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Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Passo Continuo: Über das Abhacken von Kreuzen und Köpfen

| 228 Lesermeinungen

Die Benutzung von Fahrrädern in der Öffentlichkeit durch Frauen ist wegen Schamlosigkeit haram.
Beschluss des religiösen Führers der islamischen Republik Iran.

Die letzte Etappe des Tages mit der Königsetappe führt in Patsch hoch zum Zimmer Nummer 16 des Grünwalder Hofes, in die Badewanne, wieder steil die Treppe hinunter auf die Sonnenterrasse, und zu erlösenden Worten wie “Johannesbeerschorle“, “Kürbiscremesuppe“ und “Schlutzkrapfen“. Danach folgt ein letzter Aufstieg die Treppe hoch, das Umfallen auf das Bett und der tiefe, feste Schlaf eines Bergbauern nach einem Tag bei der Heuernte mit Sense und Rechen. Das habe ich als Kind übrigens in Südtirol gelernt, vielleicht könnte ich es auch noch, und als ich drei Tage davor bei Brandenberg an einem Mann vorbei kam, der es auch noch konnte – da verspürte ich den Wunsch, anzuhalten und zu fragen, ob ich den Rechen auch einmal werfen dürfte.

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Wenn man das mal einen Tag lang gemacht hat, versteht man vieles, was einem vorher fremd war. Man versteht die Hüte und warum sie in den Dolomiten hinten Quasten haben, um den Nacken vor Sonnenbrand zu schützen. Man versteht die weiten Hosen, die einen beim Ausschreiten nicht behindern, und man versteht die Hemden, die sich für die raumgreifende Bewegung weit öffnen lassen, aber eben nicht ganz, damit am Ende der Knopfleiste kein Knopf ist, der bei der Arbeit ausreissen könnte. Da oben steht kein rückständiger Mensch mit Sepplhut, da oben steht einer, der sich der Natur und der Arbeit anpasst, auf der Alm den kleinstmöglichen ökologischen Fussabdruck hinterlässt, und nicht alle zwei Wochen im Internet Klamotten aus China frustshopt.

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Wer einmal so einen Tag gearbeitet oder einen hohen Berg mit letzter Kraft im Abendlicht erklommen hat, braucht kein Internet und keine Disco und keinen Fitnessclub mehr. Der braucht ein ordentliches Essen, viel Käse und Butter auf die Schutzkrapfen, und danach ein Bett. Ich bin nur geradelt, jeden Tag im Schnitt 1500 Höhenmeter rauf und runter, aber auch ich schlafe lang und gut. Am nächsten Morgen weckt mich der Wind auf. In Italien ist das Wetter umgeschlagen, hinten im Wipptal zeigen sich über dem Brenner die Vorboten von Regen und Sturm, und es ist an der Zeit, dass ich nach Hause komme, bevor es mich auf der letzten Etappe meiner Reise irgendwo auch noch erwischt.

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Denn das Wetter in den Bergen ist unberechenbar und gefährlich. Das vergisst man schnell, wenn vier Tage lang die Sonne scheint. Aber wer einmal in ein Unwetter mitten im Bergwald in ein Unwetter hinein gekommen ist, der weiss, dass Blitze wirklich hell sein können und wie der Donner klingt. Wie ein aufgeschreckter Hase rennt und rast der Mensch dann dorthin, wo er Schutz findet, und wenn er keinen findet und letztlich durchnässt, aber lebendig und gebeutelt alles überlebt hat, wird er vielleicht klüger und achtet mehr auf die Zeichen der Natur. Unvorsichtig wie ich bin, habe ich schon einige Stürme in den Bergen erlebt, und es ist wie mit den Quasten am Dolomitenhut: Danach versteht man besser, warum Bergbauern so viel Angst vor Blitz und Hagel haben. Blitzeinschläge in weniger als 100 Meter Entfernung lassen auch hartgesottene Atheisten wie mich schneller “Mein lieber Gott“ sagen, als es uns gefallen möchte.

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Bergbewohner gehen da gleich einen Schritt weiter und stellen das auf, was viele Besucher aus dem Norden immer wieder irritiert: Hier ist alles voller Flurkreuze, oder wie man in Bayern sagt, Marterl. Manchmal erinnern sie an Menschen, die an dieser Stelle vom Blitz erschlagen wurden, öfters jedoch ist es der Dank dafür, dass der Blitz 50 Meter weiter weg in den Boden fuhr, ein anderes Haus erwischte, oder die Ernte schon eingebracht war, bevor der Hagelschlag über das Land kam – wir sprechen über Epochen, da man nicht einfach ins Geschäft gehen konnte, sondern bei Missernten verhungerte. Im Flachland wurden viele Kreuze während der letzten Jahrzehnte von der Flurbereinigung entfernt oder aus Desinteresse dem Verfall überlassen. In den Bergen sind sie dagegen so üblich und weit verbreitet, dass sie mir gar nicht mehr auffallen. Ausser, wenn es solche prächtigen Exemplare wie das Hubertuskreuz im Eingangsbereich des Grünwalder Hofes geht.

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In der Franzosenzeit, während der napoleonischen Kriege kam noch mehr Unheil als das Wetter über das Land, und die Menschen hier reagierten auf Kontribution und unerwünschte Aufklärung, indem sie nicht nur ihre Häuser und Fluren, sondern das ganze Land unter den Schutz den Kreuzes stellten.

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Von daher rührt der Brauch der in der ganzen Region verbreiteten Gipfelkreuze, die jemand bei mir daheim, ein Tal weiter bei Lenggries, mit der Axt beschädigt. Oder durch einen beleuchteten Halbmond ergänzt, wie vor Kurzem der in Shanghai lebende Künstler Christian Meier in seiner Schweizer Heimat. Die einen denken, es ist gut, wenn diese schöne und immer noch gefährliche Gegend den Schutz eines höheren Wesens geniesst. Die anderen wollen das nicht, und sie würden wohl auch gern etwas provozieren, und das als Kunst auf den Markt bringen.

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Es ist schön, durch dieses kulturell erfüllte Land zu fahren und zu wissen, dass da wohl nicht mehr als eine Anzeige wegen Sachbeschädigung heraus kommt, oder die Aufforderung, den beleuchteten Halbmond aus Gründen der Sicherheit und des Naturschutzes wieder zu entfernen. Solche Aktionen gibt es immer wieder, sei es die Genderumschreibung des Jägers von Fall oder die Idee von Greenpeace, ihre Botschaft für die anwesenden Journalisten mit einem Laserbündel auf die intakte Bergwelt über Schloss Elmau zu schreiben, wo die ‚Wildtiere das eher nicht gewohnt sind. Städter meinen oft, dass hier alles herhalten darf, um die eigene Ansicht zu verbreiten und die andere zu schmähen: Glücklicherweise leben wir in Mitteleuropa in einer Epoche, in der man damit schlimmstenfalls vor ein säkulares Gericht kommt. Es wird schon Gründe geben, warum die Herren Künstler und Aktivisten das bei uns machen, und nicht mit einem Davidstern, einer Lasershalombotschaft oder einem Axtübergriff bei der grossen Moschee von Mekka, wo man andere Vorstellungen von Kunstperformances hat.

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Und natürlich darf man sich in den Städten auch darüber freuen, wenn es den Hinterwäldlern – natürlich jenen bei uns, die Künstlern nicht mehr vor dem Freitagsgebet öffentlich den Kopf abschlagen oder sie zu Tode peitschen – mal wieder richtig schön provoziert wurden.Das gehört alles zur Meinungsfreiheit, die selbst nun wirklich nicht tolerant sein muss. So wenig wie die Menschen hier in Tirol, die demnächst vermutlich in den Dörfern den ganz ähnlich intoleranten Herrn Hofer wählen werden, weil sie sich von der Hauptstadt Wien nicht verstanden fühlen, und nicht die islamistische Türkei in der EU haben wollen, wie es den Herren in Brüssel und der Wirschaffendas-Frau von Berlin aber für ihre globalen Strategien zusagt. Künstler, die Halbmonde aufstellen, Kreuzabhacker und höhnische Städter, die ihrerseits aber sofort nach dem Verfassungsschutz rufen, wenn Rechtsextremisten vor einer Moschee einen ähnlich übel gesinnten Schweinekopf ablegen, tragen allesamt nicht dazu bei, dass man sich besser verstehen täte.

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Dabei ist dies ein sagenhaft gast- und menschenfreundliches Land. Wer den Beichtstuhl nicht mag, findet buchstäblich daneben das Biertischbankerl. Ich bin auch eher eine scheue, misstrauische Krähe, ich kann gut allein sein und brauche sicher keine Gemeinschaft von Gläubigen, aber dieses Bayern, dieses Tirol und dieses Südtirol, sie meinen es während meiner Alpenüberquerungen alle gut mit mir. Speziell auf dem Rad. Da bekommt man dauernd ein Schnapserl angeboten, da soll man sich hersetzen und erzählen, was man erlebt hat, und zuhören, was andere so sagen. Wenn sie hier dann gewählt haben, und die deutsche Presse Landstriche ausweist, die man wegen des falschen Wahlkreuzes besser meiden sollte, dann hat das nichts mit dem Land zu tun, das ich bereist habe. Offen gesagt weiss ich auch gar nicht, was die Menschen hier wählen und warum.

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Es gibt, beispielsweise im Inntal, ein paar historisch extrem belastete Orte, wo man das historische Böse und Gute im Zeichen des Kreuzes wirklich anschauen und diskutieren kann. Aber jene, die hier einfach zu viele Kreuze sehen, bräuchten schon mich als Führer, damit sie den historischen und sozialen Unterschied zwischen der ährengoldenen St. Notburga in Maurach für die Mägde, der Stadtpfarrkirche von Schwaz für die oftmals rebellischen Silberbergknappen, und dem Jesuitenkolleg in Hall für die schwarzen Soldaten der Religion erkennen.

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Manchmal hilft Wissen, und manchmal Unwissenheit. Zwischen diesen drei Sehenswürdigkeiten fahre ich diesmal teilweise auf der Nordseite des Inns entlang. Es ist ja nicht weit von Patsch bis zum Tegernsee, ich probiere einfach etwas Neues und biege bei Schwaz über den Inn ab. Hier ist keine viel befahrene Landstrasse, hier gibt es Alleen, und vielleicht versuche ich nächstes Jahr auch, ihnen nach Westen bis in die Schweiz und zu den Quellen des Inns zu folgen, bevor es über den Malojapass hinunter zum Comer See geht.

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Hier jedenfalls geht es an Schloss Tratzenberg vorbei nach Jenbach und zu einer Strasse, die direkt hinauf zum Achensee führt: Nur halb so lang wie die neue Bundesstrasse weiter östlich. Das klingt nach einer feinen Idee.

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Bis ich dann zum letzten Mal auf dieser Reise, die mir wirklich etwas abverlangte, stöhne, ächze und schiebe. Mit 23% geht es nach oben! Ja mei laiba Gotthimmevata! Da fällt man vom Glauben ab. Da tanzen einem die Sterne vor den Augen, da hört man die Berggeister über die Schwäche lachen, die uns Sterbliche jeden Tag einen Schritt näher zum Grab bringt – und zwei, wenn wir nichts dagegen tun. Niemand verlangt von uns heute noch Demut vor einem höheren Geschöpf – aber hier am Berg kann man sie lernen. Der Künstler liess seinen Halbmond mit dem Helikopter auf den Berg fliegen, die Einheimischen schleppen das Kreuz selbst hinauf, und manche von denen, die sich verlachen, würden vom Stangerl fallen, wenn sie das tragen müssten.

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Ich krieche einfach nur so für mich hoch, dann weiter entlang des Achensees und über den Achenpass hinunter zum Tegernseer Tal, wo im grossen Kloster längst die Moderne gelehrt wird, und hinter der Endmoräne der Grossraum München schnell die Mythen der Berge vergessen lässt. Es ist warm. Walrossgleich baden dicke Einheimische im See und prusten Regenbogen in die Bergluft. Ich habe mir halt einen anderen Weg herausgesucht. Glücklich sind wir alle, egal ob wir die Freude im Wasser oder auf dem Teer finden.

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Man kann es sich aussuchen. Das ist das Grosse an unserer Zeit und in unserer Region: Jeden Pass, jeden Unglauben, jede Freude und alle Verachtung, alles ist möglich. Man muss nichts achten. Andere müssen dann Schilder aufstellen, um jene zu erinnern, die selbst nicht verstehen:

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Wer schlau ist, benimmt sich so, dass es erst gar keine Schilder braucht, und man ihm von Herzen ein Schnapserl anbietet. Auch wenn man es als Antialkoholiker und Atheist mit einem “Vergeltsgott, aber wenn ich jetzt trink, hauts me um“ ablehnen muss. Aber es ist eine schöne Geste. So ist das in den Bergen. Und vielleicht kommt ja noch ein goldener Oktober.

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228 Lesermeinungen

  1. .
    Der Christus mit den Maiskolben ist wunderbar.

    • Gell? Für den bin ich extra angehalten, abgestiegen und den Berg wieder zurückgefahren. Das sieht man in Südtirol aber öfters.

    • Vom Mais zum Türken und Neger!
      es heißt in Tirol nicht „Maiskolben“, das sagt kein Mensch. Hier heißt das „Türken“!

      Dieser Begriff gehört hier zur Alltagssprach. Und wer im Unterland ein Weißbier mit Cola möchte, bestellt einen „Neger“. Aber ist das in Zeiten, in denen politische Korrektheit in der Sprache großgeschrieben wird, noch erlaubt?

      Warum Mais in Tirol „Türke“ heißt, ist wissenschaftlich nicht erwiesen. Weit verbreitet ist aber die Ansicht, der Name leite sich aus der Tatsache ab, dass die Türken den Mais im 18. Jahrhundert nach Tirol gebracht haben.

    • Österreikch ist da noch etwas hintendran.


    • Österreich ist nicht hintendran, sondern ziemlich weit vorne.

  2. Nur mal so
    Schöner Text, lieber Don Alphonso, chapaeu wie immer. Als Anmerkung seit erlaubt: Eins der umgehauenen Gipfelkreuze wieder errichtet – zumindest provisorisch und als Symbol zu verstehen – haben die Identitären:
    http://www.augsburger-allgemeine.de/bayern/Rechtsextreme-stellen-neues-Gipfelkreuz-auf-id38994177.html
    Was mich jetzt etwas verwundert, denn bislang dachte ich, dass Rechtsextreme immer nur destruktiv sind, also Flüchtlingsheime anzünden und so, aber keineswegs konstruktiv, also aufbauend oder errichtend? Können Sie mich erleuchten? Mir deucht, dass die inflationäre Bezeichnung rechts(extrem), allzuhäufig mit geiferndem Mund ausgesprochen, zunehmend Sinn und Verstand verliert, indem sie auf alles ausgegossen wird, was nicht ins eigene enge, von absolutistischer Gewissheit zur alleinseligmachenden Wahrheit getragene Weltbild passt.

    • Identitäre sind halt anders gestrickt. Die gehen gerade so weit, dass sie Aufmerksamkeit bekommen, und dafür muss man heute kein Verbrechen mehr begehen. Man muss es nur schlau anstellen.

    • Und wo wir nicht genug rechte Straftaten haben,
      da manipulieren wir uns welche.

      -Auf dass, die Finanzierung der Kahane-Stiftungen dieser
      Republik auch weiterhin mehr als gerechtfertigt ist?!-

      Erläutert der brandenburgische Ministerpräsident:
      In Bezug auf die Statistik erklärte Woidke, in Brandenburg habe es hinsichtlich der Erhebung rechtsextremer Straftaten Änderungen gegeben. „Bei der Polizei wird jeder Übergriff, bei dem nicht erwiesen ist, dass er keine rechtsextreme Motivation hat, in die Statistik hineingezählt.“

      https://www.inforadio.de/programm/schema/sendungen/int/201609/22/61768.html

    • @Anna Märsch 22. September 2016 um 14:04 Uhr: rechte Straftaten - Newspeak
      An der Aussage von Woidke ist noch etwas anderes interessant, nämlich der Aufruf zur Zusammenarbeit „mit der Zivilgesellschaft“ gegen Fremdenfeindlichkeit. Wir wissen, wenn man damit meint, aber ohne grünen „Newspeak“ gehört doch „PEGIDA“ mit seinen Ablegern auch zur Zivilgesellschaft (obs auch eine „NGO“ ist, sei dahingestellt). Man sieht die offensichtliche Sprachmanipulation: „Zivilgesellschaft“ (statt einfach bürgerliche Gesellschaft oder einfach Gesellschaft) und „NGO“ impliziert im Newspeak, ganz wie von Orwell beschrieben, bereits ein bestimmte politische Ausrichtung – für entgegengerichtete Gruppen und Bewegungen gibt es gar keinen Ausdruck. Ein anderes Beispiel sind die oft genannten „Aktivisten“. Ich habe nur sehr selten von „identitären Aktivisten“, „rechten Aktivisten“ oder gar „rechtsradikalen Aktivisten“ gelesen. Diese Ausdrücke implizieren im Newspeak fast immer bereits politische Richtung und moralische Wertung. Auf der anderen Seite kann man bei der „Mitte der Gesellschaft“ fast sicher sein, dass sie in pejorativem Zusammenhang gebraucht wird. Man sollte sich in einer Diskussion mal den Spass machen, von „fremdenfeindlichen/rechten Aktivisten aus der Mitte der Zivilgesellschaft“ zu sprechen …

    • Schlingerkutter
      „Jugendliche sollen sich ein bisschen wie Heilige benehmen
      […]
      Derweil gibt es einen weiteren fremdenfeindlichen Vorfall.
      […]

      Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, sollen die beiden jugendlichen Täter den Mann zu Boden gestoßen und dabei „Ausländer raus“ gerufen haben.“

      Soweit die sichtbare Ölspur.

      Natürlich ist das ein Vergehen, das streng zu bestrafen ist. Natürlich ist es in Ordnung, und sogar wichtig, davon zu berichten. Mit Abscheu in der Stimme.

      Ein Flaggschiff müsste dann allerdings blind wie Justitia sein sollte, auch alle die hier berichten, mit der gleichen Abscheu: http://www.politikversagen.net/kompakt

      Der Artikel endet, sehr beruhigend, und sagt dem Leser dass alles in Ordnung ist:
      „Lediglich sechs der derzeit 180 betreuten Minderjährigen bereiteten gravierende Probleme“.

      Ich jedenfalls kann heute Abend beruhigt schlafen gehen, nach dieser Nachricht.

    • Man wüsste ja gern, was diese gravierenden Probleme konkret sind.

    • Zivilgesellschaft
      ist an sich ein herkömmlicher Begriff für alle Bürger, die nicht organisiert sind. Daran würde ich mich nicht wirklich stören.

      Allerdings stört mich etwas anderes am Minsterpräsidenten von Brandenburg. Dieser sagte, die Kriminalitätsstatistik wäre geändert worden. Alles was nicht eindeutig als nicht rechtsextrem eingeordent werden könne, würde künftig als rechtsextremistische Straftat in die Statistik eingehen.

      Ich erwarte einen exponentiellen Anstieg rechtsextremistischer Straftaten dieser Regelung wegen, denn mal ehrlich, wie lässt sich Fahrerflucht z.B. einordnen?

  3. Das Glück im Kleinen
    Nicht in „heiliger Mission“ für irgend einen Dingsbumsismus unterwegs sein, sondern nur für die Selbstgewissheit, das zu tun, was einem Glücksgefühle gibt, ohne sie als Triumph über einen anderen als Siegesgefühle erleben zu müssen – vielleicht ist das wirklich mit der ganzen Multimediawelt abhanden gekommen. Dauernd muss man sich in Rankings einordnen, immer weiter oben auf einer Liste sein:
    Klick mich oder fi*k Dich!

    Das wir unser kleines privates Glück nicht so leicht geringschätzen sollen, wenn wir es mit dem Fahrrad über die Berge geschafft haben, und dann andere sehen, die zum sechsten Mal die Mille Miglia speisend und logierend in einem Multimillionen-Dollar Ferrari Cabrio absolvieren, ist ein Aspekt, der einen immer wieder gerne auf diesen Blog einschwenken lässt.

    Wenn wir weniger deutlich sehen würden, dass es eine Welt jenseits des Heu machens mit Rechen und Sense gibt, wären wohl einige Probleme kleiner – allerdings würde auch viel früher und demütiger bei Kleinigkeiten gestorben, die den Landarzt überfordert hätten.

    Medienkompetenz und -abstinenz müssen wir lernen auszuwiegen – aber leider ist es ein unausweichliches Faktum, dass der Kuchen viel zu klein für alle ist, und dazu noch der grösste und beste Teil auf ganz wenigen goldumrandeten Tellern landet.

    • Leben ist mitunter etwas überschätzt, wenn man das langsame Sterben im Alter betrachtet.

      Und es ist immer eine Frage, was man letztlich aus dem, was man kriegen kann, macht. Heute habe ich ein praktisch neues Longus von 1991 bekommen. Da hat jemand 2500 DM bezahlt. Und dann nichts damit gemacht.


    • Leben ist mitunter etwas überschätzt
      Nanana, Sie werden doch nicht etwa zum grün-malthusianisch-Club-of-Rome-Masochismus konvertieren?

  4. RADFAHRER*Innen
    wenn das radln für frauen im dort verboten ist, warum reist dann CR_00 so gerne hin ? ach jetzt fällts mir ein, hasst ja bewegung !

    aber trösten wir uns, auch Frank-Walter tut ehrfürchtig ja alles, um diesen heiligen staat wieder in die sog. weltgemeinschaft zu integrieren.

    fragen ????

    und werter DON, ich lese, dass da im kloster die sog. Moderne gelehrt wird, ist das jene sog. Moderne die mit dem blutrausch und der erfindung neuer, effektiver und effizienter kopfabhackmethoden begann und dann zu den NAP-verwüstungen in Europa und nicht nur im schönen Tirol führte ? wundern wir uns da noch über den IS, wenn wir zeitgenössische quellen studieren ? nun gut, unterschiede gibt es, es gab noch keine videos !

    • Naja, über die Ähnlichkeit von IS und tiroler Freiheitskampf könnte man auch mal reden – jedenfalls wurde die Aufklärung in Tirol, aber auch Neapel nicht gut durchgeführt.

    • IS und Tiroler Volksaufstand
      ad Don:
      Ich halte Montgelas für einen der größten Söhne Bayern. Ein Leuchtfeuer der Aufklärung und ein hervorragender Jurist. Sein Wirken wäre auch für Tirol segensreich gewesen.

      Doch lässt sich weder heute noch damals jemand Privilegien wegnehmen oder sein Brauchtum, seine Traditionen nehmen und ein „Welcome-„Verhalten vorschreiben. Manches zeigt je bereits wieder in diese Richtung.

      Haspinger war ein fürchterlicher Zeitgenosse. Der ginge heute locker als al-Baghdadi aus Tirol durch.

      Einen Josef Speckbacher, so einen Hallodri, dagegen findet man heute wohl nicht mehr. Haider kam noch am ehesten ran.

    • Was Montgelas übersehen hat, waren die alten Freiheitsrechte und Privilegien der Bergabuern. Man wollte ihnen etwas geben, mit dem sie nichts anfangen konnten, und nehmen, worauf sich ihre Selbstachtung gründete. Erst dadurch wurde es so blutig. Klassisches Stadt-Land-Problem, wie auch die Auflösung der Leibeigenschaft in Bayern: Die meisten hätten im 19. Jahrhundert nur ein wenig zahlen müssen, um frei zu werden, aber selbst das sahen sie nicht ein.

  5. So ist das in den Bergen
    Und drum herum. Wieder einmal sage ich danke für die schöne Beschreibung und die fabelhaften Fotos. Es ist für mich immer wie ein kleiner Urlaub, von Ihren Exkursionen zu lesen und in den Bildern zu schwelgen.

    Gestern war ich mit ein paar Leuten auf der Wiesn. Die freilaufenden Menschen dort sind ja eher weniger eine Zierde der Menschheit, und wenn sie ihre Tiere in den Lärm und das Gewurl dort mitschleppen, dann noch weniger.
    Im halb vollen Zelt kamen wir mit ein paar Chinesen ins Gespräch, beim „Prosit der Gemütlichkeit“, übrigens mit rollendem chinesischen R.
    Trotz Terrorwarnung wollten sie es sich nicht nehmen lassen, hierher zu kommen und zu feiern. Ganz begeistert waren sie, als nebenan zwei Tische aufstanden, die Hand aufs Herz legten, und inbrünstig „Dem Land Tirol die Treue“ mitsangen. Da haben sogar die lokalen Trachtler geschaut, bei so viel Heimatliebe.

    • Danke. Ich bin ja selbst nicht so wirklich vollüberzeugt, aber die Sache ist hat, dass man vielleicht nicht alles verurteilen muss, bevor man es verstanden hat. Der Künstler ist ein Egotropf, seine Beklatscher sind schon wirklich begrenzt. Und fühlen sich dennoch gut.

    • Die Frage ist doch
      MUSS man überhaupt alles verstehen? Man kann ja andere auch einfach sein und tun lassen. Gerade in diesen Zeiten, wo allerorten nach Toleranz gerufen wird.
      Und überhaupt, dieses Wort. Toleranz ist nicht, das zu bekommen was man ohnehin will. Echte Toleranz ist es nur, wenn es einem auch ein bißchen was abverlangt. Das verwechseln die Toleranzkreischer_innen oft.

    • Tiroler Land
      Hier das Lied auf Youtube. Mei liaba…

      https://m.youtube.com/watch?v=PG9OudmF82w

  6. Ach, hier schreiben doch nur Einfältige oder wie moralische Tollheit zur Frömmelei wird.
    Lieber Don Alphonso,

    ich mag ja Ihre Gedanken sehr, die stets wieder auf die religiöse Tradition des Voralpenraums Bezug nimmt und dort ja auch wirklich noch gelebt wird.

    Doch, wie sich in diesen Tagen zeigt, haben Sie Nachahmer gefunden, die in wenig aufrichtiger Weise jetzt mit den religiösen Gedanken hausieren gehen wollen.

    Gerade gestern berichtete die FAZ von Herrn de Maizière mit den Worten

    „Haben die Meinung der Religionen unterschätzt“

    und die Bürger sollen sich mit dem Unterschied zwischen Suniten und Schiiten beschäftigen.

    Gute Güte, wer schenkt diesem Menschen ein TV Gerät? Seit Jahren malträtiert uns das zwangsfinanzierte, öffentlich – rechtliche Fernsehen mit den gewaltvollen Umsetzungen der religiösen Meinungen der sunitischen und all der anderen, sonst wie gearteten Itten.
    Das Fernsehprogramm quillt über von Berichten über sog.Flüchtlinge, Araber – Islamis, dieser subkulturellen Szene mit ihrer Emotionsregulation ohne Schuld- und Schamgefühle, die sie als ihre Religion verkaufen wollen.

    Und dann sagt dieser Mensch: „Haben die Meinung der Religionen unterschätzt“.

    „Die Deutschen müssten nun wieder mehr selbst über Religion lernen, auch um die eigene Tradition und Denkweise erklären zu können.“ meint de Maizière.

    Und, wenn der Herr schon kein TV Gerät besitzt, so könnte der sich bei dem ehemaligen Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Ernest Renan orientieren, der bei einem Vortrag an der Sorbonne am 29. März 1883 zum Islam sagte:

    „So wie es in seine Religion eingeweiht ist, um das zehnte bis zwölfte Lebensjahr, wird das „muselmännische Kind“, das bis dahin zuweilen noch ziemlich geweckt war, plötzlich fanatisch, von jenem Dünkel gesättigt, es besitze Alles, was ihm als absolute Wahrheit gilt, wie über ein Vorrecht über das Glückliche, was gerade seine geistige Inferiorität ausmacht. Dieser dumme Hochmut ist das Laster, welches das ganze Sein des Muselmanns bestimmt. Die scheinbare Einfachheit seines Gottesdienstes flößt ihm eine wenig gerechtfertigte Verachtung vor den anderen Religionen ein.“

    Merkel sagte ja schon im vergangenen Jahr so etwas wie, man könne ja auch ein bisschen bibelfest sein oder vielleicht auch mal ein Bild in der Kirche erklären.

    Das ist ja nur noch eine frömmelnde Politik, während auf den Gipfeln die Kreuze gefällt und der Halbmond aufgerichtet wird.

    Die Frömmelei setzt sich ja auch in der Terrorbekämpfung fort.

    Die Ende 2009 im gemeinsamen Terrorismusabwehrzentrum (GTAZ) konstituierte Arbeitsgruppe (AG) „Deradikalisierung“ begann „Maßnahmen, die gegen die islamistische Szene in Deutschland gerichtet sind und sich deradikalisierend auf den Einzelnen auswirken, zu entwickeln“.

    Das ist jetzt wohl so eine Art Massenexorzismusprogramm der Merkelpolitik bei der apotropäische Handlungen an diesen Islams vollzogen werden und die Regierungsexorzisten sehr darauf achten müssen sich nicht von deren mystischen Gottesnarcotica den Verstand benebeln lassen.

    Das wird ja langsam zu einem jakobinischen Tugendterror.

    Merkel, de Maizière, und die andere Entourage erinnern mit diesem Handeln, um im Religiösen zu bleiben, an das Gemälde von Pieter Bruegel mit dem Titel „Der Blindensturz“, was ja dem Matthäus-Evangelium entliehen ist, in welchem Jesus im 15. Kapitel über die Pharisäer sagt: „Lasst sie, sie sind blinde Blindenführer. Wenn aber ein Blinder den anderen führt, so fallen sie beide in die Grube.“

    Die Hintergründe dieser Merkel´schen „Wir schaffen das“ Politik verbergen sich hinter einem eleusinischen Schleier.

    Und mit einem ökumenischen Gottesdienst samt Friedensgruß beginnt in diesem Jahr die „Interkulturelle Woche“ unter dem Motto: „Vielfalt. Das beste gegen Einfalt.“

    Auch so ein politisch religiöser Ableger und Einfalt ist nicht so gut.

    Der Philosoph Friedrich Kirchner beschreibt „Einfalt“ so:

    „Einfalt bezeichnet eine gewisse Begrenztheit des Verstandes und Geradheit des Urteils und, da diese den Kindern eigen ist, die echte Kindlichkeit. Sie kann auch als die Abwesenheit von Ziererei, falscher Rücksichtnahme, Verstellung und Unredlichkeit verstanden werden (…) Wer einfältigen Verstandes ist, kann nicht nach weitaussehenden und verwickelten Absichten handeln; wer einfältigen Herzens ist, will es nicht. Der Einfältige ist das Gegenteil vom Gewandten, Pfiffigen und Weltklugen. Sein Leben ist naturgemäß, ohne Luxus und Affektiertheit; seine Gesinnungen und Handlungen stehen, frei von allen Nebenabsichten, in Harmonie.“

    Da stellt sich ja dann doch die Frage wer der Einfältige sein mag?

    Ich habe ja meine Denkweise bisher versucht mit Vernunft zu erklären, mit aufklärerischem Denken, womit man das logische Denken verbindet, aus welchem sich Zusammenhänge herstellen lassen und sich hieraus Prinzipien und Hierarchien ableiten lassen, doch diese ist unvereinbar mit den Frömmeleien eines de Maizière oder Merkel.

    Zum Schluß noch einmal Ernest Renan der sagte:

    „Schätzen wir uns glücklich, daß Jesus kein Gesetz antraf, das die Verhöhnung einer Klasse von Mitbürgern unter Strafe stellt. Die Pharisäer wären unantastbar gewesen“.

    Genug des religiösen Ergusses.

    Ach, war es noch schön als die Gipfelkreuze noch unberührt auf den Gipfeln standen und bitte, lassen Sie sich nicht vor den politisch-religiösen Karren spannen.

    Mit freundlichem Gruß
    ObjectBe – http://www.objectbe.blogspot.com

    • Bemerkenswert
      Wie jetzt Stück für Stück zurückgerudert wird. Plötzlich sollen wir nicht mehr allem gegenüber so tolerant sein. Auf einmal soll man die nationale Identität erfoschen, die einem vorher so gründlich ausgetrieben wurde. In einem Land, dessen Kanzlerin schon mal auf öffentlicher Bühne eine Deutschlandfahne entsorgt.
      Die eigene religiöse Identität, wo soll die sein? Letzten Advent ging überall dieser Spruch herum, die CSU solle sich doch was schämen, weil doch Josef und Maria auch Flüchtlinge gewesen seien, und niemanden hatten, und klein Jesu wurde in einem Stall geboren.
      Wären da nicht Cousine Elisabeth gewesen, und das kaiserliche Dekret zur Volkszählung. Jaja, so gut steht es um das Wissen zur westlich-christlichen Kultur. Nun renne ich nicht sonntags in die Kirche, aber das weiß ich. Ich weiß ja auch, daß Athene aus dem Kopf von Zeus entsprungen ist. Sowas nannte man früher gute Bildung.

      Alles in allem erkennt man jetzt ein scheibchenweises Eingeständnis eines kolossalen Fehlers, natürlich ohne diesen wirklich einzugestehen.

    • Ich lese schon eifrig über teutsche Rokoko-Sexorgien!

    • Naja - inzwischen kennen wir die, die da mit der "Heiligen Familie"
      verglichen wurden, einfach schon ein wenig besser.
      Und die Frau in Berlin eben auch.
      http://www.tichyseinblick.de/kolumnen/bettina-roehl-direkt/merkels-zerknirschter-starrsinn/
      Wobei bei der Untersuchung ihrer Reden unklar bleibt, inwieweit sie sich selbst kennt. Oder das erkennt, was Handeln zum Wohle ihres Volkes sein könnte.
      Oder überhaupt noch was…

    • Meines Erachtens ist das alles zu spät. Die Krise wird sich nicht lösen lassen.

    • Fahne
      Jetzt wurde gerade jemand angeklagt, weil er zwei Bananen in den österreichischen Bundesadler gemalt hat (an Stelle von Hammer und Sichel). Wie die Grünen die österreichische Fahne in den Dreck gezogen haben, wurde selbstverständlich niemand angeklagt.
      Das ist halt echtes Staatsverständnis.

    • @Don Alphonso
      Lieber Don Alphonso,

      „teutsche Rokoko-Sexorgien“ ?

      Sie hatten wohl Jean-Honoré Fragonard´s Bild mit dem Titel „Die Schaukel“ vor Augen?

      Die Dame eine Mätresse und unten stehend der Bischof.
      Wunderschön so gar keine Burka tragende Kinderschreckfigur.

      Im Augenblick wird der Saubermann Maas noch etwas gegen das Bild und die Sitten des Rokoko haben und die Menschen haben echte Sorgen mit dem Deutschen Demokratieverständnis.

      Was „Krise der Demokratie» heiße, entstehe nicht, wenn die Menschen aufhörten, an ihre eigene Macht zu glauben, sondern im Gegenteil dann, wenn bei ihnen „die Angst aufkommt, dass ‹der (wahre) Thron leer ist und die Entscheidung nun wirklich bei ihnen liegt“ meinte Slavoj Žižek hierzu.

      Seien Sie herzlich gegrüßt
      ObjectBe ( http://www.objectbe.blogspot.com )

    • Noch mehr Leerformeln
      @ Samsara
      „Wie jetzt Stück für Stück zurückgerudert wird. Plötzlich sollen wir nicht mehr allem gegenüber so tolerant sein. Auf einmal soll man die nationale Identität erfoschen, die einem vorher so gründlich ausgetrieben wurde.“

      Das ist für mich absolut kein Zeichen fürs Zurückrudern, sondern das sind leere Sprüche, hilflose Versuche, von den Problemen abzulenken, mit einer recht schlichten Methode, das dumme Volk daran zu erinnern, dass „wir“ ja auch eine Religion haben, um dadurch die Fremden, die eine andere Religion haben, besser zu verstehen bzw. zu tolerieren oder sich mit denen über diesen Weg zu identifizieren und denen mental näher zu kommen bzw. eine Art christlich-muslimische „Ökumenie“ in den Köpfen der Menschen herzustellen. Mehr ist da nicht, my two cents.


    • Meines Erachtens ist das alles zu spät
      Meines Erachtens auch, ich bin da ganz bei Ihnen.
      Und es wird noch mehr Verzögerungen geben, die zu extrahäßlichen Konsequenzen führen, weil man nicht gleich was tut, wenn das Feuerchen noch klein ist, sondern erstmal allen, die auf das Feuerchen hinweisen, den Mund verbietet und nicht davon hören will.

  7. Blitze am Berg
    Wie hell Blitze am Berg sein können, erfährt man wenn man 2m neben dem Gipfelkreuz steht (Grünbergspitze nahe Glungezer), in das der Blitz einschlägt.
    Wenn die Füße nicht nebeneinanderstehen, spürt man auch die Schrittspannung.
    Wir (Alpenvereinsgruppe auf dem Weg von Innsbruck nach Lienz) sind auf schnellstem Weg in tieferes Gebiet geeilt. Der Blitz, das wissen viele nicht, fährt von unten und oben zusammen und nicht nur von oben nach unten. Ich bin glücklich über die Gipfelkreuze (als Ungläubiger an der Theologie studierend), auch wenn Herr Messner meint, wir brauchen sie nicht. Die Achenseestraße bin ich auch gefahren und mußte zugegebenerweise einmal absteigen. Sie hat’s in sich. Danke für den Bericht.

    • Manschmal ist man so lang am Berg, dass man es gar nicht merkt. Ich bin mal auf den Hirschberg und als ich auf einem grat ankam, war auf der anderen Seite die Gewitterfont und ZACK ging es los. Da bin ich dann auch gerannt wie ein Haserl.

  8. Freude auf dem Papier
    Das haben Sie sehr schön gesagt. Und vielleicht ist es eben dieser Respekt, vor der Natur, Gott oder kein Gott oder ein anderer, und uns gegenseitig der vollkommen abgeht, und vielleicht entdeckt man in der Selbstquälerei die an respektvolle Landschaftserfahrungen verbundene Selbst und Fremdachtung wieder…
    Ist jedenfalls sehr nachvollziehbar.

    • Wie soll ich sagen: So ein Berg kann einen ganz schön mitnehmen, aber man selbst nie den Berg. Da wird man automatisch zurechtgestutzt. Wenn der Künstler seinen Schrott da selbst hochgetragen hätte: OK. Aber Hubschrauber ist billig.

    • Ein Kreuz mit der moralischen Kunst
      Es ist halt auch eine (nicht gewollte) Aussage, das Ding mit dem Hubschrauber da hoch zu bringen. Das ist kein Kampf der Kulturen, das ist ein Kampf der Symbole in dem wir uns befinden. Und wir dachten, davon hätte sich die Kunst schon lange gelöst…

  9. Anpassung an die Moderne
    An vergangenen Sonntag dichtete Hansi Hinterseer (oder seine Berater) im ZDF Fernsehgarten das bekannte Bergvagabunden Lied um: „Wenn wir erklimmen schwindelnde Höhen, steigen dem Berggipfel zu“. Andere ersetzen heutzutage das Gipfelkreuz durch einen Gipfelkranz (ist der etwas auch oben auf dem Berg?).
    Ist das die Angst vor dem Kreuz (mit all seiner Macht über den Tod) oder nur Anpassung?

    • Echt? Das sieht man hier in den Bergen anders, da ist das Kreuz schon eine Gemeinschaftsaufgabe. Hansi Hinterseer, naja…

  10. Geschenkte Tage...
    …nennen wir hier den goldenen Oktober, der in den letzten 2 Jahren bis zum 20. November ging. Der Himmel ist dann fast enzianblau und die Sterne und Sternbilder scheinen näher zu sein über uns, als sonst im Jahr.
    Ich bin überzeugt, es wird auch heuer wieder so mit buntem Laub, goldenen Lärchen und goldrotem Gras und kontrastierendem Wollgras im Hochmoor. Hirschbrumft nicht zu vergessen.

    Irgendwie ist es beim Bergbauern überall gleich, Don. Auch ich bin an Hängen gestanden mit dem Rechen. Manchmal mussten 3 Leute den Wagen an einer Seite stützen, damit er nicht umkippte.Mein Besuch aus Norddeutschland zückte oben, als alles zusammengerecht war, sein Feuerzeug und meinte, wir sollten uns nicht so plagen.Heute grast da das Damwild des Pächters.Gottseidank gab es nur einen solchen Hang, alles andere ist eben.

    Marterl gibt es auch hier vereinzelt. Über die Gipfelkreuze berichtete der BR, dass sie überwiegend erst nach dem WK2 aufgestellt wurden. Im Gedenken an die vielen Toten und als Dank derer, die davongekommen waren.Nach einer Bergtour ist es ein besonderes Gefühl, es zu erblicken, auch als nicht Religiöse und sich ins Gipfelbuch einzutragen, falls es eins gibt.Bei untergehender Sonne sehe ich sogar zwei, die dann leuchten wie der Abendstern, weil sie mit Metall beschlagen sind.(Da wird ein Hacker sich schwertun).

    Viele Menschen sind inzwischen scheinbar leicht verwirrt und sehr rechthaberisch geworden, intolerant halt.Sonst ist die Kreuzhackerei wohl nicht zu erklären.Solch ähnliche Tore stellt hier ein Künstler in der Höhe
    auf, um einen besonderen Blick zu haben.Mancher ist beseelt von seinem Hobby. Ich schaue liebe ohne Rahmen über die Gipfel zum Horizont.⛩

    • Was ich hier kenne, sind Kapellen mit Erinnerung an jene, die nicht heim kamen – auf der Neureuth etwa steht eine für Gebirgsjäger. Für mich jedenfalls waren sie „schon immer da“, und es belästigt mich nicht.

  11. Der Hut mit den Quasten...
    … hat was. Als ich nach Baden-Württemberg gezogen bin, wollte ich unbedingt sofort am Berg zwischen den Reben laufen gehen – ich laufe sehr gern draußen. Am liebsten mit Hach-Faktor.

    Also habe ich mir gedacht: „Süden heißt Sonne und Sonne ist gut“.

    Was dann folgte, lassen wir jetzt mal außen vor. Aber seitdem weiß ich, wieso am Südhang Wein angebaut wird. Und ohne Mütze gehe ich im Sommer auch nicht mehr Laufen. Keine Ahnung, wie die Weinbauern das hier den ganzen Tag schaffen. Ich bin nach ein paar Stunden durch.

    Und das mit dem Kreuz bei Gewitter kann ich auch nachvollziehen. Es gibt bei mir vor der Tür einen Höhenkamm, da sind oben nur Felder. Da war ich mal Mitte Februar unterwegs. Ok, es war bewölkt – aber Winter und über Null, also eigentlich kein Problem.

    Denkste. Gewitter mit Hagel. Da kann man sich dann plötzlich den besten Zeitpunkt überlegen, an dem man sich ins Wintergetreide eingräbt. Wäre ich anno dazumal zum Bayern geworden, hätte ich auch gesagt „Mai Liaba“

  12. Tiroler Freiheitskampf
    @Don Alphonso, von den Grünen wurde Andreas Hofer auch als Terrorist eingestuft.

    • Von den damaligen Bayern auch.

    • Andreas Hofer
      ach das freut mich doch so, dass nach Andreas Hofer nun doch diese ladenkette in felix austria benannt wurde, wie kann mann oder frau diesem tapferen mann besser gedenken.

      eine frage habe ich da immer noch: wie wird den NAP eingestuft oder die württemberger könige, die, als sie noch herzöge waren dem NAP gegen entgelt in die privatkasse gleich mal X-tausend landeskinder verkauft haben, die dann an der Beresina elend verreckten ???????????
      staatsterrorismus ? oder nur legale nachfahren des bauernjörg ?????????

      schreckliche untaten finde ich !

  13. Kenne ich, ich war auch mal so ein kleiner
    „Knopf…, der bei der Arbeit ausreissen kö/onnte“ frechgrins…
    ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
    „Wer einmal … einen hohen Berg mit letzter Kraft im Abendlicht erklommen hat, braucht … keine Disco … mehr.“: Richtig, danach nicht mehr, aber während des Aufstiegs ist sowas überaus hilfreich:

    https://studio.stupeflix.com/v/DCKcBM1Otora/
    ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

    Und was den ominösen „Halbmond“ anbelangt: Offensichtlich haben diese Leute noch nie einen Halbmond gesehen – warum nur basteln sie dann immer bloß Venushörner:

    http://www.astrotreff.de/upload/Fagottmann/20140111/Venus-2014-01-11-11-Uhr-Giotto.jpg

    (aus http://www.astrotreff.de/topic.asp?TOPIC_ID=160985 )

    zusammen?

  14. Wetter
    Lieber Herr Don,
    die Straße von Jenbach hoch zum Achensee hat mir bei strahlender Sonne auf dem Rückweg nach Bayern von einer mehrtägigen Alpentour mit dem Rennrad auch schon die letzten Kräfte geraubt.
    Vielen Dank für diese schönen Tourberichte, man möchte gleich wieder los.

    • Gern geschenhen. Ich kannte die Strasse noch nicht und bin mirr nicht sicher, ob ich das nochmal fahren möchte.

  15. Don, Sie spielen mit Ihrer Gesundheit,
    denken Sie an die Expertise betreffs der historischen Wanne und den orangenen Uran-Kacheln. Gedenken Sie auch Theophrastus Paracelsus von Hohenheim der da sagte: „Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift; allein die dosis machts, daß ein Ding kein Gift sei.“ Nun gut, Theophrastus sprach von Gift, also von der Chemie im weitesten Sinne, hier ist die Physik im Spiel. Wer´s nicht glaubt:http://www.gesund-leben.aeroinvent.de/radioaktive_baustoffe.html
    .
    Altra cosa, wie der moderne Mensch in Alto Adige sagt. „Von daher rührt der Brauch der in der ganzen Region verbreiteten Gipfelkreuze, die jemand bei mir daheim, ein Tal weiter bei Lenggries, mit der Axt beschädigt.“
    .
    „Was erlaube….?“, wollte ich zu einer zweiten Hunnenrede mit récepteur oriental anheben, da gebot mir doch eine innere Stimme die Einhaltung des juristischen Prinzip der Unschuldsvermutung. Keine Schuld zuzuweisen, bevor die Frevler zweifelsfrei ausgemacht. Oder sind die Schandtäter bekannt? Heraus mit der Sprache!
    .
    Anneweng, sagt der Alemanne, mit ihrer Huld, bitte ich erneut einen bereits 2 Artikel précédemment eingereichten Vorschlag zum zukünftigen Schutz von Gipfelkreuzen und in der Ebene von Bildstöcken (in lingua bavarese: Marterln), Wegekreuzen und Feldkapellen passieren zu lassen.
    .
    Da muß ein neu Technische Richtlinie (TRiLi) „Gipfelkreuze“ her!
    .
    Notfalls ohne Brüssel, das ja noch mit dem Abbrandverhalten von Wachs-und Stearin-Beleuchtungs-und Votivartikeln beschäftigt ist (in der Weimarer Republik, ich glaube schon seit 1927 mit DIN geregelt).
    .
    Also!
    § 1) Die Basisteile von Gipfelkreuzen und ähnliche christliche Motive auf Bergen und Anhöhen sind künftig bis in eine Höhe von 3000 mm aus Restbeständen von Unterwasserpanzerungen von Panzerkreuzern und Großlinienschiffen, mindestens Nassau-oder Braunschweig-Klasse der Kaiserlichen Marine in den Dimensionen 300 mmx 300 mm zu fertigen.
    § 2) Die Bundeswehr, namentlich die Wehrtechnische Dienststelle für Waffen und Munition in Meppen an der Ems (Westniedersachsen), stellt den Fertigungsbetrieben auf Anforderung und kostenfrei beschossene und geeignete Panzerplatten in ausreichender Menge zur Verfügung.
    § 3) Sollten die in D vorhandenen Bestände den Bedarf nicht decken, so sind britische Beutebestände in Scapa Flow zu beschaffen. Das Auswärtige Amt ist angewiesen die dazu notwendigen Kontakte herzustellen.
    § 4) Die Bundeswehr ist angewiesen für Gebirgseinsätze Lufttransportkapazitäten zu stellen. Federführend wird das Korps-Heeresfliegerkommando 2 in Laupheim sein.
    § 5) Die notwendigen Ausführungserlasse folgen und werden im Bundesgesetzblatt veröffentlicht.
    § 6) Nicht von Gipfelkreuzen betroffene Gemeinden sichern ihre Wegekreuze und Bildstöcke/Marterln in eigener Verantwortung und Maßgabe gegen unbefugte fremdkulturelle Zugriffe.

    Der Staatssekretär im Bundes-Innenministerium gez. DdH
    Das wäre doch gelacht. Die Akkuflex für des Kaisers Panzerstahl von Krupp und Borsig möchte ich sehen.

    • Ein Pfund Dreck braucht der Mensch im Jahr.

    • Hmm, Scapafloweisen aus Kaiserszeiten ist frei von
      Künstlichhergestelltenionisierendstrahlendenbestandteilen, sowas bleibt Strengwissenschaftlichenver(sch)wendungszwecken vorbehalten.

      Ich würde sowieso wegen Möglichenstromversorgungslosennächtlichenleuchtens das Immernochreichlichvorhandenerestmaterial der Operation Crossroads (beispielsweise Prinz Eugen nach Test Baker) bevorzugen.

      ( https://en.wikipedia.org/wiki/Operation_Crossroads )

    • Stahlsortenkenntisse und LeipLaupLauch
      bitte nur stahl von schiffen verwenden, die am kanaldurchbruch beteiligt waren, alternativ Tirpitz-Stahl aus Norwegen importieren.

      falls neu-stahl eingesetzt werden muss, dann nur bleche von den Stahlwerken Ilsenburg !

      sie scheinen sich in der unterscheidung von Leipheim, Laupheim und Lauchheim auszukennen, kompliment !

  16. Marterl und Türkenkorn
    Mit Maiskolben geschmückte Marterl findet sieht man öfters im Alpenraum. Das von Ihnen gezeigte ist besonders schön und irgendwie auch ironisch. Interessant zu wissen wäre, ob es sich um eine der lokalen Mais-Landsorten handelt oder eine moderne Sorte.

    Der Mais wurde in den Alpen als Türkenkorn (in Italien grano turco) bezeichnet, wohl wegen der früher weitverbreiteten (falschen) Annahme dass der Mais aus der Türkei gekommen ist. In der Volkskultur des St Gallener Rheintals gibt es den Türggenrapp und den Türggenblätteri, die mit den Maiskolben und -blättern verkleidet den die bösen Wintergeister vertreiben sollen.

  17. Zwischentöne, schöne
    Sehr tiefschürfend. Hinter mir der Wald und vor mir die Stadt, oder umgekehrt, drängt sich täglich der Vergleich auf: Welche Menschen sind gefährlicher, welche verträglicher? Die Lichtgestalten, die schalten und walten. Aber oft nur verwalten, was andere haben geschafft aus eigener Kraft. Oder die weniger Auffälligen, die auch in Zwischentönen leben können. Die in der Natur sehen, dass das Farbenspektrum breiter ist als dominantes Grau. Die rückständig genannt werden, aber weniger Rückstände produzieren, die auf alle zurückfallen. Man merkt dem Autor-Erfahrer an, dass er sich die Worte abgeschaut hat von einem reicheren Erleben, als es in der Stadt gemeinhin möglich ist.

    • Ich habe Angst vor den Überzeugten, die keinen zweifel kennen. Für die ist alles so leicht, was schwer sein sollte.

    • Böse Stadt, fieses Land
      Also bevor ich wieder in die S-Bahn Richtung Stadt steige, packe ich den wertvolleren Kram, die Lampe und sowas, in die Radttasche und mach sie fest zu. Und das Rad dort dann immer fest im Blick. Vor dem Hofladen habe ich es alles so offen stehen lassen, oder in der Heide, wo ich das Rad einfach stehen ließ und die nächsten paar 100m zu Fuß weiter in die Dünen bin. Da hatte ich jetzt keine Bedenken. Da war halt sonst niemand. Wenn nach Sonnenuntergang aus Richtung Land kommend die ersten Neonlampen, Möbelmárkte und Graffitiunterführungen Suburbias am Horizont auftauchen, heißt es aber immer hellwach sein. Andererseits werden hier wohl gerade ganze Landkreise wegen Einbrüchen, Raub und ähnlichem komplett zu polizeilichen Gefahrengebieten erklärt, was angesichts der friedlichen Oberfläche erst verwundert, wer Twin Peaks oder Winter’s Bone angeschaut hat, wundert sich aber nicht darüber, denn so ähnlich ist es hier auch und in den Wäldern sind auch die Dämonen.


    • Suburbias … zu polizeilichen Gefahrengebieten erklärt
      Unsere jährlichen Einbrüche gib uns heute, oder so ähnlich.
      Das geht nun so seit mittlerweile bald 20 Jahren in steigender Intensität so, und man erwischt die nicht. Irgendwann werden sich die Versicherungen weigern, das zu versichern.

  18. Schaf
    Wo hat er nur immer diese Bilder her wie z.B. die zwei Putten mit dem Schaf? Zu gut.
    PS: Ich freu mich immer, wenn’s am Abend noch einen Don Alphonso zu lesen gibt. Von einem Herrn mit klarem Verstand und beiden Beinen fest auf dem Boden – wenn er nicht grad aufm Radl rumrutscht

    • Das ist in der Wallfahrtskirhe von Ampass, aus der Hand eines Wessobrunner Meisters, vermute ich. Es gehört zu einer ländlichen Christigeburt.

  19. The only evidence I see of the antichrist here is everyones desire to see him at work.
    Frau Merkel fragte am Montag, was die 82% Bürger denn nun von ihr fordern.

    Ich fordere ein historisches Seminar über die „Entstehung der Moderne infolge der Säkularisierung“.

    Ort: Innenministerium:
    Dozent: Don Alphonso
    Seminarteilnehmer: Innenminister Thomas de Maiziere
    Dauer: 2 Tage

    • Titel eingeben
      Säkularisierung, so’n Quatsch! Längst überholt und akademisch ad acta gelegt ….

      „Deutschland wird religiöser“. „Wir bekommen Menschen geschenkt“. Schon vergessen? Das ist das zu realisierende Programm. Das sind die Ziele, gerade auch von Bündnis90/Die Grünen …..

    • Tatsächlich bekommen auch Volksglauben und Esotherik wieder Zulauf.

    • nein, das ist zuviel...........
      das überfordert……nicht den DON, aber TdieMisere, die 82% der bürger haben sich doch in X-befragungen klar artikuliert und dann sollte die LF sich noch bemühen, bestehendes recht einzuhalten…….

    • wenn die so weiter machen, ist die AfD bei der Bundestagswahl über 25%. Überall, nur nicht in Bayern.

    • Frau Merkel fragte am Montag...
      Psyops goes on.

    • Das zieht halt nicht mehr. Merkel läuft der Stimmung hinterher.

    • Nur nicht in Bayern
      „AfD bei der Bundestagswahl über 25%. Überall, nur nicht in Bayern.“

      Dann muß sich die CSU aber langsam für einen Ausstieg aus der Berliner Regierungsverantwortung entscheiden, denn das nehmen die Leute ihr nicht mehr ab, daß gut gebellt auch schon halb gemacht ist!

      Und die Probleme werden ab jetzt in immer steilerem Takt zunehmen.
      Als ich im Frühjahr von potenzielle 600 Mio.Migranten bis zum Jahr 2030 sprach, wurde ich ausgelacht- es wären 60 Mio. . Seither standen aber plötzlich vor 4 Wochen ähnliche Zahlen in der FAZ vorher schon in anderen Medien.

    • there#re times that I'm ashamed to be a member of the human race. this is one such occasion.
      Das Problem ist:
      ich dachte die in Berlin operieren mit einem Pla, die wollen wirklich Liebe in die Welt bringen.

      De Maizaires Äußerungen haben gezeigt:

      Die haben weder einen Plan noch irgendwelche Bildung noch irgendwelche grundlegende Intelligenz, die man von Personen auf der Ebene erwarten sollte.

      Wenn ein Dr. jur (!!!!!!) der Welt mitteilt, dass er erst nach 13 Jahren Schulbildung, ca. 7 Jahren Universitätsbildung und über 30 Jahren Berufserfahrung in der deutschen Politik erkannte, dass außerhalb der BRD nicht-säkularisierte Staaten existieren, dann muss in einem Staat, der auch nur ein Minimum an zivilisatorischen Anspruch an sich selbst stellt, der unmittelbare Rücktritt dieser Person erfolgen.

      Dass Politiker falsche Entscheidungen treffen, dass ist in der Demokratie vorgesehen.
      Dass Bundesminister nicht über die Bildung verfügen, die jedem Bundesbürger im Geschichtsunterricht in der 6 Klasse vermittelt werden, dass ist absolut nicht tragbar.

      Hier ist soviel aus den Fugen geraten, in diesem unserem Land, es ist rational nicht mehr fassbar.

      BTW: Im BMI arbeiten ca. 1500 Mitarbeiter!!!! Keine konnte dem Minister darüber informieren, dass außerhalb der ehemaligen deutschen Grenzen Religion zum Teil den Staat ersetzt?


    • Unter normalen Umständen führt solch ein Wahlrresultat dazu, dem Parlament die Vertrauenfrage zu stellen. Nur Despoten würden dann in Seelenruhe weiter regieren. Anyway, die Volksvertrter der Größten Koalition aller Zeiten würden ihre Herrscherin nie und nimmer im Stich lassen, denn sie können nicht wissen, ob sie noch wiedergewählt werden.

    • Frau Merkel fragte am Montag, was die 82% Bürger denn nun von ihr fordern.
      Wie wärs mit: „Einhaltung und vernünftige Anwendung der bestehenden Gesetze“?

      Oder andernfalls: Rücktritt.

    • Das eine muss das andere nicht ausschliessen.

    • @Goodnight
      Ich hatte das a.a.O. angesprochen. Natürlich sind die Ministerialen nicht stockdumm.
      Das einzige Manko: Wir leben halt temporär mal wieder in einer singularen Gesellschaft (im Gegensatz zu einer pluralistischen Gesellschaft); also einer Gesellschaft die sich auf einen Auffassungskonsens verständigt hat. Nun, noch sind wir weit weg davon die Menschen mit einer abweichenden Meinung in Lager wie die Gulags zu schicken. Man ist damit lediglich einer Feme ausgesetzt, und z.B. so wie ich als ‚Nazi‘ eingestuft wird. Oder minimal als Rassist.

      Ich hatte das a.a.O. angesprochen. Wirkliche Experten, erfahrene Hochschullehrer, Autoren, werden nicht gefragt; und wenn sie den Schnabel trotzdem öffnen, nicht gehört.
      Bassam Tibi
      Hirsi Ali
      Salman Rushdie
      Mehmet Daimagüler
      Necla Kelek
      Hamed Abdel-Samad
      Müsste man nur fragen. Will man aber nicht. Weil man schon vor der Antwort weiß, dass man diese Antwort überhaupt nicht hören will.

      GoTo Top; Rinse and repeat

    • "Das zieht halt nicht mehr."
      Ihr Wort in Gottes (!!) Ohr.

    • You Maniacs! You blew it up! Ah, damn you! God damn you all to hell!
      @Dippel

      Wenn es einen Ort in dieser Welt gibt, in dem ich zu 100% erwarte, dass nicht dazu aufgerufen wird, die Religion zu berücksichtigen, dann ist es das Innenministerium der BRD.
      Wenn es einen Berufstand in dieser Welt gibt, von dem ich zu 100% erwarte, dass er nicht die Religion in irgendeiner Weise berücksichtigt, dann ist es der deutsche Jurist, insbesondere wenn da noch ein Dr. vor steht.

      Was hier passierte, ist in etwa so, als hätte der Papst dazu aufgerufen, sich mit der Nicht-Existenz von Gott vertraut zu machen.

      Ergo: Links-Narrativ bzw. Auffangkonsens hin oder her, dass hier ist bis ins Herz der Moderne vorgedrungen.

      Wenn die Linke (CDU/CSU, SPD, Grüne, FDP, Linke) einen Sozialismus 4.0 einführen wollte, dann wäre das, im Rahmen der Zivilisation, diskutabel.

      Aber die Linke hat keine Plan 4.0. Die Linke ist einfach nur schwach und wird sich dem Mittelalter unterwerfen.


    • Die Linke ist einfach nur schwach und wird sich dem Mittelalter unterwerfen.
      Ja, leider, deswegen strampeln ja auch alle anderen mit Händen und Füßen dagegen. Die Koalition „Papst der Barmherzigkeit“ und „Links“ ist fatal, und führt auf direktem Weg zur Scharia in Europa.

  20. Herz-Jesu Feuer und Herz-Jesu-Tradition in Tirol
    Lieber Don!

    Dieser Beitrag ging mir „runter wie Öl“; und erst die Photos, alles vor meiner Haustür! DANKE!

    Nur eine ganz kleine Ergänzung:
    Der Anmarsch der Franzosen traf damals die gefürstete Grafschaft völlig unvorbereitet. Die Landstände haben dann in Bozen das Land dem „Herzen Jesu“ anvertraut und ein hochfeierliches Gelöbnis abgelegt, das Fest des Heiligsten Herzen Jesu jedes Jahr zu feiern. Deshalb brennen im Juni im gesamten historischen Land Tirol (Nord-, Ost-, Süd- und Welschtirol (= das heutige Trentino) Feuer(kreuze) auf den Bergen und gibt es Herz-Jesu-Umzüge.

    Wer einmal bei der Vorbereitung und dem Abbrennen dieser Feuer dabei war und weiß mit welchem Schweiß alles auf den Berg getragen wird, dem bleibt dieses Erlebnis ewig im Gedächtnis! Die Stimmung am Abend, auf dem Berg ist einzigartig.

    Nochmals Danke für den Beitrag!

  21. Fluch und Segen
    „Man kann es sich aussuchen…alles ist möglich“ Für mich zugleich Fluch und Segen unserer Zeit, in unserem Land. Ich bin gespannt, wie sich das entwickelt, mit dem Aussuchen und den Möglichkeiten…Schöner Reisebericht mit interessanten Zwischentönen, vielen Dank!

  22. Gipfelkreuze
    Ich erinnere mich eine tourismuswerbung fuer die Alpen gesehen zu haben, adressiert an Kunden im Nahen Osten, bei der das Gipfelkreuz wegretouschiert war.

    Ob man gedacht hat die bleiben in der Shoppingmeile hängen?
    An Marterln entlangwandern ist eine tolle interkulturelle
    Erfahrung

    • Ich frage mich, wie das laufen soll, wenn es dann in jedem Haus einen Herrgottswinkel und alle 2 km eine Kapelle gibt. Auf dem Jaufenass habe ich mitgezählt: Von Gasteig bis zum Pass sind es 8 Kapellen.

  23. Titel eingeben
    entspannend zu lesen,anregend. und foristen mit stil. danke

  24. Oafach schee!
    „Und vielleicht kommt ja noch ein goldener Oktober“

    Man kann nicht genug kriegen von diesen schwebenden Texten, den Beobachtungen und Bildern des kontemplativen Radlers und seinen frei mäandrierenden Gedankengängen.

    Irgendwie wünscht man sich, zumal nach den zwischenzeitlichen Ausflügen in die Sümpfe Berlins, eine Never Ending Tour nach dem Vorbild Dylans. Stellen Sie sich vor, Sie müssten/dürften bis zum Ende Ihrer Tage durch die Alpen tingeln, im Auftrag Ihrer Leser, denen Sie täglich Bericht erstatten und sie an Ihren Erlebnissen teilhaben lassen.

    Lassen Sie sich’s durch den Kopf gehen. Um Räder brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen. Man würde Sie förmlich zuschütten mit Pretiosen, die heute ungenutzt in Kellern und Angern rumstehen.
    Und einer muss es mal tun.

    Na?

    • Genau das habe ich beantragt, wurde aber mit Desinteresse aufgenommen.

    • Mit Blindheit geschlagen (aka "visuell herausgefordert")
      „Genau das habe ich beantragt, wurde aber mit Desinteresse aufgenommen“

      Welche Ignoranz! Wie kann man das enorme publizistische Potential und das öffentliche Interesse an einer derartigen (Tor)tour übersehen?
      Der Leidensmann auf zwei Rädern, der Strampelpfad der Selbstüberwindung, der Reichtum an Einsichten und Bildern, die Sammlung bedrohter ethnologischer Schätze, das Geschenk eines virtuellen Ersatzlebens an die mehrheitlich sesselklebenden Leser …

      Die Menschen würden an den Straßenrändern Spalier stehen – die Damen im Dirndl, die Herren in Lederhose – und sich vor Ihnen verneigen, Sie anfeuern, die letzten Meter am Pass hochschieben, Sie mit Wasser, Tortenstücken und Schlutzkrapfen versorgen, Ihnen Unterkunft anbieten. Die Etappenankünfte gerieten zu Triumphzügen und Volksfesten.

      Ihre Touren würden in den Medien live verfolgt, nachdem sich zunächst Sloterdijk („Die Rückkehr zum alten Savannen-Adam“ – http://www.spiegel.de/spiegel/a-564072.html ) über das Phänomen gebeugt und es dem Feuilleton in mundgerechten Stücken zugänglich gemacht hätte. Bücher würden geschrieben, Filme gedreht, Kongresse abgehalten, Parteien gegründet („Freiheit den Speichen“), T-Shirts gedruckt, Devotionalien gehandelt („Teile eines Umwerfers“, original mit Gutachten), Radlermode und -zubehör nach Ihnen benannt …

      Ihre Berichte wären weltweit Kult. Sie würden als radelnder Weiser Geschichte schreiben und zum Vorbild für zahlreiche Nachahmer werden. Stockholm und Oslo sähen sich in der Pflicht, die Großen der Politik würden Ihre Nähe und Ihren Rat suchen …

      Und auf diesen einzigartigen Scoop will die FAZ (?) ernsthaft verzichten? Kann die sich das leisten?

    • Gast
      Sie haben eines völlig übersehen:

      Don Alphonso würde all denen eine Stimme geben, denen er begegnet und die ihr bescheidenes, gastfreundliches Leben leben.

  25. Darf mich nur meinen Vorrednern anschließen,
    Ihre Berichte sind so wunderschön, so besonders, man erlebt die grandiose Landschaft mit allen Sinnen, in herrlichen Bildern, in Wald- und Wiesenduft, in Hitze und Regen. Blood, Sweat & Tears Ihrer kolossalen Quälereien danken wir Stimmungen von Ferien und Kindheitssommerfrische. Und als sei das noch gar nichts, die unerbittlichsten und sarkastischsten Befunde zum politischen Elend mit leichter Hand eingestreut.

    Welcher Grad der Barbarei ist erreicht, wenn nicht einmal mehr die zartesten und liebevollsten Zeichen des Volksglaubens verstanden werden. Wie immer man zum Christentum aus guten Gründen stehen mag: wie tumb und dumm muss man sein, um diesen entsetzlichen Hass auf eine Religion aufzubringen, die wie Houellebecq sagte den Kontinent mit Schönheit überzog.

    • Ich bin übrigens selbst sehr wohl der Meinung, dass sich die Religion aus der Öffentlihkekit heraushalten sollte, nur macht man es nicht besse´r, wenn man mehr macht.

      Ich erinnere mich noch an die Zeit des Kruzifixurteils, als aus Bayern von der CSU Vorschläge kamen, dass man dann halt auch noch Davidsterne und Halbmnde aufhängen sollte. Was haben wir Progressive damals gelacht über diesen Schmarrn! Jetzt ist das auch unter Progressiven diskutierbar.

  26. Zauberhaft
    Und nur zu recht habn’s, sehr geehrter Don!

    Vortrefflich beschrieben und gesagt.

  27. DA: "Ich habe Angst vor den Überzeugten, die keinen zweifel kennen" 21.09.16-21:26h
    »Quando invece incontrate i Punti Esclamativi, i paladini delle Grandi Certezze, i puri dalla Fede incrollabile, allora mettetevi paura perché la Fede molto spesso si trasforma in violenza.«

    [Wenn ihr jedoch den Ausrufezeichen begegnet, den Meistern der großen Gewissheiten, den reinen Vertretern des unerschütterlichen Glauben, dann fürchtet euch, denn der Glaube verwandelt sich sehr oft in Gewalt]

    aus: „Il Dubbio“ von Luciano DE CRESCENZO, 1992

    • Danke für das Zitat.

    • Titel eingeben
      Bertrand Russel, ein britischer Philosoph, hat mal gesagt:
      „Der Jammer mit der Menschheit ist, dass die Narren so selbstsicher sind und die Gescheiten so voller Zweifel.“

      Und für den geschätzten Don:

      „Arbeit ist das Brot des Lebens. Manchmal hart, nicht immer lustvoll, aber unglaublich prägend. Wer harte Arbeit ablehnt, wird nie wissen, was tiefe Freude ist. Der leichte Weg zum Erfolg ist ein Irrweg. Und wenn Du es erkennst, ist es zu spät.
      Liebe deine Arbeit, erfreue dich an deinem Können, reife am Erfolg.
      Säe und ernte. Das ist guter alter Brauch.“

      Hab ich mal auf einer Infotafel zum Leben Kärtner Bergbauern gefunden.

      Beide Sprüche hängen neben meinem Schreibtisch und begleiten mich durch‘ s Leben.

  28. Einen Mann mit der Sense, unten grünes Gras, oben blauer Himmel
    konnte man bei meinem Segeltörn im Norden genau SO auch sehen.
    Auf dem Deich. Offensichtlich reichen die Schafe nicht.
    Also nicht nur im Süden pflegt man alte Traditionen.
    .
    Ansonsten, lieber Alphonse,
    danke, danke, danke,
    für viele nachdenkenswerte Texte,
    die ich jetzt in der Nacht genieße.
    In der Politik gibt man sich volksnah.
    Offensichtlich reichen die Schafe nicht.
    .
    Gruß an den geschrumpften Artisten.
    Die Leichtigkeit des Seins ist weg.
    Schön war die Zeit, als man sich noch über Oldtimer
    und zwischenmenschliche Beziehungen
    im Saunaclub unterhalten konnte.
    Zuviele ÜÜÜhs und Halskrankheiten überall.
    Und da meine ich nicht die Schweizer.

    • Gern geschehen. Man nimmt sich selbst auf dem Rad nicht mehr so ernst, wenn man erst mal absteigen musste.


    • Man nimmt sich selbst auf dem Rad nicht mehr so ernst
      Und das erzeugt dann die – trotz allem – Leichtigkeit Ihrer Beiträge. Mit 2 Flaschen Rotem wäre das niemals zu schaffen, nach einem Schlaf wie ein Heubauer geht das. En Guada hälts aus…

  29. Bergbauern mit viel Angst vor Blitz und Hagel
    haben diese Angst unmittelbar gelernt.

    Größere, weitaus größere Angst als mich aufrecht auf freiem Land bei Blitz und Unwetter zu stellen, bekomme ich bei folgendem:

    Giganten und Monopolisten des Internets stellen sich in den Dienst der Manipulation, der Einschüchterung vor und Unterdrückung von Meinungsfreiheit.

    Facebook und nun auch Google lassen sich darauf ein, „Hass“ – was auch immer darunter zu verstehen sei – als strafbar zu propagieren.

    Bei Facebook sind mittlerweile hinlänglich viele rechtsstaatswidrige seitens Facebook zu erleben gewesen.

    Bei Google ist mir noch nichts derlei zu Ohren gekommen.

    Doch man darf sich gerne vorstellen, wenn Facebook und Google das durchziehen, dürfte bei beiden kein Beitrag von Don Alphonso zur Antonio Amadeu Stiftung mehr zu finden sein, würde bei Google zur AAS gesucht, man fände nur Lobpreisungen.

    Don Alphonso meint, der Zuwanderungszuwachs des letzten Jahres ließe sich nicht mehr in den Griff bekommen, ich bin da noch leicht positiv.

    Aber die Allianz von Maas und Schwesig und der Bundeszentrale für politische Bildung und Facebook und Google und deren am Tropf von Fördermitteln hängenden Gehilfen wie die AAS, NoHatespeechDe, NichtEgal usw. – die lässt mich für Meinungsfreiheit fürchterlich schaudern.

    Das ist schlimmste Anbahnung eines totalitären Herrschens.

    • Ja, da kommt was auf uns zu, und ich werde da auch was machen.

    • @Thomas die Redressur der Gefühle
      „Hass“ ist ein Gefühl, kein schönes, keines das einem selbst oder anderen gut tut, aber eben NUR ein Gefühl! Bisher galten Gefühle immer als etwas Privates, als genuin privat, denn sie sind höchst subjektiv oftmals nicht einmal präzise in der Selbstwahrnehmung und schon gar sehr selten vermittelbar in eine 3.Person-Perspektive.

      Wieviele Abermillionen Menschen, die ja nun wirklich nicht das Selbe für einander empfinden können, sagen in passender Situation das Selbe: „ich liebe Dich!“ Es ist naiv anzunehmen, daß da immer das gleiche Gefühl oder gar nur die gleiche Haltung hinterstünde!

      Es gibt mehr als gute Gründe, warum Gefühle – privat sind und bleiben sollen, denn versucht man sie zu objektivieren, ist dies der Morast, aus dem Kriege sprießen.
      Genaugenommen ist die Außenvorhaltung von Gefühlen im Politischen Diskurs der Garant für eine Politik, die der Vernunft (als für alle geltend) den Vorrang geben kann.

      Die sogen.hatespeech-Kampagne macht nun Folgendes: sie sprechen über Gefühle als ob sie diese MESSEN und unfehlbar detektieren könnten.
      Sie inkriminieren Gefühle (und ich denke, man kann das so sagen): das Private , – um nicht nur das Handeln, sondern das Denken von Menschen, ihr Inneres als Objekt des Staates handeln zu können.
      Dies ist die totale Verfügbarmachung!

      Und bitte, nicht daß ich hier „Hass“ rechtfertigen will, genauso wenig wie ich „Liebe“ rechtfertigen wollte!, – es sind Gefühle, die keiner „Rechtfertigung“ vor anderen als im Sehr-Privaten bedürfen!

      Handlungen bedürfen einer Rechtfertigungen, schon bei Gedanken wird es schwierig, aber Gefühle sind, da nicht überführbar in 3.Person-Perspektiven, kategorisch privat.

      Die hatespeecher schlagen das Gefühl, um Meinungen zu verbieten. Die eigentliche Dimension ist aber die Zerstörung des Individuums!
      Und dies ist ein totalitärer Zugriff schon im Ansatz.

    • Postfaktisch – postdemokratisch
      @ Patrick Feldmann

      Ihr Post ist sehr gut und wichtig. Denn darum geht es bei LF, in ihrem Versuch diejenigen, die ihre Politik ablehnen, zu durch vernünftige Argumente nicht zugänglichen Dummköpfen abzustempeln, welche in den social media Lügen verbreiteten. Wobei sie auch noch andeutet, dass man sich den Lüge widersetzen sollte, durch offizielle Kanäle, durch politische Entscheidungsträger. Das melden zumindest die UK und US Medien. Ich verstehe nicht, dass dies hier sonst überhaupt nicht beachtet wurde. Ich finde das besorgniserregend.

      Sie haben das glasklar erkannt: Die Menschen äußern ihre Gefühle in den social media, sie äußern ihre Meinung, und weil diese der politischen Linie von LF nicht entsprechen, werden die Äußerungen von Gefühl/ Meinung zu einer Lüge erklärt, auf einer Sachebene gemessen und als „postfaktisch“ abgelehnt.

      Sie haben Recht: Das ist nicht postfaktisch, sondern postdemokratisch.

    • Werter Patrick Feldmann
      mir ist Hass völlig fremd. Ich empfinde das einfach nicht.

      Ich empfinde Abscheu, Ekel, Ablehnung und dergleichen mehr, aber keinen Hass, ich kenne einfach keinen Hass.

      Sie sind noch bei Hatespeech – schauen Sie doch mal bei der Steigerung unter Beteiligung von Google vorbei:

      #NichtEgal oder besser vorher #NichtEuerErnst bei Twitter vorbei.

      Dann ahnen Sie, was sich anbahnen könnte.


    • Und natürlich sollen Jugendliche zu Denunzianten, pardon, „heroes“ „gebildet“ werden. Die alte Masche.

    • Ein Nachtrag zu #NoHatespeech und #NichtEgal
      Ein heute gesehenes Bild, das zwei Tweets beider Betreiber untereinander zeigte, deutet sehr stark darauf hin, dass zumindest diese zwei Twitteraccounts von denselben befeuert werden.

      Langsam bekomme ich den Eindruck, dass da eine recht kleine, aber agile Truppe aktiv ist.

      Und dass diese Truppe entweder Google ins Boot geholt hat oder Google schmarotzend ausnutzt.

      Da Sie ja etwas darüber bringen wollen, Don Alphonso, finden Sie vielleicht mehr heraus.

  30. Wieder ein Beitrag "zum Mitschwingen"
    Danke. Die armen Ton-Angeber (Links-Intellektuelle, Journaille, Politiker usw.) in den Städten des Nordens ahnen gar nicht, was sie alles nicht erleben. Sie foutieren sich um das in der Natur und den Menschen über lange Zeit Gewachsene. Mit dieser Mentalität werden Gipfelkreuze abgehackt. Und die charakterlich irrlichternde Frontfrau ist ihr Leitstern.

    • Der Keuzabhacker ist die Übersteigerung in seine Richtung. aber das gibt es auf der anderen Seite auch, Stichwort identitäre Bewegungen – und da ist viel mehr als „Die Identitären“. Wenn Schirrmacher noch lebte, gäbe es jetzt hier eine grosse Debatte zur Identität, aber das wird es wohl kaum geben….

    • Diese Debatte um Identität ist aber genau die Zeit-Frage, die jetzt anstünde, D.A.!
      Ich denke aber nicht, daß man nostalgisch alles an Schirrmacher aufhängen muß. Da sollte es noch viele Andere geben, die das Thema intellektuell aufgreifen können.

    • Asymmetrische Betroffenheit
      Werter Don,
      emotional kann ich das Plazieren des Halbmondes und das Abhacken der Kreuze nicht gleichsetzen. Mich verletzt, daß die Kreuze nebst Heiland geschändet wurden, während mit dem Halbmond ein wohl kunstloser Künstler durch Provokation Aufmerksamkeit gewinnen will. –

      Gerne akzeptiere ich, daß Sie auf Grund Ihrer Recherchen über die Ultra-Milieus sowohl links als auch rechts viel besser informiert sind als ich. Mein Informationsproblem besteht ja gerade in der zumindest teilweisen Aufhebung der tatsächlichen Pressefreiheit durch die Linken. –

      Es mag sein, daß wir einen rechtsradikalen Schwelbrand unterm Dach haben (Frage an Sie), auf jeden Fall haben wir ein loderndes Feuer links unterm Dach – ich fürchte, der Faschismus kommt dieses Mal von links.-

      Was kann der Staatsbürger tun, der sich seiner Verantwortung stellen will?

    • Wenn ich zu viel im Netz bin, habe ich auch ein komisches Gefühl, gerade wegen der zusammenarbeit von Politik, Vereinen und Firmen… aber auf dem Land ist das anders.

  31. Von -iten, -isten und Gegen-isten
    Sicher und ganz bestimmt ist auch dieser Beitrag wieder schön geschrieben und unterhaltsam – mehr aber leider auch nicht. Auch hier geht wieder der Pluralismus einer modernen Gesellschaft unter und wird auf dem Altar der geneigten Leserschaft geopfert. Es wird verallgemeinert und pauschalisiert, es werden intellektuelle Vorurteile bedient und es wird gespalten, nicht etwa in gut und böse sondern in wert und unwert – ganz subtil, ganz verklausuliert.

    Es geht leider auch hier nichts anderem als den -iten, -isten und gegen-isten, nur halt auf einem höheren Niveau und von weniger gebildeten Menschen nur schwer zu erkennen. Es riecht nach Troja und den Danaern.

    • Ich sage doch: Es ist in Ordnung, einen Halbmond aufzustellen. Aber wenn man das in den Bergen macht, wäre der Blick zu den Dortigen zwischen all dem Schilen auf die Städter auch mal ganz freundlich. Wie die Stadt, sind nämlich auch die Berge durchaus ambivalent. Den Beichtstuhl mit der Bierbank haben Sie gesehen?

    • @Ralf Wackermann
      Ich kann Ihnen da nur zustimmen. Es scheint fast so, als ob der gesamte Prozess der gesellschaftlichen Individualisierung (der nicht unbedingt nur positive Auswirkungen haben muss) in den Vorstellungen des Autors überhaupt keine Rolle spielt.

    • Aufwachen, Opa
      Moderne ist passé, es lebt sich bereits post-postmodern.

      Die Leserschaft zu insinuieren, die den Subtext nicht rafft, .. das ist höchstens argumentum ad hominem.

      Zudem geht die Kontextualisierung schief: Dieses Artikelchen persifliert doch die apodiktisch-anmaßenden, vernichtenden Wert-Unwert-Urteile, die die billigen mainstreammedien aus Hamburg et al. mit religiöser Inbrunst und Infallibilität über „wenig Gebildete“, Falschwähler, Spießer ausspricht …..

    • Seltsam..
      @ Lyotard sagt:
      23. September 2016 um 00:15 Uhr

      Naja, wie heißt es so schön: Es ist kein Realitäts- sondern ein Wahrnehmungsproblem. Der Kulturpessimismus und die Ressentiments, welche latent in den meisten Texten des Autors mitschwingen, sind ja schwerlich zu übersehen. Das kann man auch nur als Satire begreifen, wenn man grundsätzlich von einem dichotomischen Gesellschaftsbild ausgeht. Soviel zu Ihrem Vorwurf der „Mainstreammedien“.

      Und mit Verlaub, wenn Sie jemanden eine „argumentum ad hominem“ vorwerfen, dann sollten Sie Ihre Argumentation nicht mit „Aufwachen, Opa“ beginnen. Das wirkt dann doch etwas widersprüchlich. Nur so als Tipp!

  32. Montane Paralellwelten, hie wie da
    Ach Don, zu schön, mal wieder.
    .
    „Bergbewohner gehen da gleich einen Schritt weiter und stellen das auf, was viele Besucher aus dem Norden immer wieder irritiert: Hier ist alles voller Flurkreuze, oder wie man in Bayern sagt, Marterl. Manchmal erinnern sie an Menschen, die an dieser Stelle vom Blitz erschlagen wurden, öfters jedoch ist es der Dank dafür, dass der Blitz 50 Meter weiter weg in den Boden fuhr……“

    „……Ich bin, als ich Fünfzehn war, auf der Spur eines Schäfers in das Lure-Gebirge gefolgt der Kurs auf eine seiner Schutzhütten aus Stein nahm in die man bäuchlings glitt und sich ruhig verhielt, sei es in Erwartung des Endes des Platzregens, sei es des Lebens. Er hatte unterwegs zuerst die die Peitsche mit dem genagelten Griff gelassen dann sein Opinel-Taschenmesser, geschleudert zwischen zwei Steine, dann einen jeden seiner hastig ausgezogenen eisenbeschlagenen Schuhe.
    Und ich, wie ein Schwachkopf und ihm zu Diensten sein wollend, hob hinter ihm die Gegenstände auf mit der Absicht sie ihm in die Schutzhütte nachzutragen. Er drehte sich um. Er sah mich. Der erste Blitzschlag war gerade dabei die Steine derart klirren zu lassen, dass ich die schrecklichen Worte, die dieser Hirte mit weit geöffnetem Mund gegen mich ausstieß, nicht hörte. Aber sein mich verwünschender Zeigefinger reichte aus um alle zu sagen.
    Der Mann konnte mich nicht auspeitschen, ich war es der sein Folterinstrument trug, er konnte mir keine Arschtritte erteilen, ich hatte seine Schuhe verbunden am Schnürsenkel um den Hals, er konnte mich nicht abmurksen, sein Opinel war auf dem Grund meiner Hosentasche, aber konnte mich mit unhörbaren Verwünschungen überschütten weil die Donnerschläge sich einer an den anderen einfädelte und keine Stimme konnte sie übertönen.
    Mit sechszehn Jahren vom Blitz erschlagen zu werden, eine meiner Bestrebungen…..“
    .
    (DdH) Übersetzt aus: „Ma Provence d´heureuse rencontre“ von Pierre Magnan, Édition Denoël 2005 (sorry, für die Abschweifung)

    • Ich mag solche Abschweifungen!

    • Wieso Abschweifung?
      Text eingeben

    • Wieso Abschweifung?
      Ein Gewitter in den Bergen gehört zu den Dingen, die sich ein Städter normalerweise einfach nicht vorstellen kann. Immer ist etwas um ihn herum, das zumindest so aussieht als könnte es Schutz bieten und meistens ist das wirkliche Geschehen trotz des Lärms doch noch ein ganzes Stück weiter weg. Man ist vielleicht einmal richtig naß geworden, weil kein Haltestellenhäuschen in der Nähe war und man kam vielleicht nicht dazu, bis drei zu zählen, bevor es krachte.
      (Alles durchaus auch metaphorisch gemeint…)

      Wir hatten auf dem Observatorium als Frühwarnung ein Meßgerät, das die elektrische Spannung in 1m Höhe gegen den Boden maß – geeicht in Einheiten von 1000V… Einmal hatten wir Bauarbeiter oben und warnten sie, hinauszugehen, weil das Gerät schon viele 1000V/m anzeigte. „Ach was, Gewitter, der Himmel ist doch klar, das kann gar nicht sein!“ Als dann aber der Erste auf die Maschine steigen wollte und es ihn – immer noch bei heiterem Himmel! – beim ersten Griff an das Eisen heruntergeschlagen hat, war sie ganz schnell wieder drin. Und keine fünf Minuten später ging es dann richtig los…

    • Schön, DdH und ebenso auch an den Don
      Danke für Texte und Bilder.

      Gewitter in den Bergen, was für Erinnerungen kommen da hoch.
      Im Dustern abends auf dem Weg zum Gardasee mitten in den Bergen, Blitze auf allen Seiten, taghell erleuchtete Berge, Regen wie aus Kübeln. Die Eltern saßen hinten und mein sich gerade das Rauchen abgewöhnen wollender, entsprechend knattriger Vater musste unbedingt noch nach Pozzolengo, dort eine urlaubende Bekannte treffen… bei dem Wetter. Mein Mann fuhr und fuhr, ich litt neben ihm zum einen an äußerst schmerzhaften Blähungen dank einer Birne (ich weiß doch, dass ich die nicht vertrage) und an Angst vor den Gewittern.
      Wir sind im strömenden Regen um manche Ecke zigmal gefahren, nirgendwo ein Weg nach Pozzolengo. Dann hatte mein Mann die Faxen dicke und steuerte ein Hotel an, das uns aufnahm. Die sehr großen Zimmer mit Fliesenboden, die Betten auf sehr hohen Beinen, befürchtete man Hochwasser?
      Egal, wir haben dort nach Pozzolengo gefragt, keiner konnte uns Auskunft geben, es stand nicht einmal auf der großen Karte der Region, die im Hotel hing.
      Morgens dann los, wieder gesucht und siehe da, ein winziges Hinweisschild wies einen besseren Feldweg aus, an dem Abzweig waren wir nachts mindestens dreimal vorbeigefahren, um dann auf dem Zeltplatz zu hören, ach die sind heute nach Sirmione. Also dann noch nach Sirmione, diesem Riesenparkplatz am Gardasee, den NSU Prinz der Doktorin suchen. Ich sah ihn auf Anhieb inmitten ellenlanger Reihen parkender Wagen. Mein Vater gab endlich Ruhe, langes Warten, nachmittags dann weiter Richtung Riccione.

      Die Moral aus der Geschicht, Urlaub mit den Eltern, einmal und nie wieder.

  33. Es ist ein Kreuz....
    …mit dem Kreuz.

    http://www.br.de/mediathek/video/sendungen/quer/160915-quer-gipfelkreuze-100.html

    Heute kommt etwas über den Tegernsee, habe ich gesehen.

  34. Der Eskimo da oben auf der Wiese
    Ein fast apollinisch milder Text.
    Die Passage mit dem Bergbauern und seiner Anpassung an die Notwendigkeiten beschreibt sehr genau, was ich unter Konservativismus verstehe. Und für den, der sich so in der Erde verwurzelt, auf der er steht, ergibt sich damit automatisch eine Tradition des Lebens und Identität.
    Die Identitätsfrage stellt sich natürlich immer noch individuell existenziell, aber gesellschaftlich eben überhaupt nicht, denn es gibt eine Tradition, ohne die man in der dortigen Umwelt einfach nicht auf Dauer überleben kann!

    Mit der zeitgeistigen Identitätslosigkeit des users und Konsumenten zieht dann allerdings eine Formlosigkeit ins Feld, die eine Gesellschaft auf Dauer (aus anderen Gründen) nicht überleben lässt.
    Und als Reaktion gibt es die, die Identität als Frage mit großer Wichtigkeit in den Raum stellen.

    An einigen Sentenzen in Ihrem Text gegen Ende habe ich dann aber doch etwas gestockt:“alles ist möglich. Man muß nichts achten.“ ?
    Genau da liegt doch das Problem: Wer Freiheit aus Verachtung konstruieren will, der scheitert fulminant!
    (Sie neutralisieren die Aussage ja auch etwas in der direkten Textfolge, aber ich sehe da doch einen Bruch in der Argumentation).
    mit gutem Gruß
    P.F.

    • Es ist halt so. Ich will auf gar keinen Fall zurück in eine identitäre Epoche wie jene, in der ich aufgewachsen bin, und viele Menschen noch immer leben. Ich möchte die Freiheit der Aufklärung, und dazu gehört natürlich auch eine zutiefst feindliche, hasserfüllte Meinung. Das gilt es zu respektieren.

      aber ich glaube, dass gegen das linkstotalitäre Narrativ auch eine milde Erklärung dessen gehört, was woanders aus guten Gründen ist. Bergbauern fahren ja auch nicht nach Berlin und setzen ein Gipfelkreuz auf das Volkstheater.

    • Das ist vermutlich der Unterschied zwischen uns
      Ich bin als Zugezogener im Ruhrgebiet aufgewachsen und gehörte dort nicht in die gewachsenen Strukturen, kam aus keinem Arbeitermilieu. Zudem war ich Katholik und wuchs in der dortigen intellektuell geprägten katholischen Diaspora (also nicht so selbstverständlich bodenständig wie auf dem Land bspw. in Bayern) auf.

      Meine Besuche als Kind in Bayern ließen mich ahnen, daß dörfliche Strukturen durchaus eine große Enge bedeuten können. Als wir später kurz auf dem Land lebten wurde mir das als Erwachsener schmerzlich klar.

      Meine späteren Besuche als Student u.Schüler in Bayern machten mir aber auch ein geistiges Klima offenbar, das mit ca 15 Jahren Verspätung alles wiederholte, was man bei uns als Entwicklung durchlief. (das war in den frühen 90gern). Meine letzten Kontakte nach München zeigten mir, daß die Angleichung inzwischen wohl (entgegen Ihrem persönlichen Selbstbild) geklappt hat… .

      Ich finde den Begriff „identitäre Epoche“ übrigens ziemlich unsinnig, denn Identität ist entweder etwas Selbstverständliches und dann nur aus der Differenz Wahrnehmbares oder sie wird im Scheitern zur Quelle ganz übler Verwerfungen (was dann aber genau das Problem FEHLENDER Identität ist).
      Es ist eben NIE ALLES MÖGLICH. Das ist ein naiver sponti-Spruch, der einem weichgekochten Synkretisten reichen mag. Freiheit wird erst durch Bedingung.
      mfG

    • There are 2 types of tragedies in life. One is not getting what you want, the other is getting it
      Don,

      die Linke hat alles erreicht, was sie wollte. Das ist ihr Untergang.

      Man kann dem linkstotalitäre Narrativ nur ein konkretes totalitäres rechtes Narrativ entgegenstellen.
      Mit dem von Ihnen eingeschlagenen Weg weiter entlang der unendlichen Differenzen der Aufklärung wird es nicht funktionieren, so sehr man die Moderne auch wertschätzt.
      Der Mensch ruft jetzt nach Stabilität. Und diese findet er nicht in der Freiheit der Moderne.
      Moderne hat Pause.

      Die Alternative zu Links ist immer Rechts. Da können alle noch so toben, die Kommunikation kennt keine Alternative.
      Die Frage ist nur noch: Wie weit rechts?

    • @ Goodnight 22. September 2016 um 14:49 Uhr: Alternative
      „Die Alternative zu Links ist immer Rechts.“
      Das ist m.E. sehr *eindimensional* gedacht, zumal links(„backbord“) und rechts („steuerbord“) ja nur ein relative Orientierung bezeichnen: „rechts von …“ vs. „links von …“
      Und wenn man eine 270-Grad Links-Drehung vollführt, ist das Ergebnis äquivalent zu einer 90-Grad-Rechts-Drehung …
      Politisch bedeuten die Metaphern „links“ und „rechts“ doch nur „eher auf Veränderung gerichtet, also progressiv bzw. revolutionär“ vs. „eher auf Erhaltung des Bestehenden ausgerichtet“, also konservativ bzw. reaktionär.
      Beispiel: die Grünen sind in der Einwanderungspolitik und Gesellschaftspolitik „links“, in der Energiepolitik, und in der Genforschung „rechts“.

      Demnächst wird man sich aber immer wieder fragen müssen: was sind eigentlich z.B. traditionelle Muslime?

      Anscheinend reicht eine Dimension eben nicht aus, um die politische Welt zu begreifen.

    • sehe ich wie Thomsen
      „links rechts“ ist eine imbezile Vorgauklung von Realität.
      Es hilft aber nur die politische Inhaltsangabe in Form DER Probleme, die uns auf den Füßen liegen , bzw. der Antworten, die wir auf diese Probleme wagen!

      Ich verstehe immer noch nicht, warum sich so Viele mit ihrer identitären (sic!) Einkuschelung in ihrer „linken“ Ecke * zufrieden geben, obwohl sie eigentlich die Problemlagen erkennen.

      * Damit meine ich auch den Blogherren Alphonso. Was ist der Unterschied zwischen linken und rechten Identitären? Und sind die @Identitären , also die, die Kreuze als Erstz für geschändete Kreuze den Berg hochtragen eher rechts oder sind sie links?!
      Und WAS sagt das über die Richtigkeit ihres Handelns aus?

      Die Nationalsozialisten waren in Spenglers Sicht und meiner unerheblichen eine LINKE Massenbewegung. Wir hatten also in D 2 Linksdiktaturen.

    • Simple maybe, but not easy.
      @Thomsen

      Bitte definieren sie Links von Rechts ohne „Links“ zu benutzen.

      Viel Glück!

  35. Titel eingeben
    Das wäre die passende Überschrift gewesen:

    „Der Künstler liess seinen Halbmond mit dem Helikopter auf den Berg fliegen, die Einheimischen schleppen das Kreuz selbst hinauf“

    • das ist tatsächlich ein Punkt, der mir auch wichtig erscheint. Vor allem aber: Jene Begrenzten, die das super finden, kommen noch nicht mal in die Berge.

  36. @Don Alphonso, 21. September 2016, 21:29 Uhr:
    „Meines Erachtens ist das alles zu spät. Die Krise wird sich nicht lösen lassen.“

    Richtig. Aber jetzt wie weiter?

    • Wir schaffen das nicht.

      Nein, ernsthaft, es wird zu einer Festung europa und einer knallharten Abschiebungspraxis kommen, oder wir kriegen überall Le Pens, Salvinis und Co.

    • Haben die Australier alles schon vorgemacht, ...
      … es ist nur eine Frage der Zeit, bis das hier auch so kommt. Wieder mal hatte Brecht Recht: erst kommt das Fressen, dann die Moral. Kann man schlecht finden, ist aber so.

      Wir dummen Deutschen werden wie immer die letzten sein, die es in Europa begreifen und so handeln, und werden dann im Zweifel wieder vollkommen überreagieren.

      „Gesunder Menschenverstand“ können wir einfach nicht, bei uns wird alles zur gesinnungsethischen Grundsatzfrage gemacht – aber eins ist sicher: „Wir sind die Guten“…

    • Der Hosenanzug weiß es:
      Mit ihrer vermeintlichen „Wende-Rede“, die eigentlich nur ein patziges „Auch-wenn-ihr-80-Prozent-seid-ich-weiß-es-besser“ Statement war mit dem abschließenden Versprechen, keinen Deut an ihrem Kurs zu ändern, hat sie sich auf die letzten SPD/Grünen-Stimmen eingeschossen, die noch im „gegnerischen“ Lager zu holen sein könnten. Die eigenen konservativen Restbestände sind eh futsch bzw. zu vernachlässigen.

      Die sie beherbergende CDU hat ihre Pflicht und Schuldigkeit getan und wird sie, ähnlich einem ausgesaugten Wirtstier, zwar kränkelnd, aber noch halbwegs funktionsfähig durch die nächste Wahl tragen (Madame ist sowieso alternativlos).

      Und sollte wider Erwarten die CDU unter 30 und die SPD unter 20 Prozent bleiben, nimmt man einfach die Grünen mit hinein (die über den Bundesrat ja eh schon mitregieren) und errichtet dann die ganz große Koalition der Anständigen. Und schon hat man wieder ein paar Jährchen gewonnen.

      Aber wer in den Bergen wohnt, der ahnt es. Lange Jahre und Jahrzehnte tut sich nichts, aber dann schüttelt sich so ein Berg und nichts ist mehr wie vorher – ein Tal ist mal eben so weg, ein paar Dörfer mit dazu… und vorausgeahnt hat’s keiner.

      Dazu muss es nicht mal zum großen Kladderadatsch kommen (in D sowieso nicht), aber der Unwägbarkeiten sind viele: In der CDU realisieren vielleicht doch manche, was „der Alien aus Anderland“ mit ihrem trauten Heim angestellt hat und ziehen Konsequenzen, noch mehr Staaten machen sich aus der EU davon, Griechenland bringt seine marodierenden Gäste wie gewünscht aufs Festland, wonach sie zu Zehntausenden mirakulöserweise an der deutschen Grenze auftauchen…

      Der Möglichkeiten sind viele.

    • Warum Europa???
      Ist es nicht besser Afrika zur Festung auszubauen?
      Könnte helfen zu einer afrikanischen Identität zu kommen,
      daran scheint es zu fehlen.

    • They say, "Evil prevails when good men fail to act" What they ought to say is, "Evil prevails"
      Don,

      erst Le Pen etc. werden ein Festung Europa und eine knallharte Abschreibungspraxis ermöglichen.

      Das ist der Witz in der Geschichte.

      Denn vorher werden alle Dons noch hoffen und FDP oder Grüne wählen, die zu solchen knallharten Entscheidungen nicht in der Lage sind.

    • >>erst Le Pen etc. werden . . . . ermöglichen
      Ich würde sagen: werden ermöglichen wollen.

      Denn auch für die wird(?)/kann es dann zu spät sein.

      Das Ei ist zerschlagen. Es wieder zurück in die Schale zu bekommen,
      wird wohl keinem gelingen.

    • Pendelbewegung
      @Don Alphonso

      „Nein, ernsthaft, es wird zu einer Festung europa und einer knallharten Abschiebungspraxis kommen, oder wir kriegen überall Le Pens, Salvinis und Co.“

      Ich denke eher, wir kriegen überall Le Pens, Salvinis und Co, UND dann wird es zu einer Festung Europa und einer knallharten Abschiebungspraxis kommen.

      Um mal auf die Pendeltheorie zurückzukommen, die hier im Blog von Goodnight, glaube ich, geäußert wurde:

      Während das Pendel maximal nach links ausgelenkt ist, befindet es sich an seinem linken Wendepunkt. Die Kräfte, die nach rechts ziehen, sind in diesem Punkt maximal. Warum? Alles, was „links“ ist, ist korrupt, bescheuert, irrsinnig, hat keine sinnvollen Ziele, ist nur an Machterhalt interessiert, diffamiert jeden Andersdenkenden als Staatsfeind. Alle sinnvollen Lösungen für Probleme sind „rechts“, bzw. genauer gesagt wird jegliche Vernunft als „rechts“ denunziert und nur die verfemten bösen „Rechten“ fordern Lösungen. Daher zieht es das Pendel nach rechts. Erst unmerklich langsam, dann immer schneller. Die Forderungen der „Rechten“ werden immer radikaler, die „Linken“ geben langsam nach, und ihre Forderungen werden vernünftiger.

      Der Gleichgewichtspunkt ist dann der tiefste Punkt der Pendelbewegung. Hier gleichen sich die Kräfte von links und rechts aus. Aber das Pendel bleibt hier nicht stehen, sondern hat hier erst seine größte Geschwindigkeit nach rechts erreicht. Die Forderungen der „Rechten“ werden allmählich radikal, während die Forderungen der „Linken“, denen endlich der Arsch auf Grundeis geht, vernünftig werden.

      Das ist der Punkt, an dem Le Pen, Wilders, Strache etc. meiner Erwartung nach an der Macht sein werden und das Problem zu lösen beginnen, indem sie die Abschiebungsströme in Bewegung setzen. Aber das ist nicht das Ende der Pendelbewegung, sondern nur die erste Hälfte (!) des Weges.

      Danach (!) erst schwingt das Pendel nach „rechts“. D.h. die „Rechten“ werden allmählich korrumpieren, bescheuerte und irrsinnige Forderungen stellen und allen Andersdenkenden ihre Lebensvorstellungen aufzuzwingen versuchen, so wie heute die „Linken“. Dann werden uns Petry oder Strache als linksliberale Weicheier erscheinen und ich erwarte Regierungschefs wie Franco oder Mussolini. Dann wird selbst der Don noch den guten alten liberalen Zeiten unter Strauß nachweinen …

      Im rechten Umkehrpunkt verhält es sich es dann natürlich genau umgekehrt wie im linken.

      PS: Unter einer erfolgreichen Abschiebungspraxis würde ich mindestens 50.000 Abschiebungen pro Monat erwarten. Netto. Inkl. Familienzusammenführung, Geburten etc. Wenn das soweit ist, können wir darüber diskutieren, ob wir die Hälfte der Pendelbewegung gesehen haben.

    • Was kommen wird
      Don Alphonso,

      ich schrieb ja in einem Kommentar eines Ihrer früheren Beiträge, wir würden noch ein arges Grenzregime um Europa herum erleben.

      Da sind wir einig und auch was das knallharte Abschieben angeht, das wird kommen.

      Und nicht erst, wie einige hier meinen, unter Rechtsextremen, denn selbst vor der am Montag sich geläuterten Merkel gabs schon Äusserungen aus dem in der Hinsicht äusserst, wahrlich äusserst laxen NRW.

      Anderes wird hinzukommen:

      Eine härte Durchsetzung des Rechts, sowohl seitens der Vollzugsbeamten als auch, und das ist wichtig, seitens der Strafverfolgung durch Staatsanwaltschaft und Rechtsprechung durch Gerichtsbarkeit.

      Ich nehme an, in nicht allzu ferner Zeit wird da manch Laxes nicht mehr zu erleben sein.

      Schulpolitik wird „härter“ werden im Sinne von fordernder.

      Es ist ja geradezu irre, wass die grüne Bildungsministerin von NRW vorgeschlagen hat, (mit meinen Worten) jeder möge sich sein Zeugnis selber schreiben und entscheiden, ob er die Klasse wiederholt oder aber versetzt wird. Ich kenne ja nun einige ewige Studenten, im Zweit- und Drittfach war ich das auch. Aber dass diese Politikerin nun auch noch davor die ewigen Schüler setzen will – Hut ab.

      Härter werden auch die Regeln der Sozialgesetzgebung werden. Ein wenig davon war vor kurzem zu vernehmen. Aber das wird nicht das Ende sein, Hartz 4 Empfänger und Bedürftige dürften sich auf größere Anforderungen oder Kürzungen einstellen.

    • Thomas,
      .
      das, was nach maximalen laissez-faire aussieht, ist in Wirklichkeit die schärfste Auslese. Wo haben denn die ganzen Akademiker rot-grün-linls-liberaler Ausrichtung in Berlin denn ihre Kinder? Ganz genau, in Privatschulen, gerne katholischen Privatschulen, weil da die Muslime ihre Kinder (noch) nicht hinschicken. Wenn jetzt schon absehbar ist, dass die guten Posten weniger werden, muss man für seine Brut rechtzeitig die Voraussetzungen schaffen, schliesslich ist jeder seines Glückes Schmied, oder?
      .
      Wenn für mich jetzt schon absehbar ist, dass die Mehrzahl der Kinder derjenigen, die ich alle vier Jahre per mündige Staatsbürger anspreche, ihre berufliche Laufbahn in den Wartzonen der Agentur für Arbeit zubringen werden, ist es nur folgerichtig, die Beschulung entsprechend auszurichten, bzw. zu unterlassen.
      .
      Was haben wir früher über die Amerikaner gelacht, die mit sechzehn als Analphabetinnen und Analphabeten aus der Highschool abgehen. Das schaffen die Gymnasien in NRW nächstens auch, ist bloss eine Frage ders Curriculums und der Benotung, wie das die grüne Tante ganz richtig erkannt hat.

  37. der HEILIGE ÖPNV und seine OPFER
    vielleicht noch ein kommentar zu den „gefährlichen“ DON abfahrten, wir erinnern uns der „talabwärts brausende, kurvenschneidende DON und seine zuckenden V-brakes“……….

    heute lesen wir: radfahrerin (28) in Köln von stadtbahn überrollt. nun ja, das passiert, auch in Stuttgart und anderswo und in Basel oder Luzern macht das dann der superlange Gelenkbus. ist ja nur ein kollateralschaden des hochgejubelten ÖPNV

    • Nichts ist gefährlicher für Radfahrer als der Stadtverkehr.

    • @ Django,
      Kürzlich lernte ich Sie noch als Amateur des ÖPNV kennen (schien jedenfalls so).
      .
      Wenn die Kacktröten in Kallsruh oda woannersch mit zu´gstöpselde Ohre Rad fahre misse. Alla, wegg mid denne.

  38. Bergwetter
    Dieses Phänomen, dass man den Gewittersturm erst wahrnimmt, wenn er direkt über einem ist, weil man am (sonnigen) Hang ist und die Gewitterfront von der „anderen Seite“ her über den Grat kommt, kenne ich vom Bergwandern in der Schweiz. Das ist ganz schön gruselig. Innerhalb von Sekunden vom lauen, gemütlichen Spätsommer zu Regen, Hagel, Blitze, Sturm, Kälte. Nichtmal Zeit, die Regenhaut überzuziehen. Ja, da hoppelt man fein nach Zuflucht.

    • Ja, mir ist das letzthin ja am Jaufen passiiert. Eine Stunde im Bergwald, kein Blick weiter als 200 Meter und dann ist man plötzlich im Gewitter, während unten im Tal noch 30 Grad sind.

  39. Wenn sie nicht Fahrradfahren dürfen, ...
    dann steigen weibliche (und männliche) Bergfexe im Iran eben dem Gipfelhalbmond zu (der dort übrigens seinen gerechtfertigten Platz hätte, so wie bei uns die Kreuze und in Nepal die Gebetsfahnen und Chörten). Ist aber nun mal nicht der Brauch.

    Ein hübscher und leider schnell wieder verschwundener Beitrag im Mutterschiff über „kleine (und größere) Fluchten“ im moralinsauren Iran.

    http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/menschen/irans-frauen-entdecken-das-bergsteigen-fuer-sich-14423263.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

    Nebenbei sind solche Artikel u. a. auch der Grund, warum ich immer noch treulich die Printausgabe abonniert habe. Dafür schlucke ich auch brav meine zweiwöchentliche Bahners-„Kröte“. (Gemeint ist selbstverständlich der jeweilige Artikel, nicht der Autor!)

    Ab ein paar tausend Metern Höhe und einer gewissen Steilheit geht gottlob nervigen Ideologen und Moralpredigern schnell die Puste aus, weswegen sie dann bevorzugt das Flachland terrorisieren (die höchsten Erhebungen in Berlin sind gerade mal um die 120 m hoch und bezeichnenderweise meist Schutt- und Trümmerberge).

    https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Erhebungen_in_Berlin

    Auch wieder auffallend: Den Iranerinnen gelingt es immer wieder, das ungeliebte Kopftuch wie ein modisches Accessoire aussehen zu lassen, unter dem ein frecher Haarschopf hervorlugt.

    Nur unsere TV-Lieblingskopftücher mit Talkshow-Dauereinladung (beispielhaft das säuberungsfreudige JU-Mitglied Ulusoy) wickeln sich 100prozentig schariakonform mit Unterkopftuch ein, damit auch kein einziges Haar hervorspitze und erzählen uns dann was von großartiger persönlicher Freiheit, die ihnen dadurch zugewachsen sei und der selbstverständlich einzufordernden Akzeptanz seitens der (noch!) vorhandenen Mehrheitsgesellschaft.

    In diesem Sinne: Berg heil, liebe Iranerinnen!

    • Ich habe es zitiert, weil daran offensihtlich wird, dass diese ganze Kopftuchbehaupterei vollkommen absurd ist. Ein geistlicher Führer gibt etws vor, seine Gangs setzeen das durch, und natürlich fand auch jeder Hitlerjunge seine Uniform toll. Es nervt. Kopftücher waren hierzualnde die Ausnahme, bis wahabitisch inspirierte Prediger kamen. Das hat weder was mit Freiheit noch mit Tradition zu tun.

  40. F.Dalibard und die Blitze
    werter DvH

    müssen wir nicht alle F. Dalibard und seinen gehilfen Coiffier bewundern, die blitze tatsächlich „einfingen“ mit hilfe einer 12 m hohen eisenstange.
    und daraus lange funken „zogen“……….und erst recht B.Franklin, der mit einem flugdrachen zum blitzeinfangen auszog………….

  41. ist schon ein Kreuz mit dem Kreuz
    Nach meiner Erweckung aus dem Tiefschlaf des Norddeutschen zum Gipfelstürmer, 2015 – Zugspitze, kletterte ich heuer zum Gipfelkreuz auf der Ostspitze der Kampenwand (zuvor Hochgern und Geigelstein) im Chiemgau. Nach der Zerstörung des Holzkreuzes 1923 durch Blitzschlag wurde1950 ein eisernes Kreuz errichtet. Zusammengeschweißt auch aus dem Altmetall von Panzern (schön!). Hochgeschafft von Mensch und Muli. Gewidmet den Gefallenen des Chiemgaues. „Wenn du auf diesem Felsen stehst,/ Erhebe Herz und Hand (sic!)/ Zum Danken – Denn, sie sanken,/ auf dass die Heimat immer sei.“ Na, ja, das trübt den Fernblick auch bei Sonnenschein etwas ein …

  42. Don AlphonsoIn 22. September 2016 um 10:39
    „Wir schaffen das nicht.“
    .
    Ich fürchte, wenn das mit den Krisen in Europa noch ein paar Jahre so weiterläuft, was zu befürchten ist, werden auch solche Scheinkaliber wie Le Pen und Salvini nicht ausrichten. Den Bürgerkriegen in den heterogenisierten Staaten mit > 20% Fünfte-Kolonnenanteilen, werden, wenn überhaupt, die Frankos, die Salazars und die 1-8 ten folgen (müssen). Als „alternativlos“ zu Kalifaten. Staaten wie Polen, die das eigene Haus sauber halten, werden da fein raus sein. Insch-Allah!
    .
    An anderer Stelle sagen Sie, im Zusammenhang mit Kunst-Installationen auf Bergeshöhen: „Hubschrauber ist billiger“. Ja aber, trägt das vom Hubschrauber getragene Einzelteil eines Kunstwerkes je so zur Einbindung in unsere Lebensart bei, wie jener Künstler Günter Rauch im Allgäu. Der hatte die Einzelteile seiner „Porta Alpinae“ in hinterfotzigem Kostendumpinggedanken von hierher Geflüchteten in einer Art „Performance“ auf den Hochgrat tragen lassen. Zum Glück wies die Konstruktion keine geometrisch-rechtwinkligen Überschneidung zweier Geraden (Balken) auf sonst hätte ich ein Scheitern dieser „Performance“ vorausgeahnt.
    .
    (der Vladi Karminer berichtete, in ungemein gutturaler Tonlage darüber)
    .
    DdH

    • Himmelpforte
      Die Sendung habe ich auch gesehen. Meiner Erinnerung nach kam das gute Teil auf den Mittag, dem Hausberg Immenstadts.
      Mei, wer da oben unbedingt eine Himmelspforte braucht… Für mich auch eher eine Möbelierung, wie Messner sagt.

      Auf die Sendung aufmerksam gemacht hatte mich das Mutterschiff, wie man hier so sagt.

  43. Sie hat keinen mehr frei oder es ist aus mit der Geduld!
    Vonnaweg …

    So sand se hald dia gottlose Saublosa.

    Isch scho glar, dass dia do en Bärlihn da Schuss id kehrt hand.
    Guck dr dia nefressene Melle (Grend) doch amol ah. Däd me id wondra, wenn dui bleda ihr-griegend-des-scho-na-modder, da BDN firre schickt, om dia schiene Greuz zamma zom hacka – dät dära gleich seha. Bleada Kuah.

    Grad na fahra end Hell soddet se, dia ganz Bagage – Godlohs Gsendel, alle middanad.

    Was I eigendlich saga will …

    Zeit isch vrbei, womma dia hodd macha lau kenna, wia se grad wand.
    Wemma etz id aufbasset, scheissed di oem bloss no auf da Grend.
    Dene mos ma zoiga, wo dr Badle da Moscht holled.

    Was mr au no eifällt …

    Dia do, en dem bleada Neascht – do oba do, hand ihra Läbdag no nix gschaffet.
    Ond von so oine, kah ma au nix sgeits verlanga. Dia hand koin Ahstand – ond koi gfiehl em Laib.
    A Bruat, a rächda.

    Edz no a Gschicht, en Hochdeitsch, fier älle…

    Ich kam einmal mit einem alten Mann ins Gespräch. Einer wie auf dem Bild vom Don – nur im weißem Hemd unter dem zugeknöpften schwarzem Samtjanker. Ich mit kurzer Jeanshose und weißem T-Shirt. Es waren bestimmt 32 °C im Schatten!

    Dazu trug er eine schwarze Samthose mit weitem Schlag. Der Hut noch breiter und mit schwarzem Band. Um die 80zig war er bestimmt. Schlank und rank. Gerader Rücken, mit klarem Blick. Ein Bild von einem Mann.

    Er hatte gerade mit seiner frisch gedengelten Sense (man hört das am Geräusch wie die Sense durch Grün gleitet) Gras für seine Hasen geschnitten. Ich, die ca. 5000 qm Hanglage des Obstgartens des mittlerweile geschlossenen Kreiskrankenhauses mit einen 18 PS starken dreischneidigen Geländemäher gemäht.

    (Woisch Bua … ) Weißt du Junge, sagte er zu mir:

    “ Jetzt habe ich 4 Deutsche Reiche miterlebt.
    Das Kaiserreich, die Weimarer Republik, das Tausendjährige Reich und die BRD.
    Aber eins kannst du mir glauben – des jetzige ist das Schlimmste von allen.“

    (Eine WAHRE Geschichte aus dem Jahr 1987)

    • Saubloasa
      60 Grad im Schatten!
      Wahre Geschichte!
      Ein Bild von einem Mann!
      Der 200jährige!
      Schlimmstes Reich!
      In dem Hausmeister!
      Solche Freiheiten haben!

    • Auch eine WAHRE Geschichte. So aus den späten 70ern
      Frage ich an einer ungarischen Tankstelle einen westdeutschen BMW-Fahrer (Ob’s ein Bayer war?), ob er mich ein paar km mitnehmen könnte. Trampen war damals Lehrlings- und Studentensport.
      Sagt er:Lauf! Wir sind bis Stalingrad gelaufen.
      Sag ich (zufällig mal schlagfertig):Und Gott sei Dank wieder zurück!

      Muss man sowas kommentieren? Menschen, die nix dazulernen gibt’s überall auf der Welt. Es gibt sogar solche, die sich selbst nach den gewaltigsten Katastrophen weigern, was dazu zu lernen.

      Dessen Sonntagsgott hätte ich ja gern mal kennengelernt.

  44. WOHLFAHRTSAUSSCHUSS
    @Thomas

    ja, planen sie schon mal ein, dass all die von ihnen genannten institutionen sich in einem „WOHLFAHRTSAUSSCHUSS“ zusammenschliessen !

    eine sanftere variante wäre sicher eine „WAHRHEITSFINDUNGSKOMMISSION“

    • Hut ab
      Sie haben mit einem Begriff benannt, was ich meinte und kommen könnte.

      Nun ja, meine verlotterte Bildung halt.

      Es wird ja derzeit empfohlen, den weltberühmten Roman „1984“ zu lesen.

      Ich empfehle ein Buch, das 1950 erschienen ist:

      Walter Jens – Nein, die Welt der Angeklagten

      Ähnlich gehaltene Bücher hab ich auch in jungen Jahren gelesen.

      Und wirklich, ich dachte, die Lektion wäre gelernt. Anscheinend kommt sie äusserst massiv neu daher.

      Danke für die Erinnerung an den Wohlfahrtsausschuss. Und das verbinde ich mit einer Hoffnung: Mögen die heutigen oder künftigen Wohlfahrtsausschußmitglieder zumindest bekannt sein, damit diese sich an dem Schicksal der damaligen orientieren können und sich vielleicht doch noch besinnen und mäßigen.

  45. Sozialisten statt Christen
    Es ist schon ein Kreuz mit dem Kreuz. Und es ist schon erstaunlich, wie Unterdrückung, Ausbeutung und Tröstung so Hand in Hand gehen. Die römisch-katholische Kirche war darin ja lange eine Meisterin ihres Fachs. In Bayern halt etwas länger. Und irgendwie erinnert mich das auch immer an die 72 Jungfrauen.

    Na ja, die Trennung von Staat und Kirche war ja nie vollständig. Die Paralleljustiz wurde nie aufgegeben, der Ablaßhandel wurde automatisiert und Ungläubige werden jüngst wieder diskriminiert. Daß Autos, Waffen und Soldaten mit himmlischen Segen versehen werden, hat schon seine Gründe. Daß die Kirchen sich ihr selbstloses soziales Engagement fürstlich entlohnen lassen, ist denn auch nur noch eine Selbstverständlichkeit.

    Der Rückgriff auf die ehemals so erfolgreiche strategische Zusammenarbeit zwischen Kirche und Staat scheint angesichts der Beispiele islamischer Kulturen auch mehr als naheliegend. Wer möchte nicht, wie Erdogan, die renitenten Untertanen mit „kostenlosen“ Paradiesen besänftigen, um die Schäfchen dann umso leichter benutzen zu können. Oder will hier ernsthaft jemand gegen das christliche Abendland und seine Hochkultur rebellieren?

    Nun denn, es müssen ja keine Sozialisten oder andere Isten und Istinnen sein, aber vernunftbegabte Wesen mit einem gewissen Abstrahierungsvermögen wären schon nicht schlecht. Die dürfen auch gerne in ihrem Innersten und eingedenk ihrer eigenen Bedeutungslosigkeit – verglichen mit der Urgewalt der Natur – an höhere Wesen oder übersinnliche Kräfte glauben, um ihre fehlende Omnipotenz zu kompensieren. Sie sollten aber niemals deren irdischen Vertretern bedingungslos vertrauen und folgen. Denn die sind von Omnipotenz mindestens so weit entfernt wie sie selbst.

    Mir scheint, daß allzu gern vergessen wird, was sich hinter Religionen, Burgen, Schlössern, Klöstern, Ideologien, dem Verlagswesen und vielem mehr, was heute gern bewundert wird, verbirgt – ganz und gar irdische Interessen, die selten durch Gutes entstanden und immer irdischen Interessen dienten und dienen. Ihnen, den Interessen der Anderen, nachzuhängen, sollte man sich wirklich gut überlegen. Das Leben ist einfach zu kurz.

    Und bevor mir nun wieder das Predigen vorgeworfen wird, schließe ich hier mit einem Amen. Das Thema kann sowieso niemand abschließend bearbeiten, glaube ich.

  46. Macht des Religiösen
    … wo wir jetzt beim Religiösen angelangt sind: Mich nun auch noch um Unterschiedlichkeiten zwischen Sunn. und Schii. kümmern zu sollen, geht mir sowas von irgendwo vorbei. Als Katholik reicht es mir schon zur Genüge, mich um Verständnis für den Protestantismus zu bemühen.

    Als ich kürzlich in der Schlosskirche zu Wittenberg an Martin Luthers merkwürdig kurzen Sarkophag herantrat, vermeinte ich, gewisse Wälzgeräusche zu hören. Nicht verwunderlich, denn der Doctor müsste sich wirklich im Grab umdrehen, sähe und hörte er, welche Wendung der deutsche Protestantismus bis heute genommen hat. (NB: Die Schlosskirche selbst wäre auch noch einen ausführlichen Kommentar wert.)

    Seit den letzten gut zwanzig Jahren höre ich morgens um 6:35 Uhr auf der Fahrt zur Arbeit die DLF-Morgenandacht. Anders als früher wird seit geraumer Zeit die Konfession ev/kath leider vorher mitgeteilt. Früher konnte ich nach der Ansprache mit geschätzt über 90%iger Trefferwahrscheinlichkeit die Konfession zuordnen. Mein zugespitztes Fazit nach zwanzig Jahren: Deutscher Protestantismus, wie er sich in diesen Morgenandachten darstellt, ist theologische Verbraucherberatung in der Form von Werkgerechtigkeit. Iss tierethisch, schütze das Erdklima, konsumiere gerecht, wähle nicht AfD (Pfr’in Angelika Oberth), etc. etc. Durch diese guten Werke bist du gerechtfertigt und gehörst zu den guten Menschen.

    Martin Luther tat sich da ungleich schwerer. Es ist fast ergreifend zu lesen, wie Luther 1545 auf seine Entwicklung zurückblickt, wie sein Ringen um das Verständnis der „Gerechtigkeit Gottes“ zur radikal spirituellen Einsicht führt, dass Gerechtigkeit Gottes ein Geschenk Gottes an den Menschen sei.
    Eine spirituelle Dimension ist dem Protestantismus m.E. weitgehend verloren gegangen. Stattdessen registriert man nun verwundert Osterkerzen, farbige Stolen, Marienfiguren, Kerzenständer mit kostenpflichtigen Teelichten u.Ä. in evangelischen Kirchen.

    Dem Katholizismus ist die Spiritualität nicht minder abhanden gekommen. Vielleicht resultiert diese Einschätzung aus der Sentimentalität eines alten weißen Mannes. Mir sind noch die Responsorien des Ministranten vom Introibo bis zum Suscipiat geläufig. Nun, die Una Sancta hat die Sprache ihres Ritus aufgegeben und damit auch das knisternd Geheimnisvolle des Hoc est enim.

    Mir scheint Martin Luther der letzte wahre Katholik zu sein.

    P.S. I Nebenbei angefragt, ist eigentlich schon mal berichtet worden, dass ein Attentäter sich mit dem Schrei „Credo in unum deum“ in einer Menschenmenge in die Luft gejagt hat?
    P.S. II Gottlob wird es mir erspart bleiben, altarabische Suren auswendig lernen zu müssen.

    edSE

    • "Religion ist Unglaube" Karl Barth, die Reformation hatte noch ein paar Sequel
      Das reformierte schrieb ein paar Bestseller, holte ein paar ordentliche Spiegel-Titelstorys – und brauchte nicht mal eine Flasche Roten dazu.
      Was man über den Islam wissen muss gab’s doch schon als Kompaktseminar bei Karl May hat mir „Durch die Wüste“ und „Von Bagdad nach Stambul“ durchaus gereicht um mit den dortigen Gläubigen eine gute Koexistenz aufzubauen.

  47. Zerstörte Gipfelkreuze - Artikel in der Prantlhausener Zeitung
    Die sog. „Süddeutsche Zeitung“ hat das gleich für ihre Agenda instrumentalisiert:

    „http://www.sueddeutsche.de/bayern/alpinismus-reinhold-messner-kreuze-haben-am-gipfel-nichts-verloren-1.3144068“

    „http://www.sueddeutsche.de/bayern/gipfelkreuze-wo-sich-himmel-und-erde-beruehren-1.3143014“

    Im ersten Artikel wurde einfach ein Satz von Reinhold Messner aus dem Zusammenhang gerissen. Im zweiten beginnt das Interview mit einer Suggestiv-Frage.

    Bei soviel Rückhalt für die Täter durch die in Bayern und andernorts immer noch als bildungsbürgerlich und irgendwie intellektuell geltende
    SZ kann man darauf warten, bis sich manch widerwärtiges Subjekt sich an Kreuzwegstationen, Marterln, Kircheneinrichtungen etc. vergeht.

    Und die feine SZ-Redaktion klatscht Beifall!!!

    • Nein
      Die SZ sucht nichts, um Beifall zu klatschen, sie zündelt, um die Stimmung anzuheitzen und mal wieder etwas Exklusives ausserordentlich Schlimmes berichten zu können.

      SZ-Bild halt.

  48. Titel eingeben
    Lieber Don Alphonso, dass Sie als Atheist sich um die Kreuze sorgen, macht Sie noch mal sympathisch. Das ist für mich ein Zeichen für eine wahre, souveräne Toleranz.

    Dank für den großartigen Text und die wunderschönen Fotos. Die Putten und das Lämmchen finde ich ganz entzückend.

    Haben die Maiskolben irgendeine christliche Bedeutung? Ähnlich, wie die Opfergaben der Hindus z.B.?

    „Achtet mehr auf die Zeichen der Natur“, das ist es.
    Was mich neuerdings wundert, sind die vielen durch Blitzeinschlag verursachten Todesfälle, besonders bei jungen Menschen. Werden die einfachsten Verhaltensregeln, die beim Gewitter gelten: sich so schnell wie möglich Schutz zu suchen, aber nicht unter den Bäumen, nicht mehr an die jüngere Generation tradiert?

  49. @ Don Alphonso sagt, 22. September 2016 um 10:39 Uhr „Wir schaffen das nicht.“, ...
    … „Festung Europa“

    Es muss zur Festung Europa kommen, oder die west/mitteleuropäische Kultur wird untergehen. Zu dem auf Europa zukommenden Migrationsdruck empfiehlt sich die Lektüre von Sarrazins „Wunschdenken“, der ganz nüchtern und entspannt darlegt, dass selbst eine Aufnahme von mehreren Millionen Afrikanern pro Jahr die afrik. Bevölkerungskatastrophe nicht einmal ansatzweise verhindern wird.

    Aber sie wird Europa zerstören, wenn wir sie über das Mittelmeer lassen.

    Weiteres Beispiel für unsere Lückenpresse: das systematische Verschweigen des effektiven Grenzregimes Spaniens.

    Zusätzliche geeignet für den klaren Blick: die Lektüre der Beiträge Heinsohns z. B. auf der Achse oder in der NZZ.

    Zur „knallharten Abschiebungspraxis“: Orban macht die notwendigen Vorschläge heute in der „Welt“ – https://www.welt.de/politik/ausland/article158313234/Alle-die-illegal-gekommen-sind-einsammeln-und-wegbringen.html

    • Wer ist denn Sarrazin?
      Na ja, dessen Pamphlete sind mir auch bekannt, in meinen Augen aber nicht zu irgendeiner Argumentation tauglich.

      „Nicht Religionen oder Hunger sind die Ursachen für Kriege. Zu Gewalt komme es dort, wo es einen Überschuss an jungen Männern gebe, sagt der Völkermordforscher Gunnar Heinsohn. So gesehen bleiben die islamischen Länder auch ohne Islam noch einige Zeit brandgefährlich.“

      Muß so etwas wirklich ernstgenommen werden? Wohl kaum.

      „Außerhalb der EU sollte man „von bewaffneten EU-Kräften gesicherte, mit EU-Geld finanzierte große Flüchtlingslager“ errichten, meinte Orbán.“

      Orbán scheint wohl zuviel Heinsohn gelesen zu haben und darauf zu spekulieren, daß sich das Problem in solchen KZs durch die Zahl der „jungen Männer“ ganz von selbst erledigt.

      In einem Punkt stimme ich Sarrazin allerdings uneingeschränkt zu: Der IQ in Deutschland sinkt und sinkt, falls das überhaupt noch möglich ist.

    • Richtig!
      Das findet meine volle Zustimmung. Fast könnte man den Eindruck gewinnen, die Migrationskrise wäre jetzt vobei bzw. „unter Kontrolle“. Dabei hat sie gerade erst begonnen. Die EU müsste JETZT klare Nachrichten nach draußen schicken, wie sie schon einmal vom Ratspräsidenten kamen: “Do not come to Europe. Do not believe the smugglers. Do not risk your lives and your money. It is all for nothing.” Dass dies nach wie vor durch die Haltung der BK torpediert wird ist halt Wahnsinn.

  50. die ZUCKENDE V-BRAKE von DON
    nach einem kleinen ausritt in der mittagssonne muss ich doch die kontemplativen gedanken, die mich über DONs rasende abfahrt erfassten wiedergeben.

    die V-brake von DON zuckt ja des öfteren hin und her, auch in kurven greift der meister beherzt zu, wenn der radius nicht mehr ganz stimmt, zum glück ist die strasse breit und die österreichischen nachfahren oder imitatoren von Rind, Quester, Lauda oder Dr. Marko bleiben auf ihren gegenfahrbahnen.

    ich gebe zu, MTB-ähnliche reifen und ein nicht supersteifes radl erlauben nicht immer wie am kurvenlineal gezogene radien. GEOFF hatte es mit seinem glanzpunkt englischer 2rad-ingenieurkunst schon leichter. (von da an gings bergab, dank Maggie und den gewerkschaften)

    ABER:wie sagte der legendäre Geoff Duke (es war mir vergönnt ihm leibhaftig zu begegnen, wie zu erwarten hatte er seine Norton Manxx dabei): mit 30 kmh korrigiert sichs in der kurve noch leicht, mit 85 kmh aber schon nicht mehr. WIE WAHR!

    Schorsch Maier aus dem schönen Bayern (hatte bei dem treffen seine Komp.BMW nicht dabei, dafür seine frau) konnte das ja immer gut am hinterrad klebend beobachten.

  51. Für Frauen gibt es da wenig zu beschäftigen
    Des Herrn de Maizieres Vorschlag, sich mehr mit Religion zu beschäftigen, beschäftigt mich schon. Wenn man von den Protestanten absieht, sind die Vertreter der Religionen Männervereine. Für eine Frau gibt es da nichts zu beschäftigen. Zu den Protestanten würde ich auch nicht passen, denn da ist es (meines Wissens) nicht erwünscht, die Männerherrschaft der anderen Konfessionen und Religionen in Frage zu stellen – was ich tue.

    • Sursum corda
      Finde ich nicht. Der sonntägliche Besuch einer beliebigen Frühmesse beweist: 90% der Gläubigen sind Frauen über 60, manche singen weinerlich, andere inbrünstig, nur der Zeremonienmeister ein Mann. Das verhält sich so ähnlich wie mit den Damen auf dem Kreuzfahrtschiff und dem Gigolo, der sie unterhält. Wirklich Männerherrschaft, oder doch eher Bedürfnisbefriedigung?

    • Das Interesse mancher Frauen an der Religion
      Die ersten Zugereisten aus der islamischen Welt in den 1960er Jahren hatten ihre Frauen wohl noch nicht dabei. Die später nachgereisten Damen waren es, habe ich in einem Bericht gelesen, die z.T. das Interesse an der Religion mitgebracht haben. Es galt weniger Alkohol zu konsumieren, sich weniger in Spielhallen aufzuhalten sondern am Freitag brav in die Moschee zu gehen. Dieser Überlegung wird selten nach gegangen.

      Zur Schamlosigkeit des Fahrradfahrens im Iran. Man müsste zB den hessischen Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir(Deutscher und Jemenit), (Die Grünen) fragen was er davon hält. Die Reisen von Gabriel und Steinmeier sind ja bekannt. Ich vermute die Bayern waren auch schon dort. Es geht u.a. um Niederlassungen iranischer Banken in Frankfurt oder München. Da wird sich doch keiner um Radfahrerrinnen in Teheran kümmern wenn das Geld lockt. ggf pocht man auf einen wiblichen Vorstand in der deutschen Filiale.

    • Natürlich werden jetzt Frauenrechte ganz klein gesprochen. Meine Informationen verdanke ich daher auch einer Exiliranerin in den Niederlanden.

    • An A. Hunter (Jäger?)
      ggf gibt es einen Zusammenhang von Lebenserwartung und Kirchenbesuchen. Frauen haben als ungerechten Ausgleich eine höhere Lebenserwartung als Männer. ggf liegt es auch daran das die Damen von dem Mann in der (merk)würdigen Kleidung vorne in der Kirche idR nichts zu befürchten haben. Von unangenehmen Fragen im Beichtstuhl abgesehen. Diese Befragung wiederum ist eine „preisgünstige“* Variante der Psychotherapie wenn man es richtig macht.
      *Die Kosten sind im Mitgliedsbeitrag enthalten der vom Finanzamt eingezogen wird.
      PS Ich verbinde Frühmesse mit katholischer Kirche.

  52. Jeder bitte nur ein Kreuz oder die Heimatlosen von Berlin und ihre Gäste.
    Wer die Natur nicht liebt, liebt auch den „lieben Gott“ nicht.

    Wer nicht liebt und das Gefühl nicht kennt daheim zu sein der hat auch keinen Respekt – vor gar nichts.

    Heimatgefühl ist nur eine Teilumschreibung dafür, dass man die persönliche Reifung zum Menschen und Erwachsenen sich in einem fortgeschrittenen Stadium befindet.

    Man fühlt sich geerdet und spürt „das ist mein Land“. Man reicht der Natur, den Bäumen, dem Boden, den Steinen und all dem Getier samt seinen freilaufenden Mitmenschen die Hand und sein Herz. Der Dank ist, dass einem die Erde an ihren Busen drückt. Sie schenkt einem Demut und Ruhe – dem Glücklichen die Einsicht Teil vom Ganzen zu sein und irgendwie auch verbunden. Mit allem.

    Wenn ich meinen Blick über meine Heimat gleiten lasse sehe ich, wie alles sich fügt. Sehe von einem Baum nicht nur einen Stamm und Blätter. Ich sehe und SPÜRE seine Wurzeln, sein Wesen, sein Kraft, wie er lebt – wie ich.

    (Wer das verstehen will was ich meine sei die das Konzeptalbum von der Rockgruppe Anyones Daughter` (Piktors Verwandlungen) empfohlen).

    https://www.youtube.com/watch?v=3Go2qpU3qMo

    Man hat begriffen hat wie klein man ist aber auch wie großartig, ist man dankbar für die „kleinen Sachen“ die einem im Leben Sekunde um Sekunde vor die Füße fallen. Man muss sie nur achten und sehen.

    Und genau dies ist das eklatante Manko welches sich an unseren angeblichen eingebildeten Eliten, wie auch an „ihren Gästen“ zeigt. Von Reife keine Spur. Egomanisch, selbstverliebt – voller Eigendünkel bis unter den nicht getragenen Hut.

    Es werden keine Unterschiede mehr gemacht. Alles ist gigantomatisch ins Übertriebene gesteigert.

    Der Sinn fürs Feine geht verloren. Es ist die Gleichmacherei des unsensiblen selbstgerechten „Führungselite“, die eigentlich Verführungselite heißen müsste. Nichts ist mehr was wert, was nicht auf ihrem beschränkten Horizont erscheint. Geistlose leere Hüllen.

    Alles wird niedergetrampelt durch ihre Dummheit. Es gibt kein INNEHALTEN mehr. Auf ihren Altar des golden Kalbes – ihrer NEUEN WELT ORDNUNG opfern sie alles.

    In ihrem Wahn ziehen sie alles mit in den Abgrund – Sie haben ja auch nichts zu verlieren. Denn sie besitzen nichts was wichtig wäre. Es sind lauter kleine Menschen ohne Hoffnung und Glauben.

    Es ist an der Zeit diesem Treiben Einhalt zu gebieten – im kleinem wie im Großen. Wenn man ihnen ihre Lügen und ihre Schandtaten nicht zurück an den Kopf wirft gibt kein zurück.

    Dann gibt es keine Zukunft – kein Jetzt und irgendwann auch kein Gestern mehr. Wenn es aber kein Gestern mehr gibt in den Köpfen, gibt es nichts mehr – rein gar nichts mehr.

    Dann, meine Freunde, gibt es nur noch Sehnsucht nach etwas, was mal war – aber keiner mehr kennt oder gar benennen könnte.

    ++ungut

    ….

  53. @ Frau Simon/ Herr Neininger. Also, wenn Abschweifungen d´accord sind=> Fortsetzung
    „….Mit sechszehn Jahren vom Blitz erschlagen zu werden, eine meiner Bestrebungen. Ich las gerade „Dass meine Freude bleibe“ und wie Giono „Boby“ sterben ließ („der Blitz pflanzte ihm einen güldenen Baum zwischen die Schultern…“) (Original:« la foudre lui planta un arbre d´or entre les épaules… ») schien mir der Gipfel an Glück.
    Aber der Hirte der Frau und Kind hatte, hatte für den Blitz nicht diese maßlose Liebe und wusste andererseits dass man gegen den Donner des Herrn nicht das Schwert zieht. Die Flucht, nur die Flucht erschien ihm vernünftig. Das reichte noch nicht aus, es war auch nötig sich allem zu entledigen was aus Eisen war: eisenbeschlagene Schuhe, Schäferstab, Opinel. Und ich, der glaubend, dass er sie in einer Art Panik verloren hätte brachte sie ihm zu Füßen wie ein treuer Hund.

    An diesem Tage missachtete der Donner des Herrn einen derart wertlosen Kram. Weit entfernte Quellen oder von Fall zu Fall eine Buche die maßlos erschien, die sich wie eine Herausforderung vor den schwarzen Himmel reckte, der Blitz prallte brutal auf die flachen Steine wie geschleudert von einem rachsüchtigen Bengel. Er zischte und miaute um die Herden welche die „Römische Schildkröte“ bildeten, Kopf gegen Schwanz, den Feind wohl schon langer erkannt zu haben als die Hirten.
    .
    Unter der mindesten Bedeckung der Schutzhütte ganz aus wohlgefügten Steinplatten waren es schon drei Hirten die große Augen machten angesichts Meiner, aufrecht, regennass glänzend und die Arme beladen mit diesen hartnäckigen Beutestücken: Soldatenstiefeln, Opinel und Peitsche/Schäferstab und der sie mit dem gutmütigen Blick eines anschaute wie ein Idiot.
    Dieser Hirte lachte später mit seinen Gehilfen lange darüber. Ich besuchte ihn im Krankenhaus von Forcalquier, wo er im hohen Alter starb, mit einem Fuß weniger, völlig verkohlt an einem Gewittertag………“
    .
    Ach ja, so schön wie Magnan, Giono und Pagnol einst lange Texte schrieben schreibt heute der Don seine Kurzgeschichten.
    .
    Übrigens, @ Frau Simon, der Schwiegersohn soll jetzt massiv aufgebaut werden. Geben Sie sich mal die Kommentare bei der Baggerschute. (DdH)

    • Werter DdH, danke für den Text
      und ja, ich habe es gestern erstaunt gelesen, was doch alles von Schwiegerpapa veranlasst wird, um aus dem wenig erfolgreichen Schwiegersohn doch noch einen Mann von halbem Format zu machen. Es bleibt ja in der Familie wird sich der Schwiegervater denken und wenn ich mich noch einmal aufstellen lasse, dem Kerle zeige, wie es geht, sollte es doch verflixt nochmal möglich sein, dass ihm wenn schon nicht Charisma, so doch Amt und Würden zuwachsen. Wenn Tochter die Degeto leitet, muss für den Schwiegersohn das Land herhalten.

      Was ist das anderes als Korruption, Protegieren von Untauglichen und Vergeudung von Steuergeldern. Heute reichen keine Wahlkreise mehr, heute muss es das Land sein. Warten wir ab, wie weit der Alte den Schwiegersohn noch ins Rampenlicht schieben wird, denn BW wird auf Dauer zu eng werden. Und was der Vater nicht erreichte, muss nun der Schwiegersohn schaffen. Man kennt das aus vielen Familien, in denen es heißt, du sollst es einmal besser haben… was für ein Elend kommt da über uns.

    • "Güldener Baum"
      So etwas habe ich tatsächlich einmal gesehen, zum Glück nicht zwischen irgendwelchen Schulterblättern. Da hatte ein Blitz in einen Hochspannungsmast eingeschlagen (auch in den Bergen…) und der leuchtete tatsächlich eine gute Sekunde wie ein goldener Christbaum auf seiner gesamten Länge als wäre das Eisenfachwerk plötzlich nur noch Leuchtfaden.

  54. Der Norden
    „was viele Besucher aus dem Norden immer wieder irritiert: Hier ist alles voller Flurkreuze“
    Habe nicht alle Kommentare gelesen & weiß daher nicht, ob es schon jemand erwähnt hat: Im „Norden“ gibt es sowas auch, kommt nur drauf an, wo. Wenn man am (eher katholischen) Niederrhein durch die Felder & Wälder radelt (für Flachlandtiroler wie mich deutlich angenehmer als das Hochgebirge), sieht man solche Kreuze sogar recht häufig.

  55. "Wir schaffen das nicht"
    Und wie wir das nicht schaffen.

    Zahlen und Fakten für unbeirrbare Migrations-Euphoriker …

    https://www.youtube.com/watch?v=YsRQNu9Jg7k

    • Die Frau in Berlin wurde nur falsch verstanden oder ...
      … guter Link, aber Fakten sind nichts für die da in Berlin.
      Das verstehen die nicht! Die Glauben an die NWO und ihre Wahnvorstellungen.

      Tenor: ICH habe alles richtig gemacht. Nur die Welt versteht mich nicht.
      Sie würde die Zeit zurückdrehen … und noch größeres Unheil anrichten.
      Ganz bestimmt …

      …..

    • Zahlen und Fakten?
      Klar, das sollte ein Scherz sein, oder etwa nicht?

    • Noch anschaulicher kann man es nicht darstellen
      @Cord

      danke für den Link. Ich kannte den Film zwar schon, aber er ist immer wieder beeindruckend.

    • Wir machen das! Basta!
      Was hätte Frau Dr. Merkel denn sagen sollen? Wir können das nicht! Ich bin total überfordert! – Wir schaffen das war in diesem Zusammenhang die richtige Aussage für eine Regierungschefin. Was mich eher stört ist was man aus der Frage : Wie hilft man Menschen in einer Notsituation eine Zuwanderungsdebatte gebastelt hat. Mit kräftiger Beschimpfung aller die nicht helfen konnten oder wollten. Sei es in Deutschland selbst oder im Ausland. Hier hätte mir eine Koalition der Willigen besser gefallen. Man hätte auch andere Lösungen finden können. ggf wäre es auch möglich gewesen zahlreiche Flüchtlinge in türkischen Touristenhotels unterzubringen. Das wäre sehr wahrscheinlich sogar günstiger gewesen.

      PS: Ein Chance hat Dr.Merkel noch:
      Sie könnte den Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan beenden.
      Zur Erinnerung:
      Die deutsche Beteiligung am Krieg in Afghanistan wurde vom Deutschen Bundestag in zwei Abstimmungen am 16. November und 22. Dezember 2001 auf Antrag der von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) geführten rot-grünen Bundesregierung beschlossen.

  56. Eine Illusion: zu meinen durch Sägen am eigenen Ast Frieden zu erreichen
    Wie die Presseagenturen heute melden, empfinden die Deutschen die Not auf der Welt als viel schlimmer als sie eigentlich ist. Bezeichnend für eine Gesellschaft, die unter kollektivem Helfersyndrom leidet und die Selbstabschaffung als ihr höchstes Ziel ausruft. Es sind bei uns vor allem die bösen alten weißen 68-er, die der Meinung sind, die alten weißen Männer seien das Problem auf der Welt.
    Nichtweiße sehen das sehr viel pragmatischer, nehmen aber gerne das an, was abfällt wenn die bösen alten erzspießigen Lindenstraßengucker sich selbst demontieren. Im Vergleich zu denen und ihrer Pantoffelheld-Philosophie des grenzenlosen Appeasements (man schützt ein Haus vor Einbrechern, indem man es abbrennt) wirkt jeder Gartenzwerg wie der Held des Tages.

    Hierzu ein paar Gedankenfetzen:
    -Nietzsche sieht Mitleid als eine Projektion des eigenen Ichs, nicht als etwas, das auf andere projiziert ist. Indem man Mitleid mit anderen vortäuscht, antizipiert man eine Entschuldigung des eigenen erwarteten Versagens. Die Nutznießer von Mitleid sind in aller Regel die, die es am wenigsten nötig haben und am wenigsten verdienen.
    -Vielleicht hängt es mit dem Christentum zusammen (ich selbst gehöre KEINER Religion an), dass Selbstgeißelungsmentalität idealisiert wird. Bei welcher anderen Religion lässt sich der Prophet schon ans Kreuz nageln?
    -Der Wunsch, am eigenen Ast zu sägen entspringt einer falsch verstandenen, ins Absurde übersteigerten und inflationär aufgeblähten „Noblesse“. Nach meiner Lebenserfahrung (und dies hat nichts mit Rassismus zu tun, sondern mit Realismus) gibt es auf der Welt (auch bei uns) WESENTLICH MEHR durchtriebene Gauner als Notleidende.
    -Die Selbstgeißelung ist zumindest zum Teil auf die galoppierende Verweiblichung unserer Gesellschaft zurückzuführen. Ganz gender-nonkonform werde ich hier mal deutlich: die Frau hat inhärente Schutzinstinkte, die dem Mann abgehen. Es hat wohl mit ihrer Rolle als Mutter zu tun. Gerissene Männer durchschauen das und nutzen es aus, die betroffenen Frauen merken es so gut wie nie.
    -Vor allem unsere lieben Nordlichter (vermutlich bedingt durch ein abgehobenes, pervertiertes Verständnis des protestantischen Grundgedankens) zelebrieren die Selbstabschaffung und erheben sie zur moralischen Maxime. Ist es aus Denkfaulheit, weil man Widerstände scheut, zu feige ist oder ganz einfach aus allgemeiner Bequemlichkeit heraus: man meint durch Appeasement Gegner einlullen und sie durch Zugeständnisse stoppen zu können. Wohl in der irrigen Annahme, jene seien auch so „edel“. Wenn sie nun aber immer mehr nehmen, und eben keine Symmetrie zur dargebotenen Hilfe sich einstellt?

    Es sind vielleicht weniger die schuld, die nehmen, als unsere wohlstandskranken Gutmenschnaivlinge, die Selbstaufgabe signalisieren und dadurch brutalste und primitivste Instinkte auf der Gegenseite provozieren. Ein seltsames pädagogisches Verständnis in Bezug auf den Rest der Welt-denn den will man doch besser machen, aber wen wundert’s wenn der dann immer schlechter wird?

    Fazit: Heimat ist keine Selbstverständlichkeit. Wer um seine Heimat nicht kämpft, dem wird sie entrissen. Das Fremde kann nur dann bereichernd wirken wenn man ihm auf dem Hintergrund einer sicheren Heimat begegnet. Wahre interkulturelle Kommunikation kann nur so zustande kommen, nie durch die Allianz aller Heimatlosen.

    • You have brains.... and you don't even know it do you? Well most women do not.
      Yep,

      die Emanzipation scheitert gerade.

      Weil die Frauen sich durchgesetzt haben.

      Das ist der Witz.

    • "Wer um seine Heimat nicht kämpft, dem wird sie entrissen."
      Nun, wer anderen ihre Heimat nimmt, der hat auf Dauer immer auch die eigene Heimat verloren. Denn Heimatlose nehmen sich dann seine Heimat.

      Und was die „wohlstandskranken Gutmenschnaivlinge“ betrifft, so kann ich nicht erkennen, daß Wohlstand und Gutmenschen unbedingt zusammengehören. Wohlstand regt doch eher zu seiner Verteidigung an, oder? Und naiv sind solche Menschen doch wohl auch nur selten.

      Irgendwie paßt das doch alles nicht, möchte ich meinen.

  57. Tja...
    Ein guter Bekannter sagte mir heute, dass er sich durch eine Niqab-Trägerin weniger „verunsichert“ fühle, als durch einen Kerl mit Glatze, big black boots und was zu dieser Kluft sonst noch dazugehöre. Weil man bei der einen ja nicht wisse, welche Einstellung sie wirklich habe, bei dem anderen aber schon. No chance…

    MfG ins Wochenende

    • Mir sind Ideologen immer suspekt.

    • Kommt darauf an
      Das dachte ich auch immer.

      Bis ich im schönen London vor zwei Jahren von meinen Töchtern in einen Pixmar geschleppt wurde.
      Wenn die Hälfte der Kunden aus Niqabs besteht, mit Handschuhen bis über die Ellenbogen,kommt man ins Grübeln.
      Als Mensch der Aufklärung beobachtet,analysiert und ordnet man diese neue Spezies natürlich.

      Sie sind immer im Doppelpack aufgetreten, wobei die eine schmal die andere massig und breit war. Die schmalere Variante der Spezies hat sich grazil und schnell bewegt, die massigere langsamer,träger, was auf ein paar jung/alt schliessen liess. Tochter Mutter oder Tochter Oma.

      Bei Fragen haben sich diese Paare nur an den pakistanischen(?) Verkäufer gewandt,der durch Häkeldeckechen auf dem Kopf als Anhänger des Propheten kenntlich war und sich scheinbar ausschliesslich um Niquabs kümmerte.

      Gespräche, gestikulieren, expresive Kommunikation war zwischen den Niquabs nicht zu vernehmen wöhrend sie Kleiderständer absuchten. Die Spezies die als Paar unterwegs waren haben sich auch nie mehr als wenige Schritte voneinander entfernt. Vielleicht kommunizieren sie sehr leise oder über Faltenwurf auf den Gewändern.
      Interaktion zwischen verschiedenen Paaren war nicht zu erkennen. Ich sollte doch meine Nachbarin an „Ihrem“ Niqab erkennen oder? „Oh, hallo bist du auch da..?“

      Ein schwarzer Sack mit Sehschlitz ist eine so radikale Abkehr von unseren sozialen und kulturellen Standards, dass unser Über-ich ,das uns ständig erklärt höflich,freundlich und tolerant zu sein und dem gegenüber nicht die Keule über den Schädel zu ziehen, schon Überstunden machen muss.

      Also ich war auf einmal sehr verunsichert.

  58. Titel eingeben
    Werte Frau Dr. Heuse. Religion ist Opium für das Volk. Diese Feststellung stammt von Karl Marx, deren Buchseite ich heute nicht belegen kann, weil ich im Außendienst bin. Nicht Fahrrad und Berg sondern Messe (in Hannover) und laufen. Ich selbst stamme aus einer Familie, wo die eine Seite in der Lutherstadt Wittenberg residierte, die andere Seite bei den Baptisten aktiv war. Ich habe mit 16 als erster Schüler am staatlichen Nepomucenum höchstdero zu Coesfeld den Religionsunterricht quittiert. Es gab eine bemerkenswerte Debatte zwischen dem Direktor der Schule und meinen Eltern. Die Debatte hätte er mit mir führen müssen, den „religionsmündig“ wird man bekanntlich mit 14. Ich halte es seitdem mit dem Alten Fritz, der bestimmte, jeder möge nach seiner Facon seelig werden. Das interpretiere ich bis heute so, Religion ist Privatsache. Deswegen nerven mich auch „Christopher-Street-Days“, weil es mich persönlich es nicht interessiert, wer mit wem aus welchen Gründen in welches Bett hüpft und nach welcher Art und Weise wer welche Körperöffnungen des Veranstaltungspartners kennengelernt hat. Meine geschäftsführende Gesellschafterin (sie leitet die Geschäfte und ich leiste ihr Gesellschaft) und ich würden nie auf die Idee kommen unsere Art des Zusammenlebens öffentlich breitzutreten. Es gibt ja auch keinen Roswita und Anton Koslowski-Tag zum Feiern der Ehen mit zwei oder mehr Kindern unter besonder Berücksichtigung von Leiharbeitsverhältnissen nach 2003 in Doitschland. Was in der heutigen Zeit eine echte (finanzielle) Leistung ist. Welche Sorte Gebetbuch-Marketing derzeit antritt, ist für den normalen Geschäftsgang eines Arbeitnehmerhaushalts völlig wurscht. Die verkaufen ihre Arbeitskräfte und sehen zu , wie sie über die Runden kommen. Wenn da irgendwelche Zeugen von Sonstjemand, Protestanteros, Katholen, Islams und so weiter den Lauten machen, wen interessiert das? Es reicht, wenn die Gläubigen keine Messer-, Pistolen- oder Sprengstoffattacken meinen veranstalten zu müssen.
    Mehr wird von ihnen hier nicht verlangt.

    • maciste grüßt den folkher braun
      ich glaube, marx schrieb vom opium DES volkes – der unterschied in der wortwahl ist durchaus wert, daß man eine zeit lang darüber nachdenkt…
      battle on.


    • Es reicht, wenn die Gläubigen keine Messer-, Pistolen- oder Sprengstoffattacken meinen veranstalten zu müssen.
      Glaube ich nicht, daß das reicht.
      Die Abscheu gegen jeglichen Schwoof, wie an Niqab/Burka und anderen Glaubensangelegenheiten ersichtlich, trifft auch den Arbeitnehmerhaushalt sehr, will er doch neben arbeitnehmen auch noch ein bißchen leben.

  59. Am besten der vorletzte dieser Saison
    Tja, die Blitze. Berühmt in Gröden ist der Toni Demetz, Bergführer, der am 17.8.52 zusammen mit einem Milanesen ganz oben auf dem Langkofel vom Blitz erschlagen wurde. Den anderen Milanesen hat der Vater vom Toni ins Tal getragen und gerettet.
    Immer wieder werden Leute dort von Blitzen erschlagen.
    Daher ist Ihre ausführliche Schilderung dieser Gefahr sehr zu loben. Sie haben es geschafft und uns noch einen vorletzten schönen Bericht und Bilder geschenkt. Merke: Do it again, Don. Und danke.

    • Es steht auch ein Taferl an der Südrampe vom Jaufenpass, wo auf 1700 Meter ein Bursch erschlagen wurde. Das gibt einem dann zu denken.

  60. Ja DA, aberauffm Rad macht 's Gwitta nix - und alles über 10 Grad, auch Sturm und so - macht - -
    – besonders wenn man Glück hat, und der Sturmwind von hinten weht, großen, in ganz seltenen Fällen – – riesengroßen Spaß.

    Die Zaghaften (Renate Simon, Tamarisque) könnten zu ihrer Beruhigung an Jean Paul denken. Der hat sich oft tagelang auf ein Gewitter hing’freut – weil’s – besonders vom Sofa aus, so ein begeisterndes Ereignis war. Bitte: In Wunsiedel besonders, dem Hauptort der Sechsämter im, halten zu Gnaden, die Bezeichnung hat schon ihre Berechtigung: Fichtelgebirge; hochdroben.

    Das nachfolgende versteht sicher nicht jeder: Ich hab mich grade vertippt gehabt: Dichtelgebirge.
    Das ist – nach Holbein – orignial Jean Paul, weil: Ein Chinese würde ja Dichtelgebirge sagen, wenn er Dichtergebirge im Deutschen auszudrücken versuchte!

    Jetzt ist der Gedanke aber erst halb fertig. Er geht so weiter: Zweifellos ist das Fichtelgebirge – eben wegen Jean Paul, – eines der weltweit eminentesten unter den Dichtergebirgen.
    Nun, und zu Goethe, halt stopp: Zu Jean Paul gelangt man – über Goethe, weil der Jean Paul dereinst mit einem Chinesen in Rom verglich: So sehr galt Jean Paul als einer, der „aus dem Mond gefallen“ sei (Schiller in einer Gesprächsnotiz nach seinem ersten Treffen mit Jean Paul), dass er ihn (jetzt = Goethe) gelegentlich so fremd anmute wie – – „ein Chinese in Rom“.

    Gleich fertig, Zielkurve: Ulrich Holbein hat nun nämlich ein Goehte-Jean-Paul-Buch gefertigt, das für etliche haltbare Einsichten gut ist, und das in der Tat den Titel trägt: „Ein Chinese in Rom“ und den Untertitel
    „Jean Paul und Goethe – ein untendentiöses Dopplportrait, (Berlin 2013)“.

    Wie ich erst seit kurzem weiß, d. h. seit ein paar Minuten, meine Tippfinger womöglich aber schon länger, wovon ich freilich bis anhin keine Kenntnis hatte – oder anders, sie haben mir den Trick mit dem Dichtelgebirge durchaus schon vorgespielt, aber ich habe ihn halt nicht gemerkt, oder war nicht so recht auf der Höhe, und habe ihn zwar gemerkt, aber nicht vermerkt, weil halt nicht kapiert – also, also: – – hätte Holbein sein Jean Paul- und Goethe-Buch seit neuestem auch „Vom Dichtelgebirge über Rom und China ins Fichtelgebirge – heitere und ernste Ausflüge zwischen Saale und Ilm“ benamsen können. – Z. B.

    – – Donner, Potz u. Blitz! -„-´-

    • Zu Jean Paul und Goethe
      Hier ein anderes Paar das zeigt wie unterschiedlich Haltungen und Lebenswelten sein können:
      George Washington * 22. Februar 1732 gest. 14. Dezember 1799
      Friedrich II. * 24. Januar 1712 in Berlin; † 17. August 1786

      Früher hätte ich gedacht das zwischen beiden ein größerer zeitl.
      Abstand war

      PS zu TTIP
      Im Jahr 1785 schloss Friedrich II. mit den Vereinigten Staaten einen Freundschafts- und Handelsvertrag, dessen Grundlage die Anerkennung der erst seit kurzem unabhängigen 13 Staaten der USA seitens Preußens darstellte. Zudem existiert darin ein Novum für damalige solche Verträge: Beide Seiten vereinbarten unbedingt humane Haft für Kriegsgefangene.

      Wenn ich es richtig sehe wollen Teile der Grünen, der SPD,der AfD und andere zu Verhältnissen vor 1785.

      Ich schweife ab.

      Ach ja zu Bayern.
      Im Bayerischen Erbfolgekrieg (1778/1779), auch als „Kartoffelkrieg“ bekannt, vereitelte Friedrich II. die Bestrebungen des habsburgischen Kaisers Joseph II., Belgien gegen große Teile Bayerns zu tauschen. Ohne das Eingreifen Preußens wäre Bayern damals mit einiger Wahrscheinlichkeit ein Teil Österreichs geworden. Das österreichische Festhalten am bayerisch-belgischen Tauschprojekt beantwortete Preußen mit der Gründung des protestantisch dominierten Fürstenbundes im Jahre 1785.

      Bayern und Deutschland passen wahrscheinlich gar nicht zusammen.

      Dazwischen liegt das Serbien Deutschlands wie Matthias Beltz formulierte. Kein Zugang zum Meer, jenseits der Alpen oder der sonstigen freien Welt…. liegt Hessen. Die UNO schickte keine Blauhelme als man Roland Koch und später … ach vergessen Sie`s

    • Fehler: Acuh auffm Rad macht's Gwitter was - es ist 1 Fall scheints dokumentiert,
      wo’s einen Radfahrer daschlogn hood – soll sich aber – vor Jahren schon, hoch im Norden- Oldnburch oder Peine oder so – zugetragen haben.

      Schade – ich fühlte mich immer sicher, mir ist auch nix gschehn, aber nun muss ich immer daran denken, in Zukunft, dass es im Norden mal einen daschlogn hood.

  61. Titel eingeben
    Religionen?

    Scientologie gehört zu Deutschland.

  62. Scientology
    gehört nicht zu Deutschland sondern ist Diktatur pur.

    Deren Folterpraxis ist hinlänglich bekannt.

  63. #NichtEgal
    da hab ich grad ins Impressumg geschaut.

    Also offiziell in deren Impressum bekennen die sich nicht dazu.

    Screenshot liegt vor, falls Sie, Don Alphonso das nicht mehr so hinbekommen sollten :)

  64. Wäre es nicht an der Zeit,
    daß Don seine Festungsserie weiterspinnt? Selbst die Ägypter ziehen jetzt schon den Sommerweiden entgegen, wie man gestern erfuhr. Aiolos steh´uns bei, wenigstens im Herbst und Winter.

  65. Die nächste Sau,...
    die gerade durchs Dorf getrieben wird, und eigentlich nichts anderes ist als dreiste Wählerbeschimpfung: Das Gefasel vom „postfaktischen“ Zeitalter.

    Soll heißen: „Euch in MeckPomm geht’s doch gut, Flüchtlinge gibt’s dort auch nicht, also habt Ihr gefälligst auch keine Partei zu wählen, die das thematisiert – wenn doch, seid ihr nichts anderes als gefühls- (oder zumindest nicht vernunft-)getriebene dumpfe Wirrköpfe.

    Aha… keine Fakten: Die Domplatte, Nizza, Ansbach, Würzburg… alles keine Fakten, zumindest nicht nicht für die Leute in MeckPomm.

    Derweil vermeldet die „Welt“ zweierlei: Einen neuen bundesweiten Höchststand der AFD und die Ergebnisse einer europaweiten Umfrage, der zufolge Muslime als Asylbewerber nicht geschätzt werden, dass hingegen die Akzeptanz mit dem Vorliegen echter Fluchtgründe, der Beherrschung der Landessprache und vorhandener Berufsausbildung deutlich steigen, und das gesamteuropäisch.

    Der Mainstreamjournalismus ist mittlerweile dermaßen hohl – kein Wunder, dass die Leute nix mehr dafür bezahlen wollen.

  66. Bau dir dein Land
    Vor den Gipfelkreuzen waren ja noch die Berggeister auf den Gipfeln. Die drei Madln, zum Beispiel. Wer hat die eigentlich damals in Bayern abgehackt, auch der Karl der Große? Jedenfalls fand es ja sogar der Vandale dort so schön, dass er seinen Rucksack packte, und die Wanderschuhe schnürte und den Ipod aufdrehte. Und von Outdoor bis Landlust hat der Städter heute viele Möglichkeiten, sich zu informieren, wie es auf dem Land zugeht und welche Jacke er da braucht, um sich dagegen zu schützen. Hier nun eine weitere.

    Ansonsten schöne Bilder und Worte, aber das mit den stillen Wegen, in Knicken, Alleen und Wäldern weitgehend ohne KFZs, bekommt man zumindest in meiner Ecke Norddeutschlands erstaunlich gut hin. Man braucht nur topographisches Kartenmaterial, und dann baut man sich seine eigene Radroute, meist quer im 90 Grad-Winkel zu den Kreis- und Landstraßen durch die Felder. Die Wege sind geteert, oder doppelspurig Beton, mal Feld/Waldwege, meist ordentlich befahrbar auch ohne Mountainbike. Nach 2000+ Jahren Landwirtschaft in der moorigen Gegend wissen sie, wie sie dort ihre Wege bauen. Bundesstraßen und Autobahnen meidet sehr man weiträumig und hält ca. 5km Abstand davon. So ist es dann eigentlich nur still, unerwartet schön, und eine völlig andere Welt und Geschwindigkeit als die eines Autofahrers in der selben Gegend. Wenn doch mal ein Auto kommt, bin ich schneller. So vergehen Stunden und man merkt es nicht. Einmal habe ich mich auf Moorpfaden von hinten an eine Autobahnraststätte herangeschlichen. Mei, war des laut da. Bin da schnell wieder weg.

    War auch kurz vor der Wahl mal in Mecklenburg, und was soll ich sagen- die Leute dort, die ich traf, waren alle zu mir nett, freundlich und gewitzt, alles andere wäre gelogen. Und ich war ein verschwitzter unrasierter und neunmalkluger dubioser Wessi aus der Stadt. Aber meistens haben sie ja dort wohl auch übliche und gerngesehene Parteien gewählt. Deshalb habe ich den Unmut nicht verstanden. Aber wenn man die twitternde Berliner Empörungs- und Hipstercrew dort in real jetzt nicht mehr antrifft, soll es mir auch Recht sein und ich denke, sie haben dann durchaus ein Zeichen gesetzt.

  67. Wir schaffen das - mit Gefühl und Religion.
    Mutter Natur kann schon Gefühle erzeugen und manchen gläubig werden lassen, der oder die sich sonst nicht mehr zu helfen weiß.

    Nichts macht die Hilflosigkeit der politischen Eliten deutlicher, als das Flehen um göttlichen Beistand angesichts der überhand nehmenden, selbst geschaffenen und unlösbar erscheinenden Probleme auf allen Gebieten und in allen Bereichen der Gesellschaft. Da können schon mal Gefühle aufwallen.

    Was steht noch auf der kleinen Kapelle nahe meines Hauses: ora et labora. Dieses Motto der Benediktiner soll wohl reanimiert werden, die Politik scheint uns auf schwere Zeiten einstimmen zu wollen.

    Es ist schon bitter, erzeugt auch bei mir Gefühle und läßt mich fast beten, mitansehen zu müssen, wie sehr die Politik vor der Realität kapituliert, sich in absurder Gefühlsduselei darauf beschränkt, auf himmlischen Beistand zu hoffen. Allein, mir fehlt der Glaube.

    Obwohl, Horst schien zuletzt doch etwas zufriedener aus der Wäsche zu schauen. Nicht, daß der jetzt auch noch von seinen Gefühlen übermannt wurde und das Beten angefangen, das Arbeiten aber vergessen hat.

    Ach ja, so kleine Kapellen stehen bei uns in der Provinz überall herum. Liebevoll gepflegt und restauriert, teilweise ständig durch Kerzen illuminiert, aber dennoch meist völlig ignoriert.

  68. Da wär´ noch was, Don.
    Ich wundere mich über den geringen Widerhall den die neuerliche Kampagne der AAS erzeugt. Also, mir bleibt darob die Luft weg.
    .
    – Kindergärtner_Innen/Lehre_Innen nun als die neuen Luftschutz-und Blogwarte ?!

    Bestimmte Kleidermarken, T-Shirts ohne sinnlose Sprüche („Boston-Tea-Company ….), akkurat geflochtene Zöpfe, lange Röcke, Eltern, die sich vordrängen bei Ehrenamt wie Elternbeirat……
    .
    Ich kann´s kaum fassen und habe das über Mittag meiner eher unpolitischen Gattin erzählt. Sie meinte, das mit der Kleiderordnung hätte in den Anfangsjahren (Zöpfe sogar als Kranz) eher auf die grünenwählenden Eltern zugetroffen. Jedenfalls in der südbadischen Region, in der wir damals wohnten. Und ich dachte bei der Aufzählung eher an diese Rußland-Aussiedler mit der archaischen Glaubensauffassung.
    .
    Jetzt wird´s aber echt ballaballa…

    • Doch DdH, es gibt Widerhall
      ich habe den Link gleich an meinen polnischen Bekannten, den Restaurator mit der gut betuchten Kundschaft geschickt. Der hat den Link gleich weiter verteilt und für großes Entsetzen gesorgt. Dass wir schon wieder so weit sind, hätte da niemand gedacht. Wehret den Anfängen kommt wohl etwas zu spät.
      Übrigens auch an eine mir bekannte Apothekerin geschickt, bin auf deren Resonanz gespannt, nächste Woche sehe ich sie. Immerhin zahlen die Apotheken für diese Käsblätter eine Menge Geld und da sollte man schon wissen, was man unters Volk bringt.

  69. Mehr Symbole!
    Gerne auch Fußschellen, Hammer und Sichel und lauter so Zeugs

  70. Titel eingeben
    Wer zündet denn heute noch eine Wetterkerze an bei Gewitter?


    • Ich nicht. Ich mache es mir auf dem Sofa gemütlich und döse wohlig schauernd, die Decke übergezogen.
      Gut, mal auf dem Land im Bauwagen war es ein bißchen anders.
      Da hab ich einen Tee gekocht, und wir guckten uns das Gewitter durchs Fenster an.
      Ich gebe aber gerne zu, oben auf dem Berg stellt sich das alles sehr anders dar.

  71. Bitte bitte Listen erstellen
    In diesen Blogs wurden einige Listen erstellt (auch von mir), welche die „marktkonformen Wohltaten“ von LF aufzeigten, die allesamt als alternativlos schön geredet wurden oder über welche das Volk nicht informiert war und über welche dementsprechend nie diskutiert wurde.

    Ich hätte da eine Bitte an die werten Teilnehmer von Don Alphonsos Blogs: Bitte erstellen Sie eine Zusammensetzung der politischen Maßnahmen, die dem Volk zugutekamen. Dafür danke ich im Voraus.

    Frau Merkel wurde zweimal wiedergewählt. Irgendetwas muss sie ja richtig gemacht haben, wenigstens in den Augen derer, die sie gewählt und wiedergewählt haben.

    Mit fällt nur Eines ein: In ihrer Amtszeit ist es zu keinem Krieg in Europa gekommen, weil sich der Euro in dauerhaftem Rettungszustand befand. [Ironie]

    Und Eines muss ich LF nachsehen: Ihr vorletztes Wahlversprechen lautete explizit: Stärkung der Starken. Leider haben die Menschen wohl irrtümlich geglaubt, dass *sie* damit gemeint sein könnten und nicht die Banken und Konzerne.
    Na ja, bei der letzten BTWahl war LF politisch schon so überaus etabliert, dass sie gar nichts mehr versprach (außer mehr Kindergeld), gar kein richtiges Wahlprogramm präsentierte, ihr eigenes „Herzensanliegen“ CETA/TTIP verschwieg und trotzdem gewählt wurde. Und nun sorgt ihr treues Schoßhündchen sogar dafür, dass dieser Wunsch Wirklichkeit wird.

    • Irgend jemand...
      hat das mal nett ausgedrückt: Mit Frau Merkel am Steuerknüppel starten Sie garantiert sanft und landen weich; Sie wissen nur nicht wo.

    • Sagt Ihnen
      die Begrenzung der Staatsschuldenaufnahme etwas, die im Grundgesetz fest geschrieben wurde?

      Nein, nun, Sie informieren sich doch gern und viel.

      Dann vielleicht diesbezüglich und wenn Sie einmal dabei sind, werden Sie vielleicht auch anderes finden.

      Vergelts Gott

    • Gravamina
      Nach Auffassung von LF bewegen wir uns in postfaktischen Zeiten. Es sind aber Fakten, Äußerungen und Ereignisse, die in ihrer Summe die Stimmungen erst schaffen.

      Meine Gravamina contra Merkelem beginnen 2009 mit ihrer Kritik an B16 wegen Aufhebung der Exkommunikation gegen Williamson. Innerkirchliche Vorgänge gehen einen deutschen Bundeskanzler einen feuchten Kehricht an, auch wenn eine Pastorentochter Amtsinhaberin ist.

      (Vorher als Oppositionsführerin Ergebenheitsadresse an Bush jr. zum Irak-Krieg)

      Erika Steinbach gegen Hassangriffe aus Polen im Regen stehen gelassen und ihr einen Sitz im Rat der Vertriebenenstiftung verweigert.

      Desaster „Traum-Koalition“ mit der FDP.

      Installation von Wulff als BP.

      Vorverurteilung Sarrazins, obwohl zugegebener Maßen sein Buch nicht gelesen.

      Merkwürdige Unterstützung für Kosovo unter Lichtgestalten wie Thaci, mutmaßlichem Kriegsverbrecher und mutmaßlichem Profiteur von verbrecherischem Organhandel.

      Gröhes Deutschlandfähnchen ducken.

      Abenteuerliche und teilweise verlogen anmutende Nahost-Politik (unvergessene Bussis mit Moubarak), Unterstützung „demokratischer“ Rebellen in Libyen oder Syrien.

      Kotau-Politik gegenüber Israel, kritiklose Aufrüstung Israels, 2014 „Sicherheit Israels ist deutsche Staatsraison“ (Gauck später dito). Das sollten Merkel und Gauck dann aber konsequenter Weise auch in die Präambel des Grundgesetzes aufnehmen. (…).

      Zustimmung zu x-tem Rettungspaket für Griechenland. Scheitert der Euro, scheitert Europa. Diese Politik ist alternativlos.

      Wir schaffen das (2015, 2016).

      Grenzen Deutschlands sind unkontrollierbar.

      Selfies cheek-to-cheek mit wildfremden Ausländern (2015), ein No Go für das Amt des Bundeskanzlers.

      Ergebenheitsbesuche bei Erdogan im Wochentakt, obwohl angeblich die EU Brüssel das Flüchtlingsabkommen mit der Türkei geschlossen hat.

      Grundsätzliche Unfähigkeit oder Unwilligkeit, deutsche Interessen von europäischen Interessen zu unterscheiden und dem Wahlvolk zu kommunizieren.

      Nebenbei finde ich Onychophagie etwas unappetitlich.

      edSE

    • Bitte sehr, die Liste:
      MfG

    • Wohltaten-Listen
      @ Thomas
      Eigentlich sprach ich die Anhänger von LF an und hätte von ihnen erwartet, dass diese mich nun über die wahren Wohltaten informieren. Und nun kommen Sie – als ihr Unterstützer, wie ich das verstehe – mit nur einem einzigen Item und geben mir selbst dafür keine fundierte Antwort, sondern überlassen mir die Recherche. Wenn Sie das schon gut finden, sollten das doch aus dem FF erklären können, wie toll sie das gemeistert hat.

      Tja, die Austerität und die schwarze Null. Komplizierte Themen, in die sogar ich als Volkswirtin mich noch einmal einlesen sollte. Ich möchte jedoch wetten, dass die Lehrmeinung, die ich unterstütze, Ihnen nicht gefallen wird, also lassen wir das lieber.

      @ et du Saint Empire sagt:
      Vielen Dank für die mannigfaltigen Einzelheiten der „Wohltaten“. Ich freue mich besonders, dass Sie die Liste noch mit wertvollen Details komplettiert haben, die bei mir schon in Vergessenheit geraten wa-ren, wie z.B. der Fall Williamson. Vielen Dank!

      „Selfies cheek-to-cheek mit wildfremden Ausländern (2015), ein No Go für das Amt des Bundeskanzlers.“
      Stimmt, besonders, wenn man bedenkt, was diese Männer mehrheitlich von westlichen Frauen halten.
      „Onychophagie“, auch das noch. Pfui! Das machen doch sonst nur Kinder, denen das von den Eltern schleunigst abgewöhnt wird.

  72. @ Goodnight 23. September 2016 um 09:34 Uhr: vielleicht einfach, aber nicht leicht ...
    @Thomsen

    „Bitte definieren sie Links von Rechts ohne „Links“ zu benutzen.
    Viel Glück!“

    Ohne auf „backbord“ und „steuerbord“ zurückzugreifen –
    *Links ist, wo der Daumen rechts ist.“
    Ausführlicher:
    „Da ist Ihre rechte Hand. Und daneben, die Hand, wo der Daumen rechts ist. (Auf der zweiten Seite sitzt auch das Herz und macht „poch..“) Jetzt schreiben sie außen neben die erste Hand „AfD“ und neben die zweite Hand „Links, Grün, etwas SPD“. Kapiert?
    Und jetzt drehen Sie sich mit dem ganzen Geschreibsel um, so daß sie jetzt in Richtung der vorherigen Rückseite blicken.
    Na, wo ist jetzt rechts, und wo links?

  73. @Goodnight sagt 23. September 2016 um 09:34 Uhr: zweiter Versuch
    Simple maybe, but not easy.
    Bitte definieren sie Links von Rechts ohne „Links“ zu benutzen.
    Viel Glück!

    Definition von „Links“:
    „Diejenigen dünken sich so, welche verbissen den ‚Kampf gegen Rechts‘ propagieren und betreiben“

    Im Ernst –
    „Links“ ist sicherlich z.B. die Forderung A nach
    „Bedingungslosem Grundeinkommen!“

    „Links“ ist sicherlich auch die Forderung B:
    „No Borders no Nations!“

    Dann ist doch sicherlich auch die kombinierte Forderung C= A&B:
    „Bedingungsloses Grundeinkommen
    UND no Borders no Nations!“

    Nu komms Du! (wie man in Kiel und Umgebung zu sagen pflegte …)

    • Da war doch noch
      ein Ordinarius des Lehrstuhls für Logik und Metaphysik an der Universität Kaliningrad, der das linke Projekt so definierte:

      Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigket…

  74. Kommentare funktionieren nicht
    Ich weiß, falsch hier, aber komischerweise muss man sich an anderen Stellen der FAZ registrieren, um einen Kommentar zu posten, geht aber nicht welcome-faz.net…. für die e-mail Bestätigung, die kein Mensch braucht geht nicht. Timeout, Server nicht erreichbar, Connection to 193.227.144.22 failed bla… kaputt. Schon seit Tagen. Könnte man das mal bitte reparieren? An die Verantwortlichen weitergeben? Tschuldigung weil hier, aber ist ja sonst niemand erreichbar der irgendwie zuständig wäre.

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