desto größer wird die Rolle des Nachlasses. Durchschnittlich gut drei Millionen Euro erhielten die Hochvermögenden der Studie in ihrem Leben auf diesemWeg.

      Mit Sorge beobachtet lt Spiegel zB Dietmar Hopp wie die Notenbanken die Zinsen immer weiter senken und wie
      Großinvestoren sich daran bereichern. Die Nullzinspolitik führe zu Vermögensverschiebungen. Nur wer reich sei, könne die günstigen Kredite nutzen, um ertragreich
      zu investieren, während „Kleinsparer praktisch enteignet werden“, sagt Hopp. „Der Graben zwischen Arm und Reich wird dadurch immer tiefer.“

      Michael Hudson, Professor und Autor, ehemals selbst an der Wall Street unter Vertrag, und jetzt Finanzberater von China, Island und Lettland:
      „Denken Sie an das berühmte eine Prozent der Reichen,
      bei denen wir alle verschuldet sind! Wir leben im alten Rom – lesen Sie mal Plutarch –, das im Würgegriff der Oligarchen schließlich verröchelte. Die Welt, wie sie ist: ein Skandalon, gemacht aus Dummheit, aus Cleverness und Gier.
      65 Prozent des Profits der größten Banken in den USA generieren sich durch Zinsen und Strafzahlungen: Die Überforderung und Übervorteilung des Einzelnen ist das Geschäftsmodell. Ein organisierter Betrug.
      Obama nichts tut, um das Finanzkapital zu entmachten; er ist eine Marionette der Wall Street, so wie Hillary Clinton es
      als Präsidentin sein wird.
      Die Austeritätspolitik der EU ist so sinnlos wie destruktiv.“

      Aus der Betrachtung des Reichtums folgen Fragen, die so politisch wie sensibel sind. Eine Gesellschaft ist nicht gerecht, wenn alle das Gleiche besitzen, sondern dann, wenn alle die gleichen Chancen haben. Sie erträgt Ungleichheit, so lange sie nicht zu weit auseinanderdriftet, doch sie braucht die Hoffnung auf Aufstieg und das Gefühl von sozialer Gerechtigkeit, dass jeder nach seinen Kräften einen Beitrag leistet. Dass sich niemand aus ihr verabschiedet. Weder die unten aus Resignation. Noch die oben, weil sie sich nicht mehr verantwortlich fühlen.

      Leider hat das mit unserer Welt nicht mehr allzu viel zu tun.
      Und, man muss sich das wirklich klar machen: Es ist NICHT abzusehen wie die Entwicklung weiter gehen wird.

  65. Verbesserungsvorschlag
    Der ansonsten sehr gefällige Beitrag sollte an einer Stelle geändert werden: „… dass all diejenigen, die sich abgehängt und benachteiligt fühlen …“. Mit „Fühlen“ hat das nun wirklich nichts mehr zu tun. Die Zahl der Abgehängten und Benachteiligten durch alle Altersklassen steigt nachweislich stetig an.

    Und vielleicht noch eine kleine Anmerkung zur Bayern-Werbung. Wenn das so weitergeht, dann könnte bald die Ausbürgerung drohen. Denn Bayern wäre wohl nicht länger Bayern, kämen all die nach Bayern, die Sie hier so freundlich einladen. Mit der Integration ist das halt so eine Sache.

  66. This is too much goddamn bullshit! And not enough fact.
    Wo kommen eigentlich plötzlich all die vielen Messerstecher her?
    Ach, aus der Psychiatrie…. und ich dachte schon es wären vielleicht traumatisierte Kriegsflüchtlinge…

    http://www.bild.de/regional/muenchen/mordversuch/polizei-nimmt-tatverdaechtigen-fest_ag_dp-47892556.bild.html

    http://www.bild.de/regional/leipzig/angriff/mann-bedroht-schuler-und-lehrer-mit-messer-47891690.bild.html

    Also in den USA, die gerade unbeobachtet von unserer Presse einer Terrorwelle ausgesetzt sind, da gibt es keine Psychos sondern immer nur Attentäter mit Plänen und Zielen…seltsam

    http://www.spiegel.de/panorama/justiz/minnesota-mann-verletzt-mit-einem-messer-acht-menschen-a-1112790.html

    Ergo: Obama braucht auch so ne Nudging Truppe…ach zu spät…verdammt

    • Goodnight, die kommen nicht "plötzlich". Als Einzelfall sind die praktisch
      tagtäglich beschreiben und vorrätig.
      Woher die aber wirklich kommen? „Gefälschte Pässe in Stuttgart“
      http://www.presseportal.de/blaulicht/pm/121263/3433155

      Das Staats- und Politikversagen ist scheints unermesslich. Wobei die Frau in B wohl äußert, dass, wenn sie könnte, sie die Zeit zurückdrehen würde – Vorausdenken ist halt nun mal nicht jedermanns Sache.
      Und fast alle haben mitgemacht bzw. sind noch feste dabei…

    • Trojaner, das Problem der Frau soll das Denken von hinten sein
      und da spielt ihr dann das Wunschdenken wohl so seine Streiche. Würde sie vorher denken… ach was wäre uns alles erspart geblieben, ständig steigende Strompreise, Neubürger, die so ungeschickt mit Messern und Mobiliar umgehen und vieles mehr, womöglich wären EU und Euro schon erledigt.

    • Kritisieren ist halt leicht
      Voraussehen nicht ganz so einfach.

      Wenn ich mich richtig erinnere, gabs vor der Wiedervereinigung ein innerdeutsches Ministerium auf Bundesebene. Pläne dafür lagen dort wohl keine in den Schubladen.

      Wohl aber bei einigen Banken.

      Mit Verlaub, eine solche Flüchtlingswelle musste man nicht unbedingt vorhersehen können. Also werden da auch Fehler gemacht.

      Die Frage ist letztlich, was geschieht, wenn etwas Wasser den Rhein hinunter geflossen ist.

    • This city's afraid of me... I've seen its true face...
      @Thomas

      Wer auf dieser Ebene solche „Fehler“ macht (mal eben die eigene Partei, die Demokratie und die Nation ruinieren), der muss dann auch die Verantwortung übernehmen, für diese Fehler.
      Und die Aufgabe der Kritiker ist dafür zu sorgen, dass dies geschieht.
      Check and Balance. So funktioniert Demokratie,
      Nur leider nicht mehr bei uns, hier muss kein Regierungschef irgendwelche Verantwortung übernehmen, sie kann machen was sie will und Kritik ist verboten.
      Ach ja, linke Diktatur ist keine Diktatur sondern „Sozialismus“.

    • @R. Simon
      Ja, es gibt immer wieder Deutsche, die sagen: die BK ‚denke von hinten her‘.
      Die Realität zeigt aber ziemlich durchgängig: sie ‚denkt erst hinterher‘.
      _(wenn überhaupt)_

      Aber macht nichts, alle Menschen sind klug.
      Manche vorher, die meisten nachher.

    • "Mit Verlaub, eine solche Flüchtlingswelle musste man nicht unbedingt vorhersehen können.
      Also werden da auch Fehler gemacht.“

      Lieber Thomas – bitte überprüfen Sie in Ihrem o.a. Satz zunächst das Wort „Flüchtling“ in Bezug auf das, was seit nunmehr mehr als einem Jahr hier ungehindert ins Land strömt.
      Zudem scheinen Sie mir ein überaus Merkel-„gläubiger“ Thomas – und ich kann Ihnen darauf nur erwidern, dass bereits seit den 70er, spätestens 80er Jahren in der Entwicklungshilfe über Flüchtlingsströme (damals noch als „Wirkliche Flüchtlinge“) diskutiert wurde.
      Dass das Thema bei der LF vergessen und dann auch noch töricht und dilettantisch angegangen wurde – das lag doch alleine bei der LF und deren Hofschranzen, die sie machen ließen und immer noch machen lassen?

      Es gab Berater im Kanzleramt, die das Elend der Welt über die Jahre immer wieder zur Sprache brachten – und ungehört entlassen wurden. Es gab und gibt immer noch Menschen, die vor Muslimen warnen, die sich nur schwer auf ihnen nicht gewohnte andere Gesellschaftsformen einlassen können.
      Alles ungehört – statt dessen wird auf angeblich „Rechte“ eingedroschen, die doch nur die Realität, wie sie sich Tag für Tag dem Normalbürger zeigt, kommunikativ angehen und der Öffentlichkeit und damit einer Lösung zuführen möchten.

      Immer noch nehme ich an, dass jeder wahre „Nazi“ unseren Behörden bis ins Kleinste bekannt ist und dass das Kritikerbashing derer, die die Realität in D schildern, einer „Demokratie“ nicht würdig ist.

    • Goodnight und Trojaner
      Entschuldigt bitte, dass ich meine Antwort kurz halte und zusammenfasse.

      Solche Fehler gabs immer wieder.

      So ist mir seltsamerweise hinsichtlich der demographischen Entwicklung und der daraus resultierenden Folgen für die Renten- und Krankenversicherung seit, nein, staunen Sie bitte nicht, Ende der Siebziger, Anfang der Achtziger bekannt, was heute und künftig folgt.

      Und ich schrieb schon, dass der ehemalige Ministerpräsident von NRW namens Kühn in einem feinen Bericht darlegte, dass zur Integration mehr nötig sei, als geleistet und gemacht würde.

      Wann war das nochmal? Ich weiß es, Sie recherchieren da bitte selber, damit Sie wissen, seit wann Themen diskutiert werden.

      Als merkelgläubig bin ich hier manches mal schon abgekanzelt worden, ich glaube, ObjectBe war die erste, ich kann damit leben, da ich es nicht bin und somit solche Vorwürfe einfach abperlen.

      Fehler, Goodnight? Mir sind solche aus Unvorbereitetheit lieber, auch wenn man vorbereitet hätte sein können, als solche, die der ehrwürdige Kanzler wissentlich zulasten von Arbeitnehmern in Kauf genommen hat, als er sagte, 5% Inflation wären besser als 5% Arbeitslose.

      Von mir aus ersetzen Sie den Begriff Flüchtlinge mit Migranten oder Zuwandernde, es meint alles daselbe und das wissen Sie auch, Trojaner. Also soll Ihre Anregung eher auf anderes abzielen. Aber wissen Sie, ich mach mir darüber keinen großen Kopf. Werfen Sie mir etwas konkret vor, auch gern an den Kopf, dann kann ich auch konkret antworten.

      Manchmal sind Dinge nunmal komplizierter, manchmal recht einfach :)

  67. Koalitionsvorschlag für Berlin
    Vorab, das Abschneiden Der Linken hat mich wirklich gefreut, wenngleich es durchaus besser hätte sein dürfen. Die FDP – manche Wähler lernen es eben nie. Die AfD – alles andere hätte mich sehr überrascht. Gefreut hat mich auch das nun endlich unübersehbare Ende der Volksparteien. So ist das halt mit der imaginären politischen Mitte, einer Mitte, die es in einer aus lauter Parallelgesellschaften bestehenden Gesellschaft mangels gemeinsamer Werte eben nicht wirklich geben kann.

    Doch nun zu meinem alternativen Koalitionsvorschlag, der auf die Beteiligung der beiden ehemaligen Volksparteien gänzlich verzichtet. Wie wäre es denn mit einer tiefrot/lindgrün/bräunlichschwarz/gelblichen Koalition? Das wäre doch die wahre „Volkspartei“, oder irre ich mich da? Man könnte sich die AfD ja als CSU-Ersatz denken.

  68. Wahlhilfe
    gerade weil Sie, Don Alfonso, die AfD „abscheulich“ finden und glauben, Baiern wäre durch die cSU immunisiert, werde ich im nächsten Wahlkampf in Bad Wiessee unser Domizil bewohnen und die örtlichen alternativen Kämpfer unterstützen.

  69. Danke, Don.
    Sehr schön wie immer, aber ich denk, die Berliner sollten lieber daheim bleiben und ihre Suppe selber auslöffeln.
    San eh scho gnua Preissn da herunt.

    • Im Ernst, wenn ich die Geschichten aus Berliner schulen so sehe, kann ich es keinem verdenken, wenn er nach Bayern zieht. Und r2g wird enorme Probleme haben. selbst dieses Niveau zu halten. Lassen Sie mal eine Rezession kommen, und überlegen Sie, was dann von der nice2have-Wirtschaft in Berlin bleibt.

    • Ja, Don...
      Ich bin immer wieder überrascht wie massiv die katastrophale wirtschaftliche Entwicklung einfach ignoriert wird.
      Die bürgerlichen Parteien ruinieren den Laden und den Nachfolgern wird dann die Schuld in die Schuhe geschoben, hatten wir in der BRD ja schon ein paar Mal.
      Verglichen mit der ungeheuren Blase die derzeit weltweit auf den Aktienmärkten und bei Immobilien vor sich hin bubbled, war die Blase der New Economy „Peanuts“!

      Es wird wohl schlimm…..

    • Bürgerliche Parteien und Misere einbrocken
      Darf ich Sie fragen, TDV, wie lange die SPD in Berlin die Regierung stellt?

      Nur mal so als Frage zum Erkenntnisgewinn, denn ich möchte doch gern aus Ihrem berufenem Mund wissen, weshalb die gesamte Berliner Infrastruktur und -aussicht so miserabel ist, nein, immer miserabler wird

      :)

  70. if i could turn back time...
    Merkel nudging geht weiter:

    Sie bedauert, dass sie vor vielen Jahren nicht darauf vorbereitet hätte sein können, auf diesen Moment im letzten Jahr, wo wir doch alle in Europa irgendwie Opfer der Flüchtlingswelle wurden.

    D.h. sie bedauert ohne sich zu entschuldigen.

    Kennen wir von Merkel: Sie weicht nie von ihm Kurs ab. Hat ihr persönlicher Berater äh…unabhängiger ZDF Politikexperte… Prof. Korte ja gestern im ZDF geraten….

    Yep, die nudging Abteilung hat ihr da einige schöne Wörter in den Mund gelegt, die beim dumpfen Beobachter doch wirklich den Eindruck einer Entschuldigung und der Übernahme von Mitschuld erwecken könnte: „weiß Gott nicht alles richtig gemacht haben “ (aber fast alles!), „mir ist klar, dass es nicht gut war“ (dass wir ein wenig organisatorische Probleme hatten),
    „Wenn ich könnte, würde ich die Zeit zurückdrehen“ (nein, nicht vor Sep 2015 sondern viele Jahre davor).
    Der Nudging-Experte weiß: Der Zuhörer registriert erst das Emotionale und das leitet dann die Wahrnehmung des Inhalts. Emotionen bedienen und den Verstand lahmlegen, aber letztlich den inhaltlichen Kurs bestätigen.

    Das wirkt. Beim Volk und ganz besonders bei deutschen Journalisten.

    Dann kann sie auch ganz direkt der 82% Mehrheit des deutschen Volkes sagen, wie dumm es ist, denn die sollten nicht einfach nur dumpf ablehnen sondern bitte der Kanzlerin explizit sagen, was diese so zu tun hätte: „Wenn ich dieser schieren Zahl präzise entnehmen könnte, welche Kursänderung sich die Menschen wünschen, dann würde ich darüber gerne in eine Diskussion eintreten“ (d.h.: ansonsten sollten die die Klappe halten). Wo man sich natürlich fragt, ob das Volk der Regierung sagen muss wie man regiert.
    Egal, in diesem Land der kognitiven Under-performer kann die Kanzlerin mal eben das Volk beleidigen und die Presse klatscht Beifall.

    Wunderbar auch wie Merkel ihre Politik begründet: „vor allem das ethische Fundament der CDU und meine persönlichen Überzeugungen sind da neben den „moralische Herausforderung“ im Mittelpunkt. Um sich dann, keine Minute später, darüber zu beschweren, dass die Menschen, in den postfaktischen Zeiten, nicht mehr den Fakten sondern ihren Gefühlen folgen.

    Ich habe ja keine Ahnung von den postfaktischen Zeiten, aber dass die Moderne durch unendliche Paradoxien gekennzeichnet ist, dass hat sich mit dieser Rede bestätigt.

    Aber egal, denn „das ist unverzichtbar und das ist gut und richtig!“

    Hauptsache wir alle haben ein gutes Gefühl.

    • Das wirkt. Beim Volk und ...
      also bei mir wirkt da gar nix – ich hab einfach eine Sauwut – wenn ich so ein Schmarrn les … wie des die Merkeln verzählt

    • Persönlichen Überzeugungen
      @goodnight

      haben schon früher viel Unheil angerichtet und wenn Frau dann auch noch moralische Herausforderungen sieht, nimmt es kein gutes Ende.

      Zum Verständnis postfaktischer Zeiten hier ein Kommentar

      http://www.nzz.ch/meinung/kommentare/googeln-statt-wissen-das-postfaktische-zeitalter-ld.111900


    • moralische Herausforderung
      Wie sagte doch mal jemand im Usenet: „peace thru superior buzzwords“.
      Ob aber moralisch Herausgeforderte ihre realpolitischen Hausaufgaben richtig machen, bezweifeln immer mehr Bürger.

    • Goodnight
      nehmen Sie die heutigen Äusserungen Merkels doch einfach mal als Zeichen, dass sich hinsichtlich der Flüchtlings-, Migrations- und Integrationspolitik einiges ändern wird.

      Zumindest seitens Merkels und der Union.

      Denn nichts anderes als die Ankündigung einer solcher Änderung, meiner Meinung nach zumindest.

    • This is a joke. This is all a joke.
      @Thomas

      Nichts wird sich ändern, weil man nichts mehr ändern kann.
      Die Struktur wurde verändert. Die 1-2 Mio sind schon im Land. Die bekommt man nicht mehr raus, die werden nicht integrierbar sein.
      Das Volk hat das noch nicht begriffen. Es hofft noch, dass wieder alles gut wird. So wie der Don.
      Und so freut es sich hier über jeden lustigen Beitrag, weil alles ja doch am Ende köstlich und wunderbar werde sollte.
      Alles nur ein Komödie mit Happy End.

      Irgendwann wird das Volk begreifen.
      Dann wird es nicht mehr Dons Komödien sondern Goodnights Tragödien lesen.

    • Merkel hat das Problem kommen sehen
      denn im Sommerinterview 2015 meinte sie ja, Griechenland sei grad nicht so wichtig, ihr machten die Flüchtlinge mehr Sorgen…

      Hört ihr der Frau eigentlich nie richtig zu? Lampedusa ist doch auch nicht erst gestern.

      Sie nannte als Fluchtursache z.B. die Globalisierung, die darob Flüchtigen stehen zum großen Teil ja noch in Libyen und warten auf die Überfahrt nach Europa.

      Blauäugig ist allerdings nun anzunehmen, dass man die Fluchtursachen mit einem Fingerschnips beseitigen könnte. Das ist viele Jahre versaubeutelt worden, dazu die nicht gezahlten Gelder für die UN-Camps im Jemen usw., wir haben selbst schuld, dass nun alle kommen wollen.

      Und da bin ich mit Goodnight völlig einig, es wird böse, sehr böse werden.

    • >>nicht mehr Dons Komödien sondern Goodnights Tragödien lesen
      Sind Sie sicher, Goodnight?

      Eventuell hat das Volk ja aber auch vom Erleben der täglichen Tragödien
      dann die Nase bereits so voll, dass es sich das Lesen weiterer ersparen mag.

    • Titel eingeben
      Renate,
      Aufgabe eines Kanzlers ist es zum Wohle des deutschen Volkes zu regieren und Schaden von ihm abzuhalten.
      Ich kann mich nicht daran erinnern, dass Madame M gegen die Kriege in Afghanistan, Iraq, Libyen oder Syrien war, von dem derzeitigen NATO Aufmarsch an der russischen Grenze ganz zu schweigen.
      Die GroKo Wirtschaftspolitik hat Deutschland zum Exportweltmeister gemacht, während die Ökonomien in vielen anderen, wirtschaftlich ungleich schwächeren Ländern durch diese Politik geschädigt wurden:
      „Sie nannte als Fluchtursache z.B. die Globalisierung…“, warum hat sie dieses verbrecherische System dann weiter gefördert und ausgenutzt?
      Es geht nicht darum „die Fluchtursachen mit einem Fingerschnips zu beseitigen“: Es geht um die Frage ist Deutschland Teil des Problems oder Teil der Lösung? Und da ist die Antwort eindeutig. Deutschland ist einer der grössten Profiteure der Globalisierung und hat NICHTS getan um die dadurch entstehenden Probleme zu begrenzen oder gar zu verhindern und deshalb haben sie und goodnight völlig Recht, „…. es wird böse, sehr böse werden“ und wir stehen ja erst ganz am Anfang.

      Auch heute morgen deutete sich bereits wieder mal an, wofür die Steuergelder des Landes als nächstes wohl herhalten müssen, die Probleme der systemrelevanten Deutschen Bank (wobei diese nur die erste von einigen sein wird) können NUR vom Steuerzahler gelöst werden, wie übrigens die von VW auch.
      Das Verbrechergesindel von der Deutschen Bank, hat trotz der Erfahrungen von 2008 anscheinend wieder Kreditrisiken verbrieft und Ahnungslosen, im Endeffekt dem Steuerzahler angedreht um ihre eigene Haut zu retten.
      Jeder wusste damals was für ein widerlicher Charakter Jain ist, und gerade deswegen hat man ihn wohl auch berufen, nur, jetzt kommen halt die Rechnungen.

      „Die Deutsche Bank ist weiter unter Druck: Der Aktien-Kurs brach am Dienstag erneut ein. Die Deutsche Bank platziert Finanzkreisen zufolge abermals Kreditrisiken im Milliardenbereich aus. Dabei gehe es um Firmenkredite, die als Verbriefungen vermarktet werden sollten, sagte eine mit den Plänen vertraute Person am Montag, wie Reuters berichtet. Das Volumen des Deals werde unter 5,5 Milliarden Dollar liegen. Mit dem Schritt entlaste das Geldhaus seine Bilanz. In den vergangenen Jahren hatte die Bank ähnlich hohe Kreditrisiken ausplatziert. Die Deutsche Bank wollte sich dazu nicht äußern.”

    • Die sogenannte Deutsche Bank
      Tyler

      hat dank Ackermann und dem Geburtstagsessen bei Merkel überlebt. Grundsätzlich ist die Bank sowas von pleite, dass auch der Steuerzahler da nicht mehr helfen kann. Ich las vor geraumer Zeit, dass die DB ca. 43 Billionen an Derivaten sprich toxische Papiere im Keller hat. Wer soll dafür aufkommen? Das sind unvorstellbare Summen, die Jain und seine Kumpels da verzockt haben.

      Hat die DB in Amerika durch Entschädigung noch 10-11 Mrd. eingenommen, was die Bank doch halbwegs gerettet hat, wird das Ende jetzt wohl nicht abzuwenden sein. Dass sich die Amis ihr Geld zurückholen wollen, säts leif.

      Zur Kanzlerin sind wir uns völlig einig. Dem Amtseid nach müsste sie Schaden vom deutschen Volk abwenden, aber ich fürchte, den hat die Frau vergessen und wer könnte sie haftbar machen? Wäre sie statt Schröder Kanzler gewesen, hätten wir auch noch den Irakkrieg an der Hacke, so weit, wie AM Bush in den Allerwertesten gekrochen ist, sich auch noch in der Washington Post über Schröder echauffiert hat…

      Wir werden schon noch sehen und vor allem spüren, was wir davon haben. Zur Zeit erleben wir erst die Anfänge und jaulen schon auf, wir sollten uns auf ein sehr unschönes Ende vorbereiten.

  71. Grüne und Linke haben Glück
    keine Bange, in Berlin wird sich definitiv nichts ändern. Es kann weiter gegendert, reformiert und Joints geraucht werden, während Frau Merkel weiterhin in dem ihr noch verbleibenden Jahr Hunderttausende „Neubürger“ ins Land holt

  72. Gründe für den Untergang der ehemaligen Volksparteien
    Ära Kohl:
    Änderungen in gesetzlicher Kranken- und Rentenversicherung
    Fehler der „Wiedervereinigung“
    Integrationsversagen bezüglich Menschen aus muslimisch geprägten Kulturkreisen

    Ära Schröder:
    Agenda 2010, Hartz IV, Entwertung der Arbeit
    Remilitarisierung
    Integrationsversagen bezüglich Menschen aus muslimisch geprägten Kulturkreisen

    Ära Merkel:
    Eurorettung
    Immobilienkrise, Bankenkrise, Staatsschuldenkrise
    Koalitionsfreiheit der Gewerkschaften
    CETA, TTIP, TISA
    Flüchtlingskrise
    Integrationsversagen bezüglich Menschen aus muslimisch geprägten Kulturkreisen

    Das dürften wohl die wichtigsten Punkte sein, Genderwahn, Rundfunkgebühren, Familienpolitik und sonstiger, die Gesellschaft nachhaltig verändernder „Kleinkram“ wie Steuerungerechtigkeit etc. ließe sich noch hinzufügen, ist aber nicht an eine Ära gebunden, sondern schon jahrzehntelang durchgängig die übliche politische Praxis. Generell ist auch der Neoliberalismus zu nennen, das mangelnde Demokratieverständnis, die Ignoranz und Arroganz der politischen Kaste mehr oder weniger ganz allgemein.

    Heute hielt die Bundeskanzlerin eine durchaus beachtenswerte Rede, in der sie Fehler und Versäumnisse einräumte. Leider nur halbherzig und von unnötigen und relativierenden Beschönigungsversuchen begleitet. Zu allem Überfluß sah sie das größte Problem aber immer noch in der Dummheit der Bürger, die in ihren Augen angesichts der Komplexität der Probleme immer noch nicht die Alternativlosigkeit ihres Handelns verstanden haben. Ob Dr. Angela Merkel tatsächlich der Meinung ist, mit untauglichen Erklärungsversuchen doch noch etwas erreichen zu können, wage ich nicht zu beurteilen.

    Was ist eigentlich politisch Positives aus dem von mir skizzierten Zeitraum zu nennen? Mir fällt gerade nichts dazu ein.

    • >>Mir fällt gerade nichts dazu ein.
      Eventuell liesse sich die Nichtteilnahme am Irakkrieg erwähnen. (Schröder)

      Bei der „Ära Merkel“ sollte noch die:
      – Energie’wende‘ ins Desaster dabei sein.

      (Denn, als ausgebildete Physikerin müsste sie wissen, dass es ‚erneuerbare‘ Energie nicht gibt.)

    • Herr Meier, schon Gauck sagte, die Eliten sind nicht das Problem,
      sondern das (dämliche) Volk.

      Was Sie bei der Ära Merkel vergaßen, ist die wunderbare Energiewende, die uns alljährlich höhere Strompreise beschert. Übersehen haben Sie auch die von Merkel zu verantwortende Lagerung der rostenden Fässer in der Asse usw.

      Sie fragen, was es Positives an Merkels politischem Wirken zu verzeichnen gibt? Einfache Antwort: NICHTS.

    • Otto Meier, das mit dem "Integrationsversagen bezüglich Menschen aus muslimisch ...
      … geprägten Kulturkreisen“
      .
      muss wohl eher heissen:
      .
      „Jahrzehntelange Integrationsunwilligkeit (einer immer schneller steigenden Anzahl) Menschen aus muslimisch geprägten Kulturkreisen“.

    • Entschuldigen Sie bitte
      vielleicht darf ich daran erinnern, dass der einstige Ministerpräsident von NRW, Herr Kühn, um ca. 1980 herum in einem umfänglichen Bericht zur Integration die Fehler feststellte.

      Also, wenn schon Schuldzuweisungen, vergessen Sie bitte nicht den ehrenwerten Kanzler Schmidt.

      Und die in den USA geborene Immobilienkrise und die dadurch entstandene Bankenkrise Merkel anzuhängen zeugt eher von Demagogie denn von Erkenntnis.

    • O.M.
      „Was ist eigentlich politisch Positives aus dem von mir skizzierten Zeitraum zu nennen? Mir fällt gerade nichts dazu ein.“

      Wir hatten Wohlstand und haben ihn genossen, über unsere tatsächlichen Verhältnisse gelebt und nun… könnte es sein, dass doch noch die Rechnung nachkommt.

      Bevor sie das alles so verurteilen, was hätten sie denn als REALISTISCHE Alternative anzubieten gehabt?

    • Der Einfachheit halber fasse ich mal zusammen
      Die Nichtteilnahme am Irakkrieg sehe ich eher als innenpolitische Taktik des Genossen der Bosse, die sich mit Hilfe der Grünen dann aber ja schnell relativiert hat. Denn die ersten Kampfeinsätze der Bundeswehr ließen dann ja nicht mehr lange auf sich warten. Da hat der Schröder einfach unverdientes Glück gehabt – mit dem Irak.

      Die Energiewende halte ich persönlich für absolut richtig, nicht nur angesichts der von Beginn an unverantwortlichen Nutzung der Kernenergie und ihrer Folgen, die uns bzw. unsere Ur-Ur-Ur…Enkel noch belasten werden. Daß die Energiewende in der Art ihrer Durchführung ein einziges Desaster ist, will ich dabei auch überhaupt nicht bestreiten. Da gäbe es soviel dazu zu schreiben, da käme ein Buch dabei heraus. Die Gründe für das Desaster, soviel noch, liegen eindeutig in der Macht der Lobbyisten über die Politik begründet.

      Der Ausdruck „Unser Land“ des in permanentem Ehebruch Lebenden ist wohl falsch verstanden worden, da er uns damit ja nicht gemeint haben kann. Da war „Mein Land“ aus dem Munde der Erklärbärin doch schon deutlich eindeutiger. Wohingegen „Der Islam gehört zu Deutschland“ des Pressefreundlichen dann doch wohl nur ein glattes Eigentor war, welches nur von seiner Gefolgschaft bejubelt wurde.

      Die Integrationsunwilligkeit, die sich fast ausnahmslos und unbestreitbar bei Menschen aus muslimisch geprägten Kulturen findet und sich nahtlos auf folgende Generationen zu vererben scheint, ist eben Folge des Integrationsversagens deutscher Politik. Sinnlose Islamkonferenzen und nicht nachzuvollziehende Gesetzesänderungen haben dieses Versagen noch verstärkt. Die aus der Türkei gesteuerten und finanzierten Verbände haben es verstanden, die politisch motivierte falsche Toleranz zu ihrem Vorteil zu nutzen.

      Die Immobilienkrise der USA hätte ohne Schröders Agenda 2010 und die damit verbundene Deregulierung der Finanzwirtschaft kaum solche Folgen für deutsche Banken haben können, die Bankenrettung wäre vermutlich kaum nötig gewesen, die Staatsverschuldung jedenfalls deutlich geringer ausgefallen. Was daran Demagogie sein soll?

      Der Lotse, tja, den konnte ich nie wirklich leiden. Den habe ich auch immer für deutlich überschätzt angesehen. Aber das zu erläutern, würde hier den Rahmen sprengen.

      Fehler festzustellen, Kühn, reicht eben nicht. Aber das ist ja ständige politische Übung, um die Fehler zu wissen, aber nichts dagegen zu unternehmen.

      Ja, wir, und nicht nur wir, leben über unsere Verhältnisse. Dieser Vorwurf ist angesichts der Milliarden Menschen, die weltweit auf der Flucht sind, mittlerweile überall zu hören. Ich teile diese Meinung nicht.

      Ein einziger Blick auf unser Konsumverhalten zeigt doch, daß Geiz-ist Geil zu einer mehrheitlichen Notwendigkeit geworden ist. Die Kosten einer menschenwürdigen Existenz galoppieren uns doch davon. Das Geld versickert in den Taschen der Zocker und des Staates, der kaum noch eine adäquate Gegenleistung dafür erbringt. Nein, nicht wir, sondern wenige leben weit über ihre Verhältnisse und zerstören dadurch ganz nebenbei ganze Volkswirtschaften.

      Was das Vorgehen dabei betrifft, so ist das doch weltweit gleich. Hier wie dort werden Billigstimporte genutzt, um maximale Gewinne erzielen zu können, die möglichst nicht einmal versteuert werden. Die Menschen spielen dabei doch überhaupt keine Rolle, haben keinerlei Einfluß, müssen ihr Leben danach ausrichten, was ihnen von Finanz- und Realwirtschaft zugestanden wird. Wir leben über unsere Verhältnisse? Ich sehe das nicht.

      Selbstverständlich ist meine Aufzählung nicht vollständig und „das ist auch gut so“, denn ansonsten könnte die Antwort nur eine Revolution analog der „Vertreibung aus dem Tempel“ sein. Aber wir haben uns an „Basta“, „subtile Erpressung mit Rücktrittsandrohung“, Alternativlosigkeit und Komplexität ja schon so gewöhnt, daß die im Minutentakt über die Ticker laufenden Ungeheuerlichkeiten von uns abperlen wie Wasser von Lotosblumen. Anders wäre das ja auch kaum noch zu ertragen.

    • Der Islam gehört zu Deutschland
      @Otto Meier

      hat einen ganz anderen Urheber, nämlich Schäuble, der das vier Jahre vor Wulff schon sagte…

      http://www.deutschlandfunk.de/der-islam-gehoert-zu-deutschland-die-geschichte-eines-satzes.1783.de.html?dram:article_id=308619


    • Wieder was dazu gelernt. Auch wenn es mir egal ist, wer was wann zuerst gesagt hat. Auf die Wirkung kommt es an. Und die war bei Wulff wohl deutlich stärker als beim Vermischer.

    • Vielleicht
      darf ich auf etwas hinweisen:

      Die Agenda 2010 von Schröder war goldrichtig, wenn auch mit Strickfehlern.

      Wenn Sie etwas dem früheren Kanzler Schröder vorhalten wollen, dann doch bitte, dass unter dessen Regierung die Bilanzierungsregeln von Unternehmen in Deutschland dergestalt geändert wurden, dass für Aktienmärkte vorteilhafte Vierteljahresabschlüsse erstrebenswerter waren als nachhaltige Unternehmensfinanzierung.

      Vielleicht, Herr Meier, wäre gelegentlich angebracht, nicht aus allem einen Eintopf zu machen.

    • O.M.
      Mit „wir leben über unsere Verhältnisse“ meinte ich das gesamte Land, denn es hat ja durch seine Entscheidungen an der Wahlurne das Verhalten jener tatsächlich über ihre Verhältnisse lebende Minderheit gebilligt, und überhaupt erst ermöglicht hat.

      „Die Menschen spielen dabei doch überhaupt keine Rolle, haben keinerlei Einfluß, müssen ihr Leben danach ausrichten, was ihnen von Finanz- und Realwirtschaft zugestanden wird.”
      Die Volksvertreter die das so entschieden haben, die wurden vom Volk legitimiert!

      Das System „über seine Verhältnisse leben“ kann nur durch permanentes Wachstum aufrecht erhalten werden, und gerade da ist man mangels neuer Konsumprodukte jetzt weltweit an die Grenze gestossen. Zu verteilende Profite weden nicht mit der Produktion von Waren erwirtschaftet, sondern nur mehr auf dem Finanz“markt“, durch das Drücken einiger hundert Computertasten.

      Dies alles fällt permanent bei den Diskussion zur Politik unter den Tisch. Die Flüchtlinge sind verglichen mit der ökonomischen Lage und vor allem der bald alles umfassenden Überwachung alles andere als ein Problem. Denn mit dem entsprechenden Willen könnte man dieses Problem lösen. Aber es lenkt die Massen ab, das Flüchtlings Problem ist nützlich!

    • Die Agenda 2010, Thomas,
      war der Auslöser für den finalen Abbau des Sozialstaates, der Anfang vom Ende der Solidarität. Darüberhinaus ermöglichte es Schröder den deutschen Banken erstmals, an der weltweiten Börsenzockerei nach Lust und Laune mitzuwirken. Im Grunde hat Schröder die Staatszielbestimmung komplett geändert und die Bürger der Finanz- und Realwirtschaft zum Fraß vorgeworfen. Ich weiß nicht, was daran „goldrichtig“ gewesen sein soll.

      Das Einzige, über das man vielleicht streiten könnte, ist die Frage, ob der Schaden durch USA-Immobilienkrise, Bankenrettung, EZB-Rettungsaktionen und daraus resultierender Staatsverschuldung ohne die Deregulierung der Finanzwirtschaft kleiner gewesen wäre. Zwar tendiere ich stark zu dieser Ansicht, kann sie aber logischerweise nicht verifizieren.

      Früher wurde vergeblich versucht, Gold aus Stroh zu machen. Heute sind wir einen Schritt weiter. Heute machen wir Gold aus Nichts.

    • Volksvertreter zu wählen, TDV,
      ist nicht das Problem, denn eine andere Möglichkeit haben die Bürger ja nicht und im Grunde ist daran auch überhaupt nichts auszusetzen, wenn, ja wenn die Volksvertreter wirksam vom Volk daraufhin kontrolliert werden können, sich als Volksvertreter zu verhalten. Stichwort Direkte Demokratie, imperatives Mandat.

      Was das Wachstum betrifft, so schwächelt das in meinen Augen nicht mangels neuer Produkte, sondern mangels Kaufkraft. Denn potentielle Konsumenten gibt es weltweit ja genug. Hier aber wird der Webfehler des Kapitalismus, sorry, der freien und sozialen Marktwirtschaft deutlich. Denn es sind nicht nur die Zocker, die nicht säen sondern einzig ernten, es ist das Prinzip des entfesselten Kapitalismus, daß es durch Ausbeutung und Unterdrückung der Mehrheit schlecht geht, damit es der Minderheit gut geht. Nicht, daß das im so genannten und real existierenden Kommunismus, in Diktaturen usw. anders aussähe. Immer sind es Unterdrückung und Ausbeutung, die die Probleme verursachen, ganz egal wie das System genannt wird. Es liegt schlicht und einfach am Menschen generell, der einfach nicht versteht, daß es ihm selbst auf Dauer nur dann gut gehen kann, wenn es allen anderen Menschen ebenfalls gut geht. Nationen, Kriege, Terrorismus und Flüchtlinge sind so gesehen ein Ergebnis dieses Unverständnisses, welches mit Händen und Füßen und bestem Gewissen verteidigt wird.

      Die freie soziale Marktwirtschaft ist dabei das System, in dem Unterdrückung und Ausbeutung über lange Zeit gegenüber den eigenen Bürgern am subtilsten war. Allerdings hat das nun ein Ende, da die exportierte und deutlich stärkere Unterdrückung und Ausbeutung ihr mögliches Maximum erreicht zu haben scheint. Jetzt muß auch die eigene Bevölkerung verstärkt unterdrückt und ausgebeutet werden, um das System am Laufen zu halten. Das wird jedoch nicht mehr lange funktionieren, da sich die Bürger an ein gewisses Maß an Wohlstand gewöhnt haben, das sie mit allen Mitteln zu verteidigen suchen, notfalls auch mit der AfD, auch wenn das in einer globalisierten Welt selbstverständlich überhaupt nicht funktionieren kann.

      Die Zeit der nationalen Alleingänge ist Geschichte, auch wenn das viele einfach nicht akzeptieren wollen. Die Armen auf der Welt wissen jetzt, wem sie ihre Armut, wem sie Not und Elend zu verdanken haben. So wie wir es auch wissen. Es liegt an uns, daran etwas zu ändern. Leider geht es mit CETA, TTIP und TISA genau in die falsche Richtung. Unsere Volksvertreter kapitulieren vor dem Widerspruch, in einer globalen Welt national handeln zu wollen. Die Wirtschaft hat das schon immer verstanden und zum eigenen Vorteil genutzt. Nun soll ihr endgültig freie Bahn geschaffen werden, unsere Volksvertreter geben das Heft des Handelns aus der Hand, statt sich global auf gemeinsame Schritte für eine bessere Zukunft der gesamten Menschheit zu verständigen. Was zwangsläufig daraus folgt, ist die internationale und somit totale Diktatur des Kapitals.

      Auch wenn es da sicherlich unterschiedliche Meinungen gibt, aber Marx, Engels und Lenin sollte man sich mal wieder zu Gemüte führen. Insbesondere die Kapitel, die sich mit Demokratie beschäftigen.
      http://www.marx-forum.de/marx-lexikon/lexikon_d/demokratie.html

      Und damit für jeden etwas dabei ist:
      http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/chinas-wirtschaft-der-kommunismus-ist-tot-die-diktatur-lebt-1.1501453
      http://www.zeit.de/1990/36/wenn-auf-die-freiheit-nichts-als-armut-folgt/komplettansicht
      http://www.zeit.de/2008/27/P-Crouch/komplettansicht

    • @ O.M.
      „Auch wenn es da sicherlich unterschiedliche Meinungen gibt, aber Marx, Engels und Lenin sollte man sich mal wieder zu Gemüte führen. Insbesondere die Kapitel, die sich mit Demokratie beschäftigen.“

      Es iegt mir fern den Wahrheitsgehalt dieses Satzes zu bestreiten, will ihnen aber trotzdem einen Hinweis auf die Realität da draussen geben.
      Die junge Dame wurde beim Einstellungsgesprächs danach gefragt wie gut ihre Rechtschreibkenntnisse seien und sie meinte: Ich kann twittern!

      Ich befürchte, ihr guter Rat wird wirkungslos verhallen…..


    • Nun ja, TDV, ich bin es gewöhnt, bestenfalls mitleidig belächelt zu werden. Damit bin ich schon sehr zufrieden.

      Was das Gezwitscher und anderen Exhibitionismus betrifft, so ist das nicht mein Ding. Bislang habe ich nicht einmal eine SMS verfaßt. Und auch mit Smart-Irgendetwas habe ich nichts am Hut. Die Prepaid-Karte meines Autotelephones ereilte gerade dasselbe Schicksal, das mein uraltes Mobiltelefon schon vor Jahren ereilte, der Akku war sowieso fast immer leer, sie wurde wegen „übermäßigen Gebrauchs“ zwangsabgeschaltet, was mich aber auch relativ kalt läßt. So gesehen hinke ich der Zeit auch durchaus hinterher, was ich selbst aber eher als wohltuend betrachte. Man muß sich ja nicht immer, ständig und überall selbst zum Kasper machen, nicht 24/7 erreichbar sein und sich auch nicht freiwillig der Totalüberwachung ausliefern.

      Mein Auto ist alt, mein Fahrrad ist alt, mein Haus ist alt, meine Kleidung wird meist auch relativ alt, meine Bücher sind alt und ich bin für heutige Verhältnisse auch schon ziemlich alt, aus Sicht der Jugend. Selbst meine Rechtschreibung ist überwiegend alt geblieben. Das paßt doch bestens zusammen – finde ich. Einzig mein Kopf, der weigert sich beharrlich, alt zu werden.

      Ich merke gerade, das grenzt ja auch schon an Exhibitionismus, was ich hier schreibe. Schluß damit. ;-)

    • Titel eingeben
      Wenn ich ihren Beitrag so lese, frage ich mich ob ich nicht vielleicht hochgradig schizophren bin, und Otto Meier meine andere Persona ist. Aber dann sehe ich doch einige Unterschiede…
      Ich bin morgens und abends per e-mail zu erreichen, kein mobile, kein Festnetz, kein Spype. Alles ausser Glaukom, Haarausfall, Frau und Hund ist alt. ;-)


    • Na ja, es wird schon noch ein paar signifikante Unterschiede geben. Als Alter Ego tauge ich sicher nicht. Damit aber auch genug der Gefühlsduselei, für Gefühle fühlen sich ja jetzt Merkel und Co. zuständig. Das Pack wird ja momentan durch emotional Gestörte ersetzt. So ist das halt, wenn man sich im Elfenbeinturm partout nicht mit der Realität auseinandersetzen will.

      Mündliche Verhandlung über die Anträge auf Erlass einer einstweiligen Anordnung in Sachen „CETA“ am Mittwoch, 12. Oktober 2016, 10.00 Uhr vor dem BVerfG. Der Zweite Senat wird im Anschluss an die mündliche Verhandlung beraten und strebt an, am Donnerstag, 13. Oktober 2016, 10.00 Uhr, im Sitzungssaal des Bundesverfassungsgerichts, Schlossbezirk 3, 76131 Karlsruhe eine Entscheidung zu verkünden.

      Das weckt bei mir Gefühle.

    • Gefühle
      Auf Grund der grossen Distanz, kann ich mir da gemischte Gefühle leisten. Ich habe den Satz immer recht hoch eingeschätzt: „Es muss erst noch viel schlimmer werden, bevor sich etwas bessern kann.“

      Wer zB r2g halbwegs erfreut entgegen sieht, sollte sich klarmachen, was das mittelfristig bedeuten wird.
      Ein Kanzler Gabriel wäre nur ein relativer Unterschied zu einer Merkel, während er mit seinem absehbarem Scheitern jeglichem tatsächlich linken Projekt, das den Namen verdient, wohl auf Jahrzehnte jegliche Chance vernichtet.
      Daher wird man das Wahlergebnis gerade in der CDU nicht unerfreut sehen. Man kann einer r2g Koalition beim Scheitern zusehen, während man selber das Problem Merkel entfernt, und einen dem Volk verkauf-baren Nachfolger aufbaut.
      Denn Hauptgrund für den AfD Erfolg ist ja die Person Merkel…

    • Dem kann ich nur zustimmen, TDV.
      Rot/rot/grün mit dieser SPD hat keine Zukunft. Es sei denn, Die Linke schneidet besser als die SPD ab und Sahra Wagenknecht wird Bundeskanzlerin. Aber lassen wir das, das ist denn doch zu unwahrscheinlich.

      Die Situation erinnert mich an die USA. Als Amerikaner hätte ich auch Bauchschmerzen bei der Wahl zwischen Clinton und Trump.

      Die nächste Wahl, hüben wie drüben, ist im Grunde völlig sinnlos.

  73. OT
    Mit wachsendem Entsetzen habe ich im schweizerischen
    Tagesanzeiger einen Kommentar zu den neuesten Erguessen
    des Club of Rome gelesen.
    Nicht nur der Autor (Christian Seibt) auch die Leserkommentatoren
    ergehen sich in den abscheulichsten Loesungsvorschlaegen zur
    Rettung der Welt vor Menschen und ihrer Verdammung fuehren kann.

    Mir war bisher nicht bewusst zu welcher Traumatisierung Erkenntnis
    und Wissen es bei manchen Menschen kommen kann.

    Dagegen wirken die, die nur den alten weissen Mann fuer die Wurzel
    allen Uebels halten, direkt menschenfreunlich.

  74. Neue Lügen im alten Samt-Gewand.
    http://www.faz.net/aktuell/politik/wahl-in-berlin/nach-wahlniederlage-in-berlin-merkel-gesteht-fehler-in-der-fluechtlingspolitik-ein-14442689.html

    … Merkel will jetzt besser kommunizieren ..

    Wie immer: Führerin und Volk haben sich nur falsch verstanden.
    Das Volk muss besser zuhören und mitmarschieren.

    „Wir (IHR) schaff(t)en das“ war gestern.

    „Alles ist besser als gestern“ ist die neue – bessere Lüge (äh Kommunikation).

    • Neue Lügen im alten Samt-Gewand.
      Ja, wir sind alle ein bischen blöd.Uns muss man alles noch mal gaanz langsam erklären, dann verstehen wir die Weisheit unserer Kanzlerin und alles wird gut.

  75. Der lange Anlauf der BRD zur Bananenrepublik Reiche (Millionäre) Deutschlands
    Otto Meier sagt:
    19. September 2016 um 16:50 Uhr
    Da fehlt noch einiges
    Ära Kohl:
    … Einführung der Ellenbogengesellschaft als neue Stütze der Gesellschaft.
    … Steuerhinterziehung leicht gemacht
    … Schwarze Kassen massenhaft
    … Subventionsbetrug‎ ist keine Schande sondern Mittel zum Zweck (Reich werden)
    … ich nenne keine Namen
    … daran kann ich mich nicht erinnern
    … das zahlen wir aus der Portokasse
    … Schmiergelder sind für jeden da
    … wo sind all die Milliarden der Treuhand hin
    … Einig-Euroland
    … lieber Reich und schön als Arbeiter und Steuern zahlen
    … Ein Skandal nach dem anderen qualifiziert für höhere Aufgaben
    … lieber mit der FDP zusammen den Kanzler stürzen als in den Knast gehen

    Ära Merkel:

    Was ist eigentlich politisch Positives aus dem von mir skizzierten Zeitraum zu nennen? Mir fällt gerade nichts dazu ein.

    Zwischen-Endlager Asse säuft ab und hunderte von Quadratkilometern an Grundwasser führenden Schichten werden langfristig verseucht. Das ist schon eine Leistung. Aber darüber schweigt sie auch und will nicht darauf angesprochen werden. Bescheiden wie immer.

    • Zur Asse hat sie im Untersuchungsausschuss gelogen
      dass sich die Fässer biegen. Das war schon tolldreist. Wie überhaupt alles, was von ihr zu berichten ist.

    • Tja, Renate, mit Verlaub....
      … die zum Volk passende Kanzlerin, oder?

      Oder wollen sie etwas behaupten Geiz sei nicht geil?
      Und Raffen soviel man kann, sei nicht der oberste Wert im Lande jener Zeit gewesen?

    • Geiz ist geil
      @TDV

      war volkswirtschaftlich gesehen das größte (Werbe)Desaster, das hat angerichtet werden können. Was habe ich mich über diesen dämlichen Spruch aufgeregt und bei Saturn, ich bin ja nicht blöd, und Mediamarkt nicht gekauft. Im Sinne des Kunden Metro mit Saturn und Mediamarkt war der Spruch genial, ich fand ihn als Werber und potentieller Käufer einfach furchtbar (meine Generation tut sich mit „geil“ doch etwas schwer). Die Folgen sehen wir seit langem und die Leute kapieren es nicht. Wie so vieles.

      Ach ja, Klonovsky erwähnt die Seite cdu-austritt.de, so weit ist es mit der sogenannten Volkspartei unterdessen gekommen, Hilfe zum Austritt.

    • Bananenrepublik, Steueroase und Geiz ist geil
      Die Negativliste ist unendlich. Reformen der Sozialversicherungen, so unlängst ein Politiker, ich meine es war dieser unsägliche Spahn, seien zwar dringend notwendig, aber so umfangreich, daß es schwierig sei, diese überhaupt in Angriff zu nehmen. Wenn das nicht die finale politische Bankrotterklärung ist, was dann.

      Zu Geiz ist geil nur soviel: Die Dummheit ist laut Einstein grenzenlos.

      Der Zwang zu sparen wird hier zu einer Tugend erhoben. Ein Zwang, der lediglich auf Unterdrückung und Ausbeutung beruht. Aber Hauptsache, alle fühlen sich geil dabei.

  76. Glückwunsch Frau Merkel - Projekt 18 erfolgreich umgesetzt !
    Erlauben Sie mir, Ihnen mein vollstes Vertrauen auszusprechen, dass Sie Ihren grossartigen Erfolg demnächst auch in meinen vergammelnden NRW wiederholen werden !!!
    Ihr Herr Luschet (oder so), wird Ihnen bis dahin sicher noch wertvollen Beistand leisten.
    Der 3te Einbruchsversuch in mein Haus ist vor ein paar Tagen, – dank eines aufmerksammen Nachbarn -, gescheitert.
    Diese unerfreulichen Lebensumstände nehme ich zum Anlass, Ihnen und Ihrer Partei gerne behilflich sein, auch das Berliner Wahlergebnis noch zu unterbieten.
    Liebe IM Erika, das Projekt 16 schaffen wir auch noch.

    • Na ja
      wenn alles so wäre, wie Sie schreiben, dann würden Sie auch den Namen des Oppositionsführers der CDU kennen, also wollen Sie vermutlich Stimmung machen.

      Aber ich helfe Ihnen gerne fürs nächste mal, der Nachname des Herrns hat nichts mit Lusche zu tun, er lautet einfach Laschet.

      Viel Vergnügen bei Ihrem weiteren Propagandieren.

  77. Berliner in Bayern
    so was sollte verboten werden. Das grenzt ja an Hybridzucht – (um nicht die bösen Worte aus der Vergangenheit zu benutzen.)

  78. Warum die Bürger die Schnauze voll haben sollten. Zwei Beispiele:
    Die DE-CIX Management GmbH wehrt sich gegen den totalen Überwachungsstaat.
    https://presse.de-cix.net/releases/pressemitteilung/article/informationen-zur-klage-gegen-die-bundesrepublik-deutschland/

    Unterstützt wird sie dabei vom Ex-Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts Hans-Jürgen Papier.
    https://netzpolitik.org/2016/ex-praesident-des-bundesverfassungsgerichts-bnd-zugriff-auf-internet-knoten-wie-de-cix-ist-insgesamt-rechtswidrig/

    Auch so eine „Kleinigkeit“, die nicht im Flüchtlingsdrama untergehen sollte, denn das geht uns alle ganz substantiell etwas an und hat vermutlich mehr Einfluß auf unser Leben als alle Flüchtlinge zusammen.

    Auch entscheidet die SPD Heute über ihre Zustimmung zu CETA. Trotz der Proteste am Wochenende scheint auch das mehr oder weniger unbeachtet zu bleiben. Die auch in CETA verankerte Paralleljustiz wird unser Leben ebenfalls stärker verändern, als alle Flüchtlinge zusammen.

    Mir scheint, daß das Ausblenden wirklich wichtiger Dinge das Hauptproblem ist, daß uns die Flüchtlinge indirekt beschert haben.

    • Die SPD will offensichtlich dauerhaft die 18% in angriff nehmen.

    • Hallo Otto !
      Finde ich schön, jetzt sind wir schon zwei die es gemerkt haben.
      Ich befürchte das wird wie bei den Flüchtlingen.
      Merken tun es die Massen wie immer erst wenns zu spät ist.

    • Die SPD sollte noch unter 10% fallen.
      Es ist doch unfaßbar, was sich diese Partei gegenüber den Bürgern an vorsätzlichen Unverschämtheiten erlaubt. Nur zwei Beispiele.

      Eine Partei, die nach wie vor davon überzeugt ist, mit der Agenda 2010 ihrer sozialen Verantwortung gerecht geworden zu sein, an dieser unbeirrt festhält, diese nach wie vor verteidigt und immer noch für sich in Anspruch nimmt, die Partei der kleinen Leute, der Arbeiter zu sein, die wird entweder von beispielloser Dummheit geleitet oder von dem verzweifelten Bemühen, durch vorsätzliche Täuschung der Bürger an Macht zu gewinnen. Im Grunde war es ja „Pulle Bier“, der die Alternativlosigkeit mit der Agendapolitik erfand, glaubte, dadurch der CDU/CSU ihren Platz streitig machen zu können. Der Erfinder der „politischen Mitte“ wurde so zum Wasserträger der CDU/CSU und scheiterte folgerichtig am Original. Das Verhalten der SPD gegenüber Der Linken war denn auch Ausdruck fehlender sozialeer Verantwortung, getrieben vom Wechsel Lafontaines, dem Festhalten an der Agendapolitik und dem Einfluß der CDU/CSU, die zu Recht in einer rot/rot/grünen Koalition eine Gefahr für ihren Machterhalt sah. Insgesamt gesehen ist und bleibt die SPD so die unglaubwürdigste Partei in Deutschland und es sollte und müßte ihr unter dem Seeheimer Kreis unmöglich sein, jemals wieder zu einer „Volkspartei“ zu werden.

      Wie soll man auch Vertauen in eine Partei haben können, deren Vorsitzender Gabriel das Kunststück fertigbringt, CETA zu bejahen und TTIP zu verneinen. Will Gabriel uns analog Merkel jetzt wirklich erklären, daß die in beiden Abkommen vorgesehene Paralleljustiz sich im Ergebnis, dem Ende der Demokratie, voneinander unterscheidet? Glaubt Gabriel allen Ernstes, die Menschen seien so dumm, seinen Taschenspielertrick der Umformulierung nicht zu durchschauen? Der „Genosse“ Gabriel setzt wohl darauf, durch das teilweise vorläufige Inkrafttreten des Abkommens auf undemokratische Art und Weise Fakten schaffen zu können, die am Ende die Zustimmung zu CETA als alternativlos erscheinen lassen.

      Dieses undemokratische Vorgehen entspricht genau der inneren undemokratischen Verfaßtheit der SPD, die ihre Mitglieder und Abgeordneten zu Entscheidungen zwingt, die diese oft selbst nicht wollen. Wer so wenig Wert auf Demokratie legt, von dem sollte man demokratisches Verhalten denn auch nicht wirklich erwarten. Nicht, daß sich das auf Gabriel oder die SPD beschränkte.

      Ein Gabriel, der sich rühmt, ein Verfechter der Solidarität zu sein, der ist einfach nur noch unerträglich. Soviel offensichtlicher Widerspruch zwischen Worten und Taten ist an Dreistigkeit nicht mehr zu überbieten.

      Für mich ist die SPD seit Schröder jedenfalls eine einzige Enttäuschung und unwählbar geworden. Und es hat nicht den Anschein, als sollte sich das zu meinen Lebzeiten noch ändern. Gäbe es keine Sahra Wagenknecht, müßten für mich keine Wahlzettel mehr gedruckt werden.

    • Titel eingeben
      Hier sei bitte noch auf die Bargeldabschaffung hingewiesen. Soviel Ordnung muß sein. Empfinde ich persönlich als die größte Entmündigung und Überwachung. Ja im Zuge der Migrationsinvasion lässt sich vieles im Hinterzimmer umsetzen. Besser als jede Fußball WM.

    • Herr Meier
      Gabriels Spagat zwischen CETA und TTIP ist nur zu verstehen, wenn man das Entgegenkommen der Kanadier und die sture Verhandlungslinie der USA unterstellen kann, beides kann ich nicht beurteilen.

      Ich bin übrigens für beide Abkommen, unter der Maßgabe, dass es keine Schiedsgerichte gibt sondern nationale Gerichte Streitigkeiten klären, möglicherweise auch ein für solche Fragen eingerichteter Internationaler Gerichtshof, das wäre mal ein Fortschritt.

      Sie mögen also Frau Wagenknecht besonders, die sich gerne am Hummer labt, aber Bilder davon rigoros entfernen lässt.

      Nannte man soetwas früher nicht Salonsozialisten?

    • Die 10% Partei....
      Hier ist was Oskar zu SPD, Gbariel und CETA zu sagen hatte:
      „„Für viele ist nur ein totes CETA ein gutes CETA. Sie sind traumatisiert von den neoliberalen Erfahrungen und haben keine Lust darauf, dass die SPD und die Republik in den alten Gleisen, wenn auch mit von Gabriel angezogener Bremse, weiterfährt“, schreibt Heribert Prantl heute in der „Süddeutschen Zeitung“. „Viele Sozis sehnen sich danach, dass die SPD wieder Anschluss hat an eine der großen gesellschaftlichen Bewegungen der Gegenwart, wie sie die Anti-TTIP- und Anti-CETA-Bewegung darstellt. Diesen Anschluss findet Gabriel nicht, auch wenn er die kritischen Debatten über CETA noch so lobt.“

      Die Zustimmung des SPD-Konvents zu CETA ist vergleichbar mit der Zustimmung zur Agenda 2010. Inhaltlich sind viele Mitglieder nicht überzeugt, aber dem Mann an der Spitze zuliebe werden die Bedenken heruntergeschluckt und ein Kurs mitgetragen, der den Grundwerten der Sozialdemokratie von Bebel bis Brandt fundamental widerspricht.

      Beim Weltwirtschaftsforum in Davos 2014 hatte Gabriel die Kritik an Abkommen wie TTIP noch abgekanzelt: „Vielleicht ist es in Deutschland manchmal etwas schwieriger, weil wir ein Land sind, das reich und hysterisch ist.“ Es ist absurd, wenn er nun so tut, als sei das Abkommen mit den USA, TTIP, das er selbst lange Zeit gelobt hat, schlecht, das Abkommen mit Kanada, CETA, dagegen gut. CETA höhlt die Demokratie aus und bedeutet unter anderem:

      Konzerne können mit Sonderklagerechten gegen bestehende und geplante Standards im Umwelt-, Gesundheits-, Verbraucher- und Arbeitsschutz vorgehen. Die US-Konzerne werden über ihre kanadischen Töchter diese Chancen nutzen.
      An neuen Gesetzen sollen Ausschüsse mitwirken, ohne dass deren Befugnisse geklärt sind. Eine teilweise Entmachtung der demokratischen Instanzen von Bundestag und Bundesrat.
      Künftig muss der Staat erst nachweisen, dass Gentechnik, Pestizide und Chemikalien gesundheitsgefährdende Wirkungen haben. Bislang ist es umgekehrt: Um eine Zulassung zu bekommen, müssen die Konzerne den Nachweis erbringen, dass ein Mittel ungefährlich ist.

      Die SPD fährt also in den neoliberalen Gleisen weiter und findet keinen Anschluss an die großen gesellschaftlichen Bewegungen unserer Zeit. Rot-Rot-Grün macht nur Sinn, wenn eine solche Regierung die Demokratie stärkt, den Sozialstaat wiederherstellt und eine friedliche Außenpolitik nach dem Vorbild Willy Brandts beginnt. Mit einer Partei, die an der Agenda 2010 festhält und den mit CETA verbundenen Demokratieabbau billigt, ist das nicht möglich. Eine LINKE, die sich auf eine solche Politik einließe, würde sich selbst erledigen.

      In Österreich haben dagegen 90 Prozent der Mitglieder der Schwesterpartei der SPD, der SPÖ in einer Befragung gegen CETA gestimmt. Warum hat Gabriel nicht auch die SPD-Mitglieder befragt?“

      Angesichts solcher banalen Wahrheiten fragt sich da nicht warum die SPD noch immer bei 20% liegt und es Die Linke ist die bei 10% herum dümpelt?
      Obwohl also ihre und Oskars Schuldzuweisung sicher korrekt ist… wie so oft die Frage, muss das Problem selber nicht doch woanders liegen?


    • … Bargeldabschaffung … im Zuge der Migrationsinvasion lässt sich vieles im Hinterzimmer umsetzen. Besser als jede Fußball WM.
      Genau so, genau so!
      Bewegungsfähigkeit und Informationsmöglichkeit der Bürger einschränken, woimmer sich die Möglichkeit bietet, keinerlei politische Äußerung jenseits des Halleluja auf Wolkenkuckucksheim zulassen, totalüberwachen mit jederzeitiger Möglichkeit auf Existenzvernichtung, zur realweltlichen Beschäftigung für „Alltagsirritationen“ sorgen, und die wirklichen Entscheidungen losgelöst von jeglichem Gemeinwesen treffen.


    • Richtig, die Abschaffung des Bargeldes, lieber Leser, ist auch so ein Punkt, der uns der totalen Kontrolle durch den Staat, zumindest als Lohnempfänger, einen großen Schritt näher bringt. Und auch die Banken und die Wirtschaft wird es freuen, senkt es doch die Kosten und ermöglicht endlich den vollends gläsernen Konsumenten. Letztlich freut das auch die Kriminellen, denn es ist viel einfacher und ungefährlicher, den bargeldlosen Zahlungsverkehr für kriminelle Machenschaften zu nutzen, als eine Geldbörse zu stehlen.

    • Lieber Thomas, wenn ich das mal so schreiben darf,
      auch ich hätte nichts gegen CETA oder TTIP, würde die Paralleljustiz entfallen. Aber genau diese Paralleljustiz ist es ja, um die es der Wirtschaft in Wahrheit geht. Denn nur so kann sie sich der lästigen Politiker entledigen, die ihnen immer noch, wenn auch immer kleinere, Steine in den Weg legt. Das Kapital möchte endlich die totale globale Kontrolle. Gestern gab es in Frontal21 einen wirklich erhellenden Beitrag nicht nur zu diesem Thema.
      http://www.zdf.de/frontal-21/frontal-21-5989374.html

      Sahra Wagenknecht schätze ich aus dem Grunde, weil sie authentisch ist, was man nun wirklich nicht von vielen Politikern behaupten kann. Zwar stimme ich auch mit ihr nicht immer überein, aber im Wesentlichen bzw. Grundsätzlichen vertritt sie durchaus meine Meinung. Daß der linke Rand Der Linken mit ihr nicht so zufrieden ist, wie es ihre Arbeit mit der kommunistischen Plattform erwarten ließe, zeigt, daß sie die Dinge durchaus unideologisch betrachtet.

      Ansonsten sehe ich, wie bei Oskar Lafontaine, keinen Widerspruch in Reichtum oder Wohlstand und sozialem bzw. solidarischem Engagement. Der rote Bosch war auch nicht gerade arm, wenn ich das mal als Beispiel anführen darf. Hätten wir nur solche Unternehmer, Deutschland ginge es deutlich besser. Armut ist keine Voraussetzung, ein Leben und Handeln im Sinne der ach so oft beschworenen Werte zu führen. Auch wenn es realistisch betrachtet überwiegend genau so zu sein scheint.

    • Wie sollte ich da widersprechen, TDV
      Nur ein ganz kleines „Aber“ hinsichtlich des Wählerbashings kann ich mir immer noch nicht verkneifen. Aber das hatten wir ja schon und wenn es so freundlich formuliert ist …

    • Lieber Herr Meier,
      nennen Sie mich gerne so, denn ich bin wohl wie Sie an einer der Person an sich zugewandten wenn auch möglicherweise in der Sache harten und konträren Debatte interessiert.

      Schiedsgerichte haben lange funktioniert, aber diese taugen nicht mehr für die Zukunft. Daher halte ich von denen wahrlich nichts, obwohl ich gar nicht fundiert beurteilen kann, ob diese bisher im großen und ganzen ordentlich entschieden haben oder nicht. Ich las da zwar mal etwas von einem, der da eine größer angelegte Studie erstellt hat, die Details allerdings sind mir entfallen.

      Ich hielte es für das Beste, würden solche Streitigkeiten, für die bisher Schiedsgerichte vorgesehen waren, vor einer dafür neu geschaffenen Gerichtsbarkeit verhandelt, also einem Internationalem Gerichtshof für derartige Auseinandersetzungen. Diese wären öffentlich und man könnte Entscheidungen nachvollziehen.

      Es gibt übrigens zumindest ein Mitglied des Rechtsausschusses des Bundestages, Professor der Jurisprudenz, der genau das vorgeschlagen hat.

      Vielleicht gibt es da ja tatsächlich mal einen globalen Fortschritt im Nachklang zur Globalisierung.

    • Das hört sich ja im ersten Moment nicht schlecht an, Thomas,
      aber ich kann mir lebhaft vorstellen, daß die Besetzung eines solchen internationalen Gerichtshofes den üblichen Regeln folgen würde. Die führenden Industrienationen bzw. deren Konzerne würden sich ihre Mehrheit schon sichern. Da hilft dann auch keine Öffentlichkeit mehr.

      Obwohl ich grundsätzlich kein Fan der Nationalstaaten bin und eigentlich ein Freund supranationaler Entwicklungen sein müßte, so sehe ich immer die EU und den Euro als warnendes Beispiel vor meinem geistigen Auge. Und so kommt es eben doch sehr darauf an, wie die praktische Ausgestaltung solcher Lösungen aussehen soll. Eine gemeinsame Währung ohne sonstige Gemeinsamkeiten erzeugt nunmal Probleme, die sonst nicht aufgetreten wären.

      Und so ist es auch mit einer wie auch immer genannten Paralleljustiz in der Hand der Wirtschaft. Die wird direkt und indirekt bestimmenden Einfluß auf die nationalen Gesetzgebungen haben, die Parlamente entmachten, die Demokratie zerstören und die Bürger versklaven, indem sie die Interessen der Menschen endgültig den wirtschaftlichen Interessen unterordnet. Denn ein Veto der Nationalstaaten ist ja wohl in keiner Weise vorgesehen. Damit stünde eine derartige Paralleljustiz selbst noch über dem BVerfG, dem EuGH usw.

      Wenn überhaupt, dann müßten Streitigkeiten durch die demokratisch dazu legitimierten Parlamente entschieden werden, die dann zu rechtlichen Harmonisierungen kommen müßten. Das würde eine Paralleljustiz dann auch entbehrlich machen. So aber, CETA wurde im Bundestag ja gerade durchgewunken, werden die Parlamente gezwungen, sich nach den Entscheidungen einer Paralleljustiz zu richten, auf die sie keinen Einfluß haben.

      Ich möchte jedenfalls nicht, daß in Zukunft die Wünsche der Wirtschaft, und dabei handelt es sich dann ausschließlich um die Wünsche der Großkonzerne, denn auch der Mittelstand hat dann nichts mehr zu melden, unser Leben bestimmen.

      Noch hege ich ja eine geringe Hoffnung, daß die Klage von mehr als 130.000 Bürgern gegen diese „Freihandelsabkommen“ nicht völlig fruchtlos verlaufen wird. Vielleicht möchte sich die Justiz ja nicht analog der Politik selbst für vogelfrei erklären. Mal sehen, was daraus wird.

      Für die Harmonisierung des Handels braucht es jedenfalls keine Paralleljustiz, soviel ist absolut sicher. Die braucht es eben nur, um Staaten zu bestimmten Handlungsweisen zu zwingen. Mit Demokratie hat das nichts mehr zu tun. Und daß aus der deutschen Wirtschaft immer noch Forderungen nach diesen Abkommen zu hören sind, zeigt mir nur, daß man aus den Fehlern der Vergangenheit, insbesondere auch der jüngeren Vergangenheit, immer noch nichts gelernt hat. Aber an einem Mangel an Selbstüberschätzung hat man dort ja noch nie gelitten. Die Amerikaner wird das freuen, die reiben sich schon jetzt die Hände, auch wenn sie zunächst noch einen Umweg über CETA machen müssen.

      Sorry, auch angesichts von NAFTA bleibe ich dabei, Handelsabkommen gerne, Paralleljustiz auf keinen Fall, ganz egal wie auch immer sie genannt wird. Solange es Nationalstaaten gibt, müssen die Rechte der Bürger einzig Sache der Nationalstaaten bleiben. Die EU mag dafür als Beispiel dienen, wie das Recht harmonisiert werden kann, ohne diesem Prinzip untreu zu werden. Ein Recht außerhalb, gar oberhalb dieses Rechts kann es nicht geben.

  79. Das Zurückrudern der Kanzlerin wurde vorhergesagt.
    Nun stellt diese immer wieder skurrile Disziplin jede paralympische mühelos in den Schatten. Und die FAZ bringt, was da wohl so mit beabsichtigt sein mag, ein großes Interview mit Exkanzler Schröder. Seine kritischen Bemerkungen zum Agieren der USA übrigens würden mir in jedem FAZ-Forum gestrichen werden. Man staunt, was zur Zeit hier so läuft.

    Und was die von DA so ausdauernd beschriebene schöne und also heile Welt betrifft, so werde ich sie bei hoffentlich schönem Herbstwetter auf meinem alten Stahlesel für ein paar Tage genießen. Aber halt nicht in den großen Bergen. Schönheit und Heimat sind immer und überall. Wenn man will und kann. Und sich aufmacht.

    • Ich würde auch keinem raten, das ohne gute Vorbereitung nachzumachen.

    • Ja Gerhard Sie sagen es ...
      … man muss sich „aufmachen“, es gibt viel zu entdecken, sogar in DE! Viele könnten, aber wollen einfach nicht.
      .
      Die sollen sich dann aber bitte auch nicht über ihr (angeblich) „tristes Dasein“ in ihrer selbstgewählten Tretmühle beschweren!

  80. Wie immer ...
    … bösartig, übertrieben, aber des basst schon. Dazu noch schön bebildert. Weiter so!

    Viele Grüße aus Frankfurt am Main von einer freudigen Follower*in und (genuin laktoseintolerant, gibt’s echt…)

    IP

    • Ich weiss, aber lustig ist das nicht bei all dem schönen Käse.

    • Laktose
      Man muß nur LaktAse in der Tasche haben, dann geht das schon.


    • Laktose – Laktase
      Genau. Auch die chinesische Germanistikstudentin, die ich in den 1980ern kennenlernte, behalf sich so, um nicht den angebotenen Käse- und Milchprodukten entsagen zu müssen.

  81. Verdammte Hacke...
    …wo bleibt der Text über Gipfelkreuze, Sagglzemend.

    …mich erstaunt ja immer noch dieser Artikel
    http://www.merkur.de/lokales/bad-toelz/lenggries-ort28977/neonazis-errichten-gipfelkreuz-zeuge-beobachtet-6724550.html

    Müssen Möllers und Steppan Mirco mir so deutlich sagen, dass die Buben so böse sind. Sie tragen zumindest keine Hassmasken oder Kapuzenjacken, die sie billigst bei Primark geschossen haben.

    Verehrter Don, herzlichen Dank für ihre Anstrengungen!
    M. L.

    • Jo mei.... werter Don ...
      … einen lange gereiften Bergkaas verträgt auch eine intolerante Flachländerin :-). Nur mit den dicken fetten Sahntetorten hat’s dann doch net so. Obwohl – a pfundige Buttercreme geht immer (Frankfurter Kranz!) ….

      MfG IP

    • Gipfelkreuze und Transparente
      so arbeiten die Identitären halt und verursachen viel Wirbel.
      Ein Transparent mit der schlichten Aufschrift „Heuchler“ auf dem Burgtheater zu hissen wurde von den sonst so lässigen Wienern (den Kulturschaffenden) als Naziüberfall deklariert.

      Ich erinnere mich an das Protokoll eines Hexenprozesses. Die unglücksselige Frau wurde wieder und wieder gefoltert, auch nachdem sie längst gestanden hatte.
      Warum ? Die hohen Herren wollten nicht nur ein abgepresstes Geständnis, sie wollten vielmehr wirklich davon überzeugt werden, dass sie es mit einer waschechten Hexe zu tun haben.
      Genau diese Art Überzeugungsarbeit verweigern die Identitären mit ihren betont harmlosen Aktionen. Das macht das Establishment viel rasender als gewalttätige Übergriffe unter Hakenkreuzflagge (an die hat man sich in Deutschland seit den Neunzigern gewöhnt).

      Traurige Zeiten, wenn der aufsässige Esprit irgendwelchen rechten Yuppies und die Streckbänke Linken mit Pensionsanspruch gehören.

    • Traurig? Fröhliche Wirrenschaft
      oder velwechsernd: wenn … sich Linke ins Recht setzen und Rechte gelinkt fühlen. Oder: Farce als Historie wiederholt wird, Geschichte macht.

      More ‚übelgesetzlicher Notstand‘ anyone? Soll jeder auf seine Kosten kommen..


    • Wie der pudelfriseur im Fahrradkeller schon sagte, „Nazi ist das neue Schwul“. Das ist auch mit Stasi2.0 nicht aufzuhalten.

  82. Sollten tatsächlich Berlinerflüchtlinge in Rauenmengen in Bayern aufschlagen, wird's
    Allerhöchstezeit zur Flucht – es ist schonallesbestensvorbereitet:

    https://studio.stupeflix.com/v/Ghm2eXtBhTXP/

    (Klappt sogar, wenn Privatefahrräder beschlagnahmt worden sind!)

  83. Heute gibt sich der Mainkutter wieder zugeknöpft
    Das Kommentarprekariat hat Sendverbot. Dabei wollte ich doch nur unter Tarnnamen gegenüber den Afrikanern meine Entschuldigung anbringen, speziell denen aus Sierra Leone (wegen Kakao) und denen aus dem Kongo (wg. Coltan). Unseren Wohlstand in Europa haben wir nämlich ausschließlich dem verdammten Kolonialismus zu verdanken, basta! Und so ist der Kakao in unserer Schokolade und das Zoich in den tragbaren Telefonen angeblich der Grund für die geträumten Fluchtgründe von Adem und Zebenjo, wie ich gestern Abend bei Plasberg lernen durfte.
    .
    Huch, ich dachte immer daß die dort entnommenen Produkte, zumindest nach Beendigung der Knechtung durch Briten, Franzosen, Belgier, Italiener, Spanier, Portugiesen und Niederländer den Produzenten weltmarktüblich vergütet werden. Sollten diese Vergütungen gar garnicht nicht den Menschen in Afrika zugute kommen und auf privaten Präsidentenkonten in der Schweiz, bei Rheinmetall, BAE, Marconi oder Thomson-Brandt oder auf Palastbauten spezialisierte Baufirmen landen?
    .
    Deswegen bekomme ich noch kein schlechtes Gewissen und steige auf nichtnegroide Schokolade oder Dinkelbrätlinge um, sondern schäme mich bestenfalls fremd für unsere Entwicklungspolitik.
    Und so lange EU-gefördert billiges Abfallfleisch von Huhn und Schwein tiefgefroren auf den Markt von Ouagadougou gekippt wird und dem afrikanischen Kleinbauern mit 50 ar Land und 3 Schweinen das Geschäft vermiest und unsere einmal getragenen H&M-Fähnchen und KiK-3 Euro-T-Shirts die Schneiderin in Liberia oder Côte d’Ivoire einkommenslos macht, machen sich die Kinder dieser Leute halt auf den Weg durch die Transsahara.
    .
    Aber eine kleine lästige Fragen bleiben doch noch an die Politik zu stellen: Seit unserer Kinderzeit hören wir von Entwicklungshilfe und extra danach benannten Ministern, die ständig Reisen nach Afrika niebeln und dort in den Nachrichten strahlend mit noch strahlenderen Damen und Herren Hände schütteln und dabei symbolische Briefumschläge mit Millionen drin überreichen.
    .
    Ich bin ja nicht so blöd und weiß nicht, daß Weltkonzerne Nestlé oder BP/Shell sich in Afrika immer noch aufführen wie einst die Kolonialisten. Aber dafür muß ja auch jeweils regierungsseitig eine gewisse „disponibilité“ bestehen. Aber genau das wäre doch einmal eine Aufgabe der EU und den VN. Das wäre sinnvoller als lächerliche Preise und Auszeichnungen an Kriegstreiber und unierte Existenzenvernichter zu verteilen.
    .
    So, ich träum´jetzt mal noch ein Weilchen und passe auf daß mir der Sugo Bolognese nicht anbrennt.

    • Es ist nur Wasser in den Tränen eines Fremden ....
      Nicht zu vergessen:

      Nestlé und das Wasser …

      http://www.bottledlifefilm.com/index.php/id-10-wissenswerte-dinge.html

      ….

    • Titel eingeben
      … Mr. Déjà delautrecotedelalune,

      impeccable!

    • Das System der Unterdrückung funktioniert eben immer und überall gleich.
      Und die Profiteure sind auch immer die Gleichen, wenn nicht die Selben.

      Es gibt das Shirt von KiK für 3 Euro übrigens auch nur aus dem Grund, um hier die Löhne drücken zu können. Im Grunde und relativ betrachtet gibt es da keinen Unterschied, was Unterdrückung und Ausbeutung betrifft.

      Anzumerken wäre vielleicht noch, daß so mancher Kolonialherr dafür sorgte, daß die neuen Herren seine Geschäfte nicht störten. Was lag da nicht näher, als gemeinsam an der übergangslosen Ausbeutung und Unterdrückung der Nutzmenschen zu arbeiten. Der eine mit Gewalt, der andere unter dem Mäntelchen der freien und sozialen, demokratisch legitimierten Marktwirtschaft.

      Aber gab oder gibt es da nicht ein Land, welches mit einer Form des BGE versucht, an diesen Zuständen etwas zu ändern?

    • Nestle und Wasser ubd Fairtrade
      Nestle will mit Wasser langfristig Geld verdienen und hat ein Interesse daran das Wasser als Wertvoll angesehen und auch so behandelt wird.
      Das Hauptproblem der Trinkwasserversorgung sind eher jene die sich wegen der Verschmutzung des Trinkwassers keine Sorgen machen. In die Umweltskandale in zB Afrika sind immer auch Afrikaner verwickelt.

      PS: Wenn Nestlekritiker in Afrika Urlaub machen werden sie vermutlich idR Wasser in Flaschen kaufen.
      PS2 Vittel und Perrier sind keine Marken für arme Leute.
      PS3 Afrikanische Bauern produzieren oft lieber Blumen für Europäer als Nahrungsmittel für benachteiligte Regionen vor Ort. In Äthiopien wird zB Gemüse für die Golfstaaten angebaut. ggf sollte man Blumen aus Afrika meiden und sich einheimische Gewächse kaufen. Die werden auch nicht mit Frachtflugzeugen tausende Kilometer durch die Gegend geflogen. Oder anders. Die Afrikaner z.B. machen genug eignen Blödsinn. Extrembeispiel: Zerstörung von Feldern durch Weidetierzüchter.

    • Also... ich muss doch bitten!
      Aber, aber… meine Herren…. so viel Idealismus, wo bleibt denn angesichts so vieler Fakten ihr Sinn für die Realität?

      Die vornehmste Aufgabe des Politikers ist…. für die eigene Wiederwahl zu sorgen.

  84. 82% der Berliner Wähler haben die CDU nicht gewählt
    So kommt das, wenn die Chefin den Schabowski tanzt und das spontane Grenzen-im-Alleingang-öffnen auf Weltmaßstab steigert.
    Das sehen die Nachbarn dann so …

    http://www.nzz.ch/international/europa/deutschland-reaktionen-zur-wahl-in-berlin-ld.117477

    Die CSU und am Ende Bayern als Hoffnungsträger oder gar Exildestination für enttäuschte CDU-Wähler?

    Seehofer hat dieses sardonische Benny-Hill-Grinsen gut drauf, aber er spielt lieber mit seiner Märklin als mit Vaudeville Girls, dem Vernehmen nach.
    Klar kann das ernsthaft nichts werden, aber lieber eine Adabei-Partei und Berliner Pöstchen zu verteilen, als mit leeren Taschen dastehen und sich unter Bierzeltdächern und -bedingungen mit den zähnefletschenden Aspiranten auf höhere Weihen in der bajuwarischen Provinz rumschlagen müssen.
    Beim MP zeigen sich unzweifelhaft Humorfältchen im seitlichen Augenbereich, aber der Blick bleibt fest gerichtet auf das Machbare – und das ist, wie er weiß, wenig genug. Seine Wähler indessen wissen es nicht, oder sie tun wenigstens so, als wüssten sie es nicht und drohen abzuwandern zu den Mehr- und Totalversprechern, welche die CSU derzeit mühelos rechts überholen.

    Was tun?
    Merkelwürdigerweise gibt die Kanzlerin den entscheidenden Anstoß zur Beantwortung, weil sie mal dies und mal jenes äußert: Deutschland ändert sich nicht, oder verändert sich doch. Man versteht sie nicht wirklich. Die CSU täte deshalb gut daran, primär verständlich zu bleiben mit einem herzhaften: Bayern bleibt wie es ist!

    Das wäre zwar eine haltlose Lüge, aber wann geht es in der Politik schon um Wahrheit?

    • Nein - man soll und wird nicht verstehen, was diese Sphinx so von sich gibt -
      ihre Sprache scheint seit Jahren wie ein Orakel, das dann jeder im eigenen zur Verfügung stehenden Sinne löst.
      Sinnlos entleertes Gebrabbel, nichts, auf das sie jemand festlegen könnte.
      Und – weder gestern, noch heute oder morgen werden wir hier damit weiter kommen und Lösungen finden, für das, was uns eingebrockt ist.

      Schaut sie euch gut an, die Pressevertreter und Politiker, die auch heute noch in das von ihr Gesagte etwas interpretieren, dass Hoffnung auf Besserung transportiert.
      Nur damit ein jeder erkennen kann, wess Geistes Kind die sind.

    • Aber, Trojaner.....
      „Sinnlos entleertes Gebrabbel…“

      Aber natürlich!
      Ist es ihnen denn wirklich noch nicht aufgefallen?
      Genau damit kommt man doch bei dem einem solchen verbödeten Volk gross raus und schafft jede Menge Wiederwahlen!

      Sie werden doch wohl nicht behaupten wollen, es gäbe diesen Zusammenhang nicht?

  85. Schmierentheater oder die Neue Welt Ordnung heißt jetzt Profit Over People
    TDV sagt: 20. September 2016 um 06:20 Uhr
    Hallo Otto ! Finde ich schön, jetzt sind wir schon zwei die es gemerkt haben ….

    Neoliberalismus war gestern.

    Profit Over People
    … ist die NWO der End (Jetzt)-Zeit.

    Bekannte Handlanger sind Obama und eine gewisse Führerin A. M.
    Legitimiert durch Pseudodemokratie-Reichsfestspieltheater-Parlamente.

    Europaparlament/Schwarze Kassen/Subventionspolitik/TTIP/CETA/EURO/Freihandelsabkommen aller Art//Bankenrettung/totale Knechtung des normalen Menschen/Volksverdummung/Umverteilung allen Kapital zu den oberen 1% bis 5% des Geldadels (goldene Faltschirme)/

    Lüge wird zur Wahrheit !!!!

    ….

  86. 1973 fing alles an … oder der Anfang vom Ende … Zeitreisen

    Salvador Guillermo Allende Gossens
    (* 26. Juni 1908 in Santiago de Chile; † 11. September 1973)war promovierter Arzt und von 1970 bis 1973 Präsident Chiles. Seine Präsidentschaft war der Versuch, auf demokratischem Wege eine sozialistische Gesellschaft in Chile zu etablieren.

    Allende wurde durch einen Militärputsch im Jahr 1973 gestürzt.

    Rolle der USA …

    Um die Jahrhundertwende veröffentlichte Dokumente zeigen, dass die US-Regierung und die CIA den Sturz Allendes 1970 angestrebt hatten (Project FUBELT). Viele relevante Dokumente unterliegen noch immer der Geheimhaltung.

    Die CIA unterrichtete den Bundesnachrichtendienst bereits einige Tage vor dem Umsturz vom geplanten Putsch.

    Der Bundesnachrichtendienst soll unterlassen haben, den damaligen Bundeskanzler Willy Brandt davon zu unterrichten.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Salvador_Allende

    • Sie irren....
      Ich gebe zu, Allende und der 9/11 1973 sind zwar der eigentliche Grund warum ich den 9/11 für eine Gedenktag halte, aber die Geschichte dieser Art der „Neu-Zeit“ geht noch 20 Jahre weiter zurück

      1953 hatten die Perser gewagt in einer freien Wahl einen Demokraten namens Mossadegh zum Premier zu wählen. In seiner Naivität meinte jener Herr das Öl im Iran gehöre den Iranern und nicht US Firmen.
      Es war die gute alte Zeit und so kamen die US Helden persönlich eingeflogen und ermordeten den Mann a la bin Laden, und das Öl blieb US Besitz. Jener Humanist den die Amis dann dort zum Statthalter, Pardon!: Herrscher machten, der wusste was zu tun war, sollte er am Leben bleiben wollen.
      Zig Tausende andere Perser mussten ihr Leben in den Folterkellern seines Regimes lassen.
      Er selber wurde auch in DE vornehmlich von der Spinger Presse zum Helden gekürt, da er eine Deutsche zur Frau nahm.

      Unfreiwillig hat er allerdings unbeabsichtigt meiner ganzen Generation, den 68ern, Anlass zum Aufwachen gegeben. Denn es war bei Protesten gegen seinem Besuch in DE, als die deutsche Staatsmacht in Form eines „Polizisten“ einen Studenten erschoss, was dann letztlich alles was man heute als 68er bezeichnet, inkl der RAF, verursacht hat.

      Wer sich ein Bild davon machen will, wie die tatsächliche US Politik seit dem WW II bis heute aussieht, der kann dies hier tun

      https://en.wikipedia.org/wiki/Timeline_of_United_States_military_operations

      wer dort nicht ganze Tage verbringen will, dem sei geraten beim Jahre 1950 mit dem Lesen zu beginnen and anschliessend darüber nachzudenken ob die US Militär Politik an der russischen Grenze derzeit da nicht eine nahtlose Fortsetzung erfährt, und was von den deutschen Regierungen zu halten ist, die sowas für einen Verbündeten hält!

  87. Neue Welt
    Geschäft wie gewohnt
    Die Ratten fragen
    Von Pest belohnt
    Nach morgigen Tagen
    Nach Orten zum brüten
    Klauenhände der Ewigkeit
    Zerren an Spermablüten
    Abgestrahlte Seligkeit
    Die tollste Maske gewinnt
    Den Schadensbegrenzungspreis
    Das Dreiwe spinnt
    Muss spinnen zu heiss
    Gelaufene Maschinenträume
    Laufmaschen im Lebenslauf
    Und verseuchte Bäume
    Wachen im falschen Traum auf
    Deuten die Wahnwelt
    Als Unterspaltungsprogramm
    Die Nachrichtensprecherin
    Malt die kommenden Nachrichten aus
    Für die anderen Verbrecher im
    Webkuchenhaus
    Leben in Ultramomenten
    Von Snap zu Snap
    In Bildmonumenten
    Driften im Spacecab
    Schnellgebrochener Bleistift
    Hartfaserige Splitterseele
    Das Hyperbild blickt
    In den Spiegelwein mit Gift
    Gibt stumm die Befehle
    Der Knacks erschrickt
    Knackt die Geheimtür
    Zum ABC-Keller
    Man sucht einen Reim für
    Den Buchstabensuppenteller
    Serviert höflich die beliebte Performance
    Gast sagt Titel eingeben
    Wird nicht müde des Normens
    Der Milliardenleben
    Der Buchstabensuppe
    Snapdrift angelt im Weinspiegel
    Nach Haaren der Barbie
    Erkennt da das Siegel
    Kurz das war sie

  88. Der Bischof zu Fulda ist erschrocken ob Scheuers Worten,...
    ….sogar Teile der CSU zeigen sich empört wg. „fußballspielender, ministrierender Senegalese“. Na, das ist doch schon einmal eine Minimalqualifikation. Kriegen wir wenigstens die bierflaschenwerfenden und zündelnden Krakeeler wieder los, Herr Bischof Marx?
    .
    Das gespielte Entsetzen in der CSU ist genau das von @ naphatalin kürzlich angesprochene Lavieren mit Grenzwertmathematik um keine CSU-Wähler aus der „Elite“ an den westlich von München gelegenen Seen an die AfD zu verlieren.
    (DdH)

  89. Lederklamotten und Weißbier
    Schade, hier stand ein total geistreicher Kommentar von mir der leider nicht freigeschaltet wird :(

  90. @ TDV
    „„Links“ zu sein erfordert weit mehr Intelligenz als den meisten Deutschen zur Verfügung steht“

    Ich glaube, hier wird keiner bezweifeln, dass jemand wie Sie Linke für intelligent hält. Dass Sie mit dieser Einschätzung nicht völlig allein dastehen, mag nach aller geschichtlichen Erfahrung und mit Blick auf die heutige „Intelligenzija“ und die Kader der politischen Linken einigermaßen erstaunen, wird Sie aber in Ihrem Glauben zweifellos stärken und beharren lassen. Den will Ihnen auch keiner wegnehmen, erfüllt er doch eine wichtige Funktion …

    https://www.welt.de/debatte/kolumnen/was-waeren-wir-ohne/article12778816/Linkspartei-die-Funktion-des-dummen-Rests.html

    • Nichts als frühe Wahlkampfpropaganda im Auftrag von CDU/CSU
      mit dem Ziel, ein auf Bundesebene drohendes rot/rot/grünes Bündnis zu verhindern. Bislang ist der CDU/CSU das ja auch ganz gut gelungen, die SPD hat prima mitgespielt, den Wählerwillen hinsichtlich möglicher Koalitionen ganz im Sinne der CDU/CSU ausgelegt.

      Nein, keine Sorge, ich bin weder Zoni, noch möchte ich die DDR zurück, noch die BRD zur DDR 2.0 entwickeln. Mir würde eine SPD vor Schröder völlig reichen. Die aber gibt es wohl so schnell nicht wieder und so bleibt eben nur Die Linke, die mit der SED weit weniger zu tun hat, als es in diesem Artikel der Welt suggeriert wird.

      Eigentlich lohnt es auch nicht, etwas überhaupt zu lesen, das unter „Linkspartei“ getitelt wird, denn daran ist die zu erwartende Intention des Folgenden bereits ablesbar. Aber der Broder war ja immer schon dafür bekannt, sehr plakativ und wenig differenziert, manchmal gar auf Bildzeitungsniveau zu schreiben. Daß er den dummen Rest allerdings auf die Die Linke reduziert, da muß ihm wohl ein Fehler unterlaufen sein. Denn bei Broder habe ich immer den Eindruck, daß er diese Aussage auf den Rest der Menschheit bezieht.

      Wie dem auch sei, die Intelligenz ist wohl ziemlich gleichmäßig auf alle Parteien verteilt. Daß sich das nicht unbedingt in ihrem Wirken niederschlägt, wer wollte das denn ernsthaft bestreiten.

    • @ Meier
      „Nichts als frühe Wahlkampfpropaganda im Auftrag von CDU/CSU“

      Sie wünschen missliebige Meinungen mit der Unterstellung „Auftragsarbeit“ zum Schweigen zu bringen?
      Netter Versuch, erinnert aber dann doch irgendwie an Zoni- oder DDR-Methoden. Vergessen Sie beim nächsten Mal nicht, ihn glaubwürdig zu belegen.

      Was linke Ideologien und deren gesellschaftliche Manifestationen angeht, rief ich Ihnen den deutschen Modellversuch in Erinnerung. Aber ich nenne Ihnen gerne weitere Beispiele, Venezuela z. B. oder die Sowjetunion, China, Kambodscha, Nordkorea, Kuba …
      Um die Liste nicht weiter zu ergänzen, sie ist sehr lang …haben Sie die alle ernsthaft vergessen?

      Wie kommt es eigentlich, dass jeder auch nur leicht Angebräunte in diesem Land moralisch gevierteilt wird, wenn er öffentlich faschistische Tendenzen erkennen lässt – sich umgekehrt aber jeder unbehelligt und stolz als Anhänger einer Ideologie outen kann, die für unermessliche Verbrechen und sagenhafte Irrungen verantwortlich zeichnet?

      Ich mag da nicht unterscheiden, weil mich beide Ideologien schlicht anwidern.
      Falls Sie einem nächsten, neuen, diesmal garantiert erfolgreichen Versuch Ihrer x-fach gescheiterten Utopie das Wort reden möchten: kein Interesse, nicht das geringste und ohne Bedauern.

    • Ich find ja ihre Namenswahl recht witzig....
      Mancher der hier regelmässig Lesenden und Schreibenden weiss, dass diejenigen die hier und an den meisten anderen Orten derzeit als „Linke“ bezeichnet werden, zB ja mittlerweile sogar Merkel, die SPD und die Grünen, mit denen die ich für Linke halte, nicht das Geringste zu tun haben.

      Mehr zu sagen wäre angesichts eines Foristen der allen ernstes Die Welt als Argumenationshilfe benutzt reine Zeitverschwendung.

    • Vielleicht hätte ich schreiben sollen: Es liest sich wie frühe Wahlkampfpropaganda ...
      Das ist aber auch alles, was, zu korrigieren, ich bereit wäre. Denn was Sie, Marat, ansonsten so schreiben, davon finde ich in meinem Beitrag nichts.

  91. Also ich finde es ziemlich einfältig...
    …immer nur der auch mir nicht sonderlich sympathischen Frau in Berlin die Alleinschuld zu geben, das ist Stammtischniveau. So als wäre ein gewisser A.H. der einzige Nazi gewesen. Ist das für den Massenbetrieb unpraktiable Asylrecht nicht schon im GG angelegt und über die Jahrzehnte von link(slastig)er Seite gehegt und gepflegt worden? Sind das etwa alles reaktionäre Konservative, die soweit in höchste Ämter vorgedrungen sind, daß sie sich schon untereinander aus Furcht vor dem Bekanntwerden eigener Nachlässigkeiten nicht mal gefälschte Pässe erkennen (lassen) können? Nein, man kann den Konservativen viel, sogar sehr viel, vorwerfen, wie z.B. organisierte Mauschelei zur Verwertung öffentlicher Mittel beim Bau abschüssiger, unterdimensionierter U-Bahnhöfe, nicht aber die grundsätzlichen Probleme, die sich aus einem undifferenzierten Asylrecht in Verbindung mit praxisuntauglichen Lösungsversuchen ergeben. Solange schon die alleinige Überlegung, ob es nicht möglich sein müsste, wirklich kriminell gewordene Aufenthaltsberechtigte auch in nur relativ sichere Heimatländer zurückzuschicken. allernorts heilige Empörung auslöst, sollten m.E. genau diese Berufsempörer zuerst kritisiert werden. Daß die Frau in Berlin nicht jedem Meinungslüftchen hinterherschwenkt würde ich ihr sogar noch als Plus anrechnen. Es ist in mit Saudiöl gewärmten Stuben immer gut über die dortigen burkafördernden Verhältnisse zu jammern, aber man muß deshalb sowas ja nicht unbedingt über den eigenen Verstand stülpen nur um hipp zu sein.

    • Der Merkel-Fehler war der falsche Analogieschluss...
      Grundsätzlich war es notwendig (alternativlos), dass Merkel den Flüchtlingen die Grenze öffnete. Ihr großer Fehler war, sich wie Helmut Kohl bei der Maueröffnung zu fühlen: Die DDR-Bürger konnten (mit regionalen Ausnahmen) Deutsch, hatten grundlegend ein ähnliches Rechtsverständnis und ordneten sich ins deutsche Staatssystem freiwillig ein – kehrten nach ersten Ausflügen in den Westen oft sogar in den Osten zurück. Merkel hätte erkennen müssen, dass dies mit Syrern nicht funktioniert – und als Konsequenz gesicherte Erstaufnahmelager an den Grenzen einrichten müssen. Auf jedem Flughafen gibt es exterritoriale Bereiche. Die Rechtsgrundlage war zu schaffen und die Hilfsdienste, DRK, Bundeswehr hätten dies auch geschafft. Etwas weniger Volksfeststimmung bei den Gutmenschen, dafür Bewahrung der staatlichen Souveränität – das hätte ich von Merkel seinerzeit erwartet. Dies hat sie nicht geschafft. Von daher ist es richtig, dieser einsam entscheidenden einzelnen arroganten Frau die Alleinschuld zu geben. Und für Fehler sollte man büßen – sprich als Politiker zumindestens sich öffentlich entschuldigen und dann abtreten.

    • Danke
      man mag vieles zurecht an Frau Merkel kritisieren, aber alles und jedes ihr in die Tasche zu schieben ist halt eigenartig.

      Immerhin, ich bin froh, dass ich noch nirgendwo gelesen habe, dass Merkel für das U-Bahn-Bau Desaster in Köln verantwortlich wäre oder für einen Bundesligaabstieg.

      Es gibt also noch ein klein wenig Hoffnung.

      Noch.

    • Mit S 21 hat sie aber zu tun. Definitiv.
      Schaun Sie mal rein. Bei Abriss Aufstand. Da steht es!

    • Mei
      ich lebe halt in Köln, daher habe ich Kölner Beispiele gewählt.

      Sehen Sie mir das bitte nach :)

  92. Watershed - auch den 19. September werde ich mir merken (müssen)
    Zumindest in der Reihe der Veröffentlichungen des alten Maindampfers ist heute etwas geschehen, was ich sonst noch nicht so in diesem Medium gelesen hatte.

    Als Kritik zu ‚Hart Aber Fair‘ vom Abend des 19. Septembers hat Hans Hütt durch seine Kritik hindurch eine Fragestellung aufgebaut, die wir in grosser Mehrheit die letzten Jahre bewusst umschifft hatten. Eine Fragestellung, die sehr realistisch ist, und nicht länger um den heißen Brei herumredet; um den auch wir hier oftmals herum navigieren.

    So ganz ehrlich sind wir oft nicht zu uns selbst wenn es um Fragestellungen im Rahmen der Flüchtlingskrise geht. Viele, auch in diesem Blog, unterstützen das Asylrecht nach Artikel 14 der Allgemeinen Menschenrechtserklärung, bzw. Artikel 16a aus dem GG der Bundesrepublik Deutschland.
    Und wenn es Diskussionen gibt, dann darüber ob es sich bei den Neuankömmlingen um Menschen handelt, die unter diese Gesetze und Vorschriften fallen. Und viele, auch in diesem Blog, befürworten eine individuelle Verfahrensführung zur Beantwortung dieser Frage.

    Gestern Abend bei Plasberg, und im Nachgang von Herrn Hütt heute früh, wurde diese Frage – ich könnte sagen: glücklicherweise – ad acta gelegt.
    Es sind nach Ban Ki Moon 65 Millionen Flüchtlinge in dieser Welt unterwegs, und nach Vorhersagen von Bevölkerungswissenschaftlern alleine aus der Subsaharazone über 100 Millionen die bereit sind ihre Koffer Richtung Europa zu packen.
    Konsequenterweise hat Plasberg nicht nach ‚Asyl‘ gefragt, sondern nach dem, was im Schatten der Flüchtlinge aus den Bürgerkriegsgebieten in Syrien und Irak sowieso schon seit einiger Zeit passiert: Wirtschaftsflüchtlinge, die auf den Rockschössen dieser Menschen ebenso nach Deutschland ziehen, und zwar aus rein verständlichen, wirtschaftlichen Gründen. Auch das ist nichts Neues, und wurde wiederholt diskutiert. Dabei wurde allerdings meistens auf den bestehenden Gesetzesgrundlagen aufgesetzt, oder auf Umkreise direkt davon Betroffener.

    Durch die Sendung, und auch den Kommentar von Herrn Hütt, wurde diese Legalitätsdiskussion um die dahinter schon seit langem schmorende Fragestellung umgedeutet und erweitert. Politisches Asyl hin und her, Schutzsuchende aus einem Krieg hin und her.
    Was ist mit den Millionen, die – statt sich auf eine reale oder imaginäre Bedrohung zu verlassen – ganz einfach, laut und verständlich sagen, dass sie genauso ein Recht auf ein (besseres) Leben haben, wie es anderen auch möglich ist. Oder, wie Hans Hütt schrieb:
    „Man kann das natürlich wie der ungarische Botschafter mit dem Satz kommentieren, es gebe kein Grundrecht auf ein besseres Leben. Vielleicht sollte Barack Obama der Republik Ungarn für die Weiterbildung ihres diplomatischen Personals eine Digitalkopie der Amerikanischen Unabhängigkeitserklärung zukommen lassen. Es kann nicht schaden.“
    Das führt uns zu der Frage, die schon lange dahinter schwärte. Und die wir gemieden haben wie der Teufel das Weihwasser. Und für die wir auch Antworten vermieden haben, weil wir sie alle irgendwie kennen.
    Vermieden, ausgewichen, geschwiegen haben wir, weil wir nur zu gut wissen, dass jede Antwort dazu mit sehr unappetitlichen Resultaten verknüpft ist.
    Unter Vermeidung eines Strohmannes kann die Antwort nur lauten: ‚Ja, wir finden dass alle Menschen gleich vor dem Gesetz sind, gleiche Chancen und Möglichkeiten haben sollen, egal welcher Herkunft, Ethnie, Religion.‘ Gut. Das wäre die menschlich-christliche Seite, die Seite von KGE, Claudia Roth, Bedford-Strohm, Kässmann.

    Allerdings braucht man dann nicht mehr über Integration zu sprechen, weil -zig millionenfach moralisch gebotener Aufnahmen aller Afrikaner (und anderer!), also all der Menschen denen wir objektiv-implizit die Existenz vernichtet haben, nur einen einzig denkbaren Ausgang nehmen kann: eine Bundesrepublik aufgefüllt mit all denen, die unter uns, oder unserer Wirtschaft, gelitten haben, oder noch darüber hinaus formuliert, einfach nach Deutschland kommen, um ein besseres Leben zu finden, eine Bundesrepublik Deutschland wird, die in so kurzer Zeit zum failed state geworden ist, dass nach wenigen Jahren sich die Diskussion erübrigen wird, weil nicht einmal Farbige aus dem Ghetto von Johannesburg noch Interesse daran hätten ihren Lebensmittelpunkt dorthin zu verlagern.
    Moralisch geboten wäre es schon, für unsere Ausbeutung der Dritten Welt und unsere anderen krummen Geschäfte endlich einzustehen, und – noch besser – einfach jedem Menschen ein Recht auf ein gutes Leben zu attestieren. Und eben auch bei uns einzuräumen. Moralisch einwandfrei endet das in wenigen Jahren zwangsläufig in einer Beirutisierung der Bundesrepublik Deutschland, spätestens wenn mehr als 120 Millionen Bewohner zu ernähren und unterzubringen sind.

    Die andere Alternative, die ungarische, ist nicht weniger desaströs. Da bliebe dann nichts mehr übrig, als tatsächlich die Zäune hochzuziehen und gegebenenfalls auch einen Schießbefehl … . Mir schaudert.

    Alles beide dennoch deutlich ehrlicher als bisher diskutiert, weil nicht länger an sogenannten Flüchtlingen aufgehängt, statt dessen eine Beschäftigung mit der realen, zugrunde liegenden Frage; so wie gestern Abend und heute früh gestellt.
    Eine Frage die ich auch nicht beantworten müssen möchte.

    Könnte es sein dass wir uns in eine Situation hineinmanövriert haben, in der es zwei Alternativen als Konsequenzen gibt: Eine potentielle Selbstzerstörung, so wie von Sloterdijk beschrieben; oder einen neuen Schießbefehl?

    Ich meine schon, es wäre gut eine direkte Antwort auf die gestellte Frage vorhalten zu können ohne vorgebliches moralisches Agieren mit flüchtlingsbezogener Attribuierung. Dieses kann nur unehrlich sein, und nie den Charakter einer nachhaltigen Lösung bekommen. Es ist nur eine temporäre Pseudoantwort auf die darunter liegende eigentliche Frage: der Konsequenz eigenen Handelns, bzw. konsequenter Fortschreibung eigener moral

    • @ Herr Dippel,
      „Mir schaudert“. Zu gegebener Zeit wird sich das mit dem „Schaudern“ schon legen.


    • Könnte es sein dass wir uns in eine Situation hineinmanövriert haben, in der es zwei Alternativen als Konsequenzen gibt: Eine potentielle Selbstzerstörung, so wie von Sloterdijk beschrieben; oder einen neuen Schießbefehl?
      *pling*
      (das war der fallende Groschen)

    • Lasst uns denn noch ein paar Kuchenrunden fahren!
      Das Positive sehen: Hat man den Feind erst zur kriegerischen Handlung provoziert, schießt sich’s bedeutend leichter.
      Herr Hütt jedoch sollte weniger Fernsehquasselrunden schauen, die Bezahlung kann dafür – im Gegensatz Don Alphonsos Tortenexpeditionen – gar nicht schmerzensadäquat sein. „Recht auf besseres Leben, auf Verlangen von einem fremden Staat einklagbar“ verwechseln mit „Pursuit of Happiness“ – an welcher dekadenten Lehranstalt lernt man denn sowas?

    • Herr Dippel
      Den Kommentar zu der Sendung in der FAZ fand ich recht eigenartig.

      Amerika als Vorbild in den Raum zu stellen, wo dort ja nun nicht gerade mit offenen Armen aufgenommen wird und zudem auch verkannt wird, dass das das Recht auf „Bessergehen“ den Staatsbürgern gilt, das ist schon eine eigenartige Leistung für einen in der FAZ Schreibenden.

      Allein, wie jener schon über Röttgen schrieb, der ja immerhin angesprochen hatte, dass die Welthandelsorganisation die EU gezwungen hat, die bisherigen Zollvereinbarungen zu ändern, zeigt doch recht deutlich, dass dem Kommentatoren nicht die Sache an sich am Herz liegt sondern, ich formuliere flapsig, eine originelle Meinung veröffentlichen zu dürfen.

      Nun ja.

      Sie haben recht, es wird zu Rigorosem führen, denn da Europa nicht in der Lage sein wird, alles und jeden aufzunehmen, wird es ein gräusliches Grenzregime geben.

      Das wird nicht die Probleme lösen, ob es genug Zeit bringen wird, Lösungen zu finden, da hab ich auch meine Zweifel.

      Machen wir uns mal nichts vor, wir werden mehr an Härte hinsichtlich Zuwanderungswilliger erleben.

    • Titel eingeben
      @Uwe Dippel

      Sie übersehen, dass die Flüchtlinge die Konsequenz einer langfristigen Entwicklung sind. Im vergangenen Jahr war das Fass dann einfach voll, denn die Zahlen des Ban Ki Moon, die stimmen ja.
      Die Verursacher hingegen, im Falle Deutschlands also mindestens mal die Kohl, Schröder, Merkel, die müssen um der Wiederwahl Willen kurzfristige Politik machen.
      Wähler sind nicht an langfristigen Vorteilen interessiert, oder gar an Gerechtigkeit in fernen Ländern, sie wollen für ihre Stimme JETZT, und zwar stets in Form von Barem entlohnt werden.

      Diese Real-Politik ist auf beiden Seiten, also Politiker und Wähler, allerdings keine bewusste Entscheidung, sondern es läuft automatisch so ab, es ist leider die Grundlage der Demokratie.
      In Situationen wie dem letzten Sommer als man das Kommende sehen konnte, war man dann natürlich gar nicht in der Lage auf einmal kurzfristige und unangenehme, aber sinnvolle Entscheidungen zu treffen.
      Selbst derjenige der das Problem zumindest erkannt hatte, unser Grossmaul Horsti, hat sich nach ein wenig Gepöbel gen Berlin, ganz schnell wieder im gelobte Land des Don verkrochen, um von dort erst jetzt wieder hervorzukommen, weil sich ein echtes Problem zu zeigen beginnt: Der Verlust der Mehrheit!

      Denken sie zurück: Wir hatten in den letzten 12 Monaten zwei oder dreimal eine Situation in der manche von der Beseitigung der Ursachen der Massenflucht sprachen.
      Nur, weiter als die Erwähnung des Begriffs kam es in keinem dieser Fälle. Selbst hier im Blog wurde das Thema einige Male erwähnt, wirklich diskutiert wurde es nie, denn das Risiko eingehen, dass der Deutsche zulässt, dass die Rechtmässigkeit seines Wohlstandes hinterfragt werden könnte, die geht der Deutsche nicht ein. Es sind immer Inkompetenz und Korruption der Dortigen, denen sich die aufrecht bemühten ehrlichen deutschen/europäischen/westlichen Geschäftsleute nicht erwehren können. Während man bei russischen oder chinesischen Geschäftsleuten in derselben Situation stets unlauteres Verhalten anprangert.

      Dann doch lieber den ein paar Beiträge weiter oben erwähnten …. Schiessbefehl.

      (Sollte sie hier irgenwo Sarkasmus vermuten, dann liegen sie richtig)

    • I'm not the guy you kill. I'm the guy you buy!
      @Thomas

      Hier muss ich Ihren Kommentar wirklich loben.
      Herr Huett ist im Rahmen der Flüchtlingskrise von der objektiven Beobachterrolle zur Ideologie gewechselt. Was bedauerlich, da er kognitiv zu mehr in der Lage wäre. Aber am Ende ruiniert jeder seine Reputation auf seine eigene Art und Weise. Nun ja, wenn er dafür gut bezahlt wird…
      Ob er von der FAZ als Gegenpol zu Lübberding positioniert wurde oder ob Lübberding ihn in die FAZ reingebracht (d.h. vorgeschlagen) hat, das ist mir immer noch ein Rätsel.


    • @TDV: Ihre Argumentation spitzt sich doch auf den Paternalismus zu, daß die Europäer (oder Amerikaner) die Welt retten sollten. Was in diesen Ländern passiert ohne Zutun der Europäer und Amerikaner, blenden Sie aus. Ich halte weiß Gott die wenigsten europäisch/amerikanischen Interventionen in Afrika und in der Umma für segensreich, aber sie als „DAS Movens“ schlechthin dort hochzustilisieren, halte ich für einen verdrehten Eigendünkel.

    • Kaum zu glauben
      dass Sie die Situation erst jetzt verstehen. (Oder ich habe Sie missverstanden). Zur weiteren Des­il­lu­si­o­nie­rung empfehle ich den Artikel „Wenn Afrika nach Europa kommt“ von Erich Wiedemann. Hilft auch ein bisschen dabei, sich vom Schuldkult zu lösen. Die Migrationsbewegung hat gerade erst begonnen. Aus meiner Sicht gibt es zwei Möglichkeiten wie sie enden wird. Entweder sie hört auf weil – nach der Migration von zig-Millionen Menschen – kein Unterschied zwischen Ausgangspunkt und Ziel der Reise mehr besteht oder sie endet weil den Zureisenden keine Einreise mehr gestattet wird (der australische Weg). Wie wir ahnen, wird die EU (Ausnahmen: Spanien und Visegrad-Staaten) – torpediert durch D – nicht die Kraft haben, die Einreise abzulehnen.

    • Uwe Dippel, das versuche ich schon die ganze Zeit durch die
      Klärung dessen, was uns da als „Flüchtling“ verkauft wird, zu erfahren.
      Momentan kann hier einwandern, wer auch immer will, mit Asyl und Flüchtling hat das nichts zu tun.
      Jeder, der herkommt, kann sich auch hier, zumeist auf Kosten des Deutschen Steuerzahlers, neuen Reichtums erfreuen. Ein Paradies für alle, die es übers Mittelmeer oder über andere „Grenzen“ schaffen.
      Grundlegend wird uns mit der „Flüchtlingslüge“ aufgetischt, dass dies alles arme Syrer seien, die Hab und Gut durch Krieg verloren hätten.
      Und der Zahler des Ganzen bei der Stange gehalten. Wenns mal nachlässt, folgen standepedes Fotos toter oder verletzter Kinder.
      Hier wird mit Lug und Trug die Struktur eines bisher funtionierenden Staates verändert – und das, bevor die Finanzblase erneut platzt und das Hauen und Stechen beginnt.

    • Oh, herzlichen Dank für alle Kommentare dazu!
      Mein Text war ja mal nicht rhetorisch gemeint, sondern schälte sich aus den Gedanken nach diesen beiden Ereignissen.

      @TDV, nur ganz kurz: Ihrem ersten Satz entnehme ich, dass Sie den Text nicht vollständig gelesen oder verstanden haben; oder mein Text noch immer zu undeutlich war, obwohl ich an einigen Stellen auf jahrelange Verfehlungen hingewiesen, und diese auch an keiner Stelle bestritten habe.

      @Goodnight: Lübberding ist allerdings eine ganze Klasse besser; es scheint aber Hütt wäre bei der FAZ besser gelitten!?

      @FE, number 15: Sie haben meine Frage bzw. meinen Kommentar fast gänzlich richtig verstanden.
      Über das was Sie beschreiben, sind wir uns ja schon seit langem einig.
      Nur: Persönlich habe ich die Diskussion immer als Einzelfalldiskussion erlebt; die guten, die nicht ganz so guten, u.s.w.; jeweils bezogen auf die Gesetzestexte zu Kriegsflüchtlingen und Asyl.
      Was da am Montag/Diensttag passierte, war wenigstens für mich ein Novum. Denn es wurde nicht mehr über den Flüchtlingsstatus diskutiert – oder wenigstens nur peripher – , sondern ein ganz neues Fass aufgemacht, vielleicht eher im Sinne von TDV, dass es ‚da draussen‘ *ausserhalb* der Flüchtlingsszene auch -zig Millionen anderer gibt, die objektiv unter der / unserer kapitalistischen Wirtschaft leiden [ohne Zweifel!]; und – darüber hinaus – es ja auch grundsätzlich legitim sein sollte, dass jeder von den ca. 7 Milliarden Menschen sein Leben nach seinem Gusto verbessere. Zum Beispiel durch eine Migration nach Europa.
      Damit hätten wir erreicht was bei einem Computerspiel als next level bezeichnet werden könnte. Weil dann eben jede Diskussion zum Flüchtlingsstatus hinfällig ist. Als Kriterien dienen dann nur noch solche moralischer Art:
      – Hat dieser Mensch unter dem europäischen Kapitalismus gelitten (z.B. als lokaler Hühnerzüchter in Afrika)? Dann haben wir eine persönliche moralische Verpflichtung. Konsequenz: https://www.youtube.com/watch?v=U-2DFOyUDAc
      – Hat dieser Mensch eine ganz allgemeine Berechtigung, seine Lebensumstände nach seinem individuellen Gusto (Pursuit of Happiness) zu verbessern zu suchen? Wenn ja: Konsequenz: https://www.youtube.com/watch?v=U-2DFOyUDAc

      Wenigstens für mich hat die Diskussion damit eine ganz neue, und ganz andere, Qualität bekommen, weil auch die Richtung sich gedreht hat.
      Und nachdem die ersten, vorsichtigen, Antworten in der Plasberg-Show (mit einer ungarischen Ausnahme) und des Herrn Hütt wenigstens ein zögerliches ‚ja‘ zu den beiden Kriterien oben war, könnte man ja mal über die Bandbreite der verschiedenen, noch möglichen responses raisonnieren. In meinen Überlegungen ist da nicht viel Bandbreite übrig geblieben. Und alle möglichen Lösungen waren gruselig.

      Auf der anderen Seite war ich echt dankbar, mit der Plasberg’schen Fragestellung endlich weg von den Scheinargumenten, den Strohmännern, den vorgeschobenen und aufgesetzten Argumenten frei werden zu können.

    • Titel eingeben
      Nein, colorcraze, ich weise daraufhin, dass die Wirtschafts und Militär Politik des Westens am Flüchtlings Debakel entscheidenden Anteil hat! Und dass eine Abkehr von dieser verbrecherischen Politik das Unglück auf dieser Welt um einiges verringern würde.
      Der Westen sollte sich hüten seine zivilisatorichen „Segnungen“ anderen aufzudrängen, bzw sie ihnen um des eigenen Profites Willen als „Entwicklungshilfe“ zukommen zu lassen.
      Krassestes Beispiel ist die verständlicherweise als zu langsam empfundene Reformation des Islam.
      Im eigenen Land DE muss man für die Akzeptanz der eigenen Spielregeln sorgen oder die Ausreise dringendst nahe legen. Aus den islamischen Ländern hat man sich konsequent herauszuhalten, die müssen so lange in ihrer idiotischen Gesellschaftsordnung leben, bis sie selber da rausfinden.
      Nirgendwo zeigt sich die verbrecherische Politik der USA so deutlich wie in den islamischen Staaten, wo es sogar ein „Friedensnobelpreisträger“ fertig gebracht hat, noch mehr Unheil anzurichten als ein verblödeter Texaner vor ihm.

      „Was in diesen Ländern passiert ohne Zutun der Europäer und Amerikaner, blenden Sie aus.“

      Wie sie sehen tu ich das keineswegs… tut mir leid, falls ich das missverständlich ausgedrückt habe. Was ich kritisiere ist, dass man die Inkompetenz und Korruption in den Ländern der 3.Welt rücksichtslos zur Profitmache ausnützt und alles dadurch noch schlimmer macht.

    • @Uwe
      Falls sie noch da sind…

      Ich hatte sie schon richtig verstanden, nur ich bin halt beim Denken bei einer anderen Frage.
      Die Situation haben sie ja korrekt beschrieben, nur, sie scheinen noch zu glauben, es sei sinnvoll, da eine Lösung zu suchen. Die beiden von ihnen am Ende des kommentars angebotenen Alternativen sind schon richtig, aber beide gleich inakzeptabel. So wie es auch völlig unmöglich ist die Ursacher der Massenflucht, die ökonomische/militärische Politik des Westens rückgängig zu machen.
      Politik besteht seit einiger Zeit nur mehr darin Symptome so weit einzudämmen, dass man ohne grössere Probleme bis zur nächsten Sau die durchs Dorf getrieben wird, weiter regieren kann.
      Denken sie an die Banken 2008… kurzfristig sich zu Bankenregulierung äussern und dann aussitzen… uind den Steueruzahler das Risiko, bzw die Verluste übernehmen lassen.
      Das Ganoven Gesindel in den Vorständen der Auto Konzerne. ALLE wussten dass da betrogen wird, und ALLE wussten auich dass alle Konzerne das tun. Auch hier wird VW sicher nicht zugemutet die US Strafbefehle selber zu bezahlen, oder gar die ungeheuerlichen Einkommen, die sich die Piech &Co selber zugetanden haben zurückzufordern.

      Was sie in ihrem Kommentar suchen wäre ein Lösung anderer Qualität. Sie haben da noch ein wenig Hoffnung, ich hingegen versuche zu beschreiben warum die Suche sinnlos ist, da diejenigen die das tun müssten keinerlei Interesse daran haben können.

      Sorry, falls das nicht klar war.

    • @TDV
      Zur Kenntnis genommen.

      Nur zur Information („Sind Sie noch da?“ – Ja!).

  93. @ Goodnight, 20. September 2016, 10:20 Uhr, This city's afraid of me... I've seen its true face...
    Lieber Goodnight –

    Sie haben die EU vergessen: Self acclaimed praeceptrix europae caused brexit. Hat B. Kohler in einem lichten Moment ohne wenn und aber in der Printausgabe des Hess. Landboten auf Seite 1 vor ein paar Tagen verlautbart. Wo er recht, hat er Recht. —

    Im Übrigen verweise ich hier auf den von mir sehr geschätzten Herrn Klonovsky, der (in seinen Acta Diurna v. 20.09.) die Rede der „Bundeskanzlerin“ adäquat interpretiert hat – ein frechstes „Weiter-so und alle Schnauze jetzt, her mit den islamischen Migranten, steht so im GG“. Was immer sie anfasst, zerstört sie hartnäckigst – CDU, Sicherheit, sichere Energieversorgung und Volk in Deutschland, EU. Sie muss weg.

  94. „Wir haben die Bedeutung von Religion unterschätzt“
    plappert die Misere in Berlin – da kann ich doch nur fragen, wer hier „wir“ ist?
    Mir war schon bei den Bildern von Ungarn und von Budapest klar, dass „wir“ uns hier einer Sorte Mensch ausliefern, die „uns“ nicht gut tut.
    Und: die bleibt Grenze ist weiterhin offen, die Justiz kann mit bestehenden Gesetzen die neuen Täter nicht greifen, die Polizei ist am Rande dessen, was leistbar ist.
    Und: dass Islam „Unterwerfung“ bedeutet ist in B immer noch nicht angekommen.
    Hier Massen Gläubiger eines totalitäres Gesellschaftssystems, in dem alles unterdrückt und vernichtet wird, dass die Autonomie des Individuums betont, ungeprüft einwandern zu lassen – die in Berlin stellen sich jetzt so, als hätten sie es nicht gewusst?

  95. Da war doch noch was ...
    Ach ja, Griechenland. Ist irgendwie so still geworden um das Pleiteland. Liegt sicher an den Flüchtlingen.

    Ach ja, die Deutsche Bank. Steht auch wohl quasi vor der Pleite, sollte der Staat die Bank nicht retten. Die USA hätten ja gerne 14 Milliarden von den Zockern, da sie die Immobilienkrise in den USA mit verursacht haben. Und ich dachte immer, die deutschen Bankster wären viel zu dämlich gewesen, hätten nicht verstanden, was sie da tun, was mit ihnen getan wird. Werden da etwa Opfer zu Tätern umgemünzt?

    Na ja, wie dem auch sei, der dumme Steuerzahler wird es schon richten. Die Sozialisierung privater Verluste ist ja politischer Standard geworden, solange die Verluste nur hoch genug sind. Schade, daß ich von dieser Refinanzierungsart nicht profitieren kann.

    • Sie haben aber sicherlich schon mitbekommen
      wie staatliche Institutionen der USA mit ausländischen Unternehmen umgehen oder?

      Aber ok, ich stimme Ihnen zu, die EU sollte in der Hinsicht auch sehr viel stärker und massiver amerikanische Unternehmen ins Visier nehmen.

      Warten wir mal ab, wie die Angelegenheit mit Apple ausgeht und was dann noch folgen wird.

      Obwohl, bei Juncker hab ich wenig Hoffnung.


    • Wenn es nur Juncker wäre. Vom Eigenlob der Sonntagsreden in den letzten Tagen klingeln mir immer noch die Ohren. Es ist mir unbegreiflich, daß man angesichts der gesellschaftlichen Entwicklung immer noch der Meinung ist, das Vertrauen der Bürger mit solchem realitätsfernen seichten Geschwätz zurückgewinnen zu können, glaubwürdig zu erscheinen. Unsere Volksvertreter scheinen uns wirklich für vollkommen bekloppt zu halten, um es mal so flapsig auszudrücken.

  96. Deutsche Führungskräfte-Diktatur oder ihr seid klein und dumm ....
    Zwidawurzn sagt: 20. September 2016 um 11:04 Uhr
    82% der Berliner Wähler haben die CDU nicht gewählt
    So kommt das, wenn die Chefin den Schabowski tanzt und das spontane Grenzen-im-Alleingang-öffnen auf Weltmaßstab steigert.

    Der Fisch stinkt vom Kopf her.
    Nicht das dumme WAHL-Volk ist an allem Schuld.
    Die neue Leit-Kultur in der Deutschen Führungskräfte-Diktatur.
    Kritik jedweder Couleur ist nicht erlaubt.
    Herrschaftswissen überall.

    http://www.wiwo.de/erfolg/management/konfliktmanagement-fuehrungskraefte-vertragen-keine-kritik/12027830.html

    • Entschuldigen sie die Störung....
      … aberkönnten sie diesen Satz etwas elaborieren?

      „Nicht das dumme WAHL-Volk ist an allem Schuld.“

      Mit elaborieren meine ich, das eine oder andere Argument für diese eigenartige Behauptung angeben?
      Der wesentliche Unterschied zwischen Argument und Ausrede ist ihnen bekann?

    • Dass das deutsche Wahlvolk
      dümmer sei als andere Wahlvölker wäre noch zu belegen. Evtl. durch TDV?

      Die Änderung des Wahlverhaltens hat bereits begonnen. Ein plausibles Modell für das Verhalten von Parteien und Wählern wurde durch Anthony Downs in den 1950er Jahren formuliert. Nachzulesen bei sciencefiles.org unter dem Titel „Nach der Berlinwahl: Auf dem Weg ins Zweiparteiensystem?“ Ein interessanter Artikel zum Umschlagen des „zentripetalen Wettbewerbs“ (Kampf um die Mitte), bedingt durch das erfolgreiche Streben der Parteien in die Mitte (und damit in die Ununterscheidbarkeit) in den „zentrifugalen Wettbewerb“: Nachdem die Parteien in der Mitte nicht mehr zu unterscheiden sind, beginnt der Kampf um Positionen außerhalb der Mitte.

      Mit der Dummheit eines Wahlvolks hat das IMHO nichts zu tun.


    • „Nachdem die Parteien in der Mitte nicht mehr zu unterscheiden sind, beginnt der Kampf um Positionen außerhalb der Mitte.“

      Da frage ich mich doch, warum man sich die Mühe mit der Mitte überhaupt gemacht hat, wenn man dann wieder zurück will.

      Aber vermutlich geht es weniger um eine imaginäre Mitte, denn um den Versuch, irgendwie und irgendwo noch ausreichend Kreuzchen zu erhaschen, um die parlamentarisch-demokratische Diktatur weiter fortführen zu können. Dazu ist zumindest den ehemaligen Volksparteien jedes Mittel recht.

    • FE
      Helfen sie mir, wo habe ich das denn behauptet:
      „Dass das deutsche Wahlvolk dümmer sei als andere Wahlvölker wäre noch zu belegen. Evtl. durch TDV?”

      Leute die sich an Wahlen beteiligen sind generell dumm, das gilt immer und überall.

  97. YUPP KOMM NACH BAYERN
    das war 1973 die pesonalbeschaffungsoffensive von BWM im idyllischen dingolfing………..der kumpel sollte mit frischer luft und grünen wiesen und gutem salär nach bayern gelockt werden………..nun, es endete nicht im desaster, ein paar kamen dann doch…..also lieber DON, alles hat eine tradition, auch das………….ABER, natürlich konnte der damals noch endphasenstolze ruhrpott zum konter ansetzen…………

    vorher hatte schon Wanne-Eickel sich als bäderstadt!!! gelobt, nochmals Wanne-Eickel, das ja auf lateinisch eigentlich Castrop-Rauxel heisst, lobte sich als industriestadt im grünen!!………

    und dann kams knüppeldick, die im pott lockten dann die touris mit anzeigen wie:

    grubenfahrt in gelsenkirchen
    hochofenabstich in herne
    besuch der villa hügel
    oder hafenrundfahrt in duisburg.

    meine freunde im pott, grubenfahrt ist doch heute in gelsenkirchen unmöglich, oder ? , gibt es in herne noch hochofenabstiche und das gerücht geht um, die villa hügel (mit steuermillionen erhalten) sei für besucher geschlossen.
    einzig hafenrundfahrt in duisburg und besteigen des fernsehturms in dortmund. aber ohne schimansky ist der hafen-ruhrort doch tot.
    das gruselkabinett von Kraft hat nur montags für besucher geöffnet.

    einfacher (und natürlich am abstieg von Wattenscheid 09 aus der bundesliga) lässt sich der abrutsch von NRW kaum darstellen, ich höre schon „da war ja montanindustrie und der geht es überall schlecht“, aber
    1. sektoralen strukturwandel gibt es überall, selbst in Alt-Württemberg
    2. wo ist denn das geld der EU- und BRD-fördermilliarden geblieben ?

    fragen über fragen und eines weiss ich ja:

    nicht Schimansky, aber Schabowski wusste wenigstes was er tat und wollte, als er die grenze als offen deklarierte, die LF hat da wohl einen hormonellen schub gehabt (darf ich nicht sagen, sonst bin ich laut FAZ frauenfeindlich, also nehme ich das natürlich uvz. zürück) oder war ferngesteuert (darf ich auch nicht sagen, da verschwörungstheorie) oder sie kam frisch aus dem James Dean – film „denn sie wissen nicht was sie tun“, wo ein rebell um liebe und anerkennung ringt.

    und abschliessend: die bajuWAREN haben ja den aWAREN lange getrotzt, selbst eine pufferzone wurde eingerichtet und dann stand der friedlichen assimilation nichts mehr im wege, aber erst nach der aWARENunterwerfung 803 durch Karl den Grossen, der bayern vorher allerdings ins fränkische reich einverleiben musste.

    • So isset...
      Sie haben recht! Im Ruhrgebiet ist es dunkel und schmutzig. In Bayern dafür hell und sauber. Wie könnte es auch anders sein?

    • DUNKEL UND SCHMUTZIG
      so könnte es auch in Bayern sein, so habe ich auch mal den Rosenheimer Bahnhof erlebt !!

      @gast

      aber nein werter gast, das sage ich nicht, mein sohn und ich können uns an tolle tage auf den regattaplätzen in Duisburg und Essen erinnern und wie schön hat Pink Floyd damals in der Gruga-halle gespielt, wie gerne habe ich doch aus dem Hugenpoet ins grüne tal der Ruhr geschaut, gegenüber vom Duisburger HBF die guten italienischen pasti verzehrt und gerne mal in der König-brauerei in Beek vorbeigeschaut.

      probleme gab es nur, wenn auf der Teufelsbrücke von Oberhausen nach Duisburg aufgrund des schlechten belags zuviel wasser stand, da konnte schon mal das aquaplaning drohen !

      aber: was haben mann oder frau daraus gemacht

    • Ruhrgebiet etc.
      @ djangohatnemonatskarte sagt:
      21. September 2016 um 13:13 Uhr

      Die Grugahalle steht noch und das Hugenpoet ist auch noch an seinem Platz, um nur zwei Beispiele von Ihnen aufzugreifen. Aber daran sehen Sie, wohin die mangelnde Differenzierung hinausläuft. Sei es Berlin, Bayern oder das Revier. Diese groben, folkloristischen Überlegungen (zu welchen der Autor dieser Kolumne neigt) sind vielleicht nicht das geeignete Mittel, um heterogene Gesellschaften zu beschreiben. Polarisieren kann man damit sicherlich. Der Erkenntnisgewinn ist jedoch recht gering.

  98. nur um dies mal in eine RELATION zu stellen
    also wir lesen, die CDU oder besser gesagt der kanzler*INNENwahlverein bekam letztendlich 17,6 prozent. dies ist natürlich kein misstrauensbeweis gegen LF, denn immerhin – so lesen wir oder hören wir aus berufenen mündern – haben fast 86% der wähler ihre politik unterstützt.

    aber verbleiben wir für ein paar sekunden bei den 17,6 %.

    bei recherchen zu DON´s lieblingssäger Klaus Lage (1000und1nacht) und dessen produzenten IM Dieter oder auch IM Willy (so wird er zumindest von manchen genannt, ich kann das aber nicht glauben) oder auch Diether Dehm genannt lesen wir sinngemäss:

    bei Dehm´s kandidatur für das bürgermeisteramt im südsüdbadischen Lörrach erreichte er 2003 gegen die noch heutige amtsinhaberin G.Heute-Bluhm…………………….17,7%.

    ja lieber Peter Tauber, da hilft wahlabendrhetorik kaum weiter und während G. Schabowski (wie LF übrigens aus MeVoPo) seine sätze niemals relativieren oder revidieren musste (er hatte nicht nur recht, er bekam auch recht) beginnt dieser prozess gerade bei LF, allerdings so langsam, dass wir wie bei Zenon das ziel nie erreichen werden.

  99. And Brutus is an honourable man….
    Wer immer noch glaubte, in Berlin würden intelligente Menschen das Land steuern, dem sollte spätestens jetzt der Wahnsinn holen:

    https://www.welt.de/politik/deutschland/article158267521/Wir-haben-die-Bedeutung-von-Religion-unterschaetzt.html

    Da haben unsere Urgroßväter ihr Leben gelassen um uns vom Joch der Religion zu befreien und die moderne Gesellschaft zu ermöglichen…und dann kommt diese Personen aus Berlin, lassen 1-2 Mio. Menschen ins Land, die nicht an den Staat, sondern einen Gott glauben…und rufen uns jetzt dazu auf, uns mit diesem Glauben zu beschäftigen.

    Es ist nicht vorbei.

    • Wenn Sie nur an ihren Gott glauben wollten, so für sich und im privaten,
      dann wäre mir das ja so was von egal. Aber dass sie ihre Scharia und weitere Anweisungen des Mohammed über unserem Grundgesetz sehen, und dass sie einer eigenen Menschenrechtsordnung frönen, nämlich der Kairoer von 1992, ebenfalls mit der Scharia über der Freiheit des Einzelnen, das macht mich bange.


    • Glaube versetzt eben Berge, wenn die Politik es schon nicht schafft.

    • Titel eingeben
      Oha, deutsche PolitikerInnen fordern ihre Untergegeben auf, sich religionskundliche Kenntnisse anzueignen? Wenn’s stimmt, ist man doch geneigt, den Souverän für doof zu halten.

      Aber obiges Statement ist doch recht amüsant. Wahrscheinlich eine Perspektive, wenn man/frau in der DDR sozialisiert wurde?
      Die Wirklichkeit in der „jungen“ BRD sah z.B. so aus, dass die SPD-Landesregierungen in den 1950ern erhebliche Differenzen mit den Repräsentanten der Röm.-Kath. Kirche austrugen ….

      „Naturrechtsdenken“ oder „Gewissensbindung“ sind nur zwei Stichworte, mit denen der kirchliche Anspruch umrissen werden kann, „Jenes höhere Wesen, das wir verehren“ und die daraus abgeleiteten religiös-moralischen Ge-/Verbote absolut zu priorisieren und einen Anspruch auf Gesetzesgehorsam oder „Staatstreue“ zu relativieren. Solange es kommunistische Regime mit einem aggressiven Staatsatheismus gab, mag das sogar nachvollziehbar gewesen sein.
      Aber denken die Repräsentanten der Röm-Kath. Kirche in der BRD denn heutzutage so viel anders? Man exponiert sich wohl nicht mehr so schlagzeilenträchtig wie die Meißners und Overbecks, geht medial professioneller vor, aber ….

    • Atheisten werden erst gar nicht gefragt.

  100. Wohltaten für das Volk
    Es gibt noch etliche Wohltaten von LF, die hier mE noch nicht genannt wurden, zur Erinnerung:
     Mietpreisbremse, die von vornherein keine war, sondern eine Vera….ung.
     Zahlreiche Mehrfamilienhäuser mit bezahlbaren Wohnungen aus dem Bundesbestand wurden in Berlin an Spekulanten verkauft.
     Ex DDR Ländereien sind an Spekulanten und Großinvestoren veräußert worden. Dies geschah unter höchster Geheimhaltung, darüber gab es damals eine einzige Medienmeldung.
    Kleine und mittelgroße Bauernhöfe hatten keinerlei Chance. Die Agrar-Großinvestoren werden von der EU großzügig subventioniert, selbst wenn sie Chinesen sind.
     Ackermann durfte seine Junk Papiere bei der HRE kurz vor der Verstaatli-chung „investieren“, was noch als heldenhafte Hilfe für die HRE gefeiert. Die HRE wurde damals die „bad Bank“ der Deutschen Bank genannt.
     Das Bildungssystem wurde kaputtgespart. Deutsche Schulen sind im internationalen Vergleich nur noch Mittelmaß. Befristete Arbeitsverträge für Lehrer sind keine Ausnahme. Die Ausstattung macher Schulen sieht aus wie in einem Entwicklungsland.
     Der Unibetrieb wurde „reformiert“: Durchkommerzialisierung und Privatfinanzierung bestimmen die Forschung. Unsicherheit, befristete, prekäre Beschäftigungsverhältnisse beeinträchtigen die Forschung und das akademische Klima.
     Die eh schon asozialen H4-Bestimmungen wurden immer mehr verschärft.
     Blindenhilfen wurden gestrichen.
     Manche Behindertenhilfen existieren nur noch auf dem Papier.
     Prozesskostenhilfe wurde gestrichen, besteht nur noch bei H4/Sozialhilfe.
     Privatisierung von Wasser: Nachdem die CDU sich öffentlich gegen die Privatisierung äußerte, reiste Merkel nach Brüssel, um Herrn Barnier zu versichern, dass sie die Privatisierung befürwortet.
    „Die CDU betreibt ein bemerkenswertes Doppelspiel: In Deutschland wet-tert sie populistisch gegen die Privatisierung. In Brüssel hingegen verfol-gen Kanzlerin Merkel und die Konservativen weiter eine Politik, die Groß-konzernen das große Geschäft mit der kommunalen Wasserversorgung ermöglichen will.“
    http://berliner-wassertisch.info/wasserprivatisierung-marsch-wie-eu-und-bundesregierung-politik-fur-groskonzerne-betreiben/
     USA soll neue Atomwaffen in Deutschland deponieren, obwohl eine Entfernung der alten Atomwaffen schon im Koalitionsprogramm mit der FDP avisiert wurde.
     Militäreinsatz in Mali wurde auf die Schnelle entschieden und öffentlich nie diskutiert.
     Last, but not least, eine Meisterleistung: die absolute Unterwerfung der MSM.

    LF, Zitat: In ihren Satz „Wir schaffen das“ sei „viel hineingeheimnist“ worden, „so viel, dass ich ihn kaum noch wiederholen mag, weil er beinahe zur Leerformel geworden ist“.

    Mit dieser diffusen Rhetorik gibt sie den Bürgern de facto die Schuld: Sie hätten in ihre Worte etwas hineinphantasiert, was von ihr nie so gemeint war.

    Damit gibt sie zu, dass die Worte von vornherein nichts als eine Leerformel waren. Jeder, der ihre Politik längst durchschaut hatte, hatte den Satz sofort als solche erkannt.

    Ne, ne, LF, sie war es, die vor ihrem Volk Etliches „geheimnist“ hat.

  101. Frage
    Vorgestern durfte ich als Bewohner einer Landeshauptstadt erleben, wie für 4.000 Radler die Stadt so verriegelt wurde, dass 200.000 der 600.000 Einwohner der normale Geschäftsgang an einem Sonntag unmöglich wurde. Unser Oberbürgermeister ist erklärter Rad-Fan. Er will ja die erste Etappe der Pharma-Referenten-Rallye (auch schon mal als „Tour de France“ bezeichnet) in des Dussels Dorf holen.
    Das bringt mich zu der Frage, warum ein Parteivorsitzender und Bundeswirtschaftsminister unbedingt sich selbst abschaffen will. Denn mit der Zustimmung zu CETA wird er de facto überflüssig. Da schalte ich mal zurück auf des Dussels Dorf:
    Offenbar haben beide erkannt, also der Geisel und der Gabriel, dass sie sowieso nichts zu melden haben. Sie dürfen noch ihre „events“ abfeiern und dann aber ab in die Verwaltungsratsposten von der Bertelsmann-Stiftung (die nimmt jeden). Denn dort werden die Richtlinien der Politik schon länger bestimmt. Elmar Brok könnte das bestätigen. Er wäre auch ein würdiger Nachfolger für A.M. auf dem Kanzler-Sitz. Und Maddin Schulz würde ich mir wünschen als Kanzlerkandidat der SPD. Der Spaßbad-Würselen-Initiator ist nun mal unschlagbar hinsichtlich seiner Wähler-Mobilisierung. Vor allem im Aachener Land.

    • Die Glanzlichter der SPD
      @Folkher Braun

      auch ich hatte am Sonntag das sehr zweifelhafte Vergnügen, auf einer Insel der ahnungslos Glückseligen zu hocken, Besuch aus Köln wurde permanent umgeleitet, aber nicht zu mir. Die Weiterfahrt endete nach anderthalb Stunden am Gerresheimer Krankenhaus, die Kölner haben dann entnervt kehrtgemacht.

      Den Radschaumschläger Geisel, wer hat den eigentlich gewählt? also ich nicht, ich habe noch nie an der Kommunalwahl teilgenommen, hat ja überhaupt so putzige Ideen, die Kö dichtmachen für Gastronomie, die Tour nach Düdo und was ihm noch so alles einfällt… soviel Blödsinn hat sein Vorgänger nicht veranstaltet und der war schon herb. Und natürlich schon wieder jede Menge Schulden, ohne noch Tafelsilber zu haben… wenn Kredite nix kosten wäre es ja blöd, wenn man das Geld nicht nähme. Wer bringt Sozen eigentlich das Rechnen bei?

      Der Buchhändler aus Würselen als Kanzlerkandidat wäre der Knaller, die SPD käme damit garantiert unter 10%.

  102. Wieder einmal treffend
    auf den punkt gebracht! Eine wahre Lesefreude, die mehr als nötig ist in diesen fast schon irrwitzigen Zeiten. A propos Irrwitz: kennen Sie schon den neuesten Lausbubenstreich unserer geliebten Amadeu-Antonio-Stiftung? Den Artikel in der Apotheken-Umschau, der Mütter und Väter dazu auffordert, „rechte“ Eltern zu isolieren und als klares Erkennungsmerkmal der rechten Gesinnung natürlich blonde Zöpfe und Lange Kleider seien? Dass man diesen Einhalt gebieten müsse, schliesslich unterwanderten diese subversiven Elemente systematisch unser freies Land? Es würde mich freuen, von Ihnen einen Artikel darüber zu lesen, die Parallelen mit der Judenverfolgung kann ich leidr nicht ganz aus meinen Gedanken verbannen. http://www.epochtimes.de/politik/deutschland/so-erkennen-sie-eine-nazi-familie-blond-nett-unauffaellig-antideutscher-rassismus-in-apothekenblatt-a1937215.html

    • Lausbubenstreich Ausrufezeichen?
      Danke für den Link.
      Das ist irrwitzig und ja, es erinnert an die Judenverfolgung. Gehorsame Kinder mit akkurat geflochtenen Zöpfen und Röcken… Es ist nicht zu fassen, welche Feindbilder hier aufgebaut werden.

    • @ Ausrufezeichen: What ever you do.....
      ….verflixt, jetzt habe ich meiner Enkelin in Verkennung der Lage und
      und VOR Kenntnisnahme des Warnhinweises in der Rentnerbravo auf ihren Wunsch hin ein Dirndl gekauft. Sie hat mir versprochen es im Oktober in Arezzo und Siena zu tragen und ich gehe davon aus, daß wir von den Italienern nicht als Nazis beschimpft werden. Das Dirndl sogar mit eventueller Trageoption noch in 2017, Gr. 140. Kein Ramsch aus China Bangla Desh, aus Zell am Harmersbach, Schwarzwald. Zum Glück ist sie nicht blond und ich werde die Schwiegertochter den Link senden. Wegen der Zöpfe.
      .
      Aber dieses Engagement der AA muß gewürdigt werden, mit Sonderlob aus Bellevue, bitte.
      .
      Ich bin mir gewiss, daß wir es bald geschafft haben werden, hier eine eindeutigige und zweifelsfreie, also einheitliche Kennzeichnung der Schadbürger zu implementieren. Whatever they want….

  103. Greueltat am Vorwahlabend
    Am Vorwahlabend in Berlin, Kaufhaus Alexa: Ein von Zeugen als Nichtdeutscher, evtl. als Dunkelhäutiger, beschriebener Mann greift einen Mann an und wirft ihn mit gekonnter Kampftechnik über eine Brüstung. Er landet 2 Stockwerke tiefer, tot. Für diesen Mord scheint es Nachrichtensperre zu geben. Warum, wo es doch dutzende Zeugen sahen und sogar Bilder in den (a)sozialen netzwerken posteten? Warum keine offiziellen Meldungen und Fahndungen mittels der Videobilder aus dem Kaufhaus? In welcher Medienlandschaft leben wir, wenn einfache Tatsachen nicht mehr gemeldet werden, wahrscheinlich aus Angst vor den politischen Folgen – vor noch ein paar mehr Prozentpunkten für die AfD? Lieber Don gib mir den Glauben in die FAZ zurück und zeig mir, dass sie es wenigstens als Randnotiz veröffentlichte…

    • Wie viele solcher nicht gemeldeten Toten wird es geben in diesem Deutschland?
      Und wie viele an Leib und Seele Verletzte? Heisig hat was gewusst. Damals schon.

    • @kalliostro: Greueltat
      Welche Zeugen, welche Bilder, welche Berichte?

      Ohne irgendwelche Nachweise muss man das leider für Greuelpropaganda halten. Es gibt genug berichtete Probleme in diesem Zusammenhang, dass man nicht noch herbeiphantasierte braucht.

  104. Blickwinkel
    Natürlich bleibt es dem Betrachter unbenommen, Berlin und seine Berliner so zu sehen, doch so einen gravierenden Unterschied zu den Bajuwaren kann ich aber nicht erkennen, höchstens einen in der Wortwahl bei der Benennung der Dinge, bei dem „Wir sind Wir“ zum Beispiel, statt gleich zu sagen „Bayern über alles“.Natürlich haben sie den unbestreitbaren Vorteil, allein durch ihre brauchtumsträchtige Selbstdarstellung, ihre Sprache und das angeborene Misstrauen jedem Fremden gegenüber, ob er denn auch gewillt ist, unter völliger Selbst-verleugnung zur Mehrung bayrischen Wohlstands beizutragen, dem Bayern zustrebendem Migranten nicht den Eindruck zu vermitteln, dem gelobten Land der Deutschen zugehörig zu sein und damit so eine Art Fluchtreflex auszulösen. Hinzu wird auch noch kommen, dass nach erster infantiler Freude über Eis und Schnee in derartigen Mengen und langer Liegezeit, die Abwendung manifestiert wird, der kleine Rest wird, um das eigene Selbstwertgefühl zu heben, geduldet. Wenn man dann, wie der Don (was einen spanischen Background vermuten lässt)die bajuwarische „Hochkultur“ immer und überall als das Primat propa-giert, erfährt dann sogar temporäres Wohlwollen.
    Mal noch einen Hinweis, da die Bajuwaren an einer manifestierten Gedächtnisschwäche leiden, die es ihnen ermöglicht über andere herablassend herzuziehen und sich als die Lichtgestalten der Markt-wirtschaft darzustellen. Bayern hat 40 Jahre vom Länderfinanzaus- gleich profitiert. Sie haben also garkeinen Grund über die über Bundesländer herzuziehen, erst seit 25 Jahren mit den Wohltaten der Marktwirtschaft konfrontiert werden. Kein Berliner würde sich erfrechen ihnen zu unterstellen, bis dahin nur liebevoll mit den Eutern der Kühe gespielt zu haben, wie sie uns, die Hände in den Taschen zu haben.
    Und was sagt uns das ? Die Bundesländer sind bestenfalls eine Wohn- gemeinschaft, der der Gedanke an eine Familie noch völlig fremd ist.

    • das arme berlin........
      werter freund „ich bin ein berliner“

      halten wir aber auch fest:

      1. bayern hat lange vom länderfinanzausgleich profitiert, BaWü z.b hat einbezahlt, bayern das geld bekommen und dann die guten professoren aus der super-uni-mannheim abgeworben.
      2. berlin war in der sog. ddr das gehätschelte objekt, da war immer geld und konsum da. west-berlin wurde hoch subventioniert. wir erinnern uns in ost-berlin an die schilder am ausgang adlerhorst richtung cottbus: EDV in schwarzer schrift auf gelben grund

      nur, bayern hat mit dem geld was produktives gemacht und es investiert in die zukunft, in berlin versickert aus meiner neutralen sicht doch das meiste irgendwo in der schlamperei oder den übertriebenen sozialetats. von zukunftsplanung sehe ich da nichts, aktuell spart BaWü und berlin schmeisst es raus.

      EDV steht für „ende der versorung“

    • Naja, lieber Berliner,
      es wird in solchen Zusammenhängen ja so gern darauf hingewiesen, dass Bayern selbst mal Nehmerland war. Aber Bayern hat es eben geschafft, das zu ändern, und Berlin gerade nicht.

      Laut Wikipedia hat Berlin über die gesamte Laufzeit des Ausgleichs inflationsbereinigt bis Ende 2013 über 53 Mrd. Euro bezogen und Bayern knapp 42 Mrd. Euro eingezahlt. Schauen Sie die Zahlen nach, da werden Sie auch sehen, dass die früher durch Bayern erhaltenen Zahlungen verglichen mit den heutigen Summen, die über dieses System in diesem, unserem Lande verschoben werden, eher homöopathisch dosiert waren. Und wenn wir jetzt noch die aktuellen Verschuldungsstände der Bundesländer addieren (Berlin 76 Mrd., Bayern 24 Mrd., Stand jeweils Ende 2015), dann schaut Berlin nicht gerade gut aus. Vom Satz „Arm, aber sexy“ mag man halten, was man will, es beschreibt halt leider keinen Kausalzusammenhang.

      Den bajuwarischen Hinweis auf die Unfähigkeit Berlins zu einer soliden Wirtschafts- und Finanzpolitik muss man sich dort also wohl schon irgendwo gefallen lassen (abseits aller weiteren berechtigten Fragen, welche Parteien dort dafür die Verantwortung trugen und ob in Bayern wirklich nur die CSU alles richtig gemacht hat oder nicht vielleicht (auch) die dort rot regierten urbanen Zentren).

      Die Zustandsbeschreibung des Don beschränkt sich aber keineswegs auf die ökonomische Seite, sondern zielt auch auf die in ihrer Integrationskraft durchaus bemerkenswerte Fähigkeit, den „Immigranten“ klare Anforderungen an die Hand zu geben: mach Dich nützlich oder mach Dich vom Acker, akzeptiere, wie es hier zugeht, und passe Dich an. Fakt ist: das funktioniert und führt zu einem umfassenden gesellschaftlichen Zusammenhalt, der auch neuankömmlinge einschließt, auch wenn Sie dies als „Selbstverleugnung“ schmähen wollen.

      Wer hingegen den Eindruck erweckt, dass man alles mit ihm machen kann, mit dem wird auch alles gemacht. Und deshalb ist Berlin auf bestem Weg zu einem „Failed State“ mit zahlreichen Parallelgesellschaften und rechtsfreien Zonen. Das kann man – wie die Antifas – toll finden und zur Freude noch ein paar Autos abfackeln. Aber man sollte nicht erwarten, dass der Rest der Republik diese Zustände bejubelt, gar für sich übernimmt oder dauerhaft finanzieren will.

      Also, lieber Berliner, lass dem Don seine Kritik und freue Dich, dass unser bunderepublikanisches System schon dafür Sorge tragen wird, dass bis zur Sezession der Südländer auch weiterhin die Bayern, die Baden-Württemberger und die Hessen die Party in Berlin finanzieren werden. Es wäre doch viel schlimmer, wenn die CSU auf die Idee käme, die Neuverschuldungsregelungen des Euro-Systems unmittelbar auf Bundeslandsebene anzuwenden, und den Berlexit betreibt …

      Sonnige Grüße aus dem (ebenfalls hoffnungslos verschuldeten) Rheinland
      SchallundRauch

    • LFA
      Na ja: Wat denn, wat denn? Ick mir Seefe koofen? Lieba wasch ick mir nich… hört sich auch nicht schön an.

      Es hat mich mal interessiert, das mit den Kröten, die Bayern schlucken muss. Mir wurde geantwortet, dass Bayern bereinigt in der ganzen Zeit etwa 4 Mrd.€ erhalten hat, zahlt aber heute um die 5 Mrd. jährlich.💶💰
      Es soll das einzige Bundesland sein, das die Umkehr grandios geschafft hat.

      Ist es eigentlich eine Mär, das BaWü auch mal was zurückhaben wollte und somit Stuttgart 21 befürwortete? Ich frag‘ ja nur.


    • Na ja, damals kostete ein VW auch nur ein paar DM im Vergleich zu heute. Inflationsbereinigt oder auch nicht.

      Unbestritten hat Bayern aber etwas richtig gemacht. Berlin war und ist dagegen ein Sonderfall. Als Vergleichsobjekt böte sich da eher NRW an.

  105. Das wird auf Dauer nix, mit der "Integration",
    da prallen Welten verschiedener Ansichten aufeinander:
    http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.patenschaft-fuer-fluechtlinge-meine-afrikanische-familie.ce180c10-bc92-4820-8c00-3d4eee6a4846.html

    Alles, was meine Phantasie bisher her gab, wird übertroffen. Das ist Wahnsinn – und scheint normal. Und das den Schwaben. In Stuttgart. Halbhöhenlage.
    Schaffe schaffe? Es geht auch ohne. Und das auf Dauer.
    Da sind welche im muslimischen Paradies angekommen – die Weintrauben hängen tief.

    • @ Gast 21. September 2016 10:14 Uhr: Das wird auf Dauer nix, mit der "Integration",
      Wer ein wenig Erfahrung im Umgang mit diversen Einwanderern hat, den wird dieser Artikel nicht wundern: es ist einfach eine realistische und teiweise sehr sympathische Zustandsbeschreibung. Außerdem sind längst nicht alle Einanderer so. Mit viel Zeit werden diese Menschen sich auch in Deutschland zurechtfinden, aber da muss man eher mit Jahren Jahrzehnten und Generationen rechnen, und mit vielen hilfsbereiten Einheimischen („bio“ oder nicht ist dabei unwichtig). Die geschilderten Verhältnisse zeigen jedoch, dass unsere Integrationskapazität viel geringer ist, als die Vertreter der Willkommenskultur erwarten, dass das Sich-Einleben ein mühsamer, langsamer, zeitaufwendiger und anfänglich für die Gesellschaft teurer Prozess ist, der sich über Generationen hinziehen kann. Dementsprechend kann unser Land pro Jahr nur eine sehr begrenzte Anzahl von solchen Zuwanderern eingliedern, und nicht eine unkontrollierte Sturzflut. Insofern ist die geforderte jährlichen „Obergrenze“ nicht nur berechtigt, sondern dringend notwendig – sonst „schaffen wir das nicht“.

      Auf die einzelnen kulturell bedingten Unterschiede des Verhaltens möchte ich nicht eingehen – was erwartet man denn, wenn man eine x-beliebige, durch jahrelange Migration entwurzelte Familie aus dem Sudan nach Deutschland holt? Damit muss man eben umgehen, das schafft man auch in wenigen Fällen – aber nicht massenhaft.

      Erstaunlich ist, das sich manche Leute darüber wundern.

    • Tja
      Mir geht bei solchen Erzählungen durch den Kopf, ob die Gutestmenschin sich in vergleichbarer Weise für eine unterprivilegierte deutsche Familie eingesetzt hat/hätte, oder ob sich der wahre Kick des Gutfühlens erst ab einer gewissen Fallhöhe kultureller Unterschiede und exotischen Reizes einstellt, in Form eines latenten, positiv verbrämten Rassismus‘?

    • Wer redet eigentlich immer davon, dass aus "denen" nichts wird, weil
      „wir“ „die“ ausbeuten? Wie lebten diese Menschen denn in ihren Ländern bisher?
      Wenn ich das lese, arbeitet die Frau indem sie den wohl den Haushalt führt – vielleicht mit ihrer älteren Tochter.
      Bei allen anderen Mitgliedern der Familie kann ich ein weitergehendes Bemühen oder gar Ziel, gar einen Anreiz, sich hier einzugliedern, aus der Reportage nicht erkennen.
      Die hängen für immer in der sozialen Hängematte.
      Denn man tau.

  106. Wahnsinn
    Mein Gott, was für ein Text :-))))

  107. @ Untersetzer sagte am 20. September 2016 um 23:01 Uhr
    „Lasst uns denn noch ein paar Kuchenrunden fahren!“ In der Tat- und dem Herrn Hütt würde ich,- nein gar nicht uuuuaaahhh gähn- die Lektüre von J. Raspails „Heerlager der Heiligen“ empfehlen (ist übrigens schon auf Wunsch empfindlicher französischer Seelen neu geeicht und entschärft adaptiert auf sensibilisierten pc-Sprech).
    .
    Merken Sie was. Wir sind jetzt hier in der Runde gedanklich schon einen Schritt weiter als jene Dame mit elektr. Flüstertüte, die in einem Nebenprodukt des Main-Baggerschiffes auf einem Flüchtigen (bemerken Sie die geschickte Umgehung des bäh-Suffixes?) dahergeritten kommt. Denn diese verbrämte immerhin das Ganze noch mit „Notwehr“. (DdH)

  108. @TDV 21.09-06:37 zu TTIP und CETA
    Werter TDV,

    sie sagen:“…An neuen Gesetzen sollen Ausschüsse mitwirken, ohne dass deren Befugnisse geklärt sind. Eine teilweise Entmachtung der demokratischen Instanzen von Bundestag und Bundesrat….“

    Was genau ist der Unterschied zur aktuellen Situation?
    Campact, NGO´s die an Gesetzen mitschreiben, Ethikkommisionen ohne Ahnung aber mit viel Gefühl. Was ausser der moralischen Haltung befähigt diese Akteure mitzuspielen. Von Eurorettung, Greichenland und „Flüchtlingskrise“ wollen wir mal schweigen.

    Die 80er wollen Ihre Politik zurück? Stehen sie noch immer am Bauzaun in Wackersdorf? David gegen Goliath und David hat immer Recht?

    Sorry, ich sehe in „Protest“ von Attac, Greenpeace und Campact gegen was auch immernur noch Trollarmeen im Internet und auf der Strasse. Postfaktisch, da muss ich der Kanzlerin recht geben!

    Sie sagen:“Künftig muss der Staat erst nachweisen, dass Gentechnik, Pestizide und Chemikalien gesundheitsgefährdende Wirkungen haben. “
    Ich arbeite in der Industrie und ich kann ihnen sagen so schlecht ist das nicht. Ich sehe Grenzwerte in Normen, an die ich mich zu halten habe,die schon jenseits der Messbarkeit liegen. Das schützt und nützt niemandem mehr.

    In der Medizintechnik sehe ich Prototypen,die wirkllich Leiden lindern und Menschen helfen, die aber nicht über das Entwicklungsstadium hinauskommen, weil man als Mittelständler nicht mehr die Ressourchen hat den geforderten Papierkaram nach den Standards von 2016 zu mache und der Markt für die grossen zu klein ist.

    Das Vorsorgeprinzip wird zu einem Verhinderungsprinzip umgemünzt.

    Wird ihr Kaffe dadurch dünner? Verlieren sie etwas durch überzogene Normen und Vorschriften um die Welt zu retten?

    Scheinbar nicht, es sei denn Sie können sich das Eigenheim nicht mehr leisten oder zubviel für Strom bezahlen oder müsse als Hersteller 50% der Entwicklungskosten investieren in Dinge, die dem Kunden, Mensch und Umwelt, keinen Nutzen bringt.

    • @ anonymous_content
      Wie recht Sie haben, aber das wollen die Allerwertesten, an die Sie sich hier wenden, alles gar nicht wissen. Denen ist alles recht, was dem verhassten System schadet, ihm Knüppel zwischen die Speichen wirft und es irgendwann lahmlegt. Der feuchte Traum jedes Alt 68ers, der 1989 den Crash seiner gedankenlos idealisierten Weltanschauung hinnehmen musste.

      Das Comeback aus den Ruinen ließ etwas auf sich warten, fand aber schließlich über einen Umweg zurück ins Herz der Gesellschaft, über die vermeintlich „weichen“ Themen einer radikalen Ökologie: vom bescheuerten Klimaschutz über die Energiewende bis hin zur „ethisch/ökologischen“ NGO-Einmischung auf allen Feldern der Wirtschaft und der Politik.

      Heute geht praktisch nichts mehr ohne Einflussnahme dieser staatlich, besonders durch die EU, mit erheblichen Mitteln geförderten Öko-Netzwerke, ihrer hoch subventionierten Industrien und ihrer militanten Flügel, die das Straßengeschäft, die Demos und Aktionen professionell organisiert haben, um den politischen Druck aufrecht zu erhalten, nicht selten mit an Racketeering erinnernden Methoden.

      Müssige Frage deshalb, welchen Nutzen das alles den Kunden, den Menschen und der Umwelt bringt. Darum geht es nur dem äußeren Schein nach. Von Bedeutung ist vielmehr, dass zahlreiche, anderswo nicht zu verwendende „Fachkräfte“ in all den Organisationen und behördlich geschaffenen Planstellen ein Auskommen gefunden haben, das für sie auf dem freien Arbeitsmarkt unerreichbar gelieben wäre.

      Bezahlt wird dieses Jobwunder vom Rest der Bevölkerung, mit Steuern, Gebühren, Zuschlägen – und Spenden.

    • Das Vorsorgeprinzip
      Ich möchte mich hier etwas einklinken, weil ich Ihren Post ganz erstaunlich einseitig finde. Ohne auf viele Details einzugehen, hier nur ein paar Punkte:
      „Sorry, ich sehe in „Protest“ von Attac, Greenpeace und Campact gegen was auch immernur noch Trollarmeen im Internet und auf der Strasse. Postfaktisch, da muss ich der Kanzlerin recht geben!“

      Erstens haben Organisationen wie Campact sehr wohl Experten, die sich durch das Dickicht der Bestimmungen bzw. Ausnahmen in Vertragswerken wie CETA und TTIP durchkämpfen, im Gegensatz zu vielen Bundestagsabgeordneten, die bereits beim ESM nicht wussten, was sie da durchgewinkt hatten.

      Aber die Arroganz Ihrer Ausdrucksweise ist schon beachtlich.
      Tja, mir ist schon längst aufgefallen, dass die Freunde der aktuellen Politik die bürgernahen kritischen Organisationen gerne diffamiert bzw. lächerlich gemacht sehen, damit es zu keinem Bürgerprotest mehr kommt. Es ist auch erstaunlich, dass Demonstrationen von Hunderttrausenden Menschen zu nichts mehr führen, außer, wie bei der SPD, zum unmittelbar danach wie aus Hohn den Bürgern gegenüber stattgefundenen Durchwinken von CETA z.B. durch ein paar Hundert Partei-Apparatschiks, die ganz bestimmt nicht mehr Ahnung haben als die Analysten der NGO’s, sondern höchstwahrscheinlich nur um ihre Pfründe bangen, sollte SG nicht mehr das Sagen haben. Sie gehen lieber mit ihm unter als auf die Stimme des Volkes zu hören, wie das die SPÖ z.B. tut.

      Tja, das verflixte Vorsorgeprinzip. Es ist aber so, dass der deutsche Verbraucher oder ggf. betroffene Bürger sich gegen etwaige schädliche Wirkungen nur auf diese Weise, nämlich a priori wehren können, in einem Land, in welchem es selten zu Sammelklagen kommt, in welchem Anwälte nicht pro bono arbeiten und wo die Gerichte gewöhnlich sehr milde Urteile fällen, wenn überhaupt. Die Amerikaner haben da wesentlich bessere Karten. Aus dem Grund allein müssen amerikanische Produzenten und Hersteller mehr Acht geben, während denen ohne das Vorsorgeprinzip sich hierzulande freie Bahn zur Fahrlässigkeit anböte, welcher die Bürger völlig schutzlos ausgeliefert wären.

    • Ach, ach, ach
      Es ist zum Haare raufen, da waren die Manager der Automobilindustrie ja fast noch besser, die CETA, TTIP, TISA etc. ja nur deshalb wollen, weil sie nur so die Rücklichter ihrer völlig überteuerten Stinker harmonisieren könnten. Ein echter Brüller.

      Daß die USA die schon öfter auf die Nase gefallenen deutschen Autobauer ein wenig locken, weil sie dafür im Gegenzug unsere Bauern platt machen dürfen, scheint auch noch nicht überall bekannt zu sein.

      Das gilt dann auch für die Privatisierung des Trinkwassers zu Gunsten amerikanischer Investoren, setzt sich fort mit der Berechtigung an öffentlichen Ausschreibungen teilzunehmen, was selbstverständlich nur für die Amis, nicht aber umgekehrt für die Deutschen gilt. Und der Mittelstand, der kann im Rahmen der Paralleljustiz sowieso sofort einpacken, da er sich Klagen gegen die Multis überhaupt nicht leisten kann.

      Seltsam, daß es immer noch Befürworter dieses Wahnsinns außerhalb der Politik und der Konzerne gibt. Bei Politikern ist das ja noch verständlich, die haben vor dem Kapital schon längst kapituliert. Aber daß die Bürger nun auch noch ihre absehbar endgültige Versklavung begrüßen, das verstehe wer will.

    • Man möge mir verzeihen....
      … aber mir ist da wirklich meine Zeit zu schade.

      Wer mir vorwirft, ich sei kein netter Mensch, weil ich Dummköpfe, also die grosse Mehrheit verachte… der hat Recht.

      Sie dürfen sich also gerne auf die Schulter klopfen.

      Mal prinzipiell gefragt… Wie lange ist es eigentlich her, dass hier zum letzten Mal eine sinnvolle Diskussion zwischen Rechten und Linken stattgefunden hat? Mir fehlen all die intelligenten Rechten, die früher mal hier um der Verständigung Willen argumentierten.
      Diese massive Trennung der politische Lager, die Radikalisierung, scheint mir die Übelste der Entwicklungen zu sein, die wir der Dame M verdanken. Ich gespannt wie alt man werden müsste um noch zu erleben, ob diese Kluft je wieder geschlossen werden kann.
      Ich befürchte da hilft nichts ausser einige Generationen zu warten.

    • Privatisierung von Wasser
      Cecilia Malmström hatte mal Auszüge aus den CETA Verträgen heruntergeladen, die ich mir angesehen hatte. Meiner Erinnerung nach ist Wasserversorgung ausgeschlossen, aber wie ich nachher erfuhr, weil die Kanadier das nicht wollten. Es gab nämlich dort auch viel Widerstand gegen das Abkommen, und mit Wasser hatten die Kanadier schlechte Erfahrungen gemacht.

      iÜ sind die zwei größten water utility companies der Welt europäisch: Thames Water, UK und Suez/Lyonnaise des eaux, F.

      LF versucht, die Privatisierung der Wasserversorgung voranzutreiben. Nachdem die CDU vor ein paar Jahren sich öffentlich gegen die Privatisierung äußerte, reiste Merkel hinterrücks nach Brüssel, um Herrn Barnier zu versichern, dass sie die Privatisierung befürwortet.
      „Die CDU betreibt ein bemerkenswertes Doppelspiel: In Deutschland wet-tert sie populistisch gegen die Privatisierung. In Brüssel hingegen verfolgen Kanzlerin Merkel und die Konservativen weiter eine Politik, die Großkonzernen das große Geschäft mit der kommunalen Wasserversorgung ermöglichen will.“
      http://berliner-wassertisch.info/wasserprivatisierung-marsch-wie-eu-und-bundesregierung-politik-fur-groskonzerne-betreiben/

      Die Hamburger haben in einer Volksabstimmung vor vielen Jahren ein Privatisierungsvorhaben für die Wasserversorgung abgelehnt. Ich glaube nicht, dass diese übergangen werden könnte.


    • Es war wohl in England, wenn ich mich recht erinnere, wo man besonders schlechte Erfahrungen mit Privatisierungen im Bereich der Daseinsvorsorge gemacht hat. Denn die dort privatisierte Trinkwasserversorgung wurde weder modernisiert, noch instandgehalten. Der nach Jahren aufgelaufene Reparaturstau endete schließlich damit, daß die Privaten sich aus dem Geschäft zurückzogen, den Gewinn einstrichen und sich vom Acker machten. Denn die von ihnen genannten Preisvorstellungen für Trinkwasser waren denn doch zu phantastisch.

      In Deutschland dürfen kommunale Betriebe grundsätzlich keinen Gewinn machen, Gewinne werden entweder durch Preissenkungen ausgeschüttet oder reinvestiert. So bleiben Preis und Leistung relativ im Rahmen und konstant. Ausnahmen seien eingeräumt, insbesondere die regional doch sehr unterschiedlichen Kosten sind nicht immer nachvollziehbar.

      Zum Thema: http://www1.wdr.de/verbraucher/ernaehrung/trinkwasser/struktur-der-wasserversorgung100.html

      Wenn also öffentliche Ausschreibungen möglich sind, sind die Amis mit im Boot. Und dann, dann sind Klagen per Paralleljustiz so gut wie sicher. Die Kosten solcher Klagen werden dann, unabhängig davon, wer das Wasser dann liefert, den Preis des Wassers in ungeahnte Höhen schnellen lassen.

      P. S. CETA hat den Bundestag passiert.

    • Werter Anonymuss Content
      Hab gerade gesehen, dass ich vergessen habe ihre Eingangs-Frage zu beantworten. Zur Erinnerung:

      “…An neuen Gesetzen sollen Ausschüsse mitwirken, ohne dass deren Befugnisse geklärt sind. Eine teilweise Entmachtung der demokratischen Instanzen von Bundestag und Bundesrat….“
      Was genau ist?
      Campact, NGO´s die an Gesetzen mitschreiben, Ethikkommisionen ohne Ahnung aber mit viel Gefühl. Was ausser der moralischen Haltung befähigt diese Akteure mitzuspielen. Von Eurorettung, Greichenland und „Flüchtlingskrise“ wollen wir mal schweigen.”

      “…der Unterschied zur aktuellen Situation…” ich verstehe was sie sagen wollen, aber…
      Ich kann die Möglichkeit nun mal nicht völlig ausschliessen, dass irgendwann mal doch ein redlicher Mensch den Beruf des Politikers ergreift und dann diesen derzeitigen Zustand umgeht indem er selber ein Gesetz zum Wohle des ganzen Volkes einbringt und sogar eine mehrheitliche Verabschiedung schafft…

      Diese beiden Verträge würden aber eine solche für die Multis unangenehme Möglichkeit ein für alle Male ausschliessen.

      In der Linken wissen das einige und so hoffe ich halt weiter, dass ausnahmsweise 2017 mal was Gutes passiert und sich die Linke dem r2g verweigert solange solche Figuren wie Gabriel in der SPD das Sagen haben, und die Masse der Schleimer in seiner Partei sogar den allerletzten Dreck unterschreiben, den man ihnen zur „Abstimmung“ vorlegt.

    • Auf den Sinneswandel in der SPD, Gast,
      würde ich keinen einzigen Pfifferling verwetten.

      Schröder, Gabriel, Nahles und wie sie alle heißen, sind längst keine Ausnahme mehr in der SPD. Die wahren Sozis sind längst zu Der Linken gewechselt oder politisch heimatlos, wählen zum Teil sicherlich sogar die AfD.

      Solange die SPD an der Agenda 2010 festhält, so wie Gabriel gerade auch wieder behauptet, damit Solidarität und soziales Gewissen zu vertreten, gibt es in meinen Augen keinen Grund mehr diese Partei noch jemals zu wählen. Es ist hoffnungslos.


    • @ Otto Meier
      In Frankreich wurden ähnlich schlechte Erfahrungen gemacht.

      Tja, wir dürfen uns bei SG/SPD dafür bedanken, dass das Abkommen durchgewinkt wurde.

      @ Gast 23. September 2016 um 01:53 Uhr
      Anzumerken sei, dass Campact eine bürgernahe, kritische Organisation ist, die eine massive Kampagne gegen die beiden Freihandelsabkommen organisiert hat. Das hat anonymous contact zwar beanstandet und behauptet, dass Campact „Gesetze mitschreibt“, was natürlich Qutasch ist, weil sie versuchen, solche Abkommen zu verhindern. Doch a_c befürwortet ja diese Abkommen bzw. viel mehr Freiheit und Abschaffung des Vorsorgeprinzips.

      Campact z.B. ist also nicht zu verwechseln mit Lobbyisten, die als NGO’s getarnt tatsächlich an Gesetzen mitarbeiten, aber „marktkonform“ sind. Campact ist ist eine Protestbewegung. Mit anderen entsprechenden Organisationen hatten sie gemeinsam geschafft, Millionen Unterschriften gegen CETA/TTIP zu sammeln, viele Hunderttausende Menschen haben demonstriert. Die Politik hat nicht reagiert. Für die Arroganz werden sie in den nächsten Wahlen noch mehr abgestraft, da bin ich mir sicher, und dann kommt das Gejammere über populistische antidemokratische Kräfte, die Stimmen gewinnen.

    • Ursache und Wirkung
      „Für die Arroganz werden sie in den nächsten Wahlen noch mehr abgestraft, da bin ich mir sicher, und dann kommt das Gejammere über populistische antidemokratische Kräfte, die Stimmen gewinnen.“

      So ist es, Tamarisque. Gabriel hat befohlen und die SPD folgt. Es lebe die parlamentarische Demokratie. Was kümmert die Politiker der Wille ihres Souveräns. Sie wissen es eben besser als das Stimmvieh, sie, die „Elite“. Am Ende wird diese demokratische Elite die parlamentarische Demokratie endgültig ad absurdum geführt und die Demokratie gründlich zerstört haben.


    • populistische antidemokratische Kräfte
      Das ist ja der Hohn, ausgerechnet Populismus (Volksnähe) undemokratisch (nicht volksgemäß) zu nennen.

    • Tut mir leid...
      … den „Gast“ Kommentar hatte ich geschrieben, leider hat die Software uns einen Streich gespielt.

  109. ein Versuch oder DU bist nicht einer von uns ...
    TDV sagt: 21. September 2016 um 05:14 Uhr
    Entschuldigen sie die Störung….
    … aberkönnten sie diesen Satz etwas elaborieren?
    „Nicht das dumme WAHL-Volk ist an allem Schuld.“
    Mit elaborieren meine ich, das eine oder andere Argument für diese eigenartige Behauptung angeben? Der wesentliche Unterschied zwischen Argument und Ausrede ist ihnen bekann?
    ….

    Strukturanalyse:

    Wer in einen Prozess nicht eingebunden ist, dessen Namen nicht als Entscheider definiert ist – also auch keine Wahl hat den Prozess MITZUBESTIMMEN ist OUT OF PROGRESS.
    Keine Mitsprache -> keine Führungsperson => Befehlsempfänger.

    Wer nach seiner Meinung gefragt wird wenn die Entscheidung bereits getroffen wurde ist systemunwichtig – dient nur als Alibifaktor (alle 4 Jahre sein Kreuz machen). Er wurde ja gefragt, konnte aber nichts Wertvolles beitragen.

    Strukturell befindest sich der Befehlsempfänger in einer Endlosschleife der Ohnmacht.

    Ihm, dem Befehlsempfänger vorzuwerfen, dass er keine Macht, keine wirkliche Mitbestimmung hat, neoliberale Systeme ohne sein Wissen alles im Griff haben, die ganze geballte Medien- und PR-Welt ihm mit Lügen vollstopfen ist nicht redlich.

    Ich denke es ist eher eine sehr subtile Art ihn auch noch ob seiner Ohnmacht zu verhöhnen.

    Wie sagte schon F. J. Strauss:
    Schaut euch mal dieses dumme Volk an – die müssen alle manipuliert werden.

  110. Titel eingeben
    Dieser Blog ist echt großartig!

    Die Kommentare sind auch spaßig. ne echte community, or? Da darf auch „Stimmung“ drin sein ….

  111. Komplex unterkomplex serviert
    Ich würde gerne und etwas unbedarft anmerken, dass die Pauschalisierung „Migrant*innen aus muslimisch geprägten Kulturkreisen“ irgendwie zu kurz greift, selbst wenn Multikulti-Apologeten und „diversity“/Pluralismus-Propagandist_innen, „Kultur-“ und „Werte“-Relativist_innen u.a. das so axiomatisch wie schlagwortmäßig in die Debatte einbringen. Oder die Akzeptanz „kulturell“ divergierender Lebensentwürfe als gleichwertig als eine unverzichtbare Voraussetzung für gelingende „Inegration“ ausgeben …..

    Die Zuweisung einer primären oder exklusiv religiösen Identität ist m.E. eine unangemessene Identitätszuweisung. Viele Migrant_innen definieren sich so wenig über Religion, wie das (religiös) indifferente Französ_innen oder „nicht praktizierende“ oder „ausgetretene“ Protest_tanten oder Humanisten oder „Agnostiker“ im deutschsprachigen zentraleuropäischen Kulturraum täten.

    Aber ich tappe wohl auch in die Fallgrube …. es ist doch das alte Dilemma, „Kultur“ und „Religion“ angemessen voneinander zu unterscheiden.

    Das Problem ist wohl, dass Machismus, patriarchalische Rollenbilder oder Geschlechterstereotype et al. als genuiner Bestand einer Religion wahrgenommen werden. (These: Was sie aber nicht zwangsläufig sind.) Und genau deshalb auf einen „Modernisierungsdruck“ verzichtet wird. (Der „Islam“ z.B. darf ja keinesfalls als „vormodern“ dargestellt werden …. ). Sofern es einer „kulturellen Praxis“ zuzuweisen wäre, dürfte natürlich kaum darauf verzichtet werden …..

    Es gibt eine „westliche“ „Normalität“, die nicht neu verhandelbar ist oder die durch den Zuzug von Migrant_innen neu ausgehandelt werden müßte, selbst wenn die „pluralistischen Gesellschaften“ tatsächlich bereits aus nicht harmonisierbaren „Werte-Systemen/-Kreisen …. “ bestehen. (Der scharfsinnige Luhmann läßt grüßen.)

    Exemplarisch ist z.B. die Entscheidung einer niederländischen Beamtin, den „Schwangerschaftsabbruch“ eines weiblichen Nasziturus zu legitimieren, weil die (in den NIederlanden dauerhaft lebende) Mutter andernfalls angesichts der in ihrer „Ethnie“ herrschenden „gruppenspezifischen Werte“ erheblicher Diskriminierung ausgesetzt gewesen wäre.

    Es ist wohl eine allgemeine Schwäche im intellektuellen Milieu, diese „Werte-Basis“ nicht überzeugend konzeptualisieren zu können oder die Wertkonflikte auf Gefährdungen minoritärer Gruppen durch „die Mehrheit“ zu verkürzen und die Erosion rechtstaatlicher Institutionen durch wachsende und „mächtige“ Minoritäten auszublenden …. (die Gefahren des fröhlichen Pluralismus sind in den Ghettos angeblich schon zu beobachten, aus denen sich staatliche „Hoheitsträger“ zurückgezogen haben sollen?)

    Von den unterkomplexen und luscheten Politiker_innen oder einem bornierten Wendehals mal ganz zu schweigen.


    • @ Gast
      21. September 2016 um 17:47 Uhr
      Komplex unterkomplex serviert

      „Viele Migrant_innen definieren sich so wenig über Religion, wie das (religiös) indifferente Französ_innen oder „nicht praktizierende“ oder „ausgetretene“ Protest_tanten oder Humanisten oder „Agnostiker“ im deutschsprachigen zentraleuropäischen Kulturraum täten.“

      Die muslimischen Migranten definieren sich viel enger durch ihre Religion als die meisten Christen.

      Wir lebten in zwei Episoden insgesamt fünf Jahre in dem mehrheitlich muslimischen, aber moderaten Land Indonesien. Kurz nach der Ankunft des ersten Aufenthaltes fing ich junge Frau sofort an, die Sprache zu lernen. Ich behaupte, dass das Lernen der Sprache ein wichtiger Schritt war, den Menschen näher zu kommen und möchte meinen, dass eine nähere Verbindung aufzunehmen für diejenigen kaum möglich bzw. wesentlich schwerer ist, welche die Sprache nicht sprechen. Abgesehen davon, dass die meisten Deutschen am Umgang mit den Indonesiern kaum Interesse zeigten, außer geschäftlich, und ihre Freizeit untereinander verbrachten.

      Wir bewegten uns in der internationalen Community, aber hatten auch viele indonesische Freunde, zu denen wir zum Teil heute noch Kontakt haben. Selbst, wenn gebildete Indonesier mit uns Englisch oder Deutsch sprechen, haben sie den Umstand, dass wir Indonesisch sprechen, uns mit der Kunst und Kultur des Landes beschäftigen bzw. die Art, wie wir mit den Menschen dort umgehen, z.B. mit unserem Personal, sehr genau beobachtet.

      Alle unsere muslimischen Freunde und andere Menschen, die wir dort kannten/kennen, leben mit ihrer Religion und sind damit viel intimer verbunden als die meisten Christen, unabhängig von ihrer gesellschaftlichen Stellung oder ihrem Bildungsgrad. Sie halten das Gebetsregime: jeden Tag fünfmal zu beten strikt ein, sie fasten im Ramadan, sie befolgen religiöse Sitten und Gebräuche. Nach außen hin und oberflächich beobachtet wirken sie so, wie Sie im oben zitierten Satz formulierten: Man würde ihnen kaum zutrauen bzw. ihnen ansehen, dass sie so religiös sind, wie das in Wirklichkeit der Fall ist. Sie reden nicht über ihre Religion, drängen sie niemandem auf, und man muss schon einige Jahre mit ihnen befreundet sein, bis man den Stellenwert der Religion in ihrem Leben wahrnehmen kann.

      Die meisten Migranten, Flüchtlinge oder wie man sie auch nennen mag, sind jedoch keine moderaten Indonesier, sondern sind mit ihrer Religion, die sich meistens an einer wesentlich strengeren Auslegung des Islams anlehnt, noch enger verbunden. Viele Nordafrikaner haben als Kind eine Koran-Schule besucht, in welcher Dschihadismus gelehrt wird, und sind entsprechend indoktriniert. Daher der fehlende Respekt bzw. zuweilen sogar der Hass gegenüber dem Westen.
      https://de.wikipedia.org/wiki/Dschihadismus

    • Tamarisqu en réponse
      Besten Dank für Ihre feinen Ausführungen!

      Die Herkunft aus einem „islamisch geprägten Land“ bedeutet nicht notwendig, dass Staatsangehörige/r sich mit der dortigen Praxis oder herrschenden „Kultur“ identifizieren. Viele der „PerserInnen“ (und das sind keine „ZoroasterInnen“) sind froh, dass sie sich einem totalitären Staat entziehen können, der doch nur als die konsequente Realisierung all dessen erscheinen muß, was muslimische Missionar-/GlaubenspropagandistInnen in den zentraleuropäischen Demokratien so alles für den öffentlichen Raum fordern und für wünschenswert halten. Daher richtet sich mein Ausdruck des Befremdens an diese religiös verengte Perspektive, die von Multikulturalisten o.Ä. in besagten Demokratien (in schönstem „othering“) auf die „ankommenden“ MigrantInnen“ pauschal projiziert wird …. Denn da ist eine erhebliche Verkürzung und Beengung in der Fremdzuschreibung von Identität zu befürchten. Es gibt ja auch Atheisten, Ex-Muslime, DonAlphonsos, … unter „den MigrantInnen“.
      (Wäre mal interessant zu wissen, wie besagte „Multikulturalisten o.Ä.“ die „Herkunftsgesellschaften“ dieser Neo-MigrantInnen so klassifizieren …. vermutlich wird hier sogar soziologisches Basiswissen schlichtweg ausgeblendet. – Und auch das ist natürlich eine Zuschreibung an Individuen aus „muslimisch geprägten Kulturkreisen“, die Erfahrung bestätigt aber leider, dass diese Individuen häufig doch einiges an Ressentiments mitschleppen, antisemitische Plattitüden verbreiten, obwohl sie doch wohl k1e Juden kennen, und so …. Der Witz ist ja wohl, dass genau das von „Multikulturalisten o.Ä.“ in einer selektiven Kognition aber schleunigst ausgeblendet wird …. )
      Der Paradigmenwechsel vom „Türken“, „Araber“ … zum „Muslim“ ist m.E. also weder hilfreich noch „situationsadäquat“. Abgesehen davon, dass der Streit um die „orthodoxe“ Religionsauslegung, die Protektion moralisch-rigider bis fundamentalistischer Strömungen, ein Protegieren fragwürdiger Verbände oder Sekten wohl gerade in der BRD unvermeidlich zu sein scheint.
      Zudem wird die Freude in Europa über fatwas der ulema/fuqahā’/… sicherlich noch größer werden. Salman Rushdie und „Charlie Hebdo“ sind da nur die schlimmsten zahlreicher erschütternder Bsp. Al-Qaradawi und Robert Redeker ein anderes…..

      Aber m.E. sollte ein religiöser Lebensentwurf auch gar nicht per se akzeptiert werden. Es ist vielleicht eher erstaunlich, dass „postmoderne Gesellschaften“ mittlerweile darauf verzichten, einen Rechtfertigungsdruck auf religiöse Narrative mit ihren z.T. abstrusen, divergierenden Offenbarungszeugnissen auszuüben und keine Religionskritik mehr betreiben. Und nur die ollen katholen beseufzen, die sowieso nicht zurückschlagen.

      Abgesehen davon: Es mag sein, dass viele Muslime/a tatsächlich über ein homogenes religiöses Weltbild verfügen und verinnerlichte Glaubenspraktiken pflegen. Das liegt sicherlich auch an der schlichten Gaubensvermittlung mit ihrer Idealisierung eines „Propheten“ (der mit seinen psychotischen Engelserscheinungen und seiner dynastienbegründenden, intriganten Sippschaft und massiven Expansion/Kolonialisierung eher wie eine Mischung aus Joseph Smith Jr, Jakob Fugger dem Ä. und Attila dem Hunnen wirkt), einem schrecklich naturalistischen Verständnis von der (Selbstevidenz der) Existenz und „Natur“ Gottes (das häufig ähnlich simpel wie bei KreationistInnen ist …. ), der nicht hinterfragbaren Autorität des „Offenbarungszeugnisses“, dem fehlenden historisch-kritischen ….. usw.
      Man muß „Jenes höhere Wesen, das wir verehren“ ja schon für ziemlich blöd halten, wenn man meint, Es meine, geschlechtsreife Weibchen müßten lebenslänglich einen Beitrag zur Sittlichkeit leisten, der dem begattungseifrigen Männchen so nicht abverlangt werden kann …. Ich weiß vom mosaisch-orthodoxen Perückenzwang … (-; Irgendwie sind die (formal recht ähnlichen) mosaisch-rabbinischen „Theologien“ trotz sehr vieler „ultraorthodoxer“ Unsitten und Abartigkeiten da aber doch irgendwie entspannter … vielleicht, weil das liberale „RabbinenWesen“ recht viel Humor, Selbstironie, ein menschenfreundlicheres Gottesbild einbringt ….. Wie auch immer. Ich schweife ab. Ich mag meine drusischen, shiitischen, sufitischen, sunnitischen …. FreundInnen trotzdem sehr. Und das ist k1e Ironie.
      Bonne soirée.


    • „Die Herkunft aus einem „islamisch geprägten Land“ bedeutet nicht notwendig, dass Staatsangehörige/r sich mit der dortigen Praxis oder herrschenden „Kultur“ identifizieren.“

      Das ist wohl wahr, hilft aber auch nicht wirklich weiter, oder?

      Vorausgesetzt, die Existenz von zahlenmäßig durchaus wahrnehmbaren Parallelgesellschaften, die sich wie ein Staat im Staat darstellen und auch so verstehen, wird nicht bestritten, was dann?

      Zurück zu sinnlosen Aneinanderreihungen von Einzelfällen aller Art, je nach politischem, ideologischem oder sonstigem Standpunkt?

      Wenn die Feststellung, daß es die größten Probleme mit Menschen aus islamisch geprägten Kulturkreisen gibt, schon ein Problem ist, was dann? Schweigen?

      Das jahrzehntelange Schweigen hat doch erst zu dieser Eskalation geführt. Das zumindest sollte wohl unstreitig sein.

    • Titel eingeben
      Ich versuche, um es simpel auszudrücken, einen Panoramablick zu erarbeiten. Außerdem ist meine Kritik an den einschlägigen multikulturalistischen oder integrationspolitischen Versuchen und Paradigmen deutlich zu vernehmen. Daher auch mein ganzes Geschwurbel über Identität, Fremdzuschreibung et al. ….

      Es gab in der BRD wohl schlichtweg keine Gesprächs- und Kritikkultur, die quartiersspezifische „Probleme“ ohne Angst vor einer Stigmatisierung als „fremdenfeindlich“ äußern konnte?

      Wenn ich etwas nachdenke, haben Sie mit dem „Beschweigen“ nicht so unrecht …. Die rot-grüne Landesregierung in NRW befindet sich nämlich im Dauerdilemma, ihre gepriesene Multikulti-Utopie tagtäglich an der scheiternden Realität vorbei schönlügen zu müssen ….Insbesondere das Bildungsministerium ist mit zahlreichen Fällen vertraut, in denen ErzieherInnen/Lehrerinnen massive Probleme haben, weil z.T. bereits männliche Vierjährige machistische Rollenbilder verinnerlicht haben …. und natürlich sowieso maßlos überfordert sind, weil sie nicht einen Bildungs- sondern auch einen Erziehungsauftrag wahrnehmen müssen.

      Ich schwurbelte aber so herum, weil ich nicht ganz davon überzeugt bin, dass >>Machismus, patriarchalische Rollenbilder oder Geschlechterstereotype et al.<>genuiner Bestand einer Religion<< zu verstehen sind. Nur ändert sich natürlich nix, wenn auf den „Modernisierungsdruck“ verzichtet wird.


    • @Gast
      22. September 2016 um 16:34 Uhr
      Tamarisqu en réponse
      Besten Dank für Ihre feinen Ausführungen

      Vielen Dank auch für Ihre vielschichtige, interessante Antwort.
      Natürlich sind nicht alle Staatsangehörige muslimischer Länder Konformisten. Im Iran gibt es eine Zivilgesellschaft, die „underground“ Ungehorsam übt, z.B. im Bereich der Kunst.
      Und immer mehr Frauen sind nicht bereit, sich dem religiösen Diktat der Mullahs unterzuordnen:
      http://www.bbc.com/news/world-middle-east-37430493

      Indonesien ist zwar mehrheitlich muslimisch, aber es gibt eine im Grundgesetz verankerte freie Wahl der Religion. Doch auch dort wird eine radikalere Form des Islams gelehrt und praktiziert. Die Provinz Aceh genießt z.B. eine politische Autonomie, weil die Bewohner, die schon immer streng gläubig waren, sich dem Grundgesetz nicht verpflichtet fühlen, sondern eine milde Form der Scharia eingeführt haben.

      „… mit ihrer Idealisierung eines „Propheten“ (der mit seinen psychotischen Engelserscheinungen“
      An der Stelle habe ich gleicht auch an Joseph Smith gedacht, nicht nur wegen der Engelerscheinungen, sondern der Polygamie. Das Mormonentum gilt auch als die dem Islam am meisten ähnelnde Ausrichtung des christlichen Glaubens.

      Das Problem Antisemitismus ist kompliziert und schwer darstellbar, auch, weil das hema Judentum und Israel für die Deutschen einen besonderen Stellenwert besitzt. Vielleicht macht Don Alphonso daraus ein Blog-Thema. Mutig wäre das, aber ich würde ihm zutrauen, dass er die Herausforderung aufnehmen könnte. Wenn ich mich richtig erinnere, so hatte er das Thema schon einmal sogar avisiert.

    • Das Geschwurbel ist allgegenwärtig.
      Und ich fürchte, niemand kann sich vollkommen davon freisprechen. Es mangelt an klaren Richtlinien und deren Umsetzung. Es mangelt auch an „dem“ Islam. Und so ist die Frage nach kulturellen oder religiösen Hintergründen relativ belanglos, führt zu keinem Ergebnis. Es bleibt ganz allgemein bei der Feststellung, daß da etwas im Miteinander klemmt. Das ist nicht einmal böse gemeint, obwohl es böse enden kann.

      Persönlich bin ich da ziemlich relaxt, lege nicht mehr jedes Wort auf die Goldwaage und rege mich auch nicht mehr über jede Pauschalisierung auf. Ich stelle für mich nur noch fest, daß es, unabhängig aller Schuldzuweisungen, so nicht weitergehen kann. Auch wenn ich nicht glücklich damit bin, da ich immer den Menschen hinter seiner Fassade sehe und Grenzen aller Art eigentlich ablehne, so denke ich doch, daß den Muslimen in Deutschland ihre Grenzen aufgezeigt werden müssen, daß Kuschelpädagogik hier nicht zum Erfolg führen kann.

      Der Satz, „Der Islam gehört zu Deutschland“, hat genau das Gegenteil von dem bewirkt, was er bewirken sollte. Ein weiteres Beispiel für die Realitätsferne unserer „Eliten“.

  112. Hmmm...
    Im Gegensatz zu Ihnen hatte ich das noch nicht gehört, was wohl an der Auswahl der Medien liegt, aus denen wir zwei unsere Infomationen ziehen.
    Dass Lafo und Sarah beide das Leben lieben und auch das gute Essen, das ist bekannt, ich halte das für eine anziehende Qualität. Ich möchte von Politikern regiert werden die das leben lieben. Nicht von verklemmten Arschlöchern, die ihren Untertanen einreden, sie sollen gefälligst vor „den Russen“ Angst haben, weil die Amis das sagen!

    Ich pflege Politiker danach zu beurteilen, welche Politik sie machen, wenn sie an der Macht sind. Lafontaine steht da recht einsam oben, er hat sich der Verarscherei der Bürger durch die Politik stets verweigert. Bei Wagenknecht kann ich das noch nicht beurteilen, es würde mich aber sehr überraschen, wenn sie nicht sehr viele Stufen weiter unten auf dem Korruptionsindex zu finden sein wird, als das Gesindel das uns derzeit regiert…

    Nun hab ich es also mal recherchiert und siehe, ganz wie ich mir das von sowas wie ihnen kommend vorgestellt habe….

    Der „Vorfall“ fand im Jahre 2007 statt. Ist also brandaktuell. Ihn der Publikation für würdig fanden ihn 3 (drei!) Jahre später die pro SPD und anti Linke Medien Spiegel und Prantlhausener.

    Dass W „Fotos ihres Hummergenusses per Zwang löschen ließ“ haben nicht mal diese beiden Medien behauptet, aber in dem was sie für ihren Geist halten, passt ihre Version natürlich wesentlich besser, gell?
    Wenn rechte Spiesser denken, dann kommt halt sowas zum Vorschein.

    Die Geschichte ging dann übrigens weiter, und zwar so:

    „Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht hat sich in der Tageszeitung „Die Welt“ (Donnerstagsausgabe) auf überraschende Weise zu kapitalistischen Statussymbolen geäußert. Sie finde weder Porsche noch Hummeressen anstößig, sagte sie. Inakzeptabel sei nur, „wenn ein Linker Hummer isst oder Porsche fährt und das Geld dafür dadurch erwirbt, dass er seine Überzeugungen verkauft“, sagte Wagenknecht. „Etwa, weil er sich von der Finanzlobby aushalten lässt wie Riester oder von Energiekonzernen wie Schröder und Fischer“, kritisierte sie mit Blick auf den früheren Bundeskanzler und seine Minister.“

    Mit anderen Worten, sie sind ein Lügner, ein Tatsachen Verdreher, ein dummer, übler Denunzinat, ergo, wie ich ihnen schon mal gesagt habe: unterste Schublade

    • Wenn wir schon mal dabei sind, TDV,
      Die Erklärung von Frau Wagenknecht ist ja nicht gerade umwerfend, aber irgendwie schlüssig. Man könnte es durchgehen lassen. So ein Abgeordnetengehalt incl. Diäten wird, bei nicht ausschweifender Lebensführung und mit einem Freund wie Lafo, doch wohl für eine der billigeren Varianten aus Zuffehausa und einmal wöchentlich für einen dieser Tiefkühl-Hummer von Kaufland (ca. 12-14 €) ausreichen.
      .
      Viel interessanter wäre mir früher eine diesbezügliche Erklärung der Leute aus Wandlitz an ihr Volk gewesen. Dort soll der Müll unter höherem Geheimschutz gewesen sein als bei uns die geplante Absetzbewegung der Bundesregierung im Falle einer sowjetischen Invasion. Vielleicht könnten uns die Nachfolger der SED doch bei dieser Gelegenheit das mal erklären, vor allem wer für Westautos, Champagner und französischen Cognac aufgekommen ist.

    • Entre temps déjà derrière la lune
      Sie sollten sich die Mühe machen mitzudenken, wenn sie beabsichtigen zu antworten. Sonst bleiben sie besser beim geistigen Zetern vor dem Monitor, wo den Unsinn keiner merkt.

      Nicht ein Wort in meiner persönlicher Replik an einen mir unappetitlichen Menschen befasste sich mit einer Wertung von all dem, das sie mir da unterstellen.
      Es ging einzig und allein um die unverschämte Verlogenheit und den üblichen Manipulationsversuch der Leser auf dem üblichen Stammtischniveau jenes Foristen.

      Don: Ich hätte es Ihnen keinswegs übel genommen, wenn sie das zenisert hätten. Ich wollte lediglich aus Gründen geistiger Hygiene den aufkommenden Ärger daran hindern ein Magengeschwür zu zeugen.
      Ich mach sowas seit Längerem und werde dafür mit guter Gesundheit belohnt.

  113. Das ist einfach zu beantworten
    @ Otto Meier, 21. September 2016 um 19:26 Uhr

    „Da frage ich mich doch, warum man sich die Mühe mit der Mitte überhaupt gemacht hat, wenn man dann wieder zurück will.“

    Da das Spektrum politischer Ansichten in etwa normalverteilt ist (Glockenkurve), kann eine Partei in der Mitte die meisten Stimmen gewinnen.


    • Bleibt die Frage, warum man in der Mitte dann so viele Stimmen verloren hat. Oder gibt es mehrere Mitten? Hat sich die Mitte verschoben?

      Die imaginäre Mitte der politischen Eliten scheint jedenfalls nicht mehr mit der Mitte der Bevölkerung und deren politischen Ansichten übereinzustimmen. Welche Mitte soll denn nun in demokratischer Tradition den Ton angeben? Ist die Demokratie vielleicht gar schon am Ende? Gab es sie überhaupt jemals?

      Also ich erinnere mich noch an Zeiten, als CDU/CSU und SPD sich nicht in einer gemeinsamen Mitte aufhielten, dennoch ungefähr gleich viel Stimmen erhielten und die kleine FDP sich den Koalitionspartner aussuchen konnte, Mehrheitsbeschafferin war. Irgendwie muß die Mitte da ziemlich leer gewesen sein, denn die heute größte Partei, die Nichtwähler, die gab es zu jener Zeit ja nicht in diesem Umfang.

      Da kommt mir doch gerade der Gedanke, es könnte sich bei den Nichtwählern ja um die eigentliche Mitte handeln. Nur, wo sind denn dann die Parteien abgeblieben?

      Echt schwierig, das mit der Mitte. Oder?

  114. @ TDV, vom 23. September 2016 um 02:03 Uhr
    Der Misanthrop aus Nippon, wie er leibt und lebt! Anstelle Don aufzufordern anderer Leute Beiträge zu zensieren, sollten Sie einmal über Ihre ständigen unsäglichen Ergüsse nachdenken. Dank Internet ist es mir sogar erlaubt, angemessen zu antworten: アホか Aho ka !

    • Immer der gleiche Unsinn
      Ein weiser Mann hat mal gesagt, man könne nicht zugleich die Wahrheit und die Menschen lieben.

      Ich käme nie auf die Idee Zensur zu fordern, egal zu welchem Thema, sogar zum Holocaust. Freie Meinungsäusserung ist das Grundsätzlichste überhaupt.

      Wenn sie mehrere meiner „ständigen unsäglichen Ergüsse“ kennen würden, so wüssten sie, dass ich Japan DE nur aus einem einzigen Grund vorziehe: die Menschen sind hier sehr viel weniger deutsch. Das macht das tägliche Leben sehr viel freundlicher und vor allem nahezu stressfrei.

  115. Diktatur, Monarchie oder Anarchie?
    @ TDV 22. September 2016 um 02:38 Uhr
    „Leute die sich an Wahlen beteiligen sind generell dumm, das gilt immer und überall.“
    Da ich schon viele interessante Beiträge von Ihnen gelesen habe, interessiert mich, welche Gesellschaftsform Sie bevorzugen würden?

    • Gast
      Dies ist ein Diskussions Forum und so ging es um den Anstoss einer Diskussion.
      Mein Satz: „Leute die sich an Wahlen beteiligen sind generell dumm, das gilt immer und überall“, ist faktisch richtig. Wer also nach Lösungen für Probleme wie zB Flüchtlinge, CETA/TTIP/ Überwachung, Banken Finanzierung und diversen anderen sucht, der muss sich erst mal drüber klar werden, dass die Entscheidungen bei solchen Themen eine MACHT-Frage sind bei der demokratische Wahlentscheidungen nicht die geringste Rolle spielen.
      Der zweite Satz wäre, wenn man den ersten Mal an sich heranlässt weil man an Realität interessiert ist, wäre die uralte Einsicht, dass die Demokratie die schlechteste alle Regierungsfromen ist, wenn man von allen anderen mal absieht.

      Mir stellt sich daran anschliessend, und zwar seit Jahrzehnten die eigentlich logische und recht banale Frage: warum denkt keiner darüber nach, ob man nicht was Besseres finden könnte?
      Weil ich weiss, dass Leute an dem Punkt gerne schlau daherreden: Es geht nicht darum ob jemand eine bessere Alternative anzubieten hat, sondern meine Frage ist: Warum niemand darüber wenigstens mal nachdenkt? Sehen sie irgendwo einen Versuch?
      Wie absurd mein Ansinnen ist von Anderen, Berufeneren etwas mehr Nachdenken zu fordern, das habe ich zum ersten Mal im Politologie Studium in München bei Prof Sontheimer, dem Über-Mutter aller rechtschaffenden Spiesser erfahren, als ich ihm diese ihm sichtlich peinliche Frage stellte, denn er wusste nicht wie er darauf reagieren sollte.

      Verstehen sie jetzt was mein Kommentar sollte?
      Alle auf die es ankäme sind entweder daran interessiert, dass der Status Quo und damit ihre Privilegien bestehen bleiben, oder sie sind zu dumm um dieses abgekartete Spiel zu durchschauen, deswegen bleiben Ende nur die Merkels und die Gabriels übrig….

      Mangels etwas Besserem empfiehlt es sich meiner Meinung nach, sich so weit als möglich rauszuhalten und sobald „the shit hits the fan“ seine Koffer zu packen. Da Besitz dabei hinderlich und de-motiviernd ist empfielt es sich den Besitz von „Dingen“ klein zu halten.
      Zumindest für mich funktioniert dieses System ganz hervorragend, dieser Planet bietet unzählige wunderschöne Möglichkeiten.

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