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Stützen der Gesellschaft

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Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Die kollektivierte Zukunft der Deutschen im Plattenbau

| 325 Lesermeinungen

Habent sua fata libelli

Weil wir gerade über Bücher sprachen: Ich habe eine Sammlung von Büchern aus dem Rokoko über Tierkunde, Bienenzucht und Moralpredigten. Sie sind mir mehr oder weniger zugefallen, weil meine Grosstante schon früh ein Auge für schöne Dinge hatte, und sie vor der Planierraupe rettete. Das war Mitte der 60er Jahre in meiner kleinen, dummen Stadt an der Donau, die damals eine zweispurige Ringstrasse erhielt, und bei der Gelegenheit auch gleich das grosse Niedersiedeln der stadtnahen Grünflächen begann. Die Klöster der Stadt hatten vor den alten Wällen ihre Landwirtschaften, aber nachdem der Kirchenbesitz bei der Säkularisierung aufgelöst wurden, ging der Boden an den Staat. Der verpachtete dann noch eine Weile die Grundstücke, bis er eine neue Verwendung fand. Und so wurde aus dem alten Bienengarten der Kapuzinermönche 1966 erst ein Hotel in der damals üblichen Blockbauweise für die aufstrebende Stadt. Das ging schon 1967 pleite, und wurde ein Altenheim.

mietlocha

Das heisst, dass die damals 200 Jahre alte Kulturlandschaft des Bienengartens für den Fortschritt platt gemacht und planiert wurde. Es gab darin noch die Imkerhäuser aus dem Rokoko, und darin hatten sich die Bücher aus der Zeit des Klosters erhalten. Meine Grosstante konnte das Elend, das da geschah, nicht ertragen, und rettete vor dem Abrissbagger, was noch zu retten war. Und so sind jetz die Bücher des benachbarten Kapuzinerklosters in meinem Jesuitenseminar. Sie sind alles, was vom Bienengarten noch übrig sind – sie, und natürlich das Namensschild des Altenheims, denn die Blocks haben den alten Flurnamen behalten.

mietlochb

Heute würde man einen Rokokobienengarten in Zeiten der Insektenbedrohung durch die moderne Landwirtschaft hegen und pflegen und zu einem Kleinod am Stadtrand machen – als Kernstück unseres städtischen Programms zum Schutze der Insekten. Aber weg ist weg, und so war das damals eben: Die Reichen bauten Villen in grosse Gärten. Und die weniger Begüterten und jene, die keine Alternative hatten, landeten in Blocks. Das war überhaupt nicht verpönt, die Stadt betrachtete Betonbauten mit 8 Stockwerken als prima Sache und bewarb sie entsprechend offensiv. Jetzt, 50 Jahre später, haben dieses und andere Ensembles ihre Zwecklebenszeit erreicht. Sie entsprechen nicht mehr den Vorgaben des Klimaschutzes, die Instandhaltungskosten sind hoch, und demnächst werden hier wieder die Bagger anrollen und alles abtragen. Aber niemand wird wohl kommen und alte Ausgaben der Freizeit Revue aus den Containern ziehen. Oder alte Rechner, auf denen die Prantlhausener Zeitung online gelesen wird.

mietloch

Denn dort ist mal wieder einer der Beiträge zu lesen, aus denen ich schliesse, dass wir in einer neuen DDR leben. Einer der momentan nicht seltenen Beiträge, der den Bürgern einredet, dass individualistisches Bauen eines Hauses für eine Familie, das eigene Nest, falsch, grundfalsch ist. Auf meine Weise stimme ich dem sogar zu, aber wir müssen den Tatsachen ins Auge sehen: Es kann nun mal nicht jeder in Seminargebäuden des Jahres 1600 wohnen, es gibt nicht genug Paläste und Villen für alle, da müssen manche halt selbst Einfamilienhäuser bauen. Das ist als Lebensgrundlage immer noch besser als die Wohnklos, die Bentoautorinnen momentan verärgert in Berlin über Twitter suchen. Von oben betrachtet ist das Einfamilienhaus relativ erträglich. Die Prantlhausener Zeitung, deren junge Mitarbeiter so einen Hausbau kaum finanzieren können, meint aber etwas ganz anderes: Das Einfamilienhaus, freistehend mit Garten, sei eine überkommene Vorstellung und mit dem, was wirklich sinnvoll wäre, nicht in Einklang zu bringen.

mietlochd

Das ist natürlich, wenn man das Land als Kollektiv betrachtet, richtig. Unaufhörlich wächst in Deutschland die Nachfrage nach Wohnraum für jeden einzelnen. Besonders gross ist der Wunsch bei denen, die wir jüngst aus fernen Ländern geschenkt bekamen, die sich recht erfolgreich für besseren Status und gegen Rückführung einsetzen, und raus aus den Hallen und Notquartieren rein in die Städte wollen – und das möglichst zentrumsnah. Es wäre nur natürlich, würde man sich staatlicherseits konsequent hinstellen und sagen: “Genossen! Die international sozialistische deutsche Staatsführung gibt angesichts der Herausforderungen auf dem Weg zum neuen, versprochenen Wirtschaftswunder durch Masseneinwanderung bekannt, dass wir Raum und Baugrund brauchen! Deshalb hat der Staatsrat beschlossen, dass wir zu weitläufige Jugendstil- und Nachkriegsvillengegenden enteignen und darauf Blocks errichten! Das spart Infrastruktur, Erschliessung und weil Diversität super ist, wie die Natur laufend beweist, beweisen wir das jetzt auch.“ Und was sollte ich dem entgegnen: Es stimmt. Diversität ergibt einen wunderbaren Speiseplan am richtigen Ende der Nahrungskette, und wir brauchen diesen Wohnraum. Die besitzenden Einfamilienhausbewohner sind da erstens viele und zweitens im Weg.

mietloche

Nur, das mit der Ehrlichkeit ist nur in Deutschland immer so eine Sache – auch die DDR hat nicht gesagt, dass ihr System auf einer irrsinnigen Ideologie beruhte, und nach irrealen Plänen von Leuten umgesetzt werden sollte, die dafür ungeeignet waren. Da wurde Platz und Eigentum für den Staat benötigt und enteignet, um allen Menschen ins sozialistische Paradies zu bringen. Natürlich kam man dort nicht sofort nach Bautzen, wenn man Zweifel hatte: Das Ostfernsehen und das Neue Deutschland gaben sich alle Mühe, das den Menschen zu erklären. Zu viel Eigentum war nicht verboten – es war nur wichtig, dass man einsah, wie schlecht zu viel Eigentum für die gesamte Gesellschaft ist. Fast niemand musste einen Schauprozess befürchten, wenn er zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Winke der Notwendigkeit verstand. Der DDR-Mensch hat gelernt zu erkennen, dass Ideale früherer Zeiten gar nicht so wünschenswert waren, wie man früher dachte, sondern vielmehr bürgerliche Fehleinschätzungen, derer man sich in den neuen Zeiten besser enthielt.

mietlochf

Im Osten nahm man das Angebot der Wohnplatte an und hielt den Mund, im Westen nannte man diese Leute, zumindest bei uns, “Mietsleid“, “Barackler“ oder “Glosschaemviadla“, und baute ohne Sorgen, so gross es eben ging. Im Osten kam die KiTa, im Westviertel des Westens die Haushälterin. Ostdeutscher feministischer Nachwuchs klagt heute in der Zeit, dass er aus Berlin weggentrifiziert wird, ich schreibe in der FAZ, dass Staubwischen ab 100 Gemälden eine nicht zu unterschätzende Arbeitsbelastung bedeutet. Das ist soziale Diversität! Aber KiTas gibt es jetzt auch bei uns, und Ganztageskindergärten, und ein achtstufiges Gymnasium voller Nachmittagsunterricht und ein verschultes Studium, das keine Rücksicht auf die Notwendigkeit einer Grand Tour des Lebens nimmt. Für solche Doppelverdiener-Doppelvollzeitschülerkinder-Haushalte verliert die eigene Behausung natürlich an Bedeutung, weil alle beschäftigt und ausser Haus sind. Da ist nach der DDRifizierung des Lebens die Kollektivierung des Wohnens nur der nächste Schritt. Natürlich sagt einem kein Politiker, dass nun auch noch die bürgerliche Eigenheimfassade weg muss – aber dazu gibt es ja Medien, die sich dauernd über Geschlechterstereotypen beschweren, die Abschaffung der ersten Klasse fordern und luxuriöses Wohneigentum hinterfragen.

mietlochg

Und dann kommt eben so ein sozialistischer Held der Arbeit und sagt, er hätte ja auch so ein individualistisches Haus, aber er habe Marx und Merkel gelesen und erkannt, dass es so einfach nicht geht – und nie ginge, wenn das jeder mache. Er schaut in die Runde und denkt nun, dass alle das in Ordnung finden und schweigend seinem leuchtenden Pfad folgen, schliesslich hat die Prantlhausener Zeitung keine Kommentare mehr. Aber es ist halt nicht ganz so – ich sehe das anders.

mietlochh

Denn es konnte sich noch nie jeder ein eigenes Haus leisten, und es wird sich auch nie jeder leisten können – zumindest nicht in Deutschland, wo das Mieten nach dem Krieg immer staatlich gefördert wurde. Besitz ist Luxus. Das Ergebnis ist heute Diversität – nicht genetisch, aber sozial. Da gibt es welche, die mit dem staatlich errichteten Mietwohnungsbau zufrieden sind, und andere, die es nicht sind. Ich bin damit übrigens sehr zufrieden, solange er nicht auf 10 Kilometer an mich ran kommt. Möglicherweise sorgt das dafür, dass alte Damen später allein auf 300 m² leben und andere anders, woher soll ich das wissen, irgendwie halt. Alles hat seine Vor- und Nachteile. Bücherliebhaber brauchen mehr Platz als Ebook-Leser, junge Journalisten in Berlin wissen, was sie erwartet, und nur, weil die Hoffnungen von Migranten nach einem schönen Haus in Deutschland meist nicht erfüllbar sind, muss es noch lange nicht für jeden unerfüllbar sein, der sich Mühe gibt und sein Leben an diesem Ziel orientiert. Es gibt kein falsches Wohneigentum im richtigen. Es gibt aber viele kollektive Wohnexperimente, die nicht gut ausgegangen sind. Natürlich bräuchte der Staat jetzt ale Bau- und Platzressourcen, um seine neuen Probleme so zu lösen, damit es so aussieht, als schafften wir das.

mietlochj

Darum geht es uns aber nicht. Ob andere es schaffen, spielt im Wohneigentum keine Rolle. Es geht darum, das Unsere zu schaffen, wo Bienen summen und wir selbst entscheiden, wen wir am Morgen im Haus sehen und wen nicht. Das kostet natürlich Geld und Ressourcen und lässt sich am besten auf dem Land verwirklichen. Wer das nicht will, kann gern verkaufen und teilend das tun, was für ihn am besten passt. Mag sein, dass Deutschland vor einer heftigen und sehr teuren Wohnraumkrise steht, und verdichten und nachbauen muss. Das wird noch richtig hässlich, denn natürlich wird da verteilt, umgeschichtet und weggenommen, wie früher bei der Säkularisierung, der ich jetzt meine Bücher verdanke. Da werden noch viele Beiträge und staatlich geförderte Broschüren der Kahanestiftung geschrieben werden, die den Menschen erklären, warum sie etwas bekommen, wenn ihnen etwas genommen wird, und warum sie es besser freiwillig einsehen, wie falsch sie früher dachten.

mietlochi

Nirgendwo kann man das gelassener als im eigenen Gemäuer abwarten, und anerkennend nicken, wenn Kollegen bereit sind, mit gut teilendem Beispiel voran zu gehen, so wie schon andere vor 50 Jahren aus den Altstadthäusern in die Blocks zogen. Wir haben das alles schon gesehen, und gewähren den Rokokogemälden, die in Wohnklos nicht passen, auch gerne dauerhaftes Asyl. Barackler sagen wir auch nicht mehr.

mietlochk

Also.

Hm.

Gut, ich gestehe, das war gelogen.

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325 Lesermeinungen

  1. Klotz
    Klotz sagen wir dazu auch noch. Ändert nix am Inhalt.

  2. Widerstand gegen die Barackler
    Höchst (ge)fälliger Beitrag – und diesmal wieder Bücher vor den Bildern.

    „Dass wir in einer neuen DDR leben“ zeichnet sich immer mehr ab.
    Das sehen zum Glück nicht nur Sie so …

    http://www.achgut.com/artikel/schon_wieder_ein_neues_deutschland_-_eine_endlosschleife

    Der Sonntag endet erfreulich. Es scheint noch so etwas wie geistiges Leben zu geben zwischen den Trümmern.

    Lassen Sie nicht locker. Der Dank dafür ist Ihnen gewiss!

  3. Energie Effizienz
    Werter Don, ich halten zu Gnaden, dass im Rahmen des ueblichen Vermoegens das Wohnen in Scheiben groesserer Bloecke angenehmer und „oikologischer“ ist. Kaninchenstaelle aka Reihenhaeusser der 0er Jahre sind beengter, vernachbarter, lauter als eine Wohnung.

    • Natürlich ist das ökologischer. Aber mein Rad ist auch ökologischer als die Fliegerei der Politiker.

    • Naja, eines stimmt schon...
      Wirklich ohne dem Autor zu nahe treten zu wollen, denn es trifft auf ihn ja nur auf den ersten Blick als Single zu: In einer Gesellschaft, in der es immer mehr Single-Haushalte gibt, das als völlig normal empfunden wird, und man selbst zwei Wohnungen bewohnt, wenn man in einer Partnerschaft ist, braucht man sich über Wohnraummangel nicht wundern, noch viel weniger, wenn am Ende des Monats wenig übrig bleibt, man sich aber zum Trotz dann über die geringen Gehälter beklagt.

      Wie DA schon richtig schreibt: Man muss es sich eben auch leisten können. Nur wenn man es sich nicht leisten kann, den Luxus allein zu leben, einen kompletten eigenen Hausstand für sich zu haben, und überall sparen muss, muss nicht die Gesellschaft etwas ändern, sondern das Individuum. Es ist eher schon dekadent, den Anspruch zu äußern, ein Leben lang eine Wohnung für sich zu haben, die die Allgemeinheit finanziert (von erworbenen Versicherungsansprüchen abgesehen). Wo auf der Welt gibt es das, außer in einer Hand voll Staaten?

  4. Titel eingeben
    Schaun Sie, da wird irgendwann einer Gebiete ausweisen, wo es dringenden Wohnraumbedarf gibt, In München, Frankfurt, Hamburg, Berlin zum Beispiel.
    Und dann wird er einen Quotienten ausrechnen, Anzahl von Bewohner pro qm Wohnraum im Gebäude. Und wer dann einer in seiner Wohnung halt mehr hat, als einem großzügig zugestanden wird, also sagen wir 15qm pro Person, da wird der Eigentümer dann einen „Solidaritätszuschlag“ zahlen müssen, weil das ist doch so „gerecht“. Für Menschen, die gar nicht wissen, wie es ist, nicht bei Mama/Papa oder in einer WG zu wohnen, gar nichts Schreckliches.

    Vielleicht gibt es Ausnahmen für Schlossbewohner der 4. (+) Generation, die können ja nichts dafür, dass sie so einen großen Kasten haben. Bundestagsabgeordnete, eh klar. Aber sonst wird es eine willkommene Möglichkeit sein, neben der transaktionsbasierten Grunderwerbssteuer staatliches „recurring revenue“ aus Immobilieneigentum zu generieren. Und um die Alten ins Altenheim zu drängen, und um dem allein Lebenden oder dem Rentnerpaar in die Tasche zu greifen, weil das kann man dann schon heute kassieren und muss nicht auf die vertrackte Erbschaftssteuer warten, die einem das BVerfG immer wieder zerschießt. Der Betroffene hat dann also die Wahl, entweder sich zu verkleinern, am Besten Heim (Arbeitsplätze schaffen ! Niedriglohnsektor! Klasse!), oder unterzuvermieten oder zu zahlen.

    Die vermögenden Familien mit Kindern wird es auch nicht ganz so hart treffen, weil da oft auch drei oder vier von vorhanden sind. Die reichen Paare oder Einzelpersonen ziehen dann halt endgültig an den See, ist ja auch viel schöner da. Gibt ja auch schöne Seen in Italien oder der Schweiz, und die Großwohnung in München mit der WG, mei, ist halt schad.

    Wird alles als „sozial“ und „gerecht“ beklatscht werden, wie Sie es bereits beobachten. Ich rechne damit, dass es erste Vorschläge nach der Bundestagswahl geben wird, wenn Schwarz-Grün an die Macht kommen sollte. Sollte man vielleicht auch mal drüber nachdenken, bevor man sich für sein 160qm Reihenhäuschen in Obersendling mit über ner Million verschuldet.

    • Ich tippe darauf, dass sie einen abschüpfungsmechanismus wegen der Wertsteigerung einführen, auch wenn das Haus sich nicht verändert. die Preisentwicklung der letzten Jahre ist das ideale Vehikel dazu, und es wird wie bei der Erbschaftssteuer als „gerecht“ verkauft. Kleiner Wohnungen sind durch den wohnungsbau roblemlos herbei zu steuern.

    • Würde zwar wenige Schlossbesitzer treffen, ...
      … aber diesmal wenigstens den Richtigen!
      Werter Bowler(hut),

      können Sie für einen Augenblick Ihren Hut umfärben? Ich fürchte sonst um Ihre Objektivität beim Lesen.
      Frank Asbeck ist lt Wikipedia Schloss-Neubesitzer, also nicht 4.(+) Generation. Wenn Solarworld demnächst endgültig aus verschiedenen Gründen crasht (chinesische Massenware, US-Gerichtsurteil), dann ist er ja leider als Aktienbesitzer nur mit seinem Aktienanteil, aber nicht mit seinem Privatvermögen haftbar, da könnte Ihr Vorschlag hilfreich sein. Leid tun mir dann die Solarworld-Mitarbeiter, weltweit 3800 lt. S.-Webseite, Zahlen für D. allein stehen dort nicht.

      Wenn ich meine Meinung von Herrn A. unzensiert aufschreibe, rücken FAZ und Don A. meine IP-Adresse an irgendeinen anfordernden Staatsanwalt heraus. Muss nicht sein.

    • Ich denke nicht,
      dass es eine Regelung geben wird, die ältere Menschen in Pflegeheime drängen soll.

      Schließlich steigen die Sätze für Bedürftige in Pflegestufen mit dem kommendem Jahr als Pflegegradeingeteilte, sofern diese daheim gepflegt werden. Die Sätze sinken, sofern in Pflegeheimen gepflegt wird.

      Ich würde auch nicht unbedingt auf Don Alphonsos Tip setzen, der eine Immobilienwertsteigerungsabschöpfung vorher sieht. Das träfe zuviele, die sich für ihren Traum vom Eigenheim den Hintern aufreißen.

      Mal ganz abgesehen davon, dass eh schon sehr viele Finanzierungen auf Kante genäht sind und zusätzliche Abschöpfungen eine heitere Welle von Insolvenzen herbei führen könnte.

    • das mit
      der Abschöpfung der Wertsteigerung ist so eine Sache.
      .
      Dazu muss ich den Wert erst einmal ermitteln. Letztlich weiss ich den Wert meiner Immobilie erst, wenn ich sie verkauft habe. Alles andere ist Behelf und Prothese.
      .
      Nachdem die letzte Einheitsberwertung in die alten Bundesländern 1965, in den neuen Bundesländern 1936 durchgeführt wurde, und diese damals ermittelten Werte heute noch angewendet werden, weil sich in der Zwischenzeit keiner dran traute, verabschiedet man sich heute stickum vom Einheitswert. Nur eben, dass es nicht einfach ist, neue Bewertungsmaßstäbe zu finden, und das, noch dazu, in kurzer Zeit.
      .
      Als zum letzten mal in der Hausse 1990 die Zuwächse am Börsenwert und am Börsengewinn abgeschöpft werden sollten, dauerte die Gesetzgebung so lange, bis aus dem Boom eine Baisse geworden war.

  5. Das Wohnen der Zukunft
    Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie die Wohnsilos als das Nonplusultra galten. Auch in Film und Fernsehen wurde das propagiert, Oma ihr klein Häuschen war out, jung und hip zu wohnen war in.

    Das war natürlich leicht in einer Zeit, als viele alte Häuser und Wohnungen noch nicht inmal überall fließend heißes Wasser hatten. In meiner ersten Wohnung, das habe ich hier schon geschrieben, musste ich Eierbriketts zum Heizen die Treppe hoch schleppen. Über der Spüle prangte ein Kochendwasserbereiter (was für ein Wort).

    Zentralheizung, Teppichboden und einfach den Hahn aufdrehen für heißes Wasser, das waren schon mächtige Lockmittel. Oh, und für Einkauf und Freizeitspaß gab es sogar fensterlose Unterhaltungssilos, wie das Schwabylon.

    Natürlich wird man Ihnen auf diesen Artikel wieder Dünkel und Blasiertheit vorwerfen, lieber Don. Aber es ist nun einmal wie es ist, nicht wahr?

    • Dünkel und Blasiertheit muss man sich leisten können, und man sieht ja in Berlin, wie es mit denen endet, die nicht rechtzeitig gekauft haben: Vor 10 Jahren habe ich das allen gepredigt, viele wollten nicht und jetzt schauen betreten. Man wollte frei und unabhängig sein, man wurde es. Und zahlt jetzt einen hohen Preis.

  6. Gerhard Matzig
    Einer dieser vielen Volkspädagogen in Deutschland. Ganz besondere Exemplare der Spezies Mensch. Wann sind diese Leute eigentlich erstmals aufgetreten? Sie kennen die Menschheit sehr gut. Die Natur des einzelnen Menschen kennen sie leider nicht. Die Rechtschreibkorrektur hätte aus Herrn Matzig übrigens beinahe Herrn Patzig gemacht.

    • In mancher Hinsicht hat er gar nicht unrecht, EFHs sind tatsüchlich Ressourcenschlucker. Aber unschön ist ds nur für die, die keines haben und draussen sitzen.

    • Ja, man wundert sich,...
      wie die Herrschaften zur Befeuerung ihrer „nudges“ (früher hieß so was ja ganz platt „Propaganda“) immer willige Skribenten finden, die jeweils zum passenden Zeitpunkt „ganz objektiv“ umgehend feststellen, dass der jeweils genehme Trend doch hervorragend in die Zeit passt…

      Wenn man aber folgende Artikel im Mutterschiff liest, wundert man sich nicht (hier, weil’s so nett formuliert ist, die komplette Überschrift des ersten):

      „Überleben als Buchautor

      – Zur Not einen Porno schreiben –

      Jedes Jahr werden Autoren auf der Buchmesse wie Popstars gefeiert. Doch selbst wer Bestseller schreibt, hat es finanziell schwer. Wie bestreiten da erst die anderen ihr Leben?“

      http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/ueber-die-schwierigkeit-als-autor-zu-ueberleben-14491982.html

      sowie:

      „http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/redaktion-der-berliner-zeitung-bangt-um-arbeitsplaetze-14490470.html“

      Tja, ein mitleidiger Blick aus FFM über den Limes…

    • Matzig, das Video ist nicht mehr abrufbar, der Artikel
      unterdessen zweimal geändert und ins Plus-Format geschoben.
      Eine Version hier
      http://www.sueddeutsche.de/leben/wohnen-das-einfamilienhaus-stirbt-aus-1.3217260

    • Danke, Frau Simon, für den Link
      [Auch wenn die Prantlhausener mir wegen des Adblockers mir anfänglich jede Einsicht verweigertem]

      Huch? Ein schöner Journalist ist mir das.
      Darf ich zitieren, oder wird dann von Heribert Himself eine Take-Down-Notice an Ihren Arbeitgeber geschickt? Ich versuche es mal:

      „Bleibt die Frage: Wo sollen die ganzen Menschen in Zukunft wohnen?

      In wenigen Jahren werden bereits drei von vier Menschen in hochverdichteten Städten leben. Das ist eine Schätzung der Vereinten Nationen (UN). Für Dreiviertel der Weltbevölkerung ist also die „neue urbane Agenda“, wie sie soeben auf der UN-Siedlungskonferenz Habitat III in Quito, Ecuador, von 190 Nationen beschlossen wurde, ein Versprechen.“

      Erstens ist der Ausdruck der ‚ganzen Menschen‘ nicht ganz geschäftsfähig, weil wir mal hoffen wollen, dass es nicht dazu kommt, dass nur halbe Menschen, oder Menschenhälften, dann noch Unterkunft finden.
      Gemeint ist sicher etwas anderes.

      Salopp wird dann weiterformuliert/fabuliert: Wenn 3 von 4 Menschen in ‚hochverdichteten‘ Städten leben (klingt gut, was, bei Motoren soll das ja auch wunderbar funktionieren!?), ist das nach Herrn Matzig ein ‚Versprechen‘.
      hat er sich dabei verdacht, oder gar vertippt, und wollte eigentlich ‚Verbrechen‘ schreiben?
      Denn selbst meine Freunde, die sich gerne als Stadtmenschen sehen, haben keine Präferenz für höchstverdichtete Wohnsituationen.

      Vielleicht sollte ich doch als Ausweichquartier einen Quadratkilometer Wald mit Wohnhausruine mitten drin kaufen, um endlich meine Ruhe zu haben? Nach dem Motto von Gerhard Falkner: „Heute, wo jeder verrückt ist, ist es gar nicht einfach, zu einem ganz normalen Menschen durchzudrehen“?

    • Aber Uwe....
      „Bleibt die Frage: Wo sollen die ganzen Menschen in Zukunft wohnen?“

      Glauben sie mir, sie können sich bei den Thema ganz auf die segensreiche, selbstregulierende Evolution verlassen.
      Ein Problem wie das der Überbevölkerung wird sich mit Sicherheit NUR von ganz alleine lösen. Menschliche Bemühungen sind lächerlich und stets von absurder Inkompetenz.

      Kriege, Hungersnöte, Klimawandel, oder nehmen sie nur das von Don Alphonso ja auch erwähnte Bienensterben… es ist ihnen bekannt was das für Folgen hätte, wenn das nicht von alleine aufhören wird?

      Die Ursache verdreht unser Schelm von Hausherr natürlich so wie er das gern tut, um das eigentliche Problem aufzuzeign… man muss beim Lesen immer genau mitdenken und manchmal halt das Gegenteil dessen einsetzen, was da geschrieben steht allein um uns zu verwirren.
      Wenn er also sagt, dass die Bienenvölker den Sozialwohnungsbenutzern zuzuschreiben ist, so will er uns damit zum Nachdenken anregen, denn es sind ja eigentlich die Anteilseigner von Monsanto, bzw mittlerweile ja von Bayer sind, also jene nützlichen Mitbürger, die an Herstellung und Verkauf der die Bienenvölker mitmassakrierenden Heilsbringer Round-Up und Glyphosphat jeweils ein paar Scherflein pro Portion verdienen, mit dem sie das vor-sich-hin darben in den kulturell wertvollen Villen zu finanzieren, auf dass die wahre deutsche Kultur erhalten bleibe.

      Sie sehen doch selber, dass verglichen mit den Opfern die solch verantwortungsvolle Bürger bringen ihre Frage „Wo sollen die ganzen Menschen in Zukunft wohnen?“ nach einer etwaigen Zukunft der Massenmenschen lediglich frivol sein kann?

    • Tja, Frau Simon
      Dann müssen wir halt bezahlen. Prantlhausen will ja auch von irgendwas leben.

    • Für Prantlhausen zahlen Samsara? Nö
      ich lese da nicht, hatte nur das Video gesucht, musste dann den Werbeblocker abschalten, aber sonst das Blatt lesen? Igitt.

  7. Den geistig-kahanisierten Barrackler*Innen die Barracke, am besten
    im fernen Ausland, da ist ja jetzt viel Platz frei, wenn man sich bei uns im Bunten umschaut, und dann sanfte Rückführung via Streichung aller Leistungen, gleich auch für Stiftungen, NGOs, Dummblätter der linken ‚Szene‘ , Streichung der Genderstudien und solcher für feministische Besserwisserei und Schamanismus, Auflösung des ÖR und Streichung aller Pensionen hiefür, Mittelkürzung auf null für die etablierte Politik und die EU, 1 Euro-Jobs statt Geldverteilen ins Ausland…
    So einfach sind wir die DDR 2.0 wieder los.
    Weitere Vorschläge in nämliche Kerbe gern angenommen.

    • Solange Sie sowas schreiben, geht viel mehr Geld genau in solche Projekte, damit sie so etwas nicht mehr schreiben.

      Übrigens, in Schmölln findet sich irgendwie keiner, der die Berichte unterstützt, die der MDR da verbreitet hat.

    • Bewusstseinsindustrie
      Vielleicht wird nur nicht häufig genug darüber geschrieben.

      „Der Marsch durch die Institutionen“ ist eine 1967 von Rudi Dutschke verbreitete Parole. Das hat sehr gut funktioniert und fast 50 Jahre später wird das daraus erzeugte Desaster erkennbar.

      Enzensberger hatte 1962 in seinem von den üblichen marxistischen Plattitüden überquellenden Agitationsband „Einzelheiten“ den Begriff „Bewusstseinsindustrie“ definiert und damit (getarnt unter den üblichen Beschuldigungen an die Gegenseite) die womöglich erfolgreichste Kampfmethode der neudeutschen Marxisten definiert und vorweggenommen. Die sozialistische Bewusstseinsindustrie mittlerweisle nach Übernahme staatlicher Strukturen, insbesondere der ÖR-Propagandasender fest etabliert und sehr erfolgreich.

      Der absolut größte Einzelerfolg der linken Bewusstseinsindustrie war es aber fraglos, die CDU in eine halbsozialistische Partei zu konvertieren.

    • Das Blockparteigen spielt auch eune Rolle.

  8. Nischenbewohner
    Wohneigentum oder nicht? Das ist auch eine Frage der Kultur. Engländer wohnen traditionell eher in den eigenen vier Wänden als zur Miete, bekommen aber im Falle einer Bankenkrise oder von Zinssprüngen auch schnell mal kalte Füße vorm heimischen Kamin.

    Die fleißige Hongbiene hingegen bildet bekanntlich Staaten und hat es immer schön warm im Bienenstock, während die weitaus meisten Bienen Solitärbienen sind, denen der Mensch gelegentlich Raum in Insektenhotels anbietet. Nicht wegen des Honigs, sondern weil sie u. a. gute Bestäuber sind, also auch ihren Teil für das menschliche Wohlergehen leisten.

    So hat halt jedes Bienchen seine ökologische Nische, aber immer sehr platzsparend. Ich gönne auch sonst jedermann sein Eigenheim, möchte aber dennoch anmerken, dass jegliche neubauliche Aktivität zu mehr versiegelten Flächen führt, mit den bekannten Folgen bei klimatischen Extremen und Wetterkapriolen.

    • Ich habe es ja mehr mit dem emsigen eichhörnchen, das flink und sparsam ist und mehr zurücklegt, als es braucht. Bei Bienen fällt mir die Bienenfabel ein, wenn es um Wirtschaft geht.

    • @ Malus ex Saxonia
      „Engländer wohnen traditionell eher in den eigenen vier Wänden als zur Miete …“

      http://www.telegraph.co.uk/news/weather/11382808/Winter-death-toll-to-exceed-40000.html

      … und sterben in großer Zahl, weil sie das Geld für die Heizung nicht aufbringen.

      In Deutschland gibt es 600’000 Haushalte ohne Strom.
      Klasse, wie die Politik den Hartz4-Empfängern im Monat 5 Euro mehr bewilligt, während sie ihnen über höhere Gebühren, Stromkosten etc. einen wesentlich höheren Betrag aus der Tasche zieht. Fürs Protokoll: der monatliche Regelsatz für Alleinstehende steigt 2017 (Wahljahr!) von derzeit 404 Euro/Monat auf 409 Euro.

      Interessant sich vorzustellen, was aus Kindern werden wird, die in stromlosen Haushalten aufwachsen.
      Dunkelökogrüne Botschafter der Zivilgesellschaft?

    • Titel eingeben
      Jaja, das kleine harmlose Eichhörnchen. Eine niedliche, geradezu euphemistische Metapher für das, was da mit Leinwänden, Teegeschirr und Sportgeräten passiert…

    • Wenn die Linke sich sozial nennt, nenne ich mich halt Eichhörnchen.

  9. Da geht noch was!
    Jaja, die Menschengeschenke kosten Geld für die Verpackung und wenn einst gut situierten Kommunen nun in wirtschaftlichen Boomzeiten das Geld ausgeht, dann dreht man an der Grundsteuerschraube oder erlässt eine, früher undenkbare, Straßenausbaubeitragssatzung. Trifft nicht immer die Richtigen, aber Opfer müssen gebracht werden. Wären Zwangsanleihen eigentlich verfassungskonform?

    • Bayern macht da gerade ein hartes Integrationsgesetz und Berlin wird mit R2G nicht abschieben. Dreimal dürfen Sie raten, wo das dann endet.

    • Oh, Zwangsanleihen, Zwangseinquartierungen usw
      sind rechtlich überhaupt kein Problem. Gibt es seit Ende der 40er, als die Deutschen aus der Tschechei und Neupolen untergebracht werden mussten. Google ist Ihr Freund. Die alten Gesetze ruhen nur, sie sind nicht tot. Und es gibt den Artikel 80 GG. Und im Übrigen sind Gesetze und Verträge in unserer Republik eh wurscht geworden.

  10. Wenn man da jemand mehr als 20 Immos...
    …sein Eigen nennt, muss er – diese Politik fortgeschrieben – mit schlaflosen Nächten rechnen. Übrigens werter Don, Ihr Domizil am Tegernsee wird da ebenso links-grün beäugt.

    Rufe nach Umverteilung via Erbschaftssteuer, Vermögenssteuer, Spitzensteuersätzen von über 50% usw. könnten ergänzt werden mit einem neuen Lastenausgleichsgesetz. Die Vermögenden wissen aber schon heute, was mit dem dadurch generierten zusätzlichen Staatseinnahmen nicht geschieht – eine Umverteilung an die wirklich Bedürftigen. Außer man sieht Staatsbedienstete (und deren Pensionen) als solche an.

    Danke für den gehässig-schönen Artikel :-)

    • Gern geschehen.

      Ich vermute, man wird sich überlegen, was man einem Menschen zugestehen will und alles andere dann erschweren.

      Oder: Wir kriegen zufällig eine Euthanasiedebatte. Hat natürlich gar nichts mit den Kosten zu tun!

    • Euthanasiedebatte
      Das wurde doch in Niedersachsen bereits umgesetzt. Da ist doch ein 18. Jähriger in ein Pflegeheim eingedrungen und hat eine Bewohnerin umgebracht.

      Sind sie Hellseher?

    • Ja, somalischer Staatsangehöriger. Ist es nicht putzig? wir reden gross in den Medien über nicht existierende Ausfälle beim Suizid eines somaliers und schweigen bei einem Mordverdächtigen.

    • @D.A.
      Apropos Somalier… warum wird in den Lokalzeitungen so gut wie immer die Herkunft erwähnt, diese jedoch überregional (so auch im Mutterschiff) prinzipiell weggelassen? Gilt da ein unterschiedlicher Pressekodex?

      Nebenbei: Gibt man „Neuenhaus“ (wo sich das Drama abgespielt hat) ein, ergänzt Google automatisch „Somalier“… es muss also hinlänglich viele geben, die die „Lücken“ der entsprechenden „Presse“ mittlerweile umgehend zu füllen wissen.

    • Das wäre wirklich mal ein Thema.

    • Na ja
      „wir“ meint ja wohl eher, dass zum ewigen Ruhm des Merkel-Sozialismus halt nur die guten Nachrichten (Planerfüllung usw.) verbreitet werden, weil nur diese sind hilfreich und positiv.

      Sie sollten sich aber allmählich klar werden, dass solche Artikel in der seligen DDR unter (staatsfeindlicher) „Hetze“ gelaufen wären. Und wenn man Hitlers Geburtshaus enteignen und platmachen kann, kann es auch Jesuiten-Seminare treffen, dann steht da bald ein Integrationsheim mit schönen Kursen und einer Bibliothek voller Stachowskis, Kermanis, Käßmanns. Schramms und einem Bild der Kanzlerin.

      Wenn es soweit ist, bitte eine kurze Machricht, dann übernehme ich die Silberkannensammlung.

    • Das ist laut der Ex-Stasi-IM-Kahane-Stiftung auch heute Anlass, Rechtsextremismus zu vermuten. finanziert von Frau Schwesig.

    • Titel eingeben
      Lieber DA,
      Ich weiß ja nicht! Putzig ist wohl nicht das richtige Wort für diese Art Taten unterschiedlich zu gewichten. Man bekommt aber schon ein leichtes Geschmäckle. Die Dame in Schmölln ist aber wohl mit ihrer Aussage zurückgerudert nachdem die Einsatzkraefte ihrer Aussage widersprochen haben.

      Ich wusste nicht, dass es sich um einen Somalier handelt. Weiß man schon warum er es getan hat. Ach nein, ich will es glaub ich gar nicht wissen. Hat es mit dem selben Aufruf vom ISIS zu tun, der sich an Angriffe auf Jugendliche richtet.

    • Es kann einem grad schlecht werden, wenn man sieht, was gebracht wird und was nicht.

    • @ hefe60
      Der Finanzminister wird sich die Hände reiben: dampft doch toll die Gerüchteküche über evtl. neue fiskalische Folterwerkzeuge, während die unerwünschte Debatte über die überfällige Abschaffung des Soli immer mehr den Hintergrund rückt.

      Düpierte Bürgermeister West, die mit ihren geschenkebeschwerten Haushalten nicht mehr ein- und auswissen, dürfen sich unterdessen im MDR voll sanierte Mustergemeinden Ost angucken.

      „gehässig-schön“ unterschreibe ich mit, ein schützenswertes Marken- und Gütezeichen!

    • Titel eingeben
      Die Hoffnung, die Diskussion sei zusammen mit Hüftgelenk-Mißfelder gestorben, war wohl verfrüht. Im Moment zwar ein bisschen schwierig zu führen , weil die in Frage kommende Rentner-Wählerschicht noch nicht alt und planlos genug ist, aber spulen wir man ein, zwei Wahlperioden nach vorne, spätestens beim übernächsten Bundestagswahlkampf wird das ein Thema werden. Dann sind die meisten zwar noch am leben, aber die Zunahme von Demenz und die generelle Überforderung mit dem Alltag wird es, zusammen mit entsprechender Propaganda in den öR Kanälen, schon richten. Das Ganze wird dann nicht zuletzt dadurch erleichtert werden, dass weitere EU Länder dem Beispiel von Belgien, den Niederlande & Co. folgen werden.

      Wer sich dem entziehen will, schafft am besten den Fernseher ab und macht in der dadurch frei gewordenen Zeit Sport. Wie man so lesen kann, gibt es da übrigens noch mehr Möglichkeiten als Radsport, Krafttraining soll ganz erstaunliche Ergebnisse erzielen.

    • @ Reschen
      > Der Finanzminister wird sich die Hände reiben <

      Nur kurzzeitig.
      Komplett möblierte Appartement (ca. 30 m²) gingen vor wenigen Jahren in Nürnberg für läppische € 350 über den Tisch. Heute sind € 500 aufwärts zu berappen (ohne Möblierung). Von München wollen wir erst gar nicht reden (kleiner + teurer).

      Mietpreisbremse?
      So sinnvoll wie Grundsteuerbremse oder EEG-Bremse.

      Jede neue Staats-Maßnahme im Wohn- oder Immo-Bereich bezahlt garantiert einer nicht: der Vermieter.

      Und das ist auch gut so.
      Vielleicht steigt doch noch der eine oder andere dahinter, dass Familie, Heim und Heimat bedeutender sind, als staatlich sanktionierter Individualismus.

      Die zur Schlachtbank Geführten kreuzen bei der nächsten Wahl wieder ihre Schlächter an. Und sie merken es nicht mal, gerade so, wie der schwimmende Frosch im langsam erwärmten Kochtopf.

      Erst wenn man die Herdplatte von anno dazumal (z.B. 1975) knipsend vergleicht, mit dem Ceran-Kochfeld von 2016 – Da liegen "unendliche Weiten" dazwischen. Doch WOHNEN muss man immer. Das dazugehörige Drumherum lernt man eben nicht in der Schule.

    • Euthanasiedebatte
      An sich fällt es mir nun wie Schuppen von den Augen.

      Wir hatten ja vor nicht allzu langer Zeit eine solche Diskussion, allerseiten war Ablehnung zu hören.

      Ich habe es noch ganz gut im Sinn, da im Kreis meiner Mutter und ihrer Geschwister, allesamt uralt, offen darüber diskutiert wurde, wie sie es denn bei großen körperlichen Leiden mit entsprechenden Schmerzen, der Erkenntnis, bei möglicher eintretender und ein bedenkliches Ausmaß eintredender Demenz, aber noch so halbwegs klar, bewirken könnten, trotz des bestehenden Verbots, eine Entscheidung hinsichtlich ihres Ablebens fällen und durchführen zu können. Da gibt es also Lösungen.

      Erschreckt hat mich grad die Perspektive, dass seitens des Staates eine solche Euthanasiedebatte entstehen, forciert und gefördert werden könnte.

      Ließen sich doch so manche staatliche Probleme lösen:

      Krankenversicherungen wie auch Pflegeversicherungen würden von enormen Lasten für Alte befreit, Wohnungen würden frei, sofern solche in ihrem Zuhause gepflegt werden, Städte würden von Zuzahlungen für solche befreit, bei deren Nachkommen kein großer Beitrag für die Pflege in Alten- und Pflegeheimen eingetrieben werden könnte, bei Betuchteren fiele früher Erbschaftssteuer an usw. usw.

      Da haben Sie, Don Alphonso, hoffentlich eine nicht eintretende Ahnung, denn solches wäre äußerst grausam und menschenverachtend.

      Und das sage ich, wo ich als recht Vitaler meiner Mutter und ihren vielen Geschwistern eine gewisse Hilfe zu einem „Unfall“ zugesagt habe, die mich selbst von strafrechtlichen Folgen verschont lassen, aber das Gewünschte leichter erreichbar machen wird.

    • Solange
      es da noch eine Debatte gibt, mag das noch alles schleichen.
      .
      Es geht auch durch die Hintertür, ganz ohne Debatte.
      .
      Die Ärzte haben schon gesagt, Suizidberatung, gerne, aber wir können das nicht mit den Kasssen abrechnen.

      Da führen die Kassen dann eben diese Abrechnungsnummer ein, und schon kann beraten werden. Es fehlen aber noch die Vorgaben, wohin denn beraten werden soll.
      .
      Für die entsprechenden Vorgaben sorgt eine dazu eingerichtete Kommission, da finden noch die üblcihen Verdächtigen, sprich, Funktonäre, ein Zubrot. Schon haben wir auch die Vorgaben, wie wir denn die Lebensqualität, um die es geht, definieren, bemessen, bewerten, prognostizieren.
      .
      Ergebnisoffene Beratung gibts dann auch noch, für Privatpatienten, versteht sich.
      .
      Das ganze geht auch kombiniert, erst wird die Möglichleit der Erwerbstätigkeit im Rentenalter und für Rentner erweitert und dann kommt die Suzidberatung, denn, wie schon ein Herr Müntefering, heute selber Rentner, sagte: Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen.

  11. Plattenbauten? Klar doch, immer her damit, beispielsweise mit solchen:
    http://www.fr-online.de/image/view/2015/10/18/32449308,35950320,dmFlashTeaserRes,feu_vinyl.jpg ,

    besonders dann, wenn sie aus großformatigem AFN-Vinyl

    https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Afn_record_40cm.jpg

    bestehen, aus diesen achttausend+

    https://www.army.mil/article/70660/Lost_vinyl_collection_returned_to_AFN_home/

    sollte sich doch was Hübsches bauen lassen…

  12. " wo Bienen summen und wir selbst entscheiden, wen wir am Morgen im Haus sehen und wen nicht"
    wie wahr und wieder sehr gelungen, danke!

  13. Pops, das ging ja schnell
    Gerade Ihren letzten Blog gelesen, kurz in den Wald und schon wieder ein neues Lesevergnügen! Toll. Da bleibt keine Zeit zum Bilderaufhängen.

  14. Was Menschen so alles opfern, um ein...
    …Haus zu bekommen?
    http://www.bi ld.de/news/ausland/jungfrau/amerikanerin-verkauft-ihre-unschuld-48414360.bild.html

  15. Der Trend hin zur Verflachung zeigt sich nicht nur im Bereich Wohnkultur
    alles wird immer unpersönlicher. Ob es die Kommunikation ist, die zunehmend elektronisch entpersonalisiert abläuft oder das Verschwinden liebgewordener Traditionen und Gewohnheiten, die, ihrerseits vollkommen unschuldig, mehr und mehr dämonisiert und stigmatisiert werden. Diversität ist einer der Euphemismen für die Gesichtslosigkeit unserer Zeit. Das Unvermögen sich wertvolle Dinge zu bewahren wird irrwitzigerweise als zivilisatorische Leistung gefeiert. Zu dieser geistigen Normierung im 08/15-Lindenstraßen- und Alternativstammtischwolkenkuckucksheim passt eben das Wohnen in der Schuhschachtel. „Just another brick in the wall“, so sehen die Plattenbauwohnkonserven und zunehmend die Charaktere aus. Soll man sich jetzt über die vergiftete Atmosphäre im Land freuen weil sie wenigstens noch eine Art von Sein darstellt, ein letztes Aufbäumen des Menschlichen bevor alles dem Globalisierungsmoloch geopfert wird? Die großen Literaten (und das waren meist jene, die bis in die 60-er Jahre Nobelpreise bekamen) waren fast ausnahmslos auf das Individuum hin orientiert. Für sie war die Gesellschaft nur die Summe aller Individuen, und der Einzelne der Ansatzpunkt um etwas besser machen zu wollen. Hermann Hesse war ein typischer Vertreter dieser Linie.
    Bemerkenswerterweise haben die Vertreter des Kollektivismus, die Polittechnokraten und Apparatschicks nicht annähernd so viel geistige Substanz, auch wenn sie selbst oft den Alleinbesitzanspruch darauf anmelden. Jemand wie Brecht, der die Natur völlig ignorierte und für den das Individuum unmaßgeblich war (weil es in seine Welt des technokratischen Ideals vom Sozialismus nicht passte), hat, trotz hoher quantitativer Produktivität, nie den Nobelpreis bekommen!
    Es ist schon ein Treppenwitz, dass der Kollektivismus und die Gleichmacherei sich durch die kalte Küche der Geschichte wieder Zugang zu unserer Gesellschaft verschafft haben.
    Aber das ist nur eine der Heimsuchungen, die den Menschen bedrohen. Die hysterische Entgrenztheit sowie die durch brutale Ellbogenrealität des globalisierten Zirkus geschaffene Hetze und Hektik berauben den Mensch zunehmend seiner Heimat. Und anstatt dies zu bedauern wird es noch als Fortschritt verkauft. Leben auf gepacktem Koffer und Heimatlosigkeit werden wohl das Ideal der Zukunft sein. Man wird das Leben in Steinhäusern dann verbieten. Selbst die Plattenbauten von heute, so scheu0lich sie sind, werden dann Gegenstand von Nostalgie. Vermutlich wird man dann nur noch in einer Art Zelt oder Papierhaus, bestenfalls in staatlich monopolisierten Beton-Massenunterkünften vor sich hin vegetieren, sofern man noch Zeit dazu hat.
    Hat denn dieses zerbrechliche Etwas, das man Heimat nennt, das von liebgewordenen Gewohnheiten, heimeligen Dialekten, intensivem Zeitempfinden und Identität geprägt wird, hat es denn gar keine Chance mehr?

    • Diversität ist ein Modebegriff. Ih hatte mal mit jemand zu tun, die damit warb, Unternehmen damit besser zu machen: Zum Glück mag ich Polen sehr und komme gut mit Leuten aus anderen Klassen aus, sonst hätte ich bei diesem rollweib wirklich Vorurteile kriegen können. Diersity war da nur ein anderes Wort für „Ich benehme mich daneben und fühle mich diskriminiert, wenn es Dir nicht passt“. Inzwischen beim Handelsblatt, die tun mir echt leid.

    • @ Harry Charles
      Zum Ersten: machn’s den Brecht ned unnötig schlecht …

      „Nach dem Aufstand des 17. Juni
      Ließ der Sekretär des Schriftstellerverbands
      In der Stalinallee Flugblätter verteilen
      Auf denen zu lesen war, daß das Volk
      Das Vertrauen der Regierung verscherzt habe
      Und es nur durch doppelte Arbeit
      Zurückerobern könne. Wäre es da
      Nicht doch einfacher, die Regierung
      Löste das Volk auf und
      Wählte ein anderes?“

      Zum Zweiten: was erwarten Sie eigentlich von einem Volk, das jeden Abend auf seinen Medienkanälen in sog. Krimis x „Jungfrauen“ opfert?

      Irgendein germanischer Kult dahinter?
      Und apropos Globalisierung: fand das nicht so schon vorher statt?

      Weshalb? Wozu? Um gegen Mitternacht das dumbe Volk mit der Gewissheit ins Bett zu schicken, die Polizei würde sich – wenn nicht um die kleinen, doch wenigstens um die großen Fälle kümmern?
      Um den Klimawandel aufzuhalten?

      War da nicht das 18 Jh. deutlich humaner, indem es seine „Jungfrauen“ in Öl einlegte, um sie derart konserviert den Sammlern späterer Zeiten – von denen es einer gerüchteweise auf über 72 bringen soll – beinahe makellos zu hinterlassen?

      Zum Dritten: „intensives Zeitempfinden“ trifft’s exakt. Gegenwärtigkeit in Tun und Denken. Rare Handelsware, heute, leider

    • Inzwischen beim Handelsblatt ...
      Gestehen Sie, Don Alphonso, dass Sie nur deshalb so großmütig sind, weil jene Person Kölner Wurzeln hat.

      Sie sind ein Freund der Kölschen.

      Und das können Sie mir jetzt auch nicht mehr ausreden :)

  16. Niedergang der Wohnkultur
    Wie immer großartig formuliert, merci.
    Plattenbauten wären eh nichts für Sie. Die Wände sind dort aus soliden Stahlbeton, da bekommen Sie keinen Nagel in die Wand. Ihre Bilder müssten Sie dann wohl ankleben.
    Ps.: Auch sehr spannend: https://www.conne-island.de/news/191.html

    • Es gibt nur einen Grund für Platte: Befürworter von Linken da zwangseinweisen, Besonders die Salonlinken aus dem Westen. Und dann drei Jahre nur Broiler.

    • Aber verehrter Don.
      Der Salonlinke will doch, dass alle im kernsanierten Altbau in bester Innenstadtlage günstig wohnen. Mit VATER, oh sorry, mit MUTTER STAAT als Vermieter_*in.

    • Ich kann da gerne einen Vorgeschmack bieten und 10 Linke in die Abstelkammer stecken.

    • @ Don
      „Und dann drei Jahre nur Broiler“

      Mei, Don, Sie werden sich vor Angeboten nicht retten können.
      Für drei Jahre Broiler würden viele glatt eine Niere verkaufen, einen Antifa-Gender-Klimawandel-Blog starten oder eine tiefgefrorene Torte in ein einigermaßen bekanntes Gesicht werfen.

      Als privilegierter alter weißer Mann sind Sie viel zu weit entfernt von der Lebenswirklichkeit und den Sehnsüchten des nicht-kuchen-essenden Prekariats.

      Der (jüngere Jünger: „Habent sua fata libelli et balli“

    • Ja, Moment - Platte bitte nicht nur für rote Socken
      Also, ich möchte kein EFH, um ehrlich zu sein – Sch***rasenmäherei. Und das blöde Geputze am Samstag, „aber bitte bis 11h fertig…“ Von den Nachbarn mal ganz zu schweigen. Und wenn die Kinder aus dem Haus sind, was soll ich damit…?

      Appartment wäre cool, und wenn es sein muss, Platte.

      Aber Hey – jedem Narr sei Kapp. Bleibt mehr Wohnsilo für mich!!

  17. All animals are equal, but some animals are more equal than others
    Tja Don,

    die Einschläge kommen näher.

    Als alter Historikologe sollte einem doch irgendwie bewusst sein, dass das, was jetzt kommt, nicht in Form einer Schichtung in Form von Klassen und auch nicht in einer Zuteilung entlang von Eigentum erscheinen wird.
    Was kommt, dass ist das, was immer auf Chaos folgt: Einheit.
    Und Einheit ist immer die Einheit aller Klassen.
    D.h.: es kommt ein -ismus.
    Ob nun Sozial- oder Kommunis- oder eher Fasch- oder gar Nationalsozial-, das ist dann nicht ganz so wichtig, wenigstens nicht für die, die gerade noch Besitz und Klasse und Anstand besaßen.

    Whatever, wenn ich mich jetzt frühzeitig in der richtigen Partei engagiere, dann habe ich vielleicht noch die Chance bei der zukünftigen Aufspaltung Ihres Besitzes die Ferienwohnung am See zugewiesen zu bekommen.

    Ich mache was Sinnvolles daraus, versprochen.
    Vielleicht ein Liebesnest für Berliner Gendertröten :-)

    • Ja, ich denke, das wird auf breiter Front auf uns zu kommen – wenn man am falschen Ort lebt, wird das auch kein Spass. Das Gute ist, dass es die nGrünen mittelfristig bundesweit ruiniert, aber eine Partei der Freiheit sehe ich trotzdem nicht.

    • a man does what he can, until his destiny is revealed
      Als alter Historikologe muss man aber auch berücksichtigen, dass fast alle großen Innovationen Kinder des -ismus waren.
      Letztlich war die Rakete, die Autobahn, die Bombe, die Atomkraft und die Emanzipation ohne all das, nicht all das, was es nun einmal war und noch ist.
      Diese letzten 70 -ismus-losen Jahre haben hingegen nix gebracht, außer Scheinismus wie den Kapitalismus, den Individualismus und den Twitterismus.

      Jeder gegen Jeden anstatt Alle gegen Alle.
      Kein Kollektiv und damit kein Sinn und keine Zukunft.

      Freuen wir uns jetzt also auf den Fortschritt, in einer Welt, in der der Mensch wieder dem Großen und Ganzen dienen darf.
      Und nicht sein Dasein damit verplempert, ein Haus zu bauen, 1000 Gemälde vor Bücher zu hängen oder alte Fahrräder über Alpenpässe zu zwingen.

    • Was spricht denn dagegen?

    • I coulda had class. I coulda been a contender. I coulda been somebody
      Dagegen?

      Alles!

      Was hätte aus dem Don doch alles werden können, wenn er sich der guten Sache, der Mission, dem Ziel, der Partei, dem großen Ganzen unterworfen hätte und alle seine Talente diesbezüglich nutzend voran und ganz nach vorne getrieben hätte geworden werden.

      Er wäre jetzt Oberstaatsschreiberling oder Ehrendokotorhistorikologe oder Generalkonsul mit Jagdhaus am Tegernsee. Er müsste nicht sein Dasein in einem kleinen Blog einer mittelgroßen Tageszeitung damit verbringen, einer Generation von wohlhabenden Rentnern Erinnerungen an gute alte Zeiten Lendenfreundlich zu euphemi- und visualisieren.
      Er müsste nicht mehr allein die Berge hinaufstrampeln, er würde winkenden aus offener Staatskasse durch jubelnde Menschenmengen geleitet. Ruhm und Ehre wären ihm vergönnt, ein fetter ewiger Eintrag in Wikipedia, und Heerscharen von geritzten Gendertröten würden mit feuchten Interessen vor seiner Türe warten.

      Wäre, hätte, könnte…..

    • Sie werden lachen: ein Abwerbeversuch dieses Jahres kam direkt vom Leiter der Staatskanzlei eines nicht ganz kleinen Bundeslandes (allerdings nicht Bayern).

    • Wurzel-Gemüse
      @goodnight:
      „Ich mache was Sinnvolles daraus, versprochen.“

      Gute Idee!

      Don, ich reserviere mir das kleine Neue auf Ihrer Einkaufsliste. Die Nähe zum Mittelmeer werde ich auch garantiert ganz besessen Wink-Element-schwenkend nutzen beim nächsten Nußschalen-Schaukel-Treff unserer 3 Granden unter den EU-Sozis. Nachdem ein Heer von Journalisten aus aller Welt unter Militärischen Ehren sich ja hat schnöde in die Kombüsen unter Deck stopfen lassen. Die Wiederbelebungsfeier Sozialistischer Wurzeln fiel in der Berichterstattung denn ja auch entsprechend freudlos aus neulich. So geht das nicht.

      Entsprechend konsequent lassen wir uns natürlich keine 7 Jahrzehnte Ismuslosigkeit in die Geschichtsbücher kritzeln, denn dann wäre die ganze Nachkriegs-Arbeit im Zeichen des TransformatIsmus hin zu dieser (verdammtnochmal) endlich zu vollendenden Einheit doch völlig für die Katz gewesen, nicht wahr. Dem Historiker mit unverzeihlichem Mut zur Lücke seien daher die Hinterlassenschaften eines Kollegen mit jüngst erhellendem Zugang zum Bundeskanzler-Archiv empfohlen. Datiert natürlich vor diesem Autobahn-Deal der Neuzeit. Aber immerhin sollte dem dies möglich gemacht habenden Herrn S. wenigstens irgendwann posthum ein Verdienstorden angehängt werden. Dessen D-generierter Status muß er dann nicht mehr in Bitterkeit verschmerzen.

      Der dazu vermeintlich alternative Herr Steinmeier wedelt derweil tagesaktuell mit dem „Frieden in Europa“ auf seiner Flagge, den es nach SPD-Vorstellungen nunmehr nur noch in bundesweit organisierten, jugendlich besetzten Quasselrunden zu retten gilt: Die EU ist tot. Es lebe die EU! Selbst die schreibende Zunft aus dem Hause des BDZV-Vorsitzenden ist sich da ja auch – je nach Tagesform und Kellerbesetzung – noch nicht ganz einig.

      Derweil diese EU-Talkshow-Größe namens „Brok“ zu Tiefflügen der Dritten Art ausholt und die nicht gezogenen Lehren aus der Flugverbotszone in Libyen hin zu einem weltgrößten Flüchtlings-Drehkreuz mit Mittelmeer-Anschluß via Ausstattung der „moderaten“ Oppositionseinheiten in Syrien mit Boden-Luft-Raketen lauthals zu wiederholen wünscht. Ähnlich Tiefgeistiges erschallt aus der Frömmel-Spitze der Grünen: Sanktionen! Sanktionen! Während in Kaliningrad sich die Rohre längst einmal mehr gen Berlin gerichtet haben.

      Einheit nach dem Chaos also? Mit Verlaub: Ich suche intelligentes Leben. Wenn nicht hier, dann eben bei den Radieschen. Die hören wenigstens, wenn sie gefressen werden.

      http://www.epochtimes.de/umwelt/schlechte-nachrichten-fuer-vegetarier-pflanzen-koennen-hoeren-wenn-sie-selbst-gefressen-werden-a1956008.html?meistgelesen=1

    • Gebrüder Marx
      Hättma, Kenntma (Mochma Oba Net)

    • Verschiedene -Ismen
      @Goodnight
      „D.h.: es kommt ein -ismus.
      Ob nun Sozial- oder Kommunis- oder eher Fasch- oder gar Nationalsozial-, das ist dann nicht ganz so wichtig, wenigstens nicht für die, die gerade noch Besitz und Klasse und Anstand besaßen.“

      Anmerkung: Es fehlt noch der Islam-Ismus in Ihrer Aufzählung.

      Und ja, ich rechne auch mit einer Neuaufsetzung unserer Staatsform – und zwar mit einem Komplett-Reset. Die 2. Republik (BRD) ist seit Herbst 2015 Geschichte. Vielleicht gibt es eine 3. Republik. Oder ein 3. Kaiserreich. Oder ein 2. Drittes Reich. Unser jetziges System wird mit seinen jetzigen Eliten zu Staub zerfallen.

      Die Franzosen beispielsweise haben schon häufiger Wechsel der Staatsform hinter sich. Bei denen gäbe es die 6. Republik, das 3. Kaiserreich oder das 4. (?) Königreich, aber erfreulicherweise kein Drittes Reich zur Auswahl.

  18. Hm
    Haben Sie vielleicht noch ein Zimmer frei? Ich trinke auch nicht.

    • Momentan ist hier alles vermietet, bis in die Gästewohnung hinauf.

    • Hm
      Ok, ich frag in ein paar Monaten nochmal nach. Für den Winter habe ich ein Übergangsquartier, aber mich zieht es mehr nach Süden…

  19. So ist das oft...
    Vernunftbildungsmangel verurteilt gute Ideen zu Scheiterhaufenrealitäten…
    dumm gelaufen, sagt man wohl…unreife Wirklichkeit als Realität transformiert…kann man auch sagen, oder?

  20. Ich bin da ja - als Nichthausbesitzer und Kinderloser - ganz gelassen:
    Der Drang, den eigenen Kindern etwas zu vererben, was Bestand hat, ist unausrott- und ununterdrückbar. Wo er das nicht mehr ist – also vielleicht in Deutschand in ein paar Jahren – ist die Gesellschaft sicher zum Untergang verurteilt.

    Das Schöne daran ist – den heutigen Kultur“progressiven“ kann man diesen Gedanken nicht einmal mehr erklären :-). Übrigens im Gegensatz zu echten Marxisten meines Alters. Wenn sich also die Progressiven (mit Rücksicht auf tdvs Nerven benutze ich „Linke“ nicht mehr) durchsetzen, schaffen sie sich gleichzeitig ab. Nur zu Genossen – zur Sonne, zur Freiheit …

    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • Ich denke, das ist einfach genetisch so veranlagt und auch vollkommen in Ordnung.

    • Ha....
      …da bricht sich ein Seufzer der Erleichterung Bahn und der Hund schaut ganz erschrocken auf. „Die Progressiven“ statt die Linken… Danke! Ein Begriff an den ich mich aus den 70ern erinneren kann, als ein Bekannter genau solche Menschen mit diesem Wort verspottete.

      Wie wahr ThorHa, wer keine Kinder hat, der hat auch kein schlechtes Gewissen. (ich hör schon die Proteste…)
      Und wegen des sich ja schon gerne mal in die Vorstellung drängenden möglichen Untergangs (nicht nur, aber auch) der deutschen Kultur bekommt man vor Schreck keine weissen Haare, sondern sagt höchstens „Ach ja?“

      Man sollte sich viel öfter den Kern der Evolutionsidee klarmachen. „Die am besten an die bestehenden Zustände Angepassten“ heisst es da, nicht die Besten, Intelligentesten, Reichsten oder jene die ovale Bilder am besten aufhängen können. Ich kann damit leben…
      Ich werde Dummköpfe nicht daran hindern können, das jetzt rassistisch zu interpretieren, aber die Völkerwanderung aus Ländern der Dritten Welt ins reiche Europa erinnert mich ein wenig daran wie die Vorhut eines Ameisenstamms schon mal schnell eine gut gefüllte Speiekammer übernimmt, wenn man vergisst die Tür zum Garten zu schliessen….
      Es ist ein eigentlich doch ein ganz natürlicher Vorgang, oder?

  21. Nobel geht die Welt zugrunde ...
    Was für ein schaurig-schönes Lesevergnügen.

    Aber bittschön … nein … dieses DDR-Sprech-Vibratio ertrage ich nicht noch einmal. Man könnte mir auch heute noch die Augen verbinden und sämtliche Kampfbegriffe vorher aussortieren … man hört es trotzdem. Leider bin ich bis heute nicht dahintergekommen, wie sich dieses Sozialistische Timbre wohl einpflanzen und dazu noch so effektiv ausbreiten ließ. Die Halbwertzeiten sind jedenfalls außerordentlich. Genug also der wabernden Plumpheiten. Wenn schon, dann hätte ich gern die Edel-Variante:

    „So bald sich obgedachte Unsere Evangelisch-Reformierte Gelaubens-Genossen Französischer Nation in einer Stadt oder Flecken niedergelassen/sollen ihnen die daselbst hergebrachte jura civitatis & opificitorum ohnentgeltlich und ohne Erlegung einiger Ungelder concediret/und eben die beneficia, Rechte und Gerechtigkeiten verstattet und eingeräumet werden/deren andere Unsere an solchen Orten wohnende und gebohrne Unterthanen geniessen und fähig seyn. Allermassen Wir sie den auch von dem so genannten Droit d’Aubaine und anderen dergleichen Beschwerden/womit die Frembde in andern Königreichen/Landen und Republiquen beleget zu werden pflegen/gänzlich befreyt/auch durchgehends auf gleiche Art und Weise wie Unsere eigene angehörige Unterthanen/gehalten und tractiret wissen wollen.“

    Derweil richte ich mich – nach erfolgreicher Integration meiner Vorfahren, (aus einem einst von den Franzosen bei ihren Eroberungszügen sehr nützlichen Berberstamm rekrutiert und und innerhalb dieses Bergvolkes teils … schluck … muslimischen Glaubens) – richte ich mich also neuerdings in meinem Refugium von 1601 ein, was auch nicht ohne Tücken verläuft wegen ungefälliger Bodenwellen und Alters-schrumpfgerechter Deckenniedrigkeit, die meiner heißgeliebten Bücherwand im Höhenmaße unentschuldbar abträglich ist. So hat halt jeder so das Seine zu meistern. Sie kennen das.

    Diesen Pseudo-Sozialistischen Planwirtschafts-Aufguß braucht die Welt dennoch genauso wenig wie einen selbstzerstörischen Neo-Kapitalismus, der am Ende seines Lebenszyklus eben diesen Aufguß in schöner Regelmäßigkeit neu gebiert. Weshalb die Kohanes dieser Zeit ja leider auch nicht zufällig mit all ihren teuflischen Hufen scharren und uns beizeiten schon so unauffällig viel Ost-Personal anheim gestellt wurde für die neuerliche Stunde 0. Sie lernen einfach nichts dazu, diese Eliten. Es ist ein Kreuz.

    Schauen Sie bloß mal die Banner-Leiste hier an … und dann ziehe Er in der Tat die passenden Schlysse für seine Mobilien.

    http://www.potsdamer-toleranzedikt.de/transkription-des-edikt-von-potsdam-1685/

    • Nichts im Osten kaufen! Da droht R2G wirklich.

    • @Don Alphonso
      Sie meinen r2g droht in Sachsen? Hm…. ich glaube nicht, dass die Linke mit der AfD koalieren will – obschon sie das gleiche Publikum bedient – und Grün ist hier die Landesfarbe, keine politische Richtung.

    • Nein, in Berlin.

    • Rot-Rot-Grün in Berlin
      mag man als Drohung sehen, aber auch als Läuterung.

      Immerhin steht Berlin im Augenmerk aller, im Gegensatz z.B. vom Saarland oder Bremen.

      Sollen die in Berlin jene Konstellation zur Regierenden machen und uns allen zeigen, zu was das führt.

      Als Kölner kann ich damit leben und mich an den Reaktionen erfreuen.

      Berliner Urgewächse allerdings tun mir leid, bedauerlich wirds sein für den Blick aus dem Ausland, die sich von dort Zugewanderten berichten lassen.

      Weniger leid werden mir Crystal-Meth Käufer tun, dort ansässige Feministinnen und Gendertröten und allerlei mehr, die sich mit den aus Bayern dorthin geflohenen Migranten auseinandersetzen müssen oder diese zu ertragen haben.

  22. Neue Heimat
    ist das, was wir brauchen: effizient, billig, gerecht.
    Und in 40 Jahren reissen wir diese wunderbaren, in überlegener sozialistischer Architektur errichteten Gemeinschaftseinrichtungen wieder ab.
    Verlottert und in jeder Hinsicht verrottet, wie sie dann sein werden.

    • Natürlich, der kommende Schwung wird billig sein und haufenweise Mängel haben. Subsubunternehmen aus südlichen Ländern, schnell herangeschaffte Materialen . die Baubranche ist schliesslich ausgebucht.

    • keine Bange
      Diese Bauwerke werden wohl viel früher schon im Häuserkampf kostenneutral entsorgt werden.
      Vielleicht habe ich das Glück und bin vorher unter der Erde.

    • Wird es nicht so sein, dass wir dann in die Container ziehen?
      Wenn man schon Obdachlosen das Bett verwehrt und die Not immer größer wird, bleibt wohl nichts anderes übrig. Und ist ja so praktisch schnell auf- und abgebaut und wäre im Sinne von Teilen doch genau das, was andere predigen.

  23. Triviale Erkenntnis...
    mit hyperkomplexem Wirklichkeitswandelanspruch:
    Humanes Leben kostet Selbstbegreifung-Levelgleichheit-Wegewachstum?

  24. ... wenn Kollegen bereit sind, mit gut teilendem Beispiel voran zu gehen ...
    Lieber Don Alphonso,

    das glauben Sie doch selbst nicht, der Sie ihre Kollegen ja kennen … –das von dem „mit gutem Beispiel voran gehen“ durch „Teilen“.

    Unser Serviceclub hat kürzlich auf Anregung der lokalen Zeitung eine soziale Maßnahme für Migrantenkinder durchgeführt (ich gehe aus Daten- und Selbstschutzgründen nicht näher ins Detail).

    Ihre Kollegen, so wurde von der Chefredaktion vollmundig avisiert, sollten sich mit eigenen Spendenbeiträgen an der Finanzierung beteiligen.

    So positiv, wie dort mindestens im Wochentakt über die „Flüchtlinge“ geschrieben wird, hatten wir zumindest ein vorzeigbares Ergebnis der journalistischen Humanitätsbezeigung erwartet.

    Aber weit gefehlt:

    Die Ergebnisse waren erbärmlich, die einzelnen Beträge auf dem Niveau eines oder zweier McDonald’s-Menüs.

    Ironischerweise mussten Schreiber dieses und andere, die Merkels Migrationspolitik eigentlich extrem kritisch beäugen, danach mit eigenen größeren Beträgen einspringen, um das, was von der schreibenden Zunft nicht wie geplant rüberwuchs, auszugleichen.

    Ihr englischer Kollege James Bartholomew hat für so ein Verhalten den Ausdruck „Virtue signaling“ kreiert; will heißen, wer im Namen des Merkelschen Humanismus flammende Plädoyers für „Open Borders“ usw. usf. verfasst, der hat sein Soll erfüllt und muss nicht auch noch in den eigenen Geldbeutel greifen.

    Und deshalb, da Sie ja über Lebenserfahrung verfügen und ihre Kollegen lange genug kennen, denke ich, dass das nur ein Witz war von den Journalisten, die durch Teilen „mit gutem Beispiel voran“ gehen.

    • Der Journalist meint schon durch Schreiben geholfen zu haben. ausserdem wird in diesem Beruf lausig bezahlt, das muss man auch sehen (bei mir nicht, aber der Teufel -> Haufen).

    • ??
      Wird lausig bezahlt? Dann kann er doch was Anderes machen? Der jüngere jedenfalls.Ich habe ja gehört, dass Journalisten überall Sonderkonditionen haben? Ein Gerücht?
      Jedenfalls weiß ich, dass Rabat(t) eine Stadt in Marokko ist…

    • Davon habe ich nichts gemerkt. Sie können zwar ab und zu was abstauben, wenn Sie wollen, aber im täglichen Leben schenkt ihnen keiner was. Es gibt Autorabatte. Dazu muss man sich aber erst mal den Unterhalt leisten können. Für die meisten jungen kollegen gibt es ÖPNV oder 1 Rad. Eins!!!

    • Philomena
      Ich habe ja mal in den USA studiert und war dann dort auch in Florida Teilnehmer eines Kongresses, in dem es darum ging, destruktive Kulte zu bekämpfen und deren Mitgliedern wieder ein autarkes Leben zu ermöglichen.

      Nach diesem Kongress beschloss ich, ein wenig durch Florida zu kurven, wo ich halt schon mal da war.

      Und so kam ich auch an Disneyland in Orlando vorbei, erinnerte mich an einen von einem Freund hergestellten „Presseausweis“ für Schüler- und Studentenzeitungen. Den nutzte ich, und schau an, ich wurde hofiert, hatte zu allem freien Zutritt und sogar eine eigene Betreuerin.

      Die Betreuung habe ich allerdings nicht ausgereizt, ein klein wenig Anstand hatte ich ja immer schon :)

    • Pressekarten
      Ich hatte mal gute Verbindungen zu einer Zeitungsmitarbeiterin. Für Freunde und Familie gab es freie Eintrittskarten mit dem Aufdruck „Presse“ für so ziemlich jedes gewünschte Konzert. War schon angenehm, beim Open-Air auf der Pressetribüne zu stehen, mit extra Toiletten und Catering, und mit wunderbarem Ausblick auf die Bühne, über die Köpfe der im strömenden Regen und Matsch stehenden Menschenmenge hinweg …

  25. Petula Clark...
    …träumt noch mit 83 Lenzen davon. Sie hätte gern: „Ein kleines, charmantes Haus mit Garten und schöner Aussicht. England mit gutem Wetter, das wäre ein Traum!“.

    http://www.zeit.de/zeit-magazin/2016/41/petula-clark-traum

    My home is my castle – und meine Heimat. Soll ja Leute geben, die beides nicht in ihrem Leben brauchen.

    Petula Clark scheint jedoch etwas zu vermissen nach all dem heimatlosen Lebenstrubel. Den Platz in ihrem Leben?

    Für mich gibt es kaum was Schöneres, als nach einem erfüllten Arbeitstag NACH HAUSE zu kommen; in mein Refugium.

    • Deshalb arbeite ich ja auch so gern daheim. Bei der FAZ könnte ich keine 10 Bildr aufhängen.

    • "Twiggy", bürgerlich Lesley Lawson,...
      hat’s gefunden:

      „F: Eines der größten Phänomene, die als Nachwirkung dieser Jugend-Bewegung entstanden sind, dürfte das Internet sein. Nutzen Sie eigentlich soziale Medien?

      A: Ein bisschen Twitter und Facebook, aber nur, wenn es um meine Kleider-Linie geht, die ich hier in England über Marks & Spencer verkaufe. Ansonsten ist das nicht mehr meine Generation. Ich sitze nicht vor dem Handy und fotografiere mein Mittagessen. Ich gehe lieber raus in den Garten und grabe da ein bisschen.

      F: Und anschließend fotografieren Sie nicht Ihren Garten?

      A: Nein, es ist ja mein Garten.“

      http://www.faz.net/aktuell/stil/mode-design/model-twiggy-ich-war-das-erste-model-der-arbeiterklasse-14431763.html

      So einfach kann’s sein.

    • Soviel Weisheit...
      F: Und anschließend fotografieren Sie nicht Ihren Garten?
      A: Nein, es ist ja mein Garten.“

    • @ DA
      Bei mir wären die Bilder kein Problem (kein großes SJ-Refugium). Nur die Bibliothek frisst zu viel Platz. Wobei einige Ihrer Portraits von VORNE betrachtet entzückender sind, als viele meiner BuchRÜCKEN ;-)

    • Perkeo
      Das hab ich dann in der FAZ vor 4 Wochen glatt überlesen (oder in der Mitte abgebrochen, weil ich nicht mehr daran glaubte, Twiggy könnte solche Erleuchtungen von sich geben).

      Danke für den Link zum nachlesen.

    • Gyougletube ist wieder ipordnungspolitisch tätig, deswegen also (bloß 02:59)::
      http://www.coolplay.tk/watch/LWmW_XL5mbU

  26. MEIN WOHNTRAUM in PLATTE mit BARBIE und ALF
    werter DON, sie haben nie das glück genossen, ein jahr in einem sozialistischen orginal plattenbau des wohngebiets Fritz-Heckert in Karl-Marx-Stadt wohnen zu dürfen, Fritz-Heckert war – glauben wir einschlägigen quellen – das drittgrösste neubaugebiet der sog. DDR. fernheizung die funktioniert, warme dusche, tolle aussicht richtung süden aus dem 7. stock, funktionierender aufzug……das alles lernte ich am auslaufenden sozialismus doch sehr zu schätzen. und ich war nie unbeobachtet und immer behütet.

    allerdings strenge, einzuhaltende frühe frühstückzeiten und ein verbot des fensteröffnes im frühstücksraum stellten hohe anforderungen, waren aber nie ein problem, spätestens um 6 uhr morgens herrschte in der KiTa am nachbarblock schon reger betrieb, die zwangssozialistischen frauen strebten der normerfüllung als Honecker-Arbeitsbiene zu und der junge nachwuchs stritt im garten lautstark. zudem stieg der süssliche duft der von mir so geliebten zweitakter-mischung aus den vorfahren der kommenden e-trabis bis zu mir in mein feudales schlafgemach.

    das allein ist die zukunft, und wenn schon die volksbildungsministerin Margot diese lobenden texte hier nicht mehr erleben darf, so soll dies doch zu ihrer einzig legitimen nachfolgerin dringen………….es war eine idylle schreibe ich, die leider verloren ging, aber all meine poltischen idole in der weiblichen SPD-spitze werden mir mithelfen an ihrer wiederauferstehung.

    und dann noch eine information an @auch einer

    suhrkamp bände ordnen sich meist zufällig nach farben, aber welcher unseldscher unsinn hat den verlag geritten, bände wie z.b. Thommy Bernhards Holzfällen oben grün und untern grau zu machen. das bringt unruhe.

    und dann noch zu BOB, er kam vorher aus FN retour und will nun mit Led Zeppelin ein konzert in der zeppelinhalle machen, zur frage, ob es neuigkeiten von der sog. Akademie und der zusage für freies geleit gäbe nur die antwort:

    Nothing Was Delivered……………

    https://www.youtube.com/watch?v=qBi22_A9kV4

    anbei in der version der epochalen Byrds…………

    • Kein Stuck, kein Parkett, keine Kronleuchter, kein Don. So einfach.

    • alles nicht so einfach im Sozialismus lieber DON !
      aber DON, dafür „real nicht funktionierender sozialismus“, nette vietnamesen an der strassenecke, kollegen aus Mocambique in der kantine, sachsen im büro nebenan, gleichheit bereits auf dem von rrg hier erst für morgen angestrebten allgemein niedrigen niveau, internationale sozialistische solidarität, innige bruderküsse, (warum eigentlich keine Schwesterküsse ????), rote zahlen, ja ich hatte sogar westfernsehen und benzin war spottbillig, kein stau in der Annaberger Strasse, blonde und hübsche mädels aus Schwerin im Ostfernsehen, Goldruderer Thomas Lange aus Halle, das stilistische weltwunder…………wenn das nicht die leuchtende zukunft war und schon bald wieder wird !

  27. ... wenn Kollegen bereit sind, mit gut teilendem Beispiel voran zu gehen ...
    Lieber Don Alphonso,

    das glauben Sie doch selbst nicht, der Sie ihre Kollegen ja kennen … – das von dem „mit gutem Beispiel voran gehen“ durch „Teilen“.

    Unser Serviceclub hat kürzlich auf Anregung der lokalen Zeitung eine soziale Maßnahme für Migrantenkinder durchgeführt (ich gehe aus Daten- und Selbstschutzgründen nicht näher ins Detail).

    Ihre Kollegen, so wurde von der Chefredaktion vollmundig avisiert, sollten sich mit eigenen Spendenbeiträgen an der Finanzierung beteiligen.

    So positiv, wie dort mindestens im Wochentakt über die „Flüchtlinge“ geschrieben wird, hatten wir zumindest ein vorzeigbares Ergebnis der journalistischen Humanitätsbezeigung erwartet.

    Aber weit gefehlt:

    Die Ergebnisse waren erbärmlich, die einzelnen Beträge auf dem Niveau eines oder zweier McDonald’s-Menüs.

    Ironischerweise mussten Schreiber dieses und andere, die Merkels Migrationspolitik eigentlich extrem kritisch beäugen, danach mit eigenen größeren Beträgen einspringen, um das, was von der schreibenden Zunft nicht wie geplant rüberwuchs, auszugleichen.

    Ihr englischer Kollege James Bartholomew hat für so ein Verhalten den Ausdruck „Virtue signaling“ kreiert; will heißen, wer im Namen des Merkelschen Humanismus flammende Plädoyers für „Open Borders“ usw. usf. verfasst, der hat sein Soll erfüllt und muss nicht auch noch in den eigenen Geldbeutel greifen.

    Und deshalb, da Sie ja über Lebenserfahrung verfügen und ihre Kollegen lange genug kennen, denke ich, dass das nur ein Witz war von den Journalisten, die durch Teilen „mit gutem Beispiel voran“ gehen.

    Herzliche Grüße!
    -k.

  28. Von allem das Gegenteil würde helfen
    Wenn die Regierenden klug wären, würden sie der Platte auf den Pelz rüclen und diese nach und nach herunternehmen und ersetzen durch, wenn möglich, kleine Reihenhäuser mit Minigärtchen, weil das letztlich den Bewohnern gut tun und auch Tierhaltung möglich machen würde, für Kinder immer gut. Ein wenig Umland dazu kaufen, wo möglich; eine minimalistische, aber geschmaclkich annehmbare Innenausstattung muss nicht teuer sein.
    Alte Bauten in Städten sind ja oft schon mehrfach geteilt, eine große Wohnung zu bekommen, schwierig. Möglich wären auch zwei Maisonettes übereinander, eine mit Untergeschoss.
    Auf jeden Fall muss im Grunde die Nachkriegsplatte langsam weg. Ob die Regierenden da sehenden Auges sind, wage ich allerdings zu bezweifeln.

    Wenn dann diese Republik doch überrannt wurde mit zu vielen, die aufgrund von sehr schwachem Ausbildungsstatus nicht integrierbar sind, wäre eine weitere Option, in Afrika den Wohnungsbau zu fördern, so dass sie dort besser unterkommen würden als hier.

  29. Besser als jeder zackige Leitartikel zum Thema
    Immer wieder schön, wie hier mit barocker Beiläufigkeit und analytischem Blick gesellschaftspolitische Phänomene beschrieben werden.

  30. Den Traum vom Eigenheim habe ich nie gehabt
    Mir haben das Erleben des elterlichen Hausbaus 1959/60 mit allem Handwerkerelend bis hin zu Prozessen um Schadensersatz wegen falsch berechneter Fundamente und weiß der Himmel was noch sowie der ersten Mieter mit zwei damals schon antiautoritär erzogenen Jungen, die eine Komplettsanierung nötig machten, völlig gereicht, um diesem Traum nicht zu verfallen. Um ein fertiges Eigenheim zu erwerben, fehlte mir einerseits das Kapital, andererseits fühlte ich mich zur Miete immer so frei, dass ich nicht einsah, warum um alles in der Welt ich ein eigenes Haus haben sollte.

    Meine jetzige Wohnsituation ist nicht berauschend, Bekannte oben im Dorf meinten damals, da zieht man doch nicht hin, ich hatte aber gar keine andere Wahl. Wenn man arbeitslos, grad in HartzIV gerutscht ist und unmittelbar vor der auf 60 vorgezogenen Altersrente steht, sind die Ansprüche längst dahin.
    Seltene Besucher schauen immer irritiert, übersehen dabei den Wald am Hang entlang der anderen Straßenseite und das Grün hinterm Haus offenbart sich erst, wenn man in der Wohnung ist. Ich gebe zu, mich immer ein wenig zu schämen, aber nun, es ist wie es ist und aufgrund meiner finanziellen Situation auch nicht zu ändern.

    Ich habe schon oft gedacht, was wäre wenn. Ja was wäre, hätte ich plötzlich so viel Geld, dass mir Alternativen offen stünden. Ich würde sie wohl nicht nutzen, sondern die Wohnung komplett renovieren lassen, teils neu möblieren, mich derweil in einem guten Hotel einquartieren und weiter hier wohnen wollen. Denn eine Wohnung mit großer Südwest-Loggia, Fahrstuhl und Parkplatz im Haus und guter Anbindung an den ÖV wäre nicht so einfach zu finden und wenn, dann unangenehm viel teurer und mit welchen Nachbarn. Auf keinen Fall ein Eigenheim, das nur weit draußen liegen würde, ohne Kinder und Enkel, also für wen und wer macht den Garten, für den ich so wenig Lust wie Talent hätte.

    Ich erinnere mich an meine Leipziger Schwägerin, die lange auf eine Platten-Wohnung in der Tarostraße wartete und sich dann dort in ihren zwei Zimmern gen Süden mit einer Dattelpalme, die einer Hotelhalle würdig war, immer wie im Urlaub fühlte.

  31. Hier, am rotgrünversifften Ruhrpottrand, werden jetzt die Spielplätze zugebaut.
    Für Merkels Gäste wird schließlich Wohnraum gebraucht.
    Und vorher verdient noch jemand an dem Gutachten welches wunschgemäß bescheinigt, dass doch ein Drittel aller Spielplätze völlig überflüssig sei.
    Die Süddeutsche Qualitätszeitung hat übrigens, nach den letzten Meediazahlen, erneut 4,7 % ihrer zahlenden Leser vertrieben.

    • Ich hoffe die geht unter
      Ansonsten bin ich nicht hämisch und (mindestens) so friedlich, wie unser Hausherr.

      Aber der Auflagenverlust vom SPIEGEL und der SZ bereitet mir innerer Freude. Weitgehend Gesinnungsjournalismus auf dem Niveau und im Sprachstil des ND. Und der Prantl hat ja 2015 ein von Gleichgeschalteten hochgelobtes Büchlein oder besser Heftlein heruntergeschmiert, in dem er mit schriller Stimme die Öffnung von Klöstern und Kirchen für die Erlöser fordert. Ein peinliches Werk. Insbesondere wenn man weiss WER da alles kommt, WARUM und dass das keine Ende haben wird, ehe die Geldrausschmeißerei beendet wird. Aber in der reichen dummen Stadt ist sicher noch genug Geld zum raussschmeißen da.

    • Ja, die Lektüre von Meedia,...
      sozusagen aus der Metaperspektive ist immer wieder erhellend… besonders duster schaut’s gerade im RHS aus:

      „Zwischen 10,2% und 12,4% büßten vier der fünf Berliner Tageszeitungen im dritten Quartal – verglichen mit dem gleichen Zeitraum 2015 – ein. Für den Berliner Kurier ging es um 10,2% nach unten, die Berliner Morgenpost verlor 11,0%, die B.Z. 11,5% und die Berliner Zeitung, für die aktuell offenbar eine radikale Notbremse geplant wird, sogar 12,4%. Wohlgemerkt: Das sind die reinen Verluste bei bezahlten Abos und Verkäufen im Einzelhandel – ohne Bordexemplare oder sonstige Verkäufe. Mit einem Minus von 4,9% relativ glimpflich davon gekommen ist in Berlin einzig Der Tagesspiegel.“

      http://meedia.de/2016/10/21/die-ivw-analyse-der-78-groessten-deutschen-regionalzeitungen-mit-dramatischen-zahlen-aus-berlin/

      Mir will scheinen, als ob die Mainstreampresse mit ihrer merkelfrohen Jubelperserallüre sich sozusagen mit Zeitverzögerung gewaltig in den Finger geschnitten hat; man glaubte zeitgeistkonform ganz oben auf der Willkommenswelle zu surfen und muss nun feststellen, dass der Kahn gewaltig leck geschlagen ist.

    • Wenn das so wäre, müsste der Tagesspiegel längst pleite sein.

    • Das....
      Ist eine gute Nachricht. Bitte mehr davon. Ich hasse sie.

    • EFH
      Um deren Hochhaus wird auch kräftigst gebaggert: S-Bahnanschluss, eigene Unterführung für Mitarbeiter zu Fuß und Rad und jede Menge sonstige Bauten.Die sehen nix Anderes mehr…

    • Es verwundert
      Der Tagesspitzel sollte eigentlich schon in den roten Abonnentenzahlen laborieren, so wie er sich – auch journalistisch – gebärdet.
      Meines Erachtens noch mehr als die anderen.

      Aber vielleicht gibt es für eben diese Zeitung unglaublich viele Abonnemangs, die für Regierungsvertreter und -organisationen aus dem Steuersäckel finanziert werden?

    • Tagesspitzel ist schön!


    • „Tagesspitzel“ und „Mottenpost“ sind alteingeführte Westberliner Bezeichnungen. –
      TSP wird relativ weit vertrieben, auch an der Ostseeküste habe ich ihn schon täglich gesehen. Ob es dort auch Abonnenten gibt?
      Jedenfalls schon erstaunlich, daß ihn der Rückgang nicht trifft.

    • Das kann auch an auflagensteigernden Massnahmen liegen. Harte Verkäufe sind ja etwas anderes als Druckauflage. Ausserdem dürfte er mehr institutionelle Abos haben.

  32. Titel eingeben
    Na, da passt es ja, dass die Kreditinstitute ihre Kreditvergaberichtlinien angepasst habe. Somit haben ältere ( so ab 50) kaum noch eine Chance auf positive Bewilligung. Aber auch jungen Familien werden durch diese Instanz vom Erwerb des Eigenheims zukünftig ausgeschlossen. Das gleichzeitige Zusammentreffen mit dieser Kampagne und den neuen Richtlinien der Kreditvergabe zeigt wohin der Weg führt. Ein Schelm der Böses denkt.

    • Ja, die Zinsen steigen und die guten Zeiten sind vorbei.

    • Titel eingeben
      Ich weiß, dass das medial hochgekocht wird. Aber unterhalten Sie sich mal mit Leuten bei den Banken, die Baukredite vergeben. Im normalen Volksbank/Sparkassen-Sektor gibt es da z.B. nach meiner Information keine nennenswerten Mehr-Ablehnungen einer Finanzierung allein wegen der neuen Gesetzeslage. 100% plus X Finanzierungen oder Finanzierungen bis weit in die Rente sahen die bisher auch schon kritisch. Und das zu recht. Wer da gerade jammert ist mir allerdings schon klar…

    • Was man so hört, sind niederländische Onlinebanken enorm spendabel mit dem Geld.

    • Wer da gerade jammert...
      Lieber/e Teetrinker,
      Nein ich Jammer nicht. Mein Wunsch vom Eigenheim ist Gott sei Dank nicht in Erfüllung gegangen. Der letzte Versuch, nachdem meine Finanzierung stand, scheiterte durch Rückzug durch mich, nachdem mich der Verkäufer nicht darüber informiert hatte, dass ein Rückbau der Sickergrube anstand und somit die Anschlusskosten an die Stadt von 25.000 noch zu finanzieren wären. Ein Anruf bei der Wasserwirtschaft schaffte im Vorfeld Klarheit. Das der Verkäufer nicht glücklich über das indiskrete Verhalten der Sachbearbeiter war, versteht sich von selbst. Sie sehen ich hatte meine Chance. Doch nun ist das Kind aus dem Haus und ich würde alleine auf dem Dorf sitzen. Ne, so ist alles gut. Keine Neiddebatte von mir.

  33. So kommt es.
    So kommt es, dass romanische Gemäuer bis heute noch stehen und sogenannte moderne Brücken und Plattenbauten nach 10 Jahren schon marode sind.

    Sogar die Bundeswaschmaschine, oder das Bundeskanzleramt (2001 fertig), ist bereits marode.

    Schlampig, billig, nicht nachhaltig, mit nicht nachhaltigen Zielen gebaut.
    Schlampig ist zweimal teuer. Beim sogenannten modernen, sozialen Wohnungsbau zahlte der Steuerbürger den Schlamp mit.

    Und ich würde nicht einmal sagen, dass polnische und tschechische Handwerker, da billiger, die Schlamper seien; die sind oft erstaunlich gut. Das Problem liegt woanders.

    Morgen auf unseren hiesigen Münchner Heizungsmonteur wartend (nix Pole, nix Tscheche, sondern honoriges lokales Unternehmen), der uns heuer im Juni anscheinend flugs wie ein flinkes Eichhörnchen ein kaputtes Thermoelement anstelle unser altes, kaputtes eingebaut hat. Solange keine andere technische Anaylse vorliegt, darf ich als anerkannter Halb-Handwerker den Verdacht äußern, dass er zwar ein neues berechnet, aber ein altes gebrauchtes einbaute. Thermoelemente halten bekanntlich deutlich länger als 4 Monate. Aber: In dubium pro schlamper. Aber net lang!!einselfundTotenkopf-Smiley. Denn ich habe ich schon mal bei einer anderen Schummelei erwischt, dann ist er weg vom Fenster. Langsam denkt man sich als alte treue Seele zu lokalen Unternehmen, wenn man einen Polen nimnt, kanns auch nimmer ärger kommen. Eher besser.

    Will sagen, mit der Ehrlichkeit am und für den Bau ist es schon lange dahin. Linke oder nicht, Regional oder nicht, nachhaltig oder nicht. Die Branche ist mafiös, deren Beziehung zu Politikern ist mafiös. Es wird besch***en auf Teufel komm raus. Der Beschiss ist alternativlos. Jeder dieser ehrbaren Lokal-Matadore nimmt, was er kriegen kann.

    Da ist mir in diesem Zusammenhang vollkommen wurscht, ob einer, der mehr Wohnungen hat, als er brauicht, sich vor Kahanes fürchten muss.

    Es sollen sich alle fürchten.

    • Ein langes Thema ...
      … und gehört eigentlich auf eine ganz andere Palette.
      Aber eine Antwort wäre dennoch geboten, also kommt sie hier:

      Seit über 30 Jahren beschäftige ich mich freizeitlich mit alten Häusern. Und deren Instandsetzung und -haltung.
      Lassen wir mal den gesamten Frust und auch die damit verbundenen Freuden weg, so bleibt doch eine – eigentlich unglaubliche – Erkenntnis.
      Wenn ich sehe, welche wunderbaren Baumaterialien es heutzutage gibt – ganz ohne Ironie – im Vergleich zu dem womit sich unsere Vorfahren teilweise herumschlagen mussten; und wenn ich dann noch sehe, dass diese Materialien alle qualitätskontrolliert und -konform sind; und mit allen möglichen Europäischen Normen (EN) übereinstimmen, …….
      …. dann wundere ich mich über den Schrott, der heutzutage so gebaut wird.
      Nun kann der Kritiker sagen, das sei ja völlig subjektiv. Dem rate ich an. mal ein Haus dieser Provenienz nach 20 bis 30 Jahren ‚im Betrieb‘ genau zu untersuchen. Meistens stellt es sich als sanierungsbedürftig heraus. Huh!??
      Dieser Beitrag könnte – sollte? – viele Seiten lang werden. Wird er aber nicht, weil wir hier auf einer anderen P(a)l(e)|(a)tte diskutieren.
      Ich hatte ein Haus in Südfrankreich, 200 Jahre alt. Das war im Laufe der Jahrhunderte tatsächlich sanierungsbedürftig geworden. Das darf das auch. Da hatten vor 200 Jahren Handwerker gute Arbeit geleistet, und es stand noch immer wie eine eins. Erstes Beispiel.
      Früher hat man gesagt, dass Dachziegeln ein Menschenleben lang halten. Menschenleben halten heutzutage länger, Dachziegeln kürzer.
      Die Holzfenster meines derzeitigen Hauses aus dem Jahre 1925 (ich spreche über die Fenster) sind in gutem Zustand. Zugegeben, sie waren auch immer bedarfsweise stellenweise repariert und fachgerecht lackiert worden. Dennoch. Wären sie – wie angeraten worden war, und zwar von sogenannten Fachleuten – vor 40 Jahren durch Kunststoff ersetzt worden, gäbe es dieser Tage mal wieder neue Fenster, und eine ganze Anzahl alter Kunststofffenster (möglich als Sondermüll).

      Ich antworte auch, als Replik. Es ist nicht nur Pfusch, und unsachgemäße Arbeit; es sind auch die gesamtgesellschaftlichen Umstände.
      Der Handwerker ist heutzutage kein Ehrenberuf mehr. Und der (meist ältere) Handwerker, der gute Arbeit leisten möchte, sieht sich oftmals von Kunden unter Druck gesetzt, die billige Arbeit haben wollen, schnelle Lösungen haben wollen.
      Plus der Druck durch die ENen. Vor zwei Jahren hatte ich ewige Diskussionen mit einem jüngeren Schreiner, der meine Tür ‚unbedingt‘ nach EN bauen wollte. Er hatte wohl in den letzten Jahren noch nie etwas gemacht, das gegen EN verstoßen hätte. Ich würde ihn zur Rechenschaft ziehen, hatte er Angst. Ich war dann bereit, ihm schriftlich zu bestätigen, dass ich darauf verzichte. Schweren Herzens – so denke ich – baute er mir dann eine anständige Tür, so wie ich sie wollte, wenn auch nicht normgerecht.

    • Häuser sind heute Investmentvehikel mit begrenzter Laufzeit.

    • @ Uwe Dippel
      Ja, ein langes Thema.
      Wir haben auch unsere Holzfenster aus 1903 noch.

      Der Handwerker übrigens, der heute kam, leistete sich den Hattrick von drei Fettnäpfen auf einmal.

      Zuerst den Termin unbedingt überfallartig plötzlich und sehr befehlshaberisch 3 Stunden nach vorne verschieben zu wollen, gleich kommen zu wollen, weil „grade ein Notfall bei einem Kunden sei“. Ging bei uns echt nicht (seine seltsame Begründung mit dem Notfall will ich jetzt nicht diskutieren), ich wollte einfach dann einem neuen, anderen Termin. Sagte er: „Den haben Sie ja. Jetzt!“ Ohne Worte. Dann kam er, endlich zu zweiten Termin. Behauptete dann, „leider grade kein Thermoelement dabei“ zu haben, er käme morgen noch einmal. Wann, hat er nicht gesagt. Uuups und schwupps und mañana. Kann er schon wieder zweimal Anfahrt in Rechnung stellen.

      Nein. Kann er nicht, weil ich ihn das nicht lasse: Er wurde bereits im Erst-Telefonat deutlich darauf aufmerksam gemacht, dass es auf jeden Fall das Thermoelement ist, das hinüber ist – so nicht Freunde, einfach kommen und extra keins dabeihaben ist frech. Das Ding wiegt nur ein paar Gramm und ist sowas wie für Radlfreunde die Kette, der Bowdenzug ode die Schraube Hugo: basic.

      Dieses Anekdötchen nur, dass man sieht: Auch in Bayern wird geschmut und geschlampt. Wir werden den Handwerksbetrieb wechseln müssen, er wird immer schlechter und frecher. So ist das keine Freude mehr. Armes Bayern.

    • So ist es, Herr Dippel
      Die deutsche und die EU Gesetzgebung haben aus dem Spruch „Handwerk hat goldenen Boden“ eine bedrohte Redensart gemacht.
      Konnte man sich früher mit Talent, Engagement und viel Fleiß noch einen guten Ruf und ein ansehnliches Einkommen erwirtschaften, steht einem heute eine Armee von Billigkräften auf MyHammer und sinstigen Platformen gegenpber.
      Der Meisterbrief ist nach wie vor teuer, aber keinen Pfifferling mehr wert. Bald wird wohl auch der Gesellenbrief ausgehöhlt, um den Arbeitsmarkt den Geschenkten Fachkräften besser anzupassen.

    • Uwe Dippel
      Schätzen Sie bitte den jungen Handwerker, der so großen Wert auf die Einhaltung der Normen drängte.

      In der Forschungsanstalt Jülich, früher KFA Jülich, gabs äusserst viele Akademiker, die durch von ihnen selber herbeigeführtes Mißachten der Baunormen Handwerker regelmäßig um den ihnen zustehenden Lohn der Arbeit und manches mal auch um ihre Existenz brachten.

      Ihr Handwerker ist zumindest gewissenhaft, immerhin, oder?

    • @Thomas
      Sie kennen da offenbar Details der KFA Jülich, die mir unbekannt sind. Und die Zusammenhänge mit den Handwerkern und deren Pleiten kenne ich ebenso wenig.

      Bei mir hat sich über die Jahrzehnte eine Gesamtperspektive eingestellt, die mich solchen Normen gegenüber sehr kritisch hat werden lassen. Vor 30 Jahren war ich ein Verfechter der ISO, dann der 2001, u.s.w.
      Mittlerweile sehe ich das ähnlich wie CETA und TTIP; bloß dass damals kaum Widerstand da war. Und sich mittlerweile die meisten an den Schrott gewöhnt haben, den uns das eingebracht hat.
      Denn ‚Qualitätssicherung‘ klingt zwar gut, aber gemeint ist ‚gleichbleibende Qualität‘. Zur Not eben auch gleichbleibend schlechte Qualität. Mindeststandards, eben. Genauso wie bei CETA und TTIP: also verbliebene, exzellente, Qualität auszumerzen zugunsten einer industriell in Großproduktion hergestellten Massenware.
      Und alles unterfüttert von sogenannten Standards, die hauptsächlich von Lobbyisten der Industrie vorgegeben werden. So wie die der besagten zweiflügeligen Tür von oben. Das sprechendste Beispiel ist die EnEV. Für Neubauten mag es noch Gründe für eine Anwendung geben, bei Bestandsbauten reduziert eine Anwendung hauptsächlich …. nein, nicht den Energieverbrauch, sondern die Restlebensdauer des Bauwerkes.
      Dazu gibt es allerdings weniger Aufregung, so dass der eine oder andere Bauherr von Einfamilienhäusern echt stolz darauf ist, ‚mein Haus eingepackt zu haben‘. Sprich: Kubikmeterweise Sondermüll auf die Fassade geklebt zu haben.

      Ja, auch da kommt wieder der Unsinn der EU zum Vorschein: Im Rahmen der europäischen Vereinheitlichung gilt das EnEV-Konzept nicht nur am Nordpol, sondern auch z.B. in Andalusien. Auch da ist es gesamteuropäische gesetzliche Vorschrift, für ein Haus oder eine Wohnung eine Energieklasse anzugeben. Also eine Gegend, in der die Minimaltemperaturen im Winter bei 8° und die Maximaltemperaturen im Winter bei 15° und darüber liegen. Ein bisschen heizen muss man da manchmal schon. Wobei die Betonung auf ‚bisschen‘ liegt; das industrielle Interesse aber auf der Durchführung und insbesondere der dafür notwendigen Gerätschaft fokussiert ist.

      Man lese mal das hier, und erkläre mir an Eides Statt dass der Schreiner das hier alles versteht und implementiert:
      http://www.bautipps.de/sites/default/files/pdf/hausbau1212_anforderungen_din_14351-1_fensternorm.pdf

      Hahaha. Viel trauriger aber ist, dass der Handwerker durch so etwas einen gewaltigen Autonomieverlust erlebt, weil sich die Arbeit nicht mehr als hardwerkliche Ehre empfinden lässt, sondern als nüchtern-kalte Ausführungsvorschrift. Disempowerment sagt man im Englischen. Entindividualisierung.
      Oder, wie Don Alphonso im Titel so schön-amüsant sagte: ‚Plattenbau‘.

    • Uwe Dippel
      Ich habe da viel Übles erlebt, da wurden viele rechtschaffende Handwerker von rechtskundigen Akademikern vorgeführt und eben leider auch manches mal in den Ruin.

      Bedauern hab ich nicht erlebt, allerdings die Ablehnung von jenen Akademikern als Kunden, es sprach sich halt rund.

      Normen haben sicherlich ihr Gutes, da dürften wir uns sicherlich einig sein.

      Allerdings gibt es da so einige, bei denen man sich wirklich nach der Sinnhaftigkeit fragen darf, so die von Ihnen angesprochene zur Wärmedämmung.

      Immerhin, dank der eigenartigen Volte der EU dürfte der Irrsinn mit der Dämmung mittels Häuser abfackelnder Styropordämmung bei unsachgemäßer Verarbeitung derzeit sehr leiden – das ist dann doch mal ein gutes Ergebnis.

      Bei allem Zynismus – manches ist einfach nur noch traurig.

  34. Eigentum und Eigensinn
    Ihr Artikel spricht mir aus dem Herzen.
    Es sind fast 50 Jahre, dass der DäDäÄrr-Staat meine Mutter und Großmutter vor die Entscheidung stellte, ihr 200 Jahre altes Haus, das Haus meiner Kindheit, samt dem zugehörigen Grund mitten in der Stadt, entweder für einen Pappenstiel zu verkaufen – die Antiquitäten und Bücher darin gleich mit – oder enteignet zu werden. Die beiden machtlosen Frauen konnten nicht ahnen, dass die Enteignung die komfortable Lösung war. 20 Jahre später hätte ihnen das eine “Restitution” beschert – und ein Millionenvermögen.
    Mir ist, weil ich vor allem ein paar Ahnenbilder und Teile der Bibliothek über die Jahre, quer durch Studentenbuden, Neubaublocks und auf diversen beruflichen Wanderungen mitschleppte bis ins bescheidene Eigenheim, ein besonderes Verhältnis zum Eigentum erwachsen. Es hat mit Geld viel weniger zu tun, als mit immateriellen Werten, auch mit Verpflichtungen etwa auf Traditionen einer Familie und ihres einmaligen, unverwechselbaren Schicksals. Allen kollektivistischen Argumenten, allen ideologischen Waschmaschinen im Dienste sozialistischer Weißwäscher gegenüber bin ich völlig resistent. Wenn das Individuum seiner Chancen beraubt wird, über den eigenen Lebensstil zu entscheiden, verliert ein Gemeinwesen das Gewissen, eine Kultur ihre Diversität. Das ist den Emporkömmlingen sozialistischer Heilslehren freilich egal: Sie möchten einem die eigene Geschichte nehmen, vor allem aber nicht ertragen, dass er vorlebt, wie schön es ist, nicht mitzumarschieren. Leben Sie’s weiter vor, seien Sie bedankt, dass Sie mich ermutigen, meine Zeit weiterhin mit alten Büchern und den Reichtümern der Familiengeschichte zu verbringen statt mit Wahnvorstellungen von der Weltenrettung durchs Kollektiv. :-D

  35. So langsam ergibt sich das big picture
    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/neue-mobilitaet/elektro-auto-steckdosen-pflicht-neue-kommissionsforderung-14482453.html

    Denn nochmal 75.000 Euro verpflichtend für jeden (!) Häuslebauer zur Betankung des E-Autos in der eigenen Garage macht den Zirkel der Eigenheimbesitzer natürlich nochmal deutlich elitärer.
    Hund sans scho, die linken. Äh, die Linken, natürlich (wie konnte ich nur…). Das muss ich neidlos anerkennen.

  36. Es wird auch fahrlässig Neid und Missgunst verursacht.
    Das komfortable und praktische Cabrio für jede Jahreszeit ist uns schnell ans Herz gewachsen. Ein Leichtgewicht ist es aber nicht, und die Preise sind saftig.

    ….Preis des Testwagens 72 455 Euro

    Es geht um einen Fahrbericht Range Rover Evoque in der FAZ.

    Ich verstehe nicht warum die FAZ solche Fahrzeuge von Menschen testen lässt bei denen man schon vorher ahnen kann das sie sich diese nicht leisten können und vorhersehbar solchen Unfug schreiben.

    Die Beurteilung des Preisschildes oder des Kraftstoffverbrauchs sollte man dem Leser überlassen. Der denkt sich sonst das er die falsche Zeitung liest da er in diesen Fragen gar nicht belehrt werden will und am Ende bleibt der Neid bei der schreibenden Dame und die Missgunst beim Leser.

    Es ging heute weiter.
    Einfamilienhäuser werden immer teurer ….
    Warum sollen sich die Leute billiges Zeug kaufen?
    Das Preisschild selbst sagt noch gar nichts darüber aus ob ein Haus teuer ist.
    Teuer bedeutet m.E.: Es ist den Preis nicht Wert.
    Man könnte auch sagen: Teuer bedeutet: Das kann ich mir nicht leisten womit wir wieder bei den o.g Gefühlen wären.
    Warum sollte man sich für 500.000 €uro griechische Staatsanleihen kaufen wenn man dafür auch eine Studentinnenbude für die Tochter kaufen kann. Man kann natürlich enteignet werden, bei den Staatsanleihen ist ein cut im Moment aber aber wahrscheinlicher.

  37. Warum Rousseau ?
    Weil er seine Kinder nicht selbst erzogen hat sondern nur Bücher zum Thema verfasste? Das würde zu bestimmten Personenkreisen in der Glaubenswelt passen. Die machen das ähnlich.

    Der Mensch ist frei geboren und überall liegt er in Ketten.
    Meinte er schreiben zu müssen.
    – legen sie mal so einen frei geborenen Mensch nach der Geburt auf eine Wiese im Wald und sehen sie eine Woche später nach was übrig ist.
    Meeresschildkröten werden frei geboren. Sie quälen sich aus dem im Sand vergrabenen Ei und laufen selbst zum Wasser und versuchen dort zu überleben.

    • Nein, weil ich ja auch ein Geständnis mache.

    • Bekenntnisse
      PS: Man hätte noch meinen können das die Bekenntnisse des (Hochstaplers*) J.J.R in der Schriftensammlung als schlechtes Beispiel dienen sollen.

      * ich hätte den Teil lieber geschrieben und durchgestrichen, weis aber nicht wie das hier geht. Oder muss man den Text an anderer Stelle verfassen und einfügen?

    • KK, kleine Anleitung
      Text durchstreichen
      xyzoderwasauchimmer

      kursiv
      xyzoderwasauchimmer

      Bold
      xyzoderwasauchimmer

    • ups, hier nochmal
      durchstreichen

      und sonst hilft auch, den Quelltext aufzurufen.

    • Don, Sie zensieren ja doch ;-)
      da wollte ich dem armen Tropf KK helfen und Sie knipsen mir die html-Befehle aus, also nee. Na gut, da muss er halt im Quelltext suchen, machen andere ja auch.

    • Das war nicht ich.

    • Wenn Sie das nicht waren, Don,
      war’s womöglich der heilige Geist oder wie soll ich mir nun erklären, wo der Befehl fürs Durchstreichen abgeblieben ist. Die ganze Welt ist ein Mysterium…

  38. ach ja, die lächerliche indoktrination durch staats(nahe) deutsche medien ....
    Ich habe mittlerweile auch eine positive Erfahrung mit einem „Geflüchteten“ gemacht. Und die gebe ich auch gerne (anekdotisch) wieder, aber eher, weil ich den „ethnischen Ursprung“ bzw. die Familiengeschichte dieses Kriegsflüchtling faszinierend finde: Er ist nämlich so blond und blauäugig, wie es die aristokratischen Nachfahren der Langobarden im tiefsten Süden Italiens sind, und stammt als Christ aus einem rein christlichen Siedlungsgebiet im „Einzugsbereich“ von Damaskus. Man ahnt es schon: Ein waschechter Abkömmling von Kreuzrittern, die dort über Jahrhunderte „hängengeblieben“ sind. Und er ist Mediziner. Und er lernt erfolgreich Deutsch. (Spricht ja aber auch schon fließend französisch ….) Alors, très sympa!

    Von anderen hört man eher Bedenkliches. Und das knüpft auf schönste Weise an das Heils- und globale Wohlstandsversprechen an, mit dem u.a. der kopflose Wendehals (die Mietfreundin des Potentaten vom Bosporus) die hiesige Migrationskrise forciert hat und am Laufen hält: Jeder bekommt ein Haus. Für deutsche Steuerzahler ist der Traum vielleicht weitgehend passé.
    Für Neomigrantinnen realisiert er sich aber offensichtlich. Beispiel aus dem Sauerländischen: Familienvater bezieht Neubau, vermietet den benachbarten Altbau aus den 1960ern an die Stadt, die dort eine vielköpfige „syrische“ Familie unterbringt. Eines Abends klingelt deren Familienoberhaupt beim Bauherrn des Neubaus und erklärt sein Erstaunen, warum jener einen Neubau, er aber ein altes Haus bewohne?! Sapperlott, das könne doch nicht angehen; man solle tauschen. NeuBauherrFamilienvater lehnt belustigt ab, syrisches Geflüchtetenoberhaupt verkündet, sich „bei der Stadt beschweren“ zu wollen. Was lernt man daraus? Mich hat diese kühne und selbstverständliche Anspruchshaltung doch etwas verdutzt. Und offensichtlich hat „man“ sich schon Strategien angeeignet, um seine Ansprüche geltend mache zu können.
    Mit solchen „Mißverständnissen“ und de facto realisierten Wohlstandserfahrungen wird die „Migrationskrise“ auch noch nicht beendet sein, sondern weiterhin anhalten, befeuert werden …..
    Da mag Frau Steinbach noch so sehr über ihren jahrelangen Aufenthalt als „Geflüchtete“ in sozial stigmatisierenden verlausten Baracken der NachkriegsBRD stöhnen.

    Achja, mir kam letztens noch in den Sinn, dass der Hype um den „Geflüchteten“ und dessen zivilreligiösen Status gerade von den Menschen betrieben und gepflegt wurde/wird, die selbst kaum oder keine intergenerationale/n Bindungen oder Verpflichtungen haben (oder vielleicht keine „Kultur“?). „Haschte keene liebe Oma oder Verwandtschaft, solidarisierste disch halt mit dem anonymen Rescht der Welt.“ Oder so.

    • matchmaking
      den Langobarden, noch dazu Arzt, mit den Maltesern zusammenbringen, lieber Gast!

    • Advent, Advent, 1 Lichtl1 brennt .....
      harhar, ja, die legendarische Genealogie der süditalienischen Aristokratie. vielleicht auch noch etwas normannisches Blut dazumengen.

      das ist aber wohl als analogie erkennbar? und ein kreuzritter ist ein malteser ist ein … ?

    • Kürzestes Telefonat eines Wohnungssuchenden mit mir
      Isch nemme Wohnung.
      Amt zahlt.
      Wann Du gebbe Schlüssel?

  39. oben schwimmen
    also ich wohne zur Miete… z.Zt. in einem Kulturdenkmal der Dresdner Gemarkung Altstadt II. Für DD Verhältnisse sind die Mieten gentrifiziert.

    Is mir egal, ich hab nen ordentlichen Beruf, bekomme mein Geld und mag es wenn mir des Nächtens keiner vor den Eingang kotzt. Ebenso mag ich es meinen Wohnort wechseln zu können falls das hier doch mal Usus werden sollte.

    Mein Problem ist es die Spinnen aus ihrem Winkel auf 3,40m Deckenhöhe zu vertreiben… alles andere ist kein Problem und lässt sich im schlimmsten Fall durch Umzug regeln.

    • Spinnen auf 3.4
      Lösung: Staubsauger mit langem Rohr und langem Schlauch, mit der linken Hand das Gerät anheben. Dann erwischt man alles auf 3.40m.

      (Meinereiner lässt die Spinnen. Sie fangen Fliegen und Motten, sehr nützlich.
      Ich sauge nur alte Netze weg.)

    • Ein paar Spinnengewebe gehören zur Patina, finde ich.

    • Empfehle - Eckspinnenkopfbürste
      aus Rosshaar, auf Teleskopstiel. Hach, ich liebe die deutsche Sprache und gutes Werkzeug.

    • Nur saubere Häuser h
      Sie können ja auch mal an lauen Sommerabenden die Oberlichter kippen. Vielleicht haben Sie Glück und ein paar Fledermäuse haben Appetit? Auf meiner Terrasse erfreue ich mich an denen, wenn die Dämmerung anbricht und würde auf meinen Balkonen niemals entspinnen.

    • Meinen Glückwunsch zu den Haustieren
      Ich kann mich an einen schönen Bericht erinnern in dem gesagt wurde das Kleinstlebewesen in der Wohnung ein gutes Zeichen wären. Alles völlig frei davon könnte darauf hinweisen das die verarbeiteten Materialien ziemlich ungesund sind und zwar nicht nur für die ganz kleinen.

    • @Philomena Re: Fledermäuse
      das wäre natürlich die von mir bevorzugte Lösung… noch vor smaugs
      Eckspinnenkopfbürste :-)

      Ehrlich gesagt habe ich auch ein bissl drauf gewettet, suggerierte doch die Aufregung um den Bau einer Elbbrücke in meiner unmittelbaren Nachbarschaft, dass diese Fluginsektenstaubsauger hier in grosser Zahl erscheinen würden.

      Leider is nix mit Schwärmen von kleinen Hufeisennasen die ich hier mit leckeren Spinnen füttern könnte.

      Ggf. sollte ich mal versuchen eine Minidrohne mit Bürsten auszustatten um den Effekt zu simulieren. Bis dahin werden meine Gäste wohl ihre Ruhe haben.


    • a) sauberer Besen mit extralangem Stil, mit ausgestreckten Armen gehalten (evt. Eigenanfertigung aus üblichem Stil und Baumarkt-Rundleiste).
      b) Staubwedel (Karstadt, <10 EUR) + Leiter (Erbstück vom Vormieter, da in dieser Wohnung immer nötig).

    • Kein Spiderman-Fan? ;0)
      Sehen Sie die Spinnen eifach als Halloween-Deko (Bio-Variante).

  40. Kompliment ...
    „Diversität ergibt einen wunderbaren Speiseplan am richtigen Ende der Nahrungskette“
    Ein Satz für die Ewigkeit.
    Beschreibt und erklärt wunderbar sämtliche „Umwälzungen“ deren ich so unterworfen werde. Beruflich wie Privat.

    Danke hierfür!

    • Gern geschehen! es ist aber wirklich so, ich nehme von jedem, was ich kriegen kann, ohne Unterschied und Vorurteil.

    • Wer heutzutage "Diversity" verhökert...
      und auch noch aus dem richtigen Stall (in diesem Fall McKinsey) kommt, der darf dann im Auftrag von Röschen selbst so einem drögen Haufen wie der Bundeswehr die „diversen“ Flötentöne beibringen.

      Die hat als Institution nämlich mittlerweile ebenfalls die „Charta der Vielfalt“ unterschrieben, gemanagt von einem dubiosen eingetragenen Verein in Berlin, der sich so vorstellt:

      „2006 schlossen sich BP, Daimler, Deutsche Bank und Deutsche Telekom zusammen und initiierten die Charta der Vielfalt in Deutschland nach ihrem französischen Vorbild Charte de la diversité.

      Große Unternehmen, die für einen produktiven Umgang mit der Vielfalt in ihren Organisationen eintreten und für vorurteilsfreie Arbeitsumfelder stehen, sollten dabei als Vorbild dienen. Diversity wird hier als ganzheitlicher Ansatz verstanden, das heißt jede Form von sichtbarer und unsichtbarer Vielfalt wird berücksichtigt.

      Hans Jablonski, zum Zeitpunkt der Gründung als Diversity Manager bei BP Europe SE beschäftigt, war als Sponsor und Promoter der Charta aktiv und engagierte sich ehrenamtlich für den Erfolg der Initiative. Die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Staatsministerin Prof. Dr. Maria Böhmer, übernahm bis 2010 Betreuung des Projekts und integrierte es in die Kampagne „Vielfalt als Chance“.

      Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel hat bis heute die Schirmherrschaft übernommen.“ (Surprise, Surprise… m. Anm.)

      Wieder ein hervorragendes Beispiel einer undemokratischen Institution, von niemandem gewählt und niemandem zur Rechenschaft verpflichtet, wie sie in den letzten Jahrzehnten wie die Pilze nach einem warmen Sommerregen aus dem Boden gesprossen sind.

      Es wird auch schon begeistert für den 5. Deutschen Diversity-Tag am 30. Mai 2017 geworben. Wo man aber zu DDR-Zeiten sein Soll mit dem Malen und Aufhängen einiger dröger Plakate und vielleicht noch maximal einer Parade erfüllt hat, muss es jetzt schon erheblich einfallsreicher und begeisterter zugehen:

      „Über 1.000 Aktionen wurden veranstaltet, ein neuer Erfolg! Workshops, Tage der offenen Tür, Diversity-Buffets, Flashmobs, Filme oder Podiumsgespräche – alles war dabei.“

      Mal sehen, was das bringt, wenn die bei einem ausgedehnten Imperium wie der russischen Konföderation, ethnisch ganz zwanglos ziemlich diversen Speznaz-Einheiten vor der Tür stehen…

      …spielt aber eh keine Rolle, wenn die Grenzen schon nicht mal mehr gegen einen unbewaffneten Volksauflauf mit Plastiktüten und Kinderwägen verteidigt werden können, wieviel weniger dann gegen ernsthaft Bewaffnete?

  41. So gehts halt auch, wenn man sich um Miete oder Kauf nicht scheren will:
    http://www.merkur.de/lokales/muenchen/19-000-euro-hotelrechnung-gast-will-nicht-zahlen-6871814.html

    …oder um die lästige Grundreinigung einer Immobilie.

    Deutschland hat sich seit einem Jahr schon heftig verändert. Ob das schwarz2rotgrüngelb jetzt endlich langt? Oder ist der Luftraum um die einzelnen Politiker immer noch zu aufgeblasen?

    • Ja, das hat es. Wer würde heute noch öffentlich sagen „Ja, ich bin nicht sozial und das ist auch richtug so“?

  42. Was bleibt?
    Was bleibt vom Don Alphonso übrig, wenn man seine fremden Federn wegnimmt? Als Atheist haust er in einem Gebäude, das Jesuiten für Ihre Bedürfnisse und Zwecke gebaut haben. Er hängt sich Bilder von Personen an die Wände, die nichts mit ihm zu tun haben. Er hortet Bücher ob ihres Alters und nicht des Inhalts wegen. Er trinkt Tee aus einer Silberkanne – kolonialistischer Kitsch aus England übernommen. Er bewegt Alteisen in dem Irrglauben, es so vor dem Verfall retten zu können.
    Ist Don Alphonso im Grunde nur ein Museumswärter, der sich mit „dem Leben der Anderen“ ein wenig Größe andichten möchte, ein kleiner Kulissenschieber, der sich selbst was vormacht? Wer steckt hinter Don Alphonso, am Ende gar ein Massenmensch, ein geistiger Plattenbaubewohner?

    • Das können Sie gern so sehen und jetzt zeigen Sie mal Ihren Palast, der würde mich interessieren.

    • Titel eingeben
      Mein Palast interessiert Sie nicht, der ist nicht käuflich. Ich empfange aber gelegentlich Besucher in einer Hütte, ganz schief vom Wind, der ständig bläst, und in der man in klaren Nächten die Sterne durchs Dach blitzen sieht.

    • Na dann verstehen Sie ja, was ich an meinem Leben mag.

    • Titel eingeben
      ? Nein, versteh ich nicht! Den Besuchern gefällt ein Wochenende in der Jagdhütte sogar sehr, egal, ob sie im Brotleben in der Villa oder auf Etage wohnen. (Naja, vielleicht neureichen Russen und deren Freundinnen nicht so, aber die werden auch nicht eingeladen). Ansonsten erfreut man sich dort gerne am freien Leben und an der frischen Luft und erholt sich von Staub oder Smog, je nach dem…

    • Museumswärter ist
      doch völlig in Ordnung.

    • @ oide Ratschn
      Gloria!?!
      Mei, du hier unter diesem Pöbel. Ich dachte, du seist in Marbella.

      Kennst du denn diesen Don? Italienischer oder spanischer Landadel, nehme ich an oder gar ein entlaufener Priester? Du hast ja immer wenig Berührungsängste gehabt.

      Was die Leute soll alles von sich geben, wenn man ihnen die Gelegenheit gibt, tzzz.
      Als im Regensburger Schloss das österreichische Hofzeremoniell noch galt, 1952 leider abgeschafft, durften die Bediensteten nur rückwärts aus dem Zimmer gehen. Da hätte es so was gewiss nicht gegeben!

      Apropos „schief vom Wind, der ständig bläst …“ – was macht eigentlich der Wind, wenn er nicht bläst?

    • @olde ratschn
      Da Sie danach fragen, was von ihm bleibt, stellt sich die Frage, was denn von Ihnen bleibt, außer einer Hütte mit löchrigem Dach (ich gehe davon aus, dass Sie selbiges zum Schutz vor Wind und Wetter meinen), ellenlange nächtliche Laberrunden unter dem Himmelszelt – also Schall und Rauch – , ein verlebtes Leben zur ausschließlichen Selbst- und Fremdbespaßung mit flüchtigen Bekanntschaften und natürlich zwei Kommentare unter seinem Blog. Nicht gerade berauschend oder ein überzeugender Gegenentwurf. Wer in der (nun löchrigen) Jagdhütte sitzt, sollte (auch weiterhin) nicht mit seiner Flinte herumschießen. Dann wäre es auch bei Regen gemütlich.

    • Was bleibt übrig
      Das kann ich Ihnen sagen:

      Sofern die Erben von Don Alphonso mir wohl gesonnen sein sollten, werde ich die große Osteuropäerin gewinnen können und in allen Ehren halten und wenns dann soweit sein sollte, weiter reichen.

      Mißgunst, Abscheu und Niedermachen ohne Begründung ist dagegen Ihres, aber das wußten Sie ja auch vorher schon – also seien Sie nicht neidisch und nachtragend :)

  43. Sie springen zu kurz, werter Don!
    Zunächst mal wieder ein herzliches Dankeschön für die anregenden Worte und Gedanken. Ich fürchte nur, mit Ihrer Analyse, wir befinden uns in einer neuen DDR, springen Sie zu kurz. Ich sehe Kräfte am Werk, die uns in Richtung einer „DDR 3.0“ schieben wollen. Mit dem Ziel, die Früchte der Arbeit derer, die richtig Arbeiten und die Wertschöpfungh generieren auf noch mehr Leute aufzuteilen: Neben der Regierung/Politik/Staatsapparat (wie damals in der DDR) noch auf Stiftungen, Schreiberlingsprekariat und noch mehr geschenkte Menschen.
    Ein Hebel dafür ist wie sie treffend feststellen die Entwurzelung der Bevölkerung über Reduzierung von Eigentum, Vereinzelung und Minimierung des sozialen Umfeldes durch Einquartierung in gesichtslose Wohnblocks, Verschiebung der Massen in die Städte. Denn nun in den grossen Städten funktioniert das Alles und die Abhängigkeit vom Staat (Alimentierung, Strom, Wasser, Nahrung etc.) kann maximiert werden. So werden dann alle irgendwie Flüchtligne sein. Und wenn das eigene Schicksal sich nicht mehr von dem der Menschen unterscheidet, die die Gesselschaft ständig dazugeschenkt bekommen soll, dann ist das Ziel der Absoluten Willkommensgesellschaft erreicht. Alle sind gleich.

    • Diese Leute werden momentan als „die Abgehängten“ diffamiert. Also diejenigen, die keine shiny Dienstleistungslebenversagerverwereungsjobs im medial-politischen Komplex haben. Natürlich wollen die Abgehängten das nicht alles bezahlen, und dass die AD so stark ist, ist auch kein Zufall – trotz absolut negativer Presse auf allen Kanälen. Mich erinnert das bei uns an Österreich Mitte der 90er, als Ideologie nur noch Vorwand zur Selbstbereicherung war. Ganz schrecklich.

    • Ich glaube, die AfD ist so stark,
      weil sie so viel negative Presse hat. Ein Phänomen, dass Eltern bei ihren Kindern beobachten können, je mehr etwas verboten wird, umso eher werden diese Verbote umgangen, nach dem Motto, das muss ja hochinteressant sein, jetzt erst recht. Hätten meine Eltern bei meinem ersten Freund freudig zustimmend reagiert, hätte ich gedacht, die spinnen doch und mich mit der Knalltüte nicht so lange abgegeben.

  44. Einfamilienhaus
    Werter Don,
    danke für einen abermals gelungenen Artikel. Bin ja inzwischen auch zum FAZ-Leser mutiert (Hätte ich mir vor fünf Jahren auch nicht vorstellen können), aber genau solche Artikel haben mich von meiner früher geliebten SZ deutlich entfremdet. Der Wunschtraum der meisten Deutschen wird das freistehende EFH bleiben, egal was solcherartige Schreiberlinge auch immer von sich geben mögen. Das dies in München immer schon nur für eine sehr eingeschränkte Klientel möglich war und immer stärker ist, spricht ja nicht für die Befindlichkeiten in der Provinz. Meine Verwandtschaft ist mit Ihrem Installationsbetrieb für die nächsten zwei Jahre ausgebucht.
    Da ich im Münchner Umland lebe, musste ich mich halt auch mit einem – einigermaßen breiten – Reihenmittelhaus begnügen. Ist halt von jedem seine persönliche Entscheidung.

    • Danke. Warum die SZ in so einer lebensfrohen, gemütlichen Stadt den verbiesterten, hasserfüllten und mies gelaunten Scheinheiligen gibt, ist mir ein absolutes rätsel. die waren doch früher nicht so. Online, das ist mir klar, haben sie sich die Gender- und Social-Justice-Vertreter eingefangen. Aber dann sollte es doch wenistens noch irgendwas Erfrischendes, Fröhliches, Leichtes geben. Die SZ ist ein einziges Tal Josaphat. eine wiedekehr der ungefickten Betschwester, die allen sagt, wie sündig sie sind. Ganz grässlich. Ich schaffe es nie, die 10 Freiartikel pro Woche auszurufen, weil ich gut gelaut bleiben will.

    • Don Alphonso
      Watch your language, please!

    • Lustig
      Don Alphonso sagt:
      24. Oktober 2016 um 11:28 Uhr

      „Warum die SZ in so einer lebensfrohen, gemütlichen Stadt den verbiesterten, hasserfüllten und mies gelaunten Scheinheiligen gibt, ist mir ein absolutes rätsel.“

      So etwas in Ihrem Blog bzw. in der FAZ zu lesen entbehrt nicht einer gewissen Komik. Die FAZ hat sicherlich ihre Berechtigung. Für ihre feine Ironie und ihre Leichtigkeit ist sie aber sicherlich nicht bekannt. Ganz zu schweigen von Ihrem Blog, welcher hinter jeder noch so unbedeutenden Meldung gleich die Apokalypse in Form einer neuen DDR nahen sieht. Aber wer weiß, vielleicht basteln im Hintergrund die ganzen bösen Feministinnen und ihre Helfershelfer (die schlecht bezahlten Redakteure) an der ganz großen Weltverschwörung. Man weiß es nicht…

    • Oh, bitte, das dürfen Sie natürlich gern so sehen. Immerhin haben Sie bei mir noch ein kommentarfeld, während die SZ… naja.

    • Zugegeben...
      Don Alphonso sagt:
      24. Oktober 2016 um 16:51 Uhr

      Die Möglichkeit, sich hier kritisch zum Inhalt des Blogs zu äußern, muss man Ihnen auch positiv anrechnen. Ganz ohne Ironie!

    • Watch ur langu ...... ma dai!
      Ich war auch leicht überrascht …. in verschriftlichter Form ein so wahrer Auspruch über die prüde Bigotterie der christlichen, muslimischen …. Pharisäer und SittenwächterInnen. (-;

      Aber im Pferdestall drücken sich Angehörige fürstlicher Häuser auch so aus ….. (-;

      Und wer sich angesichts von Etikette und so dennoch ziert, versuche es mit der derben Sprache eines Goethen ….

    • SZ
      Werter Don,

      die Antwort auf die Entwicklung der SZ ist ggfs. ganz einfach: Online bedeutet vor allem das Generieren von maximalen Klicks mit minimalem Zeitaufwand und als Resultat eben Empörungs- und Emotionsschürende Kurztexterei ohne inhaltliche Tiefe, weil ohne echte Recherche (Gespräch mit lebenden Menschen) sondern nur Abschreiben was Andere bereits im Netz postuliert haben. Viele davon wahrscheinlich diese typischen digitalen Nomanden ohne realweltliche soziale Bindungen. Ziel der meisten Online-Mitarbeiter war aber schon immer Print, da sicherer Lebensunterhalt, vielleicht auch die Hoffnung auf die Möglichkeit, echten Journalismus zu betreiben (welcher Zeit kostet). Mittlerweile dürften in der SZ print Viele ihrer Onliner untergekommen sein – und deren berufliche Sozialisation sieht man der Zeitung ganz klar an…

  45. Man muß es nur wollen
    Eingedenk der vielen Windmühlen (WEA) in D – ca. 28.000 sind es bereits – wäre es doch prima, dort in allernächster Nähe Bauland auszuweisen, um hier schnellstmöglich Bedarf zu decken. Die erzeugte Energie der Mühlen könnte dann – wenn auch schwankend – zumindest am Orte direkt verbraucht werden: dezentral erzeugt und verbraucht. Das spart Stromtrassen. Ein völlig neuer Ansatz. Den Bewohner der obersten Stockwerke können dann die Haus(Mühlen)meisterposten zwecks Wartung und Ersatz der Gertiebe angedient werden (niedriger Mietzins). Die ökologische Gesinnung muß natürlich sichergesellt sein. Grüne Stammwähler sollten hier bevorzugt werden, um Sabotage auszuschließen. Immobilien-Leviathane – die bekannten am Platze – werden von Ausschreibungen ausgeschlossen. Die Bauweise soll nachhaltig sein: Ökolog. Baustoffe, elektrobetriebene Baufahrzeuge, vegane Baustellen-Kost und, selbstredend, Mindestlöhne mit Grünfutteraufschlag. Auch architektonisch soll es richtungsweisend zugehen: Kein Sankt Suizidalis a la Hirschgarten. Wohnraumbewerber und Opfer aus Gentrifizierungs-Fällen erhalten Vorrang. Die Projektleitung deutschlandweit könnte – vom Schloß aus – der hier bereits zitierte Herr VV von SolarWorld übernehmen, da logischerweise die Fassaden mit PV-Modulen inkl. smart home-Speichern, Ladestationen für e-mobility etc. futuristisch sinnvoll zur Energieautarkie beitragen müssen. Nur das ist sinnstiftend für die übrige Welt. Durch die im EEG avisierten Zubauzahlen von 2,5 GW p. a. bei Wind (ca. 800 3MW-Mühlen) bin ich zuversichtlich, das Wohnraumproblem auch ökologisch sinnvoll und klimaneutral lösen zu können – vielleicht auch ohne Wertsteigerungssteuer, lieber Don. Altbau-Paläste, in denen Sie ihr geschätztes Handwerk ausüben und dort allerlei Wohlstandsartikel horten, werden ohnehin bald der Energieverschwendungssteuer unterworfen. Ich schrieb es Ihnen vor Jahren schon in Bezug auf Ihren Lobgesang auf Betongold: Der Staat wird sich irgendwo die Kohle holen, und bei der Willkommenskultur sieht er sich doch dazu berechtigt: Das habt ihr doch gewollt! Wie sich der Brötchen-Butter-Kunde, der auf die Mayo-Tunke beißt, anhören muß: Der Kunde will es doch so!

    Wir schaffen auch das!

    Gruß und danke.

    • solche Projekte brauchen natürlich eine Frauenquote.

      Die Sache mit den Häusern hat allerdings einen mittelfristigen Haken: Wenn man den Leuten die Privathäuser verleidet, fordern sie staatliche Wohnungsprogramme – und die sind nochmal teurer, weshalb der Staat das eigentlich nicht mehr machen wollte. Die Kapitaldecke ist einfach zu kurz.

  46. Politplatte
    20 Hektar Wald – quasi ein großer Bienengarten – sind besser als 20 Quadratmeter Stadt. Ein Aspekt bleibt freilich etwas unbeachtet:
    Die zwischen Stadt und Land sehr unterschiedliche Preisentwicklung ist zwar politisch gewollt – aber weder bewusst noch primär von der Bauministerin.

    In erster Linie sind unbewusst die Kultusminister für das Auseinanderklaffen verantwortlich:
    Jeder soll studieren. Die Hochschulen sind in den Groß- und Universitätsstädten.
    Wie wirkt sich das auf Wohnungsnachfrage und Mieten dort aus? Genau.

    Auf dem flachen Land sinken die Immobilienpreise dagegen. Denn ein Teil der Jungen bleibt in der Stadt. Aber kein Teil der Jungen geht überhaupt aufs Land, weshalb er auch nie übers Bleiben nachdenken wird. Zugleich sind auf dem Arbeitsmarkt Ingenieure knapp. Also werden Meister eingestellt und nicht nur „bei der Audi“ ganz gut bezahlt. Und beim Klassentreffen wundern sich dann die Gstudierten, warum sie im Gegensatz zu den auf der Hauptschule und auf dem Land gebliebenen Sancho Pansas trotz zweier Gehälter nicht so leben können wie ihre Eltern.

    Und weil man Lebenslügen ungern zugibt, lässt man von auflageverlustigen Medien die Schuld auf die „Mächte des Kapitals“ abwälzen. An diesen Gregor-Strasser-Schmarrn glauben die meisten Bayern aber nicht: In Landshut stellt die FDP nun den Oberbürgermeister. Wohl ein klares Zeichen dafür, welch große Zukunft Merkels Politplatte Schwarz-Grün hat.

    • Es gab vor Kurzem in England einen Aufruf der HR-Mitarbeiter, weniger Leute studieren zu lassen, weil es dafür zu wenig Arbeitsplätze gibt und diese Leute in Jobs drängen, in denen sie nichts verloren haben. Deutschland lagert seine Verstrahlten dagegen in Stiftungen, dem Kulturbetrieb und Genderorgas aus, wo sie dann über die Pay Gap jammern.

    • Titel eingeben
      Ja, ein abgeschlossenes Studium sagt noch nichts über die Bezahlung aus. Heute macht der BWL(FH) Absolvent den selben Job, den vor zwanzig Jahren der Bürokaufmann gemacht hat, die Firmen zahlen für den Titel aber nicht unbedingt etwas. Abgesehen davon, dass sehr häufig ein Studium gewählt wird, das auch nicht für den Posten des Bürokaufmanns qualifiziert.
      BTW, ich suche gerade ein paar SAP Spezialisten, Studium ist mir egal, ist aber gar nicht so einfach welche zu kriegen.

    • @ Gast – 19:24 h
      „BTW, ich suche gerade ein paar SAP Spezialisten“

      Sie meinen einen dieser smart aussehenden, Krawatten tragenden Anzugständer (Brille von Fielmann), die Sie für 3’000 bis 4’000 Euro/Tag für viele Monate bei einem Kunden parken können?

      So lange bis die kundeneigene IT …

      a) Ihren Spezialisten („Studium egal“) per Crashkurs die eigentlich erforderlichen Branchenkenntnisse endlich beigebimst und …

      b) das Problem plus die Probleme, die die Software versursacht, irgendwie in den Griff gekriegt hat?

      Das Ergebnis nehmen Sie dann mit und verhökern Lizenzen für die „Branchen-Lösung“ im weltweiten Netzverbund?

      Interessantes Geschäftsmodell.
      Danke für das Angebot, aber ich bin gerade anderweitig beschäftigt.

  47. Deckenspinnenbeseitigungsapparat
    Bevor Sie wegen der Spinnen umziehen: die Anschaffung eines Verlängerungsrohrs für die Fusselzutsche schafft Abhilfe.

  48. Don Alph
    Ich habe bei diesem Video an Sie und das hiesige Plenum ihrer Leser und Diskutanten denken müssen.
    Das Thema ist Gender. Die junge Schwedin, die hier als Reporterin auftritt, nötigt mit simplen Fragen ihre Interview-Partner, fast schon in einer sokratischen Weise der Maieutik, a) den obstruktiven und verblödenden Ansatz von Gender zu zeigen und diesen b) selbst als untauglich und verblendenden zu erkennen.
    Das Ganze ist ebenso erhellend wie skurril zu Beginn.

    https://www.youtube.com/watch?v=MqoHeZlAaEg&feature=youtu.be

  49. Gut gegeben!
    „Ostdeutscher feministischer Nachwuchs klagt heute in der Zeit, dass er aus Berlin weggentrifiziert wird, ich schreibe in der FAZ, dass Staubwischen ab 100 Gemälden eine nicht zu unterschätzende Arbeitsbelastung bedeutet. Das ist soziale Diversität!“

    Ich lachte hart!
    Btw: Haben Sie da überhaupt noch Zeit Ihre Privilegien zu checken? :D

    • Das ist wirklich so! Lesen sie mal das Gejammer der bei der FAZ geschassten „10 nach 8“-Damen in der Zeit.:

    • Oder hier, das ist auch eine von denen:

      http://www.berliner-zeitung.de/berlin/prenzlauer-berg-ueber-entmietung–entwurzelung-und-vertreibung–24526510

      Sie können den Namen hier mal bei dr FAZ suchen und sich überlegen, ob die erbrachte Leistung was taugt. Ich habe hier alle paar Monate mit abwerbeversuchen zu kämpfen, man sieht also, dass man als autor gefragt sein kann. Nur gibt es halt zu viel Mittelmass, und dem geht es in der Medienkrise gar nicht gut. Wenn ich beim schreiben mehr leiden würde als beim Brotverkauf, würde ich wechseln, aber das machen diese Leute ja auch nicht. Es wird nur mehr geklagt und nach mehr Förderung gebrüllt. Der Staat soll einspringen, wo es ihr eigener schlechter Markz nicht richtet.

      Klar gibt es unschöne Schicksale, aber ich habe in Berlin so viele Zyniker erlebt, was mietwohnungen anging, und die alle auslachten, die etwas kauften und sparten und ernsthaft dafür arbeiteten – es war ihre eigene Entscheidung. Hätten sie 2004 15k eigenkapital gespart und sich von den Eltern 15k geborgt und dann ernsthaft gearbeitet, um den 40k-Kredit abzubezahlen, sässen sie jetzt im 3-Zimmer-Eigenheim, bei dem der m² damals 600 euro kostete. Und hätten einen soliden Grundstock.

    • Zynismus
      Ja, da herrscht echt Zynismus. Leute die echt die Chance gehabt hätten, sich mit überschaubaren und nicht allzu konsumunfreundlichen Aufwand etwas eigenes anzuschaffen, jammern jetzt. Über die, die es echt trifft (z.B. der aus meiner Sicht äußerst fragwürdige Verkauf der GBW an die Patrizia) werden dann maximal als Deckmäntelchen für die eigene Unverfrorenheit hergenommen, da kommt mir das kotzen (verzeihen Sie bitte die Wortwahl). Allerdings habe ich derartiges auch selber erlebt. Als wir uns das Reihenmittelhaus im Münchner Umland zugelegt haben (war vor hier die Party auf dem Immobilienmarkt abging), war des Öfteren Unverständnis im Bekanntenkreis die Reaktion. Heute wird man dann durchaus mit deren Neid konfrontiert, dass sind aber i.d.R. die, die es sich auch hätten leisten können und nicht die, denen nie was anderes übrig geblieben ist, als zu mieten.
      Verrückt!

    • Die Hände zum Himmel
      Don, ich stimme zu, so etwas habe ich auch erlebt. Nun ist das Gejammer groß.Da wurde lieber 3x jährlich großartig geurlaubt und 1x jährlich die Schönheitsfarm besucht nach dem Motto, das Leben ist schön und Schulden können Einschränkungen bedeuten. Beide öff. Dienst mit sehr günstiger Stadtwohnung damals.
      Drum werde ich auch zornig, wenn diejenigen, die außer der legalen Abschreibungen nie was vom Staat beansprucht haben, blechen sollen.
      Von nix kam nix und sollte man mich enteignen wollen, sprenge ich meine Hütte zuvor in die Luft…

    • Und ich mache eine Stiftung.

      In Österreich.

    • 10 nach 8
      Als diese Damen noch in der FAZ schrieben, dachte ich „jetzt ist aber 5 vor 12“ und habe nach etwa 3 Beiträgen diesen Blog gemieden, auf ZON lese ich die auch nicht.

      Ich frage mich wie viele dieser „Erfolgreichen Schriftstellerinnen“ es wohl im RHS gibt, bei denen das Amt wissen will von was sie jetzt WIRKLICH gelebt haben :D

    • Stiftung
      Don, Bilder und Konten sind ja beweglich, aber Immobilien und Ländereien? Bis zum Kleinwalsertal wären‘ nur 15 Autominuten.💸

    • Aber wie das Jesuitenseminar verlagern ?
      Stiftung in Österreich ist ja gut und schön.
      Aber Sie wollen doch nicht ernsthaft ihre historische Gemäuer diesen Neuzeit-Vandalen überlassen damit diese nach Abriss (der zwingend erfolgen wird, modern ist besser usw.) dort eine extrem modische Mietsbarracke hinklatschen können (die dann ach 10 von selbt zusammenfällt) ?

      Das geht doch nicht.

      Glücklicherweise haben die Amis dafür eine Abhilfe: Den Hausumzug. Hat man in Deutschland bisweilen auch schon mit historischer Substanz gemacht, ist also nicht total verquer.

      Die Radsammlung des Autors ist leider noch noch zu klein um das dann richtig ökö durchziehen (Obwohl mich das Bild von 40 auf Räder sitzenden wasmitmedienmachenden welche ein historisches Altstadtgebüde gen Österreich ziehen doch amüsiert).
      Aber stellen Sie vor das macht dann jeder – vom Autor salonfähig gemacht fängt Deutschlands weniger schlechte Schicht an nicht nur Bilder und Geldwerte ins Ausland zu verlagern sondern auch die schönen Familiensitze durch Umzug dem Zugriff frevelgafter Finger zu entziehen.

    • Titel eingeben
      Söder und die GBW ist wieder was Anderes. Damit konnten die Mieter anfangs nicht rechnen. Und wenn nun zu hören ist, dass das auch noch „steuergünstig“ über Luxemburg und die Niederlande ging…

      Garmisch hat Wohnungen, in denen Taxifahrer, Kellner , Verkäuferinnen und Hotelangestellte wohnen, verkauft, um die neue Schanze zu finanzieren.Statt 600€ zahlen die nun 900€ Miete, ohne, dass was investiert wurde.(BR)

      Bis jetzt hat unser Landkreis unter Mitwirkung der Kommunen ca 6 000 Sozialwohnungen, die gut gepflegt und saniert werden.Ich hoffe, man macht hier weiterhin die bessere Politik.

    • Bei uns baut die Gemeinde gerade neue Sozialwohnungen… es ist also nicht überall so. Das Problem sind bei uns die Fehlbelegungen.

    • Fehlbelegungen
      von Sozialwohnungen sind doch schon seit Jahrzehnten ein Problem.

      In Köln war es schon vor langem üblich, dass sich vor allem Lehramtsstudenten kurz vor ihrem Abschluss solche Wohnungen sicherten und dann trotz gut dotierter Stelle als Lehrer weiterhin preiswert wohnen konnten.

      Und ich vermute einfach, es war andernorts nicht anders.

      Soche halte ich für üble Schmarotzer und ich denke, es gibt noch sehr viele davon.

  50. Genderverdichtung
    Die Bauverdichtung findet doch schon viele Jahre statt, Don. Im grüngeführtem Freiburg und anderswo wird jedes „unsinnige“ EFH platt gemacht, um Mehrfamilienhäuser drauf zu errichten. (Bienen-)Garten war gestern. Nur traut sich kaum einer, mal richtige Hochhäuser ab 100 m aufwärts zu bauen. Ab 400 m Höhe wäre doch schon viel geschafft. Das Wohnungsproblem ist nur ein Baurrechtsproblem. Ich freue mich schon auf die modifizierten „Skylines“. Kirchturm war gestern!

    Übrigens, den von ihnen angemerkten Kommentar

    „Ich benehme mich daneben und fühle mich diskriminiert, wenn es Dir nicht passt“

    wäre auch ein flottes Thema!

    • Ja, das kommt noch.

      Solche Klötze haben wir im Villenviertel hier leider auch. Bewohnt vom Barackler2.0.

  51. ich sei beim Kommentarschreiben zu schnell
    ?

  52. Bienen
    habe ich selbst in meinem Garten, weder Barock noch Rokoko natürlich, noch sonst was, aber ich glaube den Mädels gefällt’s auch so …
    trotzdem schade um den schönen Mönchs-Bienen-Garten und ein Lob auf Ihre Tante!

    • Ja, das war ein Verbrechen, aber so waren ehalt die Zeiten. zukunftsgläubig und betondumm.

    • Nürnberg, Langwasser Mitte/Süd
      An der U-Bahnstrecke Nürnberg Langwasser standen jahrzehntelang riesengroß diese Lettern an den Haustürmen:

      Schade, dass Beton nicht brennt!

      Und ein gesprühtes Blümchen dazu.

      Wie wahr, obwohls vermutlich Autonome waren.

    • In der verlängerten Nachkriegszeit
      hat man halt, zum Chagrin der Bevölkerung, vieles weggeschlagen, das der Krieg nur beschädigt hatte. Uns hat das ein stimmiges Rathausumfeld-Ensemble gekostet, wie es jetzt z.B. noch in Brüssel zu besichtigen ist; die Flächen ehemaliger Klostergärten wurden im Zuge der „autogerechten Stadt“ mit Parkhäusern überbaut und die Fußgänger an Knotenpunkten mittels Unterführungen unter die Erde gebracht, die, ursprünglich mit Rolltreppen, Blumen- und Parfümeriewarengeschäften durchaus modern und chic ausgestattet, sich in weniger als zwei Dekaden später in unbeliebte verschmutzte und kaputte “Angsträume“ verwandelt hatten.
      Vieles Schlimmere aus den Planerschubladen der Zwanziger haben dann der mittelalterliche Stadtgrundriß und die Proteste der Einwohner verhindert. Das letzte städtebauliche Desaster war die Ansiedlung einer dieser Shopping Malls in direkter Innenstadtlage unter Niederlegung etlichen preiswerten Wohnraums, next stop Gentrification: auf der Terrasse des zuletzt doch unter dem Druck von Dauerbaustelle und neu angesiedelter Systemgastronomie in die Knie gegangenen kleinen Restaurants konnte man im Sommer noch Projektentwickler und Architekten darüber klagen hören, dass die Alten sich so an ihre Gründerzeithäuser klammerten, statt endlich sozial frühabzuleben die Objekte einer gehobenen Überbauung zugänglich zu machen. Zu diesem Behufe wird gerade aufgekauft und verdrängend mietgesteigert, was nur geht – wohl dem, der als Hausbesitzer keine Hypothek und einen starken Willen und als Mieter einen soliden Vermieter hat… Leider hat unter Grüner Baudezernichtsnutzigkeit auch jahrelang kein erschwinglicher Wohnbau stattgefunden, der Verweis auf das Wohnen im Kreisgebiet nebst Pendeln war Programm genug.

    • @der andere Gast
      Und an der rub in Bochum prangt ein fettes Graffito ‚ und Beton brennt doch!‘
      Ist auch wirklich ein hübscher Block…

    • In der verlängerten Nachkriegszeit
      hat man halt, zum Chagrin der Bevölkerung, vieles weggeschlagen, das der Krieg nur beschädigt hatte. Uns hat das ein stimmiges Rathausumfeld-Ensemble gekostet, wie es jetzt z.B. noch in Brüssel zu besichtigen ist; die Flächen ehemaliger Klostergärten wurden im Zuge der „autogerechten Stadt“ mit Parkhäusern überbaut und die Fußgänger an Knotenpunkten mittels Unterführungen unter die Erde gebracht, die, ursprünglich mit Rolltreppen, Blumen- und Parfümeriewarengeschäften durchaus modern und chic ausgestattet, sich in weniger als zwei Dekaden in unbeliebte verschmutzte und kaputte “Angsträume“ verwandelt hatten.

      Vieles Schlimmere aus den Planerschubladen der Zwanziger haben dann der mittelalterliche Stadtgrundriß und die Proteste der Einwohner verhindert. Das aktuellste städtebauliche Desaster und größtes Stadtzerstörung seit dem Krieg war die Ansiedlung einer dieser gestanzenten Shopping Malls in direkter Innenstadtlage unter Niederlegung etlichen preiswerten Wohnraums; Next Stop: Gentrification. Auf der Terrasse des zuletzt doch unter dem Druck von Dauerbaustelle und neu angesiedelter Systemgastronomie in die Knie gegangenen kleinen Restaurants konnte man im Sommer noch Projektentwickler und Architekten darüber klagen hören, dass die Alten sich so an ihre Gründerzeithäuser klammerten, statt endlich sozial frühabzuleben, äh, die Objekte einer gehobenen Bebauung zugänglich zu machen. Zu diesem Behufe wird gerade aufgekauft und verdrängend mietgesteigert, was nur geht – wohl dem, der als Hausbesitzer keine Hypothek und einen starken Willen und als Mieter einen soliden Vermieter hat…

  53. Vorsicht!
    „Nirgendwo kann man das gelassener als im eigenen Gemäuer abwarten…“

    Das Problem ist die Finanzierung des noblen staatlichen Wohnungsbaus. Derzeit sprudeln die Steuereinnahmen und reichen sogar für eine Millionen Neubürger. Die Geschichte hat jedoch gezeigt, dass man am liebsten, einfachsten und schnellsten den Grundeigentümer zur Kasse bitten kann, sollte sich die komfortable Steuerlage mal ändern!

  54. 10 Kilo Meter Abstand
    kommt meiner Vorstellung von Nächstenliebe sehr entgegen.

    Leute vom Zentralkomitee für abgefahrene Züge (Freiheit ist nicht das was man besitzt, sondern was man tut), die sich vor die Gartengrenze stellen und die große Fensterfront begaffen und ein unintrospektives, stupides Gesicht aufsetzen beim staunen darüber, mit welch unbeeindruckter Geste man den Tee aus der Kanne in die Schale bringt, sind ja auch irgendwie supispeziell zudringlich, auch wenn sie nach einer Weile wieder weitertrotten, zurück in ihre Ghettoburg. (Affenfelsen)

    Auf dem Rückweg zählen sie dann vermutlich an zwei Händen vermeintliche Vorteile ab:
    keine Fliegen, keine Mücken oder sonstiges Kleinvieh im Glasfaserkabelverbund,
    Gartenmaloche ist eh das Letzte,
    vom 55. Stockwerk ist die Aussicht viel besser, da kann auch keiner reingucken,
    kleine Fenster spart Heizkosten, deswegen hat ja das Bad auch keins,
    27,3 qm sind intimer, keine weiten Wege zur Küche,
    der Staubsauger hält länger
    Laminatinteraktionen mit dem Wohnungsnachbarn sind auch viel spannender,
    wenn die Polizistinn zweimal klopft erst recht
    McD um die Ecke
    Müllschlucker auf der Etage
    Nachbarn mit Sky-Abo
    attraktive Tatoos im Fahrstuhl
    Das mit der Betonkrebsepidemie ist sowieso total übertrieben.

  55. Überraschung! Qualitätsjournalismus im Spiegel....
    Ich kann die Titelgeschichte im neuesten Spiegel nur empfehlen. Es ist die Geschichte der Deutschen Bank ungefähr seit der Zeit Christians bis heute. Man stellt erstaunt die Parallelen zur „Entwicklung“ des Landes fest, aber am Überraschendsten ist doch das Erlebnis einen ausführlichen, umfangreich recherchierten Artikel voller gutem Journalismus im Jahr 2016 in einer Zeitschrift zu finden, die mann normalerweise nur mehr als Drecksblatt bezeichnen mag.

    „Es ist eine Geschichte darüber, wie Hilmar Kopper, Rolf E. Breuer und Josef Ackermann, die Vorstandschefs jener Jahre in dieser Reihenfolge, die ihnen anvertraute Bank an eine hastig zusammengekaufte Truppe von angloamerikanischen Investmentbankern halb übergeben, halb
    verlieren, bis endlich Anshu Jain, der Häuptling der Händler, an die Spitze rückt und die Bank noch einmal drei Jahre lang volle Kraft voraus in die Irre führt.“

    Wer nicht mal für das (verständlicherweise) lieber doch kein Geld ausgeben will, der kann mir an meinen Langnamen bei hotmail com eine mail schicken und ich häng eine Kopie an….

    Ein Lese Exemplar des Spiegel liegt in jeder öffentlichen Bücherei aus..

    • DEUTSCHE BANK
      werter TDV,
      ich stimme ihnen nur dann zu, wenn ich weiss, wie oft C.B., heute noch berater der Vatikanbank, in dem artikel erwähnt wird.

      er fehlt schon mal auf dem titelbild und das ist eine schwerwiegende auslassung denke ich.

      ansonsten könnte ich ihnen recht geben.

    • Netter Versuch 🤓
      Den habe ich schon gekauft; aber noch nicht gelesen.

      Was macht der Fiffi?

    • Nee
      … der Spin dieses Artikels war doch überdeutlich: Bank, die in die Hände von Gierigen gefallen ist usw. Internationales Finanz- usw. -tum (uuups), natürlich anders benannt.

      Es fehlte eigentlich nur noch der erlösende Refugee, der edle Wilde, der auch die Deutsche Bank erlöst, nebst einem Bofinger-Interview. Übrigens kriegen die ein Konto, auf dem sie ihr Hartz IV parken können, absurd.

      Nein, dieses Blatt ist definitiv nicht mehr zu retten.

    • ...
      Zur Deutschen Bank also nix Neues.
      Die Herren der Deutschen Bank haben die Oeffentlichkeit
      nie ueber ihr Geschaeftsgebaren und ihre Ziele im unklaren
      gelassen und wurden auf allen Kanaelen bewundert.

    • Titel eingeben
      Philomena: dem gehts hervorragend, ein wunderbarer Herbsttag mit 27°, da weiss sie, es geht nachmittags in die „Berge und Wälder“. Wie sie sehen können, ist das grösste Problem dass es im Deutschen „der“ Hund heisst und die Umstellung zu „die“ Hündin, also: sie statt er, sich nicht in meinem Gehirn einnisten will… Der Hund hat sich, aber bisher nicht beschwert.

      Sirisee: Es ist mir klar, dass ihnen das nicht gefällt, egal was drinsteht. Es sind aber ungewöhnlicherweise diesmal gleich drei gute Artikel im Print Spiegel, der zur deutschen Bank, der über die Überalterung einer Gesellschaft am Beispiel Japans (auch im SPON zu lesen) und auch der über die Beziehungsprobleme der Menschen in Zeiten des Internets ist ungewöhnlich gut… Wenn sie jetzt noch Bento und Stokowski rauschmeissen, dann…..

      E.R.Binvonhier: Nein, nichts Neues, aber ganz hervorragend zusammengefasst, alles, das man denen vorwirft. Wie von einem guten Anwalt.

      Wem das mit den Milliarden Rubel aufgefallen ist… und wer wissen will wie die Deutsche Bank diese aus Russland rausgeschmuggelt und gewaschen hat, der findet einen detaillierten Bericht darüber in The New Yorker vom 29.8.2016 Qualitäts Journalismus, wie er sein sollte:

      http://www.newyorker.com/magazine/2016/08/29/deutsche-banks-10-billion-scandal

    • Hab ich doch eines vergessen....
      Überraschenderweise gibt es heute im SPIN(!) zum allerersten Mal einen ehrlich Artikel zu Obamas Arbeit im Weissen Haus, man kann nur staunen, die werden doch wohl nicht etwa aufwachen????

      http://www.spiegel.de/politik/ausland/usa-barack-obamas-ambivalente-wirtschaftsbilanz-a-1118090.html

      Einfach mal sich selber überwinden und lesen, obwohl SPON draufsteht…

    • Ich habe nicht bestritten
      … dass das Heft besser ist, als der Jahresdurchschnitt. Da sind dann und wann immer mal wieder welche dabei.

      Auffälligerweise meistens solche mit politikfernen Themen.

      Aber es ändert nichts an dem Gesamt-Niedergang qua Gesinnungsjournalismus, der gegenüber dem Leser nannyhaft belehrend, kumpelhaft oder zeigefingerhaft daherkommt und permanent linksgrün ausstreut. Und der Spin in dem gelobten Deutsche-Bank-Artikel ist nun einmal eindeutig, das haben Sie nicht bestritten und werden Sie nicht bestreiten können.

      Die müssten für einen Neustart Stil- und Schreibkurse für die Redakteure geben, das Journalistenhandwerk ehrlich betreiben und ihre Haltung grundlegend ändern, aber dazu sind die nicht fähig.

    • wenn
      der Spiegel so über die DeuBa schreiben kann, wie er das soeben getan hat, ist das sehr bald*) nicht mehr die Deutsche sondern die Futsche Bank.
      .
      Klar war ich mal Juso, klar wollte ich de Banken verstaatlcihen. Aber dass es dann so kommt…

      —-
      *) da kann die nächste Regierung dann gleich mal zeigen, was sie kann. Bis über die Bundestagswahl hinaus wird sie hoffentlich noch halten, aber an die 100 Tage drauf, also, ich weiss nicht…

    • @TDV....
      …freut mich, dass Sie sich mit Ihrem Frollein gut verstehen. Dann mache ich mir auch keine Sorgen mehr, dass Sie sie 2 Tage in den Kofferraum sperren.;))

    • Bisher immer Glück gehabt....
      Hunde sind nicht wie wir, die akzeptieren die Realität so wie sie ist und kommen nicht auf Ideen irgendwas hätte anders zu sein. Es gibt auf YouTube (im deutschen TV auch?) eine sehr lehrreiche Serie über Hunde von der ich sehr viel gelernt habe, sie stammt von einem gewissne Cesar Milan, kann ich nur empfehlen.
      Bei meiner Frau habe ich Gott sei Dank noch nie vergessen sie noch am selben Tag wieder raus zu lassen. Jetzt hat sie Angst ich könnte Alzheimer bekommen….. dass Frauen immer so negativ sein müssen…

    • Titel eingeben
      Sirisee

      Wenn sie sich die fett gedruckte Überschrift anschauen, da steht ganz deutlich:

      Überraschung! Qualitätsjournalismus im Spiegel….

      Meiner Erfahrung nach sind in jedem Print-Spiegel zwei bis vier tatsächlich lesbare Artikel, ich habe daher auch nie zum Kauf geraten, zumal man das Teil auch umsonst im Internet beziehen kann.
      Der Artikel zur Deutschen Bank brachte nichts wirklich neues, aber es war hervorragend zusammengefasst. Perfektes Unterrichts-Material für einen Lehrer der möchte, dass seine Schüler verstehen was das für ein Land ist, in dem sie leben.
      Das ist kein Spin sondern banale Wahrheit und was man mit solchem Gesindel meiner Meinung nach machen sollte, hab ich ja oft genug geschrieben
      Dass ihnen das Resultat einer solchen Zusammenfassung nicht gefällt, sagt ganz sicher mehr über sie, als über den Spiegel.


    • … es sagt höchstens was über ad-personam-Rhetorik, die allerdings in gewissen Kreisen verbreitet ist, sozusagen endemisch ist …

  56. Das spricht dafür, langsam die Koffer zu packen und sich auf die
    Reise zu machen.
    http://cicero.de/berliner-republik/Migration-humanitaere-politik-ist-keine-einwanderungspolitik
    Die Lähmschicht der guten Menschen, die das mit den „Block-Flöten“ ernst nehmen und den Stand, den Fortgang und den Ausgang des Geschehens nicht einbeziehen, ist hier einfach schon viel zu lange viel zu hoch, zu beeindruckend – und eine Änderung nicht in Sicht.
    Bassam Tibi schlägt eine grundlegende Diskussionsbasis vor – die nicht gehört werden will.
    Ach

    • "Das spricht dafür, langsam die Koffer zu packen ..."
      „http://cicero.de/berliner-republik/Migration-humanitaere-politik-ist-keine-einwanderungspolitik
      Die Lähmschicht der guten Menschen, die das mit den „Block-Flöten“ ernst nehmen und den Stand, den Fortgang und den Ausgang des Geschehens nicht einbeziehen, ist hier einfach schon viel zu lange viel zu hoch, zu beeindruckend – und eine Änderung nicht in Sicht.“

      Jep. Beamten-Mikado. Wer sich zuerst bewegt, hat verloren.

      Interessanter Link, danke, wenn auch leider m.E. auf einem fiktiven, unhinterfragten Fundament gebaut.

      Spielen wir also weiter … oder verlassen das Spielfeld.
      Jeder wie er kann. Alte, Schwerbehinderte, Kranke? Sieht man dann.
      Geschichtsbücher und so.

      Das Leben ist schön.

      greetz


    • Das spricht dafür, langsam die Koffer zu packen
      Was ich mich bei diesem Touristenausspruch immer frage: wohin wollens denn? Anderswo ist es zwar anders, aber auch nicht besser, und sie können sich wieder hinten anstellen.

  57. Irgendwie tut sich doch was,...
    wenn noch vor der ersten Anmoderation dieses Statement kommt:

    „FOCUS Online: Und was wünschen Sie sich von Ihren Zuschauern?

    Zamperoni: Ich verstehe einfach nicht, woher diese Verschwörungstheorien in Sachen Medien kommen. Der Lügenpresse-Vorwurf. Es gibt keine rote Leitung vom Kanzleramt zu den Redaktionen. Mich hat jedenfalls noch nie ein Politiker oder Firmenchef angerufen und gebeten, etwas zu berichten oder über etwas nicht zu berichten. Ich würde mir deshalb von den Zuschauern Fairness wünschen. Wir machen als Journalisten Fehler, aber das ist noch lange kein Beweis, dass wir von außen gesteuert werden. Wir haben eine Haltung, aber keine Agenda.“

    Als ob es bei der richtigen „Haltung“ einer roten Leitung noch bedürfte.

    • Wumbaba
      Wie hübsch man sich ‚verlesen‘ kann.
      Ich las jetzt:

      „Wir haben eine Haltung, aber eine Angela.“

      Zum generellen Thema Haltung in InduLa (in diesem unserem Lande, Kohl): Die muss man sich erst mal leisten können.

      Ich arbeite – leider – in einer extrem klammen Branche, die scheinheilig öffentlich ihre kleinen Mitglieder laufend zu ‚Haltung‘ auffordert. Faktisch oder besser postfaktisch haben tun sie jedoch alle keine Haltung – der Nachweis ist in wenigen Sekunden erbracht – , die Großen noch weniger – surprise!? – als die Kleinen.

  58. Wie wäre es damit?
    Hier im Speckgürtel von Prantldorf am Rhein (im Reich von Hanni und Nanni) ist noch eine Variante der baulichen Ummantelung des eigenen Lebens weit verbreitet: Wohnungsbaugenossenschaften! Das klingt auch leicht sozialistisch, ist aber nach meinen Beobachtungen durchaus eine Alternative zum reinen Mieter- oder Eigentümerdasein. Zumindest hier in der Stadt der edlen Messerfertigung haben sich viele „Wohngenossen“ eigentümerähnlich für Jahrzehnte eingerichtet – und sind dabei auch vor unangenehmen Überraschungen aufgrund einer Übernahme ihrer Behausungen durch Betonheuschrecken sicher.
    Allerdings darf es der Genossenschaft nicht schlecht ergehen – dann greift nämlich die Nachschusspflicht (auch das gab es leider schon).

    • Ich hab meine Behausung auch bei einer Genossenschaft
      Viele Mitglieder leben schon seit Generationen in den Wohnungen, die innert der Familie vererbt werden und somit gar nicht auf den Markt kommen. Allerdings hat man als jahrelanges Mitglied sehr schlechte Karten, wünschte man nun plötzlich bei denen eine Wohnung zu bekommen, da geht schon lange gar nichts, obwohl nach den Statuten jedes Mitglied Anspruch drauf hat. Erstaunlicherweise werden die Einlagen noch immer mit 4% verzinst.

  59. jessas na
    libelli habent fata doch aber nur pro capta lectoris!

  60. Die Hintergründe des Somaliers
    Die Hintergründe des Somaliers in Neuenhaus oder wie der Ort heisst würden mich interessieren. Als Motiv wäre ein Diebstahlsversuch denkbar, verschlimmert durch Drogen, etwa als ein Spontaneinbruch und dann ein Erwischtwerden mit vollkommen irrwitziger Verdunkelungsreaktion, – oder ein Terroranschlag, ob nun privat oder von Isis vorgeschlagen. Oder ein versuchtes Sexualdelikt? Was es war, ist nicht ganz unwichtig. Könnte die FAZ respektive der Inhaber dieses Blogs nichtmal eine entsprechende Anfrage an die zust. Stellen richten? Mittlerweile wird der Täter ja irgendwas gesagt haben. Sollte eine Ablehnung einer Antwort kommen, könnte diese doch sicher in einen Zusammenhang zu Ingolstädter Immobilienpreisen, Berliner Jungjournalistinnen und bayrischer Bildhauerei ( Leienberger?) gebracht werden.

    • @Candidesgarten: die bleiben wohl eher weiter im Dunkeln.
      Die Hintergründe, meine ich. Wobei das bisher bei solchen Taten ganz oft der Fall ist. Es erscheint, mit Glück, noch die Meldung über den „Einzelfall“, danach hört und sieht man davon nichts mehr, bis es dann vor Gericht eventuell nach einigen Monaten doch noch einmal Hinweise gibt.
      Ich hab versucht über Somalia zu recherchieren. Analphabetenrate bei ca. 90%, zumeist landwirtschaftlich, Clanstrukturen, die Abstammung der einzelnen Stämme geht bis au Mohammed zurück, muslimisch, Scharia mit Steinigungen und Entfernen von Körperteilen, überaus männlich geprägt, Bürgerkrieg seit Jahren, Kindersoldaten, am Horn von Afrika, Reisewarnung des AA.
      Was ich nicht verstehe ist, dass es für uns Identitäre nicht mal kulturanthropologische Hinweise gibt, was diese Menschen so gewohnt sind, wie sie leben und sich wohl das Leben laut ihrer Sozialisation dann auch hier vorstellen. Und auf welche Übergriffe sich Frauen hier weiter einzustellen haben, denn das „Grapschen“ geschieht ja täglich so oft, dass es sicher keine Meldung mehr Wert ist. Und geahndet wird es auch nicht.
      Es ist ja nicht die erste ältere Dame, die von einem neu eingereisten, wie soll ich jetzt sagen, heftigst „angegangen“ wird.

      In einem anderen Fall in Schlüchtern wurde ebenso nicht weiter berichtet, obwohl der Oberstaatsanwalt angibt:
      „Diese Form der Gewalt haben die Ermittlungsbehörden hier noch nicht erlebt. Das Opfer wurde grausam verstümmelt.“ und „Hinweise auf eine rituelle Handlung seien nicht bekannt, aber nicht auszuschließen“.

      Auch in Österreich gab es den Fall einer älteren Frau, die einen Mann aus der Türkei im Treppenhaus darauf ansprach, dass das Rauchen dort nicht gern gesehen sei. Auch sie wurde qualvoll in ihrer Wohnung ermordet und auch da sprach der Staatsanwalt von unglaublichen und uns unbekannter Grausamkeit.

      Im Moment fühle ich mich in ein „offenes Messer“ laufen gelassen (Entschuldigung – aber so geht es mir wirklich) – dieser Staat tut nichts, um uns die Situation zu vereinfachen, jeder Bürger muss sich klein klein jede Information beschaffen, damit er irgendwie sich auf Eventualitäten einstellen kann.
      Und dennoch: wir können das gar nicht. Wen es trifft, den trifft es halt.

      Mut macht mir das Verhalten einer 14jährigen, die einem Mann aus Syrien eine gewischt hat, als er sie unsittlich anfasste.
      Das war für diesen Mann ungewohnt und brachte ihn so durcheinander, dass er sich bei den nächsten Streifenpolizisten beschwerte, die ihm dann eine Verwarnung aussprachen.
      Obs hilft?

    • PS: Norwegen schickt wohl Menschen aus Somalia wieder zurück:
      http://norwaytoday.info/news/government-will-deport-somali-refugees/

      Seltsam:
      Keiner unserer Politiker macht den Mund auf. Keiner sagt was dazu.
      Keiner.

    • Das würde ja bedeuten, dass man eingesteht, sich geirrt zu haben. Und dass so etwas auch geht, was hierzulande auch bestritten wird.

      Übrigens kommen viele Somaier aus UN-Lagern und hätten daher gar keinen Asylanspruch mehr.

    • Aus UN-Flüchtlingslagern
      Darüber schreiben Sie bitte auch noch bei Gelegenheit, Don Alphonso.

      Ich weiß, ich rege zu gern an, aber das wäre dann ein Thema in der Öffentlichkeit, der sich einige zu stellen hätten.

  61. Titel eingeben
    Meine Mutter, selbst Bewohnerin einer gerade so auskömmlichen Mietwohnung im Ruhrgebiet, fühlte sich angesichts der enthusiastischen Ausdrucksweise der Willkommenskultur im vergangenen Jahr bemüssigt, biologische Backwaren im Flüchtlingsheim vorbeizubringen. Auf die sicherlich allzu neugierige Frage an das Familienoberhaupt, wann dieser anfangen werde Deutsch zu lernen, antwortete dieser: Sobald er das ihm zustehende Haus mit eigenem Arbeitszimmer erhalte. – Der Hinweis meiner Mutter, dass in Deutschland und insbesondere im Ruhrgebiet nicht alle Menschen über eigene Häuser verfügten rief Erstaunen hervor. A propos: Die Backwaren bleiben jetzt zuhause.

  62. Westdeutschland hat sich an die DDR angeschlossen.
    Alle wesentlichen gesellschaftspolitischen Entwicklungen deuten in Richtung Staatssozialismus.
    Kinderkrippen, Einheitswährung, Planwirtschaft, usw.
    Der Wohnbau ist dann die logische Konsequenz.

  63. Was ist mit Verkehr und Zersiedelung?
    Interessanterweise schneidet der Artikel die zentralen Fragen der Mobilität und des Flächenverbrauchs nicht einmal an. Wenn alle Menschen in romantischen kleinen Einfamilienhäusern wohnen würden – wieviel Landschaft würde dann (zusätzlich) verbraucht? Und wie kämen alle diese Menschen von A nach B, ohne dass endlos viele (und lange) S- und Straßenbahnlinien neu gebaut würden? Es entsteht somit der Verdacht, dass es dem Autor gar nicht um die Bevölkerung in ihrer Gesamtheit geht, sondern nur um ein möglichst angenehmes Leben einer kleinen, privilegierten Minderheit. Oder das was er darunter versteht.

    • Lieber Herr Klein, ...
      … wenn die Frage gestattet ist: sind Sie neu hier ?

      Der Hausherr sagt (nicht nur hier) überdeutlich, dass es ihm (zumindest in seiner hier ausgelebten Eigenschaft als Kunstfigur) egal ist, wenn das gewöhnliche Wahlvolk sind von seiner Regierung in Wohnkonservendosen einkasernieren lassen möchte, solange dies seine Kreise unter Stuck und Kandelabra nicht stört.

      Er mokkiert sich dabei über die fehlende Weitsicht der großen Mehrheit des Wahlvolks, das gewisse Zusammenhänge zwischen moralorientierten Polit-Entscheidungen, denen es zujubelt, und den Auswirkungen in seinem „echten Leben“ offenbar nicht versteht (letztlich läuft dies (meist) auf den alten Grundkonflikt zwischen Gesinnungsethik und Verantwortungsethik hinaus).

      Ich kann mich jedenfalls nicht erinnern, dass der Don jemals gesagt oder auch nur den Eindruck hervorgerufen hätte, er wünsche der „Bevölkerung in ihrer Gesamtheit“ jeweils ein Einfamilienhaus. Er wäre der erste, der wüßte, dass dies zu seinen Lasten geht. Und er war einer der ersten, der – insbesondere im Zusammenhang mit den kulturbereichernden Neubürgern – darauf hingewiesen hat, dass nicht jeder gratis ein schickes Eigenheim bekommen kann, ohne dass ein anderer dies bauen oder dafür bezahlen muss. Dass er selbst – nur weil bzw. obgleich vermögend – dafür keinesfalls zahlen möchte, hat er stets betont.

      Ihm jetzt also vorzuwerfen, es ginge ihm hier gar nicht um das große Ganze, verkennt offen gestanden den Gesamtkontext dieses Blogs. Das war hier nie jemandes Absicht. Hier geht es nur um die Dokumentation der Kassandrarufe des anstehenden Niedergangs, damit wir hinterher sagen können, wir hätten ja schon immer gewusst und gesagt, dass alles den Bach hinuntergehen wird.

      Also, entledigen Sie sich jeglicher Hoffnung oder gar Erwartung auf Besserung, gesellen Sie sich zu uns und genießen Sie einfach den defätistisch-zynischen Unterton dieses Blogs und seiner Kommentatoren….

      Mit herzlichem Gruße

    • ja was ist wohl mit Flächenverbrauch
      wenn sich zwar alle Menschen platzsparend in Kleinstwohnungen in Großstädten ansiedeln würde und andererseits…
      …wenn alle Energie von romantischen großen Windrädern und Spiegelfeldern erzeugt würde? Und wie käme all diese Energie von A nach B, ohne dass endlos lange und viele Stromtrassen neu gebaut würden.
      Es entsteht somit der Verdacht, dass es dem Autor gar nicht um die Bevölkerung in ihrer Gesamtheit geht, sondern um möglichst viel Einfluß einer kleinen, privilegierten Minderheit. Ob er das versteht? ;0)

    • Ja, was denn nun?
      Sterben die Deutschen jetzt aus, oder zersiedeln sie die
      Landschaft.


    • EFH=Vorstadt=Auto (maximal Bus, 3x am Tag, wenn sich eine genügend große Ansammlung Schüler bildet).
      Gestapelte Etagenwohnungen=Stadt=Öffis (je nach Lage im 1h- bis 5min-Takt).
      Ist doch wirklich nicht so schwer, solche grundlegenden Konzepte anzunehmen.


    • Es ist nicht wünschenswert, daß alle Leute nur in Städte ziehen – das führt zu einer Verödung der Landschaft. Auf dem Land müssen auch kleinere Städtchen bleiben.

  64. Ein Traum von Komfort
    Als nicht so wohlhabend Geborener bin ich in den 60er Jahren in der Innenstadt von Heilbronn aufgewachsen. Vater Speditionskaufmann, Mutter Kontoristin. Moltkestraße in der Altstadt. Schönes Gründerzeithaus. Im Dezember 1944 bis auf die Außenmauern zerbombt, nach dem Krieg hastig wiederaufgebaut. Einzelöfen, Kohle in den Wohnräumen, Etagenklo für vier Familien. Als wir Mitte der 70er in einen Neubaublock am Stadtrand umzogen, erschien mir das wie ein Traum von Komfort. Zentralheizung, eigene Toilette und im Winter mollig warm. Und damals war dort noch nicht prekäres Milieu untergebracht. Viele Freunde zum Spielen, gute Nachbarschaft. Das Italiener und Jugoslawen im Haus wohnten, die bei Audi in Neckarsulm am Band ranklotzten, spielte keine Rolle.
    Vor einem Jahr kam ich bei einem Besuch meiner alten Heimatstadt wieder an meinem Geburtshaus vorbei. Top saniert, im Erdgeschoss eine große Anwaltskanzlei. Eine Wohnung darin könnte ich mir heute wieder leisten.
    Aber alles hat eben seine Zeit.

  65. Ist das nicht ein Stück aus dem Tollhaus?
    Der kommunale Prüfungsverband hat der Stadt Basreuth diktiert: Wenn sie nicht alle denkbaren und möglichen Einnahmen generiert, steht die Stabilisierungshilfe auf der Kippe. So wurde eine SABS (Straßenausbaubeitragssatzung) zwingend notwendig. Die Anwohner toben!
    In Berlin wurde 2012 die Streichung einer solchen Satzung beschlossen.
    War da nochwas mit dem Länderfinanzausgleich?

  66. Real existierender Merkelismus
    Still und zumeist unbemerkt verabschieden sich die letzten Garanten der Freiheit und der alten Republik.Ihre Namen sind Bosbach und Lammert. Kaliber wie Friedrich Merz oder einen zu Guttenberg stehen nicht mehr für die Politik in vorderste Reihe zur Verfügung. Selber sitze ich auf gepackten Koffern. Es ist traurig die Heimat zu verlieren, aber die Welt ist schön und gross. Nichts für ungut… Allen alles Gute!

    • der FAT titelheld, wie tief kann die FAZ noch sinken ?
      ja, sogar die FAZ hat es nötig, einen eher sehr zweifelhaften oligarchen und multimilliardär, einen der sich sich sicher am übergang der system in russland endlos bereichern konnte……….also einen echten wirtschaftsliberalen, freiheitskämpfer und menschenfreund auf die titelseite zu setzen.

      oh herr, wirf hirn herab und höheres niveau.

      der zweifelhafte wohnt inzwischen in Rapperswil, seine aufenthaltsgenehmigung-genehmigung wurde vom kanton St. Gallen als eilbedürftig und verbunden mit besonderen interessen begründet.

      guter steuerzahler im kanton ?

    • Also
      einen Jammerlappigen, lügenden und auch ansonsten ziemlich schlappen von Guttenberg in eine Reihe mit Merz und Lambert zu stellen… das erscheint mir zumindest gewagt. Bosbach ist zwar ein Mensch klarer Worte, aber er ist auch ein innenpolitischer Hardliner, der Vorbereitungen für dystopische Überwachungen ohne jedes Augenmaß und technisches Verständnis propagiert. Garant der Freiheit? Mitnichten!

    • Guttenberg?
      Nicht wirklich…!

    • Herr Montblanc Lammert?
      Und dann noch der Herr Dr. von und zu? Die Garanten der eigenen Freiheit sich zu bereichern, materiell und ideell. Wo arbeitet (?) nochmal Herr Merz? Vielleicht schauen Sie, bevor sie sich verdünnisieren, mal hinter Ihrem Vorhang auf diese (schäbige) Welt heraus.

  67. FAZ-Startseite
    Dass es dieser Beitrag heute auf der FAZ-Startseite relativ weit nach oben gebracht hat (war glaube ich mal kurz sogar außerhalb vom Feuilleton, jedenfalls sah es mobil so aus), ist ja ein gutes Zeichen. In den letzten Monaten wurden ja auf FAZ.net oft Beiträge veröffentlicht, die von der Art und Weise her versucht haben, sich dem Duktus von SZ, ARD, ZDF & Co. anzunähern – dieser komplett ent-realisierten Rosazauberwelt.

    Selbst wenn man die aktuelle Einwanderung befürwortet (sich aber deutlich mehr nichtmuslimische einwandernde Frauen wünschen würde, damit die Männer aller sich gerade radikalisierenden Coleur nicht irgendwann wie Tiere übereinander herfallen), kann man sich doch nicht blind machen gegen die Probleme, die dieser Prozess ganz klar und logisch mit sich bringt.

    Sehr gut auch, dass Sie Ihre intelligenten Finger tief in die Wunde des massiven Personalproblems stecken, das in höchsten Politelitekreisen gerade um sich greift und dass Sie Verantwortliche – bis hin zum Minister und zur Ministerin, die eine zweifelhafte Haltung zum Grundgesetz und dessen Artikeln haben, ganz klar benennen.

    Manche hassen Sie. Ich betrachte Sie als demokratiesichernde Instanz. Gerade auch angesichts der Methoden, die aktuell von vielen angewandt werden, die nicht begreifen oder nicht begreifen wollen, in welcher dunklen Tradition sie stehen. Danke, danke!

    • Gern geschehen.

    • Personalprobleme
      A propos: Steinmeier! Steinmeier???? Der Appeasement-Versager, den sogar der Economist, immerhin ein (nicht neo) liberales Blatt wegen seiner Ost-Politik als Gefahr einstuft???? Die Herausforderungen unserer Zeit kennen????

      Auf so eine Idee kan auch echt nur Sigmar „Ich habe noch nie irgendwas gewonnen“ Gabriel kommen.

      Ah. Sorry für den Rant. Ich kichere schon den ganzen Tag hohl.

    • @Boooooooooooooooo....
      Danke für den echt guten Witz, The Economist, kein neo-liberales Blatt.

      Ich habe vor ca einem Jahr damit aufgehört dieses Blatt zu lesen, weil mir die AUSNAHMSLOS einseitigen Meinungen die permanent in die eigentlichen Berichte verflochten waren, auf dern Sack gingen. Dass ihnen das nicht auffällt hat vielleicht was mit der von ihnen ja selber erwähnten „Hohlheit“ zu tun?

      Sie wären übrigens der allererste Neo-Liberale der sich selbstverständlich für einen echten Liberalen hält…

    • @TDV
      mit dem Neo-Liberalen kann ich nicht dienen. Sorry.

      Und ja: der Economist ist in seinen Meinungen ziemlich Markt-Radikal. Gefällt mir auch nicht.

      Aber: Die politischen, wirtschaftlichen Analysen und die Recherche sind erstklassig.

  68. Ein Kunststück
    Dank auch für diese sprachlich wie inhaltlich großartige Betrachtung. Der Text ein Kunststück.
    Brillante Gedankenbrücken zu „DDR 2.0“, zur Verklärung von Diktatur, zur Exkulpierung fürchterlicher Vergangenheit.
    Unübersehbar zwischen den Zeilen die Herkunft der Sympathien für den Sozialismus aus furchtbarer Vergangenheit.
    Provokante Ironie als These. Bayern sind Patrioten, Preußen Nationalisten.

  69. Wieso gehen diese Journalist_*innen nicht woanders hin?
    Da wo die Menschen besser und „guter“ sind. Ich verstehe das alles nicht mehr. Liegt es daran, dass es keine Kirchen mehr gibt? Brauchen wir jetzt „getarnte“ Pfarrer oder Nonnen einer neuen linken Staatsreligion, die keine Andersgläubigen mehr duldet und für jedes von ihr definierte Fehlverhalten Gesetze erlassen will? Das ist doch alles nur noch Wahnsinn. Wieso kriegen diese Radikalen alle Jobs in den Online-Redaktionen anerkannter großer Zeitungen? Glauben die ernsthaft, sich so eine Leserschaft erschließen zu können? Das sind doch alles Anhänger_*innen einer Gratis-Kultur. Ich finde, die können gern in ihr Paradies, meinetwegen Berlin, gehen, und dann schließen wir diese Staat, aus der immer nur krudes Zeug kommt, aus Deutschland aus (das mögen sie ja eh nicht). Dann können Sie dort ihr Nordkorea einrichten, mit unbegrenztem Zuzug, Safe Spaces, Genderkultur, Share Economy, Elektroautos, Veggie-Essen, Altbau für alle usw.

    • ... Sie vergessen ...
      … das diese Leute habituell sich anständig sehen und andere qua Glauben zum Besseren des Merkel-Sozialismus missionieren wollen… Im 19. JH wären die Besseren auf eigene Faust nach Afrika gegangen, der Rest wäre mangels Qualifikationen als Knecht/Magd/Kesselflicker versauert und im Wirtshaus durch große Sprüche und viel Schulden aufgefallen, aber es klickt sich leichter und die Verschleifung der Qualifikationsstandards gibt solchen Leuten statt der Mistgabel eben heute Möglichkeiten an der Hand, die sie nicht ausfüllen können…

  70. "Das Einfamilienhaus stibt aus"
    sagt der Mann von der Süddeutschen Zeitung. Bis zum Ende seines Beitrags ist die Aussage dann auf ein „Naja, in Oberfranken wird es wegen der Landflucht weniger Häuser geben“ geschrumpft. Das ist schon weit weniger sensationell.
    Ich glaube das Einfamilienhaus ist genauso wenig ein Auslaufmodell wie die Hausfrauenehe. Es wird seltener werden, weil immer weniger Familien sich so etwas leisten können. Das es aber zurück gedrängt wird, ist kein Zeichen von Fortschritt, sondern eher des Verlustes von Lebensqualität für breite Bevölkerungsschichten. Die Möglichkeit ein Haus zu erwerben und ein erwachsenes Familienmitglied zu dessen Bewirtschaftung von der Erwerbsarbeit freizustellen wird zum Privileg der oberen Mittelschicht an den Außenrändern der Metropolregionen.

    Ich glaube diese Urbanisierungsprofeten übertreiben ein wenig. Natürlich gibt es Landflucht und manche Gegend wird weiter Bevölkerung verlieren. Aber es gibt auch eine entgegengesetzte Bewegung. Darüber schrieb Cora Stephan kürzlich in der NZZ einen, wie ich finde, lesenswerten Beitrag (http://www.nzz.ch/feuilleton/zeitgeschehen/trend-zur-stadtflucht-warum-ich-gerne-ein-landei-bin-ld.123209). Es gibt also noch andere Sichtweisen als in der SZ.
    Ich schätze mal, es wird in Deutschland weiterhin weitläufige Landstriche geben, in denen Einfamilienhäuser dominieren. Entlang der Rheinschiene und im Mittleren Neckarraum zeichnet sich beispielsweise noch nicht der Zusammenbruch der Infrastruktur außerhalb der Großstädte ab. Wenn ich mich in den Neubaugebieten umsehe, dann ist die Nachfrage nach Einfamilienhäusern ungebrochen.

    Es stimmt natürlich, dass verdichtetes Wohnen ressourcenschonender ist. Also wenn es danach ginge hätte ich noch ein paar Vorschläge: Fensterloses Bauen zum Beispiel. Eine ganze Trabantenstadt in einem Gebäude vereint. Schließlich gibt es heutzutage warmweiße LED-Beleuchtung. Wer braucht da noch Sonnenlicht. Reisen ist auch vollkommen überflüssig. Das Internet bringt dir die weite Welt und viele Freunde nach Hause in die eigenen vier Wände. Essen wird lokal innerhalb der Siedlung in Urban-Gardening-Einheiten erzeugt. Dort werden Fische und Gemüse in einem geschlossenen System gezogen, dem nur etwas Energie zugeführt werden muss. Und wie die Pilzzuchten der Blattschneiderarmeisen beheizen diese Einheiten den ganzen Bau – äh, die ganze Siedlung natürlich. Jeder kann sich hier ungestört der Wertschöpfung widmen. Sogar der Sozialismus trägt hier ein freundliches Antlitz und heißt jetzt „Sharing Economy“.

    • Naja, man hat den alleinverdiener erfolgreich ausgerottet und jetzt müssen die Frauen ran, und denen sagt man es sei ein Sieg des Feminismus. Schon komisch. Wenn sie sich dann scheiden lassen, kommt oft trotzdem die Armutsfalle, und dazu die härteren H4-Regeln.

    • Titel eingeben
      Warum ist das komisch? Ich finde das gerecht.

    • Es spricht sicher gegen mich, aber ich las im ersten Moment
      „Das Internet bringt dir die weite Welt und viele Frauen nach Hause in die eigenen vier Wände.“

      Stimmt ja irgendwie doch auch, oder?

    • Ich finde das gerecht
      Lieber TDV,
      Im Prinzip haben sie recht. Sicher ist es gut, dass Frauen nach Ausbildung oder Studium einem Beruf nachgehen und sich ihren Lebensunterhalt selbst verdienen können. Schließlich ist es nicht sicher, oder die Regel, einen Partner zu finden, der die Verantwortung einer Ehe mit anschließender Familienplanung übernimmt. Wenn dann Kinder aus dieser Beziehung hervorgehen ist es in den meisten Fällen immer noch Aufgabe der Frau die Kindererziehung, den Haushalt, neben ihrer Arbeit zu stemmen. Das geht oft nur mit verkürzten Arbeitszeiten, Verzicht auf Führungspositionen und damit verbunden Gehaltseinschränkungen. Bei einer Trennung steht sich die Frau somit immer schlechter. Und auch Frauen verlieren bei Scheidung die Hälfte ihrer Anwartschaften. Dies kann, bei nicht versicherungspflichtigen Partnern (Selbstständigkeit), verheerende Folgen für die Frauen haben. Und da hört die Gerechtigkeit auf, wie ich durch zwei Instanzen erfahren musste. Ich weiß, hier jubeln die Männer.

    • Gallische Dörfer
      Das Ausrotten der Alleinverdiener war nur eingeschränkt erfolgreich.

      Wir waren zu Hause fünf Geschwister. Alles Kinder der Sechziger- und Siebzigerjahre. Alle fünf haben heute Familie. In allen fünf Familien ist der Mann der Alleinverdiener, wenn man von Dingen, die irgendwo zwischen Ehrenamt und geringfügiger Beschäftigung oder zwischen Selbstversorgung und Nebenerwerbslandwirtschaft liegen, absieht. Keine der Familien lebt von der Stütze. Zu ihnen gehören im Schnitt jeweils mehr als drei Kinder. Alle fünf Familien verfügen über eigene Immobilien, die, soweit ich das überblicke, zum guten Teil abbezahlt sind. Die Ernährer sind zwei Handwerksgesellen, zwei Ingenieure und ein Hochschullehrer. Sie wohnen alle so, dass sie in etwa einer halben Stunde eine Großstadt mit mehr als 200000 Einwohnern erreichen können.

      Es kann mir keiner erzählen, dass es heutzutage in Deutschland unmöglich sei, von einem Gehalt eine Familie zu ernähren. Das geht schon noch. Man muss sich halt einschränken. Urlaub wird über viele Jahre wenn überhaupt, dann nur im bescheidenen Rahmen stattfinden. Und große Reichtümer wird man in seinem Leben nicht ansammeln.

      Wir waren also vom finanziellen Standpunkt aus sicherlich schlecht beraten, unsere Familien so zu organisieren. Lebensqualität ist aber mehr als nur materieller Wohlstand. Bei den gegebenen Randbedingungen war es für uns die Wahl, bei der es der Familie insgesamt am besten geht. Es hat uns allesamt nicht ins Unglück gestürzt und wären alle Erwachsenen erwerbstätig, dann wären wir auch nicht zufriedener. Ausgelastet mit Arbeit sind wir sowieso, woher sollten wir dann noch Zeit für mehr Erwerbsarbeit nehmen?

      Wir leben also fröhlich eine Daseinsform, die viele schon für ausgestorben halten. Etwas, das die westlich geprägte Weltelite für überkommen, angestaubt und nicht mehr zeitgemäß hält, was sie für schon lange überwunden glaubte.

      Das reaktionäre gallische Dorf existiert noch und seine Bewohner kümmern sich wenig darum, was Cäsar und sein Gefolge im fernen Brüssel oder Berlin über sie denkt.

    • nur ein Leser....
      … ich verstehe ihren Einwand, aber sie kennen ja sicher mehrere meiner Beiträge und so wissen sie sicher auch, dass ich an Ausreden nicht interessiert bin.

      Wer allein auf Grund von Biologie und Hormonen Kinder in die Welt setzt der hat sowieso schon verloren, und ist auf den guten Willen anderer angewiesen und als verlassene alleinstehende Mutter mit mehreren Kindern, auf Hartz IV. Wohl bekomms…

      Wer als Frau, aber bewusst meint Kinder in die Welt zu setzen, der muss sich über eventuelle Folgen schon im Klaren sein, hinterher zu jammern ist nur peinlich. Entweder der Job oder der Partner müssen stimmen.
      Ich hab in SF mal in einer WG gelebt in der eines der Mädels (nicht meine Partnerin) eine überaus gut bezahlte Stellung als Grafikerin hatte. Ich habe den Hausmann und Ersatzvater gemacht, sie mich weit über Mindestlohn bezahlt und alle Beteiligten, auch die Einjährige, waren sehr zufrieden. Welch eine herrliche Zeit…
      Warum sollte Frau nicht Karriere machen und Mann zu Hause sein?
      Hausmann war der angenehmste Beruf den ich je hatte, die Verlogenheit der Hausfrau über die Schwere ihrer Arbeit zu dem Thema, bringt mich auch heute noch regelmässig zum Lachen…

      Kinder? Ja, aber nur bei finanzieller Unabhängigkeit, oder dem richtigen Partner. So einfach ist das.

  71. Titel eingeben
    Merz und der VuZ sind „Kaliber“? Das sind Transatlantiker, die ganz spezielle Interessen vertreten. Die sie aber nicht nennen. Man kann das aber mit cahoots leicht herausfinden. Der einzige, dem man in der CDU noch trauen kann, das ist Karl-Josef Laumann. Der ist von Beruf Landmaschinen-Schlosser. Kein Paragraphenreiter oder Albern-Naiv-Lallbacke. Von 30 Kilometer weiter westlich kommt dieser Spahn, der mit der Pharma-Beratungsfirma, heute verbreitet er Unheil im Finanzministerium. Nehmen wir mal den Scheuer. Unter Ramsauer Staatssekretär, hieß er noch „Dr.“ Scheuer.
    Und so weiter. Politische Parteien fungieren heute als negative soziale Auslese, die aber nicht an den Besen bei der Straßenreinigung führt, sondern umgekehrt in höchste Ämter. Siehe unsere NRW-SPD Frau Hinz.

  72. Und jetzt in diesem Zusammenhang ganz was anderes; Arte und DLF, Bach, Mao etc.
    Auf ARTE gestern, 23.10.:

    „Zhu Xiao-Mei – Bach ist stärker als Mao –
    Musik gegen das Verdrängen und Vergessen“

    Damit der Blogautor nicht unbedingt 58 min. eines – sehr schönen – Films durchschauen muss:
    Auf der etwas chaotischen Website von ARTE.TV:
    -> Menu oben links (3 weisse balken auf schwarzem Grund):
    -> +7 Mediathek :
    -> Datum: Sonntag 23.10.
    -> scroll down zu: „Zhu Xiao Mei – Bach ist stärker als Mao“

    Auf Wunsch kann der Link nachgereicht werden.

    Es geht unter anderem um die Zerstörung der Menschen und ihrer Kultur, insbesondere der Musik, während der großen chinesischen Kulturrevolution. Und um das Wiederaufblühen danach. Und um die Spuren, die das bei den Opfern hinterlassen hat. Und um Bach.

    Warum dieser Einwurf? Nun, ich bin der Ansicht, dass wir seit einger Zeit den Versuch einer Kulturrevolution „light“, oder „sanft“ erleben – dass eine grosse Gruppe von Menschen, besonders in Deutschland von einer Sehnsucht, einem dunklen Drang nach der großen erlösenden Veränderung getrieben ist, sich aber außerstande fühlt, diese selbst herbeizuführen.

    Möglicherweise hegt man im tiefsten Inneren die Überzeugung, dass die Entwicklung unserer Gesellschaft in gewisser Weise ein Optimum (*) erreicht hat, von dem aus es nur noch „bergab“ gehen kann.
    Daher der Wunsch nach „Erneuerung“, für die man selbst aber zu alt, zu schwach, zu faul, zu feig oder einfach zu bequem ist. Nun sollens die „Flüchtlinge“ bzw „illegalen Immigranten“ richten. Die werden aber den Teufel tun, sondern einfach versuchen, sich und ihrer Familie auf vielerlei Art und Weise eine Existenz zu verschaffen, ganz ohne böse Absichten, aber auch ohne Rücksicht auf Grüne und Kirchentags-Erlösungs-Sehnsüchte.

    Dazu im DLF heute in:
    „Corso – Kultur nach 3“ vom 24.10.2016, ab 15:05 Uhr (nur Audio, kein geschriebener Interviewtext, link kann nchgereicht werden)

    Thema:
    ‚Theater im Schatten der Banken: Alexander Kohlmann über das „Fluchtpunkt Festival“‚ zwei charakteristische Aussagen:

    „… Wo es eigentlich vielmehr darum geht, wie diese Menschen Deutschland verändern …“

    „… Eine Zivilisation, die sich nicht verändert ist zum Sterben verurteilt – das wissen wir …“ (sic! – woher wissen die das eigentlich?)

    Als ob Deutschland und Europa sich jahrhundertelang nicht entwickelt und verändert hätten, auch ohne den Import von Millionen von Menschen von anderen Kontinenten.

    Diese ganze Willkommens-Ideologie hat die Dimension eines Glaubenssystems, dessen Dogma – Erlösung durch Aufnahme einer möglichst unbegrenzten Anzahl Fremder – wie eine Offenbarung nicht mehr hinterfragbar sein darf. Und die Flüchtlinge? „They are only a pawn in the game“.


    (*)Optimum: ganz einfach wirtschaftlich (und deswegen auch sozial):
    wer im Jahr 1200€ verdient, für den sind im nächsten Jahr 360€ mehr eine Menge Wachstum, nämlich 30 % – für den der 36000€ im Jahr verdient, sind 360€ Zuwachs nur 1% mit dem Risiko, auch noch höhere Abzüge zu zahlen. Für die reichen Gesellschaften ist deshalb ein Wachstum vergleichbar dem chinesischen der letzten Jahrzehnte völlig irreal – daher der Eindruck des Stillstandes, von dem es dann womöglich abwärts geht.

    • Ja – vor allem der Raum, den die bekommen. Das finde ich erstaunlich. Dass Gegenstimmen nicht gehört werden und Leuten, die dieses Land hassen, so viel Platz bekommen.

    • Because something is happening here
      Ey, Mr. Thomsen,

      die Globalisierung schwappt auch über die Schwelle Ihrer Türe, in Form von Chips aller Art, PCs, TVs, Handys, Kameras, Musikinstrumenten, Jasmintee, Reisnudeln, Ingwerknollen, elektrischer Zahnbürsten, Mu err-Pilze, LED-Lichterketten, what ever …

      Und nun kommen außer den Waren auf einmal auch diese „illegalen Immigranten“, die gern dort wären, wo man sich diese ganze Produkteglitzerwelt auch (noch) zu leisten können glaubt.

      Are they only pawns in the game?
      Denken/glauben Sie das wirklich?

      Sie sehen und hören die Pianistin, die Ihren Musikgeschmack mit Bach bedient, sich der überlegenen europäischen Kultur unterwerfend, was Ihnen ganz selbstverständlich erscheint und vermutlich Ihre eurozentristischen Vorstellungen eines quasi gottgegebenen Kulturgefälles bestätigt.
      Natürlich hören die Immigranten nur selten Bach, sondern eher Raï und damit können nun wieder Sie wenig anfangen.

      Aber sehen Sie auch die über 150’000 (!) Ingenieure, die alljährlich die chinesischen Hochschulen mit Diplom verlassen, um sich um den endlosen Warenfluss zu kümmern, der Sie und die ganze Welt mit unverzichtbaren Dingen versorgt, Stereoanlagen z. b., auf denen sich Bach in einer Qualität hören lässt, für die Sie vor einem Jahrzehnt noch wesentlich mehr Geld hätten auslegen müssen?
      Alarmanlagen mit Bewegungsmeldern, Wegleuchten, Kochgeschirr, Staubsauger, Porzellan, Bekleidung, Sportgeräte …

      Dinge, bei deren Produktion in der fernöstlichen Warenfabrik enorme Emissionen entstehen, für die die Betreiber gescholten werden, während sich die Abnehmer in ihren entsprechend bereinigten und geschönten Umweltbilanzen sonnen und vor dem Fehlen umwelt- und sozialverträglicher Arbeitsbedingungen die Augen fest schließen.

      Draußen auf Ihrem Dach summt die EEG-geförderte Solaranlage aus fernöstlicher Produktion, in der Garage hängt der Prius an der Dose, während Ihre Kinder, Enkel, Cousins gerade mal irgendwo in der Logistik-Kette eine Beschäftigung finden, um in fußballfeldergroßen Hochlagern Paletten zu türmen, Pakete einzupacken, auszuliefern, zurück zu nehmen …
      Es sei denn, sie hätten etwas halbwegs Brauchbares studiert und würden nun als Praktikanten, im Wesentlichen aus elterlichen Taschen alimentiert, ihr Leben fristen, oder hingen am Tropf staatlicher Förderprogramme in Sachen Kultur/Medien … oder wären verwandtschaftlich protegierte Key accounts, oder hätten es als Sozialarbeiter, Controller, Juristen, Ärzte, Handwerker oder Beamte tatsächlich zu etwas eigenem Einkommen gebracht.

      Hilft alles nicht …

      Because something is happening here
      But you don’t know what it is
      Do you, Mister Jones?

    • Bach nur, wenn er plätschert
      @Thomsen:
      „Möglicherweise hegt man im tiefsten Inneren die Überzeugung, dass die Entwicklung unserer Gesellschaft in gewisser Weise ein Optimum (*) erreicht hat, von dem aus es nur noch „bergab“ gehen kann.“

      Dieses „Optimum“ könnte bei näherer Betrachtung weltweit aufgeblasener Notenbank-Bilanzen etwa dann erreicht sein, wenn es einen Moment später für den Einfamilienhaus- und sonstigen Eigentums-Bewohner zinsaufwärts zur Kasse geht. Und erst dann wird Kaufen noch mal so richtig interessant. Wenn nämlich wenigen dann noch potenten Nachfragern einer Unmenge sich verhoben habender Anbieter gegenüberstehen werden. Die vielleicht nur gekauft haben, weil sie anders in Städten sonst gar nicht zu Arbeit und Familien-Hütte gekommen wären. Und der kulturelle Wandel diesbzgl. stellt sich dann freundlichst etwa so dar: Anonymer Aufkauf von assets durch Immo-Spekulanten statt individueller Problemlösung mit dem netten Herrn von der Sparkasse. Abwertung ganzer Straßenzüge, wenn die Nachbarn es nicht mehr schaffen …

      Und dann sich tummeln auf dem selben Arbeits-, Miet- und Gesundheitsmarkt wie all die Eingeladenen. Im Sinne welcher „sanften Kultur-Revolution“ noch gleich? Survival the fittest?

      Und, Arte, sorry: „Bach“ für mich nur, wenn er plätschert. Zu meinen Füßen. Am Ende von sehr viel Raum zwischen mir und dem nächsten.

      Mit Gruß an’s Wellblech-Kombinat.

      https://fassadenkratzer.wordpress.com/2016/04/28/das-netzwerk-des-george-soros-fuer-grenzenlose-migration-in-europa/

    • Titel eingeben
      Vielen Dank für den Tipp zu dieser außerordentlichen ARTE-Sendung! Wie tröstlich, dass ein europäischer Komponist des 18.Jhs. in einem nichteuropäischen Land in den Gräueln des 20.Jhs. Zuflucht und Halt geben konnte.
      Übrigens: Wohl noch nie hat Bach für mich so nach „Bach“ geklungen wie unter den Händen dieser chinesischen Pianistin!

  73. Der gute alte Plattenbau
    Wohnsilos können durchaus ein Revival erleben, siehe Altbauten aus dem 19. Jahrhundert.
    Wie das Menschenställe bewerkstelligen sollen, ist mir allerdings ein Rätsel. Hässlich, trostlos, zentrumsfern, prekär und langweilig sind noch die freundlichen Beschreibungen, die mir einfallen. Ich würde empfehlen, sie samt unausgereifter Infrastruktur abzureißen und auf dem Gelände neu zu bauen. Aber wenn ich mir ansehe, was bei heutigen Neubauten das Ergebnis ist, haben dagegen sogar Marzahn und Hasenbergl einen gewissen Charme.
    Das Ansinnen gerade derjenigen, welche im Leben nie mehr Besitz als eine dreistellige Summe auf dem Konto und ein klappriges Fahrrad, aus der Not geboren zur Stilikone und zu Zeitgeist verklärt, sogenannte Stadthäuser abzureißen und durch „sozialen“ Wohnungsbau zu ersetzen, erinnert in der Tat schmerzlich präzise an DDR-Zeiten.
    Leider habe ich mit solchen Personen zu wenig Umgang, um beurteilen zu können, ob solche Forderungen aus purem Neid, aus fehlgeleitetem Idealismus oder aus etwas ganz anderem gespeist werden.

  74. Ein wirklich heikles Thema
    Fuer meine ehemaligen Landsleute, das muss ich sagen!
    Wie bin ich doch da froh in meiner provenceaehlichen Umgebung, natuerlich mit klaren Grenzen, auf reichlich 20 ha mit gut bemessenem Niemandsland zum Nachbarn. Mir redet NIEMAND rein beim Hausbau, ja es sind mehr als 400 qm, und ich wuerde und werde mir selbiges auch verbitten! Keine Gendertroeten, keine Kahanes, noch nicht mal der „Propagandist“ und Leitartikelschmierfink Kahane vom ND aus der DDR 1.0.
    Nur ein Fahrrad hab ich nicht, ist zu windig hier! Statt Drahtesel tun es Pferde, bischen Oekofaschismus muss sein!
    Viel Spass in der DDR 2.0.
    Lieber DonAlphonso, reis(s)en Sie aus, solange es noch geht!
    Mit ohne Geld in der Fremde wird es furchtbar, und, die Fremde kann ganz schnell gleich nebenan sein, Sie wissen:
    „Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten“…


    • Mit ohne Geld in der Fremde wird es furchtbar
      Eine goldene ewige Wahrheit.
      Weshalb man sich lieber in der Nähe seiner Einkommensquelle aufhält.

  75. @Mr. Rille - something is happening etc.
    Rille schrieb: „…“

    Ja ja, das wissen wir alles schon lange. Mein Kommentar dazu: „non sequitur“ (es folgt nicht daraus).

    Zupacken und helfen ist ja richtig. Mir gings aber um die absurde Begeisterung und Erlösungshoffnung („Deutschland wird sich verändern, juhu! Uns werden Menschen geschenkt!“). Und um den Verzicht auf Kontrolle und Übernahme der Verantwortung auf Regierungsseite. Ich finde, man kann nur richtig helfen, wenn man nicht vor Begeisterung den Boden unter den Füßen verliert.

    Angesichts der Tatsachen, die Sie aufgezählt haben, frage ich mich, wie sich unsere Enthusiasten verhalten würden, wenn bei einer Krise in China ca 100 Millionen Chinesen mit guten Gründen via Asylantrag nach Deutschland einwandern wollten? „Ist halt Globalisierung“ ?

    Ich habe seit mehr als ca. 40 Jahren gelegentliche Erfahrungen gemacht mit Einwanderern aus Europa, Asien, Afrika und Lateinamerika, in der Familie, im Beruf im Freundeskreis. Darunter waren auch etwas verwilderte Kinder kurdischer sog. „Gastarbeiter“, auch ein (meiner Ansicht unberechtigter) Asylbewerber, angeheiratete Verwandte, auch Muslime und Kommunisten, hochintelligente Studien- und Arbeitskollegen, herzlich geliebte Freunde, nicht zuletzt meine Frau.

    Da ich in einem MINT-Fach ausgebildet und kein Sozalwissenschaftlier bin, kann ich nicht mit Statistiken usw. aufwarten, sondern kann nur aufgrund meiner persönlichen Erfahrung urteilen. Und diese Erfahrung lehrt mich, wie schwierig es für Einwanderer sein kann, einen ordentlichen Platz in der deutschen Gesellschaft zu finden, und wieviel Aufwand es für Freunde sein kann, sie dabei zu unterstützen. Und das waren Einzelfälle und persönlich bekannte Menschen, nicht Hunderttausende anonyme Schicksale. Mein Fazit: es gibt eine praktische Obergrenze, bei deren Überschreiten Hilfsbereitschaft in Überforderung umschlägt.

    C’est la vie – egal was Dylan dem Mr. Jones erzählt. Dylan brauchte sich ja damals weder um Sozial- noch Außen- und Militärpolitik zu kümmern.

    Mich interessiert hier aber vielmehr die einheimische Geisteshaltung, die Stimmung, die Aufrufe, „Zeichen zu setzen“ im „Kampf gegen Rechts“. Das hat für mich etwas (ersatz-)religiöses …
    Beunruhigend finde ich auch, wie unsere Kirchenvertreter darauf abfahren, so dass man manchmal nicht weiss, ob es sich um einen Kirchentag oder um einem Parteitag der Grünen handelt. Und wie schnell – auch christliche- Kämpfer gegen „gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“ (aka „Rassismus“) bereit sind, Menschen anderer Überzeugung auszugrenzen und zu diffamieren.

    Zur Einwanderung muß man sich nicht bekennen wie zu einer Religion (Grüne) noch muß man sie en bloc ablehnen (viele, aber nicht alle AfD-ler) – Einwanderung geschieht schon immer, und Aufgabe der Regierung ist es, dafür zu sorgen, dass sie einigermaßen menschlich und gesittet im Rahmen der Gesetze abläuft.
    Das hatte z.B. die Lucke-AfD gefordert … Die heutige Aggressivität großer Teile der AfD lehne ich ab. Ebenso wie Demagogie von „links“.

    Es ist das Recht und die Pflicht von Demokraten, darüber offen zu diskutieren, auf welche Art und mit welcher Geschwindigkeit das geschehen kann, und Aufgabe der Regierung ist es, verantwortlich im Einklang mit der Mehrheit der Staatsbürger zu handeln.

    Das Bild des letzten Jahres war ein anderes: Merkel kapituliert, und Grün/Links jubiliert, die SPD irgendwo dazwischen. Und da jubelt Merkel halt mit. Das ist doch keine verantwortungsvolle Politik. Aber wer das kritisiert hat, wurde vor einem Jahr als rechtsradikal diffamiert. Heute jubiliert Merkel nicht mehr, behauptet aber, ihren Kurs nicht geändert zu haben, und die SPD ist verwirrt. Während Grün und Links unbeirrt weiterzumachen versuchen, trotz Kretzschmann und Palmer in BaWü.

    Und wenn ich sehe, mit welcher Begeisterung gleichzeitig versucht wird, das traditionelle Familienbild zu demontieren (schon ab dem Kindergarten), alle möglichen „sexuellen Identitäten“ (die den Staat einen Teufel angehen) positiv oder negativ zu privilegieren, dann scheint mir dieses Verhalten doch von der Sehnsucht nach der großen Umgestaltung getrieben zu sein, und nicht von der Hilfe für die Immigranten (die meistens ein sehr konservatives Familienbild pflegen). Massenhafte Immigration ist nur der Anlaß, diese Umwälzung zu erhoffen, genau wie es früher der „Kampf gegen den Atomtod“ war oder jetzt der „Kampf gegen den Klimawandel“ usw. ist (für Einwanderung nach D. kann man angeblich keine Obergrenze setzen, wohl aber für die Schwankungen des Weltklimas? „Schaffn wa!“). Wichtig ist am Ende nur, dass es nicht so bleibt wie es ist …

    Und das erinnert mich eben an die chinesische Kulturrevolution, die etwa zu der Zeit stattfand, als ich zur Schule ging und mich sehr für Politik interessierte – natürlich von „links“, damals zur Zeit der ersten Großen Koalition sehr oppositionell. Erst mit der Zeit habe ich verstanden, wie wahnsinnig und grausam das alles war. Und als manche heutige grüne Senioren sich in den K-Gruppen engagierten, da war ich schon – nicht zuletzt durch mein Interesse an der Entwicklung in unseren sozialistischen Nachbarländern – längst von solcher Begeisterung geheilt.

    Yes, something is happening and you don’t know what it is – do you, Mr. Jones?

    Tröstlich ist immerhin, dass die Begeisterung für Bachs Musik sogar in China überlebt hat. Während es bei uns Leute gibt, die uns a tout prix die Freude daran verderben wollen (s. vor einiger Zeit zwei Artikel in Cicero: erst soll Bach kein Beispiel für deutsche und protestantische Kultur gewesen sein, dann wirft ihm derselbe Autor anachronistisch „Antisemitismus“ vor). Aber Bachs Musik ist einfach sehr schön und dabei hochkomplex, und gefällt Menschen rund um den Erdball. Ähnlich wie Mathematik kann sie überall verstanden werden – oder nicht.

    • Ohne Mint-Studium über Atmosphärenphysik debattieren
      Antesde hat ein überaus interessantes Kapitel zum Thema aufgeschlagen …

      http://blogs.faz.net/stuetzen/2016/10/23/die-sozialistische-zukunft-der-deutschen-im-plattenbau-7055/#comment-138397

      Stephen Schneider Z. B., eine Ikone des Klima-Alarmismus, folgte exakt dieser Strategie und warnte in den 70ern vor einer neuen Eiszeit („The Genesis Strategy“), wechselte dann aber behende ins Lager der Warmistas und prägte 1989 den berühmtberüchtigten Satz „So we have to offer up scary scenarios, make simplified, dramatic statements, and make little mention of any doubts we might have“.

      Die scary scenarios haben die Klima(alarm)industrie zu einem Billionen-Business gemacht, dem sich nur noch entgegenstellt, wer massive Behinderungen seiner wissenschaftlichen Arbeit nicht scheut. Mitreden können längst alle, NGOs, lokale Aktivisten, Journalisten, Politiker, Bauern, Gschaftlhuber aller Art – naturwissenschaftliches Studium oder vertiefte Kenntnisse nicht erforderlich.

      Tichy erwähnt spezialisierte Zulieferer dieser strategisch ausgerichteten „Bewusstseinsindustrie“ („Protest kann man mieten, wie mobile Klos“) …

      http://www.tichyseinblick.de/tichys-einblick/ceta-zeigt-das-scheitern-der-eu

      Der ÖR filmt dann diese bestellten Auftritte und meldet ganz seinem Auftrag entsprechend „zahlreiche Demonstranten protestierten gegen …“

      Und ja, Bachs Musik folgt mathematischen Prinzipien und bringt Naturgesetze zum Klingen, Mathematik in vollendeter Schönheit.

      Gut, wenden wir uns mit Grausen ab von der Politik und der Musik zu, Bach und Oum Kalthoum z. B.
      Trägt weder Burka noch Kopftuch, die Dame, wie man bei youtube sehen kann. Waren das noch Zeiten …

    • "...einen ordentlichen Platz in der deutschen Gesellschaft zu finden,..." braucht vor
      allem viel Zeit – es dauert(e) Generationen:

      Der ersten der Tod,
      der zweiten die Not,
      der dritten das Brot.

    • müllt vor sich hin...
      Thomsen sagt:
      25. Oktober 2016 um 15:56 Uhr
      @Mr. Rille – something is happening etc.

      Danke für Ihre Worte.

      Der ehrenwerte Don und seine Worte bringen die Discuskugel hoch oben im Zirkus TOTALMENTE PAZZI immer wieder ordentlich in Schwung und ich hier unten auf der Tribüne – mit guter Sicht auf die Manege – frage mich dann immer, ob die Kultur der Diskussion sich nicht vielleicht verbessert hat. Die Diskredition dieser Zirkel läuft gerade an.
      Diese ganze Mischpoke der uns verwaltenden – schreibe ich bewußt klein, nur um damit zu zeigen, dass ich ein waschechter HateSpeeker bin und die unteren Ränge haben meinen vollsten Respekt vom Müllmann bis Polizei und nehme ich mal aus – macht mich irre.

      Tröste mich aber damit, dass jede Menge Leute sich auch schriftlich kundtun und dieses Anwachsen von Leserbriefen – und nichts anderes sind sie – steht sicher diametral entgegen den Absatzzahlen von Printmedien und die dumme Meutemehrheit der schreibenden Elite merkt noch nicht einmal, dass sie Ursache ihrer demnächst zu erwartenden Umstellung auf Freier Autor sind. Entweder stehen die unter Drogen oder eine Menge Leichen modern da im Keller oder die sind in der Mehrheit wirklich plemplem. Ich glaube ja eher letzteres.
      Im Printbereich werden nur Publikationen für Liebhaber des gedruckten Wortes übrigbleiben. Wahrscheinlich Wochenrythmus, nein eher Monatsblätter.
      Der ganze Newsscheiss wird nur noch online durch den Wolf gedreht und fertig ist die Mediensalami der Zukunft.
      Das sieht nicht so gut aus da in den Redaktionsstuben, oder? Und um das Fass voll zu machen: diese schreibenden jungen Frauen. Echte Schrullen. Früher zu meiner Zeit garbs‘ die auch schon. Wir haben der ganz einfach die Leviten gelesen und dann sind die auch nicht weiter aufgetaucht bzw. haben die sich irgendwohin verkrochen. Und heute. Das Heer dieser vom was auch immer Feminismus Beseelten – Schweden rühmt sich ja des ersten feministischen Parlaments – ……würg…… wird immer größer.
      Ich sag jetzt mal. Die haben alle zuviel Zeit. Eine Pippigeneration, denen wahrscheinlich zu oft der Arsch gewischt wurde.
      Das ganze ist ähnlich der zunehmend um sich greifenden Verweigerung mathematischen Wissens oder auch der Logik oder auch des Denkens.

      Morgen fahre ich ins Dorf und leihe mir diesen undemokratischen Spengler aus. Und statt Bilder aufhängen sitze ich lieber am Kamin und freue mich auf meine Frau, die gleich vom Yoga zurückkommt.

      Trashige Grüße an den Don und alle Schreibenden, Trash

    • Ach, Thomsen… For what its worth…
      Es war nicht Dylan sondern Captain Beefhart, und die zweite, wichtigere Zeile lautet, what is is aint exactly clear…
      (Übrigens einer der besten Songs aller Zeiten)

      Vielleicht ist es ja die Länge ihrer Beiträge die Details zur Gänze hinter der Ideologie verschwinden zu lassen versucht?

      „Das Bild des letzten Jahres war ein anderes: Merkel kapituliert, und Grün/Links jubiliert, die SPD irgendwo dazwischen. Und da jubelt Merkel halt mit. Das ist doch keine verantwortungsvolle Politik. Aber wer das kritisiert hat, wurde vor einem Jahr als rechtsradikal diffamiert. Heute jubiliert Merkel nicht mehr, behauptet aber, ihren Kurs nicht geändert zu haben, und die SPD ist verwirrt. Während Grün und Links unbeirrt weiterzumachen versuchen….”

      Welch lächerliches Geschwätz… Wagenknecht war die erste Abgeordnete überhaupt, die unmissverständlich aussprach was langsam zur Allgemeinbildung gehört, dass „unbegrenzt“ nun mal ein völliges Unding ist.
      Aber… wozu Fakten berücksichtigen, wenn man eine Meinung und eine Ideologie hat, gell?

    • @TDV - Wagenknecht
      Wagenknecht ist nicht „die Linke“ so wie Palmer nicht „die Grünen“ repräsentiert. Sie hat für ihre Äußerungen viel Ärger in der Partei bekommen.

    • Ich seh das anders...
      Wagenknecht IST die Linke…..

      Ohne Wagenknecht gibts keine Linke, so wie es ja auch schon seit langer, langer Zeit keinen Grünen mehr gibt, keine SPD die was mit sozial zu tun hat oder CDU/CSU die was mit christlich zu tun hat.

      Sobald das in der Tat unseelig an die SED erinnernde Fussvolk meint man bekomme ohne Sarah mehr Stimmen/Sitze als mit ihr, wird man sie ausschliessen.
      Es sei denn ihr wird vorher schon klar, dass das, was sie will, niemals existieren wird und keine Lust mehr hat sich noch länger von den Deppen stressen zu lassen.

  76. Candidesgarten, 24. Oktober 2016 um 17:28 Uhr
    Nur 2 ältere Artikel, die das Thema allgemein weiter beleuchten, hab ich gefunden – wieso wird nicht mehr darüber veröffentlicht? Kann man wirklich denken, dass Menschen aus anderen Ländern einen ähnlichen Verhaltenskodex wie wir haben, nachdem, was hier alles tagtäglich geschieht?

    Beide Male geht es um Hexerei und Aberglauben, die dem Ankommen bei uns bzw. dem Weiterkommen Afrikas in einer globalisierten Welt entgegen stehen.
    Der vom DLF ist aus 2004 und bietet vielleicht eine Antwort auf Ihre Frage:
    „Die Leute haben Probleme, sie finden keine Lösung. Statt dessen machen sie Schwächere zu Sündenböcken. In unserer Gesellschaft sind Frauen Menschen zweiter Klasse in den Familien. Sie sind die Schwächsten.
    Vor allem trifft es die Älteren, die sich nicht verteidigen können – auf sie wird die Schuld abgeladen.
    Sie werden gelyncht, sie werden gesteinigt und geschlagen, bis sie sterben.“

    Autor des besprochenen Buches „Die Ökonomie der Hexerei oder Warum es in Afrika keine Wolkenkratzer gibt“ ist David Signer, der jetzt für die nzz schreibt.
    http://www.deutschlandfunk.de/david-signer-die-oekonomie-der-hexerei-oder-warum-es-in.730.de.html?dram:article_id=102350

    Weitere Einsicht kann ein Artikel aus der Zeit bringen (2005):
    http://www.zeit.de/2005/38/Afrika/komplettansicht
    „afrika: Die Macht der Hexen
    Beim Millenniumstreffen der Vereinten Nationen wird wieder einmal über die Rettung Afrikas diskutiert. Trotz 1000 Milliarden Dollar Entwicklungshilfe wächst die Armut weiter. Zu den schlimmsten Entwicklungsblockaden zählen Aberglaube und Angst“

    Ich kann jetzt auch verstehen, weshalb Sanitäter bei ihren Einsätzen angegriffen werden. Wenn zu uns gekommenen Menschen wirklich glauben, dass man sie abholt um ihnen Organe zu entnehmen, ist ihre „Gegenwehr“ plausibel – wenn auch nicht hinnehmbar.
    Nur: Wer soll solche „im Weg stehenden Gedanken“ auffangen? Wer soll bei einer Millionenzahl von Menschen, zum großen Teil Analphabeten, die Veränderung der sozialen und religiösen Prägung auf den Weg bringen?

    Letztendlich wissen wir und die Neuen nicht, auf was wir alle uns mit dem Diktat der Grenzöffnung eingelassen haben –
    Deutschland als einzig großes Experimentierfeld, das anschaulich zeigt, wie es gehen kann, wenn archaische Clanstrukturen, die die Gewalt in Händen halten (müssen) auf weiter entwickelte Gesellschaften stoßen, die das Gewaltmonopol an den Staat abgegeben haben (Barberowski hat das einleuchtend beschrieben, auch wenn er in Bremen wegen der ASTA nicht an der Uni sprechen durfte).
    Im eigenen Glauben und Denken gefangene Überforderte stoßen auf andere, die auch davon ausgehen, dass ihr Denken der unbegrenzten Hilfsbereitschaft das einzig richtige ist.

    Also: Mittelalter und davor trifft auf „postfaktische“ Neu-Zeiten – und nicht nur eine 87jährige Frau in Neuenhaus wird aus ihrem Leben gerissen – eine ganze Nation ist in ihren Grundfesten erschüttert – bis auf die, die weiter Interesse an „bunterem Leben“ als bisher vor der eigenen Haustür haben.
    Ich frage mich, weshalb fahren die dann nicht dahin, da wo es für sie „bunt“ und „aufregender“ ist als vor 2015 hier?
    Nach Afghanistan, zu den Paschtunen mit ihrem Paschtunwali, nach Albanien, Somalia oder Mali und in all die Länder, in denen die Scharia gilt, Steinigungen, Amputationen und die Beschneidung von Frauen alltäglich sind, das Faustrecht und Blutrache gelten.
    Wohin bringt es uns, wenn wir uns mehr darum kümmern müssen, unserem neuen Gegenüber hinter die Stirn zu sehen (als Frau bloß nicht in die Augen!), ob es uns gut gesinnt ist, als uns weiter unbeschwert mit den uns bekannten bisher normalen alltäglichen Dinge des Lebens zu beschäftigen?
    Wissen die Politiker, was sie da gerade tun?

    • I think more often in terms of "when", sometimes "where"; always "how much".
      @Troyaner

      „Wissen die Politiker, was sie da gerade tun?“

      Solange wir noch Zeit haben, solche Fragen zu stellen, solange habe wir noch nicht begriffen.


    • Wer soll bei einer Millionenzahl von Menschen, zum großen Teil Analphabeten, die Veränderung der sozialen und religiösen Prägung auf den Weg bringen?
      Na, Sie, ich, der Don und alle weiteren Passanten, Nachbarn und Hausbewohner, die deren Weg kreuzen, „natürlich“. Ist Ihnen denn noch nicht klar, daß uns die Regierung eine schwerwiegende Erziehungsaufgabe aufgehalst hat, die nicht zu bewältigen ist, weil das Sanktionsende abgeschnitten ist?
      Wissen die Politiker, was sie da gerade tun?
      Natürlich. Es ist nicht ihr Problem, also ist es für sie keins.

    • Naja, goodnight -
      mir sind Ihre Ausführung noch in guter Erinnerung.
      Wenn der Anteil derer, die sich nicht an die von uns getroffenen Vereinbarungen (per Gesetz oder kulturell) hält, die eine einigermaßen stabile Gesellschaft ausmacht, einen bestimmten Pegel übersteigt…

      Nur – warum? Der Blödheit wegen?
      Ich verstehe es nicht.

    • Gewaltmonopol
      @“… Deutschland als einzig großes Experimentierfeld, das anschaulich zeigt, wie es gehen kann, wenn archaische Clanstrukturen, die die Gewalt in Händen halten (müssen) auf weiter entwickelte Gesellschaften stoßen, die das Gewaltmonopol an den Staat abgegeben haben “

      Und von der Judikative spricht wieder keiner. So geht das nicht …

      http://www.express.de/news/panorama/raeuber-in-unterleib-geschossen-richter-beziffert-hoden-auf-2500-euro-24847180

    • Laterne, Laterne ...
      @colorcraze:
      „Ist Ihnen denn noch nicht klar, daß uns die Regierung eine schwerwiegende Erziehungsaufgabe aufgehalst hat, die nicht zu bewältigen ist, weil das Sanktionsende abgeschnitten ist?“

      Herrjeh. Sie sollen nicht sanktionieren, werter colorcraze, sondern sich vermischen. Freiwillige, die die Laterne halten, bitte vortreten. Zack zack.

      http://www.epochtimes.de/politik/europa/eu-kommission-vize-fordert-homogene-kulturen-abschaffen-vermischte-kulturen-weltweit-a1327296.html

      Sanktionieren soll die EU. Alles aus einer Hand kwasi.
      https://redice.tv/news/jewish-lobby-in-america-pushes-bill-to-monitor-european-anti-semites

      Also brav stillgeschwiegen. Sonst kommt der Nationalmuseale Schweinebraten zu Blockflöten-Klängen auf die Sanktionsliste. Das geht heutzutage flott wie’s Bretzelbacken, sag ich Ihnen, und schon lutschen wir wieder am Pfirsichkern.

      greetz


    • Sie sollen nicht sanktionieren
      Doch, ich muß, wenn die Frechheit überhandnimmt.

  77. Plattenbauten
    Wer soll denn bauen?
    Mehr Gesetze und Vorschriften zur Vergrämung von Investoren kann man kaum erlassen.
    Die Politik hat fertig, in Berlin und bei der EU, wie Tichy heute messerscharf darlegt.
    Unbedingt lesen!

    Unklar ist, wer den Trümmerhaufen aufräumen soll, vom wie mal abgesehen.
    Viele von denen, die sich bei der letzten Wahl beinahe nicht einkriegten vor Schadenfreude über das Abschneiden der FDP, wünschten die Partei heute zurück – als Korrektiv zwischen den totalitären Fantasmen des linksgrünen Lagers und der notorischen Dullheit von CDU/CSU.


    • Wer soll denn bauen?
      Bauunternehmer, wie immer.
      Die Frage ist nur, ob die noch eine Verdienstchance sehen.
      Zur Zeit wohl eher in der Containervermietung.
      Unklar ist, wer den Trümmerhaufen aufräumen soll
      Das ist immer strittig, denn das macht Arbeit und wird schlecht bezahlt.
      Wenns gar nicht bezahlt wird, bleibts halt liegen.

    • @ colorcraze
      „Unklar ist, wer den Trümmerhaufen aufräumen soll“

      Trümmerfrauen, rekrutiert aus dem unterbezahlten, günstigen Wohnraum suchenden Medien/Genderfeminismus-Prekariat …

      http://urbanmining.at/Content/uploads/2015/10/P1120411.jpg


    • @Quitt: Nä, die haben ja Einkünfte.

  78. @Mr. Rille - Bach, Rai and the rest
    Eine türkische Kollegin erzählte mir, wie sie im Studentenheim während des Deutschkurses eine Küchenschabe entdeckt hatten, die sie (selbstverständlich) „Gregor“ genannt hatten. Warum wohl?
    Einem chinesischer Kollege, der mir einmal ein Video zeigte, wo er als Sänger klassischer chinesischer Musik auftrat, wollte ich einmal einmal ein Schallplatte mit Bachs Doppelkonzert (David & Igor Oistrach) schenken – erhatte sie natürlich schon, und zeigte mir eine ganze Sammlung anderer klassischer Musik. Er hat mir auch ein wenig von der Kulturrevolution erzählt, die er als Kind erlebt hatte, als seine Eltern abtransportiert wurden. Die Eltern haben es glücklicherweise überlebt.

    Und ein marxistischer Mexikaner hat gerne Bach auf dem Klavier gespielt, und begeisterte sich für Beethoven, Schostakowitsch usw.

    Vom Rai habe ich keine Ahnung, als ich studierte, haben meine marokkanischen Freunde Nass al ghiwane. Auch Oum Kalthoum ist mir ein Begriff. In Marokko habe ich die traditionelle „andalusische Musik“ kennengelernt, die mich an europäische Musik aus der Renaissance erinnerte. Die marrokanischen Studenten liebten auch das spanische „Concierto de Aranjuez“.

    Musik eignet sich nicht für Dritte-Welt-Agitation.

    • .
      ah, ein bachbegeisterer!

      ist es erlaubt, eine kleine empfehlung anzufügen – gesungen von einem m.e. recht begabten altus, den aus nächster nähe zu erleben man rezent das vergnügen und die ehre hatte; nun erst erschliesst sich die begeisterung für diese tonlage. in der aufführung [hüstel] pur. die touren führen irgendwie zu jedem hin, einfach den namen bei startpage eingeben.

      bei youtube möge man „agnus dei alex potter“ eingeben und auf das verschnürte schaf klicken; wem das gefällt, dem empfehle sich „BWV 106 alex potter“. bonne nuit!

  79. Wichtig ist nicht, wo man wohnt, wenn man die Wege nur schlau zurücklegt.
    Schlau wie ein Linker: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/bundestag-linken-abgeordneter-nutzte-fahrbereitschaft-zu-exzessiv-a-1118205.html

  80. O.T. schämt man sich öfter.
    Vor allem für das permanente Versagen der eigenen „Regierung“: http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/auswaertiges-amt-sagt-konzert-zum-armenien-voelkermord-ab-14497332.html

  81. Der NEUE MENSCH
    Hochgeschätzter Don Alphonso,
    in schönsten Bildern vergegenwärtigen Sie ein spätbürgerliche Privileg, dessen Zeit abläuft.
    Der NEUE MENSCH wird, ungeachtet der vielen „neuen Menschen“, welche die Ideologien des vergangenen Jahrhunderts verbraucht haben, quasi alternativlos entstehen – so die Hoffnung der unermüdlichen Sozialingenieure – wenn die gewachsene Vielfalt der individuellen Räume durch kollektive Lager abgelöst sein wird, in denen die politischen Objekte von der Wiege bis zur Bahre zusammengeführt sind.
    Aus „Ich“ wird „WIR“ – vorausschauend schon jetzt bevorzugter Adressat des öffentlichen Nudging.

  82. Sagt
    Nein, es gab Probleme mit der Räumlichkeit. In echt!

    • Probleme mit der Räumlichkeit
      Ja, aber werden diese nicht zum Anlass genommen, gesellschaftspolitische Visionen umzusetzen?

  83. Hysterie
    Wenn man sich die Mühe macht und sich den ausführlichen Artikel „Vier Wände und ein Todesfall“ von Gerhard Matzig in der SZ durchliest (auf den sich der Blog hier bezieht), kann man nur mit den Kopf schütteln, wie einseitig der Inhalt hier dargestellt wird. Der Artikel beschreibt ziemlich nüchtern die möglichen Konsequenzen der „Landflucht“, wie sie derzeit aufgrund von mannigfaltigen Ursachen zu beobachten sind. Es ist schon bezeichnend, wie so ein harmloser Artikel zu einer so „massiven Hysterie“ hier im Forum führen kann. Es ist bezeichnet für eine Debattenkultur, welche nur noch extreme Empörung kennt.

    • Hysterische Gäste
      Wie schön, dass Sie, verehrter „Gast“ die hier übliche Gastfreundschaft nutzen, um anonym gegen den Hausherren abzulästern und von „massiver Hysterie“ wegen eines „harmlosen Artikels“ zu sprechen. Wenn Sie Ihren Kopf zu Ende geschüttelt haben, könnten Sie mal überlegen, warum Sie hier (trotzdem) kommentieren dürfen.

    • "Hysterie"
      Die Reaktion hat sich der Autor selbst zuzuschreiben. Hätte er seinen Beitrag genauso nüchtern begonnen, wie er endet, dann hätte sich auch kaum jemand aufgeregt. Allerdings hätte sich wahrscheinlich auch kaum jemand dafür interessiert. Denn so sensationell und neu ist das ja alles nicht. Was mich daran gestört hat, war allein das Geraune über das „Aussterben des Einfamilienhauses“ im Aufmacher.

    • Titel eingeben
      Der Gast nach dem Gast sagt:
      26. Oktober 2016 um 17:07 Uhr

      Nun ja, anonym äußern sich hier die meisten Kommentatoren. Die Möglichkeit als Gast zu kommentieren wurde von dem Gastgeber selbst installiert. Diese Möglichkeit habe ich nur genutzt. Ich wüsste auch nicht, dass ich in meinem Kommentar über den Gastgeber – so wie Sie es ausdrücken – „abgelästert“ hätte. Ich habe lediglich darauf hingewiesen, dass der SZ-Artikel sachlich formuliert ist und ich diese übertriebene Polemik des Blog-Beitrags und vieler (nicht aller Kommentare) vollkommen unpassend finde.


    • Die Möglichkeit als Gast zu kommentieren wurde von dem Gastgeber selbst installiert. Ja sicher, und fast alle nutzen sie. Indes kann man sich schon auch anonym einen eigenen nom de plume geben, um nicht Bestandteil der multiplen Persönlichkeit „Gast“ werden zu müssen.

  84. worum geht´s?
    Soll ich auch die Steine ranschaffen (Mörtel kriege ich von den Polen, Ihr kriegt ja keinen mehr gerührt, wie man an einem Denkmal in meinem Teil … nein: in einem Teil, der … also egal, zum Verständnis, auch wenn das bekanntlich nur ein Traum ist: im Reichshauptstadtslum errichtet wurde, sehen kann)? Alleine mauern, so als nicht-italienisch-sprechender Soziopath, weil man ja für irgendwas am Ende doch verwertbar sein muss, wenn man nicht Sie sein kann? https://www.youtube.com/watch?v=1al9rjf0Tlw

  85. Anonym und unlocker
    @Gast (26. Oktober 2016 um 23:47 Uhr)
    „Abgelästert“ ist vermutlich kein Bestandteil Ihres etwas „hüftsteifen“ Sprachschatzes – sei’s drum. Dazu passt dann auch Ihre Bewertung von Dons Text als „übertriebene Polemik“. Wenn ich es mal salopp formulieren darf: „Mach‘ Dich mal locker, Alter.“
    Anonym als „Gast“ hier zu schreiben ist – wenn Sie das dann verstehen – noch anonymer als wenn Sie zB als „Bruno der Zauselige“ auftreten würden – dann könnte man Sie immerhin wiedererkennen.

    • sehr schön,
      wenn´s also beides anonymer als anonym ist, wieso sollte ich mir noch ein anonymes Pseudonym ausdenken? Damit Sie sich besser fühlen und die Hüften noch lockerer kreisen lassen können, weil Sie sich so cool finden?

      Dann mal so, dass Sie das auch begreifen: Es reicht. Es ist nicht lustig und es ist auch nicht harmlos, sich permanent über einen Teil der Landsleute zu erheben und diese Verachtung noch mit aller Macht in die nächste Generation zu tragen. Vielleicht lesen Sie mal ein Geschichtsbuch – oder reicht´s dafür wirklich und ernstlich nicht, nein?! Ich weiß nicht, was mit Ihnen los ist – aber irgendwer hat den Guido-Knopp-Betroffenheits-Knopf eindeutig zu tief gedrückt und da sind wohl ein paar Leute ganz böse verroht dabei. Anders kann ich mir das nicht mehr erklären. Wenn sogar die Ostbeauftragte der Bundesregierung entsetzt erkennen muss, dass die Maueröffnung womöglich ein Fehler war (der Ostler), dann sollte auch der Primitivste mal nachdenken und nicht mehr ganz so ungeniert „ablästern“. Ziehen Sie endlich Leine, machen Sie sich über die eigenen Ausfallerscheinungen lustig, schmähen, beleidigen und marginalisieren Sie jemand anderen, bleiben Sie einmal bei sich und stehen Sie nicht ständig im Gebiet anderer herum!

    • Schöner Name!
      @ Der Gast nach dem Gast sagt:
      27. Oktober 2016 um 09:15 Uhr

      Schauen Sie sich bitte einmal Ihren Forums-Namen an. Vielleicht erkennen Sie dann die unfreiwillige Komik Ihrer Äußerung.

  86. a propos Bach
    „Die Offenbarung“ von Robert Schneider kann ich empfehlen. Schöne Geschichte.

  87. Fazit
    Ist Marx wirklich an Le Corbusier schuld?

  88. h moll Messe
    Verehrte Donna Laura,
    eine der zu Herzen gehendsten Aufnahmen des agnus Dei aus der h moll Messe BWV 232 ist immer noch Kathleen Ferrier aus den 50ern, die technische Qualität ist zeit-typisch aber was kann sie phrasieren und ausdrücken. Aber Herr Potter ist schon auch sehr gut, keine Frage. In englischen Chören an Universitäts-Colleges und Kathedralen war es übrigens immer üblich dass Männer Altus sangen, die klassische Zusammensetzung dort ist Knabensoprane, eine wenige Knabenalte, Studenten (mit Freistelle im College) als Altus, Tenor und Bass.
    Und BWV 106 hat natürlich den tröstlichen Text für solche derzeitigen Wirren: Gottes Zeit ist die allerbeste Zeit. Die Sinfonia spiele ich gelegentlich zur Kommunion auf der Orgel mit den Blockflöten als Solo-Register auf einem Manual und den Streichern auf zweitem Manual und Pedal.

  89. Freiwillige Komik
    war mein Nickname, verehrter „Gast“ und „Gast nach Gast nach Gast“. Ansonsten schreibe ich hier unter meinem Klarnamen.
    Da Sie nun so heftig reagieren, kann ich nur Clemenceau zitieren: „Wenn etwas überzogen ist, ist es ohne Bedeutung.“
    Habe die Ehre.

    • Komik?!
      Das ungenierte Schnauzeaufreißen und Besserwissen und ständige Bevormunden und dreiste Schuldzuweisen hat sehr wohl Folgen – allerdings für die anderen, deswegen interessiert es den Kaspar Schlich nicht, wenns wieder mal zu lange gut gegangen ist; der hat für alles seine schlauen Sprüche parat. Das Wort „Ehre“ überhaupt nur in den Mund zu nehmen ist vor dem Hintergrund die reinste Infamie – kennen Sie den Begriff noch? Wann haben Sie den zum letzen Mal gehört? Lange her, oder?! – Es wird einfach ein Blöder zum Schuld-an-allem-sein gesucht – und „die DDR“ und „der falsche Blazer“ und „die Stasi“ sind eben die Kandidaten, die die meisten Klicks bringen. Das ist schon alles. Ehrlich – wenn ich das abstellen könnte, wenn ich das ändern könnte – ich würde keines dieser Worte jemals wieder benutzen, ich würde jedes Buch verbrennen, mir jede Erinnerung verbieten, mich selber abschaffen. Leider weiß ich mittlerweile genug über Gier – es gibt kein Opfer, das man bringen könnte, dass denen ihr Schandmaul stopft und irgendwann alles wieder gut werden ließe.

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